Haus Asaf Jah

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts bestand Indien aus mehreren hundert Monarchien. Die Asaf Jah Familie galt als die reichste und mächtigste Herrscherfamilie in Indien. Die Dynastie herrschte mehr als 200 Jahre über Hyderabad, einer der grössten indischen Fürstenstaaten. Indien gehörte von 1857 bis 1947 zum britischen Kolonialreich und war die wichtigste Kolonie des britischen Empire. Die Asaf Jah Familie zählte zu den wichtigsten Verbündeten der Briten in Ostasien.

Asaf Jah I. (1671-1748) war der Gründer und erste Nizam (Herscher) von Hyderabad. Zuvor hatte er als hochrangiger Gouverneur im indischen Mogulreich gedient. Bereits sein Vater und seine beiden Grossväter standen im Dienste mehrerer indischer Grossmoguln. Die Familie der Grossmoguln herrschte vom 16. bis Mitte des 19. Jahrhunderts über ihr Grossreich und behauptete, dass sie vom mongolischen Herrscher Dschingis Khan (starb 1227) abstammt, einer der mächtigsten und reichsten Herrscher aller Zeiten. Die Mehrheit der Bevölkerung des Mogulreiches waren Hindus, aber die Familie der Grossmoguln gehörte dem Islam an. Auch die Asaf Jah-Dynastie ist eine muslimische Familie und herrschte in Hyderabad über ein Volk, das mehrheitlich hinduistisch war. Der Fürstenstaat Hyderabad wurde seit seiner Gründung durch die Asaf Jah Familie von einer kleinen muslimischen Oberschicht regiert. Seit dem Mittelalter waren muslimische Eroberer nach Indien gekommen, die in den folgenden Jahrhunderten Teile des östlichen Asiens und ihre Kontrolle brachten. In Indien bildeten die Nachfahren der Eroberer eine muslimische Aristokratie, zu der auch die Asaf Jah Familie gehörte.

Der Legende nach stammt die Asaf Jah Familie von persischen Aristokraten aus der Suhrawardi Familie ab, die wiederum von Abu Bakr abstammen soll. Abu Bakr war ein Schwiegervater des Propheten Mohammed, der im 7. Jahrhundert den Islam gründete. Nach Mohammeds Tod wurde Abu Bakr der erste Kalif (rechtmässiger Nachfolger Mohammeds). Eine weitere Abstammungslegende besagt, dass die Asaf Jah Familie Nachkommen des Sufi-Führers Baha-ud-Din Naqschband (Bahauddin Naqshbandi) sind. Naqschband lebte im 14. Jahrhundert und wurde im heutigen Usbekistan geboren. Er gründete einen einflussreichen Sufi-Orden. Da Naqschband als ein Nachkomme des Propheten Mohammed galt, zählt auch die Asaf Jah zu den angeblichen Nachkommen des Islamgründers. Asaf Jah I. war seit 1724 der erste Herrscher von Hyderabad. Er verlieh sich selbst den Titel des Asaf Jah, der bis heute vom Familienoberhaupt getragen wird. Der Titel ist nach Asaf (Asaph) benannt, welcher der Legende zufolge ein Höfling des israelischen Königs Salomo war. (Quelle: 1 und 2) König Salomo soll vor 3000 Jahren gelebt haben und wird in der Bibel sowie im Tanach und im Koran erwähnt. Zu seiner Zeit wurde der salomonische Tempel in Jerusalem errichtet. Auch Asaf und seine Nachkommen, die Asafiten, werden im Tanach und im Alten Testament erwähnt. Der Überlieferung nach waren sie Sänger im ersten sowie im zweiten Tempel und übernahmen eine führende Rolle im Tempelkult (Quelle).

Die Asaf Jah-Dynastie unterhielt seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Kontakt zur britischen Kolonialelite. In dieser Zeit geriet Indien immer mehr unter den Einfluss der East India Company. Die britische Handelskompanie bestand vom Jahr 1600 bis 1874 und war das vermutlich mächtigste Unternehmen der Menschheitsgeschichte. Auf ihrem Höhepunkt machte sie die Hälfte des Welthandels aus und besass eine Privatarmee, die doppelt so gross wie die britische Armee war. Die Kompanie herrschte von Ende des 18. Jahrhunderts bis 1858 über Indien, darunter auch über den Fürstenstaat Hyderabad. Da die Asaf Jah Familie mit der britischen Kolonialelite kooperierte, durfte sie weiterhin über ihren Fürstenstaat herrschen. 1858 wurde Indien zu einer britischen Kronkolonie und stand somit direkt unter der Kontrolle des britischen Hochadels. Seit 1876 stellte der britische Monarch zugleich den Kaiser von Indien. Ein Vizekönig regierte für die britische Königsfamilie über Indien und herrschte damit über ein Fünftel der damaligen Menschheit. Die Vizekönige kamen aus führenden britischen Adelsfamilien, darunter aus den Familien Bruce, Baring, Hope, Mountbatten, FitzMaurice und Isaacs. Die Asaf Jah Familie hatte engen Kontakt zu den Vizekönigen. Ihr Fürstenstaat Hyderabad war der grösste Staat in Britisch-Indien.

Osman Ali Khan

Asaf Jah VII. (1886-1967), bekannt unter dem Namen Osman Ali Khan, war der letzte Nizam von Hyderabad und herrschte von 1911 bis 1948. Er ist das berühmteste Mitglied der Familie und galt als einer der wichtigsten muslimischen Führer der damaligen Zeit. In seiner Zeit als Herrscher galt er als der reichste Mann der Welt und er wird zu den reichsten Personen aller Zeiten gezählt. Neben sehr viel Land besass er auch viele Edelsteine, Gold und weitere Schätze, darunter den Jacob Diamond, einer der grössten Diamanten der Welt, der von Osman Ali Khan als Briefbeschwerer verwendet wurde. Bereits im 18. Jahrhundert war die Asaf Jah Familie führend im Diamanthandel gewesen. Osman Ali Khan zählte seine Diamanten nach Kilogramm, seine Perlen nach Hektar und seine Goldbarren nach Tonnen, so wird es zumindest erzählt.

Osman Ali Khan war, wie bereits sein Vater, von Briten ausgebildet worden. Er war der einzige Monarch in Britisch-Indien, der den Titel „Erhabene Hoheit“ tragen durfte, weil er während des Ersten Weltkriegs 25 Millionen Pfund in die britische Staatskasse eingezahlt hatte (ein grosser Betrag für damalige Verhältnisse). Bereits zuvor hatte er zwei Orden von der britischen Königsfamilie erhalten. 1947 schenkte er der britischen Queen Elisabeth II. Schmuck als Hochzeitgeschenk.

Osman Ali Khan war Freimaurer und stiftete einen der ältesten Freimaurertempel in Indien, der neun Freimaurerlogen beherbergt. Zu dieser Zeit waren auch die Chefs der Regierung, des Militärs und der Polizei von Hyderabad Mitglied dieser Logen. (Quellen: 1, 2, 3, 4) Sie hatten Kontakt zu britischen Freimaurern, die zur Kolonialelite in Indien gehörten (mehrere der Vizekönige von Indien waren Freimaurer oder mit solchen verwandt). Die Freimaurerei war von Briten nach Indien gebracht worden, anfangs von Angestellten der East India Company. Mitglieder aus mehreren indischen Fürstenfamilien traten den Freimaurern bei. Heutige Mitglieder der britischen Königsfamilie, darunter König Charles, haben persönlichen Kontakt zu indischen Aristokraten. Die britische Königsfamilie ist übrigens die hochrangigste Freimaurerfamilie in England und auch Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien waren oder sind noch immer bei den Freimaurern vertreten.

Osman Ali Khan traf den saudischen König und den persischen Herrscher Raza Shah Pahlavi.

Osman Ali Khan gründete 1941 die State Bank of Hyderabad. Die Bank gehört seit 2017 zur State Bank of India, die derzeit die grösste indische Bank ist und sich in Besitz des Staates befindet.

Mit der Unterstützung der Briten konnten die indisch-muslimischen Aristokraten 1947 den heutigen Staat Pakistan gründen, ein muslimischer Staat, während die hinduistischen Aristokratenfamilien im selben Jahr bei der Gründung des heutigen Staates Indien mitwirkten. Da Hyderabad nicht an Pakistan grenzte und die Bevölkerung mehrheitlich hinduistisch war, wurde der Fürstenstaat Teil von Indien. Die Teilung Indiens in die Staaten Pakistan und Indien beendete zugleich die britische Kolonialherrschaft im Land. Die britische Elite hat aber bis heute viele Freunde und Verbündete in der indischen und pakistanischen Elite. Indien und Pakistan gehören zu den heutigen Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Eigentlich wollte Osman Ali Khan nicht, dass Hyderabad Teil von Indien wird. Er hätte lieber ein unabhängiges Königreich innerhalb des britischen Commonwealth gegründet. Jedoch wurde er 1948 vom indischen Militär abgesetzt. Er durfte aber weiterhin in Hyderabad leben.

Osmans Nachkommen

Prinz Azam Jah (1907-1970) heiratete die türkische Prinzessin Durru Shehvar. Ihr Vater Abdülmecid II. war das Oberhaupt der ehemaligen Herrscherfamilie des Osmanischen Reiches und trug den Titel des Kalifen (rechtmässiger Nachfolger Mohammeds). Wie am Anfang dieses Beitrages erwähnt wurde, soll die Asaf Jah Familie vom ersten Kalifen Abu Bakr abstammen. (Quelle) Azams Bruder Moazzam Jah heiratete ebenfalls in die osmanische Herrscherfamilie. (Quelle)

Fürst Mukarram Jah (1933-2023), der mütterlicherseits aus der osmanischen Herrscherfamilie kam, starb vor kurzem. Er war das langjährige Oberhaupt der Asaf Jah Familie. Mütterlicherseits erbte er den Titel des Kalifen. Er lebte in Australien und kaufte dort viel Land. Sein australischer Landsitz war eine Zeit lang so gross wie Belgien. Später lebte er in der Türkei. Er hatte einen Abschluss an der „Royal Military Academy Sandhurst“ in Grossbritannien gemacht. (Quelle) Diese ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren viele amtierende und nicht amtierende Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Mukarram Jah war auch auf der Harrow School und der Cambridge University in England gewesen, wo ebenfalls viele Aristokraten ausgebildet werden. In Harrow war Mukarram ein Klassenkamerad des irakischen Königs Faisal und des jordanischen Königs Hussein. Die beiden Könige waren Cousins und kamen aus der Haschimiten-Dynastie (sollen ebenfalls vom Islamgründer Mohammed abstammen). Mukarram Jah verkehrte auch später viel in London. Er heiratete in zweiter Ehe eine Australierin. Da er in grossen Reichtum geboren wurde, habe er als Junge den Unterschied zwischen einem Diamanten und einem Stück Glas nicht erkennen können, wie er später erzählt hat. (Quelle)

Mukarram Jah hatte ein sehr gutes Verhältnis zu Jawaharlal Nehru, welcher der erste Premierminister von Indien war. Nehru wollte, dass Mukarram Indien als Botschafter in muslimischen Ländern vertritt, was aber nicht umgesetzt wurde. (Quelle)

Laut royalark.net war Mukarram in den 60er Jahren Direktor der Central Bank of India, eine indische Grossbank. (Quelle) Sie ist aber nicht die Zentralbank, auch wenn ihr Name so klingt.

Nach Mukarrams Tod zollten ihm mehrere Politiker aus Telangana bei einem Treffen Tribut. (Quelle) Der indische Bundesstaat Telangana gehörte früher zum Fürstentum Hyderabad.

Seit Mukarram starb, ist sein Sohn Azmet Jah (*1960) das Oberhaupt der Familie und trägt den Titel Asaf Jah IX. Seine frühe Schulbildung machte er in London und danach studierte er in den USA. Er fühlt sich mit Indien verbunden. Er ist professioneller Kameramann und hat mit Steven Spielberg und Lord Richard Attenborough zusammengearbeitet. (Quelle) Nach Angaben von royalark.net ist seine Frau mit Ali Zulfikar Pascha (starb 1904) verwandt, der Aussenminister von Ägypten war. (Quelle)

Mehrere Mitglieder der Asaf Jah Familie leben in Grossbritannien.

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Jacobs Familie

Der amerikanisch-jüdische Geschäftsmann Irwin Jacobs (*1933) war 1985 Mitgründer des Technologieunternehmens Qualcomm. Er war bis 2005 CEO und bis 2009 Vorsitzender von Qualcomm. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen zu einem Grosskonzern. Heute ist Qualcomm einer der grössten und wertvollsten Technologiekonzerne der USA. Qualcomm gehört zu den zehn grössten Halbleiterherstellern der Welt. Halbleiter sind sehr wichtig in der weltweiten Wirtschaft, da man sie für den Bau von elektronischen Geräten und Autos benötigt.

Qualcomm besitzt mehr als 130 000 Patente und Patentanmeldungen.[1] Andere Technologiekonzerne werfen Qualcomm vor, seine vielen Patente auszunutzen, indem der Konzern überhöhte Lizenzgebühren verlangt. Deshalb kam es mehrfach zu Rechtsstreitigkeiten.[2] Qualcomm besitzt 14 wichtige Patente für die CDMA-Mobilfunktechnologie, bei deren Entwicklung und Kommerzialisierung Qualcomm Pionierarbeit geleistet hat und damit die drahtlose Kommunikation revolutionierte. Bevor Irwin Jacobs das Unternehmen gründete, war er bereits Mitbegründer und Chef des Technologieunternehmens Linkabit gewesen. Zu den Gründern von Qualcomm gehörten weitere Mitarbeiter von Linkabit. In San Diego gehen über 100 Technologieunternehmen, unter anderem Qualcomm, auf Linkabit zurück.[3][4]

Irwin Jacobs gründete Qualcomm und Linkabit gemeinsam mit Andrew Viterbi. Der italienisch-jüdische Einwanderer entwickelte den Viterbi-Algorithmus.

Qualcomm und Intel (grösster Halbleiterhersteller der USA) erhalten Aufträge vom US-Verteidigungsministerium. Die gemeinsamen Projekte sind Teil der nationalen Sicherheit und stellen sicher, dass das Pentagon Zugang zu den fortschrittlichsten Halbleiterdesigns hat. Da die weltweite Halbleiterindustrie von Südkorea und Taiwan dominiert wird, macht sich das Verteidigungsministerium Sorgen um die wirtschaftliche Unabhängigkeit der USA.[5]

Qualcomm ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).[6]

Das Vermögen von Irwin Jacobs wurde seit dem Jahr 2010 auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Seit 2020 ist er nicht mehr auf der Forbes-Liste der Milliardäre, da er viel für Wohltätiges gespendet hat. Er war auch ein grosszügiger Spender für demokratische Kandidaten, darunter für Barack Obama. 2015 empfing er Obama bei einer Spendenaktion in seinem Haus und war sein Gast bei einem Staatsessen mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande.[4]

Irwins Sohn Gary Jacobs (*1957) gründete eine Charter-High School. Garys Tochter Sara Jacobs vertritt seit 2021 Kalifornien im Repräsentantenhaus der USA. Sie arbeitete im Aussenministerium unter Obama und für die Kampagne der ehemaligen Aussenministerin Hillary Clinton. Sara Jacobs arbeitete in internationalen Angelegenheiten bei UNICEF und den Vereinten Nationen (UN).[7][8]

Irwin Jacobs war bis 2009 Vorsitzender von Qualcomm. Danach hatte sein Sohn Paul Jacobs bis 2018 den Vorsitz des Konzerns inne und war von 2005 bis 2014 auch CEO.[9] Seither ist die Jacobs Familie nicht mehr im Vorstand von Qualcomm vertreten und das Unternehmen ist inzwischen, so viel bekannt ist, unabhängig von der Familie.

Irwin Jacobs ist Mitglied der Sigma Alpha Mu, eine seit 1909 bestehende jüdische Studentenverbindung, die auch Nichtjuden aufnimmt. Irwin Jacobs sagte: „Der Umzug von New Bedford, MA, einer relativ kleinen und nicht allzu kultivierten Stadt, nach Cornell war für mich eine grosse Umstellung. Der Beitritt zu Sigma Alpha Mu ermöglichte es mir, schnell einen grossen Freundeskreis zu finden und eine starke Basis an Unterstützung zu gewinnen.“ [10]

Irwin Jacobs ist Mitglied des Inter-American Dialogue, eine Denkfabrik, die Beziehungen zwischen der US-amerikanischen und der lateinamerikanischen Elite fördert.[11] 2019 und 2020 gehörten zu den grossen Spendern der Denkfabrik neben Grosskonzernen auch die Stiftungen der Milliardäre Ford, Soros, Luksic und Gordon Moore.[12]

Irwin Jacobs war im Vorstand des „Pacific Council on International Policy“, eine Denkfabrik für Aussenpolitik. Ihr derzeitiger Vorsitzender ist der Geschäftsmann Robert Lovelace.[13]

Irwin Jacobs war Vorsitzender des Salk Institute, eine führende Forschungseinrichtung.[3]

Irwin Jacobs und seine Frau erhielten die „Carnegie Medal of Philanthropy“, eine Auszeichnung für Philanthropen. Weitere Empfänger der Medaille waren unter anderem die Milliardärsfamilien RockefellerMellonTataKoçCrown, Gates, Lauder, Pritzker sowie George SorosAga Khan, Michael Bloomberg, Brooke Astor, Bilderberger-Chefin Marie-Josée Kravis und Moza bint Nasser aus der katarischen Königsfamilie.[14]

Quellen:

  1. https://www.latimes.com/business/la-fi-tn-qualcomm-apple-patent-trial-20190304-story.html
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/Qualcomm#Patents_and_patent_disputes
  3. https://ccst.us/people/distinguished-experts/irwin-m-jacobs/
  4. https://www.forbes.com/profile/irwin-jacobs/?sh=481e8bc340fe
  5. https://www.sdbj.com/technology/qualcomm-intel-get-dod-work/
  6. https://www.weforum.org/partners#search
  7. https://www.sandiegouniontribune.com/news/politics/sd-me-jacobs-resume-20180327-story.html
  8. https://en.wikipedia.org/wiki/Sara_Jacobs
  9. https://www.firstinspires.org/about/leadership/dr-paul-e-jacobs
  10. https://archive.ph/20130115183907/http://www.tpg.cc/sigmaalphamu/0907a.htm#selection-151.33-151.48
  11. https://www.thedialogue.org/experts/irwin-jacobs/
  12. https://www.thedialogue.org/support-us/our-donors/
  13. https://www.pacificcouncil.org/about/leadership/board
  14. https://www.medalofphilanthropy.org/honorees/

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Rafsanjani Familie

Die Rafsanjani (Rafsandschāni) Familie ist eine der einflussreichsten Familien der politischen Elite im Iran. Von 1980 bis 2010 war sie womöglich die mächtigste Familie des Landes. In den letzten 10 Jahren machte sie sich aber bei der fundamentalistischen Regierung unbeliebt.

1979 kam es im Iran zur Islamischen Revolution, bei der die Kaiserfamilie gestürzt und die Monarchie abgeschafft wurde. Seither sind religiöse Fundamentalisten im Iran an der Macht. Akbar Hashemi Rafsanjani (1934-2017) hatte sich an der Revolution beteiligt und war ein Schüler des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini gewesen. Chomeini gilt als der Gründer der Islamischen Republik Iran.

Bereits in den ersten Jahren nach der Revolution war Akbar Hashemi Rafsanjani einer der mächtigsten Politiker im Land. Von 1989 bis 1997 war er Staatspräsident des Irans. Seit seiner Amtsübernahme trug er den Titel des Ajatollah, der höchste religiöse Titel im zwölferschiitischen Islam. Rafsanjani besetzte noch weitere hohe Positionen im iranischen Staat:

  • Er war von 1989 bis 2017 Vorsitzender des Schlichtungsrats.
  • Er war von 2007 bis 2011 Vorsitzender des Expertenrats.
  • Er war von 1980 bis 1989 Sprecher des iranischen Parlaments.
  • Er war von 1981 bis 2009 Teherans Freitagsgebets-Imam.
  • Er war auch Innenminister und Oberbefehlshaber des iranischen Militärs. Er gründete zudem die Islamische Azad-Universität, die grösste private Hochschule im Iran.

Akbar Hashemi Rafsanjani galt als der Bankier des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini.[1] Emad Rafsanjani, ein Enkel von Akbar, heiratete später eine Urenkelin von Chomeini.[2] Akbar überzeugte Chomeini, den iranisch-irakischen Krieg zu beenden. Als Präsident öffnete Akbar den isolierten Iran ein wenig und nahm das iranische Atomprogramm wieder auf. Im Gegensatz zu vielen anderen hohen iranischen Politikern befürwortete er eine freie Marktwirtschaft und Privatisierung. Nach der Revolution war er ein einflussreicher Unternehmer geworden. In seiner Zeit als Präsident privatisierte er Teile der iranischen Wirtschaft, wovon seine Familie und ihre Verbündeten profitierten. Sein Bruder leitete die grösste Kupfermine des Landes und sein Sohn sowie ein Neffe besetzten Schlüsselpositionen im iranischen Erdölministerium. Medienberichte aus dem Zeitraum 2003 sagen, die Rafsanjani Familie kontrolliere über Stiftungen und Tarnfirmen mehrere iranische Unternehmen.[3] Das Vermögen von Akbar Hashemi Rafsanjani wurde auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt und er besass ein Monopol auf die Industrie für Pistazien im Iran.[4] Der Iran ist einer der weltweit grössten Produzenten von Pistazien.

Akbar Hashemi Rafsanjani fädelte den umstrittenen Tauschhandel ein, der Teil der Iran-Contra-Affäre war.[1] Er soll in Auftragsmorde und Terroranschläge im Ausland eingeweiht gewesen sein. Deutschlands oberstes Strafgericht sah Rafsanjani als den Drahtzieher des Mykonos-Attentats 1992 in Deutschland. Argentinische Ermittler beschuldigten Rafsanjani, an den Planungen für den Anschlag von 1994 auf das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires beteiligt gewesen zu sein, bei dem 87 Menschen getötet wurden. Die CIA behauptete schon seit den 80er Jahren, dass Rafsanjani mit Terroranschlägen verbunden ist. [4][5] Die iranische Elite ist der vermutlich wichtigste Unterstützer der libanesischen Partei Hisbollah, die auch als Terrororganisation aktiv ist.

Akbars Bruder ist Mohammad Hashemi Rafsanjani (*1942). Dieser gehörte zum Schlichtungsrat und leitete zehn Jahre lang den staatlichen Rundfunk des Irans.[6] Im Iran werden die gesamten Medien vom Staat kontrolliert. Derzeit belegt der Iran Platz 178 von 180 auf der Rangliste der Pressefreiheit.

In den letzten 15 Jahren machte sich Akbar Hashemi Rafsanjani beim fundamentalistischen Regime unbeliebt, weil er und seine Familie Reformen befürworten. Akbar starb 2017. Seine Kinder sagten, sie glauben, ihr Vater sei ermordet worden, weil das iranische Regime ihn loswerden wollte[7]. Akbar war einer der mächtigsten Gegner des ultrakonservativen Regimes.

Akbar Hashemi Rafsanjani war Vater von fünf Kindern, die politisch und wirtschaftlich aktiv sind:

  • Mohsen Hashemi Rafsanjani: Er war oder ist noch immer hochrangiger Manager bei der staatlichen Bahn des Irans. Von 2017 bis 2021 war er Vorsitzender des Stadtrats der iranischen Hauptstadt Teheran.
  • Mehdi Hashemi Rafsanjani: Er studierte an der Oxford Universität in England[8]. Er war jahrelang beim iranischen Ölministerium beschäftigt und leitete ein staatliches Unternehmen[9]. Der Iran hat die viertgrössten Ölreserven und die zweitgrössten Gasreserven der Welt. Mehdi Hashemi Rafsanjani war auch im Vorstand der National Iranian Gas Company, die für Gaspipeline- und LNG-Projekte im Iran zuständig ist[10]. Mehdi soll Bestechungsgelder vom norwegischen Ölkonzern Statoil und vom französischen Ölkonzern Total erhalten haben, damit diese Zugang zu iranischen Ölreserven erhielten. Seit 2009 lebt Mehdi in Grossbritannien im Exil, weil das iranische Regime ihn ins Gefängnis stecken wollte.[11][12] Die iranische fundamentalistische Nachrichtenseite Rajanews behauptet, dass Mehdi engen geschäftlichen Kontakt zu Saif Gaddafi unterhält, dem Sohn des ehemaligen libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi.[13] In diesem Artikel von Rajanews wird auch erwähnt, dass Saif Gaddafi mit einflussreichen Juden (darunter Nat Rothschild) und Hochadligen vernetzt ist, was tatsächlich stimmt und von britischen Medien bestätigt wurde.
  • Faezeh Haschemi Rafsanjani: Sie ist eine bekannte Frauenrechtlerin im Iran und wurde wegen ihrer Aktivitäten mehrfach verhaftet, zuletzt bei den jüngsten Protesten.
  • Fatemeh Hashemi Rafsanjani: Sie ist Politikerin der „Moderation and Development Party“, eine gemässigte Partei.
  • Yasser Hashemi Rafsanjani: Er studierte in Belgien und leitete oder leitet noch immer ein grosses Export-Import-Unternehmen.

Quellen:

  1. https://www.dw.com/de/fr%C3%BCherer-iranischer-pr%C3%A4sident-akbar-haschemi-rafsandschani-ist-tot/a-37050881
  2. https://tehranbureau.com/the-rafsanjani-children-part-1-mohsen-hashemi/
  3. https://www.forbes.com/global/2003/0721/024.html?sh=2d9ca4974108
  4. https://www.spiegel.de/politik/ausland/akbar-hashemi-rafsanjani-irans-reformer-verlieren-ihren-mentor-a-1129198.html
  5. https://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/iranian-terrorism-under-moderate-presidents
  6. https://apnews.com/article/e4152cbe76d0427c95d12ab3930cc80b
  7. https://www.iranintl.com/en/202201157560
  8. https://www.theguardian.com/education/2011/mar/27/oxford-university-inquiry-rafsanjani-son
  9. https://iranjournal.org/news/langjaehrige-haftstrafe-fuer-mehdi-hashemi-rafsanjani
  10. https://www.bloomberg.com/news/articles/2004-04-21/rafsanjanis-are-iran-s-power-brokers-for-investors-jh93zftx
  11. https://www.derstandard.at/story/2000012961837/15-jahre-haft-fuer-sohn-des-iranischen-ex-praesidenten-rafsanjani
  12. https://en.wikipedia.org/wiki/Mehdi_Hashemi_Rafsanjani
  13. https://www.rajanews.com/news/64500

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Merckle und Schleicher Familie

Die Merckle Familie besitzt die Merckle Unternehmensgruppe, eines der grössten deutschen Familienunternehmen. Derzeit schätzt Bloomberg das Vermögen der Familie auf 7,1 Milliarden US-Dollar.

Die Familie gründete 1881 ein Unternehmen, das im Handel mit Medikamenten tätig war und später auch in der Pharmaherstellung aktiv wurde. Der Unternehmenschef Ludwig Merckle (1892-1982) heiratete in die Spohn Familie. Diese gründete und führte ein Zementunternehmen, bei dem Ludwig Merckle der Führung beitrat. 1938 wurde der Zementhersteller der Spohn Familie von der HeidelbergCement AG übernommen, ebenfalls ein deutsches Zementunternehmen. Ab da waren die Familien Merckle und Spohn an der HeidelbergCement AG beteiligt, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem Grosskonzern entwickelte. Seit 2007 ist HeidelbergCement einer der fünf grössten Zementhersteller der Welt. Vor kurzem hat sich das Unternehmen in Heidelberg Materials umbenannt.

Heute ist der Milliardär Ludwig Merckle (*1965) mit 25 Prozent Hauptaktionär der HeidelbergCement AG (Stand: September 2022). Vor dem Jahr 2010 besass die Merckle Familie noch über 70 Prozent der Anteile.

Der Milliardär Adolf Merckle (1934-2009) galt als einer der reichsten Deutschen. Seine Frau stammte aus der Unternehmerfamilie Schwenk-Schleicher, welche die Schwenk Zement GmbH kontrolliert, ebenfalls ein grosser Zementhersteller. Das Familienunternehmen besteht seit 1847 und wurde von der Schwenk Familie gegründet. Eberhard Schleicher (1926-2007) heiratete in die Schwenk Familie, worauf die Kontrolle über das Unternehmen an die Schleicher Familie überging, die den Zementhersteller bis heute besitzt. 2022 schätzte das Manager Magazin das Vermögen der Schleicher Familie auf 3,8 Milliarden Euro.

Anfang der 2000er Jahre wurde durch das Bundeskartellamt aufgedeckt, dass HeidelbergCement und Schwenk Zement zusammen mit anderen Zementunternehmen ein Kartell gebildet hatten, das Absprachen hielt. HeidelbergCement und Schwenk Zement galten als die Hauptübeltäter und mussten hohe Geldstrafen zahlen. Da sich die Familien hinter den beiden Unternehmen persönlich kennen, überrascht es nicht, dass es zu Absprachen kam. Zu dieser Zeit war die Schleicher Familie Grossaktionär der HeidelbergCement AG. Später verkaufte die Schleicher Familie ein Teil ihrer Anteile an die Merckle Familie. Eberhard Schleicher und sein Sohn Eduard waren im Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG.

Die Schleicher Familie ist schon seit Jahren Mehrheitsaktionär der Hartmann Gruppe, einer der grössten deutschen Hersteller von Medizinprodukten, sowie Mehrheitsaktionär der Wieland Gruppe, einer der weltweit führenden Hersteller von Halbfabrikaten aus Kupfer und Kupferlegierungen. Die beiden Unternehmen erwirtschaften jährlich Milliardenumsätze.

Adolf Merckle gründete 1973 Ratiopharm, ein grosses Pharmaunternehmen. Da die Merckle Unternehmensgruppe durch die Weltfinanzkrise 2008 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, verkaufte sie 2010 Ratiopharm an den israelischen Pharmakonzern Teva. Auch die Merckle GmbH, ebenfalls ein grosses Pharmaunternehmen, wurde an Teva verkauft.

Adolf Merckle gründete 1994 das Unternehmen Phoenix Pharma, das im Pharmagrosshandel tätig ist. Inzwischen ist Phoenix Pharma ein Grosskonzern mit einem Jahresumsatz von 30 Milliarden Euro. Phoenix Pharma ist nach eigenen Angaben Europas grösster Apothekenbetreiber und besitzt europaweit über 3200 Apotheken. Der Konzern befindet sich bis heute in Besitz der Merckle Familie.

Seit 1989 besitzt die Merckle Unternehmensgruppe zur Hälfte die „Zollern GmbH und Co. KG“, ein deutsches Metallverarbeitungsunternehmen. Das Unternehmen wird seit 300 Jahren von der Hochadelsfamilie Hohenzollern-Sigmaringen kontrolliert. Die Merckle Familie kennt dadurch Karl Friedrich von Hohenzollern (Foto).

Die Merckle Unternehmensgruppe besitzt die Kässbohrer Geländefahrzeug AG, ein Hersteller von Nutzfahrzeugen und Marktführer auf dem deutschen Markt für Pistenfahrzeuge.

Die Merckle Unternehmensgruppe besitzt die Blauwald GmbH & Co. KG, ein grosses Forstunternehmen.

Die Merckle Unternehmensgruppe besass von 1997 bis 2017 die VEM Gruppe, ein Elektromaschinenhersteller.

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Stuyvesant Familie

Die Stuyvesant Familie sowie viele ihrer Nachkommen gehören schon seit 350 Jahren zu Jahren zur Elite der USA. Bereits vor der Gründung der USA 1776 war die Familie Teil der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas.

Der Niederländer Peter Stuyvesant (starb 1672) war Gouverneur der niederländischen Kolonie Curaçao, eine Insel in der Karibik. Curaçao gehört bis heute zum Niederländischen Königreich. Im 17. Jahrhundert waren die Niederlande eine führende Kolonialmacht und das Finanzzentrum der Welt (Goldenes Zeitalter). Von 1647 bis 1664 war Peter Stuyvesant Chef der niederländischen Kolonie New Netherland an der Ostküste Nordamerikas. Peter heiratete eine Schwester von Samuel Bayard, der ebenfalls von den Niederlanden in die Kolonie New Netherland auswanderte und eine Schwester von Peter heiratete. Die Nachkommen der beiden Männer, die nun seit 350 Jahren zur Elite der USA gehören, haben also Blut beider Familien in sich.

Die Familien Stuyvesant und Bayard wurden zwei der einflussreichsten Familien der Kolonie New Netherland. Nicolaes Stuyvesant, ein Sohn von Peter Stuyvesant und seiner Frau Judith Bayard, heiratete eine Tochter des niederländischen Einwanderers Wilhelmus Beekman. Wilhelmus war Schatzmeister der Niederländischen Westindien-Kompanie, welche die Kolonie New Netherland gegründet hatte und verwaltete.

1667 wurde die Kolonie New Netherland aufgelöst und von den Engländern übernommen, die sie in New York umbenannten. Trotzdem konnten die niederländischen Kolonialfamilien ihren Status beibehalten und erhielten Einbürgerungspapiere von der englischen Kolonialregierung. Aus ihrer Kolonie entwickelte sich der heutige US-Bundesstaat New York. Der Sklavenhändler Nicholas Bayard, ein Neffe von Peter Stuyvesant, war von 1685 bis 1686 Bürgermeister der Stadt New York.

1775 begann der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg, bei dem sich die Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas von Grossbritannien unabhängig machen wollte. Mit der Hilfe von Frankreich gewannen sie den Krieg gegen die britische Kolonialmacht. Durch den Zusammenschluss der Kolonien entstanden die Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Die Stuyvesant Familie und ihre Verwandten waren eng mit den Gründervätern der USA verbunden.

Peter Stuyvesant (1727-1805) war ein New Yorker Landbesitzer und Kaufmann. Seine Frau Margaret kam mütterlicherseits aus der Beekman Familie und war eine Nachkommin von Wilhelmus Beekman (wurde oben bereits erwähnt). Margaret kam väterlicherseits aus der schottischen Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern der USA gehörte. Margarets Schwestern heirateten in die Familien Van Rensselaer und Van Cortlandt, ebenfalls zwei führende niederländische Kolonialfamilien. Die Van Rensselaer Familie war mit mehreren Gründervätern verwandt und verschwägert. Peter Stuyvesant und Margaret hatten fünf Kinder, die alle in die US-Elite heirateten:

  • Judith Stuyvesant (1765-1844) heiratete in die englische Kolonialfamilie Winthrop. Die Familie war an der Gründung der Kolonien Massachusetts und Connecticut beteiligt gewesen, aus denen die gleichnamigen US-Bundesstaaten hervorgingen.
  • Cornelia Stuyvesant (1768-1825) heiratete den New Yorker Politiker Dick Ten Broeck. Dieser kam aus den niederländischen Kolonialfamilien Ten Broeck und Van Rensselaer.
  • Nicholas Stuyvesant (1769-1833) heiratete in die schottische Kolonialfamilie Livingston und seine Tochter Margaret heiratete in die Van Rensselaer Familie.
  • Elizabeth Stuyvesant (1775-1854) heiratete Nicholas Fish, welcher der erste Generaladjutant von New York war. Ihr gemeinsamer Sohn, Hamilton Fish, diente als Gouverneur von New York. Hamilton Fish war von 1854 bis 1893 Präsident der Society of the Cincinnati. Die Elitegesellschaft war 1783 von den Gründervätern gegründet worden und besteht bis heute. Die Fish Familie ist bis heute in der politischen Elite der USA vertreten. Nicholas Fish und Peter Stuyvesant gehörten 1799 zusammen mit den Freimaurern John Jacob Astor und Stephen Van Rensselaer zu den Gründern der Manhattan Company. Diese war eine der ältesten Banken der USA und ist ein Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit grösste US-amerikanische Bank.
  • Peter Gerard Stuyvesant (1778-1847) heiratete in die schottische Einwandererfamilie Barclay, die mit führenden Kolonialfamilien verschwägert war.

Stuyvesant Wainwright (1863-1930) kam mütterlicherseits aus der Stuyvesant Familie. Sein Schwiegervater Archibald Snowden war US-Botschafter in Spanien, Serbien, Rumänien und Griechenland. Stuyvesants Bruder Jonathan Mayhew Wainwright (1864-1945) vertrat den Bundesstaat New York im US-Repräsentantenhaus und war stellvertretender Kriegsminister der USA.

Peter Stuyvesant Pillot (1870-1935) kam mütterlicherseits aus der Stuyvesant Familie. Er heiratete eine Enkelin von Gardiner Greene Hubbard, der 1877 die Bell Telephone Company gegründete hatte, die erste Telefongesellschaft der Welt. Hubbard stammte von Lion Gardiner (1599-1663) ab. Lion war von England nach Nordamerika emigriert und hatte die erste englische Siedlung in New York gegründet. Von seinen Nachkommen waren viele Teil der US-Elite. Peters Schwiegertante Mabel Hubbard heiratete den schottischen Einwanderer Alexander Graham Bell, der berühmt dafür wurde, dass er das Telefon über die Bell Telephone Company auf den Markt brachte. Aus der Bell Telephone Company entwickelte sich die heutige AT&T, der grösste Telekommunikationskonzern der Welt. AT&T ist eines der weltweit grössten Unternehmen.

Carroll Livingston Wainwright (1899-1967) hatte eine Grossmutter, die aus der Stuyvesant Familie kam. Carroll heiratete eine Enkelin des Unternehmers Jay Gould, der als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten gilt. Ihr gemeinsamer Sohn Stuyvesant Wainwright (1921-2010) vertrat New York im Repräsentantenhaus. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er kommandierender Geheimdienstoffizier des OSS (Vorläufer der CIA) und Berater für die Koordinierung des Geheimdienstes im Kriegsministerium in Washington.

Louise Stuyvesant Wainwright (starb 1996) war Vorsitzende von „Planned Parenthood of New York“ (Organisation für Bevölkerungskontrolle). Ihr Ehemann Charles Coleman war geschäftsführender Partner von „Davis Polk & Wardwell“, eine führende internationale Anwaltskanzlei. Ihr Enkel ist der Hedgefonds-Manager Chase Coleman III. (*1975). Mit einem geschätzten Vermögen von 8,5 Milliarden US-Dollar gehört er zu den reichsten Hedgefonds-Managern. Businessinsider schrieb, er wurde in „Altes Geld“ geboren und hat auch eine Menge neues Geld gemacht. Er gründete 2001 den Hedgefonds Tiger Global Management, der sich auf die Branchen Internet und Software konzentriert. Bis zum Jahr 2022 war Tiger Global Management ein grosser und erfolgreicher Hedgefonds. Coleman war ein Schützling des Milliardärs Julian Robertson, der einen der ersten Elite-Hedgefonds gegründet und geleitet hatte. Coleman gehört zu den sogenannten Tiger Cubs, eine Bezeichnung für ehemalige Mitarbeiter von Julian Robertson, die eigene Hedgefonds gründeten. Dazu gehören unter anderem die Milliardäre Daniel Sundheim, Ole Andreas Halvorsen, Philippe Laffont und Stephen Mandel.

Die Familien Chanler und Fish, die Teil der US-Elite sind, gehören zu den Nachkommen der Stuyvesant Familie. Im 20. Jahrhundert hatten Mitglieder der berühmten Vanderbilt Familie Blut der Stuyvesants in sich. Heutige Nachkommen der Stuyvesants findet man in der britischen Adelsfamilie Cecil, die gut mit der US-Elite vernetzt ist. Ein heutiger Nachkomme, der zu Bekanntheit kam, ist der einflussreiche Politiker Thomas Kean (war Gouverneur von New Jersey und leitete die 9/11 Kommission). Diese Nachkommen haben auch alle Blut der Kolonialfamilie Bayard in sich, die ganz am Anfang dieses Beitrages erwähnt wurde.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Bayard Familie

Die Bayard Familie sowie viele ihrer Nachkommen gehören schon seit 350 Jahren zur Elite der USA. Bereits vor der Gründung der USA 1776 war die Familie Teil der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas.

Die Bayards waren ursprünglich eine Hugenottenfamilie in Frankreich. Aufgrund der Verfolgung der Protestanten flüchteten sie in die Niederlande, wie viele hugenottische Flüchtlinge. Dort lernte die Bayard Familie im 17. Jahrhundert Peter Stuyvesant kennen, ein einflussreicher Niederländer. Peter war Gouverneur der niederländischen Kolonie Curaçao, eine Insel in der Karibik. Curaçao gehört bis heute zum Niederländischen Königreich. Im 17. Jahrhundert waren die Niederlande eine führende Kolonialmacht und das Finanzzentrum der Welt (Goldenes Zeitalter). Peter Stuyvesant war von 1647 bis 1664 Chef der niederländischen Kolonie New Netherland an der Ostküste Nordamerikas. Weitere Mitglieder der Familien Stuyvesant und Bayard zogen in die Kolonie. Samuel Bayard heiratete eine Schwester von Peter Stuyvesant, während Peter eine Schwester von Samuel heiratete. Die Nachkommen der beiden Männer, die nun seit 350 Jahren zur Elite der USA gehören, haben also Blut beider Familien in sich.

Bayard und Stuyvesant wurden zwei der einflussreichsten Kolonialfamilien an der Ostküste. Nicolaes Stuyvesant, ein Sohn von Peter Stuyvesant und seiner Frau Judith Bayard, heiratete eine Tochter des niederländischen Einwanderers Wilhelmus Beekman. Wilhelmus war Schatzmeister der Niederländischen Westindien-Kompanie, welche die Kolonie New Netherland gegründet hatte und verwaltete.

1667 wurde die Kolonie New Netherland aufgelöst und von den Engländern übernommen, die sie in New York umbenannten. Trotzdem konnten die niederländischen Kolonialfamilien ihren Status beibehalten und erhielten Einbürgerungspapiere von der englischen Kolonialregierung. Aus ihrer Kolonie entwickelte sich der heutige US-Bundesstaat New York.

Der Sklavenhändler Nicholas Bayard, ein Neffe von Peter Stuyvesant, war von 1685 bis 1686 Bürgermeister der Stadt New York. Sein Enkel Stephen Bayard diente von 1744 bis 1747 als New Yorker Bürgermeister. Stephens Mutter kam aus den Familien Van Cortlandt und Schuyler, ebenfalls zwei einflussreiche niederländische Kolonialfamilien, deren Nachkommen bis heute zur US-Elite gehören. Stephen Bayards Schwiegervater war der Schotte Samuel Vetch, ein Gouverneur der britischen Kolonie Nova Scotia in Kanada. Stephens Schwiegermutter war eine Tochter des schottischen Einwanderers Robert Livingston und seiner Frau Alida Schuyler, die in erster Ehe in die Van Rensselaer Familie geheiratet hatte. Die Familien Livingston und Van Rensselaer waren zwei der führenden Familien der Kolonie New York. Die Livingstons gehörten zu den Gründervätern der USA. Ihre Nachkommen sind bis heute in der US-Elite vertreten.

Bayard Familie bei der Gründung der USA

Die treibende Kraft hinter dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg war der Kontinentalkongress. Dieser bestand aus der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses gründeten daraufhin die USA.

John Bayard (1738-1807) vertrat die Kolonie Pennsylvania als Delegierter beim Konföderationskongress, welche der dritte Kontinentalkongress war. In der Kontinentalarmee, die den Unabhängigkeitskrieg führte, erreichte John Bayard den Rang eines Colonel. Obwohl er extreme Massnahmen und einen vorzeitigen Bruch mit Grossbritannien ablehnte, war er von Anfang an aktiv an der Revolution beteiligt gewesen. 1766 wurde er Mitglied der Sons of Liberty, eine Gruppe, die sich bereits vor dem Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges 1775 dafür einsetzte, dass die Kolonien in Nordamerika unabhängig von der britischen Regierung werden. John Bayard leitete viele Versammlungen, in denen es um die neue Verfassung der Kolonie Pennsylvania ging. Nach der Gründung der USA wurde die Kolonie zum heutigen US-Bundesstaat Pennsylvania umgestaltet. John Bayard gehörte zusammen mit Benjamin Franklin (war Freimaurer und ein Gründervater der USA) zum obersten Exekutivrat von Pennsylvania. Der Rat leitete den Bundesstaat Pennsylvania in seiner Anfangszeit. John Bayard hatte auch zivile und politische Ämter im Bundesstaat New Jersey inne. Er war zudem Treuhänder der University of Pennsylvania, eine der ältesten Universitäten der USA. John Bayards dritte Ehefrau, Johannah White, war mit Lewis Morris verwandt und mit William Paterson verschwägert. (Quelle: 1 und 2) Die beiden Männer gehörten zu den Gründervätern der USA. Paterson, ein irischer Einwanderer, war einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaates New Jersey. Er war Freimaurer, wie weitere Gründerväter (Quelle).

John Bayards Kinder heirateten in die Elite der gerade gegründeten USA:

  • Andrew Bayard (1762-1833) heiratete eine Tochter von Charles Pettit, der wie John Bayard die Kolonie Pennsylvania als Delegierter beim Konföderationskongress vertrat. Pettit heiratete eine Halbschwester von Joseph Reed, ebenfalls ein Delegierter für Pennsylvania beim Kontinentalkongress. Da Reed zu den Unterzeichnern des Konföderationsartikels gehörte, wird er manchmal zu den Gründervätern gezählt. Er war Freimaurer[1]. Er hatte am Middle Temple in London studiert. Zu Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges war er ein Adjutant von George Washington. Dieser war Freimaurer, gehörte zu den Gründervätern und wurde der erste Präsident der USA[2]. Die US-Hauptstadt Washington, wo die Regierung ihren Sitz hat, wurde nach George Washington benannt.
  • Samuel Bayard (1766-1840) heiratete Martha Pintard. Sie kam aus einer hugenottischen Einwandererfamilie und war mit dem Freimaurer John Pintard verwandt. Marthas Mutter war eine Schwester von Richard Stockton, der zu den Gründervätern gehörte. Stockton war Freimaurer[3]. Er hatte eine der grössten Anwaltskanzleien in den Kolonien der Ostküste besessen. Bevor er sich der Unabhängigkeitsbewegung anschloss, war er beim britischen König George III. (aus dem Haus Hannover) hoch angesehen gewesen.[4]
  • Margaret Bayard (1778-1844) heiratete Samuel Harrison Smith. Der Zeitungsverleger gehörte zur Führung der Second Bank of the United States, die damals als Zentralbank der USA fungierte. Er war auch Präsident der Bank of Washington.[5] Diese war die erste Bank in Washington und wurde 1809 von Daniel Carroll gegründet. Carroll war Freimaurer, gehörte zu den Gründervätern und kam aus einer einflussreichen Kolonialfamilie[6]. Margarets Schwiegervater war Jonathan Bayard Smith (1742-1812). Dem Namen nach bestand womöglich eine Verwandtschaft zur Bayard Familie. Jonathan war ein Unterzeichner des Konföderationsartikels und wird daher manchmal zu den Gründervätern gezählt. Als hochrangiger Freimaurer war er fast zehn Jahre lang Grossmeister der Freimaurergrossloge von Pennsylvania[7] sowie Freimaurer-Hohepriester des Grand Chapter von Pennsylvania[1].
  • Nicholas Serl Bayard (1774-1821) heiratete Anna Livingston Bayard. Wie ihr Name schon sagt, kam sie aus den Kolonialfamilien Bayard und Livingston. Letztere gehörte zu den Gründervätern, brachte Freimaurer hervor und stammte aus dem schottischen Livingstone Clan. Nicholas heiratete in zweiter Ehe eine Tochter von Lachlan McIntosh. Der schottische Einwanderer war ein militärischer und politischer Führer während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs auf der Seite der Kolonien. Er stammte aus dem schottischen McIntosh Clan[8]. Bekannt wurde er vor allem, weil er bei einem Duell seinen politischen Gegner Button Gwinnett erschoss. Gwinnett, ein Einwanderer aus England, gehörte zu den Gründervätern.
  • Jane Bayard (1772-1851) heiratete Andrew Kirkpatrick, ein Politiker und hoher Richter in New Jersey. Andrews Vater war ein schottischer Einwanderer aus dem schottischen Kirkpatrick Clan[9].

Quellen:

  1. http://www.phoenixmasonry.org/10,000_famous_freemasons/Volume_4_Q_to_Z.htm
  2. https://www.freimaurer-wiki.de/index.php/George_Washington
  3. https://www.laporteyorkrite.com/famous-masons/name/richard-stockton
  4. https://www.businessinsider.com/life-of-richard-stockton-2016-6?r=US&IR=T
  5. https://founders.archives.gov/documents/Jefferson/03-01-02-0017-0001
  6. https://www.laporteyorkrite.com/famous-masons/name/daniel-carroll
  7. https://pagrandlodge.org/past-grand-masters
  8. https://www.wikitree.com/wiki/McIntosh-1501
  9. https://kirkpatrick.scot/family-tree

Mary Bayard (1760-1806) heiratete den Juristen William Houstoun (wurde auch Houston genannt), der die britische Kolonie Georgia als Delegierter beim Konföderationskongress vertrat. Houstoun hatte eine juristische Ausbildung beim Inner Temple in London erhalten. Sein Vater, ein schottischer Baron, war Ratsmitglied der königlichen Regierung der britischen Kolonie Georgia. Die Kolonie wurde nach der Unabhängigkeit zum US-Bundesstaat Georgia. Viele Jahre lang waren Mitglieder der Houstoun Familie hohe Beamte in der Kolonie gewesen. (Quelle) Williams Bruder John Houstoun vertrat ebenfalls Georgia im Kontinentalkongress. Nach der Gründung der USA wurde John einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Georgia. Die Brüder stammten aus dem schottischen Houston Clan (Quelle: 1 und 2). Die beiden waren Mitglied derselben Freimaurerloge, nämlich der Solomon’s Lodge in Savannah. Die Loge war 1734 vom britischen General James Oglethorpe gegründet worden. (Quelle: 1 und 2) Oglethorpe hatte die britische Kolonie Georgia gegründet, die nach dem britischen König Georg II. (aus dem Haus Hannover) benannt wurde.

Samuel Vetch Bayard (1757-1832) und seine Familie blieben im Gegensatz zu anderen Verwandten während der Revolution der britischen Krone treu. Sein Vater war Mitgründer der King’s Orange Rangers, ein loyalistisches Bataillon, bei dem auch Samuel und sein Bruder John Bayard dienten. Obwohl die Familie gegen die Unabhängigkeit vom britischen Königreich war, freundete sich der Bruder William Bayard Jr. (1761-1826), ein Unternehmer in New York, mit Alexander Hamilton an, der einer der wichtigsten Gründerväter war. Hamilton starb nach seinem berühmten Duell im Haus von William Bayard. Die Nachkommen von Hamilton gehören bis heute zur Elite der USA. Er stammte aus dem schottischen Hamilton Clan. Zwei von William Bayards Töchter heirateten Duncan Pearsall Campbell. Wikipedia und Genealogieseiten geben an, dass er aus dem schottischen Campbell Clan stammt.

Bayard Familie im 19. Jahrhundert

Harriet Bayards (1799-1875) Ehemann kam aus den Familien Van Rensselaer und Schuyler, zwei der bedeutendsten niederländischen Kolonialfamilien. Harriets Schwiegervater war der Politiker Stephen Van Rensselaer, der als führender Grossgrundbesitzer und Geschäftsmann eine Zeit lang als der reichste Amerikaner galt. Stephen war Grossmeister der Freimaurergrossloge in New York (Quelle: 1 und 2). Er heiratete in zweiter Ehe eine Tochter des irischen Einwanderers William Paterson. Dieser war ebenfalls Freimaurer und gehörte zu den Gründervätern der USA (Quelle).

James Bayard (1767-1815) vertrat den US-Bundesstaat Delaware im Repräsentantenhaus und im Senat. Er war ein prominenter Führer der Föderalistischen Partei (wurde von Alexander Hamilton gegründet). 1797 leitete James Bayard das Amtsenthebungsverfahren gegen Senator William Blount* mit, der beschuldigt wurde, sich mit den Briten gegen die USA verschworen zu haben. Zusammen mit seinen föderalistischen Kollegen widersetzte sich James Bayard 1812 im Senat dem Antrag von Präsident James Madison auf eine Kriegserklärung an Grossbritannien. Dennoch erklärten die USA unter der Führung von James Madison den Briten den Krieg. Darauf trat James Bayard der Kommission bei, die den Frieden mit Grossbritannien aushandelte, was 1814 zum Vertrag von Gent führte. Von James Bayards Nachkommen dienten zwei Söhne, ein Enkel und ein Urenkel als Senatoren für Delaware. (Quelle) James Schwiegervater Richard Bassett gehörte zu den Gründervätern und war einer der frühen Gouverneure von Delaware.

* William Blount gehörte zu den Gründervätern. Sein Halbbruder Willie Blount war Freimaurer und einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaats Tennessee.

James Bayard jr. (1799-1880) war wie sein Vater Senator für Delaware und besetzte Vorstandsposten bei mehreren Eisenbahnunternehmen. Er war ein Verdächtigter im Crédit-Mobilier-Skandal. Im Amerikanischen Bürgerkrieg zeigte er Verständnis für die Südstaaten und war ein Befürworter der Sklaverei. Obwohl Delaware zu den Nordstaaten gehörte, gab es dort grossen Widerstand der Sklavenhalter gegen die Abschaffung der Sklaverei. Im Bürgerkrieg mussten alle Senatoren einen Treueid auf die Union (Nordstaaten) ablegen. James Bayard weigerte sich, den Treueid zu leisten, und verliess den Senat. Er heiratete Anne Francis, die viele Verwandte hatte, die zur Elite der USA gehörten, darunter Thomas Willing und sein Schwiegersohn William Bingham. Die beiden Männer galten eine Zeit lang als die reichsten Amerikaner (Quelle). Willing hatte übrigens am Inner Temple in London studiert. Er war Präsident der „Bank of North America“ und der „First Bank of the United States“, die in der Gründungszeit der USA die Funktionen einer Zentralbank übernahmen. Binghams Tochter Ann heiratete 1798 einen Baron aus der britischen Bankiersfamilie Baring. Die Barings gehören schon seit über 250 Jahren zu den mächtigsten Familien der britischen Elite.

Die Ehefrau von James Bayard jr. hatte eine Schwester, die John Brown Francis heiratete. Dieser war Gouverneur des Bundesstaates Rhode Island. Sein Grossvater John Brown, ein Politiker und Sklavenhändler, war zusammen mit weiteren Mitgliedern der Brown Familie massgeblich an der Gründung der bis heute bestehenden Brown University beteiligt gewesen. John Brown hatte 1772 die Gruppe angeführt, die das britische Segelschiff Gaspée kenterte und in Brand steckte. Dies war eine Provokation für die Briten und eines von mehreren Ereignissen, die zum Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führten. Die Kolonialfamilie Brown gehört bis heute zur Elite der USA und hat 1971 in die Milliardärsfamilie Mellon (eine der mächtigsten Wirtschaftsdynastien) geheiratet.

Thomas Bayard (1828-1898) diente wie bereits sein Vater und Grossvater als Senator für Delaware. Er war zudem für drei Tage Präsident des Senats und somit ranghöchster Senator. In seiner Funktion als Ausseminister und Botschafter im Vereinigten Königreich vertrat er die USA bei Streitigkeiten mit Grossbritannien und bemühte sich dabei sehr für ein gutes Verhältnis zwischen den USA und Grossbritannien. Er ärgerte sich über die vielen antibritischen Politiker in den USA. Seine probritischen Aussagen und seine Aufgeschlossenheit für das britische Königreich, das damals noch grösstenteils unbeliebt bei den US-Amerikanern war, führte sogar dazu, dass das Repräsentantenhaus ein Misstrauensvotum gegen Bayard verabschiedete.

Edward Bayards (1806-1889) Ehefrau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Livingston und war eine Schwester von Elizabeth Cady Stanton, eine führende Figur der frühen Frauenrechtsbewegung.

Mary Bayards (1827-1845) Ehemann kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Van Cortland und hatte eine Schwester, die in die Astor Familie heiratete. Die Astors waren damals eine der reichsten Familien der USA.

Martha Bayard Dod (1831-1899) kam mütterlicherseits aus der Bayard Familie. Ihr Mann war der Unternehmer Edwin Augustus Stevens. Nach Stevens Tod wurde mit seinem Vermögen das Stevens Institute of Technology gegründet, eine bis heute bestehende technische Universität. Sein Bruder John Cox Stevens war 1844 Mitgründer des New Yorker Yachtclub. Der Club besteht bis heute und viele superreiche Amerikaner waren und sind Mitglied. Die Stevens-Brüder kannten noch weitere einflussreiche Kolonialfamilien. Edwin Augustus Stevens jr. (1858-1918), ein Sohn von Martha Bayard Dod, heiratete in die Lewis Familie. Seine Frau stammte von Lawrence Lewis ab, dem Neffen des ersten US-Präsidenten George Washington (Freimaurer). Caroline Bayard Stevens (1859-1932), eine Tochter von Martha, heiratete Henry Otto Wittpenn, der Bürgermeister von Jersey City war. Marthas Schwester Caroline Bayard Dod (1832-1859) heiratete in die Stockton Familie. Ihr Mann war ein Enkel des Gründervaters Richard Stockton (Freimaurer).

Mabel Bayards (1838-1897) Schwiegervater John Kane war Generalstaatsanwalt von Pennsylvania und kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Van Rensselaer. John Kane war Grossmeister einer Freimaurerloge und sein Sohn Elisha trat ebenfalls den Freimaurern bei (Quelle).

Die Brüder Robert (1852-1934) und William Bayard Cutting (1850-1912) kamen mütterlicherseits aus der Bayard Familie. Die beiden waren führende Geschäftsmänner und gelten als die Pioniere der Zuckerrübenindustrie in den USA. Sie gehörten zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Zu den 400 gehörten einflussreiche Kolonialfamilien. Die Brüder verkehrten auch im Jekyll Island Club. Der nicht mehr existierende Club bestand aus Millionären, wie Rockefeller, Morgan, Vanderbilt und Gould. 1910 fand ein geheimes Treffen im Club statt, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde. Robert Cutting war zudem Mitglied der Pilgrims Society, eine britisch-amerikanische Elitengesellschaft. William Cutting, ein Cousin der Brüder, gehörte 1871 zusammen mit August Belmont, John Jacob Astor III, Philip Schuyler und weiteren zu den Gründern des Knickerbocker Club, der bis heute einer der elitärsten Clubs in New York ist.

Bayard Familie im 20. Jahrhundert

Der Diplomat William Bayard Cutting Jr. (1878-1910) heiratete Sybil Cuffe. Sie war die Tochter des irischen Grafen Hamilton Cuffe, der mütterlicherseits aus dem schottischen Campbell Clan kam. Der Graf wurde in den Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie) aufgenommen. Sein Bruder heiratete in die deutsch-jüdische Bankiersfamilie Bischoffsheim. Sybil Cuffe heiratete in dritter Ehe Percy Lubbock, der mütterlicherseits aus der britischen Bankiersfamilie Gurney kam.

Williams Schwester Justine Bayard Cutting (1879-1975) wurde vom Malteserorden und vom Papst mit einem Orden geehrt (Quelle). Der Bruder Bronson Cutting war Senator für New Mexico. Die Schwester Olivia Cutting heiratete den Pulitzer-Preisträger Henry James. Dessen Vater William James gilt als Begründer der Psychologie in den USA.

Thomas Bayard Jr. (1868-1942) war wie bereits sein Vater, Grossvater und Urgrossvater Senator für Delaware. Er heiratete in die Du Pont Familie, die ebenfalls zur Elite von Delaware gehört. Die Du Ponts sind schon seit über 150 Jahren eine der reichsten Familien der USA und gelten als eine der mächtigsten Wirtschaftsdynastien. Aus dieser Ehe ging der Sohn Alexis du Pont Bayard (1918-1985) hervor, der als Vizegouverneur von Delaware diente.

Senator Thomas Bayard Jr. war Mitglied bei Skull and Bones. Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Viele Verschwörungstheorien ranken sich um die Verbindung. Bei Skull and Bones waren noch weitere bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Rockefeller, Bush, Vanderbilt, Harriman, Whitney, Taft und Jay (Quelle).

Der Entdecker Charles Suydam Cutting (1889-1972) hatte eine Grossmutter, die aus der Bayard Familie kam. Bekannt ist er vor allem dafür, dass er der erste weisse Christ war, der jemals die verbotene Stadt Lhasa in Tibet betreten hatte. Er war mit Mitgliedern der britischen Königsfamilie befreundet. Bei einem Tennisturnier trat er gegen Jay Gould II. an. Dessen gleichnamiger Grossvater gilt als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten. Die New York Times bezeichnete Charles Suydam Cutting als Freund und Vertrauter der Roosevelt Familie. (Quelle) Die Roosevelts sind ebenfalls eine Kolonialfamilie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite der 13 Kolonien gehört hatte. Im 20. Jahrhundert brachte die Roosevelt Familie zwei US-Präsidenten hervor.

Charles Suydam Cutting heiratete Mary Percy Pyne. Marys Bruder Herbert heiratete in die Blair Familie, die mit der Hamilton Familie und der führenden Bankiersfamilie Morgan verschwägert war. Das erste Mitglied der Blair Familie, das Anschluss an die US-Elite fand, war John Insley Blair, einer der reichsten Amerikaner des 19. Jahrhunderts. Er war der Sohn eines schottischen Einwanderers. Marys Grossvater Percy Rivington Pyne war Präsident der City Bank of New York, die damals eine der grössten Banken der USA war. Percys Schwiegervater Moses Taylor, einer der reichsten Amerikaner, war ebenfalls Präsident der City Bank of New York sowie Schwiegervater des Bankiers Robert Winthrop (kam aus einer der bedeutendsten Kolonialfamilien). Aus der City Bank of New York entwickelte sich die heutige Citigroup. Im Jahr 2022 war sie die drittgrösste US-amerikanische Bank und die elftgrösste der Welt.

Die Nachkommen des New Yorker Bürgermeisters Nicholas Bayard (lebte im 17. Jahrhundert) haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft beim Order of colonial Lords of Manors in America. Der Orden besteht seit 1911. Nur Nachfahren von bedeutenden Kolonialfamilien können beitreten.

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Ich blogge nun seit mehr als drei Jahren. Mein Ziel ist es, irgendwann von meinem Blog leben zu können (ich bin noch jünger als 30). Werbung auf meinem Blog möchte ich nicht, daher wäre ich auf Spenden angewiesen. Klicke hier, wenn du mich unterstützen möchtest.

Bunge, Born, Engels, Hirsch und De La Tour Familie

Der deutsche Geschäftsmann Johann Peter Gottlieb Bunge gründete 1818 ein Handelsunternehmen in Amsterdam. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts operierte das Familienunternehmen von Antwerpen aus. In dieser Zeit wurde es im Handel mit Afrika und Asien tätig und entwickelte sich zu einem der weltweit führenden Rohstoffhändler. Ein Zweig der Bunge Familie emigrierte nach Argentinien und gründete dort 1884 das Getreideunternehmen Bunge & Born, an dem sich die Familien Born, Hirsch, Engels und De La Tour beteiligten. Die Familienmitglieder leben und lebten in verschiedenen Ländern. Bunge & Born stieg ab Beginn des 20. Jahrhunderts in weitere Geschäftszweige ein und wurde in Brasilien und den USA aktiv. Im 20. Jahrhundert galt Bunge & Born als das mächtigste Unternehmen in Argentinien. Inzwischen hat sich Bunge & Born mit dem europäischen Bunge-Konzern zusammengeschlossen. Seit 1994 hat der Konzern seinen Sitz auf den Bermuda Inseln (Steueroase).

Der Bunge-Konzern ist einer der fünf grössten Agrarkonzerne, die inzwischen einen grossen Teil der weltweiten Agrarindustrie kontrollieren (Quelle). Die anderen vier sind Cargill, Archer Daniels Midland, Louis Dreyfus Company und COFCO.

Bis zum Börsengang 2001 wurde der Bunge-Konzern vollständig von den Gründerfamilien kontrolliert. Die Familien sind bis heute mit dem Konzern verbunden. Der Argentinier Jorge Born Jr (*1934), ein Mitglied der Gründerfamilien, gehörte noch bis 2013 zum Vorstand des Konzerns und war stellvertretender Vorstandsvorsitzender. (Quelle) 2018 wurde das Vermögen der Born Familie auf mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle). Jorge Born Jr ist derzeit Direktor des peruanischen Bergbaukonzerns Hochschild Mining, der seinen Sitz in London hat. Dadurch wird Jorge den peruanischen Milliardär Eduardo Hochschild kennen, der den Bergbaukonzern leitet und kontrolliert. Die Hochschilds kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts als deutsch-jüdische Einwanderer nach Südamerika und wurden dort erfolgreiche Bergbauunternehmer. Jorge Born Jr. war auch Direktor des Schweizer Einzelhandelskonzerns Dufry. Derzeit ist Jorge Gouverneur des Lauder Institute an der University of Pennsylvania in den USA. Dadurch könnte er die amerikanisch-jüdische Milliardärsfamilie Lauder kennen, die das Institut gegründet hatte und zu den Gouverneuren gehört.

Im letzten Jahrzehnt waren auch Nachkommen der Gründerfamilien Engels und De La Tour im Vorstand des Bunge-Konzerns (Quelle: 1 und 2). Ob derzeit Nachkommen der Gründerfamilie zum Vorstand gehören, ist unbekannt.

Octavio Bunge (1844-1910) war Minister des Obersten Gerichtshofs von Argentinien. Sein Sohn Alejandro Bunge (1880-1943) war Ökonom und Politiker. Die Tochter Delfina Bunge (1881-1952) heiratete den Historiker und Schriftsteller Manuel Gálvez, der ein wichtiger Intellektueller der argentinischen Nationalisten war. Er und seine Frau Delfina warnten, dass das katholische Argentinien von jüdischen Einwanderern bedroht ist. Gálvez war auf einem Jesuiten-Kolleg. Auch der argentinische Philosoph und Physiker Mario Bunge (1919-2020) kam aus diesem Familienzweig der Bunge Familie. Er erhielt den „Prinzessin von Asturien-Preis“, eine Auszeichnung, die von der spanischen Königsfamilie vergeben wird. Zudem erhielt Mario Bunge sechzehn Ehrendoktorwürden sowie vier Ehrenprofessuren und er war Mitglied von vier Akademien, darunter der Royal Society of Canada (wurde vom britischen Herzog John Campbell gegründet).

Ein Mitglied der Bunge Familie erstellte einen Stammbaum auf Geni.com. Nach diesen Angaben kam Johann Peter Gottlieb Bunge (1781-1865), der Gründer des Familienunternehmens, mütterlicherseits aus der Krupp Familie. Die Krupp Familie war eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts.

Hilda Bunge (1895-1980) kam aus dem belgischen Zweig der Bunge Familie. Sie heiratete in die Tuck Familie, die zur US-Elite gehört. Hildas Schwager Somerville Pinkney Tuck war US-Botschafter in Ägypten. Er heiratete Beatrice Beck, die Tochter eines US-Politikers. Beatrice war mit der britischen Königsfamilie befreundet. Ihr Bruder James Beck heiratete erst die Tochter eines britischen Barons und danach heiratete er eine Nachkommin der Calvert Familie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte und einen britischen Adelstitel erhielt. Ein weiterer Schwager von Hilda Bunge war Alexander Tuck. Alexanders zweite Ehefrau heiratete nach der Scheidung den Diplomaten Angier Biddle Duke. Dieser kam aus der Duke Familie, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien der USA war. Alexander Tuck heiratete in dritter Ehe in die italienische Adelsfamilie Torlonia, die zum päpstlichen Adel gehört. Im 18. und 19. Jahrhundert waren die Torlonias eine wohlhabende Bankiersfamilie und gehörten zu den wichtigsten Bankiers des Vatikans. Carola Tuck, eine Schwägerin von Hilda Bunge, heiratete John Mills, ein britischer Politiker und Armeeoffizier. (Quelle: 1 und 2)

Der belgische Geschäftsmann Charles Bracht (1915-1978) kam mütterlicherseits aus dem belgischen Zweig der Bunge Familie. Als Multimillionär gehörte er zu den reichsten Belgiern, den damals gab es noch wenige Milliardäre. Sein Unternehmen war weltweit in verschiedenen Branchen aktiv. 1967 erhielt er den Titel eines Barons und seine Tochter heiratete in die belgische Adelsfamilie Limburg-Stirum. (Quelle: 1 und 2)

Der Argentinier William Engels (*1959) kommt aus einer der Gründerfamilien des Bunge-Konzerns und war im Vorstand des Konzerns. Er besetzte eine hohe Position bei der Citibank, eine US-amerikanische Grossbank.

Derzeit ist der US-Amerikaner Erik Fyrwald im Vorstand des Bunge-Konzerns. Er ist gleichzeitig CEO des Schweizer Grosskonzerns Syngenta. Syngenta ist als einer der weltweit grössten Produzenten von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln eng mit den grossen Agrarkonzernen verbunden. Derzeit ist Paul J. Fribourg im Vorstand des Bunge-Konzerns, der ebenfalls zur Führung von Syngenta gehört. Er leitet Continental Grain, ein Lebensmittel- und Agrarkonzern, der seit seiner Gründung 1813 von der jüdischen Fribourg Familie kontrolliert wird. Paul J. Fribourg ist auch Direktor der Grosskonzerne Estee Lauder und Loews Corporation. Dadurch wird er Mitglieder der amerikanisch-jüdischen Milliardärsfamilien Lauder und Tisch kennen. (Stand: 7.12.2022)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Kadscharen

Die Dynastie der Kadscharen herrschte von 1794 bis 1925 über Persien (der heutige Iran).

Die Kadscharen, eine turkmenischstämmige Familie, dienten im 16. und 17. Jahrhundert der persischen Herrscherfamilie aus der Dynastie der Safawiden. Die Safawiden herrschten vom 16. bis Mitte des 18. Jahrhunderts über Persien.

Aga Mohammed Khan (1742-1797) war der Sohn eines Stammesführers der Kadscharen. Ihm gelang es, den persischen Herrscher Lotf Ali Khan aus der Zand-Dynastie zu stürzen. Aga Mohammed Khan wurde darauf zum Schah (Herrscher) von Persien. Er gilt als ein brutaler Herrscher, der seine Feinde foltern, verstümmeln und ermorden liess. Als kleiner Junge war er auf Befehl des Schahs kastriert worden, damit er als Stammesführer keine Nachkommen zeugen konnte und somit als Monarch unbrauchbar ist. Dennoch gelang Aga Mohammed Khan den persischen Thron zu besteigen. Sein Neffe wurde der nachfolgende Schah. Ihre Familie stellte bis 1925 den Schah von Persien. Die Prinzen aus der Dynastie hatten viele Frauen und Kinder. Es wurde bis ins 20. Jahrhundert oft innerhalb der Familie geheiratet. Der Herrscher Fath Ali Schah (starb 1834) hatte über 100 Frauen und zeugte über 100 Kinder. Er verheiratete eine seiner Töchter mit dem religiösen Führer Aga Khan I. Die Aga Khan Familie stammt der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 7. Jahrhundert den Islam gegründete hatte. Die Khans sind der Legende nach auch Nachkommen der Fatimiden, eine der mächtigsten Herrscherfamilien des 11. Jahrhunderts. Heute gehört die Aga Khan Familie zur Weltelite.

