Botín Familie

Die Botín Familie gilt als die mächtigste spanische Bankiersfamilie. Im Jahr 1998 gehörte sie mit einem Vermögen von 9,2 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien der Welt (Quelle).

Die Familie kontrolliert schon seit über 100 Jahren die Banco Santander, die grösste spanische Bank. Sie war 2020 die viertgrösste europäische Bank und eine der grössten der Welt. Sie ist die wichtigste ausländische Bank in Südamerika und nimmt eine führende Rolle im Finanzwesen von Mexiko, Argentinien, Uruguay und Chile ein. Diese Länder waren früher alle spanische Kolonien. Die spanische Elite nimmt nach wie vor eine bedeutende Rolle in der heutigen Wirtschaft südamerikanischer Länder ein (z. B. die spanischen Grossunternehmen Banco Bilbao, Telefónica, Mapfre und Naturgy).

Die Banco Santander wurde 1857 auf königlichen Erlass gegründet und stand demnach zumindest in ihrer Anfangszeit unter dem Einfluss der spanischen Königsfamilie. Die Botín Familie hat Kontakt zur Königsfamilie (Quelle). Der spanische König Juan Carlos und Emilio Botin sowie weitere spanische Geschäftsleute hatten engen geschäftlichen Kontakt zur argentinischen Diktatur (Quelle). Argentinien war früher eine spanische Kolonie und wurde damals von der spanischen Königsfamilie kontrolliert.

Emilio Botín López (1866-1923) wurde 1909 Präsident der Banco Santander und war der erste aus der Botín Familie, der eine leitende Funktion bei der Bank einnahm. Seither kamen vier der sechs Präsidenten aus der Botín Familie (Quelle). Noch weitere Familienmitglieder arbeiteten für die Bank.

Einer der Präsidenten der Bank war der Milliardär Emilio Botín (1934-2014). Er war auf dem „Colegio de la Inmaculada“, eine Jesuitenschule (Quelle: 1 und 2). Der Jesuitenorden wurde 1540 gegründet. Der Orden ist mit dem Vatikan verbunden und steht im Dienste des Papstes. Das Einflussgebiet der Jesuiten liegt traditionell in Spanien und dessen Kolonien in Südamerika. Der Vatikan hatte seit Beginn der Kolonialisierung viel Einfluss in Südamerika. Nirgendwo sonst ist die katholische Kirche auch heute noch so einflussreich wie in Südamerika. Der Jesuitenorden hatten früher in Argentinien und Paraguay sogar eine Art eigenen Staat errichtet. (Quelle)

Die Banco Santander wurde 1998 und 2010 beschuldigt, dass sie Dienstleistungen für mexikanische Drogenkartelle erbringe und zu wenig gegen Geldwäsche in ihrer mexikanischen Abteilung unternehme. (Quelle: 1 und 2) Mexiko war früher eine spanische Kolonie. Die Banco Santander war mit zwei liechtensteinischen Bankiers verbunden, die im Verdacht standen, Geldwäsche für kolumbianische Drogenkartelle zu betreiben. Die beiden Bankiers sollen auch für ecuadorianische Drogenhändler Geld gewaschen haben. Kolumbien und Ecuador waren früher spanische Kolonien. Einer der beiden Bankiers kennt Emilio Botíns Ehefrau. (Quelle)

Übrigens: 2008 versuchte ein Flugzeug auf einer privaten Landebahn auf dem Landsitz des Bankiers Emilio Botín zu landen. Dabei stürzte das Flugzeug ab und die beiden Passagiere an Bord starben. Die Polizei stellte fest, dass sich im Flugzeug 220 Kilogramm Haschisch befanden. Auf Botíns Anwesen seien mehrere Fahrzeuge angekommen, die offenbar darauf warteten, das Haschisch aus dem Flugzeug zu entladen, sagte ein Polizeisprecher. Einer der beiden verstorbenen Flugzeugpassagiere war Marokkaner. (Quelle) Die marokkanische Mafia ist führend in der Produktion und Schmuggel von Haschisch. Somit war Emilio oder zumindest seine Kumpels in Drogenhandel involviert.

Emilio heiratete Paloma O’Shea, die eine Freundin der spanischen Königin Sofia ist und von der Königsfamilie zur Marquise (Markgräfin) geadelt wurde (Quelle).

Emilio war auf der Beerdigung von Elías Masaveu. Die Masaveu Familie ist schon seit 150 Jahren mit dem spanischen Finanzwesen verbunden. Heute sind sie Milliardäre. (Quelle)

Emilio kannte Jesús de Polanco (Quelle). Die Polanco Familie sind die mächtigsten Medienunternehmer Spaniens.

Emilios Bruder Jaime Botín (*1936) studierte an der selben Jesuitenschule. Jaime war langjähriger Präsident von Bankinter, eine der grössten spanischen Banken. Er ist derzeit mit über 20% Hauptaktionär der Bank. 2019 wurde sein Vermögen auf 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Emilios Tochter Ana Botín (*1960) ist derzeit Vorsitzende der Banco Santander. Sie ist seit 2013 Direktorin des Getränkekonzerns Coca Cola. Sie war auch Direktorin des italienischen Versicherungskonzern Assicurazioni Generali. Sie begann ihre Karriere bei JP Morgan Chase, der grössten Bank der USA. (Quelle)

Ana Botín besuchte mehrfach das Bilderberg-Treffen (Quelle). Zurzeit gehört sie zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle).

Ana besuchte den Economic Club of New York (Quelle). Der Club lädt erlesene Gäste zum Essen ein, um über Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Bemerkenswerte Besucher waren unter anderem Rockefeller, Roosevelt, Agnelli, Harriman, Bush, Bill Gates und Jeff Bezos.

Ana ist derzeit im Vorstand des Institute of International Finance, eine der einflussreichsten Finanz-Lobbyorganisationen der Welt.

Ana war von 2010 bis 2014 CEO von Santander UK, der britischen Niederlassung der Banco Santander. Aufgrund ihrer Dienste für das britische Finanzwesen erhielt sie 2015 einen Orden von der britischen Queen. (Quelle)

Ana heiratete in eine spanische Adelsfamilie und ist dadurch mit einem Markgrafen verschwägert (Quelle). Einer ihrer Söhne heiratete Julia Puig, eine Erbin des Parfum- und Modeunternehmens Puig (Quelle). Ana Botíns Vermögen wird auf 800 Millionen US-Dollar geschätzt.

Ana und ihr Vater Emilio trafen Bill Gates (Fotos: 1 und 2). Ana kennt auch den US-amerikanischen Multimilliardär Michael Bloomberg (Foto). Ana traf eine Prinzessin aus der katarischen Herrscherfamilie (Foto).

Mitglieder der Botín Familie besuchten das Eliteinternat Le Rosey in der Schweiz. Es ist vermutlich das elitärste Internat der Welt. Viele Königsfamilien schicken ihre Kinder dorthin. Aber auch Kinder aus Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Rothschild, Aga Khan, Du Pont, Molson, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. Im Zeitraum 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als „die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens in dem sich das Internat befindet als „die Bauern“ bezeichnet wurden. Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hochelitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann. (Quelle)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

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