Haus Sachsen-Coburg und Gotha (Wettiner)

Das Haus Sachsen-Coburg-Gotha bildete sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts und war eine Familie von Herzögen. Sie stammten aus der deutschen Hochadelsfamilie Wettin. Die Dynastie der Wettiner besteht seit über 1000 Jahren. Durch Hochzeiten oder Wahlen wurden mehrere Familienangehörige zu Königen. Die Familie Sachsen-Coburg-Gotha besetzt heute noch den Thron von Grossbritannien und Belgien. Früher waren sie auch zeitweise die Königsfamilie von Portugal und Bulgarien. Die ehemalige Königsfamilie der deutschen Provinz Sachsen stammt ebenfalls aus der Uradelsdynastie der Wettiner. Die Wettiner heirateten in den letzten 1000 Jahren in viele Hochadelsfamilie. Daher waren und sind sie mit vielen Königen verwandt. Alle der heute noch amtierenden europäischen Königsfamilien sind inzwischen miteinander verwandt (Quelle).

Albert von Sachsen-Coburg-Gotha (1819-1861) wurde in einem deutschen Herzogtum geboren, das von seinem Vater beherrscht wurde. Sein Onkel Leopold, zu dem er ein enges Verhältnis hatte, wurde der erste König von Belgien. Albert heiratete 1840 Queen Victoria (aus dem Haus Hannover), die damalige Königin von Grossbritannien. So entstand der britische Zweig der Familie Sachsen-Coburg-Gotha, der seither den britischen Thron besetzt. Queen Victorias Mutter kam aus dem Haus Sachsen-Coburg-Saalfeld, das ebenfalls zur Uradelsdynastie der Wettiner gehört.

Von Beginn des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 2. Weltkrieges war Grossbritannien die herrschende Weltmacht und wurde dann durch die (eng verbündeten) USA abgelöst. 1945 umfasste das britische Empire immer noch ein Viertel der Erdoberfläche (Quelle).

Der britische Zweig

Der gemeinsame Sohn von Albert und Queen Victoria war Eduard VII. (1841-1910). Er wurde nach dem Tod seiner Mutter 1901 zum König von Grossbritannien sowie Kaiser von Indien. Eduard war mit fasten allen europäischen Königsfamilien verwandt und galt als „Onkel Europas“. Er heiratete in die dänische Königsfamilie. 1868 wurde Eduard durch den schwedischen König Karl XV. in die Freimaurerei aufgenommen (Quelle). Von 1874 bis 1901 war Eduard Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von England. Diese gilt als die älteste Grossloge der Welt und ist die regierende Freimaurerloge für die Mehrheit der Freimaurer in England. Sie ist zudem eine Art Dachverband der internationalen Freimaurerei und kann mitbestimmen, welche Logen offiziell als Freimaurerlogen anerkannt werden. Fünf der zehn Grossmeister der Loge gehörten zur britischen Königsfamilie, die anderen fünf waren britische Adlige (Quelle). Nachdem Eduard König wurde legte er das Amt als Grossmeister nieder und sein Bruder Prinz Arthur (1850-1942) war dann bis 1939 Grossmeister. Prinz Arthur war von 1878 bis 1942 Grossmeister der irischen Tempelritter und führte somit über 60 Jahre lang den Templerorden Irlands (Quelle). Er heiratete in die preussische Königsfamilie.

Aufgrund der antideutschen Stimmung in Grossbritannien während des Ersten Weltkrieges benannte König Georg V. (1865-1936) den Familiennamen in Windsor um, den die Familie bis heute trägt. Sein Sohn Prinz George (1902-1942) war von 1939 bis 1942 Grossmeister der Grossloge von England. Der heutige Grossmeister der Loge ist Prinz Edward, der Herzog von Kent. Er ist ein Cousin von Queen Elizabeth II. und sollte nicht mit dem jüngeren Prinz Edward verwechselt werden. Es waren noch mehr als zehn weitere Mitglieder des britischen Königshauses Freimaurer (Quelle). Prinz Philip (*1921), der Ehemann der Queen, ist bereits seit 67 Jahren Mitglied bei den Freimaurern (Quelle). Er wurde in die griechische Königsfamilie geboren.

Prinz Philip und sein Sohn Prinz Charles (*1948) nahmen am Bilderberg-Treffen teil (Quelle: 1 und 2).