Zwei Prinzessinnen aus der Kadscharen-Dynastie heirateten im 19. Jahrhundert den omanischen Herrscher Seyyid Said bin Sultan.

Der Legende nach stammen die Kadscharen von Dschingis Khan (starb 1227) ab, einer der mächtigsten und reichsten Herrscher aller Zeiten. Er gründete das Mongolische Reich, das zweitgrösste Reich in der Weltgeschichte. Nur das britische Kolonialreich war grösser.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts erhielten die Kadscharen Orden von europäischen Königsfamilien. Mehrere Prinzen aus der Kadscharen-Dynastie hatten seit Ende des 19. Jahrhunderts in der russisch-kaiserlichen Armee gedient. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte der Iran grosse Schulden bei den Briten und dem Russischen Kaisserreich angehäuft. Der US-Amerikaner William Morgan Shuster wurde 1911 Schatzmeister von Persien und half der iranischen Regierung in Finanzfragen.

1889 gründeten britische Geschäftsleute die Imperial Bank of Persia. Sie war die erste wichtige Bank in Persien, wo bis dahin aufgrund der Religion Kredite vergeben mit Zinsen verboten war und es somit noch keine Finanzindustrie gab. Die Bank kontrollierte bis 1930 die iranische Finanzindustrie und fungierte auch als Zentralbank. Sie wurde in der Anfangszeit von den britischen Bankiersfamilien Keswick, Glyn, Schröder und Sassoon kontrolliert. Der deutsch-britische Baron Paul Julius Reuter war der Hauptgründer der Bank. Mehrere Prinzen aus der Kadscharen-Dynastie arbeiteten bei der Bank.

Naser al-Din Shah, der von 1848 bis 1896 regierte, traf auf einer Reise in Frankreich ein Mitglied der Rothschild Familie.

1925 mussten die Kadscharen abdanken und es gab einen Dynastiewechsel im Iran. Ab da stellte die Pahlavi Familie den Schah. Dennoch waren die Kadscharen weiterhin eine der mächtigsten Familien im Land und brachten mehrere Premierminister hervor. 1979 kam es zur Islamischen Revolution, bei der die Pahlavi Familie gestürzt und die Monarchie abgeschafft wurde. Die Pahlavi Familie und ein Grossteil der Kadscharen flüchteten darauf ins Ausland und leben seither im Exil. Seit der Revolution von 1979 sind religiöse Fundamentalisten im Iran an der Macht. Die persische Aristokratie wurde also durch eine Theokratie ersetzt.

Heutige Mitglieder der Kadscharen-Dynastie leben im Iran, Grossbritannien, USA, Frankreich, Schweiz und vielleicht noch weiteren Ländern.

Persische Freimaurerei

Ab Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Freimaurer im Iran aktiv. Seit der Machtübernahme der Theokraten 1979 ist die Freimaurerei im Iran verboten. Die persische Freimaurerei war ein sehr elitärer Verein und viele Mitglieder gehörten zur Regierungselite. Auch Prinzen aus der Dynastie der Kadscharen traten der Freimaurerei bei.

Im Jahr 1808 wurde ein persischer Gesandter in Frankreich bei den französischen Freimaurern aufgenommen. Kaiser Napoleons Staatsminister war bei dieser Aufnahme dabei (das Napoleon-Regime wurde von Freimaurern geführt). Zwei Jahre später wurde ein persischer Botschafter in London bei den britischen Freimaurern aufgenommen. In den folgenden Jahrzehnten traten noch viele weitere iranische Diplomaten den Freimaurern bei. Der schottische Reisende James Baillie Fraser nahm drei Prinzen aus der Dynastie der Kadscharen nach England mit, wo er sie 1835 in einer Londoner Loge in die Freimaurerei einführte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden weitere Prinzen aus der Kadscharen-Dynastie in die Freimaurerei aufgenommen. Die iranische Freimaurerei war stark von persischen Aristokraten geprägt. Die persische Elite war scheinbar ziemlich begeistert von der Freimaurerei und sie gründete eigene Logen, die nicht von den Grosslogen aus dem Ausland anerkannt wurden. Zu den Mitgliedern dieser persischen Logen gehörten Prinzen aus der Kadscharen-Dynastie. Freimaurer waren an der Konstitutionellen Revolution beteiligt, die dazu führte, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Iran von einer absoluten Monarchie zu einer konstitutionellen Monarchie mit einem Parlament umgestaltet wurde. (Quelle)

Nach der Machtübernahme der Pahlavi Familie 1925 lösten sich die iranischen Freimaurer auf, vermutlich weil sie Angst hatten, den neuen Herrscher zu verärgern. Von Pahlavis Machtübernahme bis 1951 war über die Hälfte aller iranischen Premierminister ehemalige Freimaurer. Freimaurerlogen im Iran, die aus Briten bestanden, waren weiterhin aktiv. Die Briten gründeten auch zwei Logen für Angestellte der Anglo-Iranian Oil Company. Das britische Unternehmen kontrollierte die iranische Erdölindustrie und ist der Vorläufer des heutigen Öl- und Gaskonzerns BP. 1951 wurde mit der Erlaubnis des Königlichen Hofes die Freimaurerei im Iran wiederbelebt und eine Freimaurerloge mit dem Namen „Pahlavi“ gegründet, die scheinbar zu Ehren der Herrscherfamilie benannt wurde. Von den 226 Logenmitgliedern gehörten mehr als die Hälfte zur Regierungselite. In den folgenden Jahren stieg die Anzahl der Freimaurer und Logen im Iran stark an. Die „Grande Loge nationale française“ (nicht zu verwechseln mit dem französischen Grossorient) wurde in dieser Zeit im Iran aktiv. Ab dem Jahr 1957 gründeten die schottischen Freimaurer 14 Logen im Iran. Der deutsche Freimaurer Theodore Vogel, Grossmeister der deutschen Freimaurer, gründete eine Loge im Iran, die an die deutsche Grossloge angeschlossen war. In den 60er Jahren wurde die Grossloge und der oberste Freimaurerrat der iranischen Freimaurer gegründet. Von 1950 bis 1970 waren im Iran etwa ein Viertel aller Minister, Senatoren und Abgeordnete Freimaurer. Der grosse Einfluss der Freimaurer führte natürlich zu Misstrauen und Verschwörungstheorien. Viele Iraner hielten die Freimaurerei für ein mächtiges politisches Instrument hinter den Kulissen, das im Allgemeinen den britischen Interessen dient oder Teil einer „anglo-zionistischen Weltverschwörung“ ist. Auch der iranische Herrscher Mohammad Reza Pahlavi glaubte, dass die Freimaurer sehr mächtig sind. Der iranische Premierminister Amir-Abbas Hoveyda (1919-1979), der mütterlicherseits aus der Kadscharen-Dynastie kam, war Freimaurer. (Quelle: 1 und 2) Ein Grossmeister der iranischen Grossloge war Jafar Sharif-Emami, der zweimal als Premierminister diente. Er war auch Präsident der Pahlavi-Stiftung. (Quelle: 1 und 2).

1979 übernahmen die Theokraten die Macht im Iran und schafften die Monarchie ab. Sie liessen die Freimaurerei verbieten, worauf die Regierung und die Universitäten von Freimaurern gesäubert wurden. Mehrere Freimaurer wurden hingerichtet und viele weitere inhaftiert. (Quelle) Die Theokratie besteht bis heute und die Freimaurerei ist nach wie vor verboten.

Nach dem Verbot der Freimaurerei gingen die iranischen Freimaurer ins Exil. Seither sind sie in den USA als Freimaurer aktiv und haben dort eine eigene Grossloge und einen eigenen obersten Freimaurerrat. (Quelle)

Bemerkenswerte Familienmitglieder

im 20. Jahrhundert

Ahmad Schah Kadschar (1898-1930) war von 1909 bis 1925 der letzte Schah aus der Dynastie der Kadscharen. Er sah Grossbritannien, damals noch führende Weltmacht, als wertvollen Verbündeten an und unterstützte den Anglo-iranischen Vertrag von 1919, ein Vertrag zwischen dem Iran und Grossbritannien. Durch den Vertrag wäre der Iran unter starken Einfluss der Briten gelangt, aber der Vertrag wurde nicht umgesetzt, da es in der iranischen Politik und im Volk grosse Kritik daran gab. Ahmad Schah Kadschar machte sich auch aus anderen Gründen im Iran unbeliebt. Er galt als korrupt und häufte ein grosses Vermögen an, unter anderem mit Getreidespekulation. Die politische Elite des Irans wandte sich schliesslich von Ahmad Schah Kadschar ab, was zu seiner Absetzung führte. 1925 wurde Reza Pahlavi zum Schah von Persien ernannt. Er war zuvor ein hochrangiger Politiker gewesen. Ahmad Schah Kadschar ging nach Frankreich ins Exil und brachte sein Vermögen ins Ausland in Sicherheit. Er starb 1930 in Frankreich und hinterliess seinen Erben ein, für damalige Verhältnisse, beträchtliches Vermögen. (Quelle: 1 und 2)

Prinz Abdol-Hossein Farman Farma (1857-1939) besetzte mehrere Ministerposten und wurde Ende 1915 für knapp drei Monate zum Premierminister ernannt, was von den Briten unterstützt wurde, die ein gutes Verhältnis zu Abdol-Hossein unterhielten. Die Briten betrachteten ihn als einer ihrer „zwei besten Freunde in Persien“ und verliehen ihm einen Orden. In seiner Zeit als Premierminister erhielt er Geld von den Briten und den Russen (die britische Elite hatte sich damals eine Reihe an iranischen Politikern gekauft). 1921 kam es zu einem Putsch im Iran, bei dem der Premierminister Fathollah Akbar gestürzt wurde. Ab da verschlechterte sich das Verhältnis von Prinz Abdol-Hossein zu den Briten. Er war einer der Unterzeichner eines Manifests, das in einer persischen Zeitung erschien und in dem behauptet wurde, dass der Putschführer Seyyed Zia ein Agent der Briten sei. (Quelle) Abdol Hossein hatte 39 Kinder, von denen mehrere zur politischen Elite des Irans gehörten. Hier sind die wichtigsten Kinder von Abdol Hossein aufgelistet:

  • Firuz Nosratdoleh (1889-1937) war Aussenminister des Irans. In dieser Funktion war er massgeblich am oben erwähnten Anglo-iranischen Vertrag von 1919 beteiligt. Firuz Nosratdoleh und weitere iranische Regierungsmitglieder liessen sich bei diesem Vorgang von den Briten bestechen. Die Briten waren sehr angetan von Firuz und wünschten sich ihn als den nächsten Schah. Laut Wikipedia wurde er von den Briten zum Ritter ernannt für seine Verdienste um die britisch-persische Freundschaft. Laut Wikipedia war er auf dem Institut Le Rosey gewesen, ein Eliteinternat in der Schweiz, auf dem viele Mitglieder von Königs- und Milliardärsfamilien waren. 1925 wurde General Reza Pahlavi der neue Schah. Trotz des Dynastiewechsels gehörte Firuz weiterhin zur politischen Elite im Land und wurde Finanz- und Justizminister. Als Finanzminister initiierte er 1926 die Gründung der iranischen Zentralbank, aus der sich die heutige Bank Melli Iran entwickelte. Diese war in den letzten Jahren die grösste iranische Bank und befindet sich in Besitz des Staates. Bis 1960 war sie die Zentralbank des Landes. Ab 1929 wurde Firuz von Schah Reza Pahlavi unter Hausarrest gestellt. 1937 wurde er ermordet. Sein Sohn Shahroukh Firuz war Vizeminister für Industrie und iranischer Botschafter in Nigeria. (Quelle: 1, 2, 3)
  • Abdol-Ali Mirza Farman Farmaian (1935-1973) und weitere Verwandten gründeten das bis heute bestehende iranische Erdölunternehmen Pars Oil. Der Iran hat die viertgrössten Ölreserven und die zweitgrössten Gasreserven der Welt.
  • Sattareh Farman Farmaian (1921-2012) führte den Beruf des Sozialarbeiters im Iran ein und gründete die Teheran School of Social Work. Sattareh besuchte als erste iranische Studentin die University of Southern California in den USA. Im Irak arbeitete sie als Nahost-Expertin für die Vereinten Nationen. Sie gründete und leitete die „Family Planning Association of Iran“. Damit führte sie die Familienplanung im Iran ein, was die nationale Geburtenrate beeinflusste. 1972 wurde Sattareh zur Vizepräsidentin der „International Planned Parenthood Federation“ ernannt, eine der wichtigsten internationalen Organisationen für Familienplanung und Bevölkerungskontrolle. Nachdem 1979 die Theokraten an die Macht kamen, wurde Sattareh verhaftet und angeklagt, da ihre Bevölkerungsplanung und ihre angeblichen Kontakte nach Israel aus der Sicht der Fundamentalisten ein Verbrechen war. Mahmud Taleghani rette sie aber von der Hinrichtung. Der Geistliche war einer der Führer der Islamischen Revolution. Seit ihrer Freilassung lebte Sattareh in den USA. (Quelle: 1 und 2)
  • Khodadad Mirza Farman Farmaian (1928-2015) war Chef der iranischen Zentralbank. Nach der Islamischen Revolution von 1979 ging er ins Exil und lebte bis zu seinem Tod in Grossbritannien. Er arbeitete in den USA für die Hinduja Group, wo er deren Privatbank leitete. (Quelle) Die Hinduja Group ist eines der grössten indischen Familienunternehmen und wird von der Hinduja Familie kontrolliert. Die indische Milliardärsfamilie war bis zur Islamischen Revolution im Iran aktiv gewesen und verlegte dann ihren Hauptsitz nach London.
  • Maryam Farman Farmaian (1914-2008) heiratete Noureddin Kianouri, der ein führendes Mitglied der kommunistischen Tudeh-Partei war. Der Kadscharen-Prinz Iraj Eskandari (1907-1985) war einer der wichtigsten Politiker und Chef der Tudeh-Partei. Sein Onkel Soleiman Eskandari, ebenfalls ein Kadscharen-Prinz, war der erste Chef der Partei. Maryam gründete die Frauensektion der Partei. Im Februar 1949 überlebte der Schah Mohammad Reza Pahlavi ein Attentat. Der Schah, der behauptete, dass Noureddin Kianouri und weitere Mitglieder der Tudeh-Partei die Drahtzieher des Anschlags seien, nutzte die Gelegenheit und liess die Tudeh-Partei verbieten. 1951 wurde Mohammad Mossadegh (1882-1967) zum iranischen Premierminister gewählt. Er wollte die Verfolgung der Kommunisten beenden und der Tudeh-Partei ermöglichen, wieder an der Politik teilzunehmen. Mossadegh hatte zuvor bereits mehrere Ministerposten besetzt. Seine Mutter war eine Prinzessin aus der Dynastie der Kadscharen. Mossadegh und die Tudeh-Partei wollten die iranische Erdölindustrie verstaatlichen. Der Iran besitzt sehr grosse Vorkommen an Erdöl und Erdgas. Ein grosser Teil der iranischen Ölindustrie wurde damals von den Briten über ihre Anglo-Persian Oil Company kontrolliert. Diese ist der Vorläufer des heutigen britischen Öl- und Gaskonzerns BP. Die Briten waren sehr verärgert über die Pläne zur Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie. Mossadegh ging nicht auf deren Angebote ein und brach Ende 1952 den diplomatischen Kontakt zu Grossbritannien ab. In den folgenden Monaten begann der britische Geheimdienst zusammen mit der CIA an einem Plan zum Sturz von Mossadegh zu arbeiten. Auch der Schah Mohammad Reza Pahlavi wandte sich in den folgenden Monaten von Mossadegh ab. Der Schah soll die Verstaatlichung der Ölindustrie nicht abgelehnt haben, aber er betrachtete die Kommunisten, die Mossadegh nahe standen und die grossen Befürworter der Verstaatlichung waren, als Bedrohung für den Iran und seine Monarchie. Da Mossadegh mit einem Ermächtigungsgesetz ohne Parlament regierte, machte er sich auch bei demokratisch gesinnten Politikern im Land unbeliebt. Im August 1953 kam es schliesslich zum Sturz von Mossadegh, was von der CIA und dem britischen MI6 unterstützt wurde (bekannt als Operation Ajax). Die Aktionen der Geheimdienste wurden vom britischen Premierminister Winston Churchill (Freimaurer) und vom amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower (Bruder eines Freimaurers) genehmigt. Die iranischen Freimaurer sollen Mossadegh abgelehnt haben. Mossadegh war im Gegensatz zu vielen anderen iranischen Premierministern kein Freimaurer. Der CIA-Offizier Kermit Roosevelt Jr., ein Enkel des Freimaurers und US-Präsidenten Theodore Roosevelt, war massgeblich am Putsch gegen Mossadegh beteiligt. Nach Mossadeghs Sturz wurde die Tudeh-Partei endgültig aus der iranischen Politik verbannt. Die Kadscharen-Prinzessin Maryam und ihr Mann Noureddin Kianouri, die wie gesagt zur Führung der Tudeh-Partei gehörten, mussten daher ins Exil. Ab da lebten sie in der kommunistischen Sowjetunion und in der DDR (Ostdeutschland). 1979 wurde Schah Pahlavi bei der Islamischen Revolution gestürzt, was Noureddin Kianouri und die Tudeh-Partei unterstützten. Nach dem Sturz des Schahs konnten Maryam und ihr Mann in den Iran zurückkehren und die Tudeh-Partei suchte die Nähe zum theokratischen Regime. Kianouri war zu dieser Zeit Chef der Tudeh-Partei. 1983 wurde das Ehepaar jedoch verhaftet und Kianouri der Spionage für die Sowjetunion beschuldigt. Die Theokraten liessen die Tudeh-Partei verbieten und viele ihrer Mitglieder hinrichten. Maryam und Noureddin Kianouri wurden später in Hausarrest entlassen und lebten bis zu ihrem Tod im Iran. Noureddin Kianouri war ein Enkel von Fazlullah Nouri. Dieser gilt als einer der Vordenker der Islamischen Revolution.
  • Sabar Farman Farmaian (1912-2006) war iranischer Gesundheitsminister und Berater der WHO. Er war ein Unterstützer von Mossadegh. Nach der Islamischen Revolution wurde Sabar 1971 von der iranischen Regierung dazu eingeladen, im Iran zu arbeiten, was er dann auch für sechs Jahre tat. (Quelle)
  • Manucher Mirza Farman Farmaian (1917-2003) studierte Erdöltechnik in England. Nach der Verstaatlichung der iranischen Erdölindustrie besetzte er dort hohe Positionen. Er war der erste iranische Botschafter in Venezuela und war an der Gründung der OPEC beteiligt. Er heiratete eine US-Amerikanerin. Nach der Machtübernahme der Theokraten 1979 ging er nach Venezuela ins Exil, wo er eine Fabrik zur Herstellung von Kartoffelchips gründete.

Ali Amini (1905-1992) kam mütterlicherseits aus der Dynastie der Kadscharen. Im Gegensatz zu anderen Verwandten war er gegen Mossadegh. Nach Mossadeghs Sturz besetzte er mehrere Ministerposten und wurde 1961 Premierminister. Er war auch iranischer Botschafter in den USA und galt als sehr amerikafreundlich. Er hatte ein gutes Verhältnis zum US-Präsidenten John F. Kennedy. Ali Aminis Schwiegervater Hassan Vosough war Freimaurer und zweimal iranischer Premierminister. Hassans Bruder Ahmad Qavam (ebenfalls Freimaurer) war fünfmal Premierminister und die Familie war noch mit weiteren Premierministern verwandt. Nach der Machtübernahme der Theokraten 1979 ging Ali Amini nach Frankreich ins Exil, wo er auch studiert hatte. 1962 war er vom französischen Präsidenten Charles de Gaulle mit dem Grossen Kreuz der Ehrenlegion geehrt worden. Im Exil gründete und leitete Ali Amini die „Front for the Liberation of Iran“, eine Organisation, die sich dafür einsetzte, die Monarchie im Iran mit der Pahlavi Familie als Herrscher wiederherzustellen. Die Organisation erhielt Gelder von der CIA.

Der hochrangige General Amanullah Jahanbani (1891-1974) war der Urenkel eines Schahs aus der Kadscharen-Dynastie. Er besetzte mehrere Ministerposten, darunter das Amt des Kriegsministers. Er heiratete eine Russin und ihr gemeinsamer Sohn Khosrow Jahanbani (1941-2014) heiratete eine Tochter von Schah Mohammad Reza Pahlavi.

Fereydoon Hoveyda (1924-2006) kam mütterlicherseits aus der Kadscharen-Dynastie. Er war in den 70er Jahren iranischer Botschafter bei den Vereinten Nationen. Nach der Islamischen Revolution ging er ins Exil und gehörte später zum Exekutivkomitee des „National Committee on American Foreign Policy“ (NCAFP), eine einflussreiche US-amerikanische Denkfabrik. Fereydoon hatte in erster Ehe eine Tochter des iranischen Premierministers Ali Mansur (Freimaurer) geheiratet. Sein Bruder Amir-Abbas Hoveyda (1919-1979) diente von 1965 bis 1977 als Premierminister und war hochrangiger Manager in der iranischen Ölindustrie. Amir-Abbas war Freimaurer. Nach der Machtübernahme der Theokraten wurde er 1979 hingerichtet. Zu den Anklagepunkten gehörten seine Mitgliedschaft bei den Freimaurern sowie der Vorwurf, er hätte für die Kolonialisten und die Zionisten gearbeitet. Des Weiteren wurde er beschuldigt, zusammen mit Premierminister Ali Mansur (Freimaurer) an Heroinschmuggel nach Frankreich beteiligt gewesen zu sein.

Anmerkung: Der Iran war und ist eines der wichtigsten Transitländer für den Schmuggel von Heroin und Opium. Es wird vermutet, dass der grösste Teil der weltweiten Heroinproduktion in Laboren im Iran stattfindet, die das Opium, das zur Herstellung von Heroin benötigt wird, aus dem Nachbarland Afghanistan bekommen. Nach Angaben der UNO wird im Iran jährlich bis zu drei Viertel der weltweit beschlagnahmten Menge an Opium sichergestellt, beim Heroin ist es ein Viertel. Das theokratische Regime im Iran verfolgt den Besitz und Handel von Drogen mit harten Strafen, auch mit Todesstrafen. Dennoch sind zwei bis vier Prozent der Bevölkerung im Iran drogensüchtig und die Zahl der Drogentoten im Iran gehört zu den höchsten weltweit. Nach Angaben von iranischen Behörden wurden seit der Revolution 3700 iranische Polizisten bei Konflikten mit Schmugglern und der organisierten Kriminalität getötet. Teile der iranischen Revolutionsgarde sind am Heroinschmuggel beteiligt. Es erscheint auf den ersten Blick seltsam, dass fromme Muslime sich am Handel mit illegalen Drogen beteiligen, aber auch streng religiöse Gruppen, wie Al-Qaida, IS, Taliban und Hisbollah, sind mit dem Grosshandel von illegalen Drogen verbunden. Die Hisbollah hat ein sehr gutes und enges Verhältnis zum theokratischen Regime im Iran.

Der Diplomat Abdol Hossein Sardari (1914-1981) kam mütterlicherseits aus der Kadscharen-Dynastie. Er war iranischer Botschafter in Belgien. Während des Zweiten Weltkrieges rettete er in Frankreich tausende iranische Juden vor der Verfolgung.

Der iranische Sänger Gholam Hossein Banan (1911-1986) kam mütterlicherseits aus der Kadscharen-Dynastie.

Hamid Mirza Kadschar (1918-1988) war ab 1975 das Oberhaupt der Kadscharen. Er lebte in Grossbritannien und sprach kaum Persisch. Eine Zeit lang nahm er den englischen Namen „David Drummond“ an. Er besuchte den Iran, um dort in der Erdölindustrie zu arbeiten. Er arbeitete in London auch für den US-amerikanischen Erdölkonzern Mobil (Vorläufer von ExxonMobil). (Quelle)

Die heutigen Kadscharen

Die Kadscharen haben heute etwa 300 Nachkommen und sind international vernetzt. Eine grosse Zahl lebt immer noch im Iran, während der Rest als Teil der persischen Diaspora weltweit verteilt ist. Ob heutige Nachkommen mit der iranischen Regierung verbunden sind, ist unbekannt. Eine Kadscharin wurde 2017 in einem Interview gefragt, ob sich Mitglieder der Kadscharen an der heutigen Regierung im Iran beteiligen, worauf sie antwortete, „Ich bin sicher, dass sie das tun“, auch wenn sie niemanden persönlich kenne. (Quelle)

1999 trafen Mitglieder der Kadscharen-Dynastie eine Tochter des afghanischen Königs Muhammed Zahir Shah (Quelle).

Alexander Farman-Farmaian (*1965) kommt aus der Kadscharen-Dynastie. Er studierte an der Princeton University in den USA und arbeitet als Fondsmanager. (Quelle) Alexander ist Mitglied des „Council on Foreign Relations“. Die US-amerikanische Denkfabrik ist eine der mächtigsten der Welt. Alexander ist auch Mitglied des Economic Club of New York, ein elitärer Club. (Quelle) Er leitete einen Fonds von Edmond de Rothschild (Quelle). Alexander und seine Frau gehörten zu einem Gastgeberausschuss einer Gala, zu dem auch Jonathan Soros (Sohn des Milliardärs George Soros) gehörte (Quelle). Alexanders Bruder Teymour studierte an der Harvard Business School und ist Vertriebsleiter bei Google (Quelle). Teymour arbeitete bei weiteren Unternehmen, darunter bei Spotify, Zynga, Time Warner Cable und Procter & Gamble. Weitere Kadscharen in den USA arbeiteten auch für die Grossbanken JP Morgan und Barclays.

Nach Angaben von royalark.net heiratete Juni Farmanfarmaian (*1953) den Bankmanager Cyrus Ardalan. Dieser ist britischer Staatsbürger und war auf der britischen Oxford Universität. Er ist und war bei mehreren Finanzunternehmen:

  • Er war stellvertretender Vorsitzender von Barclays. Die britische Grossbank ist eine der ältesten und mächtigsten der Welt.
  • Er besetzte leitende Positionen bei der französischen Grossbank Paribas.
  • Er besetzte eine hohe Position bei der Weltbank.
  • Er war Vorsitzender einer Tochterfirma der US-amerikanischen Grossbank Citigroup.
  • Er war im Vorstand des „Dubai International Financial Centre“, der Offshore-Platz von Dubai. Dadurch wird er vermutlich Mitglieder der Herrscherfamilie von Dubai kennengelernt haben.
  • Er war Vorsitzender der International Capital Markets Association (ICMA), ein Verband von Grossbanken.
  • Er ist derzeit Vorsitzender der OakNorth Bank, eine britische Bank, und Direktor von LXi REIT, ein britischer Immobilien-Investmentfonds, sowie Senior-Berater des Beratungsunternehmens Alvarez and Marsal in New York.
  • Er war Manager bei der Chemical Bank, eine US-amerikanische Grossbank.

(Quelle: 1 und 2)

Cyrus Ardalan ist derzeit im Vorstand der CEPI, ein internationales Forschungsnetzwerk zur Erforschung und Entwicklung neuer Impfstoffe, das unter anderem die Entwicklung der Corona-Impfstoffe gefördert hat. Cyrus Ardalan war Vorsitzender der „International Finance Facility for Immunisation“ (IFFIm). (Quelle) IFFIm ist ein wichtiger finanzieller Unterstützer der Gavi-Impfallianz (Quelle).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

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Eine Verschwörungstheorie zur Deutschen Bahn

Deutschland ist zwar ein fortschrittlicher Industriestaat, aber die Bahn des Landes befindet sich seit Jahrzehnten in einem desaströsen Zustand.

Die wichtigsten Fakten zur Deutschen Bahn

bezüglich des Konzernversagens

Für die Leser aus dem Ausland, welche die Deutsche Bahn (DB) nicht kennen, muss gesagt werden, dass vermutlich niemand in Deutschland zufrieden mit der DB ist. Die DB ist seit zwei Jahrzehnten bekannt für ihre Unpünktlichkeit, die inzwischen bizarr erscheint. Im Juli 2022 waren weniger als 60 Prozent der Fernzüge der DB pünktlich.

In den letzten 20 Jahren hat die DB 17 Prozent ihrer Schienen und die Hälfte aller Weichen abgebaut und die Belegschaft fast halbiert (Stand: 2019). Daher ist der Zustand der DB vor allem auf Entscheidungen der Konzernführung zurückzuführen.

Die DB macht über die Hälfte ihres Umsatzes mit Logistik und Güterverkehr, also nicht mit dem Personenverkehr. Die deutsche Industrie, die Waren über die DB exportiert und importiert, ist somit der wichtigere Kunde als die Bahngäste und wird dementsprechend vermutlich bevorzugt.

1994 wurde die DB privatisiert und in eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft umgewandelt. Dennoch befindet sich die DB bis heute vollständig in Besitz des Staates und man kann keine DB-Aktien kaufen. Daher erscheint es seltsam, dass die DB nicht längst wieder verstaatlicht oder der Börsengang endlich umgesetzt wurde.

Die DB investiert nicht ihr ganzes Geld in die Bahn in Deutschland, sondern investiert auch sehr viel im Ausland. Inzwischen macht die DB rund die Hälfte seiner Umsätze im Ausland. Dies wird schon seit Jahren kritisiert und in diesem Jahr sagte ein Bericht des Bundesrechnungshofs, dass die vielen Auslandsgeschäfte der DB ein Risiko für den deutschen Staatshaushalt darstellen. Die DB ist stark verschuldet und hatte 2021 Schulden in Höhe von fast 30 Milliarden Euro.

Auch im Jahr 2022 gab es keine Besserung bei der DB und es ist auch für die Zukunft mit mehr Baustellen und mehr Verspätungen zu rechnen.

Trotz des desaströsen Zustandes sind die Preise für Fahrten bei der DB für Leute mit wenig Geld zu hoch und auch wer genug Geld hat, wird sich genervt fühlen, für eine Fahrt im Fernverkehr zu bezahlen, bei der mit Verspätungen zurechnen ist. Im Berufsleben der Bürger ist Pünktlichkeit wichtig, daher nehmen viele lieber das Auto als die Bahn.

Die mutmassliche Verschwörung

In den Leitmedien rätselt man darüber, wieso die Probleme der DB nicht längst behoben wurden. Im Internet gibt es eine wenig verbreitete Verschwörungstheorie, die besagt, dass der schlechte Zustand der DB auf die Einflussnahme der deutschen Automobilindustrie zurückzuführen ist. Mit ihren öffentlichen Verkehrsmitteln ist die DB ein ernstzunehmender Konkurrent der Autoindustrie. Die Grossaktionäre und treuen Manager der deutschen Autokonzerne werden also froh sein, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland so unattraktiv für Kunden sind, da die Leute dann weiterhin mit dem Auto fahren. Die Autoindustrie ist gegen eine Verkehrswende, was nicht sonderlich überrascht. Die Autoindustrie ist die wichtigste Branche der deutschen Wirtschaft. Neben den grossen Autoherstellern hat Deutschland auch grosse Automobilzulieferer, die Bauteile für die Autohersteller produzieren. Drei der derzeit fünf grössten Automobilzulieferer der Welt sind deutsche Unternehmen. Die Autoindustrie hat in Deutschland bekanntermassen grossen Einfluss auf die Politik und hat die vermutlich mächtigste Wirtschaftslobby im Land. Der Verschwörungstheorie nach sorgt die Autolobby mit ihrem Einfluss dafür, dass die öffentlichen Verkehrsmittel unzumutbar sind und es auch bleiben.

Von 1991 bis 1997 und von 1999 bis 2017 wurde die DB von Vorsitzenden geleitet, die zuvor hohe Positionen bei Daimler besetzt hatten (wird weiter unten genauer erläutert). Daimler ist einer der grössten Autohersteller der Welt und war 2021 nach Umsatz das zweitgrösste deutsche Unternehmen. Daher gibt es die Theorie, dass diese Vorsitzenden der DB absichtlich Missmanagement bei der Bahn betrieben haben und dies im Auftrag von Daimler taten. Noch weitere Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der DB waren führende Manager aus der Automobilindustrie. Da könnte man schon auf die Idee kommen, dass eine Kabale von Autokonzern-Managern die DB unterwandert hat.

Hinzu kommt, dass alle Verkehrsminister, die unter anderem für die DB zuständig sind, Kontakte zur Autolobby hatten. Manche davon galten als treue Interessensvertreter der Autolobby, wie z. B. Andreas Scheuer und Alexander Dobrindt. Matthias Wissmann war Verkehrsminister, als die DB 1994 privatisiert wurde. Von 2007 bis 2018 war er Präsident des Verbands der Automobilindustrie und somit Cheflobbyist der deutschen Autoindustrie. Übrigens war Wissmann als Verkehrsminister 1994 auch massgeblich an der Privatisierung von „Tank & Rast“ beteiligt. Tank & Rast und seine Tochterfirma Sanifair standen in den letzten Jahren wegen verschiedener Dinge in der Kritik. Wissmann war oder ist noch immer Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik.

Für die DB Tochterfirma Schenker, ein Logistikunternehmen, sind 34 600 Diesel-Lkw in ganz Europa unterwegs, um Waren über Hunderte Millionen Kilometer zu transportieren. Über ihre Gleise lässt die DB dagegen lediglich knapp 2700 Züge fahren, die Güterwagen ziehen. (Stand: 2019) Zu den Kunden von Schenker gehören die Autokonzerne Volkswagen und Daimler. Volkswagen baut Lkw für die DB. Die Autohersteller gehören zu den wichtigsten Grosskunden der DB bei Güterzügen.

Ich möchte betonen, dass ich kein links-grün-ideologischer Autohasser bin, aber ich wittere hier eine Verschwörung.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in den USA eine ganz ähnliche Verschwörung. Die USA hatten seit dem 19. Jahrhundert das grösste Schienennetz der Welt und das Land war bekannt für seine Eisenbahnen. Ab den 1920er Jahren wurde in den USA innerhalb von paar Jahrzehnten ein Grossteil der Gleise abgebaut und der Personenverkehr dadurch auf einen Zehntel reduziert. In 45 Städten verschwanden die oberirdischen elektrischen Nahverkehrsmittel. Dies ist zu einem erheblichen Teil auf eine Verschwörung von Grosskonzernen zurückzuführen. Die drei führenden US-amerikanischen Autokonzerne General Motors, Ford und Chrysler hatten die Verlagerung des Verkehrs von der Schiene auf die Strasse mit krimineller Energie umgesetzt, wodurch die US-Bürger fast vollständig abhängig vom Automobil wurden. Dabei kooperierten die Autokonzerne mit Strassenbaufirmen. Viele Züge wurde durch Busse von General Motors ersetzt (General Motors wurde damals von der Du Pont Familie kontrolliert). Auch der Autoreifenhersteller Firestone und der Ölkonzern Standard Oil, der Benzin für Fahrzeuge produzierte, sollen Teil des Komplotts gewesen sein. Standard Oil wurde von der berühmten Rockefeller Familie kontrolliert und der Autoreifenhersteller Firestone wurde von der Firestone Familie gegründet, die in die Ford Familie heiratete (kontrolliert bis heute den gleichnamigen Autokonzern).

Auch die drei führenden deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW haben in den letzten Jahren mit dem Abgasskandal gezeigt, dass ihre Entscheidungsträger kriminelle Energie an den Tag legen, wenn dies dem Unternehmen nützt. Beim Abgasskandal hat mich nicht verwundert, dass sie betrogen hatten, sondern dass sie wirklich glaubten, sie kämen damit durch und der Betrug würde nicht entdeckt werden. Dies zeigt, dass diese Leute ziemlich abgehoben sind und sich unantastbar fühlen aufgrund des hohen Status, den die Autoindustrie in Deutschland geniesst. Der Abgasskandal ist aber nicht das grösste Verbrechen in der Geschichte der deutschen Autoindustrie. Die Autokonzerne Volkswagen, Daimler, BMW, Robert Bosch und Continental hatten an der Kriegsproduktion der Nazis mitgewirkt und diese fünf Firmen beschäftigten während des Zweiten Weltkrieges zusammen über 100 000 Zwangsarbeiter. Volkswagen wurde von Hitler höchstpersönlich gegründet und bekam bewusst einen „völkischen“ Namen, was der Marke aber nicht geschadet hat.

Autokonzern-Manager bei der DB

Im Vorstand und Aufsichtsrat sowie im Management der DB waren eine ganze Reihe an Managern aus der deutschen Automobilindustrie. Hier eine Auflistung:

Der Milliardär Heinz Dürr leitete von 1991 bis 1997 die DB. Zuvor war er im Vorstand von Daimler. Er kontrolliert die Dürr AG, ein Familienunternehmen, das seit 1896 besteht. Die Dürr AG ist ein grosser Maschinen- und Anlagenbauer, zu dessen Kunden Automobilhersteller- und zulieferer gehören. Heinz Dürr leitete auch zehn Jahre lang den Elektrokonzern AEG, der von Daimler übernommen wurde. Heinz Dürr gilt als einer der Begründer des Projekts Stuttgart 21, das teuerste deutsche Bauprojekt. Der Bau geriet wegen seiner explodierenden Kosten und Pannen in Verruf.

Der Multimillionär Hartmut Mehdorn leitete von 1999 bis 2009 die DB. Zuvor war er im Vorstand des Luft- und Raumfahrtkonzerns DASA, der zum Autokonzern Daimler gehörte. Hartmut Mehdorn leitete die Air Berlin und war bei weiteren mit der Luftfahrtindustrie verbundenen Unternehmen. Er war für den Bau des Flughafens Berlin Brandenburg mitverantwortlich. Der Bau wurde wie Stuttgart 21 in der Öffentlichkeit zum Sinnbild eines ausser Kontrolle geratenen staatlichen Grossprojektes.

Der Millionär Rüdiger Grube leitete von 2009 bis 2017 die DB. Zuvor gehörte er zur Führung von Daimler und DASA. Er machte den vorherigen DB-Chef Hartmut Mehdorn zu seinem Trauzeugen. Demnach wird sie vermutlich ein freundschaftliches Verhältnis verbinden. Rüdiger Grube leitet das Investmentbanking der US-amerikanischen Lazard Bank in Deutschland.

Daniela Gerd tom Markotten ist seit 2021 im Vorstand der DB. Davor hatte sie mehr als 15 Jahre für Daimler gearbeitet.

Roland Bosch war von Dezember 2017 bis Dezember 2019 Vorsitzender der „Deutschen Bahn Cargo AG“, eine wichtige Tochterfirma der DB. Er hatte zuvor über 10 Jahre lang für Daimler gearbeitet.

Der Milliardär Jürgen Grossmann war im Aufsichtsrat der DB. Zur selben Zeit war er im Aufsichtsrat von Volkswagen. Volkswagen ist der grösste Autohersteller der Welt und war 2021 nach Umsatz grösste deutsche Unternehmen. Jürgen Grossmann war bei vielen grossen Unternehmen und ist derzeit im Vorstand der Atlantik-Brücke sowie Mitglied des American Council on Germany und Ehrenvorsitzender der Deutsch-Britischen Gesellschaft.

Heike Hanagarth war von Ende 2013 bis 2015 im Vorstand der DB. Zuvor war sie bei BMW gewesen. BMW ist einer der grössten Autohersteller der Welt und eines der grössten deutschen Unternehmen.

Sabina Jeschke war von 2017 bis 2021 im Vorstand der DB. Anschliessend wurde sie Mitglied des Aufsichtsrats von Vitesco Technologies, dem sie bis heute angehört. Vitesco Technologies ist einer der grössten deutschen Automobilzulieferer. Über den Aufsichtsrat könnte Sabina den Milliardär Georg Schaeffler kennen, einer der reichsten Deutschen. Die Schaeffler Familie kontrolliert die Schaeffler-Gruppe, ebenfalls ein grosser Automobilzulieferer, und die Continental AG, einer der grössten Automobilzulieferer der Welt.

Daniela Mattheus ist zurzeit im Aufsichtsrat der DB und ist gleichzeitig im Aufsichtsrat der „Autobahn GmbH des Bundes“. Die Autobahn GmbH ist seit 2021 für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung und Finanzierung der Autobahnen in Deutschland zuständig. Für dieses Jahrzehnt sind 30 Milliarden Euro für den Aus- und Neubau der Autobahnen in Deutschland vorgesehen (nach Angaben vom November 2020). Die Autobahn GmbH stand und steht wegen verschiedener Dinge in der Kritik. Sie wurde vom Verkehrsminister Andreas Scheuer mitgegründet, der als ein Lakai der deutschen Automobilindustrie gilt.

Der Politiker Ronald Pofalla war von 2015 bis April 2022 Vorstand der DB, ab 2017 zuständig für Infrastruktur. Er gehörte zur Führung der CDU und hatte in dieser Funktion viel Kontakt zu Interessensvertretern der deutschen Automobilindustrie.

Diethelm Sack war von 1991 bis 2010 im Vorstand der DB. Zuvor war er fünfzehn Jahre lang in einer führenden Position beim Automobilunternehmen VDO.

Johannes Fricke-Boettcher ist seit 2020 strategischer Projektmanager bei der DB. Zuvor hatte er fünfzehn Jahre lang für Daimler-Firmen gearbeitet, auch als Manager. Er gehörte ursprünglich zur internationalen Nachwuchsgruppe der DaimlerChrysler AG.

Oliver Fischer ist seit drei Monaten Leiter der Abteilung Personal- und Managemententwicklung bei der DB. Davor arbeitete er sechs Jahre für Daimler.

Stefan Holst ist seit 2020 Senior-Projektleiter für Konzernorganisation bei der DB. Zuvor war er über zehn Jahre bei Daimler.

Noch weitere Manager von Daimler waren bei der DB.

Es gibt aber natürlich auch wirtschaftliche Akteure, die den Ausbau der Bahn begrüssen würden. Mehrere ehemalige und derzeitige Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der DB hatten zuvor beim Grosskonzern Siemens gearbeitet. Die DB ist ein wichtiger Kunde von Siemens. Siemens baut Züge, Infrastruktur und Technik für die DB. Der ehemalige Siemens-Chef Joe Kaeser machte Werbung für die Grüne Partei und die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Womöglich will das Siemens-Netzwerk, eines der mächtigsten Netzwerke der deutschen Wirtschaftselite, die Grünen fördern, damit diese den Ausbau der Bahn vorantreiben. Im Aufsichtsrat der DB sind derzeit zwei Grünen-Politiker. Siemens besitzt zu einem grossen Teil den Energiekonzern Siemens Energy, der wiederum Siemens Gamesa kontrolliert, einer der weltweit grössten Produzenten von Ökostrom. Daher könnte Siemens, im Gegensatz zu anderen Grosskonzernen, von einer Grünen Politik profitieren.

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Mallinckrodt Familie

Die deutsche Mallinckrodt Familie lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zu einem Ritter zurückverfolgen, der eine Burg als Lehen bekam. Ab dem 16. Jahrhundert gehörte die Familie zum Bürgertum der Stadt Dortmund. Im 17. und 18. Jahrhundert brachte die Familie 16 Stadtratsmitglieder, zwei Bürgermeister und vier Stadtrichter von Dortmund hervor. Im 19. Jahrhundert wurde die Familie in den preussischen Adel aufgenommen und wurde in der Wirtschaft aktiv. Heute lebt ein Zweig der Familie in Grossbritannien und gehört zur britischen Elite. Ein Familienzweig in den USA gründete den Pharmakonzern Mallinckrodt Pharmaceuticals.

Georg von Mallinckrodt

Georg von Mallinckrodt (1930-2021) war das interessanteste Familienmitglied der letzten Jahrzehnte und gehörte zur oberen Riege der deutschen Wirtschaftselite. Er war Mitgründer des Weltwirtschaftsforums (WEF), das in den letzten Jahrzehnten zu grossem Einfluss kam.

Georg von Mallinckrodt heiratete 1958 in den britischen Familienzweig der deutschen Bankiersfamilie Schröder. Sein Schwager war der Milliardär Bruno Schroder, ein hochrangiges Mitglied der britischen Elite. Georgs Schwiegervater war ein Baron aus der Schröder Familie und seine Schwiegermutter war die Tochter eines britischen Barons. (Quelle) Durch diese Ehe fand Georg Anschluss an die britische Elite. Er war von 1984 bis 1995 Vorsitzender des britischen Finanzkonzerns Schroders und gehörte auch danach weiterhin zur Konzernführung. Schroders ist einer der grössten britischen Vermögensverwalter und verwaltet zurzeit mehr als eine halbe Billion US-Dollar. Der Finanzkonzern wird vom britischen Zweig der Schröder Familie kontrolliert. Die Schröders gehören schon seit über 150 Jahren zu den führenden Bankiersfamilien in London. Ein Teil der Familie gehört zur Elite in Deutschland und der andere Teil zur Elite in Grossbritannien. Mitglieder der Familie engagierten sich in der Vergangenheit für deutsch-britische Beziehungen. Auch Georg von Mallinckrodt setzte sich für die Verbesserung der deutsch-britischen Beziehungen ein.

Die Financial Times bezeichnete Georg von Mallinckrodt als einen der mächtigsten Männer der City of London (Londoner Bankenviertel). (Quelle) Er war gut vernetzt:

  • Er arbeitete für die deutsche Privatbank Münchmeyer & Co. in Hamburg, die später mit der deutschen Privatbank der Schröder Familie fusionierte. Georg wird dadurch die deutsche Bankiersfamilie Münchmeyer gekannt haben.
  • Er arbeitete für die britische Kleinwort Bank und wird dadurch die britische Bankiersfamilie Kleinwort gekannt haben.
  • Er gehörte zum Aufsichtsrat des führenden deutschen Elektrokonzerns Siemens und wird dadurch Mitglieder der deutschen Industriellenfamilie Siemens gekannt haben.
  • Er erhielt einen Orden von der britischen Königsfamilie zur Anerkennung herausragender Verdienste, die er über viele Jahre für das Bank- und Finanzwesen in der City of London erbracht hatte.
  • Für seine Unterstützung der Vatikanischen Bibliothek erhielt er vom Papst den Gregoriusorden.
  • Über den Schroders-Konzern kannte er den Graf von Airlie, der Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans.
  • Er war Direktor der US-amerikanischen Tochterfirma des führenden deutschen Finanzkonzerns Allianz.
  • Er arbeitete für die Union Bank of Switzerland, ein Vorläufer der Schweizer Grossbank UBS.
  • Er war Berater des führenden US-amerikanischen Bildungsverlags McGraw Hill.
  • Er war Berater von Bain & Company. Das US-amerikanische Unternehmen ist einer der weltweit grössten Unternehmensberater.
  • Er arbeitete für den deutschen Chemiekonzern Agfa.

(Quelle: 1, 2, 3, 4)

Georg von Mallinckrodt war Mitglied der Pilgrims Society (Quelle). Das Elitenetzwerk fördert die Freundschaft der Eliten von Grossbritannien und USA. Die Gesellschaft bezeichnet sich selbst als die älteste und angesehenste angloamerikanische Organisation auf beiden Seiten des Atlantiks. Sie besteht seit 1902 und wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Nach der Liste von Kevin Dowling war Georg von Mallinckrodt Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.

Georg von Mallinckrodt war Gründungsmitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF) (Quelle). Er war auch Vorsitzender des WEF-Council (Quelle: 1 und 2). Dadurch kannte er Klaus Schwab, ebenfalls ein Deutscher, der das WEF gegründet hatte und bis heute leitet. Ich halt es für möglich, dass Georg bei der Gründung des WEF die Interessen seiner Schwäger aus der Bankiersfamilie Schröder vertrat.

Georg von Mallinckrodt war zusammen mit Klaus Schwab Patron des „Faith and Belief Forum“, früher bekannt als „Three Faiths Forum“, eine interreligiöse Organisation in England, die 1997 gegründet wurde. Das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Portugal ist auch Patron der Organisation. (Quelle: Seite 3)

Claire von Mallinckrodt (*1960) ist eine Tochter von Georg und kommt mütterlicherseits aus Schröder Familie. Sie heiratete in die britische Adelsfamilie Howard. Ihr Mann war ein Sohn von Lord Michael Fitzalan-Howard, ein hochrangiger Offizier des britischen Militärs. (Quelle) Michaels dritte Ehefrau hatte zuvor in die Adelsfamilie Baring geheiratet, eine der mächtigsten britischen Bankiersfamilien (Quelle). Die Barings waren deutsche Einwanderer. Ein Zweig der Howard Familie stellt Herzöge und steht somit in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie.

Philip von Mallinckrodt (*1962) ist ein Sohn von Georg und kommt mütterlicherseits aus Schröder Familie. Philip war im Vorstand des Schroders-Konzerns und ist Treuhänder der Schroders Foundation. Er ist derzeit Direktor der Economist Group. Das Medienunternehmen besitzt die britische Zeitung The Economist. Zu den Anteilseignern der Economist Group gehören die Familien Schröder, Rothschild, Agnelli und Cadbury. Daher wird Philip vermutlich die Schröder Familie im Vorstand vertreten.

Philip von Mallinckrodt besuchte das Weltwirtschaftsforum (Quelle). Sein Vater war wie gesagt bei der Gründung des Forums dabei. Philip ist im internationalen Beirat der Brookings Institution, eine einflussreiche Denkfabrik in den USA. Zum Beirat gehört unter anderem Paul Desmarais Junior (Kanada), Andrónico Luksic (Chile) und Marcus Wallenberg (Schweden), drei mächtige Wirtschaftsbosse. (Stand: 18.11.2022)

Weitere bemerkenswerte Mitglieder der Familie

Der Politiker Hermann von Mallinckrodt (1821-1874) gehörte zum Gründerkreis der Deutschen Zentrumspartei, die 1870 gegründet wurde und bis heute besteht. Sie ist damit die älteste Partei Deutschlands. Die katholische Partei wurde mit dem Ziel gegründet, die Interessen der katholischen Kirche gegen den säkularen Staat zu verteidigen. In der Anfangszeit wurde sie von Adligen geführt. Sie war eine der stärksten Parteien in Deutschland, bis die Nazis 1933 die Macht übernahmen und die Partei zur Auflösung zwangen. Nach dem Sturz der Nazis 1945 wurde die Zentrumspartei neu gegründet, ist aber seither nur noch eine Kleinpartei. Die CDU, die führende deutsche Partei der letzten 70 Jahren, wurde von Mitgliedern der Zentrumspartei gegründet.

Hermanns Schwester war Pauline von Mallinckrodt (1817-1881). Sie gründete die „Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe“, eine Ordensgemeinschaft, die aus christlichen Ordensschwestern besteht und sich für wohltätige Zwecke einsetzt. Die Kongregation wurde 1888 vom Papst anerkannt und ist eine Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechts. Pauline von Mallinckrodt wurde 1985 vom Papst seliggesprochen. Die Mallinckrodt Familie brachte noch weitere katholische Geistliche hervor.

Mitglieder der Mallinckrodt Familie sind bis heute mit der katholischen Kirche verbunden. Hans-Georg von Mallinckrodt ist zurzeit Diözesanleiter des Malteserordens in der Stadt Würzburg (Quelle). Der Malteserorden ist ein vatikanverbundener Orden, in dem viele Adelsfamilien Mitglied sind. Der Orden besteht seit 900 Jahren und wurde in der heiligen Stadt Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Die Frau von Hans-Georg von Mallinckrodt ist eine Prinzessin aus dem armenischen Adel (Quelle). Dieser Familienzweig der Mallinckrodts ist mit deutschen Adelsfamilien verwandt.

Gustav von Mallinckrodt (1859-1939) war Politiker und als Geschäftsmann in mehreren Aufsichtsräten von deutschen Unternehmen, darunter bei der Hoesch AG. (Quelle) Der Industriekonzern gehörte im 20. Jahrhundert zu den grössten deutschen Unternehmen und wurde 1991 vom Krupp-Konzern aufgekauft. Gustavs Grossvater mütterlicherseits war Wilhelm Ludwig Deichmann. Der Bankier war Teilhaber des „A. Schaaffhausen’scher Bankverein“, die eine der führenden Banken der Stadt Köln war. Die Bank war von Abraham Schaaffhausen gegründet worden. Deichmann heiratete eine Tochter von Schaaffhausen und gründete später eine eigene Bank mit dem Namen „Deichmann & Co“. Diese war 1870 eine der Gründerbanken der Deutschen Bank, die bis heute die führende deutsche Grossbank ist.

Lilly von Mallinckrodt (1889-1981) heiratete den Bankier Georg von Schnitzler, der in den preussischen Adel aufgenommen wurde. Er war im Vorstand der Hoechst AG. Der Pharma- und Chemiekonzern war im 20. Jahrhundert eines der grössten deutschen Unternehmen. Georg von Schnitzler war von 1926 bis 1945 im Vorstand der I.G. Farben, ein Pharma- und Chemiekonzern. Dadurch kannte er den Industriellen Carl Bosch und den Bankier Max Moritz Warburg. Während der Naziherrschaft von 1933 bis 1945 wurde die I.G. Farben zum grössten europäischen Unternehmen und grössten Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt. Die I.G. Farben setzte im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter ein, wie viele deutsche Grosskonzerne. 1942 gründete sie das „KZ Auschwitz III Monowitz“, das erste private Konzentrationslager (Quelle). Es hatte geschätzt 41 000 Häftlinge, wovon etwa 30 000 starben. Viele starben an unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Arbeitsunfähige wurden ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gebracht und ermordet. (Quelle) Da Georg von Schnitzler zu dieser Zeit im Vorstand der I.G. Farben war, wurde er nach dem Krieg verurteilt. Er hatte am Geheimtreffen vom 20. Februar 1933 teilgenommen. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle 3 Millionen Reichsmark an die NSDAP. Zu den Teilnehmern gehörten einflussreiche Akteure der damaligen deutschen Wirtschaftselite, darunter Quandt, Krupp, Finck, Flick, Opel und Hjalmar Schacht. Letzterer war ein bekennender Freimaurer, der unter Hitler die deutsche Zentralbank leitete und mit dem britischen Zentralbankchef Montagu Norman befreundet war. Ludwig von Winterfeld, der in die Siemens Familie geheiratet hatte, war ebenfalls beim Treffen anwesend. Georg von Schnitzler kam aus der Bankiersfamilie Schnitzler, die zu der Zeit über Heiraten mit den Bankiersfamilien Schröder und Stein verbunden war, die zu den wichtigsten Bankiers des Naziregimes gehörten. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Schnitzler Familie zur Elite der sozialistischen DDR (Ostdeutschland).

Nach Angaben von mehreren Genealogie-Internetseiten heiratete die Mallinckrodt Familie im 18. und 19. Jahrhundert zweimal in die Krupp Familie, eine der ältesten und bedeutendsten Industriellenfamilien Deutschlands. Im 19. Jahrhundert heirateten die Mallinckrodts in die Berenberg-Gossler Familie, eine der ältesten und bedeutendsten Bankiersfamilien Deutschlands.

Mindestens ein Mitglied der Mallinckrodt Familie war im 19. Jahrhundert Mitglied bei den Freimaurern (Quelle).

Mallinckrodt Pharmaceuticals

Emil Mallinckrodt (1806-1892) emigrierte in die USA und begründete den amerikanischen Zweig der Mallinckrodt Familie. Seine drei Söhne gründeten 1867 „Mallinckrodt Chemical Works“, ein Chemie- und Pharmaunternehmen. Daraus entwickelte sich der heutige Pharmakonzern Mallinckrodt Pharmaceuticals. Die drei Brüder hatten Kontakte zur deutschen Chemieindustrie. Deutschland war damals weltweit führend in der Industrie für Chemie und Pharma. (Quelle: 1 und 2) Deutsche Einwanderer spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau der Pharmaindustrie in den USA. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gründeten deutsche Einwanderer Pfizer sowie Merck & Co, die heute zwei der grössten Pharmakonzerne der USA und der ganzen Welt sind.

Der amerikanische Zweig der Mallinckrodt Familie war noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Mallinckrodt Pharmaceuticals verbunden. Während des Zweiten Weltkrieges produzierte Mallinckrodt Pharmaceuticals Uran im Auftrag des Manhattan-Projekts. Beim Manhattan-Projekt wurde die erste Atombombe gebaut.

Mallinckrodt Pharmaceuticals stand vor paar Jahren mit der Justiz in Konflikt, da der Konzern sein Medikament Acthar überteuert verkaufte. Eine kleine Gruppe von Ärzten verschrieb das Medikament in grossen Mengen, obwohl Alternativen zu einem Fünfzigstel des Preises von Acthar verfügbar waren. Daher besteht der Verdacht, dass die Ärzte von Mallinckrodt Pharmaceuticals gekauft wurden. Seit 2013 umgeht der Konzern Steuern in den USA über seinen Sitz in der Steueroase Irland.

Mallinckrodt Pharmaceuticals war oder ist noch immer der grösste Produzent des Opioids Oxycodon. Der Pharmakonzern gehörte zu den Verantwortlichen und Profiteuren der Opioidkrise in den USA und wird auch als Hauptübeltäter der Krise angesehen. Von 2006 bis 2012 produzierte der Konzern 28,9 Milliarden Opioid-Pillen, mehr als 80 Pillen für jede Person in den USA. In diesem Zeitraum kamen allein in Florida mehr als 2 Milliarden Opioid-Pillen von Mallinckrodt auf den Markt. Deswegen ist der Konzern mit Klagen konfrontiert. Ein Vertreter der DEA (US-Drogenbehörde) bezeichnete den Konzern als den „Kingpin des Drogenkartells“.

(Quelle: 1 und 2)

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Chey Familie

Die Chey Familie ist eine der reichsten und mächtigsten Familien Südkoreas. Sie kontrolliert die SK Group, ein grosser Mischkonzern. 2017 wurde das Vermögen der Familie auf 6,3 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Die SK Group ist eines der grössten südkoreanischen Unternehmen. Sie ist eines der grössten Familienunternehmen der Welt und wurde 1953 von der Familie gegründet. Die Familie ist nach wie vor Hauptaktionär des Konzerns.

Zur SK Group gehört der Halbleiterproduzent SK Hynix, eines der grössten und wertvollsten Unternehmen der südkoreanischen Wirtschaft. SK Hynix war 2021 der weltweit viertgrösste Hersteller von Halbleitern. Der grösste Halbleiterproduzent war Samsung Electronics, ebenfalls ein südkoreanisches Unternehmen. Samsung Electronics wird von der Multimilliardärsfamilie Lee kontrolliert. Es gab Treffen zwischen Mitgliedern der Familien Chey und Lee.

Zur SK Group gehört SK Telecom, das derzeit grösste südkoreanische Telekommunikationsunternehmen. Die Tochterfirma SK Innovation konzentriert sich auf die Industrie für Erdöl, Chemie und Energie. Weitere Tochterfirmen der SK Group sind in der Pharmaindustrie und dem Bauwesen aktiv.

Chey Tae-won leitet derzeit das Wirtschaftsimperium der Familie und ist Chef der Koreanischen Industrie- und Handelskammer. Er traf hohe Politiker wie Donald Trump, Xi Jinping, George W. Bush und Ilham Aliyev. (Quelle) Chey Tae-won besuchte das Weltwirtschaftsforum (WEF) und wurde zum „Global Leader for Tomorrow“ ernannt (heute bekannt als Young Global Leaders). Er war im internationalen Beirat der Brookings Institution, eine einflussreiche Denkfabrik aus den USA. (Quelle)

Chey Tae-won heiratete die Tochter des Politikers Roh Tae-woo. Von 1988 bis 1993 war Roh Tae-woo Präsident von Südkorea. (Quelle) Er war ein enger Verbündeter und Freund von Chun Doo-hwan, der von 1980 bis 1988 als nicht gewählter Militärdiktator regierte. Roh Tae-woo wurde 1996 wegen seiner Rolle in der Militärdiktatur zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt, aber bereits ein Jahr später wurde er von Präsident Kim Young-sam begnadigt.

Chey Tae-won wurde wegen Unterschlagung zu vier Jahren Haft verurteilt. Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye begnadigte ihn und 13 weitere Geschäftsleute, wegen ihrer Verdienste um die nationale Wirtschaft. (Quelle) Mitglieder der Familien Lee und Chung, die auch zu den reichsten und mächtigsten Unternehmern des Landes gehören, standen ebenfalls mit der Justiz in Konflikt. Auch sie wurden begnadigt oder erhielten Bewährungsstrafen. (Quelle: 1 und 2) Die grossen Unternehmensgruppen in Südkorea sind systemrelevant für die Wirtschaft des Landes. Allein die Samsung-Gruppe der Lee Familie erwirtschaften rund 20 Prozent von Südkoreas Bruttoinlandsprodukt (Quelle). Daher wird die südkoreanische Justiz vermutlich nichts tun, was den grossen Unternehmensgruppen stark schaden könnte. Die Präsidentin Park Geun Hye, die Chey begnadigt hatte, wurde 2018 wegen Korruption zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt. Im Dezember 2021 wurde sie aber von Präsident Moon Jae-in begnadigt. Begnadigungen, die der Präsident erlassen kann, haben in den letzten Jahrzehnten in Südkorea viele korrupte Politiker und Oligarchen wie Chey vor dem Gefängnis bewahrt.

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Weinberg Familie

Die US-amerikanische Weinberg Familie ist mit Goldman Sachs verbunden, eine der mächtigsten Banken der Welt.

1. Generation

Sidney Weinberg (1891-1969) kam im Alter von 16 Jahren zu Goldman Sachs und begann als Assistent des Hausmeisters für drei Dollar pro Woche, wo er unter anderem die Hüte und Spucknäpfe von Partnern der Bank putzte. Sein Vater war ein polnisch-jüdischer Spirituosengrosshändler, der in die USA emigrierte und in Brooklyn im Schwarzhandel tätig wurde. Sidney Weinberg hatte Narben auf seinem Rücken von Messerstechereien in seiner Jugendzeit. Samuel Sachs, der damalige Chef von Goldman Sachs, mochte Weinberg und schickte ihn zum Browne’s Business College in Brooklyn. (Quelle: 1 und 2) Samuel Sachs war der Sohn eines deutsch-jüdischen Einwanderers. Sein Schwiegervater Marcus Goldman, ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer, hatte 1869 eine eigene Bank gegründet, die später in Goldman Sachs umbenannt wurde.

Sidney Weinberg gelang es in der Firma aufzusteigen. Im Dezember 1926 wurde er zum Partner von Goldman Sachs ernannt und ab 1930 war er Senior Partner. Er leitete Goldman Sachs von 1930 bis zu seinem Tod 1969. Unter seiner Führung entwickelte sich Goldman Sachs zur führenden Investmentbank der Welt. Weinberg war einer der mächtigsten Männer der Wall Street und trug den Spitznamen „Mr. Wall Street“. Er besetzte 35 Vorstandsposten, was sehr viel ist. Unter anderem war er Direktor der Grosskonzerne General Electric und Ford. 1956 leitete Weinberg im Auftrag der Ford Familie den Börsengang des Ford-Konzerns. Es war bis dahin einer der grössten Börsengänge der Welt. (Quelle: 1 und 2)

Sidney Weinberg war Direktor von McKesson & Robbins als das Unternehmen den McKesson & Robbins-Skandal auslöste, ein grosser Finanzskandal. (Quelle) Der Medizinkonzern McKesson ist heute eines der grössten Unternehmen der Welt.

Während des Zweiten Weltkrieges gründete der US-Präsident Franklin D. Roosevelt (Hochgrad-Freimaurer) das War Production Board, eine Behörde für die Kriegsproduktion der USA. Sidney Weinberg wurde stellvertretender Vorsitzender des War Production Board. Er arbeitete während des Krieges auch beim Office of Naval Intelligence, ein Geheimdienst der US-Navy. Roosevelt wollte Weinberg zum Botschafter in der Sowjetunion machen, aber er lehnte ab. (Quelle) Weinberg beriet auch die US-Präsidenten John F. Kennedy, Harry S. Truman (Hochgrad-Freimaurer), Dwight D. Eisenhower und Lyndon B. Johnson (Quelle).

Goldman Sachs ist bis heute eine der weltweit führenden Investmentbanken und eine der grössten Banken der USA. Sie verwaltet zurzeit über 2 Billionen US-Dollar und ist damit einer der grössten Vermögensverwalter der Welt. Die Bank ist international vernetzt und zu ihren Angestellten gehörten Politiker und Wirtschaftsbosse aus verschiedensten Ländern. Besonders bemerkenswert ist, dass mehrere Zentralbanker bei Goldman Sachs waren, darunter Mario Draghi (war Chef der EZB), Mark Carney (war Chef der britischen und kanadischen Zentralbank), Ian Macfarlane (war Chef der australischen Zentralbank) und William Dudley (war Chef der FED von New York).

2. Generation

Sidneys Sohn John Weinberg (1925-2006) trat in seine Fussstapfen. Er wurde 1956 Partner von Goldman Sachs und leitete die Bank von 1976 bis 1990. Er galt wie sein Vater als einer der mächtigsten Männer der Wall Street. Wie sein Vater war auch John Direktor bei vielen grossen Unternehmen, darunter bei DuPont (Chemie), Seagram (Alkohol), Kraft (Lebensmittel), Knight Ridder (Zeitungen) und Providian (Finanzdienstleister). (Quelle) Über Seagram gehörte die jüdische Bronfman Familie zu Weinbergs Kunden, eine der mächtigsten Familien Kanadas (Quelle).

Johns Schwiegervater war der jüdische Anwalt Sylvan Gotshal, Mitgründer von „Weil, Gotshall & Manges“, eine der grössten Anwaltskanzleien der Welt (Quelle). Von den weltweit grössten Anwaltskanzleien haben fast alle ihren Sitz in den USA (Quelle). Gotshal gründete die Kanzlei gemeinsam mit dem jüdischen Anwalt Frank Weil. Dieser heiratete eine Enkelin von Moses Alexander, welcher der erste jüdische Gouverneur eines US-Bundesstaates war (Quelle).

Sidney Weinberg Junior (1923-2010) war Partner und Senior Direktor von Goldman Sachs. Er trat einer Gruppe von Finanziers bei, zu der auch David Rockefeller gehörte und die sich in der Politik für die freie Marktwirtschaft einsetzte. (Quelle) Sidney heiratete in die Houghton Familie, die den Technologiekonzern Corning gegründet und aufgebaut hat. Die Houghton Familie brachte zwei Botschafter hervor.

3. Generation

John S. Weinberg kommt aus der Weinberg Familie und leitet derzeit Evercore (Quelle). Evercore ist eines der führenden Investmentbanking-Beratungsunternehmen. John S. Weinberg war von 2006 bis 2015 Vizepräsident von Goldman Sachs. Er kennt dadurch den jüdischen Milliardär Lloyd Blankfein, der Goldman Sachs über 10 Jahre lang führte. John S. Weinberg arbeitete über 20 Jahre lang für die Bank und wurde 1992 Partner. Er leitete dort unter anderem das globale Investmentbanking und beriet in dieser Funktion Kunden wie Ford, General Electric und Boeing. Ausserdem leitete er das Team von Goldman Sachs bei den Börsengängen von Visa und Under Armour. Er ist derzeit im Vorstand des Automobilkonzerns Ford und wird daher Mitglieder der Ford Familie (Milliardäre) kennen. (Quelle: 1 und 2)

Der Bankmanager Peter Weinberg kommt auch aus der Weinberg Familie (Quelle). Peter war hochrangiger Manager bei Goldman Sachs und wurde 1992 Partner (Quelle). Er arbeitete auch für die Investmentbank Morgan Stanley, einer der grössten Konkurrenten von Goldman Sachs. Er hielt eine Rede beim Weltwirtschaftsforum (WEF).

Nach Angaben von publicintelligence.net besuchte Peter Weinberg 2004 und 2005 das Bilderberg-Treffen.

Peter Weinberg ist Gründungspartner und CEO der Bank „Perella Weinberg Partners“ (PWP), die Dienstleistungen für viele Grossunternehmen erbringt. Bei PWP leitete Peter Weinberg Aufträge von Grosskonzernen, aber auch Aufträge für Finanzunternehmen, darunter für BlackRock, Morgan Stanley, Prudential Financial, Julius Baer und Marsh & McLennan. (Quelle)

Die Gründung von PWP wurde von der amerikanisch-jüdischen Milliardärsfamilie Fisher und der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli mitfinanziert (Quelle). Peter Weinberg gründete PWP gemeinsam mit Joseph Perella, der hochrangiger Manager bei Morgan Stanley war. Perella gründete zusammen mit Bruce Wasserstein die Bank „Wasserstein Perella & Co.“. Der 2009 verstorbene Bruce Wasserstein war ein jüdischer Milliardär und leitete Lazard, eine alte und mächtige Investmentbank. Wasserstein war mit Angela Chao verheiratet, eine Schwester der Politikerin Elaine Chao (Ehefrau des Politikers Mitch McConnell). Angela Chao ist nun mit dem jüdischen Milliardär Jim Breyer verheiratet, der den Aufbau von Facebook mitfinanzierte.

Peter Weinberg war Direktor des britischen Grosskonzerns BAE Systems, einer der grössten Rüstungskonzerne der Welt. Peter besitzt auch die britische Staatsbürgerschaft. (Quelle)

Peter Weinberg war 18 Jahre im Kuratorium der King’s Academy in Jordanien und gehörte zu ihrem Gründungsrat. Für seine Dienste erhielt er vom jordanischen König Abdullah II. (Freimaurer) einen Orden. (Quelle) Peter Weinberg war in Kuratorien von Universitäten in den USA.

Peter Weinberg kennt Michael Bloomberg (Quelle). Der jüdische Multimilliardär war Bürgermeister von New York.

Peter Weinberg gehört derzeit zur Führung des Kravis Leadership Institute. Er wird daher womöglich den jüdischen Milliardär Henry Kravis kennen, der das Institut gegründet hatte und zu dessen Führung gehört. Henry Kravis besuchte in den letzten Jahren stets das Bilderberg-Treffen und seine Frau Marie-Josée leitet das berühmte Elitetreffen. Henry Kravis war Direktor des Council on Foreign Relations (CFR), eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.

