Disney Familie

Der US-Amerikaner Walt Disney (1901-1966) gründete 1923 ein Filmstudio, das Zeichentrickfilme produzierte. Daraus entwickelte sich die heutige Walt Disney Company, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.

Die Walt Disney Company ist inzwischen das grösste Filmunternehmen der Welt. Im Jahr 2016 kontrollierte Disney ein Viertel des Filmmarktes (Quelle). 2019 kaufte Disney das viertgrösste Filmunternehmen 21st Century Fox und wird somit inzwischen noch mehr als ein Viertel des Marktes kontrollieren. 21st Century Fox wurde vor dem Verkauf von der Murdoch Familie kontrolliert. Disney besitzt Fernseh- und Radiosender sowie Unternehmen im Bereich Pay-TV und Streaming. Seit 1996 gehört auch der US-amerikanische Medienkonzern ABC zu Disney. Disney besitzt zur Hälfte das Rundfunkunternehmen A & E-Networks (die andere Hälfte gehört der Hearst Familie). Disney ist auch auf anderen Kontinenten aktiv und besitzt beispielsweise die Hälfte des deutschen Kinderfernsehsenders Super RTL.

Walt Disney führte das Unternehmen bis 1960 und wurde dann von seinem Bruder Roy Oliver Disney (1893-1971) abgelöst, der noch bis 1971 die Führung übernahm. Roys Sohn Roy Edward Disney (1930-2009) war langjähriger Angestellter der Walt Disney Company und Mitglied des Aufsichtsrats sowie Berater des Unternehmens. Er war Milliardär.

Nach eigenen Angaben besitzt die Familie heute weniger als drei Prozent der Firmenanteile. Das bedeutet womöglich, dass sie mehr als zwei Prozent besitzt. Das Nettovermögen des Unternehmens wird auf 130 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Zwei Prozent hätten also einen Wert von 2,6 Milliarden US-Dollar.

Roy Edward Disney erhielt vom Papst den Gregoriusorden, die vierthöchste Auszeichnung des Vatikans. Der Orden wird denjenigen verleiht, welche die Interessen der Kirche und des Heiligen Stuhls gefördert haben. (Quelle)

Roy Edwards Sohn, der Drehbuchautor Tim Disney (*1961), kennt den Filmproduzenten Jeffrey Soros, ein Neffe des berühmten Investors George Soros (Fotos: 1 und 2).

Walt Disney kannte die thailändische Königsfamilie (Quelle).

Es gibt Quellen, die besagen, dass der Firmengründer Walt Disney Freimaurer war (Quelle). Nach Angaben von Freimaurern ist kein Logenbeitritt dokumentiert. Er war zumindest Mitglied des DeMolay Ordens (DeMolay International), ein mit der Freimaurerei verbundener Jugendorden. Er nimmt Freimaurersöhne und nahe Verwandte von Freimaurern und deren Freunde im Alter von 16 bis 21 Jahren auf (Quelle). Daher kann man davon ausgehen, dass der DeMolay Orden Jugendliche auf ihre spätere Freimaurerkarriere vorbeireitet. Der Orden ist nach dem legendären Templerorden-Grossmeister Jacques de Molay benannt. US-Präsident Bill Clinton wurde bereits mit 15 oder 16 Jahren Mitglied im DeMolay Orden (Quelle). US-Präsident Franklin Delano Roosevelt wurde als Erwachsener Ehrengrossmeister des Ordens (Quelle). Walt Disney war noch als Erwachsener Mitglied des Ordens. Er schrieb: „Ich fühle mich dem Orden gegenüber sehr verpflichtet und dankbar für die Rolle, die er bei meinen Bemühungen gespielt hat“ (Quelle).

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Soros Familie

Der US-Amerikaner George Soros gilt als einer der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager aller Zeiten und als einer der wichtigsten politischen Spender der letzten Jahre. Er wurde in eine ungarisch-jüdische Familie geboren, die in die USA emigrierte. Sein Vermögen wird derzeit auf 8,6 Milliarden US-Dollar geschätzt. 2017 wurde das Vermögen noch auf 25 Milliarden Dollar geschätzt (Quelle). Sein Sohn Jonathan Soros ist ebenfalls als Fondsmanager und politischer Spender aktiv.

George Soros kannte den verstorbenen David Rockefeller, der zu den mächtigsten Akteuren der US-Elite gehörte. Die beiden trafen auch Ted Turner (gründete den Fernsehsender CNN), Brooke Astor, William Gates Sr. (der Vater von Bill Gates) und Leonore Annenberg (sie und ihr Mann, der Medienunternehmer Walter Annenberg, hatten persönlichen Kontakt zur britischen Königsfamilie). (Foto)

Peter Soros ist ein Neffe von George Soros. Er kennt Baronin Arielle de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie (Foto). Seine Mutter Daisy Soros kennt David Rockefeller Jr. und Valerie Rockefeller aus der berühmten Rockefeller Familie (Foto). Peter Soros war mit Flora Fraser verheiratet, eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Fraser von Lovat Clans.

Alexander Soros ist ein Sohn von George Soros. Er kennt Chelsea Clinton, die Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und seiner Frau Hillary (Foto). George Soros kennt ebenfalls die Clinton Familie (Foto: 1 und 2).

Jeffrey Soros ist ein Neffe von George Soros. Er ist als Filmproduzent tätig und kennt Tim Disney (Fotos: 1 und 2). Die Disney Familie gründete die Walt Disney Company, die das weltweit grösste Filmunternehmen und einer der grössten Medienkonzerne ist.

George Soros kennt Crispin Odey und gründet mit ihm die Investmentfirma Odey AM (Quelle). Crispin Odey heiratete erst in die Murdoch Familie, die zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt gehört. Später heiratete er in die Pease Familie, eine bedeutende britische Bankiersfamilie.

George Soros arbeitete von 1963 bis 1973 bei der New Yorker Investmentbank „Arnhold and S. Bleichroeder“ (Quelle). Die Bank geht auf das 1803 gegründete deutsche Bankhaus S. Bleichröder zurück. Dieses wurde von der deutsch-jüdischen Bleichröder Familie geführt, die eng mit den Rothschilds zusammenarbeitete. Der andere Vorläufer der New Yorker Bank war das 1864 gegründete deutsche Bankhaus Gebrüder Arnhold, das von der deutsch-jüdischen Arnhold Familie geführt wurde. Max Arnhold war hochrangiger Freimaurer in Dresden, Deutschland (Quelle). Sein Bruder Eduard Arnhold kannte Carl Friedrich von Siemens und Felix Deutsch, die damals die deutsche Elektroindustrie kontrollierten. Da George Soros Vizepräsident der Investmentbank „Arnhold and S. Bleichroeder“ wurde, lernte er Henry Arnhold kennen, der zu dieser Zeit Vorsitzender der Bank war (Quelle). Henrys Grossvater war einer der Brüder, die das Bankhaus Gebrüder Arnhold gründeten. Soros gründete in dieser Zeit seinen Hedgefonds Soros Fund Management zusammen mit Jim Rogers. Soros und Rogers arbeiteten gemeinsam bei der Investmentbank „Arnhold and S. Bleichroeder“.

Open Society Foundations

Seit 1984 spendete George Soros 32 Milliarden US-Dollar. 1993 gründete er die Open Society Foundations, die in den letzten Jahren eine der wichtigsten Elitestiftungen der Welt war. Er und sein Sohn Alexander gehören noch immer zum Vorstand der Stiftung. Die Stiftung besitzt derzeit um die 18 Milliarden US-Dollar. Sie gehörte in den letzte Jahren zu den grössten Spendern mehrerer einflussreicher Think Tanks. Die Stiftung gründete auch eigene Think Tanks, wie das Quincy Institute for Responsible Statecraft. Die Soros Stiftung gründete das Institut gemeinsam mit der Stiftung der superreichen Koch Familie (Quelle). Das ist daher bemerkenswert, da Soros und Koch unterschiedliche Interessen vertreten. Während die Koch Familie recht-konservative Bewegungen fördert, unterstützt Soros das linke Lager. Als Verschwörungstheoretiker könnte man die auf die Idee kommen, das diese Milliardäre sich selbst nicht als rechts oder links einordnen, aber das Ziel Verfolgen, das amerikanische Volk in zwei Lager zu spalten. Ich kann mir Vorstellen, dass sich die führenden Köpfe der US-Elite nicht für Dinge wie Einwanderung, Rassismus, Abtreibungen, Polizeigewalt oder Genderdebatten interessieren. Sie werden zwar alle eine persönliche Meinung zu den Themen haben, aber wirtschaftliche Themen und internationale Beziehungen werden sie vermutlich mehr beschäftigen und diese werden ihnen auch wichtiger sein. Da ist es nützlich, wenn das Volk seine Aufmerksamkeit auf einzelne politische Themen konzentriert, die der Elite selbst egal oder nicht besonders wichtig sind.

Seit kurzem ist Mark Malloch Brown Präsident der Soros-Stiftung. Er ist ein guter Freund von George Soros (Quelle). Der britische Diplomat, Journalist und Politiker arbeitete für Soros Hedgefonds. Er gehörte zur Führung der Vereinten Nationen (UN) und arbeitete bei der Weltbank. Er war in der britischen Commonwealth- und Aussenpolitik (britische Kolonialpolitik). Er gehörte zum Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. 2007 erhielt er den nicht erblichen Adelstitel eines Barons und einen Ritterorden.

Derzeitiges Vorstandsmitglied der Open Society Foundations ist Daniel Sachs. Er kommt aus der schwedischen Unternehmerfamilie Sachs, die in die Wallenberg Familie heiratete, die wohl mächtigste Familie der schwedischen Wirtschaftselite.

Sun Valley Konferenz

George Soros besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz (Quelle). Zu den Teilnehmern gehören führende Medienunternehmer der USA, darunter vor allem Unternehmer im Bereich Digitale Medien und Internet. Die meisten sind Milliardäre. Von den offiziell bekannten Besuchern der Konferenz wären die wichtigsten:

  • Warren Buffett, gilt als der erfolgreichste Finanzinvestor aller Zeiten.
  • Bill Gates, der Gründer von Microsoft.
  • Jeff Bezos, gründete und führt Amazon.
  • Mark Zuckerberg, Mitgründer und CEO von Facebook.
  • Tim Cook, CEO von Apple.
  • Die Murdoch Familie, gehört zurzeit zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt.
  • Shari Redstone, die Redstone Familie gehört zurzeit zu den mächtigsten Medienunternehmern der USA.
  • Michael Dell, gründete und kontrolliert den Computerhersteller Dell.
  • Bob Iger, Vorsitzender von Disney, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.
  • Reed Hastings, Gründer, CEO und Vorsitzender von Netflix.
  • David Petraeus, ehemaliger Direktor der CIA.
  • Der Hedgefonds-Manager Peter Thiel, gehörte zu den Mitgründern von PayPal, war der erste der in Facebook investierte und trat später dem Vorstand bei. Er ist ein Förderer von US-Präsident Donald Trump.

(Quelle)

  • Ivanka Trump, Tochter von Donald Trump
  • Jared Kushner, Schwiegersohn von Donald Trump.
  • Omid Kordestani, Vorsitzender von Twitter.
  • Jerry Yang, Mitgründer und ehemaliger CEO von Yahoo.

(Quelle)

  • Larry Page und Sergey Brin, gründeten und führen Google.
  • Tony Blair, ehemaliger Premierminister Grossbritanniens.

(Quelle)

Die Sun Valley Konferenz wird von der Investmentbank „Allen & Company“ veranstaltet, die sich im Besitz der Unternehmerfamilie Allen befindet.

