Forrest Familie

Der Schotte William Forrest (1819-1899) emigrierte in die britische Kolonie Australien. Seine Söhne wurden dort politisch aktiv. Der Sohn John Forrest (1847-1918) wurde 1890 der erste Premierminister von Westaustralien. 1901 wurde Australien unabhängig von Grossbritannien und John Forrest wurde Mitglied der ersten Regierung des australischen Staates. Er wurde der zweite Verteidigungsminister des Landes. Er erhielt Orden von der britischen Königsfamilie und trat 1897 dem Privy Council bei (Quelle), welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Kurz vor seinem Tod 1918 wurde er vom britischen König zum Baron geadelt und war damit der erste in Australien geborene britische Adlige. Er heiratete in die Hamersley Familie, die ebenfalls zur westaustralischen Kolonialelite gehörte.

Sein Bruder Alexander Forrest (1849-1901) war Bürgermeister der westaustralischen Hauptstadt Perth. Alexander erhielt einen Orden vom britischen Hochadel. Der Bruder David Forrest (18521917) war auch in der westaustralischen Politik. Manche der Söhne der Brüder gingen ebenfalls in die Politik. David Forrest ist ein Urgrossvater des Bergbaumilliardärs Andrew Forrest (*1961).

Der Bergbauunternehmer Andrew Forrest gilt mit seinem derzeitigen Vermögen von 21 Milliarden US-Dollar als einer der reichsten Australier (Quelle). 1994 gründete er das Bergbauunternehmen Anaconda Nickel, das heute den Namen Minara Resources trägt. Es ist einer der grössten Nickel- und Kobaltproduzenten Australiens. Australien ist das Land mit den zweitgrössten Nickel- und Kobaltreserven. Seit 2011 gehört das Unternehmen zu Glencore, einer der grössten Bergbaukonzerne und Rohstoffhändler der Welt.

2003 gründete Andrew Forrest die Fortescue Metals Group. Sie hat sich zu einem der grössten australischen Unternehmen entwickelt. Sie war 2020 der viertgrösste Eisenerzproduzent der Welt. Eisenerz wird zur Herstellung von Stahl benötigt und ist somit systemrelevant. Australien ist das Land mit den grössten Eisenerzreserven. Der grösste Teil des Eisenerzes der Fortescue Metals Group wird an China verkauft (Quelle). Andrew Forrest ist derzeit immer noch Vorsitzender und Hauptaktionär des Unternehmens. Er ist gut vernetzt:

  • Er traf Mitglieder der britischen Königsfamilie (Quelle: 1 und 2). Die britische Königsfamilie stellt immer noch das Staatsoberhaupt von Australien.
  • Er und seine Tochter trafen den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Foto).
  • Er ist mit John Howard befreundet (Quelle). Howard war von 1996 bis 2007 australischer Premierminister und war langjähriger Vorsitzender der Liberalen Partei von Australien.
  • Er kennt die australische Bergbauunternehmerin Gina Rinehart, die mit einem Vermögen von 23 Milliarden US-Dollar ebenfalls zu den reichsten des Landes gehört. Auch ihr Vermögen stammt grösstenteils aus der Eisenerzindustrie. Forrest und Rinehart engagierten sie sich gegen die Bergbausteuer und hetzten die Bergbauarbeiter gegen die Regierung auf. (Quelle)
  • Er kennt den australischen Milliardär James Packer (Quelle). Er hatte ihn schon gekannt, bevor er die Fortescue Metals Group gründete (Quelle). Packer ist über seine Kasinos mit einem Netzwerk von Chinesen verbunden, das Interessen der Kommunistischen Partei Chinas in Australien vertritt. Zudem bestehen Verbindungen zu den Triaden (chinesische Mafia), die vermutlich auch Geld über Packers Kasino gewaschen haben. Mehr dazu im Beitrag zur Packer Familie.
  • Er hat geschäftlichen Kontakt zum australischen Milliardär Kerry Stokes (Quelle). Forrest und Stokes setzen sich für wirtschaftliche Interessen Chinas in Australien ein. Ihnen wurde vorgeworfen, dass sie sich China gegenüber loyaler verhalten als der australischen Regierung gegenüber. Die beiden investieren stark in China. (Quelle: 1 und 2) Wie oben bereits erwähnt wurde, ist China der wichtigste Kunde von Forrests Eisenerzkonzern (Quelle).

Andrew Forrest heiratete 1991 Nicola Maurice. Ihre Eltern waren Mitglieder der Australian League of Rights (Liga der Rechten), eine rechtsextreme Bewegung in Australien. Die Maurice Familie hatte bereits seit den 1970er Jahren Treffen für die Liga veranstaltet. Die Liga vertritt christliche Werte, ist gegen Einwanderung und verbreitet Verschwörungstheorien, darunter auch die Theorie der jüdischen Weltverschwörung. Die Anhängerschaft der Liga besteht aus konservativen Christen, Einwanderungsgegnern, Rassisten und Verschwörungstheoretikern. In den 1990er Jahren wurde sie in einem Bericht der australischen Menschenrechtskommission als „zweifellos die einflussreichste und effektivste sowie die am besten organisierte und am besten finanzierte rassistische Organisation in Australien“ bezeichnet. Andrew Forrests Frau hatte eine Schwester, die David Thompson heiratete, der zur Führung der Liga gehörte. Er organisierte Vortragsreisen in Australien für den berüchtigten britischen Holocaustleugner David Irving. David Thompson hatte ein gutes Verhältnis zu Andrew Forrest und arbeitete als Manager für das Bergbauunternehmen Anaconda Nickel, das damals von Andrew Forrest gegründet und kontrolliert wurde. (Quelle) Forrest fiel selbst schon mit rechtspopulistischen Aussagen auf. So sagte er, Premierminister Rudd habe Australien in eine kommunistische Diktatur verwandelt (Quelle). Forrest ist teilweise bei den Rechten in Australien beliebt und hat den Ruf eines patriotischen Geschäftsmanns.

Die Liga ist zudem monarchistisch eingestellt und ihr Werteslogan ist: „Loyalität zu Gott, Königin und Land“. Sie bildete Ablegerorganisationen in den ehemaligen britischen Kolonien Neuseeland und Kanada. Ihre Botschaften sprechen vor allem Verschwörungstheoretiker und Rechtsextreme an. Sie verbreiten ebenfalls Theorien einer jüdischen Weltverschwörung. Sie setzen sich ebenfalls für monarchistische Interessen ein. Das erscheint mehr als paradox, da die britische Königsfamilie mit den Rothschilds und weiteren einflussreichen Juden verkehrt. Die jüdischen Bankiers kamen erst im 19. Jahrhundert zu internationalem Einfluss, als sie sich mit britischen Adligen anfreundeten, die damals das grösste Kolonialreich kontrollierten, was den jüdischen Bankiers ermöglichte ihr Geschäft weltweit auszuweiten. Die Queen ist noch immer das Staatsoberhaupt von Australien, Neuseeland und Kanada. Ich könnte mir vorstellen, dass die britische Adelslobby versucht in den drei Ländern die rechtsextreme Szene sowie die Szene der Verschwörungstheoretiker unter ihren Einfluss zu bringen. Die Liga wurde 1946 vom Australier Eric Butler (1916-2006) gegründet, der sie bis 1992 führte. Er wird daher Andrew Forrests Schwager David Thompson gekannt haben. Eric Butler war promonarchistisch eingestellt. Er gründete die Liga ursprünglich um sich gegen die geplante Verstaatlichung der australischen Banken zu engagieren (die australischen Grossbanken werden meiner Meinung nach von der britischen Kolonialelite kontrolliert). Eric Butler hatte Verbindungen zur John Birch Society.

Die John Birch Society ist eine 1958 gegründete Organisation aus den USA. Sie bildet ein wichtiges Netzwerk innerhalb der Szene der Rechtsextremen und Verschwörungstheoretiker der USA. Dennoch gibt es Verschwörungstheoretiker, die der Meinung sind, dass die John Birch Society von Geheimdiensten und der Elite gesteuert werden. Die Gesellschaft hatte Mitglieder und Unterstützer, die aus sehr einflussreichen US-amerikanischen Familien kommen (mehr dazu im Beitrag zur Koch Familie).

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Guggenheim und Lawson-Johnston Familie

Meyer Guggenheim (1828-1905) wurde in eine schweizerisch-jüdische Familie geboren. Er emigrierte in die USA und wurde dort zum wohl erfolgreichsten Bergbauunternehmer des Landes. Seine Nachkommen gehören seither zur US-Elite.

Die Guggenheim Familie war bis in die 1920er Jahre in der Bergbauindustrie aktiv. Zeitweise kontrollierten sie 80 Prozent der weltweiten Vorkommen für Kupfer, Blei und Silber (Quelle).

Simon Guggenheim (1867-1941) ging in die Politik und wurde Senator. Er und sein Bruder Daniel (1856-1930) gehörten zur Führung von Asarco. Das Bergbauunternehmen wurde 1888 gegründet. Einer der Gründer von Asarco war William Rockefeller Jr., der zusammen mit seinem Bruder und der Harkness Familie den damals weltweit grössten Ölkonzern Standard Oil gegründet hatte. Daniel Guggenheim galt 1918 als einer der 15 reichsten US-Amerikaner (Quelle).

Meyer Robert Guggenheim (1885-1959) war US-Botschafter in Portugal. Sein Bruder Harry (1890-1971) war US-Botschafter in Kuba. Harry war Polospieler und gehörte zu einem Polo-Club, in dem viele Akteure der damaligen US-Elite vertreten waren. Darunter auch Cornelius Vanderbilt, John Mortimer Schiff, William Averell Harriman, Vincent Astor, William Randolph Hearst, Robert Lehman, Walter Chrysler und John Hay Whitney (Quelle: Seite 134).

Peter Lawson-Johnston II. ist ein Urenkel von Solomon Guggenheim (1861-1949). Er gründete 1999 das Finanzunternehmen Guggenheim Partners, das zu Ehren der Guggenheims benannt wurde. (Quelle) Das Unternehmen war schnell gewachsen. 2012 verwaltete Guggenheim Partners bereits 125 Milliarden US-Dollar. Jetzt im Jahr 2021 verwaltet das Unternehmen über 315 Milliarden US-Dollar (Quelle). Peter Lawson-Johnston II. ist noch immer in der Führung des Unternehmens (stand 28.4.2021).

