Campbell Clan

Der schottische Clan Campbell ist über 700 Jahre alt. Niall Mac Cailein Campbell (starb 1316) heiratete eine Schwester des schottischen Königs Robert I. König Robert kam aus dem schottischen Bruce Clan. Im 16. Jahrhundert heirateten die Campbells zweimal in die schottische Königsfamilie aus dem Stewart Clan. Die Clans Campbell und Stewart waren auch in den letzten 300 Jahren über Heiraten familiär verbunden.

Der Campbell Clan wurde zu einer der wichtigsten Familien des schottischen Adels und ist heute eine der wichtigsten Adelsfamilien Grossbritanniens. Der Clan stellte Barone, Vizegrafen, Grafen, Markgrafen und Herzöge. Der Campbell Clan heiratete in den letzten 700 Jahren in viele schottische Clans sowie in englische und irische Adelsfamilien. Der Clan brachte viele britische Politiker, Juristen und Militärs hervor. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die Verbindungen des Clans zur Freimaurerei sowie auf die Verbindungen zu elitären Kreisen.

Campbell Clan und die Freimaurerei

Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. 1736 gründeten die schottischen Freimaurer die Grossloge von Schottland. Der grösste Teil der Grossmeister der Grossloge stammten aus schottischen Clans und waren Adlige. Viele davon waren Clan-Chefs. (Quelle) Der Campbell Clan stellte mehrere Grossmeister der schottischen Grossloge:

Herzog George Campbell (1768-1839) war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle: 1 und 2). Er war in der Politik und gehörte zum Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Er war „Lord Steward of the Household“ und somit Beamter des Königlichen Haushaltes. Zudem war er Hüter des Grossen Siegels von Schottland.

John Campbell (1796-1862), der 2. Markgraf von Breadalbane, war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er war 1827 auch der erste Grossmeister der Provinzgrossloge von Perthshire West in Schottland und hatte das Amt bis 1862 inne. Danach wurde der Herzog von Atholl (Clan-Chef des Murray Clans) Grossmeister der Provinzgrossloge. (Quelle) Markgraf John Campbell war in der Politik und gehörte zum Privy Council. Er war „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte der königlichen Haushalte. Er war Gouverneur der Bank of Scotland, die seit ihrer Gründung 1695 mit schottischen Clans verbunden ist. Die Bank besteht bis heute und ist damit eine der ältesten Banken der Welt. Heute gehört sie zur britischen Grossbank Lloyds. Die Frau von Markgraf John Campbell war eine Tante von Graf George Baillie-Hamilton-Arden, der ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer und Gouverneur der Bank of Scotland war. Noch weitere Verwandte der Campbells waren Grossmeister der schottischen Grossloge. Markgraf John Campbell erhielt den Schwarzen Adlerorden, der höchste Orden der preussischen Königsfamilie.

Baron Archibald Campbell Douglas (1835-1908) und sein gleichnamiger Neffe (1870-1929) waren ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge. (Quelle)

Gavin Campbell (1851-1922), der Markgraf von Breadalbane, war in der Politik und gehörte zum Privy Council. Er war „Lord Steward of the Household“ und der letzte Hüter des Geheimsiegels von Schottland. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans (Quelle). Markgraf Gavin Campbell heiratete die Tochter des damaligen Clan-Chefs des Graham Clans. Gavin Campbell war von 1892 bis 1905 Grossmeister des schottischen Templerordens (Quelle). Mehrere Grossmeister des Templerordens in Schottland waren gleichzeitig die Oberhäupter von schottischen Clans. Hiermit ist natürlich der „echte Templerorden“ gemeint, denn es gibt noch mehrere Möchtegern-Orden, die sich selbst als Templer bezeichnen, aber ziemlich sicher nur Wichtigtuer sind. Über die heutigen Tempelritter ist sehr wenig bekannt und es ist unklar, ob eine Verbindung zu den Tempelrittern aus dem 12. Jahrhundert besteht. Der Templerorden von damals gilt als möglicher Vorläufer der Freimaurerei. Der heutige Templerorden nimmt nur christliche Master Masons und Royal Arch Masons auf (Quelle). Das bedeutet, dass man den 4. Grad im York-Ritus und den 3. Grad im schottischen Ritus erreicht haben muss. Wer diese Grade erreicht, darf dem Templerorden beitreten und hat auch Anspruch auf eine Mitgliedschaft im „Order of Royal and Select Masters“ (Orden der königlichen und auserwählten Meister), auch bekannt als kryptische Freimaurer. Die Mitgliedschaft bei den britischen Tempelrittern ermöglicht einem Beitritte in noch weitere Orden. Die obersten beiden Orden in der Hierarchie sind die „Knights Beneficent of the Holy City“ und der „Order of Holy Wisdom“ (Quelle). Hier sollte noch erwähnt werden, dass der Grossteil der Freimaurer keine Hochgrad-Maurer sind. Genaue Zahlen gibt es z. B. in der Schweiz. Von den schweizerischen Freimaurern, die den schottischen Ritus praktizieren, befinden sich derzeit 3500 Mitglieder auf dem 1. bis 3. Grad, während derzeit nur 900 Mitglieder den 4. Grad erreichten (Quelle). In der Schweiz darf der Kreis aus Freimaurern, die den 33. Grad (der höchste Grad) erreichen, aus maximal 99 Personen bestehen. Der Oberste Rat der schweizerischen Freimaurer darf aus maximal 33 Personen bestehen (Quelle). Derzeit sind in der Führung des schottischen Templerordens zwei Personen mit Familiennamen Campbell vertreten und weitere Personen mit Familiennamen schottischer Clans (Quelle).

