Stewart Clan (Haus Stuart)

Der schottische Clan Stewart ist seit über 700 Jahren eine der wichtigsten Familien des britischen Adels.

Schottische Königsfamilie

Ein Familienzweig des Stewart Clans war ab 1371 die Königsfamilie von Schottland. Sie heirateten in der Zeit oft in den Douglas Clan und waren familiär mit vielen weiteren schottischen Clans verbunden, die bis heute zur britischen Adelselite gehören. Die Königsfamilie Stewart heiratete mehrfach in die französische Königsfamilie. Die schottische Königin Maria/Mary (1542-1587) heiratete den französischen König Franz II., der mütterlicherseits aus der italienischen Adelsfamilie Medici kam. Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Die Medicis brachten drei Päpste hervor. 

Der schottische König Jakob/James I. (1394-1437) heiratete Joan Beaufort. Sie war eine Enkelin der Herzogs John von Gaunt. John war der Begründer des Hauses Lancaster, das von 1399 bis 1461 die Königsfamilie von England war. John war der Sohn von König Edward III. aus dem Haus Plantagenet. Die Plantagenet-Dynastie besetzte von 1154 bis 1399 den englischen Thron.

Der schottische König Jakob IV. (1473-1513) heiratete eine Tochter des englischen Königs Heinrich (Henry) VII. aus dem Haus Tudor. Die Tudor-Dynastie war von 1485 bis 1603 die Königsfamilie von England.

Eleanor Stewart (1433-1480) heiratete in das Haus Habsburg, das bis 1918 über Österreich herrschte. Der schottische König Jakob III. (1451-1488) heiratete in die damalige dänische Königsfamilie aus dem Haus Oldenburg.

Ab dem Jahr 1603 herrschte die schottische Königsfamilie Stewart auch über England und Irland. Sie benannten sich in Stuart um.

Haus Stuart

In ihrer Zeit als britische Herrscherfamilie heirateten die Stuarts in mehrere Königshäuser, darunter in die portugiesische Königsfamilie (Haus Braganza), in die niederländische Königsfamilie (Haus Nassau) und in die damalige dänische Königsfamilie (Haus Oldenburg). Elisabeth Stuart (1596-1662) heiratete den pfälzischen Herrscher Friedrich V. aus dem Haus Wittelsbach.

Der britische König Karl/Charles I. (1625-1649) aus dem Haus Stuart heiratete eine französische Prinzessin, die mütterlicherseits aus der bereits erwähnten italienischen Adelsfamilie Medici kam.

Henrietta Stuart (1644-1670) heiratete den französischen Prinzen Philippe I.. Er war der Begründer des Hauses Orléans, das bis heute eines der wichtigsten französischen Hochadelsgeschlechtern ist.

Die Reformation führte dazu, dass sich die Stuart Familie zerstritt. Ein Teil der Familie wurde Protestanten, während der andere Teil der katholischen Kirche treu blieb. Der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken führte zu sozialen Unruhen und Umsturzversuchen auf der britischen Insel. Der Vatikan unterstützte natürlich das katholische Lager.

König Jakob II. (1633-1701) aus dem Haus Stuart war der letzte katholische König Britanniens. Er wurde 1688 bei der Glorreichen Revolution von Aufständischen gestürzt. Der Aufstand wurde von der niederländischen Armee unterstützt und nach Jakobs Absetzung bestieg der protestantische niederländische König Wilhelm III. den britischen Thron. Als Wilhelm III. König von Britannien war, führte die Regierung den Act of Settlement ein. Das Gesetz schloss Katholiken von der britischen Thronfolge aus und Thronfolger durften ab da keine Katholiken mehr heiraten. Wilhelm hatte 1677 Maria Stuart geheiratet, eine Tochter von König Jakob II.. Maria war Anglikanerin (Protestantin). Nachdem ihr Vater gestürzt wurde und ihr Mann den Thron bestieg, war sie bis zu ihrem Tod 1694 als Maria II. Königin von Britannien. Ihr Mann Wilhelm starb 1702, worauf ihre Schwester Anne Stuart Königin wurde. Annes Ehemann kam aus der dänischen Königsfamilie und war ebenfalls Protestant. Die beiden hatten keine überlebenden Nachkommen. Da Katholiken von der Thronfolge ausgeschlossen waren, wurde der deutsche Georg von Hannover zum britischen König, da er der nächste protestantische Verwandte war. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Stuart Familie. Die Hochadelsfamilie Hannover besetzte bis 1901 den britischen Thron. Dann wurde sie durch eine Heirat vom Haus Sachsen-Coburg-Gotha abgelöst, das bis heute den Thron besetzt. Somit hat die heutige Königsfamilie Blut der Stuarts in sich. Das britische Königshaus besteht nach wie vor aus Protestanten.

Der letzte katholische König in Grossbritannien war wie gesagt Jakob II.. Er war auch der letzte britische König, der familiär mit dem päpstlichen Adel verbunden war. Er heiratete in die italienische Uradelsfamilie Este. Seine Frau war eine Enkelin von Francesco I. d’Este, der in die Familien Farnese und Barberini heiratete. Die beiden italienischen Adelsfamilien brachten Päpste hervor. König Jakobs Sohn James Stuart (1688-1766) lebte in Rom im Exil. Er hatte aber weiterhin viele Anhänger in Grossbritannien, die ihn als rechtmässigen König ansahen und Jakobiten genannt wurden. Der Papst unterstützte James Stuart. James Stuart heiratete eine Enkelin des polnisch-litauischen Königs Johann III. aus der Adelsfamilie Sobieski. James Sohn Henry Benedict Stuart (1725-1807) wurde vom Papst getauft. Henry wurde Kardinal und war langjähriger Erzpriester des Petersdoms im Vatikan. Der Petersdom ist heute noch eine der grössten und wichtigsten Kirchen weltweit. Henry und seine Eltern sowie sein Bruder liegen im Petersdom begraben.

