Hu Familie

Die Familie Hu gehört zur Elite der Volksrepublik China. Hu Yaobang war in den 80er-Jahren einer der mächtigsten Männer des Landes.

1. Generation

Hu Yaobang

Hu Yaobang (1915–1989) wurde in eine arme Bauernfamilie geboren. Als er zwölf Jahre alt war, nahm er an seinem ersten Aufstand teil. Mit vierzehn verliess er sein Zuhause, um sich den Kommunisten anzuschliessen. Ein paar Jahre später trat er der Kommunistischen Partei Chinas bei. Damals war die Partei noch nicht an der Macht und führte einen Bürgerkrieg gegen die Regierung der Kuomintang-Partei. 1949 ging die Kommunistische Partei als Sieger aus dem Bürgerkrieg hervor und gründete die Volksrepublik China, eine kommunistische Diktatur, die bis heute von der Partei regiert wird. Die Partei setzt ihre Tradition des Totalitarismus bis heute fort.

Hu Yaobang war von 1980 bis Anfang 1987 das Oberhaupt der Kommunistischen Partei. Damit war er einer der mächtigsten Männer des Landes. Er wurde auch Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros. Der Ausschuss besteht bis heute und gilt als das oberste Entscheidungsgremium der Partei. In der Zeit, in der Hu Yaobang die Partei leitete, wurde China von Deng Xiaoping regiert. Hu war ein enger Vertrauter von Deng Xiaoping. Die beiden hatten bereits in den 30er-Jahren im Bürgerkrieg zusammengearbeitet. In den 80er-Jahren führten die beiden als Oberhäupter der Partei marktwirtschaftliche Reformen ein. Zuvor herrschte in der Volksrepublik China seit deren Gründung ein Hardcore-Kommunismus, der fast jegliche Märkte ablehnte. Die Reformen von Deng Xiaoping umfassten die Einführung von Privateigentum und Sonderwirtschaftszonen, die Gründung privater Unternehmen sowie die Öffnung für ausländisches Kapital, was auch die Zusammenarbeit mit ausländischen Konzernen beinhaltete. Trotz der Reformen behielt die Kommunistische Partei selbstverständlich die absolute Kontrolle über die Politik. Die Reformen führten dazu, dass sich China von einem der ärmsten Länder der Welt zu einer globalen Wirtschaftsmacht entwickelt hat.

Auch die Einführung der Ein-Kind-Politik im Jahr 1979 zählte zu Deng Xiaopings Reformen. Kräfte aus dem Westen hatten dies befürwortet, weil man Chinas Überbevölkerung als Problem ansah. (Mehr dazu) Hu Yaobang verfasste 1982 einen Bericht zur Modernisierung Chinas. Wenn der Google-Übersetzer es mir richtig übersetzt hat, forderte er darin eine „konsequente Kontrolle des Bevölkerungswachstums“.

Bevor Hu Yaobang und Deng Xiaoping die Macht übernahmen, war die Volksrepublik seit ihrer Gründung vom berüchtigten Diktator Mao Zedong regiert worden. Mao startete 1966 die Kulturrevolution, bei der er unter anderem gegen seine Gegner und Konkurrenten in der Partei vorging. Hu und Deng wurden dabei zweimal verfolgt, aber danach wieder rehabilitiert. Vor der Kulturrevolution war Hu seit 1952 Vorsitzender des Kommunistischen Jugendverbandes gewesen. Durch die Kulturrevolution kam sein Aufstieg in der Partei ins Stocken. Als Mao 1976 starb, war auch die Kulturrevolution zu Ende. Anschliessend konnten Hu und Deng an die Spitze der Partei gelangen und mit den von ihnen angestrengten Reformen beginnen. Mao hatte marktwirtschaftliche Reformen strikt abgelehnt und seinen Kommunismus nicht aufgeben wollen. Hu Yaobang wurde nach Maos Tod Propagandachef der Partei und Mitglied des Politbüros. Das Politbüro ist das zentrale Machtorgan der Partei. Im Jahr 1980 wurde Hu wie gesagt zum Chef der Partei ernannt. In dieser Zeit säuberte er die Parteielite von jenen, die immer noch Anhänger von Maos Politik waren.

1986 besuchte die britische Königin Elizabeth II. die Volksrepublik. Es war der erste Besuch eines britischen Monarchen in China. Die Queen und ihr Mann trafen bei ihrem Besuch den Staatschef Deng Xiaoping und den Parteichef Hu Yaobang. Hu sprach sie mit „Eure Majestät“ an. Sie gingen gemeinsam spazieren und tranken zusammen Tee. Hu hatte die Queen bereits ein paar Monate zuvor bei seinem Besuch in England getroffen. Die Queen sagte während ihres Besuches bei den chinesischen Kommunisten, dass die Beziehungen zwischen Grossbritannien und China noch nie besser gewesen seien. „Dies ist grösstenteils der zwischen uns ausgehandelten Vereinbarung über die Zukunft Hongkongs zu verdanken“, sagte die Königin. Zwei Jahre zuvor hatte Grossbritannien der Volksrepublik zugesagt, dass die britische Kolonie Hongkong im Jahr 1997 an die Volksrepublik übergeben wird. Dies wurde 1997 auch umgesetzt.

Hu Yaobang und Deng Xiaoping befürworteten eine Annäherung an den Westen. Die Familien der beiden Männer gehören allem Anschein nach bis heute zu jenen Kräften in den chinesischen Eliten, die dem Westen entgegenkommen wollen.

Hu Yaobang war sehr beliebt im Volk. Sein erzwungener Rücktritt im Jahr 1987 und sein Tod im Jahr 1989 lösten landesweit Demonstrationen aus, da viele Chinesen die Hoffnung hatten, dass reformorientierte Politiker wie Hu für mehr Freiheiten und mehr Transparenz sorgen. Bei einer dieser Demonstrationen in der Hauptstadt Peking kam es zum berüchtigten Tian’anmen-Massaker, bei dem das Militär die Proteste gewaltsam niederschlug.

Hu Yaobang war ein Cousin ersten Grades des Generals Yang Yong (1913–1983). In der Schule waren sie Klassenkameraden gewesen. Nach der Gründung der Volksrepublik wurde Yang Yong zum ersten Gouverneur der Provinzregierung von Guizhou. Er stieg zu einem der ranghöchsten Militärs der Volksrepublik auf, während sein Cousin zu einem der mächtigsten Politiker wurde. Genau wie bei seinem Cousin wurde auch sein Einfluss während der Kulturrevolution eingeschränkt. Yang Yong war vor seinem Tod der Parteisekretär von Hu Yaobang. Demnach hatte er auch an seinem Lebensende Kontakt zu seinem Cousin. 1979 leitete Yang Yong eine Militärdelegation, die Grossbritannien besuchte.

Hu Yaobang galt als ein Mentor von Wen Jiabao und Hu Jintao (mit Letzterem besteht trotz desselben Namens keine Verwandtschaft). Die beiden Männer führten von 2003 bis zur Machtübernahme von Xi Jinping im Jahr 2013 die chinesische Regierung an.

2. Generation

Hu Deping

Hu Deping (*1942) ist der älteste Sohn von Hu Yaobang. Er befürwortet mehr Marktwirtschaft und eine Öffnung Chinas, wie es auch sein Vater tat.

Es gibt Medienberichte und Internetseiten aus China, Japan und dem Westen, die im Jahr 2014 sagten, dass Hu Deping enge Beziehungen zu Xi Jinping pflegt, dem seit 2013 amtierenden Präsidenten von China. Einige Quellen bezeichnen sie als Freunde. Xi soll ab 1979 die Hu-Familie jährlich besucht haben. Bereits ihre Väter standen sich nahe. Xis Vater gehörte ebenfalls zur Parteielite. Als chinesischer Präsident gilt Xi Jinping als einer der mächtigsten Männer der Welt. Einige Medien und Experten stufen ihn sogar als den Mächtigsten ein.

Xi Jinping hatte Hu Deping einst als „grossen Bruder“ bezeichnet. Hu traf Xi im Jahr 2012, also bevor dieser Präsident wurde, in dessen Residenz. Er wollte den zukünftigen Präsidenten zu einem Reformkurs ermutigen. In den folgenden Jahren hat sich das Verhältnis der beiden erheblich verschlechtert.

Hu Deping gehörte in den 90er- und 2000er-Jahren zur Führung der All-China Federation of Industry and Commerce (ACFIC) und war ihr Parteisekretär und stellvertretender Vorsitzender. Die ACFIC ist eine Handelskammer, die von der Kommunistischen Partei kontrolliert wird. Zu ihren Mitgliedern zählen nichtstaatliche Unternehmen und Personen aus der Privatwirtschaft. Die ACFIC dient als Bindeglied zwischen der Partei und der chinesischen Privatwirtschaft. Die ACFIC schreibt auf ihrer Webseite, dass sie einen wichtigen Beitrag zur Einheitsfront leiste. Die Einheitsfront ist eine Strategie der Partei, mit dem Ziel, alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen, Organisationen und Personen unter der Kontrolle der Partei zu halten.

Hu Deping traf in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der ACFIC den pakistanischen Premierminister Shaukat Aziz. Zu dieser Zeit hatten China und Pakistan ein Freihandelsabkommen unterzeichnet.

Übrigens war der 2005 verstorbene Rong Yiren Vorsitzender der ACFIC. Er war Chinas Vizepräsident und spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau der chinesischen Industrie. Er galt als der reichste Mann der Volksrepublik.

Hu Deping gehörte zum 11. Nationalkomitee (tagte von 2008 bis 2013) der „Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes“ und war stellvertretender Direktor von deren Wirtschaftsausschuss. Diese Konferenz ist ein wichtiges Beratungsgremium. Sie ist eine Organisation der Einheitsfront, was auch in Chinas Verfassung steht. In der Verfassung steht zur Konsultativkonferenz zudem Folgendes: „In Zukunft wird sie eine noch wichtigere Rolle im politischen und sozialen Leben des Landes und in seinen freundschaftlichen Aussenbeziehungen, bei der sozialistischen Modernisierung und bei der Wahrung der Einheit und Solidarität des Landes spielen.“

Hu Deping wurde 1998 stellvertretender Chef der Abteilung für Einheitsfrontarbeit. Dieses Amt hatte er, je nach Quelle, für fünf bis zehn Jahre inne. Obwohl er für chinesische Verhältnisse ein Liberaler ist, unterstützte er also dennoch die Strategie der Einheitsfront. Er war im Ständigen Ausschuss des 10. Nationalen Volkskongresses, dessen Legislaturperiode von 2003 bis 2008 dauerte. Der Volkskongress ist Chinas Parlament. Er gilt als ein Scheinparlament. Medienberichte aus dem Jahr 2018 sagen, dass der Volkskongress noch nie eine Vorlage der kommunistischen Führung abgelehnt hat.

Hu Deping hatte an der staatlichen Peking-Universität studiert. Sie ist eine der wichtigsten Universitäten Chinas. Hu Deping war der erste Chef des 2006 gegründeten Chinesisch-Afrikanischen Wirtschaftsrates, der eine Schlüsselrolle bei der Vernetzung chinesischer und afrikanischer Unternehmen spielt. Die Gründung des Rates wurde 2004 vom Afrikaner Kofi Annan angeregt, dem damaligen Chef der Vereinten Nationen. In den letzten Jahren konnte China seinen Einfluss in Afrika erheblich ausweiten.

Im Jahr 2014 besuchte Hu Deping Japan und traf Politiker der dortigen Regierung. Das japanische Aussenministerium hatte ihn eingeladen. Japanischen Medien zufolge traf er sich im Geheimen mit dem japanischen Premierminister Shinzo Abe. Der Vater von Hu Deping hatte im Gegensatz zu vielen anderen aus der chinesischen Parteielite eine Annäherung an Japan gewünscht und war ein Freund des japanischen Premierministers Yasuhiro Nakasone gewesen. Seine japanfreundliche Haltung gilt als einer der Gründe, weshalb er von der Parteielite zum Rücktritt gezwungen wurde.

Hu Depings erste Ehefrau war 1985 Vizebürgermeisterin der Grossstadt Xiamen. Heute ist sie unternehmerisch aktiv. Ihr Vater An Ziwen (1909–1980) hatte die Organisationsabteilung der Kommunistischen Partei geleitet. Die bis heute bestehende Organisationsabteilung ist die Personalabteilung der Partei. Sie hat grossen Einfluss auf die chinesische Politik, da sie für die Auswahl, Beförderung und Ausbildung von Parteifunktionären und Beamten zuständig ist. Sie muss gewährleisten, dass nur jene Politiker und Beamte aufsteigen können, die der Partei und ihrer Führung gegenüber loyal sind. Somit hilft die Organisationsabteilung beim Erhalt einer loyalen Parteielite und überwacht diesen Prozess. Ausserdem besitzt sie äusserst sensible Informationen über Beamte, darunter deren Finanzen, Leistungsbewertungen, Beurteilungen durch Kollegen und politische Verbindungen. Depings Vater Yaobang war nach der Kulturrevolution Chef der Organisationsabteilung geworden.

Hu Depings Schwiegervater An Ziwen, der wie gesagt die Organisationsabteilung leitete, wurde während Maos Kulturrevolution verfolgt, weil man ihm vorwarf, dass er zu einer Gruppe von 61 Verrätern gehörte, die sich angeblich gegen Mao und die Partei verschworen hatten.

An Ziwen war der Bruder von An Zhiwen (1919–2017). Dieser übernahm eine führende Rolle bei staatlichen Kommissionen der Partei. Er war unter anderem stellvertretender Vorsitzender und Parteisekretär der staatlichen Kommission für die Umstrukturierung des Wirtschaftssystems. Die Kommission half bei Chinas Wirtschaftsreformen, die nach Maos Tod eingeführt wurden. An Zhiwen war während Maos Kulturrevolution verfolgt worden. Später war An Zhiwen der erste Präsident der Gesellschaft für Wirtschaftsreform. Sie betreibt Forschungen, die Chinas wirtschaftliche Reformen betreffen. An Zhiwen war ausserdem Mitglied der Zentralen Beratungskommission der Partei, die als äusserst einflussreich galt, aber heute nicht mehr existiert. Der heutige Präsident Xi Jinping überreichte An Zhiwen im Jahr 2015 eine Gedenkmedaille.

An Ziwen und An Zhiwen waren die Onkel von An Jiaoju (*1936), der viele Jahre für die Bewaffnete Volkspolizei arbeitete, wo er letztlich hohe Ränge erreichte. An Ziwen war der Vater von An Guo (*1948), der somit der Schwager von Hu Deping ist. An Guo besetzte hohe Posten bei diversen staatlichen Einrichtungen. Sein Bruder An Min (*1945) hatte hohe Positionen im Ministerium für Aussenhandel inne. Dort war er unter anderem Vizeminister und leitete eine Abteilung, die für Angelegenheiten zuständig war, die Taiwan, Hongkong und Macau betreffen (die drei Inseln werden von China beansprucht, was im Fall von Taiwan bisher noch nicht umgesetzt wurde). An Min gehörte zur Führung zweier Organisationen, die sich mit der Taiwan-Frage befassen und eine friedliche Wiedervereinigung Chinas und Taiwans befürworten. Bei einer dieser Organisationen wurde nach ihrer Gründung der mächtige Wirtschaftsboss Rong Yiren Ehrenpräsident. Einige Mitglieder seiner Familie leben in Taiwan.

An Ziwens Frau (die Schwiegermutter von Hu Deping) kam aus der Familie Liu. Ihre Schwester war die Revolutionärin und Politikerin Liu Yaxiong (1901–1988). Diese wurde während Maos Kulturrevolution verfolgt, wie es auch bei Mitgliedern der mit ihr verschwägerten Familien Hu und An der Fall war. Liu Yaxiong heiratete Chen Yuandao (1902–1933), einen frühen Parteiführer, Pionier der kommunistischen Revolutionsversuche in China und Märtyrer der Revolution. Das Ehepaar hatte an der Sun-Yat-sen-Universität in Moskau studiert. Diese sowjetische Universität bestand von 1925 bis in die 30er-Jahre. Sie wurde extra für die Ausbildung chinesischer Revolutionäre gegründet. Der Vater von Liu Yaxiong war Liu Shaobai (1883–1968). Der Politiker gründete 1937 eine der ersten Banken der Kommunistischen Partei. Er gilt als einer der Gründer des „roten Bankwesens“ Chinas. Liu Yaxiong war die Mutter von Liu Jiyuan (*1933). Dieser wurde ebenfalls Politiker der Partei. Er war ein Pionier der chinesischen Raumfahrt und spielte eine Schlüsselrolle bei deren Entwicklung. In den 80er-Jahren wurde er Vizeminister für Luft- und Raumfahrt. Im darauffolgenden Jahrzehnt war er der erste Chef der Nationalen Raumfahrtbehörde und leitete auch die CASC, ein staatliches Unternehmen, das als der Hauptauftragnehmer der chinesischen Raumfahrt gilt. Heute ist China führend in der Raumfahrt und wird bis jetzt nur von den USA übertroffen. Liu Jiyuan gehörte zum Zentralkomitee der Partei und zum Ständigen Ausschuss des Nationalen Volkskongresses (Parlament). Er hatte in Moskau studiert, also im Machtzentrum der kommunistischen Sowjetunion.

Hu Deping heiratete in zweiter Ehe Wang Yuying. Sie war oder ist noch immer Vorsitzende eines Investmentunternehmens. Wang Yuying wurde vorgeworfen, in unlautere Ölgeschäfte verwickelt gewesen zu sein. Sie war Vorsitzende einer Stiftung, deren Gründung 2007 vom kriminellen Unternehmer Liu Han mit 100 Millionen Yuan unterstützt wurde (entspricht derzeit 14,3 Millionen US-Dollar). Wang Yuying und Liu Han gehörten gemeinsam zum ersten Vorstand der Stiftung. Liu Han war zudem im Vorstand der All-China Federation of Industry and Commerce. Zur Führung dieses Verbandes zählte auch Wangs Ehemann Hu Deping. Liu Han hatte enge Verbindungen zur organisierten Kriminalität. Er war Milliardär. 2014 wurde er wegen „Organisation und Führung einer mafiaähnlichen Gruppe“, Mord und anderer Verbrechen zum Tode verurteilt. Im Februar 2015 wurde er hingerichtet. Laut dem Urteil hatte seine Bande acht Menschen getötet. Das Gericht meinte, dass die Bande von „Mitarbeitern der Staatsorgane geschützt“ wurde. Liu Han hatte Verbindungen zum Politiker Zhou Yongkang. Dieser gehörte zum obersten Entscheidungsgremium Chinas. Er war auch oberster Sicherheitschef des Landes. In dieser Funktion war er für die Polizei, die Gerichte und die Staatssicherheit zuständig, also für jene Behörden, die die Aufgabe haben, die organisierte Kriminalität zu bekämpfen. Ein paar Monate nach Liu Hans Hinrichtung wurde Zhou Yongkang wegen Korruption und Machtmissbrauch zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Liu Hu

Liu Hu (*1945) ist der zweite Sohn von Hu Yaobang. Er studierte an der staatlichen Tsinghua-Universität, die als die beste Universität Chinas gilt. In den 80er- und 90er-Jahren arbeitete er im Ministerium für Aussenhandel. Später war er bis zu seinem Ruhestand 2005 im Vorstand von China Resources. Der Mischkonzern gehört zu den grössten chinesischen Unternehmen. Er beschäftigt fast 400 000 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz liegt bei über 100 Milliarden US-Dollar. Der Konzern befindet sich mehrheitlich im Besitz des Staates. China Resources ist einer der wichtigsten Staatskonzerne des Landes.

Chinas Staatskonzerne, zu denen gleich mehrere der weltweit grössten Banken gehören, werden von der Partei kontrolliert. Die Partei ist dadurch einer der mächtigsten Unternehmer der Welt. Ende 2024 besassen Chinas staatliche Finanzinstitute ein Vermögen von 487,9 Billionen Yuan (Stand jetzt 69,9 Billionen USD) und ein staatliches Eigenkapital von 33,9 Billionen Yuan (4,9 Billionen USD). Die Vermögenswerte nichtfinanzieller Staatsunternehmen beliefen sich im selben Jahr auf 401,7 Billionen Yuan (57,6 Billionen USD). Davon waren 109,4 Billionen Yuan (15,7 Billionen USD) staatliches Eigenkapital. Ironischerweise ist die Kommunistische Partei somit der reichste und vielleicht mächtigste Kapitalist der Welt.

Liu Hu heiratete eine Tochter von Wang Youping, einem ehemaligen Vize-Aussenminister. Wang Youping vertrat die Volksrepublik als Botschafter in Rumänien (war damals kommunistisch), Norwegen, Kambodscha, Kuba (war damals schon kommunistisch), Nordvietnam (kommunistisch), Malaysia und der Sowjetunion (kommunistische Grossmacht). Wang Youping sass im Nationalen Volkskongress (Parlament) und gehörte zur Zentralen Beratungskommission (war damals sehr einflussreich).

Hu Dehua

Hu Dehua (1948–2025) war der dritte Sohn von Hu Yaobang. Er war wie sein Vater und sein ältester Bruder ein Verfechter politischer Reformen. Er machte sich sogar für die Pressefreiheit stark, was in der chinesischen Elite keine Selbstverständlichkeit ist. Er leitete das Softwareentwicklungszentrum der Chinesischen Akademie der Wissenschaften*. 1994 gründete er ein eigenes Softwareunternehmen. Er besass eine Offshore-Firma auf den Britischen Jungferninseln. Durch die Panama-Papers wurde bekannt, dass auch Leute aus der kommunistischen Parteielite nicht darauf verzichten wollen, ihre Vermögen in Steueroasen in Sicherheit zu bringen. Sogar ein Familienmitglied des chinesischen Präsidenten Xi Jinping war darunter.

* Da die Akademie direkt dem Staatsrat unterstellt ist, kann man davon ausgehen, dass sie noch unter stärkerem Einfluss des Staates steht, als es bei Chinas staatlichen Bildungseinrichtungen ohnehin der Fall ist. China ist inzwischen eine der führenden Wissenschaftsnationen.

