Arnault Familie

Die französische Arnault Familie ist mit ihrem derzeitigen Vermögen von 120 Milliarden US-Dollar eine der reichsten Familien der Welt. Bernard Arnault (*1949) ist Vorsitzender von LVMH, dem weltweit führenden Luxusgüterkonzern. LVMH gehört zu den grössten Unternehmen Frankreichs. Zwei seiner Kinder sind ebenfalls in der Konzernführung vertreten. 2019 hielt die Familie 40,8% der Anteile am Unternehmen.

Neben Modemarken, Schmuck und Uhren besitzt LVMH auch Spirituosen wie den Belvedere Wodka, den Hennessy Cocnag, den Dom Pérignon Champagner und noch weitere. Die Alkoholindustrie macht ein Grossteil ihres Geldes mit Süchtigen.

LVMH ist auch in der Medienindustrie tätig. Der Konzern besitzt Le Parisien, die grösste Tageszeitung Frankreichs. Auch die viel gelesene Wirtschaftszeitung Les Échos gehört zum Konzern. LVMH besitzt auch die etwas kleinere Wochenzeitung Investir, die sich auf Wirtschaft und Aktienmärkte konzentriert.

Die Arnault Familie hält Anteile an den französischen Grosskonzernen Carrefour (5,43%) und Hermès (1,87%). Über Investmentfonds investiert die Familie zudem in Start-up-Unternehmen. 1999 investierte Bernard Arnault 30 Millionen US-Dollar in Netflix, das damals noch ein kleines, unbekanntes Unternehmen war (Quelle).

Freunde und Bekannte der Familie Arnault

Delphine Arnault (*1975) ist Bernards Tochter und eine der reichsten Frauen Frankreichs. Sie hat persönlichen Kontakt zu Brigitte Macron, der Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Brigitte Macron ist Lehrerin und unterrichtete Frédéric und Jean Arnault, beides Söhne von Bernard Arnault. (Quelle)

Die Arnault Familie kennen die Politikerin Bernadette Chirac, die von 2010 bis 2019 in der Führung von LVMH vertreten war. Sie ist die Witwe des verstorbenen Jacques Chiracs, der von 1995 bis 2007 Präsident von Frankreich war. Bernadette besuchte 2005 die Hochzeit von Delphine Arnault. Der spätere Präsident Nicolas Sarkozy war ebenfalls auf der Hochzeit (Quelle).

Langjähriges Mitglied der LVMH-Führung ist Nicolas Bazire. Er besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Er war geschäftsführender Gesellschafter der „Rothschild et Cie Banque“, einer französischen Bank der Rothschild Familie (Quelle). Er war 2008 Trauzeuge bei der dritten Heirat des französischen Präsidenten Sarkozy (Quelle). Bernard Arnault war 1996 bei Sarkozys zweiter Heirat Trauzeuge (Quelle). Bernard kannte somit Sarkozy schon mindestens 11 Jahre bevor dieser Präsident wurde.

Zum Aufsichtsrat von LVMH gehört die Kanadierin Marie-Josée Kravis, die derzeit auch Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen ist (Quelle). Ihr Mann Henry Kravis besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen (Quelle). Er ist Gründer und Vorsitzender von KKR, einer grossen US-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft.

Bernard Arnault war 35 Jahre lang mit dem verstorbenen Albert Frère befreundet (Quelle). Der Milliardär Albert Frère gehörte zu den wichtigsten Akteuren der belgischen Elite.

Bernard Arnaults Exfrau und Mutter der Kinder war (oder ist) mit Patrice de Maistre verheiratet. Mütterlicherseits kommt Patrice aus der Japy Familie, einer französische Industriellenfamilie des 19. Jahrhunderts. Patrice war der Vermögensverwalter der verstorbenen Liliane Bettencourt, die zu Lebzeiten als die reichste Frau der Welt galt.

Die Lazard Bank war als Finanzier und Berater am Aufbau von LVMH beteiligt (Quelle). Lazard ist eine US-amerikanische Bank, die aber traditionell mit der französischen Elite verbunden ist. Sie wurde von den Familien Lazard und Weill gegründet, die in Frankreich sesshaft sind und in viele Familien der französischen Elite heirateten. Der Lazard-Bankier Antoine Bernheim war auch am Aufbau des LVMH-Konzerns beteiligt. Er kannte Bernard Arnault auch persönlich (Quelle). Bernheim unterstütze auch den Aufbau des Konzerns der Milliardärsfamilie Bolloré.

Bernard Arnault ist mit der Lagardère Familie verbunden, die einen der grössten französischen Medienkonzerne kontrolliert (Quelle).

Hubert Védrine war im Vorstand von LVMH (Quelle). Der französische Politiker war zwischen 1997 und 2002 Aussenminister. In dieser Zeit fand der Völkermord in Ruanda statt. Auszug aus Wikipedia: Im Verlauf und im Nachgang der Ereignisse wurden die Vereinten Nationen (UN) und Staaten wie die USA, Großbritannien und Belgien wegen ihrer Untätigkeit kritisiert. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, aus welchen Gründen eine frühzeitige humanitäre Intervention nicht erfolgte, beziehungsweise warum die vor Ort stationierten Friedenstruppen der Vereinten Nationen, die United Nations Assistance Mission for Rwanda (UNAMIR), bei Ausbruch der Gewalt nicht gestärkt, sondern verkleinert wurden. Gegen Frankreich wurde überdies der Vorwurf erhoben, sich an den Verbrechen beteiligt zu haben.

Hubert Védrine war in dieser Zeit wie gesagt Aussenminister Frankreichs. Monate nachdem der Völkermord begann, bekamen einzelne französische Soldaten den Auftrag, diejenigen zu bewaffnen, die gerade einen Völkermord begingen. Hubert Védrine wusste von dem Befehl und bestätigte ihn schriftlich (Quelle).

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Forbes Clan

Der schottische Clan Forbes ist über 700 Jahre alt. Die Clan-Chefs sind die Lords von Forbes. Teile des Clans gehören zum britischen Adel. Mehrere Familienzweige emigrierten in die USA und vollbrachten dort politische und wirtschaftliche Leistungen.

Der Forbes Clan in den USA

John Forbes (1608-1661) kannte die Pilgerväter der USA und reiste nach ihnen ebenfalls in die Plymouth Colony. Mehr dazu auf der Website des Clans.

Der Familienzweig von Bertie Forbes

Bertie Charles Forbes (1880-1954) war der Gründer des berühmten Wirtschaftsmagazins Forbes. Er und seine Familie stammen definitiv aus dem Forbes Clan (Quelle), auch wenn es nicht auf Wikipedia steht. Er emigrierte von Schottland in die USA. Dort arbeitete er zunächst für das Zeitungsunternehmen der Hearst Familie, die bis heute zu den reichsten Medienunternehmer der USA gehört. 1917 gründete Bertie das Forbes-Magazin und war noch bis zu seinem Tod Chefredakteur. Seither führen seine Nachkommen das Magazin und besitzen es bis heute.

Sein Sohn Macolm (1919-1990) sowie dessen Söhne Christopher (*1951) und Steve (*1947) waren Mitglieder der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitenetzwerk das von der britischen Königsfamilie geführt wird. Christopher gehörte zum Exekutivkomitee der Gesellschaft. Es waren noch ein paar Briten mit Familiennamen Forbes Mitglied, bei denen aber unklar ist, ob sie aus dem Clan stammen (Quelle).

Steve Forbes (*1947) kandidierte auch bei den US-Präsidentschaftswahlen. Sein Vermögen wurde 2017 auf 430 Millionen US-Dollar geschätzt. Er heiratete eine Frau mit Familiennamen Beekman. Sie könnte also aus der niederländischen Kolonialfamilie Beekman stammen, die seit dem 17. Jahrhundert zur US-Elite gehört. Der Mann seiner Schwester trägt den Familiennamen Hamilton und könnte daher aus dem schottischen Hamilton Clan stammen.

Der Familienzweig von John Forbes

Der Schotte John Forbes (1740-1783) emigrierte in die USA und war der Begründer einer einflussreichen Familiendynastie. Zu seinen Vorfahren gehörten auch die Clans Fraser, Douglas, Gordon, Ogilvy, Hay und Stewart. In den USA heiratete er in einen Familienzweig des Murray Clans, der dort sesshaft geworden war. Seine Enkel und deren Nachkommen gehörten zu den mächtigsten Männern des Landes. Auch der bekannte US-Politiker John Kerry kommt mütterlicherseits aus dieser Familie.

Forbes und die Eisenbahn

Der Enkel John Murray Forbes (1813-1898) gehörte zu den wichtigsten Eisenbahnunternehmern der USA. In der Zeit der Industrialisierung der USA (1850-1890) waren die führenden Eisenbahnunternehmer die reichsten Männer des Landes. Die wichtigsten waren Vanderbilt, Harriman, Gould und eben Forbes.

John Murray Forbes war auch in der Politik und war eng mit US-Präsident Abraham Lincoln verbunden.

Forbes und das Telefon

Johns Sohn William Hathaway Forbes (1840-1897) investierte in die Bell Telephone Company, welche die erste Telefongesellschaft der Welt war und 1877 gegründet wurde. Von 1879 bis 1887 war er Präsident des Unternehmens. Er kannte Gardiner Greene Hubbard, der die Bell Telephone Company gründete. Hubbard kam aus einer wohlhabenden Familie aus Boston, die von Lion Gardiner (1599-1663) abstammt. Lion emigrierte von England nach Nordamerika und gründete dort die erste britische Siedlung in New York. Von seinen Nachkommen waren viele Teil der US-Elite.

Hubbard war zudem der Schwiegervater von Alexander Graham Bell, der berühmt dafür wurde, dass er das Telefon auf den Markt brachte. Unterstützt wurde er dabei von der Bell Telephone Company, die wie gesagt von seinem Schwiegervater und William Hathaway Forbes kontrolliert wurde.