Mit Henrys Tod war die Königsfamilie Stuart Familie ausgestorben. Es gibt aber fünf Bastardlinien, die aus der königlichen Stuart Familie hervorgingen. Diese Blutlinien stellen alle Herzöge und stehen somit in der Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Zum Stewart Clan gehören noch weitere Familienzweige, die nicht königlicher Abstammung sind, aber dennoch zum britischen Adel gehören. Es ist unklar, wie eng der Kontakt zwischen den verschiedenen Familienzweigen ist. Ein Familienzweig lebt in Spanien und gehört zur katholischen Hochadelselite. Die Stewarts in Grossbritannien sind grösstenteils Protestanten und gehören ziemlich offensichtlich zur Freimaurerelite.

Viele Mitglieder des Stewart Clans waren in der britischen Politik und beim Militär. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die zahlreichen Verbindungen des Clans zur Freimaurerei und zur Finanzelite.

Der Familienzweig Fitz-James Stuart (Herzöge)

James Fitz-James, der 1. Herzog von Berwick (1670-1734), war der Begründer der Familie Fitz-James Stuart. Er war ein unehelicher Sohn von König Jakob II. (der letzte katholische König Britanniens). James kam mütterlicherseits aus der berühmten Churchill Familie, die schon damals zur politischen Elite in England gehörte. James war auf einer Jesuitenschule in Frankreich. Nachdem sein Vater gestürzt wurde, stand er im Dienste des französischen Königs Ludwig XIV. (Katholik). Die von ihm gegründete Familie Fitz-James Stuart gehört bis heute zur katholischen Adelselite. Sie sind scheinbar der einzige Familienzweig des Stewarts Clans, der bis heute dem Vatikan treu geblieben ist.

Fitz-James erste Frau kam aus den irischen Uradelsfamilien MacCarthy und Burke. Sein ältester Sohn war James Fitz-James Stuart, der 2. Herzog von Berwick (1696-1738). Dieser wurde in den spanischen Adel aufgenommen. Sein Familienzweig wurde zu einer der wichtigsten spanischen Adelsfamilien. Seine Frau war eine Nachkommin des berühmten Seefahrers Christoph Kolumbus (die Kolumbus Familie wurde in den spanisch-portugiesischen Adel aufgenommen). Seit Beginn des 19. Jahrhunderts stellt die Familie Fitz-James Stuart die Herzöge von Alba und besitzt damit einen der ältesten und angesehensten spanischen Adelstitel. Dieser Familienzweig unterhält seit mehr als 200 Jahren gute Kontakte zum spanischen Königshaus (katholisch). Dieser Familienzweig hat heute Kontakt zu mehreren amtierenden und nicht amtierenden Königsfamilien.

Cayetana Fitz-James Stuart, die 18. Herzogin von Alba (1926-2014), besass ein Vermögen im Wert von fünf Milliarden US-Dollar (Quelle). Nach der Liste von Kevin Dowling war sie Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Cayetana trug zu Lebzeiten über vierzig Adelstitel und galt damit als die Person mit den meisten Adelstiteln. Zu ihren Privilegien gehörte, dass sie vor dem Papst nicht knien muss und auf dem Pferd in die Kathedrale von Sevilla reiten darf. (Quelle) Sie war Mitglied des Konstantinordens. Der Vatikanorden besteht mindestens seit dem Jahr 1190. Der Legende nach wurde der Orden im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Cayetanas Sohn Carlos Fitz-James Stuart, der 19. Herzog von Alba (*1948), ist ebenfalls Mitglied des Ordens. (Quelle) Carlos hatte ein romantisches Verhältnis mit der spanischen Markgräfin Alicia Koplowitz (Quelle). Alicia ist Unternehmerin und besitzt ein Milliardenvermögen.

Mehrere Mitglieder der Familie Fitz-James Stuart arbeiten für die Banco Santander (Quelle: 1, 2, 3) Sie ist die grösste spanische Bank und eine der grössten der Welt. Die Mutter von Clea Fitz-James Stuart (*1977) arbeitete mehr als 15 Jahre für Jesús Polanco als Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit (Quelle). Der verstorbene Milliardär Jesús Polanco galt als der mächtigste Medienunternehmer Spaniens.

Jacobo Fitz-James Stuart, der 15. Herzog von Alba (1821-1881), heiratete eine Schwester von Eugénie de Montijo. Eugénie heiratete den französischen Kaiser Napoleon III.. Sie kam mütterlicherseits aus dem schottischen Kirkpatrick Clan.

Ein weiterer Familienzweig der Familie Fitz-James Stuart, der im 20. Jahrhundert ausstarb, stellte Herzöge in Frankreich und war ebenfalls mit der katholischen Kirche verbunden.

Henry FitzJames, der Herzog von Albemarle (1673-1702), war Grossprior des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet.

Die Stewarts von Galloway (Grafen)

Dieser Familienzweig hat kein königliches Blut, aber die selben Vorfahren wie die Königsfamilie Stewart. Dieser Zweig wurde 1623 zu Grafen geadelt.

Alexander Stewart, der 6. Graf von Galloway (starb 1773), war Freimaurer. Er war Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Die schottische Grossloge besteht seit 1736. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der Loge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. (Quelle) Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Alexanders Sohn Keith Stewart (1739-1795) war Politiker und Admiral. Keith heiratete eine Tochter des portugiesisch-britisch-jüdischen Barons Ephraim d’Aguilar. Ephraim war Freimaurer (Quelle). Ephraims Vater Diego d’Aguilar war ein wohlhabender Tabakhändler und Höfling der österreichischen Königsfamilie, die ihn zum Baron adelte. Alexanders Tochter Harriet Stewart (starb 1788) heiratete den Clan-Chef des Hamilton Clans. Harriets Sohn, der Clan-Chef Herzog Alexander Hamilton, war Freimaurer. Er und sein Sohn waren Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Herzog Alexander Hamilton wurde auf seinen Wunsch nach seinem Tod mumifiziert und in einen ägyptischen Sarkophag gelegt.