Sein Vater Peter Lawson-Johnston I. (*1927) kommt mütterlicherseits aus der Guggenheim Familie. Er ist Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk (Quelle). Daher wird er vermutlich die britische Königsfamilie kennen, die das Elitennetzwerk führt. Vater und Sohn gehören zur Führung der beiden Guggenheim-Stiftungen.

Guggenheim-Stiftung

1929 gründete die Familie die „Harry Frank Guggenheim Foundation“. Sie besitzt derzeit ein Vermögen von 57 Millionen US-Dollar. 1937 gründeten sie die „Solomon R. Guggenheim Foundation“, die derzeit ein Vermögen von 211 Millionen US-Dollar besitzt (Quelle). Sie ist eine international angesehene Kunststiftung. Peter Lawson-Johnston I. ist Ehrenvorsitzender der Stiftung. Er und sein gleichnamiger Sohn gehören derzeit zu den Treuhändern der Stiftung. Dadurch werden sie Kontakt zu vielen (wohlhabenden) Kunstliebhabern und Kunstphilanthropen haben. Über die Stiftung werden sie zudem folgende Personen kennen:

  • Mark Walter (Treuhänder der Stiftung): Der Milliardär ist CEO von Guggenheim Partners und Geschäftspartner von Peter Lawson-Johnston II..
  • Vladimir Potanin (Treuhänder der Stiftung): Er gilt derzeit als der zweitreichste Russe mit einem Vermögen von 30 Milliarden US-Dollar. Er machte sein Vermögen in der Bergbauindustrie, wie die Guggenheims. Er kontrolliert den russischen Bergbaukonzern Nornickel. 2020 war Nornickel der zweitgrösste Nickelproduzent der Welt und der fünftgrösste Palladiumproduzent. Nornickel fördert auch Gold, Silber und Kupfer. Vladimir Potanin hat ein gutes Verhältnis zum russischen Präsidenten Putin. Er war mit ihm Skifahren, was auf eine persönliche Freundschaft hindeutet (Quelle). Potanin diente unter Boris Jelzin (Vorgänger Putins) als stellvertretender Ministerpräsident. Potanins eigene Stiftung ist ebenfalls mit der Guggenheim-Stiftung verbunden (Quelle).
  • J. Tomilson Hill (Vizepräsident und Treuhänder der Stiftung): Der Milliardär war Partner von Lehman Brothers, die bis zu ihrem Zusammenbruch eine der grössten Investmentbanken der Welt war. Bei Lehman Brothers lernte er Stephen Schwarzman und Peter Peterson kennen, die später die Blackstone Group gründeten. J. Tomilson Hill trat dann ebenfalls der Führung der Blackstone Group bei. Die Blackstone Group ist derzeit das grösste Private-Equity-Unternehmen der Welt. Durch das Unternehmen wurden J. Tomilson Hill, Stephen Schwarzman und Peter Peterson zu Milliardären. Das Unternehmen verwaltet inzwischen über 600 Milliarden US-Dollar. Stephen Schwarzman ist übrigens Mitglied bei Skull and Bones.
  • John Wilmerding (Treuhänder der Stiftung): Der Kunstprofessor hatte eine Urgrossmutter, die aus der Vanderbilt Familie kam. Die Vanderbilts waren im 19. Jahrhundert die reichste Familie der USA.
  • Stephen Robert (Schatzmeister und Treuhänder der Stiftung): Er war eine Zeitlang Haupteigentümer der US-amerikanischen Investmentbank Oppenheimer & Co.. Er ist Mitglied der Brookings Institution und des Council on Foreign Relations, beides einflussreiche Denkfabriken.
  • Thomas R. Ellis (Treuhänder der Stiftung): Er ist Mitgründer von Cantillon Capital Management. Der Hedgefonds hat derzeit 12 Kunden und verwaltet 15 Milliarden US-Dollar. Es sind also sehr wohlhabende Kunden. Thomas arbeitete für die Lazard Bank.
  • Brian Robinson (Treuhänder der Stiftung): Er ist derzeit Partner bei der führenden Investmentbank Goldman Sachs und war zuvor Partner der russischen Investmentbank Renaissance Capital.
  • John S. Wadsworth Jr. (Treuhänder der Stiftung): Er ist Ehrenvorsitzender der asiatischen Abteilung der führenden Investmentbank Morgan Stanley.
  • Linda Macklowe (Vizepräsidentin und Treuhänderin der Stiftung): Sie war mit dem Immobilienunternehmer Harry Macklowe verheiratet. Er ist Multimillionär und ehemaliger Milliardär.
  • Dimitris Daskalopoulos (Vizepräsident und Treuhänder der Stiftung): Der griechische Unternehmer war von 1998 bis 2008 Mitglied des European Round Table of Industrialists (ERT), die mächtigste Instanz der EU-Wirtschaftselite mit direktem Einfluss auf die EU-Kommission. Über den ERT kannte er über 50 wichtige Konzernchefs der EU.
  • Jon Imanol Azua (Treuhänder der Stiftung): Er ist ein spanischer Politiker.

(Quelle)

Cédric Guggenheim (*1981) arbeitet seit mehr als 11 Jahren für die Guggenheim-Stiftung (Quelle). Daher könnte er die Treuhänder der Stiftung und die Lawson-Johnston Familie kennen (die ja auch mit ihm verwandt ist).

Bemerkenswerte Heiraten

Harry Guggenheim (1890-1971) heiratete in dritter Ehe Alicia Patterson. Sie war Gründerin und Herausgeberin der Newsday, die heute eine der meistgelesenen Zeitungen der USA ist. Harry Guggenheim gehörte ebenfalls zur Führung der Zeitung. Seit den 1970er Jahren ist die Zeitung unabhängig von der Guggenheim Familie. Harrys Frau Alicia Patterson kam aus einer einflussreichen Familie von Zeitungsunternehmern. Ihr Vater Joseph Medill Patterson war Gründer und Herausgeber der Daily News, die zur grössten Zeitung der USA wurde und noch heute eine der wichtigsten Zeitungen des Landes ist. Alicia Patterson war zudem eine Urenkelin von Joseph Medill, der die Chicago Tribune kontrollierte, die ebenfalls bis heute zu den wichtigsten Zeitungen der USA gehört. Die Familie Medill-Patterson kontrollierte früher also drei der wichtigsten US-Zeitungen. Sie sind zudem mit der McCormick Familie verwandt, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Chicago Tribune kontrollierte. Die McCormicks heirateten in die berühmte Rockefeller Familie.

Nancy Guggenheim (1916-1973) heiratete einen Enkel von Charles Anderson Dana. Charles war massgeblich am Aufbau von Dana Incorporated beteiligt, einer der grössten Automobilzulieferer der USA. Sein gleichnamiger Onkel war Redakteur der nicht mehr existenten New-York Tribune, die damals die führende Zeitung der USA war.

Benjamin Guggenheim (1865-1912) heiratete in die amerikanisch-jüdische Seligman Familie. Die Seligmans gründeten und führten die „J. & W. Seligman & Co.“, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine führende Investmentbank der USA war.

Eleanor Mary Guggenheim (1896-1992) heiratete Arthur Stuart, der 7. Graf von Castle Stewart. Die Familie des irischen Grafen kommt aus dem schottischen Stewart Clan und stammt vom schottischen König Robert II. (1316-1390) ab.

Barbara Hazel Guggenheim (1903-1995) heiratete den amerikanisch-jüdischen Investmentbanker Sigmund Marshall Kempner. Er war Gründer und Vorsitzender der French Bank of California, die heute unter dem Namen Bank of the West firmiert. Die Bank of the West gehört derzeit zu den 40 grössten US-Banken. Sie ist im Besitz der französischen Grossbank BNP Paribas. Sigmunds zweite Ehefrau gehörte zum Verwandtenkreis der amerikanisch-jüdischen Lehman Familie, die 1850 Lehman Brothers gegründet hatte, eine der grössten Investmentbanken des 20. Jahrhunderts.

Gladys Guggenheim (1895-1980) heiratete den Sohn von Oscar Straus. Oscar war der erste Jude in einem Regierungskabinett der USA. Gladys Guggenheims Sohn war Roger Williams Straus Jr. (1917-2004). Er war Gründer und Vorsitzender von „Farrar, Straus und Giroux“, ein erfolgreicher Buchverlag. Der Verlag gehört inzwischen zum britischen Grossverlag Macmillan Publishers, der wiederum der deutschen Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört.

Solomon Guggenheim (1861-1949) heiratete die Tochter des deutsch-jüdischen Einwanderers Victor Henry Rothschild. Er ist, soviel bekannt ist, nicht mit der berühmten Rothschild Familie verwandt. Cora Guggenheim (1873-1956) heiratete den Investmentbanker Louis Frank Rothschild, der ebenfalls nicht mit der Rothschild Familie verwandt sein soll. Sein Vater war aus Deutschland eingewandert.

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Bevan Familie

Die Bevan Familie aus Grossbritannien ist mit der Barclays Bank verbunden, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt.

Der Quäker Silvanus Bevan (1661-1725) war der Stammvater der Familiendynastie.

1. Generation

Der gleichnamige Sohn Silvanus Bevan (1691-1765) gründete 1715 in London eine Apotheke, die mit der Zeit auch medizinische Waren ins Ausland verkaufte. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts übernahm die Quäkerfamilie Hanbury das Geschäft. Ab da entwickelte sich das Geschäft zu einem erfolgreichen Pharmaunternehmen, das unter dem Namen „Allen & Hanburys“ bekannt war. 1958 wurde das Unternehmen vom britischen Pharmakonzern Glaxo übernommen. Dieser ist einer der wichtigen Vorläufer von GlaxoSmithKline, der heute einer der grössten Pharmakonzerne der Welt ist. Quäker spielten eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Pharmazie (Quelle). Die Bevan Familie kannte mehrere bekannte Pharmawissenschaftler aus Quäkerfamilien.

Silvanus heiratete in zweiter Ehe die Tochter eines Quäkers, der ein Arzt des britischen Königs Wilhelm/William III. war. Wilhelm kam aus der niederländischen Königsfamilie und war auch König der Niederlande. Er und seine Verbündeten hatten 1689 den britischen König Jakob II. gestürzt, worauf Wilhelm den Thron bestieg. Jakob war der letzte katholische König Britanniens und er stand mit dem protestantischen Adel im Konflikt. Unter seiner Herrschaft wurde die Religionsfreiheit stark eingeschränkt, worunter auch die Quäker zu leiden hatten. Als Wilhelm die Macht übernahm, verabschiedeten er und das englische Parlament den Toleration Act, der Religionsfreiheit für Quäker und andere christliche Gemeinschaften garantierte (dafür waren ab da Katholiken Diskriminierungen ausgesetzt). Die niederländische Königsfamilie hatte Kontakt zu wohlhabenden Quäkerfamilien und die quäkerische Bankiersfamilie Hope übernahm eine wichtige Rolle bei der Verwaltung und Finanzierung des niederländischen Kolonialimperiums (die Niederlande waren damals eine führende Kolonialmacht).

