Springer Familie

Friede Springer kontrolliert zurzeit den Medienkonzern „Axel Springer SE“, der 2018 der dritt grösste (nicht staatliche) Medienkonzern Deutschlands war und zu den 10 grössten Medienkonzerne Europas gehört. Zum Konzern gehören unter anderem die Zeitungen Bild und Welt, der Fernsehsender N24/Welt und mehrere deutsche Radiosender.

Axel Springer

Das Unternehmen wurde 1946 von Axel Springer (1912-1985) gegründet. Bereits sein Vater war Verleger und Druckereibesitzer. Nach dem 2. Weltkrieg 1945 erhielt Axel Springer von den Alliierten die Erlaubnis zur Publikation von Medien. In der Besatzungszeit der Alliierten wurde die gesamte deutsche Medienlandschaft lahmgelegt unter dem Vorwand den medialen Einfluss der Nazis einzudämmen. Die Alliierten konnten so massgeblich mitbestimmen welche Medienunternehmen in der Nachkriegszeit Deutschlands zu medialem Einfluss gelangten. Der Springer Verlag war von Anfang an einer ihrer Lieblinge, was sicherlich zum Aufstieg des Verlags beitrug. Für alle Angestellten von Springer weltweit gelten folgende fünf Grundsätze:

  1. Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa.
  2. Wir unterstützen das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel.
  3. Wir zeigen unsere Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
  4. Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein.
  5. Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus ab.

Quelle

Axel Springer war Freimaurer. Er wurde 1958 in die Hamburger-Loge „Die Brückenbauer“ aufgenommen. Die Loge wurde 1952 auf Initiative des FDP Politikers Thomas Dehler gegründet. In einer Festschrift der „Brückenbauer“ wird Dehler in einem Gespräch mit Theodor Vogel (der spätere Grossmeister der deutschen Freimaurer) zitiert:

„Es müssen Wege gefunden werden, um die DIE Persönlichkeiten für den Bund zu gewinnen, die hohe Verantwortung in Staat und Wirtschaft trügen. Dies sei für das Land nach der Zeit des NS-Regimes notwendig. Wir müssen in den Aufbau der Bundesrepublik freimaurerisches Gedankengut einbringen. Am besten wäre, wir würden unsere Verantwortlichen in einer Loge zusammenschließen.“

Quelle

Weitere Mitglieder „Der Brückenbauer“ waren:

  • Theodor Vogel (1901-1977), er war der erste Meister der Brückenbauer. Er war federführend an der Gründung der „Vereinigte Grosslogen von Deutschland“ beteiligt und war deren erster Grossmeister. Diese ist der Dachverband der fünf deutschen Grosslogen. Dadurch hatte er auch Kontakt zu den anglo-amerikanischen Freimaurern, die während der Besatzungszeit der Alliierten eigene Logen in Deutschland gründeten, die bis heute von Angloamerikanern geführt werden (Quelle 1 und Quelle 2). Theodor Vogel bereiste die Grosslogen der Welt. Er traf auch US-Präsident Harry Truman (Freimaurer), Herzog Edward von Kent (gehört zur britischen Königsfamilie und ist der aktuelle Grossmeister der englischen Freimaurer), die niederländische Königin Juliana (ihr Mann Bernhard war einer der ganz hohen Tiere) und den Schah von Persien (Quelle). Vogel war als Unternehmer in der Stahlindustrie tätig und war Präsident des Deutschen Stahlbauverbandes (Lobbyverband der Stahlindustrie).
  • Fritz Sänger (1901-1948), SPD Politker, war der erste Geschäftsführer der Deutschen Presse-Agentur (grösste deutsche Nachrichtenagentur), Mitglied des deutschen Presserats und Rundfunkrats.
  • Rolf Dahlgrün (1908-1969), FDP Politiker, Finanzminister von 1962 bis 1966, war von 1933 bis 1945 Mitglied der NSDAP und NS-Offizier während des 2. Weltkrieges, Vizepräsidenten des Deutschen Fördervereins der Internationalen Stiftung „World Wildlife Fund“ (WWF). Für die es nicht wissen sollten: Der WWF wird von höchst elitären Kreisen gestiftet, darunter auch Königsfamilien, Rockefeller, Rothschild und viele mehr (Quelle).
  • Ernst Fromm (1917-1992), deutscher Mediziner, war Mitglied der SA und der SS. Da er im dritten Reich bereits zur Ärzteschaft gehörte, könnte es sein, dass er von den Menschenversuchen in den Konzentrationslager gewusst hatte, die im Interesse der Wissenschaft und der Pharmaindustrie stattfanden. Von 1959 bis 1973 war er Präsident der Bundesärztekammer.
  • Rolf Appel (1920-2019), hatte grosses Ansehen in der Freimaurer-Community, war von 1990 bis 1994 Grossmeister der Brückenbauer (Quelle). Er spielte eine wichtige Rolle beim diplomatischen Kontakt zwischen den Freimaurern und dem Vatikan in der Nachkriegszeit (Quelle).
  • Paul Sethe (1901-1967), Journalist und Zeitungsredakteur im dritten Reich, war Mitglied der Propagandakompanie der SS, Arbeitete für die Nazi-Propagandazeitung „Völkischer Beobachter“, arbeitete als Journalist von 1955 bis 1960 für den Springer-Verlag. 1965 schrieb er in einem Leserbrief im Spiegel: „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Journalisten, die diese Meinung teilen, finden sie immer. Ich kenne in der Bundesrepublik keinen Kollegen, der sich oder seine Meinung verkauft hätte. Aber wer nun anders denkt, hat der nicht auch das Recht, seine Meinung auszudrücken? Die Verfassung gibt ihm das Recht, die ökonomische Wirklichkeit zerstört es. Frei ist, wer reich ist. Das ist nicht von Karl Marx, sondern von Paul Sethe. Aber richtig ist es trotzdem. Und da Journalisten nicht reich sind, sind sie auch nicht frei. (…) Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer größeres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer größer und immer gefährlicher.“ (Quelle)