Die britischen Royals gehören als Mitgründer zur Stiftung „The 1001: A Nature Trust“ (Quelle). Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Prinz Philip war von 1981 bis 1996 Präsident des WWF und ist heute Ehrenpräsident. Er leitet die britische Abteilung des WWF. (Quelle)

Prinz Philip hält die Übervölkerung für ein grosses Problem. In einem Interview wurde er gefragt, was die grösste Bedrohung für die Umwelt sei. Er antwortete:

Das Bevölkerungswachstum ist wahrscheinlich die größte langfristige Bedrohung für das Überleben. Wir stehen vor einer großen Katastrophe, wenn es nicht eingedämmt wird – nicht nur für die Natur, sondern auch für die Menschen. Je mehr Menschen es gibt, desto mehr Ressourcen werden sie verbrauchen, desto mehr Umweltverschmutzung werden sie verursachen, desto mehr Kämpfe werden sie austragen. Wir haben keine andere Wahl. Wenn es nicht freiwillig gesteuert wird, wird es unfreiwillig durch eine Zunahme von Krankheiten, Hunger und Krieg gesteuert werden.

(Quelle)

Das Interview ist von 1981. Damals gab es etwa 4,5 Milliarden Menschen. Heute sind es etwa 7,8 Milliarden Menschen. Prinz Philip wird nicht erfreut sein über diese Entwicklung. Im Jahr 1900 gab es etwa erst 1,6 Milliarden Menschen. Im Jahr 1500 gab es etwa eine halbe Milliarde und davor war es immer weniger. Da ist es verständlich, dass der Prinz sich Sorgen macht. Er ist natürlich nicht der Einzige, der das Problem erkannt hat. Auch Mitglieder aus bekannten Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Mellon, Ford und Du Pont setzten sich für Bevölkerungskontrolle ein.

In einem weiteren Interview meinte Philip:

Für den Fall, dass ich wiedergeboren werde, möchte ich als tödliches Virus zurückkehren, um etwas zur Lösung der Überbevölkerung beizutragen

(Quelle)

Die britische Königsfamilie gehört zur Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk. Durch die Gesellschaft kennen sie viele Akteure der US-amerikanischen Elite. Prinz Arthur war Präsident der Gesellschaft und Queen Elisabeth II. ist die Patronin der Pilgrims Society.

„Die Pilger Großbritanniens und seine Schwestergesellschaft, die Pilger der Vereinigten Staaten, sind die beiden ältesten und angesehensten angloamerikanischen Organisationen auf beiden Seiten des Atlantiks. Über mehr als ein Jahrhundert haben die Pilger eine sehr wichtige Rolle bei der Festigung der guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern gespielt und waren einer der Hauptverwalter der sogenannten besonderen Beziehung.“ Steht so auf der Website der Pilger.

London war noch bis ins 20. Jahrhundert der weltweit führende Finanzplatz und gilt heute noch als der wichtigste neben New York. Das britische Königshaus unterhält traditionell Kontakte zu den führenden Bankiersfamilien Londons. Dazu gehörten in den letzten 100 Jahren auch die Familien Baring, Rothschild, Schröder, Barclay, Keswick, Pease, Norman, Hambro und Drummond.

Die britische Königsfamilie hat Kontakt zu allen noch amtierenden Königsfamilien der Welt (Quelle). Über Google findet man viele Fotos von Treffen mit Königsfamilien.

Prinz Charles (*1948) kennt viele indische Milliardäre, darunter TataMittal, Ambani, Poonawalla, Hinduja, Godrej, Mahindra, Bajaj und Vandrevala  (Quellen: 1, 2, 34567). Indien war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute noch zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Prinz Charles war mit dem verstorbenen Peter Munk befreundet (Quelle). Der kanadische Geschäftsmann gründete den Bergbaukonzern Barrick Gold, der zu den grössten Goldproduzenten der Welt gehört. Mitglieder der britischen Königsfamilie kennen noch viele weitere Wirtschaftsführer aus verschiedensten Ländern.

Das Vermögen der britischen Königsfamilie mit Besitztümern eingerechnet wurde 2017 auf 33 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Queen Elisabeth ist das Oberhaupt der Church of England (Quelle). Das britische Königshaus ist traditionell mit der Führung der anglikanischen Kirchen verbunden. Die Anglikanische Gemeinschaft ist die drittgrösste Kirche weltweit (Quelle).

