Haus Oldenburg

Das Haus Oldenburg ist eines der bedeutendsten Geschlechter des Hochadels. Die deutsche Adelsfamilie besteht seit mindestens 1000 Jahren und gehört somit zum Uradel. Die heutigen Königsfamilien von Dänemark und Norwegen sowie die nicht amtierenden Königsfamilien von Griechenland und Russland stammen im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab. Auch der neue britische König Charles III. stammt im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Graf Egilmar I., der im 11. Jahrhundert lebte, gilt als der Begründer der Oldenburg Familie. Der Legende nach war seine Schwiegermutter eine Nichte von Papst Leo IX. und heiratete einen Enkel des österreichischen Markgrafen Leopold I. Der Markgraf war der Stammvater der Babenberger, die bis Mitte des 13. Jahrhunderts über Österreich herrschten. Die Frau von Egilmar I. war womöglich mit Welfen, Karolingern und Saliern verwandt. Die drei Hochadelsfamilien stellten zu dieser Zeit römisch-deutsche Könige und Kaiser.

Egilmar I. war der erste Graf der Grafschaft Oldenburg, die im Norden des heutigen Deutschlands lag. Seine Nachkommen herrschten ab da über die Grafschaft. 1774 wurde Oldenburg zu einem Herzogtum und 1829 zu einem Grossherzogtum, worauf die Oldenburg Familie als Herzöge und Grossherzöge über die Region herrschten. Sie herrschten bis 1918, als in Deutschland alle Monarchien abgeschafft wurden.

Thronbesteigungen und Verbindungen zur Freimaurerei

Durch Heiraten in den Hochadel wurde die Oldenburg Familie Thronfolger der skandinavischen Länder. Christian von Oldenburg (1426-1481) bestieg als König Christian I. den Thron von Dänemark, Norwegen und Schweden. Ab da herrschte das Haus Oldenburg bis 1863 über Dänemark. Dann wurde Christian IX. König von Dänemark. Seine Mutter war eine Tochter des deutschen hochadligen Illuminaten Karl von Hessen-Kassel, der die Freimaurerei in Dänemark geführt hatte. Nach Karl waren zwei dänische Könige aus dem Haus Oldenburg Grossmeister der dänischen Freimaurerei (Quelle). König Christian IX. kam väterlicherseits aus dem Haus Glücksburg, das eine Nebenlinie der Oldenburg Familie ist. Seine Nachkommen sind bis heute die Königsfamilie von Dänemark und hatten bis 1949 die Freimaurerei in Dänemark geführt. (Mehr dazu im Beitrag zum Haus Glücksburg) Somit stammt die derzeitige dänische Königin Margrethe II. im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Von 1450 bis 1814 herrschte die dänische Königsfamilie aus dem Haus Oldenburg auch über Norwegen. Danach herrschte die schwedische Königsfamilie aus dem Haus Bernadotte für fast 100 Jahren über Norwegen und führte in dieser Zeit die norwegische Freimaurerei an (Quelle). Anschliessend bestieg der dänische Prinz Haakon (1872-1957), ein Freimaurer, als König Haakon VII. den norwegischen Thron. Er kam aus dem Haus Glücksburg, das wie gesagt eine Nebenlinie der Oldenburger ist. Haakons Nachkommen sind bis heute die Königsfamilie von Norwegen. Somit stammt der derzeitige norwegische König Harald V. im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Der dänische Prinz Georg (1845-1913) aus dem Haus Glücksburg war der Stammvater der griechischen Königsfamilie, die bis 1964 über Griechenland herrschte und Freimaurer hervorbrachte. Prinz Philip, der die britische Queen Elizabeth II. heiratete, kam aus der griechischen Königsfamilie (und war Freimaurer). Somit stammt sein Sohn, der derzeitige britische König Charles III., im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Herzog Adolf I. (1526-1586) war der Sohn des dänischen Königs Friedrich I. aus dem Haus Oldenburg. Adolf war der Begründer der Linie Schleswig-Holstein-Gottorf, die somit ein Nebenzweig der Oldenburger war. Die Familie Schleswig-Holstein-Gottorf stellte bis ins 16. Jahrhundert die Herzöge von Schleswig-Holstein im Norden Deutschlands. Herzog Adolf I. heiratete in das Haus Hessen. Dadurch hatte die Familie Schleswig-Holstein-Gottorf auch Blut der Hochadelsfamilie Hessen in sich.

Adolf Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (1710-1771) wurde 1751 zum König von Schweden gewählt. Seine Familie herrschte bis 1818 über Schweden. In dieser Zeit stellten sie vier Könige, von denen zwei Freimaurer waren (Quelle). Danach bestieg die Bernadotte Familie den schwedischen Thron, die bis heute die Königsfamilie von Schweden ist und bis 1997 die schwedische Freimaurerei anführte. (Mehr dazu im Beitrag zum Haus Bernadotte)

Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (1700-1739) heiratete eine Tochter des russischen Kaisers Peter der Grosse. Peter war der erste Kaiser von Russland und war der Legende nach auch der erste russische Freimaurer. Karl Friedrichs Sohn bestieg als Kaiser Peter III. den russischen Thron. Seine Nachkommen herrschten bis 1917 über Russland. Maria Romanowa, das derzeitige Oberhaupt der nicht amtierenden russischen Kaiserfamilie, stammt im Mannesstamm von Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf ab und dadurch auch im Mannesstamm vom Haus Oldenburg.

Das Haus Oldenburg kam schon früh mit Freimaurern in Kontakt. Die dänische Prinzessin Anne (1574-1619) aus dem Haus Oldenburg heiratete den schottischen König Jakob VI., der als König Jakob I. auch über England und Irland herrschte. Anne war dadurch Königin von Britannien. Sie lernte viele schottische Adlige kennen. Der Schotte William Schaw wurde ein Höfling von Königin Anne. William Schaw war ein früher Freimaurer und gilt als wichtige Persönlichkeit bei der Entwicklung der Freimaurerei in Schottland. Er kam aus dem schottischen Schaw Clan. Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland und war von Anfang an mit schottischen Clans (schottische Aristokraten) verbunden. König Jakob, Annes Ehemann, kam aus dem Stewart Clan. Zu den Nachkommen von Jakob und Anne gehörten unzählige Freimaurer und die Blutlinie der Stewarts ist vermutlich eine der wichtigsten in der Geschichte der Freimaurerei. Die dänische Prinzessin Margarethe (1456-1486) aus dem Haus Oldenburg heiratete ebenfalls in die schottische Königsfamilie Stewart.

Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1831-1917) kam aus einem deutschen Familienzweig der Oldenburg Familie. Er heiratete in die britische Königsfamilie und war damit mit führenden Freimaurern verwandt. Er wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Herzog Friedrich Christian II. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1765-1814) hatte Briefkontakt zu Adam Weishaupt (Quelle). Dieser war der Gründer des berühmten Illuminatenordens. Friedrich Christian II. war ein Gönner von Weishaupt und trat womöglich den Illuminaten bei (Quelle: Seite 34). Auf Wikipedia ist er als Freimaurer und Illuminat aufgelistet.

Durch die Heiraten im letzten Jahrtausend ist die Oldenburg Familie mit zahlreichen Adels- und Hochadelsfamilien verwandt.

Die deutschen Oldenburger im Naziregime

Der deutsche Familienzweig der Oldenburg Familie hatte enge Verbindungen zum Naziregime.

Altburg von Oldenburg (1903-2001) heiratete Josias zu Waldeck und Pyrmont aus der deutschen Uradelsfamilie Waldeck. Josias war Politiker der NSDAP und hochrangiges Mitglied der SS. Er war 1929 der Nazipartei beigetreten, also bereits vor der Machtübernahme Hitlers. 1931 berichtete eine deutsche Zeitung, dass Josias von Hitler beauftragt wurde, den Geheimdienst der SS aufzubauen. Demnach wäre er bereits vor der Machtübernahme Hitlers am Aufbau des Nazigeheimdienstes beteiligt gewesen. Im Naziregime war er in Hitlers Auftrag an der Gefangennahme und Ermordung politischer Gegner beteiligt. Er soll zu den Hauptverantwortlichen der Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Konzentrationslager Buchenwald gehören. 1947 wurde er deswegen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Aus angeblich gesundheitlichen Gründen wurde er aber schon 1950 entlassen und entnazifiziert. (Quelle)

Ingeborg von Oldenburg (1901-1996) heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. Der Bruder ihres Ehemannes war Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe, ein hochrangiger NS-Funktionär und Publizist nationalsozialistischer Schriften. Er trat 1929 der NSDAP bei und war damit einer der ersten Hochadligen, die der Partei beitraten. Er war Adjutant und Redenschreiber von Propagandaminister Joseph Goebbels. „Für seine langen Verdienste um die Partei“ erhielt er von Hitler das goldene Ehrenabzeichen der NSDAP. Nach dem Krieg wurde er als Mitläufer eingestuft und erhielt keine Strafe. (Quelle) In der Nachkriegszeit war er bei rechtsradikalen Parteien aktiv, darunter auch bei der bis heute bestehenden NPD (Quelle).

Huno von Oldenburg (*1940) heiratete eine Tochter von Johann Graf „Lutz“ Schwerin von Krosigk aus der deutschen Uradelsfamilie Krosigk. Lutz war im Naziregime durchgehend Finanzminister. Da sein Finanzministerium an der Enteignung deportierter Juden beteiligt gewesen war, wurde er nach dem Krieg in Haft genommen. 1949 verurteilte man ihn zu zehn Jahren Gefängnis. 1951 wurde er aufgrund einer Amnestie aus der Haft entlassen. (Quelle) Anschliessend trat er der Organisation Gehlen bei (Quelle: bei 11:45-12:00). Die Organisation Gehlen war ein deutscher Geheimdienst, der nach dem Zweiten Weltkrieg im besetzten Deutschland von den US-amerikanischen Geheimdiensten finanziert und aufgebaut wurde. Der Gehlen-Geheimdienst rekrutierte viele ehemalige deutsche Nazis und wurde von Reinhard Gehlen geleitet, der zuvor für den Geheimdienst von Nazideutschland gearbeitet hatte. Reinhard Gehlen wurde 1956 der erste Präsident des BND, der bis heute der deutsche Auslandsgeheimdienst ist.

Nikolaus von Oldenburg (1897-1970) war bis zur Abschaffung der Monarchie 1918 Erbgrossherzog des Grossherzogstums Oldenburg. 1937 trat er der NSDAP und der SA bei. Zumindest 1941 glaubte er scheinbar an einen Endsieg Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, denn in diesem Jahr schrieb er an den hochrangigen Nazi Heinrich Himmler: „Ich wäre ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich kurz wissen lassen würden, ob grundsätzlich die Möglichkeit des Ankaufs grösserer Güter im Osten nach Kriegsende für mich gegeben sein wird“. (Quelle) Er wollte also von der Eroberungen der Nazis im Osten profitieren.

Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1858-1921) kam aus einem deutschen Familienzweig der Oldenburger. Sie heiratete Wilhelm II., den letzten Kaiser von Deutschland. Wilhelm sympathisierte mit dem Naziregime und begrüsste Hitlers Kampf gegen die Juden (mehr dazu im Beitrag zum Haus Hohenzollern).

Sophie Charlotte von Oldenburg (1879-1964) heiratete Prinz Eitel Friedrich von Preussen. Dieser war ein Sohn des letzten Kaisers Wilhelm II. und war von 1907 bis 1926 Herrenmeister (Oberhaupt) des Johanniterordens. Er trat dem „Bund der Aufrechten“ bei. (Quelle) Die nationalistisch-monarchistische Vereinigung wurde 1918 gegründet und wollte die Abschaffung der deutschen Monarchie rückgängig machen. 1922 wurde sie als republikfeindliche Organisation verboten. Eitel Friedrich trat auch dem 1918 gegründeten Stahlhelmbund bei (Quelle). Der Stahlhelmbund war eine republikfeindliche paramilitärische Organisation. Eitel Friedrich war 1931 bei der Gründung der Harzburger Front dabei, ein Bündnis antidemokratischer Nationalisten und Rechtsextremisten (Quelle).

Die deutschen Oldenburger in den letzten 50 Jahren

Friedrich von Oldenburg (1936-2017) heiratete eine Tochter des Oberhauptes der ehemaligen deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern.

Beatrix von Oldenburg (*1971) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Storch und ist als Beatrix von Storch bekannt. Sie gehört zur Führung der deutschen Partei AFD. Ihre Cousine Eilika (*1972) heiratete in die nicht amtierende österreichische Königsfamilie Habsburg-Lothringen. Der Grossvater mütterlicherseits von Beatrix war der oben erwähnte Nazi-Finanzminister Johann Graf Schwerin von Krosigk.

Karl Emich von Leiningen (*1952) kommt mütterlicherseits aus der Oldenburg Familie. Väterlicherseits kommt er aus der deutschen Uradelsfamilie Leiningen und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der russischen Kaiserfamilie. Karl Emich und der russische Politiker Anton Bakow haben sich das Ziel gesetzt in Russland die Monarchie wiedereinzuführen mit Karl Emich als König (Quelle). Karl Emich heiratete in erster Ehe in die deutsche Uradelsfamilie Hohenlohe und in dritter Ehe in die Uradelsfamilie Egloffstein. Seine zweite Ehefrau Gabriele kam aus der Thyssen Familie, eine der reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Gabriele heiratete später den religiösen Führer Karim Aga Khan IV, ein persischer Aristokrat. Die Khans stammen der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Die Khans sind der Legende nach auch Nachkommen der Fatimiden, eine der mächtigsten Herrscherfamilien des 11. Jahrhunderts.

Die Oldenburger heirateten in den letzten Jahrzehnten in weitere deutsche Adelsfamilien.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Liste der wichtigsten Teilnehmer der Sun Valley Konferenz

Die Sun Valley Konferenz ist eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. Zu den Teilnehmern gehören führende Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Der Grossteil der Besucher sind US-Amerikaner, aber es sind auch einflussreiche Geschäftsleute aus dem Ausland dabei. Mehrere Fusionen von Medienkonzernen wurden bei Sun Valley Konferenzen geplant. Das Treffen wird von der Investmentbank „Allen & Company“ veranstaltet, die von der Unternehmerfamilie Allen kontrolliert wird. Die Konferenz fand 1983 das erste Mal statt. Das Treffen ist nicht geheim und in den Medien werden inzwischen bereits Gästeliste veröffentlicht.

Viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass die Tech-Elite aus den USA gerade dabei ist, die Weltherrschaft an sich zu reisen. Meiner Meinung nach wird ihr Einfluss aber überschätzt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich so ein paar neureiche Computernerds gegen die internationale Hocharistokratie und die Hochfinanz durchsetzen könnten. Der in Sri Lanka geborene US-amerikanische Tech-Milliardär Chamath Palihapitiya, der zur Führung von Facebook gehörte und Mark Zuckerberg kennt, sagte in einem Interview, dass 150 Männer die Welt regieren und diese 150 Männer seien keine Politiker und auch keine Tech-Unternehmer. Die wirklich Mächtigen seien diejenige, welche die grössten Assets und die Finanzströme kontrollieren.

In diesem Beitrag sind die wichtigsten Besucher der Sun Valley Konferenz aufgelistet, aber es ist keine vollständige Liste der Teilnehmer. Neben Milliardären sind auch viele Millionäre und Multimillionäre bei den Treffen dabei. Hier sind nur die Vermögen der Milliardäre aufgelistet und nicht die der Millionäre. Die Angaben zu den Vermögen sind Echtzeitschätzungen des Forbes Magazins vom 13.9.2022.

Bei der Sun Valley Konferenz sind viele Juden dabei, da in den USA viele der erfolgreichen Unternehmer im Bereich Internet und Medien aus jüdischen Familien kommen. Bei Personen auf dieser Liste mit einem (J) nach dem Namen ist bekannt, dass sie väterlicherseits und/oder mütterlicherseits jüdisch sind.

Name
____________________
Das wichtigste zur PersonGeschätztes Vermögen in Milliarden
Bill GatesEr gründete Microsoft, eines der grössten Unternehmen der Welt.107,3
Satya NadellaDer indische Einwanderer ist derzeit Vorsitzender und CEO von Microsoft. Er besuchte das Bilderbergtreffen.
Jeff BezosEr ist Gründer und Vorsitzender von Amazon, eines der grössten Unternehmen der Welt. Er besuchte das Bilderbergtreffen.152,3
Andy Jassy (J)Derzeitiger Präsident und CEO von Amazon.
Warren BuffettEr gilt als einer der erfolgreichsten Finanzinvestoren aller Zeiten und führt Berkshire Hathaway, eines der grössten Unternehmen der Welt.98
George Soros (J)Der ungarische Einwanderer ist einer der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager.6,7
Steve JobsEr gründete Apple, eines der grössten Unternehmen der Welt.Als er 2011 starb waren es 7 Milliarden
Tim CookDerzeitiger CEO von Apple.1,8
Elon MuskDer südafrikanische Einwanderer ist Hauptaktionär und CEO des Autokonzerns Tesla und war früher Hauptaktionär von PayPal.267,2
Larry Page (J)Er ist Mitgründer von Google, eines der grössten Unternehmen der Welt.91,1
Sergey Brin (J)Der russische Einwanderer ist Mitgründer von Google.87,3
Sundar PichaiDer indische Einwanderer ist derzeit CEO von Google.
Eric SchmidtEr gehörte lange Zeit zur Führung des Google-Konzerns und hat das Unternehmen mit aufgebaut. Er war auch Direktor von Apple und gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen.18,1
Chad HurleyEr gründete YouTube (gehört zum Google-Konzern).
Susan Wojcicki (J)Sie ist derzeit CEO von YouTube.
Anne Wojcicki (J)Sie ist die Schwester von Susan Wojcicki und war mit dem Google-Gründer Sergey Brin verheiratet.
Mark Zuckerberg (J)Er gründete und leitet den Facebook-Konzern.56
Sheryl Sandberg (J)Sie gehört zur Führungsclique von Facebook. Sie hatte ein romantisches Verhältnis mit Robert Kotick, der ebenfalls die Sun Valley Konferenz besuchte. Robert Kotick ist CEO von Activision Blizzard, einer der grössten Videospielkonzerne der Welt. Sheryl Sandberg heiratete den Unternehmer Dave Goldberg, der auch die Sun Valley Konferenz besuchte. Sheryl Sandberg war Direktor von Starbucks und Disney.1,5
Kevin SystromEr gründete Instagram (gehört zum Facebook-Konzern). Er war Direktor von Walmart, das nach Umsatz grösste Unternehmen der Welt.1,3
Jack DorseyEr ist Mitgründer von Twitter sowie Mitgründer des Technologiekonzerns Block (Square). Er war auch Direktor von Disney.4,7
Evan WilliamsMitgründer von Twitter.1,8
Omid KordestaniDer iranische Einwanderer ist ehemaliger Vorsitzender und derzeitiger Direktor von Twitter. Er war auch CBO von Google und Direktor von Vodafone. Er ist derzeit Vorsitzender von Pearson, einer der grössten Buchverlage der Welt.Ehemaliger Milliardär
Parag AgrawalDer indische Einwanderer ist derzeit CEO von Twitter.
Reed HastingsGründer und derzeitiger CEO von Netflix.2,6
Ted SarandosEr leitet zusammen mit Reed Hastings den Netflix-Konzern. Seine Frau Nicole Avant war US-Botschafterin auf den Bahamas.
Jerry YangDer taiwanesische Einwanderer ist Mitgründer von Yahoo. Er war Direktor der Technologiekonzerne Alibaba (China) und Cisco (USA). Er ist derzeit Direktor der Technologiekonzerne Lenovo (China) und Workday (USA).2,5
Jim LanzoneEr ist derzeit CEO von Yahoo und Direktor von GoPro. Er war CEO von Tinder.
Terry Semel (J)Er leitete Yahoo und Warner Bros, eines der fünf grössten Filmstudios.
Daniel EkDer Schwede gründete und leitet Spotify.2,1
Evan SpiegelEr gründete und leitet Snapchat.2,9
Mitglieder der Murdoch FamilieDie australische Murdoch Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt. 18,2
Robert ThomsonDer Australier ist seit 2013 CEO des Medienkonzerns der Murdoch Familie.
Shari Redstone (J)Sie kontrolliert Paramount Global, einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Ihr Vater gehörte eine Zeit lang zu den reichsten der Welt.
Philippe Dauman (J)Er leitete das Medienimperium der Redstone Familie.
Les Moonves (J)Er leitete den Medienkonzern CBS, der zum Medienimperium der Redstone Familie gehört. Les Moonves ist ein Grossneffe von David Ben-Gurion, der Israel gründete und der erste Ministerpräsident des Landes wurde.
Jim GianopulosEr leitete Paramount Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios, das zum Medienimperium der Redstone Familie gehört. Jim Gianopulos leitete auch „20th Century Fox“, ebenfalls eines der grössten Filmstudios, das damals von der Murdoch Familie kontrolliert wurde und heute zu Disney gehört.
Brian Roberts (J)Er leitet und kontrolliert Comcast, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.1,3
Ronald Meyer (J)Er war stellvertretender Vorsitzender des Medienkonzerns NBCUniversal, der zu Comcast gehört. Er war langjähriger Präsident von Universal Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios, das inzwischen zu Comcast gehört.
Martin LauDer Chinese ist Präsident von Tencent, der grösste chinesische Medienkonzern. Er war in Hongkong aufgewachsen und arbeitete für die führende US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs.1,9
Robin LiDer Chinese ist Mitgründer und Chef von Baidu, der zweitgrösste chinesische Medienkonzern.7,7
Victor KooDer Chinese gründete Youku, die chinesische Version von YouTube.Ehemaliger Milliardär
Lee Jae-yongEr kommt aus der Lee Familie, die als die reichste südkoreanische Familie gilt und Samsung gegründet hatte, das grösste südkoreanische Unternehmen.7,3
Kaz Hirai und Kenichiro YoshidaDie beiden Japaner sind Führungskräfte des japanischen Grosskonzerns Sony, der eines der mächtigsten Unternehmen in der weltweiten Medienindustrie ist.
Howard StringerDer Brite leitete Sony und war Präsident von CBS sowie Direktor der BBC. Er wurde von der britischen Queen zum Ritter geschlagen.
John MaloneEr gründete, leitet und kontrolliert den Medienkonzern Liberty Media. Über Liberty Media ist er Grossaktionär mehrerer Medienkonzerne, bei denen er Direktorenposten besetzt.9,7
Michael Bloomberg (J)Er gründete, leitet und kontrolliert den Medienkonzern Bloomberg. Er war Bürgermeister von New York.76,8
Emilio AzcárragaDer Mexikaner leitet und kontrolliert Televisa, den grössten lateinamerikanischen Medienkonzern.1,2
Roberto Marinho NetoEr kommt aus der Marinho Familie, die als die reichste brasilianische Familie gilt und die Grupo Globo kontrolliert, den zweitgrössten lateinamerikanischen Medienkonzern.Die Familie soll mehr als 20 Milliarden besitzen.
Bob Iger (J)Er war langjähriger CEO von Disney, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.
Michael Eisner (J)Er war langjähriger CEO von Disney und Präsident von Paramount Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios.Ehemaliger Milliardär
Bob Chapek (womöglich Jude)Derzeitiger CEO von Disney.
Michael Ovitz (J) Er war Präsident von Disney sowie Mitgründer und Vorsitzender der Talentagentur CAA.
Jeff BewkesEr leitete Time Warner (heute Warner Bros. Discovery), einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Der Konzern steht unter dem Einfluss der jüdischen Milliardärsfamilie Newhouse.
David Zaslav (J)Er leitet derzeit Warner Bros. Discovery und ist Direktor von Televisa.
John HendricksEr gründete den Medienkonzern Discovery, der zu Warner Bros. Discovery fusionierte.
Jimmy HayesEr leitete den Medienkonzern der Cox Familie.
Steven Swartz (womöglich Jude)Er leitet zurzeit den Medienkonzern der Hearst Familie.
Ted TurnerEr gründete den Fernsehsender CNN.2,4
Jeff Zucker (J)Er war Präsident von CNN und NBCUniversal.
Lucian Grainge (J)Der Brite ist Vorsitzender und CEO der Universal Music Group, das grösste Musikunternehmen der Welt. Er wurde von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen.
Michael Lynton (J)Der Brite ist Vorsitzender der Warner Music Group, das drittgrösste Musikunternehmen der Welt.
Er ist auch Vorsitzender von Snapchat und leitete Sony Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios.
Mathias DöpfnerDer Deutsche ist Vorsitzender von Axel Springer, einer der grössten deutschen Medienkonzerne. Mathias Döpfner gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. Er war Direktor von Netflix und ist derzeit Direktor der Warner Music Group.1,4
Thomas MiddelhoffDer Deutsche war Vorsitzender von Bertelsmann, der grösste deutsche Medienkonzern.
Henry Kravis (J)Er gründete und führt den Finanzkonzern KKR. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderbergtreffen.7,5
Marie-Josée KravisDie Kanadierin ist die Frau von Henry Kravis. Sie ist Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderbergtreffen und gehört zum internationalen Beratungskomitee der New Yorker Abteilung der US-Zentralbank FED. Sie ist Direktorin des Luxusgüterkonzerns LVMH und war Direktorin des kanadischen Medienkonzerns Hollinger.
Jonathan OppenheimerDie südafrikanische Milliardärsfamilie Oppenheimer ist mit dem grössten Diamantproduzent De Beers und dem grössten Platinproduzent Anglo American verbunden. Die Familie ist jüdischer Abstammung. Jonathan Oppenheimer begann seine Karriere bei der Rothschild Bank.Das Vermögen der Familie wird auf 8,5 Milliarden geschätzt
Diane von Fürstenberg (J)Eine belgische Modedesignerin. Ihr erster Ehemann kam väterlicherseits aus der deutschen Adelsfamilie Fürstenberg und mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Ihr derzeitiger Ehemann ist der Milliardär Barry Diller.
Barry Diller (J)Er investiert in Unternehmen im Bereich Medien und Internet.4,1
Alexander von Fürstenberg
(mütterlicherseits jüdisch und väterlicherseits adlig)
Der Investor ist der Sohn von Diane von Fürstenberg. Seine erste Ehefrau war Alexandra Miller, eine Tochter des in Hongkong lebenden britischen Milliardärs Robert Warren Miller. Alexandras Schwestern heirateten in die griechische Königsfamilie und in die britisch-amerikanisch Milliardärsfamilie Getty.
John Elkann (J)Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. Er kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli, die als die mächtigste Unternehmerfamilie Italiens gilt. Er leitet derzeit das Wirtschaftsimperium der Agnelli Familie. Er heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza.2
David PetraeusEr war Chef der CIA und ist Partner des Finanzkonzerns KKR. Er besuchte mehrfach das Bilderbergtreffen.
George TenetEr war Chef der CIA und gehörte zur Führung der Investmentbank Allen & Company, welche die Sun Valley Konferenz veranstaltet.
Mike PompeoEr war Chef der CIA und Aussenminister der USA.
Michael MorellEhemaliger Chef der CIA.
Stephen KappesEr war stellvertretender Chef der CIA.
Stanley McChrystalEin General der US-Army.
John MillerEr war stellvertretender Beauftragte des NYPD für Geheimdienste und Terrorismusbekämpfung. Er heiratete eine Tochter von Arthur Altschul. Dieser war Partner von Goldman Sachs und seine Grossmutter kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman.
Alex Karp (J)Er ist CEO des Datenanalyse-Unternehmens Palantir Technologies, das mit Geheimdiensten verbunden ist. Er gründete das Unternehmen zusammen mit Peter Thiel. Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. Er war im Aufsichtsrat des Medienkonzerns Axel Springer und des weltweit grössten Chemiekonzerns BASF (beides deutsche Unternehmen).1,1
Peter ThielDer deutsche Einwanderer ist Mitgründer von PayPal. Er war der Erste, der in Facebook investierte und war langjähriger Direktor des Unternehmens. Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen.4,2
John DonahoeEr ist derzeitiger Vorsitzender von Paypal und CEO von Nike. Er war auch CEO von eBay.
Daniel Schulman (J)Er ist derzeitiger CEO und Präsident von PayPal sowie Direktor von Verizon, einer der grössten Telekommunikationskonzerne der Welt.
Reid Hoffman (J)Er ist Mitgründer von LinkedIn und verkaufte das Unternehmen an Microsoft, wo er seitdem im Vorstand ist. Die Linkedin-CEOs Jeff Weiner und Ryan Roslansky besuchten ebenfalls die Sun Valley Konferenz. Reid Hoffman besuchte das Bilderbergtreffen und gehört zusammen mit Peter Thiel und Elon Musk zur sogenannten PayPal-Mafia.1,9
Max Levchin (J)Der ukrainische Einwanderer gehört zur PayPal-Mafia und war Direktor von Yahoo.Ehemaliger Milliardär
Jeremy Stoppelman (J)Er ist Mitgründer und CEO von Yelp und gehört ebenfalls zur PayPal-Mafia.
Brian CheskyEr gründete und leitet Airbnb.9,6
Travis Kalanick (J)Mitgründer von Uber.4
Dara KhosrowshahiDer iranische Einwanderer ist derzeit CEO von Uber.
Edgar Bronfman (J)Die Bronfman Familie ist eine der mächtigsten Familien Kanadas. Edgar Bronfman leitete die Warner Music Group, eines der grössten Musikunternehmen der Welt. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman. Sein gleichnamiger Vater war Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
Andre DesmaraisSeine Familie gehört zu den reichsten und mächtigsten Kanadiern.Die Familie soll mehr als 6 Milliarden besitzen
Michael Dell (J)Er gründete, leitet und kontrolliert den Computerhersteller Dell.50,4
Philip KnightEr gründete und kontrolliert Nike, den grössten Sportartikelhersteller der Welt.41,7
Katharine Graham (J)Sie kontrollierte die Washington Post, eine der meistgelesenen Zeitungen der USA. Ihr Vater Eugen Meyer war Vorsitzender der US-Zentralbank FED und der erste Präsident der Weltbank. Eugen Meyer hatte eine Tante, die in die jüdische Bankiersfamilie Lazard heiratete.
Donald Graham (J)Er ist der Sohn von Katharine Graham und kontrollierte ebenfalls die Washington Post. Er war Direktor von Facebook und besuchte das Bilderbergtreffen.
Anderson CooperDer Journalist moderiert eine Fernsehsendung. Er kommt mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts.
König AbdullahEr ist König von Jordanien und Freimaurer. Seine Frau, die Königin, war ebenfalls bei der Sun Valley Konferenz dabei.
Tony BlairEr war Premierminister von Grossbritannien und besuchte das Bilderbergtreffen.
Recep Tayyip ErdoğanPräsident der Türkei.
Lee Hsien LoongPremierminister von Singapur.
Justin TrudeauPremierminister von Kanada. Er soll mütterlicherseits aus dem sagenumwobenen schottischen Clan Sinclair kommen. Sein Vater Pierre Trudeau war ebenfalls kanadischer Premierminister und besuchte das Bilderbergtreffen.
Ivanka TrumpDie Tochter von Donald Trump.
Jared Kushner (J)Der Schwiegersohn von Donald Trump. Er besuchte das Bilderbergtreffen.
Robert Kraft (J)Er ist ein Kumpel von Donald Trump und kennt die Rothschild Familie. Er war Kunde eines Prostitutionsrings, der asiatische Prostituierte in Bordellen gefangen hielt und sie zu ungeschützten Sex zwang (Quelle).10,6
Richard Haass (J)Er ist seit 2003 Präsident des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.
William WeldonEr leitete den weltweit grössten Pharmakonzern Johnson & Johnson. Er gehörte auch zur Führung der Grosskonzerne Exxon, CVS Health, JPMorgan Chase, Chubb und Fairfax Financial.
Albert Bourla (J)Der griechische Einwanderer ist Vorsitzender und CEO von Pfizer, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Er besuchte das Bilderbergtreffen.
Thomas FristEr ist Mitgründer des Grosskonzerns HCA Healthcare, der viele Krankenhäuser besitzt. Er war Direktor von IBM, eines der grössten Beratungs- und IT-Unternehmen der Welt.17,9
Francis deSouzaDer äthiopische Einwanderer ist CEO des Gentechnologiekonzerns Illumina. Er ist Direktor von Disney und war Direktor des Softwarekonzerns Citrix Systems.
Kevin SharerEr leitete Amgen, eines der grössten Biotechnologieunternehmen der Welt.
Masayoshi SonEr gilt als einer der reichsten Japaner und kontrolliert Softbank, eines der grössten japanischen Unternehmen. Er war Direktor des chinesischen Technologiekonzerns Alibaba.21
François-Henri PinaultDie Pinault Familie gehört zu den reichsten Franzosen und kontrolliert Kering, ein Luxusgüterkonzern.35,2
Jorge Paulo LemannDer brasilianisch-schweizerische Investor ist Grossaktionär bei Restaurant Brands International (Burger King), Heinz Company und Anheuser-Busch InBev.14,1
Steven Spielberg (J)Einer der erfolgreichsten Filmregisseure aller Zeiten. Er ist Mitgründer und Vorsitzender des Filmstudios DreamWorks SKG.4
David Geffen (J)Mitgründer des Filmstudios DreamWorks SKG.7,7
Jeffrey Katzenberg (J)Er war Mitgründer des Filmstudios DreamWorks SKG und gehörte zur Führung von Disney.
Harvey Weinstein (J)Der Filmproduzent ist ein verurteilter Sexualstraftäter. Über 100 Frauen haben Vorwürfe gegen ihn erhoben. Ehemalige Mossad-Agenten des israelischen Geheimdienstunternehmens Black Cube sammelten in Weinsteins Auftrag Informationen über Frauen, die Weinstein beschuldigten.
Wesley EdensEr war Partner des führenden Finanzkonzerns BlackRock und ist Mitgründer der Fortress Investment Group.3,4
Evan Greenberg (J)Er leitet Chubb Limited, einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt. Er und sein Vater, der Exmilliardär Maurice Greenberg, leiteten die American International Group, ebenfalls einer der grössten Versicherungskonzerne. Evan Greenberg besuchte das Bilderbergtreffen. Sein Bruder Jeffrey Greenberg leitete den Finanzkonzern Marsh McLennan, der als der grösste Versicherungsmakler der Welt gilt.
Richard ParsonsEr war Vorsitzender der Citigroup, eine der grössten Banken der Welt. Er war Vorsitzender von CBS sowie Vorsitzender und CEO von Time Warner (heute Warner Bros. Discovery). Er ist derzeit Direktor des Kosmetikkonzerns Estée Lauder, dem auch Lynn Forester de Rothschild angehört.
Muhtar KentEr leitete Coca Cola und besuchte das Bilderbergtreffen. Er lebt in den USA und kommt aus einer türkischen Familie. Er kennt Rahmi Koç aus der türkischen Milliardärsfamilie Koç.
Gustavo CisnerosDer Venezolaner ist ein einflussreicher Unternehmer in der lateinamerikanischen Medienlandschaft. Er besuchte das Bilderbergtreffen und ist Direktor von Barrick Gold, einer der grössten Goldproduzenten der Welt.Ehemaliger Milliardär
Lorenzo MendozaDer Venezolaner kontrolliert den grössten Lebensmittelkonzern Venezuelas.Ehemaliger Milliardär
Rami FarrajDer Jordanier leitet eine Stiftung der jordanischen Königsfamilie.
Hans VestbergDer Schwede ist Vorsitzender und CEO von Verizon, einer der grössten Telekommunikationskonzerne der Welt.
Ole Andreas HalvorsenEin norwegischer Hedgefonds-Manager.6,6
Haim Saban (J)Der ägyptische Einwanderer gründete den Medienkonzern Saban Entertainment, der inzwischen zu Disney gehört. Haim Saban war früher Hauptaktionär des deutschen Medienkonzerns „ProSiebenSat.1 Media“.2,9
Nick WoodmanGründer und CEO von GoPro.Ehemaliger Milliardär
Mark Pincus (J)Gründer von Zynga.1,4
Dan Gilbert (J)Er ist Mitgründer von Quicken Loans (heute Rocket Mortgage), die grösste Hypothekenbank in den USA. 17,4
Ken LangoneEr ist Mitgründer von „The Home Depot“, die grösste Baumarktkette der Welt. Er erhielt von Papst Benedikt XVI. den Gregoriusorden und war im Vorstand des Grosskonzerns General Electric.5,5
Aneel BhusriEr ist Mitgründer, Vorsitzender und CEO des Softwarekonzerns Workday.2,1
Vernon JordanEr gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen und war Direktor der Lazard Bank.
Jeb BushEr war Gouverneur von Florida. Sein Vater und sein Bruder waren Präsidenten der USA.
Chris ChristieDer Lobbyist war Gouverneur von New Jersey.
Butch OtterEr war Gouverneur von Idaho.
John HickenlooperEr war Gouverneur von Colorado und besuchte das Bilderbergtreffen.
Roberta Jacobson (J)Sie war US-Botschafterin in Mexiko.
Meg WhitmanSie ist derzeit US-Botschafterin in Kenia. Sie gehörte zur Führung der Grosskonzerne Disney, eBay, Goldman Sachs, General Motors, Hewlett Packard Enterprise, Procter & Gamble und DreamWorks.3,1
Yousef Al OtaibaDer Araber ist Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in den USA.
Kevin SabetEr beriet das Weisse Haus bei der Drogenpolitik und ist ein bekannter Gegner der Legalisierung von Cannabis.
Christie HefnerSie leitete viele Jahre Playboy. Das Unternehmen wurde von ihrem Vater Hugh Hefner gegründet.
Niraj ShahEr gründete und leitet den Onlinehandelskonzern Wayfair. Er war Direktor der US-amerikanischen Zentralbank FED in Boston.1,6
Eric Lefkofsky (J)Mitgründer und Direktor des Onlinehandelskonzerns Groupon.3,8
Ben Silbermann (J)Mitgründer und Vorsitzender des Onlinedienstes Pinterest.1,5
Stewart ButterfieldDer Kanadier gründete den Onlinedienst Flickr. Er hat eine jüdische Grossmutter.1,3
Jon OringerEr gründete und leitete den Onlinedienst Shutterstock.1,1
Ginni RomettySie leitete IBM, eines der grössten Beratungs- und IT-Unternehmen der Welt. Sie war auch Direktorin von JPMorgan Chase, eine der grössten Banken der Welt.
Mary BarraSie leitet den Autokonzern General Motors.
Bryan Glazer (J)Er kommt aus der Milliardärsfamilie Glazer.
LeBron JamesEin reicher Basketballspieler.1
Oprah WinfreyEine reiche Talkshow-Moderatorin.2,5
René ObermannDer Deutsche war Manager bei vielen deutschen Grosskonzernen und war Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. Er vertritt das US-amerikanische Finanzunternehmen Warburg Pincus in Europa.

Auch führende Journalisten, Universitätspräsidenten, Silicon Valley-Investoren und Portfoliomanager von Finanzkonzernen besuchten die Sun Valley Konferenz.

Übrigens: Die gesammelten Daten von Unternehmen wie Google und Facebook könnte die Tech-Elite dazu nutzen, um zu messen, in welchen Ländern wie viele Menschen an Verschwörungstheorien glauben und wie sich die Szene der Verschwörungstheoretiker entwickelt und wie das Internet Verschwörungsglauben beeinflusst. Google, die mit grossem Abstand meistgenutzte Suchmaschine der Welt, wird über Algorithmen wissen, wer sich für welche Verschwörungstheorien interessiert. Die Google-Gründer sind Juden. Wenn ich an ihrer Stelle wär, würde ich versuchen über die Daten zu messen, wie weit antisemitische Verschwörungstheorien in den jeweiligen Ländern verbreitet sind und wo sie zu- oder abnehmen.

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Haus Bolkiah

Die Bolkiah Familie ist die Herrscherfamilie des asiatischen Kleinstaats Brunei. Die Familie stellt schon seit 500 Jahren den Sultan des Landes. Der Familienüberlieferung nach sind sie Nachkommen der Sultane, die bereits seit dem 14. Jahrhundert über Brunei geherrscht hatten.

Muhammad Shah, der im 14. Jahrhundert lebte, war der erste Sultan des Sultanats Brunei, das von ihm gegründet wurde. Der Legende nach heiratete er eine Prinzessin aus der damaligen Königsfamilie von Singapur. (Quelle: Seite 153) Brunei war damals ein vielfaches grösser als heute und kontrollierte grosse Teile von Borneo. Borneo ist die drittgrösste Insel der Welt und ist heute in drei Länder aufgeteilt: Indonesien, Malaysia und Brunei. Das heutige Sultanat Brunei ist etwa 7-mal kleiner als die Schweiz.

Einer Überlieferung nach heiratete Ong Sum Ping, ein Chinese, in die bruneiische Herrscherfamilie und wurde dadurch ein Vorfahre der heutigen Bolkiah Familie. Er soll mit der chinesischen Kaiserfamilie verwandt gewesen sein. (Quelle)

Sharif Ali, der im 15. Jahrhundert lebte, war der dritte Sultan von Brunei. Er hatte die Tochter des vorherigen Sultans geheiratet. Sharif Ali war der Legende nach ein Nachkomme des Islamgründers Mohammed, der im 6. und 7. Jahrhundert gelebt hatte. Sharif Ali gilt als ein Vorfahre der heutigen bruneiischen Herrscherfamilie, die somit womöglich Nachkommen des Propheten Mohammed sind. (Quelle: 1, 2, 3) Mehrere führende muslimische Aristokratenfamilien stammen angeblich von Mohammed ab, unter anderem die Königsfamilien von Jordanien und Marokko, die Kontakt zum heutigen Sultan von Brunei haben.

Der 5. Sultan von Brunei war Bolkiah (starb 1524). Der Legende nach heiratete er in die Königsfamilie von Sulu (liegt in den heutigen Philippinen). (Quelle)

Der Engländer James Brooke half dem bruneiischen Sultan Omar Ali Saifuddin II. (1799-1852) militärisch einen Aufstand niederzuschlagen. Als Belohnung erhielt James Brooke einen Adelstitel vom Sultan und durfte das Königreich Sarawak in Malaysia gründen, über das er fortan herrschte. James Brooke wurde von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen. Die Brooke Familie regierte bis 1946 über Sarawak und stand in engem Kontakt zur britischen Kolonialelite.

Brunei gehört wie gesagt zur Insel Borneo. Durch die Kolonialisierung kamen europäische Grossmächte zu Einfluss in Borneo. Der nördliche Teil der grossen Insel, der die heutigen Staaten Malaysia und Brunei ausmacht, geriet unter den Einfluss der Briten, während der südliche Teil, der das heutige Indonesien ausmacht, von den Niederländern kontrolliert wurde. Indonesien war die wichtigste Kolonie des niederländischen Königreiches.

Von 1888 bis 1984, also fast 100 Jahre lang, war Brunei ein britisches Protektorat und stand somit unter dem Einfluss der britischen Kolonialelite. Seit der erlangten Unabhängigkeit gehört Brunei zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Sultan Omar Ali Saifuddien III. (1914-1986) erhielt zwei Orden von der britischen Königsfamilie.

Die bruneiische Herrscherfamilie hat bis heute Kontakt zur britischen Königsfamilie. Der heutige Sultan Hassanal Bolkiah (*1946) traf in den letzten Jahrzehnten Königsfamilien aus Europa, Asien, Afrika und der arabischen Welt. Er erhielt Orden von mehreren Königsfamilien. In seiner Funktion als Staatsoberhaupt traf er auch viele Staatschefs, darunter Angela Merkel, Joe Biden, Wladimir Putin und Xi Jinping.

Die bruneiische Herrscherfamilie pflegt schon seit Jahrhunderten ein enges Verhältnis zu malaysischen Aristokraten. Malaysia ist das einzige Nachbarland von Brunei. Die beiden Länder haben den Islam als Staatsreligion und die Herrscherfamilien gehören dem Islam an.

Der heutige Sultan Hassanal Bolkiah ist nicht nur Staatsoberhaupt, sondern auch Premier-, Verteidigungs-, Aussen- und Finanzminister sowie oberster Hüter der islamischen Staatsreligion. Noch weitere Mitglieder der Familie besetzten wichtige politische Ämter. Brunei ist eine absolutistische Monarchie und die gesamte Macht liegt beim Sultan. Der Sultan duldet keine freie Presse im Land.

Sultan Hassanal Bolkiah galt von den 80er Jahren bis 1997 als der reichste Mann der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 40 Milliarden US-Dollar. (Quelle: 1, 2, 3) Danach galt Bill Gates als der reichste Mensch. Das heutige Vermögen des Sultans hat einen geschätzten Wert von 28 Milliarden (Quelle). Zu seiner Autosammlung sollen 500 Rolls-Royce und 300 Ferraris gehören. Sein Palast ist einer der grössten der Welt und hat über 1700 Räume. Der Sultan gab Trinkgelder in Höhe von 100 000 Dollar.

Im Verhältnis zu seiner geringen Grösse hat Brunei grosse Erdöl- und Erdgasreserven. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl ist Brunei eines der reichsten Länder der Welt. Sultan Hassanal Bolkiah gründete 1983 die Brunei Investment Agency, ein Staatsfonds, der die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft verwaltet. Im Jahr 2018 verwaltete die Brunei Investment Agency nach Angaben des US-Aussenministeriums ein Vermögen im Wert von 170 Milliarden US-Dollar. Der Staatsfonds besitzt auch 5 Sterne-Hotels und weitere Immobilien sowie Anleihen, Aktien, Währungen und Gold. Der Staatsfonds hat zudem viele Investitionen in den USA. (Quelle) Die Brunei Investment Agency wird vom bruneiischen Finanzministerium kontrolliert. Sultan Hassanal Bolkiah ist Finanzminister und man kann daher davon ausgehen, dass der Staatsfonds vom Sultan kontrolliert wird.

Sultan Hassanal Bolkiah soll grössere Anteile am britisch-niederländischen Grosskonzern Royal Dutch Shell und am japanischen Grosskonzern Mitsubishi besitzen, die beide Öl- und Gas in Brunei fördern (Quelle). Shell ist schon seit 1929 in Brunei in der Ölindustrie aktiv.

Sultan Hassanal Bolkiah war mit dem berüchtigten saudischen Milliardär Adnan Khashoggi und dem ägyptischen Milliardär Mohamed Al-Fayed verbunden (Quelle).

Als Sultan Hassanal Bolkiah seinen 50. Geburtstag feierte, waren der Popstar Michael Jackson und der britische Prinz Charles zu Gast. Prinz Charles erhielt vom Sultan eine Auszeichnung, die für gewöhnlich nur Personen erhalten, die Blut der bruneiischen Königsfamilie in sich tragen. (Quelle)

Der Sultan wurde von der britischen Queen zum Ritter geschlagen (Quelle).

Mehrere Mitglieder der bruneiischen Königsfamilie studierten in Grossbritannien. Der derzeitige Sultan war auf der Royal Military Academy Sandhurst in Grossbritannien. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

Jefri Bolkiah, ein Bruder des Sultans, soll ein Harem mit 40 Frauen besitzen. Die frühere Miss USA Shannon Marketic verklagte den Prinzen und den Sultan, weil sie von ihnen als Sexsklavin gehalten worden war. Die Klage wurde jedoch fallengelassen, da den Brüdern diplomatische Immunität zuerkannt wurde. (Quelle) Der Sultan wurde übrigens vom Sexualstraftäter Jeffrey Epstein besucht. Epstein war dabei in Begleitung des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Auch Ghislaine Maxwell und Sarah Kellen, zwei Komplizinnen von Epstein, waren dabei (Quelle: 1 und 2).

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Hancock-Rinehart Familie

Gina Rinehart gilt derzeit als die reichste Person Australiens. Zurzeit wird ihr Vermögen auf 28,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im Jahr 2012 galt sie als die reichste Frau der Welt. Sie kontrolliert den Bergbaukonzern Hancock Prospecting, der von ihrem Vater Lang Hancock gegründet wurde, der ebenfalls einer der reichsten Australier war. Ginas Sohn John Hancock ist auch Milliardär mit einem geschätzten Vermögen von 2 Milliarden US-Dollar.

Hancock Prospecting ist das grösste sich vollständig in Familienbesitz befindende australische Unternehmen. Der Konzern konzentriert sich auf die Förderung von Eisenerz und ist einer der grössten Eisenerzproduzenten in Australien. Australien ist das Land mit den grössten Eisenerzreserven. Eisenerz wird zur Herstellung von Stahl benötigt und ist somit systemrelevant. Hancock Prospecting ist auch in der Rohstoffexploration tätig und sucht für andere Bergbaukonzerne nach Rohstoffvorkommen in der Erde. Der Konzern ist zudem in der Landwirtschaft tätig und ist der zweitgrösste Rinderzüchter Australiens.

Lang (Langley) Hancock (1909-1992) wurde als Unternehmer im Bergbau aktiv und kam durch Verträge mit dem britischen Bergbaukonzern Rio Tinto zu Wohlstand. Später gründete er das Bergbauunternehmen Hancock Prospecting, das bis heute von seinen Nachkommen kontrolliert wird. Durch Geschäfte in der Eisenerzindustrie wurde Lang Hancock einer der reichsten Australier. In einem Interview befürwortete er die Sterilisierung der australischen Ureinwohner, um sie auszurotten. (Quelle)

Lang Hancock war mit Emma Hancock Withnell (1842-1928) verwandt, die zu den frühen Siedlern in Westaustralien gehörte. Lang Hancock war ein Cousin von Valston Hancock (1907-1998). (Quelle) Valston Hancock war Chef der Royal Australian Air Force (die australische Luftwaffe) und erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie. Er war auf dem „Royal Military College Duntroon“ gewesen. (Quelle). Die australische Militärakademie wurde 1911 vom damaligen Generalgouverneur (Kolonialgouverneur) William Ward gegründet, der ein britischer Graf und Vertrauter der britischen Königsfamilie war. Australien war früher eine britische Kolonie und gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Queen ist zugleich Staatsoberhaupt von Australien.

Die Milliardärin Gina Rinehart führt seit dem Tod ihres Vaters Lang Hancock das Familienunternehmen. Sie traf die britische Queen (Foto). Gina Rinehart ist der grösste Landbesitzer in Australien und besass 2021 mehr als 9,2 Millionen Hektar. Das ist 1,2 Prozent der gesamten Landmasse Australiens. (Quelle) Sie ist Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Gina Rinehart war früher Hauptaktionärin von Fairfax Media und besass eine Zeit lang fast 19 Prozent der Anteile (Quelle). Fairfax Media war eines der grössten Medienunternehmen Australiens und besass Zeitungen, Magazine und Radiosender. Gina Rinehart besass zudem 10 Prozent von Network 10, einer der meistgesehenen Fernsehsender Australiens (Quelle). Zur selben Zeit waren auch die superreichen Australier James Packer, Lachlan Murdoch und Bruce Gordon Grossaktionäre von Network Ten (Quelle).

Gina Rinehart kennt Lindsay Fox und ist eine gute Freundin von Anthony Pratt. Die zwei Männer sind ebenfalls Milliardäre und gehören zu den reichsten Australiern. (Quelle: 1 und 2)

Gina Rinehart kennt den Bergbaumilliardär Andrew Forrest, der ebenfalls zu den reichsten des Landes gehört. Auch sein Vermögen stammt grösstenteils aus der Eisenerzindustrie. Rinehart und Forrest engagierten sich gegen die Bergbausteuer und hetzten die Bergbauarbeiter gegen die Regierung auf. (Quelle) Rinehart und Forrest kennen den australischen Milliardär Kerry Stokes.

Die hier erwähnten Milliardäre Gina Rinehart, Andrew Forrest, Lachlan Murdoch, Kerry Stokes und Anthony Pratt besuchten zusammen US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus zu einem Dinner. Der US-amerikanische Milliardär Phil Ruffin, ein Geschäftspartner von Donald Trump, war auch dabei sowie der ehemalige US-Politiker Henry Kissinger. (Quelle)

Gina Rinehart ist bekannt dafür, dass sie sich stark für Steuersenkungen und Deregulierung einsetzt. Sie würde in Nordaustralien gerne eine Sonderwirtschaftszone errichten, in der es möglichst geringe Steuern gibt und die Bergbausteuer und Mindestlöhne abgeschafft werden.

Gina Rinehart sorgte für Empörung, als sie in einem Interview sagte, Australien müsse seine Arbeitskosten (also die Löhne) senken, um mit Afrikanern konkurrieren zu können, die „bereit sind, für weniger als zwei Dollar pro Tag zu arbeiten“. (Quelle) In einem weiteren Interview gab sie Ratschläge für Armutsbetroffene: „Wenn du neidisch auf die bist, die mehr Geld haben, dann sitze nicht einfach da und beschwere dich. Tun Sie selbst etwas, um mehr Geld zu verdienen – verbringen Sie weniger Zeit mit Trinken, Rauchen und Geselligkeit und mehr Zeit mit Arbeit.“ Gina Rineharts Vermögen stammt aus Investitionen und dem von ihrem Vater geerbten Unternehmen. Sie hat ihr Vermögen also nicht wirklich erarbeitet. (Quelle) 2012 wurde geschätzt, dass sie alle 30 Minuten über eine Million US-Dollar verdient (Quelle).

Gina Rineharts Mitarbeiter mussten Vereinbarungen unterzeichnen, niemals mit der Presse über sie oder Hancock Prospecting zu sprechen. Sogar die Kinder von Gina Rinehart mussten eine Vereinbarung unterzeichnen, in der vereinbart wurde, dass sie nichts sagen dürfen, was Rinehart „verunglimpfen“ oder „ihren Ruf in der öffentlichen Meinung herabsetzen“ könnte. (Quelle)

Gina Rinehart leugnet den menschengemachten Klimawandel. In einer Rede behauptete sie, dass Faktoren wie die Entfernung der Erde von der Sonne und Vulkane unter dem Ozean den Klimawandel verursachen (Quelle). Sie half dem britischen Vizegrafen Christopher Monckton bei einer Reihe von Vortragsreisen (Quelle). Der Adlige ist ein sehr engagierter Klimawandel-Leugner, der um die ganze Welt tourt und dabei vor einer kommunistischen Weltregierung warnt. Er ist Adliger in dritter Generation. Sein Vater Gilbert Monckton erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie und war Mitglied des Konstantinordens sowie Präsident des Malteserordens in Grossbritannien (Quelle). Der Konstantin- und der Malteserorden sind eng mit dem Vatikan verbunden und führende Hochadelsfamilien sind in den beiden Orden vertreten.

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Aliyev Familie

Ilham Aliyev (*1961) ist seit 2003 Präsident von Aserbaidschan. Sein Vater Heydar Aliyev (1923-2003) war vor ihm seit 1993 Präsident des Landes gewesen.

Von 1920 bis 1991 war Aserbaidschan Teil der kommunistischen Sowjetunion. Davor hatte das Land zum Russischen Kaiserreich gehört. Heydar Aliyev arbeitete ab den 40-erjahren für sowjetische Sicherheits- und Geheimdienste. 1967 wurde er Chef des KGB in Aserbaidschan. Der KGB war der führende Geheimdienst der Sowjetunion und galt als einer der mächtigsten Geheimdienste der Welt. In den 70- und 80-erjahren gehörte Heydar Aliyev zur Parteispitze der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und war oft in Moskau. Bereits sein Schwiegervater Aziz Aliyev (1896-1962) war hochrangiger sowjetischer Politiker gewesen.

1991 zerfiel die Sowjetunion und Aserbaidschan erlangte die Unabhängigkeit von Russland. Heydar Aliyev gründete darauf eine neue Partei, die „Yeni Azərbaycan Partiyası“. 1993 konnte er und seine Partei die Macht im Land übernehmen. Seine Partei regiert seither ununterbrochen in Aserbaidschan und wird bis heute von der Aliyev Familie geleitet.

Heydar Aliyev betrieb einen Personenkult und regierte autoritär. 1998 wurde er wiedergewählt, aber man geht von massivem Wahlbetrug aus. 2003 wurde sein Sohn Ilham Aliyev bei einer weiteren umstrittenen Wahl zum Präsidenten gewählt. Ilham Aliyev gewann auch die drei folgenden Wahlen und herrscht bis heute autoritär über das Land. Bei der Wahl 2013 wurden die Wahlergebnisse versehentlich bereits vor der Wahl veröffentlicht, was ziemlich eindeutig auf Wahlbetrug hindeutet. Trotz abgehaltener Wahlen wird Aserbaidschan nicht als Demokratie anerkannt.

Aserbaidschan besitzt grössere Erdöl- und Erdgasreserven. Präsident Heydar Aliyev gründete 1999 den „State Oil Fund of the Republic of Azerbaijan“, ein Staatsfonds, der die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sammelt und für zukünftige Generationen bewahren soll. Der Staatsfonds verwaltet zurzeit ein Vermögen im Wert von 45 Milliarden US-Dollar. Der Fonds wird von der aserbaidschanischen Regierung kontrolliert und steht unter dem Einfluss der Aliyev Familie. Präsident Ilham Aliyev gründete 2020 die Azerbaijan Investment Holding (AIH), die ebenfalls vom Staat kontrolliert wird und 22 Milliarden US-Dollar verwaltet.

Seit Abschaffung des Kommunismus gibt es eine Privatwirtschaft in Aserbaidschan, aber der Staat ist noch immer der mächtigste Unternehmer des Landes. Der Staat kontrolliert viele der grossen Unternehmen im Land, darunter die International Bank of Azerbaijan, die grösste Bank des Landes.

Man wirft der aserbaidschanischen Elite vor, dass sie sich selbst über staatliche Unternehmen bereichert. Den Aliyevs wird nachgesagt, dass sie Milliardäre sind. Ihr Vermögen wurde auf über 3 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Durch Leaks wurde bekannt, dass die Aliyev Familie Firmen in Steueroasen besitzt.

Die Aliyev Familie besitzt Goldminen. Sie versuchte über Steueroasen zu verschleiern, dass sie der Eigentümer ist, was aber aufgedeckt wurde. (Quelle) Die Aliyev Familie ist an vielen Unternehmen beteiligt und kontrolliert mehrere private Banken in Aserbaidschan, was sie ebenfalls zu verschleiern versucht (Quelle). Über die Regierung kontrolliert sie zudem die staatlichen Banken. Man kann also davon ausgehen, dass die Aliyev Familie ein Grossteil des Bankenwesens in Aserbaidschan kontrolliert und dass sie und ihre Freunde sich über dieses System selbst bereichern.

Die aserbaidschanische Regierung kontrolliert die SOCAR, den staatlichen Öl- und Gaskonzern des Landes. Die SOCAR gehört zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt. Er ist vermutlich einer der korruptesten Energiekonzerne der Welt und die aserbaidschanische Elite hat sich über den Konzern bereichert. Ilham Aliyev war von 1994 bis 2003 Vizepräsident der SOCAR.

SOCAR und Aserbaidschaner waren mit dem Geldwäsche- und Korruptionsskandal auf Malta verbunden, bei dem die Journalistin Daphne Caruana Galizia mit einer Autobombe ermordet wurde (Quelle). Der Chef von SOCAR in Malta musste in Untersuchungshaft und ist der Hauptverdächtige im Fall der ermordeten Journalistin (Quelle).

Wie in fast allen ehemaligen Sowjetstaaten kam auch in Aserbaidschan die organisierte Kriminalität nach Zusammenbruch der Sowjetunion zu grossem Einfluss. Aserbaidschan gilt als ein Mafiastaat. Es gibt die Theorie, dass die KGB-Elite, zu der auch Heydar Aliyev gehörte, während des Zerfalls der Sowjetunion die kriminellen Strukturen mit aufgebaut hatte. Aserbaidschanische Mafiosi sind auch in Russland aktiv.

In diplomatischen Berichten der USA wird Präsident Ilham Aliyev mit einem Mafiaboss verglichen. Die OCCRP, eine Journalisten-Organisation, die über organisierte Kriminalität und Korruption berichtet, ernannte 2012 Ilham Aliyev zur „Person des Jahres“ in der weltweiten Kriminalität und Korruption. Die ironisch gemeinte Auszeichnung wird an Personen vergeben, „die weltweit das meiste für die Förderung von organisierter Kriminalität und Korruption getan haben“. (Quelle) 2018 hat die Danske Bank die Auszeichnung erhalten, die grösste dänische Bank, weil sie in für einen Geldwäscheskandal in Höhe von 230 Milliarden Euro verantwortlich war. Die Bank erbrachte unter anderem illegale Dienstleistungen für die aserbaidschanische Elite und war ein wichtiger Dienstleister der Aliyev Familie. (Quelle) Die Danske Bank wird seit fast 100 Jahren von der dänischen Unternehmerfamilie Møller kontrolliert.

In Aserbaidschan gibt es keine Pressefreiheit und das Land belegt derzeit Platz 154 von 180 auf der Rangliste der Pressefreiheit. Medienschaffende machen sich strafbar und müssen mit Gefängnis rechnen, wenn sie wegen Korruption, Unterschlagung oder Geldwäsche ermitteln. Das Aliyev-Regime verfolgt auch Journalisten, nachdem sie ins Ausland geflohen sind, und belästigt ihre Verwandten. Ein investigativer Reporter, der über Korruption und Vetternwirtschaft berichtete, floh ins benachbarte Georgien, wurde dort jedoch entführt und nach Aserbaidschan zurückgebracht und inhaftiert. Eine Journalistin, die zur Korruption der Aliyev Familie forschte, wurde mit einem Sexvideo erpresst und als sie nicht auf die Erpressung einging, wurde das Video im Internet weit verbreitet. (Quelle)

Die aserbaidschanische Elite ist berüchtigt dafür, mithilfe von Lobbyismus und Korruption Politiker im Ausland zu beeinflussen (Kaviar-Diplomatie). Das Netzwerk ist auch in Deutschland aktiv und hat eine ganze Reihe deutscher Politiker um den Finger gewickelt (Aserbaidschan-Affäre).

Aserbaidschan grenzt an Russland und am Iran. Aserbaidschan hat im Grossen und Ganzen ein besseres Verhältnis zum Westen als zu den antiwestlichen Staaten Russland und Iran. Im Iran leben übrigens viele Aserbaidschaner und machen 15 bis 20 Prozent der iranischen Bevölkerung aus. Sie sind damit die grösste Minderheit im Iran, während die Perser die Mehrheit bilden und die Regierung im Land führen. Die iranische Regierung behauptet, dass Aserbaidschan versucht, die aserbaidschanische Minderheit im Iran gegen die iranische Regierung aufzuhetzen.

Der derzeitige Papst und Jesuit Franziskus besuchte Aserbaidschan und traf dabei Präsident Ilham Aliyev. Eine Stiftung der Aliyev Familie finanzierte Restaurierungsarbeiten im Vatikan, darunter die Restaurierung von zwei Katakomben des Vatikans. (Quelle) Italien war in den letzten Jahren der wichtigste Handelspartner Aserbaidschans, wenn es um aserbaidschanische Exporte geht. Bezüglich Importe ist aber nach wie vor Russland der wichtigste Handelspartner. Seit Dezember 2020 liefert Aserbaidschan Erdgas über eine Pipeline nach Italien.

Da die EU wegen des Krieges in der Ukraine vom russischen Erdgas unabhängig werden möchte, wurde im Juli 2022 bekannt gegeben, dass die EU Gasimporte aus Aserbaidschan verdoppeln will. (Quelle)

Aserbaidschan hat in den letzten Jahren ein enges Verhältnis zur Türkei aufgebaut und versorgt das Land mit Erdgas. Die Türkei ist neben Italien und Russland der wichtigste Handelspartner Aserbaidschans. Die Türken und die Aserbaidschaner sind beide mehrheitlich muslimisch und gehören zu den Turkvölkern.

Als das aserbaidschanische Militär 2020 in einem Krieg Bergkarabach erobern konnte, geschah dies mit Waffen und Drohnen aus der Türkei und Israel (Quelle). Laut Recherchen des SPIEGEL stellte die türkische Regierung zudem mindestens 1000 syrische Söldner zur Verfügung, die an der Seite des aserbaidschanischen Militärs kämpften (Quelle). Der türkische Präsident Recep Erdogan begrüsste die militärische Eroberung und nahm nach dem Krieg an der Siegesparade des aserbaidschanischen Militärs teil (Quelle).

Aserbaidschan arbeitet im Rohstoffmarkt und Rüstungsbereich stark mit Israel zusammen (Quelle). In einem internen Memo beschreibt Präsident Ilham Aliyev die Beziehungen Aserbaidschans zu Israel als einen Eisberg: „Neun Zehntel davon befinden sich unter der Oberfläche“. Es wird gemunkelt, dass die beiden Länder an einer antiiranischen Allianz arbeiten. (Quelle) Israel gehörte zu einem der ersten Länder der Welt, die Aserbaidschan nur wenige Wochen nach Erklärung der Unabhängigkeit von der Sowjetunion anerkannten. Israel bezieht rund 40 Prozent seines Erdölbedarfs aus Aserbaidschan. (Quelle) Neben hochrangigen israelischen Politikern traf Ilham Aliyev auch den US-amerikanischen Milliardär Ronald Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Ilham Aliyev hatte Kontakt zu weiteren jüdischen Organisationen, darunter Bnai Brith. (Quelle) Ilham Aliyev gibt sich als grosser Philosemit, aber vielleicht erhofft er sich auch nur Vorteile durch diese Beziehungen. Er traf in Frankreich den französischen Bankier David de Rothschild aus der berühmten jüdischen Rothschild Familie. Die beiden sprachen über die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und der Rothschild Bank. Die Rothschild Bank ist bei der Privatisierung in Aserbaidschan präsent. Bereits der Grossvater von David de Rothschild war in Aserbaidschan aktiv. (Quelle) Ilhams Frau und ihre Tochter Leyla trafen ebenfalls David de Rothschild (Quelle).

Ilham Aliyev erhielt Orden von den Königsfamilien von Saudi-Arabien und Kuwait. Er erhielt zwei Orden von der russisch-orthodoxen Kirche. (Quelle) Seine Tochter Leyla Aliyeva erhielt ebenfalls ein Orden von der russisch-orthodoxen Kirche (Quelle).

Ilham Aliyev traf Hochadlige wie den britischen Prinzen Charles, den belgischen König Philippe und den monegassischen Fürsten Albert II. (Quelle: 1, 2, 3)

Ilham Aliyev besuchte das Weltwirtschaftsforum (WEF) und traf dabei Klaus Schwab (Quelle). In Davos traf Ilham Aliyev auch die berühmten US-amerikanischen Milliardäre George Soros und Bill Gates (Quelle: 1 und 2).

Die Präsidententochter Leyla Aliyeva war mit dem aserbaidschanischen Sänger Emin Agalarov verheiratet. Dessen Vater ist der Immobilienmilliardär Aras Agalarov. Die Agalarov Familie hat schon seit Jahren Kontakt zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und seiner Familie (Quelle). Aras Agalarov hatte das Treffen 2016 im Trump Tower zwischen Vertretern der Trump-Kampagne und russischen Lobbyisten arrangiert (Quelle). Ilham Aliyev traf in seiner Funktion als Präsident viele Staatsoberhäupter, darunter Donald Trump. Nach Angaben des Geheimdienstausschusses des US-Senats habe Aras Agalarov erhebliche Verbindungen zur russischen Mafia und sei eng mit Personen verbunden, die an Drogen- und Waffenhandel sowie an Mord, Prostitution, Entführung, Erpressung und Geldwäsche beteiligt sind (Quelle). Der russische Präsident Putin verlieh Aras Agalarov einen Orden (Quelle). Aras Agalarov ist geschäftlich in Russland aktiv, wie mehrere aserbaidschanische Milliardäre. Präsident Ilham Aliyev traf weitere aserbaidschanische Milliardäre, darunter God Nisanov, ehemaliger Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses, und Vagit Alekperov, der den Öl- und Gaskonzern Lukoil kontrolliert, das grösste nichstaatliche Unternehmen Russlands.

