Haus Colonna

Die italienische Uradelsfamilie Colonna war in den letzten 1000 Jahren eine der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie. Sie ist traditionell mit dem Vatikan verbunden und gehört bis heute zum päpstlichen Adel. Vom 12. bis 19. Jahrhundert stellte die Familie regelmässig Kardinäle. Die Familie brachte auch Politiker und Diplomaten hervor und besetzte führende Positionen bei der Armee des Kirchenstaates.

Papst Martin V. (1369-1431) kam väterlicherseits aus der Colonna Familie. Mütterlicherseits kam er aus der italienischen Adelsfamilie Conti. Die Conti Familie stellte vier Päpste und starb im 19. Jahrhundert aus. Die Familien Colonna und Conti stammen der Legende nach von den Grafen von Tusculum ab, deren Familienkreis im 10. und 11. Jahrhundert mehrere Päpste stellte. Die Colonna Familie glaubte oder glaubt noch immer von römischen Herrschern aus der Zeit vor Christus abzustammen, darunter von Julius Cäsar. Die Abstammungslegende der Colonnas geht bis zur griechisch-römischen Götterfamilie zurück. Mehrere führende Königsdynastien in den letzten 3000 Jahren behaupteten von dieser Götterfamilie abzustammen. Die Abstammungslegende der Colonna Familie wird ganz unten in diesem Beitrag erläutert.

Die Colonna Familie ist bis heute eine der wichtigsten Familien der Vatikanelite. Die Colonnas gelten als eine der ältesten und edelsten Familien der Welt. (Quelle)

Filippo III. Colonna (1762-1818) heiratete in die Uradelsfamilie Savoia (Savoyen), eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Filippo III. hatte engen Kontakt zu den Königshöfen von Frankreich und Spanien. Er war ein treuer Mitarbeiter der Päpste Pius VI. und Pius VII.. (Quelle)

In der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends war die Colonna Familie mit der italienischen Uradelsfamilie Orsini verfeindet, die ebenfalls zum päpstlichen Adel gehört. 1511 unterzeichneten die beiden Familien einen Friedensvertrag. Um den Frieden zu sichern, heiratete Fürst Marcantonio II Colonna (1535-1584) in die Orsini Familie. Er vertrat die damalige spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig der Mittelmeerinsel Sizilien. (Quelle)

Kardinal Ascanio Colonna (1560-1608) und Fürst Lorenzo Onofrio Colonna (1637-1689) vertraten die spanischen Habsburger als Vizekönige des Königreiches Aragón (befand sich in Spanien). Fürst Lorenzo vertrat die Habsburger auch als Vizekönig von Neapel in Italien. Kardinal Pompeo Colonna (1479-1532) war ebenfalls spanischer Vizekönig von Neapel.

Fürst Marcantonio Colonna (1724-1796) vertrat die spanische Königsfamilie aus dem Haus Bourbon als Vizekönig von Sizilien. Er war Freimaurer (Quelle).

Die Colonna Familie heiratete im letzten Jahrtausend in die päpstlichen Adelsfamilien Borghese, Caetani, Della Rovere, Massimo, Carafa, Ruspoli, Pamphilj, Del Drago, Barberini, Altieri, Farnese und Tomacelli. Dadurch waren die Colonnas mit mehreren Päpsten verwandt.

Weitere wichtige italienische Adelsfamilien, die mit den Colonnas Ehebindungen eingingen, wären Caracciolo, Borromeo, Ruffo, Imperiali, Mancini, Sforza, Spinola und Doria. Da die Colonnas schon seit mindestens 900 Jahren fast nur in italienische Adelsfamilien heiraten, waren und sind sie mit zahlreichen Familien des italienischen Adels verwandt.

Kardinal Giovanni Colonna (starb 1245) brachte die angebliche Geisselungssäule nach Rom und schenkte sie der Santa Prassede, eine Kirche in Rom, welche die Säule bis heute besitzt. Der Legende nach wurde Jesus Christus vor seiner Kreuzigung an der Säule gegeisselt. Kardinal Colonna soll im Heiligen Land in den Besitz der Säule gelangt sein. (Quelle: 1 und 2) Er war päpstlicher Gesandter des fünften Kreuzzugs zur Rückeroberung der heiligen Stadt Jerusalem (Quelle).

Die Colonna Familie in den

letzten 150 Jahren

1870 wurde der Vatikan von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Colonna Familie gehört zum Schwarzen Adel. Der sizilianische Zweig der Familie war aber eng mit den Savoyens verbunden. 1946 wurde das Königreich Italien aufgelöst und die Savoyens entmachtet, da sie den italienischen Diktator Benito Mussolini unterstützt hatten. Neben der Abschaffung der Monarchie wurden in Italien auch die Adelstitel abgeschafft. Die Mitglieder des päpstlichen Adels, darunter die Colonnas, durften ihre Adelstitel aber behalten und besitzen sie bis heute.

Der Familienzweig Colonna von Paliano

Der Familienzweig stellt seit dem 16. Jahrhundert die Herzöge von Paliano. 1569 erhielten die Colonnas von Paliano vom Papst den Titel Principi, den sie bis heute besitzen. Dieser ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann und zugleich der höchste Titel im italienischen Adel. Der Titel Principi bedeutet ins Deutsche übersetzt Fürst. Im päpstlichen Adel gibt es keinen König, da die Rolle des Königs der gewählte Papst übernimmt. Der päpstliche Adel und der Kirchenstaat sind also eine Wahlmonarchie. Fürstenfamilien wie die Colonnas stehen in der Hierarchie des päpstlichen Adels direkt unter dem Papst. Die meisten Fürstenfamilien stellten früher selbst Päpste und versuchten teilweise die Papstwahlen in ihrem Interesse zu beeinflussen.

Guido Colonna di Paliano (1908-1982) vertrat Italien ab 1933 als Diplomat in New York, Toronto, Kairo, Stockholm und London. In dieser Zeit war Italien eine faschistische Diktatur, die von Benito Mussolini geführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der Diktatur war Guido Colonna Generalvertreter der italienischen Delegation bei den Verhandlungen zum Marshallplan. Von 1948 bis 1956 war er der erste stellvertretende Generalsekretär der OEEC und somit stellvertretender Chef der internationalen Organisation. Die OEEC war der Vorläufer der heutigen OECD. Guido Colonna besetzte eine führende Position im italienischen Aussenministerium und war italienischer Botschafter in Norwegen. Er war von 1962 bis 1964 stellvertretender Generalsekretär der NATO und damit stellvertretender Chef des mächtigsten Militärbündnisses der Welt. Er führte den Vorsitz im Nordatlantikrat, das wichtigste Entscheidungsgremium der NATO. Er war in den 60er Jahren auch Mitglied der EWG/EEC-Kommission. Sie war der Vorläufer der heutigen EU-Kommission. (Quelle: 1 und 2)

Guido Colonna di Paliano gründete 1973 zusammen mit dem US-Amerikaner David Rockefeller die Trilaterale Kommission (Quelle: 1 und 2). Diese einflussreiche Denkfabrik dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan. In der Trilateralen Kommission sind viele Wirtschaftsführer und Politiker vertreten. Guido Colonna wird den Niederländer Max Kohnstamm gekannt haben, da dieser ebenfalls Mitgründer der Trilateralen Kommission war. Kohnstamm war ein Freund der niederländischen Königsfamilie. Kohnstamm war auch Mitgründer des Bilderberg-Treffens und gilt als einer der Gründerväter der EU.