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Landolt & Sandoz Familie

Die Familie Landolt aus der Schweiz gründete 1780 die Schweizer Privatbank Landolt & Cie., die sie bis heute kontrolliert (Quelle). Sie ist somit eine der ältesten noch existenten Banken der Welt. Die Bank ist auf Vermögensverwaltung spezialisiert. Die Schweiz gilt als die gefragteste Steueroase der Welt.

Pierre Landolt ist derzeit Vizepräsident von Landolt & Cie. Mütterlicherseits kommt er aus der Sandoz Familie und gehört zu den Erben der Familie. Edouard Sandoz gründete 1886 ein Chemieunternehmen, das ab 1895 in der Pharmaindustrie aktiv wurde. Aus Sandoz entwickelte sich die heutige Novartis, einer der weltweit grössten Pharmakonzerne und eines der grössten Unternehmen der Schweiz. Die Sandoz Familie hält inzwischen nur noch etwas mehr als 3% der Anteile an Novartis über ihre Familienstiftung, ist aber damit noch immer der grösste Aktionär. Pierre Landolt war Präsident der Sandoz Familienstiftung (Quelle). Die Familie Landolt-Sandoz gehört zu den reichsten Schweizern. 2020 wurde das Familienvermögen auf 8,5 Milliarden Schweizer Franken geschätzt, also etwa 9,5 Milliarden US-Dollar. (Quelle)

Pierre Landolt gehörte zum Verwaltungsrat der Novartis (Quelle). Er war auch im Verwaltungsrat von Syngenta, das zu den grössten Unternehmen der Schweiz gehört (Quelle). Syngenta produziert unter anderem Saatgut sowie Pflanzenschutzmittel und gehört zu den zehn grössten mit der Agrarindustrie verbundenen Unternehmen der Welt (Quelle). Syngenta entstand aus dem Agrargeschäft der Pharmakonzerne Novartis und AstraZeneca.

Novartis entstand 1996 aus der Fusion der Schweizer Firmen Sandoz und Ciba-Geigy. An der Gründung war auch Louis von Planta beteiligt, der Ehrenpräsident der Novartis wurde. Er kam aus der Schweizer Uradelsfamilie von Planta. Er gehörte zum Bankrat der SNB (Schweizer Zentralbank). (Quelle)

Pierre Landolt ist ein guter Freund von André Hoffmann und ist auch entfernt mit ihm verwandt (Quelle). André Hoffmann und seine Familie kontrollieren den Schweizer Pharmakonzern Roche, der in den letzten Jahren stets der zweitgrösste Pharmakonzern der Welt war. Die Hoffmann Familie sind mit der Merian Familie verwandt, die in die Geigy Familie heiratete, die den Novartis-Vorläufer Geigy gründete.

Die Sandoz Stiftung besitzt mehrere Fünfsternehotels und die Schweizer Luxusuhrenmarke Parmigiani Fleurier. 2016 erwarb die Familie 14% des Schweizer Bekleidungsunternehmens Charles Vögele und besitzt auch 20% der Nachfolgerfirma Sempione Retail.

Im Vorstand der Landolt Bank ist derzeit auch die Bankiersfamilie Lombard vertreten. Die Lombard Familie führt bis heute die Schweizer Bank Lombard Odier, die seit 1796 besteht und sich auf Vermögensverwaltung konzentriert. Die Lombard-Odier Familie gehört zu den reichsten Bankiersfamilien der Schweiz mit einem Vermögen von etwa 3 Milliarden US-Dollar (stand 2016) (Quelle).

Pierre Landolt sowie die erwähnten Familien Hoffmann und Lombard gehören zum 1001 Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.(Quelle: 2010 List)

2020 schloss sich die Landolt Bank mit der deutsch-französischen Privatbank Oddo BHF zusammen, die von der französischen Oddo Familie kontrolliert wird. Pierre Landolt und Thierry Lombard wurden Aktionäre und Partner in den Gremien der ODDO BHF Gruppe (Quelle). Die Oddo Familie sind Multimillionäre und ihr Vermögen wurde 2020 auf 650 Millionen Euro geschätzt, also etwa 780 Millionen US-Dollar (Quelle).

Édouard-Marcel Sandoz, der Sohn des Sandoz-Gründers, heiratete in die Schweizer Bankiersfamilie Passavant (Quelle). Ihre Bank Passavant & Cie. bestand von 1800 bis 1923. Die Bank gehörte 1854 zu den Gründern des Basler Bankierverein, ein Vorläufer der heutigen Schweizer Bank UBS, die in den letzten Jahren die weltweit grösste Bank nach Vermögensverwaltung war. 

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Haus Bonaparte

Die italienische Familie Buonaparte wurde 1771 in den französischen Adel aufgenommen und benannte sich in Bonaparte um. Durch die Französische Revolution (1789-1799) stiegen die Bonapartes zur französischen Herrscherfamilie auf. Auch heute noch sind sie Teil des europäischen Hochadels.

Italienische Herkunft

Giovanni Buonaparte (lebte im 14. Jahrhundert) war Bürgermeister der italienischen Stadt Sarzana. Er heiratete Isabella Calandrini, eine Cousine des Kardinals Filippo Calandrini. Filippo war ein Halbbruder von Papst Nikolaus V.. (Quelle)

Giovannis Sohn Cesare Buonaparte (lebte im 15. Jahrhundert) heiratete Apollonia, die Tochter eines Markgrafen aus der italienischen Adelsfamilie Malaspina (Quelle). Die Malaspinas stammen von den Obertenghi ab, eine einflussreiche italienische Adelsdynastie die sich im 10. Jahrhundert bildete. Aus den Obertenghi ging auch das Adelsgeschlecht Este hervor, das durch eine Heirat in die Welfendynastie zu den Vorfahren der heutigen Welfen gehört und somit auch Vorfahren der heutigen britischen Königsfamilie sind. Apollonia Malaspina war zudem eine Urenkelin von Markgraf Gabriele Malaspina, der mütterlicherseits aus der d’Este Familie kam (Quelle). Da Cesare Buonaparte und Apollonia Malaspina die Vorfahren der heutigen Adelsfamilie Bonaparte waren, hat auch diese Blut der Familien Este und Obertenghi in sich. Apollonia Malaspina hatte eine Schwester, Costanza Malaspina, deren Tochter Ginevra in die Medici Familie heiratete (Quelle). Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie und brachten zudem drei Päpste hervor. Zur Verwandtschaft von Cesare Buonapartes Frau gehörten noch weitere italienische Adelsfamilien, die mit dem Vatikan verbunden waren.

Ab dem 16. Jahrhundert lebten die Buonapartes in Ajaccio, der Hauptstadt der Mittelmeerinsel Korsika. Die Familie fand schnell Anschluss an die dortige Elite. Damals gehörte Korsika zur italienischen Provinz Genua und stand schon seit dem 9. Jahrhundert unter der Kontrolle des Vatikans. 1768 verkaufte Genua die Insel Korsika an Frankreich, zu dem es bis heute gehört. Genua war stark verschuldet bei der französischen Elite. Korsika wurde gewissermassen verpfändet. Zudem gab es seit den 1730er Jahren eine korsische Unabhängigkeitsbewegung, die mit militärischen Mitteln versuchte unabhängig von Genua zu werden. Carlo Buonaparte (1746-1785) engagierte sich als Diplomat für die Unabhängigkeit Korsikas. Der führende Kopf der korsischen Unabhängigkeitsbewegung war Pasquale Paoli, der die Buonapartes kannte. Pasquale Paoli gehörte 1755 zu den Verfassern der korsischen Verfassung, welche die erste Verfassung der Welt war. Als Genua 1768 Korsika an Frankreich übergab, wehrten sich Paoli und Carlo Buonaparte militärisch dagegen. 1769 schloss Carlo Buonaparte Frieden mit den Franzosen. Er gehörte ab da zu den führenden Köpfen der korsischen Elite und kooperierte mit den Franzosen. 1771 wurde er in den französischen Adel aufgenommen. Ab 1777 vertrat er Korsika am französischen Königshof und traf auch den französischen König Ludwig XVI. (ein Freimaurer). Der andere Revolutionsführer Pasquale Paoli ging nach England ins Exil, nachdem 1769 die Franzosen seine Armee besiegt hatten. Dort knüpfte er Kontakte zum englischen Adel und traf auch den britischen König Georg III.. Ab 1778 war er Mitglied einer Londoner Freimaurerloge, die von Bartholomäus Ruspini gegründet wurde (Quelle). Der Italiener Ruspini war nach England emigriert und seine Loge warb weitere Auswanderer aus Italien an.

Carlo Buonapartes Sohn Napoleon Bonaparte stieg durch die Französische Revolution (1789-1799) zum französischen Kaiser auf.

Kaiser Napoleon I.

Napoleon Bonaparte (1769-1821) wurde ein hochrangiger Militär während der Französischen Revolution auf der Seite der Revolutionäre. 1799 übernahm Napoleon mit seinen Verbündeten die Macht in Frankreich. 1804 krönte er sich zum Kaiser und herrschte noch bis 1815 über Frankreich.

Napoleon war eventuell Freimaurer wie sein Vater (Quelle). Ob er es nun war oder nicht, er hatte sicher Kontakt zur französischen Freimaurerführung und mehrere seiner Verwandten waren führende Freimaurer:

Sein Bruder Joseph Bonaparte (1768-1844) war von 1805 bis 1814 Grossmeister der französischen Freimaurer (Quelle). Er wurde von Napoleon zum König von Spanien und Neapel ernannt, da die beiden Länder unter französische Herrschaft gerieten. Joseph Bonaparte war bis 1808 König von Neapel und wurde dann von Joachim Murat abgelöst. Dieser war ein Vertrauter der Bonaparte-Brüder und heiratete ihre Schwester Caroline. Er war Freimaurer und gehörte zur Führung des französischen und italienischen Grossorients, die führenden Grosslogen der beiden Länder. Als König wurde er auch Grossmeister der Grossloge von Neapel. (Quelle)

Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte (1784-1860) war ebenfalls Freimaurer (Quelle). Er wurde König von Westphalen, da auch Teile von Deutschland unter die Kontrolle Napoleons gerieten. Nach Napoleons Absetzung ging er nach Österreich ins Exil. Er heiratete in zweiter Ehe die Tochter des württembergischen Königs Friedrich, der Freimaurer war (Quelle). Sein Sohn Napoleon Joseph Charles Paul Bonaparte (1822-1891) war Freimaurer und Ehrenmitglied der Grossloge von Dänemark (Quelle), die zu dieser Zeit von der dänischen Königsfamilie geführt wurde. Er heiratete in die italienische Hochadelsfamilie Savoyen, die von 1861 bis 1946 die Königsfamilie Italiens war. Seine Tochter Maria Letizia Bonaparte (1866-1926) heiratete Amadeus I., der ebenfalls aus der Savoyen Familie kam und Freimaurer war. Amadeus war kurzzeitig König von Spanien und hob das bis dahin geltende Freimaurer-Verbot in Spanien auf (Quelle).

Napoleons Bruder Lucien Bonaparte (1775-1840) war vermutlich Freimaurer (Quelle). Nach Napoleons Absetzung lebte er in Italien. Sein Sohn Charles-Lucien Bonaparte (1803-1857) wurde in den päpstlichen Adel aufgenommen und erhielt den Titel eines Prinzen, den höchsten Adelstitel den der Papst verleihen kann. Charles-Luciens Sohn Lucien-Louis Bonaparte (1828-1895) wurde Kardinal, gehörte zur Vatikanelite und hatte persönlichen Kontakt zum Papst.