Silvanus Bruder Timothy Bevan (1704-1786) heiratete in zwei der bedeutendsten Quäkerfamilien. Erst heiratete er in die Quäkerfamilie Barclay. Der Bruder seiner Frau gründete 1736 die Barclays Bank. Der Vorläufer der Bank existierte schon seit 1690 und wurde von der Quäkerfamilie Freame gegründet. Somit ist sie eine der ältesten (noch bestehenden) Banken der Welt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Bank unabhängig von der Barclay Familie. Allerdings waren ab da mehrere Familien in der Führung der Bank, die im 19. Jahrhundert mit den Barclays befreundet waren. So waren in den letzten 70 Jahren mehrere Mitglieder der Quäkerfamilien Bevan, Pease und Tuke in leitenden Positionen der Bank sowie auch die Buxton Familie (Verwandte der Quäkerfamilie Gurney). Die Barclays Bank gehört heute zu den mächtigsten Banken der Welt. 2019 belegte sie Platz 20 auf der Liste der grössten Banken weltweit. 2010 belegte sie noch Platz 10 und 1970 war sie sogar auf Platz 4 (Quelle). Im Jahr 2011 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Die Barclays Bank belegte Platz 1 auf der Liste (Quelle). Quäker waren massgeblich am Aufbau des britischen Bankwesens beteiligt (Quelle). Das Londoner Bankenviertel war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert der mächtigste Finanzplatz der Welt und gilt heute noch als der wichtigste neben der Wall Street in New York. Quäker spielten auch eine wichtige Rolle bei der Industrialisierung Grossbritanniens (Quelle). Die Industrielle Revolution begann in Grossbritannien und gilt als eines der wichtigsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte und hat die ganze Welt von Grund auf verändert.

Timothy Bevan (1704-1786) heiratete in zweiter Ehe in die Quäkerfamilie Gurney. Die Gurney Familie gründete 1770 die Gurneys Bank, die 1896 Teil von Barclays wurde. Die Barclay Familie heiratete ebenfalls in die Gurney Familie.

2. Generation

Timothys Sohn Silvanus Bevan (1743-1830) begann für die Barclays Bank zu arbeiten. Silvanus heiratete in zweiter Ehe in die Quäkerfamilie Wakefield, die ebenfalls mit der Barclay Familie verwandt war. Ein bemerkenswertes Familienmitglied wäre Edward Gibbon Wakefield (1796-1862), der eine wichtige Rolle bei der Gründung der britischen Kolonien Südaustralien und Neuseeland spielte.

3. Generation

David und sein Bruder Richard Bevan wurden Partner der Barclays Bank.

4. Generation

Robert Cooper Lee Bevan (1809-1890) war ebenfalls Partner der Barclays Bank. Er heiratete die Tochter von Joseph Sydney Yorke, ein britischer Offizier. Joseph war ein Enkel von Philip Yorke, ein hochrangiger Staatsmann, der zum Grafen geadelt wurde. Ab da war die Bevan Familie mit britischen Adligen verbunden.

5. Generation

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Barclays Bank von einer Privatbank zu einer Aktiengesellschaft umgewandelt. Francis Bevan (1840-1919) wurde der erste Vorsitzende der Barclays Bank. Francis erste Ehefrau war die Enkelin eines Herzogs aus dem schottischen Russell Clan. Seine zweite Ehefrau war die Tochter von Baron James Hogg, der zur Führung der East India Company gehörte (die das vermutlich mächtigste Unternehmen aller Zeiten war).

Gwendolen Bevan (1866-1937) heiratete Ion Keith-Falconer. Ion war ein Bruder von Graf Algernon von Kintore. Dieser war der damalige Clan-Chef des schottischen Keith Clans. Graf Algernon war ein hochrangiger Freimaurer. Er war über 35 Jahre lang Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer. Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Graf Algernon war über 20 Jahre lang Grossmeister des Templerordens. (Quelle) Er war von 1889 bis 1895 Gouverneur der britischen Kolonie Südaustralien. In dieser Zeit war er zugleich Grossmeister der Freimaurergrossloge von Südaustralien (Quelle).

Edith Agneta Bevan (1850-1929) heiratete William Middleton Campbell, der Gouverneur der Bank of England war (britische Zentralbank). Er kam aus dem schottischen Campbell Clan.

Roland Bevans (1848-1923) Frau kam mütterlicherseits aus der Bankiersfamilie Hoare. Die Hoare Familie gründete 1672 die britische Privatbank „C. Hoare & Co“ und kontrolliert sie bis heute. Damit ist sie die zweitälteste britische Bank und die zweitälteste Familienbank der Welt. Roland Bevans Frau war die Tochter von Arthur Kinnaird, der 10. Lord von Kinnaird aus Schottland. Dessen Grossvater mütterlicherseits war das Oberhaupt der FitzGerald-Dynastie. Die irische Adelsfamilie bildete sich vor 900 Jahren. Sie stammen von der Dinefwr-Dynastie ab, eine walisische Herrscherfamilie aus dem ersten Jahrtausend. Sie stammen zudem der Legende nach von der italienischen Adelsfamilie Gherardini ab, die bis zum 14. Jahrhundert zu den mächtigsten Familien der italienischen Stadt Florenz gehörte.

Edwyn Bevan (1870-1943) heiratete die Tochter eines britischen Barons.

Nesta Bevan Webster (1876-1960) wurde eine bekannte Verschwörungstheoretikerin.

6. Generation

Gerard Lee Bevan (1869-1936) musste wegen Finanzbetrug mehrere Jahre ins Gefängnis.

8. Generation

Timothy Hugh Bevan (1927-2016) war fast 30 Jahre lang im Aufsichtsrat der Barclays Bank. Von 1968 bis 1974 war er stellvertretender Vorsitzender der Bank. Von 1981 bis 1987 war er Vorsitzender und leitete somit eine der mächtigsten Banken der Welt. Er wurde zum Ritter geschlagen.

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Adams Familie

Die Adams Familie stieg in den letzten zehn Jahren zu den mächtigsten Zeitungsbesitzern der USA auf. Das Vermögen der Familie wurde auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle).

Cedric Adams (1902-1961) arbeitete als Radiosprecher und Zeitungsjournalist. Sein Sohn Stephen Adams (*1937) ist als Privat Equity-Investor aktiv, investiert also in nicht börsennotierte Unternehmen. Er gründete 2013 zusammen mit seinem Sohn Mark die „Adams Publishing Group“. Das Medienunternehmen erwarb innerhalb von paar Jahren dutzende Zeitungen und besitzt inzwischen über 120 Zeitungen in den USA. Das Unternehmen befindet sich hauptsächlich in Familienbesitz und wird derzeit von Mark Adams geführt.

Stephen Adams war Mitglied bei Skull & Bones. Diese Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Stephen Adams unterstützte den Wahlkampf von George W. Bush bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 mit einer Million US-Dollar. Bush gewann die Wahl und wurde Präsident. Bush war ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones, wie bereits sein Vater und Grossvater (sein Vater war zudem ebenfalls US-Präsident) (Quelle). Stephen Adams sagte sogar in einem Interview, dass er Bush unter anderem unterstützt hatte, weil dieser Mitglied bei Skull and Bones war (Quelle). Nachdem Bush die Wahl gewonnen hatte, lud er seine Kameraden von Skull and Bones ins Weisse Haus ein. Zehn davon verdankten ihm gar einen neuen Job. (Quelle) Die Mitglieder bei Skull and Bones sind dazu verpflichtet, sich gegenseitig bei ihren beruflichen Karrieren zu helfen (Quelle). Stephen Adams spendete über 100 Millionen US-Dollar an Einrichtungen der Yale Universität, wo Skull and Bones wie gesagt Mitglieder anwirbt.

Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Alle Studenten, die beitreten wollen, müssen Blut aus einem Schädel trinken (Quelle: 1, 2, 3). Bei Skull and Bones waren neben der Bush Familie noch weitere bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Rockefeller, Vanderbilt, Harriman, Taft und Whitney (Quelle).

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McClatchy Familie

Die McClatchy Familie gehört zu den mächtigsten Zeitungsunternehmern der USA. Im Zeitraum 2005 wurde das Familienvermögen auf 2,7 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Der Ire James McClatchy (1824-1883) emigrierte in die USA. Dort arbeitete er als Journalist und wurde Herausgeber der Zeitung The Sacramento Bee. Die Zeitung wurde seither von der McClatchy Familie kontrolliert und gehört noch heute zur McClatchy Company. Die Nachkommen von James erwarben nach und nach weitere Zeitungen. 2006 kaufte die McClatchy Company das Medienunternehmen Knight Ridder, das über 30 Zeitungen in den USA besass. Dadurch wurde die McClatchy Company zu einem der grössten Zeitungsunternehmen der USA.

Wegen dem Aufkommen der digitalen Medien lesen immer weniger Leute Zeitungen. Wie viele Zeitungsunternehmen geriet auch McClatchy dadurch in finanzielle Schwierigkeiten. Im Februar 2020 beantragte das Unternehmen Insolvenz (die Zeitungen werden aber weitergeführt). Seither befindet sich das Unternehmen hauptsächlich im Besitz des Hedgefonds Chatham Asset Management, der das Unternehmen wieder aufpäppeln soll. Der Hedgefonds ist auch am Boulevardverlag A360media beteiligt. Die McClatchy Familie ist aber nach wie vor im Aufsichtsrat des Unternehmens vertreten.

Heute besitzt die McClatchy Company etwa 30 Zeitungen. Nach Angaben der McClatchy Company haben ihre Zeitungen 54 Pulitzer Preise gewonnen und haben über 65 Millionen monatliche Leser (Quelle).

Kevin McClatchy (*1963) ist derzeit Präsident des Aufsichtsrats der McClatchy Company. Er ist ein Enkel von George F. Kennan (1904-2005) (Quelle). Kennan war einer der wichtigsten US-Diplomaten seiner Zeit. Kennan war eng mit William Averell Harriman und US-Präsident Franklin Roosevelt verbunden (Quelle).