General John Campbell (1705-1782), der Graf von Loudon, war Gouverneur der englischen Kolonie Virginia in Nordamerika. Er war Grossmeister der „Premier Grand Lodge of England“, welche die erste Freimaurergrossloge der Welt war und 1717 gegründet wurde (Quelle: 1 und 2). 1813 wurde sie zur heutigen Grossloge von England umgewandelt.

Der Campbell Clan besass früher den Barr Tower, der heute als Freimaurerhalle dient (Quelle).

Der Familienlegende nach stammt der Campbell Clan von Diarmuid ab, ein Held aus der irisch-keltischen Mythologie. Sein Pflegevater war Angus, der Sohn von Dagda. Dagda ist einer der wichtigsten Götter in der irisch-keltischen Mythologie und war ein Druide. Die Druiden gehörten in der Zeit vor Christus zur keltischen Elite. Die Gesellschaftsschicht der Druiden war vermutlich eine Mischung aus Aristokraten und religiösen Führern und sie waren womöglich die gebildetsten Mitteleuropäer ihrer Zeit. Das Zentrum des Druidentums war, genau wie heute, die britische Insel. „Diejenigen, die tiefer in ihre Lehre eindringen wollen, gehen gewöhnlich nach Britannien“, schrieb der römische Herrscher Julius Cäsar. Dort sei der Ursprungsort des Druidensystems (Quelle). Diarmiud wurde der Legende nach beim Steinkreis von Strontoiller in Schottland begraben. Auf der britischen Insel befinden sich viele alte Steinkreise, von denen mache älter als die Pyramiden sind. Diese Steine werden mit den Druiden und den Freimaurern in Verbindung gebracht. Der heutige Druidenorden (Ancient Order of Druids) untersteht der englischen Freimaurergrossloge.

Die Herzöge von Argyll

Seit dem Jahr 1701 stellt ein Zweig des Clans Herzöge und steht somit in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Der Herzog ist auch gleichzeitig der Clan-Chef des Campbell Clans. Herzog George Campbell (1768-1839) war wie bereits erwähnt Grossmeister der schottischen Freimaurer.

Herzog Archibald Campbell (1682-1761) war in der Politik und Hüter des Grossen Siegels von Schottland. Er wurde als der mächtigste Mann Schottlands angesehen. 1727 war er Mitgründer und erster Gouverneur der Royal Bank of Scotland (nicht zu verwechseln mit der Bank of Scotland), eine der ältesten Grossbanken der Welt. (Quelle) John Campbell (starb 1777), der Enkel eines Grafen, arbeitete in der Gründungszeit ebenfalls für die Bank (Quelle). Vor der Finanzkrise 2008 war die Royal Bank of Scotland die grösste Bank der Welt. 2020 benannte sie sich in NatWest Group um. 2021 war sie die viertgrösste britische Bank. Herzog Archibald Campbell war auch Mitgründer der British Linen Bank. Diese gehört seit 1971 zur Bank of Scotland.

Herzog John Campbell (1845-1914) heiratete in die britische Königsfamilie und war Mitglied des Privy Council. Er war Generalgouverneur von Kanada und somit oberster Kolonialbeamte der britischen Kolonie Kanada. Er gründete die Royal Society of Canada, die nach dem Vorbild der Royal Society in London gegründet wurde. Sein Vater, der vorherige Herzog, war Präsident der Royal Society von Edinburgh in Schottland gewesen.

