Haus Nassau

Nassau ist ein ursprünglich deutsches Hochadelsgeschlecht, dessen Anfänge bis ins 11. Jahrhundert reichen und somit zum Uradel gehört. Adolf von Nassau, der im 13. Jahrhundert lebte, war römisch-deutscher König und somit einer der mächtigsten Herrscher seiner Zeit. Heute besetzt die Familie den Thron der Niederlande und Luxemburg.

Niederländische Königsfamilie und die Freimaurerei

Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1533-1584) war ein Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien, der mit seinen Verbündeten ihre Unabhängigkeit erklärten. Somit kann Wilhelm als der Gründer der Republik der Vereinten Niederlande betrachtet werden. Von da an besetzte das Adelsgeschlecht Nassau mit einigen Unterbrechungen den niederländischen Thron bis heute.

Sie haben auch viel dazu beigetragen, die Freimaurerei in den Niederlanden zu etablieren, die dort anfangs teilweise heftiger Gegenwehr ausgesetzt war. Bereits Wilhelm III. von Oranien-Nassau (1650-1702) soll 1690 bei den Freimaurern in London aufgenommen worden sein (Quelle). Es ist ohnehin sehr wahrscheinlich, dass er mit Freimaurern in Kontakt kam, da er von 1689 bis 1702 auch König von England, Schottland und Irland war. In den drei Ländern hatte sich zu der Zeit gerade die Freimaurerei im Adel etabliert. Der vorherige König der drei Länder war Jakob II. von England. Dieser wurde 1689 bei der „Glorreichen Revolution“ von britischen Aufständischen und der niederländischen Armee abgesetzt und Wilhelm III. bestieg den Thron. Jakob II. war der letzte katholische König in Britannien. Durch seine Absetzung schwand der Einfluss des katholischen Adels und des Vatikans in Grossbritannien. Dafür erstarkte der Einfluss des protestantischen Freimaurer-Adels. Die schottischen Freimaurer stehen traditionell der presbyterianischen Kirche nahe (und führten auch die Church of Scotland), während viele der englischen Freimaurer der Church of England angehören. Auch Wilhelm III. sah sich als Anführer der protestantischen Mächte Europas. Er wollte die Macht des Klerus einschränken und war gegen absolutistische Monarchien (der Vorgänger König Jakob II. wollte eine absolutistische). Er teilte somit die gleiche Ziele wie die britischen Freimaurer. Als Wilhelm III. König von Britannien war, führte die Regierung den Act of Settlement ein. Das Gesetz schloss Katholiken von der britischen Thronfolge aus und Thronfolger durften ab da keine Katholiken mehr heiraten. 2015 wurde das Gesetz geändert. Das britische Königshaus war übrigens eine der wichtigsten Freimaurerfamilien der letzten 200 Jahren (Quelle).

Als Wilhelm III. König von England wurde, gründete er die Bank of England. Sie ist bis heute die britische Zentralbank. Sein Nachfolger Wilhelm IV. (1711-1751) war nur noch König der Niederlande. Unter ihm konnten sich die Freimaurer dann endgültig im niederländischen Adel etablieren und es durften auch ausländische Freimaurerlogen gegründet werden. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden in den Niederlanden 70 Logen und 20 weitere in den niederländischen Kolonien (Quelle).

Prinz Friedrich von Oranien-Nassau (1797-1881) wurde 1816 in die Berliner Freimaurerloge „Zu den drei Weltkugeln“ aufgenommen (die älteste Grossloge Deutschlands). Er war danach 60 Jahre lang Grossmeister der niederländischen Grossloge. (Quelle) Sein Nachfolger als Grossmeister war Prinz Alexander von Oranien-Nassau (1851-1884) (Quelle). Der niederländische König Wilhelm II. (1792-1849) war Hochgrad-Freimaurer (Quelle).

Die heutige niederländische Königsfamilie

2019 wurde das Familienvermögen auf 12 Milliarden Euro geschätzt (Quelle). Die Familie war noch bis 2009 Hauptaktionär von Shell mit einem Anteil von 25 Prozent (Quelle). Shell ist ein britisch-niederländischer Öl- und Gaskonzern. Er ist schon seit 100 Jahren einer der weltweit führenden Ölkonzerne. Shell war 2019 nach Umsatz das drittgrösste Unternehmen der Welt. Einer der beiden Vorgänger von Shell wurde vom niederländischen Königshaus mitgegründet. Der andere Vorgänger wurde von der Samuel Familie gegründet und geführt, die in den britischen Adel aufgenommen wurde. Die Königsfamilie sind Bekannte der niederländischen Adelsfamilie Loudon, die ebenfalls mit Shell verbunden ist.

