Berenberg-Gossler Familie

Die deutsche Bankiersfamilie Berenberg-Gossler ist seit über 350 Jahren im Finanzwesen aktiv. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie in den deutschen Adel aufgenommen und heiratete in deutsche Adelsfamilien. Die Familie ist Hauptgesellschafter der Berenberg Bank, eine der führenden europäischen Privatbanken. Die Berenberg Bank gilt als die älteste Familienbank der Welt. 1590 als Handelshaus gegründet, wurde sie erst ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Finanzwesen aktiv, ist aber damit dennoch die älteste deutsche Bank und die älteste Familienbank der Welt.

Der Niederländer Hans Berenberg emigrierte in die deutsche Stadt Hamburg und gründete dort 1590 ein Handelshaus, aus dem später die Berenberg Bank hervorging. Hans Berenberg hatte geschäftlichen Kontakt zu Engländern. Die folgenden Generationen der Familie fanden Anschluss an die Elite der Stadt Hamburg und besetzten dort Ämter. Sie knüpften Kontakte zu Geschäftsleuten aus anderen Ländern und wurden im internationalen Handel und der Schifffahrt aktiv.

Anfang des 17. Jahrhunderts waren von den 42 umsatzstärksten Unternehmen in Hamburg 32 niederländischen Ursprungs. Die Berenberg Familie stand an fünfzehnter Stelle. (Quelle: Seite 4)

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts konzentrierte sich das Familienunternehmen auf Finanzgeschäfte und wurde zu einer Bank. Johann Hinrich Gossler (1738-1790) wurde Mitinhaber der Berenberg Bank und heiratete die letzte Erbin der Berenberg Familie. Die Bank wird bis heute von ihren Nachkommen kontrolliert.

Berenberg-Gossler im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert war die Berenberg Bank eine der reichsten deutschen Banken (Quelle).

Wilhelm Gossler (1811-1895) war fast 30 Jahre lang im Aufsichtsrat der Norddeutschen Bank, die damals die führende Hamburger Bank war (Quelle: Seite 144). Er heiratete in die Hamburger Bankiersfamilie Donner, die bis heute aktiv ist. Der Cousin seiner Frau, Bernhard Donner, heiratete eine Tochter von Johann Heinrich Schröder. (Quelle) Dieser war der Stammvater der Hamburger Bankiersfamilie Schröder. Ein Familienzweig der Schröders ist seit 200 Jahren eine der führenden Familien im britischen Finanzwesen. Nach Angaben von Geni.com war Mary Hertz (1866-1934) aus Hamburg eine Enkelin von Wilhelm Gossler. Mary Hertz heiratete in die deutsch-jüdische Warburg Familie, die bis heute eine der führenden Hamburger Bankiersfamilien ist. Im 20. Jahrhundert spielten die Warburgs auch eine führende Rolle im britischen und US-amerikanischen Finanzwesen.

Erdwin Amsinck (1826-1897) kam mütterlicherseits aus der Gossler Familie. Väterlicherseits kam er aus der Amsinck Familie, die im 19. Jahrhundert zur Elite Hamburgs gehörte und im internationalen Handel aktiv war. Sie stammt wie die Berenberg Familie von protestantischen Glaubensflüchtlingen ab, die im 16. Jahrhundert die Niederlande verlassen mussten und dann nach Hamburg emigrierten. Erdwin Amsinck war 1870 Mitgründer der Commerzbank. Sie entwickelte sich schnell zu einer der führenden Grossbanken Deutschlands und ist bis heute eine der grössten deutschen Banken. Zu den Gründern der Commerzbank gehörten die bereits erwähnten Hamburger Bankiersfamilien Donner und Warburg sowie die damals führenden deutsch-jüdischen Bankiersfamilien Goldschmidt und Mendelssohn. (Quelle)

1856 gründete die Berenberg Bank zusammen mit anderen Hamburger Banken die Vereinsbank Hamburg. Sie war ein Vorläufer der heutigen Hypovereinsbank (Unicredit Bank), die derzeit eine der grössten deutschen Banken ist. Neben den verwandten christlichen Familien Berenberg-Gossler, Schröder und Amsinck waren auch die jüdischen Banken “Haller, Söhle & Co.“ und “Hesse Newman“ Mitgründer der Vereinsbank Hamburg. (Quelle) Letztere gehörte auch zu den Gründern der Commerzbank.

Mitte des 19. Jahrhunderts war die Berenberg Bank Mitgründer der HAPAG und der Norddeutschen Lloyd. (Quelle) Diese waren zwei führende deutsche Reedereien und fusionierten 1970 zur heutigen Hapag-Lloyd, eines der grössten Schifffahrtsunternehmen der Welt. Derzeit steht das Unternehmen unter dem Einfluss der chilenischen Milliardärsfamilie Luksic.

Die Berenberg Bank war an der Gründung von wichtigen Banken im Ausland beteiligt:

  • 1865 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der “Hongkong and Shanghai Banking Corporation“ (HSBC). Die britische Bank wurde in der britischen Kolonie Hongkong gegründet. Sie finanzierte den britisch-ostasiatischen Handel und wurde zum wichtigsten Finanzier des Opiumhandels. Heute ist die HSBC die grösste europäische Bank. 2020 war sie die sechstgrösste Bank der Welt. Auch die Hamburger Bankiersfamilie Donner war Mitgründer der HSBC. Die HSBC war in ihrer Anfangszeit mit den Familien Keswick (Schottland), Sassoon (Indien) und Forbes (USA) verbunden, die führend im ostasiatischen Handel waren. 2021 gingen die Berenberg Bank und die HSBC eine strategische Kooperation ein.
  • 1871 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der “Den Danske Landmandsbank“, eine dänische Bank. Sie trägt heute den Namen Danske Bank und ist eine der grössten Banken der skandinavischen Länder. Seit 1928 wird die Bank von der führenden dänischen Unternehmerfamilie Møller kontrolliert.
  • 1871 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der Svenska Handelsbanken, eine schwedische Bank. Heute ist sie eine der grössten skandinavischen Banken.
  • 1855 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der Bergens Privatbank. Die norwegische Bank war ein Vorläufer des heutigen Finanzkonzerns DNB, einer der führenden Finanzkonzerne der skandinavischen Länder.

(Quelle)

Johann Heinrich Burchard (1852-1912), der mütterlicherseits aus der Gossler Familie kam, war Bürgermeister von Hamburg und Mitinhaber der Berenberg Bank. Er hatte ein freundschaftliches Verhältnis zum deutschen Kaiser Wilhelm II.. (Quelle) Hermann Gossler (1802-1877) war ebenfalls Bürgermeister von Hamburg. Die Familie war noch mit weiteren Hamburger Bürgermeistern verwandt und verschwägert.

Johann Gossler (1839-1913) wurde zum Freiherrn geadelt und änderte seinen Namen in Johann von Berenberg-Gossler. Er heiratete in die bereits erwähnte Hamburger Bankiersfamilie Donner. Nach Angaben von Geni.com heiratete ihre Tochter in den Hamburger Familienzweig der deutschen Grossfamilie Merck (sind heute Milliardäre). Die Mercks waren damals ebenfalls eine der führenden Familien der Stadt Hamburg.

Henriette Seyler, die mütterlicherseits aus der Gossler Familie kam, heiratete Benjamin Wegner (1795-1864). Dieser war damals einer der führenden Unternehmer in Norwegen. Er war in Deutschland geboren und hatte Kontakte nach Hamburg. Seine Nachkommen, die auch Blut der Gosslers in sich haben, gehörten zur norwegischen Elite.

Im Wikipedia-Eintrag zur Gossler Familie steht derzeit, dass die Gosslers Nachkommen der Welser Familie sind, wofür ich aber keine Quellen fand. Die Welser Familie galt im 16. Jahrhundert als die reichste und mächtigste Bankiersfamilie neben der Fugger Familie. Zu ihren Kunden gehörten Königsfamilien und sie wurde in den Adel aufgenommen. Die Welser waren auch im internationalen Handel tätig. Die Familie besteht bis heute.

Berenberg-Gossler im 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte die Berenberg-Gossler Familie zu den reichsten Deutschen (Quelle).

John von Berenberg-Gossler (1866-1943) war Senator in Hamburg und deutscher Botschafter in Rom. Er war im Vorstand des Hamburger Nationalklubs, in dem Personen aus der Elite Hamburgs zusammenkammen. Die Klubmitglieder hatten scheinbar eine nationalistische Gesinnung und wollten die demokratische Weimarer Republik bekämpfen. 1926 hatte Adolf Hitler eine Rede im Klub halten dürfen, also sieben Jahre vor seiner Machtübernahme und der Abschaffung der Demokratie in Deutschland. Nach der Machtübernahme verschlechterte sich das Verhältnis zwischen dem Hamburger Nationalklub und dem Naziregime. Der Klub war 1919 gegründet worden und wurde Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 aufgelöst. (Quelle) John von Berenberg-Gossler arbeitete für die Familienbank und war in verschiedenen Aufsichtsräten. Er war über 30 Jahre im Aufsichtsrat der Dresdner Bank, von 1933 bis 1943 als stellvertretender Vorsitzender, also während des Naziregimes (Quelle: Seite 138). In dieser Zeit stand die Dresdner Bank im Dienste der Nazis und versorgte diese mit Krediten (Quelle). Sie gilt als die deutsche Grossbank, die am engsten mit dem Naziregime verbunden war. Sie war an der Enteigung der Juden und am Goldraub der Nazis beteiligt (Quelle). Die Dresdner Bank war 1872 von der geadelten deutsch-jüdischen Kaskel Familie gegründet worden. 2009 fusionierte die Dresdner Bank mit der Commerzbank.

Cornelius von Berenberg-Gossler (1874-1953), Inhaber der Berenberg Bank, kannte Lord Revelstoke aus der damals führenden britischen Bankiersfamilie Baring (Quelle). Seit dem frühen 19. Jahrhundert unterhielt die Familie Berenberg-Gossler enge Beziehungen zur Baring Familie (Quelle: Seite 108). Der Stammvater der britisch-adligen Bankiersfamilie Baring war ein deutscher Einwanderer. Cornelius von Berenberg-Gossler war in die NSDAP eingetreten, weil er fürchtete, es würde eine Bolschewisierung Deutschlands geben. 1934 trat er aber wieder aus, weil er den radikalen Antisemitismus der Nazis verurteilte. Er war mit sehr vielen jüdischen Familien befreundet, darunter mit den Warburgs. Dank ihm wurde Fritz Warburg freigelassen, der von den Nazis festgenommen und eingesperrt worden war. Cornelius Enkel Dieter von Specht leitete die Geschäfte des führenden Tabakkonzerns British American Tobacco in Deutschland. (Quelle: 1 und 2)

Der Adlige Peter Freiherr von Kap-herr war von 1976 bis 1999 Gesellschafter der Berenberg Bank (Quelle: Seite 15).

Berenberg-Gossler in den letzten 20 Jahren

Das heutige Vermögen der Familie wird auf 350 Millionen Euro geschätzt (Quelle).

Jennifer Gräfin von Bernstorff kommt mütterlicherseits aus der Berenberg-Gossler Familie und väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Bernstorff. (Quelle) Sie arbeitete für die Berenberg Bank und für die Dresdner Bank (Quelle). Sie kennt Johann Christian von Donner aus der bereits erwähnten Hamburger Bankiersfamilie Donner und ein Mitglied der deutschen Adelsfamilie Bismarck (Foto).

Heute ist die Berenberg Bank noch immer eine der führenden europäischen Privatbanken und konzentriert sich auf Vermögensverwaltung für wohlhabende Kunden. Als Kunde braucht man für gewöhnlich ein Vermögen von mindestens einer Million Euro. Ende 2021 verwaltete die Berenberg Bank ein Vermögen von 44,8 Milliarden Euro, also etwa 50 Milliarden US-Dollar. Sie hat eine starke Präsenz an den internationalen Finanzplätzen Frankfurt, London und New York.

Die Familie Berenberg-Gossler besitzt knapp 31 Prozent der Stimmrechte und ist damit noch immer der Hauptinhaber der Berenberg Bank. 14,25 Prozent gehören dem derzeitigen Erbprinzen der schwäbischen Uradelsfamilie Fürstenberg. Weitere 14,25 Prozent gehören Jan Philipp Reemtsma aus der Reemtsma Familie (gründete das Tabakunternehmen Reemtsma). Hans-Walter Peters, ehemaliger Präsident des “Bundesverbands deutscher Banken“, besitzt 21,41 Prozent. (Stand: April 2021)

Seit 2018 änderte die Berenberg Bank in der Schweiz ihren Namen zu Bergos Berenberg. Seither besitzt die Berenberg Bank nur noch knapp 20 Prozent von Bergos Berenberg. Zu den neuen Mitbesitzern gehören der Schweizer Milliardär Michael Pieper sowie ein Mitglied der Schweizer Milliardärsfamilie Keller und ein Mitglied der deutschen Milliardärsfamilie Jacobs. Die Kundschaft von Bergos Berenberg besteht aus wohlhabenden Unternehmern und Familien. Die Schweiz gilt als eine der gefragtesten Steueroasen und als einer der wichtigsten Schattenfinanzplätze der Welt.

Die Berenberg Bank verwaltete Schwarzgeldkonten in der Schweiz. Journalisten von deutschen Leitmedien warfen der Berenberg Bank vor, mit Kunden zusammengearbeitet zu haben, die in Drogenkriminalität, Geldwäsche, Betrug, Terrorunterstützung und illegalen Waffenhandel verwickelt seien. (Quelle: 1, 2, 3) Bereits zuvor hatten zwei Mitarbeiterinnen der Compliance-Abteilung der Bank die kriminellen Verbindungen der deutschen Justiz gemeldet. Die Mitarbeiterinnen wurden darauf von der Bank fristlos gekündigt und erhielten Hausverbot. (Quelle) Durch die Panama-Papers wurde bekannt, dass die Berenberg Bank eng mit Mossack Fonseca verbunden war. Mossack Fonseca war ein führender Dienstleister für Briefkastenfirmen. In einer Mail von Mossack Fonseca heisst es, Berenberg sei eine „deutsche Traditionsbank mit exzellentem Ruf. Wir haben sehr gute Beziehungen mit dieser Bank und der Kundenservice ist erstklassig, daher empfehlen wir unseren Kunden diese Bank ausdrücklich“ (Quelle).

Die Berenberg Bank war von 2008 bis 2013 einer der wichtigsten Spender der Partei CDU und spendete ihr jährlich 100 000 Euro (Quelle).

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz war Bürgermeister der Stadt Hamburg. Dadurch traf er Vertreter der Hamburger Banken Berenberg und Warburg (Quelle). 2017, also während Scholzs Amtszeit als Bürgermeister, spendete die Berenberg Bank 50 000 Euro an seine Partei, die SPD, die 2017 auch Spenden aus dem Umfeld der Warburg-Gruppe erhielt. In den Jahren zuvor war die Warburg Bank in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt gewesen (Quelle). Man wirft Olaf Scholz vor, er habe Einfluss darauf gehabt, als die Hamburger Steuerverwaltung sich dafür entschied, dass die Warburg Bank die zu Unrecht erstatteten Steuergelder nicht zurückzahlen musste. Die Warburg Bank pflegt seit Jahrzehnten enge Beziehungen zur Hamburger SPD (Quelle). 

Shaida von Berenberg-Schirmer arbeitete für die Berenberg Bank. Derzeit arbeitet sie in der Vermögensverwaltung der führenden französischen Grossbank BNP Paribas.

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Pritzker Familie

Die amerikanisch-jüdische Unternehmerfamilie Pritzker aus Chicago gilt als eine der reichsten Familien der USA. 2021 wurde ihr Familienvermögen auf 35,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Derzeit sind elf Familienmitglieder Milliardäre.

Die Familie ist seit den 30erjahren in der Immobilienwirtschaft aktiv. Sie besitzt zurzeit mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Hyatt Hotels Corporation, eines der grössten Hotelunternehmen der Welt. Das Unternehmen wurde von der Pritzker Familie aufgebaut, die noch immer den Vorstand führt. Die Familie gründete auch die Marmon Group, ein kleinerer Mischkonzern. Die Marmon Group gehört inzwischen zu Berkshire Hathaway, eines der grössten Unternehmen der Welt. Die Pritzker Familie kontrollierte eine Zeit lang die führende Wirtschaftsauskunftei TransUnion. Die Familie war zeitweise Hauptaktionär der Fluggesellschaft Braniff und der Kreuzfahrtsgesellschaft Royal Caribbean. Die Familie war Miteigentümer der Superior Bank of Chicago, die 2001 zusammenbrach. Sie kontrollierten früher noch viele weitere kleinere Unternehmen.

Der Autor Gus Russo behauptet in seinem Buch, dass die Pritzker Familie beim Aufbau ihres Hotelunternehmens mit der jüdischen Mafia aus Chicago zusammenarbeitete und von diesen Verbindungen profitierte. Die jüdischen Mafiosi steckten ihr Geld in Immobilien- und Dienstleistungsbranchen mit frei fliessendem Bargeld, wie Banken, Unterhaltungsstätten und Hotels. Um dies zu ermöglichen, warben die Mafiosi Unternehmer aus der jüdischen High Society in Chicago an, darunter angeblich die Pritzker Familie. (Quelle)

Der Milliardär JB Pritzker (*1965) ist seit 2019 Gouverneur des US-Bundesstaates Illinois. Er ist Mitglied der Demokratischen Partei und unterstützte den Wahlkampf von Hillary Clinton und Barack Obama.

Die Milliardärin Penny Pritzker (*1959) ist mit Barack Obama befreundet und kennt seine Familie bereits seit den 90erjahren (Quelle). Zusammen mit weiteren Prominenten aus der jüdischen Gemeinde Chicagos (darunter James Crown) unterstützte sie Obamas Wahlkampf (Quelle). Sie war von 2013 bis 2017 US-Handelsministerin unter Obama. Sie ist derzeit im Vorstand des führenden Technologiekonzerns Microsoft, der von Bill Gates gegründet und aufgebaut wurde. Penny Pritzker ist Mitglied des Aspen Institute und des Council on Foreign Relations, zwei der einflussreichsten Denkfabriken der Welt. Penny Pritzker ist derzeit Vorsitzende des Kuratoriums der “Carnegie Endowment for International Peace“, die schon seit über 100 Jahren eine der führenden Denkfabriken ist. Zum Kuratorium der Denkfabrik gehören derzeit Mitglieder der indischen Milliardärsfamilien Tata und Birla sowie ein Mitglied der südafrikanischen Milliardärsfamilie Oppenheimer. (Stand: 27.4.2022) Bis vor kurzem war noch Seid al-Hussein aus der jordanischen Königsfamilie im Kuratorium. Penny Pritzker kennt den US-amerikanischen Multimilliardär Michael Bloomberg (Foto). Sie war auf einer Feier, bei der Warren Buffett (Multimilliardär) und Lloyd Blankfein (CEO von Goldman Sachs) dabei waren (Quelle).

Der Milliardär Thomas Pritzker (*1950) ist derzeit Vorsitzender des Kuratoriums der Denkfabrik “Center for Strategic and International Studies“ (CSIS). Das CSIS gilt ebenfalls als eine der weltweit einflussreichsten Denkfabriken. Derzeit gehören zum Kuratorium des CSIS unter anderem Mitglieder der Milliardärsfamilien Crown, Bechtel, Hunt und Greenberg sowie der Hedgefonds-Milliardär Ray Dalio und der ehemalige Politiker Henry Kissinger. (Stand: 27.4.2022)

Robert Pritzker (1926-2011) heiratete in dritter Ehe eine Tochter von Sao Kya Seng. Dieser war ein Herrscher aus einer myanmarischen Aristokratenfamilie.

Der Milliardär Anthony Pritzker (*1961) kennt Robert Soros, ein Sohn des berühmten Investors George Soros (Foto). Anthony Pritzker ist an Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX beteiligt (Quelle).

Der Milliardär Nicholas Pritzker (*1945) war einer der frühen Investoren und Vorstandsmitglied von Juul, der grösste Hersteller von E-Zigaretten in den USA.

Jay Pritzker (1922-1999) stiftete den Pritzker-Preis, eine weltweit renommierte Auszeichnung für Architektur. Der britische Baron Jacob Rothschild war Vorsitzender des Preises.

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Haus Borghese und Aldobrandini

Die italienischen Adelsfamilien Borghese und Aldobrandini sind zwei der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie und gehören zum päpstlichen Adel. Die Aldobrandini Familie ist im 17. Jahrhundert im Mannesstamm ausgestorben, aber ein Familienzweig der Borghese Familie, der auch Blut der Aldobrandinis in sich trägt, benutzt bis heute den Familiennamen Aldobrandini.

1870 wurde der Vatikan von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Familien Borghese und Aldobrandini gehören zum Schwarzen Adel.

Borghese Familie

Die Borghese Familie besteht seit dem 13. Jahrhundert. Papst Paul V. (1552-1621) kam aus der Borghese Familie. Er verlieh seinem Neffen Marcantonio II. (1601-1658) den Adelstitel eines Fürsten. Der Fürstentitel ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann. Die Borghese Familie besitzt den Titel bis heute und gehört damit zum päpstlichen Adel. Die Familie besitzt inzwischen noch weitere Adelstitel. Im 17. und 18. Jahrhundert stellte die Familie mehrere Kardinäle. Vom 17. bis Ende des 19. Jahrhunderts galt sie als eine der reichsten Adelsfamilien in Rom.

Die Borghese Familie heiratete vom 17. bis 19. Jahrhundert in die päpstlichen Adelsfamilien Colonna, Orsini, Torlonia, Della Rovere, Odescalchi, Boncompagni und Ludovisi.

Camillo Borghese (1775-1832), der 6. Fürst von Sulmona, heiratete eine Schwester des französischen Kaisers Napoleon I..

Herzog Scipione Salviati Borghese (1823-1892) heiratete in den französischen Familienzweig der Adelsfamilie FitzJames. Diese ist eine katholische Nebenlinie der schottischen Königsfamilie Stuart.

Paolo Borghese (1844-1920), der 9. Fürst von Sulmona, heiratete in die ungarisch-österreichische Adelsfamilie Apponyi. Das bekannteste Familienmitglied wäre Geraldine von Apponyi (1915-2002), die in die albanische Königsfamilie heiratete und dadurch Königin von Albanien wurde.

Fürst Giangiacomo Borghese (1889-1954) arbeitete vor dem Ersten Weltkrieg für das britische Unternehmen Marconi in London. Nach dem Weltkrieg 1918 schloss er sich den italienischen Nationalisten an und wollte die Sozialisten bekämpfen. 1922 übernahm Benito Mussolini (Begründer des Faschismus) die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Mussolini errichtete in den folgenden Jahren eine faschistische Diktatur, die bis 1943 bestand. Giangiacomo Borghese wurde 1939 mit königlichem Dekret auf Vorschlag Mussolinis zum Gouverneur von Rom ernannt. Der vorherige Gouverneur kam aus der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. (Quelle: 1 und 2)

Junio ​​Valerio Borghese

Im Zweiten Weltkrieg verbündete sich Italien mit Nazideutschland. Junio ​​Valerio Borghese (1906-1974), der Sohn eines Fürsten, war während des Zweiten Weltkrieges beim italienischen Militär und hatte dort Kontakte zu Geheimdiensten. Er wurde verhaftet und beschuldigt, einen Staatsstreich gegen Mussolini geplant zu haben. (Quelle) Als die Alliierten Italien besetzten, knüpfte Junio ​​Valerio Borghese Kontakte zum US-amerikanischen Geheimdienst OSS (Vorläufer der CIA). Er hatte Kontakt zu James Jesus Angleton, der damals das OSS in Italien leitete. (Quelle) Angleton wurde später ein hochrangiger Geheimdienstler der CIA. Er war Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (die Borghese Familie gehört ebenfalls zum Malteserorden). Die CIA ist seit ihrer Gründung 1947 eng mit dem Vatikan und dem Malteserorden verbunden. (Quelle: 1 und 2)

Während des Weltkrieges war Junio ​​Valerio Borghese einer der führenden Köpfe der Decima Flottiglia MAS, eine Spezialeinheit der italienischen Marine. Sie wurde auch dazu genutzt, um Gegner der faschistischen Diktatur zu bekämpfen und beging dabei schwere Menschenrechtsverletzungen. Junio ​​Valerio Borghese musste nach dem Krieg vor Gericht, weil er mit der Wehrmacht von Nazideutschland kooperiert hatte. Er kam allerdings frei, vielleicht weil er sich bereit erklärt hatte, mit den US-Geheimdiensten zusammenzuarbeiten. In der Nachkriegszeit rekrutierte die CIA viele italienische Faschisten, darunter vermutlich auch Borghese (Quelle). In der Nachkriegszeit wurde er in faschistischen Kreisen in Italien aktiv, wo er grosses Ansehen genoss. 1968 rief er in einem Magazin dazu auf, mit einem leeren Stimmzettel zu stimmen, um das demokratische System vollständig abzulehnen. Das Magazin stand mit der rechtsextremen Terrororganisation Ordine Nuovo in Verbindung. (Quelle) Diese war für Anschäge in Italien verantwortlich und wurde mit der Freimaurerloge P2 und der Geheimorganisation Gladio, ein paramilitärisches Netzwerk, in Verbindung gebracht. Gladio wurde in der Nachkriegszeit vom italienischen Geheimdienst und der CIA aufgebaut.

Junio ​​Valerio Borghese gründete 1968 eine eigene rechtsextreme Bewegung, die den Kommunismus und das Parteiensystem bekämpfen wollte. 1971 wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen, weil er schon wieder einen Putsch geplant hatte. Der Putsch ist unter dem Namen Golpe Borghese bekannt. Junio ​​Valerio Borghese hatte den Putsch in der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember 1970 gestartet und ihn dann aus unbekannten Gründen innerhalb weniger Stunden gestoppt. (Quelle) Die Putschisten bestanden aus etwa 200 bis 300 Personen, die eine rechtspolitische und antikommunistische Gesinnung hatten. Es waren auch Soldaten, Carabinieri und Polizisten daran beteiligt (in vielen Ländern gibt es rechtsextreme Strukturen bei Polizei und Militär). Bis zu 20 000 Personen sollen in den Putschversuch eingeweiht gewesen sein und hätten nach Abschaffung der Demokratie die wichtigen Positionen in der Diktatur besetzt. Nach dem abgebrochenen Putsch flüchtete Junio ​​Valerio Borghese nach Spanien und erhielt dort Schutz vom faschistischen Diktator Franco. Die genauen Hintergründe des Putschversuches konnten nie geklärt werden. Daher kam es zu vielen Verschwörungstheorien und Spekulationen, die aber teils nicht unwahrscheinlich sind. Verbindungen gab es zu Freimaurern, Mafia, italienischen Geheimdiensten, CIA, NATO und vermutlich auch Gladio. Weitere Verbindungen gab es zum päpstlichen Adel, zur italienischen Wirtschaftselite und womöglich auch zu den rechtspolitischen Diktaturen in Griechenland, Spanien und Portugal. Mehrere Zeugen sagten aus, dass Junio ​​Valerio Borghese Kontakte zu mehreren wichtigen italienischen Mafiaorganisationen knüpfte und sie darum bat, seinen Putsch zu unterstützen. Er soll dafür sogar ein Gipfeltreffen der italienischen Mafia besucht haben. (Quellen: 1, 2, 3, 4, 5, 6) Die Ndrangheta, die als die mächtigste italienische Mafia gilt, unterstütze faschistische Terroristen in Italien (Quelle). Angeblich wurde Borgheses Putschversuch sogar vom Vatikan unterstützt (Quelle).

Die italienische Elite versuchte erst den Putschversuch zu vertuschen und es dauerte drei Monate bis die Zeitungen darüber berichteten. Ab da versuchte man den Putschversuch kleinzureden. Bei den folgenden Gerichtsverfahren wurden fast alle Angeklagten freigesprochen, darunter auch Borghese. Die Regierung des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon hatte über Borgheses Pläne für einen Staatsstreich Bescheid gewusst. Die USA weigerten sich aber den Putsch zu unterstützen. (Quelle)

Die Organisation Gehlen wusste über die Putschpläne Bescheid. Das behauptete zumindest ein Agent des geheimen Netzwerkes. (Quelle) Die Organisation Gehlen war ein deutscher Geheimdienst, der nach dem Zweiten Weltkrieg im besetzten Deutschland von den US-amerikanischen Geheimdiensten finanziert und aufgebaut wurde. Der Gehlen-Geheimdienst rekrutierte viele ehemalige deutsche Nazis und wurde von Reinhard Gehlen geleitet, der zuvor für den Geheimdienst von Nazideutschland gearbeitet hatte. Reinhard Gehlen wurde 1956 der erste Präsident des BND, der bis heute der deutsche Auslandsgeheimdienst ist.

Der italienische Journalist Mauro de Mauro wurde drei Monate vor Borgheses Putschversuch von der Mafia ermordet, vermutlich weil erfahren hatte, dass Junio ​​Valerio Borghese einen Staatsstreich plant und dabei mit der Mafia zusammenarbeitet. Mauro sagte vor seinem Verschwinden zu seinen Kollegen in der Redaktion, er sei einer Sache auf der Spur, die „Italien erzittern lassen wird“. (Quelle)

Licio Gelli war in den Borghese-Putsch involviert (Quellen: 1, 2, 3). Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren. Bereits wenige Jahre nach Borgheses Putschversuch entwarf die P2-Loge erneut Pläne für einen Staatsstreich in Italien. Licio Gelli war Mitglied des Malteserordens und des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (zwei Vatikanorden). Zur P2-Loge gehörte auch der italienische Adlige Edgardo Sogno. Er war in die Planung zur Gründung der bereits erwähnten Geheimorganisation Gladio involviert. 1976 wurde er verhaftet und angeklagt, weil er versucht haben soll einen Staatsstreich zu organisieren, also sechs Jahre nach Borgheses Putschversuch. Sogno wurde freigesprochen. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er sich zusammen mit der italienischen Königsfamilie Savoyen am Sturz von Mussolini beteiligt. Das ehemalige Oberhaupt der Savoyen Familie war Mitglied der P2-Loge. (Mehr dazu im Beitrag zur P2-Loge)

Wie bereits erwähnt wurde, soll auch Junio ​​Valerio Borghese einen Putsch gegen Mussoloni geplant haben. Während des Zweiten Weltkrieges verlieh ihm die Savoyen Familie einen Orden. (Quelle) Herzog Giovanni Colonna di Cesarò aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna plante vermutlich ebenfalls einen Putsch gegen Mussolini sowie dessen Ermordung.

Italienische Adlige waren somit im letzten Jahrhundert in gleich mehrere Putschversuche oder deren Planung involviert. Ich könnte mir vorstellen, dass Teile des italienischen Adels verärgert waren über die Abschaffung der Monarchie und der Adelstitel 1946. Die Savoyens wurden zudem enteignet und mussten ins Exil, was die Familie bis heute als ungerecht empfindet. Daher werden sie die 1946 gegründete demokratische Republik vermutlich abgelehnt haben.

Junio ​​Valerio Borghese schrieb die Einleitung von Julius Evolas Buch Men Among the Ruins, das in der Nachkriegszeit Einfluss auf die faschistische Szene in Italien hatte. Der Okkultist Julius Evola galt als Philosoph der Rechtsradikalen in Italien und inzwischen hat er auch Rechte in anderen Ländern inspiriert. Er war Mitglied der “Gruppo di Ur“, eine esoterische Gruppe in Italien. Die kurzlebige Gruppe war in der Zeit des Mussolini-Regimes aktiv. Auch Herzog Giovanni Colonna di Cesarò aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna war Mitglied der Gruppe (dieser plante wie gesagt einen Putsch gegen Mussoloni).

Die Borghese Familie in den letzten 50 Jahren

Der langjährige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi kennt die Borghese Familie (Quelle: 1 und 2). Berlusconi ist Milliardär und kontrolliert den grössten italienischen Medienkonzern. Er ist höchstwahrscheinlich mit der italienischen Mafia verbunden.

Fabio Borghese (*1965) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Caracciolo. Zur Beerdigung seines Schwiegervaters kam auch die Milliardärsfamilie Agnelli, die in die Caracciolo Familie geheiratet hatte. (Quelle) Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien. Ihnen wird nachgesagt, dass sie über Mittelsmänner Kontakte zur Mafia haben.

Prinz Lorenzo Borghese war oder ist noch immer Botschafter des Malteserordens in Jordanien. In dieser Funktion traf er den jordanischen König. (Quelle: 1 und 2) Der Malteserordens ist ein alter Vatikanorden, der seit 900 Jahren besteht und von den Kreuzfahrern in der heiligen Stadt Jerusalem gegründet wurde. Paolo Costantino Borghese ist Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der Vatikanorden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Die Borghese Familie besitzt bis heute den Palazzo Borghese, ihr Familienpalast. Seit 1922 trifft sich der Circolo della Caccia, ein Herrenklub, im Palazzo Borghese. Neben italienischen Adligen ist auch der Hochadel im Klub vertreten, darunter die britischen Prinzen Charles und Philip sowie der spanische König Juan Carlos, der belgische König Albert II. und der monegassische Fürst Albert II. (Quelle: 1 und 2). Im Palazzo Borghese wurden in den letzten Jahren Treffen des Konstantinordens abgehalten (Quelle: 1 und 2). Im Zeitraum 1950 gab es eine Freimaurerloge im Palazzo Borghese (Quelle). Der Grande Oriente d’Italia, die führende Freimaurergrossloge Italiens, hatte Ende des 19. Jahrhunderts seinen Sitz im Palazzo Borghese (Quelle: 1 und 2)

Prinzessin Alessandra Borghese (*1963) heiratete in die griechische Milliardärsfamilie Niarchos. Ihr Mann war ein Mitschüler der britischen Prinzen Andrew und Edward. (Quelle) Alessandras Schwiegervater Stavros Niarchos war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner des berühmten US-amerikanischen Milliardärs David Rockefeller (Quelle). Alessandra Borghese ist Mitglied des Malteserordens (Foto). Sie ist eine enge Freundin von Gloria von Thurn und Taxis, die zur deutsch-katholischen Adelselite gehört (Quelle). Alessandra kennt Hélène Arnault (Foto). Hélène ist die Ehefrau des französischen Unternehmers Bernard Arnault, der derzeit als einer der reichsten Männer der Welt gilt. Er kontrolliert unter anderem das Luxusgüterunternehmen Louis Vuitton. Alessandra Borghese kennt den CEO von Louis Vuitton (Quelle). Sie kennt den französischen Publizisten Bernard-Henri Lévy (Foto). Dieser ist ein Bekannter der französischen Rothschilds und hatte ein romantisches Verhältnis mit Daphne Guinness (kommt aus dem britischen Adel, heiratete in die Niarchos Familie und kennt viele Milliardäre). Alessandra Borghese schrieb in einem Buch: „Ein weiterer Heiliger, zu dem ich große Zuneigung habe und dem ich eine entscheidende Orientierung für mein geistliches Leben verdanke, ist Josemaría Escrivá, der Gründer des Opus Dei.“ (Quelle) Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist. Die Zentrale des Opus Dei befindet sich in der Nähe des Palazzo Borghese (Quelle). Alessandra Borghese ist eine langjährige Freundin von Urbano Riario Sforza Barberini Colonna di Sciarra und ist die Taufpatin seines Sohnes (Quelle). Der italienische Adlige stammt aus den päpstlichen Adelsfamilien Colonna und Barberini.

Scipione Borghese (*1970), der 14. Fürst von Sulmona, heiratete in die italienische Uradelsfamilie Massimo (Quelle). Er war 2003 bei einer Veranstaltung zur Taufe einer Prinzessin aus der sizilianischen Königsfamilie. Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Mitglied aus der bereits erwähnten französischen Multimilliardärsfamilie Arnault
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Alasia Borghese war 1987 auf einer Beerdigung der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. Auf der Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter die Familien Torlonia, Gaetani, Massimo, del Drago, Ruspoli, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens.
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.
  • Mitglieder der Sursock Familie. Die Sursocks heirateten in die Colonna Familie sowie in die thailändische Königsfamilie und in die persische Aristokratenfamilie Aga Khan. Die Sursocks sind mit der Unternehmerfamilie Weston verschwägert, eine der reichsten kanadischen Familien. Die Sursock Familie brachte Freimaurer hervor.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der bereits erwähnten italienischen Milliardärsfamilie Agnelli.

(Quelle)

Aldobrandini Familie

Die Aldobrandini Familie fand ab dem 14. Jahrhundert Anschluss an die Elite der italienischen Stadt Florenz. In den folgenden Jahrhunderten besetzte die Familie wichtige städtische Ämter in Florenz. Sie hatte Kontakt zur Medici Familie, die damals die führende Familie der florentinischen Elite war. (Quelle) Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Sie brachten drei Päpste hervor und wurden in den Hochadel aufgenommen.

Silvestro Aldobrandini (1499-1558) unterstützte 1527 einen Aufstand gegen die Medici Familie. Die Florentiner jagten die Medicis aus der Stadt und Silvestro Aldobrandini war ab da einer der führenden Köpfe der dortigen Regierung. Die Medicis konnten die Stadt aber zurückerobern und Silvestro Aldobrandini wurde aus Florenz verbannt. Darauf war er als Jurist in anderen italienischen Regionen tätig. Papst Paul III. aus der Adelsfamilie Farnese rief ihn nach Rom, wo er als Jurist im Kirchenstaat arbeitete. Silvestro Aldobrandini war der Begründer des römischen Familienzweiges der Aldobrandinis. Sein Sohn war der spätere Papst Clemens VIII.. (Quelle) Clemens VIII. war von 1592 bis 1605 Papst und ernannte seine beiden Neffen zu Kardinälen. Ein weiterer Verwandter, Pietro Aldobrandini (1539-1599), wurde Hauptmann der päpstlichen Garde. Giovanni Francesco Aldobrandini (1545-1601) aus Florenz heiratete in den römischen Familienzweig der Aldobrandinis. Er wurde Kommandeur der päpstlichen Garde und diente Papst Clemens VIII. als Diplomat. Er erhielt von Clemens VIII. den Adelstitel eines Fürsten. Dieser ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann und die Aldobrandinis gehörten damit zum päpstlichen Adel. Im 17. Jahrhundert heirateten die Aldobrandinis in die päpstlichen Adelsfamilien Borghese, Farnese und Ludovisi. Der Ehemann von Margherita Aldobrandini (1588-1646) kam mütterlicherseits aus der portugiesischen Königsfamilie.

Die Aldobrandini Familie stellte im 16. und 17. Jahrhundert drei Grosspriore des Malteserordens in Rom (Quelle).

Die Adelsfamilie Aldobrandini starb im 17. Jahrhundert im Mannesstamm aus. Nachkommen findet man aber heute noch im päpstlichen Adel.

Der Familienzweig Aldobrandini-Borghese

Camillo Borghese (1816-1902), der 1. Fürst von Meldola, war ein Nachkomme der Aldobrandinis. Er benannte seinen Familiennamen in Aldobrandini um, den seine Familie bis heute trägt. Er war ein treuer Diener des Papstes. Er kam mütterlicherseits aus der französischen Uradelsfamilie Rochefoucauld. In erster Ehe heiratete er in die deutsche Uradelsfamilie Arenberg und in zweiter Ehe in die ungarische Uradelsfamilie Hunyady von Kéthely.

Giuseppe Aldobrandini (1865-1939), der 2. Fürst von Meldola, heiratete in die italienische Adelsfamilie Antinori und stand ebenfalls im Dienste des Kirchenstaates.

Clemente Aldobrandini (1891-1967), der 3. Fürst von Meldola, heiratete in erster Ehe Anna di Saluzzo. Väterlicherseits kam sie aus der Adelsfamilie Saluzzo und mütterlicherseits aus der Uradelsfamilie Caracciolo. Clementes zweite Ehefrau kam aus der deutschen Uradelsfamilie Welczeck. Seine Enkelin Olimpia Aldobrandini (*1955) heiratete in den französischen Familienzweig der berühmten Rothschild Familie (Quelle: 1 und 2). Die Heirat könnte dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen Vatikan und Judentum verbessert. Übrigens hat ein Herzog aus der päpstlichen Adelsfamilie Orsini vor paar Jahrzehnten eine Tochter des französisch-jüdischen Bankiers Antoine Bernheim geheiratet (Quelle: 1 und 2). Bernheim galt als einer der mächtigsten Bankiers in Frankreich. Er war mit den Familien Weill und Wertheimer verbunden, zwei einflussreiche französisch-jüdische Familien.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Erskine Clan

Der schottische Clan Erskine besteht seit mindestens 800 Jahren und gehört zum britischen Adel. Die Familie hatte ein gutes Verhältnis zur Königsfamilie aus dem schottischen Stewart Clan, die vom 14. bis 17. Jahrhundert über Schottland herrschte. Margaret Erskine (1515-1572) war eine Geliebte des schottischen Königs James/Jakob V..

Da der Erskine Clan schon seit Jahrhunderten in schottische Clans heiratet, ist er inzwischen mit zahlreichen Clans verwandt. Der Erskine Clan heiratete auch in viele englische Adelsfamilien und in einzelne irische, deutsche und spanische Adelsfamilien.

Der Erskine Clan brachte in den letzten 300 Jahren mehrere hochrangige Freimaurer hervor. Der Clan brachte Politiker, Diplomaten, Juristen, Militärs und Beamte hervor. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die Verbindungen des Clans zur Freimaurerei.

Der Familienzweig der Grafen von Kellie

Seit 1619 stellt ein Familienzweig des Erskine Clans den Grafen von Kellie.

Thomas Erskine, der 6. Graf von Kellie (1732-1781), war Freimaurer und Grossmeister der Freimaurergrossloge von Schottland. Die schottische Grossloge besteht seit 1736. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der Grossloge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. (Quelle) Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Graf Thomas Erskine war auch Grossmeister der “Antient Grand Lodge of England“ (Quelle). Diese englische Grossloge bestand von 1751 bis 1813. Dann vereinigte sie sich mit der “Premier Grand Lodge of England“, die seit 1717 existierte und als die älteste Grossloge der Welt gilt. Durch die Vereinigung der beiden Logen entstand die “United Grand Lodge of England“, die bis heute die führende Grossloge Englands ist und vom britischen Hochadel geführt wird. (Quelle) Die Antient Grand Lodge war eng mit den Herzögen von Atholl (die Clan-Chefs des Murray Clans) verbunden. Graf Thomas Erskine war auch Grossmeister der indischen Freimaurer, die zu dieser Zeit noch von Briten geführt wurden (Quelle: auf Seite 26). Die Freimaurerei wurde von britischen Kolonialisten nach Indien gebracht.

Walter Erskine, der 13. Graf von Kellie (1839-1888), war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er heiratete in den Forbes Clan.

Lord John Erskine (1895-1953), der Sohn eines Grafen, war Gouverneur der britischen Kolonie Madras.

James Erskine, der 16. Graf von Kellie (*1949), ist der derzeitige Clan-Chef des Erskine Clans. Er war bis 2017 Mitglied der liberaldemokratischen Partei und im House of Lords (britisches Oberhaus).

Der Familienzweig der Grafen von Buchan

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts stellt ein Familienzweig des Erskine Clans den Grafen von Buchan. Der alte schottische Adelstitel gibt es seit dem 12. Jahrhundert. Im 15. und 16. Jahrhundert besassen Mitglieder des Stewart Clans den Titel.

Der 10., der 11. und der 12. Graf von Buchan waren alle Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Henry Erskine, der 12. Graf von Buchan (1783-1857), heiratete eine Tochter von Charles Shipley. Dieser war Gouverneur der britischen Kolonie Grenada. Die britische Königsfamilie stellt bis heute das Staatsoberhaupt des Inselstaates.

Baron David Erskine (1776-1855) war einer der ersten britischen Botschafter in den USA. Er heiratete eine Amerikanerin und sein Schwiegervater war John Cadwalader, ein Freimaurer und General im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Cadwalader kannte den ersten US-Präsidenten George Washington, der ebenfalls Freimaurer war. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten waren Freimaurer (Quelle).

James Stuart Erskine (1821-1904) heiratete in die bayerische Uradelsfamilie Toerring (Quelle).

Evelyn Hilda Stuart Erskine (1883-1939) heiratete Baron Walter Edward Guinness. Er kam aus der irischen Guinness Familie, die im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier gründete und im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen wurde. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.

Der Familienzweig der Grafen von Mar

Seit Beginn des 15. Jahrhunderts stellt ein Familienzweig des Erskine Clans den Grafen von Mar. Der alte und angesehene schottische Adelstitel gibt es seit dem 12. Jahrhundert. Die oben erwähnten Grafen von Kellie besitzen seit Ende des 19. Jahrhunderts auch zusätzlich den Titel Graf von Mar.

John Erskine, der 23. Graf von Mar (1675-1732), war Grosskommandant des “Order of the Fleur de Lys“ (Quelle). Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden) Graf John Erskine heiratete in den Hay Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte und bis heute im Fleur de Lys-Orden vertreten ist.

Sein Sohn Lord Thomas Erskine (1705-1766) war einer der frühen Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er war ebenfalls Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens (Quelle). Er heiratete in den Hope Clan.

Der Familienzweig der Grafen von Rosslyn

James St Clair-Erskine (1762-1837) erbte von seinem Onkel den Adelstitel Graf von Rosslyn. Seine Grossmutter väterlicherseits kam aus dem Sinclair Clan. James war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er hatte das bis heute angesehene Amt des Lord President of the Council inne. Er war somit Präsident des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Harriet Elizabeth St. Clair-Erskine (starb 1867) heiratete Fürst Georg Herbert zu Münster. Der deutsche Diplomat kam väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Münster und mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. Albrecht Wolfgang zu Schaumburg-Lippe (1699-1748) gilt als der erste deutsche Freimaurer. Er wurde während eines Aufenthalts in England in den Bund aufgenommen. Georg Herbert zu Münster hatte in erster Ehe in die russische Adelsfamilie Galitzin geheiratet. Die Familie ging aus der Uradelsdynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas abstammt.

Francis Robert St. Clair-Erskine, der 4. Graf von Rosslyn (1833-1890), war in der Politik. Er war einer der hochrangigsten Freimaurer in Grossbritannien:

  • Er war Grossmeister der schottischen Grossloge.
  • Er war Grossmeister des wiederbelebten Templerordens in Schottland.
  • Er war First Principal (Grossmeister) des “Supreme Grand Royal Arch Chapter of Scotland“, das Leitungsgremium der Royal Arch Masons in Schottland. Absolviert man die vier Grade dieses Freimaurerbundes, hat man Anspruch auf eine Mitgliedschaft im Templerorden und weiteren Freimaurerorden.
  • Er war stellvertretender Grossmeister und Gouverneur des Royal Order of Scotland, ein schottischer Freimaurerorden.
  • Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer. Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Der Oberste Rat in Schottland besteht aus neun Personen. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat, der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt.

(Quelle: 1, 2, 3)

1870 hielt er ein grosses Freimaurerfest ab, an dem über tausend Freimaurer teilnahmen (Quelle). Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans. (Quelle) Mehrere davon waren Freimaurer. Die Frau von Francis Robert St. Clair-Erskine kam väterlicherseits aus der Fitzroy Familie und mütterlicherseits aus der Beauclerk Familie (Quelle). Fitzroy und Beauclerk sind Bastardlinien der schottischen Königsfamilie Stuart.

James Francis Harry St Clair-Erskine, der 5. Graf von Rosslyn (1869-1939), war ein enger Freund des britischen Königs Edward VII., der zudem der Pate seines Sohnes wurde (Quelle). König Edward war von 1874 bis 1901 Grossmeister der englischen Freimaurergrossloge (Quelle).

Lord Francis St. Clair-Erskine (1892-1929) heiratete die Australierin Sheila Chisholm, die möglicherweise aus dem Chisholm Clan stammte. Sie heiratete in dritter Ehe in die russische Zarenfamilie.

Peter St. Clair-Erskine, der 7. und derzeitige Graf von Rosslyn (*1958), hat Kontakt zur britischen Königsfamilie (Quelle).

Die Grafenfamilie St. Clair-Erskine besitzt die Rosslyn-Kapelle. Die schottische Kapelle wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich seither im Besitz von Mitgliedern des Sinclair Clans. Um die Kapelle ranken sich viele Mythen und Verschwörungstheorien. Die Kapelle wird mit den Freimaurern und den Templern in Verbindung gebracht (Quelle). Da die Familien Sinclair und Erskine hochrangige Freimaurer und Templer hervorbrachten, ist dies nicht unwahrscheinlich. Legenden und Spekulationen besagen, dass Graf Henry Sinclair (lebte im 14. Jahrhundert) bereits vor Christoph Kolumbus nach Nordamerika gereist sei. Der Legende nach war Graf Henry Sinclair Mitglied des mittelalterlichen Templerordens. (Quelle) So viel man weiss, war der Templerorden aber bereits 100 Jahre zuvor aufgelöst worden. Manche französische Templer, die damals verfolgt wurden, flüchteten im 14. Jahrhundert nach Schottland. Die schottischen Adligen gewährten den verfolgten Templern, von denen viele Adlige waren, Schutz und Zuflucht und wurden dafür womöglich in die templerischen Geheimnisse eingeweiht. Viele schottische Familien sollen mit Templern verwandt gewesen sein. (Quelle) Die Templer wussten angeblich über die Existenz des amerikanischen Kontinents bescheid, was dann Sinclair veranlasste den damals noch unbekannten Kontinent zu besuchen. Spätestens ab dem 16. Jahrhundert bildete sich in Schottland die Freimaurerei. Daher wird vermutet, dass der Templerorden ein Vorläufer der schottischen Freimaurerei war. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründeten die britisch-adligen Freimaurer einen neuen Templerorden, in dem hochrangige Freimaurer aus Grossbritannien zusammenkommen. Zudem gibt es noch den bereits erwähnten Fleur de Lys-Orden, der womöglich ein direkter Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens ist. Weitere Theorien zur Rosslyn-Kapelle besagen, dass sich darin der Templerschatz, der Heilige Gral, die Bundeslade oder gar der mumifizierte Kopf von Jesus Christus befindet. Die Kapelle kommt auch im verfilmten Buch The Da Vinci Code vor.

Übrigens: Sir George Erskine (circa 1570-1646) aus dem Erskine Clan war einer der frühen Besitzer der Ripley-Schriftrolle. Diese Schriftrolle beinhaltet Verweise auf den Stein der Weisen und ist nach George Ripley benannt, der im 15. Jahrhundert lebte und einer der bekanntesten Alchemisten in England war. Die Herkunft der Ripley-Schriftrollen ist unklar, aber sie befanden sich im Besitz von schottischen Clans. George Erskine gilt als der frühste bekannte Besitzer. Er hatte Kontakte zu anderen Adligen in Schottland und London, die alchemistische Manuskripte studierten. Er hatte auch Kontakt zu Rosenkreuzern in Hessen, Deutschland. (Quelle) Er kam mütterlicherseits aus dem Home Clan (Quelle).

Serena Dunn (1935-2019) war eine Enkelin des 5. Grafen von Rosslyn aus der Familie St. Clair-Erskine. Serena war die langjährige Ehefrau des britischen Barons Jacob Rothschild, der als das Oberhaupt der weltberühmten Rothschild Familie gilt. Ihr Sohn Nathaniel Rothschild, der international vernetzt ist, hat somit Blut der Clans Erskine und Sinclair in sich sowie das Blut von weiteren freimaurerverbundenen britischen Adelsfamilien, darunter Blut der schottischen Königsfamilie Stuart. Über die Stuarts hat Nathaniel Rothschild auch Blut des schottischen Königs Kenneth MacAlpin in sich. MacAlpin, der im 9. Jahrhundert lebte, war der erste König und Begründer von Schottland. Über die Stuarts ist Nathaniel Rothschild zudem ein Nachkomme der Plantagenet-Dynastie, die vom 12. bis 15. Jahrhundert die Königsfamilie von England war. Über die Plantagenet-Dynastie hat Nathaniel Rothschild Blut von König Fulko (starb 1143) in sich, der zur Kreuzfahrerzeit König der heiligen Stadt Jeruslem war. Die britischen Rothschilds, eine briefadlige Familie, sind damit inzwischen eine echte blaublütige Adelsfamilie mit königlichem Blut. Womöglich betrachtet die britische Adelselite die Rothschilds inzwischen als gleichberechtigten Partner, da sie dasselbe Blut haben (für die britischen Aristokraten ist Blut und Abstammung nach wie vor sehr wichtig). Hannah Rothschild (1851-1890) heiratete Graf Archibald Primrose. Dieser war britischer Premierminister und Clan-Chef des schottischen Primrose Clans.

Anmerkung: Für mich ist es unverständlich, wie den Verschwörungstheoretikern nicht auffällt, dass die Rothschilds und die britische Königsfamilie ein sehr gutes Verhältnis zu schottischen Clans haben. Die britische Königsfamilie hat Blut von vielen Clans in sich, einerseits über die Mutter der Queen und anderseits über die Vorfahren aus der Königsfamilie Stuart (und dadurch auch Blut der Könige MacAlpin und Fulko). Die Freimaurerei wurde höchstwahrscheinlich von schottischen Clans gegründet. Erst nahmen sie englische und irische Adlige in den Bund auf und dann Adlige vom europäischen Festland und schliesslich gründeten britische Adlige in den britischen Kolonien viele Logen, die auch Nichtaristokraten aufnahmen. Die britischen Freimaurer nahmen im 18. Jahrhundert die ersten Juden in die Freimaurerei auf. Mit Nathan Mayer Rothschild zog 1798 das erste Mitglied der deutsch-jüdischen Rothschild Familie nach Grossbritannien. Im Jahr 1802 wurde er bei den englischen Freimaurern aufgenommen. 1810 gründete er die britische Rothschild Bank, die sich zur weltweit grössten Bank entwickelte. Ab da begannen die Rothschilds und ihre Schwäger aus anderen jüdischen Bankiersfamilien ihren Einfluss weltweit auszuweiten. Es kam zu Heiraten zwischen wohlhabenden jüdischen Familien und schottischen Clans. Ich geh davon aus, dass die führenden Köpfe der jüdischen Elite ein gutes Verhältnis zu den britisch-adligen Freimaurerfamilien haben, zu denen auch die Königsfamilie gehört. Dieser Kreis könnte die “jüdisch-freimaurerisch Weltverschwörung“ ausmachen, von der man immer wieder hört. Diese Verschwörungstheorie gibt es seit über 100 Jahren und besagt, dass es ein Bündnis von einflussreichen Freimaurern und Juden gibt. Die Theorie wurde leider von Nazis und Judenhassern in den Dreck gezogen. Obwohl Mitglieder der schottischen Clans zur obersten Freimaurerführung gehören, haben sie es bisher geschafft nicht ins Visier der Verschwörungstheoretiker zu geraten. Ich glaube, dass haben sie den Juden zu verdanken, die bei jeder Gelegenheit von den Verschwörungstheoretikern ins Visier genommen werden und so immer im Mittelpunkt stehen, während die Clans im Hintergrund meist unbemerkt bleiben. Hierzu ein Beispiel: Der jüdische Finanzinvestor George Soros gilt in der Szene der Verschwörungstheoretiker als einer der führenden Köpfe der jüdischen Weltverschwörung und ist inzwischen auf der ganzen Welt bekannt dafür. Dass sein Neffe Peter Soros in den schottischen Fraser von Lovat Clan heiratete, hat aber so gut wie niemand mitbekommen. Vielleicht haben sich Juden wie Rothschild und Soros damit abgefunden, dass sich antisemitische Verschwörungstheorien nicht verhindern lassen und überlegen wie man sie zum eigenen Vorteil nutzen könnte. Ich halte es sogar für vorstellbar, dass Soros absichtlich an linke Organisationen, Faktenchecker, Bürgerrechts- und oppositionelle Bewegungen und Medien spendet, um diese bei Verschwörungstheoretikern in Verruf zu bringen. Ich glaube, die Elite spielt Psychospielchen mit den Verschwörungstheoretikern, was während der Corona-Pandemie ziemlich deutlich wurde. Meiner Meinung nach hat sich die Szene der Verschwörungstheoretiker während der Pandemie blamiert und selber diskreditiert (was für die Elite von Vorteil ist). Theoretisch könnte man Verschwörungstheorien auch dazu nutzen, um Bürgerkriege und Umstürze anzuheizen oder Wahlen zu beeinflussen, in dem man das Narrativ verbreitet, die Regierung werde von einer geheimen Elite gesteuert und müsse daher ausgewechselt werden. Islamistische Aufständische und Terroristen glauben oft an eine jüdische Weltverschwörung. Staatschefs wie Viktor Orbán (Ungarn), Erdoğan (Türkei), Ebrahim Raisi (Iran) und Assad (Syrien) nutzen antisemitische Verschwörungstheorien als Propagandainstrument. Das Volk soll glauben, die bösen Mächte seien stets im Ausland. Dies führt dazu, dass das Volk die Schurken in der Elite des eigenen Landes unterschätzt oder übersieht. Kritischen Politikern, Journalisten und Organisationen kann man vorwerfen, sie würden für ausländische Eliten arbeiten. In den letzten 100 Jahren gab es viele autoritäre Staaten und Diktaturen, die Verschwörungstheorien zu Propagandazwecken und als Machtinstrument nutzten. Oft glaubten ihre Anhänger wirklich man müsse die Demokratie abschaffen, da diese unter dem Einfluss der Elite steht. Heute ist das nicht anders. Der Erfolg der Rechtspopulisten in den letzten Jahren fusst unter anderem auf der Taktik den Wählern zu vermitteln, man wolle das Establishment bekämpfen. Die autoritäre Führung in Russland hat viele Fans im russischen Volk und im Ausland, weil viele der Fans glauben, dass Präsident Putin mutig der bösen Weltelite Widerstand leistet (ich geh aber davon aus, dass er selbst zur Weltelite gehört). Russische staatsnahe Medien haben in den letzten Jahren sehr grossen Einfluss auf die Szene der Verschwörungstheoretiker im deutschsprachigen Raum gewonnen. Man kann davon ausgehen, dass diese Medien in irgendeiner Form mit russischen Geheimdiensten verbunden sind. Auch die US-amerikanische Elite spielt mit Verschwörungstheorien, wie sie mit Donald Trump bewiesen hat. Der Milliardär hat grosses Ansehen in der Community der Verschwörungstheoretiker und ist für manche eine Art Erlöser. Viele seiner Anhänger glauben an eine jüdische Weltverschwörung. Das erscheint natürlich sehr paradox, da zu Trumps Freunden und Unterstützern mehr als ein Dutzend jüdische Milliardäre gehören und sein jüdischer Schwiegersohn Jared Kushner kennt noch viele weitere einflussreiche Juden. Trump kommt mütterlicherseits aus dem schottischen MacLeod Clan und hat Kontakte nach Schottland. Er besitzt den “Trump International Golf Links“, ein Golfplatz in Schottland. Der Golfplatz hat ein eigenes Wappen und einen eigenen Schlachtruf, genau wie die schottischen Clans. Trump erhielt von den Clans die Erlaubnis, ein Wappen zu verwenden. Trump ist bekannt dafür, stolz von seinen schottischen Wurzeln zu sprechen und sagte: „Ich glaube, ich fühle mich schottisch“. Noch weitere US-Präsidenten hatten Blut von Clans in sich (auch die beiden aus der Bush Familie). Viele Verschwörungstheoretiker in Grossbritannien befürworteten den Brexit, weil sie dachten, sie könnten der Elite damit eins auswischen. Ich geh allerdings davon aus, dass der Brexit von der britischen Elite gewollt war. Die Eliten vieler Länder versuchen also die Szene der Verschwörungstheoretiker für ihre eigenen Interessen zu instrumentalisieren.

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The Order of the Fleur de Lys

Der “Order of the Fleur de Lys“ ist einer der interessantesten Orden. In diesem Orden mit mehr als 200 Mitgliedern kommen alte hochrangige Freimaurerfamilien zusammen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Aristokraten und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war.

Die Templerverbindung

Der Templerorden war ein mächtiger und reicher Orden, der in der heiligen Stadt Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet wurde. Er fasziniert bis heute viele Verschwörungstheoretiker, aber auch viele Adlige, von denen manche glauben, dass sie von Templern abstammen. Der Templerorden wurde von französischen Adligen geführt und es waren auch weitere Nationalitäten darin vertreten. Der französische König Philipp IV. liess die Templer verfolgen und viele wurden darauf auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die überlebenden Templer flüchteten ins Exil oder gingen in den Untergrund. Der Orden war ab da nicht mehr aktiv.

Manche Templer flüchteten nach Schottland. Die schottischen Clans (schottische Aristokraten) gewährten den verfolgten Templern Schutz und Zuflucht. Viele schottische Familien sollen mit Templern verwandt gewesen sein. Hundert Jahre nach der Templerverfolgung gründeten Clanmitglieder zusammen mit Franzosen und Italienern 1439 den Fleur de Lys-Orden, der sich als Nachfolger des Templerordens sah. Spätestens ab dem 16. Jahrhundert bildete sich in Schottland die Freimaurerei. Daher wird vermutet, dass der Templerorden ein Vorläufer der schottischen Freimaurerei war. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der schottischen Freimaurer kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. Erst nahmen sie englische und irische Adlige in den Bund auf und dann Adlige vom europäischen Festland und schliesslich gründeten britische Adlige in den Kolonien viele Logen, die auch Nichtaristokraten aufnahmen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründeten die britisch-adligen Freimaurer einen neuen Templerorden, in dem hochrangige Freimaurer aus Grossbritannien zusammenkommen. Zu den frühen Grossmeistern der Freimaurer in Schottland gehörten zwei Grosskommandanten (Grossmeister) des Fleur de Lys-Ordens. Die Grosskommandanten kannten die frühen Freimaurer in Grossbritannien und Frankreich, was weiter unten erläutert wird. Der Fleur de Lys-Orden ist seit seiner Gründung mit dem schottischen Montgomery Clan verbunden, der auch hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Der heutige Fleur de Lys-Orden

Die heutigen Mitglieder des Fleur de Lys-Ordens befassen sich mit templerischen Geschichten und Legenden. Der Fleur de Lys-Orden hatte sehr einflussreiche Mitglieder, von denen einige ganz klar Teil einer verschworenen Elite waren. Dennoch glaube ich, dass der Orden nicht die Weltherrschaft anstrebt und auch kein Elitennetzwerk ist. Beim Fleur de Lys-Orden kommen Adelsfamilien zusammen und befassen sich mit ihren Vorfahren, von denen sie glauben oder vermuten, dass sie Mitglied des mittelalterlichen Templerordens waren. Zudem ist der Orden auch philanthropisch aktiv, so wie viele freimaurer- und templerverbundene Orden. Trotzdem ist der Fleur de Lys-Orden interessant für Verschwörungstheoretiker wegen den hochkarätigen Mitgliedern.

Alle bekannten Information zum Fleur de Lys-Orden stammen von der Website des Ordens. Auch die Angaben zum Orden in diesem Beitrag hab ich von der Website. Daher hoffe ich, dass die Website online bleibt, da es sonst kaum Quellen gibt. Soviel ich über die Google-Suche rausfinden konnte, wurde der Orden erst im letzten Jahrzehnt in der Literatur erwähnt. Bevor der Orden online ging, gab es scheinbar keine Informationen zu ihm. Demnach war der Orden zuvor fast 600 Jahre lang im Geheimen aktiv und scheinbar hat niemand was von seiner Existenz mitbekommen. Daher war er bis vor wenigen Jahren noch ein Geheimorden, was ihn natürlich noch interessanter macht. Der Orden behauptet, dass Mitglieder aus berühmten Dynastien, wie Medici, Habsburg, Bourbon und Bonaparte, im Geheimen Mitglied des Ordens waren. Jetzt könnte man skeptisch sein und behaupten der Orden besteht aus Wichtigtuern, die eigentlich keine Verbindung zu diesen Dynastien hatten. Mich konnte der Orden allerdings überzeugen und ich schätze ihn als glaubwürdig ein. Ich bitte die Leser im Internet keine bösen Gerüchte über den Orden zu verbreiten, denn er könnte vielleicht seine Website löschen, wenn er das Gefühl hat, dass er ins Visier der Verschwörungstheoretiker gerät.

Bis vor paar Jahrzehnten war der Fleur de Lys-Orden ein erblicher Orden, der auf etwa 64 europäische Familien beschränkt war, die hauptsächlich schottischen und französischen Ursprungs waren. (Quelle) Die heutigen Mitglieder kommen aus Grossbritannien, Belgien, Frankreich, Schweden, Kanada, USA, Russland und Serbien (Quelle).

Der Fleur de Lys-Orden wird von einem Grosskommandanten geführt. Zu den Grosskommandanten (die weiter unten aufgelistet sind) und ihren Nachkommen gehörten Könige, Päpste, Bankiers und Heerführer (Quelle). Der derzeitige Grosskommandant ist Jonathan Sayers. Er ist sehr daran interessiert, die internationalen Verbindungen des Ordens weiter auszubauen. Er kommt mütterlicherseits aus dem schottischen Hay Clan. Diese Familienverbindung führte ihn in den Orden. (Quelle) Der Hay Clan brachte hochrangige Freimaurer hervor.

Die derzeitige Grosspatronin des Fleur de Lys-Ordens ist Prinzessin Elisabeth  Karađorđević (Quelle). Sie kommt väterlicherseits aus der Königsfamilie von Serbien und Jugoslawien. Mütterlicherseits kommt sie aus der griechischen Königsfamilie und ihre Grossmutter kam aus der russischen Zarenfamilie. Diese drei Königsfamilien brachten Freimaurer hervor und waren mit vielen hochadligen Freimaurern verwandt. Prinzessin Elisabeths erster Mann war Howard Oxenberg, ein amerikanischer Jude und Freund der berühmten Kennedy Familie. Ihr zweiter Mann war der britische Politiker Neil Balfour, der danach in die englische Adelsfamilie Spencer-Churchill heiratete. Prinzessin Elisabeth Karađorđević heiratete in dritter Ehe den peruanischen Premierminister Manuel Ulloa Elias.

