Morgan Familie

Die Morgans waren lange Zeit die mächtigste Bankiersfamilie der USA (etwa von 1870 bis 1980).

Junius Spencer Morgan (1813–1890) gründete 1864 die Bank „JS Morgan & Co.“. Aus dieser entwickelte sich die heutige „JPMorgan Chase“, die derzeit die grösste US-amerikanische Bank ist. Zu den wichtigen Vorläufern der heutigen JPMorgan Chase gehörten auch die Chase Manhattan Bank (Rockefeller Familie) und die Chemical Bank (Roosevelt Familie).

1935 gründete Henry Sturgis Morgan (1900–1982) die führende Investmentbank Morgan Stanley. Er war bis zu seinem Tod mit der Bank verbunden. (Quelle) Er gründete die Bank gemeinsam mit Harold Stanley, der Mitglied bei Skull and Bones war. (Quelle) Somit führten die Morgans früher zwei der mächtigsten Banken der Welt. Heute sind die beiden Banken unabhängig von der Familie (zumindest nach offiziellen Angaben).

JPMorgan Chase und Morgan Stanley sind zwei der weltweit grössten Investmentbanken und Vermögensverwalter. Im Jahr 2020 verwaltete JPMorgan Chase ein Vermögen von 2,7 Billionen US-Dollar. Morgan Stanley verwaltete im März 2021 ein Vermögen von 1,4 Billionen.

Die Morgan Bank gründete 1968 in Belgien den Finanzdienstleister Euroclear, der inzwischen ein eigenständiges Unternehmen ist. Bei Euroclear wurde 2019 ein Vermögen von über 30 Billionen US-Dollar verwahrt (Quelle). Euroclear kann aber nicht frei über das Vermögen verfügen.

Der Bankier JP Morgan (1837–1913) war Mitgründer des Mischkonzerns General Electric und seine Bank finanzierte den Aufbau des Unternehmens. General Electric gehört schon seit 100 Jahren zu den grössten Unternehmen der USA. Der Konzern ist in der Rüstungsindustrie tätig und die Tochterfirma GE HealthCare ist eines der grössten Pharmaunternehmen der USA. In den 1930er-Jahren unterhielt General Electric engen geschäftlichen Kontakt zu Nazi-Deutschland (Quelle). Henry Sturgis Morgan (1900–1982) war von 1935 bis 1941 im Vorstand von General Electric. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er erneut dem Vorstand bei. (Quelle)

JP Morgan gründete den Stahlkonzern U.S. Steel. Dieser war damals der weltweit grösste Stahlkonzern und zeitweise das grösste Unternehmen der Welt. Er ist derzeit der zweitgrösste Stahlproduzent der USA. JP Morgan Junior (1867–1943) sass im Vorstand von U.S. Steel.

JP Morgan war noch mit weiteren Grossunternehmen der damaligen Zeit verbunden und kontrollierte viele Eisenbahnunternehmen (Mehr dazu auf Wiki). Er war auch der Besitzer der untergegangenen Titanic.

Der deutsch-südafrikanische Geschäftsmann Ernest Oppenheimer gründete 1917 mit finanzieller Unterstützung der Bank der Morgan Familie das Bergbauunternehmen Anglo American. (Quelle: 1 und 2) Anglo American ist einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt.

JP Morgan galt als einer der reichsten Männer der USA. (Quelle: 1 und 2) Sein Sohn JP Morgan Junior gehörte 1918 ebenfalls zu den reichsten Amerikanern. (Quelle)

JP Morgan traf Henri de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie. (Quelle)

Henry Sturgis Morgan und JP Morgan Junior waren im Vorstand des Versicherungsunternehmens Aetna. Das Unternehmen wurde von ihrem Vorfahren Joseph Morgan (1780–1847) gegründet. (Quelle) Heute ist es eines der grössten Krankenversicherungs-Unternehmen der USA.

Die Morgan Familie verkehrte im Jekyll Island Club. JP Morgan Junior war Präsident des Clubs. Der nicht mehr existierende Club bestand aus Millionären wie Rockefeller, Vanderbilt und Gould. 1910 fand ein geheimes Treffen im Club statt, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde. JP Morgan Junior war von 1914 bis 1919 im Beirat der New Yorker Abteilung der FED.

Die Morgans und ihre Bank waren 1930 Mitgründer der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die ihren Sitz in der Schweiz hat. Die BIZ gilt als Zentralbank aller Zentralbanken und ist dementsprechend auch sehr mächtig. Im Zeitraum 1930 bis 1945 waren in der Führung der BIZ mehrere Deutsche mit besten Verbindungen zu Hitler und der Nazielite, darunter die Bankiers Kurt von Schröder und Hjalmar Schacht. Die BIZ war am Goldraub der Nazis beteiligt.

Die Bank der Morgan Familie war 1921 Mitgründer des Council on Foreign Relations (CFR). Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt. Derzeit gehören die Banken JP Morgan Chase und Morgan Stanley noch immer zu den wichtigsten Förderern des CFR (Quelle).

Die Morgan Familie gehörte oder gehört noch immer zum Bohemian Club. (Quelle) Der Club besteht seit 1872 und ist Gegenstand von Verschwörungstheorien.

Die Morgan Familie verkehrte in elitären New Yorker Clubs, wie der Knickerbocker Club, der Union Club, der Union League Club und der New York Yacht Club. Dadurch werden sie viele Familien der New Yorker Elite gekannt haben. JP Morgan war 1891 Mitgründer des Metropolitan Club in New York und wurde dessen erster Präsident. Zu den Mitgründern gehörten auch Mitglieder der Familien Roosevelt, Vanderbilt und Lorillard.

Die Morgan Familie gehörte oder gehört noch immer zur Pilgrims Society. Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Die Pilgrims Society wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Als die Morgans im Finanzwesen aktiv wurden, unterhielten sie von Anfang an engen Kontakt nach Grossbritannien. Ihre Bank war ursprünglich eine Londoner Bank. Sie wurde 1851 von George Peabody in London als „George Peabody & Co.“ gegründet. Der US-amerikanische Bankier Peabody war in London sesshaft geworden. London war damals noch das Finanzzentrum der Welt. Peabody wurde zum führenden Bankier für britisch-amerikanische Geschäfte und war sehr angesehen im Londoner Bankenviertel. 1854 trat Junius Spencer Morgan der Bank bei. 1864 ging Peabody in den Ruhestand und Morgan übernahm die Bank, die er dann in „JS Morgan & Co.“ umbenannte. Daraufhin wurde die US-amerikanische Bankiersfamilie Drexel der wichtigste Partner von Morgan. Sie führten die Bank bis 1895 gemeinsam. Die Drexel Familie heiratete dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den britischen Adel.

Nach Beginn des 20. Jahrhunderts war der Brite Edward Grenfell ein enger Geschäftspartner der Morgans. Zusammen gründeten sie in London „Morgan Grenfell“, die zu einer der führenden britischen Investmentbanken aufstieg. In den 90er-Jahren wurde sie von der Deutschen Bank übernommen. Edward Grenfell war 35 Jahre lang in der Führung der Bank of England (britische Zentralbank) und wurde zum Baron geadelt. Sein Vater Henry Grenfell war Gouverneur (Chef) der Bank of England. Die Grenfell Familie brachte Politiker, Militärs und Geschäftsleute hervor. Die Familie heiratete in den britischen Adel. Zur Führung der Bank Morgan Grenfell gehörte die Bankiersfamilie Smith, eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite.

John Pierpont „Jack“ Morgan Jr. (1867–1943) wurde von der Gilde der Goldschmiede geehrt. (Quelle) Die Gilde der Goldschmiede (Worshipful Company of Goldsmiths) wurde 1327 gegründet und gehört zu den sogenannten Livery Companies. Diese Händlergilden aus der City of London (Londoner Bankenviertel) entstanden im 14. Jahrhundert und bestehen bis heute.

John Adams Morgan (*1930) gründete 1982 ein eigenes kleines Finanzunternehmen. 2002 schloss sich Morgan mit Fred Joseph zusammen und sein Unternehmen wurde in „Morgan Joseph“ umbenannt. Heute firmiert das Unternehmen unter dem Namen „Morgan Joseph TriArtisan Group“. Fred Joseph war CEO von Drexel Burnham Lambert, die eine der weltweit grössten Investmentbanken war.

Erwähnenswerte Heiraten

Die Morgans sind über Heiraten mit einflussreichen Kolonialfamilien verbunden, also mit jenen Familien, die schon vor der Gründung der USA zur Elite der 13 Kolonien gehörten.

Henry Sturgis Morgan (1900–1982), der Gründer der Investmentbank Morgan Stanley, heiratete in die Kolonialfamilie Adams. Die Adams Familie gehörte zu den Gründervätern der USA und brachte zwei US-Präsidenten hervor (John Adams und John Quincy Adams). (Quelle: 1 und 2) Aus dieser Ehe ging der Sohn Henry Sturgis Morgan Jr. (1924–2011) hervor, ein Konteradmiral. Er heiratete eine Schwester des bekannten Senators John McCain. (Quelle: 1 und 2) McCain war Kandidat der Republikaner für die Präsidentschaftswahl 2008, bei der er Barack Obama unterlag.

Zwei Kinder von Mary Lyman Morgan (1844–1919) heirateten in den britischen Adel. Ihre Tochter Mary (1874–1961) heiratete einen Vizegrafen aus der Hartcourt Familie. Die Nachkommen aus dieser Ehe heirateten unter anderem in die Adelsfamilien Baring, Grosvenor und Elliot-Murray-Kynynmound. Mary Lyman Morgans Sohn Walter (1872–1929) heiratete in die Adelsfamilie Cavendish-Bentinck. (Quelle) Walters Frau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Livingston. (Quelle) Die Livingstons gehörten zu den Gründervätern der USA und stammten ursprünglich aus dem schottischen Adel.

Louisa Pierpont Morgan (1866–1946), eine Tochter von JP Morgan, heiratete Herbert Livingston Satterlee. Durch seine Grossmutter väterlicherseits war Herbert ebenfalls ein Nachkomme der Kolonialfamilie Livingston. Er war stellvertretender Marineminister der USA und Präsident des Union League Club, ein elitärer New Yorker Club. (Quelle)

Juliet Pierpont Morgan (1870–1952), eine Tochter von JP Morgan, heiratete William Pierson Hamilton. Dieser war ein Ururenkel von Alexander Hamilton, der einer der wichtigsten Gründerväter der USA war. (Quelle) Alexander Hamilton gründete die erste Zentralbank der USA und gilt allgemein als der Begründer des nationalen Finanzsystems der USA. Er stammte aus dem schottischen Hamilton Clan, eine der mächtigsten britischen Adelsfamilien. Durch die Heirat von Juliet und William entstand der Familienzweig Morgan Hamilton.

Helen Morgan Hamilton (1896–1985) heiratete in zweiter Ehe Warren Randolph Burgess, der US-Botschafter bei der NATO war. Er arbeitete für die US-Zentralbank FED und gehörte zur Führung der Citibank, eine der grössten US-Banken. Er war Präsident der „American Bankers Association“, eine der einflussreichsten Finanz-Lobbyorganisationen der USA. (Quelle)

Pierpont Morgan Hamilton (1898–1982) war Offizier des US-Militärs. Seine Frau Marie war eine Tochter des Bankiers Clinton Ledyard Blair und eine Urenkelin des Eisenbahnindustriellen John Insley Blair, der zu den reichsten Amerikanern des 19. Jahrhunderts gehörte. (Quelle)

Die Ehefrau von Jasper Morgan (1900–1964) hatte zuvor eine Ehe mit Cornelius Vanderbilt IV. geführt. (Quelle) Die Vanderbilt Familie war eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts. Sie stammen aus einer niederländischen Kolonialfamilie.

JP Morgan Junior (1867–1943) war ein Onkel von Harry Crosby. Zu Harrys Vorfahren gehörten die niederländischen Kolonialfamilien Van Rensselaer und Schuyler. (Quelle)

Die Morgans sind selbst Nachkommen von alten Kolonialfamilien. Über JP Morgans Mutter Juliet Pierpont (1816–1884) sind sie Nachfahren von Thomas Hooker (1586–1647). Hooker war ein puritanischer Kolonialführer, der die englische Kolonie Connecticut in Nordamerika gründete. Zu Hookers Nachfahren gehörten unter anderem der Vizepräsident Aaron Burr, der US-Präsident William Howard Taft (Mitglied bei Skull and Bones) und William Huntington Russell (der Gründer von Skull and Bones). (Quelle)

Frances Tracy Morgan (1897–1989) war die Grossmutter des Architekten Peter Pennoyer (*1957). Peters Urgrossvater Hendon Chubb war Gründungspartner des Versicherungskonzerns Chubb. Peters Frau kommt aus der Ridder Familie, die im 20. Jahrhundert einflussreiche Zeitungsverleger waren. Sie gründeten das Zeitungsunternehmen Knight Ridder. (Quelle: 1 und 2) Peters Schwester heiratete John Auchincloss, der mütterlicherseits ein Nachkomme der Vanderbilt Familie ist. Johns Vater Louis Auchincloss schrieb Bücher, in denen es um die alten Familien der US-amerikanischen Elite geht. (Quelle)

Die Morgan Familie war über zwei Heiraten mit der Osborn Familie verschwägert. Frederick Osborn und sein Onkel Henry Fairfield Osborn waren führende Eugeniker der USA. 1953 gründete Frederick Osborn zusammen mit John D. Rockefeller III. den Population Council, eine Organisation, die sich bis heute auf der ganzen Welt für die Bevölkerungskontrolle einsetzt. Die Osborn Familie war mit den einflussreichen Familien Vanderbilt, Dodge, Havemeyer und Pulitzer verschwägert. (Mehr dazu)

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Rockefeller Familie

Erdöl

Der US-Amerikaner John Rockefeller (1839–1937) gründete 1870 das Unternehmen Standard Oil, das sich in den folgenden Jahrzehnten zum grössten Ölkonzern der Welt entwickelte. John Rockefeller gilt als einer der reichsten Menschen aller Zeiten. Das von ihm erlangte Vermögen hätte auf heutige Verhältnisse hochgerechnet einen geschätzten Wert von 340 Milliarden US-Dollar (Quelle). Das heutige Vermögen der Rockefeller Familie wurde im Jahr 2024 auf 10,3 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnete die US-Regierung ein Verfahren gegen Standard Oil wegen des Verstosses gegen den Sherman Antitrust Act. Das Gesetz soll verhindern, dass sich Wirtschaftsmonopole bilden. 1911 wurde Standard Oil daher in 34 kleinere Unternehmen aufgeteilt. Eines davon war Standard Oil of New Jersey, das weiterhin von der Rockefeller Familie kontrolliert wurde. Die anderen 33 Unternehmen waren ab da unabhängig von der Rockefeller Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Standard Oil of New Jersey wurde schnell wieder ein führender Ölkonzern und war bereits 1929 wieder das grösste Unternehmen der USA (Quelle). Somit hatte die Zerschlagung von Standard Oil der Rockefeller Familie nicht allzu stark geschadet.

Standard Oil of New Jersey (Esso) unterhielt in den 1930er- bis Anfang der 1940er-Jahre enge geschäftliche Beziehungen zum deutschen Naziregime. Auch nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 blieb der Kontakt noch für einige Monate bestehen. (Quelle: 1, 2, 3) Standard Oil of New Jersey war mit dem deutschen Chemiekonzern I.G. Farben verbunden und half diesem in den Jahren vor dem Krieg bei der Herstellung von Flugzeugbenzin, gegen den Willen der US-Regierung. (Quelle)

Aus Standard Oil of New Jersey entwickelte sich der heutige Ölkonzern Exxon, der inzwischen auch einer der weltweit grössten Produzenten von Erdgas ist. Exxon war in den letzten Jahren der mit Abstand grösste Öl- und Gaskonzern der USA. Die Tochterfirma Exxon Chemical gehört zu den zehn grössten Chemieunternehmen der Welt. Exxon ist einer der weltweit grössten Plastikproduzenten. 2020 war Exxon nach Umsatz das drittgrösste Unternehmen der USA. Die Rockefeller Familie hielt noch bis 2016 eine kleinere Beteiligung an Exxon.