Alan Stewart, der 10. Graf von Galloway (1835-1901), war in der Politik. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans. (Quelle) Mehrere davon waren Freimaurer.

Louisa Stewart-Mackenzie (1827-1903) heiratete einen Baron aus der britischen Bankiersfamilie Baring. Die Barings waren vom 18. bis Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt.

Randolph Stewart, der 12. Graf von Galloway (1892-1978), heiratete in die US-amerikanische Kolonialfamilie Fendall und seine Frau war auch mit der Kolonialfamilie Lee verwandt. Die Lee Familie gehörte zu den Gründervätern der USA. Graf Randolph Stewart war Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. In seinen letzten Lebensjahren war er Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Der Oberste Rat in Schottland besteht aus neun Personen. Inzwischen besitzen neben Schottland noch viele weitere Länder einen Obersten Rat, bestehend aus Hochgradfreimaurern (z. B. England, USA, Spanien, Deutschland und Schweiz).

Anmerkung: Der Grossteil der Freimaurer sind keine Hochgrad-Freimaurer. Genaue Zahlen gibt es z. B. in der Schweiz. Von den schweizerischen Freimaurern, die den schottischen Ritus praktizieren, befinden sich derzeit 3500 Mitglieder auf dem 1. bis 3. Grad, während derzeit nur 900 Mitglieder den 4. Grad erreichten (Quelle). In der Schweiz darf der Kreis aus Freimaurern, die den 33. Grad (der höchste Grad) erreichen, aus maximal 99 Personen bestehen. Der Oberste Rat der schweizerischen Freimaurer darf aus maximal 33 Personen bestehen. (Quelle) Der deutsche adlige Freimaurer Karl Gotthelf von Altengrotkau (1722-1776) behauptete, dass er in den schottischen Templerorden aufgenommen worden war. Er behauptete auch, die „unbekannten Oberen“ Templer zu kennen, welche die gesamte Freimaurerei steuern. Er sagte, einer der Obersten Templermeister sei der im Exil lebende Charles Edward Stuart (1720-1788) aus dem Stewart Clan. (Quelle: 1 und 2) Charles Edward Stuart soll in Frankreich einen Rosenkreuzerritus gegründet haben (Quelle). Stuarts Lehrer war der Freimaurer Andrew Michael Ramsay. Ramsay behauptete, dass bereits James Stewart, der 5. High Steward von Schottland (starb 1309), Grossmeister einer Freimaurerloge in Schottland gewesen war. Nach Angaben von Ramsay brachte der Templerorden zu dieser Zeit die Freimaurerei nach Schottland. (Quelle)

Die Grafenfamilie von Galloway heiratete in viele schottische Clans. Im 17. und 18. Jahrhundert hatte sie familiäre Verbindungen zu den Clans Douglas, Murray, Keith, Drummond, Carnegie, Gordon, Erskine, Home, Mackenzie, Montgomery, Sinclair und Cochrane. Im 19. und 20. Jahrhundert hatte sie familiäre Verbindungen zu den Clans Douglas, Hamilton, Murray, Russell, Hope, Gordon, Mackenzie, Rose, Dalrymple, Hay und Charteris.

Der Familienzweig Lennox (Herzöge)

Charles Lennox, der 1. Herzog von Richmond (1672-1723), war der Begründer der Adelsfamilie Lennox. Er war ein unehelicher Sohn des britischen Königs Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan. Sein Vater gab ihm vermutlich den Namen Lennox, um ihre Vorfahren aus dem schottischen Lennox Clan zu ehren. Charles Lennox war 1696 Meister einer Loge in Chichester. Er ist somit einer der wenigen bekannten Freimaurer des 17. Jahrhunderts. (Quelle: 1 und 2) Soviel ich weiss, war er der erste Herzog, von dem bekannt ist, dass er Freimaurer war. Es gibt auch Quellen, die sagen, er sei Grossmeister der englischen Freimaurer gewesen (Quelle: 1 und 2). Er wäre somit auch der frühste bekannte Grossmeister der englischen Freimaurer.

Der Politiker Charles Lennox, der 2. Herzog von Richmond (1701-1750), war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Er war Freimaurer und Grossmeister der Premier Grand Lodge of England. Sie war die erste Grossloge der Welt und war der Vorläufer der heutigen Grossloge von England. (Quelle)

Charles Lennox, der 3. Herzog von Richmond (1735-1806), war Politiker und Mitglied des Privy Council. Er unterstützte das Unabhängigkeitsbestreben der Dreizehn Kolonien in Nordamerika, die nach ihrer Unabhängigkeit zur USA wurden. Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg forderte der Herzog, dass das britische Königsreich seine Truppen aus Amerika abzieht. Seine Frau kam väterlicherseits aus dem Bruce Clan und war mütterlicherseits eine Enkelin des Clan-Chefs des Campbell Clans.

Emilia Lennox (1731-1814) heiratete in die irische FitzGerald-Dynastie und ihr Mann war der erste Herzog von Leinster. Ihr Sohn und ihr Enkel, die beiden nachfolgenden Herzöge von Leinster, waren Freimaurer und Grossmeister der irischen Grossloge (Quelle). Der Enkel war zudem langjähriger Grossmeister des Templerordens in Irland (Quelle).