Andrew Hope, der Graf von Hopetoun, ist derzeit der Patron für Schottland des Fleur de Lys-Ordens (Quelle). Er kommt aus dem schottischen Hope Clan und sein Vater ist der Markgraf von Linlithgow.

Seit seiner Gründung war der erklärte Zweck des Ordens die Wiederherstellung des jüdisch-christlichen Königreichs Jerusalem mit dem rechtmässigen König als Herrscher. Mit der Gründung des heutigen Staates Israel wurde dies jedoch abgeändert. (Quelle) Der Orden besteht aus Christen. Er nimmt auch Juden auf, die aber nicht der Ordensführung beitreten können. Da der Orden kreuzfahrerische Wurzeln hat, werden keine Muslime aufgenommen. Es gibt inzwischen aber einige Ausnahmen für Nichtchristen, wenn die betreffenden Personen von der Ordensführung als würdig erachtet werden. (Quelle)

Die Gründung des Fleur de Lys-Ordens

Der Orden wurde vom französischen Hochadligen René I. d’Anjou (1409-1480) gegründet. Er sah sich als der rechtmässige König der heiligen Stadt Jerusalem, die damals von Muslimen kontrolliert wurde. Er kam aus der Anjou Familie, die vom sizilianischen König Karl I. (1227-1285) begründet wurde, ein Sohn des französischen Königs Ludwig VIII. aus der Dynastie der Kapetinger. König Karl beanspruchte ebenfalls den Thron von Jerusalem, das zu seiner Zeit von den Kreuzfahrern kontrolliert wurde. Bereits vor Karl gab es eine französische Hochadelsfamilie mit dem Namen Anjou. Aus der alten Anjou Familie ging die Familie Château-Landon hervor, die während der Kreuzfahrerzeit die Königsfamilie von Jerusalem war. Aus der Familie Château-Landon ging zudem die englische Königsdynastie Plantagenet hervor, deren Nachkommen noch heute zur britischen Adelselite gehören.

Mitte des 13. Jahrhunderts eroberten Muslime Jerusalem. Ab da stand die Stadt fast 700 Jahre lang unter der Herrschaft von Muslimen. Somit hatten der Vatikan und der europäische Hochadel die Kontrolle über die heilige Stadt verloren. René d’Anjou, der Gründer des Fleur de Lys-Ordens, wollte sich nicht damit abfinden und sah sich als rechtmässige König von Jerusalem. Seit seiner Gründung sah der von ihm gegründete Orden die Wiederherstellung des jüdisch-christlichen Königreichs Jerusalem mit einem König aus der Anjou Familie als das oberste Ziel an. Die Anjous sind im Mannesstamm ausgestorben, aber man findet immer noch Nachkommen im heutigen europäischen Hochadel.

René d’Anjou kam mütterlicherseits aus der Königsfamilie von Aragon. Seine Tochter heiratete den englischen König Heinrich/Henry VI.. Dieser war ein Nachkomme der Plantagenet-Dynastie und somit auch ein Nachkomme des jerusalemischen Königs Fulko (starb 1143).

René d’Anjou stand mit Schotten in Kontakt. John de Montgomery (starb 1445) aus dem schottischen Montgomery Clan war Mitgründer des Fleur de Lys-Ordens. Zu den Mitgründern gehörte der Bankier Cosimo de Medici (1389-1464), der den Orden finanziert haben soll. (Quelle) Der wohlhabende Bankier kam aus der italienischen Stadt Florenz und seine Familie galt über ihr Bankgeschäft im 15. Jahrhundert als die reichste Familie Europas. Zu seinen Nachkommen gehörten mehrere Päpste. Ein Zweig der Medici Familie wurde in den Hochadel aufgenommen und galt als eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Dieser Familienzweig starb im 18. Jahrhundert aus.

Die drei Ordensgründer René d’Anjou, John de Montgomery und Cosimo de Medici wurden die ersten Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens und führten den Orden gemeinsam an. Nach ihnen führte der italienische Herzog Ludovico Sforza ab 1480 den Orden als Grosskommandant. Der Orden sagt, dass seither alle Grosskommandanten Nachkommen dieser vier Männer waren.

Liste der ehemaligen Grosskommandanten

Auf der Website des Ordens gibt es eine Liste der ehemaligen Grosskommandanten, die den Orden angeführt haben. Sie kamen aus Hochadelsfamilien und schottischen Clans. Über das Internet fand ich aber keine historischen Beweise, welche die Echtheit der Liste belegen. Der Orden besitzt alte Dokumente des Ordens.

Hier sind die Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens chronologisch rückwärts gelistet.

Eric Hugh Montgomery von Montgomery (*1938): Er war von 1972 bis 2021 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war Bürgermeister der Stadt Uttoxeter in England. Er kommt aus dem schottischen Montgomery Clan, der wie gesagt zu den Gründern des Fleur de Lys-Ordens gehörte. Er war bei den Royal Scots Greys, ein schottisches Regiment des britischen Militärs. Dort diente er gemeinsam mit dem Herzog von Kent aus der britischen Königsfamilie. Der Herzog ist ein Cousin der Queen und ist der derzeitige Grossmeister der englischen Freimaurergrossloge.

Leopold III., König von Belgien (1901-1983): Er war von 1914 bis 1972 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war somit bereits als Jugendlicher ein hochrangiger Geheimbündler. Von 1934 bis 1951 war er König von Belgien. Er war mit vielen europäischen Hochadelsfamilien verwandt und heiratete in die schwedische Königsfamilie. Er hatte Blut des Montgomery Clans in sich (das Blut der Montgomerys ist inzwischen im Hochadel angekommen).

Robert Udny-Hamilton, der 11. Lord Belhaven und Stenton (1871-1950): Er war von 1900 bis 1914 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war auch Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge und stammte aus dem schottischen Hamilton Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte. Robert Udny-Hamilton bereiste britische Kolonien. Seine Tochter Julia heiratete in die Somerset von Beaufort Familie. Die englische Adelsfamilie stammt im Mannesstamm von der Plantagenet-Dynastie ab, die vom 12. bis 15. Jahrhundert die Königsfamilie von England war (also zur Templerzeit) und vom jerusalemischen König Fulko (starb 1143) abstammte.

Baron Robert Dundas von Arniston (1857-1910): Er war von 1875 bis 1900 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam aus dem Dundas Clan und heiratete in den Montgomery Clan. Er bereiste britische Kolonien.

Kaiser Napoleon III. (1808-1873): Er war von 1862 bis 1875 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er regierte Frankreich von 1848 bis 1870, ab 1852 als Kaiser. Er kam aus der Bonaparte Familie, die bis heute zum Hochadel gehört. Sein Onkel war der erste Napoleon, der ebenfalls Kaiser von Frankreich war. Die Bonaparte Familie brachte im 19. Jahrhundert hochrangige Freimaurer hervor. Kaiser Napoleon III. heiratete die spanische Adlige Eugénie de Montijo, die mütterlicherseits aus dem schottischen Kirkpatrick stammte.

Archibald Montgomery, der 13. Graf von Eglinton (1812-1861): Er war von 1838 bis 1862 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war der Clan-Chef des Montgomery Clans und war mit hochrangigen Freimaurern aus Schottland verwandt. Er war in der Politik und wurde in den Privy Council aufgenommen, der bis heute der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Der jüdische Graf Benjamin Disraeli, der britischer Premierminister war, beschrieb Montgomery als „den ehrlichsten und geradlinigsten Mann, mit dem ich je zu tun hatte“. Graf Archibald Montgomery organisierte das Eglinton-Turnier von 1839, ein Lanzenturnier, an dem Adlige teilnahmen. Zu den Teilnehmern gehörte auch sein persönlicher Freund, der spätere französische Kaiser Napoleon III., der nach ihm Grosskommandant wurde.

Robert Montgomery von Comber (1778-1838): Er war von 1825 bis 1838 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan.

George Beaumont: Eine Person mit Namen George Beaumont war von 1815 bis 1825 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Der Orden weiss selber nicht, um wen es sich dabei handelt, aber er vermutet, dass es Baron George Beaumont (1753-1827) ist. Der Orden vermutet, dass seine Familie von der normannischen Einwandererfamilie Beaumont abstammt, die im 11. und 12. zur britischen Adelselite gehörte. Da der heutige Orden nicht weiss, wer der Grosskommandant war, kann man davon ausgehen, dass der Orden sehr viel Wert auf Geheimhaltung legte und wenig Schriftliches hinterliess.

Hugh Montgomery von Grey Abbey (1754-1815): Er war von 1800 bis 1815 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan.

Erzherzog Maximilian von Habsburg-Lothringen (1756-1801): Er war von 1768 bis 1800 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war somit bereits als Jugendlicher ein hochrangiger Geheimbündler. Sein Vater war der römisch-deutsche Kaiser Franz I. Stephan. Er war der einzige römisch-deutsche Kaiser, von dem man weiss, dass er Freimaurer war. Er kam aus den französischen Hochadelsfamilien Vaudémont und Orléans. Er wurde Kaiser durch seine Heirat in die österreichische Königsfamilie Habsburg. Durch diese Ehe entstand die bis heute bestehende Hochadelslinie Habsburg-Lothringen. Erzherzog Maximilian war auch Kurfürst und Erzbischof. Er war zudem Hochmeister des bis heute bestehenden Deutschen Ordens. Der vatikanverbundene Orden wurde wie der Templerorden von Kreuzfahrern in der heiligen Stadt Jerusalem gegründet.

Alexander Montgomery, der 10. Graf von Eglinton (1723-1769): Er war von 1757 bis 1768 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war der Clan-Chef des Montgomery Clans. Er war einer der frühen Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Als er das Amt antrat, war er erst 27 Jahre alt, was sehr jung für ein Grossmeisteramt ist.

Lord Thomas Erskine (1705-1766): Er war von 1746 bis 1757 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war einer der frühen Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Er kam aus dem Erskine Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte. Er heiratete in den Hope Clan und kam mütterlicherseits aus dem Hay Clan, der ebenfalls hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Charles Radclyffe, der 5. Graf von Derwentwater (1693-1746): Er war von 1730 bis 1746 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Der englische Adlige war einer der ersten Grossmeister der französischen Freimaurer. Er gilt als einer der Gründer der Freimaurerei in Frankreich und soll die erste Freimaurerloge auf dem europäischen Festland gegründet haben. Er heiratete in den Livingstone Clan. Seine Mutter war die uneheliche Tochter von König Karl II. aus der schottischen Königsfamilie Stuart, die aus dem Stewart Clan kam. Charles Radclyffe wurde hingerichtet, weil er den erfolglosen Jakobitenaufstand unterstützte. Die Jakobiten wollten die deutsche Hochadelsfamilie Hannover vom britischen Thron entfernen, damit die ursprüngliche Königsfamilie Stuart wieder die Macht übernehmen kann. Charles Radclyffe und seine Familie hatten Kontakte zur im Exil lebenden Stuart Familie. Sie unterstützen Charles Edward Stuart, den die Jakobiten als den rechtmässigen König von Grossbritannien ansahen. Der deutsche Adlige Karl Gotthelf von Altengrotkau, ein hochrangiger Freimaurer, lebte zu dieser Zeit. Er behauptete, dass er in den schottischen Templerorden aufgenommen worden war. Er behauptete auch, die “unbekannten Oberen“ Templer zu kennen, welche die gesamte Freimaurerei steuern. Er sagte, einer der Obersten Templermeister sei der im Exil lebende Charles Edward Stuart. Charles soll in Frankreich einen Rosenkreuzerritus gegründet haben. Sein Lehrer war der Freimaurer Andrew Michael Ramsay. Dieser behauptete, dass bereits Lord James Stewart (starb 1309) aus dem Stewart Clan Grossmeister einer Freimaurerloge in Schottland gewesen war. Nach Angaben von Ramsay brachte der Templerorden zu dieser Zeit die Freimaurerei nach Schottland. Der Stewart Clan brachte in den letzten 320 Jahren viele hochrangige Freimaurer hervor.

John Erskine, der 23. Graf von Mar (1675-1732): Er war von 1716 bis 1730 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Erskine Clan. Er unterstützte ebenfalls den Jakobitenaufstand. Er heiratete in den Hay Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Hugh Montgomery, der 2. Graf von Mount Alexander (1651-1717): Er war von 1689 bis 1716 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan. Er heiratete in die englische Adelsfamilie Berkeley.

Vizegraf John Graham von Claverhouse (1648-1689): Er war von 1675 bis 1689 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Väterlicherseits kam er aus dem Graham Clan und mütterlicherseits aus dem Carnegie Clan. Er hatte Blut von schottischen Königen in sich.

Henri de La Tour d’Auvergne, Vizegraf von Turenne (1611-1675): Er war von 1640 bis 1675 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er gilt als der führende französische Feldherr seiner Zeit. Er kam aus einer hugenottischen (protestantischen) Familie. Das ist bemerkenswert, da zur damaligen Zeit die französische Elite fast nur aus Katholiken bestand. Henris Grossvater mütterlicherseits war Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1533-1584). Dieser war ein Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien, der mit seinen Verbündeten ihre Unabhängigkeit erklärten. Somit kann Wilhelm als der Gründer der Republik der Vereinten Niederlande betrachtet werden. Er war der Stammvater der niederländischen Königsfamilie, die ab da bis heute mit einigen Unterbrechungen den niederländischen Thron besetzt. Wilhelm solidarisierte sich mit den verfolgten Protestanten. Das niederländische Königshaus spielte eine wichtige Rolle bei der Reformation im Hochadel und war, genau wie die anderen protestantischen Königsfamilien, eng mit der Freimaurerei verbunden.

Charles de Lorraine, der 4. Herzog Guise (1571-1640): Er war von 1595 bis 1640 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam aus der französischen Hochadelsfamilie Vaudémont (Lothringen), die wie bereits erwähnt zu den Vorfahren der heutigen nicht amtierenden österreichischen Königsfamilie Habsburg-Lothringen gehört. Durch diese Abstammung war Erzherzog Maximilian von Habsburg-Lothringen später berechtigt das Amt des Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens zu übernehmen. Charles de Lorraine beteiligte sich an der Bekämpfung der Hugenotten. Daher ist es erstaunlich, dass der nachfolgende Grosskommandant Hugenotte war.

Robert de St. Clair: Eine Person mit Namen Robert de Saint Clair war von 1585 bis 1595 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam höchstwahrscheinlich aus dem St. Clair/Sinclair Clan. Graf Henry Sinclair (lebte im 14. Jahrhundert) war der Legende nach ein Templer. Legenden und Spekulationen besagen, dass Henry Sinclair bereits vor Christoph Kolumbus nach Nordamerika gereist sei. Die verfolgten Templer, die nach Schottland flüchteten und dort mit Clans in Kontakt standen, wussten angeblich über die Existenz des amerikanischen Kontinents Bescheid, was dann Sinclair veranlasste den damals noch unbekannten Kontinent zu besuchen. Die heutige Grafenfamilie St. Clair-Erskine, die aus den Clans Sinclair und Erskine stammt, besitzt die Rosslyn-Kapelle. Die schottische Kapelle wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich seither im Besitz von Mitgliedern des Sinclair Clans. Um die Kapelle ranken sich viele Mythen und Verschwörungstheorien. Die Kapelle wird mit den Freimaurern und den Templern in Verbindung gebracht. Weitere Theorien zur Rosslyn-Kapelle besagen, dass sich darin der Templerschatz, der Heilige Gral, die Bundeslade oder gar der mumifizierte Kopf von Jesus Christus befindet. Die Kapelle kommt auch im verfilmten Buch The Da Vinci Code vor. Übrigens: Der britische Baron Jacob Rothschild, der als das derzeitige Oberhaupt der berühmten Rothschild Familie gilt, war viele Jahre mit der verstorbenen Serena Dunn verheiratet. Serena kam mütterlicherseits aus der Grafenfamilie St. Clair-Erskine, die wie gesagt die Kapelle bis heute besitzt. Die Rothschild Familie brachte im 19. Jahrhundert Freimaurer hervor. Ein Mitglied der St. Clair-Erskine Familie (der 4. Graf von Rosslyn) war von 1884 bis 1890 Grossmeister des wiederbelebten Templerordens in Schottland.

David Seton von Parbroath (1543-1601): Er war von 1572 bis 1585 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Der schottische Höfling kam aus dem Seton Clan. Von 1588 bis 1597 war er Comptroller und damit für die königlichen Finanzen und Haushaltsausgaben der schottischen Königsfamilie Stuart zuständig. Zur selben Zeit gehörte auch William Schaw zu den Höflingen der Stuart Familie. William Schaw gilt als wichtige Persönlichkeit bei der Entwicklung der Freimaurerei in Schottland.

Hugh Montgomerie, der 3. Graf von Eglinton (1540-1585): Er war von 1556 bis 1572 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan. Seine erste Frau kam aus den Clans Hamilton und Douglas. Seine zweite Frau kam aus dem Drummond Clan und der schottischen Königsfamilie.

Ferrante Gonzaga (1507-1557): Er war von 1527 bis 1556 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus der italienischen Adelsfamilie Gonzaga, die viele Kardinäle und Bischöfe hervorbrachte. Die Gonzaga Familie war über Heiraten mit dem päpstlichen Adel verbunden. Ferrante Gonzagas Mutter war Isabella d’Este. Väterlicherseits kam sie aus der italienischen Adelsfamilie Este. Ihr Grossvater mütterlicherseits war König von Neapel und kam aus der Trastámara-Dynastie. Ihr Bruder heiratete die berüchtigte Lucrezia Borgia, eine uneheliche Tochter von Papst Alexander VI.. Ferrante Gonzaga vertrat die damalige spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig von Sizilien. Er kannte Marcantonio Colonna aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna. Ferrante Gonzagas Bruder heiratete in die Adelsdynastie der Palaiologen. Die Palaiologen stellten die letzte Kaiserfamilie des Byzantinischen Reiches. Die Nachkommen der Palaiologen haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft im Fleur de Lys-Orden.

Herzog Charles de Bourbon-Montpensier (1490-1527): Er war von 1508 bis 1527 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war einer der reichsten und mächtigsten Adligen in Frankreich. Er kam aus der französischen Hochadelsfamilie Bourbon und war somit ein Nachkomme der Kapetinger. Alle französischen Könige der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab. Somit stellten die Kapetinger 39 französische Könige. Davon kamen sieben Könige aus der Bourbon Familie und auch die heutige spanische Königsfamilie kommt aus dem Haus Bourbon. Charles von Bourbon-Montpensier kam mütterlicherseits aus der Gonzaga Familie und der nachfolgende Grosskommandant war sein Cousin. Charles kannte den berühmten Leonardo da Vinci.

Herzog René de Lorraine (1451-1508): Er war von 1485 bis 1508 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam aus der bereits erwähnten französischen Hochadelsfamilie Vaudémont (Lothringen). Er sah sich selbst als der rechtmässige König der heiligen Stadt Jerusalem. Sein Grossvater mütterlicherseits war der Ordensgründer René d’Anjou, der ebenfalls den Thron von Jerusalem anstrebte.

Herzog Ludovico Sforza di Milano (1452-1508): Er war von 1480 bis 1485 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er heiratete in die bereits erwähnte Este Familie und kam aus den italienischen Adelsfamilien Sforza und Visconti. Er war einer der reichsten und mächtigsten Adligen in Italien. Er war ein Förderer des berühmten Leonardo da Vinci.

Vor 1480 waren wie bereits erwähnt die Ordensgründer Cosimo de Medici, John Montgomery und Rene d’Anjou Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens.

Weiteres

Die grösste Tragödie für den Orden war der Erste Weltkrieg. Der Weltkrieg und der daraus resultierende Konflikt zwischen den europäischen Hochadelsfamilien führte zum Zerfall des Ordens. In Österreich beispielsweise mussten alle Mitglieder ihre Mitgliedschaft aufgeben und traten teilweise anderen Orden bei. Inzwischen hat sich der Fleur de Lys-Orden erholt und seit 1995 steigt die Anzahl der Mitglieder wieder. (Quelle) Das liegt vermutlich daran, dass der Orden sich entschieden hat, nicht nur erbliche Mitglieder aufzunehmen, sondern inzwischen auch Personen aufnimmt, die keine Nachfahren der Gründerfamilien sind.

Der Ordensgründer René I. d’Anjou gründete 1448 einen weiteren Kreuzfahrerorden, den Militärorden des Halbmonds. Irgendwann verschwand der Halbmondorden oder wurde von einem Papst unterdrückt. Seine Mitglieder oder deren Nachkommen erschienen im Fleur de Lys-Orden. (Quelle

Die Ritter des Halbmondordens und des Fleur de Lys-Ordens kämpften im 15. Jahrhundert gemeinsam mit den Walachen und Ungaren gegen die Muslime. Als der Orden mit den Walachen kämpfte, sollen sich auch die ersten Juden dem Orden angeschlossen haben. Im Kampf gegen die Osmanen sollen sich die beiden Orden mit dem Drachenorden verbündet haben, ebenfalls ein katholischer Ritterorden. Dadurch gab es vermutlich Kontakte zur Familie des walachischen Herrschers Vlad III. Drăculea. (Quelle) Dieser wurde aufgrund seiner angeblichen Gräueltaten berühmt. Er soll ein sadistischer, masochistischer, kan­ni­ba­lis­tischer, pädophiler Mörder gewesen sein, der einen regelrechten Folter- und Vergewaltigungskult betrieb, was sich aber nicht beweisen lässt. Er inspirierte höchstwahrscheinlich den irischen Schriftsteller Bram Stoker zu seiner Romanfigur Dracula.

Der Fleur de Lys-Orden behauptet, dass er die Machtübernahme des serbischen Herrschers Đurađ Branković (1377-1456) unterstützt hatte (Quelle).

Der Orden war somit im 15. Jahrhundert stark in Osteuropa aktiv. In Bosnien gibt es eine unterirdische Krypta in Form einer riesigen Fleur de Lys, in der offenbar Mitglieder des Ordens im Verborgenen lebten und verehrt wurden. Serbische Adelsfamilien sollen von Ordensrittern abstammen. (Quelle) Wie oben bereits erwähnt wurde, hat der heutige Orden serbische Mitglieder, darunter eine Prinzessin aus der nicht amtierenden serbischen Königsfamilie. Über die Prinzessin wird der Orden Kontakte zur serbisch-orthodoxen Kirche haben. Irinej Dobrijević, der Bischof der serbisch-orthodoxen Kirche in Australien und Neuseeland, ist Mitglied des Fleur de Lys-Ordens. Er ist ein Nachkomme der serbischen Adelsfamilie Dobrijevic, die sich im Kampf gegen die Osmanen mit dem Orden verbündet haben soll. (Quelle)

John Brooke (1927-2006) gehörte zur Fleur de Lys-Ordensführung. Er war auch Mitglied des Malteserordens. (Quelle) Der Malteserorden ist der vermutlich einflussreichste Vatikanorden und hat seine Wurzeln ebenfalls in den Kreuzzügen. Die beiden Orden könnten also womöglich miteinander in Kontakt stehen.

Michael Poynder (1932-2008) gehörte zur Fleur de Lys-Ordensführung. Er war auch Mitglied des Druidenordens. (Quelle) Die heutigen Druidenorden in Grossbritannien sind mit der Freimaurerei verbunden. Die Druiden gehörten in der Zeit vor Christus zur keltischen Elite. Sie waren wohl die gebildetsten Mitteleuropäer ihrer Zeit. Das Zentrum des Druidentums war, genau wie heute, die britische Insel. „Diejenigen, die tiefer in ihre Lehre eindringen wollen, gehen gewöhnlich nach Britannien“, schrieb der römische Herrscher Julius Cäsar. Dort sei der Ursprungsort des Druidensystems. Auf der britischen Insel befinden sich viele alte Steinkreise und Bauwerke, von denen mache älter als die Pyramiden sind. Diese Steine werden mit den Druiden und den Freimaurern in Verbindung gebracht. Man kann davon ausgehen, dass die schottischen Steinmetze, die zu den frühen Freimaurern gehörten, von diesen alten Bauwerken fasziniert waren.

Daphne Rosalinde Wyke (1921-2019) gehörte zur Fleur de Lys-Ordensführung. Sie war Botschafterin der Vereinten Nationen. In dieser Funktion bereiste sie die Welt und pflegte freundschaftliche Beziehungen zu vielen Staatsoberhäuptern. (Quelle)

Wie bereits erwähnt wurde, war Eric Hugh Montgomery (*1938) aus dem Montgomery Clan von 1972 bis 2021 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er befasst sich mit alten Königsfamilien und Götterfamilien aus Religonen und Mythologie. Ich interessiere mich ebenfalls für die beiden Themen und glaube, dass viele der alten Götterfamilien eigentlich Königsfamilien waren. Montgomery veröffentlichte vier Bücher (die God-Kings-Reihe), in denen es um Königsdynastien geht. Für seine Recherchen verwendete er Dokumente, zu denen angeblich keine anderen Forscher Zugang hatten, einschliesslich der Ergebnisse von DNA-Studien. Vermutlich hat er die Dokumente über den Fleur de Lys-Orden oder weiteren Geheimorden einsehen können. In seinen Büchern wird die Theorie aufgestellt, dass Jesus Christus Nachkommen hatte, die auch Blut des nordischen Gottes Odin in sich trugen, der vermutlich ein König war. Nachdem die vom Vatikan gesteuerten Kreuzfahrer zu Beginn des 2. Jahrtausends das Heilige Land erobert hatten, wurden Kreuzfahrerstaaten im und um das Königreich Jerusalem errichtet. Diese Kreuzfahrerstaaten wurden von europäischen Hochadligen regiert und Montgomery ist überzeugt davon, dass diese Nachkommen von Jesus waren. Die Königsfamilien der Kreuzfahrerstaaten kamen aus dem französischen Hochadel. Zu ihren heutigen zahlreichen Nachkommen gehören unter anderem die britische Königsfamilie, alle Mitglieder der Familie Habsburg-Lothringen und weitere Hochadlige sowie viele britische Adlige, darunter die Herzogsfamilien aus dem Stewart Clan. Wenn Montgomery recht hätte mit seiner Theorie, dann wären diese Familien die heutigen Nachkommen von Jesus. Wie oben bereits erwähnt wurde, beanspruchte die Anjou Familie während der Kreuzfahrerzeit den Thron von Jerusalem und René I. d’Anjou gründete den Fleur de Lys-Orden, dessen Mitglieder René als rechtmässigen König von Jerusalem ansahen.

Montgomerys Buch wird auf Amazon mit folgendem Satz beworben: „Es ist ein Muss für alle, die sich dafür interessieren, wie Europa seit Jahrhunderten regiert wird“. Es gibt Verschwörungstheoretiker, die glauben, dass der heutige Hochadel von alten königlichen Blutlinien abstammt, die weiter als 3000 Jahre zurückgehen. Auch einzelne Adlige glauben scheinbar an diese Theorie. Der Unterschied zu den Verschwörungstheoretikern ist, dass die Adligen diese Blutlinien als etwas Positives und Heiliges ansehen, während die Verschwörungstheoretiker diese Blutlinien mit Negativem in Verbindungen bringen, wie zum Beispiel mit Machtgier, Grössenwahn und Imperialismus.

Zur angeblichen Jesus-Blutlinie muss man noch folgendes wissen: In der Bibel steht, dass Jesus ein Nachkomme der Davididen war. Die jüdische Königsdynastie wurde von König David begründet. Er soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Die Dynastie der Davididen soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen den Davididen Serubbabel als Vorfahren auf. Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Jesus wird als der Messias bezeichnet. Nach der christlichen Überlieferung ist der Messias der Sohn Gottes. Die jüdische Überlieferung, die älter als das Christentum ist, hatte die Ankunft des Messias vorausgesagt. Nach der jüdischen Überlieferung ist der Messias aber nicht der Sohn Gottes, sondern der rechtmässige, von Gott eingesetzte König der Juden, der von König David (oben erwähnt) abstammen muss. Der Messias soll den zerstörten Tempel wieder aufbauen. Zur Zeit als Jesus geboren wurde, war die Dynastie der Herodianer die Herrscher von Jerusalem. Sie waren keine Nachkommen der Davididen. Daher wäre Jesus mit seinem königlichen Blut der rechtmässige König von Jerusalem gewesen und wurde daher als Messias bezeichnet. Vielleicht liess König Herodes deshalb alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden, wo sich der geborene Messias aufhielt. König Herodes wollte damit den legitimen Thronfolger ausschalten. Es gab womöglich mehrere Könige, welche die Davididen wieder auf den Thron bringen wollten und daher Kontakt zu Jesus suchten (Legende der Heiligen Drei Könige).

Übrigens sollen der Legende nach die nicht amtierenden Königsfamilien von Äthiopien und Georgien, die noch immer bestehen, von den Davididen abstammen. Die georgische Königsfamilie heiratete in den letzten Jahrzehnten in die russische Zarenfamilie und in den päpstlichen Adel.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Winthrop, Chanler und Aldrich Familie

Die Winthrop Familie und ihre Nachkommen gehören seit über 350 Jahren zur Elite der USA.

Der englische Jurist John Winthrop (starb 1649) war der Sohn eines wohlhabenden Landbesitzers. Er emigrierte nach Nordamerika und war dort Mitgründer der Massachusetts Bay Colony, eine englische Kolonie. Er war mehrfach Gouverneur der Kolonie. Aus der Massachusetts Bay Colony entwickelte sich der heutige US-Bundesstaat Massachusetts. John Winthrop war Puritaner, wie viele der frühen Einwanderer in Nordamerika. Sein gleichnamiger Sohn John Winthrop (1606-1676) war Mitgründer und Gouverneur der englischen Kolonie Connecticut, aus der später der heutige US-Bundesstaat Connecticut hervorging. Er studierte wie sein Vater in Grossbritannien. Sein Sohn Fitz-John Winthrop (1637-1707) wurde ebenfalls Gouverneur der Kolonie Connecticut. Fitz-John lebte zeitweise in Grossbritannien. Seine Tochter Mary heiratete in die schottische Livingston Familie, die damals eine der mächtigsten Familien der Kolonien in Nordamerika war.

John Winthrop (1681-1747) heiratete in die Dudley Familie. Sein Schwiegervater Joseph und dessen Vater waren Kolonialgouverneure von Massachusetts.

Die führenden Familien in den Kolonien in Nordamerika waren über Heiraten miteinander verbunden. Viele der Nachkommen dieser Kolonialfamilien gehörten in den letzten 300 Jahren zur Elite der USA. Auch heute noch sind viele Nachkommen von alten Kolonialfamilien in der US-Elite vertreten, darunter Nachkommen der Winthrops.

1776 erklärten die 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas ihre Unabhängigkeit von Grossbritannien und gründeten daraufhin die USA. Die Kolonien wurden zu den ersten Bundesstaaten. Thomas Lindall Winthrop (1760-1841) wurde Vizegouverneur des Bundesstaates Massachusetts. Sein Vorfahre war wie bereits erwähnt als Kolonialgouverneur am Aufbau von Massachusetts beteiligt. Viele der frühen Gouverneure und Vizegouverneure der US-Bundesstaaten waren Nachkommen von Kolonialgouverneuren. Thomas Lindall Winthrop heiratete eine Tochter von John Temple. Dieser kam aus einer englischen Baronen-Familie und vertrat Grossbritannien als Diplomat in den gerade gegründeten USA. John Temple heiratete eine Tochter von James Bowdoin, der einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Massachusetts war. Sarah Bowdoin Winthrop (1788-1864) heiratete den Sohn von James Sullivan, der ebenfalls einer der frühen Gouverneure von Massachusetts war.

Sahras Schwester Anna Winthrop (starb 1850) heiratete John Collins Warren, ein berühmter Chirurg. Sein gleichnamiger Vater war Freimaurer und Grossmeister der Freimaurergrossloge von Massachusetts. Sein Onkel Josef Warren war ebenfalls Grossmeister der Freimaurer in Massachusetts. (Quelle: 1, 2, 3)

Sarahs Bruder Robert Charles Winthrop (1809-1894) war Sprecher des US-Repräsentantenhauses. Er heiratete in zweiter Ehe eine Enkelin von Elias Hasket Derby, der einer der reichsten Männer der USA war. Roberts dritte Ehefrau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Van Rensselaer. Diese gehörte wie die Winthrops bereits seit dem 17. Jahrhundert zu den einflussreichsten Familien des Landes.

Marie Austen Winthrop (1873-1952) heiratete Morris Woodruff Kellogg, der Gründer des Technologie- und Bauunternehmens KBR. Das Unternehmen ist eng mit US-Militär verbunden und macht heute einen Jahresumsatz von mehreren Milliarden US-Dollar.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts bildete sich in den USA eine Gesellschaftsschicht von sehr reichen Unternehmer- und Bankiersfamilien. Viele der berühmten Familien aus der neuen Geldelite, darunter Rockefeller, Morgan, Astor, Vanderbilt und Du Pont, waren über Heiraten mit alten Kolonialfamilien oder deren Nachkommen verbunden. Auch bekannte Politikerfamilien der USA, darunter Bush, Kean und Fish, sind Nachkommen von Kolonialfamilien. Durch diese Heiratsverbindungen gehörten die Kolonialfamilien im 20. Jahrhundert weiterhin zur US-Elite.

Die Winthrop Familie gehörte zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Die Gesellschaft wurde von der Astor Familie geleitet, die oft der Gastgeber war. Zu den 400 gehörten die Kolonialfamilien Vanderbilt, Livingston, Van Rensselaer, Schuyler, Bayard, Peyster und Carroll. Auch die Chanler Familie, Nachkommen der Winthrops, gehörte zu den 400.

Die Chanler Familie

John Winthrop Chanler (1826-1877) vertrat New York im Repräsentantenhaus. Seine Mutter kam aus der Winthrop Familie und war eine Nachkommin der Kolonialfamilie Stuyvesant. Seine Frau kam väterlicherseits aus der Kolonialfamilie Ward und mütterlicherseits aus der Astor Familie, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA war.

Margaret Stuyvesant Chanler (1820-1890) heiratete Lewis Morris Rutherfurd. Dieser kam väterlicherseits aus der Kolonialfamilie Rutherfurd, die vom schottischen Rutherfurd Clan abstammt. Mütterlicherseits kam er aus der Kolonialfamilie Morris, die zu den Gründervätern gehörte.

John Armstrong Chanler (1862-1935) heiratete Amelie Rives. Sie war die Patentochter des Generals Robert Edward Lee aus der Kolonialfamilie Lee. Die Lee Familie gehörte zu den Gründervätern der USA. Amelie Rives heiratete in zweiter Ehe einen Prinzen aus der russischen Adelsfamilie Trubezkoi. Die Familie ging aus der Uradelsdynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas abstammt.

Elizabeth Astor Winthrop Chanler (1866-1937) heiratete einen Sohn des US-amerikanischen Bankiers Henry Grafton Chapman, der Präsident der New Yorker Börse war. Chapman arbeitete für die britische Barings Bank. Er heiratete in die Kolonialfamilie Jay, die zu den Gründervätern der USA gehörte. Chapmans Tochter Beatrix heiratete den britischen Diplomaten George Head Barclay. Er kam väterlicherseits aus der Barclay Familie und mütterlicherseits aus der Gurney Familie. Die beiden britischen Quäkerfamilien gehörten zu den Gründerfamilien der britischen Barclays Bank, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt.

Lewis Stuyvesant Chanler (1869-1942) war Vizegouverneur von New York. Er heiratete eine Tochter von Stephen Henry Olin. Olins Frau kam aus der Harriman Familie und hatte zuvor in die Dodge Familie geheiratet (Mitgründer des Kupferkonzerns Phelps Dodge).

Hubert Winthrop Chanler (1900-1974) heiratete eine Tochter des Diplomaten Irwin Laughlin, der Botschafter in Spanien und Griechenland war. Sein Grossvater James Laughlin war 1852 Mitgründer und erster Präsident der Pittsburgh National Bank. Aus ihr entwickelte sich die heutige PNC Financial Services Group, eine der grössten Banken der USA.

Der US-Präsident und Freimaurer Theodore Roosevelt war bei der Taufe von Theodore Ward Chanler (1902-1961) dabei. Die Kolonialfamilie Roosevelt gehörte bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes.

Sidney Ashley Chanler (1907-1994), ein PR-Manager, heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Portugal.

Der Familienzweig von Egerton Leigh Winthrop

Dieser Familienzweig hat auch Blut der Kolonialfamilien Livingston und Stuyvesant in sich.

Der Banker und Anwalt Egerton Leigh Winthrop (1838-1916) verkehrte in New Yorker Eliteclubs und war Präsident des Knickerbocker Club, der bis heute als einer der elitärsten Clubs der USA gilt. (Quelle) Er heiratete die Schwester von Frederic Bronson, der wiederum Sarah Gracie King heiratete. Sarah war eine Nachkommin des US-Gründervaters Rufus King und ihre Schwester heiratete in die Van Rensselaer Familie, eine der wichtigsten Kolonialfamilien. William King, der Bruder des Gründervaters Rufus King, war der erste Gouverneur des US-Bundesstaates Maine und der erste Grossmeister der Freimaurergrossloge von Maine (Quelle: 1 und 2).

Charlotte Troup Bronson Winthrop (1863-1893) heiratete in die Cram Familie. Diese war über Heiraten mit den Familien Vanderbilt, Drexel, Gould, Brown und Webb verbunden, die damals zu den führenden Familien der US-Elite gehörten. Der Schwiegervater von John Sergeant Cram III. (1932-2007) war der Clan-Chef des Campbell Clans, eine der mächtigsten schottischen Aristokratenfamilien.

Frederic Bronson Winthrop (1863-1944) verkehrte in New Yorker Eliteclubs, wie dem Kickerbocker Club. Er war Mitgründer einer Anwaltskanzlei aus der “Pillsbury Winthrop Shaw Pittman“ hervorging, die heute eine grosse international aktive Wirtschaftskanzlei ist. Frederic Bronson Winthrop führte die Firma gemeinsam mit Henry Stimson. Dieser war Aussen- und Kriegsminister der USA sowie Gouverneur der Philippinen, die damals von den USA kontrolliert wurden. Henry Stimson war Mitglied bei Skull and Bones (Quelle). Frederic Bronson Winthrop war Direktor der Manhattan Company, eine New Yorker Bank. Sie war 1799 gegründet worden und war mit den Kolonialfamilien Van Rensselaer, Livingston und Stuyvesant verbunden sowie mit der Unternehmerfamilie Astor, die in Kolonialfamilien einheiratete. Die Manhattan Company fusionierte 1955 mit der Bank der Rockefeller Familie. Sie gehört zu den Vorläufern der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste Bank der USA ist.

Muriel Egerton Winthrop heiratete 1935 einen Enkel des Bankiers Samuel Stevens Sands. Samuels Kinder heirateten in die Familien Harriman, Lorillard und Havemeyer.

Der Familienzweig von Robert Winthrop

Robert Winthrop (1833-1892), ein wohlhabender Bankier, war ein enger Geschäftspartner der Bankiersfamilie Drexel (Quelle). Die Drexels wurden später Partner der Morgan Familie. Drexel und Morgan waren zwei der mächtigsten Bankiersfamilien der USA.

Robert Winthrop war Direktor bei Eisenbahnunternehmen und Banken. Er war unter anderem Direktor der “National City Bank of New York“, eine der führenden New Yorker Banken. (Quelle) Sein Schwiegervater Moses Taylor war langjähriger Vorsitzender der Bank. Taylor gilt als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten (Quelle). Sein anderer Schwiegersohn leitete die National City Bank bis 1891. Danach stand die Bank bis in die 1960er Jahre unter dem Einfluss der Familien Stillman und Rockefeller. In dieser Zeit entwickelte sich die National City Bank zu einer der grössten Banken der Welt. Sie ist der Vorläufer der heutigen Citigroup, die derzeit zu den fünf grössten US-amerikanischen Banken gehört. Die National City Bank war 1812 gegründet worden. Der zweite Präsident der Bank war William Few, einer der Gründerväter der USA. Im englischen Wikipedia steht, dass Robert Winthrops Frau 1913 der drittgrösste Aktionär der National City Bank war.

Robert Winthrop verkehrte in New Yorker Eliteclubs, wie dem Metropolitan Club, dem Knickerbocker Club und dem Union Club (Quelle: Seite 45). Dadurch wird er die führenden Familien der New Yorker Elite gekannt haben.

Roberts Sohn Beekman Winthrop (1874-1940) war stellvertretender Finanz- und Marineminister sowie Gouverneur von Puerto Rico. Er war wie sein Vater Direktor der National City Bank.

Roberts Tochter Albertina Taylor Winthrop (1871-1934) heiratete Herman van Roijen. Der niederländische Diplomat vertrat die Niederlande als Botschafter in Spanien, Italien und den USA. Albertinas Sohn Robert (1907-1981) arbeitete für die CIA. Ihr anderer Sohn, Jan Hermann (1905-1991), war niederländischer Aussenminister und Botschafter in Kanada, USA, Grossbritannien und Island. Zwei ihrer Enkel heirateten in die Kolonialfamilie Frelinghuysen, die bereits im 18. Jahrhundert zur Elite der USA gehörte und von niederländischen Einwanderern abstammt. Die Frelinghuysen Familie war in den letzten 100 Jahren weiterhin mit Kolonialfamilien verbunden.

Roberts Tochter Katharine Taylor Winthrop (1866-1943) heiratete den Senator Hamilton Fish Kean. Dieser war Freimaurer und Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati (Quelle). Katharines Enkel Thomas Kean (*1935) war Gouverneur von New Jersey. Der Stammvater der Politikerfamilie Kean war John Kean (1756-1795). Er heiratete in die Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern gehörte und in die Winthrop Familie heiratete. Dadurch hat die Kean Familie auch Blut der Livingstons in sich.

Aldrich Familie

Der US-Senator Nelson Aldrich (1841-1915) stammte der Familienüberlieferung nach vom Einwanderer John Winthrop ab (Quelle). Aldrich war zudem ein Nachkomme von Passagieren der Mayflower, die als die Pilgerväter der USA bekannt sind. Zu Aldrichs Vorfahren gehörten der Freimaurer Nathanael Greene (1742-1786), einer der wichtigsten Generäle im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, und Roger Williams (1603-1683), der Gründer und Präsident der Kolonie Rhode Island war. (Quelle) Aus der Kolonie ging der US-Bundesstaat Rhode Island hervor. Roger Williams war der Begründer des amerikanischen Baptismus.

Nelson Aldrich galt als einer der führenden Köpfe der politischen Elite der USA. Er war Freimaurer und diente als Schatzmeister der Freimaurergrossloge von Rhode Island (Quelle). Er war als Freimaurer-Grosskommandant von Massachusetts und Rhode Island einer der hochrangigsten Freimaurer der beiden Bundesstaaten (Quelle).

Nelson Aldrich war massgeblich an der Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED beteiligt. Die Gründung der FED wurde 1910 geplant, bei einem geheimen Treffen im Jekyll Island Club. Nelson Aldrich war bei diesem Treffen dabei. Weitere Teilnehmer des Treffens waren:

  • Der Bankier Paul Warburg. Er kam aus der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Warburg und arbeitete mit weiteren Familienmitgliedern für die damals führende US-amerikanische Investmentbank Kuhn, Loeb & Co.
  • Der Bankier Frank Vanderlip. Er führte gemeinsam mit der Stillman Familie die National City Bank (heutige Citigroup), mit der wie bereits erwähnt die Winthrop Familie verbunden war. Die Stillman Familie heiratete zweimal in die Rockefeller Familie.
  • Der Bankier Henry Pomeroy Davison. Er war Partner der Bank der Morgan Familie. Sein Sohn Henry heiratete in die Stillman Familie. Sein Sohn Frederick war Personaldirektor der CIA und Mitglied bei Skull and Bones. Seine Tochter heiratete den Geschäftsmann Artemus Gates, der ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones war.

Nelsons Tochter Abby Aldrich (1874-1948) heiratete 1901 in die Rockefeller Familie, die damals als die reichste Familie der Welt galt. Abby Aldrich war die Mutter von David Rockefeller (1915-2017). David war einer der führenden Köpfe der US-Elite. Durch diese Ehe hatten David Rockefeller und seine Geschwister sowie ihre Nachkommen Blut der Pilgerväter und angeblich auch Blut der Winthrops in sich. David Rockefellers Bruder bekam den Vornamen Winthrop, vermutlich um ihre Vorfahren aus der Winthrop Familie zu ehren.

Nelsons Sohn Richard Aldrich (1884-1941) vertrat den Bundesstaat Rhode Island im US-Repräsentantenhaus. Der andere Sohn war Winthrop Aldrich (1885-1974). Auch er bekam den Vornamen Winthrop. Er vertrat die USA als Botschafter im britischen Königreich und erhielt einen Orden vom britischen König. Er war Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: 1 und 2). Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Die Pilgrims Society wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Winthrop Aldrich war über seine Schwester mit der Rockefeller Familie verbunden. Er war von 1930 bis 1953 Vorsitzender der Chase National Bank, die eine der grössten Banken der USA war und seit den 1930er Jahren unter dem Einfluss der Rockefellers stand. (Quelle) 1955 fusionierte die Chase National Bank mit der bereits erwähnten Manhattan Company, die eine der ältesten Banken der USA war und in ihrer Anfangszeit mit Kolonialfamilien verbunden war. Durch die Fusion entstand die Chase Manhattan Bank. Sie war zeitweise eine der grössten Banken der Welt. Sie wurde von David Rockefeller geführt, der ein Neffe von Winthrop Aldrich war. Die Chase Manhattan Bank war einer der drei wichtigen Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste Bank der USA ist.

Winthrop Aldrich gehörte zur Führung des New York Yacht Club (Quelle). Der Yachtclub besteht seit 1844 und viele Familien der New Yorker Elite waren und sind darin vertreten.

Auf der Hochzeit von Winthrop Aldrich kamen einflussreiche Familie zusammen, darunter Rockefeller, Astor, Vanderbilt, Harriman, Fish, Webb und weitere (Quelle). Der Grossvater von Winthrops Frau war Charles Crocker, einer der mächtigsten und reichsten amerikanischen Eisenbahnunternehmer des 19. Jahrhunderts. Charles Crocker beteiligte sich am Aufbau des Bundesstaates Kalifornien an der damals noch wenig besiedelten Westküste. Seine Söhne William und Charles waren Freimaurer und erreichten den 33. Grad (der höchste Freimaurergrad) (Quelle). Fast alle Prominenten der frühen Kalifornier waren Freimaurer (Quelle). Charles Crocker wurde 1869 Grossaktionär der Grossbank Wells Fargo. Später war die Bank mit den Familien Hellman, Harriman, Warburg und Schiff verbunden. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt. Charles Crocker gründete die Crocker National Bank, die 1986 von Wells Fargo übernommen wurde.

John Kerry

Margaret Tyndal Winthrop (1880-1970) heiratete in die Forbes Familie, die zur US-Elite gehört. Ihre Tochter Rosemary ist die Mutter des bekannten US-Politikers John Kerry (*1943). Kerry ist dadurch ein Nachkomme der Kolonialfamilie Winthrop.

John Kerry ist derzeit im Kabinett von US-Präsident Joe Biden. Sein Vermögen wurde auf 250 Millionen US-Dollar geschätzt. Er war Mitglied bei Skull & Bones. 2004 war er Hauptkandidat der Demokraten bei der US-Wahl, bei der er gegen George W. Bush antrat, der die Wahl gewann. Bush war ebenfalls Mitglied bei Skull & Bones. Unter den Mitgliedern von Skull & Bones waren bekannte Namen, wie RockefellerHarriman und Vanderbilt. (Quelle) John Kerry hat scheinbar ein gutes Verhältnis zu Jay Rockefeller (Foto).

John Kerry war Präsident des Alfalfa Club, einer der elitärsten Clubs in Washington (Quelle).

John Kerry traf die Milliardäre Bill Gates und Jeff Bezos (Foto: 1 und 2). Kerry traf europäische und arabische Königsfamilien (Fotos auf Google). Er traf den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle). Kerry traf die jüdischen Milliardäre Lloyd Blankfein, Mark Zuckerburg, Michael Bloomberg, George Soros und David Rubenstein (Fotos: 12345). Kerry hat väterlicherseits jüdisches Blut. Sein Bruder, der Politiker Cameron Kerry, konvertierte zum Judentum und heiratete eine Jüdin.

John Kerrys Frau Teresa ist ebenfalls Multimillionärin. Ihr Vermögen wurde 2004 auf eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt. Sie hatte zuvor in die Heinz Familie geheiratet, die den gleichnamigen Lebensmittelkonzern gegründet hatte. Teresa ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations und ist im Kuratorium der Brookings Institution. Die beiden US-amerikanischen Denkfabriken gelten als zwei der mächtigsten der Welt. Derzeit sind im Kuratorium der Brookings Institution auch Mitglieder der Milliardärsfamilien DesmeraisMittalCrown und Bass sowie die Milliardäre Philip Knight, David Rubenstein und Haim Saban (Stand: 2.4.2022).

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Opus Dei

Das Opus Dei (Werk Gottes) ist eine römisch-katholische Organisation, die seit 1928 besteht. Seit 1950 wird das Opus Dei vom Vatikan und dem Papsttum unterstützt. Das Opus Dei gilt als ein sehr wohlhabendes und einflussreiches Netzwerk des Vatikans. Meiner Meinung nach wird sein Einfluss aber oft überschätzt und ich geh davon aus, dass der vatikanverbundene Malteserorden um einiges mächtiger und reicher ist.

Josemaría Escrivá (1902-1975), der Gründer des Opus Dei, wurde 2002 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Er war Spanier. Das Opus Dei kam vor allem in Spanien zu Einfluss.

Opus Dei in Spanien

Auffällig viele Mitglieder des Opus Dei gehörten zur politischen Elite in der spanischen Diktatur unter Francisco Franco. 12 von 19 Ministern der neunten Regierung unter Diktator Franco waren Mitglieder des Opus Dei. Der spanische König Juan Carlos wurde von Opus-Priestern erzogen und der Sekretär seiner Frau Sofia war Mitglied des Opus Dei. (Quelle) Die wichtigsten bekannten Mitglieder in Spanien wären:

  • Mariano Navarro Rubio (1913-2001): Er war Finanzminister und Chef der spanischen Zentralbank zur Zeit der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Laureano López Rodó (1920-2000): Er war Aussenminister in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Alberto Ullastres (1914-2001): Er war Handelsminister in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Gregorio López-Bravo (1923-1985): Er war Industrieminister in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Vicente Mortes (1921-1991): Er war Minister für Wohnungsbau in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Alfredo Sánchez Bella (1916-1999): Er war in der Franco-Diktatur Informationsminister und somit für die Medienzensur in Spanien zuständig. (Quelle) Er arbeitete mit dem hochadligen Otto von Habsburg zusammen, der ein sehr gutes Verhältnis zum spanischen Diktator Franco hatte. Otto war das Oberhaupt der nicht amtierenden österreichischen Königsfamilie Habsburg, die früher auch über Spanien geherrscht hatte. Alfredo Sánchez Bella und Otto von Habsburg waren Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk.
  • Antonio Fontán (1923-2010): Nach der Franco-Diktatur wurde er der erste Senatspräsident von Spanien und war Mitverfasser der spanischen Verfassung. (Quelle)
  • Adolfo Suárez (1932-2014): Er wurde der erste Regierungschef nach der Franco-Diktatur. (Quelle) Er wurde vom spanischen Königshaus zum Herzog geadelt.
  • Federico Trillo (*1952) : Er war von 2000 bis 2004 Verteidigungsminister. (Quelle)
  • Jorge Fernández Díaz (*1950): Er war von 2011 bis 2016 Innenminister. (Quelle)
  • José María Ruiz-Mateos (1931-2015): Der Geschäftsmann kontrollierte den zeitweise grössten privaten Konzern in Spanien. (Quelle) Er musste wegen Geldschmuggel, Betrug und Steuerunterschlagung mehrfach vor Gericht.
  • Luis Valls Taberner (1926-2006): Er war langjähriger Präsident der spanischen Grossbank Banco Popular. (Quelle)
  • Isidre Fainé (*1942): Er war bis 2016 Präsident der spanischen Grossbank Caixa und ist ein Freund des ehemaligen spanischen Königs Juan Carlos. (Quelle)
  • Juan Antonio Samaranch (1920-2010): Er war Sportminister in der Franco-Diktatur und war von 1980 bis 2001 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). (Quelle) Unter seiner Führung herrschte beim IOC Korruption. Er wurde vom spanischen König zum Markgrafen geadelt. Es wurde behauptet, dass seine Wahl zum IOC-Präsidenten vom sowjetischen KGB-Geheimdienst unterstützt wurde und dass der KGB ihn erpressen würde. (Quelle)

Opus Dei in Österreich

Otto von Habsburg (1912-2011), das ehemalige Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Österreichs, machte angeblich Werbung für das Opus Dei (Quelle). Vincenz von Liechtenstein (1950-2008) aus der liechtensteinischen Fürstenfamilie war Mitglied des Opus Dei. Habsburg und Liechtenstein sind zwei der wichtigsten Familien der katholischen Hochadelselite. Vincenz von Liechtenstein war Politiker bei der österreichischen Partei ÖVP, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss der Vatikanelite steht. Der hochrangige ÖVP-Politiker Alois Mock (1934-2017) galt als wichtiger Unterstützer des Opus Dei. Einer der wichtigsten Unterstützer in Österreich war der langjährige Wiener Erzbischof Franz König (1905-2004), ein Kumpel von Papst Johannes Paul II.. (Quelle)

Der österreichische Bischof und Sexualstraftäter Klaus Küng (*1940) ist Mitglied des Opus Dei (Quelle).

Opus Dei in Deutschland

Der deutsche CDU-Politiker Kurt Malangré (1934-2018) war Mitglied des Opus Dei. Er war Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Sein Bruder Heinz war Manager und Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden. Eine der Töchter von Heinz ist mit dem deutschen CDU-Politiker Armin Laschet verheiratet. Die CDU war vor allem in ihrer Anfangszeit eng mit dem Vatikan verbunden. Der CDU-Politiker Nathanael Liminski gilt als der wichtigste Mitarbeiter und Berater von Armin Laschet. Liminskis Eltern waren Mitglied des Opus Dei. (Quelle)

Eine russische Zeitung behauptete, der CDU-Politiker Alois Mertes (1921-1985) sei ein Agent des Opus Dei, an das er geheime Berichte schicken würde (Quelle). Sein Sohn Klaus Mertes ist Jesuit und leitete ein deutsches Jesuitengymnasium. Der Jesuitenorden steht im Dienste des Papstes und kontrolliert weltweit Universitäten, die den Nachwuchs der katholischen Elite rekrutieren und ausbilden.

Die drei deutschen Bischöfe Joachim Meisner, Rainer Maria Woelki und Dominikus Schwaderlapp stehen dem Opus Dei nahe, sind aber nach eigenen Angaben nicht Mitglied (Quelle: 123). Die drei hochrangigen Priester beteiligten sich an der Vertuschung von Kindesmissbrauch in der Kirche. Nach einer Aussage eines Missbrauchsopfers, die vom Gericht als glaubwürdig eingestuft wurde, gab es ein Missbrauchsnetzwerk bestehend aus Priestern, Politikern und Richtern (Quelle: 20:30 bis 24:30). Der vielfache Missbrauch sei mit dem Wissen von „Polizei, Justiz, Jugendamt und Bischof“ geschehen. (Quelle) Die kritische (aber seriöse) Nachrichtenplattform The Daily Beast aus den USA veröffentlichte einen Artikel, der auf einen Bericht verweist, der seltsamerweise von den meisten deutschen Leitmedien ignoriert wird. Nach dem Bericht hatten Nonnen, die Waisenkinder betreuten, die Kinder den Pädophilen zu Verfügung gestellt und erhielten dafür Geld. Zu den Kunden sollen auch Geschäftsleute gehört haben. Es soll auch zu Orgien gekommen sein. (Quelle) Nach einer Aussage eines weiteren Opfers soll sich auch eine Nonne aktiv am Missbrauch beteiligt haben. Ein scheinbar pädophiler Münchner Stadtrat war regelmässig zu Besuch im Heim. Nach Aussagen weiterer Opfer war der Pädophilenring mit mehreren Kinderheimen in Deutschland verbunden. (Quelle: 123)

Weitere bemerkenswerte Mitglieder und Unterstützer

Der italienische Bankier Gianmario Roveraro (1936-2006) unterhielt enge geschäftliche Beziehungen zum Opus Dei. Er war mit dem italienischen Lebensmittelkonzern Parmalat verbunden. 2003 meldete Parmalat Insolvenz an. In der Bilanz von Parmalat fehlten acht Milliarden Euro, was als einer der grössten Unternehmensskandale gilt. Der Konzern war mit der italienischen Mafia verbunden (Quelle). Gianmario Roveraro verschwand 2006. Seine verbrannte und zerstückelte Leiche wurde zwei Wochen später gefunden. Ein Tag vor seinem Verschwinden besuchte er eine Veranstaltung des Opus Dei. (Quelle)

Giulio Andreotti (1919-2013) war ein Unterstützer des Opus-Gründers Josemaría Escrivá (Quelle). Andreotti war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Politiker Italiens. Er stand mehrfach vor Gericht wegen Verbindungen zur italienischen Mafia und Auftragsmorden (Quelle). Er war Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (Quelle). Er war Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk (Quelle). Er kannte Licio Gelli, der ihn sehr schätzte (Quelle). Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren.

Der US-Amerikaner Robert Hanssen (*1944) ist Mitglied des Opus Dei. Der FBI-Agent arbeitete im Geheimen für die sowjetischen Geheimdienste. (Quelle)

Der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso (*1955) ist Mitglied des Opus Dei (Quelle). In Lateinamerika hat der Papst zahlreiche Opus-Mitglieder zu Bischöfen ernannt (Quelle). Der Vatikan hatte seit Beginn der Kolonialisierung viel Einfluss in Südamerika. Nirgendwo sonst ist die katholische Kirche auch heute noch so einflussreich wie in Lateinamerika. Der Jesuitenorden hatten früher in Argentinien und Paraguay sogar eine Art eigenen Staat errichtet. (Quelle)

Der chilenische Minister Joaquín Lavín (*1953) ist Mitglied des Opus Dei (Quelle).

Der uruguayische Verteidigungsminister Mariano Brito (1930-2014) war Mitglied des Opus Dei (Quelle).

Jorge Rossi Chavarría (1922-2006), ein führender Politiker in Costa Rica, ist Mitglied des Opus Dei (Quelle). Er war Präsident der Zentralbank von Costa Rica. Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatsreligion in Costa Rica. Es ist somit eines der wenigen christlichen Länder, in dem es keine Trennung von Staat und Religion gibt.

Patrick Ngugi Njoroge (*1961) ist Mitglied des Opus Dei. Er leitet derzeit die kenianische Zentralbank. (Quelle)

Da das Opus Dei viel Wert auf Geheimhaltung legt, könnten noch viele weitere einflussreiche Personen Mitglied oder Unterstützer der Organisation sein.

Gehirnwäsche

Das Opus Dei hat zwar viele einflussreiche Mitglieder und Unterstützer, aber die meisten Mitglieder sind keine einflussreichen Personen. Man wirft dem Opus Dei vor, dass Teile der Organisation wie eine Sekte aufgebaut sind und Mitglieder einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Diese Mitglieder leben in Wohngemeinschaften, die nur aus Opus Dei-Mitgliedern bestehen. Man versucht dort die Mitglieder von der Aussenwelt zu isolieren. Man fordert sie dazu auf, ihre privaten Kontakte möglichst nur auf Opus Dei-Mitglieder zu beschränken. Man fordert die Mitglieder auf, keine Kontakte zu Personen zu unterhalten, die dem Opus Dei kritisch gegenüber stehen. Man fordert die Mitglieder auf, ihre Hobbys aufzugeben und sich ihr Leben vollständig den Lehren des Opus Dei zu widmen. Mitglieder werden dazu angehalten mehrere Stunden am Tag zu beten, zu singen, zu summen und zu meditieren. Man wird dazu aufgefordert einen Bussgürtel (Cilicium) zu tragen, der um den Oberschenkel gelegt wird, wobei er starke Schmerzen verursacht. Den Bewohnern wird ständig die Idee eingepflanzt, dass sie Sünder seien und nur das Opus Dei sie von den Sünden und der Hölle bewahren kann. Sie müssen wöchentlich ihre Beichte bei einem Opus Dei-Priester ablegen. Mitglieder werden dazu aufgefordert, ihre Bankkonten aufzulösen und kein Geld zu besitzen. Nahrung, Kleider und Hygieneartikel werden von der Wohngemeinschaft zur Verfügung gestellt. Die Wohngemeinschaften werden von sogenannten Direktoren geführt. Die Direktoren verfassen täglich Berichte über die einzelnen Bewohner und ihre persönliche Entwicklung in der Wohngruppe. Die Direktoren lesen auch die Post und die Emails ihrer Bewohner. Die Bewohner werden rund um die Uhr von der Direktoren überwacht. Zudem fordert man die Bewohner dazu auf, andere Bewohner zu beobachten und wenn diese “Fehler“ machen, soll dies den Direktoren gemeldet werden. Es herrscht also eine kollektive Überwachung, wie es z. B. gerade in China etabliert wird und es schon in anderen Diktaturen gab. Für die Bewohner gibt es eigene Opus Dei-Ärzte. Ehemalige Bewohner berichteten auch, dass sie beruhigende Medikamente von diesen Ärzten bekamen. Es würde mich nicht überraschen, wenn man den Bewohnern Medikamente ins Essen mischt. Bewohner werden dazu aufgefordert, nur Essen aus der Küche der Wohngemeinschaft zu essen und kein Essen von aussen in die Wohngemeinschaft zu bringen. Ehemalige Mitglieder berichten von hypnoseartigen Ritualen. Ist eine Person lange Zeit in so einer Wohngruppe (manche sind schon seit Jahren dort), steht sie komplett unter Gehirnwäsche. Diese treuen Anhänger können den Direktoren dabei helfen, die Neuankömmlinge in der Wohngruppe einer Gehirnwäsche zu unterziehen und helfen auch neue Mitglieder anzuwerben. Kurz gesagt: In diesen Wohngemeinschaften werden die Bewohner ziemlich offensichtlich einer Gehirnwäsche unterzogen. (Mehr dazu) Manche Leser haben vielleicht schon von der Verschwörungstheorie gehört, dass Sekten in den USA wie Scientology von den amerikanischen Geheimdiensten gelenkt werden, die an den Sektenanhängern mit Gehirnwäsche experimentieren. Es gab drei Sekten, bei denen die Involvierung von Geheimdiensten aus meiner Sicht sehr plausibel wären: der Peoples Temple in Jonestown und die Branch Davidians in Waco sowie die Sekte in der Colonia Dignidad. Die CIA und der rumänische Geheimdienst sowie vermutlich noch weitere Geheimdienste haben in der Vergangenheit mit Gehirnwäsche experimentiert und gingen dabei äusserst skrupellos vor (Quelle: 1 und 2).

Im Opus Dei sind wie gesagt auch einflussreiche Persönlichkeiten vertreten, darunter hochrangige Priester, Politiker, Beamte und Geschäftsleute. Diese werden aber scheinbar nicht einer Gehirnwäsche unterzogen, sondern sollen vermutlich den Einfluss des Opus Dei sicherstellen. Das Opus Dei dient somit einerseits wie die anderen Vatikanorden zur Elitenbildung der Vatikanelite. Anderseits wird ein Gehirnwäscheprogramm durchgeführt, getarnt als christlich-konservative Wohngemeinschaften. Der Vatikan hält scheinbar seine schützende Hand über das Projekt.

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Haus Al Maktum

Die arabische Familiendynastie Al Maktum ist eine der sechs Herrscherfamilien der Vereinigten Arabischen Emirate und herrscht über das Emirat Dubai. Die Familie herrscht bereits seit 1833 über die Stadt Dubai.

Dubai besitzt grosse Öl- und Gasreserven. Ein Grossteil der Wirtschaft in Dubai wird von der Regierung bzw. der Königsfamilie kontrolliert. Die Al Maktums sind Milliardäre. Sie gründeten und führen die Investment Corporation of Dubai. Der Staatsfonds verwaltet derzeit ein Vermögen im Wert von etwa 300 Milliarden US-Dollar.

In Dubai gibt es keine Demokratie und Pressefreiheit. Dubai ist inzwischen eine der grössten Steueroasen der Welt. Dubai wirft man vor, zu wenig gegen Terrorfinanzierung und Geldwäsche zu unternehmen. In einem Bericht einer führenden Denkfabrik steht dazu: „Korrupte und kriminelle Akteure aus aller Welt operieren durch oder von Dubai aus. Afghanische Warlords, russische Mafiosi, nigerianische Kleptokraten, europäische Geldwäscher, iranische Sanktionsbrecher und ostafrikanische Goldschmuggler, sie alle finden in Dubai einen förderlichen Ort für ihre Aktivitäten.“ (Quelle) Hochrangige Akteure der organisierten Kriminalität leben in Dubai. Laut einem EU-Memo hat sich Dubai zu einem wichtigen Standort für Organisatoren und Geldwäscheaktivitäten im Zusammenhang mit dem Kokainhandel in der EU entwickelt. (Quelle)

Die Al Maktum Familie heiratete in den letzten 20 Jahren zweimal in die Al Nahyan Familie, die über das Emirat Abu Dhabi herrscht (Quelle: 1 und 2). Die beiden Familien waren bereits im 20. Jahrhundert über Heiraten miteinander verbunden. Die Al Maktum Familie heiratete auch in die anderen Herrscherfamilie der Emirate. Muhammad Al Maktum, der derzeitige Herrscher von Dubai, heiratete in die jordanische Königsfamilie (Quelle). Er wollte seine elfjährige Tochter mit dem erwachsenen saudischen Kronprinzen verheiraten (Quelle). Die Al Maktum Familie heiratete auch in die katarische Königsfamilie und in die bahrainische Königsfamilie (Quelle: 1 und 2).