Hu Dehua traf im Jahr 2009 Xi Jinping, also noch bevor dieser Präsident wurde. Er wollte Xi von Reformen überzeugen. Wie bereits erwähnt wurde, traf auch Hus Bruder Deping den späteren Präsidenten und riet ihm zu Reformen. Einige Jahre später wurde Hu Dehua ein Kritiker von Xis Regierung. Als Hu Dehua 2025 starb, schickte Xi Yuanping einen Kranz zur Abschiedszeremonie. Er ist ein Bruder des Präsidenten. Die beiden Familien gelten dennoch als zerstritten.

Hu Dehua hat eine Tochter mit dem Namen Hu Tianling. Präsident Xis Bruder Yuanping hat nach Angaben der chinesischsprachigen Wikipedia eine Exfrau, die ebenfalls Hu Tianling heisst. Man findet keinerlei Informationen zu ihr im Internet, selbst wenn man auf Chinesisch googelt. Die Namen der beiden Frauen werden auch in der chinesischen Schrift gleichgeschrieben: 胡天翎 (es gibt viele chinesische Namen, die man in der Alphabetschrift gleich schreibt, aber sich in der chinesischen Schrift unterscheiden). Ein Facebook-Profil, das unter anderem den Anspruch hat, geheime Informationen über Chinas Eliten zu veröffentlichen, stellt die Behauptung auf, dass es sich um dieselbe Person handelt. Wahrscheinlich sind es aber zwei verschiedene Frauen mit demselben Namen. Ich wollte es trotzdem erwähnt haben. Xi Yuanping schickte wie gesagt einen Trauerkranz zur Abschiedszeremonie von Hu Dehua. Hus Tochter Tianling, die denselben Namen wie Yuanpings Exfrau trägt, schickte auch einen Kranz. Dies wird aber nur ein Zufall sein. Wie bereits erwähnt wurde, soll Präsident Xi vor ein paar Jahrzehnten die Hu-Familie öfters besucht haben.

Hu Dehua heiratete Hong Xiaoping, die Tochter eines Militärkaders. Sie ist eine Führungskraft und Investorin bei kleineren Unternehmen in der Privatwirtschaft. 2014 begleitete sie Hu Jintao, als dieser die ehemalige Residenz von Hu Yaobang besuchte und sich vor dessen Bronzestatue verneigte. Hu Jintao war bis zur Machtübernahme von Xi Jinping Chinas Präsident und das Oberhaupt der Partei. Hu Dehua und Hong Xiaoping liessen sich 2014 mit der Restaurantbesitzerin Mao Xiaoqing fotografieren. Diese ist eine Verwandte von Mao Zedong, dem Begründer des kommunistischen Chinas. 2011 kamen Hu Dehua und Mao Xiaoqing mit weiteren Nachkommen von ehemaligen Anführern der Partei zusammen.

Die zweite Generation der Familie Hu traf auch bei weiteren Anlässen Nachkommen von ehemaligen Führungskräften der Partei. Diese Nachkommen der Parteielite werden oft als „Prinzlinge“ oder als „roter Adel“ bezeichnet. Ich konnte nicht herausfinden, ob die Hu-Familie auch im Privaten Kontakt zu anderen Prinzlingen hat.

Li Heng

Li Heng (*1952) ist die Tochter von Hu Yaobang. Sie leitete von Mitte der 90er-Jahre bis 2007 die Unternehmenskommunikation des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) in China. 2013 stand GSK in China im Zentrum eines Bestechungsskandals. Der Brite Mark Reilly, der das Chinageschäft des Konzerns leitete, wurde von einem chinesischen Gericht verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, ein kriminelles System geleitet zu haben, das chinesische Ärzte mit sexuellen Gefälligkeiten und mit Bargeld im Wert von 300 Millionen Pfund bestochen hatte. Als Gegenleistung verschrieben die Ärzte Medikamente von GSK. Mark Reilly wurde heimlich beim Sex gefilmt. Das Video wurde an Vorstandsmitglieder von GSK geschickt. Vermutlich wollte jemand Mark Reilly oder GSK erpressen.

Li Heng heiratete Liu Xiaojiang. Dieser ist ein ehemaliger Admiral der Marine und General der Volksbefreiungsarmee. Die Volksbefreiungsarmee, das personell grösste Militär der Welt, ist der bewaffnete Arm der Partei. Als Liu Xiaojiang in den 70er-Jahren der Armee beigetreten war, hatte er unter anderem als Propagandaoffizier gedient. Auch in den vier darauffolgenden Jahrzehnten war er bei der Armee und der Marine. Bereits sein Vater Liu Haibin hatte höhere Positionen in der kommunistischen Armee besetzt. Liu Xiaojiang hatte einen Abschluss an der Zentralen Parteischule gemacht. Diese Hochschule bildet Parteikader aus und untersteht direkt der Partei. Liu Xiaojiang gehörte zum 18. Zentralkomitee der Partei, also im Zeitraum 2012 bis 2017. Im 12. Volkskongress (Parlament), der 2013 gewählt wurde, war er stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. Ausserdem gehörte er in den 2000er-Jahren zur Zentralen Disziplinarkommission. Diese ist das höchste Aufsichtsorgan der Partei. Ihre Aufgabe ist es, die Einhaltung von parteiinternen Normen und Regeln zu überwachen. Dazu zählt die Bekämpfung von Korruption innerhalb der Partei.

3. Generation

Hu Zhizhi

Hu Zhizhi, die in westlichen Medien Janice Hu genannt wird, ist die Tochter von Hu Deping und eine Enkelin von Hu Yaobang. Sie ist eine Top-Bankerin. Seit 2024 leitet sie das China-Geschäft der Grossbank UBS. Die UBS verwaltet Vermögen von reichen Chinesen. Sie ist die grösste Schweizer Bank. Mitte 2025 verwaltete sie ein Vermögen im Wert von 6,6 Billionen US-Dollar. Sie ist damit die zurzeit grösste Bank nach verwaltetem Vermögen.

Janice Hu arbeitete zuvor über 20 Jahre für die Credit Suisse. Sie leitete das China-Geschäft der Bank. Die Credit Suisse war die grösste Schweizer Bank neben der UBS. 2024 wurde sie von der UBS übernommen, worauf Janice Hu zur UBS wechselte.

Janice Hu hatte zwei Abschlüsse an der Cambridge-Universität gemacht, einer der führenden Universitäten Grossbritanniens. Sie arbeitete für den US-amerikanischen Finanzkonzern Merrill Lynch. Der Konzern verwaltete 2024 ein Vermögen im Wert von 3,6 Billionen US-Dollar. Er ist somit einer der grössten Vermögensverwalter der Welt.

Hu Jiguang

Hu Jiguang, der in westlichen Medien James Hu genannt wird, ist der Bruder von Hu Zhizhi. Er ist seit über 15 Jahren im chinesischen Investmentbanking tätig. Er diente der Bank of America als stellvertretender Vorsitzender des Investmentbanking in China. Zudem leitete er auch das China-Investmentbanking der Citigroup. Die Bank of America und die Citigroup waren 2025 die zweit- und drittgrösste Bank der USA. 2024 verwaltete die Bank of America ein Vermögen im Wert von 1,7 Billionen US-Dollar und gehört dementsprechend zu den grössten Vermögensverwaltern.

James Hu wurde 2025 zum stellvertretenden Vorsitzenden des China-Geschäfts von Morgan Stanley ernannt. Die US-amerikanische Investmentbank Morgan Stanley verwaltete 2025 ein Vermögen im Wert von 1,8 Billionen US-Dollar. Damit zählt sie zu den grössten Vermögensverwaltern.

Die Grossbanken aus New York haben viele Kinder von Kadern der Kommunistischen Partei rekrutiert. Man geht davon aus, dass die Grossbanken der Wall Street dadurch in den chinesischen Markt eindringen wollen und sich Geschäfte mit chinesischen Staatskonzernen erhoffen. Die führende Grossbank JP Morgan entwarf ein Programm namens „Sons and Daughters“, das darauf abzielte, die rechtlichen Fragen zu klären, wenn Verwandte von grossen Persönlichkeiten in China eingestellt werden. Es ist nämlich so, dass es in den USA illegal ist, den Freunden oder Verwandten eines ausländischen Amtsträgers eine Beschäftigung zu verschaffen, um Aufträge zu gewinnen.

James Hu hatte drei Abschlüsse an der Yale-Universität gemacht. Sie ist eine der elitärsten Universitäten der USA.

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Ergänzungen 7

Der Beitrag zur Warburg-Familie wurde überarbeitet. Hier habe ich die wichtigsten Ergänzungen aufgeführt.

In der überarbeiteten Version wird dargelegt, dass Mitglieder der Warburg-Familie bis in die 60er- und 70er-Jahre Partner der US-Investmentbank Kuhn, Loeb & Co waren, also deutlich länger, als ich ursprünglich gedacht habe. Ein paar Jahre später fusionierte die Bank mit Lehman Brothers.

Im Jahr 2000 wurde bekannt, dass die Warburg-Bank dem nigerianischen Militärdiktator Sani Abacha geholfen hatte, illegale Vermögen im Wert von hunderten Millionen Euro aus Nigeria herauszuschaffen und Bestechungsgelder im Wert von über 100 Millionen Euro an die Familie von Abacha weiterzuleiten. Die Warburg-Bank nutzte dabei ihre Filialen in der Schweiz und Luxemburg, zwei Steueroasen, die damals noch ein Bankgeheimnis hatten.

Max Warburg ist derzeit im Aufsichtsrat von Eurokai. Das Hamburger Unternehmen der reichen Eckelmann-Familie betreibt Containerterminals in Europa. Die Warburgs hatten schon vor über 100 Jahren Verbindungen zu Hamburgs Schifffahrtsgeschäft. Max Warburg arbeitete 1976 bei Warburg Pincus (das Finanzunternehmen wurde von seinem Vater gegründet). Danach ging Max zur britischen Investmentbank S. G. Warburg (wurde von einem Verwandten gegründet). Zuvor wurde Max in New York bei der Chase Manhattan Bank ausgebildet. Diese war damals eine der grössten Banken der Welt und wurde von David Rockefeller geleitet, der als einer der führenden Köpfe der US-amerikanischen Elite galt.

Der Anwalt Justus Warburg stammt aus der Warburg-Familie. Er war der Anwalt der Familie von Uwe Barschel. Der deutsche Politiker starb 1987 unter mysteriösen Umständen. Die Ermittlungen ergaben, dass er Suizid beging, was aber selbst in Mainstream-Medien angezweifelt wird. Oft wird vermutet, dass er von einem oder mehreren Geheimdiensten ermordet wurde.

Der Journalist und Politiker Michael Naumann, der in die Warburg-Familie heiratete, gehörte zu einem Gremium des kanadischen Medienkonzerns Thomson Reuters, über das er Kontakt zur Konzernführung hatte. Er war zur selben Zeit im Gremium wie der britische Politiker Mark Malloch Brown. Dieser ist ein Freund des berühmten Milliardärs George Soros und war von 2021 bis 2024 Präsident der Soros-Stiftung.

Der Botaniker Otto Warburg (1859–1938) war Mitglied der Deutschen Kolonialgesellschaft und Mitgründer des Kolonialwirtschaftlichen Komitees. Die beiden Organisationen setzten sich für deutsche Kolonialinteressen ein. Otto Warburg war von 1911 bis 1920 Präsident der Zionistischen Weltorganisation. Sein Nachfolger als Präsident war Chaim Weizmann. Dieser wurde später zum ersten Präsidenten Israels. Er hatte eine Liebesbeziehung mit Lola Warburg (1901–1989). Weizmann wurde ein Freund der Familie Warburg. Sie arbeiteten gemeinsam an der Gründung der Hebräischen Universität Jerusalem. Weizmann und die Bankiers Felix Warburg und Max Warburg hatten 1929 die damals führende zionistische Kolonie im Mandatsgebiet Palästina besucht. Als in den 30er-Jahren die Nazis an die Macht kamen, halfen die Warburgs und ihre Bank deutschen Juden, nach Palästina auszuwandern.

Die in den USA lebende Blockchain-Expertin Bettina Warburg ist eine Enkelin von Eric Warburg, der die Atlantik-Brücke und den American Council on Germany (ACG)* gegründet hatte. Die Aufgabe der beiden Organisationen besteht darin, die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA zu fördern. Bettina Warburg ist im Vorstand des ACG. (Stand: November 2025) Sie ist Mitgründer und Partner von Warburg Serres. Das Unternehmen ist im Private-Equity- und Venture-Capital-Geschäft aktiv. Warburg Serres investiert in Unternehmen, die sich auf Zukunftstechnologien konzentrieren. Bettina Warburg wurde 2018 vom Finanzunternehmen J. Stern & Co. eingeladen, um einen Vortrag über die Blockchain-Technologie zu halten.
J. Stern & Co. wurde von der jüdischen Bankiersfamilie Stern gegründet.

Anmerkung zum ACG: Derzeit ist John Emerson Vorsitzender des ACG. Er diente den USA als Botschafter in Deutschland. Er arbeitet seit vielen Jahren für die Capital Group (der US-amerikanische Finanzkonzern ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt). Emerson sitzt im Vorstand des Pacific Council on International Policy (konzentriert sich auf die US-Aussenpolitik). Dadurch wird er vermutlich dessen Vorsitzenden, Robert Lovelace, kennen (gehört zur Gründerfamilie der Capital Group). Emerson ist langjähriges Mitglied des Council on Foreign Relations (wurde von Paul Warburg mitgegründet). Emerson erhielt eine Auszeichnung von der CIA. Ausserdem ist er im Kuratorium des German Marshall Fund (GMF). Diese Denkfabrik aus den USA fördert die Beziehungen zur EU, insbesondere zu Deutschland. Der GMF wurde 1972 von Guido Goldman gegründet und geleitet. Sein Vater Nahum Goldmann war der Gründer und Präsident des Jüdischen Weltkongresses sowie Präsident der Zionistischen Weltorganisation. Goldmann und seine Familie waren 1940 vor den Nazis aus Europa geflohen. Er war mit Siegmund Warburg befreundet. Als Goldmann 1978 den ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat traf, wurde er von Eric Warburg und Baron Edmond de Rothschild begleitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten Juden eine führende Rolle beim Wiederaufbau der amerikanisch-deutschen Beziehungen. Ich vermute mal, dass sie so sicher gehen wollten, dass sich in der deutschen Führung nicht erneut eine antijüdische Stimmung breitmacht. Neben Eric Warburg zählten zu den Gründern der Atlantik-Brücke auch der Journalist Ernst Friedlaender und der Politiker Erik Blumenfeld. Beide waren Juden. Blumenfeld hatte die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald überlebt. Von 1977 bis 1991 war er Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

John Emersons Vorgänger als Vorsitzender des ACG war Robert Kimmitt, der bis heute der Ehrenvorsitzende ist. Kimmitt war ebenfalls US-Botschafter in Deutschland. Er arbeitete in der US-Regierung und leitete einen Beirat der CIA.

Felicia Schiff Warburg (*1927) gehört zum US-amerikanischen Zweig der Familie. Sie betätigt sich als Winzerin. Sie wurde von Gerald Baliles zur „First Lady des Virginia-Weins“ ernannt. Baliles war Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia. Felicia reiste mit Douglas Wilder, einem weiteren Gouverneur von Virginia, nach Asien.

Max Warburg

Max Warburg (1867–1946) galt als einer der einflussreichsten deutschen Bankiers. Er war der erste Spender der Paneuropa-Union.

Max Warburg wurde bei jüdischen Banken in England, Frankreich und den Niederlanden ausgebildet, unter anderem bei der britischen Rothschild-Bank.(Seite 100) Auch die internationalen Bankiers Siegmund Warburg (1902–1982) und Eric Warburg (1900–1990) erhielten eine Ausbildung bei der britischen Rothschild-Bank.

Max Warburg war Teilhaber der Warburg-Bank. Er sass im Vorstand der Deutschen Kolonialgesellschaft. Im Jahr 1919 berief ihn die deutsche Regierung in den Zentralausschuss der Reichsbank (Zentralbank Deutschlands). 1924 wechselte er in den Generalrat der Reichsbank, dem er bis 1933 angehörte. Er gründete im Jahr 1914 zusammen mit Lord Alfred Milner eine britisch-deutsche Bank in Afrika. Der in Deutschland geborene Alfred Milner war ein einflussreicher Politiker in Grossbritannien. Nach der Einschätzung des Historikers Carroll Quigley gehörte Milner zu den Oberhäuptern eines verschworenen Netzwerkes, das sehr grossen Einfluss in der Welt ausübte und von Briten angeführt wurde.

Max Warburg beriet den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. gelegentlich in finanzpolitischen Fragen. Zudem gehörte er zu den engsten Beratern des hochadligen Reichskanzlers Max von Baden (Thronfolger des deutschen Grossherzogtums Baden). Dieser war der letzte Regierungschef des Deutschen Kaiserreiches und hatte das Amt im letzten Monat des Ersten Weltkrieges inne. Max Warburg riet ihm, Friedrich Ebert zum neuen Regierungschef zu machen. Friedrich Ebert war nach dem Krieg und nach der Abschaffung der Monarchie der erste Reichspräsident von Deutschland. Max Warburg wurde das Angebot gemacht, Finanzminister zu werden, aber er lehnte ab, weil er die Deutschen „kenne und wisse, dass sie nie und nimmer einen jüdischen Finanzminister hinnehmen würden“. Nach dem Ersten Weltkrieg war Max Warburg Delegierter bei den Friedensverhandlungen von Versailles. Er sprach sich gegen die Vertragsunterzeichnung aus.

Max Warburg war in Aufsichtsräten vieler deutscher Unternehmen. Eine Zeit lang bekleidete er über 20 Aufsichtsratsmandate, während alle Teilhaber der Warburg-Bank zusammengerechnet in über 100 Aufsichtsräten waren.

Max Warburg gründete 1920 in Hamburg die Deutsche Warentreuhand (DWT), die Kreditgebern aus dem Ausland als Vertrauensorganisation diente. Zu den Gründern und ersten Anteilseignern der DWT zählten unter anderem die Banken der Hamburger Familien Warburg, Schröder, Berenberg-Gossler, Donner und Münchmeyer sowie die Bank der Familie Oppenheim aus Köln. Die DWT wurde auch als Wirtschaftsprüfer aktiv. Laut einigen Quellen war Max Warburg ihr erster Aufsichtsratsvorsitzender. Anderen Quellen zufolge war sein Bruder Fritz von 1920 bis 1933 Vorsitzender des Aufsichtsrats. Diesen Posten musste er dann aufgeben, weil die judenfeindlichen Nazis an die Macht gekommen waren. Nach dem Ende des Naziregimes war die Warburg-Bank Haupteigentümer der DWT mit einem Anteil von 50 Prozent. Die Warburg-Bank war bis Mitte der 80er-Jahre an der DWT beteiligt. Aus der DWT entwickelte sich die heutige BDO AG, einer der führenden deutschen Wirtschaftsprüfer. Die BDO AG hat ihren Sitz in Hamburg.

Max Warburg lebte ab 1938 in den USA. Wegen der Nazis war es ihm nicht möglich, zurückzukehren. Er starb 1946 im Exil. Wenigstens hatte er die Genugtuung, die Niederlage Hitlers und der Nazis mitzuerleben.

Ein wichtiger Teilhaber der Warburg-Bank war Carl Melchior, ein Jude aus Hamburg. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg beteiligte er sich an der Gründung der DDP, der wichtigsten linksliberalen Partei in der Weimarer Republik (die Republik bestand von 1918 bis zur Machtübernahme Hitlers 1933). Carl Melchior war nach dem Krieg der Finanzsachverständiger der deutschen Delegation bei den Verhandlungen zum Friedensvertrag von Versailles*. So wie viele Deutsche empfand auch Melchior den Versailler Vertrag als ungerecht, da der Vertrag ein Diktatfrieden war. Später war Melchior ein deutscher Repräsentant bei Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund und bei den Verhandlungen zum Young-Plan. Der Plan regelte die Reparationszahlungen, die Deutschland an die Siegermächte des Ersten Weltkrieges zahlen musste. Der Young-Plan beinhaltete die Gründung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) im Jahr 1930. Melchior war seit der Gründung stellvertretender Vorsitzender der BIZ. Diesen Posten hatte er bis 1933 inne. Die BIZ gilt bis heute als eine der einflussreichsten Instanzen der Finanzelite und wird manchmal als „Bank der Zentralbanken“ bezeichnet. Sie hat ihren Hauptsitz seit ihrer Gründung in der Schweiz. Rudolf Brinckmann, ein weiterer Teilhaber der Warburg-Bank, war von 1950 bis 1970 im Führungsgremium der BIZ.

* Auch Max Warburg gehörte zur Friedensdelegation. Er sprach sich gegen die Vertragsunterzeichnung aus. Übrigens waren Max Warburg und Carl Melchior Mitglieder der Rotarier in Hamburg. Max und sein Sohn Eric gehörten zu den Gründungsmitgliedern des Hamburger Rotarier-Clubs. Nach Angaben von Geni.com heiratete Carl Melchiors Bruder Sally in die Warburg-Familie.

Die Warburgs während und nach dem Zweiten Weltkrieg

Der internationale Bankier Eric Warburg (1900–1990) wurde bei der britischen Rothschild-Bank ausgebildet und gründete Warburg Pincus, eines der grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt.

Eric Warburg und sein Onkel Paul Warburg (Mitgründer der US-Zentralbank FED) hatten sich oft mit John Foster Dulles getroffen. Dulles war später Aussenminister der USA und sein Bruder Allen wurde Chef der CIA. Allen Dulles war bereits im Zweiten Weltkrieg, also vor der Gründung der CIA, ein hochrangiger Geheimdienstler gewesen. Zu dieser Zeit half er Eric Warburg bei der Erlernung von geheimdienstlichen Methoden. Die beiden standen auch nach dem Krieg in Kontakt. Eric Warburg war 1938 vor den Nazis in die USA geflohen. Danach diente er im Zweiten Weltkrieg als Verbindungsoffizier zwischen der britischen und der US-amerikanischen Luftwaffe und den Militärgeheimdiensten der beiden Länder. Er hatte Kontakt zu seinem Schweizer Cousin Carl Jacob Burckhardt, dem damaligen Präsidenten des Roten Kreuzes. Am Kriegsende half Eric Warburg, 160 deutsche Wissenschaftler aus Ostdeutschland herauszuholen und in die Obhut des US-Militärs zu bringen. Einer davon war Wernher von Braun. Der Adlige war ein führender Waffenentwickler der Nazis. Dabei machte er sich für den Tod von vielen Zwangsarbeitern mitverantwortlich. Nach dem Krieg wurde er in die USA gebracht, wo er eine wichtige Rolle in der dortigen Raketenentwicklung spielte. Er wirkte bei der NASA an einem Projekt mit, das zur Landung des ersten Menschen auf dem Mond führte.

