Haus Al Nahyan

Die arabische Familiendynastie bildete sich 1761 und ist seither die Königsfamilie von Abu Dhabi. Zusammen mit fünf anderen Familien kontrollieren sie die Vereinigten Arabischen Emirate, die 1971 gegründet wurden und ein Zusammenschluss der sechs Familien und ihrer Territorien waren. Obwohl die Emirate von sechs Familien kontrolliert werden, nimmt die Al Nahyan Familie eine Führungsrolle im Staat ein. Seit 1971 stellt sie den Präsidenten, das Staatsoberhaupt der Emirate. Zayed bin Sultan Al Nahyan (1918-2004) gilt als der Gründervater der Nation.

Seit 1835 waren die heutigen Vereinigten Arabischen Emirate ein britisches Protektorat (Kolonie mit selbständiger Verwaltung). Die Scheiche kooperierten mit der britischen Kolonialelite, die ihnen als Gegenleistung militärischen Schutz versprach. Seit 1971 sind die Emirate offiziell unabhängig von Grossbritannien. Die britische Kolonialelite und die Herrscherfamilien der Emirate einigten sich auf deren Unabhängigkeit. Dies geschah interessanterweise auf Initiative der Briten (Quelle).

Das Haus Al Nahyan traf sich mehrfach mit den britischen Royals (Fotos: 1, 2, 3, 4). Sie trafen auch Mitglieder der Königsfamilien von Spanien, Niederlande, Dänemark, Luxemburg, Norwegen und Thailand (Fotos: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7).

Der derzeitige Kronprinz traf den US-Milliardär Bill Gates und arbeitet mit dessen Stiftung zusammen (Quelle). Er traf 2019 den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle).

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind das Land mit den siebtgrössten Ölreserven. Sie sind einer der grössten Ölexporteure der Welt. Der grösste Teil der Ölreserven des Landes befinden sich im Emirat Abu Dhabi, wo wie gesagt die Al Nahyan Familie herrscht. Die Emirate besitzen zudem auch die siebtgrössten Gasreserven. Die Emirate sind der fünftgrösste Aluminiumproduzent der Welt.

Die Al Nahyan Familie ist seit 1994 Grossaktionär des österreichischen Ölkonzerns OMV. Derzeit liegt ihr Anteil bei 24,9% (Quelle). OMV ist der mit Abstand grösste Öl- und Gaskonzern im deutschsprachigem Raum und das umsatzstärkste Unternehmen Österreichs.

Die Familie leitet die „Abu Dhabi Investment Authority“, einer der grössten Staatsfonds der Welt. Der Staatsfonds verwaltet ein Vermögen von etwa 650 Milliarden US-Dollar, von dem der grösste Teil aus dem Ölgeschäft stammt. Kronprinz Mohammed bin Zayed Al Nahyan ist zurzeit Vorsitzender der „Mubadala Investment Company“, ebenfalls ein Staatsfonds. Er verwaltet derzeit etwa 240 Milliarden US-Dollar. Der Kronprinz ist auch Vorsitzender des „Abu Dhabi Investment Council“. Der Staatsfonds verwaltete 2018 ein Vermögen von 123 Milliarden US-Dollar. Die Prinzen arbeiten auch für Banken und Unternehmen aus den Emiraten.

Die Al Nahyan Familie heiratete zweimal in die Al Maktum Familie (Quelle: 1 und 2). Die Al Maktum Familie sind die Herrscher des Emirats Dubai. Sie kontrollieren die „Investment Corporation of Dubai“. Sie ist ebenfalls ein Staatsfonds und verwaltet derzeit ein Vermögen von 300 Milliarden US-Dollar. Muhammad Al Maktum, der derzeitige Herrscher von Dubai, heiratete in die jordanische Königsfamilie (Quelle). Die Al Maktum Familie heiratete auch in die katarische Königsfamilie und in die bahrainische Königsfamilie (Quelle: 1 und 2). Der derzeitige Herrscher von Dubai traf 2006 David de Rothschild. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder war ebenfalls beim Treffen dabei. (Quelle) Schröder arbeitete zehn Jahre für die Rothschild Bank (Quelle). David de Rothschild traf 2013 einen Sohn des Herrschers von Dubai (Quelle).

Zayed bin Sultan Al Nahyan (1918-2004), der erste Präsident der Emirate, finanzierte 1972 die Gründung der Bank BCCI und war deren grösster Anteilseigner. Auch die Bank of America finanzierte die Gründung mit. Die BCCI wurde 1991 aufgelöst, da sie in diverse illegale Aktivitäten verwickelt war, unter anderem Geldwäsche, Bestechung, Waffenhandel und Morde. Die Al Nahyan Familie war immer noch Hauptaktionär der Bank. Über die Bank wurden islamistische Terroristen unterstützt. Viele Personen aus Militär und Geheimdiensten arbeiteten für die BCCI. Die Bank war auch in den illegalen Verkauf von Nukleartechnologie verwickelt. Sie wusch Drogengeld für das kolumbianische Medellín-Kartell. Die Bank hatte mehrere Diktatoren und Rüstungskonzerne als Kunden. Die BCCI wurde vom pakistanischen Bankier Agha Hasan Abedi geführt, der Präsident Zayed bin Sultan Al Nahyan kannte und mit ihm zusammen die Bank gegründet hatte. (Quelle: 1 und 2) Abedi war mit dem US-Präsidenten Jimmy Carter und dem britischen Premierminister James Callaghan befreundet (Quelle). Abedi war Mitglied des 1001 Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. (Quelle) Teile des Personals der BCCI waren auch als Zuhälter aktiv. Sie beschafften jungfräuliche Frauen im Alter von 16 bis 20 Jahren aus Dörfern in armen Ländern, die sie den Eltern abgekauft hatten. Zeugenaussagen zufolge wurden die jungen Frauen den Prinzen aus der Al Nahyan Familie zur Verfügung gestellt. Kunden der BCCI wurden ebenfalls mit Frauen versorgt. Einige BCCI-Mitarbeiter sagten später, dass den Prinzen auch Mädchen zur Verfügung gestellt wurden, die noch nicht die Pubertät erreicht hatten. (Quelle: 1 und 2)

Mehrere Mitlieder der Al Nahyan Familie, darunter auch Kronprinz Mohamed Al Nayhan und Präsident Khalifa Al Nahyan, waren an der „Royal Military Academy Sandhurst“. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Alle Königsfamilien der ölreichen Monarchien schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Es waren auch Scheiche der anderen Herrscherfamilien der Emirate auf dieser Militärakademie. Zudem haben viele der Scheiche an britischen und US-amerikanischen Eliteuniversitäten studiert.

Prinz Issa bin Zayed Al Nahyan war Teil eines Folterskandals, bei dem er einen Mann folterte. Er benutzte einen elektrischen Viehtreiber, den er dem Opfer an die Hoden hielt und in den Anus steckte. Er goss Feuerzeugbenzin auf seine Hoden und entzündete sie. Er schlug wiederholt mit einem hervorstehenden Nagel, der an einem Holzbrett befestigt war, auf ihn ein. Er streute Salz auf seine Wunden und überfuhr ihn zum Schluss mehrfach mit einem Fahrzeug. (Quelle) Es kam zu einem Gerichtsverfahren, bei dem er allerdings nicht verurteilt wurde.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

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