Die Al Maktum Familie traf sich in den letzten Jahrzehnten mehrfach mit Mitgliedern von europäischen Königsfamilien. Der derzeitige Herrscher von Dubai hat über den Pferdesport Kontakt zur britischen Queen (Quelle). Er ist einer der grössten Immobilien- und Landbesitzer in Grossbritannien (Quelle). Er traf den Aga Khan (Quelle). Er traf den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle). Er traf wichtige Staatschefs wie Putin, Merkel und Nazarbayev. Er traf den Milliardär Bill Gates (Quelle). Er traf 2006 den französischen Bankier David de Rothschild. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder war ebenfalls beim Treffen dabei. (Quelle) Schröder arbeitete zehn Jahre für die Rothschild Bank (Quelle). David de Rothschild traf 2013 einen Sohn des Herrschers von Dubai (Quelle).

Mitglieder der Al Maktum Familie waren an der Royal Military Academy Sandhurst in England. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

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Le Cercle

Le Cercle ist ein geheimes Elitennetzwerk, das 1953 gegründet wurde. Die Gruppe trifft sich zweimal im Jahr und besteht aus etwa 100 Personen aus der internationalen Politik, Diplomatie und Wirtschaft. Man kann nur auf Einladung Mitglied werden. Die Mitglieder sind zur Geheimhaltung verpflichtet und geben Journalisten keine Auskunft über die Treffen.

Im Gegensatz zu anderen Elitetreffen wie Bilderberg und WEF ist Le Cercle geheimer, kleiner und viel weniger berühmt. Die meisten Besucher von Bilderberg und WEF kommen aus der Wirtschaft, was bei Le Cercle nicht der Fall ist. Der Grossteil der bekannten Cercle-Besucher waren Politiker, Militärs, Geheimdienstler und Diplomaten.

Le Cercle wurde von der europäischen Elite gegründet, aber auch die US-amerikanische Elite ist regelmässig bei den Treffen vertreten. Eines der beiden jährlichen Treffen wird in Washington abgehalten. Der US-Präsident Richard Nixon (1913-1994) besuchte Le Cercle (Quelle). Der Milliardär David Rockefeller (1915-2017) war Mitglied bei Le Cercle und war der zentrale Ansprechpartner des Cercle in den USA (Quelle: 1 und 2). David Rockefeller galt als einer der mächtigsten Akteure der US-Elite.

Viele Besucher des Cercle waren in kriminelle und unmoralische Aktivitäten involviert, was in diesem Beitrag ausführlich erläutert wird. Da Le Cercle äusserst umstrittene Personen zu Treffen einlädt, die teilweise mehrfach vor Gericht standen, könnte es sein, dass der Cercle nach Mitstreitern sucht, die auch bereit sind gegen geltende Gesetze und Moral zu verstossen.

Verbindungen zum Vatikan

und Geheimdiensten

Le Cercle ist seit seiner Gründung eng mit den internationalen Geheimdiensten verbunden und viele Geheimdienstler besuchten das Treffen. Der britische Politiker Alan Clark, der ein Treffen besuchte und mit dem Cercle-Vorsitzenden Jonathan Aitken befreundet war, schrieb in seinem Tagebuch, dass Le Cercle vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA finanziert wird. Die CIA-Chefs William “Bill“ Casey (1913-1987) und William Colby (1920-1996) gehörten zu den Stammgästen bei Treffen des Cercle. (Quelle) Die beiden waren Katholiken. William Casey war Mitglied des Malteserordens. Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und ist Teil von Verschwörungstheorien. Übrigens war der CIA-Chef John McCone (1902-1991) ebenfalls Mitglied des Malteserordens sowie auch James Jesus Angleton (1917-1987), der Chef der Spionageabwehr der CIA. William Donovan (1883-1959), der den CIA-Vorläufer OSS leitete, war ebenfalls Mitglied des Malteserordens und erhielt bei einem Treffen mit dem Papst eine Auszeichnung vom Heiligen Stuhl. Er finanzierte den katholischen Geheimdienst Pro Deo, über den fast nichts bekannt ist. Die CIA ist seit ihrer Gründung 1947 eng mit dem Vatikan und dem Malteserorden verbunden. Die CIA hatte während des Kalten Krieges den Vatikan infiltriert. Es wurde aber auch vermutet, dass Agenten des Vatikans die CIA und das US-Verteidigungsministerium infiltriert hatten (ich geh davon aus, dass beides zutrifft). (Quelle: 1, 2, 3)

Der Cercle-Besucher und Malteserritter William Casey war als Chef der CIA in die Iran-Contra-Affäre verwickelt (Quelle). Er machte seinen Bachelor an der Fordham University, eine Jesuitenschule in New York (Quelle). Der Jesuitenorden steht im Dienste des Papstes und kontrolliert weltweit Universitäten, die den Nachwuchs der katholischen Elite rekrutieren und ausbilden.

William Albert Wilson (1914-2009) war Mitglied bei Le Cercle. Er war der erste Botschafter der USA beim Vatikan. (Quelle)

Le Cercle gilt als ein Projekt der katholischen Elite. Daher wird vermutet, dass Le Cercle unter dem Einfluss des Vatikans steht.

Der deutsche Politiker Konrad Adenauer (1876-1967) war Mitgründer von Le Cercle (Quelle). Adenauer war nach dem Zweiten Weltkrieg der erste Bundeskanzler Deutschlands gewesen. Er war Mitgründer und Chef der bis heute führenden deutschen Partei CDU. Die CDU ersetzte die vom Vatikan gesteuerte Zentrumspartei. 1963 erhielt Adenauer vom Papst den Christusorden (Quelle). Dieser ist der höchste Verdienstorden, den der Papst verleihen kann. Adenauer war Ritter des Malteserordens und traf den damaligen Ordensgrossmeister Ludovico della Rovere, der aus dem päpstlichen Adel kam (Quelle).

Der deutsche Politiker Franz Josef Strauss (1915-1988) war Mitgründer von Le Cercle (Quelle). Er war in mehrere Skandale und Kontroversen verwickelt. Er führte lange Zeit die deutsche Partei CSU, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss des Vatikans steht. Strauss war ein Freund der deutschen Adelsfamilie Thurn und Taxis (Quelle). Die Familie Thurn und Taxis gehört zur katholischen Hochadelselite und ist schon seit über 100 Jahren eine der reichsten Familien Deutschlands. Strauss starb an einem Multiorganversagen als er zu Besuch bei der Familie Thurn und Taxis war (Quelle).

Mitglieder des Cercle, darunter Franz Josef Strauss, waren mit dem Stauffenberg-Dienst (auch bekannt als CDU-Geheimdienst) verbunden. Dieser private Geheimdienst stand im Dienste der deutschen Parteien CDU und CSU. Der Geheimdienst wurde von zwei Adligen aus den deutschen Uradelsfamilien Stauffenberg und Guttenberg gegründet. Die beiden gehörten zur deutsch-katholischen Adelselite.

Der Hochadlige Otto von Habsburg (1912-2011) war Mitglied bei Le Cercle. Er meinte, er habe „in keiner Vereinigung und Gesprächsrunde mehr und bessere Informationen erhalten als bei den Treffen des Cercle“. (Quelle) Otto von Habsburg war das Oberhaupt der nicht amtierenden österreichischen Königsfamilie, eine der wichtigsten Familien der katholischen Hochadelselite. Otto war ein sehr angesehenes Mitglied im Malteserorden (Quelle). Er war eng mit dem Cercle-Mitglied Franz Josef Strauss verbunden, die beide sehr gute Kontakte zu ausländischen Geheimdiensten unterhielten. Sie kannten den französischen Geheimdienstchef Graf Alexandre de Marenches (Quelle). Der Graf war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Otto Sohn Karl von Habsburg (*1961), das derzeitige Oberhaupt der Habsburger, besucht regelmässig Treffen des Cercle (Quelle).

Alexander II. Karađorđević (*1945), der derzeitige nicht amtierende König von Serbien, war oder ist noch immer Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Er ist hochrangiges Mitglied des Malteserordens (Quelle).

Der Italiener Giulio Andreotti (1919-2013) war Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Er war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Politiker Italiens. Er stand mehrfach vor Gericht wegen Verbindungen zur italienischen Mafia und Auftragsmorden (Quelle). Er war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Er war ein Unterstützer von Josemaría Escrivá, der das Opus Dei gründete (Quelle). Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist. Giulio Andreotti kannte Licio Gelli, der ihn sehr schätzte (Quelle). Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren.

Der US-Amerikaner Theodore Shackley (1927-2002) gehörte zur inneren Führungsgruppe des Cercle (Quelle). Er war ein hochrangiger CIA-Offizier für verdeckte Operationen. Er war an Putschversuchen in Kuba und Chile beteiligt. Er war mitverantwortlich für das Phoenix-Programm, ein Projekt der CIA im Vietnamkrieg, bei dem brutale Mord- und Foltertrupps zum Einsatz kamen. Theodore Shackley wurde verdächtigt, in illegalen Waffenhandel involviert zu sein, unter anderem in die Iran-Contra-Affäre. Ihm wurde vorgeworfen, über die CIA Drogenhandel in Südamerika und Laos organisiert zu haben. (Quelle: 1 und 2) In einer Zivilklage wurden Theodore Shackley und weitere Geheimdienstler beschuldigt, den La Penca-Sprengstoffanschlag in Nicaragua organisiert zu haben. Die Klage wurde vom Christic Institute eingereicht, eine gemeinnützige Organisation. Da die Klage vom Gericht als leichtfertig eingestuft wurde, musste das Christic Institute Anwaltsgebühren in Höhe von einer Million US-Dollar zahlen, was das Vierfache des Vermögens der gemeinnützigen Organisation war. (Quelle) Das wird andere Organisationen abschrecken, Klagen gegen die CIA einzureichen, da man dabei ein hohes finanzielles Risiko eingeht.

Der US-Amerikaner Richard Armitage (*1945) besuchte Le Cercle (Quelle). Er besetzte hohe Positionen im US-Verteidigungsministerium und war stellvertretender Aussenminister. Er war Direktor des US-amerikanischen Öl- und Gaskonzerns ConocoPhillips. Er spielte eine wichtige Rolle in der Plame-Affäre. Er war zudem in die Iran-Contra-Affäre verwickelt (Quelle). Khun Sa, ein Warlord und Drogenhändler in Burma (Myanmar), behauptete, dass Richard Armitage in den 70erjahren ein wichtiger Opiumschmuggler in Thailand gewesen war (Quelle: Seite 22 und 23). Der 2007 verstorbene Warlord Khun Sa war zeitweise der vermutlich grösste Opium- und Heroinproduzent der Welt. Er galt als der König des Goldenen Dreiecks, ein Grenzgebiet, wo bis heute viel Opium und Heroin produziert und geschmuggelt wird. (Quelle)

Der US-Amerikaner John Negroponte (*1939) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Er war von 2005 bis 2007 Chef der US-Geheimdienste unter Präsident Bush. Negroponte war von 1981 bis 1985 US-Botschafter in Honduras und war dabei in die Vertuschung der schweren Menschenrechtsverletzungen des honduranischen Militärs involviert. Die CIA arbeitete zu dieser Zeit eng mit dem honduranischen Militär zusammen. John Negroponte war in die Iran-Contra-Affäre verwickelt und soll über seinen Botschaftsposten die nicaraguanischen Contras unterstützt haben (Quelle: 1 und 2). Die Contras wurden von der CIA unterstützt und schmuggelten tonnenweise Kokain, was von der CIA geduldet wurde.

Der französische Marineoffizier Pierre Lacoste (1924-2020) besuchte Le Cercle (Quelle). Als Chef des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE war er mitverantwortlich für die “Operation Satanique“. Bei dieser Geheimdienstoperation versenkten 1985 Agenten der DGSE im neuseeländischen Meer das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior. Dabei ertrank ein Fotograf von Greenpeace. Taucher hatten zwei Bomben am Rumpf des Schiffes befestigt. Die neuseeländischen Behörden konnten zwei der Agenten festnehmen, die später verurteilt wurden. Die anderen Agenten wurden vom französischen Geheimdienst in Sicherheit gebracht. Die französische Regierung sah sich nicht einsichtig und überlegte gar Wirtschaftssanktionen gegen Neuseeland zu verhängen, weil die dortigen Behörden die beiden verhafteten Agenten nicht an Frankreich ausliefern wollten. 1987 wurde einer der verurteilten Agenten wegen dringender medizinischer Behandlung nach Frankreich gebracht. Die andere Agentin wurde 1988 nach Frankreich gebracht, weil sie schwanger war. Frankreich entliess die beiden in die Freiheit und hielt sich somit nicht an die Abmachung mit Neuseeland, dass die beiden Agenten ihre zehnjährigen Haftstrafen absitzen müssen. (Quelle) Einer der beiden Agenten war Alain Mafart. Er war nach seiner Freilassung weiterhin beim französischen Militär. 1989 wurde er zum Oberstleutnant befördert. 1991 erhielt er einen französischen Ritterorden und 1994 wurde er zum Oberst befördert. (Quelle) Die andere Agentin, Dominique Prieur, wurde ebenfalls zum Oberst befördert und ihr Mann wurde 2007 Kommandant (Quelle). Jean-Claude Lesquer, der massgeblich für die illegale Geheimdienstoperation verantwortlich war, erhielt zehn Jahre nach der Operation die Ehrenlegion, der höchste französische Verdienstorden (Quelle).

Der US-Amerikaner Louis Freeh (*1950) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Er war von 1993 bis 2001 Chef des FBI. Das FBI ist nicht nur eine Strafverfolgungsbehörde, sondern dient auch als Inlandsgeheimdienst. Während Louis Freehs Zeit als FBI-Chef fand der Bombenanschlag in Oklahoma City statt sowie die Belagerung der Branch Davidians und Ruby Ridge. Diese drei Ereignisse sind Teil von Verschwörungstheorien und das FBI wird verdächtigt gesetzeswidrige Aktivitäten ausgeführt zu haben und dies vertuscht zu haben. Die drei Ereignisse werde ich hier nicht erläutern, den das würde den Rahmen sprengen. Eine Kurzfassung meiner Theorie wäre, dass die drei Ereignisse eng mit rechtsextremen paramilitärischen Strukturen im Zusammenhang standen, die sich auf einen möglichen Bürgerkrieg oder Rassenkrieg vorbereiten. Natürlich sind diese Strukturen von Agenten und Informanten der Geheimdienste infiltriert. Diese rechtsextremen Umsturzfanatiker sind aber scheinbar so dumm oder verblendet, dass sie gar nicht merken, wie sie von Geheimdiensten überwacht und gesteuert werden. Ich glaube, dass die Geheimdienste bei einem Umsturz oder Bürgerkrieg diese paramilitärischen Strukturen für ihre Interessen einsetzen würden. Meiner Meinung nach wurden diese rechtsextremen Strukturen in der Vergangenheit für illegale Geheimdienstoperationen benutzt und man hat sie zu Anschlägen und Morden angestachelt.

Verbindungen zur muslimischen Elite

Neben der katholischen Elite ist auch die muslimische Elite bei Le Cercle präsent. Bemerkenswerte muslimische Mitglieder wären der saudische Prinz Turki ibn Faisal (*1945), langjähriger Chef des saudischen Geheimdienstes, sowie der jordanische König Hussein (1935-1999) und der omanische Herrscher Qaboos (1940-2020). (Quelle: 1 und 2) Die beiden Herrscher kontrollierten die Geheimdienste ihrer Länder. König Hussein war Grossmeister der Freimaurer in Jordanien (Quelle: 1 und 2). Seine Familie soll angeblich vom Islamgründer Mohammed abstammen.

Der saudische Prinz Abdulaziz bin Abdullah (*1962) wurde vom Cercle-Vorsitzenden Lord Lothian in einem Brief zu einem Treffen von Le Cercle eingeladen (Quelle).

Die afghanische Politikerin Fatima Gailani (*1954) besuchte Le Cercle (Quelle). Ihr Vater Ahmed Gailani half der CIA bei der Bewaffnung der Mudschaheddin in Afghanistan zur Bekämpfung der Sowjets. Aus den Mudschaheddin gingen die Taliban hervor. Ahmed Gailani war eng mit der ehemaligen afghanischen Königsfamilie verbunden. Die Gailani Familie soll angeblich vom Islamgründer Mohammed abstammen.

Der iranische Politiker und Diplomat Ardeshir Zahedi (1928-2021) war regelmässiger Besucher bei Le Cercle (Quelle). Er war iranischer Aussenminister und vertrat das Land als Botschafter in den USA und in Grossbritannien. Er heiratete Shahnaz Pahlavi. Sie kam väterlicherseits aus der damaligen iranischen Herrscherfamilie Pahlavi. Ihre Mutter war die Tochter des ägyptischen Königs Fuad I.. Ardeshir Zahedis Vater Fazlollah war iranischer Innen- und Aussenminister. Fazlollah stürzte in Zusammenarbeit mit der CIA den iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh (kam aus der iranischen Hocharistokratie), worauf Fazlollah Premierminister wurde. Im englischen Wikipedia steht derzeit, dass Fazlollah ein Nachkomme des Sufi-Scheichs Safi-ad-din Ardabili (starb 1334) war, der Vorfahre der iranischen Herrscherdynastie der Safawiden.

Benazir Bhutto (1953-2007) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Sie war zweimal Premierministerin von Pakistan. Sie starb bei einem Attentat. Ihr Vater Zulfikar war Premierminister und Präsident. Er wurde zum Tode verurteilt. Benazir Bhutto heiratete in die pakistanische Politikerfamilie Zardari und ihr Mann Asif war Präsident von Pakistan. Benazir und ihr Mann liessen womöglich den Politiker Murtaza Bhutto von der Polizei ermorden, der Benazirs Bruder war.

Der pakistanische Premier- und Finanzminister Shaukat Aziz (*1949) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Er überlebte einen Selbstmordanschlag.

Verbindungen zur jüdischen Elite

Auch einflussreiche Juden dürfen sich bei Le Cercle dazugesellen. Bekannte jüdische Besucher waren:

Paul Wolfowitz (*1943) (Quelle). Er war stellvertretender Verteidigungsminister der USA und Präsident der Weltbank. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle). Er ist bis heute in Denkfabriken aktiv.

Alan Greenspan (*1926) (Quelle). Er war fast 20 Jahre lang Chef der US-Zentralbank FED und ist bis heute in Denkfabriken aktiv.

Benjamin Netanjahu (*1949) (Quelle). Er war langjähriger Ministerpräsident von Israel. Er traf die Rothschild Familie (Quelle).

Shimon Peres (1923-2016). Der israelische Staats- und Ministerpräsident war mit dem britischen Politiker Julian Amery befreundet, der Vorsitzender von Le Cercle war. (Quelle) Shimon Peres war eng mit Guy de Rothschild befreundet (Quelle).

Dan Meridor (*1947) (Quelle). Er war israelischer Finanz- und Justizminister. Er war Minister für Geheimdienste und somit Chef des israelischen Geheimdienstministeriums. Er ist derzeit Präsident des “Israel Council on Foreign Relations“. Die Denkfabrik konzentriert sich auf die israelische Aussenpolitik.

Henry Kissinger (*1923) (Quelle). Er war einer der wichtigsten Akteure der US-Aussenpolitik und ist bis heute in Denkfabriken aktiv. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle). Er war mit David Rockefeller und Giovanni Agnelli befreundet, zwei der mächtigsten Geschäftsmänner der letzten 50 Jahre.

Richard Perle (*1941) (Quelle). Er war ein hochrangiger Berater der US-Aussen- und Sicherheitspolitik. Er war ein wichtiger Befürworter des Irakkrieges 2003 in der Bush-Administration. Er besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Er ist bis heute in Denkfabriken aktiv.

Jack Dellal (1923-2012) (Quelle). Ein irakisch-britischer Milliardär.

Gerhard Löwenthal (1922-2002) (Quelle). Der deutsche Journalist leitete und moderierte das ZDF-Magazin. Er gehörte zum “Freundeskreis Colonia Dignidad“, der vom deutschen Waffenhändler Gerhard Mertins gegründet wurde. Gerhard Mertins war mit Geheimdiensten verbunden und im internationalen Waffenhandel aktiv. Der “Freundeskreis Colonia Dignidad“ unterstützte die Colonia Dignidad. Diese Auswandererkolonie in Chile wurde von einer deutschen Sekte bewohnt und vom pädophilen Sektenführer Paul Schäfer geleitet. In der Sekte kam es täglich zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Paul Schäfer hatte in Deutschland ein Erziehungsheim geleitet. Nachdem er 1961 aufgrund von Kindesmissbrauch ins Visier der Justiz geraten war, stellte er den Antrag auf die Verlegung des Heimes nach Chile in Südamerika. Die Genehmigung, die Kinder und Jugendlichen mitzunehmen, wurde durch die zuständigen Behörden erteilt, zum Teil ohne Zustimmung der Eltern. In Chile gründete Schäfer dann die Colonia Dignidad und seine christliche Sekte. Er lockte weitere Deutsche, aber auch Chilenen, in seine Sekte. Die Sektenanhänger, darunter viele Kinder, wurden einer starken Gehirnwäsche unterzogen. In der Colonia Dignidad wurden 40 Jahre lang Kinder und Jugendliche in Lagern festgehalten und dort vergewaltigt und gefoltert. Deutsche Diplomaten und Politiker versuchten aus unbekannten Gründen die Verbrechen zu vertuschen und von der deutschen Öffentlichkeit zu verstecken. Das bereits erwähnte Cercle-Mitglied Franz Josef Strauss gehörte zusammen mit dem Cercle-Besucher Gerhard Löwenthal zum “Freundeskreis Colonia Dignidad“, der die Colonia Dignidad unterstützte und vor misstrauischen Kritikern in Schutz nahm. Franz Josef Strauss besuchte die Colonia Dignidad in den 70erjahren persönlich. Der Sektenführer Paul Schäfer arbeitete mit dem faschistischen chilenischen Pinochet-Regime (1973 bis 1990) zusammen. Die chilenischen Geheimdienste folterten und töteten in den Kellern der Colonia Dignidad politische Gegner mit Wissen des Sektenführers Paul Schäfer. (Quelle: 1 und 2) Franz Josef Strauss stand dem brutalen Pinochet-Regime wohlwollend gegenüber und der deutsche Geheimdienst BND wurden verdächtigt, die Diktatur unterstützt zu haben (Quelle). Strauss und sein Berater, der deutsche adlige Politiker Hans Graf Huyn (ebenfalls ein Cercle-Besucher), trafen Pinochet persönlich (Quelle). Pinochet besuchte die Colonia Dignidad und der chilenische Geheimdienstchef Manuel Contreras war regelmässig bei der Sekte zu Gast. Die Sekte besass Tausende Hektar Land, das mit Natodraht umzäunt war und mit Bewegungsmeldern, Mikrofonen sowie Kameras gesichert war. Die Sektenkolonie erinnerte stark an ein Konzentrationslager und die Sektenmitglieder mussten auch bis zur totalen Erschöpfung Zwangsarbeit verrichten. Paul Schäfer konnte den Aufbau seiner Sektenkolonie finanzieren, weil er sein Kinderheim in Deutschland an das deutsche Militär für 900 000 Mark (etwa eine halbe Million US-Dollar) verkauft hatte. Franz Josef Strauss war der damalige Verteidigungsminister und somit verantwortlich für das deutsche Militär. (Quelle)

Aktivitäten

Da Le Cercle viel Wert auf Geheimhaltung legt, weiss man nicht viel über seine Aktivitäten. Seit der Gründung 1953 konzentrierte sich die Gruppe auf den Kampf gegen den internationalen Kommunismus. Viele der Mitglieder beteiligten sich bei der Bekämpfung des Kommunismus in Südamerika und Asien. Dies führte in manchen Ländern zu Machtübernahmen von rechtspolitischen Diktaturen, die Kommunisten (aber auch nichtkommunistische Regierungskritiker) unterdrückten, verfolgten, einsperrten, folterten und ermordeten. Als zu Beginn der 90erjahre die kommunistische Sowjetunion zusammenbrach, war der Kalte Krieg beendet. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 begann der Krieg gegen den Terror. Seither engagierten sich viele Cercle-Mitglieder im Kampf gegen den Terror und für den Irakkrieg 2003. Die Folgen des Irakkrieges haben massgeblich zum Aufstieg der Terrororganisation ISIS beigetragen.

Der Cercle-Vorsitzende Brian Crozier verfasste ein Planungspapier, das er 1979 der Cercle-Gruppe vorstellte. Zur Agenda gehörte ein Regierungswechsel in Grossbritannien und Deutschland, der mit der Premierministerin Margaret Thatcher in Grossbritannien auch gelang. Weitere aufgeführte Ziele waren:

  • Verdeckte Finanztransaktionen für politische Zwecke.
  • Internationale Kampagnen, die darauf abzielen, feindlich gesinnte Persönlichkeiten oder Ereignisse zu diskreditieren.
  • Gründung eines privaten Geheimdienstes, der sich auf eine selektive Sichtweise spezialisiert hat.
  • Einrichtung von Büros unter geeigneter Tarnung, die jeweils von einem Koordinator der Zentrale geleitet werden. Geplant waren diese Büros in London, Washington, Paris, München und Madrid.

(Quelle)

Le Cercle unterstützte das Apartheidregime in Südafrika. Südafrika half bei der Finanzierung der Organisation und war Gastgeber mehrerer Treffen. Es wurden scheinbar nur weisse Südafrikaner eingeladen. Auf Einladungslisten des Cercle stehen die Namen von führenden weissen südafrikanischen Geschäftsmännern:

  • Anton Rupert (1916-2006). Sein Sohn ist der Milliardär Johann Rupert. Anton Rupert gründete gemeinsam mit dem deutschen Hochadligen Bernhard zur Lippe-Biesterfeld den 1001 Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Bernhard gilt als der Hauptgründer der Bilderbergtreffen und heiratete in die niederländische Königsfamilie.
  • Gavin Relly (1926-1999). Er leitete den Bergbaukonzern Anglo American, der seit seiner Gründung in Südafrika aktiv ist. Das Unternehmen wurde von der südafrikanischen Milliardärsfamilie Oppenheimer gegründet und lange Zeit von ihr kontrolliert. Die Oppenheimer sind eine weisse Einwandererfamilie.
  • Julian Ogilvie Thompson (*1934). Er leitete ebenfalls Anglo American und zudem noch den führenden Diamantkonzern De Beers, der auch lange Zeit von der Oppenheimer Familie kontrolliert wurde.
  • Basil Hersov. Er leitete die britische Barclays Bank in Südafrika, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt.

(Quelle)

Der Cercle-Vorsitzende Julian Amery, ein britischer Politiker, besuchte mehrfach Harry Oppenheimer (ein Freimaurer), dessen Familie wie gesagt lange Zeit die südafrikanische Bergbauindustrie dominierte. Julian Amery und Harry Oppenheimer trafen Pieter Willem Botha. (Quelle: 1 und 2) Botha war von 1978 bis 1984 Premierminister und danach bis 1989 Präsident von Südafrika. Er gehörte also zur Spitze des Apartheidregimes. Als er Präsident wurde, liess er die schwarzen Demonstranten und Aufständischen hart bekämpfen. Zehntausende wurden festgenommen und tausende wurden bei Auseinandersetzungen mit der schiesswütigen Polizei getötet. Botha befahl der Polizei auch, die Büros von Anti-Apartheid-Gruppen in die Luft zu sprengen. Er hatte Geheimoperationen zur Destabilisierung der Nachbarländer unterstützt. In den 80erjahren gab es in Südafrika ein staatliches Forschungsprogramm mit dem Namen Project Coast, das unter anderem darauf abzielte, chemische und biologische Waffen zu entwickeln, die für Weisse ungefährlich sind und nur Schwarze töten. (Quelle) Der weisse südafrikanische Mediziner Wouter Basson leitete Project Coast. Er war der persönliche Leibarzt von Botha. (Quelle) Wouter Basson und das Project Coast führten Menschenversuche mit Schwarzen durch. Sie wurden bei ihrer Arbeit von Briten und US-Amerikanern unterstützt. Wouter Basson traf den US-Amerikaner Larry Ford, ein mutmasslicher CIA-Agent. Larry Ford gehörte zu einem geheimen Netzwerk, das illegal Biowaffen herstellte und verkaufte. Er besass mit einem Partner eine Pharmafirma, die sich auf die Entwicklung von Medikamenten gegen das AIDS-Virus konzentrierte. Seinem Partner wurde auf dem Firmenparkplatz in den Kopf geschossen. Larry Ford wurde kurz darauf Tod aufgefunden. Es war angeblich Selbstmord. Larry Ford züchtete im Geheimen Viren und Bakterien, die er an Wouter Basson verkaufte. Larry Ford züchtete Erreger, die nur Schwarze töten sollten und gab diesen den Namen “Negertöter“. Unter der Führung von Wouter Basson versuchte Project Coast Verhütungsmittel herzustellen, die schwarze Frauen heimlich sterilisieren sollten. Man nannte es die “schwarze Bombe“. Wouter Basson sagte in einem Interview, ein anderes Land mit einem “Bevölkerungsproblem“ hatte ihn damit beauftragt. Basson ist stolz auf seine Arbeit, die ihm viel Spass machte. Als er im Interview auf die “schwarze Bombe“ angesprochen wurde, antwortete er: „Das war toll. Der grösste Spass meines Lebens.“ Er soll absichtlich eine Cholera-Epidemie ausgelöst haben. Alle Akten zu Project Coast wurden von Wouter Basson zerstört. Die bekannten Informationen darüber könnten also nur die Spitze des Eisbergs sein. (Quelle: 46:50 bis 59:45) Vermutlich hatte Project Coast auch Giftstoffe an Häftlingen in Gefängnissen getestet, was die Gerichte später aber nicht beweisen konnten. Ein ehemaliger Direktor einer Firma von Project Coast sagte, die Forschung zur Fruchtbarkeit von Frauen sei ein wichtiges Forschungsfeld des Projekts gewesen. Insbesondere ging es um die Entwicklung eines Impfstoffes, der Frauen unfruchtbar machen sollte. (Quelle) Wouter Basson bereiste Länder auf fünf Kontinenten zur Informationsbeschaffung. Nach Ende der Apartheid wurde Wouter Basson wegen vielfachen Mordes, Betrug, Unterschlagung, Drogenbesitz und Drogenhandel angeklagt. Er wurde von allen Anklagepunkten freigesprochen. (Quelle) 2021 kam es zu Empörung, weil er immer noch als Arzt arbeitete. Es erscheint seltsam, dass er nicht verurteilt oder ermordet wurde. Möglicherweise besitzt er Material, das die Geheimdienste belasten würde und veröffentlicht wird, falls man ihn verurteilt oder ermorden lässt. Eine andere Möglichkeit wäre, dass er ein sehr begabter Biowaffenzüchter ist und deshalb die Geheimdienste nicht auf sein Talent und Wissen verzichten wollen und er weiterhin in der Biowaffenherstellung aktiv ist. Wouter Basson traf den Biowaffenforscher David Kelly, der angeblich Selbstmord beging. Kelly arbeitete in der britischen Forschungseinrichtung Porton Down, die in den 50er- und 60erjahren an über 20 000 britischen Soldaten mit Kampfstoffen experimentiert hatte, zum Teil mit tödlichen Folgen. Das Netzwerk um die Biowaffenzüchter Wouter Basson und Larry Ford war vermutlich mit den Anthrax-Anschlägen 2001 in den USA verbunden. Der Hauptverdächtige Bruce Edwards Ivins beging angeblich Selbstmord (einer von mehreren Toten in der Affäre). Dazu empfehle ich diese Doku über Biowaffen, die jeder sehen und weiterempfehlen sollte. In der Doku wird auch kurz auf die Anthrax-Epidemie 1978 in Rhodesien (heute Simbabwe) eingegangen. Rhodesien wurde damals noch von einer weissen Minderheit im Land regiert. Es besteht der Verdacht, dass die Epidemie absichtlich vom rhodesischen Militär ausgelöst wurde, um den Aufstand der Schwarzen im Land zu bekämpfen (Quelle). Zu dieser Zeit gehörte Pieter Kenyon van der Byl (1923-1999) zur politischen Elite Rhodesiens und war von 1974 bis 1976 als Verteidigungsminister verantwortlich für das Militär. Er besuchte regelmässig Treffen von Le Cercle (Quelle). Seine Frau kam väterlicherseits aus der liechtensteinischen Fürstenfamilie und mütterlicherseits aus der ehemaligen österreichischen Königsfamilie Habsburg.

Teile der britischen Elite unterstützten das Apartheid-Regime. Dabei ging es aber nicht nur um Rassenideologien, sondern vor allem um kolonialwirtschaftliche Interessen. Der Cercle-Vorsitzende Julian Amery, ein britischer Politiker, schrieb: „Der Wohlstand unseres Volkes (die Briten) beruht auf dem Öl im Persischen Golf, Gummi und Zinn in Malaya und dem Gold, Kupfer und den Edelmetallen in Süd- und Zentralafrika. Solange wir Zugriff darauf haben; solange wir unsere dort getätigten Investitionen realisieren können; Solange wir mit diesem Teil der Welt Handel treiben, werden wir wohlhabend sein. Wenn die Kommunisten oder sonst jemand (z. B die Schwarzen) sie übernehmen würden, würden wir viel verlieren.“ (Quelle: 1 und 2)

1994 wurde die Apartheid und die Herrschaft der weissen Minderheit in Südafrika beendet. Mit Nelson Mandela bekam das Land seinen ersten schwarzen Präsidenten. Er wurde weltweit als Friedensheld gefeiert und bekam den Friedensnobelpreis. Er war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war mit dem bereits erwähnten Freimaurer und Bergbauunternehmer Harry Oppenheimer befreundet (Quelle). Die Herrschaft der weissen Minderheit in Südafrika wurde zwar beendet, aber der Grossteil der dortigen Bodenschätze wird noch immer von Weissen kontrolliert (inzwischen sind noch ein paar Asiaten dazugekommen). Meiner Meinung nach bemühte sich Mandela nicht besonders, die Verantwortlichen für die illegalen Aktivitäten des südafrikanischen Geheimdienstes während der Apartheid zu ermitteln.

Die Vorsitzenden

Hier sind die Vorsitzenden von Le Cercle in chronologischer Reihenfolge gelistet.

Antoine Pinay (1891-1994). Der französische Premierminister gilt als der Hauptgründer des Cercle. Er besuchte mehrfach die nicht amtierende französische Königsfamilie Orléans. (Quelle: 1 und 2) Die Orléans sind bis heute in Vatikanorden vertreten. Antoine Pinay besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle).

Jean Violet. Der französische Geheimdienstler gründete gemeinsam mit Antoine Pinay Le Cercle. Über Violet gibt es sehr wenig Informationen und er galt als einer der Strippenzieher im Hintergrund. Er arbeitete von Anfang der 50er bis in die 70erjahre für den französischen Auslandsgeheimdienst SDECE und war in den 60erjahren auch bezahlter Agent des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND (Quelle).

Brian Crozier (1918-2012). Der britische Journalist hatte Kontakte zu den Geheimdiensten von Grossbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Marokko, Iran, Argentinien, Chile und Taiwan. Er gründete 1977 einen eigenen Geheimdienst mit dem Namen The 61. Dieser private Geheimdienst arbeitete mit der CIA und den britischen Geheimdiensten zusammen. (Quelle) Jean Violet und der deutsche Graf Hans Huyn (1930-2011), ebenfalls ein Mitglied des Cercle, traten dem privaten Geheimdienst bei. (Quelle) Der adlige CSU-Politiker Hans Huyn heiratete in die Uradelsfamilie Salm und war ein Kumpel des Cercle-Mitgründers Franz Josef Strauss.

Julian Amery (1919-1996). Der britische Minister wurde zum Baron geadelt. Er und sein Vater waren wichtige britische Kolonialpolitiker. Der Vater Leopold Amery war Mitglied einer Freimaurerloge in London (Quelle: 1 und 2). Julians Bruder John wurde zum Tode verurteilt, weil er während des Zweiten Weltkriegs mit Nazideutschland zusammenarbeitete. Julian Amery war mit dem albanischen Kronprinzen Leka Zogu befreundet (Quelle). Julian Amery war ein Schwiegersohn des britischen Premierministers Harold Macmillan und seine Schwiegermutter kam aus der englischen Adelsfamilie Cavendish.

Jonathan Aitken (*1942). Der britische Politiker vertrat Rüstungskonzerne als Vermittler beim saudischen Königshaus (Quelle). Er hat ein Kind mit Soraya Khashoggi, eine Ehefrau des saudischen Milliardärs und Waffenhändlers Adnan Khashoggi (Quelle). Jonathan Aitken war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist (Quelle). Die Aitken Familie gehört seit 100 Jahren zur britischen Elite und ein Familienzweig besitzt den Adelstitel eines Barons. Janet Gladys Aitken (1908-1988) heiratete den Clan-Chef des schottischen Campbell Clans.

Norman Lamont (*1942). Er war zu Beginn der 90erjahre Schatzkanzler und somit hochrangiger Politiker in Grossbritannien. Er wurde zum Baron geadelt. Er ist seit 1986 Mitglied des Privy Council (Quelle). Vor seinem Beitritt ins britische Parlament arbeitete er für die Rothschild Bank und wurde Direktor von Rothschild Asset Management (Quelle). Er besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Er war Direktor der Balli Group. Zu seiner Zeit als Direktor war das Unternehmen an illegalem Handel mit dem Iran beteiligt. Norman Lamont war britischer Handelsgesandter für den Iran. (Quelle) Er trat 2008 dem Vorstand des Technologieunternehmens Phorm bei (Quelle). Dem Unternehmen wurde von mehreren Institutionen vorgeworfen, dass es illegal Daten von Verbrauchern sammelt. 2009 leitete die EU ein Verfahren gegen Phorm ein, das aber 2012 eingestellt wurde (Quelle). 2016 wurde das Unternehmen aufgelöst. Norman Lamont ist oder war Präsident der “International Association of Money Transfer Networks“. Die internationale Organisation vertritt die Geldtransferbranche. Norman Lamont war Vorsitzender der Bow Group, eine der wichtigsten britischen konservativen Denkfabriken. Er ist Mitglied und Unterstützer der Bruges Group, eine führende britische EU-skeptische Denkfabrik. Norman Lamont unterstützte den Brexit aktiv und war vermutlich der erste einflussreiche Politiker, der öffentlich dazu riet, die EU zu verlassen. Bereits 1994 meinte er: „Eines Tages könnte es bedeuten, den Austritt in Erwägung zu ziehen. Kürzlich wurde gesagt, dass die Option eines Austritts aus der Gemeinschaft undenkbar sei. Ich halte diese Haltung für ziemlich vereinfachend“ (Quelle). Die Goldschmidt Familie (Freunde und Verwandte der Familie Rothschild) war ebenfalls bereits in den 90erjahren am Aufbau von EU-skeptischen Netzwerken in Grossbritannien beteiligt. Norman Lamont war in Schottland geboren und könnte somit aus dem schottischen Lamont Clan kommen.

Michael Andrew Foster Jude Kerr, der 13. Markgraf von Lothian (*1945). Der britische Politiker ist der derzeitige Clan-Chef des schottischen Kerr Clans, eine alte schottische Aristokratenfamilie. Er war Vorsitzender der Konservativen Partei. Er ist seit 1996 Mitglied des Privy Council (Quelle). Er heiratete eine Tochter des Herzogs von Norfolk. Seine Schwester Cecil heiratete den Clan-Chef des schottischen Cameron Clans. Seine Schwester Elizabeth heiratete den Herzog aus der Adelsfamilie Montagu Douglas Scott.

Rory Stewart (*1973). Ein britischer Politiker.

Nadhim Zahawi (*1967). Der britische Politiker kommt aus einer irakisch-kurdischen Einwandererfamilie. Er leitete von November 2020 bis September 2021 das COVID-19 Impfprogramm in Grossbritannien. Er war bis 2018 Vorsitzender von Le Cercle. Wer derzeit den Vorsitz des Cercle innehat, ist scheinbar unbekannt.

Weitere bemerkenswerte

Besucher von Le Cercle

Margaret Thatcher (1925-2013) (Quelle). Sie war britische Premierministerin.

Pierre Messmer (1916-2007) (Quelle). Er war französischer Premier- und Verteidigungsminister. Er arbeitete in der Privatwirtschaft für den französischen Bankier Guy de Rothschild (Quelle).

Charles Pasqua (1927-2015) (Quelle). Er war zweimal französischer Innenminister. Er stand öfters vor Gericht. Zu den Vorwürfen gehörten Bestechung, Geldwäsche, undurchsichtige Geschäfte, illegale Parteispenden, illegale Geschäfte mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein, illegale Waffendeals mit Angola, Missbrauch von Firmengeldern, Untreue, Vertrauensmissbrauch und dubiose Kontakte zur Glücksspielindustrie. (Quelle: 1 und 2) Er wurde immer freigesprochen oder kam auf Bewährung frei.

George Mitchell (*1933) (Quelle). Der US-Senator war nach der Aussage eines Opfers Mitglied in dem mit Jeffrey Epstein verbundenen Jugendprostitutionsring (Quelle). George Mitchell wurde von Präsident Obama zum Sonderbeauftragten für den Nahen Osten ernannt. Er war Vorsitzender von Walt Disney, einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle).

John Bolton (*1948) (Quelle). Der US-Amerikaner war Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump und Botschafter bei den Vereinten Nationen. Er gilt als einer der Architekten des Irakkriegs 2003.

Paul Bremer (*1941) (Quelle). Als die USA 2003 den Irak besetzten, leitete Paul Bremer die dortige Übergangsregierung, die von den USA installiert wurde.

Norman Schwarzkopf (1934-2012) (Quelle). Der US-amerikanische General war der oberste Befehlshaber im Golfkrieg. Er war Freimaurer und Mitglied der ANSAR Shriners, eine Freimaurerorganisation (Quelle: 1 und 2).

Ion Iliescu (*1930) (Quelle). Der Rumäne war massgeblich an der Rumänischen Revolution 1989 beteiligt, die zum Sturz des kommunistischen Regimes führte. Darauf wurde Iliescu zum Präsidenten des Landes gewählt. Er war bis 1996 Präsident. Vom Jahr 2000 bis 2004 war ebenfalls Präsident. 1993 wurde mit der Erlaubnis von Iliescu die Freimaurerei in Rumänien wiederbelebt (Quelle). Die Freimaurerei war während der kommunistischen Diktatur in Rumänien zwar nicht verboten, aber war angeblich nicht innerhalb des Landes aktiv und Rumänen wurden nur im Ausland in Freimaurerlogen aufgenommen. Ion Iliescu besuchte 2003 ein internationales Treffen der Hochgradfreimaurer in Rumänien. Viele Grosskommandanten und Mitglieder der obersten Freimaurerräte aus Europa und den USA waren beim Treffen dabei. (Quelle) Die obersten Räte (Supreme Council) nehmen nur Freimaurer auf, die den 33. Grad erreichten, der höchste Freimaurergrad im schottischen Ritus. Ion Iliescu hatte als Präsident auch Kontakt zum Malteserorden (Quelle). 2019 wurde Ion Iliescu wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Der Vorwurf war, dass er während der Rumänischen Revolution 1989 Sicherheitsbehörden und Medien dazu benutzt hatte, mit Falschinformationen eine Massenpanik auszulösen, darunter die Falschnachricht, dass das Trinkwasser vergiftet worden sei. Im Fernsehen wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen, auf die Strasse zu gehen und die Gegner der Revolution zu bekämpfen. Dies führte zu Strassenkämpfen, an denen neben Zivilisten auch Geheimdienst- und Militäreinheiten beteiligt waren. Mehr als 150 Menschen starben. Etwa sechsmal so viele Menschen wurden nach der Revolution innerhalb kurzer Zeit von unbekannten Terroristen ermordet. Der von Ion Iliescu kontrollierte Geheimdienst wurde verdächtigt, für die Morde verantwortlich zu sein. Nachdem es 1990 zu Protesten in der Hauptstadt Bukarest kam, die hauptsächlich von Studenten organisiert wurden, forderte Iliescu und seine Medien die Berg- und Industriearbeiter auf, in die Hauptstadt zu kommen, um die Demonstrationen niederzuschlagen, was dann auch geschah. Es gab mehrere Tote und Hunderte wurden verletzt. Oppositionelle Journalisten berichteten von wesentlich höheren Opferzahlen. Es bestand der Verdacht, dass sich Geheimdienstmitarbeiter unter die Arbeiter mischten und die Gewalt eskalieren liessen. Deswegen wurde Ion Iliescu 2017 ebenfalls wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. (Quelle: 1 und 2) Ion Iliescu unterstützte die CIA bei ihrem Kampf gegen den Terror. Er erlaubte der CIA eigene Gebäude in Rumänien zu haben. Davon waren eines oder mehrere Geheimgefängnisse der CIA und es soll darin zu Folter gekommen sein. Ion Iliescu hat abgeschritten, von den Geheimgefängnissen gewusst zu haben. (Quelle) Es gibt die Verschwörungstheorie, dass die CIA in Geheimgefängnissen an Häftlingen mit Gedankenkontrolle und Gehirnwäsche experimentiert. Übrigens hatte der kommunistische Geheimdienst Rumäniens Mitte des 20. Jahrhunderts in Gefängnissen an Häftlingen mit Gehirnwäsche experimentiert und ging dabei äusserst skrupellos vor (Quelle). Als Ion Iliescu und seine Verbündeten 1989 die Macht in Rumänien übernahmen, hatten sie Verbindungen zu Geheimdiensten der kommunistischen Sowjetunion (Quelle). Es wird vermutet, dass Ion Iliescu und weitere Revolutionäre für den KGB-Geheimdienst arbeiteten (Quelle: 1 und 2). In den 50erjahren studierte Iliescu in Moskau und war dort mit Alexander Shelepin verbunden, der spätere Chef des KGB (Quelle). Iliescu soll sich zu dieser Zeit mit Michail Gorbatschow angefreundet haben. Gorbatschow war das letzte Staatsoberhaupt der Sowjetunion. In seiner Amtszeit brach die Sowjetunion zusammen. Nachdem Ion Iliescu rumänischer Präsident wurde, hatte er Kontakt zu Michail Gorbatschow und traf ihn in den folgenden 20 Jahren mehrfach. Die beiden schätzten sich scheinbar sehr. (Quelle) Seit dem Zerfall der Sowjetunion besetzen ehemalige KGB-Mitarbeiter wichtige Positionen in den neuen Regierungen der ehemaligen Sowjetstaaten: Präsident Putin in Russland, Präsident Lukashenko in Weissrussland, Präsident Heydar Aliyev war KGB-Chef in Aserbaidschan, der Nasarbajew-Vertraute Karim Massimow in Kasachstan und sogar der Patriarch der russischen Kirche ist ein ehemaliger KGB-Mitarbeiter. Die von Ion Iliescu geführte Rumänische Revolution führte zum Sturz des kommunistischen Diktators Nicolae Ceaușescu. Ceaușescu traf den Italiener Licio Gelli und den argentinischen Präsidenten Juan Perón (beides Freimaurer) und hatte auch geschäftlichen Kontakt zu den beiden. Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren. In rumänischen Medien kursierte die Behauptung, dass Nicolae Ceaușescu der P2-Loge beigetreten war, was aber nicht bewiesen ist. (Quelle)

Donald Rumsfeld (1932-2021) (Quelle). Er war zweimal Verteidigungsminister der USA. Er besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 leitete er den Krieg gegen den Irak und die Taliban in Afghanistan. Er unterstützte die Foltermethoden im Gefangenenlager in Guantanamo. Er soll die brutalen Foltermethoden der CIA im Abu-Ghuraib-Folterskandal nicht nur gebilligt, sondern sogar persönlich angeordnet haben (Quelle). Es gibt die Verschwörungstheorie, dass die CIA in Gefängnissen wie Abu-Ghuraib und Guantanamo an den Häftlingen mit Gehirnwäsche und Gedankenkontrolle experimentiert und die Folter und der Reizentzug dazu dient, bei den Häftlingen eine Dissoziation auszulösen, was der erste Schritt bei einem klassischen Gehirnwäscheprogramm ist. Die CIA hatte in der Vergangenheit mit Gehirnwäsche und Gedankenkontrolle experimentiert (MKULTRA).

Carlo Pesenti (1907-1984) (Quelle). Der Italiener führte eine eigene Gruppe, die eng mit Le Cercle verbunden war. Er kontrollierte den italienischen Grosskonzern Italcementi, der von seiner Familie aufgebaut wurde. Er hatte als Unternehmer Kontakt zu den italienischen Bankiers Roberto Calvi und Michele Sindona. Die beiden arbeiteten für die Vatikanbank und für die italienische Mafia. Sie waren beide Mitglied der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und zu der viele italienische Geheimdienstler gehörten. Calvi und Sindona starben unter seltsamen Umständen.

Tsutomu Hata (1935-2017) (Quelle). Er war japanischer Premierminister.

Indira Gandhi (1917-1984) (Quelle). Sie war zweimal Premierministerin von Indien. Sie starb durch ein Attentat. Die Nehru-Gandhi Familie ist eine der wichtigsten Familien der politischen Elite Indiens und war oder ist noch immer mit der indischen Industriellenfamilie Tata verbunden. Indiras Grossvater Motilal Nehru war Freimaurer (Quelle: 1 und 2).

Manmohan Singh (*1932) (Quelle). Er war indischer Premierminister und leitete die indische Zentralbank. Ihm wurde Korruption vorgeworfen.

Frans Otten (1895-1969) (Quelle). Der Niederländer führte den Elektrokonzern Philips, eines der grössten niederländischen Unternehmen. Otten heiratete in die Philips Familie, die das Unternehmen gegründet hatte. Die Philips Familie ist jüdischer Abstammung und sie waren nahe Verwandte des berühmten Karl Marx. Die Philips Familie heiratete in den niederländischen Adel.

Zbigniew Brzeziński (1928-2017) (Quelle). Der US-Amerikaner war ein führender Politikberater. Er war mitverantwortlich für die Waffenlieferungen an die Mudschaheddin in Afghanistan zur Bekämpfung der Sowjets (Quelle). Aus den Mudschaheddin gingen die Taliban hervor. Zbigniew Brzeziński besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Er gründete gemeinsam mit David Rockefeller, Max Kohnstamm und Guido Colonna di Paliano die Trilaterale Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik.

Adolph William Schmidt (1904-2000) (Quelle). Der US-Amerikaner war US-Botschafter in Kanada. Während des Zweiten Weltkrieges war er Offizier beim OSS (Vorläufer der CIA). Er heiratete in die Mellon Familie, die schon seit 100 Jahren zu den reichsten Amerikanern gehört und mit den US-Geheimdiensten verbunden ist.

Edwin Feulner (*1941) (Quelle). Der US-Amerikaner war Mitgründer und langjähriger Chef der Heritage Foundation, eine der wichtigsten rechtskonservativen Denkfabriken der USA. Er kannte den Heritage-Mitgründer Josef Coors aus der US-amerikanischen Milliardärsfamilie Coors (Geschäftspartner der kanadischen Milliardärsfamilie Molson).

Alfredo Sánchez Bella (1916-1999) (Quelle). Der spanische Politiker war in der Franco-Diktatur Informationsminister und somit für die Medienzensur in Spanien zuständig. Er war Mitglied des Opus Dei (Vatikanorden) (Quelle). Er arbeitete mit dem hochadligen Cercle-Mitglied Otto von Habsburg zusammen, der ein sehr gutes Verhältnis zum spanischen Diktator Franco hatte.

Tomás Tascón (Quelle). Er war Generalsekretär der Dominikaner (Vatikanorden) in Spanien.

Luis Maria Otero Monsegur (1914-2002) (Quelle). Er war Chef der argentinischen Zentralbank.

Manuel Prado Ugarteche (1889-1967) (Quelle). Er war wie sein Vater Präsident von Chile. Noch weitere Mitglieder der Familie gehörten zur chilenischen Elite (die stark katholisch geprägt ist).

Paul Channon (1935-2007) (Quelle). Der britische Politiker wurde zum Baron geadelt und in den Privy Council aufgenommen. Er war ein lebenslanger Freund des britischen Prinzen Edward von Kent (Quelle). Dieser ist ein Cousin der britischen Queen. Edward von Kent ist seit 1967 Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle). Pauls Vater Henry Channon war ein Freund des britischen Königs Edward VIII.. Henry war ein Freund und womöglich auch ein Liebhaber des jugoslawischen Prinzen Paul. (Quelle) Paul Channon war mütterlicherseits ein Enkel eines Grafen aus der Guinness Familie. Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.

Winston Spencer-Churchill (1940-2010) (Quelle). Der britische Politiker war ein Enkel des Premierminister Winston Churchill (Freimaurer). Er heiratete in die geadelte jüdische Bankiersfamilie Erlanger. Seine Mutter Pamela heiratete William Averell Harriman und hatte romantische Beziehungen mit Élie de Rothschild, Aly Khan, Gianni Agnelli und Stavros Niarchos (alles sehr einflussreiche Männer).

Robert Gascoyne-Cecil, der 7. Markgraf von Salisbury (*1946) (Quelle: Als Viscount Cranborne gelistet). Der britische Politiker wurde in den Privy Council aufgenommen. Er kommt aus der Cecil Familie, eine der angesehensten englischen Adelsfamilien. Seine Frau kam aus dem schottischen Stirling Clan und war eine Urenkelin des Clan-Chefs des schottischen Fraser von Lavot Clans.

Philip Goodhart (1925-2015) (Quelle). Der britische Politiker war mit der Lehman Familie verwandt, die zur amerikanisch-jüdischen Elite gehört.

Patricia Rawlings (*1939) (Quelle). Die britische Politikerin wurde zur Baronin geadelt. Sie heiratete in die Wolfson Familie, die zur britisch-jüdischen Elite gehört.

Peter Frank Dalrymple Tennant (1910-1997) (Quelle). Der Brite könnte dem Namen nach aus den schottischen Clans Dalrymple und Tennant stammen. Er arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für die britischen Geheimdienste. Er wurde vom Geheimdienstler und Bankier Charles Hambro rekrutiert, der aus der britischen Bankiersfamilie Hambro kam (heiratete in mehrere schottische Clans). Tennant wurde später Direktor der britischen Barclays Bank, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt (wurde früher von Mitgliedern des schottischen Barclay Clans kontrolliert).

Hugh Thomas (1931-2017) (Quelle). Der britische Historiker wurde zum Baron geadelt. Sein Schwiegervater Gladwyn Jebb war der erste Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Charles Powell (*1941) (Quelle). Der britische Diplomat wurde zum Baron geadelt. Er arbeitete für die Grosskonzerne LVMH, HCL Technologies, Brunswick, Jardine Matheson (Keswick Familie), Barrick Gold (einer der grössten Goldproduzenten), Northern Trust (einer der grössten Vermögensverwalter) sowie für Thales und BAE Systems (zwei der grössten Rüstungskonzerne). Er war Treuhänder des Aspen Institute, eine sehr einflussreiche Denkfabrik.

Chuck Hagel (*1946) (Quelle). Er war US-Verteidigungsminister unter Präsident Obama.

Philippe de Weck (1919-2009) (Quelle). Der Schweizer Bankmanager war Präsident der SBG, der Vorläufer der heutigen Schweizer Grossbank UBS (die derzeit grösste Bank der Welt nach verwaltetem Vermögen). De Weck wurde 1989 vom Vatikan in einen Expertenrat berufen, der die Vatikanbank IOR sanieren musste nach dem Ambrosiano-Skandal (die Bank war eng mit der Mafia und der Freimaurerloge P2 verbunden). De Weck gehörte bis 1997 dem Expertenrat der Vatikanbank an. Er war in Verwaltungsräten der Schweizer Grossunternehmen Nestlé, Sulzer, SGS, Brown Boveri & Cie und Asuag (Vorläufer der heutigen Swatch Group). (Quelle) Sein Sohn Roger de Weck leitete von 2011 bis 2017 die SRG/SSR, der staatliche Medienkonzern der Schweiz. Der Sohn Pierre de Weck gehörte zur Konzernführung der Grossbanken UBS und Deutsche Bank. Er ist seit 2013 Direktor der Bank of America, eine der grössten US-amerikanischen Banken. Er arbeitete für die zyprische Zentralbank und ist Seniorberater des US-amerikanischen Finanzunternehmens General Atlantic.

Alois Mertes (1921-1985) (Quelle). Der deutsche CDU-Politiker besetzte eine hochrangige Position im Auswärtiges Amt (Aussenministerium). Eine russische Zeitung behauptete, er sei ein Agent des Opus Dei, an das er geheime Berichte schicken würde (Quelle). Sein Sohn Klaus Mertes ist Jesuit und leitete ein deutsches Jesuitengymnasium.

Harald Schreiber (1929-1996) (Quelle). Der deutsche CDU-Politiker hatte für den Stasi-Geheimdienst der DDR gearbeitet.

Theo Waigel (*1939) (Quelle). Der deutsche Politiker war Finanzminister. Er war Vorsitzender sowie Ehrenvorsitzender der Partei CSU.

Pierre Eddé (1921-1997) (Quelle). Ein libanesischer Politiker und Unternehmer. Sein Vater Émile Eddé war Präsident des Libanons. Die Eddé Familie gründete und führt eine eigene Partei (National Bloc). Sie sind eine christliche Familie (der Libanon wird im Gegensatz zu anderen Ländern in der Region von einer multireligiösen Elite geführt).

Le Cercle veröffentlicht bisher leider keine Mitgliederlisten und daher könnten noch viele weitere einflussreiche Persönlichkeiten dazugehören.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Al Said

Die arabische Familiendynastie Al Said herrscht seit 1744 über den Golfstaat Oman. Von 1856 bis 1964 herrschte ein Familienzweig der Al Said Familie über den ostafrikanischen Kleinstaat Sansibar.

Der Oman ist eine absolute Monarchie und hat keine Demokratie. Die Herrscherfamilie lässt keine freie Presse im Land zu.

Die Familie beteiligt sich aktiv in der omanischen Politik und Diplomatie. Sultan Qaboos bin Said (1940-2020) war Premierminister, Aussenminister, Verteidigungsminister, Finanzminister und Oberbefehlshaber der omanischen Streitkräfte (Quelle).

2011 wurde das Vermögen von Sultan Qaboos auf 700 Millionen US-Dollar geschätzt. Das Vermögen stammt aus dem Geschäft mit den Erdöl- und Erdgasreserven des Landes. (Quelle) Die Al Said Familie kontrolliert die Oman Investment Authority, die derzeit ein Vermögen im Wert von 17 Milliarden US-Dollar verwaltet. Der Staatsfonds wurde 2020 auf königlichen Erlass gegründet und übernahm das Vermögen der beiden vorherigen omanischen Staatsfonds. Der Grossteil der grossen Unternehmen im Land wird vom Staat bzw. der Königsfamilie kontrolliert. Die Währung des Landes ist der Omanische Rial, der derzeit die drittwertvollste Währung der Welt ist.

1798 unterzeichneten Oman und Grossbritannien einen Freundschaftsvertrag und 1891 wurde der Oman zu einem britischen Protektorat. Seit 1951 ist der Oman unabhängig von Grossbritannien. (Quelle) Die beiden Monarchien haben aber bis heute ein sehr gutes Verhältnis. Sultan Qaboos bin Said (1940-2020) war ein Freund der britischen Königsfamilie. (Quelle) Ende 2021 besuchte der derzeitige Sultan Haitham ibn Tariq die britische Queen (Quelle).

Ein Neffe von Sultan Qaboos heiratete in die japanische Kaiserfamilie (Quelle).

Die Al Said Familie kennt Mitglieder von fast allen oder sogar allen noch amtierenden Königsfamilien. Als Sultan Qaboos 2020 starb, ist der britische Prinz Charles über Nacht nach Oman gereist zur Beileidsbekundung. Auch die Könige von Spanien, Niederlande, Belgien, Abu Dhabi, Katar, Kuwait, Jordanien und Bahrain kamen zur Beileidsbekundung. (Quelle)

Sultan Qaboos besuchte mindestens ein Treffen von Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist fest mit den Geheimdiensten verbunden. Ein Treffen von Le Cercle fand im Oman statt (Quelle).

Der omanische Herrscher Seyyid Said bin Sultan (1791-1856) heiratete zweimal in die persische Herrscherfamilie (Quelle). Damals war die Dynastie der Kadscharen die Herrscher von Persien (heutiger Iran), die von 1789 bis 1925 den persischen Thron besetzte. Said bin Sultan umwarb auch Ranavalona I., die damalige Königin des ostafrikanischen Inselstaates Madagaskar (Quelle). Ihre Familie gründete Ende des 18. Jahrhunderts das Königreich Madagaskar, über das sie bis 1897 herrschte. Ihre Vorfahren hatten bereits seit dem 16. Jahrhundert das Königreich Merina in Madagaskar regiert. Der Legende nach stammt die Familie von Zanahary ab, einer der wichtigsten Götter der madagassischen Mythologie.

Heute hat von den Golfstaaten der Oman die besten Beziehungen zum isolierten Iran. Von den Golfstaaten ist der Oman der älteste strategische Partner Indiens. Indien ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner des Omans. 2020 lebten 780 000 indische Staatsbürger im Oman und machen damit etwa 15 Prozent der dortigen Bevölkerung aus. Sultan Qaboos wurde als Student von Shankar Dayal Sharma unterrichtet. Sharma war von 1992 bis 1997 Präsident von Indien. (Quelle)

Sultan Qaboos bin Said war an der Royal Military Academy Sandhurst in England. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

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Haus Colonna

Die italienische Uradelsfamilie Colonna war in den letzten 1000 Jahren eine der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie. Sie ist traditionell mit dem Vatikan verbunden und gehört bis heute zum päpstlichen Adel. Vom 12. bis 19. Jahrhundert stellte die Familie regelmässig Kardinäle. Die Familie brachte auch Politiker und Diplomaten hervor und besetzte führende Positionen bei der Armee des Kirchenstaates.

Papst Martin V. (1369-1431) kam väterlicherseits aus der Colonna Familie. Mütterlicherseits kam er aus der italienischen Adelsfamilie Conti. Die Conti Familie stellte vier Päpste und starb im 19. Jahrhundert aus. Die Familien Colonna und Conti stammen der Legende nach von den Grafen von Tusculum ab, deren Familienkreis im 10. und 11. Jahrhundert mehrere Päpste stellte. Die Colonna Familie glaubte oder glaubt noch immer von römischen Herrschern aus der Zeit vor Christus abzustammen, darunter von Julius Cäsar. Die Abstammungslegende der Colonnas geht bis zur griechisch-römischen Götterfamilie zurück. Mehrere führende Königsdynastien in den letzten 3000 Jahren behaupteten von dieser Götterfamilie abzustammen. Die Abstammungslegende der Colonna Familie wird ganz unten in diesem Beitrag erläutert.

Die Colonna Familie ist bis heute eine der wichtigsten Familien der Vatikanelite. Die Colonnas gelten als eine der ältesten und edelsten Familien der Welt. (Quelle)

Filippo III. Colonna (1762-1818) heiratete in die Uradelsfamilie Savoia (Savoyen), eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Filippo III. hatte engen Kontakt zu den Königshöfen von Frankreich und Spanien. Er war ein treuer Mitarbeiter der Päpste Pius VI. und Pius VII.. (Quelle)

In der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends war die Colonna Familie mit der italienischen Uradelsfamilie Orsini verfeindet, die ebenfalls zum päpstlichen Adel gehört. 1511 unterzeichneten die beiden Familien einen Friedensvertrag. Um den Frieden zu sichern, heiratete Fürst Marcantonio II Colonna (1535-1584) in die Orsini Familie. Er vertrat die damalige spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig der Mittelmeerinsel Sizilien. (Quelle)

Kardinal Ascanio Colonna (1560-1608) und Fürst Lorenzo Onofrio Colonna (1637-1689) vertraten die spanischen Habsburger als Vizekönige des Königreiches Aragón (befand sich in Spanien). Fürst Lorenzo vertrat die Habsburger auch als Vizekönig von Neapel in Italien. Kardinal Pompeo Colonna (1479-1532) war ebenfalls spanischer Vizekönig von Neapel.

Fürst Marcantonio Colonna (1724-1796) vertrat die spanische Königsfamilie aus dem Haus Bourbon als Vizekönig von Sizilien. Er war Freimaurer (Quelle).

Die Colonna Familie heiratete im letzten Jahrtausend in die päpstlichen Adelsfamilien Borghese, Della Rovere, Massimo, Carafa, Ruspoli, Pamphilj, Del Drago, Barberini, Altieri, Farnese und Tomacelli. Dadurch waren die Colonnas mit mehreren Päpsten verwandt.

Weitere wichtige italienische Adelsfamilien, die mit den Colonnas Ehebindungen eingingen, wären Caracciolo, Borromeo, Ruffo, Imperiali, Mancini, Sforza, Spinola und Doria. Da die Colonnas schon seit mindestens 900 Jahren fast nur in italienische Adelsfamilien heirateten, waren und sind sie mit zahlreichen italienischen Adelsfamilien verwandt.