Nach der Kapitulation Deutschlands war Eric Warburg einer der Ersten, die Hermann Göring verhörten, einen führenden Politiker des Naziregimes. Er verhörte auch den hochrangigen Nazigeneral Franz Halder. Eric Warburg erhielt für seine Dienste im Krieg den Orden des britischen Empire sowie auch einen US-amerikanischen und einen französischen Orden.

Eric Warburg war mit dem US-Amerikaner John McCloy befreundet. Nach dem Krieg leitete McCloy die US-Besatzungsmacht in Deutschland. Er gründete zusammen mit Eric Warburg die Atlantik-Brücke und den American Council on Germany, wie gesagt zwei Organisationen, die die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland fördern. McCloy und Warburg wollten so verhindern, dass es in Zukunft zu einer erneuten Feindschaft zwischen den beiden Nationen kommt. McCloy kannte bereits seit den 20er-Jahren Mitglieder der Warburg-Familie, darunter Eric Warburg. McCloys Frau Ellen Zinsser war mit Auguste Zinsser verwandt, der Ehefrau von Konrad Adenauer. Nach dem Krieg wurde Adenauer zum ersten Bundeskanzler (Regierungschef) der Bundesrepublik Deutschland. McCloy war in der Nachkriegszeit Präsident der Weltbank sowie Vorsitzender der Chase Manhattan Bank. Letztere war eine der grössten Banken der Welt und hatte eine enge Verbindung zur Rockefeller-Familie. McCloy kannte Mitglieder der Familie und hatte Kontakt zu weiteren Leuten aus der Wirtschaftselite der USA. Er war David Rockefellers Vorgänger als Vorsitzender des Council on Foreign Relations (Paul Warburg hatte zu den Gründern dieser Denkfabrik gehört). McCloy kannte Mitglieder der Ford-Familie, da er Vorsitzender ihrer Stiftung war. Die Familien Ford und Rockefeller sind zwei der mächtigsten Dynastien der USA.

Eric Warburg hatte ein freundschaftliches Verhältnis zu Helmut Schmidt. Dieser war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler von Deutschland. Helmut Schmidt war auch mit David Rockefeller befreundet. Schmidt kannte und respektierte John McCloy.(Seite 161, 167, 295)

Eric Warburg und sein Vater waren 1929 Gründungsmitglieder des Rotarier-Clubs in Hamburg gewesen. Im folgenden Jahrzehnt lösten sich die deutschen Rotarier auf, weil die Nazis Organisationen wie die Rotarier und Freimaurer als verdächtig ansahen. 1958 wurde Eric Warburg Mitglied des neu gegründeten Rotarier-Clubs in Hamburg.

Von 1949 bis 1959 war Theodor Heuss der erste Bundespräsident (Staatsoberhaupt) der Bundesrepublik Deutschland. Er war ein Nachbar der Warburgs und hatte bis zu seinem Tod 1963 ein freundschaftliches Verhältnis zum internationalen Bankier Siegmund Warburg (1902–1982). Auch der Adlige Konstantin von Neurath war ein Nachbar und Bekannter der Warburgs. Von 1933 bis 1938 hatte er in der Regierung von Adolf Hitler das Amt des Aussenministers inne. Siegmund Warburg war nach Hitlers Machtübernahme nach Grossbritannien emigriert. Dort gründete er eine Investmentbank, die viele jüdische Emigranten beschäftigte. Auch der nichtjüdische Edmund Stinnes wurde Teilhaber der Bank. Dessen Vater war einer der mächtigsten Industriellen Deutschlands gewesen. Siegmund Warburg arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für den britischen Auslandsgeheimdienst SIS (allgemein bekannt als MI6). Er erhielt den britischen Rittertitel und stand dem britischen Premierminister Harold Wilson nahe. Er beriet den Premierminister und verfasste Reden für ihn zu wirtschaftlichen Themen. Zu Siegmund Warburgs Kunden gehörten unter anderem Roy Thomson und Cecil Harmsworth King, damals zwei der führenden Zeitungsbesitzer in Grossbritannien.

Der Bankier Paul F. Warburg (1904–1965) diente im Zweiten Weltkrieg in der US-Armee, wo er zum Oberstleutnant aufstieg. Im Krieg war er auch Militärattaché an der US-Botschaft in Paris sowie Verwaltungsoffizier im Geheimdienst der Task Force von General George Patton. Nachdem die US-Armee Bayern erobert hatte, wurde George Patton zum dortigen Militärgouverneur. Damit gehörte er wie John McCloy zur US-Besatzungsmacht in Deutschland. In den Jahren nach dem Krieg arbeitete Paul F. Warburg für die US-Botschaft in London. Er war dort ein Sonderassistent von W. Averell Harriman und Lewis Douglas, den damaligen US-Botschaftern in Grossbritannien. Harriman gehörte wie die Warburgs zur Hochfinanz der USA. Lewis Douglas heiratete in die Zinsser-Familie, wie es auch John McCloy und Konrad Adenauer taten. Seine Frau war die Schwester von McCloys Frau. Lewis Douglas war wie bereits sein Vater und sein Grossvater eine Führungskraft in der Bergbauindustrie der USA. Ausserdem sass er im Vorstand des Autokonzerns General Motors (war damals das grösste Unternehmen der USA und hatte die Du Pont-Familie als Hauptaktionär). Da Lewis Douglas zum Kuratorium der Rockefeller Foundation gehörte, wird er Mitglieder der Rockefeller-Familie gekannt haben. McCloy war wie gesagt auch ein Bekannter der Rockefellers.

Der Bankier James Warburg (1896–1969) diente dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt als Finanzberater. Während des Zweiten Weltkrieges war James Warburg Sonderassistent des Informationskoordinators* und besetzte eine hohe Position beim Office of War Information (OWI). Das OWI und das Büro des Informationskoordinators bestanden während des Zweiten Weltkrieges. Die beiden US-Behörden waren für Propaganda und geheimdienstliche Arbeiten zuständig.

* James Warburg hatte wohl Kontakt zu William Donovan, da dieser der Informationskoordinator war. Donovan leitete im Zweiten Weltkrieg das OSS, jenen Geheimdienst, der nach dem Krieg zur CIA umgewandelt wurde.

James Warburg war nicht nur ein Berater und Vertrauter von Franklin D. Roosevelt, sondern auch von US-Präsident John F. Kennedy. James Warburg befürwortete eine Annäherung an Sowjetrussland und das kommunistische China.

1963 wurde das Institute for Policy Studies gegründet, eine linke Denkfabrik in den USA. James Warburg gehörte in der Gründungszeit zu ihrem Kuratorium. 1967 spendete er einen hohen Betrag an die Denkfabrik. Er sprach im Jahr 1950 vor einem Ausschuss des US-Senats. In der Rede sagte er: „Wir werden eine Weltregierung haben, ob es uns gefällt oder nicht. Die Frage ist nur, ob diese Weltregierung durch Zustimmung oder durch Eroberung erreicht wird.“ Diese Aussage wird oft von Verschwörungstheoretikern zitiert.

Medienbeeinflussung durch angloamerikanische Geheimdienste

Der von Fredric Warburg (1898–1981) gegründete Verlag Secker & Warburg veröffentlichte als Erstes die dystopischen Romane „Farm der Tiere“ und „1984“, die beiden Hauptwerke des berühmten britischen Autors George Orwell. Fredric Warburg und George Orwell waren Freunde. Übrigens hatte Orwell auch eine Freundschaft mit David Astor, der ebenfalls aus einer einflussreichen Dynastie kam.

Die CIA beteiligte sich im Geheimen an der Finanzierung der britischen Verfilmungen von „Farm der Tiere“ und „1984“, weil die antitotalitären Botschaften der beiden Geschichten die antikommunistische US-Propaganda stützten. Bei der Verfilmung von „Farm der Tiere“ war der Einfluss der CIA so gross, dass sie gegen den Willen der Filmemacher Änderungen an der Geschichte vornehmen konnte, sodass die Geschichte besser in die antikommunistische Erzählung passte. Die Behörde USIA, die für die Verbreitung von US-Propaganda im Ausland zuständig war, vertrieb den Film über ihre Auslandsbibliotheken weltweit. Der Film wurde vom britischen Juden John Halas und seiner Frau gemacht. Das Paar wurde während des Zweiten Weltkriegs vom britischen Informationsministerium (das für Propaganda zuständig war) angeworben und produzierte darauf 70 Kriegspropaganda-Cartoons.

Zudem kaufte die CIA massenweise Exemplare von „1984“, die sie dann im kommunistischen Ostblock verteilen liess. Die CIA hatte den Kauf der Filmrechte zu „Farm der Tiere“ vermittelt. Der Kauf wurde vom Office of Policy Coordination, einer Abteilung der CIA für verdeckte Regierungsoperationen, in Auftrag gegeben. Der Auftrag ging an zwei Experten für psychologische Kriegsführung. Die Operation wurde vom CIA-Offizier Howard Hunt1 geleitet. Sein Kontaktmann in Hollywood war Carleton Alsop, der dort beim Filmstudio Paramount verdeckt für die CIA arbeitete. Sein Bruder Joseph Alsop2, ein führender Journalist, war ebenfalls im Geheimen für die CIA tätig. Auch die britische Regierung nutzte Anfang der 50er-Jahre „Farm der Tiere“ für Propagandazwecke, indem sie einen auf der Geschichte basierenden Zeitungscomic finanzierte, der dann in Ländern des globalen Südens erschien.

1. Howard Hunt war ein glühender Antikommunist. Er spezialisierte sich bei der CIA auf Propaganda und Subversion. Er war massgeblich an der Watergate-Affäre beteiligt und wurde deswegen verurteilt. Zudem gehörte er zu den Anführern der CIA-Verschwörung zum Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Guatemalas, Jacobo Arbenz. Auf den Putsch folgten fast 40 Jahre Bürgerkrieg, Militärdiktaturen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter ein Völkermord. Howard Hunt beteiligte sich 1961 auch an der Planung der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht in Kuba. Er geriet in Verdacht, bei der Ermordung des US-Präsidenten Kennedy geholfen zu haben.

2. Der Journalist Joseph Alsop arbeitete wie gesagt für die CIA. Er war mit dem CIA-Chef Richard Helms und dem US-Präsidenten Kennedy befreundet und verkehrte in der Elite Washingtons. Er heiratete in die Jay-Familie (Familie des US-Gründervaters John Jay). Seine Mutter gehörte zur Roosevelt-Familie (stellte zwei US-Präsidenten). Alsop hatte im Geheimen ein homosexuelles Liebesleben. Als er die Sowjetunion besuchte, hatte er in einem Moskauer Hotelzimmer Sex mit einem Russen. Es war eine Honigfalle des sowjetischen Geheimdienstes KGB, der Fotos von Alsop beim Sex machte. Der KGB versuchte, Alsop damit zu erpressen.

Fredric Warburg war wie gesagt Orwells Verleger. In der englischen Wikipedia steht momentan, dass Warburg am Verkauf der Filmrechte an „Farm der Tiere“ an die CIA beteiligt war. Er stand mit dem britischen Geheimdienst MI6 in Kontakt. Er diente dem MI6 als Strohmann, indem er für ihn Gelder an die antikommunistische Literaturzeitschrift Encounter weiterleitete. Auch der Filmregisseur Alexander Korda und der Millionär Victor Rothschild (beide Juden) waren Strohmänner bei der geheimen Finanzierung der Zeitschrift. Die britische Zeitschrift Encounter wurde 1953 gegründet. Sie erhielt im Geheimen Geld von der CIA und dem britischen Geheimdienst. Auch die verdeckte Propagandaabteilung des britischen Aussenministeriums half bei der Finanzierung. Die Idee war, eine Zeitschrift zu haben, die zwar links ist, aber dennoch eine antikommunistische Haltung und angloamerikanische Interessen vertritt. Die Vereinbarung war, dass die Zeitschrift schreiben durfte, was sie wollte, solange sie damit amerikanischen Interessen nicht schadet. Eines der vereinbarten Grundprinzipien von Encounter war, die Freundschaft zwischen Grossbritannien und den USA zu fördern. Die Zeitschrift befolgte Anweisungen der CIA. Sie veröffentlichte nur sehr selten kritische Artikel über die USA. 1967 wurde aufgedeckt, dass die Zeitschrift Geld von der CIA erhalten hatte. Einer der beiden Hauptgründer von Encounter war Irving Kristol3, ein jüdischer Journalist aus den USA. Er gilt als der Begründer des Neokonservatismus in den USA. 1967 übergab Kristol die Führung von Encounter an seinen Freund Melvin Lasky, der spätestens seit 1963 gewusst hatte, dass die Zeitschrift von der CIA finanziert wird. Lasky war ebenfalls ein amerikanisch-jüdischer Journalist. Von 1958 bis 1990 fungierte er als Herausgeber von Encounter. Er war auch 15 Jahre lang Herausgeber von Der Monat 4. Diese deutsche Zeitschrift für Politik und Kultur erhielt ebenfalls im Geheimen Geld von der CIA. Encounter und Der Monat sowie weitere Zeitschriften in verschiedenen Ländern erhielten das Geld unter anderem vom Congress for Cultural Freedom (CCF)5, einer Organisation, deren Aufgabe es war, die kommunistischen Staaten anzuprangern. Der CCF hatte auch Mitglieder, die links waren, aber dem totalitären Kommunismus kritisch gegenüberstanden. Der CCF war insgeheim eine Frontorganisation der CIA und diente ihr als Werkzeug bei der Verbreitung von antikommunistischer Propaganda. Melvin Lasky gehörte zur Führung des CCF. Dadurch kannte er den Juden Michael Josselson, der im Auftrag der CIA den CCF gründete und leitete. Der hochrangige CIA-Beamte Ray Cline schrieb in einem Buch, dass Encounter und Der Monat ohne die Unterstützung der CIA finanziell nicht hätten überleben können. Der CCF hatte bis 1964 die Kontrolle über Encounter. Danach wurde die Zeitschrift vom Unternehmen des Briten Cecil Harmsworth King kontrolliert, der Verbindungen zu britischen und US-amerikanischen Geheimdiensten hatte. Er kam aus der Harmsworth-Familie, die bis heute zu den einflussreichsten Zeitungsbesitzern in Grossbritannien gehört. Wie bereits erwähnt wurde, war Cecil Harmsworth King ein Kunde des britischen Bankiers Siegmund Warburg.

3. Irving Kristol war der Vater des neokonservativen Kommentators William „Bill“ Kristol. Dieser gründete 1997 zusammen mit Robert Kagan (ein weiterer US-amerikanischer Jude) das Project for the New American Century (PNAC). Das PNAC war eine neokonservative Denkfabrik, die von 1997 bis 2006 bestand. Sie vertrat die Auffassung, dass die USA ihre Führungsrolle in der Welt behalten müssen und ihre Macht nutzen sollten, um die Welt nach ihren Vorstellungen zu gestalten. In Verschwörungstheorien wird behauptet, dass Mitglieder des PNAC die Anschläge vom 11. September 2001 bewusst herbeiführten, um einen Vorwand zu haben, ihre aussenpolitischen Ziele umzusetzen. Was sich mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass Mitglieder des PNAC massgeblich für den Irakkrieg 2003 und den Beginn des Krieges gegen die Taliban in Afghanistan 2001 verantwortlich waren.

4. Die deutsche Zeitschrift Der Monat erhielt wie gesagt Geld von der CIA. Nach Angaben von Wikipedia wurde die Zeitschrift 1971 eingestellt. 1978 wurde Der Monat neu gegründet, und zwar vom deutschen Journalisten Michael Naumann. In den beiden darauffolgenden Jahren war er zusammen mit Melvin Lasky Herausgeber der Zeitschrift. Lasky gehörte wie gesagt zur Führung einer Frontorganisation der CIA. Zufälligerweise soll Michael Naumann in den beiden Jahren, in denen er Herausgeber war, ein Vertrauensjournalist des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND gewesen sein. Michael Naumann heiratete erst die Tochter eines BND-Chefs und später ein Mitglied der Warburg-Familie.

5. Der CCF wurde seit seiner Gründung im Jahr 1950 von der CIA finanziert. 1966 flog die Finanzierung durch die CIA auf. Darauf zog sich die CIA zurück und an ihre Stelle trat die Ford Foundation, eine philanthropische Stiftung, die ab da bis zur Auflösung des CCF im Jahr 1979 die Finanzierung der Organisation übernahm. Die Ford Foundation ist bis heute eine der reichsten Stiftungen. Sie ist nach wie vor mit der Ford-Familie verbunden, einer einflussreichen Dynastie. Nachdem die Ford Foundation die Finanzierung des CCF übernommen hatte, wurde Shepard Stone zum neuen Leiter des CCF ernannt. Er war zu dem Zeitpunkt bereits seit einigen Jahren Leiter des internationalen Programms der Ford Foundation. Vor ihm hatte sein Freund, der bereits erwähnte Michael Josselson, den CCF geleitet. Shepard Stone war ebenfalls Jude. Er arbeitete als Journalist. Im Zweiten Weltkrieg war er für den US-Geheimdienst tätig. Nach dem Krieg half er beim Wiederaufbau der Pressefreiheit im besetzten Deutschland. Zwischen 1949 und 1952 leitete er die dortige Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der US-Besatzungsmacht. Ein paar Jahrzehnte später gehörte er zur Führung des deutschen Ablegers des Aspen Institute. Das Aspen Institute ist eine bedeutende Denkfabrik in den USA. Shepard Stone war mit vielen einflussreichen Leuten befreundet. Zudem nahm er an zahlreichen Bilderberg-Konferenzen teil. Er gehörte zum Führungsgremium der Bilderberg-Konferenz. Der CCF finanzierte heimlich eine britische Organisation, bei der Fredric Warburg Schatzmeister war. Fredric Warburg hatte wie gesagt dem MI6 seine Dienste erwiesen.

Erwähnenswerte Heiraten

In der ursprünglichen Fassung des Beitrages, wurden schon viele der wichtigsten Heiraten der Warburg-Familie aufgeführt. Hier sind noch weitere Heiraten aufgelistet, die ich nach einer erneuten Nachforschung gefunden habe.

Bemerkenswerte Heiraten der deutschen Warburgs:

Rosa Warburgs Tochter Olga (1897–1986) heiratete den spanischen Geschäftsmann Ignacio Bauer Landauer. Dieser war drei Jahrzehnte lang Präsident der jüdischen Gemeinde Madrids. 1936 gehörte er zu den Gründern des Jüdischen Weltkongresses. Die Bauer-Familie galt als die mächtigste jüdische Bankiersfamilie im Spanien des 20. Jahrhunderts. Sie verkehrten mit Adligen und waren Freunde des spanischen Königs Alfons XIII. Ignacio Bauer war im 19. Jahrhundert der Vertreter der Rothschilds in Spanien gewesen. Er heiratete in die italienisch-jüdische Bankiersfamilie Morpurgo. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der Parente-Familie, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts der Vertreter der österreichischen Rothschilds in Triest war und zusammen mit der Morpurgo-Familie die Bank Morpurgo & Parente gründete. Marco Parente stand auch mit der päpstlichen Bankiersfamilie Torlonia in Kontakt. Als Napoleons Frankreich Teile von Österreich besetzte, verkehrte Marco Parente mit frankreichfreundlichen Kreisen und war Mitglied einer Freimaurerloge. Diese Loge wurde nach dem Ende der französischen Besatzung von den österreichischen Behörden aufgelöst. Die Freimaurerei war damals in Österreich verboten.

Der internationale Bankier Eric Warburg (1900–1990) heiratete eine Tochter von Alfons Thorsch. Dessen Familie war im 19. Jahrhundert eine der führenden jüdischen Bankiersfamilien Österreichs. Aus dieser Ehe ging der Sohn Max Warburg hervor, der heute zur Atlantik-Brücke gehört. Nach Angaben von Geni.com hat Max eine Tante, die in die Goldschmidt-Familie heiratete.

Olga Warburg (1873–1904) heiratete einen Neffen des deutsch-jüdischen Geschäftsmanns Sigismund Kohn-Speyer und war durch diese Ehe mit den deutsch-jüdischen Bankiersfamilien Goldschmidt und Sulzbach verschwägert.

Ruth Derenberg (1906–1996) kam mütterlicherseits aus der Warburg-Familie. Nach Angaben von Geni.com heiratete sie einen Sohn des niederländischen Politikers Ferdinand Nieuwenhuis. Dieser gilt als einer der Begründer der sozialistischen Bewegung in den Niederlanden.

Lilly Melchior (1903–1966) kam mütterlicherseits aus der Warburg-Familie. Ihr Ehemann, ein deutsch-jüdischer Banker, war ein Enkel des jüdischen Bankiers Wilhelm Kuczynski. Wilhelm war auch der Grossvater der beiden Kommunisten Jürgen und Ursula Kuczynski. Letztere benannte sich später in Ruth Werner um. Sie war eine internationale Agentin des sowjetischen Geheimdienstes. Ihre beiden Ehemänner arbeiteten ebenfalls als sowjetische Agenten. Ruth Werner rekrutierte den Physiker Klaus Fuchs für den sowjetischen Geheimdienst. Klaus Fuchs war der wichtigste Spion im Manhattan-Projekt, dem Projekt der USA zum Bau der Atombombe. Dadurch half Klaus Fuchs der Sowjetunion, selbst eine Atombombe zu entwickeln. Nachdem Fuchs enttarnt worden war, flüchtete Ruth Werner in die kommunistische DDR (Ostdeutschland). 1959 kam auch Fuchs in die DDR und gehörte zur dortigen Elite. Werners Bruder Jürgen war von 1949 bis 1958 Abgeordneter der Volkskammer (Parlament der DDR). Er beriet Erich Honecker, das politische Oberhaupt der DDR, in aussenwirtschaftspolitischen Fragen. Die DDR wurde von der SED regiert, einer kommunistischen Partei. Als die DDR 1990 aufgelöst wurde, ging aus der SED die PDS hervor. Ab da gehörte Ruth Werner bis zu ihrem Tod im Jahr 2000 zum Ältestenrat der PDS. Ihr Bruder Jürgen wurde 1990 ebenfalls Mitglied des Ältestenrats. Die PDS war der Vorläufer der heutigen Partei Die Linke.