Nachdem Guido Colonna di Paliano seine Karriere als Diplomat aufgegeben hatte, ging er in die Privatwirtschaft. Er war im Vorstand des italienischen Automobilkonzerns Fiat (Quelle). Das Unternehmen wurde von der Agnelli Familie gegründet, die es bis heute kontrolliert. Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien. Guido Colonna kannte Giovanni Agnelli, das Familienoberhaupt. Sie waren gemeinsam bei der Trilateralen Kommission aktiv. (Quelle: Seite 8)

Guido Colonna di Paliano war im Vorstand eines grossen italienischen Elektrounternehmens, das vom US-amerikanischen Mischkonzern General Electric kontrolliert wurde. Guido Colonna war auch im Vorstand des Chemiekonzerns Solvay. (Quelle) Solvay ist eines der grössten belgischen Unternehmen und wird noch immer von der Gründerfamilie (Milliardäre) kontrolliert.

Prinz Ascanio Colonna di Paliano (1883-1971) war seit 1908 als Diplomat tätig. Er vertrat Italien in England, Türkei, Dänemark, Schweden und Ungarn. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er zur italienischen Delegation bei der Pariser Friedenskonferenz. Er war von 1938 bis 1941 italienischer Botschafter in den Vereinigten Staaten. (Quelle) Er vertrat somit den italienischen Diktator Mussolini in den USA. Im Dezember 1941 überbrachte er dem damaligen US-Präsidenten Roosevelt die Kriegserklärung Italiens an die USA. Noch am selben Tag trat Prinz Ascanio zurück von seinem Amt als Botschafter, da er den Krieg mit den USA ablehnte. (Quelle)

Ascanios Bruder Fürst Marcantonio VII. (1881-1947) heiratete Isabelle aus der libanesischen Sursock Familie. Die Sursocks waren im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien des Libanons. Isabelle wurde durch die Heirat Teil der römischen High Society. Sie und ihr Mann waren dem Vatikan treu ergeben. Isabelle erhielt die vatikanische Staatsbürgerschaft, die nur ein paar hundert Personen besitzen. Isabelle empfing in ihrem Palast einflussreiche Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. (Quelle) Die Sursock Familie lebt heute hauptsächlich in Europa und ist mit europäischen Adligen befreundet. Die Sursocks heirateten auch in die thailändische Königsfamilie und in die persische Aristokratenfamilie Aga Khan. Letztere soll angeblich vom Islamgründer Mohammed abstammen. Die Sursock Familie ist mit der Unternehmerfamilie Weston verschwägert, eine der reichsten kanadischen Familien. Die Sursock Familie brachte Freimaurer hervor.

Die Brüder Marcantonio VII. und Ascanio Colonna kamen mütterlicherseits aus der Familie Doria-Pamphilj-Landi. Die Familie bildete sich aus den italienischen Adelsfamilien Doria, Landi und Pamphilj (letztere gehörte zum päpstlichen Adel).

Bis 1968 wurden zahlreiche Ämter des Vatikans von Adligen besetzt und vererbt (Quelle). Seit dem 16. Jahrhundert hatte die Colonna Familie das Privileg, dass ein Familienmitglied bei päpstlichen Zeremonien an der rechten Seite des päpstlichen Throns teilnehmen durfte. Fürst Aspreno Colonna di Paliano (1916-1987) war das letzte Familienmitglied, dem diese Ehre zuteilwurde. Mit seinen 35 Adelstiteln war er eine der adligsten Personen der Hocharistokratie. Auf seiner Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter Mitglieder der Familien Borghese, Gaetani, Torlonia, Massimo, Ruspoli, del Drago, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Mitglieder der oben erwähnten Sursock Familie.
  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens (ein alter Vatikanorden).
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der Agnelli Familie. Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien.

(Quelle)

Prinzessin Adonella Colonna di Paliano (starb 2021) war mit Nicola Carraro verheiratet (Quelle). Dieser war ein Enkel des Verlegers Angelo Rizzoli (Quelle). Aus Rizzolis Verlag entwickelte sich der heutige italienische Medienkonzern RCS MediaGroup. Der Medienkonzern besitzt unter anderem die auflagenstärkste italienische Zeitung Corriere della Sera. Nicola Carraro war ein Cousin des Verlegers Angelo Rizzoli Junior. Dieser war Mitglied der Freimaurerloge P2, die mit der italienischen Mafia verbunden war (Quelle).

Piero Colonna di Paliano (1891-1939) war Mitglied der „Partito Nazionale Fascista“. Die faschistische Partei wurde 1921 von Benito Mussolini gegründet, der später von 1926 bis 1943 als Diktator über Italien herrschte. Piero Colonna war Kommandeur der „Moschettieri del Duce“, die Mussolinis Ehrengarde war. Mussolini ernannte Piero Colonna 1936 zum Gouverneur von Rom. (Quelle) Nach ihm wurde 1939 Giangiacomo Borghese aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese Gouverneur von Rom. Von 1928 bis 1935 hatte Francesco Boncompagni Ludovisi das Amt innegehabt, dessen Familie ebenfalls zum päpstlichen Adel gehört. (Quelle) Der Vater von Piero Colonna war zu Beginn des 20. Jahrhunderts zweimal Bürgermeister von Rom.

Prinz Fabrizio Colonna di Paliano wurde 2014 zum Grossinquisitor des Konstantinordens ernannt. (Quelle) Der Vatikanorden besteht mindestens seit dem Jahr 1190. Der Legende nach wurde der Orden im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Sveva Colonna di Paliano war im Dezember 2021 bei einer Heiligen Messe des Konstantinordens. Neben Sveva Colonna waren bei der Messe Mitglieder weiterer italienischer Adelsfamilien anwesend, darunter Orsini, Caracciolo, del Drago und Gonzaga. Prinzessin Khetevane Bagration Moukhrani war auch dabei. (Quelle) Sie kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie Georgiens. Die Familie soll von den Davididen abstammen, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem herrschten. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen (Quelle).