Herzog Ian Campbell (1903-1973) war ein Cousin der Queen. Er heiratete in erster Ehe Janet Gladys Aitken. Sie war eine Tochter von Max Aitken, der einer der mächtigsten britischen Zeitungsverleger war und zum Baron geadelt wurde. Janet war eine Freundin von William Averell Harriman, der zur US-amerikanischen Elite gehörte. Lady Jeanne Campbell (1928-2007) war die Tochter von Janet und Ian Campbell. Jeanne heiratete in zweiter Ehe den US-Amerikaner John Sergeant Cram III., der mütterlicherseits aus der Drexel Familie kam. Die Drexels waren im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Bankiersfamilien der USA. Jeanne Campbell hatte viele Liebhaber, darunter auch:

  • US-Präsident John F. Kennedy
  • Randolph Churchill (sein Vater war der britische Premierminister Winston Churchill, der übrigens Freimaurer und Druide war)
  • Fidel Castro (herrschte fast 50 Jahre über Kuba)
  • Der US-Amerikaner Henry Luce (Gründer des Time Magazine und Mitglied bei Skull and Bones)
  • Der britische Baron Oswald Mosley (führender Kopf der britischen Faschisten in den 30er Jahren)
  • Gerüchten zufolge auch Nikita Chruschtschow (führte zehn Jahre lang die Sowjetunion)

(Quelle: 1, 2, 3)

Herzog Ian Campbell heiratete in dritter Ehe Margaret Whigham. Sie hatte ebenfalls viele Liebhaber (angeblich mehr als 80). Darunter sollen auch drei Mitglieder der britischen Königsfamilie, zwei Minister und ein ehemaliger Nazi gewesen sein (Quelle). Ein weiterer mutmasslicher Liebhaber war Duncan Sandys (Schwiegersohn von Winston Churchill). Margaret hatte ein romantisches Verhältnis mit dem persischen Aristokraten Aly Khan. Die Khan Familie stellt das geistliche Oberhaupt der Nizariten und stammt der Legende nach vom Islamgründer Mohammed ab. Margaret hatte auch ein romantisches Verhältnis mit einem Sohn des britischen Zeitungsverlegers Max Aitken. Sie kannte Jean Paul Getty, der in den 50er Jahren als der reichste Amerikaner galt. (Quelle)

Herzog Ian Campbell heiratete in zweiter Ehe Louise Clews, eine US-Amerikanerin. Die Clews Familie war über Heiraten mit Familien der britischen und der amerikanischen Elite verbunden. Louise Clews hatte in erster Ehe einen Bruder des britischen Barons William Vanneck geheiratet. Der Baron war ein angesehener Freimaurer und Gouverneur des australischen Bundesstaats Victoria (Australien war früher eine britische Kolonie). Louise Clews heiratete in dritter Ehe in die Livingston Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte und bereits vor der Gründung der USA Teil der Elite des Landes war. (Quelle) Die Familie stammt aus dem schottischen Livingstone Clan.

Herzog Ian Campbell heiratete in vierter Ehe Mathilda Coster Mortimer. Sie war eine Enkelin des US-amerikanischen Bankers William Bay Coster. Dieser verkehrte mit bekannten Familien der US-Elite, wie Astor, Livingston, Winthrop, Vanderbilt und Van Rensselaer (Quelle).

Der derzeitige Clan-Chef und Herzog ist Torquhil Campbell (*1968). Seine Mutter war die Tochter des damaligen Clan-Chefs des Colquhoun Clans. Torquhil arbeitet für den französischen Alkoholkonzern Pernod Ricard. Sein Vater war 1975 einer der reichsten Briten mit einem Vermögen von 87 Millionen Pfund/120 Millionen US-Dollar (damals gab es noch wenige Milliardäre) (Quelle).

Herzog Torquhil Campbell heiratete in die Cadbury Familie. Die britische Quäkerfamilie Cadbury hatte 1824 den heutigen Süsswarenkonzern Cadbury gegründet. Torquhils Schwiegervater war Peter Hugh George Cadbury. Dieser arbeitete 27 Jahre für die Londoner Investmentbank Morgan Grenfell und wurde stellvertretender Vorsitzender der Bank. Er war auch Vorsitzender der britischen Bank Close Brothers.