Nach Angaben von FamilySearch.org heiratete Olga Warburg (1904–1984) William Moir Calder. Der schottische Akademiker erhielt den britischen Rittertitel.

Anna Warburg heiratete Dov Biegun (starb 1980). Der in Polen geborene Dov Biegun engagierte sich seit den 30er-Jahren in der zionistischen Bewegung. Im Zweiten Weltkrieg ging er zur britischen Armee und beteiligte sich an Geheimdienstoperationen auf dem europäischen Festland. Er half beim Aufspüren von Nazifunktionären. 1951 war er Delegierter beim Zionistischen Weltkongress. Er konnte 14 Sprachen fliessend sprechen.

Bemerkenswerte Heiraten der amerikanischen Warburgs:

Carola Warburg (1896–1987) heiratete den amerikanisch-jüdischen Geschäftsmann Walter Rothschild, der aber nicht mit der berühmten Bankiersfamilie Rothschild verwandt war. Walters Onkel Louis Rothschild hatte 1899 die nicht mehr existente Bank L. F. Rothschild gegründet. Louis heiratete in die Guggenheim-Familie, damals eine der reichsten jüdischen Familien der USA. Walter kam mütterlicherseits aus der deutsch-jüdischen Einwandererfamilie Abraham, die 1865 den Einzelhändler Abraham & Straus gegründet hatte. Walters Vater Simon war Partner des Unternehmens und leitete eine Zeit lang den Vorstand. Walters Tante Edith Abraham und seine Grosstante Ida Blün heirateten in die Straus-Familie. Die deutsch-jüdische Einwandererfamilie war Miteigentümer von Abraham & Straus. Das Familienmitglied Oscar Straus war 1906 der erste jüdische Minister in einer US-Regierung. Die Straus-Familie heiratete in die Familien Guggenheim, Lehman und Sulzberger, die ebenfalls zur jüdischen Elite der USA gehören.

Carola Warburgs Sohn Walter Rothschild Jr. (1920–2003) war Präsident von Abraham & Straus. Er gehörte ausserdem zum Aufsichtsrat der Eliteuniversität Harvard. Carolas Tochter Carol (starb 2005) heiratete den Anwalt Charles Noyes, der die USA als Diplomat bei den Vereinten Nationen vertrat. Charles Noyes war ein Assistent des einflussreichen W. Averell Harriman und beriet den Rockefeller Brothers Fund. Ein Sohn von Carol aus einer anderen Ehe ist Peter Bradford, ein ehemaliges Mitglied der US-Atomaufsichtsbehörde. Peters Vater Amory war Geschäftsführer der New York Times (eine der wichtigsten Zeitungen der Welt). Amory, ein Wall-Street-Anwalt, kannte die Sulzberger-Familie, die Eigentümerfamilie der Zeitung. Er arbeitete auch für den Zeitungsverlag Scripps. Im Zweiten Weltkrieg diente er beim Geheimdienst des US-Militärs. Er war Berater der Ford Foundation für Projekte im Ausland. Als er an der Eliteuniversität Yale studiert hatte, trat er der dortigen Geheimgesellschaft Skull and Bones bei. Amorys Vater Peter Bradford war über 25 Jahre im Kuratorium der Yale-Universität. Ihre Familie stammt von William Bradford ab, dem Gouverneur der Plymouth-Kolonie. William Bradford, der im 17. Jahrhundert lebte, war einer der Anführer der Pilgerväter.

Der Bankier Paul Warburg (1904–1965) heiratete die Jüdin Jean Stettheimer. Deren Schwester war mit Julius Ochs Adler verheiratet, dem Vizepräsidenten und Geschäftsführer der New York Times. Julius kam mütterlicherseits aus der Ochs-Familie, einer deutsch-jüdischen Einwandererfamilie, deren Nachkommen bis heute die New York Times besitzen und dadurch zu den einflussreichsten Zeitungsbesitzern gehören. Julius war Mitglied einer Freimaurerloge in New York. Paul Warburg wurde durch seine Ehe der Schwiegersohn des Geschäftsmanns Walter Stettheimer. Stettheimer war ebenfalls Freimaurer. Paul Warburg heiratete in dritter Ehe die Witwe des portugiesischen Barons D’Almeida. An der Hochzeit in London nahmen neben einem dänischen Prinzen auch britische Adlige teil, darunter der Markgraf von Milford Haven aus der Familie Mountbatten, der Markgraf von Blandford aus der Familie Spencer-Churchill und der Graf von Carnarvon aus der Familie Herbert. Die Braut wurde von John McCloy, dem bereits erwähnten Chef der Weltbank, zum Altar geführt. Die Braut heiratete später den Grafen Leonardo Mercati. Dessen Familie gehört zum griechischen Adel und ist mit der Reederfamilie Goulandris verschwägert. Das Vermögen von Chryss Goulandris wurde 2015 auf über zwei Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie gehörte damit zu den reichsten Griechen. Sie heiratete Tony O’Reilly, einen der reichsten Iren. Chryss war mit Christina Onassis befreundet, die ebenfalls aus griechischen Reederfamilien kam und deren Vater die Witwe des US-Präsidenten John F. Kennedy heiratete.

Gerald Warburg (1901–1971) heiratete eine Tochter von Condé Nast, der den gleichnamigen Medienkonzern gegründet hatte. Das Unternehmen gehört heute zum Medienimperium der Newhouse-Familie. Diese gilt als eine der reichsten jüdischen Familien.

Leslie Nast, die Halbschwester von Gerald Warburgs Frau, heiratete den britischen Baron Peter Grenfell, Sohn des geadelten Edward Grenfell. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Edward Grenfell zusammen mit der US-amerikanischen Bankiersfamilie Morgan die Bank Morgan, Grenfell & Co. gegründet, die eine der führenden britischen Investmentbanken war. Edward Grenfell sass im Vorstand der britischen Zentralbank und sein Vater Henry war Chef der Zentralbank gewesen. Die Grenfell-Familie heiratete in den britischen Adel.

Jill Warburg (*1931) heiratete Herbert Maass. Dieser arbeitete als Finanzanalyst, unter anderem bei der führenden Investmentbank Morgan Stanley. Im Zweiten Weltkrieg war er Offizier der US-Armee in Bletchley Park in England. Dort war er an der Entschlüsselung des Nachrichtenverkehrs von Nazideutschland beteiligt. Jill Warburg heiratete später Allan Murray Cartter, der von 1966 bis 1972 Kanzler der New York University war. Sie ist eine der führenden Universitäten New Yorks. Cartter war ausserdem Vorsitzender eines Beratungsausschusses des Arbeitsministeriums und Mitglied eines Wirtschaftsberatungsgremiums des New Yorker Gouverneurs Nelson Rockefeller.

Gisela Warburg (1912–1991) war jahrzehntelang eine führende Persönlichkeit in der zionistischen Frauen- und Jugendbewegung. Sie heiratete den hohen Richter Charles Edward Wyzanski Jr. Der jüdische Jurist war Kuratoriumsmitglied der Ford Foundation und Präsident des Aufsichtsrates der Eliteuniversität Harvard.

Der Bankier James Warburg (1896–1969) heiratete Phyllis Baldwin. Deren Bruder Joseph vertrat New York im US-Repräsentantenhaus. Ihr Bruder Alexander hatte eine Frau, die in erster Ehe in die Harriman-Familie geheiratet hatte (war damals eine der reichsten Familien der USA). Phyllis’ Schwester Priscilla war die Mutter von Lewis Thompson Preston, der Präsident der Weltbank war und die Grossbank J.P. Morgan leitete. Preston heiratete in die Milliardärsfamilie Pulitzer (hatte den Pulitzer-Preis gestiftet). Prestons andere Frau hatte einen Mann, der aus den einflussreichen Familien Drexel, Biddle und Duke kam. Phyllis’ Schwester Fanny heiratete Edwin Morgan IV., einen Urenkel des gleichnamigen Gouverneurs von New York. Zu Morgans Familienkreis gehörten die Familien Winthrop-Chanler, Emmet, Astor, Ward, Jay, Stillman, Whitney und Vanderbilt. Phyllis Baldwin heiratete nach ihrer Ehe mit Warburg einen Sohn von Sir Edwin Lutyens. (Diese Angaben stammen von Geni.com und müssen daher nicht zweifelsfrei korrekt sein.) Edwin Lutyens gilt als einer der bedeutendsten britischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Er soll Freimaurer gewesen sein. Sein Schwiegervater Robert Bulwer-Lytton war Vizekönig von Indien und wurde zum Grafen geadelt. Ihre Familie hatte Verbindungen zu mehreren Geheimbünden (mehr dazu).

Bemerkenswerte Heiraten der britischen Warburgs:

Der Bankier Siegmund Warburg (1902–1982) heiratete in die schwedische Bankiersfamilie Philipson. Die Familie ist jüdischer Abstammung. Sie heiratete auch in den schwedischen Zweig der Warburg-Familie.

Nach Angaben von Geni.com heiratete Frederic Warburg (1898–1981) eine Schwester von Geoffrey Hillier-Holt. Geoffrey heiratete wiederum eine Enkelin von Saul Samuel. Der Geschäftsmann Saul Samuel war Treasurer (Finanzminister) der britischen Kolonie New South Wales in Australien. Er war der erste nicht konvertierte Jude, der einen Ministerposten im britischen Empire innehatte. Saul Samuel war generell einer der ersten einflussreichen Juden Australiens. Er wurde zum Ritter ernannt und zum Baronet geadelt.

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Ergänzungen 6

Ergänzungen vom 15. September 2025

In der englischen Stadt Rotherham waren mindestens 1400 Mädchen Opfer eines Missbrauchsrings, was einen grossen Skandal auslöste. Im Juli 2025 wurde bekannt, dass fünf Opfer des Missbrauchsrings sagen, dass auch Polizisten zu den Tätern gehört hatten. Eine Zeugin sagt, sie sei als Mädchen von einem Beamten in einem Polizeiauto vergewaltigt worden. Sie sagt auch, dass der Polizist über den Pädophilenring in Rotherham Bescheid wusste und ihr drohte, sie an die Pädophilenbande auszuliefern, wenn sie sich nicht von ihm missbrauchen lässt. Als sie bei der Polizei aussagen wollte, wurde sie von jenem Polizisten vernommen, der sie missbraucht hatte. Der Polizist habe ihre Aussage vor ihren Augen zerrissen und in den Müll geworfen. Eine Zeugin sagt, ein Polizist habe illegale Drogen an eine Pädophilenbande geliefert. Drei Zeuginnen berichten, dass sie als Kinder von Polizisten verprügelt wurden. In einem Fall soll dies in einer Polizeizelle stattgefunden haben. 2015 wurde ein mutmassliches Fehlverhalten eines Polizisten im Missbrauchsskandal untersucht. Zur selben Zeit wurde dieser Polizist von einem Auto angefahren und starb eine Woche später. Laut einer Zeugin hatte er sich am Missbrauch beteiligt und war in Drogenhandel verwickelt gewesen. Ich ging schon vor Jahren davon aus, dass sich Beamte am Missbrauch in Rotherham beteiligt hatten. Vor ein paar Monaten kursierte im Internet ein Foto, auf dem mehrere Männer abgebildet sind. Es soll Mitglieder der Pädophilenbande zusammen mit Polizisten zeigen. Ich finde das Foto inzwischen nicht mehr im Internet. Ob das Foto echt ist und wer die Leute auf dem Foto sind, konnte ich nicht verifizieren. Da die meisten Täter Pakistaner waren, gab es natürlich eine Rassismusdebatte. Ich gehe davon aus, dass die pakistanischen Pädophilenringe, die es auch in anderen Städten Englands gab, mit einem Pädophilennetzwerk verbunden waren, das mehrheitlich aus ethnischen Briten besteht. Über die Missbrauchsnetzwerke in Grossbritannien habe ich einen Beitrag geschrieben. Die pakistanischen Täter gehörten offenbar mehrheitlich zur Unterschicht. Man könnte spekulieren, ob sie Pädophile aus gehobenen Kreisen mit Minderjährigen versorgten, also als eine Art Zulieferer dienten. Ähnlich wie der Sozialhilfeempfänger Marc Dutroux, der höchstwahrscheinlich Minderjährige an einen Pädophilenring in der belgischen Elite weitergegeben hatte.

Ende 2024 wurde in Syrien das Assad-Regime gestürzt. Seither ist Ahmed al-Scharaa der neue Herrscher des Landes. Zuvor führte er eine der wichtigsten Terrormilizen im syrischen Bürgerkrieg an. Spätestens seit 2019 hatten Organisationen aus dem Westen Kontakt zu Scharaa gesucht. Ganz vorne mit dabei war die International Crisis Group, eine NGO, die sich weltweit auf Krisen konzentriert und zu deren Lösung beitragen möchte. Ein Team der NGO reiste nach Syrien und führte mehrere Jahre Gespräche mit Scharaa und seiner Terrorgruppe HTS. Die International Crisis Group setzte sich im Frühjahr 2021 sogar dafür ein, dass westliche Regierungen HTS von der Terrorliste entfernen sollen. Die International Crisis Group wurde 1995 mit der Unterstützung des berühmt-berüchtigten Milliardärs George Soros gegründet. Soros und sein Sohn Alexander sind bis heute im Kuratorium der NGO.

Von 2016 bis 2025 war Bruno Kahl Chef des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND. Er ist Katholik. Im September 2025 wurde er Deutschlands Botschafter beim Heiligen Stuhl. Es ist vielleicht nur ein Zufall, aber es gab schon früher Verbindungen zwischen dem BND und dem Vatikan. Der erste BND-Chef Reinhard Gehlen besuchte 1949 Papst Pius XII. im Vatikan. Gehlen war zuvor im Zweiten Weltkrieg ein hochrangiger Geheimdienstler der Nazis gewesen. Nach dem Krieg baute er im Auftrag der amerikanischen Besatzer einen Geheimdienst auf, der der Vorläufer des BND war. Gehlen soll bei seinem Besuch beim Papst die Absicht verfolgt haben, eine Beziehung zwischen seinem Geheimdienst und dem Vatikan aufzubauen. Er kannte den Jesuiten Robert Leiber*, einen Vertrauten von Papst Pius XII. In den folgenden Jahren spionierte der BND den Vatikan aus, weil der Vatikan über sein Netzwerk in der Lage war, aus grossen Teilen der Welt Informationen zu beschaffen, die für Geheimdienste von Interesse sein konnten. Manche vermuten sogar, dass der Vatikan über das weltweit grösste Netz von Informanten verfügt. Gehlens Halbbruder Johannes leitete die deutsche Geheimdienststelle in Rom. Johannes hatte Kontakt zum Malteserorden, einem alten Ritterorden der katholischen Kirche. Johannes war Privatsekretär des Grafen Ferdinand von Thun-Hohenstein. Der Graf hatte eine Führungsrolle im Malteserorden inne. Der BND tauschte sich mit Geistlichen der katholischen Kirche aus.

* Der Jesuit Robert Leiber war Privatsekretär von Papst Pius XII. Im Zweiten Weltkrieg diente er dem Vatikan als Geheimdiplomat zur Unterstützung des deutschen Widerstands gegen das Naziregime.

Errol Musk ist der Vater des Multimilliardärs Elon Musk. Die beiden haben aber nicht das beste Verhältnis. Errol zeigt Sympathien für die russische Innenpolitik und Verständnis für Russlands Krieg in der Ukraine. Er nahm im Juni 2025 am Future Forum 2050 in Moskau teil. Dort war er zusammen mit dem russischen Aussenminister Sergei Lawrow auf der Bühne. Zu den prominenten Teilnehmern des Forums gehörten der US-amerikanische Verschwörungstheoretiker Alex Jones, der russische Politiker Pjotr Tolstoi (stammt aus der Adelsfamilie Tolstoi) und Andrei Melnitschenko (einer der reichsten Russen). Das Forum wurde vom Geschäftsmann Konstantin Malofejew und vom Philosophen Alexander Dugin organisiert. Sie sind zwei wichtige Figuren bei der Förderung der antiwestlichen Ideologie in Russland. Die beiden haben gute Kontakte zu russischen Adligen. (Mehr dazu)

Im Beitrag zur russischen Kaiserfamilie wurde erwähnt, dass die russische Grossfürstin Maria 2009 einen Orden an Wladimir Strschalkowski verlieh. Strschalkowski leitete den russischen Bergbaukonzern Nornickel, der noch weitere Verbindungen zu Marias Familie hatte. Strschalkowski ist zufälligerweise adliger Abstammung. Er ist ein ehemaliger KGB-Agent und gilt als ein Vertrauter von Präsident Wladimir Putin. Nachdem Putin 1999 Ministerpräsident wurde, gehörte Strschalkowski zur Regierung. Im April 2025 veröffentlichte die russische Internetzeitung The Insider, die der russischen Regierung kritisch gegenübersteht, einen Artikel über Strschalkowski. Laut dem Artikel hatte er in seiner Zeit beim KGB Putin und den ebenso einflussreichen Nikolai Patruschew kennengelernt. Strschalkowski wurde 2015 Mitglied des Aufsichtsrats der Rosselkhozbank, einer der grössten Banken Russlands. Die staatliche Bank wurde damals von Patruschews Sohn geleitet. Die Kinder von Patruschew und Strschalkowski sind bei ihren Ferienhäusern in Gelendschik Nachbarn. Im Artikel von The Insider wird behauptet, dass Strschalkowski in den 90er-Jahren als Zuhälter aktiv war. Laut finnischen Presseberichten aus den frühen 2000er-Jahren war das russische Ministerium für Tourismus mit Prostitution und Menschenhandel in Finnland verstrickt und soll den Zuhältern aktiv geholfen haben. Damals war Strschalkowski stellvertretender Minister des Ministeriums. Sein Sohn Jewgeni ist ein Absolvent der Akademie des russischen Auslandsgeheimdienstes. Jewgeni arbeitete für die Wneschekonombank, eine Bank des russischen Staates. Vater und Sohn haben sich in Europa niedergelassen, wo sie unternehmerisch aktiv sind. Sie wurden bisher von den Sanktionen verschont, obwohl Strschalkowski ein gutes Verhältnis zu Putin nachgesagt wird und obwohl er aus dem russischen Geheimdienstkomplex stammt. Sein Sohn kaufte 2017 ein Anwesen in Schottland, das einst dem schottischen Lamont Clan gehörte. Der Sohn traf den Fürsten von Monaco bei einer Veranstaltung im Jahr 2019. Er erhielt die Staatsbürgerschaft Monacos. Viele reiche Russen waren nach Monaco gezogen. Die Strschalkowski-Familie kontrolliert mehrere Unternehmen in Zypern, vermutlich Briefkastenfirmen. Zudem war Wladimir Strschalkowski stellvertretender Vorsitzender der Bank of Cyprus, der grössten zyprischen Bank. Zypern war oder ist noch immer einer der wichtigsten Finanzplätze der russischen Eliten. Auch die Bank of Cyprus hatte enge Verbindungen zu russischen Milliardären. Ausserdem war Wilbur Ross, der zur US-amerikanischen Elite gehört, Grossaktionär und Vorstandsmitglied der Bank. Er hatte in den 90er-Jahren als Vorstandsmitglied des US-Russia Investment Fund beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen zwischen den USA und Russland geholfen. Wilbur Ross arbeitete für die Rothschild Bank und war Handelsminister in der Regierung von Donald Trump. (Mehr zu Wilbur Ross)

Der Franzose Thierry Breton arbeitete als Berater für die Rothschild Bank. Er war Frankreichs Wirtschaftsminister und EU-Kommissar für Binnenmarkt. Zudem besetzte er Vorstandsposten bei französischen Konzernen, unter anderem bei Schneider Electric. In seiner Funktion als EU-Kommissar wirkte er am Digital Services Act (DSA) mit. Breton und dem DSA wurde vorgeworfen, die Meinungsfreiheit einzuschränken und demokratiefeindlich zu sein.

James Murdoch und der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt (Milliardär) investierten in das 2019 gegründete Unternehmen Rebellion Defense und traten seinem Vorstand bei. Rebellion Defense entwickelte KI-Tools für das Pentagon, das US-Militär und das britische Verteidigungsministerium. Ein Mitbegründer und CEO des Unternehmens war zuvor Gründungsdirektor des Defense Digital Service des Pentagons. Der verstorbene Verteidigungsminister Ash Carter beriet das Unternehmen.

Der US-Amerikaner Michael Bloomberg, der als einer der reichsten der Welt gilt, ist ein Freund Grossbritanniens und macht sich für die amerikanisch-britischen Beziehungen stark. Er wurde 2014 von Queen Elizabeth zum Ehrenritter ernannt. In einer Erklärung hiess es, dass Grossbritannien von Bloombergs Engagement für die „special relationship“ zwischen Grossbritannien und den USA profitiert hatte. Michael Bloomberg bezeichnete Grossbritannien als „einen Ort, den ich seit langem als meine zweite Heimat betrachte“. Er veranstaltete Partys in London. Er wird Leute aus der britischen Elite kennengelernt haben. Zudem machte er London zum europäischen Sitz seines Konzerns und seiner Stiftung. Er liess dafür extra einen Gebäudekomplex in der Mitte der City of London (Londoner Finanzplatz) bauen. In einer Ecke des Komplexes steht ein Mithras-Tempel, der 1954 bei Bauarbeiten entdeckt wurde. Dieser Tempel des römischen Mithraskults ist mehr als 1700 Jahre alt und hatte dem Kult als Opferaltar gedient. Michael Bloomberg beauftragte sogar eine PR-Agentur mit der Aufgabe, ihn in die Londoner Gesellschaft einzuführen. Einmal übernachtete er in einem Anwesen in Schottland, das dem heutigen König Charles gehört. Bloomberg wurde Kuratoriumsmitglied der Serpentine Galleries und des Old Vic Theater in London. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Serpentine Galleries. Zum Kuratorium gehören derzeit auch die Schweizer Milliardärin Maja Hoffmann und die Schwiegertochter des indischen Milliardärs Lakshmi Mittal.