Prinz Piero Colonna di Paliano wurde 2020 zum Delegierten des Konstantinordens in der Schweiz ernannt. Der vorherige Ordensdelegierte in der Schweiz kam aus der Hochadelsfamilie Habsburg. Prinz Piero wurde vom Grossmeister persönlich in das Amt gewählt. (Quelle) Der Grossmeister kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien, die seit fast 300 Jahren den Konstantinorden führt.

Zwei Mitglieder der Familie Colonna di Paliano waren 2003 bei einer Veranstaltung zur Taufe einer Prinzessin aus der sizilianischen Königsfamilie. Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens (alter Vatikanorden)
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Mitglied der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Prinz Prospero Colonna wurde 2004 in die Führung des Malteserordens gewählt (Quelle). Fabrizio Colonna ist derzeit Vizepräsident der italienischen Vereinigung des Malteserordens (Stand: 16.2.2022) (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Die Colonna Familie brachte im letzten Jahrtausend mehrere Ritter des Malteserordens hervor. Der Malteserorden ist eng mit dem Konstantinorden verbunden. Seit 1878 ist jeder Prinz und Grossmeister des Malteserordens automatisch ein hochrangiges Mitglied des Konstantinordens (Quelle).

Olimpia Colonna di Paliano kennt ein Mitglied der italienischen Uradelsfamilie Imperiali (Foto).

Der Familienzweig Colonna von Stigliano

Dieser Familienzweig besitzt seit 1688 den Adelstitel eines Prinzen/Fürsten.

Fürst Prospero Colonna di Stigliano (*1938) heiratete Frances Loftus. Sie hat eine Tochter aus einer anderen Ehe, Jayne Wilby, die einen Grafen aus der englischen Adelsfamilie Herbert von Carnarvon heiratete. (Quelle: 1 und 2)

Fürst Prospero Colonna verwaltet den Palazzo Colonna, der Familienpalast der Colonnas. 2019 besuchte Peng Liyuan den Palazzo Colonna und traf dabei Fürst Prospero. Liyuan ist die Ehefrau des derzeitigen chinesischen Präsidenten Xi Jinping. (Fotos: 1 und 2). Jinping und seine Frau trafen sich mit vielen Königsfamilien.

Bei einer Veranstaltung im Palazzo Colonna 2019 waren neben Prospero und Laurentia Colonna folgende Personen anwesend:

  • Giovanni Battista Re, der derzeit hochrangigste Kardinal der katholischen Kirche (Foto).
  • Mitglieder der päpstlichen Adelsfamilien Torlonia, Pallavicini und Odescalchi.
  • Patrizia Memmo, die in die päpstliche Adelsfamilie Ruspoli heiratete. Ihr Vater Roberto war mit den katholischen Königsfamilien Savoyen, Grimaldi und Bourbon befreundet.
  • Mitglieder der Adelsfamilie Brachetti Peretti. Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen.

(Fotos: 1, 2, 3, 4)

  • Die Gräfin Marisela Federici (Foto). Marisela war eine enge Freundin von Susanna Agnelli aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Marisela war mit dem libanesisch-ägyptischen Geschäftsmann Roger Tamraz verheiratet, der den Ölkonzern Tamoil gründete. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Carlos Delgado Chalbaud, war Präsident von Venezuela. (Quelle)
  • Ein Mitglied der italienischen Adelsfamilie Borromeo (Foto).
  • Ein Mitglied der österreichischen Uradelsfamilie Windisch-Graetz (Foto).
  • Die italienischen Geschäftsmänner Valter Mainetti und Pietro Salini (Fotos: 1 und 2).
  • Die Modedesignerin Anna Fendi, Gründerin der Modemarke Fendi (Foto).
  • Der Politiker und Sportfunktionär Franco Carraro (Foto). Er war Bürgermeister von Rom.

Fürst Prospero Colonna kennt Mariano Hugo, das derzeitige Oberhaupt der österreichischen Uradelsfamilie Windisch-Graetz (Foto). Mariano Hugo war Botschafter des Malteserordens in Slowenien (Quelle). Er heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Österreich (Haus Habsburg).

Prinz Fabio Colonna di Stigliano (1874-1930) heiratete in die italienisch-jüdische Morpurgo Familie (Quelle). Giuseppe (Joseph) Morpurgo gründete 1831 die Assicurazioni Generali, die sich schnell zu einem führenden Versicherungsunternehmen entwickelte. Sie ist heute eines der grössten italienischen Unternehmen und einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt.

Catherine Colonna di Stigliano organisierte 2012 einen Ball in Monaco. Der Ball stand unter der Schirmherrschaft des monegassischen Fürsten Albert II. Zu den Gästen gehörten:

  • Columba Bush aus der US-amerikanischen Präsidentenfamilie Bush
  • Der indische Milliardär Ravi(kant) Ruia
  • Ein Prinz aus der russischen Zarenfamilie
  • Der armenische Prinz Rudolf Kniase Melikoff/Melikov
  • Der tschechische Graf Adrien Kamenicky
  • Marc Sursock (die Sursock Familie heiratete wie bereits erwähnt in die Colonna Familie)

(Quelle)

Der Ball wurde vom indischen Aristokraten Arvind Singh Mewar geleitet, der dabei persönlichen Kontakt zu Catherine Colonna hatte. Arvinds Tochter Padmaja war auch auf der Feier. (Quelle) Arvind ist der nicht amtierende König der indischen Region Mewar. Er ist das Oberhaupt der Sisodia-Dynastie. Diese war seit dem 14. Jahrhundert eine Herrscherfamilie. Der Überlieferung nach stammen sie von der Guhila-Dynastie ab, die bereits im ersten Jahrtausend zu den indischen Königsfamilien gehörte.

Der indische Modedesigner Raghavendra Rathore war ebenfalls beim Ball dabei (Quelle). Er kommt aus der Rathore-Dynastie, eine der ältesten und wichtigsten indischen Aristokratenfamilien. Die Frau des derzeitigen Familienoberhauptes kommt mütterlicherseits aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Nepal. (Quelle) Die Rathore-Dynastie herrschte seit dem 13. Jahrhundert über Jodhpur (Königreich Marwar). Später bildeten sich Familienzweige, die über weitere indische Staaten herrschten. Der heutige Bundesstaat Indien entstand aus dem Zusammenschluss von paar hundert Monarchien und ist bis heute ein föderaler Staat. Der Legende nach stammt die Rathore-Dynastie von Rama ab (Quelle). Rama ist eine mythologische Figur, die im Hinduismus verehrt wird. Rama war der Sohn eines Königs aus der Sonnendynastie, zu der auch Siddhartha Gautama (Buddha) gehörte, der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus den Buddhismus begründete. Die oben erwähnte Sisodia-Dynastie, die beim Ball in Monaco dabei war, führt ihre Abstammung ebenfalls zur Sonnendynastie zurück. Die Sonnendynastie wurde vom mythologischen König Ikshvaku gegründet. Dieser war ein Enkel des hinduistischen Sonnengottes Surya. Der Sonnengott war wiederum ein Urenkel von Brahma, einer der Hauptgötter im Hinduismus. Die Colonna Familie soll ebenfalls göttlicher Abstammung sein und von Gottheiten aus der griechischen und römischen Mythologie abstammen (wird ganz unten erläutert).