Der Telefon-Pionier Alexander Graham Bell war ebenfalls aus Schottland eingewandert. Der Familiennamen Bell ist der Namen eines schottischen Clans. Sein Zweitname Graham und der Zweitname seines Vaters (Melville) sind ebenfalls Namen schottischer Clans. Zum familiären Umfeld der letzten paar Generationen seiner Familie aus Schottland gehörten Personen mit Familiennamen Duncan, Colville, Mcalpine, McEwen und Hay. Dies sind auch Namen schottischer Clans. Alexander Bells Familie war somit höchstwahrscheinlich mit den Clans verbunden.

Aus der Bell Telephone Company entwickelte sich die heutige AT&T, die immer noch der grösste Telekommunikationskonzern der Welt ist. AT&T gehört zudem zu den weltweit grössten Unternehmen.

Forbes und das Opium

Robert Forbes (1804-1889) reiste nach China und stieg dort in den Opiumhandel ein. Er arbeitete für das Handelshaus Russell & Co., das damals zu den grössten Unternehmen Asiens gehörte und zudem einer der grössten Opiumhändler war. Er besuchte China mehrmals und wurde amerikanischer Vizekonsul in Kanton (Guangzhou) in China. Francis Forbes (1839-1908) kam ebenfalls nach China und arbeitete ebenfalls für Russell & Co.. Er war Botaniker in der chinesischen Saatgut-Produktion.

William Forbes (1837-1896) zog nach Hongkong und gehörte dort zur Führung von Russell & Co. Er war zudem dreimal Vorsitzender der britischen Bank HSBC, die damals den Opiumhandel finanzierte. Heute ist die HSBC eine der grössten Banken der Welt. William Forbes heiratete die Tochter von Warren Delano Jr., der auch zur Führung von Russell & Co. gehörte. Williams Schwägerin aus der Delano Familie war die Mutter von US-Präsident Franklin D. Roosevelt, der ein Patenkind von William Forbes war. Williams Schwiegeronkel aus der Delano Familie heiratete in die Astor Familie.

Henry De Courcy Forbes (1849-1920) arbeitete ebenfalls für Russell & Co. Er gehörte zu den „The Four Hundred„, der New Yorker Elite während des Goldenen Zeitalters (1870-1900). Die Astor Familie waren oft die Gastgeber. Zu den Gästen gehörten auch Vanderbilt, Livingston, Van Rensselaer und Barclay.

Skull & Bones

Das Handelshaus Russell & Co. wurde von Samuel Russell gegründet, der die Forbes Familie über das Unternehmen kannte. Samuels Cousin William Huntington Russell (stammte väterlicherseits aus dem Russell Clan und mütterlicherseits aus dem Huntington Clan) war Mitgründer von Skull & Bones. Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität rekrutiert Studenten für die US-Elite. Skull and Bones ist Gegenstand verschiedener Verschwörungstheorien.

Der bekannte US-Politiker John Kerry (*1943) kommt mütterlicherseits aus der Forbes Familie. 2004 wurde sein Vermögen auf 525 Millionen US-Dollar geschätzt. Er war Mitglied bei Skull & Bones. 2004 war er Hauptkandidat der Demokraten bei der US-Wahl, bei der er gegen George W. Bush antrat, der die Wahl gewann. Bush war ebenfalls Mitglied bei Skull & Bones. Unter den Mitgliedern waren auch bekannte Namen wie Rockefeller, Harriman und Vanderbilt. (Quelle)

Forbes in den letzten 100 Jahren

Der Kunsthistoriker Edward Forbes (1873-1969) leitete ein Museum zusammen mit dem Bankier Paul Sachs. Dessen Vater Samuel Sachs war Mitgründer der US-Bank Goldman Sachs, die schon seit über 100 Jahren zu den grössten Investmentbanken der Welt gehört.

Von 1898 bis 1942 standen die Philippinen unter der Kontrolle der USA und waren de facto eine amerikanische Kolonie. William Forbes (1870-1959) war von 1909 bis 1913 Generalgouverneur der Philippinen (das höchste Amt). Von 1930 bis 1932 war er Botschafter der Vereinigten Staaten in Japan.

Michael Paine (1928-2018) stammte über seine Grossmutter ebenfalls aus der Forbes Familie. Er war ein Bekannter von Lee Harvey Oswald, welcher den US-Präsidenten John Kennedy erschoss (so lautet zumindest die offizielle Version). Oswald war mit der Lee Familie verwandt (er war mit Robert Edward Lee verwandt Quelle). Die Kolonialfamilie Lee gehört seit mehr als 350 Jahren zur US-Elite. Drei Mitglieder der Lee Familie gehörten zu den Gründerväter der USA. Richard Henry Lee war der (inoffiziell) führende Kopf der Unabhängigkeitsbewegung (Lee-Resolution).

Der Franzose Brice Lalonde (*1946) kommt mütterlicherseits aus der Forbes Familie. Er gehörte zur Führung der Grünen in Frankreich und war Umweltminister.

Der Forbes Clan in Grossbritannien

Freimaurerei

James Forbes (1724-1804), der 16. Lord von Forbes und Clan-Chef, war Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von Schottland. (Quelle)

Die schottische Grossloge besteht seit 1736 und wurde seit Anbeginn von schottischen Clans geführt. Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Die ersten namentlich dokumentierten Freimaurer, die keine Steinmetze waren, kamen allesamt aus schottischen Clans. Seither nehmen die Clans traditionell eine führende Rolle in der Freimaurerei in Grossbritannien und seinen ehemaligen Kolonien ein (auch in den USA). Sie sind aber nicht die „Chefs“ der internationalen Freimaurerei, da diese keine Einheit ist, sonder sich mit der Zeit in verschiedene Zweige aufgeteilt hatte, die von verschieden (meist aristokratischen) Kreisen geführt werden.

Baron William Forbes (1739-1806) war ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer (Quelle). Er war zudem einer der wichtigsten Bankiers im Schottland des 18. Jahrhunderts. Er begann seine Karriere bei der schottischen Coutts Bank, die seit 1692 besteht und damit zu den ältesten Banken der Welt gehört. Später führte er eine eigene Bank, die 1843 mit weiteren schottischen Banken zur Union Bank Of Scotland fusionierte. Diese gehörte zu den führenden Banken Schottlands, bis sie 1955 mit der Bank of Scotland fusionierte, die seit 1695 besteht und damit zu den ältesten Banken der Welt gehört. Seit 2009 gehört sie zur Lloyds Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt.

Williams Familie war mit zahlreichen Clans verwandt. Er war zudem Mitglied der schottischen Freimaurerloge „Canongate Kilwinning Lodge, No 2.“ (Quelle). In dieser Loge waren sehr viele schottische Clans vertreten, unter anderem Hamilton, Hope, Fraser, Sutherland, Drummond, BarclayLivingstone und Russell. Die Loge wurde 1677 gegründet und gehört damit zu den ältesten Freimaurerlogen der Welt (Quelle). Der Forbes Clan war noch in weiteren schottischen Freimaurerlogen präsent. Auch heute noch sind Angehörige des Forbes Clans in der schottischen Freimaurer-Community vertreten zusammen mit anderen schottischen Clans (Quelle).

Britischer Adel

Die Grafen

Seit 1684 stellt ein Familienzweig irische Grafen, von denen mehrere in der irischen Politik waren.

Graf George Arthur Hastings Forbes (1833-1889) erhielt vom Papst den Gregoriusorden, den vierthöchsten Orden den der Papst verleihen kann. Graf George war von 1875 bis zu seinem Tod Präsident der britischen Vereinigung des Malteser-Ordens, ein Vatikan-Orden der seit dem 11. Jahrhundert besteht. Der Orden ist inzwischen ähnlich wie die Freimaurer als Wohltäter aktiv. Nach der Meinung von Verschwörungsteoretikern ist die Philanthropie nur eine Tarnung der Ordensführung und ein Mittel zum wohlhabende Personen anzuwerben (nur Wohlhabende können grössere Beträge für wohltätiges spenden).

Georges Sohn, Graf Bernard Forbes (1874-1948), wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Über seine Frau Beatrice war er mit hohen Tieren der US-Elite verbunden. Beatrices Vater und Grossvater waren die erfolgreichen Investoren Ogden und Darius Mills. Ihr Bruder Ogden L. Mills wurde Finanzminister der USA. Ihre Schwester heiratete den Sohn von Henry Phipps Jr., der zusammen mit Andrew Carnegie den grössten Stahlkonzern der USA kontrollierte. Beatrices Mutter kam aus der Livingston Familie, die zu den Gründerväter der USA gehörten. Sie stammen aus dem schottischen Livingstone Clan.

Der Sohn von Graf Bernard und Beatrice war Graf Arthur Forbes (1915-1992). Er war von 1972 bis 1990 Direktor von Texaco, der einer der grössten Ölkonzerne der USA war und seit 2001 zur Chevron Corporation gehört.

Bemerkenswerte Barone aus dem Forbes Clan

Baron William Forbes-Sempill (1893-1965) war ein Pilot des britischen Militärs. Er erhielt 1921 den Auftrag nach Japan zu gehen und dort die neusten britischen Flugzeuge vorzustellen. In den folgenden Jahren unterstütze er die japanische Marine beim Aufbau ihrer Luftwaffe. Mit der Zeit begann er militärische Geheimnisse an die Japaner zu verraten. Der britische Geheimdienst wusste davon, griff aber nicht ein. Später wurde William Berater bei Mitsubishi Heavy Industries, dem führenden Rüstungskonzern Japans, der von der Iwasaki Familie kontrolliert wurde. In den 1930er Jahren vertrat er japanische Unternehmen in Europa. 1941 nach dem Angriff auf Pearl Habor wurde seine Büro durchsucht. Man fand Beweise, dass er kurz vor dem Angriff geheimes Material nach Tokio weitergab. Auch hier wurde er nicht wegen Hochverrat angeklagt, aber er musste aus dem Militär austreten. (Quelle)

Der Schotte Alexander Forbes-Leith (1847-1925) war in der US-amerikanischen Stahlindustrie tätig. Das von ihm geführte Stahlunternehmen wurde 1901 Teil von US-Steel, der damals einer der grössten Stahlkonzerne der Welt war und der heute noch der zweitgrösste Stahlproduzent der USA ist. Zu den Gründern von US-Steel gehörte auch JP Morgan. Alexander Forbes-Leith wurde schliesslich Direktor von US-Steel. 1905 wurde er in Grossbritannien zum Baron geadelt.