Der britische Adlige Ivar Mountbatten ist ein Verwandter der Königsfamilie. Seine Stiefgrossmutter Josephine Hartford war US-Amerikanerin. Sie war eine reiche Erbin des Vermögens des Einzelhändlers A&P (Great Atlantic & Pacific Tea Company). Im Jahr 1929 war A&P nach Umsatz das fünftgrösste Unternehmen der USA.

Pilgrims Society

Die Pilgrims Society ist eine Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zwischen Grossbritannien und den USA. Die Gesellschaft besteht seit dem Jahr 1902. Zum britischen Zweig gehören Leute aus der britischen Elite und zum amerikanischen Zweig Leute aus der Elite der USA. Die folgenden Angaben zu den Mitgliedern des Führungsgremiums beziehen sich auf den amerikanischen Zweig und stammen von seiner Webseite.

2024 wurde J. Tomilson Hill Schatzmeister der amerikanischen Pilgrims. Der Hedgefonds-Manager ist Milliardär. In der Vergangenheit gab es Schatzmeister, die zu den einflussreichen Familien Lawson-Johnston, Drexel, Schiff und Duke gehörten. Je ein Mitglied der Familien Drexel und Schiff ist immer noch in der Führung der Gesellschaft.

J. Tomilson Hill ist zudem Mitglied des Council on Foreign Relations (CFR), einer der einflussreichsten Denkfabriken der USA. Er war zehn Jahre im Vorstand des CFR.

2024 wurde Philip Bobbitt Präsident der amerikanischen Pilgrims. Er ist ein Neffe des US-Präsidenten Lyndon Johnson. Bobbitt wurde 2021 von der Queen zum Ehrenritter des Ordens des Britischen Empire ernannt. Schon seit vielen Jahren besucht Bobbitt regelmässig Grossbritannien. Er war und ist bei britischen und US-amerikanischen Eliteuniversitäten und Organisationen aktiv. Er gehört unter anderem zum CFR und zum International Institute for Strategic Studies (eine der einflussreichsten Denkfabriken Grossbritanniens). Er war Berater im US-Aussenministerium, beriet den Präsidenten in Fragen der internationalen Sicherheit und Geheimdienste, diente als leitender Direktor für strategische Planung im Nationalen Sicherheitsrat und gehörte zu einem Beirat der CIA. Ausserdem war er Rechtsberater des Senatsausschusses in der Iran-Contra-Affäre.

2024 wurde eine Frau, die in die Roosevelt-Familie heiratete, Sekretärin der amerikanischen Pilgrims.

Der Anwalt James „Jim“ D. Zirin ist Kanzler, Vizepräsident und Sprecher der amerikanischen Pilgrims. Er heiratete Marlene Hess. Diese kommt aus der Gründerfamilie des Erdölkonzerns Amerada Hess Corporation. 2014 wurde das Vermögen der Hess-Familie auf 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. James Zirin und Marlene Hess sind Mitglieder des CFR, wie man auf der Mitgliederliste des CFR sieht. Zirin ist derzeit auch im Kuratorium der Asia Society, zu der einflussreiche Amerikaner und Asiaten gehören. Die Asia Society ist schon seit Jahrzehnten mit der Rockefeller-Familie verbunden.

Zu den Vizepräsidenten der amerikanischen Pilgrims gehören James A. Baker III. und Thomas H. Kean. Baker war Aussenminister, Finanzminister und Stabschef des Weissen Hauses. Kean war Gouverneur von New Jersey und Vorsitzender der 9/11-Kommission, die die Aufgabe hatte, die Hintergründe der Anschläge vom 11. September 2001 zu untersuchen. Kean und Baker sind Mitglieder des CFR.

Der geistliche Kaplan der amerikanischen Pilgrims ist Matthew Foster Heyd. Er ist Bischof der Episkopalkirche in New York. Die Episkopalkirche der USA gehört zur anglikanischen Gemeinschaft, also zur Gemeinschaft der englischen Staatskirche.

Bereits Heyds Vorgänger als Bischof von New York, Andrew Dietsche, war im Führungsgremium der Pilgrims, wie man in einer archivierten Version der Pilgrims-Webseite sieht. Damals war der verstorbene Frank G. Wisner ein Vizepräsident der Pilgrims.

Frank G. Wisner war Mitglied des CFR. Er diente den USA als Botschafter in Indien, Philippinen, Ägypten und Sambia. Zudem war er Staatssekretär für Verteidigungspolitik sowie Staatssekretär für internationale Sicherheitsfragen. Wisner sass im Vorstand des Öl- und Gaskonzerns EOG Resources. Er war stellvertretender Vorsitzender der AIG, eines der grössten Versicherungsunternehmen der Welt. Wisner heiratete Christine de Ganay, eine französische Adlige. Ihr Exmann Pal Sarkozy, ein ungarischer Adliger, war der Vater des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Wisners Mutter war eine enge Freundin von Katharine Graham, die als eine der einflussreichsten Frauen Washingtons galt. Wisners gleichnamiger Vater übernahm eine wichtige Rolle in der Anfangszeit der CIA. Der Vater war massgeblich an den von der CIA organisierten Regimewechseln im Iran und Guatemala sowie an weiteren verdeckten Operationen beteiligt.

Frank G. Wisner kannte Mitglieder der Rockefeller-Familie, da er im Kuratorium des Rockefeller Brothers Fund war. Wisner gehörte zum Beirat von Hakluyt & Company. Das britische Beratungsunternehmen wurde von ehemaligen Mitarbeitern des britischen Geheimdienstes MI6 gegründet. Hakluyt hatte auch Verbindungen zum australischen Geheimdienst und vielleicht noch zu weiteren Geheimdiensten. Ein Manager von Hakluyt sagte über das Unternehmen: „Wir existieren, um Menschen Informationen zu liefern, die sie sonst nirgendwo bekommen würden.“ Der äusserst einflussreiche Henry Kissinger sass im Beirat von Hakluyt. Kissinger, der Ende 2023 verstarb, war vor seinem Tod Vizepräsident der amerikanischen Pilgrims. Er gehörte zum Vorstand des CFR. Frank G. Wisner arbeitete für Kissingers Beratungsunternehmen. Er hatte auch in der Regierung eng mit Kissinger zusammengearbeitet.

In den vergangenen Jahren hielten folgende Personen Reden bei den amerikanischen Pilgrims:

  • Turki Al-Faisal. Ein Prinz aus der saudischen Königsfamilie. Er leitete den saudischen Geheimdienst und war Botschafter in den USA.
  • David Petraeus. Chef der CIA und Mitglied des CFR.
  • Richard Haass. Präsident des CFR.
  • William „Bill“ Clinton. Präsident der USA und Mitglied des CFR.
  • Mark Esper und Ash Carter. Zwei Verteidigungsminister der USA und Mitglieder des CFR.
  • Kevin Rudd. Premierminister von Australien und Botschafter in den USA.
  • Jean Chrétien. Premierminister von Kanada und Schwager der kanadischen Milliardärsfamilie Desmarais.
  • Robert Zoellick. Präsident der Weltbank und Mitglied des CFR.
  • Lord Lothian, der 13. Markgraf. Vorsitzender der Konservativen Partei Grossbritanniens und Clan-Chef des schottischen Kerr Clans. Er war Vorsitzender von Le Cercle, einer geheimen, einflussreichen Gruppe mit Verbindungen zu Geheimdiensten mehrerer Länder.

Die Pilgrims verleihen seit 2005 eine Auszeichnung an Amerikaner. Viele der Preisträger würden von Verschwörungstheoretikern zum Deep State gezählt werden. Zu den Preisträgern gehörten die bereits erwähnten Männer David Petraeus, Thomas Kean, Henry Kissinger und Ash Carter. Andere Preisträger waren unter anderem:

  • John „Jay“ Rockefeller IV. Gouverneur von West Virginia und Mitglied des CFR.
  • Mike McConnell. Chef der NSA und der US-Geheimdienste.
  • Paul Volcker. Chef der US-Zentralbank und Mitglied des CFR.
  • John Whitehead. Vorsitzender der Investmentbank Goldman Sachs und Mitglied des CFR.
  • George Mitchell. Mutmassliches Mitglied von Jeffrey Epsteins Missbrauchsnetzwerk und Mitglied des CFR.
  • Raymond Kelly. Polizeipräsident von New York und Mitglied des CFR.
  • Alexander Haig. Einer der obersten Militärs der USA und Mitglied des Malteserordens.
  • John Negroponte. Botschafter in mehreren Ländern und Chef der US-Geheimdienste. Er war in die Iran-Contra-Affäre verwickelt. Seine Frau Diana Villiers stammt aus der britischen Adelsfamilie Villiers. Das Ehepaar ist Mitglied des CFR.

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Die SCL Group

Vor einigen Jahren erregte das Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica grosses Aufsehen, weil es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 Donald Trump unterstützt hatte. Das Unternehmen erbrachte als „Targeting Partner“ Dienstleistungen für Trumps Social-Media-Kampagne. Dabei sammelte und verwendete Cambridge Analytica auf illegale Weise Daten von Millionen von Facebook-Nutzern. Diese Daten hatten Einfluss auf Trumps Wahlkampfstrategien. Das Unternehmen erhielt dafür 5,9 Millionen US-Dollar von Trumps Team. Nach Trumps Wahlsieg sagte sein Schwiegersohn Jared Kushner: „Wir haben festgestellt, dass Facebook und digitales Targeting die effektivsten Methoden sind, um die Zielgruppen zu erreichen.“

Der CEO von Cambridge Analytica, Alexander Nix, sagte in einer Pressemitteilung: „Wir sind begeistert, dass unser revolutionärer Ansatz der datengetriebenen Kommunikation einen derart grundlegenden Beitrag zum Sieg für Donald Trump leistet.“ Das Unternehmen erhielt auch Aufträge von Gouverneuren der Republikanischen Partei und unterstützte den Wahlkampf des republikanischen Senators Ted Cruz. Alexander Nix prahlte, Cambridge Analytica habe Psychogramme von allen erwachsenen US-Bürgern. Nix sagte: „Wir konnten ein Modell entwickeln, um die Persönlichkeit jedes einzelnen Erwachsenen in den Vereinigten Staaten von Amerika vorherzusagen.“

2018 meldete Cambridge Analytica Insolvenz an und wurde aufgelöst.

Natürlich ist Trumps Wahlsieg 2016 nicht auf Cambridge Analytica zurückzuführen und der Einfluss auf die Wahl war wohl nicht allzu gross. Dennoch ist das Unternehmen interessant, da seine Muttergesellschaft in verschiedensten Ländern Wahlen beeinflussen wollte und psychologische Operationen (PsyOps) durchführte. Das Unternehmen hatte enge Verbindungen zum britischen Militär und zur Konservativen Partei Grossbritanniens.

Aktivitäten der SCL Group

Cambridge Analytica war eine Tochterfirma der SCL Group. Dieses britische Unternehmen wurde 1993 gegründet und 2018 aufgelöst. Die SCL Group stellte nach eigenen Angaben „Daten, Analysen und Strategien für Regierungen und militärische Organisationen weltweit“ zur Verfügung. Im Jahr 2005 behauptete die SCL Group auf einer globalen Waffenmesse in London, sie sei das erste Unternehmen, das dem britischen Militär Dienstleistungen im Bereich der psychologischen Kriegsführung anbietet. SCL wurde vom britischen Verteidigungsministerium als vertrauenswürdiger Partner eingestuft und stand auf der X-Liste, erhielt also Zugang zu geheimen Informationen. SCL bot im Geheimen Schulungen für die 15. Psyops Group an. Diese Abteilung des britischen Militärs war für PsyOps zuständig.

Die SCL Group befasste sich im Auftrag der britischen Regierung mit pakistanischen Dschihadisten. Das Unternehmen führte im Iran und im Jemen Aufträge für das Pentagon durch. SCL-Führungskräfte trafen sich mit Vertretern des Pentagons. Ausserdem erstellte die SCL Group Geheimdienstanalysen für Rüstungsunternehmen aus den USA. Diese Analysen betrafen den Iran, Libyen und Syrien. SCL hielt Präsentationen auf NATO-Konferenzen. Das Unternehmen half NATO-Staaten, der russischen Propaganda in Osteuropa entgegenzuwirken. Ein Whistleblower, der für Cambridge Analytica gearbeitet hatte, schrieb, dass die SCL Group hauptsächlich für die NATO im Bereich der psychologischen Kriegsführung arbeitete. SCL half der NATO bei der psychologischen Manipulation der Bevölkerung in Afghanistan und Osteuropa.

SCL arbeitete bei zahlreichen Projekten mit der US-Regierung zusammen, darunter im Bereich der Meinungsforschung. Das Unternehmen erhielt einen Vertrag mit einer Abteilung des US-Aussenministeriums. Zu dieser Zeit begann eine ehemalige Mitarbeiterin des Aussenministeriums für SCL zu arbeiten.

Die SCL Group sagte, sie habe Wahlen in über 15 Ländern auf der ganzen Welt beeinflusst. Sie schrieb auf ihrer Webseite, dass sie in über 60 Ländern Programme zur Verhaltensänderung durchgeführt hatte. SCL behauptete, an über 100 Wahlkämpfen in 32 Ländern beteiligt gewesen zu sein.

SCL war vor allem im globalen Süden aktiv, unter anderem in Südafrika, Afghanistan, Iran, Jemen, Pakistan, Indonesien, Thailand und den Philippinen. In Nigeria half das Unternehmen bei einem Projekt zur „Wählerunterdrückung“. SCL hatte auch Kunden in der Schweiz. Der Chef der SCL-Tochterfirma in Indien war Amrish Tyagi. Dieser half bei Donald Trumps Wahlkampf 2016 bei einer Wähleranalyse, die sich mit der indischen Diaspora in den USA beschäftigte. Die beiden führenden Parteien Indiens, die BJP und der INC, die sich seit vielen Jahren bekämpfen, waren beide Kunden von SCL.

SCL half der nepalesischen Königsfamilie bei ihrem Konflikt mit den Rebellen. Auch die saudische Regierung, also das dortige Königshaus, gehörte zu den Kunden der SCL Group. Das Unternehmen erforschte unter anderem die Einstellung der saudischen Bevölkerung gegenüber der Königsfamilie. SCL unterstützte die Vereinigten Arabischen Emirate bei einer Social-Media-Kampagne gegen den Rivalen Katar. Nach dem Sturz des libyschen Diktators Gaddafi erstellte das Unternehmen psychologische Analysen über die Bevölkerung Libyens.

Als es 1998 in Indonesien zu Unruhen kam, wurde SCL beauftragt, Analysen zu den unzufriedenen Bürgern zu machen. SCL kam zum Ergebnis, dass vor allem Studenten mit der Regierung unzufrieden sind. Anscheinend riet SCL der politischen Elite Indonesiens, sie solle an den Universitäten im Geheimen selbst Proteste für die Studenten organisieren, damit die Studenten Dampf ablassen können und von den gewalttätigen Demonstrationen auf den Strassen ferngehalten werden. In Dokumenten der SCL Group hiess es danach: „Die Veranstaltungen waren so gross, dass es ein allgemeines Gefühl unter den Studenten gab, dass ihre Stimme wirklich gehört wurde.“ SCL half also offenbar bei der Organisierung von regierungskritischen Demonstrationen, die fremdgesteuert waren. Ein Jahr nach den Unruhen wurde Abdurrahman Wahid Präsident von Indonesien. Er sagte, er sei der SCL Group zu Dank verpflichtet für ihr strategisches Management seines Wahlerfolgs. Auch Chuan Leekpai, der zweimal Ministerpräsident von Thailand war, zeigte sich beeindruckt von den Fähigkeiten der SCL Group, Wahlen zu beeinflussen. Der SCL-Chef Nigel Oakes wurde in Indonesien mit 300 000 US-Dollar in bar bezahlt. Das Bargeld wurde angeblich in Sporttaschen übergeben, wie man es sonst eigentlich nur von Kriminellen kennt.

Der SCL-Tochterfirma Cambridge Analytica wurde vorgeworfen, dass sie in Kenia im Wahlkampf 2017 ethnische Spannungen geschürt und Oppositionskandidaten „dämonisiert“ hatte.

SCL half einem Politiker in Lettland, eine Desinformationskampagne durchzuführen, die ethnische Spannungen zwischen Letten und der ethnisch russischen Bevölkerung schüren sollte. In einem Dokument der SCL Group stand dazu: „Im Wesentlichen wurden die Russen für die Arbeitslosigkeit und andere Probleme, die die Wirtschaft beeinträchtigen, verantwortlich gemacht.“ Im Dokument wurde behauptet, dass diese Aktion dem Kunden der SCL Group zum Sieg verhalf.

SCL führte im karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago eine Kampagne durch, bei der politische Graffiti gesprüht wurden, die den Eindruck erweckten, als wären sie von jungen Leuten gemacht worden.

Ein Premierminister des karibischen Inselstaats St. Vincent warf SCL Belästigung und Stalking vor. SCL soll im Auftrag der Opposition versucht haben, den E-Mail-Account des Premierministers zu hacken.

Ein Sprecher der SCL Group sagte, dass die Vereinten Nationen (UN) zu ihren Kunden gehörten.

SCL führte Gespräche mit Führungskräften des russischen Ölkonzerns Lukoil. Der US-Amerikaner Sam Patten arbeitete für SCL. Er betätigte sich als Lobbyist und Berater für prorussische Ukrainer, aber auch für russlandkritische Ukrainer. Er war oder ist noch immer mit Konstantin Kilimnik befreundet, einem mutmasslichen Agenten des russischen Geheimdienstes. Kilimnik hatte enge Verbindungen zu Paul Manafort, der Donald Trumps Wahlkampfleiter war. Manafort wurde wegen Verschwörung gegen die USA verurteilt, aber Trump begnadigte ihn. Auch Sam Patten wurde verurteilt, weil er illegalerweise 50 000 US-Dollar von ausländischen Staatsbürgern an Trumps Amtseinführungskomitee weitergeleitet hatte. Sam Patten soll sich in Nigeria an einer Kampagne der SCL Group beteiligt haben, bei der israelische Hacker beauftragt wurden. Die Hacker sollten nach kompromittierendem Material über den nigerianischen Oppositionsführer Muhammadu Buhari suchen. Die Kampagne wurde von einem nicht namentlich genannten Milliardär aus Nigeria in Auftrag gegeben. Geheimdienstagenten aus verschiedenen Ländern, darunter aus Israel und Frankreich, sollen die Kampagne unterstützt haben. Ein ehemaliger Mitarbeiter der SCL-Tochterfirma Cambridge Analytica sagte: „Sie wissen nicht, wozu dieses Unternehmen fähig ist.“ Die Israelis sollen die E-Mails des Oppositionsführers gehackt und dann Wochen vor der Wahl belastende Informationen über ihn an die Medien weitergeleitet haben. Er hat die Wahl aber trotzdem gewonnen. Die Hacker gehörten zum „Team Jorge“, einer israelischen Gruppe. Die Gruppe führte geheime Aufträge für reiche Kunden durch. Zu den Dienstleistungen gehörten Hacking, Wahlbeeinflussung und die Manipulierung von sozialen Medien durch Armeen von Fake-Accounts. Einer der Hauptinvestoren von SCL hatte eine enge Verbindung zum israelischen Geheimdienstkomplex, was weiter unten erläutert wird.

Ein Forschungsleiter aus dem Silicon Valley sagte, seine Nachforschungen haben ergeben, dass Cambridge Analytica nur die Spitze des Eisbergs von SCLs weltweitem Imperium von PsyOps und Informationsoperationen ist. Er sagte: „Wenn Sie anfangen, sich damit zu befassen, finden sie eine Menge sehr beunruhigender Dinge heraus.“

Weil SCL in vielen Ländern des globalen Südens aktiv war, waren darunter viele Länder des britischen Commonwealth sowie weitere ehemalige britische Kolonien. Da ich der Theorie anhänge, dass Leute aus der britischen Elite bis heute in ihren ehemaligen Kolonien Einfluss nehmen möchten, kam mir natürlich der Gedanke, dass SCL in irgendeiner Art und Weise Teil dieser Einflussnahme war, aber das ist nur eine Vermutung.

Vorstand und Beirat der SCL Group

Gründer und Leiter der SCL Group war der Brite Nigel Oakes. Er hatte in jungen Jahren eine Liebesbeziehung mit Lady Helen Windsor aus der britischen Königsfamilie. Helen ist die Tochter des Herzogs von Kent. Der Herzog ist schon seit fast 60 Jahren Grossmeister der Freimaurer in England. Nigel Oakes war nach Angaben seines LinkedIn-Profils von 2007 bis 2011 ein Fellow der Royal Institution, also zu einer Zeit, als sein Unternehmen bereits einflussreiche Kunden hatte. Der Herzog von Kent ist Präsident der Royal Institution und der König ist Schirmherr der Organisation. Die Royal Institution ist seit ihrer Gründung 1799 mit dem britischen Adel verbunden. Fünf ihrer Präsidenten kamen aus der hochrangigen Adelsfamilie Percy von Northumberland.

Nigel Oakes’ Vater John war High Sheriff der englischen Grafschaft Warwickshire. John und sein Schwiegervater sowie die beiden Schwiegerväter von Johns Schwestern waren alle Offiziere der britischen Armee. Johns Grossvater mütterlicherseits, Pierce Lacy, war Vorsitzender der Börse in Birmingham und Ritter des Malteserordens. Pierce Lacy erhielt den Adelstitel eines Baronets.