Der Familienzweig Colonna von Cesarò

Dies ist der sizilianische Zweig der Colonna Familie.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1810-1869) und sein Sohn Calogero unterstützten einen Volksaufstand auf der Mittelmeerinsel Sizilien. Der Aufstand richtete sich gegen die damalige sizilianische Königsfamilie. Der Aufstand scheiterte und Calogero Colonna musste im April 1860 ins Gefängnis. Im Mai 1860 startete der italienische Revolutionär Giuseppe Garibaldi und seine Anhänger die Invasion Siziliens, was zum Sturz der sizilianischen Königsfamilie führte. Unter der Besatzung von Garibaldi wurde Herzog Giovanni Colonna Gouverneur der sizilianischen Hauptstadt Palermo. 1861 wurde Sizilien Teil des im selben Jahres gegründeten Königreichs Italien, das bis 1946 bestand und von der italienischen Uradelsfamilie Savoyen regiert wurde. Calogero Colonna unterstützte den Anschluss Siziliens an das Königreich und sein Vater Giovanni wurde Senator des Königreiches. Herzog Giovanni erhielt zwei Orden von der italienischen Königsfamilie. Calogero Colonna, der den Herzogstitel erbte, vertrat das italienische Königreich als Diplomat in London und Paris. (Quelle)

Anmerkung: Der Revolutionär Giuseppe Garibaldi war Freimaurer, wie viele der führenden Köpfe der italienischen Einigungsbewegung. Er war 1864 kurze Zeit Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende italienische Freimaurergrossloge ist (Quelle). Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen. Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiationsgrade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des Memphis-Misraim-Ritus. Der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, ein Bekannter von Giuseppe Garibaldi, war Mitgründer und der zweite Gross-Hierophant des Ritus. (Quelle) John Yarker war Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Yarker war Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA). (Quelle) Die SRIA ist der englische Zweig der Rosenkreuzer. 1888 gründeten drei SRIA-Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung im angloamerikanischen Raum wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge, darunter Freimaurer und Rosenkreuzer, gründeten kurze Zeit darauf den Ordo Templi Orientis (OTO), der ebenfalls zu einer wichtigen Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle).

Baron Niccolò Turrisi Colonna (1817-1889) kam mütterlicherseits aus der Familie Colonna di Cesarò. Er ging in die sizilianische Politik und bekam einen Ministerposten. Später unterstützte er den Sturz der sizilianischen Königsfamilie 1860 und führte als Präsident des Kriegskomitees die sizilianischen Aufständischen an. Baron Colonna war in den 1880er Jahren zweimal Bürgermeister der sizilianischen Hauptstadt Palermo. Er erhielt einen Orden von der italienischen Königsfamilie. (Quelle)

Nachdem der Revolutionär und Freimaurer Giuseppe Garibaldi 1860 Sizilien besetzt hatte, wurde Baron Niccolò Turrisi Colonna Chef der Nationalgarde in der Hauptstadt Palermo. Er richtete eine neue Polizei und eines neues Militär für Sizilien ein. Er errichtete eine Landpolizei, die Landgüter bewachen sollte. (Quelle) Zu dieser Zeit bildeten sich innerhalb von Polizei und Militär kriminelle Strukturen, aus denen sich später die sizilianische Mafia (Cosa Nostra) entwickelte. Sie war die erste Mafia und gilt heute noch als eine der mächtigsten Mafiaorganisation der Welt. Sie ist international aktiv und mit weiteren kriminellen Vereinigungen vernetzt. Man geht davon aus, dass die ersten sizilianischen Mafiamitglieder zum grossen Teil aus sogenannten Gabelloti bestanden. Diese pachteten und bewachten Anwesen und Felder von Grossgrundbesitzern. Nachdem Sizilien Teil des italienischen Königreiches wurde, verschlechterte sich die öffentliche Sicherheit in Sizilien und es kam zu Diebstahl und Plünderungen. Darauf verpachteten viele Grossgrundbesitzer, die aus Adligen und wohlhabenden Grossbauern bestanden, ihr Land an die Gabelloti, deren Schutztruppen die Felder bewachten. Sie waren also sowas wie ein privater Sicherheitsdienst der reichen Gutsbesitzer. Die Familie Colonna di Cesarò gehörte damals zu den grössten Landbesitzern Siziliens.

Baron Niccolò Turrisi Colonna liess seine Besitztümer ebenfalls bewachen. Unter seinen Wächtern waren mehrere Mafiamitglieder, die 1874 verhaftet wurden, als die Polizei die Besitztümer des Barons durchsuchte. Der italienische Politiker Baron Leopoldo Franchetti war einer der Ersten, der öffentlich auf den Einfluss der Mafia auf die Politik aufmerksam machte. Er behauptete, dass Baron Colonna als einflussreicher Politiker die Mafiabosse schütze. Der führende italienische Politiker Domenico Farini (Freimaurer) sagte aus, ihm sei von Politikern gesagt worden, dass Baron Colonna der führende Kopf der Mafia sei. (Quelle: 1 und 2) Als Baron Colonna 1860 von Garibaldi zum Chef der Nationalgarde in Palermo ernannt worden war, stellte er nach wenigen Tagen Antonino Giammona als Hauptmann einer Abteilung der Nationalgarde ein. Giammona war einer der ersten Mafiabosse. Baron Colonna verteidigte Giammona, als diesem vorgeworfen wurde, kriminell zu sein. Baron Colonna schrieb eine Analyse zu den kriminellen Netzwerken in Sizilien. Er benutzte darin jedoch nicht das Wort „Mafia“, sondern bezeichnete das Netzwerk als eine „kriminelle Sekte“. Baron Colonna geriet 1863 in einen Hinterhalt, als er mit seiner Kutsche unterwegs war, die von fünf Männern beschossen wurde. Der Mordversuch scheiterte. (Quelle: 1 und 2)

Baron Colonna war somit mit dem Gründerkreis der ersten Mafia verbunden oder gehörte gar selbst dazu. Es gibt die Theorie, dass der päpstliche Adel und der Vatikan enge Verbindungen zur italienischen Mafia haben. Mitglieder der namhaften italienischen Adelsfamilien Savoyen, Orsini, Borghese, Caracciolo und Borromeo hatten in den letzten 50 Jahren Kontakte zu mafiaverbunden Personen. Bei den Savoyens sind die Mafiakontakte so offensichtlich, dass es fast schon peinlich ist. Ein Mitglied der päpstlichen Adelsfamilie Borghese soll sogar ein Gipfeltreffen der Mafia besucht haben.