Napoleons Bruder Louis Bonaparte (1778-1846) wurde ebenfalls führender Freimaurer in Frankreich (Quelle). Von 1806 bis 1810 war er König von Holland, das ebenfalls unter französische Herrschaft geriet. Da sich sein Verhältnis zu Napoleon verschlechterte, musste er 1810 die niederländische Krone aufgeben und ging nach Österreich, wo ihm die österreichische Königsfamilie Asyl gewährte. Dort lernte er auch den berühmten Dichter Johann Wolfgang von Goethe kennen, der Freimaurer und Illuminat war (Quelle). Goethe war ein grosser Bewunderer Napoleons, traf ihn mehrfach und erhielt von ihm das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion, die von Napoleon gestiftet wurde (Quelle). Später lebte Louis Bonaparte kurze Zeit in der Schweiz. Als Napoleon 1815 gestürzt wurde, bot Papst Pius VII. den Bonapartes Asyl in Rom an, worauf auch Louis Bonaparte nach Rom ging und bis zu seinem Tod in Italien lebte. Er hatte 1802 Hortense de Beauharnais geheiratet. Sie kam aus der französischen Adelsfamilie Beauharnais und war eine Stieftochter Napoleons (ihre Mutter heiratete in zweiter Ehe Napoleon). Ihr leiblicher Vater war Alexandre de Beauharnais, der zu den führenden Köpfen der französischen Revolutionäre gehörte. Alexandres Sohn Eugène de Beauharnais war daher ein Stiefsohn Napoleons. Eugène wurde 1805 Vizekönig von Italien, das ebenfalls unter Napoleons Herrschaft geriet. Eugène war Freimaurer. Er war Mitgründer und erster Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende Grossloge der italienischen Freimaurer ist (Quelle: 1 und 2). Eugène heiratete in die bayerische Königsfamilie und seine sechs Kinder heirateten alle in Hochadelsfamilien, darunter die Königsfamilien von Schweden, Russland, Portugal und Brasilien.

Mindestens 16 der Marschälle Napoleons waren Freimaurer und führten in ganz Europa Schlachten (Quelle). Der wohl wichtigste wäre Jean-Baptiste Bernadotte, der sich später gegen Napoleon stellte. Er war der Begründer der heutigen schwedischen Königsfamilie. Sein Sohn, der schwedische König Oskar I., war ebenfalls Freimaurer und heiratete eine Tochter des oben erwähnten Eugène de Beauharnais (Freimaurer und Stiefsohn Napoleons).

Obwohl die französischen Freimaurer Napoleon nahe standen oder ihn womöglich gar an die Macht gebracht hatten, unternahmen die Siegermächte nach Napoleons Absetzung scheinbar nichts um deren Einfluss einzuschränken. Nach Napoleon bestieg Ludwig XVIII. aus dem Haus Bourbon den Thron Frankreichs. Er war Freimaurer wie mehrere Hochadlige aus dem Haus Bourbon (Quelle). Das Haus Bourbon war schon vor Napoleon die Königsfamilie Frankreichs. Mehrere der ehemaligen Marschälle Napoleons, die wie gesagt Freimaurer waren, wurden von den Bourbonen nicht entmachtet, sondern durften viele Schlüsselpositionen im neuen Frankreich einnehmen und waren weiterhin als führende Freimaurer in Frankreich aktiv. Der Marschall Jacques MacDonald wurde sogar Grossmeister der französischen Freimaurer (Quelle). 

Im Jahr 1800 hatte Napoleon die Banque de France gegründet, die bis heute die französische Zentralbank ist (viele europäische Zentralbanken wurden vom Hochadel gegründet). Zu den Mitgründern der Zentralbank gehörten auch die französisch-adlige Bankiersfamilie Le Couteulx und die schweizerisch-französische Bankiersfamilie Hottinguer. Letztere wurde von Napoleon in den französischen Adel aufgenommen. Die beiden Familien gehörten auch zur Führung der Zentralbank, in der noch weitere wichtige französische Bankiersfamilie vertreten waren, darunter auch Rothschild, Schneider, Mirabaud, Goüin, Mallet, Neuflize und Vernes (Quelle).

Kaiser Napoleon III.

1848 konnte Louis-Napoléon Bonaparte (1808-1873) mit einem Putsch die Macht in Frankreich erlangen und regierte von 1852 bis 1870 als Kaiser Napoleon III. Er war der Sohn des oben erwähnten Freimaurers Louis Bonaparte und ein Neffe von Kaiser Napoleon I.. Genau wie sein Onkel führte auch er Frankreich diktatorisch. Er war, soviel bekannt ist, kein Freimaurer. Er versuchte aber auf diese Einfluss zu nehmen. 1852 nötigte er die französischen Freimaurer Lucien Murat als ihren Grossmeister anzuerkennen (Quelle). Luciens Mutter war eine Schwester des ersten Napoleons. Luciens Vater war der oben erwähnte führende Freimaurer Joachim Murat. Luciens Tochter Ana heiratete in die Noailles Familie, die bis heute zu den wichtigsten Familien der französischen Adelselite gehört. Sein Sohn Achille heiratete in die georgische Herrscherfamilie Dadiani.

1870 wurde schliesslich auch Napoleon III. abgesetzt. Er war der letzte Monarch Frankreichs. Seither wird das Land von Politikern geführt.

Die Bonapartes in den letzten 50 Jahren

Jean-Christophe Napoleon Bonaparte (*1986) ist das derzeitige Oberhaupt der Bonapartes. Er ist im Finanzwesen tätig:

  • Er arbeitete für Morgan Stanley in New York und London. Die US-amerikanische Bank gehört zu den weltweit grössten Investmentbanken.
  • Er arbeitete in London für Lazard. Diese ist eine US-amerikanische Investmentbank, die aber traditionell mit der französischen Elite verbunden ist. Sie wurde von den französisch-jüdischen Familien Lazard und Weill gegründet, die in viele Familien der französischen Elite heirateten.
  • Er arbeitete in London für die US-amerikanische Blackstone Group, die derzeit das grösste Private-Equity Unternehmen der Welt ist.
  • Er arbeitete in London für Advent International, ebenfalls ein grosses Private-Equity Unternehmen aus den USA.

(Quelle)

Jean-Christophe ist Mitglied des Konstantinordens, ein alter Vatikanorden, welcher der Legende nach seit dem 4. Jahrhundert bestehen soll. Der Orden untersteht der italienischen Hochadelsfamilie Bourbon-Sicilia. Jean-Christophes Mutter kommt aus der Familie Bourbon-Sicilia. Über den Orden traf er 2019 Jean d’Orléans (Quelle), der das derzeitige Oberhaupt der französischen Hochadelsfamilie Orléans ist. Die Orléans stellten einen französischen König (dessen Vater Grossmeister der französischen Freimaurer war). Die Orléans und die Bonapartes sind zwei der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs. Die dritte nicht amtierende Königsfamilie ist das Haus Bourbon, das sieben französische Könige stellte. Bourbon und Orléans stammen von der Uradelsdynastie der Kapetinger ab. Alle französischen Könige der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab. Somit stellten die Kapetinger 39 französische Könige (Quelle). Das derzeitige Familienoberhaupt der Bonapartes hat über seine Mutter ebenfalls Blut der Kapetinger in sich.

Das vorherige Familienoberhaupt war Charles Bonaparte (*1950). Er arbeitete für die Crédit Lyonnais (Quelle: Seite 58), die damals noch zu den weltweit grössten Banken gehörte und inzwischen Teil der französischen Grossbank Crédit Agricole ist. Er engagiert sich politisch in der korsischen Hauptstadt Ajaccio. Wie anfangs erwähnt, hatten die Bonapartes in Ajaccio gelebt, bevor sie nach Frankreich kamen. Korsika gehört noch immer zu Frankreich. Sein Vater Louis Napoleon Bonaparte (1914-1997) wurde wie weitere Mitglieder der Familie in der Kaiserlichen Kapelle in Ajaccio bestattet.

Bonapartes in den USA

Kaiser Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte (1784-1860), der wie bereits erwähnt Freimaurer war, besuchte 1803 die USA und lernte dort Elizabeth Patterson kennen, die er dann heiratete. Ihr Vater, William Patterson, war ein wohlhabender irischer Geschäftsmann aus Maryland in den USA. Seine Familie war mit irischen Adligen verbunden (die Familien Calvert, Caroll und Wellesley), die vor der Gründung der USA die Kolonie Maryland kontrollierten. Die Carrolls gehörten zu den Gründervätern der USA. Jérôme und Elizabeth hatten einen Sohn. So entstand der amerikanische Familienzweig der Bonapartes. Der Sohn Jérôme Bonaparte-Patterson (1805-1870) war Mitgründer und erster Präsident des Maryland Clubs, ein exklusiver Männerclub in Maryland. Er hatte zwei Söhne. Der Sohn Charles Joseph Bonaparte (1851-1921) ging in die Politik und war im Kabinett des US-Präsidenten Theodore Roosevelt, der übrigens Freimaurer war. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten waren Freimaurer (Quelle). Charles Joseph Bonaparte war US-Sekretär der Marine und später US-Generalstaatsanwalt. Er gründete den Vorläufer des heutigen FBI, eine der wichtigsten Sicherheitsbehörden der USA. Ebenfalls ein wichtiger Mitgründer des FBI war John Edgar Hoover, der die Behörde auch viele Jahre leitete. Hoover war Freimaurer und erreichte den 33. Grad (den höchsten Grad der herkömmlichen Freimaurerei) (Quelle). Der renommierte Autor Anthony Summers behauptet in einem Buch, dass Hoover homosexuell war und von zwei Mafiabossen erpresst wurde, die belastende Fotos von Hoover besassen und so sicherstellen wollten, dass das FBI nicht gegen sie ermittelt. Die Mafiosos sollen Frank Costello (Vertreter der italienischen Mafia in den USA) und Meyer Lansky (führender Kopf der amerikanisch-jüdischen Mafia) gewesen sein. Summers schreibt, dass die Mafia die Fotos möglicherweise vom OSS erhalten hat, dem Vorläufer der CIA. (Quelle)

Charles Joseph Bonapartes Bruder war Jerome Napoleon Bonaparte II. (1830-1893), der im Dienste des amerikanischen und französischen Militärs stand. Er erhielt einen Orden vom türkischen Sultan und einen Orden vom britischen Königshaus sowie die von Napoleon gestiftete Ehrenlegion (Quelle). Seine Frau war mütterlicherseits eine Enkelin von Daniel Webster (Quelle). Daniel Webster war Aussenminister der USA und Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati (Quelle). Die Gesellschaft wurde 1783 von den Gründervätern gegründet und besteht bis heute. Neben 16 US-Präsidenten gehörten zu den Mitgliedern auch Angehörige der Familien Du Pont, Livingston, Rockefeller sowie die niederländischen Kolonialfamilien Van Rensselaer, VanderbiltRoosevelt, Van Cortland und Schuyler.

Jerome Napoleon Bonaparte II. hatte eine Tochter, Louise-Eugénie (1873-1923), die in den dänischen Adel heiratete. Zur Verwandtschaft ihres Mannes gehörten auch deutsche und slawische Adlige. Ihre Kinder heirateten in den dänischen und italienischen Adel.

Weitere erwähnenswerte Heiraten

Die Bonapartes heirateten in viele Adelsfamilien. Ich hab hier nur die wichtigsten aufgelistet.

Napoleons Schwester Pauline Bonaparte (1780-1825) heiratete in zweiter Ehe Camillo Borghese. Er kam aus der italienischen Hochadelsfamilie Borghese, die zum päpstlichen Adel gehört und traditionell mit dem Vatikan verbunden ist.

Charlotte Bonaparte (1795-1865) heiratete in die italienische Adelsfamilie Gabrielli, die zur Vatikanelite gehört. Ihr Sohn Placido Gabrielli war Gründungsmitglied und erster Präsident der Banco di Roma, die zu einer der wichtigsten Banken Italiens wurde. Sie gehört inzwischen zur UniCredit. Diese ist eine der beiden führenden italienischen Grossbanken und ist weltweit aktiv.