Peter Weinberg ist derzeit im Kuratorium des „Memorial Sloan Kettering Cancer Center“, eine private Krebsklinik in New York. Zum Kuratorium gehören Milliardäre und führende Manager:

  • Marie-Josée Kravis: Sie leitet das Bilderberg-Treffen und ist Mitglied des CFR. Sie gehört zum internationalen Beratungskomitee der New Yorker Abteilung der US-Zentralbank FED.
  • Lucy Rockefeller Waletzky: Sie kommt aus der berühmten Milliardärsfamilie Rockefeller.
  • Steve Forbes: Seine Familie kontrolliert das Forbes Magazin.
  • Julia Koch: Sie gilt als eine der reichsten Frauen der Welt.
  • David Rubenstein: Der jüdische Milliardär ist Mitgründer und Vorsitzender der Carlyle Group, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Er ist Direktor des CFR und besuchte das Bilderberg-Treffen.
  • Orlando Bravo: Der puertoricanische Milliardär ist Mitgründer und Partner von Thoma Bravo, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.
  • Stanley Druckenmiller: Der jüdische Hedgefonds-Milliardär arbeitete für den Hedgefonds von George Soros.
  • Aneel Bhusri: Der Milliardär ist Mitgründer und Chef des Softwarekonzerns Workday.
  • John Strangfeld: Er war Chef von Prudential Financial, der grösste Versicherungskonzern der USA, der über eine Billion US-Dollar verwaltet.
  • Bruce Flatt: Der kanadische Milliardär ist CEO von Brookfield Asset Management, ein kanadischer Finanzkonzern, der derzeit 725 Milliarden US-Dollar verwaltet.
  • Ge Li: Ein chinesisch-amerikanischer Milliardär.
  • Thai Lee: Eine koreanisch-amerikanische Milliardärin.
  • Kiran Mazumdar-Shaw: Eine indische Milliardärin.
  • Indra Nooyi: Eine indisch-amerikanische Multimillionärin.
  • Felix Baker: Ein Hedgefonds-Milliardär.
  • Daniel S. Och: Ein jüdischer Hedgefonds-Milliardär.
  • Mortimer Zuckerman: Ein kanadisch-amerikanisch-jüdischer Milliardär. Er ist Mitglied des CFR.
  • Ruth Porat: Die jüdische Multimillionärin war CFO von Google und Morgan Stanley. Sie ist derzeit im Vorstand der Blackstone Group, das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Sie ist derzeit Direktorin des CFR und war im Kuratorium des Economic Club of New York. Derzeit ist sie Mitglied der Economic Strategy Group des Aspen Institute zusammen mit dem BlackRock-Chef Laurence Finck, James Crown, Ray Dalio, Penny Pritzker, Robert Rubin und weiteren.
  • Roger W. Ferguson Jr: Er gehört ebenfalls zur Economic Strategy Group und war Vizevorsitzender der US-amerikanischen Zentralbank FED. Er besuchte das Bilderberg-Treffen und ist Mitglied der Group of Thirty, des Economic Club of New York und des CFR. Er leitete TIAA, ein Finanzunternehmen, das über eine Billion US-Dollar verwaltet.
  • Douglas A. Warner III: Er leitete JPMorgan & Co.
  • Virginia „Ginni“ Rometty: Sie ist Mitglied des CFR und leitete IBM, eines der grössten Beratungs- und IT-Unternehmen der Welt. Sie ist derzeit Direktorin von JPMorgan Chase, eine der grössten Banken der Welt.

Noch weitere führende Manager von Grosskonzernen gehören zum Kuratorium.

(Stand: 15.11.2022)

(Quelle)

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Schibsted und Huitfeldt Familie

Der Norweger Christian Schibsted (1812-1878) gründete den Schibsted-Verlag, aus dem sich das wichtigste Zeitungsunternehmen Norwegens entwickelte. Christian Schibsted gründete auch die Aftenposten, die heute eine der meistgelesenen Zeitungen des Landes ist. Christians Nachkommen kontrollierten das Medienunternehmen bis Ende des 20. Jahrhunderts.

Die heutigen Familienmitglieder tragen die Familiennamen Nagell-Erichsen, Huitfeldt und Riddervold. In den 90er Jahren besassen sie ein Vermögen im Wert von zwei Milliarden Norwegischen Kronen, also mehr als 100 Millionen US-Dollar. (Quelle)

Die Schibsted Familie heiratete in die norwegische Huitfeldt Familie, die ursprünglich aus der dänischen Adelsfamilie Huitfeldt stammt. Durch die Heirat wurden die norwegischen Huitfeldts Miteigentümer des Schibsted-Konzerns. Die norwegische Politikerin Anniken Huitfeldt (*1969), die mehrere Ministerposten innehatte und derzeit Aussenministerin ist, stammt aus der Adelsfamilie Huitfeldt. (Quelle)

Henrik Schibsted Huitfeldt (1907-1979), der Chefredakteur der Aftenposten war, heiratete die Tochter des Unternehmers Rudolf Olsen (Quelle). Die Olson Familie ist schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts in der Schifffahrt aktiv und gehört bis heute zu den reichsten norwegischen Familien. Die Familie kontrolliert „Fred. Olsen & Co.“.

Tinius Nagell-Erichsen (1934-2007), ein Urenkel von Christian Schibsted, war Chef des Schibsted-Konzerns. Er besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). 1996 gründete er den Tinius Trust, der bis heute Hauptaktionär des Schibsted-Konzerns ist und derzeit 26 Prozent der Anteile besitzt. Nach offiziellen Angaben ist der Tinius Trust unabhängig von der Gründerfamilie.

Der Schibsted-Konzern besitzt mehrere norwegische Zeitungen, darunter Aftenposten, Verdens Gang und Bergens Tidende, drei der meistgelesenen Zeitungen des Landes. Der Konzern besitzt auch Svenska Dagbladet und Aftonbladet, zwei grosse schwedische Zeitungen. Schibsted besitzt eine Reihe an Firmen, die in Norwegen Online-Marktplätze betreiben. Schibsted war 2020 mit knapp 30 Prozent Hauptaktionär von Norsk Telegrambyrå, die führende norwegische Nachrichtenagentur.

Der Schibsted-Konzern ist zurzeit Hauptaktionär von Polaris Media mit einem Anteil von 30 Prozent. Polaris Media besitzt 30 norwegische Zeitungen.

Der Schibsted-Konzern war 1991 Mitgründer der TV 2 Gruppen, die mehrere norwegische Fernsehsender besitzt, darunter TV 2, der meistgesehene private Fernsehsender in Norwegen. Schibsted kontrollierte das Unternehmen bis 2006.

Der Schibsted-Konzern war in der Schweiz aktiv und gründete 1999 die Gratiszeitung 20 Minuten, die heute die auflagenstärkste Zeitung des Landes ist. 2005 wurde die Zeitung vom Schweizer Medienkonzern Tamedia (TX Group) übernommen. Schibsted gründete 2010 das Schweizer Kleinanzeigenportal Tutti.ch, das seit 2015 ebenfalls zu Tamedia gehört.

Der Schibsted-Konzern besass früher Sandrew Metronome (ein Filmverleihunternehmen), 15min (eine der grössten Zeitungen Litauens) und Мой район (eine russische Gratiszeitung).

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Royal Confraternity of Saint Teotonio

Die „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), auf Deutsch „Königliche Bruderschaft des heiligen Theotonius“, ist eine Bruderschaft, die im Jahr 2000 gegründet wurde und sich für das Christentum und die christlichen Werte einsetzt. Sie unterstützt die christliche Community im Heiligen Land und will verhindern, dass immer mehr Christen aus Israel auswandern. Zu den Mitgliedern gehören auch Nichtchristen. Die RCST wird von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt. In der RCST kommen gleich mehrere der edelsten Blutlinien zusammen. Die Bruderschaft verleiht Adelstitel an nichtadlige Mitglieder, die aber offiziell nicht anerkannt sind.

Die RCST wurde zu Ehren von Theotonius (1082-1162) benannt. Theotonius gilt in der römisch-katholischen Kirche als der erste Heilige von Portugal. Die Gründung der RCST stand unter dem königlichen Schutz des portugiesischen Prinzen Miguel von Braganza (Quelle). Er ist bis heute der königliche Beschützer der Bruderschaft. Der katholische Bischof Abilio Ribas ist Mitgründer und derzeitiger geistlicher Beschützer der RCST. Der 2022 verstorbene Erzbischof Carlos Amigo Vallejo, der zur Vatikanführung gehörte, war ebenfalls geistlicher Beschützer der RCST. Noch weitere katholische Bischöfe sind geistliche Beschützer der Bruderschaft, darunter Jean-Claude Hollerich, der Erzbischof von Luxemburg. (Quelle) Hollerich ist seit 2018 Präsident der „Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft“ (COMECE). Zur RCST gehören mehr als 30 Bischöfe aus verschiedenen Ländern (Quelle).

Prinz David Bagration von Mukhrani ist der derzeitige Patron der RCST (Quelle). Er ist das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Georgien, die im letzten Jahrtausend über Georgien herrschte. Die Familie stammt der Legende nach von den Davididen ab, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem geherrscht hatten. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen. Die georgische Königsfamilie ist traditionell mit der Georgisch-Orthodoxen Kirche verbunden. Die Familie heiratete in den letzten Jahrzehnten in die russische Zarenfamilie und in die päpstliche Adelsfamilie Orsini.

Prinzessin Ana Bagration Gruzinsk ist derzeit Grosskomturin der RCST (Quelle). Sie kommt ebenfalls aus der georgischen Königsfamilie Bagration. Noch zwei weitere Prinzen aus der Bagration Familie sind Mitglied der Bruderschaft (Quelle).

Zur RCST gehören sechs Mitglieder der nicht amtierenden Kaiserfamilie von Äthiopien, darunter das Oberhaupt der Familie. (Quelle) Sie sollen wie die georgische Königsfamilie von den Davididen abstammen. Besonders interessant ist dabei, dass Äthiopien und Georgien zwei der ersten Länder waren, in denen die Könige zum Christentum konvertierten (Äthiopien war damals das Königreich Aksum und Georgien hiess Iberien). Zu den legendären Vorfahren der äthiopischen Kaiserfamilie gehören antike Könige aus Afrika, ägyptische Hohepriester und Pharaonen, der griechische Gott Zeus und der Archebauer Noah (Mehr dazu im Beitrag zur äthiopischen Kaiserfamilie).

Patriarch Paulos (starb 2012) war Mitglied der RCST (Quelle). Paulos war das Oberhaupt der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche, die traditionell mit der äthiopischen Kaiserfamilie verbunden ist. Die Kirche behauptet, dass sie die Bundeslade und ein Stück von dem Kreuz besitzt, an dem Jesus gekreuzigt wurde.

Prinz Andreas Salvador von Habsburg-Lothringen ist derzeit Grand Bailiff der RCST (Quelle). Er kommt aus der nicht amtierenden Kaiserfamilie von Österreich, die im letzten Jahrtausend eine der mächtigsten Familien des Hochadels war. Abstammungslegenden zufolge sollen die Habsburger von der trojanischen Königsfamilie und dem Gott Zeus aus der griechischen Mythologie abstammen.

Prinzessin Nilufer Sultana ist derzeit Grand Almoner der RCST (Quelle). Sie kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie der Türkei, die im letzten Jahrtausend über das Osmanische Reich geherrscht hatte und eine der mächtigsten Herrscherfamilien war. Noch eine weitere Prinzessin aus der türkischen Königsfamilie gehört zur Bruderschaft (Quelle).

Weitere bemerkenswerte Mitglieder

Die Webseite des RCST hat eine Liste der bemerkenswerten Mitglieder veröffentlicht, die mich ziemlich beeindruckt hat. Ich hoffe, dass die Liste online bleibt, da es sonst keine Quellen bezüglich der Mitglieder gibt. Zu den bemerkenswerten Mitgliedern gehören:

  • Die jordanische Prinzessin Firouzeh Vokhshouri. Die jordanische Königsfamilie behauptet, dass sie vom Propheten Mohammed abstammt, der im 7. Jahrhundert den Islam gegründete hatte.
  • Prinz Osman Rifat Ibrahim. Er kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Ägypten (Haus Muhammad Ali) und ist mit der nicht amtierenden Herrscherfamilie der Türkei (Haus Osman) verwandt.
  • Prinz Vladmir Vladimirovitch Baraiatinsky. Er kommt aus der russischen Hochadelsfamilie Baraiatinsky (Barjatinski). Diese ist ein Familienzweig der Rurikiden, die vom russischen Herrscher Rjurik abstammen (lebte im 9. Jahrhundert). Die Rurikiden waren vom 9. bis 16. Jahrhundert die russische Herrscherfamilie. Die Grossfamilie ist bis heute mit der Russisch-Orthodoxen Kirche verbunden, wo sie grosses Ansehen geniesst, da ihre Vorfahren das Christentum in Russland eingeführt hatten.
  • Herzog Francisco de Bourbon und Escasany. Er kommt aus der spanischen Königsfamilie und ist als Banker und Unternehmer tätig. Er war unter anderem Direktor der britischen Bank Hill Samuel, die von der britisch-jüdischen Adelsfamilie Samuel gegründet wurde. Wie bereits sein Vater und Grossvater war er Grossmeister des „Ordens des Heiligen Lazarus“. Die spanische Königsfamilie gehört zur Dynastie der Kapetinger. Alle französischen Könige der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab. Die Kapetinger stammen wiederum von den Robertiner ab, deren adlige Blutlinie sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen lässt.
  • Markgraf Carlos Gereda y de Borbón. Er kommt mütterlicherseits aus der spanischen Königsfamilie. Er war Grossmeister des „Ordens des Heiligen Lazarus“.
  • Ein Graf aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Portugal. Die Familie soll im Mannesstamm ebenfalls von den Kapetingern abstammen.
  • Rawat Tribhuwan Singh Rathore von Barmer. Er kommt aus einem Familienzweig der Rathore-Dynastie, eine der ältesten und wichtigsten indischen Aristokratenfamilien. Die Frau des derzeitigen Familienoberhauptes kommt mütterlicherseits aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Nepal. Die Rathore-Dynastie herrschte seit dem 13. Jahrhundert über Jodhpur (Königreich Marwar). Später bildeten sich Familienzweige, die über weitere indische Staaten herrschten. Der heutige Staat Indien entstand aus dem Zusammenschluss von paar hundert Monarchien und ist bis heute ein föderaler Staat. Der Legende nach stammt die Rathore-Dynastie von Rama ab. Rama ist eine mythologische Figur, die im Hinduismus verehrt wird. Er war der Sohn eines Königs aus der Sonnendynastie. Die Dynastie wurde vom mythologischen König Ikshvaku gegründet. Dieser war ein Enkel des hinduistischen Sonnengottes Surya. Der Sonnengott war wiederum ein Urenkel von Brahma, einer der Hauptgötter im Hinduismus. Auch Siddhartha Gautama (Buddha), der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus den Buddhismus begründete, war der Legende nach ein Aristokrat aus der Sonnendynastie.
  • Lhagyari Trichen Namgyal Wangchuk. Er war der letzte König von Tibet und wurde vom Dalai Lama gekrönt. Der Familienüberlieferung nach ist Wangchuk ein Nachkomme des tibetischen Königs Songtsen Gampo, der im 7. Jahrhundert lebte und den Buddhismus in Tibet einführte. Die tibetischen Mönche glauben an diese Überlieferung und erkennen deshalb Wangchuk als ihren König an.
  • Ein Prinz und eine Prinzessin aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Vietnam. Die Familie herrschte von 1802 bis 1945 über den Vietnam. Bereits zuvor hatte die Familie seit dem 16. Jahrhundert über einen Teil des Vietnams geherrscht. Die Familie soll von Nguyễn Trãi abstammen. Der vietnamesische Aristokrat lebte im 15. Jahrhundert und war ein bekannter konfuzianischer Gelehrter und Politiker.
  • Kigeli V. (starb 2016). Er war der letzte König des afrikanischen Königreiches Ruanda, über das seine Familie im letzten Jahrtausend herrschte. Die Dynastie wurde der Legende nach von Gihanga I. gegründet, ein König aus der ruandischen Mythologie, der von Gottheiten abstammte.
  • Drei Mitglieder der Herrscherfamilie von Surakarta in Indonesien. Die Monarchie in Surakarta besteht bis heute. Die Familie herrscht seit Beginn des 18. Jahrhunderts über die Region. Sie stammt von der Herrscherfamilie des indonesischen Sultanats Mataram ab, die seit dem 16. Jahrhundert regiert hatte.
  • Das Oberhaupt der nicht amtierenden Herrscherfamilie von Sulu in den Philippinen. Die muslimische Familie herrschte seit Beginn des 15. Jahrhunderts über Sulu und soll vom Islamgründer Mohammed abstammen.
  • Das Oberhaupt der nicht amtierenden Herrscherfamilie von Bunyoro in Afrika.
  • Das Oberhaupt der nicht amtierenden Herrscherfamilie der Komoren in Afrika.
  • Der US-amerikanische Konteradmiral James Joseph Carey. Er war Abteilungsleiter im Pentagon und ist derzeit Grossmeister des US-amerikanischen OSMTH. Der OSMTH ist ein angeblicher Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens.
  • Der britische Graf Henry Kitchener (starb 2011). Er war Freimaurer. Seine Nichte ist eine Hofdame von Marie-Christine von Reibnitz, die mit dem britischen Prinzen Michael von Kent verheiratet ist, ein hochrangiger Freimaurer. Michaels Bruder Edward von Kent ist seit 1967 Grossmeister der Freimaurergrossloge von England.
  • Zwei selbsternannte Prinzen aus der Laskaris Familie. Die Familie behauptet von den Laskariden abzustammen, die im 13. Jahrhundert die Kaiserfamilie des Byzantinischen Reiches war.
  • Drei selbsternannte Prinzen aus der Bourbon-Bhopal Familie. Sie sind eine indische Familie, die behauptet von den französischen Bourbonen abzustammen und daher den französischen Thron beansprucht. Sie soll von einem französischen Grafen aus dem Haus Bourbon abstammen, der nach Indien zog. Er wurde dort ein Höfling des indischen Grossmoguls Akbar (1542-1605). Akbar war ein Nachkomme des mongolischen Herrschers Dschingis Khan (starb 1227). Akbar und Dschingis Khan gelten als zwei der reichsten und mächtigsten Herrscher aller Zeiten.
  • Die ungarische Gräfin Éva Nyáry. Sie ist Grosspriorin des „Ordens des Heiligen Lazarus“ in Ungarn.
  • Ein Prinz aus der ungarischen Adelsfamilie Esterházy.
  • Eine Herzogin aus der polnischen Adelsfamilie Gulgowski.
  • Ein Prinz aus der georgischen Adelsfamilie Maghalashvili. Die Familie stammt womöglich von osteuropäischen und persischen Aristokraten aus dem ersten Jahrtausend ab.
  • Eine Prinzessin aus der georgischen Adelsfamilie Amirejibi.
  • Miguel Trovoada. Er war Premierminister und Präsident von São Tomé und Príncipe.
  • Paul Patton. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Kentucky.
  • Don Sundquist. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Tennessee.
  • Gary Herbert. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Utah.
  • Mike Johanns. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Nebraska und Landwirtschaftsminister der USA.
  • Catherine Baker Knoll. Sie war Vizegouverneurin des US-Bundesstaates Pennsylvania.

Noch weitere Adelsfamilien gehören zur RCST.

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Haus Salomo

Die salomonische Dynastie war von 1270 bis 1974 die Kaiserfamilie Äthiopiens. Äthiopien war das einzige afrikanische Land, das nie unter die Herrschaft der europäischen Kolonialmächte geriet. Das Äthiopische Kaiserreich, das früher Abessinien hiess, war das am längsten existierende afrikanische Reich der letzten 1000 Jahre.

1974 wurde die Monarchie in Äthiopien durch einen Umsturz abgeschafft und eine kommunistische Diktatur errichtet, worauf die Kaiserfamilie ins Exil musste. Seither lebt die Kaiserfamilie in Grossbritannien, wie mehrere nicht amtierende Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien. Manche davon bereiten sich bekanntermassen auf eine mögliche Wiedereinführung der Monarchie in ihren Heimatländern vor. 1991 wurde das kommunistische Regime in Äthiopien gestürzt. Seit da hat die äthiopische Kaiserfamilie wieder Kontakte nach Äthiopien. Einzelne Mitglieder leben auch in den USA.

Der Legende nach stammt die äthiopische Kaiserfamilie vom israelischen König Salomo ab, der in der Bibel, im Koran und im Tanach erwähnt wird. König Salomo war der Legende nach der Erbauer des salomonischen Tempels, der sich auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem befand. Da Jesus Christus der Überlieferung nach ein Nachkomme von Salomo war, sollen die Vorfahren der äthiopischen Kaiserfamilie entfernt mit Jesus verwandt gewesen sein. Zu den legendären Vorfahren der äthiopischen Kaiserfamilie gehören antike Könige aus Afrika, ägyptische Hohepriester und Pharaonen, der griechische Gott Zeus und der Archebauer Noah. Die Abstammungslegende der äthiopischen Kaiserfamilie wird ganz unten erläutert. Die äthiopischen Kaiser trugen den Titel „König der Könige“. Der letzte äthiopische Kaiser Haile Selassie (1892-1975) wurde von vielen Rastafaris als der wiedergekehrte Messias angesehen, der die Befreiung der Schwarzen bringen würde. Bis heute sehen viele Äthiopier und Rastafaris die Kaiserfamilie als heilig an.

Äthiopien und sein Vorläufer, das Königreich Aksum, waren schon seit dem 4. Jahrhundert ein christliches Land, also bereits vor der Christianisierung Europas. Äthiopien ist somit eines der ältesten christlichen Länder Welt. Die Äthiopische Kirche (Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche) war und ist unabhängig von der römisch-katholischen Kirche und ist eine der ältesten christlichen Kirchen der Welt. Sie ist bis heute die führende Glaubensgemeinschaft in Äthiopien.

Kaiser Yekuno Amlak (starb 1285) war der Begründer der salomonischen Dynastie, die bis 1974 über Äthiopien herrschte. Der Überlieferung nach hatten seine Vorfahren bereits im ersten Jahrtausend über das Königreich Aksum geherrscht, das der Vorläufer des äthiopischen Kaiserreiches war. Yekuno Amlak stand in Briefkontakt mit dem byzantinischen Kaiser Michael VIII. aus der Dynastie der Palaiologen. Im Byzantinischen Reich entstand die christlich-orthodoxe Kirche.

Der äthiopische Kaiser Dawit I. (starb 1413) soll in Besitz eines Stücks des Kreuzes gelangt sein, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Das Stück befindet sich bis heute in Besitz der Äthiopischen Kirche. Die Äthiopische Kirche behauptet zudem, dass sie in Besitz der Bundeslade ist, in der die Steintafeln mit den 10 Geboten aufbewahrt wurden.

Äthiopische Gesandte von Kaiser Zara Yaqob (starb 1468) waren beim Konzil von Florenz vertreten, ein wichtiges Treffen der römisch-katholischen Kirche. Der äthiopische Kaiser Za Dengel (starb 1604) soll sich dem Katholizismus zugewandt haben und Kaiser Sissinios (starb 1632) konvertierte zum Katholizismus. Dies ist auf das Wirken von portugiesischen Jesuiten zurückzuführen, die ab dem 16. Jahrhundert auf Missionen nach Äthiopien kamen. Unter Kaiser Sissinios wurde sogar die Einführung des Katholizismus in Äthiopien und eine Union mit dem Kirchenstaat in Rom geplant, was aber nicht umgesetzt werden konnte.

So viel ich weiss, hatte das äthiopische Kaiserfamilie spätestens seit dem 15. Jahrhundert über Diplomaten Kontakte zu westeuropäischen Herrscherfamilien und es gab ab da Europäer am äthiopischen Königshof. Araber und Türken waren schon lange zuvor in Äthiopien präsent gewesen. Ein bekannter Europäer, der die äthiopische Kaiserfamilie besuchte, war James Bruce (1730-1794). Der schottische Wissenschaftler bereiste Afrika und den Nahen Osten. Er kam aus dem schottischen Adel und stammte womöglich aus dem Bruce Clan. Er war Freimaurer und Mitglied der „Canongate Kilwinning Lodge, No 2.“. Die schottische Loge war 1677 gegründet worden und gehört damit zu den ältesten Freimaurerlogen der Welt. James Bruce war Fellow der Royal Society. (Quelle: 1 und 2) Diese angesehene Gelehrtengesellschaft ist seit ihrer Gründung 1660 mit britischen Freimaurerfamilien verbunden.

Zaga Christ, der im 17. Jahrhundert lebte und behauptete ein Sohn des äthiopischen Kaisers Yaqob zu sein, besuchte Jerusalem und bereiste mehrere europäische Länder. Dort suchte er womöglich Kontakte zum Hochadel. Er traf den Herzog von Savoyen und Papst Urban VIII. (Quelle). Er starb in Europa und wurde neben einem portugiesischen Prinzen begraben (Quelle).

Kaiser Haile Selassie

Haile Selassie (1892-1975) war der letzte Kaiser Äthiopiens. Bei seiner Krönung 1930 waren Hochadlige zu Gast, darunter Prinzen aus der britischen und der italienischen Königsfamilie. Haile Selassie bereiste viele Länder und besuchte die heilige Stadt Jerusalem, über die seine angeblichen Vorfahren vor 3000 Jahren geherrscht hatten. Er traf den Papst und Staatschefs wie Franklin Roosevelt, Winston Churchill und Alexandre Millerand (alle drei Freimaurer).

Kaiser Haile Selassie traf Baron Henri de Rothschild (Quelle).

Die britische Queen Elizabeth II. besuchte Haile Selassie in Äthiopien. Die Queen soll die Abstammungslegende des Kaisers zum heiligen König Salomo respektiert haben. (Quelle) Während der Kolonialzeit kontrollierten die Briten Ostafrika, aber sie hatten Äthiopien, das auch in Ostafrika liegt, nicht kolonialisiert. Ich halte es für möglich, dass die britische Elite die salomonische Dynastie als heilig anerkannte und deshalb die Souveränität der äthiopischen Kaiserfamilie respektierte. In der britischen Elite sind schon seit 300 Jahren viele Freimaurer dabei (darunter Herzöge, Prinzen und mehrere Könige). Die Freimaurer führen ihre Ursprünge zum Bau des Tempels von König Salomo zurück. Daher könnten sie die äthiopische Monarchie als heilig und gottgewollt betrachtet haben.

Das faschistische Italien unter Mussolini versuchte ab 1935 Äthiopien militärisch zu erobern, worauf Kaiser Haile Selassie und weitere Familienmitglieder nach Grossbritannien ins Exil gingen. Mithilfe des britischen Militärs konnte Äthiopien von den Italienern befreit werden. Der Marineoffizier Iskinder Desta (1934-1974), ein Enkel des Kaisers, wurde in Grossbritannien ausgebildet. Seit den 1930er Jahren studieren Mitglieder der Kaiserfamilien in Grossbritannien. Prinz Alemayehu (1861-1879) war der erste äthiopische Prinz gewesen, der mehrere Jahre in Grossbritannien verbracht hatte und dort mit dem britischen Adel in Kontakt gekommen war.

Kaiser Haile Selassie verfolgte eine internationalistische Politik. 1963 war er Mitgründer und erster Präsident der „Organisation für Afrikanische Einheit“ (OAU). Deren Ziel war die Entkolonialisierung Afrikas. Sie war der Vorläufer der heutigen Afrikanischen Union, bei der 55 afrikanische Staaten Mitglied sind. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich, wie beim Vorläufer schon, in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

In den 1970er Jahren kam es zur grosser Unzufriedenheit im äthiopischen Volk. Neben einer Inflation und Hungersnöten sorgte auch der autoritäre Herrschaftsstil von Kaiser Haile Selassie (1892-1975) für Unmut in der Bevölkerung. In Äthiopien gab es eine strikt hierarchisch aufgebaute Aristokratie, an deren Spitze die Kaiserfamilie stand. Damals mussten die Bauern als Pächter und Leibeigene zwischen 30 und 70 Prozent ihrer Ernten an die Grossgrundbesitzer abgeben, die grösstenteils zur Aristokratie gehörten. Kaffee machte den Grossteil der Ernten in Äthiopien aus und die Grossgrundbesitzer verkauften ihn ins Ausland. Die Kaffeepflanze stammt ursprünglich aus dem äthiopischen Raum, wo sie seit über 1000 Jahren als Stimulans genutzt wird. Während der Kolonialzeit kam der Kaffee nach Europa und wurde ein wertvolles Handelsgut der europäischen Kolonialelite. Kaffee war bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein Luxusgut und sehr begehrt beim Adel. Äthiopien ist bis heute einer der grössten Kaffeeproduzenten der Welt und Kaffee ist nach wie vor das wichtigste Exportgut des Landes.

Durch die grosse Unzufriedenheit im Volk kam es zu einem Aufstand, der 1974 zum Sturz des Kaisers führte. Darauf konnte der Militäroffizier Mengistu Haile Mariam die Macht übernehmen, der Äthiopien zu einer sozialistischen Militärdiktatur umwandelte, in der Hunderttausende von Regimegegnern ermordet wurden. Der Kaiser und weitere Mitglieder seiner Familie wurden verhaftet, während andere Familienmitglieder ins Exil flüchteten. Auch das Vermögen des Kaisers flüchtete aus dem Land und ging in die Schweiz, wo viele Herrscher, die flüchten mussten, ihr Geld in Sicherheit gebrachten hatten (Quelle). Die politischen Gegner des Kaisers behaupteten, der Kaiser habe ein Vermögen von 30 Milliarden Franken auf Schweizer Banken transferiert (Quelle). Mal angenommen die Zahl wäre wahr, dann wäre der Kaiser womöglich der reichste Mann der Welt gewesen, den damals besass nach offiziellen Schätzungen noch niemand mehr als 20 Milliarden und es gab noch nicht viele Milliardäre.

Der Kaiser starb 1975 in Haft. Es wird vermutet, dass er von den Militärs ermordet wurde. Die anderen Familienmitglieder wurden später freigelassen und gingen ins Exil. Seither lebt die Familie in Grossbritannien und den USA.

Die Diktatur in Äthiopien erhielt grosse finanzielle Unterstützung aus der Sowjetunion und galt als ein Vasallenstaat der Sowjets. Nachdem 1991 die Sowjetunion zerfallen war, konnte sich auch die Diktatur in Äthiopien nicht mehr halten. In den folgenden Jahren wurde Äthiopien demokratisiert, entwickelte sich aber in den letzten Jahren wieder zu einem autoritären Staat.

Die heutige Kaiserfamilie

Heute leben die meisten Mitglieder der Kaiserfamilie in Grossbritannien und den USA. Sie haben inzwischen wieder Kontakte nach Äthiopien. Familienmitglieder haben an britischen und US-amerikanischen Universitäten studiert und arbeiteten bei den Vereinten Nationen (UN) sowie bei philanthropischen Organisationen.

Die Kaiserfamilie verlieh auch in den letzten Jahren Orden an Mitglieder anderer Königsfamilien und erhielt selbst Orden von Königsfamilien.

Prinz Ermias Sahle Selassie (*1960) besuchte 2021 den Papst im Vatikan (Quelle). Der Prinz ist der Grossprior des „Order of Saint Lazarus“ in Äthiopien (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wird von Hochadelsfamilien geführt.

Sechs Mitglieder der äthiopischen Kaiserfamilie sind Mitglied der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), darunter das Oberhaupt der Familie. Die RCST ist eine Bruderschaft, die sich für das Christentum und die christlichen Werte einsetzt. Sie unterstützt die christliche Community im Heiligen Land und will verhindern, dass immer mehr Christen aus Israel auswandern. Zur Bruderschaft gehört auch die nicht amtierende Königsfamilie von Georgien. (Quelle) Diese stammt der Legende nach wie die äthiopische Kaiserfamilie von König Salomo ab. Die beiden Familien fühlen sich womöglich über die gemeinsame Abstammungslegende verbunden. Bereits 1787 hatte ein äthiopischer Kaiser einen Brief an den georgischen König Heraklius II. geschrieben, in dem er ihn als „geliebter Bruder und Verwandter durch die gemeinsame Blutlinie“ bezeichnete. (Quelle) Zur RCST gehören auch Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Türkei, Ägypten, Tibet, Österreich, Portugal, Serbien, Vietnam, Ruanda sowie Mitglieder der amtierenden Königsfamilien von Spanien und Jordanien. Mehr dazu im Beitrag zur RCST.

Auf Wikipedia steht derzeit, dass der äthiopische Prinz Stefanos Mengesha Seyoum (*1952) Patron des OSMTH ist. Der OSMTH ist ein angeblicher Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens (mehr dazu im Beitrag zum OSMTH). Prinz Stefanos ist auch Mitglied der RCST. Er könnte also den US-amerikanischen Konteradmiral James Joseph Carey kennen, da dieser Mitglied der RCST und Grossmeister des OSMTH in den USA ist.

Ein äthiopischer Prinz, Asfa-Wossen Asserate (*1948), lebt in Deutschland und ist dort als Buchautor bekannt geworden. Er wurde in den OSMTH aufgenommen und zum Ritter des Ordens geschlagen (Quelle: 1 und 2). Die Templer führen ihre Ursprünge zum Bau des Tempels von König Salomo zurück. Die OSMTH-Templer sind sicher stolz darauf, dass Nachkommen von König Salomo ihrem Orden beitraten. Asfa-Wossen Asserate war bei einem Treffen des Malteserordens und traf dabei Maximilian Freiherr von Boeselager, ein deutscher Adliger (Quelle).

Abstammungslegende

Die Abstammungslegende der salomonischen Dynastie ist ziemlich spektakulär.

Kaiser Iyasu V. (1895-1935) kam mütterlicherseits aus der äthiopischen Kaiserfamilie. Sein Vater war ein muslimischer Aristokrat und stammte der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 7. Jahrhundert den Islam gegründete hatte. (Quelle: 1 und 2)

Die folgenden Angaben zur Abstammung kann man aus der äthiopischen Königsliste ableiten. (Liste 1 und 2)

Der Überlieferung nach stammt die äthiopische Kaiserfamilie von der Herrscherfamilie des Aksumitischen Reiches ab. Das Königreich Aksum bestand von Beginn bis Ende des ersten Jahrtausends und umfasste die heutigen Staaten Äthiopien und Eritrea sowie Teile des Sudans und Jemens. Das Aksumitische Reich war eine Grossmacht und das führende afrikanische Reich des ersten Jahrtausends. Das Königreich war im internationalen Handel aktiv und trieb auch Handel mit Indien. Aksum war eines der ersten christlichen Länder der Welt, was aber die wenigsten Christen wissen. König Ezana von Aksum, der im 4. Jahrhundert regierte, war einer der ersten Könige der Welt, der zum Christentum konvertierte (der erste war Tiridates III. von Armenien). Die salomonische Dynastie und König Ezana sollen von der israelischen Königsdynastie der Davididen abstammen. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen. Demnach wäre Jesus entfernt mit König Ezanas Vorfahren verwandt gewesen. Vielleicht ist Ezana zum Christentum konvertiert, weil er in Jesus einen Verwandten sah. Ezana erhielt mindestens einen Brief vom römischen Kaiser Constantius II. Dessen Vater war Konstantin der Grosse, der erste römische Kaiser, der das Christentum förderte. Herrscher wie Konstantin und Ezana legten den Grundstein für das Christentum, da der Aufstieg zur Weltreligion ohne die Unterstützung von Königen und Kaisern vermutlich nicht gelungen wäre. Es gibt auch Überlieferungen, die besagen, dass schon aksumitische Könige vor Ezana zum Christentum konvertierten. Demnach wären sie die ersten christlichen Könige der Welt gewesen.

Die Königsfamilie von Aksum stammte der Legende nach von Königen aus dem ersten Jahrtausend vor Christus ab. Die Vorfahren waren Könige von Nubien (in Ägypten) und Könige von Kusch (im Sudan). Der Vorfahre Aspelta (Aspurta), ein kuschitischer König, und seine Verwandten wurden in Pyramiden bestattet. Interessanterweise wurde das Königreich von Kusch bei den Griechen „Äthiopien“ genannt, also noch bevor Nachkommen der kuschitischen Königsfamilie Äthiopien in Ostafrika gründeten. Somit könnte es sein, dass Äthiopien zu Ehren der Könige von Kusch benannt wurde. Auf der legendären Königsliste der äthiopischen Kaiserfamilie ist auch der kuschitische Pharao Shabaka (Sabaka). Er kam aus der 25. Dynastie, die im 8. und 7. Jahrhundert vor Christus über Ägypten herrschte und deren Herrscher in Pyramiden bestattet wurden. Die 25. Dynastie wurde bei den Griechen als äthiopische Dynastie bezeichnet.

Geht man auf der äthiopischen Königsliste weiter zurück, kommt man zu Menelik I. Dieser soll im 10. Jahrhundert vor Christus gelebt haben und ist der legendäre Begründer der salomonischen Dynastie. Der äthiopische Kaiser Menelik II. (1844-1913) wurde zu Ehren des Dynastiegründers benannt. Menelik I. war der Überlieferung nach ein Sohn des israelischen Königs Salomo. Dieser soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Auch viele religiöse Juden sehen den Tempel als heilig an und manche glauben, dass mit der Ankunft des Messias (rechtmässiger König der Juden) der Tempel wieder aufgebaut wird. Salomo war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Salomos Familie, die Dynastie der Davididen, soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Nach Angaben der Evangelien nach Matthäus und Lukas des Neuen Testaments war Jesus Christus ein Nachfahre der Davididen. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen den Davididen Serubbabel als Vorfahren auf (Quelle). Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Jesus wird als der Messias bezeichnet. Nach der christlichen Überlieferung ist der Messias der Sohn Gottes. Die jüdische Überlieferung, die älter als das Christentum ist, hatte die Ankunft des Messias vorausgesagt. Nach der jüdischen Überlieferung ist der Messias aber nicht der Sohn Gottes, sondern der rechtmässige, von Gott eingesetzte König der Juden, der von den Davididen abstammen muss. Zur Zeit als Jesus geboren wurde, war die Dynastie der Herodianer die Herrscher von Jerusalem. Sie waren keine Nachkommen der Davididen. Daher wäre Jesus mit seinem königlichen Blut der rechtmässige König der Juden gewesen und wurde daher als Messias bezeichnet. Womöglich liess König Herodes deshalb alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden, wo sich der geborene Messias aufhielt. König Herodes wollte damit den legitimen Thronfolger ausschalten. Laut Bibel bezeichnete sich Jesus selbst als König und sagte, er sei dazu geboren (Quelle). Jesus wird in der Bibel als „König aller Könige“ bezeichnet (Quelle). Auch die äthiopischen Kaiser trugen den Titel „König der Könige“. Der schwarze König Balthasar, einer der drei heiligen Könige, die den neugeborenen Jesus besuchten, wird auch heute noch von manchen christlichen Geistlichen als ein aksumitischer bzw. äthiopischer König angesehen. Laut anderen Überlieferungen wurde Jesus von noch vielen weiteren Königen besucht. Es gab also womöglich mehrere Könige, welche die Davididen wieder auf den Thron bringen wollten und daher Kontakt zu Jesus suchten.

Auf der Flagge des Äthiopischen Kaiserreiches war der Löwe Judas mit einer Krone auf dem Kopf abgebildet. Der Löwe Judas war das Symbol von Juda, einer der Zwölf Stämme Israels, von denen die Juden ihrer Überlieferung nach abstammen. Jesus wird in der Bibel auch als Löwe von Juda bezeichnet. Als die Kommunisten in Äthiopien den Kaiser stürzten und die Macht übernahmen, haben sie den Löwen von der äthiopischen Flagge entfernt. Seit 1996 ist das Pentagramm auf der Flagge abgebildet. Das Pentagramm wird bei den Freimaurern manchmal „Salomons Siegel“ genannt. Auch der Davidstern (Hexagramm), ein Symbol des Judentums, geht auf Salomos Siegel zurück. Inzwischen ist das Pentagramm und das Hexagramm auch bei Okkultisten und Schwarzmagiern beliebt, unter anderem weil König Salomo der Legende nach mit dem Siegel Dämonen beschwören und kontrollieren konnte. Mit der Macht des Siegels soll er die Dämonen unterworfen haben, worauf sie ihm beim Bau des salomonischen Tempels halfen.

Legenden zufolge gab es vom ersten bis ins zweite Jahrtausend nach Christus ein kleineres jüdisches Königreich im heutigen Äthiopien, das Königreich Simien oder Königreich Beta Israel genannt wird. Wenn es diese Königsfamilie wirklich gab, dann wäre sie, so viel ich weiss, die letzte jüdische Königsfamilie gewesen. Es gibt bis heute schwarze Juden in Äthiopien, die lange Zeit isoliert vom Weltjudentum lebten. Der Franzose Josef Halévy (1827-1917) gilt als der erste Jude, der die äthiopischen Juden besuchte. Auch sein Schüler Jacques Faitlovich ging 1904 nach Äthiopien. Seine Reise wurde von Baron Edmond de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie finanziert, damit Faitlovich nach schwarzen Juden suchen konnte (Quelle). Die äthiopischen Juden gehören ihrer Überlieferung nach zum Stamm von Dan, einer der zehn verlorenen Stämme Israels, die im 8. Jahrhundert vor Christus von den Assyrern umgesiedelt wurden und Israel verlassen mussten. Seit der Gründung des heutigen Staates Israel 1948 zog der Grossteil der äthiopischen Juden dorthin. Es war gewissermassen eine Heimkehr ins Heilige Land nach 2700 Jahren Abwesenheit. Äthiopien war das zweiterste afrikanische Land, das den heutigen Staat Israel anerkannte. Die äthiopische Kaiserfamilie soll über König Salomo vom Patriarchen Jakob (wird auch Israel genannt) abstammen. Dessen zwölf Söhne waren die Stammväter der Zwölf Stämme Israels.

Salomos Sohn Menelik I. war wie gesagt der legendäre Gründer der salomonischen Dynastie. Meneliks Mutter war Königin Makeda. Sie war Königin von Saba, ein antikes Königreich im heutigen Jemen. Die Vorfahren von Makeda waren laut der äthiopischen Königsliste Hohepriester des Amun und bekleideten somit ein wichtiges religiöses Amt im Alten Ägypten. Auf der äthiopischen Königsliste folgen dann Herrscher aus dem zweiten Jahrtausend vor Christus, darunter ägyptische Pharaonen. Manche dieser Herrscher werden in der griechischen Mythologie erwähnt. Womöglich sind zwei Könige auf der Königsliste identisch mit den griechischen Königen Minos und Elektryon, ein Sohn und ein Enkel des griechischen Gottes Zeus. Der erste König auf der Königsliste ist Aram. Dieser ist laut dem Tanach der Stammvater des aramäischen Volkes, aber ich glaube eher, dass er der erste König der Aramäer war. Aram war ein Sohn von Sem, von dem sich das Wort „Semiten“ ableitet. Sem war wiederum ein Sohn des Archebauers Noah.

Memnon ist ein äthiopischer König aus der griechischen Mythologie. Er ist aber auf keiner äthiopischen Königsliste. Memnons Mutter war die griechische Göttin Eos, deren Eltern Titanen waren. Memnon kam väterlicherseits aus der trojanischen Königsfamilie, deren Existenz nicht bewiesen ist. Es gibt bis heute Hochadelsfamilien, die der Legende nach von der trojanischen Königsfamilie und der griechischen Götterfamilie abstammen, darunter die Familien Colonna und Habsburg. Bereits im ersten Jahrtausend vor Christus gab es Königsfamilien, die eine Abstammung von der griechischen Götterfamilie beanspruchten, darunter die Julier (Familie von Julius Cäsar), Ptolemäer (Familie von Kleopatra), Argead (Familie von Alexander dem Grossen) und die Achämeniden (persische Herrscherfamilie).

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Ortega Familie

Die Ortega Familie gilt als die reichste Familie Spaniens. Das Vermögen von Amancio Ortega wurde 2021 auf 77 Milliarden US-Dollar geschätzt. Nach Angaben von Forbes war er 2015 eine Zeit lang der reichste Mensch der Welt. Er wurde 1963 mit der Herstellung von Textilien in einem kleinen Familienunternehmen aktiv. 1975 gründete er das Bekleidungsunternehmen Zara. Daraus entwickelte sich der Grosskonzern Inditex, der neben Zara noch weitere Geschäftsketten besitzt, die Kleider verkaufen. Inditex war 2021 nach Umsatz der grösste Bekleidungskonzern der Welt und gehört zu den grössten spanischen Unternehmen. Die Ortega Familie besitzt über 60 Prozent der Anteile an Inditex.

Pablo Isla, der lange Inditex leitete, besuchte das Bilderberg-Treffen. Er hatte an einer Jesuitenschule studiert.

Der ehemalige spanische König Juan Carlos wollte Amancio Ortega den „Prinzessin-von-Asturien-Preis“ verleihen, aber Ortega lehnte den Preis ab.

Amancio Ortega besitzt über Pontegadea 30 Prozent von Telxius, ein Telekommunikationsunternehmen. Die restlichen 70 Prozent gehören dem Grosskonzern Telefónica.

Amancio Ortega besitzt 5 Prozent von Enagás. Das Unternehmen besitzt und betreibt das spanische Gasnetz. Ortega besitzt auch 5 Prozent von Red Eléctrica. Das Unternehmen betreibt die Stromversorgung in Spanien. Ortega besitzt zudem 12 Prozent von Redes Energéticas Nacionais, ein portugiesisches Stromversorgungsunternehmen.

Die 2013 verstorbene Rosalia Mera war Ortegas Ehefrau. Sie hatte das Unternehmen mitgegründet und war Milliardärin. Das Vermögen ihrer Tochter Sandra Ortega Mera wird zurzeit auf 5,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sandra besitzt 5 Prozent von PharmaMar, ein Pharmaunternehmen.

Sandras Schwester Marta Ortega Pérez ist derzeit Vorsitzende von Inditex. Sie war auf einer Jesuitenschule.

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Ogilvy Clan

Der schottische Clan Ogilvy besteht mindestens seit dem 13. Jahrhundert und gehört seither zur schottischen Elite. Der Überlieferung nach stammt die Familie von Gille Crist (Ghillechriost) ab, ein schottischer Graf aus dem 11. Jahrhundert. Gille Crist heiratete eine Enkelin des schottischen Königs David I. aus dem Haus Dunkeld. Gille Crist hatte eine Tochter, die ein frühes Mitglied des Stewart Clans heiratete. Die Stewarts bestiegen später den schottischen Thron.

Das bekannteste Familienmitglied der letzten Jahrzehnte war Angus Ogilvy (1928-2004), ein Bruder des derzeitigen Clan-Chefs. Angus Ogilvy heiratete die britische Prinzessin Alexandra, eine Cousine von Queen Elizabeth II. Alexandras Vater war Prinz George von Kent, der Grossmeister der Freimaurerei in England war. Die beiden Brüder von Alexandra sind ebenfalls hochrangige Freimaurer. Ihr Bruder Edward von Kent ist seit 1967 Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle). Angus Ogilvy erhielt ein Orden von der Queen und wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Angus Ogilvy war Direktor bei mehreren britischen Unternehmen, darunter beim Rüstungs- und Industriekonzern GEC und beim Medienkonzern Rank. Er war auch Direktor des britischen Platin-Bergbaukonzerns Lonrho (Lonmin) und kannte Tiny Rowland, der Lonrho führte. Da Angus Ogilvy am Skandal um die Verletzung der Handelssanktionen von Lonrho beteiligt war, verliess er alle seine Direktorenposten, was zu grossem Bedauern in der Londoner Geschäftswelt führte. (Quelle) Weitere Direktorenposten besetzte er beim niederländischen Finanzkonzern Robeco, bei der kanadischen Grossbank „Canadian Imperial Bank of Commerce“ und bei der „Guardian Royal Exchange Assurance“, ein britisches Versicherungsunternehmen. Er war zudem Direktor der Midlank Bank. (Quelle) Diese war eine der grössten britischen Banken und wurde 1992 von der HSBC (die derzeit grösste britische Bank) erworben.

Seit 1639 stellt der Ogilvy Clan den Grafen von Airlie, der zugleich der Clan-Chef des Ogilvy Clans ist. David Ogilvy (*1926) ist der derzeitige Graf und Clan-Chef. Er war von 1973 bis 1984 Vorsitzender der Schroders Bank, die bereits seit dem 19. Jahrhundert zu den führenden britischen Banken gehört und heute einer der grössten britischen Vermögensverwalter ist. David Ogilvy wird dadurch Mitglieder der Schröder Familie (Milliardäre) gekannt haben, welche die Bank gegründet hatte und sie bis heute kontrolliert.

Graf David Ogilvy war von 1984 bis 1997 „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte der königlichen Haushalte. Er erhielt zwei Orden von der Königsfamilie und wurde in den Privy Council aufgenommen.

Graf David Ogilvy war 2016 auf einer Feier in London, die von Scheich Hamad bin Abdullah Al Thani veranstaltet wurde. Der Scheich kommt aus der katarischen Herrscherfamilie. Zu den Gästen der Feier gehörten:

  • Der britische Prinz Charles, der seit September 2022 König ist.
  • Mitglieder der berühmten Rothschild Familie.
  • Mitglieder der britischen Adelsfamilie Spencer-Churchill. Sie waren Verwandte des britischen Premierministers Winston Churchill.
  • Graf Andrew Hope aus dem schottischen Hope Clan.
  • Der indische Milliardär Lakshmi Mittal.
  • Firyal Irshaid. Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie.
  • Der britische Graf von Derby aus der Stanley Familie.
  • Die deutsche Gräfin Maya von Schönburg.

(Quelle)

Graf David Ogilvy gehörte zum Exekutivkomitee der Pilgrims Society (Quelle: als Earl of Airlie gelistet). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren die Freundschaft zwischen Grossbritannien und den USA. Zur Gesellschaft gehören führende Köpfe der angloamerikanischen Elite.

Graf David Ogilvy heiratete die US-Amerikanerin Virginia Ryan. Virginias Urgrossvater war Thomas Fortune Ryan, der einer der führenden Tabakunternehmer in den USA war. Virginias Grossvater mütterlicherseits war Otto Hermann Kahn, ein deutscher Jude, der in die USA emigrierte und dort ein führender Bankier wurde. Kahn war zusammen mit den Familien Warburg und Schiff (ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer) Partner von „Kuhn, Loeb & Co.“, die damals eine der grössten Investmentbanken der USA war. Seine Schwester heiratete Felix Deutsch, ein führender deutsch-jüdischer Industrieller.

Lady Victoria Ogilvy (1918-2004), eine Schwester von Graf David Ogilvy, heiratete einen Baron aus der Lloyd Familie. Die Familie hatte 1765 die Lloyds Bank gegründet, eine der ältesten Grossbanken der Welt.

Graf David Ogilvy hat sechs Kinder, von denen drei in die britische Aristokratie heirateten:

  • Lord David Ogilvy heiratete in die Harmsworth Familie, die seit über 100 Jahren die mächtigste Zeitungsbesitzerfamilie in Grossbritannien ist und in den Adel aufgenommen wurde.
  • Der Ehemann von Lady Elizabeth Ogilvy kommt väterlicherseits aus der Bankiersfamilie Baring und mütterlicherseits aus der Unternehmerfamilie Guinness. Die beiden Familien wurden in den britischen Adel aufgenommen.
  • Lady Doune Mabell Ogilvy heiratete einen Baron aus der Wake Familie.

(Quelle)

Der Ogilvy Clan heiratete in den letzten Jahrhunderten in viele britische Adelsfamilien und ist durch Heiraten in den letzten 600 Jahren mit vielen schottischen Clans verwandt.

James Ogilvy (*1964), der mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilien kommt, besuchte die Weston Familie, eine der reichsten und mächtigsten Familien Kanadas (Quelle).

Graf David Ogilvy (1856-1900) war Freimaurer (Quelle).

Baron Georg Benedikt von Ogilvy (1651-1710) stand im Dienste des polnischen Königs (Haus Wettin), des russischen Kaisers (Haus Romanow) und des römisch-deutschen Kaisers (Haus Habsburg).

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Der Casa Pia-Missbrauchsskandal

Die Casa Pia ist ein seit 1780 bestehendes Institut in Portugal, das Schulen und Waisenhäuser betreibt. Spätestens seit Mitte der 1970er Jahren war das Institut und seine Einrichtungen von einem organisierten Netzwerk von Pädophilen unterwandert. Darauf kam es regelmässig zu Missbrauch in Heimen, Schulen und Ferienlagern der Casa Pia. Das Netzwerk betrieb in den folgenden zwei Jahrzehnten über die Casa Pia einen Kinderprostitutionsring und führte Waisenkinder an pädophile Kunden zu. Mehrere Heimkinder sagten später aus, dass hochrangige portugiesische Politiker zu den Kunden gehörten. Gegen die meisten wurde aber nie ermittelt. 2010 wurden mehrere Täter verurteilt, darunter ein hoher Diplomat und ein bekannter TV-Moderator. Ob das Missbrauchsnetzwerk bis in die hohe Politik Portugals reichte, wurde vom Gericht allerdings nicht geklärt. Der Casa Pia-Skandal gilt als einer der grössten Skandale in der Geschichte der Portugiesischen Republik und als einer der grössten Missbrauchsskandale Europas.

In der politischen Elite Portugals gibt es scheinbar nicht den Willen, den Skandal ganz aufzuarbeiten. Die Sozialistische Partei (PT), die derzeitige Regierungspartei Portugals, litt besonders unter dem Skandal, da ihr damaliger Chef und weitere Politiker der Partei zu den Verdächtigten gehörten. Aus parteipolitischer Sicht würde eine Aufarbeitung des Skandals der Partei vermutlich mehr schaden als nützen.

Mehrere hundert Kinder und Jugendliche wurden Opfer dieses Netzwerkes und manche hatte man angeblich sogar verschwinden lassen (Quelle). Etwa 100 taubstumme Kinder wurden Opfer des Missbrauches (Quelle). Dies war vermutlich Kalkül der Täter, da es für taubstumme Waisenkinder besonders schwierig war, sich Hilfe zu suchen.

Der organisierte Missbrauch, der spätestens Mitte der 70er Jahre begann, wurde erst 2002 durch Medienberichte öffentlich bekannt. Bereits in den 20 Jahren zuvor waren Anzeigen und Beschwerden gegen Angestellte der Casa Pia-Heime bei der Polizei eingegangen. Seltsamerweise wurde den Beschwerden nicht nachgegangen und manche Akten dazu sind verschwunden oder wurden vernichtet. (Quelle: 1, 2, 3) Daher wurde spekuliert, ob auch einzelne Polizisten zu den Kunden des Kinderprostitutionsrings gehörten.

Der Prozess

Nachdem der organisierte Missbrauch der Öffentlichkeit über die Medien bekannt wurde, begann die Staatsanwaltschaft zu ermitteln und es kam zum Prozess. Mit einer Laufzeit von fünf Jahren und zehn Monaten war das Verfahren der längste Prozess in der Geschichte Portugals. Das Gericht tagte 450 Mal, fast 1000 Zeugen und Sachverständige wurden gehört. Immer wieder gab es Kritik an den schleppenden Ermittlungen. (Quelle)

Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter von Einrichtungen der Casa Pia wurden verurteilt (Quelle). Darunter war Manuel Abrantes, ein Unternehmer, der zur obersten Führung der Casa Pia gehörte. Auch ein Kinderarzt der Casa Pia wurde wegen Missbrauches verurteilt. (Quelle) Er soll den Opfern Blutproben abgenommen haben, um sie auf Geschlechtskrankheiten zu testen, damit sich die pädophilen Kunden nicht mit Krankheiten ansteckten (Quelle).

Jorge Ritto, ein hoher portugiesischer Diplomat, war Teil des pädophilen Netzwerkes. Er wurde wegen sexuellen Missbrauchs zu sechs Jahren und acht Monaten verurteilt. Ritto war bereits seit den 60er Jahren als Pädophiler aktenkundig gewesen. Es wurde berichtet, dass Ritto 1970 nach einem Vorfall mit einem kleinen Jungen in einem öffentlichen Park von seinem Posten in Deutschland nach Hause geschickt wurde. In den 80er Jahren hatte man in seiner Villa Waisenkinder gefunden, die aus dem Casa Pia-Heim verschwunden waren. Die Kinder sagten damals aus, dass pädophile Sexpartys in Rittos Villa stattfanden. Trotzdem konnte Ritto 20 Jahre lang weiterhin Minderjährige missbrauchen und war weiterhin als Diplomat tätig. (Quelle: 1 und 2)

Der portugiesische TV-Moderator Carlos Cruz gehörte zu den Kunden des Kinderprostitutionsrings und wurde deswegen verurteilt. Er verbüsste zwei Drittel seiner sechsjährigen Haftstrafe und wurde 2016 freigelassen. (Quelle) Cruz war einer der bekanntesten Promis in Portugal. Er hatte ein 34 Jahre jüngeres Model geheiratet und zwei Kinder grossgezogen. (Quelle) Ines Serra Lopes, eine hochrangige Journalistin, die Zeitungen leitete, versuchte die Ermittlungen gegen Carlos Cruz in die Irre zu führen und wurde deswegen verurteilt. Ihr Vater war ein Anwalt von Cruz. (Quelle) Cruz beharrt bis heute auf seiner Unschuld. Carlos Tomás, ein Bekannter von Cruz, soll nach dem Prozess Geld an ein paar Opfer gezahlt haben, damit diese ihre Vorwürfe gegen Cruz zurückzogen. Diese Opfer waren Drogensüchtig und brauchten dringend Geld. Daher gingen sie auf die Bestechung ein und widerriefen ihre Aussagen in den Medien. Carlos Tomás soll darauf die jungen Männer in den folgenden Monaten weiterhin mit Geld und Drogen versorgt haben. Einer davon bekam aber ein schlechtes Gewissen und berichtete darauf den Medien von Carlos Tomás Versuch, Cruz in der Öffentlichkeit zu rehabilitieren. (Quelle)

Beim Prozess sagten 32 Opfer aus. Es soll aber mehrere 100 Opfer geben. 2003 waren nach einem Gerichtsgutachten 128 der damals in der Casa Pia lebenden Kinder missbraucht worden (Quelle). In den Jahrzehnten zuvor gab es noch viele weitere Opfer. Bei den frühen Zeugen 2002 konnte bei allen durch ärztliche Untersuchungen am Körper nachgewiesen werden, dass sie über viele Jahre missbraucht wurden. Auch Psychiater stuften die Aussagen als sehr glaubwürdig ein. (Quelle)

Im Jahr 1999, drei Jahre vor dem Bekanntwerden des Missbrauches, beschloss das Parlament einstimmig eine Amnestie für Delikte des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen und der Zuhälterei und des Handels mit Minderjährigen. Die meisten Delikte der Täter aus dem Casa Pia-Fall konnten wegen dieser Amnestie nicht mehr geahndet werden. (Quelle: 1 und 2) Die Amnestie war erst nicht gross beachtet worden, aber nachdem der Casa Pia-Skandal bekannt wurde und die Täter von der Amnestie profitierten, kam es zu grosser Empörung. Kein Politiker wollte die Verantwortung für die Amnestie übernehmen und keiner wollte erklären, warum man die Amnestie erlassen hatte (Quelle). Portugal war in den 90er Jahren ins Visier von Anti-Pädophilen-Gruppen geraten, die dem Land vorwarfen, wegen seiner laxen Gesetze und des Desinteresses der Gerichte ein Paradies für Pädophile in Europa zu sein. Belgische und niederländische Pädophilennetzwerke sollen in Portugal operiert haben. Die Kinderschutz-Gruppe Innocence in Danger behauptete, dass regelmässig Kinder aus den Strassen von Armenvierteln portugiesischer Städte verschwunden waren. Ermittler der Gruppe sagten, dass sie wegen ihrer Arbeit belästigt und bedroht wurden. (Quelle) Das Schutzalter in Portugal liegt nach wie vor bei 14 Jahren, mit einigen Einschränkungen.

Weitere mutmassliche Täter

Neben den verurteilten Tätern gibt es eine ganze Reihe von mutmasslichen Tätern, darunter hochrangige Politiker. Es gibt die Theorie, dass die einflussreichen Täter geschützt wurden und sich der Strafverfolgung entziehen konnten. Viele vermuten ein grösseres einflussreiches Netzwerk hinter dem organisierten Missbrauch. Hier hab ich die Verdächtigten im Casa Pia-Skandal aufgelistet. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Der Politiker Paulo Pedroso war viereinhalb Monate in Untersuchungshaft, weil er verdächtigt wurde, ein Kunde des Kinderprostitutionsrings zu sein. Er wurde darauf aber ohne Anklageerhebung freigelassen. Einige Jahre später gehörte er wieder zur Spitze seiner Partei. (Quelle: 1 und 2) Dennoch beharren mehrere Opfer darauf, dass Pedroso zu den Tätern gehörte. Leitende Ermittler im Casa Pia-Fall zweifeln an Pedrosos Unschuld. (Quelle) Pedroso war stellvertretender Chef der Sozialistischen Partei und war für die Casa Pia-Heime zuständig (Quelle). In den letzten Jahren arbeitete er für die Weltbank in Washington.

Laut der Aussage eines Opfers war der Politiker Eduardo Ferro Rodrigues in einem Haus anwesend, wo sich ein Junge aufhielt, der dort von einem Pädophilen abgeholt wurde. Ferro Rodrigues wurde in diesem Fall nie angeklagt, angeblich weil die Staatsanwaltschaft die Aussagen des Zeugen für unhaltbar hielt. Ferro Rodrigues verklagte den 19-jährigen Zeugen wegen Verleumdung, aber ohne Erfolg. (Quelle) Als der Missbrauch in der Casa Pia 2002 öffentlich bekannt wurde, war Ferro Rodrigues Generalsekretär (Chef) der Sozialistischen Partei. Zuvor hatte er mehrere Ministerposten besetzt. Er besuchte 2003 das Bilderberg-Treffen (Quelle). Er war von Ende 2015 bis März 2022 Präsident des portugiesischen Parlaments.

Ferro Rodrigues nahm Paulo Pedroso in Schutz, als dieser beschuldigt wurde (Quelle). Ein Tag bevor Pedroso verhaftet wurde, hatte er mit Ferro Rodrigues und António Costa telefoniert, was von der Polizei abgehört wurde. Dabei diskutierten sie, wie sie eine Verhaftung von Pedroso verhindern können. Der Politiker António Costa versicherte Pedroso während eines Telefonats, er werde versuchen, Einfluss auf die Staatsanwaltschaft zu nehmen. (Quelle) António Costa ist derzeit Premierminister von Portugal und Generalsekretär der Sozialistischen Partei. Er besuchte 2008 das Bilderberg-Treffen (Quelle: 1 und 2).

Die Täter sollen auch Missbrauchsorgien veranstaltet haben, darunter bei Caimoto Duarte, dem damaligen Chef des militärischen Aufklärungsdienstes (Quelle).

Mehrere Opfer sagte aus, dass Jaime Gama zu den Tätern gehörte (Quelle: 1 und 2). Jaime Gama besetzte mehrere Ministerposten und war von 2005 bis 2011 Präsident des portugiesischen Parlaments. 1973 hatte er zu den Mitgründern der Sozialistischen Partei gehört. Er ist derzeit leitender strategischer Berater der Albright Stonebridge Group, die von der US-amerikanischen Politikerin Madeleine Albright gegründet wurde. Jaime Gama ist auch im Ministerforum des Aspen Institut. Das Ministerforum wurde ebenfalls von Madeleine Albright gegründet. Jaime Gama ist Mitglied des „European Council on Foreign Relations“, eine einflussreiche Denkfabrik, die sich auf die europäische Aussenpolitik konzentriert. (Quelle)

Carlos Silvino, ein Gärtner und Fahrer eines Casa Pia-Heimes, hatte den Kunden die Kinder zugeführt. Bereits in den 80er Jahren wurde er beschuldigt, Heimkinder zu missbrauchen. Er wurde deswegen entlassen, aber der Oberste Gerichtshof in Portugal veranlasste, dass er wieder eingestellt wurde. (Quelle: 1 und 2) Er schickte einige Heimkinder auf den Jungenstrich in die nahe gelegenen Gärten des weltberühmten Jerónimos Klosters (Quelle). Carlos Silvino sagte vor Gericht aus, dass auch Nacktfotos von den Minderjährigen gemacht wurden, die man dann an Kunden verkaufte. Er sagte zudem aus, dass einmal ein Amerikaner kam, um Kinder für einen Pornodreh in die USA zu bringen. (Quelle) Womöglich gab es also Kontakte zu internationalen Missbrauchsnetzwerken.

Ein Opfer sagte aus, er sei in ein Haus gebracht worden, wo er Ausländer getroffen habe, die von bekannten Persönlichkeiten der portugiesischen Kunstwelt begleitet wurden. (Quelle)

Carlos Mota war ein Freund und Assistent des TV-Moderators Carlos Cruz, der wie bereits erwähnt im Prozess zum Casa Pia-Fall verurteilt wurde. Da Carlos Mota ebenfalls zu den Verdächtigten gehörte, wollte man ihn vor Gericht bringen, aber er verschwand spurlos und der Justiz gelang es nicht, ihn zu finden. Er war fast zehn Jahre lang untergetaucht und wurde dann von Journalisten in Spanien ausfindig gemacht. Zur Zeit als die Journalisten ihn fanden, lebte er von Geld, das er von der dortigen Regionalregierung erhielt. Er war also bei Behörden registriert, daher erscheint es seltsam, dass die Justiz ihn nicht ausfindig machen konnte. Nachdem ihn die Journalisten gefunden hatten, gab es aber keine juristischen Konsequenzen für ihn, da der Prozess schon zu Ende war. Man wollte Carlos Mota schon 1974 vor Gericht bringen, weil er zwei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren missbraucht hatte. Aber auch hier gelang es der Justiz nicht, ihn ausfindig zu machen. 1990 wurde der Prozess eingestellt. Darauf konnte er wieder am öffentlichen Leben teilnehmen, bis er zehn Jahre später wieder untertauchen musste. (Quelle: 1 und 2)

Laut der Zeugenaussage eines Opfers war der prominente Komiker Herman José Mitglied des Missbrauchsnetzwerkes (Quelle).

Ein Fussballer von Sporting Lissabon und ein Torero gehörten zu den Verdächtigten (Quelle). Der Fussballer Fernando Chalana, der über 10 Jahre Mitglied der portugiesischen Nationalmannschaft war, gehörte zu den Beschuldigten (Quelle: 18:40-18:50).

Laut anonymen Schreiben, die bei der Staatsanwaltschaft eingingen, waren die hochrangigen Politiker Jorge Sampaio und Antonio Vitorino Mitglied des Missbrauchsnetzwerkes (Quelle: 1 und 2). So viel ich weiss, gibt es aber keine Zeugenaussagen, welche die beiden Männer belasten würden. Bei den anonymen Schreiben könnte es sich womöglich auch um gezielte Desinformation handeln, um von den wahren Tätern abzulenken. Jorge Sampaio war Mitglied der Sozialistischen Partei und war von 1996 bis 2006 Präsident von Portugal. António Vitorino ist ebenfalls Politiker der Sozialistischen Partei und war von 1999 bis 2004 EU-Kommissar. Sampaio und Vitorino besuchten das Bilderberg-Treffen (Quelle: 1 und 2). Vitorino ist Freimaurer. Noch weitere führende Politiker der Sozialistischen Partei waren Freimaurer oder mit solchen verwandt. (Quelle: 1 und 2). Die ehemaligen Präsidenten Jorge Sampaio, Mário Soares und Ramalho Eanes wurden zu einem Freimaurertreffen eingeladen, aber sie lehnten ab (Quelle).

Weiteres

Catalina Pestana war Direktorin der Casa Pia. Sie engagierte sich beim Prozess für die Opfer und sagte gegenüber den Medien, dass einflussreiche Politiker zu den Tätern gehören. Der portugiesische Premierminister José Sócrates (war Chef der Sozialistischen Partei und besuchte das Bilderberg-Treffen) veranlasste jedoch, dass Pestana von der Casa Pia entlassen wurde. Sie wurde durch Vieira da Silvas ersetzt, der dafür sorgte, dass Personen, die sich im Fall engagierten, nicht mehr bei der Casa Pia willkommen waren. (Quelle: 42:00-43:10) Zufälligerweise war Vieira da Silvas ein Verdächtigter im Casa Pia-Fall (Quelle). Er war Politiker der Sozialistischen Partei.

Es gab eine Reihe an Leuten, die zwei Jahrzehnte lang über die Vorwürfe gegen die Casa Pia Bescheid wussten, aber nichts unternahmen, um den Missbrauch zu stoppen.

António Ramalho Eanes, der von 1976 bis 1986 der erste demokratisch gewählte Präsident von Portugal war, wusste über die Vorwürfe gegen die Casa Pia-Heime Bescheid. Er hatte aber scheinbar nichts dagegen unternommen. (Quelle)

Maria Teresa da Costa Macedo, eine ehemalige Ministerin, sagte, sie habe die Polizei bereits zu Beginn der 80er Jahre über die Vorwürfe gegen die Casa Pia informiert. Sie sagte auch, mehrere Politiker hatten seit 1980 über die Vorwürfe Bescheid gewusst, darunter Präsident Eanes und mehrere Minister. Laut Macedo wussten Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTP ebenfalls seit 1980 Bescheid und der damalige Chef des RTP, João Soares Louro, habe verhindert, dass die Berichte in die Medien gelangten. Soares Louro war Politiker bei der Sozialistischen Partei. Laut Macedo wusste auch Jaime Gama über die Vorwürfe Bescheid. Wie oben bereits erwähnt wurde, war Gama von mehreren Opfern als Täter beschuldigt worden. Macedo behauptete, sie habe Morddrohungen erhalten, nachdem sie den Missbrauch bei der Polizei gemeldet hatte. (Quelle: 1 und 2)

Verschwörungstheoretiker vermuten, dass Missbrauchsnetzwerke, wie im Casa Pia-Skandal, im Kincora-Skandal, im Fall Marc Dutroux, Jeffrey Epstein usw., von kriminellen Strukturen gesteuert werden, die versuchen, einflussreiche Personen in Pädophilennetzwerke einzubinden, um sie damit erpressbar zu machen. In den 80er Jahren wurden beim Diplomaten Jorge Ritto (er wurde oben erwähnt und gehört zu den verurteilten Tätern) Fotos gefunden, auf denen hohe Regierungsbeamte mit Kindern aus dem Casa Pia-Heim abgebildet sind. Die Fotos, die in Besitz der Polizei gelangten, sind aber verschwunden. (Quelle) Das Ritto belastende Fotos besass, könnte dafür sprechen, dass er versuchte einflussreiche Pädophile erpressbar zu machen. Manche Missbrauchsnetzwerke waren mit Geheimdienstlern oder der organisierten Kriminalität verbunden. Die organisierte Kriminalität versucht Politiker, Juristen und Polizisten erpressbar zu machen, um sich so vor der Strafverfolgung schützen zu können. Die Geheimdienstler wiederum werden Erpressungsaktionen vermutlich direkt im Auftrag konspirativer Eliten ausführen. Konspirative Eliten in Europa bestehen oft aus Adligen und Geschäftsleuten. Sie werden vor allem daran interessiert sein, Politiker erpressbar zu machen, um so ihren Einfluss auf die Politik abzusichern. Ich geh übrigens davon aus, dass auch der Vatikan erpressbar ist, da es in der katholischen Priesterschaft viele pädophile Straftäter gibt.

