Haniel Familie

Die Haniel Familie gehört schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien Deutschlands.

Die Familie gründete Mitte des 18. Jahrhunderts eine Weinhandlung. Ab 1771 waren sie im Kohlehandel aktiv. Im 19. Jahrhundert stiegen sie zu den mächtigsten deutschen Kohleunternehmern auf. Sie wurden im Maschinenbau und der Stahlindustrie aktiv und kontrollierten ein grosses Schifffahrtsunternehmen. Zu Beginn des 20. Jahrhundert galten die Haniels als die reichste Familie Deutschlands und waren noch reicher als die deutschen Rothschilds (Quelle).

Sie sind gut vernetzt. Franz Markus Haniel (*1955) kennt Mitglieder aus deutschen Milliardärsfamilien, wie Quandt, Thyssen, Siemens, Burda, Heraeus, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim (wird weiter unten genauer erläutert).

Im 19. Jahrhundert waren mehrere Familienmitglieder in der Politik. Zwischen 1892 und 1906 wurden drei Familienmitglieder geadelt, aber die heutigen Haniels sind keine Adligen.

Haniel und das Naziregime

Karl Haniel (1877-1944) war von 1928 bis 1944 Vorsitzender des Industrie-Clubs Düsseldorf, ein bis heute bestehender Wirtschaftsverein. Im Januar 1932 durfte Adolf Hitler im Industrie-Club Düsseldorf eine Rede halten vor den führenden Repräsentanten der deutschen Wirtschaft, um für sein politisches Programm zu werben (also ein Jahr vor seiner Machtübernahme). Karl Haniel war bei der Rede dabei. (Quelle) Hitlers Auftritt vor der deutschen Wirtschaftselite wurde durch den Industriellen Fritz Thyssen ermöglicht, der Hitlers bereits seit 1923 unterstützt hatte (Quelle).

Der Verleger Anton Betz, der Karl Haniel kannte, schrieb, dass Haniel nach Hitlers Machtübernahme zu ihm gesagt hatte, man müsse Hitlers Regierung unterstützen und auch die guten Seiten des Nationalsozialismus anerkennen, da der Nationalsozialismus die Erlösung vom Kommunismus sei. (Quelle)

Karl Haniel gehörte zur Ruhrlade, eine Vereinigung der zwölf einflussreichsten Ruhrindustriellen. Sie existierte von 1928 bis 1939. Einer der Zwölf war der oben erwähnte Naziunterstützer Fritz Thyssen. Ein weiteres Mitglied war Gustav Krupp, ebenfalls ein Naziunterstützer. Die Krupp Familie war eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Haniels hatten schon seit Ende des 18. Jahrhunderts Kontakt zur Krupp Familie (Quelle). Ein weiteres Mitglied der Ruhrlade war der deutsch-jüdische Industrielle Paul Silverberg, einer der mächtigsten Kohleunternehmer Deutschlands. Sein Unternehmen war ein Vorläufer des heutigen Energiekonzerns RWE, der grösste Betreiber von Kohlekraftwerken in Deutschland. Der Ehemann von Silverbergs Schwester war Ernst Landsberg. Dessen Onkel, der deutsch-jüdische Bankier Ludwig Bamberger, war 1870 Mitgründer der Deutschen Bank, die heute die grösste Bank Deutschlands ist.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts kontrollierten die Haniels das Stahlunternehmen GHH. Das Unternehmen war paar Jahrzehnte zuvor mit der finanziellen Unterstützung von Maria Kunigunde von Sachsen gegründet worden. Sie kam aus der sächsischen Königsfamilie und ihr Vater war auch König von Polen und Litauen. Die GHH wurde unter der Führung von Haniel im Bergbau und Maschinenbau aktiv und entwickelte sich zu einem der grössten Unternehmen Deutschlands. Die GHH profitierte stark von der Aufrüstungspolitik der Nazis und wurde systemrelevant für Hitlers Krieg. Während des Zweiten Weltkrieges wurden bei der GHH über 30 000 Zwangsarbeiter eingesetzt. Die GHH hatte bereits im Ersten Weltkrieg Zwangsarbeiter beschäftigt. (Quelle) Die Haniel Familie führte während den beiden Weltkriegen den Aufsichtsrat der GHH. Der Vorstand wurde von 1909 bis 1942 von Paul Reusch geführt, der ein enges Vertrauensverhältnis zu Karl Haniel hatte (Quelle). Paul Reusch gehörte zusammen mit Karl Haniel, Krupp, Thyssen und Silverberg zur oben erwähnten Ruhrlade.