In den 1890er-Jahren übernahm Standard Oil bzw. die Rockefellers die Kontrolle über den führenden kanadischen Ölkonzern Imperial Oil. Dieser gehörte heute noch zu den grössten Ölkonzernen Kanadas und befindet sich mehrheitlich in Besitz von Exxon. Kanada ist das Land mit den drittgrössten bekannten Ölreserven der Welt. Imperial Oil gründete 1949 Enbridge, einer der weltweit führenden Pipelinekonzerne.

Der ursprüngliche Ölkonzern Standard Oil wurde 1911 wie gesagt in 34 Unternehmen aufgeteilt. Viele davon wurden später an europäische Ölkonzerne verkauft. Zwei der 34 Unternehmen waren Standard Oil of California und die Ohio Oil Company. Aus ihnen entwickelten sich die heutigen US-amerikanischen Ölkonzerne Chevron und Marathon Petroleum. Die beiden gehören heute zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt.

Finanzwesen

David Rockefeller (1915–2017) übernahm ab 1960 die Führung der Chase Manhattan Bank. 1970 war sie die drittgrösste Bank der Welt. Sie entstand 1955 aus einer Fusion von zwei Grossbanken. Eine der beiden Vorläuferbanken war die Chase National Bank, die seit den 1930er-Jahren unter dem Einfluss der Rockefeller Familie stand. Die andere Vorläuferbank war die Manhattan Company, die 1799 gegründet wurde und damit eine der ältesten Banken der USA war. Zum Gründerkreis der Manhattan Company gehörten die Freimaurer John Jacob Astor und Stephen Van Rensselaer, zwei der reichsten Amerikaner.

Im Jahr 2000 fusionierte die Chase Manhattan Bank mit der Grossbank J.P. Morgan, die früher von der Morgan Familie kontrolliert wurde. Durch die Fusion entstand die heutige JPMorgan Chase. Sie ist zurzeit die grösste US-amerikanische Bank. Die Familien Rockefeller und Morgan hatten schon spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts Kontakt zueinander. David Rockefeller war noch bis 2005 im internationalen Beirat von JPMorgan Chase.

Politik

Die Rockefeller Familie ist auch in der Politik präsent.

Nelson Rockefeller (1908–1979) war Politiker der Republikanischen Partei, Gouverneur von New York und Vizepräsident der USA.

Jay Rockefeller (*1937) ist Politiker der Demokratischen Partei. Von 1977 bis 1985 war er Gouverneur von West Virginia und anschliessend vertrat er den Bundesstaat bis 2015 im Senat.

Winthrop Rockefeller (1912–1973) diente als Gouverneur von Arkansas und sein gleichnamiger Sohn (1948–2006) als Vizegouverneur. Die beiden waren Politiker der Republikanischen Partei.

Denkfabriken und elitäre Clubs

1973 gründete David Rockefeller (1915–2017) die Trilaterale Kommission. Diese einflussreiche Denkfabrik dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Europa und Japan. David war noch bis 2016 Ehrenvorsitzender der Denkfabrik. In der Trilateralen Kommission kommen viele Wirtschaftsführer und Politiker zusammen. Mitglieder folgender Familien waren oder sind in der Trilateralen Kommission vertreten: Agnelli (Italien), Wallenberg (Schweden), Weill (Frankreich), Desmarais (Kanada), MacMillan und Bechtel (USA), Rocca (Argentinien), March und Polanco (Spanien), Lambsdorff (Deutschland) sowie die jordanische Königsfamilie. Zu den Mitgründern der Trilateralen Kommission gehörte der Italiener Guido Colonna di Paliano, der aus dem päpstlichen Adel kam. Ein weiterer Mitgründer war der Niederländer Max Kohnstamm, ein Freund der niederländischen Königsfamilie. Kohnstamm gründete gemeinsam mit dem niederländischen Prinzen Bernhard zur Lippe-Biesterfeld das berühmte Bilderberg-Treffen.

David Rockefeller war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. (Quelle) Es gibt mehrere Quellen, die besagen, dass David Rockefeller Mitgründer der Bildberg-Treffen war. (Quelle: 1, 2)

David Rockefeller war Mitglied bei Le Cercle. Das internationale geheime Elitennetzwerk besteht seit 1953 und ist fest mit den Geheimdiensten verbunden. David Rockefeller war der zentrale Ansprechpartner des Cercle in den USA. (Quelle: 1, 2)

Die Rockefeller Familie ist mit dem Council on Foreign Relations (CFR) verbunden, der als eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt gilt. Mehrere Rockefeller waren Mitglied des CFR. Derzeit sind sieben Familienmitglieder im CFR vertreten (Quelle). Zurzeit gehören die Ölkonzerne Exxon und Chevron sowie die Grossbank JPMorgan Chase zu den wichtigsten Förderern des CFR (Quelle). Die drei Unternehmen waren früher wie gesagt mit den Rockefellers verbunden. David Rockefeller übernahm eine führende Rolle im CFR:

  • Von 1949 bis 1985 war er Direktor des CFR.
  • Von 1950 bis 1970 war er Vizepräsident des CFR.
  • Von 1970 bis 1985 war er Vorsitzender des CFR.
  • Von 1985 bis 2017 war er Ehrenvorsitzender des CFR.

(Quelle)

David Rockefeller war im Vorstand des Carnegie Endowment for International Peace (CEIP). (Quelle) Das CEIP ist mit dem Gründungsjahr 1910 die älteste Eliten-Denkfabrik der USA.

David Rockefeller gründete 1979 die Partnership for New York City. Diese besteht aus der Wirtschaftselite von New York und die führenden Manager der Wall Street gehören ihr an.

Die Rockefeller Foundation (die Familienstiftung der Rockefellers) war massgeblich an der Gründung der Group of Thirty und der Mont Pèlerin Society beteiligt. Die Group of Thirty ist eine einflussreiche Interessensvereinigung der Zentralbanken. Die Mont Pèlerin Society spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung des Neoliberalismus. Sie ist heute noch ein wichtigstes Netzwerk zur Verbreitung und Erhaltung des Neoliberalismus.

Die Rockefeller Familie verkehrte in elitären New Yorker Clubs, darunter im Knickerbocker Club, Union Club, Union League Club und im New York Yacht Club.

Jay Rockefeller (*1937) war Präsident des Alfalfa Club in Washington. (Quelle) Dieser ist einer der elitärsten Clubs in Washington.

Die Rockefeller Familie verkehrte im Jekyll Island Club. Der nicht mehr existierende Club bestand aus Millionären wie Morgan, Vanderbilt und Gould. 1910 fand ein geheimes Treffen im Club statt, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde.

Die Rockefeller Familie gehörte oder gehört noch immer zur Pilgrims Society. Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Der britische Monarch ist der Schirmherr der Gesellschaft.

John „Jay“ Rockefeller IV., der Gouverneur von West Virginia war, erhielt 2008 eine Auszeichnung der Pilgrims Society. (Quelle)

Die Rockefeller Familie gehörte oder gehört noch immer zu den Sons of the American Revolution. Die seit 1889 bestehende Gesellschaft hat 17 US-Präsidenten und weitere hochrangige US-Politiker aufgenommen. (Quelle: 1, 2) Seit 2010 gibt es einen spanischen Zweig der Gesellschaft, der von der spanischen Königsfamilie geführt wird.

John D. Rockefeller Jr. (1874–1960) war Mitglied der Society of the Cincinnati. (Quelle) Die Elitegesellschaft besteht seit 1783 und wurde von führenden Köpfen der Amerikanischen Revolution gegründet. Sie ist eng mit den Sons of the American Revolution verbunden.

Percy Avery Rockefeller (1878–1934) und John Rockefeller Prentice (1902–1972) waren Mitglied bei Skull and Bones. (Quelle: 1, 2, 3) Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die Elite der USA. Sie ist Gegenstand diverser Verschwörungstheorien. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken. (Quelle: 1, 23)

Die Rockefeller Familie gehörte oder gehört noch immer zum Bohemian Club, der 1872 gegründet wurde. (Quelle) Hier wird zwar kein Blut getrunken, aber es finden dafür andere seltsame Rituale statt.

Avery Rockefeller Jr. war eines der Oberhäupter von Kappa Beta Phi (nicht zu verwechseln mit Phi Beta Kappa). (Quelle) Dies ist eine elitäre Geheimgesellschaft, bestehend aus Geschäftsleuten von der Wall Street. Wie bei anderen Geheimgesellschaften in den USA gibt es auch bei Kappa Beta Phi Bräuche, die für Aussenstehende seltsam erscheinen. Neulinge mussten sich als Dragqueens verkleiden. Kappa Beta Phi legt viel Wert auf Geheimhaltung. 2012 gelang es einem Journalisten, sich bei einem Treffen der Gruppe einzuschleichen, aber er wurde nach einer Weile entdeckt und rausgeworfen. Das dort Erlebte führte ihn zur Annahme, dass „die oberen Ränge der Finanzwelt aus Menschen bestehen, die sich komplett von der Realität getrennt haben“. (Quelle) Zu den Mitgliedern von Kappa Beta Phi zählen Laurance Fink (Chef von BlackRock) und Michael Bloomberg sowie ein paar andere Milliardäre. Weitere bemerkenswerte Mitglieder sind Robert Rubin, der ehemalige Vorsitzende des CFR, und James Wolfensohn, der ehemalige Präsident der Weltbank. (Quelle)

John D. Rockefeller III. (1906–1978) gründete 1952 den Population Council, der sich bis heute weltweit für Bevölkerungskontrolle einsetzt. John kannte Cordelia Mellon Scaife, die eine der radikalsten Befürworter der Bevölkerungskontrolle war. Zurzeit ist Indré Rockefeller im Kuratorium des Population Council.

Mit finanzieller Unterstützung der Rockefeller Foundation wurde die erste Weltbevölkerungskonferenz organisiert, die 1927 in Genf, Schweiz, stattfand. Es war eine internationale Konferenz, bei der über die Bevölkerungskontrolle diskutiert wurde. (Quelle)

Die Rockefeller Foundation hatte auch in den letzten Jahrzehnten Verbindungen zur Lobby für Bevölkerungskontrolle. (Mehr dazu)

Die Rockefeller Familie gehörte oder gehört noch immer zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Godfrey Rockefeller (1924–2010) war Mitgründer und langjähriges Vorstandsmitglied des WWF.

Nach der Gründung der Vereinten Nationen (UN) im Jahr 1945 kaufte John Rockefeller Jr. ein Grundstück in New York und schenkte es der UN, wo diese ihr Hauptquartier errichtete. (Quelle: 12)

Derzeit sind zwei Mitglieder der Rockefeller Familie im Kuratorium des Museum of Modern Art (MoMa) in New York, eines der wichtigsten Kunstmuseen der USA. Das Kunstmuseum wurde 1929 von Abby Aldrich Rockefeller mitgegründet. Zum Kuratorium des Museums gehören viele US-amerikanische Milliardäre und Mitglieder aus Milliardärsfamilien. Zum Kuratorium gehören auch Ausländer, darunter Mitglieder der Familien Wittelsbach (Deutschland), Oeri (Schweiz), Elkann-Agnelli (Italien), Niarchos (Griechenland), Bronfman (Kanada), Cheng (Hongkong), Arison (Israel) und Cisneros (Venezuela). Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Bemerkenswerte Heiraten

William Goodsell Rockefeller (1870–1922) und sein Bruder Percy Avery Rockefeller (1878–1934) heirateten die Töchter des Bankiers James Stillman. Dieser führte fast 30 Jahre lang die National City Bank, die damals eine der grössten Banken der USA war. Auch sein Sohn wurde später Präsident der Bank. Heute trägt die Bank den Namen Citigroup und ist eine der grössten Banken der Welt. Durch die Heiraten entstand der Familienzweig Stillman Rockefeller. Der Sohn James Stillman Rockefeller (1902–2004) leitete die Bank von 1952 bis 1967. Somit stand die heutige Citigroup noch bis Ende der 60er-Jahre unter dem Einfluss der Familien Rockefeller und Stillman. James Stillman Rockefeller heiratete eine Grossnichte von Andrew Carnegie, der eine Zeit lang als der reichste Mensch der Welt galt.

John D. Rockefeller Jr. (1874–1960) heiratete in die Aldrich Familie. Sein Schwiegervater Nelson Aldrich war ein hochrangiger Freimaurer und war massgeblich an der Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED beteiligt. Die Aldrichs sind Nachkommen der Pilgerväter und haben angeblich Blut der Winthrop Familie in sich. Die Winthrops und ihre Nachkommen gehören seit über 350 Jahren zur Elite der USA.

Ethel Geraldine Rockefeller (1882–1973) heiratete in die Dodge Familie. Die Dodge Familie gründete 1834 das Handelsunternehmen Phelps Dodge, das paar Jahrzehnte später in der Bergbauindustrie aktiv wurde. Es entwickelte sich zu einem führenden Kupferproduzenten. Seit 2007 gehört Phelps Dodge zum US-amerikanischen Bergbaukonzern Freeport-McMoRan, der 2018 der weltweit grösste Kupferproduzent war.

Edith Rockefeller (1872–1932) heiratete Harold Fowler McCormick. Die McCormick Familie gehörte im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Familien der USA.

Alida Rockefeller (*1948) heiratete Mark Dayton, der von 2011 bis 2019 Gouverneur des US-Bundesstaates Minnesota war. Er kommt aus der Dayton Familie, die während des 20. Jahrhunderts als Unternehmer im Einzelhandel aktiv war. Aus ihrem Unternehmen entwickelte sich die heutige Target Corporation, einer der grössten Einzelhändler der USA. Das Vermögen der Dayton Familie wurde 2015 auf 1,6 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Rodman Rockefeller (1932–2000) heiratete Alexandra von Metzler. (Quelle) Sie ist eine entfernte Verwandte der Metzler Familie, eine der führenden Bankiersfamilien Deutschlands. (Quelle)

Jay Rockefeller (*1937) heiratete Sharon Lee Percy. Sie war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle). 2019 wurde ihr von Präsident Donald Trump die National Medal of Arts verliehen.

Isabel Rockefeller (1902–1980) heiratete Frederic W. Lincoln Jr., dessen Vater ein entfernter Cousin von US-Präsident Abraham Lincoln war. William Avery Rockefeller III. (1896–1973) heiratete die Schwester von Frederic W. Lincoln Jr.

Mehrere Rockefellers haben US-Politiker geheiratet.

Erwähnenswerte Freundschaften und Bekannte

David Rockefeller (1915–2017) hatte seit seiner Zeit am College ein gutes Verhältnis zu John Foster Dulles und dessen Familie. (Quelle: Seite 149) John Foster Dulles, ein Treuhänder der Rockefeller Foundation, war Aussenminister der USA. (Quelle) Sein Bruder Allen Dulles war von 1953 bis 1961 Chef der CIA und in dieser Zeit mitverantwortlich für das berüchtigte MKUltra-Projekt.

David Rockefeller freundete sich in jungen Jahren mit dem späteren US-Präsidenten John F. Kennedy an und datete dessen Schwester Kathleen. (Quelle: 1, 2) Übrigens heiratete Kathleen in die Cavendish Familie, eine der reichsten und mächtigsten Familien des englischen Adels.

David Rockefeller war mit Hassan II. befreundet, der von 1961 bis 1999 König von Marokko war. (Quelle)

David Rockefeller war ein enger Freund von John Hugo Loudon. (Quelle) Die niederländische Adelsfamilie Loudon ist mit dem führenden Öl- und Gaskonzern Shell verbunden.