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Rocca Familie

Die italienisch-argentinische Rocca Familie ist die reichste und mächtigste Familie der argentinischen Wirtschaftselite. Die Familie lebt in Argentinien und Italien. Ihr Vermögen wird derzeit auf 9,7 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Techint

Der Italiener Agostino Rocca (1895-1978) gründete 1945 ein Unternehmen in Mailand, das sich auf den südamerikanischen Markt konzentrierte. Daraus entwickelte sich der argentinische Mischkonzern Techint, der bis heute von der Familie kontrolliert wird. Techint ist nach Umsatz das grösste argentinische Unternehmen und eines der grösste Unternehmen Südamerikas. Der Konzern ist in über 100 Ländern aktiv, konzentriert sich aber auf den südamerikanischen Raum. Techint ist der grösste südamerikanische Stahlproduzent und ist auch im Eisenerzbergbau aktiv (zur Herstellung von Stahl wird Eisenerz benötigt). Weitere Geschäftsfelder des Konzerns sind der Bau von Rohren, Bauwesen, Dienstleistungen für die Metall- und Bergbauindustrie, Förderung von Erdöl und Erdgas sowie Stromerzeugung. In Italien ist Techint im Gesundheitswesen tätig und besitzt Krankenhäuser.

Der Techint-Konzern profitierte wirtschaftlich von der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) und von der Bekämpfung der Arbeiteropposition vor und während der Diktatur (Quelle). Übrigens hatte die argentinische Diktatur Verbindungen zur kriminellen Freimaurerloge P2 aus Italien.

Agostino Rocca

Agostino Rocca (1895-1978) war der Gründer des Techint-Konzerns. Seine Familie war im 19. Jahrhundert in der Schifffahrt und im Handel im Mittelmeerraum tätig gewesen. Er trat der 1923 der faschistischen Partei bei, die in den folgenden Jahren eine Diktatur in Italien errichtete. In der Diktatur leitete er staatliche Unternehmen. Während des Zweiten Weltkrieges bot ihm der Diktator Mussolini das Amt des Ministers für Kriegsproduktion an, was Rocca aber ablehnte. 1944 wurde er jedoch von den Faschisten verhaftet, aber Nazideutschland veranlasste seine Freilassung. Agostino Rocca hatte Kontakt zu Giuseppe Toeplitz. (Quelle) Der polnisch-jüdische Bankier leitete die Banca Commerciale Italiana, die eine der grössten italienischen Banken war. Agostino Rocca wurde Berater der Bank und sein Schwiegervater war Anteilseigner der Bank gewesen. Sie war ein Vorläufer der heutigen Intesa Sanpaolo, die derzeit grösste italienische Bank.

Die heutigen Familienmitglieder

Gianfelice Rocca (*1948) besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Er ist zurzeit Mitglied des „European Round Table of Industrialists“ (ERT) und kennt daher über 50 Konzernchefs aus der EU. Derzeit gehören zum ERT auch der schwedische Bankier Jacob Wallenberg und der indische Milliardär Lakshmi Mittal. (Quelle) Der ERT gilt als eine der mächtigsten Instanzen der Wirtschaftselite der EU-Staaten und hat direkten Einfluss auf die EU-Kommission. 

Gianfelice Rocca studierte in Italien und in den USA an der Harvard Universität. Er war im europäischen Beirat der Harvard Business School. Er war in der Führung vieler italienischer Unternehmen, unter anderem bei RCS (Medien), Buzzi Unicem (Zement), Fastweb (Telekommunikation) und Brembo (Automobilzulieferer). Gianfelice Rocca war Vizepräsident der Confindustria, die grösste Arbeiterorganisation Italiens. Er war Direktor der italienischen Tochterfirma des deutschen Finanzkonzerns Allianz sowie Beiratsmitglied der Allianz. Er ist derzeit im Exekutivkomitee der italienischen Abteilung des Aspen Institut. Das Aspen Institut ist eine einflussreiche Denkfabrik in den USA. Gianfelice Rocca ist zurzeit Mitglied der Trilateralen Kommission. (Quelle: 1 und 2) Diese ist eine international einflussreiche Denkfabrik, die vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet wurde.

Paolo Rocca (*1952) nahm 2009 an einem Treffen teil, bei dem die reichsten Lateinamerikaner zusammenkamen. Darunter waren Antonio Moreira Salles (Brasilien), Carlos Slim (Mexiko), Andrónico Luksic (Chile), Julio Mario Santo Domingo (Kolumbien), Gustavo Cisneros (Venezuela) und Joao Roberto Marinho (Brasilien). (Quelle)

Paolo Rocca ist ehemaliger Vorsitzender und Mitglied des Exekutivkomitees der World Steel Association, die wohl mächtigste Lobbyorganisation der internationalen Stahlindustrie. Die Mitglieder der Handelsorganisation repräsentieren rund 85 Prozent der weltweiten Stahlproduktion. Zum Exekutivkomitee gehört derzeit auch der indische Milliardär Lakshmi Mittal und der russische Milliardär Alexei Mordashov.

Paolo Rocca war im internationalen Beratungskomitee der New York Stock Exchange (New Yorker Börse), die grösste Börse der Welt. Er war auch Berater der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB). (Quelle)

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Lovelace Familie

Der US-Amerikaner Jonathan Bell Lovelace (1895-1979) gründete 1931 eine Investmentfirma, aus der sich die heutige Capital Group entwickelte, einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. Jonathans gleichnamiger Sohn (1927-2011) führte das Unternehmen weiter. 2006 wurde das Vermögen der Lovelace Familie auf 1,1 Milliarden US-Dollar geschätzt und die Familie besass etwas weniger als 10 Prozent der Capital Group, die zu dem Zeitpunkt mit einem verwalteten Vermögen von einer Billion US-Dollar einer der grössten Vermögensverwalter der USA war. (Quelle)

Im Jahr 2011 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Die Capital Group belegte Platz 2 auf der Liste. (Quelle)

Ende Dezember 2021 verwaltete die Capital Group 2,7 Billionen US-Dollar und ist damit noch immer einer der grössten Vermögensverwalter der Welt. (Quelle) Die Capital Group ist Grossaktionär bei vielen Grosskonzernen und Grossbanken. Sie ist über die Tochterfirma „Capital Research and Management“ derzeit einer der Hauptaktionäre des Finanzkonzerns BlackRock, der in den letzten Jahren der grösste Vermögensverwalter der Welt war. Die Capital Group investiert stark in die Rüstungsindustrie und ist zurzeit einer der Hauptaktionäre von Northrop Grumman, Lockheed Martin, BAE Systems, Raytheon Technologies, General Dynamics und Boeing. Diese sechs Unternehmen waren im Jahr 2020 die sechs grössten Rüstungskonzerne der Welt.

Zurzeit ist Robert Lovelace Präsident und stellvertretender Vorsitzender sowie Portfoliomanager der Capital Group. Somit ist der Finanzkonzern noch immer mit der Gründerfamilie verbunden. Soviel ich über das Internet herausfinden konnte, besitzt die Lovelace Familie heute keine grossen Anteile oder Stimmrechte an der Capital Group mehr. Zurzeit befindet sich die Capital Group zu 40 Prozent in Besitz von „Horizon Kinetics Asset Management“.

Robert Lovelace ist derzeit Treuhänder des J. Paul Getty Trust, eine der reichsten Stiftungen der Welt. Sein Vater war Vorsitzender der Stiftung gewesen. (Quelle) Die Stiftung war 1953 von Jean Paul Getty gegründet worden, der eine Zeit lang als der reichste Amerikaner galt.

Robert Lovelace ist zurzeit Vorsitzender des „Pacific Council on International Policy“, eine Denkfabrik für Aussenpolitik.

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Drexel Familie

Die Drexel Familie gehört seit über 150 Jahren zur US-Amerikanischen Elite. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat die Familie enge Verbindungen zur britischen Elite, unter anderem zur britischen Königsfamilie.

Der Österreicher Franz Martin Drexel (1792-1863) wanderte in die USA aus und gründete dort 1838 die Bank Drexel & Co. Er starb als Millionär und seine Bank war damals eines der bedeutendsten der USA. Er bereiste auch Lateinamerika und freundete sich dort mit dem Revolutionär Simón Bolívar an. (Quelle) Bolívar war übrigens Freimaurer (Quelle). Drexels Söhne führten die Bank weiter, die darauf auch in Europa aktiv wurde.

Drexel & Co. unterstützte die US-Regierung bei der Finanzierung des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges (1846-1848) durch den Verkauf von Staatsanleihen und half den Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865). Die Bank spielte eine wichtige Rolle bei der Finanzierung des Aufbaus der Eisenbahn in den USA. (Quelle) In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand die Industrialisierung der USA statt und dieser Zeit kam es auch zum Aufstieg der US-Banken, insbesondere der Wall Street. Bei der Industrialisierung in den USA entstanden grosse Aktiengesellschaften, die Nachfrage nach Krediten stieg und es gab immer mehr Reiche und Superreiche, die Vermögensverwalter benötigten. Daher stieg das Vermögen der Banken in den USA stark an. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die USA zur führenden Finanzmacht und lösten damit Grossbritannien ab. Die Finanzeliten der beiden Länder sind schon seit dem 19. Jahrhundert eng verbunden.

Erste Generation

Anthony Joseph Drexel (1826-1893) war einer der führenden Bankiers des 19. Jahrhunderts. Ein Buch betitelt ihn als „Der Mann, der die Wall Street machte“. Ein Partner der Drexel Bank war Robert Winthrop. (Quelle) Robert kam aus der Winthrop Familie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte und eine der ältesten Familien der US-Elite ist. Roberts Schwiegervater Moses Taylor war einer der reichsten Amerikaner und langjähriger Vorsitzender der „National City Bank of New York“, die eine der grössten Banken der USA war. Aus ihr entwickelte sich die heutige Citigroup, eine der grössten Banken der Welt.

Unter der Führung von Anthony Joseph Drexel schloss sich die Bank der Drexel Familie mit der Bank von JP Morgan zusammen, worauf „Drexel, Morgan & Co.“ entstand, eine der grössten Banken der USA. JP Morgan war der mächtigste Bankier der USA. Er bezeichnete Anthony als den besten Freund, den er je hatte. (Quelle) Der Vorläufer von Morgans Bank war „George Peabody & Co.“, eine Bank in London. Die Bank der Drexel Familie war 1854 Vertreter von George Peabody & Co. geworden. Drexel, Morgan & Co. finanzierte 1892 die Gründung und den Aufbau des Industriekonzerns General Electric. (Quelle) Dieser war zeitweise eines der grössten Unternehmen der Welt und gehört bis heute zu den grössten Industriekonzernen der USA.

Nach Anthonys Tod wurde die Bank in „J.P. Morgan & Co.“ umbenannt. Sie ist der Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste US-amerikanische Bank ist. Anthony gründete 1891 die bis heute bestehende Drexel Universität. Er gründete zudem 1867 „Drexel, Harjes & Co.“, eine erfolgreiche Investmentbank in Paris. Nach Anthonys Tod übernahm JP Morgan die Bank und sie war ab da der französische Ableger von J.P. Morgan & Co.

Francis Drexel (1824-1885) war Seniorpartner der Familienbank. Seine zweite Frau Emma Bouvier war eine Tante des Börsenmaklers John Vernou Bouvier jr., der wiederum der Grossvater von Jacqueline Bouvier war. Jacqueline heiratete erst den US-Präsidenten John F. Kennedy und danach den Griechen Aristotle Onassis, der einer der reichsten Männer der Welt war.

Zweite Generation

Emilie Taylor Drexel (1851-1883) heiratete in die Biddle Familie. Die Familie stammt von William Biddle (1630-1712) ab, ein Quäker, der von England in die USA auswanderte. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts fand die Familie Anschluss an die Elite des Landes und war mit den Gründervätern der USA verbunden.

Der Schwiegervater von Elizabeth Drexel (1855-1890) war Thomas Kilby Smith, ein Diplomat und General des Amerikanischen Bürgerkriegs.

Katharine Drexel (1858-1955) war eine bekannte katholische Ordensschwester. 1887 wurde sie von Papst Leo XIII. in Privataudienz empfangen. 1988 wurde sie selig- und im Jahr 2000 vom Papst heiliggesprochen. (Quelle) Sie war vermutlich das einzige Kind eines Investmentbankers, das heiliggesprochen wurde.

Sarah Drexel (1860-1929) heiratete in die Van Rensselaer Familie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte.

Anthony Joseph Drexel II. (1864-1934) war ein Partner der Familienbank. Er verkehrte in vielen elitären Clubs der USA, darunter im Knickerbocker Club und im Union Club. Er zog nach London und freundete sich mit der britischen Elite an, unter anderem mit dem britischen König Edward VII. (Quelle) Der König war übrigens über 25 Jahre lang Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle). Anthonys Frau heiratete in zweiter Ehe den Sohn eines Barons aus der FitzGerald Familie, eine der wichtigsten Familien des irischen Adels.

Katherine Drexel (1866-1918) heiratete Charles Penrose. Dessen Bruder Spencer war ein erfolgreicher Unternehmer im amerikanischen Kupferbergbau. Boies Penrose, ein weiterer Bruder, war Politiker und Freimaurer (Quelle).

Lucy Drexel (1867-1944) und ihre Schwester Elizabeth (1868-1944) heirateten Söhne von John Dahlgren. Dahlgren war ein Offizier der US-Navy und Freimaurer (Quelle). Elizabeth heiratete in dritter Ehe den irischen Baron John Beresford, ein Assistent des britischen Prinzen Arthur von Connaught. Der Prinz war übrigens fast 40 Jahre lang Grossmeister der Freimaurer in England und über 60 Jahre lang Grossmeister des Templerordens in Irland (Quelle: 1 und 2). Bevor Baron John Beresford in Drexel Familie heiratete, hatte er in die Gould Familie geheiratet, die zur US-Elite gehört. Jay Gould (1836-1892) gilt als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten.

Der erste Ehemann von Josephine Drexel (1878-1966) war ein Nachkomme des irischen Einwanderers Thomas Addis Emmet (1764-1827). Ihr zweiter Ehemann war ein Sohn des US-Offiziers Guy Henry. Henry war Militärgouverneur von Puerto Rico und leitete somit die Militärregierung, die dort von den USA installiert wurde.

Dritte Generation

Der Bankier Anthony Joseph Drexel III. (1887-1946) verkehrte in Eliteclubs, wie dem Knickerbocker Club. Er heiratete in die oben erwähnte Gould Familie. Er gründete eine Maklerfirma zusammen mit einem Mitglied der Liggett Familie (Gründer des gleichnamigen Tabakkonzerns). Anthony veranstaltete ein Abendessen zu Ehren von Bede Clifford. Der Brite war Gouverneur der britischen Kolonien Bahamas, Mauritius, Trinidad und Tobago. Clifford erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie und hatte eine Tochter, die in die Astor Familie heiratete.

Margaretta Drexel (1889-1952) heiratete den britischen Grafen Guy Finch-Hatton.

John Drexel (1891-1958) war Partner einer Wertpapierfirma und Vorstandsmitglied der Anglo-South American Bank, eine britische Bank, die sich auf Südamerika konzentrierte. Während des Ersten Weltkriegs diente John Drexel als Chauffeur des hochrangigen britischen Armeeoffiziers John French. John French war Freimaurer, erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie und wurde zum Grafen geadelt.

Vierte Generation

Anthony Joseph Drexel Biddle II. (1897-1961) hatte eine Grossmutter, die aus der Drexel Familie kam. Er war einer der führenden Diplomaten der USA und Generalmajor der US Army. Er diente als US-Botschafter in Spanien, Jugoslawien, Tschechoslowakei, Griechenland, Norwegen, Niederlande, Belgien und Polen. Anthony heiratete in die Duke Familie, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Familien der USA gehörte. Die Duke Familie gründete die American Tobacco Company, die eines der grössten Tabakunternehmen war. Die Familie gründete auch den bis heute bestehenden Energiekonzern Duke Energy. Anthonys zweite Ehefrau war eine Tochter von William Boyce Thompson, ein erfolgreicher Bergbauunternehmer und Freimaurer. Thompson hatte 1916 den Bergbaukonzern Newmont gegründet, der in den letzten Jahren der weltweit grösste Goldproduzent war.

Edith Drexel (1911-1934) heiratete in die Cram Familie, die über Heiraten mit mehreren Familien der US-Elite verbunden war.

Der britische Graf Christopher Finch-Hatton (1911-1950) kam mütterlicherseits aus der Drexel Familie. Seine Frau kam väterlicherseits aus dem ungarischen Adel und mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie, die seit dem 19. Jahrhundert zur US-Elite gehört und als eine der reichsten Familien aller Zeiten gilt. Christophers Schwester Daphne Finch-Hatton (1913-2003) heiratete Whitney Straight, der mütterlicherseits aus der Whitney Familie kam. Die Whitney Familie gehört seit dem 19. Jahrhundert zur US-Elite. Christophers Schwester Henrietta (1917-1977) heiratete einen Sohn des britischen Geschäftsmanns Frank Cyril Tiarks. Dieser war Partner der Schroders Bank und Direktor der Bank of England (britische Zentralbank). Er gehörte zur Führung der Anglo-Persian Oil Company (heutiger Ölkonzern BP) und war Mitglied der Anglo-German Fellowship, ein britisch-deutsches Elitennetzwerk, das in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg aktiv war.

Frances Drexel Munn (1917-2012) hatte eine Grossmutter, die aus Drexel Familie kam. Väterlicherseits war sie mit der Astor Familie verwandt. Frances heiratete in die Baker Familie. Ihr Mann war ein Enkel von George Fisher Baker (1840-1931), der als der reichste Bankier der USA galt. Die Schwester von Frances Ehemann heiratete in die Bankiersfamilie Schiff. Frances Schwester Mary Munn (1915-2013) heiratete den britischen Aristokraten Frederick Ponsonby, der 10. Graf von Bessborough. Frederick kam mütterlicherseits aus der geadelten französischen Bankiersfamilie Neuflize und sein Vater war Generalgouverneur der britischen Kolonie Kanada.

John R. Drexel III. (1919-2007) verkehrte im elitären Knickerbocker Club (Quelle). Mitglieder der britischen Königsfamilie waren oft zu Gast bei Drexel. Auf der Gästeliste zu seinem 25. Hochzeitstag standen Namen wie Rockefeller, Aldrich, Astor und Auchincloss. Er heiratete in die britische Adelsfamilie Stonor. (Quelle) Der derzeitige Baron aus der Stonor Familie gehörte zur Führung der britischen Grossbank Barclays. John R. Drexel III. war Schatzmeister der amerikanischen Gruppe der Pilgrims Society (Quelle: 1 und 2). Die Pilgrims Society ist eine seit 1902 bestehende Gesellschaft, die dem Austausch der britischen und der US-amerikanischen Elite dient. Sie wird von der britischen Königsfamilie geführt. Zum britischen Zweig der Gesellschaft gehören Familien der britischen Elite, die in die US-Elite heirateten, während zum amerikanischen Zweig Familien der US-Elite gehören, die in die britische Elite heirateten. Es gibt schon seit über 100 Jahren eine transatlantische Heiratspolitik zwischen den Eliten der beiden Länder, was aber die wenigsten wissen.

Fünfte Generation

John Sergeant Cram III. (1932-2007) kam mütterlicherseits aus der Drexel Familie. Er heiratete die Britin Jeanne Campbell. Ihr Vater war Herzog Ian Campbell, der Clan-Chef des schottischen Campbell Clans, eine der wichtigsten Familien des schottischen Adels. Jeanne Campbell hatte viele Liebhaber, darunter US-Präsident John F. Kennedy, Fidel Castro, Randolph Churchill, Henry Luce, Baron Oswald Mosley und angeblich auch der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow. (Quelle: 1, 2, 3)

John R. Drexel IV. heiratete 1984 in die Astor Familie (Quelle). Die Astor Familie gehört seit über 200 Jahren zur US-Elite und wurde im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. John heiratete auch Pamela Braga, die Tochter eines kubanischen Unternehmers. Pamela heiratete später John Carter Brown, dessen Familie seit über 200 Jahren zur Elite der USA gehört. John Carter Brown hatte in erster Ehe in die Mellon Familie geheiratet. (Quelle) Die Mellons gehören schon seit 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA.

John R. Drexel IV. ist Mitglied des Order of Saint John, ein britischer Ritterorden, der von Mitgliedern der britischen Königsfamilie geführt wird. Die Königsfamilie hatte 1888 den Orden gegründet. 1996 gründete der Orden sein Priorat in den USA und John R. Drexel IV. wurde von der Queen zum ersten Prior (Oberhaupt) des US-Priorats ernannt. (Quelle) Später wurde er zum Gouverneur des US-Priorats auf Lebenszeit ernannt (Quelle). Weitere Aktivitäten von John R. Drexel IV. wären:

  • Er gehört zum Exekutivkomitee der Pilgrims Society und ist Präsident der Pilgrims-Stiftung. Dadurch wird er ebenfalls Kontakt zu den britischen Royals haben.
  • Er ist Direktor von Atlantic Partnership, eine transatlantische Organisation.
  • Er war Treuhänder der Drexel Universität, die von der Drexel Familie gegründet worden war.
  • Er gehörte zu Führung des Finanzunternehmens „Kidder, Peabody & Co.“ und arbeitete für weitere kleinere Finanzunternehmen.
  • Er war Berater bei den Vereinten Nationen (UN).
  • Er war im Beirat für Handel und Industrie der neuseeländischen Regierung.
  • Er ist Direktor der Pave the Way Foundation. Die Stiftung setzt sich für den Frieden und Austausch der Religionen ein und ist mit dem Vatikan verbunden.
  • Er war fünf Jahre im Stab des Senators Claiborne Pell, der übrigens ein Nachkomme der Lorillard Familie war.

(Quelle: 1 und 2)

Anthony Joseph Drexel Biddle III. (*1948) ist ein Nachkomme der Drexel Familie. Er gehörte in den 70er Jahren zur Führung der Chase Manhattan Bank, die dazumal eine der grössten Banken der Welt war und von David Rockefeller geführt wurde. Sie ist ein Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste US-amerikanische Bank ist.

Über eine Heirat ist die Drexel Familie entfernt mit der Mellon Familie verwandt, die schon seit 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. Matthew Mellon (1964-2018) hatte Blut der Drexel Familie in sich (Quelle).

Übrigens: Die Drexel Familie führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts weiterhin eine eigene Bank, die aber nicht so gross wie der Vorgänger war. 1940 entstand daraus eine Investmentbank, die aber, soviel bekannt ist, unabhängig von der Drexel Familie war. 1965 fusionierte sie mit einer Bank der Harriman Familie. Zu Beginn der 70er Jahre wurde ein Anteil von 25 Prozent an der Bank an die „Firestone Tire and Rubber Company“ verkauft. Die Firestone Familie, die das Unternehmen gegründet hatte, heiratete in die Milliardärsfamilie Ford. 1976 fusionierte Drexel mit einem Unternehmen der belgischen Bankiersfamilie Lambert, wodurch „Drexel Burnham Lambert“ entstand. Das Unternehmen stieg innerhalb weniger Jahre zu einer der fünf grössten Investmentbanken der USA auf. Sie war bekannt für ihre „aggressive Unternehmenskultur“ und war an vielen Übernahmen grosser Unternehmen beteiligt. 1990 ging die Bank Konkurs.

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Garibaldi Familie

Giuseppe Garibaldi (1807-1882) gilt als eine der bedeutendsten Personen der italienischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Er war ein führender Freimaurer. Zu seinen Nachkommen gehörten weitere Freimaurer.

Giuseppe Garibaldi

Der Italiener Giuseppe Garibaldi war einer der führenden Köpfe eines revolutionären Kreises, der die Einigung der italienischen Provinzen zu einem Staat plante, was 1861 auch umgesetzt wurde. Garibaldi war zuvor an Revolutionen und Kriegen in Südamerika beteiligt gewesen. Mehr dazu auf Wikipedia.

Giuseppe Garibaldi wurde 1844 in Montevideo, Uruguay, in eine Freimaurerloge aufgenommen. Von 1851 bis 1853 war er Mitglied einer Loge in New York. Nach seiner erfolgreichen Revolution in Italien wurde er 1864 Grossmeister des italienischen Grossorients (Grande Oriente d’Italia), der bis heute die führende Freimaurergrossloge Italiens ist. 1872 wurde Garibaldi zum Ehrengrossmeister des Grossorients auf Lebenszeit ernannt. Er erreichte den 33. Grad, den höchsten Freimaurergrad. Es gibt viele Freimaurerlogen in der Welt, die Giuseppe Garibaldi gewidmet sind. Die vermutlich älteste ist die Garibaldi Loge in New York, die 1864 gegründet wurde, als Garibaldi noch lebte. (Quelle: 1 und 2)

Neben Garibaldi waren noch weitere wichtige Unterstützer der italienischen Einigungsbewegung Freimaurer, darunter auch Giuseppe Mazzini, ebenfalls einer der berühmtesten Italiener des 19. Jahrhunderts. (Quelle) Diverse Freimaurer-Webseiten sagen, dass die Freimaurer eine wichtige Rolle bei der Revolution spielten. Es ist also kein Geheimnis. Von 1860 bis 1896 gab es 13 Grossmeister des italienischen Grossorients, die alle die Einigungsbewegung unterstützten und mit Garibaldi und/oder Mazzini verbunden waren (hier eine Liste der Grossmeister).

Der italienische Grossorient war 1805 vom französischen Adligen Eugène de Beauharnais gegründet worden, der auch der erste Grossmeister war. (Quelle: 1 und 2). Er war vom französischen Kaiser Napoleon I. zum Vizekönig von Italien ernannt worden, der zudem sein Stiefvater war. Die erste dokumentierte Freimaurerloge Italiens war 1731 von britischen Adligen gegründet worden (Quelle: 1 und 2).

Durch die erfolgreiche Einigungsbewegung kam es zum Zusammenschluss der italienischen Provinzen zu einem Nationalstaat. Durch den Zusammenschluss entstand 1861 das Italienische Königreich mit der italienischen Hochadelsfamilie Savoyen als Königsfamilie, die somit von der freimaurergeführten Revolution profitiert hatte. Die Savoyens brachten mindestens zwei Freimaurer hervor. Nach der Gründung des Italienischen Königreiches wurde Italien modernisiert. Italien war zuvor im Vergleich zu anderen europäischen Ländern rückständig gewesen, was Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft anging. Die Freimaurer spielten eine wichtige Rolle bei der Modernisierung Italiens (Quelle). Durch die Modernisierung verlor der Kirchenstaat an Einfluss in Italien, der bis dahin dort die dominierende Kraft gewesen war. Das Italienische Königreich war eine konstitutionell-parlamentarische Monarchie und in den ersten Jahrzehnten waren viele der führenden Politiker Freimaurer, darunter auch mehrere Regierungschefs. Das Italienische Königreich bestand bis zur Abschaffung der Monarchie 1946. Im Königreich hatte Garibaldi den Status eines Volkshelden und er gilt als einer der Väter des italienischen Nationalstaates.

Die Truppen von Garibaldi und der Savoyen Familie hatten 1870 den Kirchenstaat besetzt, gegen den Willen des Papstes. Der Kreis um Garibaldi war antiklerikal eingestellt, aber nicht antikatholisch. Sie akzeptierten bloss nicht die Autorität des Kirchenstaates und des Papstes. Auch Freimaurer aus anderen Ländern waren dem Kirchenstaat und dem Papsttum nicht wohlgesonnen. Die Freimaurer wurden bereits seit dem 18. Jahrhundert von der katholischen Kirche und einigen Päpsten angefeindet. Die katholische Kirche hatte in mehreren Ländern die Verfolgung der Freimaurer unterstützt, beispielsweise in Spanien und Portugal.

Giuseppe Garibaldi war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat (Supreme Council), der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Der Oberste Rat in Italien wurde 1805 in Mailand vom französischen Adligen Alexandre de Grasse-Tilly gegründet. Er wurde dabei von französischen und italienischen Freimaurern unterstützt. Der erste Grosskommandant des Obersten Rates in Italien war der bereits erwähnte französische Adlige Eugène de Beauharnais, der auch der erste Grossmeister des italienischen Grossorients war. (Quelle: 1 und 2)

Anmerkung zu Alexandre de Grasse-Tilly: Graf Alexandre de Grasse-Tilly war einer der hochrangigsten Freimaurer seiner Zeit. Er hatte Kontakt zu George Washington, welcher der erste Präsident der USA war (Quelle). George Washington war Freimaurer, wie viele weitere US-Präsidenten (Quelle). 1801 war Graf Alexandre in South Carolina massgeblich an der Gründung des Obersten Rates der Freimaurer der USA beteiligt (Quelle: 1 und 2). Dieser war, soviel bekannt ist, der erste Oberste Freimaurerrat der Welt und hat heute seinen Sitz in Washington. Die USA haben inzwischen noch einen zweiten Obersten Rat. Der Überlieferung nach war die Gründung des ersten Obersten Rates bereits 15 Jahre zuvor vom preussischen König Friedrich II. veranlasst worden. König Friedrich II. führte mit weiteren Adligen die Freimaurerei in Deutschland ein. Der Überlieferung nach war König Friedrich II. Grosskommandant des „Ordens des Prinzen des Königlichen Geheimnisses“, der sich 1763 in Frankreich gebildet hatte. Wenn man beim heutigen schottischen Freimaurerritus den 32. Grad erreicht, trägt man den Titel „Erhabener Prinz des königlichen Geheimnisses“. König Friedrich II. soll gemeinsam mit einem französischen Prinzen aus dem Haus Bourbon die Einführung des 33. Freimaurergrads veranlasst haben, der im heutigen schottischen Ritus der höchste Grad ist. König Friedrich II. soll der oberste Souverän (Herrscher) der gesamten Freimaurerei gewesen sein. Vor seinem Tod soll er die Macht an neun Freimaurer übergeben haben, die in verschiedenen Ländern die Freimaurerei anführen sollten. (Quelle) 1802 gründete Graf Alexandre de Grasse-Tilly den Obersten Rat für die Westindischen Inseln und wurde der Grosskommandant des Rates. Danach war er 1804 Gründer und erster Grosskommandant des Obersten Rates in Frankreich. Er gründete 1809 oder 1811 den Obersten Rat in Spanien. 1817 war Mitgründer des Obersten Rates in Belgien. Wie bereits erwähnt wurde, war er 1805 auch der Gründer des Obersten Rates in Italien gewesen. Graf Alexandre war also Mitgründer der Obersten Räte der USA, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien und der Westindischen Inseln. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5) Er war somit ein international führender Freimaurer. Womöglich gründete er die Obersten Räte im Auftrag der geheimen oberen Freimaurer, die nicht selbst in Erscheinung treten wollten. Erst wenige Jahre zuvor war der Illuminatenorden aus Deutschland verboten worden und in der westlichen Welt stieg das Misstrauen gegenüber Geheimbünden stark an, worauf auch die Freimaurerei in vielen Ländern angefeindet wurde. Die obersten Freimaurer, die ohnehin Geheimniskrämer sind, werden sich daher noch bedeckter gehalten haben als sonst schon. In der Zeit bevor Graf Alexandre die ersten Obersten Räte gründete, hatte er Kontakt zu Antienten gehabt, eine bis heute bestehende Strömung innerhalb der britischen Freimaurerei. Angeführt wurden die Antienten zu dieser Zeit vom schottischen Aristokraten John Murray, dem 4. Herzog von Atholl. Die Freimaurerei entstand in Schottland und die Murray Familie und viele weitere schottische Adelsfamilien (wie Stewart, Sinclair, Montgomery usw.) gehörten zu den frühen Freimaurern. Spätestens unter ihrer Führung wurde die Freimaurerei eine erfolgreiche und einflussreiche Bewegung.

Es ist vielleicht nur ein Zufall, aber Garibaldi wurde bei seiner Revolution in Italien mit Geld aus Schottland unterstützt und die National Bank of Scotland fungierte dabei als Dienstleister. Die Gelder wurden auf intransparenten Wegen an Garibaldi geleitet und er wusste womöglich gar nicht, wo das Geld herstammt und wer ihn da eigentlich unterstützt. Auch das alte Londoner Bankhaus Glyn & Co war bei den schottischen Spenden für Garibaldi behilflich. (Quelle) Die Bank gehörte der Glyn Familie, eine der ältesten Familien der britischen Finanzelite, die über Heiraten mit schottischen Freimaurerfamilien verbunden ist.

Giuseppe Garibaldi erhielt Ende der 1850er Jahre, als er als Revolutionär aktiv war, von der Banco di Napoli einen Kredit von 200 000 Lire. Dieser entspräche nach heutigem Wert mehrere Millionen Euro. Garibaldi weigerte sich, den Kredit zurückzuzahlen. (Quelle) Die Banco di Napoli galt als eine der ältesten Banken der Welt und ihr frühster Vorläufer war bereits seit 1463 in Neapel aktiv gewesen (Quelle). Die Banco di Napoli wurde durch Fusionen Teil der Intesa Sanpaolo, die derzeit grösste italienische Bank.

Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen (Quelle). Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiationsgrade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Dieser ist bis heute aktiv. Der Memphis-Misraim-Ritus ist eine irreguläre Strömung der Freimaurerei, wird also von den Freimaurergrosslogen nicht anerkannt.

Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des Memphis-Misraim-Ritus. Der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, ein Bekannter von Giuseppe Garibaldi, war Mitgründer und der zweite Gross-Hierophant des Ritus. (Quelle: 1 und 2) John Yarker war Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Yarker war auch Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA). (Quelle: 1 und 2) Die SRIA ist der englische Zweig der Rosenkreuzer. 1888 gründeten drei SRIA-Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge, darunter Freimaurer und Rosenkreuzer, gründeten kurze Zeit darauf den Ordo Templi Orientis (OTO), der ebenfalls zu einer wichtigen Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). Noch weitere Martinisten und Okkultisten waren Mitglied des Memphis-Misraim-Ritus. Bekannte Mitglieder waren Aleister Crowley, Theodor Reuss, Rudolf Steiner und Rudolf von Sebottendorf (Gründer der Thule-Gesellschaft, ein Nazi-Geheimbund). (Quelle) Der Memphis-Misraim-Ritus liess sich stark von der ägyptischen Freimaurerei inspirieren. Mehr zur ägyptischen Freimaurerei im Beitrag zur Caetani Familie.

1860 heiratete Giuseppe Garibaldi die weit jüngere Giuseppina Raimondi. Sie war die Tochter des 3. Markgrafen aus der Raimondo Familie. Der erste Markgraf der Raimondo Familie kam mütterlicherseits aus der päpstlichen Adelsfamilie Odescalchi. Pasquale Stanislao Mancini war als Scheidungsanwalt für Garibaldi tätig. Er kam aus der italienischen Adelsfamilien Mancini. Auch Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1810-1869) aus dem päpstlichen Adel war mit Garibaldi verbunden.

Giuseppe Garibaldi und Giuseppe Mazzini (ebenfalls ein wichtiger Revolutionär und Freimaurer aus Italien) hatten Kontakte zu den Gründern der Ersten Internationale (Internationale Arbeiterassoziation). Diese wurde 1864 in London von den frühen Kommunisten gegründet und war der erste internationale Zusammenschluss von Arbeitergesellschaften. Der berühmte Karl Marx war einer der Gründer und Chefs der Internationale.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Der Politiker Menotti Garibaldi (1840-1903) war ein Sohn von Giuseppe Garibaldi. Er wurde von seinem Vater in die Freimaurerei eingeführt (Quelle). Seine Tochter Rosita heiratete einen italienischen Grafen. Menotti Garibaldi trat der italienischen Freimaurerloge „Propaganda Massonica“ bei. Die Loge war 1877 von Giuseppe Mazzoni gegründet worden, der Grossmeister des italienischen Grossorients war. Aus der Loge entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die kriminelle Freimaurerloge Propaganda Due (P2-Loge). (Quelle: 1 und 2) Menotti Garibaldi leitete gemeinsam mit Herzog Onorato Caetani ein politisches Komitee (Quelle). Der Herzog kam aus der päpstlichen Adelsfamilie Caetani. Menottis Schwester Teresita soll ebenfalls von ihrem Vater in die Freimaurer aufgenommen worden sein, obwohl Freimaurer eigentlich keine Frauen aufnehmen.

1922 übernahm Benito Mussolini (Begründer des Faschismus) die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Mussolini errichtete in den folgenden Jahren eine faschistische Diktatur, die bis 1943 bestand. Während der Diktatur war die Freimaurerei in Italien verboten. Der Politiker Ricciotti Garibaldi (1847-1924) engagierte sich zusammen mit den Freimaurern gegen den freimaurerfeindlichen Faschismus in Italien (Quelle). Er heiratete eine Engländerin.

Giuseppe „Peppino“ Garibaldi (1879-1950) führte wie sein Grossvater das Leben eines militärischen Abenteurers und nahm an einer Reihe von Kriegen und bewaffneten Konflikten in Europa, Afrika und Lateinamerika teil. Nach Angaben des italienischen Wikipedias war er Mitglied der Freimaurer und versuchte, mit ihnen den Faschismus zu bekämpfen. Er heiratete eine US-Amerikanerin.

Der Soldat Sante Garibaldi (1885-1946) war ebenfalls ein Gegner des italienischen Faschismus. Im italienischen Wikipedia steht derzeit, dass Sante Garibaldi als Freimaurer in französischen und italienischen Logen aktiv war und Mitglied des Memphis-Misraim-Ritus sowie Grossminister des Weltverbandes des Schottischen Ritus war.

Ezio Garibaldi (1894-1969) sympathisierte im Gegensatz zu seinen Verwandten mit den italienischen Faschisten und war Politiker in der faschistischen Diktatur. Er war allerdings vor und nach der Diktatur als Freimaurer aktiv. (Quelle) Möglicherweise war er ein Agent der Freimaurer, der die faschistische Regierung infiltrieren sollte. Er heiratete eine US-Amerikanerin.

Auch der Soldat Ricciotti Garibaldi (1881-1951) engagierte sich im Kampf gegen den italienischen Faschismus. Allerdings soll er ein Agent der Faschisten gewesen und wurde deswegen aus der Freimaurerei ausgeschlossen. (Quelle)

Enzo Garibaldi (starb 1969) war General und Freimaurer. Er erreichte den 33. Freimaurergrad. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges versuchten sich die Freimaurer mit dem Vatikan zu versöhnen, was Wirkung zeigte. Enzo Garibaldi wurde 1969 in der „Basilika Santa Maria degli Angeli“ begraben, eine päpstliche Basilika. Eine derart öffentliche religiöse Zeremonie zu Ehren eines berüchtigten Freimaurers wäre einige Jahre zuvor undenkbar gewesen. (Quelle) Dennoch misstrauen viele aus der Vatikanführung auch heute noch den Freimaurern. Der derzeitige Papst Franziskus sagte, dass die Freimaurer-Lobby, die Schwulen-Lobby, politische Lobbys und Lobbys der gierigen Menschen das grösste Problem seien (Quelle). Papst Franziskus ist misstrauisch gegenüber den Verbindungen zwischen dem Malteserorden (Vatikanorden) und den Freimaurern (Quelle). Er hatte Kardinal Raymund Burke beauftragt, den Malteserorden von Freimaurern zu säubern (Quelle).

Anita Garibaldi, eine Urenkelin von Giuseppe Garibaldi, war 2014 Ehrengast bei einer Ausstellung im Freimaurermuseum in London. (Quelle) Das Museum befindet sich in der Freemasons Hall, wo auch die englische Grossloge ihren Sitz hat, die älteste Freimaurergrossloge der Welt. Die Garibaldi Familie ist also womöglich noch immer mit der Freimaurerei verbunden.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Oldenburg

Das Haus Oldenburg ist eines der bedeutendsten Geschlechter des Hochadels. Die deutsche Adelsfamilie besteht seit mindestens 1000 Jahren und gehört somit zum Uradel. Die heutigen Königsfamilien von Dänemark und Norwegen sowie die nicht amtierenden Königsfamilien von Griechenland und Russland stammen im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab. Auch der neue britische König Charles III. stammt im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Graf Egilmar I., der im 11. Jahrhundert lebte, gilt als der Begründer der Oldenburg Familie. Der Legende nach war seine Schwiegermutter eine Nichte von Papst Leo IX. und heiratete einen Enkel des österreichischen Markgrafen Leopold I. Der Markgraf war der Stammvater der Babenberger, die bis Mitte des 13. Jahrhunderts über Österreich herrschten. Die Frau von Egilmar I. war womöglich mit Welfen, Karolingern und Saliern verwandt. Die drei Hochadelsfamilien stellten zu dieser Zeit römisch-deutsche Könige und Kaiser.

Egilmar I. war der erste Graf der Grafschaft Oldenburg, die im Norden des heutigen Deutschlands lag. Seine Nachkommen herrschten ab da über die Grafschaft. 1774 wurde Oldenburg zu einem Herzogtum und 1829 zu einem Grossherzogtum, worauf die Oldenburg Familie als Herzöge und Grossherzöge über die Region herrschten. Sie herrschten bis 1918, als in Deutschland alle Monarchien abgeschafft wurden.

Thronbesteigungen und Verbindungen zur Freimaurerei

Durch Heiraten in den Hochadel wurde die Oldenburg Familie Thronfolger der skandinavischen Länder. Christian von Oldenburg (1426-1481) bestieg als König Christian I. den Thron von Dänemark, Norwegen und Schweden. Ab da herrschte das Haus Oldenburg bis 1863 über Dänemark. Dann wurde Christian IX. König von Dänemark. Seine Mutter war eine Tochter des deutschen hochadligen Illuminaten Karl von Hessen-Kassel, der die Freimaurerei in Dänemark geführt hatte. Nach Karl waren zwei dänische Könige aus dem Haus Oldenburg Grossmeister der dänischen Freimaurerei (Quelle). König Christian IX. kam väterlicherseits aus dem Haus Glücksburg, das eine Nebenlinie der Oldenburg Familie ist. Seine Nachkommen sind bis heute die Königsfamilie von Dänemark und hatten bis 1949 die Freimaurerei in Dänemark geführt. (Mehr dazu im Beitrag zum Haus Glücksburg) Somit stammt die derzeitige dänische Königin Margrethe II. im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Von 1450 bis 1814 herrschte die dänische Königsfamilie aus dem Haus Oldenburg auch über Norwegen. Danach herrschte die schwedische Königsfamilie aus dem Haus Bernadotte für fast 100 Jahren über Norwegen und führte in dieser Zeit die norwegische Freimaurerei an (Quelle). Anschliessend bestieg der dänische Prinz Haakon (1872-1957), ein Freimaurer, als König Haakon VII. den norwegischen Thron. Er kam aus dem Haus Glücksburg, das wie gesagt eine Nebenlinie der Oldenburger ist. Haakons Nachkommen sind bis heute die Königsfamilie von Norwegen. Somit stammt der derzeitige norwegische König Harald V. im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Der dänische Prinz Georg (1845-1913) aus dem Haus Glücksburg war der Stammvater der griechischen Königsfamilie, die bis 1964 über Griechenland herrschte und Freimaurer hervorbrachte. Prinz Philip, der die britische Queen Elizabeth II. heiratete, kam aus der griechischen Königsfamilie (und war Freimaurer). Somit stammt sein Sohn, der derzeitige britische König Charles III., im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Herzog Adolf I. (1526-1586) war der Sohn des dänischen Königs Friedrich I. aus dem Haus Oldenburg. Adolf war der Begründer der Linie Schleswig-Holstein-Gottorf, die somit ein Nebenzweig der Oldenburger war. Die Familie Schleswig-Holstein-Gottorf stellte bis ins 16. Jahrhundert die Herzöge von Schleswig-Holstein im Norden Deutschlands. Herzog Adolf I. heiratete in das Haus Hessen. Dadurch hatte die Familie Schleswig-Holstein-Gottorf auch Blut der Hochadelsfamilie Hessen in sich.

Adolf Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (1710-1771) wurde 1751 zum König von Schweden gewählt. Seine Familie herrschte bis 1818 über Schweden. In dieser Zeit stellten sie vier Könige, von denen zwei Freimaurer waren (Quelle). Danach bestieg die Bernadotte Familie den schwedischen Thron, die bis heute die Königsfamilie von Schweden ist und bis 1997 die schwedische Freimaurerei anführte. (Mehr dazu im Beitrag zum Haus Bernadotte)

Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (1700-1739) heiratete eine Tochter des russischen Kaisers Peter der Grosse. Peter war der erste Kaiser von Russland und war der Legende nach auch der erste russische Freimaurer. Karl Friedrichs Sohn bestieg als Kaiser Peter III. den russischen Thron. Seine Nachkommen herrschten bis 1917 über Russland. Maria Romanowa, das derzeitige Oberhaupt der nicht amtierenden russischen Kaiserfamilie, stammt im Mannesstamm von Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf ab und dadurch auch im Mannesstamm vom Haus Oldenburg.

Das Haus Oldenburg kam schon früh mit Freimaurern in Kontakt. Die dänische Prinzessin Anne (1574-1619) aus dem Haus Oldenburg heiratete den schottischen König Jakob VI., der als König Jakob I. auch über England und Irland herrschte. Anne war dadurch Königin von Britannien. Sie lernte viele schottische Adlige kennen. Der Schotte William Schaw wurde ein Höfling von Königin Anne. William Schaw war ein früher Freimaurer und gilt als wichtige Persönlichkeit bei der Entwicklung der Freimaurerei in Schottland. Er kam aus dem schottischen Schaw Clan. Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland und war von Anfang an mit schottischen Clans (schottische Aristokraten) verbunden. König Jakob, Annes Ehemann, kam aus dem Stewart Clan. Zu den Nachkommen von Jakob und Anne gehörten unzählige Freimaurer und die Blutlinie der Stewarts ist vermutlich eine der wichtigsten in der Geschichte der Freimaurerei. Die dänische Prinzessin Margarethe (1456-1486) aus dem Haus Oldenburg heiratete ebenfalls in die schottische Königsfamilie Stewart.

Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1831-1917) kam aus einem deutschen Familienzweig der Oldenburg Familie. Er heiratete in die britische Königsfamilie und war damit mit führenden Freimaurern verwandt. Er wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Herzog Friedrich Christian II. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1765-1814) hatte Briefkontakt zu Adam Weishaupt (Quelle). Dieser war der Gründer des berühmten Illuminatenordens. Friedrich Christian II. war ein Gönner von Weishaupt und trat womöglich den Illuminaten bei (Quelle: Seite 34). Auf Wikipedia ist er als Freimaurer und Illuminat aufgelistet.

Durch die Heiraten im letzten Jahrtausend ist die Oldenburg Familie mit zahlreichen Adels- und Hochadelsfamilien verwandt.

Die deutschen Oldenburger im Naziregime

Der deutsche Familienzweig der Oldenburg Familie hatte enge Verbindungen zum Naziregime.

Altburg von Oldenburg (1903-2001) heiratete Josias zu Waldeck und Pyrmont aus der deutschen Uradelsfamilie Waldeck. Josias war Politiker der NSDAP und hochrangiges Mitglied der SS. Er war 1929 der Nazipartei beigetreten, also bereits vor der Machtübernahme Hitlers. 1931 berichtete eine deutsche Zeitung, dass Josias von Hitler beauftragt wurde, den Geheimdienst der SS aufzubauen. Demnach wäre er bereits vor der Machtübernahme Hitlers am Aufbau des Nazigeheimdienstes beteiligt gewesen. Im Naziregime war er in Hitlers Auftrag an der Gefangennahme und Ermordung politischer Gegner beteiligt. Er soll zu den Hauptverantwortlichen der Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Konzentrationslager Buchenwald gehören. 1947 wurde er deswegen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Aus angeblich gesundheitlichen Gründen wurde er aber schon 1950 entlassen und entnazifiziert. (Quelle)

Ingeborg von Oldenburg (1901-1996) heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. Der Bruder ihres Ehemannes war Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe, ein hochrangiger NS-Funktionär und Publizist nationalsozialistischer Schriften. Er trat 1929 der NSDAP bei und war damit einer der ersten Hochadligen, die der Partei beitraten. Er war Adjutant und Redenschreiber von Propagandaminister Joseph Goebbels. „Für seine langen Verdienste um die Partei“ erhielt er von Hitler das goldene Ehrenabzeichen der NSDAP. Nach dem Krieg wurde er als Mitläufer eingestuft und erhielt keine Strafe. (Quelle) In der Nachkriegszeit war er bei rechtsradikalen Parteien aktiv, darunter auch bei der bis heute bestehenden NPD (Quelle).

Huno von Oldenburg (*1940) heiratete eine Tochter von Johann Graf „Lutz“ Schwerin von Krosigk aus der deutschen Uradelsfamilie Krosigk. Lutz war im Naziregime durchgehend Finanzminister. Da sein Finanzministerium an der Enteignung deportierter Juden beteiligt gewesen war, wurde er nach dem Krieg in Haft genommen. 1949 verurteilte man ihn zu zehn Jahren Gefängnis. 1951 wurde er aufgrund einer Amnestie aus der Haft entlassen. (Quelle) Anschliessend trat er der Organisation Gehlen bei (Quelle: bei 11:45-12:00). Die Organisation Gehlen war ein deutscher Geheimdienst, der nach dem Zweiten Weltkrieg im besetzten Deutschland von den US-amerikanischen Geheimdiensten finanziert und aufgebaut wurde. Der Gehlen-Geheimdienst rekrutierte viele ehemalige deutsche Nazis und wurde von Reinhard Gehlen geleitet, der zuvor für den Geheimdienst von Nazideutschland gearbeitet hatte. Reinhard Gehlen wurde 1956 der erste Präsident des BND, der bis heute der deutsche Auslandsgeheimdienst ist.

Nikolaus von Oldenburg (1897-1970) war bis zur Abschaffung der Monarchie 1918 Erbgrossherzog des Grossherzogstums Oldenburg. 1937 trat er der NSDAP und der SA bei. Zumindest 1941 glaubte er scheinbar an einen Endsieg Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, denn in diesem Jahr schrieb er an den hochrangigen Nazi Heinrich Himmler: „Ich wäre ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich kurz wissen lassen würden, ob grundsätzlich die Möglichkeit des Ankaufs grösserer Güter im Osten nach Kriegsende für mich gegeben sein wird“. (Quelle) Er wollte also von der Eroberungen der Nazis im Osten profitieren.

Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1858-1921) kam aus einem deutschen Familienzweig der Oldenburger. Sie heiratete Wilhelm II., den letzten Kaiser von Deutschland. Wilhelm sympathisierte mit dem Naziregime und begrüsste Hitlers Kampf gegen die Juden (mehr dazu im Beitrag zum Haus Hohenzollern).

Sophie Charlotte von Oldenburg (1879-1964) heiratete Prinz Eitel Friedrich von Preussen. Dieser war ein Sohn des letzten Kaisers Wilhelm II. und war von 1907 bis 1926 Herrenmeister (Oberhaupt) des Johanniterordens. Er trat dem „Bund der Aufrechten“ bei. (Quelle) Die nationalistisch-monarchistische Vereinigung wurde 1918 gegründet und wollte die Abschaffung der deutschen Monarchie rückgängig machen. 1922 wurde sie als republikfeindliche Organisation verboten. Eitel Friedrich trat auch dem 1918 gegründeten Stahlhelmbund bei (Quelle). Der Stahlhelmbund war eine republikfeindliche paramilitärische Organisation. Eitel Friedrich war 1931 bei der Gründung der Harzburger Front dabei, ein Bündnis antidemokratischer Nationalisten und Rechtsextremisten (Quelle).

Die deutschen Oldenburger in den letzten 50 Jahren

Friedrich von Oldenburg (1936-2017) heiratete eine Tochter des Oberhauptes der ehemaligen deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern.

Beatrix von Oldenburg (*1971) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Storch und ist als Beatrix von Storch bekannt. Sie gehört zur Führung der deutschen Partei AFD. Ihre Cousine Eilika (*1972) heiratete in die nicht amtierende österreichische Königsfamilie Habsburg-Lothringen. Der Grossvater mütterlicherseits von Beatrix war der oben erwähnte Nazi-Finanzminister Johann Graf Schwerin von Krosigk.

Karl Emich von Leiningen (*1952) kommt mütterlicherseits aus der Oldenburg Familie. Väterlicherseits kommt er aus der deutschen Uradelsfamilie Leiningen und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der russischen Kaiserfamilie. Karl Emich und der russische Politiker Anton Bakow haben sich das Ziel gesetzt in Russland die Monarchie wiedereinzuführen mit Karl Emich als König (Quelle). Karl Emich heiratete in erster Ehe in die deutsche Uradelsfamilie Hohenlohe und in dritter Ehe in die Uradelsfamilie Egloffstein. Seine zweite Ehefrau Gabriele kam aus der Thyssen Familie, eine der reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Gabriele heiratete später den religiösen Führer Karim Aga Khan IV, ein persischer Aristokrat. Die Khans stammen der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Die Khans sind der Legende nach auch Nachkommen der Fatimiden, eine der mächtigsten Herrscherfamilien des 11. Jahrhunderts.

Die Oldenburger heirateten in den letzten Jahrzehnten in weitere deutsche Adelsfamilien.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Ich blogge nun seit mehr als drei Jahren. Mein Ziel ist es, irgendwann von meinem Blog leben zu können (ich bin noch jünger als 30). Werbung auf meinem Blog möchte ich nicht, daher wäre ich auf Spenden angewiesen. Klicke hier, wenn du mich unterstützen möchtest. Falls du aus dem Hochadel kommst und dir meine Beiträge gefallen, würde ich mich sehr geehrt fühlen, wenn du mich unterstützen willst.

Liste der wichtigsten Teilnehmer der Sun Valley Konferenz

Die Sun Valley Konferenz ist eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. Zu den Teilnehmern gehören führende Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Der Grossteil der Besucher sind US-Amerikaner, aber es sind auch einflussreiche Geschäftsleute aus dem Ausland dabei. Mehrere Fusionen von Medienkonzernen wurden bei Sun Valley Konferenzen geplant. Das Treffen wird von der Investmentbank „Allen & Company“ veranstaltet, die von der Unternehmerfamilie Allen kontrolliert wird. Die Konferenz fand 1983 das erste Mal statt. Das Treffen ist nicht geheim und in den Medien werden inzwischen bereits Gästeliste veröffentlicht.

Viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass die Tech-Elite aus den USA gerade dabei ist, die Weltherrschaft an sich zu reisen. Meiner Meinung nach wird ihr Einfluss aber überschätzt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich so ein paar neureiche Computernerds gegen die internationale Hocharistokratie und die Hochfinanz durchsetzen könnten. Der in Sri Lanka geborene US-amerikanische Tech-Milliardär Chamath Palihapitiya, der zur Führung von Facebook gehörte und Mark Zuckerberg kennt, sagte in einem Interview, dass 150 Männer die Welt regieren und diese 150 Männer seien keine Politiker und auch keine Tech-Unternehmer. Die wirklich Mächtigen seien diejenige, welche die grössten Assets und die Finanzströme kontrollieren.

In diesem Beitrag sind die wichtigsten Besucher der Sun Valley Konferenz aufgelistet, aber es ist keine vollständige Liste der Teilnehmer. Neben Milliardären sind auch viele Millionäre und Multimillionäre bei den Treffen dabei. Hier sind nur die Vermögen der Milliardäre aufgelistet und nicht die der Millionäre. Die Angaben zu den Vermögen sind Echtzeitschätzungen des Forbes Magazins vom 13.9.2022.

Bei der Sun Valley Konferenz sind viele Juden dabei, da in den USA viele der erfolgreichen Unternehmer im Bereich Internet und Medien aus jüdischen Familien kommen. Bei Personen auf dieser Liste mit einem (J) nach dem Namen ist bekannt, dass sie väterlicherseits und/oder mütterlicherseits jüdisch sind.

Name
____________________
Das wichtigste zur PersonGeschätztes Vermögen in Milliarden
Bill GatesEr gründete Microsoft, eines der grössten Unternehmen der Welt.107,3
Satya NadellaDer indische Einwanderer ist derzeit Vorsitzender und CEO von Microsoft. Er besuchte das Bilderbergtreffen.
Jeff BezosEr ist Gründer und Vorsitzender von Amazon, eines der grössten Unternehmen der Welt. Er besuchte das Bilderbergtreffen.152,3
Andy Jassy (J)Derzeitiger Präsident und CEO von Amazon.
Warren BuffettEr gilt als einer der erfolgreichsten Finanzinvestoren aller Zeiten und führt Berkshire Hathaway, eines der grössten Unternehmen der Welt.98
George Soros (J)Der ungarische Einwanderer ist einer der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager.6,7
Steve JobsEr gründete Apple, eines der grössten Unternehmen der Welt.Als er 2011 starb waren es 7 Milliarden
Tim CookDerzeitiger CEO von Apple.1,8
Elon MuskDer südafrikanische Einwanderer ist Hauptaktionär und CEO des Autokonzerns Tesla und war früher Hauptaktionär von PayPal.267,2
Larry Page (J)Er ist Mitgründer von Google, eines der grössten Unternehmen der Welt.91,1
Sergey Brin (J)Der russische Einwanderer ist Mitgründer von Google.87,3
Sundar PichaiDer indische Einwanderer ist derzeit CEO von Google.
Eric SchmidtEr gehörte lange Zeit zur Führung des Google-Konzerns und hat das Unternehmen mit aufgebaut. Er war auch Direktor von Apple und gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen.18,1
Chad HurleyEr gründete YouTube (gehört zum Google-Konzern).
Susan Wojcicki (J)Sie ist derzeit CEO von YouTube.
Anne Wojcicki (J)Sie ist die Schwester von Susan Wojcicki und war mit dem Google-Gründer Sergey Brin verheiratet.
Mark Zuckerberg (J)Er gründete und leitet den Facebook-Konzern.56
Sheryl Sandberg (J)Sie gehört zur Führungsclique von Facebook. Sie hatte ein romantisches Verhältnis mit Robert Kotick, der ebenfalls die Sun Valley Konferenz besuchte. Robert Kotick ist CEO von Activision Blizzard, einer der grössten Videospielkonzerne der Welt. Sheryl Sandberg heiratete den Unternehmer Dave Goldberg, der auch die Sun Valley Konferenz besuchte. Sheryl Sandberg war Direktor von Starbucks und Disney.1,5
Kevin SystromEr gründete Instagram (gehört zum Facebook-Konzern). Er war Direktor von Walmart, das nach Umsatz grösste Unternehmen der Welt.1,3
Jack DorseyEr ist Mitgründer von Twitter sowie Mitgründer des Technologiekonzerns Block (Square). Er war auch Direktor von Disney.4,7
Evan WilliamsMitgründer von Twitter.1,8
Omid KordestaniDer iranische Einwanderer ist ehemaliger Vorsitzender und derzeitiger Direktor von Twitter. Er war auch CBO von Google und Direktor von Vodafone. Er ist derzeit Vorsitzender von Pearson, einer der grössten Buchverlage der Welt.Ehemaliger Milliardär
Parag AgrawalDer indische Einwanderer ist derzeit CEO von Twitter.
Reed HastingsGründer und derzeitiger CEO von Netflix.2,6
Ted SarandosEr leitet zusammen mit Reed Hastings den Netflix-Konzern. Seine Frau Nicole Avant war US-Botschafterin auf den Bahamas.
Jerry YangDer taiwanesische Einwanderer ist Mitgründer von Yahoo. Er war Direktor der Technologiekonzerne Alibaba (China) und Cisco (USA). Er ist derzeit Direktor der Technologiekonzerne Lenovo (China) und Workday (USA).2,5
Jim LanzoneEr ist derzeit CEO von Yahoo und Direktor von GoPro. Er war CEO von Tinder.
Terry Semel (J)Er leitete Yahoo und Warner Bros, eines der fünf grössten Filmstudios.
Daniel EkDer Schwede gründete und leitet Spotify.2,1
Evan SpiegelEr gründete und leitet Snapchat.2,9
Mitglieder der Murdoch FamilieDie australische Murdoch Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt. 18,2
Robert ThomsonDer Australier ist seit 2013 CEO des Medienkonzerns der Murdoch Familie.
Shari Redstone (J)Sie kontrolliert Paramount Global, einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Ihr Vater gehörte eine Zeit lang zu den reichsten der Welt.
Philippe Dauman (J)Er leitete das Medienimperium der Redstone Familie.
Les Moonves (J)Er leitete den Medienkonzern CBS, der zum Medienimperium der Redstone Familie gehört. Les Moonves ist ein Grossneffe von David Ben-Gurion, der Israel gründete und der erste Ministerpräsident des Landes wurde.
Jim GianopulosEr leitete Paramount Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios, das zum Medienimperium der Redstone Familie gehört. Jim Gianopulos leitete auch „20th Century Fox“, ebenfalls eines der grössten Filmstudios, das damals von der Murdoch Familie kontrolliert wurde und heute zu Disney gehört.
Brian Roberts (J)Er leitet und kontrolliert Comcast, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.1,3
Ronald Meyer (J)Er war stellvertretender Vorsitzender des Medienkonzerns NBCUniversal, der zu Comcast gehört. Er war langjähriger Präsident von Universal Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios, das inzwischen zu Comcast gehört.
Martin LauDer Chinese ist Präsident von Tencent, der grösste chinesische Medienkonzern. Er war in Hongkong aufgewachsen und arbeitete für die führende US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs.1,9
Robin LiDer Chinese ist Mitgründer und Chef von Baidu, der zweitgrösste chinesische Medienkonzern.7,7
Victor KooDer Chinese gründete Youku, die chinesische Version von YouTube.Ehemaliger Milliardär
Lee Jae-yongEr kommt aus der Lee Familie, die als die reichste südkoreanische Familie gilt und Samsung gegründet hatte, das grösste südkoreanische Unternehmen.7,3
Kaz Hirai und Kenichiro YoshidaDie beiden Japaner sind Führungskräfte des japanischen Grosskonzerns Sony, der eines der mächtigsten Unternehmen in der weltweiten Medienindustrie ist.
Howard StringerDer Brite leitete Sony und war Präsident von CBS sowie Direktor der BBC. Er wurde von der britischen Queen zum Ritter geschlagen.
John MaloneEr gründete, leitet und kontrolliert den Medienkonzern Liberty Media. Über Liberty Media ist er Grossaktionär mehrerer Medienkonzerne, bei denen er Direktorenposten besetzt.9,7
Michael Bloomberg (J)Er gründete, leitet und kontrolliert den Medienkonzern Bloomberg. Er war Bürgermeister von New York.76,8
Emilio AzcárragaDer Mexikaner leitet und kontrolliert Televisa, den grössten lateinamerikanischen Medienkonzern.1,2
Roberto Marinho NetoEr kommt aus der Marinho Familie, die als die reichste brasilianische Familie gilt und die Grupo Globo kontrolliert, den zweitgrössten lateinamerikanischen Medienkonzern.Die Familie soll mehr als 20 Milliarden besitzen.
Bob Iger (J)Er war langjähriger CEO von Disney, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.
Michael Eisner (J)Er war langjähriger CEO von Disney und Präsident von Paramount Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios.Ehemaliger Milliardär
Bob Chapek (womöglich Jude)Derzeitiger CEO von Disney.
Michael Ovitz (J) Er war Präsident von Disney sowie Mitgründer und Vorsitzender der Talentagentur CAA.
Jeff BewkesEr leitete Time Warner (heute Warner Bros. Discovery), einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Der Konzern steht unter dem Einfluss der jüdischen Milliardärsfamilie Newhouse.
David Zaslav (J)Er leitet derzeit Warner Bros. Discovery und ist Direktor von Televisa.
John HendricksEr gründete den Medienkonzern Discovery, der zu Warner Bros. Discovery fusionierte.
Jimmy HayesEr leitete den Medienkonzern der Cox Familie.
Steven Swartz (womöglich Jude)Er leitet zurzeit den Medienkonzern der Hearst Familie.
Ted TurnerEr gründete den Fernsehsender CNN.2,4
Jeff Zucker (J)Er war Präsident von CNN und NBCUniversal.
Lucian Grainge (J)Der Brite ist Vorsitzender und CEO der Universal Music Group, das grösste Musikunternehmen der Welt. Er wurde von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen.
Michael Lynton (J)Der Brite ist Vorsitzender der Warner Music Group, das drittgrösste Musikunternehmen der Welt.
Er ist auch Vorsitzender von Snapchat und leitete Sony Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios.
Mathias DöpfnerDer Deutsche ist Vorsitzender von Axel Springer, einer der grössten deutschen Medienkonzerne. Mathias Döpfner gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. Er war Direktor von Netflix und ist derzeit Direktor der Warner Music Group.1,4
Thomas MiddelhoffDer Deutsche war Vorsitzender von Bertelsmann, der grösste deutsche Medienkonzern.
Henry Kravis (J)Er gründete und führt den Finanzkonzern KKR. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderbergtreffen.7,5
Marie-Josée KravisDie Kanadierin ist die Frau von Henry Kravis. Sie ist Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderbergtreffen und gehört zum internationalen Beratungskomitee der New Yorker Abteilung der US-Zentralbank FED. Sie ist Direktorin des Luxusgüterkonzerns LVMH und war Direktorin des kanadischen Medienkonzerns Hollinger.
Jonathan OppenheimerDie südafrikanische Milliardärsfamilie Oppenheimer ist mit dem grössten Diamantproduzent De Beers und dem grössten Platinproduzent Anglo American verbunden. Die Familie ist jüdischer Abstammung. Jonathan Oppenheimer begann seine Karriere bei der Rothschild Bank.Das Vermögen der Familie wird auf 8,5 Milliarden geschätzt
Diane von Fürstenberg (J)Eine belgische Modedesignerin. Ihr erster Ehemann kam väterlicherseits aus der deutschen Adelsfamilie Fürstenberg und mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Ihr derzeitiger Ehemann ist der Milliardär Barry Diller.
Barry Diller (J)Er investiert in Unternehmen im Bereich Medien und Internet.4,1
Alexander von Fürstenberg
(mütterlicherseits jüdisch und väterlicherseits adlig)
Der Investor ist der Sohn von Diane von Fürstenberg. Seine erste Ehefrau war Alexandra Miller, eine Tochter des in Hongkong lebenden britischen Milliardärs Robert Warren Miller. Alexandras Schwestern heirateten in die griechische Königsfamilie und in die britisch-amerikanisch Milliardärsfamilie Getty.
John Elkann (J)Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. Er kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli, die als die mächtigste Unternehmerfamilie Italiens gilt. Er leitet derzeit das Wirtschaftsimperium der Agnelli Familie. Er heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza.2
David PetraeusEr war Chef der CIA und ist Partner des Finanzkonzerns KKR. Er besuchte mehrfach das Bilderbergtreffen.
George TenetEr war Chef der CIA und gehörte zur Führung der Investmentbank Allen & Company, welche die Sun Valley Konferenz veranstaltet.
Mike PompeoEr war Chef der CIA und Aussenminister der USA.
Michael MorellEhemaliger Chef der CIA.
Stephen KappesEr war stellvertretender Chef der CIA.
Stanley McChrystalEin General der US-Army.
John MillerEr war stellvertretender Beauftragte des NYPD für Geheimdienste und Terrorismusbekämpfung. Er heiratete eine Tochter von Arthur Altschul. Dieser war Partner von Goldman Sachs und seine Grossmutter kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman.
Alex Karp (J)Er ist CEO des Datenanalyse-Unternehmens Palantir Technologies, das mit Geheimdiensten verbunden ist. Er gründete das Unternehmen zusammen mit Peter Thiel. Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. Er war im Aufsichtsrat des Medienkonzerns Axel Springer und des weltweit grössten Chemiekonzerns BASF (beides deutsche Unternehmen).1,1
Peter ThielDer deutsche Einwanderer ist Mitgründer von PayPal. Er war der Erste, der in Facebook investierte und war langjähriger Direktor des Unternehmens. Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen.4,2
John DonahoeEr ist derzeitiger Vorsitzender von Paypal und CEO von Nike. Er war auch CEO von eBay.
Daniel Schulman (J)Er ist derzeitiger CEO und Präsident von PayPal sowie Direktor von Verizon, einer der grössten Telekommunikationskonzerne der Welt.
Reid Hoffman (J)Er ist Mitgründer von LinkedIn und verkaufte das Unternehmen an Microsoft, wo er seitdem im Vorstand ist. Die Linkedin-CEOs Jeff Weiner und Ryan Roslansky besuchten ebenfalls die Sun Valley Konferenz. Reid Hoffman besuchte das Bilderbergtreffen und gehört zusammen mit Peter Thiel und Elon Musk zur sogenannten PayPal-Mafia.1,9
Max Levchin (J)Der ukrainische Einwanderer gehört zur PayPal-Mafia und war Direktor von Yahoo.Ehemaliger Milliardär
Jeremy Stoppelman (J)Er ist Mitgründer und CEO von Yelp und gehört ebenfalls zur PayPal-Mafia.
Brian CheskyEr gründete und leitet Airbnb.9,6
Travis Kalanick (J)Mitgründer von Uber.4
Dara KhosrowshahiDer iranische Einwanderer ist derzeit CEO von Uber.
Edgar Bronfman (J)Die Bronfman Familie ist eine der mächtigsten Familien Kanadas. Edgar Bronfman leitete die Warner Music Group, eines der grössten Musikunternehmen der Welt. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman. Sein gleichnamiger Vater war Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
Andre DesmaraisSeine Familie gehört zu den reichsten und mächtigsten Kanadiern.Die Familie soll mehr als 6 Milliarden besitzen
Michael Dell (J)Er gründete, leitet und kontrolliert den Computerhersteller Dell.50,4
Philip KnightEr gründete und kontrolliert Nike, den grössten Sportartikelhersteller der Welt.41,7
Katharine Graham (J)Sie kontrollierte die Washington Post, eine der meistgelesenen Zeitungen der USA. Ihr Vater Eugen Meyer war Vorsitzender der US-Zentralbank FED und der erste Präsident der Weltbank. Eugen Meyer hatte eine Tante, die in die jüdische Bankiersfamilie Lazard heiratete.
Donald Graham (J)Er ist der Sohn von Katharine Graham und kontrollierte ebenfalls die Washington Post. Er war Direktor von Facebook und besuchte das Bilderbergtreffen.
Anderson CooperDer Journalist moderiert eine Fernsehsendung. Er kommt mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts.
König AbdullahEr ist König von Jordanien und Freimaurer. Seine Frau, die Königin, war ebenfalls bei der Sun Valley Konferenz dabei.
Tony BlairEr war Premierminister von Grossbritannien und besuchte das Bilderbergtreffen.
Recep Tayyip ErdoğanPräsident der Türkei.
Lee Hsien LoongPremierminister von Singapur.
Justin TrudeauPremierminister von Kanada. Er soll mütterlicherseits aus dem sagenumwobenen schottischen Clan Sinclair kommen. Sein Vater Pierre Trudeau war ebenfalls kanadischer Premierminister und besuchte das Bilderbergtreffen.
Ivanka TrumpDie Tochter von Donald Trump.
Jared Kushner (J)Der Schwiegersohn von Donald Trump. Er besuchte das Bilderbergtreffen.
Robert Kraft (J)Er ist ein Kumpel von Donald Trump und kennt die Rothschild Familie. Er war Kunde eines Prostitutionsrings, der asiatische Prostituierte in Bordellen gefangen hielt und sie zu ungeschützten Sex zwang (Quelle).10,6
Richard Haass (J)Er ist seit 2003 Präsident des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.
William WeldonEr leitete den weltweit grössten Pharmakonzern Johnson & Johnson. Er gehörte auch zur Führung der Grosskonzerne Exxon, CVS Health, JPMorgan Chase, Chubb und Fairfax Financial.
Albert Bourla (J)Der griechische Einwanderer ist Vorsitzender und CEO von Pfizer, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Er besuchte das Bilderbergtreffen.
Thomas FristEr ist Mitgründer des Grosskonzerns HCA Healthcare, der viele Krankenhäuser besitzt. Er war Direktor von IBM, eines der grössten Beratungs- und IT-Unternehmen der Welt.17,9
Francis deSouzaDer äthiopische Einwanderer ist CEO des Gentechnologiekonzerns Illumina. Er ist Direktor von Disney und war Direktor des Softwarekonzerns Citrix Systems.
Kevin SharerEr leitete Amgen, eines der grössten Biotechnologieunternehmen der Welt.
Masayoshi SonEr gilt als einer der reichsten Japaner und kontrolliert Softbank, eines der grössten japanischen Unternehmen. Er war Direktor des chinesischen Technologiekonzerns Alibaba.21
François-Henri PinaultDie Pinault Familie gehört zu den reichsten Franzosen und kontrolliert Kering, ein Luxusgüterkonzern.35,2
Jorge Paulo LemannDer brasilianisch-schweizerische Investor ist Grossaktionär bei Restaurant Brands International (Burger King), Heinz Company und Anheuser-Busch InBev.14,1
Steven Spielberg (J)Einer der erfolgreichsten Filmregisseure aller Zeiten. Er ist Mitgründer und Vorsitzender des Filmstudios DreamWorks SKG.4
David Geffen (J)Mitgründer des Filmstudios DreamWorks SKG.7,7
Jeffrey Katzenberg (J)Er war Mitgründer des Filmstudios DreamWorks SKG und gehörte zur Führung von Disney.
Harvey Weinstein (J)Der Filmproduzent ist ein verurteilter Sexualstraftäter. Über 100 Frauen haben Vorwürfe gegen ihn erhoben. Ehemalige Mossad-Agenten des israelischen Geheimdienstunternehmens Black Cube sammelten in Weinsteins Auftrag Informationen über Frauen, die Weinstein beschuldigten.
Wesley EdensEr war Partner des führenden Finanzkonzerns BlackRock und ist Mitgründer der Fortress Investment Group.3,4
Evan Greenberg (J)Er leitet Chubb Limited, einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt. Er und sein Vater, der Exmilliardär Maurice Greenberg, leiteten die American International Group, ebenfalls einer der grössten Versicherungskonzerne. Evan Greenberg besuchte das Bilderbergtreffen. Sein Bruder Jeffrey Greenberg leitete den Finanzkonzern Marsh McLennan, der als der grösste Versicherungsmakler der Welt gilt.
Richard ParsonsEr war Vorsitzender der Citigroup, eine der grössten Banken der Welt. Er war Vorsitzender von CBS sowie Vorsitzender und CEO von Time Warner (heute Warner Bros. Discovery). Er ist derzeit Direktor des Kosmetikkonzerns Estée Lauder. Er könnte also Lynn Forester de Rothschild kennen, die zurzeit ebenfalls Direktorin von Estée Lauder ist.
Muhtar KentEr leitete Coca Cola und besuchte das Bilderbergtreffen. Er lebt in den USA und kommt aus einer türkischen Familie. Er kennt Rahmi Koç aus der türkischen Milliardärsfamilie Koç.
Gustavo CisnerosDer Venezolaner ist ein einflussreicher Unternehmer in der lateinamerikanischen Medienlandschaft. Er besuchte das Bilderbergtreffen und ist Direktor von Barrick Gold, einer der grössten Goldproduzenten der Welt.Ehemaliger Milliardär
Lorenzo MendozaDer Venezolaner kontrolliert den grössten Lebensmittelkonzern Venezuelas.Ehemaliger Milliardär
Rami FarrajDer Jordanier leitet eine Stiftung der jordanischen Königsfamilie.
Hans VestbergDer Schwede ist Vorsitzender und CEO von Verizon, einer der grössten Telekommunikationskonzerne der Welt.
Ole Andreas HalvorsenEin norwegischer Hedgefonds-Manager.6,6
Haim Saban (J)Der ägyptische Einwanderer gründete den Medienkonzern Saban Entertainment, der inzwischen zu Disney gehört. Haim Saban war früher Hauptaktionär des deutschen Medienkonzerns „ProSiebenSat.1 Media“.2,9
Nick WoodmanGründer und CEO von GoPro.Ehemaliger Milliardär
Mark Pincus (J)Gründer von Zynga.1,4
Dan Gilbert (J)Er ist Mitgründer von Quicken Loans (heute Rocket Mortgage), die grösste Hypothekenbank in den USA. 17,4
Ken LangoneEr ist Mitgründer von „The Home Depot“, die grösste Baumarktkette der Welt. Er erhielt von Papst Benedikt XVI. den Gregoriusorden und war im Vorstand des Grosskonzerns General Electric.5,5
Aneel BhusriEr ist Mitgründer, Vorsitzender und CEO des Softwarekonzerns Workday.2,1
Vernon JordanEr gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen und war Direktor der Lazard Bank.
Jeb BushEr war Gouverneur von Florida. Sein Vater und sein Bruder waren Präsidenten der USA.
Chris ChristieDer Lobbyist war Gouverneur von New Jersey.
Butch OtterEr war Gouverneur von Idaho.
John HickenlooperEr war Gouverneur von Colorado und besuchte das Bilderbergtreffen.
Roberta Jacobson (J)Sie war US-Botschafterin in Mexiko.
Meg WhitmanSie ist derzeit US-Botschafterin in Kenia. Sie gehörte zur Führung der Grosskonzerne Disney, eBay, Goldman Sachs, General Motors, Hewlett Packard Enterprise, Procter & Gamble und DreamWorks.3,1
Yousef Al OtaibaDer Araber ist Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in den USA.
Kevin SabetEr beriet das Weisse Haus bei der Drogenpolitik und ist ein bekannter Gegner der Legalisierung von Cannabis.
Christie HefnerSie leitete viele Jahre Playboy. Das Unternehmen wurde von ihrem Vater Hugh Hefner gegründet.
Niraj ShahEr gründete und leitet den Onlinehandelskonzern Wayfair. Er war Direktor der US-amerikanischen Zentralbank FED in Boston.1,6
Eric Lefkofsky (J)Mitgründer und Direktor des Onlinehandelskonzerns Groupon.3,8
Ben Silbermann (J)Mitgründer und Vorsitzender des Onlinedienstes Pinterest.1,5
Stewart ButterfieldDer Kanadier gründete den Onlinedienst Flickr. Er hat eine jüdische Grossmutter.1,3
Jon OringerEr gründete und leitete den Onlinedienst Shutterstock.1,1
Ginni RomettySie leitete IBM, eines der grössten Beratungs- und IT-Unternehmen der Welt. Sie ist derzeit Direktorin von JPMorgan Chase, eine der grössten Banken der Welt.
Mary BarraSie leitet den Autokonzern General Motors.
Bryan Glazer (J)Er kommt aus der Milliardärsfamilie Glazer.
LeBron JamesEin reicher Basketballspieler.1
Oprah WinfreyEine reiche Talkshow-Moderatorin.2,5
René ObermannDer Deutsche war Manager bei vielen deutschen Grosskonzernen und war Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. Er vertritt das US-amerikanische Finanzunternehmen Warburg Pincus in Europa.

