Haus Liechtenstein

Die österreichische Uradelsfamilie Liechtenstein besteht seit über 800 Jahren. Sie gehört zu den 16 Apostelgeschlechtern. Diese 16 Uradelsfamilien bildeten zu Beginn des 2. Jahrtausends die österreichische Adelselite. Vier dieser Familien bestehen noch heute und die Familie Liechtenstein wäre die wichtigste davon.

Die Familie gründete 1719 das Fürstentum Liechtenstein, über das sie fortan herrschte. Das Fürstentum besteht bis heute und das Haus Liechtenstein stellt noch immer die Fürsten des Landes.

Im Gegensatz zu anderen europäischen Monarchien hat die Fürstenfamilie von Liechtenstein nach wie vor grossen Einfluss auf die Politik des Landes. Der Monarch kann das Parlament auflösen, die Regierung entlassen, die Richter auswählen oder das Resultat einer Volksabstimmung rückgängig machen (Quelle). Bisher hat die Fürstenfamilie natürlich kein Parlament aufgelöst. Von diesem Recht würden sie vermutlich nur im Kriegsfall oder anderen Krisensituationen gebrauch machen.

Finanzwesen

Liechtenstein ist eines der kleinsten Länder der Welt. Das Land war lange Zeit eine der gefragtesten Steueroasen der Welt und gilt zusammen mit der benachbarten Schweiz als die Mutter aller Steueroasen in Europa (Quelle). Liechtenstein ist eng mit der Schweiz verbunden. Die beiden Länder haben die selbe Währung, den Schweizer Franken. Dieser gilt als die stabilste Währung der Welt. Liechtenstein und Schweiz sind zwei der wenigen westeuropäischen Staaten, die sich bis heute weigern der EU beizutreten.

Die grösste Liechtensteiner Bank ist die LGT Group. Sie wurde vor über 90 Jahren von der Fürstenfamilie gegründet und wird bis heute von ihr kontrolliert und geführt. Ende 2016 verwalteten die Liechtensteiner Banken etwa 235 Milliarden Franken (Quelle). Die LGT Group verwaltete 2016 etwa 150 Milliarden Franken (Quelle). Somit wurde 2016 mehr als die Hälfte der Vermögenverwaltung der Liechtensteiner Banken von der LGT Group bzw. der Königsfamilie kontrolliert.

2020 verwaltete die LGT Group 240 Milliarden Franken, also etwa 260 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Sie ist nach eigenen Angaben die weltweit grösste Privatbank und Asset Management-Gruppe, die sich vollständig in Familienbesitz befindet. Somit ist die Fürstenfamilie auch eine erfolgreiche Bankiersfamilie. Sie arbeiten auch für andere Banken. Das Vermögen der Fürstenfamilie wird von 5 bis auf 7,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle: 1 und 2).

Die Regierung von Liechtenstein besitzt mehr als die Hälfte der Anteile an der Liechtensteinischen Landesbank, die sich ebenfalls auf Vermögensverwaltung konzentriert. 2019 verwaltete sie 72 Milliarden Franken (etwa 80 Milliarden US-Dollar).

Maximilian von Liechtenstein (*1969) leitete die LGT Group. Er arbeitete für JPMorgan, die grösste Bank der USA (Quelle).

Constantin von Liechtenstein (*1972) arbeitete für Brown Brothers Harriman (Quelle: 1 und 2). Sie gilt als die führende Privatbank der USA. Sie wurde 1931 von den Familien Harriman und Brown gegründet.

Bemerkenswerte Familienmitglieder

Karl Borromäus von Liechtenstein (1730-1789) war Freimaurer. Er war auch Ordensprotektor der „Asiatischen Brüder“. (Quelle: 1 und 2) Die Asiatischen Brüder, die aber keine Asiaten waren, sondern aus dem deutschsprachigen Raum kamen, waren eine Splittergruppe der Rosenkreuzer, die 1782 einen eigenen Orden bildeten. Juden war der Beitritt gestattet, was zu dieser Zeit bei den deutschen Freimaurern und Rosenkreuzern kaum vorkam. Der Orden war im Gegensatz zu den Freimaurern nicht christlich orientiert, sondern wandte sich der „Echten Religion“ zu, die sie Mago Cabala nannten. Auf den beiden höchsten Ordensstufen befasste man sich mit Geisterbeschwörung. Gotteslästerern war der Eintritt aber angeblich untersagt. Genauso nahm man keine Personen mit Anti-Adliger Einstellung auf. „Wer die heiligen Rechte der Könige und Fürsten, die das Bild des Ewigen auf Erden sind, nur im geringsten verletzt“ galt als nicht aufnahmefähig. (Quelle) Den Asiatischen Brüder waren also die „heiligen Rechte“ des Hochadels sehr wichtig. Dass liegt vermutlich daran, dass Hochadlige sowie sonstige Adlige die Bruderschaft führten. Neben Freimaurern waren auch mehrere Illuminaten bei den Asiatischen Brüdern vertreten.