David Rockefeller war mit Giovanni/Gianni Agnelli befreundet. (Quelle) Die Agnelli Familie ist die vermutlich mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. David Rockefeller und Giovanni Agnelli luden Walther Moreira Salles zu einem Abendessen in Giovannis New Yorker Wohnung ein. Der Brasilianer Walther Moreira Salles war ein langjähriger Freund von David Rockefeller und sie schätzten sich sehr. (Quelle) Die Moreira Salles Familie kontrolliert die grösste südamerikanische Bank und den Grossteil der weltweiten Niobproduktion. Rockefeller und Agnelli trafen auch den Inder JRD Tata (Quelle). Die Tata Familie ist die mächtigste Familie der indischen Wirtschaftselite.

David Rockefeller war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner des griechischen Unternehmers Stavros Niarchos, der einer der reichsten Männer der Welt war. (Quelle)

David Rockefeller war mit dem Mexikaner Emilio Azcárraga Milmo (El Tigre) befreundet. (Quelle) Emilios Familie kontrolliert den grössten lateinamerikanischen Medienkonzern.

David Rockefeller traf mehrfach den Chinesen Rong Yiren. (Quelle: 1, 2) Rong Yiren war Vizepräsident von China und galt im Jahr 2000 als der reichste Mann in China. Er kam aus der Rong Familie, die seit über 120 Jahren zu den mächtigsten Geschäftsleuten in China gehört.

David Rockefeller pflegte über Jahrzehnte ein freundschaftliches Verhältnis zu Dhanin Chearavanont. (Quelle) Dhanin gilt als der reichste und mächtigste Unternehmer Thailands.

David Rockefeller hatte Kontakt zu vielen Personen aus der amerikanisch-jüdischen Elite (nicht abwertend gemeint). Er veranstaltete 2016 ein Mittagessen zu Ehren des jüdischen Unternehmers Larry Fink. Larry Fink ist Gründer, Vorsitzender und CEO von BlackRock, einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. BlackRock ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet über neun Billionen US-Dollar. Beim Mittagsessen mit Rockefeller und Fink waren auch folgende Personen anwesend:

  • Henry Kravis: Der jüdische Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von KKR, ein gut vernetzter Finanzkonzern. Henry Kravis besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen (Quelle).
  • Marie-Josée Kravis: Sie ist die Frau von Henry Kravis. Die Kanadierin ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen (Quelle).
  • Ronald Lauder: Der jüdische Milliardär ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Die Lauder Familie kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder und gilt als eine der reichsten Familien der USA.
  • Leon Black: Der jüdische Milliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO von Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.
  • Jerry Speyer: Der jüdische Milliardär ist ein erfolgreicher Immobilienunternehmer. Er nahm 2012 am Bilderberg-Treffen teil (Quelle). Er besitzt derzeit zusammen mit der jüdischen Milliardärsfamilie Crown das Rockefeller Center, ein von den Rockefellers mitgegründeter New Yorker Gebäudekomplex.
  • Gustavo Cisneros: Er ist einer der reichsten Venezolaner.

(Quelle)

David Rockefeller unterhielt mehr als 50 Jahre Kontakt zum britischen Baron Jacob Rothschild. (Quelle)

David Rockefeller hielt eine Lobrede auf der Beerdigung von Baron Leon Lambert. (Quelle) Die Lambert Familie war die wichtigste belgische Bankiersfamilie des 20. Jahrhunderts. Sie sind Verwandte und Bekannte der Rothschilds.

David Rockefeller kannte George Soros (berühmter Finanzinvestor), Ted Turner (gründete den Fernsehsender CNN), Brooke Astor, William Gates Sr. (der Vater von Bill Gates) und Leonore Annenberg (Ehefrau des Medienunternehmers Walter Annenberg). (Foto)

David Rockefeller hatte viel Kontakt zu David Packard, Mitgründer des Technologiekonzerns Hewlett-Packard.

Weitere bemerkenswerte Personen, die David Rockefeller trafen, wären:

David Rockefeller schrieb in seinen Memoiren bezüglich der Verschwörungstheorien zur Rockefeller Familie: „Einige glauben sogar, dass wir Teil einer geheimen Kabale sind, die gegen die Interessen der Vereinigten Staaten arbeitet, und bezeichnen meine Familie und mich als ‚Internationalisten‘, die sich mit anderen auf der ganzen Welt verschwören, um eine stärker integrierte globale politische und wirtschaftliche Struktur aufzubauen – eine Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das der Vorwurf ist, bekenne ich mich schuldig und ich bin stolz darauf.“ (Quelle)

David Rockefellers gleichnamiger Sohn nahm 2009 mit weiteren Milliardären an einem geheimen Treffen in New York teil. Beim Treffen diskutierten sie unter anderem darüber, wie sie ihr Vermögen verwenden könnten, um das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen. Das Treffen fand auf Initiative von Rockefeller, Bill Gates und Warren Buffett statt. Die Milliardäre George Soros, Ted Turner und Michael Bloomberg waren ebenfalls anwesend. (Quelle: 1, 2)

David Rockefeller Junior war mit dem australisch-amerikanischen Ökonomen James Wolfensohn befreundet. (Quelle) Wolfensohn war von 1995 bis 2005 Präsident der Weltbank. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen sowie Mitglied des Bohemian Club und der Pilgrims Society.

John D. Rockefeller Jr. (1874–1960) war mit Edsel Ford befreundet. (Quelle) Die Ford Familie gehörte damals wie die Rockefellers zu den reichsten Familien der Welt.

John D. Rockefeller III. (1906–1978) engagierte sich sehr für amerikanisch-asiatische Beziehungen. Er traf sich mit dem langjährigen thailändischen König Bhumibol Adulyadej. (Foto) Er traf den japanischen Kaiser Hirohito und seinen Nachfolger Kaiser Akihito. (Fotos: 1, 2)

Albert II., der derzeitige Fürst von Monaco, verlieh Peggy Rockefeller (*1947) den Prince’s Prize (Prinzenpreis). (Quelle)

Die Rockefellers waren Freunde von Katharine Graham, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Washington Post kontrollierte, eine der wichtigsten Zeitungen der USA. (Quelle) Ihr Vater Eugene Meyer war der erste Präsident der Weltbank gewesen sowie auch Gouverneur der US-Zentralbank FED.

Avery Rockefeller (1903–1986) war ein wichtiger Vertreter der britischen Bankiersfamilie Schröder in den USA. Er gründete 1936 zusammen mit der Schröder Familie die nicht mehr existente New Yorker Investmentbank „Schroder, Rockefeller & Company“. (Quelle: 12) Die Schröder Familie gehört bereits seit dem 19. Jahrhundert zu den reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt.

Weiteres

David Rockefeller (1915–2017) war massgeblich am Bau des World Trade Centers beteiligt. Die beiden Twin Towers, die bei 9/11 einstürzten, trugen die Spitznamen David und Nelson. Sie erhielten die Namen zu Ehren von David und Nelson Rockefeller. (Quelle)

Die Rockefellers standen im Verdacht, das Ludlow-Massaker im Jahre 1914 angezettelt zu haben.

Laurance Rockefeller (1910–2004) war der frühe Investor von Fairchild Semiconductor. (Quelle) Es war das erste Halbleiterunternehmen und eines der ersten Silicon Valley-Unternehmen.

Die Rockefeller Foundation finanzierte 1956 den Dartmouth-Workshop, eine Konferenz von Wissenschaftlern. Das Treffen gilt als die Geburtsstunde der künstlichen Intelligenz als Forschungsgebiet. (Quelle: 1, 2, 3)

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Rothschild Familie

Die Rothschilds galten als die reichste Familie des 19. Jahrhunderts.

Rothschild im 19. Jahrhundert

Der deutsch-jüdische Bankier Mayer Amschel Rothschild (1744–1812) war der Gründer der Bankendynastie. Er schickte je einen seiner Söhne nach England, Frankreich, Österreich und Neapel, die dort je eine Bank gründeten. Der Sohn Nathan Mayer Rothschild (1777–1836) zog 1798 nach London und gründete ein Geschäft für Textilhandel und Finanzen. Im Jahr 1802 wurde Nathan bei den englischen Freimaurern aufgenommen (Quelle: 1, 2, 3). Er gründete 1811 die Bank „NM Rothschild & Sons“, die sich zur weltweit grössten Bank entwickelte. Da Grossbritannien damals die führende Kolonialmacht war, konnte die Bank ihr Geschäft weltweit ausweiten. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war sie eine der grössten Banken der Welt.

James de Rothschild (1792–1868), der Gründer des französischen Familienzweigs, trat den Freimaurern in Frankreich bei. Er erreichte den 33. Grad (der höchste Grad) des schottischen Freimaurerritus. (Quelle) Er und zwei seiner Brüder wurden in den „Supreme Conseil de France“ aufgenommen, welcher der Oberste Rat der französischen Freimaurer ist. (Quelle) Die Obersten Freimaurerräte nehmen für gewöhnlich nur Freimaurer auf, die den 33. Grad erreicht haben. Anselm Salomon von Rothschild (1803–1874) gehörte ebenfalls zum Obersten Rat in Frankreich. Ferdinand de Rothschild (1839–1898) war Mitgründer der nach ihm benannten Freimaurerloge „Ferdinand Rothschild Lodge“ in England. (Quelle)

Der Brite Anthony de Rothschild (1810–1876) erhielt 1847 von der britischen Queen den Adelstitel eines Baronets. Mitglieder der Rothschild Familie waren zuvor bereits vom österreichischen Kaiser zu Freiherrn geadelt worden. 1885 erhielt der Brite Nathan Rothschild (1840–1915) vom britischen Hochadel den erblichen Titel eines Barons, den seine Familie bis heute besitzt.

Baron Nathan Rothschild wurde 1902 in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. (Quelle)

Mayer Carl von Rothschild (1820–1886) war 1854 Mitgründer der Frankfurter Bank, die als eine private Zentralbank für Frankfurts Bankiers fungierte.

Alphonse de Rothschild (1827–1905) war von 1855 bis 1905 in der Führung der französischen Zentralbank. (Quelle)

Alfred de Rothschild (1842–1918) war der erste Jude, der in die Führung der Bank of England (britische Zentralbank) aufgenommen wurde. (Quelle) Die Bank of England galt bis ins 20. Jahrhundert als die mächtigste Zentralbank der Welt.

Die Rothschilds gründeten 1855 gemeinsam mit österreichisch-böhmischen Adligen die Creditanstalt, die sich zu einer der grössten Banken Österreichs entwickelte. Sie ist eine der beiden wichtigen Vorläufer der heutigen Unicredit Bank Austria, die noch immer eine der grössten österreichischen Banken ist. Seit 2005 befindet sie sich im Besitz der italienischen Grossbank Unicredit. (Quelle)

Die Rothschilds waren 1864 Mitgründer der Société Générale, die sich schnell zu einer der grössten französischen Banken entwickelte. (Quelle: 1, 2) Dies stand früher auch auf der Website der Bank. Zu den Gründern der Bank gehörten auch Mitglieder der Familien Bischoffsheim, Hentsch und Schneider (Quelle: 1, 2, 3). Die Société Générale war 2020 die drittgrösste französische Bank und gehört zu den zwanzig grössten Banken der Welt. Die Rothschild Bank war in den letzten 10 Jahren mit der Société Générale verbunden und die beiden haben einen Liquiditätsvertrag (Quelle: 1, 2).

Die Rothschilds waren 1880 Mitgründer des französischen Bergbauunternehmens Eramet und kontrollierten es ab 1890 vollständig. In den 1960er-Jahren wurden die Bergbauminen der Rothschild Familie in Eramet integriert. (Quelle: auf Seite 12). Eramet ist heute einer der weltweit grössten Produzenten von Nickel. Aus der Bergbaugruppe der Rothschilds entstand auch das französische Bergbauunternehmen Imerys. Bis 2005 war noch Édouard de Rothschild im Vorstand von Imerys vertreten (Quelle). Derzeit wird Imerys von den Familien Desmarais und Frère kontrolliert, die beide die Rothschilds kennen. Der verstorbene Albert Frère kannte mehrere Mitglieder der Rothschild Familie (Fotos: 1, 2, 3, 4).

Die Rothschilds finanzierten 1888 die Gründung des britischen Bergbaukonzerns De Beers mit. (Quelle: 1, 2) De Beers ist schon seit über 100 Jahren der weltweit grösste Produzent von Diamanten. Seit den 1920er-Jahren wurde De Beers von der südafrikanischen Oppenheimer Familie kontrolliert, die bis heute mit dem Unternehmen verbunden ist. Jonathan Oppenheimer, der zur Konzernführung gehörte, arbeitete für die Rothschild Bank (Quelle). David René de Rothschild (*1942) war im Vorstand von De Beers. (Quelle) Sir Evelyn de Rothschild (1931–2022) war über 16 Jahre Direktor von De Beers. (Quelle)

Die Rothschilds hatten geschäftlichen Kontakt zum britisch-jüdischen Geschäftsmann Marcus Samuel, der das Erdölunternehmen Shell gründete. (Quelle) Die Rothschilds hatten ihm bei der Gründung des Unternehmens geholfen. (Quelle) Baron Victor Rothschild (1910–1990) arbeitete 20 Jahre lang als leitender Angestellter bei Shell. (Quelle) Shell ist schon seit über 100 Jahren einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. In den letzten Jahren war Shell nach Umsatz eines der grössten Unternehmen der Welt.

Rothschild im 20. Jahrhundert

Die Rothschilds waren seit Ende des 19. Jahrhunderts mit dem britischen Bergbaukonzern Rio Tinto verbunden. 1929 besassen sie ein Drittel der Anteile am Unternehmen (Quelle: Seite 202). Rio Tinto gehört schon seit über 100 Jahren zu den weltweit grössten Bergbaukonzernen. Zurzeit ist Rio Tinto einer der grössten Produzenten von Eisenerz, Aluminium, Bauxit, Kupfer, Kohle, Uran, Diamanten und Titanium. Heute sind die Rothschilds nicht mehr Hauptaktionär von Rio Tinto, aber im Vorstand sind und waren mehrere Banker der Rothschild Bank (darunter der derzeitige Vorsitzende Simon Thompson). Im Zeitraum 2012 besassen die Rothschilds kleinere Anteile an Rio Tinto (Quelle). Rio Tinto wurde 1873 von Hugh Matheson gegründet.

Édouard de Rothschild (1868–1949) war von 1906 bis 1936 in der Führung der französischen Zentralbank. (Quelle)

Louis Nathaniel von Rothschild (1882–1955) war in der Führung der Österreichischen Nationalbank (die österreichische Zentralbank). (Quelle)

Baron Edmond Adolphe de Rothschild (1926–1997) war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen. (Quelle)

Baron Walter Rothschild (1868–1937) wurde die Balfour-Erklärung übergeben. Die Balfour-Erklärung war eine öffentliche Erklärung der britischen Regierung aus dem Jahr 1917, in der die Unterstützung für die Errichtung einer „nationalen Heimat für das jüdische Volk in Palästina“ angekündigt wurde. Palästina stand vor der Gründung Israels unter der Kontrolle der britischen Kolonialelite.

Walter Rothschild gehörte von 1901 bis 1929 zum ersten Führungsgremium der London School of Economics. Diese ist eine der elitärsten Universitäten der Welt. Walter Rothschild war zur selben Zeit im Führungsgremium wie Edward Pease (Mitgründer der Fabian Society) und der Adlige Bertrand Russell. (Quelle)

Durch den Zusammenschluss der britischen und der französischen Rothschild Bank entstand die heutige Rothschild & Co. Sie ist eine mittelgrosse Bank. 2020 lag der Umsatz der Bank bei über 2 Milliarden US-Dollar und sie verwaltet über 90 Milliarden US-Dollar.

In den 1960er-Jahren gründeten die Rothschilds zwei Banken in der Schweiz (die gefragteste Steueroase der Welt), die sich auf Vermögensverwaltung konzentrieren. Die „Rothschild Bank AG“ in Zürich und die „Banque Privée Edmond de Rothschild“ in Genf.