Kardinal Giovanni Colonna (starb 1245) brachte die angebliche Geisselungssäule nach Rom und schenkte sie der Santa Prassede, eine Kirche in Rom, welche die Säule bis heute besitzt. Der Legende nach wurde Jesus Christus vor seiner Kreuzigung an der Säule gegeisselt. Kardinal Colonna soll im Heiligen Land in den Besitz der Säule gelangt sein. (Quelle: 1 und 2) Er war päpstlicher Gesandter des fünften Kreuzzugs zur Rückeroberung der heiligen Stadt Jerusalem (Quelle).

Die Colonna Familie in den

letzten 150 Jahren

1870 wurde der Vatikan von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Colonna Familie gehört zum Schwarzen Adel. Der sizilianische Zweig der Familie war aber eng mit den Savoyens verbunden. 1946 wurde das Königreich Italien aufgelöst und die Savoyens entmachtet, da sie den italienischen Diktator Benito Mussolini unterstützt hatten. Neben der Abschaffung der Monarchie wurden in Italien auch die Adelstitel abgeschafft. Die Mitglieder des päpstlichen Adels, darunter die Colonnas, durften ihre Adelstitel aber behalten und besitzen sie bis heute.

Die Colonna Familie ist bis heute eng mit der katholischen Kirche verbunden (Quelle).

Der Familienzweig Colonna von Paliano

Der Familienzweig stellt seit dem 16. Jahrhundert die Herzöge von Paliano. 1569 erhielten die Colonnas von Paliano vom Papst den Titel Principi, den sie bis heute besitzen. Dieser ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann und zugleich der höchste Titel im italienischen Adel. Der Titel Principi bedeutet ins Deutsche übersetzt Fürst, aber in den meisten anderen Sprachen benutzt man Prinz als Übersetzung. Im päpstlichen Adel gibt es keinen König, da die Rolle des Königs der gewählte Papst übernimmt. Der päpstliche Adel und der Kirchenstaat sind also eine Wahlmonarchie. Fürstenfamilien wie die Colonnas stehen in der Hierarchie des päpstlichen Adels direkt unter dem Papst. Die meisten Fürstenfamilien stellten früher selbst Päpste und versuchten teilweise die Papstwahlen in ihrem Interesse zu beeinflussen.

Guido Colonna di Paliano (1908-1982) vertrat Italien ab 1933 als Diplomat in New York, Toronto, Kairo, Stockholm und London. In dieser Zeit war Italien eine faschistische Diktatur, die von Benito Mussolini geführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der Diktatur war Guido Colonna Generalvertreter der italienischen Delegation bei den Verhandlungen zum Marshallplan. Von 1948 bis 1956 war er der erste stellvertretende Generalsekretär der OEEC und somit stellvertretender Chef der internationalen Organisation. Die OEEC war der Vorläufer der heutigen OECD. Guido Colonna besetzte eine führende Position im italienischen Aussenministerium und war italienischer Botschafter in Norwegen. Er war von 1962 bis 1964 stellvertretender Generalsekretär der NATO und damit stellvertretender Chef des Militärbündnisses. Er führte den Vorsitz im Nordatlantikrat, das wichtigste Entscheidungsgremium der NATO. Er war in den 60er Jahren auch Mitglied der EWG/EEC-Kommission. Sie war der Vorläufer der heutigen EU-Kommission. (Quelle: 1 und 2)

Guido Colonna di Paliano gründete 1973 zusammen mit dem US-Amerikaner David Rockefeller die Trilaterale Kommission (Quelle: 1 und 2). Diese einflussreiche Denkfabrik dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan. In der Trilateralen Kommission sind viele Wirtschaftsführer und Politiker vertreten. Guido Colonna wird den Niederländer Max Kohnstamm gekannt haben, da dieser ebenfalls Mitgründer der Trilateralen Kommission war. Kohnstamm war ein Freund der niederländischen Königsfamilie. Kohnstamm war auch Mitgründer des Bilderberg-Treffens und gilt als einer der Gründerväter der EU.

Nachdem Guido Colonna di Paliano seine Karriere als Diplomat aufgegeben hatte, ging er in die Privatwirtschaft. Er war im Vorstand des italienischen Automobilkonzerns Fiat (Quelle). Das Unternehmen wurde von der Agnelli Familie gegründet, die es bis heute kontrolliert. Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien. Guido Colonna kannte Giovanni Agnelli, das Familienoberhaupt. Sie waren gemeinsam bei der Trilateralen Kommission aktiv. (Quelle: Seite 8)

Guido Colonna di Paliano war im Vorstand eines grossen italienischen Elektrounternehmens, das vom US-amerikanischen Mischkonzern General Electric kontrolliert wurde. Guido Colonna war auch im Vorstand von Solvay. (Quelle) Solvay ist eines der grössten belgischen Unternehmen und wird noch immer von der Gründerfamilie (Milliardäre) kontrolliert.

Prinz Ascanio Colonna di Paliano (1883-1971) war seit 1908 als Diplomat tätig. Er vertrat Italien in England, Türkei, Dänemark, Schweden und Ungarn. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er zur italienischen Delegation bei der Pariser Friedenskonferenz. Er war von 1938 bis 1941 italienischer Botschafter in den Vereinigten Staaten. (Quelle) Er vertrat somit den italienischen Diktator Mussolini in den USA. Im Dezember 1941 überbrachte er dem damaligen US-Präsidenten Roosevelt die Kriegserklärung Italiens an die USA. Noch am selben Tag trat Prinz Ascanio zurück von seinem Amt als Botschafter, da er den Krieg mit den USA ablehnte. (Quelle)

Ascanios Bruder Fürst Marcantonio VII. (1881-1947) heiratete Isabelle aus der libanesischen Sursock Familie. Die Sursocks waren im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien des Libanons. Isabelle wurde durch die Heirat Teil der römischen High Society. Sie und ihr Mann waren dem Vatikan treu ergeben. Isabelle erhielt die vatikanische Staatsbürgerschaft, die nur ein paar hundert Personen besitzen. Isabelle empfing in ihrem Palast einflussreiche Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. (Quelle) Die Sursock Familie lebt heute hauptsächlich in Europa und ist mit europäischen Adligen befreundet. Die Sursocks heirateten auch in die thailändische Königsfamilie und in die persische Aristokratenfamilie Aga Khan. Letztere soll angeblich vom Islamgründer Mohammed abstammen. Die Sursock Familie ist mit der Unternehmerfamilie Weston verschwägert, eine der reichsten kanadischen Familien. Die Sursock Familie brachte Freimaurer hervor.

Die Brüder Marcantonio VII. und Ascanio Colonna kamen mütterlicherseits aus der Familie Doria-Pamphilj-Landi. Die Familie bildete sich aus den italienischen Adelsfamilien Doria, Landi und Pamphilj (letztere gehörte zum päpstlichen Adel).

Bis 1968 wurden zahlreiche Ämter des Vatikans von Adligen besetzt und vererbt (Quelle). Seit dem 16. Jahrhundert hatte die Colonna Familie das Privileg, dass ein Familienmitglied bei päpstlichen Zeremonien an der rechten Seite des päpstlichen Throns teilnehmen durfte. Fürst Aspreno Colonna di Paliano (1916-1987) war das letzte Familienmitglied, dem diese Ehre zuteilwurde. Mit seinen 35 Adelstiteln war er eine der adligsten Personen der Hocharistokratie. Auf seiner Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter Mitglieder der Familien Borghese, Torlonia, Gaetani, Massimo, Ruspoli, del Drago, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Mitglieder der oben erwähnten Sursock Familie.
  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens (ein alter Vatikanorden).
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der Agnelli Familie. Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien.

(Quelle)

Prinzessin Adonella Colonna di Paliano (starb 2021) war mit Nicola Carraro verheiratet (Quelle). Dieser war ein Enkel des Verlegers Angelo Rizzoli (Quelle). Aus Rizzolis Verlag entwickelte sich der heutige italienische Medienkonzern RCS MediaGroup. Der Medienkonzern besitzt unter anderem die auflagenstärkste italienische Zeitung Corriere della Sera. Nicola Carraro war ein Cousin des Verlegers Angelo Rizzoli Junior. Dieser war Mitglied der Freimaurerloge P2, die mit der italienischen Mafia verbunden war (Quelle).

Piero Colonna di Paliano (1891-1939) war Mitglied der “Partito Nazionale Fascista“. Die faschistische Partei wurde 1921 von Benito Mussolini gegründet, der später von 1926 bis 1943 als Diktator über Italien herrschte. Piero Colonna war Kommandeur der “Moschettieri del Duce“, die Mussolinis Ehrengarde war. Mussolini ernannte Piero Colonna 1936 zum Gouverneur von Rom. (Quelle) Nach ihm wurde 1939 Giangiacomo Borghese aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese Gouverneur von Rom. Von 1928 bis 1935 hatte Francesco Boncompagni Ludovisi das Amt innegehabt, dessen Familie ebenfalls zum päpstlichen Adel gehört. (Quelle) Der Vater von Piero Colonna war zu Beginn des 20. Jahrhunderts zweimal Bürgermeister von Rom.

Prinz Fabrizio Colonna di Paliano wurde 2014 zum Grossinquisitor des Konstantinordens ernannt. (Quelle) Der Vatikanorden besteht mindestens seit dem Jahr 1190. Der Legende nach wurde der Orden im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Sveva Colonna di Paliano war im Dezember 2021 bei einer Heiligen Messe des Konstantinordens. Neben Sveva Colonna waren bei der Messe Mitglieder weiterer italienischer Adelsfamilien anwesend, darunter Orsini, Caracciolo, del Drago und Gonzaga. Prinzessin Khetevane Bagration Moukhrani war auch dabei. (Quelle) Sie kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie Georgiens. Die Familie soll von den Davididen abstammen, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem herrschten. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen (Quelle).

Prinz Piero Colonna di Paliano wurde 2020 zum Delegierten des Konstantinordens in der Schweiz ernannt. Der vorherige Ordensdelegierte in der Schweiz kam aus der Hochadelsfamilie Habsburg. Prinz Piero wurde vom Grossmeister persönlich in das Amt gewählt. (Quelle) Der Grossmeister kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien, die seit fast 300 Jahren den Konstantinorden führt.

Zwei Mitglieder der Familie Colonna di Paliano waren 2003 bei einer Veranstaltung zur Taufe einer Prinzessin aus der sizilianischen Königsfamilie. Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens (alter Vatikanorden)
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Mitglied der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Prinz Prospero Colonna wurde 2004 in die Führung des Malteserordens gewählt (Quelle). Fabrizio Colonna ist derzeit Vizepräsident der italienischen Vereinigung des Malteserordens (Stand: 16.2.2022) (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Die Colonna Familie brachte im letzten Jahrtausend mehrere Ritter des Malteserordens hervor. Der Malteserorden ist eng mit dem Konstantinorden verbunden. Seit 1878 ist jeder Prinz und Grossmeister des Malteserordens automatisch ein hochrangiges Mitglied des Konstantinordens (Quelle).

Olimpia Colonna di Paliano kennt ein Mitglied der italienischen Uradelsfamilie Imperiali (Foto).

Der Familienzweig Colonna von Stigliano

Dieser Familienzweig besitzt seit 1688 den Adelstitel eines Prinzen/Fürsten.

Fürst Prospero Colonna di Stigliano (*1938) heiratete Frances Loftus. Sie hat eine Tochter aus einer anderen Ehe, Jayne Wilby, die einen Grafen aus der englischen Adelsfamilie Herbert von Carnarvon heiratete. (Quelle: 1 und 2)

Fürst Prospero Colonna verwaltet den Palazzo Colonna, der Familienpalast der Colonnas. 2019 besuchte Peng Liyuan den Palazzo Colonna und traf dabei Fürst Prospero. Liyuan ist die Ehefrau des derzeitigen chinesischen Präsidenten Xi Jinping. (Fotos: 1 und 2). Jinping und seine Frau trafen sich mit vielen Königsfamilien.

Bei einer Veranstaltung im Palazzo Colonna 2019 waren neben Prospero und Laurentia Colonna folgende Personen anwesend:

  • Giovanni Battista Re, der derzeit hochrangigste Kardinal der katholischen Kirche (Foto).
  • Mitglieder der päpstlichen Adelsfamilien Torlonia, Pallavicini und Odescalchi.
  • Patrizia Memmo, die in die päpstliche Adelsfamilie Ruspoli heiratete. Ihr Vater Roberto war mit den katholischen Königsfamilien Savoyen, Grimaldi und Bourbon befreundet.
  • Mitglieder der Adelsfamilie Brachetti Peretti. Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen.

(Fotos: 1, 2, 3, 4)

  • Die Gräfin Marisela Federici (Foto). Marisela war eine enge Freundin von Susanna Agnelli aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Marisela war mit dem libanesisch-ägyptischen Geschäftsmann Roger Tamraz verheiratet, der den Ölkonzern Tamoil gründete. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Carlos Delgado Chalbaud, war Präsident von Venezuela. (Quelle)
  • Ein Mitglied der italienischen Adelsfamilie Borromeo (Foto).
  • Ein Mitglied der österreichischen Uradelsfamilie Windisch-Graetz (Foto).
  • Die italienischen Geschäftsmänner Valter Mainetti und Pietro Salini (Fotos: 1 und 2).
  • Die Modedesignerin Anna Fendi, Gründerin der Modemarke Fendi (Foto).
  • Der Politiker und Sportfunktionär Franco Carraro (Foto). Er war Bürgermeister von Rom.

Fürst Prospero Colonna kennt Mariano Hugo, das derzeitige Oberhaupt der österreichischen Uradelsfamilie Windisch-Graetz (Foto). Mariano Hugo war Botschafter des Malteserordens in Slowenien (Quelle). Er heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Österreich (Haus Habsburg).

Prinz Fabio Colonna di Stigliano (1874-1930) heiratete in die italienisch-jüdische Morpurgo Familie (Quelle). Giuseppe (Joseph) Morpurgo gründete 1831 die Assicurazioni Generali, die sich schnell zu einem führenden Versicherungsunternehmen entwickelte. Sie ist heute eines der grössten italienischen Unternehmen und einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt.

Catherine Colonna di Stigliano organisierte 2012 einen Ball in Monaco. Der Ball stand unter der Schirmherrschaft des monegassischen Fürsten Albert II.. Zu den Gästen gehörten:

  • Columba Bush aus der US-amerikanischen Präsidentenfamilie Bush
  • Der indische Milliardär Ravi(kant) Ruia
  • Ein Prinz aus der russischen Zarenfamilie.
  • Der armenische Prinz Rudolf Kniase Melikoff/Melikov
  • Der tschechische Graf Adrien Kamenicky
  • Marc Sursock (die Sursock Familie heiratete wie bereits erwähnt in die Colonna Familie)

(Quelle)

Der Ball wurde vom indischen Aristokraten Arvind Singh Mewar geleitet, der dabei persönlichen Kontakt zu Catherine Colonna hatte. Arvinds Tochter Padmaja war auch auf der Feier. (Quelle) Arvind ist der nicht amtierende König der indischen Region Mewar. Er ist das Oberhaupt der Sisodia-Dynastie. Diese war seit dem 14. Jahrhundert eine Herrscherfamilie. Der Überlieferung nach stammen sie von der Guhila-Dynastie ab, die bereits im ersten Jahrtausend zu den indischen Königsfamilien gehörte.

Der indische Modedesigner Raghavendra Rathore war ebenfalls beim Ball dabei (Quelle). Er kommt aus der Rathore-Dynastie, eine der ältesten und wichtigsten indischen Aristokratenfamilien. Die Frau des derzeitigen Familienoberhauptes kommt mütterlicherseits aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Nepal. (Quelle) Die Rathore-Dynastie herrschte seit dem 13. Jahrhundert über Jodhpur (Königreich Marwar). Später bildeten sich Familienzweige, die über weitere indische Staaten herrschten. Der heutige Bundesstaat Indien entstand aus dem Zusammenschluss von paar hundert Monarchien und ist bis heute ein föderaler Staat. Der Legende nach stammt die Rathore-Dynastie von Rama ab (Quelle). Rama ist eine mythologische Figur, die im Hinduismus verehrt wird. Rama war der Sohn eines Königs aus der Sonnendynastie, zu der auch Siddhartha Gautama (Buddha) gehörte, der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus den Buddhismus begründete. Die oben erwähnte Sisodia-Dynastie, die beim Ball in Monaco dabei war, führt ihre Abstammung ebenfalls zur Sonnendynastie zurück. Die Sonnendynastie wurde vom mythologischen König Ikshvaku gegründet. Dieser war ein Enkel des hinduistischen Sonnengottes Surya. Der Sonnengott war wiederum ein Urenkel von Brahma, einer der Hauptgötter im Hinduismus. Die Colonna Familie soll ebenfalls göttlicher Abstammung sein und von Gottheiten aus der griechischen und römischen Mythologie abstammen (wird ganz unten erläutert).

Anmerkung: Alle grossen Religionen sind auf Königsfamilien zurückzuführen.

  • Aristokraten aus Japan, darunter die japanische Kaiserfamilie, behaupten von Götterfamilien aus dem Shintoismus abzustammen. Der Shintoismus ist zusammen mit dem Buddhismus die wichtigste Religion in Japan und wird von der Kaiserfamilie geführt.
  • In China und weiteren ostasiatischen Ländern war der Konfuzianismus lange Zeit die wichtigste Religion. Der Begründer Konfuzius, der im 5. und 6. Jahrhundert vor Christus lebte, stammte der Überlieferung nach von der Shang-Dynastie ab, die im zweiten Jahrtausend vor Christus über China herrschte. Der Legende nach stammte die Shang-Dynastie vom chinesischen Kaiser Ku ab, der wiederum vom mythologischen Kaiser Huangdi abstammen soll. Die beiden Kaiser lebten im dritten Jahrtausend vor Christus. Die bis heute bestehende chinesische Aristokratenfamilie Kung, die zur taiwanesischen Elite gehört, stammt von Konfuzius ab und ist noch immer mit dem Konfuzianismus verbunden.
  • Der Islam wurde von Mohammed begründet, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte. Die heutigen Königsfamilien von Jordanien und Marokko sowie die Aga Khan Familie behaupten von Mohammed abzustammen.
  • Mohammed war der Legende nach ein Nachkomme von Abraham, der Stammvater der Juden. Zu Abrahams Nachkommen gehörte die jüdische Königsdynastie der Davididen, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem herrschte. Der Legende nach stammen die nicht amtierenden Königsfamilien von Äthiopien und Georgien (mit dem Vatikan verbunden) sowie mehrere Rabbinerdynastien von den Davididen ab. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen. Der Vatikan ist bis heute eng mit dem katholischen und christlich-orthodoxen Hochadel verbunden. Während der Reformation gründeten Hochadelsfamilien protestantische Kirchen, darunter die Königsfamilien von Grossbritannien, Dänemark, Norwegen und Schweden, die ihre Kirchen bis heute anführen.

Der Familienzweig Colonna von Cesarò

Dies ist der sizilianische Zweig der Colonna Familie.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1810-1869) und sein Sohn Calogero unterstützten einen Volksaufstand auf der Mittelmeerinsel Sizilien. Der Aufstand richtete sich gegen die damalige sizilianische Königsfamilie. Der Aufstand scheiterte und Calogero Colonna musste im April 1860 ins Gefängnis. Im Mai 1860 startete der italienische Revolutionär Giuseppe Garibaldi und seine Anhänger die Invasion Siziliens, was zum Sturz der sizilianischen Königsfamilie führte. Unter der Besatzung von Garibaldi wurde Herzog Giovanni Colonna Gouverneur der sizilianischen Hauptstadt Palermo. 1861 wurde Sizilien Teil des im selben Jahres gegründeten Königreichs Italien, das bis 1946 bestand und von der italienischen Uradelsfamilie Savoyen regiert wurde. Calogero Colonna unterstützte den Anschluss Siziliens an das Königreich und sein Vater Giovanni wurde Senator des Königreiches. Herzog Giovanni erhielt zwei Orden von der italienischen Königsfamilie. Calogero Colonna, der den Herzogstitel erbte, vertrat das italienische Königreich als Diplomat in London und Paris. (Quelle)

Anmerkung: Der Revolutionär Giuseppe Garibaldi war Freimaurer, wie viele der führenden Köpfe der italienischen Einigungsbewegung. Er war 1864 kurze Zeit Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende italienische Freimaurergrossloge ist (Quelle). Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen. Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiationsgrade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des Memphis-Misraim-Ritus. Der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, ein Bekannter von Giuseppe Garibaldi, war Mitgründer und der zweite Gross-Hierophant des Ritus. (Quelle) John Yarker war Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Yarker war Ehrenmitglied der “Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA). (Quelle) Die SRIA ist der englische Zweig der Rosenkreuzer. 1888 gründeten drei SRIA-Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund “Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung im angloamerikanischen Raum wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge, darunter Freimaurer und Rosenkreuzer, gründeten kurze Zeit darauf den Ordo Templi Orientis (OTO), der ebenfalls zu einer wichtigen Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle).

Baron Niccolò Turrisi Colonna (1817-1889) kam mütterlicherseits aus der Familie Colonna di Cesarò. Er ging in die sizilianische Politik und bekam einen Ministerposten. Später unterstützte er den Sturz der sizilianischen Königsfamilie 1860 und führte als Präsident des Kriegskomitees die sizilianischen Aufständischen an. Baron Colonna war in den 1880er Jahren zweimal Bürgermeister der sizilianischen Hauptstadt Palermo. Er erhielt einen Orden von der italienischen Königsfamilie. (Quelle)

Nachdem der Revolutionär und Freimaurer Giuseppe Garibaldi 1860 Sizilien besetzt hatte, wurde Baron Niccolò Turrisi Colonna Chef der Nationalgarde in der Hauptstadt Palermo. Er richtete eine neue Polizei und eines neues Militär für Sizilien ein. Er errichtete eine Landpolizei, die Landgüter bewachen sollte. (Quelle) Zu dieser Zeit bildeten sich innerhalb von Polizei und Militär kriminelle Strukturen, aus denen sich später die sizilianische Mafia (Cosa Nostra) entwickelte. Sie war die erste Mafia und gilt heute noch als eine der mächtigsten Mafiaorganisation der Welt. Sie ist international aktiv und mit weiteren kriminellen Vereinigungen vernetzt. Man geht davon aus, dass die ersten sizilianischen Mafiamitglieder zum grossen Teil aus sogenannten Gabelloti bestanden. Diese pachteten und bewachten Anwesen und Felder von Grossgrundbesitzern. Nachdem Sizilien Teil des italienischen Königreiches wurde, verschlechterte sich die öffentliche Sicherheit in Sizilien und es kam zu Diebstahl und Plünderungen. Darauf verpachteten viele Grossgrundbesitzer, die aus Adligen und wohlhabenden Grossbauern bestanden, ihr Land an die Gabelloti, deren Schutztruppen die Felder bewachten. Sie waren also sowas wie ein privater Sicherheitsdienst der reichen Gutsbesitzer. Die Familie Colonna di Cesarò gehörte damals zu den grössten Landbesitzern Siziliens.

Baron Niccolò Turrisi Colonna liess seine Besitztümer ebenfalls bewachen. Unter seinen Wächtern waren mehrere Mafiamitglieder, die 1874 verhaftet wurden, als die Polizei die Besitztümer des Barons durchsuchte. Der italienische Politiker Baron Leopoldo Franchetti war einer der Ersten, der öffentlich auf den Einfluss der Mafia auf die Politik aufmerksam machte. Er behauptete, dass Baron Colonna als einflussreicher Politiker die Mafiabosse schütze. Der führende italienische Politiker Domenico Farini (Freimaurer) sagte aus, ihm sei von Politikern gesagt worden, dass Baron Colonna der führende Kopf der Mafia sei. (Quelle: 1 und 2) Als Baron Colonna 1860 von Garibaldi zum Chef der Nationalgarde in Palermo ernannt worden war, stellte er nach wenigen Tagen Antonino Giammona als Hauptmann einer Abteilung der Nationalgarde ein. Giammona war einer der ersten Mafiabosse. Baron Colonna verteidigte Giammona, als diesem vorgeworfen wurde, kriminell zu sein. Baron Colonna schrieb eine Analyse zu den kriminellen Netzwerken in Sizilien. Er benutzte darin jedoch nicht das Wort “Mafia“, sondern bezeichnete das Netzwerk als eine “kriminelle Sekte“. Baron Colonna geriet 1863 in einen Hinterhalt, als er mit seiner Kutsche unterwegs war, die von fünf Männern beschossen wurde. Der Mordversuch scheiterte. (Quelle: 1 und 2)

Baron Colonna war somit mit dem Gründerkreis der ersten Mafia verbunden oder gehörte gar selbst dazu. Es gibt die Theorie, dass der päpstliche Adel und der Vatikan enge Verbindungen zur italienischen Mafia haben. Mitglieder der namhaften italienischen Adelsfamilien Savoyen, Orsini, Borghese, Caracciolo und Borromeo hatten in den letzten 50 Jahren Kontakte zu mafiaverbunden Personen. Bei den Savoyens sind die Mafiakontakte so offensichtlich, dass es fast schon peinlich ist. Ein Mitglied der päpstlichen Adelsfamilie Borghese soll sogar ein Gipfeltreffen der Mafia besucht haben.

Anmerkung: Die italienische Mafia ist stark katholisch geprägt. Die Ndrangheta, die inzwischen als die mächtigste Mafia gilt, hält christliche Rituale ab. Sie schwören in Ritualen auf die Bibel und wenn ein neues Mitglied aufgenommen wird, schneidet man mit einem scharfen Messer in seinen Finger, sodass ein Blutstropfen auf eine Gebetskarte des Erzengels Michael fällt. Der Erzengel ist angeblich der Schutzheilige der Ndrangheta. Die Hierarchie der Ndrangheta ist in mehrere Ränge (Grade) aufgeteilt. Immer wenn man einen Rang aufsteigt, wird dafür ein Ritual abgehalten, also wie bei den Freimaurern. Gehört man zu den oberen Rängen trägt man Titel wie Kreuzritter, Evangelist und mammasantissima (Heiligste Mutter). Die Ndrangheta ist also nicht nur eine kriminelle Organisation, sondern scheinbar auch ein christlicher Geheimorden, der sich von der Freimaurerei hat inspirieren lassen. Der oberste Titel im Ndrangheta-Geheimbund ist der Conte Ugolino (Graf Ugolino). Der Name bezieht sich vermutlich auf Ugolino della Gherardesca, der im 13. Jahrhundert lebte und aus der bis heute bestehenden italienischen Adelsfamilie Gherardesca kam. Die Ndrangheta ehrt in Ritualen die italienischen Revolutionäre Giuseppe Garibaldi und Giuseppe Mazzini (beides hochrangige Freimaurer). (Quelle: 1, 2, 3) Wie oben bereits erwähnt wurde, bildete sich die italienische Mafia zur Zeit als Giuseppe Garibaldi Sizilien besetzte. Auch die Cosa Nostra aus Sizilien ist geheimbundartig aufgebaut und lässt bei Ritualen ebenfalls Blut auf ein Heiligenbild tropfen. Ein Abstammungsmythos besagt, dass der Mafiageheimbund bereits seit dem Mittelalter bestehen soll. Der Legende nach wurde er von drei spanischen Rittern gegründet, die um das Jahr 1400 auf der Flucht waren und untertauchen mussten, weil sie einen Adligen ermordet hatten. Die drei Ritter waren Osso, Mastrosso und Carcagnosso. Osso verehrte den heiligen Georg und gründete in Sizilien die Cosa Nostra. Mastrosso verehrte die heilige Maria und gründete in Neapel die Camorra. Carcagnosso verehrte den Erzengel Michael und gründete in Kalabrien die Ndrangheta. (Quelle)

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1878-1940) war der Sohn des oben erwähnten Herzogs Calogero Colonna, der wie gesagt mit dem hochrangigen Freimaurer und Revolutionär Giuseppe Garibaldi verbunden war. Herzog Giovanni war mütterlicherseits ein Neffe von Sydney Sonnino, ein einflussreicher Politiker des Italienischen Königreiches. Herzog Giovanni war 1922 Mitgründer und Chef der “Partito Democratico Sociale Italiano“, eine sozialdemokratische Partei. Die Partei wurde von sizilianischen Freimaurern geführt. Herzog Giovanni war einer der hochrangigsten Freimaurer in Sizilien. (Quelle)

1922 übernahm Benito Mussolini die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Herzog Giovanni wurde darauf Postminister in Mussolinis Regierung. 1926 wurden alle Parteien mit Ausnahme der Faschisten verboten, worauf Herzog Giovanni die Politik verliess und seine Partei aufgelöst wurde.

Herzog Giovanni interessierte sich für Esoterik und Anthroposophie. Das Wohnzimmer seiner Mutter war einer der wichtigsten Treffpunkte für Theosophen, Anthroposophen und Okkultisten in Rom. (Quelle) Er war Mitglied der “Gruppo di Ur“, eine esoterische Gruppe in Italien. Die kurzlebige Gruppe war in der Zeit des Mussolini-Regimes aktiv. Einer der führenden Köpfe war der Okkultist Julius Evola. (Quelle) Evola kannte den Putschführer Junio ​​Valerio Borghese aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese.

Die Gruppo di Ur war mit der “Via romana agli dei“ verbunden. Die “Via romana agli dei“ (Römischer Weg zu den Göttern) ist ein bis heute aktiver Kult, der sich hauptsächlich mit römischen Gottheiten und Ritualen befasst sowie mit der Geschichte und Legenden der römischen Herrscher zur Zeit vor Christus. Die Kultmitglieder halten Saturnalien ab, ein Fest im Dezember zu Ehren des römischen Gottes Saturn. Im Gegensatz zu den antiken Saturnalien verzichtet man heute (hoffentlich) auf Tier- und Menschenopfer. Bevor die ersten Päpste im ersten Jahrtausend das Christentum in Rom etablieren konnten, war dort seit mindestens tausend Jahren die Römische Religion die wichtigste Religion gewesen. Ab dem 4. Jahrhundert wurden die Anhänger der Römischen Religion von den Christen unterdrückt. Der Legende nach wurden die römischen Kulte innerhalb von einigen Familien im Geheimen bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben. (Quelle: 1 und 2)

Anmerkung: Vor dem Christentum wurden in Rom auch ägyptische Gottheiten verehrt (Isis- und Osiriskult). Die ägyptischen Gottheiten hatten Einfluss auf die Ägyptische Freimaurerei, die sich ab dem 18. Jahrhundert in Italien bildete und von italienischen Adligen geführt wurde. Mehrere der Gross-Hierophanten (Grossmeister) der Ägyptische Freimaurerei waren Verwandte der italienischen Adelsfamilien Caetani, Di Sangro, Aquino und Bourbon-Sizilien (die sizilianische Königsfamilie) (Quelle). Die Ägyptische Freimaurerei hatte grossen Einfluss auf den bis heute aktiven Memphis-Misraïm-Ritus. Der bereits erwähnte Revolutionär Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant des Memphis-Misraïm-Ritus (Quelle). Die Ägyptische Freimaurerei wird bis heute praktiziert und der ägyptische Totengott Osiris spielt darin eine zentrale Rolle (Quelle). Osiris kam aus einer Götterfamilie der ägyptischen Mythologie. Seine Familie herrschte über Ägypten (Quelle). Wenn es diese Götterfamilie wirklich gab, dann wäre sie also eine ägyptische Herrscherfamilie gewesen und gehörte demnach zu den frühen Pharaonen. Die bis heute bestehende Hochadelsfamilie Habsburg behauptete früher von Osiris abzustammen (Quelle). Der berühmte Komponist und Freimaurer Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) war ein Bekannter der Habsburger. Als er das Opernstück “Die Zauberflöte“ schuf, liess er sich dabei von der Freimaurerei inspirieren und der Isis und Osiriskult kommt in dem Stück vor. Bei den Götterfamilien aus vorchristlichen Religionen gibt es Hinweise, die stark darauf hindeuten, dass es sich bei den Götterfamilien eigentlich um Königsfamilien handelt. Man findet übrigens weltweit Freimaurerlogen, die nach Gottheiten aus vorchristlichen Religionen benannt sind.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò befasste sich ebenfalls mit Römischen Göttern. Die Colonna Familie behauptete früher von der römischen Götterfamilie abzustammen, was ganz unten erläutert wird. Herzog Giovanni war wie gesagt Mitglied der “Gruppo di Ur“. Die Gruppe befasste sich auch mit Mithraismus, ein alter römischer Geheimkult, der in den ersten Jahrhunderten aktiv war. Der Mithraskult verehrte den römischen Gott Mithras und war in sieben Grade aufgeteilt. Der Kult hielt seine Rituale in unterirdischen Tempeln ab, die Mithräen genannt werden. (Quelle) Auch in den antiken Katakomben der Stadt Rom hielten die Kultanhänger Rituale ab (Quelle). Bis zum Jahr 2005 hatte man zwölf Mithräen in Rom entdeckt. Eines davon befindet sich unter dem Palazzo Colonna, der bis heute der Familienpalast der Colonna Familie ist. (Quelle: 1 und 2) Freimaurer in Grossbritannien befassen sich mit Mithraismus (Quelle). Auch in okkultistischen Kreisen interessiert man sich dafür. Der berühmte Okkultist Aleister Crowley vermutete, dass der römische Gott Mithra identisch mit Baphomet ist. Baphomet wurde angeblich vom Templerorden zur Zeit der Kreuzzüge verehrt. Der unbescheidene Aleister Crowley verlieh sich selbst den Titel Baphomet.

Die Gruppo di Ur war womöglich nach der Stadt Ur benannt, eine der ältesten bekannten Städte der Menschheitsgeschichte. Sie wurde im vierten Jahrtausend vor Christus von den Sumerern errichtet. Die Überreste der Stadt befinden sich im heutigen Irak. Das Volk der Sumerer gilt nach derzeitigem Wissensstand als die erste Hochkultur. Die Sumerer wurden als Hochkultur selbstverständlich von Königsfamilien regiert (Sumerische Königsliste). Abraham/Abram, der im Alten und Neuen Testament sowie im Koran erwähnt wird, kam womöglich aus der Stadt Ur, denn in der Bibel steht: Terach nahm seinen Sohn Abram, seine Schwiegertochter Sarai und seinen Enkel Lot, das Kind seines Sohnes Haran, und verließ Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen (1. Mose 11,31). Abraham war der Legende nach der Vorfahre mehrerer Königsdynastien. Nach Angaben der Bibel wurde Abraham von König Melchisedek gesegnet und er kannte auch den König von Sodom (Quelle). Ich vermute, dass Abraham ein Aristokrat war.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò war Mitglied der Theosophischen Gesellschaft in Rom.

Anmerkung: Die Theosophische Gesellschaft wurde 1875 von der russischen Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky gegründet. Sie kam väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Hahn. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der russischen Hochadelsfamilie Dolgorukow. Die Dolgorukows sind ein Familienzweig der russischen Fürstenfamilie Obolenski. Diese gehört zur Dynastie der Rurikiden, die in der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends über Russland herrschte. Die Dynastie wurde vom russischen Herrscher Rjurik gegründet (lebte im 9. Jahrhundert).

Die Irin Violet Gibson versuchte 1926 den faschistischen Führer Benito Mussolini zu erschiessen, was scheiterte. Im Verhör sagte Gibson, dass sie von Herzog Giovanni und seiner Theosophischen Gesellschaft zum Attentat gebracht wurde. Als die Polizei die Wohnung von Herzog Giovanni durchsuchte, fand sie Dokumente, die darauf hinweisen, dass der Herzog einen monarchistischen Putsch gegen Mussolini plante. Ein italienischer Fürst sagte aus, dass Herzog Giovanni in einem Gespräch ihm gegenüber die Ermordung Mussolinis befürwortete. Doch dann änderte die Attentäterin Violet Gibson ihre Aussage, was den Herzog entlastete. Gibson wurde für verrückt erklärt und kam erst in eine italienische Psychiatrie. Mussolini begnadigte sie, worauf sie in eine Psychiatrie in Grossbritannien kam. Ihr Vater Edward Gibson war der höchste Jurist in Irland und wurde zum Baron geadelt. In der Zeit vor dem Attentat hatte Violet Gibson Kontakte zu esoterischen und theosophischen Kreisen. In jungen Jahren hatte sie ein Jesuitenseminar besucht. (Quelle: 1 und 2) Herzog Giovanni hatte sich mit Hypnose befasst. Ein italienischer Schriftsteller hatte die These, dass Gibson von Herzog Giovanni durch Hypnose zum Attentat gebracht wurde. (Quelle) Auch beim Attentäter Sirhan Sirhan, der 1968 Robert F. Kennedy erschossen hatte, wurde vermutet, dass er unter Hypnose stand.

Simonetta Colonna di Cesarò (1922-2011) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Visconti. (Quelle)

Der Familienzweig Colonna von Sciarra

Dieser Familienzweig besitzt seit dem 17. Jahrhundert den Adelstitel Fürst/Prinz von Carbognano.

Kardinal Girolamo Colonna di Sciarra (1708-1763) war Grossprior des Malteserordens (alter Vatikanorden) in Rom.

Fürst Giulio Cesare Colonna di Sciarra (1702-1787) heiratete in die Barberini Familie, die eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels war. Die Barberini Familie ist im Mannesstamm ausgestorben, aber die heutigen Mitglieder des Familienzweiges Colonna von Sciarra haben Blut der Barberinis in sich.

Fürst Urbano Colonna di Sciarra (1913-1942) war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Seine Tochter Mirta (*1938) heiratete in die Familie Riario-Sforza, die aus den italienischen Adelsfamilien Sforza und Riario hervorging. Mirtas Sohn ist unter dem Namen Urbano Barberini (*1961) bekannt. Sein voller Name lautet Urbano Riario Sforza Barberini Colonna di Sciarra. Er ist ein langjähriger Freund von Alessandra Borghese, die auch die Taufpatin seines Sohnes ist (Quelle). Sie kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese. Urbanos Hochzeit fand in einer Kirche statt, die dem Malteserorden gehört. Der italienische Adlige Ferdinando Brachetti Peretti war auf der Hochzeit. (Quelle) Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen.

Abstammungslegenden der

römischen Aristokratie

Die Colonna Familie ging vermutlich aus der Familie der Grafen von Tusculum hervor. Der Familienkreis der Grafen stellte im 10. und 11. Jahrhundert mehrere Päpste. Auch Marozia, die im 10. Jahrhundert lebte, kam aus dieser Familie. Als Frau war sie nie Papst, aber sie kontrollierte zeitweise den Kirchenstaat und setzte ihren Sohn als Papst ein. Sie war womöglich für die Ermordung zweier Päpste verantwortlich. Angeblich war sie bereits als Sechzehnjährige eine Geliebte von Papst Sergius III.. (Quelle: 1 und 2)

Die belegten Stammlisten der heutigen Hochadelsdynastien reichen 1000 Jahre zurück. Einzelne gehen auch bis ins 8. Jahrhundert zurück. Viele Adelsdynastien behaupteten von Aristokraten abzustammen, die vor mehr als 1500 Jahren gelebt hatten. Für diese Abstammungslegenden gibt es aber keine Beweise und die Mehrheit der Historiker zweifeln diese Legenden an. Man geht davon aus, dass Adelsdynastien selbst Abstammungslegenden konstruierten, um ihren Herrschaftsanspruch zu legitimieren oder um Anerkennung im Hochadel zu erlangen. Mal angenommen, die Abstammungslegenden oder ein Teil davon wären wahr, dann kann man davon ausgehen, dass seit mindestens 3000 Jahren dieselben Blutlinien die Hocharistokratie bilden. Ich selbst weiss natürlich auch nicht, ob an den Legenden was dran ist, aber ich finde als Verschwörungstheoretiker sollte man diese Blutlinien kennen.

Die Colonna Familie glaubte oder glaubt noch immer von der Dynastie der Julier (Gens Iulia) abzustammen. Die Julier gehörten vom 5. Jahrhundert vor Christus bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus zur römischen Elite. Sie brachten mehrere Politiker hervor und heirateten in weitere römische Politikerfamilien der damaligen Zeit. Das bekannteste Familienmitglied der Julier ist Gaius Iulius Caesar (bekannt als Julius Cäsar). Er herrschte im ersten Jahrhundert vor Christus als Diktator über Rom. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Mehrere Mitglieder der Colonna Familie hatten den Namen Giulio Cesare (italienisch für Julius Cäsar).

Julius Cäsar war ein Lover der ägyptischen Königin Kleopatra VII.. Ihr gemeinsamer Sohn war Ptolemaios XV. (Caesarion). Kleopatra kam aus der Dynastie der Ptolemäer, die fast 300 Jahre lang über Ägypten herrschte. Der Legende nach stammten die Ptolemäer von der Argead-Dynastie ab, die im ersten Jahrtausend vor Christus über Makedonien herrschte. Das antike Königreich Makedonien war auf seinem Höhepunkt eines der grössten Reiche der Weltgeschichte. Das bekannteste Familienmitglied der Argead-Dynastie ist der Herrscher Alexander der Grosse, der auch Pharao von Ägypten war. Alexander heiratete zweimal in die persische Dynastie der Achämeniden. Die Achämeniden herrschten im ersten Jahrtausend vor Christus über Persien (heutiger Iran). Das Königreich der Achämeniden war auf seinem Höhepunkt ebenfalls eines der grössten Reiche der Weltgeschichte. Die Argead-Dynastie soll von einer Königsfamilie aus der griechischen Mythologie abstammen, die über die griechische Stadt Argos geherrscht hatte. Der Stammvater Temenos soll ein Ururenkel des griechischen Helden Herakles/Herkules gewesen sein. Herkules war ein Sohn des griechischen Gottes Zeus. Achaimenes, der mythologische Stammvater der Achämeniden, war der Legende nach ein Urenkel von Zeus. Diese antiken Herrscherfamilien betrieben reichlich Inzest, vermutlich um das göttliche Blut zu bewahren.

Die griechische Göttin Aphrodite war eine Tochter von Zeus. Ihr Sohn Aeneas gilt als der mythologische Stammvater der Römer. Er ist der angebliche Vorfahre der Julier und wäre somit der Vorfahre von Julius Cäsar sowie Vorfahre der Colonnas. Die Colonnas behaupteten früher selbst von Aeneas abzustammen (Quelle). Aeneas war über sein Vater Anchises ein Nachkomme der trojanischen Herrscherfamilie aus der griechischen Mythologie. Auch die bis heute bestehenden Hochadelsfamilien Habsburg, Hohenzollern und Anhalt behaupteten früher von Aeneas bzw. von der trojanischen Königsfamilie und der griechischen Götterfamilie abzustammen. Somit gibt es seit 3000 Jahren führende Königsfamilien, die ihre Abstammung zur griechischen Götterfamilie zurückführen. Daher gibt es die Verschwörungstheorie, dass seit 3000 Jahren dieselben Blutlinien über Europa, Nordafrika und den Nahen Osten herrschen und die sich dadurch dazu berufen, fühlen auch in Zukunft weiterhin über diese Völker zu herrschen.

Prinz Prospero Colonna (1858-1937) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Massimo (Quelle). Die Massimo Familie gehört bis heute zum päpstlichen Adel. Der Legende nach gehörten die Päpste Anastasius I. (lebte im 4. Jahrhundert) und Paschalis I. (lebte im 9. Jahrhundert) zu ihren Vorfahren. Die Massimos stammen der Familienüberlieferung nach von der römischen Aristokratenfamilie Fabia (Gens Fabia) ab. (Quelle: 1, 2, 3) Die Fabier waren in den 500 Jahren vor Christus eine der führenden Familien Roms und brachte viele Konsuln und Senatoren hervor. Quintus Fabius Maximus Verrucosus (lebte im 3. Jahrhundert vor Christus) war Diktator von Rom. Auch der Papst Fabianus (lebte im 3. Jahrhundert) kam womöglich aus dieser Familie. Der Legende nach stammten die Fabier von Herkules ab bzw. von der griechischen Götterfamilie. Eine weitere Abstammungslegende der Fabier besagt, dass sie Nachkommen von Evander waren. (Quelle: 1, 2, 3) Evander ist eine Person aus der römischen Mythologie. In der griechischen Mythologie trägt er den Namen Euandros. Er gilt als der Begründer der Lupercalien, ein römisches Fest, bei dem Rituale stattfanden, die man heute als okkultistisch bezeichnen würde. Evander war ein Sohn des griechischen Gottes Hermes, der wiederum ein Sohn von Zeus war. Der Mythologie nach kannte Evander die bereits erwähnten Halbgötter Herkules (Sohn von Zeus) und Aeneas (Enkel von Zeus und legendärer Vorfahre der Colonna Familie).

Fürst Lorenzo Onofrio Colonna (1637-1689) heiratete Maria Mancini aus der italienischen Uradelsfamilie Mancini. Ihr Vater war Nekromant und Astrologe. Sie war eine der berühmten Mancini-Schwestern. Ihre Schwester Olympia Mancini war eine Verdächtige in der Giftaffäre. Bei dem Skandal wurden mehrere Adlige in Frankreich verdächtigt, in Giftmorde, Abtreibungen, Hexerei und Okkultismus verwickelt zu sein.

Die Mancini Familie stammt der Überlieferung nach von der römischen Aristokratenfamilie Hostilia (Gens Hostilia) ab (Quelle: 1, 2, 3, 4). Der Legende nach gehörte auch der Sagenkönig Tullus Hostilius zu dieser Familie. Er soll im 7. Jahrhundert vor Christus gelebt haben und gilt als der dritte König von Rom. Seine Grossmutter war Hersilia. Diese gilt als die Gattin von Romulus. Romulus war der Gründer und erste König von Rom. Er war ein Sohn des römischen Gottes Mars. Der Gott Mars ist vermutlich identisch mit dem griechischen Gott Ares. Man geht davon aus, dass es sich bei der römischen und der griechischen Götterfamilie um dieselbe Familie handelt. Zeus ist beispielsweise die griechische Version des römischen Gottes Jupiter. Die griechische Göttin Aphrodite, die angebliche Vorfahrin der Colonnas, ist identisch mit der römischen Göttin Venus. Übrigens sind unsere Nachbarplaneten und mehrere unserer zwölf Monate nach Mitgliedern der römisch-griechischen Götterfamilie benannt. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Götterfamilie eine alte mächtige Aristokratenfamilie war, die einen extremen Personenkult betrieb, also vom Volk angebetet werden wollte, woraus sich mit der Zeit eine Religion entwickelte. Dass die griechische Götterfamilie in die trojanische Königsfamilie heiratete, spricht ebenfalls dafür, dass es sich bei der Götterfamilie um eine Königsfamilie handelt. Weitere Indizien, die dafür sprechen, wären:

  • Zeus verliebte sich in die phönizische Prinzessin Europa, eine Tochter von König Agenor. Der Kontinent Europa ist nach dieser Prinzessin benannt. Zeus und Europa hatten Kinder, darunter Minos, der König der griechischen Insel Kreta war.
  • Der Titan Atlas gilt als ein Enkel oder Urenkel der griechischen Götter Uranos und Gaia. Atlas gilt als der erste König der legendären Stadt Atlantis sowie als König von Mauretanien. Das Land Mauretanien besteht bis heute und liegt in Afrika.
  • Der König Tantalus war ein Sohn von Zeus und zu seinen Nachkommen in den folgenden Generationen gehörten mehrere griechische Könige. Ein Nachkomme war Menelaos, der König von Sparta war.
  • Noch weitere Könige aus der griechischen Mythologie waren mit der Götterfamilie verwandt oder verschwägert.

Meiner Meinung nach war die angebliche Götterfamilie also ziemlich offensichtlich eine Königsfamilie, die scheinbar über mehrere Länder herrschte (und reichlich Inzest betrieb).

Die Colonna Familie soll wie gesagt von den Juliern (Gens Iulia) abstammen, zu denen auch Julius Cäsar gehörte. Aus den Juliern ging die Julisch-Claudische Dynastie hervor, die im ersten Jahrhundert die herrschende Kaiserfamilie von Rom war. Sie stellte die ersten fünf Kaiser von Rom und leitete die Ära der Römischen Kaiserzeit ein. In dieser Zeit war das Römische Reich auf seinem Höhepunkt und kontrollierte zeitweise den gesamten Mittelmeerraum.

Die fünf Kaiser aus der Julisch-Claudischen Dynastie waren Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius und Nero. Drei davon kamen zu zweifelhaften Ruhm. Tiberius soll während einer Opferzeremonie zwei Jungen sodomisiert haben, und als sie sich beschwerten, wurden ihnen die Beine gebrochen. Tiberius soll sich sogar an Säuglingen vergangen haben (Quelle). Der spätere Kaiser Caligula war ein Grossneffe von Tiberius. Die beiden haben angeblich über das gemeinsame Interesse an Folterungen und Orgien zueinander gefunden. (Quelle) Kaiser Caligula galt als wahnsinnig. Sueton beschrieb ihn als einen Schlaflosen mit hohlen Augen, der sich regelmässig mit dem Mond unterhielt. (Quelle) Nero war der letzte Kaiser aus der Julisch-Claudischen Dynastie. Er soll seine schwangere Ehefrau durch einen Tritt in den Bauch getötet haben und heiratete als Ersatz einen Lustknaben. Auch seine Mutter und eine Tante sowie den Stiefbruder soll er auf dem Gewissen haben. (Quelle) Es gibt zudem die Theorie, dass sich die Zahl 666 aus der Bibel auf Nero bezieht und er somit der Antichrist sei (Quelle: 1 und 2). Er liess die Christen verfolgen, weil diese seine göttliche Abstammung und die römischen Götter nicht anerkannten. Auch Simon Petrus wurde der Legende nach bei der Verfolgung getötet. Petrus war einer der Jünger von Jesus Christus. Petrus gilt als der erste Bischof von Rom, also der erste Papst. Er wurde der Legende nach in Rom an einem umgekehrten Kreuz kopfüber gekreuzigt. Das umgedrehte Kreuz (Petruskreuz) gilt daher heute noch als ein Symbol des Antichristlichen.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

P2-Loge

Die italienische Freimaurerloge Propaganda Due (P2) wurde 1877 gegründet und 1982 aufgelöst und verboten. Sie ist somit die einzige Freimaurerloge, die in der heutigen Zeit als illegal, kriminell und staatsgefährdend gilt. Der Geheimbund hatte Pläne für einen Staatsstreich entwickelt und war mit den Terroranschlägen in den 1970er Jahren in Italien verbunden, was in gerichtlichen Untersuchungen bestätigt wurde. Dies führte zum Verbot der Loge. Einzelne Mitglieder der Loge waren eng mit der italienischen Mafia verbunden. (Quelle)

Als die Behörden Ermittlungen gegen die P2-Loge führten, kam heraus, dass diese aus Schlüsselpersonen des italienischen Staates bestand. Minister, Abgeordnete, Industrielle, Bänker, Zeitungsverleger, 24 Generäle, 100 Offiziere, die gesamte Spitze der italienischen Geheimdienste, der Chef der italienischen Sozialdemokraten, 11 Polizeipräsidenten und 18 Richter, von denen einige auch zum obersten Gerichtshof Italiens gehörten (Quelle bei 9:10).

Das bekannteste Mitglied der P2-Loge war der ehemalige italienische Präsident Silvio Berlusconi (Quelle: 1 und 2). Zur Zeit als Mitglied der Loge war er noch nicht in der Politik. Er ist heute Milliardär und kontrolliert den grössten italienischen Medienkonzern. Er ist mit der italienischen Mafia verbunden. (Mehr dazu im Beitrag zur Berlusconi Familie)

Roberto Calvi

Der italienische Bankier Roberto Calvi war Mitglied der P2-Loge. Er war einer der wichtigsten Bankiers des Vatikans und wurde von den Medien als der “Bankier Gottes“ bezeichnet. Er war eng mit dem Istituto per le Opere di Religione (IOR) verbunden, der Privatbank des Heiligen Stuhls. Calvi war Chef der Banco Ambrosiano, die mehrheitlich der IOR gehörte. Die Ambrosiano Bank war ebenfalls eine katholische Bank. Aktionäre der Bank mussten einen katholischen Taufschein und eine Bestätigung über gute Führung von ihrem Pfarrer vorlegen. Unter der Führung von Calvi wurde die Ambrosiano Bank zur grössten privaten Bank Italiens. Calvi wusch über die Bank Geld für die italienische Mafia. Sein Geschäftspartner Michele Sindona war ebenfalls ein Bankier der Mafia und Mitglied der P2-Loge. Sindona war Finanzberater der Vatikanbank IOR. Calvi und Sindona hatten engen Kontakt zum Erzbischof Paul Marcinkus, der Präsident der IOR war. Nachdem Calvi 1982 ins Visier der Justiz geriet, flüchtete er nach London. Kurz darauf wurde er an einer Londoner Brücke erhängt aufgefunden. Die ermittelnden Behörden behaupteten Jahre lang, dass es Selbstmord sei, was inzwischen aber als widerlegt gilt. Als Calvi starb, stürzte fast zur selben Zeit seine Privatsekretärin aus dem vierten Stock der Ambrosiano Bank in den Tod. Es war angeblich Selbstmord. Nur wenige Wochen zuvor hatte jemand versucht, den Vizepräsidenten der Bank zu erschiessen. Ein zuständiger Staatsanwalt wurde zufälligerweise von Linksterroristen erschossen. Dem nachfolgenden Staatsanwalt wurde die Sache nach einigen Monaten wieder entzogen. Calvis Partner Sindona besass eine Privatbank, die Konkurs ging. Der Konkursverwalter der Bank wurde vor seinem Haus erschossen. Sindona wurde darauf für die Anordnung des Auftragsmords verurteilt. Zwei Tage nach seiner Verurteilung wurde er tot in seiner Gefängniszelle gefunden aufgrund einer Vergiftung mit Zyanid. Es war angeblich Selbstmord.

(Quelle: 1, 2, 3, 4)

Licio Gelli

Licio Gelli war der Grossmeister der P2-Loge. Spätestens unter seiner Führung entwickelte sich die Loge zu einer kriminellen Organisation. Der 2015 verstorbene Licio Gelli musste sich vor Gericht verantworten, weil er in den Ambrosiano-Skandal verwickelt war und verdächtigt wurde, die Ermordung von Roberto Calvi veranlasst zu haben. Er wurde auch verdächtigt einen grossen Terroranschlag finanziert zu haben, was weiter unten erläutert wird.

In den 1930er und 1940er Jahren hatte Licio Gelli Kontakte zu Faschisten in Italien, Spanien und Deutschland. In der Nachkriegszeit arbeitete er womöglich für die CIA. Er hatte Kontakte zur US-amerikanischen Elite. Er war auf der Gästeliste der Feiern aus Anlass der Amtseinführungen der US-Präsidenten Gerald Ford, Jimmy Carter und Ronald Reagan. Licio Gelli war Mitglied des Malteserordens und des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (zwei Vatikanorden). (Quelle: 1 und 2)

Licio Gelli kannte und schätzte den italienischen Politiker Giulio Andreotti (Quelle). Dieser war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Politiker Italiens. Er stand mehrfach vor Gericht wegen Verbindungen zur italienischen Mafia und Auftragsmorden (Quelle). Er war ein Unterstützer von Josemaría Escrivá, der das Opus Dei gründete (Quelle). Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist. Giulio Andreotti war Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist eng mit den Geheimdiensten verbunden.

Verbindungen zu Gladio und Terroranschlägen

Der P2 wurden Kontakte zur Geheimarmee Gladio nachgesagt (Quelle). Gladio war eine italienische Stay-behind-Organisation. Sogenannte Stay-behind-Organisationen sind paramilitärische Strukturen, die sich im Geheimen auf mögliche Zukunftsszenarien vorbeireiten und unter der Aufsicht von Geheimdiensten stehen. Wenn das eigene Land besetzt werden sollte oder es zu einem Putsch, Bürgerkrieg oder Volksaufstand kommt, sollen diese geheimen paramilitärischen Strukturen aktiv werden und im Interesse der Geheimdienste agieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Westeuropa solche Stay-behind-Organisationen gegründet, darunter Gladio in Italien. Neben westeuropäischen Geheimdiensten waren auch die NATO und die amerikanische CIA am Aufbau dieser Geheimorganisationen beteiligt.

Nach offiziellen Angaben richtete die NATO die Stay-behind-Organisationen ein, um auf eine kommunistische Machtübernahme innerhalb der NATO-Staaten reagieren zu können. Es besteht allerdings der Verdacht, dass Geheimdienste in Italien, Deutschland und Belgien die paramilitärischen Gruppen auch für kriminelle Zwecke einsetzten. Stay-behind-Organisationen waren sehr wahrscheinlich in die Terroranschläge auf den Bahnhof von Bologna in Italien und auf das Oktoberfest in Deutschland verwickelt (Quelle).

General Pietro Musumeci, ein italienischer Geheimdienstler, wurde verurteilt, weil er Terroristen im Zusammenhang mit dem Anschlag von Bologna deckte. Pietro Musumeci war Mitglied der P2-Loge. Er hatte Kontakt zum Mafioso Massimo Carminati. Dieser war wiederum mit der rechtsextremen Terrororganisation Nuclei Armati Rivoluzionari (NAR) verbunden. (Quelle: 1, 2, 3) Die NAR war in den Terroranschlag auf den Bahnhof von Bologna involviert und zwei Mitglieder wurden deswegen verurteilt. Massimo Carminati gehörte zur Magliana-Bande (Banda della Magliana), eine Mafia aus Rom. Die Magliana-Bande wurde mit vielen verschwörerischen Ereignissen in Italien in Verbindung gebracht, darunter mit der P2, Gladio, die Ermordung des bereits erwähnten Bankiers Roberto Calvi, das Attentat auf Papst Johannes Paul II., der Fall Aldo Moro sowie das Verschwinden von Emanuela Orlandi und Mirella Gregori.

Enrico Nicoletti, ein Mitglied der P2-Loge, stand im Dienste der Magliana-Bande (Quelle: 1 und 2).

Die italienischen Geheimdienstler Francesco Pazienza und Giuseppe Belmonte versuchten die Ermittlungen zum Terroranschlag von Bologna in die Irre zu führen und wurden deswegen verurteilt. Die beiden gehörten zu einer Freimaurerloge, die mit der P2-Loge verbunden war. Pazienza wurde auch wegen Involvierung in den Ambrosiano-Skandal verurteilt und wurde mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. in Verbindung gebracht. (Quelle: 1 und 2)

Gianadelio Maletti und Antonio Labruna waren zwei Geheimdienstler, die verurteilt wurden, weil sie Terroristen im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf der Piazza Fontana deckten. Die beiden waren Mitglied der P2-Loge. (Quelle: 1, 2, 3)

Die Staatsanwaltschaft von Bologna glaubte, dass der P2-Grossmeister Licio Gelli einer der Drahtzieher des Terroranschlags von Bologna war. Die anderen Drahtzieher seien Mario Tedeschi (Journalist und Politiker), Federico D’Amato (arbeitete im Innenministerium) und der Geschäftsmann Umberto Ortolani. Die drei waren Mitglied der P2-Loge. Licio Gelli und Umberto Ortolani sollen die Terroristen bezahlt haben. (Quelle: 1 und 2) Ortolani war als Bankier und Unternehmer in Italien und Südamerika aktiv. Er war mit dem Vatikan verbunden. Er kannte die bereits erwähnten P2-Mitglieder und Mafiabankiers Roberto Calvi und Michele Sindona (Quelle).

Der adlige Diplomat Edgardo Sogno (Rata Del Vallino di Ponzone) war Mitglied der P2-Loge (Quelle). Er war 1950 massgeblich an der Planung zur Einführung geheimer paramilitärischer Strukturen in Italien beteiligt, aus denen paar Jahre später die Geheimorganisation Gladio hervorgehen sollte. An der Planung war auch der Politiker Carlo Sforza beteiligt. (Quelle) Dieser kam aus der italienischen Adelsfamilie Sforza.

Verbindungen zum italienischen Adel

Der Adlige Edgardo Sogno war wie gesagt Mitglied der P2-Loge und in die Gründung von Gladio involviert. Er besuchte ein Jesuitenkolleg. Er kämpfte 1938 im Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Faschisten, die den Bürgerkrieg gewannen, was zur Machtübernahme des Diktators Francisco Franco führte. Edgardo Sogno war Monarchist und hatte Kontakt zur italienischen Königsfamilie. Ab 1943 (während des Zweiten Weltkrieges) arbeitete Edgardo Sogno zusammen mit dem König am Sturz des italienischen Diktators Benito Mussolini (Begründer des Faschismus). Edgardo Sogno führte zahlreiche verdeckte Missionen durch: Befreiung und Austausch von Gefangenen, Lieferung von Waffen an die Aufständischen durch Luftabwürfe, Sabotageakte und weiteres. In der Nachkriegszeit war er als Diplomat tätig und war von 1967 bis 1969 italienischer Botschafter in Burma (Myanmar). 1976 wurde er verhaftet und angeklagt, weil er versucht haben soll, einen Staatsstreich zu organisieren. Er wurde freigesprochen. Ein paar Jahre später wurde bekannt, dass er Mitglied der P2-Loge ist. (Quelle: 1 und 2) Sechs Jahre zuvor hatte Junio ​​Valerio Borghese ebenfalls einen Putsch in Italien geplant und bat dabei die italienische Mafia um Hilfe. Er kam aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese. Licio Gelli, der Grossmeister der P2-Loge, war an Borgheses Putsch beteiligt. (Quellen: 123). (Mehr dazu im Beitrag zur Borghese Familie)

Die P2-Mitglieder Silvio Berlusconi und Licio Gelli hatten Kontakt zu Herzog Domenico Napoleone Orsini. (Quelle: 1 und 2) Der Herzog kommt aus der italienischen Uradelsfamilie Orsini. Die Familie gehört zum päpstlichen Adel und brachte drei Päpste und viele Kardinäle hervor. Herzog Domenico Napoleone Orsini hatte Kontakte zu noch mindestens zwei weiteren mafiaverbundenen Personen (mehr dazu im Beitrag zur Orsini Familie).

Das damalige Oberhaupt der italienischen Königsfamilie, Viktor Emanuel von Savoyen, war Mitglied der P2-Loge (Quelle: 1 und 2). Viktor ist Mitglied des Malteserordens und kennt Silvio Berlusconi. Viktor war oder ist noch immer mit der organisierten Kriminalität verbunden (mehr dazu im Beitrag zur Savoyen Familie).

Carlo Ruffo della Scaletta war Mitglied der P2 (Quelle). Er kommt aus der italienischen Uradelsfamilie Ruffo.

Verbindungen nach Argentinien

Mehrere argentinische Kabinettsmitglieder, Generäle und Admirale waren Mitglied der P2-Loge. (Quelle)

Der argentinische Marineoffizier Emilio Eduardo Massera war Mitglied der P2 (Quelle). Er war am argentinischen Staatsstreich 1976 und der Errichtung der darauffolgenden Militärdiktatur beteiligt. Er gilt als einer der Hauptverantwortlichen der massiven Menschenrechtsverletzungen während der Militärdiktatur. Zur Zeit der Diktatur traf er sich mehrfach mit Jorge Mario Bergoglio, der damals den Jesuitenorden (Vatikanorden) in Argentinien leitete. Jorge Mario Bergoglio ist der seit 2013 amtierende Papst Franziskus. (Quelle)

Der einflussreiche argentinische Politiker José López Rega war Mitglied der P2. Er gründete die “Alianza Anticomunista Argentina“, eine paramilitärische Gruppe, die zahlreiche Morde und Anschläge in Argentinien beging. Rega hatte Kontakt zum P2-Grossmeister Licio Gelli, der oft südamerikanische Länder besuchte. Im Juli 1973 schrieb Gelli einen Brief an Rega, in dem er Rega dazu riet, mit paramilitärischen Gruppen zusammenzuarbeiten. Zur selben Zeit gründete Rega die “Alianza Anticomunista Argentina“. (Quelle: 1 und 2) Rega war Okkultist und Esoteriker. Im Volk wurde er “der Hexer“ genannt. (Quelle)

Der P2-Grossmeister Licio Gelli kannte den argentinischen Präsidenten Juan Perón. Gelli behauptete, er habe Perón in die Freimaurerei aufgenommen. Gelli und Perón trafen den kommunistischen rumänischen Diktator Nicolae Ceaușescu. (Quelle: 1 und 2)

Weitere bemerkenswerte Mitglieder der P2-Loge

  • Artemio Franchi: Er war Präsident der UEFA und gehörte zum Exekutivkomitee der FIFA. Die FIFA ist berüchtigt für ihre korrupten Funktionäre.
  • Loris Scricciolo und Giovanni Cresti: Die beiden gehörten zur Führung der “Banca Monte dei Paschi di Siena“, die älteste noch existente Bank der Welt. Sie ist derzeit der viertgrösste italienische Vermögensverwalter.
  • Alberto Ferrari: Er war Generaldirektor der Banca Nazionale del Lavoro, eine der grössten italienischen Banken.
  • Giovanni Guidi: Er war Generaldirektor der Banco di Roma, die heute zur italienischen Grossbank UniCredit gehört.
  • Giorgio Mazzanti: Er gehörte in den 70er und 80er Jahren zur Führung des italienischen Energiekonzerns Eni, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt.
  • Gioacchino Albanese: Er war ein enger Mitarbeiter von Eugenio Cefis, der Präsident von Eni war.

Mehrere Mitglieder der P2 arbeiteten bei italienischen Zeitungen und Fernsehsendern, teilweise in führenden Positionen. Der Verleger Angelo Rizzoli Junior war Mitglied der P2. Sein gleichnamiger Grossvater gründete einen Verlag, aus dem sich der heutige italienische Medienkonzern RCS MediaGroup entwickelte. Der Medienkonzern besitzt unter anderem die auflagenstärkste italienische Zeitung Corriere della Sera. Rizzoli Junior war ein Cousin von Nicola Carraro, der in die päpstliche Uradelsfamilie Colonna heiratete.

Zur P2 gehörten Politiker aus allen damaligen grossen Parteien in Italien. Darunter waren mehrere Minister.