Der britische Armeeoffizier Baron Hamish Forbes (1916-2007) arbeitete für „Shell-Mex and BP“, ein Unternehmenskooperation von BP und Shell, die beide zu den grössten Ölkonzernen der Welt gehören.

Weitere bemerkenswerte Personen

William Forbes von Callendar (1756-1823) aus dem schottischen Landadel war ein reicher Kupferbergbau-Unternehmer.

Der Neuseeländer George Forbes (1869-1947) war Premierminister von Neuseeland. Es ist unklar ob er aus dem Forbes Clan stammt, aber sein Schwiegersohn hatte den Familiennamen MacKenzie, den Namen eines schottischen Clans. George Forbes wurde zudem in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Im Privy Council sind traditionell schottische Clans vertreten.

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Bolloré Familie

Die Bolloré Familie gehört mit einem Vermögen von 5,1 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien Frankreichs. Die Familie kontrolliert den Mischkonzern Bolloré, der zu den grössten französischen Familienunternehmen gehört. Die Familie ist zudem mit dem französischen Medienkonzern Vivendi verbunden.

Vivendi

Vivendi ist der grösste Medienkonzern Frankreichs. Das Unternehmen besteht seit 1853, wurde aber erst in den 1980er Jahren in der Medien- und Telekommunikationsindustrie aktiv. Am Aufbau des Medienkonzerns war auch die US-Bank Lazard beteiligt (Quelle), die zu den grössten Investmentbanken der Welt gehört. Lazard ist eine amerikanische Bank, aber sie ist traditionell mit der französischen Elite verbunden. Die Bankengründer Lazard und Weill sind in Frankreich sesshaft.

Von 2015 bis 2018 war Vincent Bolloré (*1952) Vorsitzender von Vivendi. Derzeit ist sein Sohn Yannick Bolloré (*1980) Vorsitzender von Vivendi. Cyrille Bolloré (*1985) ist Mitglied des Aufsichtsrat. Auch Laurent Dassault ist derzeit im Aufsichtsrat von Vivendi (Quelle). Die Dassault Familie gehört zu den reichsten Familien Frankreichs und ist in der französischen Rüstungsindustrie tätig. 2019 hielt die Bolloré Familie 27,06% der Anteile an Vivendi (Quelle).

Zu Vivendi gehört Havas, eine der grössten Werbeagenturen der Welt. Deren Vorstand wird von der Bolloré Familie geführt. Havas entstand aus einer französischen Nachrichtenagentur, die 1835 gegründet wurde. Sie wurde vom französisch-jüdischen Publizist Charles-Louis Havas gegründet. Aus dieser entwickelte sich auch die heutige Agence France-Presse, eine der grössten Nachrichtenagenturen, die Medien auf der ganzen Welt mit den neusten Nachrichten versorgt. Zu den Mitarbeitern von Charles-Louis Havas gehörte auch der deutsch-jüdische Unternehmer Paul Reuter, der die Nachrichtenagentur Reuters gründete, die heute die grösste der Welt ist. Auch der deutsch-jüdische Journalist Bernhard Wolff arbeitete für Charles-Louis Havas. Wolff gründete 1849 die erste deutsche Nachrichtenagentur.

Bolloré-Konzern

2019 hielt die Familie 63,8% der Anteile am Mischkonzerns Bolloré, der auch von der Familie geführt wird. Der Konzern konzentriert sich auf Transport, Logistik und Kunststoff, aber auch weitere Bereiche. Der Konzern ist auch in Afrika aktiv. Dort soll er mehrfach gegen Gesetze und Moral verstossen haben:

  • Bolloré ist in der Landwirtschaft afrikanischer Länder tätig. Er soll in Kamerun und Liberia gegen diverse Gesetzte verstossen haben, darunter Kinderarbeit, Landraub, Verwendung von Karzinogenen und Verbot von Gewerkschaften (mehr dazu auf Wikipedia).
  • Dem Konzern wird vorgeworfen in Guinea und Togo hochrangige Politiker bestochen zu haben.
  • Ein Betrugsfall in Senegal.
  • Illegale Ausbeutung von natürlichen Ressourcen.
  • Die UN warf dem Konzern vor, dass Waffenhändler von seinen Geschäften profitiert haben.

(Mehr dazu auf Wikipedia)

Diverse Leitmedien haben auf die Vorwürfe aufmerksam gemacht. Der Bolloré-Konzern und die Bolloré Familie sind in mehreren Fällen rechtlich gegen die Kritiker vorgegangen. (Mehr dazu auf Wikipedia)

Vincent Bolloré

Vincent Bolloré (*1952) ist der Vater, der mit seinen Kindern das Unternehmen führt. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus dem französischen Zweig der Goldschmidt Familie (Quelle), die früher eine bedeutende jüdische Bankiersfamilie war. Vincent begann seine Karriere bei der Rothschild Bank (Quelle). Er wurde beim Aufbau des Bolloré-Konzerns vom französisch-jüdischen Bankier Antoine Bernheim unterstützt. Bernheim begann seine Karriere beim Unternehmen der französisch-jüdischen Wertheimer Familie, die auch mit ihm verwandt war und heute eine der reichsten Familien Frankreichs ist. Bernheim arbeitete auch für die bereits erwähnte Lazard Bank. Die französisch-jüdische Lazard Familie, welche die Bank gründete, heiratete in die Familien Goldschmidt und Wertheimer.

Vincent Bolloré gilt als ein Freund des ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy, der auf Bollorés Yacht seine ersten Ferien als Staatschef verbracht hatte. (Quelle)

Thierry Bolloré (*1963) ist ein entfernter Cousin von Vincent. Er arbeitete für den französischen Automobilkonzern Renault und war 2019 CEO. Renault gehört zu den 10 grössten Unternehmen Frankreichs.

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Burda Familie

Die deutsche Burda Familie besitzt das private Medienunternehmen „Hubert Burda Media“, einer der wichtigsten Medienkonzerne Deutschlands. Zum Konzern gehört unter anderem das Nachrichtenmagazin Focus. Auch die Bunte und weitere Klatschblätter sowie mehrere Zeitschriften und Radiosender gehören zu Burda. Hier eine Liste von Burda Medienprodukte. Wie alle grossen Medienkonzerne konzentriert sich auch Burda immer stärker auf digitale Medien.

Das Vermögen der Familie wird derzeit auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt.

Franz Burda (1903-1986) begann als Kleinunternehmer und übernahm die Druckerei seines Vaters. 1938 trat er in die NSDAP ein. Im selben Jahr profitierte er von der Arisierung und konnte eine der grössten deutschen Druckereien übernehmen, die sich bis dahin in Besitz von jüdischen Unternehmern befand. Bereits 1933 betonte Franz in seiner Zeitung, dass sein Unternehmen keine jüdischen Angestellte und Anteilseigner hat. (Quelle)

Seine Berichterstattung unterstützte die NSDAP. Hier muss allerdings daran gedacht werden, dass man als Zeitungsverleger im nationalsozialistischen Deutschland keine andere Wahl hatte, wenn man das Geschäft weiter führen wollte.

Nach dem Krieg war Deutschland von den Alliierten besetzt und Burda passte sich schnell den neuen Umständen an. Seine Berichterstattung unterstütze ab da die westliche Wertegemeinschaft (USA und Westeuropa) und verteufelte das Hitler-Regime (das er noch ein Jahrzehnt zuvor gelobt hatte).

Franz Burda hatte 1931 Aenne Lemminger geheiratet. Nach dem 2. Weltkrieg gründete sie Modezeitschriften und sie wurde „Königin der Kleider“ genannt. 1987 wurde die Zeitschrift Burda Moden als erste westliche Zeitschrift in russischer Sprache in der Sowjetunion verkauft. Diese spektakuläre Marktöffnung verdankte sich vor allem dem Interesse von Raissa Gorbatschowa, die Aenne auch persönlich traf. Raissa war die Frau des damaligen russischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow. (Quelle)

Die Söhne von Franz und Aenne führten das Medienunternehmen weiter. Der Sohn Frieder Burda (1936-2019) war in den 1980er Jahren auch Grossaktionär beim Axel Springer Verlag, ebenfalls einer der wichtigsten Medienkonzerne Deutschlands.

Sein Bruder Hubert Burda (*1940) kontrolliert den heutige Medienkonzern, der inzwischen den Namen Hubert Burda Media trägt. Hubert und seine Frau Maria Furtwängler kennen Angela Merkel (Quelle). Merkel ist auch mit Friede Springer und Liz Mohn befreundet (Quelle: 1 und 2). Die beiden Frauen sind die mächtigsten deutschen Medienbesitzer. Angela Merkel, Liz Mohn und Friede Springer kennen auch Hubert Burda. Fotos auf denen sie gemeinsam abgebildet sind findet man über Google. Einfach immer zwei Namen der vier Personen eingeben und man wird fündig.

Die Familien Mohn, Springer und Burda kontrollieren zusammen den grössten Teil der deutschen Medien. Vielleicht einer der Gründe, warum die deutschen Medien Merkel in den letzten 15 Jahren so gut wie nie kritisiert haben.

