Haus Grimaldi

Die Hochadelsfamilie Grimaldi herrscht seit 1297 über den Stadtstaat Monaco.

Der Italiener Grimaldo Canella, der im 12. Jahrhundert lebte, gilt als der Stammvater der Familie. Er war wie sein Vater Konsul von Genua in Italien. Als Botschafter traf er ausländische Herrscher, darunter den byzantinischen Kaiser. Sein Sohn Oberto heiratete in die Spinola Familie, die eine der führenden Adelsfamilien in Genua war.

Im 13. Jahrhundert waren die Grimaldis eng mit der Fieschi Familie verbunden, die ebenfalls eine der führenden Adelsfamilien in Genua war. Im 13. Jahrhundert stellte die Fieschi Familie zwei Päpste. Die Fieschi Familie brachte über 60 Kardinäle hervor. Die Grimaldis stellten auch mehrere Kardinäle und Bischöfe. Die Familien Grimaldi und Fieschi waren als Händler, Bankiers und Reeder aktiv. Die Republik Genua war damals eine Handelsseemacht und dominierte den Handel im Mittelmeer. Die Grimaldis waren in allen grossen wirtschaftlichen Zentren Europas aktiv, insbesondere in Byzanz, Frankreich, Spanien, England und den Niederlanden. Die Grimaldis waren vom 14. bis 17. Jahrhundert mit der Savoyen Familie verbunden, eine der wichtigsten italienischen Adelsfamilien. Die Savoyens heirateten im 13. Jahrhundert in die Fieschi Familie.

Die Grimaldi Familie gründete 1407 zusammen mit der genuesischen Elite die Banco di San Giorgio. Soviel man weiss, war sie eine der ersten Banken der Welt. Sie bestand bis 1805. Die Bank finanzierte Päpste, Könige und Kaiser. Neben europäischen Herrschern hatte auch der berühmte Seefahrer Christoph Kolumbus ein Konto bei der Bank. Die Grimaldis waren an vielen grossen Unternehmen der damaligen Zeit beteiligt. (Quelle: 1 und 2)

Die Grimaldi Familie war lange Zeit mit der Doria Familie verfeindet, die ebenfalls eine der führenden Adelsfamilien in Genua war. 1491 gab es aber eine Heirat zwischen den beiden Familien, die für 30 Jahre Frieden sorgte. (Quelle)

Der Gegenpapst Clemens VII. hatte Schulden bei der Grimaldi Familie. Da er seine Schulden nicht zurückzahlen konnte, übergab er 1384 den Grimaldis stattdessen die französische Stadt Antibes. (Quelle) In Frankreich bildete sich darauf der Familienzweig der Grimaldis von Puget, der bis heute besteht und dessen Mitglieder in Frankreich und Belgien leben. Dieser Familienzweig brachte Markgrafen und Bischöfe hervor sowie mehrere Ritter des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet.

Jerónimo Grimaldi (1710-1789) war hochrangiger Politiker in Spanien und spanischer Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Seit 1297 herrscht ein Familienzweig der Grimaldis als Fürstenfamilie über den Stadtstaat Monaco. Früher glaubte die monegassische Fürstenfamilie, dass sie von Grimoald (starb 714) abstammt. Er war ein Sohn von Pippin dem Mittleren aus der Dynastie der Arnulfinger. Pippin der Mittlere war der Urgrossvater von Karl dem Grossen (starb 814), der einer der mächtigsten Herrscher seiner Zeit war.

Der monegassische Fürst Louis II. (1870-1949) trat in den 1890er Jahren dem französischen Militär bei. Dort lernte er Philippe Pétain kennen. 1940 wurde Frankreich von Nazideutschland besetzt, worauf dort das autoritäre Vichy-Regime errichtet wurde, das mit Nazideutschland kooperierte. Philippe Pétain wurde der Staatschef des Vichy-Regimes. Fürst Louis II. erklärte seine Unterstützung für das Vichy-Regime. Zur Zeit des deutschen Naziregimes war Monaco ein Zentrum für die internationalen Handels- und Finanzgeschäfte von Nazideutschland. (Quelle)

Die heutige Fürstenfamilie von Monaco

Das Vermögen des derzeitigen Fürsten Albert II. wird auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle).

Monaco hat etwa 38 300 Einwohner, wovon etwa ein Drittel Millionäre sind (Stand 2019) (Quelle). Der Grossteil der Einwohner sind Einwanderer, darunter über 9000 Franzosen und über 8000 Italiener sowie fast 3000 Briten und etwa je 1000 Schweizer, Belgier und Deutsche (Stand 2017). (Quelle) 2017 waren 139 Nationalitäten im Fürstentum vertreten und auch die dortige High Society ist multikulturell. Die Fürstenfamilie verkehrt in der monegassischen High Society und kennt daher viele Millionäre, die aus verschiedensten Ländern kommen.