Die Rothschilds gehörten oder gehören noch immer zur Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Die Rothschilds gehörten oder gehören noch immer zur Pilgrims Society. Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Sie wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Die heutigen Rothschilds

Von den heutigen Rothschilds ist der Brite Nathaniel „Nat“ Rothschild (*1971) der Interessanteste. Nat arbeitete für die Lazard Bank (Quelle). Sein Vermögen wurde 2012 auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt. (Quelle) Er war im internationalen Beratergremium der Brookings Institution. (Quelle) Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt.

In den 2000er-Jahren war Nat Rothschild Co-Vorsitzender von Atticus Capital, ein Hedgefonds aus den USA. Zu dieser Zeit war Atticus Capital Hauptaktionär der Deutschen Börse AG.

Nat Rothschild war Anfang der 2010er-Jahre Grossaktionär und Vorstandsmitglied eines der grössten Kohlekonzerne Indonesiens. (Quelle) Das Land gehört zu den grössten Kohleproduzenten der Welt.

Nat Rothschild heiratete in erster Ehe Annabelle Neilson, die eine gute Freundin des Models Kate Moss war. Annabelle hatte auch ein romantisches Verhältnis mit dem britischen Adligen Edward Spencer-Churchill. (Quelle)

Nat Rothschild ist gut vernetzt:

  • Nat ist mit dem russisch-jüdischen Milliardär Oleg Deripaska befreundet. (Quelle) Deripaska gründete und kontrolliert Rusal, einer der weltweit grössten Aluminiumproduzenten und eines der grössten russischen Unternehmen. Die Rothschild Bank erbrachte Dienstleistungen für Deripaska (Quelle).
  • Nat kennt den britisch-jüdischen Politiker Peter Mandelson. Dieser wurde zum Baron geadelt und war von 2009 bis 2010 Präsident des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Peter Mandelson, Nat Rothschild und der Russe Oleg Deripaska waren zusammen in einer sibirischen Sauna. Auf ihrer Reise wurden sie vom kanadisch-jüdischen Geschäftsmann Peter Munk begleitet. (Quelle) Munk gründete den kanadischen Bergbaukonzern Barrick Gold, einer der grössten Goldproduzenten der Welt. Nat Rothschild war im Vorstand von Barrick Gold (Quelle).
  • Nat kennt den israelischen Milliardär Lev Leviev. (Foto) Leviev ist mit der russischen Diamantindustrie verbunden und hat ein gutes Verhältnis zu Präsident Wladimir Putin.
  • Nat beriet den russisch-jüdischen Milliardär Roman Abramovich in Finanzangelegenheiten. (Quelle)
  • Nat kennt Saif Gaddafi, der Sohn des ehemaligen libyschen Diktators Muammar Gaddafi. (Quelle)
  • Nat hatte ein romantisches Verhältnis mit Prinzessin Florence von Preussen. (Quelle) Sie kommt aus dem britischen Zweig der deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern.
  • Nat kennt die britische Modeunternehmerin Tamara Mellon. (Foto) Tamara heiratete in die Mellon Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA gehört.
  • Nat ist mit dem südafrikanisch-jüdischen Milliardär Ivan Glasenberg befreundet. (Quelle) Dieser ist derzeit CEO von Glencore (der zweitgrösste Rohstoffhändler der Welt).
  • Nat kennt den britischen Geschäftsmann Tony Hayward, der zur Führung der Rohstoffkonzerne BP und Glencore gehörte. (Quelle)
  • Nat ist mit der kasachischen Geschäftsfrau Goga Ashkenazi befreundet. (Quelle) Goga führte eine romantische Beziehung mit Timur Kulibayev und hat zwei Kinder mit ihm. Der Milliardär Timur ist einer der reichsten Männer in Kasachstan. Er ist mit der Tochter des langjährigen kasachischen Präsidenten Nursultan Nazarbayev verheiratet. Präsident Nursultan traf Mitglieder der Rothschild Familie (Quelle: 1, 2). Die Rothschild Bank berät die Zentralbank von Kasachstan. (Quelle

Weitere bemerkenswerte Rothschilds wären:

Baron Jacob Rothschild (19362024): Sein Vermögen wurde 2017 auf über 900 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle) Er war im internationalen Beirat der Blackstone Group. (Quelle) Der US-amerikanische Finanzkonzern ist derzeit das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Im Zeitraum 2012 waren die Rothschilds an der Blackstone Group beteiligt (Quelle). Nachdem 2003 der russisch-jüdische Milliardär Mikhail Khodorkovsky ins Gefängnis musste, übernahm Jacob Rothschild höchstpersönlich dessen Stimmrechte am Ölkonzern Yukos und fungierte als Treuhänder. (Quelle) Yukos war damals einer der grössten Ölkonzerne Russlands. Jacob Rothschild war Direktor von Hollinger. Das kanadische Unternehmen, das 2007 Konkurs ging, war einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Hollinger wurde von Conrad Black gegründet und kontrolliert. Der Kanadier erhielt von der britischen Königsfamilie den Titel eines Barons. Zur Führung von Hollinger gehörten Mitglieder der britischen Elite, darunter Baron Peter Carington und Sir James Goldsmith. (Quelle) Jacob Rothschild beriet Queen Elizabeth II. in Finanzfragen und war Mitglied des Rates im Herzogtum Cornwall für den damaligen Prinzen und heutigen König Charles. In seinem Anwesen empfing er die US-Präsidenten Ronald Reagan und Bill Clinton. (Quelle) Mächtige Leute, wie der führende Medienmogul Rupert Murdoch, wandten sich an Jacob Rothschild, um ihn um Rat zu fragen. (Quelle) Jacob war stellvertretender Vorsitzender des britischen Medienunternehmens Sky, das damals von Murdoch kontrolliert wurde. (Quelle) 2023 veranstaltete Jacob ein Mittagessen zum 100. Geburtstag des einflussreichen amerikanisch-jüdischen Politikers Henry Kissinger. Rupert Murdoch war beim Mittagessen dabei. Zu den Gästen gehörten auch die ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair und John Major sowie die Milliardäre Stephen Schwarzman und Michael Bloomberg (zwei der reichsten Juden der USA). Jacob war ein langjähriger Freund des amerikanisch-jüdischen Milliardärs Howard Marks und kannte Nancy Astor, die in die britisch-amerikanische Astor Familie heiratete. Jacob gründete die J Rothschild Assurance Group, aus der sich der britische Vermögensverwalter St. James’s Place entwickelte. Jacobs Vater war während des Zweiten Weltkrieges Offizier beim britischen Geheimdienst gewesen. (Quelle) Jacob war im Kuratorium einer Stiftung der jüdischen Bankiersfamilie Safra. (Quelle)

Sir Evelyn de Rothschild (1931–2022): Er diente der Queen ebenfalls als Finanzberater und wurde von ihr zum Ritter geschlagen. Auf Einladung von Präsident Bill Clinton verbrachten Evelyn und seine Frau einen Teil ihrer Flitterwochen im Weissen Haus. Evelyn war über 16 Jahre Direktor des Diamantkonzerns De Beers und über 22 Jahre Direktor einer britischen Tochterfirma des IT-Konzerns IBM sowie über 16 Jahre Vorsitzender der Wochenzeitung The Economist. (Quelle: 1, 2) Seine Frau Lynn Forester de Rothschild hält Anteile an The Economist zusammen mit der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. (Quelle) Im Jahr 2022 wurde das Vermögen von Evelyn und Lynn auf 713 Millionen Pfund geschätzt, also etwa 900 Millionen US-Dollar. (Quelle) Lynn ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations. (Quelle) Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt. Lynn ist zurzeit im Vorstand des Kosmetikkonzerns Estée Lauder.

David René de Rothschild (*1942): Er ist Ehrenvorsitzender der Rothschild Bank und Vorsitzender des Jüdischen Weltkongresses. Er heiratete in den päpstlichen Adel. Ich würde ihn zu den hundert einflussreichsten Menschen der Welt zählen. Er sagte in einem Interview: „Ich glaube, dass niemand natürlicherweise zu einer Elite gehört. Seine Stellung muss sich jeder erst verdienen. Es gibt heute Söhne von berühmten Familien, die führen sich auf wie die Gauner. Sie wird niemand zur Elite zählen. Zur Elite gehören nur diejenigen, die sich würdig erweisen.“ (Video: bei 10:15–10:40)

Édouard de Rothschild (*1957): Er brachte 2005 die französische Zeitung Libération unter seine Kontrolle und platzierte seine Leute in der Führung der Zeitung. Ab da kam es zu sozialen Konflikten bei der Zeitung. Mehrere Journalisten verliessen die Zeitung freiwillig. (Quelle) Édouard de Rothschild hatte Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. (Quelle) Ariane de Rothschild hatte zwischen 2013 und 2019 mehr als ein Dutzend Treffen mit Epstein. (Quelle: 1, 2) Lynn Forester de Rothschild hatte Epstein mit dem Anwalt Alan Dershowitz bekannt gemacht, der den Deal aushandelte, der dazu führte, dass Epstein keine hohe Strafe erhielt. (Quelle) Dies muss natürlich nicht zwingend bedeuten, dass die Rothschilds in Epsteins kriminelle Aktivitäten involviert waren und es gilt die Unschuldsvermutung.

Emma Rothschild (*1948): Sie war von 1998 bis 2015 im Vorstand der United Nations Foundation. Diese Stiftung unterstützt die Vereinten Nationen (UN). Zum Vorstand gehören unter anderem die jordanische Königin, der Brite Mark Malloch Brown (Präsident der Stiftung von George Soros) und der US-amerikanische Milliardär Ted Turner (Gründer von CNN). Letzterer spielte 1998 eine wichtige Rolle bei der Gründung der Stiftung. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Stiftung sind Kofi Annan und Maurice Strong, die gemeinsam die UN leiteten. (Quelle)

James Rothschild (*1985): Er beteiligt sich an der Neuen Seidenstrasse, ein wichtiges Projekt der Chinesen. Er sitzt im Vorstand des International Financial Forum (IFF). (Quelle) Das IFF ist eines der wichtigsten Globalisten-Foren in China. Es wurde 2003 gegründet und hat sich nach eigenen Angaben das Ziel gesetzt, China mit den globalen Eliten zu vernetzen. Das Forum ist mit mehr als 50 Ländern und mehr als 200 Finanzführern vernetzt. Zu den Partnern des IFF gehören unter anderem die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und weitere Organisationen der UN sowie die Group of Thirty und die Grossbank Goldman Sachs. (Quelle: 1, 2)

Schätzungen zufolge gehört der französische Zweig der Rothschilds immer noch zu den reichsten Familien Frankreichs. 2023 wurde das Vermögen von Ariane de Rothschild auf 4,9 Milliarden Euro geschätzt. (Quelle) Das Vermögen von David und Edouard de Rothschild wurde im selben Jahr auf 725 Millionen Euro geschätzt. (Quelle)

Heiraten

Mayer Amschel Rothschild, der Gründer der Rothschild-Bankendynastie, lebte in der Frankfurter Judengasse. Eine seiner Schwestern heiratete in die Goldschmidt Familie, die schon vor den Rothschilds eine der reichsten und angesehensten Familien der Frankfurter Judengasse war (Quelle: 1, 2). Die Rothschilds heirateten in den letzten 20 Jahren zweimal in die Goldschmidt Familie. 1878 gab es ebenfalls eine Heirat zwischen den beiden Familien. Sie sind somit seit über 200 Jahren miteinander verbunden.

Mayer Amschel Rothschild hatte eine Enkelin, Charlotte Beyfus, die in die Oppenheim Familie heiratete. (Quelle: 1, 2) Mayers Sohn Salomon Rothschild heiratete in die Stern Familie. (Quelle: 1, 2)

Die Familien Goldschmidt, Oppenheim und Stern gehörten schon in den 200 Jahren vor dem Aufstieg der Rothschilds zu den reichsten Familien der Frankfurter Judengasse. Im 19. Jahrhundert gehörten sie zu den wichtigsten Bankiersfamilien Deutschlands. Goldschmidt und Stern sind heute, wie die Rothschilds, Teil der britischen und französischen Elite.

Weitere bemerkenswerte jüdische Unternehmerfamilien, die in die Rothschild Familie heirateten, wären:

  • Sassoon Familie: Sie war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine der mächtigsten Familien im ostasiatischen Handel und einer der grössten Opiumhändler. Bis in die 1930er-Jahre war sie eine der reichsten Familien der Welt. Sie gehört bis heute zur britischen Elite.
  • Lambert Familie: Sie war die wichtigste belgische Bankiersfamilie des 20. Jahrhunderts.
  • Bischoffsheim Familie: Sie war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Bankiersfamilien Frankreichs.
  • Fould Familie: Sie war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Bankiersfamilien Frankreichs.
  • Ephrussi Familie: Sie war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Unternehmerfamilien Russlands.
  • Montefiore Familie: Sie war im 19. Jahrhundert eine der führenden Familien der britisch-jüdischen Elite.

Die Rothschilds heirateten in mehrere Adelsfamilien. David René de Rothschild (*1942) heiratete Olimpia Aldobrandini aus der italienischen Adelsfamilie Aldobrandini (Quelle: 1, 2, 3). Die Aldobrandinis stellten einen Papst und gehören zum päpstlichen Adel. Éric de Rothschild (*1940) heiratete eine Frau mit dem Namen Maria-Beatrice Caracciolo di Forino, die vermutlich aus der italienischen Uradelsfamilie Caracciolo kommt.

Baron Jacob Rothschild (1936–2024) war viele Jahre mit der verstorbenen Serena Dunn verheiratet. Sie kam mütterlicherseits aus der Grafenfamilie St. Clair-Erskine, die aus den schottischen Clans Sinclair und Erskine hervorging. Die beiden Adelsfamilien brachten hochrangige Freimaurer hervor. Die Grafenfamilie St. Clair-Erskine besitzt die sagenumwobene Rosslyn-Kapelle, die im verfilmten Buch The Da Vinci Code vorkommt.

Hannah Rothschild (1851–1890) heiratete Graf Archibald Primrose. Dieser war britischer Premierminister und Clan-Chef des schottischen Primrose Clans.

Hannah Rothschild (1815–1864) heiratete den britischen Politiker Henry FitzRoy, der väterlicherseits aus der Fitzroy Familie (stellt die Herzöge von Grafton) und mütterlicherseits aus der Seymour Familie (stellt die Herzöge von Somerset) kam. Die Tochter von Hannah und Henry heiratete in den schottischen Lindsay Clan. (Quelle: 1, 2)

Katherine Rothschild (*1949) heiratete den britischen Geschäftsmann Marcus Agius. Dieser war in der Führung von Barclays und Lazard, zwei der mächtigsten Banken der Welt. Er war im Vorstand der BBC. Der britische Fernsehsender ist einer der wichtigsten der Welt. Agius war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle). Von 2010 bis 2012 war er Vorsitzender der British Bankers Association, eine Lobbyorganisation der britischen Banken. Katherine Rothschild und Marcus Agius haben eine Tochter, die Samuel Smith-Bosanquet heiratete, ein Nachkomme der Bankiersfamilie Smith. Die Smith Familie ist eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite.

James Rothschild (*1985) ist mit Nicky Hilton verheiratet. Sie ist die Schwester von Paris Hilton. Die Schwestern kommen aus der US-amerikanischen Multimillionärsfamilie Hilton, welche die gleichnamige Hotelkette gegründet hatte. Nicky hat Freunde aus Milliardärsfamilien, darunter Soros, Getty, Mittal und Hearst. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Amschel Rothschild (1955–1996) heiratete in die Guinness Familie, eine der einflussreichsten irischen Familien.

Weitere Freunde und Bekannte der Rothschilds

Die Rothschilds sind nach eigenen Angaben seit vielen Jahren mit der schottischen Milliardärsfamilie Keswick befreundet. (Quelle) Die Keswick Familie kontrolliert den Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson, der im 19. Jahrhundert eines der grössten Unternehmen Asiens war und zu den grössten Opiumhändlern der Welt gehörte. Die Rothschilds sind seit 1838 geschäftlich mit dem Unternehmen verbunden (Quelle). Jardine Matheson ist an der Rothschild Bank beteiligt. 2018 trat Adam Keswick dem Aufsichtsrat der Rothschild Bank bei (Quelle).