Bis 2010 war die Königsfamilie Hauptaktionär der niederländischen Fluggesellschaft KLM (Quelle).

Die Niederlande gehören heute zu den fünf grössten Exportländern der Welt. Das ist besonders bemerkenswert, da das Land trotz seiner geringen Grösse und Bevölkerung auf Augenhöhe mit der Exportmacht Japan liegt und gar Frankreich und Grossbritannien übertrifft (Quelle: 1 und 2). Die Niederlande entwickelten sich in den letzten zehn Jahren immer mehr zu einer Steueroase (Quelle). 2020 belegten sie Platz 8 auf dem Schattenfinanzindex.

In den letzten 50 Jahren traf die niederländische Königsfamilie viele Staatschefs und fast alle oder sogar alle Königsfamilien dieser Welt (man findet viele Fotos über Google). Sie sind mit allen noch amtierenden europäischen Königsfamilien verwandt (Quelle).

Das niederländische Königshaus ist bei den Bilderberg-Treffen präsent (Quelle). Der derzeitige König besuchte das Treffen 2016, 2017 und 2019 (Quelle).

Der deutsche Adlige Bernhard zur Lippe-Biesterfeld (1911-2004) heiratete in die Königsfamilie. Er gilt als der Hauptgründer der Bilderberg-Treffen und war deren erster Vorsitzender (Quelle). Er war bei allen Treffen von 1954 bis 1975 anwesend. Seine Tochter Beatrix, die von 1980 bis 2013 Königin der Niederlande war, besuchte das Treffen mehrfach (Quelle: 1 und 2). Bernhard gründete das Bilderberg-Treffen gemeinsam mit dem Niederländer Max Kohnstamm. Max war der Patenonkel des niederländischen Prinzen Constantijn. (Quelle)

Prinz Bernhard war in den Lockheed-Skandal verwickelt, bei dem Politiker vom US-Rüstungskonzern Lockheed Martin bestochen wurden. Lockheed Martin ist derzeit der grösste Rüstungskonzern der Welt. In den 1930er Jahren war Bernhard Mitglied der NSDAP, der SA und der Reiter-SS. (Quelle) Er kommt zudem aus dem Hochadelsgeschlecht Lippe, von dem mehrere Angehörige NSDAP-Mitglieder waren. Bernhard war Mitglied des Johanniterordens (ein protestantischer Ritterorden), der von der preussischen Königsfamilie geführt wird, die ebenfalls mit der NSDAP verbunden war. Bernhard schlug seine Tochter Beatrix, die spätere Königin, zur Ritterin des Ordens (Foto).

Prinz Bernhard war einer der Hauptgründer des WWF und war dessen erster Präsident. Er und seine Frau finanzierten über den WWF das „Projekt Schloss“, das britische Söldner anwarb, die Wilderer in den Naturreservaten bekämpfen sollten. Die Söldner (Agenten) infiltrierten Organisationen, die vom illegalen Handel mit Elfenbein profitierten. Der irische Reporter Kevin Dowling behauptete, dass Mitglieder der südafrikanischen Spionageabwehreinheit Koevoet, die unter dem „Projekt Schloss“ trainiert wurden, für das Boipatong-Massaker 1992 verantwortlich seien. Der südafrikanische Präsident Mandela rief 1995 die Kumleben-Kommission ins Leben, die neben anderen Fragen auch die Rolle des WWF in der Zeit der Apartheid in Südafrika ermitteln sollte. Im Untersuchungsbericht wurde angedeutet, dass die Söldner des „Projekt Schloss“ Anschläge auf ANC-Mitglieder (führende Anti-Apartheid Bewegung) geplant hatten. Dazu hatten sie sogar militärische Trainingscamps in den Naturschutzreservaten des WWF eingerichtet. (Quelle) Südafrika wird (aus meiner Sicht) vom britischen Adel kontrolliert, der bestens mit dem niederländischen Adel vernetzt ist. Bevor Südafrika 1806 vollständig von den Briten besetzt wurde, gehörte ein Teil den Niederländern. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Teile des britischen und niederländischen Hochadels ein Interesse daran haben, die Herrschaft der weissen Minderheit in Südafrika zu erhalten und dass sie daher die Anti-Apartheid Bewegung (diskret) bekämpft hatten. Übrigens sind die niederländischen Freimaurer noch immer in Südafrika aktiv. Die Freimaurerei wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von niederländischen Kolonialisten nach Südafrika gebracht. Das Kap-Parlament in Südafrika tagte von 1854 bis 1884 in der Speisehalle einer Freimaurerloge. Diese Loge bestand seit dem Jahr 1772 und nannte sich „Lodge de Goede Hoop/Good Hope Lodge“. (Quelle)