Übrigens: Zur Sowjetzeit war die Freimaurerei in Aserbaidschan verboten. Eine türkischsprachige Freimaurerloge in Washington plante seit dem Jahr 2000, die Freimaurerei in Aserbaidschan einzuführen. Dabei erhielt sie starke Unterstützung von den Grosslogen aus Russland und der Türkei (die Freimaurer sind in der Türkei sehr gut etabliert). Mit Erlaubnis der aserbaidschanischen Behörden wurde 2008 die erste Freimaurerloge in Aserbaidschan gegründet. Auf der Website der Grossloge von Aserbaidschan steht: „Aufgrund der sensiblen politischen Situation in Aserbaidschan werden die Kandidaten sehr sorgfältig und nach einer Reihe von Interviews und langen Wartezeiten ausgewählt.“ (Quelle: 1 und 2)

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Idemitsu Familie

Die japanische Idemitsu Familie gründete 1911 ein Handelshaus, aus dem sich der heutige Erdölkonzern Idemitsu Kōsan entwickelte. Idemitsu Kōsan ist einer der grössten asiatischen Ölkonzerne. Soviel ich weiss, ist Idemitsu Kōsan neben Reliance Industries derzeit nach Umsatz das grösste Familienunternehmen in der weltweiten Erdölindustrie. Es gibt aber noch grössere Ölkonzerne, die mit Familien verbunden sind. Der Ölkonzern Saudi Aramco steht unter dem Einfluss der saudischen Königsfamilie und der Ölkonzern Shell wurde früher von der niederländischen Königsfamilie und den Familien Samuel und Loudon kontrolliert. Der Vorgänger des Ölkonzerns Exxon wurde von der Rockefeller Familie kontrolliert.

Bis 2006 wurde der Ölkonzern Idemitsu Kōsan von der Idemitsu Familie kontrolliert und ging dann an die Börse. Derzeit ist die Familie mit 9 Prozent zweitgrösster Aktionär des Unternehmens und das Idemitsu Museum besitzt knapp 7 Prozent. Der Ölkonzern der saudischen Königsfamilie besitzt 7,7 Prozent von Idemitsu Kōsan. Die restlichen Hauptaktionäre sind japanische Banken. (Stand: 31.3.2022) Im Jahr 2018 hielt die Familie noch etwa 28 Prozent der Anteile.

Idemitsu Kōsan besitzt viele Tankstellen in Japan und Australien. Das Unternehmen fördert auch Kohle und ist seit mehr als 40 Jahren im australischen Kohlebergbau aktiv.

Shosuke Idemitsu war Ehrenvorsitzender und grösster Einzelaktionär von Idemitsu Kōsan. Er war eine Zeit lang Milliardär und 2007 wurde sein Vermögen auf 895 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Derzeit vertritt Masakazu Idemitsu die Familie als Direktor bei Idemitsu Kōsan.

Die Idemitsu Familie ist und war über Heiraten mit mehreren Managern verschwägert, die bei japanischen Grosskonzernen führende Positionen besetzten (Quelle).

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Wendel und Seillière Familie

Die französischen Familien Wendel und Seillière sind schon seit über 300 Jahren unternehmerisch aktiv. Heute sind die beiden Familien über eine Heirat verbunden und sie kannten sich bereits im 18. Jahrhundert. Sie heirateten in den französischen Adel und die Seillière Familie wurde in den Adel aufgenommen.

Die Wendel Familie

Jean-Martin Wendel (1665-1737) wurde in der Eisenherstellung aktiv und kam dadurch zu Wohlstand. Der Herzog von Lothringen verlieh ihm einen Adelstitel. Seine Nachkommen waren weiterhin in der Eisenherstellung tätig. Mehrere Familienmitglieder besetzten politische Ämter in Moselle.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dominierte die Wendel Familie die Stahlindustrie in Frankreich und galt als eine der mächtigsten Industriellenfamilien des Landes. Verschwörungstheoretiker glaubten damals, dass die Wendels zu den 200 Familien gehören, die angeblich Frankreich kontrollieren. Die 200 Familien beziehen sich auf die damals 200 grössten Aktionäre der französischen Zentralbank, welche die Zentralbank bis zur Verstaatlichung 1936 kontrollierten (neben Wendel wären das Rothschild, Hottinguer, Schneider, Lazard, Mallet, Goüin und so weiter).

Die Wendel Familie war 1929 der grösste Arbeitgeber in Frankreich. Francois de Wendel (1874-1949) ging auf ein Jesuitengymnasium (die Wendels waren oder sind noch immer katholisch). Er gehörte von 1913 bis 1936 zur Führung der französischen Zentralbank. Sein Schwiegervater war Chef der französischen Marine. Die Wendel Familie war an vielen französischen Unternehmen beteiligt, bei denen Francois und sein Bruder Maurice Wendel (1879-1961) Vorstandsposten besetzten. Darunter waren Bergbau- und Kohleunternehmen sowie Versicherungen. Die zwei wichtigsten verbundenen Unternehmen waren Suez und die BUP. (Quelle: 1 und 2) Suez war ein Vorläufer des heutigen Energiekonzerns Engie. Die BUP war eine der führenden französischen Investmentbanken und wurde durch Fusionen Teil der Société Générale, eine der weltweit grössten Banken. Die BUP war von den Bankiersfamilien Hottinguer, Mirabaud, Neuflize, Mallet und Vernes gegründet worden.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Frankreich von Deutschland besetzt. Fabriken der Wendel Familie wurden auf Befehl der Nazis enteignet.

In der Nachkriegszeit waren die Wendels weiterhin die führenden Stahlunternehmer in Frankreich. Ihre beiden Stahlkonzerne, Sollac und Sacilor, wurden in den 80-erjahren verstaatlicht und sind Vorläufer des heutigen internationalen Stahlkonzerns ArcelorMittal, der derzeit zweitgrösste Stahlproduzent der Welt.

Sophie Boegner (*1952) ist über ihre Mutter mit der Wendel Familie verwandt. Ihre Schwester heiratete den französischen Politiker und Herzog Josselin de Rohan.

Die Wendel Familie war und ist mit französischen Politikern und Militärs verwandt, darunter mit mehreren Ministern. Die Familie heiratete in mehrere französische Adelsfamilien. Zum erweiterten Familienkreis der Wendels gehören die Adelsfamilien Noailles, La Rochefoucauld und Hauteclocque sowie die Milliardärsfamilie Peugeot. Der Wendel-Clan zählt mehr als 1000 Mitglieder. (Quelle) Der Grossteil davon trägt nicht den Namen Wendel und viele davon gehören zum französischen Adel.

Derzeit wird das Vermögen der Wendel Familie auf über 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Guy de Wendel (1878-1955) heiratete in die Argyropoulos Familie, die zur griechischen Elite gehört.

Der Wendel-Konzern

Die Wendel Familie gründete im Jahr 2002 eine eigene Investmentgesellschaft, die den Namen Wendel trägt. Die Familie besitzt derzeit über die Hälfte der Stimmrechte am Unternehmen. Der Jahresumsatz des Wendel-Konzerns lag in den letzten Jahren bei über 8 Milliarden US-Dollar. Wendel gehört damit zu den 20 grössten französischen Familienunternehmen. Wendel ist an folgenden Unternehmen beteiligt:

  • Wendel ist mit einem Anteil von 35 Prozent Hauptaktionär des französischen Prüfdienstleisters Bureau Veritas. Bureau Veritas ist eines der weltweit grössten Dienstleistungsunternehmen für Zertifizierungen, Klassifikationen, Prüfungen und Inspektionen. 2021 lag der Jahresumsatz bei knapp 5 Milliarden Euro.
  • Wendel ist mit einem Anteil von 19 Prozent zweitgrösster Aktionär des Telekommunikationsunternehmen IHS Towers. Dieses baut, vermietet und verwaltet Telekommunikationstürme. IHS Towers ist mit rund 38 000 Türmen einer der Marktführer und konzentriert sich auf Afrika, den Nahen Osten und Lateinamerika. Das afrikanische Unternehmen ist seit 2021 an der New Yorker Börse notiert. IHS Towers wurde in Nigeria vom amerikanisch-libanesischen Geschäftsmann Sam Darwin gegründet. 2021 lag der Jahresumsatz bei knapp 1,6 Milliarden Euro.
  • Wendel ist mit einem Anteil von 23,4 Prozent Grossaktionär von Tarkett. Das französische Unternehmen stellt Bodenbeläge her. 2021 lag der Jahresumsatz bei knapp 2,8 Milliarden Euro.
  • Wendel besitzt 60 Prozent des österreichischen Verpackungsunternehmens Constantia Flexibles. 2021 lag der Jahresumsatz bei 1,6 Milliarden Euro.
  • Wendel besitzt knapp 67,8 Prozent des niederländischen Spezialchemieunternehmens Stahl. 2021 lag der Jahresumsatz bei 831 Millionen Euro.

(Stand: 2021)

Wendel besitzt seit 2022 ACAMS, den weltweit führenden Anbieter von Trainings- und Zertifizierungsdiensten im Kampf gegen Geldwäsche und der Prävention von Finanzkriminalität.

Bis vor wenigen Jahren war Wendel noch an weiteren kleineren Unternehmen beteiligt.

Wendel war mehrere Jahre lang Grossaktionär des Industriekonzerns Saint-Gobain und besass eine Zeit lang über 20 Prozent der Anteile. Saint-Gobain ist einer der grössten französischen Konzerne und wurde 1665 vom französischen König gegründet. Saint-Gobain gilt als eines der ältesten Grossunternehmen der Welt.

Wendel besass mehrere Jahre lang den französischen Grossverlag Editis, der inzwischen zum Medienkonzern Vivendi gehört.

Wendel erwarb 2002 zusammen mit KKR den Industriekonzern Legrand. Dieser ist das vermutlich führende französischen Unternehmen im Bereich elektrische und digitale Gebäudeinfrastrukturen und ist auch in der Smart Home-Industrie aktiv.

Seit 2012 hat Wendel eine Milliarde US-Dollar in Afrika investiert (Quelle). Viele französische Grossunternehmen sind auch in Afrika aktiv. Frankreich kontrollierte im 19. Jahrhundert durch die Kolonialisierung grosse Teile des afrikanischen Kontinents und französische Grossbanken spielten eine wichtige Rolle in der Kolonialwirtschaft.

Die US-amerikanische Investmentbank „Arnhold and S. Bleichroeder“ war früher einer der Hauptaktionäre des Wendel-Konzerns (Quelle). Die Bank geht auf die deutschen Bankiersfamilien Arnhold und Bleichroeder zurück.

Baron Ernest-Antoine Seillière

Baron Ernest-Antoine Seillière (*1937) ist ein Erbe der Wendel Familie und leitete den Wendel-Konzern. Er kommt mütterlicherseits aus der Wendel Familie und väterlicherseits aus der Seillière Familie, die eine der führenden katholischen Bankiersfamilien war. Er erbte von seinem Vater den Titel eines Barons, der sein Grossvater vom Papst erhalten hatte (Quelle).

Baron Ernest-Antoine Seillière war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle). Er hielt eine Rede vor der Trilateralen Kommission (Quelle). Er war Präsident des Nationalen Rates der französischen Arbeitgeber und vertrat leidenschaftlich die Interessen der Arbeitgeber.

Baron Ernest-Antoine Seillière ist seit seiner Kindheit mit Michel David-Weill befreundet. (Quelle). Dieser ist das Oberhaupt der David-Weill Familie, eine der mächtigsten französischen Bankiersfamilien. Ernest-Antoine, seine Frau und seine Tochter Valentine kennen weitere superreiche Familien der französischen Elite, darunter Arnault, Peugeot, Dassault, Aga Khan und Lagardère.

Baron Ernest-Antoine Seillière war mit dem verstorbenen Milliardär Paul Desmarais befreundet (Quelle). Die Desmarais Familie ist eine der mächtigsten Familien Kanadas und hat viel Kontakt zur französischen Wirtschaftselite.

Die Frau von Ernest-Antoine ist Mitglied des „Cercle du Grand Théâtre de Genève“, dessen Mitglieder das Opernhaus in der Schweizer Stadt Genf unterstützen. Zum Opern-Cercle gehören derzeit Mitglieder der Schweizer Milliardärsfamilien Hoffmann, Odier, Pictet und Maus sowie mehrere Banker aus Genf. Hinzu kommen ein französischer Herzog, die Ehefrau des französischen Multimilliardärs Gerard Wertheimer, Prinz Amyn Aga Khan, ein Markgraf aus der italienischen Adelsfamilie Spinola und eine Gräfin aus der italienischen Adelsfamilie Brandolini d’Adda sowie Eva Lundin (sie ist die Witwe des schwedischen Rohstoffunternehmers Adolf Lundin und ist mit der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg verschwägert). (Stand:20.8.2022) (Quelle)

Baron Ernest-Antoine Seillière leitete die Holding CGIP, die der Vorläufer des heutigen Wendel-Konzerns war. Unter Ernest-Antoine Seillière finanzierte die CGIP den Aufbau der französischen Konzerne Capgemini und Valeo mit. Valeo ist einer der grössten Automobilzulieferer der Welt und Capgemini ist einer der weltweit grössten IT-Konzerne. Ernest-Antoine Seillière finanzierte auch die Anfänge des Biotechnologiekonzerns BioMérieux und der Optikerkette des Geschäftsmanns Alain Afflelou. (Quelle) Die schweizerisch-britische Investmentbank UBS Warburg besass 9 Prozent von CGIP (Quelle).

Die Seillière Familie

Florentin Seillière (1744-1825) kam durch Handel und Bankgeschäfte zu grossem Wohlstand. Er erhielt vom französischen Kaiser Napoleon den Titel eines Barons, der von der späteren Königsfamilie Bourbon bestätigt wurde. Er gründete 1807 die Banque Seillière, eine Familienbank.

Die Banque Seillière war eng mit der Wendel Familie verbunden sowie auch mit der Industriellenfamilien Schneider (Quelle).

Baron François-Alexandre Seillière (1782-1850) war Bankier und besass Fabriken. Sein Schwiegervater Guillaume Gibert gehörte zur Führung der französischen Zentralbank.

Baron Florentin-Achille Seillière (1813-1873) war Direktor eines grossen Eisenbahnunternehmens. Er war Mitgründer und Direktor der Crédit mobilier. Die französische Bank wurde 1852 von den Bankiersfamilien Pereire und Fould gegründet. Die Crédit mobilier war bis zu ihrem Zusammenbruch 1867 einer der grössten Kreditgeber und Investoren Europas. Zur Führung der Crédit Mobilier gehörten Mitglieder aus weiteren einflussreichen französischen Bankiersfamilien, wie André, Günzburg und Goüin.

Baron Florentin-Achille Seillière war Gründungs- und Grossaktionär der „Banque de Paris“ und ihres Nachfolgers Paribas. Paribas war eine der führenden französischen Investmentbanken und ist der Vorläufer der heutigen BNP Paribas, eine der grössten Banken der Welt. Zu den Gründern der Paribas Bank gehörten auch Mitglieder der Bankiersfamilien Stern, HentschBamberger, Goüin und Fould.

Baron Florentin-Achille Seillière war Mitgründer der Ottoman Bank. Die Ottoman Bank war die Zentralbank des Osmanischen Reiches und wurde von Briten und Franzosen kontrolliert. Laut dem französischen Wikipedia war Florentin-Achille Seillière auch Direktor der Grossbank „Crédit foncier de France“, die heute zur BPCE gehört, eine der grössten französischen Banken.

Baron Florentin-Achille Seillière vergab einen grossen Kredit an den führenden deutschen Industriellen Alfred Krupp. Florentin-Achille gab prächtige Partys, bei denen europäische Aristokraten zu Gast waren, darunter der damalige britische Prinz von Wales, ein Vertrauter der Seillière Familie. (Quelle).

Edgar-Aimé Seillière (1835-1870) heiratete in die Adelsfamilie Laborde. Der Familiengründer Jean-Joseph de Laborde (1724-1794) war Hofbankier des französischen Königs und wurde zum Markgrafen geadelt. Sein heutiger Nachkomme Ernest-Antoine Seillière, der Chef des Wendel-Konzerns war, trägt zusätzlich den Namen Laborde.

Jeanne Seillière (1839-1905) heiratete einen Herzog aus der Adelsfamilie Talleyrand-Périgord. Ihr gemeinsamer Sohn heiratete die US-Amerikanerin Anna Gould. Ihr Vater Jay Gould gilt als einer der reichsten Amerikaner der Geschichte. Die Gould Familie gehört bis heute zur Elite der USA.

Ernest Seillière (1866-1955) erhielt vom Papst den Adelstitel eines Barons. Sein Schwiegervater Charles Demachy war Präsident der bereits erwähnten Paribas Bank. Charles Vater war ein Partner der Seillière Bank und gehörte zur Führung der französischen Zentralbank.

1999 fusionierte die Banque Seillière mit der Privatbank „Neuflize Schlumberger Mallet“, deren Vorläufer auf die französischen Bankiersfamilien André, Neuflize, Schlumberger und Mallet zurückgehen. Durch eine weitere Fusion entstand 2006 Neuflize OBC, die zur niederländischen Grossbank ABN AMRO gehört. Neuflize OBC konzentriert sich auf Private Banking und verwaltet über 50 Milliarden US-Dollar.

Die Seillière Familie heiratete in mehrere französische Adelsfamilien.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Haus Karađorđević

Die serbische Hochadelsfamilie Karađorđević herrschte im 19. Jahrhundert zeitweise über Serbien. 1918 gründete sie das Königreich Jugoslawien, zu dem neben Serbien auch die heutigen Staaten Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo und Mazedonien gehörten. Die Familie herrschte bis 1941 über Jugoslawien, als dort die Monarchie abgeschafft wurde.

Die Familie konnte durch politische Verschwörungen dreimal die Macht in Serbien ergreifen, aber die Familie wurde auch selbst Opfer von Verschwörungen.

Haus Karađorđević und die serbische Freimaurerei im 19. Jahrhundert

Đorđe Petrović (starb 1817) war der Begründer der Karađorđević Familie. Er nannte sich Karađorđe und war der Anführer des serbischen Aufstands, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts stattfand und zu Serbiens Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich führte. Davor war Serbien über 300 Jahre lang vom Osmanischen Reich kontrolliert worden. 1815 wurde Serbien zu einem Fürstentum, das von Miloš Obrenović regiert wurde. Er war ebenfalls ein Anführer der serbischen Unabhängigkeitsbewegung. Der osmanische Sultan akzeptierte schliesslich Miloš Obrenović als souveränen Fürsten. Obrenović liess Karađorđe ermorden und schickte dessen Kopf an den Sultan, um sich beim osmanischen Herrscher einzuschmeicheln.

Die Freimaurerei wurde Ende des 18. Jahrhunderts in Serbien aktiv. Der Familiengründer Đorđe Petrović-Karađorđe hatte Ende des 18. Jahrhunderts in Österreich gelebt und dort in der Armee der österreichischen Königsfamilie Habsburg gedient. Dort kam er mit Freimauern in Kontakt. Laut dem Historiker Zoran Nenezić war er zur Zeit des serbischen Aufstandes eng mit Freimaurern verbunden und viele der Anführer des Aufstandes seien Mitglied in derselben Freimaurerloge gewesen (Quelle: 1 und 2). Zoran Nenezić kann als glaubwürdige Quelle angesehen werden, da er ein hochrangiger Freimaurer war. 1990 wurde er der erste Grossmeister der heutigen serbischen Freimaurergrossloge und 1991 übernahm er das Amt des Grosskommandanten (Vorsitzender) des Obersten Rates der serbischen Freimaurer (Quelle).

Die Freimaurer in Serbien unterstützten zwar die serbische Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich, aber waren scheinbar nicht türkenfeindlich eingestellt, da auch viele Türken bei den serbischen Freimaurern waren. Die serbische Freimaurerei war von Anfang an multikulturell und hatte Christen (darunter Geistliche der orthodoxen Kirche), Muslime und Juden in ihren Reihen. Zu den damaligen Mitgliedern gehörten Serben, Türken, Griechen, Rumänen und Reisende aus vielen weiteren europäischen Ländern.

1835 bekam Serbien seine erste Verfassung, die vermutlich unter massgeblichem Einfluss serbischer Freimaurer entstand (Quelle).

Der Familiengründer Đorđe Petrović-Karađorđe war Mitglied der Filiki Eteria, ein griechischer Geheimbund. Der Bund wollte, dass auch Griechenland unabhängig vom Osmanischen Reich wird. (Quelle: 1 und 2) Zur Filiki Eteria gehörten führende Köpfe der griechischen Unabhängigkeitsbewegung, wovon mehrere Freimaurer waren. Die Gründer der Filiki Eteria waren die Griechen Nikolaos Skoufas und Athanasios Tsakalov. Die beiden waren Freimaurer. Hier eine Liste von bemerkenswerten griechischen Freimaurern. 1821 begann schliesslich der Unabhängigkeitskrieg der Griechen gegen die fast 400-jährige Fremdherrschaft des Osmanischen Reiches. Die Freimaurer unterstützten die Revolution über ihr Netzwerk und mehrere Freimaurerlogen unterstützten die Revolutionäre finanziell. Italienische Freimaurer hatten 1782 die erste griechische Loge gegründet und 1811 wurde die erste griechische Grossloge gegründet. (Quelle)

Die Obrenović Familie herrschte als Fürstenfamilie bis 1842 über Serbien, als Fürst Mihailo Obrenović ermordet wurde. Er war Freimaurer. Laut der serbischen Grossloge waren Freimaurer in die Ermordung von Mihailo Obrenović verwickelt (Quelle). Durch die Ermordung konnte Aleksandar Karađorđević (1806-1885) die Macht übernehmen und wurde zum Fürsten von Serbien. Man vermutet, dass er ein Drahtzieher der Ermordung von Mihailo Obrenović war. Aleksandar war der Sohn des Familiengründers Đorđe Petrović-Karađorđe, der wie gesagt von der Obrenović Familie ermordet wurde. Da sie seinen Vater ermordet hatten, wird Aleksandar Karađorđević die Obrenović Familie nicht gemocht haben. Die Frau von Aleksandar Karađorđević war eine Enkelin von Mladen Milovanović und Jakov Nenadovic. Die beiden Männer hatten nach dem serbischen Aufstand zusammen mit Đorđe Petrović-Karađorđe die serbische Regierung geführt.

In der serbischen Stadt Belgrad wurde 1842 (in dem Jahr kam Aleksandar Karađorđević an die Macht) eine Freimaurerloge mit dem Namen „Ali Koç“ gegründet, die europaweit mit Freimaurern vernetzt war. Der deutsche Kaiser Wilhelm I. und der türkische Sultan Abdülaziz waren Ehrenmitglieder der Loge, das behauptet zumindest die heutige serbische Grossloge. (Quelle) In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die serbische Freimaurerei Kontakte zu den italienischen Freimaurern und es gab Verbindungen zu den hochrangigen italienischen Freimaurern Garibaldi und Mazzini. Der italienische Grossorient (Grossloge von Italien) hatte Ende des 18. Jahrhunderts den Aufbau der Freimaurerei in Serbien unterstützt. (Quelle: 1 und 2)

Kleopatra Karađorđević (1835-1855) heiratete Milan Petronijevic, ein serbischer Botschafter und Aussenminister.

Jelena Karađorđević (1846-1867) heiratete den Politiker Đorđe Simić, der 1894 und 1896 die serbische Regierung führte.

1858 musste Aleksandar Karađorđević abtreten und die Obrenović Familie konnte wieder die Macht übernehmen. 1882 gründete die Obrenović Familie das Königreich Serbien, über das sie fortan herrschte.

Haus Karađorđević und die serbische Freimaurerei im 20. Jahrhundert

1903 wurde König Aleksandar Obrenović und seine Frau ermordet. Dadurch konnte Peter Karađorđević (1844-1921) den Thron besteigen und herrschte als König Peter I. bis zu seinem Tod über Serbien. Er war ein Sohn des serbischen Fürsten Aleksandar Karađorđević. König Peter I. heiratete in die Königsfamilie von Montenegro (ein Nachbarland von Serbien). Er war Freimaurer (Quelle: 1, 2, 3). Er wurde angeblich in Frankreich in die Freimaurerei aufgenommen und soll mit dem französischen General und Freimaurer Paul Peigné befreundet gewesen sein. Paul Peigné war Grossmeister der „Grande Loge de France“ (nicht zu verwechseln mit dem französischen Grossorient).

Der serbische Offizier Dragutin Dimitrijević war massgeblich an der Ermordung von König Aleksandar Obrenović und seiner Frau beteiligt gewesen. Dragutin Dimitrijević war 1911 Mitgründer der „Schwarzen Hand“, ein nationalistischer Geheimbund, der die Gründung eines Grossserbiens plante. Die Mitglieder wollten, dass Bosnien-Herzegowina unabhängig von Österreich wird und mit Serbien einen gemeinsamen Staat bildet. Mitglieder der „Schwarzen Hand“, darunter Dragutin Dimitrijević, planten das Attentat von Sarajevo, bei dem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand (aus dem Haus Habsburg) und seine Frau erschossen wurden. Das Attentat von Sarajevo gilt als ein wichtiges Ereignis, das zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges beitrug. Im Konflikt zwischen Österreich und Serbien versicherte das Deutsche Kaiserreich seine Unterstützung für Österreich, während das Russische Kaiserreich sich als Beschützer Serbiens sah. Die serbische Prinzessin Helen Karađorđević (1884-1962) hatte einige Jahre zuvor in die russische Kaiserfamilie geheiratet, was sicherlich zur Freundschaft der beiden Länder beitrug. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Sachsen-Altenburg. 1917, während des Weltkrieges, liess die Karađorđević Familie die Schwarze Hand auflösen und deren Führer wurden wegen angeblichen Hochverrats hingerichtet.

Prinz Arsenije Karađorđević (1859-1938) heiratete in den russischen Hochadel und war Offizier der russischen Armee. Seine Frau kam aus der russischen Adelsfamilie Demidow, die im 18. und 19. Jahrhundert führende Unternehmer im russischen Bergbau und der Eisenherstellung waren. Die Frau von Prinz Arsenije kam mütterlicherseits aus der russischen Adelsfamilie Trubezkoi. Die Familie ging aus der Uradelsdynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas (starb 1341) abstammt.

Nach dem Ersten Weltkrieg stand die Karađorđević Familie auf der Seite der Siegermächte. Dadurch konnte die Familie das Königreich Jugoslawien gründen, zu dem auch heutige Staaten Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo und Mazedonien gehörten. Die Karađorđević Familie herrschte bis 1941 über Jugoslawien.

Der Freimaurer Georg Weifert war ein Unterstützer des Staatsstreiches 1903 gewesen, durch den die Karađorđević Familie den serbischen Thron besteigen konnte. 1912 wurde Georg Weifert der erste Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der serbischen Freimaurer. Im selben Jahr sorgte er dafür, dass die serbischen Freimaurer vom Ausland unabhängig wurden, vor allem von der ungarischen Grossloge, die damals in Serbien bestimmend war. Nach der Gründung des Königreichs Jugoslawien gründete Georg Weifert 1922 die Grossloge von Jugoslawien. Er war als Bergbau- und Brauunternehmer aktiv und galt als einer der reichsten Männer in Serbien. Er wurde der erste Gouverneur der Zentralbank von Jugoslawien, die auf Initiative der Königsfamilie gegründet wurde. In Jugoslawien bestand die Freimaurerei zwischen den beiden Weltkriegen aus der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Elite. Auch die geistliche Elite war mit Priestern der orthodoxen und römisch-katholischen Kirche sowie mit Rabbinern in der jugoslawischen Freimaurerei vertreten. (Quelle: 1, 2, 3) Übrigens: Die erste bekannte Freimaurerloge im jugoslawischen Raum war 1764 in Kroatien gegründet worden und Graf Ivan Drašković war ihr erster Logenmeister gewesen. Die kroatische Adelsfamilie Drašković war eng mit der österreichischen Herrscherfamilie Habsburg verbunden, die damals auch über Kroatien herrschte.

Der jugoslawische König Alexander I. (1888-1934) aus der Karađorđević Familie war Freimaurer und viele seiner Berater und Politiker sollen Freimaurer gewesen sein. (Quelle: 1 und 2) Er setzte 1929 die Verfassung ausser Kraft und führte eine Königsdiktatur ein. Seine Frau kam väterlicherseits aus der rumänischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie.

König Alexander I. wurde 1934 bei einem Attentat ermordet. Die Ustascha, eine nationalistische kroatische Organisation, und die IMRO, eine nationalistische bulgarische Organisation, gelten als die Drahtzieher des Attentates. Die beiden Organisation wollten, dass Kroatien und Mazedonien unabhängig vom Jugoslawischen Königreich werden. Die Ustascha wurde 1930 in Italien gegründet und ihr wurden Kontakte zum Vatikan nachgesagt. Die Ustascha bestand aus Katholiken, da das kroatische Volk mehrheitlich katholisch ist, während die Serben sich grösstenteils zur christlich-orthodoxen Kirche bekennen, darunter auch die Karađorđević Familie. Die Mitglieder der Ustascha glaubten, dass das Königreich Jugoslawien von Freimaurern und Juden gesteuert wird. Auch Serben und Kommunisten sowie die christlich-orthodoxe Kirche waren ein Feindbild der Ustascha. Ante Pavelić war der Gründer der Ustascha. Er konnte 1941, während des Zweiten Weltkrieges, mit Hilfe von Hitler und Mussolini die Macht in Kroatien übernehmen. Ante Pavelić und die Ustascha waren während der faschistischen Diktatur in Kroatien für viele Kriegsverbrechen verantwortlich. Sie ermordeten viele Serben, Juden, Roma und Kommunisten. Die Freimaurerei wurde verboten. Orthodoxe Christen wurden gezwungen zum Katholizismus zu konvertieren und viele orthodoxe Priester wurden ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich Ante Pavelić in Rom verstecken und später nach Südamerika fliehen. Dabei wurde er von katholischen Priestern geschützt. Der Vatikan half der Ustascha-Führung und Kriegsverbrechern aus Deutschland über die Rattenlinien bei ihrer Flucht.

König Peter II. (1923-1970) aus der Karađorđević Familie war von 1934 bis 1945 der letzte König von Serbien und Jugoslawien. 1941, während des Zweiten Weltkrieges, wurde Jugoslawien von Nazideutschland besetzt, worauf die Königsfamilie ins Exil musste. Die Familie gründete eine Exilregierung und tauschte sich mit weiteren Exilregierungen aus. Während des Zweiten Weltkrieges mussten mehrere Königsfamilien und weitere Hochadlige ins Exil, weil ihre Länder von Nazideutschland oder den Sowjets besetzt wurden. Die hochadligen Exilanten vernetzten sich und schmiedeten gemeinsam Pläne. König Peter II. traf sich während des Zweiten Weltkrieges mit dem US-Präsidenten Franklin Roosevelt und dem britischen Premierminister Winston Churchill (beides Freimaurer). 1944 heiratete König Peter in London eine griechische Prinzessin.

Um Jugoslawien von den Nazis zu befreien, sahen sich König Peter und die Briten gezwungen, die kommunistischen Partisanen in Jugoslawien zu unterstützen, die von Josip Broz Tito angeführt wurden. Im September 1944 befahl König Peter seinen Untertanen über die Medien, Tito zu unterstützen, und warnte, dass diejenigen, die sich diesem Befehl verweigern, mit dem „Stigma des Verrats“ belegt würden. (Quelle: 1 und 2). In den folgenden zwei Monaten konnten die Kommunisten unter Josip Broz Tito die Macht in Jugoslawien übernehmen. Tito traf in dieser Zeit auch den britischen Premierminister Winston Churchill. Churchill versicherte Tito die Unterstützung der Briten und sagte ihm: „Wenn ich jung genug wäre, um mit dem Fallschirm abspringen zu können, würde ich in Jugoslawien kämpfen“. Einige Wochen später traf Tito den Sowjet-Diktator Josef Stalin, der Tito ebenfalls militärische Unterstützung im Kampf gegen die Nazis versprach. Stalin empfahl Tito, Peter Karađorđević wieder als König von Jugoslawien einzusetzen, was Tito aber strikt ablehnte. Stalin warnte Tito eindringlich vor den „doppelzüngigen“ Briten und deren Geheimdienst. (Quelle)

Tito herrschte bis zu seinem Tod 1980 diktatorisch über Jugoslawien. In dieser Zeit war die Königsfamilie Karađorđević im Exil, da die Kommunisten der Familie nicht erlaubten zurückzukehren. Das Tito-Regime war zwar kommunistisch, hatte aber kein gutes Verhältnis zur kommunistischen Sowjetunion und war unabhängig von dieser, da sich Tito und Stalin nach dem Zweiten Weltkrieg zerstritten hatten. Das Tito-Regime unterhielt engen diplomatischen Kontakt zum britischen Königreich. Übrigens trug das britische Militär eine Mitschuld für die Massaker von Bleiburg, die von Titos Militär und Geheimdienst begangen wurden. Die Verbrechen begannen eine Woche nachdem der Erste Weltkrieg in Europa beendet worden war (trotz Ende des Weltkrieges gingen Titos Kriegsverbrechen in Jugoslawien weiter).

Tito wurde oft nachgesagt, dass er Freimaurer sei, aber Freimaurer sagen, dass es dafür keine Beweise gebe. Tito liess die Freimaurerei verbieten. Erst zehn Jahre nach seinem Tod, im Jahr 1990, wurde die Freimaurerei in Jugoslawien offiziell wiederbelebt. Mithilfe der Grosslogen aus Deutschland wurde eine jugoslawische Grossloge gegründet, die ein Jahr später von der Grossloge aus England anerkannt wurde. (Quelle) In den folgenden 10 Jahren war Jugoslawien im Krieg, da sich die jugoslawischen Teilstaaten vom serbischen Machtzentrum unabhängig machen wollten (Jugoslawienkriege). Die Kriege führten zum Zerfall Jugoslawiens und zur Abschaffung des Kommunismus. Im Jahr 2000 durfte die Karađorđević Familie wieder nach Serbien zurückkehren und engagierte sich dort in den folgenden Jahren bei der Demokratisierung des Landes.

Die Mitglieder der Karađorđević Familie lebten, als sie im Exil waren, in den USA und Grossbritannien, wo sie grosses Ansehen genossen. In den sechs Jahrzehnten im Exil bereisten Mitglieder der Familie viele Länder und knüpften reichlich Kontakte.

Der letzte jugoslawische König Peter II. lebte bis zu seinem Tod 1970 in den USA. Er übernahm 1964 das Protektorat über den „Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani“ (OSMTH) in den USA (Quelle). Der OSMTH ist angeblich ein Nachfolger des Templerordens, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war und von französischen Adligen geführt wurde. Mehr dazu im Beitrag zum OSMTH.

Prinz Paul Karađorđević (1893-1976) studierte an der Oxford Universität in England (besteht seit über 900 Jahren). Viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser studierten an der Oxford Universität. Paul Karađorđević war Mitglied des berüchtigten Bullingdon Club, ein elitärer Club an der Oxford Universität. Paul Karađorđević lebte viele Jahre in England und wurde ein Freund des britischen Prinzen George von Kent (war während des Zweiten Weltkrieges Grossmeister der Freimaurer in England). Prinz Paul sagte oft, dass er sich wie ein Engländer fühle. Seine Frau kam väterlicherseits aus der griechischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der russischen Zarenfamilie. Prinz Paul war ein enger Freund und vermutlich auch ein Liebhaber des britischen Politikers Henry Channon. (Quelle: 1 und 2) Henry Channon heiratete die Tochter eines Grafen aus der irischen Guinness Familie. Er und sein Sohn Paul Channon, ebenfalls ein britischer Politiker, gehörten zum Freundeskreis der britischen Königsfamilie. Paul Channon war Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk. Prinz Paul Karađorđević regierte von 1934 bis 1941 für den noch minderjährigen König Peter II. über Jugoslawien.

Prinz Andreas (Andrej) Karađorđević (1929-1990) war ein prominenter Rotarier (Quelle). Seine erste Ehefrau kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Hessen. Ihre Mutter kam aus der griechischen Königsfamilie und war eine Schwester von Prinz Philip (Ehemann der britischen Queen). Die zweite Frau von Andreas Karađorđević kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Leiningen und mütterlicherseits aus der russischen Zarenfamilie.

Prinz Tomislav Karađorđević (1928-2000) heiratete Margarita von Baden aus der deutschen Hochadelsfamilie Baden. Margaritas Mutter kam aus der griechischen Königsfamilie und war eine Schwester von Prinz Philip (Ehemann der britischen Queen).

Die erste Ehefrau von Alexander Karađorđević (1924-2016) kommt väterlicherseits aus der italienischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der belgischen Königsfamilie. Seine zweite Ehefrau kommt aus der Fürstenfamilie von Liechtenstein.

Ein Prinz aus der Karađorđević Familie arbeitete für den einflussreichen griechischen Geschäftsmann Stavros Niarchos und erhielt von ihm einen Mercedes als Hochzeitsgeschenk (Quelle).

Die heutigen Mitglieder der

Karađorđević Familie

Die Karađorđević Familie kennt durch ihre Heiratspolitik viele Hochadlige. Sie lernten auch Königsfamilien aus Asien und Afrika sowie die Aga Khan Familie kennen.

Kronprinz Alexander Karađorđević

Der derzeitige Kronprinz ist Alexander Karađorđević (*1945). Seine erste Frau kam aus der ehemaligen brasilianischen Kaiserfamilie Orléans-Braganza. Alexander Karađorđević ist in Grossbritannien aufgewachsen und erhielt 2001 die serbische Staatsbürgerschaft. Er ist ein Freund und Verwandter der britischen Königsfamilie. Seine Taufe fand in der Westminster Abbey statt und Queen Elizabeth war die Taufpatin. Er wurde von Gavrilo V. getauft, dem damaligen Patriarchen der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Alexander Karađorđević war auf dem Institut Le Rosey, das wohl elitärste Internat der Welt, auf dem viele Mitglieder aus Milliardärs- und Königsfamilien waren. (Quelle: 1 und 2) Alexander Karađorđević war auf der Royal Military Academy Sandhurst. Viele Königsfamilien sind an dieser britischen Militärakademie vertreten. Alexander Karađorđević verbrachte sieben Jahre in der britischen Armee und diente im Nahen Osten, in Italien und in Westdeutschland. Er lebte 12 Jahre lang in den USA, wo er als Werbefachmann und Versicherungsmakler tätig war. Dabei sammelte er Erfahrungen und Verbindungen, die seiner Meinung nach seinem Heimatland zugutekommen würden, falls er eines Tages König wird. Inzwischen ist er ein wohlhabender internationaler Unternehmensberater. Seit dem Fall des Kommunismus in Serbien bereitet er sich auf seine eventuelle Rückkehr als König vor. Im Gegensatz zu vielen seiner serbischen Landsleute vertritt er eine nicht nationalistische Politik und möchte, dass sich Serbien an den Westen annähert (wo der Grossteil seiner Verwandtschaft lebt). Er war ein Gegner des antiwestlichen Milosevic-Regime in Serbien und zeigte Verständnis für die aggressiven Reaktionen der NATO und befürwortete die Verhaftung aller angeklagten Kriegsverbrecher aus Serbien. (Quelle) In den letzten Jahren verurteilte er aber die Bombardierung Serbiens durch die NATO in öffentlichen Erklärungen. Generell gab er sich in den letzten Jahren patriotischer, aber vielleicht will er auch nur Sympathien bei den serbischen Nationalisten gewinnen, da der Nationalismus bis heute die serbische Politik massgeblich mitbestimmt.

Alexander Karađorđević ist ein überzeugter Monarchist und sagte: „Die fortschrittlichsten sozialen Länder der Welt sind konstitutionelle Monarchien“. Er ist sehr motiviert, den Thron zu besteigen und hat bereits eine Flagge mit einem königlichen Wappen vorbereitet. Er und seine Familie dürfen inzwischen wieder in ihren Palästen in Serbien leben. (Quelle) Er ist schon seit 30 Jahren mit der demokratischen Opposition in Serbien verbunden (Quelle). Er war mit Zoran Đinđić befreundet, der serbischer Ministerpräsident und Chef der Sozialdemokraten war. Zoran Đinđić wohnte zudem in der Nachbarschaft von Alexander Karađorđević. Zoran Đinđić wurde 2003 von einem Scharfschützen erschossen. (Quelle: 1 und 2)

Alexander Karađorđević hat auch Kontakte zur POKS, eine konservative serbische Partei, welche die Monarchie in Serbien wieder einführen will (Quelle). Alexander Karađorđević will ein demokratisches Serbien und möchte, dass sich die zerstrittenen Völker auf dem Balkan versöhnen, zumindest behauptet er das. Wenn er das ernst meint, wird er den derzeitigen serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić nicht mögen, da dieser die ohnehin geschwächte Demokratie weiter abschafft und sich nicht um eine Aussöhnung mit den anderen Balkanvölkern bemüht. Alexander Karađorđević traf Vučić dennoch und gratulierte ihm zu seinem Wahlsieg. Er schrieb Vučić : „Ich gratuliere Ihnen und Ihrer Partei herzlich zu Ihrem herausragenden Sieg. Ich bin überzeugt, dass die Serbische Fortschrittspartei die hohen Erwartungen des serbischen Volkes erfüllen wird, sowohl von denen, die ihre Stimmen direkt anvertraut haben, als auch von allen Bürgern Serbiens. Ich glaube, dass die SNS bei dieser Aufgabe auf die volle Unterstützung aller zählen kann, denen das Wohl und der Fortschritt der Menschen am Herzen liegen. Ich freue mich sehr auf ein Treffen mit Ihnen, um zu besprechen, wie wir unserem Volk und unserem Land gemeinsam helfen können. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei der Bildung der neuen Regierung der Republik Serbien“. (Quelle) Nach Umfragen in den letzten 10 Jahren würden 30 bis 60 Prozent der Serben eine Wiedereinführung der Monarchie begrüssen.

Die Karađorđević Familie gehört bis heute der christlich-orthodoxen Kirche an. Die Familie kennt den derzeitigen Patriarchen der Serbisch-Orthodoxen Kirche Porfirije Perić und seinen Vorgänger Irinej (Quelle: 1 und 2). Patriarch Pavle, der von 1990 bis 2009 Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche war, erklärte öffentlich, dass die Monarchie in Serbien „im Namen der Gerechtigkeit Gottes“ wiedereingeführt werden soll (Quelle). Alexander Karađorđević traf Bartholomäus I., den derzeitigen Patriarch von Konstantinopel (Quelle). Der Patriarch von Konstantinopel verkörpert das Oberhaupt der christlich-orthodoxen Kirchen weltweit. Noch weitere Mitglieder der Karađorđević Familie trafen Patriarchen. Die Familie war bereits im 19. Jahrhundert mit der christlich-orthodoxen Kirche verbunden. Viele Familien des osteuropäischen Hochadels haben bis heute Kontakt zu den Patriarchen der christlich-orthodoxen Kirche.

Alexander Karađorđević ist hochrangiges Mitglied des Malteserordens (Quelle). Der Malteserorden ist ein vatikanverbundener Orden, in dem viele Adelsfamilien Mitglied sind. Der Orden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Der Malteserorden unterhält engen diplomatischen Kontakt zur christlich-orthodoxen Kirche. Alexander Karađorđević ist in Zusammenarbeit mit dem Malteserorden philanthropisch in Serbien aktiv.

Alexander Karađorđević ist Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Der Konstantinorden unterhält engen diplomatischen Kontakt zu den christlich-orthodoxen Kirchen. Mehrere Mitglieder der Karađorđević Familie besuchten Treffen des Konstantinordens, bei denen viele Hochadlige zusammenkamen.

Alexander Karađorđević war oder ist noch immer Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist fest mit den Geheimdiensten verbunden.

Alexander Karađorđević kennt Donald Trump und hat beste Kontakte zu ihm (Quelle). Über Google findet man Fotos von den beiden.

Alexander Karađorđević und seine Frau kennen den derzeitigen US-Präsidenten Joe Biden und seinen Sohn Hunter Biden. Die Bidens halfen der Königsfamilie, als sie Geld brauchte, um ihre Paläste in Belgrad zu sanieren. (Quelle)

Prinzessin Elizabeth (Jelisaveta) Karađorđević

Prinzessin Elizabeth Karađorđević (*1936) gehört derzeit zum Gouverneursrat der East-West Bridge (EWB) (Quelle). Die EWB ist ein serbisches Forschungs- und Expertennetzwerk, das mit Instituten, Denkfabriken und NGOs aus der ganzen Welt zusammenarbeitet. Die EWB engagiert sich für ein gutes Verhältnis zwischen Osteuropa und dem Westen. Sie ist eine Untergruppe der Trilateralen Kommission in Serbien. Die Trilaterale Kommission ist eine international einflussreiche Denkfabrik und wurde vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet. Übrigens sind derzeit zwei Prinzessinnen aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Georgien Mitglied der EWB (Quelle).

Elizabeth Karađorđević ist derzeit Grosspatronin des Fleur de Lys-Ordens (Quelle). Der Orden besteht seit 1439 und soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. Der Fleur de Lys-Orden war mit den frühen Freimaurern verbunden. Der Orden wird seit seiner Gründung von schottischen Clans und Hochadligen geführt. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden)

2004 kandidierte Elizabeth Karađorđević für das Präsidentenamt von Serbien und erhielt 70 000 Stimmen. Sie belegte den 6. Platz von 16 Teilnehmern. (Quelle)

Elizabeth Karađorđević heiratete in erster Ehe Howard Oxenberg, ein amerikanischer Jude und Freund der berühmten Kennedy Familie.

Elizabeths Tochter Christina Oxenberg (*1962) heiratete den britischen Künstler Damian Elwes, zu dessen nahen Verwandtschaft mehrere britische Adelsfamilien gehören. Damians Grossvater war ein Hofkünstler der britischen Königsfamilie. Damians Brüder sind der Filmproduzent Cassian Elwes und der bekannte Schauspieler Cary Elwes. Die Mutter der Brüder ist die britische Innenarchitektin Tessa Kennedy. Zu ihren Kunden gehörten Promis, Grosskonzerne und der jordanische König (Quelle). Ihre Grossmutter war eine Schwester von Dusan Popovic, der zu den Gründern Jugoslawiens gehörte (Quelle). Auf Wikipedia und ähnlichen Seiten steht, dass Tessa Kennedy eine Nichte von Ivan Ivanović ist, ein britisch-jugoslawischer Geschäftsmann und Diplomat. Sein Vater Ivan Rikard Ivanović war ein kroatisch-jüdischer Industrieller und Politiker. Tessa Kennedys Mutter heiratete in zweiter Ehe Neil McLean, ein schottischer Politiker, der als britischer Geheimdienstoffizier auf dem Balkan aktiv war. Tessa Kennedy heiratete in zweiter Ehe den amerikanisch-jüdischen Filmproduzenten Elliott Kastner.

Katharina Oxenberg (*1961) kommt mütterlicherseits aus der Karađorđević Familie. Die US-amerikanische Schauspielerin spielte in zwei Filmen die britische Prinzessin Diana. Sie heiratete den amerikanisch-jüdischen Filmproduzenten Robert Evans, der Paramount Pictures leitete, eines der grössten Filmunternehmen der Welt. Robert Evans stand Personen nahe, die Kontakte zur organisierten Kriminalität hatten (Quelle). Robert Evans wurde wegen Kokainhandels verurteilt. Katharina Oxenberg hat eine Tochter mit William Weitz Shaffer, ein verurteilter Drogenschmuggler. Er liess Tonnen von Marihuana aus Thailand in die USA importieren (Quelle). Ihre gemeinsame Tochter ist die Schauspielerin India Oxenberg. India war Mitglied des Gehirnwäsche-Kults NXIVM. Zur Kultführung gehörte Clare Bronfman, die inzwischen im Gefängnis sitzt. Sie kommt aus der kanadisch-jüdischen Milliardärsfamilie Bronfman, eine der mächtigsten Familien der kanadischen Elite.

Elizabeth Karađorđević heiratete in zweiter Ehe den britischen Politiker Neil Balfour, der danach in die englische Adelsfamilie Spencer-Churchill heiratete (Verwandte des britischen Premierministers Winston Churchill).

Elizabeth Karađorđević heiratete in dritter Ehe den Peruaner Manuel Ulloa Elias. Dieser war Premierminister von Peru. Eine seiner Exfrauen war mit dem spanischen Markgrafen Vicente Sartorius verheiratet gewesen, der danach in die Fürstenfamilie von Liechtenstein heiratete.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Prinz Dimitri Karađorđević kennt die französisch-jüdische David-Weill Familie, eine der mächtigsten Bankiersfamilien Frankreichs (Quelle). Prinz Dimitri Karađorđević war 1994 auf einer Hochzeit in London, bei der die griechische Unternehmerfamilie Livanos in die griechische Unternehmerfamilie Vardinogiannis heiratete. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, SafraHearstHambroRussell, Niarchos, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Spencer-Churchill, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland und Jordanien. (Quelle) Prinz Dimitri Karađorđević war 2014 in New York bei einem Anlass, bei dem der französische Multimilliardär Bernard Arnault den David Rockefeller Award erhielt. Neben Dimitri und Arnault waren Personen der US-Elite bei der Verleihung dabei, darunter:

  • Mitglieder der berühmten Rockefeller Familie.
  • Henry Kravis: Der jüdische Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen.
  • Marie-Josée Kravis: Sie ist die Frau von Henry Kravis. Die Kanadierin ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen.
  • Ronald Lauder: Der jüdische Milliardär ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
  • Stephen (Steve) Schwarzman: Der jüdische Milliardär ist Mitgründer, Vorsitzender und CEO der Blackstone Group. Die Blackstone Group ist derzeit das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Schwarzman ist Mitglied bei Skull and Bones.
  • Jerry Speyer: Der jüdische Milliardär ist ein erfolgreicher Immobilienunternehmer. Er nahm 2012 am Bilderberg-Treffen teil.
  • Jamie Tisch: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

(Fotos: 1 und 2)

Dimitri Karađorđević lernte bei seiner Arbeit als Edelschmuckexperte in den USA weitere wohlhabende Juden kennen.

Prinz Filip Karađorđević (*1982) arbeitete für Finanzunternehmen im Londoner Bankenviertel. Er und seine Frau waren bei einer Messe zu Ehren Napoleons I. und der für Frankreich gefallenen Soldaten. Die Messe wurde von der ehemaligen französischen Kaiserfamilie Bonaparte geführt. Prinz Filip war vom Oberhaupt der Bonaparte Familie eingeladen worden. (Quelle)

Prinzessin Helene Karađorđević (*1963) heiratete den französisch-jüdischen Geschäftsmann Thierry Gaubert. Dieser war ein Berater des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Prinzessin Helene und ihr Mann wurden verurteilt, weil sie zwischen 1996 und 2016 auf verschiedenen Konten in Steueroasen 8,9 Millionen Euro versteckt hatten. Die Prinzessin wurde zu 18 Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 50 000 Euro verurteilt. Thierry Gaubert stand öfters vor Gericht. Zu den Vorwürfen gehörten Betrug, Geldwäsche, Verschleierung des Missbrauchs von Unternehmensvermögen, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Beteiligung an der Karatschi-Affäre und der Sarkozy-Gaddafi-Affäre. (Quelle: 1 und 2)

Prinzessin Katarina Karađorđević (*1959) heiratete Desmond de Silva, ein britischer Anwalt, der von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen wurde. Er war Generalstaatsanwalt der Vereinten Nationen für Kriegsverbrechen in Sierra Leone.

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Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani

Der „Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani“ (OSMTH) ist angeblich ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war und von französischen Adligen geführt wurde.

Der Templerorden wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts verfolgt und aufgelöst. Der OSMTH (und weitere Orden) behaupten, dass der Templerorden im Geheimen weiter aktiv war. Laut dem OSMTH wurde der Templerorden 1705 vom französischen Herzog Philippe II. von Orléans offiziell wiederbelebt. Der Herzog wurde zum Grossmeister des wiederhergestellten Templerordens gewählt. (Quelle: 1, 2, 3) Sein Vater kam aus der französischen Königsfamilie Bourbon und war der Begründer der französischen Hochadelsfamilie Orléans. Bourbon und Orléans gehören bis heute zu den wichtigsten Familien des Hochadels.

Nach Herzog Philippe II. von Orléans waren angeblich drei Mitglieder der französischen Königsfamilie Bourbon Grossmeister des OSMTH. Der Orden überstand die Französische Revolution, aber ein Grossmeister wurde geköpft. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte der Orden eine neue Blütezeit und zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten wollten dem Orden beitreten. Der französische Kaiser Napoleon I. liess die Akten des Prozesses gegen die Templer aus dem Vatikan nach Paris bringen und setzte eine Kommission ein, welche die Unschuld des früheren Templerordens feststellen sollte. Napoleon rehabilitierte den Templerorden. (Quelle) Der heutige OSMTH behauptet, dass er damals unter dem Schutz von Kaiser Napoleon stand (Quelle). Napoleon war möglicherweise Freimaurer. Mehrere seiner engen Verwandten waren hochrangige Freimaurer (mehr dazu im Beitrag zur Bonaparte Familie).

Nach Napoleons Sturz kam König Ludwig XVIII. (Freimaurer) aus dem Haus Bourbon an die Macht und wurde Protektor des OSMTH, der also unter seinem königlichen Schutz stand. In den folgenden Jahren breitete sich der Orden in weiteren europäischen Ländern aus. 1825 grenzte sich der Orden von den Freimaurern ab. 1837 wurde der Orden katholisch und erklärte seine Treue gegenüber der römisch-katholischen Kirche. 1845 kam es zu Verhandlungen mit Papst Gregor XVI. über eine Wiederanerkennung des Templerordens. Der Status des Ordens wurde 1853 vom französischen Kaiser Napoleon III. offiziell bestätigt. Im 20. Jahrhundert wurde der Orden weltweit aktiv. Der in Venedig im Exil lebende jugoslawische König Peter II. übernahm 1964 das königliche Protektorat über den OSMTH in den USA. Seit 1970 können auch wieder nicht katholische Christen dem Orden beitreten. 1990 übernahm Maximos V. Hakim, der damalige Patriarch der melkitischen griechisch-katholischen Kirche, das geistliche Protektorat des OSMTH. Der Orden leistete ein Treueid gegenüber dem Patriarchen. Aufgrund von internen Streitigkeiten im OSMTH spalteten sich die amerikanischen Templer 1994 von ihren europäischen Brüdern ab. 1996 wurde eine Delegation des OSMTH in Gaza vom palästinensischen Politiker Jasir Arafat (Freimaurer) empfangen. 2018 wurde ein neuer Grossmeister gewählt. Die Wahl stand unter Beobachtung des Vatikans. Anwesend war Gino Ciocco, Protonotar von Papst Franziksus. (Quelle) Gerard Willery, der derzeitige Grossmeister des OSMTH, traf 2021 Papst Franziskus (Quelle). Der Orden betont heute noch, dass er nicht Teil der Freimaurerei ist. Es waren (oder sind noch immer) Freimaurer im Orden vertreten. Ende des 19. Jahrhunderts kam es im Orden zu Streitigkeiten zwischen katholischen und freimaurerischen Mitgliedern.

Von 1839 bis 1840 war der britische Offizier William Sidney Smith Grossmeister des OSMTH (Quelle: 1 und 2). Er war Freimaurer (Quelle: Beim Abschnitt Royal Navy). Er behauptete, dass er im Besitz des Templerkreuzes sei, dass der englische König Richard Löwenherz (1157-1199) getragen hatte. William Sidney Smith erhielt Orden von den damaligen Königsfamilien von Grossbritannien (Haus Hannover), Schweden (Haus Oldenburg) und Portugal (Haus Braganza). Er hatte viel Kontakt zum schwedischen König Karl XIII. (Grossmeister der schwedischen Freimaurer). William Sidney Smith kannte auch Pedro von Braganza, der Kaiser von Brasilien und König von Portugal war. Kaiser Pedro soll sich um das Amt des OSMTH-Grossmeisters beworben haben und wurde zum Ehrenritter des Tempels ernannt. (Quelle: 1 und 2) Kaiser Pedro war Grossmeister der brasilianischen Freimaurer (Quelle: 1 und 2).

1892 übernahm der französische Okkultist Joséphin Péladan die Führung des OSMTH (Quelle: 1 und 2). Er gründete gemeinsam mit dem adligen Okkultisten Stanislas de Guaita den „Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix“, ein nicht mehr existenter kabbalistischer Rosenkreuzerorden. Péladan und Guaita gehörten zum Martinistenorden, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Péladan zerstritt sich mit Guaita und gründete darauf den „Ordre de la Rose-Croix“, ein katholischer Rosenkreuzerorden.

Die Website des OSMTH in Bayern behauptet, dass der deutsche Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1910 Grossmeister des OSMTH wurde und damit angeblich den britischen König Edward VII. (Freimaurer) als Grossmeister ablöste (Quelle). Die beiden Herrscher kamen aus führenden Freimaurerfamilien. Mehrere Websites des OSMTH und seinem Ableger, der OSMTJ, behaupten, dass König Georg V. von Hannover Grossmeister des Ordens war. König Georg V. war Grossmeister der Freimaurer in Hannover (Quelle). Er kam aus der deutschen Hochadelsfamilie Hannover, die damals auch über das britische Königreich herrschte und eine Freimaurerfamilie war. Die Familie gehört zur Dynastie der Welfen, eine der ältesten Familien des Hochadels.

Der belgische Unternehmer Emile Clement Vandenberg war von 1935 bis 1942 Grossmeister des OSMTH. Er war jüdischer Abstammung. (Quelle: 1 und 2) Danach waren zwei portugiesische Grafen bis 2018 Grossmeister des OSMTH. Die Grafen haben angeblich alte Königsdynastien in ihrem Stammbaum, darunter die Familien Pippin, Wessex, Dunkeld und Árpád (Quelle).

Die deutsche Hochadlige Elisabeth Isenburg-Büdingen ist derzeit die königliche Patronin des OSMTH. Sie heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Isenburg und kommt väterlicherseits aus dem deutschen Zweig der Familie Glücksburg, die viele Könige hervorbrachte. (Quelle) Elisabeths Mutter kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Mecklenburg und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie Hannover.

Der derzeitige religiöse Patron des OSMTH ist Nourhan Manougian. Er ist der Patriarch der Armenisch Apostolischen Kirche in Jerusalem. (Quelle)

Der OSMTH ist als NGO mit besonderem Beraterstatus bei den Vereinten Nationen in Genf, Schweiz, registriert und hat UN-Repräsentanten in den UN-Vertretungen in der ganzen Welt (Quelle).

Der OSMTH hat eine eigene Abteilung bei der NATO. Die Mitglieder im NATO-Grosspriorat des OSMTH bestehen aus Offizieren und Verteidigungsbeamten der NATO-Mitgliedstaaten und Partnerstaaten, die mit dem Malteserkreuz des NATO-Grosspriorats ausgezeichnet werden. Die Verleihung des Malteserkreuzes erfolgt in Anerkennung bedeutender Beiträge zur NATO-Gemeinschaft und zu den humanitären Zielen des Grosspriorates. Das NATO-Grosspriorat unterstützt die Kommunikation und Vernetzung zwischen der NATO- Gemeinschaft und Verteidigungseinrichtungen. Das NATO-Grosspriorat unterstützt die Friedenssicherungsinitiativen der NATO. (Quelle)

General Roy Redgrave (1925-2011) war Grossprior des OSMTH in Grossbritannien (Quelle: 1 und 2). Er war Kommandeur der britischen Streitkräfte in Hongkong.

Derzeitiger Grossmeister des US-amerikanischen OSMTH ist der Konteradmiral James Joseph Carey (*1939). Er war Abteilungsleiter im Pentagon. (Quelle)

1970 hatte sich vom OSMTH ein weiterer Orden abgespalten, der sich „Ordre Souverain et Militaire du Temple de Jérusalem“ (OSMTJ) nennt. Derzeitiger Grossmeister des OSMTJ ist Ronald Scott Mangum, ein US-amerikanischer General und Anwalt. Er erhielt mehrere militärische Auszeichnungen. Er war Berater des Pentagons und sechs Jahre lang leitender Berater des georgischen Verteidigungsministeriums. Er wurde in die armenische Anwaltskammer aufgenommen und gründete eine Anwaltskanzlei in den USA. (Quelle)

Es gibt noch weitere Orden, die sich als Templer bezeichnen. Der interessanteste ist aus meiner Sicht der freimaurerische Templerorden in Grossbritannien, der unabhängig vom OSMTH ist und von britischen Adligen geführt wird.

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Blaustein Familie

Louis Blaustein (1869-1937) war in eine jüdische Familie in Litauen geboren und wanderte in die USA aus. Dort arbeitete er für den damals weltweit grössten Erdölkonzern Standard Oil, der von der Rockefeller Familie gegründet und kontrolliert wurde. Louis Blaustein gründete 1910 ein eigenes Erdölunternehmen. Standard Oil kontrollierte damals die Erdölindustrie in den USA. Die US-Regierung wollte das Monopol brechen und Standard Oil wurde daher 1911 in 34 kleinere Unternehmen aufgeteilt. Eines davon war Standard Oil of Indiana, bei dem die Blaustein Familie grösster Aktionär wurde. Das Unternehmen wurde in Amoco umbenannt und war einer der grössten Erdöl- und Erdgaskonzerne der Welt. 1998 wurde Amoco an den britischen Öl- und Gaskonzern BP verkauft, der bis heute eines der grössten Unternehmen der Welt ist. Die Blaustein Familie besitzt ein kleineres Unternehmen, das bis heute in der Erdöl- und Erdgasindustrie aktiv ist. Die Familie ist zudem in der Immobilienbranche aktiv.

2015 wurde das Vermögen der Blaustein Familie auf 2,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Jacob Blaustein (1892-1970) vertrat die USA als Diplomat bei der Gründung Israels und war Präsident des American Jewish Committee. Sein Sohn Morton war Vizepräsident des American Jewish Committee und seine Tochter Barbara war ebenfalls im Vorstand der jüdischen NGO. (Quelle)

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Scripps Familie

Der US-Amerikaner Edward Willis Scripps (1854-1926) und seine Halbgeschwister gründeten und erwarben mehrere Zeitungen. Ihr Vater war aus London eingewandert. Die Geschwister gründeten die EW Scripps Company, die im 20. Jahrhundert ein führender Medienkonzern der USA war und über 20 Zeitungen besass. Edward Willis Scripps gründete 1907 United Press International, eine grosse Nachrichtenagentur, die bis heute besteht.

Die Scripps Familie kontrolliert die Mehrheit der Stimmrechte an der „EW Scripps Company“. Bis 2016 hatte Scripps alle seine Zeitungen verkauft. Der Grossteil seiner Zeitungen gehört inzwischen zu Gannett, das grösste Zeitungsunternehmen der USA.

Die EW Scripps Company besitzt landesweit etwa 60 Nachrichtensender. Das Vermögen der Scripps Familie wurde 2020 auf 8,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die eng verbundene Familie trifft sich mindestens zweimal im Jahr zu Treffen und hat sich vor Jahrzehnten geschworen, Spaltungen zum Wohle der Familie und des Unternehmens zu vermeiden. (Quelle)

Charles Scripps (1920-2007) war Vorsitzender der EW Scripps Company. Nach Angaben des Satiremagazins Spy besuchte Charles Scripps den Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Ellen Browning Scripps (1836-1932) gründete das Scripps Research Institute, eine bedeutende Forschungseinrichtung, die sich auf biomedizinische Wissenschaften konzentriert.

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Elliot Clan

Der schottische Clan Elliot besteht seit mindestens 700 Jahren. Im Grenzgebiet zu England waren die Elliots mehrere Jahrhunderte lang erfolgreiche Banditen.

John Elliot (1732-1808), der Sohn eines Barons, war Kolonialgouverneur der britischen Kolonie Neufundland. Sein Bruder Andrew Elliot (1728-1797) war der letzte britische Kolonialgouverneur von New York.

Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound (1751-1814) war der Sohn eines Barons aus dem Elliot Clan. Der Politiker und Diplomat war Generalgouverneur der britischen Kolonie Indien und war somit der oberste Kolonialbeamte in Indien. Er war auch Vizekönig des Anglo-Korsischen Königreichs, eine kurzlebige britische Kolonie auf Korsika. Er war Freimaurer (Quelle). Er wurde zum Grafen geadelt und in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Hugh Elliot (1752-1830) vertrat das britische Königreich als Diplomat bei Königsfamilien in Europa. Er war Kolonialgouverneur von Madras und der Leeward Islands.

Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound (1782-1859), der 2. Graf von Minto, war Politiker und leitete die Royal Navy. Er wurde in den Privy Council aufgenommen und war britischer Botschafter beim preussischen König. Seine Tochter Frances Elliot heiratete den britischen Premierminister John Russell aus dem schottischen Russell Clan.

Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound (1845-1914), der 4. Graf von Minto, war Vizekönig von Indien und Generalgouverneur der britischen Kolonie Kanada. Er war somit der oberste Kolonialbeamte der beiden Kolonien. Er wurde in den Privy Council aufgenommen. Seine Tochter Ruby heiratete einen Grafen aus der Baring Familie, eine der wichtigsten britischen Bankiersfamilien (Quelle). Gilberts Tochter Violet heiratete erst den Sohn eines Markgrafen. In zweiter Ehe heiratete sie einen Baron aus der Astor Familie (Quelle). Die Astors gehörten im 19. Jahrhundert zu den reichsten Familien der USA und wurden im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Gilberts Tochter Aileen heiratete den Sohn eines Herzogs aus der Familie Montagu Douglas Scott.

Cynthia Sophie Elliot (1916-1991) heiratete den britisch-jüdischen Politiker Leslie Hore-Belisha, der zum Baron geadelt wurde (Quelle). Er war Verkehrs- und Kriegsminister und wurde in den Privy Council aufgenommen.

Anne Madeleine Elliot-Murray-Kynynmound (1920-1954) heiratete in die Quäkerfamilie Bevan (Quelle). Die Bevan Familie ist mit der britischen Grossbank Barclays verbunden, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt. Die Bank war von einem Familienzweig des Barclay Clans aufgebaut worden.

John Elliot-Murray-Kynynmounds (1921-2005) Ehefrau war eine Ururenkelin des US-amerikanischen Bankiers Junius Spencer Morgan (Quelle). Dieser war der Begründer der Bankendynastie der Morgan Familie.

Willa Elliot-Murray-Kynynmound (*1924) ist die Mutter von Emma Chetwode, die in die Keswick Familie heiratete (Quelle: 1 und 2). Die schottische Milliardärsfamilie Keswick heiratete in schottische Clans. Die Keswick Familie kontrolliert den Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson, der früher zu den grössten Opiumhändlern der Welt gehörte. Jardine Matheson wurde von Mitgliedern der Clans Matheson und Jardine gegründet. Emmas Schwester Willa Chetwode heiratete den Clan-Chef des Elphinstone Clans, der mütterlicherseits aus der britischen Bankiersfamilie Hambro Familie kam (Quelle).

Die Ehefrau von George Elliot-Murray-Kynynmound (1931-2018) kam väterlicherseits aus der ungarischen Adelsfamilie Esterházy und mütterlicherseits aus der österreichischen Uradelsfamilie Wurmbrand-Stuppach (Quelle).

Der Elliot Clan brachte noch weitere Politiker, Diplomaten und Militärs hervor. Der Elliot Clan heiratete in weitere schottische Clans und englische Adelsfamilien.

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Batista Familie

Die brasilianische Batista Familie gründete und kontrolliert den Fleischkonzern JBS, einer der grössten Lebensmittelkonzerne der Welt. JBS war in den letzten Jahren der weltweit grösste Produzent und Verpacker von Fleisch. 2020 war JBS nach Umsatz das zweitgrösste lateinamerikanische Unternehmen und ist in 190 Ländern aktiv. Mehr als die Hälfte seiner Einnahmen macht der Konzern mit Geschäften in den USA. Die Batista Familie besitzt knapp 40 Prozent der Anteile an JBS. Derzeit wird das Vermögen der Familie auf 7,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Die Batista Familie kontrolliert über ihre Holding J&F Investimentos noch kleinere brasilianische Unternehmen:

  • Banco Original: Eine Bank.
  • Canal Rural: Ein Fernsehsender.
  • Âmbar Energia: Ein Stromerzeugungsunternehmen.
  • Flora: Ein Kosmetik- und Reinigungsmittelhersteller.
  • Eldorado Brasil: Ein Zellstoffhersteller.
  • PicPay: Ein Fintech-Unternehmen.

