Yasuda Familie

Die Yasuda Familie ist eine der wichtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite.

Zenjirō Yasuda (1838-1921) gründete 1880 die Yasuda Bank, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die führende Bank in Japan war. Seine Nachkommen führten die Bank weiter. Familienmitglieder waren in der Führung von vielen weiteren japanischen Banken.

Die Unternehmensgruppe der Yasuda Familie unterstütze die Black Dragon Society und die Black Ocean Society (Gen’yōsha) finanziell (Quelle ist auf Seite 10 des Dokuments und auf Seite 24 der PDF-Datei). Die beiden Organisationen waren Teil eines Netzwerkes von nationalistischen Politikern, Militärs und Geheimdienstlern in Japan. Sie unterstützen den Aufbau der nationalistischen Diktatur in Japan in den 1930er Jahren. Sie beteiligten sich am Sturz der chinesischen Kaiserfamilie 1911. Sie waren in erster Linie politisch aktive Organisationen, waren aber auch mit der organisierten Kriminalität verbunden, vor allem die Black Ocean Society. (Mehr dazu im Beitrag zur Mitsui Familie)

Nach dem 2. Weltkrieg war Japan von den Alliierten besetzt. Da die Familien der japanischen Wirtschaftselite mit der Militärdiktatur verbunden waren, wurden sie von den Alliierten entmachtet. Seither ist die Yasuda Bank unabhängig von der Yasuda Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie in Fuji Bank umbenannt. Sie war weiterhin eine der führenden Banken Japans. 1990 war sie die drittgrösste Bank der Welt (Quelle). Im Jahr 2000 fusionierte sie mit zwei weiteren japanischen Grossbanken zur heutigen Mizuho Financial Group. Sie belegte 2020 Platz 15 der grössten Banken weltweit (Quelle).

Die Yasuda Familie und ihre Bank finanzierten den Aufbau der Unternehmen der Asano Familie. Die Yasuda Familie heiratete in die Asano Familie. Die Asano Familie kontrollierte eine der grössten japanischen Unternehmensgruppen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Unternehmen unabhängig von der Asano Familie. Die Unternehmensgruppe schloss sich mit den Unternehmen der Yasuda Familie zusammen und war weiterhin eng mit der Yasuda Bank (Fuji Bank) verbunden. Aus der Zusammenarbeit entwickelte sich das heutige Fuyo-Keiretsu. Die Keiretsu sind mächtige Unternehmensgruppen aus Japan. Zum Fuyo-Keiretsu gehören viele verschiedenen Unternehmen. Diese sind unabhängig voneinander. Jedoch trifft sich die Führung aller Fuyo-Unternehmen regelmässig und arbeitet als Team. Die Mizuho Group (Yasuda Bank) ist der finanzielle Dienstleister der Fuyo-Unternehmen. Die wichtigsten Unternehmen des Fuyo-Keiretsu wären:

  • Wie bereits erwähnt die Grossbank Mizuho Financial Group.
  • Hitachi, der Mischkonzern ist eines der grössten Unternehmen Japans. Hitachi war im Jahr 2005 nach Umsatz das drittgrösste Unternehmen Asiens.
  • Nissan Motor, der Automobilkonzern ist eines der grössten Unternehmen Japans und einer der weltweit grössten Produzenten von Fahrzeugen. Seit 1999 ist Nissan eng mit dem französischen Autokonzern Renault verbunden und bildet eine Allianz. 2017 schloss sich auch der japanische Autokonzern Mitsubishi der Allianz an.
  • JFE, einer der weltweit grössten Stahlproduzenten.
  • Marubeni, der Mischkonzern ist eines der grössten Unternehmen Japans.
  • Meiji Yasuda Life, einer der grössten asiatischen Versicherungskonzerne. Das Unternehmen gehört gleichzeitig zum Mitsubishi-Keiretsu. Einer der Vorläufer des Unternehmens wurde 1894 von der Yasuda Familie gegründet.
  • Sompo Japan, einer der grössten Versicherungskonzerne Japans. Der Vorläufer des Unternehmens wurde 1887 von der Yasuda Familie gegründet.
  • Oki Electric Industry, der Elektrokonzern wurde von der bereits erwähnten Asano Familie aufgebaut.
  • Canon, der derzeitig grösste Kamerahersteller der Welt.
  • Taiheiyo Cement, einer der weltweit grössten Zementhersteller. Er gehört gleichzeitig zum Dai-Ichi Kangyo-Keiretsu und zum Mitsui-Keiretsu.
  • Nippon Suisan Kaisha (Nissui), eines der weltweit grössten Fischfangunternehmen.
  • Taisei Corporation, einer der führenden Baukonzerne Japans.
  • Tokio Tatemono, einer der führenden Immobilienkonzerne Japans.
  • Shōwa Denkō, einer der führenden Chemiekonzerne Japans.
  • Sapporo Breweries, einer der führenden Bierkonzerne Japans. Er gehört gleichzeitig zum Mitsui-Keiretsu.
  • Kubota, einer der weltweit führenden Hersteller von Baumaschinen und Landwirtschaftsfahrzeugen.
  • NSK, ein Mischkonzern.

(Quelle: 1, 2, 3)

Hiroshi Yasuda (*1933) arbeitete in der Nachkriegszeit für den Elektrokonzern Oki Electric Industry, der zum Fuyo-Keiretsu gehört. Hiroshi ist seit über 20 Jahren Berater des Immobilienunternehmens Yasuda Real Estate, das zum Fuyo-Keiretsu gehört. Er war im Aufsichtsrat des japanischen Sicherheitskonzerns Secom. Er arbeitete für den Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson und leitete ab den 80er Jahren die japanische Abteilung des Konzerns. (Quelle: 1, 2, 3) Jardine Matheson war im 19. Jahrhundert eines der grössten Unternehmen Asiens und einer der grössten Opiumhändler der Welt. Jardine Matheson wird von der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kontrolliert. Da Hiroshi Yasuda hochrangiger Mitarbeiter war, wird er die Keswick Familie vermutlich gekannt haben. Die Keswicks sind seit vielen Jahren mit der Rothschild Familie befreundet (Quelle). Die Rothschilds sind seit über 180 Jahren geschäftlich mit Jardine Matheson verbunden (Quelle). Jardine Matheson ist an der Rothschild Bank beteiligt. Hiroshi Yasuda arbeitete für die Hongkonger Investmentbank Jardine Fleming. Diese wurde von Jardine Matheson und der britischen Investmentbank „Robert Fleming & Co.“ gegründet und kontrolliert. Im Jahr 2000 wurde Jardine Fleming von JPMorgan Chase (die grösste Bank der USA) erworben. Hiroshi Yasuda arbeitete daraufhin in der Vermögensverwaltung von JPMorgan Chase in Japan. (Quelle: 1 und 2)

Führungskräfte von Unternehmen des Fuyo-Keiretsu sind mit weiteren Japanern in der Trilateralen Kommission vertreten (Quelle). Diese einflussreiche Denkfabrik dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan. Sie wurde 1973 von dem US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet, der bis 2017 ihr Ehrenvorsitzender war. Teiji Teramoto, der die US-amerikanische Abteilung der Mizuho Group (Yasuda Bank) leitet, ist derzeit im Vorstand der Japan Society in New York. Er könnte daher Justin Rockefeller kennen, die ebenfalls zum Vorstand der Gesellschaft gehört. Die Japan Society besteht seit 1907 und fördert amerikanisch-japanische Beziehungen. Die Gesellschaft wurde von den 50er bis Ende der 70er Jahren von John Rockefeller III. geleitet. Er traf den japanischen Kaiser Hirohito und seinen Nachfolger Kaiser Akihito (Fotos: 1 und 2).

Bemerkenswerte Heiraten

Die Yasuda Familie heiratete japanische Adlige, Politiker, Juristen und Geschäftsleute. Ich hab hier nur die wichtigsten Heiraten aufgelistet.

Sanshiko Yasuda (nach 1920 geboren) heiratete in die bereits erwähnte Asano Familie, die geschäftlich eng mit der Yasuda Familie verbunden war. Ihr Ehemann Sotaro Asano hatte zwei Schwestern, die in die Familien Mitsui und Sumitomo heirateten (Quelle: 1 und 2). Diese sind zwei der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite.

Hajime Yasuda (1907-1991) heiratete eine Tochter von Toshikata Ōkubo, der Präsident der Yokohama Specie Bank war, eine bedeutende japanische Bank. Sie gehört inzwischen zur MUFG (grösste japanische Bank). Toshikatas Vater Toshimichi Ōkubo spielte eine wichtige Rolle bei der Meiji-Restauration, die dazu führte, dass die japanische Kaiserfamilie wieder die Macht in Japan übernehmen konnte. Die Kaiserfamilie besetzt den japanischen Thron bis heute. Die Dynastie besteht der Legende nach seit über 2600 Jahren. Hajime Yasudas Frau war mütterlicherseits eine Enkelin von Korekiyo Takahashi. Dieser war Premier- und Finanzminister Japans und besetzte noch weitere Ministerposten. Er war Gouverneur der japanischen Zentralbank. Er wurde zum Vizegrafen geadelt. (Quelle: 1, 2, 3) In seiner Funktion als Finanzpolitiker hatte er Kontakt zu mächtigen Bankiersfamilien aus der westlichen Welt, wie Rothschild, Baring, Schiff und Warburg (Quelle).

Hiroshi Yasuda (*1933) heiratete eine Enkelin von Shigeaki Ikeda. Dieser war Finanzminister und Gouverneur der japanischen Zentralbank. Er leitete die Mitsui-Gruppe, die schon seit über 100 Jahren eine der grössten Unternehmensgruppen Japans ist. (Quelle: 1, 2, 3)

Iwajiro Yasuda (*1901) heiratete Kyoko Terashima, die Tochter eines Grafen. Ihr Grossvater Graf Munenori Terashima war Aussenminister. Er vertrat Japan als Diplomat in Grossbritannien und den USA. Er war Vizepräsident des Geheimrates der japanischen Kaiserfamilie. Iwajiro Yasudas Frau hatte eine Schwester, die in die Mitsui Familie heiratete. Ihre Mutter kam ebenfalls aus der Mitsui Familie. (Quelle)

Zenjirō Yasuda (1879-1936) heiratete in die Sakai Familie (Quelle: 1 und 2). Der Sakai Klan gehört schon seit 500 Jahren zur japanischen Aristokratie. Die Sakai Familie heiratete zudem in die Familien Iwasaki und Sumitomo. (Quelle: 123) Der Sakai Klan hat somit in drei der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite geheiratet.

Die japanische Künstlerin Yoko Ono (*1933) kommt mütterlicherseits aus der Yasuda Familie. Sie heiratete den weltberühmten britischen Musiker John Lennon. (Quelle)

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McGraw Familie

Der US-Amerikaner James H. McGraw (1860-1948) war Mitgründer von McGraw Hill. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem führenden Buch- und Bildungsverlag der USA. McGraw war der erste Präsident des Unternehmens. Fünf seiner Nachkommen haben seither die Führung des Unternehmens übernommen. 2015 wurde das Vermögen der Familie auf 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

2013 wurde das Unternehmen gespalten und in zwei Unternehmen aufgeteilt. Daraus bildeten sich folgende zwei Unternehmen:

McGraw-Hill Education: Er ist einer der drei grossen Bildungsverlage der USA. Da er ein führender Verleger von Schulbücher ist, hat er Einfluss auf die Bildung des Landes. Der McGraw-Konzern kontrollierte das Unternehmen bis 2013 und verkaufte es dann an Apollo Global Management, eines der grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt. Apollo wurde vom Milliardär Leon Black mitgegründet, der ein Bekannter von David Rockefeller war.

McGraw Hill Financial ( S&P Global): Das Unternehmen firmiert seit 2016 unter dem Namen S&P Global. Das Unternehmen stellt Informationen und Analysen zur Finanzwelt zur Verfügung. Die McGraw Familie war noch bis 2015 im Vorstand vertreten und am Unternehmen beteiligt (Quelle).

S&P Global besitzt die Ratingagentur „Globale S&P-Ratings“, die lange unter dem Namen Standard & Poor’s bekannt war. Standard & Poor’s gehörte bereits seit 1966 zum McGraw-Konzern. Rating-Agenturen nehmen eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft ein. Hier eine kritische Doku zu den grossen Rating-Agenturen. Grob fehlerhafte Ratings von Standard & Poor’s verstärkten die grosse Finanzkrise im Jahr 2008. Sie ist eine der drei weltweit grössten Ratingagenturen. Die zwei anderen sind Moody’s und Fitch Ratings. Die drei Ratingagenturen haben ihren Hauptsitz in New York. Fitch Ratings gehört der Milliardärsfamilie Hearst und Moody’s steht derzeit unter dem Einfluss des Multimilliardärs Warren Buffett.

S&P Global besitzt mehrheitlich „S&P Dow Jones Indices“. Das Unternehmen besitzt über 130 000 Aktienindexe. Darunter auch den Dow Jones und den S&P 500.

S&P Global besitzt „S&P Global Platts“. Das Unternehmen stellt Informationen und Analysen zu den Rohstoffmärkten zur Verfügung. Das Unternehmen wurde 1909 gegründet und gehörte seit 1953 zum McGraw-Konzern.

Harold „Terry“ McGraw III. (*1948) kennt Ratan Tata, einer der mächtigsten Akteure der indischen Elite (Foto). Harold war Vorsitzender des Business Roundtable, eine Lobbyorganisation bestehend aus Wirtschaftsführern von US-amerikanischen Grosskonzernen. Harold ist derzeit in einem Lenkungsausschuss, der eine Studie berät, die zur zukünftigen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und China forscht. Zum Lenkungsausschuss gehören auch Bill Gates, Henry Kissinger und David Rubenstein (Präsident des Alfalfa Clubs). (Quelle)

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Engelhorn Familie

Die deutsche Engelhorn Familie brachte mehrere erfolgreiche Unternehmer hervor.