Erbprinz Alois von Liechtenstein (*1968) war an der britischen „Royal Military Academy Sandhurst“, die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Viele Königsfamilien schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine Liste der bemerkenswerten Absolventen.

Fürst Hans-Adam II. (*1945) und Nikolaus von Liechtenstein (*1947) waren auf der Internatsschule Lyceum Alpinum Zuoz in der Schweiz, wo Schüler aus 30 verschiedenen Ländern zusammenkommen. Auf dem Internat waren auch Mitglieder der deutschen Familien Piëch, Krupp und Faber-Castell sowie Mustafa Koç, der aus der reichsten Familie der Türkei kommt.

Alois und sein Vater, Fürst Hans-Adam II., haben Kontakt zu allen noch amtierenden europäischen Königsfamilien. Mitglieder der Fürstenfamilie trafen auch Mitglieder der Königsfamilien von Saudi-Arabien, Japan, Thailand und Kambodscha. Sie kennen auch die ehemalige österreichische Königsfamilie, mit der sie schon seit 700 Jahren eng verbunden sind. Hans-Adam II. besuchte die Queen bei ihrem 60 jährigen Jubiläum der Thronbesteigung. Es waren 58 Könige zu Gast (Quelle). Sie heiraten immer noch in europäische Hochadelsfamilien, was weiter unten erläutert wird.

Stefan von Liechtenstein (*1961) war liechtensteinischer Botschafter in Deutschland und der Schweiz. Derzeit ist er Botschafter beim Vatikan. Er ist Beiratsvorsitzender des deutsch-amerikanischen IT-Unternehmens Augustus Intelligence, das Ende 2020 Insolvenz meldete. Das Unternehmen konzentriert sich auf künstliche Intelligenz. Augustus Intelligence ist noch mit mindestens zwei weiteren bemerkenswerten deutschen Adligen verbunden, nämlich mit dem Expolitiker Karl-Theodor zu Guttenberg und dem Investor August François von Finck. Kai Diekmann, der ehemalige Chefredakteur der Bild-Zeitung, investierte in das Unternehmen. Der Jungpolitiker Philipp Amthor betrieb Lobbyarbeit für das Unternehmen. (Quelle: 1 und 2). Augustus Intelligence ist mit August Hanning und Hans-Georg Maaßen verbunden, zwei ehemalige hochrangige Geheimdienstler (Quelle).

Nikolaus von Liechtenstein (*1947) vertritt Liechtenstein bei der EU und bei internationalen Organisationen. Er war Botschafter im Königreich Belgien und kannte somit vielleicht die belgische Königsfamilie. Er war Botschafter beim Heiligen Stuhl (Vatikanführungsebene). (Quelle)

Vatikanverbindung

Die Fürstenfamilie ist traditionell mit dem Vatikan verbunden. Das Fürstenpaar wurde 2017 zu einer Privataudienz im Vatikan beim derzeitigen Papst Franziskus empfangen (Mitglied des Jesuitenordens). Der Taufpate von Fürst Hans-Adam II. war Papst Pius XII.. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung Liechtensteins ist katholisch. (Quelle)

Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatsreligion in Liechtenstein. Das Fürstentum ist somit eines der wenigen europäischen Länder, in dem es keine Trennung von Staat und Kirche gibt.

Im Jahr 1916 hatte der Vatikan den Plan entworfen seinen Sitz nach Liechtenstein zu verlagern, der der neue Kirchenstaat werden sollte mit dem Papst als Herrscher. Der damalige Fürst Johann II. von Liechtenstein wäre damit einverstanden gewesen. Der Plan wurde letztendlich aber nicht umgesetzt. (Quelle)

Vatikanorden

Viele Mitglieder der Fürstenfamilie waren Mitglied des Malteserorden, ein alter Vatikanorden. Viele waren Mitglied des Ordens vom Goldenen Vlies. (Quelle) Dieser gilt als einer der bedeutendsten Ritterorden. Er untersteht nicht dem Vatikan, aber er wird traditionell vom katholischen Hochadel geführt. Der Orden untersteht der Königsfamilie von Spanien und Österreich.