Paul Reusch und Karl Haniel waren Mitglied des 1922 gegründeten Vereins Gäa. Dieser bestand zum Grossteil aus deutschen Adligen. Der Verein finanzierte rechte Propaganda. Er wurde nach Hitlers Machtübernahme aufgelöst. Karl Haniel war Vorsitzender des Vereins. Paul Reusch hatte übrigens Kontakt zum bayerischen Kronprinzen Rupprecht von Bayern. (Quelle: 1, 2, 3) Im Vorstand von Gäa war auch der Naziunterstützer Albert Vögler, der zur oben erwähnten Ruhrlade gehörte und somit Karl Haniel kannte.

Paul Reusch nutzte seinen Einfluss, um linke Parteien in der Weimarer Republik zu bekämpfen. Er war Ende der 20er Jahre in die geheime Wiederaufrüstung des deutschen Militärs involviert (Deutschland durfte seit Ende des Ersten Weltkrieges keine Aufrüstung betreiben). 1932 traf er sich mit den führenden Nazis Adolf Hitler und Heinrich Himmler und sicherte ihnen seine Unterstützung zu. Paul Reusch wurde 1931 Mitglied des Stahlhelmbunds, der ebenfalls linke Parteien bekämpfte. (Quelle) Der Bund bestand seit 1918 und kontrollierte rechte paramilitärische Strukturen in der Weimarer Republik. Der Bund war antisemitisch und viele der Anhänger glaubten an eine jüdische Weltverschwörung. Der Bund plante eine Diktatur zu errichten, die linke Bewegungen und die jüdische Elite bekämpfen sollte. Daher unterstützte der Bund die Machtübernahme Hitlers 1933.

Paul Reusch war zur Zeit des Naziregimes in der Führung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die am Goldraub der Nazis beteiligt war. Die BIZ ist bis heute eine der einflussreichsten Instanzen der Finanzelite und gilt als Zentralbank aller Zentralbanken. Sie hat ihren Hauptsitz in der Schweiz. Paul Reusch wird über die BIZ die deutschen Bankiers Kurt von Schröder und Hjalmar Schacht (Freimaurer) gekannt haben, zwei der wichtigsten Unterstützer von Hitlers Machtübernahme. Während sie Deutschland bei der BIZ vertraten, waren dort auch angloamerikanische Interessensvertreter, darunter der britische Zentralbankenchef Montagu Norman und Bekannte der Rockefeller Familie. (Quelle)

Paul Reuschs Sohn Hermann führte nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1966 den Vorstand der GHH und wird daher die Haniel Familie gekannt haben, da diese weiterhin den Aufsichtsrat führte.