Bei Huberts 70. Geburtstag waren viele bemerkenswerte Persönlichkeiten der deutsch-österreichischen Elite zu Gast (Quelle: Auf den Fotos):

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel
  • Horst Seehofer: Ehrenvorsitzender der CSU.
  • Edmund Stoiber: Ehemaliger Vorsitzender der CSU.
  • Friede Springer: Sie kontrolliert den Medienkonzern „Axel Springer“. Ihr verstorbener Ehemann Axel Springer, welcher den Medienkonzern gründete, war Freimaurer mit Kontakt zu hochrangigen Freimaurern.
  • Die Milliardäre Ferdinand Piëch und Wolfgang Porsche: Die Familien Porsche und Piëch kontrollieren den Volkswagen-Konzern, der das grösste Unternehmen Deutschlands ist.
  • Peter Löscher: Ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Siemens. Er besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Er arbeitete für die Pharmaunternehmen Merck & Co. und Höchst sowie für den Mischkonzern General Electric. Er arbeitete auch für die schweizerische Holding des russischen Oligarchen Wiktor Felixowitsch Wekselberg, der als Investor in der Schweiz aktiv ist.
  • Mark Wössner: Ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann (der grösste Medienkonzern Deutschlands). Er war bei der Deutschen Bank und leitete die deutsche Abteilung der US-Grossbank Citigroup.
  • Gabriele Prinzessin zu Leiningen: Sie ist die Exfrau von Karim Aga Khan IV.. Die persische Milliardärsfamilie Aga Khan sind die geistlichen Oberhäupter der Nizariten (die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft). Ihr Stiefvater kam aus der Unternehmerfamilie Thyssen, die inzwischen zum Adel gehört. Ihre Mutter Renate Thyssen-Henne war ebenfalls auf Burdas Geburtstagsparty.
  • Paul Achleitner: Er ist seit 2012 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank (eine der grössten Banken der Welt).
  • Ulrich Lehner: Er war im Vorstand zahlreicher deutschen Grosskonzerne, darunter Siemens, ThyssenKrupp, Porsche, E.ON, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Henkel, Deutsche Telekom und der schweizer Pharmakonzern Novartis.
  • Wolfgang Reitzle: Er ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender der Continental AG (wird von der Schaeffler Familie kontrolliert). Er arbeitete unter anderem für BMW und Ford und war im Aufsichtsrat von Axel Springer.
  • Heinrich von Pierer: Er war langjähriger Vorstandsvorsitzender von Siemens.
  • Franz Beckenbauer: Ehemaliger Profifussballspieler der von 2007 bis 2011 Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees war.
  • Fürstin Gloria von Thurn und Taxis: Sie heiratete in eine bedeutende deutsche Adelsfamilie und kommt selbst aus einer Adelsfamilie.
  • Joachim Hunold: Er baute die Air Berlin zu einer grossen Fluggesellschaft auf.
  • Günther Beckstein: Ehemaliger Ministerpräsident von Bayern.

(Quelle: Auf den Fotos)

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Haus Al Thani

Das Haus Al Thani ist seit 150 Jahren die Königsfamilie von Katar. Obwohl Katar fast viermal so klein ist wie die Schweiz, gehört es zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Katar belegt Platz 3 der Länder mit den grössten bekannten Erdgasreserven. 2012 lagen rund 13% der weltweiten Erdgasreserven in Katar (Quelle). Zurzeit belegt Katar trotz seiner geringen Grösse Platz 14 auf der Liste der Länder mit den grössten bekannten Erdölreserven.

Genau wie die Eliten in anderen arabischen Monarchien, fördert auch die katarische Elite Aufstände und Terrorismus. Genau wie die anderen arabischen Monarchen, sind auch die Al Thani Familie militärische Verbündete der westlichen Elite. (Mehr dazu auf Wikipedia)

Die Al Thani Familie gründete 1996 den staatlichen Medienkonzern Al Jazeera Media Network und führt seither den Vorstand. Al Jazeera ist einer der wichtigsten Medienkonzerne im arabischen Raum. Al Jazeera förderte über Berichterstattung den Arabischen Frühling. Der Medienkonzern wurde von Journalisten und Politikern aus verschiedensten Ländern dafür kritisiert, dass er Aufstände und ethnische Konflikte anheize. (Quelle)

2005 gründete die Al Thani Familie den Staatsfonds „Qatar Investment Authority“ (QIA), der heute mehr als eine halbe Billion US-Dollar verwaltet und damit zu den grössten Staatsfonds der Welt gehört. Der Fond ist Hauptaktionär mehrerer grossen Unternehmen und Banken in Katar. Zum Fond gehört die Qatar Holding, die weltweit Beteiligungen an grossen Unternehmen hält. Zu den wichtigsten Beteiligungen gehören derzeit:

  • Volkswagen AG (14,6%). Der Automobilkonzern ist das grösste Unternehmen Deutschlands. Hauptaktionär (31,3%) sind die Familien Porsche und Piëch, die zu den reichsten deutschen Familien gehören.
  • London Stock Exchange (10,3%). Die Londoner Börse, eine der ältesten und grössten Börsen der Welt.
  • Barclays (5,87%). Die britische Grossbank gehört zu den ältesten und mächtigsten der Welt.
  • Credit Suisse (5,21%). Sie ist die grösste schweizer Bank neben der UBS.
  • Glencore (9,17%). Einer der grössten Rohstoffhändler der Welt.
  • Lagardère (13.0%). Einer der grössten Medienkonzerne Frankreichs, der von der Lagardère Familie kontrolliert wird.
  • Hapag-Lloyd (12,3%). Das deutsche Transport- und Logistikunternehmen entstand aus der 1847 gegründeten HAPAG, die eine der führenden deutschen Reedereien war. Sie wurde ursprünglich von der Hamburger Elite kontrolliert. Darunter waren auch die Familien Merck, Warburg und Godeffroy.

Die Al Thani Familie besetzt auch Vorstandsposten bei mehreren der führenden Unternehmen in Katar:

  • Qatar Islamic Bank, eine der grössten Banken Katars.
  • Qatar Insurance Co, einer der führenden Versicherungskonzerne im Nahen Osten.
  • Qatar Fuel (WOQOD), der führende Treibstoffproduzent in Katar.
  • Die Ezdan Holding Group, die sich auf Immobilien konzentriert. Das Unternehmen wurde 1993 von der Al Thani Familie gegründet.
  • Ooredoo, ein international aktiver Telekommunikationskonzern.
  • Qatar Electricity & Water Company, der führende Produzent von Wasser und Strom in Katar.

Beziehung zu Grossbritannien

Das heutige Staatsgebiet Katars stand seit den 1780er Jahren unter Kontrolle der Al Chalifa Familie, die bis heute die Königsfamilie von Bahrain ist. In den 1860er Jahren kam es in Katar zu einem Krieg zwischen der Al Chalifa Familie und der Al Thani Familie, die beide das Gebiet für sich beanspruchten. Die britische Elite (damals herrschende Kolonialmacht) intervenierte und erzwang einen Frieden zwischen den beiden Familien. So wurde Katar 1868 mit der Hilfe der Briten unabhängig von der Al Chalifa Familie. Seither ist die Al Thani Familie die Herrscherfamilie Katars. Somit wurde die katarische Monarchie mit Unterstützung der Briten gegründet. Die britische Kolonialelite wirkte auch an der Gründung der heutigen Monarchien folgender Länder mit: Saudi-Arabien, Jordanien, Malaysia und Lesotho.

Der erste Herscher von Katar war Mohammed bin Thani (circa 1788-1878). Am 12. September 1868 traf er sich mit dem Briten Lewis Pelly (1825-1892) und legte den Grundstein für die katarisch-britische Diplomatie. Lewis war Offizier der East India Company, welche die wichtigste britische Handelskompanie war. Sein Onkel, der britische Baron John Pelly ( 1777-1852), war Gouverneur der Bank of England (britische Zentralbank). Lewis traf sich in den 1860er Jahren auch mit Mubarak Al-Sabah (1837-1915), der aus der kuwaitische Königsfamilie kam. 1896 ermordete Mubarak mit weiteren Familienmitglieder seinen Halbbruder, der damals Herrscher von Kuwait war und die Briten nicht mochte. Nach seinem Tod bestieg Mubarak den Thron. Er legte den Grundstein für die britisch-kuwaitische Freundschaft, die bis heute Bestand hat.

Von 1871 bis 1915 wurde Katar von den Osmanen besetzt, was den britischen Einfluss kurzzeitig unterbrach. Nachdem Katar wieder unabhängig wurde von der osmanischen Elite, wurde es 1916 zu einem britischen Protektorat. 1971 wurde Katar unabhängig von Grossbritannien. Die britische Königsfamilie traf sich aber weiterhin mit mehreren hochrangigen Mitgliedern der Al Thani Familie (Quelle).

Mehrere hochrangige Mitglieder der Al Thani Familie waren an der britischen „Royal Military Academy Sandhurst“, die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Fast alle Königsfamilien der Welt schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Hier eine Liste der bemerkenswerten Absolventen.

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Dassault Familie

Die Dassault Familie gehört mit einem Vermögen von 22,6 Milliarden US-Dollar (stand 2018) zu den reichsten Familien Frankreichs.

Über ihre Holdinggesellschaft Groupe Dassault besitzen sie derzeit (2020) folgende Anteile:

  • Dassault Aviation (62,2%). Der französische Flugzeughersteller produziert auch Militärflugzeuge und ist nach Umsatz einer der grössten Rüstungshersteller Europas.
  • Thales Group (29,82%). Ist der grösste Rüstungskonzern Frankreichs und gehört zu den grössten der Welt. Mehrere führende Mitarbeiter der Dassault-Unternehmen waren auch im Vorstand von Thales.
  • Figaro Group (100%). Besitzt Le Figaro, eine der vier wichtigsten Zeitungen Frankreichs.
  • Dassault Systèmes (40,5%). Gehört zu den 10 grössten Softwarekonzernen der Welt.