Friso von Oranien-Nassau (1968-2013) arbeitete bei Goldman Sachs in London, wo er zum Vizepräsidenten aufstieg. Goldman Sachs ist eine der weltweit grössten Investmentbanken. Er war CFO des britischen Nuklearunternehmens Urenco, das der weltweit führende Dienstleister für Urananreicherung ist. Er war Geschäftsführer des Finanzunternehmens Wolfensohn & Company in London. (Quelle) Dadurch kannte er vermutlich James Wolfensohn, der das Unternehmen gegründet hatte. Der australisch-amerikanische Ökonom war von 1995 bis 2005 Präsident der Weltbank. Prinz Friso arbeitete für McKinsey & Company, das weltweit führende Beratungsunternehmen (Quelle). Seine Frau Mabel arbeitete für die Stiftung des US-amerikanischen Milliardärs George Soros (Quelle). 2007 war Mabel zusammen mit der Stiftung von Soros Mitgründerin des European Council on Foreign Relations (Quelle). Die Denkfabrik konzentriert sich auf die europäische Aussenpolitik. Mabel hatte in ihrer Zeit als Studentin angeblich eine romantische Beziehung mit dem niederländischen Mafiaboss Klaas Bruinsma (Quelle).

Constantijn von Oranien-Nassau (*1969) arbeitete für die RAND Corporation. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt. Sie berät unter anderem das US-Militär und konzentriert sich traditionell auf den strategisch-militärischen Bereich. Sie wurde von der Ford Foundation gegründet. Prinz Constantijn gründete das Brüsseler Büro der Rand Corporation und leitete es zwei Jahre lang. Er arbeitete für Booz Allen & Hamilton in London. (Quelle) Das Beratungsunternehmen ist fest mit den US-amerikanischen Geheimdiensten verbunden. Der aktuelle stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es „die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle) Prinz Constantijn arbeitete mit der EU-Kommissarin Neelie Kroes zusammen, die mehrfach das Bilderberg-Treffen besuchte. Er beriet die Europäische Kommission. Er heiratete die Tochter von Laurens Brinkhorst, der ein bedeutender niederländischer Politiker war.

Jaime Bernardo Bourbon-Parma (*1972) ist der Sohn der niederländischen Prinzessin Irene. Er war Botschafter beim Heiligen Stuhl (Vatikan Führungsebene) und für das niederländische Aussenministerium tätig. Er arbeitete mit der niederländischen EU-Kommissarin Neelie Kroes zusammen, die mehrfach das Bilderberg-Treffen besuchte. Derzeit arbeitet er bei der UNHCR, der Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen.

Bemerkenswerte Heiraten der niederländischen Königsfamilie

Maria Carolina Bourbon-Parma (*1974) gehört zur niederländischen Königsfamilie. Sie heiratete den deutsch-niederländischen Unternehmer Albert Brenninkmeijer. Die Unternehmerfamilie Brenninkmeijer gründete und kontrolliert das Bekleidungsunternehmen C&A. Mit einem Vermögen von über 20 Milliarden US-Dollar gehört sie zu den reichsten Familien Europas. Mitglieder der Familie sind im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem vertreten (ein Vatikanorden).

Der derzeitige König heiratete die Argentinierin Máxima. Ihr Vater Jorge Zorreguieta war Landwirtschaftsminister in der Regierung des argentinischen Diktators Jorge Rafael Videla. Sie arbeitete für die Banken HSBC, Kleinwort Benson und Deutsche Bank.

Die niederländische Königsfamilie heiratete in den letzten 200 Jahren in die Hochadelsgeschlechter Bernadotte, Hohenzollern, Bourbon-Parma, Romanow, Sachsen-Weimar-Eisenach, Lippe-Biesterfeld, Mecklenburg und Württemberg. (Quelle)

Handelskompanien und Zentralbank der Niederlande

Im 17. Jahrhundert waren die Niederlande durch die Kolonialisierung zu einer Weltmacht aufgestiegen, die grosse Handelskompanien kontrollierte und das Finanzzentrum der Welt war (Goldenes Zeitalter). Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden in Amsterdam die ersten Aktiengesellschaften und die erste Zentralbank gegründet (die Amsterdamer Wechselbank).