Quelle: 1 und 2

P3

Die italienischen Behörden ermittelten auch gegen die angebliche Nachfolgerloge P3. Mehrere der mutmasslichen Mitglieder waren mit der Mafia und Korruption verbunden. Darunter war auch der verurteilte Mafia-Politiker Marcello Dell’Utri. (Quelle) Dieser war ein Geschäftspartner von Präsident Silvio Berlusconi und kannte den italienischen Herzog Domenico Napoleone Orsini. (Quelle: 1 und 2)

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Coninx und Girardet Familie

Die Coninx Familie aus der Schweiz kontrolliert die TX Group (hiess bis 2020 Tamedia). Die TX Group ist das grösste Schweizer Medienunternehmen neben der staatlichen SRG/SSR. Die TX Group bildet ein Netzwerk von Medien und Plattformen, das nach eigenen Angaben täglich über 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung erreicht. Die Coninx Familie hat Blut der deutschen Verlegerfamilie Girardet in sich, die bis heute aktiv ist.

Coninx Familie

2020 wurde das Vermögen der Coninx Familie auf 850 Millionen Schweizer Franken (etwa 930 Millionen US-Dollar) geschätzt. 2017 war es noch doppelt so viel. Die Familie besitzt knapp 70 Prozent der Aktien der TX Group. (Quelle)

Die Coninx Familie besitzt seit über hundert Jahren den Tages-Anzeiger, eine der auflagenstärksten Zeitungen der Schweiz. Seit 2005 besitzt ihre TX Group die Gratiszeitung 20 Minuten, die auflagenstärkste Zeitung des Landes. Zur TX Group gehören noch weitere grosse Schweizer Zeitungen, nämlich die SonntagsZeitung, Berner Zeitung, Basler Zeitung, 24 heures und Le Matin Dimanche. Seit 2016 besitzt die TX Group 25 Prozent der grössten österreichischen Gratis-Tageszeitung Heute, eine der wichtigsten Zeitungen in Österreich. Hier eine Liste von TX-Medien.

Hans Heinrich Coninx (*1945) leitete den Medienkonzern mehr als 20 Jahre lang. Er war im Verwaltungsrat der Rothschild Bank AG in Zürich. Er kennt daher Mitglieder der Rothschild Familie. (Quelle) Er leitete von 2003 bis 2018 die SDA, die wichtigste Schweizer Nachrichtenagentur.

Pietro Supino leitet derzeit den Medienkonzern. Er kommt mütterlicherseits aus der Coninx Familie. Er nahm 2012 und 2019 am Bilderberg-Treffen teil (Quelle: 1 und 2). Er war ebenfalls im Verwaltungsrat der Nachrichtenagentur SDA. Er arbeitete als Unternehmensberater bei McKinsey, das grösste und bestvernetzte Beratungsunternehmen der Welt. (Quelle) Er ist derzeit im Vorstand der GEDI, eines der grössten italienischen Medienunternehmen. Er wird daher John Elkann kennen, da dieser der Vorsitzende der GEDI ist. John Elkann kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli, welche die GEDI kontrolliert. John Elkann war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.

Otto Coninx (1871-1956) war der Begründer der Unternehmerfamilie. Er heiratete eine Tochter des deutschen Verlegers Wilhelm Girardet (1838-1918). Dadurch sind die heutigen Coninxs Nachkommen von Wilhelm Girardet.

Girardet Familie

Der deutsche Verleger Wilhelm Girardet (1838-1918) gründete Verlage und Druckereien sowie mehrere Zeitungen in Deutschland. Er gründete den Tages-Anzeiger, eine der führenden Zeitungen der Schweiz, die er später seinem Schwiegersohn Otto Coninx übergab. Der deutsche Kaiser ernannte Wilhelm Girardet zum Kommerzienrat.

Die Girardet Familie stammt von hugenottischen Einwanderern ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Unternehmen der Girardet Familie eine Zeit lang die führende deutsche Grossdruckerei. Wilhelm Girardet III. (1902-1996) führte die Grossdruckerei in dieser Zeit. Die Commerzbank war seine Hausbank und versorgte ihn grosszügig mit Krediten. Er war zudem im Beirat der Commerzbank. (Quelle)

Hellmut Girardet (1902-1973) war Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Er war 1962 Mitgründer und bis 1973 der erste Präsident der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft, die sich für deutsch-thailändische Beziehungen engagiert. Hellmuts Sohn Michael Girardet (*1932) war Vizepräsident der Gesellschaft. (Quelle)

Auf Wikipedia steht, dass Paul Girardet (1878-1970) Gründungsmitglied des bis heute bestehenden Industrie-Clubs Düsseldorf war.

Der Girardet Verlag wird bis heute von der Girardet Familie kontrolliert. Der Verlag ist an mehreren kleineren deutschen Zeitungen, Anzeigenblättern und Radiosendern beteiligt. Das wichtigste Medium des Verlags ist die Westdeutsche Zeitung.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Medill-Patterson-Albright Familie

Joseph Medill (1823-1899) war Bürgermeister von Chicago. Er gehörte 1854 zu den Mitgründern der Republikanischen Partei, die heute eine der beiden grossen Parteien der USA ist. Zur selben Zeit wurde Joseph Medill Miteigentümer der 1847 gegründeten Tageszeitung Chicago Tribune. 1874 wurde er Mehrheitseigentümer und Chefredakteur der Zeitung. Unter seiner Führung wurde die Chicago Tribune eine grosse Zeitung und unterstützte die Republikanische Partei über ihre Berichterstattung. (Quelle)

Sein Schwiegersohn Robert Wilson Patterson (1850-1910) leitete ebenfalls die Chicago Tribune. Der andere Schwiegersohn kam aus der McCormick Familie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien der USA war. Die McCormicks übernahmen ab den 1920er Jahren die Kontrolle über die Chicago Tribune und den Tribune-Verlag. Sie kontrollierten Verlag und Zeitung bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Die McCormicks hatten 1895 in die berühmte Rockefeller Familie geheiratet.

Die Chicago Tribune ist heute eine der zehn auflagenstärksten Tageszeitungen der USA. Der Tribune-Verlag (Tronc) besitzt noch weitere Zeitungen und ist einer der grössten Zeitungsverlage der USA. Seit Mitte 2021 gehört der Verlag dem Hedgefonds Alden Global Capital, der inzwischen über 200 Zeitungen kontrolliert. Alden Global Capital ist berüchtigt dafür, sehr viele Stellen abzubauen und ist sehr unbeliebt bei Journalisten. Ein Artikel von Vanity Fair bezeichnete Alden als “Sensenmann der amerikanischen Zeitungen“ und als “Hedgefonds-Vampir, der Zeitungen ausblutet“. Eine Kolumne in der Washington Post nannte Alden “einer der rücksichtslosesten Strippenzieher, der anscheinend den Lokaljournalismus zerstören will“. (Quelle: 1 und 2).

Joseph Medill Patterson (1879-1946) war ebenfalls mit der Chicago Tribune verbunden. Er gründete 1919 die New York Daily News, die unter seiner Führung zur auflagenstärksten Zeitung der USA wurde. Sie war die zweite Zeitung des Tribune-Verlags und gehört bis heute zu ihm. Sie ist derzeit eine der zehn auflagenstärksten Tageszeitungen der USA.

Josephs Schwester Cissy Patterson (1881-1948) leitete die nicht mehr existente Washington Times-Herald und arbeitete für die Hearst Familie, die bis heute zu den mächtigsten Zeitungsverlegern der USA gehört. Cissy unterhielt viel Kontakt zur politischen Elite der USA und galt als eine der mächtigsten Frauen des Landes. Sie heiratete einen polnischen Grafen. (Quelle)

Alicia Patterson (1906-1963) heiratete in die amerikanisch-jüdische Guggenheim Familie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien der USA war. Alicia und ihr Ehemann gründeten 1940 die Tageszeitung Newsday. Alicia kontrollierte die Zeitung bis zu ihrem Tod. Später gehörte die Zeitung eine Zeit lang dem Tribune-Verlag. Sie ist heute eine der auflagenstärksten Zeitungen der USA. Derzeit wird sie von der Milliardärsfamilie Dolan kontrolliert.

Die Drehbuchautorin Alice Medill Patterson Albright (1940-2016) heiratete James Hoge. Dieser war von 1984 bis 1991 Herausgeber der New York Daily News, die wie gesagt vom Grossvater seiner Frau gegründet worden war. Somit war die Familie Medill-Patterson weiterhin indirekt mit der Zeitung verbunden. James Hoge ist stellvertretender Vorsitzender des International Center for Journalists, eine weltweit aktive Journalistenorganisation. Er war von 1992 bis 2010 Herausgeber der Zeitschrift Foreign Affairs, die sich auf internationale Beziehungen und US-Aussenpolitik konzentriert. Die Zeitschrift wird vom Council on Foreign Relations (CFR) herausgegeben. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. James Hoge ist derzeit Mitglied des CFR und war in den 80er Jahren im Vorstand der Denkfabrik (Quelle). Sein Bruder Warren Hoge ist ebenfalls Mitglied des CFR (Hier die derzeitigen Mitglieder des CFR).

Anmerkung: Der Bruder Warren Hoge arbeitete bei mehreren Zeitungen und gehörte zu Führung der New York Times, eine der auflagenstärksten Zeitungen der USA. Seine Frau kam väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Larisch und mütterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Schaffgotsch. Sie hatte zuvor in die deutsche Uradelsfamilie Bismarck geheiratet. Ihr Stiefbruder ist der brasilianische Unternehmer Olavo Monteiro de Carvalho. (Quelle) Das Vermögen der brasilianischen Carvalho Familie wurde 2014 auf eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle). Warren Hoge war Vizepräsident und Direktor für Aussenbeziehungen des International Peace Institute (IPI). (Quelle) Die internationale Denkfabrik konzentriert sich auf Friedens- und Sicherheitspolitik. Derzeit gehören Mitglieder der Königsfamilien von Saudi-Arabien, Abu Dhabi, Jordanien und Bahrain zur Führung des IPI. Der kanadisch-amerikanisch-jüdische Milliardär Mortimer Zuckerman ist emeritierter Vorsitzender des IPI. (Stand: 16.1.2022) (Quelle) Mortimer Zuckerman ist auch Mitglied des CFR. Er besass zeitweise die New York Daily News, die wie gesagt von der Medill-Patterson Familie gegründet wurde.

Der Journalist Joseph Medill Patterson Albright (*1937) heiratete Madeleine Korbel Albright. Sie war von 1997 bis 2001 Aussenministerin der USA und gilt als eine der wichtigsten Frauen der US-Aussenpolitik. Sie war US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen und war im US-Sicherheitsrat (NSC). Madeleine und ihre Tochter Alice Patterson Albright sind Mitglied des CFR. Madeleine war von 2004 bis 2014 im Vorstand des CFR (Quelle). Sie war und ist Mitglied vieler weiterer Denkfabriken, darunter auch beim Aspen Institut. Madeleine gründete und führt die Albright Stonebridge Group, ein Beratungsunternehmen. Übrigens arbeitet derzeit der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer von der Grünen Partei für das Unternehmen (Quelle). Madeleine und Joschka Fischer sind enge Freunde (Quelle). Die beiden waren Befürworter und massgeblich mitverantwortlich für das Eingreifen der NATO in den Kosovokrieg (Quelle: 1 und 2). Die NATO marschierte nicht im Kosovo ein, sondern bombardierte Jugoslawien 78 Tage lang (ohne Mandat der Vereinten Nationen) und warf dabei mehr als 50 000 Bomben und Raketen ab, bis Serbien einwilligte, sich aus dem Kosovo zurückzuziehen. Ein Grossteil der jugoslawischen Infrastruktur und Wirtschaft wurde bei der Bombardierung zerstört. (Quelle) Seit Ende des Krieges unterhält Madeleine Albright gute Kontakte in die kosovarische Politik. Das Unternehmen von Albright war an der Privatisierung der Telekommunikationsindustrie im Kosovo beteiligt und profitierte davon (Quelle).

Madeleine Albright ist Mitglied des Alfalfa Club in Washington (Quelle). Dieser ist einer der elitärsten Clubs in Washington. Zu den Mitgliedern gehörten oder gehören noch immer: Bush, Rockefeller, Warren Buffett, Michael Bloomberg, Brendan Bechtel und viele weitere.

Madeleine Albright und der jordanische Prinz Hassan bin Talal sind derzeit Ehrenvorsitzende des “World Refugee & Migration Council“ (Quelle). Die internationale Denkfabrik und Beratungsorganisation konzentriert sich auf die Flüchtlingspolitik. Zu den Unterstützern und Spendern der Organisation gehören derzeit die Stiftungen der Milliardärsfamilien Rockefeller, Bosch und Kamprad sowie die Carnegie und die MacArthur-Stiftung (Stand: 16.1.2022) (Quelle).

Madeleine Albright traf den religiösen Führer Karim Aga Khan IV. (Foto). Sie traf mehrere arabische Königsfamilien und den thailändischen König Bhumibol Adulyadej.

Madeleine Albright hatte geschäftlichen Kontakt zum britischen Baron Jacob Rothschild und dem berühmten Finanzinvestor George Soros (Quelle).

Madeleine Albright ist die Tochter von Josef Korbel (1909-1977). Dieser wurde in eine jüdische Familie in der damaligen Tschechoslowakei geboren und vertrat das Land als Diplomat in Jugoslawien. Nachdem 1939 das judenfeindliche Nazideutschland die Tschechoslowakei besetzte, flüchtete Korbel nach England und war mit der tschechoslowakischen Exilregierung verbunden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er in die Tschechoslowakei zurück und wurde dort zum Botschafter in Jugoslawien ernannt. Nachdem die Kommunisten 1948 in der Tschechoslowakei an die Macht kamen, beantragte und bekam Korbel Asyl in den USA. (Quelle) 1949 besorgte ihm die Rockefeller Foundation einen Job an der University of Denver (Quelle). Als Professor gab er Kurse in internationaler Politik. Die heutige US-Politikerin Condoleezza Rice fand durch einen Kursbesuch bei ihm Interesse an der Aussenpolitik und sie entschied sich in die Politik zu gehen. Sie bezeichnete Josef Korbel als „neben meinen Eltern eine der zentralsten Figuren in meinem Leben“. (Quelle) Condoleezza Rice wurde zu einer der einflussreichsten Frauen der US-Politik. Von 2005 bis 2009 war sie Aussenministerin der USA. Von 2001 bis 2005 war sie der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident George W. Bush. In dieser Funktion war sie mitverantwortlich für den Ausbau des staatlichen Überwachungsapparats nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Sie wusste auch über das Folterprogramm Bescheid, das unter Präsident Bush stattfand. Sie war im Vorstand des Öl- und Gaskonzerns Chevron und ist derzeit im internationalen Beirat der Grossbank JPMorgan Chase. Sie war im Vorstand der Charles Schwab Corporation. Der Finanzkonzern verwaltet nach eigenen Angaben fast acht Billionen US-Dollar.

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Donner Familie

Die deutsche Bankiersfamilie Donner ist schon seit über 200 Jahren im Finanzwesen aktiv. Conrad Hinrich Donner gründete 1798 eine eigene Bank. Sie besteht bis heute und ist damit eine der ältesten noch existierenden Banken in Deutschland. Sie ist noch immer mit der Donner Familie verbunden.

Der Bankengründer Conrad Hinrich Donner (1774-1854) arbeitete für die Dänische Ostindien-Kompanie, die den Handel zwischen Dänemark und Ostasien kontrollierte. Er bereiste Kolonien in Asien, Afrika und der Karibik. Conrad Hinrich Donner wurde selbst im Überseehandel aktiv und besass mehrere Segelschiffe für den Transport. Als Bankier erbrachte er zahlreiche Dienstleistungen für den dänischen König und seinen Hof. Conrad Hinrich Donner wurde ein persönlicher Freund des dänischen Königs Christian VIII.. (Quelle) König Christian VIII. war übrigens Grossmeister der dänischen Freimaurer (Quelle).

Conrad Hinrich Donner (1844-1911) wurde in den deutschen Adel aufgenommen. Er heiratete eine Gräfin aus der Familie Holstein-Holsteinborg, ein Familienzweig der deutsch-dänischen Adelsfamilie Holstein (Quelle: 1 und 2). Sein gleichnamiger Sohn Conrad Hinrich Donner (1876-1937) heiratete ebenfalls in den deutschen Adel.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Donner Bank eine der grössten deutschen Banken. Die Bank war bis Mitte des 20. Jahrhunderts weiterhin als internationales Handelshaus tätig und war ein grosser Kaffeeimporteur. Die Donner Familie kontrollierte die Bank bis 1983. Seit 1990 gehört sie zum deutschen Versicherungskonzern Signal Iduna. Die Donner Bank erwarb 2009 Reuschel & Co, die eine der zehn grössten deutschen Privatbanken war. Durch den Zusammenschluss entstand die heutige Bank Donner & Reuschel. Sie konzentriert sich auf die Vermögensverwaltung von wohlhabenden Kunden.

Donner & Reuschel verwaltet ein Vermögen von 27 Milliarden Euro (etwa 30 Milliarden US-Dollar) und verwahrt zusätzlich 18 Milliarden Euro. (Stand: 2019) (Quelle)

Die Bank gehört zwar nicht mehr der Donner Familie, aber derzeit ist Conrad Hinrich von Donner VII. im Beirat der Bank. Zum Beirat gehören auch der ehemalige EU-Kommissar Günther Oettinger und der ehemalige CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber. (Stand: 13.1.2022)

Die Donner Familie heiratete im 19. Jahrhundert in die Bankiersfamilien Schröder und Gossler (Quelle). Die beiden Familien gehören wie die Donner Familie zur Hamburger Elite. Bernhard Donner (1808-1865) heiratete eine Tochter von Johann Heinrich Schröder. Dieser war der Stammvater der Bankiersfamilie Schröder. Die Schröder Familie ist seit 200 Jahren eine der führenden Familien im britischen Finanzwesen. Juliane Amalie Donner (1843-1916) heiratete den Bankier Johann von Berenberg-Gossler. Dieser war Inhaber der Berenberg Bank (die älteste noch bestehende Familienbank der Welt). Nach Angaben von Geni.com heiratete ihre Tochter in den Hamburger Familienzweig der deutschen Grossfamilie Merck (sind heute Milliardäre). Die Mercks waren damals ebenfalls eine der führenden Familien der Stadt Hamburg.

Die Donner Familie hatte oder hat noch immer Kontakt zur deutsch-jüdischen Warburg Familie, ebenfalls eine erfolgreiche Bankiersfamilie aus Hamburg. Die Familien Donner und Warburg und ihre Familienbanken waren 1870 an der Gründung der Commerzbank beteiligt, die bis heute eine der grössten deutschen Banken ist. Zu den Mitgründern der Commerzbank gehörten auch die deutsch-jüdischen Bankiersfamilien Goldschmidt und Mendelssohn. (Quelle)

Die führenden Geschäftsleute der Stadt Hamburg knüpften seit Beginn des 19. Jahrhunderts enge Beziehungen zu britischen Geschäftsleuten. Die Donner Familie hatte (oder hat noch immer) Kontakte zur britischen Finanzelite. Die Familie und ihre Bank waren 1865 Mitgründer der “Hongkong and Shanghai Banking Corporation“ (HSBC). (Quelle: 1 und 2) Die britische Bank wurde in der britischen Kolonie Hongkong gegründet. Sie finanzierte den britisch-ostasiatischen Handel und wurde zum wichtigsten Finanzier des Opiumhandels. Auch die bereits erwähnte Hamburger Bankiersfamilie Berenberg-Gossler war Mitgründer der HSBC. Die HSBC war in ihrer Anfangszeit mit den Familien Keswick (Schottland), Sassoon (Indien) und Forbes (USA) verbunden, die im ostasiatischen Handel aktiv waren. Heute ist die HSBC die grösste europäische Bank. 2020 war sie die sechstgrösste Bank der Welt.

Die Bank der Donner Familie war 1956 Mitgründer der DWS Group, die derzeit der zweitgrösste deutsche Vermögensverwalter ist. Zu den Mitgründern gehörten auch die Deutsche Bank, OppenheimMetzler, Delbrück, Schröder und Thyssen. (Quelle) Die DWS Group verwaltet 859 Milliarden Euro, also etwa eine Billion US-Dollar (Stand: 30.6.2021).

Johann Christian von Donner arbeitete mehr als zwölf Jahre für die Donner Bank. Er besitzt ein kleineres Immobilienunternehmen und ist Vorsitzender von zwei Stiftungen der Donner Familie. Er arbeitete für das Bankhaus Lampe. (Quelle) Die Privatbank gehörte noch bis 2020 zum Konzern der deutschen Milliardärsfamilie Oetker.

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Lombard, Odier und Hentsch Familie

Die Familien Lombard, Odier und Hentsch sind mit der Schweizer Privatbank Lombard Odier & Co verbunden. Sie ist eine der ältesten Banken der Schweiz und besteht seit 1796. Sie konzentriert sich auf Vermögensverwaltung von wohlhabenden Kunden. Die Bank verwaltete Mitte 2021 ein Vermögen im Wert von 352 Milliarden Schweizer Franken (etwa 380 Milliarden US-Dollar). Im 19. Jahrhundert war Lombard Odier & Co auch eine erfolgreiche Investmentbank.

Die Schweiz gilt als eine der gefragtesten Steueroasen der Welt und belegte 2020 Platz 3 auf dem Schattenfinanzindex. Die Schweizer Banken verwalteten 2019 mehr als 27 Prozent der weltweiten grenzüberschreitenden Vermögenswerte und sind damit weltführend (Quelle). Die Schweizer Banken verwalten inzwischen über 8 Billionen US-Dollar (Quelle).

Die Familien Lombard und Odier gelten als zwei der reichsten Schweizer Bankiersfamilien. 2016 wurde ihr Vermögen auf 3 Milliarden Schweizer Franken (etwa 3,3 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle).

Die Familien Lombard, Odier und Hentsch sind familiär verbunden über drei Heiraten, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stattfanden (Quelle: 1, 2, 3).

Die Lombard Familie war im 16. Jahrhundert von Italien in die Stadt Genf in der Schweiz emigriert. Sie waren Protestanten und mussten aufgrund der religiösen Verfolgung das katholische Italien verlassen. Ende des 18. Jahrhunderts gründeten sie in Genf zusammen mit der Hentsch Familie (ebenfalls Protestanten) eine Bank, aus der sich die heutige Bank Lombard Odier & Co entwickelte. Die Hentsch Familie war Mitte des 18. Jahrhunderts von Deutschland nach Genf emigriert.

Die Odier Familie lebte seit Beginn des 18. Jahrhunderts in Genf. Sie waren Hugenotten (französische Protestanten), die aufgrund der religiösen Verfolgung das katholische Frankreich verlassen mussten. Charles Odier (1804-1881) wurde 1830 Teilhaber der Lombard Bank und seither war die Odier Familie mit der Bank verbunden. Die hugenottischen Geschäftsleute spielten eine wichtige Rolle bei der Gründung des Bankwesens und der Uhrmacherei in der Schweiz.

Die Stadt Genf ist im Finanzwesen bekannt für ihre Privatbankiersfamilien. Dazu gehören schon seit über 150 Jahren die Familien Lombard, Odier, Hentsch, Pictet, Mirabaud und Bordier. Seit den 1960er Jahren hat sich auch die Rothschild Familie dazugesellt.

Jean Lombard (1875-1957) heiratete in die Mirabaud Familie (Quelle). Der Stammvater der Genfer Bankiersfamilie Mirabaud, Jacques Mirabaud (1784-1864), kam mütterlicherseits womöglich aus der Lombard Familie (Quelle). Der Sohn von Berthe Hentsch (1858-1939) heiratete in die Genfer Bankiersfamilie Pictet (Quelle). Die Pictet Familie gilt heute als die reichste Schweizer Bankiersfamilie. Die Pictet Familie heiratete 1910 in die Mirabaud Familie (Quelle).

1907 wurde die Schweizerische Nationalbank (Zentralbank der Schweiz) gegründet. Die Schweizer Zentralbank wird von einem Bankrat beaufsichtigt und kontrolliert. Alexis Lombard (1838-1918) gehörte 1907 dem ersten Bankrat an (Quelle). Léonard Hentsch (1918-1993) war ebenfalls im Bankrat der Zentralbank (Quelle: 1 und 2).

Lombard Familie

Jean-Gédéon Lombard (1763-1848) war der Stammvater der Bankiersfamilie Lombard. Er war Freimaurer. (Quelle) Die ersten Freimaurerlogen der Schweiz wurden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Briten in der Stadt Genf gegründet (Quelle).

2015 schloss sich die Lombard Familie mit der Schweizer Bankiersfamilie Landolt zusammen. 2020 besass die Lombard Familie zur Hälfte die Landolt Bank. Die Landolts sind Milliardäre und ihre Verwandtschaft ist mit den Schweizer Pharmaunternehmen Roche und Novartis verbunden, zwei der grössten Pharmakonzerne der Welt. 2021 schloss sich die Landolt Bank mit der französischen Privatbank ODDO BHF zusammen. Thierry Lombard und Pierre Landolt wurden Aktionäre und Partner in den Gremien der ODDO BHF Gruppe. (Quelle) Die Finanzgruppe wird von der französischen Bankiersfamilie Oddo kontrolliert. Deren Vermögen wurde 2021 auf 850 Millionen Euro (etwa 960 Millionen US-Dollar) geschätzt (Quelle). ODDO BHF verwaltet derzeit ein Vermögen im Wert von 125 Milliarden Euro (etwa 140 Milliarden US-Dollar) (Quelle).

Alexis Lombard (vor 1990 geboren) arbeitete für die Familienbank und gehört derzeit zur Führung von ODDO BHF. Er war Manager beim Schweizer Unternehmen Firmenich, einer der weltweit grössten Hersteller von Aromen und Duftstoffen. (Quelle) Das Unternehmen wird von der Schweizer Milliardärsfamilie Firmenich kontrolliert.

Der Ehemann von Marthe Lombard (1881-1954) kam mütterlicherseits aus der Wattenwyl Familie (Quelle). Die Wattenwyl Familie gehört bereits seit dem 15. Jahrhundert zur gesellschaftlichen Elite der Stadt Bern in der Schweiz.

Odier Familie

Die Bank Lombard Odier & Co ist nicht börsennotiert und befindet sich im Besitz einer Gruppe von Teilhabern. Patrick Odier ist seit 1986 Teilhaber der Bank. Er war von 2009 bis 2016 Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (Dachverband der Schweizer Banken). Er ist seit 2003 im Vorstand der Economiesuisse (Dachverband der Schweizer Wirtschaft). (Quelle)

Marcel Odier (1917-2016) war im Verwaltungsrat des Schweizer Finanzunternehmens Swiss Re. 2018 war Swiss Re das grösste Rückversicherungsunternehmen der Welt. Marcel Odier war im Verwaltungsrat von Nestlé. (Quelle) Nestlé ist eines der grössten Schweizer Unternehmen und der grösste Lebensmittelkonzern der Welt.

Inès Odier (1896-1980) heiratete einen Mann mit Familiennamen Planta, der demnach aus der Schweizer Uradelsfamilie Planta kommen könnte. (Quelle) Ihr Enkel ist der Bankmanager Renaud de Planta (*1963). (Quelle) Renaud de Planta ist derzeit Senior-Teilhaber der Schweizer Privatbank Pictet. Er kennt dadurch Marc und François Pictet aus der bereits erwähnten Genfer Bankiersfamilie Pictet. Renaud de Planta arbeitete für die Schweizer Grossbank UBS, die derzeit ein Vermögen im Wert von über vier Billionen US-Dollar verwaltet und damit die grösste Bank nach Vermögensverwaltung ist. Renaud de Planta arbeitete in London für die Bank Warburg Dillon Read, die zur UBS gehörte und aus Banken der Familien Warburg und Dillon entstand.

Der Schweizer Bankier Jean-Gabriel Eynard (1775-1863) war mit der Odier Familie verschwägert (Quelle). Seine Frau kam mütterlicherseits aus der oben erwähnten Pictet Familie (Quelle). Jean-Gabriel Eynard war Finanzberater von Marie-Louise von Bourbon, die aus der spanischen Königsfamilie kam und Königin von Etrurien war. Er war auch Finanzberater der italienischen Grossherzogin Elisa Baciocchi, die aus der Bonaparte Familie kam (die Familie von Kaiser Napoleon). Jean-Gabriel Eynard war 1841 Mitgründer der griechischen Nationalbank (die Zentralbank von Griechenland). Er war mit dem griechischen Grafen Ioannes Antonios Kapodistrias befreundet. Graf Kapodistrias und sein Bruder waren die ersten beiden Staatsoberhäupter von Griechenland nach dessen Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich im Jahr 1830. Jean-Gabriel Eynard wurde ein Finanzberater des neuen griechischen Staates. (Quelle)

Anmerkung: Graf Kapodistrias war Freimaurer, wie viele der führenden Köpfe der griechischen Unabhängigkeitsbewegung. Ioannis Kapodistrias war bereits 1811 an der Gründung einer Freimaurerloge in Russland beteiligt. 1813 war er in Paris, wo er zusammen mit Freimaurern die “Befreiung Griechenlands“ plante. 1821 begann schliesslich der Unabhängigkeitskrieg der Griechen gegen die fast 400-jährige Fremdherrschaft des Osmanischen Reiches. Die Freimaurer unterstützten die Revolution über ihr Netzwerk und mehrere Freimaurerlogen unterstützten die Revolutionäre finanziell. Die erste griechische Loge sowie die erste griechische Grossloge wurden von den italienischen Freimaurern gegründet. (Quelle)

Jacques Bidermann (1751-1817) kam mütterlicherseits aus der Odier Familie. Er war Finanzberater des französischen Aussenministeriums. Er war im internationalen Baumwollhandel aktiv und war Hauptinvestor der US-amerikanischen Schiesspulverfirma “EI du Pont de Nemours & Company“ (Quelle). Die Firma wurde von der Du Pont Familie gegründet. Die Du Ponts waren französische Protestanten, die 1799 in die USA emigriert waren. Aus ihrer Firma entwickelte sich einer der grössten Chemiekonzerne der Welt. Die Du Ponts sind heute Milliardäre und gehören schon seit über 150 Jahren zu den reichsten US-Amerikanern.

Übrigens: Pierre Samuel Du Pont hatte auch Kontakt zum Schweizer Isaak Iselin (Quelle). Die Iselin Familie gehörte zur gesellschaftlichen Elite der Stadt Basel in der Schweiz. Im 19. Jahrhundert wurden die Familien Lombard und Odier gemeinsam mit der Iselin Familie in den USA aktiv und die Iselin Bank war eine erfolgreiche Geschäftsbank in Nordamerika (Quelle: Kapitel 4). Isaak Iselin war 1761 Mitgründer der Helvetischen Gesellschaft. Sie war eine aufklärerische Vereinigung, in der Personen aus der Schweizer Elite vertreten waren. Viele kamen aus Patrizierfamilien. Die Schweizer Patrizier waren Familien, die ab dem 15. Jahrhundert in mehreren Kantonen der Schweiz die Macht monopolisierten. Viele der Mitglieder der Helvetischen Gesellschaft gehörten den Freimaurern an, ebenfalls eine aufklärerische Vereinigung (Quelle). Ehrenpräsident der Helvetischen Gesellschaft war Johann Heinrich Pestalozzi, ein Aufklärer, Politiker und Reformer (Quelle). Er war mit dem oben erwähnten Isaak Iselin befreundet (Quelle). Die Pestalozzi Familie war eine der führenden Familien der Schweizer Stadt Zürich. Johann Heinrich Pestalozzi war Mitglied des berühmten Illuminatenordens (Quelle: 1 und 2). Die Helvetische Gesellschaft wurde 1848 aufgelöst. Im selben Jahr wurde der heutige Bundesstaat Schweiz gegründet. 1844 war die schweizerische Freimaurergrossloge Alpina gegründet worden. Die Alpina Loge gilt bis heute als die führende Grossloge der Schweiz. Jonas Furrer war ein Mitgründer der Loge. Er wurde vier Jahre später, als die Schweiz gegründet wurde, der erste Bundespräsident des Landes. Auch der zweite Bundespräsident Henri Druey war Freimaurer. Der erste Grossmeister der Alpina Loge war Johann Jakob Hottinger. (Quelle: 1 und 2) Er war womöglich mit der Schweizer Bankiersfamilie Hottinger verwandt. Seine Mutter hatte den Familiennamen Landolt. Sie könnte demnach aus der Schweizer Bankiersfamilie Landolt kommen (die wie bereits erwähnt heute Kontakt zur Lombard Familie hat). Johann Jakob Hottinger heiratete in die Escher vom Glas Familie. (Quelle) Diese war vom 14. bis zum 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien der Schweiz. Alfred Escher vom Glas war der Gründer der Credit Suisse, die heute einer der grössten Vermögensverwalter der Welt ist. Sein Vater arbeitete für die französische Bank der Hottinger Familie (Quelle).

Hentsch Familie

Im Jahr 2002 fusionierte die Familienbank Lombard Odier & Co mit der Bank der Hentsch Familie. Die Familien waren bereits Ende des 18. Jahrhunderts geschäftlich verbunden, als die Cousins Henri Hentsch (1761-1835) und Jean-Gédéon Lombard gemeinsam eine Bank führten, aus der sich die heutige Lombard Odier & Co entwickelte (Quelle).

Hentsch in Frankreich

Der in Genf geborene Henri Hentsch (1761-1835) gründete 1796 den frühsten Vorläufer der heutigen Bank Lombard Odier & Co. Er wurde im französischen Finanzwesen aktiv. Sein Enkel, der in Genf geborene Édouard Hentsch (1829-1892), wurde einer der führenden Bankiers der französischen Finanzelite. Er war massgeblich an der Gründung der französischen Grossbanken Société Générale und BNP Paribas beteiligt, die heute zu den grössten Banken der Welt gehören. Édouard Hentsch gehörte zur protestantischen High Society in Frankreich, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts führende Bankiers und Industrielle hervorbrachte. Davor bestand die französische Elite fast nur aus Katholiken. Édouard Hentsch hatte auch engen Kontakt zu den führenden jüdischen Bankiers in Frankreich, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich zu grossem Einfluss kamen. Viele davon waren Einwanderer. Die meisten kamen aus Deutschland, aber auch aus Österreich und Italien.

Édouard Hentsch war 1863 Mitgründer und Direktor der “Nederlandsche Credit en Deposito Bank“ (NCDB), eine niederländische Bank (Quelle).

Anmerkung: Die NCDB wurde vom deutsch-jüdischen Bankier Louis-Raphaël Bischoffsheim gegründet und sein Neffe Henri Bamberger leitete sie. Bischoffsheim und Bamberger waren in Frankreich aktiv und standen in engem Kontakt zur jüdischen Bankiersfamilie Goldschmidt in Deutschland. Zu den Mitgründer der NCDB gehörten auch die adlig-jüdischen Bankiers Meyer-Joseph Cahen d’Anvers und Maurice de Hirsch sowie der christliche Bankier Alphonse Pinard (ein enger Geschäftspartner von Hentsch). Zu den Gründungsaktionären der NCDB gehörten die Banken von Bischoffsheim, Goldschmidt, Pinard sowie die französische Bank der Hentsch Familie und die Bank der jüdisch-adligen Königswärter Familie. Der niederländisch-jüdische Freimaurer Abraham Carel Wertheim war in der Führung der NCDB. (Quelle)

1872 fusionierte die NCDB mit der “Banque de Paris“. Die Banque der Paris bestand seit 1869 und wurde von den Bankiersfamilien Stern und Fould (jüdisch) und Goüin (christlich) kontrolliert. Édouard Hentsch war Direktor der Banque der Paris. Durch die Fusion der NCDB und der Banque de Paris entstand die “Banque de Paris et des Pays-Bas“ (Paribas), die sich zu einer der führenden Banken Frankreichs entwickelte. Édouard Hentsch war einer der ersten Direktoren der Paribas Bank. Zu den ersten Direktoren der Bank gehörten auch Henri Bamberger, Jacques Stern, Eugène Goüin und Edouard Fould (Quelle). Louis-Raphaël Bischoffsheim spielte eine Schlüsselrolle bei der Gründung der Paribas Bank (Quelle). Aus der Paribas Bank entwickelte sich die heutige BNP Paribas. 2020 war sie die grösste französische Bank und die neuntgrösste der Welt.

Édouard Hentsch wurde 1874 Vorsitzender der “Comptoir national d’escompte de Paris“. Sie ist eine der Vorläuferbanken der heutigen BNP Paribas. (Quelle)

Édouard Hentsch war 1864 Mitgründer der Société Générale, die sich schnell zu einer der grössten französischen Banken entwickelte. Zu den Mitgründern der Bank gehörten die bereits erwähnten Bankiers Alphonse Pinard und Louis-Raphaël Bischoffsheim. (Quelle: 1 und 2) Die berühmte Rothschild Familie war massgeblich an der Gründung beteiligt (Quelle: 1 und 2). Der erste Präsident der Bank kam aus der Schneider Familie (Quelle). Die Société Générale war 2020 die drittgrösste französische Bank und gehört zu den zwanzig grössten Banken der Welt.

Édouard Hentsch war 1875 Mitgründer und erster Präsident der Banque de l’Indochine, die er bis 1889 führte. Sie fungierte als Zentralbank für die französischen Kolonien im asiatisch-pazifischen Raum. (Quelle: 1 und 2)

Édouard Hentsch war Vorsitzender der Crédit foncier colonial. Die französische Bank wurde 1860 gegründet und war in den französischen Kolonien aktiv. Die Bank war mit der Bischoffsheim Familie verbunden. (Quelle)

Édouard Hentsch war Vorstandsmitglied von vielen Finanz- und Industrieunternehmen und war an der Gründung von Eisenbahnunternehmen beteiligt (Quelle). Während seines Lebens als europäischer Bankier leitete oder gründete Édouard Hentsch viele Unternehmen in Frankreich, der Schweiz und der österreichisch-ungarischen Monarchie (Quelle).

Hentsch in der Schweiz

Léonard Hentsch (1918-1993) führte die Bank der Hentsch Familie und war in der Führung der Schweizer Zentralbank. Nach der Liste von Kevin Dowling war er Mitglied der Stiftung “The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Die Lombard Familie soll ebenfalls Mitglied sein. (Quelle: Liste 1978 und 2010).

Bénédict Hentsch (*1948) war über 15 Jahre lang im Verwaltungsrat des Schweizer Finanzunternehmens Swiss Re. 2018 war Swiss Re das grösste Rückversicherungsunternehmen der Welt. Bénédict Hentsch war Vizepräsident der Swissair (Vorläufer der Swiss International Air Lines), die grösste Schweizer Fluggesellschaft. Er war in der Führung der Schweizer Zeitung Le Temps. (Quelle: 1 und 2)

Christophe Hentsch (*1958) war bis 2020 Teilhaber der Bank Lombard Odier & Co.

Teilhaber und Mitarbeiter der Bank

Zu den derzeitigen Teilhabern von Lombard Odier & Co gehören neben Patrick Odier unter anderem folgende Personen:

  • Annika Falkengren. Die Schwedin wurde als eine der mächtigsten Managerinnen der Welt eingestuft. Sie traf die schwedische Königsfamilie. Sie kennt die Bankiersfamilie Wallenberg und war zwölf Jahre lang CEO der SEB (die Bank der Wallenbergs). Annika Falkengren war im Vorstand des Automobilkonzerns Volkswagen, das umsatzstärkste deutsche Unternehmen. Sie war im Vorstand des deutschen Finanzunternehmens Munich Re, das derzeit zweitgrösste Rückversicherungsunternehmen der Welt.
  • Alexandre Zeller. Er war fast zehn Jahre im Verwaltungsrat von Maus Frères, das Unternehmen der schweizerisch-jüdischen Milliardärsfamilie Maus. Alexandre Zeller war im Verwaltungsrat der Schweizer Grossbank Credit Suisse und war Präsident von deren Schweizer Abteilung. Die Credit Suisse ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit mehr als 1,5 Billionen US-Dollar. Alexandre Zeller war Vorsitzender der SIX Group. Das Schweizer Unternehmen betreibt die Infrastruktur für die Finanzplätze in der Schweiz und in Spanien. Alexandre Zeller war CEO der Banque Cantonale Vaudoise, eine der grössten Schweizer Banken. Er war CEO der Schweizer Tochtergesellschaft der britischen Grossbank HSBC (die derzeit grösste europäische Bank). Er war zwölf Jahre im Vorstand von Kudelski, ein grosses Schweizer Technologieunternehmen.
  • Arnaud Leclercq. Er war einer der ranghöchsten Manager bei der Credit Suisse. Mehrere der derzeitigen und ehemaligen Mitarbeiter der Lombard Bank arbeiteten für die Credit Suisse.
  • Stéphane Monier. Er arbeitete fast acht Jahre für die Abu Dhabi Investment Authority, der Staatsfonds der Königsfamilie von Abu Dhabi. Der Staatsfonds verwaltet über eine halbe Billion US-Dollar.

Weitere Teilhaber der Bank Lombard Odier & Co arbeiteten im Ausland für die Grossbanken JPMorganLazard, Deutsche Bank, Goldman Sachs und SG Warburg.

Seit Anfang Mai 2021 ist Gilles Prince Vizepräsident von Lombard Odier & Co. Er arbeitete fast zwölf Jahre für die “Banque Privée Edmond de Rothschild“, zuletzt als CIO des Private Banking in der Schweiz. Die Bank gehört der Rothschild Familie und hat ihren Sitz in Genf. Die Rothschilds werden vermutlich Kontakte zu den Genfer Bankiersfamilien haben.

Serge Ledermann arbeitete von 2001 bis 2008 für Lombard Odier & Co. 2020 wurde er Direktor der Rothschild Bank. Er arbeitete auch für die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin.

Der Lombard-Mitarbeiter Lorenzo Bernasconi arbeitete in New York für die Rockefeller Foundation.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Orsini

Die italienische Uradelsfamilie Orsini ist schon seit über 800 Jahren eine der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie. Die Familie gehört zum päpstlichen Adel und brachte drei Päpste hervor: Papst Coelestin III. im 12. Jahrhundert, Papst Nikolaus III. im 13. Jahrhundert und Papst Benedikt XIII. im 18. Jahrhundert. Die Orsini Familie war noch mit weiteren Päpsten verwandt, brachte Politiker hervor und stellte viele Kardinäle sowie mehrere Erzpriester des Petersdoms. Der Legende nach besteht die Familie bereits seit dem 4. Jahrhundert. Es wird vermutet, dass auch Stephan II. und Paul I., zwei Päpste im 8. Jahrhundert, aus der Orsini Familie kamen.

Die Orsinis heirateten Mitte des 2. Jahrtausends mehrfach in die nicht mehr existente italienische Adelsfamilie Medici. Die Medici Familie galt im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Die Medicis brachten drei Päpste hervor. Durch die Heiraten gehörten die Orsinis zu den Erben des Medici-Vermögens und galten daher als sehr wohlhabend. Mehrere Mitglieder der Orsini Familie wuchsen am Hof der Medicis auf. Papst Leo X. (1475-1521) kam väterlicherseits aus der Medici Familie und mütterlicherseits aus der Orsini Familie.

Virginio Orsini (1572-1615), der mütterlicherseits aus der Medici Familie kam, heiratete eine Nichte von Papst Sixtus V.. Virginios Tochter Maria Camilla Orsini (1603 geboren) heiratete Marcantonio II. aus der italienischen Adelsfamilie Borghese, die zum päpstlichen Adel gehört. Marcantonio II. war ein Neffe von Papst Paul V.. Marias Sohn Paolo heiratete Olimpia Aldobrandini. Olimpia kam väterlicherseits aus der päpstlichen Adelsfamilie Aldobrandini. Mütterlicherseits war sie eine Grossnichte von Papst Gregor XV. aus der Ludovisi Familie.

Die Orsinis heirateten in die päpstlichen Adelsfamilien Della Rovere und Ruspoli. Die beiden Familien heirateten in den letzten 50 Jahren in die britisch-amerikanische Milliardärsfamilie Getty.

In der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends waren die Orsinis mit der italienischen Uradelsfamilie Colonna verfeindet, die zum päpstlichen Adel gehört. 1511 unterzeichneten die beiden Familien einen Friedensvertrag. Um den Frieden zu sichern, kam es zudem zu einer Heirat zwischen den beiden Familien. Die Orsinis heirateten Mitte des 2. Jahrtausends auch in die italienische Uradelsfamilie Mancini. Die Familien Colonna und Mancini stammen der Familienüberlieferung nach von römischen Herrschern aus der Zeit vor Christus ab und die Abstammungslegende reicht bis zur griechisch-römischen Götterfamilie zurück.

Die Orsinis waren über Heiraten mit noch weiteren päpstlichen Adelsfamilien verwandt, darunter auch mit Borghese, Caetani, Carafa, Farnese und Pamphilj. Da die Orsinis schon seit mindestens 800 Jahren fast nur in italienische Adelsfamilien heirateten, waren und sind sie mit zahlreichen italienischen Adelsfamilien verwandt.

Der Ehemann von Teresa Orsini (1788-1829) kam mütterlicherseits aus der italienischen Uradelsfamilie Savoyen, die von 1861 bis 1946 die Königsfamilie von Italien war.

Maria Felicia Orsini (1600-1666) heiratete den französischen Herzog Henri II. de Montmorency. Henri war Vizekönig von Neufrankreich (französische Kolonie in Nordamerika). Er kam aus der nicht mehr existenten französischen Montmorency Familie, die eine der hochrangigsten Adelsfamilien in Frankreich war.

Giovanni Battista Orsini, der im 15. Jahrhundert lebte, war Grossmeister des Malteserordens (der Orden hiess damals noch Johanniterorden). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Die Familien Orsini und Medici besassen und bewohnten früher den Palazzo Orsini. Im Palast ist seit 1994 der Sitz der Botschaft des Malteserordens beim Heiligen Stuhl.

1870 wurde der Vatikan von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Orsinis gehören zum Schwarzen Adel. 1946 wurde das Königreich Italien aufgelöst und die Savoyens entmachtet, da sie den italienischen Diktator Benito Mussolini unterstützt hatten. Neben der Abschaffung der Monarchie wurden in Italien auch die Adelstitel abgeschafft. Die Mitglieder des päpstlichen Adels, darunter die Orsinis, durften ihre Adelstitel aber behalten und besitzen sie bis heute.

Die Orsini Familie in den letzten 100 Jahren

Die Orsini Familie hatte bis 1958 das Privileg, dass ein Familienmitglied bei päpstlichen Zeremonien an der rechten Seite des päpstlichen Throns teilnehmen durfte. (Quelle) Bis 1968 wurden zahlreiche Ämter des Vatikans von Adligen besetzt und vererbt (Quelle).

Herzog Domenico Napoleone Orsini

Herzog Domenico Napoleone Orsini (*1948) hatte bereits 1993 Kontakte zur rechten Partei Lega Nord geknüpft (Quelle). Die Partei wurde 1989 gegründet und ist derzeit die drittstärkste Partei in Italien. Im Ausland ist sie vor allem für den rechtspopulistischen Parteichef Matteo Salvini bekannt.

Herzog Domenico Napoleone Orsini hatte in den 90er Jahren Kontakte zu Tullio Cannella, der die politische Bewegung “Sicilia Libera“ führte. Cannella und seine Bewegung waren eng mit Leoluca Bagarella verbunden, einer der führenden Köpfe der Cosa Nostra. (Quelle: 1 und 2) Die Cosa Nostra gilt als eine der mächtigsten Mafiaorganisationen der Welt.

Die Bewegung Sicilia Libera war auch mit der Lega Nord verbunden (Quelle). Der Lega Nord und deren Parteichef Matteo Salvini wird heute immer noch vorgeworfen, mit der Mafia verbunden zu sein (Quelle: 1 und 2). 2012 gab es Hinweise darauf, dass einzelne Mitglieder der Lega Nord Kontakte zur Ndrangheta haben, eine der mächtigsten Mafiaorganisationen der Welt (Quelle). Im Parteiprogramm der Lega von 2018 kommt das Thema Mafia und Korruption nicht vor (Quelle). Ich geh aber davon aus, dass alle grossen Parteien in Italien von der Mafia infiltriert sind.

Die Mafia-Frontorganisation Sicilia Libera war auch mit der ehemaligen Partei Forza Italia verbunden, die von Silvio Berlusconi gegründet und geführt wurde. Die Bewegung Sicilia Libera war angeblich auch mit Freimaurern und Geheimdiensten verbunden. (Quelle)

Herzog Domenico Napoleone Orsini traf Licio Gelli (nach eigenen Angaben traf er ihn zweimal). (Quelle) Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge Propaganda Due (P2), die mit der Mafia verbunden war und in der führende italienische Geheimdienstler Mitglied waren. Die P2-Loge wurde 1877 gegründet und 1982 aufgelöst und verboten. Sie ist somit die einzige Freimaurerloge, die in der heutigen Zeit als illegal, kriminell und staatsgefährdend gilt. Der Geheimbund hatte Pläne für einen Staatsstreich entwickelt und war mit den Terroranschlägen in den 1970er Jahren in Italien verbunden, was in gerichtlichen Untersuchungen bestätigt wurde. Dies führte zum Verbot der Loge. (Mehr zur P2-Loge)

Der ehemalige italienische Präsident und Milliardär Silvio Berlusconi war Mitglied der Freimaurerloge P2 (Quelle: 1 und 2).

Das ehemalige Oberhaupt der italienischen Königsfamilie, Viktor Emanuel von Savoyen, war ebenfalls Mitglied der P2-Loge (Quelle: 1 und 2).

Am 4. Februar 1994 führte Herzog Domenico Napoleone Orsini drei Telefonate mit mafiaverbundenen Personen. Erst rief er den oben erwähnten Mafiahandlanger Tullio Cannella von der Bewegung Sicilia Libera an. Danach rief er in einer Villa von Silvio Berlusconi an. Zuletzt rief er Marcello Dell’Utri an, mit dem er noch weitere Male telefonierte. (Quelle) Marcello Dell’Utri ist ein ehemaliger Politiker und war ein enger Geschäftspartner von Silvio Berlusconi. Marcello Dell’Utri wurde 2004 zu neun Jahren Haft verurteilt, weil er mit der Mafia zusammenarbeitete. Ihm war vorgeworfen worden, als Bindeglied zwischen der Mafia und der politischen und wirtschaftlichen Elite Italiens gewirkt zu haben. (Quelle) 2018 wurde er zu 12 Jahren Haft verurteilt. Marcello Dell’Utris hatte Kontakt zu hochrangigen Mitgliedern der sizilianischen Mafia. (Quelle)

Silvio Berlusconi ist der Patenonkel von Isabella Orsini, bei der aber unklar ist, ob sie aus der Adelsfamilie Orsini kommt. Isabella Orsini heiratete in die belgische Uradelsfamilie Ligne. (Quelle)

Herzog Domenico Napoleone Orsini heiratete die Tochter des französisch-jüdischen Bankiers Antoine Bernheim (Quelle: 1 und 2). Bernheim gehörte zur Führungsclique von Lazard. Lazard ist eine führende US-amerikanische Investmentbank, die aber traditionell mit der französischen Elite verbunden ist. Sie wurde von den französisch-jüdischen Familien Lazard und Weill gegründet. Antoine Bernheim half den französischen Milliardärsfamilien Arnault und Bolloré beim Aufbau ihrer Familienkonzerne. Er begann seine Karriere beim Unternehmen der französisch-jüdischen Milliardärsfamilie Wertheimer, die auch mit ihm verwandt war. Die Bankengründerfamilie Lazard gehört zu den Vorfahren der heutigen Wertheimer Familie.

Die Heirat von Herzog Domenico in die Bernheim Familie könnte dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen Vatikan und Judentum verbessert. Übrigens heiratete die päpstliche Adelsfamilie Aldobrandini-Borghese 1974 in die Rothschild Familie, die berühmteste jüdische Familie der Welt.

Herzog Domenico und seine Frau waren 2012 in Paris auf einer Feier der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien. Auf der Feier waren Mitglieder der Königsfamilien von Belgien, Luxemburg, Liechtenstein und Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Tunesien und Württemberg sowie Mitglieder der Hochadelsgeschlechter Orléans, Bonaparte, Bourbon-Parma, Fürstenberg und Hohenberg. Der französische Milliardär Laurent Dassault war auch da. (Quelle)

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Flaminia Orsini kommt aus der Orsini Familie. Sie ist mit Lapo Elkann befreundet. (Quelle) Lapo kommt väterlicherseits aus der jüdischen Elkann Familie und mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Die Agnelli Familie gilt als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Die Agnellis heirateten 2009 in die päpstliche Uradelsfamilie Caetani (Quelle: 1 und 2) Die Agnellis heirateten im 20. Jahrhundert zweimal in die italienische Uradelsfamilie Caracciolo. (Quelle: 1 und 2). Die Orsinis hatten im letzten Jahrtausend mehrfach in die Familien Caetani und Caracciolo geheiratet.

Flaminia Orsini war 2019 auf einer Veranstaltung, bei der folgende Personen anwesend waren:

  • Der britische Prinz Harry.
  • Franco Bernabè. Er arbeitete für die Rothschild Bank und war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er war CEO von Telecom Italia und Eni, zwei der grössten italienischen Unternehmen. Eni ist einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Bernabè war Direktor von PetroChina, eine Tochterfirma des chinesischen Ölkonzerns CNPC. CNPC war 2021 nach Umsatz das viertgrösste Unternehmen der Welt.
  • Augusto Minzolini. Der Expolitiker und Journalist ist seit Juni 2021 Chef der Il Giornale, eine der wichtigsten italienischen Zeitungen. Sie wird von der Berlusconi Familie kontrolliert. Augusto Minzolini unterstützte über seine Berichterstattung als Journalist den italienischen Präsidenten Silvio Berlusconi und gilt als ein Hofberichterstatter von Berlusconi.
  • Ginevra Odescalchi. Ihrem Namen nach könnte sie aus der päpstlichen Adelsfamilie Odescalchi kommen.

(Quelle)

Der Innenarchitekt Alvise Orsini kommt aus der Orsini Familie. (Quelle) Sein Ehemann ist der Belgier Geoffroy van Raemdonck (es ist vermutlich die erste Homoehe im päpstlichen Adel). Geoffroy van Raemdonck ist derzeit CEO der US-amerikanischen Luxuskaufhauskette Neiman Marcus, die von amerikanisch-jüdischen Geschäftsleuten gegründet wurde. Geoffroy war Präsident der europäischen Abteilung des US-amerikanischen Modekonzerns Ralph Lauren, der von der amerikanisch-jüdischen Milliardärsfamilie Lauren kontrolliert wird. Bei der Hochzeitsfeier von Alvise Orsini und Geoffroy in Italien war der jugoslawische Prinz Dimitri zu Gast sowie auch Gräfin Georgina Brandolini d’Adda aus dem italienischen Uradel (Quelle). Alvise Orsini und Geoffrey haben eines ihrer Kinder nach dem römischen Kaiser Hadrian (herrschte im 2. Jahrhundert) benannt (Quelle).

Prinz Raimondo Orsini

Prinz Raimondo Orsini (1931-2020) hatte ein romantisches Verhältnis mit Soraya Esfandiary-Bakhtiary, die aus einer persischen Aristokratenfamilie kam. Soraya war Kaiserin des Irans, da sie Mohammad Reza Pahlavi heiratete, welcher der letzte Monarch von Persien/Iran war. (Quelle) Soraya hatte auch ein romantisches Verhältnis mit dem deutschen Industriellen Gunter Sachs, ein Verwandter der geadelten deutschen Unternehmerfamilie Opel (Quelle). Auf Soroyas Beerdigung waren Mitglieder der ehemaligen iranischen Kaiserfamilie Pahlavi sowie Mitglieder der europäischen Hochadelsfamilien Bourbon-Sizilien, Savoyen, Oldenburg-Hohenzollern, Orléans, Fürstenberg und Hohenlohe-Langenburg (Quelle: 1 und 2).

Prinz Raimondo Orsini kannte Ferdinand/Ferdinando, den Herzog von Castro (Foto Nr. 32). Ferdinand kommt aus der Hochadelsfamilie Bourbon-Sizilien, die von 1816 bis 1860 die Königsfamilie von Sizilien war. Ferdinand war eines der beiden Oberhäupter des Konstantinordens. Die Familie Bourbon-Sizilien führt seit fast 300 Jahren den Konstantinorden. Der Vatikanorden besteht mindestens seit dem Jahr 1190. Der Legende nach wurde der Orden im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Prinz Raimondo Orsini heiratete 1977 die georgische Prinzessin Kethevane Bagrationi Moukhrani (Ketevan Bagration von Mukhrani), mit der er vier Kinder hatte. (Quelle) Sie war georgische Botschafterin beim Heiligen Stuhl. Die Mukhrani Familie gehört zur Uradelsdynastie der Bagratiden (Bagrationi), die vom 9. bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts über Georgien herrschte. Der Legende nach waren ihre Vorfahren im 6. Jahrhundert von Palästina in den Kaukasus gezogen, wo sie in Herrscherfamilien heirateten und selbst zur georgischen Herrscherfamilie aufstiegen. Sie sind bis heute mit der Führung der Georgisch-Orthodoxen-Kirche verbunden und kennen auch Ilia II., den derzeitigen Patriarch der Georgisch-Orthodoxen-Kirche. Patriarch Ilia schlug sogar vor, die georgische Monarchie wiederzubeleben mit den Bagratiden als Königsfamilie (Quelle). Die Georgisch-Orthodoxe-Kirche ist das führende Gotteshaus in Georgien. Die Mukhrani Familie heiratete 1948 in die russische Zarenfamilie (Quelle). In ihrer Zeit als Herrscher von Georgien behaupteten die Bagratiden von König David abzustammen.

Anmerkung: Der mythologische König David soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Die Dynastie der Davididen soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Nach Angaben der Evangelien nach Matthäus und Lukas des Neuen Testaments war der weltberühmte Jesus Christus ein Nachfahre von König David. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen den Davididen Serubbabel als Vorfahren auf. (Quelle) Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Die Symbolik der Zerstörung des Tempels und die Idee eines geistigen Wiederaufbaus ist eine Komponente der schottischen Hochgrade in der Freimaurerei (Quelle). Jesus wird als der Messias bezeichnet. Nach der christlichen Überlieferung ist der Messias der Sohn Gottes. Die jüdische Überlieferung, die älter als das Christentum ist, hatte die Ankunft des Messias vorausgesagt. Nach der jüdischen Überlieferung ist der Messias aber nicht der Sohn Gottes, sondern der rechtmässige, von Gott eingesetzte König der Juden, der von König David (oben erwähnt) abstammen muss. Der Messias soll den zerstörten Tempel wieder aufbauen. Zur Zeit als Jesus geboren wurde, war die Dynastie der Herodianer die Herrscher von Jerusalem. Sie waren keine Nachkommen der Davididen. Daher wäre Jesus mit seinem königlichen Blut der rechtmässige König der Juden gewesen und wurde daher als Messias bezeichnet. Vielleicht liess König Herodes deshalb alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden, wo sich der geborene Messias aufhielt. König Herodes wollte damit den legitimen Thronfolger ausschalten. Es gab womöglich mehrere Könige, welche die Davididen wieder auf den Thron bringen wollten und daher Kontakt zu Jesus suchten (Legende der Heiligen Drei Könige).

Raimondos Sohn Lelio Niccolò Orsini d’Aragona (*1981) machte seinen Bachelor an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom. Er leitet ein Immobilienunternehmen der Orsini Familie. Er ist Präsident einer italienisch-georgischen Vereinigung und vertritt Georgien im Vatikanstaat und beim Heiligen Stuhl. Er vertritt den Konstantinorden als Delegierter in Rom und Latium. (Quelle) Er und seine Eltern waren auf einer Hochzeit der deutschen Hochadelsfamilien Hohenzollern und Isenburg. Auf der Hochzeit waren Mitglieder der Königsfamilien von Grossbritannien, Österreich, Schweden, Russland, Luxemburg sowie Mitglieder der deutschen Hochadelsfamilien Sachsen-Coburg-Gotha, Lippe, Anhalt, Baden, Solms, Löwenstein-Wertheim und Schönburg. (Fotos)

Prinz Lelio Niccolò Orsini d’Aragona und seine Mutter waren im Dezember 2021 bei einer Heiligen Messe des Konstantinordens. Bei der Messe waren auch Mitglieder der italienischen Adelsfamilien Colonna, Caracciolo, del Drago und Gonzaga. (Quelle

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Livanos und Onassis Familie

Die Livanos Familie gehört zur griechischen Elite und Familienmitglieder leben auch in London.

Der Grieche Stavros Livanos (1891-1963) war als Schifffahrtsunternehmer aktiv. Seine Tochter Eugenia Livanos (1927-1970) heiratete den griechischen Schifffahrtsunternehmer Stavros Niarchos, der zeitweise als einer der reichsten Männer der Welt galt.

Anmerkung: Eugenia beging nach offiziellen Angaben Selbstmord. Es spricht aber viel gegen die Selbstmordtheorie. Ein Staatsanwalt glaubte, Stavros Niarchos sei für ihren Tod verantwortlich und wollte ihn deswegen vor Gericht bringen. Die damalige griechische Militärdiktatur schützte Niarchos aber und erliess den Befehl, dass griechische Zeitungen nicht über den Fall berichten durften. Die griechische Justiz beteiligte sich an der Vertuschung. Niarchos war ein Unterstützer der griechischen Militärdiktatur und profitierte wirtschaftlich stark von ihr. (Quelle) Die Niarchos Familie gilt bis heute als die reichste griechische Familie und hat noch immer Kontakt zur Livanos Familie.

Stavros Livanos zweite Tochter Athina (1929-1974) heiratete den griechischen Schifffahrtsunternehmer Aristotle Onassis (1906-1975), der zeitweise als einer der reichsten Männer der Welt galt. Somit war Stavros Livanos der Schwiegervater der zwei mächtigsten griechischen Unternehmer der Nachkriegszeit. Aristoteles Onassis wurde in eine christliche Familie in der Türkei geboren und emigrierte nach Griechenland. Er stieg zum mächtigsten Schifffahrtsunternehmer der Welt auf und besass viele Frachtschiffe und Öltanker. Er gründete zusammen mit der saudischen Königsfamilie ein staatliches Öltankerunternehmen. Er kannte Patriarch Athenagoras (Foto). Dieser war von 1948 bis 1972 der Patriarch von Konstantinopel und somit das Oberhaupt der christlich-orthodoxen Kirche. Die orthodoxe Kirche ist das führende Gotteshaus in Griechenland und über 90 Prozent der Bevölkerung gehören ihr an.

Aristotle Onassis und Athina Livanos liessen sich 1960 scheiden. Aristotle Onassis heiratete 1968 Jacqueline Kennedy. Sie war die Witwe des US-Präsidenten John F. Kennedy, der 1963 erschossen worden war.

Anmerkung: Jacquelines Stiefvater Hugh war ein Enkel von Oliver Burr Jennings, der zusammen mit der Rockefeller Familie in der Ölindustrie aktiv war. Jacquelines Halbschwester Janet heiratete in die Rutherfurd Familie, die ebenfalls zu US-Elite gehört und aus dem schottischen Rutherfurd Clan stammt. Jacquelines Schwester Caroline heiratete in zweiter Ehe in die polnisch-litauische Adelsfamilie Radziwiłł. Carolines erster Ehemann war der US-amerikanische Diplomat Michael Temple Canfield, der angeblich ein Sohn des britischen Prinzen George von Kent war. Prinz George war übrigens Grossmeister der englischen Freimaurer (Quelle). Michael Temple Canfield heiratete in zweiter Ehe eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Charteris Clan. Die Enkelin heiratete danach einen Herzog aus der englischen Adelsfamilie Spencer-Churchill. (Quelle: 1 und 2)

Aristotle Onassis wurden Kontakte zur Mafia nachgesagt (Quelle). In seiner Anfangszeit als Schifffahrtsunternehmer soll die organisierte Kriminalität Drogen über seine Schiffe geschmuggelt haben (Quelle). Einer seiner engsten Vertrauten beschrieb ihn als “einen charmanten Psychopathen“. Nach einer unbewiesenen Verschwörungstheorie (bekannt als Gemstone File) war Onassis an der Spitze eines internationalen kriminellen Netzwerkes, das mit Geheimdiensten und korrupten Politikern zusammenarbeitete und zu dem auch die Kennedy Brüder gehörten. Der Verschwörungstheorie nach wurden die Brüder ermordet, weil sie versuchten sich aus den kriminellen Strukturen zu lösen. Unabhängig von dieser Verschwörungstheorie gibt es ein Buch und ein darauf basierendes Theaterstück, in dem behauptet wird, dass Onassis zwei Millionen US-Dollar an einen Agenten und Schutzgelderpresser der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) zahlte, damit dieser die Ermordung von Robert “Bobby“ Kennedy arrangierte (Quelle: 1 und 2). Robert Kennedys Mörder Sirhan war übrigens griechisch-orthodoxer Palästinenser.

Nachdem sich Athina Livanos von Aristotle Onassis scheiden liess, heiratete sie einen Herzog aus der englischen Adelsfamilie Spencer-Churchill. Der Herzog war väterlicherseits ein Enkel der US-Amerikanerin Consuelo Vanderbilt. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts.

Athina Livanos heiratete in dritter Ehe den griechischen Unternehmer Stavros Niarchos, der bereits mit Athinas Schwester verheiratet war. Nach der Liste von Kevin Dowling war Stavros Niarchos und Athinas Bruder George Livanos (*1934) Mitglied der Stiftung “The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. 