Friedrich Engelhorn (1821-1902) gründete 1865 das Chemieunternehmen BASF. Seit dem 20. Jahrhundert gehörte die BASF zu den führenden deutschen Chemieunternehmen. Heute ist sie der grösste Chemiekonzern der Welt. Sie ist schon seit den 1970er Jahren eines der grössten Unternehmen Deutschlands. Die BASF ist inzwischen aber unabhängig von der Engelhorn Familie (zumindest nach offiziellen Angaben).

Friedrich Engelhorn war Mitgründer und Aufsichtsratsmitglied von mehreren Finanzunternehmen. Friedrichs Bruder gründete einen Buchverlag. Friedrichs Tochter heiratete den deutschen Politiker Carl Reiß. Reiß trat dem Aufsichtsrat der BASF bei. Er war auch in Aufsichtsräten von Finanzunternehmen. Friedrich Engelhorn und Reiß hatten persönlichen Kontakt zum jüdischen Bankier Carl Ladenburg, der in die Goldschmidt Familie heiratete. Die Bankiersfamilie Ladenburg war Mitgründer und Finanzier der BASF. Friedrich Engelhorn und Reiß gründeten zusammen mit dem Freimaurer Johann Caspar Bluntschli die Mannheimer-Versicherung. Bluntschli war ein Lehrer von Reiß gewesen. (Quellen: 1, 2, 3)

Ab den 1890er Jahren kontrollierte die Engelhorn Familie das Pharmaunternehmen Boehringer Mannheim. Das Unternehmen wurde ursprünglich von der Boehringer Familie gegründet und geführt. Die Engelhorns waren mit der Boehringer Familie verwandt (Quelle). Die Boehringer Familie ist heute eine der reichsten Familien Deutschlands.

Unter der Führung von Curt Engelhorn (1926-2016) entwickelte sich Boehringer Mannheim zu einem internationalen Pharmakonzern. 1997 verkaufte die Engelhorn Familie das Unternehmen an den schweizerischen Pharmakonzern Hoffmann-La Roche. Dadurch stieg ihr Vermögen auf über 10 Milliarden US-Dollar an und sie galten damit als die drittreichste Familie Deutschlands (Quelle). Das heutige Familienvermögen wird auf 4,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Die Milliardärin Heidi Engelhorn ist eine Förderin des „Heidelberg Center for American Studies“ (HCA). Das deutsche Institut fördert deutsch-amerikanische Beziehungen. Teile der Engelhorn Familie leben seit dem 19. Jahrhundert in den USA. Heidis verstorbener Mann Curt Engelhorn war der wichtigste Förderer des HCA. Seine Mutter war US-Amerikanerin. Die Residenz des HCA wurde von der Engelhorn Familie mietfrei zur Verfügung gestellt. Zu den derzeitigen Förderern des HCA gehört auch der Chemiekonzern BASF, der ursprünglich von der Engelhorn Familie gegründet wurde. Derzeit gehört Kurt Bock zum Kuratorium des HCA. Er war von 2011 bis 2018 Vorstandsvorsitzender der BASF und ist derzeit Vorsitzender des Aufsichtsrates der BASF. Er war von 2016 bis 2018 Cheflobbyist der deutschen Chemieindustrie. Weitere derzeitige Förderer des HCA sind:

  • Der wichtigste Förderer der HCA neben Curt Engelhorn war und ist die 2001 gegründete Ladenburg Foundation in New York. Vertreten wird die Stiftung beim HCA durch Martin Bussmann, der für die BASF arbeitete. Dem Namen nach könnte die Stiftung von der Ladenburg Familie gegründet worden sein. Diese hatte, wie oben bereits erwähnt wurde, im 19. Jahrhundert Kontakt zur Engelhorn Familie und finanzierte den Aufbau der BASF. Ein Familienzweig der Ladenburg Familie emigrierte in die USA und gründete dort 1876 in New York die Investmentbank Ladenburg Thalmann.
  • Der deutsche Milliardär Hans Peter Wild.
  • Bernd-Albrecht von Maltzan, ein führender Banker der Deutschen Bank. Dem Namen nach könnte er aus der Uradelsfamilie Maltzan kommen.

(Quelle)

Von den deutschen Grosskonzernen ist die BASF einer der wichtigsten Förderer deutsch-amerikanischer Beziehungen. Die BASF ist der grösste deutsche Spender des Council on Foreign Relations. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt.

Bemerkenswerte Heiraten

Mitglieder der Engelhorn Familie aus den USA stellten ihre Stammliste online.

Fritz Schmige (1880-1947), der mütterlicherseits aus der Engelhorn Familie kam, heiratete eine Schwester des adligen Offiziers Franz Pfeffer von Salomon. Franz war bereits nach Ende des Ersten Weltkrieges mit rechtsradikalen Bewegungen in Deutschland verbunden. Spätestens ab 1924 hatte er Kontakt zu Joseph Goebbels, der später ein führender Nazi im Dritten Reich werden sollte. Im Juni 1926 bewohnte Hitler für eine Woche bei seinem ersten Besuch in Westdeutschland ein Zimmer im Gut von Franz Pfeffer. Er kannte Hitler also schon sieben Jahre vor dessen Machtübernahme. (Quelle)

Marie Engelhorn (1848-1936) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Schilling von Cannstatt (gründeten die Regionalzeitung Mannheimer Morgen).

Elise Engelhorn (1853-1920) heiratete in die geadelte Industriellenfamilie Gienanth. Ihre Kinder heirateten in die Uradelsfamilien Wolfskeel, Hoyningen-Huene und Gaisberg.

Laura Marie Antoinette Engelhorn (1861-1955) heiratete den preussischen General Konrad von Hausmann. Er war ein Sohn des geadelten Generalleutnants Karl Hausmann.

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Haschimiten

Die Dynastie der Haschimiten stellt seit 1921 die Königsfamilie von Jordanien. Von 1921 bis 1958 waren sie auch die Königsfamilie des Iraks. Der Legende nach stammen sie vom Propheten Mohammed ab, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete.

Thronbesteigungen

Ab dem Jahr 1851 stellte die Familie den Scherif (Herrscher) der Stadt Mekka. Mekka gilt als die Geburtsstadt des Islamgründers Mohammed. Die Nachkommen Mohammeds herrschten seit dem 10. Jahrhundert über die Stadt. Mekka liegt im Hedschas im Westen des heutigen Saudi-Arabiens. Im Hedschas liegt auch Medina, die für Muslime ebenfalls als eine heilige Stadt gilt. Die Haschimiten herrschten wie gesagt ab 1851 über die Region. Allerdings stand ihr Land unter der Kontrolle des Osmanischen Reiches. Hussein ibn Ali (1854-1931), aus der Dynastie der Haschimiten, war ab 1908 Scherif von Mekka. Im Ersten Weltkrieg verbündete er sich mit den Briten gegen das Osmanische Reich. So wurde die Region unabhängig von den Osmanen.

1916 gründete Hussein ibn Ali das Königreich Hedschas und war fortan dessen König. Während des Ersten Weltkrieges stand er im Briefkontakt mit Henry McMahon. McMahon war ein wichtiger Diplomat der britischen Kolonialelite und Hochkommissar für Ägypten. Er war Freimaurer und gründete eine Freimaurerloge in Pakistan (Quelle: 1 und 2). Er nahm den afghanischen Herrscher Habibullah Khan in die Freimaurerei auf (Quelle). McMahon soll von den MacMahons von Oriel abstammen, ein irischer Clan, der früher über das irische Königsreich Oriel/Airgíalla herrschte (Quelle).

1925 wurde das Königsreich Hedschas von der saudischen Herrscherfamilie eingenommen und Hussein ibn Ali musste abdanken. Seither gehört der Hedschas zu Saudi-Arabien.

Die beiden Söhne von Hussein ibn Ali stiegen nach dem Ersten Weltkrieg zu Königen auf. Der Sohn Faisal wurde 1921 König des Iraks. Seine Familie besetzte den irakischen Thron bis 1958. Faisal war 1920 auch kurzzeitig König von Syrien. Die beiden Thronbesteigungen wurden von der britischen Kolonialelite unterstützt. 1932 wurde der Irak unabhängig vom britischen Königreich. Das Gebiet, das die Staaten Irak und Syrien ausmacht, hatte davor lange Zeit zum Osmanischen Reich gehört.

Faisals Bruder Abdullah gründete 1921 Jordanien und wurde zu dessen Herrscher. Seine Familie besetzt den jordanischen Thron bis heute. Seine Thronbesteigung wurde ebenfalls von der britischen Kolonialelite unterstützt. 1946 wurde Jordanien unabhängig vom britischen Königreich. Das Gebiet, das den Staat Jordanien ausmacht, hatte davor lange Zeit zum Osmanischen Reich gehört.

Freimaurerei

Die Freimaurerei wurde während der Kolonialisierung von Briten und Franzosen in die muslimischen Länder gebracht. Über die Freimaurerei in den muslimischen Ländern ist wenig bekannt und es gibt so gut wie keine Literatur darüber. Ein Freimaurer sagte in einem Interview im Jahr 2003, die Freimaurerei sei in der Türkei, in Syrien, im Libanon und in Israel sehr gut etabliert. In Jordanien, Algerien und Tunesien hätten sie ebenfalls einen guten Stand. Bis zur Islamischen Revolution 1979 hatten sie grossen Einfluss im Iran. (Quelle) Früher waren die Freimaurer vermutlich auch in Ägypten und Afghanistan sehr einflussreich, da die Könige der beiden Länder der Freimaurerei beitraten. Die Freimaurerei hat einen sehr schlechten Ruf in den muslimischen Ländern. Daher werden die meisten einflussreichen muslimischen Freimaurer sich nicht öffentlich als solche zu erkennen geben. Die jordanischen Könige haben sich auch nicht als Freimaurer geoutet, aber Freimaurer bestätigten ihre Mitgliedschaft im Freimaurerbund.

Der erste jordanische König Abdullah I. war Freimaurer (Quelle: 1, 2, 3).

Nach Angaben der Linford Lodge of Research, einer freimaurergeführten Forschungsloge in Australien, waren folgende Familienmitglieder ebenfalls Freimaurer:

  • Der dritte jordanische König Hussein I. (1935-1999). Er war Grossmeister der jordanischen Freimaurer. Im Freimaurer-Wiki steht auch, dass er Freimaurer war (Quelle). Freimaurer aus England bestätigten ebenfalls seine Mitgliedschaft (Quelle).
  • Der vierte und derzeitige jordanische König Abdullah II. (*1962). Freimaurer aus England bestätigten ebenfalls seine Mitgliedschaft (Quelle: Seite 37).
  • Prinz Hassan bin Talal (*1947). Er ist ein Bruder von Hussein I. und ein Onkel des derzeitigen Königs. Er war von 2000 bis 2006 Präsident des Club of Rome.

(Quelle)

Der irakische Prinz Abd ul-Ilah (1913-1958) aus der Haschimiten-Dynastie führte die Freimaurerei im Irak (Quelle).

König Hussein I. (1935-1999), der Grossmeister der jordanischen Freimaurer war, erreichte den 33. Grad (der höchste Freimaurergrad). Er traf Jan Onderdenwijngaard, ein hochrangiger niederländischer Freimaurer. König Hussein trat dem „Souveränen Heiligtum des Grossorients von Italien des Memphis-Misraïm-Ritus“ bei. (Quelle)

Anmerkung: Der Memphis-Misraïm-Ritus wurde 1872 von Giuseppe Garibaldi gegründet. Garibaldi war ein führender italienischer Freimaurer und Revolutionär. Der Memphis-Misraïm-Ritus entstand durch den Zusammenschluss des Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus. Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiation-Grade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Zu dessen Führung und Gründern gehörte auch der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, der ein Freund von Giuseppe Garibaldi war. Yarker war Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA), der englische Zweig der Rosenkreuzer (Quelle). 1888 gründeten drei SRIA Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung im angloamerikanischen Raum wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge (darunter auch Freimaurer und Rosenkreuzer) gründeten kurze Zeit darauf den „Ordo Templi Orientis“ (Orientalischer Templerorden, kurz OTO), der ebenfalls zu einer der wichtigsten Okkultisten-Bewegungen wurde (Quelle). John Yarker war zudem Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden (Quelle).

Die jordanische Königsfamilie war oder ist noch immer mit der libanesischen Politikerfamilie Chamoun befreundet (Quelle). Camille Chamoun war Präsident des Libanons. Er war Freimaurer und erreichte den 33. Grad. Chamouns Onkel Auguste Adib Pacha war Ministerpräsident des Libanons. Sie sind eine christliche Familie und Pacha war auf einer Jesuitenschule (der Libanon wird im Gegensatz zu anderen Ländern in der Region von einer multireligiösen Elite geführt). Die jordanischen Könige Abdullah I. und Hussein I. wurden von Honein Kattini/Hanin Qatini in die Freimaurerei aufgenommen. Kattini war der damalige Grossmeister der libanesischen Freimaurer. Er war ein hochrangiger Freimaurer und erreichte den 33. Grad. Er war Ehrengrossmeister des Grossorients von Italien (die Grossloge von Italien). In den 1960er Jahren war Kattini die oberste Autorität des Memphis-Misraïm-Ritus für den Libanon und die arabischen Länder. Er war auch Präsident des Memphis-Misraim-Ritus in den USA. Er war bei der Zeremonie dabei, bei der US-Präsident Nixon mit dem 33. Freimaurergrad geehrt wurde. Quelle: Die Quelle ist die Website einer libanesischen Loge, die derzeit von einem hochrangigen Freimaurer der muslimischen Länder geführt wird. Er erreichte den 33. Grad im schottischen Ritus (herkömmliche Freimaurerei) und den 96. Grad im Memphis-Misraïm-Ritus sowie den 7. Grad im Œcuménique-Ritus (ein jüdisch-christlich-muslimischer Ritus der sich darum bemüht, mehr Muslime in die Freimaurerei einzuführen).