Fürst Albert II. kennt fast alle oder sogar alle noch amtierenden Königsfamilien dieser Welt. Er kennt auch Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Sizilien, Portugal, Griechenland, Russland, Serbien, Albanien, Bulgarien, Rumänien und Iran. Er kennt auch die Aga Khan Familie.

Fürst Albert II. traf viele Staatschefs, darunter Angela Merkel, Wladimir Putin, Barack Obama und Nursultan Nazarbayev.

Die Grimaldis sind traditionell katholisch und die monegassische Fürstenfamilie engagiert sich für die katholische Kirche. Die Fürstenfamilie traf in den letzten 70 Jahren regelmässig Päpste. Monaco unterhält seit 40 Jahren ein gutes Verhältnis zum Vatikan. Die katholische Kirche in Monaco unterhält seit 1247 enge Beziehungen zum Kirchenstaat. (Quelle)

Fürst Albert II. ist Mitglied des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Fürst Albert II. traf 2009 und 2011 Matthew Festing, den damaligen Grossmeister des Malteserordens (Quelle: 1 und 2).

Fürst Albert II. wurde vom Konstantinorden geehrt. Die Zeremonie wurde vom Herzog von Castro geleitet. Der Herzog kommt aus der Hochadelsfamilie Bourbon-Sizilien, die seit fast 300 Jahren den Konstantinorden führt. Beim Treffen war auch Prinz Francesco Ruspoli dabei, der Grosskanzler des Konstantinordens. (Quelle) Die italienische Ruspoli Familie gehört zum päpstlichen Adel. Der Konstantinorden, ein vatikanverbundener Orden, wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Fürst Albert II. traf 2021 Kardinal Fernando Filoni, den derzeitigen Grossmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Der Vatikanorden konzentriert sich auf den Nahen Osten. (Quelle)

Fürst Albert II. verlieh der US-Amerikanerin Peggy Rockefeller den Prince’s Prize (Prinzenpreis) (Quelle). Peggy ist eine Tochter des verstorbenen David Rockefellers, der einer der mächtigsten Akteure der US-Elite war.

Fürst Albert II. war ein langjähriger Freund des verstorbenen Olivier Dassault (Quelle). Die Dassault Familie ist eine der reichsten Familien Frankreichs.

Fürst Albert II. kennt den französischen Multimilliardär Bernard Arnault (Foto). Fürst Albert II. heiratete 2011. Bei seiner Hochzeit war neben vielen Königsfamilien, Politikern und Botschaftern auch Bernard Arnault dabei sowie der südafrikanische Milliardär Johann Rupert und Eric Peugeot aus der französischen Milliardärsfamilie Peugeot (Quelle: 1, 2, 3).

Fürst Albert II. traf oder kennt noch viele weitere einflussreiche Persönlichkeiten, darunter folgende:

  • Der Milliardär Benjamin de Rothschild (Foto).
  • Philippine de Rothschild (Foto).
  • Der französische Multimillionär Arnaud Lagardère (Foto). Die Lagardère Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern Frankreichs.
  • Der kanadische Milliardär Galen Weston (Foto).
  • Die italienische Politikerin Susanna Agnelli (Foto). Sie kam aus der Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite.
  • Die monegassische Milliardärin Lily Safra (Foto). Sie war mit einem der reichsten Bankiers der Welt verheiratet.
  • Der italienische Milliardär Stefano Pessina (Foto). Er ist Hauptaktionär des Apothekenunternehmens Walgreens Boots Alliance, eines der grössten Unternehmen der USA.

Andrea Casiraghi (*1984), der mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie kommt, kennt das Model Bianca Brandolini d’Adda (Foto). Bianca kommt aus einer italienischen Uradelsfamilie. Die Brandolini d’Adda Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Bianca war auf einer Hochzeit der britisch-amerikanischen Milliardärsfamilie Getty.