Der britische Zweig des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha heiratete mehrfach in die Königsgeschlechter Glücksburg, Hohenzollern und Romanow. Sie heirateten in mehrere schottische Clans, die zur britischen Aristokratie gehören. Queen Elisabeth II. kommt mütterlicherseits aus dem schottischen Lyon Clan und ihr Grossvater war der Clan-Chef des Lyon Clans. Prinzessin Louise (1848-1939) heiratete den Clan-Chef des schottischen Campbell Clans. (Quelle)

Der deutsche Zweig

Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha (1884-1954) war bis 1918 der letzte regierende Herzog des deutschen Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Aus meiner Sicht spielte er eine wichtige Rolle beim Aufstieg des deutschen Faschismus.

Er war ein Enkel von Queen Victoria und somit selbst britischer Prinz. Sein Vater, Prinz Leopold, war Freimaurer und Provinzial-Grossmeister von Oxfordshire sowie Senior Grand Warden der englischen Grossloge (Quelle).

Nach offiziellen Angaben hatte Carl Eduard 1917 den Kontakt zur britischen Königsfamilie abgebrochen, da er sich im 1. Weltkrieg auf die Seite von Deutschland stellte. Sein britischer Adelstitel wurde daraufhin aberkannt. Ab 1919 suchte der ehemalige Herzog Anschluss an national-konservative und völkische Kreise. Ende 1919 lernte er Hermann Ehrhardt kennen, den er sowohl ideell als auch materiell unterstützte. Ehrhardt war einer der wichtigsten Putschisten und Freikorpsführer (ein Anführer paramilitärischer Einheiten) in der Weimarer Republik. Er war Führer der nach ihm benannten Marine-Brigade Ehrhardt. Die paramilitärische Einheit war an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik und am Kapp-Putsch beteiligt. Nach dem misslungenen Kapp-Putsch 1920 durfte sich der mit Haftbefehl gesuchte Ehrhardt bei Carl Eduard auf Schloss Callenberg verstecken. Ehrhardt gründete danach den Geheimbund Organisation Consul. Diese verübte politische Morde mit dem Ziel, das demokratische System der jungen Republik zu destabilisieren und eine Militärdiktatur zu errichten. 1920 wurde Carl Eduard Bezirksführer der Marine-Brigade Ehrhardt und der Organisation Consul. Die gleichen Stellungen übernahm er 1923 bei der paramilitärischen Nachfolgeorganisation Bund Wiking. 1926 folgte die Mitgliedschaft im Stahlhelmbund, den er auch finanziell unterstützte. (Quelle)

1931 nahm Carl Eduard am Treffen der Harzburger Front teil, ein profaschistisches Bündnis. Wenige Wochen nach dem Treffen gründeten Carl Eduard und Waldemar Pabst die Gesellschaft zum Studium des Faschismus. Diese Organisation hatte sich das Ziel gesetzt, die Erfahrungen des italienischen Faschismus auf Deutschland zu übertragen und eine Einheit der politischen Rechten zu organisieren. Zu den Mitgliedern gehörten wichtige Akteure der damaligen deutschen Elite (wie z. B. Fritz Thyssen und Günther Quandt). Der Mitgründer Waldemar Pabst war ein deutscher Offizier, der 1919 die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht veranlasste. Er hatte Kontakte zur Rüstungsindustrie und stieg später selbst ins Rüstungsgeschäft ein. Luxemburg und Liebknecht waren als Marxisten und Antimilitaristen natürlich besonders unbeliebt bei der deutschen Rüstungsindustrie. Waldemar Pabst zog 1943 in die Schweiz, angeblichen weil er Angst von der Gestapo hatte. Dort wickelte er Geschäfte im Auftrag von Rheinmetall ab (grösster deutscher Rüstungskonzern). Er trieb Wirtschaftsspionage für den deutschen Geheimdienst, stand aber gleichzeitig mit dem amerikanischen Geheimdienst OSS in Kontakt. (Quelle)

Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha lernte Adolf Hitler 1922 kennen. In den folgenden Jahrzehnten traf er ihn noch mindestens 21 Mal. Nach den ersten Wahlerfolgen der NSDAP in Coburg im Jahr 1929 unterstützte er die Partei offen. 1932 wurde Carl Eduard Präsident des Berliner Nationalklubs von 1919, der ebenfalls die faschistische Machtübernahme unterstützte. Nach der Machtübernahme trat Carl Eduard in die NSDAP ein und begann die SS finanziell zu unterstützen. Zwischen 1933 und 1945 war er unter anderem Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Obergruppenführer der SA sowie des NSFK (Paramilitär das Hermann Göring unterstand). 1933 wurde er Senator der „Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften“. (Quelle) Nach 1933 begann die wissenschaftliche Gesellschaft zu korrumpieren, orientierte sich immer mehr auf Rüstungsforschung und war letztendlich auch an den Menschenversuchen in den Konzentrationslager beteiligt. (Quelle)