Charles Lennox, der 4. Herzog von Richmond (1764-1819), war Politiker und Mitglied des Privy Council. Er war Freimaurer (Quelle). Er war Generalgouverneur der britischen Kolonie Kanada und somit oberster Kolonialbeamte Kanadas. Kanada besitzt bis heute einen Generalgouverneur, der die Interessen der britischen Königsfamilie in Kanada vertritt. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt Kanadas. Kanada gehört zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Herzog Charles Lennox heiratete in den schottischen Gordon Clan. Der Bruder seiner Frau war Herzog George Gordon, ebenfalls ein Freimaurer. Herzog Gordon war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle).

Charles Gordon-Lennox, der 5. Herzog von Richmond (1791-1860), war Politiker und Grossmeister der Freimaurer in der Grafschaft Sussex. (Quelle)

Charles Gordon-Lennox, der 6. Herzog von Richmond (1818-1903), war Politiker und Präsident des Privy Council.

Augusta Gordon-Lennox (1827-1904) heiratete den deutschen Hochadligen Eduard von Sachsen-Weimar-Eisenach, der mit der britischen Königsfamilie verwandt war.

Charles Gordon-Lennox, der 7. Herzog von Richmond (1845-1928), war Politiker und Grossmeister der Freimaurer in der Grafschaft Sussex. (Quelle: 1 und 2)

Der Ehemann von Helen Gordon-Lennox (1886-1965) war mütterlicherseits ein Enkel des Clan-Chefs des Campbell Clans.

Nicholas Gordon-Lennox (1931-2004) war britischer Botschafter in Spanien.

Die Ehefrau von Michael Gordon-Lennox (*1938) kommt mütterlicherseits aus der Hambro Familie (Quelle). Die Hambros waren eine der mächtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts.

Charles Gordon-Lennox, der 11. Herzog von Richmond (*1955), heiratete die Tochter eines Vizegrafen aus der Astor Familie. Die Astors waren im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA und wurden im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen.

Der Familienzweig Stuart von Bute (Markgrafen)

Dieser Familienzweig bildete sich im 15. Jahrhundert und stammt vom schottischen König Robert II. aus dem Stewart Clan ab. Im 17. Jahrhundert änderten sie den Namen zu Stuart und wurden zu Baronen geadelt. Ende des 18. Jahrhunderts erhielten sie den Titel eines Markgrafen, den die Familie bis heute besitzt.

Im 17. und 18. Jahrhundert heirateten sie in viele schottische Clans, darunter in die Clans Campbell, Hamilton, Bruce, Mackenzie, Dundas, Montgomerie, Lindsay und Crawford.

John Stuart, der 3. Graf von Bute (1713-1792), war britischer Premierminister. Er wurde in den Privy Council aufgenommen.

Sein Sohn John Stuart, der 1. Markgraf von Bute (1744-1814), war ebenfalls Politiker und Mitglied des Privy Council. Er galt 1799 als der zweitreichste Brite (Quelle). Er heiratete in zweiter Ehe eine Tochter des schottischen Bankiers Thomas Coutts. Die Bankiersfamilie Coutts kontrollierte gemeinsam mit dem Campbell Clan die britische Bank Coutts, die 1692 gegründet wurde und bis heute besteht. Sie ist somit eine der ältesten Banken der Welt. Die Coutts Familie war noch bis spätestens in die 1990er Jahre in der Führung der Bank. Im 19. Jahrhundert war die Coutts Bank eine führende Privatbank. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser.

Baron James Stuart-Wortley (1776-1845) war Präsident des Privy Council.

Baron Charles Stuart (1779-1845) war britischer Botschafter in Russland und Frankreich. Er war Mitglied des Privy Council.

John Crichton-Stuart, der 2. Markgraf von Bute (1793-1848), war in der Kohle- und Eisenindustrie aktiv. Seine Ehefrau kam mütterlicherseits aus dem Campbell Clan. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche (Quelle). Er war mit Druiden verbunden und war vielleicht selbst einer (Quelle).

Dudley Coutts Stuart (1803-1854) heiratete eine Nichte des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte (Quelle: 1 und 2).

Emily Stuart (starb 1882) heiratete in die britische Bankiersfamilie Smith (Quelle). Die Smith Familie gründete 1658 die Smith’s Bank und gehörte bis ins 20. Jahrhundert zur britischen Finanzelite. Die Ehefrau von James Fortescue Crichton-Stuart (1864-1932) kam mütterlicherseits ebenfalls aus der Smith Familie (Quelle).

Gertrude Stuart (starb 1905) heiratete in die Hambro Familie, eine der mächtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts (Quelle).

John Crichton-Stuart, der 3. Markgraf von Bute (1847-1900), galt als der reichste Schotte und finanzierte viele grosse Bauprojekte. (Quelle) Er konvertierte zur römisch-katholischen Kirche, was die damals strikt protestantische Adelselite in Grossbritannien empörte. Er erhielt den Gregoriusorden, den vierthöchsten Verdienstorden des Vatikans. Er war Mitglied des Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden. Der Markgraf interessierte sich für Okkultismus. Sein Körper wurde auf der schottischen Insel Bute begraben. Sein Herz wurde entfernt und von Verwandten in die Heilige Stadt Jerusalem gebracht, wo sie das Herz auf dem Ölberg begruben. (Quelle: 1, 2, 3)

John Crichton-Stuart, der 5. Markgraf von Bute (1907-1956), heiratete Beatrice Forbes. Ihr Vater war ein Graf aus dem Forbes Clan. Ihr Onkel mütterlicherseits, Ogden Livingston Mills, war Finanzminister der USA. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern der USA gehörte und schon vor der Gründung der USA Teil der kolonialen Elite des Landes war. Die Livingstons stammen vom schottischen Livingstone Clan ab. Beatrice Forbes Tante heiratete in die US-amerikanische Phipps Familie, die schon über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. (Quelle: 1 und 2)

James Crichton-Stuart (1935-1982) heiratete Sarah Poole. Nach ihrer Scheidung heiratete Sarah den religiösen Führer und Milliardär Karim Aga Khan IV.. (Quelle: 1 und 2) Die Aga Khans gelten als Nachkommen des Propheten Mohammed.