Auch führende Journalisten, Universitätspräsidenten, Silicon Valley-Investoren und Portfoliomanager von Finanzkonzernen besuchten die Sun Valley Konferenz.

Übrigens: Die gesammelten Daten von Unternehmen wie Google und Facebook könnte die Tech-Elite dazu nutzen, um zu messen, in welchen Ländern wie viele Menschen an Verschwörungstheorien glauben und wie sich die Szene der Verschwörungstheoretiker entwickelt und wie das Internet Verschwörungsglauben beeinflusst. Google, die mit grossem Abstand meistgenutzte Suchmaschine der Welt, wird über Algorithmen wissen, wer sich für welche Verschwörungstheorien interessiert. Die Google-Gründer sind Juden. Wenn ich an ihrer Stelle wär, würde ich versuchen über die Daten zu messen, wie weit antisemitische Verschwörungstheorien in den jeweiligen Ländern verbreitet sind und wo sie zu- oder abnehmen.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Ich blogge nun seit mehr als drei Jahren. Mein Ziel ist es, irgendwann von meinem Blog leben zu können (ich bin noch jünger als 30). Werbung auf meinem Blog möchte ich nicht, daher wäre ich auf Spenden angewiesen. Klicke hier, wenn du mich unterstützen möchtest.

Haus Bolkiah

Die Bolkiah Familie ist die Herrscherfamilie des asiatischen Kleinstaats Brunei. Die Familie stellt schon seit 500 Jahren den Sultan des Landes. Der Familienüberlieferung nach sind sie Nachkommen der Sultane, die bereits seit dem 14. Jahrhundert über Brunei geherrscht hatten.

Muhammad Shah, der im 14. Jahrhundert lebte, war der erste Sultan des Sultanats Brunei, das von ihm gegründet wurde. Der Legende nach heiratete er eine Prinzessin aus der damaligen Königsfamilie von Singapur. (Quelle: Seite 153) Brunei war damals ein vielfaches grösser als heute und kontrollierte grosse Teile von Borneo. Borneo ist die drittgrösste Insel der Welt und ist heute in drei Länder aufgeteilt: Indonesien, Malaysia und Brunei. Das heutige Sultanat Brunei ist etwa 7-mal kleiner als die Schweiz.

Einer Überlieferung nach heiratete Ong Sum Ping, ein Chinese, in die bruneiische Herrscherfamilie und wurde dadurch ein Vorfahre der heutigen Bolkiah Familie. Er soll mit der chinesischen Kaiserfamilie verwandt gewesen sein. (Quelle)

Sharif Ali, der im 15. Jahrhundert lebte, war der dritte Sultan von Brunei. Er hatte die Tochter des vorherigen Sultans geheiratet. Sharif Ali war der Legende nach ein Nachkomme des Islamgründers Mohammed, der im 6. und 7. Jahrhundert gelebt hatte. Sharif Ali gilt als ein Vorfahre der heutigen bruneiischen Herrscherfamilie, die somit womöglich Nachkommen des Propheten Mohammed sind. (Quelle: 1, 2, 3) Mehrere führende muslimische Aristokratenfamilien stammen angeblich von Mohammed ab, unter anderem die Königsfamilien von Jordanien und Marokko, die Kontakt zum heutigen Sultan von Brunei haben.

Der 5. Sultan von Brunei war Bolkiah (starb 1524). Der Legende nach heiratete er in die Königsfamilie von Sulu (liegt in den heutigen Philippinen). (Quelle)

Der Engländer James Brooke half dem bruneiischen Sultan Omar Ali Saifuddin II. (1799-1852) militärisch einen Aufstand niederzuschlagen. Als Belohnung erhielt James Brooke einen Adelstitel vom Sultan und durfte das Königreich Sarawak in Malaysia gründen, über das er fortan herrschte. James Brooke war Freimaurer und wurde von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen (Quelle). Er kam mütterlicherseits aus dem Stewart Clan, eine der wichtigsten Familien des schottischen Adels. Die Brooke Familie regierte bis 1946 über Sarawak und stand in engem Kontakt zur britischen Kolonialelite.

Brunei gehört wie gesagt zur Insel Borneo. Durch die Kolonialisierung kamen europäische Grossmächte zu Einfluss in Borneo. Der nördliche Teil der grossen Insel, der die heutigen Staaten Malaysia und Brunei ausmacht, geriet unter den Einfluss der Briten, während der südliche Teil, der das heutige Indonesien ausmacht, von den Niederländern kontrolliert wurde. Indonesien war die wichtigste Kolonie des niederländischen Königreiches.

Von 1888 bis 1984, also fast 100 Jahre lang, war Brunei ein britisches Protektorat und stand somit unter dem Einfluss der britischen Kolonialelite. Seit der erlangten Unabhängigkeit gehört Brunei zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Sultan Omar Ali Saifuddien III. (1914-1986) erhielt zwei Orden von der britischen Königsfamilie.

Die bruneiische Herrscherfamilie hat bis heute Kontakt zur britischen Königsfamilie. Der heutige Sultan Hassanal Bolkiah (*1946) traf in den letzten Jahrzehnten Königsfamilien aus Europa, Asien, Afrika und der arabischen Welt. Er erhielt Orden von mehreren Königsfamilien. In seiner Funktion als Staatsoberhaupt traf er auch viele Staatschefs, darunter Angela Merkel, Joe Biden, Wladimir Putin und Xi Jinping.

Die bruneiische Herrscherfamilie pflegt schon seit Jahrhunderten ein enges Verhältnis zu malaysischen Aristokraten. Malaysia ist das einzige Nachbarland von Brunei. Die beiden Länder haben den Islam als Staatsreligion und die Herrscherfamilien gehören dem Islam an.

Der heutige Sultan Hassanal Bolkiah ist nicht nur Staatsoberhaupt, sondern auch Premier-, Verteidigungs-, Aussen- und Finanzminister sowie oberster Hüter der islamischen Staatsreligion. Noch weitere Mitglieder der Familie besetzten wichtige politische Ämter. Brunei ist eine absolutistische Monarchie und die gesamte Macht liegt beim Sultan. Der Sultan duldet keine freie Presse im Land.

Sultan Hassanal Bolkiah galt von den 80er Jahren bis 1997 als der reichste Mann der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 40 Milliarden US-Dollar. (Quelle: 1, 2, 3) Danach galt Bill Gates als der reichste Mensch. Das heutige Vermögen des Sultans hat einen geschätzten Wert von 28 Milliarden (Quelle). Zu seiner Autosammlung sollen 500 Rolls-Royce und 300 Ferraris gehören. Sein Palast ist einer der grössten der Welt und hat über 1700 Räume. Der Sultan gab Trinkgelder in Höhe von 100 000 Dollar.

Im Verhältnis zu seiner geringen Grösse hat Brunei grosse Erdöl- und Erdgasreserven. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl ist Brunei eines der reichsten Länder der Welt. Sultan Hassanal Bolkiah gründete 1983 die Brunei Investment Agency, ein Staatsfonds, der die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft verwaltet. Im Jahr 2018 verwaltete die Brunei Investment Agency nach Angaben des US-Aussenministeriums ein Vermögen im Wert von 170 Milliarden US-Dollar. Der Staatsfonds besitzt auch 5 Sterne-Hotels und weitere Immobilien sowie Anleihen, Aktien, Währungen und Gold. Der Staatsfonds hat zudem viele Investitionen in den USA. (Quelle) Die Brunei Investment Agency wird vom bruneiischen Finanzministerium kontrolliert. Sultan Hassanal Bolkiah ist Finanzminister und man kann daher davon ausgehen, dass der Staatsfonds vom Sultan kontrolliert wird.

Sultan Hassanal Bolkiah soll grössere Anteile am britisch-niederländischen Grosskonzern Royal Dutch Shell und am japanischen Grosskonzern Mitsubishi besitzen, die beide Öl- und Gas in Brunei fördern (Quelle). Shell ist schon seit 1929 in Brunei in der Ölindustrie aktiv.

Sultan Hassanal Bolkiah war mit dem berüchtigten saudischen Milliardär Adnan Khashoggi und dem ägyptischen Milliardär Mohamed Al-Fayed verbunden (Quelle).

Als Sultan Hassanal Bolkiah seinen 50. Geburtstag feierte, waren der Popstar Michael Jackson und der britische Prinz Charles zu Gast. Prinz Charles erhielt vom Sultan eine Auszeichnung, die für gewöhnlich nur Personen erhalten, die Blut der bruneiischen Königsfamilie in sich tragen. (Quelle)

Der Sultan wurde von der britischen Queen zum Ritter geschlagen (Quelle).

Mehrere Mitglieder der bruneiischen Königsfamilie studierten in Grossbritannien. Der derzeitige Sultan war auf der Royal Military Academy Sandhurst in Grossbritannien. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

Jefri Bolkiah, ein Bruder des Sultans, soll ein Harem mit 40 Frauen besitzen. Die frühere Miss USA Shannon Marketic verklagte den Prinzen und den Sultan, weil sie von ihnen als Sexsklavin gehalten worden war. Die Klage wurde jedoch fallengelassen, da den Brüdern diplomatische Immunität zuerkannt wurde. (Quelle) Der Sultan wurde übrigens vom Sexualstraftäter Jeffrey Epstein besucht. Epstein war dabei in Begleitung des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Auch Ghislaine Maxwell und Sarah Kellen, zwei Komplizinnen von Epstein, waren dabei (Quelle: 1 und 2).

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Hancock-Rinehart Familie

Gina Rinehart gilt derzeit als die reichste Person Australiens. Zurzeit wird ihr Vermögen auf 28,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im Jahr 2012 galt sie als die reichste Frau der Welt. Sie kontrolliert den Bergbaukonzern Hancock Prospecting, der von ihrem Vater Lang Hancock gegründet wurde, der ebenfalls einer der reichsten Australier war. Ginas Sohn John Hancock ist auch Milliardär mit einem geschätzten Vermögen von 2 Milliarden US-Dollar.

Hancock Prospecting ist das grösste sich vollständig in Familienbesitz befindende australische Unternehmen. Der Konzern konzentriert sich auf die Förderung von Eisenerz und ist einer der grössten Eisenerzproduzenten in Australien. Australien ist das Land mit den grössten Eisenerzreserven. Eisenerz wird zur Herstellung von Stahl benötigt und ist somit systemrelevant. Hancock Prospecting ist auch in der Rohstoffexploration tätig und sucht für andere Bergbaukonzerne nach Rohstoffvorkommen in der Erde. Der Konzern ist zudem in der Landwirtschaft tätig und ist der zweitgrösste Rinderzüchter Australiens.

Lang (Langley) Hancock (1909-1992) wurde als Unternehmer im Bergbau aktiv und kam durch Verträge mit dem britischen Bergbaukonzern Rio Tinto zu Wohlstand. Später gründete er das Bergbauunternehmen Hancock Prospecting, das bis heute von seinen Nachkommen kontrolliert wird. Durch Geschäfte in der Eisenerzindustrie wurde Lang Hancock einer der reichsten Australier. In einem Interview befürwortete er die Sterilisierung der australischen Ureinwohner, um sie auszurotten. (Quelle)

Lang Hancock war mit Emma Hancock Withnell (1842-1928) verwandt, die zu den frühen Siedlern in Westaustralien gehörte. Lang Hancock war ein Cousin von Valston Hancock (1907-1998). (Quelle) Valston Hancock war Chef der Royal Australian Air Force (die australische Luftwaffe) und erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie. Er war auf dem „Royal Military College Duntroon“ gewesen. (Quelle). Die australische Militärakademie wurde 1911 vom damaligen Generalgouverneur (Kolonialgouverneur) William Ward gegründet, der ein britischer Graf und Vertrauter der britischen Königsfamilie war. Australien war früher eine britische Kolonie und gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Queen ist zugleich Staatsoberhaupt von Australien.

Die Milliardärin Gina Rinehart führt seit dem Tod ihres Vaters Lang Hancock das Familienunternehmen. Sie traf die britische Queen (Foto). Gina Rinehart ist der grösste Landbesitzer in Australien und besass 2021 mehr als 9,2 Millionen Hektar. Das ist 1,2 Prozent der gesamten Landmasse Australiens. (Quelle) Sie ist Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Gina Rinehart war früher Hauptaktionärin von Fairfax Media und besass eine Zeit lang fast 19 Prozent der Anteile (Quelle). Fairfax Media war eines der grössten Medienunternehmen Australiens und besass Zeitungen, Magazine und Radiosender. Gina Rinehart besass zudem 10 Prozent von Network 10, einer der meistgesehenen Fernsehsender Australiens (Quelle). Zur selben Zeit waren auch die superreichen Australier James Packer, Lachlan Murdoch und Bruce Gordon Grossaktionäre von Network Ten (Quelle).

Gina Rinehart kennt Lindsay Fox und ist eine gute Freundin von Anthony Pratt. Die zwei Männer sind ebenfalls Milliardäre und gehören zu den reichsten Australiern. (Quelle: 1 und 2)

Gina Rinehart kennt den Bergbaumilliardär Andrew Forrest, der ebenfalls zu den reichsten des Landes gehört. Auch sein Vermögen stammt grösstenteils aus der Eisenerzindustrie. Rinehart und Forrest engagierten sich gegen die Bergbausteuer und hetzten die Bergbauarbeiter gegen die Regierung auf. (Quelle) Rinehart und Forrest kennen den australischen Milliardär Kerry Stokes.

Die hier erwähnten Milliardäre Gina Rinehart, Andrew Forrest, Lachlan Murdoch, Kerry Stokes und Anthony Pratt besuchten zusammen US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus zu einem Dinner. Der US-amerikanische Milliardär Phil Ruffin, ein Geschäftspartner von Donald Trump, war auch dabei sowie der ehemalige US-Politiker Henry Kissinger. (Quelle)

Gina Rinehart ist bekannt dafür, dass sie sich stark für Steuersenkungen und Deregulierung einsetzt. Sie würde in Nordaustralien gerne eine Sonderwirtschaftszone errichten, in der es möglichst geringe Steuern gibt und die Bergbausteuer und Mindestlöhne abgeschafft werden.

Gina Rinehart sorgte für Empörung, als sie in einem Interview sagte, Australien müsse seine Arbeitskosten (also die Löhne) senken, um mit Afrikanern konkurrieren zu können, die „bereit sind, für weniger als zwei Dollar pro Tag zu arbeiten“. (Quelle) In einem weiteren Interview gab sie Ratschläge für Armutsbetroffene: „Wenn du neidisch auf die bist, die mehr Geld haben, dann sitze nicht einfach da und beschwere dich. Tun Sie selbst etwas, um mehr Geld zu verdienen – verbringen Sie weniger Zeit mit Trinken, Rauchen und Geselligkeit und mehr Zeit mit Arbeit.“ Gina Rineharts Vermögen stammt aus Investitionen und dem von ihrem Vater geerbten Unternehmen. Sie hat ihr Vermögen also nicht wirklich erarbeitet. (Quelle) 2012 wurde geschätzt, dass sie alle 30 Minuten über eine Million US-Dollar verdient (Quelle).

Gina Rineharts Mitarbeiter mussten Vereinbarungen unterzeichnen, niemals mit der Presse über sie oder Hancock Prospecting zu sprechen. Sogar die Kinder von Gina Rinehart mussten eine Vereinbarung unterzeichnen, in der vereinbart wurde, dass sie nichts sagen dürfen, was Rinehart „verunglimpfen“ oder „ihren Ruf in der öffentlichen Meinung herabsetzen“ könnte. (Quelle)

Gina Rinehart leugnet den menschengemachten Klimawandel. In einer Rede behauptete sie, dass Faktoren wie die Entfernung der Erde von der Sonne und Vulkane unter dem Ozean den Klimawandel verursachen (Quelle). Sie half dem britischen Vizegrafen Christopher Monckton bei einer Reihe von Vortragsreisen (Quelle). Der Adlige ist ein sehr engagierter Klimawandel-Leugner, der um die ganze Welt tourt und dabei vor einer kommunistischen Weltregierung warnt. Er ist Adliger in dritter Generation. Sein Vater Gilbert Monckton erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie und war Mitglied des Konstantinordens sowie Präsident des Malteserordens in Grossbritannien (Quelle). Der Konstantin- und der Malteserorden sind eng mit dem Vatikan verbunden und führende Hochadelsfamilien sind in den beiden Orden vertreten.

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Aliyev Familie

Ilham Aliyev (*1961) ist seit 2003 Präsident von Aserbaidschan. Sein Vater Heydar Aliyev (1923-2003) war vor ihm seit 1993 Präsident des Landes gewesen.

Von 1920 bis 1991 war Aserbaidschan Teil der kommunistischen Sowjetunion. Davor hatte das Land zum Russischen Kaiserreich gehört. Heydar Aliyev arbeitete ab den 40-erjahren für sowjetische Sicherheits- und Geheimdienste. 1967 wurde er Chef des KGB in Aserbaidschan. Der KGB war der führende Geheimdienst der Sowjetunion und galt als einer der mächtigsten Geheimdienste der Welt. In den 70- und 80-erjahren gehörte Heydar Aliyev zur Parteispitze der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und war oft in Moskau. Bereits sein Schwiegervater Aziz Aliyev (1896-1962) war hochrangiger sowjetischer Politiker gewesen.

1991 zerfiel die Sowjetunion und Aserbaidschan erlangte die Unabhängigkeit von Russland. Heydar Aliyev gründete darauf eine neue Partei, die „Yeni Azərbaycan Partiyası“. 1993 konnte er und seine Partei die Macht im Land übernehmen. Seine Partei regiert seither ununterbrochen in Aserbaidschan und wird bis heute von der Aliyev Familie geleitet.

Heydar Aliyev betrieb einen Personenkult und regierte autoritär. 1998 wurde er wiedergewählt, aber man geht von massivem Wahlbetrug aus. 2003 wurde sein Sohn Ilham Aliyev bei einer weiteren umstrittenen Wahl zum Präsidenten gewählt. Ilham Aliyev gewann auch die drei folgenden Wahlen und herrscht bis heute autoritär über das Land. Bei der Wahl 2013 wurden die Wahlergebnisse versehentlich bereits vor der Wahl veröffentlicht, was ziemlich eindeutig auf Wahlbetrug hindeutet. Trotz abgehaltener Wahlen wird Aserbaidschan nicht als Demokratie anerkannt.

Aserbaidschan besitzt grössere Erdöl- und Erdgasreserven. Präsident Heydar Aliyev gründete 1999 den „State Oil Fund of the Republic of Azerbaijan“, ein Staatsfonds, der die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sammelt und für zukünftige Generationen bewahren soll. Der Staatsfonds verwaltet zurzeit ein Vermögen im Wert von 45 Milliarden US-Dollar. Der Fonds wird von der aserbaidschanischen Regierung kontrolliert und steht unter dem Einfluss der Aliyev Familie. Präsident Ilham Aliyev gründete 2020 die Azerbaijan Investment Holding (AIH), die ebenfalls vom Staat kontrolliert wird und 22 Milliarden US-Dollar verwaltet.

Seit Abschaffung des Kommunismus gibt es eine Privatwirtschaft in Aserbaidschan, aber der Staat ist noch immer der mächtigste Unternehmer des Landes. Der Staat kontrolliert viele der grossen Unternehmen im Land, darunter die International Bank of Azerbaijan, die grösste Bank des Landes.

Man wirft der aserbaidschanischen Elite vor, dass sie sich selbst über staatliche Unternehmen bereichert. Den Aliyevs wird nachgesagt, dass sie Milliardäre sind. Ihr Vermögen wurde auf über 3 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Durch Leaks wurde bekannt, dass die Aliyev Familie Firmen in Steueroasen besitzt.

Die Aliyev Familie besitzt Goldminen. Sie versuchte über Steueroasen zu verschleiern, dass sie der Eigentümer ist, was aber aufgedeckt wurde. (Quelle) Die Aliyev Familie ist an vielen Unternehmen beteiligt und kontrolliert mehrere private Banken in Aserbaidschan, was sie ebenfalls zu verschleiern versucht (Quelle). Über die Regierung kontrolliert sie zudem die staatlichen Banken. Man kann also davon ausgehen, dass die Aliyev Familie ein Grossteil des Bankenwesens in Aserbaidschan kontrolliert und dass sie und ihre Freunde sich über dieses System selbst bereichern.

Die aserbaidschanische Regierung kontrolliert die SOCAR, den staatlichen Öl- und Gaskonzern des Landes. Die SOCAR gehört zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt. Er ist vermutlich einer der korruptesten Energiekonzerne der Welt und die aserbaidschanische Elite hat sich über den Konzern bereichert. Ilham Aliyev war von 1994 bis 2003 Vizepräsident der SOCAR.

SOCAR und Aserbaidschaner waren mit dem Geldwäsche- und Korruptionsskandal auf Malta verbunden, bei dem die Journalistin Daphne Caruana Galizia mit einer Autobombe ermordet wurde (Quelle). Der Chef von SOCAR in Malta musste in Untersuchungshaft und ist der Hauptverdächtige im Fall der ermordeten Journalistin (Quelle).

Wie in fast allen ehemaligen Sowjetstaaten kam auch in Aserbaidschan die organisierte Kriminalität nach Zusammenbruch der Sowjetunion zu grossem Einfluss. Aserbaidschan gilt als ein Mafiastaat. Es gibt die Theorie, dass die KGB-Elite, zu der auch Heydar Aliyev gehörte, während des Zerfalls der Sowjetunion die kriminellen Strukturen mit aufgebaut hatte. Aserbaidschanische Mafiosi sind auch in Russland aktiv.

In diplomatischen Berichten der USA wird Präsident Ilham Aliyev mit einem Mafiaboss verglichen. Die OCCRP, eine Journalisten-Organisation, die über organisierte Kriminalität und Korruption berichtet, ernannte 2012 Ilham Aliyev zur „Person des Jahres“ in der weltweiten Kriminalität und Korruption. Die ironisch gemeinte Auszeichnung wird an Personen vergeben, „die weltweit das meiste für die Förderung von organisierter Kriminalität und Korruption getan haben“. (Quelle) 2018 hat die Danske Bank die Auszeichnung erhalten, die grösste dänische Bank, weil sie in für einen Geldwäscheskandal in Höhe von 230 Milliarden Euro verantwortlich war. Die Bank erbrachte unter anderem illegale Dienstleistungen für die aserbaidschanische Elite und war ein wichtiger Dienstleister der Aliyev Familie. (Quelle) Die Danske Bank wird seit fast 100 Jahren von der dänischen Unternehmerfamilie Møller kontrolliert.

In Aserbaidschan gibt es keine Pressefreiheit und das Land belegt derzeit Platz 154 von 180 auf der Rangliste der Pressefreiheit. Medienschaffende machen sich strafbar und müssen mit Gefängnis rechnen, wenn sie wegen Korruption, Unterschlagung oder Geldwäsche ermitteln. Das Aliyev-Regime verfolgt auch Journalisten, nachdem sie ins Ausland geflohen sind, und belästigt ihre Verwandten. Ein investigativer Reporter, der über Korruption und Vetternwirtschaft berichtete, floh ins benachbarte Georgien, wurde dort jedoch entführt und nach Aserbaidschan zurückgebracht und inhaftiert. Eine Journalistin, die zur Korruption der Aliyev Familie forschte, wurde mit einem Sexvideo erpresst und als sie nicht auf die Erpressung einging, wurde das Video im Internet weit verbreitet. (Quelle)

Die aserbaidschanische Elite ist berüchtigt dafür, mithilfe von Lobbyismus und Korruption Politiker im Ausland zu beeinflussen (Kaviar-Diplomatie). Das Netzwerk ist auch in Deutschland aktiv und hat eine ganze Reihe deutscher Politiker um den Finger gewickelt (Aserbaidschan-Affäre).

Aserbaidschan grenzt an Russland und am Iran. Aserbaidschan hat im Grossen und Ganzen ein besseres Verhältnis zum Westen als zu den antiwestlichen Staaten Russland und Iran. Im Iran leben übrigens viele Aserbaidschaner und machen 15 bis 20 Prozent der iranischen Bevölkerung aus. Sie sind damit die grösste Minderheit im Iran, während die Perser die Mehrheit bilden und die Regierung im Land führen. Die iranische Regierung behauptet, dass Aserbaidschan versucht, die aserbaidschanische Minderheit im Iran gegen die iranische Regierung aufzuhetzen.

Der derzeitige Papst und Jesuit Franziskus besuchte Aserbaidschan und traf dabei Präsident Ilham Aliyev. Eine Stiftung der Aliyev Familie finanzierte Restaurierungsarbeiten im Vatikan, darunter die Restaurierung von zwei Katakomben des Vatikans. (Quelle) Italien war in den letzten Jahren der wichtigste Handelspartner Aserbaidschans, wenn es um aserbaidschanische Exporte geht. Bezüglich Importe ist aber nach wie vor Russland der wichtigste Handelspartner. Seit Dezember 2020 liefert Aserbaidschan Erdgas über eine Pipeline nach Italien.

Da die EU wegen des Krieges in der Ukraine vom russischen Erdgas unabhängig werden möchte, wurde im Juli 2022 bekannt gegeben, dass die EU Gasimporte aus Aserbaidschan verdoppeln will. (Quelle)

Aserbaidschan hat in den letzten Jahren ein enges Verhältnis zur Türkei aufgebaut und versorgt das Land mit Erdgas. Die Türkei ist neben Italien und Russland der wichtigste Handelspartner Aserbaidschans. Die Türken und die Aserbaidschaner sind beide mehrheitlich muslimisch und gehören zu den Turkvölkern.

Als das aserbaidschanische Militär 2020 in einem Krieg Bergkarabach erobern konnte, geschah dies mit Waffen und Drohnen aus der Türkei und Israel (Quelle). Laut Recherchen des SPIEGEL stellte die türkische Regierung zudem mindestens 1000 syrische Söldner zur Verfügung, die an der Seite des aserbaidschanischen Militärs kämpften (Quelle). Der türkische Präsident Recep Erdogan begrüsste die militärische Eroberung und nahm nach dem Krieg an der Siegesparade des aserbaidschanischen Militärs teil (Quelle).

Aserbaidschan arbeitet im Rohstoffmarkt und Rüstungsbereich stark mit Israel zusammen (Quelle). In einem internen Memo beschreibt Präsident Ilham Aliyev die Beziehungen Aserbaidschans zu Israel als einen Eisberg: „Neun Zehntel davon befinden sich unter der Oberfläche“. Es wird gemunkelt, dass die beiden Länder an einer antiiranischen Allianz arbeiten. (Quelle) Israel gehörte zu einem der ersten Länder der Welt, die Aserbaidschan nur wenige Wochen nach Erklärung der Unabhängigkeit von der Sowjetunion anerkannten. Israel bezieht rund 40 Prozent seines Erdölbedarfs aus Aserbaidschan. (Quelle) Neben hochrangigen israelischen Politikern traf Ilham Aliyev auch den US-amerikanischen Milliardär Ronald Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Ilham Aliyev hatte Kontakt zu weiteren jüdischen Organisationen, darunter Bnai Brith. (Quelle) Ilham Aliyev gibt sich als grosser Philosemit, aber vielleicht erhofft er sich auch nur Vorteile durch diese Beziehungen. Er traf in Frankreich den französischen Bankier David de Rothschild aus der berühmten jüdischen Rothschild Familie. Die beiden sprachen über die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und der Rothschild Bank. Die Rothschild Bank ist bei der Privatisierung in Aserbaidschan präsent. Bereits der Grossvater von David de Rothschild war in Aserbaidschan aktiv. (Quelle) Ilhams Frau und ihre Tochter Leyla trafen ebenfalls David de Rothschild (Quelle).

Ilham Aliyev erhielt Orden von den Königsfamilien von Saudi-Arabien und Kuwait. Er erhielt zwei Orden von der russisch-orthodoxen Kirche. (Quelle) Seine Tochter Leyla Aliyeva erhielt ebenfalls ein Orden von der russisch-orthodoxen Kirche (Quelle).

Ilham Aliyev traf Hochadlige wie den britischen Prinzen Charles, den belgischen König Philippe und den monegassischen Fürsten Albert II. (Quelle: 1, 2, 3)

Ilham Aliyev besuchte das Weltwirtschaftsforum (WEF) und traf dabei Klaus Schwab (Quelle). In Davos traf Ilham Aliyev auch die berühmten US-amerikanischen Milliardäre George Soros und Bill Gates (Quelle: 1 und 2).

Die Präsidententochter Leyla Aliyeva war mit dem aserbaidschanischen Sänger Emin Agalarov verheiratet. Dessen Vater ist der Immobilienmilliardär Aras Agalarov. Die Agalarov Familie hat schon seit Jahren Kontakt zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und seiner Familie (Quelle). Aras Agalarov hatte das Treffen 2016 im Trump Tower zwischen Vertretern der Trump-Kampagne und russischen Lobbyisten arrangiert (Quelle). Ilham Aliyev traf in seiner Funktion als Präsident viele Staatsoberhäupter, darunter Donald Trump. Nach Angaben des Geheimdienstausschusses des US-Senats habe Aras Agalarov erhebliche Verbindungen zur russischen Mafia und sei eng mit Personen verbunden, die an Drogen- und Waffenhandel sowie an Mord, Prostitution, Entführung, Erpressung und Geldwäsche beteiligt sind (Quelle). Der russische Präsident Putin verlieh Aras Agalarov einen Orden (Quelle). Aras Agalarov ist geschäftlich in Russland aktiv, wie mehrere aserbaidschanische Milliardäre. Präsident Ilham Aliyev traf weitere aserbaidschanische Milliardäre, darunter God Nisanov, ehemaliger Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses, und Vagit Alekperov, der den Öl- und Gaskonzern Lukoil kontrolliert, das grösste nichstaatliche Unternehmen Russlands.

Übrigens: Zur Sowjetzeit war die Freimaurerei in Aserbaidschan verboten. Eine türkischsprachige Freimaurerloge in Washington plante seit dem Jahr 2000, die Freimaurerei in Aserbaidschan einzuführen. Dabei erhielt sie starke Unterstützung von den Grosslogen aus Russland und der Türkei (die Freimaurer sind in der Türkei sehr gut etabliert). Mit Erlaubnis der aserbaidschanischen Behörden wurde 2008 die erste Freimaurerloge in Aserbaidschan gegründet. Auf der Website der Grossloge von Aserbaidschan steht: „Aufgrund der sensiblen politischen Situation in Aserbaidschan werden die Kandidaten sehr sorgfältig und nach einer Reihe von Interviews und langen Wartezeiten ausgewählt.“ (Quelle: 1 und 2)

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Idemitsu Familie

Die japanische Idemitsu Familie gründete 1911 ein Handelshaus, aus dem sich der heutige Erdölkonzern Idemitsu Kōsan entwickelte. Idemitsu Kōsan ist einer der grössten asiatischen Ölkonzerne. Soviel ich weiss, ist Idemitsu Kōsan neben Reliance Industries derzeit nach Umsatz das grösste Familienunternehmen in der weltweiten Erdölindustrie. Es gibt aber noch grössere Ölkonzerne, die mit Familien verbunden sind. Der Ölkonzern Saudi Aramco steht unter dem Einfluss der saudischen Königsfamilie und der Ölkonzern Shell wurde früher von der niederländischen Königsfamilie und den Familien Samuel und Loudon kontrolliert. Der Vorgänger des Ölkonzerns Exxon wurde von der Rockefeller Familie kontrolliert.

Bis 2006 wurde der Ölkonzern Idemitsu Kōsan von der Idemitsu Familie kontrolliert und ging dann an die Börse. Derzeit ist die Familie mit 9 Prozent zweitgrösster Aktionär des Unternehmens und das Idemitsu Museum besitzt knapp 7 Prozent. Der Ölkonzern der saudischen Königsfamilie besitzt 7,7 Prozent von Idemitsu Kōsan. Die restlichen Hauptaktionäre sind japanische Banken. (Stand: 31.3.2022) Im Jahr 2018 hielt die Familie noch etwa 28 Prozent der Anteile.

Idemitsu Kōsan besitzt viele Tankstellen in Japan und Australien. Das Unternehmen fördert auch Kohle und ist seit mehr als 40 Jahren im australischen Kohlebergbau aktiv.

Shosuke Idemitsu war Ehrenvorsitzender und grösster Einzelaktionär von Idemitsu Kōsan. Er war eine Zeit lang Milliardär und 2007 wurde sein Vermögen auf 895 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Derzeit vertritt Masakazu Idemitsu die Familie als Direktor bei Idemitsu Kōsan.

Die Idemitsu Familie ist und war über Heiraten mit mehreren Managern verschwägert, die bei japanischen Grosskonzernen führende Positionen besetzten (Quelle).

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Wendel und Seillière Familie

Die französischen Familien Wendel und Seillière sind schon seit über 300 Jahren unternehmerisch aktiv. Heute sind die beiden Familien über eine Heirat verbunden und sie kannten sich bereits im 18. Jahrhundert. Sie heirateten in den französischen Adel und die Seillière Familie wurde in den Adel aufgenommen.

Die Wendel Familie

Jean-Martin Wendel (1665-1737) wurde in der Eisenherstellung aktiv und kam dadurch zu Wohlstand. Der Herzog von Lothringen verlieh ihm einen Adelstitel. Seine Nachkommen waren weiterhin in der Eisenherstellung tätig. Mehrere Familienmitglieder besetzten politische Ämter in Moselle.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dominierte die Wendel Familie die Stahlindustrie in Frankreich und galt als eine der mächtigsten Industriellenfamilien des Landes. Verschwörungstheoretiker glaubten damals, dass die Wendels zu den 200 Familien gehören, die angeblich Frankreich kontrollieren. Die 200 Familien beziehen sich auf die damals 200 grössten Aktionäre der französischen Zentralbank, welche die Zentralbank bis zur Verstaatlichung 1936 kontrollierten (neben Wendel wären das Rothschild, Hottinguer, Schneider, Lazard, Mallet, Goüin und so weiter).

Die Wendel Familie war 1929 der grösste Arbeitgeber in Frankreich. Francois de Wendel (1874-1949) ging auf ein Jesuitengymnasium (die Wendels waren oder sind noch immer katholisch). Er gehörte von 1913 bis 1936 zur Führung der französischen Zentralbank. Sein Schwiegervater war Chef der französischen Marine. Die Wendel Familie war an vielen französischen Unternehmen beteiligt, bei denen Francois und sein Bruder Maurice Wendel (1879-1961) Vorstandsposten besetzten. Darunter waren Bergbau- und Kohleunternehmen sowie Versicherungen. Die zwei wichtigsten verbundenen Unternehmen waren Suez und die BUP. (Quelle: 1 und 2) Suez war ein Vorläufer des heutigen Energiekonzerns Engie. Die BUP war eine der führenden französischen Investmentbanken und wurde durch Fusionen Teil der Société Générale, eine der weltweit grössten Banken. Die BUP war von den Bankiersfamilien Hottinguer, Mirabaud, Neuflize, Mallet und Vernes gegründet worden.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Frankreich von Deutschland besetzt. Fabriken der Wendel Familie wurden auf Befehl der Nazis enteignet.

In der Nachkriegszeit waren die Wendels weiterhin die führenden Stahlunternehmer in Frankreich. Ihre beiden Stahlkonzerne, Sollac und Sacilor, wurden in den 80-erjahren verstaatlicht und sind Vorläufer des heutigen internationalen Stahlkonzerns ArcelorMittal, der derzeit zweitgrösste Stahlproduzent der Welt.

Sophie Boegner (*1952) ist über ihre Mutter mit der Wendel Familie verwandt. Ihre Schwester heiratete den französischen Politiker und Herzog Josselin de Rohan.

Die Wendel Familie war und ist mit französischen Politikern und Militärs verwandt, darunter mit mehreren Ministern. Die Familie heiratete in mehrere französische Adelsfamilien. Zum erweiterten Familienkreis der Wendels gehören die Adelsfamilien Noailles, La Rochefoucauld und Hauteclocque sowie die Milliardärsfamilie Peugeot. Der Wendel-Clan zählt mehr als 1000 Mitglieder. (Quelle) Der Grossteil davon trägt nicht den Namen Wendel und viele davon gehören zum französischen Adel.

Derzeit wird das Vermögen der Wendel Familie auf über 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Guy de Wendel (1878-1955) heiratete in die Argyropoulos Familie, die zur griechischen Elite gehört.

Der Wendel-Konzern

Die Wendel Familie gründete im Jahr 2002 eine eigene Investmentgesellschaft, die den Namen Wendel trägt. Die Familie besitzt derzeit über die Hälfte der Stimmrechte am Unternehmen. Der Jahresumsatz des Wendel-Konzerns lag in den letzten Jahren bei über 8 Milliarden US-Dollar. Wendel gehört damit zu den 20 grössten französischen Familienunternehmen. Wendel ist an folgenden Unternehmen beteiligt:

  • Wendel ist mit einem Anteil von 35 Prozent Hauptaktionär des französischen Prüfdienstleisters Bureau Veritas. Bureau Veritas ist eines der weltweit grössten Dienstleistungsunternehmen für Zertifizierungen, Klassifikationen, Prüfungen und Inspektionen. 2021 lag der Jahresumsatz bei knapp 5 Milliarden Euro.
  • Wendel ist mit einem Anteil von 19 Prozent zweitgrösster Aktionär des Telekommunikationsunternehmen IHS Towers. Dieses baut, vermietet und verwaltet Telekommunikationstürme. IHS Towers ist mit rund 38 000 Türmen einer der Marktführer und konzentriert sich auf Afrika, den Nahen Osten und Lateinamerika. Das afrikanische Unternehmen ist seit 2021 an der New Yorker Börse notiert. IHS Towers wurde in Nigeria vom amerikanisch-libanesischen Geschäftsmann Sam Darwin gegründet. 2021 lag der Jahresumsatz bei knapp 1,6 Milliarden Euro.
  • Wendel ist mit einem Anteil von 23,4 Prozent Grossaktionär von Tarkett. Das französische Unternehmen stellt Bodenbeläge her. 2021 lag der Jahresumsatz bei knapp 2,8 Milliarden Euro.
  • Wendel besitzt 60 Prozent des österreichischen Verpackungsunternehmens Constantia Flexibles. 2021 lag der Jahresumsatz bei 1,6 Milliarden Euro.
  • Wendel besitzt knapp 67,8 Prozent des niederländischen Spezialchemieunternehmens Stahl. 2021 lag der Jahresumsatz bei 831 Millionen Euro.

(Stand: 2021)

Wendel besitzt seit 2022 ACAMS, den weltweit führenden Anbieter von Trainings- und Zertifizierungsdiensten im Kampf gegen Geldwäsche und der Prävention von Finanzkriminalität.

Bis vor wenigen Jahren war Wendel noch an weiteren kleineren Unternehmen beteiligt.

Wendel war mehrere Jahre lang Grossaktionär des Industriekonzerns Saint-Gobain und besass eine Zeit lang über 20 Prozent der Anteile. Saint-Gobain ist einer der grössten französischen Konzerne und wurde 1665 vom französischen König gegründet. Saint-Gobain gilt als eines der ältesten Grossunternehmen der Welt.

Wendel besass mehrere Jahre lang den französischen Grossverlag Editis, der inzwischen zum Medienkonzern Vivendi gehört.

Wendel erwarb 2002 zusammen mit KKR den Industriekonzern Legrand. Dieser ist das vermutlich führende französischen Unternehmen im Bereich elektrische und digitale Gebäudeinfrastrukturen und ist auch in der Smart Home-Industrie aktiv.

Seit 2012 hat Wendel eine Milliarde US-Dollar in Afrika investiert (Quelle). Viele französische Grossunternehmen sind auch in Afrika aktiv. Frankreich kontrollierte im 19. Jahrhundert durch die Kolonialisierung grosse Teile des afrikanischen Kontinents und französische Grossbanken spielten eine wichtige Rolle in der Kolonialwirtschaft.

Die US-amerikanische Investmentbank „Arnhold and S. Bleichroeder“ war früher einer der Hauptaktionäre des Wendel-Konzerns (Quelle). Die Bank geht auf die deutschen Bankiersfamilien Arnhold und Bleichroeder zurück.

Baron Ernest-Antoine Seillière

Baron Ernest-Antoine Seillière (*1937) ist ein Erbe der Wendel Familie und leitete den Wendel-Konzern. Er kommt mütterlicherseits aus der Wendel Familie und väterlicherseits aus der Seillière Familie, die eine der führenden katholischen Bankiersfamilien war. Er erbte von seinem Vater den Titel eines Barons, der sein Grossvater vom Papst erhalten hatte (Quelle).

Baron Ernest-Antoine Seillière war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle). Er hielt eine Rede vor der Trilateralen Kommission (Quelle). Er war Präsident des Nationalen Rates der französischen Arbeitgeber und vertrat leidenschaftlich die Interessen der Arbeitgeber.

Baron Ernest-Antoine Seillière ist seit seiner Kindheit mit Michel David-Weill befreundet. (Quelle). Dieser ist das Oberhaupt der David-Weill Familie, eine der mächtigsten französischen Bankiersfamilien. Ernest-Antoine, seine Frau und seine Tochter Valentine kennen weitere superreiche Familien der französischen Elite, darunter Arnault, Peugeot, Dassault, Aga Khan und Lagardère.

Baron Ernest-Antoine Seillière war mit dem verstorbenen Milliardär Paul Desmarais befreundet (Quelle). Die Desmarais Familie ist eine der mächtigsten Familien Kanadas und hat viel Kontakt zur französischen Wirtschaftselite.

Die Frau von Ernest-Antoine ist Mitglied des „Cercle du Grand Théâtre de Genève“, dessen Mitglieder das Opernhaus in der Schweizer Stadt Genf unterstützen. Zum Opern-Cercle gehören derzeit Mitglieder der Schweizer Milliardärsfamilien Hoffmann, Odier, Pictet und Maus sowie mehrere Banker aus Genf. Hinzu kommen ein französischer Herzog, die Ehefrau des französischen Multimilliardärs Gerard Wertheimer, Prinz Amyn Aga Khan, ein Markgraf aus der italienischen Adelsfamilie Spinola und eine Gräfin aus der italienischen Adelsfamilie Brandolini d’Adda sowie Eva Lundin (sie ist die Witwe des schwedischen Rohstoffunternehmers Adolf Lundin und ist mit der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg verschwägert). (Stand:20.8.2022) (Quelle)

Baron Ernest-Antoine Seillière leitete die Holding CGIP, die der Vorläufer des heutigen Wendel-Konzerns war. Unter Ernest-Antoine Seillière finanzierte die CGIP den Aufbau der französischen Konzerne Capgemini und Valeo mit. Valeo ist einer der grössten Automobilzulieferer der Welt und Capgemini ist einer der weltweit grössten IT-Konzerne. Ernest-Antoine Seillière finanzierte auch die Anfänge des Biotechnologiekonzerns BioMérieux und der Optikerkette des Geschäftsmanns Alain Afflelou. (Quelle) Die schweizerisch-britische Investmentbank UBS Warburg besass 9 Prozent von CGIP (Quelle).

Die Seillière Familie

Florentin Seillière (1744-1825) kam durch Handel und Bankgeschäfte zu grossem Wohlstand. Er erhielt vom französischen Kaiser Napoleon den Titel eines Barons, der von der späteren Königsfamilie Bourbon bestätigt wurde. Er gründete 1807 die Banque Seillière, eine Familienbank.

Die Banque Seillière war eng mit der Wendel Familie verbunden sowie auch mit der Industriellenfamilien Schneider (Quelle).

Baron François-Alexandre Seillière (1782-1850) war Bankier und besass Fabriken. Sein Schwiegervater Guillaume Gibert gehörte zur Führung der französischen Zentralbank.

Baron Florentin-Achille Seillière (1813-1873) war Direktor eines grossen Eisenbahnunternehmens. Er war Mitgründer und Direktor der Crédit mobilier. Die französische Bank wurde 1852 von den Bankiersfamilien Pereire und Fould gegründet. Die Crédit mobilier war bis zu ihrem Zusammenbruch 1867 einer der grössten Kreditgeber und Investoren Europas. Zur Führung der Crédit Mobilier gehörten Mitglieder aus weiteren einflussreichen französischen Bankiersfamilien, wie André, Günzburg und Goüin.

Baron Florentin-Achille Seillière war Gründungs- und Grossaktionär der „Banque de Paris“ und ihres Nachfolgers Paribas. Paribas war eine der führenden französischen Investmentbanken und ist der Vorläufer der heutigen BNP Paribas, eine der grössten Banken der Welt. Zu den Gründern der Paribas Bank gehörten auch Mitglieder der Bankiersfamilien Stern, HentschBamberger, Goüin und Fould.

Baron Florentin-Achille Seillière war Mitgründer der Ottoman Bank. Die Ottoman Bank war die Zentralbank des Osmanischen Reiches und wurde von Briten und Franzosen kontrolliert. Laut dem französischen Wikipedia war Florentin-Achille Seillière auch Direktor der Grossbank „Crédit foncier de France“, die heute zur BPCE gehört, eine der grössten französischen Banken.

Baron Florentin-Achille Seillière vergab einen grossen Kredit an den führenden deutschen Industriellen Alfred Krupp. Florentin-Achille gab prächtige Partys, bei denen europäische Aristokraten zu Gast waren, darunter der damalige britische Prinz von Wales, ein Vertrauter der Seillière Familie. (Quelle).

Edgar-Aimé Seillière (1835-1870) heiratete in die Adelsfamilie Laborde. Der Familiengründer Jean-Joseph de Laborde (1724-1794) war Hofbankier des französischen Königs und wurde zum Markgrafen geadelt. Sein heutiger Nachkomme Ernest-Antoine Seillière, der Chef des Wendel-Konzerns war, trägt zusätzlich den Namen Laborde.

Jeanne Seillière (1839-1905) heiratete einen Herzog aus der Adelsfamilie Talleyrand-Périgord. Ihr gemeinsamer Sohn heiratete die US-Amerikanerin Anna Gould. Ihr Vater Jay Gould gilt als einer der reichsten Amerikaner der Geschichte. Die Gould Familie gehört bis heute zur Elite der USA.

Ernest Seillière (1866-1955) erhielt vom Papst den Adelstitel eines Barons. Sein Schwiegervater Charles Demachy war Präsident der bereits erwähnten Paribas Bank. Charles Vater war ein Partner der Seillière Bank und gehörte zur Führung der französischen Zentralbank.

1999 fusionierte die Banque Seillière mit der Privatbank „Neuflize Schlumberger Mallet“, deren Vorläufer auf die französischen Bankiersfamilien André, Neuflize, Schlumberger und Mallet zurückgehen. Durch eine weitere Fusion entstand 2006 Neuflize OBC, die zur niederländischen Grossbank ABN AMRO gehört. Neuflize OBC konzentriert sich auf Private Banking und verwaltet über 50 Milliarden US-Dollar.

Die Seillière Familie heiratete in mehrere französische Adelsfamilien.

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Haus Karađorđević

Die serbische Hochadelsfamilie Karađorđević herrschte im 19. Jahrhundert zeitweise über Serbien. 1918 gründete sie das Königreich Jugoslawien, zu dem neben Serbien auch die heutigen Staaten Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo und Mazedonien gehörten. Die Familie herrschte bis 1941 über Jugoslawien, als dort die Monarchie abgeschafft wurde.

Die Familie konnte durch politische Verschwörungen dreimal die Macht in Serbien ergreifen, aber die Familie wurde auch selbst Opfer von Verschwörungen.

Haus Karađorđević und die serbische Freimaurerei im 19. Jahrhundert

Đorđe Petrović (starb 1817) war der Begründer der Karađorđević Familie. Er nannte sich Karađorđe und war der Anführer des serbischen Aufstands, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts stattfand und zu Serbiens Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich führte. Davor war Serbien über 300 Jahre lang vom Osmanischen Reich kontrolliert worden. 1815 wurde Serbien zu einem Fürstentum, das von Miloš Obrenović regiert wurde. Er war ebenfalls ein Anführer der serbischen Unabhängigkeitsbewegung. Der osmanische Sultan akzeptierte schliesslich Miloš Obrenović als souveränen Fürsten. Obrenović liess Karađorđe ermorden und schickte dessen Kopf an den Sultan, um sich beim osmanischen Herrscher einzuschmeicheln.

Die Freimaurerei wurde Ende des 18. Jahrhunderts in Serbien aktiv. Der Familiengründer Đorđe Petrović-Karađorđe hatte Ende des 18. Jahrhunderts in Österreich gelebt und dort in der Armee der österreichischen Königsfamilie Habsburg gedient. Dort kam er mit Freimaurern in Kontakt. Laut dem Historiker Zoran Nenezić war er zur Zeit des serbischen Aufstandes eng mit Freimaurern verbunden und viele der Anführer des Aufstandes seien Mitglied in derselben Freimaurerloge gewesen (Quelle: 1 und 2). Zoran Nenezić kann als glaubwürdige Quelle angesehen werden, da er ein hochrangiger Freimaurer war. 1990 wurde er der erste Grossmeister der heutigen serbischen Freimaurergrossloge und 1991 übernahm er das Amt des Grosskommandanten (Vorsitzender) des Obersten Rates der serbischen Freimaurer (Quelle).

Die Freimaurer in Serbien unterstützten zwar die serbische Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich, aber waren scheinbar nicht türkenfeindlich eingestellt, da auch viele Türken bei den serbischen Freimaurern waren. Die serbische Freimaurerei war von Anfang an multikulturell und hatte Christen (darunter Geistliche der orthodoxen Kirche), Muslime und Juden in ihren Reihen. Zu den damaligen Mitgliedern gehörten Serben, Türken, Griechen, Rumänen und Reisende aus vielen weiteren europäischen Ländern.

1835 bekam Serbien seine erste Verfassung, die vermutlich unter massgeblichem Einfluss serbischer Freimaurer entstand (Quelle).

Der Familiengründer Đorđe Petrović-Karađorđe war Mitglied der Filiki Eteria, ein griechischer Geheimbund. Der Bund wollte, dass auch Griechenland unabhängig vom Osmanischen Reich wird. (Quelle: 1 und 2) Zur Filiki Eteria gehörten führende Köpfe der griechischen Unabhängigkeitsbewegung, wovon mehrere Freimaurer waren. Die Gründer der Filiki Eteria waren die Griechen Nikolaos Skoufas und Athanasios Tsakalov. Die beiden waren Freimaurer. Hier eine Liste von bemerkenswerten griechischen Freimaurern. 1821 begann schliesslich der Unabhängigkeitskrieg der Griechen gegen die fast 400-jährige Fremdherrschaft des Osmanischen Reiches. Die Freimaurer unterstützten die Revolution über ihr Netzwerk und mehrere Freimaurerlogen unterstützten die Revolutionäre finanziell. Italienische Freimaurer hatten 1782 die erste griechische Loge gegründet und 1811 wurde die erste griechische Grossloge gegründet. (Quelle)

Die Obrenović Familie herrschte als Fürstenfamilie bis 1842 über Serbien, als Fürst Mihailo Obrenović ermordet wurde. Er war Freimaurer. Laut der serbischen Grossloge waren Freimaurer in die Ermordung von Mihailo Obrenović verwickelt (Quelle). Durch die Ermordung konnte Aleksandar Karađorđević (1806-1885) die Macht übernehmen und wurde zum Fürsten von Serbien. Man vermutet, dass er ein Drahtzieher der Ermordung von Mihailo Obrenović war. Aleksandar war der Sohn des Familiengründers Đorđe Petrović-Karađorđe, der wie gesagt von der Obrenović Familie ermordet wurde. Da sie seinen Vater ermordet hatten, wird Aleksandar Karađorđević die Obrenović Familie nicht gemocht haben. Die Frau von Aleksandar Karađorđević war eine Enkelin von Mladen Milovanović und Jakov Nenadovic. Die beiden Männer hatten nach dem serbischen Aufstand zusammen mit Đorđe Petrović-Karađorđe die serbische Regierung geführt.

In der serbischen Stadt Belgrad wurde 1842 (in dem Jahr kam Aleksandar Karađorđević an die Macht) eine Freimaurerloge mit dem Namen „Ali Koç“ gegründet, die europaweit mit Freimaurern vernetzt war. Der deutsche Kaiser Wilhelm I. und der türkische Sultan Abdülaziz waren Ehrenmitglieder der Loge, das behauptet zumindest die heutige serbische Grossloge. (Quelle) In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die serbische Freimaurerei Kontakte zu den italienischen Freimaurern und es gab Verbindungen zu den hochrangigen italienischen Freimaurern Garibaldi und Mazzini. Der italienische Grossorient (Grossloge von Italien) hatte Ende des 18. Jahrhunderts den Aufbau der Freimaurerei in Serbien unterstützt. (Quelle: 1 und 2)

Kleopatra Karađorđević (1835-1855) heiratete Milan Petronijevic, ein serbischer Botschafter und Aussenminister.

Jelena Karađorđević (1846-1867) heiratete den Politiker Đorđe Simić, der 1894 und 1896 die serbische Regierung führte.

1858 musste Aleksandar Karađorđević abtreten und die Obrenović Familie konnte wieder die Macht übernehmen. 1882 gründete die Obrenović Familie das Königreich Serbien, über das sie fortan herrschte.

Haus Karađorđević und die serbische Freimaurerei im 20. Jahrhundert

1903 wurde König Aleksandar Obrenović und seine Frau ermordet. Dadurch konnte Peter Karađorđević (1844-1921) den Thron besteigen und herrschte als König Peter I. bis zu seinem Tod über Serbien. Er war ein Sohn des serbischen Fürsten Aleksandar Karađorđević. König Peter I. heiratete in die Königsfamilie von Montenegro (ein Nachbarland von Serbien). Er war Freimaurer (Quelle: 1, 2, 3). Er wurde angeblich in Frankreich in die Freimaurerei aufgenommen und soll mit dem französischen General und Freimaurer Paul Peigné befreundet gewesen sein. Paul Peigné war Grossmeister der „Grande Loge de France“ (nicht zu verwechseln mit dem französischen Grossorient).

Der serbische Offizier Dragutin Dimitrijević war massgeblich an der Ermordung von König Aleksandar Obrenović und seiner Frau beteiligt gewesen. Dragutin Dimitrijević war 1911 Mitgründer der „Schwarzen Hand“, ein nationalistischer Geheimbund, der die Gründung eines Grossserbiens plante. Die Mitglieder wollten, dass Bosnien-Herzegowina unabhängig von Österreich wird und mit Serbien einen gemeinsamen Staat bildet. Mitglieder der „Schwarzen Hand“, darunter Dragutin Dimitrijević, planten das Attentat von Sarajevo, bei dem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand (aus dem Haus Habsburg) und seine Frau erschossen wurden. Das Attentat von Sarajevo gilt als ein wichtiges Ereignis, das zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges beitrug. Im Konflikt zwischen Österreich und Serbien versicherte das Deutsche Kaiserreich seine Unterstützung für Österreich, während das Russische Kaiserreich sich als Beschützer Serbiens sah. Die serbische Prinzessin Helen Karađorđević (1884-1962) hatte einige Jahre zuvor in die russische Kaiserfamilie geheiratet, was sicherlich zur Freundschaft der beiden Länder beitrug. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Sachsen-Altenburg. 1917, während des Weltkrieges, liess die Karađorđević Familie die Schwarze Hand auflösen und deren Führer wurden wegen angeblichen Hochverrats hingerichtet.

Prinz Arsenije Karađorđević (1859-1938) heiratete in den russischen Hochadel und war Offizier der russischen Armee. Seine Frau kam aus der russischen Adelsfamilie Demidow, die im 18. und 19. Jahrhundert führende Unternehmer im russischen Bergbau und der Eisenherstellung waren. Die Frau von Prinz Arsenije kam mütterlicherseits aus der russischen Adelsfamilie Trubezkoi. Die Familie ging aus der Uradelsdynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas (starb 1341) abstammt.

Nach dem Ersten Weltkrieg stand die Karađorđević Familie auf der Seite der Siegermächte. Dadurch konnte die Familie das Königreich Jugoslawien gründen, zu dem auch heutige Staaten Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo und Mazedonien gehörten. Die Karađorđević Familie herrschte bis 1941 über Jugoslawien.

Der Freimaurer Georg Weifert war ein Unterstützer des Staatsstreiches 1903 gewesen, durch den die Karađorđević Familie den serbischen Thron besteigen konnte. 1912 wurde Georg Weifert der erste Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der serbischen Freimaurer. Im selben Jahr sorgte er dafür, dass die serbischen Freimaurer vom Ausland unabhängig wurden, vor allem von der ungarischen Grossloge, die damals in Serbien bestimmend war. Nach der Gründung des Königreichs Jugoslawien gründete Georg Weifert 1922 die Grossloge von Jugoslawien. Er war als Bergbau- und Brauunternehmer aktiv und galt als einer der reichsten Männer in Serbien. Er wurde der erste Gouverneur der Zentralbank von Jugoslawien, die auf Initiative der Königsfamilie gegründet wurde. In Jugoslawien bestand die Freimaurerei zwischen den beiden Weltkriegen aus der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Elite. Auch die geistliche Elite war mit Priestern der orthodoxen und römisch-katholischen Kirche sowie mit Rabbinern in der jugoslawischen Freimaurerei vertreten. (Quelle: 1, 2, 3) Übrigens: Die erste bekannte Freimaurerloge im jugoslawischen Raum war 1764 in Kroatien gegründet worden und Graf Ivan Drašković war ihr erster Logenmeister gewesen. Die kroatische Adelsfamilie Drašković war eng mit der österreichischen Herrscherfamilie Habsburg verbunden, die damals auch über Kroatien herrschte.

Der jugoslawische König Alexander I. (1888-1934) aus der Karađorđević Familie war Freimaurer und viele seiner Berater und Politiker sollen Freimaurer gewesen sein. (Quelle: 1 und 2) Er setzte 1929 die Verfassung ausser Kraft und führte eine Königsdiktatur ein. Seine Frau kam väterlicherseits aus der rumänischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie.

König Alexander I. wurde 1934 bei einem Attentat ermordet. Die Ustascha, eine nationalistische kroatische Organisation, und die IMRO, eine nationalistische bulgarische Organisation, gelten als die Drahtzieher des Attentates. Die beiden Organisation wollten, dass Kroatien und Mazedonien unabhängig vom Jugoslawischen Königreich werden. Die Ustascha wurde 1930 in Italien gegründet und ihr wurden Kontakte zum Vatikan nachgesagt. Die Ustascha bestand aus Katholiken, da das kroatische Volk mehrheitlich katholisch ist, während die Serben sich grösstenteils zur christlich-orthodoxen Kirche bekennen, darunter auch die Karađorđević Familie. Die Mitglieder der Ustascha glaubten, dass das Königreich Jugoslawien von Freimaurern und Juden gesteuert wird. Auch Serben und Kommunisten sowie die christlich-orthodoxe Kirche waren ein Feindbild der Ustascha. Ante Pavelić war der Gründer der Ustascha. Er konnte 1941, während des Zweiten Weltkrieges, mit Hilfe von Hitler und Mussolini die Macht in Kroatien übernehmen. Ante Pavelić und die Ustascha waren während der faschistischen Diktatur in Kroatien für viele Kriegsverbrechen verantwortlich. Sie ermordeten viele Serben, Juden, Roma und Kommunisten. Die Freimaurerei wurde verboten. Orthodoxe Christen wurden gezwungen zum Katholizismus zu konvertieren und viele orthodoxe Priester wurden ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich Ante Pavelić in Rom verstecken und später nach Südamerika fliehen. Dabei wurde er von katholischen Priestern geschützt. Der Vatikan half der Ustascha-Führung und Kriegsverbrechern aus Deutschland über die Rattenlinien bei ihrer Flucht.

König Peter II. (1923-1970) aus der Karađorđević Familie war von 1934 bis 1945 der letzte König von Serbien und Jugoslawien. 1941, während des Zweiten Weltkrieges, wurde Jugoslawien von Nazideutschland besetzt, worauf die Königsfamilie ins Exil musste. Die Familie gründete eine Exilregierung und tauschte sich mit weiteren Exilregierungen aus. Während des Zweiten Weltkrieges mussten mehrere Königsfamilien und weitere Hochadlige ins Exil, weil ihre Länder von Nazideutschland oder den Sowjets besetzt wurden. Die hochadligen Exilanten vernetzten sich und schmiedeten gemeinsam Pläne. König Peter II. traf sich während des Zweiten Weltkrieges mit dem US-Präsidenten Franklin Roosevelt und dem britischen Premierminister Winston Churchill (beides Freimaurer). 1944 heiratete König Peter in London eine griechische Prinzessin.

Um Jugoslawien von den Nazis zu befreien, sahen sich König Peter und die Briten gezwungen, die kommunistischen Partisanen in Jugoslawien zu unterstützen, die von Josip Broz Tito angeführt wurden. Im September 1944 befahl König Peter seinen Untertanen über die Medien, Tito zu unterstützen, und warnte, dass diejenigen, die sich diesem Befehl verweigern, mit dem „Stigma des Verrats“ belegt würden. (Quelle: 1 und 2). In den folgenden zwei Monaten konnten die Kommunisten unter Josip Broz Tito die Macht in Jugoslawien übernehmen. Tito traf in dieser Zeit auch den britischen Premierminister Winston Churchill. Churchill versicherte Tito die Unterstützung der Briten und sagte ihm: „Wenn ich jung genug wäre, um mit dem Fallschirm abspringen zu können, würde ich in Jugoslawien kämpfen“. Einige Wochen später traf Tito den Sowjet-Diktator Josef Stalin, der Tito ebenfalls militärische Unterstützung im Kampf gegen die Nazis versprach. Stalin empfahl Tito, Peter Karađorđević wieder als König von Jugoslawien einzusetzen, was Tito aber strikt ablehnte. Stalin warnte Tito eindringlich vor den „doppelzüngigen“ Briten und deren Geheimdienst. (Quelle)

Tito herrschte bis zu seinem Tod 1980 diktatorisch über Jugoslawien. In dieser Zeit war die Königsfamilie Karađorđević im Exil, da die Kommunisten der Familie nicht erlaubten zurückzukehren. Das Tito-Regime war zwar kommunistisch, hatte aber kein gutes Verhältnis zur kommunistischen Sowjetunion und war unabhängig von dieser, da sich Tito und Stalin nach dem Zweiten Weltkrieg zerstritten hatten. Das Tito-Regime unterhielt engen diplomatischen Kontakt zum britischen Königreich. Übrigens trug das britische Militär eine Mitschuld für die Massaker von Bleiburg, die von Titos Militär und Geheimdienst begangen wurden. Die Verbrechen begannen eine Woche nachdem der Erste Weltkrieg in Europa beendet worden war (trotz Ende des Weltkrieges gingen Titos Kriegsverbrechen in Jugoslawien weiter).

Tito wurde oft nachgesagt, dass er Freimaurer sei, aber Freimaurer sagen, dass es dafür keine Beweise gebe. Tito liess die Freimaurerei verbieten. Erst zehn Jahre nach seinem Tod, im Jahr 1990, wurde die Freimaurerei in Jugoslawien offiziell wiederbelebt. Mithilfe der Grosslogen aus Deutschland wurde eine jugoslawische Grossloge gegründet, die ein Jahr später von der Grossloge aus England anerkannt wurde. (Quelle) In den folgenden 10 Jahren war Jugoslawien im Krieg, da sich die jugoslawischen Teilstaaten vom serbischen Machtzentrum unabhängig machen wollten (Jugoslawienkriege). Die Kriege führten zum Zerfall Jugoslawiens und zur Abschaffung des Kommunismus. Im Jahr 2000 durfte die Karađorđević Familie wieder nach Serbien zurückkehren und engagierte sich dort in den folgenden Jahren bei der Demokratisierung des Landes.