Geschäftsaktivitäten der Haniels in den letzten 70 Jahren

Nach dem Zweiten Weltkrieg wollten die Alliierten den Einfluss des Haniel-Konzerns eindämmen. Der Konzern wurde in drei Teile aufgeteilt. Ein Teil umfasste das Stahlgeschäft des Konzerns, das später von der Thyssen Familie gekauft wurde, die wie gesagt die Haniels kannte. Ein weiterer ausgegliederter Teil umfasste das Kohlegeschäft des Konzerns. Dieser wurde später Teil der 1968 gegründeten Ruhrkohle AG. Die Ruhrkohle AG war eines der grössten deutschen Unternehmen (Quelle). Aus ihr entwickelte sich der heutige Mischkonzern RAG sowie der Chemiekonzern Evonik Industries. Zu den Gründern der Ruhrkohle AG gehörte auch der Konzern der Krupp Familie, die wie gesagt die Haniels kannte. Von der Haniel kontrollierten GHH blieb nach der Aufteilung nur der Teil übrig, der im Maschinen- und Anlagenbau aktiv war. Dennoch hat dies den Haniels nicht stark geschadet. In den folgenden Jahren entwickelte sich die GHH zum grössten Maschinen- und Anlagenbauer Europas. Die Haniels kontrollierten das Unternehmen bis in die 80er Jahre. Darauf firmierte die GHH unter dem Namen MAN. Seit 2011 wird MAN vom deutschen Automobilkonzern VW kontrolliert und trägt seit 2018 den Namen Traton.

1868 gründeten die Haniels ein Unternehmen, aus dem sich die spätere Rheinpreussen AG entwickelte. Das Unternehmen war im Kohlebergbau und der Chemieindustrie aktiv. Zur Zeit des Naziregimes stieg es in die Kraftstoffherstellung ein und betrieb Tankstellen. Die Haniels kontrollierten das Unternehmen bis in die 1960er Jahren und verkauften es dann dem deutschen Öl- und Gaskonzern DEA. 2019 fusionierte die DEA zur heutigen Wintershall Dea, die derzeit das grösste deutsche Erdölunternehmen ist. Zurzeit wird das Unternehmen vom deutschen Chemiekonzern BASF und dem russischen Milliardär Mikhail Fridman kontrolliert.

Seit den 1960er Jahren kontrollierte die Haniel Familie zusammen mit den Familien Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim das Einzelhandelsunternehmen Metro. In den folgenden drei Jahrzehnten entwickelte sich Metro zum grössten Einzelhändler Deutschlands. In den letzten 10 Jahren wurde Metro aber von Aldi und der Schwarz-Gruppe überholt, die nun die grössten deutschen Einzelhändler sind. Metro ist aber nach wie vor einer der zehn grössten Einzelhändler der Welt. Die Haniel Familie besitzt heute nur noch 2,7 Prozent der Anteile an Metro. Die mit Haniel verbundenen Familien Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim sind immer noch Grossaktionär von Metro und dadurch Milliardäre. Bis 2019 waren die Haniels ebenfalls Grossaktionär und verkauften dann den Grossteil der Anteile an den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky, einer der einflussreichsten Geschäftsmänner Tschechiens.

2017 wurde das Elektronikhandelsgeschäft des Metro-Konzerns ausgegliedert, woraus sich Ceconomy bildete. Ceconomy besitzt die deutschen Einzelhändler MediaMarkt und Saturn. Ceconomy ist damit der grösste Elektronik-Einzelhändler Europas. Die Haniel Familie ist derzeit der grösste Aktionär von Ceconomy mit einem Anteil von mehr als 20 Prozent. Die Milliardärsfamilien Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim sind ebenfalls Grossaktionäre sowie die italienische Milliardärsfamilie Agnelli.

Die Haniel Familie hält ihre Anteile über ihre Unternehmensgruppe „Franz Haniel & Cie.“, die sich vollständig in Familienbesitz befindet. Zur Gruppe gehören mehrere kleinere Unternehmen. Deren Geschäftsfelder umfassen Textilien, Sicherheitsindustrie, Verpackungsmaschinen, Recycling von Edelstahlabfällen, Matratzen sowie Fischerei und Fischzucht.

In den 1990er Jahren galten die Haniels als die reichste deutsche Familie neben Albrecht (Aldi) und Quandt (BMW). 2017 wurde das Vermögen der Haniel Familie auf 6,8 Milliarden Euro (etwa 8 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle).