Der französisch-jüdische Geschäftsmann Marcel Bloch (1892-1986) gründete 1929 den Flugzeughersteller „Société des Avions Marcel Bloch“, der 1947 in Dassault Aviation umbenannt wurde. Marcel änderte seinen Nachnamen ebenfalls zu Dassault und konvertierte zum Katholizismus.

Die Mutter von Marcel Bloch/Dassault kam aus der sephardisch-jüdischen Allatini Familie, die ursprünglich aus Italien stammt. Ihr Onkel war Moses Allatini (1809-1882), der im 19. Jahrhundert ein Vermögen in der Mehlproduktion machte und geschäftlich mit den Rothschilds verbunden war.

Marcel Bloch/Dassault war während seines Studiums ein Klassenkamerad von Mikhail Gurevich (Quelle), der aus einer russisch-jüdischen Familie kam. Mikhail wurde später ein bedeutender Flugzeugkonstrukteur der sowjetischen Rüstungsindustrie (Quelle).

Nach Marcel übernahm sein Sohn Serge Dassault (1925-2018) die Führung des Familienunternehmens. Serge ging in die französische Politik. Er stand mehrfach mit der Justiz in Konflikt. Er bekam 2 Jahre Bewährung und eine Geldstrafe wegen Korruption, da er in die Agusta-Affäre verwickelt war. Er stand noch in vier weiteren Fällen vor Gericht und wurde in drei davon zu Geldstrafen verurteilt. Es ging auch um Geldwäsche und Stimmenkauf. (Quelle)

Seit Serges Tod führen seine Söhne das Unternehmen. Der Sohn Laurent Dassault (*1953) ist ein Weinliebhaber und ist zusammen mit dem französischen Baron Éric de Rothschild in der Weinproduktion tätig (Quelle). Laurent Dassault kennt auch Guillermo Luksic, ebenfalls ein Weinliebhaber (Quelle). Die chilenische Luksic Familie gehört zu den reichsten und mächtigsten Familien Chiles. Laurent Dassault kennt auch die Aga Khan Familie (Quelle). Die persische Milliardärsfamilie Aga Khan sind die geistlichen Oberhäupter der Nizariten (die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft) und sind traditionell mit der britischen Elite verbunden.

Laurent Dassault ist zurzeit im Aufsichtsrat von Vivendi, dem grössten Medienkonzern Frankreichs (Quelle). Er kennt daher die Bolloré Familie, welche den Konzern führt.

Olivier Dassault (*1951) ist in der französischen Politik.

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Mittal Familie

Die Mittal Familie gehört mit einem Vermögen von 17,2 Milliarden US-Dollar (stand 2017) zu den reichsten Indern. Von 2005 bis 2011 gehörte Lakshmi Mittal (*1950) zu den reichsten Männern der Welt. 2008 wurde sein Vermögen auf 45 Milliarden US-Dollar geschätzt. Lakshmi Mittal ist in Grossbritannien sesshaft und er hat bereits die Queen kennengelernt (Quelle).

Lakshmi Mittal (*1950) ist seit 2006 Vorstandsvorsitzender des Stahlkonzerns ArcelorMittal und inzwischen auch CEO. ArcelorMittal ist schon seit seiner Gründung 2006 der grösste Stahlkonzern der Welt. ArcelorMittal ist der grösste Stahlhersteller in Amerika, Afrika und Europa. Der Konzern hat seinen Sitz in Luxemburg, eine der grössten Steueroasen. 2019 hielt die Mittal Familie 37,4% der Anteile an ArcelorMittal. Sie besitzen zurzeit auch 39,1% des Stahlkonzerns Aperam, der auch von Lakshmi Mittal geführt wird.

Lakshmi Mittal gründete 1989 die Mittal Steel Company, die schnell zu einem international führenden Stahlkonzern wurde. Bereits sein Vater und seine Brüder waren als Unternehmer in der indischen Stahlindustrie tätig. Das Familienunternehmen fusionierte 2006 mit dem europäischen Stahlkonzern Arcelor, der ebenfalls zu den grössten Stahlproduzenten gehörte. Durch die Fusion entstand schliesslich ArcelorMittal.

Lakshmi Mittal ist seit 2008 im Vorstand der US-Bank Goldman Sachs, die schon seit über 100 Jahren zu den grössten Investmentbanken der Welt gehört. Er war auch im Vorstand des europäischen Flugzeugherstellers Airbus, der auch zu den grössten Rüstungskonzernen der Welt gehört. Er ist zudem Mitglied in diversen einflussreichen Organisationen. Die wichtigsten wären:

  • Weltwirtschaftsforum (WEF)
  • Er gehörte zum Exekutivkomitee der World Steel Association, die wohl mächtigste Lobbyorganisation der internationalen Stahlindustrie. Die Mitglieder der Handelsorganisation repräsentieren rund 85% der weltweiten Stahlproduktion.
  •  Er ist derzeit Mitglied des European Round Table of Industrialists (ERT) und hat daher Kontakt zu 50 Konzernchefs aus ganz Europa. Der ERT ist bekannt dafür, dass er direkten Einfluss auf die EU-Kommission hat.

(Quelle)

Lakshmi Mittals Schwester Seema heiratete den indischen Milliardär Sri Prakash Lohia. Die Lohias sind als Unternehmer in der Chemieindustrie tätig mit Schwerpunkt auf Petrochemie (Herstellung von chemischen Produkten aus Erdgas und Erdöl). 2017 wurde das Vermögen der Lohia Familie auf 8,68 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Lakshmi Mittals Kinder, Aditya Mittal und Vanisha Mittal, sind zurzeit ebenfalls im Vorstand von ArcelorMittal. Aditya ist derzeit Präsident von ArcelorMittal und leitet den Finanzvorstand.

Aditya ist Treuhänder der Brookings Institution, die als einer der einflussreichsten Think Tanks der Welt gilt. Er ist zudem Absolvent des Young Global Leader-Programms des Weltwirtschaftsforums (ein Programm des WEF, das Nachwuchs für die Wirtschaftselite rekrutiert). (Quelle)

Adityas Frau Megha arbeitete wie ihr Schwiegervater für Goldman Sachs. Von 2009 bis 2019 besass sie das deutsche Luxus-Mode-Unternehmen Escada. Sie besuchte regelmässig das jährliche Treffen des Weltwirtschaftsforums. (Quelle)

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Iwasaki Familie

Die Iwasaki Familie gilt als die bedeutendste Unternehmerfamilie der japanischen Elite. Japan hat eine international vernetzte Wirtschaftselite und belegte in den letzten Jahren meist Platz 4 oder 5 der grössten Exportländer (Quelle: 1 und 2). Die japanische Elite besitzt zudem mächtige Banken. Von den 10 weltweit grössten Banken waren 1990 sechs davon japanische Banken (Quelle). Der japanische Yen belegt Platz 3 der meistgehandelten Währungen der Welt. Im 20. Jahrhundert war Japan die wirtschaftlich einflussreichste Grossmacht in Asien. Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde China zur führenden Wirtschaftsmacht Asiens.

Die Iwasaki Familie wurde in den japanischen Adel (Kazoku) aufgenommen und heiratete mehrfach in japanische Adelsfamilien. Sie sind über Heiraten mit zahlreichen Personen der japanischen Elite verbunden.

Japan war das erste asiatische Land in der die industrielle Revolution begann. Die Iwasaki Familie nahm dabei eine wichtige Rolle ein. Yataro Iwasaki (1835-1885) gründete 1870 die Mitsubishi Corporation, die zu einem der wichtigsten Industriekonzerne Japans wurde. Ursprünglich konzentrierte sich das Unternehmen auf Schiffbau und Kohlehandel. Mit der Zeit weitete das Unternehmen sein Geschäft auf alle möglichen Bereiche aus.

1880 gründete Yataro Iwasaki die Mitsubishi Bank, die seither mit dem Mitsubishi-Konzern verbunden war und zu den führenden japanischen Banken gehörte. Seit den 1920er Jahren war sie auch in der westlichen Welt aktiv. 1990 war sie die sechsgrösste und im Jahr 2000 die viertgrösste Bank der Welt (Quelle). Ihr Nachfolger, die MUFG Bank, ist zurzeit die fünftgrösste Bank der Welt.

Yataro Iwasaki war schon vor der Gründung seiner Unternehmen mit japanischen Adligen verbunden und arbeitete für sie. Er kannte Graf Goto Shojiro, Graf Taisuke Itagaki und Vizegraf Takachika Fukuoka (Quelle). Alle drei waren führende Politiker. Graf Gotos Tochter heiratete zudem in die Iwasaki Familie (Quelle).

Nach Yataros Tod wurden die Nachkommen von ihm und seinem Bruder in den japanischen Adel aufgenommen und trugen den Adelstitel Danshaku (Baron). Viele besetzten leitende Positionen beim Mitsubishi-Konzern und der Mitsubishi Bank. Auch viele Ehepartner der Familie gehörten zur Mitsubishi Führung, darunter auch mehrere Adlige.

Seit Ende des 2. Weltkrieges ist das Mitsubishi Imperium unabhängig von der Iwasaki Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Familienmitglieder arbeiteten aber seither weiterhin für Mitsubishi-Unternehmen und besetzten auch Vorstandsposten, wenn auch oft nur bei Tochterfirmen. Sie sind bis heute mit dem Unternehmen verbunden (wird unten genauer erläutert).

Yanosuke Iwasaki (1851-1908) war 2 Jahre lang Gouverneur der japanischen Zentralbank (Quelle). Weitere Verwandte und Ehepartner waren ebenfalls mit der japanischen Zentralbank verbunden (wird unten genauer erläutert).