Kevin McClatchy besass früher die Pittsburgh Pirates, ein Baseballteam. Dadurch hatte er Kontakt zu Robert Nutting, der inzwischen das Baseballteam besitzt (Quelle). Robert kommt aus der Ogden-Nutting Familie. Die Familie gründete, besitzt und führt das Medienunternehmen Ogden Newspapers, das derzeit über 40 Zeitungen in den USA besitzt.

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Schiff Familie

Die deutsch-jüdische Familie Schiff lebte seit dem 17. Jahrhundert in der Judengasse der deutschen Stadt Frankfurt. Die Familie lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Sie brachte mehrere Rabbiner hervor. Darunter auch Tevele Schiff (starb 1792), der nach London zog und dort Oberrabbiner der Grossen Synagoge von London wurde. (Quelle) Die Schiff Familie war durch Heiraten mit den Familien Goldschmidt, Oppenheim, Wertheimer und Haas verbunden, die zu den reichsten Familien der Frankfurter Judengasse gehörten.

Jacob Schiff

Jacob Schiff (1847-1920) emigrierte in die USA und wurde dort schnell zu einem einflussreichen Bankier. Der von ihm gegründete Familienzweig gehört seither zur US-Elite. Jacobs Vater war als Makler für die Rothschild Familie tätig (Quelle).

Jacob Schiff heiratete 1875 eine Tochter von Solomon Loeb. Dieser war ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer. Loeb gründete 1867 die Investmentbank „Kuhn, Loeb & Co.“. Sie wurde schnell zu einer der grössten Investmentbanken der USA und galt als die mächtigste neben der Bank der Morgan Familie. 1977 wurde „Kuhn, Loeb & Co.“ Teil der Bank Lehman Brothers, die bis zu ihrem Zusammenbruch 2008 eine der grössten Investmentbanken der Welt war. Lehman Brothers wurde 1850 von der Lehman Familie gegründet, ebenfalls eine Familie von deutsch-jüdischen Einwanderern.

Jacob Schiff führte „Kuhn, Loeb & Co.“ und wurde zu einem der wichtigsten Finanziers der Eisenbahnindustrie in den USA. 1918 gehörte er zu den 30 reichsten US-Amerikanern (Quelle). Er unterstützte das japanische Kaiserreich mit Kriegskrediten. Dafür erhielt er von japanischen Kaiser einen Orden. Er traf den britischen König Edward VII., der übrigens hochrangiger Freimaurer war (Quelle).

Jacob Schiff kannte Paul Warburg, ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer. Paul Warburg gehörte wie Schiff zur Führung von „Kuhn, Loeb & Co.“ und heiratete ebenfalls eine Tochter des Bankengründers Solomon Loeb. Schiffs Tochter heiratete wiederum einen Bruder von Paul Warburg. Jacob Schiff und Paul Warburg hatten geschäftlichen Kontakt zum Eisenbahnunternehmer Edward Harriman (Freimaurer). Dieser kontrollierte die US-amerikanische Grossbank Wells Fargo. Nach Harrimans Tod waren Paul Warburg und Jacob Schiff in der Führung von Wells Fargo. Heute ist Wells Fargo eine der vier grössten Banken der USA.

Jacob Schiff war Direktor von mehreren Eisenbahn- und Finanzunternehmen. Er war Direktor der National City Bank. Sie trägt heute den Namen Citigroup und gehört ebenfalls zu den vier grössten Banken der USA. Jacob Schiff kannte dadurch vermutlich James Stillman, der damals die Bank führte. Stillman hatte zwei Töchter, die in die berühmte Rockefeller Familie heirateten.

Jacob Schiff war 1870 Mitgründer der Continental Bank and Trust Company. 1948 fusionierte sie mit der Chemical Bank (war mit der Roosevelt Familie verbunden). Die Chemical Bank gehörte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den grössten Banken der Welt. Ende des Jahrhunderts fusionierte sie mit zwei Grossbanken der Familien Rockefeller und Morgan. Dadurch entstand JPMorgan Chase, die heute die grösste Bank der USA ist.

Die Schiff Familie gehörte oder gehört noch immer zur Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk, das von der britischen Königsfamilie geführt wird. Jacob Schiff gehörte zum Gründerkreis der Elitegesellschaft (Quelle).

Jacobs Nachkommen

Jacobs Sohn Mortimer Loeb Schiff (1877-1931) war bis zu seinem Tod Partner der Bank „Kuhn, Loeb & Co.“. Darauf wurde er von seinem Sohn John Schiff (1904-1987) abgelöst. John war langjähriger Treuhänder der „John Simon Guggenheim Memorial Foundation“. Die Stiftung wurde von der amerikanisch-jüdischen Guggenheim Familie gegründet, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Amerikanern gehörte. John Schiff heiratete eine Enkelin von George Fisher Baker, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts der reichste Bankier der USA war. Zu dieser Zeit kannten sich viele der reichsten US-Amerikaner persönlich und viele waren auch familiär miteinander verbunden. Hier die Reichenliste von 1918.

John Schiff war Polospieler und gehörte zu einem Polo-Club, in dem viele Akteure der damaligen US-Elite vertreten waren. Darunter Cornelius Vanderbilt, Vincent Astor, Robert Lehman, William Averell Harriman, William Randolph Hearst, Harry Guggenheim, Walter Chrysler und John Hay Whitney. (Quelle: Seite 134)

Johns Sohn David Schiff (*1936) wurde geschäftsführender Gesellschafter von „Kuhn, Loeb & Co.“. Davids Sohn Andrew Schiff (*1966) heiratete 1997 eine Tochter des berühmten Politikers Al Gore und hat drei Kinder mit ihr (Quelle). Al Gore war von 1993 bis 2001 Vizepräsident der USA und erhielt 2007 den Friedensnobelpreis. Er ist Partner des Venture Capital-Unternehmens „Kleiner Perkins“. Finanzunternehmen im Bereich Venture Capital finanzieren in kleine Unternehmen und machen Gewinn, wenn diese wachsen. Kleiner Perkins unterstützte den Aufbau vieler Unternehmen, darunter auch Google und Amazon. Al Gore ist seit 2003 im Aufsichtsrat des Technologiekonzerns Apple. Er war Berater bei Google. 2013 wurde sein Vermögen auf 200 Millionen US-Dollar geschätzt (Quelle).

Dorothy Schiff (1903-1989) war fast 40 Jahre lang Eigentümerin und Herausgeberin der New York Post, die bis heute zu den wichtigsten Zeitungen der USA gehört. 1976 verkaufte sie die Zeitung an Rupert Murdoch, der die Zeitung bis heute besitzt und inzwischen zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt gehört. Dorothy Schiff hatte angeblich eine Affäre mit dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (Freimaurer). Sie blieb aber dennoch eine langjährige und enge Freundin von Franklins Ehefrau Eleanor (Quelle). Ihre Tochter Adele Schiff Hall heiratete Robert W. Sweet, ein hochrangiger Richter.

Felicia Schiff Warburg (*1927), eine Urenkelin des Einwanderers Jacob Schiff, heiratete Franklin Roosevelt Jr. (Freimaurer). Er war ein Sohn von US-Präsident Franklin Roosevelt. (Quelle) Roosevelt Junior hatte in erster Ehe in die Du Pont Familie geheiratet, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört.

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Aga Khan Familie

Die Khan Familie ist die vielleicht mächtigste persische Aristokratenfamilie der heutigen Zeit. Sie sind die geistlichen Oberhäupter der Nizariten/ Ismailiten. Die Nizariten sind die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft und haben 15 bis 20 Millionen Anhänger in vielen Ländern, hauptsächlich in Zentral- und Südasien und im Nahen Osten. Die Khans stammen der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Zu den Vorfahren der Khans sollen auch die Fatimiden gehören, eine der mächtigsten Herrscherfamilien des 11. Jahrhunderts. Die Vorfahren der Khans waren mit den Assassinen verbunden. (Quelle) Die Vorfahren der Khans werden ganz unten im Beitrag erläutert.

Trotz ihres kulturellen Hintergrunds gehören die heutigen Familienmitglieder hauptsächlich zur angloamerikanischen und französischen High Society. Sie unterhalten Kontakte zur politischen Elite Pakistans. Obwohl sie religiöse Führer sind, nehmen sie es mit der Religion nicht so ernst (sie haben romantische Beziehungen mit nicht Muslimen, begingen Ehebruch, liessen sich Scheiden, sie servieren ihren Gästen Alkohol, drei Familienmitglieder heirateten Models).

Der Perser Hasan Ali Shah (1804-1881) war das 46. Oberhaupt der Nizariten. Er heiratete eine Tochter des persischen Herrschers Fath Ali Schah aus der Dynastie der Kadscharen. Die Kadscharen herrschten von 1794 bis 1925 über Persien (der heutige Iran). Der persische Herrscher verlieh Hasan den Titel des Aga Khans, worauf sich Hasan in Aga Khan I. umbenannte. Er half den Briten als Militärführer im anglo-afghanischen Krieg. Später lebte er in der indischen Stadt Bombay, die damals von den Briten kontrolliert wurde. Er lernte den britischen Offizier Charles James Napier kennen. Napiers Grossvater war der Clan-Chef des schottischen Napier Clans.

Sein Sohn Aga Khan II. (1830-1885) war das 47. Oberhaupt der Nizariten. Er freundete sich mit Briten in Bombay an.

Hasans Sohn Aga Khan III. (1877-1957) war das 48. Oberhaupt der Nizariten. Nach Angaben einer englischen Freimaurerloge war Aga Khan III. Freimaurer (Quelle). Auch The News International, die grösste englischsprachige Zeitung in Pakistan, schrieb, dass er Freimauer war (Quelle).

Aga Khan III. erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie und wurde in den Privy Council aufgenommen (Geheimrat der britischen Königsfamilie). Er war von 1937 bis 1938 Präsident des Völkerbundes, der von 1920 bis 1946 bestand und ein Vorläufer der heutigen Vereinten Nationen (UNO) war. Sein Sohn war Aly Khan.

Aly Khan

Aly Khan (1911-1960) war pakistanischer Botschafter bei den Vereinten Nationen. Er war Vizepräsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Er heiratete in erster Ehe Joan Yarde-Buller, die Tochter eines britischen Barons. Joan Yarde-Buller heiratete auch den adligen Zeitungsinhaber Seymour Berry und heiratete in die Guinness Familie. Die irische Guinness Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die Rothschild Familie.