JBS sorgte für viele Skandale und ist ständig mit Behörden im Konflikt. JBS hat viele Politiker bestochen. Ein JBS-Manager sagte aus, der Konzern habe mehr als 1800 Politiker aus insgesamt 28 Parteien bestochen. Eine Zeit lang war etwa ein Drittel des brasilianischen Kongresses von der Fleischfirma geschmiert. JBS ist berüchtigt dafür, staatliche Fleischverträge, also staatliche Gelder, zu ergattern. Die staatliche Brasilianische Entwicklungsbank (BNDES) versorgt JBS mit zinsgünstigen Krediten und besitzt derzeit 21 Prozent der Anteile an JBS. Staatliche Banken gewährten auch illegale Kredite an JBS. Seine erste Fleischfabrik in den USA erwarb JBS im Jahr 2007 mit Hilfe von illegalen Krediten aus Brasilien. JBS wird verdächtigt, mit Cargill und Tyson Preisabsprachen zu treffen (die drei Konzerne kontrollieren den Löwenanteil der Fleischindustrie in den USA). In einer 2016 eingereichten Klage wird behauptet, dass JBS und andere Geflügelunternehmen absichtlich Herden von Zuchthühnern vernichtet haben, um das Geflügelangebot zu reduzieren und damit eine 50-prozentige Erhöhung des Grosshandelspreises für Masthähnchen zu bewirken. (Quelle: 1, 2, 3)

Henrique Meirelles war Vorsitzender der Holding der Batista Familie. Er war von 2003 bis 2010 Präsident der brasilianischen Zentralbank und zwei Jahre lang Finanzminister. Er arbeitete für die US-amerikanischen Finanzkonzerne Lazard und KKR. Er ist Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF).

JBS bestach Gesundheitsbehörden und Lebensmittelinspektoren, damit sie den Verkauf und Export von kontaminiertem Fleisch genehmigen. Es wurden Chemikalien beigemischt, um den Fäulnisgeruch des Fleisches zu verbergen. JBS verstösst gegen Arbeitssicherheit und weitere Arbeitsgesetze. Im Jahr 2014 wurde JBS beispielsweise mit einer Geldstrafe belegt, weil es Mitarbeiter gezwungen hatte, bis zu 20 Stunden am Tag zu arbeiten, und ihnen von Maden befallenes Fleisch serviert hatte. JBS beutet auch viele Bauern aus, die Zulieferer des Konzerns sind. In der Lieferkette von JBS finden sich Zwangsarbeit und sklavenähnliche Bedingungen. Es wird geschätzt, dass in Brasilien über 150 000 Menschen in moderner Sklaverei gefangen sind. (Quelle)

Für die Tierhaltung von JBS und seiner Zulieferer wird Regenwald abgeholzt. Hinzu kommen grosse Agrarkonzerne, die Tiernahrung für JBS produzieren und dabei ebenfalls Regenwald roden. Umweltschützer sehen JBS als einer der Hauptübeltäter bezüglich der Abholzung des Amazonas an. (Quelle) Die brasilianische Umweltbehörde IBAMA sagte, dass 84 Prozent der Tiere, die man als aus abgeholzten Gebieten stammend erkannt hat, von JBS gekauft wurden (Quelle). 2019 wurde Jair Bolsonaro Präsident von Brasilien, der die Interessen der Viehzüchter und der Agrarindustrie vertritt. In den 8 Monaten nach Bolsonaros Amtsantritt verdreifachte sich der Aktienkurs von JBS (Quelle). Laut einer Studie übertrifft der CO2-Fussabdruck von JBS den von Ländern wie Italien (Quelle).

Wesley und sein Bruder Joesley Batista (beide Milliardäre) willigten 2017 ein, die Bestechungen von Politikern zu gestehen. Sie bekamen eine Kronzeugenregelung, die sie vor dem Gefängnis bewahrt hat. Als Gegenleistung lieferten sie den Ermittlern einen grossen Fisch, nämlich den damaligen Präsidenten Michel Temer. Joesley Batista traf Präsident Temer und hatte ein Aufnahmegerät versteckt dabei. Batista erzählte dem Präsidenten von seinen kriminellen Aktivitäten, worauf Temer erwiderte: „Sehr gut, sehr gut“. Batista erzählte ihm, dass man dem Ex-Vorsitzenden des Parlaments, der wegen Korruption im Gefängnis sitzt, Schweigegeld zahle, was Temer ebenfalls wohlwollend kommentierte. Batista, der das Gespräch heimlich aufgenommen hatte, brachte die Aufnahme zur Polizei. Da die brasilianische Öffentlichkeit erfuhr, dass ihr Präsident und viele ihrer Politiker korrupt sind, kam es zu einer politischen Krise. (Quelle) Die Batista-Brüder mussten nicht ins Gefängnis, aber ihr Konzern musste eine Rekordstrafe von 10,3 Milliarden Real zahlen. Bereits wenige Monate nach dem Vergleich wurde Wesley Batista wegen Verdachts auf Insiderhandel festgenommen (Quelle).

JBS wurde 1953 von der Batista Familie als kleiner Schlachtbetrieb gegründet. Das Unternehmen hat sich innerhalb der letzten 15 Jahren zu einem Weltkonzern entwickelt, also ein sehr rasanter Aufstieg. Man kann davon ausgehen, dass der schnelle Aufstieg in den letzten Jahren vor allem mit der Korruption und der grosszügigen Unterstützung des brasilianischen Staates zu tun hat.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Bush und Walker Familie

Die Bush Familie ist eine der wichtigsten Politikerfamilien der USA. Georg Bush und sein gleichnamiger Sohn waren Präsidenten der USA. Die beiden werden von vielen als Kriegstreiber und Kriegsverbrecher angesehen. In diesem Beitrag wird es aber um das familiäre Netzwerk gehen. Die Bush Familie ist mit der Walker Familie verwandt. Georg Bush Senior kam mütterlicherseits aus der Walker Familie. Somit hat die heutige Bush Familie Blut der Walker Familie in sich.

Bush Familie

Der Geschäftsmann Samuel Bush (1863-1948) war das erste Mitglied der Bush Familie, das Anschluss an die US-Elite fand. Er war als Manager bei Eisenbahnunternehmen tätig und war Präsident eines Stahlunternehmens, das zuvor von Frank Rockefeller geleitet wurde. Frank war ein Bruder von John Rockefeller, der als der reichste Amerikaner der Geschichte gilt. Samuel Bush war im Vorstand der US-amerikanischen Zentralbank FED in Cleveland. (Quelle) Der Grossvater seiner Frau kam aus der Livingston Familie. Damit haben alle Mitglieder der Bush Familie Blut der Livingstons in sich. (Quelle: 1, 2, 3) Die Livingston Familie gehörte zu den Gründervätern der USA und war bereits vor der Gründung der USA Teil der Elite an der Ostküste Nordamerikas. Die Familie stammt von schottischen Adligen ab.

Samuels Sohn Prescott Bush (1895-1972) ging in die Politik und wurde Senator. Er hatte an der Yale Universität studiert und wurde bei Skull and Bones aufgenommen. Diese Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Prescott war der Vater von US-Präsident Georg Bush Senior und der Grossvater von US-Präsident Georg Bush Junior. Die beiden Präsidenten waren ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones sowie auch Jonathan Bush. Bei Skull and Bones waren neben der Bush Familie noch weitere bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Rockefeller, Vanderbilt, Harriman, Taft und Whitney. (Quelle) Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken (Quelle: 123).

Prescott Bush gehörte zur Führung der Bank der Harriman Brüder, die ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones waren. Die Bank der Harrimans fusionierte 1931 mit der Bank „Brown Bros. & Co.“. Diese wurde 1818 von der britisch-amerikanischen Bankiersfamilie Brown gegründet, die schon zuvor im Jahr 1800 die erste Investmentbank der USA gegründet hatte. Ein Familienzweig der Browns gehört seit 1863 zum britischen Adel und stellt Barone. Durch die Fusion der Banken der Familien Harriman und Brown entstand „Brown Brothers Harriman & Co.“ (BBH). Nach der Fusion gehörten Prescott Bush und weitere Mitglieder von Skull and Bones zu den Partnern der BBH. Die BBH ist heute der führende Privatbankier der USA und verwahrt ein Vermögen im Wert von 5,4 Billionen US-Dollar (Stand: Juni 2021).

Die BBH war mit der Union Banking Corporation (UBC) verbunden, zu deren Führung Prescott Bush gehörte. In den 1930er Jahren hatte die UBC engen geschäftlichen Kontakt zur deutschen Industriellenfamilie Thyssen, die ein wichtiger Förderer von Adolf Hitler war. Ausschnitte aus einem 2004 erschienen Artikel im Guardian:

Der Guardian hat Beweise dafür gesehen, dass Bush der Direktor der in New York ansässigen Union Banking Corporation (UBC) war, die Thyssens US-Interessen vertrat, und er arbeitete nach dem Kriegseintritt Amerikas weiter für die Bank. Bush war auch im Vorstand von mindestens einem der Unternehmen, die Teil eines multinationalen Netzwerks von Frontunternehmen waren, damit Thyssen Vermögenswerte auf der ganzen Welt bewegen konnte. Thyssen besaß das größte Stahl- und Kohleunternehmen in Deutschland und wurde reich an Hitlers Bemühungen, sich zwischen den beiden Weltkriegen wieder zu bewaffnen. Eine der Säulen im internationalen Unternehmensnetz von Thyssen, UBC, arbeitete ausschließlich für eine von Thyssen kontrollierte Bank in den Niederlanden und war im Besitz dieser. Verlockender sind Bushs Verbindungen zur Consolidated Silesian Steel Company (CSSC) mit Sitz im mineralreichen Schlesien an der deutsch-polnischen Grenze. Während des Krieges nutzte das Unternehmen die Sklavenarbeit der Nazis aus den Konzentrationslagern, einschließlich Auschwitz. Das Eigentum an CSSC wechselte in den 1930er Jahren mehrmals den Besitzer, aber Dokumente aus dem im letzten Jahr freigegebenen US-Nationalarchiv verbinden Bush mit CSSC, obwohl nicht klar ist, ob er und UBC noch in das Unternehmen involviert waren, als Thyssens amerikanische Vermögenswerte 1942 beschlagnahmt wurden.

Prescott Bush war noch in weiteren Unternehmensvorständen. Er war unter anderem Direktor des Medienkonzerns CBS und Direktor des führenden Versicherungskonzerns Prudential (Quelle). Prescotts Bruder James Smith Bush (1901-1978) war Direktor der staatlichen Export-Import Bank (EXIM) (Quelle).

Smedley Butler, ein hochrangiger und angesehener Marineoffizier, behauptete 1933, dass wohlhabende Geschäftsmänner einen Staatsstreich in den USA planen, um eine faschistische Diktatur zu errichten. Die Medien machten sich über die Anschuldigungen lustig, aber ein Abschlussbericht eines Sonderausschusses des Repräsentantenhauses bestätigte einige von Butlers Aussagen. Zu den angeblichen Drahtziehern und Unterstützern des Putschversuches gehörten Prescott Bush, ein Mitglied der Du Pont Familie, die Grossbank JP Morgan (darunter Seniorpartner Thomas Lamont) und der Freimaurer Douglas MacArthur (war einer der wichtigsten Militärs der USA). (Quelle: 1, 2, 3) Smedley Butler behauptete, dass man ihn angefragt hatte, einen Staatsstreich in den USA zu organisieren. Als hochrangiger Offizier hatte er zuvor für die USA an mehreren Staatsstreichen im Ausland mitgewirkt und hatte dabei die imperialistischen Interessen der Wall Street und der US-Grosskonzerne vertreten. Er beschrieb sich selbst als „Schläger für den Kapitalismus“ und sagte, er habe Nicaragua „gereinigt“ im Auftrag der oben erwähnten Bank Brown Bros. & Co. (Quelle)

Prescott Bush heiratete eine Tochter von Georg Herbert Walker. Dieser gehörte wie Bush zur Führung der Bank der Harriman Familie und er gründete ein eigenes Finanzunternehmen. Georg Herbert Walker war auf einem Jesuiteninternat in England gewesen (Quelle). Die Walker Familie wird weiter unten erläutert.

Prescott Bush war ein Unterstützer der „American Birth Control League“ und war Schatzmeister der ersten nationalen Spendenkampagne der Organisation (Quelle). Die American Birth Control League setzte sich für Bevölkerungskontrolle ein, aber auch für Eugenik. Sie wurde von Margaret Sanger gegründet, eine Befürworterin der Zwangssterilisation. Sanger erhielt finanzielle und ideelle Unterstützung von der Rockefeller Familie (Quelle). Damals interessierten sich Teile der US-Elite für Eugenik-Forschung und sahen diese als fortschrittlich an. Mehr dazu auf Wiki. Seit dem Zweiten Weltkrieg und Hitler distanziert sich die US-Elite von der Eugenik (zumindest nach offiziellen Angaben). Aus der American Birth Control League entwickelte sich die heutige „Planned Parenthood Federation of America“, die sich nach wie vor für Bevölkerungskontrolle einsetzt, aber auf Eugenik verzichtet. Planned Parenthood erhielt in den letzten Jahren Spenden von der US-Elite, unter anderem von Warren Buffett, Bill Gates, Ford Foundation, MacKenzie Scott und Michael Bloomberg.

Prescotts Sohn George H. W. Bush (1924-2018) war von 1989 bis 1993 Präsident der USA und war ein Jahr lang Chef der CIA. Er war in die Iran-Contra-Affäre eingeweiht. Bei den Untersuchungen zum Skandal weigerte sich Bush auszusagen. In den letzten Tagen seiner Präsidentschaft begnadigte Bush sechs Angeklagte in der Iran-Contra-Affäre. Einer davon, der ehemalige Verteidigungsminister Caspar Weinberger, wurde ein Tag vor seinem Prozess wegen Meineids und Behinderung der Justiz begnadigt. (Quelle)

George H. W. Bush war wie sein Vater ein wichtiger Unterstützer der Bevölkerungskontrolle. Er war US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, wo er sich beim UN-Bevölkerungsfonds für internationale Bevölkerungskontrolle engagierte. Die heutigen Politiker aus der Bush Familie sind Abtreibungsgegner. Gouverneur Jeb Bush sagte, „Meine Bilanz als Pro-Life-Gouverneur ist unbestritten. Ich bin absolut pro-life.“ Im rechten Flügel der Republikaner gibt es aber Leute, die glauben, dass Jeb Bush nicht so konservativ ist, wie er behauptet. (Quelle)

George H. W. Bush war Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik (Quelle). Die Trilaterale Kommission wurde von David Rockefeller gegründet, der die Bush Familie kannte.

George H. W. Bush war Berater der Carlyle Group und hielt bezahlte Reden für den Finanzkonzern. Die Carlyle Group ist schon seit über 20 Jahren eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Der Finanzkonzern wirbt hochrangige Politiker aus verschiedensten Ländern an. Die Carlyle Group investierte viel in die US-amerikanische Rüstungsindustrie. Frank Carlucci war Vorsitzender und Anteilseigner der Carlyle Group. Er diente zuvor als Verteidigungsminister und Nationaler Sicherheitsberater der USA und war stellvertretender Chef der CIA. Zu den Investoren der Carlyle Group gehörte die saudische Unternehmerfamilie bin Laden, die eng mit dem Al-Qaida-Chef Osama bin Laden verwandt ist. George H. W. Bush soll die Bin Laden Familie zweimal im Auftrag der Carlyle Group getroffen haben. (Quelle) Die Milliardärsfamilie Mellon finanzierte die Gründung der Carlyle Group mit. Die Mellons sind mit den US-Geheimdiensten verbunden.

George H. W. Bush heiratete Barbara Pierce. Ihr Vater Marvin Pierce leitete die McCall Corporation, ein Verlag. Barbara Pierce war eine Nachkommin von US-Präsident Franklin Pierce (1804-1869) (Quelle). Franklins Vater Benjamin Pierce war Gouverneur des Bundesstaates New Hampshire und hatte im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft. Franklin und Benjamin Pierce waren Mitglied der Society of the Cincinnati, eine elitäre Gesellschaft, die nach der Gründung der USA gegründet wurde. Im englischen Wikipedia ist George H. W. Bush als Ehrenmitglied der Gesellschaft aufgelistet.

George H. W. Bush war Mitglied des Bohemian Club. Der Eliteclub besteht seit 1872 und ist Gegenstand von Verschwörungstheorien. In diesem Club sind hochrangige Mitglieder der US-Elite vertreten, darunter Rockefeller, Morgan, Bechtel, Bass und viele weitere. (Quelle)

Georges gleichnamiger Sohn, der als George W. Bush (*1946) bekannt ist, wurde ebenfalls US-Präsident. Er hatte das Amt von 2001 bis 2009 inne. Er war von 1995 bis 2000 Gouverneur des Bundesstaates Texas. Er ist Multimillionär und gründete ein kleineres Erdöl- und Erdgasunternehmen namens Arbusto Energy.

George W. Bush war wie sein Vater Besucher des Bohemian Club (Quelle). Vater und Sohn wurden bei den „Sons of the American Revolution“ aufgenommen. Die Gesellschaft besteht seit 1889 und noch 14 weitere US-Präsidenten waren Mitglied. (Quelle) Seit 2010 gibt es einen spanischen Zweig der Gesellschaft, der von der spanischen Königsfamilie geführt wird. George W. Bush und sein Vater trafen in ihrem Amt als US-Präsident viele Königsfamilien.

Der Politiker Jeb Bush und die beiden US-Präsidenten aus der Bush Familie sowie ihr Vorfahre Prescott Bush besuchten den Alfalfa Club (Quelle: 1, 2, 3). Dieser ist einer der elitärsten Clubs in Washington. Zu den Mitgliedern gehörten oder gehören noch immer: Rockefeller, Warren Buffett, Madeleine Albright, Michael Bloomberg, Brendan Bechtel und viele weitere. Derzeitiger Präsident des Eliteclubs ist der Milliardär David Rubenstein. Er ist Gründer und Co-Vorsitzender der bereits erwähnten Carlyle Group.

George W. Bush heiratete Laura Welch. Sie ist in neunter Generation eine Nachkommin des schweizerischen Einwanderers Christoph von Graffenried. Er gründete die Stadt New Bern in North Carolina. Er kam aus der Patrizierfamilie Graffenried, die schon seit über 600 Jahren zur Elite der Stadt Bern in der Schweiz gehört. (Quelle) Die Graffenried Familie besitzt übrigens eine eigene Schweizer Privatbank.

Die Zwillinge Barbara und Jenna Bush (*1981), zwei Töchter von George W. Bush, sind mit den Töchtern des Politikers John Kerry befreundet (Quelle). John Kerry war bei der Präsidentschaftswahl 2004 der Hauptkandidat der Demokraten, während Georg W. Bush Kandidat der Republikaner war und die Wahl gewann. John Kerry und Bush sind beide Mitglied bei Skull and Bones. John Kerry kommt mütterlicherseits aus den Familien Forbes und Winthrop.

Jeb Bush (*1953) war von 1999 bis 2007 Gouverneur des Bundesstaates Florida. Er ist der Bruder von Georg W. Bush. Jeb Bush besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Jeb Bush war Berater der britischen Grossbank Barclays, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt. Er war Direktor der Tenet Healthcare Corporation. Der Gesundheitskonzern war in mehrere Skandale und Kontroversen verwickelt. Jeb Bush war Berater für das Private Equity-Geschäft der führenden Investmentbank Lehman Brothers. Er war auch in Vorständen bei kleineren Unternehmen. Seine Frau Columba Bush ist eine mexikanische Katholikin. Jeb Bush konvertierte zum Katholizismus und ist Mitglied der Knights of Columbus, ein katholischer Ritterorden. Er und seine Frau waren auf einer Konferenz, die von den berüchtigten „Legionaries of Christ“ veranstaltet wurde.

Columba Bush besuchte 2012 einen Ball in Monaco. Der Ball stand unter der Schirmherrschaft des monegassischen Fürsten Albert II. Zu den Gästen des Balls gehörten auch:

  • Catherine Colonna di Stigliano. Sie kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna, eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels.
  • Ein Prinz aus der russischen Zarenfamilie.
  • Der armenische Prinz Rudolf Kniase Melikoff/Melikov.
  • Der tschechische Graf Adrien Kamenicky.
  • Marc Sursock. Die libanesische Sursock Familie ist mit der kanadischen Milliardärsfamilie Weston verschwägert und heiratete in die päpstliche Adelsfamilie Colonna und in die thailändische Königsfamilie sowie in die persische Aristokratenfamilie Aga Khan.
  • Raghavendra Rathore. Er kommt aus der Rathore Familie, eine der wichtigsten indischen Aristokratenfamilien.
  • Arvind Singh Mewar. Er ist der nicht amtierende König der indischen Region Mewar. 
  • Der indische Milliardär Ravi(kant) Ruia.

(Quelle)

Neil Bush (*1955) war oder ist noch immer mit Scott Hinckley befreundet. Dessen Bruder John Hinckley Jr. verübte 1981 ein Attentat auf US-Präsident Ronald Reagan. (Quelle)

Lauren Bush (*1984) heiratete einen Sohn des Milliardärs Ralph Lauren. Ralph Lauren gründete und kontrolliert die Ralph Lauren Corporation, ein Modekonzern.

Der Schwiegervater von Jenna Bush (*1981) war der Politiker John H. Hager.

Marvin Bush (*1956) war Direktor des Versicherungskonzerns Tokio Marine HCC.

Jonathan Bush (1931-2021) gründete 1970 „J. Bush & Co.“, ein Finanzdienstleister. 1997 wurde das Unternehmen von der Riggs Bank gekauft, worauf Jonathan Bush der Führung der Riggs Bank beitrat. Zu den Kunden der Riggs Bank gehörten US-Präsidenten und viele Diplomaten. Die Bank war in mehrere Skandale verwickelt.

Jonathan Bush (*1969) gründete gemeinsam mit Todd Park das Gesundheitstechnologieunternehmen Athenahealth. Todd Park war Technologieberater von US-Präsident Barack Obama. Bevor Jonathan Bush und Todd Park Athenahealth gründeten, hatten sie beim Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton gearbeitet, das ziemlich offensichtlich den Geheimdiensten nahesteht. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es „die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle)

William Bush (1938-2018) war Manager bei Banken. Er gründete und leitete ein kleineres Finanzunternehmen.

Walker Familie

Wie bereits erwähnt wurde, hat die Bush Familie durch die Heirat von Prescott Bush (1895-1972) Blut der Walker Familie in sich. Die Walker Familie stammt von Thomas Walker (1758-1797) ab, der ein britischer Sklavenhalter war.

George Herbert Walker III. (1931-2020), ein Cousin von US-Präsident Bush Senior, war US-Botschafter in Ungarn. Er war wie sein Cousin Mitglied bei Skull and Bones. Auch sein gleichnamiger Vater George Herbert Walker (1905-1977) und sein Onkel John Walker (1907-1990) waren Mitglied bei Skull and Bones. (Quelle)

George Herbert Walker IV. (*1969) besetzte leitende Positionen bei Goldman Sachs und Lehman Brothers, zwei der grössten Investmentbanken der Welt. Er ist derzeit Vorsitzender und CEO des Finanzkonzerns Neuberger Bermann und Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF).

John M. Walker (*1940) ist ein hochrangiger Richter.

Craig Roberts Stapleton (*1945) heiratete in die Walker Familie. Er war US-Botschafter in Frankreich, Monaco und Tschechien. Er war Präsident der Immobilienberatung des Finanzkonzerns Marsh and McLennan. Sein Grossvater Benjamin Stapleton (1869-1950) war Bürgermeister von Denver und Mitglied des Ku-Klux-Klans. Craigs Sohn ist der Politiker Walker Stapleton (*1974). Die Stapleton Familie hat ein gutes Verhältnis zu ihren Verwandten aus der Bush Familie.

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Haus Caetani

Die italienische Uradelsfamilie Caetani/Gaetani gehört zum päpstlichen Adel.

Papst Bonifatius VIII., der im 13. Jahrhundert lebte, kam aus der Caetani Familie. Er galt als ein „Sünder“. Ihm werden folgende Zitate zugeschrieben:

„Paradies und Hölle gibt es nur in dieser Welt, nicht im Jenseits; wer gesund, reich und glücklich ist, hat das Paradies auf Erden.“

„Welchen Reichtum beschert uns doch dieses Märchen von Christus.“

„Alle drei Religionen und besonders das Christentum enthalten neben Wahrem viel Falsches. Die christliche Wahrheit ist, dass ein Gott existiert, dagegen ist die Reihe des Unwahren lang, sie schliesst Dreieinigkeit, jungfräuliche Geburt, Menschwerdung Christi, die Verwandlung von Brot und Wein in den Leib Christi und die Auferstehung der Toten mit ein.“

„Geschlechtsverkehr und die Befriedigung der Naturtriebe ist so wenig ein Vergehen wie Händewaschen“

Quelle: 1, 2, 3

Papst Bonifatius VIII. war über seine Mutter mit Papst Alexander IV. verwandt. Papst Bonifatius wollte den ohnehin schon grossen Einfluss und Reichtum des Vatikans ausweiten. Er war der Meinung, dass das Papsttum über den Königsfamilien steht. Er erliess die päpstliche Bulle Unam Sanctam, nach der alle „menschlichen Kreaturen“ Untertan des Papstes seien müssen, also auch die Könige. Papst Bonifatius hatte Streit mit dem französischen König Philipp IV. Vier Jahre nach Bonifatius Tod lies König Philipp IV. die Templer verfolgen. König Philipp behauptete, dass Bonifatius und der Templerorden für Häresie, Sodomie, Hexerei und Mord verantwortlich wären.

Man geht davon aus, dass Papst Gelasius II., der im 11. Jahrhundert lebte, ebenfalls aus der Caetani Familie kam. Papst Paul III. (1468-1549) kam mütterlicherseits aus der Caetani Familie. Vom 13. bis 17. Jahrhundert stellte die Caetani Familie mehrere Kardinäle. Mehrere Mitglieder der Familie waren Lateinische Patriarchen der ägyptischen Stadt Alexandria und vertraten dort somit die römisch-katholische Kirche.

Herzog Francesco Caetani (1594-1683) vertrat die spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig von Sizilien und als Gouverneur von Mailand.

Die Caetani Familie heiratete in viele italienische Adelsfamilien, darunter Colonna, Orsini, Caracciolo und viele weitere. Da sie seit Jahrhunderten fast nur in italienische Adelsfamilien heiraten, waren und sind sie mit zahlreichen Familien des italienischen Adels verwandt. Luigi Gaetani dell’Aquila d’Aragona (1877-1945) heiratete in die Uradelsfamilie Solms, die zum deutschen Hochadel gehört.

Heutige Mitglieder der Caetani Familie

Es gab mehrere adlige Familienzweige der Caetani Familie, die inzwischen ausgestorben sind. Der einzige noch bestehende adlige Familienzweig ist die Familie Gaetani dell’Aquila d’Aragona. Die Familie besitzt den Titel eines Fürsten und den Titel eines Herzogs. Dies sind die höchsten Adelstitel im italienischen Adel.

Graf Roffredo Gaetani dell’Aquila d’Aragona hatte eine Romanze mit Ivana Trump, die mit dem späteren US-Präsidenten Donald Trump verheiratet gewesen war. Roffredo lernte auch Donald und Ivanka Trump kennen. (Quelle: 1 und 2)

Graf Giovanni Gaetani dell’Aquila d’Aragona (*1973) heiratete Ginevra Elkann. Sie kommt mütterlicherseits aus der Milliardärsfamilie Agnelli, die wichtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. (Quelle: 1 und 2). Ihr Bruder John Elkann leitet derzeit das Wirtschaftsimperium der Agnelli Familie. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo und ihre Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza.

Die Gaetani Familie gehört zum Malteserorden (Quelle). Gian Luigi Gaetani dell’Aquila d’Aragona wurde 2005 Vizepräsident der italienischen Vereinigung des Malteserordens (ACISMOM) (Quelle). Der Malteserorden ist ein vatikanverbundener Orden, in dem viele Adelsfamilien Mitglied sind. Der Orden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet.

Mitglieder der Gaetani Familie waren 1987 auf einer Beerdigung der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. Auf der Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter die Familien Borghese, Torlonia, Massimo, del Drago, Ruspoli, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens.
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels. Die Familie brachte viele Freimaurer hervor.
  • Mitglieder der Sursock Familie. Die Sursocks heirateten in die Colonna Familie sowie in die thailändische Königsfamilie und in die persische Aristokratenfamilie Aga Khan. Die Sursocks sind mit der Unternehmerfamilie Weston verschwägert, eine der reichsten kanadischen Familien. Die Sursock Familie brachte Freimaurer hervor.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der oben erwähnten italienischen Milliardärsfamilie Agnelli.

(Quelle)

Maria Luisa (Marilu) Magistrati (*1948) hat in die Gaetani Familie geheiratet. Sie gilt als eine der führenden Frauen der römischen Aristokratie. Mütterlicherseits kommt sie aus einer deutschen Reederfamilie und ihr Urgrossvater hatte ein deutsches Erdölunternehmen gegründet. (Quelle) Marilu kennt die Gräfin Marisela Federici (Foto). Marisela war eine enge Freundin von Susanna Agnelli aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Marisela war mit dem libanesisch-ägyptischen Geschäftsmann Roger Tamraz verheiratet, der den Ölkonzern Tamoil gründete. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Carlos Delgado Chalbaud, war Präsident von Venezuela. (Quelle)

Enrico Gaetani dell’Aquila d’Aragona (*1926) heiratete in die deutsch-britisch-niederländische Adelsfamilie Bentinck (Quelle).

Fürst Ferdinando Gaetani dell’Aquila d’Aragona war Mitglied des Januariusordens (Insigne Reale Ordine di San Gennaro) (Quelle). Der katholische Ritterorden besteht seit 1738 und wird seit seiner Gründung von der sizilianischen Königsfamilie aus dem Haus Bourbon geführt. Die Höchstanzahl der Mitglieder ist auf 20 Ritter beschränkt. Die Mitglieder des Ordens sind in meinem Beitrag zur Hochadelsfamilie Bourbon aufgelistet.

Abstammungslegende

Die Caetani Familie soll von den Herzögen von Gaeta abstammen, die vom 9. bis 11. Jahrhundert über das italienische Herzogtum Gaeta herrschten.

Der Familienüberlieferung nach sind die Caetanis Nachkommen der Anicius Familie (Gens Anicia) (Quelle: 1, 2, 3, 4). Von Ende des 4. Jahrhunderts vor Christus bis ins 6. Jahrhundert nach Christus waren in der Elite Roms stets Personen, die aus einer Familie mit dem Namen Anicia (Anicio) oder Anicius kamen. Es ist aber unklar, ob es sich dabei nur um eine oder mehrere Familien handelt, da bei den Aristokratenfamilien, die vor mehr als 1000 Jahren gelebt haben, meist zu wenige schriftliche Hinterlassenschaften vorhanden sind, um die Blutlinien zu rekonstruieren. Vom 4. bis 6. Jahrhundert waren die Anicier eine der führenden Familien der römischen und byzantinischen Elite und heirateten in weitere Familien der römischen Aristokratie. Der Anicier Petronius Maximus war im Jahr 455 für zwei Monate römischer Kaiser. Man geht davon aus, dass Papst Felix II. aus dem 5. Jahrhundert und die Päpste Agapitus I. und Gregor I. aus dem 6. Jahrhundert zur Dynastie der Anicier gehörten. Papst Gregor I. (bekannt als Gregor der Grosse) gilt als einer der bedeutendsten Päpste des ersten Jahrtausends. Zu seiner Zeit nahm die Christianisierung der heidnischen Völker in Europa stark an Fahrt auf. Er befahl, die Heiden Sardiniens mit Gewalt zum Christentum zubekehren: „Wenn ihr feststellt, dass sie nicht gewillt sind, ihr Verhalten zu ändern, so befehlen wir, dass ihr sie mit grösstem Eifer verfolgt. Sind sie unfrei, so züchtigt sie mit Prügeln und Folter, um sie zur Besserung zu zwingen. Sind sie aber freie Menschen, so sollen sie durch strengste Kerkerhaft zur Einsicht gebracht werden, wie es angemessen ist, damit jene, die sich weigern, die heilsamen Worte zu hören, welche sie aus den Gefahren des Todes erretten können, durch körperliche Qual der erwünschten geistigen Gesundheit zugeführt werden.“

Der Familienüberlieferung nach sind die Caetanis Nachkommen des gotischen Königs Theoderich der Grosse (starb 526) (Quelle: 1 und 2). Demnach wären sie Nachkommen der gotischen Königsfamilie Amal. König Theoderich heiratete die Tochter des fränkischen Königs Childerich I. Dieser war einer der ersten Könige aus der Dynastie der Merowinger, die in den folgenden 250 Jahren über das Fränkische Reich herrschten. Theoderichs Schwester heiratete Thrasamund, König des Vandalenreichs in Nordafrika. Nach einer Stammliste, die im 6. Jahrhundert verfasst wurde, stammte die gotische Königsfamilie Amal vom nordischen Gott Gautr ab. Dieser gilt als identisch mit dem germanischen Gott Gausus. Der langobardische König Audoin aus dem 6. Jahrhundert war der Legende nach ein Nachkomme von Gausus. Wie es der Zufall will, war Audoins zweite Frau eine Nichte des gotischen Königs Theoderich. Das Ehepaar stammte also angeblich vom selben Gott ab. Gautr und Gausus sind höchstwahrscheinlich identisch mit dem angelsächsischen Gott Geat. Der Mythologie nach ist Geat ein Vorfahre von Woden. Woden ist der legendäre Stammvater der angelsächsischen Königshäuser (die heutige britische Königsfamilie gehört über ihre Vorfahren aus der Königsfamilie Wessex zu den angeblichen Nachkommen von Woden). Woden ist identisch mit dem nordischen Gott Odin, der legendäre Stammvater der skandinavischen Königshäuser.

Anmerkung zu den legendären Blutlinien der europäischen Mythologie: Der Mythologie nach herrschten zuerst die Riesen über Europa (oder die ganze Welt). Ihre Nachkommen waren die Götterfamilien. Die Nachkommen der Götterfamilien waren mythologische Königsfamilien, deren Existenz nicht bewiesen ist. Deren angebliche Nachkommen waren antike Königsfamilien, die es wirklich gab. Diese wiederum sind womöglich die Vorfahren des heutigen Hochadels. Die belegten Stammlisten der heutigen Hochadelsdynastien reichen 1000 Jahre zurück. Einzelne gehen auch bis ins 8. Jahrhundert zurück. 

Raimondo di Sangro

Raimondo di Sangro (1710-1771), der 7. Fürst von Sansevero, kam mütterlicherseits aus der Caetani Familie. Sein Grossvater war ein Fürst aus der Caetani Familie und hatte ein gutes Verhältnis zu den Habsburgern. Raimondo kam väterlicherseits aus der italienischen Uradelsfamilie Di Sangro. Die Familie soll von Karl dem Grossen (747-814) abstammen, einer der mächtigsten Herrscher der damaligen Zeit. Die Sangro Familie gehört demnach zu den Nachkommen der Karolinger. Raimondo heiratete eine Cousine aus der Caetani Familie.

Raimondo di Sangro hatte in Rom studiert und wurde dort von Jesuiten ausgebildet. Später trat er den Freimaurern und den Rosenkreuzern bei. In den 1740er Jahren gelang es ihm, das Vertrauen des spanischen Königs Karl III. (Haus Bourbon) zu gewinnen. (Quelle: 1, 2, 3) König Karl III. war vermutlich Freimaurer. Er förderte die Freimaurerei, die bis dahin in Spanien unterdrückt worden war. Während seiner Zeit als König wurde die erste Freimaurer-Grossloge von Spanien gegründet. (Quelle) Karl III. war auch König von Neapel in Italien. Raimondo di Sangro gilt als der Begründer der Freimaurerei in Neapel. Zwischen 1744 und 1751 entstanden in Neapel vier Freimaurerlogen, die alle von Raimondo geführt wurden. Die römische Kurie in Neapel tolerierte die Freimaurerei nicht und Papst Benedikt XIV. drohte den Freimaurern mit der Exkommunikation (der Vatikan und die Freimaurer waren lange Zeit verfeindet). Raimondo di Sangro schrieb dem Papst einen Brief, in dem er ihm versicherte, dass die Freimaurer dem Papst gegenüber loyal seien. Raimondo geriet auch wegen anderer Dinge ins Visier der Kirche. Er wurde für einige Monate verbannt, weil er verbotenerweise ein Spielkasino eröffnet hatte. Sein Vater war des Mordes beschuldigt worden. Raimondo interessierte sich sehr für Naturwissenschaften und war Alchemist (die Kirche lehnte Alchemie und Naturwissenschaften ab). Er führte bizarre Experimente durch, darunter Wiederauferstehung von Krebsen mit Ochsenblut und Herstellung von Blut aus Kot, gekauter Nahrung und Säure. Ihm wurde vorgeworfen, „ungläubig“ zu sein. (Quelle) Er hatte Zugang zu den Büchern, die von der römischen Kurie auf den Index gesetzt worden waren, da er 1744 von Papst Benedikt XIV. die Erlaubnis erhalten hatte, alle Arten von verbotenen Büchern zu lesen. Er soll auch eine hermetisch-rosenkreuzerische Geheimloge gegründet haben. (Quelle) Um den Fürsten ranken sich auch düstere Legenden. Einer Legende zufolge liess er zwei seiner Diener töten, um „ihre Körper auf seltsame Weise einzubalsamieren“, und er soll sieben Kardinäle getötet haben, um möglichst viele Stühle aus ihren Knochen und ihrer Haut zu machen. Noch heute soll es Leute geben, die sich mit der Hand bekreuzigen, wenn sie am Palast von Raimondo di Sangro vorbeigehen, weil sie glauben, dass der Fürst mit dem Teufel im Bunde stand. (Quelle)

Fürst Raimondo di Sangro war der Begründer und erste Grossmeister der ägyptischen Freimaurerei. Er gründete einen „Inneren Kreis“ von Freimaurern in Neapel, aus dem der ägyptische Ritus hervorging (Quelle). Der „Traditionelle Ägyptische Ritus“ wird bis heute praktiziert. Raimondo di Sangro gilt als der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des „Traditionellen Ägyptischen Ritus“. Zu den Gross-Hierophanten gehörten sechs Verwandte der sizilianischen Königsfamilie Bourbon-Sizilien. Die sechs Verwandten waren zudem alle Grossmeister des Martinistenordens in Neapel, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Einer davon war Luigi Petriccione. Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer und Imperator (Oberhaupt) der italienischen Rosenkreuzer. Er war Bischof einer gnostischen Kirche in Italien und Grossmeister einer hermetischen Bruderschaft. Zwei der Gross-Hierophanten des ägyptischen Ritus kamen aus der italienischen Uradelsfamilie Aquino (der Kirchenlehrer Thomas von Aquin kam aus dieser Familie). (Quelle: 1, 2, 3) Zwei Mitglieder der Herzogsfamilie Caetani von Sermoneta waren mit ägyptischen Freimaurerei verbunden.

Die Herzöge von Sermoneta

Dieser Zweig der Caetani Familie besass seit dem 16. Jahrhundert den Adelstitel eines Herzogs und seit dem 17. Jahrhundert den Titel eines Fürsten. Dieser Familienzweig ist im 20. Jahrhundert im Mannesstamm ausgestorben. Der Zweig war seit dem 19. Jahrhundert mit dem britischen Adel verbunden.

1870 wurde Rom und der Kirchenstaat gegen den Willen des Papstes von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt und Rom wurde Teil des Italienischen Königreiches. Darauf wurde vom Königreich das Amt des Bürgermeisters in Rom eingeführt. Michelangelo Caetani (1804-1882), der 13. Herzog von Sermoneta, wurde der erste Bürgermeister von Rom. Er erhielt von der Königsfamilie den Annunziaten-Orden (Ordine Supremo della Santissima Annunziata), der im Italienischen Königreich der höchste Verdienstorden war. Herzog Michelangelo Caetani war Freimaurer (Quelle).

Herzog Michelangelo Caetani heiratete in erster Ehe eine Tochter des polnischen Adligen Wacław Seweryn Rzewuski. Dieser kam mütterlicherseits aus der Lubomirski Familie, eine der wichtigsten Familien des polnischen Adels. Die Lubomirski Familie brachte Freimaurer hervor.

Herzog Michelangelo Caetani heiratete in zweiter Ehe Harriette Ellis, eine britische Adlige. Ihr Grossvater mütterlicherseits war William Cavendish-Scott-Bentinck, der 4. Herzog von Portland. Wie sein Name schon sagt, stammt er aus den britischen Adelsfamilien Cavendish, Scott und Bentinck. Er war wie sein Vater Präsident des Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie). Harriette Ellis anderer Grossvater war Baron Charles Ellis, der ein Zuckerpflanzer und Sklavenhalter in der britischen Kolonie Jamaika war. Seine Frau (Harriette Ellis Grossmutter) kam mütterlicherseits aus dem schottischen Drummond Clan. (Quelle: 1 und 2)

Onorato Caetani (1842-1917), der 14. Herzog von Sermoneta, war wie sein Vater Bürgermeister von Rom. Er war zudem Aussenminister des Italienischen Königreichs. Er lebte lange Zeit im Ausland, insbesondere in England. Seine Frau Ada war die Enkelin eines britischen Barons. Adas Schwester Evelyn heiratete in den schottischen Kennedy Clan. Ihr Bruder Arthur heiratete in den schottischen Jardine Clan. Ihre Schwester Emily heiratete den 26. Graf von Crawford (war Freimaurer und Clan-Chef des Lindsay Clans). (Quelle)

Herzog Onorato Caetani setzte sich sehr dafür ein, dass sich die Anhänger des Papsttums und die Anhänger des Königreiches versöhnten. Er leitete zusammen mit Menotti Garibaldi ein politisches Komitee. (Quelle) Menotti Garibaldi war Freimaurer. Sein Vater war der berühmte Revolutionär Giuseppe Garibaldi, ein hochrangiger Freimaurer. Giuseppe Garibaldi war einer der führenden Köpfe eines revolutionären Kreises, der von Freimaurern angeführt wurde und die Einigung der italienischen Provinzen zu einem Staat geplant hatte, was 1861 auch umgesetzt wurde. Daraufhin wurde das Haus Savoyen zur Königsfamilie Italiens und profitierte somit von der freimaurergeführten Revolution, während der Vatikan die Revolution ablehnte.

Anmerkung zu Giuseppe Garibaldi: Giuseppe Garibaldi war 1864 kurze Zeit Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende italienische Freimaurergrossloge ist (Quelle). Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat (Supreme Council), der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen. Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiationsgrade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des Memphis-Misraim-Ritus. Der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, ein Bekannter von Giuseppe Garibaldi, war Mitgründer und der zweite Gross-Hierophant des Ritus. (Quelle) John Yarker war Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Yarker war Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA). (Quelle) Die SRIA ist der englische Zweig der Rosenkreuzer. 1888 gründeten drei SRIA-Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung im angloamerikanischen Raum wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge, darunter Freimaurer und Rosenkreuzer, gründeten kurze Zeit darauf den Ordo Templi Orientis (OTO), der ebenfalls zu einer wichtigen Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). Der Memphis-Misraim-Ritus liess sich stark von der ägyptischen Freimaurerei inspirieren.

Leone Caetani (1869-1935), der 15. Herzog von Sermoneta, heiratete in die päpstliche Uradelsfamilie Colonna, eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Herzog Leone Caetani interessierte sich sehr für den frühen Islam und wurde ein bekannter Orientalist. Er gehörte zur Führung des Ägyptischen Osiris-Ordens (Ordine Egizio Osirideo), dessen Gründung auf Fürst Raimondo di Sangro zurückgeführt wird (der wie gesagt mütterlicherseits aus der Caetani Familie kam). Auch der oben erwähnte Freimaurer Herzog Michelangelo Caetani soll Mitglied des Ägyptischen Osiris-Ordens gewesen sein. (Quelle: 1 und 2) Noch weitere italienische Adlige waren Mitglied des Ägyptischen Osiris-Ordens. Der Orden ist nach dem ägyptischen Totengott Osiris benannt. Vor dem Christentum gab es im Römischen Reich Mysterienkulte, die Osiris verehrten (Isis- und Osiriskult).

1922 wurde Benito Mussolini Präsident von Italien. Er errichtete in den folgenden Jahren eine Diktatur und herrschte bis 1943. Er war der Begründer des Faschismus, der weitere Diktatoren inspirierte. Mussolini liess die Freimaurerei verbieten. Herzog Leone Caetani geriet als hochrangiger Freimaurer ins Visier der faschistischen Diktatur. Er war ohnehin ein Gegner des Mussolini-Regimes und war zudem mit Sozialisten verbunden. 1927 ging er nach Kanada ins Exil und konnte nie mehr nach Italien zurückkehren (er starb noch vor Ende der Diktatur). Seither soll der Ägyptische Osiris-Orden nicht mehr aktiv gewesen sein.

Ein Esoterik-Blog behauptet zudem, dass Herzog Leone Caetani Gross-Hierophant eines Ordens mit dem Namen „L’Antico Ordine Egizio Orientale e Primitivo di Mizraim e Memphis“ (AOEOPMM) war. Der Orden sollte nicht mit dem Memphis-Misraim-Ritus verwechselt werden, auch wenn beide ihre Wurzeln im ägyptischen Ritus haben. Der Gross-Hierophant des AOEOPMM trägt auch den Titel „Oberster Pontifex“. (Quelle) Im vorchristlichen Rom wurden römische Gottheiten verehrt und der Pontifex war ein Priester, der die Gottesdienste und Zeremonien leitete. Der oberste Priester trug den Titel Pontifex maximus. In den Jahren vor Christus Geburt ging der Titel des Pontifex maximus an die römischen Kaiser über. Als das Christentum in Rom eingeführt wurde, ging der Titel an die Päpste über. Noch heute wird der Papst auch als Pontifex maximus bezeichnet.

Nach Angaben des Esoterik-Blogs sieht der AOEOPMM Raimondo di Sangro (der wie gesagt mütterlicherseits aus der Caetani Familie kam) als seinen ersten Gross-Hierophanten an. Der vierte Gross-Hierophant war Raimondos Sohn Vincenzo Di Sangro, der mütterlicherseits ebenfalls aus der Caetani Familie kam. Der zweite Gross-Hierophant war Luigi D’Aquino aus der italienischen Uradelsfamilie Aquino. Er war ein Cousin von Raimondo und war Mitglied des Ägyptischen Osiris-Ordens. Der AOEOPMM ist bis heute aktiv. Er hat 97 Grade. Die ersten 33 Grade sind identisch mit dem schottischen Ritus (herkömmliche Freimaurerei). Die folgenden 64 Grade umfassen griechische und ägyptische Mythologie, aber auch viele jüdische Elemente sowie Gnosis und Hermetik. Erreicht man den 64. Grad trägt man den Titel „Weiser von Mithra“. (Quelle) Der Titel bezieht sich womöglich auf den Gott Mithras. In den ersten Jahrhunderten gab es ein römischer Geheimkult, der Mithras verehrte. Der Mithraskult war in sieben Grade aufgeteilt. Der Kult hielt seine Rituale in unterirdischen Tempeln ab. Auch in den antiken Katakomben der Stadt Rom hielten die Kultanhänger Rituale ab.

Es wurde vermutet, dass Herzog Leone Caetani mit römisch-heidnischen Kreisen und dem italienischen Okkultisten Julius Evola verbunden war (Quelle). In diesen Kreisen gab es die Idee, die römische Religion wiederzubeleben. Julius Evola kannte und schätzte Junio ​​Valerio Borghese und kannte womöglich auch Herzog Giovanni Colonna di Cesarò. Die beiden kamen aus dem päpstlichen Adel.

Herzog Leone Caetani hatte zwar ein schlechtes Verhältnis zum Mussolini-Regime, aber sein Bruder Gelasio Caetani (1877-1934) gehörte zur Elite der Diktatur. Gelasio Caetani hatte in den USA studiert. Er arbeitete dort für die Bunker Hill Mining Company, ein grosses Bergbauunternehmen. Er gründete ein Beratungsunternehmen für Bergbautechnik. Nach dem Ersten Weltkrieg schloss er sich den Faschisten an und war unter den Teilnehmern des Marsches auf Rom 1922, der zur Machtübernahme von Benito Mussolini führte. Nachdem Mussolini die Macht übernommen hatte, ernannte er Gelasio Caetani zum italienischen Botschafter in den USA, da Gelasio Caetani bereits Kontakte in den USA geknüpft hatte. 1925 gründete Gelasio Caetani eine italienisch-amerikanische Gesellschaft in New York. Sie vergab Stipendien an italienische Ingenieure, die sich auf Amerika spezialisieren wollten. Gelasio Caetani wurde in Italien zum Ehrenbotschafter ernannt. Er war Vizepräsident der Azienda Generale Italiana Petroli (Agip), ein italienisches Erdölunternehmen. (Quelle) Es wurde mit königlichem Dekret von der faschistischen Regierung gegründet. Aus Agip entwickelte sich der heutige italienische Energiekonzern Eni, der zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt gehört. Das Unternehmen stand bis zur Abschaffung der italienischen Monarchie 1946 unter dem Einfluss der Königsfamilie.

Der Komponist Roffredo Caetani (1871-1961) war der 17. und letzte Herzog von Sermoneta. In seiner Burg versammelten sich Künstler, Schriftsteller und Musiker aller Nationalitäten. Er heiratete in die US-amerikanische Kolonialfamilie Chapin, die von Samuel Chapin (1598-1675) abstammt, ein früher Siedler in Nordamerika. Roffredo Caetanis Frau war eine Halbschwester von Katherine Garrison Chapin. Diese heiratete Francis Biddle, ein hochrangiger Jurist. (Quelle) Francis Biddle war der US-amerikanische Hauptrichter bei den Nürnberger Prozessen.

Roffredos Tochter Lelia Caetani (1913-1977) heiratete Hubert Howard, ein britischer Geheimdienstoffizier. Sein Vater Esme Howard war britischer Botschafter in den USA. Esme Howard wurde zum Baron geadelt und in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Seine Frau (die Mutter von Hubert Howard) kam aus der italienischen Adelsfamilie Giustiniani-Bandini und ihr Vater besass einen schottischen Adelstitel (Earl of Newburgh). (Quelle) Derzeit besitzt die italienische Uradelsfamilie Rospigliosi (stellte einen Papst) den schottischen Adelstitel. Die Giustiniani-Bandini Familie entstand aus einer Heirat der italienischen Adelsfamilien Giustiniani und Bandini.

Anmerkung zur Giustiniani-Bandini Familie: Die Bandini Familie stammte ursprünglich aus Florenz und kannte die berühmte Medici Familie, die drei Päpste hervorbrachte. Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Der Bankier Bernardo Bandini Baroncelli aus der Bandini Familie gilt als der Mörder von Giuliano de Medici. Im 16. Jahrhundert waren die Bandinis eine der führenden Bankiersfamilien der Stadt Rom. Die Giustiniani Familie stammt der Legende nach von der Justinianischen Dynastie ab, die im 6. Jahrhundert über das Oströmische Reich (Byzantinische Reich) herrschte. Eine weitere Abstammungslegende der Giustiniani Familie besagt, dass sie von den Anicier (Gens Anicia) abstammen. Wie oben bereits erwähnt wurde, stammt die Caetani Familie der Legende nach ebenfalls von den Anicier ab.

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Smith und Carrington Familie

Die Smith Familie ist eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite. Der Engländer Thomas Smith (1631-1699) gründete Mitte des 17. Jahrhunderts eine Bank. Sein Nachkomme Abel Smith (1717-1788) war einer der führenden Bankiers seiner Zeit. Ab da galt die Familie als sehr wohlhabend. Die Familienbank trug später den Namen „Smith’s Bank“ und bestand bis 1918. Sie war eine der ältesten britischen Banken und wurde durchgehend von der Smith Familie kontrolliert. Im 20. Jahrhundert war die Smith Familie eng mit der National Provincial Bank und der Investmentbank Morgan Grenfell verbunden, die zwei der grössten britischen Banken waren.

Die Zeitung The Independent schrieb in einem Artikel von 2007, dass die Smith Familie „die älteste und bedeutendste Bankiersfamilie“ war. (Quelle)

Seit dem 18. Jahrhundert brachte die Smith Familie durchgehend Politiker hervor. Im 20. Jahrhundert waren viele Familienmitglieder beim britischen Militär. Mehrere Familienmitglieder waren Gouverneure von britischen Kolonien. Die Familie brachte hochrangige Freimaurer hervor.

Die Smith Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen und heiratete in viele britische Adelsfamilien. Die Queen hat Blut der Bankiersfamilie Smith in sich. Ein adliger Zweig der Smith Familie benannte sich in Carrington um. Zu diesem Familienzweig gehörte Baron Peter Carington (1919-2018). Er leitete die NATO und das Bilderberg-Treffen und die Pilgrims Society.

Smith Familie im 18. und 19. Jahrhundert

Der Politiker George Smith (1765-1836), ein Partner der Familienbank, war 38 Jahre lang Direktor der East India Company (Quelle). Die britische Handelskompanie bestand vom Jahr 1600 bis 1874. Sie war das vermutlich mächtigste Unternehmen der Menschheitsgeschichte. Auf ihrem Höhepunkt machte sie die Hälfte des Welthandels aus. Die Kompanie besass eine Privatarmee, die doppelt so gross wie die britische Armee war. Die Kompanie herrschte vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1858 über Indien (danach wurde Indien bis 1947 von der britischen Königsfamilie kontrolliert). Die East India Company war eine Aktiengesellschaft. Wohlhabende Kaufleute und Aristokraten besassen die Aktien des Unternehmens. (Quelle: 1 und 2) Über das Internet fand ich keine Angaben darüber, wer die Aktionäre waren. George Smith war wie gesagt Direktor der Kompanie. Die Direktoren vertraten für gewöhnlich die Interessen der Aktionäre. Daher könnte die Smith Familie oder die Kunden ihrer Bank Aktionäre der Kompanie gewesen sein. Der Politiker Martin Tucker Smith (1803-1880), der aus der Smith Familie kam und Partner der Familienbank war, wurde ebenfalls Direktor der East India Company (Quelle).

Der Politiker William Manning (1763-1835) heiratete in die Smith Familie. Er führte ein eigenes erfolgreiches Handelshaus und war Gouverneur der Bank of England. Die Bank of England wurde 1694 gegründet und ist seither die britische Zentralbank. Zeitweise war sie auch privatwirtschaftlich aktiv. Sie galt bis ins 20. Jahrhundert als die mächtigste Zentralbank der Welt. William Mannings Schwester heiratete einen Sohn von Henry Laurens, der in die Gründung der USA involviert war. Henry Laurens war Freimaurer. Er war Schatzmeister der „Solomon’s Lodge No. 1“ und Grand Steward der Freimaurergrossloge von South Carolina (Quelle: 1 und 2). Er war Präsident des Kontinentalkongresses und somit ein führender Kopf der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Im englischen Wikipedia steht derzeit, dass die Frau von Oswald Smith (1794-1863) entfernt mit dem ersten US-Präsidenten George Washington (Freimaurer) verwandt war. Oswalds Tochter Frances Smith (1832-1922) heiratete Claude Bowes-Lyon, der 13. Graf von Strathmore und Kinghorne. Der Graf war der Clan-Chef des schottischen Lyon Clans. Seine Enkelin Elizabeth Bowes-Lyon heiratete den britischen König Georg VI. (Freimaurer). König Georg war der Vater der heutigen Queen Elizabeth II.. Damit hat die Queen und ihre Nachkommen Blut der Bankiersfamilie Smith Familie in sich. (Quelle: 1 und 2)

Der Politiker John Abel Smith (1802-1871) kannte Baron Lionel de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie. Lionel de Rothschild war der erste Jude, der ins britische Parlament aufgenommen wurde. Die Aufnahme wurde von John Abel Smith und Lord John Russell unterstützt. (Quelle)

John Abel Smith war Mitgründer von „Jardine, Matheson and Co.“, ein britisches Unternehmen in Hongkong. Er war für das Unternehmen in der Anfangszeit eine der wichtigsten Kontaktpersonen in London. Er hatte Kontakt zu William Jardine und James Matheson, die Gründer des Unternehmens. (Quelle: 1 und 2) Die beiden Geschäftsmänner stammten aus schottischen Clans. „Jardine, Matheson and Co.“ wurde das grösste ausländische Handelsunternehmen in Ostasien und war einer der grössten Opiumhändler der Welt. Das Unternehmen besteht bis heute und ist immer noch eines der grössten Unternehmen Hongkongs. Hongkong war von 1843 bis 1997 eine britische Kolonie. Der heutige Grosskonzern Jardine Matheson wird von der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kontrolliert. Diese ist mit den Rothschilds befreundet und heiratete in schottische Clans. Einer der Gründer von Jardine Matheson war Hollingworth Magniac. Er hatte eine Urenkelin, Bridget Elvira Liddell (1908-1998), die in die Smith Familie heiratete.

John Abel Smith war Direktor der New Zealand Company (Quelle). Das britische Unternehmen beteiligte sich an der Kolonialisierung Neuseelands. Neuseeland war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt noch heute das Staatsoberhaupt von Neuseeland.

Der Politiker Augustus Smith (1804-1872) war Freimaurer. Er war Mitglied zahlreicher Freimaurerlogen und war Provinz-Grossmeister der englischen Grafschaft Cornwall. (Quelle)

Julian Pauncefote (1828-1902) kam väterlicherseits aus der Smith Familie. Sein Vater hatte den Familiennamen zu Pauncefote geändert. Julian Pauncefote war britischer Botschafter in den USA. Er war einer der ersten Justizminister der britischen Kolonie Hongkong. Julian Pauncefote wurde zum Ritter geschlagen und zum Baron geadelt. Er wurde zudem in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Hugh Colin Smith (1836-1910) arbeitete für das Handelshaus von Hugh Matheson und war Gouverneur der Bank of England. Er leitete somit die dazumal mächtigste Zentralbank der Welt. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Stanley. Die Schwester seiner Frau, Alethea Adeane, heiratete Henry Grenfell, der ebenfalls Gouverneur der Bank of England war. Henrys Vater war Direktor der Bank of England. Henrys Sohn war 35 Jahre lang Direktor der Bank of England und gründete zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemeinsam mit der US-amerikanischen Bankiersfamilie Morgan die Investmentbank „Morgan Grenfell“, die zu einer der führenden britischen Banken aufstieg. In den 90er Jahren wurde sie von der Deutschen Bank übernommen. Mehrere Mitglieder der Smith Familie gehörten zur Führung von Morgan Grenfell. Die Smith Familie heiratete 1933 in die Grenfell Familie.

Gerard Smith (1839-1920), ein Partner der Smith’s Familienbank, war Gouverneur des australischen Bundesstaates Westaustralien. Australien war bis 1901 eine britische Kolonie. Das Land und seine Bundesstaaten haben bis heute einen Gouverneur, welcher der Repräsentant der britischen Königsfamilie ist. Australien gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt noch heute das Staatsoberhaupt Australiens. Gerard Smith wurde zum Ritter geschlagen. Er war Freimaurer und wurde der erste Grossmeister der Grossloge von Westaustralien (Quelle: 1 und 2).

Martin Ridley-Smith (1833-1908) hatte drei Kinder (Sybil, Everard und Winifred), die in die britische Bankiersfamilie Hambro heirateten (Quelle). Die Hambros waren im 20. Jahrhundert eine der führenden Bankiersfamilien in Europa.

Im 19. Jahrhundert heiratete die Smith Familie in die englischen Adelsfamilien Somerset von Beaufort, Seymour und Coventry sowie in die schottischen Clans Stewart, Keith, Lyon, Boyle, Leslie und Dalrymple.

Smith Familie in den letzten 120 Jahren

Die Familienbank der Smith Familie wurde 1918 von der National Provincial Bank erworben, die eine der grössten britischen Banken war und seit 1833 bestand. Die Smith Familie gehörte nach der Fusion zu den Direktoren der National Provincial Bank. Evan Eric Smith (1894-1950) war von 1929 an Direktor und von 1947 bis zu seinem Tod Vorsitzender der National Provincial Bank. (Quelle: 1 und 2) Seit 1919 besass die National Provincial Bank die seit 1692 bestehende britische Privatbank Coutts, eine der ältesten Banken der Welt. Die Bank ist traditionell mit dem britischen Adel verbunden. Im 19. Jahrhundert war Coutts eine führende Privatbank. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser. 1970 fusionierte die National Provincial Bank mit der Westminster Bank, die ebenfalls eine der grössten britischen Banken war und seit 1834 bestand. Durch die Fusion entstand die National Westminster Bank. Diese war in den folgenden Jahrzehnten eine der grössten Banken der Welt. Im Jahr 2000 wurde sie Teil der Royal Bank of Scotland Group (RBS), die grösste schottische Bank. Die RBS wurde 1724 gegründet und ist damit eine der ältesten Grossbanken der Welt. Die Bank war lange Zeit mit schottischen Aristokraten verbunden. Durch die Fusion mit der National Westminster Bank wurde die RBS Group zu einer der grössten Banken der Welt. Ihr Erfolg endete durch die Finanzkrise 2008 und sie musste vom britischen Staat gerettet werden. Vor der Finanzkrise war sie die grösste Bank der Welt. 2020 benannte sie sich in NatWest Group um. 2021 war sie die viertgrösste britische Bank. Zu ihren Tochterfirmen gehören die RBS und die National Westminster Bank. Letztere war wie gesagt früher mit der Smith Familie verbunden. Die NatWest Group besitzt zudem die Privatbank Coutts.

Mildred Smith (1866-1955) heiratete Graf Sydney Buxton. Der Graf wurde in den Privy Council aufgenommen und war Generalgouverneur (höchster Kolonialbeamte) der britischen Kolonie Südafrika. Südafrika gehört heute zu den Commonwealth-Staaten. Sydney Buxton war Direktor der Barclays Bank. Die britische Bank ist eine der ältesten und mächtigsten der Welt. Die Tochter von Mildred Smith und Sydney Buxton heiratete einen Herzog aus der Familie FitzRoy, eine Bastardlinie der schottischen Königsfamilie Stuart. Margaret Smith (1855-1913) und Ann Smith (1920-2021) heirateten ebenfalls Herzöge aus der FitzRoy Familie. Ann Smith war ein Höfling von Queen Elizabeth II..

Vivian Smith (1867-1956) war Vorsitzender der Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Vivian Smith war Gouverneur der Royal Exchange Assurance Corporation. Das 1720 gegründete britische Versicherungsunternehmen hatte eine „royal charter“ und stand somit unter dem Einfluss des britischen Königshauses. 1999 wurde das Unternehmen Teil des französischen Finanzkonzerns AXA, einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt. Baron Vivian Smiths Schwiegervater war William McDonnell, der 6. Graf von Antrim. Der irische Graf war Freimaurer und Grossmeister der Grossloge von Irland. Vivian Smith wurde zum Baron geadelt. Seine Nachkommen besitzen den Adelstitel bis heute.

Der Offizier Aubrey Smith (1872-1957) heiratete in die Grosvenor Familie, die schon seit über 200 Jahren eine der reichsten britischen Adelsfamilien ist. Derzeit wird ihr Vermögen auf über 10 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Olive Alethea Smith (1880-1964) heiratete in die Baring Familie. Diese war damals eine der mächtigsten und reichsten Bankiersfamilien der Welt. Die Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen.

Baron Randal Smith (1898-1968) war Lieutenant beim britischen Militär und erhielt einen Orden von der Königsfamilie. Er war Direktor der Bank of England (britische Zentralbank) und Direktor der Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Er war Direktor von Shell, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Er kannte dadurch vermutlich die geadelte Samuel Familie, die das Unternehmen gegründet hatte. Baron Randal Smith war Direktor von Vickers, ein britischer Maschinenbau- und Rüstungskonzern. (Quelle)

Henry Abel Smith (1900-1993) war Gouverneur des australischen Bundesstaates Queensland. Er erhielt drei Orden von der britischen Königsfamilie. Er heiratete May von Teck. Mays Mutter und ihre Grossmutter väterlicherseits kamen aus der britischen Königsfamilie (eine Freimaurerfamilie). Väterlicherseits kam May aus einer Nebenlinie der Königsfamilie von Württemberg (waren im 19. Jahrhundert eine Freimaurerfamilie).

Mary Constance Vivian Smith (1901-1981) heiratete Baron Francis Rodd. Dieser war fast 30 Jahre lang Partner der führenden britischen Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Francis Rodd vertrat die britische Zentralbank bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in der Schweiz. (Quelle) Die BIZ gilt als Zentralbank aller Zentralbanken und ist dementsprechend auch sehr mächtig.

Alexander Abel Smith (1904-1980) war Partner der Schroders Bank und kannte dadurch vermutlich Mitglieder der Schröder Familie. Schroders war früher eine der grössten britischen Banken und ist heute einer der grössten britischen Vermögensverwalter. Alexander Abel Smith arbeitete in New York für JPMorgan, die führende Bank der USA.

Der Schwiegervater von Hugh Adeane Vivian Smith (1910-1978) war Graf Harry Primrose, der Clan-Chef des schottischen Primrose Clans. Harry kam mütterlicherseits aus der Rothschild Familie. Sein Vater Archibald Primrose war britischer Premierminister. (Quelle)

Thomas Dorrien-Smith (1913-1973) heiratete Tamara Imeretinsky. Sie kommt aus der Hochadelsfamilie Bagrationi, die im letzten Jahrtausend über Georgien geherrscht hatte. Die Familie stammt der Legende nach von den Davididen ab, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem geherrscht hatten. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen. Tamara Imeretinsky heiratete in zweiter Ehe Baron Charles Strachey, ein britischer Politiker. Der Baron ist ein Patenkind von Queen Elizabeth II..

Der Politiker und Philanthrop John Smith (1923-2007) war stellvertretender Vorsitzender der Royal Exchange Assurance Corporation, die oben bereits erwähnt wurde. John Smith war über 40 Jahre lang Direktor der bereits erwähnten Privatbank Coutts. Er besetzte auch Direktorenposten bei Rolls-Royce und der Financial Times. Er war zudem Direktor der Ottoman Bank. (Quelle) Diese war früher die Zentralbank des Osmanischen Reiches und wurde von Briten und Franzosen kontrolliert.

John Smiths Mutter war eine Urenkelin von Thomas Cook, der ein Reisebüro gegründet hatte, aus dem sich die „Thomas Cook Group“ entwickelte. Das Unternehmen war einer der grössten Tourismuskonzerne der Welt, ging aber 2019 Konkurs. (Quelle)

John Smiths Tochter Serena heiratete Nicholas Soames, ein britischer Politiker. Nicholas Soames war nicht geschäftsführender Vorsitzender von Aegis Defence Services (Quelle). Das private britische Militär- und Sicherheitsunternehmen ist international aktiv. Private britische Militärunternehmen waren und sind vor allem in ehemaligen britischen Kolonien aktiv. Nicholas Soames war Minister für das britische Militär. Er wurde zum Ritter geschlagen und in den Privy Council aufgenommen. 2018 wurde er in die britische Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO berufen. Sein Grossvater mütterlicherseits war der britische Premierminister Winston Churchill (Freimaurer). Nicholas Soames war ein persönlicher Assistent von James Goldsmith, dessen Söhne in die Rothschild Familie heirateten. (Quelle) Nicholas Soames ist mit dem britischen Prinzen Charles befreundet, der sein Trauzeuge war (Quelle). Nicholas Soames traf 2017 den simbabwischen Diktator Robert Mugabe zu einem persönlichen Gespräch. Soames Vater war der letzte Gouverneur der britischen Kolonie Südrhodesien gewesen. (Quelle) Südrhodesien wurde 1980 zu einem unabhängigen Staat und änderte den Namen in Simbabwe. Von 1987 bis 2017 wurde das Land von Mugabe regiert. Die erste Ehefrau von Nicholas Soames kam mütterlicherseits aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick. Nicholas Soames Schwester Charlotte heiratete in die britische Bankiersfamilie Hambro. (Quelle: 1 und 2)

Anne Smith (*1932) heiratete David Liddell-Grainger. Dieser war von 1969 bis 1974 Grossmeister der Freimaurergrossloge von Schottland (Quelle). Ihr gemeinsamer Sohn ist der Politiker Ian Liddell-Grainger. David kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Bertie.

Der Offizier Richard Abel Smith (1933-2004) heiratete eine Tochter von Douglas Kendrew, ebenfalls ein britischer Offizier. Douglas Kendrew war Gouverneur des australischen Bundesstaates Westaustralien und gehörte somit zur britischen Kolonialelite.