Der Freimaurer König Hussein I. stand dem israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin nahe, der ebenfalls Freimaurer war. (Quelle)

König Hussein I. traf mehrfach den palästinensischen Führer Jassir Arafat (Fotos. 1, 2, 3). Der derzeitige König Abdullah II. traf ebenfalls Arafat (Quelle). Arafat war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er gründete eine Terrororganisation, aus der sich die heutige palästinensische Partei Fatah entwickelte. Arafat erhielt 1994 den Friedensnobelpreis.

König Hussein I. traf mehrfach den syrischen Diktator Hafez al-Assad. Das Verhältnis zwischen Jordanien und Syrien ist aber schon lange angespannt. Hafez war der Vater des heutigen syrischen Diktators Baschar al-Assad. Hafez al-Assad war Freimaurer (Quelle).

Freimaurer engagieren sich für Abtreibungen, Verhütung und Familienplanung in muslimischen Ländern. (Quelle) Ich geh davon aus, dass es dabei nicht nur um Frauenrechte geht (die allermeisten Freimaurer sind Männer), sondern auch um Bevölkerungskontrolle. Viele muslimische Länder haben eine hohe Geburtenrate und ein hohes Bevölkerungswachstum. Die jordanische Regierung gründete den Higher Population Council und die dazu gehörende „Jordanian Association for Family Planning and Protection“. Die beiden Organisationen setzen sich für Bevölkerungsplanung in Jordanien ein. Die jordanische Prinzessin Basma bint Talal (*1951) engagiert sich bei den beiden Organisationen. Die Prinzessin beteiligte sich an der Einführung der ersten nationalen Bevölkerungsstrategie für Jordanien im Jahr 1996. Sie ist Botschafterin beim Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen. (Quelle)

Heutige Königsfamilie von Jordanien

Der derzeitige König Abdullah II. regiert wie seine Vorgänger autoritär. Der Staat ist der grösste Arbeitgeber des Landes und beschäftigt fast die Hälfte der Erwerbstätigen. Jordanien gilt als das stabilste Land in der Region. (Quelle)

Das Vermögen von König Abdullah II. wird auf 750 Millionen US-Dollar geschätzt (Quelle). Er ist auch Oberbefehlshaber der Jordanischen Armee (Quelle).

Die Medien in Jordanien werden vom Staat gelenkt. Journalisten müssen Mitglied des staatlich kontrollierten Presseverbands sein und Medien benötigen eine Lizenz vom Staat. Es gibt Nachrichtensperren zu bestimmten Themen. Medienschaffende werden vom Geheimdienst überwacht. Seit 2013 haben die Behörden Hunderte Websites gesperrt. Ein äusserst weit gefasstes Anti-Terror-Gesetz dient oft als Grundlage, um Journalisten wegen angeblicher Gefährdung der nationalen Sicherheit vor Gericht zu bringen. Ein Gesetz gegen Internetkriminalität ermöglicht Haftstrafen für Veröffentlichungen in Online-Zeitungen oder sozialen Medien. (Quelle)

Mehrere Familienmitglieder arbeiteten für die Vereinten Nationen (UNO) und sind dort scheinbar sehr angesehen. Darunter auch Seid Al Hussein (*1964). Er war von 2014 bis 2018 Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (Quelle). In Jordanien gibt es aber Menschenrechtsverletzungen. Kritik am König ist strafbar. (Quelle)

Die jordanische Königsfamilie besitzt zwar nicht so einen grossen Reichtum und wirtschaftlich Einfluss wie die anderen muslimischen Monarchen, aber sie sind vermutlich die bestvernetzten muslimischen Herrscher. Sie trafen Mitglieder von fast allen oder sogar allen noch amtierenden Königsfamilien der Welt. Sie erhielten sehr viele Orden von Königsfamilien. Sie verliehen selbst viele Orden an europäische Hochadlige. Sie trafen und treffen viele Staatschefs.

Die derzeitige Königin Rania arbeitete für den Technologiekonzern Apple und für die Citibank, eine der grössten Banken der USA (Quelle). Sie ist eine Millionärin. Sie gilt als eine der grössten Philanthropinnen der muslimischen Welt. Sie wurde 2008 mit dem „David Rockefeller Bridging Leadership Award“ ausgezeichnet. Der US-amerikanische Milliardär David Rockefeller und seine Tochter Peggy überreichten ihr persönlich die Auszeichnung. (Quelle) Rania traf viele Staatschefs oder deren Frauen. Sie ist sehr gut vernetzt:

  • Rania kennt Lynn de Rothschild, die in die Rothschild Familie geheiratet hatte (Foto). Rania und Lynn kennen auch Christine Lagarde (Foto). Lagarde ist derzeit Präsidentin der europäischen Zentralbank (EZB).
  • Rania kennt den US-amerikanischen Milliardär George Soros (Fotos). Soros traf auch den jordanischen König (Quelle). Der König kennt auch den Sohn von Soros (Quelle).
  • Das Königspaar kennt den US-amerikanischen Multimilliardär Bill Gates (Fotos: 1 und 2).
  • Das Königspaar traf den US-amerikanischen Multimilliardär Jeff Bezos und besprach wirtschaftliche Themen mit ihm (Quelle).
  • Das Königspaar kennt den US-amerikanischen Multimilliardär Michael Bloomberg (Fotos: 1 und 2).
  • Rania kennt Prinzessin Gabriele zu Leiningen, die in den deutschen Hochadel heiratete. Gabrieles Stiefvater kam aus der Thyssen Familie, eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien. Gabriele heiratete in zweiter Ehe Karim Aga Khan IV., der derzeit das geistliche Oberhaupt der Nizariten ist (die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft). Die Aga Khan Familie soll wie die jordanische Königsfamilie vom Propheten Mohammed abstammen. Königin Rania und Gabriele kannten die Französin Liliane Bettencourt, die zu Lebzeiten als die reichste Frau der Welt galt. (Foto)
  • Das Königspaar traf viele Königsfamilien.

Der derzeitige König Abdullah II. traf den marokkanischen König Mohammed VI.. Jordanien und Marokko haben ein gutes Verhältnis. Die marokkanische Königsfamilie soll wie die jordanische Königsfamilie vom Propheten Mohammed abstammen. König Abdullah II. bezeichnet zudem den marokkanischen König als seinen Bruder und Cousin (Quelle). Die jordanische Königin Rania ist mit Lalla Salma befreundet (Quelle). Sie ist die Frau des marokkanischen Königs.

Neben dem Königspaar trafen auch viele der noch lebenden Prinzen und Prinzessinnen aus dem jordanischem Königshaus Mitglieder der britischen Königsfamilie (Fotos: 1, 2, 3, 4). Mitglieder der jordanischen Königsfamilie hatten neben diplomatischen auch persönliche Kontakte zu den britischen Royals (Quelle: 1 und 2). Übrigens hat die britische Königsfamilie womöglich ebenfalls Blut des Propheten Mohammed in sich (Quelle).

Die jordanische Königsfamilie hat seit 1924 das Sorgerecht für die heiligen muslimischen Stätten in Jerusalem. Der derzeitige König Abdullah II. ist auch der Hüter der heiligen christlichen Stätten in Jerusalem. Die Königsfamilie traf übrigens alle Päpste der letzten 40 Jahre (Fotos findet man über Google). Die jordanische Königsfamilie ist die säkularste amtierende muslimische Herrscherfamilie.

König Abdullah II. besuchte 2005 ein Treffen des Economic Club von New York (Quelle). Der Club lädt erlesene Gäste zum Essen ein, um über Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Bemerkenswerte Mitglieder wären Rockefeller, Botín, Roosevelt, Agnelli und Bush.

Königin Rania war Mitgründerin des „Better World Fund“, eine gemeinnützige Organisation der Vereinten Nationen. Zu den Mitgründern gehörten auch Ariadne Getty, Ted Turner (Gründer des US-Senders CNN), Kofi Annan (Generalsekretär der Vereinten Nationen) und Muhammad Yunus (gründete die bangladeschische Mikrofinanzbank Grameen und erhielt 2006 den Friedensnobelpreis). (Quelle)

Prinz Hassan bin Talal (Freimaurer) war von 2000 bis 2006 Präsident des Club of Rome (Quelle). Er war im Vorstand der International Crisis Group (Quelle). Die Denkfabrik besteht seit 1995 und konzentriert sich auf globale Krisen. Sie wird seit Anbeginn von George Soros gefördert (Quelle). Prinz Hassan gehört zur Trilateralen Kommission, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. Dort war er ein Kollege des irischen Managers Peter Sutherland. (Quelle) Der verstorbene Peter Sutherland war einer der mächtigsten Akteure der britischen Elite. Er war Ehrenvorsitzender der Trilateralen Kommission und gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (mehr zu Peter Sutherland). Die Trilaterale Kommission wurde von David Rockefeller gegründet, der die Denkfabrik bis zu seinem Tod 2017 führte. Prinz Hassan wurde von Alain Elkann interviewt (Quelle). Elkann heiratete in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Prinz Hassan kennt Madeleine Albright und leitet mit ihr den „World Refugee & Migration Council“ (Quelle). Madeleine Albright war von 1997 bis 2001 Aussenministerin der USA. Sie heiratete in die Medill-Patterson Familie. Diese gehörte früher zu mächtigsten Zeitungsunternehmern der USA und heiratete in die Familien Guggenheim und McCormick.

Viele Familienmitglieder studierten an britischen und US-amerikanischen Universitäten. Mehr als zehn Familienmitglieder waren an der Royal Military Academy Sandhurst in Grossbritannien. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

Sharif Ali bin al-Hussein (*1956) gehört zum Familienzweig, der früher über den Irak herrschte. Nachdem 2003 der irakische Diktator Saddam Hussein gestürzt wurde, gründete er eine monarchistische Partei. Sie setzt sich dafür ein, dass Sharif den irakischen Thron besteigen soll.

Bemerkenswerte Heiraten

Die Frau des ersten jordanischen Königs war eine Zwillingsschwester von Huzaima bint Nasser. Diese heiratete den ersten irakischen König Faisal I., der wie bereits erwähnt ein Bruder des ersten jordanischen Königs war.

Der letzte irakische König war Faisal II. (1935-1958). Erst wollte er eine Prinzessin aus der iranischen Herrscherfamilie Pahlavi heiraten, aber sie lehnte den Heiratsantrag ab. Dann verlobte er sich mit einer Prinzessin aus der ägyptischen Herrscherfamilie (Muhammad Ali Dynastie). Die Herrscherdynastie brachte ebenfalls mehrere Freimaurer hervor. Faisals Verlobte kam mütterlicherseits aus der osmanischen Herrscherfamilie, die mindestens einen Freimaurer hervorbrachte (der osmanische Herrscher Murad V.). Da Faisal 1958 bei einem Putsch ermordet wurde, fand die Heirat niemals statt.

Bemerkenswerte Heiraten der jordanischen Königsfamilie

Prinzessin Haya heiratete Muhammad bin Raschid Al Maktum, der derzeitige Herrscher von Dubai (Quelle).

Prinz Nayef bin Abdullah (1914-1983) heiratete Mihrimah Sultan, eine Enkelin des osmanischen Herrschers Mehmed V.. (Quelle: 1 und 2)

Der Freimaurer Prinz Hassan bin Talal (*1947) heiratete Sarvath Ikramullah. Sie gilt als eine Freundin der britischen Queen. Ihr Vater Mohammed Ikramullah war an der Gründung Pakistans beteiligt und wurde der erste Aussenminister des Landes. Sein Bruder Mohammad Hidayatullah war Präsident und oberster Richter von Indien. Prinzessin Sarvath kommt auch mütterlicherseits aus einer einflussreichen Familie. Ihr Onkel mütterlicherseits war der pakistanische Premierminister Huseyn Shaheed Suhrawardy. Die Suhrawardy Familie stammt der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, wie die jordanische Königsfamilie. Zu den Vorfahren der Suhrawardys soll Shahab Suhrawardi gehören, ein persischer Philosoph aus dem 12. Jahrhundert.

Prinz Muhammad bin Talal (1940-2021) heiratete in erster Ehe Firyal Irshaid. Sie war eine gute und langjährige Bekannte des US-amerikanischen Investors Lionel Pincus (Quelle). Dieser gründete zusammen mit Eric M. Warburg das Finanzunternehmen „Warburg Pincus“, eines der grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt. Firyal Irshaid besuchte ein Treffen der Royal Oak Foundation, bei dem der britische Baron Jacob Rothschild geehrt wurde, der auch anwesend war. Firyal Irshaid sagte beim Treffen, sie sei nur wegen Jacob gekommen. Daher werden sie vermutlich gute Bekannte sein. Beim Treffen waren auch folgende Personen anwesend:

  • Der US-amerikanische Milliardär Henry Kravis. Er ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen.
  • Die Kanadierin Marie-Josée Kravis. Sie ist die Frau von Henry Kravis. Sie ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen.
  • Lady Henrietta Spencer-Churchill. Sie ist die Tochter eines britischen Herzoges. Ihre Familie war mit dem früheren britischen Premierminister und Freimaurer Winston Churchill verwandt.
  • Der kanadische Milliardär Galen Weston. Die Weston Familie ist eine der reichsten und mächtigsten Unternehmerfamilien Kanadas.
  • Der US-amerikanische Milliardär Sid Bass.

