Mohn Familie

Die Mohn Familie kontrolliert schon seit 100 Jahren den deutschen Medienkonzern Bertelsmann, der zu den grössten der Welt gehört und der wichtigste im deutschsprachigem Raum ist. 2018 war Bertelsmann das zweit grösste Medienunternehmen Europas. Zu Bertelsmann gehören unter anderem die Sender RTL, VOX, N-TV und die Magazine Stern und Geo sowie 25% vom Spiegel. Sie kontrollieren zudem die Bertelsmann Stiftung, eine der wichtigsten Stiftungen der deutschen Elite. Das Vermögen der Familie Mohn wird auf 2,8 Milliarden Euro geschätzt (stand 2019).

Heinrich Mohn (1885-1955) übernahm ab 1921 die Führung des Bertelsmann Verlags. Nach der Machtübernahme Hitlers wurde Bertelsmann zum wichtigsten Verleger des deutschen Naziregimes und verbreiteten deren Propaganda. Heinrich unterstütze zudem die SS finanziell. Obwohl Heinrich Mohn mit seinen Medien das Naziregime massgeblich unterstütze, bekam er nach Kriegsende keine juristische Konsequenzen zu spüren. Die Alliierten, die Deutschland besetzten, wussten natürlich, dass Heinrich Mohn einer der wichtigsten Akteure der NSDAP-Propaganda war. Trotzdem sahen sie keinen Grund ihn vor Gericht zu bringen, obwohl die Alliierten nach Kriegsende 50 000 bis 60 000 Personen verurteilten. Viele der Verurteilten waren kleine Fische, also nur kleine Rädchen im System der Nazis, während die wirklich wichtigen Förderer und Architekten des Naziregimes grösstenteils ungeschoren davon kamen.

Nach dem Krieg übergab Heinrich das Verlagsgeschäft seinem Sohn Reinhard Mohn (1921-2009), der es dann zu einem multimedialen Grosskonzern ausbaute. Reinhard gründete 1977 die Bertelsmann Stiftung. Diese spielte eine wichtige Rolle bei der Einführung von Hartz 4. Dazu gibt es ein drei Minuten Video, wo es einfach erklärt wird. Interessanterweise ist Bertelsmann über die Sender RTL und RTL2 einer der wichtigsten Förderer des deutschen Verblödungsfernsehen (Assi-TV), in dem oft Hartz 4 Empfänger schlecht gemacht werden.

Nach Reinhards Tod übernahm seine Frau Liz Mohn (*1941) die Führung. Sie erhielt 2008 den „Vernon A. Walters Award“, einen Preis der Atlantik-Brücke. Die Atlantik-Brücke ist ein einflussreicher Think Tank, der die Beziehungen zwischen der deutschen und der US-amerikanischen Elite fördert. Es ist eine der wichtigsten deutschen Denkfabriken und wurde von dem deutsch-amerikanischen Bankier Eric Warburg gegründet. Liz Mohn erhielt den Preis für ihr Engagement bei der Förderung des transatlantischen Verhältnisses und ihre Verdienste um die deutsch-israelischen Beziehungen. Was genau ihr Engagement war ist unbekannt. Ich vermute es hängt damit zusammen, dass die Bertelsmann-Medien nicht besonders kritisch über die Politik der USA und Israel berichten.

Liz Mohn ist eine Freundin von Angela Merkel (Quelle). Angela Merkel ist auch mit Friede Springer befreundet (Quelle). Angela Merkel, Liz Mohn und Friede Springer kennen auch Hubert Burda. Fotos auf denen sie gemeinsam abgebildet sind findet man über Google. Einfach immer zwei Namen der vier Personen eingeben und man wird fündig.

Die Familien Mohn, Springer und Burda kontrollieren zusammen den grössten Teil der deutschen Medien. Vielleicht einer der Gründe, warum die deutschen Medien Merkel in den letzten 15 Jahren so gut wie nie kritisiert haben.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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