Die Mitglieder der Karađorđević Familie lebten, als sie im Exil waren, in den USA und Grossbritannien, wo sie grosses Ansehen genossen. In den sechs Jahrzehnten im Exil bereisten Mitglieder der Familie viele Länder und knüpften reichlich Kontakte.

Der letzte jugoslawische König Peter II. lebte bis zu seinem Tod 1970 in den USA. Er übernahm 1964 das Protektorat über den „Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani“ (OSMTH) in den USA (Quelle). Der OSMTH ist angeblich ein Nachfolger des Templerordens, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war und von französischen Adligen geführt wurde. Mehr dazu im Beitrag zum OSMTH.

Prinz Paul Karađorđević (1893-1976) studierte an der Oxford Universität in England (besteht seit über 900 Jahren). Viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser studierten an der Oxford Universität. Paul Karađorđević war Mitglied des berüchtigten Bullingdon Club, ein elitärer Club an der Oxford Universität. Paul Karađorđević lebte viele Jahre in England und wurde ein Freund des britischen Prinzen George von Kent (war während des Zweiten Weltkrieges Grossmeister der Freimaurer in England). Prinz Paul sagte oft, dass er sich wie ein Engländer fühle. Seine Frau kam väterlicherseits aus der griechischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der russischen Zarenfamilie. Prinz Paul war ein enger Freund und vermutlich auch ein Liebhaber des britischen Politikers Henry Channon. (Quelle: 1 und 2) Henry Channon heiratete die Tochter eines Grafen aus der irischen Guinness Familie. Er und sein Sohn Paul Channon, ebenfalls ein britischer Politiker, gehörten zum Freundeskreis der britischen Königsfamilie. Paul Channon war Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk. Prinz Paul Karađorđević regierte von 1934 bis 1941 für den noch minderjährigen König Peter II. über Jugoslawien.

Prinz Andreas (Andrej) Karađorđević (1929-1990) war ein prominenter Rotarier (Quelle). Seine erste Ehefrau kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Hessen. Ihre Mutter kam aus der griechischen Königsfamilie und war eine Schwester von Prinz Philip (Ehemann der britischen Queen). Die zweite Frau von Andreas Karađorđević kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Leiningen und mütterlicherseits aus der russischen Zarenfamilie.

Prinz Tomislav Karađorđević (1928-2000) heiratete Margarita von Baden aus der deutschen Hochadelsfamilie Baden. Margaritas Mutter kam aus der griechischen Königsfamilie und war eine Schwester von Prinz Philip (Ehemann der britischen Queen).

Die erste Ehefrau von Alexander Karađorđević (1924-2016) kommt väterlicherseits aus der italienischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der belgischen Königsfamilie. Seine zweite Ehefrau kommt aus der Fürstenfamilie von Liechtenstein.

Ein Prinz aus der Karađorđević Familie arbeitete für den einflussreichen griechischen Geschäftsmann Stavros Niarchos und erhielt von ihm einen Mercedes als Hochzeitsgeschenk (Quelle).

Die heutigen Mitglieder der

Karađorđević Familie

Die Karađorđević Familie kennt durch ihre Heiratspolitik viele Hochadlige. Sie lernten auch Königsfamilien aus Asien und Afrika sowie die Aga Khan Familie kennen.

Kronprinz Alexander Karađorđević

Der derzeitige Kronprinz ist Alexander Karađorđević (*1945). Seine erste Frau kam aus der ehemaligen brasilianischen Kaiserfamilie Orléans-Braganza. Alexander Karađorđević ist in Grossbritannien aufgewachsen und erhielt 2001 die serbische Staatsbürgerschaft. Er ist ein Freund und Verwandter der britischen Königsfamilie. Seine Taufe fand in der Westminster Abbey statt und Queen Elizabeth war die Taufpatin. Er wurde von Gavrilo V. getauft, dem damaligen Patriarchen der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Alexander Karađorđević war auf dem Institut Le Rosey, das wohl elitärste Internat der Welt, auf dem viele Mitglieder aus Milliardärs- und Königsfamilien waren. (Quelle: 1 und 2) Alexander Karađorđević war auf der Royal Military Academy Sandhurst. Viele Königsfamilien sind an dieser britischen Militärakademie vertreten. Alexander Karađorđević verbrachte sieben Jahre in der britischen Armee und diente im Nahen Osten, in Italien und in Westdeutschland. Er lebte 12 Jahre lang in den USA, wo er als Werbefachmann und Versicherungsmakler tätig war. Dabei sammelte er Erfahrungen und Verbindungen, die seiner Meinung nach seinem Heimatland zugutekommen würden, falls er eines Tages König wird. Inzwischen ist er ein wohlhabender internationaler Unternehmensberater. Seit dem Fall des Kommunismus in Serbien bereitet er sich auf seine eventuelle Rückkehr als König vor. Im Gegensatz zu vielen seiner serbischen Landsleute vertritt er eine nicht nationalistische Politik und möchte, dass sich Serbien an den Westen annähert (wo der Grossteil seiner Verwandtschaft lebt). Er war ein Gegner des antiwestlichen Milosevic-Regime in Serbien und zeigte Verständnis für die aggressiven Reaktionen der NATO und befürwortete die Verhaftung aller angeklagten Kriegsverbrecher aus Serbien. (Quelle) In den letzten Jahren verurteilte er aber die Bombardierung Serbiens durch die NATO in öffentlichen Erklärungen. Generell gab er sich in den letzten Jahren patriotischer, aber vielleicht will er auch nur Sympathien bei den serbischen Nationalisten gewinnen, da der Nationalismus bis heute die serbische Politik massgeblich mitbestimmt.

Alexander Karađorđević ist ein überzeugter Monarchist und sagte: „Die fortschrittlichsten sozialen Länder der Welt sind konstitutionelle Monarchien“. Er ist sehr motiviert, den Thron zu besteigen und hat bereits eine Flagge mit einem königlichen Wappen vorbereitet. Er und seine Familie dürfen inzwischen wieder in ihren Palästen in Serbien leben. (Quelle) Er ist schon seit 30 Jahren mit der demokratischen Opposition in Serbien verbunden (Quelle). Er war mit Zoran Đinđić befreundet, der serbischer Ministerpräsident und Chef der Sozialdemokraten war. Zoran Đinđić wohnte zudem in der Nachbarschaft von Alexander Karađorđević. Zoran Đinđić wurde 2003 von einem Scharfschützen erschossen. (Quelle: 1 und 2)

Alexander Karađorđević hat auch Kontakte zur POKS, eine konservative serbische Partei, welche die Monarchie in Serbien wieder einführen will (Quelle). Alexander Karađorđević will ein demokratisches Serbien und möchte, dass sich die zerstrittenen Völker auf dem Balkan versöhnen, zumindest behauptet er das. Wenn er das ernst meint, wird er den derzeitigen serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić nicht mögen, da dieser die ohnehin geschwächte Demokratie weiter abschafft und sich nicht um eine Aussöhnung mit den anderen Balkanvölkern bemüht. Alexander Karađorđević traf Vučić dennoch und gratulierte ihm zu seinem Wahlsieg. Er schrieb Vučić : „Ich gratuliere Ihnen und Ihrer Partei herzlich zu Ihrem herausragenden Sieg. Ich bin überzeugt, dass die Serbische Fortschrittspartei die hohen Erwartungen des serbischen Volkes erfüllen wird, sowohl von denen, die ihre Stimmen direkt anvertraut haben, als auch von allen Bürgern Serbiens. Ich glaube, dass die SNS bei dieser Aufgabe auf die volle Unterstützung aller zählen kann, denen das Wohl und der Fortschritt der Menschen am Herzen liegen. Ich freue mich sehr auf ein Treffen mit Ihnen, um zu besprechen, wie wir unserem Volk und unserem Land gemeinsam helfen können. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei der Bildung der neuen Regierung der Republik Serbien“. (Quelle) Nach Umfragen in den letzten 10 Jahren würden 30 bis 60 Prozent der Serben eine Wiedereinführung der Monarchie begrüssen.

Die Karađorđević Familie gehört bis heute der christlich-orthodoxen Kirche an. Die Familie kennt den derzeitigen Patriarchen der Serbisch-Orthodoxen Kirche Porfirije Perić und seinen Vorgänger Irinej (Quelle: 1 und 2). Patriarch Pavle, der von 1990 bis 2009 Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche war, erklärte öffentlich, dass die Monarchie in Serbien „im Namen der Gerechtigkeit Gottes“ wiedereingeführt werden soll (Quelle). Alexander Karađorđević traf Bartholomäus I., den derzeitigen Patriarch von Konstantinopel (Quelle). Der Patriarch von Konstantinopel verkörpert das Oberhaupt der christlich-orthodoxen Kirchen weltweit. Noch weitere Mitglieder der Karađorđević Familie trafen Patriarchen. Die Familie war bereits im 19. Jahrhundert mit der christlich-orthodoxen Kirche verbunden. Viele Familien des osteuropäischen Hochadels haben bis heute Kontakt zu den Patriarchen der christlich-orthodoxen Kirche.

Alexander Karađorđević ist hochrangiges Mitglied des Malteserordens (Quelle). Der Malteserorden ist ein vatikanverbundener Orden, in dem viele Adelsfamilien Mitglied sind. Der Orden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Der Malteserorden unterhält engen diplomatischen Kontakt zur christlich-orthodoxen Kirche. Alexander Karađorđević ist in Zusammenarbeit mit dem Malteserorden philanthropisch in Serbien aktiv.

Alexander Karađorđević ist Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Der Konstantinorden unterhält engen diplomatischen Kontakt zu den christlich-orthodoxen Kirchen. Mehrere Mitglieder der Karađorđević Familie besuchten Treffen des Konstantinordens, bei denen viele Hochadlige zusammenkamen.

Alexander Karađorđević war oder ist noch immer Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist fest mit den Geheimdiensten verbunden.

Alexander Karađorđević kennt Donald Trump und hat beste Kontakte zu ihm (Quelle). Über Google findet man Fotos von den beiden.

Alexander Karađorđević und seine Frau kennen den derzeitigen US-Präsidenten Joe Biden und seinen Sohn Hunter Biden. Die Bidens halfen der Königsfamilie, als sie Geld brauchte, um ihre Paläste in Belgrad zu sanieren. (Quelle)

Prinzessin Elizabeth (Jelisaveta) Karađorđević

Prinzessin Elizabeth Karađorđević (*1936) gehört derzeit zum Gouverneursrat der East-West Bridge (EWB) (Quelle). Die EWB ist ein serbisches Forschungs- und Expertennetzwerk, das mit Instituten, Denkfabriken und NGOs aus der ganzen Welt zusammenarbeitet. Die EWB engagiert sich für ein gutes Verhältnis zwischen Osteuropa und dem Westen. Sie ist eine Untergruppe der Trilateralen Kommission in Serbien. Die Trilaterale Kommission ist eine international einflussreiche Denkfabrik und wurde vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet. Übrigens sind derzeit zwei Prinzessinnen aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Georgien Mitglied der EWB (Quelle).

Elizabeth Karađorđević ist derzeit Grosspatronin des Fleur de Lys-Ordens (Quelle). Der Orden besteht seit 1439 und soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. Der Fleur de Lys-Orden war mit den frühen Freimaurern verbunden. Der Orden wird seit seiner Gründung von schottischen Clans und Hochadligen geführt. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden)

2004 kandidierte Elizabeth Karađorđević für das Präsidentenamt von Serbien und erhielt 70 000 Stimmen. Sie belegte den 6. Platz von 16 Teilnehmern. (Quelle)

Elizabeth Karađorđević heiratete in erster Ehe Howard Oxenberg, ein amerikanischer Jude und Freund der berühmten Kennedy Familie.

Elizabeths Tochter Christina Oxenberg (*1962) heiratete den britischen Künstler Damian Elwes, zu dessen nahen Verwandtschaft mehrere britische Adelsfamilien gehören. Damians Grossvater war ein Hofkünstler der britischen Königsfamilie. Damians Brüder sind der Filmproduzent Cassian Elwes und der bekannte Schauspieler Cary Elwes. Die Mutter der Brüder ist die britische Innenarchitektin Tessa Kennedy. Zu ihren Kunden gehörten Promis, Grosskonzerne und der jordanische König (Quelle). Ihre Grossmutter war eine Schwester von Dusan Popovic, der zu den Gründern Jugoslawiens gehörte (Quelle). Auf Wikipedia und ähnlichen Seiten steht, dass Tessa Kennedy eine Nichte von Ivan Ivanović ist, ein britisch-jugoslawischer Geschäftsmann und Diplomat. Sein Vater Ivan Rikard Ivanović war ein kroatisch-jüdischer Industrieller und Politiker. Tessa Kennedys Mutter heiratete in zweiter Ehe Neil McLean, ein schottischer Politiker, der als britischer Geheimdienstoffizier auf dem Balkan aktiv war. Tessa Kennedy heiratete in zweiter Ehe den amerikanisch-jüdischen Filmproduzenten Elliott Kastner.

Katharina Oxenberg (*1961) kommt mütterlicherseits aus der Karađorđević Familie. Die US-amerikanische Schauspielerin spielte in zwei Filmen die britische Prinzessin Diana. Sie heiratete den amerikanisch-jüdischen Filmproduzenten Robert Evans, der Paramount Pictures leitete, eines der grössten Filmunternehmen der Welt. Robert Evans stand Personen nahe, die Kontakte zur organisierten Kriminalität hatten (Quelle). Robert Evans wurde wegen Kokainhandels verurteilt. Katharina Oxenberg hat eine Tochter mit William Weitz Shaffer, ein verurteilter Drogenschmuggler. Er liess Tonnen von Marihuana aus Thailand in die USA importieren (Quelle). Ihre gemeinsame Tochter ist die Schauspielerin India Oxenberg. India war Mitglied des Gehirnwäsche-Kults NXIVM. Zur Kultführung gehörte Clare Bronfman, die inzwischen im Gefängnis sitzt. Sie kommt aus der kanadisch-jüdischen Milliardärsfamilie Bronfman, eine der mächtigsten Familien der kanadischen Elite.

Elizabeth Karađorđević heiratete in zweiter Ehe den britischen Politiker Neil Balfour, der danach in die englische Adelsfamilie Spencer-Churchill heiratete (Verwandte des britischen Premierministers Winston Churchill).

Elizabeth Karađorđević heiratete in dritter Ehe den Peruaner Manuel Ulloa Elias. Dieser war Premierminister von Peru. Eine seiner Exfrauen war mit dem spanischen Markgrafen Vicente Sartorius verheiratet gewesen, der danach in die Fürstenfamilie von Liechtenstein heiratete.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Prinz Dimitri Karađorđević kennt die französisch-jüdische David-Weill Familie, eine der mächtigsten Bankiersfamilien Frankreichs (Quelle). Prinz Dimitri Karađorđević war 1994 auf einer Hochzeit in London, bei der die griechische Unternehmerfamilie Livanos in die griechische Unternehmerfamilie Vardinogiannis heiratete. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, SafraHearstHambroRussell, Niarchos, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Spencer-Churchill, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland und Jordanien. (Quelle) Prinz Dimitri Karađorđević war 2014 in New York bei einem Anlass, bei dem der französische Multimilliardär Bernard Arnault den David Rockefeller Award erhielt. Neben Dimitri und Arnault waren Personen der US-Elite bei der Verleihung dabei, darunter:

  • Mitglieder der berühmten Rockefeller Familie.
  • Henry Kravis: Der jüdische Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen.
  • Marie-Josée Kravis: Sie ist die Frau von Henry Kravis. Die Kanadierin ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen.
  • Ronald Lauder: Der jüdische Milliardär ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
  • Stephen (Steve) Schwarzman: Der jüdische Milliardär ist Mitgründer, Vorsitzender und CEO der Blackstone Group. Die Blackstone Group ist derzeit das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Schwarzman ist Mitglied bei Skull and Bones.
  • Jerry Speyer: Der jüdische Milliardär ist ein erfolgreicher Immobilienunternehmer. Er nahm 2012 am Bilderberg-Treffen teil.
  • Jamie Tisch: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

(Fotos: 1 und 2)

Dimitri Karađorđević lernte bei seiner Arbeit als Edelschmuckexperte in den USA weitere wohlhabende Juden kennen.

Prinz Filip Karađorđević (*1982) arbeitete für Finanzunternehmen im Londoner Bankenviertel. Er und seine Frau waren bei einer Messe zu Ehren Napoleons I. und der für Frankreich gefallenen Soldaten. Die Messe wurde von der ehemaligen französischen Kaiserfamilie Bonaparte geführt. Prinz Filip war vom Oberhaupt der Bonaparte Familie eingeladen worden. (Quelle)

Prinzessin Helene Karađorđević (*1963) heiratete den französisch-jüdischen Geschäftsmann Thierry Gaubert. Dieser war ein Berater des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Prinzessin Helene und ihr Mann wurden verurteilt, weil sie zwischen 1996 und 2016 auf verschiedenen Konten in Steueroasen 8,9 Millionen Euro versteckt hatten. Die Prinzessin wurde zu 18 Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 50 000 Euro verurteilt. Thierry Gaubert stand öfters vor Gericht. Zu den Vorwürfen gehörten Betrug, Geldwäsche, Verschleierung des Missbrauchs von Unternehmensvermögen, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Beteiligung an der Karatschi-Affäre und der Sarkozy-Gaddafi-Affäre. (Quelle: 1 und 2)

Prinzessin Katarina Karađorđević (*1959) heiratete Desmond de Silva, ein britischer Anwalt, der von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen wurde. Er war Generalstaatsanwalt der Vereinten Nationen für Kriegsverbrechen in Sierra Leone.

Prinz Vladimir Karađorđević und seine Frau sind Mitglied der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), eine christliche Bruderschaft, die von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt wird. Zur RCST gehören Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien (mehr dazu im Beitrag zur RCST).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani

Der „Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani“ (OSMTH) ist angeblich ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war und von französischen Adligen geführt wurde.

Der Templerorden wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts verfolgt und aufgelöst. Der OSMTH (und weitere Orden) behaupten, dass der Templerorden im Geheimen weiter aktiv war. Laut dem OSMTH wurde der Templerorden 1705 vom französischen Herzog Philippe II. von Orléans offiziell wiederbelebt. Der Herzog wurde zum Grossmeister des wiederhergestellten Templerordens gewählt. (Quelle: 1, 2, 3) Sein Vater kam aus der französischen Königsfamilie Bourbon und war der Begründer der französischen Hochadelsfamilie Orléans. Bourbon und Orléans gehören bis heute zu den wichtigsten Familien des Hochadels.

Nach Herzog Philippe II. von Orléans waren angeblich drei Mitglieder der französischen Königsfamilie Bourbon Grossmeister des OSMTH. Der Orden überstand die Französische Revolution, aber ein Grossmeister wurde geköpft. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte der Orden eine neue Blütezeit und zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten wollten dem Orden beitreten. Der französische Kaiser Napoleon I. liess die Akten des Prozesses gegen die Templer aus dem Vatikan nach Paris bringen und setzte eine Kommission ein, welche die Unschuld des früheren Templerordens feststellen sollte. Napoleon rehabilitierte den Templerorden. (Quelle) Der heutige OSMTH behauptet, dass er damals unter dem Schutz von Kaiser Napoleon stand (Quelle). Napoleon war möglicherweise Freimaurer. Mehrere seiner engen Verwandten waren hochrangige Freimaurer (mehr dazu im Beitrag zur Bonaparte Familie).

Nach Napoleons Sturz kam König Ludwig XVIII. (Freimaurer) aus dem Haus Bourbon an die Macht und wurde Protektor des OSMTH, der also unter seinem königlichen Schutz stand. In den folgenden Jahren breitete sich der Orden in weiteren europäischen Ländern aus. 1825 grenzte sich der Orden von den Freimaurern ab. 1837 wurde der Orden katholisch und erklärte seine Treue gegenüber der römisch-katholischen Kirche. 1845 kam es zu Verhandlungen mit Papst Gregor XVI. über eine Wiederanerkennung des Templerordens. Der Status des Ordens wurde 1853 vom französischen Kaiser Napoleon III. offiziell bestätigt. Im 20. Jahrhundert wurde der Orden weltweit aktiv. Der in Venedig im Exil lebende jugoslawische König Peter II. übernahm 1964 das königliche Protektorat über den OSMTH in den USA. Seit 1970 können auch wieder nicht katholische Christen dem Orden beitreten. 1990 übernahm Maximos V. Hakim, der damalige Patriarch der melkitischen griechisch-katholischen Kirche, das geistliche Protektorat des OSMTH. Der Orden leistete ein Treueid gegenüber dem Patriarchen. Aufgrund von internen Streitigkeiten im OSMTH spalteten sich die amerikanischen Templer 1994 von ihren europäischen Brüdern ab. 1996 wurde eine Delegation des OSMTH in Gaza vom palästinensischen Politiker Jasir Arafat (Freimaurer) empfangen. 2018 wurde ein neuer Grossmeister gewählt. Die Wahl stand unter Beobachtung des Vatikans. Anwesend war Gino Ciocco, Protonotar von Papst Franziksus. (Quelle) Gerard Willery, der derzeitige Grossmeister des OSMTH, traf 2021 Papst Franziskus (Quelle). Der Orden betont heute noch, dass er nicht Teil der Freimaurerei ist. Es waren (oder sind noch immer) Freimaurer im Orden vertreten. Ende des 19. Jahrhunderts kam es im Orden zu Streitigkeiten zwischen katholischen und freimaurerischen Mitgliedern.

Von 1839 bis 1840 war der britische Offizier William Sidney Smith Grossmeister des OSMTH (Quelle: 1 und 2). Er war Freimaurer (Quelle: Beim Abschnitt Royal Navy). Er behauptete, dass er im Besitz des Templerkreuzes sei, dass der englische König Richard Löwenherz (1157-1199) getragen hatte. William Sidney Smith erhielt Orden von den damaligen Königsfamilien von Grossbritannien (Haus Hannover), Schweden (Haus Oldenburg) und Portugal (Haus Braganza). Er hatte viel Kontakt zum schwedischen König Karl XIII. (Grossmeister der schwedischen Freimaurer). William Sidney Smith kannte auch Pedro von Braganza, der Kaiser von Brasilien und König von Portugal war. Kaiser Pedro soll sich um das Amt des OSMTH-Grossmeisters beworben haben und wurde zum Ehrenritter des Tempels ernannt. (Quelle: 1 und 2) Kaiser Pedro war Grossmeister der brasilianischen Freimaurer (Quelle: 1 und 2).

1892 übernahm der französische Okkultist Joséphin Péladan die Führung des OSMTH (Quelle: 1 und 2). Er gründete gemeinsam mit dem adligen Okkultisten Stanislas de Guaita den „Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix“, ein nicht mehr existenter kabbalistischer Rosenkreuzerorden. Péladan und Guaita gehörten zum Martinistenorden, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Péladan zerstritt sich mit Guaita und gründete darauf den „Ordre de la Rose-Croix“, ein katholischer Rosenkreuzerorden.

Die Website des OSMTH in Bayern behauptet, dass der deutsche Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1910 Grossmeister des OSMTH wurde und damit angeblich den britischen König Edward VII. (Freimaurer) als Grossmeister ablöste (Quelle). Die beiden Herrscher kamen aus führenden Freimaurerfamilien. Mehrere Websites des OSMTH und seinem Ableger, der OSMTJ, behaupten, dass König Georg V. von Hannover Grossmeister des Ordens war. König Georg V. war Grossmeister der Freimaurer in Hannover (Quelle). Er kam aus der deutschen Hochadelsfamilie Hannover, die damals auch über das britische Königreich herrschte und eine Freimaurerfamilie war. Die Familie gehört zur Dynastie der Welfen, eine der ältesten Familien des Hochadels.

Der belgische Unternehmer Emile Clement Vandenberg war von 1935 bis 1942 Grossmeister des OSMTH. Er war jüdischer Abstammung. (Quelle: 1 und 2) Danach waren zwei portugiesische Grafen bis 2018 Grossmeister des OSMTH. Die Grafen haben angeblich alte Königsdynastien in ihrem Stammbaum, darunter die Familien Pippin, Wessex, Dunkeld und Árpád (Quelle).

Die deutsche Hochadlige Elisabeth Isenburg-Büdingen ist derzeit die königliche Patronin des OSMTH. Sie heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Isenburg und kommt väterlicherseits aus dem deutschen Zweig der Familie Glücksburg, die viele Könige hervorbrachte. (Quelle) Elisabeths Mutter kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Mecklenburg und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie Hannover.

Der derzeitige religiöse Patron des OSMTH ist Nourhan Manougian. Er ist der Patriarch der Armenisch Apostolischen Kirche in Jerusalem. (Quelle)

Der OSMTH ist als NGO mit besonderem Beraterstatus bei den Vereinten Nationen in Genf, Schweiz, registriert und hat UN-Repräsentanten in den UN-Vertretungen in der ganzen Welt (Quelle).

Der OSMTH hat eine eigene Abteilung bei der NATO. Die Mitglieder im NATO-Grosspriorat des OSMTH bestehen aus Offizieren und Verteidigungsbeamten der NATO-Mitgliedstaaten und Partnerstaaten, die mit dem Malteserkreuz des NATO-Grosspriorats ausgezeichnet werden. Die Verleihung des Malteserkreuzes erfolgt in Anerkennung bedeutender Beiträge zur NATO-Gemeinschaft und zu den humanitären Zielen des Grosspriorates. Das NATO-Grosspriorat unterstützt die Kommunikation und Vernetzung zwischen der NATO- Gemeinschaft und Verteidigungseinrichtungen. Das NATO-Grosspriorat unterstützt die Friedenssicherungsinitiativen der NATO. (Quelle)

General Roy Redgrave (1925-2011) war Grossprior des OSMTH in Grossbritannien (Quelle: 1 und 2). Er war Kommandeur der britischen Streitkräfte in Hongkong.

Derzeitiger Grossmeister des US-amerikanischen OSMTH ist der Konteradmiral James Joseph Carey (*1939). Er war Abteilungsleiter im Pentagon. (Quelle) Carey ist zudem Mitglied der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), eine christliche Bruderschaft, die von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt wird. Zur RCST gehören Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien (mehr dazu im Beitrag zur RCST).

1970 hatte sich vom OSMTH ein weiterer Orden abgespalten, der sich „Ordre Souverain et Militaire du Temple de Jérusalem“ (OSMTJ) nennt. Derzeitiger Grossmeister des OSMTJ ist Ronald Scott Mangum, ein US-amerikanischer General und Anwalt. Er erhielt mehrere militärische Auszeichnungen. Er war Berater des Pentagons und sechs Jahre lang leitender Berater des georgischen Verteidigungsministeriums. Er wurde in die armenische Anwaltskammer aufgenommen und gründete eine Anwaltskanzlei in den USA. (Quelle)

Der äthiopische Prinz Asfa-Wossen Asserate (*1948), der in Deutschland lebt, wurde in den OSMTH aufgenommen und zum Ritter des Ordens geschlagen (Quelle: 1 und 2). Der Prinz kommt aus der nicht amtierenden Kaiserfamilie von Äthiopien. Der Legende nach stammt die Familie vom israelischen König Salomo ab, der in der Bibel, im Koran und im Tanach erwähnt wird. König Salomo war der Legende nach der Erbauer des salomonischen Tempels, der sich auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem befand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück.

Es gibt noch weitere Orden, die sich als Templer bezeichnen. Der interessanteste ist aus meiner Sicht der freimaurerische Templerorden in Grossbritannien, der unabhängig vom OSMTH ist und von britischen Adligen geführt wird.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Blaustein Familie

Louis Blaustein (1869-1937) war in eine jüdische Familie in Litauen geboren und wanderte in die USA aus. Dort arbeitete er für den damals weltweit grössten Erdölkonzern Standard Oil, der von der Rockefeller Familie gegründet und kontrolliert wurde. Louis Blaustein gründete 1910 ein eigenes Erdölunternehmen. Standard Oil kontrollierte damals die Erdölindustrie in den USA. Die US-Regierung wollte das Monopol brechen und Standard Oil wurde daher 1911 in 34 kleinere Unternehmen aufgeteilt. Eines davon war Standard Oil of Indiana, bei dem die Blaustein Familie grösster Aktionär wurde. Das Unternehmen wurde in Amoco umbenannt und war einer der grössten Erdöl- und Erdgaskonzerne der Welt. 1998 wurde Amoco an den britischen Öl- und Gaskonzern BP verkauft, der bis heute eines der grössten Unternehmen der Welt ist. Die Blaustein Familie besitzt ein kleineres Unternehmen, das bis heute in der Erdöl- und Erdgasindustrie aktiv ist. Die Familie ist zudem in der Immobilienbranche aktiv.

2015 wurde das Vermögen der Blaustein Familie auf 2,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Jacob Blaustein (1892-1970) vertrat die USA als Diplomat bei der Gründung Israels und war Präsident des American Jewish Committee. Sein Sohn Morton war Vizepräsident des American Jewish Committee und seine Tochter Barbara war ebenfalls im Vorstand der jüdischen NGO. (Quelle)

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Scripps Familie

Der US-Amerikaner Edward Willis Scripps (1854-1926) und seine Halbgeschwister gründeten und erwarben mehrere Zeitungen. Ihr Vater war aus London eingewandert. Die Geschwister gründeten die EW Scripps Company, die im 20. Jahrhundert ein führender Medienkonzern der USA war und über 20 Zeitungen besass. Edward Willis Scripps gründete 1907 United Press International, eine grosse Nachrichtenagentur, die bis heute besteht.

Die Scripps Familie kontrolliert die Mehrheit der Stimmrechte an der EW Scripps Company. Bis 2016 hatte das Unternehmen alle seine Zeitungen verkauft. Der Grossteil seiner Zeitungen gehört inzwischen zu Gannett (das derzeit grösste Zeitungsunternehmen der USA).

Die EW Scripps Company besitzt landesweit etwa 60 Nachrichtensender. Das Vermögen der Scripps Familie wurde 2020 auf 8,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die eng verbundene Familie trifft sich mindestens zweimal im Jahr zu Treffen und hat sich vor Jahrzehnten geschworen, Spaltungen zum Wohle der Familie und des Unternehmens zu vermeiden. (Quelle)

Charles Scripps (1920-2007) war Vorsitzender der EW Scripps Company. Laut einem Artikel des Satiremagazins Spy aus dem Jahr 1989 besuchte Charles Scripps den Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Ellen Browning Scripps (1836-1932) gründete das Scripps Research Institute, eine bedeutende Forschungseinrichtung, die sich auf biomedizinische Wissenschaften konzentriert.

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Elliot Clan

Der schottische Clan Elliot besteht seit mindestens 700 Jahren. Im Grenzgebiet zu England waren die Elliots mehrere Jahrhunderte lang erfolgreiche Banditen.

John Elliot (1732-1808), der Sohn eines Barons, war Kolonialgouverneur der britischen Kolonie Neufundland. Sein Bruder Andrew Elliot (1728-1797) war der letzte britische Kolonialgouverneur von New York.

Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound (1751-1814) war der Sohn eines Barons aus dem Elliot Clan. Der Politiker und Diplomat war Generalgouverneur der britischen Kolonie Indien und war somit der oberste Kolonialbeamte in Indien. Er war auch Vizekönig des Anglo-Korsischen Königreichs, eine kurzlebige britische Kolonie auf Korsika. Er war Freimaurer (Quelle). Er wurde zum Grafen geadelt und in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Hugh Elliot (1752-1830) vertrat das britische Königreich als Diplomat bei Königsfamilien in Europa. Er war Kolonialgouverneur von Madras und der Leeward Islands.

Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound (1782-1859), der 2. Graf von Minto, war Politiker und leitete die Royal Navy. Er wurde in den Privy Council aufgenommen und war britischer Botschafter beim preussischen König. Seine Tochter Frances Elliot heiratete den britischen Premierminister John Russell aus dem schottischen Russell Clan.

Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound (1845-1914), der 4. Graf von Minto, war Vizekönig von Indien und Generalgouverneur der britischen Kolonie Kanada. Er war somit der oberste Kolonialbeamte der beiden Kolonien. Er wurde in den Privy Council aufgenommen. Seine Tochter Ruby heiratete einen Grafen aus der Baring Familie, eine der wichtigsten britischen Bankiersfamilien (Quelle). Gilberts Tochter Violet heiratete erst den Sohn eines Markgrafen. In zweiter Ehe heiratete sie einen Baron aus der Astor Familie (Quelle). Die Astors gehörten im 19. Jahrhundert zu den reichsten Familien der USA und wurden im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Gilberts Tochter Aileen heiratete den Sohn eines Herzogs aus der Familie Montagu Douglas Scott.

Cynthia Sophie Elliot (1916-1991) heiratete den britisch-jüdischen Politiker Leslie Hore-Belisha, der zum Baron geadelt wurde (Quelle). Er war Verkehrs- und Kriegsminister und wurde in den Privy Council aufgenommen.

Anne Madeleine Elliot-Murray-Kynynmound (1920-1954) heiratete in die Quäkerfamilie Bevan (Quelle). Die Bevan Familie ist mit der britischen Grossbank Barclays verbunden, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt. Die Bank war von einem Familienzweig des Barclay Clans aufgebaut worden.

John Elliot-Murray-Kynynmounds (1921-2005) Ehefrau war eine Ururenkelin des US-amerikanischen Bankiers Junius Spencer Morgan (Quelle). Dieser war der Begründer der Bankendynastie der Morgan Familie.

Willa Elliot-Murray-Kynynmound (*1924) ist die Mutter von Emma Chetwode, die in die Keswick Familie heiratete (Quelle: 1 und 2). Die schottische Milliardärsfamilie Keswick heiratete in schottische Clans. Die Keswick Familie kontrolliert den Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson, der früher zu den grössten Opiumhändlern der Welt gehörte. Jardine Matheson wurde von Mitgliedern der Clans Matheson und Jardine gegründet. Emmas Schwester Willa Chetwode heiratete den Clan-Chef des Elphinstone Clans, der mütterlicherseits aus der britischen Bankiersfamilie Hambro Familie kam (Quelle).

Die Ehefrau von George Elliot-Murray-Kynynmound (1931-2018) kam väterlicherseits aus der ungarischen Adelsfamilie Esterházy und mütterlicherseits aus der österreichischen Uradelsfamilie Wurmbrand-Stuppach (Quelle).

Der Elliot Clan brachte noch weitere Politiker, Diplomaten und Militärs hervor. Der Elliot Clan heiratete in weitere schottische Clans und englische Adelsfamilien.

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Batista Familie

Die brasilianische Batista Familie gründete und kontrolliert den Fleischkonzern JBS, einer der grössten Lebensmittelkonzerne der Welt. JBS war in den letzten Jahren der weltweit grösste Produzent und Verpacker von Fleisch. 2020 war JBS nach Umsatz das zweitgrösste lateinamerikanische Unternehmen und ist in 190 Ländern aktiv. Mehr als die Hälfte seiner Einnahmen macht der Konzern mit Geschäften in den USA. Die Batista Familie besitzt knapp 40 Prozent der Anteile an JBS. Derzeit wird das Vermögen der Familie auf 7,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Die Batista Familie kontrolliert über ihre Holding J&F Investimentos noch kleinere brasilianische Unternehmen:

  • Banco Original: Eine Bank.
  • Canal Rural: Ein Fernsehsender.
  • Âmbar Energia: Ein Stromerzeugungsunternehmen.
  • Flora: Ein Kosmetik- und Reinigungsmittelhersteller.
  • Eldorado Brasil: Ein Zellstoffhersteller.
  • PicPay: Ein Fintech-Unternehmen.

JBS sorgte für viele Skandale und ist ständig mit Behörden im Konflikt. JBS hat viele Politiker bestochen. Ein JBS-Manager sagte aus, der Konzern habe mehr als 1800 Politiker aus insgesamt 28 Parteien bestochen. Eine Zeit lang war etwa ein Drittel des brasilianischen Kongresses von der Fleischfirma geschmiert. JBS ist berüchtigt dafür, staatliche Fleischverträge, also staatliche Gelder, zu ergattern. Die staatliche Brasilianische Entwicklungsbank (BNDES) versorgt JBS mit zinsgünstigen Krediten und besitzt derzeit 21 Prozent der Anteile an JBS. Staatliche Banken gewährten auch illegale Kredite an JBS. Seine erste Fleischfabrik in den USA erwarb JBS im Jahr 2007 mit Hilfe von illegalen Krediten aus Brasilien. JBS wird verdächtigt, mit Cargill und Tyson Preisabsprachen zu treffen (die drei Konzerne kontrollieren den Löwenanteil der Fleischindustrie in den USA). In einer 2016 eingereichten Klage wird behauptet, dass JBS und andere Geflügelunternehmen absichtlich Herden von Zuchthühnern vernichtet haben, um das Geflügelangebot zu reduzieren und damit eine 50-prozentige Erhöhung des Grosshandelspreises für Masthähnchen zu bewirken. (Quelle: 1, 2, 3)

Henrique Meirelles war Vorsitzender der Holding der Batista Familie. Er war von 2003 bis 2010 Präsident der brasilianischen Zentralbank und zwei Jahre lang Finanzminister. Er arbeitete für die US-amerikanischen Finanzkonzerne Lazard und KKR. Er ist Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF).

JBS bestach Gesundheitsbehörden und Lebensmittelinspektoren, damit sie den Verkauf und Export von kontaminiertem Fleisch genehmigen. Es wurden Chemikalien beigemischt, um den Fäulnisgeruch des Fleisches zu verbergen. JBS verstösst gegen Arbeitssicherheit und weitere Arbeitsgesetze. Im Jahr 2014 wurde JBS beispielsweise mit einer Geldstrafe belegt, weil es Mitarbeiter gezwungen hatte, bis zu 20 Stunden am Tag zu arbeiten, und ihnen von Maden befallenes Fleisch serviert hatte. JBS beutet auch viele Bauern aus, die Zulieferer des Konzerns sind. In der Lieferkette von JBS finden sich Zwangsarbeit und sklavenähnliche Bedingungen. Es wird geschätzt, dass in Brasilien über 150 000 Menschen in moderner Sklaverei gefangen sind. (Quelle)

Für die Tierhaltung von JBS und seiner Zulieferer wird Regenwald abgeholzt. Hinzu kommen grosse Agrarkonzerne, die Tiernahrung für JBS produzieren und dabei ebenfalls Regenwald roden. Umweltschützer sehen JBS als einer der Hauptübeltäter bezüglich der Abholzung des Amazonas an. (Quelle) Die brasilianische Umweltbehörde IBAMA sagte, dass 84 Prozent der Tiere, die man als aus abgeholzten Gebieten stammend erkannt hat, von JBS gekauft wurden (Quelle). 2019 wurde Jair Bolsonaro Präsident von Brasilien, der die Interessen der Viehzüchter und der Agrarindustrie vertritt. In den 8 Monaten nach Bolsonaros Amtsantritt verdreifachte sich der Aktienkurs von JBS (Quelle). Laut einer Studie übertrifft der CO2-Fussabdruck von JBS den von Ländern wie Italien (Quelle).

Wesley und sein Bruder Joesley Batista (beide Milliardäre) willigten 2017 ein, die Bestechungen von Politikern zu gestehen. Sie bekamen eine Kronzeugenregelung, die sie vor dem Gefängnis bewahrt hat. Als Gegenleistung lieferten sie den Ermittlern einen grossen Fisch, nämlich den damaligen Präsidenten Michel Temer. Joesley Batista traf Präsident Temer und hatte ein Aufnahmegerät versteckt dabei. Batista erzählte dem Präsidenten von seinen kriminellen Aktivitäten, worauf Temer erwiderte: „Sehr gut, sehr gut“. Batista erzählte ihm, dass man dem Ex-Vorsitzenden des Parlaments, der wegen Korruption im Gefängnis sitzt, Schweigegeld zahle, was Temer ebenfalls wohlwollend kommentierte. Batista, der das Gespräch heimlich aufgenommen hatte, brachte die Aufnahme zur Polizei. Da die brasilianische Öffentlichkeit erfuhr, dass ihr Präsident und viele ihrer Politiker korrupt sind, kam es zu einer politischen Krise. (Quelle) Die Batista-Brüder mussten nicht ins Gefängnis, aber ihr Konzern musste eine Rekordstrafe von 10,3 Milliarden Real zahlen. Bereits wenige Monate nach dem Vergleich wurde Wesley Batista wegen Verdachts auf Insiderhandel festgenommen (Quelle).

JBS wurde 1953 von der Batista Familie als kleiner Schlachtbetrieb gegründet. Das Unternehmen hat sich innerhalb der letzten 15 Jahren zu einem Weltkonzern entwickelt, also ein sehr rasanter Aufstieg. Man kann davon ausgehen, dass der schnelle Aufstieg in den letzten Jahren vor allem mit der Korruption und der grosszügigen Unterstützung des brasilianischen Staates zu tun hat.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Bush und Walker Familie

Die Bush Familie ist eine der wichtigsten Politikerfamilien der USA. Georg Bush und sein gleichnamiger Sohn waren Präsidenten der USA. Die beiden werden von vielen als Kriegstreiber und Kriegsverbrecher angesehen. In diesem Beitrag wird es aber um das familiäre Netzwerk gehen. Die Bush Familie ist mit der Walker Familie verwandt. Georg Bush Senior kam mütterlicherseits aus der Walker Familie. Somit hat die heutige Bush Familie Blut der Walker Familie in sich.

Bush Familie

Der Geschäftsmann Samuel Bush (1863-1948) war das erste Mitglied der Bush Familie, das Anschluss an die US-Elite fand. Er war als Manager bei Eisenbahnunternehmen tätig und war Präsident eines Stahlunternehmens, das zuvor von Frank Rockefeller geleitet wurde. Frank war ein Bruder von John Rockefeller, der als der reichste Amerikaner der Geschichte gilt. Samuel Bush war im Vorstand der US-amerikanischen Zentralbank FED in Cleveland. (Quelle) Der Grossvater seiner Frau kam aus der Livingston Familie. Damit haben alle Mitglieder der Bush Familie Blut der Livingstons in sich. (Quelle: 1, 2, 3) Die Livingston Familie gehörte zu den Gründervätern der USA und war bereits vor der Gründung der USA Teil der Elite an der Ostküste Nordamerikas. Die Familie stammt von schottischen Adligen ab.

Samuels Sohn Prescott Bush (1895-1972) ging in die Politik und wurde Senator. Er hatte an der Yale Universität studiert und wurde bei Skull and Bones aufgenommen. Diese Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Prescott war der Vater von US-Präsident Georg Bush Senior und der Grossvater von US-Präsident Georg Bush Junior. Die beiden Präsidenten waren ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones sowie auch Jonathan Bush. Bei Skull and Bones waren neben der Bush Familie noch weitere bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Rockefeller, Vanderbilt, Harriman, Taft und Whitney. (Quelle) Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken (Quelle: 123).

Prescott Bush gehörte zur Führung der Bank der Harriman Brüder, die ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones waren. Die Bank der Harrimans fusionierte 1931 mit der Bank „Brown Bros. & Co.“. Diese wurde 1818 von der britisch-amerikanischen Bankiersfamilie Brown gegründet, die schon zuvor im Jahr 1800 die erste Investmentbank der USA gegründet hatte. Ein Familienzweig der Browns gehört seit 1863 zum britischen Adel und stellt Barone. Durch die Fusion der Banken der Familien Harriman und Brown entstand „Brown Brothers Harriman & Co.“ (BBH). Nach der Fusion gehörten Prescott Bush und weitere Mitglieder von Skull and Bones zu den Partnern der BBH. Die BBH ist heute der führende Privatbankier der USA und verwahrt ein Vermögen im Wert von 5,4 Billionen US-Dollar (Stand: Juni 2021).

Die BBH war mit der Union Banking Corporation (UBC) verbunden, zu deren Führung Prescott Bush gehörte. In den 1930er Jahren hatte die UBC engen geschäftlichen Kontakt zur deutschen Industriellenfamilie Thyssen, die ein wichtiger Förderer von Adolf Hitler war. Ausschnitte aus einem 2004 erschienen Artikel im Guardian:

Der Guardian hat Beweise dafür gesehen, dass Bush der Direktor der in New York ansässigen Union Banking Corporation (UBC) war, die Thyssens US-Interessen vertrat, und er arbeitete nach dem Kriegseintritt Amerikas weiter für die Bank. Bush war auch im Vorstand von mindestens einem der Unternehmen, die Teil eines multinationalen Netzwerks von Frontunternehmen waren, damit Thyssen Vermögenswerte auf der ganzen Welt bewegen konnte. Thyssen besaß das größte Stahl- und Kohleunternehmen in Deutschland und wurde reich an Hitlers Bemühungen, sich zwischen den beiden Weltkriegen wieder zu bewaffnen. Eine der Säulen im internationalen Unternehmensnetz von Thyssen, UBC, arbeitete ausschließlich für eine von Thyssen kontrollierte Bank in den Niederlanden und war im Besitz dieser. Verlockender sind Bushs Verbindungen zur Consolidated Silesian Steel Company (CSSC) mit Sitz im mineralreichen Schlesien an der deutsch-polnischen Grenze. Während des Krieges nutzte das Unternehmen die Sklavenarbeit der Nazis aus den Konzentrationslagern, einschließlich Auschwitz. Das Eigentum an CSSC wechselte in den 1930er Jahren mehrmals den Besitzer, aber Dokumente aus dem im letzten Jahr freigegebenen US-Nationalarchiv verbinden Bush mit CSSC, obwohl nicht klar ist, ob er und UBC noch in das Unternehmen involviert waren, als Thyssens amerikanische Vermögenswerte 1942 beschlagnahmt wurden.

Prescott Bush war noch in weiteren Unternehmensvorständen. Er war unter anderem Direktor des Medienkonzerns CBS und Direktor des führenden Versicherungskonzerns Prudential (Quelle). Prescotts Bruder James Smith Bush (1901-1978) war Direktor der staatlichen Export-Import Bank (EXIM) (Quelle).

Smedley Butler, ein hochrangiger und angesehener Marineoffizier, behauptete 1933, dass wohlhabende Geschäftsmänner einen Staatsstreich in den USA planen, um eine faschistische Diktatur zu errichten. Die Medien machten sich über die Anschuldigungen lustig, aber ein Abschlussbericht eines Sonderausschusses des Repräsentantenhauses bestätigte einige von Butlers Aussagen. Zu den angeblichen Drahtziehern und Unterstützern des Putschversuches gehörten Prescott Bush, ein Mitglied der Du Pont Familie, die Grossbank JP Morgan (darunter Seniorpartner Thomas Lamont) und der Freimaurer Douglas MacArthur (war einer der wichtigsten Militärs der USA). (Quelle: 1, 2, 3) Smedley Butler behauptete, dass man ihn angefragt hatte, einen Staatsstreich in den USA zu organisieren. Als hochrangiger Offizier hatte er zuvor für die USA an mehreren Staatsstreichen im Ausland mitgewirkt und hatte dabei die imperialistischen Interessen der Wall Street und der US-Grosskonzerne vertreten. Er beschrieb sich selbst als „Schläger für den Kapitalismus“ und sagte, er habe Nicaragua „gereinigt“ im Auftrag der oben erwähnten Bank Brown Bros. & Co. (Quelle)

Prescott Bush heiratete eine Tochter von Georg Herbert Walker. Dieser gehörte wie Bush zur Führung der Bank der Harriman Familie und er gründete ein eigenes Finanzunternehmen. Georg Herbert Walker war auf einem Jesuiteninternat in England gewesen (Quelle). Die Walker Familie wird weiter unten erläutert.

Prescott Bush war ein Unterstützer der „American Birth Control League“ und war Schatzmeister der ersten nationalen Spendenkampagne der Organisation (Quelle). Die American Birth Control League setzte sich für Bevölkerungskontrolle ein, aber auch für Eugenik. Sie wurde von Margaret Sanger gegründet, eine Befürworterin der Zwangssterilisation. Sanger erhielt finanzielle und ideelle Unterstützung von der Rockefeller Familie (Quelle). Damals interessierten sich Teile der US-Elite für Eugenik-Forschung und sahen diese als fortschrittlich an. Mehr dazu auf Wiki. Seit dem Zweiten Weltkrieg und Hitler distanziert sich die US-Elite von der Eugenik (zumindest nach offiziellen Angaben). Aus der American Birth Control League entwickelte sich die heutige „Planned Parenthood Federation of America“, die sich nach wie vor für Bevölkerungskontrolle einsetzt, aber auf Eugenik verzichtet. Planned Parenthood erhielt in den letzten Jahren Spenden von der US-Elite, unter anderem von Warren Buffett, Bill Gates, Ford Foundation, MacKenzie Scott und Michael Bloomberg.

Prescotts Sohn George H. W. Bush (1924-2018) war von 1989 bis 1993 Präsident der USA und war ein Jahr lang Chef der CIA. Er war in die Iran-Contra-Affäre eingeweiht. Bei den Untersuchungen zum Skandal weigerte sich Bush auszusagen. In den letzten Tagen seiner Präsidentschaft begnadigte Bush sechs Angeklagte in der Iran-Contra-Affäre. Einer davon, der ehemalige Verteidigungsminister Caspar Weinberger, wurde ein Tag vor seinem Prozess wegen Meineids und Behinderung der Justiz begnadigt. (Quelle)

George H. W. Bush war wie sein Vater ein wichtiger Unterstützer der Bevölkerungskontrolle. Er war US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, wo er sich beim UN-Bevölkerungsfonds für internationale Bevölkerungskontrolle engagierte. Die heutigen Politiker aus der Bush Familie sind Abtreibungsgegner. Gouverneur Jeb Bush sagte, „Meine Bilanz als Pro-Life-Gouverneur ist unbestritten. Ich bin absolut pro-life.“ Im rechten Flügel der Republikaner gibt es aber Leute, die glauben, dass Jeb Bush nicht so konservativ ist, wie er behauptet. (Quelle)

George H. W. Bush war Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik (Quelle). Die Trilaterale Kommission wurde von David Rockefeller gegründet, der die Bush Familie kannte.

George H. W. Bush war Berater der Carlyle Group und hielt bezahlte Reden für den Finanzkonzern. Die Carlyle Group ist schon seit über 20 Jahren eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Der Finanzkonzern wirbt hochrangige Politiker aus verschiedensten Ländern an. Die Carlyle Group investierte viel in die US-amerikanische Rüstungsindustrie. Frank Carlucci war Vorsitzender und Anteilseigner der Carlyle Group. Er diente zuvor als Verteidigungsminister und Nationaler Sicherheitsberater der USA und war stellvertretender Chef der CIA. Zu den Investoren der Carlyle Group gehörte die saudische Unternehmerfamilie bin Laden, die eng mit dem Al-Qaida-Chef Osama bin Laden verwandt ist. George H. W. Bush soll die Bin Laden Familie zweimal im Auftrag der Carlyle Group getroffen haben. (Quelle) Die Milliardärsfamilie Mellon finanzierte die Gründung der Carlyle Group mit. Die Mellons sind mit den US-Geheimdiensten verbunden.

George H. W. Bush heiratete Barbara Pierce. Ihr Vater Marvin Pierce leitete die McCall Corporation, ein Verlag. Barbara Pierce war eine Nachkommin von US-Präsident Franklin Pierce (1804-1869) (Quelle). Franklins Vater Benjamin Pierce war Gouverneur des Bundesstaates New Hampshire und hatte im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft. Franklin und Benjamin Pierce waren Mitglied der Society of the Cincinnati, eine elitäre Gesellschaft, die nach der Gründung der USA gegründet wurde. Im englischen Wikipedia ist George H. W. Bush als Ehrenmitglied der Gesellschaft aufgelistet.

George H. W. Bush war Mitglied des Bohemian Club. Der Eliteclub besteht seit 1872 und ist Gegenstand von Verschwörungstheorien. In diesem Club sind hochrangige Mitglieder der US-Elite vertreten, darunter Rockefeller, Morgan, Bechtel, Bass und viele weitere. (Quelle)

Georges gleichnamiger Sohn, der als George W. Bush (*1946) bekannt ist, wurde ebenfalls US-Präsident. Er hatte das Amt von 2001 bis 2009 inne. Er war von 1995 bis 2000 Gouverneur des Bundesstaates Texas. Er ist Multimillionär und gründete ein kleineres Erdöl- und Erdgasunternehmen namens Arbusto Energy.

George W. Bush war wie sein Vater Besucher des Bohemian Club (Quelle). Vater und Sohn wurden bei den „Sons of the American Revolution“ aufgenommen. Die Gesellschaft besteht seit 1889 und noch 14 weitere US-Präsidenten waren Mitglied. (Quelle) Seit 2010 gibt es einen spanischen Zweig der Gesellschaft, der von der spanischen Königsfamilie geführt wird. George W. Bush und sein Vater trafen in ihrem Amt als US-Präsident viele Königsfamilien.

Der Politiker Jeb Bush und die beiden US-Präsidenten aus der Bush Familie sowie ihr Vorfahre Prescott Bush besuchten den Alfalfa Club (Quelle: 1, 2, 3). Dieser ist einer der elitärsten Clubs in Washington. Zu den Mitgliedern gehörten oder gehören noch immer: Rockefeller, Warren Buffett, Madeleine Albright, Michael Bloomberg, Brendan Bechtel und viele weitere. Derzeitiger Präsident des Eliteclubs ist der Milliardär David Rubenstein. Er ist Gründer und Co-Vorsitzender der bereits erwähnten Carlyle Group.

George W. Bush heiratete Laura Welch. Sie ist in neunter Generation eine Nachkommin des schweizerischen Einwanderers Christoph von Graffenried. Er gründete die Stadt New Bern in North Carolina. Er kam aus der Patrizierfamilie Graffenried, die schon seit über 600 Jahren zur Elite der Stadt Bern in der Schweiz gehört. (Quelle) Die Graffenried Familie besitzt übrigens eine eigene Schweizer Privatbank.

Die Zwillinge Barbara und Jenna Bush (*1981), zwei Töchter von George W. Bush, sind mit den Töchtern des Politikers John Kerry befreundet (Quelle). John Kerry war bei der Präsidentschaftswahl 2004 der Hauptkandidat der Demokraten, während Georg W. Bush Kandidat der Republikaner war und die Wahl gewann. John Kerry und Bush sind beide Mitglied bei Skull and Bones. John Kerry kommt mütterlicherseits aus den Familien Forbes und Winthrop.

Jeb Bush (*1953) war von 1999 bis 2007 Gouverneur des Bundesstaates Florida. Er ist der Bruder von Georg W. Bush. Jeb Bush besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Jeb Bush war Berater der britischen Grossbank Barclays, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt. Er war Direktor der Tenet Healthcare Corporation. Der Gesundheitskonzern war in mehrere Skandale und Kontroversen verwickelt. Jeb Bush war Berater für das Private Equity-Geschäft der führenden Investmentbank Lehman Brothers. Er war auch in Vorständen bei kleineren Unternehmen. Seine Frau Columba Bush ist eine mexikanische Katholikin. Jeb Bush konvertierte zum Katholizismus und ist Mitglied der Knights of Columbus, ein katholischer Ritterorden. Er und seine Frau waren auf einer Konferenz, die von den berüchtigten „Legionaries of Christ“ veranstaltet wurde.

Columba Bush besuchte 2012 einen Ball in Monaco. Der Ball stand unter der Schirmherrschaft des monegassischen Fürsten Albert II. Zu den Gästen des Balls gehörten auch:

  • Catherine Colonna di Stigliano. Sie kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna, eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels.
  • Ein Prinz aus der russischen Zarenfamilie.
  • Der armenische Prinz Rudolf Kniase Melikoff/Melikov.
  • Der tschechische Graf Adrien Kamenicky.
  • Marc Sursock. Die libanesische Sursock Familie ist mit der kanadischen Milliardärsfamilie Weston verschwägert und heiratete in die päpstliche Adelsfamilie Colonna und in die thailändische Königsfamilie sowie in die persische Aristokratenfamilie Aga Khan.
  • Raghavendra Rathore. Er kommt aus der Rathore Familie, eine der wichtigsten indischen Aristokratenfamilien.
  • Arvind Singh Mewar. Er ist der nicht amtierende König der indischen Region Mewar. 
  • Der indische Milliardär Ravi(kant) Ruia.

(Quelle)

Neil Bush (*1955) war oder ist noch immer mit Scott Hinckley befreundet. Dessen Bruder John Hinckley Jr. verübte 1981 ein Attentat auf US-Präsident Ronald Reagan. (Quelle)

Lauren Bush (*1984) heiratete einen Sohn des Milliardärs Ralph Lauren. Ralph Lauren gründete und kontrolliert die Ralph Lauren Corporation, ein Modekonzern.

Der Schwiegervater von Jenna Bush (*1981) war der Politiker John H. Hager.

Marvin Bush (*1956) war Direktor des Versicherungskonzerns Tokio Marine HCC.

Jonathan Bush (1931-2021) gründete 1970 „J. Bush & Co.“, ein Finanzdienstleister. 1997 wurde das Unternehmen von der Riggs Bank gekauft, worauf Jonathan Bush der Führung der Riggs Bank beitrat. Zu den Kunden der Riggs Bank gehörten US-Präsidenten und viele Diplomaten. Die Bank war in mehrere Skandale verwickelt.

Jonathan Bush (*1969) gründete gemeinsam mit Todd Park das Gesundheitstechnologieunternehmen Athenahealth. Todd Park war Technologieberater von US-Präsident Barack Obama. Bevor Jonathan Bush und Todd Park Athenahealth gründeten, hatten sie beim Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton gearbeitet, das ziemlich offensichtlich den Geheimdiensten nahesteht. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es „die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle)

William Bush (1938-2018) war Manager bei Banken. Er gründete und leitete ein kleineres Finanzunternehmen.

Walker Familie

Wie bereits erwähnt wurde, hat die Bush Familie durch die Heirat von Prescott Bush (1895-1972) Blut der Walker Familie in sich. Die Walker Familie stammt von Thomas Walker (1758-1797) ab, der ein britischer Sklavenhalter war.

George Herbert Walker III. (1931-2020), ein Cousin von US-Präsident Bush Senior, war US-Botschafter in Ungarn. Er war wie sein Cousin Mitglied bei Skull and Bones. Auch sein gleichnamiger Vater George Herbert Walker (1905-1977) und sein Onkel John Walker (1907-1990) waren Mitglied bei Skull and Bones. (Quelle)

George Herbert Walker IV. (*1969) besetzte leitende Positionen bei Goldman Sachs und Lehman Brothers, zwei der grössten Investmentbanken der Welt. Er ist derzeit Vorsitzender und CEO des Finanzkonzerns Neuberger Bermann und Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF).

John M. Walker (*1940) ist ein hochrangiger Richter.

Craig Roberts Stapleton (*1945) heiratete in die Walker Familie. Er war US-Botschafter in Frankreich, Monaco und Tschechien. Er war Präsident der Immobilienberatung des Finanzkonzerns Marsh and McLennan. Sein Grossvater Benjamin Stapleton (1869-1950) war Bürgermeister von Denver und Mitglied des Ku-Klux-Klans. Craigs Sohn ist der Politiker Walker Stapleton (*1974). Die Stapleton Familie hat ein gutes Verhältnis zu ihren Verwandten aus der Bush Familie.

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Haus Caetani

Die italienische Uradelsfamilie Caetani/Gaetani gehört zum päpstlichen Adel.

Papst Bonifatius VIII., der im 13. Jahrhundert lebte, kam aus der Caetani Familie. Er galt als ein „Sünder“. Ihm werden folgende Zitate zugeschrieben:

„Paradies und Hölle gibt es nur in dieser Welt, nicht im Jenseits; wer gesund, reich und glücklich ist, hat das Paradies auf Erden.“

„Welchen Reichtum beschert uns doch dieses Märchen von Christus.“

„Alle drei Religionen und besonders das Christentum enthalten neben Wahrem viel Falsches. Die christliche Wahrheit ist, dass ein Gott existiert, dagegen ist die Reihe des Unwahren lang, sie schliesst Dreieinigkeit, jungfräuliche Geburt, Menschwerdung Christi, die Verwandlung von Brot und Wein in den Leib Christi und die Auferstehung der Toten mit ein.“

„Geschlechtsverkehr und die Befriedigung der Naturtriebe ist so wenig ein Vergehen wie Händewaschen“

Quelle: 1, 2, 3

Papst Bonifatius VIII. war über seine Mutter mit Papst Alexander IV. verwandt. Papst Bonifatius wollte den ohnehin schon grossen Einfluss und Reichtum des Vatikans ausweiten. Er war der Meinung, dass das Papsttum über den Königsfamilien steht. Er erliess die päpstliche Bulle Unam Sanctam, nach der alle „menschlichen Kreaturen“ Untertan des Papstes seien müssen, also auch die Könige. Papst Bonifatius hatte Streit mit dem französischen König Philipp IV. Vier Jahre nach Bonifatius Tod lies König Philipp IV. die Templer verfolgen. König Philipp behauptete, dass Bonifatius und der Templerorden für Häresie, Sodomie, Hexerei und Mord verantwortlich wären.

Man geht davon aus, dass Papst Gelasius II., der im 11. Jahrhundert lebte, ebenfalls aus der Caetani Familie kam. Papst Paul III. (1468-1549) kam mütterlicherseits aus der Caetani Familie. Vom 13. bis 17. Jahrhundert stellte die Caetani Familie mehrere Kardinäle. Mehrere Mitglieder der Familie waren Lateinische Patriarchen der ägyptischen Stadt Alexandria und vertraten dort somit die römisch-katholische Kirche.

Herzog Francesco Caetani (1594-1683) vertrat die spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig von Sizilien und als Gouverneur von Mailand.

Die Caetani Familie heiratete in viele italienische Adelsfamilien, darunter Colonna, Orsini, Caracciolo und viele weitere. Da sie seit Jahrhunderten fast nur in italienische Adelsfamilien heiraten, waren und sind sie mit zahlreichen Familien des italienischen Adels verwandt. Luigi Gaetani dell’Aquila d’Aragona (1877-1945) heiratete in die Uradelsfamilie Solms, die zum deutschen Hochadel gehört.

Heutige Mitglieder der Caetani Familie

Es gab mehrere adlige Familienzweige der Caetani Familie, die inzwischen ausgestorben sind. Der einzige noch bestehende adlige Familienzweig ist die Familie Gaetani dell’Aquila d’Aragona. Die Familie besitzt den Titel eines Fürsten und den Titel eines Herzogs. Dies sind die höchsten Adelstitel im italienischen Adel.

Graf Roffredo Gaetani dell’Aquila d’Aragona hatte eine Romanze mit Ivana Trump, die mit dem späteren US-Präsidenten Donald Trump verheiratet gewesen war. Roffredo lernte auch Donald und Ivanka Trump kennen. (Quelle: 1 und 2)

Graf Giovanni Gaetani dell’Aquila d’Aragona (*1973) heiratete Ginevra Elkann. Sie kommt mütterlicherseits aus der Milliardärsfamilie Agnelli, die wichtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. (Quelle: 1 und 2). Ihr Bruder John Elkann leitet derzeit das Wirtschaftsimperium der Agnelli Familie. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo und ihre Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza.

Die Gaetani Familie gehört zum Malteserorden (Quelle). Gian Luigi Gaetani dell’Aquila d’Aragona wurde 2005 Vizepräsident der italienischen Vereinigung des Malteserordens (ACISMOM) (Quelle). Der Malteserorden ist ein vatikanverbundener Orden, in dem viele Adelsfamilien Mitglied sind. Der Orden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet.

Mitglieder der Gaetani Familie waren 1987 auf einer Beerdigung der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. Auf der Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter die Familien Borghese, Torlonia, Massimo, del Drago, Ruspoli, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens.
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels. Die Familie brachte viele Freimaurer hervor.
  • Mitglieder der Sursock Familie. Die Sursocks heirateten in die Colonna Familie sowie in die thailändische Königsfamilie und in die persische Aristokratenfamilie Aga Khan. Die Sursocks sind mit der Unternehmerfamilie Weston verschwägert, eine der reichsten kanadischen Familien. Die Sursock Familie brachte Freimaurer hervor.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der oben erwähnten italienischen Milliardärsfamilie Agnelli.

(Quelle)

Maria Luisa (Marilu) Magistrati (*1948) hat in die Gaetani Familie geheiratet. Sie gilt als eine der führenden Frauen der römischen Aristokratie. Mütterlicherseits kommt sie aus einer deutschen Reederfamilie und ihr Urgrossvater hatte ein deutsches Erdölunternehmen gegründet. (Quelle) Marilu kennt die Gräfin Marisela Federici (Foto). Marisela war eine enge Freundin von Susanna Agnelli aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Marisela war mit dem libanesisch-ägyptischen Geschäftsmann Roger Tamraz verheiratet, der den Ölkonzern Tamoil gründete. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Carlos Delgado Chalbaud, war Präsident von Venezuela. (Quelle)

Enrico Gaetani dell’Aquila d’Aragona (*1926) heiratete in die deutsch-britisch-niederländische Adelsfamilie Bentinck (Quelle).

Fürst Ferdinando Gaetani dell’Aquila d’Aragona war Mitglied des Januariusordens (Insigne Reale Ordine di San Gennaro) (Quelle). Der katholische Ritterorden besteht seit 1738 und wird seit seiner Gründung von der sizilianischen Königsfamilie aus dem Haus Bourbon geführt. Die Höchstanzahl der Mitglieder ist auf 20 Ritter beschränkt. Die Mitglieder des Ordens sind in meinem Beitrag zur Hochadelsfamilie Bourbon aufgelistet.

Abstammungslegende

Die Caetani Familie soll von den Herzögen von Gaeta abstammen, die vom 9. bis 11. Jahrhundert über das italienische Herzogtum Gaeta herrschten.

Der Familienüberlieferung nach sind die Caetanis Nachkommen der Anicius Familie (Gens Anicia) (Quelle: 1, 2, 3, 4). Von Ende des 4. Jahrhunderts vor Christus bis ins 6. Jahrhundert nach Christus waren in der Elite Roms stets Personen, die aus einer Familie mit dem Namen Anicia (Anicio) oder Anicius kamen. Es ist aber unklar, ob es sich dabei nur um eine oder mehrere Familien handelt, da bei den Aristokratenfamilien, die vor mehr als 1000 Jahren gelebt haben, meist zu wenige schriftliche Hinterlassenschaften vorhanden sind, um die Blutlinien zu rekonstruieren. Vom 4. bis 6. Jahrhundert waren die Anicier eine der führenden Familien der römischen und byzantinischen Elite und heirateten in weitere Familien der römischen Aristokratie. Der Anicier Petronius Maximus war im Jahr 455 für zwei Monate römischer Kaiser. Man geht davon aus, dass Papst Felix II. aus dem 5. Jahrhundert und die Päpste Agapitus I. und Gregor I. aus dem 6. Jahrhundert zur Dynastie der Anicier gehörten. Papst Gregor I. (bekannt als Gregor der Grosse) gilt als einer der bedeutendsten Päpste des ersten Jahrtausends. Zu seiner Zeit nahm die Christianisierung der heidnischen Völker in Europa stark an Fahrt auf. Er befahl, die Heiden Sardiniens mit Gewalt zum Christentum zubekehren: „Wenn ihr feststellt, dass sie nicht gewillt sind, ihr Verhalten zu ändern, so befehlen wir, dass ihr sie mit grösstem Eifer verfolgt. Sind sie unfrei, so züchtigt sie mit Prügeln und Folter, um sie zur Besserung zu zwingen. Sind sie aber freie Menschen, so sollen sie durch strengste Kerkerhaft zur Einsicht gebracht werden, wie es angemessen ist, damit jene, die sich weigern, die heilsamen Worte zu hören, welche sie aus den Gefahren des Todes erretten können, durch körperliche Qual der erwünschten geistigen Gesundheit zugeführt werden.“

Der Familienüberlieferung nach sind die Caetanis Nachkommen des gotischen Königs Theoderich der Grosse (starb 526) (Quelle: 1 und 2). Demnach wären sie Nachkommen der gotischen Königsfamilie Amal. König Theoderich heiratete die Tochter des fränkischen Königs Childerich I. Dieser war einer der ersten Könige aus der Dynastie der Merowinger, die in den folgenden 250 Jahren über das Fränkische Reich herrschten. Theoderichs Schwester heiratete Thrasamund, König des Vandalenreichs in Nordafrika. Nach einer Stammliste, die im 6. Jahrhundert verfasst wurde, stammte die gotische Königsfamilie Amal vom nordischen Gott Gautr ab. Dieser gilt als identisch mit dem germanischen Gott Gausus. Der langobardische König Audoin aus dem 6. Jahrhundert war der Legende nach ein Nachkomme von Gausus. Wie es der Zufall will, war Audoins zweite Frau eine Nichte des gotischen Königs Theoderich. Das Ehepaar stammte also angeblich vom selben Gott ab. Gautr und Gausus sind höchstwahrscheinlich identisch mit dem angelsächsischen Gott Geat. Der Mythologie nach ist Geat ein Vorfahre von Woden. Woden ist der legendäre Stammvater der angelsächsischen Königshäuser (die heutige britische Königsfamilie gehört über ihre Vorfahren aus der Königsfamilie Wessex zu den angeblichen Nachkommen von Woden). Woden ist identisch mit dem nordischen Gott Odin, der legendäre Stammvater der skandinavischen Königshäuser.

Anmerkung zu den legendären Blutlinien der europäischen Mythologie: Der Mythologie nach herrschten zuerst die Riesen über Europa (oder die ganze Welt). Ihre Nachkommen waren die Götterfamilien. Die Nachkommen der Götterfamilien waren mythologische Königsfamilien, deren Existenz nicht bewiesen ist. Deren angebliche Nachkommen waren antike Königsfamilien, die es wirklich gab. Diese wiederum sind womöglich die Vorfahren des heutigen Hochadels. Die belegten Stammlisten der heutigen Hochadelsdynastien reichen 1000 Jahre zurück. Einzelne gehen auch bis ins 8. Jahrhundert zurück. 

Raimondo di Sangro

Raimondo di Sangro (1710-1771), der 7. Fürst von Sansevero, kam mütterlicherseits aus der Caetani Familie. Sein Grossvater war ein Fürst aus der Caetani Familie und hatte ein gutes Verhältnis zu den Habsburgern. Raimondo kam väterlicherseits aus der italienischen Uradelsfamilie Di Sangro. Die Familie soll von Karl dem Grossen (747-814) abstammen, einer der mächtigsten Herrscher der damaligen Zeit. Die Sangro Familie gehört demnach zu den Nachkommen der Karolinger. Raimondo heiratete eine Cousine aus der Caetani Familie.