Baron Jacob Rothschild (1936–2024) unterhielt mehr als fünf Jahrzehnte persönliche Beziehungen zu David Rockefeller, der einer der mächtigsten Akteure der US-amerikanischen Elite war. (Quelle) 2009 veranstaltete die Royal Oak Foundation ein Treffen, bei dem Jacob Rothschild geehrt wurde, der auch anwesend war. Zum Treffen kamen folgende Personen:

  • Der amerikanisch-jüdische Milliardär Henry Kravis. Er ist Gründer und Vorsitzender des Finanzkonzerns KKR. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen (Quelle).
  • Die Kanadierin Marie-Josée Kravis. Sie ist die Frau von Henry Kravis. Derzeit ist sie Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen (Quelle).
  • Die Jordanierin Firyal Irshaid. Sie heiratete in das jordanische Königshaus.
  • Lady Henrietta Spencer-Churchill. Sie ist die Tochter eines britischen Herzogs. Der berühmte britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie.
  • Der kanadische Milliardär Galen Weston.
  • Der US-amerikanische Milliardär Sid Bass.
  • Die US-Amerikanerin Annette de la Renta. Sie ist die Tochter des deutsch-niederländisch-jüdischen Bankiers Fritz Mannheimer.

(Quelle)

Weitere bemerkenswerte Personen, die mindestens ein Familienmitglied der Rothschilds kennen oder trafen, wären:

  • Christine Lagarde: Sie ist derzeit Präsidentin der Europäischen Zentralbank. (Fotos: 1, 2, 3)
  • Warren Buffett: Der Multimilliardär gilt als der erfolgreichste Finanzinvestor aller Zeiten. (Foto)
  • Peter Soros: Er ist ein Neffe des berühmten Finanzinvestors George Soros. (Foto)
  • Bernard Arnault: Der Franzose gilt als einer der reichsten Männer der Welt. (Fotos: 1, 2, 3)
  • Liliane Bettencourt: Die Französin galt zu Lebzeiten als die reichste Frau der Welt. (Fotos: 1, 2)
  • Lily Safra: Sie war mit einem der reichsten Bankiers der Welt verheiratet. (Fotos: 123)
  • Wendi Deng Murdoch: Sie war mit einem der mächtigsten Medienunternehmer der Welt verheiratet. (Foto)
  • Kerry Packer: Der Milliardär war der mächtigste Medienunternehmer Australiens. (Quelle: 1, 2)
  • Ronald und Leonard Lauder: Die beiden Brüder gehören zu den reichsten Amerikanern. Ronald ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses. (Fotos: 123)
  • Der spanische König Juan Carlos. (Foto)
  • Die jordanische Königin Rania. (Foto)
  • Mitglieder der Herrscherfamilie von Katar. (Quelle: 1, 2)
  • Mitglieder der Herrscherfamilie von Dubai. (Quelle: 1, 2)
  • Albert II.: Er ist der derzeitige Fürst von Monaco. (Foto)
  • Karim Aga Khan IV: Der Milliardär ist das derzeitige religiöse Oberhaupt der Nizariten. (Foto)
  • André Azoulay: Er ist ein Berater des marokkanischen Königs. (Foto)
  • Woody Johnson: Der US-amerikanische Milliardär kommt aus der Gründerfamilie des führenden Pharmakonzerns Johnson & Johnson. (Foto)
  • Friedrich von Metzler: Er kommt aus einer alten deutschen Bankiersfamilie. (Foto)
  • Die Desmarais Familie: Eine der reichsten und mächtigsten Familien Kanadas. (Quelle)
  • Laurent Dassault: Er ist einer der reichsten Franzosen. (Foto)
  • Yannick Bolloré: Er kommt aus einer der reichsten Familien Frankreichs. (Foto)
  • Die Aliyev Familie: Die Präsidentenfamilie von Aserbaidschan. (Quelle: 1, 2).
  • Güler Sabanci: Sie kommt aus einer der reichsten und mächtigsten Familien der Türkei. (Quelle)

Alice Rothschild (*1983) war 2012 auf einer Veranstaltung von Sotheby’s. Zu den Gästen gehörten britische Adlige und Mitglieder der Familien Goldsmith, Aga Khan, Spencer-Churchill und Hambro sowie die Ehefrau des britischen Milliardärs Anthony Bamford. Graf Leopold von Bismarck und Chantal von Hannover aus dem deutschen Hochadel waren auch da. (Quelle)

Mitglieder der Rothschild Familie waren 1994 bei einem Hochzeitsdinner in London, das nach einer Hochzeit der griechischen Unternehmerfamilien Livanos und Vardinogiannis stattfand. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien HannoverAga Khan, Spencer-Churchill, Niarchos, Safra, HearstHambroRussell, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von GriechenlandJordanien und Serbien. (Quelle)

Personal der Rothschildbank

Viele bemerkenswerte Persönlichkeiten haben bei den Rothschild-Banken gearbeitet. Die wichtigsten wären:

  • Emmanuel Macron: Er ist derzeit Präsident von Frankreich.
  • Georges Pompidou: Er war von 1969 bis 1974 Präsident von Frankreich.
  • Gerhard Schröder: Er war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler von Deutschland. Von 2017 bis 2022 war er Aufsichtsratsvorsitzender des russischen Ölkonzerns Rosneft, einer der grössten Ölkonzerne der Welt. Schröder gehörte zur Führung von TNK-BP (russisches Öl, das von Briten kontrolliert wurde). TNK-BP ist heute Teil von Rosneft. Schröder ist mit Wladimir Putin befreundet.
  • Wilbur Ross: Er war in Donald Trumps erster Amtszeit Handelsminister. In seiner Funktion als Rothschild-Banker hatte er in den 90er-Jahren Donald Trump vor einer Privatinsolvenz gerettet. Er kennt viele Leute aus Trumps Umfeld. Sein Netzwerk umfasst auch britische Adlige. Er war das Oberhaupt einer elitären Geheimgesellschaft, bestehend aus Geschäftsleuten von der Wall Street. (Mehr zu Wilbur Ross)
  • Max, Eric und Siegmund Warburg: Sie kamen aus der deutschen Bankiersfamilie Warburg und hatten eine Ausbildung bei der britischen Rothschild Bank gemacht.
  • Jay Hambro: Er kommt aus der britischen Hambro Familie, die im 20. Jahrhundert eine der mächtigsten Bankiersfamilien Europas war. Jay Hambro ist CEO von Aricom (Eisenerzminen) und CIO von Petropavlovsk (Goldminen), die beide Bodenschätze in Russland fördern, aber von Briten kontrolliert werden. Jay Hambro ist Mitglied in der Gilde der Goldschmiede (Worshipful Company of Goldsmiths), die seit dem 14. Jahrhundert besteht.
  • Jonathan Oppenheimer: Der Südafrikaner besetzte wie sein Vater, Grossvater und Urgrossvater leitende Positionen beim grössten Diamantkonzern De Beers und beim grössten Platinproduzent Anglo American. Seine Familie besitzt ein Milliardenvermögen.
  • Laurent Dassault: Die Dassault Familie gehört zu den reichsten Franzosen und zu den grössten Waffenhändlern Europas. Die Familie kontrolliert eine der grössten französischen Zeitungen. Laurent Dassault ist zusammen mit den Rothschilds in der Weinproduktion tätig.
  • Robert Peugeot: Er kommt aus der französischen Milliardärsfamilie, die den Autohersteller Peugeot gegründet hatte.
  • François Hottinger: Er kommt aus einer bedeutenden Schweizer Bankiersfamilie, die schon im 19. Jahrhundert mit den Rothschilds zusammenarbeitete.
  • Vincent Bolloré: Der Franzose kontrolliert derzeit zusammen mit seinem Sohn den grössten französischen Medienkonzern Vivendi. Die Bolloré Familie gehört zu den reichsten Franzosen und kontrolliert den Mischkonzern Bolloré.
  • Konstantin-Assen von Sachsen-Coburg-Gotha: Er ist ein Sohn des ehemaligen Ministerpräsidenten von Bulgarien. Seine Familie war früher die Königsfamilie von Bulgarien.
  • Charles-Louis d’Orléans: Er kommt aus der Hochadelsfamilie Orléans, eine der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs.
  • Christopher O’Neill: Der britisch-amerikanische Banker heiratete in die schwedische Königsfamilie.
  • Loyola de Palacio: Die spanische Adlige war EU-Kommissarin und Vizepräsidentin der EU-Kommission. Ein Mitglied der russischen Kaiserfamilie diente ihr dort als Assistent. Palacio war im Vorstand der französischen Grossbank BNP Paribas.
  • Lionel Zinsou: Er war von 2015 bis 2016 Premierminister des westafrikanischen Staates Benin.
  • Hans Heinrich Coninx: Der Schweizer kontrolliert mit seiner Familie den grössten Medienkonzern der Schweiz.
  • Nicolas Bazire: Der Franzose ist langjähriges Vorstandsmitglied des französischen Grosskonzerns LVMH und kennt daher die Arnault Familie, eine der reichsten Familien der Welt. Nicolas Bazire war 2008 Trauzeuge bei der dritten Heirat des französischen Präsidenten Sarkozy. Er besuchte das Bilderberg-Treffen.
  • André Lévy-Lang: Der Franzose war stellvertretender Vorsitzender der Rothschild Bank. Er leitete die französische Grossbank Paribas.
  • Michel de Carvalho: Der Brite ist Direktor des Bierkonzerns Heineken und heiratete in die niederländische Milliardärsfamilie Heineken.
  • Goh Keng Swee: Er war stellvertretender Premierminister von Singapur und leitete die Zentralbank von Singapur. Dadurch kannte er die Lee Familie, die vermutlich mächtigste Familie Singapurs.
  • Hyman Wolfensohn: Sein Sohn James Wolfensohn war von 1995 bis 2005 Präsident der Weltbank. James war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen sowie Mitglied des Bohemian Club und der Pilgrim Society.
  • Andreas Raymond Dombret: Der Deutsche war 8 Jahre lang im Vorstand der deutschen Zentralbank. Er ist im Vorstand der Atlantik-Brücke, die wohl mächtigste deutsche Denkfabrik.
  • Franco Bernabè: Der Italiener war CEO von Telecom Italia und Eni, zwei der grössten italienischen Unternehmen. Eni gehört zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt. Bernabè war Direktor von PetroChina, eine Tochterfirma des chinesischen Ölkonzerns CNPC. 2021 war CNPC nach Umsatz das viertgrösste Unternehmen der Welt. Bernabè vertrat Italien im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.
  • Alfonso Cortina: Der Spanier war Vorsitzender, Präsident und CEO des spanischen Ölkonzerns Repsol, einer der grössten europäischen Ölkonzerne. Alfonso Cortina führte Repsol 8 Jahre lang.
  • Jeremy Weir: Der Australier ist derzeit CEO von Trafigura, einer der grössten Rohstoffhändler der Welt.
  • Norman Lamont: Der britische Politiker war Vorsitzender von Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk, das fest mit den Geheimdiensten verbunden ist.
  • Andrew Knight: Der Brite arbeitete für die Schroders Bank und schrieb als Journalist für grosse Zeitungen. Er war Direktor der News Corporation (einer der mächtigsten Medienkonzerne der Welt) sowie Direktor von Reuters (wichtigste Nachrichtenagentur der Welt). Zudem war Andrew Knight Mitglied des Bohemian Club (ein elitärer Club in den USA) und Governor der Ditchley Foundation (eine einflussreiche angloamerikanische Denkfabrik).
  • Dominic Barton: Der Kanadier war 9 Jahre lang weltweiter Geschäftsführer von McKinsey & Company, die einflussreichste Firma im Bereich Unternehmensberatung. Dominic Barton war im Beirat der China Development Bank, die grösste Entwicklungsbank der Welt. Seit September 2019 ist er kanadischer Botschafter in China. Er besuchte das Bilderberg-Treffen.
  • Alfred Kollek: Der Österreicher war der Vater von Teddy Kollek, der von 1965 bis 1993 Bürgermeister von Jerusalem war. Teddy fungierte nach der Gründung Israels als Verbindungsmann zwischen Israel und der CIA. Er pflegte auch Kontakte zum britischen Geheimdienst.

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Baring Familie

Die deutsch-britische Baring Familie gehörte von Ende des 18. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichsten und mächtigsten Bankiers der Welt. Sie wurde in den britischen Adel aufgenommen.

Der britische Familienzweig

Der britische Zweig entstand durch den in Deutschland geborenen Johann Baring (1697–1748). Er zog 1717 nach England. Dort wurde er in der Woll- und Textilbranche aktiv, wodurch er zu Wohlstand kam.

Die Söhne von Johann Baring gründeten 1762 die Barings Bank, die sich zu einer der grössten Banken der Welt entwickelte. Da Grossbritannien damals die führende Kolonialmacht war, konnte die Bank ihr Geschäft weltweit ausweiten. Der französische Herzog Richelieu soll im Jahr 1817 gesagt haben, es gäbe sechs Grossmächte in Europa: „England, Frankreich, Preussen, Österreich, Russland und Barings Brothers.“ In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts galt Barings als die britische Bank mit den besten Kontakten nach Nordamerika und finanzierte die USA und Kanada über Staatsanleihen mit. (Quelle: 1, 2) Ab den 1850er-Jahren war die Baring Familie der wohl wichtigste britische Finanzdienstleister des Russischen Kaiserreiches. Sie versorgte das Kaiserreich im Ersten Weltkrieg mit Krediten. Die Beziehungen endeten, als 1917 die russische Kaiserfamilie gestürzt wurde. (Quelle)

Bis Ende des 19. Jahrhunderts gehörte Barings zu den grössten Banken der Welt. London war noch bis ins 20. Jahrhundert der weltweit führende Finanzplatz und gilt heute noch als der wichtigste neben New York. Mehrere Mitglieder der Baring Familie waren in der Führung der britischen Zentralbank. In den 1980er-Jahren galt Barings als der Bankier der britischen Queen. Die Baring Familie kontrollierte die Barings Bank bis 1995, als die Bank zusammenbrach. (Quelle: 1, 2) Nach dem Zusammenbruch wurde sie von der niederländischen Grossbank ING erworben. Diese verkaufte die Vermögensverwaltungssparte von Barings an den US-amerikanischen Versicherungskonzern MassMutual. Diese Tochterfirma trägt noch immer den Namen Barings und verwaltet über 300 Milliarden US-Dollar. Sie ist aber, soviel bekannt ist, unabhängig von der Baring Familie. Aus Tochterfirmen der Barings Bank gingen zudem drei erfolgreiche Private Equity-Unternehmen hervor:

  • Baring Vostok Capital Partners: Eines der führenden Private Equity-Unternehmen in Russland.
  • Baring Private Equity Partners India: Eines der führenden Private Equity-Unternehmen in Indien.
  • Baring Private Equity Asia (BPEA): Eines der führenden Private Equity-Unternehmen in der Region Asien-Pazifik. Seit 2022 wird das Unternehmen von der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg kontrolliert.