Fredrik Crichton-Stuart (1940-2011) war Grossprior und Kanzler des Malteserordens in Grossbritannien. Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Fredrik war ein Cousin von Andrew Bertie, der von 1988 bis 2008 der Grossmeister des Malteserordens war. (Quelle)

John Crichton-Stuart, der 7. Markgraf von Bute (1958-2021), war Multimillionär. 2017 wurde sein Vermögen auf 126 Millionen Pfund geschätzt, also etwa 170 Millionen US-Dollar (Quelle).

Henry Crichton-Stuart (*1938) heiratete in die Norman Familie, die seit dem 19. Jahrhundert in der britischen Finanzelite vertreten war (Quelle). Das bekannteste Familienmitglied war Montagu Norman, der von 1920 bis 1944 die britische Zentralbank leitete.

Anthony Crichton-Stuart (*1961) leitet derzeit die Agnews Gallery in London, ein internationaler Kunsthändler. Zu den Kunden gehörten die Bankiersfamilien Rothschild und Morgan und in den letzten Jahren auch die Familien Mellon und Thyssen. (Quelle)

Im 20. Jahrhundert heirateten die Stuarts von Bute in mehrere schottische Clans, darunter Hope, Forbes, Montgomerie, Ross und Stirling-Home-Drummond.

Der Familienzweig Stuart von Moray (Grafen)

Der Stammvater dieses Familienzweiges war James Stewart, der 1. Graf von Moray (1531-1570). Er war ein Sohn des schottischen Königs Jakob/James V. und kam mütterlicherseits aus dem Erskine Clan.

James Stuart, der 8. Graf von Moray (1708-1767), und Francis Stuart, der 10. Graf von Moray (1771-1848), waren Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge (Quelle).

Hermione Stuart (1925-1969) heiratete in die ehemalige deutsche Kaiserfamilie Hohenzollern. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der dänischen Königsfamilie.

Vom 16. bis 19. Jahrhundert hatten die Stuarts von Moray über Heiraten familiäre Verbindungen zu vielen Clans, darunter Campbell, Murray, Keith, Fraser, Hamilton, Carnegie, Sutherland, Kennedy, Sinclair, Ogilvy, Dundas, Home, Gordon, Lindsay, Elphinstone, Montgomerie und Ross.

Im 20. Jahrhundert hatten die Stuarts von Moray über Heiraten familiäre Verbindungen zu den Clans Murray und Carnegie. Über eine Heirat werden sie zudem die Quäkerfamilien Barclay und Gurney kennen, die mit der britischen Barclays Bank verbunden sind, eine der ältesten und mächtigsten Grossbanken der Welt. Die Barclays stammen aus dem Barclay Clan.

Der Familienzweig FitzRoy (Herzöge)

Henry FitzRoy, der 1. Herzog von Grafton (1663-1690), war der Begründer der Adelsfamilie FitzRoy. Er war ein unehelicher Sohn des britischen Königs Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan. Henry FitzRoy kam mütterlicherseits aus der Villiers Familie, eine der wichtigsten englischen Adelsfamilien.

Augustus FitzRoy, der 3. Herzog von Grafton (1735-1811), war britischer Premierminister und Mitglied des Privy Council.

Die Ehefrau von Baron Charles FitzRoy (1737-1797) war mütterlicherseits eine Enkelin von Stephen Delancey. Der französische Hugenotte war der Begründer der Kolonialfamilie Delancey, die zur Elite der Kolonien in Nordamerika gehörte. Stephens Frau kam aus den niederländischen Kolonialfamilien Schuyler und Van Cortland, die nach der Gründung der USA weiterhin zur Elite des Landes gehörten.

Charles FitzRoy (1762-1831) hatte ein romantisches Verhältnis mit der britischen Prinzessin Amelia.

Charles Augustus FitzRoy (1796-1858) war Gouverneur der britischen Kolonie Prince Edward Island in Kanada. Er war auch Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales in Australien. Kanada und Australien gehören heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt immer noch das Staatsoberhaupt der beiden Länder.

Robert FitzRoy (1805-1865) war Gouverneur der britischen Kolonie Neuseeland. Neuseeland ist heute ein Commonwealth-Staat und die Queen ist das Staatsoberhaupt.

William FitzRoy, der 6. Herzog von Grafton (1819-1882), kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Berkeley. Er heiratete die Tochter eines Barons aus der Baring Familie. Die Barings waren vom 18. bis Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt.

Blanche Fitzroy (1839-1933) heiratete Robert Francis St Clair-Erskine, der 4. Graf von Rosslyn. Er kam aus dem Erskine Clan. Er war Freimaurer und Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er war Grossmeister des Templerordens in Schottland. Er leitete den Obersten Rat der Freimaurer in Schottland. Er war Direktor der Royal Arch Masons in Schottland und führte den Royal Order of Scotland, ein Freimaurerorden. (Quelle: 1 und 2)

Graf Henry James FitzRoy (1848-1912) war in den Cleveland-Street-Skandal involviert. Er war hochrangiger Freimaurer (Quelle).

Alfred FitzRoy, der 8. Herzog von Grafton (1850-1930), heiratete in die Bankiersfamilie Smith, die 1658 die Smith’s Bank gegründet hatte (Quelle).

Charles FitzRoy, der 10. Herzog von Grafton (1892-1970), heiratete eine Tochter von Graf Sydney Buxton. Buxton war Generalgouverneur (höchster Kolonialbeamte) der britischen Kolonie Südafrika. Südafrika gehört heute zu den Commonwealth-Staaten. Buxton heiratete in die Bankiersfamilie Smith. Sein Vater war ein Bekannter der quäkerischen Bankiersfamilie Gurney.

