Johnson Familie (Fidelity)

Die US-amerikanische Johnson Familie gehört mit einem Vermögen von 61,2 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien der Welt (Quelle).

Die Familie gründete und führt Fidelity Investments (FMR), einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. Die Familie hält knapp die Hälfte der Anteile am Unternehmen. Fidelity Investments war 2021 der viertgrösste Vermögensverwalter der Welt. Der Konzern verwaltet ein Vermögen im Wert von 4,2 Billionen US-Dollar und verwahrt ein Vermögen von 11,1 Billionen Dollar (Stand: September 2021).

Im Jahr 2011 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Fidelity Investments (FMR) belegte Platz 3 auf der Liste (Quelle).

Fidelity Investments gehört zu den grossen Finanzdienstleistern, die auch als Schattenbanken bekannt sind. Die wichtigsten neben Fidelity Investments wären derzeit folgende: BlackRock, The Vanguard Group, State Street Global Advisors, Pimco, Capital Group, Invesco, Franklin Templeton und Northern Trust. Diese neun Unternehmen haben ihren Sitz in den USA und verwalten zusammen 35 Billionen US-Dollar (Stand: September 2021). (Quelle) Zu ihren Kunden gehören Superreiche, Versicherungen, Stiftungen, Staatsfonds, Finanzabteilungen von Unternehmen und Pensionskassen. Diese Unternehmen kamen in den letzten 30 Jahren zu grossem Einfluss. Sie sind weltweit an Unternehmen beteiligt und besitzen oft mehrere Prozent aller Aktien eines Unternehmens. Angenommen diese Finanzkonzerne würden alle als Team zusammenarbeiten, dann wären sie bei allen börsennotierten Grosskonzernen und Grossbanken in den USA Hauptaktionär mit einem gemeinsamen Anteil von 15 bis 30 Prozent, ausser bei Unternehmen, die sich mehrheitlich in Besitz von Familien oder Einzelpersonen befinden. Aber auch im Ausland wären diese Finanzkonzerne Hauptaktionär vieler grosser Unternehmen. In Deutschland und Grossbritannien beispielsweise besitzen diese Finanzkonzerne zusammen oft mehr als 10 Prozent eines börsennotierten Unternehmens. Dadurch besitzen sie in den meisten Fällen auch Stimmrechte und können so weltweit Einfluss auf Unternehmen ausüben. Diese Finanzkonzerne sind über Beteiligungen untereinander verbunden. So besitzen Fidelity, Vanguard und die Capital Group derzeit zusammen 15 Prozent vom weltweit grössten Vermögensverwalter BlackRock.

Fidelity Investments wurde 1946 von Edward C. Johnson II. (1898-1984) gegründet. Sein Sohn Edward Johnson III. (*1930) war 37 Jahre lang CEO von Fidelity Investments und dessen Tochter Abigail Johnson (*1961) ist derzeit Vorsitzende, Präsidentin und CEO des Unternehmens. Die Zeitschrift Forbes zählt sie zu den mächtigsten Frauen der Welt.

Abigail Johnson arbeitete beim Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton, das ziemlich offensichtlich den Geheimdiensten nahesteht. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es “die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle) Bei Booz Allen Hamilton lernte Abigail ihren Ehemann kennen (Quelle).

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

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