Nach Angaben von Powerbase wurde Nigel Oakes bereits in den 80er-Jahren, also noch vor der Gründung der SCL Group, nachgesagt, für den britischen Geheimdienst MI5 zu arbeiten. Powerbase beruft sich dabei auf einen kanadischen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1984, den man im Internet nicht findet. Mir erscheint es ohnehin naheliegend, dass SCL Verbindungen zum britischen Geheimdienst hatte.

Nigel Oakes gründete 1990, drei Jahre vor der Gründung der SCL Group, das Behavioural Dynamics Institute (BDI), eine Forschungseinrichtung zur Erforschung von Gruppenverhalten. Es hat seinen Sitz in London. Oakes ist immer noch Vorsitzender des BDI. Das BDI forscht bis heute zu Gruppenverhalten und wie man „wünschenswerte Verhaltensänderungen“ herbeiführen kann.

Nigel Oakes war sich bewusst, dass viele Kunden der SCL Group unethische Absichten hatten. Daher fand Oakes es nicht nur schlecht, dass die Medien seinem Unternehmen unethische Methoden vorwarfen, sondern sah es als gute Werbung für sein Unternehmen, da es viele Leute gibt, die nach einem Unternehmen suchen, das bereit ist, unethische Methoden anzuwenden.

Nigel Oakes wurde ein enger Geschäftspartner des Briten Alexander Nix, der den Vorsitz von Cambridge Analytica übernahm. Alexander Nix sagte, er habe sich an 40 politischen Kampagnen in den USA, Südamerika, Karibik, Europa, Asien und Afrika beteiligt. Nigel Oakes und Alexander Nix waren auf dem alten Elitecollege Eton gewesen. Nix arbeitete für Barings, eine alte einflussreiche britische Bank. Er und zwei Mitglieder seiner Familie besassen rund 25 Prozent der Anteile an der SCL Group.

Alexander Nix kommt aus einer Familie, die im 19. Jahrhundert Banker hervorbrachte. Die Familie heiratete zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Familie von William Brown (1784–1864). Dieser gründete die britische Bank Brown Shipley. Seine Verwandten in den USA gründeten im Jahr 1800 Alex Brown & Sons, die erste Investmentbank der USA.

Alexander Nix heiratete Olympia Paus. Sie kommt aus den Familien Paus und Wilhelmsen, zwei Familien der norwegischen Elite. Die Familien kontrollieren den seit 1861 bestehenden Schifffahrtskonzern Wilh. Wilhelmsen. Die Paus-Familie brachte nicht nur Geschäftsleute, sondern auch hochrangige Freimaurer hervor. Olympias Schwester Pontine war oder ist noch immer mit dem Grafen von Rosebery (Lord Dalmeny) zusammen. Der Graf ist der Clan-Chef des schottischen Primrose Clans. Er ist mit der Rothschild-Familie verwandt, da sein Urgrossvater, der Premierminister Archibald Primrose, in die Rothschild-Familie heiratete.

Ende 2017 und Anfang 2018 traf sich ein Undercover-Reporter mehrfach mit Alexander Nix und täuschte ihm vor, ein Vertreter eines potenziellen reichen Kunden zu sein. In diesen Gesprächen deuteten Alexander Nix und seine Manager an, dass sie Erpressungstaktiken anwenden und Politikern Honigfallen stellen. Nix nannte im Gespräch Beispiele, wie man belastende Informationen über gegnerische Politiker beschaffen kann. Seine Firma könne „Mädchen zum Haus des Kandidaten schicken“. Er meinte, dass sich schöne Ukrainerinnen gut dafür eignen. Er sagte, eine weitere Taktik sei, einen Politiker zur Korruption zu verführen und dies heimlich aufzunehmen, damit man eine belastende Aufnahme hat. Danach könne man das belastende Material in sozialen Medien und im Internet verbreiten*. Man könne auch ehemalige Spione einsetzen. Die Manager prahlten vor dem Undercover-Reporter, dass sie weltweit bei über 200 Wahlen mitgewirkt hatten. Nix sagte dem Undercover-Reporter, er habe Donald Trump viele Male getroffen. In dem Gespräch sagte Nix, seine Firma sei eine sehr grosse Hilfe für Trumps Wahlkampf 2016 gewesen. Nix sagte im Gespräch auch, dass er mit israelischen Unternehmen zusammenarbeitet, die „sehr effektiv bei der Informationsbeschaffung“ sind.

* Im Jahr 2010 hatte SCL diese Taktik bei Wahlen auf der karibischen Insel St. Kitts tatsächlich eingesetzt. Dort hatte SCL den damaligen Oppositionsführer zur Korruption verleitet und dies heimlich gefilmt. Danach wurde das Video im Internet verbreitet und auf YouTube gestellt.

Mark Turnbull, ein anderes Führungsmitglied von Cambridge Analytica, prahlte im Gespräch mit dem Undercover-Reporter, dass sie in Kenia in den Jahren 2013 und 2017 Uhuru Kenyatta massgeblich geholfen hatten, Präsident zu werden und die Wahlen zu beeinflussen. 2013 wurde ein Mitarbeiter von Cambridge Analytica, der an Kenyattas Kampagne arbeitete, in Kenia tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. Der Mitarbeiter war der Sohn des ehemaligen rumänischen Landwirtschaftsministers Ioan Avram Muresan. Ein anderer Mitarbeiter erzählte, ihm sei gesagt worden, dass der Rumäne vergiftet wurde.

In Mark Turnbulls LinkedIn-Profil steht momentan, dass er Ehren-Fellow des „Strategy and Security Institute“ der Exeter-Universität war und Mitglied des Chatham House ist. Das Chatham House gilt als eine der einflussreichsten Denkfabriken Grossbritanniens.

Mark Turnbull arbeitete 16 Jahre für die britische PR-Firma Bell Pottinger. Der Firma wurde mehrfach vorgeworfen, gegen ethische Standards verstossen zu haben. Bei Bell Pottinger konzentrierte sich Mark Turnbull auf Konfliktgebiete. Er beaufsichtigte die Aktivitäten von Bell Pottinger im Irak. Nach dem Irakkrieg 2003 wirkte die Firma an Propagandakampagnen im Irak mit. Die Firma tat dies im Auftrag der irakischen Übergangsregierung, die von Grossbritannien und den USA kontrolliert wurde. Danach spielte Bell Pottinger eine wichtige Rolle bei Kampagnen irakischer Politiker. Diese Politiker hatten die Unterstützung der USA und Grossbritanniens. Später beteiligte sich Bell Pottinger im Irak am Kampf gegen al-Qaida. Dabei produzierte die Firma gefälschte Terror-Propagandavideos. Bei diesen Videos konnten westliche Geheimdienste die IP-Adressen der Leute sehen, die sich die Videos anschauten. Bell Pottinger platzierte Nachrichten auf arabischen Fernsehsendern. Die Firma stand bei den verdeckten Operationen im Irak mit dem Pentagon, der CIA und dem Nationalen Sicherheitsrat in Kontakt. Das Pentagon zahlte Bell Pottinger mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar. Der Gründer von Bell Pottinger leistete PR-Arbeit für die Konservative Partei Grossbritanniens. Die von Mark Turnbull betreute Abteilung von Bell Pottinger erhielt ihren ersten Auftrag im Irak von Ian Tunnicliffe, einem Oberst der britischen Armee, der die strategische Kommunikation im Verteidigungsministerium leitete. Ian Tunnicliffe war zufälligerweise im Beirat der SCL Group. Er nahm weltweit an Operationen des britischen Militärs teil. Bell Pottinger hatte in Nigeria Treffen mit Geheimdienstlern, die zusammen mit der SCL-Tochterfirma Cambridge Analytica eine unethische Kampagne führten.

Zum Beirat der SCL Group gehörten Ivar Mountbatten aus der hochrangigen Adelsfamilie Mountbatten und John Tolhurst, ein Konteradmiral der Royal Navy. Ivar Mountbatten ist ein Verwandter der britischen Königsfamilie. Er ist der Pate von Lady Louise Windsor. John Tolhurst arbeitete bei der DESO, der staatlichen Organisation für britische Rüstungsexporte. Zudem war er Vorsitzender der DSEI, einer internationalen Messe der Rüstungsindustrie, die alle zwei Jahre in England stattfindet.

James Mitchell, ein ehemaliger Premierminister des karibischen Inselstaates St. Vincent, sass im Beirat der SCL Group. SCL soll eine Schmierkampagne gegen Mitchells Kontrahenten Ralph Gonsalves geführt haben. Gonsalves strebte damals ein Referendum an, das unter anderem dazu geführt hätte, dass Queen Elizabeth nicht mehr das Staatsoberhaupt von St. Vincent ist. James Mitchell hingegen war der britischen Monarchie freundlich gesinnt und gehörte zum Privy Council, dem Kronrat der Königin. St. Vincent zählt bis heute zu den Commonwealth-Staaten und hat immer noch den britischen Monarchen als Staatsoberhaupt.

Zum SCL-Beirat gehörte Mark Birdwood. Der Geschäftsmann war der 3. Baron Birdwood. Er hatte einen Sitz im House of Lords. Seine Tochter heiratete einen britischen Grafen.

Weitere Beiratsmitglieder waren Professor Phil Taylor, ein Experte für Propaganda und psychologische Kriegsführung, und Gavin McNicoll, ein Experte für Terrorismus und Geheimdienste. McNicoll war oder ist noch immer Mitglied des IISS und des Chatham House, zwei der einflussreichsten britischen Denkfabriken.

Sir Geoffrey Pattie war Vorsitzender der SCL Group. Er war stellvertretender Vorsitzender der Konservativen Partei sowie Staatsminister für Verteidigung und Industrie in der Regierung von Margaret Thatcher. Ausserdem war er parlamentarischer Staatssekretär für die Beschaffung von Rüstungsgütern. In dieser Funktion drängte er auf eine Zusammenarbeit mit den USA bei der Rüstungsbeschaffung. Später wurde er Vorsitzender des britischen Rüstungsunternehmens GEC-Marconi und half beim Aufbau von Terrington Management, einer Firma, die Lobbyarbeit für Rüstungsunternehmen betreibt.

Zum Vorstand der SCL Group gehörte Dr. Andrew Ritcheson, ein Psychologe. Auf der SCL-Webseite wurde er als Fellow der Royal Society of Medicine und als Lehrtätiger an der Universität Oxford beschrieben, dessen Stärke das „Verständnis komplexer menschlicher Verhaltensweisen“ sei.

Ein weiteres Vorstandsmitglied war Jerry Knight. Auf der SCL-Webseite stand: „Jerry kam 2007 zu SCL, nachdem er eine lange und erfolgreiche Karriere bei der Royal Navy absolviert hatte. Als Fachexperte für Informationsoperationen (IO) war er für die Entwicklung und Überwachung von IO-Schulungen für Personal auf dem Balkan, im Irak und in Afghanistan verantwortlich. Seine Erfahrungen auf strategischer, operativer und taktischer Ebene machen ihn zu einem unschätzbaren Asset für SCL, wo er einige der weltweit effektivsten und modernsten IO-Schulungen für Regierungs- und Militärkunden entwickelt und durchführt.“

Investoren der SCL Group

Roger Gabb, ein ehemaliger Offizier der britischen Armee, gehörte zum Vorstand der SCL Group. Er und seine Familie besassen 2018 immer noch etwa 25 Prozent der Anteile am Unternehmen. Er hatte sein Vermögen im Weinhandel gemacht. 2006 spendete er eine halbe Million Pfund an die Konservative Partei. Er war ein Befürworter des Brexit.

Jonathan Marland, ein ehemaliger Schatzmeister der Konservativen Partei, war Anteilseigner der SCL Group. Er investierte einen Betrag im Wert von 70 000 US-Dollar in das Unternehmen. Er hat seit 2006 einen Sitz im House of Lords und trägt den Titel eines Barons. In der Regierung von David Cameron war er Handelsgesandter sowie Staatssekretär im Ministerium für Energie und Klimawandel.

Jonathan Marland ist Schatzmeister der Atlantic Partnership. Diese transatlantische Organisation hat ihren Sitz in London. Sie wird von Briten und US-Amerikanern angeführt, aber sie setzt sich auch dafür ein, dass andere europäische Länder in das transatlantische Bündnis eingebunden sind. Marland war zur selben Zeit im Kuratorium wie Sir Evelyn de Rothschild. Auch John Drexel IV. aus den USA ist mit der Atlantic Partnership verbunden. Der einflussreiche US-Amerikaner Henry Kissinger war ein Förderer der Gruppe.

Jonathan Marland ist Vorsitzender des Commonwealth Enterprise and Investment Council. Diese Organisation fördert Handel und Investitionen zwischen den 56 Commonwealth-Staaten. Marland leitet die Organisation zusammen mit Baron Hugo Swire. Hugos Tante Annette Swire ist die Mutter des SCL-Gründers Nigel Oakes. Annetes Onkel Douglas Swire heiratete Theodosia Boyle, die eine Nachkommin des Grafen von Glasgow war und somit aus dem schottischen Boyle Clan stammte. Zudem stammt Hugo Swire über seine Mutter aus dem Montgomerie Clan und ist ein Nachkomme des 14. Grafen von Eglinton. Hugos Mutter heiratete in zweiter Ehe den 7. Markgrafen Townshend. In der Wikipedia steht derzeit, dass Hugo zur Milliardärsfamilie Swire gehört, aber dafür fand ich keine Quellen. Die Milliardärsfamilie gründete und kontrolliert den Swire-Konzern in Hongkong.

Jonathan Marland gehörte zum ersten Vorstand von Jardine Lloyd Thompson. Das britische Grossunternehmen wurde vom Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson gegründet, der unter der Kontrolle der schottischen Milliardärsfamilie Keswick steht.

Marland ist im Beratungsgremium für Investitionen der Kuwait Investment Authority. Diese ist der Staatsfonds von Kuwait und verwaltet zurzeit ein Vermögen im Wert von über einer Billion US-Dollar.

Marland war Vorsitzender der International Churchill Society und des Peggy Guggenheim UK Charitable Trust. Marland ist im Kuratorium des British Museum, zu dem derzeit auch die Geschäftsleute George Weston, Alejandro Santo Domingo und Philipp Hildebrand gehören. Letzterer ist stellvertretender Vorsitzender des führenden Finanzkonzerns BlackRock.

Die Tchenguiz-Brüder, zwei britische Geschäftsleute, besassen für acht Jahre Anteile an der SCL Group. Vincent Tchenguiz hielt knapp ein Viertel der Anteile. In diesem Zeitraum spendete er an die Konservative Partei. Die Tchenguiz-Brüder wurden im SCL-Vorstand durch Julian Wheatland vertreten. Wheatland war Vorsitzender der SCL Group. Er war auch Vorsitzender der Oxford Conservative Association und hatte damit ebenfalls eine enge Verbindung zur Konservativen Partei.

Die Tchenguiz-Brüder wurden im Iran in eine reiche irakisch-jüdische Familie geboren. Ihr Vater Victor leitete die iranische Münzanstalt und kannte den Schah. Victor diente der iranischen Herrscherfamilie als Juwelier. Nach dem Sturz des Schahs flüchtete Victor nach Grossbritannien. Später lebte er in Israel. Seine Söhne wurden Geschäftsleute in Grossbritannien und machten ein geschätztes Vermögen von 850 Millionen Pfund, aber sie verloren später einen grossen Teil ihres Vermögens. Vincent Tchenguiz verkehrt mit internationalen Eliten. Einmal speiste er mit Saif al-Islam, dem Sohn des libyschen Diktators Gaddafi. Der Bruder Robert Tchenguiz hatte laut der Times eine romantische Beziehung mit der britischen Prinzessin Diana.

Robert Tchenguiz war ein Klient von James Henderson. Dieser leitete die bereits erwähnte PR-Firma Bell Pottinger, der unethische Geschäftspraktiken nachgesagt wurden.

Vincent Tchenguiz war ein Kunde von Black Cube. Das israelische Unternehmen ist ein privater Geheimdienst, der ehemalige Mitarbeiter von israelischen Geheimdiensten beschäftigt. Der Mossad-Chef Meir Dagan war Ehrenvorsitzender von Black Cube. Vincent Tchenguiz verkrachte sich mit Black Cube und führte einen Rechtsstreit mit dem Unternehmen. Die Anwälte von Tchenguiz behaupteten, ihr Mandant habe an der Gründung von Black Cube mitgewirkt und in das Unternehmen investiert. Laut der Klage wurde Tchenguiz genau über die Aktivitäten von Black Cube informiert. Die britische Niederlassung von Black Cube soll von einem Londoner Büro aus operiert haben, das Tchenguiz gehörte. Laut einem Ausschussbericht des britischen Parlaments gab es Verbindungen zwischen der SCL Group und Black Cube. Black Cube hat wie die SCL Group im Auftrag seiner Kunden unethische Methoden angewendet. Black Cube versuchte, bei einem heimlich aufgenommenen Gespräch einen Richter zu antisemitischen Aussagen zu provozieren, die man dann gegen den Richter hätte verwenden können. Der Filmproduzent Harvey Weinstein heuerte Black Cube an, um Informationen über Frauen zu sammeln, die Weinstein sexuelle Übergriffe vorwarfen. Auch Journalisten, die sich mit dem Fall Weinstein beschäftigten, gerieten ins Visier von Black Cube.

Die SCL-Tochterfirma Cambridge Analytica ging eine strategische Partnerschaft mit der Psy-Group ein, einem weiteren privaten Geheimdienst aus Israel. Die Psy-Group setzte unethische Geschäftspraktiken ein, unter anderem Honigfallen. Dies wird weiter unten erläutert. Wie bereits erwähnt wurde, schätzte der CEO von Cambridge Analytica die Fähigkeiten seiner israelischen Partner.

Vincent Tchenguiz investierte bis zu zwölf Millionen Pfund in Unternehmen, die im Bereich Verteidigung, Cybersicherheit und Geheimdienst tätig sind. 500 000 Pfund gingen an eVigilo, ein israelisches Unternehmen für Sicherheitstechnologien.

Die Tchenguiz-Brüder teilten sich ein Büro mit Kevin Maxwell. Dessen Vater war der zwielichtige Unternehmer Robert Maxwell und seine Schwester Ghislaine war eine wichtige Komplizin des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Robert Maxwell, der unter ungeklärten Umständen starb, hatte Verbindungen zum britischen, israelischen und sowjetischen Geheimdienst.

Cambridge Analytica

Cambridge Analytica war wie gesagt eine Tochterfirma der SCL Group und erbrachte 2016 Dienstleistungen für Donald Trumps Wahlkampfteam.

Der US-amerikanische Geschäftsmann Robert Mercer war ein früher Investor von Cambridge Analytica. Er unterstützte das Unternehmen mit 15 Millionen US-Dollar und war damit der Hauptinvestor. Robert Mercer war damals ein wichtiger Unterstützer und Spender von Trump. Mercers Tochter Rebekah gehörte zum Vorstand von Cambridge Analytica. Sie war sogar Präsidentin des Unternehmens. Die Mercer-Familie war 2018, als Cambridge Analytica aufgelöst wurde, immer noch Mehrheitseigentümer des Unternehmens.

Cambridge Analytica wurde 2013 gegründet, nachdem Robert Mercer Grossbritannien besucht hatte. Mercer finanzierte libertäre Organisationen, darunter auch Gruppen, die widerlegen wollen, dass die globale Erwärmung menschengemacht ist. Mercer war Co-CEO von Renaissance Technologies. Das Unternehmen ist einer der grössten Hedgefonds der Welt. Mercer hat ein Vermögen von mehreren 100 Millionen US-Dollar oder ist vielleicht sogar Milliardär. Er hatte vor ein paar Jahrzehnten für den IT-Konzern IBM gearbeitet. Damals leitete er ein Projekt für Sprachübersetzung in Computern. Dieses Projekt wurde von der DARPA mitfinanziert, einer Behörde des Pentagons, die Forschungen betreibt und finanziert. Die meisten Forschungsprojekte der DARPA zielen darauf ab, einen Nutzen für das US-Militär zu erbringen. Die DARPA hatte das ARPANET entwickelt, aus dem das Internet hervorging.

Die Mercer-Familie spendete an die Heritage Foundation, eine rechte Denkfabrik. Rebekah Mercer (die Präsidentin von Cambridge Analytica war) ist derzeit im Kuratorium der Heritage Foundation. Sie gehört seit 2014 zum Kuratorium. Die Heritage Foundation hat das Project 2025 entworfen, eine konservative Agenda, die Trump in seiner zweiten Amtszeit umsetzen soll. Trump hat viele Punkte dieser Agenda umgesetzt. Nachdem Trump zwei Monate im Amt war, berichtete das Wall Street Journal, dass mehr als die Hälfte von Trumps Dekreten im Sinne von Project 2025 sind.

Die Mercer-Familie trat dem Council for National Policy (CNP) bei und unterstützte ihn mit Hunderttausenden Dollar. Der CNP besteht aus einflussreichen Konservativen. Die Gruppe legt viel Wert auf Geheimhaltung. Ein paar seiner Mitglieder haben Verschwörungstheorien verbreitet. Gleichzeitig ist der CNP manchmal selbst Teil von Verschwörungstheorien. Tim LaHaye, der Gründer des CNP, behauptete, dass es eine globale Verschwörung von Illuminaten gibt und dass nur konservative Kräfte in der Lage sind, dieser Verschwörung Einhalt zu gebieten.

Das Netzwerk der Mercer-Familie hatte oder hat noch immer Verbindungen zum Netzwerk der einflussreichen Familie Mellon Scaife. Beide Netzwerke unterstützten Trump und führten Kampagnen gegen Bill und Hillary Clinton. Die Mellon-Familie pflegt schon seit 100 Jahren Kontakte zur britischen Elite.