Robert Smith (*1936) heiratete eine Tochter von Vizegraf William Sidney, der Generalgouverneur (höchster Kolonialbeamte) von Australien war (Quelle).

Die Frau von Timothy Smith (1941-2010) kommt mütterlicherseits aus der Backhouse Familie, die 1774 die britische Backhouse’s Bank gegründet hatte (Quelle).

Der Mann von Aileen Smith kam väterlicherseits aus der Grafenfamilie Stanley und mütterlicherseits aus der Markgrafenfamilie Vane-Tempest-Stewart (Quelle).

Der Ehemann von Katherine Smith (*1961) war väterlicherseits ein Enkel von Faith Pease aus der Bankiersfamilie Pease (Quelle). Die Pease Familie ist eine der wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

Edward Abel Smith (*1978) heiratete in erster Ehe in die geadelte Unternehmerfamilie Pearson. Die Familie gründete den Pearson-Verlag, einer der grössten Buchverlage der Welt. Edward Abel Smith heiratete in zweiter Ehe die berühmte Schauspielerin Kate Winslet. Er ist zudem ein Neffe des berühmten Milliardärs Richard Branson (wurde zum Ritter geschlagen). (Quelle: 1 und 2)

Die Ehefrau von Samuel Smith-Bosanquet (*1980) kommt mütterlicherseits aus der Rothschild Familie. Ihr Vater ist Marcus Agius. (Quelle) Marcus Agius war in der Führung von Barclays und Lazard, zwei der mächtigsten Banken der Welt. Er war im Vorstand der BBC. Der britische Fernsehsender ist einer der wichtigsten der Welt. Agius war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle). Er war Treuhänder der Bilderberg-Gruppe (Quelle). Von 2010 bis 2012 war er Vorsitzender der British Bankers Association, eine Lobbyorganisation der britischen Banken.

Neben den bereits erwähnten Heiraten heiratete die Smith Familie im 20. Jahrhundert auch in die schottischen Clans Hamilton, Campbell, Drummond, Carnegie und Sinclair sowie in die englischen Adelsfamilien Villiers, Cadogan und Grimston.

Carrington Familie

Der Politiker Robert Smith (1752-1838) war ein Urenkel des Bankengründers Thomas Smith. Robert Smith erhielt den erblichen Adelstitel eines Barons. Sein gleichnamiger Sohn (1796-1868) wurde der nachfolgende Baron und änderte den Familiennamen in Carrington um, den die Familie bis heute trägt. Die zweite Frau von Robert Smith Junior war mütterlicherseits eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Drummond Clans.

Baron Charles Wynn-Carrington (1843-1928) wurde in den Privy Council aufgenommen und zum Markgrafen geadelt und erhielt mehrere Orden. Er war ein lebenslanger Freund von König Edward VII. (hochrangiger Freimaurer) und war auf 10 Hochzeiten der Königsfamilie. Er war der letzte Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales in Australien. Die Kolonie wurde nach seiner Amtszeit zum heutigen australischen Bundesstaat New South Wales, der bis heute einen Gouveneur hat, der die britische Königsfamilie vertritt. Eine Londoner Zeitung beschrieb Charles Wynn-Carrington als „einen Mann von Welt, von scharfer Intelligenz, belesen und verständnisvoll, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass die Herrschaft der Demokratie unvermeidlich ist und die Politik der Aristokratie darin besteht, das Beste aus der Situation zu machen. Charles Wynn-Carrington war Freimaurer und war der erste Grossmeister der Grossloge von New South Wales. Er vertrat die Grossloge als Grossvertreter in England. (Quelle: 1, 2, 3) Viele Demokratien in den ehemaligen britischen Kolonien wurden von Freimaurern mitgegründet. Charles Wynn-Carringtons Ehefrau kam mütterlicherseits aus der britischen Bankiersfamilie Baring.

William Carrington (1845-1914) erhielt drei Orden und wurde in den Privy Council aufgenommen. Er war Stahlmeister der britischen Königsfamilie. (Quelle)

Peter Carington (1919-2018), der 6. Baron Carrington, war ein sehr angesehenes Mitglied der britischen Elite. Er war Verteidigungs- und Aussenminister. Er spielte eine führende Rolle in der britischen Kolonialpolitik. Er war von 1984 bis 1988 Generalsekretär der NATO und leitete damit das mächtigste Militärbündnis der Welt. In den 90er Jahren war er Vorsitzender des Bilderberg-Treffens und leitete somit das berühmte Elitentreffen. (Quelle: 1 und 2) Von 1983 bis 2002 war er Präsident der Pilgrims Society und leitete somit die wichtigste Gesellschaft zum Austausch der britischen und US-amerikanischen Elite (Quelle). Er war Vorsitzender und Gründungspräsident der Britain-Australia Society zum britisch-australischen Austausch (Quelle). Er war Hochkommissar (britischer Botschafter) in Australien. Er war Vorsitzender der Lords in der Regierung von Alec Douglas-Home, der ebenfalls das Bilderberg-Treffen leitete. Baron Peter Carington war an der Gründung des afrikanischen Staates Simbabwe beteiligt, der zuvor eine britische Kronkolonie war. (Quelle) Er hielt eine Rede bei einem Treffen des Chatham House (die führende britische Denkfabrik) (Quelle). Er war Gouverneur der Ditchley Foundation, eine angloamerikanische Denkfabrik (Quelle). Er wurde in den Privy Council aufgenommen und erhielt mehrere Orden. Er war zwei Jahre lang Vorsitzender der Konservativen Partei.

Baron Peter Carington war auch in der Privatwirtschaft tätig:

  • Er war Direktor der Barclays Bank. Die britische Grossbank ist eine der ältesten und mächtigsten der Welt.
  • Er war Direktor der Hambros Bank. Sie war eine der führenden britischen Banken. Peter Carington kannte dadurch vermutlich die Bankiersfamilie Hambro. Die Smith Familie heiratete, wie bereits erwähnt wurde, dreimal in die Hambro Familie.
  • Er war der erste Vorsitzende der 1970 gegründeten Australia and New Zealand Banking Group. Sie war 2021 die zweitgrösste australische Bank.
  • Er war im internationalen Beirat der Chase Manhattan Bank. Die US-amerikanische Bank war einer der grössten der Welt. Carington kannte vermutlich David Rockefeller, da dieser ebenfalls im internationalen Beirat war.
  • Er war Direktor von Rio Tinto. Das britische Unternehmen ist einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt. Rio Tinto wurde 1873 von Hugh Matheson gegründet und ist seit Ende des 19. Jahrhunderts mit der Rothschild Familie verbunden.
  • Er war Direktor von Cadbury. Der britische Süsswarenkonzern wurde von der Quäkerfamilie Cadbury gegründet.
  • Er war Vorsitzender der General Electric Company (Marconi Company). Das Unternehmen war einer der grössten britischen Industriekonzerne.

Die Interessen von Barclays und Rio Tinto in Afrika haben einige Politiker veranlasst, Caringtons Tauglichkeit als Aussenminister infrage zu stellen.

(Quelle: 1, 2, 3)

Baron Peter Carington war auch Direktor von Hollinger. Das kanadische Medienunternehmen, das 2007 Konkurs ging, war zeitweise einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Das Unternehmen wurde von Conrad Black gegründet und kontrolliert. Der Kanadier wurde von der britischen Königsfamilie zum Baron geadelt. Zur Führung von Hollinger gehörten Mitglieder der britischen Elite, darunter Baron Jacob Rothschild und Sir James Goldsmith. (Quelle)

Peters Sohn Rupert Carington (*1948) ist der 7. und derzeitige Baron Carrington. Er gehörte zur Führung der Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Bei Morgan Grenfell spezialisierte er sich auf Geschäfte in Asien. Bei der britischen Schroders Bank leitete er ebenfalls Geschäfte in Asien.

Baron Rupert Carington war Berater der LGT Group. Sie ist die grössten Bank der Steueroase Liechtenstein und wird von der liechtensteinischen Fürstenfamilie kontrolliert. Rupert Carington traf 2013 gemeinsam mit einem liechtensteinischen Prinzen den saudischen Milliardär Al Waleed bin Talal Al Saud, ein Prinz aus der saudischen Königsfamilie. Beim Treffen wurden dem saudischen Prinzen Investitionsmöglichkeiten in Liechtenstein vorgestellt. (Quelle)

Die Carrington Familie heiratete in mehrere englische Adelsfamilien und in den schottischen Colville Clan. Vizegraf Derek Keppel (1911-1968) kam mütterlicherseits aus der Carrington Familie. Er war der Schwiegersohn des Markgrafen Charles Vane-Tempest-Stewart, der in den 30er Jahren Kontakte zu Nazideutschland pflegte.

Mehrere Mitglieder der Familien Smith und Carrington, darunter der NATO-Chef Peter Carington, waren an der „Royal Military Academy Sandhurst“. Die britische Akademie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Treuhänder der US-amerikanischen Kunstmuseen

Viele Superreiche sind Kunstliebhaber. Daher sind viele grosse Kunstmuseen mit Milliardären verbunden. Am deutlichsten wird dies bei den grossen Kunstmuseen in den USA. Ich hab hier die Treuhänder der wichtigsten Kunstmuseen der USA aufgelistet. Es sind keine vollständigen Listen der Treuhänder. Nur Milliardäre, wichtige Manager und Mitglieder aus Elitefamilien sind aufgelistet. Es sind viele Juden dabei, da diese in der US-Kunstszene eine herausragende Rolle spielen.

Museum of Modern Art

Das Museum of Modern Art (MoMa) in New York besteht seit 1929. Es wurde auf Initiative von Abby Aldrich Rockefeller gegründet. Sie hatte in die Rockefeller Familie geheiratet, die damals die reichste Familie der USA war. Ihr Vater Nelson Aldrich war ein hochrangiger Freimaurer und Mitgründer der US-amerikanischen Zentralbank FED. Zu den Mitgründern des Museum of Modern Art gehörten auch Mitglieder der Familien Crowninshield, Goodyear und Goldman Sachs.

Zu den Treuhändern des Museums gehören viele Milliardäre. Die Liste der Treuhänder ist genauso beeindruckend wie die Mitgliederliste eines Bilderberg-Treffens.

Bemerkenswerte ausländische Treuhänder des MoMa:

Herzog Franz von Bayern: Er ist das Oberhaupt der ehemaligen Königsfamilie von Bayern.

Maja Oeri: Die Schweizerin ist Milliardärin. Ihre Familie gründete und kontrolliert Roche, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt.

Marie-Josée Kravis: Die Kanadierin ist derzeit Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitetreffen. Ihr Ehemann, der amerikanisch-jüdische Milliardär Henry Kravis, ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Henry Kravis besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen. Marie-Josée Kravis ist derzeit im internationalen Beratungskomitee der New Yorker Abteilung der US-Zentralbank FED.

John Elkann: Der Milliardär gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli, die als die mächtigste Unternehmerfamilie Italiens gilt. John Elkann heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza.

Philip S. Niarchos: Er ist ein griechischer Milliardär. Sein Vater Stavros Niarchos galt als einer der reichsten Männer der Welt und besuchte das Bilderberg-Treffen. Stavros Niarchos war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner des US-amerikanischen Milliardärs David Rockefeller. Zu den Verwandten und Schwägern der Niarchos Familie gehören die Familien Ford, Livanos, Onassis, Borghese, Spencer-Churchill und Guinness.

Eyal Ofer: Der Milliardär gilt derzeit als der reichste Israeli.

Sarah Arison: Sie kommt aus der israelischen Milliardärsfamilie Arison. Shari Arison ist langjährige Hauptaktionärin der Bank Hapoalim, die grösste israelische Bank.

Clarissa Alcock Bronfman: Die Venezolanerin heiratete in die kanadisch-jüdische Milliardärsfamilie Bronfman. Ihr Mann kontrollierte früher die Universal Music Group, das grösste Musikunternehmen der Welt. Ihr Schwiegervater war Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Patricia Phelps de Cisneros: Sie heiratete in die venezolanische Milliardärsfamilie Cisneros. Ihr Mann Gustavo besuchte das Bilderberg-Treffen.

Adrian Cheng: Er kommt aus der Hongkonger Multimilliardärsfamilie Cheng.

Xin Zhang: Eine chinesische Milliardärin.

Lonti Ebers: Sie ist die Frau des Milliardärs Bruce Flatt. Das aus Kanada stammende Ehepaar lebt in New York und London. Bruce Flatt ist CEO von Brookfield Asset Management. Der kanadische Finanzkonzern verwaltet derzeit 725 Milliarden US-Dollar.

Lise Stolt-Nielsen: Ihr Vater war der norwegische Milliardär Jacob Stolt-Nielsen.

Diana Widmaier Picasso: Die Französin ist eine Enkelin des berühmten Malers Pablo Picasso.

Bemerkenswerte US-amerikanische Treuhänder des MoMa:

David Rockefeller, Jr.: Er kommt aus der Milliardärsfamilie Rockefeller, die als eine der mächtigsten Familien der USA gilt.

Sharon Percy Rockefeller: Sie heiratete in die Rockefeller Familie und war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.

Laurence Fink: Der jüdische Milliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO von BlackRock, einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. BlackRock ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit über 10 Billionen US-Dollar. Laurence Fink gehört derzeit zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Ronald S. Lauder: Der jüdische Milliardär ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Die Lauder Familie gilt als eine der reichsten Familien der USA und kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder.

Robert Soros: Er ist ein Sohn des berühmten jüdischen Milliardärs George Soros.

David Booth: Der Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von Dimensional Fund Advisors. Der Finanzkonzern verwaltet derzeit über 650 Milliarden US-Dollar.

Anne Dias Griffin: Ihr Exmann ist der Multimilliardär Kenneth Griffin. Dieser gründete und führt Citadel, einer der grössten Hedgefonds der Welt. Kenneth Griffin besuchte das Bilderberg-Treffen.

Steve Cohen: Der jüdische Multimilliardär gründete und führt Point72 Asset Management, ein grosser Hedgefonds.

Glenn Dubin: Der jüdische Milliardär und Hedgefonds-Manager soll aktives Mitglied des mit Jeffrey Epstein verbundenen Jugendprostitutionsrings gewesen sein. Seine Frau Eva hatte vor ihrer Ehe eine romantische Beziehung mit Jeffrey Epstein. Eva war oder ist noch immer mit Ghislaine Maxwell befreundet, die als Epsteins beste Freundin galt und für ihn Mädchen beschaffte. Maxwell ist die Tochter des verstorbenen britischen Politikers und Medienunternehmers Robert Maxwell (war höchstwahrscheinlich Agent des Mossad). Nachdem Epstein 2010 aus dem Gefängnis entlassen wurde, hatte Eva Dubin weiterhin Kontakt zu ihm. In einer E-Mail an Epsteins Bewährungshelfer schrieb Eva: „Ich fühle mich mit Jeffrey Epstein um meine Kinder zu 100-prozentig wohl“.

Leon D. Black: Der jüdische Milliardär gründete Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Er bezahlte dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein 158 Millionen US-Dollar für finanzielle Beratung (ein sehr grosszügiger Betrag). Leon Black verkehrt mit führenden Köpfen der US-Elite.

Jon Stryker: Der Milliardär kommt aus der Stryker Familie. Die Familie gründete die Stryker Corporation, einer der weltweit grössten Hersteller von medizinischen Geräten.

Maurice R. Greenberg: Der jüdische Exmilliardär ist sehr gut vernetzt und leitete die American International Group, einer der grössten Versicherungskonzerne der USA. Sein Sohn Evan Greenberg besuchte das Bilderberg-Treffen.

Jerry I. Speyer: Der jüdische Milliardär und Immobilienunternehmer besuchte das Bilderberg-Treffen. Er verkehrt mit führenden Köpfen der US-Elite.

Wallis Annenberg: Sie heiratete in die jüdischen Milliardärsfamilie Annenberg.

Alice M. Tisch: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

Mimi Haas: Sie heiratete in die Milliardärsfamilie Haas, die bereits im 19. Jahrhundert zur amerikanisch-jüdischen Elite gehörte. Die Familie kontrolliert Levi Strauss & Co., ein grosser Bekleidungseinzelhändler.

Sid R. Bass: Der Milliardär verkehrt mit führenden Köpfen der US-Elite. Sein Grossonkel Sid Richardson wurde über das Erdölgeschäft zu einem der reichsten Männer der USA.

Daniel S. Och: Der jüdische Milliardär gründete zusammen mit der jüdischen Milliardärsfamilie Ziff einen grossen Hedgefonds.

Daniel Sundheim: Der jüdische Milliardär gründete und führt D1 Capital Partners, ein grosser Hedgefonds.

Kathleen Fuld: Ihr Ehemann ist der jüdische Exmilliardär Richard Severin Fuld. Er leitete die Grossbank Lehman Brothers bis zu ihrem Zusammenbruch 2008. Lehman Brothers war eine der grössten Investmentbanken der Welt.

Emily Rauh Pulitzer: Sie heiratete in die jüdischstämmige Milliardärsfamilie Pulitzer. Joseph Pulitzer stiftete 1917 den Pulitzer-Preis.

Agnes Gund: Sie kommt aus der Milliardärsfamilie Gund.

Tony Tamer: Ein Private Equity-Investor und Milliardär.

Gary Winnick: Ein jüdischer Exmilliardär.

Michael S. Ovitz: Der jüdische Geschäftsmann gehört zur Hollywood-Elite und war Präsident der Walt Disney Company, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.

Jill Kraus: Ihr Ehemann ist der jüdische Manager Peter Kraus, der leitende Positionen bei Goldman Sachs, Merrill Lynch und AllianceBernstein besetzte. Die drei Unternehmen gehören zu den grössten Vermögensverwaltern der Welt.

Eric Adams: Er ist derzeit Bürgermeister von New York.

Stand: 14.6.2022

(Quelle)

Metropolitan Museum of Art

Das Metropolitan Museum of Art (Met) in New York ist das grösste Kunstmuseum der USA. Es wurde 1870 gegründet. Der Geschäftsmann Theodore Roosevelt Sr. half bei der Gründung des Museums. Sein Sohn war der US-Präsident und Freimaurer Theodore Roosevelt.

Bemerkenswerte ausländische Treuhänder des Met:

Hussa Sabah al-Salem al-Sabah: Sie heiratete in die Königsfamilie von Kuwait.

Michel David-Weill: Er führte die Lazard Bank und kommt aus der französisch-jüdischen Bankiersfamilie Weill. Er kennt führende Familien der europäischen und US-amerikanischen Elite. Seine Tochter heiratete in die französisch-jüdische Bankiersfamilie Stern.

Nita M. Ambani: Sie ist die Ehefrau des indischen Unternehmers Mukesh Ambani, der als einer der reichsten Menschen der Welt gilt. Mukesh war auf einer Geburtstagsfeier des britischen Prinzen Charles. Mukesh gehört derzeit zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Michael ByungJu Kim: Er ist ein koreanisch-amerikanischer Milliardär und Private Equity-Investor. Er heiratete eine Tochter des ehemaligen südkoreanischen Premierministers Park Tae-joon, der den südkoreanischen Stahlkonzern POSCO gründete, einer der grössten Stahlproduzenten der Welt.

Rahmi M. Koç: Er kommt aus der Koç Familie, die als die reichste Familie der Türkei gilt. Die Familie ist mit der westlichen Elite vernetzt und ist derzeit im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen vertreten.

Alejandro Santo Domingo: Er kommt aus der kolumbianischen Milliardärsfamilie Santo Domingo. Seine Frau kommt väterlicherseits aus der britischen Herzogsfamilie Wellesley und mütterlicherseits aus der ehemaligen deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern. Die Santo Domingo Familie heiratete auch in die monegassische Fürstenfamilie.

Dasha Zhukova: Die Russin war mit dem russisch-jüdischen Milliardär Roman Abramovich verheiratet. Ihr derzeitiger Ehemann kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Zum Freundeskreis des Ehepaares gehören Mitglieder der Familien Trump, Agnelli, Borromeo, Brandolini d’Adda, Hannover, Thurn und Taxis, Santo Domingo sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland, Grossbritannien und Monaco.

Sir Joseph Hotung: Der Hongkonger war Direktor der britischen Grossbank HSBC, die wichtigste Bank Hongkongs. Er und sein Grossvater Robert Hotung wurden von der britischen Königsfamilie zu Rittern geschlagen. Hongkong war bis 1997 eine britische Kolonie. Die Hotung Familie ist mit dem Milliardär Stanley Ho verwandt, der sein Vermögen mit Kasinos in Macau machte. Stanley Ho und seine Kasinos galten als mit den Triaden (chinesische Mafia) verbunden. Die Familien Hotung und Ho haben neben chinesischen auch niederländisch-jüdische Vorfahren.

Sir Paul Ruddock: Der Brite gehörte zur Führung des britischen Vermögensverwalters Schroders und kannte dadurch vermutlich die Bankiersfamilie Schröder. Er wurde zum Ritter geschlagen.

Bemerkenswerte US-amerikanische Treuhänder des Met:

Henry A. Kissinger: Der jüdische Expolitiker war einer der wichtigsten Akteure der US-Aussenpolitik und ist bis heute in Denkfabriken aktiv. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er war mit David Rockefeller und Giovanni Agnelli befreundet, zwei der mächtigsten Geschäftsmänner der letzten 50 Jahre.

David T. Schiff: Er kommt aus der jüdischen Bankiersfamilie Schiff.

John Pritzker: Er kommt aus der jüdischen Pritzker Familie, die als eine der reichsten Familien der USA gilt.

Ronald S. Lauder: Der jüdische Milliardär ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Die Lauder Familie gilt als eine der reichsten Familien der USA und kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder.

J. Tomilson Hill: Der Milliardär war Mitgründer der Blackstone Group, das derzeit grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Er ist derzeit Treuhänder der Guggenheim-Stiftung.

James „Jim“ W. Breyer: Der jüdische Milliardär finanzierte den Aufbau von Facebook mit. Seine Frau ist die Schwester der Politikerin Elaine Chao (Ehefrau des Politikers Mitch McConnell). Breyers Frau war zuvor mit dem jüdischen Milliardär Bruce Wasserstein verheiratet gewesen. Bruce Wasserstein leitete die Lazard Bank. Breyer ist derzeit im Vorstand der Blackstone Group und war im Vorstand von Walmart und Dell.

Philip H. Isles: Seine Grossmutter kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman. Seine Frau kommt aus einer dänischen Grafenfamilie und ihre Grossmutter kam aus der Van Rensselaer Familie, die schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte.

Debra Black: Sie heiratete den jüdischen Milliardär Leon Black. Ihr Bruder ist der jüdische Milliardär Tony Ressler. Leon Black und Tony Ressler gründeten Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

James R. Houghton: Er kommt aus der Houghton Familie, die den Technologiekonzern Corning gegründet und aufgebaut hat. James Schwester heiratete in die jüdische Weinberg Familie, die Partner der führenden Investmentbank Goldman Sachs war. Die Houghton Familie brachte zwei Botschafter hervor.

Charlotte C. Weber: Sie gehört zur Milliardärsfamilie Dorrance. Diese kontrolliert die Campbell Soup Company, einer der grössten Lebensmittelkonzerne der USA.

Annette de la Renta: Sie ist die Tochter des deutsch-niederländisch-jüdischen Bankiers Fritz Mannheimer. Zu ihren Freunden gehörte die verstorbene Brooke Astor und Henry Kissinger.

Merryl H. Tisch: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

William C. Rudin: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Rudin.

Jeffrey W. Greenberg: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Greenberg und leitete den Finanzkonzern Marsh McLennan, der als der grösste Versicherungsmakler der Welt gilt. Jeffreys Bruder Evan Greenberg besuchte das Bilderberg-Treffen.

Marina Kellen French: Ihre Mutter kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Arnhold und ihr Vater leitete die Investmentbank der Arnhold Familie (Arnhold and S. Bleichroeder).

Howard Marks: Der jüdische Milliardär ist Mitgründer und Vorsitzender von Oaktree Capital Management. Das Finanzunternehmen verwaltet derzeit 164 Milliarden US-Dollar.

Renée Belfer: Ihr Mann ist der jüdische Multimillionär Robert Alexander Belfer. Er war Mitgründer und Grossaktionär von Enron, der bis zu seinem Konkurs einer der grössten Energiekonzerne der USA war.

Mary J. Wallach: Sie heiratete in die jüdische Wallach Familie. Die Familie besitzt Central National-Gottesman, ein grosses Familienunternehmen.

Hamilton E. James: Ein Milliardär.

Richard L. Chilton Jr: Ein ehemaliger Milliardär.

Mary Jaharis: Sie ist die Witwe des Pharmamilliardärs Michael Jaharis.

Linda Macklowe: Sie war mit dem jüdischen Immobilienunternehmer Harry Macklowe verheiratet. Dieser ist Multimillionär und ehemaliger Milliardär.

Edward „Ted“ N. Pick: Er ist derzeit Co-Präsident von Morgan Stanley, eine der grössten Investmentbanken der Welt.

Charles N. Atkins: Er war Direktor von Morgan Stanley und Vizepräsident von Lehman Brothers sowie Berater von Guggenheim Securities. Derzeit ist er Berater der Credit Suisse.

Ursula Burns: Sie besetzte Vorstandsposten bei den Grosskonzernen Exxon Mobil, Nestlé und Uber.

E. John Rosenwald: Der jüdische Manager war stellvertretender Vorsitzender der Grossbanken JPMorgan und Bear Stearns.

Gaby Sulzberger: Es handelt sich womöglich um Gabrielle Sulzberger, die Ehefrau von Arthur Ochs Sulzberger Jr. Die jüdische Sulzberger Familie besitzt die New York Times, eine der wichtigsten Zeitungen der Welt.

Stand: Juli 2021

(Quelle)

Der 2019 verstorbene David Koch, der als einer der reichsten Männer der Welt galt, war ebenfalls Treuhänder des Metropolitan Museum of Art (Quelle).

Whitney Museum of American Art

Das Whitney Museum in New York wurde 1930 von Gertrude Vanderbilt Whitney gegründet. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der Welt war. Gertrude heiratete in die Whitney Familie, die ebenfalls bereits im 19. Jahrhundert zur Elite der USA gehörte.

Bemerkenswerte Treuhänder des Whitney Museum:

Flora Miller Biddle: Sie ist die Tochter der Museumsgründerin Gertrude Vanderbilt Whitney.

Fiona Irving Donovan: Eine Urenkelin der Museumsgründerin Gertrude Vanderbilt Whitney.

Leonard A. Lauder: Die jüdische Lauder Familie gilt als eine der reichsten Familien der USA und kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder. Leonards Bruder Ronald Lauder ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Nancy Carrington Crown: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Crown.

Victor F. Ganzi: Er leitete den Medienkonzern der Milliardärsfamilie Hearst.

Kenneth C. Griffin: Der Multimilliardär gründete und führt Citadel, einer der grössten Hedgefonds der Welt. Er besuchte das Bilderberg-Treffen.

Katja Goldman: Sie ist eine Nichte von Sol Goldman und gehört damit zur jüdischen Milliardärsfamilie Goldman.

Anne-Cecilie Engell Speyer: Sie heiratete einen Sohn des jüdischen Milliardärs Jerry Speyer (besuchte das Bilderberg-Treffen).

Laurie M. Tisch: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Tisch.

Beth Rudin DeWoody: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Rudin.

Mary E. Bucksbaum Scanlan: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Bucksbaum.

Neil G. Bluhm: Der jüdische Milliardär ist ein Immobilien- und Kasinounternehmer.

Thomas H. Lee: Der jüdische Milliardär ist ein Private Equity-Investor.

Stand: 16.3.2022

(Quelle)

Art Institute of Chicago

Das Art Institute of Chicago besteht seit 1866.

Bemerkenswerte Treuhänder des Art Institute of Chicago:

Usha Mittal: Sie ist die Ehefrau von Lakshmi Mittal, einer der reichsten und mächtigsten Inder. Er kontrolliert ArcelorMittal, der derzeit zweitgrösste Stahlproduzent der Welt.

Anita Blanchard: Sie und ihr Mann Martin Nesbit sind Nachbarn und enge Freunde von Ex-Präsident Barack Obama und seiner Familie.

Kenneth C. Griffin: Der Multimilliardär gründete und führt Citadel, einer der grössten Hedgefonds der Welt. Kenneth Griffin besuchte das Bilderberg-Treffen.

Marilynn Thoma: Ihr Mann ist der Milliardär Carl Thoma. Er ist Mitgründer und Partner von Thoma Bravo, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

Arie Steven Crown: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Crown.

Thomas J. Pritzker: Er kommt aus der jüdischen Pritzker Familie, die als eine der reichsten Familien der USA gilt.

Joe Mansueto: Der Milliardär gründete und führt den Finanzkonzern Morningstar, der über 200 Milliarden US-Dollar verwaltet.

Karen Z. Gray-Krehbiel und Jay Frederick Krehbiel: Sie kommen aus der jüdischen Milliardärsfamilie Krehbiel. Die Familie gründete das Elektrounternehmen Molex, das inzwischen zum Grosskonzern Koch Industries gehört.

Anne Searle Bent: Sie kommt aus der Milliardärsfamilie Searle. Die Familie gründete das Pharmaunternehmen GD Searle, das inzwischen zu Pfizer gehört.

E. Scott Santi: Er leitet derzeit den Industriekonzern Illinois Tool Works, einer der weltweit grössten Maschinenbauer. Der Konzern wurde von der Milliardärsfamilie Smith gegründet.

Frederick H. Waddell: Der Manager leitete den Finanzkonzern Northern Trust, der ebenfalls von der Smith Familie gegründet wurde. Northern Trust ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet über eine Billion US-Dollar. Waddell war Direktor von Abbvie, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Waddell ist derzeit Direktor von IBM, einer der grössten IT-Konzerne der Welt. Er war Direktor der Abteilung der Zentralbank FED in Chicago.

Shirley Welsh Ryan: Ihr Mann ist der Milliardär Patrick Ryan, einer der reichsten Versicherungsunternehmer der Welt.

Mary Jaharis: Sie ist die Witwe des Pharmamilliardärs Michael Jaharis.

Carolyn S. Bucksbaum: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Bucksbaum.

Eric Lefkofsky: Der jüdische Milliardär besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren.

Neil G. Bluhm: Der jüdische Milliardär ist ein Immobilien- und Kasinounternehmer.

Michael Polsky: Ein jüdischer Milliardär.

Andrew M. Rosenfield: Er ist Partner des Finanzkonzerns Guggenheim Partners. Er ist vermutlich Jude.

Stand: 16.5.2022

(Quelle)

The Frick Collection

Die Frick Collection in New York City besteht seit 1935. Das Kunstmuseum wurde vom Industriellen Henry Clay Frick gegründet, der 1918 als der zweitreichste Amerikaner galt (der reichste war Rockefeller).

Bemerkenswerte Treuhänder der Frick Collection:

Emily T. Frick: Sie heiratete einen Enkel des Museumsgründers Henry Clay Frick. Zuvor war sie mit einem Mitglied der Du Pont Familie verheiratet gewesen, eine der mächtigsten Familiendynastien der USA.

Helen Clay Chace: Sie ist eine Urenkelin des Museumsgründers Henry Clay Frick.

Howard Phipps Jr: Er kommt aus der Milliardärsfamilie Phipps, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Amerikanern gehört. Die Familie heiratete mehrfach in den britischen Adel.

Stephen A. Schwarzman: Der jüdische Multimilliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO der Blackstone Group, das derzeit grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Schwarzman ist Mitglied bei Skull and Bones.

Margot Bogert: Ihr Urgrossvater William Crapo Durant gründete General Motors, einer der grössten Automobilkonzerne der Welt.

Bernard Selz: Der jüdische Hedgefonds-Manager spendete Millionen an impfkritische Bewegungen, darunter 200 000 US-Dollar an den Impfgegner Andrew Wakefield (der absichtlich oder unabsichtlich Desinformationen verbreitet).

Kathleen Feldstein: Sie war die Ehefrau des jüdischen Ökonoms Martin Feldstein. Dieser besuchte das Bilderberg-Treffen und war Mitglied der Group of Thirty, eine einflussreiche Interessensvereinigung der Zentralbanken. Er war fast 30 Jahre lang im Exekutivkomitee der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik. Er war Direktor der Grosskonzerne JPMorgan, American International Group, Eli Lilly, HCA und TRW.

Isaiah Townsend Burden III: Sein gleichnamiger Grossvater verkehrte mit der New Yorker Elite, darunter mit den Familien Astor, Vanderbilt, Winthrop, Van Rensselaer und Livingston.

Stand: 14.6.2022

(Quelle)

San Francisco Museum of Modern Art

Das San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) besteht seit 1935.

Bemerkenswerte Treuhänder des SFMOMA:

James „Jim“ Breyer: Der jüdische Milliardär wurde oben bereits erwähnt.

Charles R. Schwab: Der Milliardär ist Gründer und Vorsitzender der Charles Schwab Corporation. Der Finanzkonzern verwaltet nach eigenen Angaben über 7 Billionen US-Dollar.

Lisa S. Pritzker: Sie heiratete in die jüdische Pritzker Familie, die als eine der reichsten Familien der USA gilt.

Robert J. Fisher: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Fisher. Die Familie gründete und kontrolliert den Bekleidungseinzelhändler Gap, eines der grössten Familienunternehmen der USA.

Mimi Haas: Sie heiratete in die Milliardärsfamilie Haas, die bereits im 19. Jahrhundert zur amerikanisch-jüdischen Elite gehörte. Die Familie kontrolliert Levi Strauss & Co., ein grosser Bekleidungseinzelhändler.

Penny Coulter: Ihr Ehemann James „Jim“ Coulter ist Milliardär und Mitgründer von TPG, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

Richard Kovacevich: Er leitete Wells Fargo, eine der grössten Banken der Welt.

Deryck Maughan: Der Manager besetzte hohe Positionen bei BlackRock, Citigroup, KKR, Salomon Brothers, Thomson Reuters und GlaxoSmithKline.

Lydia Shorenstein: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Shorenstein. Ihr Ehemann Douglas war Vorsitzender der Abteilung der Zentralbank FED in San Francisco.

Katie Rodan: Eine jüdische Milliardärin.

Stand: 9.12.2021

(Quelle)

Los Angeles County Museum of Art

Das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) besteht seit 1910.

Bemerkenswerte Treuhänder des LACMA:

Dasha Zhukova: Die Russin wurde oben bereits erwähnt.

Al Mayassa bint Hamad bin Khalifa Al-Thani: Sie kommt aus der katarischen Königsfamilie.

Elaine P. Wynn: Sie ist eine jüdische Milliardärin und wird als „Königin von Las Vegas“ bezeichnet. Ihr Exmann ist der jüdische Milliardär und Kasinounternehmer Steve Wynn, ein Kumpel von Donald Trump. Steve Wynn und seine Kasinos sind mit Kriminellen verbunden. Steve Wynn hat Kontakte nach China und Macau. Das US-Justizministerium behauptete 2022, dass Steve Wynn Lobbyarbeit für China in der Trump-Regierung betrieben hat. Das US-Justizministerium forderte ihn daher auf, sich als ausländischen Agenten regriestrieren zu lassen.

Tony P. Ressler: Der jüdische Milliardär war Mitgründer von Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Sein Schwager ist der jüdische Milliardär Leon Black.

Willow Bay: Sie ist die Ehefrau des jüdischen Managers Bob Iger, der die Walt Disney Company leitete, einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Bob Iger besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren.

Robert „Bobby“ Kotick: Er ist CEO von Activision Blizzard, einer der grössten Videospielkonzerne der Welt. Er war mit der jüdischen Milliardärin Sheryl Sandberg zusammen, die zur Führungsclique von Facebook gehört. Kotick und Sandberg besuchten die Sun Valley Konferenz.

Terry Semel: Der jüdische Manager leitete die Medienkonzerne Yahoo und Warner Bros. Er besuchte die Sun Valley Konferenz.

Nicole Avant: Sie war US-Botschafterin auf den Bahamas. Ihr Mann Ted Sarandos ist co-CEO des Medienkonzerns Netflix und besuchte die Sun Valley Konferenz.

Janet Crown: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Crown.

Wallis Annenberg und Gregory Annenberg Weingarten: Sie gehören zur jüdischen Milliardärsfamilie Annenberg.

Carter Reum: Seine Schwester heiratete in die Annenberg Familie. Er heiratete Paris Hilton, ein Promi. Paris Schwester Nicky heiratete in die Rothschild Familie.

Steve Tisch: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Tisch.

Ann Ziff: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Ziff.

Rebecka Belldegrun: Die israelisch-amerikanische Investorin und Milliardärin wurde in eine jüdische Familie in Finnland geboren. Ihr Bruder Poju Zabludowicz lebt in Grossbritannien und ist ebenfalls Milliardär.

Mellody Hobson: Sie ist derzeit Vorsitzende des Kaffeekonzerns Starbucks und Mitglied des Lenkungsausschusses Bilderberg-Treffen.

Nicolas Berggruen: Ein jüdischstämmiger Investor und Milliardär. Er ist bei vielen Denkfabriken präsent und gründete eine eigene Denkfabrik.

Suzanne Kayne: Ihr Ehemann ist der jüdische Private Equity-Investor und Milliardär Richard Kayne.

Donald Bren: Ein jüdischstämmiger Immobilienunternehmer und Multimilliardär.

Lynda Resnick: Sie und ihr Ehemann Stewart Resnick sind beide jüdische Milliardäre.

Zu den Treuhändern gehören noch ein paar Multimillionäre.

Stand 14.6.2022

(Quelle)

Ein weiteres wichtiges Museum ist das Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Es wurde von der jüdischen Guggenheim Familie gegründet, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien der USA war. Das Museum wird von der „Solomon R. Guggenheim Foundation“ betrieben. Zum Kuratorium der Stiftung gehören Nachkommen der Guggenheim Familie und der russische Milliardär Vladimir Potanin. (Mehr dazu im Beitrag zur Guggenheim Familie).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Japanische Kaiserfamilie

Die japanische Monarchie gilt als die älteste Erbmonarchie der Welt und besteht bis heute. Der Überlieferung nach war Jimmu der erste Tennō (Kaiser) von Japan und bestieg angeblich im Jahr 660 vor Christus den Thron. Seither sollen alle japanischen Kaiser zu seinen Nachkommen gehört haben. Somit herrscht die Familie der Legende nach seit über 2500 Jahren über Japan. Die Abstammungslegende ist aber nicht historisch bewiesen. Historiker gehen davon aus, dass die herrschende Blutlinie seit 1000 bis 1500 Jahren besteht.

Der erste Kaiser Jimmu war der Legende nach mit mehreren Göttern aus der japanischen Mythologie verwandt und verschwägert. Aus den japanischen Mythen entwickelte sich eine Religion, der Shintoismus (Shintō), in der japanische Gottheiten verehrt werden. Der Shintoismus ist bis heute zusammen mit dem Buddhismus die wichtigste Religion in Japan. Über die Hälfte der Japaner bekennen sich zu ihm. Der erste Kaiser Jimmu war der Legende nach ein Nachkomme der Sonnengöttin Amaterasu. Sie ist die wichtigste Göttin im Shintoismus. Noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges behauptete die Kaiserfamilie, von Amaterasu abzustammen. Der Kaiser ist bis heute das geistliche Oberhaupt des Shintoismus. In der Vergangenheit war zeitweise die Verehrung der Kaiserfamilie Teil des Shintoismus. Im Gegensatz zu anderen Monarchien ist die Kaiserfamilie heute noch bei grossen Teilen des Volkes sehr beliebt.

Die Kaiserfamilie soll auch Blut des koreanischen Königs Muryeong (lebte Mitte des ersten Jahrtausends) in sich haben.

Japanische Wirtschaft

Japan hatte in den letzten Jahren die drittgrösste Wirtschaft der Welt und war meist das viert- oder fünftgrösste Exportland. Im 20. Jahrhundert war Japan die wirtschaftlich einflussreichste Grossmacht in Asien. Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde China zur führenden Wirtschaftsmacht Asiens. Japan gilt als eines der technologisch fortschrittlichsten Länder der Welt.

Die japanische Wirtschaftselite kontrolliert mächtige Grossbanken. Japan ist der grösste ausländische Investor in den USA. Die japanische Grossbank MUFG ist derzeit mit einem Anteil von über 20 Prozent Hauptaktionär der US-Bank Morgan Stanley, eine der grössten und mächtigsten Investmentbanken der Welt. Der japanische Yen belegte in den letzten Jahren Platz 3 der meistgehandelten Währungen der Welt.

Die japanischen Banken gehören zu den grössten Kreditgebern der Welt. 2013 verliehen sie mehr Geld ins Ausland als die Banken aller anderen Länder (Quelle). Japan löste China 2019 zeitweise als grösster Gläubiger der USA ab (Quelle). Japan ist das meistverschuldete Land der Welt. Der grösste Gläubiger des Landes ist die japanische Zentralbank.

Japan war das erste asiatische Land, in dem die Industrielle Revolution begann. Die ersten Grossbanken und Grosskonzerne des Landes wurden von ein paar wenigen Unternehmerfamilien gegründet und kontrolliert. Die wichtigsten Familien wären Iwasaki, Mitsui und Sumitomo, die massgeblich am Aufbau der Industrie und der Finanzwirtschaft Japans beteiligt waren. Die drei Familien erhielten alle einen Adelstitel vom Kaiser und heirateten in japanische Adelsfamilien. Viele der heutigen Grossbanken und Grosskonzerne in Japan gehen auf die Unternehmen dieser drei Familien zurück.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges galt die japanische Kaiserfamilie als eine der reichsten Herrscherfamilien der Welt. Sie besass neben Land auch Anteile an japanischen Grossbanken. (Quelle)

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wuchs die japanische Börse zur grössten Börse der Welt heran. Sie machte 45 Prozent der globalen Marktkapitalisierung aus und erreichte eine um 50 Prozent höhere Kapitalisierung als der Aktienmarkt der USA. Die japanischen Grossbanken waren zu der Zeit die wertvollsten Unternehmen der Welt. Durch eine Spekulationsblase schossen die Immobilienpreise in Japan fast senkrecht in die Höhe. 1989 entsprach der geschätzte Gesamtwert aller japanischen Immobilien etwa einem Fünftel des damaligen globalen Vermögens und dem Doppelten der weltweiten Börsenkapitalisierung. Wie Ökonomen berechnet haben, war damals allein die Fläche um den Kaiserpalast in Tokio gleich hoch bewertet wie ganz Kanada. 1989 platzte die Immobilienblase, was den Höhenflug des japanischen Finanzwesens beendete. (Quelle: 1 und 2)

Meiji-Revolution

Vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts war der Einfluss der Kaiserfamilie stark eingeschränkt. In dieser Zeit war die Shogun-Familie Tokugawa die führende Familie der japanischen Aristokratie. Sie isolierte das Land vom Rest der Welt. 1868 führte die Meiji-Revolution zur Entmachtung der Tokugawa Familie und die Kaiserfamilie übernahm wieder die Macht in Japan. Die beiden Familien haben sich aber versöhnt und sind über Heiraten im 20. Jahrhundert verbunden, was weiter unten erläutert wird.

Nachdem die Kaiserfamilie wieder an der Macht war, öffnete sie den bis dahin isolierten japanischen Markt für westliche Kolonialmächte. Zu dieser Zeit bildete sich der Kazoku, ein japanisches Adelssystem nach britischem Vorbild. Zudem bildete sich ein Parlament nach britischem Vorbild.

1869, ein Jahr nach der Revolution, besuchte der erste britische Prinz den japanischen Kaiser. Es gibt bis heute Treffen zwischen den beiden Herrscherfamilien. (Quelle)

Seit Ende des 19. Jahrhunderts besuchten japanische Prinzen weitere Königsfamilien.

1902 schlossen das britische Königreich (damals noch führende Weltmacht) und das japanische Kaiserreich eine Allianz, bekannt als Anglo-Japanische Allianz. Das Bündnis bestand bis 1923. Der Vertrag von 1902 wurde in London von Hayashi Tadasu unterzeichnet, der japanischer Botschafter in Grossbritannien war. Der japanische Kaiser adelte Hayashi Tadasu zum Grafen. Hayashi Tadasu hatte in den 1860er Jahren in England studiert. 1903 wurde er in London in eine Freimaurerloge aufgenommen. 1905 wurde er zum Senior Grand Warden der Grossloge von England ernannt. Dies geschah auf Initiative des britischen Prinzen Arthur von Connaught (hochrangiger Freimaurer und Templer). (Quelle: 1 und 2) Hayashi Tadasu hatte einen Enkel, der von der Iwasaki Familie adoptiert wurde. Die Iwasaki Familie ist eine der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite.

Nishi Amane und Tsuda Mamichi gelten als die ersten japanischen Freimaurer. 1863 reisten sie in die Niederlande, um dort zu studieren. Japan war zu dieser Zeit noch isoliert und sehr wenige Japaner studierten im Ausland. Nishi Amane und Tsuda Mamichi studierten an der niederländischen Universität Leiden, die 1575 von Wilhelm I. (Stammvater der niederländischen Königsfamilie) gegründet worden war. Die beiden Japaner studierten beim niederländischen Professor Simon Vissering, ein Freimaurer. Er nahm die beiden Studenten in die Freimaurerei auf. 1865 kehrten sie nach Japan zurück. Nach der Meiji-Revolution setzten sich die beiden dafür ein, dass man Elemente der westlichen Zivilisation in Japan einführen sollte. Die beiden wurden vom Kaiser zu Baronen geadelt. (Quelle: 1, 2, 3)

Auslandskontakte

Mitglieder der Kaiserfamilie trafen in den letzten Jahrzehnten Mitglieder aus fast allen oder sogar allen noch amtierenden Königsfamilien der Welt sowie Mitglieder aus nicht amtierenden Königsfamilien. Mitglieder der Kaiserfamilie waren auf vielen Beerdigungen und mehreren Hochzeiten von Königsfamilien. (Quelle: 1 und 2) Der derzeitige Kaiser Naruhito (*1960) hatte neben diplomatischen auch persönlichen Kontakt zu europäischen Königsfamilien und ging mit Hochadligen Ski fahren und segeln (Quelle: Seite 151 und 152). Die japanische Kaiserfamilie heiratete 2017 in die omanische Herrscherfamilie (Quelle). Kaiser Akihito (*1933) war ein langjähriger Freund des 2016 verstorbenen thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej (Quelle). Die Kaiserfamilie unterhält eine langjährige Freundschaft zur ehemaligen nepalesischen Königsfamilie, die bis 2008 über Nepal herrschte (Quelle). Ein Prinz aus der japanischen Kaiserfamilie war 1989 auf einer Beerdigung der ehemaligen koreanischen Königsfamilie, die bis 1910 über Korea geherrscht hatte (Quelle). Die japanische Prinzessin Masako von Nashimoto (1901-1989) heiratete in die koreanische Königsfamilie (Quelle).

Mitglieder der Kaiserfamilie trafen sehr viele Staatschefs, darunter alle US-Präsidenten der letzten Jahrzehnte. Im Zweiten Weltkrieg bekriegten sich Japan und die USA. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges schlossen die beiden Länder Frieden und Japan wurde ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen den sich ausbreitenden Kommunismus in Asien. Inzwischen ist Japan der wichtigste strategische Partner der USA in Ostasien. Die beiden Grossmächte sind auch wirtschaftlich eng verbunden.

Kaiser Akihito und seine Frau unternahmen 1994 eine 16-tägige Tour durch die USA. In New York nahmen sie an einem Abendessen teil, bei dem einflussreiche europäische Politiker dabei waren. Der berühmte Bankenchef David Rockefeller und Arthur Ochs Sulzberger (damaliger Vorsitzender der New York Times Company) leiteten das Begrüssungskomitee für das Abendessen. Weitere Gäste waren der Unternehmer und zukünftige US-Präsident Donald Trump und sein Kumpel Rudolph Giuliani, der damals Bürgermeister von New York war. (Quelle)

Kaiser Naruhito traf 2019 den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle).

Viele Mitglieder und Verwandte der Kaiserfamilie studierten in England und den USA, vor allem an der Oxford Universität in England (besteht seit über 900 Jahren). Viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser studierten an der Oxford Universität.

Der derzeitige Kaiser Naruhito heiratete Masako Owada. Sie hatten sich zum ersten Mal bei einem Teetreffen für die spanische Prinzessin Elena getroffen. Masako Owada studierte in Harvard und Oxford. Ihr Vater Hisashi Owada war von 2009 bis 2012 Präsident des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag. Dies ist das höchste Gericht der Vereinten Nationen. Hisashi Owada war in den 90er Jahren zweimal Präsident des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen und leitete somit die höchste Instanz der weltweiten Sicherheitspolitik. Er war Berater der Weltbank und vertrat Japan als Botschafter bei den Vereinten Nationen und der OECD. Er arbeitet auch als Professor an Universitäten in den USA. Seine Schwester, die Tante von Kaiserin Masako, heiratete Kazuhide Kashiwabara, der Direktor der Industrial Bank of Japan war. Diese war eine der grössten Banken der Welt und ist ein Vorläufer der heutigen Grossbank Mizuho.

Wie die meisten anderen Königsfamilien verleiht auch die japanische Kaiserfamilie Orden. Die Orden bekommen Personen, die einen Beitrag für Japan geleistet haben. Zu den Ordensempfängern gehören Politiker, Vertreter der Wirtschaft, Militärs und Wissenschaftler aus verschiedensten Ländern. Die Kaiserfamilie verlieh Orden an Mitglieder aus vielen Königsfamilien. Die Mitglieder der Kaiserfamilie erhielten wiederum viele Orden von anderen Königsfamilien.

Kaiser Akihito verlieh 2012 einen Orden an Ratan Tata. Dieser gilt als der mächtigste indische Geschäftsmann und seine Vorfahren waren massgeblich am Aufbau der indischen Industrie beteiligt. Tata erhielt den Orden aufgrund seines Beitrags zur Stärkung und Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Indien. Tata war ein wichtiger Unterstützer der japanischen Unternehmen, bei ihrem Vorstoss in die indische Industrie. Tata, der mehrere indische Grosskonzerne kontrolliert, fördert aktiv Geschäftspartnerschaften mit japanischen Unternehmen. Tata hatte 2007 auf die Gründung des Japan-India Business Leaders Forum hingearbeitet, das am Wirtschaftsabkommen zwischen Indien und Japan beteiligt war. (Quelle)

Prinz Tsuneharu Takeda (*1944) war japanischer Botschafter in Bulgarien.

Japanische Kaiserfamilie im Zweiten Weltkrieg

Ab 1926 war Hirohito (1901-1989) Kaiser. Er regierte im Hintergrund und scharte kaisertreue Militärs um sich. Er liess das Militär aufrüsten. 1932 wurde der japanische Premierminister Inukai Tsuyoshi bei einem Attentat ermordet. Ab da gelangte die japanische Politik immer mehr unter den Einfluss von nationalistischen Militärs, die in den folgenden Jahren einen autoritären Staat aufbauten. Die Verehrung des Kaisers als Gottheit wurde ein wichtiger Teil der nationalistischen Propaganda. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte Japan an der Seite von Nazi-Deutschland und Mussolini-Italien. 1937 hatte der Krieg zwischen Japan und China begonnen, also noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Europa. Am 7. Dezember 1941 erklärte Kaiser Hirohito den USA und Grossbritannien den Krieg. Wenige Stunden zuvor hatte der Angriff auf Pearl Harbor stattgefunden. Japan kapitulierte 1945, nachdem die Amerikaner zwei Atombomben auf Japan abgeworfen hatten.

Infolge des Zweiten Weltkrieges besetzte Japan unter anderem Malaysia, die Philippinen, Niederländisch-Indien und Teile Chinas. Das japanische Militär beging in den besetzten Gebieten und Kolonien zahlreiche Kriegsverbrechen. Es gibt keine genauen Zahlen, aber es sollen mehr als 25 Millionen Zivilisten getötet worden sein (Quelle). Das ist soviel, wie die zivilen Todesopfer der Diktaturen Stalins und Hitlers zusammengezählt. Die Kriegsverbrechen der japanischen Diktatur sind auch bekannt als „Asiatischer Holocaust“ und fanden zur gleichen Zeit wie die Verbrechen des Hitler- und Stalinregimes in Europa statt.

Prinz Asaka Yasuhiko (1887-1981) war Kommandeur der japanischen Truppen in Nanking und war vermutlich mitverantwortlich für das Massaker von Nanking. Kaiser Hirohito gab den Befehl, keine Gefangenen zu machen. (Quelle) Mehrere Mitglieder der Kaiserfamilie waren während dem Weltkrieg beim Militär und der Marine.

Genau wie in den Lagern der deutschen Nazis wurden auch in den japanischen Lagern Menschenversuche an Kriegsgefangenen durchgeführt. Bis zu 20 000 japanische Ärzte, Forscher und Medizinstudenten waren direkt oder indirekt an den Menschenversuchen beteiligt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan von den Amerikanern besetzt, die Gerichtsverfahren gegen Kriegsverbrecher eröffneten. Die meisten Ärzte wurden aber nicht verurteilt, da die Amerikaner eine Abmachung mit der japanischen Ärzteschaft getroffen hatten. Die japanischen Mediziner übergaben den Amerikanern alle wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Menschenversuchen und erhielten dafür Straffreiheit. Der damalige Chef des US-Forschungszentrums für bakteriologische Kriegführung war beeindruckt von dem gelieferten Material. Er schrieb: „Die Informationen haben das bisherige Wissen auf diesem Gebiet ergänzt und vergrössert. Solche Daten können in unseren Labors wegen der mit Menschenversuchen verbundenen Skrupel nicht erlangt werden. Es ist zu hoffen, dass den Personen, die diese Informationen weitergegeben haben, Unannehmlichkeiten erspart bleiben.“

Einige Beamte aus dem US-Aussenministerium erhoben Einwände gegen die gewährte Straffreiheit. Die Beamten erhielten ein Dokument, in dem stand: „Der Wert der japanischen Daten ist für die USA und deren nationale Sicherheit von so herausragender Bedeutung, dass er die aus einem Strafverfahren wegen Kriegsverbrechen resultierenden Vorteile (für die USA) bei weitem übertrifft.“

(Quelle)

Die Kaiserfamilie wusste genau über die Experimente Bescheid und mehrere Prinzen waren auf verschiedene Weise an Menschenversuchsprogrammen beteiligt (Quelle).

Japanische Kaiserfamilie in der Besatzungszeit

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan von den Amerikanern besetzt. Der US-Offizier Douglas MacArthur bekam die Aufgabe, die Kriegsverbrecher auf japanischer Seite auszumachen. Er wurde später dafür kritisiert, dass er den japanischen Kaiser Hirohito nicht härter zur Verantwortung zog. Nach der Ansicht von MacArthur war der Hauptschuldige Hideki Tojo, der von 1941 bis 1944 Premier- und Kriegsminister von Japan gewesen war. Gegen Ende des Weltkrieges hatten Mitglieder der Kaiserfamilie am Sturz von Hideki Tojo gearbeitet. Nach dem Krieg erhielt Hideki Tojo und weitere hochrangige Mitglieder des Militärs die Todesstrafe. Zwar geschahen die Kriegsverbrechen auf Befehl oder mit der Duldung des Militärs, jedoch wurde aus meiner Sicht die Machtübernahme der Militärs und deren Expansionspolitik vom Kaiser abgesegnet. Die Kaiserfamilie und ihre Vertrauten hatten sich bereits vor Beginn des 20. Jahrhunderts das Ziel gesetzt, ein Kolonialreich zu werden. 1895 annektierten sie Taiwan und 1910 Korea, die zu japanischen Kolonien wurden (zu dieser Zeit hatte Japan ein gutes Verhältnis zu führenden Kolonialmacht Grossbritannien). Dies geschah also bereits Jahrzehnte vor der Machtübernahme der expansionswütigen Nationalisten, die zudem die Kolonien in Diktaturen verwandelten.

General Douglas MacArthur hatte während der Besatzungszeit Kontakt zur Kaiserfamilie. Er war übrigens Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati und Mitglied der Sons of the American Revolution, zwei alte elitäre Gesellschaften aus den USA (Quelle: 1 und 2). Die Freimaurerei wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Briten und Niederländern nach Japan gebracht. Die Kaiserfamilie erlaubte den Freimaurern Logen zu gründen. Die Logen durften aber nur Ausländer und keine Japaner aufnehmen. In der Besatzungszeit unter General Douglas MacArthur wurde die japanische Regierung um die Erlaubnis ersucht, japanischen Staatsangehörigen den Beitritt zu Freimaurerlogen zu gestatten. Die Erlaubnis wurde ohne weiteres erteilt. (Quelle) Seither führen Angloamerikaner und Japaner gemeinsam die Freimaurerei in Japan (Quelle). General MacArthur beaufsichtigte mehrere Logengründungen und Freimaurerprojekte in Japan. Prinz Naruhiko Higashikuni (1887-1990) aus der Kaiserfamilie war von August 1945 bis Oktober 1945 japanischer Premierminister. Unter seiner Regierung kapitulierte Japan, womit der Zweite Weltkrieg beendet war. In der Nachkriegszeit wurde Prinz Naruhiko in die Freimaurerei aufgenommen. Er war der erste Japaner im Japan der Nachkriegszeit, der einen Antrag zur Aufnahme bei den Freimaurern stellte. Der letzte koreanische Kronprinz Yi Un (Eun Lee), der in die japanische Kaiserfamilie geheiratet hatte, trat zu dieser Zeit ebenfalls den Freimaurern bei. Kaiser Hirohito zeigte Interesse an der Freimaurerei, trat aber nicht bei. (Quelle: 1, 2, 3). Heute hat die Freimaurergrossloge von Japan Kontakt zu mehr als 150 Grosslogen auf der ganzen Welt (Quelle).

Seit Ende des Weltkrieges ist Japan einer der wichtigsten strategischen Partner der USA.

Kaiser Hirohito war noch bis zu seinem Tod 1989 das Staatsoberhaupt Japans (angeblich ohne politischen Einfluss). Er traf in der Nachkriegszeit die britische Königsfamilie. Er hatte sie schon in seiner Jugend kennengelernt, also noch vor dem Zweiten Weltkrieg (Quelle: 1 und 2). Mitglieder der beiden Herrscherfamilien trafen sich auch in den letzten Jahrzehnten.

Hirohito war der erste japanische Kaiser gewesen, der Königsfamilien in Europa besuchte. Er traf 1921 in Grossbritannien den britischen Prinzen Arthur von Connaught (hochrangiger Freimaurer und Templer). Hirohito besuchte auch Schottland und das Land gefiel ihm sehr. In Schottland traf er im Blair Castle den Herzog John Stewart-Murray von Atholl (hochrangiger Freimaurer und Clan-Chef des schottischen Murray Clans). (Quelle: 1 und 2)

Kaiser Hirohito traf 1975 John D. Rockefeller III. in New York (Foto). Die Rockefeller Familie gilt als eine der mächtigsten Familien der US-amerikanischen Elite. John D. Rockefeller III. engagierte sich sehr für amerikanisch-japanische Beziehungen. Er traf auch den späteren Kaiser Akihito (Foto).

Der Historiker Sterling Seagrave behauptet in einem Buch, dass General Douglas MacArthur und die amerikanischen Geheimdienste in Besitz von „Yamashitas Gold“ gelangten. Als Yamashitas Gold wird die Kriegsbeute der Japaner bezeichnet, die versteckt wurde. Ob es den Schatz wirklich gab, ist unbewiesen. Der Aufenthaltsort soll nur den oberen Rängen der japanischen Elite bekannt gewesen sein, darunter dem Kaiser. Seagrave behauptet, die Amerikaner hätten die Kriegsbeute gefunden und sich mit der japanischen Elite darauf geeinigt, dass man die Existenz des Schatzes geheim hält. Seagrave behauptet, dass MacArthur auf der ganzen Welt Trusts gründete, welche die Beute verwalteten. Ursprünglich wurden damit japanische Politiker bestochen. Später sollen die amerikanischen Geheimdienste damit auch geheime Operationen finanziert haben. Prinz Chichibu Yasuhito (1902-1953) war während des Zweiten Weltkrieges im Auftrag des Kaisers für die Kriegsbeute verantwortlich gewesen. (Quelle) Prinz Chichibu war General der japanischen Armee und unterstützte die Nationalisten. Er war womöglich in den erfolglosen Putschversuch in Japan vom 26. Februar 1936 verwickelt. Er hatte in den 20er Jahren an der Oxford Universität in England studiert und erhielt dazumal einen Orden vom britischen König. 1937 bereiste Prinz Chichibu und seine Frau Europa und vertraten Japan bei der Krönung des britischen Königs George VI. (Freimaurer). Auf seiner Europareise traf Prinz Chichibu auch den deutschen Diktator Adolf Hitler. In der Zeit vor und nach dem Weltkrieg engagierte sich Prinz Chichibu sehr für britisch-japanische Beziehungen. Er war Patron der Japan-British Society in Tokio, die sich für die britisch-japanische Freundschaft einsetzt. Sie besteht seit 1908 und die Kaiserfamilie stellt bis heute den Patron der Gesellschaft. Nach Prinz Chichibus Tod 1953 war seine Frau Setsuko Patron der Gesellschaft und hatte ein gutes Verhältnis zur britischen Königsfamilie. (Quelle: 1 und 2) Setsuko war 1909 in England geboren. Ihr Vater Tsuneo Matsudaira war japanischer Botschafter in Grossbritannien und den USA. Er war der Sohn eines Samurais und kam aus der Matsudaira Familie, die zur japanischen Hocharistokratie gehört.

Weitere bemerkenswerte Heiraten

in den letzten 120 Jahren

Prinzessin Takako Shimazu (*1939) heiratete Hisanaga Shimazu. Dieser arbeitete viele Jahre für die Japan Export-Import Bank (JEXIM) und war Direktor des japanischen Grosskonzerns Sony.

Der Ehemann von Prinzessin Mako (*1991) arbeitet für „Löwenstein Sandle“, eine US-amerikanische Anwaltskanzlei.

Prinz Tomohito (1946-2012) heiratete Nobuko Asō, die mit japanischen Adligen verwandt war. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Shigeru Yoshida, war nach dem Zweiten Weltkrieg langjähriger Premierminister Japans. Ihr Bruder Tarō Asō war von 2008 bis 2009 ebenfalls Premierminister. Tarō Asō heiratete eine Tochter von Suzuki Zenkō, der von 1980 bis 1982 Premierminister gewesen war.

Prinzessin Yasuko (*1923) heiratete Tadateru Konoe. Dieser war von 2009 bis 2017 Präsident der „International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies“. Er kommt aus dem Hosokawa Klan, der vom japanischen Kaiser Seiwa abstammt (lebte im 9. Jahrhundert). Sein Bruder Morihiro Hosokawa war in den 90er Jahren japanischer Premierminister. Sein Grossvater mütterlicherseits, Fumimaro Konoe, war Premierminister in der Zeit vor der Kriegserklärung Japans an die USA und Grossbritannien. Die Aristokratenfamilie Konoe besteht seit dem 12. Jahrhundert. Sie ging aus dem Fujiwara Klan hervor, die eine der mächtigsten Familien der japanischen Aristokratie in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends war. Sie bildete sich aus dem Nakatomi Klan. Dieser stammt der Legende nach von Ame-no-Koyane ab, ein Gott aus der japanischen Mythologie. Er war ein Diener der Sonnengöttin Amaterasu (Stammmutter der Kaiserfamilie).

Die Ehefrau von Kaiser Taishō (1879-1926) war die Tochter eines Herzogs aus der Kujō Familie. Die japanische Aristokratenfamilie Kujō besteht seit dem 13. Jahrhundert. Sie ging ebenfalls aus dem Fujiwara Klan hervor.

Der Schwiegervater von Prinzessin Kazuko (1929-1989) war ein Herzog aus der Takatsukasa Familie. Die Familie ging ebenfalls aus dem Fujiwara Klan hervor. Die Takatsukasa Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die Mitsui Familie, eine der mächtigsten Familien der japanischen Elite (Quelle).

Die Frau von Prinz Nobuhito Takamatsu (1905-1987) war eine Enkelin von Tokugawa Yoshinobu, der letzte Shogun von Japan. Der Tokugawa Klan herrschte vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Shogune über Japan.

Der Schwiegervater von Prinz Masahito Hitachi (*1935) war Yoshitaka Tsugaru, ein Graf aus dem Tokugawa Klan. Der Graf kam mütterlicherseits aus der Tsugaru Familie.

Der Ehemann von Prinzessin Atsuko (*1931) war der Sohn eines Markgrafen und war das Oberhaupt des Ikeda Klans, ebenfalls eine alte Aristokratenfamilie.

Prinzessin Masako (*1951) heiratete in die Sen Familie (Nachkommen von Sen no Rikyū).

Weiteres

Kronprinz Fumihito (*1965) ist Ehrenpräsident des WWF in Japan (Quelle). Der WWF wird von höchst elitären Kreisen gestiftet, darunter Königsfamilien, Milliardäre und Bankiersfamilien (Quelle).

Tsunekazu Takeda (*1947), der väterlicherseits aus der Kaiserfamilie kommt, war Präsident des Japanischen Olympischen Komitees. Die französische Justiz ermittelte gegen ihn wegen Korruptionsverdachts, worauf er zurücktrat.

Die amerikanischen Besatzer verlangten von der Kaiserfamilie, dass sie ihren Anspruch auf Göttlichkeit aufgibt. Dennoch besteht der Kaiserkult bis heute. Öffentliche Kritik am Kaiser ist verpönt in Japan und kommt in den Medien kaum vor. (Quelle) Auch die politische Elite ist bis heute kaisertreu. Yoshirō Mori, der von 2000 bis 2001 Premierminister war, sagte, Japan sei ein „göttliches Land“, in dessen Mittelpunkt der Kaiser steht (Quelle).

Die Kaiserfamilie ist bis heute zum grössten Teil beliebt bei japanischen Nationalisten. Die „Nippon Kaigi“ gilt heute als die wichtigste nationalistische Organisation in Japan. Sie hat grossen Einfluss auf die Politik. Shinzō Abe, der von 2012 bis 2020 japanischer Premierminister war und aus einer einflussreichen Politikerfamilie kommt, ist Mitglied der Nippon Kaigi. Shinzō Abe und die Nippon Kaigi leugnen und relativieren die Kriegsverbrechen des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg. Der US-amerikanische rechte Networker Steve Bannon bewundert Shinzō Abe und bezeichnete ihn als ein Held für die weltweiten populistischen Bewegungen. Die Nippon Kaigi befürwortet den Monarchismus. Sie vertritt im Grossen und Ganzen dieselben Werte und Ziele wie Rechtsextreme aus westlichen Ländern. Shinzō Abe ist ein enger Verbündeter des ehemaligen Premier- und Finanzministers Tarō Asō, dessen Schwester in die Kaiserfamilie heiratete. Tarō Asō und Shinzō Abe sind Sonderberater der Nippon Kaigi. Die beiden gehören zur Parteiführung der LDP. Die LDP besteht seit 1955 und stellt seither fast ununterbrochen die Regierung in Japan. Japan wird als Einparteien-Demokratie bezeichnet. Die LDP nennt sich Liberaldemokratische Partei, ist aber in erster Linie eine rechte nationalkonservative Partei. Die Kaiserfamilie ist über Heiraten mit Politikerfamilien verbunden, die mehrere hochrangige LDP-Politiker hervorbrachten.