Bemerkenswerte Heiraten der Fürstenfamilie

Pierre Casiraghi (*1987), der mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie kommt, heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Die Borromeos waren im 14. und 15. Jahrhundert eine bedeutende Bankiersfamilie. Die Familie brachte mehrere Kardinäle hervor. Agostino Borromeo gehört derzeit zur Führung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (ein Vatikanorden). Zu den Gästen der Hochzeit von Pierre Casiraghi und Beatrice Borromeo gehörten:

  • Die norwegische Königsfamilie.
  • John Elkann. Er kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli und leitet derzeit ihr Wirtschaftsimperium. Er heiratete ebenfalls in die Borromeo Familie. Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.
  • Diane von Fürstenberg. Die belgisch-jüdische Modedesignerin heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Fürstenberg und ihr Mann kam mütterlicherseits aus der Agnelli Familie. Die Fürstenberg Familie heiratete 2011 in die Borromeo Familie. Seit 2001 ist Diane mit dem amerikanisch-jüdischen Milliardär Barry Diller verheiratet.
  • Der marokkanisch-jüdische Komiker Gad Elmaleh. Er hatte ein romantisches Verhältnis mit Charlotte Casiraghi (die Schwester des Bräutigams).

(Quelle: 1 und 2)

Zum Freundeskreis des Ehepaares gehört Stavros Niarchos Junior aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (Quelle).

Übrigens: Die Borromeo Familie ist derzeit über eine Heirat mit der italienischen Adelsfamilie Peretti verbunden. Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen. Sie sind vermutlich Multimillionäre. Ugo Brachetti Peretti ist Botschafter des Malteserordens (Vatikanorden) in Belarus (Weissrussland). In dieser Funktion traf er den weissrussischen Diktator Alexander Lukaschenko. (Quelle) Die Peretti Familie kennt italienische Aristokraten sowie das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Bulgarien. Die Peretti Familie ist derzeit über eine Taufpatenschaft mit dem Haus Habsburg verbunden (ehemalige Königsfamilie von Österreich). (Quelle) Die Peretti Familie heiratete im Jahr 2000 in die Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.

Andrea Casiraghi (*1984), der mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie kommt, heiratete in die kolumbianische Unternehmerfamilie Santo Domingo, eine der reichsten Familien Südamerikas.

Fürst Albert I. (1848-1922) heiratete Mary Douglas Hamilton. Sie kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Baden. Ihr Vater, der britische Herzog William Hamilton, war der Clan-Chef des schottischen Hamilton Clans. Er und sein Vater waren Freimaurer und Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Marys Enkel, der deutsche Adlige Tassilo Fürstenberg, heiratete in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Fürst Albert I. heiratete in zweiter Ehe in die deutsch-jüdische Heine Familie, die mehrere Bankiers hervorbrachte, darunter Salomon Heine (1767-1844), der einer der reichsten Geschäftsmänner in der deutschen Stadt Hamburg war.

Florestine von Monaco (1833-1897) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Württemberg. Ihr Ehemann war ein Neffe des ersten württembergischen Königs Friedrich. König Friedrich war Freimaurer (Quelle).

Caroline von Monaco (*1957) heiratete in erster Ehe Philippe Junot, einen französischen Immobilien- und Finanzunternehmer. Sein Vater Michel ist französischer Politiker. Die Familie behauptet von Kaiser Napoleons General Andoche Junot abzustammen (Quelle). Caroline heiratete in zweiter Ehe den italienischen Unternehmer Stefano Casiraghi. In dritter Ehe heiratete sie das Oberhaupt der deutschen Hochadelsfamilie Hannover, die früher den britischen Thron besetzte. Caroline hatte ein romantisches Verhältnis mit dem französischen Schauspieler Vincent Lindon. Lindon hatte auch eine Beziehung mit Claude Chirac, die Tochter des ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac. Lindon ist ein Grossneffe des französisch-jüdischen Unternehmers André Citroën, der den Automobilhersteller Citroën gründete. André Citroën war Freimaurer (Quelle). Sein Sohn heiratete in die französisch-jüdische Bankiersfamilie Weill.

Der monegassische Prinz und Markgraf Hercules Grimaldi (1623-1651) heiratete in die Spinola Familie und seine Tochter heiratete in die Imperiali Familie (Quelle: 1 und 2). Die beiden italienischen Adelsfamilien stammten wie die monegassische Fürstenfamilie von Politikern und Geschäftsleuten aus Genua ab.

Fürst Charles III. (1818-1889) heiratete in die belgische Uradelsfamilie Merode. Die Fürstenfamilie heiratete in mehrere französische Adelsfamilien.

Mafia in Monaco

Als langjährige Steueroase wird Monaco zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche genutzt, unter anderem von der italienischen Mafia, die auch mit dem berühmten Casino in Monaco verbunden ist. Der Italiener Licio Gelli, der Grossmeister der kriminellen Freimaurerloge P2 war und dem Kontakte zur italienischen Mafia nachgesagt wurden, besass eine private Firma auf Monaco. (Quelle)

Im Jahr 2000 wurden in Monaco ein Drittel der nationalen Einnahmen durch Bankkonten von Ausländern erwirtschaftet (Quelle).