Mehrere der heutigen Familienmitglieder erhielten Auszeichnungen vom Malteserorden. Wilhelm von Liechtenstein (1922-2006) war von 1990 bis zu seinem Tod der Grossprior des Malteserordens in Österreich. Zu seiner Beerdigung kamen über 200 Ordensmitglieder, darunter die gesamte Führung des Ordens. (Quelle)

Der derzeitige Erbprinz traf 2011 Matthew Festing, der damalige Grossmeister des Malteserordens. Die beiden verliehen sich gegenseitig einen Orden. Auch Politiker aus Liechtenstein haben Kontakt zum Malteserorden. (Quelle) Die Fürstenfamilie stellte 2013 dem Malteserorden den Gartenpalast für eine Veranstaltung zu Verfügung, bei der Spenden für den Orden gesammelt wurden und der Grossmeister Matthew Festing dabei war. Der damalige österreichische Bundespräsident Heinz Fischer war ebenfalls da. (Quelle) Fischer erhielt übrigens eine Auszeichnung vom Malteserorden (Quelle).

Fürst Franz Joseph II. (1906-1989) wurde vom Papst mit dem Piusorden ausgezeichnet. Franz und seine Frau waren Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden (Quelle). Mehrere Mitglieder des Ordens sind und waren Bürger aus Liechtenstein. Auch der Lazarus-Orden (ebenfalls ein Vatikanorden) hat Mitglieder in Liechtenstein. (Quelle)

Opus Dei

Vincenz von Liechtenstein (1950-2008) war österreichischer Politiker bei der Partei ÖVP, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss der Vatikanelite steht. Prinz Vincenz war Mitglied des Opus Dei. Übrigens galt der hochrangige ÖVP-Politiker Alois Mock als wichtiger Unterstützer des Opus Dei. Einer der wichtigsten Unterstützer in Österreich war der langjährige Wiener Erzbischof Franz König (ein Kumpel von Papst Johannes Paul II.). (Quelle)