Weitere bemerkenswerte Personen aus dem Campbell Clan

Verwandte der Campbell-Herzöge gründeten und führten die britische Coutts Bank. Lord Archibald Campbell (1846-1913), der Vater eines Campbell-Herzogs, war das letzte Familienmitglied, das bekanntermassen mit der Bank verbunden war. (Quelle) Die Bank war 1692 gegründet worden und gehört damit zu den ältesten Banken der Welt. Ab den 1760er Jahren wurde sie vom schottischen Bankier James Coutts und seiner Familie kontrolliert. James Coutts heiratete eine Enkelin des Bankengründers John Campbell. Somit hat die heutige Coutts Familie Blut des Campbell Clans in sich. Die Coutts Familie war noch bis spätestens in die 1990er Jahre in der Führung der Bank. Im 19. Jahrhundert war die Coutts Bank eine führende Privatbank. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser.

William Middleton Campbell (1849-1919) stammte aus dem Campbell Clan. Er war Gouverneur der Bank of England (britische Zentralbank), die damals noch die mächtigste Zentralbank der Welt war. Er heiratete in die Quäkerfamilie Bevan, eine bedeutende britische Bankiersfamilie. (Quelle)

James Campbell (1660-1713), der Sohn eines Grafen, war Direktor der Bank of Scotland (Quelle). Diese besteht seit 1695 und gehört damit zu den ältesten Banken der Welt.

Graf John Campbell (1900-1970) heiratete in die Vickers Familie, die das Rüstungsunternehmen Vickers gründete und führte. Sein Schwiegervater Vincent Cartwright Vickers gehörte zur Führung der Bank of England (britische Zentralbank).

Baron Edward Taswell Campbell (1879-1945) hatte eine Enkelin, Fiona Campbell-Walter, die in die Thyssen Familie heiratete. Die Thyssens gehörten zu den reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts und sind mit vielen Adelsfamilien verbunden. Fionas Tochter Francesca heiratete das derzeitige Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Österreichs. (Quelle) Dadurch haben auch ein österreichischer Prinz und zwei Prinzessinnen Blut des Campbell Clans in sich. Fiona hatte Gerüchten zufolge ein romantisches Verhältnis mit dem Griechen Alexander Onassis, dessen Vater zu den reichsten Männern der Welt gehörte (Quelle). Fiona verkehrte mit der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli und mit der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (Quelle).

Liza Campbell (*1959), die Tochter eines Grafen, hatte eine romantische Beziehung mit Imran Khan (Quelle). Dieser ist derzeit Premierminister von Pakistan. Er heiratete in die britisch-jüdische Goldschmidt Familie (Freunde und Verwandte der Rothschilds).

Michael Campbell Devas (starb 2007) kam über seine Grossmutter väterlicherseits aus dem Campbell Clan. Er heiratete in die jüdische Bankiersfamilie Stern. (Quelle)

Elizabeth Campbell (1822-1898), die Tochter eines Grafen, hatte einen Sohn, der in die jüdische Bankiersfamilie Bischoffsheim heiratete. (Quelle)

Lady Mary Emma Campbell (1859-1947) heiratete einen Baron aus der Bankiersfamilie Glyn, eine der ältesten Familien der britischen Finanzelite. Der Baron kam mütterlicherseits aus der Grenfell Familie. (Quelle) Diese war in der Führung der britischen Zentralbank vertreten und war Mitgründer der Investmentbank Morgan Grenfell.

Der Kaufmann Colin Campbell (1686-1757) war 1731 Mitgründer der Schwedischen Ostindien-Kompanie. Die schwedische Handelskompanie konzentrierte sich auf den ostasiatischen Handel. Colin Campbell war schwedischer Botschafter in China und traf die chinesische Kaiserfamilie.

Der Politiker John Gordon Drummond Campbell (1864-1935) war pädagogischer Berater des thailändischen Königs. (Quelle)

Lord William Campbell (1730-1778) und Colin Campbell (1776-1847) waren Gouverneure der britischen Kolonie Novia Scotia in Kanada. William war Freimaurer (Quelle). Colin war auch Gouverneur der britischen Kolonie Ceylon (das heutige Sri Lanka). James Campbell (starb 1835) war ebenfalls Gouverneur von Ceylon.

Archibald Campbell (1739-1791) war Gouverneur der britischen Kolonie Georgia in Nordamerika, die den heutigen US-amerikanischen Bundesstaat Georgia ausmacht. Er war auch Gouverneur der britischen Kolonien Jamaika und Madras. Viele Verwandte des Campbells Clans waren ebenfalls als Kolonialverwalter aktiv.