Raimondo di Sangro hatte in Rom studiert und wurde dort von Jesuiten ausgebildet. Später trat er den Freimaurern und den Rosenkreuzern bei. In den 1740er Jahren gelang es ihm, das Vertrauen des spanischen Königs Karl III. (Haus Bourbon) zu gewinnen. (Quelle: 1, 2, 3) König Karl III. war vermutlich Freimaurer. Er förderte die Freimaurerei, die bis dahin in Spanien unterdrückt worden war. Während seiner Zeit als König wurde die erste Freimaurer-Grossloge von Spanien gegründet. (Quelle) Karl III. war auch König von Neapel in Italien. Raimondo di Sangro gilt als der Begründer der Freimaurerei in Neapel. Zwischen 1744 und 1751 entstanden in Neapel vier Freimaurerlogen, die alle von Raimondo geführt wurden. Die römische Kurie in Neapel tolerierte die Freimaurerei nicht und Papst Benedikt XIV. drohte den Freimaurern mit der Exkommunikation (der Vatikan und die Freimaurer waren lange Zeit verfeindet). Raimondo di Sangro schrieb dem Papst einen Brief, in dem er ihm versicherte, dass die Freimaurer dem Papst gegenüber loyal seien. Raimondo geriet auch wegen anderer Dinge ins Visier der Kirche. Er wurde für einige Monate verbannt, weil er verbotenerweise ein Spielkasino eröffnet hatte. Sein Vater war des Mordes beschuldigt worden. Raimondo interessierte sich sehr für Naturwissenschaften und war Alchemist (die Kirche lehnte Alchemie und Naturwissenschaften ab). Er führte bizarre Experimente durch, darunter Wiederauferstehung von Krebsen mit Ochsenblut und Herstellung von Blut aus Kot, gekauter Nahrung und Säure. Ihm wurde vorgeworfen, „ungläubig“ zu sein. (Quelle) Er hatte Zugang zu den Büchern, die von der römischen Kurie auf den Index gesetzt worden waren, da er 1744 von Papst Benedikt XIV. die Erlaubnis erhalten hatte, alle Arten von verbotenen Büchern zu lesen. Er soll auch eine hermetisch-rosenkreuzerische Geheimloge gegründet haben. (Quelle) Um den Fürsten ranken sich auch düstere Legenden. Einer Legende zufolge liess er zwei seiner Diener töten, um „ihre Körper auf seltsame Weise einzubalsamieren“, und er soll sieben Kardinäle getötet haben, um möglichst viele Stühle aus ihren Knochen und ihrer Haut zu machen. Noch heute soll es Leute geben, die sich mit der Hand bekreuzigen, wenn sie am Palast von Raimondo di Sangro vorbeigehen, weil sie glauben, dass der Fürst mit dem Teufel im Bunde stand. (Quelle)

Fürst Raimondo di Sangro war der Begründer und erste Grossmeister der ägyptischen Freimaurerei. Er gründete einen „Inneren Kreis“ von Freimaurern in Neapel, aus dem der ägyptische Ritus hervorging (Quelle). Der „Traditionelle Ägyptische Ritus“ wird bis heute praktiziert. Raimondo di Sangro gilt als der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des „Traditionellen Ägyptischen Ritus“. Zu den Gross-Hierophanten gehörten sechs Verwandte der sizilianischen Königsfamilie Bourbon-Sizilien. Die sechs Verwandten waren zudem alle Grossmeister des Martinistenordens in Neapel, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Einer davon war Luigi Petriccione. Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer und Imperator (Oberhaupt) der italienischen Rosenkreuzer. Er war Bischof einer gnostischen Kirche in Italien und Grossmeister einer hermetischen Bruderschaft. Zwei der Gross-Hierophanten des ägyptischen Ritus kamen aus der italienischen Uradelsfamilie Aquino (der Kirchenlehrer Thomas von Aquin kam aus dieser Familie). (Quelle: 1, 2, 3) Zwei Mitglieder der Herzogsfamilie Caetani von Sermoneta waren mit ägyptischen Freimaurerei verbunden.

Die Herzöge von Sermoneta

Dieser Zweig der Caetani Familie besass seit dem 16. Jahrhundert den Adelstitel eines Herzogs und seit dem 17. Jahrhundert den Titel eines Fürsten. Dieser Familienzweig ist im 20. Jahrhundert im Mannesstamm ausgestorben. Der Zweig war seit dem 19. Jahrhundert mit dem britischen Adel verbunden.

1870 wurde Rom und der Kirchenstaat gegen den Willen des Papstes von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt und Rom wurde Teil des Italienischen Königreiches. Darauf wurde vom Königreich das Amt des Bürgermeisters in Rom eingeführt. Michelangelo Caetani (1804-1882), der 13. Herzog von Sermoneta, wurde der erste Bürgermeister von Rom. Er erhielt von der Königsfamilie den Annunziaten-Orden (Ordine Supremo della Santissima Annunziata), der im Italienischen Königreich der höchste Verdienstorden war. Herzog Michelangelo Caetani war Freimaurer (Quelle).

Herzog Michelangelo Caetani heiratete in erster Ehe eine Tochter des polnischen Adligen Wacław Seweryn Rzewuski. Dieser kam mütterlicherseits aus der Lubomirski Familie, eine der wichtigsten Familien des polnischen Adels. Die Lubomirski Familie brachte Freimaurer hervor.

Herzog Michelangelo Caetani heiratete in zweiter Ehe Harriette Ellis, eine britische Adlige. Ihr Grossvater mütterlicherseits war William Cavendish-Scott-Bentinck, der 4. Herzog von Portland. Wie sein Name schon sagt, stammt er aus den britischen Adelsfamilien Cavendish, Scott und Bentinck. Er war wie sein Vater Präsident des Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie). Harriette Ellis anderer Grossvater war Baron Charles Ellis, der ein Zuckerpflanzer und Sklavenhalter in der britischen Kolonie Jamaika war. Seine Frau (Harriette Ellis Grossmutter) kam mütterlicherseits aus dem schottischen Drummond Clan. (Quelle: 1 und 2)

Onorato Caetani (1842-1917), der 14. Herzog von Sermoneta, war wie sein Vater Bürgermeister von Rom. Er war zudem Aussenminister des Italienischen Königreichs. Er lebte lange Zeit im Ausland, insbesondere in England. Seine Frau Ada war die Enkelin eines britischen Barons. Adas Schwester Evelyn heiratete in den schottischen Kennedy Clan. Ihr Bruder Arthur heiratete in den schottischen Jardine Clan. Ihre Schwester Emily heiratete den 26. Graf von Crawford (war Freimaurer und Clan-Chef des Lindsay Clans). (Quelle)

Herzog Onorato Caetani setzte sich sehr dafür ein, dass sich die Anhänger des Papsttums und die Anhänger des Königreiches versöhnten. Er leitete zusammen mit Menotti Garibaldi ein politisches Komitee. (Quelle) Menotti Garibaldi war Freimaurer. Sein Vater war der berühmte Revolutionär Giuseppe Garibaldi, ein hochrangiger Freimaurer. Giuseppe Garibaldi war einer der führenden Köpfe eines revolutionären Kreises, der von Freimaurern angeführt wurde und die Einigung der italienischen Provinzen zu einem Staat geplant hatte, was 1861 auch umgesetzt wurde. Daraufhin wurde das Haus Savoyen zur Königsfamilie Italiens und profitierte somit von der freimaurergeführten Revolution, während der Vatikan die Revolution ablehnte.

Anmerkung zu Giuseppe Garibaldi: Giuseppe Garibaldi war 1864 kurze Zeit Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende italienische Freimaurergrossloge ist (Quelle). Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat (Supreme Council), der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen (Quelle). Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiationsgrade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des Memphis-Misraim-Ritus. Der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, ein Bekannter von Giuseppe Garibaldi, war Mitgründer und der zweite Gross-Hierophant des Ritus. (Quelle: 1 und 2) John Yarker war Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Yarker war Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA). (Quelle: 1 und 2) Die SRIA ist der englische Zweig der Rosenkreuzer. 1888 gründeten drei SRIA-Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge, darunter Freimaurer und Rosenkreuzer, gründeten kurze Zeit darauf den Ordo Templi Orientis (OTO), der ebenfalls zu einer wichtigen Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). Der Memphis-Misraim-Ritus liess sich stark von der ägyptischen Freimaurerei inspirieren.

Leone Caetani (1869-1935), der 15. Herzog von Sermoneta, heiratete in die päpstliche Uradelsfamilie Colonna, eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Herzog Leone Caetani interessierte sich sehr für den frühen Islam und wurde ein bekannter Orientalist. Er gehörte zur Führung des Ägyptischen Osiris-Ordens (Ordine Egizio Osirideo), dessen Gründung auf Fürst Raimondo di Sangro zurückgeführt wird (der wie gesagt mütterlicherseits aus der Caetani Familie kam). Auch der oben erwähnte Freimaurer Herzog Michelangelo Caetani soll Mitglied des Ägyptischen Osiris-Ordens gewesen sein. (Quelle: 1 und 2) Noch weitere italienische Adlige waren Mitglied des Ägyptischen Osiris-Ordens. Der Orden ist nach dem ägyptischen Totengott Osiris benannt. Vor dem Christentum gab es im Römischen Reich Mysterienkulte, die Osiris verehrten (Isis- und Osiriskult).

1922 wurde Benito Mussolini Präsident von Italien. Er errichtete in den folgenden Jahren eine Diktatur und herrschte bis 1943. Er war der Begründer des Faschismus, der weitere Diktatoren inspirierte. Mussolini liess die Freimaurerei verbieten. Herzog Leone Caetani geriet als hochrangiger Freimaurer ins Visier der faschistischen Diktatur. Er war ohnehin ein Gegner des Mussolini-Regimes und war zudem mit Sozialisten verbunden. 1927 ging er nach Kanada ins Exil und konnte nie mehr nach Italien zurückkehren (er starb noch vor Ende der Diktatur). Seither soll der Ägyptische Osiris-Orden nicht mehr aktiv gewesen sein.

Ein Esoterik-Blog behauptet zudem, dass Herzog Leone Caetani Gross-Hierophant eines Ordens mit dem Namen „L’Antico Ordine Egizio Orientale e Primitivo di Mizraim e Memphis“ (AOEOPMM) war. Der Orden sollte nicht mit dem Memphis-Misraim-Ritus verwechselt werden, auch wenn beide ihre Wurzeln im ägyptischen Ritus haben. Der Gross-Hierophant des AOEOPMM trägt auch den Titel „Oberster Pontifex“. (Quelle) Im vorchristlichen Rom wurden römische Gottheiten verehrt und der Pontifex war ein Priester, der die Gottesdienste und Zeremonien leitete. Der oberste Priester trug den Titel Pontifex maximus. In den Jahren vor Christus Geburt ging der Titel des Pontifex maximus an die römischen Kaiser über. Als das Christentum in Rom eingeführt wurde, ging der Titel an die Päpste über. Noch heute wird der Papst auch als Pontifex maximus bezeichnet.

Nach Angaben des Esoterik-Blogs sieht der AOEOPMM Raimondo di Sangro (der wie gesagt mütterlicherseits aus der Caetani Familie kam) als seinen ersten Gross-Hierophanten an. Der vierte Gross-Hierophant war Raimondos Sohn Vincenzo Di Sangro, der mütterlicherseits ebenfalls aus der Caetani Familie kam. Der zweite Gross-Hierophant war Luigi D’Aquino aus der italienischen Uradelsfamilie Aquino. Er war ein Cousin von Raimondo und war Mitglied des Ägyptischen Osiris-Ordens. Der AOEOPMM ist bis heute aktiv. Er hat 97 Grade. Die ersten 33 Grade sind identisch mit dem schottischen Ritus (herkömmliche Freimaurerei). Die folgenden 64 Grade umfassen griechische und ägyptische Mythologie, aber auch viele jüdische Elemente sowie Gnosis und Hermetik. Erreicht man den 64. Grad trägt man den Titel „Weiser von Mithra“. (Quelle) Der Titel bezieht sich womöglich auf den Gott Mithras. In den ersten Jahrhunderten gab es ein römischer Geheimkult, der Mithras verehrte. Der Mithraskult war in sieben Grade aufgeteilt. Der Kult hielt seine Rituale in unterirdischen Tempeln ab. Auch in den antiken Katakomben der Stadt Rom hielten die Kultanhänger Rituale ab.

Es wurde vermutet, dass Herzog Leone Caetani mit römisch-heidnischen Kreisen und dem italienischen Okkultisten Julius Evola verbunden war (Quelle). In diesen Kreisen gab es die Idee, die römische Religion wiederzubeleben. Julius Evola kannte und schätzte Junio ​​Valerio Borghese und kannte womöglich auch Herzog Giovanni Colonna di Cesarò. Die beiden kamen aus dem päpstlichen Adel.

Herzog Leone Caetani hatte zwar ein schlechtes Verhältnis zum Mussolini-Regime, aber sein Bruder Gelasio Caetani (1877-1934) gehörte zur Elite der Diktatur. Gelasio Caetani hatte in den USA studiert. Er arbeitete dort für die Bunker Hill Mining Company, ein grosses Bergbauunternehmen. Er gründete ein Beratungsunternehmen für Bergbautechnik. Nach dem Ersten Weltkrieg schloss er sich den Faschisten an und war unter den Teilnehmern des Marsches auf Rom 1922, der zur Machtübernahme von Benito Mussolini führte. Nachdem Mussolini die Macht übernommen hatte, ernannte er Gelasio Caetani zum italienischen Botschafter in den USA, da Gelasio Caetani bereits Kontakte in den USA geknüpft hatte. 1925 gründete Gelasio Caetani eine italienisch-amerikanische Gesellschaft in New York. Sie vergab Stipendien an italienische Ingenieure, die sich auf Amerika spezialisieren wollten. Gelasio Caetani wurde in Italien zum Ehrenbotschafter ernannt. Er war Vizepräsident der Azienda Generale Italiana Petroli (Agip), ein italienisches Erdölunternehmen. (Quelle) Es wurde mit königlichem Dekret von der faschistischen Regierung gegründet. Aus Agip entwickelte sich der heutige italienische Energiekonzern Eni, der zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt gehört. Das Unternehmen stand bis zur Abschaffung der italienischen Monarchie 1946 unter dem Einfluss der Königsfamilie.

Der Komponist Roffredo Caetani (1871-1961) war der 17. und letzte Herzog von Sermoneta. In seiner Burg versammelten sich Künstler, Schriftsteller und Musiker aller Nationalitäten. Er heiratete in die US-amerikanische Kolonialfamilie Chapin, die von Samuel Chapin (1598-1675) abstammt, ein früher Siedler in Nordamerika. Roffredo Caetanis Frau war eine Halbschwester von Katherine Garrison Chapin. Diese heiratete Francis Biddle, ein hochrangiger Jurist. (Quelle) Francis Biddle war der US-amerikanische Hauptrichter bei den Nürnberger Prozessen.

Roffredos Tochter Lelia Caetani (1913-1977) heiratete Hubert Howard, ein britischer Geheimdienstoffizier. Sein Vater Esme Howard war britischer Botschafter in den USA. Esme Howard wurde zum Baron geadelt und in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Seine Frau (die Mutter von Hubert Howard) kam aus der italienischen Adelsfamilie Giustiniani-Bandini und ihr Vater besass einen schottischen Adelstitel (Earl of Newburgh). (Quelle) Derzeit besitzt die italienische Uradelsfamilie Rospigliosi (stellte einen Papst) den schottischen Adelstitel. Die Giustiniani-Bandini Familie entstand aus einer Heirat der italienischen Adelsfamilien Giustiniani und Bandini.

Anmerkung zur Giustiniani-Bandini Familie: Die Bandini Familie stammte ursprünglich aus Florenz und kannte die berühmte Medici Familie, die drei Päpste hervorbrachte. Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Der Bankier Bernardo Bandini Baroncelli aus der Bandini Familie gilt als der Mörder von Giuliano de Medici. Im 16. Jahrhundert waren die Bandinis eine der führenden Bankiersfamilien der Stadt Rom. Die Giustiniani Familie stammt der Legende nach von der Justinianischen Dynastie ab, die im 6. Jahrhundert über das Oströmische Reich (Byzantinische Reich) herrschte. Eine weitere Abstammungslegende der Giustiniani Familie besagt, dass sie von den Anicier (Gens Anicia) abstammen. Wie oben bereits erwähnt wurde, stammt die Caetani Familie der Legende nach ebenfalls von den Anicier ab.

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Smith und Carrington Familie

Die Smith Familie ist eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite. Der Engländer Thomas Smith (1631-1699) gründete Mitte des 17. Jahrhunderts eine Bank. Sein Nachkomme Abel Smith (1717-1788) war einer der führenden Bankiers seiner Zeit. Ab da galt die Familie als sehr wohlhabend. Die Familienbank trug später den Namen „Smith’s Bank“ und bestand bis 1918. Sie war eine der ältesten britischen Banken und wurde durchgehend von der Smith Familie kontrolliert. Im 20. Jahrhundert war die Smith Familie eng mit der National Provincial Bank und der Investmentbank Morgan Grenfell verbunden, die zwei der grössten britischen Banken waren.

Die Zeitung The Independent schrieb in einem Artikel von 2007, dass die Smith Familie „die älteste und bedeutendste Bankiersfamilie“ war. (Quelle)

Seit dem 18. Jahrhundert brachte die Smith Familie durchgehend Politiker hervor. Im 20. Jahrhundert waren viele Familienmitglieder beim britischen Militär. Mehrere Familienmitglieder waren Gouverneure von britischen Kolonien. Die Familie brachte hochrangige Freimaurer hervor.

Die Smith Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen und heiratete in viele britische Adelsfamilien. Die Queen hat Blut der Bankiersfamilie Smith in sich. Ein adliger Zweig der Smith Familie benannte sich in Carrington um. Zu diesem Familienzweig gehörte Baron Peter Carington (1919-2018). Er leitete die NATO und das Bilderberg-Treffen und die Pilgrims Society.

Smith Familie im 18. und 19. Jahrhundert

Der Politiker George Smith (1765-1836), ein Partner der Familienbank, war 38 Jahre lang Direktor der East India Company (Quelle). Die britische Handelskompanie bestand vom Jahr 1600 bis 1874. Sie war das vermutlich mächtigste Unternehmen der Menschheitsgeschichte. Auf ihrem Höhepunkt machte sie die Hälfte des Welthandels aus. Die Kompanie besass eine Privatarmee, die doppelt so gross wie die britische Armee war. Die Kompanie herrschte vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1858 über Indien (danach wurde Indien bis 1947 von der britischen Königsfamilie kontrolliert). Die East India Company war eine Aktiengesellschaft. Wohlhabende Kaufleute und Aristokraten besassen die Aktien des Unternehmens. (Quelle: 1 und 2) Über das Internet fand ich keine Angaben darüber, wer die Aktionäre waren. George Smith war wie gesagt Direktor der Kompanie. Die Direktoren vertraten für gewöhnlich die Interessen der Aktionäre. Daher könnte die Smith Familie oder die Kunden ihrer Bank Aktionäre der Kompanie gewesen sein. Der Politiker Martin Tucker Smith (1803-1880), der aus der Smith Familie kam und Partner der Familienbank war, wurde ebenfalls Direktor der East India Company (Quelle).

Der Politiker William Manning (1763-1835) heiratete in die Smith Familie. Er führte ein eigenes erfolgreiches Handelshaus und war Gouverneur der Bank of England. Die Bank of England wurde 1694 gegründet und ist seither die britische Zentralbank. Zeitweise war sie auch privatwirtschaftlich aktiv. Sie galt bis ins 20. Jahrhundert als die mächtigste Zentralbank der Welt. William Mannings Schwester heiratete einen Sohn von Henry Laurens, der in die Gründung der USA involviert war. Henry Laurens war Freimaurer. Er war Schatzmeister der „Solomon’s Lodge No. 1“ und Grand Steward der Freimaurergrossloge von South Carolina (Quelle: 1 und 2). Er war Präsident des Kontinentalkongresses und somit ein führender Kopf der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Im englischen Wikipedia steht derzeit, dass die Frau von Oswald Smith (1794-1863) entfernt mit dem ersten US-Präsidenten George Washington (Freimaurer) verwandt war. Oswalds Tochter Frances Smith (1832-1922) heiratete Claude Bowes-Lyon, der 13. Graf von Strathmore und Kinghorne. Der Graf war der Clan-Chef des schottischen Lyon Clans. Seine Enkelin Elizabeth Bowes-Lyon heiratete den britischen König Georg VI. (Freimaurer). König Georg war der Vater der heutigen Queen Elizabeth II.. Damit hat die Queen und ihre Nachkommen Blut der Bankiersfamilie Smith Familie in sich. (Quelle: 1 und 2)

Der Politiker John Abel Smith (1802-1871) kannte Baron Lionel de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie. Lionel de Rothschild war der erste Jude, der ins britische Parlament aufgenommen wurde. Die Aufnahme wurde von John Abel Smith und Lord John Russell unterstützt. (Quelle)

John Abel Smith war Mitgründer von „Jardine, Matheson and Co.“, ein britisches Unternehmen in Hongkong. Er war für das Unternehmen in der Anfangszeit eine der wichtigsten Kontaktpersonen in London. Er hatte Kontakt zu William Jardine und James Matheson, die Gründer des Unternehmens. (Quelle: 1 und 2) Die beiden Geschäftsmänner stammten aus schottischen Clans. „Jardine, Matheson and Co.“ wurde das grösste ausländische Handelsunternehmen in Ostasien und war einer der grössten Opiumhändler der Welt. Das Unternehmen besteht bis heute und ist immer noch eines der grössten Unternehmen Hongkongs. Hongkong war von 1843 bis 1997 eine britische Kolonie. Der heutige Grosskonzern Jardine Matheson wird von der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kontrolliert. Diese ist mit den Rothschilds befreundet und heiratete in schottische Clans. Einer der Gründer von Jardine Matheson war Hollingworth Magniac. Er hatte eine Urenkelin, Bridget Elvira Liddell (1908-1998), die in die Smith Familie heiratete.

John Abel Smith war Direktor der New Zealand Company (Quelle). Das britische Unternehmen beteiligte sich an der Kolonialisierung Neuseelands. Neuseeland war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt noch heute das Staatsoberhaupt von Neuseeland.

Der Politiker Augustus Smith (1804-1872) war Freimaurer. Er war Mitglied zahlreicher Freimaurerlogen und war Provinz-Grossmeister der englischen Grafschaft Cornwall. (Quelle)

Julian Pauncefote (1828-1902) kam väterlicherseits aus der Smith Familie. Sein Vater hatte den Familiennamen zu Pauncefote geändert. Julian Pauncefote war britischer Botschafter in den USA. Er war einer der ersten Justizminister der britischen Kolonie Hongkong. Julian Pauncefote wurde zum Ritter geschlagen und zum Baron geadelt. Er wurde zudem in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Hugh Colin Smith (1836-1910) arbeitete für das Handelshaus von Hugh Matheson und war Gouverneur der Bank of England. Er leitete somit die dazumal mächtigste Zentralbank der Welt. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Stanley. Die Schwester seiner Frau, Alethea Adeane, heiratete Henry Grenfell, der ebenfalls Gouverneur der Bank of England war. Henrys Vater war Direktor der Bank of England. Henrys Sohn war 35 Jahre lang Direktor der Bank of England und gründete zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemeinsam mit der US-amerikanischen Bankiersfamilie Morgan die Investmentbank „Morgan Grenfell“, die zu einer der führenden britischen Banken aufstieg. In den 90er Jahren wurde sie von der Deutschen Bank übernommen. Mehrere Mitglieder der Smith Familie gehörten zur Führung von Morgan Grenfell. Die Smith Familie heiratete 1933 in die Grenfell Familie.

Gerard Smith (1839-1920), ein Partner der Smith’s Familienbank, war Gouverneur des australischen Bundesstaates Westaustralien. Australien war bis 1901 eine britische Kolonie. Das Land und seine Bundesstaaten haben bis heute einen Gouverneur, welcher der Repräsentant der britischen Königsfamilie ist. Australien gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt noch heute das Staatsoberhaupt Australiens. Gerard Smith wurde zum Ritter geschlagen. Er war Freimaurer und wurde der erste Grossmeister der Grossloge von Westaustralien (Quelle: 1 und 2).

Martin Ridley-Smith (1833-1908) hatte drei Kinder (Sybil, Everard und Winifred), die in die britische Bankiersfamilie Hambro heirateten (Quelle). Die Hambros waren im 20. Jahrhundert eine der führenden Bankiersfamilien in Europa.

Im 19. Jahrhundert heiratete die Smith Familie in die englischen Adelsfamilien Somerset von Beaufort, Seymour und Coventry sowie in die schottischen Clans Stewart, Keith, Lyon, Boyle, Leslie und Dalrymple.

Smith Familie in den letzten 120 Jahren

Die Familienbank der Smith Familie wurde 1918 von der National Provincial Bank erworben, die eine der grössten britischen Banken war und seit 1833 bestand. Die Smith Familie gehörte nach der Fusion zu den Direktoren der National Provincial Bank. Evan Eric Smith (1894-1950) war von 1929 an Direktor und von 1947 bis zu seinem Tod Vorsitzender der National Provincial Bank. (Quelle: 1 und 2) Seit 1919 besass die National Provincial Bank die seit 1692 bestehende britische Privatbank Coutts, eine der ältesten Banken der Welt. Die Bank ist traditionell mit dem britischen Adel verbunden. Im 19. Jahrhundert war Coutts eine führende Privatbank. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser. 1970 fusionierte die National Provincial Bank mit der Westminster Bank, die ebenfalls eine der grössten britischen Banken war und seit 1834 bestand. Durch die Fusion entstand die National Westminster Bank. Diese war in den folgenden Jahrzehnten eine der grössten Banken der Welt. Im Jahr 2000 wurde sie Teil der Royal Bank of Scotland Group (RBS), die grösste schottische Bank. Die RBS wurde 1724 gegründet und ist damit eine der ältesten Grossbanken der Welt. Die Bank war lange Zeit mit schottischen Aristokraten verbunden. Durch die Fusion mit der National Westminster Bank wurde die RBS Group zu einer der grössten Banken der Welt. Ihr Erfolg endete durch die Finanzkrise 2008 und sie musste vom britischen Staat gerettet werden. Vor der Finanzkrise war sie die grösste Bank der Welt. 2020 benannte sie sich in NatWest Group um. 2021 war sie die viertgrösste britische Bank. Zu ihren Tochterfirmen gehören die RBS und die National Westminster Bank. Letztere war wie gesagt früher mit der Smith Familie verbunden. Die NatWest Group besitzt zudem die Privatbank Coutts.

Mildred Smith (1866-1955) heiratete Graf Sydney Buxton. Der Graf wurde in den Privy Council aufgenommen und war Generalgouverneur (höchster Kolonialbeamte) der britischen Kolonie Südafrika. Südafrika gehört heute zu den Commonwealth-Staaten. Sydney Buxton war Direktor der Barclays Bank. Die britische Bank ist eine der ältesten und mächtigsten der Welt. Die Tochter von Mildred Smith und Sydney Buxton heiratete einen Herzog aus der Familie FitzRoy, eine Bastardlinie der schottischen Königsfamilie Stuart. Margaret Smith (1855-1913) und Ann Smith (1920-2021) heirateten ebenfalls Herzöge aus der FitzRoy Familie. Ann Smith war ein Höfling von Queen Elizabeth II..

Vivian Smith (1867-1956) war Vorsitzender der Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Vivian Smith war Gouverneur der Royal Exchange Assurance Corporation. Das 1720 gegründete britische Versicherungsunternehmen hatte eine „royal charter“ und stand somit unter dem Einfluss des britischen Königshauses. 1999 wurde das Unternehmen Teil des französischen Finanzkonzerns AXA, einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt. Baron Vivian Smiths Schwiegervater war William McDonnell, der 6. Graf von Antrim. Der irische Graf war Freimaurer und Grossmeister der Grossloge von Irland. Vivian Smith wurde zum Baron geadelt. Seine Nachkommen besitzen den Adelstitel bis heute.

Der Offizier Aubrey Smith (1872-1957) heiratete in die Grosvenor Familie, die schon seit über 200 Jahren eine der reichsten britischen Adelsfamilien ist. Derzeit wird ihr Vermögen auf über 10 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Olive Alethea Smith (1880-1964) heiratete in die Baring Familie. Diese war damals eine der mächtigsten und reichsten Bankiersfamilien der Welt. Die Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen.

Baron Randal Smith (1898-1968) war Lieutenant beim britischen Militär und erhielt einen Orden von der Königsfamilie. Er war Direktor der Bank of England (britische Zentralbank) und Direktor der Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Er war Direktor von Shell, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Er kannte dadurch vermutlich die geadelte Samuel Familie, die das Unternehmen gegründet hatte. Baron Randal Smith war Direktor von Vickers, ein britischer Maschinenbau- und Rüstungskonzern. (Quelle)

Henry Abel Smith (1900-1993) war Gouverneur des australischen Bundesstaates Queensland. Er erhielt drei Orden von der britischen Königsfamilie. Er heiratete May von Teck. Mays Mutter und ihre Grossmutter väterlicherseits kamen aus der britischen Königsfamilie (eine Freimaurerfamilie). Väterlicherseits kam May aus einer Nebenlinie der Königsfamilie von Württemberg (waren im 19. Jahrhundert eine Freimaurerfamilie).

Mary Constance Vivian Smith (1901-1981) heiratete Baron Francis Rodd. Dieser war fast 30 Jahre lang Partner der führenden britischen Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Francis Rodd vertrat die britische Zentralbank bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in der Schweiz. (Quelle) Die BIZ gilt als Zentralbank aller Zentralbanken und ist dementsprechend auch sehr mächtig.

Alexander Abel Smith (1904-1980) war Partner der Schroders Bank und kannte dadurch vermutlich Mitglieder der Schröder Familie. Schroders war früher eine der grössten britischen Banken und ist heute einer der grössten britischen Vermögensverwalter. Alexander Abel Smith arbeitete in New York für JPMorgan, die führende Bank der USA.

Der Schwiegervater von Hugh Adeane Vivian Smith (1910-1978) war Graf Harry Primrose, der Clan-Chef des schottischen Primrose Clans. Harry kam mütterlicherseits aus der Rothschild Familie. Sein Vater Archibald Primrose war britischer Premierminister. (Quelle)

Thomas Dorrien-Smith (1913-1973) heiratete Tamara Imeretinsky. Sie kommt aus der Hochadelsfamilie Bagrationi, die im letzten Jahrtausend über Georgien geherrscht hatte. Die Familie stammt der Legende nach von den Davididen ab, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem geherrscht hatten. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen. Tamara Imeretinsky heiratete in zweiter Ehe Baron Charles Strachey, ein britischer Politiker. Der Baron ist ein Patenkind von Queen Elizabeth II..

Der Politiker und Philanthrop John Smith (1923-2007) war stellvertretender Vorsitzender der Royal Exchange Assurance Corporation, die oben bereits erwähnt wurde. John Smith war über 40 Jahre lang Direktor der bereits erwähnten Privatbank Coutts. Er besetzte auch Direktorenposten bei Rolls-Royce und der Financial Times. Er war zudem Direktor der Ottoman Bank. (Quelle) Diese war früher die Zentralbank des Osmanischen Reiches und wurde von Briten und Franzosen kontrolliert.

John Smiths Mutter war eine Urenkelin von Thomas Cook, der ein Reisebüro gegründet hatte, aus dem sich die „Thomas Cook Group“ entwickelte. Das Unternehmen war einer der grössten Tourismuskonzerne der Welt, ging aber 2019 Konkurs. (Quelle)

John Smiths Tochter Serena heiratete Nicholas Soames, ein britischer Politiker. Nicholas Soames war nicht geschäftsführender Vorsitzender von Aegis Defence Services (Quelle). Das private britische Militär- und Sicherheitsunternehmen ist international aktiv. Private britische Militärunternehmen waren und sind vor allem in ehemaligen britischen Kolonien aktiv. Nicholas Soames war Minister für das britische Militär. Er wurde zum Ritter geschlagen und in den Privy Council aufgenommen. 2018 wurde er in die britische Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO berufen. Sein Grossvater mütterlicherseits war der britische Premierminister Winston Churchill (Freimaurer). Nicholas Soames war ein persönlicher Assistent von James Goldsmith, dessen Söhne in die Rothschild Familie heirateten. (Quelle) Nicholas Soames ist mit dem britischen Prinzen Charles befreundet, der sein Trauzeuge war (Quelle). Nicholas Soames traf 2017 den simbabwischen Diktator Robert Mugabe zu einem persönlichen Gespräch. Soames Vater war der letzte Gouverneur der britischen Kolonie Südrhodesien gewesen. (Quelle) Südrhodesien wurde 1980 zu einem unabhängigen Staat und änderte den Namen in Simbabwe. Von 1987 bis 2017 wurde das Land von Mugabe regiert. Die erste Ehefrau von Nicholas Soames kam mütterlicherseits aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick. Nicholas Soames Schwester Charlotte heiratete in die britische Bankiersfamilie Hambro. (Quelle: 1 und 2)

Anne Smith (*1932) heiratete David Liddell-Grainger. Dieser war von 1969 bis 1974 Grossmeister der Freimaurergrossloge von Schottland (Quelle). Ihr gemeinsamer Sohn ist der Politiker Ian Liddell-Grainger. David kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Bertie.

Der Offizier Richard Abel Smith (1933-2004) heiratete eine Tochter von Douglas Kendrew, ebenfalls ein britischer Offizier. Douglas Kendrew war Gouverneur des australischen Bundesstaates Westaustralien und gehörte somit zur britischen Kolonialelite.

Robert Smith (*1936) heiratete eine Tochter von Vizegraf William Sidney, der Generalgouverneur (höchster Kolonialbeamte) von Australien war (Quelle).

Die Frau von Timothy Smith (1941-2010) kommt mütterlicherseits aus der Backhouse Familie, die 1774 die britische Backhouse’s Bank gegründet hatte (Quelle).

Der Mann von Aileen Smith kam väterlicherseits aus der Grafenfamilie Stanley und mütterlicherseits aus der Markgrafenfamilie Vane-Tempest-Stewart (Quelle).

Der Ehemann von Katherine Smith (*1961) war väterlicherseits ein Enkel von Faith Pease aus der Bankiersfamilie Pease (Quelle). Die Pease Familie ist eine der wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

Edward Abel Smith (*1978) heiratete in erster Ehe in die geadelte Unternehmerfamilie Pearson. Die Familie gründete den Pearson-Verlag, einer der grössten Buchverlage der Welt. Edward Abel Smith heiratete in zweiter Ehe die berühmte Schauspielerin Kate Winslet. Er ist zudem ein Neffe des berühmten Milliardärs Richard Branson (wurde zum Ritter geschlagen). (Quelle: 1 und 2)

Die Ehefrau von Samuel Smith-Bosanquet (*1980) kommt mütterlicherseits aus der Rothschild Familie. Ihr Vater ist Marcus Agius. (Quelle) Marcus Agius war in der Führung von Barclays und Lazard, zwei der mächtigsten Banken der Welt. Er war im Vorstand der BBC. Der britische Fernsehsender ist einer der wichtigsten der Welt. Agius war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle). Er war Treuhänder der Bilderberg-Gruppe (Quelle). Von 2010 bis 2012 war er Vorsitzender der British Bankers Association, eine Lobbyorganisation der britischen Banken.

Neben den bereits erwähnten Heiraten heiratete die Smith Familie im 20. Jahrhundert auch in die schottischen Clans Hamilton, Campbell, Drummond, Carnegie und Sinclair sowie in die englischen Adelsfamilien Villiers, Cadogan und Grimston.

Carrington Familie

Der Politiker Robert Smith (1752-1838) war ein Urenkel des Bankengründers Thomas Smith. Robert Smith erhielt den erblichen Adelstitel eines Barons. Sein gleichnamiger Sohn (1796-1868) wurde der nachfolgende Baron und änderte den Familiennamen in Carrington um, den die Familie bis heute trägt. Die zweite Frau von Robert Smith Junior war mütterlicherseits eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Drummond Clans.

Baron Charles Wynn-Carrington (1843-1928) wurde in den Privy Council aufgenommen und zum Markgrafen geadelt und erhielt mehrere Orden. Er war „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte der königlichen Haushalte. Er war ein lebenslanger Freund von König Edward VII. (hochrangiger Freimaurer) und war auf 10 Hochzeiten der Königsfamilie. Er war der letzte Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales in Australien. Die Kolonie wurde nach seiner Amtszeit zum heutigen australischen Bundesstaat New South Wales, der bis heute einen Gouveneur hat, der die britische Königsfamilie vertritt. Eine Londoner Zeitung beschrieb Charles Wynn-Carrington als „einen Mann von Welt, von scharfer Intelligenz, belesen und verständnisvoll, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass die Herrschaft der Demokratie unvermeidlich ist und die Politik der Aristokratie darin besteht, das Beste aus der Situation zu machen. Charles Wynn-Carrington war Freimaurer und war der erste Grossmeister der Grossloge von New South Wales. Er vertrat die Grossloge als Grossvertreter in England. (Quelle: 1, 2, 3) Viele Demokratien in den ehemaligen britischen Kolonien wurden von Freimaurern mitgegründet. Charles Wynn-Carringtons Ehefrau kam mütterlicherseits aus der britischen Bankiersfamilie Baring.

William Carrington (1845-1914) erhielt drei Orden und wurde in den Privy Council aufgenommen. Er war Stahlmeister der britischen Königsfamilie. (Quelle)

Peter Carington (1919-2018), der 6. Baron Carrington, war ein sehr angesehenes Mitglied der britischen Elite. Er war Verteidigungs- und Aussenminister. Er spielte eine führende Rolle in der britischen Kolonialpolitik. Er war von 1984 bis 1988 Generalsekretär der NATO und leitete damit das mächtigste Militärbündnis der Welt. In den 90er Jahren war er Vorsitzender des Bilderberg-Treffens und leitete somit das berühmte Elitentreffen. (Quelle: 1 und 2) Von 1983 bis 2002 war er Präsident der Pilgrims Society und leitete somit die wichtigste Gesellschaft zum Austausch der britischen und US-amerikanischen Elite (Quelle). Er war Vorsitzender und Gründungspräsident der Britain-Australia Society zum britisch-australischen Austausch (Quelle). Er war Hochkommissar (britischer Botschafter) in Australien. Er war Vorsitzender der Lords in der Regierung von Alec Douglas-Home, der ebenfalls das Bilderberg-Treffen leitete. Baron Peter Carington war an der Gründung des afrikanischen Staates Simbabwe beteiligt, der zuvor eine britische Kronkolonie war. (Quelle) Er hielt eine Rede bei einem Treffen des Chatham House (die führende britische Denkfabrik) (Quelle). Er war Gouverneur der Ditchley Foundation, eine angloamerikanische Denkfabrik (Quelle). Er wurde in den Privy Council aufgenommen und erhielt mehrere Orden. Er war zwei Jahre lang Vorsitzender der Konservativen Partei.

Baron Peter Carington war auch in der Privatwirtschaft tätig:

  • Er war Direktor der Barclays Bank. Die britische Grossbank ist eine der ältesten und mächtigsten der Welt.
  • Er war Direktor der Hambros Bank. Sie war eine der führenden britischen Banken. Peter Carington kannte dadurch vermutlich die Bankiersfamilie Hambro. Die Smith Familie heiratete, wie bereits erwähnt wurde, dreimal in die Hambro Familie.
  • Er war der erste Vorsitzende der 1970 gegründeten Australia and New Zealand Banking Group. Sie war 2021 die zweitgrösste australische Bank.
  • Er war im internationalen Beirat der Chase Manhattan Bank. Die US-amerikanische Bank war einer der grössten der Welt. Carington kannte vermutlich David Rockefeller, da dieser ebenfalls im internationalen Beirat war.
  • Er war Direktor von Rio Tinto. Das britische Unternehmen ist einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt. Rio Tinto wurde 1873 von Hugh Matheson gegründet und ist seit Ende des 19. Jahrhunderts mit der Rothschild Familie verbunden.
  • Er war Direktor von Cadbury. Der britische Süsswarenkonzern wurde von der Quäkerfamilie Cadbury gegründet.
  • Er war Vorsitzender der General Electric Company (Marconi Company). Das Unternehmen war einer der grössten britischen Industriekonzerne.

Die Interessen von Barclays und Rio Tinto in Afrika haben einige Politiker veranlasst, Caringtons Tauglichkeit als Aussenminister infrage zu stellen.

(Quelle: 1, 2, 3)

Baron Peter Carington war auch Direktor von Hollinger. Das kanadische Medienunternehmen, das 2007 Konkurs ging, war zeitweise einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Das Unternehmen wurde von Conrad Black gegründet und kontrolliert. Der Kanadier wurde von der britischen Königsfamilie zum Baron geadelt. Zur Führung von Hollinger gehörten Mitglieder der britischen Elite, darunter Baron Jacob Rothschild und Sir James Goldsmith. (Quelle)

Peters Sohn Rupert Carington (*1948) ist der 7. und derzeitige Baron Carrington. Er gehörte zur Führung der Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Bei Morgan Grenfell spezialisierte er sich auf Geschäfte in Asien. Bei der britischen Schroders Bank leitete er ebenfalls Geschäfte in Asien.

Baron Rupert Carington war Berater der LGT Group. Sie ist die grössten Bank der Steueroase Liechtenstein und wird von der liechtensteinischen Fürstenfamilie kontrolliert. Rupert Carington traf 2013 gemeinsam mit einem liechtensteinischen Prinzen den saudischen Milliardär Al Waleed bin Talal Al Saud, ein Prinz aus der saudischen Königsfamilie. Beim Treffen wurden dem saudischen Prinzen Investitionsmöglichkeiten in Liechtenstein vorgestellt. (Quelle)

Die Carrington Familie heiratete in mehrere englische Adelsfamilien und in den schottischen Colville Clan. Vizegraf Derek Keppel (1911-1968) kam mütterlicherseits aus der Carrington Familie. Er war der Schwiegersohn des Markgrafen Charles Vane-Tempest-Stewart, der in den 30er Jahren Kontakte zu Nazideutschland pflegte.

Mehrere Mitglieder der Familien Smith und Carrington, darunter der NATO-Chef Peter Carington, waren an der „Royal Military Academy Sandhurst“. Die britische Akademie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Ich blogge nun seit mehr als drei Jahren. Mein Ziel ist es, irgendwann von meinem Blog leben zu können (ich bin noch jünger als 30). Werbung auf meinem Blog möchte ich nicht, daher wäre ich auf Spenden angewiesen. Klicke hier, wenn du mich unterstützen möchtest.

Treuhänder der US-amerikanischen Kunstmuseen

Viele Superreiche sind Kunstliebhaber. Daher sind viele grosse Kunstmuseen mit Milliardären verbunden. Am deutlichsten wird dies bei den grossen Kunstmuseen in den USA. Ich hab hier die Treuhänder der wichtigsten Kunstmuseen der USA aufgelistet. Es sind keine vollständigen Listen der Treuhänder. Nur Milliardäre, wichtige Manager und Mitglieder aus Elitefamilien sind aufgelistet. Es sind viele Juden dabei, da diese in der US-Kunstszene eine herausragende Rolle spielen.

Museum of Modern Art

Das Museum of Modern Art (MoMa) in New York besteht seit 1929. Es wurde auf Initiative von Abby Aldrich Rockefeller gegründet. Sie hatte in die Rockefeller Familie geheiratet, die damals die reichste Familie der USA war. Ihr Vater Nelson Aldrich war ein hochrangiger Freimaurer und Mitgründer der US-amerikanischen Zentralbank FED. Zu den Mitgründern des Museum of Modern Art gehörten auch Mitglieder der Familien Crowninshield, Goodyear und Goldman Sachs.

Zu den Treuhändern des Museums gehören viele Milliardäre. Die Liste der Treuhänder ist genauso beeindruckend wie die Mitgliederliste eines Bilderberg-Treffens.

Bemerkenswerte ausländische Treuhänder des MoMa:

Herzog Franz von Bayern: Er ist das Oberhaupt der ehemaligen Königsfamilie von Bayern.

Maja Oeri: Die Schweizerin ist Milliardärin. Ihre Familie gründete und kontrolliert Roche, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt.

Marie-Josée Kravis: Die Kanadierin ist derzeit Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitetreffen. Ihr Ehemann, der amerikanisch-jüdische Milliardär Henry Kravis, ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Henry Kravis besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen. Marie-Josée Kravis ist derzeit im internationalen Beratungskomitee der New Yorker Abteilung der US-Zentralbank FED.

John Elkann: Der Milliardär gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli, die als die mächtigste Unternehmerfamilie Italiens gilt. John Elkann heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza.

Philip S. Niarchos: Er ist ein griechischer Milliardär. Sein Vater Stavros Niarchos galt als einer der reichsten Männer der Welt und besuchte das Bilderberg-Treffen. Stavros Niarchos war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner des US-amerikanischen Milliardärs David Rockefeller. Zu den Verwandten und Schwägern der Niarchos Familie gehören die Familien Ford, Livanos, Onassis, Borghese, Spencer-Churchill und Guinness.

Eyal Ofer: Der Milliardär gilt derzeit als der reichste Israeli.

Sarah Arison: Sie kommt aus der israelischen Milliardärsfamilie Arison. Shari Arison ist langjährige Hauptaktionärin der Bank Hapoalim, die grösste israelische Bank.

Clarissa Alcock Bronfman: Die Venezolanerin heiratete in die kanadisch-jüdische Milliardärsfamilie Bronfman. Ihr Mann kontrollierte früher die Universal Music Group, das grösste Musikunternehmen der Welt. Ihr Schwiegervater war Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Patricia Phelps de Cisneros: Sie heiratete in die venezolanische Milliardärsfamilie Cisneros. Ihr Mann Gustavo besuchte das Bilderberg-Treffen.

Adrian Cheng: Er kommt aus der Hongkonger Multimilliardärsfamilie Cheng.

Xin Zhang: Eine chinesische Milliardärin.

Lonti Ebers: Sie ist die Frau des Milliardärs Bruce Flatt. Das aus Kanada stammende Ehepaar lebt in New York und London. Bruce Flatt ist CEO von Brookfield Asset Management. Der kanadische Finanzkonzern verwaltet derzeit 725 Milliarden US-Dollar.

Lise Stolt-Nielsen: Ihr Vater war der norwegische Milliardär Jacob Stolt-Nielsen.

Diana Widmaier Picasso: Die Französin ist eine Enkelin des berühmten Malers Pablo Picasso.

Bemerkenswerte US-amerikanische Treuhänder des MoMa:

David Rockefeller, Jr.: Er kommt aus der Milliardärsfamilie Rockefeller, die als eine der mächtigsten Familien der USA gilt.

Sharon Percy Rockefeller: Sie heiratete in die Rockefeller Familie und war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.

Laurence Fink: Der jüdische Milliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO von BlackRock, einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. BlackRock ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit über 10 Billionen US-Dollar. Laurence Fink gehört derzeit zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Ronald S. Lauder: Der jüdische Milliardär ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Die Lauder Familie gilt als eine der reichsten Familien der USA und kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder.

Robert Soros: Er ist ein Sohn des berühmten jüdischen Milliardärs George Soros.

David Booth: Der Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von Dimensional Fund Advisors. Der Finanzkonzern verwaltet derzeit über 650 Milliarden US-Dollar.

Anne Dias Griffin: Ihr Exmann ist der Multimilliardär Kenneth Griffin. Dieser gründete und führt Citadel, einer der grössten Hedgefonds der Welt. Kenneth Griffin besuchte das Bilderberg-Treffen.

Steve Cohen: Der jüdische Multimilliardär gründete und führt Point72 Asset Management, ein grosser Hedgefonds.

Glenn Dubin: Der jüdische Milliardär und Hedgefonds-Manager soll aktives Mitglied des mit Jeffrey Epstein verbundenen Jugendprostitutionsrings gewesen sein. Seine Frau Eva hatte vor ihrer Ehe eine romantische Beziehung mit Jeffrey Epstein. Eva war oder ist noch immer mit Ghislaine Maxwell befreundet, die als Epsteins beste Freundin galt und für ihn Mädchen beschaffte. Maxwell ist die Tochter des verstorbenen britischen Politikers und Medienunternehmers Robert Maxwell (war höchstwahrscheinlich Agent des Mossad). Nachdem Epstein 2010 aus dem Gefängnis entlassen wurde, hatte Eva Dubin weiterhin Kontakt zu ihm. In einer E-Mail an Epsteins Bewährungshelfer schrieb Eva: „Ich fühle mich mit Jeffrey Epstein um meine Kinder zu 100-prozentig wohl“.

Leon D. Black: Der jüdische Milliardär gründete Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Er bezahlte dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein 158 Millionen US-Dollar für finanzielle Beratung (ein sehr grosszügiger Betrag). Leon Black verkehrt mit führenden Köpfen der US-Elite.

Jon Stryker: Der Milliardär kommt aus der Stryker Familie. Die Familie gründete die Stryker Corporation, einer der weltweit grössten Hersteller von medizinischen Geräten.

Maurice R. Greenberg: Der jüdische Exmilliardär ist sehr gut vernetzt und leitete die American International Group, einer der grössten Versicherungskonzerne der USA. Sein Sohn Evan Greenberg besuchte das Bilderberg-Treffen.

Jerry I. Speyer: Der jüdische Milliardär und Immobilienunternehmer besuchte das Bilderberg-Treffen. Er verkehrt mit führenden Köpfen der US-Elite.

Wallis Annenberg: Sie heiratete in die jüdischen Milliardärsfamilie Annenberg.

Alice M. Tisch: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

Mimi Haas: Sie heiratete in die Milliardärsfamilie Haas, die bereits im 19. Jahrhundert zur amerikanisch-jüdischen Elite gehörte. Die Familie kontrolliert Levi Strauss & Co., ein grosser Bekleidungseinzelhändler.

Sid R. Bass: Der Milliardär verkehrt mit führenden Köpfen der US-Elite. Sein Grossonkel Sid Richardson wurde über das Erdölgeschäft zu einem der reichsten Männer der USA.

Daniel S. Och: Der jüdische Milliardär gründete zusammen mit der jüdischen Milliardärsfamilie Ziff einen grossen Hedgefonds.

Daniel Sundheim: Der jüdische Milliardär gründete und führt D1 Capital Partners, ein grosser Hedgefonds.

Kathleen Fuld: Ihr Ehemann ist der jüdische Exmilliardär Richard Severin Fuld. Er leitete die Grossbank Lehman Brothers bis zu ihrem Zusammenbruch 2008. Lehman Brothers war eine der grössten Investmentbanken der Welt.

Emily Rauh Pulitzer: Sie heiratete in die jüdischstämmige Milliardärsfamilie Pulitzer. Joseph Pulitzer stiftete 1917 den Pulitzer-Preis.

Agnes Gund: Sie kommt aus der Milliardärsfamilie Gund.

Tony Tamer: Ein Private Equity-Investor und Milliardär.

Gary Winnick: Ein jüdischer Exmilliardär.

Michael S. Ovitz: Der jüdische Geschäftsmann gehört zur Hollywood-Elite und war Präsident der Walt Disney Company, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.

Jill Kraus: Ihr Ehemann ist der jüdische Manager Peter Kraus, der leitende Positionen bei Goldman Sachs, Merrill Lynch und AllianceBernstein besetzte. Die drei Unternehmen gehören zu den grössten Vermögensverwaltern der Welt.

Eric Adams: Er ist derzeit Bürgermeister von New York.

Stand: 14.6.2022

(Quelle)

Metropolitan Museum of Art

Das Metropolitan Museum of Art (Met) in New York ist das grösste Kunstmuseum der USA. Es wurde 1870 gegründet. Der Geschäftsmann Theodore Roosevelt Sr. half bei der Gründung des Museums. Sein Sohn war der US-Präsident und Freimaurer Theodore Roosevelt.

Bemerkenswerte ausländische Treuhänder des Met:

Hussa Sabah al-Salem al-Sabah: Sie heiratete in die Königsfamilie von Kuwait.

Michel David-Weill: Er führte die Lazard Bank und kommt aus der französisch-jüdischen Bankiersfamilie Weill. Er kennt führende Familien der europäischen und US-amerikanischen Elite. Seine Tochter heiratete in die französisch-jüdische Bankiersfamilie Stern.

Nita M. Ambani: Sie ist die Ehefrau des indischen Unternehmers Mukesh Ambani, der als einer der reichsten Menschen der Welt gilt. Mukesh war auf einer Geburtstagsfeier des britischen Prinzen Charles. Mukesh gehört derzeit zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Michael ByungJu Kim: Er ist ein koreanisch-amerikanischer Milliardär und Private Equity-Investor. Er heiratete eine Tochter des ehemaligen südkoreanischen Premierministers Park Tae-joon, der den südkoreanischen Stahlkonzern POSCO gründete, einer der grössten Stahlproduzenten der Welt.

Rahmi M. Koç: Er kommt aus der Koç Familie, die als die reichste Familie der Türkei gilt. Die Familie ist mit der westlichen Elite vernetzt und ist derzeit im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen vertreten.

Alejandro Santo Domingo: Er kommt aus der kolumbianischen Milliardärsfamilie Santo Domingo. Seine Frau kommt väterlicherseits aus der britischen Herzogsfamilie Wellesley und mütterlicherseits aus der ehemaligen deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern. Die Santo Domingo Familie heiratete auch in die monegassische Fürstenfamilie.

Dasha Zhukova: Die Russin war mit dem russisch-jüdischen Milliardär Roman Abramovich verheiratet. Ihr derzeitiger Ehemann kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Zum Freundeskreis des Ehepaares gehören Mitglieder der Familien Trump, Agnelli, Borromeo, Brandolini d’Adda, Hannover, Thurn und Taxis, Santo Domingo sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland, Grossbritannien und Monaco.

Sir Joseph Hotung: Der Hongkonger war Direktor der britischen Grossbank HSBC, die wichtigste Bank Hongkongs. Er und sein Grossvater Robert Hotung wurden von der britischen Königsfamilie zu Rittern geschlagen. Hongkong war bis 1997 eine britische Kolonie. Die Hotung Familie ist mit dem Milliardär Stanley Ho verwandt, der sein Vermögen mit Kasinos in Macau machte. Stanley Ho und seine Kasinos galten als mit den Triaden (chinesische Mafia) verbunden. Die Familien Hotung und Ho haben neben chinesischen auch niederländisch-jüdische Vorfahren.

Sir Paul Ruddock: Der Brite gehörte zur Führung des britischen Vermögensverwalters Schroders und kannte dadurch vermutlich die Bankiersfamilie Schröder. Er wurde zum Ritter geschlagen.

Bemerkenswerte US-amerikanische Treuhänder des Met:

Henry A. Kissinger: Der jüdische Expolitiker war einer der wichtigsten Akteure der US-Aussenpolitik und ist bis heute in Denkfabriken aktiv. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er war mit David Rockefeller und Giovanni Agnelli befreundet, zwei der mächtigsten Geschäftsmänner der letzten 50 Jahre.

David T. Schiff: Er kommt aus der jüdischen Bankiersfamilie Schiff.

John Pritzker: Er kommt aus der jüdischen Pritzker Familie, die als eine der reichsten Familien der USA gilt.

Ronald S. Lauder: Der jüdische Milliardär ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Die Lauder Familie gilt als eine der reichsten Familien der USA und kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder.

J. Tomilson Hill: Der Milliardär war Mitgründer der Blackstone Group, das derzeit grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Er ist derzeit Treuhänder der Guggenheim-Stiftung.

James „Jim“ W. Breyer: Der jüdische Milliardär finanzierte den Aufbau von Facebook mit. Seine Frau ist die Schwester der Politikerin Elaine Chao (Ehefrau des Politikers Mitch McConnell). Breyers Frau war zuvor mit dem jüdischen Milliardär Bruce Wasserstein verheiratet gewesen. Bruce Wasserstein leitete die Lazard Bank. Breyer ist derzeit im Vorstand der Blackstone Group und war im Vorstand von Walmart und Dell.

Philip H. Isles: Seine Grossmutter kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman. Seine Frau kommt aus einer dänischen Grafenfamilie und ihre Grossmutter kam aus der Van Rensselaer Familie, die schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte.

Debra Black: Sie heiratete den jüdischen Milliardär Leon Black. Ihr Bruder ist der jüdische Milliardär Tony Ressler. Leon Black und Tony Ressler gründeten Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

James R. Houghton: Er kommt aus der Houghton Familie, die den Technologiekonzern Corning gegründet und aufgebaut hat. James Schwester heiratete in die jüdische Weinberg Familie, die mit der führenden Investmentbank Goldman Sachs verbunden ist. Die Houghton Familie brachte zwei Botschafter hervor.

Charlotte C. Weber: Sie gehört zur Milliardärsfamilie Dorrance. Diese kontrolliert die Campbell Soup Company, einer der grössten Lebensmittelkonzerne der USA.

Annette de la Renta: Sie ist die Tochter des deutsch-niederländisch-jüdischen Bankiers Fritz Mannheimer. Zu ihren Freunden gehörte die verstorbene Brooke Astor und Henry Kissinger.

Merryl H. Tisch: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

William C. Rudin: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Rudin.

Jeffrey W. Greenberg: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Greenberg und leitete den Finanzkonzern Marsh McLennan, der als der grösste Versicherungsmakler der Welt gilt. Jeffreys Bruder Evan Greenberg besuchte das Bilderberg-Treffen.

Marina Kellen French: Ihre Mutter kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Arnhold und ihr Vater leitete die Investmentbank der Arnhold Familie (Arnhold and S. Bleichroeder).

Howard Marks: Der jüdische Milliardär ist Mitgründer und Vorsitzender von Oaktree Capital Management. Das Finanzunternehmen verwaltet derzeit 164 Milliarden US-Dollar.

Renée Belfer: Ihr Mann ist der jüdische Multimillionär Robert Alexander Belfer. Er war Mitgründer und Grossaktionär von Enron, der bis zu seinem Konkurs einer der grössten Energiekonzerne der USA war.

Mary J. Wallach: Sie heiratete in die jüdische Wallach Familie. Die Familie besitzt Central National-Gottesman, ein grosses Familienunternehmen.

Hamilton E. James: Ein Milliardär.

Richard L. Chilton Jr: Ein ehemaliger Milliardär.

Mary Jaharis: Sie ist die Witwe des Pharmamilliardärs Michael Jaharis.

Linda Macklowe: Sie war mit dem jüdischen Immobilienunternehmer Harry Macklowe verheiratet. Dieser ist Multimillionär und ehemaliger Milliardär.

Edward „Ted“ N. Pick: Er ist derzeit Co-Präsident von Morgan Stanley, eine der grössten Investmentbanken der Welt.

Charles N. Atkins: Er war Direktor von Morgan Stanley und Vizepräsident von Lehman Brothers sowie Berater von Guggenheim Securities. Derzeit ist er Berater der Credit Suisse.

Ursula Burns: Sie besetzte Vorstandsposten bei den Grosskonzernen Exxon Mobil, Nestlé und Uber. Sie ist Treuhänderin der Ford Foundation.

E. John Rosenwald: Der jüdische Manager war stellvertretender Vorsitzender der Grossbanken JPMorgan und Bear Stearns.

Stand: Juli 2021

(Quelle)

Der 2019 verstorbene David Koch, der als einer der reichsten Männer der Welt galt, war ebenfalls Treuhänder des Metropolitan Museum of Art (Quelle).

Whitney Museum of American Art

Das Whitney Museum in New York wurde 1930 von Gertrude Vanderbilt Whitney gegründet. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der Welt war. Gertrude heiratete in die Whitney Familie, die ebenfalls bereits im 19. Jahrhundert zur Elite der USA gehörte.

Bemerkenswerte Treuhänder des Whitney Museum:

Flora Miller Biddle: Sie ist die Tochter der Museumsgründerin Gertrude Vanderbilt Whitney.

Fiona Irving Donovan: Eine Urenkelin der Museumsgründerin Gertrude Vanderbilt Whitney.

Leonard A. Lauder: Die jüdische Lauder Familie gilt als eine der reichsten Familien der USA und kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder. Leonards Bruder Ronald Lauder ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Nancy Carrington Crown: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Crown.

Victor F. Ganzi: Er leitete den Medienkonzern der Milliardärsfamilie Hearst.

Kenneth C. Griffin: Der Multimilliardär gründete und führt Citadel, einer der grössten Hedgefonds der Welt. Er besuchte das Bilderberg-Treffen.

Katja Goldman: Sie ist eine Nichte von Sol Goldman und gehört damit zur jüdischen Milliardärsfamilie Goldman.

Anne-Cecilie Engell Speyer: Sie heiratete einen Sohn des jüdischen Milliardärs Jerry Speyer (besuchte das Bilderberg-Treffen).

Laurie M. Tisch: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Tisch.

Beth Rudin DeWoody: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Rudin.

Mary E. Bucksbaum Scanlan: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Bucksbaum.

Neil G. Bluhm: Der jüdische Milliardär ist ein Immobilien- und Kasinounternehmer.

Thomas H. Lee: Der jüdische Milliardär ist ein Private Equity-Investor.

Stand: 16.3.2022

(Quelle)

Art Institute of Chicago

Das Art Institute of Chicago besteht seit 1866.

Bemerkenswerte Treuhänder des Art Institute of Chicago:

Usha Mittal: Sie ist die Ehefrau von Lakshmi Mittal, einer der reichsten und mächtigsten Inder. Er kontrolliert ArcelorMittal, der derzeit zweitgrösste Stahlproduzent der Welt.

Anita Blanchard: Sie und ihr Mann Martin Nesbit sind Nachbarn und enge Freunde von Ex-Präsident Barack Obama und seiner Familie.

Kenneth C. Griffin: Der Multimilliardär gründete und führt Citadel, einer der grössten Hedgefonds der Welt. Kenneth Griffin besuchte das Bilderberg-Treffen.

Marilynn Thoma: Ihr Mann ist der Milliardär Carl Thoma. Er ist Mitgründer und Partner von Thoma Bravo, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

Arie Steven Crown: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Crown.

Thomas J. Pritzker: Er kommt aus der jüdischen Pritzker Familie, die als eine der reichsten Familien der USA gilt.

Joe Mansueto: Der Milliardär gründete und führt den Finanzkonzern Morningstar, der über 200 Milliarden US-Dollar verwaltet.

Karen Z. Gray-Krehbiel und Jay Frederick Krehbiel: Sie kommen aus der jüdischen Milliardärsfamilie Krehbiel. Die Familie gründete das Elektrounternehmen Molex, das inzwischen zum Grosskonzern Koch Industries gehört.

Anne Searle Bent: Sie kommt aus der Milliardärsfamilie Searle. Die Familie gründete das Pharmaunternehmen GD Searle, das inzwischen zu Pfizer gehört.

E. Scott Santi: Er leitet derzeit den Industriekonzern Illinois Tool Works, einer der weltweit grössten Maschinenbauer. Der Konzern wurde von der Milliardärsfamilie Smith gegründet.

Frederick H. Waddell: Der Manager leitete den Finanzkonzern Northern Trust, der ebenfalls von der Smith Familie gegründet wurde. Northern Trust ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet über eine Billion US-Dollar. Waddell war Direktor von Abbvie, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Waddell ist derzeit Direktor von IBM, einer der grössten IT-Konzerne der Welt. Er war Direktor der Abteilung der Zentralbank FED in Chicago.

Shirley Welsh Ryan: Ihr Mann ist der Milliardär Patrick Ryan, einer der reichsten Versicherungsunternehmer der Welt.

Mary Jaharis: Sie ist die Witwe des Pharmamilliardärs Michael Jaharis.

Carolyn S. Bucksbaum: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Bucksbaum.

Eric Lefkofsky: Der jüdische Milliardär besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren.

Neil G. Bluhm: Der jüdische Milliardär ist ein Immobilien- und Kasinounternehmer.

Michael Polsky: Ein jüdischer Milliardär.

Andrew M. Rosenfield: Er ist Partner des Finanzkonzerns Guggenheim Partners. Er ist vermutlich Jude.

Stand: 16.5.2022

(Quelle)

The Frick Collection

Die Frick Collection in New York City besteht seit 1935. Das Kunstmuseum wurde vom Industriellen Henry Clay Frick gegründet, der 1918 als der zweitreichste Amerikaner galt (der reichste war Rockefeller).

Bemerkenswerte Treuhänder der Frick Collection:

Emily T. Frick: Sie heiratete einen Enkel des Museumsgründers Henry Clay Frick. Zuvor war sie mit einem Mitglied der Du Pont Familie verheiratet gewesen, eine der mächtigsten Familiendynastien der USA.

Helen Clay Chace: Sie ist eine Urenkelin des Museumsgründers Henry Clay Frick.

Howard Phipps Jr: Er kommt aus der Milliardärsfamilie Phipps, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Amerikanern gehört. Die Familie heiratete mehrfach in den britischen Adel.

Stephen A. Schwarzman: Der jüdische Multimilliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO der Blackstone Group, das derzeit grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Schwarzman ist Mitglied bei Skull and Bones.

Margot Bogert: Ihr Urgrossvater William Crapo Durant gründete General Motors, einer der grössten Automobilkonzerne der Welt.

Bernard Selz: Der jüdische Hedgefonds-Manager spendete Millionen an impfkritische Bewegungen, darunter 200 000 US-Dollar an den Impfgegner Andrew Wakefield (der absichtlich oder unabsichtlich Desinformationen verbreitet).

Kathleen Feldstein: Sie war die Ehefrau des jüdischen Ökonoms Martin Feldstein. Dieser besuchte das Bilderberg-Treffen und war Mitglied der Group of Thirty, eine einflussreiche Interessensvereinigung der Zentralbanken. Er war fast 30 Jahre lang im Exekutivkomitee der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik. Er war Direktor der Grosskonzerne JPMorgan, American International Group, Eli Lilly, HCA und TRW.

Isaiah Townsend Burden III: Sein gleichnamiger Grossvater verkehrte mit der New Yorker Elite, darunter mit den Familien Astor, Vanderbilt, Winthrop, Van Rensselaer und Livingston.

Stand: 14.6.2022

(Quelle)

San Francisco Museum of Modern Art

Das San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) besteht seit 1935.

Bemerkenswerte Treuhänder des SFMOMA:

James „Jim“ Breyer: Der jüdische Milliardär wurde oben bereits erwähnt.

Charles R. Schwab: Der Milliardär ist Gründer und Vorsitzender der Charles Schwab Corporation. Der Finanzkonzern verwaltet nach eigenen Angaben über 7 Billionen US-Dollar.

Lisa S. Pritzker: Sie heiratete in die jüdische Pritzker Familie, die als eine der reichsten Familien der USA gilt.

Robert J. Fisher: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Fisher. Die Familie gründete und kontrolliert den Bekleidungseinzelhändler Gap, eines der grössten Familienunternehmen der USA.

Mimi Haas: Sie heiratete in die Milliardärsfamilie Haas, die bereits im 19. Jahrhundert zur amerikanisch-jüdischen Elite gehörte. Die Familie kontrolliert Levi Strauss & Co., ein grosser Bekleidungseinzelhändler.

Penny Coulter: Ihr Ehemann James „Jim“ Coulter ist Milliardär und Mitgründer von TPG, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

Richard Kovacevich: Er leitete Wells Fargo, eine der grössten Banken der Welt.

Deryck Maughan: Der Manager besetzte hohe Positionen bei BlackRock, Citigroup, KKR, Salomon Brothers, Thomson Reuters und GlaxoSmithKline.

Lydia Shorenstein: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Shorenstein. Ihr Ehemann Douglas war Vorsitzender der Abteilung der Zentralbank FED in San Francisco.

Katie Rodan: Eine jüdische Milliardärin.

Stand: 9.12.2021

(Quelle)

Los Angeles County Museum of Art

Das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) besteht seit 1910.

Bemerkenswerte Treuhänder des LACMA:

Dasha Zhukova: Die Russin wurde oben bereits erwähnt.

Al Mayassa bint Hamad bin Khalifa Al-Thani: Sie kommt aus der katarischen Königsfamilie.

Elaine P. Wynn: Sie ist eine jüdische Milliardärin und wird als „Königin von Las Vegas“ bezeichnet. Ihr Exmann ist der jüdische Milliardär und Kasinounternehmer Steve Wynn, ein Kumpel von Donald Trump. Steve Wynn und seine Kasinos sind mit Kriminellen verbunden. Steve Wynn hat Kontakte nach China und Macau. Das US-Justizministerium behauptete 2022, dass Steve Wynn Lobbyarbeit für China in der Trump-Regierung betrieben hat. Das US-Justizministerium forderte ihn daher auf, sich als ausländischen Agenten regriestrieren zu lassen.

Tony P. Ressler: Der jüdische Milliardär war Mitgründer von Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Sein Schwager ist der jüdische Milliardär Leon Black.

Willow Bay: Sie ist die Ehefrau des jüdischen Managers Bob Iger, der die Walt Disney Company leitete, einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Bob Iger besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren.

Robert „Bobby“ Kotick: Er ist CEO von Activision Blizzard, einer der grössten Videospielkonzerne der Welt. Er war mit der jüdischen Milliardärin Sheryl Sandberg zusammen, die zur Führungsclique von Facebook gehört. Kotick und Sandberg besuchten die Sun Valley Konferenz.

Terry Semel: Der jüdische Manager leitete die Medienkonzerne Yahoo und Warner Bros. Er besuchte die Sun Valley Konferenz.

Nicole Avant: Sie war US-Botschafterin auf den Bahamas. Ihr Mann Ted Sarandos ist co-CEO des Medienkonzerns Netflix und besuchte die Sun Valley Konferenz.

Janet Crown: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Crown.

Wallis Annenberg und Gregory Annenberg Weingarten: Sie gehören zur jüdischen Milliardärsfamilie Annenberg.

Carter Reum: Seine Schwester heiratete in die Annenberg Familie. Er heiratete Paris Hilton, ein Promi. Paris Schwester Nicky heiratete in die Rothschild Familie.

Steve Tisch: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Tisch.

Ann Ziff: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Ziff.

Rebecka Belldegrun: Die israelisch-amerikanische Investorin und Milliardärin wurde in eine jüdische Familie in Finnland geboren. Ihr Bruder Poju Zabludowicz lebt in Grossbritannien und ist ebenfalls Milliardär.

Mellody Hobson: Sie ist derzeit Vorsitzende des Kaffeekonzerns Starbucks und Mitglied des Lenkungsausschusses Bilderberg-Treffen.

Nicolas Berggruen: Ein jüdischstämmiger Investor und Milliardär. Er ist bei vielen Denkfabriken präsent und gründete eine eigene Denkfabrik.

Suzanne Kayne: Ihr Ehemann ist der jüdische Private Equity-Investor und Milliardär Richard Kayne.

Donald Bren: Ein jüdischstämmiger Immobilienunternehmer und Multimilliardär.

Lynda Resnick: Sie und ihr Ehemann Stewart Resnick sind beide jüdische Milliardäre.

Zu den Treuhändern gehören noch ein paar Multimillionäre.

Stand 14.6.2022

(Quelle)

Ein weiteres wichtiges Museum ist das Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Es wurde von der jüdischen Guggenheim Familie gegründet, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien der USA war. Das Museum wird von der „Solomon R. Guggenheim Foundation“ betrieben. Zum Kuratorium der Stiftung gehören Nachkommen der Guggenheim Familie und der russische Milliardär Vladimir Potanin. (Mehr dazu im Beitrag zur Guggenheim Familie).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Japanische Kaiserfamilie

Die japanische Monarchie gilt als die älteste Erbmonarchie der Welt und besteht bis heute. Der Überlieferung nach war Jimmu der erste Tennō (Kaiser) von Japan und bestieg angeblich im Jahr 660 vor Christus den Thron. Seither sollen alle japanischen Kaiser zu seinen Nachkommen gehört haben. Somit herrscht die Familie der Legende nach seit über 2500 Jahren über Japan. Die Abstammungslegende ist aber nicht historisch bewiesen. Historiker gehen davon aus, dass die herrschende Blutlinie seit 1000 bis 1500 Jahren besteht.