Der Opus Dei ist eine mit dem Vatikan verbundene Organisation, die seit 1928 besteht. Sie ist für ihre Geheimhaltung bekannt. Sie wird von der Vatikanelite geführt. Die meisten Mitglieder scheinen aber nicht elitären Kreisen anzugehören. Nur die Führung ist elitär und einflussreich. Ein Teil von den nicht einflussreichen Mitgliedern wird einer Gehirnwäsche unterzogen (es soll 25 bis 30 Prozent aller Mitglieder betreffen). Diese Mitglieder leben in Wohngemeinschaften, die nur aus Opus Dei-Mitgliedern bestehen. Man versucht dort die Mitglieder von der Aussenwelt zu isolieren. Man fordert sie dazu auf, ihre privaten Kontakte möglichst nur auf Opus Dei-Mitglieder zu beschränken. Man fordert die Mitglieder auf, keine Kontakte zu Personen zu unterhalten, die dem Opus Dei kritisch gegenüber stehen. Man fordert die Mitglieder auf, ihre Hobbys aufzugeben und sich ihr Leben vollständig den Lehren des Opus Dei zu widmen. Mitglieder werden dazu angehalten mehrere Stunden am Tag zu beten, zu singen, zu summen und zu meditieren. Man wird dazu aufgefordert einen Bussgürtel (Cilicium) zu tragen, der um den Oberschenkel gelegt wird, wobei er starke Schmerzen verursacht. Den Bewohnern wird ständig die Idee eingepflanzt, dass sie Sünder seien und nur der Opus Dei sie von den Sünden und der Hölle bewahren kann. Sie müssen wöchentlich ihre Beichte bei einem Opus Dei-Priester ablegen. Mitglieder werden dazu aufgefordert, ihre Bankkonten aufzulösen und kein Geld zu besitzen. Nahrung, Kleider und Hygieneartikel werden von der Wohngemeinschaft zur Verfügung gestellt. Die Wohngemeinschaften werden von sogenannten Direktoren geführt. Die Direktoren verfassen täglich Berichte über die einzelnen Bewohner und ihre persönliche Entwicklung in der Wohngruppe. Die Direktoren lesen auch die Post und die Emails ihrer Bewohner. Die Bewohner werden rund um die Uhr von der Direktoren überwacht. Zudem fordert man die Bewohner dazu auf, andere Bewohner zu beobachten und wenn diese „Fehler“ machen, soll dies den Direktoren gemeldet werden. Es herrscht also eine kollektive Überwachung, wie es z. B. gerade in China etabliert wird und es schon in anderen Diktaturen gab. Für die Bewohner gibt es eigene Opus Dei-Ärzte. Ehemalige Bewohner berichteten auch, dass sie beruhigende Medikamente von diesen Ärzten bekamen. Es würde mich nicht überraschen, wenn man den Bewohnern Medikamente ins Essen mischt. Bewohner werden dazu aufgefordert, nur Essen aus der Küche der Wohngemeinschaft zu essen und kein Essen von aussen in die Wohngemeinschaft zu bringen. Ehemalige Mitglieder berichten von hypnoseartigen Ritualen. Ist eine Person lange Zeit in so einer Wohngruppe (manche sind schon seit Jahren dort), steht sie komplett unter Gehirnwäsche. Diese treuen Anhänger können den Direktoren dabei helfen, die Neuankömmlinge in der Wohngruppe einer Gehirnwäsche zu unterziehen und helfen auch neue Mitglieder anzuwerben. Kurz gesagt: In diesen Wohngemeinschaften werden die Bewohner ziemlich offensichtlich einer Gehirnwäsche unterzogen. (Mehr dazu) Manche Leser haben vielleicht schon von der Verschwörungstheorie gehört, dass Sekten in den USA wie Scientology von den amerikanischen Geheimdiensten gelenkt werden und an den Sektenanhängern mit Gehirnwäsche experimentieren. Es gab drei Sekten bei denen die Involvierung von Geheimdiensten aus meiner Sicht sehr plausibel wären: der Peoples Temple in Jonestown und die Branch Davidians in Waco sowie die Sekte in der Colonia Dignidad. Die CIA und der rumänische Geheimdienst sowie vermutlich noch weitere Geheimdienste haben in der Vergangenheit mit Gehirnwäsche experimentiert und gingen dabei äusserst skrupellos vor (Quelle: 1 und 2). Vielleicht war die Vatikanelite neidisch auf die CIA und wollte auch ein eigenes Gehirnwäscheprogramm. Ich geh davon aus, dass diese Opus Dei-Wohngemeinschaften ein von der Vatikanelite initiiertes Mind Control-Projekt sind.

Im Opus Dei sind wie gesagt auch einflussreiche Persönlichkeiten vertreten, darunter auch hochrangige Priester, Politiker, Beamte und Geschäftsleute. Diese werden aber scheinbar nicht einer Gehirnwäsche unterzogen, sondern sollen vermutlich den Einfluss des Opus Dei sicherstellen. Der Opus Dei dient somit einerseits wie die anderen Vatikanorden zur Elitenbildung der Vatikanelite. Anderseits wird ein Gehirnwäscheprogramm durchgeführt, getarnt als konservativ-christliche Wohngemeinschaften. Der Vatikan hält scheinbar seine schützende Hand über das Projekt.

Das Einflussgebiet des Opus Dei umfasst vor allem Spanien, Italien und Südamerika (also Länder wo der Vatikan traditionell viel Einfluss hat). Auffällig viele Mitglieder gehörten zur politischen Elite in der spanischen Diktatur unter Franco. Die wichtigsten offiziell bestätigten Mitglieder wären:

  • Mariano Navarro Rubio: Er war spanischer Finanzminister und Chef der spanischen Zentralbank zur Zeit der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Laureano López Rodó: Er war spanischer Aussenminister in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Alberto Ullastres: Er war spanischer Handelsminister in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Vicente Mortes: Er war Minister für Wohnungsbau in der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Gregorio López-Bravo: Er war spanischer Industrieminister in der Franco-Diktatur. Später war er in der Führung von diversen spanischen Grossunternehmen. (Quelle)
  • Antonio Fontán: Nach der Franco-Diktatur wurde er der erste Senatspräsident von Spanien und war Mitverfasser der spanischen Verfassung. (Quelle)
  • Adolfo Suárez: Er wurde der erste spanische Regierungschef nach der Franco Diktatur. (Quelle)
  • Federico Trillo: Er war von 2000 bis 2004 spanischer Verteidigungsminister (Quelle).
  • Jorge Fernández Díaz: Er war von 2011 bis 2016 spanischer Innenminister. (Quelle)
  • Guillermo Lasso: Er ist derzeit Präsident von Ecuador. (Quelle)
  • Jorge Rossi Chavarría: Er ist ein führender Politiker in Costa Rica. (Quelle) Er war Präsident der Zentralbank von Costa Rica. Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatsreligion in Costa Rica. Es ist somit eines der wenigen christlichen Länder, in dem es keine Trennung von Staat und Religion gibt.
  • Patrick Ngugi Njoroge: Er leitet derzeit die kenianische Zentralbank. (Quelle)
  • Isidre Fainé: Er war bis 2016 Präsident der spanischen Grossbank Caixa und ist ein Freund des ehemaligen spanischen Königs Juan Carlos. (Quelle)
  • José María Ruiz-Mateos: Der Geschäftsmann kontrollierte früher den grössten privaten Konzern in Spanien. (Quelle) Er musste wegen Währungsschmuggel, Betrug und Steuerunterschlagung vor Gericht.
  • Luis Valls Taberner: Der Bankier war viele Jahre in der Führung der spanischen Grossbank Banco Popular. (Quelle)

Weitere bemerkenswerte Personen, die mit dem Opus Dei verbunden sind/waren, aber offiziell keine Mitglieder sind:

  • Gianmario Roveraro: Der italienische Bankier unterhielt enge geschäftliche Beziehungen zum Opus Dei. Er war in den Parmalat-Skandal verwickelt, bei dem es um einen Finanzbetrug des italienischen Lebensmittelkonzerns Parmalat ging. Der Konzern war mit der italienischen Mafia verbunden (Quelle). Gianmario Roveraro verschwand 2006. Seine verbrannte und zerstückelte Leiche wurde zwei Wochen später gefunden. Ein Tag vor seinem Verschwinden besuchte er eine Veranstaltung des Opus Dei. (Quelle)
  • Joachim Meisner, Rainer Maria Woelki und Dominikus Schwaderlapp: Die drei deutschen Bischöfe stehen dem Opus Dei nahe, sind aber nach eigenen Angaben nicht Mitglied (Quelle: 1, 2, 3). Die drei hochrangigen Priester beteiligten sich an der Vertuschung von Kindesmissbrauch in der Kirche. Nach einer Aussage eines Missbrauchsopfers, die vom Gericht als glaubwürdig eingestuft wurde, gab es ein Missbrauchsnetzwerk bestehend aus Priestern, Politikern und Richtern (Quelle: 20:30 bis 24:30). Der vielfache Missbrauch sei mit dem Wissen von „Polizei, Justiz, Jugendamt und Bischof“ geschehen. (Quelle) Die kritische (aber seriöse) Nachrichtenplattform The Daily Beast aus den USA veröffentlichte einen Artikel, der auf einen Bericht verweist, der seltsamerweise von den meisten deutschen Leitmedien ignoriert wird. Nach dem Bericht hatten Nonnen, die Waisenkinder betreuten, die Kinder den Pädophilen zu Verfügung gestellt und erhielten dafür Geld. Zu den Kunden sollen auch Geschäftsleute gehört haben. Es soll auch zu Orgien gekommen sein. (Quelle) Nach einer Aussage eines weiteren Opfers soll sich auch eine Nonne aktiv am Missbrauch beteiligt haben. Ein scheinbar pädophiler Münchner Stadtrat war regelmässig zu Besuch im Heim. Nach Aussagen weiterer Opfer war der Pädophilenring mit mehreren Kinderheimen in Deutschland verbunden. (Quelle: 1 und 2)

Bemerkenswerte Heiraten

Die Familie heiratete in der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends in viele Adelsfamilien, aber in keine Herrscherfamilien. Erst seit dem 18. Jahrhundert heirateten sie nach und nach in mächtigere Hochadelsfamilien und fanden so Anschluss an den inneren Kreis der europäischen Hochadelselite. Sie sind über Heiraten vor allem mit der katholischen Adelselite verbunden.

Sie heirateten in den letzten 150 Jahren dreimal in die österreichische Königsfamilie. Die Familie ist bis heute im Malteserorden (alter Vatikanorden) vertreten und gilt als sehr angesehen im Orden.