Aly Khan hatte eine romantische Beziehung mit Pamela Digby, die Tochter eines britischen Barons. Pamela führte auch romantische Beziehungen mit Baron Élie de Rothschild und Gianni Agnelli (Quelle). Sie war mit Randolph Frederick Churchill verheiratet, der Sohn des britischen Premierministers Winston Churchill (Freimaurer). Pamela heiratete William Averell Harriman, der einer der mächtigsten Akteure der US-Elite war.

Aly Khan war mit Margaret Whigham verlobt. Margaret hatte viele Liebhaber (angeblich mehr als 80). Darunter sollen auch drei Mitglieder der britischen Königsfamilie, zwei Minister und ein ehemaliger Nazi gewesen sein (Quelle). Ein weiterer mutmasslicher Liebhaber war Duncan Sandys (Schwiegersohn von Winston Churchill). Margaret war auch mit einem Sohn von Max Aitken (mächtiger britischer Zeitungsverleger) verlobt. Sie heiratete Herzog Ian Campbell, der Clan-Chef des schottischen Campbell Clans.

Karim Aga Khan

Alys Sohn Karim Aga Khan IV. (*1936) ist das derzeitige religiöse Oberhaupt der Nizariten. Sein Vermögen wurde auf 10 Milliarden Euro geschätzt (Quelle). Seine Anhänger müssen einen Prozentsatz ihres Vermögens an Aga Khan abgeben, viele spenden aber auch freiwillig mehr. Das erhaltene Geld soll Karim an Wohltätigkeitsorganisationen abgeben. Karim gründete und führt das Aga Khan Development Network, eine der grössten NGOs der Welt. Sie ist eine der wichtigsten Entwicklungsorganisation in afrikanischen und asiatischen Ländern mit hoher Armut. Seine Kinder arbeiten ebenfalls für die Organisation.

Karim Aga Khan IV. gründete und kontrolliert die Nation Media Group. Sie ist der wohl wichtigste Medienkonzern in der Medienlandschaft von Zentral- und Ostafrika.

Karim ist Freimaurer. Er hatte sich zwar nie als einer geoutet und Vertreter der Nizariten streiten ab, dass die Khan Familie mit der Freimaurerei verbunden ist, aber englische Freimaurer waren so nett und bestätigten Karims Mitgliedschaft im Freimaurerbund (Quelle: Seite 37).

Karim lebt hauptsächlich in seinem Schloss in Frankreich. Er besitzt die britische Staatsbürgerschaft. Dank einer Adelstitelverleihung der britischen Queen kann sich Karim als „Seine Hoheit“ bezeichnen. (Quelle) Die Queen veranstaltete 2018 in ihrem Palast ein Abendessen für Karim, der sein 60-jähriges Jubiläum als religiöser Führer feierte (Quelle). Karim kennt auch die britischen Prinzen Charles und Philip (Fotos: 1, 2, 3). Übrigens hat die britische Königsfamilie womöglich ebenfalls Blut des Propheten Mohammed in sich (Quelle). Auch die jordanische und marokkanische Königsfamilie sollen von Mohammed abstammen.

Karim heiratete in erster Ehe das Model Sarah Poole. Sie war zuvor mit dem Sohn des britischen Markgrafen John Crichton-Stuart verheiratet. Der Markgraf stammte aus dem schottischen Stewart Clan (stammen vom schottischen König Robert II. aus dem 14. Jahrhundert ab).

Karim heiratete in zweiter Ehe in die Thyssen Familie, die zu den reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts gehörte. Die Thyssens sind mit vielen Adelsfamilien verbunden.

Karim ist sehr gut vernetzt:

  • Er ist mit der Familie des derzeitigen kanadischen Premierministers Justin Trudeau befreundet (Quelle). Justins Vater Pierre Trudeau war von 1968 bis 1984 ebenfalls kanadischer Premierminister. Vater und Sohn gehörten zum Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie). Kanada war früher eine britische Kolonie und die Queen ist heute noch das Staatsoberhaupt von Kanada.
  • Er ist mit James „Jim“ Wolfensohn befreundet (Quelle). Der australisch-amerikanisch Ökonom war von 1995 bis 2005 Präsident der Weltbank.
  • Über seine philanthropischen Aktivitäten hatte er Kontakt zu den Rockefellers. Er traf David Rockefeller und seine Tochter Peggy Rockefeller Dulany (Fotos: 1 und 2).
  • Er kannte den verstorbenen französischen Baron Guy de Rothschild (Foto).
  • Karim und sein Bruder Amyn kennen Laurent Dassault (Foto). Die Dassault Familie gehört zu den reichsten Familien Frankreichs und sind Bekannte der Rothschilds.
  • Er traf die US-amerikanischen Multimilliardäre Bill Gates und Michael Bloomberg (Fotos: 1 und 2).
  • Über die Google-Suche findet man Fotos von Karim mit Mitgliedern mehrerer Königsfamilien, darunter Juan Carlos (Spanien), Michel und Gersende D‘Orleans (Frankreich), Maria Teresa von Luxemburg, Sophie von Württemberg (Deutschland), Scheich Al Nahyan (Abu Dhabi) und Scheich Al-Thani (Katar).
  • Er traf Staatsoberhäupter wie Wladimir Putin, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Nursultan Nazarbayev und Lee Hsien Loong.
  • Er kennt Bill Clinton und seine Frau Hillary.
  • Er traf Ratan Tata, der zu den mächtigsten Akteuren der indischen Elite gehört (Foto).
  • Er traf mehrfach Silvio Berlusconi aus Italien und Joschka Fischer aus Deutschland (Quelle).
  • Er kennt den französischen Bankier Michel David-Weill (Quelle).

Die Khan Familie hatte über ihre Pferdezucht Kontakt zu Jean-Luc Lagardère (Quelle). Die französische Lagardère Familie kontrolliert einen der grössten französischen Medienkonzerne.

Die Khan Familie kennt Farah Pahlavi (Fotos: 1, 2, 3, 4). Sie hatte in die persische Herrscherfamilie Pahlavi geheiratet und wurde dadurch die Kaiserin von Persien (heutiger Iran). Die Pahlavi-Dynastie war die letzte Herrscherfamilie von Persien/Iran. Sie herrschten von 1925 bis 1979.

Karim Aga Khan IV. besuchte das Eliteinternat Le Rosey in der Schweiz. Es ist vermutlich das elitärste Internat der Welt. Viele Königsfamilien schicken ihre Kinder dorthin. Aber auch Kinder aus Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Rothschild, Botin, Du Pont, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als „die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens in dem sich das Internat befindet als „die Bauern“ bezeichnet wurden. Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hochelitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann. (Quelle)

Karim gehörte oder gehört noch immer zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer Angehörige der Familien RothschildRockefellerOppenheimerLoudon, Bin Laden, Astor, Ford, Siemens, AgnelliHoffmann und viele weitere elitäre Familien, darunter auch mehrere Königsfamilien. (Quelle)

Karims Onkel Sadruddin Aga Khan (1933-2003) war eine führende Persönlichkeit bei den Vereinten Nationen (UNO). Er erhielt einen Orden vom Papst. In erster Ehe heiratete er das britische Model Nina Dyer, die zuvor in die deutsche Industriellenfamilie Thyssen geheiratet hatte. Sadruddin heiratete in zweiter Ehe in die Sursock Familie, die im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien des Libanons war. Die Sursocks leben heute hauptsächlich in Europa, sind mit europäischen Adligen befreundet, brachten Freimaurer hervor und heirateten in die thailändische Königsfamilie.

Vorfahren

Die Khans stammen, wie bereits erwähnt, der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Nach Mohammeds Tod spaltete ein Streit seine Familie, die geteilter Meinung war, wer der Nachfolger Mohammeds sein sollte. Dadurch teilte sich die Familie in zwei Zweige auf, die ihre eigenen muslimischen Glaubensgemeinschaften führten. So spalteten sich die Muslime in Sunniten und Schiiten auf, die noch heute die beiden wichtigsten Zweige der muslimischen Glaubensgemeinschaft sind. Im Familienzweig, der die Schiiten führte, kam es im 9. Jahrhundert zu einem weiteren Streit um die Nachfolge, worauf sich ein Teil der Schiiten abspaltete, der die heutigen Ismailiten/Nizariten ausmacht, die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft.

Die heutige Khan Familie soll von dem Familienzweig abstammen, der die Gemeinschaft der Ismailiten begründete und führte. Abdallāh al-Akbar (lebte im 9. Jahrhundert) gilt als der Begründer der Ismailiten. Seine Nachkommen führen seither die Ismailiten/Nizariten. Sein Nachkomme Abdallah al-Mahdi (873-934) war nicht nur das religiöse Oberhaupt, sondern auch der erste Kalif aus der Dynastie der Fatimiden, die zu den angeblichen Vorfahren der heutigen Khan Familie gehören. Die Fatimiden wurden zu einer der mächtigsten Herrscherfamilien der damaligen Zeit und herrschten vom 10. bis 12. Jahrhundert. Sie herrschten zeitweise über das Gebiet der heutigen Staaten Ägypten, Tunesien, Marokko, Israel, Jordanien, Syrien, Libanon und auch über grosse Teile von Saudi-Arabien, Libyen, Algerien und Sudan. Sie gründeten die ägyptische Stadt Kairo, die das Machtzentrum ihres Reiches wurde.

Assassinen

Muhammad al-Muhtadi (lebte im 11. und 12. Jahrhundert) war das 21. Oberhaupt der Nizariten und angeblicher Vorfahre der heutigen Khans. Sein Grossvater soll ein Prinz aus der Kalifenfamilie der Fatimiden gewesen sein. Al-Muhtadi zog von Ägypten nach Persien. Dort lebte er bei Hassan-i Sabbāh, ein wichtiger Führer der Nizariten. Hassan-i Sabbah war der Gründer der sagenumwobenen Assassinen (Quelle). Ab da lebte al-Muhtadis Familie bis ins 13. Jahrhundert in der Bergfestung Alamut. Die Bergfestung Alamut war der Hauptsitz der Assassinen (Quelle). Die Vorfahren der Khans waren bekanntermassen Assassinen (Quelle).