Victor Bonaparte (1862-1926) heiratete in die belgische Königsfamilie.

Marie Bonaparte (1882-1962) heiratete in die griechische Königsfamilie.

Kaiser Napoleon I. heiratete 1810, also während seiner Zeit als Herrscher, in zweiter Ehe in die österreichische Königsfamilie.

Christine Charlotte Alexandrine Egypta Bonaparte (1798-1847) heiratete erst in die schwedische Adelsfamilie Posse. In zweiter Ehe heiratete sie den Briten Dudley Coutts Stuart, der ein Sohn eines Grafen aus dem schottischen Stewart/Stuart Clan war. Der Graf gehörte zum Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie). Dudley kam mütterlicherseits aus der schottischen Coutts Familie, die damals noch die britische Bank Coutts kontrollierte. Die Privatbank Coutts besteht bis heute. Sie wurde 1692 gegründet und ist damit eine der ältesten Banken der Welt.

Kaiser Napoleon III. heiratete Eugénie de Montijo. Väterlicherseits kam sie aus dem spanischen Adel. Ihr Grossvater mütterlicherseits war der Brite William Kirkpatrick, der als Konsul die USA in der spanischen Stadt Málaga vertrat. Er kam aus dem schottischen Kirkpatrick Clan.

Laetitia Bonaparte (1804-1871) heiratete den britischen Diplomaten Thomas Wyse. Aus einer Affäre Laetitias ging die Tochter Adelina Bonaparte Wyse (1838-1899) hervor. Diese heiratete den Ungaren István (Stephan) Türr, der Freimaurer war (Quelle). Er kannte Giuseppe Garibaldi, der kurzeitig Grossmeister des italienischen Grossorients war, der führenden Grossloge Italiens, die wie bereits erwähnt, von Napoleons Stiefsohn Eugène de Beauharnais mitgegründet wurde. István Türr und Giuseppe Garibaldi gehörten zusammen mit weiteren Freimaurern zu einem revolutionären Kreis, der die Einigung der italienischen Provinzen zu einem Staat plante, was 1861 auch umgesetzt wurde. Daraufhin wurde das Haus Savoyen zur Königsfamilie Italiens und profitierte somit von der freimaurergeführten Revolution.

Anmerkung: Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich 1872 der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen. Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiation-Grade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten 1872 entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Zu dessen Führung und Gründern gehörte auch der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, der ein Freund von Giuseppe Garibaldi war. Yarker war Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA), der englische Zweig der Rosenkreuzer (Quelle). 1888 gründeten drei SRIA Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung im angloamerikanischen Raum wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge (darunter auch Freimaurer und Rosenkreuzer) gründeten kurze Zeit darauf den „Ordo Templi Orientis“ (Orientalischer Templerorden, kurz OTO), der ebenfalls zu einer der wichtigsten Okkultisten-Bewegungen wurde (Quelle). John Yarker war zudem Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden (Quelle).

Laetitia Wyse-Bonaparte (1831-1902) heiratete den italienischen Politiker Urbano Rattazzi.

Mathilde Bonaparte (1820-1904) heiratete in die russische Adelsfamilie Demidow, die im 18. und 19. Jahrhundert führende Unternehmer im russischen Bergbau und der Eisenherstellung waren.

Achille Murat (1801-1847), der mütterlicherseits aus der Bonaparte Familie kam, heiratete Catherine Willis, die eine Urgrossnichte des ersten US-Präsidenten George Washington (Freimaurer) war.

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Lee Familie aus den USA

Die Lee Familie ist eine der historisch bedeutendsten Familien der politischen Elite der USA. Zwei Familienmitglieder gehörten zu den Gründervätern der USA. Die Lee Familie gehörte aber schon in den 100 Jahren vor der Gründung der USA zur Elite der 13 Kolonien (Elite der damaligen Ostküste). Die Familie und ihre Verwandtschaft ist traditionell in der Politik der US-Bundesstaaten Maryland und Virginia vertreten.

Richard Lee (1617-1664) ist der Stammvater der Familie. Der Engländer emigrierte 1639 nach Nordamerika in die englische Kolonie Virginia. Deren Gebiet macht die heutigen US-Bundesstaaten Virginia, West Virginia und Kentucky aus. Er fand schnell Anschluss an die dortige politische Elite und wurde Generalstaatsanwalt der Kolonie. Zum Zeitpunkt seines Todes war er der grösste Landbesitzer der Kolonie. Er kannte William Berkeley, der Kolonialgouverneur von Virginia war. Williams Bruder war der englische Baron John Berkeley, der die englische Kolonie New Jersey in Nordamerika gründete.

Die Frau von Richard Lee, mit der er zehn Kinder hatte, war höchstwahrscheinlich die Tochter des Londoner Buchhändlers Francis Constable. Wenn es so wäre, hätten die Nachkommen der beiden Blut vieler englischer Adelsfamilien in sich, da Francis Constables Vorfahren aus dem englischen Adel kamen. (Quelle)

Eines der zehn Kinder war Hancock Lee (1653-1709). Er heiratete in zweiter Ehe Sarah Allerton, die eine Enkelin von Isaac Allerton Sr. war (Quelle). Dieser war einer der führenden Pilgerväter der USA.

Thomas Lee (circa 1690-1750) wurde Kolonialgouverneur von Virginia. Noch weitere Familienmitglieder waren in den Kolonien als Politiker, Juristen und Diplomaten aktiv.

Die Lees als Gründerväter

Zwei Mitglieder der Familie gehörten zu den Gründervätern der USA:

  • Francis Lightfoot Lee (1734-1797) war einer der Unterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Er gehörte auch zu den Unterzeichnern des Konföderationsartikels, der ein Vorläufer der US-Verfassung war. Francis war Delegierter des Kontinentalkongresses. (Quelle) Dieser bestand aus der Elite der 13 Kolonien der Westküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der amerikanischen Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses gründeten daraufhin die USA.
  • Richard Henry Lee (1732-1794) war einer der wichtigsten Gründerväter. Er gehörte zu den Unterzeichnern der US-Verfassung und des Konföderationsartikels. Er war Präsident des Kontinentalkongresses. Nach ihm ist die Lee Resolution benannt, ein Vorläufer der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, die Richard Henry Lee in den Kongress einbrachte. (Quelle) Er war Freimaurer und Mitglied einer Loge in Virginia (Quelle). Er war vor dem Unabhängigkeitskrieg nach England gegangen und studierte dort an der Queen Elizabeth Grammar School, Wakefield, die von der britischen Königsfamilie gegründet wurde (Quelle).

Noch weitere Familienmitglieder beteiligten sich an der Unabhängigkeitsbewegung:

  • Henry Lee III. (1756-1818) war Offizier der Kontinentalarmee. Er war der neunte Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia. Wie oben bereits erwähnt wurde, war Thomas Lee (1690-1750) Kolonialgouverneur von Virginia. Viele der frühen Gouverneuren der US-Bundestaaten kamen aus einflussreichen Kolonialfamilien. Henry Lee III. heiratete in die Kolonialfamilie Carter. Seine Frau war eine Urenkelin von Robert Carter I., der Kolonialgouverneur von Virginia war. Henry Lee III. war Freimaurer und in der selben Loge Mitglied wie der Gründervater Richard Henry Lee (Quelle). Henry Lee III. gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Society of the Cincinnati (Quelle). Die Gesellschaft besteht bis heute und gehört zu den elitärsten der USA. Neben 16 US-Präsidenten gehörten zu den Mitgliedern auch Angehörige der Familien Du Pont, Livingston, Rockefeller sowie die niederländischen Kolonialfamilien Van Rensselaer, Vanderbilt, Roosevelt, Van Cortland und Schuyler. Die Nachfahren der Gründer haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft, was demnach auch für Henry Lees Nachfahren gelten sollte.
  • Thomas Sim Lee (1745-1819) war der zweite Gouverneur des US-Bundestaates Maryland und war mit dem ersten US-Präsidenten George Washington befreundet. Präsident George Washington war Freimaurer (Quelle). Er hatte engen Kontakt zur Lee Familie (Quelle). Thomas Sim Lee heiratete Mary Digges, deren Vorfahren zur Elite der Kolonie Maryland gehörten (wie die Lees). Ihr Vorfahre Edward Digges (1620-1675) war Kolonialgouverneur von Maryland. (Quelle)
  • Arthur Lee (1740-1792) studierte in England und Schottland. Als Diplomat vertrat er die Kolonien in Europa.

Charles Lee (1758-1815) war United States Attorney General (Generalstaatsanwalt der USA).

John Adams, der zweite Präsident der USA, sagte drei Jahre nach der Gründung der USA: „The family of Lee has more men of merit in it than any other family“. Übersetzt: „Die Familie Lee hat mehr verdienstvolle Männer in ihr als jede andere Familie“. (Quelle)

Die Lees im 19. Jahrhundert

John Lee Carroll (1830-1911) kam mütterlicherseits aus der Lee Familie. Er war Gouverneur von Maryland, wie sein Urgrossvater Thomas Sim Lee (1745-1819). John Lee Carroll kam väterlicherseits aus der irischen Kolonialfamilie Carroll. Sein Ururgrossvater war Charles Carroll of Carrollton, der zu den Gründervätern gehörte. Die Caroll Familie stammt von der irischen Adelsfamilie Caroll ab, die wiederum der Legende nach von irischen Königen aus dem ersten Jahrtausend abstammt. Von John Lee Carrolls Kindern heirateten zwei in den französischen Adel. (Quelle)

Fitzhugh Lee (1835-1905) war Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia, wie sein Grossvater Henry Lee III.. Somit stellte die Lee Familie zwei Gouverneure und einen Kolonialgouverneur von Virginia.

Der Offizier Samuel Phillips Lee (1812-1897) heiratete eine Tochter von Francis Preston Blair Sr.. Blair war ein einflussreicher Zeitungsredakteur, Politiker und Berater mehrerer US-Präsidenten. Samuel Phillips Lee wurde ein Nachbar von Blair in Washington. Ihre beiden Häuser sind heute das Gästehaus des jeweiligen US-Präsidenten. (Quelle)

Zachary Taylor (1784-1850) war der zwölfte Präsident der USA. Er war ein Verwandter der Lee Familie. Seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der Lee Familie (Quelle). Zu seinen Vorfahren gehörten auch die führenden Pilgerväter William Brewster und Isaac Allerton. Zachary Taylor war zudem ein Cousin von James Madison, welcher der vierte Präsident der USA war. Taylor war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati. (Quelle) Taylors Tochter heiratete Jefferson Davis. Dieser war der einzige Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika und damit Führer der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg. (Quelle) Der von Jefferson Davis angeordnete Angriff auf Fort Sumter löste den amerikanischen Bürgerkrieg aus (der aber früher oder später ohnehin ausgebrochen wäre). Die Lee Familie gehörte zur Elite der Südstaaten. Robert Edward Lee (1807-1870) war ein hochrangiger und erfolgreicher Militärführer im amerikanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Südstaaten. Sein Sohn William Henry Fitzhugh Lee war ebenfalls General im amerikanischen Bürgerkrieg. Robert Edward Lee heiratete Mary Anna Randolph Custis. Ihr Vater war ein Urstiefsohn des ersten US-Präsidenten George Washington. Zu ihren Vorfahren gehörten britische Adlige. (Quelle) Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Randolph Familie (Quelle). Die Kolonialfamilie Randolph gehörte zur politischen Elite der Kolonie Virginia, wie die Lee Familie. In den 50 Jahren nach der Gründung der USA stellten die Randolphs vier Gouverneure des Bundesstaates Virginia.