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 kam die russische Mafia zu grossem Einfluss. In den folgenden Jahren sind russische Mafiosi in Monaco ansässig geworden und besitzen dort inzwischen Villen, Wohnungen, Yachten und ganze Boutiquenketten. (Quelle) Französische Behörden warfen Monaco mehrfach vor, dass die dortige Elite Steuerhinterzieher und Mafiosi toleriere und schütze. Die Fürstenfamilie besitzt zu einem Drittel den Fussballclub AS Monaco. Die anderen zwei Drittel gehören dem russischen Milliardär Dmitry Rybolovlev, der Fürst Albert II. auch traf (Foto). Rybolovlev war oder ist noch immer ein wichtiger Kunde der monegassischen Abteilung der britischen Grossbank HSBC (Quelle). Rybolovlev betreibt Offshore-Firmen in Steueroasen.

Dem berühmten Casino von Monte Carlo in Monaco wurde vorgeworfen, dass Drogenbarone und Mafiabosse Geld über das Casino waschen (Quelle). Das Casino wurde 1863 von der Fürstenfamilie gegründet und gehört dem Unternehmen „Société des bains de mer de Monaco“, das ebenfalls von der Fürstenfamilie gegründet wurde. Monaco ist schon lange ein Zielort für wohlhabende Glücksspieler. Die Glücksspielindustrie ist eine der Haupteinnahmequellen Monacos.

Übrigens: Auch die Glücksspielindustrie im deutschsprachigen Raum ist mit der Mafia verbunden und wird von ihr zur Geldwäsche genutzt, was auch für die Onlineglücksspielindustrie gilt (Quelle). Verbindungen zwischen Mafia und Glücksspielindustrie lassen sich weltweit beobachten. Übrigens hatte der deutsche Skandalkonzern Wirecard neben Kontakten zu Geheimdiensten, Politikern und mehreren deutschen Adligen auch Kontakte zur Glücksspielindustrie und der italienischen Mafia (Quelle).

Fürst Albert II. kennt den monegassischen Milliardär David Nahmad (Quelle). Die libanesisch-jüdische Nahmad Familie ist eine international vernetzte Familie von Kunsthändlern. Davids Sohn Helly Nahmad war Mitorganisator eines illegalen Glücksspielrings bestehend aus wohlhabenden Glücksspielern. Er wurde deswegen von einem US-Gericht zu einem Jahr Haft verurteilt. Ursprünglich wurde er auch wegen Erpressung, Geldwäsche und Verschwörung angeklagt, aber dies konnte nicht bewiesen werden. Er war eine von vielen einflussreichen Persönlichkeiten, die von US-Präsident Donald Trump begnadigt wurden. Helly Nahmad besass die 51. Etage des Trump Tower, der Donald Trump gehört. Vom Trump Tower aus leitete Helly Nahmad seinen illegalen Glücksspielring. (Quelle) Der Glücksspielring erstreckte sich von den USA über Russland, Zypern und die Ukraine und zog Milliardäre, russische Oligarchen, Hollywoodstars, Wall Street-Banker und Profisportler an. Hellys Vater David Nahmad soll das Netzwerk mitfinanziert haben. Einzelne Mitglieder wurden auch angeklagt wegen Geldwäsche und illegaler Kreditvergabe sowie illegalen Geschäfte über Internet-Glücksspiel und Sportwettengeschäfte. Laut US-Bundesbehörden wurde der Glücksspielring von der russischen Mafia betrieben. Der russische Mafioso Alimzhan Tokhtakhunov soll der Strippenzieher gewesen sein. Tokhtakhunov werden Kontakte zu Semion Mogilevich nachgesagt, der als der mächtigste russische Mafioso gilt. (Quelle) Die Nahmad Familie ist eine der wichtigsten Familien im internationalen Kunsthandel. Reiche und Mafiosi nutzen den Kunsthandel zur Steuervermeidung und Geldwäsche, indem sie die gekaufte Kunst in Zollfreilagern deponieren (meist in Steueroasen wie Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Singapur). Viele davon werden sich gar nicht für Kunst interessieren, sondern wollen einfach die Steuern umgehen oder Geld waschen. (Quelle: 1 und 2)

Der italienische Geschäftsmann Stefano Casiraghi (der zweite Ehemann der monegassischen Prinzessin Caroline) wurde mehrfach mit der italienischen Mafia in Verbindung gebracht (Quelle). Er starb an einem Genickbruch bei einem Schnellbootunfall. Er war nur wenige Wochen zuvor dem Tod entgangen, als der Motor seines Bootes explodierte. (Quelle) Im Internet kursieren Gerüchte, dass er von der Mafia ermordet wurde. Eine Journalistin behauptete, dass Stefanos Grab nachts aufgebrochen und sein Sarg senkrecht aufgestellt worden war, angeblich ein Warnzeichen der Mafia (Quelle).