Rebekah Mercer war 2018 Mitgründerin von Parler. Parler ist ein soziales Netzwerk, auf dem sich viele Verschwörungstheoretiker, Rechtsextreme und Trump-Fans herumtummeln. Rebekah Mercer hatte oder hat noch immer grossen Einfluss auf Parler. Der Brite George Farmer war CEO von Parler. Er ist der Ehemann der bekannten Verschwörungstheoretikerin Candace Owens. George Farmer war Vorsitzender des britischen Ablegers von Turning Point, einer rechtskonservativen Interessensgruppe aus den USA. Farmers Vater Michael war Schatzmeister der Konservativen Partei und hat seit 2014 einen Sitz im House of Lords. Im Gegensatz zu seiner Schwiegertochter Owens ist er ein Freund Israels und des jüdischen Volkes. Der Multimillionär wurde als einer der einflussreichsten Rohstoff-Hedgefonds-Händler der Welt bezeichnet. Er befürwortete den Brexit und spendete 300 000 Pfund an die Vote Leave-Kampagne, die sich für den Brexit starkmachte und von Mitgliedern der Konservativen Partei angeführt wurde. Vote Leave erhielt Unterstützung von der SCL Group, was weiter unten erläutert wird.

Ein politischer Berater der Mercer-Familie war Steve Bannon. Die Familie riet Trump, für seine Wahlkampagne Steve Bannon zu engagieren. Bannon leitete dann die letzte Phase von Trumps Wahlkampf. Nach Trumps Sieg war er sieben Monate Trumps Chefstratege im Weissen Haus. Von 2014 bis 2016 gehörte Bannon zum Vorstand von Cambridge Analytica. Er war massgeblich an der Einführung von Cambridge Analytica in den USA beteiligt. Er hatte Mercer dazu geraten, die Gründung des Unternehmens zu finanzieren. Alexander Nix, der CEO von Cambridge Analytica, sagte, er habe fünf Jahre lang jeden Tag mit Bannon geredet. Bannon gilt auch heute noch als eines der wichtigsten Sprachrohre der MAGA-Bewegung. Er hetzt gegen das Establishment. Dabei greift er auf Verschwörungstheorien und Desinformationen zurück.

Steve Bannon war oder ist noch immer ein Anhänger des republikanischen Senators Ted Cruz. Robert Mercer spendete im Wahlkampf 2016 an Ted Cruz, der damals ein Kunde von Cambridge Analytica war.

Steve Bannon hatte in den 80er-Jahren für die führende Investmentbank Goldman Sachs gearbeitet. 1990 gründete er eine eigene Investmentbank, die 1998 an eine damalige Tochterfirma der französischen Grossbank Société Générale verkauft wurde. Seit den 90er-Jahren war Bannon auch Filmproduzent in Hollywood. Er war oder ist noch immer Millionär.

Die Mercer-Familie investierte mindestens zehn Millionen Dollar in Breitbart News, eine rechte Nachrichtenseite, die damals von Steve Bannon geleitet wurde. Breitbart News unterstützt Trump über seine Berichterstattung. Die Seite ist eine der erfolgreichsten alternativen Medien des rechten Spektrums in den USA. Obwohl es eine US-amerikanische Seite ist, wurde ihre Gründung in Israel beschlossen und die Gründer trafen den dortigen Ministerpräsidenten Netanjahu. Breitbart News vertritt eine sehr israelfreundliche Haltung. (Mehr dazu) Vor ein paar Monaten wurde Steve Bannon von Rabbi Tuly Weisz gelobt, der ihn als „Krieger für Israel“ bezeichnete. Weisz gründete Israel365, eine jüdische Gruppe, die er als „Israels Stimme in der MAGA-Bewegung“ sieht. Er beklagte, dass Teile des jüdischen Establishments die MAGA-Bewegung bekämpfen und sie zu Unrecht „als Antisemiten dämonisieren“.

Ich würde es nicht ausschliessen, dass Breitbart eine PsyOp ist, die unzufriedene Leute und Verschwörungstheoretiker in die gewünschte Richtung beeinflussen soll. Aus meiner Sicht ist auch die MAGA-Bewegung auf gezieltes Social Engineering zurückzuführen. Die Wutbürger und Verschwörungstheoretiker sind aber auch selbst schuld, wenn sie sich so leicht beeinflussen lassen, und es zeigt, dass die Einflusseliten schlauer sind als die elitenfeindlichen Strömungen in der Bevölkerung.

2014 eröffnete Breitbart News ein Büro in London. Steve Bannon hat sich mit rechten Akteuren in Europa, Asien und Brasilien vernetzt. Er verfolgt offenbar das Ziel, dass eine neue rechte Elite die bisherigen Eliten ersetzen soll.

Nachdem 2018 in den Medien Details zu den Umtrieben des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ans Licht gekommen waren, suchte Epstein Kontakt zu Steve Bannon und verbrachte viel Zeit mit ihm. Bannon wollte Epstein helfen, seinen Ruf wiederherzustellen. Das hat zumindest Epsteins Bruder so erzählt. Bannon wollte einen Dokumentarfilm über Epstein drehen. Er soll über 15 Stunden Interviews mit Epstein geführt haben. Er sagte im Juli 2025, er plane, den Dokumentarfilm Anfang des nächsten Jahres zu veröffentlichen. Der Journalist Michael Wolff, der die beiden Männer gut kannte, behauptet, dass Epstein und Bannon gute Freunde waren und vor Epsteins Tod fast täglich in Kontakt standen. Im Juli 2025 behauptete der Milliardär Elon Musk, dass Bannon in den Epstein-Akten steht.

Ein Berater der SCL Group war Michael Flynn, der offenbar Lobbyarbeit für das Unternehmen betrieb. Der ehemalige Generalleutnant der US-Armee war kurzzeitig Trumps Nationaler Sicherheitsberater, aber musste dann zurücktreten, weil er seine Kontakte zu russischen Stellen verschwiegen hatte. Nach der Präsidentschaftswahl 2020 rief er Trump dazu auf, das Kriegsrecht zu verhängen, um Joe Bidens Amtsantritt zu verhindern. Michael Flynn förderte die Verschwörungstheorie, dass die Wahl 2020 gestohlen wurde und Trump eigentlich gewonnen hätte (eine Theorie, die auch von Steve Bannon vertreten wurde). Dies ist eine der wichtigsten Verschwörungstheorien unter Trumps Anhängern. Flynn verbreitete noch weitere Verschwörungstheorien. Unter Präsident Obama war Flynn der ranghöchste Militärgeheimdienstoffizier der USA gewesen, aber soviel ich weiss, verbreitete er zu dieser Zeit noch keine Verschwörungstheorien. Er ist ein prominenter Förderer der QAnon-Theorie. Manche QAnon-Anhänger hielten ihn sogar für Q. Flynn glaubt selbst vermutlich nicht an diese Theorien. In einem geleakten Telefonat bezeichnete er QAnon als „völligen Unsinn“ und sagte: „Ich glaube, es ist eine Desinformationskampagne, die von der CIA ins Leben gerufen wurde.“ 

Nach Trumps Wahlsieg 2016 gehörte Rebekah Mercer (die Präsidentin von Cambridge Analytica) zu seinem Übergangsteam. Sie war es, die vorschlug, Michael Flynn zum Nationalen Sicherheitsberater zu machen.

Michael Flynn arbeitete im Büro des Direktors des Nationalen Geheimdienstes mit Josh Weerasinghe zusammen. Dieser half der SCL Group, an Aufträge von der US-Regierung zu kommen. Weerasinghe arbeitete für den führenden britischen Rüstungskonzern BAE Systems im Bereich der globalen Marktentwicklung.

Neben Flynn war John Bolton einer der Nationalen Sicherheitsberater in Trumps erster Amtszeit. Bolton gilt als ein unverbesserlicher Kriegsfalke. Sein Super-PAC war einer der ersten Kunden von Cambridge Analytica. Zu den Dienstleistungen gehörte „verhaltensbasiertes Mikrotargeting mit psychografischen Botschaften“. Auch hier verwendete das Unternehmen Daten von Facebook. Robert Mercer, der wie gesagt Hauptinvestor von Cambridge Analytica war, spendete fünf Millionen Dollar an Boltons Super-PAC.

Mindestens ein Mitarbeiter des umstrittenen Datenunternehmens Palantir gab Cambridge Analytica Ratschläge, wie sie an Daten von Facebook-Nutzern gelangen können. Ein Mitbegründer von Cambridge Analytica behauptete, dass noch andere hochrangige Mitarbeiter von Palantir involviert waren. Zu jener Zeit war der Palantir-Gründer Peter Thiel im Vorstand von Facebook. Thiel ist ein rechter Milliardär und Unterstützer von Trump. Palantir hat enge Verbindungen zum Pentagon und zu den US-Geheimdiensten. Sophie Schmidt, die Tochter des ehemaligen Google-Chefs Eric Schmidt, machte ein Praktikum bei der SCL Group. Sie soll versucht haben, SCL zu einer Zusammenarbeit mit Palantir zu bewegen. Alexander Nix, der Cambridge Analytica leitete, strebte auch eine Zusammenarbeit an, aber Palantir soll abgelehnt haben.

Rebekah Mercer und der Palantir-Gründer Peter Thiel gehörten zu den ersten Spendern des 2019 gegründeten Rockbridge Network. Diese konservative Gruppe ist mit Donald Trump und Trump-nahen Milliardären verbunden. Sie wurde von JD Vance mitgegründet, der heute Vizepräsident der USA ist.

2016 stimmte in Grossbritannien beim Brexit-Referendum eine Mehrheit für den Austritt aus der EU. Die Kampagne Vote Leave, die sich für den Brexit starkmachte und von Mitgliedern der Konservativen Partei angeführt wurde, erhielt Unterstützung von AggregateIQ, einem kleinen kanadischen Unternehmen. AggregateIQ war höchstwahrscheinlich eine Tochterfirma der SCL Group. Einer der Chefs von Vote Leave sagte, seine Kampagne verdanke AggregateIQ einen Grossteil ihres Erfolges. Er meinte: „Wir hätten das ohne sie nicht geschafft.“ Cambridge Analytica wurde vorgeworfen, Dienstleistungen für die Leave.EU-Kampagne erbracht zu haben, eine weitere Kampagne, die den Brexit forderte. Dies konnte man nicht nachweisen, aber Andy Wigmore, ein Mitarbeiter der Leave.EU-Kampagne, sagte, dass man mit Cambridge Analytica zusammengearbeitet hatte. Laut Wigmore wurde das Unternehmen jedoch nicht dafür bezahlt. Wigmore sagte, dass Cambridge Analytica gerne kostenlos helfen wollte, weil der britische Rechtspopulist Nigel Farage ein guter Freund der Mercer-Familie (Hauptaktionär von Cambridge Analytica) sei. Die Mercers haben demnach Freunde und Verbündete in Grossbritannien. Nigel Farage wirkte massgeblich an der Kampagne zum Austritt aus der EU mit. Er traf sich mit Steve Bannon. Eine hochrangige Mitarbeiterin von Cambridge Analytica sagte aus, das Unternehmen habe eine Datenanalyse für die Leave.EU-Kampagne durchgeführt, was das Unternehmen abstritt.

Wie bereits erwähnt wurde, befürwortete Roger Gabb, einer der Hauptinvestoren der SCL Group, den Brexit.

Als Boris Johnson von 2019 bis 2022 Premierminister war, trat Grossbritannien schliesslich aus der EU aus. Er war ein wichtiger Befürworter des Brexit. Er hatte Alexander Nix, den CEO von Cambridge Analytica, 2016 nach dem Brexit-Referendum getroffen. Boris Johnson war damals Aussenminister. Er gehört zur Konservativen Partei.

Cambridge Analytica war auch in Asien, Australien, Afrika und Lateinamerika aktiv.

Nachfolger der SCL Group

2018 wurde berichtet, dass mindestens vier ehemalige Mitarbeiter von Cambridge Analytica mit dem US-amerikanischen Unternehmen Data Propria in Verbindung stehen. Der Chef von Data Propria hatte für Cambridge Analytica gearbeitet. Data Propria plante 2018 offenbar, Trumps Kampagne für die Wahlen 2020 zu unterstützen.

Die SCL Group und Cambridge Analytica wurden im Mai 2018 aufgelöst. Im darauffolgenden Monat wurde das britische Beratungsunternehmen Auspex International gegründet. Das Unternehmen konzentrierte sich auf den Nahen Osten und Afrika. Die Gründer waren Mitarbeiter von Cambridge Analytica. Einer davon war Mark Turnbull, der Geschäftsführer von Auspex International wurde. Wie bereits erwähnt, war Mark Turnbull mit Bell Pottingers Arbeit im Irak betraut. Auspex International hat eine Webseite. Im Gegensatz zu heute gab es anfangs auf der Seite keine Informationen, ausser einem Video und folgenden drei Sätzen: „Kommunikation ist ein mächtiges Mittel des politischen und sozialen Wandels mit dem Potenzial, positive Ergebnisse für Millionen zu liefern – von demokratischen Wahlen bis hin zu humanitären Graswurzel-Kampagnen. AUSPEX ist eine geopolitische Kommunikationsberatung, die sich auf politische, soziale und entwicklungspolitische Kampagnen fokussiert. Wir helfen Regierungen, politischen Parteien und Kampagnenorganisationen, ihre Zielgruppen mit grösserer Klarheit und Präzision anzusprechen und zu beeinflussen.“ Vorsitzender von Auspex International war oder ist noch immer Ahmed al-Khatib. Er hatte das Unternehmen gegründet. Er war im Vorstand von Emerdata. Das britische Beratungsunternehmen Emerdata wurde 2017 gegründet. Es ist eine Nachfolgefirma von Cambridge Analytica und SCL, was sich an folgenden Punkten ablesen lässt:

  • Emerdata hatte dieselbe Adresse wie die SCL Group.
  • Emerdata wurde von Julian Wheatland gegründet. Er war wie gesagt Vorsitzender der SCL Group und vertrat dort die bereits genannten Tchenguiz-Brüder.
  • Ein anderer Mitgründer von Emerdata war Chief Data Officer von Cambridge Analytica.
  • Alexander Nix, der Cambridge Analytica leitete, gehörte zum Vorstand von Emerdata.
  • Rebekah Mercer und ihre Schwester traten dem Emerdata-Vorstand bei. Die Mercer-Familie war wie gesagt Hauptaktionär von Cambridge Analytica.

Der Emerdata-Vorstand nahm zwei Chinesen auf. Einer davon war stellvertretender Vorsitzender der Frontier Services Group*. Das Sicherheitsunternehmen hat seinen Sitz in Hongkong, konzentriert sich aber auf Afrika. Es wurde vom US-Amerikaner Erik Prince** gegründet und geleitet.

* Die Frontier Services Group wird inzwischen vom chinesischen Staatskonzern CITIC kontrolliert. Im Vorstand sind Führungskräfte von CITIC. Der derzeitige Vorsitzende, Chang Zhenming, war zuvor Vorsitzender von CITIC.

** Der umtriebige Erik Prince war weltweit in fragwürdige Geschäfte und Absprachen verwickelt. Bekannt ist er vor allem als Gründer des privaten Militärunternehmens Blackwater, das mit der CIA zusammenarbeitete. Blackwater beschäftigte in Kriegsgebieten Söldner. Erik Prince ist ein Unterstützer von Donald Trump. Seine Schwester Betsy DeVos war in Trumps erster Amtszeit Bildungsministerin. Der verstorbene Schwiegervater von Betsy DeVos war Milliardär. Erik Prince ist mit Steve Bannon verbunden. Prince arbeitete auch mit Michael Flynn zusammen, der wie bereits erwähnt für kurze Zeit Trumps Nationaler Sicherheitsberater war und wie Bannon Verschwörungstheorien verbreitet. Prince rekrutierte britische und US-amerikanische Spione für fragwürdige Geheimoperationen. Diese Operationen zielten darauf ab, Wahlkampagnen der Demokratischen Partei, Gewerkschaften und andere Trump-kritische Gruppen zu infiltrieren.

Ahmed al-Khatib gründete wie gesagt Auspex International und gehörte zum Vorstand von Emerdata. Dem Namen nach ist er Araber. Er arbeitete für die beiden grossen Staatsfonds von Abu Dhabi. Die beiden Staatsfonds werden von der dortigen Königsfamilie kontrolliert. Erik Prince machte häufig Geschäfte mit der Königsfamilie. Der herrschende Kronprinz von Abu Dhabi traf sich Anfang 2017 mit Erik Prince auf den Seychellen. Bei dem Treffen war Kirill Dmitrijew anwesend, ein mächtiger russischer Banker aus dem Umfeld von Präsident Wladimir Putin.

Joel Zamel und George Nader

Drei Monate vor der US-Wahl 2016 arrangierte Erik Prince im Trump Tower ein Treffen, bei dem ein kleiner Kreis von Personen zusammenkam. Donald Trump Jr., der älteste Sohn des Präsidenten, war bei dem Treffen dabei. Ein anderer Teilnehmer war der Geschäftsmann Joel Zamel*. Dieser war damals Eigentümer der Psy-Group. Die Psy-Group war ein privater Geheimdienst aus Israel und beschäftigte ehemalige Mitarbeiter der israelischen Geheimdienste. Bei dem Treffen im Trump Tower war auch George Nader** anwesend. Er vertrat bei dem Treffen die herrschenden Prinzen Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate. Er soll Trump Jr. mitgeteilt haben, dass die Prinzen es begrüssen würden, wenn Donald Trump Präsident wird, und dass die Prinzen bereit seien, ihm dabei zu helfen. In den USA ist es für ausländische Personen oder Regierungen illegal, sich in Wahlen einzumischen. Deshalb wurde George Nader von Ermittlern der Mueller-Untersuchung verhört, die die ausländische Einflussnahme bei den Wahlen 2016 untersuchten. Auch Joel Zamel wurde von den Ermittlern befragt. Erik Prince war ebenfalls Teil der Untersuchung. Die Auslandsverbindungen von Michael Flynn wurden auch untersucht. Steve Bannon wurde von den Ermittlern mehrfach befragt. Flynn und Bannon hatten Treffen mit Joel Zamel und George Nader (siehe unten). Wie bereits erwähnt wurde, hatte Sam Patten, ein Berater der SCL Group, engen Kontakt zu Konstantin Kilimnik, einem mutmasslichen Agenten des russischen Geheimdienstes. Kilimnik war eine Schlüsselfigur in der Mueller-Untersuchung.

* Joel Zamel ist ein in Australien geborener Israeli. Seine Psy-Group machte Trumps verurteiltem Wahlkampfmanager Rick Gates das Angebot, eine Social-Media-Kampagne für Trumps Wahlkampf zu führen und Informationen über seine Kontrahentin Hillary Clinton zu sammeln. Soweit man weiss, wurde das aber nie umgesetzt. Ausserdem ging die Psy-Group eine strategische Partnerschaft mit Cambridge Analytica ein. Wie bereits erwähnt wurde, hatte die SCL Group (das Mutterunternehmen von Cambridge Analytica) über einen ihrer Grossinvestoren Verbindungen zum israelischen Geheimdienstunternehmen Black Cube. Es gab also Verbindungen zwischen mehreren Unternehmen, die geheimdienstliche Arbeit betrieben. Die Gründer und Leiter der Psy-Group waren hochrangige Mitarbeiter von einflussreichen Geheimdiensten mehrerer Länder. Die Psy-Group führte in den sozialen Medien Kampagnen durch mithilfe von gefälschten Accounts und der Verbreitung von Desinformationen und emotionalisierenden Botschaften. Die Firma setzte bei ihrer Arbeit Frauen als Honigfallen ein. Dabei werden Männer von Frauen verführt und dann dazu gebracht, peinliche oder belastende Dinge zu sagen, die man hinterher gegen sie verwenden kann. Die Psy-Group geriet in Verdacht, für Russland gearbeitet zu haben. Eine andere Firma, die von Joel Zamel gegründet wurde, ist Wikistrat. Wikistrat hatte enge Verbindungen zu US-Geheimdiensten und zu Sicherheitskräften und Geschäftsleuten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Emirate galten als ein wichtiger Kunde von Wikistrat. Zu Wikistrats Kunden gehören unter anderem das US-Verteidigungsministerium und die US-Armee sowie die britische und die französische Luftwaffe und das Allied Command Transformation der NATO.

** George Nader ist ein US-Amerikaner, der im Libanon in eine christliche Familie geboren wurde. Er kennt Erik Prince und arbeitete im Irak für dessen Firma Blackwater. Nader wurde 2016 ein enger Verbündeter von Trumps Wahlkampfteam. Er traf sich häufig mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und mit Trumps erstem Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn. Nader traf sich auch mit Steve Bannon, der wie Flynn versucht, Einfluss auf die Bewegung der Verschwörungstheoretiker zu nehmen. Nach der US-Wahl 2016 zahlte George Nader eine hohe Summe an Joel Zamel. Nader vermittelte über inoffizielle Kanäle zwischen Israel und arabischen Ländern. Dabei arbeitete er einmal mit dem Milliardär Ronald Lauder zusammen, der später Präsident des Jüdischen Weltkongresses wurde. Nader traf führende Mitglieder der Hisbollah sowie syrische und israelische Geheimdienstoffiziere. Er hatte auch Verbindungen in den Iran.

Im Dezember 2016, also kurz nach der US-Wahl, fand im Trump Tower ein Treffen statt, an dem Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, Steve Bannon, Michael Flynn und der Kronprinz von Abu Dhabi teilnahmen. Die Obama-Regierung, die zu dem Zeitpunkt noch im Amt war, erfuhr erst im Nachhinein von dem Treffen. Dies ist ungewöhnlich, denn normalerweise wird die Regierung informiert, wenn ein ausländischer Herrscher die USA besucht. Die Obama-Regierung fühlte sich daher von den Emiraten getäuscht.

Im Januar 2017, kurz vor Trumps Amtsantritt, trafen sich Joel Zamel, George Nader und Michael Flynn in New York. Bei dem Treffen war der hochrangige saudische Geheimdienstler Ahmad al-Assiri anwesend, der später eine massgebliche Rolle bei der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi* gespielt haben soll. Bei dem Treffen schmiedeten sie Pläne für eine Destabilisierung des iranischen Regimes. Auch Steve Bannon soll sich an diesen Plänen beteiligt haben. George Nader traf sich 2017 im Weissen Haus mehrfach mit Steve Bannon, der damals Trumps Chefstratege war.