Das heutige Mitsubishi Imperium

Durch mehrere Fusionen der Mitsubishi Bank entstand 2005 schliesslich die Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG), eine Holding die mehrere Finanzunternehmen besitzt. Aktuell ist die MUFG die fünfgrösste Bank der Welt (Quelle). Zur MUFG gehört auch die „Mitsubishi UFJ Trust and Banking Corporation“. Diese ist die grösste Finanzholding-Gesellschaft der Welt und besitzt ein Vermögen von 2,8 Billionen US-Dollar (Quelle). Die MUFG ist zurzeit Hauptaktionär der US-Bank Morgan Stanley mit einem Anteil von 23.9% (Quelle). Morgan Stanley gehört zu den grössten Investmentbanken der Welt und wurde von der Morgan Familie gegründet. Es sind zurzeit auch Japaner im Vorstand von Morgan Stanley, die zuvor für die MUFG gearbeitet haben.

1931 stiegen die Iwasakis ins Ölgeschäft ein und gründeten Mitsubishi Oil. Durch Fusionen entstand die heutige JXTG Holdings (ENEOS). ENEOS ist der grösste japanische Erdöl/Erdgaskonzern und gehörte in den letzten Jahren zu den 15 grössten Ölkonzerne der Welt.

Mitsubishi gehört zu den sogenannten Keiretsu, mächtige Unternehmensgruppen aus Japan. Zum Mitsubishi-Keiretsu gehören über 200 verschiedenen Unternehmen. Diese sind unabhängig voneinander. Jedoch trifft sich die Führung aller Mitsubishi-Unternehmen regelmässig und arbeitet als Team. Zudem sind diese Unternehmen über Beteiligungen miteinander verbunden, wobei die MUFG Bank den Kern des Imperiums bildet. Wen man alle Mitsubishi-Firmen als ein Unternehmen betrachten würde, wäre es eines der grössten Unternehmen der Welt (oder sogar das grösste). Die wichtigsten Unternehmen des Mitsubishi-Keiretsu wären:

  • Wie bereits erwähnt die MUFG, eine der mächtigsten Banken der Welt.
  • Wie bereits erwähnt ENEOS, der grösste Ölkonzern Japans.
  • Mitsubishi Heavy Industries, ein Industriekonzern der in Maschinenbau sowie in der Luftfahrt- und Schwerindustrie tätig ist. Er ist zudem der grösste Rüstungshersteller Japans.
  • Der Chemiekonzern Mitsubishi Chemical. Belegte in den letzten Jahren meist Platz 8 oder 9 auf der Liste der grössten Chemiekonzerne weltweit.
  • Tokio Marine Holdings, eine der drei grössten Versicherungsgruppen Japans.
  • Der Automobilhersteller Mitsubishi Motors.
  • Mitsubishi Tanabe Pharma, einer der grössten Pharmakonzerne Japans.
  • Mitsubishi Electric, einer der grössten Elektrokonzerne Japans.
  • Mitsubishi Estate, einer der grössten Immobilienkonzerne Japans.
  • Nikon, einer der weltweit grössten Produzenten von Kameras.
  • AGC, einer der weltweit grössten Glashersteller.
  • Mitsubishi Corporation, ein Mischkonzern der in Einzelhandel, Finanzwesen, Energie, Chemie und weiteren Bereichen tätig ist.
  • Kirin, einer der grössten Bierkonzerne Japans.

(Quelle)

Mitsubishi-Unternehmen waren massgeblich am Aufbau der japanischen Atomkraftwerke beteiligt.

Führungskräfte von Mitsubishi-Unternehmen sind mit weiteren Japanern in der Trilateralen Kommission vertreten (Quelle). Diese wurde 1973 von David Rockefeller gegründet, der bis 2017 deren Ehrenvorsitzender war. Die Trilaterale Kommission ist ein einflussreicher Think Tank, welcher dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan dient.

Die Iwasaki Familie von 1900 bis 1945

Rüstungsindustrie

1932 wurde der japanische Premierminister Inukai Tsuyoshi bei einem Attentat ermordet. Ab da gelangte die japanische Politik immer mehr unter Einfluss des Militärs, das in den folgenden Jahren einen autoritären Staat aufbaute (mit dem Wohlwollen des japanischen Kaisers Hirohito, der immer noch Staatsoberhaupt war). Das Militär wollte unter anderem die Rüstungsindustrie ausbauen. In den 1930er und 1940er Jahren war Mitsubishi, genau wie heute, einer der führenden Rüstungskonzerne in Japan. Die Iwasaki Familie gehörte daher zu den grössten wirtschaftlichen Profiteuren der Militärdiktatur. Sie profitierten bereits vom 1. Weltkrieg.

Mitsubishi bzw. die Iwasaki Familie profitierte auch von der imperialistischen Aussenpolitik Japans in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die japanische Kaiserfamilie hatte sich in dieser Zeit das Ziel gesetzt, ein Kolonialreich zu werden. Taiwan und Korea sowie diverse Inselstaaten wurden annektiert und zu japanischen Kolonien. So konnten Iwasaki und andere Industriellenfamilien ihr Geschäft über die Landesgrenzen ausweiten. Die britische Elite unterstützte die japanische Expansion bis in die 1920er Jahren.

Zwangsarbeit

Infolge des 2. Weltkrieges besetzte Japan unter anderem Malaysia, die Philippinen und Teile Chinas. Das japanische Militär beging in den besetzten Gebieten und Kolonien zahlreiche Kriegsverbrechen. Es gibt keine genauen Zahlen, aber es sollen mehr als 25 Millionen Zivilisten getötet worden sein (Quelle). Das ist mehr als die Opfer Stalins und Hitlers zusammengezählt, deren Diktaturen etwa 14 Millionen Wehrlose ermordete. Die Kriegsverbrechen der japanischen Diktatur sind auch bekannt als „Asiatischer Holocaust“ und fanden etwa zur gleichen Zeit wie die Verbrechen des Hitler und Stalin Regimes in Europa statt. Genau wie in den Lagern der deutschen Nazis wurden auch in den japanischen Menschenversuche an Kriegsgefangenen durchgeführt. Etwa 20 000 japanische Ärzte unternahmen Experimenten an Menschen (Quelle). Genau wie unter Hitler und Stalin wurden auch in den japanischen Lagern im grossen Stil Zwangsarbeiter für die Industrie beschäftigt. Es weiss niemand wie viele Zwangsarbeiter beschäftigt wurden, aber es sollen mehr als 10 Millionen gewesen sein (Quelle). Mitsubishi beschäftigte Zwangsarbeiter. Es gibt aber keine genauen Zahlen. Es sollen mehrere 10 000 gewesen sein (Quelle). In Deutschland ist die ungefähre Anzahl der Zwangsarbeiter, die von deutschen Grosskonzernen beschäftigt wurden, bekannt. In Japan gab es diese Aufarbeitung scheinbar nicht.

Opium

Mitsubishi war in den 1930er Jahren zusammen mit dem japanischen Grosskonzern Mitsui im chinesischen Opiumschmuggel aktiv (Quelle: 1 und 2). Es gibt die Theorie, dass die japanische Elite die Anzahl der Opiumsüchtigen in China erhöhen wollte, um das Land zu destabilisieren. Nachdem Japan Teile von China besetzte, handelten dort japanische Firmen hunderte von Tonnen Opium (Quelle). Nach dem Krieg befand das Internationale Militärgericht für den Fernen Osten (IMTFE) Japan für schuldig, den Drogenmissbrauch absichtlich als Waffe zur Förderung seiner imperialistischen Ziele in Asien gefördert zu haben (Quelle).

US-Besatzungszeit

Nach Ende des 2. Weltkrieges war Japan von den Alliierten besetzt. Da die Iwasaki Familie und weitere japanische Industriellenfamilien mit der Militärdiktatur verbunden waren, wurden sie von den Alliierten angeblich „entmachtet“. Der Mitsubishi-Konzern wurde in kleinere Unternehmen zerlegt. Auch der japanische Adel sowie die Kaiserfamilie wurden angeblich entmachtet. Eine wichtige Rolle dabei spielte der US-Offizier Douglas MacArthur, der die Aufgabe bekam, die Kriegsverbrecher auf japanischer Seite auszumachen. Nachdem der Mitsubishi-Konzern in verschiedene Einzelunternehmen aufgeteilt wurde, schlossen sich diese zu einem Verband zusammen, der das heutige Mitsubishi-Keiretsu ausmacht. Schon ab 1947 konnten Mitsubishi-Unternehmen wieder die wirtschaftliche Macht monopolisieren. Kaiser Hirohito war noch bis zu seinem Tod 1989 das Staatsoberhaupt Japans (angeblich ohne politischen Einfluss). Er hatte persönlichen Kontakt zur britischen Königsfamilie (Quelle) und hatte sie schon in seiner Jugend kennengelernt, also noch vor dem 2. Weltkrieg (Quelle). Auch die darauffolgenden Kaiser Akihito und Naruhito trafen Queen Elisabeth II.

MacArthur wurde später dafür kritisiert, dass er den japanischen Kaiser Hirohito und Industriellenfamilien wie Iwasaki nicht härter zur Verantwortung zog. Nach der Ansicht von MacArthur war der Hauptschuldige Hideki Tojo, der von 1941 bis 1944 Premier- und Kriegsminister von Japan war. Nach dem Krieg erhielt Hideki Tojo und weitere hochrangige Mitglieder des Militärs die Todesstrafe.