Anmerkung: Die italienische Mafia ist stark katholisch geprägt. Die Ndrangheta, die inzwischen als die mächtigste Mafia gilt, hält christliche Rituale ab. Sie schwören in Ritualen auf die Bibel und wenn ein neues Mitglied aufgenommen wird, schneidet man mit einem scharfen Messer in seinen Finger, sodass ein Blutstropfen auf eine Gebetskarte des Erzengels Michael fällt. Der Erzengel ist angeblich der Schutzheilige der Ndrangheta. Die Hierarchie der Ndrangheta ist in mehrere Ränge (Grade) aufgeteilt. Immer wenn man einen Rang aufsteigt, wird dafür ein Ritual abgehalten, also wie bei den Freimaurern. Gehört man zu den oberen Rängen trägt man Titel wie Kreuzritter, Evangelist und mammasantissima (Heiligste Mutter). Die Ndrangheta ist also nicht nur eine kriminelle Organisation, sondern scheinbar auch ein christlicher Geheimorden, der sich von der Freimaurerei hat inspirieren lassen. Der oberste Titel im Ndrangheta-Geheimbund ist der Conte Ugolino (Graf Ugolino). Der Name bezieht sich vermutlich auf Ugolino della Gherardesca, der im 13. Jahrhundert lebte und aus der bis heute bestehenden italienischen Adelsfamilie Gherardesca kam. Die Ndrangheta ehrt in Ritualen die italienischen Revolutionäre Giuseppe Garibaldi und Giuseppe Mazzini (beides hochrangige Freimaurer). (Quelle: 1, 2, 3) Wie oben bereits erwähnt wurde, bildete sich die italienische Mafia zur Zeit als Giuseppe Garibaldi Sizilien besetzte. Auch die Cosa Nostra aus Sizilien ist geheimbundartig aufgebaut und lässt bei Ritualen ebenfalls Blut auf ein Heiligenbild tropfen. Ein Abstammungsmythos besagt, dass der Mafiageheimbund bereits seit dem Mittelalter bestehen soll. Der Legende nach wurde er von drei spanischen Rittern gegründet, die um das Jahr 1400 auf der Flucht waren und untertauchen mussten, weil sie einen Adligen ermordet hatten. Die drei Ritter waren Osso, Mastrosso und Carcagnosso. Osso verehrte den heiligen Georg und gründete in Sizilien die Cosa Nostra. Mastrosso verehrte die heilige Maria und gründete in Neapel die Camorra. Carcagnosso verehrte den Erzengel Michael und gründete in Kalabrien die Ndrangheta. (Quelle)

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1878-1940) war der Sohn des oben erwähnten Herzogs Calogero Colonna, der wie gesagt mit dem hochrangigen Freimaurer und Revolutionär Giuseppe Garibaldi verbunden war. Herzog Giovanni war mütterlicherseits ein Neffe von Sydney Sonnino, ein einflussreicher Politiker des Italienischen Königreiches. Herzog Giovanni war 1922 Mitgründer und Chef der „Partito Democratico Sociale Italiano“, eine sozialdemokratische Partei. Die Partei wurde von sizilianischen Freimaurern geführt. Herzog Giovanni war einer der hochrangigsten Freimaurer in Sizilien. (Quelle)

1922 übernahm Benito Mussolini die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Herzog Giovanni wurde darauf Postminister in Mussolinis Regierung. 1926 wurden alle Parteien mit Ausnahme der Faschisten verboten, worauf Herzog Giovanni die Politik verliess und seine Partei aufgelöst wurde.

Herzog Giovanni interessierte sich für Esoterik und Anthroposophie. Das Wohnzimmer seiner Mutter war einer der wichtigsten Treffpunkte für Theosophen, Anthroposophen und Okkultisten in Rom. (Quelle) Er war Mitglied der „Gruppo di Ur“, eine esoterische Gruppe in Italien. Die kurzlebige Gruppe war in der Zeit des Mussolini-Regimes aktiv. Einer der führenden Köpfe war der Okkultist Julius Evola. (Quelle) Evola kannte den Putschführer Junio ​​Valerio Borghese aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese.

Die Gruppo di Ur war mit der „Via romana agli dei“ verbunden. Die „Via romana agli dei“ (Römischer Weg zu den Göttern) ist ein bis heute aktiver Kult, der sich hauptsächlich mit römischen Gottheiten und Ritualen befasst sowie mit der Geschichte und Legenden der römischen Herrscher zur Zeit vor Christus. Die Kultmitglieder halten Saturnalien ab, ein Fest im Dezember zu Ehren des römischen Gottes Saturn. Im Gegensatz zu den antiken Saturnalien verzichtet man heute (hoffentlich) auf Tier- und Menschenopfer. Bevor die ersten Päpste im ersten Jahrtausend das Christentum in Rom etablieren konnten, war dort seit mindestens tausend Jahren die Römische Religion die wichtigste Religion gewesen. Ab dem 4. Jahrhundert wurden die Anhänger der Römischen Religion von den Christen unterdrückt. Der Legende nach wurden die römischen Kulte innerhalb von einigen Familien im Geheimen bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben. (Quelle: 1 und 2)