Carl Eduard war Ehrenvorsitzender und Präsident der Deutsch-Englischen Gesellschaft. Die deutsche Organisation diente zur deutsch-britischen Verständigung in der Zeit des Nationalsozialismus und existierte von 1935 bis 1939. Sie bestand aus NSDAP-Politikern, Industriellen und Bankiers. Sie war die deutsche Schwesterorganisation der britischen Anglo-German Fellowship. Die Anglo-German Fellowship bestand hauptsächlich aus britischen Industriellen und Bankiers, von denen einige die britische Königsfamilie kannten. Die britische Organisation sorgte für prodeutsche Propaganda in Grossbritannien. Zu den Gästen der abgehaltenen Treffen der Gesellschaft gehörten adlige NSDAP-Mitglieder aus Deutschland, darunter auch Carl Eduard.

Carl Eduard war in diversen Aufsichtsräten tätig, unter anderem bei Rheinmetall (Rüstungskonzern), Deutscher Ring (Versicherungskonzern) und Deutsche Bank.

Carl Eduard vertrat Nazideutschland gegenüber dem Ausland und nahm so auch diplomatische Aufgaben wahr, auch wenn er offiziell kein Diplomat war. Von 1933 bis 1944 unternahm er 39 Auslandsreisen und zwei Weltreisen. Seine erste Weltreise dauerte vier Monate. In Japan wurde er vom Kaiserpaar empfangen. Eine ordentliche Aufarbeitung der japanischen Kriegsverbrechen und der Rolle die dabei Kaiser Hirohito spielte fand übrigens niemals statt. 1940 unternahm Carl Eduard eine weitere Weltreise, wenige Monate nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges. Auf der Reise traf er wieder den japanischen Kaiser Hirohito sowie auch US-Präsident Franklin D. Roosevelt und Wjatscheslaw Molotow (einer der engsten Vertrauten Josef Stalins).

Im Januar 1936 vertrat Carl Eduard offiziell das Deutsche Reich bei der Trauerfeier des verstorbenen britischen Königs George V.. Im Leichenzug schritt Carl Eduard in der sechsten Reihe hinter dem Sarg und trug eine Generalsuniform der Wehrmacht sowie einen M35 Stahlhelm (der Standardhelm der Wehrmacht). Wie ich bereits erwähnt habe, hatte Carl Eduard 1917 einen Bruch mit der britischen Königsfamilie (zumindest nach der offiziellen Geschichtsschreibung). Vom kurzzeitigen König Edward VIII. ist bekannt, dass er mit den Nazis sympathisierte. Es gibt zudem ein echtes Video in dem er mit seinen zwei Nichten (darunter die heutige Queen Elisabeth II.) den Hitlergruss macht (Quelle).

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde Carl Eduard von der US-Armee eineinhalb Jahre inhaftiert. Anfangs wurde er noch wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. 1950 wurde er jedoch vom Gericht nur als Mitläufer und Minderbelasteter eingestuft und wurde zu einer Busse von 5000 DM verurteilt.

Carl Eduard war ein Cousin des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. aus dem Haus Hohenzollern. Dieser war ebenfalls mit der NSDAP verbunden.

Carl Eduard heiratete 1905 in den deutschen Zweig der Hochadelsfamilie Glücksburg. Eine seiner Töchter heiratete 1932 den schwedischen Prinzen Gustav Adolf. Ihr gemeinsamer Sohn Carl XVI. Gustaf ist seit 1973 König von Schweden. Die schwedische Königsfamilie ist übrigens traditionell eine Freimaurerfamilie.

Das heutige Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha ist der Deutsche Andreas von Sachsen-Coburg-Gotha (*1943). Er ist der Taufpate der schwedischen Prinzessin Madeleine. Andreas war in den USA aufgewachsen.

Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha (1818-1893) war Grossmeister der deutschen Freimaurerloge „Ernst zum Compass“ (Quelle). Er war ein Schwager von Queen Victoria.