Francis Baring (1740–1810), der Hauptgründer der Barings Bank, war Direktor und Vorsitzender der East India Company. Die britische Handelskompanie bestand vom Jahr 1600 bis 1874. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stand Indien unter der Kontrolle der East India Company, die zu dem Zeitpunkt das mächtigste Unternehmen der Welt war. Francis Baring erhielt für seine Tätigkeit als Chef der Kompanie den britischen Adelstitel eines Baronets. Er war auch Politiker und Direktor der Royal Exchange Assurance, die damals das führende Versicherungsunternehmen in London war. Francis Baring heiratete eine Cousine von Thomas Herring. Dieser war Erzbischof von Canterbury und somit der höchste Bischof der Church of England. (Quelle) Sein erstes Geld machte Francis Baring im Alter von 16 Jahren mit Sklavenhandel. (Quelle) Sein Sohn George Baring (1781–1854) gründete eine Firma, die später zu Dent & Co wurde. Dent & Co war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eines der reichsten britischen Handelshäuser in der britischen Kolonie Hongkong und war zudem ein grosser Opiumhändler. (Quelle)

Die Baring Familie erhielt im 19. und 20. Jahrhundert weitere britische Adelstitel und trägt sie bis heute. Die Familie brachte viele Bankiers und Politiker hervor. Hier sind die wichtigsten aufgelistet:

Edward Baring (1828–1897), der 1. Baron Revelstoke: Er war 12 Jahre lang Direktor der Bank of England (britische Zentralbank) und 5 Jahre lang Vorsitzender der britischen Grossbank Lloyds. Er war ein Ur-Ur-Grossvater von Prinzessin Diana.

John Baring (1863–1929), der 2. Baron Revelstoke: Er war 31 Jahre lang Direktor der Bank of England und wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

John Baring (1928–2020), der 7. Baron Ashburton: Er war 8 Jahre lang Direktor der Bank of England. Er war 10 Jahre lang Direktor und später noch 3 Jahre Vorsitzender des britischen Ölkonzerns BP. Somit führte er eines der mächtigsten Unternehmen der Welt. BP ist schon seit über 100 Jahren einer der weltweit grössten Ölkonzerne. Inzwischen ist BP auch einer der grössten Produzenten von Erdgas. 2020 war BP nach Umsatz das achtgrösste Unternehmen der Welt. John Baring besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Seine zweite Frau kam aus der Herzogsfamilie Spencer-Churchill und war mit dem britischen Premierminister Winston Churchill verwandt.

Thomas Baring (1826–1904), der 1. Graf von Northbrook: Er war Vizekönig von Indien (damals eine britische Kolonie) und Mitglied des Privy Council.

Evelyn Baring (1841–1917), der 1. Graf von Cromer: Er war ebenfalls Mitglied des Privy Council. Als britischer Generalkontrolleur und Generalkonsul von Ägypten verwaltete er Ägypten im Interesse der britischen Kolonialelite. Er glaubte, dass die Weissen den Ägyptern in jeder Hinsicht überlegen seien. Womöglich war er Freimaurer (wird weiter unter erläutert).

Evelyn Baring (1903–1973), der 1. Baron Howick von Glendale: Er war Gouverneur der britischen Kolonien Südrhodesien und Kenia sowie Hochkommissar für das südliche Afrika. Seine Amtszeit als Gouverneur von Kenia dauerte von 1952 bis 1959. In diesen Jahren gab es Kenia einen Aufstand gegen die britische Kolonialherrschaft, bekannt als der Mau-Mau-Aufstand. Evelyn Baring spielte eine wesentliche Rolle bei der brutalen Niederschlagung des Aufstands und den Bemühungen der Regierung, die gewaltsamen Realitäten der Kolonialherrschaft vor der britischen Öffentlichkeit zu verstecken. Während des Aufstandes sperrten die Briten grosse Teile der Bevölkerung Kenias in Konzentrationslagern ein, wo schliesslich zehntausende Menschen starben. Evelyn Barings Frau war die Tochter eines Grafen aus der englischen Adelsfamilie Grey.

Rowland Baring (1877–1953), der 2. Graf von Cromer: Er gehörte zum Privy Council. Er war „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte des königlichen Haushaltes.

Rowland Baring (1918–1991), der 3. Graf von Cromer: Er war 5 Jahre lang Gouverneur der Bank of England und leitete damit die britische Zentralbank. Zudem war er Direktor eines halben Dutzends grosser Unternehmen und arbeitete für einflussreiche Finanzorganisationen, wie die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds. Rowland Baring vertrat Grossbritannien als Botschafter in den USA. Er gehörte zum Exekutivkomitee der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk. Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt. Rowland Baring war ein Patensohn des britischen Königs George V. und wurde in den Privy Council aufgenommen. Er war Gouverneur des Atlantic Institute, eine Denkfabrik der NATO. Seine Ehefrau kam aus der Harmsworth Familie, die schon seit über 100 Jahren die mächtigsten britischen Zeitungsverleger sind.

Alexander Baring (1898–1991), der 6. Baron Ashburton: Er arbeitete für die britische Grossbank HSBC, eine der grössten Banken der Welt. Nach der Liste von Kevin Dowling war Alexander Baring Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Alexander Barings Frau kam väterlicherseits aus der britischen Adelsfamilie Harcourt und mütterlicherseits war sie eine Urenkelin von Junius Spencer Morgan, der die Bankendynastie der Morgan Familie begründet hatte (Quelle).

Julian Baring (starb 2000): Er war ein bekannter Goldfondsmanager und galt in London als „Gold-Guru“. Er arbeitete für den Bergbaukonzern Anglo American. Dabei wurde er ein Freund der Oppenheimer Familie, die den Konzern kontrollierte. (Quelle) In seinem Namen wurde eine Stiftung gegründet, die Stipendien für talentierte, aber finanziell benachteiligte afrikanische Studenten vergibt, damit diese ihr Studium fortsetzen und eine Karriere in der Bergbauindustrie einschlagen können. Zu den Treuhändern der Stiftung gehört Evy Hambro, ein Verwandter der britischen Bankiersfamilie Hambro.

Hugo Baring: Er arbeitete für JP Morgan und Morgan Stanley, zwei der grössten Banken der USA. (Quelle)

Justin Frank Alexander Baring (*1971): Der Fondsmanager ist Mitglied der Gilde der Goldschmiede (Worshipful Company of Goldsmiths). (Quelle) Diese wurde 1327 gegründet und gehört zu den sogenannten Livery Companies. Diese Händlergilden entstanden im 14. Jahrhundert und existieren bis heute. Sie sind traditionell mit dem britischen Adel und der City of London verbunden (Londoner Bankenviertel). Justin Baring ist auch ein Nachkomme der alten Bankiersfamilie Smith.

Seit dem frühen 19. Jahrhundert unterhielt die Baring Familie enge Beziehungen zur deutschen Bankiersfamilie Berenberg-Gossler. (Quelle: Seite 108) Diese ist bis heute aktiv und ist Gesellschafter der Berenberg Bank, die älteste Familienbank der Welt.

Auch die alte Bankiersfamilie Hope war ein Geschäftspartner der Barings. Thomas Baring (1799–1873) arbeitete für das Handelshaus der Hope Familie und wurde Partner des Unternehmens. (Quelle) Das Unternehmen war im 18. Jahrhundert das reichste Handelshaus Europas gewesen und dominierte die Finanzgeschäfte.

Nach bekannten Informationen war kein Baring Freimaurer. Es gibt jedoch eine Freimaurerloge in Cromer, einer kleinen Küstenstadt in England, die den Namen Baring Lodge trägt. Die Loge wurde 1896 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt war Evelyn Baring bereits vier Jahre Baron der Ortschaft Cromer. Drei Jahre nach der Logengründung wurde er zum Vizegrafen von Cromer und nach weiteren zwei Jahren zum Grafen von Cromer ernannt. Auch auf der Homepage der Loge stand, dass sich ihr Name von der Baring Familie ableitet. Auf dem Banner der Baring Lodge ist das Familienwappen des Grafen von Cromer. Inzwischen kann man leider nicht mehr ohne Passwort auf die Logeninfos zugreifen und die PDF wurde anscheinend gelöscht. Da Google aber paar Tage braucht, bis der Text einer Website nicht mehr über die Google-Suche auffindbar ist, konnte ich einen Screenshot machen:

Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass Graf Evelyn Baring (1841–1917) Freimaurer war.

Weitere bemerkenswerte Heiraten

Margaret Baring (1868–1906) heiratete den 6. Graf Spencer. Dadurch war Margaret die Urgrossmutter von Prinzessin Diana.

Guy Baring (1873–1916) heiratete in die alte Bankiersfamilie Smith. Sein Schwiegervater Hugh Colin Smith war Gouverneur der britischen Zentralbank. Die Smith Familie kontrollierte von Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1918 die Smiths Bank. Dann wurde die Bank von der National Provincial Bank erworben. Everard Baring (1865–1932) war in den folgenden Jahren Direktor der National Provincial Bank. Aus ihr entwickelte sich die heutige National Westminster Bank, eine der grössten britischen Banken.

Baron Alexander Baring (1774–1848) und sein Bruder Henry Baring (1776–1848) heirateten Töchter des US-amerikanischen Politikers William Bingham, der wiederum ein Schwiegersohn von Thomas Willing war. William Bingham und Thomas Willing galten eine Zeit lang als die reichsten Amerikaner (Quelle). Die beiden Männer hatten die Gründung der USA miterlebt, bei der sich die britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas die Unabhängigkeit von Grossbritannien erkämpft hatten. Nach der Gründung der USA wurde Thomas Willing Präsident der „Bank of North America“ und der „First Bank of the United States“, die in der Gründungszeit der USA als Zentralbanken fungierten.

Baron Cecil Baring (1864–1934) heiratete in die US-amerikanische Lorillard Familie, die im 19. Jahrhundert die führenden Tabakunternehmer der USA waren. Sie hatten 1760 das Tabakunternehmen Lorillard Tobacco Company gegründet. Cecils Tochter Calypso Baring (1905–1974) heiratete den britischen Geheimdienstoffizier Guy Liddell.

Die Frau von Baron Rupert Baring (1911–1994) kam väterlicherseits aus dem britischen Adel und ihre Mutter Florence Breckinridge kam aus der US-amerikanischen Politikerfamilie Breckinridge. Florences Grossvater John Cabell Breckinridge war Vizepräsident der USA. Florence war mütterlicherseits eine Enkelin von Lloyd Tevis, der von 1872 bis 1892 Präsident der US-amerikanischen Grossbank Wells Fargo war. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt.

Thomas Baring (*1927) heiratete Sarah Norton, die zuvor mit dem Vizegrafen William Astor verheiratet war. Die Astor Familie war im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der Welt und eine der führenden Familien der US-amerikanischen Elite. Im 20. Jahrhundert wurde sie in den britischen Adel aufgenommen. Sarah Norton hatte Prinz Philip (Ehemann der Queen) mit seiner ersten Freundin Osla Benning verkuppelt.

Alexander Baring (*1964) heiratete in den schottischen Fraser Clan. (Quelle)

Graf Rowland Baring (1877–1953) war der Schwiegersohn von Graf Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound aus dem schottischen Elliot Clan. Graf Gilbert war Gouverneur der britischen Kolonien Indien und Kanada. Rowland Barings Schwägerin heiratete in die Astor Familie. Eine weitere Schwägerin heiratete in die Familie Montagu-Douglas-Scott. Diese stammt von den schottischen Clans Douglas und Scott sowie von der englischen Adelsfamilie Montagu ab. Baron Bingham Baring (1799–1864) heiratete in die Montagu Familie sowie in die Familie Stewart-MacKenzie, die aus den schottischen Clans Stewart und MacKenzie hervorging. Die Barings heirateten noch in viele weitere britische Adelsfamilien.

Der deutsche Familienzweig

Die britischen Barings sind wie gesagt ein Familienzweig der deutschen Grossfamilie Baring. Der Niederländer Franz Baring (1522–1589) emigrierte nach Deutschland und war der Stammvater der Familie. Vom 17. bis 19. Jahrhundert standen mehrere der deutschen Barings im Dienste des Hauses Hannover. (Quelle) Die Hochadelsfamilie Hannover war von 1714 bis 1901 die Königsfamilie von Grossbritannien. Drei Jahre nachdem die deutsche Adelsfamilie den britischen Thron bestiegen hatte, zog Johann Baring nach England und gründete den britischen Zweig der Baring Familie. Im 18. und 19. Jahrhundert zogen viele deutsche Bankiers nach England. Ich halte es für möglich, dass die Bankiersfamilien die Gelegenheit nutzen wollten, dass eine deutsche Adelsfamilie (die sie ja bereits kannten) den britischen Thron besetzte, wodurch die Bankiers sich ein besseres geschäftliches Verhältnis zur Kolonialmacht Grossbritannien erhofften.

Der deutsche Zweig der Baring Familie war nicht im Finanzwesen aktiv. Viele waren aber in der deutschen Justiz tätig. Der bemerkenswerteste deutsche Baring des letzten Jahrhunderts war Arnulf Baring (1932–2019). Er wurde regelmässig von der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung zu Vorträgen eingeladen (Quelle). Die Friedrich-Naumann-Stiftung steht der deutschen Partei FDP nahe. Die Konrad-Adenauer-Stiftung steht der deutschen Partei CDU nahe und gilt als eine einflussreiche Denkfabrik. Arnulf Baring war fast 20 Jahre lang Botschafter und Berater der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM), eine einflussreiche Denkfabrik in Deutschland. Baring war seit der Gründung der INSM im Jahr 2000 für diese tätig. (Quelle) Er war im Beirat der Atlantischen Initiative, eine deutsche Denkfabrik, die deutsch-amerikanische Beziehungen fördert. (Quelle) Die Atlantische Initiative wurde von den Stiftungen der deutschen Milliardärsfamilien Quandt und Haniel gefördert. (Quelle) 2009 hielt Arnulf Baring eine Festtagsrede beim deutschen Atomforum, ein Verband der Atomlobby. (Quelle)

Johann Friedrich Baring (1747–1808) aus Hannover war Mitglied des Illuminatenordens. (Quelle: 1, 2) Der Orden entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Bayern und war als Geheimbund aktiv. Daraufhin verbot der bayrische Hochadel den Orden. Seither soll der Orden nicht mehr existieren. Im Illuminatenorden waren mehrere hohe Uradelsfamilien vertreten, wie die Wettiner, Welfen und Reginare. Mehrere Illuminaten waren persönlich und familiär mit dem dänischen Königshaus und der preussischen Königsfamilie verbunden.

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Haus Sachsen-Coburg und Gotha (Wettiner)

Das Haus Sachsen-Coburg-Gotha bildete sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts und war eine Familie von Herzögen. Sie stammten aus der deutschen Hochadelsfamilie Wettin. Die Dynastie der Wettiner besteht seit über 1000 Jahren. Durch Hochzeiten oder Wahlen wurden mehrere Familienangehörige zu Königen. Die Familie Sachsen-Coburg-Gotha besetzt heute noch den Thron von Grossbritannien und Belgien. Früher waren sie auch eine Zeit lang die Königsfamilie von Portugal und Bulgarien. Die ehemalige Königsfamilie der deutschen Provinz Sachsen stammt ebenfalls aus der Uradelsdynastie der Wettiner. Die Wettiner heirateten in den letzten 1000 Jahren in viele Hochadelsfamilien. Daher waren und sind sie mit vielen Königen verwandt.

Alle der heute noch amtierenden europäischen Königsfamilien sind inzwischen miteinander verwandt. (Quelle)

Albert von Sachsen-Coburg-Gotha (1819-1861) wurde in einem deutschen Herzogtum geboren, das von seinem Vater beherrscht wurde. Sein Onkel Leopold, zu dem er ein enges Verhältnis hatte, wurde der erste König von Belgien. Albert heiratete 1840 Queen Victoria (aus dem Haus Hannover), die damalige Königin von Grossbritannien. So entstand der britische Zweig der Familie Sachsen-Coburg-Gotha, der seither den britischen Thron besetzt. Queen Victorias Mutter kam aus dem Haus Sachsen-Coburg-Saalfeld, das ebenfalls zur Uradelsdynastie der Wettiner gehört.