Tarō Asō, der wie gesagt mit der Kaiserfamilie verschwägert ist, sagte vor einer ultrakonservativen Gruppe in Tokio: „Die deutsche Weimarer Verfassung wurde, ohne dass dies auffiel, durch die Verfassung Nazi-Deutschlands ersetzt, warum lernen wir nicht von ihrer Taktik?“. Er äusserte noch weitere provokative Aussagen. (Quelle)

Mitglieder der LDP waren in viele Korruptionsfälle verwickelt. Die LDP ist seit ihrer Gründung mit den Yakuza (japanische Mafia) verbunden. Die Yakuza gelten als eine der mächtigsten kriminellen Organisationen der Welt. Die Yakuza waren auch mit der nicht mehr existenten DPJ verbunden, die lange Zeit die zweitstärkste Partei hinter der LDP war. (Quelle: 1 und 2) Die Yakuza halfen mit Erpressung, Korruption und Mord der LDP dabei, ihre politische Konkurrenz zu schwächen. Viele nationalistische und rechtsextreme Gruppierungen in Japan haben Verbindungen zu den Yakuza. Die Yakuza waren bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit japanischen Nationalisten verbunden. Die Yakuza gelten auch heute als wertkonservativ bis nationalistisch und als kaisertreu. Yakuza-Rituale werden oft vor einem Shinto-Schrein durchgeführt. (Quelle: 1 und 2)

Der Kriminelle Kodama Yoshio (1911-1984) diente als Bindeglied zwischen der organisierten Kriminalität und der politischen Elite Japans. Er war in die Gründung der LDP involviert. Kodama Yoshio und die LDP hatten intensiven Kontakt zum US-amerikanischen Geheimdienst CIA. Die CIA unterstützte die LDP in der Anfangszeit heimlich mit Millionen von US-Dollar. (Quelle: 1 und 2) Ein CIA-Dokument bezeichnet Kodama Yoshio als einen der mächtigsten Männer in Japan. Er sei eine lebende Legende der japanischen Nationalisten und sei Blutsbruder mehrerer Yakuza-Bosse. In diesem Dokument heisst es auch, dass Kodama Yoshio massgeblich an der Gründung der LDP und an der Ernennung von Premierministern beteiligt war. (Quelle) Kodama Yoshio war Mitglied der nicht mehr existenten Black Ocean Society (Gen’yōsha). Diese war in erster Linie eine politisch aktive nationalistische Organisation, war aber auch mit der organisierten Kriminalität verbunden. Sie unterstützte den Sturz der chinesischen Kaiserfamilie 1911 und kooperierte dabei mit Triaden (chinesische Mafia). Sie war mit der Black Dragon Society verbunden, ebenfalls eine nicht mehr existente nationalistische Organisation. Sie unterstützte den Aufbau der nationalistischen Diktatur in Japan in den 30er Jahren. (Mehr dazu in meinem Beitrag zur Mitsui Familie).

Sakae Terada, ein Mitglied der Black Ocean Society, war mit dem Premierminister Ichirō Hatoyama verschwägert, der 1955 die LDP mitgründete und ihr erster Vorsitzender wurde. Ichirō Hatoyama war Christ und Freimaurer (Quelle: 1, 2, 3). Sein Vater Kazuo hatte in den USA an der Yale Universität studiert. Sein Enkel Yukio Hatoyama war von 2009 bis 2010 japanischer Premierminister. Yukio Hatoyama war Vorsitzender und Mitgründer der oben erwähnten Partei DPJ. Somit gründete die Politikerfamilie Hatoyama gleich zwei führende Parteien mit Yakuza-Verbindungen. Nach CIA-Akten, die 2007 veröffentlicht wurden, hatten japanische Nationalisten mit Verbindungen zum US-Geheimdienst 1952 geplant, die japanische Regierung zu stürzen und den damaligen Premierminister Shigeru Yoshida zu ermorden. Die Verschwörer wollten den späteren Freimaurer Ichirō Hatoyama als Premierminister installieren, der somit höchstwahrscheinlich von den Putschplänen gewusst hatte. Zu den Verschwörern gehörten mutmassliche Kriegsverbrecher, die nach dem Zweiten Weltkrieg für die US-Besatzungsbehörden gearbeitet hatten. (Quelle)

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Yakuza zu grossem Einfluss und wurden international aktiv. Der Jahresumsatz der Yakuza wird auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt. Ein Grossteil davon stammt aus dem Drogen- und Sexgeschäft. Die Yakuza tätigen auch legale Geschäfte. Sie spekulieren an der Börse und sind vor allem in der Immobilienbranche aktiv. Sie haben sich auch in der japanischen High-Tech-Industrie eingenistet (Japan gilt als das technologisch fortschrittlichste Land der Welt und hat eine international aktive High-Tech-Industrie). Die Yakuza hatten Verbindungen zu mächtigen japanischen Grosskonzernen und verdienten am Immobilienboom in den 80er Jahren mit, der ganz am Anfang dieses Beitrages erwähnt wurde. Ein ehemaliger Leiter der Abteilung für organisiertes Verbrechen bei der japanischen Nationalpolizei sagte: „Die Verknüpfungen zwischen der Geschäftswelt Japans und der japanischen Unterwelt sind so ausgedehnt, dass es unmöglich ist, sie in den Griff zu bekommen“. Im Gegensatz zum organisierten Verbrechen in anderen Ländern agieren die Yakuza nicht im Geheimen. Sie sind offiziell registriert und haben eigene Büros und Visitenkarten. Sie organisieren auch japanische Strassenfeste. Bis 1992 wurden die Yakuza von Politik, Justiz und Polizei geduldet. Seither gibt es Gesetze, welche die Geschäfte der Yakuza einschränken. Sie dürfen beispielsweise keine Kredite mehr aufnehmen oder Immobilien besitzen. Die Mitgliedschaft bei den Yakuza ist aber bis heute nicht strafbar. (Quelle: 1, 2, 3) Die Ursprünge der Yakuza reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Der jüdische Bankier Jacob Schiff besuchte Kaiser Meiji (1852-1912) und erhielt ein Orden von ihm. Jacob Schiff galt als einer der mächtigsten Bankiers der USA. Er hatte das japanische Kaiserreich im Russisch-Japanischen Krieg mit Kriegskrediten unterstützt. Im Zweiten Weltkrieg war Japan mit Nazi-Deutschland verbündet. Japan nahm aber viele jüdische Flüchtlinge auf. Die Nazis verlangten von den Japanern, Juden zu übergeben oder selbst für deren Ermordung zu sorgen. Die Japaner kamen dem aber nicht nach. Die Nazis versuchten die Japaner davon zu überzeugen, dass die jüdischen Bankiers die Welt beherrschen. Die japanische Elite hielt die Juden zwar für sehr einflussreich, aber zweifelte an der Theorie einer jüdischen Weltherrschaft. Es gab auch Japaner, die der Meinung waren, es wäre aus strategischer Sicht für Japan besser, sich mit den Juden zu verbünden, anstatt Streit mit ihnen anzufangen. Hier eine Doku zur japanisch-jüdischen Beziehung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der ehemalige japanische Premierminister Tarō Asō (er ist ein Schwager der Kaiserfamilie und wurde oben bereits erwähnt) sagte, er wolle Japan zu einem Land machen, wo „reiche Juden“ gerne leben würden. Es gibt übrigens die Theorie, dass das japanische Volk oder ein Teil davon von einem oder mehreren der zehn verlorenen Stämme Israels abstammt. Die Theorie geht ursprünglich auf den Schotten Nicholas McLeod zurück. Der christliche Missionar kam im 19. Jahrhundert nach Japan. Er glaubte, dass die Kaiserfamilie und die japanische Aristokratie vom alten Volk Israel abstammt.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Ren Familie

Der Chinese Ren Zhengfei (*1944) gründete 1987 das Technologieunternehmen Huawei. Heute ist Huawei das zweitgrösste nicht staatliche chinesische Unternehmen. In China werden fast alle grossen Konzerne und Banken vom Staat bzw. der Kommunistischen Partei kontrolliert. Ren Zhengfei ist bis heute CEO und Aufsichtsratsmitglied von Huawei (Stand: 18.5.2022). Er hat als Gründer von Huawei ein Vetorecht in der Konzernführung. Sein Bruder Ren Shulu gehört ebenfalls zur Konzernführung.

Ren Zhengfei gilt als eng mit der Kommunistischen Partei verbunden. Er heiratete in erster Ehe eine Tochter von Meng Dongbo, der stellvertretender Gouverneur der chinesischen Provinz Sichuan war. Zhengfeis Tochter Meng Wanzhou, die den Familiennamen der Mutter annahm, ist derzeit stellvertretende Vorsitzende und CFO von Huawei. Sie war im Dezember 2018 in Kanada verhaftet worden und war fast drei Jahre in Haft, weil die Justiz der USA behauptete, sie sei für Finanzbetrug, Umgehung von Sanktionen und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen verantwortlich. Man vermutet, dass der 2018 beginnende Handelskrieg zwischen den USA und China bei der Verhaftung eine Rolle spielte.

Das Vermögen von Ren Zhengfei wird derzeit auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle).

Huawei war 2021 der weltweit drittgrösste Hersteller von Smartphones und einer der grössten Telekommunikationsausrüster. 2018 hatte Huawei 31 Prozent des globalen Markts für 2G, 3G, 4G-Mobilfunknetzinfrastrukturen ausgemacht und ist damit weltführend. 2018 kontrollierten die drei Technologiekonzerne Huawei, Ericsson (Wallenberg Familie) und Nokia 80 Prozent des Mobilfunkmarkts. (Quelle) Die drei Unternehmen sind auch führend beim Aufbau der 5G-Infrastruktur. Angenommen grosse Telekommunikationskonzerne arbeiten mit Geheimdiensten zusammen, dann könnten die Konzerne zur Massenüberwachung und Spionage genutzt werden.

Huawei ist eines grössten nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Die Anteile am Unternehmen gehören den Angestellten. Wie viele Anteile ein Angestellter besitzt, hängt davon ab, wie lange er bei Huawei beschäftigt ist und welche Position er dort hat. Die Angestellten haben aber kein Mitspracherecht. Die einzigen zwei Huawei-Teilhaber sind Ren Zhengfei und die firmeneigene Gewerkschaft. Beide gelten als mit der Kommunistischen Partei verbunden. Bevor Ren Zhengfei Huawei gründete, hatte er als Techniker beim chinesischen Militär gearbeitet. Er konnte erst 1978 der Kommunistischen Partei beitreten, da sein Vater als Buchhalter für die Kuomintang gearbeitet hatte, die mit der Kommunistischen Partei verfeindet war.

Ren Zhengfei traf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping (Foto).

Huawei gilt als eng mit der Kommunistischen Partei verbunden und soll auch Kontakte zum chinesischen Militär und Geheimdienst unterhalten. Ehemalige Geheimdienstler arbeiten für Huawei (Quelle). In vielen Ländern wird Huawei verdächtigt, über seine Smartphones und die Telekommunikationsindustrie Spionage für die Kommunistische Partei zu betreiben, darunter Wirtschafts- und Militärspionage. Huawei entwickelt Sicherheits- und Überwachungs-Software. Laut geleakten Dokumenten liefert Huawei der chinesischen Regierung Technologie, die zur Massenüberwachung im eigenen Land eingesetzt wird, darunter auch Technologie zur Gesichtserkennung. Den Dokumenten nach entwickelt Huawei Überwachungstechnologien, die in chinesischen Gefängnissen und Konzentrationslagern zum Einsatz kommen (Quelle). Huawei war Mitentwickler einer Software, die Uiguren über Gesichtserkennung erkennen soll.

Laut einem geheimen Bericht aus dem Jahr 2010, der erst 2021 öffentlich bekannt wurde, hatte Huawei in der Vergangenheit freien Zugang zum Mobilfunknetz des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN, ein Kunde von Huawei, gehabt und hätte alle Gespräche belauschen können. Dazu gehörten auch die Telefone des damaligen Premierministers Jan Peter Balkenende, verschiedener Minister und chinesischer Dissidenten. Huawei wusste auch, welche Nummern von Polizei und Geheimdiensten abgehört wurden. Der niederländische Geheimdienst hatte KPN mehrfach vor der Spionagegefahr durch Huawei gewarnt. (Quelle) Dies geschah also noch Jahre bevor die USA eine Kampagne gegen Huawei starteten.

2019 schrieb das Wall Street Journal, dass Huawei die Regierungen von Uganda und Sambia in Afrika dabei unterstützt, Oppositionspolitiker auszuspionieren. Huawei hilft Uganda und weiteren afrikanischen Staaten Kameras mit Gesichtserkennung in den Städten zu installieren. Laut einer Analyse ist Huawei für bis zu 70 Prozent der bestehenden Telekommunikationsinfrastruktur in Afrika verantwortlich. Die Firma sei damit „der dominante Player beim Bau des digitalen Grundgerüsts auf dem Kontinent“. (Quelle: 1 und 2)

Einzelne Tablets von Huawei sollen angeblich Daten an chinesische Regierungsserver senden. Ein in Taiwan lebender kanadischer IT-Ingenieur sagte, dass sein Tablet von Huawei ihn über mehrere Apps, die sich nicht deaktivieren liessen, ausspioniert. Er sagte, dass die Daten nicht nur nach China gingen, sondern auch in die USA. Er vermutet daher, dass die US-Regierung und Huawei Informationen untereinander austauschen, damit sie die Daten auch mit US-amerikanischen Unternehmen wie Google und Facebook teilen können. (Quelle)

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Berenberg-Gossler Familie

Die deutsche Bankiersfamilie Berenberg-Gossler ist seit über 350 Jahren im Finanzwesen aktiv. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie in den deutschen Adel aufgenommen und heiratete in deutsche Adelsfamilien. Die Familie ist Hauptgesellschafter der Berenberg Bank, eine der führenden europäischen Privatbanken. Die Berenberg Bank gilt als die älteste Familienbank der Welt. 1590 als Handelshaus gegründet, wurde sie erst ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Finanzwesen aktiv, ist aber damit dennoch die älteste deutsche Bank und die älteste Familienbank der Welt.

Der Niederländer Hans Berenberg emigrierte in die deutsche Stadt Hamburg und gründete dort 1590 ein Handelshaus, aus dem später die Berenberg Bank hervorging. Hans Berenberg hatte geschäftlichen Kontakt zu Engländern. Die folgenden Generationen der Familie fanden Anschluss an die Elite der Stadt Hamburg und besetzten dort Ämter. Sie knüpften Kontakte zu Geschäftsleuten aus anderen Ländern und wurden im internationalen Handel und der Schifffahrt aktiv.

Anfang des 17. Jahrhunderts waren von den 42 umsatzstärksten Unternehmen in Hamburg 32 niederländischen Ursprungs. Die Berenberg Familie stand an fünfzehnter Stelle. (Quelle: Seite 4)

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts konzentrierte sich das Familienunternehmen auf Finanzgeschäfte und wurde zu einer Bank. Johann Hinrich Gossler (1738-1790) wurde Mitinhaber der Berenberg Bank und heiratete die letzte Erbin der Berenberg Familie. Die Bank wird bis heute von ihren Nachkommen kontrolliert.

Berenberg-Gossler im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert war die Berenberg Bank eine der reichsten deutschen Banken (Quelle).

Wilhelm Gossler (1811-1895) war fast 30 Jahre lang im Aufsichtsrat der Norddeutschen Bank, die damals die führende Hamburger Bank war (Quelle: Seite 144). Er heiratete in die Hamburger Bankiersfamilie Donner, die bis heute aktiv ist. Der Cousin seiner Frau, Bernhard Donner, heiratete eine Tochter von Johann Heinrich Schröder. (Quelle) Dieser war der Stammvater der Hamburger Bankiersfamilie Schröder. Ein Familienzweig der Schröders ist seit 200 Jahren eine der führenden Familien im britischen Finanzwesen. Nach Angaben von Geni.com war Mary Hertz (1866-1934) aus Hamburg eine Enkelin von Wilhelm Gossler. Mary Hertz heiratete in die deutsch-jüdische Warburg Familie, die bis heute eine der führenden Hamburger Bankiersfamilien ist. Im 20. Jahrhundert spielten die Warburgs auch eine führende Rolle im britischen und US-amerikanischen Finanzwesen.

Erdwin Amsinck (1826-1897) kam mütterlicherseits aus der Gossler Familie. Väterlicherseits kam er aus der Amsinck Familie, die im 19. Jahrhundert zur Elite Hamburgs gehörte und im internationalen Handel aktiv war. Sie stammt wie die Berenberg Familie von protestantischen Glaubensflüchtlingen ab, die im 16. Jahrhundert die Niederlande verlassen mussten und dann nach Hamburg emigrierten. Erdwin Amsinck war 1870 Mitgründer der Commerzbank. Sie entwickelte sich schnell zu einer der führenden Grossbanken Deutschlands und ist bis heute eine der grössten deutschen Banken. Zu den Gründern der Commerzbank gehörten die bereits erwähnten Hamburger Bankiersfamilien Donner und Warburg sowie die damals führenden deutsch-jüdischen Bankiersfamilien Goldschmidt und Mendelssohn. (Quelle)

1856 gründete die Berenberg Bank zusammen mit anderen Hamburger Banken die Vereinsbank Hamburg. Sie war ein Vorläufer der heutigen Hypovereinsbank (Unicredit Bank), die derzeit eine der grössten deutschen Banken ist. Neben den verwandten christlichen Familien Berenberg-Gossler, Schröder und Amsinck waren auch die jüdischen Banken „Haller, Söhle & Co.“ und „Hesse Newman“ Mitgründer der Vereinsbank Hamburg. (Quelle) Letztere gehörte auch zu den Gründern der Commerzbank.

Mitte des 19. Jahrhunderts war die Berenberg Bank Mitgründer der HAPAG und der Norddeutschen Lloyd. (Quelle) Diese waren zwei führende deutsche Reedereien und fusionierten 1970 zur heutigen Hapag-Lloyd, eines der grössten Schifffahrtsunternehmen der Welt. Die derzeitigen Hauptaktionäre der Hapag-Lloyd wären folgende: die chilenische Milliardärsfamilie Luksic und die deutsche Milliardärsfamilie Kühne mit je 30 Prozent, die Stadt Hamburg mit knapp 14 Prozent, die katarische Königsfamilie mit 12,3 Prozent und die saudische Königsfamilie mit 10,2 Prozent (Stand: 30. Juni 2022).

Die Berenberg Bank war an der Gründung von wichtigen Banken im Ausland beteiligt:

  • 1865 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der „Hongkong and Shanghai Banking Corporation“ (HSBC). Die britische Bank wurde in der britischen Kolonie Hongkong gegründet. Sie finanzierte den britisch-ostasiatischen Handel und wurde zum wichtigsten Finanzier des Opiumhandels. Heute ist die HSBC die grösste europäische Bank. 2020 war sie die sechstgrösste Bank der Welt. Auch die Hamburger Bankiersfamilie Donner war Mitgründer der HSBC. Die HSBC war in ihrer Anfangszeit mit den Familien Keswick (Schottland), Sassoon (Indien) und Forbes (USA) verbunden, die führend im ostasiatischen Handel waren. 2021 gingen die Berenberg Bank und die HSBC eine strategische Kooperation ein.
  • 1871 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der „Den Danske Landmandsbank“, eine dänische Bank. Sie trägt heute den Namen Danske Bank und ist eine der grössten Banken der skandinavischen Länder. Seit 1928 wird die Bank von der führenden dänischen Unternehmerfamilie Møller kontrolliert.
  • 1871 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der Svenska Handelsbanken, eine schwedische Bank. Heute ist sie eine der grössten skandinavischen Banken.
  • 1855 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der Bergens Privatbank. Die norwegische Bank war ein Vorläufer des heutigen Finanzkonzerns DNB, einer der führenden Finanzkonzerne der skandinavischen Länder.

(Quelle)

Johann Heinrich Burchard (1852-1912), der mütterlicherseits aus der Gossler Familie kam, war Bürgermeister von Hamburg und Mitinhaber der Berenberg Bank. Er hatte ein freundschaftliches Verhältnis zum deutschen Kaiser Wilhelm II.. (Quelle) Hermann Gossler (1802-1877) war ebenfalls Bürgermeister von Hamburg. Die Familie war noch mit weiteren Hamburger Bürgermeistern verwandt und verschwägert.

Johann Gossler (1839-1913) wurde zum Freiherrn geadelt und änderte seinen Namen in Johann von Berenberg-Gossler. Er heiratete in die bereits erwähnte Hamburger Bankiersfamilie Donner. Nach Angaben von Geni.com heiratete ihre Tochter in den Hamburger Familienzweig der deutschen Grossfamilie Merck (sind heute Milliardäre). Die Mercks waren damals ebenfalls eine der führenden Familien der Stadt Hamburg.

Henriette Seyler, die mütterlicherseits aus der Gossler Familie kam, heiratete Benjamin Wegner (1795-1864). Dieser war damals einer der führenden Unternehmer in Norwegen. Er war in Deutschland geboren und hatte Kontakte nach Hamburg. Seine Nachkommen, die auch Blut der Gosslers in sich haben, gehörten zur norwegischen Elite.

Im Wikipedia-Eintrag zur Gossler Familie steht derzeit, dass die Gosslers Nachkommen der Welser Familie sind, wofür ich aber keine Quellen fand. Die Welser Familie galt im 16. Jahrhundert als die reichste und mächtigste Bankiersfamilie neben der Fugger Familie. Zu ihren Kunden gehörten Königsfamilien und sie wurde in den Adel aufgenommen. Die Welser waren auch im internationalen Handel tätig. Die Familie besteht bis heute.

Berenberg-Gossler im 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte die Berenberg-Gossler Familie zu den reichsten Deutschen (Quelle).

John von Berenberg-Gossler (1866-1943) war Senator in Hamburg und deutscher Botschafter in Rom. Er war im Vorstand des Hamburger Nationalklubs, in dem Personen aus der Elite Hamburgs zusammenkammen. Die Klubmitglieder hatten scheinbar eine nationalistische Gesinnung und wollten die demokratische Weimarer Republik bekämpfen. 1926 hatte Adolf Hitler eine Rede im Klub halten dürfen, also sieben Jahre vor seiner Machtübernahme und der Abschaffung der Demokratie in Deutschland. Nach der Machtübernahme verschlechterte sich das Verhältnis zwischen dem Hamburger Nationalklub und dem Naziregime. Der Klub war 1919 gegründet worden und wurde Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 aufgelöst. (Quelle) John von Berenberg-Gossler arbeitete für die Familienbank und war in verschiedenen Aufsichtsräten. Er war über 30 Jahre im Aufsichtsrat der Dresdner Bank, von 1933 bis 1943 als stellvertretender Vorsitzender, also während des Naziregimes (Quelle: Seite 138). In dieser Zeit stand die Dresdner Bank im Dienste der Nazis und versorgte diese mit Krediten (Quelle). Sie gilt als die deutsche Grossbank, die am engsten mit dem Naziregime verbunden war. Sie war an der Enteigung der Juden und am Goldraub der Nazis beteiligt (Quelle). Die Dresdner Bank war 1872 von der geadelten deutsch-jüdischen Kaskel Familie gegründet worden. 2009 fusionierte die Dresdner Bank mit der Commerzbank.

Cornelius von Berenberg-Gossler (1874-1953), Inhaber der Berenberg Bank, kannte Lord Revelstoke aus der damals führenden britischen Bankiersfamilie Baring (Quelle). Seit dem frühen 19. Jahrhundert unterhielt die Familie Berenberg-Gossler enge Beziehungen zur Baring Familie (Quelle: Seite 108). Der Stammvater der britisch-adligen Bankiersfamilie Baring war ein deutscher Einwanderer. Cornelius von Berenberg-Gossler war in die NSDAP eingetreten, weil er fürchtete, es würde eine Bolschewisierung Deutschlands geben. 1934 trat er aber wieder aus, weil er den radikalen Antisemitismus der Nazis verurteilte. Er war mit sehr vielen jüdischen Familien befreundet, darunter mit den Warburgs. Dank ihm wurde Fritz Warburg freigelassen, der von den Nazis festgenommen und eingesperrt worden war. Cornelius Enkel Dieter von Specht leitete die Geschäfte des führenden Tabakkonzerns British American Tobacco in Deutschland. (Quelle: 1 und 2)

Der Adlige Peter Freiherr von Kap-herr war von 1976 bis 1999 Gesellschafter der Berenberg Bank (Quelle: Seite 15).

Berenberg-Gossler in den letzten 20 Jahren

Das heutige Vermögen der Familie wird auf 350 Millionen Euro geschätzt (Quelle).

Jennifer Gräfin von Bernstorff kommt mütterlicherseits aus der Berenberg-Gossler Familie und väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Bernstorff. (Quelle) Sie arbeitete für die Berenberg Bank und für die Dresdner Bank (Quelle). Sie kennt Johann Christian von Donner aus der bereits erwähnten Hamburger Bankiersfamilie Donner und ein Mitglied der deutschen Adelsfamilie Bismarck (Foto).

Heute ist die Berenberg Bank noch immer eine der führenden europäischen Privatbanken und konzentriert sich auf Vermögensverwaltung für wohlhabende Kunden. Als Kunde braucht man für gewöhnlich ein Vermögen von mindestens einer Million Euro. Ende 2021 verwaltete die Berenberg Bank ein Vermögen von 44,8 Milliarden Euro, also etwa 50 Milliarden US-Dollar. Sie hat eine starke Präsenz an den internationalen Finanzplätzen Frankfurt, London und New York.

Die Familie Berenberg-Gossler besitzt knapp 31 Prozent der Stimmrechte und ist damit noch immer der Hauptinhaber der Berenberg Bank. 14,25 Prozent gehören dem derzeitigen Erbprinzen der schwäbischen Uradelsfamilie Fürstenberg. Weitere 14,25 Prozent gehören Jan Philipp Reemtsma aus der Reemtsma Familie (gründete das Tabakunternehmen Reemtsma). Hans-Walter Peters, ehemaliger Präsident des „Bundesverbands deutscher Banken“, besitzt 21,41 Prozent. (Stand: April 2021)

Seit 2018 änderte die Berenberg Bank in der Schweiz ihren Namen zu Bergos Berenberg. Seither besitzt die Berenberg Bank nur noch knapp 20 Prozent von Bergos Berenberg. Zu den neuen Mitbesitzern gehören der Schweizer Milliardär Michael Pieper sowie ein Mitglied der Schweizer Milliardärsfamilie Keller und ein Mitglied der deutschen Milliardärsfamilie Jacobs. Die Kundschaft von Bergos Berenberg besteht aus wohlhabenden Unternehmern und Familien. Die Schweiz gilt als eine der gefragtesten Steueroasen und als einer der wichtigsten Schattenfinanzplätze der Welt.

Die Berenberg Bank verwaltete Schwarzgeldkonten in der Schweiz. Journalisten von deutschen Leitmedien warfen der Berenberg Bank vor, mit Kunden zusammengearbeitet zu haben, die in Drogenkriminalität, Geldwäsche, Betrug, Terrorunterstützung und illegalen Waffenhandel verwickelt seien. (Quelle: 1, 2, 3) Bereits zuvor hatten zwei Mitarbeiterinnen der Compliance-Abteilung der Bank die kriminellen Verbindungen der deutschen Justiz gemeldet. Die Mitarbeiterinnen wurden darauf von der Bank fristlos gekündigt und erhielten Hausverbot. (Quelle) Durch die Panama-Papers wurde bekannt, dass die Berenberg Bank eng mit Mossack Fonseca verbunden war. Mossack Fonseca war ein führender Dienstleister für Briefkastenfirmen. In einer Mail von Mossack Fonseca heisst es, Berenberg sei eine „deutsche Traditionsbank mit exzellentem Ruf. Wir haben sehr gute Beziehungen mit dieser Bank und der Kundenservice ist erstklassig, daher empfehlen wir unseren Kunden diese Bank ausdrücklich“ (Quelle).

Die Berenberg Bank war von 2008 bis 2013 einer der wichtigsten Spender der Partei CDU und spendete ihr jährlich 100 000 Euro (Quelle).

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz war Bürgermeister der Stadt Hamburg. Dadurch traf er Vertreter der Hamburger Banken Berenberg und Warburg (Quelle). 2017, also während Scholzs Amtszeit als Bürgermeister, spendete die Berenberg Bank 50 000 Euro an seine Partei, die SPD, die 2017 auch Spenden aus dem Umfeld der Warburg-Gruppe erhielt. In den Jahren zuvor war die Warburg Bank in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt gewesen (Quelle). Man wirft Olaf Scholz vor, er habe Einfluss darauf gehabt, als die Hamburger Steuerverwaltung sich dafür entschied, dass die Warburg Bank die zu Unrecht erstatteten Steuergelder nicht zurückzahlen musste. Die Warburg Bank pflegt seit Jahrzehnten enge Beziehungen zur Hamburger SPD (Quelle). 

Shaida von Berenberg-Schirmer arbeitete für die Berenberg Bank. Derzeit arbeitet sie in der Vermögensverwaltung der führenden französischen Grossbank BNP Paribas.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Pritzker Familie

Die amerikanisch-jüdische Unternehmerfamilie Pritzker aus Chicago gilt als eine der reichsten Familien der USA. 2021 wurde ihr Familienvermögen auf 35,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Derzeit sind elf Familienmitglieder Milliardäre.

Die Familie ist seit den 30erjahren in der Immobilienwirtschaft aktiv. Sie besitzt zurzeit mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Hyatt Hotels Corporation, eines der grössten Hotelunternehmen der Welt. Das Unternehmen wurde von der Pritzker Familie aufgebaut, die noch immer den Vorstand führt. Die Familie gründete auch die Marmon Group, ein kleinerer Mischkonzern. Die Marmon Group gehört inzwischen zu Berkshire Hathaway, eines der grössten Unternehmen der Welt. Die Pritzker Familie kontrollierte eine Zeit lang die führende Wirtschaftsauskunftei TransUnion. Die Familie war zeitweise Hauptaktionär der Fluggesellschaft Braniff und der Kreuzfahrtsgesellschaft Royal Caribbean. Die Familie war Miteigentümer der Superior Bank of Chicago, die 2001 zusammenbrach. Sie kontrollierten früher noch viele weitere kleinere Unternehmen.

Der Autor Gus Russo behauptet in seinem Buch, dass die Pritzker Familie beim Aufbau ihres Hotelunternehmens mit der jüdischen Mafia aus Chicago zusammenarbeitete und von diesen Verbindungen profitierte. Die jüdischen Mafiosi steckten ihr Geld in Immobilien- und Dienstleistungsbranchen mit frei fliessendem Bargeld, wie Banken, Unterhaltungsstätten und Hotels. Um dies zu ermöglichen, warben die Mafiosi Unternehmer aus der jüdischen High Society in Chicago an, darunter angeblich die Pritzker Familie. (Quelle)

Der Milliardär JB Pritzker (*1965) ist seit 2019 Gouverneur des US-Bundesstaates Illinois. Er ist Mitglied der Demokratischen Partei und unterstützte den Wahlkampf von Hillary Clinton und Barack Obama.

Die Milliardärin Penny Pritzker (*1959) ist mit Barack Obama befreundet und kennt seine Familie bereits seit den 90erjahren (Quelle). Zusammen mit weiteren Prominenten aus der jüdischen Gemeinde Chicagos (darunter James Crown) unterstützte sie Obamas Wahlkampf (Quelle). Sie war von 2013 bis 2017 US-Handelsministerin unter Obama. Sie ist derzeit im Vorstand des führenden Technologiekonzerns Microsoft, der von Bill Gates gegründet und aufgebaut wurde. Penny Pritzker ist Mitglied des Aspen Institute und des Council on Foreign Relations, zwei der einflussreichsten Denkfabriken der Welt. Penny Pritzker ist derzeit Vorsitzende des Kuratoriums der „Carnegie Endowment for International Peace“, die schon seit über 100 Jahren eine der führenden Denkfabriken ist. Zum Kuratorium der Denkfabrik gehören derzeit Mitglieder der indischen Milliardärsfamilien Tata und Birla sowie ein Mitglied der südafrikanischen Milliardärsfamilie Oppenheimer. (Stand: 27.4.2022) Bis vor kurzem war noch Seid al-Hussein aus der jordanischen Königsfamilie im Kuratorium. Penny Pritzker kennt den US-amerikanischen Multimilliardär Michael Bloomberg (Foto). Sie war auf einer Feier, bei der Warren Buffett (Multimilliardär) und Lloyd Blankfein (CEO von Goldman Sachs) dabei waren (Quelle).

Der Milliardär Thomas Pritzker (*1950) ist derzeit Vorsitzender des Kuratoriums der Denkfabrik „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS). Das CSIS gilt ebenfalls als eine der weltweit einflussreichsten Denkfabriken. Derzeit gehören zum Kuratorium des CSIS unter anderem Mitglieder der Milliardärsfamilien Crown, Bechtel, Hunt und Greenberg sowie der Hedgefonds-Milliardär Ray Dalio und der ehemalige Politiker Henry Kissinger. (Stand: 27.4.2022) Zu den Spendern des CSIS gehörten im Jahr 2020 neben Grossbanken und Grosskonzernen auch die Milliardäre Thomas Pritzker, Bill Gates, Charles KochMellon Scaife, Bechtel und Hunt.

Robert Pritzker (1926-2011) heiratete in dritter Ehe eine Tochter von Sao Kya Seng. Dieser war ein Herrscher aus einer myanmarischen Aristokratenfamilie.

Der Milliardär Anthony Pritzker (*1961) kennt Robert Soros, ein Sohn des berühmten Investors George Soros (Foto). Anthony Pritzker ist an Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX beteiligt (Quelle).

Der Milliardär Nicholas Pritzker (*1945) war einer der frühen Investoren und Vorstandsmitglied von Juul, der grösste Hersteller von E-Zigaretten in den USA.

Jay Pritzker (1922-1999) stiftete den Pritzker-Preis, eine weltweit renommierte Auszeichnung für Architektur. Der britische Baron Jacob Rothschild war Vorsitzender des Preises.

Mehrere Mitglieder der Pritzker Familie sind Treuhänder von grossen Kunstmuseen in den USA. Zu den Treuhändern gehören viele Milliardäre. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

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Haus Borghese und Aldobrandini

Die italienischen Adelsfamilien Borghese und Aldobrandini sind zwei der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie und gehören zum päpstlichen Adel. Die Aldobrandini Familie ist im 17. Jahrhundert im Mannesstamm ausgestorben, aber ein Familienzweig der Borghese Familie, der auch Blut der Aldobrandinis in sich trägt, benutzt bis heute den Familiennamen Aldobrandini.

1870 wurde der Vatikan von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Familien Borghese und Aldobrandini gehören zum Schwarzen Adel.

Borghese Familie

Die Borghese Familie besteht seit dem 13. Jahrhundert. Papst Paul V. (1552-1621) kam aus der Borghese Familie. Er verlieh seinem Neffen Marcantonio II. (1601-1658) den Adelstitel eines Fürsten. Der Fürstentitel ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann. Die Borghese Familie besitzt den Titel bis heute und gehört damit zum päpstlichen Adel. Die Familie besitzt inzwischen noch weitere Adelstitel. Im 17. und 18. Jahrhundert stellte die Familie mehrere Kardinäle. Vom 17. bis Ende des 19. Jahrhunderts galt sie als eine der reichsten Adelsfamilien in Rom.

Die Borghese Familie heiratete vom 17. bis 19. Jahrhundert in die päpstlichen Adelsfamilien Colonna, Orsini, Torlonia, Della Rovere, Odescalchi, Boncompagni und Ludovisi.

Camillo Borghese (1775-1832), der 6. Fürst von Sulmona, heiratete eine Schwester des französischen Kaisers Napoleon I..

Herzog Scipione Salviati Borghese (1823-1892) heiratete in den französischen Familienzweig der Adelsfamilie FitzJames. Diese ist eine katholische Nebenlinie der schottischen Königsfamilie Stuart.

Paolo Borghese (1844-1920), der 9. Fürst von Sulmona, heiratete in die ungarisch-österreichische Adelsfamilie Apponyi. Das bekannteste Familienmitglied wäre Geraldine von Apponyi (1915-2002), die in die albanische Königsfamilie heiratete und dadurch Königin von Albanien wurde.

Fürst Giangiacomo Borghese (1889-1954) arbeitete vor dem Ersten Weltkrieg für das britische Unternehmen Marconi in London. Nach dem Weltkrieg 1918 schloss er sich den italienischen Nationalisten an und wollte die Sozialisten bekämpfen. 1922 übernahm Benito Mussolini (Begründer des Faschismus) die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Mussolini errichtete in den folgenden Jahren eine faschistische Diktatur, die bis 1943 bestand. Giangiacomo Borghese wurde 1939 mit königlichem Dekret auf Vorschlag Mussolinis zum Gouverneur von Rom ernannt. Der vorherige Gouverneur kam aus der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. (Quelle: 1 und 2)

Junio ​​Valerio Borghese

Im Zweiten Weltkrieg verbündete sich Italien mit Nazideutschland. Junio ​​Valerio Borghese (1906-1974), der Sohn eines Fürsten, war während des Zweiten Weltkrieges beim italienischen Militär und hatte dort Kontakte zu Geheimdiensten. Er wurde verhaftet und beschuldigt, einen Staatsstreich gegen Mussolini geplant zu haben. (Quelle) Als die Alliierten Italien besetzten, knüpfte Junio ​​Valerio Borghese Kontakte zum US-amerikanischen Geheimdienst OSS (Vorläufer der CIA). Er hatte Kontakt zu James Jesus Angleton, der damals das OSS in Italien leitete. (Quelle) Angleton wurde später ein hochrangiger Geheimdienstler der CIA. Er war Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (die Borghese Familie gehört ebenfalls zum Malteserorden). Die CIA ist seit ihrer Gründung 1947 eng mit dem Vatikan und dem Malteserorden verbunden. (Quelle: 1 und 2)

Während des Weltkrieges war Junio ​​Valerio Borghese einer der führenden Köpfe der Decima Flottiglia MAS, eine Spezialeinheit der italienischen Marine. Sie wurde auch dazu genutzt, um Gegner der faschistischen Diktatur zu bekämpfen und beging dabei schwere Menschenrechtsverletzungen. Junio ​​Valerio Borghese musste nach dem Krieg vor Gericht, weil er mit der Wehrmacht von Nazideutschland kooperiert hatte. Er kam allerdings frei, vielleicht weil er sich bereit erklärt hatte, mit den US-Geheimdiensten zusammenzuarbeiten. In der Nachkriegszeit rekrutierte die CIA viele italienische Faschisten, darunter vermutlich auch Borghese (Quelle). In der Nachkriegszeit wurde er in faschistischen Kreisen in Italien aktiv, wo er grosses Ansehen genoss. 1968 rief er in einem Magazin dazu auf, mit einem leeren Stimmzettel zu stimmen, um das demokratische System vollständig abzulehnen. Das Magazin stand mit der rechtsextremen Terrororganisation Ordine Nuovo in Verbindung. (Quelle) Diese war für Anschäge in Italien verantwortlich und wurde mit der Freimaurerloge P2 und der Geheimorganisation Gladio, ein paramilitärisches Netzwerk, in Verbindung gebracht. Gladio wurde in der Nachkriegszeit vom italienischen Geheimdienst und der CIA aufgebaut.

Junio ​​Valerio Borghese gründete 1968 eine eigene rechtsextreme Bewegung, die den Kommunismus und das Parteiensystem bekämpfen wollte. 1971 wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen, weil er schon wieder einen Putsch geplant hatte. Der Putsch ist unter dem Namen Golpe Borghese bekannt. Junio ​​Valerio Borghese hatte den Putsch in der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember 1970 gestartet und ihn dann aus unbekannten Gründen innerhalb weniger Stunden gestoppt. (Quelle) Die Putschisten bestanden aus etwa 200 bis 300 Personen, die eine rechtspolitische und antikommunistische Gesinnung hatten. Es waren auch Soldaten, Carabinieri und Polizisten daran beteiligt (in vielen Ländern gibt es rechtsextreme Strukturen bei Polizei und Militär). Bis zu 20 000 Personen sollen in den Putschversuch eingeweiht gewesen sein und hätten nach Abschaffung der Demokratie die wichtigen Positionen in der Diktatur besetzt. Nach dem abgebrochenen Putsch flüchtete Junio ​​Valerio Borghese nach Spanien und erhielt dort Schutz vom faschistischen Diktator Franco. Die genauen Hintergründe des Putschversuches konnten nie geklärt werden. Daher kam es zu vielen Verschwörungstheorien und Spekulationen, die aber teils nicht unwahrscheinlich sind. Verbindungen gab es zu Freimaurern, Mafia, italienischen Geheimdiensten, CIA, NATO und vermutlich auch Gladio. Weitere Verbindungen gab es zum päpstlichen Adel, zur italienischen Wirtschaftselite und womöglich auch zu den rechtspolitischen Diktaturen in Griechenland, Spanien und Portugal. Mehrere Zeugen sagten aus, dass Junio ​​Valerio Borghese Kontakte zu mehreren wichtigen italienischen Mafiaorganisationen knüpfte und sie darum bat, seinen Putsch zu unterstützen. Er soll dafür sogar ein Gipfeltreffen der italienischen Mafia besucht haben. (Quellen: 1, 2, 3, 4, 5, 6) Die Ndrangheta, die als die mächtigste italienische Mafia gilt, unterstütze faschistische Terroristen in Italien (Quelle). Angeblich wurde Borgheses Putschversuch sogar vom Vatikan unterstützt (Quelle).

Die italienische Elite versuchte erst den Putschversuch zu vertuschen und es dauerte drei Monate bis die Zeitungen darüber berichteten. Ab da versuchte man den Putschversuch kleinzureden. Bei den folgenden Gerichtsverfahren wurden fast alle Angeklagten freigesprochen, darunter auch Borghese. Die Regierung des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon hatte über Borgheses Pläne für einen Staatsstreich Bescheid gewusst. Die USA weigerten sich aber den Putsch zu unterstützen. (Quelle)

Die Organisation Gehlen wusste über die Putschpläne Bescheid. Das behauptete zumindest ein Agent des geheimen Netzwerkes. (Quelle) Die Organisation Gehlen war ein deutscher Geheimdienst, der nach dem Zweiten Weltkrieg im besetzten Deutschland von den US-amerikanischen Geheimdiensten finanziert und aufgebaut wurde. Der Gehlen-Geheimdienst rekrutierte viele ehemalige deutsche Nazis und wurde von Reinhard Gehlen geleitet, der zuvor für den Geheimdienst von Nazideutschland gearbeitet hatte. Reinhard Gehlen wurde 1956 der erste Präsident des BND, der bis heute der deutsche Auslandsgeheimdienst ist.

Der italienische Journalist Mauro de Mauro wurde drei Monate vor Borgheses Putschversuch von der Mafia ermordet, vermutlich weil erfahren hatte, dass Junio ​​Valerio Borghese einen Staatsstreich plant und dabei mit der Mafia zusammenarbeitet. Mauro sagte vor seinem Verschwinden zu seinen Kollegen in der Redaktion, er sei einer Sache auf der Spur, die „Italien erzittern lassen wird“. (Quelle)

Licio Gelli war in den Borghese-Putsch involviert (Quellen: 1, 2, 3). Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren. Bereits wenige Jahre nach Borgheses Putschversuch entwarf die P2-Loge erneut Pläne für einen Staatsstreich in Italien. Licio Gelli war Mitglied des Malteserordens und des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (zwei Vatikanorden). Zur P2-Loge gehörte auch der italienische Adlige Edgardo Sogno. Er war in die Planung zur Gründung der bereits erwähnten Geheimorganisation Gladio involviert. 1976 wurde er verhaftet und angeklagt, weil er versucht haben soll einen Staatsstreich zu organisieren, also sechs Jahre nach Borgheses Putschversuch. Sogno wurde freigesprochen. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er sich zusammen mit der italienischen Königsfamilie Savoyen am Sturz von Mussolini beteiligt. Das ehemalige Oberhaupt der Savoyen Familie war Mitglied der P2-Loge. (Mehr dazu im Beitrag zur P2-Loge)

Wie bereits erwähnt wurde, soll auch Junio ​​Valerio Borghese einen Putsch gegen Mussoloni geplant haben. Während des Zweiten Weltkrieges verlieh ihm die Savoyen Familie einen Orden. (Quelle) Herzog Giovanni Colonna di Cesarò aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna plante vermutlich ebenfalls einen Putsch gegen Mussolini sowie dessen Ermordung.

Italienische Adlige waren somit im letzten Jahrhundert in gleich mehrere Putschversuche oder deren Planung involviert. Ich könnte mir vorstellen, dass Teile des italienischen Adels verärgert waren über die Abschaffung der Monarchie und der Adelstitel 1946. Die Savoyens wurden zudem enteignet und mussten ins Exil, was die Familie bis heute als ungerecht empfindet. Daher werden sie die 1946 gegründete demokratische Republik vermutlich abgelehnt haben.

Junio ​​Valerio Borghese schrieb die Einleitung von Julius Evolas Buch Men Among the Ruins, das in der Nachkriegszeit Einfluss auf die faschistische Szene in Italien hatte. Der Okkultist Julius Evola galt als Philosoph der Rechtsradikalen in Italien und inzwischen hat er auch Rechte in anderen Ländern inspiriert. Er war Mitglied der „Gruppo di Ur“, eine esoterische Gruppe in Italien. Die kurzlebige Gruppe war in der Zeit des Mussolini-Regimes aktiv. Auch Herzog Giovanni Colonna di Cesarò aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna war Mitglied der Gruppe (dieser plante wie gesagt einen Putsch gegen Mussoloni).

Die Borghese Familie in den letzten 50 Jahren

Der langjährige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi kennt die Borghese Familie (Quelle: 1 und 2). Berlusconi ist Milliardär und kontrolliert den grössten italienischen Medienkonzern. Er ist höchstwahrscheinlich mit der italienischen Mafia verbunden.

Fabio Borghese (*1965) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Caracciolo. Zur Beerdigung seines Schwiegervaters kam auch die Milliardärsfamilie Agnelli, die in die Caracciolo Familie geheiratet hatte. (Quelle) Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien. Ihnen wird nachgesagt, dass sie über Mittelsmänner Kontakte zur Mafia haben.

Prinz Lorenzo Borghese war oder ist noch immer Botschafter des Malteserordens in Jordanien. In dieser Funktion traf er den jordanischen König. (Quelle: 1 und 2) Der Malteserordens ist ein alter Vatikanorden, der seit 900 Jahren besteht und von den Kreuzfahrern in der heiligen Stadt Jerusalem gegründet wurde. Paolo Costantino Borghese ist Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der Vatikanorden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Die Borghese Familie besitzt bis heute den Palazzo Borghese, ihr Familienpalast. Seit 1922 trifft sich der Circolo della Caccia, ein Herrenklub, im Palazzo Borghese. Neben italienischen Adligen ist auch der Hochadel im Klub vertreten, darunter die britischen Prinzen Charles und Philip sowie der spanische König Juan Carlos, der belgische König Albert II. und der monegassische Fürst Albert II. (Quelle: 1 und 2). Im Palazzo Borghese wurden in den letzten Jahren Treffen des Konstantinordens abgehalten (Quelle: 1 und 2). Im Zeitraum 1950 gab es eine Freimaurerloge im Palazzo Borghese (Quelle). Der Grande Oriente d’Italia, die führende Freimaurergrossloge Italiens, hatte Ende des 19. Jahrhunderts seinen Sitz im Palazzo Borghese (Quelle: 1 und 2)

Prinzessin Alessandra Borghese (*1963) heiratete in die griechische Milliardärsfamilie Niarchos. Ihr Mann war ein Mitschüler der britischen Prinzen Andrew und Edward. (Quelle) Alessandras Schwiegervater Stavros Niarchos war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner des berühmten US-amerikanischen Milliardärs David Rockefeller (Quelle). Alessandra Borghese ist Mitglied des Malteserordens (Foto). Sie ist eine enge Freundin von Gloria von Thurn und Taxis, die zur deutsch-katholischen Adelselite gehört (Quelle). Alessandra kennt Hélène Arnault (Foto). Hélène ist die Ehefrau des französischen Unternehmers Bernard Arnault, der derzeit als einer der reichsten Männer der Welt gilt. Er kontrolliert unter anderem das Luxusgüterunternehmen Louis Vuitton. Alessandra Borghese kennt den CEO von Louis Vuitton (Quelle). Sie kennt den französischen Publizisten Bernard-Henri Lévy (Foto). Dieser ist ein Bekannter der französischen Rothschilds und hatte ein romantisches Verhältnis mit Daphne Guinness (kommt aus dem britischen Adel, heiratete in die Niarchos Familie und kennt viele Milliardäre). Alessandra Borghese schrieb in einem Buch: „Ein weiterer Heiliger, zu dem ich große Zuneigung habe und dem ich eine entscheidende Orientierung für mein geistliches Leben verdanke, ist Josemaría Escrivá, der Gründer des Opus Dei.“ (Quelle) Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist. Die Zentrale des Opus Dei befindet sich in der Nähe des Palazzo Borghese (Quelle). Alessandra Borghese ist eine langjährige Freundin von Urbano Riario Sforza Barberini Colonna di Sciarra und ist die Taufpatin seines Sohnes (Quelle). Der italienische Adlige stammt aus den päpstlichen Adelsfamilien Colonna und Barberini.

Scipione Borghese (*1970), der 14. Fürst von Sulmona, heiratete in die italienische Uradelsfamilie Massimo (Quelle). Er war 2003 bei einer Veranstaltung zur Taufe einer Prinzessin aus der sizilianischen Königsfamilie. Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Mitglied aus der bereits erwähnten französischen Multimilliardärsfamilie Arnault
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Alasia Borghese war 1987 auf einer Beerdigung der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. Auf der Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter die Familien Gaetani, Torlonia, Massimo, del Drago, Ruspoli, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens.
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels. Die Familie brachte viele Freimaurer hervor.
  • Mitglieder der Sursock Familie. Die Sursocks heirateten in die Colonna Familie sowie in die thailändische Königsfamilie und in die persische Aristokratenfamilie Aga Khan. Die Sursocks sind mit der Unternehmerfamilie Weston verschwägert, eine der reichsten kanadischen Familien. Die Sursock Familie brachte Freimaurer hervor.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der bereits erwähnten italienischen Milliardärsfamilie Agnelli.

(Quelle)

Aldobrandini Familie

Die Aldobrandini Familie fand ab dem 14. Jahrhundert Anschluss an die Elite der italienischen Stadt Florenz. In den folgenden Jahrhunderten besetzte die Familie wichtige städtische Ämter in Florenz. Sie hatte Kontakt zur Medici Familie, die damals die führende Familie der florentinischen Elite war. (Quelle) Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Sie brachten drei Päpste hervor und wurden in den Hochadel aufgenommen.

Silvestro Aldobrandini (1499-1558) unterstützte 1527 einen Aufstand gegen die Medici Familie. Die Florentiner jagten die Medicis aus der Stadt und Silvestro Aldobrandini war ab da einer der führenden Köpfe der dortigen Regierung. Die Medicis konnten die Stadt aber zurückerobern und Silvestro Aldobrandini wurde aus Florenz verbannt. Darauf war er als Jurist in anderen italienischen Regionen tätig. Papst Paul III. aus der Adelsfamilie Farnese rief ihn nach Rom, wo er als Jurist im Kirchenstaat arbeitete. Silvestro Aldobrandini war der Begründer des römischen Familienzweiges der Aldobrandinis. Sein Sohn war der spätere Papst Clemens VIII.. (Quelle) Clemens VIII. war von 1592 bis 1605 Papst und ernannte seine beiden Neffen zu Kardinälen. Ein weiterer Verwandter, Pietro Aldobrandini (1539-1599), wurde Hauptmann der päpstlichen Garde. Giovanni Francesco Aldobrandini (1545-1601) aus Florenz heiratete in den römischen Familienzweig der Aldobrandinis. Er wurde Kommandeur der päpstlichen Garde und diente Papst Clemens VIII. als Diplomat. Er erhielt von Clemens VIII. den Adelstitel eines Fürsten. Dieser ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann und die Aldobrandinis gehörten damit zum päpstlichen Adel. Im 17. Jahrhundert heirateten die Aldobrandinis in die päpstlichen Adelsfamilien Borghese, Farnese und Ludovisi. Der Ehemann von Margherita Aldobrandini (1588-1646) kam mütterlicherseits aus der portugiesischen Königsfamilie.

Die Aldobrandini Familie stellte im 16. und 17. Jahrhundert drei Grosspriore des Malteserordens in Rom (Quelle).

Die Adelsfamilie Aldobrandini starb im 17. Jahrhundert im Mannesstamm aus. Nachkommen findet man aber heute noch im päpstlichen Adel.

Der Familienzweig Aldobrandini-Borghese

Camillo Borghese (1816-1902), der 1. Fürst von Meldola, war ein Nachkomme der Aldobrandinis. Er benannte seinen Familiennamen in Aldobrandini um, den seine Familie bis heute trägt. Er war ein treuer Diener des Papstes. Er kam mütterlicherseits aus der französischen Uradelsfamilie Rochefoucauld. In erster Ehe heiratete er in die deutsche Uradelsfamilie Arenberg und in zweiter Ehe in die ungarische Uradelsfamilie Hunyady von Kéthely.

Giuseppe Aldobrandini (1865-1939), der 2. Fürst von Meldola, heiratete in die italienische Adelsfamilie Antinori und stand ebenfalls im Dienste des Kirchenstaates.

Clemente Aldobrandini (1891-1967), der 3. Fürst von Meldola, heiratete in erster Ehe Anna di Saluzzo. Väterlicherseits kam sie aus der Adelsfamilie Saluzzo und mütterlicherseits aus der Uradelsfamilie Caracciolo. Clementes zweite Ehefrau kam aus der deutschen Uradelsfamilie Welczeck. Seine Enkelin Olimpia Aldobrandini (*1955) heiratete in den französischen Familienzweig der berühmten Rothschild Familie (Quelle: 1 und 2). Die Heirat könnte dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen Vatikan und Judentum verbessert. Übrigens hat ein Herzog aus der päpstlichen Adelsfamilie Orsini vor paar Jahrzehnten eine Tochter des französisch-jüdischen Bankiers Antoine Bernheim geheiratet (Quelle: 1 und 2). Bernheim galt als einer der mächtigsten Bankiers in Frankreich. Er war mit den Familien Weill und Wertheimer verbunden, zwei einflussreiche französisch-jüdische Familien.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Erskine Clan

Der schottische Clan Erskine besteht seit mindestens 800 Jahren und gehört zum britischen Adel. Die Familie hatte ein gutes Verhältnis zur Königsfamilie aus dem schottischen Stewart Clan, die vom 14. bis 17. Jahrhundert über Schottland herrschte. Margaret Erskine (1515-1572) war eine Geliebte des schottischen Königs James/Jakob V..

Da der Erskine Clan schon seit Jahrhunderten in schottische Clans heiratet, ist er inzwischen mit zahlreichen Clans verwandt. Der Erskine Clan heiratete auch in viele englische Adelsfamilien und in einzelne irische, deutsche und spanische Adelsfamilien.

Der Erskine Clan brachte in den letzten 300 Jahren mehrere hochrangige Freimaurer hervor. Der Clan brachte Politiker, Diplomaten, Juristen, Militärs und Beamte hervor. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die Verbindungen des Clans zur Freimaurerei.

Der Familienzweig der Grafen von Kellie

Seit 1619 stellt ein Familienzweig des Erskine Clans den Grafen von Kellie.

Thomas Erskine, der 6. Graf von Kellie (1732-1781), war Freimaurer und Grossmeister der Freimaurergrossloge von Schottland. Die schottische Grossloge besteht seit 1736. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der Grossloge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. (Quelle) Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Graf Thomas Erskine war auch Grossmeister der „Antient Grand Lodge of England“ (Quelle). Diese englische Grossloge bestand von 1751 bis 1813. Dann vereinigte sie sich mit der „Premier Grand Lodge of England“, die seit 1717 existierte und als die älteste Grossloge der Welt gilt. Durch die Vereinigung der beiden Logen entstand die „United Grand Lodge of England“, die bis heute die führende Grossloge Englands ist und vom britischen Hochadel geführt wird. (Quelle) Die Antient Grand Lodge war eng mit den Herzögen von Atholl (die Clan-Chefs des Murray Clans) verbunden. Graf Thomas Erskine war auch Grossmeister der indischen Freimaurer, die zu dieser Zeit noch von Briten geführt wurden (Quelle: auf Seite 26). Die Freimaurerei wurde von britischen Kolonialisten nach Indien gebracht.

Walter Erskine, der 13. Graf von Kellie (1839-1888), war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er heiratete in den Forbes Clan.

Lord John Erskine (1895-1953), der Sohn eines Grafen, war Gouverneur der britischen Kolonie Madras.

James Erskine, der 16. Graf von Kellie (*1949), ist der derzeitige Clan-Chef des Erskine Clans. Er war bis 2017 Mitglied der liberaldemokratischen Partei und im House of Lords (britisches Oberhaus).

Der Familienzweig der Grafen von Buchan

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts stellt ein Familienzweig des Erskine Clans den Grafen von Buchan. Der alte schottische Adelstitel gibt es seit dem 12. Jahrhundert. Im 15. und 16. Jahrhundert besassen Mitglieder des Stewart Clans den Titel.

Der 10., der 11. und der 12. Graf von Buchan waren alle Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Henry Erskine, der 12. Graf von Buchan (1783-1857), heiratete eine Tochter von Charles Shipley. Dieser war Gouverneur der britischen Kolonie Grenada. Die britische Königsfamilie stellt bis heute das Staatsoberhaupt des Inselstaates.

Baron David Erskine (1776-1855) war einer der ersten britischen Botschafter in den USA. Er heiratete eine Amerikanerin und sein Schwiegervater war John Cadwalader, ein Freimaurer und General im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Cadwalader kannte den ersten US-Präsidenten George Washington, der ebenfalls Freimaurer war. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten waren Freimaurer (Quelle).

James Stuart Erskine (1821-1904) heiratete in die bayerische Uradelsfamilie Toerring (Quelle).

Evelyn Hilda Stuart Erskine (1883-1939) heiratete Baron Walter Edward Guinness. Er kam aus der irischen Guinness Familie, die im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier gründete und im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen wurde. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.

Der Familienzweig der Grafen von Mar

Seit Beginn des 15. Jahrhunderts stellt ein Familienzweig des Erskine Clans den Grafen von Mar. Der alte und angesehene schottische Adelstitel gibt es seit dem 12. Jahrhundert. Die oben erwähnten Grafen von Kellie besitzen seit Ende des 19. Jahrhunderts auch zusätzlich den Titel Graf von Mar.

John Erskine, der 23. Graf von Mar (1675-1732), war Grosskommandant des „Order of the Fleur de Lys“ (Quelle). Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden) Graf John Erskine heiratete in den Hay Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte und bis heute im Fleur de Lys-Orden vertreten ist.

Sein Sohn Lord Thomas Erskine (1705-1766) war einer der frühen Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er war ebenfalls Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens (Quelle). Er heiratete in den Hope Clan.

Der Familienzweig der Grafen von Rosslyn

James St Clair-Erskine (1762-1837) erbte von seinem Onkel den Adelstitel Graf von Rosslyn. Seine Grossmutter väterlicherseits kam aus dem Sinclair Clan. James war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er hatte das bis heute angesehene Amt des Lord President of the Council inne. Er war somit Präsident des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Harriet Elizabeth St. Clair-Erskine (starb 1867) heiratete Fürst Georg Herbert zu Münster. Der deutsche Diplomat kam väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Münster und mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. Albrecht Wolfgang zu Schaumburg-Lippe (1699-1748) gilt als der erste deutsche Freimaurer. Er wurde während eines Aufenthalts in England in den Bund aufgenommen. Georg Herbert zu Münster hatte in erster Ehe in die russische Adelsfamilie Galitzin geheiratet. Die Familie ging aus der Uradelsdynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas abstammt.

Francis Robert St. Clair-Erskine, der 4. Graf von Rosslyn (1833-1890), war in der Politik. Er war einer der hochrangigsten Freimaurer in Grossbritannien:

  • Er war Grossmeister der schottischen Grossloge.
  • Er war Grossmeister des wiederbelebten Templerordens in Schottland.
  • Er war First Principal (Grossmeister) des „Supreme Grand Royal Arch Chapter of Scotland“, das Leitungsgremium der Royal Arch Masons in Schottland. Absolviert man die vier Grade dieses Freimaurerbundes, hat man Anspruch auf eine Mitgliedschaft im Templerorden und weiteren Freimaurerorden.
  • Er war stellvertretender Grossmeister und Gouverneur des Royal Order of Scotland, ein schottischer Freimaurerorden.
  • Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer. Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Der Oberste Rat in Schottland besteht aus neun Personen. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat, der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt.

(Quelle: 1, 2, 3)

1870 hielt er ein grosses Freimaurerfest ab, an dem über tausend Freimaurer teilnahmen (Quelle). Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans. (Quelle) Mehrere davon waren Freimaurer. Die Frau von Francis Robert St. Clair-Erskine kam väterlicherseits aus der Fitzroy Familie und mütterlicherseits aus der Beauclerk Familie (Quelle). Fitzroy und Beauclerk sind Bastardlinien der schottischen Königsfamilie Stuart.

James Francis Harry St Clair-Erskine, der 5. Graf von Rosslyn (1869-1939), war ein enger Freund des britischen Königs Edward VII., der zudem der Pate seines Sohnes wurde (Quelle). König Edward war von 1874 bis 1901 Grossmeister der englischen Freimaurergrossloge (Quelle).

Lord Francis St. Clair-Erskine (1892-1929) heiratete die Australierin Sheila Chisholm, die möglicherweise aus dem Chisholm Clan stammte. Sie heiratete in dritter Ehe in die russische Zarenfamilie.

Peter St. Clair-Erskine, der 7. und derzeitige Graf von Rosslyn (*1958), hat Kontakt zur britischen Königsfamilie (Quelle).

Die Grafenfamilie St. Clair-Erskine besitzt die Rosslyn-Kapelle. Die schottische Kapelle wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich seither im Besitz von Mitgliedern des Sinclair Clans. Um die Kapelle ranken sich viele Mythen und Verschwörungstheorien. Die Kapelle wird mit den Freimaurern und den Templern in Verbindung gebracht (Quelle). Da die Familien Sinclair und Erskine hochrangige Freimaurer und Templer hervorbrachten, ist dies nicht unwahrscheinlich. Legenden und Spekulationen besagen, dass Graf Henry Sinclair (lebte im 14. Jahrhundert) bereits vor Christoph Kolumbus nach Nordamerika gereist sei. Der Legende nach war Graf Henry Sinclair Mitglied des mittelalterlichen Templerordens. (Quelle) So viel man weiss, war der Templerorden aber bereits 100 Jahre zuvor aufgelöst worden. Manche französische Templer, die damals verfolgt wurden, flüchteten im 14. Jahrhundert nach Schottland. Die schottischen Adligen gewährten den verfolgten Templern, von denen viele Adlige waren, Schutz und Zuflucht und wurden dafür womöglich in die templerischen Geheimnisse eingeweiht. Viele schottische Familien sollen mit Templern verwandt gewesen sein. (Quelle) Die Templer wussten angeblich über die Existenz des amerikanischen Kontinents bescheid, was dann Sinclair veranlasste den damals noch unbekannten Kontinent zu besuchen. Spätestens ab dem 16. Jahrhundert bildete sich in Schottland die Freimaurerei. Daher wird vermutet, dass der Templerorden ein Vorläufer der schottischen Freimaurerei war. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründeten die britisch-adligen Freimaurer einen neuen Templerorden, in dem hochrangige Freimaurer aus Grossbritannien zusammenkommen. Zudem gibt es noch den bereits erwähnten Fleur de Lys-Orden, der womöglich ein direkter Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens ist. Weitere Theorien zur Rosslyn-Kapelle besagen, dass sich darin der Templerschatz, der Heilige Gral, die Bundeslade oder gar der mumifizierte Kopf von Jesus Christus befindet. Die Kapelle kommt auch im verfilmten Buch The Da Vinci Code vor.

Übrigens: Sir George Erskine (circa 1570-1646) aus dem Erskine Clan war einer der frühen Besitzer der Ripley-Schriftrolle. Diese Schriftrolle beinhaltet Verweise auf den Stein der Weisen und ist nach George Ripley benannt, der im 15. Jahrhundert lebte und einer der bekanntesten Alchemisten in England war. Die Herkunft der Ripley-Schriftrollen ist unklar, aber sie befanden sich im Besitz von schottischen Clans. George Erskine gilt als der frühste bekannte Besitzer. Er hatte Kontakte zu anderen Adligen in Schottland und London, die alchemistische Manuskripte studierten. Er hatte auch Kontakt zu Rosenkreuzern in Hessen, Deutschland. (Quelle) Er kam mütterlicherseits aus dem Home Clan (Quelle).

Serena Dunn (1935-2019) war eine Enkelin des 5. Grafen von Rosslyn aus der Familie St. Clair-Erskine. Serena war die langjährige Ehefrau des britischen Barons Jacob Rothschild, der als das Oberhaupt der weltberühmten Rothschild Familie gilt. Ihr Sohn Nathaniel Rothschild, der international vernetzt ist, hat somit Blut der Clans Erskine und Sinclair in sich sowie das Blut von weiteren freimaurerverbundenen britischen Adelsfamilien, darunter Blut der schottischen Königsfamilie Stuart. Über die Stuarts hat Nathaniel Rothschild auch Blut des schottischen Königs Kenneth MacAlpin in sich. MacAlpin, der im 9. Jahrhundert lebte, war der erste König und Begründer von Schottland. Über die Stuarts ist Nathaniel Rothschild zudem ein Nachkomme der Plantagenet-Dynastie, die vom 12. bis 15. Jahrhundert die Königsfamilie von England war. Über die Plantagenet-Dynastie hat Nathaniel Rothschild Blut von König Fulko (starb 1143) in sich, der zur Kreuzfahrerzeit König der heiligen Stadt Jeruslem war. Die britischen Rothschilds, eine briefadlige Familie, sind damit inzwischen eine echte blaublütige Adelsfamilie mit königlichem Blut. Womöglich betrachtet die britische Adelselite die Rothschilds inzwischen als gleichberechtigten Partner, da sie dasselbe Blut haben (für die britischen Aristokraten ist Blut und Abstammung nach wie vor sehr wichtig). Hannah Rothschild (1851-1890) heiratete Graf Archibald Primrose. Dieser war britischer Premierminister und Clan-Chef des schottischen Primrose Clans.