Anmerkung: Vor dem Christentum wurden in Rom auch ägyptische Gottheiten verehrt (Isis- und Osiriskult). Die ägyptischen Gottheiten hatten Einfluss auf die Ägyptische Freimaurerei, die sich ab dem 18. Jahrhundert in Italien bildete und von italienischen Adligen geführt wurde. Mehrere der Gross-Hierophanten (Grossmeister) der Ägyptischen Freimaurerei waren Verwandte der italienischen Adelsfamilien Caetani, Di Sangro, Aquino und Bourbon-Sizilien (die sizilianische Königsfamilie) (Quelle). Die Ägyptische Freimaurerei hatte grossen Einfluss auf den bis heute aktiven Memphis-Misraïm-Ritus. Der bereits erwähnte Revolutionär Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant des Memphis-Misraïm-Ritus (Quelle). Die Ägyptische Freimaurerei wird bis heute praktiziert und der ägyptische Totengott Osiris spielt darin eine zentrale Rolle (Quelle). Osiris kam aus einer Götterfamilie der ägyptischen Mythologie. Seine Familie herrschte über Ägypten (Quelle). Wenn es diese Götterfamilie wirklich gab, dann wäre sie also eine ägyptische Herrscherfamilie gewesen und gehörte demnach zu den frühen Pharaonen. Die bis heute bestehende Hochadelsfamilie Habsburg behauptete früher von Osiris abzustammen (Quelle). Der berühmte Komponist und Freimaurer Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) war ein Bekannter der Habsburger. Als er das Opernstück „Die Zauberflöte“ schuf, liess er sich dabei von der Freimaurerei inspirieren und der Isis und Osiriskult kommt in dem Stück vor. Bei den Götterfamilien aus vorchristlichen Religionen gibt es Hinweise, die stark darauf hindeuten, dass es sich bei den Götterfamilien eigentlich um Königsfamilien handelt. Man findet übrigens weltweit Freimaurerlogen, die nach Gottheiten aus vorchristlichen Religionen benannt sind.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò befasste sich ebenfalls mit Römischen Göttern. Die Colonna Familie behauptete früher von der römischen Götterfamilie abzustammen, was ganz unten erläutert wird. Herzog Giovanni war wie gesagt Mitglied der „Gruppo di Ur“. Die Gruppe befasste sich auch mit Mithraismus, ein alter römischer Geheimkult, der in den ersten Jahrhunderten aktiv war. Der Mithraskult verehrte den römischen Gott Mithras und war in sieben Grade aufgeteilt. Der Kult hielt seine Rituale in unterirdischen Tempeln ab, die Mithräen genannt werden. (Quelle) Auch in den antiken Katakomben der Stadt Rom hielten die Kultanhänger Rituale ab (Quelle). Bis zum Jahr 2005 hatte man zwölf Mithräen in Rom entdeckt. Eines davon befindet sich unter dem Palazzo Colonna, der bis heute der Familienpalast der Colonna Familie ist. (Quelle: 1 und 2) Freimaurer in Grossbritannien befassen sich mit Mithraismus (Quelle). Auch in okkultistischen Kreisen interessiert man sich dafür. Der berühmte Okkultist Aleister Crowley vermutete, dass der römische Gott Mithra identisch mit Baphomet ist. Baphomet wurde angeblich vom Templerorden zur Zeit der Kreuzzüge verehrt. Der unbescheidene Aleister Crowley verlieh sich selbst den Titel Baphomet.

Die Gruppo di Ur war womöglich nach der Stadt Ur benannt, eine der ältesten bekannten Städte der Menschheitsgeschichte. Sie wurde im vierten Jahrtausend vor Christus von den Sumerern errichtet. Die Überreste der Stadt befinden sich im heutigen Irak. Das Volk der Sumerer gilt nach derzeitigem Wissensstand als die erste Hochkultur. Die Sumerer wurden als Hochkultur selbstverständlich von Königsfamilien regiert (Sumerische Königsliste). Abraham/Abram, der im Alten und Neuen Testament sowie im Koran erwähnt wird, kam womöglich aus der Stadt Ur, denn in der Bibel steht: Terach nahm seinen Sohn Abram, seine Schwiegertochter Sarai und seinen Enkel Lot, das Kind seines Sohnes Haran, und verließ Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen (1. Mose 11,31). Abraham war der Legende nach der Vorfahre mehrerer Königsdynastien. Nach Angaben der Bibel wurde Abraham von König Melchisedek gesegnet und er kannte auch den König von Sodom (Quelle). Ich vermute, dass Abraham ein Aristokrat war.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò war Mitglied der Theosophischen Gesellschaft in Rom.

Anmerkung: Die Theosophische Gesellschaft wurde 1875 von der russischen Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky gegründet. Sie kam väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Hahn. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der russischen Hochadelsfamilie Dolgorukow. Die Dolgorukows sind ein Familienzweig der russischen Fürstenfamilie Obolenski. Diese gehört zur Dynastie der Rurikiden, die in der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends über Russland herrschte. Die Dynastie wurde vom russischen Herrscher Rjurik gegründet (lebte im 9. Jahrhundert).

Die Irin Violet Gibson versuchte 1926 den faschistischen Führer Benito Mussolini zu erschiessen, was scheiterte. Im Verhör sagte Gibson, dass sie von Herzog Giovanni und seiner Theosophischen Gesellschaft zum Attentat gebracht wurde. Als die Polizei die Wohnung von Herzog Giovanni durchsuchte, fand sie Dokumente, die darauf hinweisen, dass der Herzog einen monarchistischen Putsch gegen Mussolini plante. Ein italienischer Fürst sagte aus, dass Herzog Giovanni in einem Gespräch ihm gegenüber die Ermordung Mussolinis befürwortete. Doch dann änderte die Attentäterin Violet Gibson ihre Aussage, was den Herzog entlastete. Gibson wurde für verrückt erklärt und kam erst in eine italienische Psychiatrie. Mussolini begnadigte sie, worauf sie in eine Psychiatrie in Grossbritannien kam. Ihr Vater Edward Gibson war der höchste Jurist in Irland und wurde zum Baron geadelt. In der Zeit vor dem Attentat hatte Violet Gibson Kontakte zu esoterischen und theosophischen Kreisen. In jungen Jahren hatte sie ein Jesuitenseminar besucht. (Quelle: 1 und 2) Herzog Giovanni hatte sich mit Hypnose befasst. Ein italienischer Schriftsteller hatte die These, dass Gibson von Herzog Giovanni durch Hypnose zum Attentat gebracht wurde. (Quelle) Auch beim Attentäter Sirhan Sirhan, der 1968 Robert F. Kennedy erschossen hatte, wurde vermutet, dass er unter Hypnose stand.

Simonetta Colonna di Cesarò (1922-2011) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Visconti. (Quelle)

Der Familienzweig Colonna von Sciarra

Dieser Familienzweig besitzt seit dem 17. Jahrhundert den Adelstitel Fürst/Prinz von Carbognano.

Kardinal Girolamo Colonna di Sciarra (1708-1763) war Grossprior des Malteserordens (alter Vatikanorden) in Rom.

Fürst Giulio Cesare Colonna di Sciarra (1702-1787) heiratete in die Barberini Familie, die eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels war. Die Barberini Familie ist im Mannesstamm ausgestorben, aber die heutigen Mitglieder des Familienzweiges Colonna von Sciarra haben Blut der Barberinis in sich.