Nikolaus von Liechtenstein (*1947) heiratete in die Königsfamilie von Luxemburg, die im Malteserorden vertreten ist.

Stefan von Liechtenstein (*1961) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Thun und Hohenstein. Graf Galeas von Thun und Hohenstein war von 1905 bis 1931 Grossmeister des Malteserordens.

Sie heirateten in den letzten 200 Jahren viermal in die ungarische Adelsfamilie Esterházy. Graf János Esterházy de Galántha gehört derzeit zur Führung des Malteserordens.

Der derzeitige Erbprinz Alois von Liechtenstein (*1968) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Bayern, die ebenfalls im Malteserorden vertreten ist. Die Familie kommt aus der Uradelsdynastie Wittelsbach. Die Wittelsbacher waren lange Zeit die Königsfamilie der deutschen Provinz Bayern und stellten Könige von noch weiteren Ländern. Sie sind schon seit Jahrhunderten mit dem Vatikan verbunden.

Die Fürstenfamilie heiratete in den letzten 350 Jahren dreimal in die Adelsfamilie Löwenstein-Wertheim, die ein Seitenzweig der Wittelsbacher ist. Die Familie Löwenstein-Wertheim ist ebenfalls mit dem Vatikan verbunden. Sie waren auch in den letzten 100 Jahren im Malteser- und Jesuitenorden sowie im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem vertreten, drei vatikanverbundene Orden. Die Familie stellte drei Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Das Zentralkomitee ist ein Zusammenschluss katholischer Interessensvertreter in Deutschland und wird scheinbar von der deutschen Vatikanelite gesteuert.

Vincenz von Liechtenstein (1950-2008), der Mitglied des Opus Dei war, heiratete in die französische Adelsfamilie Cossé-Brissac. Sie gehört zusammen mit den Hochadelsfamilien Bourbon und Orléans zur Führung des Ordens des Heiligen Lazarus. Der Vatikanorden wurde 1910 gegründet und ist ein Nachfolgerorden des Lazarus-Ordens, der vom 12. bis 19. Jahrhundert aktiv war. Die Hochadelsfamilien Bourbon und Orléans sind zwei der drei nicht amtierenden französischen Königsfamilien. Gundakar von Liechtenstein (*1949) heiratete die Tochter des Oberhauptes der Hochadelsfamilie Orléans.

Barbara von Liechtenstein (*1942) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Serbien (Haus Karađorđević).

Friedrich von Liechtenstein (1871-1959) heiratete eine Gräfin aus der ungarisch-österreichischen Uradelsfamilie Apponyi. Das bekannteste Familienmitglied wäre Geraldine von Apponyi (1915-2002), die in die albanische Königsfamilie heiratete und dadurch Königin von Albanien wurde.

Sie heirateten in den letzten 50 Jahren zweimal in die deutsche Uradelsfamilie Waldburg-Zeil, die traditionell mit dem Vatikan verbunden ist. Das derzeitige Oberhaupt Erich von Waldburg zu Zeil und Trauchburg ist Mitglied des Malteserordens. Er und seine Familie sind an deutschen Zeitungen und Radiosendern beteiligt. Im Zeitraum 2001 waren sie noch Milliardäre mit einem Vermögen etwa 2,5 Milliarden Euro (Quelle). 2014 wurde das Vermögen 650 Millionen Euro geschätzt (Quelle).

Johann von Liechtenstein (1914-2004) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Thurn und Taxis, die heute noch im Malteserorden vertreten ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte sie zu den reichsten Familien Deutschlands (Quelle). Heute sind sie Milliardäre (Quelle: 1 und 2).

Marie von Liechtenstein (1914-2011) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Eltz. Der katholische Priester Johannes zu Eltz (*1957) ist der derzeitige Stadtdekan von Frankfurt. Er war an Jesuitenuniversitäten, die eng mit dem Vatikan verbunden sind. Jakob zu Eltz (1921-2006) vertrat den Malteserorden in Deutschland. Er war ein Grossvater des deutschen Expolitikers und Lobbyisten Karl-Theodor zu Guttenberg, der deutscher Verteidigungsminister war. Als sich Kroatien 1991 unabhängig von Jugoslawien machte, trat Jakob zu Eltz in die kroatische Politik ein. Die katholische Kirche bzw. der Vatikan ist noch immer sehr einflussreich in Kroatien (Quelle).