Die Assassinen waren ein Orden bestehend aus Nizariten. Der Orden war vor allem für seine Auftragskiller bekannt, die angeblich Dutzende Sultane, Kalifen und Kreuzritter ermordeten. Der Orden geriet mit den Mongolen in Konflikt (das Mongolische Reich war damals die führende Weltmacht). Darauf soll der Orden von den Mongolen ausgelöscht worden sein. Als die Mongolen die Bergfestung Alamut eroberten (Hauptsitz der Assassinen) wurden fast alle Dokumente und Bücher der Assassinen verbrannt. Daher weiss man bis heute so gut wie nichts über den Orden. (Quelle) Es wurde spekuliert, dass die Assassinen ein Geheimorden mit grossem Einfluss im Nahen Osten waren. Zur Zeit der Assassinen eroberten die vom Vatikan gesteuerten Kreuzfahrer Teile des Nahen Ostens (Kreuzzüge). Die Nizariten gingen Bündnisse mit den Kreuzfahrern ein. (Quelle) Als die Kreuzfahrer Jerusalem besetzten, gründete die dortige Kreuzfahrerelite mehrere Vatikanorden, von denen manche bis heute bestehen. Damals wurde auch der legendäre Templerorden gegründet, der als möglicher Vorläufer der Freimaurerei gilt. Die Assassinen hatten Kontakt zu den Tempelrittern und zahlten sogar eine Weile Geld an den Templerorden (Quelle).

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Campbell Clan

Der schottische Clan ist über 700 Jahre alt. Niall Mac Cailein Campbell (starb 1316) heiratete eine Schwester des schottischen Königs Robert I.. Robert kam aus dem schottischen Bruce Clan.

Der Campbell Clan wurde zu einer der wichtigsten Familien des schottischen Adels und ist noch heute eine der wichtigsten Adelsfamilien Grossbritanniens. Der Clan stellte Barone, Vizegrafen, Grafen, Markgrafen und Herzöge. Der Campbell Clan heiratete in den letzten 700 Jahren in viele schottischen Clans sowie in englische und irische Adelsfamilien. Der Clan brachte viele britische Politiker, Juristen und Militärs hervor. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die Verbindungen des Clans zur Freimaurerei sowie auf die Verbindungen zu elitären Kreisen.

Campbell Clan und die Freimaurerei

Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. 1736 gründeten die schottischen Freimaurer die Grossloge von Schottland. Der grösste Teil der Grossmeister der Grossloge stammten aus schottischen Clans und waren Adlige. Der Campbell Clan stellte mehrere Grossmeister der schottischen Grossloge:

Herzog George Campbell (1768-1839) war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er war in der Politik und gehörte zum Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Markgraf John Campbell (1796-1862) war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er war in der Politik und gehörte ebenfalls zum Privy Council. Er war Gouverneur der Bank of Scotland, die seit 1695 besteht und damit eine der ältesten Banken der Welt ist. Seine Frau war eine Tante von Graf George Baillie-Hamilton-Arden, der ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer und Gouverneur der Bank of Scotland war. Noch weitere Verwandte der Campbells waren Grossmeister der schottischen Grossloge.

Baron Archibald Campbell Douglas (1835-1908) und sein gleichnamiger Neffe (1870-1929) waren ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer. (Quelle)

Gavin Campbell (1851-1922), der Markgraf von Breadalbane, war in der Politik und gehörte zum Privy Council. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans (Quelle). Markgraf Gavin Campbell heiratete die Tochter des damaligen Clan-Chefs des Graham Clans. Gavin Campbell war von 1892 bis 1905 Grossmeister des schottischen Templerordens (Quelle). Hiermit ist natürlich der „echte Templerorden“ gemeint, denn es gibt noch mehrere Möchtegern-Orden, die sich selbst als Templer bezeichnen, aber ziemlich sicher nur Wichtigtuer sind. Über die heutigen Tempelritter ist sehr wenig bekannt und es ist unklar, ob eine Verbindung zu den Tempelrittern aus dem 12. Jahrhundert besteht. Der Templerorden von damals gilt als möglicher Vorläufer der Freimaurerei. Der heutige Templerorden nimmt nur christliche Master Masons und Royal Arch Masons auf (Quelle). Das bedeutet, dass man den 4. Grad im York-Ritus und den 3. Grad im schottischen Ritus erreicht haben muss. Wer diese Grade erreicht, darf dem Templerorden beitreten und hat auch Anspruch auf eine Mitgliedschaft im „Order of Royal and Select Masters“ (Orden der königlichen und auserwählten Meister), auch bekannt als kryptische Freimaurer. Die Mitgliedschaft bei den britischen Tempelrittern ermöglicht einem Beitritte in noch weitere Orden (Quelle). Hier sollte noch erwähnt werden, dass der Grossteil der Freimaurer keine Hochgrad-Maurer sind. Genaue Zahlen gibt es z. B. in der Schweiz. Von den schweizerischen Freimaurern, die den schottischen Ritus praktizieren, befinden sich derzeit 3500 Mitglieder auf dem 1. bis 3. Grad, während derzeit nur 900 Mitglieder den 4. Grad erreichten (Quelle). In der Schweiz darf der Kreis aus Freimaurern, die den 33. Grad (der höchste Grad) erreichen, aus maximal 99 Personen bestehen. Der Oberste Rat der schweizerischen Freimaurer darf aus maximal 33 Personen bestehen (Quelle). Derzeit sind in der Führung des schottischen Templerordens zwei Personen mit Familiennamen Campbell vertreten und weitere Personen mit Familiennamen schottischer Clans (Quelle).

John Campbell (1705-1782), der Graf von Loudon, war Gouverneur der englischen Kolonie Virginia in Nordamerika. Er war Grossmeister der Premier Grand Lodge of England (Quelle), welche die erste Freimaurergrossloge der Welt war und 1717 gegründet wurde. 1813 wurde sie zur heutigen Grossloge von England umgewandelt.

Der Campbell Clan besass früher den Barr Tower, der heute als Freimaurerhalle dient (Quelle).

Der Familienlegende nach stammt der Campbell Clan von Diarmuid ab, ein Held aus der irisch-keltischen Mythologie. Sein Pflegevater war Angus, der Sohn von Dagda. Dagda ist einer der wichtigsten Götter in der irisch-keltischen Mythologie. Dagda war ein Druide. Die Druiden gehörten in der Zeit vor Christus zur keltischen Elite. Die Gesellschaftsschicht der Druiden war vermutlich eine Mischung aus Aristokraten und religiösen Führern aber auch aus Astrologen, Schamanen (damalige Mediziner) und Alchemisten (damalige Chemiker und Pharmakologen). Diarmiud wurde der Legende nach beim Steinkreis von Strontoiller in Schottland begraben. Auf der britischen Insel befinden sich viele alte Steinkreise, von denen mache älter als die Pyramiden sind. Diese Steinbauten werden mit den Druiden und den Freimaurern in Verbindung gebracht. Der heutige Druidenorden (Ancient Order of Druids) untersteht der englischen Freimaurergrossloge. Menschenopfer spielten eine sehr wichtige Rolle im Druidentum (Quelle).

Die Herzöge von Argyll

Seit dem Jahr 1701 stellt ein Zweig des Clans Herzöge und steht somit in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Der Herzog ist auch gleichzeitig der Clan-Chef des Campbell Clans. Herzog George Campbell (1768-1839) war wie bereits erwähnt Grossmeister der schottischen Freimaurer.

Herzog Archibald Campbell (1682-1761) war 1727 Mitgründer und erster Gouverneur der Royal Bank of Scotland (nicht zu verwechseln mit der Bank of Scotland), eine der ältesten Grossbanken der Welt. 2010 war sie die viertgrösste Bank der Welt (Quelle). Sie gehört inzwischen zur NatWest Group, die derzeit die viertgrösste britische Bank ist.

Herzog John Campbell (1845-1914) heiratete in die britische Königsfamilie. Er war Mitglied des Privy Council. Er war Generalgouverneur von Kanada und somit oberster Kolonialbeamter der britischen Kolonie Kanada.

Herzog Ian Campbell (1903-1973) heiratete in erster Ehe eine Tochter von Max Aitken, der einer der mächtigsten britischen Zeitungsverleger war und zum Baron geadelt wurde. Ians Tochter Lady Jeanne Campbell (1928-2007) heiratete in zweiter Ehe John Sergeant Cram III.. Zu dessen Vorfahren gehörten die Familien Drexel und Gould, die im 19. Jahrhundert zwei der mächtigsten Familien der USA waren. Jeanne Campbell hatte viele Liebhaber, darunter auch:

  • US-Präsident John F. Kennedy
  • Randolph Churchill (Sohn des britischen Premierministers Winston Churchill, der übrigens Freimaurer und Druide war)
  • Fidel Castro (herrschte fast 50 Jahre über Kuba)
  • Der US-Amerikaner Henry Luce (Gründer des Time Magazine und Mitglied bei Skull and Bones)
  • Der britische Baron Oswald Mosley (führender Kopf der britischen Faschisten in den 1930er Jahren)
  • Gerüchten zufolge auch Nikita Chruschtschow (führte zehn Jahre lang die Sowjetunion)

(Quelle: 1 und 2)

Herzog Ian Campbell (1903-1973) heiratete in dritter Ehe Margaret Whigham. Sie hatte ebenfalls viele Liebhaber (angeblich mehr als 80). Darunter sollen auch drei Mitglieder der britischen Königsfamilie, zwei Minister und ein ehemaliger Nazi gewesen sein (Quelle). Ein weiterer mutmasslicher Liebhaber war Duncan Sandys (Schwiegersohn von Winston Churchill). Sie war mit Aly Khan verlobt. Die persische Aristokratenfamilie Khan sind die geistlichen Oberhäupter der Nizariten (die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft). Die Khans stammen der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Margaret war auch mit einem Sohn von Max Aitken (mächtiger britischer Zeitungsverleger) verlobt. Sie kannte Jean Paul Getty, der in den 1950er Jahren als der reichste Amerikaner galt. (Quelle)

Herzog Ian Campbell heiratete in vierter Ehe Mathilda Coster Mortimer. Sie war eine Enkelin des US-amerikanischen Bankiers William Bay Coster. Coster verkehrte mit bekannten Familien der US-Elite, wie Astor, Livingston, Vanderbilt und Van Rensselaer (Quelle).