Axel Springer galt immer als grosser Unterstützer und Freund von Israel und dem jüdischen Volk. Was ziemlich paradox erscheint. Auszüge aus einem im Deutschlandfunk Kultur veröffentlichten Artikel:

„Springer beschäftigte sogar mehrere Mitarbeiter, die einst überzeugte Nazis waren. Wie Paul Karl Schmidt, der die NS-Propaganda des Auswärtigen Amtes steuerte. Schmidt hatte zum Beispiel 1944 Anregungen geschrieben, wie eine Juden-Deportation in Budapest nach außen verharmlost werden könnte. Nach dem Krieg veröffentlichte er unter dem Namen Paul Carell Bücher, die die Wehrmacht verherrlichten. Zudem arbeitete er als Sicherheitschef und Redenschreiber – für Axel Springer. Der Hamburger Medienmacher wollte offenbar nicht auf das „Experten“-Wissen von Ex-Nazis verzichten.“

„Springer beschäftigte in seiner Hausleitung auch einen Holocaust-Überlebenden: Ernst Cramer, der im KZ Buchenwald gefoltert worden war. So arbeiteten im Bildzeitungs-Verlag Ex-Nazis, Ex-Mitläufer und Ex-Verfolgte zusammen. Der Verleger setzte auf Versöhnung – aber zugleich auf eine Aufarbeitung der deutschen Schuld. Allerdings nur, soweit es ihn nicht selbst betraf. Springer war nämlich in der NS-Zeit für antisemitische Propaganda mitverantwortlich gewesen – unter anderem als Mitarbeiter der Altonaer Nachrichten. 1979 wollte Verleger-Konkurrent Rudolf Augstein dieses dunkle Kapitel veröffentlichen. Doch Springer intervenierte persönlich – und konnte einen Artikel im Spiegel-Magazin verhindern.“

Axel Springer heiratete 1953 in dritter Ehe Rosemarie Alsen, die eine Tochter von Werner Lorenz (1891-1974) war. Lorenz war SS-Funktionär und wurde deswegen 1948 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er wurde 1955 frühzeitig entlassen. Vielleicht hat die Heirat seiner Tochter seine frühzeitige Entlassung begünstigt. Zudem kannte Axel über die Freimaurerei weitere Personen mit NS-Vergangenheit.

Friede Springer

Friede (*1942) war Axels fünfte Ehefrau. Nach seinem Tod wurde sie Hauptaktionärin des Medienunternehmen „Axel Springer SE“. Seit 2020 ist sie nur noch zweitgrösste Aktionärin. Der grösste Anteilseigner ist nun die US-Beteiligungsgesellschaft „KKR & Co.“. Die Übernahme war aber freiwillig und nicht feindlich. Daher kann mann davon ausgehen, dass KKR ein vorübergehender Vermögensverwalter von Friede Springer ist. KKR hält nach eigenen Angaben seine Beteiligungen für gewöhnlich sechs bis sieben Jahren lang.

Friede Springers Vermögen wurde 2020 auf 3.9 Milliarden Dollar geschätzt. Damit gehört sie zu den fünf reichsten Frauen Deutschlands.

Friede Springer ist mit Angela Merkel befreundet (Quelle). Angela Merkel ist auch mit Liz Mohn befreundet, die den grössten Medienkonzern Deutschlands kontrolliert (Quelle). Friede und Liz kennen sich ebenfalls (es gibt mehrere Fotos auf denen sie gemeinsam abgebildet sind). Angela Merkel, Liz Mohn und Friede Springer kennen auch Hubert Burda, welcher der drittmächtigste Medienunternehmer Deutschlands ist. Auch hier findet man Fotos über Google. Einfach immer zwei Namen der vier Personen eingeben und man wird fündig.

Die Familien Mohn, Springer und Burda kontrollieren zusammen den grössten Teil der deutschen Medien. Vielleicht einer der Gründe, warum die deutschen Medien Merkel in den letzten 15 Jahren so gut wie nie kritisiert haben.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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