Teruo Tojo (1914-2012) war der Sohn von Hideki Tojo. Während des Krieges arbeitete er als Luftfahrtingenieur beim Rüstungskonzern der Iwasaki Familie. Ab den 1980er Jahren gehörte er zur Konzernführung von Mitsubishi Motors. (Quelle)

Die Iwasaki Familie in den letzten 70 Jahren

Die Iwasakis und weitere japanische Industriellenfamilien galten nach dem Krieg als entmachtet und sie traten aus der Konzernführung aus. Die Kinder der Vorstandsmitglieder aus der Iwasaki Familie begannen ab den 1950er Jahren wieder für Mitsubishi-Unternehmen zu arbeiten und besetzten auch Vorstandsposten:

  • Tadao Iwasaki (1909-1990) war in der Nachkriegszeit Präsident der Mitsubishi Monsanto Chemical Company. Der Bruder seines Adoptivsohns heiratete eine Nichte von Toyo Tate. Toyo gehörte in der Nachkriegszeit zur Führung des Mitsubishi-Keiretsu. (Quelle)
  • Toru Iwasaki (*1950) arbeitete für die Mitsubishi Corporation. Er war mehrere Jahren in Brasilien und förderte dort japanisch-brasilianische Handelsbeziehungen. (Quelle)
  • Hiroya Iwasaki (1930-2008) war noch bis in die 1980er Jahren in leitenden Positionen bei der Mitsubishi Bank (Quelle).
  • Toshio (Hisao) Iwasaki (1914-2005) besetzte bis in die 1980er Jahren leitende Positionen bei Mitsubishi (Quelle). Sein Sohn Toshio Iwasaki (*1946) war Manager bei der Grossbank MUFG (Quelle), die aus der Mitsubishi Bank hervorging.
  • Jun Iwasaki war noch bis spätestens 2006 in leitenden Positionen beim Kamerahersteller Nikon, der zum Mitsubishi-Keiretsu gehört.(Quelle)

Familiäres Netzwerk

Die Iwasaki Familie heiratete japanische Politiker, hochrangige Militärs und Diplomaten. Mehrere Ehepartner gehörten zur Führung von Mitsubishi-Unternehmen. Ich hab hier nur die wichtigsten Heiraten aufgelistet.

Haruji Iwasaki heiratete Graf Takaaki Kato (1860-1926), der von 1924 bis 1926 japanischer Premierminister war. Ihr gemeinsamer Sohn war Graf Kotaro Kato (1895-1959), der bei der Mitsubishi Bank arbeitete. Ihre gemeinsame Tochter heiratete Chokage Okabe, der aus der japanischen Adelsfamilie Okabe kam. Dessen Bruder Choi wurde von der Murayama Familie adoptiert. Die Murayama Familie gehört schon seit über 100 Jahren zu den führenden Medienunternehmer Japans.

Masako Iwasaki heiratete Baron Shidehara Kijuro (1872-1951), der von 9. Oktober 1945 bis 22. Mai 1946 Premierminister war, also während der Besatzungszeit.

Takaya Iwasaki (1896-1983) heiratete die Tochter des japanischen Politikers Shigeaki (Seihin) Ikeda. Ikeda war einige Monate Gouverneur der japanischen Zentralbank und gehörte zur Führung der Mitsui Bank (ebenfalls eine mächtige Bank). Takaya Iwasakis Frau war zudem eine Cousine von Makoto Usami. Dieser war von 1964 bis 1969 Gouverneur der japanischen Zentralbank und gehörte zur Führung der Mitsubishi Bank.

Kimiko Iwasaki heiratete Sosei (Sukemasa) Irie (1905-1985). Dieser war ein persönlicher Diener der japanischen Königsfamilie. Seine Nichte Yuriko heiratete Prinz Takahito aus der japanischen Königsfamilie.

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Fraser Clan

Der schottische Fraser Clan besteht seit über 850 Jahren. Alexander Fraser (1604-1693) gehörte zur politischen Elite Schottlands und war familiär mit vielen schottischen Clans verbunden. Väterlicherseits gehörte er zum schottischen Landadel (Lairds). Über seine Mutter erbte er einen schottischen Adelstitel und wurde zum 11. Lord von Saltoun. Seither stellen seine Nachkommen die Lords von Saltoun, die gleichzeitig auch die Clan-Chefs des Fraser Clans sind.

Ein weiterer Familienzweig aus dem schottischen Landadel gründete im 15. Jahrhundert einen eigenen Clan, den Fraser von Lovat Clan. Die Clan-Chefs sind die schottischen Lords von Lovat, die seit 1837 auch zum britischen Adel gehören und den Titel eines Barons tragen.

Der britische Politiker Hugh Fraser (1918-1984) war der Sohn des Clan-Chefs des Fraser von Lovat Clans. Hugh war ein Freund der US-amerikanischen Kennedy Familie und kannte auch US-Präsident Kennedy, der 1963 erschossen wurde. Sein Bruder Robert Kennedy wurde 1968 ebenfalls erschossen, 5 Monate vor der US-Wahl, bei der er kandidierte. Es starben noch weitere Familienmitglieder, Ehepartner und Verwandte der Kennedy Familie eines unnatürlichen Todes, mehr als 10 davon bei Flugzeugabstürzen (Quelle). Am 23. Oktober 1975 war die 17-jährige Caroline Kennedy zu Besuch bei Hugh Fraser. Wie immer wollte Hugh Fraser sein Haus morgens zwischen 8:15 und 8:30 Uhr verlassen und sein Auto nehmen, diesmal in Begleitung von Caroline Kennedy. Um 8:53 explodierte eine Bombe, die an Hugh Frasers Auto angebracht war. Er und Caroline Kennedy waren aber noch nicht im Auto, weil er im Haus noch ein Telefonat mit dem britischen Politiker Jonathan Aitken führte (ein Grossneffe des britischen Medienmoguls Baron Max Aitken). (Quelle) Nach offiziellen Angaben wurde der Bombenanschlag von der IRA ausgeführt. Ziel des Anschlags soll Hugh Fraser gewesen sein und nicht Caroline Kennedy.

Freimaurerei

Alexander William Frederick Fraser (1851-1933), der 19. Lord von Saltoun, war Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von Schottland. Sein Sohn Alexander Arthur Fraser (1886-1979), der 20. Lord von Saltoun, wurde später ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer. (Quelle)

Die schottische Grossloge besteht seit 1736 und wurde seit Anbeginn von schottischen Clans geführt. Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Die ersten namentlich dokumentierten Freimaurer, die keine Steinmetze waren, kamen allesamt aus schottischen Clans. Seither nehmen die schottischen Clans traditionell eine führende Rolle in der Freimaurerei in Grossbritannien und seinen ehemaligen Kolonien ein (auch in den USA). Sie sind aber nicht die „Chefs“ der internationalen Freimaurerei, da diese keine Einheit ist, sonder sich mit der Zeit in verschiedene Zweige aufgeteilt hatte, die von verschieden (meist aristokratischen) Kreisen geführt werden.

Der Fraser Clan war bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Freimaurerloge „Canongate Kilwinning Lodge, No 2.“ vertreten (Quelle). In dieser Loge waren sehr viele schottische Clans vertreten, unter anderem Hamilton, Forbes, Hope, Sutherland, DrummondCarnegie, Barclay, Livingstone und Russell. Die Loge wurde 1677 gegründet und gehört damit zu den ältesten Freimaurerlogen der Welt (Quelle). Die Frasers waren noch in weiteren schottischen Freimaurerlogen präsent.

Grossbritannien

Viele Frasers waren in der schottischen Politik und beim britischen Militär, darunter auch die Clan-Chefs. Wie viele Clans sind sie traditionell mit dem britischen Königshaus verbunden.

Der britische Richter Walter Ian Fraser (1911-1989) wurde zum Baron geadelt und zudem in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Seine Mutter kam aus dem MacFarlane Clan und er heiratete in den MacDonnell Clan. Sein Sohn Andrew Fraser (*1946) ist in der britischen Politik und war Schatzmeister der konservativen Partei. Er arbeitete für die Barings Bank und für mehrere asiatische Finanzunternehmen. 2016 wurde er zum Baron geadelt. Er heiratete in den Mackenzie Clan.

Der schottische Geschäftsmann William Fraser (1888-1970) war in der britischen Ölindustrie aktiv. Bereits sein Vater gründete ein eigenes Ölunternehmen und war Bergbauunternehmer. 1918 erhielt William Fraser einen Orden vom britischen Hochadel, weil er über das Familienunternehmen während des 1. Weltkrieges die britische Ölversorgung steigerte (zum Krieg führen braucht es viel Öl). Ab 1923 war er im Vorstand der Anglo-Persian Oil Company. Der britische Ölkonzern trägt heute den Namen BP und gehört schon seit über 100 Jahren zu den grössten Ölkonzernen der Welt. BP ist zudem eines der grössten Unternehmen der Welt. Ab 1928 war William stellvertretender Vorsitzender des BP-Konzerns. Von 1941 bis 1956 war Wiliam Vorsitzender und führte somit eines der mächtigsten Unternehmen der Welt. Er war auch langjähriger Berater der britischen Regierung in Ölangelegenheiten, insbesondere als Erdölberater des Kriegsministeriums.

Anmerkung: Der Ölkonzern BP wurde 1909 als eine Tochterfirma des britischen Ölkonzerns Burmah Oil gegründet. Burmah Oil wurde von der schottischen Cargill Familie kontrolliert, die aus dem schottischen Drummond Clan stammte. Im 19. und 20. Jahrhundert waren die Clans Fraser und Drummond über Heiraten familiär verbunden.

Wiliam Fraser wurde 1939 vom britischen Hochadel zum Ritter geschlagen und 1955 zum Baron geadelt. William Frasers Schwager war William McLintock, der ebenfalls zum Baron geadelt wurde. Die schottische McLintock Familie gründete 1877 die „Thomson McLintock & Co“, die ein Vorläufer der heutigen KPMG war, einer der vier grössten Wirtschaftsprüfer der Welt. Der Sohn von William McLintock heiratete eine Nichte des Barons Max Aitken, der damals zu den mächtigsten britischen Zeitungsverleger gehörte.