(Quelle)

Firyal Irshaid war 2016 auf einer Feier in London, die von Scheich Hamad bin Abdullah Al Thani veranstaltet wurde. Der Scheich kommt aus der katarischen Herrscherfamilie. Zu den Gästen der Feier gehörten:

  • Der britische Prinz Charles.
  • Mitglieder der Familien Rothschild und Spencer-Churchill.
  • Drei britische Grafen (darunter der Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans).
  • Der indische Milliardär Lakshmi Mittal.
  • Die deutsche Gräfin Maya von Schönburg.

(Quelle)

Prinz Muhammad bin Talal heiratete in zweiter Ehe die Tochter des jordanischen Ministerpräsidenten Hazza‘ Majali.

Prinzessin Maqbula (1921-2001) heiratete den jordanischen Ministerpräsidenten Hussein ibn Nasser.

Prinzessin Sumaya bint Hassan (*1971) heiratete den jordanischen Aussenminister Nasir Dschuda.

Prinzessin Rahma bint Hassan (*1969) heiratete den jordanischen Politiker Alaa Batayneh, der mehrere Ministerposten besetzte.

Die Frau von König Talal (1909-1972) war mit Kamil Pascha (1833-1913) verwandt, der ein hochrangiger Staatsmann im Osmanischen Reich war.

Ra’ad bin Zeid (*1936) heiratete eine Schwedin. Auf Wikipedia und ähnlichen Seiten steht, dass sie eine Nachfahrin der schwedischen Wasa-Dynastie ist, die im 16. und 17. Jahrhundert die Königsfamilie von Schweden und Polen war. Dafür fand ich aber keine Quellen.

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Smith Familie

Der US-Amerikaner Byron Laflin Smith (1853-1914) gründete 1889 eine Bank zur Vermögensverwaltung für die Reichen aus Chicago. Aus ihr entwickelte sich der heutige Finanzkonzern Northern Trust. Er ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet über eine Billion US-Dollar. Die Smith Familie ist noch immer in der Konzernführung vertreten. Die Familie ist noch immer am Unternehmen beteiligt. 2020 wurde das Familienvermögen auf 11,3 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Byron Laflin Smith (1853-1914) gründete auch den Industriekonzern Illinois Tool Works. Die Familie ist bis heute am Unternehmen beteiligt.

David Smith Jr. kennt Susan Crown, die derzeit ebenfalls im Vorstand von Northern Trust ist. Sie kommt aus der Milliardärsfamilie Crown, die mit einem der weltweit grössten Rüstungskonzernen verbunden ist.

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Crown Familie

Der US-Amerikaner Henry Crown (1896-1990) wurde als Sohn litauisch-jüdischer Einwanderer geboren. Er und seine Brüder gründeten 1919 ein eigenes Unternehmen. Es entwickelte sich zu einem führenden Baustoffunternehmen. 1959 fusionierte es mit dem US-amerikanischen Mischkonzern General Dynamics. Ab da war Henry Crown Grossaktionär von General Dynamics. Seit Ende der 1960er Jahren besass er über 20 Prozent des Unternehmens (Quelle). Er trat der Konzernführung bei. Sein Sohn Lester Crown (*1925) wurde später Vizepräsident von General Dynamics (Quelle). Lesters Sohn James Crown (*1953) ist seit 1987 Direktor bei General Dynamics (Quelle).

General Dynamics wurde 1899 gegründet und entwickelte sich rasch zu einem führenden Rüstungskonzern. 2020 war er nach Umsatz der drittgrösste Rüstungskonzern der Welt. Der Mischkonzern macht Dreiviertel seines Umsatzes im Rüstungssektor. Die Crown Familie ist noch immer an General Dynamics beteiligt. 2020 wurde das Vermögen der Familie auf 10,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Derzeit ist Phebe Novakovic Vorsitzende und CEO von General Dynamics. Sie wird daher James Crown kennen. Sie arbeitete zuvor für die CIA und das US-Verteidigungsministerium.

1955 gründete General Dynamics eine Geschäftssparte, die sich auf die Forschung von Rüstungs- und Nukleartechnologien konzentrierte. Daraus entwickelte sich der heutige Rüstungskonzern General Atomics. Seit 1986 wird General Atomics von der Blue Familie kontrolliert. (Quelle) Die Blue Familie sind Milliardäre (Quelle). General Atomics ist einer der weltweit führenden Hersteller von Militärdrohnen. Das Unternehmen ist eng mit dem US-Verteidigungsministerium und der CIA verbunden.

Die Crown Familie war einer der grössten Spender von Präsident Obamas Wahlkampf.

Lester Crown kennt Mercedes Bass (Foto). Sie heiratete in die US-amerikanische Milliardärsfamilie Bass.

Die Crown Familie besitzt zusammen mit der amerikanisch-jüdischen Milliardärsfamilie Speyer das Rockefeller Center, ein New Yorker Gebäudekomplex. Jerry Speyer war ein Bekannter des verstorbenen David Rockefeller.

Henry Crown (1896-1990) beteiligte sich auch an Banken und Unternehmen aus verschiedensten Geschäftsbereichen: Öl, Gas, Baustoffe, Elektronik, Hotels, Versicherungen, Einzelhandel, Eisenbahnen und Schiffbau. Er war auch als Immobilienunternehmer aktiv. Von 1951 bis 1961 war er Eigentümer des Empire State Building. Zur Zeit seines Todes gehörte er mit einem Vermögen von 2 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Amerikanern (damals gab es noch wenige Milliardäre). (Quelle) Sein Sohn Lester war Vorstandsmitglied und bedeutender Aktionär mehrerer grösserer Unternehmen.

Lester Crown gehört zum Aspen Institute, eine der einflussreichsten Denkfabriken der USA. Sein Sohn James ist derzeit Vorsitzender der Denkfabrik.

James Crown ist seit 2004 Direktor von JPMorgan Chase. Sie ist die grösste US-amerikanische Bank. Er war seit 1991 Direktor der Bank One, die eine der grössten Banken der USA war. Sie fusionierte 2004 mit JPMorgan Chase, worauf Crown Direktor bei dieser wurde. Er besetzte auch eine führende Position bei Salomons Brothers, die bis zu ihrem Verkauf eine der grössten Investmentbanken der Welt war. (Quelle)

Susan Crown ist derzeit im Vorstand von Northern Trust. Der US-amerikanische Finanzkonzern verwaltet über eine Billion US-Dollar. Susan wird über den Vorstand David Smith Jr. kennen. Er kommt aus der Milliardärsfamilie Smith, die den Finanzkonzern gegründet hatte.

Lester Crown heiratete eine Tochter von Junius Myer Schine. Der jüdische Einwanderer wurde als Hotelunternehmer zum Millionär. Sein Sohn G. David Schine, der Schwager von Crown, kam durch die Army-McCarthy-Anhörungen zu Bekanntheit.

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Krupp und Bohlen-Halbach Familie

Die Krupp Familie war eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie sind über Heiraten mit dem deutschen Adel verbunden.

Die Krupps waren eine niederländische Familie, die im 16. Jahrhundert in die deutsche Stadt Essen zog. Dort wurden sie im Handel aktiv und besetzten auch städtische Ämter. Im 18. Jahrhundert gründeten sie ein Kolonialwarengeschäft, das noch bis ins 19. Jahrhundert bestand. Friedrich Krupp (1787-1826) wurde in der Stahlindustrie aktiv. Er und sein Bruder Wilhelm wurden bei den Freimaurern aufgenommen. Sie waren Mitglied der Loge „Zu den drey Verbündeten“ in Düsseldorf (Quelle: 1 und 2). Sie ist eine der ältesten Freimaurerlogen Deutschlands. Die heutigen Logenmitglieder kommen aus etwa 15 verschiedenen Ländern. (Quelle)

Friedrichs Sohn Alfred Krupp (1812-1887) stieg zum wohl mächtigsten deutschen Industriellen auf. Sein Industriekonzern war der grösste in Europa und war auch in den USA aktiv. Alfred Krupp war der grösste Waffenhändler seiner Zeit.

Alfred Krupp gründete zusammen mit Alexander von Schoeller ein Unternehmen. Die Schoeller Familie gehörte zu den wichtigsten Industriellen in Österreich und wurde in den österreichischen Adel aufgenommen. Alfred Krupps Bruder Hermann zog nach Österreich, wo er als Industrieller aktiv wurde. Hermanns Sohn Arthur Krupp (1856-1938) gehörte zur österreichischen Elite und kannte die österreichische Königsfamilie.

Friedrich Alfred Krupp (1854-1902) hatte ein freundschaftliches Verhältnis zum deutschen Kaiser Wilhelm II.. Der Kaiser führte den Trauerzug bei Krupps Beerdigung. Der Kaiser hatte sogar eigene Gästezimmer in der Villa der Krupps. (Quelle)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Krupps eine der reichsten Familien Deutschlands (Quelle). Ihr Konzern gehörte auch im 20. Jahrhundert zu den grössten deutschen Unternehmen.

Bertha Krupp (1886-1957) heiratete den Diplomaten Gustav von Bohlen und Halbach (1870-1950). Gustavs Vater wurde geadelt und stand im Dienste des Grossherzogs Friedrich I. von Baden. Gustavs Grossvater war preussischer Konsul in den USA. Gustavs Mutter war in den USA geboren. Sie war die Tochter von Henry Bohlen, der ein General im amerikanischen Bürgerkrieg war (Quelle). Henrys Familie war von Deutschland in die USA ausgewandert. Zu den Nachkommen dieser Familie gehörte auch der US-Diplomat Charles E. Bohlen (Quelle). Charles war eng mit US-Präsident Franklin Roosevelt verbunden sowie auch mit den US-Diplomaten William Averell Harriman und George F. Kennan (Grossvater des Zeitungsunternehmers Kevin McClatchy). (Quelle)

Durch die Heirat von Bertha Krupp und Gustav entstand der Familienzweig Krupp von Bohlen und Halbach, der ab da den Krupp-Konzern kontrollierte.

Gustav war preussischer Diplomat im Vatikan (Quelle).

Krupp-Bohlen-Halbach und das Naziregime

Der Krupp-Konzern gehörte zu den wichtigsten Rüstungsherstellern im 1. Weltkrieg und Gustav war ein Befürworteter des Krieges (Quelle). Nach dem Krieg veranlassten die Siegermächte, dass Deutschland keine Rüstungsgüter mehr herstellen darf, was dem Geschäft von Krupp stark schadete. Als Hitler 1933 die Macht übernahm, startete er ein riesiges Aufrüstungsprogramm. Ab da war Krupp schnell wieder der führende Rüstungshersteller in Deutschland. Der Krupp-Konzern beschäftigte während des 2. Weltkrieges etwa 100 000 Zwangsarbeiter (Quelle). Der Krupp-Konzern engagierte sich schon im 1. Weltkrieg dafür, Arbeiter aus den besetzten Gebieten als Zwangsarbeiter einsetzen zu dürfen (Quelle).

Einzelne Mitglieder der Familie Krupp-Bohlen-Halbach waren Unterstützer von Hitler und der NSDAP.

Gustav Krupp von Bohlen und Halbach

Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, der den Krupp-Konzern führte, finanzierte die Arbeitsstelle Schacht. Sie wurde 1932 vom Bankier Hjalmar Schacht gegründet und entwarf ein Wirtschaftsprogramm für die NSDAP. Hjalmar Schacht war ein wichtiger Förderer Hitlers und leitete die Zentralbank im Naziregime. Er war ein Freund des britischen Zentralbankenchefs Montagu Norman.

Gustav und Hjalmar Schacht gehörten zu den Teilnehmern des Geheimtreffens vom 20. Februar 1933. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle 3 Millionen Reichsmark an die NSDAP. Zu den Teilnehmern gehörten die wichtigsten (nicht jüdischen) Akteure der damaligen deutschen Wirtschaftselite, darunter auch Quandt, Finck, Flick, Opel und Ludwig von Winterfeld (gehörte zum Vorstand von Siemens und hatte in die Siemens Familie geheiratet).

Gustav und Hjalmar Schacht organisierten gemeinsam Spenden für Hitler (Quelle).

Gustav war Mitglied des Generalrats der Wirtschaft, ein kurzlebiges Gremium das nur einmal tagte (am 20. September 1933). Es bestand aus hochrangigen deutschen Bankiers und Industriellen, welche die NSDAP Führung und Hitler bei ihren Zukunftsplänen berieten. Zu den Teilnehmern gehörten auch SchröderSiemensFinck, Bosch und Thyssen.

Gustav wurde 1940 als „Pionier der Arbeit“ geehrt. Dies war die höchste wirtschaftliche Auszeichnung im Dritten Reich. Das von Hitler gestiftete Ehrenzeichen wurde an 19 Personen verliehen, darunter auch an Porsche, Bosch und Röchling.

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach

Gustavs Sohn Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (1907-1967) war ebenfalls mit der NSDAP verbunden. Er unterstützte bereits 1931 die SS finanziell, also noch vor der Machtübernahme Hitlers.

Alfried und sein Vater Gustav wurden zu Wehrwirtschaftsführern ernannt, eine Auszeichnung der NSDAP, die an Leiter rüstungswichtiger Betriebe vergeben wurde. So gut wie alle der wichtigsten Industriellen der damaligen deutschen Wirtschaftselite erhielten diese Auszeichnung, unter anderem Porsche, Siemens, Quandt, Merck, Bosch, Flick, Röchling und Henkel.