Georges Tochter Arietta Livanos heiratete 1994 George Vardinogiannis, ein Sohn des griechischen Milliardärs Vardis Vardinogiannis. Die Vardinogiannis Familie kontrolliert den Ölkonzern Motor Oil, eines der grössten griechischen Unternehmen. Zu den Gästen ihrer Hochzeit in London gehörten:

  • Mitglieder der griechischen Königsfamilie.
  • Mitglieder der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos.
  • Mitglieder der Aga Khan Familie.
  • Mitglieder der englischen Adelsfamilie Spencer-Churchill.
  • Mitglieder der deutsch-österreichischen Milliardärsfamilie Flick.
  • Mitglieder der polnischen Adelsfamilie Radziwiłł.
  • Die Jordanierin Firyal Irshaid. Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie.
  • Der kanadische Baron Conrad Black. Er war früher einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt.
  • Randolph Hearst aus der US-amerikanischen Milliardärsfamilie Hearst.
  • Der amerikanisch-jüdische Milliardär Alfred Taubman.
  • Lady Aliki Russell. Die Griechin heiratete in zweiter Ehe in den schottischen Russell Clan. Ihr erster Ehemann kam mütterlicherseits aus der französisch-jüdischen Unternehmerfamilie Javal.

Nach der Hochzeit wurde noch ein Dinner veranstaltet. Auch hier waren bemerkenswerte Gäste dabei:

  • Mitglieder der Rothschild Familie.
  • Der deutsche Hochadlige Prinz Ernst von Hannover.
  • Mitglieder der deutschen Uradelsfamilie Fürstenberg.
  • Der jugoslawische Prinz Dimitri.
  • Der brasilianisch-jüdische Bankier und Milliardär Edmond Safra und seine Frau Lily.
  • Die Ehefrau des britischen Bankiers Rupert Hambro.
  • Georgina Brandolini d’Adda. Sie kommt aus der französischen Uradelsfamilie Faucigny und heiratete in die italienische Uradelsfamilie Brandolini.
  • Mitglieder der irakisch-britisch-jüdischen Bankiersfamilie Zilkha.
  • Der amerikanisch-jüdische Bankmanager John Gutfreund. Unter seiner Führung wurde Salomon Brothers eine der grössten Investmentbanken der Welt.

(Quelle)

Eugenie Livanos heiratete in die französisch-jüdische Bankiersfamilie Worms (Quelle).

Alexander Onassis (1948-1973), der mütterlicherseits aus der Livanos Familie kam, starb bei einem Absturz mit seinem eigenen Flugzeug. Sein Vater Aristotle Onassis glaubte nicht an einen Unfall, sondern dass Alexander von der CIA und der griechischen Militärdiktatur ermordet wurde (Quelle). Alexander hatte Gerüchten zufolge ein romantisches Verhältnis mit Fiona Campbell-Walter (Quelle). Sie stammte aus dem schottischen Campbell Clan. Sie heiratete Baron Hans Thyssen-Bornemisza de Kászon aus der deutschen Milliardärsfamilie Thyssen. Ihre Tochter heiratete das Oberhaupt der Familie Habsburg (die nicht amtierende Königsfamilie von Österreich). Fiona verkehrte mit der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli und mit der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (Quelle).

Christina Onassis (1950-1988), die mütterlicherseits aus der Livanos Familie kam, heiratete den Franzosen Thierry Roussel. Thierrys Familie gründete und kontrollierte Roussel Uclaf, eines der grössten französischen Pharmaunternehmen. (Quelle) Roussel Uclaf war ein Vorläufer von Sanofi, der heute einer der grössten Pharmakonzerne der Welt ist.

Als sich Athina Onassis (*1985) scheiden liess, engagierte sie den Anwalt Robert Stephan Cohen für die Scheidungsverhandlungen. Er ist ein bekannter Scheidungsanwalt der US-Elite. Zu seinen Kunden gehörten unter anderem die beiden Exfrauen von Donald Trump, Michael Bloomberg und die Exfrau von Bill Gates (Quelle).

Zur Verwandtschaft der Livanos Familie gehörte George P. Livanos (1926-1997), der das griechische Schifffahrtsunternehmen Ceres Hellenic Enterprises gründete, das bis heute besteht. Derzeit besitzt sein Sohn Peter Livanos (*1958) das Unternehmen. Peter gilt als einer der reichsten Griechen und sein Vermögen wird von 1,7 bis auf über 7 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Peter Livanos Tochter Marina heiratete Andreas-Ioannis Martinos. Die Martinos Familie besitzt das griechische Schifffahrtsunternehmen Thenamaris. 2013 versuchten mit Kalaschnikows bewaffnete Männer Marinas Ehemann zu entführen, was aber misslang. (Quelle)

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Niarchos Familie

Die Niarchos Familie gilt als die reichste griechische Familie. Das Familienvermögen wird von drei Milliarden bis auf über zehn Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Sie sind mit vielen Adelsfamilien verbunden.

Der Grieche Stavros Niarchos (1909-1996) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der mächtigsten und reichsten Schifffahrtsunternehmern der Welt. Er war auch in der Erdölindustrie aktiv und besass Öltanker. Er war ein Unterstützer der griechischen Militärdiktatur, die von 1967 bis 1974 bestand und von der Stavros Niarchos wirtschaftlich stark profitierte. (Quelle: 1 und 2)

Stavros Niarchos heiratete 1947 Eugenia Livanos und wurde dadurch ein Schwiegersohn des griechischen Schifffahrtsunternehmers Stavros Livanos. Eugenia beging 1970 nach offiziellen Angaben Selbstmord. Es spricht aber viel gegen die Selbstmordtheorie. Ein Staatsanwalt glaubte, Stavros Niarchos sei für ihren Tod verantwortlich und wollte ihn deswegen vor Gericht bringen. Die damalige Militärdiktatur schützte Niarchos aber und erliess den Befehl, dass griechische Zeitungen nicht über den Fall berichten durften. Die griechische Justiz beteiligte sich an der Vertuschung. (Quelle)

Stavros Niarchos heiratete 1965 in vierter Ehe in die US-amerikanische Ford Familie, die damals eine der reichsten Familien der Welt war (Quelle). Stavros Niarchos heiratete in fünfter Ehe Athina Livanos, die Schwester seiner dritten Ehefrau. Athina war in erster Ehe mit Aristotle Onassis verheiratet gewesen, der als der reichste griechische Unternehmer galt. Athina hatte in zweiter Ehe einen Herzog aus der britischen Adelsfamilie Spencer-Churchill geheiratet.

Stavros Niarchos hatte ein romantisches Verhältnis mit Pamela Digby, die Tochter eines britischen Barons. Pamela war mit Randolph Churchill verheiratet, dem Sohn des britischen Premierministers Winston Churchill. Pamela heiratete auch in die Harriman Familie, die zur US-Elite gehört. Pamela führte auch romantische Beziehungen mit Élie de Rothschild, Aly Khan und Giovanni Agnelli. (Quelle)

Stavros Niarchos hatte ein romantisches Verhältnis mit der Jordanierin Firyal Irshaid. (Quelle) Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie. Firyal Irshaid kennt mehrere Königsfamilien sowie Baron Jacob Rothschild, Lionel Pincus (Mitgründer von Warburg Pincus) und viele weitere.

Stavros Niarchos hatte ein romantisches Verhältnis mit einer Prinzessin aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Italien (Haus Savoyen). (Quelle)

Stavros Niarchos besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Er war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner von David Rockefeller, der einer der mächtigsten Akteure der US-Elite war (Quelle). Stavros Niarchos kannte auch Giovanni Agnelli, der als der mächtigste italienische Unternehmer galt (Foto). Rockefeller und Agnelli waren ebenfalls Freunde und im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle). Nach der Liste von Kevin Dowling war Stavros Niarchos Mitglied der Stiftung “The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Rockefeller und Agnelli waren ebenfalls Mitglied (Quelle).

Der jugoslawische Prinz Alexander war ein Angestellter von Stavros Niarchos und erhielt von ihm einen Mercedes als Hochzeitsgeschenk. (Quelle)

Stavros Niarchos kannte Hermann Josef Abs, der einer der mächtigsten deutschen Manager war (Quelle).

Nachdem Stavros Niarchos 1996 starb, wurde mit seinem Vermögen die Stavros Niarchos Foundation gegründet. Zwei seiner Söhne und ein Grossneffe sind derzeit im Vorstand der Stiftung. Die Stiftung war in den letzten Jahren einer der grössten Spender des Chatham House. Das Chatham House gilt als die mächtigste britische Denkfabrik. Der Brite Sir Dennis Weatherstone war von 1996 bis 2008 Vorsitzender der Niarchos Stiftung. Weatherstone war Vorsitzender und CEO der US-amerikanischen Grossbank JP Morgan.

Stavros Sohn ist der Kunstsammler Philip Niarchos (*1954). Sein Vermögen wird zurzeit auf 2,8 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Er und sein Bruder Spyros Niarchos (*1955) heirateten in die Guinness Familie (Quelle). Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel. Spyros Niarchos Exfrau war oder ist noch immer in einer romantischen Beziehung mit dem französisch-jüdischen Publizisten Bernard-Henri Lévy, ein Bekannter der französischen Rothschilds.

Stavros Niarchos II. (*1985) heiratete die Russin Dasha Zhukova. Sie war zuvor mit dem russisch-jüdischen Milliardär Roman Abramovich verheiratet. Dasha Zhukova ist seit vielen Jahren mit der britischen Prinzessin Beatrice befreundet. (Quelle). Auf der Hochzeit von Niarchos und Zhukova waren Mitglieder der monegassischen Fürstenfamilie und der nicht amtierenden griechischen Königsfamilie sowie Mitglieder der deutschen Hochadelsfamilie Hannover (Quelle: 1 und 2). Lapo Elkann, der mütterlicherseits aus der Agnelli Familie kommt, war auch da (Quelle). Zum Freundeskreis des Ehepaares gehören Joshua Kushner und Ivanka Trump (Tochter von US-Präsident Donald Trump) (Quelle).

Stavros Niarchos II. hatte ein romantisches Verhältnis mit der schwedischen Prinzessin Madeleine sowie auch mit Paris Hilton (Quelle). Paris kommt aus der US-amerikanischen Multimillionärsfamilie Hilton, welche die gleichnamige Hotelkette gründete. Ihre Schwester Nicky heiratete in die Rothschild Familie.

Stavros Niarchos II. gehört zum Freundeskreis von Beatrice Borromeo, die in die monegassische Fürstenfamilie heiratete (Quelle). Die italienische Adelsfamilie Borromeo war im 14. und 15. Jahrhundert eine bedeutende Bankiersfamilie. Die Familie brachte mehrere Kardinäle hervor. Agostino Borromeo gehört derzeit zur Führung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (ein Vatikanorden).

Constantin Niarchos (1962-1999) war ein Mitschüler der britischen Prinzen Andrew und Edward. Er heiratete in die italienische Adelsfamilie Borghese, die zum päpstlichen Adel gehört. (Quelle)

Eugenie Niarchos (*1986) kennt Mitglieder der deutschen Adelsfamilie Thurn und Taxis (Foto). Sie kennt Tatiana Santo Domingo (Foto). Tatiana kommt aus der kolumbianischen Milliardärsfamilie Santo Domingo und heiratete in die monegassische Fürstenfamilie. Eugenie Niarchos kennt das Model Bianca Brandolini d’Adda (Foto). Bianca kommt aus einer italienischen Uradelsfamilie. Die Brandolini d’Adda Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Bianca war auf einer Hochzeit der britisch-amerikanischen Milliardärsfamilie Getty. Eugenie Niarchos kennt Diane von Fürstenberg (Foto). Diane heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Fürstenberg und ihr Mann kam mütterlicherseits aus der Agnelli Familie. Seit 2001 ist Diane mit dem amerikanisch-jüdischen Milliardär Barry Diller verheiratet.

Electra Niarchos (*1995) kennt ebenfalls Bianca Brandolini d’Adda sowie die griechische Prinzessin Maria-Olympia und Antoine Arnault aus der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault (Foto).

Stavros Niarchos II. war Ehrengast bei einer Hochzeit der griechischen Königsfamilie. Marianna Vardinogiannis war ebenfalls ein Ehrengast. (Quelle) Mariannas Mann Vardis ist Milliardär und kontrolliert den Ölkonzern Motor Oil, eines der grössten griechischen Unternehmen. Die Niarchos Familie war 1994 auf einer Hochzeit in London, bei der die Vardinogiannis Familie in die Livanos Familie heiratete, die wie bereits erwähnt auch in die Niarchos Familie geheiratet hatte. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, Safra, Hearst, Hambro, Russell, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Spencer-Churchill, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland, Jordanien und Serbien. (Quelle)

Mitglieder der Niarchos Familie besuchten das Eliteinternat Le Rosey in der Schweiz. Es ist vermutlich das elitärste Internat der Welt. Viele Königsfamilien schicken ihre Kinder dorthin. Aber auch Kinder aus Milliardärsfamilien wie RockefellerRothschildBotín, Du Pont, Aga Khan, Molson, Thyssen, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. Im Zeitraum 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als “die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens, in dem sich das Internat befindet, als “die Bauern“ bezeichnet wurden. Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hochelitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann. (Quelle)

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Haus Grimaldi

Die Hochadelsfamilie Grimaldi herrscht seit 1297 über den Stadtstaat Monaco.

Der Italiener Grimaldo Canella, der im 12. Jahrhundert lebte, gilt als der Stammvater der Familie. Er war wie sein Vater Konsul von Genua in Italien. Als Botschafter traf er ausländische Herrscher, darunter den byzantinischen Kaiser. Sein Sohn Oberto heiratete in die Spinola Familie, die eine der führenden Adelsfamilien in Genua war.

Im 13. Jahrhundert waren die Grimaldis eng mit der Fieschi Familie verbunden, die ebenfalls eine der führenden Adelsfamilien in Genua war. Im 13. Jahrhundert stellte die Fieschi Familie zwei Päpste. Die Fieschi Familie brachte über 60 Kardinäle hervor. Die Grimaldis stellten auch mehrere Kardinäle und Bischöfe. Die Familien Grimaldi und Fieschi waren als Händler, Bankiers und Reeder aktiv. Die Republik Genua war damals eine Handelsseemacht und dominierte den Handel im Mittelmeer. Die Grimaldis waren in allen grossen wirtschaftlichen Zentren Europas aktiv, insbesondere in Byzanz, Frankreich, Spanien, England und den Niederlanden. Die Grimaldis waren vom 14. bis 17. Jahrhundert mit der Savoyen Familie verbunden, eine der wichtigsten italienischen Adelsfamilien. Die Savoyens heirateten im 13. Jahrhundert in die Fieschi Familie.

Die Grimaldi Familie gründete 1407 zusammen mit der genuesischen Elite die Banco di San Giorgio. Soviel man weiss, war sie eine der ersten Banken der Welt. Sie bestand bis 1805. Die Bank finanzierte Päpste, Könige und Kaiser. Neben europäischen Herrschern hatte auch der berühmte Seefahrer Christoph Kolumbus ein Konto bei der Bank. Die Grimaldis waren an vielen grossen Unternehmen der damaligen Zeit beteiligt. (Quelle: 1 und 2)

Die Grimaldi Familie war lange Zeit mit der Doria Familie verfeindet, die ebenfalls eine der führenden Adelsfamilien in Genua war. 1491 gab es aber eine Heirat zwischen den beiden Familien, die für 30 Jahre Frieden sorgte. (Quelle)

Der Gegenpapst Clemens VII. hatte Schulden bei der Grimaldi Familie. Da er seine Schulden nicht zurückzahlen konnte, übergab er 1384 den Grimaldis stattdessen die französische Stadt Antibes. (Quelle) In Frankreich bildete sich darauf der Familienzweig der Grimaldis von Puget, der bis heute besteht und dessen Mitglieder in Frankreich und Belgien leben. Dieser Familienzweig brachte Markgrafen und Bischöfe hervor sowie mehrere Ritter des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet.

Jerónimo Grimaldi (1710-1789) war hochrangiger Politiker in Spanien und spanischer Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Seit 1297 herrscht ein Familienzweig der Grimaldis als Fürstenfamilie über den Stadtstaat Monaco. Früher glaubte die monegassische Fürstenfamilie, dass sie von Grimoald (starb 714) abstammt. Er war ein Sohn von Pippin dem Mittleren aus der Dynastie der Arnulfinger. Pippin der Mittlere war der Urgrossvater von Karl dem Grossen (starb 814), der einer der mächtigsten Herrscher seiner Zeit war.

Der monegassische Fürst Louis II. (1870-1949) trat in den 1890er Jahren dem französischen Militär bei. Dort lernte er Philippe Pétain kennen. 1940 wurde Frankreich von Nazideutschland besetzt, worauf dort das autoritäre Vichy-Regime errichtet wurde, das mit Nazideutschland kooperierte. Philippe Pétain wurde der Staatschef des Vichy-Regimes. Fürst Louis II. erklärte seine Unterstützung für das Vichy-Regime. Zur Zeit des deutschen Naziregimes war Monaco ein Zentrum für die internationalen Handels- und Finanzgeschäfte von Nazideutschland. (Quelle)

Die heutige Fürstenfamilie von Monaco

Das Vermögen des derzeitigen Fürsten Albert II. wird auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle).

Monaco hat etwa 38 300 Einwohner, wovon etwa ein Drittel Millionäre sind (Stand 2019) (Quelle). Der Grossteil der Einwohner sind Einwanderer, darunter über 9000 Franzosen und über 8000 Italiener sowie fast 3000 Briten und etwa je 1000 Schweizer, Belgier und Deutsche (Stand 2017). (Quelle) 2017 waren 139 Nationalitäten im Fürstentum vertreten und auch die dortige High Society ist multikulturell. Die Fürstenfamilie verkehrt in der monegassischen High Society und kennt daher viele Millionäre, die aus verschiedensten Ländern kommen.

Fürst Albert II. kennt fast alle oder sogar alle noch amtierenden Königsfamilien dieser Welt. Er kennt auch Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Sizilien, Portugal, Griechenland, Russland, Serbien, Albanien, Bulgarien, Rumänien und Iran. Er kennt auch die Aga Khan Familie.

Fürst Albert II. traf viele Staatschefs, darunter Angela Merkel, Wladimir Putin, Barack Obama und Nursultan Nazarbayev.

Die Grimaldis sind traditionell katholisch und die monegassische Fürstenfamilie engagiert sich für die katholische Kirche. Die Fürstenfamilie traf in den letzten 70 Jahren regelmässig Päpste. Monaco unterhält seit 40 Jahren ein gutes Verhältnis zum Vatikan. Die katholische Kirche in Monaco unterhält seit 1247 enge Beziehungen zum Kirchenstaat. (Quelle)

Fürst Albert II. ist Mitglied des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Fürst Albert II. traf 2009 und 2011 Matthew Festing, den damaligen Grossmeister des Malteserordens (Quelle: 1 und 2).

Fürst Albert II. wurde vom Konstantinorden geehrt. Die Zeremonie wurde vom Herzog von Castro geleitet. Der Herzog kommt aus der Hochadelsfamilie Bourbon-Sizilien, die seit fast 300 Jahren den Konstantinorden führt. Beim Treffen war auch Prinz Francesco Ruspoli dabei, der Grosskanzler des Konstantinordens. (Quelle) Die italienische Ruspoli Familie gehört zum päpstlichen Adel. Der Konstantinorden ist ein Vatikanorden, der seit mindestens 900 Jahren besteht. Der Legende nach wurde der Orden im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. 

Fürst Albert II. traf 2021 Kardinal Fernando Filoni, den derzeitigen Grossmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Der Vatikanorden konzentriert sich auf den Nahen Osten. (Quelle)

Fürst Albert II. verlieh der US-Amerikanerin Peggy Rockefeller den Prince’s Prize (Prinzenpreis) (Quelle). Peggy ist eine Tochter des verstorbenen David Rockefellers, der einer der mächtigsten Akteure der US-Elite war.

Fürst Albert II. war ein langjähriger Freund des verstorbenen Olivier Dassault (Quelle). Die Dassault Familie ist eine der reichsten Familien Frankreichs.

Fürst Albert II. kennt den französischen Multimilliardär Bernard Arnault (Foto). Fürst Albert II. heiratete 2011. Bei seiner Hochzeit war neben vielen Königsfamilien, Politikern und Botschaftern auch Bernard Arnault dabei sowie der südafrikanische Milliardär Johann Rupert und Eric Peugeot aus der französischen Milliardärsfamilie Peugeot (Quelle: 1, 2, 3).

Fürst Albert II. traf oder kennt noch viele weitere einflussreiche Persönlichkeiten, darunter folgende:

  • Der Milliardär Benjamin de Rothschild (Foto).
  • Philippine de Rothschild (Foto).
  • Der französische Multimillionär Arnaud Lagardère (Foto). Die Lagardère Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern Frankreichs.
  • Der kanadische Milliardär Galen Weston (Foto).
  • Die italienische Politikerin Susanna Agnelli (Foto). Sie kam aus der Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite.
  • Die monegassische Milliardärin Lily Safra (Foto). Sie war mit einem der reichsten Bankiers der Welt verheiratet.
  • Der italienische Milliardär Stefano Pessina (Foto). Er ist Hauptaktionär von Walgreens Boots Alliance, das grösste Apothekenunternehmen der USA.

Andrea Casiraghi (*1984), der mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie kommt, kennt das Model Bianca Brandolini d’Adda (Foto). Bianca kommt aus einer italienischen Uradelsfamilie. Die Brandolini d’Adda Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Bianca war auf einer Hochzeit der britisch-amerikanischen Milliardärsfamilie Getty.

Bemerkenswerte Heiraten der Fürstenfamilie

Pierre Casiraghi (*1987), der mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie kommt, heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Die Borromeos waren im 14. und 15. Jahrhundert eine bedeutende Bankiersfamilie. Die Familie brachte mehrere Kardinäle hervor. Agostino Borromeo gehört derzeit zur Führung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (ein Vatikanorden). Zu den Gästen der Hochzeit von Pierre Casiraghi und Beatrice Borromeo gehörten:

  • Die norwegische Königsfamilie.
  • John Elkann. Er kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli und leitet derzeit ihr Wirtschaftsimperium. Er heiratete ebenfalls in die Borromeo Familie. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.
  • Diane von Fürstenberg. Die belgisch-jüdische Modedesignerin heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Fürstenberg und ihr Mann kam mütterlicherseits aus der Agnelli Familie. Die Fürstenberg Familie heiratete 2011 in die Borromeo Familie. Seit 2001 ist Diane mit dem amerikanisch-jüdischen Milliardär Barry Diller verheiratet.
  • Der marokkanisch-jüdische Komiker Gad Elmaleh. Er hatte ein romantisches Verhältnis mit Charlotte Casiraghi (die Schwester des Bräutigams).

(Quelle: 1 und 2)

Zum Freundeskreis des Ehepaares gehört Stavros Niarchos Junior aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (Quelle).

Übrigens: Die Borromeo Familie ist derzeit über eine Heirat mit der italienischen Adelsfamilie Peretti verbunden. Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen. Sie sind vermutlich Multimillionäre. Ugo Brachetti Peretti ist Botschafter des Malteserordens (Vatikanorden) in Belarus (Weissrussland). In dieser Funktion traf er den weissrussischen Diktator Alexander Lukaschenko. (Quelle) Die Peretti Familie kennt italienische Aristokraten sowie das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Bulgarien. Die Peretti Familie ist derzeit über eine Taufpatenschaft mit dem Haus Habsburg verbunden (ehemalige Königsfamilie von Österreich). (Quelle) Die Peretti Familie heiratete im Jahr 2000 in die Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.

Andrea Casiraghi (*1984), der mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie kommt, heiratete in die kolumbianische Unternehmerfamilie Santo Domingo, eine der reichsten Familien Südamerikas.

Fürst Albert I. (1848-1922) heiratete Mary Douglas Hamilton. Sie kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Baden. Ihr Vater, der britische Herzog William Hamilton, war der Clan-Chef des schottischen Hamilton Clans. Er und sein Vater waren Freimaurer und Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Marys Enkel, der deutsche Adlige Tassilo Fürstenberg, heiratete in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Fürst Albert I. heiratete in zweiter Ehe in die deutsch-jüdische Heine Familie, die mehrere Bankiers hervorbrachte, darunter Salomon Heine (1767-1844), der einer der reichsten Geschäftsmänner in der deutschen Stadt Hamburg war.

Florestine von Monaco (1833-1897) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Württemberg. Ihr Ehemann war ein Neffe des ersten württembergischen Königs Friedrich. König Friedrich war Freimaurer (Quelle).

Caroline von Monaco (*1957) heiratete in erster Ehe Philippe Junot, einen französischen Immobilien- und Finanzunternehmer. Sein Vater Michel ist französischer Politiker. Die Familie behauptet von Kaiser Napoleons General Andoche Junot abzustammen (Quelle). Caroline heiratete in zweiter Ehe den italienischen Unternehmer Stefano Casiraghi. In dritter Ehe heiratete sie das Oberhaupt der deutschen Hochadelsfamilie Hannover, die früher den britischen Thron besetzte. Caroline hatte ein romantisches Verhältnis mit dem französischen Schauspieler Vincent Lindon. Lindon hatte auch eine Beziehung mit Claude Chirac, die Tochter des ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac. Lindon ist ein Grossneffe des französisch-jüdischen Unternehmers André Citroën, der den Automobilhersteller Citroën gründete. André Citroën war Freimaurer (Quelle). Sein Sohn heiratete in die französisch-jüdische Bankiersfamilie Weill.

Der monegassische Prinz und Markgraf Hercules Grimaldi (1623-1651) heiratete in die Spinola Familie und seine Tochter heiratete in die Imperiali Familie (Quelle: 1 und 2). Die beiden italienischen Adelsfamilien stammten wie die monegassische Fürstenfamilie von Politikern und Geschäftsleuten aus Genua ab.

Fürst Charles III. (1818-1889) heiratete in die belgische Uradelsfamilie Merode. Die Fürstenfamilie heiratete in mehrere französische Adelsfamilien.

Mafia in Monaco

Als langjährige Steueroase wird Monaco zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche genutzt, unter anderem von der italienischen Mafia, die auch mit dem berühmten Casino in Monaco verbunden ist. Der Italiener Licio Gelli, der Grossmeister der kriminellen Freimaurerloge P2 war und dem Kontakte zur italienischen Mafia nachgesagt wurden, besass eine private Firma auf Monaco. (Quelle)

Im Jahr 2000 wurden in Monaco ein Drittel der nationalen Einnahmen durch Bankkonten von Ausländern erwirtschaftet (Quelle).

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 kam die russische Mafia zu grossem Einfluss. In den folgenden Jahren sind russische Mafiosi in Monaco ansässig geworden und besitzen dort inzwischen Villen, Wohnungen, Yachten und ganze Boutiquenketten. (Quelle) Französische Behörden warfen Monaco mehrfach vor, dass die dortige Elite Steuerhinterzieher und Mafiosi toleriere und schütze. Die Fürstenfamilie besitzt zu einem Drittel den Fussballclub AS Monaco. Die anderen zwei Drittel gehören dem russischen Milliardär Dmitry Rybolovlev, der Fürst Albert II. auch traf (Foto). Rybolovlev war oder ist noch immer ein wichtiger Kunde der monegassischen Abteilung der britischen Grossbank HSBC (Quelle). Rybolovlev betreibt Offshore-Firmen in Steueroasen.

Dem berühmten Casino von Monte Carlo in Monaco wurde vorgeworfen, dass Drogenbarone und Mafiabosse Geld über das Casino waschen (Quelle). Das Casino wurde 1863 von der Fürstenfamilie gegründet und gehört dem Unternehmen “Société des bains de mer de Monaco“, das ebenfalls von der Fürstenfamilie gegründet wurde. Monaco ist schon lange ein Zielort für wohlhabende Glücksspieler. Die Glücksspielindustrie ist eine der Haupteinnahmequellen Monacos.

Übrigens: Auch die Glücksspielindustrie im deutschsprachigen Raum ist mit der Mafia verbunden und wird von ihr zur Geldwäsche genutzt, was auch für die Onlineglücksspielindustrie gilt (Quelle). Verbindungen zwischen Mafia und Glücksspielindustrie lassen sich weltweit beobachten. Übrigens hatte der deutsche Skandalkonzern Wirecard neben Kontakten zu Geheimdiensten, Politikern und mehreren deutschen Adligen auch Kontakte zur Glücksspielindustrie und der italienischen Mafia (Quelle).

Fürst Albert II. kennt den monegassischen Milliardär David Nahmad (Quelle). Die libanesisch-jüdische Nahmad Familie ist eine international vernetzte Familie von Kunsthändlern. Davids Sohn Helly Nahmad war Mitorganisator eines illegalen Glücksspielrings bestehend aus wohlhabenden Glücksspielern. Er wurde deswegen von einem US-Gericht zu einem Jahr Haft verurteilt. Ursprünglich wurde er auch wegen Erpressung, Geldwäsche und Verschwörung angeklagt, aber dies konnte nicht bewiesen werden. Er war eine von vielen einflussreichen Persönlichkeiten, die von US-Präsident Donald Trump begnadigt wurden. Helly Nahmad besass die 51. Etage des Trump Tower, der Donald Trump gehört. Vom Trump Tower aus leitete Helly Nahmad seinen illegalen Glücksspielring. (Quelle) Der Glücksspielring erstreckte sich von den USA über Russland, Zypern und die Ukraine und zog Milliardäre, russische Oligarchen, Hollywoodstars, Wall Street-Banker und Profisportler an. Hellys Vater David Nahmad soll das Netzwerk mitfinanziert haben. Einzelne Mitglieder wurden auch angeklagt wegen Geldwäsche und illegaler Kreditvergabe sowie illegalen Geschäfte über Internet-Glücksspiel und Sportwettengeschäfte. Laut US-Bundesbehörden wurde der Glücksspielring von der russischen Mafia betrieben. Der russische Mafioso Alimzhan Tokhtakhunov soll der Strippenzieher gewesen sein. Tokhtakhunov werden Kontakte zu Semion Mogilevich nachgesagt, der als der mächtigste russische Mafioso gilt. (Quelle) Die Nahmad Familie ist eine der wichtigsten Familien im internationalen Kunsthandel. Reiche und Mafiosi nutzen den Kunsthandel zur Steuervermeidung und Geldwäsche, indem sie die gekaufte Kunst in Zollfreilagern deponieren (meist in Steueroasen wie Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Singapur). Viele davon werden sich gar nicht für Kunst interessieren, sondern wollen einfach die Steuern umgehen oder Geld waschen. (Quelle: 1 und 2)

Der italienische Geschäftsmann Stefano Casiraghi (der zweite Ehemann der monegassischen Prinzessin Caroline) wurde mehrfach mit der italienischen Mafia in Verbindung gebracht (Quelle). Er starb an einem Genickbruch bei einem Schnellbootunfall. Er war nur wenige Wochen zuvor dem Tod entgangen, als der Motor seines Bootes explodierte. (Quelle) Im Internet kursieren Gerüchte, dass er von der Mafia ermordet wurde. Eine Journalistin behauptete, dass Stefanos Grab nachts aufgebrochen und sein Sarg senkrecht aufgestellt worden war, angeblich ein Warnzeichen der Mafia (Quelle).

Ein Richter sagte, dass hochrangige Justizbeamte in Monaco eine Untersuchung blockierten, die sich auf Aktivitäten der italienischen Mafia in Monaco konzentrierte. Ein Verdächtiger war mit der monegassischen Prinzessin Stéphanie verbunden und daher sei die Sache vertuscht worden. (Quelle)

Übrigens: Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist ein italienischer Familienzweig der Grimaldi Familie in der Schifffahrt aktiv. Sie besitzen die Grimaldi Group, ein grosses Schifffahrtsunternehmen. (Quelle) Es ist aber unklar, wie eng dieser Familienzweig mit der monegassischen Fürstenfamilie verwandt ist und ob sie sich kennen. Auf Schiffen der Grimaldi Group wurde schon oft kiloweise Kokain beschlagnahmt. Manchmal wurde mehr als eine Tonne geschmuggelt. (Quelle: 1 und 2) Die italienische Mafia gilt als führend in Europas Kokainhandel.

Ein US-Amerikaner behauptete, dass er von Fürst Albert II. beauftragt wurde, einen Geheimdienst aufzubauen. Er habe für Albert Informationen über Geschäftspartner und andere Leute eingeholt und seine Aufgabe war die “bösen Jungs zu identifizieren“. Er habe dem Fürsten Infiltrationsversuche des russischen Geheimdienstes und krimineller Freimaurerlogen gemeldet sowie Beziehungen monegassischer Banken zur Mafia aufgedeckt. Albert habe seine Meinung aber nach seiner Thronbesteigung geändert und die Beziehungen zum Amerikaner 2007 abgebrochen. (Quelle)

Der römisch-katholische Priester William McCandless war ein enger Berater der monegassischen Fürstenfamilie. Er galt als einer der engsten Freunde von Prinzessin Charlène und soll bei der Geburt und Taufe ihrer Kinder dabei gewesen sein. 2020 wurde McCandless angeklagt, weil er während seiner Dienstzeit für das Fürstenhaus Tausende von kinderpornografischen Bilder und Videos, einschliesslich der Folter von sehr kleinen Kindern, angehäuft hatte. Sein Anwalt behauptet aber, das ganze sei eine Intrige des Fürstenhauses. „Es gab einige Dinge, die er in Monaco in Bezug auf illegale Aktivitäten herausgefunden hat“, sagte der Anwalt und weigerte sich, auf Einzelheiten einzugehen. „Die Leute, die diese Aktivitäten ausführten, mochten die Tatsache nicht, dass er es wusste.“ Gegen McCandless gab es aber bereits früher Vorwürfe des Missbrauchs von Minderjährigen. Der Priester arbeitete an mehreren Schulen in den USA und war auch Schulleiter von einer. Er ist Mitglied der “Oblaten des heiligen Franz von Sales“, ein Vatikanorden. Ein US-Staatsanwalt sagte, immer wenn es eine Anschuldigung gegen McCandless gab, wurde er von dem Orden an einen anderen Ort versetzt. (Quelle) Auch wenn McCandless pädophil war, muss das aber nicht bedeuten, dass die Behauptung von seinem Anwalt unwahr ist. Das Fürstenhaus könnte auch absichtlich einen Priester angestellt haben, gegen den es Vorwürfe gab. So konnte das Fürstenhaus sicher gehen, dass man den Priester erpressen oder einfach loswerden kann, wenn dieser zum Problem werden sollte. Angenommen das Fürstenhaus ist mit der Mafia und Netzwerken von organisierter Steuerhinterziehung verbunden, dann müsste es sehr vorsichtig sein, dass seine (nichteingeweihten) Angestellten nichts davon mitbekommen. Da würde es Sinn machen, absichtlich Personen einzustellen, die man erpressen oder jederzeit verhaften kann.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Chung Familie

Die Chung Familie ist eine der reichsten und mächtigsten Familien Südkoreas. 2017 wurde ihr Vermögen auf 14,8 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Chung Ju-yung (1915-2001) gründete 1947 ein Bauunternehmen, aus dem sich die heutige Hyundai Group entwickelte. Die Hyundai Group gehört zu den sogenannten Jaebeol, mächtige Unternehmensgruppen aus Südkorea. Zur Hyundai Group gehören verschiedene Unternehmen, die alle mit der Chung Familie verbunden sind. Würde man alle Hyundai-Firmen als ein Unternehmen betrachten, dann wäre es eines der grössten Familienunternehmen der Welt. Die wichtigsten Unternehmen der Hyundai Group wären:

  • Hyundai Motor, einer der grössten Automobilhersteller der Welt. Hyundai Motor ist nach Umsatz das zweitgrösste südkoreanische Unternehmen. Hyundai Motor besitzt die südkoreanischen Automobilhersteller Hyundai, Kia, Genesis und Ioniq.
  • Hyundai Mobis, einer der grössten Automobilzulieferer der Welt.
  • Hyundai Steel, einer der grössten Stahlproduzenten der Welt.
  • Hyundai Merchant Marine, eines der grössten Unternehmen in der weltweiten Containerschifffahrt.
  • Hyundai Heavy Industries, eines der grössten Schiffbauunternehmen der Welt.
  • Hyundai Marine & Fire Insurance, eines der grössten Versicherungsunternehmen Südkoreas.
  • Hyundai Engineering & Construction, eines der grössten Bauunternehmen Südkoreas.
  • Hyundai Rotem, eines der grössten Rüstungsunternehmen Südkoreas.
  • Hyundai Wia, ein Maschinenbau- und Rüstungsunternehmen.

Die Hyundai Group gründete Munhwa Ilbo, eine der grössten südkoreanischen Zeitungen.

Die Chung Familie ist in der Konzernführung der Hyundai-Unternehmen vertreten. 1992 kontrollierten sie etwa 60 Prozent aller Aktien der Hyundai-Unternehmen (Quelle). Heute ist es scheinbar weniger. Ich denke, das Familienvermögen könnte um einiges grösser sein als die offiziellen Schätzungen.

Hyundai besitzt seit kurzem Boston Dynamics (Quelle). Das US-amerikanische Unternehmen ist einer der fortschrittlichsten Hersteller von Robotern. Boston Dynamics stellt Roboter für das US-Militär her. Die Finanzierung der meisten fortschrittlichen Roboter von Boston Dynamics kommt aus militärischen Quellen. (Quelle)

Die Hyundai Group ist die zweitgrösste koreanische Unternehmensgruppe. Chung Il-sun (*1970) heiratete in die Milliardärsfamilie Koo (Quelle). Die Koo Familie kontrolliert die LG Group, die drittgrösste koreanische Unternehmensgruppe. Die Koo Familie heiratete in die Milliardärsfamilie Lee (Quelle: 1 und 2). Die Lee Familie kontrolliert die Samsung Group, die grösste koreanische Unternehmensgruppe. Somit sind die drei mächtigsten Unternehmerfamilien Südkoreas familiär verbunden.

Chung Mong-joon (*1951) ist in der südkoreanischen Politik und war Vizepräsident der FIFA. Er traf den britischen Prinzen William (Quelle). Er heiratete Kim Young-myeong. Sie ist eine Tochter des ehemaligen südkoreanischen Aussenministers Kim Dong-jo. (Quelle) Ihre Schwestern gehören ebenfalls zur südkoreanischen Elite:

  • Die Schwester Kim Young-ae arbeitet an der Wall Street für die US-amerikanische Grossbank Morgan Stanley (Quelle).
  • Die Schwester Kim Young-sook heiratete den Sohn des Politikers Son Won-il. Son war Verteidigungsminister und gilt als der Gründer der südkoreanischen Marine.
  • Die Schwester Kim Young-ja heiratete in die Multimillionärsfamilie Huh. Die Huh Familie kontrolliert die GS Group und ist eng mit der Milliardärsfamilie Koo verbunden, welche die LG Group kontrolliert. Der Schwiegervater von Kim Young-ja war zudem Mitgründer der Samsung Group, die von der Milliardärsfamilie Lee kontrolliert wird.

(Quellen: 1, 2, 3) Dieser Familienkreis ist über Heiraten noch mit weiteren Unternehmerfamilien, Politikern und Managern verbunden (Mehr dazu).

Chung Mong-koo (*1938) traf den US-amerikanischen Milliardär Bill Gates (Foto). Mong-koo wurde 2007 zu drei Jahren Haft verurteilt wegen Veruntreuung von Firmengeldern. Aber das Oberste Gericht von Seoul entschied, dass er auf Bewährung frei kam. Der leitende Richter sagte: „Das Gericht hat lange überlegt, ob es den Angeklagten ins Gefängnis stecken oder ihn aus dem Gefängnis heraushalten soll. Aber in Anbetracht der enormen wirtschaftlichen Auswirkungen, die eine Haftstrafe haben könnte, hat es beschlossen, die Strafe auszusetzen“. (Quelle) Die grossen Unternehmensgruppen in Südkorea sind systemrelevant für die Wirtschaft des Landes. Allein die Samsung-Gruppe erwirtschaften rund 20 Prozent von Südkoreas Bruttoinlandsprodukt (Quelle). Daher wird die südkoreanische Justiz vermutlich nichts tun, was den grossen Unternehmensgruppen stark schaden könnte.

Chung Eui-sun (*1970) arbeitete in New York für den japanischen Grosskonzern Itochu (Quelle).

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Lauder Familie

Die amerikanisch-jüdische Unternehmerfamilie Lauder kontrolliert Estée Lauder, einer der grössten Kosmetikkonzerne der Welt. Die Lauder Familie besitzt etwa 38 Prozent der Unternehmensanteile und 86 Prozent der Stimmrechte (Quelle). Das Vermögen der Familie wird auf 49,3 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie ist damit eine der reichsten Familien der USA (Quelle).

1. Generation

Estée Lauder (1906-2004) und ihr Mann gründeten 1946 das Kosmetikunternehmen. Estée galt als eine der erfolgreichsten Geschäftsfrauen der Welt. Sie kannte Happy Rockefeller, die in die berühmte Rockefeller Familie geheiratet hatte (Foto). Estée war mit der britischen Prinzessin Diana befreundet (Quelle).

2. Generation

Ronald Lauder (*1944) arbeitete im US-Verteidigungsministerium und war US-Botschafter in Österreich. Er ist seit 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Davor war Edgar Bronfman (aus der kanadischen Milliardärsfamilie Bronfman) langjähriger Präsident.

Ronald Lauder unterhält seit Jahren freundschaftliche Beziehungen zum langjährigen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (Quelle). Ronald Lauder war zeitweise der grösste Investor des israelischen Fernsehsenders Channel 10 (Quelle).

Ronald Lauder kennt Expräsident Donald Trump schon seit fast 50 Jahren. Trump sagte bei einer Rede vor dem Jüdischen Weltkongress: „Er war wirklich ein guter Freund von mir, er hat sogar schon früh vorausgesagt, dass ich die Präsidentschaft gewinnen würde“. (Quelle) Ronald Lauder unterstützte den Wahlkampf von Donald Trump finanziell. Seine Frau und weitere Verwandte spendeten aber für den Wahlkampf von Joe Biden. (Quelle) Ronald Lauder kennt Joe Biden schon seit über 40 Jahren und hat ein gutes Verhältnis zu ihm. Er stand jedem Präsidenten seit Richard Nixon nahe. (Quelle)

Als Präsident des Jüdischen Weltkongresses traf Ronald Lauder Staatschefs, wie Wladimir Putin und Angela Merkel sowie Könige mehrerer Länder.

Ronald Lauder hat schon seit über 30 Jahren Kontakt zu Charlotte Knobloch (Quelle). Sie war Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses und Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Sie ist seit vielen Jahren mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel befreundet (Quelle).

Ronald Lauder und sein Bruder Leonard Lauder (*1933) kennen die Rothschilds (Fotos: 1, 2, 3). Ronald Lauder und David de Rothschild trafen gemeinsam den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus. Chella Safra, die in die jüdische Bankiersfamilie Safra heiratete, war ebenfalls dabei. (Foto)

Ronald Lauder kannte David Rockefeller, der einer der mächtigsten Akteure der US-Elite war (Foto). David Rockefeller veranstaltete ein Mittagessen, bei dem Ronald Lauder auch dabei war. Das Mittagessen fand zu Ehren des jüdischen Unternehmers Larry Fink statt. Larry Fink ist Gründer, Vorsitzender und CEO von Blackrock, einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. Blackrock ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit über 9 Billionen US-Dollar. Beim Mittagsessen mit Lauder, Rockefeller und Fink waren auch folgende Personen anwesend:

  • Henry Kravis: Der jüdische Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen (Quelle).
  • Marie-Josée Kravis: Sie ist die Frau von Henry Kravis. Die Kanadierin ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen (Quelle).
  • Leon Black: Der jüdische Milliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO von Apollo Global Management, eines der zehn grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt.
  • Jerry Speyer: Der jüdische Milliardär ist ein erfolgreicher Immobilienunternehmer. Er nahm 2012 am Bilderberg-Treffen teil (Quelle).

(Quelle)

Ronald Lauder wurde von Alain Elkann interviewt (Quelle). Elkann heiratete in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli

Ronald und sein Bruder Leonard Lauder sind derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Leonards Sohn William und Leonards Schwiegertochter Laura sind ebenfalls Mitglied (Stand: 30.11.2021). (Quelle)

Leonard Lauder ist emeritierter Vorsitzender des Aspen Institut (Quelle). Das Aspen Institute ist eine international einflussreiche Denkfabrik aus den USA. Zu den derzeitigen Spendern des Aspen Institute gehören die Stiftungen der Milliardäre Johnson, Bechtel und Bill Gates (Quelle). Der derzeitige Vorsitzende des Aspen Institute kommt aus der Milliardärsfamilie Crown. Zu den derzeitigen Treuhändern des Aspen Institut gehören Miguel Bezos (Vater des Multimilliardärs Jeff Bezos) und die ehemalige jordanische Königin Noor sowie Mitglieder der Milliardärsfamilien Pritzker, Bass und Tisch. Leonard Lauders Schwiegertochter Laura gehört ebenfalls zu den Treuhändern. (Quelle) (Stand: 14.5.2022)

Leonard Lauder war Vorsitzender des Whitney Museum. Das Kunstmuseum wurde 1930 von Gertrude Vanderbilt Whitney gegründet. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts. Sie heiratete in die Whitney Familie (Nachfahren der Pilgerväter).

Leonard Lauder ist mit der kanadischen Milliardärsfamilie Weston befreundet (Quelle).

Leonard Lauder kennt den amerikanisch-jüdischen Multimilliardär Michael Bloomberg (Foto). Leonard kennt den Milliardär Rupert Murdoch, einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt (Foto).

Ronald und Leonard Lauder kennen Veronica Hearst, die in die US-amerikanische Milliardärsfamilie Hearst heiratete (Fotos: 1 und 2).

Leonards Frau Evelyn Lauder war auf einer Party, bei der folgende Personen anwesend waren:

  • Mitglieder der französisch-jüdischen Bankiersfamilie David-Weill.
  • Die US-amerikanische Milliardärin Anne Cox Chambers.
  • Ezra Zilkha aus der irakisch-britisch-jüdischen Bankiersfamilie Zilkha.
  • Die jordanische Prinzessin Firyal.
  • Blaine Trump. Sie war die Ehefrau von Robert Trump (Bruder von Donald Trump).
  • Alexandra von Fürstenberg. Sie heiratete Alexander von Fürstenberg, der in den USA lebt. Er kommt aus der deutschen Uradelsfamilie Fürstenberg und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Alexandras Vater ist der britische Milliardär Robert Warren Miller. Alexandras Schwestern heirateten in die griechische Königsfamilie und die britisch-amerikanische Milliardärsfamilie Getty.
  • Alannah Weston aus der kanadischen Milliardärsfamilie Weston.
  • Die US-Amerikanerin Nan Kempner. Zum Verwandtenkreis der Kempner Familie gehören die jüdischen Familien Guggenheim und Lehman.
  • Annette de la Renta. Sie ist die Tochter des deutsch-niederländisch-jüdischen Bankiers Fritz Mannheimer.

3. Generation

Jane Lauder (*1973) heiratete Kevin Warsh. Dieser war von 2006 bis 2011 Gouverneur der US-amerikanischen Zentralbank FED. Er war Vizepräsident von Morgan Stanley, eine der grössten Investmentbanken der Welt. (Quelle) Er ist derzeit Mitglied der Group of Thirty. (Quelle) Die Group of Thirty ist eine einflussreiche Interessensvereinigung der Zentralbanken und wurde von der Rockefeller Familie gestiftet. Kevin Warsh war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle). Er ist derzeit Direktor des Versandkonzerns UPS.

Aerin Lauder (*1970) heiratete den Investor Eric Zinterhofer. Dieser war Seniorpartner von Apollo Global Management, eines der zehn grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt. Eric Zinterhofer wird also den Milliardär Leon Black (oben bereits erwähnt) kennen, der das Unternehmen gründete und leitete. Eric Zinterhofer war Gründungspartner von Searchlight Capital, ein Private-Equity-Unternehmen. Zinterhofer gründete das Unternehmen gemeinsam mit Oliver Haarmann. Haarmann war Partner von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. KKR wird vom Milliardär Henry Kravis (oben bereits erwähnt) kontrolliert.

Eric Zinterhofer ist derzeit Direktor des Medienkonzerns Univision Communications. Er wird daher den mexikanischen Milliardär Emilio Azcárraga kennen, der den Medienkonzern leitet. Univision Communications wird von Zinterhofers Private-Equity-Unternehmen und dem Unternehmen von Emilio Azcárraga kontrolliert.

Eric Zinterhofer ist Direktor und ehemaliger Vorsitzender von Charter Communications, ein grosser Telekommunikations- und Medienkonzern. Zinterhofer ist Direktor von noch mehreren kleineren Medienunternehmen.

Derzeit sind vier Mitglieder der Lauder Familie im Aufsichtsrat ihres Kosmetikkonzerns. Sie werden daher folgende Personen kennen, die auch zum Aufsichtsrat gehören:

  • Lynn Forester de Rothschild. Sie heiratete in die berühmte Rothschild Familie.
  • Richard Parsons. Er ist ein Bekannter der Rockefeller Familie. Er leitete den Medienkonzern WarnerMedia und die Citigroup, eine der grössten Banken der Welt.
  • Charlene Barshefsky. Sie war Handelsbeauftragte der Vereinigten Staaten. Sie war unter anderem Direktorin des Finanzkonzerns American Express und des Technologiekonzerns Intel. Sie war oder ist noch immer Mitglied der Trilateralen Kommission, die von David Rockefeller gegründet wurde.
  • Wei Christianson. Sie leitet die Geschäfte der Grossbank Morgan Stanley in China. Sie vertrat auch die Grossbanken Credit Suisse und Citigroup in China.
  • Paul J. Fribourg. Seine Familie gründete und kontrolliert den Getreidekonzern ContiGroup.

Diese fünf Personen sind derzeit alle Mitglied des Council on Foreign Relations (Quelle). Charlene Barshefsky war Direktorin der Denkfabrik (Quelle).

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Spoelberch, Mevius und Van Damme Familie

Die drei belgischen Familien Spoelberch, Mevius und Van Damme sind Grossaktionär von Anheuser-Busch InBev, dem grössten Bierkonzern der Welt. Anheuser-Busch InBev ist nach Umsatz das grösste belgische Unternehmen.

Das Vermögen der drei Familien wird auf 40,2 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie gelten damit als die reichsten Belgier (Quelle).

Die Familien Spoelberch und Mevius wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Bierbrauer aktiv und waren familiär miteinander verbunden (Quelle). Die Spoelberch Familie brachte Bürgermeister hervor und gehört sei dem 18. Jahrhundert zum belgischen Adel. Sie besitzen bis heute den Titel eines Viscount (Vizegrafen).

1988 fusionierte das Brauunternehmen der Familien Spoelberch und Mevius mit dem Brauunternehmen der Familie Van Damme. Dadurch entstand Interbrew. Nach der Jahrtausendwende wurde Interbrew zu einem der grössten Braukonzerne der Welt. 2004 fusionierte Interbrew mit dem brasilianischen Braukonzern Ambev. Durch die Fusion entstand InBev. 2008 übernahm InBev den US-amerikanischen Braukonzern Anheuser-Busch, der bis dahin von der Unternehmerfamilie Busch kontrolliert wurde. Die Busch Familie war 150 Jahre lang in der amerikanischen Bierindustrie aktiv. Sie sind seit der Übernahme nicht mehr am Bierkonzern beteiligt. Das Vermögen der Busch Familie wurde 2020 auf 17,6 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Durch die Übernahme entstand der heutige Bierkonzern Anheuser-Busch InBev. Er ist der grösste Bierkonzern der Welt und kontrollierte 2016 geschätzt 28 Prozent des Weltmarkts für Bier (Quelle). Der Konzern besitzt dutzende Biermarken, darunter Beck’s, Stella Artois, Corona, Budweiser, Löwenbrau und Franziskaner. Die Bierindustrie macht ein Grossteil ihres Geldes mit Süchtigen. Hauptaktionär des Bierkonzerns ist mit 33,6 Prozent eine Stiftung in den Niederlanden (Steueroase für Unternehmen). Die Stiftung wird von den Familien Van Damme, Spoelberch und Mevius sowie dem brasilianisch-schweizerischen Geschäftsmann Jorge Paulo Lemann kontrolliert. Lemann kontrollierte Ambev, der brasilianische Vorgänger von Anheuser-Busch InBev. Lemanns Vermögen wird auf 16 Milliarden US-Dollar geschätzt. Seine Geschäftspartner Marcel Herrmann Telles und Carlos Alberto Sicupira, zwei brasilianische Milliardäre, sind ebenfalls am Bierkonzern beteiligt. Lemann gehört derzeit zur Beratungsgruppe des David Rockefeller Center für lateinamerikanische Studien der Harvard Universität. Es wurde von David Rockefeller gegründet, der einer der führenden Köpfe der US-Elite war.

Vizegraf Guillaume de Spoelberch (*1933) war bis vor wenigen Jahren Direktor der Stiftung der Aga Khan Familie (Quelle). Er kennt die Aga Khan Familie schon spätestens seit den 80er Jahren (Quelle). Die persische Aristokratenfamilie stellt das geistliche Oberhaupt der Nizariten, die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft.

Gabrielle (Marie-Thérèse) de Spoelberch (*1972) heiratete Prinz Heinrich (Henry) von Arenberg. Er kommt aus der Uradelsfamilie Arenberg, die zum deutschen Hochadel gehört. Gabrielle ist Erbin des Bierimperiums und daher besitzt dieser Familienzweig der Arenbergs ein Vermögen von einer Milliarde Euro (zumindest nach Abgaben der Internetseite de rijkste belgen, die auch belgischen Zeitungen als Quelle angeben). Gabrielles Mann Heinrich (Henry) von Arenberg kommt mütterlicherseits aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Bayern. Heinrichs Urgrosseltern mütterlicherseits kommen aus den Königsfamilien von Bayern, Österreich, Luxemburg und Portugal. Heinrichs Bruder Karl-Ludwig heiratete in die italienische Uradelsfamilie Frescobaldi. (Quelle) Prinz Pierre von Arenberg kannte übrigens den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (Quelle). Das Haus Arenberg gehört zum katholischen Hochadel. Der derzeitige Herzog der Familie, Leopold-Engelbert von Arenberg, ist Botschafter des Malteserordens in Portugal (Quelle). Der Malteserorden ist ein alter Vatikanorden, der seit 900 Jahren besteht. Die Spoelberch Familie ist ebenfalls katholisch. Derzeit steht im englischen Wikipedia-Eintrag zur Spoelberch Familie, dass sie im Malteserorden vertreten war. Dafür fand ich aber keine Quellen.

Nach Angaben von Wikipedia und Geneanet heiratete Henry-Claude de Spoelberch (*1946) in die belgische Adelsfamilie Udekem d’Acoz. Das bekannteste Mitglied der Adelsfamilie ist die derzeitige belgische Königin Mathilde. Vizegraf Guillaume de Spoelberch kennt die Königin (Foto).

Die Spoelberch Familie war oder ist noch immer an dem belgischen Bergbauunternehmen Carmeuse beteiligt. Carmeuse ist einer der weltweit grössten Hersteller von Kalk- und Kalksteinprodukten. (Quelle)

Amicie de Spoelberch (1922-2008) heiratete 2001 Luka Bailo, ein belgisch-serbischer Kaufmann und Glücksspieler. Ihm wurden Kontakte zur organisierten Kriminalität in Osteuropa nachgesagt und er sei an der Spitze eines kriminellen Diamanthändlerrings in Osteuropa gewesen. 1999 rief Bailo die Polizei zu sich, weil er Opfer eines Einbruchs geworden war. Als sich die Beamten in Bailos Haus umsahen, entdeckten sie versteckte Waffen mit Schalldämpfern sowie Schmuck und Edelsteine im Wert von mehreren Millionen Euro, worauf Bailo festgenommen wurde. Er war noch ein weiteres Mal Opfer eines Einbruchs. Bailo hatte 1998 einen Arzt zu sich eingeladen, um schwimmen zu gehen. Der Arzt ertrank um 4 Uhr morgens (eine ungewöhnliche Uhrzeit zum Baden). Bailo soll eine 14-jährige vergewaltigt haben. Amicie de Spoelberch nahm ihren Ehemann immer in Schutz. Bailo starb 2004, wenige Tage bevor er wegen Korruptionsvorwürfen vor einem belgischen Gericht erscheinen musste. (Quelle: 1, 2, 3)

Thomas de Spoelberch (*1964) missbrauchte und ermordete im Alter von 24 Jahren seine 12-jährige Nachbarin (Quelle: 1 und 2)

Alexandre Van Damme (*1962) ist im Vorstand von Anheuser-Busch InBev. Er war im Vorstand der Fast-Food-Kette Burger King und im Vorstand von Restaurant Brands International (RBI). RBI besitzt Burger King. Hauptaktionär von RBI ist die Investmentgesellschaft 3G Capital, die vom oben erwähnten brasilianisch-schweizerischen Milliardär Lemann und seinen Geschäftspartnern kontrolliert wird.

Alexandre Van Damme ist an der Heinz Company beteiligt und ist seit 2018 in deren Vorstand. Das US-amerikanische Unternehmen ist einer der weltweit grössten Lebensmittelkonzerne. Zweitgrösster Aktionär von Heinz ist die Investmentgesellschaft 3G Capital von Lemann. Grösster Aktionär ist die Holding des US-amerikanischen Multimilliardärs Warren Buffett.

Alexandre Van Damme war im Vorstand von Jacobs Douwe Egberts. Das Kaffeeunternehmen wird von der Reimann Familie kontrolliert, eine der reichsten deutschen Familien.

Alejandro Santo Domingo ist derzeit im Vorstand von Anheuser-Busch InBev und wird daher Kontakt zu den Vorstandsmitgliedern Grégoire de Spoelberch und Alexandre Van Damme haben. Alejandro kommt aus der kolumbianischen Santo Domingo Familie, eine der reichsten Familien Südamerikas. Die Familie hält Anteile an Anheuser-Busch InBev. Alejandros Frau ist die Tochter eines britischen Herzogs und kommt mütterlicherseits aus der ehemaligen deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern. Die Santo Domingo Familie heiratete in die monegassische Fürstenfamilie.

Die US-Amerikanerin Martha Michele Burns ist derzeit im Vorstand von Anheuser-Busch InBev. Sie war unter anderem Direktorin von Walmart (umsatzstärkstes Unternehmen der Welt) und Goldman Sachs (eine der grössten Investmentbanken).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Stewart Clan (Haus Stuart)

Der schottische Clan Stewart ist seit über 700 Jahren eine der wichtigsten Familien des britischen Adels.

Schottische Königsfamilie

Ein Familienzweig des Stewart Clans war ab 1371 die Königsfamilie von Schottland. Sie heirateten in der Zeit oft in den Douglas Clan und waren familiär mit vielen weiteren schottischen Clans verbunden, die bis heute zur britischen Adelselite gehören. Die Königsfamilie Stewart heiratete mehrfach in die französische Königsfamilie. Die schottische Königin Maria/Mary (1542-1587) heiratete den französischen König Franz II., der mütterlicherseits aus der italienischen Adelsfamilie Medici kam. Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Die Medicis brachten drei Päpste hervor. 

Der schottische König Jakob/James I. (1394-1437) heiratete Joan Beaufort. Sie war eine Enkelin der Herzogs John von Gaunt. John war der Begründer des Hauses Lancaster, das von 1399 bis 1461 die Königsfamilie von England war. John war der Sohn von König Edward III. aus dem Haus Plantagenet. Die Plantagenet-Dynastie besetzte von 1154 bis 1399 den englischen Thron.

Der schottische König Jakob IV. (1473-1513) heiratete eine Tochter des englischen Königs Heinrich (Henry) VII. aus dem Haus Tudor. Die Tudor-Dynastie war von 1485 bis 1603 die Königsfamilie von England.

Eleanor Stewart (1433-1480) heiratete in das Haus Habsburg, das bis 1918 über Österreich herrschte. Der schottische König Jakob III. (1451-1488) heiratete in die damalige dänische Königsfamilie aus dem Haus Oldenburg.

Ab dem Jahr 1603 herrschte die schottische Königsfamilie Stewart auch über England und Irland. Sie benannten sich in Stuart um.

Haus Stuart

In ihrer Zeit als britische Herrscherfamilie heirateten die Stuarts in mehrere Königshäuser, darunter in die portugiesische Königsfamilie (Haus Braganza), in die niederländische Königsfamilie (Haus Nassau) und in die damalige dänische Königsfamilie (Haus Oldenburg). Elisabeth Stuart (1596-1662) heiratete den pfälzischen Herrscher Friedrich V. aus dem Haus Wittelsbach.

Der britische König Karl/Charles I. (1625-1649) aus dem Haus Stuart heiratete eine französische Prinzessin, die mütterlicherseits aus der bereits erwähnten italienischen Adelsfamilie Medici kam.

Henrietta Stuart (1644-1670) heiratete den französischen Prinzen Philippe I.. Er war der Begründer des Hauses Orléans, das bis heute eines der wichtigsten französischen Hochadelsgeschlechter ist.

Die Reformation führte dazu, dass sich die Stuart Familie zerstritt. Ein Teil der Familie wurde Protestanten, während der andere Teil der katholischen Kirche treu blieb. Der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken führte zu sozialen Unruhen und Umsturzversuchen auf der britischen Insel. Der Vatikan unterstützte natürlich das katholische Lager.

König Jakob II. (1633-1701) aus dem Haus Stuart war der letzte katholische König Britanniens. Er wurde 1688 bei der Glorreichen Revolution von Aufständischen gestürzt. Der Aufstand wurde von der niederländischen Armee unterstützt und nach Jakobs Absetzung bestieg der protestantische niederländische König Wilhelm III. den britischen Thron. Als Wilhelm III. König von Britannien war, führte die Regierung den Act of Settlement ein. Das Gesetz schloss Katholiken von der britischen Thronfolge aus und Thronfolger durften ab da keine Katholiken mehr heiraten. Wilhelm hatte 1677 Maria Stuart geheiratet, eine Tochter von König Jakob II.. Maria war Anglikanerin (Protestantin). Nachdem ihr Vater gestürzt wurde und ihr Mann den Thron bestieg, war sie bis zu ihrem Tod 1694 Königin von Britannien. Ihr Mann Wilhelm starb 1702, worauf ihre Schwester Anne Stuart Königin wurde. Annes Ehemann kam aus der dänischen Königsfamilie und war ebenfalls Protestant. Die beiden hatten keine überlebenden Nachkommen. Da Katholiken von der Thronfolge ausgeschlossen waren, wurde der deutsche Georg von Hannover zum britischen König, da er der nächste protestantische Verwandte war. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Stuart Familie. Die Hochadelsfamilie Hannover besetzte bis 1901 den britischen Thron. Dann wurde sie durch eine Heirat vom Haus Sachsen-Coburg-Gotha abgelöst, das bis heute den Thron besetzt. Somit hat die heutige Königsfamilie Blut der Stuarts in sich. Das britische Königshaus besteht nach wie vor aus Protestanten.

Der letzte katholische König in Grossbritannien war wie gesagt Jakob II.. Er war auch der letzte britische König, der familiär mit dem päpstlichen Adel verbunden war. Er heiratete in die italienische Uradelsfamilie Este. Seine Frau war eine Enkelin von Francesco I. d’Este, der in die Familien Farnese und Barberini heiratete. Die beiden italienischen Adelsfamilien brachten Päpste hervor. König Jakobs Sohn James Stuart (1688-1766) lebte in Rom im Exil. Er hatte aber weiterhin viele Anhänger in Grossbritannien, die ihn als rechtmässigen König ansahen und Jakobiten genannt wurden. Der Papst unterstützte James Stuart. James Stuart heiratete eine Enkelin des polnisch-litauischen Königs Johann III. aus der Adelsfamilie Sobieski. James Sohn Henry Benedict Stuart (1725-1807) wurde vom Papst getauft. Henry wurde Kardinal und war langjähriger Erzpriester des Petersdoms im Vatikan. Der Petersdom ist heute noch eine der grössten und wichtigsten Kirchen weltweit. Henry und seine Eltern sowie sein Bruder liegen im Petersdom begraben.

Mit Henrys Tod war die Königsfamilie Stuart Familie ausgestorben. Es gibt aber fünf Bastardlinien, die aus der königlichen Stuart Familie hervorgingen. Diese Blutlinien stellen alle Herzöge und stehen somit in der Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Zum Stewart Clan gehören noch weitere Familienzweige, die nicht königlicher Abstammung sind, aber dennoch zum britischen Adel gehören. Es ist unklar, wie eng der Kontakt zwischen den verschiedenen Familienzweigen ist. Ein Familienzweig lebt in Spanien und gehört zur katholischen Hochadelselite. Die Stewarts in Grossbritannien sind grösstenteils Protestanten und gehören ziemlich offensichtlich zur Freimaurerelite.

Viele Mitglieder des Stewart Clans waren in der britischen Politik und beim Militär. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die zahlreichen Verbindungen des Clans zur Freimaurerei und zur Finanzelite.

Der Familienzweig Fitz-James Stuart (Herzöge)

James Fitz-James, der 1. Herzog von Berwick (1670-1734), war der Begründer der Familie Fitz-James Stuart. Er war ein unehelicher Sohn von König Jakob II. (der letzte katholische König Britanniens). James kam mütterlicherseits aus der berühmten Churchill Familie, die schon damals zur politischen Elite in England gehörte. James war auf einer Jesuitenschule in Frankreich. Nachdem sein Vater gestürzt wurde, stand er im Dienste des französischen Königs Ludwig XIV. (Katholik). Die von ihm gegründete Familie Fitz-James Stuart gehört bis heute zur katholischen Adelselite. Sie sind scheinbar der einzige Familienzweig des Stewarts Clans, der bis heute dem Vatikan treu geblieben ist.