William Frasers gleichnamiger Sohn (1916-1976) erbte den Adelstitel. Er war Direktor des Ölkonzern BP und Geschäftsführer der Kuwait Oil Company, die Teil der Kuwait Petroleum Corporation (KPC) ist. 2019 war KPC der weltweit drittgrösste Ölkonzern nach Ölproduktion. KPC wird von der kuwaitischen Königsfamilie kontrolliert. Zu den Mitgründern von KPC gehörten auch die Ölkonzerne BP und Gulf Oil. Letzterer wurde von der Mellon Familie kontrolliert, die schon seit 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört.

Der britische Politiker William Ian Fraser (1897-1974) war mehrere Jahre in der Führung der BBC, einer der grössten Fernsehsender der Welt. 1934 wurde er zum Ritter geschlagen und 1958 zum Baron geadelt. Seine Cousine Isabel Gwendoline (1874-1965) heiratete in den schottischen Douglas Clan, der viele Freimaurer hervorbrachte, darunter auch mehrere Grossmeister der schottischen Grossloge.

Andrew Henderson Leith Fraser (1848-1919) war von 1903 bis 1908 Vizegouverneur von Bengalen in Asien, das bis 1947 eine britische Kolonie war. Mehrere der Vizegouverneure, Generalgouverneure und Präsidenten der britischen Kolonie Bengalen kamen aus schottischen Clans.

Tessa Fraser (*1942), eine Tochter des 15. Lords von Lovat (der Clan-Chef), heiratete Henry Keswick aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick. Mary Etheldreda Lindley (1911-2009), eine Enkelin des 13. Lords von Lovat, heiratete ebenfalls in die Keswick Familie. Die Keswicks kontrollieren den Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson, der im 19. Jahrhundert zu den grössten Opiumhändler gehörte. Die Keswicks sind seit vielen Jahren mit der Rothschild Familie befreundet und haben Kontakte zur Führung der HSBC, eine der weltweit grössten Banken.

Da der Fraser Clan seit Jahrhunderten in andere Clans heiratet, ist er inzwischen mit zahlreichen Clans verwandt.

Australien

Simon Fraser (1832-1919) emigrierte 1853 infolge des Goldrausches nach Australien, das damals noch eine britische Kolonie war. Dort war er als Geschäftsmann und Kolonialpolitiker tätig. 1901 machte sich Australien unabhängig von Grossbritannien. Von da an war er bis 1913 Senator. 1918 wurde er vom britischen Hochadel zum Ritter geschlagen.

Simons Enkel war Malcolm Fraser (1930-2015), der von 1975 bis 1983 australischer Premierminister war. Er war Mitglied des Privy Councils, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Der in Schottland geborene James McIntosh Fraser (1889-1961) war von 1938 bis 1959 Senator von Westaustralien und besetzte mehrere Ministerposten (McIntosh ist ebenfalls ein Clan). Es waren noch weitere Frasers in der australischen Politik und einige auch in der neuseeländischen. Die ehemaligen Kolonien Australien und Neuseeland gehören heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch und wirtschaftlich eng mit Grossbritannien verbunden sind.

Auch der neuseeländische Premierminister Peter Fraser (1884-1950) stammt höchstwahrscheinlich aus dem Fraser Clan. Er war in Schottland geboren. Seine Mutter hatte den Familiennamen McLeod und seine Frau den Familiennamen Munro. Beides sind Namen schottischer Clans.

Kanada

Ein kanadischer Zweig wurde durch den aus Schottland eingewanderten Duncan Cameron Fraser (1845-1910) begründet (Duncan und Cameron sind übrigens schottische Clans). Mütterlicherseits stammte er aus dem Chisholm Clan. Der Politiker war von 1906 bis 1910 Vizegouverneur der kanadischen Provinz Nova Scotia in Kanada. Sein Sohn war von 1952 bis 1958 ebenfalls Vizegouverneur. Die Provinzen von Kanada besitzen je einen Vizegouverneur, welche die Vertreter der britischen Königsfamilie in Kanada sind. Kanada entstand aus dem Zusammenschluss britischer Kolonien. Kanada ist seit 1931 unabhängig von Grossbritannien, gehört aber seither zu den Commonwealth-Staaten, die politisch und wirtschaftlich eng mit Grossbritannien verbunden sind. Es waren noch weitere Frasers in der kanadischen Politik. Vor und nach 1931.

Eine Liste bemerkenswerter Personen mit Familiennamen Fraser, bei denen unklar ist, ob sie aus dem Fraser Clan stammen, aber die mit dem britischen Adel verbunden waren:

  • Bruce Fraser (1888-1981) war hochrangiger Offizier der britischen Armee. Er war an der Gründung der NATO beteiligt. Er erhielt zwei Orden vom britischen Hochadel und wurde 1946 zum Baron geadelt.
  • Der US-Amerikaner Leon Fraser (1889-1945) gehörte zum Exekutivkomitee der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitenetzwerk das von der britischen Königsfamilie geführt wird. Es waren noch weitere Personen mit Familiennamen Fraser in der Pilgrims Society vertreten. Leon Fraser war in den 1930er Jahren Vorsitzender des Verwaltungsrats und Präsident der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die BIZ versorgte in dieser Zeit Nazi-Deutschland mit Krediten. Sie war zudem am Goldraub der Nazis beteiligt. Die BIZ gilt als Zentralbank aller Zentralbanken und ist dementsprechend auch sehr mächtig. Leon Fraser war in leitenden Postionen bei der US-Zentralbank FED, bei der US-Grossbank Citigroup (wurde damals von der Stillman Familie kontrolliert) und bei den beiden US-Grosskonzernen General Electric und US Steel (wurden von der Morgan Familie gegründet).
  • Der schottische Geschäftsmann Charles Fraser (*1928) war in der Leitung mehrerer britischen Unternehmen, unter anderem bei der Investmentbank Morgan Grenfell, die von den Familien Morgan und Grenfell kontrolliert wurde. Er erhielt mehrere Orden vom britischen Königshaus.
  • Simon James Fraser (*1958) ist zurzeit stellvertretender Vorsitzender des Chatham Houses. Der britische Think Tank gilt als einer der mächtigsten der Welt. Simon war Diplomat und arbeitete im britischen Aussenministerium. 2013 wurde er zum Ritter geschlagen.
  • Malcolm Fraser (1878-1949) war Herausgeber und Redakteur mehrerer britischen Zeitungen. 1919 wurde er zum Ritter geschlagen und 1921 zum Baron geadelt.

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Boehringer & von Baumbach Familie

Die beiden deutschen Familien Boehringer und von Baumbach besitzen den Pharmakonzern Boehringer Ingelheim, der das weltweit grösste sich in Privatbesitz befindende Pharmaunternehmen ist. Die beiden Familien sind mit einem Vermögen von 45,7 Milliarden US-Dollar die reichsten Deutschen (Quelle). Das Unternehmen wurde von der Boehringer Familie gegründet. Sie heiratete später in die deutsche Adelsfamilie von Baumbach, die seither auch am Unternehmen beteiligt ist (Quelle). Im 18. Jahrhundert traten mindestens drei Mitglieder der von Baumbach Familie dem Illuminatenorden bei.

Boehringer Familie

Das Unternehmen wurde 1885 von Albert Boehringer (1861-1939) und seinem Bruder gegründet. Bereits ihr Vater war Apotheker und Fabrikant. Ihr Grossvater war Kaufmann.

Die Brüder gründeten auch das Pharmaunternehmen Boehringer Mannheim, das sich dann später aber im Besitz der Engelhorn Familie befand, ebenfalls eine bedeutende deutsche Unternehmerfamilie. Friedrich Engelhorn (1821-1902) gründete und führte die BASF, die heute der grösste Chemiekonzern der Welt ist. Unter der Führung von Curt Engelhorn wurde Boehringer Mannheim zu einem internationalen Pharmakonzern. 1997 verkaufte die Engelhorn Familie Boehringer Mannheim an den schweizer Pharmakonzern Hoffmann-La Roche.

Ulrike Boehringer, eine Enkelin des Firmengründers, heiratete in die deutsche Adelsfamilie von Baumbach.

Von Baumbach Familie

Ulrike Boehringers Sohn Hubertus von Baumbach (*1967) ist zurzeit Vorsitzender von Boehringer Ingelheim. Er gehörte zum Beirat der Deutschen Bank, (grösste Bank Deutschlands) und der Landesbank Baden-Württemberg (grösste Landesbank Deutschlands). Er begleitete Angela Merkel auf Delegationsreisen im Ausland (Quelle).

Das Adelsgeschlecht von Baumbach besteht seit mindestens 750 Jahren und gehört damit zum deutschen Uradel. Im 18. Jahrhundert waren mindestens drei Mitglieder der von Baumbach Familie Mitglied des Illuminatenordens (Quelle). Einer der drei Illuminaten war Ludwig Wilhelm von Baumbach (1755-1811). Sein Bruder Wilhelm Lebrecht von Baumbach (1757-1826) war ein Hofbeamter und Offizier, der im Dienste der niederländischen Königsfamilie stand.

Henriette von Baumbach (1749-1808) heiratete den Adligen Adolph Knigge, der einer der führenden Illuminaten war. Knigge war schon zuvor den Freimaurern beigetreten und hatte Kontakte zur Führung der deutschen Rosenkreuzer. (Quelle) Er war kurze Zeit ein Höfling des Fürsten Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach. Carl August trat wenige Jahre später ebenfalls den Freimaurern und den Illuminaten bei (Quelle 1 und Quelle 2). Er stammte aus dem Haus Wettin, das mit über 1000 Jahren Familiengeschichte zum Uradel gehört. Auch die britische und belgische Königsfamilie sowie die nicht amtierende Königsfamilie von Bulgarien stammten ursprünglich aus dem Haus Wettin.

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