Fürst Urbano Colonna di Sciarra (1913-1942) war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Seine Tochter Mirta (*1938) heiratete in die Familie Riario-Sforza, die aus den italienischen Adelsfamilien Sforza und Riario hervorging. Mirtas Sohn ist unter dem Namen Urbano Barberini (*1961) bekannt. Sein voller Name lautet Urbano Riario Sforza Barberini Colonna di Sciarra. Er ist ein langjähriger Freund von Alessandra Borghese, die auch die Taufpatin seines Sohnes ist (Quelle). Sie kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese. Urbanos Hochzeit fand in einer Kirche statt, die dem Malteserorden gehört. Der italienische Adlige Ferdinando Brachetti Peretti war auf der Hochzeit. (Quelle) Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen.

Abstammungslegenden der

römischen Aristokratie

Die Colonna Familie ging vermutlich aus der Familie der Grafen von Tusculum hervor. Der Familienkreis der Grafen stellte im 10. und 11. Jahrhundert mehrere Päpste. Auch Marozia, die im 10. Jahrhundert lebte, kam aus dieser Familie. Als Frau war sie nie Papst, aber sie kontrollierte zeitweise den Kirchenstaat und setzte ihren Sohn als Papst ein. Sie war womöglich für die Ermordung zweier Päpste verantwortlich. Angeblich war sie bereits als Sechzehnjährige eine Geliebte von Papst Sergius III.. (Quelle: 1 und 2)

Die belegten Stammlisten der heutigen Hochadelsdynastien reichen 1000 Jahre zurück. Einzelne gehen auch bis ins 8. Jahrhundert zurück. Viele Adelsdynastien behaupteten von Aristokraten abzustammen, die vor mehr als 1500 Jahren gelebt hatten. Für diese Abstammungslegenden gibt es aber keine Beweise und die Mehrheit der Historiker zweifeln diese Legenden an. Man geht davon aus, dass Adelsdynastien selbst Abstammungslegenden konstruierten, um ihren Herrschaftsanspruch zu legitimieren oder um Anerkennung im Hochadel zu erlangen. Mal angenommen, die Abstammungslegenden oder ein Teil davon wären wahr, dann kann man davon ausgehen, dass seit mindestens 3000 Jahren dieselben Blutlinien die Hocharistokratie bilden. Ich selbst weiss natürlich auch nicht, ob an den Legenden was dran ist, aber ich finde als Verschwörungstheoretiker sollte man diese Blutlinien kennen.

Die Colonna Familie glaubte oder glaubt noch immer von der Dynastie der Julier (Gens Iulia) abzustammen. Die Julier gehörten vom 5. Jahrhundert vor Christus bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus zur römischen Elite. Sie brachten mehrere Politiker hervor und heirateten in weitere römische Politikerfamilien der damaligen Zeit. Das bekannteste Familienmitglied der Julier ist Gaius Iulius Caesar (bekannt als Julius Cäsar). Er herrschte im ersten Jahrhundert vor Christus als Diktator über Rom. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Mehrere Mitglieder der Colonna Familie hatten den Namen Giulio Cesare (italienisch für Julius Cäsar).

Julius Cäsar war Pontifex maximus. Er war somit der oberste Hohepriester des römischen Götterkultes. In den Jahren vor Christus Geburt ging der Titel des Pontifex maximus an die römischen Kaiser über. Als das Christentum in Rom eingeführt wurde, ging der Titel an die Päpste über. Noch heute wird der Papst auch als Pontifex maximus bezeichnet.

Julius Cäsar war ein Lover der ägyptischen Königin Kleopatra VII.. Ihr gemeinsamer Sohn war Ptolemaios XV. (Caesarion). Kleopatra kam aus der Dynastie der Ptolemäer, die fast 300 Jahre lang über Ägypten herrschte. Der Legende nach stammten die Ptolemäer von der Argead-Dynastie ab, die im ersten Jahrtausend vor Christus über Makedonien herrschte. Das antike Königreich Makedonien war auf seinem Höhepunkt eines der grössten Reiche der Weltgeschichte. Das bekannteste Familienmitglied der Argead-Dynastie ist der Herrscher Alexander der Grosse, der auch Pharao von Ägypten war. Alexander heiratete zweimal in die persische Dynastie der Achämeniden. Die Achämeniden herrschten im ersten Jahrtausend vor Christus über Persien (heutiger Iran). Das Königreich der Achämeniden war auf seinem Höhepunkt ebenfalls eines der grössten Reiche der Weltgeschichte. Die Argead-Dynastie soll von einer Königsfamilie aus der griechischen Mythologie abstammen, die über die griechische Stadt Argos geherrscht hatte. Der Stammvater Temenos soll ein Ururenkel des griechischen Helden Herakles/Herkules gewesen sein. Herkules war ein Sohn des griechischen Gottes Zeus. Achaimenes, der mythologische Stammvater der Achämeniden, war der Legende nach ein Urenkel von Zeus. Diese antiken Herrscherfamilien betrieben reichlich Inzest, vermutlich um das göttliche Blut zu bewahren.

Die griechische Göttin Aphrodite war eine Tochter von Zeus. Ihr Sohn Aeneas gilt als der mythologische Stammvater der Römer. Er ist der angebliche Vorfahre der Julier und wäre somit der Vorfahre von Julius Cäsar sowie Vorfahre der Colonnas. Die Colonnas behaupteten früher selbst von Aeneas abzustammen (Quelle). Aeneas war über sein Vater Anchises ein Nachkomme der trojanischen Herrscherfamilie aus der griechischen Mythologie. Auch die bis heute bestehenden Hochadelsfamilien Habsburg, Hohenzollern und Anhalt behaupteten früher von Aeneas bzw. von der trojanischen Königsfamilie und der griechischen Götterfamilie abzustammen. Somit gibt es seit 3000 Jahren führende Königsfamilien, die ihre Abstammung zur griechischen Götterfamilie zurückführen. Daher gibt es die Verschwörungstheorie, dass seit 3000 Jahren dieselben Blutlinien über Europa, Nordafrika und den Nahen Osten herrschen und die sich dadurch dazu berufen, fühlen auch in Zukunft weiterhin über diese Völker zu herrschen.