Franz Markus Haniel

Franz Markus Haniel (*1955) war im Aufsichtsrat von Metro und „Franz Haniel & Cie“. Er arbeitete seit 1986 für Firmen der Milliardärsfamilie Quandt. Die Quandts beriefen Haniel in den Aufsichtsrat ihres Automobilkonzerns BMW. (Quelle) Haniel ist mit dem Milliardär Stefan Quandt befreundet (Quelle). Die Haniel Stiftung förderte gemeinsam mit einer Stiftung der Quandt Familie die „Atlantische Initiative“, ein Verein zur Förderung von deutsch-amerikanischen Beziehungen (Quelle). 

Franz Markus Haniel arbeitete für die schweizerische Holding der Familie Thyssen-Bornemisza (Quelle). Somit sind die Haniels seit 100 Jahren mit der Thyssen Familie verbunden (sind heute ebenfalls Milliardäre).

Franz Markus Haniel ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Technologie- und Edelmetallkonzerns Heraeus. Er wird daher die Milliardärsfamilie Heraeus kennen, die das Unternehmen kontrolliert.

Franz Markus Haniel ist im Kuratorium der Haniel Stiftung. Derzeit ist auch Nathalie von Siemens im Kuratorium (Stand 23.10.2021). Die Siemens Familie gehört wie die Haniels schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Unternehmerfamilien Deutschlands.

Franz Markus Haniel kennt Stefan Oschmann (Foto). Oschmann leitete den deutschen Pharmakonzern Merck. Er wird daher die Merck Familie (Milliardäre) kennen, die das Unternehmen kontrolliert.

Franz Markus Haniel war in der Geschäftsführung von Giesecke+Devrient. Der deutsche Konzern ist ein weltweit aktiver Dienstleister für Zahlungsverkehr und IT-Sicherheit. Zu den Kunden gehören Zentralbanken und Grosskonzerne. Franz Markus Haniel war Berater bei Booz Allen Hamilton. (Quelle) Das US-amerikanische Beratungsunternehmen ist fest mit den US-Geheimdiensten verbunden. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es „die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle

Die Haniels haben Kontakte zu Josef Esch. Er führte die Bank der Oppenheim Familie. (Quelle)

Franz Markus Haniel kennt den Milliardär Hubert Burda, der eines der grössten deutschen Medienunternehmen besitzt. Die Burda Familie organisiert den Burda DLD Nightcap, eine jährlich stattfindende Party in Davos. 2013 waren neben Burda und Franz Markus Haniel auch folgende Personen auf der Party:

  • Die indische Milliardärsfamilie Mittal.
  • Führende Mitarbeiter von Google, Facebook und Twitter sowie der YouTube-Gründer Chad Hurley.
  • Roland Berger. Der Multimillionär gründete das Beratungsunternehmen Roland Berger.
  • Klaus Kleinfeld. Er leitete den führenden deutschen Elektrokonzern Siemens. Er gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er war CEO des Aluminiumkonzerns Alcoa. Er ist ein Wirtschaftsberater der saudischen Königsfamilie und leitet ihr Bauprojekt Neom.
  • Hartmut Ostrowski. Er leitete Bertelsmann, den grössten Medienkonzern Deutschlands.
  • Kai Diekmann. Er war Chefredakteur der BILD-Zeitung.
  • Arianna Huffington. Die US-Amerikanerin gründete die Onlinezeitung Huffington Post.
  • Guido Westerwelle. Der ehemalige Aussenminister gehörte zur Parteispitze der FDP.
  • Viviane Reding. Die Luxemburgerin war EU-Kommissarin.
  • Gabriele Aga Khan. Sie heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. Gabriele heiratete in zweiter Ehe den religiösen Führer Karim Aga Khan IV.. Ihre Mutter heiratete in die Thyssen Familie.