Noch viele weitere Familienmitglieder und Verwandte waren im 19. Jahrhundert in der Politik oder besetzten leitende Positionen beim Militär.

Die Lees im 20. Jahrhundert

Blair Lee III. (1916-1985) war in den 1970er Jahren Gouverneur des Bundestaates Maryland. Somit stellte die Lee Familie drei Gouverneure von Maryland. Blair Lee I. (1857-1944) vertrat von 1914 bis 1917 den Bundesstaat Maryland im US-Senat. Edward Brooke Lee (1892-1984) gehörte ebenfalls zur politischen Elite Marylands.

Auch der Geheimdienstler Duncan Chaplin Lee (1913-1988) gehörte zu den Nachkommen der Lee Familie (Quelle). Er war ein Assistent von Generalmajor William Donovan, der das OSS leitete (der Vorgänger der CIA). Duncan Chaplin Lee arbeitete als Doppelagent für den sowjetischen Geheimdienst. Obwohl dies Ende des 2. Weltkrieges aufflog, gab es für ihn keine juristischen Konsequenzen. Er vertrat 1949 eine CIA-Frontfirma in Asien und war demnach vermutlich noch immer für die US-Geheimdienste tätig. (Quelle)

Edward Douglass White (1845-1921) war ein Nachkomme der Lees. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Lee Familie (Quelle). Edward war Senator und von 1910 bis zu seinem Tod Oberster Richter der Vereinigten Staaten. Sein gleichnamiger Vater war Gouverneur des US-Bundesstaates Louisiana.

1921 gründeten Mitglieder der Familie die „Society of the Lees of Virginia“. Nur Nachkommen des Einwanderers Richard Lee I. (1617-1664) können beitreten. Die Gesellschaft wurde mit dem Ziel gegründet, die zerstreuten Familienmitglieder zusammenzubringen und durch Versammlungen, gesellschaftliche Zusammenkünfte, Pilgerfahrten und Gedenkübungen ein tieferes Gefühl der Gemeinschaft unter ihnen zu fördern. (Quelle)

Lee Harvey Oswald (1939-1963) war ein Verwandter der Lee Familie (er war mit Robert Edward Lee verwandt Quelle). Lee Harvey Oswald erschoss den US-Präsidenten John Kennedy (so lautet zumindest die offizielle Version).

Weitere bemerkenswerte Heiraten und Nachkommen

Ann Mary Lee (1683-1732) heiratete den Sohn des irischen Einwanderers Dennis McCarty, der in die Kolonie Virginia emigrierte und ein Enkel des irischen Grafen Donagh MacCarthy war (Quelle). Der Graf kam aus der MacCarthy-Dynastie, ein irischer Clan der schon seit 1000 Jahren besteht.

Ann Matilda Lee (1799-1880) heiratete Bailey Washington (1787-1854) (Quelle). Er war mit George Washington verwandt, welcher der erste Präsident der USA war und zu den Gründervätern gehörte. Ihr gemeinsamer Vorfahre war der Engländer John Washington (1632-1677), der in die Kolonie Virginia emigrierte.

Sydney Smith Lee (1802-1869) heiratete Anna Maria Mason. Sie kam aus der englischen Kolonialfamilie Mason, die zur politischen Elite der Kolonie Virginia gehörte, wie die Lee Familie. Annas Grossvater war George Mason (1725-1792), der an der Gründung der USA beteiligt war. (Quelle) Er weigerte sich die US-Verfassung zu unterzeichnen und wird daher nicht zu den Gründervätern gezählt.

Lucy Grymes Lee (1786-1860) heiratete in die Carter Familie (Quelle). Die englische Kolonialfamilie Carter gehörte zu den reichsten und mächtigsten Familien der Kolonie Virginia. Lucy Lees Sohn, Charles Henry Carter (1804-1872), heiratete in Calvert Familie (Quelle), welche die Kolonie Maryland gründete und dort mehrere Kolonialgouverneure stellte. Die Calverts wurden für ihren Beitrag zur Kolonialisierung Nordamerikas in den irischen Adel aufgenommen. Der Kolonialgouverneur Baron Charles Calvert (1699-1751) war Mitglied der englischen Freimaurer (Quelle).

Durch diese Heiraten zwischen den Kolonialfamilien Lee, Carter und Calvert entstand eine besonders bemerkenswerte Blutlinie, die inzwischen im Hochadel angekommen ist:

Charles Henry Carters Tochter, Alice Carter (1833-1903), heiratete Oden Bowie, den 34. Gouverneur des US-Bundesstaates Maryland (Quelle). Oden Bowie war Freimaurer (Quelle). Die schottische Kolonialfamilie Bowie gehört, wie die Lees, zur politischen Elite Marylands. Robert Bowie war der 11. Gouverneur des US-Bundesstaates Maryland. Alice Carters Enkelin, Grace Rogers Roberts (1897-1976), heiratete in die Veazey Familie, ebenfalls eine Kolonialfamilie aus Maryland, die aber nicht zur politischen Elite gehörte. Ein bemerkenswertes Familienmitglied brachten sie dennoch hervor, nämlich Thomas Veazey, der 24. Gouverneur des Bundesstaates Maryland. Alice Carters Enkel, Eugene Bowie Roberts (1898-1983), heiratete die ungarische Gräfin Cornelia Széchényi (Quelle). Väterlicherseits kam sie aus der ungarischen Adelsfamilie Széchenyi und mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie. Die Vanderbilts waren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die reichsten Amerikaner und sie stammen aus einer niederländischen Kolonialfamilie. Eugene Bowie Roberts Tochter, Cornelia Carter Roberts (1936-1982), heiratete Hans-Heinrich aus der böhmischen Adelsfamilie Coudenhove-Kalergi (Quelle). Hans Heinrichs Onkel war der Graf Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi. Dieser gründete 1923 die Paneuropa-Union und war bis zu seinem Tod 1972 deren Präsident. Die Paneuropa-Union ist die älteste europäische Einigungsbewegung und sie plante die Gründung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Richard war ein Vertrauter von Otto von Habsburg aus der ehemaligen Königsfamilie Österreichs (Quelle). Seit Richards Tod wird die Paneuropa-Union von den Habsburgern geführt. Richard war Freimaurer (Quelle). Cornelia Carter Roberts (1936-1982) Sohn, Dominique de Coudenhove-Kalergi, heiratete in die Königsfamilie von Lichtenstein (Quelle). Sie haben drei Kinder. Somit ist das Blut der Kolonialfamilien Lee, Carter, Calvert und Bowie inzwischen in der Königsfamilie Lichtensteins angekommen (Quelle).

Es gibt noch eine weitere Blutlinie der Lees, die im Hochadel angekommen ist, die wie die oben erläuterte mit Charles Henry Carter (1804-1872) beginnt, der mütterlicherseits aus der Lee Familie kam. Sein Enkel John Ridgeley Carter (1864-1944) war US-Diplomat. Johns Frau Alice Morgan war eine entfernte Verwandte der Morgan Familie, die damals vermutlich die mächtigste Bankiersfamilie der USA war. Alice stammte wie Bankiersfamilie Morgan vom Briten William Morgan (1582-1649) ab, von dessen Söhne mehrere nach Nordamerika emigrierten. Auch wenn Alice nur eine entfernte Verwandte der Bankiersfamilie Morgan war, könnte es gut sein, dass sie sich kannten, den ihr Sohn Bernard Carter (1893-1961) arbeitete für Banken der Morgans in New York, London und Paris (Quelle). John Ridgeley Carters (1864-1944) Tochter, Caroline Mildred Carter (1888-1965), heiratete den britischen Grafen Archibald Acheson (Quelle). Dieser kam mütterlicherseits aus der Montagu Familie, eine der wichtigsten Familien der britischen Adelselite. Caroline Mildred Carters Tochter Lady Camilla (1917-1988) heiratete zweimal in den deutschen Adel. In erster Ehe heiratete sie in die deutsche Uradelsfamilie Stauffenberg und in zweiter Ehe in die deutsche Uradelsfamilie Bussche (Quelle). Die Stauffenbergs sind vor allem für Graf Claus Schenk von Stauffenberg bekannt, der federführend am Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 beteiligt war. Caroline Mildred Carters Tochter Lady Mary (1919-1996) hatte einen Sohn, Jaime Corcuera Acheson (*1955), der in die österreichische Königsfamilie Habsburg heiratete (Quelle). Er hat vier Kinder. Somit ist das Blut der Kolonialfamilien Lee, Carter, Calvert und Morgan inzwischen in der Königsfamilie Österreichs angekommen (Quelle).

Eine weitere Blutlinie ist ebenfalls im britischen Adel angekommen:

Mary Lee (1764-1827) heiratete den Bankier Philip Richard Fendall I. (Quelle), der ein Freund des ersten US-Präsidenten George Washington war. Er kam aus der englischen Kolonialfamilie Fendall, die zur politischen Elite der Kolonie Maryland gehörte, wie die Lee Familie. Der Einwanderer Josias Fendall (circa 1628-1687) war Kolonialgouverneur von Maryland. Mary Lees Urenkelin war Marian Fendall (1870-1949) (Quelle). Die beiden Töchter von Marian heirateten in den britischen Adel. Die Tochter Philippa Fendall Wendell (????-1974) heiratete Randolph Stewart, den 12. Grafen von Galloway (Quelle). Der schottische Graf kam aus dem schottischen Stewart Clan und war das Oberhaupt des Clans (der Stewart Clan besitzt zwar keinen Clan-Chef, aber hat dennoch ein Oberhaupt). Philippas Tochter heiratete einen Baron aus dem schottischen Dalrymple Clan (Quelle). Somit ist das Blut der Lee Familie in der schottischen Aristokratie angekommen. Marian Fendalls andere Tochter war Anne Catherine Tredick Wendell (1900-1977). Sie heiratete erst Henry Herbert, den 6. Grafen von Carnarvon (Quelle). Henrys Grossmutter mütterlicherseits, Marie Wombwell, hatte eine Affäre mit dem britischen Bankier Alfred de Rothschild und Henry könnte eventuell Alfred Rothschilds Enkel sein (Quelle). Henry und seine Mutter Almina waren die Erben von Alfred Rothschild, was ebenfalls dafür spricht, dass sie seine Nachkommen waren (Quelle). Anne Catherine Tredick Wendell (1900-1977) war in zweiter (oder dritter) Ehe mit Geoffrey Seymour Grenfell verheiratet (Quelle). Dieser war ein Nachkomme des britischen Geschäftsmanns und Politikers Pascoe Grenfell (1761-1838) und gehörte somit zur britischen Grenfell Familie, die mehrere Politiker, Bankiers und Geschäftsleute hervorbrachte, von denen mehrere in den britischen Adel heirateten. Ein bemerkenswertes Familienmitglied wäre Edward Grenfell, der zum Baron geadelt wurde und zusammen mit der US-amerikanischen Bankiersfamilie Morgan die führende Londoner Investmentbank Morgan, Grenfell & Co. gründete (wurde 1990 von der Deutschen Bank übernommen). Edward war 35 Jahre lang Direktor der Bank of England (die britische Zentralbank) und sein Vater Henry Grenfell war Gouverneur der Bank of England.

Die Nachkommen der Lees haben theoretisch Anspruch auf eine Mitgliedschaft in diversen Gesellschaften der Kolonialfamilien und die Nachkommen von Henry Lee III. (1756-1818) haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft in der Society of the Cincinnati.