Hugh FitzRoy, der 11. Herzog von Grafton (1919-2011), heiratete ebenfalls in die Bankiersfamilie Smith.

Graf James FitzRoy (1947-2009) und seine Schwester Virginia FitzRoy (*1954) heirateten Kinder des Clan-Chefs des schottischen Kerr Clans.

Der Familienzweig Beauclerk (Herzöge)

Charles Beauclerk, der 1. Herzog von Saint Albans (1670-1726), war der Begründer der Adelsfamilie Beauclerk. Er war ein unehelicher Sohn des britischen Königs Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan. Durch seine Heirat haben alle Nachkommen der Beauclerck Familie Blut der inzwischen ausgestorbenen englischen Uradelsfamilie de Vere in sich. Die Herzöge von Saint Albans benutzen bis heute den Namen de Vere Beauclerk.

Charlotte Beauclerk (starb 1793) heiratete einen Sohn des Bankiers Andrew Drummond (Quelle). Andrew Drummond gründete 1717 die Drummonds Bank, eine der ältesten noch bestehenden Banken der Welt. Andrew Drummond war ein naher Verwandter der Vizegrafen von Strathallan aus dem Drummond Clan (Quelle).

William Beauclerk, der 9. Herzog von Saint Albans (1801-1849), heiratete Harriet Mellon, die zuvor in die Bankiersfamilie Coutts geheiratet hatte.

William Beauclerk, der 10. Herzog von Saint Albans (1840-1898), war Freimaurer. Er war Grossmeister der englischen Grafschaften Nottinghamshire und Lincolnshire (Quelle: 1 und 2). Er war in der Politik und Mitglied des Privy Council.

Charles Sidney Beauclerk (1855-1934) war ein Jesuitenpriester. Der Jesuitenorden besteht seit 1540 und steht im Dienste des Papstes.

Osbourne Beauclerk, der 12. Herzog von Saint Albans (1874-1964), heiratete die Tochter eines Markgrafen aus der irischen Uradelsfamilie FitzMaurice. Ihr Grossvater mütterlicherseits war der irische Herzog von Abercorn aus dem schottischen Hamilton Clan. Der Herzog und sein gleichnamiger Sohn waren Freimaurer und Grossmeister der irischen Grossloge (Quelle).

Mayasuni Ann Heath (*1986) ist eine Tochter von John Beauclerk (*1950). Mayasuni heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Österreich. (Quelle)

Der Familienzweig der Stewarts von Londonderry (Markgrafen)

Dieser Familienzweig gehört zum irischen Adel und stellt seit dem Jahr 1816 Markgrafen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass sie aus dem Stewart Clan stammen, aber sie werden als „echte Stewarts“ angesehen. Sie sollen von den oben erwähnten Stewarts von Galloway abstammen (Quelle).

Mehr als die Hälfte aller Markgrafen von Londonderry war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Charles Vane-Tempest-Stewart, der 6. Markgraf von Londonderry (1852-1915), war Präsident des Privy Council.

Robert Stewart, der 2. Markgraf von Londonderry (1769-1822), war britischer Aussenminister und Staatssekretär für Krieg und Kolonien. Er vertrat Grossbritannien auf dem Wiener Kongress.

Charles Vane-Tempest-Stewart, der 7. Markgraf von Londonderry (1878-1949), pflegte in den 1930er Jahren Kontakte zu Nazideutschland. Er besuchte Deutschland mehrfach und traf die führenden Nazis Adolf Hitler, Hermann Göring und Rudolf Hess. (Quelle). Markgraf Charles setzte sich in Grossbritannien für eine Appeasement-Politik gegenüber Nazideutschland ein und wollte, dass Grossbritannien und Deutschland Verbündete werden. Er war ein Cousin von Winston Churchill, der britische Premierminister zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. (Quelle) Hitler informierte Markgraf Charles sogar drei Jahre im Voraus über seine Pläne, sowohl in Polen als auch in der Tschechoslowakei einzumarschieren. Diese geheime Information gab Charles aber sofort an die britische Regierung weiter (die daher von den Überfallplänen der Nazis wusste). (Quelle: 1 und 2)

Markgraf Charles war einer der führenden Köpfe der Anglo-German Fellowship. Die britische Organisation bestand von 1935 bis 1939. Sie diente dem diplomatischen Austausch der britischen Regierung und dem deutschen Naziregime, aber auch dem Austausch der Wirtschafts- und Finanzelite der beiden Länder. Auch für Unternehmen war eine Mitgliedschaft möglich. Grosse britische Unternehmen und Banken traten der Anglo-German Fellowship bei und unterstützten sie. Die US-amerikanische Lazard Bank war Mitglied in der Organisation sowie die britischen Grossbanken Barclays und Lloyds. In der Anglo-German Fellowship waren neben Markgraf Charles noch weitere britische Aristokraten vertreten, darunter die Clan-Chefs der schottischen Clans Hamilton und Boyle sowie Randolph Stewart, der 12. Graf von Galloway (sein Familienzweig wurde weiter oben bereits behandelt). Randolph war nach dem Weltkrieg Grossmeister der schottischen Freimaurer und leitete später den Obersten Freimaurerrat in Schottland (Quelle). Die Anglo-German Fellowship hatte eine deutsche Schwesterorganisation, die Deutsch-Englische Gesellschaft. Diese diente ebenfalls der deutsch-britischen Verständigung. In der Gesellschaft war die deutsche Wirtschafts- und Finanzelite sowie NSDAP-Politiker vertreten. Der Nazi Joseph Goebbels war Ehrenmitglied. Ehrenvorsitzender und Präsident der Gesellschaft war der deutsche Adlige Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha. Eduard war ein Enkel der britischen Queen Victoria und war der Sohn eines Freimaurers.