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Bemerkenswerte Heiraten

Carl Lueg (1833-1905), der mütterlicherseits aus der Haniel Familie kam, heiratete in die Bagel Familie, eine hugenottische Einwandererfamilie. Die Bagel Familie besitzt bis heute die Druckerei- und Verlagsgruppe Bagel. Sie heirateten in die Milliardärsfamilie Henkel und Simone Bagel-Trah leitet derzeit den Aufsichtsrat des Henkel-Konzerns. Die Bagel Familie heiratete auch in die Thyssen Familie, die mit den Haniels verbunden ist.

Max Haniel (1813-1887) heiratete eine Tochter des Industriellen James Cockerill. James war der Sohn eines englischen Einwanderers. Die Cockerill Familie wurde auch in der belgischen Industrie aktiv. James Cockerill hatte zwei Töchter, die in die Suermondt Familie heirateten. Eine heiratete den Unternehmer Barthold Suermondt. Nach ihrem Tod heiratete Barthold eine Tochter von Max Haniel. Die Suermondts waren niederländische Einwanderer. Die Familien Cockerill und Suermondt gründeten 1838 gemeinsam mit Friedrich Thyssen das Bergbau- und Metallunternehmen Stolberger Zink. Somit kannten Cockerill und Suermondt die Thyssen Familie bereits vor ihrem wirtschaftlichen Aufstieg, da die Thyssens erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den führenden Industriellen aufstiegen. Die Suermondts gründeten 1870 das Stahlunternehmen Rheinstahl. Seit den 1920er Jahren war das Unternehmen eng mit dem Stahlkonzern der Thyssen Familie verbunden. In den 1970er Jahren wurde Rheinstahl Teil des Thyssen-Konzerns. Rheinstahl war zudem 1968 Mitgründer der Ruhrkohle AG, die das Kohlegeschäft der Haniel Familie übernahm.

Der geadelte Politiker John Haniel (1849-1912) heiratete in die Unternehmerfamilie Stinnes. Hugo Stinnes war einer der mächtigsten Industriellen in der Weimarer Republik. Er war geschäftlich mit der Thyssen Familie verbunden.

Erna Carp (1881-1938), die mütterlicherseits aus der Haniel Familie kam, heiratete den Politiker Karl von Starck. Er kam mütterlicherseits aus der Uradelsfamilie Baumbach. Heute führt ein Familienzweig der Baumbach Familie den Pharmakonzern „Boehringer Ingelheim“ und ist eine der reichsten Familien Deutschlands.

Der geadelte Edgar Haniel von Haimhausen (1870-1935) war Diplomat und Staatssekretär im Auswärtigen Amt. In erster Ehe heiratete er in die Uradelsfamilie Brauchitsch. Seine zweite Ehefrau hatte zuvor einen deutschen Adligen geheiratet. Ihr Sohn Alexander von Branca heiratete in die Uradelsfamilie Guttenberg. Das bekannteste heutige Familienmitglied ist Karl-Theodor zu Guttenberg, ein Lobbyist und ehemaliger Verteidigungsminister Deutschlands.

Lucy Cockerill (1860-1913), die mütterlicherseits aus der Haniel Familie kam, heiratete in die Uradelsfamilie Adelmann.

Die Kinder von Julius Haniel (1815-1880) heirateten in den deutschen Adel, darunter in die Uradelsfamilien Dürckheim und Levetzow.

Das Vermögen der Haniel Familie ist auf etwa 680 Familienmitglieder aufgeteilt. Viele davon tragen nicht den Namen Haniel und es werden vermutlich mehrere Adlige darunter sein.

Übrigens: Ein Unternehmer namens Wilhelm Haniel war Mitglied einer Freimaurerloge im Ruhrgebiet (Quelle), wo auch die Haniels lebten. Es könnte also Wilhelm Haniel (1764-1819) sein, ein Bruder des Unternehmensgründers Franz Haniel (1779-1868).

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

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