Während des 2. Weltkrieges gründeten die Nazis die „Reichsvereinigung Kohle“ und die „Reichsvereinigung Eisen“. Die beiden Verbände sollten die deutsche Kohle- und Eisenindustrie im Interesse der Nazis steuern. Alfried gehörte zur Führung der beiden Verbände. Er war auch Beiratsmitglied der „Ausfuhrgemeinschaft für Kriegsgerät“. Diese wurde von den Nazis gelenkt und befasste sich mit den deutschen Waffenexporten. Unter Hitler wurde Deutschland wieder einer der weltweit grössten Händler von Rüstungsgütern, wovon Krupp profitierte. Einer der wichtigsten Kunden der deutschen Rüstungsindustrie zur Nazizeit war übrigens der chinesische Diktator Kai-shek Chiang.

Nach dem 2. Weltkrieg war Deutschland von den Alliierten besetzt, die Gerichtsverfahren gegen Kriegsverbrecher eröffneten. Alfried und zehn weitere führende Mitarbeiter des Krupp-Konzerns wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Im Jahr 1951 wurden aber fast alle begnadigt, darunter auch Alfried. 1953 erhielt Alfried auch sein beschlagnahmtes Vermögen zurück. Die Begnadigung ist auf John Jay McCloy zurückzuführen. Der US-Amerikaner war einer der führenden Köpfe der Alliierten im besetzten Deutschland. Er vertrat die Interessen der US-Elite beim politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbau im Nachkriegsdeutschland. McCloy gehörte selbst zur US-amerikanischen Elite:

  • Er war von 1953 bis 1970 Vorsitzender des Council on Foreign Relations (CFR) und danach noch bis 1989 Ehrenvorsitzender (Quelle). Der CFR gilt als eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.
  • Er war Vorsitzender der Chase Manhattan Bank. Die Bank wurde von David Rockefeller kontrolliert. McCloy war ein langjähriger Bekannter der Rockefeller Familie.
  • Er war Präsident der Weltbank.
  • Er war Ehrenvorsitzender des Atlantic Institute. Die nicht mehr existente Denkfabrik war mit der NATO verbunden. Über die Denkfabrik kannte er vielleicht den britischen Grafen Rowland Baring, der aus einer bedeutenden britischen Bankiersfamilie kam.
  • Er gehörte zur Warren-Kommission, die die Hintergründe zur Ermordung von US-Präsident Kennedy untersuchen sollte.

McCloy war übrigens eng mit dem US-Diplomaten Charles E. Bohlen verbunden (Quelle). Bohlen wurde bereits am Anfang dieses Beitrages erwähnt. Er war mit der Familie Krupp-Bohlen-Halbach verwandt.

Nach Einschätzung von Benjamin Ferencz, der bei den Nürnberger Prozessen für die Anklagebehörde arbeitete, wären Alfried Krupp, Günther Quandt, Friedrich Flick und die Verantwortlichen der I.G. Farben als Hauptkriegsverbrecher angeklagt worden, wenn die heute zugänglichen Dokumente den Anklägern damals vorgelegen hätten. Die entscheidenden Dokumente zu ihrem Wirken in der NS-Diktatur lagen den Behörden in der britischen Besatzungszone vor. Die Briten hielten das Material aber zurück. (Quelle bei 56:20 bis 57:15)

Hugenberg-Konzern

Der Krupp-Konzern war 1918 der grösste Spender der „Wirtschaftsvereinigung zur Förderung der geistigen Wiederaufbaukräfte“ (Quelle). Die nationalkonservative Wirtschaftsvereinigung bestand aus Stahl- und Bergbauunternehmern. Sie finanzierten massgeblich den Medienkonzern von Alfred Hugenberg, der ebenfalls Mitglied war. Sein Medienkonzern kontrollierte die Hälfte der deutschen Presse. Mit seiner nationalistischen und antisemitischen Propaganda gilt Hugenberg als einer der wichtigsten Förderer der Nazis zur Zeit der Weimarer Republik. Hugenberg war von 1909 bis 1918 in der Führung des Krupp-Konzerns. Somit förderte der Krupp-Konzern bereits 14 Jahre vor der Machtübernahme der Nazis rechtsradikale Bewegungen.

Verbundene Personen

Gustav Krupp von Bohlen und Halbach gehörte zur Ruhrlade, eine Vereinigung der zwölf einflussreichsten Ruhrindustriellen. Sie existierte von 1928 bis 1939. Einer der zwölf Industriellen war Karl Haniel. Die Haniel Familie hatte schon seit Ende des 18. Jahrhunderts Kontakt zur Krupp Familie (Quelle). Die Haniels sind heute noch aktiv und Milliardäre. Sie gehören schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien Deutschlands. Zur Ruhrlade gehörte auch Fritz Thyssen. Die Thyssens sind heute ebenfalls Milliardäre und gehören schon seit über 100 Jahren zu den reichsten deutschen Familien. Gustav kannte Kurt Hirschland, der bis 1934 im Aufsichtsrat von Krupp war. Er kam aus der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Hirschland. Die Hirschland Bank erbrachte bereits im 19. Jahrhundert Dienstleitungen für Krupp und Haniel (Quelle). Schon Alfred Krupp (1812-1887), der den Konzern aufgebaut hatte, kannte Moses Hirschland, der sein Arzt war.

Krupp-Bohlen-Halbach in den letzten 70 Jahren

Seit 1967 ist der Krupp-Konzern unabhängig von der Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Ab da war die „Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung“ Hauptaktionär des Unternehmens. Nachdem Alfried 1967 starb, ging sein gesamtes Vermögen an die Stiftung über.

1999 fusionierte der Krupp-Konzern mit dem Stahlkonzern der Thyssen Familie. Dadurch entstand der heutige Industriekonzern Thyssenkrupp. Dieser ist der grösste deutsche Stahlhersteller. Er ist eines der grössten deutschen Rüstungsunternehmen (Quelle). Die Krupp-Stiftung besitzt derzeit 21 Prozent der Stimmrechte und ist somit Hauptaktionär des Konzerns. Sie ist eine der reichsten deutschen Stiftungen und verwaltet über eine Milliarde Euro.

Derzeit (20.5.2021) gehören folgende Personen zum Kuratorium der Stiftung:

  • Der deutsche Politiker Armin Laschet (der meiner Meinung nach eine Marionette der Vatikanelite ist).
  • Sabine Lautenschläger: Sie war Direktoriumsmitglied der europäischen Zentralbank und Vizepräsidentin der deutschen Zentralbank.
  • Rainer Esser: Der deutsche Medienmanager ist Geschäftsführer der ZEIT-Verlagsgruppe und der DvH Medien GmbH. Dadurch wird er vermutlich den adligen Medienunternehmer Dieter von Holtzbrinck kennen, der das Unternehmen besitzt. Zuvor war Rainer Esser Chefredakteur bei der Verlagsgruppe Bertelsmann. Daher könnte er die Mohn Familie kennen, die den Medienkonzern kontrolliert.
  • Bernd Pischetsrieder: Er war Vorstandsvorsitzender der Automobilkonzerne VW und BMW. Daher wird er vermutlich die Milliardärsfamilien Quandt und Porsche-Piëch gekannt haben. Er war Aufsichtsratsvorsitzender von Munich Re, das grösste Rückversicherungsunternehmen der Welt. Das Unternehmen wurde von der Milliardärsfamilie Finck gegründet. Er ist derzeit stellvertretender Vorsitzender des Wittelsbacher Ausgleichsfonds. Dieser ist die Stiftung der Hochadelsfamilie Wittelsbach (die ehemalige Königsfamilie von Bayern).

In der Nachkriegszeit wurde der Krupp-Konzern und die Stiftung von Berthold Beitz (1913-2013) geführt. Er gehörte auch nach dem Jahr 2000 zur Führung des Konzerns und der Stiftung. Er gehörte zudem zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer Angehörige der Familien RothschildRockefeller, Agnelli, Aga Khan, Oppenheimer, Loudon, Bin Laden, Astor, Ford, Siemens, Hoffmann und viele weitere elitäre Familien, darunter auch mehrere Königsfamilien. (Quelle)

Der marokkanische König Hassan II. schenkte der Familie Krupp-Bohlen-Halbach ein Schloss in Marokko (Quelle).

Harald von Bohlen und Halbach (1916-1983) war, wie andere deutsche Prominente auch, ein Kunde der ermordeten Prostituierte Rosemarie Nitribitt. Zu ihren Kunden gehörten auch die beiden Industriellen Harald Quandt und Gunter Sachs. Da der Mordfall nicht aufgeklärt werden konnte, kam es zu Vermutungen, dass einflussreiche Kreise aus Wirtschaft und Politik die Aufklärung verhindern wollten. Harald von Bohlen und Halbach war in Nitribitt verliebt und wollte sie angeblich sogar heiraten. (Quelle) Noch kurz vor Nitribitts Tod hatte er sie besucht. Eine Flasche am Tatort trug seine Fingerabdrücke. (Quelle)

Berthold (1913-1987) und sein Bruder Harald von Bohlen und Halbach (1916-1983) kontrollierten ab den 50er Jahren die WASAG, ein Unternehmen für die Herstellung von Sprengstoffen, Munition und Chemikalien. Die WASAG war zeitweise ein führender Sprengstoffhersteller in Deutschland. Die WASAG wurde 2001 Teil des heutigen Chemieunternehmens H&R, das aber unabhängig von der Familie Krupp-Bohlen-Halbach ist.

Bertholds Sohn Eckbert von Bohlen und Halbach (*1956) leitet die Bohlen Industries GmbH, die ihm vermutlich auch gehört. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Sprengstoffchemie. Das Unternehmen ist an der Fakt AG beteiligt, die sich auf Immobilien, Energie und Finanzwesen konzentriert.

Bemerkenswerte Heiraten

Eckbert von Bohlen und Halbach (*1956) heiratete in den Hochadel. Seine Frau kommt mütterlicherseits aus der schwedischen Königsfamilie und väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsdynastie Hohenzollern. (Quelle) Sie ist eine Nichte der derzeitigen schwedischen Königin Silvia (Quelle).

Mathilde Bohlen-Halbach (1823-1848) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Wartensleben. Die Familie brachte im 18. und 19. Freimaurer hervor (Quelle: 1 und 2). Mathildes Tochter Caroline heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Lippe-Biesterfeld. Caroline war die Grossmutter von Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, der Hauptgründer der Bilderbergtreffen. Bernhard heiratete in die niederländische Königsfamilie. Sein Enkel ist der derzeitige niederländische König Willem-Alexander. Dadurch ist der König ein entfernter Verwandter der Familie Bohlen-Halbach. Mathilde Bohlen-Halbach (1823-1848) ist eine Ur-Ur-Urgrossmutter des Königs.

Arndt von Bohlen und Halbach (1938-1986) heiratete eine Gräfin aus der österreichischen Uradelsfamilie Auersperg. Die Auersperg Familie heiratete in die Königsfamilien von Österreich und Liechtenstein.

Irmgard von Bohlen und Halbach (1912-1998) heiratete in erster Ehe in die deutsche Uradelsfamilie Raitz von Frentz. Die Familie ist traditionell mit dem Vatikan verbunden. Familienmitglieder waren auch in den letzten 100 Jahren in mehreren Vatikanorden vertreten (Jesuiten, Malteser, Konstantinorden und Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem). Edmund Raitz von Frentz (1887-1964) engagierte sich als Journalist für die katholische Kirche. Er verkehrte im Vatikan, wo er auch begraben wurde.

Friedrich Alfred Krupp (1854-1902) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Ende. Ein bemerkenswertes Familienmitglied wäre der Minister Ferdinand Adolf Freiherr von Ende (1760-1817), der Mitglied des Illuminatenordens war (Quelle).

Berthold von Bohlen und Halbach (1913-1987) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Maltzahn. Sein Schwiegervater war Adolf Georg von Maltzan. Der Diplomat war deutscher Botschafter in den USA.

Barbara Krupp (1887-1972) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Wilmowski. Die Familie wurde im 16. Jahrhundert vom polnischen König in den Adel aufgenommen.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Schneider Familie

Die Schneider Familie gehörte lange Zeit zu den mächtigsten Industriellen in Frankreich (etwa von 1850 bis 1960). Sie sind über Heiraten mit dem französischen Adel verbunden.

Eugène Schneider (1805-1875) und sein Bruder Adolphe (1802-1845) gründeten 1836 ein Unternehmen, das in der Stahlindustrie aktiv wurde. Eugène Schneider gehörte 1864 zu den Mitgründern der Société Générale, die bis heute zu den drei grössten französischen Banken gehört und inzwischen eine der grössten der Welt ist. Unter den Gründern waren auch die Familien Rothschild und Bischoffsheim vertreten (Quelle: 1, 23). Eugène Schneider war der erste Präsident der Bank (Quelle).

Eugène Schneider war von 1854 bis 1875 in der Führung der französischen Zentralbank. Sein Sohn Henri Schneider (1840-1898) war danach von 1886 bis 1897 in der Zentralbankführung. Dadurch kannten sie viele französische Bankiersfamilien, da in der Führung der französische Zentralbank bis 1936 viele Bankiersfamilie vertreten waren. Darunter Rothschild, Hottinguer, Mirabaud, Goüin, Mallet, André, Delessert, Neuflize und Vernes. (Quelle) Nach 1936 zogen sich diese Bankiersfamilien in den Hintergrund zurück. Seither gab es aber viele Personen in der Führung der Zentralbank, die bei den Banken dieser Familien gearbeitet haben.

Eugène Schneider war 1851 Minister für Landwirtschaft und Handel. 1852 wurde er vom französischen Kaiser Napoleon III. (Haus Bonaparte) in ein hohes Staatsamt berufen. (Quelle) Sein Cousin Antoine Virgile Schneider (1779-1847) war Kriegsminister zur Herrschaftszeit des französischen Königs Louis-Philippe I. (Haus Orléans).