Markgraf Charles war zwar ein Unterstützer Hitlers, aber 1940 meinte er jedoch: „Mit dem Führer (Hitler) habe ich auf das falsche Pferd gesetzt“. (Quelle) Markgraf Charles hatte Verständnis für den Groll der Nazis gegen die Juden. In Britannien wurde ihm deshalb Antisemitismus vorgeworfen. Charles Tochter Helen Vane-Tempest-Stewart (1911-1986) heiratete den britisch-jüdischen Baron Edward Jessel, der mütterlicherseits aus der Goldsmid Familie kam. Jessel war ein Freund von Anthony de Rothschild. (Quelle)

Markgrafs Charles hatte eine uneheliche Tochter, Dorothé (1900-1938), die einen Enkel des britisch-jüdischen Bergbauunternehmers Barney Barnato heiratete. Barnato war mit dem britischen Diamantkonzern De Beers verbunden.

Jane Vane-Tempest-Stewart (*1932) heiratete Max Rayne, ein jüdischer Immobilienunternehmer, der zum Baron geadelt wurde. Jane heiratete in zweiter Ehe den Historiker Robert Lacey. Er schrieb eine Biographie von Queen Elizabeth II.. Er ist der historische Berater der Netflix-Serie The Crown, die sich dem Leben der Queen widmet.

Annabel Vane-Tempest-Stewart (*1934) heiratete einen Sohn von Oswald Birley. Oswald war Maler und Hofkünstler der britischen Königsfamilie. Annabel heiratete in zweiter Ehe den britischen Politiker und Unternehmer James Goldsmith. James kam aus der Goldschmidt Familie, eine der bedeutendsten jüdischen Familiendynastien. Anabel und James haben zwei Söhne (Ben und Zac), die in die berühmte Rothschild Familie heirateten. Ihre Tochter Jemima heiratete Imran Khan, den derzeitigen Premierminister Pakistans.

Cosima Vane-Tempest-Stewart (*1961) heiratete in die Herzogsfamilie Somerset von Beaufort. Die Familie stammt von der Plantagenet-Dynastie ab, die von 1154 bis 1485 über England herrschte.

Reginald Vane-Tempest-Stewart (*1977) heiratete in die Guinness Familie (Quelle). Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.

Ein Markgraf von Londonderry, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte (also der dritte oder vierte Markgraf), war vermutlich Freimaurer (Quelle).

Weitere bemerkenswerte Clanmitglieder

Der Stewart Clan brachte noch viele weitere Familienzweige hervor. Weitere bemerkenswerte Clanmitglieder wären:

Arthur Stuart, der 7. Graf von Castle Stewart (1889-1961), heiratete in die amerikanisch-jüdische Guggenheim Familie. Die Guggenheims galten zu Beginn des 20. Jahrhunderts als eine der reichsten Familien der USA. Sie waren in der Bergbauindustrie aktiv und kontrollierten zeitweise 80 Prozent der weltweiten Vorkommen für Kupfer, Blei und Silber.

Der britische König Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan hatte einen unehelichen Sohn, der in den Scott Clan heiratete und dessen Namen annahm. Diese Bastardlinie heiratete in den Douglas Clan und die englische Adelsfamilie Montagu. So bildete sich der Familienzweig Montagu-Douglas-Scott, der bis heute die Herzöge von Buccleuch stellt. Alice Montagu-Douglas-Scott (1901-2004) heiratete in die britische Königsfamilie. Mehr Infos zu diesem Familienzweig gibt es in meinem Beitrag zum Douglas Clan.

Der Politiker Graf William Stewart von Blessington/Viscount Mountjoy (1709-1769) war Grossmeister der irischen Freimaurergrossloge (Quelle).

Der Politiker Baron Michael Shaw-Stewart (1826-1903) war Grossmeister der schottischen Grossloge. Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer. Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Von 1874 bis 1882 war er Direktor der Royal Arch Masons in Schottland. (Quelle)

Der Politiker Herzog John Stewart-Murray (1871-1942) war Grossmeister der schottischen Grossloge. Ein Mann namens James Stewart war in den 1760er Jahren ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer. Er war Lord Provost von Edinburgh. Es wird sich demnach um James Stuart von Binend (1716-1777) handeln, der vom Stewart Clan abstammt. Noch zwei weitere Grossmeister der schottischen Grossloge hatten den Familiennamen Stewart, nämlich Robert King Stewart of Murdostoun (1854-1930) und John Christie Stewart. (Quelle) Bei diesen beiden ist aber unklar, ob sie aus dem Stewart Clan stammen.

Stein von Scone

Von 1603 bis 1714 besetzte der Stewart Clan wie bereits erwähnt den Thron von England. Als englische Könige wurden sie auf dem Stein von Scone gekrönt. Der Stein ist Teil des englischen Krönungsrituals und wurde zuletzt bei der Krönung der heutigen Queen Elisabeth II. verwendet. Bis Ende des 13. Jahrhunderts war der Stein Teil des schottischen Königsrituals. Die Königsfamilie Stewart hatte Blut der alten schottischen Könige in sich. Der erste König aus dem Stewart Clan kam mütterlicherseits aus der Königsfamilie Bruce, die vor den Stewarts den schottischen Thron besetzt hatte. Der erste König aus dem Bruce Clan war ein Nachkomme des schottischen Königs David I., der wiederum ein Nachkomme des schottischen Königs Kenneth MacAlpin (lebte im 9. Jahrhundert) war. MacAlpin war der erste König des damals gegründeten Schottlands. Er war zugleich der erste König, der auf dem Stein von Scone gekrönt wurde.