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Shamalov Familie

Der russische Zahnarzt Nikolai Shamalov (*1950) und seine beiden Söhne gehören zum persönlichen Bekanntenkreis des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Nikolai Shamalov ist ein langjähriger Freund von Putin (Quelle). Von 1992 bis 2008 arbeitete er als Vertreter von Siemens in Russland. Siemens ist einer der mächtigsten deutschen Grosskonzerne. Nikolais Vermögen wurde 2011 auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Sein Sohn Kirill Shamalov (*1982) heiratete eine von Putins Töchter (Quelle). Sein Vermögen wurde 2018 auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Er ist seit 2012 stellvertretender Vorstandsvorsitzender von SIBUR. SIBUR gehört zu den grössten Unternehmen Russlands und konzentriert sich auf die chemische Verarbeitung von Erdöl und Erdgas. Kirill Shamalov besass 2018 rund 4% der Anteile an SIBUR. Das Unternehmen befindet sich mehrheitlich in Besitz von Leonid Mikhelson und Gennady Timchenko, die beide zu den reichsten Russen gehören. Kirill Shamalov kennt die beiden über den Aufsichtsrat von SIBUR. Gennady Timchenko war schon mit Putin befreundet bevor dieser Präsident wurde (Quelle).

Kirill Shamalov war leitender Rechtsberater für Aussenhandel beim russischen Gaskonzern Gazprom, welcher der weltweit grösste Gasproduzent ist. Er war führender Rechtsberater bei der Gazprombank, welche die drittgrösste russische Bank ist. (Quelle)

Kirills Bruder Yuri Shamalov (*1970) arbeitete wie sein Vater als Vertreter für Siemens. Er ist seit 2007 stellvertretender Vorsitzender der Gazprombank. Seit 2008 ist er Direktor der Gazprom-Tochterfirma Gazprom-Media, die der grösste Medienkonzern Russlands ist. Er leitet seit 2003 den Gazfond, der an der Gazprombank beteiligt ist (Quelle: 1 und 2).

1996 liess Putin ein Wochenendhaus bauen. Zu seinen dortigen Nachbarn gehört Nikolai Shamalov. Zusammen mit Kumpels führen sie eine Art Wohngemeinschaft, die sie Ozero nennen. (Quelle) Zur Ozero-Gemeinschaft gehören neben Putin und Shamalov auch weitere Personen der russischen Elite (Quelle).

Seit 2004 ist Nikolai Shamalov Mitinhaber der Rossiya Bank (Quelle). Zur Führung der russischen Bank gehört Yury Kovalchuk, der als der persönliche Bankier von Putin gilt und zur Ozero-Gemeinschaft gehört. Die Rossiya Bank wurde 1990 gegründet und wurde von der Kommunistischen Partei und dem KGB-Geheimdienst kontrolliert. 1991 übernahmen Geschäftsleute die Führung der Bank. Spätestens ab da war die Bank mit der russischen Mafia und der Glücksspielindustrie verbunden.

Anmerkung: Es gibt die Theorie, dass die KGB-Elite während des Zusammenbruchs der Sowjetunion die russische Mafia mit aufgebaut hatte. Diese soll in den letzten 30 Jahren eine Schattenregierung gebildet haben und fleissig daran arbeiten Politiker, Juristen, Polizisten und Geschäftsleute erpressbar zu machen, indem sie sie zu Korruption verführt und versucht sie in illegale Geschäfte zu verwickeln. Als Drogenhändler und Betreiber von Kinder- und Jugendprostitution werden sie bestimmt versuchen Kunden aus wichtigen Positionen des Staates zu gewinnen. Die Mafia könnte diese belastenden Daten an den Geheimdienst weiterleiten und dafür dessen Schutz geniessen. Der Geheimdienst könnte mit seinen Partnern daran arbeiten, dass möglichst viele wichtige Positionen im Staat mit Personen besetzt sind, die entweder erpressbar sind oder die man jederzeit Verhaften und ihres Amtes entheben kann. Zu den Gründern der heutigen russischen Geheimdienste gehörten ehemalige KGB-Mitarbeiter. Putin und mehrere seiner Vertrauten, die wichtige Positionen im russischen Staat besetzen, arbeiteten früher für den KGB. Putin war seit Beginn der 90er Jahren mit der Mafia verbunden, also noch vor seinem politischen Aufstieg. Auch Putins Vorgänger Jelzin stand Personen nahe, die für den KGB gearbeitet hatten und mit der Mafia verbunden waren. Ich selbst glaube übrigens, dass in so gut wie allen Ländern der Welt Teile der Geheimdienste mit der organisierten Kriminalität zusammenarbeiten.

Nach Ansicht von Grinda González, ein spanischer Sonderstaatsanwalt für Korruption und organisiertes Verbrechen, wird die russische Mafia heute noch von russischen Geheimdiensten kontrolliert (Quelle). Nach einem Bericht des Schweizer Geheimdienstes sind die Geheimdienste der ehemaligen Sowjetländer eng mit der organisierten Kriminalität verbunden (Quelle).

Die Mafiosos Gennady Petrov und Alexander Malyshev waren mit der Rossiya Bank verbunden. Die Beiden sind heute noch aktiv. Sie gehören zur Führung der Tambov Gang, eine gut organisierte Mafia aus Sankt Petersburg. Die Tambov Gang war in den 90er Jahren in der russischen Ölindustrie aktiv (die russische Mafia tätigt auch legale Geschäfte) und gilt als mit der russischen Wirtschaftselite verbunden. Nach Angaben der spanischen Justiz sei die Bande „eindeutig in Schichten des Staatsapparats eingedrungen“ und habe „Verbindungen zur russischen wirtschaftlichen, politischen, justiziellen und polizeilichen Macht“ (Quelle). Die Tambov Gang und japanische Yakuza waren zu Beginn der 90er Jahre fest mit der Glücksspielindustrie in Sankt Petersburg verbunden. Putin war damals hochrangiger Beamter in Sankt Petersburg und unter anderem für den Glücksspielsektor zuständig. Putin gründete eine Firma, die sich an Kasinos beteiligte (Quelle). Nach Angaben eines Yakuza wurden die Kasinos von der Tambov Gang kontrolliert und der Bandenboss Gennady Petrov soll Putin gekannt haben (Quelle). Nach Angaben der spanischen Justiz war Gennady Petrov seit Ende der 80er Jahren mit dem KGB verbunden (Quelle).

Anmerkung: Auch die Glücksspielindustrie im deutschsprachigem Raum ist mit der Mafia verbunden und wird von ihr zur Geldwäsche benutzt, was auch für die Onlineglücksspielindustrie gilt (Quelle). Verbindungen zwischen Mafia und Glücksspielindustrie lassen sich weltweit beobachten. Übrigens hatte der deutsche Skandalkonzern Wirecard neben Kontakten zu Geheimdiensten, Politikern und mehreren deutschen Adligen auch Kontakte zur Glücksspielindustrie und der italienischen Mafia (Quelle). Wirecard-Vorstandsmitglied Jan Marsalek hatte Kontakte zu russischen Geheimdienstlern und besass streng vertrauliche Dokumente über den Anschlag auf Sergei Wiktorowitsch Skripal (Quelle). Skripal arbeitete früher für die russischen Geheimdienste, war aber zugleich für die britischen Geheimdienste tätig. Nachdem Skripal begann den spanischen Geheimdienst mit Informationen zur russischen Mafia versorgen, wurde er vergiftet. Ich halte es für möglich, dass Teile des britischen Geheimdienstes Skripals Vergiftung in England absegneten, da ich selbst glaube, dass Teile des britischen MI6 die russische Mafia und den russischen Geheimdienst dabei unterstützen eine Schattenregierung zu bilden. Viele der heutigen russischen Milliardäre haben persönliche Kontakte zur britischen Elite, darunter sogar zu den Rothschilds höchstpersönlich (Mehr zur britisch-russischen Connection). Übrigens verkehren die russische Zarenfamilie und weitere russische Adlige mit der angloamerikanischen High Society und heiraten untereinander.

Falls die Rossiya Bank noch immer mit der Mafia in Verbindung ist, dann könnte somit auch Nikolai Shamalov Kontakt zu dieser haben. Sein Sohn Kirill Shamalov war an einem Offshore-Unternehmen beteiligt, an dem, laut eines oppositionellen russischen Fernsehsenders, auch die Tambov Gang Anteile hielt (Quelle).

Semion Mogilevich gilt als der mächtigste russische Mafioso. Er ist mit Gazprom verbunden und hat spätestens seit den 90er Jahren Kontakte zur politischen und wirtschaftlichen Elite Russlands. Er gilt als international vernetzt. Er lebte zeitweise in Israel, wie viele russisch-jüdische Mafiosos. Israel entwickelt sich übrigens immer mehr zu einem Mafiastaat (Quelle). Mogilevich tätigte Geldwäsche an der US-amerikanischen und kanadischen Börse. Sein Vermögen wurde auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt. Er lebt bis heute in Moskau unbehelligt von der russischen Justiz (Quelle). Das spricht schon stark dafür, dass er mit den russischen Geheimdiensten zusammenarbeitet.

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Alawiden

Die Dynastie der Alawiden (manchmal auch Alaouiten genannt) ist seit dem Jahr 1664 die herrschende Königsfamilie von Marokko. Ihnen gelang es die vorherige Königsfamilie, die Saadier, zu stürzen und besetzten den Thron. Sie stellen bis heute das marokkanische Staatsoberhaupt. Marokko ist zwar eine konstitutionelle Monarchie, aber dennoch ist Kritik am König verboten und wird als „Angriff auf die heiligen Werte der Nation“ mit Gefängnis bestraft, was auch für Journalisten gilt (Quelle). 

Die Alawiden sollen ursprünglich aus dem Hedschas stammen, von wo sie Ende des 13. Jahrhunderts nach Marokko zogen. Im Hedscha liegen Mekka und Medina, die beiden heiligen Stätte des Islams. Hedscha gehört zum heutigen Saudi-Arabien. Der Familienüberlieferung nach soll die Dynastie der Alawiden vom Propheten Mohammed abstammen, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete (Quelle).

Die Alawiden haben Kontakt zu allen noch amtierenden arabischen Königsfamilien (Fotos findet man über die Google-Suche). Darunter auch zur jordanischen Königsfamilie. Diese soll der Legende nach ebenfalls von Mohammed abstammen. Die Alawiden und die jordanischen Königsfamilie haben, so wie alle Könige, Kontakt zur britischen Königsfamilie. Übrigens hat die britische Königsfamilie womöglich ebenfalls Blut des Propheten Mohammed in sich (Quelle).

Auslandskontakte

Seit Ende des 17. Jahrhunderts unterhielt die marokkanische Königsfamilie über Diplomaten Kontakt zur französischen Königsfamilie. Da die Alawiden mit der französischen Kolonialelite kooperierten, konnten sie während der Kolonialzeit ein Mass an Autonomie wahren. 1880 schlossen die Alawiden mit den europäischen Kolonialmächten eine Vereinbarung (Madrider Konvention). Bei dieser garantierten die Kolonialmächte den Alawiden die Souveränität Marokkos. Als Gegenleistung öffneten die Alawiden den marokkanischen Markt für die Kolonialmächte. 1912 schlossen die Alawiden mit Frankreich ein Vereinbarung (Vertrag von Fès). Durch diese wurde Marokko zu einem französischen Protektorat (Kolonie mit selbständiger Verwaltung). Als Gegenleistung durften die Alawiden Staatsoberhaupt bleiben und die französische Armee unterstützte die Niederschlagung der aufständischen marokkanischen Stämme, die versuchten die Königsfamilie zu stürzen. 1956 wurde Marokko und die Alawiden unabhängig von Frankreich. Die marokkanisch-französische Freundschaft hat aber bis heute bestand und die beiden Länder sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden (Quelle).