Fitz-James erste Frau kam aus den irischen Uradelsfamilien MacCarthy und Burke. Sein ältester Sohn war James Fitz-James Stuart, der 2. Herzog von Berwick (1696-1738). Dieser wurde in den spanischen Adel aufgenommen. Sein Familienzweig wurde zu einer der wichtigsten spanischen Adelsfamilien. Seine Frau war eine Nachkommin des berühmten Seefahrers Christoph Kolumbus (die Kolumbus Familie wurde in den spanisch-portugiesischen Adel aufgenommen). Seit Beginn des 19. Jahrhunderts stellt die Familie Fitz-James Stuart die Herzöge von Alba und besitzt damit einen der ältesten und angesehensten spanischen Adelstitel. Dieser Familienzweig unterhält seit mehr als 200 Jahren gute Kontakte zum spanischen Königshaus (katholisch). Dieser Familienzweig hat heute Kontakt zu mehreren amtierenden und nicht amtierenden Königsfamilien.

Cayetana Fitz-James Stuart, die 18. Herzogin von Alba (1926-2014), besass ein Vermögen im Wert von fünf Milliarden US-Dollar (Quelle). Nach der Liste von Kevin Dowling war sie Mitglied der Stiftung “The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Cayetana trug zu Lebzeiten über vierzig Adelstitel und galt damit als die Person mit den meisten Adelstiteln. Zu ihren Privilegien gehörte, dass sie vor dem Papst nicht knien muss und auf dem Pferd in die Kathedrale von Sevilla reiten darf. (Quelle) Sie war Mitglied des Konstantinordens. Der Vatikanorden besteht mindestens seit dem Jahr 1190. Der Legende nach wurde der Orden im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Cayetanas Sohn Carlos Fitz-James Stuart, der 19. Herzog von Alba (*1948), ist ebenfalls Mitglied des Ordens. (Quelle) Carlos hatte ein romantisches Verhältnis mit der spanischen Markgräfin Alicia Koplowitz (Quelle). Alicia ist Unternehmerin und besitzt ein Milliardenvermögen.

Mehrere Mitglieder der Familie Fitz-James Stuart arbeiten für die Banco Santander (Quelle: 1, 2, 3) Sie ist die grösste spanische Bank und eine der grössten der Welt. Die Mutter von Clea Fitz-James Stuart (*1977) arbeitete mehr als 15 Jahre für Jesús Polanco als Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit (Quelle). Der verstorbene Milliardär Jesús Polanco galt als der mächtigste Medienunternehmer Spaniens.

Jacobo Fitz-James Stuart, der 15. Herzog von Alba (1821-1881), heiratete eine Schwester von Eugénie de Montijo. Eugénie heiratete den französischen Kaiser Napoleon III.. Sie kam mütterlicherseits aus dem schottischen Kirkpatrick Clan.

Ein weiterer Familienzweig der Familie Fitz-James Stuart, der im 20. Jahrhundert ausstarb, stellte Herzöge in Frankreich und war ebenfalls mit der katholischen Kirche verbunden. Dieser Familienzweig heiratete im 19. Jahrhundert in die päpstliche Adelsfamilie Borghese.

Henry FitzJames, der Herzog von Albemarle (1673-1702), war Grossprior des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet.

Die Stewarts von Galloway (Grafen)

Dieser Familienzweig hat kein königliches Blut, aber dieselben Vorfahren wie die Königsfamilie Stewart. Dieser Zweig wurde 1623 zu Grafen geadelt.

Alexander Stewart, der 6. Graf von Galloway (starb 1773), war Freimaurer. Er war Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Die schottische Grossloge besteht seit 1736. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der Loge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. (Quelle) Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Alexanders Sohn Keith Stewart (1739-1795) war Politiker und Admiral. Keith heiratete eine Tochter des portugiesisch-britisch-jüdischen Barons Ephraim d’Aguilar. Ephraim war Freimaurer (Quelle). Ephraims Vater Diego d’Aguilar war ein wohlhabender Tabakhändler und Höfling der österreichischen Königsfamilie, die ihn zum Baron adelte. Alexanders Tochter Harriet Stewart (starb 1788) heiratete den Clan-Chef des Hamilton Clans. Harriets Sohn, der Clan-Chef Herzog Alexander Hamilton, war Freimaurer. Er und sein Sohn waren Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Herzog Alexander Hamilton wurde auf seinen Wunsch nach seinem Tod mumifiziert und in einen ägyptischen Sarkophag gelegt.

Alan Stewart, der 10. Graf von Galloway (1835-1901), war in der Politik. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans. (Quelle) Mehrere davon waren Freimaurer.

Louisa Stewart-Mackenzie (1827-1903) heiratete einen Baron aus der britischen Bankiersfamilie Baring. Die Barings waren vom 18. bis Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt.

Randolph Stewart, der 12. Graf von Galloway (1892-1978), heiratete in die US-amerikanische Kolonialfamilie Fendall und seine Frau war auch mit der Kolonialfamilie Lee verwandt. Die Lee Familie gehörte zu den Gründervätern der USA. Graf Randolph Stewart war Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. In seinen letzten Lebensjahren war er Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Der Oberste Rat in Schottland besteht aus neun Personen. Inzwischen besitzen neben Schottland noch viele weitere Länder einen Obersten Rat, bestehend aus Hochgradfreimaurern (z. B. England, USA, Spanien, Deutschland und Schweiz).

Anmerkung: Der Grossteil der Freimaurer sind keine Hochgrad-Freimaurer. Genaue Zahlen gibt es z. B. in der Schweiz. Von den schweizerischen Freimaurern, die den schottischen Ritus praktizieren, befinden sich derzeit 3500 Mitglieder auf dem 1. bis 3. Grad, während derzeit nur 900 Mitglieder den 4. Grad erreichten (Quelle). In der Schweiz darf der Kreis aus Freimaurern, die den 33. Grad (der höchste Grad) erreichen, aus maximal 99 Personen bestehen. Der Oberste Rat der schweizerischen Freimaurer darf aus maximal 33 Personen bestehen. (Quelle) Karl Gotthelf von Altengrotkau (1722-1776), ein hochrangiger Freimaurer aus Deutschland, behauptete, dass er in den schottischen Templerorden aufgenommen worden war. Er behauptete auch, die “unbekannten Oberen“ Templer zu kennen, welche die gesamte Freimaurerei steuern. Er sagte, einer der Obersten Templermeister sei der im Exil lebende Charles Edward Stuart (1720-1788) aus dem Stewart Clan. (Quelle: 1 und 2) Charles Edward Stuart soll in Frankreich einen Rosenkreuzerritus gegründet haben (Quelle). Stuarts Lehrer war der Freimaurer Andrew Michael Ramsay. Ramsay behauptete, dass bereits James Stewart, der 5. High Steward von Schottland (starb 1309), Grossmeister einer Freimaurerloge in Schottland gewesen war. Nach Angaben von Ramsay brachte der Templerorden zu dieser Zeit die Freimaurerei nach Schottland. (Quelle)

Die Grafenfamilie von Galloway heiratete in viele schottische Clans. Im 17. und 18. Jahrhundert hatte sie familiäre Verbindungen zu den Clans Douglas, Murray, Keith, Drummond, Erskine, Carnegie, Gordon, Home, Mackenzie, Montgomery, Sinclair und Cochrane. Im 19. und 20. Jahrhundert hatte sie familiäre Verbindungen zu den Clans Douglas, Hamilton, Murray, Russell, Hope, Gordon, Mackenzie, Rose, Dalrymple, Hay und Charteris.

Der Familienzweig Lennox (Herzöge)

Charles Lennox, der 1. Herzog von Richmond (1672-1723), war der Begründer der Adelsfamilie Lennox. Er war ein unehelicher Sohn des britischen Königs Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan. Sein Vater gab ihm vermutlich den Namen Lennox, um ihre Vorfahren aus dem schottischen Lennox Clan zu ehren. Charles Lennox war 1696 Meister einer Loge in Chichester. Er ist somit einer der wenigen bekannten Freimaurer des 17. Jahrhunderts. (Quelle: 1 und 2) Soviel ich weiss, war er der erste Herzog, von dem bekannt ist, dass er Freimaurer war. Es gibt auch Quellen, die sagen, er sei Grossmeister der englischen Freimaurer gewesen (Quelle: 1 und 2). Er wäre somit auch der frühste bekannte Grossmeister der englischen Freimaurer.

Der Politiker Charles Lennox, der 2. Herzog von Richmond (1701-1750), war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Er war Freimaurer und Grossmeister der Premier Grand Lodge of England. Sie war die erste Grossloge der Welt und war der Vorläufer der heutigen Grossloge von England. (Quelle)

Charles Lennox, der 3. Herzog von Richmond (1735-1806), war Politiker und Mitglied des Privy Council. Er unterstützte das Unabhängigkeitsbestreben der Dreizehn Kolonien in Nordamerika, die nach ihrer Unabhängigkeit zu den USA wurden. Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg forderte der Herzog, dass das britische Königreich seine Truppen aus Amerika abzieht. Seine Frau kam väterlicherseits aus dem Bruce Clan und war mütterlicherseits eine Enkelin des Clan-Chefs des Campbell Clans.

Emilia Lennox (1731-1814) heiratete in die irische FitzGerald-Dynastie und ihr Mann war der erste Herzog von Leinster. Ihr Sohn und ihr Enkel, die beiden nachfolgenden Herzöge von Leinster, waren Freimaurer und Grossmeister der irischen Grossloge (Quelle). Der Enkel war zudem langjähriger Grossmeister des Templerordens in Irland (Quelle).

Charles Lennox, der 4. Herzog von Richmond (1764-1819), war Politiker und Mitglied des Privy Council. Er war Freimaurer (Quelle). Er war Generalgouverneur der britischen Kolonie Kanada und somit oberster Kolonialbeamte Kanadas. Kanada besitzt bis heute einen Generalgouverneur, der die Interessen der britischen Königsfamilie in Kanada vertritt. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt Kanadas. Kanada gehört zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Herzog Charles Lennox heiratete in den schottischen Gordon Clan. Der Bruder seiner Frau war Herzog George Gordon, ebenfalls ein Freimaurer. Herzog Gordon war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle).

Charles Gordon-Lennox, der 5. Herzog von Richmond (1791-1860), war Politiker und Grossmeister der Freimaurer in der Grafschaft Sussex. (Quelle)

Charles Gordon-Lennox, der 6. Herzog von Richmond (1818-1903), war Politiker und Präsident des Privy Council.

Augusta Gordon-Lennox (1827-1904) heiratete den deutschen Hochadligen Eduard von Sachsen-Weimar-Eisenach, der mit der britischen Königsfamilie verwandt war.

Charles Gordon-Lennox, der 7. Herzog von Richmond (1845-1928), war Politiker und Grossmeister der Freimaurer in der Grafschaft Sussex. (Quelle: 1 und 2)

Der Ehemann von Helen Gordon-Lennox (1886-1965) war mütterlicherseits ein Enkel des Clan-Chefs des Campbell Clans.

Nicholas Gordon-Lennox (1931-2004) war britischer Botschafter in Spanien.

Die Ehefrau von Michael Gordon-Lennox (*1938) kommt mütterlicherseits aus der Hambro Familie (Quelle). Die Hambros waren eine der mächtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts.

Charles Gordon-Lennox, der 11. Herzog von Richmond (*1955), heiratete die Tochter eines Vizegrafen aus der Astor Familie. Die Astors waren im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA und wurden im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen.

Der Familienzweig Stuart von Bute (Markgrafen)

Dieser Familienzweig bildete sich im 15. Jahrhundert und stammt vom schottischen König Robert II. aus dem Stewart Clan ab. Im 17. Jahrhundert änderten sie den Namen zu Stuart und wurden zu Baronen geadelt. Ende des 18. Jahrhunderts erhielten sie den Titel eines Markgrafen, den die Familie bis heute besitzt.

Im 17. und 18. Jahrhundert heirateten sie in viele schottische Clans, darunter in die Clans Campbell, Hamilton, Bruce, Mackenzie, Dundas, Montgomerie, Lindsay und Crawford.

John Stuart, der 3. Graf von Bute (1713-1792), war britischer Premierminister. Er wurde in den Privy Council aufgenommen.

Sein Sohn John Stuart, der 1. Markgraf von Bute (1744-1814), war ebenfalls Politiker und Mitglied des Privy Council. Er galt 1799 als der zweitreichste Brite (Quelle). Er heiratete in zweiter Ehe eine Tochter des schottischen Bankiers Thomas Coutts. Die Bankiersfamilie Coutts kontrollierte gemeinsam mit dem Campbell Clan die britische Bank Coutts, die 1692 gegründet wurde und bis heute besteht. Sie ist somit eine der ältesten Banken der Welt. Die Coutts Familie war noch bis spätestens in die 1990er Jahre in der Führung der Bank. Im 19. Jahrhundert war die Coutts Bank eine führende Privatbank. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser.

Baron James Stuart-Wortley (1776-1845) war Präsident des Privy Council.

Baron Charles Stuart (1779-1845) war britischer Botschafter in Russland und Frankreich. Er war Mitglied des Privy Council.

John Crichton-Stuart, der 2. Markgraf von Bute (1793-1848), war in der Kohle- und Eisenindustrie aktiv. Seine Ehefrau kam mütterlicherseits aus dem Campbell Clan. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche (Quelle). Er war mit Druiden verbunden und war vielleicht selbst einer (Quelle).

Dudley Coutts Stuart (1803-1854) heiratete eine Nichte des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte (Quelle: 1 und 2).

Emily Stuart (starb 1882) heiratete in die britische Bankiersfamilie Smith (Quelle). Die Smith Familie gründete 1658 die Smith’s Bank und gehörte bis ins 20. Jahrhundert zur britischen Finanzelite. Die Ehefrau von James Fortescue Crichton-Stuart (1864-1932) kam mütterlicherseits ebenfalls aus der Smith Familie (Quelle).

Gertrude Stuart (starb 1905) heiratete in die Hambro Familie, eine der mächtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts (Quelle).

John Crichton-Stuart, der 3. Markgraf von Bute (1847-1900), galt als der reichste Schotte und finanzierte viele grosse Bauprojekte. (Quelle) Er konvertierte zur römisch-katholischen Kirche, was die damals strikt protestantische Adelselite in Grossbritannien empörte. Er erhielt den Gregoriusorden, den vierthöchsten Verdienstorden des Vatikans. Er war Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden. Der Markgraf interessierte sich für Okkultismus. Sein Körper wurde auf der schottischen Insel Bute begraben. Sein Herz wurde entfernt und von Verwandten in die Heilige Stadt Jerusalem gebracht, wo sie das Herz auf dem Ölberg begruben. (Quelle: 1, 2, 3)

John Crichton-Stuart, der 5. Markgraf von Bute (1907-1956), heiratete Beatrice Forbes. Ihr Vater war ein Graf aus dem Forbes Clan. Ihr Onkel mütterlicherseits, Ogden Livingston Mills, war Finanzminister der USA. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern der USA gehörte und schon vor der Gründung der USA Teil der kolonialen Elite des Landes war. Die Livingstons stammen vom schottischen Livingstone Clan ab. Beatrice Forbes Tante heiratete in die Phipps Familie, die schon über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. (Quelle: 1 und 2)

James Crichton-Stuart (1935-1982) heiratete Sarah Poole. Nach ihrer Scheidung heiratete Sarah den religiösen Führer und Milliardär Karim Aga Khan IV.. (Quelle: 1 und 2) Die Aga Khans gelten als Nachkommen des Propheten Mohammed.

Fredrik Crichton-Stuart (1940-2011) war Grossprior und Kanzler des Malteserordens in Grossbritannien. Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Fredrik war ein Cousin von Andrew Bertie, der mütterlicherseits aus der Crichton-Stuart Familie kam. Andrew war von 1988 bis 2008 der Grossmeister des Malteserordens. (Quelle: 1 und 2)

John Crichton-Stuart, der 7. Markgraf von Bute (1958-2021), war Multimillionär. 2017 wurde sein Vermögen auf 126 Millionen Pfund geschätzt, also etwa 170 Millionen US-Dollar (Quelle).

Henry Crichton-Stuart (*1938) heiratete in die Norman Familie, die seit dem 19. Jahrhundert in der britischen Finanzelite vertreten war (Quelle). Das bekannteste Familienmitglied war Montagu Norman, der von 1920 bis 1944 die britische Zentralbank leitete.

Anthony Crichton-Stuart (*1961) leitet derzeit die Agnews Gallery in London, ein internationaler Kunsthändler. Zu den Kunden gehörten die Bankiersfamilien Rothschild und Morgan und in den letzten Jahren auch die Familien Mellon und Thyssen. (Quelle)

Im 20. Jahrhundert heirateten die Stuarts von Bute in mehrere schottische Clans, darunter Hope, Forbes, Montgomerie, Ross und Stirling-Home-Drummond.

Der Familienzweig Stuart von Moray (Grafen)

Der Stammvater dieses Familienzweiges war James Stewart, der 1. Graf von Moray (1531-1570). Er war ein Sohn des schottischen Königs Jakob/James V. und kam mütterlicherseits aus dem Erskine Clan.

James Stuart, der 8. Graf von Moray (1708-1767), und Francis Stuart, der 10. Graf von Moray (1771-1848), waren Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge (Quelle).

Hermione Stuart (1925-1969) heiratete in die ehemalige deutsche Kaiserfamilie Hohenzollern. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der dänischen Königsfamilie.

Vom 16. bis 19. Jahrhundert hatten die Stuarts von Moray über Heiraten familiäre Verbindungen zu vielen Clans, darunter Campbell, Murray, Keith, Fraser, Hamilton, Carnegie, Sutherland, Kennedy, Sinclair, Ogilvy, Dundas, Home, Gordon, Lindsay, Elphinstone, Montgomerie und Ross.

Im 20. Jahrhundert hatten die Stuarts von Moray über Heiraten familiäre Verbindungen zu den Clans Murray und Carnegie. Über eine Heirat werden sie zudem die Quäkerfamilien Barclay und Gurney kennen, die mit der britischen Barclays Bank verbunden sind, eine der ältesten und mächtigsten Grossbanken der Welt. Die Barclays stammen aus dem Barclay Clan.

Der Familienzweig FitzRoy (Herzöge)

Henry FitzRoy, der 1. Herzog von Grafton (1663-1690), war der Begründer der Adelsfamilie FitzRoy. Er war ein unehelicher Sohn des britischen Königs Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan. Henry FitzRoy kam mütterlicherseits aus der Villiers Familie, eine der wichtigsten englischen Adelsfamilien.

Augustus FitzRoy, der 3. Herzog von Grafton (1735-1811), war britischer Premierminister und Mitglied des Privy Council.

Die Ehefrau von Baron Charles FitzRoy (1737-1797) war mütterlicherseits eine Enkelin von Stephen Delancey. Der französische Hugenotte war der Begründer der Kolonialfamilie Delancey, die zur Elite der Kolonien in Nordamerika gehörte. Stephens Frau kam aus den niederländischen Kolonialfamilien Schuyler und Van Cortland, die nach der Gründung der USA weiterhin zur Elite des Landes gehörten.

Charles FitzRoy (1762-1831) hatte ein romantisches Verhältnis mit der britischen Prinzessin Amelia.

Charles Augustus FitzRoy (1796-1858) war Gouverneur der britischen Kolonie Prince Edward Island in Kanada. Er war auch Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales in Australien. Kanada und Australien gehören heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt immer noch das Staatsoberhaupt der beiden Länder.

Robert FitzRoy (1805-1865) war Gouverneur der britischen Kolonie Neuseeland. Neuseeland ist heute ein Commonwealth-Staat und die Queen ist das Staatsoberhaupt.

William FitzRoy, der 6. Herzog von Grafton (1819-1882), kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Berkeley. Er heiratete die Tochter eines Barons aus der Baring Familie. Die Barings waren vom 18. bis Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt.

Blanche Fitzroy (1839-1933) heiratete Robert Francis St Clair-Erskine, der 4. Graf von Rosslyn. Er kam aus dem Erskine Clan. Er war einer der hochrangigsten Freimaurer und Templer in Grossbritannien.

Graf Henry James FitzRoy (1848-1912) war in den Cleveland-Street-Skandal involviert. Er war hochrangiger Freimaurer (Quelle).

Alfred FitzRoy, der 8. Herzog von Grafton (1850-1930), heiratete in die Bankiersfamilie Smith, die 1658 die Smith’s Bank gegründet hatte (Quelle).

Charles FitzRoy, der 10. Herzog von Grafton (1892-1970), heiratete eine Tochter von Graf Sydney Buxton. Buxton war Generalgouverneur (höchster Kolonialbeamte) der britischen Kolonie Südafrika. Südafrika gehört heute zu den Commonwealth-Staaten. Buxton heiratete in die Bankiersfamilie Smith. Sein Vater war ein Bekannter der quäkerischen Bankiersfamilie Gurney.

Hugh FitzRoy, der 11. Herzog von Grafton (1919-2011), heiratete ebenfalls in die Bankiersfamilie Smith.

Graf James FitzRoy (1947-2009) und seine Schwester Virginia FitzRoy (*1954) heirateten Kinder des Clan-Chefs des schottischen Kerr Clans.

Der Familienzweig Beauclerk (Herzöge)

Charles Beauclerk, der 1. Herzog von Saint Albans (1670-1726), war der Begründer der Adelsfamilie Beauclerk. Er war ein unehelicher Sohn des britischen Königs Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan. Durch seine Heirat haben alle Nachkommen der Beauclerck Familie Blut der inzwischen ausgestorbenen englischen Uradelsfamilie de Vere in sich. Die Herzöge von Saint Albans benutzen bis heute den Namen de Vere Beauclerk.

Charlotte Beauclerk (starb 1793) heiratete einen Sohn des Bankiers Andrew Drummond (Quelle). Andrew Drummond gründete 1717 die Drummonds Bank, eine der ältesten noch bestehenden Banken der Welt. Andrew Drummond war ein naher Verwandter der Vizegrafen von Strathallan aus dem Drummond Clan (Quelle).

William Beauclerk, der 9. Herzog von Saint Albans (1801-1849), heiratete Harriet Mellon, die zuvor in die Bankiersfamilie Coutts geheiratet hatte.

William Beauclerk, der 10. Herzog von Saint Albans (1840-1898), war Freimaurer. Er war Grossmeister der englischen Grafschaften Nottinghamshire und Lincolnshire (Quelle: 1 und 2). Er war in der Politik und Mitglied des Privy Council.

Charles Sidney Beauclerk (1855-1934) war ein Jesuitenpriester. Der Jesuitenorden besteht seit 1540 und steht im Dienste des Papstes.

Osbourne Beauclerk, der 12. Herzog von Saint Albans (1874-1964), heiratete die Tochter eines Markgrafen aus der irischen Uradelsfamilie FitzMaurice. Ihr Grossvater mütterlicherseits war der irische Herzog von Abercorn aus dem schottischen Hamilton Clan. Der Herzog und sein gleichnamiger Sohn waren Freimaurer und Grossmeister der irischen Grossloge (Quelle).

Mayasuni Ann Heath (*1986) ist eine Tochter von John Beauclerk (*1950). Mayasuni heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Österreich. (Quelle)

Der Familienzweig der Stewarts von Londonderry (Markgrafen)

Dieser Familienzweig gehört zum irischen Adel und stellt seit dem Jahr 1816 Markgrafen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass sie aus dem Stewart Clan stammen, aber sie werden als “echte Stewarts“ angesehen. Sie sollen von den oben erwähnten Stewarts von Galloway abstammen (Quelle).

Mehr als die Hälfte aller Markgrafen von Londonderry war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Charles Vane-Tempest-Stewart, der 6. Markgraf von Londonderry (1852-1915), war Präsident des Privy Council.

Robert Stewart, der 2. Markgraf von Londonderry (1769-1822), war britischer Aussenminister und Staatssekretär für Krieg und Kolonien. Er vertrat Grossbritannien auf dem Wiener Kongress.

Charles Vane-Tempest-Stewart, der 7. Markgraf von Londonderry (1878-1949), pflegte in den 1930er Jahren Kontakte zu Nazideutschland. Er besuchte Deutschland mehrfach und traf die führenden Nazis Adolf Hitler, Hermann Göring und Rudolf Hess. (Quelle). Markgraf Charles setzte sich in Grossbritannien für eine Appeasement-Politik gegenüber Nazideutschland ein und wollte, dass Grossbritannien und Deutschland Verbündete werden. Er war ein Cousin von Winston Churchill, der britische Premierminister zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. (Quelle) Hitler informierte Markgraf Charles sogar drei Jahre im Voraus über seine Pläne, sowohl in Polen als auch in der Tschechoslowakei einzumarschieren. Diese geheime Information gab Charles aber sofort an die britische Regierung weiter (die daher von den Überfallplänen der Nazis wusste). (Quelle: 1 und 2)

Markgraf Charles war einer der führenden Köpfe der Anglo-German Fellowship. Die britische Organisation bestand von 1935 bis 1939. Sie diente dem diplomatischen Austausch der britischen Regierung und dem deutschen Naziregime, aber auch dem Austausch der Wirtschafts- und Finanzelite der beiden Länder. Auch für Unternehmen war eine Mitgliedschaft möglich. Grosse britische Unternehmen und Banken traten der Anglo-German Fellowship bei und unterstützten sie. Die US-amerikanische Lazard Bank war Mitglied in der Organisation sowie die britischen Grossbanken Barclays und Lloyds. In der Anglo-German Fellowship waren neben Markgraf Charles noch weitere britische Aristokraten vertreten, darunter die Clan-Chefs der schottischen Clans Hamilton und Boyle sowie Randolph Stewart, der 12. Graf von Galloway (sein Familienzweig wurde weiter oben bereits behandelt). Randolph war nach dem Weltkrieg Grossmeister der schottischen Freimaurer und leitete später den Obersten Freimaurerrat in Schottland (Quelle). Die Anglo-German Fellowship hatte eine deutsche Schwesterorganisation, die Deutsch-Englische Gesellschaft. Diese diente ebenfalls der deutsch-britischen Verständigung. In der Gesellschaft war die deutsche Wirtschafts- und Finanzelite sowie NSDAP-Politiker vertreten. Der Nazi Joseph Goebbels war Ehrenmitglied. Ehrenvorsitzender und Präsident der Gesellschaft war der deutsche Adlige Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha. Eduard war ein Enkel der britischen Queen Victoria und war der Sohn eines Freimaurers.

Markgraf Charles war zwar ein Unterstützer Hitlers, aber 1940 meinte er jedoch: „Mit dem Führer (Hitler) habe ich auf das falsche Pferd gesetzt“. (Quelle) Markgraf Charles hatte Verständnis für den Groll der Nazis gegen die Juden. In Grossbritannien wurde ihm deshalb Antisemitismus vorgeworfen. Charles Tochter Helen Vane-Tempest-Stewart (1911-1986) heiratete den britisch-jüdischen Baron Edward Jessel, der mütterlicherseits aus der Goldsmid Familie kam. Jessel war ein Freund von Anthony de Rothschild. (Quelle)

Markgrafs Charles hatte eine uneheliche Tochter, Dorothé (1900-1938), die einen Enkel des britisch-jüdischen Bergbauunternehmers Barney Barnato heiratete. Barnato war mit dem britischen Diamantkonzern De Beers verbunden.

Jane Vane-Tempest-Stewart (*1932) heiratete Max Rayne, ein jüdischer Immobilienunternehmer, der zum Baron geadelt wurde. Jane heiratete in zweiter Ehe den Historiker Robert Lacey. Er schrieb eine Biografie von Queen Elizabeth II.. Er ist der historische Berater der Netflix-Serie The Crown, die sich dem Leben der Queen widmet.

Annabel Vane-Tempest-Stewart (*1934) heiratete einen Sohn von Oswald Birley. Oswald war Maler und Hofkünstler der britischen Königsfamilie. Annabel heiratete in zweiter Ehe den britischen Politiker und Unternehmer James Goldsmith. James kam aus der Goldschmidt Familie, eine der bedeutendsten jüdischen Familiendynastien. Anabel und James haben zwei Söhne (Ben und Zac), die in die berühmte Rothschild Familie heirateten. Ihre Tochter Jemima heiratete Imran Khan, den derzeitigen Premierminister Pakistans.

Cosima Vane-Tempest-Stewart (*1961) heiratete in die Herzogsfamilie Somerset von Beaufort. Die Familie stammt von der Plantagenet-Dynastie ab, die von 1154 bis 1485 über England herrschte.

Reginald Vane-Tempest-Stewart (*1977) heiratete in die Guinness Familie (Quelle). Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.

Ein Markgraf von Londonderry, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte (also der dritte oder vierte Markgraf), war vermutlich Freimaurer (Quelle).

Weitere bemerkenswerte Clanmitglieder

Der Stewart Clan brachte noch viele weitere Familienzweige hervor. Weitere bemerkenswerte Clanmitglieder wären:

Arthur Stuart, der 7. Graf von Castle Stewart (1889-1961), heiratete in die amerikanisch-jüdische Guggenheim Familie. Die Guggenheims galten zu Beginn des 20. Jahrhunderts als eine der reichsten Familien der USA. Sie waren in der Bergbauindustrie aktiv und kontrollierten zeitweise 80 Prozent der weltweiten Vorkommen für Kupfer, Blei und Silber.

Der britische König Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan hatte einen unehelichen Sohn, der in den Scott Clan heiratete und dessen Namen annahm. Diese Bastardlinie heiratete in den Douglas Clan und die englische Adelsfamilie Montagu. So bildete sich der Familienzweig Montagu-Douglas-Scott, der bis heute die Herzöge von Buccleuch stellt. Alice Montagu-Douglas-Scott (1901-2004) heiratete in die britische Königsfamilie. Mehr Infos zu diesem Familienzweig gibt es in meinem Beitrag zum Douglas Clan.

Der Politiker Graf William Stewart von Blessington/Viscount Mountjoy (1709-1769) war Grossmeister der irischen Freimaurergrossloge (Quelle). Er war auch Grossmeister der “Antient Grand Lodge of England“ (Quelle). Diese englische Grossloge bestand von 1751 bis 1813. Dann vereinigte sie sich mit der “Premier Grand Lodge of England“, die seit 1717 existierte und als die älteste Grossloge der Welt gilt. Durch die Vereinigung der beiden Logen entstand die “United Grand Lodge of England“, die bis heute die führende Grossloge Englands ist und vom britischen Hochadel geführt wird (Quelle).

Der Politiker Baron Michael Shaw-Stewart (1826-1903) war Grossmeister der schottischen Grossloge. Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer. Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Von 1874 bis 1882 war er Direktor der Royal Arch Masons in Schottland. (Quelle)

Der Politiker Herzog John Stewart-Murray (1871-1942) war Grossmeister der schottischen Grossloge. Ein Mann namens James Stewart war in den 1760er Jahren ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer. Er war Lord Provost von Edinburgh. Es wird sich demnach um James Stuart von Binend (1716-1777) handeln, der vom Stewart Clan abstammt. Noch zwei weitere Grossmeister der schottischen Grossloge hatten den Familiennamen Stewart, nämlich Robert King Stewart of Murdostoun (1854-1930) und John Christie Stewart. (Quelle) Bei diesen beiden ist aber unklar, ob sie aus dem Stewart Clan stammen.

Stein von Scone

Von 1603 bis 1714 besetzte der Stewart Clan wie bereits erwähnt den Thron von England. Als englische Könige wurden sie auf dem Stein von Scone gekrönt. Der Stein ist Teil des englischen Krönungsrituals und wurde zuletzt bei der Krönung der heutigen Queen Elisabeth II. verwendet. Bis Ende des 13. Jahrhunderts war der Stein Teil des schottischen Königsrituals. Die Königsfamilie Stewart hatte Blut der alten schottischen Könige in sich. Der erste König aus dem Stewart Clan kam mütterlicherseits aus der Königsfamilie Bruce, die vor den Stewarts den schottischen Thron besetzt hatte. Der erste König aus dem Bruce Clan war ein Nachkomme des schottischen Königs David I., der wiederum ein Nachkomme des schottischen Königs Kenneth MacAlpin (lebte im 9. Jahrhundert) war. MacAlpin war der erste König des damals gegründeten Schottlands. Er war zugleich der erste König, der auf dem Stein von Scone gekrönt wurde.

Der Stein von Scone ist eng mit der Geschichte und Tradition der Freimaurer verbunden (Quelle). Der Legende nach soll der Stein vor langer Zeit von einer ägyptischen Pharaonenprinzessin von Ägypten auf die britische Insel gebracht worden sein. Ihr Sohn war Goídel Glas, der zu den mythologischen Vorfahren der alten irischen Könige gehört. Die alten irischen Könige sind wiederum die mythologischen Vorfahren mehrerer schottischer Clans und irischer Adelsfamilien. Goídel Glas war ein Enkel von Fénius Farsaid, der das hebräische, griechische und lateinische Alphabet sowie das Ogham-Alphabet erfunden haben soll.

Legenden zufolge stammte der Stein von Scone ursprünglich aus Jerusalem und war der Krönungsstein der jüdischen Könige aus der Dynastie der Davididen, die vom mythologischen König David abstammten. König David soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Die Dynastie der Davididen soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Nach Angaben der Evangelien nach Matthäus und Lukas des Neuen Testaments war der weltberühmte Jesus Christus ein Nachfahre von König David. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen den Davididen Serubbabel als Vorfahren auf. (Quelle) Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Die Symbolik der Zerstörung des Tempels und die Idee eines geistigen Wiederaufbaus ist eine Komponente der schottischen Hochgrade in der Freimaurerei (Quelle). Jesus wird als der Messias bezeichnet. Nach der christlichen Überlieferung ist der Messias der Sohn Gottes. Die jüdische Überlieferung, die älter als das Christentum ist, hatte die Ankunft des Messias vorausgesagt. Nach der jüdischen Überlieferung ist der Messias aber nicht der Sohn Gottes, sondern der rechtmässige von Gott eingesetzte König der Juden, der von König David (oben erwähnt) abstammen muss. Der Messias soll den zerstörten Tempel wieder aufbauen. Zur Zeit als Jesus geboren wurde, war die Dynastie der Herodianer die Herrscher von Jerusalem. Sie waren keine Nachkommen der Davididen. Daher wäre Jesus mit seinem königlichen Blut der rechtmässige König der Juden gewesen und wurde daher als Messias bezeichnet. Vielleicht liess König Herodes deshalb alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden, wo sich der geborene Messias aufhielt. König Herodes wollte damit den legitimen Thronfolger ausschalten. Es gab womöglich mehrere Könige, welche die Davididen wieder auf den Thron bringen wollten und daher Kontakt zu Jesus suchten (Legende der Heiligen Drei Könige).

Im 11. Jahrhundert besetzten die vom Vatikan gesteuerten Kreuzfahrer Jerusalem und gründeten dort die heutigen Vatikanorden sowie den Templerorden (möglicher Vorläufer der Freimaurerei). Unter den Kreuzfahrern sollen einer Legende zufolge vier Altmeister aus Schottland gewesen sein, die über altes Wissen verfügten. Sie suchten und fanden etwas in den Überresten des Tempels. Die Legende hatte Einfluss auf die Entwicklung der okkultistischen und alchemistischen Strömungen der Freimaurerei (Quelle).

Nach den beiden Evangelien ist Abraham der Vorfahre der Davididen sowie Vorfahre von Jesus. Abraham ist nach den heiligen Schriften der Stammvater der Araber und der Juden. Zu seinen Nachkommen soll der Prophet Mohammed gehören, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. (Quelle) Aus der Blutlinie Mohammeds sollen der Legende nach die heutigen Königsfamilien von Marokko und Jordanien sowie die Aga Khan Familie hervorgegangen sein. Auch die britische Königsfamilie hat womöglich Blut des Propheten Mohammed in sich (Quelle). Der Stammvater Abraham soll vom Archebauer Noah abstammen. Zu den mythologischen Nachfahren Noahs gehört wiederum Goídel Glas (oben bereits erwähnt), dessen Mutter den Stein von Scone auf die britische Insel brachte.

Nach Angaben eines Freimaurers sollen schon die alten irischen Könige vor MacAlpin auf dem Stein von Scone gekrönt worden sein und er sei schon der Krönungsstein für die jüdischen Könige (Davididen) in Jerusalem gewesen (Quelle). Anderen Legenden nach war der irische Krönungsstein ein Menhir, der noch heute auf dem Tara-Hügel in Irland steht. Auf dem heiligen Hügel befinden sich zahlreiche alte Monumente. Die Menhire gehören zu den Megalithen, von denen manche älter als die Pyramiden sind. Die Megalithen werden mit den Druiden in Verbindung gebracht, die im ersten Jahrtausend vor Christus zur keltischen Elite gehörten, wie die irischen Aristokraten. Die Megalithen befinden sich grösstenteils auf der britischen Insel und der Bretagne (das ehemalige Territorium der Druiden- und Keltenelite). Walter fitz Alan, der im 12. Jahrhundert lebte, war der Stammvater des Stewarts Clans. Seine Familie lebte in der Bretagne, bevor sie auf die britische Insel emigrierte. Prinzessin Isabel aus der schottischen Königsfamilie Stewart, die im 15. Jahrhundert lebte, heiratete den Herzog der Bretagne. John Crichton-Stuart, der 2. Markgraf von Bute (1793-1848), war mit Druiden verbunden und war vielleicht selbst einer (Quelle). Der heutige Druidenorden in Grossbritannien (Ancient Order of Druids) untersteht der Freimaurergrossloge Englands, die traditionell von der britischen Königsfamilie geführt wird (Quelle). Der mögliche ehemalige Krönungsstein auf dem Tara-Hügel soll Legenden zufolge aus Skandinavien stammen.(Quelle) Die schwedischen (skandinavischen) Könige benutzten noch bis zum 15. Jahrhundert heilige Steine bei Königsritualen (Quelle).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haniel Familie

Die Haniel Familie gehört schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien Deutschlands.

Die Familie gründete Mitte des 18. Jahrhunderts eine Weinhandlung. Ab 1771 waren sie im Kohlehandel aktiv. Im 19. Jahrhundert stiegen sie zu den mächtigsten deutschen Kohleunternehmern auf. Sie wurden im Maschinenbau und der Stahlindustrie aktiv und kontrollierten ein grosses Schifffahrtsunternehmen. Zu Beginn des 20. Jahrhundert galten die Haniels als die reichste Familie Deutschlands und waren noch reicher als die deutschen Rothschilds (Quelle).

Sie sind gut vernetzt. Franz Markus Haniel (*1955) kennt Mitglieder aus deutschen Milliardärsfamilien, wie Quandt, Thyssen, Siemens, Burda, Heraeus, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim (wird weiter unten genauer erläutert).

Im 19. Jahrhundert waren mehrere Familienmitglieder in der Politik. Zwischen 1892 und 1906 wurden drei Familienmitglieder geadelt, aber die heutigen Haniels sind keine Adligen.

Haniel und das Naziregime

Karl Haniel (1877-1944) war von 1928 bis 1944 Vorsitzender des Industrie-Clubs Düsseldorf, ein bis heute bestehender Wirtschaftsverein. Im Januar 1932 durfte Adolf Hitler im Industrie-Club Düsseldorf eine Rede halten vor den führenden Repräsentanten der deutschen Wirtschaft, um für sein politisches Programm zu werben (also ein Jahr vor seiner Machtübernahme). Karl Haniel war bei der Rede dabei. (Quelle) Hitlers Auftritt vor der deutschen Wirtschaftselite wurde durch den Industriellen Fritz Thyssen ermöglicht, der Hitlers bereits seit 1923 unterstützt hatte (Quelle).

Der Verleger Anton Betz, der Karl Haniel kannte, schrieb, dass Haniel nach Hitlers Machtübernahme zu ihm gesagt hatte, man müsse Hitlers Regierung unterstützen und auch die guten Seiten des Nationalsozialismus anerkennen, da der Nationalsozialismus die Erlösung vom Kommunismus sei. (Quelle)

Karl Haniel gehörte zur Ruhrlade, eine Vereinigung der zwölf einflussreichsten Ruhrindustriellen. Sie existierte von 1928 bis 1939. Einer der Zwölf war der oben erwähnte Naziunterstützer Fritz Thyssen. Ein weiteres Mitglied war Gustav Krupp, ebenfalls ein Naziunterstützer. Die Krupp Familie war eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Haniels hatten schon seit Ende des 18. Jahrhunderts Kontakt zur Krupp Familie (Quelle). Ein weiteres Mitglied der Ruhrlade war der deutsch-jüdische Industrielle Paul Silverberg, einer der mächtigsten Kohleunternehmer Deutschlands. Sein Unternehmen war ein Vorläufer des heutigen Energiekonzerns RWE, der grösste Betreiber von Kohlekraftwerken in Deutschland. Der Ehemann von Silverbergs Schwester war Ernst Landsberg. Dessen Onkel, der deutsch-jüdische Bankier Ludwig Bamberger, war 1870 Mitgründer der Deutschen Bank, die heute die grösste Bank Deutschlands ist.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts kontrollierten die Haniels das Stahlunternehmen GHH. Das Unternehmen war paar Jahrzehnte zuvor mit der finanziellen Unterstützung von Maria Kunigunde von Sachsen gegründet worden. Sie kam aus der sächsischen Königsfamilie und ihr Vater war auch König von Polen und Litauen. Die GHH wurde unter der Führung von Haniel im Bergbau und Maschinenbau aktiv und entwickelte sich zu einem der grössten Unternehmen Deutschlands. Die GHH profitierte stark von der Aufrüstungspolitik der Nazis und wurde systemrelevant für Hitlers Krieg. Während des Zweiten Weltkrieges wurden bei der GHH über 30 000 Zwangsarbeiter eingesetzt. Die GHH hatte bereits im Ersten Weltkrieg Zwangsarbeiter beschäftigt. (Quelle) Die Haniel Familie führte während den beiden Weltkriegen den Aufsichtsrat der GHH. Der Vorstand wurde von 1909 bis 1942 von Paul Reusch geführt, der ein enges Vertrauensverhältnis zu Karl Haniel hatte (Quelle). Paul Reusch gehörte zusammen mit Karl Haniel, Krupp, Thyssen und Silverberg zur oben erwähnten Ruhrlade.

Paul Reusch und Karl Haniel waren Mitglied des 1922 gegründeten Vereins Gäa. Dieser bestand zum Grossteil aus deutschen Adligen. Der Verein finanzierte rechte Propaganda. Er wurde nach Hitlers Machtübernahme aufgelöst. Karl Haniel war Vorsitzender des Vereins. Paul Reusch hatte übrigens Kontakt zum bayerischen Kronprinzen Rupprecht von Bayern. (Quelle: 1, 2, 3) Im Vorstand von Gäa war auch der Naziunterstützer Albert Vögler, der zur oben erwähnten Ruhrlade gehörte und somit Karl Haniel kannte.

Paul Reusch nutzte seinen Einfluss, um linke Parteien in der Weimarer Republik zu bekämpfen. Er war Ende der 20er Jahre in die geheime Wiederaufrüstung des deutschen Militärs involviert (Deutschland durfte seit Ende des Ersten Weltkrieges keine Aufrüstung betreiben). 1932 traf er sich mit den führenden Nazis Adolf Hitler und Heinrich Himmler und sicherte ihnen seine Unterstützung zu. Paul Reusch wurde 1931 Mitglied des Stahlhelmbunds, der ebenfalls linke Parteien bekämpfte. (Quelle) Der Bund bestand seit 1918 und kontrollierte rechte paramilitärische Strukturen in der Weimarer Republik. Der Bund war antisemitisch und viele der Anhänger glaubten an eine jüdische Weltverschwörung. Der Bund plante eine Diktatur zu errichten, die linke Bewegungen und die jüdische Elite bekämpfen sollte. Daher unterstützte der Bund die Machtübernahme Hitlers 1933.

Paul Reusch war zur Zeit des Naziregimes in der Führung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die am Goldraub der Nazis beteiligt war. Die BIZ ist bis heute eine der einflussreichsten Instanzen der Finanzelite und gilt als Zentralbank aller Zentralbanken. Sie hat ihren Hauptsitz in der Schweiz. Paul Reusch wird über die BIZ die deutschen Bankiers Kurt von Schröder und Hjalmar Schacht (Freimaurer) gekannt haben, zwei der wichtigsten Unterstützer von Hitlers Machtübernahme. Während sie Deutschland bei der BIZ vertraten, waren dort auch angloamerikanische Interessensvertreter, darunter der britische Zentralbankenchef Montagu Norman und Bekannte der Rockefeller Familie. (Quelle)

Paul Reuschs Sohn Hermann führte nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1966 den Vorstand der GHH und wird daher die Haniel Familie gekannt haben, da diese weiterhin den Aufsichtsrat führte.

Geschäftsaktivitäten der Haniels in den letzten 70 Jahren

Nach dem Zweiten Weltkrieg wollten die Alliierten den Einfluss des Haniel-Konzerns eindämmen. Der Konzern wurde in drei Teile aufgeteilt. Ein Teil umfasste das Stahlgeschäft des Konzerns, das später von der Thyssen Familie gekauft wurde, die wie gesagt die Haniels kannte. Ein weiterer ausgegliederter Teil umfasste das Kohlegeschäft des Konzerns. Dieser wurde später Teil der 1968 gegründeten Ruhrkohle AG. Die Ruhrkohle AG war eines der grössten deutschen Unternehmen (Quelle). Aus ihr entwickelte sich der heutige Mischkonzern RAG sowie der Chemiekonzern Evonik Industries. Zu den Gründern der Ruhrkohle AG gehörte auch der Konzern der Krupp Familie, die wie gesagt die Haniels kannte. Von der Haniel kontrollierten GHH blieb nach der Aufteilung nur der Teil übrig, der im Maschinen- und Anlagenbau aktiv war. Dennoch hat dies den Haniels nicht stark geschadet. In den folgenden Jahren entwickelte sich die GHH zum grössten Maschinen- und Anlagenbauer Europas. Die Haniels kontrollierten das Unternehmen bis in die 80er Jahre. Darauf firmierte die GHH unter dem Namen MAN. Seit 2011 wird MAN vom deutschen Automobilkonzern VW kontrolliert und trägt seit 2018 den Namen Traton.

1868 gründeten die Haniels ein Unternehmen, aus dem sich die spätere Rheinpreussen AG entwickelte. Das Unternehmen war im Kohlebergbau und der Chemieindustrie aktiv. Zur Zeit des Naziregimes stieg es in die Kraftstoffherstellung ein und betrieb Tankstellen. Die Haniels kontrollierten das Unternehmen bis in die 1960er Jahren und verkauften es dann dem deutschen Öl- und Gaskonzern DEA. 2019 fusionierte die DEA zur heutigen Wintershall Dea, die derzeit das grösste deutsche Erdölunternehmen ist. Zurzeit wird das Unternehmen vom deutschen Chemiekonzern BASF und dem russischen Milliardär Mikhail Fridman kontrolliert.

Seit den 1960er Jahren kontrollierte die Haniel Familie zusammen mit den Familien Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim das Einzelhandelsunternehmen Metro. In den folgenden drei Jahrzehnten entwickelte sich Metro zum grössten Einzelhändler Deutschlands. In den letzten 10 Jahren wurde Metro aber von Aldi und der Schwarz-Gruppe überholt, die nun die grössten deutschen Einzelhändler sind. Metro ist aber nach wie vor einer der zehn grössten Einzelhändler der Welt. Die Haniel Familie besitzt heute nur noch 2,7 Prozent der Anteile an Metro. Die mit Haniel verbundenen Familien Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim sind immer noch Grossaktionär von Metro und dadurch Milliardäre. Bis 2019 waren die Haniels ebenfalls Grossaktionär und verkauften dann den Grossteil der Anteile an den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky, einer der einflussreichsten Geschäftsmänner Tschechiens.

2017 wurde das Elektronikhandelsgeschäft des Metro-Konzerns ausgegliedert, woraus sich Ceconomy bildete. Ceconomy besitzt die deutschen Einzelhändler MediaMarkt und Saturn. Ceconomy ist damit der grösste Elektronik-Einzelhändler Europas. Die Haniel Familie ist derzeit der grösste Aktionär von Ceconomy mit einem Anteil von mehr als 20 Prozent. Die Milliardärsfamilien Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim sind ebenfalls Grossaktionäre sowie die italienische Milliardärsfamilie Agnelli.

Die Haniel Familie hält ihre Anteile über ihre Unternehmensgruppe “Franz Haniel & Cie.“, die sich vollständig in Familienbesitz befindet. Zur Gruppe gehören mehrere kleinere Unternehmen. Deren Geschäftsfelder umfassen Textilien, Sicherheitsindustrie, Verpackungsmaschinen, Recycling von Edelstahlabfällen, Matratzen sowie Fischerei und Fischzucht.

In den 1990er Jahren galten die Haniels als die reichste deutsche Familie neben Albrecht (Aldi) und Quandt (BMW). 2017 wurde das Vermögen der Haniel Familie auf 6,8 Milliarden Euro (etwa 8 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle).

Franz Markus Haniel

Franz Markus Haniel (*1955) war im Aufsichtsrat von Metro und “Franz Haniel & Cie“. Er arbeitete seit 1986 für Firmen der Milliardärsfamilie Quandt. Die Quandts beriefen Haniel in den Aufsichtsrat ihres Automobilkonzerns BMW. (Quelle) Haniel ist mit dem Milliardär Stefan Quandt befreundet (Quelle). Die Haniel Stiftung förderte gemeinsam mit einer Stiftung der Quandt Familie die “Atlantische Initiative“, ein Verein zur Förderung von deutsch-amerikanischen Beziehungen (Quelle). 

Franz Markus Haniel arbeitete für die schweizerische Holding der Familie Thyssen-Bornemisza (Quelle). Somit sind die Haniels seit 100 Jahren mit der Thyssen Familie verbunden (sind heute ebenfalls Milliardäre).

Franz Markus Haniel ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Technologie- und Edelmetallkonzerns Heraeus. Er wird daher die Milliardärsfamilie Heraeus kennen, die das Unternehmen kontrolliert.

Franz Markus Haniel ist im Kuratorium der Haniel Stiftung. Derzeit ist auch Nathalie von Siemens im Kuratorium (Stand 23.10.2021). Die Siemens Familie gehört wie die Haniels schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Unternehmerfamilien Deutschlands.

Franz Markus Haniel kennt Stefan Oschmann (Foto). Oschmann leitete den deutschen Pharmakonzern Merck. Er wird daher die Merck Familie (Milliardäre) kennen, die das Unternehmen kontrolliert.

Franz Markus Haniel war in der Geschäftsführung von Giesecke+Devrient. Der deutsche Konzern ist ein weltweit aktiver Dienstleister für Zahlungsverkehr und IT-Sicherheit. Zu den Kunden gehören Zentralbanken und Grosskonzerne. Franz Markus Haniel war Berater bei Booz Allen Hamilton. (Quelle) Das US-amerikanische Beratungsunternehmen ist fest mit den US-Geheimdiensten verbunden. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es “die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle

Die Haniels haben Kontakte zu Josef Esch. Er führte die Bank der Oppenheim Familie. (Quelle)

Franz Markus Haniel kennt den Milliardär Hubert Burda, der eines der grössten deutschen Medienunternehmen besitzt. Die Burda Familie organisiert den Burda DLD Nightcap, eine jährlich stattfindende Party in Davos. 2013 waren neben Burda und Franz Markus Haniel auch folgende Personen auf der Party:

  • Die indische Milliardärsfamilie Mittal.
  • Führende Mitarbeiter von Google, Facebook und Twitter sowie der YouTube-Gründer Chad Hurley.
  • Roland Berger. Der Multimillionär gründete das Beratungsunternehmen Roland Berger.
  • Klaus Kleinfeld. Er leitete den führenden deutschen Elektrokonzern Siemens. Er gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er war CEO des Aluminiumkonzerns Alcoa. Er ist ein Wirtschaftsberater der saudischen Königsfamilie und leitet ihr Bauprojekt Neom.
  • Hartmut Ostrowski. Er leitete Bertelsmann, den grössten deutschen Medienkonzern.
  • Kai Diekmann. Er war Chefredakteur der BILD-Zeitung.
  • Arianna Huffington. Die US-Amerikanerin gründete die Onlinezeitung Huffington Post.
  • Guido Westerwelle. Der ehemalige Aussenminister gehörte zur Parteispitze der FDP.
  • Viviane Reding. Die Luxemburgerin war EU-Kommissarin.
  • Gabriele Aga Khan. Sie heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. Gabriele heiratete in zweiter Ehe den religiösen Führer Karim Aga Khan IV.. Ihre Mutter heiratete in die Thyssen Familie.

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Bemerkenswerte Heiraten

Carl Lueg (1833-1905), der mütterlicherseits aus der Haniel Familie kam, heiratete in die Bagel Familie, eine hugenottische Einwandererfamilie. Die Bagel Familie besitzt bis heute die Druckerei- und Verlagsgruppe Bagel. Sie heirateten in die Milliardärsfamilie Henkel und Simone Bagel-Trah leitet derzeit den Aufsichtsrat des Henkel-Konzerns. Die Bagel Familie heiratete auch in die Thyssen Familie, die mit den Haniels verbunden ist.

Max Haniel (1813-1887) heiratete eine Tochter des Industriellen James Cockerill. James war der Sohn eines englischen Einwanderers. Die Cockerill Familie wurde auch in der belgischen Industrie aktiv. James Cockerill hatte zwei Töchter, die in die Suermondt Familie heirateten. Eine heiratete den Unternehmer Barthold Suermondt. Nach ihrem Tod heiratete Barthold eine Tochter von Max Haniel. Die Suermondts waren niederländische Einwanderer. Die Familien Cockerill und Suermondt gründeten 1838 gemeinsam mit Friedrich Thyssen das Bergbau- und Metallunternehmen Stolberger Zink. Somit kannten Cockerill und Suermondt die Thyssen Familie bereits vor ihrem wirtschaftlichen Aufstieg, da die Thyssens erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den führenden Industriellen aufstiegen. Die Suermondts gründeten 1870 das Stahlunternehmen Rheinstahl. Seit den 1920er Jahren war das Unternehmen eng mit dem Stahlkonzern der Thyssen Familie verbunden. In den 1970er Jahren wurde Rheinstahl Teil des Thyssen-Konzerns. Rheinstahl war zudem 1968 Mitgründer der Ruhrkohle AG, die das Kohlegeschäft der Haniel Familie übernahm.

Der geadelte Politiker John Haniel (1849-1912) heiratete in die Unternehmerfamilie Stinnes. Hugo Stinnes war einer der mächtigsten Industriellen in der Weimarer Republik. Er war geschäftlich mit der Thyssen Familie verbunden.

Erna Carp (1881-1938), die mütterlicherseits aus der Haniel Familie kam, heiratete den Politiker Karl von Starck. Er kam mütterlicherseits aus der Uradelsfamilie Baumbach. Heute führt ein Familienzweig der Baumbach Familie den Pharmakonzern “Boehringer Ingelheim“ und ist eine der reichsten Familien Deutschlands.

Der geadelte Edgar Haniel von Haimhausen (1870-1935) war Diplomat und Staatssekretär im Auswärtigen Amt. In erster Ehe heiratete er in die Uradelsfamilie Brauchitsch. Seine zweite Ehefrau hatte zuvor einen deutschen Adligen geheiratet. Ihr Sohn Alexander von Branca heiratete in die Uradelsfamilie Guttenberg. Das bekannteste heutige Familienmitglied ist Karl-Theodor zu Guttenberg, ein Lobbyist und ehemaliger Verteidigungsminister Deutschlands.

Lucy Cockerill (1860-1913), die mütterlicherseits aus der Haniel Familie kam, heiratete in die Uradelsfamilie Adelmann.

Die Kinder von Julius Haniel (1815-1880) heirateten in den deutschen Adel, darunter in die Uradelsfamilien Dürckheim und Levetzow.

Das Vermögen der Haniel Familie ist auf etwa 680 Familienmitglieder aufgeteilt. Viele davon tragen nicht den Namen Haniel und es werden vermutlich mehrere Adlige darunter sein.

Übrigens: Ein Unternehmer namens Wilhelm Haniel war Mitglied einer Freimaurerloge im Ruhrgebiet (Quelle), wo auch die Haniels lebten. Es könnte also Wilhelm Haniel (1764-1819) sein, ein Bruder des Unternehmensgründers Franz Haniel (1779-1868).

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Jain Familie

Die Jain Familie ist eine der einflussreichsten Unternehmerfamilien der indischen Medienlandschaft. 2019 wurde das Familienvermögen auf 1,75 Milliarden US-Dollar geschätzt. 2008 waren es noch 4,4 Milliarden. (Quelle)

Die Jain Familie kontrolliert “The Times Group“ (auch bekannt als “Bennett, Coleman and Company“). Das Zeitungsunternehmen wurde 1838 von Briten in Indien gegründet und geführt. Indien war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute noch zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. 1946 übergaben die Briten das Medienunternehmen den indischen Familien Jain und Dalmia. Die beiden Familien waren über eine Heirat verwandt. Die Dalmia Familie kontrolliert heute die Dalmia Group, ein Mischkonzern. Sie sind Milliardäre.

The Times Group ist heute einer der grössten Medienkonzerne Indiens und wird noch immer von der Jain Familie kontrolliert. Zum Konzern gehören:

  • The Times of India, die auflagenstärkste englischsprachige Tageszeitung der Welt.
  • The Economic Times, die zweitgrösste Finanzzeitung der Welt.
  • Noch weitere kleinere Zeitungen.
  • Radio Mirchi, einer der meistgehörten Radiosender in Indien.
  • Mehrere Fernsehsender.
  • Times Internet, ein Internetunternehmen.

Die Jain Familie ist über eine Heirat mit der Goenka Familie verwandt (Quelle: 1 und 2). Die Goenka Familie kontrolliert das Medienunternehmen Indian Express Limited, das mehrere indische Zeitungen besitzt. Es gibt zudem mehrere indische Milliardäre mit dem Familiennamen Goenka, bei denen aber unklar ist, ob sie verwandt sind.

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Chávez und Maduro Familie

Die Familien Chávez und Maduro sind Teil der ve­ne­zo­la­nischen Elite. Hugo Chávez war von 1999 bis zu seinem Tod 2013 Präsident von Venezuela. Seither ist sein Vertrauter Nicolás Maduro Präsident des Landes.

Hugo Chávez (1954-2013) war, bevor er in die Politik ging, Oberstleutnant beim ve­ne­zo­la­nischen Militär. Er gründete 1982 die MBR-200, eine politische Bewegung. Sie baute innerhalb des Militärs ein Netzwerk auf, das 1992 einen Putschversuch unternahm. Hugo Chávez führte den Putsch an. Da dieser aber scheiterte, kam er ins Gefängnis. 1994 wurde er begnadigt. Nach seiner Freilassung begann er sich um das Amt des Präsidenten zu bewerben. Er gründete 1997 eine eigene Partei und wurde 1999 zum Präsidenten des Landes gewählt. Nach seinem Tod 2013 wurde sein Vertrauter Nicolás Maduro Präsident, der seit 2006 ve­ne­zo­la­nischer Aussenminister gewesen war. Maduro heiratete 2013 Cilia Flores, die eine Anwältin von Hugo Chávez war, als dieser im Gefängnis sass. Seit Chávez Machtübernahme gehört sie zur politischen und juristischen Elite des Landes.

Hugo Chávez hatte schon vor seiner Machtübernahme den kubanischen Herrscher Fidel Castro getroffen. Die ve­ne­zo­la­nische Regierungsspitze ist bis heute mit der Castro Familie verbunden. Hugo Chávez und sein Nachfolger Nicolás Maduro gelten als Feinde der westlichen Elite. Ihre Regierung pflegt enge Beziehungen zu allen Staaten, die mit den USA und ihren Verbündeten verfeindet sind. Dazu zählen folgende Länder: Kuba, China, Nordkorea, Russland, Belarus (Weissrussland), Iran und Syrien.

Venezuela ist das erdölreichste Land der Welt und besitzt geschätzt 18 Prozent der weltweiten Erdölreserven. Venezuela besitzt auch die achtgrössten Gasreserven der Welt. Hugo Chávez verstaatlichte 2007 die venezolanische Ölindustrie. Die US-amerikanischen und europäischen Ölkonzerne mussten ihre Geschäfte in Venezuela aufgeben. Seither wird die dortige Ölindustrie vom staatlichen Öl- und Gaskonzern PDVSA kontrolliert. Bis vor wenigen Jahren war die PDVSA eines der umsatzstärksten Unternehmen Südamerikas und war zeitweise auch einer der umsatzstärksten Ölkonzerne der Welt. Die Regierung kontrolliert auch die “Banco de Venezuela“, die grösste Bank des Landes. Sie wurde von Hugo Chávez verstaatlicht.

Hugo Chávez inszenierte sich als Sozialist, der die Interessen der Armen und der Arbeiter vertritt. Er feuerte aber zwanzigtausend streikende Arbeiter, weil er sich von diesen genervt fühlte (Quelle). Er soll ein geheimes Vermögen von einer Milliarde US-Dollar angehäuft haben. Das globale Analyseunternehmen “Criminal Justice International Associates“ behauptet, dass die Familie Chávez und Hunderte von Mitarbeitern ein Zehntel der Erdöleinnahmen gestohlen haben, die Venezuela seit Chávez Machtübernahme durch Ölverkäufe eingenommen hatte. Sie hätten damit ein Vermögen von 100 Milliarden US-Dollar erbeutet. (Quelle) Asdrúbal Chávez (*1954) ist ein Cousin von Hugo Chávez. Er ist derzeit Präsident der PDVSA, die wie gesagt die ve­ne­zo­la­nische Ölindustrie kontrolliert. Er war auch Minister für Erdöl und Bergbau. Er steht Präsident Maduro nahe.

Maria Gabriela Chávez (*1980) ist eine Tochter von Hugo Chávez. Sie war stellvertretende Botschafterin Venezuelas bei den Vereinten Nationen. Ihr Vermögen wird auf 4,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ein Grossteil des Vermögens soll sich auf Konten in den USA und Andorra befinden. (Quelle) Maria Gabriela Chávez gilt als Verbündete des Präsidenten Nicolás Maduro. Dennoch war oder ist sie noch immer mit dem Venezolaner César Omaña befreundet, der inzwischen in den USA lebt. Er soll 2019 den ve­ne­zo­la­nischen Geheimdienstchef Manuel Christopher Figuera davon überzeugt haben, einen Putschversuch gegen Maduro zu unternehmen. Der Putsch scheiterte. César Omaña unterhält Kontakte zu Oppositionsführern wie Leopoldo López, aber auch Kontakte zu hochrangigen regimetreuen Funktionären. (Quelle)

Nicolás Maduro regiert wie sein Vorgänger Hugo Chávez autoritär. Seit 2013 leidet Venezuela unter einer starken Wirtschaftskrise und die Armutsquote stieg in den letzten Jahren auf 90 Prozent. Dies hat bereits bestehende soziale Unruhen verstärkt. Darauf reagierte Maduro mit einem noch autoritäreren Regierungsstil, der man inzwischen als diktatorisch bezeichnen kann. Er hat die Pressefreiheit stark eingeschränkt. Seit 2017 steigt die Zahl willkürlicher Verhaftungen und Gewalttaten gegenüber Medienschaffenden durch Polizei und Geheimdienst. Venezuela gilt als eines der Länder, in denen am meisten Menschen von Sicherheitskräften getötet werden. Die UN-Untersuchungskommission zu Venezuela teilte mit, die Foltermethoden des venezolanischen Geheimdienstes würden immer gewalttätiger werden. Der Geheimdienst nutze auch geheime Hafteinrichtungen (gab es schon in anderen südamerikanischen Diktaturen) (Quelle).

Hugo de los Reyes Chávez (*1933) ist der Vater von Hugo Chávez. Er war von 1998 bis 2008 Gouverneur des ve­ne­zo­la­nischen Bundesstaates Barinas. Danach war sein Sohn Adán Chávez bis 2017 Gouverneur des Bundesstaates. Adán ist Botschafter in Kuba, war Bildungsminister und gehört zur Führung von Maduros Partei. Seit 2017 ist sein Bruder Argenis Chávez Gouverneur des Bundesstaates Barinas. Ihm wird Korruption vorgeworfen.