Anmerkung: Für mich ist es unverständlich, wie den Verschwörungstheoretikern nicht auffällt, dass die Rothschilds und die britische Königsfamilie ein sehr gutes Verhältnis zu schottischen Clans haben. Die britische Königsfamilie hat Blut von vielen Clans in sich, einerseits über die Mutter der Queen und anderseits über die Vorfahren aus der Königsfamilie Stuart (und dadurch auch Blut der Könige MacAlpin und Fulko). Die Freimaurerei wurde höchstwahrscheinlich von schottischen Clans gegründet. Erst nahmen sie englische und irische Adlige in den Bund auf und dann Adlige vom europäischen Festland und schliesslich gründeten britische Adlige in den britischen Kolonien viele Logen, die auch Nichtaristokraten aufnahmen. Die britischen Freimaurer nahmen im 18. Jahrhundert die ersten Juden in die Freimaurerei auf. Mit Nathan Mayer Rothschild zog 1798 das erste Mitglied der deutsch-jüdischen Rothschild Familie nach Grossbritannien. Im Jahr 1802 wurde er bei den englischen Freimaurern aufgenommen. 1810 gründete er die britische Rothschild Bank, die sich zur weltweit grössten Bank entwickelte. Ab da begannen die Rothschilds und ihre Schwäger aus anderen jüdischen Bankiersfamilien ihren Einfluss weltweit auszuweiten. Es kam zu Heiraten zwischen wohlhabenden jüdischen Familien und schottischen Clans. Ich geh davon aus, dass die führenden Köpfe der jüdischen Elite ein gutes Verhältnis zu den britisch-adligen Freimaurerfamilien haben, zu denen auch die Königsfamilie gehört. Dieser Kreis könnte die „jüdisch-freimaurerisch Weltverschwörung“ ausmachen, von der man immer wieder hört. Diese Verschwörungstheorie gibt es seit über 100 Jahren und besagt, dass es ein Bündnis von einflussreichen Freimaurern und Juden gibt. Die Theorie wurde leider von Nazis und Judenhassern in den Dreck gezogen. Obwohl Mitglieder der schottischen Clans zur obersten Freimaurerführung gehören, haben sie es bisher geschafft nicht ins Visier der Verschwörungstheoretiker zu geraten. Ich glaube, dass haben sie den Juden zu verdanken, die bei jeder Gelegenheit von den Verschwörungstheoretikern ins Visier genommen werden und so immer im Mittelpunkt stehen, während die Clans im Hintergrund meist unbemerkt bleiben. Hierzu ein Beispiel: Der jüdische Finanzinvestor George Soros gilt in der Szene der Verschwörungstheoretiker als einer der führenden Köpfe der jüdischen Weltverschwörung und ist inzwischen auf der ganzen Welt bekannt dafür. Dass sein Neffe Peter Soros in den schottischen Fraser von Lovat Clan heiratete, hat aber so gut wie niemand mitbekommen. Vielleicht haben sich Juden wie Rothschild und Soros damit abgefunden, dass sich antisemitische Verschwörungstheorien nicht verhindern lassen und überlegen wie man sie zum eigenen Vorteil nutzen könnte. Ich halte es sogar für vorstellbar, dass Soros absichtlich an linke Organisationen, Faktenchecker, Bürgerrechts- und oppositionelle Bewegungen und Medien spendet, um diese bei Verschwörungstheoretikern in Verruf zu bringen. Ich glaube, die Elite spielt Psychospielchen mit den Verschwörungstheoretikern, was während der Corona-Pandemie ziemlich deutlich wurde. Meiner Meinung nach hat sich die Szene der Verschwörungstheoretiker während der Pandemie blamiert und selber diskreditiert (was für die Elite von Vorteil ist). Theoretisch könnte man Verschwörungstheorien auch dazu nutzen, um Bürgerkriege und Umstürze anzuheizen oder Wahlen zu beeinflussen, in dem man das Narrativ verbreitet, die Regierung werde von einer geheimen Elite gesteuert und müsse daher ausgewechselt werden. Islamistische Aufständische und Terroristen glauben oft an eine jüdische Weltverschwörung. Staatschefs wie Viktor Orbán (Ungarn), Erdoğan (Türkei), Ebrahim Raisi (Iran) und Assad (Syrien) nutzen antisemitische Verschwörungstheorien als Propagandainstrument. Das Volk soll glauben, die bösen Mächte seien stets im Ausland. Dies führt dazu, dass das Volk die Schurken in der Elite des eigenen Landes unterschätzt oder übersieht. Kritischen Politikern, Journalisten und Organisationen kann man vorwerfen, sie würden für ausländische Eliten arbeiten. In den letzten 100 Jahren gab es viele autoritäre Staaten und Diktaturen, die Verschwörungstheorien zu Propagandazwecken und als Machtinstrument nutzten. Oft glaubten ihre Anhänger wirklich man müsse die Demokratie abschaffen, da diese unter dem Einfluss der Elite steht. Heute ist das nicht anders. Der Erfolg der Rechtspopulisten in den letzten Jahren fusst unter anderem auf der Taktik den Wählern zu vermitteln, man wolle das Establishment bekämpfen. Die autoritäre Führung in Russland hat viele Fans im russischen Volk und im Ausland, weil viele der Fans glauben, dass Präsident Putin mutig der bösen Weltelite Widerstand leistet (ich geh aber davon aus, dass er selbst zur Weltelite gehört). Russische staatsnahe Medien haben in den letzten Jahren sehr grossen Einfluss auf die Szene der Verschwörungstheoretiker im deutschsprachigen Raum gewonnen. Man kann davon ausgehen, dass diese Medien in irgendeiner Form mit russischen Geheimdiensten verbunden sind. Auch die US-amerikanische Elite spielt mit Verschwörungstheorien, wie sie mit Donald Trump bewiesen hat. Der Milliardär hat grosses Ansehen in der Community der Verschwörungstheoretiker und ist für manche eine Art Erlöser. Viele seiner Anhänger glauben an eine jüdische Weltverschwörung. Das erscheint natürlich sehr paradox, da zu Trumps Freunden und Unterstützern mehr als ein Dutzend jüdische Milliardäre gehören und sein jüdischer Schwiegersohn Jared Kushner kennt noch viele weitere einflussreiche Juden. Trump kommt mütterlicherseits aus dem schottischen MacLeod Clan und hat Kontakte nach Schottland. Er besitzt den „Trump International Golf Links“, ein Golfplatz in Schottland. Der Golfplatz hat ein eigenes Wappen und einen eigenen Schlachtruf, genau wie die schottischen Clans. Trump erhielt von den Clans die Erlaubnis, ein Wappen zu verwenden. Trump ist bekannt dafür, stolz von seinen schottischen Wurzeln zu sprechen und sagte: „Ich glaube, ich fühle mich schottisch“. Noch weitere US-Präsidenten hatten Blut von Clans in sich (auch die beiden aus der Bush Familie). Viele Verschwörungstheoretiker in Grossbritannien befürworteten den Brexit, weil sie dachten, sie könnten der Elite damit eins auswischen. Ich geh allerdings davon aus, dass der Brexit von der britischen Elite gewollt war. Die Eliten vieler Länder versuchen also die Szene der Verschwörungstheoretiker für ihre eigenen Interessen zu instrumentalisieren.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

The Order of the Fleur de Lys

Der „Order of the Fleur de Lys“ ist einer der interessantesten Orden. In diesem Orden mit mehr als 200 Mitgliedern kommen alte hochrangige Freimaurerfamilien zusammen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Aristokraten und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war.

Die Templerverbindung

Der Templerorden war ein mächtiger und reicher Orden, der in der heiligen Stadt Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet wurde. Er fasziniert bis heute viele Verschwörungstheoretiker, aber auch viele Freimaurer und Adlige. Der Templerorden wurde von französischen Adligen geführt und es waren weitere Nationalitäten darin vertreten. Der französische König Philipp IV. liess die Templer verfolgen und viele wurden darauf auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die überlebenden Templer flüchteten ins Exil oder gingen in den Untergrund. Der Orden war ab da nicht mehr aktiv.

Manche Templer flüchteten nach Schottland. Die schottischen Clans (schottische Aristokraten) gewährten den verfolgten Templern Schutz und Zuflucht. Viele schottische Familien sollen mit Templern verwandt gewesen sein. Hundert Jahre nach der Templerverfolgung gründeten Clanmitglieder zusammen mit Franzosen und Italienern 1439 den Fleur de Lys-Orden, der sich als Nachfolger des Templerordens sah. Spätestens ab dem 16. Jahrhundert bildete sich in Schottland die Freimaurerei. Daher wird vermutet, dass der Templerorden ein Vorläufer der schottischen Freimaurerei war. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der schottischen Freimaurer kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. Erst nahmen sie englische und irische Adlige in den Bund auf und dann Adlige vom europäischen Festland und schliesslich gründeten britische Adlige in den Kolonien viele Logen, die auch Nichtaristokraten aufnahmen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründeten die britisch-adligen Freimaurer einen neuen Templerorden, in dem hochrangige Freimaurer aus Grossbritannien zusammenkommen. Zu den frühen Grossmeistern der Freimaurer in Schottland gehörten zwei Grosskommandanten (Grossmeister) des Fleur de Lys-Ordens. Die Grosskommandanten kannten die frühen Freimaurer in Grossbritannien und Frankreich, was weiter unten erläutert wird. Der Fleur de Lys-Orden ist seit seiner Gründung mit dem schottischen Montgomery Clan verbunden, der auch hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Der heutige Fleur de Lys-Orden

Die heutigen Mitglieder des Fleur de Lys-Ordens befassen sich mit templerischen Geschichten und Legenden. Der Fleur de Lys-Orden hatte sehr einflussreiche Mitglieder, von denen einige ganz klar Teil einer verschworenen Elite waren. Dennoch glaube ich, dass der Orden nicht die Weltherrschaft anstrebt und auch kein Elitennetzwerk ist. Beim Fleur de Lys-Orden kommen Adelsfamilien zusammen und befassen sich mit ihren Vorfahren. Zudem ist der Orden auch philanthropisch aktiv, so wie viele freimaurer- und templerverbundene Orden. Trotzdem ist der Fleur de Lys-Orden interessant für Verschwörungstheoretiker wegen den hochkarätigen Mitgliedern.

Alle bekannten Information zum Fleur de Lys-Orden stammen von der Website des Ordens. Auch die Angaben zum Orden in diesem Beitrag hab ich von der Website. Daher hoffe ich, dass die Website online bleibt, da es sonst kaum Quellen gibt. Soviel ich über die Google-Suche rausfinden konnte, wurde der Orden erst im letzten Jahrzehnt in der Literatur erwähnt. Bevor der Orden online ging, gab es scheinbar keine Informationen zu ihm. Demnach war der Orden zuvor fast 600 Jahre lang im Geheimen aktiv und scheinbar hat niemand was von seiner Existenz mitbekommen. Daher war er bis vor wenigen Jahren noch ein Geheimorden, was ihn natürlich noch interessanter macht. Der Orden behauptet, dass Mitglieder aus berühmten Dynastien, wie Medici, Habsburg, Bourbon und Bonaparte, im Geheimen Mitglied des Ordens waren. Jetzt könnte man skeptisch sein und behaupten der Orden besteht aus Wichtigtuern, die eigentlich keine Verbindung zu diesen Dynastien hatten. Ich schätze ihn aber als glaubwürdig ein. Ich bitte die Leser im Internet keine bösen Gerüchte über den Orden zu verbreiten, denn er könnte vielleicht seine Website löschen, wenn er das Gefühl hat, dass er ins Visier der Verschwörungstheoretiker gerät.

Bis vor paar Jahrzehnten war der Fleur de Lys-Orden ein erblicher Orden, der auf etwa 64 europäische Familien beschränkt war, die hauptsächlich schottischen und französischen Ursprungs waren. (Quelle) Die heutigen Mitglieder kommen aus Grossbritannien, Belgien, Frankreich, Schweden, Kanada, USA, Russland und Serbien (Quelle).

Der Fleur de Lys-Orden wird von einem Grosskommandanten geführt. Zu den Grosskommandanten (die weiter unten aufgelistet sind) und ihren Nachkommen gehörten Könige, Päpste, Bankiers und Heerführer (Quelle). Der derzeitige Grosskommandant ist Jonathan Sayers. Er ist sehr daran interessiert, die internationalen Verbindungen des Ordens weiter auszubauen. Er kommt mütterlicherseits aus dem schottischen Hay Clan. Diese Familienverbindung führte ihn in den Orden. (Quelle) Der Hay Clan brachte hochrangige Freimaurer hervor.

Die derzeitige Grosspatronin des Fleur de Lys-Ordens ist Prinzessin Elisabeth  Karađorđević (Quelle). Sie kommt väterlicherseits aus der Königsfamilie von Serbien und Jugoslawien. Mütterlicherseits kommt sie aus der griechischen Königsfamilie und ihre Grossmutter kam aus der russischen Zarenfamilie. Diese drei Königsfamilien brachten Freimaurer hervor und waren mit vielen hochadligen Freimaurern verwandt. Prinzessin Elisabeths erster Mann war Howard Oxenberg, ein amerikanischer Jude und Freund der berühmten Kennedy Familie. Ihr zweiter Mann war der britische Politiker Neil Balfour, der danach in die englische Adelsfamilie Spencer-Churchill heiratete. Prinzessin Elisabeth Karađorđević heiratete in dritter Ehe den peruanischen Premierminister Manuel Ulloa Elias.

Andrew Hope, der Graf von Hopetoun, ist derzeit der Patron für Schottland des Fleur de Lys-Ordens (Quelle). Er kommt aus dem schottischen Hope Clan und sein Vater ist der Markgraf von Linlithgow.

Seit seiner Gründung war der erklärte Zweck des Ordens die Wiederherstellung des jüdisch-christlichen Königreichs Jerusalem mit dem rechtmässigen König als Herrscher. Mit der Gründung des heutigen Staates Israel wurde dies jedoch abgeändert. (Quelle) Der Orden besteht aus Christen. Er nimmt auch Juden auf, die aber nicht der Ordensführung beitreten können. Da der Orden kreuzfahrerische Wurzeln hat, werden keine Muslime aufgenommen. Es gibt inzwischen aber einige Ausnahmen für Nichtchristen, wenn die betreffenden Personen von der Ordensführung als würdig erachtet werden. (Quelle)

Die Gründung des Fleur de Lys-Ordens

Der Orden wurde vom französischen Hochadligen René I. d’Anjou (1409-1480) gegründet. Er sah sich als der rechtmässige König der heiligen Stadt Jerusalem, die damals von Muslimen kontrolliert wurde. Er kam aus der Anjou Familie, die vom sizilianischen König Karl I. (1227-1285) begründet wurde, ein Sohn des französischen Königs Ludwig VIII. aus der Dynastie der Kapetinger. König Karl beanspruchte ebenfalls den Thron von Jerusalem, das zu seiner Zeit von den Kreuzfahrern kontrolliert wurde. Bereits vor Karl gab es eine französische Hochadelsfamilie mit dem Namen Anjou. Aus der alten Anjou Familie ging die Familie Château-Landon hervor, die während der Kreuzfahrerzeit die Königsfamilie von Jerusalem war. Aus der Familie Château-Landon ging zudem die englische Königsdynastie Plantagenet hervor, deren Nachkommen noch heute zur britischen Adelselite gehören.

Mitte des 13. Jahrhunderts eroberten Muslime Jerusalem. Ab da stand die Stadt fast 700 Jahre lang unter der Herrschaft von Muslimen. Somit hatten der Vatikan und der europäische Hochadel die Kontrolle über die heilige Stadt verloren. René d’Anjou, der Gründer des Fleur de Lys-Ordens, wollte sich nicht damit abfinden und sah sich als rechtmässige König von Jerusalem. Seit seiner Gründung sah der von ihm gegründete Orden die Wiederherstellung des jüdisch-christlichen Königreichs Jerusalem mit einem König aus der Anjou Familie als das oberste Ziel an. Die Anjous sind im Mannesstamm ausgestorben, aber man findet immer noch Nachkommen im heutigen europäischen Hochadel.

René d’Anjou kam mütterlicherseits aus der Königsfamilie von Aragon. Seine Tochter heiratete den englischen König Heinrich/Henry VI.. Dieser war ein Nachkomme der Plantagenet-Dynastie und somit auch ein Nachkomme des jerusalemischen Königs Fulko (starb 1143).

René d’Anjou stand mit Schotten in Kontakt. John de Montgomery (starb 1445) aus dem schottischen Montgomery Clan war Mitgründer des Fleur de Lys-Ordens. Zu den Mitgründern gehörte der Bankier Cosimo de Medici (1389-1464), der den Orden finanziert haben soll. (Quelle) Der wohlhabende Bankier kam aus der italienischen Stadt Florenz und seine Familie galt über ihr Bankgeschäft im 15. Jahrhundert als die reichste Familie Europas. Zu seinen Nachkommen gehörten mehrere Päpste. Ein Zweig der Medici Familie wurde in den Hochadel aufgenommen und galt als eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Dieser Familienzweig starb im 18. Jahrhundert aus.

Die drei Ordensgründer René d’Anjou, John de Montgomery und Cosimo de Medici wurden die ersten Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens und führten den Orden gemeinsam an. Nach ihnen führte der italienische Herzog Ludovico Sforza ab 1480 den Orden als Grosskommandant. Der Orden sagt, dass seither alle Grosskommandanten Nachkommen dieser vier Männer waren.

Liste der ehemaligen Grosskommandanten

Auf der Website des Ordens gibt es eine Liste der ehemaligen Grosskommandanten, die den Orden angeführt haben. Sie kamen aus Hochadelsfamilien und schottischen Clans. Über das Internet fand ich aber keine historischen Beweise, welche die Echtheit der Liste belegen. Der Orden besitzt alte Dokumente des Ordens.

Hier sind die Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens chronologisch rückwärts gelistet.

Eric Hugh Montgomery von Montgomery (*1938): Er war von 1972 bis 2021 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war Bürgermeister der Stadt Uttoxeter in England. Er kommt aus dem schottischen Montgomery Clan, der wie gesagt zu den Gründern des Fleur de Lys-Ordens gehörte. Er war bei den Royal Scots Greys, ein schottisches Regiment des britischen Militärs. Dort diente er gemeinsam mit dem Herzog von Kent aus der britischen Königsfamilie. Der Herzog ist ein Cousin der Queen und ist der derzeitige Grossmeister der englischen Freimaurergrossloge.

Leopold III., König von Belgien (1901-1983): Er war von 1914 bis 1972 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war somit bereits als Jugendlicher ein hochrangiger Geheimbündler. Von 1934 bis 1951 war er König von Belgien. Er war mit vielen europäischen Hochadelsfamilien verwandt und heiratete in die schwedische Königsfamilie. Er hatte Blut des Montgomery Clans in sich (das Blut der Montgomerys ist inzwischen im Hochadel angekommen).

Robert Udny-Hamilton, der 11. Lord Belhaven und Stenton (1871-1950): Er war von 1900 bis 1914 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war auch Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge und stammte aus dem schottischen Hamilton Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte. Robert Udny-Hamilton bereiste britische Kolonien. Seine Tochter Julia heiratete in die Somerset von Beaufort Familie. Die englische Adelsfamilie stammt im Mannesstamm von der Plantagenet-Dynastie ab, die vom 12. bis 15. Jahrhundert die Königsfamilie von England war (also zur Templerzeit) und vom jerusalemischen König Fulko (starb 1143) abstammte.

Baron Robert Dundas von Arniston (1857-1910): Er war von 1875 bis 1900 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam aus dem Dundas Clan und heiratete in den Montgomery Clan. Er bereiste britische Kolonien.

Kaiser Napoleon III. (1808-1873): Er war von 1862 bis 1875 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er regierte Frankreich von 1848 bis 1870, ab 1852 als Kaiser. Er kam aus der Bonaparte Familie, die bis heute zum Hochadel gehört. Sein Onkel war der erste Napoleon, der ebenfalls Kaiser von Frankreich war. Die Bonaparte Familie brachte im 19. Jahrhundert hochrangige Freimaurer hervor. Kaiser Napoleon III. heiratete die spanische Adlige Eugénie de Montijo, die mütterlicherseits aus dem schottischen Kirkpatrick stammte.

Archibald Montgomery, der 13. Graf von Eglinton (1812-1861): Er war von 1838 bis 1862 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war der Clan-Chef des Montgomery Clans und war mit hochrangigen Freimaurern aus Schottland verwandt. Er war in der Politik und wurde in den Privy Council aufgenommen, der bis heute der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Der jüdische Graf Benjamin Disraeli, der britischer Premierminister war, beschrieb Montgomery als „den ehrlichsten und geradlinigsten Mann, mit dem ich je zu tun hatte“. Graf Archibald Montgomery organisierte das Eglinton-Turnier von 1839, ein Lanzenturnier, an dem Adlige teilnahmen. Zu den Teilnehmern gehörte auch sein persönlicher Freund, der spätere französische Kaiser Napoleon III., der nach ihm Grosskommandant wurde.

Robert Montgomery von Comber (1778-1838): Er war von 1825 bis 1838 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan.

George Beaumont: Eine Person mit Namen George Beaumont war von 1815 bis 1825 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Der Orden weiss selber nicht, um wen es sich dabei handelt, aber er vermutet, dass es Baron George Beaumont (1753-1827) ist. Der Orden vermutet, dass seine Familie von der normannischen Einwandererfamilie Beaumont abstammt, die im 11. und 12. zur britischen Adelselite gehörte. Da der heutige Orden nicht weiss, wer der Grosskommandant war, kann man davon ausgehen, dass der Orden sehr viel Wert auf Geheimhaltung legte und wenig Schriftliches hinterliess.

Hugh Montgomery von Grey Abbey (1754-1815): Er war von 1800 bis 1815 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan.

Erzherzog Maximilian von Habsburg-Lothringen (1756-1801): Er war von 1768 bis 1800 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war somit bereits als Jugendlicher ein hochrangiger Geheimbündler. Sein Vater war der römisch-deutsche Kaiser Franz I. Stephan. Er war der einzige römisch-deutsche Kaiser, von dem man weiss, dass er Freimaurer war. Er kam aus den französischen Hochadelsfamilien Vaudémont und Orléans. Er wurde Kaiser durch seine Heirat in die österreichische Königsfamilie Habsburg. Durch diese Ehe entstand die bis heute bestehende Hochadelslinie Habsburg-Lothringen. Erzherzog Maximilian war auch Kurfürst und Erzbischof. Er war zudem Hochmeister des bis heute bestehenden Deutschen Ordens. Der vatikanverbundene Orden wurde wie der Templerorden von Kreuzfahrern in der heiligen Stadt Jerusalem gegründet.

Alexander Montgomery, der 10. Graf von Eglinton (1723-1769): Er war von 1757 bis 1768 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war der Clan-Chef des Montgomery Clans. Er war einer der frühen Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Als er das Amt antrat, war er erst 27 Jahre alt, was sehr jung für ein Grossmeisteramt ist.

Lord Thomas Erskine (1705-1766): Er war von 1746 bis 1757 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war einer der frühen Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Er kam aus dem Erskine Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte. Er heiratete in den Hope Clan und kam mütterlicherseits aus dem Hay Clan, der ebenfalls hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Charles Radclyffe, der 5. Graf von Derwentwater (1693-1746): Er war von 1730 bis 1746 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Der englische Adlige war einer der ersten Grossmeister der französischen Freimaurer. Er gilt als einer der Gründer der Freimaurerei in Frankreich und soll die erste Freimaurerloge auf dem europäischen Festland gegründet haben. Er heiratete in den Livingstone Clan. Seine Mutter war die uneheliche Tochter von König Karl II. aus der schottischen Königsfamilie Stuart, die aus dem Stewart Clan kam. Charles Radclyffe wurde hingerichtet, weil er den erfolglosen Jakobitenaufstand unterstützte. Die Jakobiten wollten die deutsche Hochadelsfamilie Hannover vom britischen Thron entfernen, damit die ursprüngliche Königsfamilie Stuart wieder die Macht übernehmen kann. Charles Radclyffe und seine Familie hatten Kontakte zur im Exil lebenden Stuart Familie. Sie unterstützen Charles Edward Stuart, den die Jakobiten als den rechtmässigen König von Grossbritannien ansahen. Der deutsche Adlige Karl Gotthelf von Altengrotkau, ein hochrangiger Freimaurer, lebte zu dieser Zeit. Er behauptete, dass er in den schottischen Templerorden aufgenommen worden war. Er behauptete auch, die „unbekannten Oberen“ Templer zu kennen, welche die gesamte Freimaurerei steuern. Er sagte, einer der Obersten Templermeister sei der im Exil lebende Charles Edward Stuart. Charles soll in Frankreich einen Rosenkreuzerritus gegründet haben. Sein Lehrer war der Freimaurer Andrew Michael Ramsay. Dieser behauptete, dass bereits Lord James Stewart (starb 1309) aus dem Stewart Clan Grossmeister einer Freimaurerloge in Schottland gewesen war. Nach Angaben von Ramsay brachte der Templerorden zu dieser Zeit die Freimaurerei nach Schottland. Der Stewart Clan brachte in den letzten 320 Jahren viele hochrangige Freimaurer hervor.

John Erskine, der 23. Graf von Mar (1675-1732): Er war von 1716 bis 1730 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Erskine Clan. Er unterstützte ebenfalls den Jakobitenaufstand. Er heiratete in den Hay Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Hugh Montgomery, der 2. Graf von Mount Alexander (1651-1717): Er war von 1689 bis 1716 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan. Er heiratete in die englische Adelsfamilie Berkeley.

Vizegraf John Graham von Claverhouse (1648-1689): Er war von 1675 bis 1689 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Väterlicherseits kam er aus dem Graham Clan und mütterlicherseits aus dem Carnegie Clan. Er hatte Blut von schottischen Königen in sich.

Henri de La Tour d’Auvergne, Vizegraf von Turenne (1611-1675): Er war von 1640 bis 1675 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er gilt als der führende französische Feldherr seiner Zeit. Er kam aus einer hugenottischen (protestantischen) Familie. Das ist bemerkenswert, da zur damaligen Zeit die französische Elite fast nur aus Katholiken bestand. Henris Grossvater mütterlicherseits war Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1533-1584). Dieser war ein Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien, der mit seinen Verbündeten ihre Unabhängigkeit erklärten. Somit kann Wilhelm als der Gründer der Republik der Vereinten Niederlande betrachtet werden. Er war der Stammvater der niederländischen Königsfamilie, die ab da bis heute mit einigen Unterbrechungen den niederländischen Thron besetzt. Wilhelm solidarisierte sich mit den verfolgten Protestanten. Das niederländische Königshaus spielte eine wichtige Rolle bei der Reformation im Hochadel und war, genau wie die anderen protestantischen Königsfamilien, eng mit der Freimaurerei verbunden.

Charles de Lorraine, der 4. Herzog Guise (1571-1640): Er war von 1595 bis 1640 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam aus der französischen Hochadelsfamilie Vaudémont (Lothringen), die wie bereits erwähnt zu den Vorfahren der heutigen nicht amtierenden österreichischen Königsfamilie Habsburg-Lothringen gehört. Durch diese Abstammung war Erzherzog Maximilian von Habsburg-Lothringen später berechtigt das Amt des Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens zu übernehmen. Charles de Lorraine beteiligte sich an der Bekämpfung der Hugenotten. Daher ist es erstaunlich, dass der nachfolgende Grosskommandant Hugenotte war.

Robert de St. Clair: Eine Person mit Namen Robert de Saint Clair war von 1585 bis 1595 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam höchstwahrscheinlich aus dem St. Clair/Sinclair Clan. Graf Henry Sinclair (lebte im 14. Jahrhundert) war der Legende nach ein Templer. Legenden und Spekulationen besagen, dass Henry Sinclair bereits vor Christoph Kolumbus nach Nordamerika gereist sei. Die verfolgten Templer, die nach Schottland flüchteten und dort mit Clans in Kontakt standen, wussten angeblich über die Existenz des amerikanischen Kontinents Bescheid, was dann Sinclair veranlasste den damals noch unbekannten Kontinent zu besuchen. Die heutige Grafenfamilie St. Clair-Erskine, die aus den Clans Sinclair und Erskine stammt, besitzt die Rosslyn-Kapelle. Die schottische Kapelle wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich seither im Besitz von Mitgliedern des Sinclair Clans. Um die Kapelle ranken sich viele Mythen und Verschwörungstheorien. Die Kapelle wird mit den Freimaurern und den Templern in Verbindung gebracht. Weitere Theorien zur Rosslyn-Kapelle besagen, dass sich darin der Templerschatz, der Heilige Gral, die Bundeslade oder gar der mumifizierte Kopf von Jesus Christus befindet. Die Kapelle kommt auch im verfilmten Buch The Da Vinci Code vor. Übrigens: Der britische Baron Jacob Rothschild, der als das derzeitige Oberhaupt der berühmten Rothschild Familie gilt, war viele Jahre mit der verstorbenen Serena Dunn verheiratet. Serena kam mütterlicherseits aus der Grafenfamilie St. Clair-Erskine, die wie gesagt die Kapelle bis heute besitzt. Die Rothschild Familie brachte im 19. Jahrhundert Freimaurer hervor. Ein Mitglied der St. Clair-Erskine Familie (der 4. Graf von Rosslyn) war von 1884 bis 1890 Grossmeister des wiederbelebten Templerordens in Schottland.

David Seton von Parbroath (1543-1601): Er war von 1572 bis 1585 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Der schottische Höfling kam aus dem Seton Clan. Von 1588 bis 1597 war er Comptroller und damit für die königlichen Finanzen und Haushaltsausgaben der schottischen Königsfamilie Stuart zuständig. Zur selben Zeit gehörte auch William Schaw zu den Höflingen der Stuart Familie. William Schaw gilt als wichtige Persönlichkeit bei der Entwicklung der Freimaurerei in Schottland. Er kam aus dem Schaw Clan.

Hugh Montgomerie, der 3. Graf von Eglinton (1540-1585): Er war von 1556 bis 1572 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan. Seine erste Frau kam aus den Clans Hamilton und Douglas. Seine zweite Frau kam aus dem Drummond Clan und der schottischen Königsfamilie.

Ferrante Gonzaga (1507-1557): Er war von 1527 bis 1556 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus der italienischen Adelsfamilie Gonzaga, die viele Kardinäle und Bischöfe hervorbrachte. Die Gonzaga Familie war über Heiraten mit dem päpstlichen Adel verbunden. Ferrante Gonzagas Mutter war Isabella d’Este. Väterlicherseits kam sie aus der italienischen Adelsfamilie Este. Ihr Grossvater mütterlicherseits war König von Neapel und kam aus der Trastámara-Dynastie. Ihr Bruder heiratete die berüchtigte Lucrezia Borgia, eine uneheliche Tochter von Papst Alexander VI.. Ferrante Gonzaga vertrat die damalige spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig von Sizilien. Er kannte Marcantonio Colonna aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna. Ferrante Gonzagas Bruder heiratete in die Adelsdynastie der Palaiologen. Die Palaiologen stellten die letzte Kaiserfamilie des Byzantinischen Reiches. Die Nachkommen der Palaiologen haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft im Fleur de Lys-Orden.

Herzog Charles de Bourbon-Montpensier (1490-1527): Er war von 1508 bis 1527 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war einer der reichsten und mächtigsten Adligen in Frankreich. Er kam aus der französischen Hochadelsfamilie Bourbon und war somit ein Nachkomme der Kapetinger. Alle französischen Könige der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab. Somit stellten die Kapetinger 39 französische Könige. Davon kamen sieben Könige aus der Bourbon Familie und auch die heutige spanische Königsfamilie kommt aus dem Haus Bourbon. Charles von Bourbon-Montpensier kam mütterlicherseits aus der Gonzaga Familie und der nachfolgende Grosskommandant war sein Cousin. Charles kannte den berühmten Leonardo da Vinci.

Herzog René de Lorraine (1451-1508): Er war von 1485 bis 1508 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam aus der bereits erwähnten französischen Hochadelsfamilie Vaudémont (Lothringen). Er sah sich selbst als der rechtmässige König der heiligen Stadt Jerusalem. Sein Grossvater mütterlicherseits war der Ordensgründer René d’Anjou, der ebenfalls den Thron von Jerusalem anstrebte.

Herzog Ludovico Sforza di Milano (1452-1508): Er war von 1480 bis 1485 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er heiratete in die bereits erwähnte Este Familie und kam aus den italienischen Adelsfamilien Sforza und Visconti. Er war einer der reichsten und mächtigsten Adligen in Italien. Er war ein Förderer des berühmten Leonardo da Vinci.

Vor 1480 waren wie bereits erwähnt die Ordensgründer Cosimo de Medici, John Montgomery und Rene d’Anjou Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens.

Weiteres

Die grösste Tragödie für den Orden war der Erste Weltkrieg. Der Weltkrieg und der daraus resultierende Konflikt zwischen den europäischen Hochadelsfamilien führte zum Zerfall des Ordens. In Österreich beispielsweise mussten alle Mitglieder ihre Mitgliedschaft aufgeben und traten teilweise anderen Orden bei. Inzwischen hat sich der Fleur de Lys-Orden erholt und seit 1995 steigt die Anzahl der Mitglieder wieder. (Quelle) Das liegt vermutlich daran, dass der Orden sich entschieden hat, nicht nur erbliche Mitglieder aufzunehmen, sondern inzwischen auch Personen aufnimmt, die keine Nachfahren der Gründerfamilien sind.

Der Ordensgründer René I. d’Anjou gründete 1448 einen weiteren Kreuzfahrerorden, den Militärorden des Halbmonds. Irgendwann verschwand der Halbmondorden oder wurde von einem Papst unterdrückt. Seine Mitglieder oder deren Nachkommen erschienen im Fleur de Lys-Orden. (Quelle

Die Ritter des Halbmondordens und des Fleur de Lys-Ordens kämpften im 15. Jahrhundert gemeinsam mit den Walachen und Ungaren gegen die Muslime. Als der Orden mit den Walachen kämpfte, sollen sich auch die ersten Juden dem Orden angeschlossen haben. Im Kampf gegen die Osmanen sollen sich die beiden Orden mit dem Drachenorden verbündet haben, ebenfalls ein katholischer Ritterorden. Dadurch gab es vermutlich Kontakte zur Familie des walachischen Herrschers Vlad III. Drăculea. (Quelle) Dieser wurde aufgrund seiner angeblichen Gräueltaten berühmt. Er soll ein sadistischer, masochistischer, kan­ni­ba­lis­tischer, pädophiler Mörder gewesen sein, der einen regelrechten Folter- und Vergewaltigungskult betrieb, was sich aber nicht beweisen lässt. Er inspirierte höchstwahrscheinlich den irischen Schriftsteller Bram Stoker zu seiner Romanfigur Dracula.

Der Fleur de Lys-Orden behauptet, dass er die Machtübernahme des serbischen Herrschers Đurađ Branković (1377-1456) unterstützt hatte (Quelle).

Der Orden war somit im 15. Jahrhundert stark in Osteuropa aktiv. In Bosnien gibt es eine unterirdische Krypta in Form einer riesigen Fleur de Lys, in der offenbar Mitglieder des Ordens im Verborgenen lebten und verehrt wurden. Serbische Adelsfamilien sollen von Ordensrittern abstammen. (Quelle) Wie oben bereits erwähnt wurde, hat der heutige Orden serbische Mitglieder, darunter eine Prinzessin aus der nicht amtierenden serbischen Königsfamilie. Über die Prinzessin wird der Orden Kontakte zur serbisch-orthodoxen Kirche haben. Irinej Dobrijević, der Bischof der serbisch-orthodoxen Kirche in Australien und Neuseeland, ist Mitglied des Fleur de Lys-Ordens. Er ist ein Nachkomme der serbischen Adelsfamilie Dobrijevic, die sich im Kampf gegen die Osmanen mit dem Orden verbündet haben soll. (Quelle)

John Brooke (1927-2006) gehörte zur Fleur de Lys-Ordensführung. Er war auch Mitglied des Malteserordens. (Quelle) Der Malteserorden ist der vermutlich einflussreichste Vatikanorden und hat seine Wurzeln ebenfalls in den Kreuzzügen. Die beiden Orden könnten also womöglich miteinander in Kontakt stehen.

Michael Poynder (1932-2008) gehörte zur Fleur de Lys-Ordensführung. Er war auch Mitglied des Druidenordens. (Quelle) Die heutigen Druidenorden in Grossbritannien sind mit der Freimaurerei verbunden. Die Druiden gehörten in der Zeit vor Christus zur keltischen Elite. Sie waren wohl die gebildetsten Mitteleuropäer ihrer Zeit. Das Zentrum des Druidentums war, genau wie heute, die britische Insel. „Diejenigen, die tiefer in ihre Lehre eindringen wollen, gehen gewöhnlich nach Britannien“, schrieb der römische Herrscher Julius Cäsar. Dort sei der Ursprungsort des Druidensystems. Auf der britischen Insel befinden sich viele alte Steinkreise und Bauwerke, von denen mache älter als die Pyramiden sind. Diese Steine werden mit den Druiden und den Freimaurern in Verbindung gebracht. Man kann davon ausgehen, dass die schottischen Steinmetze, die zu den frühen Freimaurern gehörten, von diesen alten Bauwerken fasziniert waren.

Daphne Rosalinde Wyke (1921-2019) gehörte zur Fleur de Lys-Ordensführung. Sie war Botschafterin der Vereinten Nationen. In dieser Funktion bereiste sie die Welt und pflegte freundschaftliche Beziehungen zu vielen Staatsoberhäuptern. (Quelle)

Wie bereits erwähnt wurde, war Eric Hugh Montgomery (*1938) aus dem Montgomery Clan von 1972 bis 2021 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er befasst sich mit alten Königsfamilien und Götterfamilien aus Religonen und Mythologie. Ich interessiere mich ebenfalls für die beiden Themen und glaube, dass viele der alten Götterfamilien eigentlich Königsfamilien waren. Montgomery veröffentlichte vier Bücher (die God-Kings-Reihe), in denen es um Königsdynastien geht. Für seine Recherchen verwendete er Dokumente, zu denen angeblich keine anderen Forscher Zugang hatten, einschliesslich der Ergebnisse von DNA-Studien. Vermutlich hat er die Dokumente über den Fleur de Lys-Orden oder weiteren Geheimorden einsehen können. In seinen Büchern wird die Theorie aufgestellt, dass Jesus Christus Nachkommen hatte, die auch Blut des nordischen Gottes Odin in sich trugen, der vermutlich ein König war. Nachdem die vom Vatikan gesteuerten Kreuzfahrer zu Beginn des 2. Jahrtausends das Heilige Land erobert hatten, wurden Kreuzfahrerstaaten im und um das Königreich Jerusalem errichtet. Diese Kreuzfahrerstaaten wurden von europäischen Hochadligen regiert und Montgomery ist überzeugt davon, dass diese Nachkommen von Jesus waren. Die Königsfamilien der Kreuzfahrerstaaten kamen aus dem französischen Hochadel. Zu ihren heutigen zahlreichen Nachkommen gehören unter anderem die britische Königsfamilie, alle Mitglieder der Familie Habsburg-Lothringen und weitere Hochadlige sowie viele britische Adlige, darunter die Herzogsfamilien aus dem Stewart Clan. Wenn Montgomery recht hätte mit seiner Theorie, dann wären diese Familien die heutigen Nachkommen von Jesus. Wie oben bereits erwähnt wurde, beanspruchte die Anjou Familie während der Kreuzfahrerzeit den Thron von Jerusalem und René I. d’Anjou gründete den Fleur de Lys-Orden, dessen Mitglieder René als rechtmässigen König von Jerusalem ansahen.

Montgomerys Buch wird auf Amazon mit folgendem Satz beworben: „Es ist ein Muss für alle, die sich dafür interessieren, wie Europa seit Jahrhunderten regiert wird“. Es gibt Verschwörungstheoretiker, die glauben, dass der heutige Hochadel von alten königlichen Blutlinien abstammt, die weiter als 3000 Jahre zurückgehen. Auch einzelne Adlige glauben scheinbar an diese Theorie. Der Unterschied zu den Verschwörungstheoretikern ist, dass die Adligen diese Blutlinien als etwas Positives und Heiliges ansehen, während die Verschwörungstheoretiker diese Blutlinien mit Negativem in Verbindungen bringen, wie zum Beispiel mit Machtgier, Grössenwahn und Imperialismus.

Zur angeblichen Jesus-Blutlinie muss man noch folgendes wissen: In der Bibel steht, dass Jesus ein Nachkomme der Davididen war. Die jüdische Königsdynastie wurde von König David begründet. Er soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Die Dynastie der Davididen soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen den Davididen Serubbabel als Vorfahren auf. Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Jesus wird als der Messias bezeichnet. Nach der christlichen Überlieferung ist der Messias der Sohn Gottes. Die jüdische Überlieferung, die älter als das Christentum ist, hatte die Ankunft des Messias vorausgesagt. Nach der jüdischen Überlieferung ist der Messias aber nicht der Sohn Gottes, sondern der rechtmässige, von Gott eingesetzte König der Juden, der von König David (oben erwähnt) abstammen muss. Der Messias soll den zerstörten Tempel wieder aufbauen. Zur Zeit als Jesus geboren wurde, war die Dynastie der Herodianer die Herrscher von Jerusalem. Sie waren keine Nachkommen der Davididen. Daher wäre Jesus mit seinem königlichen Blut der rechtmässige König von Jerusalem gewesen und wurde daher als Messias bezeichnet. Vielleicht liess König Herodes deshalb alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden, wo sich der geborene Messias aufhielt. König Herodes wollte damit den legitimen Thronfolger ausschalten. Es gab womöglich mehrere Könige, welche die Davididen wieder auf den Thron bringen wollten und daher Kontakt zu Jesus suchten (Legende der Heiligen Drei Könige).

Übrigens sollen der Legende nach die nicht amtierenden Königsfamilien von Äthiopien und Georgien, die noch immer bestehen, von den Davididen abstammen. Die georgische Königsfamilie heiratete in den letzten Jahrzehnten in die russische Zarenfamilie und in den päpstlichen Adel.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Winthrop, Chanler und Aldrich Familie

Die Winthrop Familie und ihre Nachkommen gehören seit über 350 Jahren zur Elite der USA.

Der englische Jurist John Winthrop (starb 1649) war der Sohn eines wohlhabenden Landbesitzers. Er emigrierte nach Nordamerika und war dort Mitgründer der Massachusetts Bay Colony, eine englische Kolonie. Er war mehrfach Gouverneur der Kolonie. Aus der Massachusetts Bay Colony entwickelte sich der heutige US-Bundesstaat Massachusetts. John Winthrop war Puritaner, wie viele der frühen Einwanderer in Nordamerika. Sein gleichnamiger Sohn John Winthrop (1606-1676) war Mitgründer und Gouverneur der englischen Kolonie Connecticut, aus der später der heutige US-Bundesstaat Connecticut hervorging. Er studierte wie sein Vater in Grossbritannien. Sein Sohn Fitz-John Winthrop (1637-1707) wurde ebenfalls Gouverneur der Kolonie Connecticut. Fitz-John lebte zeitweise in Grossbritannien. Seine Tochter Mary heiratete in die schottische Livingston Familie, die damals eine der mächtigsten Familien der Kolonien in Nordamerika war.

John Winthrop (1681-1747) heiratete in die Dudley Familie. Sein Schwiegervater Joseph und dessen Vater waren Kolonialgouverneure von Massachusetts.

Die führenden Familien in den Kolonien in Nordamerika waren über Heiraten miteinander verbunden. Viele der Nachkommen dieser Kolonialfamilien gehörten in den letzten 300 Jahren zur Elite der USA. Auch heute noch sind viele Nachkommen von alten Kolonialfamilien in der US-Elite vertreten, darunter Nachkommen der Winthrops.

1776 erklärten die 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas ihre Unabhängigkeit von Grossbritannien und gründeten daraufhin die USA. Die Kolonien wurden zu den ersten Bundesstaaten. Thomas Lindall Winthrop (1760-1841) wurde Vizegouverneur des Bundesstaates Massachusetts. Sein Vorfahre war wie bereits erwähnt als Kolonialgouverneur am Aufbau von Massachusetts beteiligt. Viele der frühen Gouverneure und Vizegouverneure der US-Bundesstaaten waren Nachkommen von Kolonialgouverneuren. Thomas Lindall Winthrop heiratete eine Tochter von John Temple. Dieser kam aus einer englischen Baronen-Familie und vertrat Grossbritannien als Diplomat in den gerade gegründeten USA. John Temple heiratete eine Tochter von James Bowdoin, der einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Massachusetts war. Sarah Bowdoin Winthrop (1788-1864) heiratete den Sohn von James Sullivan, der ebenfalls einer der frühen Gouverneure von Massachusetts war.

Sahras Schwester Anna Winthrop (starb 1850) heiratete John Collins Warren, ein berühmter Chirurg. Sein gleichnamiger Vater war Freimaurer und Grossmeister der Freimaurergrossloge von Massachusetts. Sein Onkel Josef Warren war ebenfalls Grossmeister der Freimaurer in Massachusetts. (Quelle: 1, 2, 3)

Sarahs Bruder Robert Charles Winthrop (1809-1894) war Sprecher des US-Repräsentantenhauses. Er heiratete in zweiter Ehe eine Enkelin von Elias Hasket Derby, der einer der reichsten Männer der USA war. Roberts dritte Ehefrau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Van Rensselaer. Diese gehörte wie die Winthrops bereits seit dem 17. Jahrhundert zu den einflussreichsten Familien des Landes.

Marie Austen Winthrop (1873-1952) heiratete Morris Woodruff Kellogg, der Gründer des Technologie- und Bauunternehmens KBR. Das Unternehmen ist eng mit US-Militär verbunden und macht heute einen Jahresumsatz von mehreren Milliarden US-Dollar.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts bildete sich in den USA eine Gesellschaftsschicht von sehr reichen Unternehmer- und Bankiersfamilien. Viele der berühmten Familien aus der neuen Geldelite, darunter Rockefeller, Morgan, Astor, Vanderbilt und Du Pont, waren über Heiraten mit alten Kolonialfamilien oder deren Nachkommen verbunden. Auch bekannte Politikerfamilien der USA, darunter Bush, Kean und Fish, sind Nachkommen von Kolonialfamilien. Durch diese Heiratsverbindungen gehörten die Kolonialfamilien im 20. Jahrhundert weiterhin zur US-Elite.

Die Winthrop Familie gehörte zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Die Gesellschaft wurde von der Astor Familie geleitet, die oft der Gastgeber war. Zu den 400 gehörten die Kolonialfamilien Vanderbilt, Livingston, Van Rensselaer, Schuyler, Bayard, Peyster und Carroll. Auch die Chanler Familie, Nachkommen der Winthrops, gehörte zu den 400.

Die Chanler Familie

John Winthrop Chanler (1826-1877) vertrat New York im Repräsentantenhaus. Seine Mutter kam aus der Winthrop Familie und war eine Nachkommin der Kolonialfamilie Stuyvesant. Seine Frau kam väterlicherseits aus der Kolonialfamilie Ward und mütterlicherseits aus der Astor Familie, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA war.

Margaret Stuyvesant Chanler (1820-1890) heiratete Lewis Morris Rutherfurd. Dieser kam väterlicherseits aus der Kolonialfamilie Rutherfurd, die vom schottischen Rutherfurd Clan abstammt. Mütterlicherseits kam er aus der Kolonialfamilie Morris, die zu den Gründervätern gehörte.

John Armstrong Chanler (1862-1935) heiratete Amelie Rives. Sie war die Patentochter des Generals Robert Edward Lee aus der Kolonialfamilie Lee. Die Lee Familie gehörte zu den Gründervätern der USA. Amelie Rives heiratete in zweiter Ehe einen Prinzen aus der russischen Adelsfamilie Trubezkoi. Die Familie ging aus der Uradelsdynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas abstammt.

Elizabeth Astor Winthrop Chanler (1866-1937) heiratete einen Sohn des US-amerikanischen Bankiers Henry Grafton Chapman, der Präsident der New Yorker Börse war. Chapman arbeitete für die britische Barings Bank. Er heiratete in die Kolonialfamilie Jay, die zu den Gründervätern der USA gehörte. Chapmans Tochter Beatrix heiratete den britischen Diplomaten George Head Barclay. Er kam väterlicherseits aus der Barclay Familie und mütterlicherseits aus der Gurney Familie. Die beiden britischen Quäkerfamilien gehörten zu den Gründerfamilien der britischen Barclays Bank, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt.

Lewis Stuyvesant Chanler (1869-1942) war Vizegouverneur von New York. Er heiratete eine Tochter von Stephen Henry Olin. Olins Frau kam aus der Harriman Familie und hatte zuvor in die Dodge Familie geheiratet (Mitgründer des Kupferkonzerns Phelps Dodge).

Hubert Winthrop Chanler (1900-1974) heiratete eine Tochter des Diplomaten Irwin Laughlin, der Botschafter in Spanien und Griechenland war. Sein Grossvater James Laughlin war 1852 Mitgründer und erster Präsident der Pittsburgh National Bank. Aus ihr entwickelte sich die heutige PNC Financial Services Group, eine der grössten Banken der USA.

Der US-Präsident und Freimaurer Theodore Roosevelt war bei der Taufe von Theodore Ward Chanler (1902-1961) dabei. Die Kolonialfamilie Roosevelt gehörte bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes.

Sidney Ashley Chanler (1907-1994), ein PR-Manager, heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Portugal.

Der Familienzweig von Egerton Leigh Winthrop

Dieser Familienzweig hat auch Blut der Kolonialfamilien Livingston und Stuyvesant in sich.

Der Banker und Anwalt Egerton Leigh Winthrop (1838-1916) verkehrte in New Yorker Eliteclubs und war Präsident des Knickerbocker Club, der bis heute als einer der elitärsten Clubs der USA gilt. (Quelle) Er heiratete die Schwester von Frederic Bronson, der wiederum Sarah Gracie King heiratete. Sarah war eine Nachkommin des US-Gründervaters Rufus King und ihre Schwester heiratete in die Van Rensselaer Familie, eine der wichtigsten Kolonialfamilien. William King, der Bruder des Gründervaters Rufus King, war der erste Gouverneur des US-Bundesstaates Maine und der erste Grossmeister der Freimaurergrossloge von Maine (Quelle: 1 und 2).

Charlotte Troup Bronson Winthrop (1863-1893) heiratete in die Cram Familie. Diese war über Heiraten mit den Familien Vanderbilt, Drexel, Gould, Brown und Webb verbunden, die damals zu den führenden Familien der US-Elite gehörten. Der Schwiegervater von John Sergeant Cram III. (1932-2007) war der Clan-Chef des Campbell Clans, eine der mächtigsten schottischen Aristokratenfamilien.

Frederic Bronson Winthrop (1863-1944) verkehrte in New Yorker Eliteclubs, wie dem Kickerbocker Club. Er war Mitgründer einer Anwaltskanzlei aus der „Pillsbury Winthrop Shaw Pittman“ hervorging, die heute eine grosse international aktive Wirtschaftskanzlei ist. Frederic Bronson Winthrop führte die Firma gemeinsam mit Henry Stimson. Dieser war Aussen- und Kriegsminister der USA sowie Gouverneur der Philippinen, die damals von den USA kontrolliert wurden. Henry Stimson war Mitglied bei Skull and Bones (Quelle). Frederic Bronson Winthrop war Direktor der Manhattan Company, eine New Yorker Bank. Sie war 1799 gegründet worden und war mit den Kolonialfamilien Van Rensselaer, Livingston und Stuyvesant verbunden sowie mit der Unternehmerfamilie Astor, die in Kolonialfamilien einheiratete. Die Manhattan Company fusionierte 1955 mit der Bank der Rockefeller Familie. Sie gehört zu den Vorläufern der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste Bank der USA ist.

Muriel Egerton Winthrop heiratete 1935 einen Enkel des Bankiers Samuel Stevens Sands. Samuels Kinder heirateten in die Familien Harriman, Lorillard und Havemeyer.

Der Familienzweig von Robert Winthrop

Robert Winthrop (1833-1892), ein wohlhabender Bankier, war ein enger Geschäftspartner der Bankiersfamilie Drexel (Quelle). Die Drexels wurden später Partner der Morgan Familie. Drexel und Morgan waren zwei der mächtigsten Bankiersfamilien der USA.

Robert Winthrop war Direktor bei Eisenbahnunternehmen und Banken. Er war unter anderem Direktor der „National City Bank of New York“, eine der führenden New Yorker Banken. (Quelle) Sein Schwiegervater Moses Taylor war langjähriger Vorsitzender der Bank. Taylor gilt als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten (Quelle). Sein anderer Schwiegersohn leitete die National City Bank bis 1891. Danach stand die Bank bis in die 1960er Jahre unter dem Einfluss der Familien Stillman und Rockefeller. In dieser Zeit entwickelte sich die National City Bank zu einer der grössten Banken der Welt. Sie ist der Vorläufer der heutigen Citigroup, die derzeit zu den fünf grössten US-amerikanischen Banken gehört. Die National City Bank war 1812 gegründet worden. Der zweite Präsident der Bank war William Few, einer der Gründerväter der USA. Im englischen Wikipedia steht, dass Robert Winthrops Frau 1913 der drittgrösste Aktionär der National City Bank war.

Robert Winthrop verkehrte in New Yorker Eliteclubs, wie dem Metropolitan Club, dem Knickerbocker Club und dem Union Club (Quelle: Seite 45). Dadurch wird er die führenden Familien der New Yorker Elite gekannt haben.

Roberts Sohn Beekman Winthrop (1874-1940) war stellvertretender Finanz- und Marineminister sowie Gouverneur von Puerto Rico. Er war wie sein Vater Direktor der National City Bank.

Roberts Tochter Albertina Taylor Winthrop (1871-1934) heiratete Herman van Roijen. Der niederländische Diplomat vertrat die Niederlande als Botschafter in Spanien, Italien und den USA. Albertinas Sohn Robert (1907-1981) arbeitete für die CIA. Ihr anderer Sohn, Jan Hermann (1905-1991), war niederländischer Aussenminister und Botschafter in Kanada, USA, Grossbritannien und Island. Zwei ihrer Enkel heirateten in die Kolonialfamilie Frelinghuysen, die bereits im 18. Jahrhundert zur Elite der USA gehörte und von niederländischen Einwanderern abstammt. Die Frelinghuysen Familie war in den letzten 100 Jahren weiterhin mit Kolonialfamilien verbunden.

Roberts Tochter Katharine Taylor Winthrop (1866-1943) heiratete den Senator Hamilton Fish Kean. Dieser war Freimaurer und Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati (Quelle). Katharines Enkel Thomas Kean (*1935) war Gouverneur von New Jersey. Der Stammvater der Politikerfamilie Kean war John Kean (1756-1795). Er heiratete in die Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern gehörte und in die Winthrop Familie heiratete. Dadurch hat die Kean Familie auch Blut der Livingstons in sich.

Aldrich Familie

Der US-Senator Nelson Aldrich (1841-1915) stammte der Familienüberlieferung nach vom Einwanderer John Winthrop ab (Quelle). Aldrich war zudem ein Nachkomme von Passagieren der Mayflower, die als die Pilgerväter der USA bekannt sind. Zu Aldrichs Vorfahren gehörten der Freimaurer Nathanael Greene (1742-1786), einer der wichtigsten Generäle im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, und Roger Williams (1603-1683), der Gründer und Präsident der Kolonie Rhode Island war. (Quelle) Aus der Kolonie ging der US-Bundesstaat Rhode Island hervor. Roger Williams war der Begründer des amerikanischen Baptismus.

Nelson Aldrich galt als einer der führenden Köpfe der politischen Elite der USA. Er war Freimaurer und diente als Schatzmeister der Freimaurergrossloge von Rhode Island (Quelle). Er war als Freimaurer-Grosskommandant von Massachusetts und Rhode Island einer der hochrangigsten Freimaurer der beiden Bundesstaaten (Quelle).

Nelson Aldrich war massgeblich an der Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED beteiligt. Die Gründung der FED wurde 1910 geplant, bei einem geheimen Treffen im Jekyll Island Club. Nelson Aldrich war bei diesem Treffen dabei. Weitere Teilnehmer des Treffens waren:

  • Der Bankier Paul Warburg. Er kam aus der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Warburg und arbeitete mit weiteren Familienmitgliedern für die damals führende US-amerikanische Investmentbank Kuhn, Loeb & Co.
  • Der Bankier Frank Vanderlip. Er führte gemeinsam mit der Stillman Familie die National City Bank (heutige Citigroup), mit der wie bereits erwähnt die Winthrop Familie verbunden war. Die Stillman Familie heiratete zweimal in die Rockefeller Familie.
  • Der Bankier Henry Pomeroy Davison. Er war Partner der Bank der Morgan Familie. Sein Sohn Henry heiratete in die Stillman Familie. Sein Sohn Frederick war Personaldirektor der CIA und Mitglied bei Skull and Bones. Seine Tochter heiratete den Geschäftsmann Artemus Gates, der ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones war.

Nelsons Tochter Abby Aldrich (1874-1948) heiratete 1901 in die Rockefeller Familie, die damals als die reichste Familie der Welt galt. Abby Aldrich war die Mutter von David Rockefeller (1915-2017). David war einer der führenden Köpfe der US-Elite. Durch diese Ehe hatten David Rockefeller und seine Geschwister sowie ihre Nachkommen Blut der Pilgerväter und angeblich auch Blut der Winthrops in sich. David Rockefellers Bruder bekam den Vornamen Winthrop, vermutlich um ihre Vorfahren aus der Winthrop Familie zu ehren.

Nelsons Sohn Richard Aldrich (1884-1941) vertrat den Bundesstaat Rhode Island im US-Repräsentantenhaus. Der andere Sohn war Winthrop Aldrich (1885-1974). Auch er bekam den Vornamen Winthrop. Er vertrat die USA als Botschafter im britischen Königreich und erhielt einen Orden vom britischen König. Er war Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: 1 und 2). Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Die Pilgrims Society wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Winthrop Aldrich war über seine Schwester mit der Rockefeller Familie verbunden. Er war von 1930 bis 1953 Vorsitzender der Chase National Bank, die eine der grössten Banken der USA war und seit den 1930er Jahren unter dem Einfluss der Rockefellers stand. (Quelle) 1955 fusionierte die Chase National Bank mit der bereits erwähnten Manhattan Company, die eine der ältesten Banken der USA war und in ihrer Anfangszeit mit Kolonialfamilien verbunden war. Durch die Fusion entstand die Chase Manhattan Bank. Sie war zeitweise eine der grössten Banken der Welt. Sie wurde von David Rockefeller geführt, der ein Neffe von Winthrop Aldrich war. Die Chase Manhattan Bank war einer der drei wichtigen Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste Bank der USA ist.

Winthrop Aldrich gehörte zur Führung des New York Yacht Club (Quelle). Der Yachtclub besteht seit 1844 und viele Familien der New Yorker Elite waren und sind darin vertreten.

Auf der Hochzeit von Winthrop Aldrich kamen einflussreiche Familie zusammen, darunter Rockefeller, Astor, Vanderbilt, Harriman, Fish, Webb und weitere (Quelle). Der Grossvater von Winthrops Frau war Charles Crocker, einer der mächtigsten und reichsten amerikanischen Eisenbahnunternehmer des 19. Jahrhunderts. Charles Crocker beteiligte sich am Aufbau des Bundesstaates Kalifornien an der damals noch wenig besiedelten Westküste. Seine Söhne William und Charles waren Freimaurer und erreichten den 33. Grad (der höchste Freimaurergrad) (Quelle). Fast alle Prominenten der frühen Kalifornier waren Freimaurer (Quelle). Charles Crocker wurde 1869 Grossaktionär der Grossbank Wells Fargo. Später war die Bank mit den Familien Hellman, Harriman, Warburg und Schiff verbunden. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt. Charles Crocker gründete die Crocker National Bank, die 1986 von Wells Fargo übernommen wurde.

John Kerry

Margaret Tyndal Winthrop (1880-1970) heiratete in die Forbes Familie, die zur US-Elite gehört. Ihre Tochter Rosemary ist die Mutter des bekannten US-Politikers John Kerry (*1943). Kerry ist dadurch ein Nachkomme der Kolonialfamilie Winthrop.

John Kerry ist derzeit im Kabinett von US-Präsident Joe Biden. Sein Vermögen wurde auf 250 Millionen US-Dollar geschätzt. Er war Mitglied bei Skull & Bones. 2004 war er Hauptkandidat der Demokraten bei der US-Wahl, bei der er gegen George W. Bush antrat, der die Wahl gewann. Bush war ebenfalls Mitglied bei Skull & Bones. Unter den Mitgliedern von Skull & Bones waren bekannte Namen, wie RockefellerHarriman und Vanderbilt. (Quelle) John Kerry hat scheinbar ein gutes Verhältnis zu Jay Rockefeller (Foto).

John Kerry war Präsident des Alfalfa Club, einer der elitärsten Clubs in Washington (Quelle).

John Kerry traf die Milliardäre Bill Gates und Jeff Bezos (Foto: 1 und 2). Kerry traf europäische und arabische Königsfamilien (Fotos auf Google). Er traf den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle). Kerry traf die jüdischen Milliardäre Lloyd Blankfein, Mark Zuckerburg, Michael Bloomberg, George Soros und David Rubenstein (Fotos: 12345). Kerry hat väterlicherseits jüdisches Blut. Sein Bruder, der Politiker Cameron Kerry, konvertierte zum Judentum und heiratete eine Jüdin.

John Kerrys Frau Teresa ist ebenfalls Multimillionärin. Ihr Vermögen wurde 2004 auf eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt. Sie hatte zuvor in die Heinz Familie geheiratet, die den gleichnamigen Lebensmittelkonzern gegründet hatte. Teresa ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations und ist im Kuratorium der Brookings Institution. Die beiden US-amerikanischen Denkfabriken gelten als zwei der mächtigsten der Welt. Derzeit sind im Kuratorium der Brookings Institution auch Mitglieder der Milliardärsfamilien DesmaraisMittalCrown und Bass sowie die Milliardäre Philip Knight, David Rubenstein und Haim Saban (Stand: 2.4.2022). Zu den grossen Spendern der Brookings Institution im Jahr 2021 gehörten Philip Knight und der Grosskonzern Walmart sowie die Stiftungen der Milliardärsfamilien Rockefeller, SorosJohnson, Tisch und Bill Gates.

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Opus Dei

Das Opus Dei (Werk Gottes) ist eine römisch-katholische Organisation, die seit 1928 besteht. Seit 1950 wird das Opus Dei vom Vatikan und dem Papsttum unterstützt. Das Opus Dei gilt als ein sehr wohlhabendes und einflussreiches Netzwerk des Vatikans. Meiner Meinung nach wird sein Einfluss aber oft überschätzt und ich geh davon aus, dass der vatikanverbundene Malteserorden um einiges mächtiger und reicher ist.

Josemaría Escrivá (1902-1975), der Gründer des Opus Dei, wurde 2002 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Er war Spanier. Das Opus Dei kam vor allem in Spanien zu Einfluss.

Opus Dei in Spanien

Auffällig viele Mitglieder des Opus Dei gehörten zur politischen Elite in der spanischen Diktatur unter Francisco Franco. 12 von 19 Ministern der neunten Regierung unter Diktator Franco waren Mitglieder des Opus Dei. Der spanische König Juan Carlos wurde von Opus-Priestern erzogen und der Sekretär seiner Frau Sofia war Mitglied des Opus Dei. (Quelle) Die wichtigsten bekannten Mitglieder in Spanien wären:

  • Mariano Navarro Rubio (1913-2001): Er war Finanzminister und Chef der spanischen Zentralbank zur Zeit der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Alfredo Sánchez Bella (1916-1999): Er war in der Franco-Diktatur Informationsminister und somit für die Medienzensur in Spanien zuständig. (Quelle) Er arbeitete mit dem hochadligen Otto von Habsburg zusammen, der ein sehr gutes Verhältnis zum spanischen Diktator Franco hatte. Otto war das Oberhaupt der nicht amtierenden österreichischen Königsfamilie Habsburg, die früher auch über Spanien geherrscht hatte. Alfredo Sánchez Bella und Otto von Habsburg waren Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk.
  • Antonio Fontán (1923-2010): Nach der Franco-Diktatur wurde er der erste Senatspräsident von Spanien und war Mitverfasser der spanischen Verfassung. (Quelle)
  • Adolfo Suárez (1932-2014): Er wurde der erste Regierungschef nach der Franco-Diktatur. (Quelle) Er wurde vom spanischen Königshaus zum Herzog geadelt.
  • Federico Trillo (*1952) : Er war von 2000 bis 2004 Verteidigungsminister. (Quelle)
  • Jorge Fernández Díaz (*1950): Er war von 2011 bis 2016 Innenminister. (Quelle)
  • José María Ruiz-Mateos (1931-2015): Der Geschäftsmann kontrollierte den zeitweise grössten privaten Konzern in Spanien. (Quelle) Er musste wegen Geldschmuggel, Betrug und Steuerunterschlagung mehrfach vor Gericht.
  • Luis Valls Taberner (1926-2006): Er war langjähriger Präsident der spanischen Grossbank Banco Popular. (Quelle)
  • Isidre Fainé (*1942): Er war bis 2016 Präsident der spanischen Grossbank Caixa und ist ein Freund des ehemaligen spanischen Königs Juan Carlos. (Quelle)
  • Juan Antonio Samaranch (1920-2010): Er war Sportminister in der Franco-Diktatur und war von 1980 bis 2001 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). (Quelle) Unter seiner Führung herrschte beim IOC Korruption. Er wurde vom spanischen König zum Markgrafen geadelt. Es wurde behauptet, dass seine Wahl zum IOC-Präsidenten vom sowjetischen KGB-Geheimdienst unterstützt wurde und dass der KGB ihn erpressen würde. (Quelle)

Opus Dei in Österreich

Otto von Habsburg (1912-2011), das ehemalige Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Österreichs, machte angeblich Werbung für das Opus Dei (Quelle). Vincenz von Liechtenstein (1950-2008) aus der liechtensteinischen Fürstenfamilie war Mitglied des Opus Dei. Habsburg und Liechtenstein sind zwei der wichtigsten Familien der katholischen Hochadelselite. Vincenz von Liechtenstein war Politiker bei der österreichischen Partei ÖVP, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss der Vatikanelite steht. Der hochrangige ÖVP-Politiker Alois Mock (1934-2017) galt als wichtiger Unterstützer des Opus Dei. Einer der wichtigsten Unterstützer in Österreich war der langjährige Wiener Erzbischof Franz König (1905-2004), ein Kumpel von Papst Johannes Paul II.. (Quelle)

Der österreichische Bischof und Sexualstraftäter Klaus Küng (*1940) ist Mitglied des Opus Dei (Quelle).

Opus Dei in Deutschland

Der deutsche CDU-Politiker Kurt Malangré (1934-2018) war Mitglied des Opus Dei. Er war Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Sein Bruder Heinz war Manager und Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden. Eine der Töchter von Heinz ist mit dem deutschen CDU-Politiker Armin Laschet verheiratet. Die CDU war vor allem in ihrer Anfangszeit eng mit dem Vatikan verbunden. Der CDU-Politiker Nathanael Liminski gilt als der wichtigste Mitarbeiter und Berater von Armin Laschet. Liminskis Eltern waren Mitglied des Opus Dei. (Quelle)

Eine russische Zeitung behauptete, der CDU-Politiker Alois Mertes (1921-1985) sei ein Agent des Opus Dei, an das er geheime Berichte schicken würde (Quelle). Sein Sohn Klaus Mertes ist Jesuit und leitete ein deutsches Jesuitengymnasium. Der Jesuitenorden steht im Dienste des Papstes und kontrolliert weltweit Universitäten, die den Nachwuchs der katholischen Elite rekrutieren und ausbilden.

Die drei deutschen Bischöfe Joachim Meisner, Rainer Maria Woelki und Dominikus Schwaderlapp stehen dem Opus Dei nahe, sind aber nach eigenen Angaben nicht Mitglied (Quelle: 123). Die drei hochrangigen Priester beteiligten sich an der Vertuschung von Kindesmissbrauch in der Kirche. Nach einer Aussage eines Missbrauchsopfers, die vom Gericht als glaubwürdig eingestuft wurde, gab es ein Missbrauchsnetzwerk bestehend aus Priestern, Politikern und Richtern (Quelle: 20:30 bis 24:30). Der vielfache Missbrauch sei mit dem Wissen von „Polizei, Justiz, Jugendamt und Bischof“ geschehen. (Quelle) Die kritische (aber seriöse) Nachrichtenplattform The Daily Beast aus den USA veröffentlichte einen Artikel, der auf einen Bericht verweist, der seltsamerweise von den meisten deutschen Leitmedien ignoriert wird. Nach dem Bericht hatten Nonnen, die Waisenkinder betreuten, die Kinder den Pädophilen zu Verfügung gestellt und erhielten dafür Geld. Zu den Kunden sollen auch Geschäftsleute gehört haben. Es soll auch zu Orgien gekommen sein. (Quelle) Nach einer Aussage eines weiteren Opfers soll sich auch eine Nonne aktiv am Missbrauch beteiligt haben. Ein scheinbar pädophiler Münchner Stadtrat war regelmässig zu Besuch im Heim. Nach Aussagen weiterer Opfer war der Pädophilenring mit mehreren Kinderheimen in Deutschland verbunden. (Quelle: 123)

Weitere bemerkenswerte Mitglieder und Unterstützer

Der italienische Bankier Gianmario Roveraro (1936-2006) unterhielt enge geschäftliche Beziehungen zum Opus Dei. Er war mit dem italienischen Lebensmittelkonzern Parmalat verbunden. 2003 meldete Parmalat Insolvenz an. In der Bilanz von Parmalat fehlten acht Milliarden Euro, was als einer der grössten Unternehmensskandale gilt. Der Konzern war mit der italienischen Mafia verbunden (Quelle). Gianmario Roveraro verschwand 2006. Seine verbrannte und zerstückelte Leiche wurde zwei Wochen später gefunden. Ein Tag vor seinem Verschwinden besuchte er eine Veranstaltung des Opus Dei. (Quelle)

Giulio Andreotti (1919-2013) war ein Unterstützer des Opus-Gründers Josemaría Escrivá (Quelle). Andreotti war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Politiker Italiens. Er stand mehrfach vor Gericht wegen Verbindungen zur italienischen Mafia und Auftragsmorden (Quelle). Er war Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (Quelle). Er war Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk (Quelle). Er kannte Licio Gelli, der ihn sehr schätzte (Quelle). Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren.

Der US-Amerikaner Robert Hanssen (*1944) ist Mitglied des Opus Dei. Der FBI-Agent arbeitete im Geheimen für die sowjetischen Geheimdienste. (Quelle)

Der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso (*1955) ist Mitglied des Opus Dei (Quelle). In Lateinamerika hat der Papst zahlreiche Opus-Mitglieder zu Bischöfen ernannt (Quelle). Der Vatikan hatte seit Beginn der Kolonialisierung viel Einfluss in Südamerika. Nirgendwo sonst ist die katholische Kirche auch heute noch so einflussreich wie in Lateinamerika. Der Jesuitenorden hatte früher in Argentinien und Paraguay sogar eine Art eigenen Staat errichtet. (Quelle)

Der chilenische Minister Joaquín Lavín (*1953) ist Mitglied des Opus Dei (Quelle).