Franzosen brachten die Freimaurerei nach Marokko. Der marokkanische König Mohammed V (1909-1961) war möglicherweise Freimaurer, was sich aber bisher nicht beweisen lies. (Quelle)

Marokko gehört zu den ältesten und engsten Verbündeten der USA in Afrika (Quelle). Marokko hatte bereits 1777 die Vereinigten Staaten von Amerika anerkannt, also ein Jahr nach deren Gründung (Quelle). Der marokkanische König Hassan II. (1929-1999) war mit David Rockefeller befreundet, der einer der wichtigsten Akteure der US-Elite war (Quelle).

Zur Beerdigung von König Hassan II. kamen viele Könige und Fürsten, Präsidenten und Premierminister aus der arabischen Welt, Europa, Afrika und Israel. Auch Delegierte des Vatikans waren anwesend. Zu den Besuchern der Beerdigung gehörten unter anderem die Clinton Familie, der ehemalige Präsident George Bush Senior, James Baker III. aus der Baker Familie, der britische Prinz Charles, der spanische König Juan Carlos und der israelische Staatspräsident Ezer Weizmann. (Quelle)

Die Mitglieder der marokkanischen Königsfamilie wurden mit sehr vielen Orden der europäischen Königsfamilien ausgezeichnet. Sie trafen in den letzten 50 Jahren alle noch amtierenden Königsfamilien Europas. Sie treffen sich auch mit der nicht amtierenden französischen Königsfamilie Orléans (Foto: 1 und 2). Die marokkanische Prinzessin Lalla Salma traf den thailändischen König (Quelle).

Prinz Moulay Abdallah (1935-1983) heiratete eine Tochter von Riad Al Solh. Riad war der erste Premierminister des Libanons. Riad heiratete eine Schwester von Saadallah al-Jabiri, der zweimal Ministerpräsident von Syrien war. Eine weitere Tochter von Riad Al Solh heiratete Talal bin Abdulaziz Al Saud aus der saudischen Königsfamilie. Dadurch ist der marokkanische Prinz Moulay Hicham (*1964) ein Cousin des saudischen Investors und Milliardärs Al Waleed bin Talal, der zur saudischen Königsfamilie gehört. (Quelle)

André Azoulay ist ein Berater des derzeitigen Königs Mohammed VI. und beriet schon den vorherigen König. André Azoulay studierte in Paris und war leitender Vizepräsident der französischen BNP Paribas, die zu den weltweit grössten Banken gehört. Er kennt den französischen Baron Eric de Rothschild (Foto). André Azoulay kommt aus einer marokkanisch-jüdischen Familie. Das ist daher bemerkenswert, da fast alle anderen noch amtierenden arabischen Königsfamilien eine antisemitische Grundhaltung haben oder sich zumindest nicht darum bemühen, den Stand der Juden in ihren Ländern zu verbessern. Der marokkanische König Mohammed V. (1909-1961) galt ebenfalls als Philosemit und sagte einst „Die Juden sind alle meine Kinder“. Bereits im 17. Jahrhundert gab es jüdische Höflinge an Marokkos Königshof. Der derzeitige König Mohammed VI. verlieh Sidney Toledano einen Orden. Toledano kommt aus einer marokkanisch-jüdischen Familie. Er ist ein Freund von Arielle de Rothschild (Foto). Er kennt auch Edouard und David Rothschild (Foto). Die drei Rothschilds sind Franzosen. Toledano kennt den französischen Multimilliardär Bernard Arnault (Foto) und gehört zur Führung des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH, der von Bernard Arnault kontrolliert wird.

Die marokkanische Königsfamilie setzt sich im Gegensatz zu anderen arabischen Monarchen für die Sicherheit und Toleranz der Christen in Marokko ein. Sie unterhalten diplomatischen Kontakt zum Vatikan und trafen den Papst (Quelle). Die Königsfamilie verlieh Andrew Bertie einen Orden. Andrew Bertie kam aus dem britischen Adel und war von 1988 bis 2008 Grossmeister des Malteserordens, ein alter Vatikanorden.

Der marokkanische Prinz Moulay Hicham (*1964) ist mit zahlreichen westlichen Eliteuniversitäten, NGOs und Stiftungen verbunden. Er lebt hauptsächlich in den USA. Er ist derzeit Mitglied der Carnegie Endowment for International Peace, einer der einflussreichsten Think Tanks der Welt (Quelle).

Marokkanische Industrie

Das Vermögen des derzeitigen König Mohammed VI. wird auf 8,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Er ist damit einer der reichsten Männer Afrikas. Nach Angaben des Forbes-Magazins gab es 2018 nur 23 afrikanische Milliardäre. Im Zeitraum 2009 machten die Geschäfte des Königs 6% des Bruttoinlandsproduktes von Marokko aus (Quelle). Über seine Holding besitzt er mehrere Unternehmen, die in verschiedenen Bereichen tätig sind, unter anderem im Finanzwesen, Energie, Bergbau und Einzelhandel.

Office Chérifien des Phosphates (OCP) ist das grösste Unternehmen Marokkos. OCP kontrolliert ein Grossteil des Phosphatbergbaus und der Phosphatdüngerproduktion in Marokko. Im Jahr 2015 lagen 70% der weltweit bekannten Phosphatreserven in Marokko (Quelle). Die Phosphatindustrie macht fast ein Viertel von Marokkos BIP und Exporthandel aus (Quelle). OCP befindet sich in Besitz des Staates und wird demnach unter dem Einfluss der Königsfamilie stehen. Der marokkanische Staat besitzt noch weitere Grossunternehmen in Marokko.

Mohammed VI. kennt den marokkanischen Geschäftsmann Aziz Akhannouch (Quelle). Aziz ist derzeit Landwirtschaftsminister von Marokko. Sein Vermögen wird auf 2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Er kontrolliert den marokkanischen Mischkonzern Akwa Group, der sich hauptsächlich auf die Öl- und Gasindustrie konzentriert. Die Akwa Group ist neben der Holding der Königsfamilie das grösste marokkanische Familienunternehmen. Eine von Aziz Cousinen heiratete in die marokkanische Königsfamilie (Quelle).

Marokkanisches Finanzwesen

Prinz Moulay Hassan Ben El Mehdi (1912-1984) leitete von 1969 bis 1984 die marokkanische Zentralbank. Er war Botschafter in London und Rom.

Marokko gehört zusammen mit Südafrika, Nigeria, Ägypten und Algerien zu den fünf grössten Wirtschaften Afrikas, die zugleich die grössten afrikanischen Banken besitzen (Quelle).

Die Königsfamilie besitzt über ihre Holding Al Mada (SNI) und deren Tochterfirma Wafa Assurance über die Hälfte der Anteile an der marokkanischen Attijariwafa Bank, die derzeit zu den zehn grössten afrikanischen Banken gehört. Zu den Dienstleistern der SNI gehörten auch die Rothschild Bank sowie die US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs (Quelle).

Der derzeitige König Mohammed VI. kennt den marokkanischen Geschäftsmann Othman Benjelloun (Fotos: 1 und 2). Othmans Vermögen wird 1,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Othman traf David Rockefeller, der ihm den „Rockefeller Bridging Leadership Award“ überreichte, eine Auszeichnung für Philanthropen (Foto). Othman ist derzeit CEO und Hauptaktionär der BMCE Bank of Africa, die zu den grössten afrikanischen Banken gehört. Sie konzentriert sich auf den Aussenhandel und ist in mehr als 20 afrikanischen Ländern vertreten sowie in Europa, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der zweitgrösste Aktionär der Bank ist die Crédit Mutuel, die derzeit 23,8% der Anteile besitzt. Sie gehört zu den fünf grössten französischen Banken. Französische Banken nehmen seit der Kolonialisierung ein führende Rolle im marokkanischen Finanzwesen ein, was auch heute noch der Fall ist:

  • Die „Societe Generale Marocaine de Banques“ gehört zu den führenden Banken Marokkos. Sie ist eine Tochtergesellschaft der französischen Société Générale, die zu den weltweit grössten Banken gehört.
  • Die „Credit du Maroc“ gehört zu den führenden Banken Marokkos. Sie ist eine Tochtergesellschaft der französischen Crédit Agricole, die zu den weltweit grössten Banken gehört.
  • Die „Banque Marocaine pour le Commerce et l’Industrie“ gehört zu den führenden Banken Marokkos. Mehr als die Hälfte der Anteile an der Bank befinden sich im Besitz der französischen BNP Paribas, die zu den weltweit grössten Banken gehört. Zweitgrösster Aktionär ist der französische Versicherungskonzern AXA mit einem Anteil von 8,9%. Weitere 8% befinden sich in Besitz von Firmen, die zum marokkanischen Familienunternehmen Groupe Holmarcom gehören. Deren Chef Mohamed Hassan Bensalah studierte in Frankreich. Sein Vermögen wurde 2015 auf 800 Millionen US-Dollar geschätzt. Er ist im Aufsichtsrat der französischen Crédit Agricole, die zu den weltweit grössten Banken gehört. Er ist im Verwaltungsrat der Mohammed V-Stiftung, die von der Königsfamilie gegründet wurde. Mohamed Hassan Bensalah wurde vom König zum Ritter geschlagen (Quelle).

Somit besitzen die drei führenden französischen Grossbanken je eine bedeutende Bank in Marokko.

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Lee Familie aus Südkorea

Die Lee Familie gilt als die mächtigste und reichste Familie Südkoreas. Der südkoreanische Geschäftsmann Byung-chul Lee (1910-1987) gründete 1938 ein Unternehmen aus dem sich die heutige Samsung Group entwickelte. Diese gehört zu den sogenannten Jaebeol, mächtige Unternehmensgruppen aus Südkorea. Samsung ist das grösste Jaebeol.

2017 wurde das Vermögen der Lee Familie auf 40,8 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Die Wirtschaft Südkoreas ist die viertgrösste in Asien und die zwölfgrösste der Welt. Samsung-Firmen erwirtschaften rund 20 Prozent von Südkoreas Bruttoinlandprodukt (Quelle). Das Vermögen der Familie könnte demnach noch um einiges grösser als 40 Milliarden sein.

Die wichtigsten Unternehmen des Samsung-Jaebeols wären folgende:

  • Samsung Electronics: Der Elektronikkonzern ist mit Abstand das grösste Unternehmen Südkoreas und gehört zu den zehn grössten asiatischen Unternehmen. Es ist der weltweit grösste Hersteller von Smartphones.
  • Samsung Life Insurance: Einer der grössten asiatischen Versicherungskonzerne. Die Tochterfirma Samsung Asset Management gehört zu den grössten Vermögensverwaltern Asiens und verwaltet Kundegelder in Höhe von über 200 Milliarden US-Dollar. Samsung Asset Management gehört zu den grössten Aktionären südkoreanischer Banken. Neben China und Japan ist Südkorea das Land mit den umsatzstärksten Banken in Asien.
  • Samsung Heavy Industries: Eines der grössten Schiffbauunternehmen der Welt.
  • Samsung SDI: Ein führender Hersteller von Bildschirmen, Batterien und Akkus.
  • Samsung SDS: Ein grosses IT-Unternehmen.
  • Samsung C&T Corporation: Ein grosses Bauunternehmen
  • Samsung Engineering: Ein grosses Ingenieurunternehmen.