Der derzeitige Clan-Chef und Herzog ist Torquhil Campbell (*1968). Seine Mutter war die Tochter des damaligen Clan-Chefs des Colquhoun Clans. Torquhil arbeitet für den französischen Alkoholkonzern Pernod Ricard. Sein Vater war 1975 einer der reichsten Briten mit einem Vermögen von 87 Millionen Pfund/120 Millionen US-Dollar (damals gab es noch wenige Milliardäre) (Quelle).

Herzog Torquhil Campbell heiratete in die Cadbury Familie. Die britische Quäkerfamilie Cadbury gründete 1824 den heutigen Süsswarenkonzern Cadbury. Torquhil Campbells Schwiegervater war Peter Hugh George Cadbury. Dieser arbeitete 27 Jahre für die Londoner Investmentbank Morgan Grenfell und wurde stellvertretender Vorsitzender der Bank. Er war auch Vorsitzender der britischen Bank Close Brothers.

Weitere bemerkenswerte Personen aus dem Campbell Clan

Verwandte der Campbell-Herzöge gründeten und führten die britische Coutts Bank. Lord Archibald Campbell (1846-1913), der Vater eines Campbell-Herzogs, war das letzte Familienmitglied, das bekanntermassen mit der Bank verbunden war. (Quelle) Die Bank wurde 1692 gegründet und gehört damit zu den ältesten Banken der Welt. Ab den 1760er Jahren wurde sie vom schottischen Bankier James Coutts und seiner Familie kontrolliert. James Coutts heiratete eine Enkelin des Bankengründers John Campbell. Somit hat die heutige Coutts Familie Blut des Campbell Clans in sich. Die Coutts waren noch bis spätestens in die 1990er Jahre in der Führung der Bank. Im 19. Jahrhundert gehörte Coutts zu den führenden britischen Privatbanken. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser.

William Middleton Campbell (1849-1919) war Gouverneur der Bank of England (britische Zentralbank), die damals noch die mächtigste Zentralbank der Welt war. Er kam aus dem Familienzweig der Campbells von Possil. Er heiratete in die Quäkerfamilie Bevan, eine bedeutende britische Bankiersfamilie, die mit der britischen Grossbank Barclays verbunden ist.

James Campbell (1660-1713), der Sohn eines Grafen, war Direktor der Bank of Scotland, die seit 1695 besteht und damit zu den ältesten Banken der Welt gehört.

Graf John Campbell (1900-1970) heiratete in die Vickers Familie, die das Rüstungsunternehmen Vickers gründete und führte. Sein Schwiegervater Vincent Cartwright Vickers gehörte zur Führung der Bank of England (britische Zentralbank).

Baron Edward Taswell Campbell (1879-1945) hatte eine Enkelin, Fiona Campbell-Walter, die in die Thyssen Familie heiratete. Die Thyssens gehörten zu den reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts und sind mit vielen Adelsfamilien verbunden. Fionas Tochter Francesca heiratete das derzeitige Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Österreichs. Dadurch haben auch ein österreichischer Prinz und zwei Prinzessinnen Blut des Campbell Clans in sich.

Liza Campbell (*1959), die Tochter eines Grafen, hatte eine romantische Beziehung mit Imran Khan, der derzeitige Premierminister Pakistans. Imran Khan heiratete in die britische Goldschmidt Familie (Freunde und Verwandte der Rothschilds).

Der Kaufmann Colin Campbell (1686-1757) war 1731 Mitgründer der Schwedischen Ostindien-Kompanie, eine schwedische Handelskompanie die sich auf den ostasiatischen Handel konzentrierte. Colin Campbell war schwedischer Botschafter in China und traf die chinesische Kaiserfamilie. Er kam aus dem Familienzweig der Campbells von Cawdor.

Der Politiker John Gordon Drummond Campbell (1864-1935) kam aus dem Familienzweig der Campbells von Craignish. Er war pädagogischer Berater des thailändischen Königs. (Quelle)

Lord William Campbell (1730-1778) und Colin Campbell (1776-1847) waren Gouverneure der britischen Kolonie Novia Scotia in Kanada. William war Freimaurer (Quelle). Colins Verwandtschaft brachte mehrere Politiker in Novia Scotia hervor. Colin war auch Gouverneur der britischen Kolonie Ceylon (das heutige Sri Lanka). James Campbell (circa 1773-1835) war ebenfalls Gouverneur von Ceylon. Archibald Campbell (1739-1791) war Gouverneur der britischen Kolonie Georgia in Nordamerika, die den heutigen US-amerikanischen Bundestaat Georgia ausmacht. Er war auch Gouverneur der britischen Kolonien Jamaika und Madras. Viele Verwandte des Campbells Clans waren ebenfalls als Kolonialverwalter aktiv.

Die niederländische Adelsfamilie Loudon stammt eventuell vom Campbell Clan ab. Die Loudons sind mit dem führenden Öl- und Gaskonzern Shell verbunden.

Nach Angaben von WikiTree stammte der Bankier Colin Campbell (1866-1954) vom Campbell Clan ab. Er war familiär mit mehreren Clans verbunden. Er war Präsident der „British Bankers Association“, die vermutlich wichtigste Lobbyorganisation der britischen Banken. Er wurde zum Baron geadelt.

Campbell Clan in Australien und Neuseeland

Der Campbell Clan unterhält bis heute Kontakte zu Verwandten in Australien und Neuseeland (Quelle).

John Logan Campbell (1817-1912), der Enkel eines Campbell-Barons, emigrierte nach Neuseeland und gehörte zu den führenden Köpfen der dortigen britischen Kolonialelite. Er war in der Führung mehrerer neuseeländischer Finanzunternehmen, darunter auch die Bank of New Zealand, die noch heute zu den grössten Banken Neuseelands gehört. Schottische Einwanderer spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau der australisch-neuseeländischen Finanzindustrie.

Charles James Fox Campbell (1807-1859) emigrierte in die britische Kolonie Australien. Sein Grossneffe Walter Campbell (1921-2004) war Gouverneur des australischen Bundesstaates Queensland und oberster Richter am Obersten Gerichtshof von Queensland. Er setzte sich für die Monarchie in Australien ein. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt von Australien und Neuseeland. Die ehemaligen britischen Kolonien gehören heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch und wirtschaftlich eng mit Grossbritannien verbunden sind. Dieser Familienzweig der Campbells war mit dem schottischen Kolonialbeamten Lachlan Macquarie verwandt. Lachlan war Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales in Australien (der heutige australische Bundesstaat New South Wales). Er stammte aus dem schottischen MacQuarrie Clan. Er war Freimaurer (Quelle).

Campbell Clan in den USA

Der Campbell Clan unterhält bis heute Kontakte zu Verwandten in Nordamerika (Quelle).

Der US-amerikanische Soldat William Campbell (1745-1781) stammte höchstwahrscheinlich aus dem Campbell Clan. Er und sein Sohn gehörten zu den Unterzeichnern der Fincastle Resolutions und unterstützten somit die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung. Er heiratete eine Schwester von Patrick Henry. Dieser wurde nach der Gründung der USA der erste Gouverneur des Bundesstaates Virginia. Williams Campbells Frau heiratete nach seinem Tod den Armeeoffizier William Russell, der nach Angaben von Geni.com vom schottischen Russell Clan abstammt.

Alexander William Campbell (1828-1893) stammte womöglich aus dem Campbell Clan. Er war General im amerikanischen Bürgerkrieg. Er war Freimaurer (Quelle).

Nach Angaben von Find a grave war der US-Amerikaner William Bowen Campbell (1807-1867) ein Nachfahre von Adligen aus dem Campbell Clan. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Tennessee. Er war Freimaurer (Quelle). Er war mit David Campbell (1779-1859) verwandt, der Gouverneur des US-Bundestaates Virginia war.

Im englischsprachigem Raum gibt es abertausende Personen mit Familiennamen Campbell, bei denen aber meist unklar ist, ob sie mit dem Clan verwandt sind. Auch wenn eine Verwandtschaft besteht, ist unklar ob diese Personen auch Kontakt zur adligen Clan-Führung haben. Die Adligen aus dem Campbell Clan unterhalten über Familienverbände weltweit Kontakte zu Tausenden von Verwandten. Natürlich wird nicht jeder Verwandte in die Familiengeheimnisse des Clans eingeweiht, aber ich geh davon aus, dass die Clans viele Verwandte in ehemaligen britischen Kolonien rekrutieren, die sich dann für die Ziele und Interessen der britischen Aristokratie in den ehemaligen Kolonien einsetzen. Da die adligen Zweige der schottischen Clans ziemlich offensichtlich am Aufbau internationaler freimaurerischer Netzwerke beteiligt waren, könnte ich mir vorstellen, dass die Clans ihre Verwandten dazu ermuntern der Freimaurerei beizutreten. In den Logen werden dann über das Initiierungssystem der Hochgrade und verschiedene Orden die „Besten der Besten“ aus der Verwandtschaft herausgesucht.

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Lambert Familie

Die Lamberts gehörten zu den wichtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts. Sie wurden in den belgischen Adel aufgenommen.

Samuel Lambert (1806-1875) kam aus einer französisch-jüdischen Familie. Er zog mit seiner Frau nach Belgien. Dort leitete er gemeinsam mit seinem Schwiegervater Lazare Richtenberger eine belgische Niederlassung der französischen Rothschild Bank. Lazare Richtenberger unterhielt gute Beziehungen zum belgischen Königshaus. Samuel gründete auch eine eigene Bank (Banque Lambert). Nach Samuels Tod übernahm sein Sohn Léon Lambert (1851-1919) das Geschäft. Er heiratete in die Rothschild Familie. Seine Töchter heirateten in die Familien Stern und Goldschmidt-Rothschild. Dadurch waren die Lamberts mit drei der wichtigsten jüdischen Bankiersfamilien verbunden. Léon Lamberts Schwester heiratete den deutsch-jüdischen Einwanderer Raphaël de Bauer, der zu einem bedeutenden Bankier in Belgien wurde. Bauer hatte geschäftlichen Kontakt zu den jüdischen Bankiersfamilien Bischoffsheim, Hirsch, Stern und Montefiore.

Léon Lambert wurde vom belgischen König zum Baron geadelt. Seine Nachkommen tragen seither den Titel eines Barons.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Banque Lambert zu den führenden Banken Belgiens auf. 1975 fusionierte sie mit der Banque de Bruxelles. Die belgische Bank wurde 1871 von dem belgischen Familienzweig der deutsch-jüdischen Oppenheim Familie gegründet. Auch die Bankiersfamilie Stern war in der Führung der Bank vertreten. Die Banque de Bruxelles war 1972 die zweitgrösste belgische Bank und die Lambert Familie besass 10% der Anteile. Durch die Fusion entstand die BBL, die seit 1998 zur niederländischen Grossbank ING Group gehört, eine der grössten europäischen Banken.