Von Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des 2. Weltkrieges war Grossbritannien die herrschende Weltmacht und wurde dann durch die (eng verbündeten) USA abgelöst. 1945 umfasste das britische Empire immer noch ein Viertel der Erdoberfläche. (Quelle)

Der britische Monarch ist nicht nur das Staatsoberhaupt von Grossbritannien, sondern auch von vierzehn weiteren Ländern. Diese Länder werden als Commonwealth Realms bezeichnet. Zu ihnen zählen Kanada, Australien, Neuseeland und Papua-Neuguinea sowie ein paar Kleinstaaten. (Quelle) Sie gehören zum britischen Commonwealth, der aus 56 Staaten besteht. Diese Staaten haben enge Verbindungen zu Grossbritannien. Die meisten davon waren früher britische Kolonien. Die wichtigsten Commonwealth-Staaten in Asien sind Indien, Pakistan, Singapur, Malaysia und Bangladesch. Auf dem afrikanischen Kontinent sind Südafrika und Nigeria die wichtigsten Commonwealth-Staaten. (Quelle)

Der britische Zweig

Der gemeinsame Sohn von Albert und Queen Victoria war Eduard VII. (1841-1910). Er wurde nach dem Tod seiner Mutter 1901 zum König von Grossbritannien sowie Kaiser von Indien. Eduard war mit fast allen europäischen Königsfamilien verwandt und galt als „Onkel Europas“. Er heiratete in die dänische Königsfamilie. 1868 wurde Eduard durch den schwedischen König Karl XV. in die Freimaurerei aufgenommen (Quelle). Von 1874 bis 1901 war Eduard Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von England. Sie ist die regierende Freimaurerloge für die Mehrheit der Freimaurer in England. Sie ist zudem eine Art Dachverband der internationalen Freimaurerei und kann mitbestimmen, welche Logen offiziell als Freimaurerlogen anerkannt werden. Fünf der zehn Grossmeister der Grossloge kamen aus der britischen Königsfamilie, die anderen fünf waren britische Adlige. Nachdem Eduard König wurde, legte er das Amt als Grossmeister nieder und sein Bruder Prinz Arthur (1850-1942) war dann bis 1939 Grossmeister. (Quelle) Prinz Arthur war von 1878 bis 1942 Grossmeister der irischen Tempelritter und führte somit über 60 Jahre lang den Templerorden von Irland. (Quelle) König Eduard VII. war Grossmeister des Templerordens in England und Wales sowie auch Grossmeister der Mark Master Masons von England und Wales. (Quelle)

Aufgrund der antideutschen Stimmung in Grossbritannien während des Ersten Weltkrieges benannte König Georg V. (1865-1936) den Familiennamen in Windsor um, den die Familie bis heute trägt. Sein Sohn Prinz George (1902-1942) war von 1939 bis 1942 Grossmeister der Grossloge von England. Der heutige Grossmeister der Loge ist Prinz Edward, der Herzog von Kent. (Quelle) Er ist ein Cousin von Queen Elizabeth II. und sollte nicht mit dem jüngeren Prinz Edward verwechselt werden. Er ist derzeit Grossmeister des „Supreme Grand Royal Arch Chapter of England“. Dies ist das Leitungsgremium der Royal Arch Mason in England. (Quelle) Absolviert man die vier Grade dieses Freimaurerbundes, hat man Anspruch auf eine Mitgliedschaft im Templerorden und weiteren Freimaurerorden.

Edward von Kent ist zudem Präsident des Royal United Services Institute, das seit 1831 besteht und als die älteste Denkfabrik gilt. Jeder britische König seit Wilhelm IV. (Freimaurer) war Schirmherr des Instituts.

Prinz Michael von Kent ist derzeit Grossmeister der Grossloge der Provinz Middlesex. (Quelle) Er ist seit 1982 Grossmeister der Mark Master Masons, ein Freimaurerorden. Die Grossmeister des Ordens im Zeitraum 1886 bis 1943 kamen ebenfalls aus der britischen Königsfamilie. (Quelle) Es waren noch mehr als zehn weitere Mitglieder des britischen Königshauses Freimaurer. (Quelle)

König Georg VI. war ebenfalls Freimaurer. (Quelle) Er war der Vater der heutigen Queen, die somit die Tochter eines Freimaurers ist. Auch ihr Onkel, der kurzzeitige König Eduard VIII., gehörte den Freimaurern an. (Quelle)

Prinz Philip, der Ehemann der Queen, ist bereits seit 67 Jahren Mitglied bei den Freimaurern. (Quelle) Er wurde in die griechische Königsfamilie geboren.

Prinz Philip und sein Sohn Prinz Charles nahmen am Bilderberg-Treffen teil. (Quelle: 1 und 2)

Die britischen Royals gehören als Mitgründer zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Prinz Philip war von 1981 bis 1996 Präsident des WWF und ist heute Ehrenpräsident. Nach der Gründung des WWF im Jahr 1961 wurde er Präsident der britischen Abteilung der Organisation. Er war bis 1982 Präsident des WWF in Grossbritannien. (Quelle: 1 und 2) Der WWF hat enge Verbindungen zu Königshäusern (mehr dazu).

Prinz Philip hält die Übervölkerung für ein grosses Problem. In einem Interview wurde er gefragt, was die grösste Bedrohung für die Umwelt sei. Er antwortete:

Das Bevölkerungswachstum ist wahrscheinlich die größte langfristige Bedrohung für das Überleben. Wir stehen vor einer großen Katastrophe, wenn es nicht eingedämmt wird – nicht nur für die Natur, sondern auch für die Menschen. Je mehr Menschen es gibt, desto mehr Ressourcen werden sie verbrauchen, desto mehr Umweltverschmutzung werden sie verursachen, desto mehr Kämpfe werden sie austragen. Wir haben keine andere Wahl. Wenn es nicht freiwillig gesteuert wird, wird es unfreiwillig durch eine Zunahme von Krankheiten, Hunger und Krieg gesteuert werden.

(Quelle)

Das Interview ist von 1981. Damals gab es etwa 4,5 Milliarden Menschen. Heute sind es etwa 7,8 Milliarden Menschen. Prinz Philip wird nicht erfreut sein über diese Entwicklung. Im Jahr 1900 gab es etwa erst 1,6 Milliarden Menschen. Hinzu kommt, dass sich in Zukunft viele Schwellen- und Entwicklungsländer zu Industriestaaten entwickeln werden. Das heisst, die dortigen Industrien und Konsumenten werden noch mehr Ressourcen benötigen und noch mehr Umweltverschmutzung verursachen als heute. Da ist es verständlich, dass der Prinz sich Sorgen macht. Er ist natürlich nicht der Einzige, der das Problem erkannt hat. Auch Mitglieder aus bekannten US-amerikanischen Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Mellon, Ford und Du Pont setzten sich für Bevölkerungskontrolle ein.

Übrigens: Die US-Milliardäre David Rockefeller Jr., Bill Gates, George Soros, Warren Buffett, Michael Bloomberg und Ted Turner kamen 2009 zu einem Treffen zusammen. Dabei diskutierten sie unter anderem darüber, wie sie ihr Vermögen verwenden könnten, um das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen. (Quelle: 1 und 2)

1988 meinte Prinz Philip: „Für den Fall, dass ich wiedergeboren werde, möchte ich als tödliches Virus zurückkehren, um etwas zur Lösung der Überbevölkerung beizutragen.“ (Quelle)

Prinz Philip besuchte den Bohemian Club. (Quelle) Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Die britische Königsfamilie gehört zur Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk. Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Durch die Gesellschaft kennen sie viele Akteure der US-amerikanischen Elite. Prinz Arthur war Präsident der Gesellschaft und Queen Elisabeth II. ist die Patronin der Pilgrims Society.

„Die Pilger Großbritanniens und seine Schwestergesellschaft, die Pilger der Vereinigten Staaten, sind die beiden ältesten und angesehensten angloamerikanischen Organisationen auf beiden Seiten des Atlantiks. Über mehr als ein Jahrhundert haben die Pilger eine sehr wichtige Rolle bei der Festigung der guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern gespielt und waren einer der Hauptverwalter der sogenannten besonderen Beziehung.“ Steht so auf der Website der Pilger.

London war noch bis ins 20. Jahrhundert der weltweit führende Finanzplatz und gilt heute noch als der wichtigste neben New York. Das britische Königshaus unterhält traditionell Kontakte zu den führenden Bankiersfamilien Londons. Dazu gehörten in den letzten 100 Jahren die Familien Rothschild, Smith, Baring, Schröder, Barclay, Keswick, Pease, Norman, Hambro und Drummond.

Die britische Königsfamilie hat Kontakt zu allen noch amtierenden Königsfamilien der Welt. (Quelle) Über Google findet man viele Fotos von Treffen mit Königsfamilien.

Prinz Charles kennt viele indische Milliardäre, darunter TataMittal, Ambani, Poonawalla, Hinduja, Godrej, Mahindra, Bajaj und Vandrevala.  (Quellen: 1, 2, 34567) Indien war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute noch zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Prinz Charles war mit dem verstorbenen Peter Munk befreundet. (Quelle) Der kanadische Geschäftsmann gründete den Bergbaukonzern Barrick Gold, der zu den grössten Goldproduzenten der Welt gehört. Mitglieder der britischen Königsfamilie kennen noch viele weitere Wirtschaftsführer aus verschiedensten Ländern.

Nach Beginn der Covid-Pandemie starteten Klaus Schwab und sein Weltwirtschaftsforum (WEF) die Agenda des Great Reset. Viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass der Great Reset eine globale Verschwörung ist. Was sich mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass Schwab die Welt umgestalten möchte, aber ich bin mir nicht sicher, ob das ganze wirklich zu einem diabolischen Plan gehört. Viele wissen nicht, dass Prinz Charles massgeblich am Great Reset beteiligt ist. Der Great Reset wurde im Mai 2020 von Charles ausgerufen. Er meinte über die Pandemie: „Es bietet sich eine goldene Gelegenheit, aus dieser Krise etwas Gutes zu ziehen.“ Er hatte bereits im Januar 2020 beim WEF die „Sustainable Markets Initiative“ vorgestellt, eine Agenda, mit der er eine nachhaltige Zukunft aufbauen möchte. Ein Sprecher der Initiative sagte: „Der Prinz glaubt, dass sich den Ländern und Unternehmen auf der ganzen Welt nach dieser Krise ein einmaliges, aber auch enges Zeitfenster bietet, um die Nachhaltigkeitsagenda auf eine Weise zu beschleunigen, bei der die Menschen und der Planet an erster Stelle stehen.“ (Quelle: 1234)

Das Vermögen der britischen Königsfamilie mit Besitztümern eingerechnet wurde 2017 auf 33 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Sie verwalten 46 Milliarden. (Quelle) Im Jahr 1990 wurde Queen Elizabeth als eine der reichsten Personen der Welt eingestuft. (Quelle) Danach stand die Königsfamilie nicht mehr auf den Milliardärslisten, obwohl man eigentlich weiss, dass sie zu den Superreichen gehört.

Die britischen Geheimdienste stehen seit ihrer Gründung unter starkem Einfluss der Königsfamilie. Die ersten Geheimdienste in Grossbritannien waren private Geheimdienste, die von der Königsfamilie gegründet und kontrolliert wurden. Erst nach Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die staatlichen Geheimdienste in Grossbritannien gegründet, welche die privaten Geheimdienste der Königsfamilie ablösten. Die englische Königin Elisabeth I. (1533-1603) aus dem Haus Tudor gründete ein Netzwerk von Agenten, das als der erste moderne Geheimdienst der Welt gilt. Königin Elisabeth I. war Protestantin und ein Erzfeind des Vatikans. Sie schuf ihren Geheimdienst, um sich gegen päpstliche Attentäter zu schützen. (Quelle: 1, 2, 3)

Queen Elisabeth ist das Oberhaupt der Church of England. Das britische Königshaus ist traditionell mit der Führung der anglikanischen Kirchen verbunden. Die Anglikanische Gemeinschaft ist die drittgrösste Kirche weltweit. (Quelle)

Der britische Zweig der Familie Sachsen-Coburg-Gotha heiratete mehrfach in die Königsgeschlechter Glücksburg, Hohenzollern und Romanow. Sie heirateten in schottische Clans, die zur britischen Aristokratie gehören. Queen Elisabeth II. kommt mütterlicherseits aus dem Lyon Clan und ihr Grossvater war der Clan-Chef des Lyon Clans. Prinzessin Louise (1848-1939) heiratete den Clan-Chef des Campbell Clans. Prinzessin Alexandra (*1936) heiratete einen Sohn des Clan-Chefs des Ogilvy Clans. (Quelle)

Der deutsche Zweig

Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha (1884-1954) war bis 1918 der letzte regierende Herzog des deutschen Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Aus meiner Sicht spielte er eine wichtige Rolle beim Aufstieg des deutschen Faschismus.

Er war ein Enkel von Queen Victoria und somit selbst britischer Prinz. Sein Vater, Prinz Leopold, war Freimaurer und Provinzial-Grossmeister von Oxfordshire sowie Senior Grand Warden der englischen Grossloge. (Quelle)

Nach offiziellen Angaben hatte Carl Eduard 1917 den Kontakt zur britischen Königsfamilie abgebrochen, da er sich im 1. Weltkrieg auf die Seite von Deutschland stellte. Sein britischer Adelstitel wurde daraufhin aberkannt. Ab 1919 suchte der ehemalige Herzog Anschluss an national-konservative und völkische Kreise. Ende 1919 lernte er Hermann Ehrhardt kennen, den er sowohl ideell als auch materiell unterstützte. Ehrhardt war einer der wichtigsten Putschisten und Freikorpsführer (ein Anführer paramilitärischer Einheiten) in der Weimarer Republik. Er war Führer der nach ihm benannten Marine-Brigade Ehrhardt. Die paramilitärische Einheit war an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik und am Kapp-Putsch beteiligt. Nach dem misslungenen Kapp-Putsch 1920 durfte sich der mit Haftbefehl gesuchte Ehrhardt in Carl Eduards Schloss verstecken. Ehrhardt gründete danach den Geheimbund Organisation Consul. Diese verübte politische Morde mit dem Ziel, das demokratische System der jungen Republik zu destabilisieren und eine Militärdiktatur zu errichten. 1920 wurde Carl Eduard Bezirksführer der Marine-Brigade Ehrhardt und der Organisation Consul. Die gleichen Stellungen übernahm er 1923 bei der paramilitärischen Nachfolgeorganisation Bund Wiking. 1926 folgte die Mitgliedschaft im Stahlhelmbund, den er auch finanziell unterstützte. (Quelle)

1931 nahm Carl Eduard am Treffen der Harzburger Front teil, ein Bündnis antidemokratischer Nationalisten und Rechtsextremisten. Wenige Wochen nach dem Treffen gründeten Carl Eduard zusammen mit Waldemar Pabst die Gesellschaft zum Studium des Faschismus. Diese Organisation hatte sich das Ziel gesetzt, die Erfahrungen des italienischen Faschismus auf Deutschland zu übertragen und eine Einheit der politischen Rechten zu organisieren. Zu den Mitgliedern gehörten wichtige Akteure der damaligen deutschen Elite (wie z. B. Fritz Thyssen und Günther Quandt). Der Mitgründer Waldemar Pabst war ein deutscher Offizier, der 1919 die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht veranlasst hatte. Er hatte Kontakte zur Rüstungsindustrie und stieg später selbst ins Rüstungsgeschäft ein. Er zog 1943 in die Schweiz, angeblich weil er Angst von der Gestapo hatte. Dort wickelte er Geschäfte im Auftrag des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall ab. Er trieb Wirtschaftsspionage für den deutschen Geheimdienst, stand aber gleichzeitig mit dem amerikanischen Geheimdienst OSS in Kontakt. (Quelle)

Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha lernte Adolf Hitler 1922 kennen. In den folgenden Jahrzehnten traf er ihn noch mindestens 21 Mal. Nach den ersten Wahlerfolgen der NSDAP in Coburg im Jahr 1929 unterstützte er die Partei offen. 1932 wurde Carl Eduard Präsident des Berliner Nationalklubs von 1919, der ebenfalls die faschistische Machtübernahme unterstützte. Nach der Machtübernahme trat Carl Eduard in die NSDAP ein und begann die SS finanziell zu unterstützen. Zwischen 1933 und 1945 war er unter anderem Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Obergruppenführer der SA sowie des NSFK (Paramilitär, das Hermann Göring unterstand). 1933 wurde er Senator der „Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften“. (Quelle) Nach 1933 begann die wissenschaftliche Gesellschaft zu korrumpieren, orientierte sich immer mehr auf Rüstungsforschung und war letztendlich an den Menschenversuchen in den Konzentrationslagern beteiligt. (Quelle)

Carl Eduard war Ehrenvorsitzender und Präsident der Deutsch-Englischen Gesellschaft. Die deutsche Organisation diente zur deutsch-britischen Verständigung in der Zeit des Nationalsozialismus und existierte von 1935 bis 1939. Sie bestand aus NSDAP-Politikern, Industriellen und Bankiers. Sie war die deutsche Schwesterorganisation der britischen Anglo-German Fellowship. Die Anglo-German Fellowship bestand hauptsächlich aus britischen Industriellen und Bankiers, von denen einige die britische Königsfamilie kannten. Die britische Organisation sorgte für prodeutsche Propaganda in Grossbritannien. Zu den Gästen der abgehaltenen Treffen der Gesellschaft gehörten adlige NSDAP-Mitglieder aus Deutschland, darunter auch Carl Eduard.