Chávez und Maduro verwandelten Venezuela in eines der korruptesten Länder der Welt. Die ve­ne­zo­la­nischen Sicherheitsbehörden sind fest mit dem Kokainhandel verbunden. Das Nachbarland Kolumbien ist der grösste Kokainproduzent der Welt und geschätzt 70 Prozent des gesamten Kokains wird in Kolumbien angebaut. Der Grossteil des Kokaanbaus in Kolumbien wird von der FARC kontrolliert. Die FARC ist eine linkspolitische Guerilla, die mit südamerikanischen Drogenkartellen zusammenarbeitet. Seit Hugo Chávez an der Macht war, bauten die venezolanischen Sicherheitsbehörden enge Kontakte zur FARC auf. Die kolumbianischen Guerillas durften ihre Lager in Venezuela errichten und erhielten venezolanische Papiere. Das ve­ne­zo­la­nische Militär, das die Grenze zu Kolumbien kontrolliert, duldet den Kokainschmuggel der FARC. Mindestens ein Drittel des Kokains aus Kolumbien wird über Venezuela nach Europa und in die USA geschmuggelt, schätzen internationale Fachleute. (Quelle)

Hochrangigen venezolanischen Politiker und Militärs wurde in den letzten Jahren vorgeworfen, im grossen Stil Drogenhandel und Geldwäsche zu betreiben. Diosdado Cabello, ein Minister und Mitglied des Militärs, soll sogar ein eigenes Drogenkartell leiten und kontrolliert eigene regierungstreue Paramilitärs, die ebenfalls in der organisierten Kriminalität aktiv sind. Cabellos Bruder José ist ebenfalls in der Politik und gilt ebenso als korrupt und kriminell. (Quelle) Tareck El Aissami ist ein hochrangiger Politiker und Vertrauter von Maduro. Als er studierte, war Adán Chávez (Bruder von Hugo Chávez) sein Professor. In den letzten Jahren wurde Tareck vorgeworfen, mit der organisierten Kriminalität verbunden zu sein. Er kommt aus einer syrischen Einwandererfamilie. Sein Grossonkel Shibli al-Aysami war Vizepräsident von Syrien (Syrien und Venezuela haben ein gutes Verhältnis). Tareck ist mit der libanesischen Partei Hisbollah verbunden. (Quelle) Die Hisbollah ist im Drogenhandel aktiv ist und ihre Miliz gilt dadurch als eine der reichsten Milizen der Welt. In Venezuela gibt es viele syrische und libanesische Einwanderer. Darunter die syrische Unternehmerfamilie Makled, die auch in der organisierten Kriminalität tätig ist. Walid Makled sitzt in einem venezolanischen Gefängnis, aber er hat es sehr gemütlich dort. Er hat Internetzugang und wenn ihm langweilig wird, darf er das Gefängnis verlassen und amüsiert sich in Diskotheken und Bordellen. Als Drogenboss weiss er, welche Politiker und Militärs in Drogenhandel und Geldwäsche involviert sind. Er hat angeblich belastende Dokumente bei Anwälten in der ganzen Welt deponiert, die veröffentlicht werden, wenn ihm was zustossen sollte. (Quelle) Da hochrangige Politiker und Militärs in illegale Geschäfte verwickelt wurden, können die venezolanischen Mafiabosse die Elite des Landes erpressen und sich so vor der Strafverfolgung schützen. Umgekehrt weiss die venezolanischen Elite genau, wer die führenden Drogenhändler sind und könnte diese verhaften lassen, wenn sie wollte. Somit haben beide Seiten ein Druckmittel in der Hand, was dazu führt, dass beide Seiten gezwungen sind weiterhin miteinander zu kooperieren.

2015 wurden zwei Neffen von Maduros Frau in Haiti von US-Behörden festgenommen, weil sie versuchten 800 Kilogramm Kokain in die USA zu schmuggeln. 2017 wurden die beiden in den USA zu 18 Jahren Haft verurteilt. (Quelle)

Chávez grosses Vorbild war der Revolutionär Simón Bolívar (1783-1830). Bolívar ist der Nationalheld mehrerer südamerikanischer und karibischer Länder. Er war einer der wichtigsten Führer der Unabhängigkeitskriege gegen die spanische Kolonialherrschaft in Venezuela, Kolumbien, Bolivien, Panama und Ecuador. Er war Freimaurer und erreichte den 33. Grad (der höchste Freimaurergrad) (Quelle). Nachdem die spanische Kolonie Venezuela unabhängig von Spanien geworden war, gründete eine Gruppe von Freimaurern die Republik Venezuela. Nach Angaben der Grossloge von Venezuela waren 13 der 15 Präsidenten, die Venezuela im 19. Jahrhundert hatte, Freimaurer. Im 20. Jahrhundert war angeblich nur ein Präsident Freimaurer, nämlich Raúl Leoni Otero. (Quelle) Chávez hatte in der Armee unter der Führung von Víctor Higuera gedient. Als Chávez 1999 die Macht erlangte, wurde Higuera Grossmeister der Freimaurer in Venezuela. Er war noch bis 2005 Grossmeister. Chávez gilt als möglicher Freimaurer. (Quelle) Chávez wollte einer Freimaurerloge beitreten, aber die Freimaurer wollten ihn angeblich nicht aufnehmen. Ihn den letzten Jahren hat sich das Verhältnis zwischen den Freimaurern und Maduros Regierung scheinbar verschlechtert, da die Freimaurer in der Opposition vertreten sind. (Quelle) Juan Guaidó, einer der führenden Köpfe der Opposition in Venezuela, ist scheinbar Freimaurer (Quelle)

Hugo Chávez hatte diplomatischen Kontakt zu Königsfamilien. Er traf die britische Queen und den belgischen König Albert II. sowie den japanischen Kaiser Akihito. (Fotos: 1, 2, 3). Er traf mehrfach den spanischen König Juan Carlos (Fotos auf Google). Er traf die Herrscher von Saudi-Arabien und Katar (Foto). Er traf Papst Benedikt XVI. (Foto). Die katholische Kirche ist das führende Gotteshaus in Venezuela und über 90 Prozent der Bevölkerung gehört ihr an. Maduro traf den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle). Maduro traf die Könige von Saudi-Arabien und Niederlande. (Fotos: 1 und 2).

Chávez und Maduro gelten als Antisemiten und übereifrige Israelkritiker. Chávez förderte die Theorie einer jüdischen Weltverschwörung und noch weitere Verschwörungstheorien. Maduros Grosseltern waren aber sephardische Juden, die zum Katholizismus konvertierten (Quelle). Er könnte also mit der sephardisch-jüdischen Maduro Familie verwandt sein, die auf dem karibischen Inselstaat Curaçao lebt, der vor Venezuela im Meer liegt. Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gibt es in Curaçao eine wohlhabende jüdische Community, bestehend aus portugiesisch-jüdischen Einwanderern, die früher eng mit der niederländischen Kolonialelite in Kontakt standen. Sie trieben Handel mit Venezuela und manche emigrierten dorthin. Salomon Elias Levy Maduro gründete 1837 in Curaçao ein Handelsgeschäft. Die Maduro-Unternehmensgruppe besteht bis heute und konzentriert sich auf Schifffahrt, Gütertransport sowie die Reise- und Tourismusbranche. 1916 gründete die Maduro Familie aus Curaçao die Maduro’s Bank, die erste Geschäftsbank der Insel. 1932 fusionierte sie mit der Curiel’s Bank, die 1927 von der sephardisch-jüdischen Curiel Familie gegründet wurde. (Quelle: 1 und 2) Sie sind womöglich Nachfahren der sephardisch-jüdischen Kaufmanns- und Diplomatenfamilie Curiel aus Portugal und Spanien, die im 16. und 17. Jahrhundert zu den einflussreichsten und wohlhabendsten Juden gehörte. Sie vertraten Portugal und Spanien als Diplomaten in den Niederlanden und wurden Mitte des 17. Jahrhunderts in den portugiesischen Adel aufgenommen. Durch die Fusion der Banken der Familien Maduro und Curiel aus Curaçao entstand die heutige “Maduro & Curiels Bank“. Sie ist nach eigenen Angaben der grösste Arbeitgeber in der Privatwirtschaft der Inselstaaten Curaçao, Aruba und Sint Maarten. Die drei ehemaligen niederländischen Kolonien gehören bis heute zum Königreich der Niederlande und der niederländische König ist immer noch das Staatsoberhaupt.

Der Politiker Ricardo Maduro ist mit der Maduro Familie aus Curaçao verwandt. Ricardo war von 2002 bis 2006 Präsident des mittelamerikanischen Staates Honduras. Er ist ein Verwandter von Eric Arturo Delvalle, der von 1985 bis 1988 Präsident des mittelamerikanischen Staates Panama war (Nachbarland von Kolumbien). Erics Onkel Max Delvalle war kurzzeitig ebenfalls Präsident von Panama und gilt als der erste jüdische Präsident auf dem amerikanischen Kontinent. (Quelle)

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Mars Familie

Franklin Clarence Mars gründete 1911 ein Unternehmen, das Süsswaren herstellte und verkaufte. Daraus entwickelte sich der Lebensmittelkonzern Mars Incorporated, der bis heute von der Mars Familie kontrolliert. Mars Incorporated ist eines der grössten Familienunternehmen der USA und befindet sich vollständig in Familienbesitz.

Das Vermögen der Mars Familie wird auf bis 142 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie ist damit eine der reichsten Familien der Welt (Quelle).

Mars Incorporated ist der grösste Süsswarenkonzern der Welt. Dem Konzern gehören unter anderem Snickers, Twix, Mars, Milky Way, Bounty und M&M. Der Konzern besitzt auch den Uncle-Ben’s-Reis und ist der weltweit grösste Hersteller und Vermarkter von Kaugummis.

Mars Incorporated ist der grösste Schokoladenhersteller der Welt. Ein grosser Teil des Kakaos, den Mars aus Entwicklungsländern kauft, ist Produkt von Kinderarbeit. In Westafrika, wo am meisten Kakao produziert wird, müssen geschätzt zwei Millionen Kinder in den Kakaoanbaugebieten gefährliche Arbeiten verrichten (Macheten schwingen, schwere Lasten tragen, Pestizide ohne Schutzmaterial versprühen). Mars Incorporated sagt selbst, sie können nicht garantieren, dass ihre Schokoladen ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Mars Incorporated weiss nach eigenen Angaben nicht, wo der Grossteil seines Kakaos angebaut wird. Mars kann nur bei 24 Prozent seines Kakaos den Ursprungsort zurückverfolgen. In Westafrika hat sich zudem ein Netzwerk von Menschenhändlern gebildet, die minderjährige Zwangsarbeiter an Kakaobauern verkaufen. Korruption bei westafrikanischen Behörden, die eigentlich Zwangsarbeit und Menschenhandel bekämpfen sollten, verschärfen das Problem. (Quelle: 1, 2, 3)

Mars Incorporated ist der grösste Haustiernahrungskonzern der Welt und besitzt Tierfuttermarken wie Whiskas, Pedigree und Kitekat. Deren Produkte gelten als ungesund oder gar gesundheitsschädlich. Es ist vermutlich nur ein Zufall, aber Mars ist inzwischen in der Tiermedizin aktiv und besitzt seit 2017 das Unternehmen VCA, das über tausend Tierkliniken in Nordamerika betreibt.

Der Multimilliardär John Mars (*1935) traf sich 2015 mit der britischen Queen, die ihn zum Ehrenritter ernannte. (Quelle: 1 und 2)

Adrienne Mars war zwischen 1988 und 2002 im Vorstand des WWF. Sie ist seit 1979 Mitglied des 1001 Nature Trust. (Quelle) Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.

Die Milliardärin Valerie Mars (*1959) war im Vorstand des Automobilkonzerns Fiat Chrysler. Daher wird sie womöglich die italienische Milliardärsfamilie Agnelli kennen, die den Konzern kontrolliert. Valerie Mars war im Beirat der nordamerikanischen Abteilung der Rabobank, eine der grössten niederländischen Banken.

Die Milliardärin Pamela Mars-Wright (*1960) war Vorsitzende von Mars Incorporated. Sie war im Aufsichtsrat des niederländischen Bierkonzerns Heineken. Dadurch wird sie die Familie Carvalho-Heineken kennen, die reichste Unternehmerfamilie der Niederlande. Pamela Mars-Wright war zur selben Zeit im Aufsichtsrat wie Annemiek Fentener van Vlissingen. Er kommt aus der niederländischen Milliardärsfamilie van Vlissingen. Pamela Mars-Wright ist im Aufsichtsrat des niederländischen Mischkonzerns SHV, der von der van Vlissingen Familie kontrolliert wird, die auch im Aufsichtsrat vertreten ist.

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Huntington Familie

Der Engländer Simon Huntington emigrierte im 17. Jahrhundert nach Nordamerika. Viele seiner Nachkommen gehörten elitären Kreisen an.

Samuel Huntington (1731-1796) war einer der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung und somit einer der Gründerväter der USA. Er gehörte zu den führenden Köpfen der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Er war Präsident des Kontinentalkongresses. Dieser bestand aus der Elite der 13 Kolonien der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses, darunter Huntington, gründeten daraufhin die USA.

Samuel Huntington war einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaates Connecticut. Sein gleichnamiger Neffe und Adoptivsohn wurde einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Ohio. Der Neffe war der zweite Grossmeister der Freimaurer in Ohio (Quelle: 1 und 2)

Ebenezer Huntington (1754-1834) und sein Halbbruder Jedediah Huntington (1743-1818) besetzten führende Positionen in der Kontinentalarmee, die vom Kontinentalkongress gesteuert wurde. Die Halbbrüder waren Gründungsmitglieder der Society of the Cincinnati, die bis heute besteht. Die Nachfahren der Gründungsmitglieder haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft, was demnach auch für die Nachfahren der Huntington Brüder gelten sollte. Ebenezer Huntington war Freimaurer und Royal Arch Mason (Quelle). Jedediah Huntingtons Schwiegervater war Jonathan Trumbull, der erste Gouverneur des Bundesstaates Connecticut.

Jabez W. Huntington (1788-1847) war im US-Senat und vertrat den Bundesstaat Connecticut. Er war Freimaurer (Quelle: 1 und 2).

William Huntington Russell (1809-1885) kam mütterlicherseits aus der Huntington Familie. Er war der Gründer von Skull and Bones. Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Sie ist Gegenstand diverser Verschwörungstheorien. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken (Quelle: 123). Bei Skull and Bones waren bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Bush, RockefellerVanderbiltHarriman, Whitney, Taft und Adams (Quelle). William Huntington Russells Vorfahren gehörten zu den Gründern der Yale Universität, wo Skull and Bones wie gesagt Mitglieder anwirbt. William Huntington Russell war auch ein Nachkomme von Thomas Hooker (1586-1647). Hooker war ein puritanischer Kolonialführer, der die englische Kolonie Connecticut in Nordamerika gründete. Seine Nachfahren gehörten seither zur nordamerikanischen Elite. Zu seinen Nachfahren gehörten unter anderem der US-Präsident William Howard Taft sowie die Familien Morgan und Burr.

William Huntington Russell war ein Cousin von Samuel Russell (1789-1862). Samuel zog nach China und gründete dort 1824 das Handelshaus “Russell & Company“. 1834 beendete das britische Parlament das Monopol der “British East India Company“ auf den Handel zwischen Grossbritannien und China, worauf private Unternehmen das entstandene Vakuum im chinesisch-britischen Handel auffüllen konnten. Diese privaten Handelshäuser wurden zum Grossteil von Familien geführt. Die wichtigsten Familien wären Keswick, Sassoon, Kadoorie, Swire und Jebsen, die noch heute in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv sind und inzwischen alle Milliardäre sind (bis auf Sassoon). “Russell & Company“ war im 19. Jahrhundert das grösste amerikanische Handelshaus in Ostasien und einer der grössten Opiumhändler der Welt. Das Unternehmen bestand bis 1891.

Collis Huntington (1821-1900) war einer der führenden Eisenbahnunternehmer der USA. Das Magazin American Heritage erstellte 1998 eine Liste der reichsten US-Amerikaner aller Zeiten. Collis Huntington belegte darauf Platz 28 (Quelle). Er gründete das Schiffbauunternehmen “Newport News Shipbuilding“. Es besteht bis heute und gehört zum Rüstungskonzern “Huntington Ingalls Industries“, der zu Ehren von Collis Huntington benannt wurde. “Huntington Ingalls Industries“ ist zurzeit einer der grössten Rüstungskonzerne der Welt. Collis Huntington war ein Freund und Geschäftspartner von Isaias Hellman (Freimaurer), der einer der reichsten Bankiers des Landes war.

Zina Huntington (1821-1901) heiratete Joseph Smith. Dieser war der Gründer der “Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“, eine mormonische Kirche. Joseph Smith verfasste das Buch Mormon und ist somit der Begründer des Mormonentums. Die Mormonen sehen Smith als Propheten an. Er war der erste Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und somit das religiöse Oberhaupt. Sein Bruder Hyrum sowie sein Vater Joseph Smith Senior gehörten auch zur Führung der Mormonenkirche. Die Nachkommen von Joseph und Hyrum gehörten ebenfalls zu Kirchenführung und stellten zwei weitere Präsidenten sowie mehrere Patriarchen der Kirche. Joseph Smith und sein Bruder Hyrum sowie ihr Vater waren Freimaurer. Die ersten fünf Präsidenten der Mormonenkirche waren Freimaurer. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5) Das Mormonentum wurde also von Freimaurern gegründet, aber nach Angaben der heutigen Kirchenführung, gibt es inzwischen keine Verbindungen mehr zwischen ihrer Kirche und der Freimaurerei. Der zweite Präsident der Kirche war der Freimaurer Brigham Young. Er war ebenfalls mit Zina Huntington verheiratet und teilte sich die Frau mit dem ersten Präsidenten und Religionsgründer Joseph Smith. Zina Huntington und ihr Vater William Huntington (1784-1846) gehörten zur Kirchenführung.

Helen Huntington (1893-1976) heiratete in die Astor Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA war.

Im Wikipedia-Eintrag zur Kolonialfamilie Huntington wird auch der Politikwissenschaftler Samuel Phillips Huntington (1927-2008) als Nachkomme aufgeführt. Er beriet US-Behörden und die Regierung in Fragen der Sicherheits- und Aussenpolitik. Er war ein enger Freund von Zbigniew Brzezinski, der ebenfalls ein führender Politikberater war (Quelle). Brzezinski gründete gemeinsam mit David Rockefeller die Trilaterale Kommission, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.

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Haus Battenberg/Mountbatten

Alexander von Hessen-Darmstadt (1823-1888) war der Begründer der Hochadelsfamilie Battenberg. Er kam aus der deutschen Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.

Heute lebt die Battenberg Familie in Grossbritannien und hat den Familiennamen zu Mountbatten anglisiert. Sie wurden in den britischen Adel aufgenommen. Sie sind enge Freunde und nahe Verwandte der britischen Königsfamilie.

Die Battenberg Brüder

Alexander von Battenberg (1857-1893) wurde 1879 zum Herrscher von Bulgarien gewählt. Er war Freimaurer und unterstütze die Verbreitung der Freimaurerei in Bulgarien. (Quelle) 1886 musste er aufgrund eines Putsches die Macht in Bulgarien abgegeben.

Sein Bruder Franz Joseph von Battenberg (1861-1924) galt als möglicher Ehekandidat der US-Amerikanerin Consuelo Vanderbilt. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts. Franz heiratete aber schliesslich in die Königsfamilie von Montenegro (Haus Petrović-Njegoš). (Quelle)

Die anderen beiden Brüder wurden durch ihre Heiraten Teil des britischen Hochadels. Einer der Brüder war Heinrich von Battenberg (1858-1896). Er heiratete in die britische Königsfamilie. Er wurde Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Sein Sohn Maurice (1891-1914) war Freimaurer (Quelle). Seine Tochter Victoria (1887-1969) heiratete den spanischen König Alfons XIII.. Sein Sohn Alexander (1886-1960) wurde zum Markgrafen geadelt. Alexander war ebenfalls Freimaurer (Quelle). Er arbeitete für die US-amerikanische Investmentbank Lazard und war Direktor von mehreren Grosskonzernen (Quelle).

Der andere Bruder war Ludwig von Battenberg (1854-1921). Seine Frau kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Hessen und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie. Ludwig wurde Offizier der britischen Marine und Mitglied des Privy Council. Aufgrund der antideutschen Stimmung in Grossbritannien während des Ersten Weltkrieges änderte er den Familiennamen zu Mountbatten. Er wurde 1917 von der britischen Königsfamilie zum Markgrafen geadelt. Seine Nachkommen stehen bis heute der britischen Königsfamilie nahe.

Ludwigs Nachkommen

Die Tochter Alice Mountbatten (1885-1969) heiratete in die griechische Königsfamilie. Ihr Sohn Prinz Philip heiratete die derzeitige britische Königin Elisabeth II.. Philip war Freimaurer (Quelle). Die anderen Kinder von Alice heirateten in den deutschen Hochadel, darunter auch in das Haus Hannover und in das Haus Hessen.

Alices Schwester Louise Mountbatten (1889-1965) heiratete den schwedischen König Gustav VI.. Der König war der Grossmeister der schwedischen Freimaurer (Quelle).

Alices Bruder Markgraf George Mountbatten (1892-1938) war Direktor bei mehreren Unternehmen. Er heiratete in die russische Kaiserfamilie. Seine Frau war lesbisch. Sie hatte angeblich eine romantische Beziehung mit der US-Amerikanerin Gloria Morgan Vanderbilt, die in die Vanderbilt Familie geheiratet hatte, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts.

Der Bruder Louis Mountbatten (1900-1979) besetzte hochrangige Ämter beim britischen Militär und der NATO. Er war Vizekönig von Indien und somit oberster Kolonialbeamte der damaligen britischen Kolonie Indien. Er wurde in den Privy Council aufgenommen und zum Grafen geadelt. Seine Frau kam väterlicherseits aus dem britischen Adel. Mütterlicherseits war sie eine Enkelin des deutsch-jüdischen Bankiers Ernest Cassel, der nach Grossbritannien emigriert war. Ernest Cassel freundete sich mit der britischen Königsfamilie an und wurde Mitglied des Privy Council. Er arbeitete für die Bank der deutsch-jüdischen Familien Bischoffsheim und Goldschmidt. Er war einer der reichsten Bankiers in London. Louis Mountbatten und seine Frau führten eine offene Beziehung. Nach Angaben seines Fahrers besuchte Mountbatten auch Schwulenbordelle, was damals noch strafbar war. Seine Frau Edwina hatte ein romantisches Verhältnis mit dem Inder Jawaharlal Nehru, einer der führenden Köpfe der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Nachdem Indien von Grossbritannien unabhängig wurde, wurde Nehru der erste Premierminister des Landes. Seine Tochter Indira und sein Enkel Rajiv wurden ebenfalls Premierminister von Indien. Nehru hatte viel Kontakt zu Louis Mountbatten, der vor ihm als Vertreter des Königshauses über Indien geherrscht hatte.

In den 1940er Jahren sammelte die US-amerikanische Sicherheitsbehörde FBI Informationen über das Privatleben von Louis Mountbatten. Sie interviewten die Baronin Elizabeth Beresford. Sie sagte dem FBI, dass Louis Mountbatten als Homosexueller mit einer Perversion für kleine Jungen bekannt sei und dass seine Frau Edwina ebenfalls als unberechenbar galt. Die Baronin sagte, Mountbatten und seine Frau gelten als „Personen mit äusserst niedriger Moral“. (Quelle) Die Baronin kam aus der US-amerikanischen Bankiersfamilie Drexel und war durch ihre Ehe Teil des britischen Adels. Weshalb das FBI überhaupt Informationen zu Mountbattens Privatleben sammelte, ist unbekannt. Diese FBI-Akten wurden erst 2019 öffentlich, also 40 Jahre nach Mountbattens Tod.

Es gibt mehrere Männer aus Grossbritannien, die davon berichten, dass sie als Heimkinder Opfer eines pädophilen Netzwerkes waren. Manche davon sagten, sie seien vom Heim in das Schloss von Graf Louis Mountbatten gebracht worden, wo er sie missbraucht hatte. Das bekannteste dieser Heime war das Kincora Jungenheim in Nordirland. Das Heim wurde von Pädophilen geführt. Nach offiziellen Angaben fand der sexuelle Missbrauch nur im Heim statt und der Täterkreis soll nur aus den Mitarbeitern des Heimes bestanden haben. Die Opfer sagen allerdings, sie wurden nicht nur im Heim missbraucht, sondern seien auch an andere Orte gebracht worden, wo sie von Männern vergewaltigt wurden, die keine Angestellte des Heimes waren. Unter den Tätern sollen Politiker gewesen sein. Mehrere Mainstreamjournalisten und Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden sowie ein Bestseller-Buch zweifeln die offizielle Version an und glauben den Opfern. Es gibt mehrere Zeitungs- und Fernsehberichte von britischen Leitmedien, welche die offizielle Version kritisch hinterfragen. Unbekannte entfernten ein Buch zum Kincora-Skandal aus Bibliotheken in ganz Grossbritannien. Das Kincora-Heim wurde 1958 gegründet. Der Missbrauch begann bereits kurz nach der Gründung, was darauf hindeutet, dass das Jungenheim von und für Pädophile gegründet wurde. Der Missbrauch wurde erst 1980 durch einen Zeitungsartikel bekannt, worauf das Heim geschlossen wurde und die drei Aufseher des Heimes zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Zuvor gab es keine strafrechtliche Verfolgung. Nach Zeugenaussagen war die Polizei schon in den frühen 60er Jahren über den Missbrauch informiert worden. Die britischen Geheimdienste wussten spätestens seit 1967 von den Vorwürfen. Mehrere Mitarbeiter von Geheimdienst und Militär bestätigten in den letzten 40 Jahren, dass die Geheimdienste genau Bescheid wussten, was im Heim vor sich ging, aber nichts dagegen unternehmen wollten. Ein ehemaliger Geheimdienstoffizier sagte, Mountbattens Homosexualität und seine Vorliebe für Sex mit minderjährigen Jungen waren ein offenes Geheimnis beim Geheimdienst. Es gibt britische Geheimdienstakten, die nachweisen könnten, dass Mountbatten pädophiler Straftäter war, aber die Geheimdienste weigern sich diese zu veröffentlichen. Viele der Akten zum Kincora-Skandal wird der Staat aus Gründen der nationalen Sicherheit frühestens 2085 veröffentlichen. Mehrere Akten sind verschwunden. Maurice Oldfield (1915-1981), der den britischen Geheimdienst MI6 zur Zeit des Missbrauches leitete, soll aktives Mitglied im Pädophilenring gewesen sein. Der Heimleiter des Kincora-Heims war der pädophile William McGrath. Er arbeitete für den britischen Geheimdienst MI5. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5, 6) Ein Mitglied des Pädophilenrings, Morris Fraser, leitete eine Jugend- und Kinderpsychiatrie. Er vermittelte von dort Kinder, die keine Familien hatten, an Kinderheime, darunter an das Kincora-Heim. Fraser war eng mit Peter Righton verbunden, einem weiteren verurteilten Pädophilen. Righton war ein enger Berater der Premierministerin Margaret Thatcher für Kinderheime. Die Behörden weigern sich aus Gründen der nationalen Sicherheit die Akten zum Psychiater Morris Fraser freizugeben. (Quelle: 1 und 2) Das kritische (aber seriöse) Magazin Village veröffentlichte 2020 ein kostenloses Online-Buch, das ich jedem empfehle. Auch die Rolle von Mountbatten wird darin erläutert und die mutmasslichen Täter, darunter Politiker, werden namentlich genannt. Darin wird auch die These vertreten, dass der pädophile Heimleiter und MI5-Informant William McGrath für den britischen Geheimdienst Politiker erpressbar machte, indem er diese mit Jugendlichen und Kindern versorgte. Als Gegenleistung konnte McGrath seine Pädophilie unbehelligt ausleben. Der britische Geheimdienst führte zu dieser Zeit eigene Bordelle in Nordirland, wo Kunden von versteckten Kameras gefilmt wurden. Damit wollte der Geheimdienst Politiker und politische Aktivisten erpressbar machen (übrigens nennt man das in Geheimdienstkreisen honey trap, also Honigfalle). In diesen Geheimdienst-Bordellen wurden zwar keine Minderjährigen beschäftigt, aber diese Geheimdienstoperation fand zur gleichen Zeit wie der Missbrauch in Nordirland statt, daher wurde vermutet, dass auch die Pädophilen beim Missbrauch gefilmt wurden und somit erpressbar gewesen wären. Vermutlich versorgte der pädophile Heimleiter William McGrath die Geheimdienste auch mit Infos zu paramilitärischen loyalistischen Strukturen in Irland, zu denen er und seine Kumpels gute Verbindungen hatten. In der Zeit als Heimleiter gründete er eine rechtsextreme Bewegung, die illegal Waffen aus den Niederlanden für loyalistische Paramilitärs beschaffte. Zudem wird im Online-Buch von Village in Kapitel 10 aufgezeigt, dass Carl Beech vermutlich ein gut bezahlter Desinformator ist. Carl Beech behauptete 2014, er sei ebenfalls ein Opfer des Missbrauchsrings gewesen, worauf Ermittlungen gestartet wurden. Schliesslich konnte man belegen, dass Carl Beech ein Lügner war. Dies hat der Glaubwürdigkeit der echten Opfer geschadet. Schon bevor man Beechs Aussagen widerlegen konnte, hatte das Magazin Village darauf hingewiesen, dass Carl Beech Desinformationen verbreitet. Das Magazin hatte Recht mit seiner Vorhersage, dass Carl Beech medienwirksam in der Öffentlichkeit als Lügner entlarvt wird. Carl Beech war verschuldet, aber in der Zeit, als er Lügen verbreitete, kam er zu Geld, was darauf hindeutet, dass ihn jemand für das Lügen bezahlte. Er war übrigens pädophiler Straftäter. Er arbeitete als Kinderkrankenpfleger, war Gouverneur von zwei Schulen und arbeitete für die Kinderschutzorganisation NSPCC, die unter anderem versucht Kindesmissbrauch zu bekämpfen (Quelle). Seit 1895 stellt die britische Königsfamilie den Patron der NSPCC.

Graf Louis Mountbatten war noch in eine weitere Geheimdienstverschwörung verwickelt. Er soll gemeinsam mit einem kleinen Kreis von Offizieren des britischen Geheimdienstes einen Militärputsch gegen den britischen Premierminister Harold Wilson geplant haben. Sie bauten eine geheime Privatarmee auf, die im Falle eines Umsturzes aktiv geworden wäre (vergleichbar mit Gladio in Italien). Wilson behauptete später, dass bei einem erfolgreichen Putsch Mountbatten als Premierminister installiert worden wäre. (Quelle: 1 und 2)

Graf Louis Mountbatten starb 1979 durch ein Bombenattentat, das von der irischen Terrororganisation IRA ausgeführt wurde. Thomas McMahon, ein Bombenbauer der IRA, wurde deswegen verurteilt. Patrick Holland, der mit McMahon im Gefängnis war, behauptete, McMahon habe ihm erzählt, dass Mountbatten vom britischen Geheimdienst ermordet wurde. Holland, der ein Buch über den Mountbatten-Mord plante, wurde eines Morgens tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. (Quelle) Ein ehemaliger Geheimdienstoffizier deutete an, dass Mountbattens Ermordung mit dessen Verbindung zum Kincora-Skandal zu tun haben könnte und dass die IRA von Geheimdiensten infiltriert war. (Quelle) Fünf Monate nach Mountbattens Tod wurde der Missbrauch im Kincora-Heim erstmals öffentlich bekannt. Übrigens wurde 1982 John McKeague, ein mutmasslicher Täter im Kincora-Pädophilenring, ebenfalls von einem irisch-republikanischen Terroristen ermordet. John McKeague gründete eine paramilitärische loyalistische Untergrundorganisation. Ich geh davon aus, dass er für die Geheimdienste arbeitete. In Grossbritannien gab es noch weitere Skandale, die auf organisierte Missbrauchsnetzwerke hindeuten. Darunter das Pädophilen-Dossier, die Kinderheime in Nordwales, die Medomsley Haftanstalt und der Rotherham-Skandal. Dann wären da noch die pädophilen notorischen Sexualstraftäter Jimmy Savile und Cyril Smith, die bis zu ihrem Tod unbehelligt blieben. Die beiden waren übrigens langjährige Freunde (Quelle). Sie kannten den pädophilen Straftäter Clement Freud (Enkel von Sigmund Freud), der ebenfalls nie Probleme mit der Justiz hatte.

Graf Louis Mountbatten hatte persönlichen Kontakt zur Rothschild Familie. Da Mountbatten Bordelbesuche zu indiskret waren, benutzte er angeblich Elie de Rothschilds Privatjet und hatte darin Sex mit Prostituierten. (Quelle: 1 und 2)

Lord Ivar Mountbatten (*1963) arbeitete sieben Jahre lang als Bergbauberater in Venezuela. Er war Direktor der SCL Group, ein britisches Unternehmen für Verhaltensforschung und strategische Kommunikation. Die SCL Group gründete 2014 das Datenanalyseunternehmen Cambridge Analytica, das Dienstleistungen für Donald Trumps Wahlkampf und für die Leave.EU.-Kampagne in Grossbritannien erbrachte. Cambridge Analytica sammelte Daten von Millionen von Facebook-Nutzern ohne deren Einwilligung, um diese für politische Werbung zu verwenden. Die SCL Group und Cambridge Analytica unterhielten enge Kontakte zum britischen Hochadel und dem britischen Militär. (Quelle: 1 und 2) Zur Führungsclique von Cambridge Analytica gehörte auch der US-Amerikaner Steve Bannon. Bannon war ein Berater von Donald Trump. Er leitete die Nachrichtenplattform Breitbart News Network, die ziemlich offensichtlich Wahlkampfwerbung für Trump machte. Bannon arbeitete für die führende Investmentbank Goldman Sachs.

Markgraf George Mountbatten (*1961) war mit Sarah Walker verheiratet. Sarah ist inzwischen mit dem britischen Milliardär Michael Spencer verheiratet.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Hessen (Reginare)

Die Uradelsdynastie der Reginare bildete sich im 10. Jahrhundert. Aus einem Familienzweig der Reginare entstand im 13. Jahrhundert die bis heute bestehende Hochadelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.

Aus dem Haus Hessen ging Mitte des 19. Jahrhunderts die Hochadelsfamilie Battenberg/Mountbatten hervor. Das Haus Mountbatten gehört heute zum britischen Adel. Sie sind Freunde und Verwandte der britischen Königsfamilie. Das Haus Mountbatten wird in diesem Beitrag aber nicht behandelt und hat einen eigenen Beitrag.

Das Haus Hessen gilt heute noch als eine der reichsten Hochadelsfamilien Deutschlands. Die Familie besitzt über ihre Stiftung Immobilien und eine Kunstsammlung. 2019 wurde das Vermögen der Familie auf 200 Millionen Euro (etwa 235 Millionen US-Dollar) geschätzt und sie gehört damit zu den 1000 reichsten Deutschen (Quelle).

Mafalda von Hessen (*1965) kennt Gabriele Quandt (Foto). Sie kommt aus der Quandt Familie, eine der reichsten Familien Deutschlands.

Reginhar, der im 9. Jahrhundert lebte, war der Stammvater der Reginare. Seine Mutter war möglicherweise eine Tochter des römischen Kaisers Lothar I., ein Enkel von Karl dem Grossen. Die beiden Herrscher kamen aus der Dynastie der Karolinger, die wiederum von den Pippiniden aus dem 7. Jahrhundert abstammten. Somit könnten alle Nachfahren der Reginare auch Blut der Karolinger in sich tragen. Die Reginare heirateten in den folgenden Jahrhunderten in viele Hochadelsfamilien (darunter Karolinger, Kapetinger, Welfen, Savoyen und Plantagenet), was ebenfalls darauf hindeutet, dass sie königlicher Abstammung waren.

Im Jahr 1247 wurde Heinrich von Brabant der erste Landgraf der deutschen Provinz Hessen. Er war der Stammvater der Hochadelsfamilie Hessen, die ab da über die Provinz Hessen herrschte. Heinrich kam väterlicherseits aus der Dynastie der Reginare. Seine Grossmutter mütterlicherseits war Elisabeth von Thüringen, die in der katholischen Kirche als Heilige verehrt wird und in Deutschland zeitweise als Nationalheilige galt. Das Haus Hessen hat in den letzten 700 Jahren in viele Adels- und Königsfamilien geheiratet.

Das Haus Hessen brachte viele Freimaurer sowie mehrere Illuminaten hervor und war mit vielen führenden Freimaurern verwandt. Das Haus Hessen war eine der ersten Familien des deutschen Hochadels, die der Freimaurerei beitrat. Die Freimaurerei konnte sich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im deutschen Adel etablieren. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurden immer mehr Nichtadlige in die deutschen Freimaurerlogen aufgenommen, aber die führenden Grossmeister der deutschen Freimaurer kamen weiterhin aus dem Adel. Der deutsche Adel führte die Freimaurerei bis zur Abschaffung der Monarchie 1918.

Freimaurer und Illuminaten

Karl von Hessen-Kassel

Karl von Hessen-Kassel (1744-1836) gründete mehrere Freimaurerlogen und war Grossmeister der Freimaurer in Dänemark (Quelle). Er heiratete in die dänische Königsfamilie. Seine Mutter kam aus der damaligen britischen Königsfamilie (Haus Hannover). Er wuchs in Dänemark bei seiner Tante auf, die ebenfalls aus dem britischen Königshaus kam und den dänischen König Friedrich V. heiratete. (Quelle)

Karl von Hessen-Kassel glaubte, dass es innerhalb der Freimaurerei einen Kreis von “geheimen Oberen“ gibt, die Geheimnisse hüten. Karl wollte unbedingt mit den geheimen Oberen in Kontakt kommen, in der Hoffnung in ihre Geheimnisse eingeweiht zu werden. Er trat weiteren Geheimorden bei, vermutlich auf der Suche nach den geheimen Oberen. Er wurde Mitglied des Rosenkreuzerordens (Quelle: 1 und 2). Er war mit dem Freimaurer und Okkultisten Graf von Saint Germain befreundet (Quelle).

Karl war gemeinsam mit Herzog Ferdinand Braunschweig-Wolfenbüttel als Freimaurer aktiv. Ferdinand kam aus der Uradelsdynastie der Welfen. Er war ebenfalls Grossmeister der Freimaurer in Dänemark und seine Schwester war durch eine Heirat Königin von Dänemark und Norwegen. Karl von Hessen-Kassel und Herzog Ferdinand gehörten zum Kreis der führenden Illuminaten. Die beiden waren Mitglied der “Asiatischen Brüder“. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Die Illuminaten und die Asiatischen Brüder waren zwei Geheimorden, die heute nach offiziellen Angaben nicht mehr existieren. Sie waren fest mit der Freimaurerei verbunden, da viele der Mitglieder vor dem Beitritt bereits Freimaurer waren. Die Asiatischen Brüder, die aber keine Asiaten waren, sondern aus dem deutschsprachigen Raum kamen, waren eine Splittergruppe der Rosenkreuzer, die 1782 einen eigenen Orden bildete. Juden war der Beitritt gestattet, was zu dieser Zeit bei den deutschen Freimaurern und Rosenkreuzern kaum vorkam. Der Orden war im Gegensatz zu den Freimaurern nicht christlich orientiert, sondern wandte sich der “Echten Religion“ zu, die sie Mago Cabala nannten. Auf den beiden höchsten Ordensstufen befasste man sich mit Geisterbeschwörung. Gotteslästerern war der Eintritt aber angeblich untersagt. Genauso nahm man keine Personen mit Anti-Adliger Einstellung auf. „Wer die heiligen Rechte der Könige und Fürsten, die das Bild des Ewigen auf Erden sind, nur im geringsten verletzt“ galt als nicht aufnahmefähig. (Quelle) Den Asiatischen Brüdern waren also die “heiligen Rechte“ des Hochadels sehr wichtig. Das liegt vermutlich daran, dass Hochadlige sowie sonstige Adlige die Bruderschaft führten.

Karl von Hessen-Kassel setzte sich für die Aufnahme der Juden in die Freimaurerei ein. Zwei jüdische Freimaurerelogen standen unter seinem Schutz. Die beiden Logen wurden vom Grand Orient de France (die führende Grossloge Frankreichs) gegründet. (Quelle) Eine der beiden Logen lag in Frankfurt und trug den Namen “Zur aufgehenden Morgenröthe“. Der Gründungsmeister der Loge war Siegmund Geisenheimer, ein Mitarbeiter der Rothschild Bank. (Quelle) Karl von Hessen-Kassel kannte womöglich Mayer Amschel Rothschild, der Begründer der Rothschild Familiendynastie. Karls Bruder war der Kurfürst Wilhelm von Hessen-Kassel (1743-1821). Wilhelm galt als einer der reichsten des deutschen Adels und Mayer Amschel Rothschild wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts sein führender Hofbankier. Ab da begann der Aufstieg der Rothschilds. Über das Haus Hessen konnten die Rothschilds weitere Adlige als Kunden gewinnen. Das britische Königreich und die britische Königsfamilie hatten Schulden bei Kurfürst Wilhelm von Hessen-Kassel. Rothschild hatte als Hofbankier dadurch Kontakte nach England, wo einer seiner Söhne wenige Jahre zuvor hingezogen war. (Quelle) Kurfürst Wilhelm kam mütterlicherseits aus dem britischen Königshaus. Womöglich konnten die Rothschilds über den Kurfürsten Kontakte zum britischen Königshaus knüpfen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts konnten die Rothschilds das Vertrauen des britischen Hochadels gewinnen, worauf sie ihr Geschäft über das britische Kolonialreich weltweit ausweiten konnten und dadurch zur reichsten Familie der Welt wurden. Kurfürst Wilhelm und sein Bruder Karl von Hessen-Kassel kannten womöglich die jüdische Goldschmidt Familie, da diese im 17. und 18. Jahrhundert als Hofbankiers im Dienste der Landgrafen aus dem Haus Hessen stand. Die Schwester von Mayer Amschel Rothschild hatte in die Goldschmidt Familie geheiratet, 20 Jahre bevor Mayer zum führenden Hofbankier des hessischen Kurfürsten ernannt wurde.

Weitere Freimaurer und Illuminaten aus dem Haus Hessen

Landgraf Friedrich V. von Hessen-Homburg (1748-1820) war Freimaurer und erreichte den 5. Grad. Mit seiner Erlaubnis und Unterstützung wurde die erste Freimaurerloge der deutschen Stadt Bad Homburg vor der Höhe gegründet. (Quelle) Landgraf Friedrich V. war zudem Mitglied des Illuminatenordens (Quelle). Eine seiner Töchter heiratete in die preussische Königsfamilie. Einer seiner Söhne heiratete eine britische Prinzessin aus dem Haus Hannover.

Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt (1719-1790) war Freimaurer und gründete eine Loge. Sein Vater, Landgraf Ludwig VIII., war ebenfalls Freimaurer. (Quelle) Die Töchter von Ludwig IX. heirateten hochadlige Freimaurer und Illuminaten:

  • Die Tochter Karoline heiratete den oben erwähnten Freimaurer und Illuminaten Friedrich V. von Hessen-Homburg.
  • Die Tochter Friederike heiratete den preussischen König Friedrich Wilhelm II.. Dieser war Freimaurer, Rosenkreuzer und Okkultist (Quelle).
  • Die Tochter Luise heiratete Grossherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach. Der Grossherzog war Freimaurer und Illuminat (Quelle: 1, 2, 3). Ihr gemeinsamer Sohn Karl Bernhard war Freimaurer (Quelle).
  • Die Tochter Wilhelmine heiratete den russischen Kaiser Paul I.. Dieser war Freimaurer und interessierte sich für die Rosenkreuzer (Quelle). 1791 erliess er jedoch ein Freimaurerverbot. Das liegt vermutlich daran, dass er dem Vatikan nahe stand, der damals der Erzfeind der Freimaurer war. Zu seiner Zeit konnte der Jesuitenorden, der im Dienste des Papstes steht, seinen Einfluss in Russland ausweiten. (Quelle) Kaiser Paul I. war von 1799 bis 1801 Grossmeister des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (Quelle).
  • Der Sohn Ludwig I. sowie dessen Sohn Ludwig II. waren die Grossherzöge von Hessen und waren ebenfalls Freimaurer (Quelle).

Ludwig von Hessen-Darmstadt (1749-1823) war der zweite Grossmeister der Grossen Landesloge und war somit einer der ersten Grossmeister der deutschen Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Ludwig trat bereits mit 15 Jahren der Freimaurerei bei. Er interessierte sich ein Leben lang für das Templer- und Rosenkreuzertum sowie für die Alchemie. Er entwickelte ein eigenes an die Rosenkreuzer angelehntes Freimaurersystem, das von den anderen deutschen Freimaurern aber abgelehnt wurde. Daraufhin gründete er eine eigene Winkelloge (eine Loge, die von den Grosslogen nicht anerkannt wird). Die Loge nahm auch Frauen auf. Die Loge wurde aber vom württembergischen Herzog verboten. Drei Jahre zuvor war Ludwig von Hessen-Darmstadt in Rom gewesen, wo er den adligen Freimaurer Gottlieb von Gugomos kennengelernt hatte. Gugomos behauptete, dass er dem Templerorden angehöre und wollte Ludwig in die Geheimnisse einweihen. Er behauptete auch, dass Ignatius von Loyola (1491-1556) Grossmeister des Templerordens gewesen war. Ignatius von Loyola war der Gründer des Jesuitenordens, ein Vatikanorden. Als Ludwig von Hessen-Darmstadt 1775 in Rom war, lernte er auch den Alchemisten Peter Christian Tayssen kennen. Dieser war für drei Jahre sein geistlicher Lehrer und lehrte ihn in Sachen Kabbala und Rosenkreuzertum. (Quelle: 1, 2, 3)

Landgraf Christian von Hessen-Darmstadt (1763-1830) war Freimaurer und Provinzgrossmeister der Freimaurer in der deutschen Stadt Darmstadt (Quelle). Er und seine Familie waren massgeblich an der Etablierung der Freimaurerei in Darmstadt beteiligt (Quelle). Landgraf Christian war zudem Mitglied des Illuminatenordens (Quelle).

Friedrich Wilhelm von Hessenstein (1735-1808) war Freimaurer (Quelle). Er war der uneheliche Sohn von Friedrich von Hessen-Kassel, der von 1720 bis 1751 König von Schweden war.

Friedrich Wilhelm von Hessen (1820-1884) war Freimaurer. Seine Mutter war eine Schwester des dänischen Königs Christian VIII., der Grossmeister der dänischen Freimaurer war. Friedrich heiratete erst in die russische Kaiserfamilie und dann in die preussische Königsfamilie. Sein Vater Wilhelm von Hessen war ebenfalls Freimaurer. (Quelle: 1 und 2)

Landgraf Wilhelm von Hessen-Philippsthal (1726-1810) und sein Sohn Ernst Konstantin (1771-1849) waren Freimaurer. (Quelle: 1 und 2)

Konstantin von Hessen-Rotenburg (1716-1778) und Georg Karl von Hessen-Darmstadt (1754-1830) waren ebenfalls Freimaurer (Quelle: 1 und 2)

Das Haus Hessen im Naziregime

14 Familienmitglieder aus dem Haus Hessen traten der NSDAP bei (Quelle). Soviel ich weiss, waren sie damit die Hochadelsfamilie, die am zahlreichsten in der Nazipartei vertreten war. Vor allem vier der Söhne von Friedrich Karl von Hessen (1868-1940) waren eng mit der NSDAP verbunden. Die Brüder waren mütterlicherseits Neffen des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., der ebenfalls mit der NSDAP verbunden war.

Die Hessen Brüder

Christoph von Hessen (1901-1943) trat 1931 in die NSDAP ein und 1932 wurde er Mitglied der SS, also noch vor Hitlers Machtübernahme 1933. Christoph war mit Hermann Göring befreundet, der ein führender Politiker im Naziregime wurde. Christoph arbeitete am Aufbau des “Forschungsamt des Reichsluftfahrtministeriums“, ein Geheimdienst, der 1933 von Herman Göring gegründet wurde. Das Forschungsamt überwachte unter anderem Telefonate, Fernschreiben und Telegramme. Auf diesem Weg lieferte es Beweismaterial für die Ausschaltung von Regimegegnern. Christoph heiratete in die griechische Königsfamilie. (Quelle: 1 und 2)

Sein Bruder Richard von Hessen (1901-1969) war Obergruppenführer des NSKK, eine paramilitärische Unterorganisation der NSDAP (Quelle).

Sein Bruder Philipp von Hessen (1896-1980) war bereits 1924 mit dem führenden Nazi Herman Göring befreundet. Philipp trat 1930 in die NSDAP und 1931 in die SA ein. Er warb für die NSDAP in adligen Kreisen. Nach Hitlers Machtübernahme wurde er von Göring zum Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau ernannt (die seine Vorfahren als Landgrafen regiert hatten). Hitler schätzte Philipp von Hessen als kunstgeschichtlichen Berater. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges isolierte sich Hitler von der politischen Elite. Die deutschen Minister warteten oft monatelang auf eine Audienz bei Hitler. Philipp von Hessen hingegen konnte Hitler fast jederzeit sehen, wenn er wollte. Der berühmte Naziarchitekt Albert Speer sagte, Hitler habe Philipp stets mit “Achtung und Respekt“ behandelt. Philipp hatte 1925 in die italienische Königsfamilie geheiratet, die mit dem damaligen italienischen Diktator Benito Mussolini (Gründer des Faschismus) verbunden war und dessen Machtübernahme unterstützte. Philipp vertrat Nazideutschland als Diplomat in Italien und engagierte sich für ein Bündnis zwischen den deutschen und italienischen Faschisten, was 1936 auch umgesetzt wurde. 1939 informierte er in Hitlers Auftrag Mussolini über den bevorstehenden Überfall auf Polen. Philipps Schwiegervater, der italienische König, liess 1943 Mussolini verhaften und verbündete sich mit den Alliierten. Dies führte dazu, dass Hitler sein Vertrauen in Philipp von Hessen verlor, da dessen Schwiegervater scheinbar ein doppeltes Spiel spielte. Darauf kam Philipp und seine Frau, die italienische Prinzessin, in ein Konzentrationslager der Nazis. Philipp war ein “Sonderhäftling des Führers“. Nach dem Krieg wurde er von den Alliierten inhaftiert. 1947 wurde er in die Freiheit entlassen, obwohl er einer der wichtigsten Naziunterstützer aus dem deutschen Hochadel gewesen war. Philipp von Hessen war homo- oder bisexuell. Bevor er 1925 die italienische Prinzessin heiratete, hatte er ein romantisches Verhältnis mit dem britischen Dichter Siegfried Sassoon gehabt. Dieser kam aus der jüdischen Sassoon Familie (sind Bekannte der Rothschild Familie). (Quelle: 1, 2, 3)

Der Bruder Wolfgang von Hessen (1896-1989) trat 1933 in die NSDAP und SA ein. Davor hatte er bei der Bank der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Warburg gearbeitet. Er wurde nach dem 2. Weltkrieg bei der Entnazifizierung als unbelastet eingestuft. (Quelle) Obwohl die Hessen Brüder mit der antisemitischen NSDAP verbunden waren, fand ich keine Hinweise darauf, dass die Brüder Antisemiten waren oder ein Problem mit einflussreichen Juden hatten. In den 130 Jahren vor Hitlers Machtübernahme hatte das Haus Hessen, wie oben bereits erwähnt wurde, ein gutes Verhältnis zu den führenden deutsch-jüdischen Bankiersfamilien.

Heiraten

Das Haus Hessen hat in den letzten 700 Jahren in viele Adels- und Königsfamilien geheiratet. Sie heirateten über zwanzigmal in Familienzweige der deutschen Uradelsdynastie Wettin, darunter auch in den Familienzweig, der bis heute den britischen Thron besetzt. Das Haus Hessen heiratete über zehnmal in Familienzweige der deutschen Uradelsdynastien Nassau und Anhalt. Sie heirateten mehrfach in Familienzweige der deutschen Uradelsdynastie der Welfen, darunter auch in den Familienzweig, der früher den britischen Thron besetze. Das Haus Hessen heiratete mehrfach in die deutschen Hochadelsfamilien Lippe, Württemberg, Mecklenburg und Baden. Sie heirateten mehrfach in die dänische, preussische und russische Herrscherfamilie. Die hier genannten Familien brachten alle Freimaurer hervor, darunter auch hochrangige.

Das Haus Hessen heiratete dreimal in die italienische Uradelsfamilie Savoyen und zweimal in die Herrscherfamilie von Bayern, die beide traditionell mit dem Vatikan verbunden sind. Das Haus Hessen ist aber in erster Linie Teil der protestantischen Hochadelselite, die traditionell mit der Freimaurerei verbunden ist.

Eduard von Haynau (1804-1863) war ein Enkel eines Kurfürsten aus dem Haus Hessen. Er heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Baumbach, die zur hessischen Adelselite gehörte. Heute führt ein Familienzweig der Baumbach Familie den Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und ist eine der reichsten Familien Deutschlands. Die Familie Baumbach lebt heute immer noch in Hessen.

Caroline Charlotte von Hessen-Rheinfels-Rotenburg (1714-1741) heiratete in die damalige französische Königsfamilie aus der Uradelsdynastie der Kapetinger.

Adelheid von Hessen (1324-1371) heiratete den polnischen König Kasimir III..

Bemerkenswerte Heiraten in den letzten 70 Jahren:

Mafalda von Hessen (*1965) heiratete den italienischen Grafen Ferdinando Brachetti Peretti (Quelle: 1 und 2). Der Graf und seine Familie kontrollieren den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen. Sie sind vermutlich Multimillionäre. Sein Bruder Ugo Brachetti Peretti ist Botschafter des Malteserordens (Vatikanorden) in Belarus (Weissrussland). In dieser Funktion traf er den weissrussischen Diktator Alexander Lukaschenko. (Quelle) Die Peretti Familie kennt das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Bulgarien und ist derzeit über eine Taufpatenschaft mit dem Haus Habsburg verbunden (ehemalige Königsfamilie von Österreich). (Quelle) Die Peretti kennt mehrere päpstliche Adelsfamilien. Heinrich von Hessen-Kassel (1927-1999) war 1987 auf einer Beerdigung der Colonna Familie, eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels. Auf der Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter Mitglieder der Familien Borghese, Torlonia, Gaetani, Massimo, del Drago, Ruspoli, Odescalchi und Pallavicini. (Quelle)

Heinrich Donatus von Hessen (*1966) ist seit 2013 das Oberhaupt der Hochadelsfamilie Hessen. Er heiratete in die Adelsfamilie Faber-Castell. Die Familie Faber-Castell besitzt den weltweit führenden Schreibwarenkonzern Faber-Castell. 2016 wurde das Vermögen der Familie auf 450 Millionen Euro (etwa 520 Millionen US-Dollar) geschätzt. (Quelle) Die Faber-Castells sind ein Familienzweig der Uradelsfamilie Castell. Zwei andere Familienzweige besitzen die “Fürstlich Castell’sche Bank“, die 1774 von der Familie gegründet wurde und somit eine der ältesten noch bestehenden deutschen Banken ist. Das Vermögen dieser Familienzweige wird auf 500 Millionen Euro geschätzt. (Quelle)

Christine von Hessen (1933-2011) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Serbien (Haus Karađorđević).

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Kessler & Kohnstamm Familie

Die Familien Kessler und Kohnstamm gehören zur niederländischen Elite.

Der niederländische Unternehmer August Kessler (1853-1900) war in den 1890er Jahren massgeblich am Aufbau von Royal Dutch beteiligt. Das Erdölunternehmen wurde von der niederländischen Königsfamilie mitfinanziert. 1907 fusionierte Royal Dutch mit dem britischen Erdölunternehmen Shell. Dadurch entstand Royal Dutch Shell, der in den letzten 100 Jahren einer der grössten Ölkonzerne der Welt war und inzwischen auch einer der weltweit grössten Produzenten von Erdgas ist. Shell war 2019 nach Umsatz das drittgrösste Unternehmen der Welt.

Die Brüder Guus (1888-1972) und Dolf Kessler (1884-1945) waren Söhne von August Kessler. Sie arbeiteten für Shell. Dadurch werden sie die geadelten Familien Samuel und Loudon gekannt haben, die ebenfalls zur Führungsclique von Shell gehörten. Die Brüder kannten den Niederländer Henri Deterding, der Shell 36 Jahre lang führte. Als Hauptaktionär von Shell war Deterding einer der reichsten Männer der Welt. Nach dem Autor Glyn Roberts unterstütze Deterding bereits 1921 Adolf Hitler mit Millionenbeträgen. Auch den Nazi Alfred Rosenberger soll er unterstützt und persönlich getroffen haben. Deterding soll Faschisten und Aufständische in der Sowjetunion und in Spanien finanziert haben. (Quelle) Diese Behauptungen sind nicht bewiesen, aber auch nicht widerlegt. Aber sicher ist, dass Deterding Kontakte zur Nazielite hatte. 1936 erwarb er ein Schloss in Deutschland. Zu seinen Nachbarn gehörte der geadelte Emil Georg von Stauß, der auch sein persönlicher Freund war. Emil war Generaldirektor der Deutschen Bank und Mitglied in über 30 Aufsichtsräten deutscher Unternehmen. Er hatte enge Beziehungen zur NSDAP und zur deutschen Wirtschaftselite, darunter auch zu Siemens und Hjalmar Schacht. Er trat in den 1920er Jahren der Gesellschaft der Freunde bei, die aus der damaligen deutsch-jüdischen Wirtschafts- und Finanzelite bestand. (Quelle) Die “Deutsche Shell AG“, eine deutsche Tochterfirma des Shell-Konzerns, beschäftigte während des 2. Weltkrieges etwa 2000 Zwangsarbeiter (Quelle).

Guus Kessler war Direktor von Shell und war noch bis in die 1960er Jahren mit dem Unternehmen verbunden. Sein Bruder Dolf Kessler war 1918 Mitgründer der Koninklijke Hoogovens, ein führendes niederländisches Stahlunternehmen. Dolf blieb sein Leben lang Direktor des Unternehmens. 1999 fusionierte Koninklijke Hoogovens mit dem britischen Stahlkonzern British Steel. Durch die Fusion entstand Corus. Das Unternehmen gehört inzwischen zum Stahlkonzern der indischen Tata Familie.

Hermann Joseph Anton Kessler (1889-1960) war ein Cousin der Kessler Brüder. Während des 2. Weltkrieges schloss er sich den niederländischen Nationalsozialisten an, die mit Nazideutschland zusammenarbeiteten, als die Niederlande von Deutschland besetzt wurden. Kessler war ein persönlicher Assistent von Anton Mussert (Quelle). Mussert war der führende niederländische Nationalsozialist vor und während des 2. Weltkrieges.

Die Schwester der Kessler Brüder heiratete Philip Kohnstamm (1875-1951). Er war ein niederländischer Jude, der zur Niederländisch-Reformierten Kirche konvertierte. Er war Physiker und ein Kollege des berühmten Albert Einsteins. Sein Onkel war der niederländisch-jüdische Bankier Abraham Carel Wertheim. Abraham war auch Politiker und Freimaurer. Er war in Aufsichtsräten grosser niederländischer Banken und Unternehmen. Er gehörte zur Führung der “Nederlandsche Credit en Deposito Bank“, eine niederländische Bank. Dadurch kannte er höchstwahrscheinlich die jüdischen Bankiersfamilien Bischoffsheim, Bamberger und Goldschmidt. Er war Mitgründer der Amsterdamsche Bank, ein Vorläufer der heutigen niederländischen Grossbank ABN AMRO. Er war in der Führung der niederländischen Zentralbank. Zu seinem europaweiten Netzwerk gehörte auch die Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) in Deutschland, die von der jüdischen Bankiersfamilie Oppenheim mitgegründet wurde. (Quelle)

Philips Sohn Max Kohnstamm (1914-2010) war viele Jahre mit dem niederländischen Königshaus verbunden. Er war Sekretär der niederländischen Königin Wilhelmina und Patenonkel von Prinz Constantijn. Max Kohnstamm gilt als einer der Gründerväter der EU. Er gründete zudem gemeinsam mit Bernhard zur Lippe-Biesterfeld das berühmte Bilderbergtreffen. (Quelle) Bernhard kam aus dem deutschen Hochadel und hatte die niederländische Königin Juliana geheiratet. Max Kohnstamm war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle).

Max Kohnstamm war Gründer des “European Policy Centre“, wo er sein Leben lang Präsident war (Quelle). Die Denkfabrik konzentriert sich auf die EU-Politik. Max Kohnstamm war Mitgründer der Trilateralen Kommission und Präsident von deren europäischen Abteilung (Quelle: 1 und 2). Die Trilaterale Kommission ist eine international einflussreiche Denkfabrik, die vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet und geführt wurde. Max Kohnstamm wird daher Rockefeller vermutlich gekannt haben. Max Kohnstamm war Mitglied des Club of Rome (Quelle). Im deutschen Wikipedia steht, dass er 1968 Mitgründer des Clubs war, wofür ich aber keine Quellen fand. Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Der Club setzt sich für Bevölkerungskontrolle ein und sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und die Umwelt an (Quelle: 1, 2, 3). Die ehemalige niederländische Königin Beatrix ist Ehrenmitglied des Club of Rome (Quelle). 

Max Sohn Jacob Kohnstamm (*1949) war Vorsitzender der niederländischen Partei D66. Er war Vorsitzender der niederländischen Datenschutzbehörde sowie Vorsitzender der Datenschutzbehörde der Kanalinsel Jersey. Er war auch Vorsitzender der Artikel-29-Datenschutzgruppe. Das Beratungsgremium beriet die Europäische Kommission in Fragen des Datenschutzes.

Der US-amerikanische Journalist Glenn Kessler (*1959) ist ein Enkel von Dolf Kessler. Seine Eltern emigrierten von den Niederlanden in die USA. Er arbeitet seit 2011 als Fakten-Checker bei der Washington Post, eine der wichtigsten Zeitungen der Welt. Kessler gilt als einer der Pioniere der politischen Faktenprüfung. Er ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. (Quelle: 1 und 2)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Birla Familie

Die Birla Familie ist eine der reichsten Familien Indiens. Das Vermögen von Kumar Birla wird derzeit auf 14,6 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Baldeo Das Birla (1863-1956) kam durch Baumwoll- und Opiumhandel zu Reichtum. Sein Sohn wurde ebenfalls ein wohlhabender Händler und seine Enkel gehörten zu den mächtigsten Industriellen in Indien.

Die Familie gründete und besitzt die Aditya Birla Group, eines der grössten indischen Familienunternehmen. Über die Aditya Birla Group und die von ihnen kontrollierte IGH Holdings Pvt halten sie Anteile an grossen indischen Unternehmen. Die Birlas sind derzeit Hauptaktionär folgender Unternehmen:

  • Hindalco Industries: Das Unternehmen produziert Aluminium und Kupfer. Hindalco gehört zu den grössten Unternehmen Indiens. Hindalco wurde 1958 von der Birla Familie gegründet.
  • Grasim Industries: Der indische Mischkonzern Grasim Industries gehört zu den grössten Unternehmen Indiens. Grasim besitzt zur Hälfte den indischen Zementkonzern UltraTech Cement, einer der grössten Zementproduzenten der Welt. Grasim ist zweitgrösster Aktionär von Vodafone Idea, einer der grössten Mobilfunkanbieter Indiens.
  • Aditya Birla Fashion and Retail: Ein grosser indischer Einzelhändler.
  • Aditya Birla Sun Life Asset Management: Ein indisches Versicherungsunternehmen.

Die Familie gründete und kontrolliert auch die Yash Birla Group und die CK Birla Group, zwei kleinere indische Mischkonzerne. Die Birla Familie besitzt und führt das Medienunternehmen HT Media. Das Unternehmen besitzt unter anderem die indischen Tageszeitungen Hindustan Times und Hindustan. Letztere ist eine der meistgelesenen Zeitungen Indiens.

Ghanshyam Das Birla (1894-1983) gründete 1943 die UCO Bank, eine indische Grossbank. Seit 1969 gehört die Bank dem indischen Staat. Ghanshyam Das Birla war ein enger Vertrauter der berühmten Mahatma Ghandi (Quelle).

Krishna Kumar Birla (1918-2008) war im Vorstand der State Bank of India und der ICICI (Quelle). Dies sind zwei der grössten indischen Banken.

Chandra Kant Birla (*1956) ist derzeit im Kuratorium der “Carnegie Endowment for International Peace“. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Im Kuratorium der Denkfabrik sind derzeit auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Pritzker (USA), Tata (Indien) und Oppenheimer (Südafrika) sowie ein Mitglied der jordanischen Königsfamilie (Stand: 12.9.2021). (Quelle)

Shobhana Birla Bhartia (*1957) führt derzeit den Medienkonzern HT Media. Ihre Schwiegertochter kommt mütterlicherseits aus der Ambani Familie (Quelle). Die Ambanis gelten als die reichste Familie Indiens und ihr Vermögen wird derzeit auf über 90 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Vasavadatta Birla heiratete in die Bajaj Familie (Quelle). Die Bajaj Familie gehört mit einem geschätzten Vermögen von 17 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien Indiens.

Chandra Kant Birla (*1956) heiratete die Tochter des indisch-britischen Geschäftsmanns Raj Bagri. Bagri war in der britischen Politik und wurde zum Baron geadelt. Er war im Beratungsausschuss des Prince’s Trust. (Quelle) Die Stiftung wurde vom britischen Prinzen Charles gegründet.

Die Birla Familie gehörte oder gehört noch immer zur Stiftung “The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. 

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Haus Al Chalifa

Die arabische Familiendynastie Al Chalifa herrscht seit 1783 über den Kleinstaat Bahrain. Der Premierminister und seine Stellvertreter sowie mehrere Minister des Landes kommen aus der Königsfamilie.

Das Vermögen der Familie wird auf 3 Milliarden GBP (etwa 4 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle). Sie gründeten und führen die Mumtalakat Holding, ein Staatsfonds. Die Mumtalakat Holding verwaltet ein Vermögen im Wert von etwa 18 Milliarden US-Dollar. Der Staatsfonds ist Hauptaktionär von mehreren grossen Unternehmen und Banken in Bahrain. Die Währung des Landes ist der Bahrain-Dinar. Dieser ist derzeit die zweitwertvollste Währung der Welt.

Scheich Daij Al Chalifa ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender des bahrainischen Aluminiumkonzern Alba. Bahrain ist einer der grössten Aluminiumproduzenten der Welt. Noch weitere Familienmitglieder arbeiten bei grossen Banken und Unternehmen in Bahrain.

In Bahrain gibt es keine Pressefreiheit und Behörden sperren kritische Webseiten. Viele Journalisten wurden zu langjährigen, manchmal lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Viele Festgenommene berichten von Folter, mehrere starben in Polizeihaft. (Quelle)

Die Al Chalifa Familie hat ein gutes Verhältnis zur saudischen Königsfamilie. 2011 gab es eine Heirat zwischen den beiden Königsfamilien (Quelle). 2