Illuminaten

Das Haus Sachsen-Coburg-Gotha stammt wie gesagt vom Haus Wettin ab. Zur Uradelsdynastie der Wettiner gehören auch die deutschen Adelsfamilien Sachsen-Altenburg und Sachsen-Weimar-Eisenach. Auch sie heirateten mehrfach in Königsfamilien. Auch hier gab es mehrere Freimaurer, vor allem in der Familie Sachsen-Altenburg (Quelle). Zudem brachten die Familien mindestens vier Illuminaten hervor:

  • Landesfürst Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745-1804) war Mitglied in mehreren deutschen Freimaurerlogen und war Grossmeister der Freimaurer in Berlin. Er wurde 1783 in den Illuminatenorden aufgenommen. Er gewährte dem verfolgten Adam Weishaupt Asyl, welcher der Gründer des Illuminatenordens war. (Quelle)
  • Grossherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828) war Freimaurer und Illuminat (Quelle: 1 und 2). Sein Sohn Karl Bernhard (1792-1862) war Freimaurer (Quelle).
  • Carls Bruder Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach (1758-1793) war ebenfalls Illuminat (Quelle). Die beiden Brüder kamen mütterlicherseits aus der Uradelsdynastie der Welfen und mehrere ihrer Onkel waren Freimaurer.
  • August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1747-1806) war Freimaurer und Illuminat (Quelle: 1 und 2).

Der Illuminatenorden entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Bayern und begann dort eine Schattenregierung zu bilden. Daraufhin Verbot der bayrische Hochadel den Orden. Vermutlich existiert der Orden heute nicht mehr, sondern war mit der Zeit in anderen Freimaurerlogen aufgegangen. Trotzdem ist die Theorie einer Weltverschwörung von Illuminaten sehr verbreitet in der Community der Verschwörungstheoretiker. Ich selbst halte gar nichts von der Theorie, da es keinen einzigen Fakt gibt, der auf eine heutige Existenz von Illuminaten hindeutet (auch nicht die Eule auf der Dollarnote, die übrigens auch in Form einer Statue im Bohemian Grove steht, wo sich die US-Elite privat trifft und seltsame Zeremonien abhält). Bei den Freimaurern hingegen kann man mit Sicherheit sagen, dass sie zumindest in der Vergangenheit durch ihr Wirken das politische Weltgeschehen mitbestimmt haben. Im Illuminatenorden waren mehrere Uradelsdynastien vertreten, neben Wettiner auch Welfen und Reginare. Mehrere Illuminaten waren persönlich und familiär mit dem dänischen Königshaus und der preussischen Königsfamilie verbunden.

Templerorden

Mehrere Grafen aus dem Haus Wettin traten im 13. Jahrhundert dem Templerorden bei (Quelle). Der Orden gilt als möglicher Vorgänger des Freimaurerordens.

Wie anfangs bereits erwähnt wurde, war der britische Prinz Arthur, Herzog von Connaught (1850-1942), über 60 Jahre lang Grossmeister des heutigen Templerordens in Irland (Quelle).

Sächsische Königsfamilie

Aus dem Haus Wettin ging auch die Linie der Albertiner hervor, die noch bis 1918 die Königsfamilie von Sachsen stellte. Die Wettiner/Albertiner herrschten seit 1423 über die deutsche Provinz Sachsen (Quelle). August II. (1670-1733) und sein Sohn August III. (1696-1763) herrschten zudem über Polen und Litauen. Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen, der Sohn von August III., war Freimaurer (Quelle)

Dieser Familienzweig heiratete in den letzten 500 Jahren in zahlreiche Königsgeschlechter: Bourbon, Habsburg, Savoyen, Hohenzollern, Oldenburg, Wittelsbach und noch weitere. (Quelle)

Belgische Königsfamilie

1830 machte sich Belgien von den Niederlanden unabhängig und 1831 wurde Leopold von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1790-1865) zum König von Belgien gewählt. Seine Familie besetzt bis heute den belgischen Thron. Leopold war Freimaurer. 1833 wurde die belgische Freimaurer-Grossloge gegründet und Leopold wurde Protektor der belgischen Freimaurer. (Quelle) Die belgischen Freimaurer unterstanden somit seinem königlichen Schutz.

König Albert I. (1875-1934) war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati (Quelle: 1 und 2). Die Society of the Cincinnati besteht seit 1783 und ist eine der elitärsten Gesellschaften der USA. 16 US-Präsidenten waren Mitglied sowie auch Mitglieder der Familien Livingston, Van Rensselaer, Rockefeller, Du Pont und Vanderbilt .

Der aktuelle König Philippe (*1960) besuchte mindestens zweimal das Bilderberg-Treffen (Quelle: 1 und 2).