Die „Niederländische Ostindien-Kompanie“ wurde 1602 gegründet und bestand bis 1798. Sie war zeitweise das grösste Handelsunternehmen der Welt. Sie erhielt vom niederländischen Staat Handelsmonopole sowie Hoheitsrechte in Landerwerb, Kriegsführung und Festungsbau und konnte so die privatwirtschaftliche Konkurrenz mühelos übertreffen. Man kann also davon ausgehen, dass die Händler im Dienste des niederländischen Hochadels standen oder zumindest eng mit diesem zusammenarbeiteten. Das Unternehmen war eng mit der Bank Hope & Co. verbunden, die von der schottischen Quäkerfamilie Hope gegründet und geführt wurde. Die Handelskompanie gilt als das wertvollste Unternehmen aller Zeiten und ihr heutiger Wert wird auf bis 8,2 Billionen Dollar geschätzt (Quelle). Damit ist die Kompanie so viel Wert gewesen, wie heute 20 moderne Grosskonzerne zusammengezählt. Sie war zudem die erste Aktiengesellschaft der Welt, bei der jeder Bürger Anteile erwerben konnte.

In den Niederlanden wurde 1609 die Amsterdamer Wechselbank gegründet, welche die erste Zentralbank der Welt war. Die Bank arbeitete eng mit der Niederländischen Ostindien-Kompanie zusammen. 1794 wurde bekannt, dass die Bank die Handelskompanie mit illegalen Blankokrediten versorgte. Der Skandal war der Anfang vom Ende der Bank und sie wurde 1820 aufgelöst.

1814 gründete König Wilhelm I. (1772-1843) die „Nederlandsche Bank“, welche die Amsterdamer Wechselbank ersetzte und bis heute das Währungsmonopol der Niederlande besitzt (viele der heutigen europäischen Zentralbanken wurden vom Hochadel gegründet). 1824 gründete König Wilhelm die „Niederländische Handelsgesellschaft“. Diese war ein Vorläufer der heutigen Grossbank ABN AMRO. Sie ist derzeit die drittgrösste niederländische Bank. König Wilhelm gründete auch die „Societe Generale de Belgique“, die zum mächtigsten belgischen Unternehmen aufstieg. Sie war ein Vorläufer des heutigen französischen Energiekonzerns Engie, der zu den grössten europäischen Öl- und Gaskonzernen gehört.

Luxemburgische Königsfamilie

Das heutige Luxemburg gehörte lange Zeit zu den Niederlanden. Im Jahr 1815 wurde das heutige Grossherzogtum Luxemburg gegründet und wurde von der niederländischen Königsfamilie regiert. Sie herrschte bis 1890 über das Land. Dann bestieg die deutsche Adelsfamilie Nassau-Weilburg den Thron von Luxemburg. Sie stammt wie die niederländische Königsfamilie aus dem Uradelsgeschlecht Nassau.

Mitglieder der luxemburgischen Herrscherfamilie trafen in den letzten 50 Jahren viele Staatschefs und viele Königsfamilien dieser Welt (man findet viele Fotos über Google).

Prinz Guillaume (*1963) ist im Vorstand des weltweit grössten Stahlkonzerns ArcelorMittal, der seinen Sitz in Luxemburg hat. Er wird daher die indische Milliardärsfamilie Mittal kennen, die den Stahlkonzern kontrolliert. Prinz Guillaume ist im Vorstand der „Banque Générale du Luxembourg“ (BGL BNP Paribas). Sie ist eine der grössten luxemburgischen Banken. Sie wurde 1919 von der „Societe Generale de Belgique“ gegründet, die wiederum vom niederländischen Hochadel gegründet wurde. Prinz Guillaume arbeitete für die Industrial Bank of Japan (heutige Mizuho Financial Group), eine der grössten Banken der Welt. Er war bei kleineren luxemburgischen Finanzunternehmen, die auch in der Vermögensverwaltung tätig sind. (Quelle) Luxemburg ist übrigens eine der grössten Steueroasen der Welt und belegte 2020 Platz 6 auf dem Schattenfinanzindex.