Eugène Schneider II. (1868-1942) war Direktor der Crédit Lyonnais, die lange Zeit eine der grössten französischen Banken war (seit 2003 gehört sie zur französischen Grossbank Crédit Agricole). Eugène Schneider II. war 1904 Gründungsmitglied der französischen Investmentbank „Banque de l’Union Parisienne“ (BUP) und trat deren Führung bei. Die BUP wurde zu einer der führenden französischen Investmentbanken. Zu den Mitgründern gehörten auch die Bankiersfamilien Hottinguer, Mirabaud, Neuflize, Mallet und Vernes. Diese Familien waren alle in der Führung der französischen Zentralbank vertreten. Die BUP wurde 1973 Teil der „Crédit du Nord“. Diese gehört heute zur „Société Générale“, die wie bereits erwähnt von der Schneider Familie mitgegründet wurde.

Das Stahlunternehmen der Schneider Familie stieg zu einem der wichtigsten Industriekonzerne Frankreichs auf und beteiligte sich am Aufbau der französischen Eisenbahnen. Das Unternehmen gehörte zu den Pionieren des modernen Schiffbaus und der Rüstungs- und Luftfahrtindustrie in Frankreich. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts konzentrierte sich das Unternehmen immer mehr auf die Elektroindustrie. Aus dem Schneider-Konzern entwickelte sich der heutige Elektrokonzern „Schneider Electric“. Er gehört zu den grössten Unternehmen Frankreichs und ist einer der grössten europäischen Elektrokonzerne. Schneider Electric gehört zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnik. Das Unternehmen wurde bis in die 1960er Jahre von der Schneider Familie kontrolliert. Dann übergaben sie das Unternehmen an die belgische Industriellenfamilie Empain, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den belgischen Adel aufgenommen worden war. Die Empain Familie kontrollierte das Unternehmen bis in die 1980er Jahre. Dann war die französische Grossbank Paribas eine Zeit lang Hauptaktionär (die Bank wurde von den jüdischen Bankiersfamilien Stern, Goldschmidt, Bischoffsheim und Fould gegründet). Inzwischen hat das Unternehmen keinen relevanten Grossaktionär mehr.

Paul Schneider (1841-1916) war Präsident der „Compagnie des mines de Douchy“, ein nicht mehr existentes Kohlebergbauunternehmen.

Jean Schneider (1896-1944) gehörte zur Führung der Air France. Sie ist die grösste französische Fluggesellschaft.

Charles Schneider (1898-1960) war Präsident des Yacht Club de France. Der Yachtclub wurde 1867 vom französischen Kaiser Napoleon III. mitgegründet. Mehrere europäische Königsfamilien gehören zum Club. (Quelle)

Bemerkenswerte Heiraten

May Schneider (1902-1999) heiratete Herzog Pierre de Cossé Brissac. Er war Grossmeister des Ordens des Heiligen Lazarus. Der Vatikanorden wurde 1910 gegründet und ist ein Nachfolgerorden des Lazarus-Ordens, der vom 12. bis 19. Jahrhundert aktiv war. Die Adelsfamilie Cossé-Brissac gehört zusammen mit den Hochadelsfamilien Bourbon und Orléans zur Führung des Ordens (Quelle). Die Familien Bourbon und Orléans sind zwei der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs.

Constance Schneiders (1865-1935) Tochter heiratete den Herzog Antoine de Lévis-Mirepoix. Schneiders Sohn heiratete Geneviève d’Orléans. Sie kam väterlicherseits aus der Hochadelsfamilie Orléans und mütterlicherseits aus der belgischen Königsfamilie.

Monique Schneider (1908-1995) und Zelie Schneider (1872-1969) heirateten in die französische Adelsfamilie Ganay, die bis heute zur französischen Elite gehört. Christine de Ganay ist die Mutter des Geschäftsmanns Olivier Sarkozy. Olivier ist ein Halbbruder des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Zeile Schneiders Tochter heiratete Charles de Breteuil, der als Zeitungsunternehmer aktiv war.

Marguerite Schneider (1876-1969) heiratete einen französischen Adligen. Ihr Sohn François (starb 1944) heiratete in die französische Adelsfamilie Faucigny-Lucinge, die über eine Heirat auch mit den französisch-jüdischen Bankiersfamilien Ephrussi und Bischoffsheim verbunden war. François war der Vater von Anne-Aymone, die den französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing heiratete. Damit ist auch der Präsidentensohn und Geschäftsmann Henri Giscard d’Estaing ein Nachkomme der Schneiders.

Elfride Schneider (1815-1862) heiratete Viala Charon. Er war Generalgouverneur von Algerien, das von den Franzosen kontrolliert wurde. Er wurde von Kaiser Napoleon III. zum Baron geadelt.

Die Frau von Jean Schneider (1896-1944) war mit der Wendel Familie verwandt, die ebenfalls eine der wichtigsten französischen Industriellenfamilien war.

Marie Élisabeth Schneider (1884-1958) heiratete in die Mame Familie, die früher als Verleger und Buchhändler tätig war.

Madeleine Schneider (1879-1969) heiratete den französischen Politiker Jacques de Juigné.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Liechtenstein

Die österreichische Uradelsfamilie Liechtenstein besteht seit über 800 Jahren. Sie gehört zu den 16 Apostelgeschlechtern. Diese 16 Uradelsfamilien bildeten zu Beginn des 2. Jahrtausends die österreichische Adelselite. Vier dieser Familien bestehen noch heute und die Familie Liechtenstein wäre die wichtigste davon.

Die Familie gründete 1719 das Fürstentum Liechtenstein, über das sie fortan herrschte. Das Fürstentum besteht bis heute und das Haus Liechtenstein stellt noch immer die Fürsten des Landes.

Im Gegensatz zu anderen europäischen Monarchien hat die Fürstenfamilie von Liechtenstein nach wie vor grossen Einfluss auf die Politik des Landes. Der Monarch kann das Parlament auflösen, die Regierung entlassen, die Richter auswählen oder das Resultat einer Volksabstimmung rückgängig machen (Quelle). Bisher hat die Fürstenfamilie natürlich kein Parlament aufgelöst. Von diesem Recht würden sie vermutlich nur im Kriegsfall oder anderen Krisensituationen gebrauch machen.

Finanzwesen

Liechtenstein ist eines der kleinsten Länder der Welt. Das Land war lange Zeit eine der gefragtesten Steueroasen der Welt und gilt zusammen mit der benachbarten Schweiz als die Mutter aller Steueroasen in Europa (Quelle). Liechtenstein ist eng mit der Schweiz verbunden. Die beiden Länder haben die selbe Währung, den Schweizer Franken. Dieser gilt als die stabilste Währung der Welt. Liechtenstein und Schweiz sind zwei der wenigen westeuropäischen Staaten, die sich bis heute weigern der EU beizutreten.

Die grösste Liechtensteiner Bank ist die LGT Group. Sie wurde vor über 90 Jahren von der Fürstenfamilie gegründet und wird bis heute von ihr kontrolliert und geführt. Ende 2016 verwalteten die Liechtensteiner Banken etwa 235 Milliarden Franken (Quelle). Die LGT Group verwaltete 2016 etwa 150 Milliarden Franken (Quelle). Somit wurde 2016 mehr als die Hälfte der Vermögenverwaltung der Liechtensteiner Banken von der LGT Group bzw. der Königsfamilie kontrolliert.

2020 verwaltete die LGT Group 240 Milliarden Franken, also etwa 260 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Sie ist nach eigenen Angaben die weltweit grösste Privatbank und Asset Management-Gruppe, die sich vollständig in Familienbesitz befindet. Somit ist die Fürstenfamilie auch eine erfolgreiche Bankiersfamilie. Sie arbeiten auch für andere Banken. Das Vermögen der Fürstenfamilie wird von 5 bis auf 7,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle: 1 und 2).

Die Regierung von Liechtenstein besitzt mehr als die Hälfte der Anteile an der Liechtensteinischen Landesbank, die sich ebenfalls auf Vermögensverwaltung konzentriert. 2019 verwaltete sie 72 Milliarden Franken (etwa 80 Milliarden US-Dollar).

Maximilian von Liechtenstein (*1969) leitete die LGT Group. Er arbeitete für JPMorgan, die grösste Bank der USA (Quelle).

Constantin von Liechtenstein (*1972) arbeitete für Brown Brothers Harriman (Quelle: 1 und 2). Sie gilt als die führende Privatbank der USA. Sie wurde 1931 von den Familien Harriman und Brown gegründet.

Bemerkenswerte Familienmitglieder

Karl Borromäus von Liechtenstein (1730-1789) war Freimaurer. Er war auch Ordensprotektor der „Asiatischen Brüder“. (Quelle: 1 und 2) Die Asiatischen Brüder, die aber keine Asiaten waren, sondern aus dem deutschsprachigen Raum kamen, waren eine Splittergruppe der Rosenkreuzer, die 1782 einen eigenen Orden bildeten. Juden war der Beitritt gestattet, was zu dieser Zeit bei den deutschen Freimaurern und Rosenkreuzern kaum vorkam. Der Orden war im Gegensatz zu den Freimaurern nicht christlich orientiert, sondern wandte sich der „Echten Religion“ zu, die sie Mago Cabala nannten. Auf den beiden höchsten Ordensstufen befasste man sich mit Geisterbeschwörung. Gotteslästerern war der Eintritt aber angeblich untersagt. Genauso nahm man keine Personen mit Anti-Adliger Einstellung auf. „Wer die heiligen Rechte der Könige und Fürsten, die das Bild des Ewigen auf Erden sind, nur im geringsten verletzt“ galt als nicht aufnahmefähig. (Quelle) Den Asiatischen Brüder waren also die „heiligen Rechte“ des Hochadels sehr wichtig. Dass liegt vermutlich daran, dass Hochadlige sowie sonstige Adlige die Bruderschaft führten. Neben Freimaurern waren auch mehrere Illuminaten bei den Asiatischen Brüdern vertreten.

Erbprinz Alois von Liechtenstein (*1968) war an der „Royal Military Academy Sandhurst“. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Viele Königsfamilien schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine Liste der bemerkenswerten Absolventen.

Fürst Hans-Adam II. (*1945) und Nikolaus von Liechtenstein (*1947) waren auf der Internatsschule Lyceum Alpinum Zuoz in der Schweiz, wo Schüler aus 30 verschiedenen Ländern zusammenkommen. Auf dem Internat waren auch Mitglieder der deutschen Familien Piëch, Krupp und Faber-Castell sowie Mustafa Koç, der aus der reichsten Familie der Türkei kommt.

Alois und sein Vater, Fürst Hans-Adam II., haben Kontakt zu allen noch amtierenden europäischen Königsfamilien. Mitglieder der Fürstenfamilie trafen auch Mitglieder der Königsfamilien von Saudi-Arabien, Japan, Thailand und Kambodscha. Sie kennen auch die ehemalige österreichische Königsfamilie, mit der sie schon seit 700 Jahren eng verbunden sind. Hans-Adam II. besuchte die Queen bei ihrem 60 jährigen Jubiläum der Thronbesteigung. Es waren 58 Könige zu Gast (Quelle). Sie heiraten immer noch in europäische Hochadelsfamilien, was weiter unten erläutert wird. Durch Heiraten sind sie mit allen noch amtierenden europäischen Königsfamilien verwandt (Quelle).

Stefan von Liechtenstein (*1961) war liechtensteinischer Botschafter in Deutschland und der Schweiz. Derzeit ist er Botschafter beim Vatikan. Er ist Beiratsvorsitzender des deutsch-amerikanischen IT-Unternehmens Augustus Intelligence, das Ende 2020 Insolvenz meldete. Das Unternehmen konzentriert sich auf künstliche Intelligenz. Augustus Intelligence ist noch mit mindestens zwei weiteren bemerkenswerten deutschen Adligen verbunden, nämlich mit dem Expolitiker Karl-Theodor zu Guttenberg und dem Investor August François von Finck. Kai Diekmann, der ehemalige Chefredakteur der Bild-Zeitung, investierte in das Unternehmen. Der Jungpolitiker Philipp Amthor betrieb Lobbyarbeit für das Unternehmen. (Quelle: 1 und 2). Augustus Intelligence ist mit August Hanning und Hans-Georg Maaßen verbunden, zwei ehemalige hochrangige Geheimdienstler (Quelle).

Nikolaus von Liechtenstein (*1947) vertritt Liechtenstein bei der EU und bei internationalen Organisationen. Er war Botschafter im Königreich Belgien und kannte somit vielleicht die belgische Königsfamilie. Er war Botschafter beim Heiligen Stuhl (Vatikanführungsebene). (Quelle)

Vatikanverbindung

Die Fürstenfamilie ist traditionell mit dem Vatikan verbunden. Das Fürstenpaar wurde 2017 zu einer Privataudienz im Vatikan beim derzeitigen Papst Franziskus empfangen (Mitglied des Jesuitenordens). Der Taufpate von Fürst Hans-Adam II. war Papst Pius XII.. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung Liechtensteins ist katholisch. (Quelle)

Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatsreligion in Liechtenstein. Das Fürstentum ist somit eines der wenigen europäischen Länder, in dem es keine Trennung von Staat und Kirche gibt.