Der belgische Zweig des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha heiratete in die Königsgeschlechter Nassau, Savoyen, Habsburg, Bonaparte, Orléans, Hohenzollern und Wittelsbach (Quelle).

Portugiesische Königsfamilie

Von 1837 bis 1910 besetzte das Haus Sachsen-Coburg-Gotha den portugiesischen Thron und konnte so seinen Einfluss nach Südamerika ausweiten, das zur Hälfte von Portugal kolonialisiert/kontrolliert wurde. 1910 wurde die Monarchie durch eine Revolution abgeschafft.

Dieser Familienzweig heiratete in die Königsgeschlechter Savoyen, Hohenzollern und Orléans (Quelle).

Bulgarische Königsfamilie

Von 1887 bis 1946 besetze das Haus Sachsen-Coburg-Gotha den Thron von Bulgarien und konnte so seinen Einfluss auf Osteuropa ausweiten. Der letzte Zar des Landes war der damals minderjährige Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha (*1937). Nachdem das Land von den Sowjets eingenommen wurde und eine Volksabstimmung die Abschaffung der Monarchie forderte, ging die Familie nach Ägypten ins Exil. Dort war auch der italienische König Viktor Emanuel III. aus dem Haus Savoyen im Exil. Er war Simeons Grossvater mütterlicherseits. Viktor war von 1900 bis 1946 König von Italien. Er unterstützte zuerst den faschistischen Diktator Mussolini. Nach Beginn der Invasion der Alliierten in Italien wandte er sich jedoch von Mussolini ab und wirkte aktiv an dessen Sturz mit. Die US-Besatzungsbehörden lösten 1946 die italienische Monarchie auf und die Familie zog nach Ägypten.

Simeon und seine Mutter gingen 1951 auf Einladung des faschistischen Diktators Franco nach Spanien, wo ihnen ein Haus mit spanischen Dienstboten zur Verfügung gestellt und der Diplomatenstatus sowie volle königliche Privilegien gewährt wurden. Franco wurde vom spanischen Hochadel geduldet. 1969 setzte Franco gesetzlich fest, dass nach seinem Tod Juan Carlos (Haus Bourbon) als König das Amt des Staatsoberhaupts einnehmen sollte. Der Verfassung nach sollte dies eine Königsdiktatur werden (Quelle). Nach Francos Tod wurde Juan Carlos König von Spanien. Francos Enkelin heiratete 1972 Alfons Jaime Bourbon, der zur spanischen Königsfamilie gehörte.

1996 kehrte Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha, nun unter dem bürgerlichen Namen Sakskoburggotski, erstmals nach fast 50-jährigem Exil in das seit 1990 demokratische Bulgarien zurück. 2001 gründete er eine Partei, die zur Parlamentswahl antrat. Seine gerade knapp zehn Wochen existierende Partei gewann die Wahl und Simeon wurde zum Ministerpräsidenten gewählt. Er ist bisher der einzige abgesetzte europäische Monarch der Geschichte, der in einer demokratischen Wahl die politische Macht wiedererlangte.

Simeon und seine Frau nahmen 2013 neben weiteren Königshäusern an einer Feier teil, bei der das 900jährige Bestehen des Malteserordens (Vatikanorden) gefeiert wurde. Anwesend waren der Papst, zehn Kardinäle, italienische Politiker und Matthew Festing, der damalige Grossmeister des Malteserordens. (Quelle) Simeon traf auch den vorherigen Grossmeister Andrew Bertie (Quelle). Simeon traf auch den Grossmeister Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto (Quelle).

Simeons Frau und sein Sohn Kubrat wurden 2010 in den Malteserorden aufgenommen (Quelle).

Simeon ist Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht mindestens seit dem Jahr 1190. Der Legende nach wurde der Orden im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Simeon war eng mit dem verstorbenen Dimitri Romanow (1926-2016) befreundet, der aus der russischen Zarenfamilie kam. Ihre Grossmütter sind Schwestern. (Quelle)

Simeons Sohn Kiril von Sachsen-Coburg-Gotha (*1964) hat Kontakte zur politischen Elite Bulgariens. Er arbeitete für die US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers (Quelle).

Ein weiterer Sohn von Simeon ist Konstantin-Assen (*1967). Er leitete die spanische Abteilung der britischen Barclays Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt (Quelle). Er war Direktor der spanischen Abteilung der Rothschild Bank (Quelle).

Die bulgarische Königsfamilie heiratete in die Königsgeschlechter Savoyen und Bourbon-Parma (stehen beide dem Vatikan nahe).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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