Der uruguayische Verteidigungsminister Mariano Brito (1930-2014) war Mitglied des Opus Dei (Quelle).

Jorge Rossi Chavarría (1922-2006), ein führender Politiker in Costa Rica, ist Mitglied des Opus Dei (Quelle). Er war Präsident der Zentralbank von Costa Rica. Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatsreligion in Costa Rica. Es ist somit eines der wenigen christlichen Länder, in dem es keine Trennung von Staat und Religion gibt.

Patrick Ngugi Njoroge (*1961) ist Mitglied des Opus Dei. Er leitet derzeit die kenianische Zentralbank. (Quelle)

Da das Opus Dei viel Wert auf Geheimhaltung legt, könnten noch viele weitere einflussreiche Personen Mitglied oder Unterstützer der Organisation sein.

Gehirnwäsche

Das Opus Dei hat zwar viele einflussreiche Mitglieder und Unterstützer, aber die meisten Mitglieder sind keine einflussreichen Personen. Man wirft dem Opus Dei vor, dass Teile der Organisation wie eine Sekte aufgebaut sind und Mitglieder einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Diese Mitglieder leben in Wohngemeinschaften, die nur aus Opus Dei-Mitgliedern bestehen. Man versucht dort die Mitglieder von der Aussenwelt zu isolieren. Man fordert sie dazu auf, ihre privaten Kontakte möglichst nur auf Opus Dei-Mitglieder zu beschränken. Man fordert die Mitglieder auf, keine Kontakte zu Personen zu unterhalten, die dem Opus Dei kritisch gegenüber stehen. Man fordert die Mitglieder auf, ihre Hobbys aufzugeben und sich ihr Leben vollständig den Lehren des Opus Dei zu widmen. Mitglieder werden dazu angehalten mehrere Stunden am Tag zu beten, zu singen, zu summen und zu meditieren. Man wird dazu aufgefordert einen Bussgürtel (Cilicium) zu tragen, der um den Oberschenkel gelegt wird, wobei er starke Schmerzen verursacht. Den Bewohnern wird ständig die Idee eingepflanzt, dass sie Sünder seien und nur das Opus Dei sie von den Sünden und der Hölle bewahren kann. Sie müssen wöchentlich ihre Beichte bei einem Opus Dei-Priester ablegen. Mitglieder werden dazu aufgefordert, ihre Bankkonten aufzulösen und kein Geld zu besitzen. Nahrung, Kleider und Hygieneartikel werden von der Wohngemeinschaft zur Verfügung gestellt. Die Wohngemeinschaften werden von sogenannten Direktoren geführt. Die Direktoren verfassen täglich Berichte über die einzelnen Bewohner und ihre persönliche Entwicklung in der Wohngruppe. Die Direktoren lesen auch die Post und die Emails ihrer Bewohner. Die Bewohner werden rund um die Uhr von der Direktoren überwacht. Zudem fordert man die Bewohner dazu auf, andere Bewohner zu beobachten und wenn diese „Fehler“ machen, soll dies den Direktoren gemeldet werden. Es herrscht also eine kollektive Überwachung, wie es z. B. gerade in China etabliert wird und es schon in anderen Diktaturen gab. Für die Bewohner gibt es eigene Opus Dei-Ärzte. Ehemalige Bewohner berichteten auch, dass sie beruhigende Medikamente von diesen Ärzten bekamen. Es würde mich nicht überraschen, wenn man den Bewohnern Medikamente ins Essen mischt. Bewohner werden dazu aufgefordert, nur Essen aus der Küche der Wohngemeinschaft zu essen und kein Essen von aussen in die Wohngemeinschaft zu bringen. Ehemalige Mitglieder berichten von hypnoseartigen Ritualen. Ist eine Person lange Zeit in so einer Wohngruppe (manche sind schon seit Jahren dort), steht sie komplett unter Gehirnwäsche. Diese treuen Anhänger können den Direktoren dabei helfen, die Neuankömmlinge in der Wohngruppe einer Gehirnwäsche zu unterziehen und helfen auch neue Mitglieder anzuwerben. Kurz gesagt: In diesen Wohngemeinschaften werden die Bewohner ziemlich offensichtlich einer Gehirnwäsche unterzogen. (Mehr dazu) Manche Leser haben vielleicht schon von der Verschwörungstheorie gehört, dass Sekten in den USA wie Scientology von den amerikanischen Geheimdiensten gelenkt werden, die an den Sektenanhängern mit Gehirnwäsche experimentieren. Es gab drei Sekten, bei denen die Involvierung von Geheimdiensten aus meiner Sicht sehr plausibel wären: der Peoples Temple in Jonestown und die Branch Davidians in Waco sowie die Sekte in der Colonia Dignidad. Die CIA und der rumänische Geheimdienst sowie vermutlich noch weitere Geheimdienste haben in der Vergangenheit mit Gehirnwäsche experimentiert und gingen dabei äusserst skrupellos vor (Quelle: 1 und 2).

Im Opus Dei sind wie gesagt auch einflussreiche Persönlichkeiten vertreten, darunter hochrangige Priester, Politiker, Beamte und Geschäftsleute. Diese werden aber scheinbar nicht einer Gehirnwäsche unterzogen, sondern sollen vermutlich den Einfluss des Opus Dei sicherstellen. Das Opus Dei dient somit einerseits wie die anderen Vatikanorden zur Elitenbildung der Vatikanelite. Anderseits wird ein Gehirnwäscheprogramm durchgeführt, getarnt als christlich-konservative Wohngemeinschaften. Der Vatikan hält scheinbar seine schützende Hand über das Projekt.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Al Maktum

Die arabische Familiendynastie Al Maktum ist eine der sechs Herrscherfamilien der Vereinigten Arabischen Emirate und herrscht über das Emirat Dubai. Die Familie herrscht bereits seit 1833 über die Stadt Dubai.

Dubai besitzt grosse Öl- und Gasreserven. Ein Grossteil der Wirtschaft in Dubai wird von der Regierung bzw. der Königsfamilie kontrolliert. Die Al Maktums sind Milliardäre. Sie gründeten und führen die Investment Corporation of Dubai. Der Staatsfonds verwaltet derzeit ein Vermögen im Wert von etwa 300 Milliarden US-Dollar.

In Dubai gibt es keine Demokratie und Pressefreiheit. Dubai ist inzwischen eine der grössten Steueroasen der Welt. Dubai wirft man vor, zu wenig gegen Terrorfinanzierung und Geldwäsche zu unternehmen. In einem Bericht einer führenden Denkfabrik steht dazu: „Korrupte und kriminelle Akteure aus aller Welt operieren durch oder von Dubai aus. Afghanische Warlords, russische Mafiosi, nigerianische Kleptokraten, europäische Geldwäscher, iranische Sanktionsbrecher und ostafrikanische Goldschmuggler, sie alle finden in Dubai einen förderlichen Ort für ihre Aktivitäten.“ (Quelle) Hochrangige Akteure der organisierten Kriminalität leben in Dubai. Laut einem EU-Memo hat sich Dubai zu einem wichtigen Standort für Organisatoren und Geldwäscheaktivitäten im Zusammenhang mit dem Kokainhandel in der EU entwickelt. (Quelle)

Die Al Maktum Familie heiratete in den letzten 20 Jahren zweimal in die Al Nahyan Familie, die über das Emirat Abu Dhabi herrscht (Quelle: 1 und 2). Die beiden Familien waren bereits im 20. Jahrhundert über Heiraten miteinander verbunden. Die Al Maktum Familie heiratete auch in die anderen Herrscherfamilie der Emirate. Muhammad Al Maktum, der derzeitige Herrscher von Dubai, heiratete in die jordanische Königsfamilie (Quelle). Er wollte seine elfjährige Tochter mit dem erwachsenen saudischen Kronprinzen verheiraten (Quelle). Die Al Maktum Familie heiratete auch in die katarische Königsfamilie und in die bahrainische Königsfamilie (Quelle: 1 und 2).

Die Al Maktum Familie traf sich in den letzten Jahrzehnten mehrfach mit Mitgliedern von europäischen Königsfamilien. Der derzeitige Herrscher von Dubai hat über den Pferdesport Kontakt zur britischen Queen (Quelle). Er ist einer der grössten Immobilien- und Landbesitzer in Grossbritannien (Quelle). Er traf den Aga Khan (Quelle). Er traf den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle). Er traf wichtige Staatschefs wie Putin, Merkel und Nazarbayev. Er traf den Milliardär Bill Gates (Quelle). Er traf 2006 den französischen Bankier David de Rothschild. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder war ebenfalls beim Treffen dabei. (Quelle) Schröder arbeitete zehn Jahre für die Rothschild Bank (Quelle). David de Rothschild traf 2013 einen Sohn des Herrschers von Dubai (Quelle).

Mitglieder der Al Maktum Familie waren an der Royal Military Academy Sandhurst in England. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Le Cercle

Le Cercle ist ein geheimes Elitennetzwerk, das 1953 gegründet wurde. Die Gruppe trifft sich zweimal im Jahr und besteht aus etwa 100 Personen aus der internationalen Politik, Diplomatie und Wirtschaft. Man kann nur auf Einladung Mitglied werden. Die Mitglieder sind zur Geheimhaltung verpflichtet und geben Journalisten keine Auskunft über die Treffen.

Im Gegensatz zu anderen Elitetreffen wie Bilderberg und WEF ist Le Cercle geheimer, kleiner und viel weniger berühmt. Die meisten Besucher von Bilderberg und WEF kommen aus der Wirtschaft, was bei Le Cercle nicht der Fall ist. Der Grossteil der bekannten Cercle-Besucher waren Politiker, Militärs, Geheimdienstler und Diplomaten.

Le Cercle wurde von der europäischen Elite gegründet, aber auch die US-amerikanische Elite ist regelmässig bei den Treffen vertreten. Eines der beiden jährlichen Treffen wird in Washington abgehalten. Der US-Präsident Richard Nixon (1913-1994) besuchte Le Cercle (Quelle). Der Milliardär David Rockefeller (1915-2017) war Mitglied bei Le Cercle und war der zentrale Ansprechpartner des Cercle in den USA (Quelle: 1 und 2). David Rockefeller galt als einer der mächtigsten Akteure der US-Elite.

Viele Besucher des Cercle waren in kriminelle und unmoralische Aktivitäten involviert, was in diesem Beitrag ausführlich erläutert wird. Da Le Cercle äusserst umstrittene Personen zu Treffen einlädt, die teilweise mehrfach vor Gericht standen, könnte es sein, dass der Cercle nach Mitstreitern sucht, die auch bereit sind gegen geltende Gesetze und Moral zu verstossen.

Verbindungen zum Vatikan

und Geheimdiensten

Le Cercle ist seit seiner Gründung eng mit den internationalen Geheimdiensten verbunden und viele Geheimdienstler besuchten das Treffen. Der britische Politiker Alan Clark, der ein Treffen besuchte und mit dem Cercle-Vorsitzenden Jonathan Aitken befreundet war, schrieb in seinem Tagebuch, dass Le Cercle vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA finanziert wird. Die CIA-Chefs William „Bill“ Casey (1913-1987) und William Colby (1920-1996) gehörten zu den Stammgästen bei Treffen des Cercle. (Quelle) Die beiden waren Katholiken. William Casey war Mitglied des Malteserordens. Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und ist Teil von Verschwörungstheorien. Übrigens war der CIA-Chef John McCone (1902-1991) ebenfalls Mitglied des Malteserordens sowie auch James Jesus Angleton (1917-1987), der Chef der Spionageabwehr der CIA. William Donovan (1883-1959), der den CIA-Vorläufer OSS leitete, war ebenfalls Mitglied des Malteserordens und erhielt bei einem Treffen mit dem Papst eine Auszeichnung vom Heiligen Stuhl. Er finanzierte den katholischen Geheimdienst Pro Deo, über den fast nichts bekannt ist. Die CIA ist seit ihrer Gründung 1947 eng mit dem Vatikan und dem Malteserorden verbunden. Die CIA hatte während des Kalten Krieges den Vatikan infiltriert. Es wurde aber auch vermutet, dass Agenten des Vatikans die CIA und das US-Verteidigungsministerium infiltriert hatten (ich geh davon aus, dass beides zutrifft). (Quelle: 1, 2, 3)

Der Cercle-Besucher und Malteserritter William Casey war als Chef der CIA in die Iran-Contra-Affäre verwickelt (Quelle). Er machte seinen Bachelor an der Fordham University, eine Jesuitenschule in New York (Quelle). Der Jesuitenorden steht im Dienste des Papstes und kontrolliert weltweit Universitäten, die den Nachwuchs der katholischen Elite rekrutieren und ausbilden.

William Albert Wilson (1914-2009) war Mitglied bei Le Cercle. Er war der erste Botschafter der USA beim Vatikan. (Quelle)

Le Cercle gilt als ein Projekt der katholischen Elite. Daher wird vermutet, dass Le Cercle unter dem Einfluss des Vatikans steht.

Der deutsche Politiker Konrad Adenauer (1876-1967) war Mitgründer von Le Cercle (Quelle). Adenauer war nach dem Zweiten Weltkrieg der erste Bundeskanzler Deutschlands gewesen. Er war Mitgründer und Chef der bis heute führenden deutschen Partei CDU. Die CDU ersetzte die vom Vatikan gesteuerte Zentrumspartei. 1963 erhielt Adenauer vom Papst den Christusorden (Quelle). Dieser ist der höchste Verdienstorden, den der Papst verleihen kann. Adenauer war Ritter des Malteserordens und traf den damaligen Ordensgrossmeister Ludovico della Rovere, der aus dem päpstlichen Adel kam (Quelle).

Der deutsche Politiker Franz Josef Strauss (1915-1988) war Mitgründer von Le Cercle (Quelle). Er war in mehrere Skandale und Kontroversen verwickelt. Er führte lange Zeit die deutsche Partei CSU, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss des Vatikans steht. Strauss war ein Freund der deutschen Adelsfamilie Thurn und Taxis (Quelle). Die Familie Thurn und Taxis gehört zur katholischen Hochadelselite und ist schon seit über 100 Jahren eine der reichsten Familien Deutschlands. Strauss starb an einem Multiorganversagen als er zu Besuch bei der Familie Thurn und Taxis war (Quelle).

Mitglieder des Cercle, darunter Franz Josef Strauss, waren mit dem Stauffenberg-Dienst (auch bekannt als CDU-Geheimdienst) verbunden. Dieser private Geheimdienst stand im Dienste der deutschen Parteien CDU und CSU. Der Geheimdienst wurde von zwei Adligen aus den deutschen Uradelsfamilien Stauffenberg und Guttenberg gegründet. Die beiden gehörten zur deutsch-katholischen Adelselite.

Der Hochadlige Otto von Habsburg (1912-2011) war Mitglied bei Le Cercle. Er meinte, er habe „in keiner Vereinigung und Gesprächsrunde mehr und bessere Informationen erhalten als bei den Treffen des Cercle“. (Quelle) Otto von Habsburg war das Oberhaupt der nicht amtierenden österreichischen Königsfamilie, eine der wichtigsten Familien der katholischen Hochadelselite. Otto war ein sehr angesehenes Mitglied im Malteserorden (Quelle). Er war eng mit dem Cercle-Mitglied Franz Josef Strauss verbunden, die beide sehr gute Kontakte zu ausländischen Geheimdiensten unterhielten. Sie kannten den französischen Geheimdienstchef Graf Alexandre de Marenches (Quelle). Der Graf war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Otto Sohn Karl von Habsburg (*1961), das derzeitige Oberhaupt der Habsburger, besucht regelmässig Treffen des Cercle (Quelle).

Alexander II. Karađorđević (*1945), der derzeitige nicht amtierende König von Serbien, war oder ist noch immer Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Er ist hochrangiges Mitglied des Malteserordens (Quelle).

Der Italiener Giulio Andreotti (1919-2013) war Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Er war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Politiker Italiens. Er stand mehrfach vor Gericht wegen Verbindungen zur italienischen Mafia und Auftragsmorden (Quelle). Er war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Er war ein Unterstützer von Josemaría Escrivá, der das Opus Dei gründete (Quelle). Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist. Giulio Andreotti kannte Licio Gelli, der ihn sehr schätzte (Quelle). Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren.

Der US-Amerikaner Theodore Shackley (1927-2002) gehörte zur inneren Führungsgruppe des Cercle (Quelle). Er war ein hochrangiger CIA-Offizier für verdeckte Operationen. Er war an Putschversuchen in Kuba und Chile beteiligt. Er war mitverantwortlich für das Phoenix-Programm, ein Projekt der CIA im Vietnamkrieg, bei dem brutale Mord- und Foltertrupps zum Einsatz kamen. Theodore Shackley wurde verdächtigt, in illegalen Waffenhandel involviert zu sein, unter anderem in die Iran-Contra-Affäre. Ihm wurde vorgeworfen, über die CIA Drogenhandel in Südamerika und Laos organisiert zu haben. (Quelle: 1 und 2) In einer Zivilklage wurden Theodore Shackley und weitere Geheimdienstler beschuldigt, den La Penca-Sprengstoffanschlag in Nicaragua organisiert zu haben. Die Klage wurde vom Christic Institute eingereicht, eine gemeinnützige Organisation. Da die Klage vom Gericht als leichtfertig eingestuft wurde, musste das Christic Institute Anwaltsgebühren in Höhe von einer Million US-Dollar zahlen, was das Vierfache des Vermögens der gemeinnützigen Organisation war. (Quelle) Das wird andere Organisationen abschrecken, Klagen gegen die CIA einzureichen, da man dabei ein hohes finanzielles Risiko eingeht.

Der US-Amerikaner Richard Armitage (*1945) besuchte Le Cercle (Quelle). Er besetzte hohe Positionen im US-Verteidigungsministerium und war stellvertretender Aussenminister. Er war Direktor des US-amerikanischen Öl- und Gaskonzerns ConocoPhillips. Er spielte eine wichtige Rolle in der Plame-Affäre. Er war zudem in die Iran-Contra-Affäre verwickelt (Quelle). Khun Sa, ein Warlord und Drogenhändler in Burma (Myanmar), behauptete, dass Richard Armitage in den 70erjahren ein wichtiger Opiumschmuggler in Thailand gewesen war (Quelle: Seite 22 und 23). Der 2007 verstorbene Warlord Khun Sa war zeitweise der vermutlich grösste Opium- und Heroinproduzent der Welt. Er galt als der König des Goldenen Dreiecks, ein Grenzgebiet, wo bis heute viel Opium und Heroin produziert und geschmuggelt wird. (Quelle)

Der US-Amerikaner John Negroponte (*1939) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Er war von 2005 bis 2007 Chef der US-Geheimdienste unter Präsident Bush. Negroponte war von 1981 bis 1985 US-Botschafter in Honduras und war dabei in die Vertuschung der schweren Menschenrechtsverletzungen des honduranischen Militärs involviert. Die CIA arbeitete zu dieser Zeit eng mit dem honduranischen Militär zusammen. John Negroponte war in die Iran-Contra-Affäre verwickelt und soll über seinen Botschaftsposten die nicaraguanischen Contras unterstützt haben (Quelle: 1 und 2). Die Contras wurden von der CIA unterstützt und schmuggelten tonnenweise Kokain, was von der CIA geduldet wurde.

Der französische Marineoffizier Pierre Lacoste (1924-2020) besuchte Le Cercle (Quelle). Als Chef des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE war er mitverantwortlich für die „Operation Satanique“. Bei dieser Geheimdienstoperation versenkten 1985 Agenten der DGSE im neuseeländischen Meer das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior. Dabei ertrank ein Fotograf von Greenpeace. Taucher hatten zwei Bomben am Rumpf des Schiffes befestigt. Die neuseeländischen Behörden konnten zwei der Agenten festnehmen, die später verurteilt wurden. Die anderen Agenten wurden vom französischen Geheimdienst in Sicherheit gebracht. Die französische Regierung sah sich nicht einsichtig und überlegte gar Wirtschaftssanktionen gegen Neuseeland zu verhängen, weil die dortigen Behörden die beiden verhafteten Agenten nicht an Frankreich ausliefern wollten. 1987 wurde einer der verurteilten Agenten wegen dringender medizinischer Behandlung nach Frankreich gebracht. Die andere Agentin wurde 1988 nach Frankreich gebracht, weil sie schwanger war. Frankreich entliess die beiden in die Freiheit und hielt sich somit nicht an die Abmachung mit Neuseeland, dass die beiden Agenten ihre zehnjährigen Haftstrafen absitzen müssen. (Quelle) Einer der beiden Agenten war Alain Mafart. Er war nach seiner Freilassung weiterhin beim französischen Militär. 1989 wurde er zum Oberstleutnant befördert. 1991 erhielt er einen französischen Ritterorden und 1994 wurde er zum Oberst befördert. (Quelle) Die andere Agentin, Dominique Prieur, wurde ebenfalls zum Oberst befördert und ihr Mann wurde 2007 Kommandant (Quelle). Jean-Claude Lesquer, der massgeblich für die illegale Geheimdienstoperation verantwortlich war, erhielt zehn Jahre nach der Operation die Ehrenlegion, der höchste französische Verdienstorden (Quelle).

Der US-Amerikaner Louis Freeh (*1950) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Er war von 1993 bis 2001 Chef des FBI. Das FBI ist nicht nur eine Strafverfolgungsbehörde, sondern dient auch als Inlandsgeheimdienst. Während Louis Freehs Zeit als FBI-Chef fand der Bombenanschlag in Oklahoma City statt sowie die Belagerung der Branch Davidians und Ruby Ridge. Diese drei Ereignisse sind Teil von Verschwörungstheorien und das FBI wird verdächtigt gesetzeswidrige Aktivitäten ausgeführt zu haben und dies vertuscht zu haben. Die drei Ereignisse werde ich hier nicht erläutern, den das würde den Rahmen sprengen. Eine Kurzfassung meiner Theorie wäre, dass die drei Ereignisse eng mit rechtsextremen paramilitärischen Strukturen im Zusammenhang standen, die sich auf einen möglichen Bürgerkrieg oder Rassenkrieg vorbereiten. Natürlich sind diese Strukturen von Agenten und Informanten der Geheimdienste infiltriert. Diese rechtsextremen Umsturzfanatiker sind aber scheinbar so dumm oder verblendet, dass sie gar nicht merken, wie sie von Geheimdiensten überwacht und gesteuert werden. Ich glaube, dass die Geheimdienste bei einem Umsturz oder Bürgerkrieg diese paramilitärischen Strukturen für ihre Interessen einsetzen würden. Meiner Meinung nach wurden diese rechtsextremen Strukturen in der Vergangenheit für illegale Geheimdienstoperationen benutzt und man hat sie zu Anschlägen und Morden angestachelt.

Verbindungen zur muslimischen Elite

Neben der katholischen Elite ist auch die muslimische Elite bei Le Cercle präsent. Bemerkenswerte muslimische Mitglieder wären der saudische Prinz Turki ibn Faisal (*1945), langjähriger Chef des saudischen Geheimdienstes, sowie der jordanische König Hussein (1935-1999) und der omanische Herrscher Qaboos (1940-2020). (Quelle: 1 und 2) Die beiden Herrscher kontrollierten die Geheimdienste ihrer Länder. König Hussein war Grossmeister der Freimaurer in Jordanien (Quelle: 1 und 2). Seine Familie soll angeblich vom Islamgründer Mohammed abstammen.

Der saudische Prinz Abdulaziz bin Abdullah (*1962) wurde vom Cercle-Vorsitzenden Lord Lothian in einem Brief zu einem Treffen von Le Cercle eingeladen (Quelle).

Die afghanische Politikerin Fatima Gailani (*1954) besuchte Le Cercle (Quelle). Ihr Vater Ahmed Gailani half der CIA bei der Bewaffnung der Mudschaheddin in Afghanistan zur Bekämpfung der Sowjets. Aus den Mudschaheddin gingen die Taliban hervor. Ahmed Gailani war eng mit der ehemaligen afghanischen Königsfamilie verbunden. Die Gailani Familie soll angeblich vom Islamgründer Mohammed abstammen.

Der iranische Politiker und Diplomat Ardeshir Zahedi (1928-2021) war regelmässiger Besucher bei Le Cercle (Quelle). Er war iranischer Aussenminister und vertrat das Land als Botschafter in den USA und in Grossbritannien. Er heiratete Shahnaz Pahlavi. Sie kam väterlicherseits aus der damaligen iranischen Herrscherfamilie Pahlavi. Ihre Mutter war die Tochter des ägyptischen Königs Fuad I.. Ardeshir Zahedis Vater Fazlollah war iranischer Innen- und Aussenminister. Fazlollah stürzte in Zusammenarbeit mit der CIA den iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh (kam aus der iranischen Hocharistokratie), worauf Fazlollah Premierminister wurde. Im englischen Wikipedia steht derzeit, dass Fazlollah ein Nachkomme des Sufi-Scheichs Safi-ad-din Ardabili (starb 1334) war, der Vorfahre der iranischen Herrscherdynastie der Safawiden.

Benazir Bhutto (1953-2007) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Sie war zweimal Premierministerin von Pakistan. Sie starb bei einem Attentat. Ihr Vater Zulfikar war Premierminister und Präsident. Er wurde zum Tode verurteilt. Benazir Bhutto heiratete in die pakistanische Politikerfamilie Zardari und ihr Mann Asif war Präsident von Pakistan. Benazir und ihr Mann liessen womöglich den Politiker Murtaza Bhutto von der Polizei ermorden, der Benazirs Bruder war.

Der pakistanische Premier- und Finanzminister Shaukat Aziz (*1949) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Er überlebte einen Selbstmordanschlag.

Verbindungen zur jüdischen Elite

Auch einflussreiche Juden dürfen sich bei Le Cercle dazugesellen. Bekannte jüdische Besucher waren:

Paul Wolfowitz (*1943) (Quelle). Er war stellvertretender Verteidigungsminister der USA und Präsident der Weltbank. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle). Er ist bis heute in Denkfabriken aktiv.

Alan Greenspan (*1926) (Quelle). Er war fast 20 Jahre lang Chef der US-Zentralbank FED und ist bis heute in Denkfabriken aktiv.

Benjamin Netanjahu (*1949) (Quelle). Er war langjähriger Ministerpräsident von Israel. Er traf die Rothschild Familie (Quelle).

Shimon Peres (1923-2016). Der israelische Staats- und Ministerpräsident war mit dem britischen Politiker Julian Amery befreundet, der Vorsitzender von Le Cercle war. (Quelle) Shimon Peres war eng mit Guy de Rothschild befreundet (Quelle).

Dan Meridor (*1947) (Quelle). Er war israelischer Finanz- und Justizminister. Er war Minister für Geheimdienste und somit Chef des israelischen Geheimdienstministeriums. Er ist derzeit Präsident des „Israel Council on Foreign Relations“. Die Denkfabrik konzentriert sich auf die israelische Aussenpolitik.

Henry Kissinger (*1923) (Quelle). Er war einer der wichtigsten Akteure der US-Aussenpolitik und ist bis heute in Denkfabriken aktiv. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle). Er war mit David Rockefeller und Giovanni Agnelli befreundet, zwei der mächtigsten Geschäftsmänner der letzten 50 Jahre.

Richard Perle (*1941) (Quelle). Er war ein hochrangiger Berater der US-Aussen- und Sicherheitspolitik. Er war ein wichtiger Befürworter des Irakkrieges 2003 in der Bush-Administration. Er besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Er ist bis heute in Denkfabriken aktiv.

Jack Dellal (1923-2012) (Quelle). Ein irakisch-britischer Milliardär.

Gerhard Löwenthal (1922-2002) (Quelle). Der deutsche Journalist leitete und moderierte das ZDF-Magazin. Er gehörte zum „Freundeskreis Colonia Dignidad“, der vom deutschen Waffenhändler Gerhard Mertins gegründet wurde. Gerhard Mertins war mit Geheimdiensten verbunden und im internationalen Waffenhandel aktiv. Der „Freundeskreis Colonia Dignidad“ unterstützte die Colonia Dignidad. Diese Auswandererkolonie in Chile wurde von einer deutschen Sekte bewohnt und vom pädophilen Sektenführer Paul Schäfer geleitet. In der Sekte kam es täglich zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Paul Schäfer hatte in Deutschland ein Erziehungsheim geleitet. Nachdem er 1961 aufgrund von Kindesmissbrauch ins Visier der Justiz geraten war, stellte er den Antrag auf die Verlegung des Heimes nach Chile in Südamerika. Die Genehmigung, die Kinder und Jugendlichen mitzunehmen, wurde durch die zuständigen Behörden erteilt, zum Teil ohne Zustimmung der Eltern. In Chile gründete Schäfer dann die Colonia Dignidad und seine christliche Sekte. Er lockte weitere Deutsche, aber auch Chilenen, in seine Sekte. Die Sektenanhänger, darunter viele Kinder, wurden einer starken Gehirnwäsche unterzogen. In der Colonia Dignidad wurden 40 Jahre lang Kinder und Jugendliche in Lagern festgehalten und dort vergewaltigt und gefoltert. Deutsche Diplomaten und Politiker versuchten aus unbekannten Gründen die Verbrechen zu vertuschen und von der deutschen Öffentlichkeit zu verstecken. Das bereits erwähnte Cercle-Mitglied Franz Josef Strauss gehörte zusammen mit dem Cercle-Besucher Gerhard Löwenthal zum „Freundeskreis Colonia Dignidad“, der die Colonia Dignidad unterstützte und vor misstrauischen Kritikern in Schutz nahm. Franz Josef Strauss besuchte die Colonia Dignidad in den 70erjahren persönlich. Der Sektenführer Paul Schäfer arbeitete mit dem faschistischen chilenischen Pinochet-Regime (1973 bis 1990) zusammen. Die chilenischen Geheimdienste folterten und töteten in den Kellern der Colonia Dignidad politische Gegner mit Wissen des Sektenführers Paul Schäfer. (Quelle: 1 und 2) Franz Josef Strauss stand dem brutalen Pinochet-Regime wohlwollend gegenüber und der deutsche Geheimdienst BND wurden verdächtigt, die Diktatur unterstützt zu haben (Quelle). Strauss und sein Berater, der deutsche adlige Politiker Hans Graf Huyn (ebenfalls ein Cercle-Besucher), trafen Pinochet persönlich (Quelle). Die CIA hatte mit Geheimdienstaktionen die politische Destabilisierung Chiles vor und während des Putsches von Augusto Pinochet im Jahr 1973 vorangetrieben. Das Cercle-Mitglied Herny Kissinger unterstützte das Pinochet-Regime. (Quelle) Pinochet besuchte die Colonia Dignidad und der chilenische Geheimdienstchef Manuel Contreras war regelmässig bei der Sekte zu Gast. Die Sekte besass Tausende Hektar Land, das mit Natodraht umzäunt war und mit Bewegungsmeldern, Mikrofonen sowie Kameras gesichert war. Die Sektenkolonie erinnerte stark an ein Konzentrationslager und die Sektenmitglieder mussten auch bis zur totalen Erschöpfung Zwangsarbeit verrichten. Paul Schäfer konnte den Aufbau seiner Sektenkolonie finanzieren, weil er sein Kinderheim in Deutschland an das deutsche Militär für 900 000 Mark (etwa eine halbe Million US-Dollar) verkauft hatte. Franz Josef Strauss war der damalige Verteidigungsminister und somit verantwortlich für das deutsche Militär. (Quelle)

Aktivitäten

Da Le Cercle viel Wert auf Geheimhaltung legt, weiss man nicht viel über seine Aktivitäten. Seit der Gründung 1953 konzentrierte sich die Gruppe auf den Kampf gegen den internationalen Kommunismus. Viele der Mitglieder beteiligten sich bei der Bekämpfung des Kommunismus in Südamerika und Asien. Dies führte in manchen Ländern zu Machtübernahmen von rechtspolitischen Diktaturen, die Kommunisten (aber auch nichtkommunistische Regierungskritiker) unterdrückten, verfolgten, einsperrten, folterten und ermordeten. Als zu Beginn der 90erjahre die kommunistische Sowjetunion zusammenbrach, war der Kalte Krieg beendet. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 begann der Krieg gegen den Terror. Seither engagierten sich viele Cercle-Mitglieder im Kampf gegen den Terror und für den Irakkrieg 2003. Die Folgen des Irakkrieges haben massgeblich zum Aufstieg der Terrororganisation ISIS beigetragen.

Der Cercle-Vorsitzende Brian Crozier verfasste ein Planungspapier, das er 1979 der Cercle-Gruppe vorstellte. Zur Agenda gehörte ein Regierungswechsel in Grossbritannien und Deutschland, der mit der Premierministerin Margaret Thatcher in Grossbritannien auch gelang. Weitere aufgeführte Ziele waren:

  • Verdeckte Finanztransaktionen für politische Zwecke.
  • Internationale Kampagnen, die darauf abzielen, feindlich gesinnte Persönlichkeiten oder Ereignisse zu diskreditieren.
  • Gründung eines privaten Geheimdienstes, der sich auf eine selektive Sichtweise spezialisiert hat.
  • Einrichtung von Büros unter geeigneter Tarnung, die jeweils von einem Koordinator der Zentrale geleitet werden. Geplant waren diese Büros in London, Washington, Paris, München und Madrid.

(Quelle)

Le Cercle unterstützte das Apartheidregime in Südafrika. Südafrika half bei der Finanzierung der Organisation und war Gastgeber mehrerer Treffen. Es wurden scheinbar nur weisse Südafrikaner eingeladen. Auf Einladungslisten des Cercle stehen die Namen von führenden weissen südafrikanischen Geschäftsmännern:

  • Anton Rupert (1916-2006). Sein Sohn ist der Milliardär Johann Rupert. Anton Rupert gründete gemeinsam mit dem deutschen Hochadligen Bernhard zur Lippe-Biesterfeld den 1001 Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Bernhard gilt als der Hauptgründer der Bilderbergtreffen und heiratete in die niederländische Königsfamilie.
  • Gavin Relly (1926-1999). Er leitete den Bergbaukonzern Anglo American, der seit seiner Gründung in Südafrika aktiv ist. Das Unternehmen wurde von der südafrikanischen Milliardärsfamilie Oppenheimer gegründet und lange Zeit von ihr kontrolliert. Die Oppenheimer sind eine weisse Einwandererfamilie.
  • Julian Ogilvie Thompson (*1934). Er leitete ebenfalls Anglo American und zudem noch den führenden Diamantkonzern De Beers, der auch lange Zeit von der Oppenheimer Familie kontrolliert wurde.
  • Basil Hersov. Er leitete die britische Barclays Bank in Südafrika, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt.

(Quelle)

Der Cercle-Vorsitzende Julian Amery, ein britischer Politiker, besuchte mehrfach Harry Oppenheimer (ein Freimaurer), dessen Familie wie gesagt lange Zeit die südafrikanische Bergbauindustrie dominierte. Julian Amery und Harry Oppenheimer trafen Pieter Willem Botha. (Quelle: 1 und 2) Botha war von 1978 bis 1984 Premierminister und danach bis 1989 Präsident von Südafrika. Er gehörte also zur Spitze des Apartheidregimes. Als er Präsident wurde, liess er die schwarzen Demonstranten und Aufständischen hart bekämpfen. Zehntausende wurden festgenommen und tausende wurden bei Auseinandersetzungen mit der schiesswütigen Polizei getötet. Botha befahl der Polizei auch, die Büros von Anti-Apartheid-Gruppen in die Luft zu sprengen. Er hatte Geheimoperationen zur Destabilisierung der Nachbarländer unterstützt. In den 80erjahren gab es in Südafrika ein staatliches Forschungsprogramm mit dem Namen Project Coast, das unter anderem darauf abzielte, chemische und biologische Waffen zu entwickeln, die für Weisse ungefährlich sind und nur Schwarze töten. (Quelle) Der weisse südafrikanische Mediziner Wouter Basson leitete Project Coast. Er war der persönliche Leibarzt von Botha. (Quelle) Wouter Basson und das Project Coast führten Menschenversuche mit Schwarzen durch. Sie wurden bei ihrer Arbeit von Briten und US-Amerikanern unterstützt. Wouter Basson traf den US-Amerikaner Larry Ford, ein mutmasslicher CIA-Agent. Larry Ford gehörte zu einem geheimen Netzwerk, das illegal Biowaffen herstellte und verkaufte. Er besass mit einem Partner eine Pharmafirma, die sich auf die Entwicklung von Medikamenten gegen das AIDS-Virus konzentrierte. Seinem Partner wurde auf dem Firmenparkplatz in den Kopf geschossen. Larry Ford wurde kurz darauf Tod aufgefunden. Es war angeblich Selbstmord. Larry Ford züchtete im Geheimen Viren und Bakterien, die er an Wouter Basson verkaufte. Larry Ford züchtete Erreger, die nur Schwarze töten sollten und gab diesen den Namen „Negertöter“. Unter der Führung von Wouter Basson versuchte Project Coast Verhütungsmittel herzustellen, die schwarze Frauen heimlich sterilisieren sollten. Man nannte es die „schwarze Bombe“. Wouter Basson sagte in einem Interview, ein anderes Land mit einem „Bevölkerungsproblem“ hatte ihn damit beauftragt. Basson ist stolz auf seine Arbeit, die ihm viel Spass machte. Als er im Interview auf die „schwarze Bombe“ angesprochen wurde, antwortete er: „Das war toll. Der grösste Spass meines Lebens.“ Er soll absichtlich eine Cholera-Epidemie ausgelöst haben. Alle Akten zu Project Coast wurden von Wouter Basson zerstört. Die bekannten Informationen darüber könnten also nur die Spitze des Eisbergs sein. (Quelle: 46:50 bis 59:45) Vermutlich hatte Project Coast auch Giftstoffe an Häftlingen in Gefängnissen getestet, was die Gerichte später aber nicht beweisen konnten. Ein ehemaliger Direktor einer Firma von Project Coast sagte, die Forschung zur Fruchtbarkeit von Frauen sei ein wichtiges Forschungsfeld des Projekts gewesen. Insbesondere ging es um die Entwicklung eines Impfstoffes, der Frauen unfruchtbar machen sollte. (Quelle) Wouter Basson bereiste Länder auf fünf Kontinenten zur Informationsbeschaffung. Nach Ende der Apartheid wurde Wouter Basson wegen vielfachen Mordes, Betrug, Unterschlagung, Drogenbesitz und Drogenhandel angeklagt. Er wurde von allen Anklagepunkten freigesprochen. (Quelle) 2021 kam es zu Empörung, weil er immer noch als Arzt arbeitete. Es erscheint seltsam, dass er nicht verurteilt oder ermordet wurde. Möglicherweise besitzt er Material, das die Geheimdienste belasten würde und veröffentlicht wird, falls man ihn verurteilt oder ermorden lässt. Eine andere Möglichkeit wäre, dass er ein sehr begabter Biowaffenzüchter ist und deshalb die Geheimdienste nicht auf sein Talent und Wissen verzichten wollen und er weiterhin in der Biowaffenherstellung aktiv ist. Wouter Basson traf den Biowaffenforscher David Kelly, der angeblich Selbstmord beging. Kelly arbeitete in der britischen Forschungseinrichtung Porton Down, die in den 50er- und 60erjahren an über 20 000 britischen Soldaten mit Kampfstoffen experimentiert hatte, zum Teil mit tödlichen Folgen. Das Netzwerk um die Biowaffenzüchter Wouter Basson und Larry Ford war vermutlich mit den Anthrax-Anschlägen 2001 in den USA verbunden. Der Hauptverdächtige Bruce Edwards Ivins beging angeblich Selbstmord (einer von mehreren Toten in der Affäre). Dazu empfehle ich diese Doku über Biowaffen, die jeder sehen und weiterempfehlen sollte. In der Doku wird auch kurz auf die Anthrax-Epidemie 1978 in Rhodesien (heute Simbabwe) eingegangen. Rhodesien wurde damals noch von einer weissen Minderheit im Land regiert. Es besteht der Verdacht, dass die Epidemie absichtlich vom rhodesischen Militär ausgelöst wurde, um den Aufstand der Schwarzen im Land zu bekämpfen (Quelle). Zu dieser Zeit gehörte Pieter Kenyon van der Byl (1923-1999) zur politischen Elite Rhodesiens und war von 1974 bis 1976 als Verteidigungsminister verantwortlich für das Militär. Er besuchte regelmässig Treffen von Le Cercle (Quelle). Seine Frau kam väterlicherseits aus der liechtensteinischen Fürstenfamilie und mütterlicherseits aus der ehemaligen österreichischen Königsfamilie Habsburg.

Teile der britischen Elite unterstützten das Apartheid-Regime. Dabei ging es aber nicht nur um Rassenideologien, sondern vor allem um kolonialwirtschaftliche Interessen. Der Cercle-Vorsitzende Julian Amery, ein britischer Politiker, schrieb: „Der Wohlstand unseres Volkes (die Briten) beruht auf dem Öl im Persischen Golf, Gummi und Zinn in Malaya und dem Gold, Kupfer und den Edelmetallen in Süd- und Zentralafrika. Solange wir Zugriff darauf haben; solange wir unsere dort getätigten Investitionen realisieren können; Solange wir mit diesem Teil der Welt Handel treiben, werden wir wohlhabend sein. Wenn die Kommunisten oder sonst jemand (z. B die Schwarzen) sie übernehmen würden, würden wir viel verlieren.“ (Quelle: 1 und 2)

1994 wurde die Apartheid und die Herrschaft der weissen Minderheit in Südafrika beendet. Mit Nelson Mandela bekam das Land seinen ersten schwarzen Präsidenten. Er wurde weltweit als Friedensheld gefeiert und bekam den Friedensnobelpreis. Er war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war mit dem bereits erwähnten Freimaurer und Bergbauunternehmer Harry Oppenheimer befreundet (Quelle). Die Herrschaft der weissen Minderheit in Südafrika wurde zwar beendet, aber der Grossteil der dortigen Bodenschätze wird noch immer von Weissen kontrolliert (inzwischen sind noch ein paar Asiaten dazugekommen). Meiner Meinung nach bemühte sich Mandela nicht besonders, die Verantwortlichen für die illegalen Aktivitäten des südafrikanischen Geheimdienstes während der Apartheid zu ermitteln.

Die Vorsitzenden

Hier sind die Vorsitzenden von Le Cercle in chronologischer Reihenfolge gelistet.

Antoine Pinay (1891-1994). Der französische Premierminister gilt als der Hauptgründer des Cercle. Er besuchte mehrfach die nicht amtierende französische Königsfamilie Orléans. (Quelle: 1 und 2) Die Orléans sind bis heute in Vatikanorden vertreten. Antoine Pinay besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle).

Jean Violet. Der französische Geheimdienstler gründete gemeinsam mit Antoine Pinay Le Cercle. Über Violet gibt es sehr wenig Informationen und er galt als einer der Strippenzieher im Hintergrund. Er arbeitete von Anfang der 50er bis in die 70erjahre für den französischen Auslandsgeheimdienst SDECE und war in den 60erjahren auch bezahlter Agent des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND (Quelle).

Brian Crozier (1918-2012). Der britische Journalist hatte Kontakte zu den Geheimdiensten von Grossbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Marokko, Iran, Argentinien, Chile und Taiwan. Er gründete 1977 einen eigenen Geheimdienst mit dem Namen The 61. Dieser private Geheimdienst arbeitete mit der CIA und den britischen Geheimdiensten zusammen. (Quelle) Jean Violet und der deutsche Graf Hans Huyn (1930-2011), ebenfalls ein Mitglied des Cercle, traten dem privaten Geheimdienst bei. (Quelle) Der adlige CSU-Politiker Hans Huyn heiratete in die Uradelsfamilie Salm und war ein Kumpel des Cercle-Mitgründers Franz Josef Strauss.

Julian Amery (1919-1996). Der britische Minister wurde zum Baron geadelt. Er und sein Vater waren wichtige britische Kolonialpolitiker. Der Vater Leopold Amery war Mitglied einer Freimaurerloge in London (Quelle: 1 und 2). Julians Bruder John wurde zum Tode verurteilt, weil er während des Zweiten Weltkriegs mit Nazideutschland zusammenarbeitete. Julian Amery war mit dem albanischen Kronprinzen Leka Zogu befreundet (Quelle). Julian Amery war ein Schwiegersohn des britischen Premierministers Harold Macmillan und seine Schwiegermutter kam aus der englischen Adelsfamilie Cavendish.

Jonathan Aitken (*1942). Der britische Politiker vertrat Rüstungskonzerne als Vermittler beim saudischen Königshaus (Quelle). Er hat ein Kind mit Soraya Khashoggi, eine Ehefrau des saudischen Milliardärs und Waffenhändlers Adnan Khashoggi (Quelle). Jonathan Aitken war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist (Quelle). Die Aitken Familie gehört seit 100 Jahren zur britischen Elite und ein Familienzweig besitzt den Adelstitel eines Barons. Janet Gladys Aitken (1908-1988) heiratete den Clan-Chef des schottischen Campbell Clans.

Norman Lamont (*1942). Er war zu Beginn der 90erjahre Schatzkanzler und somit hochrangiger Politiker in Grossbritannien. Er wurde zum Baron geadelt. Er ist seit 1986 Mitglied des Privy Council (Quelle). Vor seinem Beitritt ins britische Parlament arbeitete er für die Rothschild Bank und wurde Direktor von Rothschild Asset Management (Quelle). Er besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Er war Direktor der Balli Group. Zu seiner Zeit als Direktor war das Unternehmen an illegalem Handel mit dem Iran beteiligt. Norman Lamont war britischer Handelsgesandter für den Iran. (Quelle) Er trat 2008 dem Vorstand des Technologieunternehmens Phorm bei (Quelle). Dem Unternehmen wurde von mehreren Institutionen vorgeworfen, dass es illegal Daten von Verbrauchern sammelt. 2009 leitete die EU ein Verfahren gegen Phorm ein, das aber 2012 eingestellt wurde (Quelle). 2016 wurde das Unternehmen aufgelöst. Norman Lamont ist oder war Präsident der „International Association of Money Transfer Networks“. Die internationale Organisation vertritt die Geldtransferbranche. Norman Lamont war Vorsitzender der Bow Group, eine der wichtigsten britischen konservativen Denkfabriken. Er ist Mitglied und Unterstützer der Bruges Group, eine führende britische EU-skeptische Denkfabrik. Norman Lamont unterstützte den Brexit aktiv und war vermutlich der erste einflussreiche Politiker, der öffentlich dazu riet, die EU zu verlassen. Bereits 1994 meinte er: „Eines Tages könnte es bedeuten, den Austritt in Erwägung zu ziehen. Kürzlich wurde gesagt, dass die Option eines Austritts aus der Gemeinschaft undenkbar sei. Ich halte diese Haltung für ziemlich vereinfachend“ (Quelle). Die Goldschmidt Familie (Freunde und Verwandte der Familie Rothschild) war ebenfalls bereits in den 90erjahren am Aufbau von EU-skeptischen Netzwerken in Grossbritannien beteiligt. Norman Lamont war in Schottland geboren und könnte somit aus dem schottischen Lamont Clan kommen.

Michael Andrew Foster Jude Kerr, der 13. Markgraf von Lothian (*1945). Der britische Politiker ist der derzeitige Clan-Chef des schottischen Kerr Clans, eine alte schottische Aristokratenfamilie. Er war Vorsitzender der Konservativen Partei. Er ist seit 1996 Mitglied des Privy Council (Quelle). Er heiratete eine Tochter des Herzogs von Norfolk. Seine Schwester Cecil heiratete den Clan-Chef des schottischen Cameron Clans. Seine Schwester Elizabeth heiratete den Herzog aus der Adelsfamilie Montagu Douglas Scott.

Rory Stewart (*1973). Ein britischer Politiker.

Nadhim Zahawi (*1967). Der britische Politiker kommt aus einer irakisch-kurdischen Einwandererfamilie. Er leitete von November 2020 bis September 2021 das COVID-19 Impfprogramm in Grossbritannien. Er war bis 2018 Vorsitzender von Le Cercle. Wer derzeit den Vorsitz des Cercle innehat, ist scheinbar unbekannt.

Weitere bemerkenswerte

Besucher von Le Cercle

Margaret Thatcher (1925-2013) (Quelle). Sie war britische Premierministerin.

Pierre Messmer (1916-2007) (Quelle). Er war französischer Premier- und Verteidigungsminister. Er arbeitete in der Privatwirtschaft für den französischen Bankier Guy de Rothschild (Quelle).

Charles Pasqua (1927-2015) (Quelle). Er war zweimal französischer Innenminister. Er stand öfters vor Gericht. Zu den Vorwürfen gehörten Bestechung, Geldwäsche, undurchsichtige Geschäfte, illegale Parteispenden, illegale Geschäfte mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein, illegale Waffendeals mit Angola, Missbrauch von Firmengeldern, Untreue, Vertrauensmissbrauch und dubiose Kontakte zur Glücksspielindustrie. (Quelle: 1 und 2) Er wurde immer freigesprochen oder kam auf Bewährung frei.

George Mitchell (*1933) (Quelle). Der US-Senator war nach der Aussage eines Opfers Mitglied in dem mit Jeffrey Epstein verbundenen Jugendprostitutionsring (Quelle). George Mitchell wurde von Präsident Obama zum Sonderbeauftragten für den Nahen Osten ernannt. Er war Vorsitzender von Walt Disney, einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle).

John Bolton (*1948) (Quelle). Der US-Amerikaner war Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump und Botschafter bei den Vereinten Nationen. Er gilt als einer der Architekten des Irakkriegs 2003.

Paul Bremer (*1941) (Quelle). Als die USA 2003 den Irak besetzten, leitete Paul Bremer die dortige Übergangsregierung, die von den USA installiert wurde.

Norman Schwarzkopf (1934-2012) (Quelle). Der US-amerikanische General war der oberste Befehlshaber im Golfkrieg. Er war Freimaurer und Mitglied der ANSAR Shriners, eine Freimaurerorganisation (Quelle: 1 und 2).

Ion Iliescu (*1930) (Quelle). Der Rumäne war massgeblich an der Rumänischen Revolution 1989 beteiligt, die zum Sturz des kommunistischen Regimes führte. Darauf wurde Iliescu zum Präsidenten des Landes gewählt. Er war bis 1996 Präsident. Vom Jahr 2000 bis 2004 war ebenfalls Präsident. 1993 wurde mit der Erlaubnis von Iliescu die Freimaurerei in Rumänien wiederbelebt (Quelle). Die Freimaurerei war während der kommunistischen Diktatur in Rumänien zwar nicht verboten, aber war angeblich nicht innerhalb des Landes aktiv und Rumänen wurden nur im Ausland in Freimaurerlogen aufgenommen. Ion Iliescu besuchte 2003 ein internationales Treffen der Hochgradfreimaurer in Rumänien. Viele Grosskommandanten und Mitglieder der obersten Freimaurerräte aus Europa und den USA waren beim Treffen dabei. (Quelle) Die obersten Räte (Supreme Council) nehmen nur Freimaurer auf, die den 33. Grad erreichten, der höchste Freimaurergrad im schottischen Ritus. Ion Iliescu hatte als Präsident auch Kontakt zum Malteserorden (Quelle). 2019 wurde Ion Iliescu wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Der Vorwurf war, dass er während der Rumänischen Revolution 1989 Sicherheitsbehörden und Medien dazu benutzt hatte, mit Falschinformationen eine Massenpanik auszulösen, darunter die Falschnachricht, dass das Trinkwasser vergiftet worden sei. Im Fernsehen wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen, auf die Strasse zu gehen und die Gegner der Revolution zu bekämpfen. Dies führte zu Strassenkämpfen, an denen neben Zivilisten auch Geheimdienst- und Militäreinheiten beteiligt waren. Mehr als 150 Menschen starben. Etwa sechsmal so viele Menschen wurden nach der Revolution innerhalb kurzer Zeit von unbekannten Terroristen ermordet. Der von Ion Iliescu kontrollierte Geheimdienst wurde verdächtigt, für die Morde verantwortlich zu sein. Nachdem es 1990 zu Protesten in der Hauptstadt Bukarest kam, die hauptsächlich von Studenten organisiert wurden, forderte Iliescu und seine Medien die Berg- und Industriearbeiter auf, in die Hauptstadt zu kommen, um die Demonstrationen niederzuschlagen, was dann auch geschah. Es gab mehrere Tote und Hunderte wurden verletzt. Oppositionelle Journalisten berichteten von wesentlich höheren Opferzahlen. Es bestand der Verdacht, dass sich Geheimdienstmitarbeiter unter die Arbeiter mischten und die Gewalt eskalieren liessen. Deswegen wurde Ion Iliescu 2017 ebenfalls wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. (Quelle: 1 und 2) Ion Iliescu unterstützte die CIA bei ihrem Kampf gegen den Terror. Er erlaubte der CIA eigene Gebäude in Rumänien zu haben. Davon waren eines oder mehrere Geheimgefängnisse der CIA und es soll darin zu Folter gekommen sein. Ion Iliescu hat abgestritten, von den Geheimgefängnissen gewusst zu haben. (Quelle) Es gibt die Verschwörungstheorie, dass die CIA in Geheimgefängnissen an Häftlingen mit Gedankenkontrolle und Gehirnwäsche experimentiert. Übrigens hatte der kommunistische Geheimdienst Rumäniens Mitte des 20. Jahrhunderts in Gefängnissen an Häftlingen mit Gehirnwäsche experimentiert und ging dabei äusserst skrupellos vor (Quelle). Als Ion Iliescu und seine Verbündeten 1989 die Macht in Rumänien übernahmen, hatten sie Verbindungen zu Geheimdiensten der kommunistischen Sowjetunion (Quelle). Es wird vermutet, dass Ion Iliescu und weitere Revolutionäre für den KGB-Geheimdienst arbeiteten (Quelle: 1 und 2). In den 50erjahren studierte Iliescu in Moskau und war dort mit Alexander Shelepin verbunden, der spätere Chef des KGB (Quelle). Iliescu soll sich zu dieser Zeit mit Michail Gorbatschow angefreundet haben. Gorbatschow war das letzte Staatsoberhaupt der Sowjetunion. In seiner Amtszeit brach die Sowjetunion zusammen. Nachdem Ion Iliescu rumänischer Präsident wurde, hatte er Kontakt zu Michail Gorbatschow und traf ihn in den folgenden 20 Jahren mehrfach. Die beiden schätzten sich scheinbar sehr. (Quelle) Seit dem Zerfall der Sowjetunion besetzen ehemalige KGB-Mitarbeiter wichtige Positionen in den neuen Regierungen der ehemaligen Sowjetstaaten: Präsident Putin in Russland, Präsident Lukashenko in Weissrussland, Präsident Heydar Aliyev war KGB-Chef in Aserbaidschan, der Nasarbajew-Vertraute Karim Massimow in Kasachstan und sogar der Patriarch der russischen Kirche ist ein ehemaliger KGB-Mitarbeiter. Die von Ion Iliescu geführte Rumänische Revolution führte zum Sturz des kommunistischen Diktators Nicolae Ceaușescu. Ceaușescu traf den Italiener Licio Gelli und den argentinischen Präsidenten Juan Perón (beides Freimaurer) und hatte auch geschäftlichen Kontakt zu den beiden. Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren. In rumänischen Medien kursierte die Behauptung, dass Nicolae Ceaușescu der P2-Loge beigetreten war, was aber nicht bewiesen ist. (Quelle)

Donald Rumsfeld (1932-2021) (Quelle). Er war zweimal Verteidigungsminister der USA. Er besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 leitete er den Krieg gegen den Irak und die Taliban in Afghanistan. Er unterstützte die Foltermethoden im Gefangenenlager in Guantanamo. Er soll die brutalen Foltermethoden der CIA im Abu-Ghuraib-Folterskandal nicht nur gebilligt, sondern sogar persönlich angeordnet haben (Quelle). Es gibt die Verschwörungstheorie, dass die CIA in Gefängnissen wie Abu-Ghuraib und Guantanamo an den Häftlingen mit Gehirnwäsche und Gedankenkontrolle experimentiert und die Folter und der Reizentzug dazu dient, bei den Häftlingen eine Dissoziation auszulösen, was der erste Schritt bei einem klassischen Gehirnwäscheprogramm ist. Die CIA hatte in der Vergangenheit mit Gehirnwäsche und Gedankenkontrolle experimentiert (MKULTRA).

Carlo Pesenti (1907-1984) (Quelle). Der Italiener führte eine eigene Gruppe, die eng mit Le Cercle verbunden war. Er kontrollierte den italienischen Grosskonzern Italcementi, der von seiner Familie aufgebaut wurde. Er hatte als Unternehmer Kontakt zu den italienischen Bankiers Roberto Calvi und Michele Sindona. Die beiden arbeiteten für die Vatikanbank und für die italienische Mafia. Sie waren beide Mitglied der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und zu der viele italienische Geheimdienstler gehörten. Calvi und Sindona starben unter seltsamen Umständen.

Tsutomu Hata (1935-2017) (Quelle). Er war japanischer Premierminister.

Indira Gandhi (1917-1984) (Quelle). Sie war zweimal Premierministerin von Indien. Sie starb durch ein Attentat. Die Nehru-Gandhi Familie ist eine der wichtigsten Familien der politischen Elite Indiens und war oder ist noch immer mit der indischen Industriellenfamilie Tata verbunden. Indiras Grossvater Motilal Nehru war Freimaurer (Quelle: 1 und 2).

Manmohan Singh (*1932) (Quelle). Er war indischer Premierminister und leitete die indische Zentralbank. Ihm wurde Korruption vorgeworfen.

Frans Otten (1895-1969) (Quelle). Der Niederländer führte den Elektrokonzern Philips, eines der grössten niederländischen Unternehmen. Otten heiratete in die Philips Familie, die das Unternehmen gegründet hatte. Die Philips Familie ist jüdischer Abstammung und sie waren nahe Verwandte des berühmten Karl Marx. Die Philips Familie heiratete in den niederländischen Adel.

Zbigniew Brzeziński (1928-2017) (Quelle). Der US-Amerikaner war ein führender Politikberater. Er war mitverantwortlich für die Waffenlieferungen an die Mudschaheddin in Afghanistan zur Bekämpfung der Sowjets (Quelle). Aus den Mudschaheddin gingen die Taliban hervor. Zbigniew Brzeziński besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Er gründete gemeinsam mit David Rockefeller, Max Kohnstamm und Guido Colonna di Paliano die Trilaterale Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik.

Adolph William Schmidt (1904-2000) (Quelle). Der US-Amerikaner war US-Botschafter in Kanada. Während des Zweiten Weltkrieges war er Offizier beim OSS (Vorläufer der CIA). Er heiratete in die Mellon Familie, die schon seit 100 Jahren zu den reichsten Amerikanern gehört und mit den US-Geheimdiensten verbunden ist.

Edwin Feulner (*1941) (Quelle). Der US-Amerikaner war Mitgründer und langjähriger Chef der Heritage Foundation, eine der wichtigsten rechtskonservativen Denkfabriken der USA. Er kannte den Heritage-Mitgründer Josef Coors aus der US-amerikanischen Milliardärsfamilie Coors (Geschäftspartner der kanadischen Milliardärsfamilie Molson).

Alfredo Sánchez Bella (1916-1999) (Quelle). Der spanische Politiker war in der Franco-Diktatur Informationsminister und somit für die Medienzensur in Spanien zuständig. Er war Mitglied des Opus Dei (Vatikanorden) (Quelle). Er arbeitete mit dem hochadligen Cercle-Mitglied Otto von Habsburg zusammen, der ein sehr gutes Verhältnis zum spanischen Diktator Franco hatte.

Tomás Tascón (Quelle). Er war Generalsekretär der Dominikaner (Vatikanorden) in Spanien.

Luis Maria Otero Monsegur (1914-2002) (Quelle). Er war Chef der argentinischen Zentralbank.

Manuel Prado Ugarteche (1889-1967) (Quelle). Er war wie sein Vater Präsident von Chile. Noch weitere Mitglieder der Familie gehörten zur chilenischen Elite (die stark katholisch geprägt ist).

Paul Channon (1935-2007) (Quelle). Der britische Politiker wurde zum Baron geadelt und in den Privy Council aufgenommen. Er war ein lebenslanger Freund des britischen Prinzen Edward von Kent (Quelle). Dieser ist ein Cousin der britischen Queen. Edward von Kent ist seit 1967 Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle). Pauls Vater Henry Channon war ein Freund des britischen Königs Edward VIII.. Henry war ein Freund und womöglich auch ein Liebhaber des jugoslawischen Prinzen Paul. (Quelle) Paul Channon war mütterlicherseits ein Enkel eines Grafen aus der Guinness Familie. Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.

Winston Spencer-Churchill (1940-2010) (Quelle). Der britische Politiker war ein Enkel des Premierminister Winston Churchill (Freimaurer). Er heiratete in die geadelte jüdische Bankiersfamilie Erlanger. Seine Mutter Pamela heiratete William Averell Harriman und hatte romantische Beziehungen mit Élie de Rothschild, Aly Khan, Gianni Agnelli und Stavros Niarchos (alles sehr einflussreiche Männer).

Robert Gascoyne-Cecil, der 7. Markgraf von Salisbury (*1946) (Quelle: Als Viscount Cranborne gelistet). Der britische Politiker wurde in den Privy Council aufgenommen. Er kommt aus der Cecil Familie, eine der angesehensten englischen Adelsfamilien. Seine Frau kam aus dem schottischen Stirling Clan und war eine Urenkelin des Clan-Chefs des schottischen Fraser von Lavot Clans.

Philip Goodhart (1925-2015) (Quelle). Der britische Politiker war mit der Lehman Familie verwandt, die zur amerikanisch-jüdischen Elite gehört.

Patricia Rawlings (*1939) (Quelle). Die britische Politikerin wurde zur Baronin geadelt. Sie heiratete in die Wolfson Familie, die zur britisch-jüdischen Elite gehört.

Peter Frank Dalrymple Tennant (1910-1997) (Quelle). Der Brite könnte dem Namen nach aus den schottischen Clans Dalrymple und Tennant stammen. Er arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für die britischen Geheimdienste. Er wurde vom Geheimdienstler und Bankier Charles Hambro rekrutiert, der aus der britischen Bankiersfamilie Hambro kam (heiratete in mehrere schottische Clans). Tennant wurde später Direktor der britischen Barclays Bank, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt (wurde früher von Mitgliedern des schottischen Barclay Clans kontrolliert).

Hugh Thomas (1931-2017) (Quelle). Der britische Historiker wurde zum Baron geadelt. Sein Schwiegervater Gladwyn Jebb war der erste Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Charles Powell (*1941) (Quelle). Der britische Diplomat wurde zum Baron geadelt. Er arbeitete für die Grosskonzerne LVMH, HCL Technologies, Brunswick, Jardine Matheson (Keswick Familie), Barrick Gold (einer der grössten Goldproduzenten), Northern Trust (einer der grössten Vermögensverwalter) sowie für Thales und BAE Systems (zwei der grössten Rüstungskonzerne). Er war Treuhänder des Aspen Institute, eine sehr einflussreiche Denkfabrik.

Chuck Hagel (*1946) (Quelle). Er war US-Verteidigungsminister unter Präsident Obama.

Philippe de Weck (1919-2009) (Quelle). Der Schweizer Bankmanager war Präsident der SBG, der Vorläufer der heutigen Schweizer Grossbank UBS (die derzeit grösste Bank der Welt nach verwaltetem Vermögen). De Weck wurde 1989 vom Vatikan in einen Expertenrat berufen, der die Vatikanbank IOR sanieren musste nach dem Ambrosiano-Skandal (die Bank war eng mit der Mafia und der Freimaurerloge P2 verbunden). De Weck gehörte bis 1997 dem Expertenrat der Vatikanbank an. Er war in Verwaltungsräten der Schweizer Grossunternehmen Nestlé, Sulzer, SGS, Brown Boveri & Cie und Asuag (Vorläufer der heutigen Swatch Group). (Quelle) Sein Sohn Roger de Weck leitete von 2011 bis 2017 die SRG/SSR, der staatliche Medienkonzern der Schweiz. Der Sohn Pierre de Weck gehörte zur Konzernführung der Grossbanken UBS und Deutsche Bank. Er ist seit 2013 Direktor der Bank of America, eine der grössten US-amerikanischen Banken. Er arbeitete für die zyprische Zentralbank und ist Seniorberater des US-amerikanischen Finanzunternehmens General Atlantic.

Alois Mertes (1921-1985) (Quelle). Der deutsche CDU-Politiker besetzte eine hochrangige Position im Auswärtiges Amt (Aussenministerium). Eine russische Zeitung behauptete, er sei ein Agent des Opus Dei, an das er geheime Berichte schicken würde (Quelle). Sein Sohn Klaus Mertes ist Jesuit und leitete ein deutsches Jesuitengymnasium.

Harald Schreiber (1929-1996) (Quelle). Der deutsche CDU-Politiker hatte für den Stasi-Geheimdienst der DDR gearbeitet.

Theo Waigel (*1939) (Quelle). Der deutsche Politiker war Finanzminister. Er war Vorsitzender sowie Ehrenvorsitzender der Partei CSU.

Pierre Eddé (1921-1997) (Quelle). Ein libanesischer Politiker und Unternehmer. Sein Vater Émile Eddé war Präsident des Libanons. Die Eddé Familie gründete und führt eine eigene Partei (National Bloc). Sie sind eine christliche Familie (der Libanon wird im Gegensatz zu anderen Ländern in der Region von einer multireligiösen Elite geführt).

Le Cercle veröffentlicht bisher leider keine Mitgliederlisten und daher könnten noch viele weitere einflussreiche Persönlichkeiten dazugehören.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Al Said

Die arabische Familiendynastie Al Said herrscht seit 1744 über den Golfstaat Oman. Von 1856 bis 1964 herrschte ein Familienzweig der Al Said Familie über den ostafrikanischen Kleinstaat Sansibar.

Der Oman ist eine absolute Monarchie und hat keine Demokratie. Die Herrscherfamilie lässt keine freie Presse im Land zu.

Die Familie beteiligt sich aktiv in der omanischen Politik und Diplomatie. Sultan Qaboos bin Said (1940-2020) war Premierminister, Aussenminister, Verteidigungsminister, Finanzminister und Oberbefehlshaber der omanischen Streitkräfte (Quelle).

2011 wurde das Vermögen von Sultan Qaboos auf 700 Millionen US-Dollar geschätzt. Das Vermögen stammt aus dem Geschäft mit den Erdöl- und Erdgasreserven des Landes. (Quelle) Die Al Said Familie kontrolliert die Oman Investment Authority, die derzeit ein Vermögen im Wert von 17 Milliarden US-Dollar verwaltet. Der Staatsfonds wurde 2020 auf königlichen Erlass gegründet und übernahm das Vermögen der beiden vorherigen omanischen Staatsfonds. Der Grossteil der grossen Unternehmen im Land wird vom Staat bzw. der Königsfamilie kontrolliert. Die Währung des Landes ist der Omanische Rial, der derzeit die drittwertvollste Währung der Welt ist.

1798 unterzeichneten Oman und Grossbritannien einen Freundschaftsvertrag und 1891 wurde der Oman zu einem britischen Protektorat. Seit 1951 ist der Oman unabhängig von Grossbritannien. (Quelle) Die beiden Monarchien haben aber bis heute ein sehr gutes Verhältnis. Sultan Qaboos bin Said (1940-2020) war ein Freund der britischen Königsfamilie. (Quelle) Ende 2021 besuchte der derzeitige Sultan Haitham ibn Tariq die britische Queen (Quelle).

Ein Neffe von Sultan Qaboos heiratete in die japanische Kaiserfamilie (Quelle).

Die Al Said Familie kennt Mitglieder von fast allen oder sogar allen noch amtierenden Königsfamilien. Als Sultan Qaboos 2020 starb, ist der britische Prinz Charles über Nacht nach Oman gereist zur Beileidsbekundung. Auch die Könige von Spanien, Niederlande, Belgien, Abu Dhabi, Katar, Kuwait, Jordanien und Bahrain kamen zur Beileidsbekundung. (Quelle)

Sultan Qaboos besuchte mindestens ein Treffen von Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist fest mit den Geheimdiensten verbunden. Ein Treffen von Le Cercle fand im Oman statt (Quelle).