Im Jahr 1916 hatte der Vatikan den Plan entworfen seinen Sitz nach Liechtenstein zu verlagern, der der neue Kirchenstaat werden sollte mit dem Papst als Herrscher. Der damalige Fürst Johann II. von Liechtenstein wäre damit einverstanden gewesen. Der Plan wurde letztendlich aber nicht umgesetzt. (Quelle)

Vatikanorden

Viele Mitglieder der Fürstenfamilie waren Mitglied des Malteserorden, ein alter Vatikanorden. Viele waren Mitglied des Ordens vom Goldenen Vlies. (Quelle) Dieser gilt als einer der bedeutendsten Ritterorden. Er untersteht nicht dem Vatikan, aber er wird traditionell vom katholischen Hochadel geführt. Der Orden untersteht der Königsfamilie von Spanien und Österreich.

Mehrere der heutigen Familienmitglieder erhielten Auszeichnungen vom Malteserorden. Wilhelm von Liechtenstein (1922-2006) war von 1990 bis zu seinem Tod der Grossprior des Malteserordens in Österreich. Zu seiner Beerdigung kamen über 200 Ordensmitglieder, darunter die gesamte Führung des Ordens. (Quelle)

Der derzeitige Erbprinz traf 2011 Matthew Festing, der damalige Grossmeister des Malteserordens. Die beiden verliehen sich gegenseitig einen Orden. Auch Politiker aus Liechtenstein haben Kontakt zum Malteserorden. (Quelle) Die Fürstenfamilie stellte 2013 dem Malteserorden den Gartenpalast für eine Veranstaltung zu Verfügung, bei der Spenden für den Orden gesammelt wurden und der Grossmeister Matthew Festing dabei war. Der damalige österreichische Bundespräsident Heinz Fischer war ebenfalls da. (Quelle) Fischer erhielt übrigens eine Auszeichnung vom Malteserorden (Quelle).

Fürst Franz Joseph II. (1906-1989) wurde vom Papst mit dem Piusorden ausgezeichnet. Franz und seine Frau waren Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden (Quelle). Mehrere Mitglieder des Ordens sind und waren Bürger aus Liechtenstein. Auch der Lazarus-Orden (ebenfalls ein Vatikanorden) hat Mitglieder in Liechtenstein. (Quelle)

Opus Dei

Vincenz von Liechtenstein (1950-2008) war österreichischer Politiker bei der Partei ÖVP, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss der Vatikanelite steht. Prinz Vincenz war Mitglied des Opus Dei. Übrigens galt der hochrangige ÖVP-Politiker Alois Mock als wichtiger Unterstützer des Opus Dei. Einer der wichtigsten Unterstützer in Österreich war der langjährige Wiener Erzbischof Franz König (ein Kumpel von Papst Johannes Paul II.). (Quelle)

Der Opus Dei ist eine mit dem Vatikan verbundene Organisation, die seit 1928 besteht. Sie ist für ihre Geheimhaltung bekannt. Sie wird von der Vatikanelite geführt. Die meisten Mitglieder scheinen aber nicht elitären Kreisen anzugehören. Nur die Führung ist elitär und einflussreich. Ein Teil von den nicht einflussreichen Mitgliedern wird einer Gehirnwäsche unterzogen (es soll 25 bis 30 Prozent aller Mitglieder betreffen). Diese Mitglieder leben in Wohngemeinschaften, die nur aus Opus Dei-Mitgliedern bestehen. Man versucht dort die Mitglieder von der Aussenwelt zu isolieren. Man fordert sie dazu auf, ihre privaten Kontakte möglichst nur auf Opus Dei-Mitglieder zu beschränken. Man fordert die Mitglieder auf, keine Kontakte zu Personen zu unterhalten, die dem Opus Dei kritisch gegenüber stehen. Man fordert die Mitglieder auf, ihre Hobbys aufzugeben und sich ihr Leben vollständig den Lehren des Opus Dei zu widmen. Mitglieder werden dazu angehalten mehrere Stunden am Tag zu beten, zu singen, zu summen und zu meditieren. Man wird dazu aufgefordert einen Bussgürtel (Cilicium) zu tragen, der um den Oberschenkel gelegt wird, wobei er starke Schmerzen verursacht. Den Bewohnern wird ständig die Idee eingepflanzt, dass sie Sünder seien und nur der Opus Dei sie von den Sünden und der Hölle bewahren kann. Sie müssen wöchentlich ihre Beichte bei einem Opus Dei-Priester ablegen. Mitglieder werden dazu aufgefordert, ihre Bankkonten aufzulösen und kein Geld zu besitzen. Nahrung, Kleider und Hygieneartikel werden von der Wohngemeinschaft zur Verfügung gestellt. Die Wohngemeinschaften werden von sogenannten Direktoren geführt. Die Direktoren verfassen täglich Berichte über die einzelnen Bewohner und ihre persönliche Entwicklung in der Wohngruppe. Die Direktoren lesen auch die Post und die Emails ihrer Bewohner. Die Bewohner werden rund um die Uhr von der Direktoren überwacht. Zudem fordert man die Bewohner dazu auf, andere Bewohner zu beobachten und wenn diese „Fehler“ machen, soll dies den Direktoren gemeldet werden. Es herrscht also eine kollektive Überwachung, wie es z. B. gerade in China etabliert wird und es schon in anderen Diktaturen gab. Für die Bewohner gibt es eigene Opus Dei-Ärzte. Ehemalige Bewohner berichteten auch, dass sie beruhigende Medikamente von diesen Ärzten bekamen. Es würde mich nicht überraschen, wenn man den Bewohnern Medikamente ins Essen mischt. Bewohner werden dazu aufgefordert, nur Essen aus der Küche der Wohngemeinschaft zu essen und kein Essen von aussen in die Wohngemeinschaft zu bringen. Ehemalige Mitglieder berichten von hypnoseartigen Ritualen. Ist eine Person lange Zeit in so einer Wohngruppe (manche sind schon seit Jahren dort), steht sie komplett unter Gehirnwäsche. Diese treuen Anhänger können den Direktoren dabei helfen, die Neuankömmlinge in der Wohngruppe einer Gehirnwäsche zu unterziehen und helfen auch neue Mitglieder anzuwerben. Kurz gesagt: In diesen Wohngemeinschaften werden die Bewohner ziemlich offensichtlich einer Gehirnwäsche unterzogen. (Mehr dazu) Manche Leser haben vielleicht schon von der Verschwörungstheorie gehört, dass Sekten in den USA wie Scientology von den amerikanischen Geheimdiensten gelenkt werden und an den Sektenanhängern mit Gehirnwäsche experimentieren. Es gab drei Sekten bei denen die Involvierung von Geheimdiensten aus meiner Sicht sehr plausibel wären: der Peoples Temple in Jonestown und die Branch Davidians in Waco sowie die Sekte in der Colonia Dignidad. Die CIA und der rumänische Geheimdienst sowie vermutlich noch weitere Geheimdienste haben in der Vergangenheit mit Gehirnwäsche experimentiert und gingen dabei äusserst skrupellos vor (Quelle: 1 und 2). Vielleicht war die Vatikanelite neidisch auf die CIA und wollte auch ein eigenes Gehirnwäscheprogramm. Ich geh davon aus, dass diese Opus Dei-Wohngemeinschaften ein von der Vatikanelite initiiertes Mind Control-Projekt sind.

Im Opus Dei sind wie gesagt auch einflussreiche Persönlichkeiten vertreten, darunter auch hochrangige Priester, Politiker, Beamte und Geschäftsleute. Diese werden aber scheinbar nicht einer Gehirnwäsche unterzogen, sondern sollen vermutlich den Einfluss des Opus Dei sicherstellen. Der Opus Dei dient somit einerseits wie die anderen Vatikanorden zur Elitenbildung der Vatikanelite. Anderseits wird ein Gehirnwäscheprogramm durchgeführt, getarnt als konservativ-christliche Wohngemeinschaften. Der Vatikan hält scheinbar seine schützende Hand über das Projekt.

Das Einflussgebiet des Opus Dei umfasst vor allem Spanien, Italien und Südamerika (also Länder wo der Vatikan traditionell viel Einfluss hat). Auffällig viele Mitglieder gehörten zur politischen Elite in der spanischen Diktatur unter Franco. Die wichtigsten offiziell bestätigten Mitglieder wären:

  • Mariano Navarro Rubio: Er war spanischer Finanzminister und Chef der spanischen Zentralbank zur Zeit der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Laureano López Rodó: Er war spanischer Aussenminister in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Alberto Ullastres: Er war spanischer Handelsminister in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Vicente Mortes: Er war Minister für Wohnungsbau in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Gregorio López-Bravo: Er war spanischer Industrieminister in der Franco-Diktatur. Später war er in der Führung von diversen spanischen Grossunternehmen. (Quelle)
  • Antonio Fontán: Nach der Franco-Diktatur wurde er der erste Senatspräsident von Spanien und war Mitverfasser der spanischen Verfassung. (Quelle)
  • Adolfo Suárez: Er wurde der erste spanische Regierungschef nach der Franco Diktatur. (Quelle)
  • Federico Trillo: Er war von 2000 bis 2004 spanischer Verteidigungsminister (Quelle).
  • Jorge Fernández Díaz: Er war von 2011 bis 2016 spanischer Innenminister. (Quelle)
  • Guillermo Lasso: Er ist derzeit Präsident von Ecuador. (Quelle)
  • Jorge Rossi Chavarría: Er ist ein führender Politiker in Costa Rica. (Quelle) Er war Präsident der Zentralbank von Costa Rica. Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatsreligion in Costa Rica. Es ist somit eines der wenigen christlichen Länder, in dem es keine Trennung von Staat und Religion gibt.
  • Patrick Ngugi Njoroge: Er leitet derzeit die kenianische Zentralbank. (Quelle)
  • Isidre Fainé: Er war bis 2016 Präsident der spanischen Grossbank Caixa und ist ein Freund des ehemaligen spanischen Königs Juan Carlos. (Quelle)
  • José María Ruiz-Mateos: Der Geschäftsmann kontrollierte früher den grössten privaten Konzern in Spanien. (Quelle) Er musste wegen Währungsschmuggel, Betrug und Steuerunterschlagung vor Gericht.
  • Luis Valls Taberner: Der Bankier war viele Jahre in der Führung der spanischen Grossbank Banco Popular. (Quelle)

Weitere bemerkenswerte Personen, die mit dem Opus Dei verbunden sind/waren, aber offiziell keine Mitglieder sind:

  • Gianmario Roveraro: Der italienische Bankier unterhielt enge geschäftliche Beziehungen zum Opus Dei. Er war in den Parmalat-Skandal verwickelt, bei dem es um einen Finanzbetrug des italienischen Lebensmittelkonzerns Parmalat ging. Der Konzern war mit der italienischen Mafia verbunden (Quelle). Gianmario Roveraro verschwand 2006. Seine verbrannte und zerstückelte Leiche wurde zwei Wochen später gefunden. Ein Tag vor seinem Verschwinden besuchte er eine Veranstaltung des Opus Dei. (Quelle)
  • Joachim Meisner, Rainer Maria Woelki und Dominikus Schwaderlapp: Die drei deutschen Bischöfe stehen dem Opus Dei nahe, sind aber nach eigenen Angaben nicht Mitglied (Quelle: 1, 2, 3). Die drei hochrangigen Priester beteiligten sich an der Vertuschung von Kindesmissbrauch in der Kirche. Nach einer Aussage eines Missbrauchsopfers, die vom Gericht als glaubwürdig eingestuft wurde, gab es ein Missbrauchsnetzwerk bestehend aus Priestern, Politikern und Richtern (Quelle: 20:30 bis 24:30). Der vielfache Missbrauch sei mit dem Wissen von „Polizei, Justiz, Jugendamt und Bischof“ geschehen. (Quelle) Die kritische (aber seriöse) Nachrichtenplattform The Daily Beast aus den USA veröffentlichte einen Artikel, der auf einen Bericht verweist, der seltsamerweise von den meisten deutschen Leitmedien ignoriert wird. Nach dem Bericht hatten Nonnen, die Waisenkinder betreuten, die Kinder den Pädophilen zu Verfügung gestellt und erhielten dafür Geld. Zu den Kunden sollen auch Geschäftsleute gehört haben. Es soll auch zu Orgien gekommen sein. (Quelle) Nach einer Aussage eines weiteren Opfers soll sich auch eine Nonne aktiv am Missbrauch beteiligt haben. Ein scheinbar pädophiler Münchner Stadtrat war regelmässig zu Besuch im Heim. Nach Aussagen weiterer Opfer war der Pädophilenring mit mehreren Kinderheimen in Deutschland verbunden. (Quelle: 1 und 2)

Bemerkenswerte Heiraten

Die Familie heiratete in der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends in viele Adelsfamilien, aber in keine Herrscherfamilien. Erst seit dem 18. Jahrhundert heirateten sie nach und nach in mächtigere Hochadelsfamilien und fanden so Anschluss an den inneren Kreis der europäischen Hochadelselite. Sie sind über Heiraten vor allem mit der katholischen Adelselite verbunden.

Sie heirateten in den letzten 150 Jahren dreimal in die österreichische Königsfamilie. Die Familie ist bis heute im Malteserorden (alter Vatikanorden) vertreten und gilt als sehr angesehen im Orden.

Nikolaus von Liechtenstein (*1947) heiratete in die Königsfamilie von Luxemburg. Luxemburg ist wie Liechtenstein eine gefragte Steueroase.

Stefan von Liechtenstein (*1961) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Thun und Hohenstein. Graf Galeas von Thun und Hohenstein war von 1905 bis 1931 Grossmeister des Malteserordens.

Sie heirateten in den letzten 200 Jahren viermal in die ungarische Adelsfamilie Esterházy. Graf János Esterházy de Galántha gehört derzeit zur Führung des Malteserordens.