Das Samsung-Jaebeol wird bis heute von der Lee Familie geführt. Derzeit ist Jae-yong Lee (*1968) Vorsitzender des Samsung-Jaebeols. Der US-Milliardär Bill Gates besuchte ihn zu einem gemeinsamen Abendessen (Quelle). Jae-yong Lee traf mehrfach den derzeitigen Präsidenten Südkoreas Jae-in Moon. Die Lee Familie hatte Kontakt zu mehreren südkoreanischen Präsidenten. Jae-yong Lee traf auch den chinesischen Präsidenten Xi Jinping und den indischen Premierminister Narendra Modi sowie den US-Amerikaner Larry Page (Mitgründer und langjähriger CEO von Google). (Quelle)

Die Familie war mehrfach in Skandale verwickelt, wobei es unter anderem um Steuerhinterziehung und Bestechung ging. (Quelle: 1, 2, 3)

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Ochs & Sulzberger Familie

Der US-Amerikaner Adolph Ochs (1858-1935) wurde in eine Familie von deutsch-jüdischen Einwanderern geboren. 1896 brachte er die Zeitung The New York Times unter seine Kontrolle, die 1851 gegründet worden war. Seine Tochter heiratete Arthur Hays Sulzberger (1891-1968), dessen Eltern ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer waren. Die beiden Männer waren Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk das von der britischen Königsfamilie geführt wird. Die The New York Times wird bis heute von der Familie Ochs-Sulzberger kontrolliert. Sie gilt als eine der wichtigsten Zeitungen der Welt und ist eine der meistgelesenen Zeitungen in den USA. Die Familie und ihre Verwandtschaft brachte mehrere Journalisten hervor. Sie sind Millionäre.

Orvil Dryfoos (1912-1963) heiratete eine Tochter von Arthur Hays Sulzberger. Dryfoos war Treuhänder der Rockefeller Foundation und Mitglied der Pilgrims Society. Zu seiner Beerdigung kamen zweitausend Leute. Darunter auch die Rockefeller Familie sowie Newhouse, Hearst und Schiff (Quelle: 1 und 2).

Julius Ochs Adler (1892-1955) kam mütterlicherseits aus der Ochs Familie. Er war Journalist, Verleger und Offizier der US-Armee sowie Mitglied der Pilgrims Society. Er war Freimaurer und Mitglied einer New Yorker Freimaurerloge (Quelle).

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Haus Chakri

Die Chakri-Dynastie besetzt seit 1782 den Thron von Thailand. Thailand war das einzige Land Südostasiens, das nicht unter europäischer Kolonialherrschaft stand. Seit dem späten 19. Jahrhundert hatte Thailand engen geschäftlichen Kontakt zur britischen Kolonialelite, die sich an der Industrialisierung Thailands beteiligte.

Bhumibol Adulyadej (1927-2016) war von 1946 bis zu seinem Tod König von Thailand. Somit herrschte er 70 Jahre über das Land. Er traf sich 1967 mit John D. Rockefeller III. (Foto).

Er hatte Kontakt zu fast allen noch amtierenden Königsfamilien dieser Welt:

  • Adulyadej traf die britische Queen Elisabeth II. sowie ihren Sohn Prinz Andrew (Fotos: 1, 2, 3).
  • Adulyadej war ein langjähriger Freund der japanischen Kaiserfamilie. (Quelle)
  • Adulyadej traf sich mit der damaligen niederländischen Königin Beatrix (Foto). Sie besuchte das Bilderbergtreffen und ist die Tochter des verstorbenen Prinzen Bernhard (Hauptgründer und Präsident der Bilderbergtreffen).
  • Adulyadej traf den spanischen König Juan Carlos sowie dessen Frau Sofia aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Griechenland (Fotos: 1, 2, 3). Das Königspaar besuchte das Bilderbergtreffen.
  • Adulyadej traf den belgischen König Philippe (Fotos: 1 und 2). Philippe besuchte das Bilderbergtreffen.
  • Adulyadej traf den schwedischen König Gustaf. (Fotos: 1, 2, 3) Dieser führt den Orden Karls XIII., ein schwedischer Ritterorden bestehend aus hochrangigen Freimaurern.
  • Adulyadej traf den norwegischen Prinzen Haakon (Foto). Haakon besuchte auch das Bilderbergtreffen.
  • Adulyadej traf sich mit der dänischen Königin Margrethe II. sowie mit ihrem Mann Henrik/Henri. (Fotos: 1 und 2)
  • Adulyadej traf sich schon in jungen Jahren mit dem dänisch-schwedischen Hochadel (Foto).
  • Er traf den Sultan Bolkiah, den Herrscher von Brunei (Fotos: 1, 2, 3)
  • Er traf Mitglieder der Königsfamilie Abu Dhabis (Fotos: 1 und 2)
  • Er traf den damaligen König von Katar. (Foto)
  • Er traf einen Scheich aus der Königsfamilie von Kuwait. (Foto)
  • Er traf Grossherzog Henri, den Herrscher von Luxemburg (Foto)
  • Er traf Albert II., König von Monaco. (Foto)
  • Er traf Mswati III., König von Eswatini (Swasiland). (Foto)
  • Er traf Letsie III., König von Lesotho (Foto)
  • Er traf den kambodschanischen König Norodom Sihamoni und den malaysischen König Syed Sirajuddin sowie die marokkanische Prinzessin Lalla Salma und Erbprinz Alois von Lichtenstein. (Quelle)

Das sind natürlich nur die offiziellen Treffen. Es gibt auch private Treffen zwischen den Königsfamilien, die für die Medien nicht zugänglich sind. Als König traf Bhumibol Adulyadej auch viele hochrangige Politiker sowie mehrere Päpste. Er hatte Kontakt zum US-Amerikaner Walt Disney (Quelle), der die Walt Disney Company gründete, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.

Bhumibol Adulyadejs Sohn Vajiralongkorn (*1952) ist derzeit König von Thailand. Wie sein Vater kennt auch er fast alle Königsfamilien dieser Welt. Er besuchte das diamantene Thronjubiläum von Queen Elisabeth II.. Es waren 58 Könige zu Gast (Quelle).

Vajiralongkorn lebt die meiste Zeit in Deutschland (Quelle). Sein Vermögen wird von 40 Milliarden bis auf über 100 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

König Vajiravudh (1881-1925) war an der britischen „Royal Military Academy Sandhurst“, der wohl elitärsten Militärakademie der Welt. Viele Königsfamilien schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Neben den Königsfamilien waren auch viele britische Adlige an der Akademie vertreten. Hier eine Liste der bemerkenswerten Absolventen.

1874 gründete die thailändische Königsfamilie den Privy Council von Thailand. Dieser ist bis heute der Geheimrat des thailändischen Monarchen. Der Rat wurde nach dem Vorbild des britischen Privy Councils gegründet, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Der Privy Council von Thailand besteht aus hochrangigen thailändischen Politikern, Militärs, Geheimdienstlern und Juristen, welche die thailändische Königsfamilie beraten. Darunter waren auch mehrere Premierminister, die in Thailand die Regierung führen. (Quelle)

Thailändische Wirtschaft

Thailand gehört nach BIP zu den zehn grössten Wirtschaften Asiens.

Prinz Vivadhanajaya Jayanta (1899-1960) gründete als Finanzminister Thailands 1942 die thailändische Zentralbank und wurde deren erster Gouverneur.

Die Königsfamilie kontrolliert das Crown Property Bureau (CPB), das für die Vermögensverwaltung der thailändischen Krone zuständig ist. CPB ist mit 33% Hauptaktionär des Zement- und Baustoffkonzerns Siam Cement, eines der grössten Unternehmen Thailands. CPB ist mit 23,4% Hauptaktionär der Siam Commercial Bank, die grösste Bank Thailands. Das thailändische Finanzministerium ist ebenfalls Hauptaktionär von grossen thailändischen Unternehmen. Da man davon ausgehen kann, dass auch das Finanzministerium unter dem Einfluss der Königsfamilie steht, hat diese somit auch indirekt die Kontrolle über weitere grosse Unternehmen in Thailand. Die wichtigsten Beteiligungen des Finanzministeriums wären:

  • PTT (51,1%). PTT ist das grösste Unternehmen Thailands und ist einer der weltweit grössten Öl- und Gaskonzerne. PTT besitzt wiederum 48% von PTT Global Chemical, einer der grössten Chemiekonzerne Asiens.
  • Krung Thai Bank (55,1%). Eine der grössten Banken Thailands.
  • TMB Bank (11,79%). Die Bank ist traditionell mit dem thailändischen Militär verbunden.
  • Airports of Thailand PCL (70%). Das Unternehmen verwaltet Flughäfen in Thailand. 2018 war es der wertvollste Flughafenbetreiber der Welt.
  • Thai Airways International (51,03%). Die grösste Fluggesellschaft Thailands.

Die thailändische Königsfamilie kennt Dhanin Chearavanont (Quelle). Die Chearavanont Familie gilt mit einem Vermögen von 36,6 Milliarden US-Dollar (stand 2017) als die reichste Unternehmerfamilie Thailands. Die Familie kontrolliert den grössten Einzelhandelskonzern sowie den grössten Lebensmittelkonzern in Thailand.

Vorfahren

Der erste König aus der Chakri-Dynastie war Chulalok (1736-1809). Er heiratete in die Bunnag Familie, eine einflussreiche thailändische Aristokratenfamilie. Sein Vater war ein Höfling des vorherigen Königs Taksin.

Ein Vorfahre von König Chulalok war Kosa Pan (1633-1699). Dieser war Botschafter im Dienste des siamesischen (thailändischen) Königs Narai. Er wurde vom König nach Frankreich geschickt, um diplomatischen Kontakt zur französischen Kolonialelite herzustellen. Kosa Pan hatte Kontakt zum Franzosen Guy Tachard, der zweimal den königlichen Hof in Siam (Thailand) besuchte. Guy Tachard war Mitglied des Jesuitenordens, ein alter Vatikanorden. Er überbrachte Papst Innozenz XI. einen Brief von König Narai und übersetzte ihn für den Papst.

Der Botschafter Kosa Pan war ein Neffe von König Ekathotsarot (1556-1620), der über das Königreich Ayutthaya (Thailand) herrschte. Der König kam aus der Sukhothai-Dynastie, die somit zu den Vorfahren der heutigen Chakri-Dynastie gehört. Die Sukhothais herrschten von 1569 bis 1630 über Ayutthaya.

Die Sukhothai-Dynastie soll von der Phra Ruang-Dynastie abstammen, die von 1238 bis 1438 über das Königreich Sukhothai (Thailand) herrschte und somit mögliche Vorfahren der heutigen Chakri-Dynastie sind.

Buddhismus 

Der Buddhismus ist die dominierende Religion in Thailand. Fast 94% der Thailänder bekennen sich zu ihm. Der Buddhismus wird vom Staat und der Königsfamilie besonders gefördert, ist aber keine offizielle Staatsreligion. König Bhumibol Adulyadej traf sich mit dem Dalai Lama, dem spirituellen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten (Quelle). Der Titel des Dalai Lama wurde erstmal 1578 vom mongolischen Fürsten Altan Khan verliehen und kann daher als Adelstitel betrachtet werden. Der Urenkel des Fürsten, Yönten Gyatsho, wurde zudem der vierte Dalai Lama. Altan Khan kam aus der mongolischen Herrscherdynastie der Nördlichen Yuan. Diese stammten von Dschingis Khan (circa 1158-1227) ab, der als der reichste und mächtigste Herrscher seiner Zeit galt. Er gründete das Mongolische Reich, das zweitgrösste historisch bekannte Reich in der Weltgeschichte. Nur das britische Kolonialreich war grösser. Aus der Familie Dschingis Khans soll die heutige russische Adelsfamilie Giray hervorgegangen sein, die früher über die Halbinsel Krim herrschte. Im 20. Jahrhundert waren die Girays familiär mit dem russischen Hochadel sowie mit der amerikanisch-britischen Astor Familie verbunden.

Buddha (eigentlicher Name Siddhartha Gautama), der im ersten Jahrtausend vor Christus lebte, kam übrigens aus einer indischen Aristokratenfamilie.

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