Carl Eduard war in diversen Aufsichtsräten tätig, unter anderem bei Rheinmetall (Rüstungskonzern), Deutscher Ring (Versicherungskonzern) und Deutsche Bank.

Carl Eduard vertrat Nazideutschland gegenüber dem Ausland und nahm so auch diplomatische Aufgaben wahr, auch wenn er offiziell kein Diplomat war. Von 1933 bis 1944 unternahm er 39 Auslandsreisen und zwei Weltreisen. Seine erste Weltreise dauerte vier Monate. In Japan wurde er vom Kaiserpaar empfangen. 1940 unternahm Carl Eduard eine weitere Weltreise, wenige Monate nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges. Auf der Reise traf er wieder den japanischen Kaiser sowie US-Präsident Franklin D. Roosevelt und Wjatscheslaw Molotow (einer der engsten Vertrauten Josef Stalins).

1936 vertrat Carl Eduard Deutschland bei der Trauerfeier des verstorbenen britischen Königs George V. Wie bereits erwähnt wurde, hatte Carl Eduard 1917 einen Bruch mit der britischen Königsfamilie (zumindest nach der offiziellen Geschichtsschreibung). Vom kurzzeitigen König Edward VIII. ist bekannt, dass er mit den Nazis sympathisierte. Es gibt zudem ein echtes Video, in dem er mit seinen zwei Nichten (darunter die heutige Queen Elisabeth II.) den Hitlergruss macht (Quelle).

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde Carl Eduard von der US-Armee eineinhalb Jahre lang inhaftiert. Anfangs wurde er noch wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. 1950 wurde er jedoch vom Gericht nur als Mitläufer und Minderbelasteter eingestuft und zu einer Busse von 5000 DM verurteilt.

Noch acht weitere Familienmitglieder des deutschen Zweiges des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha traten in die NSDAP ein. (Quelle)

Carl Eduard war ein Cousin des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. aus dem Haus Hohenzollern. Dieser war ebenfalls mit der NSDAP verbunden.

Carl Eduard heiratete 1905 in den deutschen Zweig der Hochadelsfamilie Glücksburg. Eine seiner Töchter heiratete 1932 in die schwedische Königsfamilie. Ihr Sohn Carl XVI. Gustaf ist seit 1973 König von Schweden.

Das heutige Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha ist der Deutsche Andreas von Sachsen-Coburg-Gotha (*1943). Er ist der Taufpate der schwedischen Prinzessin Madeleine. Andreas war in den USA aufgewachsen.

Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha (1818-1893) war Grossmeister der deutschen Freimaurerloge „Ernst zum Compass“. (Quelle) Er war ein Schwager von Queen Victoria.

Illuminaten

Die Familie Sachsen-Coburg-Gotha stammt wie gesagt vom Haus Wettin ab. Zur Uradelsdynastie der Wettiner gehören auch die deutschen Adelsfamilien Sachsen-Altenburg, Sachsen-Meiningen und Sachsen-Weimar-Eisenach. Auch sie heirateten mehrfach in Königsfamilien. Auch hier gab es mehrere Freimaurer, vor allem in der Familie Sachsen-Altenburg (Quelle: 1, 2, 3). Zudem brachten sie mindestens vier Illuminaten hervor:

  • Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745-1804) war einer der ersten Landesgrossmeister der Grossen Landesloge und somit einer der ersten Grossmeister der deutschen Freimaurer. Er war Mitglied des Illuminatenordens. Er gewährte dem verfolgten Adam Weishaupt Asyl. Adam war der Gründer des Illuminatenordens. (Quelle: 1, 2, 3)
  • Grossherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828) war Freimaurer und Illuminat. (Quelle: 1, 2, 3) Sein Sohn Karl Bernhard war Freimaurer. (Quelle: 1 und 2) Karl Bernhard lernte auf seiner Reise in den USA Mitglieder der Familien Van Rensselaer und Livingston kennen. (Seite: 177, 210) Diese waren damals zwei der mächtigsten Familien der USA und hatten viele Freimaurer in der Familie.
  • Carls Bruder Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach (1758-1793) war ebenfalls Illuminat. (Quelle) Die beiden Brüder kamen mütterlicherseits aus der Uradelsdynastie der Welfen und mehrere ihrer Onkel waren Freimaurer.
  • August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1747-1806) war Freimaurer und Illuminat. (Quelle: 1 und 2)

Der Illuminatenorden entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Bayern und war als Geheimbund aktiv. Daraufhin verbot der bayrische Hochadel den Orden. Seither soll der Orden nicht mehr existieren. Trotzdem ist die Theorie einer Weltverschwörung von Illuminaten sehr verbreitet in der Community der Verschwörungstheoretiker. Ich selbst halte gar nichts von der Theorie, da es keinen einzigen Fakt gibt, der auf eine heutige Existenz von Illuminaten hindeutet (auch nicht die Eule auf der Dollarnote, die übrigens auch in Form einer Statue im Bohemian Grove steht, wo sich die US-Elite privat trifft und seltsame Zeremonien abhält). Bei den Freimaurern hingegen kann man mit Sicherheit sagen, dass sie zumindest in der Vergangenheit durch ihr Wirken das politische Weltgeschehen mitbestimmt haben. Im Illuminatenorden waren mehrere Uradelsdynastien vertreten, neben Wettiner auch Welfen und Reginare. Mehrere Illuminaten waren persönlich und familiär mit dem dänischen Königshaus und der preussischen Königsfamilie verbunden.

Templerorden

Mehrere Grafen aus dem Haus Wettin traten im 13. Jahrhundert dem Templerorden bei. (Quelle) Der Orden gilt als möglicher Vorgänger des Freimaurerordens.

Wie anfangs bereits erwähnt wurde, war der britische Prinz Arthur von Connaught (1850-1942) über 60 Jahre lang Grossmeister des heutigen freimaurerischen Templerordens in Irland. (Quelle) Der britische König Eduard VII. (1841-1910) war Grossmeister des heutigen Templerordens in England. (Quelle)

Sächsische Königsfamilie

Aus dem Haus Wettin ging auch die Linie der Albertiner hervor, die noch bis 1918 die Königsfamilie von Sachsen stellte. Die Wettiner/Albertiner herrschten seit 1423 über die deutsche Provinz Sachsen. (Quelle) August II. und sein Sohn August III. herrschten zudem in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auch über Polen und Litauen. Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen, der Sohn von August III., war Freimaurer. (Quelle) August II. war der Vater von Graf Friedrich August Rutowski. Dieser gründete 1738 die erste Freimaurerloge in Sachsen. Im selben Jahr gründete er auch eine der ersten Logen in Polen. Vermutlich beteiligte er sich auch an der Einführung der Freimaurerei in Böhmen, dem heutigen Tschechien. (Quelle: 1 und 2)

Dieser Familienzweig heiratete in den letzten 500 Jahren in zahlreiche Königsgeschlechter: Bourbon, Habsburg, Savoyen, Hohenzollern, Oldenburg, Wittelsbach und noch weitere. (Quelle)

Belgische Königsfamilie

1830 machte sich Belgien von den Niederlanden unabhängig und 1831 wurde Leopold von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1790-1865) zum König von Belgien gewählt. Seine Familie besetzt bis heute den belgischen Thron. Leopold war Freimaurer. 1833 wurde die belgische Freimaurer-Grossloge gegründet und Leopold wurde Protektor der belgischen Freimaurer. (Quelle) Die belgischen Freimaurer unterstanden somit seinem königlichen Schutz.

König Albert I. (1875-1934) war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati. (Quelle: 1 und 2) Die Society of the Cincinnati besteht seit 1783 und ist eine der elitärsten Gesellschaften der USA. Mehr als 15 US-Präsidenten waren Mitglied sowie Mitglieder der Familien Vanderbilt, Du Pont, Rockefeller, Livingston und Van Rensselaer.

König Leopold III. (1901-1983) war Grosskommandant des „Order of the Fleur de Lys“. (Quelle) Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden)

Der derzeitige König Philippe (*1960) besuchte mindestens zweimal das Bilderberg-Treffen. (Quelle: 1 und 2) Er ist Grosskreuz-Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem sowie Ehren-Ritter des Malteserordens (zwei vatikanverbundene Orden). König Philippe war oder ist noch immer Mitglied des Club of Rome. (Quelle) Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Der Club setzt sich für Bevölkerungskontrolle ein und sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und die Umwelt an. (Quelle: 1, 2, 3)

Prinz Laurent (*1963) gehört zur königlichen Deputation des Konstantinordens. Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Zur königlichen Deputation gehören derzeit unter anderem Prinz Napoleon von Frankreich, Erzherzog Martino von Habsburg-Este, Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien sowie Francesco Ruspoli und Piero Colonna di Paliano aus dem päpstlichen Adel. (Quelle)

Die belgische Königin Mathilde (*1973) kennt den belgischen Adligen Guillaume de Spoelberch. (Foto) Die Milliardärsfamilie Spoelberch ist mit dem Bierkonzern Anheuser-Busch InBev verbunden. Er ist der grösste Bierkonzern der Welt und ist nach Umsatz das grösste belgische Unternehmen.

Königin Mathilde kommt mütterlicherseits aus der polnischen Adelsfamilie Komorowski. Mathilde ist eine entfernte Cousine von Bronisław Komorowski, der von 2010 bis 2015 Präsident von Polen war. Der Königspalast wollte sich nicht dazu äussern, ob Mathilde Kontakt zum polnischen Politiker hat, da dies „ihre Privatsache“ sei. (Quelle: 1 und 2) Mathilde kommt väterlicherseits aus der belgischen Grafenfamilie d’Udekem. Ihre Schwestern heirateten in die italienische Adelsfamilie Pallavicini und in die belgische Unternehmerfamilie Janssen, die geadelt wurde. (Quelle: 1, 2, 3) Die Janssen Familie kontrolliert den Chemiekonzern Solvay und gehört zu den reichsten Belgiern. In Belgien sind acht der zehn reichsten Familien adlig. (Quelle)

Das Vermögen der belgischen Königsfamilie beträgt nach offiziellen Angaben mehrere Millionen Euro. Ein Finanzjournalist schätzt das Vermögen jedoch auf mindestens eine Milliarde Euro, was der Königshof aber dementierte. (Quelle)

Der belgische Zweig des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha heiratete in die Königsgeschlechter Nassau, Savoyen, Habsburg, Bonaparte, Orléans, Hohenzollern und Wittelsbach. (Quelle)

Portugiesische Königsfamilie

Durch eine Heirat in die portugiesische Königsfamilie besetzte das Haus Sachsen-Coburg-Gotha den portugiesischen Thron von 1837 bis 1910. In dieser Zeit herrschten sie auch über die portugiesischen Kolonien. 1910 wurde die portugiesische Monarchie durch eine Revolution abgeschafft.

Dieser Familienzweig heiratete in die Königsgeschlechter Savoyen, Hohenzollern und Orléans. (Quelle)

Bulgarische Königsfamilie

Von 1887 bis 1946 besetze das Haus Sachsen-Coburg-Gotha den Thron von Bulgarien und konnte so seinen Einfluss auf Osteuropa ausweiten. Der letzte Zar des Landes war der damals minderjährige Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha (*1937). Nachdem das Land von den Sowjets eingenommen worden war und eine Volksabstimmung die Abschaffung der Monarchie gefordert hatte, ging die Familie nach Ägypten ins Exil. Dort war auch der italienische König Viktor Emanuel III. aus dem Haus Savoyen im Exil. Er war Simeons Grossvater mütterlicherseits. Viktor war von 1900 bis 1946 König von Italien. Er unterstützte zuerst den faschistischen Diktator Mussolini. Nach Beginn der Invasion der Alliierten in Italien wandte er sich jedoch von Mussolini ab und wirkte aktiv an dessen Sturz mit. Die US-Besatzungsbehörden lösten 1946 die italienische Monarchie auf und die Familie zog nach Ägypten.

Simeon und seine Mutter gingen 1951 auf Einladung des faschistischen Diktators Franco nach Spanien, wo ihnen ein Haus mit spanischen Dienstboten zur Verfügung gestellt und der Diplomatenstatus sowie volle königliche Privilegien gewährt wurden. Franco wurde vom spanischen Hochadel geduldet. 1969 setzte Franco gesetzlich fest, dass nach seinem Tod Juan Carlos (Haus Bourbon) als König das Amt des Staatsoberhaupts einnehmen sollte. Der Verfassung nach sollte dies eine Königsdiktatur werden (Quelle). Nach Francos Tod wurde Juan Carlos König von Spanien. Francos Enkelin heiratete 1972 Alfons Jaime Bourbon, der zur spanischen Königsfamilie gehörte.

1996 kehrte Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha, nun unter dem bürgerlichen Namen Sakskoburggotski, erstmals nach fast 50-jährigem Exil in das seit 1990 demokratische Bulgarien zurück. 2001 gründete er eine Partei, die zur Parlamentswahl antrat. Seine gerade knapp zehn Wochen existierende Partei gewann die Wahl und Simeon wurde zum Ministerpräsidenten gewählt. Er ist bisher der einzige abgesetzte europäische Monarch der Geschichte, der in einer demokratischen Wahl die politische Macht wiedererlangte.

Simeon und seine Frau nahmen 2013 neben weiteren Königshäusern an einer Feier teil, bei der das 900jährige Bestehen des Malteserordens (Vatikanorden) gefeiert wurde. Anwesend waren der Papst, zehn Kardinäle, italienische Politiker und Matthew Festing, der damalige Grossmeister des Malteserordens. (Quelle) Simeon traf auch den vorherigen Grossmeister Andrew Bertie. (Quelle) Andrew Bertie kam mütterlicherseits aus der britischen Adelsfamilie Crichton-Stuart. Simeon traf auch den Grossmeister Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto. (Quelle)

Simeons Frau und sein Sohn Kubrat wurden 2010 in den Malteserorden aufgenommen. (Quelle)

Simeon ist Mitglied des Konstantinordens. (Quelle) Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Simeon war eng mit dem verstorbenen Dimitri Romanow (1926-2016) befreundet, der aus der russischen Zarenfamilie kam. Ihre Grossmütter waren Schwestern. (Quelle)

Simeons Sohn Kiril von Sachsen-Coburg-Gotha (*1964) hat Kontakte zur politischen Elite Bulgariens. Er arbeitete für die US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers. (Quelle)

Ein weiterer Sohn von Simeon ist Konstantin-Assen (*1967). Er leitete die spanische Abteilung der britischen Barclays Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt. (Quelle) Er war Direktor der spanischen Abteilung der Rothschild Bank. (Quelle)

Die bulgarische Königsfamilie heiratete in die Königsgeschlechter Savoyen und Bourbon-Parma (stehen beide dem Vatikan nahe).

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