Prinz Prospero Colonna (1858-1937) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Massimo (Quelle). Die Massimo Familie gehört bis heute zum päpstlichen Adel. Der Legende nach gehörten die Päpste Anastasius I. (lebte im 4. Jahrhundert) und Paschalis I. (lebte im 9. Jahrhundert) zu ihren Vorfahren. Die Massimos stammen der Familienüberlieferung nach von der römischen Aristokratenfamilie Fabia (Gens Fabia) ab. (Quelle: 1, 2, 3) Die Fabier waren in den 500 Jahren vor Christus eine der führenden Familien Roms und brachte viele Konsuln und Senatoren hervor. Quintus Fabius Maximus Verrucosus (lebte im 3. Jahrhundert vor Christus) war Diktator von Rom. Auch der Papst Fabianus (lebte im 3. Jahrhundert) kam womöglich aus dieser Familie. Der Legende nach stammten die Fabier von Herkules ab bzw. von der griechischen Götterfamilie. Eine weitere Abstammungslegende der Fabier besagt, dass sie Nachkommen von Evander waren. (Quelle: 1, 2, 3) Evander ist eine Person aus der römischen Mythologie. In der griechischen Mythologie trägt er den Namen Euandros. Er gilt als der Begründer der Lupercalien, ein römisches Fest, bei dem Rituale stattfanden, die man heute als okkultistisch bezeichnen würde. Evander war ein Sohn des griechischen Gottes Hermes, der wiederum ein Sohn von Zeus war. Der Mythologie nach kannte Evander die bereits erwähnten Halbgötter Herkules (Sohn von Zeus) und Aeneas (Enkel von Zeus und legendärer Vorfahre der Colonna Familie).

Fürst Lorenzo Onofrio Colonna (1637-1689) heiratete Maria Mancini aus der italienischen Uradelsfamilie Mancini. Ihr Vater war Nekromant und Astrologe. Sie war eine der berühmten Mancini-Schwestern. Ihre Schwester Olympia Mancini war eine Verdächtige in der Giftaffäre. Bei dem Skandal wurden mehrere Adlige in Frankreich verdächtigt, in Giftmorde, Abtreibungen, Hexerei und Okkultismus verwickelt zu sein.

Die Mancini Familie stammt der Überlieferung nach von der römischen Aristokratenfamilie Hostilia (Gens Hostilia) ab (Quelle: 1, 2, 3, 4). Der Legende nach gehörte auch der Sagenkönig Tullus Hostilius zu dieser Familie. Er soll im 7. Jahrhundert vor Christus gelebt haben und gilt als der dritte König von Rom. Seine Grossmutter war Hersilia. Diese gilt als die Gattin von Romulus. Romulus war der Gründer und erste König von Rom. Er war ein Sohn des römischen Gottes Mars. Der Gott Mars ist vermutlich identisch mit dem griechischen Gott Ares. Man geht davon aus, dass es sich bei der römischen und der griechischen Götterfamilie um dieselbe Familie handelt. Zeus ist beispielsweise die griechische Version des römischen Gottes Jupiter. Die griechische Göttin Aphrodite, die angebliche Vorfahrin der Colonnas, ist identisch mit der römischen Göttin Venus. Übrigens sind unsere Nachbarplaneten und mehrere unserer zwölf Monate nach Mitgliedern der römisch-griechischen Götterfamilie benannt. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Götterfamilie eine alte mächtige Aristokratenfamilie war, die einen extremen Personenkult betrieb, also vom Volk angebetet werden wollte, woraus sich mit der Zeit eine Religion entwickelte. Dass die griechische Götterfamilie in die trojanische Königsfamilie heiratete, spricht ebenfalls dafür, dass es sich bei der Götterfamilie um eine Königsfamilie handelt. Weitere Indizien, die dafür sprechen, wären:

  • Zeus verliebte sich in die phönizische Prinzessin Europa, eine Tochter von König Agenor. Der Kontinent Europa ist nach dieser Prinzessin benannt. Zeus und Europa hatten Kinder, darunter Minos, der König der griechischen Insel Kreta war.
  • Der Titan Atlas gilt als ein Enkel oder Urenkel der griechischen Götter Uranos und Gaia. Atlas gilt als der erste König der legendären Stadt Atlantis sowie als König von Mauretanien. Das Land Mauretanien besteht bis heute und liegt in Afrika.
  • Der König Tantalus war ein Sohn von Zeus und zu seinen Nachkommen in den folgenden Generationen gehörten mehrere griechische Könige. Ein Nachkomme war Menelaos, der König von Sparta war.
  • Noch weitere Könige aus der griechischen Mythologie waren mit der Götterfamilie verwandt oder verschwägert.

Meiner Meinung nach war die angebliche Götterfamilie also ziemlich offensichtlich eine Königsfamilie, die scheinbar über mehrere Länder herrschte (und reichlich Inzest betrieb).

Die Colonna Familie soll wie gesagt von den Juliern (Gens Iulia) abstammen, zu denen auch Julius Cäsar gehörte. Aus den Juliern ging die Julisch-Claudische Dynastie hervor, die im ersten Jahrhundert die herrschende Kaiserfamilie von Rom war. Sie stellte die ersten fünf Kaiser von Rom und leitete die Ära der Römischen Kaiserzeit ein. In dieser Zeit war das Römische Reich auf seinem Höhepunkt und kontrollierte zeitweise den gesamten Mittelmeerraum. Die Kaiser trugen auch den Titel des Pontifex maximus (wurde oben erwähnt).

Die fünf Kaiser aus der Julisch-Claudischen Dynastie waren Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius und Nero. Drei davon kamen zu zweifelhaften Ruhm. Tiberius soll während einer Opferzeremonie zwei Jungen sodomisiert haben, und als sie sich beschwerten, wurden ihnen die Beine gebrochen. Tiberius soll sich sogar an Säuglingen vergangen haben (Quelle). Der spätere Kaiser Caligula war ein Grossneffe von Tiberius. Die beiden haben angeblich über das gemeinsame Interesse an Folterungen und Orgien zueinander gefunden. (Quelle) Kaiser Caligula galt als wahnsinnig. Sueton beschrieb ihn als einen Schlaflosen mit hohlen Augen, der sich regelmässig mit dem Mond unterhielt. (Quelle) Nero war der letzte Kaiser aus der Julisch-Claudischen Dynastie. Er soll seine schwangere Ehefrau durch einen Tritt in den Bauch getötet haben und heiratete als Ersatz einen Lustknaben. Auch seine Mutter und eine Tante sowie den Stiefbruder soll er auf dem Gewissen haben. (Quelle) Es gibt zudem die Theorie, dass sich die Zahl 666 aus der Bibel auf Nero bezieht und er somit der Antichrist sei (Quelle: 1 und 2). Er liess die Christen verfolgen, weil diese seine göttliche Abstammung und die römischen Götter nicht anerkannten. Auch Simon Petrus wurde der Legende nach bei der Verfolgung getötet. Petrus war einer der Jünger von Jesus Christus. Petrus gilt als der erste Bischof von Rom, also der erste Papst. Er wurde der Legende nach in Rom an einem umgekehrten Kreuz kopfüber gekreuzigt. Das umgedrehte Kreuz (Petruskreuz) gilt daher heute noch als ein Symbol des Antichristlichen.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

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