Der derzeitige Erbprinz Alois von Liechtenstein (*1968) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Bayern, die ebenfalls im Malteserorden vertreten ist. Die Familie kommt aus der Uradelsdynastie Wittelsbach. Die Wittelsbacher waren lange Zeit die Königsfamilie der deutschen Provinz Bayern und stellten Könige von noch weiteren Ländern. Sie sind schon seit Jahrhunderten mit dem Vatikan verbunden.

Die Fürstenfamilie heiratete in den letzten 350 Jahren dreimal in die Adelsfamilie Löwenstein-Wertheim, die ein Seitenzweig der Wittelsbacher ist. Die Familie Löwenstein-Wertheim war auch in den letzten 100 Jahren im Malteser- und Jesuitenorden sowie im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem vertreten, drei vatikanverbundene Orden. Die Familie stellte drei Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Das Zentralkomitee ist ein Zusammenschluss katholischer Interessensvertreter in Deutschland und wird scheinbar von der deutschen Vatikanelite gesteuert.

Vincenz von Liechtenstein (1950-2008), der Mitglied des Opus Dei war, heiratete in die französische Adelsfamilie Cossé-Brissac. Sie gehört zusammen mit den Hochadelsfamilien Bourbon und Orléans zur Führung des Ordens des Heiligen Lazarus. Der Vatikanorden wurde 1910 gegründet und ist ein Nachfolgerorden des Lazarus-Ordens, der vom 12. bis 19. Jahrhundert aktiv war. Die Hochadelsfamilien Bourbon und Orléans sind zwei der drei nicht amtierenden französischen Königsfamilien. Gundakar von Liechtenstein (*1949) heiratete die Tochter des Oberhauptes der Hochadelsfamilie Orléans.

Barbara von Liechtenstein (*1942) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Serbien (Haus Karađorđević).

Friedrich von Liechtenstein (1871-1959) heiratete eine Gräfin aus der ungarisch-österreichischen Uradelsfamilie Apponyi. Das bekannteste Familienmitglied wäre Geraldine von Apponyi (1915-2002), die in die albanische Königsfamilie heiratete und dadurch Königin von Albanien wurde.

Sie heirateten in den letzten 50 Jahren zweimal in die deutsche Uradelsfamilie Waldburg-Zeil, die traditionell mit dem Vatikan verbunden ist. Das derzeitige Oberhaupt Erich von Waldburg zu Zeil und Trauchburg ist Mitglied des Malteserordens. Er und seine Familie sind an deutschen Zeitungen und Radiosendern beteiligt. Im Zeitraum 2001 waren sie noch Milliardäre mit einem Vermögen etwa 2,5 Milliarden Euro (Quelle). 2014 wurde das Vermögen auf 650 Millionen Euro geschätzt (Quelle).

Johann von Liechtenstein (1914-2004) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Thurn und Taxis, die heute noch im Malteserorden vertreten ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte sie zu den reichsten Familien Deutschlands (Quelle). Heute sind sie Milliardäre (Quelle: 1 und 2).

Marie von Liechtenstein (1914-2011) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Eltz. Der katholische Priester Johannes zu Eltz (*1957) ist der derzeitige Stadtdekan von Frankfurt. Er war an Jesuitenuniversitäten, die eng mit dem Vatikan verbunden sind. Jakob zu Eltz (1921-2006) vertrat den Malteserorden in Deutschland. Er war ein Grossvater des deutschen Expolitikers und Lobbyisten Karl-Theodor zu Guttenberg, der deutscher Verteidigungsminister war. Als sich Kroatien 1991 unabhängig von Jugoslawien machte, trat Jakob zu Eltz in die kroatische Politik ein. Die katholische Kirche bzw. der Vatikan ist noch immer sehr einflussreich in Kroatien (Quelle).

Franziska von Liechtenstein (1930-2006) heiratete einen Grafen aus der deutschen Uradelsfamilie Spee, die heute noch im Malteserorden vertreten ist.

Louisanne von Liechtenstein (1907-1994) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Galen. Der CDU-Politiker Christoph Bernhard von Galen (1907-2002) verkehrte im Vatikan.

Georg von Liechtenstein (1911-1998) heiratete die Tochter des damaligen Oberhauptes der deutschen Hochadelsfamilie Württemberg. Das Haus Württemberg war früher die Königsfamilie der deutschen Provinz Württemberg und brachte mehrere Freimaurer hervor. Karl Aloys von Liechtenstein (1878-1955) heiratete ebenfalls in das Haus Württemberg. Gundakar von Liechtensteins (*1949) Frau kam mütterlicherseits ebenfalls aus dem Haus Württemberg.

Sie heirateten in den letzten 200 Jahren viermal in die böhmische Uradelsfamilie Lobkowitz. Der böhmische Adel ist traditionell mit der österreichischen Königsfamilie verbunden, die früher über Böhmen herrschte. Böhmen macht das heutige Tschechien aus. Mitglieder der Lobkowitz Familie sind in der tschechischen Politik. Es sind immer noch viele böhmische Adelsfamilien in der tschechischen Politik vertreten, manche auch in hohen Positionen. Beispielsweise der Aussenminister Karel Schwarzenberg, der das Oberhaupt der Uradelsfamilie Schwarzenberg ist. Das Haus Liechtenstein heiratete in letzten 200 Jahren zweimal in die Familie Schwarzenberg.

Adelheid von Liechtenstein (*1981) heiratete in die böhmisch-österreichische Adelsfamilie Coudenhove-Kalergi. Graf Richard Coudenhove-Kalergi gründete 1923 die Paneuropa-Union und war bis zu seinem Tod 1972 deren Präsident. Die Paneuropa-Union ist die älteste europäische Einigungsbewegung und sie plante die Gründung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Richard war ein Vertrauter von Otto von Habsburg aus der ehemaligen Königsfamilie Österreichs (Quelle). Seit Richards Tod wird die Paneuropa-Union von den Habsburgern geführt. Richard war Freimaurer (Quelle). Adelheid von Liechtensteins Mann war mütterlicherseits ein Nachfahre von einflussreichen Kolonialfamilien aus den USA. Zu seinen Vorfahren gehörten die Kolonialfamilien Lee, Vanderbilt, Carter, Calvert und Bowie.

Eugen von Liechtenstein (*1939) heiratete in die österreichische Adelsfamilie Goëss. Die österreichische Milliardärin Heidi Horten heiratete ebenfalls in die Goëss Familie (Quelle). Übrigens verkehrte Heidi im Zeitraum 2004 mit den österreichisch-deutschen Milliardärsfamilien Porsche, Piëch und Flick (Quelle).

Anna von Liechtenstein (*1970) heiratete in die österreichische Adelsfamilie Kottulinsky. Der ÖVP-Politiker Kunata Kottulinsky (1914-2004) gehörte zur Führung der österreichischen Industriellenvereinigung, welche die Interessen der österreichischen Wirtschaft vertritt. Er war Vizepräsident der österreichischen Zentralbank.

Karoline von Liechtenstein (1836-1885) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Schönburg. Der deutsche Journalist Graf Alexander von Schönburg-Glauchau gehörte zur Führung der Bild Zeitung, die meistgelesene Zeitung Deutschlands.

Franz I. von Liechtenstein (1853-1938) heiratete eine Tochter von Wilhelm Gutmann. Gutmann war der führende Kohleunternehmer in Österreich-Ungarn und wurde in den Adel aufgenommen. Die Frau von Franz hatte eine Schwester, die in die britisch-jüdische Montefiore Familie heiratete (die Montefiores heirateten auch in die Rothschild Familie). Die Gutmann Familie gründete und kontrollierte früher die Bank Gutmann. Die österreichische Privatbank verwaltet derzeit über 26 Milliarden Euro/30 Milliarden US-Dollar.

Philipp von Liechtenstein (1837-1901) heiratete eine Tochter des österreichisch-jüdischen Bankiers Moritz Todesco, der in den österreichischen Adel aufgenommen wurde.

Nora von Liechtenstein (*1950) heiratete einen spanischen Markgrafen.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Polanco Familie

Die Polanco Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern Spaniens.

Jesús de Polanco (1929-2007) gründete 1972 den Medienkonzern Prisa und stieg zum wohl mächtigsten spanischen Medienunternehmer auf. 2007 wurde sein Vermögen auf 3 Milliarden US-Dollar geschätzt und er gehörte damit zu den reichsten des Landes. Zwei seiner Söhne sind derzeit in der Führung des Unternehmens, einer davon als Ehrenvorsitzender.

Der Medienkonzern Prisa besitzt El País, die grösste Tageszeitung Spaniens. Die Zeitung wurde 1976 von Jesús de Polanco mitgegründet. Der Konzern besitzt mehrere Radiosender, darunter auch Cadena SER, der meistgehörte Sender Spaniens. Prisa ist auch in Portugal und Südamerika aktiv.

Lange Zeit befand sich das Unternehmen in Familienbesitz. In den letzten 10 Jahren reduzierte die Familie ihre Anteile, da das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geriet und auf Geld von neuen Investoren angewiesen war. Im Januar 2021 hielt die Familie nur noch 7,6% der Anteile am Unternehmen (Quelle). Deren Wert entspricht etwa 55 Millionen US-Dollar. Hauptaktionär von Prisa ist inzwischen der Investmentfond Amber Capital, der vom französischen Geschäftsmann Joseph Oughourlian kontrolliert wird. Dessen Vater Jean-Michel Oughourlian ist Botschafter des Malteserordens (ein alter Vatikanorden) in Armenien. Auch der mexikanische Multimilliardär Carlo Slim ist derzeit mit 4% an Prisa beteiligt. Der französische Medienkonzern Vivendi (Bolloré Familie) hält knapp 10% der Anteile an Prisa.

Heutige Mitglieder der Polanco Familie kennen Javier Monzón, der bis 2020 Vorsitzender des Prisa-Konzerns war. Er besuchte 2019 das Bilderbergtreffen (Quelle). Die Polancos werden Scheich Khalid Al Thani kennen, da dieser ebenfalls zum Aufsichtsrat von Prisa gehört. Der Scheich kommt aus der katarischen Königsfamilie. Er ist derzeit mit etwa 5% am Prisa-Konzern beteiligt.

Jesús de Polanco (1929-2007) war gut vernetzt. Wie viele Mitglieder der spanischen Elite unterhielt auch er Kontakte zur mexikanischen Elite (Mexiko war früher eine spanische Kolonie):

  • Er kannte den spanischen König Juan Carlos und seine Frau Sofia (Foto). Das Königspaar besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle).
  • Er kannte Juan Luis Cebrián und gründete mit ihm 1976 die Zeitung El País. Cebrián gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle).
  • Er kannte Emilio Botín (Quelle). Die Botín Familie führt die Banco Santander, die grösste spanische Bank. Die Bank besitzt derzeit etwa 4% des Prisa-Konzerns. Ana Botín gehört derzeit zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle).
  • Er kannte den mexikanischen Aussenminister Jorge Castañeda und den spanischen Medienunternehmer José Gutiérrez Vivó (Foto).

Jesús de Polanco besuchte 2005 ein Treffen, bei dem auch folgende Personen anwesend waren:

  • Die beiden US-amerikanischen Milliardäre David Rockefeller und George Soros.
  • Die spanische Adlige Inmaculada de Habsburgo. Sie kommt aus dem Haus Habsburg (ehemalige Königsfamilie Österreichs) und ist zudem eine nahe Verwandte der spanischen Königsfamilie.
  • Die beiden mexikanischen Milliardäre Emilio Azcárraga Jean und Roberto Hernandez Ramirez.
  • Der ehemalige mexikanische Präsident Ernesto Zedillo.
  • Der venezolanische Milliardär Gustavo Cisneros.

(Quelle)

Die Polanco Familie ist schon lange mit Felipe Gonzalez verbunden, der bis noch vor kurzem zur Führung des Prisa-Konzerns gehörte. Felipe Gonzalez war von 1982 bis 1996 Präsident von Spanien. Er führte die spanische Partei PSOE. Der Prisa-Medienkonzern gilt schon lange als ein Unterstützer der Partei. Felipe Gonzalez gründete mit weiteren Politikern die „Grupos Antiterroristas de Liberación“ (GAL). Diese verdeckt agierenden paramilitärischen Gruppen waren in den 80er Jahren in Spanien und Frankreich aktiv. Sie waren eine Antiterroreinheit, die die baskische Untergrundterrororganisation ETA bekämpfen sollte, dabei aber selbst terroristische Mittel einsetzte und Morde beging. Die GAL war mit hochrangigen Polizisten verbunden. Eine der grössten spanischen Zeitungen schrieb, dass die Truppe mit dem spanischen Geheimdienst Cesid verbunden war (Vorgänger des heutigen spanischen Geheimdienstes CNI). Sie waren für die Morde an 28 ETA-Mitgliedern oder Sympathisanten verantwortlich, von denen jedoch nachweislich etwa ein Drittel keinerlei Beziehung zur ETA hatte. (Quelle) Das könnte bedeuten, dass die spanischen Geheimdienste, unter dem Vorwand den Terrorismus zu bekämpfen, eine Truppe von Auftragskillern bildeten, damit sie im geheimen auch unliebsame Personen ausschalten konnten, die eigentlich keine Verbindungen zu Terroristen hatten. Es gibt Verschwörungstheorien, die besagen, dass solche geheime paramilitärische Untergrundorganisationen bis heute in Spanien und weiteren Ländern bestehen. Übrigens wurde 2016 ein ehemaliges GAL-Mitglied verhaftet, das einen Terroranschlag plante. Er hatte Kontakte zur dschihadistischen Szene und bereiste Afghanistan, Syrien und Palästina (Quelle). Mich würde es nicht überraschen, wenn er mit Geheimdiensten in Verbindung stand.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.