Prinz Jean von Luxemburg (*1957) war ebenfalls im Finanzsektor tätig. Er war Berater beim französischen Energiekonzern Engie (GDF Suez). Ein wichtiger Vorläufer von Engie war die „Societe Generale de Belgique“, die vom niederländischen Hochadel gegründet wurde. Prinz Jean war im Exekutivausschuss von Degremont. Das französische Unternehmen konzentriert sich auf die Trinkwasserversorgung. Prinz Jean arbeitete für das bereits erwähnte Beratungsunternehmen Booz Allen & Hamilton, das fest mit den US-Geheimdiensten verbunden ist. (Quelle) Jean besuchte die Militärakademie „Royal Military Academy Sandhurst“ in England. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

Es gibt die Verschwörungstheorie, dass Prinz Jean und Prinz Guillaume in die Bombenlegeraffäre in Luxemburg verwickelt waren. Sie mussten deswegen vor Gericht als Zeugen aussagen (Quelle).

Grossherzog/König Henri von Nassau (*1955) war ebenfalls an der „Royal Military Academy Sandhurst“. Sein Vermögen wird auf 4 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Der Malteserorden, ein alter Vatikanorden, ernannte ihn zum Ehrenritter. Er traf Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto, der Grossmeister des Malteserordens. (Quelle)

Bemerkenswerte Heiraten der luxemburgischen Königsfamilie

Die luxemburgische Herrscherfamilie heiratete in folgende Königsgeschlechter: Sachsen-Coburg und Gotha, Habsburg, Braganza, Wittelsbach, Sachsen, Bourbon-Parma und Liechtenstein. (Quelle: 1 und 2) Sie heirateten auch in die beiden deutschen Hochadelsgeschlechter Baden und Thurn-Taxis. Die luxemburgische Herrscherfamilie stammt wie gesagt aus dem Hause Nassau-Weilburg. Der deutsche Zweig der Familie Nassau-Weilburg heiratete in die Königsgeschlechter Habsburg, Bernadotte, Württemberg und in die niederländische Königsfamilie, die ebenfalls zur Uradelsdynastie Nassau gehört. (Quelle)

Prinzessin Alix (1929-2019) heiratete in die belgische Adelsfamilie Ligne. Zwei ihrer Kinder heirateten in die nicht amtierende Kaiserfamilie Brasiliens. Ihre Tochter Sophie war die Schwiegertochter von Marie-Hélène de Rothschild.

Grossherzog Henris Tante Marie Adélaïde (1924-2007) heiratete Carl Josef Henckel von Donnersmarck. Die deutsch-österreichische Adelsfamilie war früher im Bergbau aktiv. Sie war 1913 die drittreichste Familie Deutschlands (Quelle).

Marie Adélaïdes Bruder Charles (1927-1977) heiratete die Tochter des US-Amerikaners Clarence Douglas Dillon. Dillon war US-Finanzminister und Botschafter in Frankreich. Er kannte die berühmte Rockefeller Familie. Sein gleichnamiger Vater war einer der reichsten Amerikaner und gründete die Investmentbank Dillon, Read & Co.. Vater und Sohn waren Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk, das von der britischen Königsfamilie geführt wird. Dillon Junior war Vorsitzender der Brookings Institution und stellvertretender Vorsitzender des Council on Foreign Relations. Beide gehören zu den mächtigsten Think Tanks der Welt.

Prinz Felix von Luxemburg (*1984) heiratete die Tochter des deutschen Unternehmers Hartmut Lademacher. Dieser war Manager beim US-amerikanischen IT-Konzern IBM. Zusammen mit anderen IBM-Managern gründete er 1990 das deutsche Softwareunternehmen LHS, das heute im Besitz von Ericsson ist. Lademachers Vermögen wurde 2013 auf 600 Millionen Euro geschätzt.

Erwähnenswerte Deutsche aus dem Haus Nassau

Der Fürst Karl Wilhelm von Nassau-Usingen (1735-1803) war kein Mitglied der Königsfamilien, entstammt aber auch dem Adelsgeschlecht Nassau. Er gründete und führte eine Freimaurerloge in Wiesbaden (Quelle: 1 und 2).

Der Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1745-1794) gründete vier Freimaurerlogen in Saarbrücken und später dann eine Grossloge als Dachverband (Quelle).

Der Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen (1738-1816) war ebenfalls Freimaurer (Quelle).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

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