1902 gründete die Lambert Familie die Groupe Bruxelles Lambert (GBL). Diese ist eine der wichtigsten Beteiligungsgesellschaften Europas. Die Holding ist Hauptaktionär mehrerer Grosskonzerne. Sie besitzt zwar die Konzerne nicht ganz, ist aber bei fast allen der grösste Aktionär und platziert GBL-Mitarbeiter in den Aufsichtsräten der Konzerne. Die GBL hält derzeit folgende Anteile:

  • Umicore (18%). Umicore gehört zu den grössten belgischen Unternehmen. Der Konzern ist in der Verarbeitung und Recycling von Edel- und Nichtedelmetallen tätig. Die GBL ist der mit Abstand grösste Aktionär des Unternehmens.
  • LafargeHolcim (7,6%). Der Baustoffkonzern ist der weltweit grösste Zementproduzent und gehört zu den grössten Unternehmen der Schweiz. Die GBL ist der grösste Aktionär des Unternehmens.
  • Adidas (6,8%). Das deutsche Unternehmen ist einer der umsatzstärksten Bekleidungskonzerne der Welt. Die GBL ist der grösste Aktionär des Unternehmens.
  • Imerys (54% Anteil und 67% Stimmrechte). Der französische Bergbaukonzern wurde 1880 von der Rothschild Familie gegründet.
  • Pernod Ricard (7,6%). Das französische Unternehmen gehört zu den weltweit grössten Alkoholkonzernen. Die Alkoholindustrie macht ein Grossteil ihres Geldes mit Süchtigen. Die GBL ist der grösste Aktionär des Unternehmens neben der französischen Milliardärsfamilie Ricard, die das Unternehmen gegründet hatte.
  • GEA (8,5%). Der deutsche Mischkonzern konzentriert sich auf die Lebensmittelindustrie und die Kühltechnik (Gefrier- Kühl- und Klimaanlagen). Das Unternehmen war ursprünglich ein Metall- und Bergbaukonzern, der 1881 von der deutschen Merton Familie gegründet wurde. Die Mertons waren britisch-jüdische Einwanderer, die mit deutschen Geschäftspartnern das Unternehmen aufbauten. Die GBL ist der zweitgrösste Aktionär der GEA. Der grösste Aktionär ist derzeit der Staatsfonds der Königsfamilie Kuwaits
  • SGS (18,9%). Das schweizerische Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Warenprüfkonzernen. Die GBL ist der mit Abstand grösste Aktionär des Unternehmens. Auch die deutsche Unternehmerfamilie Finck gehört zu den Hauptaktionären.
  • Webhelp (61,4%). Das französische Unternehmen berät Grosskonzerne bezüglich Outsourcing.
  • Mowi (5,8%). Das norwegische Unternehmen ist der weltweit grösste Lachsproduzent.
  • Ontex (20%). Das belgische Unternehmen ist ein führender Windelkonzern.
  • Parques Reunidos (23%). Das spanische Unternehmen betreibt über 60 Vergnügungsparks in verschiedenen Ländern.

(Quelle)

Inzwischen befindet sich die GBL im Besitz der Familien Desmerais und Frère. Die Desmerais Familie gehört zu den mächtigsten Familien Kanadas. Die Frère Familie gehört zu den mächtigsten Familien Belgiens. Die beiden Familien sind in der Führung der mit der GBL verbundenen Unternehmen vertreten.

Baron Philippe Lambert (1930-2011) war Präsident der GBL und kannte dadurch die Frère Familie. Er war im Vorstand und Anteilseigner der britischen Investmentgesellschaft RIT Capital Partners, die vom britischen Baron Jacob Rothschild gegründet wurde und ein Grossteil von dessen Vermögen verwaltet. (Quelle)

Die GBL investierte lange Zeit in die Öl- und Gasindustrie. Die GBL war früher Hauptaktionär des belgischen Ölkonzerns Petrofina. 1999 fusionierte Petrofina mit dem französischen Ölkonzern Total, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Bis 2013 war GBL einer der Hauptaktionäre von Total. GBL war früher Hauptaktionär des französischen Energiekonzerns Engie, ebenfalls einer der weltweit grössten Öl- und Gaskonzerne. GBL war schon zuvor Hauptaktionär des belgischen Energieunternehmens Tractebel, das zu den Vorläufern von Engie gehörte.

Die GBL war von 2001 bis 2006 am deutschen Medienkonzern Bertelsmann beteiligt und besass 25% des Unternehmens. Bertelsmann ist einer der grössten Medienkonzerne der Welt und wird von der deutschen Mohn Familie kontrolliert.

1976 schloss sich die amerikanische Abteilung der GBL mit einer US-amerikanischen Investmentbank zusammen, die auf die Familien Drexel und Harriman zurückging, die früher zu den mächtigsten Bankiers der USA gehörten. Durch die Fusion entstand Drexel Burnham Lambert, die zu 26% der GBL gehörte. Drexel Burnham Lambert stieg innerhalb weniger Jahre zu einer der fünf grössten Investmentbanken der USA auf. Sie war bekannt für ihre „aggressive Unternehmenskultur“ und war an vielen Übernahmen grosser Unternehmen beteiligt. 1990 ging die Bank Konkurs.

Baron Leon Lambert (1928-1987) war Partner der Investmentbank Drexel Burnham Lambert. Auf seiner Beerdigung hielten David Rockefeller und Henry Kissinger Lobreden (Quelle). Die beiden gehörten zu den wichtigsten Akteuren der US-Elite. Leon Lambert war in Vorständen vieler Unternehmen. Er gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle).

Die Tochter von Baron Philippe (1930-2011) und Marion Lambert beging Selbstmord, kurz nachdem sie sich entschlossen hatte, rechtlich gegen Vincent Meyer (ein Enkel des Bankiers André Meyer) vorzugehen, der sie im Alter von 12 bis 14 sexuell missbraucht hatte. Vincent Meyer wurde nicht verurteilt, wie es halt üblich ist bei elitären Kreisen. Die Mutter der Tochter, Marion Lambert, wurde nicht nur von der Justiz enttäuscht, die Meyer ungeschoren davon kommen liess, sondern auch von ihrem Bekanntenkreis, der High Society, die sich nicht von Meyer abwandte und ihn teilweise auch in Schutz nahm. Baronin Liliane de Rothschild höchstpersönlich bat Marion Lambert die Sache ruhen zu lassen. (Quelle: 1 und 2).

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Møller Familie

Die Møller Familie gilt als die wichtigste Unternehmerfamilie Dänemarks. Die Familie kontrolliert die Maersk Group. Der Schifffahrtskonzern ist das grösste dänische Unternehmen und eines der grössten Familienunternehmen Europas.

Die Schätzungen zu ihrem Familienvermögen unterscheiden sich stark, da Teile ihres Vermögens und ihrer Beteiligungen einer Familienstiftung gehören. In den letzten zehn Jahren wurde die Familie nicht mehr auf der Forbes-Liste der Milliardäre aufgeführt, da Forbes Stiftungsgelder nicht mitzählt (Quelle). 2008 und 2013 wurde das Vermögen auf über 20 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle: 1 und 2). 2019 wurde das Familienvermögen auf 8,9 Milliarden DKK geschätzt, also etwa 1,4 Milliarden US-Dollar (Quelle). 2016 hielt die Familienstiftung Anteile im Wert von 17,2 Milliarden US-Dollar (Quelle).

Das Familienunternehmen wurde 1904 von AP Møller (1876-1965) gegründet. AP Møller unterstützte 1939 den dänischen Politiker Victor Pürschel finanziell. Victor Pürschel war ein Antidemokrat und Antisemit, der 1939 eine rechtsradikale Partei in Dänemark gründete. AP Møller sympathisierte mit Adolf Hitler oder lehnte ihn zumindest nicht ab. Er kontrollierte zu dieser Zeit den dänischen Waffenhersteller DISA, der Waffen in grossen Mengen an Hitler-Deutschland lieferte. (Quelle)

Mehrere Familienmitglieder erhielten Orden von der dänischen Königsfamilie. Mærsk Mc-Kinney Møller (1913-2012) kannte die dänische Königin Margrethe II. (Foto). Die dänische Königsfamilie war auf seiner Beerdigung (Quelle). Der dänische Prinz Joachim arbeitete für die Maersk Group.

Mærsk Mc-Kinney Møller gehörte zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer Angehörige der Familien Rothschild, Rockefeller, Oppenheimer, Loudon, Bin Laden, Agnelli, Astor, Aga Khan, Ford, Siemens, Hoffmann und viele weitere elitäre Familien, darunter auch mehrere Königsfamilien. (Quelle)

Maersk Group

Die Maersk Group ist schon seit 25 Jahren das führende Unternehmen in der weltweiten Schifffahrtsindustrie und ist das grösste Unternehmen in der Containerschifffahrt.

Die Maersk Group besitzt APM-Terminals, einer der weltweit grössten Betreiber von Häfen und Containerterminals. Die Maersk Group besitzt das Frachtflugunternehmen Star Air.

Derzeit ist die Maersk Group mit 20 Prozent Hauptaktionär der Danske Bank. Sie ist die grösste dänische Bank und eines der grössten Unternehmen Dänemarks. Die Maersk Group ist schon seit 1928 Hauptaktionär der Bank.

1962 gründete die Familie das Öl- und Gasunternehmen Maersk Oil, das weltweit aktiv wurde. 2017 verkauften sie das Unternehmen an den französischen Öl- und Gaskonzern Total.

1972 gründete die Familie den Ölbohrplattformenbetreiber Maersk Drilling, der seit 2019 ein eigenständiges Unternehmen ist.

Von 1964 bis 2017 hielt die Maersk Group grosse Anteile an der Salling Group, die der grösste Einzelhändler Dänemarks ist.

1969 gründete die Familie die dänische Fluggesellschaft Maersk Air, die bis 2005 bestand.

Der derzeitige CEO der Maersk Group ist Søren Skou. Er ist derzeit Mitglied des European Round Table of Industrialists (ERT), die wohl mächtigste Instanz der EU-Wirtschaftselite mit direktem Einfluss auf die EU-Kommission. Über den ERT kennt er über 50 wichtige Konzernchefs der EU (Quelle).

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