Franziska von Liechtenstein (1930-2006) heiratete einen Grafen aus der deutschen Uradelsfamilie Spee, die heute noch im Malteserorden vertreten ist.

Louisanne von Liechtenstein (1907-1994) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Galen. Der CDU-Politiker Christoph Bernhard von Galen (1907-2002) verkehrte im Vatikan.

Georg von Liechtenstein (1911-1998) heiratete die Tochter des damaligen Oberhauptes der deutschen Hochadelsfamilie Württemberg. Das Haus Württemberg war früher die Königsfamilie der deutschen Provinz Württemberg und brachte mehrere Freimaurer hervor. Karl Aloys von Liechtenstein (1878-1955) heiratete ebenfalls in das Haus Württemberg. Gundakar von Liechtensteins (*1949) Frau kam mütterlicherseits ebenfalls aus dem Haus Württemberg.

Sie heirateten in den letzten 200 Jahren viermal in die böhmische Uradelsfamilie Lobkowitz. Der böhmische Adel ist traditionell mit der österreichischen Königsfamilie verbunden, die früher über Böhmen herrschte. Böhmen macht das heutige Tschechien aus. Mitglieder der Lobkowitz Familie sind in der tschechischen Politik. Es sind immer noch viele böhmische Adelsfamilien in der tschechischen Politik vertreten, manche auch in hohen Positionen. Beispielsweise der Aussenminister Karel Schwarzenberg, der das Oberhaupt der Uradelsfamilie Schwarzenberg ist. Das Haus Liechtenstein heiratete in letzten 200 Jahren zweimal in die Familie Schwarzenberg.

Adelheid von Liechtenstein (*1981) heiratete in die böhmisch-österreichische Adelsfamilie Coudenhove-Kalergi. Graf Richard Coudenhove-Kalergi gründete 1923 die Paneuropa-Union und war bis zu seinem Tod 1972 deren Präsident. Die Paneuropa-Union ist die älteste europäische Einigungsbewegung und sie plante die Gründung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Richard war ein Vertrauter von Otto von Habsburg aus der ehemaligen Königsfamilie Österreichs (Quelle). Seit Richards Tod wird die Paneuropa-Union von den Habsburgern geführt. Richard war Freimaurer (Quelle). Adelheid von Liechtensteins Mann war mütterlicherseits ein Nachfahre von einflussreichen Kolonialfamilien aus den USA. Zu seinen Vorfahren gehörten die Kolonialfamilien Lee, Vanderbilt, Carter, Calvert und Bowie.

Eugen von Liechtenstein (*1939) heiratete in die österreichische Adelsfamilie Goëss. Die österreichische Milliardärin Heidi Horten heiratete ebenfalls in die Goëss Familie (Quelle). Übrigens verkehrte Heidi im Zeitraum 2004 mit den österreichisch-deutschen Milliardärsfamilien Porsche, Piëch und Flick (Quelle).

Anna von Liechtenstein (*1970) heiratete in die österreichische Adelsfamilie Kottulinsky. Der ÖVP-Politiker Kunata Kottulinsky (1914-2004) gehörte zur Führung der österreichischen Industriellenvereinigung, welche die Interessen der österreichischen Wirtschaft vertritt. Er war Vizepräsident der österreichischen Zentralbank.

Karoline von Liechtenstein (1836-1885) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Schönburg. Der deutsche Journalist Graf Alexander von Schönburg-Glauchau gehörte zur Führung der Bild Zeitung, die meistgelesene Zeitung Deutschlands.

Franz I. von Liechtenstein (1853-1938) heiratete eine Tochter von Wilhelm Gutmann. Gutmann war der führende Kohleunternehmer in Österreich-Ungarn und wurde in den Adel aufgenommen. Die Frau von Franz hatte eine Schwester, die in die britisch-jüdische Montefiore Familie heiratete (die Montefiores heirateten auch in die Rothschild Familie). Die Gutmann Familie gründete und kontrollierte früher die Bank Gutmann. Die österreichische Privatbank verwaltet derzeit über 26 Milliarden Euro/30 Milliarden US-Dollar.

Philipp von Liechtenstein (1837-1901) heiratete eine Tochter des österreichisch-jüdischen Bankiers Moritz Todesco, der in den österreichischen Adel aufgenommen wurde.

Nora von Liechtenstein (*1950) heiratete einen spanischen Markgrafen.

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