Der Stein von Scone ist eng mit der Geschichte und Tradition der Freimaurer verbunden (Quelle). Der Legende nach soll der Stein vor langer Zeit von einer ägyptischen Pharaonenprinzessin von Ägypten auf die britische Insel gebracht worden sein. Ihr Sohn war Goídel Glas, der zu den mythologischen Vorfahren der alten irischen Königen gehört. Die alten irischen Könige sind wiederum die mythologischen Vorfahren mehrerer schottischer Clans und irischer Adelsfamilien. Goídel Glas war ein Enkel von Fénius Farsaid, der das hebräische, griechische und lateinische Alphabet sowie das Ogham-Alphabet erfunden haben soll.

Legenden zufolge stammte der Stein von Scone ursprünglich aus Jerusalem und war der Krönungsstein der jüdischen Könige aus der Dynastie der Davididen, die vom mythologischen König David abstammten. König David soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Die Dynastie der Davididen soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zur seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Nach Angaben der Evangelien nach Matthäus und Lukas des neuen Testaments war der weltberühmte Jesus Christus ein Nachfahre von König David. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen den Davididen Serubbabel als Vorfahren auf. (Quelle) Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Die Symbolik der Zerstörung des Tempels und die Idee eines geistigen Wiederaufbaus ist eine Komponente der schottischen Hochgrade in der Freimaurerei (Quelle). Jesus wird als der Messias bezeichnet. Nach der christlichen Überlieferung ist der Messias der Sohn Gottes. Die jüdische Überlieferung, die älter als das Christentum ist, sagte die Ankunft des Messias voraus. Nach der jüdischen Überlieferung ist der Messias aber nicht der Sohn Gottes, sondern der rechtmässige von Gott eingesetzte König der Juden, der von König David (oben erwähnt) abstammen muss. Der Messias soll den zerstörten Tempel wieder aufbauen. Zur Zeit als Jesus geboren wurde, war die Dynastie der Herodianer die Herrscher von Jerusalem. Sie waren keine Nachkommen der Davididen. Daher wäre Jesus mit seinem königlichen Blut der rechtmässige König der Juden gewesen und wurde daher als Messias bezeichnet. Vielleicht liess König Herodes deshalb alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden, wo sich der geborene Messias aufhielt. König Herodes wollte damit den legitimen Thronfolger ausschalten. Es gab womöglich mehrere Könige, welche die Davididen wieder auf den Thron bringen wollten und daher Kontakt zu Jesus suchten (Legende der Heiligen Drei Könige).

Im 11. Jahrhundert besetzten die vom Vatikan gesteuerten Kreuzfahrer Jerusalem und gründeten dort die heutigen Vatikanorden sowie den Templerorden (möglicher Vorläufer der Freimaurerei). Unter den Kreuzfahrern sollen einer Legende zufolge vier Altmeister aus Schottland gewesen sein, die über altes Wissen verfügten. Sie suchten und fanden etwas in den Überresten des Tempels. Die Legende hatte Einfluss auf die Entwicklung der okkultistischen und alchemistischen Strömungen der Freimaurerei (Quelle).

Nach den beiden Evangelien ist Abraham der Vorfahre der Davididen sowie Vorfahre von Jesus. Abraham ist nach den heiligen Schriften der Stammvater der Araber und der Juden. Zu seinen Nachkommen soll der Prophet Mohammed gehören, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. (Quelle) Aus der Blutlinie Mohammeds sollen der Legende nach die heutigen Königsfamilien von Marokko und Jordanien sowie die Aga Khan Familie hervorgegangen sein. Auch die britische Königsfamilie hat womöglich Blut des Propheten Mohammed in sich (Quelle). Der Stammvater Abraham soll vom Archebauer Noah abstammen. Zu den mythologischen Nachfahren Noahs gehört wiederum Goídel Glas (oben bereits erwähnt), dessen Mutter den Stein von Scone auf die britische Insel brachte.

Nach Angaben eines Freimaurers sollen schon die alten irischen Könige vor MacAlpin auf dem Stein von Scone gekrönt worden sein und er sei schon der Krönungsstein für die jüdischen Könige (Davididen) in Jerusalem gewesen (Quelle). Anderen Legenden nach war der irische Krönungsstein ein Menhir, der noch heute auf dem Tara-Hügel in Irland steht. Auf dem heiligen Hügel befinden sich zahlreiche alte Monumente. Die Menhire gehören zu den Megalithen, von denen manche älter als die Pyramiden sind. Die Megalithen werden mit den Druiden in Verbindung gebracht, die im ersten Jahrtausend vor Christus zur keltischen Elite gehörten, wie die irischen Aristokraten. Die Megalithen befinden sich grösstenteils auf der britischen Insel und der Bretagne (das ehemalige Territorium der Druiden- und Keltenelite). Walter fitz Alan, der im 12. Jahrhundert lebte, war der Stammvater des Stewarts Clans. Seine Familie lebte in der Bretagne, bevor sie auf die britische Insel emigrierte. Prinzessin Isabel aus der schottischen Königsfamilie Stewart, die im 15. Jahrhundert lebte, heiratete den Herzog der Bretagne. John Crichton-Stuart, der 2. Markgraf von Bute (1793-1848), war mit Druiden verbunden und war vielleicht selbst einer (Quelle). Der heutige Druidenorden in Grossbritannien (Ancient Order of Druids) untersteht der Freimaurergrossloge Englands, die traditionell von der britischen Königsfamilie geführt wird (Quelle). Der mögliche ehemalige Krönungsstein auf dem Tara-Hügel soll Legenden zufolge aus Skandinavien stammen.(Quelle) Die schwedischen (skandinavischen) Könige benutzten noch bis zum 15. Jahrhundert heilige Steine bei Königsritualen (Quelle).

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

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