Der erste Kaiser Jimmu war der Legende nach mit mehreren Göttern aus der japanischen Mythologie verwandt und verschwägert. Aus den japanischen Mythen entwickelte sich eine Religion, der Shintoismus (Shintō), in der japanische Gottheiten verehrt werden. Der Shintoismus ist bis heute zusammen mit dem Buddhismus die wichtigste Religion in Japan. Über die Hälfte der Japaner bekennen sich zu ihm. Der erste Kaiser Jimmu war der Legende nach ein Nachkomme der Sonnengöttin Amaterasu. Sie ist die wichtigste Göttin im Shintoismus. Noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges behauptete die Kaiserfamilie, von Amaterasu abzustammen. Der Kaiser ist bis heute das geistliche Oberhaupt des Shintoismus. In der Vergangenheit war zeitweise die Verehrung der Kaiserfamilie Teil des Shintoismus. Im Gegensatz zu anderen Monarchien ist die Kaiserfamilie heute noch bei grossen Teilen des Volkes sehr beliebt.

Die Kaiserfamilie soll auch Blut des koreanischen Königs Muryeong (lebte Mitte des ersten Jahrtausends) in sich haben.

Japanische Wirtschaft

Japan hatte in den letzten Jahren die drittgrösste Wirtschaft der Welt und war meist das viert- oder fünftgrösste Exportland. Im 20. Jahrhundert war Japan die wirtschaftlich einflussreichste Grossmacht in Asien. Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde China zur führenden Wirtschaftsmacht Asiens. Japan gilt als eines der technologisch fortschrittlichsten Länder der Welt.

Die japanische Wirtschaftselite kontrolliert mächtige Grossbanken. Japan ist der grösste ausländische Investor in den USA. Die japanische Grossbank MUFG ist derzeit mit einem Anteil von über 20 Prozent Hauptaktionär der US-Bank Morgan Stanley, eine der grössten und mächtigsten Investmentbanken der Welt. Der japanische Yen belegte in den letzten Jahren Platz 3 der meistgehandelten Währungen der Welt.

Die japanischen Banken gehören zu den grössten Kreditgebern der Welt. 2013 verliehen sie mehr Geld ins Ausland als die Banken aller anderen Länder (Quelle). Japan löste China 2019 zeitweise als grösster Gläubiger der USA ab (Quelle). Japan ist das meistverschuldete Land der Welt. Der grösste Gläubiger des Landes ist die japanische Zentralbank.

Japan war das erste asiatische Land, in dem die Industrielle Revolution begann. Die ersten Grossbanken und Grosskonzerne des Landes wurden von ein paar wenigen Unternehmerfamilien gegründet und kontrolliert. Die wichtigsten Familien wären Iwasaki, Mitsui und Sumitomo, die massgeblich am Aufbau der Industrie und der Finanzwirtschaft Japans beteiligt waren. Die drei Familien erhielten alle einen Adelstitel vom Kaiser und heirateten in japanische Adelsfamilien. Viele der heutigen Grossbanken und Grosskonzerne in Japan gehen auf die Unternehmen dieser drei Familien zurück.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges galt die japanische Kaiserfamilie als eine der reichsten Herrscherfamilien der Welt. Sie besass neben Land auch Anteile an japanischen Grossbanken. (Quelle)

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wuchs die japanische Börse zur grössten Börse der Welt heran. Sie machte 45 Prozent der globalen Marktkapitalisierung aus und erreichte eine um 50 Prozent höhere Kapitalisierung als der Aktienmarkt der USA. Die japanischen Grossbanken waren zu der Zeit die wertvollsten Unternehmen der Welt. Durch eine Spekulationsblase schossen die Immobilienpreise in Japan fast senkrecht in die Höhe. 1989 entsprach der geschätzte Gesamtwert aller japanischen Immobilien etwa einem Fünftel des damaligen globalen Vermögens und dem Doppelten der weltweiten Börsenkapitalisierung. Wie Ökonomen berechnet haben, war damals allein die Fläche um den Kaiserpalast in Tokio gleich hoch bewertet wie ganz Kanada. 1989 platzte die Immobilienblase, was den Höhenflug des japanischen Finanzwesens beendete. (Quelle: 1 und 2)

Meiji-Revolution

Vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts war der Einfluss der Kaiserfamilie stark eingeschränkt. In dieser Zeit war die Shogun-Familie Tokugawa die führende Familie der japanischen Aristokratie. Sie isolierte das Land vom Rest der Welt. 1868 führte die Meiji-Revolution zur Entmachtung der Tokugawa Familie und die Kaiserfamilie übernahm wieder die Macht in Japan. Die beiden Familien haben sich aber versöhnt und sind über Heiraten im 20. Jahrhundert verbunden, was weiter unten erläutert wird.

Nachdem die Kaiserfamilie wieder an der Macht war, öffnete sie den bis dahin isolierten japanischen Markt für westliche Kolonialmächte. Zu dieser Zeit bildete sich der Kazoku, ein japanisches Adelssystem nach britischem Vorbild. Zudem bildete sich ein Parlament nach britischem Vorbild.

1869, ein Jahr nach der Revolution, besuchte der erste britische Prinz den japanischen Kaiser. Es gibt bis heute Treffen zwischen den beiden Herrscherfamilien. (Quelle)

Seit Ende des 19. Jahrhunderts besuchten japanische Prinzen weitere Königsfamilien.

1902 schlossen das britische Königreich (damals noch führende Weltmacht) und das japanische Kaiserreich eine Allianz, bekannt als Anglo-Japanische Allianz. Das Bündnis bestand bis 1923. Der Vertrag von 1902 wurde in London von Hayashi Tadasu unterzeichnet, der japanischer Botschafter in Grossbritannien war. Der japanische Kaiser adelte Hayashi Tadasu zum Grafen. Hayashi Tadasu hatte in den 1860er Jahren in England studiert. 1903 wurde er in London in eine Freimaurerloge aufgenommen. 1905 wurde er zum Senior Grand Warden der Grossloge von England ernannt. Dies geschah auf Initiative des britischen Prinzen Arthur von Connaught (hochrangiger Freimaurer und Templer). (Quelle: 1 und 2) Hayashi Tadasu hatte einen Enkel, der von der Iwasaki Familie adoptiert wurde. Die Iwasaki Familie ist eine der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite.

Nishi Amane und Tsuda Mamichi gelten als die ersten japanischen Freimaurer. 1863 reisten sie in die Niederlande, um dort zu studieren. Japan war zu dieser Zeit noch isoliert und sehr wenige Japaner studierten im Ausland. Nishi Amane und Tsuda Mamichi studierten an der niederländischen Universität Leiden, die 1575 von Wilhelm I. (Stammvater der niederländischen Königsfamilie) gegründet worden war. Die beiden Japaner studierten beim niederländischen Professor Simon Vissering, ein Freimaurer. Er nahm die beiden Studenten in die Freimaurerei auf. 1865 kehrten sie nach Japan zurück. Nach der Meiji-Revolution setzten sich die beiden dafür ein, dass man Elemente der westlichen Zivilisation in Japan einführen sollte. Die beiden wurden vom Kaiser zu Baronen geadelt. (Quelle: 1, 2, 3)

Auslandskontakte

Mitglieder der Kaiserfamilie trafen in den letzten Jahrzehnten Mitglieder aus fast allen oder sogar allen noch amtierenden Königsfamilien der Welt sowie Mitglieder aus nicht amtierenden Königsfamilien. Mitglieder der Kaiserfamilie waren auf vielen Beerdigungen und mehreren Hochzeiten von Königsfamilien. (Quelle: 1 und 2) Der derzeitige Kaiser Naruhito (*1960) hatte neben diplomatischen auch persönlichen Kontakt zu europäischen Königsfamilien und ging mit Hochadligen Ski fahren und segeln (Quelle: Seite 151 und 152). Die japanische Kaiserfamilie heiratete 2017 in die omanische Herrscherfamilie (Quelle). Kaiser Akihito (*1933) war ein langjähriger Freund des 2016 verstorbenen thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej (Quelle). Die Kaiserfamilie unterhält eine langjährige Freundschaft zur ehemaligen nepalesischen Königsfamilie, die bis 2008 über Nepal herrschte (Quelle). Ein Prinz aus der japanischen Kaiserfamilie war 1989 auf einer Beerdigung der ehemaligen koreanischen Königsfamilie, die bis 1910 über Korea geherrscht hatte (Quelle). Die japanische Prinzessin Masako von Nashimoto (1901-1989) heiratete in die koreanische Königsfamilie (Quelle).

Mitglieder der Kaiserfamilie trafen sehr viele Staatschefs, darunter alle US-Präsidenten der letzten Jahrzehnte. Im Zweiten Weltkrieg bekriegten sich Japan und die USA. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges schlossen die beiden Länder Frieden und Japan wurde ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen den sich ausbreitenden Kommunismus in Asien. Inzwischen ist Japan der wichtigste strategische Partner der USA in Ostasien. Die beiden Grossmächte sind auch wirtschaftlich eng verbunden.

Kaiser Akihito und seine Frau unternahmen 1994 eine 16-tägige Tour durch die USA. In New York nahmen sie an einem Abendessen teil, bei dem einflussreiche europäische Politiker dabei waren. Der berühmte Bankenchef David Rockefeller und Arthur Ochs Sulzberger (damaliger Vorsitzender der New York Times Company) leiteten das Begrüssungskomitee für das Abendessen. Weitere Gäste waren der Unternehmer und zukünftige US-Präsident Donald Trump und sein Kumpel Rudolph Giuliani, der damals Bürgermeister von New York war. (Quelle)

Kaiser Naruhito traf 2019 den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle).

Viele Mitglieder und Verwandte der Kaiserfamilie studierten in England und den USA, vor allem an der Oxford Universität in England (besteht seit über 900 Jahren). Viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser studierten an der Oxford Universität.

Der derzeitige Kaiser Naruhito heiratete Masako Owada. Sie hatten sich zum ersten Mal bei einem Teetreffen für die spanische Prinzessin Elena getroffen. Masako Owada studierte in Harvard und Oxford. Ihr Vater Hisashi Owada war von 2009 bis 2012 Präsident des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag. Dies ist das höchste Gericht der Vereinten Nationen. Hisashi Owada war in den 90er Jahren zweimal Präsident des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen und leitete somit die höchste Instanz der weltweiten Sicherheitspolitik. Er war Berater der Weltbank und vertrat Japan als Botschafter bei den Vereinten Nationen und der OECD. Er arbeitet auch als Professor an Universitäten in den USA. Seine Schwester, die Tante von Kaiserin Masako, heiratete Kazuhide Kashiwabara, der Direktor der Industrial Bank of Japan war. Diese war eine der grössten Banken der Welt und ist ein Vorläufer der heutigen Grossbank Mizuho.

Wie die meisten anderen Königsfamilien verleiht auch die japanische Kaiserfamilie Orden. Die Orden bekommen Personen, die einen Beitrag für Japan geleistet haben. Zu den Ordensempfängern gehören Politiker, Vertreter der Wirtschaft, Militärs und Wissenschaftler aus verschiedensten Ländern. Die Kaiserfamilie verlieh Orden an Mitglieder aus vielen Königsfamilien. Die Mitglieder der Kaiserfamilie erhielten wiederum viele Orden von anderen Königsfamilien.

Kaiser Akihito verlieh 2012 einen Orden an Ratan Tata. Dieser gilt als der mächtigste indische Geschäftsmann und seine Vorfahren waren massgeblich am Aufbau der indischen Industrie beteiligt. Tata erhielt den Orden aufgrund seines Beitrags zur Stärkung und Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Indien. Tata war ein wichtiger Unterstützer der japanischen Unternehmen, bei ihrem Vorstoss in die indische Industrie. Tata, der mehrere indische Grosskonzerne kontrolliert, fördert aktiv Geschäftspartnerschaften mit japanischen Unternehmen. Tata hatte 2007 auf die Gründung des Japan-India Business Leaders Forum hingearbeitet, das am Wirtschaftsabkommen zwischen Indien und Japan beteiligt war. (Quelle)

Prinz Tsuneharu Takeda (*1944) war japanischer Botschafter in Bulgarien.

Japanische Kaiserfamilie im Zweiten Weltkrieg

Ab 1926 war Hirohito (1901-1989) Kaiser. Er regierte im Hintergrund und scharte kaisertreue Militärs um sich. Er liess das Militär aufrüsten. 1932 wurde der japanische Premierminister Inukai Tsuyoshi bei einem Attentat ermordet. Ab da gelangte die japanische Politik immer mehr unter den Einfluss von nationalistischen Militärs, die in den folgenden Jahren einen autoritären Staat aufbauten. Die Verehrung des Kaisers als Gottheit wurde ein wichtiger Teil der nationalistischen Propaganda. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte Japan an der Seite von Nazi-Deutschland und Mussolini-Italien. 1937 hatte der Krieg zwischen Japan und China begonnen, also noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Europa. Am 7. Dezember 1941 erklärte Kaiser Hirohito den USA und Grossbritannien den Krieg. Wenige Stunden zuvor hatte der Angriff auf Pearl Harbor stattgefunden. Japan kapitulierte 1945, nachdem die Amerikaner zwei Atombomben auf Japan abgeworfen hatten.

Infolge des Zweiten Weltkrieges besetzte Japan unter anderem Malaysia, die Philippinen, Niederländisch-Indien und Teile Chinas. Das japanische Militär beging in den besetzten Gebieten und Kolonien zahlreiche Kriegsverbrechen. Es gibt keine genauen Zahlen, aber es sollen mehr als 25 Millionen Zivilisten getötet worden sein (Quelle). Das ist soviel, wie die zivilen Todesopfer der Diktaturen Stalins und Hitlers zusammengezählt. Die Kriegsverbrechen der japanischen Diktatur sind auch bekannt als „Asiatischer Holocaust“ und fanden zur gleichen Zeit wie die Verbrechen des Hitler- und Stalinregimes in Europa statt.

Prinz Asaka Yasuhiko (1887-1981) war Kommandeur der japanischen Truppen in Nanking und war vermutlich mitverantwortlich für das Massaker von Nanking. Kaiser Hirohito gab den Befehl, keine Gefangenen zu machen. (Quelle) Mehrere Mitglieder der Kaiserfamilie waren während dem Weltkrieg beim Militär und der Marine.

Genau wie in den Lagern der deutschen Nazis wurden auch in den japanischen Lagern Menschenversuche an Kriegsgefangenen durchgeführt. Bis zu 20 000 japanische Ärzte, Forscher und Medizinstudenten waren direkt oder indirekt an den Menschenversuchen beteiligt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan von den Amerikanern besetzt, die Gerichtsverfahren gegen Kriegsverbrecher eröffneten. Die meisten Ärzte wurden aber nicht verurteilt, da die Amerikaner eine Abmachung mit der japanischen Ärzteschaft getroffen hatten. Die japanischen Mediziner übergaben den Amerikanern alle wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Menschenversuchen und erhielten dafür Straffreiheit. Der damalige Chef des US-Forschungszentrums für bakteriologische Kriegführung war beeindruckt von dem gelieferten Material. Er schrieb: „Die Informationen haben das bisherige Wissen auf diesem Gebiet ergänzt und vergrössert. Solche Daten können in unseren Labors wegen der mit Menschenversuchen verbundenen Skrupel nicht erlangt werden. Es ist zu hoffen, dass den Personen, die diese Informationen weitergegeben haben, Unannehmlichkeiten erspart bleiben.“

Einige Beamte aus dem US-Aussenministerium erhoben Einwände gegen die gewährte Straffreiheit. Die Beamten erhielten ein Dokument, in dem stand: „Der Wert der japanischen Daten ist für die USA und deren nationale Sicherheit von so herausragender Bedeutung, dass er die aus einem Strafverfahren wegen Kriegsverbrechen resultierenden Vorteile (für die USA) bei weitem übertrifft.“

(Quelle)

Die Kaiserfamilie wusste genau über die Experimente Bescheid und mehrere Prinzen waren auf verschiedene Weise an Menschenversuchsprogrammen beteiligt (Quelle).

Japanische Kaiserfamilie in der Besatzungszeit

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan von den Amerikanern besetzt. Der US-Offizier Douglas MacArthur bekam die Aufgabe, die Kriegsverbrecher auf japanischer Seite auszumachen. Er wurde später dafür kritisiert, dass er den japanischen Kaiser Hirohito nicht härter zur Verantwortung zog. Nach der Ansicht von MacArthur war der Hauptschuldige Hideki Tojo, der von 1941 bis 1944 Premier- und Kriegsminister von Japan gewesen war. Gegen Ende des Weltkrieges hatten Mitglieder der Kaiserfamilie am Sturz von Hideki Tojo gearbeitet. Nach dem Krieg erhielt Hideki Tojo und weitere hochrangige Mitglieder des Militärs die Todesstrafe. Zwar geschahen die Kriegsverbrechen auf Befehl oder mit der Duldung des Militärs, jedoch wurde aus meiner Sicht die Machtübernahme der Militärs und deren Expansionspolitik vom Kaiser abgesegnet. Die Kaiserfamilie und ihre Vertrauten hatten sich bereits vor Beginn des 20. Jahrhunderts das Ziel gesetzt, ein Kolonialreich zu werden. 1895 annektierten sie Taiwan und 1910 Korea, die zu japanischen Kolonien wurden (zu dieser Zeit hatte Japan ein gutes Verhältnis zu führenden Kolonialmacht Grossbritannien). Dies geschah also bereits Jahrzehnte vor der Machtübernahme der expansionswütigen Nationalisten, die zudem die Kolonien in Diktaturen verwandelten.

General Douglas MacArthur hatte während der Besatzungszeit Kontakt zur Kaiserfamilie. Er war übrigens Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati und Mitglied der Sons of the American Revolution, zwei alte elitäre Gesellschaften aus den USA (Quelle: 1 und 2). Die Freimaurerei wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Briten und Niederländern nach Japan gebracht. Die Kaiserfamilie erlaubte den Freimaurern Logen zu gründen. Die Logen durften aber nur Ausländer und keine Japaner aufnehmen. In der Besatzungszeit unter General Douglas MacArthur wurde die japanische Regierung um die Erlaubnis ersucht, japanischen Staatsangehörigen den Beitritt zu Freimaurerlogen zu gestatten. Die Erlaubnis wurde ohne weiteres erteilt. (Quelle) Seither führen Angloamerikaner und Japaner gemeinsam die Freimaurerei in Japan (Quelle). General MacArthur beaufsichtigte mehrere Logengründungen und Freimaurerprojekte in Japan. Prinz Naruhiko Higashikuni (1887-1990) aus der Kaiserfamilie war von August 1945 bis Oktober 1945 japanischer Premierminister. Unter seiner Regierung kapitulierte Japan, womit der Zweite Weltkrieg beendet war. In der Nachkriegszeit wurde Prinz Naruhiko in die Freimaurerei aufgenommen. Er war der erste Japaner im Japan der Nachkriegszeit, der einen Antrag zur Aufnahme bei den Freimaurern stellte. Der letzte koreanische Kronprinz Yi Un (Eun Lee), der in die japanische Kaiserfamilie geheiratet hatte, trat zu dieser Zeit ebenfalls den Freimaurern bei. Kaiser Hirohito zeigte Interesse an der Freimaurerei, trat aber nicht bei. (Quelle: 1, 2, 3). Heute hat die Freimaurergrossloge von Japan Kontakt zu mehr als 150 Grosslogen auf der ganzen Welt (Quelle).

Seit Ende des Weltkrieges ist Japan einer der wichtigsten strategischen Partner der USA.

Kaiser Hirohito war noch bis zu seinem Tod 1989 das Staatsoberhaupt Japans (angeblich ohne politischen Einfluss). Er traf in der Nachkriegszeit die britische Königsfamilie. Er hatte sie schon in seiner Jugend kennengelernt, also noch vor dem Zweiten Weltkrieg (Quelle: 1 und 2). Mitglieder der beiden Herrscherfamilien trafen sich auch in den letzten Jahrzehnten.

Hirohito war der erste japanische Kaiser gewesen, der Königsfamilien in Europa besuchte. Er traf 1921 in Grossbritannien den britischen Prinzen Arthur von Connaught (hochrangiger Freimaurer und Templer). Hirohito besuchte auch Schottland und das Land gefiel ihm sehr. In Schottland traf er im Blair Castle den Herzog John Stewart-Murray von Atholl (hochrangiger Freimaurer und Clan-Chef des schottischen Murray Clans). (Quelle: 1 und 2)

Kaiser Hirohito traf 1975 John D. Rockefeller III. in New York (Foto). Die Rockefeller Familie gilt als eine der mächtigsten Familien der US-amerikanischen Elite. John D. Rockefeller III. engagierte sich sehr für amerikanisch-japanische Beziehungen. Er traf auch den späteren Kaiser Akihito (Foto).

Der Historiker Sterling Seagrave behauptet in einem Buch, dass General Douglas MacArthur und die amerikanischen Geheimdienste in Besitz von „Yamashitas Gold“ gelangten. Als Yamashitas Gold wird die Kriegsbeute der Japaner bezeichnet, die versteckt wurde. Ob es den Schatz wirklich gab, ist unbewiesen. Der Aufenthaltsort soll nur den oberen Rängen der japanischen Elite bekannt gewesen sein, darunter dem Kaiser. Seagrave behauptet, die Amerikaner hätten die Kriegsbeute gefunden und sich mit der japanischen Elite darauf geeinigt, dass man die Existenz des Schatzes geheim hält. Seagrave behauptet, dass MacArthur auf der ganzen Welt Trusts gründete, welche die Beute verwalteten. Ursprünglich wurden damit japanische Politiker bestochen. Später sollen die amerikanischen Geheimdienste damit auch geheime Operationen finanziert haben. Prinz Chichibu Yasuhito (1902-1953) war während des Zweiten Weltkrieges im Auftrag des Kaisers für die Kriegsbeute verantwortlich gewesen. (Quelle) Prinz Chichibu war General der japanischen Armee und unterstützte die Nationalisten. Er war womöglich in den erfolglosen Putschversuch in Japan vom 26. Februar 1936 verwickelt. Er hatte in den 20er Jahren an der Oxford Universität in England studiert und erhielt dazumal einen Orden vom britischen König. 1937 bereiste Prinz Chichibu und seine Frau Europa und vertraten Japan bei der Krönung des britischen Königs George VI. (Freimaurer). Auf seiner Europareise traf Prinz Chichibu auch den deutschen Diktator Adolf Hitler. In der Zeit vor und nach dem Weltkrieg engagierte sich Prinz Chichibu sehr für britisch-japanische Beziehungen. Er war Patron der Japan-British Society in Tokio, die sich für die britisch-japanische Freundschaft einsetzt. Sie besteht seit 1908 und die Kaiserfamilie stellt bis heute den Patron der Gesellschaft. Nach Prinz Chichibus Tod 1953 war seine Frau Setsuko Patron der Gesellschaft und hatte ein gutes Verhältnis zur britischen Königsfamilie. (Quelle: 1 und 2) Setsuko war 1909 in England geboren. Ihr Vater Tsuneo Matsudaira war japanischer Botschafter in Grossbritannien und den USA. Er war der Sohn eines Samurais und kam aus der Matsudaira Familie, die zur japanischen Hocharistokratie gehört.

Weitere bemerkenswerte Heiraten

in den letzten 120 Jahren

Prinzessin Takako Shimazu (*1939) heiratete Hisanaga Shimazu. Dieser arbeitete viele Jahre für die Japan Export-Import Bank (JEXIM) und war Direktor des japanischen Grosskonzerns Sony.

Der Ehemann von Prinzessin Mako (*1991) arbeitet für „Löwenstein Sandle“, eine US-amerikanische Anwaltskanzlei.

Prinz Tomohito (1946-2012) heiratete Nobuko Asō, die mit japanischen Adligen verwandt war. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Shigeru Yoshida, war nach dem Zweiten Weltkrieg langjähriger Premierminister Japans. Ihr Bruder Tarō Asō war von 2008 bis 2009 ebenfalls Premierminister. Tarō Asō heiratete eine Tochter von Suzuki Zenkō, der von 1980 bis 1982 Premierminister gewesen war.

Prinzessin Yasuko (*1923) heiratete Tadateru Konoe. Dieser war von 2009 bis 2017 Präsident der „International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies“. Er kommt aus dem Hosokawa Klan, der vom japanischen Kaiser Seiwa abstammt (lebte im 9. Jahrhundert). Sein Bruder Morihiro Hosokawa war in den 90er Jahren japanischer Premierminister. Sein Grossvater mütterlicherseits, Fumimaro Konoe, war Premierminister in der Zeit vor der Kriegserklärung Japans an die USA und Grossbritannien. Die Aristokratenfamilie Konoe besteht seit dem 12. Jahrhundert. Sie ging aus dem Fujiwara Klan hervor, die eine der mächtigsten Familien der japanischen Aristokratie in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends war. Sie bildete sich aus dem Nakatomi Klan. Dieser stammt der Legende nach von Ame-no-Koyane ab, ein Gott aus der japanischen Mythologie. Er war ein Diener der Sonnengöttin Amaterasu (Stammmutter der Kaiserfamilie).

Die Ehefrau von Kaiser Taishō (1879-1926) war die Tochter eines Herzogs aus der Kujō Familie. Die japanische Aristokratenfamilie Kujō besteht seit dem 13. Jahrhundert. Sie ging ebenfalls aus dem Fujiwara Klan hervor.

Der Schwiegervater von Prinzessin Kazuko (1929-1989) war ein Herzog aus der Takatsukasa Familie. Die Familie ging ebenfalls aus dem Fujiwara Klan hervor. Die Takatsukasa Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die Mitsui Familie, eine der mächtigsten Familien der japanischen Elite (Quelle).

Die Frau von Prinz Nobuhito Takamatsu (1905-1987) war eine Enkelin von Tokugawa Yoshinobu, der letzte Shogun von Japan. Der Tokugawa Klan herrschte vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Shogune über Japan.

Der Schwiegervater von Prinz Masahito Hitachi (*1935) war Yoshitaka Tsugaru, ein Graf aus dem Tokugawa Klan. Der Graf kam mütterlicherseits aus der Tsugaru Familie.

Der Ehemann von Prinzessin Atsuko (*1931) war der Sohn eines Markgrafen und war das Oberhaupt des Ikeda Klans, ebenfalls eine alte Aristokratenfamilie.

Prinzessin Masako (*1951) heiratete in die Sen Familie (Nachkommen von Sen no Rikyū).

Weiteres

Kronprinz Fumihito (*1965) ist Ehrenpräsident des WWF in Japan (Quelle). Der WWF wird von höchst elitären Kreisen gestiftet, darunter Königsfamilien, Milliardäre und Bankiersfamilien (Quelle).

Tsunekazu Takeda (*1947), der väterlicherseits aus der Kaiserfamilie kommt, war Präsident des Japanischen Olympischen Komitees. Die französische Justiz ermittelte gegen ihn wegen Korruptionsverdachts, worauf er zurücktrat.

Die amerikanischen Besatzer verlangten von der Kaiserfamilie, dass sie ihren Anspruch auf Göttlichkeit aufgibt. Dennoch besteht der Kaiserkult bis heute. Öffentliche Kritik am Kaiser ist verpönt in Japan und kommt in den Medien kaum vor. (Quelle) Auch die politische Elite ist bis heute kaisertreu. Yoshirō Mori, der von 2000 bis 2001 Premierminister war, sagte, Japan sei ein „göttliches Land“, in dessen Mittelpunkt der Kaiser steht (Quelle).

Die Kaiserfamilie ist bis heute zum grössten Teil beliebt bei japanischen Nationalisten. Die „Nippon Kaigi“ gilt heute als die wichtigste nationalistische Organisation in Japan. Sie hat grossen Einfluss auf die Politik. Shinzō Abe, der von 2012 bis 2020 japanischer Premierminister war und aus einer einflussreichen Politikerfamilie kommt, ist Mitglied der Nippon Kaigi. Shinzō Abe und die Nippon Kaigi leugnen und relativieren die Kriegsverbrechen des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg. Der US-amerikanische rechte Networker Steve Bannon bewundert Shinzō Abe und bezeichnete ihn als ein Held für die weltweiten populistischen Bewegungen. Die Nippon Kaigi befürwortet den Monarchismus. Sie vertritt im Grossen und Ganzen dieselben Werte und Ziele wie Rechtsextreme aus westlichen Ländern. Shinzō Abe ist ein enger Verbündeter des ehemaligen Premier- und Finanzministers Tarō Asō, dessen Schwester in die Kaiserfamilie heiratete. Tarō Asō und Shinzō Abe sind Sonderberater der Nippon Kaigi. Die beiden gehören zur Parteiführung der LDP. Die LDP besteht seit 1955 und stellt seither fast ununterbrochen die Regierung in Japan. Japan wird als Einparteien-Demokratie bezeichnet. Die LDP nennt sich Liberaldemokratische Partei, ist aber in erster Linie eine rechte nationalkonservative Partei. Die Kaiserfamilie ist über Heiraten mit Politikerfamilien verbunden, die mehrere hochrangige LDP-Politiker hervorbrachten.

Tarō Asō, der wie gesagt mit der Kaiserfamilie verschwägert ist, sagte vor einer ultrakonservativen Gruppe in Tokio: „Die deutsche Weimarer Verfassung wurde, ohne dass dies auffiel, durch die Verfassung Nazi-Deutschlands ersetzt, warum lernen wir nicht von ihrer Taktik?“. Er äusserte noch weitere provokative Aussagen. (Quelle)

Mitglieder der LDP waren in viele Korruptionsfälle verwickelt. Die LDP ist seit ihrer Gründung mit den Yakuza (japanische Mafia) verbunden. Die Yakuza gelten als eine der mächtigsten kriminellen Organisationen der Welt. Die Yakuza waren auch mit der nicht mehr existenten DPJ verbunden, die lange Zeit die zweitstärkste Partei hinter der LDP war. (Quelle: 1 und 2) Die Yakuza halfen mit Erpressung, Korruption und Mord der LDP dabei, ihre politische Konkurrenz zu schwächen. Viele nationalistische und rechtsextreme Gruppierungen in Japan haben Verbindungen zu den Yakuza. Die Yakuza waren bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit japanischen Nationalisten verbunden. Die Yakuza gelten auch heute als wertkonservativ bis nationalistisch und als kaisertreu. Yakuza-Rituale werden oft vor einem Shinto-Schrein durchgeführt. (Quelle: 1 und 2)

Der Kriminelle Kodama Yoshio (1911-1984) diente als Bindeglied zwischen der organisierten Kriminalität und der politischen Elite Japans. Er war in die Gründung der LDP involviert. Kodama Yoshio und die LDP hatten intensiven Kontakt zum US-amerikanischen Geheimdienst CIA. Die CIA unterstützte die LDP in der Anfangszeit heimlich mit Millionen von US-Dollar. (Quelle: 1 und 2) Ein CIA-Dokument bezeichnet Kodama Yoshio als einen der mächtigsten Männer in Japan. Er sei eine lebende Legende der japanischen Nationalisten und sei Blutsbruder mehrerer Yakuza-Bosse. In diesem Dokument heisst es auch, dass Kodama Yoshio massgeblich an der Gründung der LDP und an der Ernennung von Premierministern beteiligt war. (Quelle) Kodama Yoshio war Mitglied der nicht mehr existenten Black Ocean Society (Gen’yōsha). Diese war in erster Linie eine politisch aktive nationalistische Organisation, war aber auch mit der organisierten Kriminalität verbunden. Sie unterstützte den Sturz der chinesischen Kaiserfamilie 1911 und kooperierte dabei mit Triaden (chinesische Mafia). Sie war mit der Black Dragon Society verbunden, ebenfalls eine nicht mehr existente nationalistische Organisation. Sie unterstützte den Aufbau der nationalistischen Diktatur in Japan in den 30er Jahren. (Mehr dazu in meinem Beitrag zur Mitsui Familie).

Sakae Terada, ein Mitglied der Black Ocean Society, war mit dem Premierminister Ichirō Hatoyama verschwägert, der 1955 die LDP mitgründete und ihr erster Vorsitzender wurde. Ichirō Hatoyama war Christ und Freimaurer (Quelle: 1, 2, 3). Sein Vater Kazuo hatte in den USA an der Yale Universität studiert. Sein Enkel Yukio Hatoyama war von 2009 bis 2010 japanischer Premierminister. Yukio Hatoyama war Vorsitzender und Mitgründer der oben erwähnten Partei DPJ. Somit gründete die Politikerfamilie Hatoyama gleich zwei führende Parteien mit Yakuza-Verbindungen. Nach CIA-Akten, die 2007 veröffentlicht wurden, hatten japanische Nationalisten mit Verbindungen zum US-Geheimdienst 1952 geplant, die japanische Regierung zu stürzen und den damaligen Premierminister Shigeru Yoshida zu ermorden. Die Verschwörer wollten den späteren Freimaurer Ichirō Hatoyama als Premierminister installieren, der somit höchstwahrscheinlich von den Putschplänen gewusst hatte. Zu den Verschwörern gehörten mutmassliche Kriegsverbrecher, die nach dem Zweiten Weltkrieg für die US-Besatzungsbehörden gearbeitet hatten. (Quelle)

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Yakuza zu grossem Einfluss und wurden international aktiv. Der Jahresumsatz der Yakuza wird auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt. Ein Grossteil davon stammt aus dem Drogen- und Sexgeschäft. Die Yakuza tätigen auch legale Geschäfte. Sie spekulieren an der Börse und sind vor allem in der Immobilienbranche aktiv. Sie haben sich auch in der japanischen High-Tech-Industrie eingenistet (Japan gilt als das technologisch fortschrittlichste Land der Welt und hat eine international aktive High-Tech-Industrie). Die Yakuza hatten Verbindungen zu mächtigen japanischen Grosskonzernen und verdienten am Immobilienboom in den 80er Jahren mit, der ganz am Anfang dieses Beitrages erwähnt wurde. Ein ehemaliger Leiter der Abteilung für organisiertes Verbrechen bei der japanischen Nationalpolizei sagte: „Die Verknüpfungen zwischen der Geschäftswelt Japans und der japanischen Unterwelt sind so ausgedehnt, dass es unmöglich ist, sie in den Griff zu bekommen“. Im Gegensatz zum organisierten Verbrechen in anderen Ländern agieren die Yakuza nicht im Geheimen. Sie sind offiziell registriert und haben eigene Büros und Visitenkarten. Sie organisieren auch japanische Strassenfeste. Bis 1992 wurden die Yakuza von Politik, Justiz und Polizei geduldet. Seither gibt es Gesetze, welche die Geschäfte der Yakuza einschränken. Sie dürfen beispielsweise keine Kredite mehr aufnehmen oder Immobilien besitzen. Die Mitgliedschaft bei den Yakuza ist aber bis heute nicht strafbar. (Quelle: 1, 2, 3) Die Ursprünge der Yakuza reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Der jüdische Bankier Jacob Schiff besuchte Kaiser Meiji (1852-1912) und erhielt ein Orden von ihm. Jacob Schiff galt als einer der mächtigsten Bankiers der USA. Er hatte das japanische Kaiserreich im Russisch-Japanischen Krieg mit Kriegskrediten unterstützt. Im Zweiten Weltkrieg war Japan mit Nazi-Deutschland verbündet. Japan nahm aber viele jüdische Flüchtlinge auf. Die Nazis verlangten von den Japanern, Juden zu übergeben oder selbst für deren Ermordung zu sorgen. Die Japaner kamen dem aber nicht nach. Die Nazis versuchten die Japaner davon zu überzeugen, dass die jüdischen Bankiers die Welt beherrschen. Die japanische Elite hielt die Juden zwar für sehr einflussreich, aber zweifelte an der Theorie einer jüdischen Weltherrschaft. Es gab auch Japaner, die der Meinung waren, es wäre aus strategischer Sicht für Japan besser, sich mit den Juden zu verbünden, anstatt Streit mit ihnen anzufangen. Hier eine Doku zur japanisch-jüdischen Beziehung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der ehemalige japanische Premierminister Tarō Asō (er ist ein Schwager der Kaiserfamilie und wurde oben bereits erwähnt) sagte, er wolle Japan zu einem Land machen, wo „reiche Juden“ gerne leben würden. Es gibt übrigens die Theorie, dass das japanische Volk oder ein Teil davon von einem oder mehreren der zehn verlorenen Stämme Israels abstammt. Die Theorie geht ursprünglich auf den Schotten Nicholas McLeod zurück. Der christliche Missionar kam im 19. Jahrhundert nach Japan. Er glaubte, dass die Kaiserfamilie und die japanische Aristokratie vom alten Volk Israel abstammt.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Ren Familie

Der Chinese Ren Zhengfei (*1944) gründete 1987 das Technologieunternehmen Huawei. Heute ist Huawei das zweitgrösste nicht staatliche chinesische Unternehmen. In China werden fast alle grossen Konzerne und Banken vom Staat bzw. der Kommunistischen Partei kontrolliert. Ren Zhengfei ist bis heute CEO und Aufsichtsratsmitglied von Huawei (Stand: 18.5.2022). Er hat als Gründer von Huawei ein Vetorecht in der Konzernführung. Sein Bruder Ren Shulu gehört ebenfalls zur Konzernführung.

Ren Zhengfei gilt als eng mit der Kommunistischen Partei verbunden. Er heiratete in erster Ehe eine Tochter von Meng Dongbo, der stellvertretender Gouverneur der chinesischen Provinz Sichuan war. Zhengfeis Tochter Meng Wanzhou, die den Familiennamen der Mutter annahm, ist derzeit stellvertretende Vorsitzende und CFO von Huawei. Sie war im Dezember 2018 in Kanada verhaftet worden und war fast drei Jahre in Haft, weil die Justiz der USA behauptete, sie sei für Finanzbetrug, Umgehung von Sanktionen und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen verantwortlich. Man vermutet, dass der 2018 beginnende Handelskrieg zwischen den USA und China bei der Verhaftung eine Rolle spielte.

Das Vermögen von Ren Zhengfei wird derzeit auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle).

Huawei war 2021 der weltweit drittgrösste Hersteller von Smartphones und einer der grössten Telekommunikationsausrüster. 2018 hatte Huawei 31 Prozent des globalen Markts für 2G, 3G, 4G-Mobilfunknetzinfrastrukturen ausgemacht und ist damit weltführend. 2018 kontrollierten die drei Technologiekonzerne Huawei, Ericsson (Wallenberg Familie) und Nokia 80 Prozent des Mobilfunkmarkts. (Quelle) Die drei Unternehmen sind auch führend beim Aufbau der 5G-Infrastruktur. Angenommen grosse Telekommunikationskonzerne arbeiten mit Geheimdiensten zusammen, dann könnten die Konzerne zur Massenüberwachung und Spionage genutzt werden.

Huawei ist eines grössten nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Die Anteile am Unternehmen gehören den Angestellten. Wie viele Anteile ein Angestellter besitzt, hängt davon ab, wie lange er bei Huawei beschäftigt ist und welche Position er dort hat. Die Angestellten haben aber kein Mitspracherecht. Die einzigen zwei Huawei-Teilhaber sind Ren Zhengfei und die firmeneigene Gewerkschaft. Beide gelten als mit der Kommunistischen Partei verbunden. Bevor Ren Zhengfei Huawei gründete, hatte er als Techniker beim chinesischen Militär gearbeitet. Er konnte erst 1978 der Kommunistischen Partei beitreten, da sein Vater als Buchhalter für die Kuomintang gearbeitet hatte, die mit der Kommunistischen Partei verfeindet war.

Ren Zhengfei traf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping (Foto).

Huawei gilt als eng mit der Kommunistischen Partei verbunden und soll auch Kontakte zum chinesischen Militär und Geheimdienst unterhalten. Ehemalige Geheimdienstler arbeiten für Huawei (Quelle). In vielen Ländern wird Huawei verdächtigt, über seine Smartphones und die Telekommunikationsindustrie Spionage für die Kommunistische Partei zu betreiben, darunter Wirtschafts- und Militärspionage. Huawei entwickelt Sicherheits- und Überwachungs-Software. Laut geleakten Dokumenten liefert Huawei der chinesischen Regierung Technologie, die zur Massenüberwachung im eigenen Land eingesetzt wird, darunter auch Technologie zur Gesichtserkennung. Den Dokumenten nach entwickelt Huawei Überwachungstechnologien, die in chinesischen Gefängnissen und Konzentrationslagern zum Einsatz kommen (Quelle). Huawei war Mitentwickler einer Software, die Uiguren über Gesichtserkennung erkennen soll.

Laut einem geheimen Bericht aus dem Jahr 2010, der erst 2021 öffentlich bekannt wurde, hatte Huawei in der Vergangenheit freien Zugang zum Mobilfunknetz des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN, ein Kunde von Huawei, gehabt und hätte alle Gespräche belauschen können. Dazu gehörten auch die Telefone des damaligen Premierministers Jan Peter Balkenende, verschiedener Minister und chinesischer Dissidenten. Huawei wusste auch, welche Nummern von Polizei und Geheimdiensten abgehört wurden. Der niederländische Geheimdienst hatte KPN mehrfach vor der Spionagegefahr durch Huawei gewarnt. (Quelle) Dies geschah also noch Jahre bevor die USA eine Kampagne gegen Huawei starteten.

2019 schrieb das Wall Street Journal, dass Huawei die Regierungen von Uganda und Sambia in Afrika dabei unterstützt, Oppositionspolitiker auszuspionieren. Huawei hilft Uganda und weiteren afrikanischen Staaten Kameras mit Gesichtserkennung in den Städten zu installieren. Laut einer Analyse ist Huawei für bis zu 70 Prozent der bestehenden Telekommunikationsinfrastruktur in Afrika verantwortlich. Die Firma sei damit „der dominante Player beim Bau des digitalen Grundgerüsts auf dem Kontinent“. (Quelle: 1 und 2)

Einzelne Tablets von Huawei sollen angeblich Daten an chinesische Regierungsserver senden. Ein in Taiwan lebender kanadischer IT-Ingenieur sagte, dass sein Tablet von Huawei ihn über mehrere Apps, die sich nicht deaktivieren liessen, ausspioniert. Er sagte, dass die Daten nicht nur nach China gingen, sondern auch in die USA. Er vermutet daher, dass die US-Regierung und Huawei Informationen untereinander austauschen, damit sie die Daten auch mit US-amerikanischen Unternehmen wie Google und Facebook teilen können. (Quelle)

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Berenberg-Gossler Familie

Die deutsche Bankiersfamilie Berenberg-Gossler ist seit über 350 Jahren im Finanzwesen aktiv. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie in den deutschen Adel aufgenommen und heiratete in deutsche Adelsfamilien. Die Familie ist Hauptgesellschafter der Berenberg Bank, eine der führenden europäischen Privatbanken. Die Berenberg Bank gilt als die älteste Familienbank der Welt. 1590 als Handelshaus gegründet, wurde sie erst ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Finanzwesen aktiv, ist aber damit dennoch die älteste deutsche Bank und die älteste Familienbank der Welt.

Der Niederländer Hans Berenberg emigrierte in die deutsche Stadt Hamburg und gründete dort 1590 ein Handelshaus, aus dem später die Berenberg Bank hervorging. Hans Berenberg hatte geschäftlichen Kontakt zu Engländern. Die folgenden Generationen der Familie fanden Anschluss an die Elite der Stadt Hamburg und besetzten dort Ämter. Sie knüpften Kontakte zu Geschäftsleuten aus anderen Ländern und wurden im internationalen Handel und der Schifffahrt aktiv.

Anfang des 17. Jahrhunderts waren von den 42 umsatzstärksten Unternehmen in Hamburg 32 niederländischen Ursprungs. Die Berenberg Familie stand an fünfzehnter Stelle. (Quelle: Seite 4)

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts konzentrierte sich das Familienunternehmen auf Finanzgeschäfte und wurde zu einer Bank. Johann Hinrich Gossler (1738-1790) wurde Mitinhaber der Berenberg Bank und heiratete die letzte Erbin der Berenberg Familie. Die Bank wird bis heute von ihren Nachkommen kontrolliert.

Berenberg-Gossler im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert war die Berenberg Bank eine der reichsten deutschen Banken (Quelle).

Wilhelm Gossler (1811-1895) war fast 30 Jahre lang im Aufsichtsrat der Norddeutschen Bank, die damals die führende Hamburger Bank war (Quelle: Seite 144). Er heiratete in die Hamburger Bankiersfamilie Donner, die bis heute aktiv ist. Der Cousin seiner Frau, Bernhard Donner, heiratete eine Tochter von Johann Heinrich Schröder. (Quelle) Dieser war der Stammvater der Hamburger Bankiersfamilie Schröder. Ein Familienzweig der Schröders ist seit 200 Jahren eine der führenden Familien im britischen Finanzwesen. Nach Angaben von Geni.com war Mary Hertz (1866-1934) aus Hamburg eine Enkelin von Wilhelm Gossler. Mary Hertz heiratete in die deutsch-jüdische Warburg Familie, die bis heute eine der führenden Hamburger Bankiersfamilien ist. Im 20. Jahrhundert spielten die Warburgs auch eine führende Rolle im britischen und US-amerikanischen Finanzwesen.

Erdwin Amsinck (1826-1897) kam mütterlicherseits aus der Gossler Familie. Väterlicherseits kam er aus der Amsinck Familie, die im 19. Jahrhundert zur Elite Hamburgs gehörte und im internationalen Handel aktiv war. Sie stammt wie die Berenberg Familie von protestantischen Glaubensflüchtlingen ab, die im 16. Jahrhundert die Niederlande verlassen mussten und dann nach Hamburg emigrierten. Erdwin Amsinck war 1870 Mitgründer der Commerzbank. Sie entwickelte sich schnell zu einer der führenden Grossbanken Deutschlands und ist bis heute eine der grössten deutschen Banken. Zu den Gründern der Commerzbank gehörten die bereits erwähnten Hamburger Bankiersfamilien Donner und Warburg sowie die damals führenden deutsch-jüdischen Bankiersfamilien Goldschmidt und Mendelssohn. (Quelle)

1856 gründete die Berenberg Bank zusammen mit anderen Hamburger Banken die Vereinsbank Hamburg. Sie war ein Vorläufer der heutigen Hypovereinsbank (Unicredit Bank), die derzeit eine der grössten deutschen Banken ist. Neben den verwandten christlichen Familien Berenberg-Gossler, Schröder und Amsinck waren auch die jüdischen Banken „Haller, Söhle & Co.“ und „Hesse Newman“ Mitgründer der Vereinsbank Hamburg. (Quelle) Letztere gehörte auch zu den Gründern der Commerzbank.

Mitte des 19. Jahrhunderts war die Berenberg Bank Mitgründer der HAPAG und der Norddeutschen Lloyd. (Quelle) Diese waren zwei führende deutsche Reedereien und fusionierten 1970 zur heutigen Hapag-Lloyd, eines der grössten Schifffahrtsunternehmen der Welt. Die derzeitigen Hauptaktionäre der Hapag-Lloyd wären folgende: die chilenische Milliardärsfamilie Luksic und die deutsche Milliardärsfamilie Kühne mit je 30 Prozent, die Stadt Hamburg mit knapp 14 Prozent, die katarische Königsfamilie mit 12,3 Prozent und die saudische Königsfamilie mit 10,2 Prozent (Stand: 30. Juni 2022).

Die Berenberg Bank war an der Gründung von wichtigen Banken im Ausland beteiligt:

  • 1865 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der „Hongkong and Shanghai Banking Corporation“ (HSBC). Die britische Bank wurde in der britischen Kolonie Hongkong gegründet. Sie finanzierte den britisch-ostasiatischen Handel und wurde zum wichtigsten Finanzier des Opiumhandels. Heute ist die HSBC die grösste europäische Bank. 2020 war sie die sechstgrösste Bank der Welt. Auch die Hamburger Bankiersfamilie Donner war Mitgründer der HSBC. Die HSBC war in ihrer Anfangszeit mit den Familien Keswick (Schottland), Sassoon (Indien) und Forbes (USA) verbunden, die führend im ostasiatischen Handel waren. 2021 gingen die Berenberg Bank und die HSBC eine strategische Kooperation ein.
  • 1871 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der „Den Danske Landmandsbank“, eine dänische Bank. Sie trägt heute den Namen Danske Bank und ist eine der grössten Banken der skandinavischen Länder. Seit 1928 wird die Bank von der führenden dänischen Unternehmerfamilie Møller kontrolliert.
  • 1871 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der Svenska Handelsbanken, eine schwedische Bank. Heute ist sie eine der grössten skandinavischen Banken.
  • 1855 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der Bergens Privatbank. Die norwegische Bank war ein Vorläufer des heutigen Finanzkonzerns DNB, einer der führenden Finanzkonzerne der skandinavischen Länder.

(Quelle)

Johann Heinrich Burchard (1852-1912), der mütterlicherseits aus der Gossler Familie kam, war Bürgermeister von Hamburg und Mitinhaber der Berenberg Bank. Er hatte ein freundschaftliches Verhältnis zum deutschen Kaiser Wilhelm II.. (Quelle) Hermann Gossler (1802-1877) war ebenfalls Bürgermeister von Hamburg. Die Familie war noch mit weiteren Hamburger Bürgermeistern verwandt und verschwägert.

Johann Gossler (1839-1913) wurde zum Freiherrn geadelt und änderte seinen Namen in Johann von Berenberg-Gossler. Er heiratete in die bereits erwähnte Hamburger Bankiersfamilie Donner. Nach Angaben von Geni.com heiratete ihre Tochter in den Hamburger Familienzweig der deutschen Grossfamilie Merck (sind heute Milliardäre). Die Mercks waren damals ebenfalls eine der führenden Familien der Stadt Hamburg.

Henriette Seyler, die mütterlicherseits aus der Gossler Familie kam, heiratete Benjamin Wegner (1795-1864). Dieser war damals einer der führenden Unternehmer in Norwegen. Er war in Deutschland geboren und hatte Kontakte nach Hamburg. Seine Nachkommen, die auch Blut der Gosslers in sich haben, gehörten zur norwegischen Elite.

Im Wikipedia-Eintrag zur Gossler Familie steht derzeit, dass die Gosslers Nachkommen der Welser Familie sind, wofür ich aber keine Quellen fand. Die Welser Familie galt im 16. Jahrhundert als die reichste und mächtigste Bankiersfamilie neben der Fugger Familie. Zu ihren Kunden gehörten Königsfamilien und sie wurde in den Adel aufgenommen. Die Welser waren auch im internationalen Handel tätig. Die Familie besteht bis heute.

Nach Angaben von mehreren Genealogie-Internetseiten heiratete Herbert von Berenberg-Gossler (1883-1918) in die deutsche Adelsfamilie Mallinckrodt.

Berenberg-Gossler im 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte die Berenberg-Gossler Familie zu den reichsten Deutschen (Quelle).

John von Berenberg-Gossler (1866-1943) war Senator in Hamburg und deutscher Botschafter in Rom. Er war im Vorstand des Hamburger Nationalklubs, in dem Personen aus der Elite Hamburgs zusammenkammen. Die Klubmitglieder hatten scheinbar eine nationalistische Gesinnung und wollten die demokratische Weimarer Republik bekämpfen. 1926 hatte Adolf Hitler eine Rede im Klub halten dürfen, also sieben Jahre vor seiner Machtübernahme und der Abschaffung der Demokratie in Deutschland. Nach der Machtübernahme verschlechterte sich das Verhältnis zwischen dem Hamburger Nationalklub und dem Naziregime. Der Klub war 1919 gegründet worden und wurde Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 aufgelöst. (Quelle) John von Berenberg-Gossler arbeitete für die Familienbank und war in verschiedenen Aufsichtsräten. Er war über 30 Jahre im Aufsichtsrat der Dresdner Bank, von 1933 bis 1943 als stellvertretender Vorsitzender, also während des Naziregimes (Quelle: Seite 138). In dieser Zeit stand die Dresdner Bank im Dienste der Nazis und versorgte diese mit Krediten (Quelle). Sie gilt als die deutsche Grossbank, die am engsten mit dem Naziregime verbunden war. Sie war an der Enteigung der Juden und am Goldraub der Nazis beteiligt (Quelle). Die Dresdner Bank war 1872 von der geadelten deutsch-jüdischen Kaskel Familie gegründet worden. 2009 fusionierte die Dresdner Bank mit der Commerzbank.

Cornelius von Berenberg-Gossler (1874-1953), Inhaber der Berenberg Bank, kannte Lord Revelstoke aus der damals führenden britischen Bankiersfamilie Baring (Quelle). Seit dem frühen 19. Jahrhundert unterhielt die Familie Berenberg-Gossler enge Beziehungen zur Baring Familie (Quelle: Seite 108). Der Stammvater der britisch-adligen Bankiersfamilie Baring war ein deutscher Einwanderer. Cornelius von Berenberg-Gossler war in die NSDAP eingetreten, weil er fürchtete, es würde eine Bolschewisierung Deutschlands geben. 1934 trat er aber wieder aus, weil er den radikalen Antisemitismus der Nazis verurteilte. Er war mit sehr vielen jüdischen Familien befreundet, darunter mit den Warburgs. Dank ihm wurde Fritz Warburg freigelassen, der von den Nazis festgenommen und eingesperrt worden war. Cornelius Enkel Dieter von Specht leitete die Geschäfte des führenden Tabakkonzerns British American Tobacco in Deutschland. (Quelle: 1 und 2)

Der Adlige Peter Freiherr von Kap-herr war von 1976 bis 1999 Gesellschafter der Berenberg Bank (Quelle: Seite 15).

Berenberg-Gossler in den letzten 20 Jahren

Das heutige Vermögen der Familie wird auf 350 Millionen Euro geschätzt (Quelle).

Jennifer Gräfin von Bernstorff kommt mütterlicherseits aus der Berenberg-Gossler Familie und väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Bernstorff. (Quelle) Sie arbeitete für die Berenberg Bank und für die Dresdner Bank (Quelle). Sie kennt Johann Christian von Donner aus der bereits erwähnten Hamburger Bankiersfamilie Donner und ein Mitglied der deutschen Adelsfamilie Bismarck (Foto).

Heute ist die Berenberg Bank noch immer eine der führenden europäischen Privatbanken und konzentriert sich auf Vermögensverwaltung für wohlhabende Kunden. Als Kunde braucht man für gewöhnlich ein Vermögen von mindestens einer Million Euro. Ende 2021 verwaltete die Berenberg Bank ein Vermögen von 44,8 Milliarden Euro, also etwa 50 Milliarden US-Dollar. Sie hat eine starke Präsenz an den internationalen Finanzplätzen Frankfurt, London und New York.

Die Familie Berenberg-Gossler besitzt knapp 31 Prozent der Stimmrechte und ist damit noch immer der Hauptinhaber der Berenberg Bank. 14,25 Prozent gehören dem derzeitigen Erbprinzen der schwäbischen Uradelsfamilie Fürstenberg. Weitere 14,25 Prozent gehören Jan Philipp Reemtsma aus der Reemtsma Familie (gründete das Tabakunternehmen Reemtsma). Hans-Walter Peters, ehemaliger Präsident des „Bundesverbands deutscher Banken“, besitzt 21,41 Prozent. (Stand: April 2021)

Seit 2018 änderte die Berenberg Bank in der Schweiz ihren Namen zu Bergos Berenberg. Seither besitzt die Berenberg Bank nur noch knapp 20 Prozent von Bergos Berenberg. Zu den neuen Mitbesitzern gehören der Schweizer Milliardär Michael Pieper sowie ein Mitglied der Schweizer Milliardärsfamilie Keller und ein Mitglied der deutschen Milliardärsfamilie Jacobs. Die Kundschaft von Bergos Berenberg besteht aus wohlhabenden Unternehmern und Familien. Die Schweiz gilt als eine der gefragtesten Steueroasen und als einer der wichtigsten Schattenfinanzplätze der Welt.

Die Berenberg Bank verwaltete Schwarzgeldkonten in der Schweiz. Journalisten von deutschen Leitmedien warfen der Berenberg Bank vor, mit Kunden zusammengearbeitet zu haben, die in Drogenkriminalität, Geldwäsche, Betrug, Terrorunterstützung und illegalen Waffenhandel verwickelt seien. (Quelle: 1, 2, 3) Bereits zuvor hatten zwei Mitarbeiterinnen der Compliance-Abteilung der Bank die kriminellen Verbindungen der deutschen Justiz gemeldet. Die Mitarbeiterinnen wurden darauf von der Bank fristlos gekündigt und erhielten Hausverbot. (Quelle) Durch die Panama-Papers wurde bekannt, dass die Berenberg Bank eng mit Mossack Fonseca verbunden war. Mossack Fonseca war ein führender Dienstleister für Briefkastenfirmen. In einer Mail von Mossack Fonseca heisst es, Berenberg sei eine „deutsche Traditionsbank mit exzellentem Ruf. Wir haben sehr gute Beziehungen mit dieser Bank und der Kundenservice ist erstklassig, daher empfehlen wir unseren Kunden diese Bank ausdrücklich“ (Quelle).

Die Berenberg Bank war von 2008 bis 2013 einer der wichtigsten Spender der Partei CDU und spendete ihr jährlich 100 000 Euro (Quelle).

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz war Bürgermeister der Stadt Hamburg. Dadurch traf er Vertreter der Hamburger Banken Berenberg und Warburg (Quelle). 2017, also während Scholzs Amtszeit als Bürgermeister, spendete die Berenberg Bank 50 000 Euro an seine Partei, die SPD, die 2017 auch Spenden aus dem Umfeld der Warburg-Gruppe erhielt. In den Jahren zuvor war die Warburg Bank in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt gewesen (Quelle). Man wirft Olaf Scholz vor, er habe Einfluss darauf gehabt, als die Hamburger Steuerverwaltung sich dafür entschied, dass die Warburg Bank die zu Unrecht erstatteten Steuergelder nicht zurückzahlen musste. Die Warburg Bank pflegt seit Jahrzehnten enge Beziehungen zur Hamburger SPD (Quelle). 

Shaida von Berenberg-Schirmer arbeitete für die Berenberg Bank. Derzeit arbeitet sie in der Vermögensverwaltung der führenden französischen Grossbank BNP Paribas.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Pritzker Familie

Die amerikanisch-jüdische Unternehmerfamilie Pritzker aus Chicago gilt als eine der reichsten Familien der USA. 2021 wurde ihr Familienvermögen auf 35,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Derzeit sind elf Familienmitglieder Milliardäre.

Die Familie ist seit den 30erjahren in der Immobilienwirtschaft aktiv. Sie besitzt zurzeit mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Hyatt Hotels Corporation, eines der grössten Hotelunternehmen der Welt. Das Unternehmen wurde von der Pritzker Familie aufgebaut, die noch immer den Vorstand führt. Von 2007 bis 2014 war Gregory Penner im Vorstand der Hyatt Hotels Corporation. Gregory Penner heiratete in die Walton Familie, die als die reichste Familie der USA gilt.

Die Pritzker Familie gründete auch die Marmon Group, ein kleinerer Mischkonzern. Die Marmon Group gehört inzwischen zu Berkshire Hathaway, eines der grössten Unternehmen der Welt. Die Pritzker Familie kontrollierte eine Zeit lang die führende Wirtschaftsauskunftei TransUnion. Die Familie war zeitweise Hauptaktionär der Fluggesellschaft Braniff und der Kreuzfahrtsgesellschaft Royal Caribbean. Die Familie war Miteigentümer der Superior Bank of Chicago, die 2001 zusammenbrach. Sie kontrollierten früher noch viele weitere kleinere Unternehmen.

Der Autor Gus Russo behauptet in seinem Buch, dass die Pritzker Familie beim Aufbau ihres Hotelunternehmens mit der jüdischen Mafia aus Chicago zusammenarbeitete und von diesen Verbindungen profitierte. Die jüdischen Mafiosi steckten ihr Geld in Immobilien- und Dienstleistungsbranchen mit frei fliessendem Bargeld, wie Banken, Unterhaltungsstätten und Hotels. Um dies zu ermöglichen, warben die Mafiosi Unternehmer aus der jüdischen High Society in Chicago an, darunter angeblich die Pritzker Familie. (Quelle)

Der Milliardär JB Pritzker (*1965) ist seit 2019 Gouverneur des US-Bundesstaates Illinois. Er ist Mitglied der Demokratischen Partei und unterstützte den Wahlkampf von Hillary Clinton und Barack Obama.

Die Milliardärin Penny Pritzker (*1959) ist mit Barack Obama befreundet und kennt seine Familie bereits seit den 90erjahren (Quelle). Zusammen mit weiteren Prominenten aus der jüdischen Gemeinde Chicagos (darunter James Crown) unterstützte sie Obamas Wahlkampf (Quelle). Sie war von 2013 bis 2017 US-Handelsministerin unter Obama. Sie ist derzeit im Vorstand des führenden Technologiekonzerns Microsoft, der von Bill Gates gegründet und aufgebaut wurde. Penny Pritzker ist Mitglied des Aspen Institute und des Council on Foreign Relations, zwei der einflussreichsten Denkfabriken der Welt. Penny Pritzker ist derzeit Vorsitzende des Kuratoriums der „Carnegie Endowment for International Peace“, die schon seit über 100 Jahren eine der führenden Denkfabriken ist. Zum Kuratorium der Denkfabrik gehören derzeit Mitglieder der indischen Milliardärsfamilien Tata und Birla sowie ein Mitglied der südafrikanischen Milliardärsfamilie Oppenheimer. (Stand: 27.4.2022) Bis vor kurzem war noch Seid al-Hussein aus der jordanischen Königsfamilie im Kuratorium. Penny Pritzker kennt den US-amerikanischen Multimilliardär Michael Bloomberg (Foto). Sie war auf einer Feier, bei der Warren Buffett (Multimilliardär) und Lloyd Blankfein (CEO von Goldman Sachs) dabei waren (Quelle).

Der Milliardär Thomas Pritzker (*1950) hatte persönlichen Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (Quelle: 1 und 2). Thomas Pritzker ist derzeit Vorsitzender des Kuratoriums der Denkfabrik „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS). Das CSIS gilt ebenfalls als eine der weltweit einflussreichsten Denkfabriken. Derzeit gehören zum Kuratorium des CSIS unter anderem Mitglieder der Milliardärsfamilien Crown, Bechtel, Hunt und Greenberg sowie der Hedgefonds-Milliardär Ray Dalio und der ehemalige Politiker Henry Kissinger. (Stand: 27.4.2022) Zu den Spendern des CSIS gehörten im Jahr 2020 neben Grossbanken und Grosskonzernen auch die Milliardäre Thomas Pritzker, Bill Gates, Charles KochMellon Scaife, Bechtel und Hunt.

Robert Pritzker (1926-2011) heiratete in dritter Ehe eine Tochter von Sao Kya Seng. Dieser war ein Herrscher aus einer myanmarischen Aristokratenfamilie.

Der Milliardär Anthony Pritzker (*1961) kennt Robert Soros, ein Sohn des berühmten Investors George Soros (Foto). Anthony Pritzker ist an Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX beteiligt (Quelle).

Der Milliardär Nicholas Pritzker (*1945) war einer der frühen Investoren und Vorstandsmitglied von Juul, der grösste Hersteller von E-Zigaretten in den USA.

Jay Pritzker (1922-1999) stiftete den Pritzker-Preis, eine weltweit renommierte Auszeichnung für Architektur. Der britische Baron Jacob Rothschild war Vorsitzender des Preises.

Mehrere Mitglieder der Pritzker Familie sind Treuhänder von grossen Kunstmuseen in den USA. Zu den Treuhändern gehören viele Milliardäre. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

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Haus Borghese und Aldobrandini

Die italienischen Adelsfamilien Borghese und Aldobrandini sind zwei der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie und gehören zum päpstlichen Adel. Die Aldobrandini Familie ist im 17. Jahrhundert im Mannesstamm ausgestorben, aber ein Familienzweig der Borghese Familie, der auch Blut der Aldobrandinis in sich trägt, benutzt bis heute den Familiennamen Aldobrandini.

1870 wurde der Vatikan von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Familien Borghese und Aldobrandini gehören zum Schwarzen Adel.

Borghese Familie

Die Borghese Familie besteht seit dem 13. Jahrhundert. Papst Paul V. (1552-1621) kam aus der Borghese Familie. Er verlieh seinem Neffen Marcantonio II. (1601-1658) den Adelstitel eines Fürsten. Der Fürstentitel ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann. Die Borghese Familie besitzt den Titel bis heute und gehört damit zum päpstlichen Adel. Die Familie besitzt inzwischen noch weitere Adelstitel. Im 17. und 18. Jahrhundert stellte die Familie mehrere Kardinäle. Vom 17. bis Ende des 19. Jahrhunderts galt sie als eine der reichsten Adelsfamilien in Rom.

Die Borghese Familie heiratete vom 17. bis 19. Jahrhundert in die päpstlichen Adelsfamilien Colonna, Orsini, Torlonia, Della Rovere, Odescalchi, Boncompagni und Ludovisi.

Camillo Borghese (1775-1832), der 6. Fürst von Sulmona, heiratete eine Schwester des französischen Kaisers Napoleon I..

Herzog Scipione Salviati Borghese (1823-1892) heiratete in den französischen Familienzweig der Adelsfamilie FitzJames. Diese ist eine katholische Nebenlinie der schottischen Königsfamilie Stuart.

Paolo Borghese (1844-1920), der 9. Fürst von Sulmona, heiratete in die ungarisch-österreichische Adelsfamilie Apponyi. Das bekannteste Familienmitglied wäre Geraldine von Apponyi (1915-2002), die in die albanische Königsfamilie heiratete und dadurch Königin von Albanien wurde.

Fürst Giangiacomo Borghese (1889-1954) arbeitete vor dem Ersten Weltkrieg für das britische Unternehmen Marconi in London. Nach dem Weltkrieg 1918 schloss er sich den italienischen Nationalisten an und wollte die Sozialisten bekämpfen. 1922 übernahm Benito Mussolini (Begründer des Faschismus) die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Mussolini errichtete in den folgenden Jahren eine faschistische Diktatur, die bis 1943 bestand. Giangiacomo Borghese wurde 1939 mit königlichem Dekret auf Vorschlag Mussolinis zum Gouverneur von Rom ernannt. Der vorherige Gouverneur kam aus der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. (Quelle: 1 und 2)

Junio ​​Valerio Borghese

Im Zweiten Weltkrieg verbündete sich Italien mit Nazideutschland. Junio ​​Valerio Borghese (1906-1974), der Sohn eines Fürsten, war während des Zweiten Weltkrieges beim italienischen Militär und hatte dort Kontakte zu Geheimdiensten. Er wurde verhaftet und beschuldigt, einen Staatsstreich gegen Mussolini geplant zu haben. (Quelle) Als die Alliierten Italien besetzten, knüpfte Junio ​​Valerio Borghese Kontakte zum US-amerikanischen Geheimdienst OSS (Vorläufer der CIA). Er hatte Kontakt zu James Jesus Angleton, der damals das OSS in Italien leitete. (Quelle) Angleton wurde später ein hochrangiger Geheimdienstler der CIA. Er war Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (die Borghese Familie gehört ebenfalls zum Malteserorden). Die CIA ist seit ihrer Gründung 1947 eng mit dem Vatikan und dem Malteserorden verbunden. (Quelle: 1 und 2)

Während des Weltkrieges war Junio ​​Valerio Borghese einer der führenden Köpfe der Decima Flottiglia MAS, eine Spezialeinheit der italienischen Marine. Sie wurde auch dazu genutzt, um Gegner der faschistischen Diktatur zu bekämpfen und beging dabei schwere Menschenrechtsverletzungen. Junio ​​Valerio Borghese musste nach dem Krieg vor Gericht, weil er mit der Wehrmacht von Nazideutschland kooperiert hatte. Er kam allerdings frei, vielleicht weil er sich bereit erklärt hatte, mit den US-Geheimdiensten zusammenzuarbeiten. In der Nachkriegszeit rekrutierte die CIA viele italienische Faschisten, darunter vermutlich auch Borghese (Quelle). In der Nachkriegszeit wurde er in faschistischen Kreisen in Italien aktiv, wo er grosses Ansehen genoss. 1968 rief er in einem Magazin dazu auf, mit einem leeren Stimmzettel zu stimmen, um das demokratische System vollständig abzulehnen. Das Magazin stand mit der rechtsextremen Terrororganisation Ordine Nuovo in Verbindung. (Quelle) Diese war für Anschäge in Italien verantwortlich und wurde mit der Freimaurerloge P2 und der Geheimorganisation Gladio, ein paramilitärisches Netzwerk, in Verbindung gebracht. Gladio wurde in der Nachkriegszeit vom italienischen Geheimdienst und der CIA aufgebaut.

Junio ​​Valerio Borghese gründete 1968 eine eigene rechtsextreme Bewegung, die den Kommunismus und das Parteiensystem bekämpfen wollte. 1971 wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen, weil er schon wieder einen Putsch geplant hatte. Der Putsch ist unter dem Namen Golpe Borghese bekannt. Junio ​​Valerio Borghese hatte den Putsch in der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember 1970 gestartet und ihn dann aus unbekannten Gründen innerhalb weniger Stunden gestoppt. (Quelle) Die Putschisten bestanden aus etwa 200 bis 300 Personen, die eine rechte und antikommunistische Gesinnung hatten. Es waren auch Soldaten, Carabinieri und Polizisten daran beteiligt (in vielen Ländern gibt es rechtsextreme Strukturen bei Polizei und Militär). Bis zu 20 000 Personen sollen in den Putschversuch eingeweiht gewesen sein und hätten nach Abschaffung der Demokratie die wichtigen Positionen in der Diktatur besetzt. Nach dem abgebrochenen Putsch flüchtete Junio ​​Valerio Borghese nach Spanien und erhielt dort Schutz vom faschistischen Diktator Franco. Die genauen Hintergründe des Putschversuches konnten nie geklärt werden. Daher kam es zu vielen Verschwörungstheorien und Spekulationen, die aber teils nicht unwahrscheinlich sind. Verbindungen gab es zu Freimaurern, Mafia, italienischen Geheimdiensten, CIA, NATO und vermutlich auch Gladio. Weitere Verbindungen gab es zum päpstlichen Adel, zur italienischen Wirtschaftselite und womöglich auch zu den rechtsextremen Diktaturen in Griechenland, Spanien und Portugal. Mehrere Zeugen sagten aus, dass Junio ​​Valerio Borghese Kontakte zu mehreren wichtigen italienischen Mafiaorganisationen knüpfte und sie darum bat, seinen Putsch zu unterstützen. Er soll dafür sogar ein Gipfeltreffen der italienischen Mafia besucht haben. (Quellen: 1, 2, 3, 4, 5, 6) Die Ndrangheta, die als die mächtigste italienische Mafia gilt, unterstütze faschistische Terroristen in Italien (Quelle</