Der omanische Herrscher Seyyid Said bin Sultan (1791-1856) heiratete zweimal in die persische Herrscherfamilie (Quelle). Damals war die Dynastie der Kadscharen die Herrscher von Persien (heutiger Iran), die von 1789 bis 1925 den persischen Thron besetzte. Said bin Sultan umwarb auch Ranavalona I., die damalige Königin des ostafrikanischen Inselstaates Madagaskar (Quelle). Ihre Familie gründete Ende des 18. Jahrhunderts das Königreich Madagaskar, über das sie bis 1897 herrschte. Ihre Vorfahren hatten bereits seit dem 16. Jahrhundert das Königreich Merina in Madagaskar regiert. Der Legende nach stammt die Familie von Zanahary ab, einer der wichtigsten Götter der madagassischen Mythologie.

Heute hat von den Golfstaaten der Oman die besten Beziehungen zum isolierten Iran. Von den Golfstaaten ist der Oman der älteste strategische Partner Indiens. Indien ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner des Omans. 2020 lebten 780 000 indische Staatsbürger im Oman und machen damit etwa 15 Prozent der dortigen Bevölkerung aus. Sultan Qaboos wurde als Student von Shankar Dayal Sharma unterrichtet. Sharma war von 1992 bis 1997 Präsident von Indien. (Quelle)

Sultan Qaboos bin Said war an der Royal Military Academy Sandhurst in England. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Colonna

Die italienische Uradelsfamilie Colonna war in den letzten 1000 Jahren eine der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie. Sie ist traditionell mit dem Vatikan verbunden und gehört bis heute zum päpstlichen Adel. Vom 12. bis 19. Jahrhundert stellte die Familie regelmässig Kardinäle. Die Familie brachte auch Politiker und Diplomaten hervor und besetzte führende Positionen bei der Armee des Kirchenstaates.

Papst Martin V. (1369-1431) kam väterlicherseits aus der Colonna Familie. Mütterlicherseits kam er aus der italienischen Adelsfamilie Conti. Die Conti Familie stellte vier Päpste und starb im 19. Jahrhundert aus. Die Familien Colonna und Conti stammen der Legende nach von den Grafen von Tusculum ab, deren Familienkreis im 10. und 11. Jahrhundert mehrere Päpste stellte. Die Colonna Familie glaubte oder glaubt noch immer von römischen Herrschern aus der Zeit vor Christus abzustammen, darunter von Julius Cäsar. Die Abstammungslegende der Colonnas geht bis zur griechisch-römischen Götterfamilie zurück. Mehrere führende Königsdynastien in den letzten 3000 Jahren behaupteten von dieser Götterfamilie abzustammen. Die Abstammungslegende der Colonna Familie wird ganz unten in diesem Beitrag erläutert.

Die Colonna Familie ist bis heute eine der wichtigsten Familien der Vatikanelite. Die Colonnas gelten als eine der ältesten und edelsten Familien der Welt. (Quelle)

Filippo III. Colonna (1762-1818) heiratete in die Uradelsfamilie Savoia (Savoyen), eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Filippo III. hatte engen Kontakt zu den Königshöfen von Frankreich und Spanien. Er war ein treuer Mitarbeiter der Päpste Pius VI. und Pius VII.. (Quelle)

In der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends war die Colonna Familie mit der italienischen Uradelsfamilie Orsini verfeindet, die ebenfalls zum päpstlichen Adel gehört. 1511 unterzeichneten die beiden Familien einen Friedensvertrag. Um den Frieden zu sichern, heiratete Fürst Marcantonio II Colonna (1535-1584) in die Orsini Familie. Er vertrat die damalige spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig der Mittelmeerinsel Sizilien. (Quelle)

Kardinal Ascanio Colonna (1560-1608) und Fürst Lorenzo Onofrio Colonna (1637-1689) vertraten die spanischen Habsburger als Vizekönige des Königreiches Aragón (befand sich in Spanien). Fürst Lorenzo vertrat die Habsburger auch als Vizekönig von Neapel in Italien. Kardinal Pompeo Colonna (1479-1532) war ebenfalls spanischer Vizekönig von Neapel.

Fürst Marcantonio Colonna (1724-1796) vertrat die spanische Königsfamilie aus dem Haus Bourbon als Vizekönig von Sizilien. Er war Freimaurer (Quelle).

Die Colonna Familie heiratete im letzten Jahrtausend in die päpstlichen Adelsfamilien Borghese, Caetani, Della Rovere, Massimo, Carafa, Ruspoli, Pamphilj, Del Drago, Barberini, Altieri, Farnese und Tomacelli. Dadurch waren die Colonnas mit mehreren Päpsten verwandt.

Weitere wichtige italienische Adelsfamilien, die mit den Colonnas Ehebindungen eingingen, wären Caracciolo, Borromeo, Ruffo, Imperiali, Mancini, Sforza, Spinola und Doria. Da die Colonnas schon seit mindestens 900 Jahren fast nur in italienische Adelsfamilien heiraten, waren und sind sie mit zahlreichen Familien des italienischen Adels verwandt.

Kardinal Giovanni Colonna (starb 1245) brachte die angebliche Geisselungssäule nach Rom und schenkte sie der Santa Prassede, eine Kirche in Rom, welche die Säule bis heute besitzt. Der Legende nach wurde Jesus Christus vor seiner Kreuzigung an der Säule gegeisselt. Kardinal Colonna soll im Heiligen Land in den Besitz der Säule gelangt sein. (Quelle: 1 und 2) Er war päpstlicher Gesandter des fünften Kreuzzugs zur Rückeroberung der heiligen Stadt Jerusalem (Quelle).

Die Colonna Familie in den

letzten 150 Jahren

1870 wurde der Vatikan von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Colonna Familie gehört zum Schwarzen Adel. Der sizilianische Zweig der Familie war aber eng mit den Savoyens verbunden. 1946 wurde das Königreich Italien aufgelöst und die Savoyens entmachtet, da sie den italienischen Diktator Benito Mussolini unterstützt hatten. Neben der Abschaffung der Monarchie wurden in Italien auch die Adelstitel abgeschafft. Die Mitglieder des päpstlichen Adels, darunter die Colonnas, durften ihre Adelstitel aber behalten und besitzen sie bis heute.

Der Familienzweig Colonna von Paliano

Der Familienzweig stellt seit dem 16. Jahrhundert die Herzöge von Paliano. 1569 erhielten die Colonnas von Paliano vom Papst den Titel Principi, den sie bis heute besitzen. Dieser ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann und zugleich der höchste Titel im italienischen Adel. Der Titel Principi bedeutet ins Deutsche übersetzt Fürst. Im päpstlichen Adel gibt es keinen König, da die Rolle des Königs der gewählte Papst übernimmt. Der päpstliche Adel und der Kirchenstaat sind also eine Wahlmonarchie. Fürstenfamilien wie die Colonnas stehen in der Hierarchie des päpstlichen Adels direkt unter dem Papst. Die meisten Fürstenfamilien stellten früher selbst Päpste und versuchten teilweise die Papstwahlen in ihrem Interesse zu beeinflussen.

Guido Colonna di Paliano (1908-1982) vertrat Italien ab 1933 als Diplomat in New York, Toronto, Kairo, Stockholm und London. In dieser Zeit war Italien eine faschistische Diktatur, die von Benito Mussolini geführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der Diktatur war Guido Colonna Generalvertreter der italienischen Delegation bei den Verhandlungen zum Marshallplan. Von 1948 bis 1956 war er der erste stellvertretende Generalsekretär der OEEC und somit stellvertretender Chef der internationalen Organisation. Die OEEC war der Vorläufer der heutigen OECD. Guido Colonna besetzte eine führende Position im italienischen Aussenministerium und war italienischer Botschafter in Norwegen. Er war von 1962 bis 1964 stellvertretender Generalsekretär der NATO und damit stellvertretender Chef des mächtigsten Militärbündnisses der Welt. Er führte den Vorsitz im Nordatlantikrat, das wichtigste Entscheidungsgremium der NATO. Er war in den 60er Jahren auch Mitglied der EWG/EEC-Kommission. Sie war der Vorläufer der heutigen EU-Kommission. (Quelle: 1 und 2)

Guido Colonna di Paliano gründete 1973 zusammen mit dem US-Amerikaner David Rockefeller die Trilaterale Kommission (Quelle: 1 und 2). Diese einflussreiche Denkfabrik dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan. In der Trilateralen Kommission sind viele Wirtschaftsführer und Politiker vertreten. Guido Colonna wird den Niederländer Max Kohnstamm gekannt haben, da dieser ebenfalls Mitgründer der Trilateralen Kommission war. Kohnstamm war ein Freund der niederländischen Königsfamilie. Kohnstamm war auch Mitgründer des Bilderberg-Treffens und gilt als einer der Gründerväter der EU.

Nachdem Guido Colonna di Paliano seine Karriere als Diplomat aufgegeben hatte, ging er in die Privatwirtschaft. Er war im Vorstand des italienischen Automobilkonzerns Fiat (Quelle). Das Unternehmen wurde von der Agnelli Familie gegründet, die es bis heute kontrolliert. Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien. Guido Colonna kannte Giovanni Agnelli, das Familienoberhaupt. Sie waren gemeinsam bei der Trilateralen Kommission aktiv. (Quelle: Seite 8)

Guido Colonna di Paliano war im Vorstand eines grossen italienischen Elektrounternehmens, das vom US-amerikanischen Mischkonzern General Electric kontrolliert wurde. Guido Colonna war auch im Vorstand des Chemiekonzerns Solvay. (Quelle) Solvay ist eines der grössten belgischen Unternehmen und wird noch immer von der Gründerfamilie (Milliardäre) kontrolliert.

Prinz Ascanio Colonna di Paliano (1883-1971) war seit 1908 als Diplomat tätig. Er vertrat Italien in England, Türkei, Dänemark, Schweden und Ungarn. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er zur italienischen Delegation bei der Pariser Friedenskonferenz. Er war von 1938 bis 1941 italienischer Botschafter in den Vereinigten Staaten. (Quelle) Er vertrat somit den italienischen Diktator Mussolini in den USA. Im Dezember 1941 überbrachte er dem damaligen US-Präsidenten Roosevelt die Kriegserklärung Italiens an die USA. Noch am selben Tag trat Prinz Ascanio zurück von seinem Amt als Botschafter, da er den Krieg mit den USA ablehnte. (Quelle)

Ascanios Bruder Fürst Marcantonio VII. (1881-1947) heiratete Isabelle aus der libanesischen Sursock Familie. Die Sursocks waren im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien des Libanons. Isabelle wurde durch die Heirat Teil der römischen High Society. Sie und ihr Mann waren dem Vatikan treu ergeben. Isabelle erhielt die vatikanische Staatsbürgerschaft, die nur ein paar hundert Personen besitzen. Isabelle empfing in ihrem Palast einflussreiche Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. (Quelle) Die Sursock Familie lebt heute hauptsächlich in Europa und ist mit europäischen Adligen befreundet. Die Sursocks heirateten auch in die thailändische Königsfamilie und in die persische Aristokratenfamilie Aga Khan. Letztere soll angeblich vom Islamgründer Mohammed abstammen. Die Sursock Familie ist mit der Unternehmerfamilie Weston verschwägert, eine der reichsten kanadischen Familien. Die Sursock Familie brachte Freimaurer hervor.

Die Brüder Marcantonio VII. und Ascanio Colonna kamen mütterlicherseits aus der Familie Doria-Pamphilj-Landi. Die Familie bildete sich aus den italienischen Adelsfamilien Doria, Landi und Pamphilj (letztere gehörte zum päpstlichen Adel).

Bis 1968 wurden zahlreiche Ämter des Vatikans von Adligen besetzt und vererbt (Quelle). Seit dem 16. Jahrhundert hatte die Colonna Familie das Privileg, dass ein Familienmitglied bei päpstlichen Zeremonien an der rechten Seite des päpstlichen Throns teilnehmen durfte. Fürst Aspreno Colonna di Paliano (1916-1987) war das letzte Familienmitglied, dem diese Ehre zuteilwurde. Mit seinen 35 Adelstiteln war er eine der adligsten Personen der Hocharistokratie. Auf seiner Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter Mitglieder der Familien Borghese, Gaetani, Torlonia, Massimo, Ruspoli, del Drago, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Mitglieder der oben erwähnten Sursock Familie.
  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens (ein alter Vatikanorden).
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der Agnelli Familie. Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien.

(Quelle)

Prinzessin Adonella Colonna di Paliano (starb 2021) war mit Nicola Carraro verheiratet (Quelle). Dieser war ein Enkel des Verlegers Angelo Rizzoli (Quelle). Aus Rizzolis Verlag entwickelte sich der heutige italienische Medienkonzern RCS MediaGroup. Der Medienkonzern besitzt unter anderem die auflagenstärkste italienische Zeitung Corriere della Sera. Nicola Carraro war ein Cousin des Verlegers Angelo Rizzoli Junior. Dieser war Mitglied der Freimaurerloge P2, die mit der italienischen Mafia verbunden war (Quelle).

Piero Colonna di Paliano (1891-1939) war Mitglied der „Partito Nazionale Fascista“. Die faschistische Partei wurde 1921 von Benito Mussolini gegründet, der später von 1926 bis 1943 als Diktator über Italien herrschte. Piero Colonna war Kommandeur der „Moschettieri del Duce“, die Mussolinis Ehrengarde war. Mussolini ernannte Piero Colonna 1936 zum Gouverneur von Rom. (Quelle) Nach ihm wurde 1939 Giangiacomo Borghese aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese Gouverneur von Rom. Von 1928 bis 1935 hatte Francesco Boncompagni Ludovisi das Amt innegehabt, dessen Familie ebenfalls zum päpstlichen Adel gehört. (Quelle) Der Vater von Piero Colonna war zu Beginn des 20. Jahrhunderts zweimal Bürgermeister von Rom.

Prinz Fabrizio Colonna di Paliano wurde 2014 zum Grossinquisitor des Konstantinordens ernannt. (Quelle) Der Vatikanorden besteht mindestens seit dem Jahr 1190. Der Legende nach wurde der Orden im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Sveva Colonna di Paliano war im Dezember 2021 bei einer Heiligen Messe des Konstantinordens. Neben Sveva Colonna waren bei der Messe Mitglieder weiterer italienischer Adelsfamilien anwesend, darunter Orsini, Caracciolo, del Drago und Gonzaga. Prinzessin Khetevane Bagration Moukhrani war auch dabei. (Quelle) Sie kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie Georgiens. Die Familie soll von den Davididen abstammen, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem herrschten. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen (Quelle).

Prinz Piero Colonna di Paliano wurde 2020 zum Delegierten des Konstantinordens in der Schweiz ernannt. Der vorherige Ordensdelegierte in der Schweiz kam aus der Hochadelsfamilie Habsburg. Prinz Piero wurde vom Grossmeister persönlich in das Amt gewählt. (Quelle) Der Grossmeister kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien, die seit fast 300 Jahren den Konstantinorden führt.

Zwei Mitglieder der Familie Colonna di Paliano waren 2003 bei einer Veranstaltung zur Taufe einer Prinzessin aus der sizilianischen Königsfamilie. Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens (alter Vatikanorden)
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Mitglied der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Prinz Prospero Colonna wurde 2004 in die Führung des Malteserordens gewählt (Quelle). Fabrizio Colonna ist derzeit Vizepräsident der italienischen Vereinigung des Malteserordens (Stand: 16.2.2022) (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Die Colonna Familie brachte im letzten Jahrtausend mehrere Ritter des Malteserordens hervor. Der Malteserorden ist eng mit dem Konstantinorden verbunden. Seit 1878 ist jeder Prinz und Grossmeister des Malteserordens automatisch ein hochrangiges Mitglied des Konstantinordens (Quelle).

Olimpia Colonna di Paliano kennt ein Mitglied der italienischen Uradelsfamilie Imperiali (Foto).

Der Familienzweig Colonna von Stigliano

Dieser Familienzweig besitzt seit 1688 den Adelstitel eines Prinzen/Fürsten.

Fürst Prospero Colonna di Stigliano (*1938) heiratete Frances Loftus. Sie hat eine Tochter aus einer anderen Ehe, Jayne Wilby, die einen Grafen aus der englischen Adelsfamilie Herbert von Carnarvon heiratete. (Quelle: 1 und 2)

Fürst Prospero Colonna verwaltet den Palazzo Colonna, der Familienpalast der Colonnas. 2019 besuchte Peng Liyuan den Palazzo Colonna und traf dabei Fürst Prospero. Liyuan ist die Ehefrau des derzeitigen chinesischen Präsidenten Xi Jinping. (Fotos: 1 und 2). Jinping und seine Frau trafen sich mit vielen Königsfamilien.

Bei einer Veranstaltung im Palazzo Colonna 2019 waren neben Prospero und Laurentia Colonna folgende Personen anwesend:

  • Giovanni Battista Re, der derzeit hochrangigste Kardinal der katholischen Kirche (Foto).
  • Mitglieder der päpstlichen Adelsfamilien Torlonia, Pallavicini und Odescalchi.
  • Patrizia Memmo, die in die päpstliche Adelsfamilie Ruspoli heiratete. Ihr Vater Roberto war mit den katholischen Königsfamilien Savoyen, Grimaldi und Bourbon befreundet.
  • Mitglieder der Adelsfamilie Brachetti Peretti. Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen.

(Fotos: 1, 2, 3, 4)

  • Die Gräfin Marisela Federici (Foto). Marisela war eine enge Freundin von Susanna Agnelli aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Marisela war mit dem libanesisch-ägyptischen Geschäftsmann Roger Tamraz verheiratet, der den Ölkonzern Tamoil gründete. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Carlos Delgado Chalbaud, war Präsident von Venezuela. (Quelle)
  • Ein Mitglied der italienischen Adelsfamilie Borromeo (Foto).
  • Ein Mitglied der österreichischen Uradelsfamilie Windisch-Graetz (Foto).
  • Die italienischen Geschäftsmänner Valter Mainetti und Pietro Salini (Fotos: 1 und 2).
  • Die Modedesignerin Anna Fendi, Gründerin der Modemarke Fendi (Foto).
  • Der Politiker und Sportfunktionär Franco Carraro (Foto). Er war Bürgermeister von Rom.

Fürst Prospero Colonna kennt Mariano Hugo, das derzeitige Oberhaupt der österreichischen Uradelsfamilie Windisch-Graetz (Foto). Mariano Hugo war Botschafter des Malteserordens in Slowenien (Quelle). Er heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Österreich (Haus Habsburg).

Prinz Fabio Colonna di Stigliano (1874-1930) heiratete in die italienisch-jüdische Morpurgo Familie (Quelle). Giuseppe (Joseph) Morpurgo gründete 1831 die Assicurazioni Generali, die sich schnell zu einem führenden Versicherungsunternehmen entwickelte. Sie ist heute eines der grössten italienischen Unternehmen und einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt.

Catherine Colonna di Stigliano organisierte 2012 einen Ball in Monaco. Der Ball stand unter der Schirmherrschaft des monegassischen Fürsten Albert II. Zu den Gästen gehörten:

  • Columba Bush aus der US-amerikanischen Präsidentenfamilie Bush
  • Der indische Milliardär Ravi(kant) Ruia
  • Ein Prinz aus der russischen Zarenfamilie
  • Der armenische Prinz Rudolf Kniase Melikoff/Melikov
  • Der tschechische Graf Adrien Kamenicky
  • Marc Sursock (die Sursock Familie heiratete wie bereits erwähnt in die Colonna Familie)

(Quelle)

Der Ball wurde vom indischen Aristokraten Arvind Singh Mewar geleitet, der dabei persönlichen Kontakt zu Catherine Colonna hatte. Arvinds Tochter Padmaja war auch auf der Feier. (Quelle) Arvind ist der nicht amtierende König der indischen Region Mewar. Er ist das Oberhaupt der Sisodia-Dynastie. Diese war seit dem 14. Jahrhundert eine Herrscherfamilie. Der Überlieferung nach stammen sie von der Guhila-Dynastie ab, die bereits im ersten Jahrtausend zu den indischen Königsfamilien gehörte.

Der indische Modedesigner Raghavendra Rathore war ebenfalls beim Ball dabei (Quelle). Er kommt aus der Rathore-Dynastie, eine der ältesten und wichtigsten indischen Aristokratenfamilien. Die Frau des derzeitigen Familienoberhauptes kommt mütterlicherseits aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Nepal. (Quelle) Die Rathore-Dynastie herrschte seit dem 13. Jahrhundert über Jodhpur (Königreich Marwar). Später bildeten sich Familienzweige, die über weitere indische Staaten herrschten. Der heutige Bundesstaat Indien entstand aus dem Zusammenschluss von paar hundert Monarchien und ist bis heute ein föderaler Staat. Der Legende nach stammt die Rathore-Dynastie von Rama ab (Quelle). Rama ist eine mythologische Figur, die im Hinduismus verehrt wird. Rama war der Sohn eines Königs aus der Sonnendynastie, zu der auch Siddhartha Gautama (Buddha) gehörte, der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus den Buddhismus begründete. Die oben erwähnte Sisodia-Dynastie, die beim Ball in Monaco dabei war, führt ihre Abstammung ebenfalls zur Sonnendynastie zurück. Die Sonnendynastie wurde vom mythologischen König Ikshvaku gegründet. Dieser war ein Enkel des hinduistischen Sonnengottes Surya. Der Sonnengott war wiederum ein Urenkel von Brahma, einer der Hauptgötter im Hinduismus. Die Colonna Familie soll ebenfalls göttlicher Abstammung sein und von Gottheiten aus der griechischen und römischen Mythologie abstammen (wird ganz unten erläutert).

Der Familienzweig Colonna von Cesarò

Dies ist der sizilianische Zweig der Colonna Familie.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1810-1869) und sein Sohn Calogero unterstützten einen Volksaufstand auf der Mittelmeerinsel Sizilien. Der Aufstand richtete sich gegen die damalige sizilianische Königsfamilie. Der Aufstand scheiterte und Calogero Colonna musste im April 1860 ins Gefängnis. Im Mai 1860 startete der italienische Revolutionär Giuseppe Garibaldi und seine Anhänger die Invasion Siziliens, was zum Sturz der sizilianischen Königsfamilie führte. Unter der Besatzung von Garibaldi wurde Herzog Giovanni Colonna Gouverneur der sizilianischen Hauptstadt Palermo. 1861 wurde Sizilien Teil des im selben Jahres gegründeten Königreichs Italien, das bis 1946 bestand und von der italienischen Uradelsfamilie Savoyen regiert wurde. Calogero Colonna unterstützte den Anschluss Siziliens an das Königreich und sein Vater Giovanni wurde Senator des Königreiches. Herzog Giovanni erhielt zwei Orden von der italienischen Königsfamilie. Calogero Colonna, der den Herzogstitel erbte, vertrat das italienische Königreich als Diplomat in London und Paris. (Quelle)

Anmerkung: Der Revolutionär Giuseppe Garibaldi war Freimaurer, wie viele der führenden Köpfe der italienischen Einigungsbewegung. Er war 1864 kurze Zeit Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende italienische Freimaurergrossloge ist (Quelle). Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen. Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiationsgrade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des Memphis-Misraim-Ritus. Der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, ein Bekannter von Giuseppe Garibaldi, war Mitgründer und der zweite Gross-Hierophant des Ritus. (Quelle) John Yarker war Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Yarker war Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA). (Quelle) Die SRIA ist der englische Zweig der Rosenkreuzer. 1888 gründeten drei SRIA-Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung im angloamerikanischen Raum wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge, darunter Freimaurer und Rosenkreuzer, gründeten kurze Zeit darauf den Ordo Templi Orientis (OTO), der ebenfalls zu einer wichtigen Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle).

Baron Niccolò Turrisi Colonna (1817-1889) kam mütterlicherseits aus der Familie Colonna di Cesarò. Er ging in die sizilianische Politik und bekam einen Ministerposten. Später unterstützte er den Sturz der sizilianischen Königsfamilie 1860 und führte als Präsident des Kriegskomitees die sizilianischen Aufständischen an. Baron Colonna war in den 1880er Jahren zweimal Bürgermeister der sizilianischen Hauptstadt Palermo. Er erhielt einen Orden von der italienischen Königsfamilie. (Quelle)

Nachdem der Revolutionär und Freimaurer Giuseppe Garibaldi 1860 Sizilien besetzt hatte, wurde Baron Niccolò Turrisi Colonna Chef der Nationalgarde in der Hauptstadt Palermo. Er richtete eine neue Polizei und eines neues Militär für Sizilien ein. Er errichtete eine Landpolizei, die Landgüter bewachen sollte. (Quelle) Zu dieser Zeit bildeten sich innerhalb von Polizei und Militär kriminelle Strukturen, aus denen sich später die sizilianische Mafia (Cosa Nostra) entwickelte. Sie war die erste Mafia und gilt heute noch als eine der mächtigsten Mafiaorganisation der Welt. Sie ist international aktiv und mit weiteren kriminellen Vereinigungen vernetzt. Man geht davon aus, dass die ersten sizilianischen Mafiamitglieder zum grossen Teil aus sogenannten Gabelloti bestanden. Diese pachteten und bewachten Anwesen und Felder von Grossgrundbesitzern. Nachdem Sizilien Teil des italienischen Königreiches wurde, verschlechterte sich die öffentliche Sicherheit in Sizilien und es kam zu Diebstahl und Plünderungen. Darauf verpachteten viele Grossgrundbesitzer, die aus Adligen und wohlhabenden Grossbauern bestanden, ihr Land an die Gabelloti, deren Schutztruppen die Felder bewachten. Sie waren also sowas wie ein privater Sicherheitsdienst der reichen Gutsbesitzer. Die Familie Colonna di Cesarò gehörte damals zu den grössten Landbesitzern Siziliens.

Baron Niccolò Turrisi Colonna liess seine Besitztümer ebenfalls bewachen. Unter seinen Wächtern waren mehrere Mafiamitglieder, die 1874 verhaftet wurden, als die Polizei die Besitztümer des Barons durchsuchte. Der italienische Politiker Baron Leopoldo Franchetti war einer der Ersten, der öffentlich auf den Einfluss der Mafia auf die Politik aufmerksam machte. Er behauptete, dass Baron Colonna als einflussreicher Politiker die Mafiabosse schütze. Der führende italienische Politiker Domenico Farini (Freimaurer) sagte aus, ihm sei von Politikern gesagt worden, dass Baron Colonna der führende Kopf der Mafia sei. (Quelle: 1 und 2) Als Baron Colonna 1860 von Garibaldi zum Chef der Nationalgarde in Palermo ernannt worden war, stellte er nach wenigen Tagen Antonino Giammona als Hauptmann einer Abteilung der Nationalgarde ein. Giammona war einer der ersten Mafiabosse. Baron Colonna verteidigte Giammona, als diesem vorgeworfen wurde, kriminell zu sein. Baron Colonna schrieb eine Analyse zu den kriminellen Netzwerken in Sizilien. Er benutzte darin jedoch nicht das Wort „Mafia“, sondern bezeichnete das Netzwerk als eine „kriminelle Sekte“. Baron Colonna geriet 1863 in einen Hinterhalt, als er mit seiner Kutsche unterwegs war, die von fünf Männern beschossen wurde. Der Mordversuch scheiterte. (Quelle: 1 und 2)

Baron Colonna war somit mit dem Gründerkreis der ersten Mafia verbunden oder gehörte gar selbst dazu. Es gibt die Theorie, dass der päpstliche Adel und der Vatikan enge Verbindungen zur italienischen Mafia haben. Mitglieder der namhaften italienischen Adelsfamilien Savoyen, Orsini, Borghese, Caracciolo und Borromeo hatten in den letzten 50 Jahren Kontakte zu mafiaverbunden Personen. Bei den Savoyens sind die Mafiakontakte so offensichtlich, dass es fast schon peinlich ist. Ein Mitglied der päpstlichen Adelsfamilie Borghese soll sogar ein Gipfeltreffen der Mafia besucht haben.

Anmerkung: Die italienische Mafia ist stark katholisch geprägt. Die Ndrangheta, die inzwischen als die mächtigste Mafia gilt, hält christliche Rituale ab. Sie schwören in Ritualen auf die Bibel und wenn ein neues Mitglied aufgenommen wird, schneidet man mit einem scharfen Messer in seinen Finger, sodass ein Blutstropfen auf eine Gebetskarte des Erzengels Michael fällt. Der Erzengel ist angeblich der Schutzheilige der Ndrangheta. Die Hierarchie der Ndrangheta ist in mehrere Ränge (Grade) aufgeteilt. Immer wenn man einen Rang aufsteigt, wird dafür ein Ritual abgehalten, also wie bei den Freimaurern. Gehört man zu den oberen Rängen trägt man Titel wie Kreuzritter, Evangelist und mammasantissima (Heiligste Mutter). Die Ndrangheta ist also nicht nur eine kriminelle Organisation, sondern scheinbar auch ein christlicher Geheimorden, der sich von der Freimaurerei hat inspirieren lassen. Der oberste Titel im Ndrangheta-Geheimbund ist der Conte Ugolino (Graf Ugolino). Der Name bezieht sich vermutlich auf Ugolino della Gherardesca, der im 13. Jahrhundert lebte und aus der bis heute bestehenden italienischen Adelsfamilie Gherardesca kam. Die Ndrangheta ehrt in Ritualen die italienischen Revolutionäre Giuseppe Garibaldi und Giuseppe Mazzini (beides hochrangige Freimaurer). (Quelle: 1, 2, 3) Wie oben bereits erwähnt wurde, bildete sich die italienische Mafia zur Zeit als Giuseppe Garibaldi Sizilien besetzte. Auch die Cosa Nostra aus Sizilien ist geheimbundartig aufgebaut und lässt bei Ritualen ebenfalls Blut auf ein Heiligenbild tropfen. Ein Abstammungsmythos besagt, dass der Mafiageheimbund bereits seit dem Mittelalter bestehen soll. Der Legende nach wurde er von drei spanischen Rittern gegründet, die um das Jahr 1400 auf der Flucht waren und untertauchen mussten, weil sie einen Adligen ermordet hatten. Die drei Ritter waren Osso, Mastrosso und Carcagnosso. Osso verehrte den heiligen Georg und gründete in Sizilien die Cosa Nostra. Mastrosso verehrte die heilige Maria und gründete in Neapel die Camorra. Carcagnosso verehrte den Erzengel Michael und gründete in Kalabrien die Ndrangheta. (Quelle)

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1878-1940) war der Sohn des oben erwähnten Herzogs Calogero Colonna, der wie gesagt mit dem hochrangigen Freimaurer und Revolutionär Giuseppe Garibaldi verbunden war. Herzog Giovanni war mütterlicherseits ein Neffe von Sydney Sonnino, ein einflussreicher Politiker des Italienischen Königreiches. Herzog Giovanni war 1922 Mitgründer und Chef der „Partito Democratico Sociale Italiano“, eine sozialdemokratische Partei. Die Partei wurde von sizilianischen Freimaurern geführt. Herzog Giovanni war einer der hochrangigsten Freimaurer in Sizilien. (Quelle)

1922 übernahm Benito Mussolini die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Herzog Giovanni wurde darauf Postminister in Mussolinis Regierung. 1926 wurden alle Parteien mit Ausnahme der Faschisten verboten, worauf Herzog Giovanni die Politik verliess und seine Partei aufgelöst wurde.

Herzog Giovanni interessierte sich für Esoterik und Anthroposophie. Das Wohnzimmer seiner Mutter war einer der wichtigsten Treffpunkte für Theosophen, Anthroposophen und Okkultisten in Rom. (Quelle) Er war Mitglied der „Gruppo di Ur“, eine esoterische Gruppe in Italien. Die kurzlebige Gruppe war in der Zeit des Mussolini-Regimes aktiv. Einer der führenden Köpfe war der Okkultist Julius Evola. (Quelle) Evola kannte den Putschführer Junio ​​Valerio Borghese aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese.

Die Gruppo di Ur war mit der „Via romana agli dei“ verbunden. Die „Via romana agli dei“ (Römischer Weg zu den Göttern) ist ein bis heute aktiver Kult, der sich hauptsächlich mit römischen Gottheiten und Ritualen befasst sowie mit der Geschichte und Legenden der römischen Herrscher zur Zeit vor Christus. Die Kultmitglieder halten Saturnalien ab, ein Fest im Dezember zu Ehren des römischen Gottes Saturn. Im Gegensatz zu den antiken Saturnalien verzichtet man heute (hoffentlich) auf Tier- und Menschenopfer. Bevor die ersten Päpste im ersten Jahrtausend das Christentum in Rom etablieren konnten, war dort seit mindestens tausend Jahren die Römische Religion die wichtigste Religion gewesen. Ab dem 4. Jahrhundert wurden die Anhänger der Römischen Religion von den Christen unterdrückt. Der Legende nach wurden die römischen Kulte innerhalb von einigen Familien im Geheimen bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben. (Quelle: 1 und 2)

Anmerkung: Vor dem Christentum wurden in Rom auch ägyptische Gottheiten verehrt (Isis- und Osiriskult). Die ägyptischen Gottheiten hatten Einfluss auf die Ägyptische Freimaurerei, die sich ab dem 18. Jahrhundert in Italien bildete und von italienischen Adligen geführt wurde. Mehrere der Gross-Hierophanten (Grossmeister) der Ägyptischen Freimaurerei waren Verwandte der italienischen Adelsfamilien Caetani, Di Sangro, Aquino und Bourbon-Sizilien (die sizilianische Königsfamilie) (Quelle). Die Ägyptische Freimaurerei hatte grossen Einfluss auf den bis heute aktiven Memphis-Misraïm-Ritus. Der bereits erwähnte Revolutionär Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant des Memphis-Misraïm-Ritus (Quelle). Die Ägyptische Freimaurerei wird bis heute praktiziert und der ägyptische Totengott Osiris spielt darin eine zentrale Rolle (Quelle). Osiris kam aus einer Götterfamilie der ägyptischen Mythologie. Seine Familie herrschte über Ägypten (Quelle). Wenn es diese Götterfamilie wirklich gab, dann wäre sie also eine ägyptische Herrscherfamilie gewesen und gehörte demnach zu den frühen Pharaonen. Die bis heute bestehende Hochadelsfamilie Habsburg behauptete früher von Osiris abzustammen (Quelle). Der berühmte Komponist und Freimaurer Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) war ein Bekannter der Habsburger. Als er das Opernstück „Die Zauberflöte“ schuf, liess er sich dabei von der Freimaurerei inspirieren und der Isis und Osiriskult kommt in dem Stück vor. Bei den Götterfamilien aus vorchristlichen Religionen gibt es Hinweise, die stark darauf hindeuten, dass es sich bei den Götterfamilien eigentlich um Königsfamilien handelt. Man findet übrigens weltweit Freimaurerlogen, die nach Gottheiten aus vorchristlichen Religionen benannt sind.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò befasste sich ebenfalls mit Römischen Göttern. Die Colonna Familie behauptete früher von der römischen Götterfamilie abzustammen, was ganz unten erläutert wird. Herzog Giovanni war wie gesagt Mitglied der „Gruppo di Ur“. Die Gruppe befasste sich auch mit Mithraismus, ein alter römischer Geheimkult, der in den ersten Jahrhunderten aktiv war. Der Mithraskult verehrte den römischen Gott Mithras und war in sieben Grade aufgeteilt. Der Kult hielt seine Rituale in unterirdischen Tempeln ab, die Mithräen genannt werden. (Quelle) Auch in den antiken Katakomben der Stadt Rom hielten die Kultanhänger Rituale ab (Quelle). Bis zum Jahr 2005 hatte man zwölf Mithräen in Rom entdeckt. Eines davon befindet sich unter dem Palazzo Colonna, der bis heute der Familienpalast der Colonna Familie ist. (Quelle: 1 und 2) Freimaurer in Grossbritannien befassen sich mit Mithraismus (Quelle). Auch in okkultistischen Kreisen interessiert man sich dafür. Der berühmte Okkultist Aleister Crowley vermutete, dass der römische Gott Mithra identisch mit Baphomet ist. Baphomet wurde angeblich vom Templerorden zur Zeit der Kreuzzüge verehrt. Der unbescheidene Aleister Crowley verlieh sich selbst den Titel Baphomet.

Die Gruppo di Ur war womöglich nach der Stadt Ur benannt, eine der ältesten bekannten Städte der Menschheitsgeschichte. Sie wurde im vierten Jahrtausend vor Christus von den Sumerern errichtet. Die Überreste der Stadt befinden sich im heutigen Irak. Das Volk der Sumerer gilt nach derzeitigem Wissensstand als die erste Hochkultur. Die Sumerer wurden als Hochkultur selbstverständlich von Königsfamilien regiert (Sumerische Königsliste). Abraham/Abram, der im Alten und Neuen Testament sowie im Koran erwähnt wird, kam womöglich aus der Stadt Ur, denn in der Bibel steht: Terach nahm seinen Sohn Abram, seine Schwiegertochter Sarai und seinen Enkel Lot, das Kind seines Sohnes Haran, und verließ Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen (1. Mose 11,31). Abraham war der Legende nach der Vorfahre mehrerer Königsdynastien. Nach Angaben der Bibel wurde Abraham von König Melchisedek gesegnet und er kannte auch den König von Sodom (Quelle). Ich vermute, dass Abraham ein Aristokrat war.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò war Mitglied der Theosophischen Gesellschaft in Rom.

Anmerkung: Die Theosophische Gesellschaft wurde 1875 von der russischen Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky gegründet. Sie kam väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Hahn. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der russischen Hochadelsfamilie Dolgorukow. Die Dolgorukows sind ein Familienzweig der russischen Fürstenfamilie Obolenski. Diese gehört zur Dynastie der Rurikiden, die in der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends über Russland herrschte. Die Dynastie wurde vom russischen Herrscher Rjurik gegründet (lebte im 9. Jahrhundert).

Die Irin Violet Gibson versuchte 1926 den faschistischen Führer Benito Mussolini zu erschiessen, was scheiterte. Im Verhör sagte Gibson, dass sie von Herzog Giovanni und seiner Theosophischen Gesellschaft zum Attentat gebracht wurde. Als die Polizei die Wohnung von Herzog Giovanni durchsuchte, fand sie Dokumente, die darauf hinweisen, dass der Herzog einen monarchistischen Putsch gegen Mussolini plante. Ein italienischer Fürst sagte aus, dass Herzog Giovanni in einem Gespräch ihm gegenüber die Ermordung Mussolinis befürwortete. Doch dann änderte die Attentäterin Violet Gibson ihre Aussage, was den Herzog entlastete. Gibson wurde für verrückt erklärt und kam erst in eine italienische Psychiatrie. Mussolini begnadigte sie, worauf sie in eine Psychiatrie in Grossbritannien kam. Ihr Vater Edward Gibson war der höchste Jurist in Irland und wurde zum Baron geadelt. In der Zeit vor dem Attentat hatte Violet Gibson Kontakte zu esoterischen und theosophischen Kreisen. In jungen Jahren hatte sie ein Jesuitenseminar besucht. (Quelle: 1 und 2) Herzog Giovanni hatte sich mit Hypnose befasst. Ein italienischer Schriftsteller hatte die These, dass Gibson von Herzog Giovanni durch Hypnose zum Attentat gebracht wurde. (Quelle) Auch beim Attentäter Sirhan Sirhan, der 1968 Robert F. Kennedy erschossen hatte, wurde vermutet, dass er unter Hypnose stand.

Simonetta Colonna di Cesarò (1922-2011) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Visconti. (Quelle)

Der Familienzweig Colonna von Sciarra

Dieser Familienzweig besitzt seit dem 17. Jahrhundert den Adelstitel Fürst/Prinz von Carbognano.

Kardinal Girolamo Colonna di Sciarra (1708-1763) war Grossprior des Malteserordens (alter Vatikanorden) in Rom.

Fürst Giulio Cesare Colonna di Sciarra (1702-1787) heiratete in die Barberini Familie, die eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels war. Die Barberini Familie ist im Mannesstamm ausgestorben, aber die heutigen Mitglieder des Familienzweiges Colonna von Sciarra haben Blut der Barberinis in sich.

Fürst Urbano Colonna di Sciarra (1913-1942) war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Seine Tochter Mirta (*1938) heiratete in die Familie Riario-Sforza, die aus den italienischen Adelsfamilien Sforza und Riario hervorging. Mirtas Sohn ist unter dem Namen Urbano Barberini (*1961) bekannt. Sein voller Name lautet Urbano Riario Sforza Barberini Colonna di Sciarra. Er ist ein langjähriger Freund von Alessandra Borghese, die auch die Taufpatin seines Sohnes ist (Quelle). Sie kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese. Urbanos Hochzeit fand in einer Kirche statt, die dem Malteserorden gehört. Der italienische Adlige Ferdinando Brachetti Peretti war auf der Hochzeit. (Quelle) Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen.

Abstammungslegenden der

römischen Aristokratie

Die Colonna Familie ging vermutlich aus der Familie der Grafen von Tusculum hervor. Der Familienkreis der Grafen stellte im 10. und 11. Jahrhundert mehrere Päpste. Auch Marozia, die im 10. Jahrhundert lebte, kam aus dieser Familie. Als Frau war sie nie Papst, aber sie kontrollierte zeitweise den Kirchenstaat und setzte ihren Sohn als Papst ein. Sie war womöglich für die Ermordung zweier Päpste verantwortlich. Angeblich war sie bereits als Sechzehnjährige eine Geliebte von Papst Sergius III.. (Quelle: 1 und 2)

Die belegten Stammlisten der heutigen Hochadelsdynastien reichen 1000 Jahre zurück. Einzelne gehen auch bis ins 8. Jahrhundert zurück. Viele Adelsdynastien behaupteten von Aristokraten abzustammen, die vor mehr als 1500 Jahren gelebt hatten. Für diese Abstammungslegenden gibt es aber keine Beweise und die Mehrheit der Historiker zweifeln diese Legenden an. Man geht davon aus, dass Adelsdynastien selbst Abstammungslegenden konstruierten, um ihren Herrschaftsanspruch zu legitimieren oder um Anerkennung im Hochadel zu erlangen. Mal angenommen, die Abstammungslegenden oder ein Teil davon wären wahr, dann kann man davon ausgehen, dass seit mindestens 3000 Jahren dieselben Blutlinien die Hocharistokratie bilden. Ich selbst weiss natürlich auch nicht, ob an den Legenden was dran ist, aber ich finde als Verschwörungstheoretiker sollte man diese Blutlinien kennen.

Die Colonna Familie glaubte oder glaubt noch immer von der Dynastie der Julier (Gens Iulia) abzustammen. Die Julier gehörten vom 5. Jahrhundert vor Christus bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus zur römischen Elite. Sie brachten mehrere Politiker hervor und heirateten in weitere römische Politikerfamilien der damaligen Zeit. Das bekannteste Familienmitglied der Julier ist Gaius Iulius Caesar (bekannt als Julius Cäsar). Er herrschte im ersten Jahrhundert vor Christus als Diktator über Rom. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Mehrere Mitglieder der Colonna Familie hatten den Namen Giulio Cesare (italienisch für Julius Cäsar).

Julius Cäsar war Pontifex maximus. Er war somit der oberste Hohepriester des römischen Götterkultes. In den Jahren vor Christus Geburt ging der Titel des Pontifex maximus an die römischen Kaiser über. Als das Christentum in Rom eingeführt wurde, ging der Titel an die Päpste über. Noch heute wird der Papst auch als Pontifex maximus bezeichnet.

Julius Cäsar war ein Lover der ägyptischen Königin Kleopatra VII.. Ihr gemeinsamer Sohn war Ptolemaios XV. (Caesarion). Kleopatra kam aus der Dynastie der Ptolemäer, die fast 300 Jahre lang über Ägypten herrschte. Der Legende nach stammten die Ptolemäer von der Argead-Dynastie ab, die im ersten Jahrtausend vor Christus über Makedonien herrschte. Das antike Königreich Makedonien war auf seinem Höhepunkt eines der grössten Reiche der Weltgeschichte. Das bekannteste Familienmitglied der Argead-Dynastie ist der Herrscher Alexander der Grosse, der auch Pharao von Ägypten war. Alexander heiratete zweimal in die persische Dynastie der Achämeniden. Die Achämeniden herrschten im ersten Jahrtausend vor Christus über Persien (heutiger Iran). Das Königreich der Achämeniden war auf seinem Höhepunkt ebenfalls eines der grössten Reiche der Weltgeschichte. Die Argead-Dynastie soll von einer Königsfamilie aus der griechischen Mythologie abstammen, die über die griechische Stadt Argos geherrscht hatte. Der Stammvater Temenos soll ein Ururenkel des griechischen Helden Herakles/Herkules gewesen sein. Herkules war ein Sohn des griechischen Gottes Zeus. Achaimenes, der mythologische Stammvater der Achämeniden, war der Legende nach ein Urenkel von Zeus. Diese antiken Herrscherfamilien betrieben reichlich Inzest, vermutlich um das göttliche Blut zu bewahren.

Die griechische Göttin Aphrodite war eine Tochter von Zeus. Ihr Sohn Aeneas gilt als der mythologische Stammvater der Römer. Er ist der angebliche Vorfahre der Julier und wäre somit der Vorfahre von Julius Cäsar sowie Vorfahre der Colonnas. Die Colonnas behaupteten früher selbst von Aeneas abzustammen (Quelle). Aeneas war über sein Vater Anchises ein Nachkomme der trojanischen Herrscherfamilie aus der griechischen Mythologie. Auch die bis heute bestehenden Hochadelsfamilien Habsburg, Hohenzollern und Anhalt behaupteten früher von Aeneas bzw. von der trojanischen Königsfamilie und der griechischen Götterfamilie abzustammen. Somit gibt es seit 3000 Jahren führende Königsfamilien, die ihre Abstammung zur griechischen Götterfamilie zurückführen. Daher gibt es die Verschwörungstheorie, dass seit 3000 Jahren dieselben Blutlinien über Europa, Nordafrika und den Nahen Osten herrschen und die sich dadurch dazu berufen, fühlen auch in Zukunft weiterhin über diese Völker zu herrschen.

Prinz Prospero Colonna (1858-1937) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Massimo (Quelle). Die Massimo Familie gehört bis heute zum päpstlichen Adel. Der Legende nach gehörten die Päpste Anastasius I. (lebte im 4. Jahrhundert) und Paschalis I. (lebte im 9. Jahrhundert) zu ihren Vorfahren. Die Massimos stammen der Familienüberlieferung nach von der römischen Aristokratenfamilie Fabia (Gens Fabia) ab. (Quelle: 1, 2, 3) Die Fabier waren in den 500 Jahren vor Christus eine der führenden Familien Roms und brachte viele Konsuln und Senatoren hervor. Quintus Fabius Maximus Verrucosus (lebte im 3. Jahrhundert vor Christus) war Diktator von Rom. Auch der Papst Fabianus (lebte im 3. Jahrhundert) kam womöglich aus dieser Familie. Der Legende nach stammten die Fabier von Herkules ab bzw. von der griechischen Götterfamilie. Eine weitere Abstammungslegende der Fabier besagt, dass sie Nachkommen von Evander waren. (Quelle: 1, 2, 3) Evander ist eine Person aus der römischen Mythologie. In der griechischen Mythologie trägt er den Namen Euandros. Er gilt als der Begründer der Lupercalien, ein römisches Fest, bei dem Rituale stattfanden, die man heute als okkultistisch bezeichnen würde. Evander war ein Sohn des griechischen Gottes Hermes, der wiederum ein Sohn von Zeus war. Der Mythologie nach kannte Evander die bereits erwähnten Halbgötter Herkules (Sohn von Zeus) und Aeneas (Enkel von Zeus und legendärer Vorfahre der Colonna Familie).

Fürst Lorenzo Onofrio Colonna (1637-1689) heiratete Maria Mancini aus der italienischen Uradelsfamilie Mancini. Ihr Vater war Nekromant und Astrologe. Sie war eine der berühmten Mancini-Schwestern. Ihre Schwester Olympia Mancini war eine Verdächtige in der Giftaffäre. Bei dem Skandal wurden mehrere Adlige in Frankreich verdächtigt, in Giftmorde, Abtreibungen, Hexerei und Okkultismus verwickelt zu sein.

Die Mancini Familie stammt der Überlieferung nach von der römischen Aristokratenfamilie Hostilia (Gens Hostilia) ab (Quelle: 1, 2, 3, 4). Der Legende nach gehörte auch der Sagenkönig Tullus Hostilius zu dieser Familie. Er soll im 7. Jahrhundert vor Christus gelebt haben und gilt als der dritte König von Rom. Seine Grossmutter war Hersilia. Diese gilt als die Gattin von Romulus. Romulus war der Gründer und erste König von Rom. Er war ein Sohn des römischen Gottes Mars. Der Gott Mars ist vermutlich identisch mit dem griechischen Gott Ares. Man geht davon aus, dass es sich bei der römischen und der griechischen Götterfamilie um dieselbe Familie handelt. Zeus ist beispielsweise die griechische Version des römischen Gottes Jupiter. Die griechische Göttin Aphrodite, die angebliche Vorfahrin der Colonnas, ist identisch mit der römischen Göttin Venus. Übrigens sind unsere Nachbarplaneten und mehrere unserer zwölf Monate nach Mitgliedern der römisch-griechischen Götterfamilie benannt. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Götterfamilie eine alte mächtige Aristokratenfamilie war, die einen extremen Personenkult betrieb, also vom Volk angebetet werden wollte, woraus sich mit der Zeit eine Religion entwickelte. Dass die griechische Götterfamilie in die trojanische Königsfamilie heiratete, spricht ebenfalls dafür, dass es sich bei der Götterfamilie um eine Königsfamilie handelt. Weitere Indizien, die dafür sprechen, wären:

  • Zeus verliebte sich in die phönizische Prinzessin Europa, eine Tochter von König Agenor. Der Kontinent Europa ist nach dieser Prinzessin benannt. Zeus und Europa hatten Kinder, darunter Minos, der König der griechischen Insel Kreta war.
  • Der Titan Atlas gilt als ein Enkel oder Urenkel der griechischen Götter Uranos und Gaia. Atlas gilt als der erste König der legendären Stadt Atlantis sowie als König von Mauretanien. Das Land Mauretanien besteht bis heute und liegt in Afrika.
  • Der König Tantalus war ein Sohn von Zeus und zu seinen Nachkommen in den folgenden Generationen gehörten mehrere griechische Könige. Ein Nachkomme war Menelaos, der König von Sparta war.
  • Noch weitere Könige aus der griechischen Mythologie waren mit der Götterfamilie verwandt oder verschwägert.

Meiner Meinung nach war die angebliche Götterfamilie also ziemlich offensichtlich eine Königsfamilie, die scheinbar über mehrere Länder herrschte (und reichlich Inzest betrieb).

Die Colonna Familie soll wie gesagt von den Juliern (Gens Iulia) abstammen, zu denen auch Julius Cäsar gehörte. Aus den Juliern ging die Julisch-Claudische Dynastie hervor, die im ersten Jahrhundert die herrschende Kaiserfamilie von Rom war. Sie stellte die ersten fünf Kaiser von Rom und leitete die Ära der Römischen Kaiserzeit ein. In dieser Zeit war das Römische Reich auf seinem Höhepunkt und kontrollierte zeitweise den gesamten Mittelmeerraum. Die Kaiser trugen auch den Titel des Pontifex maximus (wurde oben erwähnt).

Die fünf Kaiser aus der Julisch-Claudischen Dynastie waren Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius und Nero. Drei davon kamen zu zweifelhaften Ruhm. Tiberius soll während einer Opferzeremonie zwei Jungen sodomisiert haben, und als sie sich beschwerten, wurden ihnen die Beine gebrochen. Tiberius soll sich sogar an Säuglingen vergangen haben (Quelle). Der spätere Kaiser Caligula war ein Grossneffe von Tiberius. Die beiden haben angeblich über das gemeinsame Interesse an Folterungen und Orgien zueinander gefunden. (Quelle) Kaiser Caligula galt als wahnsinnig. Sueton beschrieb ihn als einen Schlaflosen mit hohlen Augen, der sich regelmässig mit dem Mond unterhielt. (Quelle) Nero war der letzte Kaiser aus der Julisch-Claudischen Dynastie. Er soll seine schwangere Ehefrau durch einen Tritt in den Bauch getötet haben und heiratete als Ersatz einen Lustknaben. Auch seine Mutter und eine Tante sowie den Stiefbruder soll er auf dem Gewissen haben. (Quelle) Es gibt zudem die Theorie, dass sich die Zahl 666 aus der Bibel auf Nero bezieht und er somit der Antichrist sei (Quelle: 1 und 2). Er liess die Christen verfolgen, weil diese seine göttliche Abstammung und die römischen Götter nicht anerkannten. Auch Simon Petrus wurde der Legende nach bei der Verfolgung getötet. Petrus war einer der Jünger von Jesus Christus. Petrus gilt als der erste Bischof von Rom, also der erste Papst. Er wurde der Legende nach in Rom an einem umgekehrten Kreuz kopfüber gekreuzigt. Das umgedrehte Kreuz (Petruskreuz) gilt daher heute noch als ein Symbol des Antichristlichen.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

P2-Loge

Die italienische Freimaurerloge Propaganda Due (P2) wurde 1877 gegründet und 1982 aufgelöst und verboten. Sie ist somit die einzige Freimaurerloge, die in der heutigen Zeit als illegal, kriminell und staatsgefährdend gilt. Der Geheimbund hatte Pläne für einen Staatsstreich entwickelt und war mit den Terroranschlägen in den 1970er Jahren in Italien verbunden, was in gerichtlichen Untersuchungen bestätigt wurde. Dies führte zum Verbot der Loge. Einzelne Mitglieder der Loge waren eng mit der italienischen Mafia verbunden. (Quelle)

Als die Behörden Ermittlungen gegen die P2-Loge führten, kam heraus, dass diese aus Schlüsselpersonen des italienischen Staates bestand. Minister, Abgeordnete, Industrielle, Bänker, Zeitungsverleger, 24 Generäle, 100 Offiziere, die gesamte Spitze der italienischen Geheimdienste, der Chef der italienischen Sozialdemokraten, 11 Polizeipräsidenten und 18 Richter, von denen einige auch zum obersten Gerichtshof Italiens gehörten (Quelle bei 9:10).

Das bekannteste Mitglied der P2-Loge war der ehemalige italienische Präsident Silvio Berlusconi (Quelle: 1 und 2). Zur Zeit als Mitglied der Loge war er noch nicht in der Politik. Er ist heute Milliardär und kontrolliert den grössten italienischen Medienkonzern. Er ist mit der italienischen Mafia verbunden. (Mehr dazu im Beitrag zur Berlusconi Familie)

Roberto Calvi

Der italienische Bankier Roberto Calvi war Mitglied der P2-Loge. Er war einer der wichtigsten Bankiers des Vatikans und wurde von den Medien als der „Bankier Gottes“ bezeichnet. Er war eng mit dem Istituto per le Opere di Religione (IOR) verbunden, der Privatbank des Heiligen Stuhls. Calvi war Chef der Banco Ambrosiano, die mehrheitlich der IOR gehörte. Die Ambrosiano Bank war ebenfalls eine katholische Bank. Aktionäre der Bank mussten einen katholischen Taufschein und eine Bestätigung über gute Führung von ihrem Pfarrer vorlegen. Unter der Führung von Calvi wurde die Ambrosiano Bank zur grössten privaten Bank Italiens. Calvi wusch über die Bank Geld für die italienische Mafia. Sein Geschäftspartner Michele Sindona war ebenfalls ein Bankier der Mafia und Mitglied der P2-Loge. Sindona war Finanzberater der Vatikanbank IOR. Calvi und Sindona hatten engen Kontakt zum Erzbischof Paul Marcinkus, der Präsident der IOR war. Nachdem Calvi 1982 ins Visier der Justiz geriet, flüchtete er nach London. Kurz darauf wurde er an einer Londoner Brücke erhängt aufgefunden. Die ermittelnden Behörden behaupteten Jahre lang, dass es Selbstmord sei, was inzwischen aber als widerlegt gilt. Als Calvi starb, stürzte fast zur selben Zeit seine Privatsekretärin aus dem vierten Stock der Ambrosiano Bank in den Tod. Es war angeblich Selbstmord. Nur wenige Wochen zuvor hatte jemand versucht, den Vizepräsidenten der Bank zu erschiessen. Ein zuständiger Staatsanwalt wurde zufälligerweise von Linksterroristen erschossen. Dem nachfolgenden Staatsanwalt wurde die Sache nach einigen Monaten wieder entzogen. Calvis Partner Sindona besass eine Privatbank, die Konkurs ging. Der Konkursverwalter der Bank wurde vor seinem Haus erschossen. Sindona wurde darauf für die Anordnung des Auftragsmords verurteilt. Zwei Tage nach seiner Verurteilung wurde er tot in seiner Gefängniszelle gefunden aufgrund einer Vergiftung mit Zyanid. Es war angeblich Selbstmord.

(Quelle: 1, 2, 3, 4)

Licio Gelli

Licio Gelli war der Grossmeister der P2-Loge. Spätestens unter seiner Führung entwickelte sich die Loge zu einer kriminellen Organisation. Der 2015 verstorbene Licio Gelli musste sich vor Gericht verantworten, weil er in den Ambrosiano-Skandal verwickelt war und verdächtigt wurde, die Ermordung von Roberto Calvi veranlasst zu haben. Er wurde auch verdächtigt einen grossen Terroranschlag finanziert zu haben, was weiter unten erläutert wird.

In den 1930er und 1940er Jahren hatte Licio Gelli Kontakte zu Faschisten in Italien, Spanien und Deutschland. In der Nachkriegszeit arbeitete er womöglich für die CIA. Er hatte Kontakte zur US-amerikanischen Elite. Er war auf der Gästeliste der Feiern aus Anlass der Amtseinführungen der US-Präsidenten Gerald Ford, Jimmy Carter und Ronald Reagan. Licio Gelli war Mitglied des Malteserordens und des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (zwei Vatikanorden). (Quelle: 1 und 2)

Licio Gelli kannte und schätzte den italienischen Politiker Giulio Andreotti (Quelle). Dieser war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Politiker Italiens. Er stand mehrfach vor Gericht wegen Verbindungen zur italienischen Mafia und Auftragsmorden (Quelle). Er war ein Unterstützer von Josemaría Escrivá, der das Opus Dei gründete (Quelle). Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist. Giulio Andreotti war Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist eng mit den Geheimdiensten verbunden.

Verbindungen zu Gladio und Terroranschlägen

Der P2 wurden Kontakte zur Geheimarmee Gladio nachgesagt (Quelle). Gladio war eine italienische Stay-behind-Organisation. Sogenannte Stay-behind-Organisationen sind paramilitärische Strukturen, die sich im Geheimen auf mögliche Zukunftsszenarien vorbeireiten und unter der Aufsicht von Geheimdiensten stehen. Wenn das eigene Land besetzt werden sollte oder es zu einem Putsch, Bürgerkrieg oder Volksaufstand kommt, sollen diese geheimen paramilitärischen Strukturen aktiv werden und im Interesse der Geheimdienste agieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Westeuropa solche Stay-behind-Organisationen gegründet, darunter Gladio in Italien. Neben westeuropäischen Geheimdiensten waren auch die NATO und die amerikanische CIA am Aufbau dieser Geheimorganisationen beteiligt.

Nach offiziellen Angaben richtete die NATO die Stay-behind-Organisationen ein, um auf eine kommunistische Machtübernahme innerhalb der NATO-Staaten reagieren zu können. Es besteht allerdings der Verdacht, dass Geheimdienste in Italien, Deutschland und Belgien die paramilitärischen Gruppen auch für kriminelle Zwecke einsetzten. Stay-behind-Organisationen waren sehr wahrscheinlich in die Terroranschläge auf den Bahnhof von Bologna in Italien und auf das Oktoberfest in Deutschland verwickelt (Quelle).

General Pietro Musumeci, ein italienischer Geheimdienstler, wurde verurteilt, weil er Terroristen im Zusammenhang mit dem Anschlag von Bologna deckte. Pietro Musumeci war Mitglied der P2-Loge. Er hatte Kontakt zum Mafioso Massimo Carminati. Dieser war wiederum mit der rechtsextremen Terrororganisation Nuclei Armati Rivoluzionari (NAR) verbunden. (Quelle: 1, 2, 3) Die NAR war in den Terroranschlag auf den Bahnhof von Bologna involviert und zwei Mitglieder wurden deswegen verurteilt. Massimo Carminati gehörte zur Magliana-Bande (Banda della Magliana), eine Mafia aus Rom. Die Magliana-Bande wurde mit vielen verschwörerischen Ereignissen in Italien in Verbindung gebracht, darunter mit der P2, Gladio, die Ermordung des bereits erwähnten Bankiers Roberto Calvi, das Attentat auf Papst Johannes Paul II., der Fall Aldo Moro sowie das Verschwinden von Emanuela Orlandi und Mirella Gregori.

Enrico Nicoletti, ein Mitglied der P2-Loge, stand im Dienste der Magliana-Bande (Quelle: 1 und 2).

Die italienischen Geheimdienstler Francesco Pazienza und Giuseppe Belmonte versuchten die Ermittlungen zum Terroranschlag von Bologna in die Irre zu führen und wurden deswegen verurteilt. Die beiden gehörten zu einer Freimaurerloge, die mit der P2-Loge verbunden war. Pazienza wurde auch wegen Involvierung in den Ambrosiano-Skandal verurteilt und wurde mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. in Verbindung gebracht. (Quelle: 1 und 2)

Gianadelio Maletti und Antonio Labruna waren zwei Geheimdienstler, die verurteilt wurden, weil sie Terroristen im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf der Piazza Fontana deckten. Die beiden waren Mitglied der P2-Loge. (Quelle: 1, 2, 3)

Die Staatsanwaltschaft von Bologna glaubte, dass der P2-Grossmeister Licio Gelli einer der Drahtzieher des Terroranschlags von Bologna war. Die anderen Drahtzieher seien Mario Tedeschi (Journalist und Politiker), Federico D’Amato (arbeitete im Innenministerium) und der Geschäftsmann Umberto Ortolani. Die drei waren Mitglied der P2-Loge. Licio Gelli und Umberto Ortolani sollen die Terroristen bezahlt haben. (Quelle: 1 und 2) Ortolani war als Bankier und Unternehmer in Italien und Südamerika aktiv. Er war mit dem Vatikan verbunden. Er kannte die bereits erwähnten P2-Mitglieder und Mafiabankiers Roberto Calvi und Michele Sindona (Quelle).

Der adlige Diplomat Edgardo Sogno (Rata Del Vallino di Ponzone) war Mitglied der P2-Loge (Quelle). Er war 1950 massgeblich an der Planung zur Einführung geheimer paramilitärischer Strukturen in Italien beteiligt, aus denen paar Jahre später die Geheimorganisation Gladio hervorgehen sollte. An der Planung war auch der Politiker Carlo Sforza beteiligt. (Quelle) Dieser kam aus der italienischen Adelsfamilie Sforza.

Verbindungen zum italienischen Adel

Der Adlige Edgardo Sogno war wie gesagt Mitglied der P2-Loge und in die Gründung von Gladio involviert. Er besuchte ein Jesuitenkolleg. Er kämpfte 1938 im Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Faschisten, die den Bürgerkrieg gewannen, was zur Machtübernahme des Diktators Francisco Franco führte. Edgardo Sogno war Monarchist und hatte Kontakt zur italienischen Königsfamilie. Ab 1943 (während des Zweiten Weltkrieges) arbeitete Edgardo Sogno zusammen mit dem König am Sturz des italienischen Diktators Benito Mussolini (Begründer des Faschismus). Edgardo Sogno führte zahlreiche verdeckte Missionen durch: Befreiung und Austausch von Gefangenen, Lieferung von Waffen an die Aufständischen durch Luftabwürfe, Sabotageakte und weiteres. In der Nachkriegszeit war er als Diplomat tätig und war von 1967 bis 1969 italienischer Botschafter in Burma (Myanmar). 1976 wurde er verhaftet und angeklagt, weil er versucht haben soll, einen Staatsstreich zu organisieren. Er wurde freigesprochen. Ein paar Jahre später wurde bekannt, dass er Mitglied der P2-Loge ist. (Quelle: 1 und 2) Sechs Jahre zuvor hatte Junio ​​Valerio Borghese ebenfalls einen Putsch in Italien geplant und bat dabei die italienische Mafia um Hilfe. Er kam aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese. Licio Gelli, der Grossmeister der P2-Loge, war an Borgheses Putsch beteiligt. (Quellen: 123). (Mehr dazu im Beitrag zur Borghese Familie)

Die P2-Mitglieder Silvio Berlusconi und Licio Gelli hatten Kontakt zu Herzog Domenico Napoleone Orsini. (Quelle: 1 und 2) Der Herzog kommt aus der italienischen Uradelsfamilie Orsini. Die Familie gehört zum päpstlichen Adel und brachte drei Päpste und viele Kardinäle hervor. Herzog Domenico Napoleone Orsini hatte Kontakte zu noch mindestens zwei weiteren mafiaverbundenen Personen (mehr dazu im Beitrag zur Orsini Familie).

Das damalige Oberhaupt der italienischen Königsfamilie, Viktor Emanuel von Savoyen, war Mitglied der P2-Loge (Quelle: 1 und 2). Viktor ist Mitglied des Malteserordens und kennt Silvio Berlusconi. Viktor war oder ist noch immer mit der organisierten Kriminalität verbunden (mehr dazu im Beitrag zur Savoyen Familie).

Carlo Ruffo della Scaletta war Mitglied der P2 (Quelle). Er kommt aus der italienischen Uradelsfamilie Ruffo.

Verbindungen nach Argentinien

Mehrere argentinische Kabinettsmitglieder, Generäle und Admirale waren Mitglied der P2-Loge. (Quelle)

Der argentinische Marineoffizier Emilio Eduardo Massera war Mitglied der P2 (Quelle). Er war am argentinischen Staatsstreich 1976 und der Errichtung der darauffolgenden Militärdiktatur beteiligt. Er gilt als einer der Hauptverantwortlichen der massiven Menschenrechtsverletzungen während der Militärdiktatur. Zur Zeit der Diktatur traf er sich mehrfach mit Jorge Mario Bergoglio, der damals den Jesuitenorden (Vatikanorden) in Argentinien leitete. Jorge Mario Bergoglio ist der seit 2013 amtierende Papst Franziskus. (Quelle)

Der einflussreiche argentinische Politiker José López Rega war Mitglied der P2. Er gründete die „Alianza Anticomunista Argentina“, eine paramilitärische Gruppe, die zahlreiche Morde und Anschläge in Argentinien beging. Rega hatte Kontakt zum P2-Grossmeister Licio Gelli, der oft südamerikanische Länder besuchte. Im Juli 1973 schrieb Gelli einen Brief an Rega, in dem er Rega dazu riet, mit paramilitärischen Gruppen zusammenzuarbeiten. Zur selben Zeit gründete Rega die Alianza Anticomunista Argentina. (Quelle: 1 und 2) Rega war Okkultist und Esoteriker. Im Volk wurde er „der Hexer“ genannt. (Quelle)

Der P2-Grossmeister Licio Gelli kannte den argentinischen Präsidenten Juan Perón. Gelli behauptete, er habe Perón in die Freimaurerei aufgenommen. Gelli und Perón trafen den kommunistischen rumänischen Diktator Nicolae Ceaușescu. (Quelle: 1 und 2)

Weitere bemerkenswerte Mitglieder der P2-Loge

  • Artemio Franchi: Er war Präsident der UEFA und gehörte zum Exekutivkomitee der FIFA. Die FIFA ist berüchtigt für ihre korrupten Funktionäre.
  • Loris Scricciolo und Giovanni Cresti: Die beiden gehörten zur Führung der „Banca Monte dei Paschi di Siena“, die älteste noch existente Bank der Welt. Sie ist derzeit der viertgrösste italienische Vermögensverwalter.
  • Alberto Ferrari: Er war Generaldirektor der Banca Nazionale del Lavoro, eine der grössten italienischen Banken.
  • Giovanni Guidi: Er war Generaldirektor der Banco di Roma, die heute zur italienischen Grossbank UniCredit gehört.