Der Bankier Colin Campbell (1866-1954) wurde zum Baron geadelt und war Präsident der British Bankers Association, die vermutlich wichtigste Lobbyorganisation der britischen Banken. Er war 30 Jahre lang Direktor und 13 Jahre Vorsitzender der National Provincial Bank. (Quelle) Die britische Grossbank war mit der Bankiersfamilie Smith verbunden. Colins Sohn, Baron Donald Campbell (1891-1973), war Vorsitzender der Grindlays Bank, ebenfalls eine britische Grossbank. Donalds Sohn, Baron David Campbell (1920-2008), war Manager bei der Grindlays Bank und Direktor der britischen Bank „Antony Gibbs & Sons“. Davids Sohn, Baron Alastair Campbell (*1951), heiratete Annabel Warrender. Deren Mutter kam mütterlicherseits aus der Oppenheimer Familie. (Quelle: 1 und 2) Die Oppenheimer Familie ist mit dem grössten Diamantkonzern De Beers und dem grössten Platinproduzent Anglo American verbunden.

Die niederländische Adelsfamilie Loudon stammt womöglich vom Campbell Clan ab. Die Loudons sind mit dem führenden Öl- und Gaskonzern Shell verbunden.

Campbell Clan in Australien und Neuseeland

Der Campbell Clan unterhält bis heute Kontakte zu Verwandten in Australien und Neuseeland (Quelle).

John Logan Campbell (1817-1912), der Enkel eines Campbell-Barons, emigrierte nach Neuseeland und gehörte zu den führenden Köpfen der dortigen britischen Kolonialelite. Er war in der Führung mehrerer neuseeländischer Finanzunternehmen, darunter bei der Bank of New Zealand, die heute noch zu den grössten Banken Neuseelands gehört. (Quelle: 1 und 2) Schottische Einwanderer spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau der australisch-neuseeländischen Finanzindustrie.

Charles James Fox Campbell (1807-1859) emigrierte in die britische Kolonie Australien. Sein Grossneffe Walter Campbell (1921-2004) war Gouverneur des australischen Bundesstaates Queensland und oberster Richter am Obersten Gerichtshof von Queensland. Er setzte sich für die Monarchie in Australien ein. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt von Australien und Neuseeland. Die ehemaligen britischen Kolonien gehören heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Dieser Familienzweig der Campbells war mit dem schottischen Kolonialbeamten Lachlan Macquarie (1762-1824) verwandt. Dieser war Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales in Australien (der heutige australische Bundesstaat New South Wales). Er war Freimaurer, wie viele weitere australische Gouverneure (Quelle). Lachlan kam aus dem schottischen MacQuarrie Clan.

Campbell Clan in den USA

Der Campbell Clan unterhält bis heute Kontakte zu Verwandten in Nordamerika (Quelle).

Nach Angaben von wikitree.com stammte der US-amerikanische Soldat William Campbell (1745-1781) aus dem Campbell Clan. Er und sein Sohn gehörten zu den Unterzeichnern der Fincastle Resolutions und unterstützten somit die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung. Er heiratete eine Schwester von Patrick Henry. Dieser wurde nach der Gründung der USA der erste Gouverneur des Bundesstaates Virginia und war der Sohn eines schottischen Einwanderers. Der Politiker William Bowen Campbell (1807-1867) kam ebenfalls aus diesem Familienzweig der Campbells. Er war Freimaurer (Quelle). Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Tennessee und sein Verwandter David Campbell (1779-1859) war Gouverneur von Virginia.

Im englischsprachigen Raum gibt es abertausende Personen mit Familiennamen Campbell, bei denen aber meist unklar ist, ob sie mit dem Clan verwandt sind. Auch wenn eine Verwandtschaft besteht, ist unklar, ob diese Personen auch Kontakt zur adligen Clan-Führung haben. Die Adligen aus dem Campbell Clan unterhalten über Familienverbände weltweit Kontakte zu Tausenden von Verwandten. Natürlich wird nicht jeder Verwandte in die Familiengeheimnisse des Clans eingeweiht, aber ich geh davon aus, dass die Clans viele Verwandte in ehemaligen britischen Kolonien rekrutieren, die sich dann für die Ziele und Interessen der britischen Aristokratie in den ehemaligen Kolonien einsetzen. Da die adligen Zweige der schottischen Clans ziemlich offensichtlich am Aufbau internationaler freimaurerischer Netzwerke beteiligt waren, könnte ich mir vorstellen, dass die Clans ihre Verwandten dazu ermuntern, der Freimaurerei beizutreten.

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