Ein Richter sagte, dass hochrangige Justizbeamte in Monaco eine Untersuchung blockierten, die sich auf Aktivitäten der italienischen Mafia in Monaco konzentrierte. Ein Verdächtiger war mit der monegassischen Prinzessin Stéphanie verbunden und daher sei die Sache vertuscht worden. (Quelle)

Übrigens: Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist ein italienischer Familienzweig der Grimaldi Familie in der Schifffahrt aktiv. Sie besitzen die Grimaldi Group, ein grosses Schifffahrtsunternehmen. (Quelle) Es ist aber unklar, wie eng dieser Familienzweig mit der monegassischen Fürstenfamilie verwandt ist und ob sie sich kennen. Auf Schiffen der Grimaldi Group wurde schon oft kiloweise Kokain beschlagnahmt. Manchmal wurde mehr als eine Tonne geschmuggelt. (Quelle: 1 und 2) Die italienische Mafia gilt als führend in Europas Kokainhandel.

Ein US-Amerikaner behauptete, dass er von Fürst Albert II. beauftragt wurde, einen Geheimdienst aufzubauen. Er habe für Albert Informationen über Geschäftspartner und andere Leute eingeholt und seine Aufgabe war, die „bösen Jungs zu identifizieren“. Er habe dem Fürsten Infiltrationsversuche des russischen Geheimdienstes und krimineller Freimaurerlogen gemeldet sowie Beziehungen monegassischer Banken zur Mafia aufgedeckt. Albert habe seine Meinung aber nach seiner Thronbesteigung geändert und die Beziehungen zum Amerikaner 2007 abgebrochen. Der Amerikaner verklagte den Fürsten, weil er ihn nicht ausreichend bezahlt haben soll. (Quelle)

Der römisch-katholische Priester William McCandless war ein enger Berater der monegassischen Fürstenfamilie. Er galt als einer der engsten Freunde von Prinzessin Charlène und soll bei der Geburt und Taufe ihrer Kinder dabei gewesen sein. 2020 wurde McCandless angeklagt, weil er während seiner Dienstzeit für das Fürstenhaus Tausende von kinderpornografischen Bilder und Videos, einschliesslich der Folter von sehr kleinen Kindern, angehäuft hatte. Sein Anwalt behauptet aber, das Ganze sei eine Intrige des Fürstenhauses. „Es gab einige Dinge, die er in Monaco in Bezug auf illegale Aktivitäten herausgefunden hat“, sagte der Anwalt und weigerte sich, auf Einzelheiten einzugehen. „Die Leute, die diese Aktivitäten ausführten, mochten die Tatsache nicht, dass er es wusste.“ Gegen McCandless gab es aber bereits früher Vorwürfe des Missbrauchs von Minderjährigen. Der Priester arbeitete an mehreren Schulen in den USA und war auch Schulleiter von einer. Er ist Mitglied der „Oblaten des heiligen Franz von Sales“, ein Vatikanorden. Ein US-Staatsanwalt sagte, immer wenn es eine Anschuldigung gegen McCandless gab, wurde er von dem Orden an einen anderen Ort versetzt. (Quelle) Auch wenn McCandless pädophil war, muss das aber nicht bedeuten, dass die Behauptung von seinem Anwalt unwahr ist. Das Fürstenhaus könnte auch absichtlich einen Priester angestellt haben, gegen den es Vorwürfe gab. So konnte das Fürstenhaus sicher gehen, dass man den Priester erpressen oder einfach loswerden kann, wenn dieser zum Problem werden sollte. Angenommen das Fürstenhaus ist mit der Mafia und Netzwerken von organisierter Steuerhinterziehung verbunden, dann müsste es sehr vorsichtig sein, dass seine (nichteingeweihten) Angestellten nichts davon mitbekommen. Da würde es Sinn machen, absichtlich Personen einzustellen, die man erpressen oder jederzeit verhaften kann.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Ich blogge nun seit fast drei Jahren. Mein Ziel ist es, irgendwann von meinem Blog leben zu können (ich bin noch jünger als 30). Werbung auf meinem Blog möchte ich nicht, daher wäre ich auf Spenden angewiesen. Klicke hier, wenn du mich unterstützen möchtest. Falls du aus dem Hochadel kommst und dir meine Beiträge gefallen, würde ich mich sehr geehrt fühlen, wenn du mich unterstützen willst.

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