* Jamal Khashoggi hatte eine Zeit lang für das geheimdienstverbundene Unternehmen Wikistrat gearbeitet, was das Unternehmen zuerst abstritt. Wikistrat wurde wie gesagt von Joel Zamel gegründet. Es wird aber wohl nur ein Zufall sein, dass Zamel den Mann getroffen hatte, der als der Verantwortliche für die Ermordung Khashoggis gilt.

George Nader schmiedete damals einen geheimen Plan zur Destabilisierung des Irans. Er versuchte, den saudischen Geheimdienst von seinem Plan zu überzeugen. Er wollte die Saudis auch dazu bringen, eine Privatarmee für den Krieg im Jemen zu gründen. Dabei tauschte er sich mit Erik Prince aus, der mit Blackwater selbst eine Privatarmee gegründet hatte. Der Iran ist der regionale Feind von Israel, Saudi-Arabien und den Emiraten. Als nach der US-Wahl 2016 die Verbindungen von Trumps Wahlkampfteam ins Ausland untersucht wurden, kam der Verdacht auf, dass Personen aus Russland, Israel, Saudi-Arabien und den Emiraten die US-Wahl 2016 so beeinflussen wollten, dass Trump zum Präsidenten gewählt wird. Diese vier Länder standen Trumps Vorgänger Obama und dessen Aussenministerin, Hillary Clinton, kritisch gegenüber und hofften, dass Trump eine andere Aussenpolitik führen wird, die im Interesse dieser Länder ist. George Nader und Joel Zamel hatten beide den Königshof der Emirate beraten. Während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 besuchte Nader Russland mindestens zweimal. Er tat dies im Auftrag des Kronprinzen von Abu Dhabi. Nach der Wahl arrangierten Nader und der Kronprinz ein Treffen auf den Seychellen, an dem Erik Prince und Kirill Dmitrijew teilnahmen. Letzterer ist ein mächtiger russischer Banker aus dem Umfeld von Präsident Wladimir Putin. Kirill Dmitrijew hatte schon seit Jahren Verbindungen zu George Nader. 2012 vermittelte Nader für die irakische Regierung einen Waffenkauf mit Russland im Wert von 4,2 Milliarden US-Dollar. Der Deal kam aber wegen Korruptionsbedenken nicht zustande. Nader begleitete damals den irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki nach Moskau, wo sie Wladimir Putin trafen. Nader soll auch mehrfach den Kronprinzen von Abu Dhabi bei Besuchen in Moskau begleitet haben.

Auch ein Unternehmen von Joel Zamel hatte Verbindungen nach Russland. Das Unternehmen half den russischen Milliardären Oleg Deripaska und Dmitri Rybolowlew bei Online-Kampagnen, die sich gegen ihre Geschäftskonkurrenten richteten. Deripaska war geschäftlich mit Trumps Wahlkampfleiter Paul Manafort verbunden gewesen. Rybolowlew hatte Trump einst eine Villa abgekauft.

Nader und Zamel trafen sich im Juni 2016 auf dem internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Das Forum wird von der russischen Regierung veranstaltet. Zamel soll dort Nader mitgeteilt haben, dass er Geld für eine Social-Media-Kampagne zur Unterstützung Trumps sammelt. Vielleicht hat Zamel dort auch seine russischen Ansprechpartner gefragt, ob sie Trump im Wahlkampf unterstützen möchten. Angeblich prahlte Zamel nach der Wahl, er habe eine geheime Kampagne geführt, die Trump massgeblich zum Sieg verhalf. Als die Wahlbeeinflussung später aufflog, hat man versucht, das Ganze der russischen Regierung in die Schuhe zu schieben, und stellte es so dar, als sei Putin das Mastermind dieser Verschwörung. Es stimmt zwar, dass sich Russen an der Verschwörung beteiligt hatten, aber es waren eben auch US-Amerikaner, Israelis, Araber und Ukrainer involviert. Ich werde irgendwann vielleicht einen Beitrag darüber schreiben, aber ich warte noch, bis ein wenig Gras über die Sache gewachsen ist und Trump nicht mehr im Amt ist.

Übrigens ist George Nader ein internationaler Pädophiler. In den letzten Jahrzehnten wurden bei ihm mehrfach Kinderpornografie sowie Pornos mit Tieren gefunden. 2003 wurde er in Tschechien wegen zehn Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger verurteilt und sass ein Jahr im Gefängnis. In den USA wurde er 2020 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen Besitzes von Kinderpornografie und weil er im Jahr 2000 einen 14-jährigen Tschechen in die USA gebracht hatte, um ihn zu missbrauchen. Im Februar 2025 wurde berichtet, dass man Nader frühzeitig aus dem Gefängnis entlässt. Eine Person, die Nader seit mehr als 25 Jahren kennt, behauptete, dass zu Naders Kontakten mindestens zwei Leute gehören, die dieselben sexuellen Vorlieben haben. Einer davon lebt in Washington und der andere ist eine führende politische Persönlichkeit aus einem Golfstaat. Nader diente der Königsfamilie von Abu Dhabi wie gesagt als Handlanger. Infolge des BCCI-Skandals kam heraus, dass die Königsfamilie eine Bank kontrollierte, die weltweit in kriminelle Machenschaften verwickelt war. Es tauchten auch Vorwürfe auf, dass Mitglieder der Königsfamilie Teil eines Pädophilenrings sind. (Mehr dazu)

Die Psy-Group von Joel Zamel hatte Kontakt zum Politikberater George Birnbaum. Birnbaum ist ein Interessensvertreter Israels. Er führte eine Kampagne gegen den israelkritischen Milliardär George Soros. Soros ist auch Jude. Er ist vor allem für rechte Antisemiten ein Feindbild. Birnbaum nahm es bei seiner Kampagne gegen Soros in Kauf, dass auch antisemitische Verschwörungstheoretiker von der Kampagne angesprochen und in ihrem Weltbild bestärkt werden. Es war eine der erfolgreichsten PsyOps in Bezug auf die Beeinflussung und Instrumentalisierung von Verschwörungstheorien. Einige Leute aus Birnbaums Netzwerk gerieten in Verdacht, nicht nur für Israel, sondern auch für Russland als Einflussagenten agiert zu haben. Leute aus diesem Netzwerk haben aber auch gute Kontakte zu ukrainischen Eliten. (Mehr dazu) Neben George Birnbaum beteiligte sich das bereits erwähnte israelische Geheimdienstunternehmen Black Cube an der Anti-Soros-Kampagne in Ungarn. Ausserdem führte die Psy-Group Operationen gegen pro-palästinensische (bzw. anti-israelische) Aktivisten an Universitäten in den USA durch. Dies beinhaltete Schikanen, Spionage, das Verbreiten von diskreditierenden Informationen über Aktivisten und die Beeinflussung einer Kommunalwahl in Kalifornien. Die Psy-Group wurde bei diesen Operationen von Yaakov Amidror und Ram Ben-Barak beraten. Amidror war nationaler Sicherheitsberater von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Ben-Barak war stellvertretender Chef des Mossad. Er sagte, dass Israel keine andere Wahl habe, als gegen die Aktivisten vorzugehen: „Sie kämpfen gegen uns, also müssen wir gegen sie kämpfen.“ Diese Operationen fanden 2016 und 2017 statt. Heute steht Israel noch viel stärker unter Druck. Daher vermute ich, dass israelische Geheimdienstler ihre Aktionen gegen anti-israelische Aktivisten inzwischen noch weiter intensiviert haben.

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Ergänzungen 5

Ergänzungen vom 4. Juli 2025

Bevölkerungskontrolle und Eugenik

Thomas Robert Malthus (1766–1834), der grosse Vordenker der Bevölkerungskontrolle, verurteilte Heilmittel gegen Krankheiten, da das Heilen von tödlichen Krankheiten das Bevölkerungswachstum erhöht. Malthus wünschte sich die Pest zurück. Er schlug vor, die Strassen in den Städten enger zu machen und in Häusern mehr Menschen auf einmal unterzubringen, um die Verbreitung von Krankheiten zu begünstigen.

Von 2009 bis 2017 war John Holdren der wissenschaftliche Berater von Präsident Obama. Holdren befasst sich schon seit Jahrzehnten mit der Überbevölkerung. In den 70er-Jahren schlug er vor, dass man alleinstehende Schwangere einer Zwangsabtreibung unterziehen soll und dass man Chemikalien ins Trinkwasser mischen könnte, die Menschen unfruchtbar machen. Inzwischen distanziert er sich von diesen Ideen. Er arbeitete mit Paul R. Ehrlich zusammen. Dieser ist vor allem für sein Buch Die Bevölkerungsbombe bekannt. Paul Ehrlich war oder ist noch immer der Meinung, dass es Strafen und Anreize braucht, um die Bevölkerung dazu zu bringen, weniger Kinder in die Welt zu setzen. Als Beispiel nannte er hohe Steuern auf Produkte wie Windeln, Kinderbetten und Spielzeuge oder dass man Preise an Männer verleiht, die sich sterilisieren lassen, oder Lotterien, an denen nur Kinderlose teilnehmen können.

Wie in meinem Blog mehrfach erwähnt wurde, gab es 2009 ein Treffen in New York, bei dem die Milliardäre David Rockefeller Jr., Bill Gates, Warren Buffett, George Soros, Michael Bloomberg und Ted Turner zusammenkamen, um zu diskutieren, wie sie etwas gegen die Überbevölkerung unternehmen können. Ich habe erst übersehen, dass das Treffen in einer Residenz des britischen Genetikers und Nobelpreisträgers Paul Nurse stattfand. Er war damals Präsident der Rockefeller University. Paul Nurse war von 2010 bis 2015 Präsident der Royal Society und war damit das Oberhaupt der wissenschaftlichen Elite Grossbritanniens. Er wurde zum Ritter geschlagen. Er ist seit fast vierzig Jahren Mitglied der Labour-Partei. Zudem ist er Schirmherr der Scientists for Labour, einer Gruppe von Wissenschaftlern, die Anhänger der Labour-Partei sind.

Wie in meinem Blog erwähnt wurde, ist der Population Council aus den USA eine wichtige internationale Organisation für Bevölkerungskontrolle, alleine schon, weil er seit seiner Gründung mit der einflussreichen Rockefeller Familie verbunden ist. Sechs der zehn Gründungsmitglieder des Population Council waren Eugeniker. Wie ich in einem Beitrag erläutert habe, war die Bewegung für Bevölkerungskontrolle von Anfang an mit der Bewegung für Eugenik verbunden. Es gibt auch seriöse Literatur und Medienartikel zu diesen Verbindungen. Ich habe zudem einen Kronzeugen für diese Verbindung gefunden, nämlich den Eugeniker Henry Pratt Fairchild (1880–1956). Er sagte, die Eugenik und die Geburtenkontrolle seien „zwei grosse Bewegungen“, die „sich so nahe gekommen sind, dass sie fast nicht zu unterscheiden sind“. Fairchild war als Präsident der American Eugenics Society einer der führenden Eugeniker der USA. Zudem war er massgeblich an der Gründung der „Planned Parenthood Federation of America“ beteiligt und gehörte zu ihrer Führung. Sie ist bis heute die wohl wichtigste Organisation für Geburtenkontrolle in den USA.

Frank Notestein, der den Population Council leitete, gehörte zur American Eugenics Society, was also ebenfalls Eugeniker. Er war Mitglied der Century Association (ein elitärer Club in New York) sowie Mitglied des Council on Foreign Relations (eine der einflussreichsten Denkfabriken). Ausserdem war er der erste Chef der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen (UN).

Der Gründer des Population Council, John D. Rockefeller III., finanzierte auch die Conservation Foundation, eine Umweltschutzorganisation. Zu ihren Mitgliedern zählte Julian Huxley. Dieser war einer der führenden Eugeniker Grossbritanniens und ein wichtiger Förderer der Bevölkerungskontrolle. Julian Huxley und die Conservation Foundation beteiligten sich an der Gründung des WWF, der wichtigsten internationalen Organisation für Naturschutz. Gründer und erster Chef der Conservation Foundation war Henry Fairfield Osborn Jr., ein weiterer Befürworter der Bevölkerungskontrolle. Sein gleichnamiger Vater hatte die American Eugenics Society mitgegründet und war der Onkel von Frederick Osborn, der ebenfalls ein führendes Mitglied der American Eugenics Society war. Frederick Osborn gehörte zudem zu den Gründern des Population Council. Die Osborn Familie war mit Familien der US-amerikanischen Elite verschwägert. (Mehr dazu)

Sonstiges

Im Juni 2025 hatten Alex Soros (Sohn von George Soros) und Huma Abedin (Vertraute von Hillary Clinton) ihre Hochzeit. Zu den Gästen der Hochzeit gehörten führende Politiker der Demokratischen Partei, darunter Bill und Hillary Clinton sowie Kamala Harris. Die Soros Familie unterstützt die Demokratische Partei. Weitere bemerkenswerte Gäste der Hochzeit waren der albanische Ministerpräsident Edi Rama*, der Milliardär Barry Diller und seine Frau Diane von Fürstenberg (heiratete in erster Ehe in den deutschen Adel), Daniel Sachs (ist mit der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg verschwägert) sowie James und Nicky Rothschild. Alex Soros und Huma Abedin hatten sich im Oktober 2023 auf einer Geburtstagsfeier von Nicky Rothschild kennengelernt. Nicky heiratete in den britischen Familienzweig der Rothschilds und ist die Schwester von Paris Hilton. Der Bruder Barron Hilton heiratete in den deutschen Adel. Die Hilton Familie hatte die gleichnamige Hotelkette gegründet.

* Mehrere derzeitige und ehemalige Regierungschefs in Osteuropa sehen George Soros sehr kritisch, aber der Sozialist Edi Rama hat hingegen ein freundschaftliches Verhältnis zu Soros.

Im Juni 2025 fand in den Niederlanden ein Nato-Gipfel statt. US-Präsident Donald Trump hatte bei seinem Besuch die grosse Ehre, im Palast der niederländischen Königsfamilie zu übernachten. Er konnte mit der Königsfamilie frühstücken. Trump schwärmte auf seiner Plattform Truth Social von der Königsfamilie und schrieb: „Der König und die Königin sind wunderschöne und spektakuläre Menschen. Unser Frühstückstreffen war grossartig!“ Der derzeitige NATO-Chef Mark Rutte war langjähriger Ministerpräsident der Niederlande und kennt die Königsfamilie.

In meinem letzten Beitrag habe ich geschrieben, dass Donald Trump auch Sympathien für das britische Königshaus hat. Er mag anscheinend auch die arabischen Königsfamilien. Als er im Mai die Golfstaaten besuchte, überschüttete er die Königsfamilien mit Lob. Die beiden Herrscher von Katar bezeichnete er als „grosse, gut aussehende Männer, die zufällig sehr intelligent sind“. Über den Herrscher von Abu Dhabi sagte Trump, dass er ein „prächtiger Mann“ und ein „wahrhaft grosser Kämpfer“ sei. Den saudischen Kronprinzen bezeichnete er als „unglaublichen Mann“ und als „grossartigen Kerl“. Trump sagte: „Ich mag ihn sehr. Ich mag ihn zu sehr.“ Politiker hingegen werden nur selten von Trump gelobt. Offenbar ist Trump dem Zauber der Königsfamilien verfallen. Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass Trump bei seinem Besuch in den Golfstaaten die dortigen Herrscher gefragt hat, ob sie einen Krieg gegen den Iran gutheissen würden (der Krieg begann einen Monat danach). Viele der arabischen Königshäuser sind dem Iran feindlich gesinnt. Die Königsfamilie von Bahrain behauptete, dass der Iran 2011 einen Aufstand gegen das Königshaus angezettelt hatte. Im Jahr 2022 attackierten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen Abu Dhabi mit bewaffneten Drohnen, was grossen Unmut bei der dortigen Königsfamilie auslöste. Die Huthi griffen mehrfach Ziele in Saudi-Arabien an. Seit 2015 führt Saudi-Arabien im Jemen einen Krieg gegen die Huthi, der als ein Stellvertreterkrieg mit dem Iran gilt. Das klerikale Regime im Iran kam 1979 an die Macht, als die Revolutionäre die iranische Königsfamilie stürzten. Der Gründer des Regimes, Ruhollah Chomeini, rief die Araber dazu auf, die saudische Königsfamilie zu stürzen, da diese mit dem Westen kollaboriert und angeblich den Islam verraten hat.

Der umstrittene Fernsehmoderator Mehmet Oz, auch bekannt als Dr. Oz, wurde im April 2025 Leiter der Centers for Medicare & Medicaid Services, einer Behörde des US-Gesundheitsministeriums. Er war bereits in Trumps erster Amtszeit Co-Vorsitzender eines Rates des Gesundheitsministeriums. Er soll ein Vermögen von bis zu 300 Millionen US-Dollar besitzen. Er hat verwandtschaftliche Beziehungen zur einflussreichen Milliardärsfamilie Du Pont. Die Familie unterstützte seine Kandidatur für den Senat finanziell. Seine Frau Lisa kommt mütterlicherseits aus der Milliardärsfamilie Asplundh, die ebenfalls seinen Senatswahlkampf mitfinanzierte. Oz unterstützt die Make America Healthy Again-Bewegung, die von Robert F. Kennedy Jr. angeführt wird. Kennedy ist ebenfalls mit Familien der US-amerikanischen Elite vernetzt und kommt selber aus einer Dynastie. Mehmet Oz wurde zum Global Leader of Tomorrow des Weltwirtschaftsforums (WEF) ernannt. Er ist Agenda Contributor des WEF.

Im Februar 2025 wurde die Schweizer Privatbank Edmond de Rothschild Mehrheitsaktionär des britischen Finanzunternehmens Hottinger & Co. Beide Unternehmen wurden von Bankiersfamilien gegründet, die bereits im frühen 19. Jahrhundert zur Finanzelite gehörten. Hottinger & Co betreut reiche Familien in über 16 Ländern.

Der Herzog von Kent (Oberhaupt der Freimaurer in England) aus der britischen Königsfamilie ist seit 1976 königlicher Schirmherr der British Computer Society (BCS). Die BCS ist der wichtigste britische Berufsverband der IT-Branche. Sie wurde 1957 gegründet. 1984 erhielt sie eine königliche Charta vom Privy Council (Geheimrat des britischen Monarchen). Der Herzog von Kent war von 1982 bis 1983 Präsident der BCS. Auch der einflussreiche Hochadlige Louis Mountbatten war Präsident der BCS. Der erste Präsident war Maurice Wilkes. Er erfand 1949 den EDSAC, einen der ersten Computer.

J. Edgar Hoover (Freimaurer im 33. Grad) war der erste Chef des FBI und leitete die Behörde für fast vierzig Jahre. Er erhielt den britischen Rittertitel. 2025 wurde bekannt, dass es vor allem der britische Geheimdienst gewesen war, der Hoover zum Ritter machen wollte.

Susanna Agnelli (1922–2009), eine Aussenministerin von Italien, war Präsidentin der italienischen Abteilung des WWF. Sie heiratete Urbano Rattazzi, einen italienischen Grafen. Sein gleichnamiger Vorfahre war im 19. Jahrhundert einer der ersten Ministerpräsidenten des Königreichs Italien gewesen.

Klaus Schwab war kürzlich gezwungen, vom Vorsitz des WEF zurückzutreten. Er hat mein aufrichtiges Beileid, da er sein Lebenswerk nach mehr als fünfzig Jahren aufgeben musste. Das wäre, wie wenn ich meinen Blog aufgeben müsste. Ich vermute, dass jemand eine Kampagne gegen Schwab führte. Er glaubt auch an eine Schmutzkampagne. Viele der Vorwürfe gegen Schwab entsprechen anscheinend nicht der Wahrheit und selbst wenn, sind es ja keine schwerwiegenden Verfehlungen. Ein ehemaliges Führungsmitglied des WEF sagte: „Es gibt sehr viele wütende Menschen, die seinen Ruf zerstören wollen.“ Wer die Drahtzieher der Kampagne sind, weiss ich auch nicht, aber wenn ich raten müsste, würde ich auf Leute von der Achse der „Souveränisten“ tippen, die von Politikern wie Trump, Netanjahu, Putin, Milei und Orbán verkörpert werden. Diese Achse ist gegen die „Globalisten“, die vor allem von der UN und dem WEF verkörpert werden.

Schwab hat aber immer noch Verbündete in der WEF-Führung, die zu ihm halten, nämlich die Schweizer André Hoffmann und Philipp Hildebrand. Auch der Schweizer Josef Ackermann, ein ehemaliges Mitglied der WEF-Führung, solidarisierte sich mit Schwab.

Peter Brabeck-Letmathe

Klaus Schwab wurde nach seinem Rücktritt durch den Österreicher Peter Brabeck ersetzt, der nun vorübergehend das WEF leitet. Brabeck war Chef von Nestlé. Das Schweizer Unternehmen ist der grösste Lebensmittelkonzern der Welt. Brabeck war im Vorstand des französischen Kosmetikkonzerns L’Oréal, der schon seit vielen Jahren Verbindungen zu Nestlé hat. Brabeck gehörte zum Vorstand der Grossbank Credit Suisse und des Pharmakonzerns Roche, zwei der wichtigsten Schweizer Unternehmen. Des Weiteren sass Brabeck im Vorstand von ExxonMobil, welcher der grösste Erdölkonzern der USA ist. Ein weiterer Vorstandsposten hatte er bei Salt Mobile. Nach Markanteil ist Salt Mobile das drittgrösste Mobilfunkunternehmen der Schweiz. Es befindet sich im Besitz des französischen Milliardärs Xavier Niel. Er ist der Lebenspartner von Delphine Arnault. Deren Vater Bernard gilt als der reichste Franzose.

Das Vermögen von Brabeck wird auf 325 Millionen Schweizer Franken geschätzt. Also mehr als 300 Millionen US-Dollar. Er ist ein Nachkomme der deutschen Adelsfamilie Brabeck.

Brabeck besuchte das Bilderberg-Treffen. Er war Mitglied des European Roundtable of Industrialists (ERT). Über den ERT hatte er Kontakt zu vielen Konzernchefs in Europa. Er übernahm eine führende Rolle bei den Rive-Reine-Konferenzen. Dies sind diskrete Treffen der Schweizer Elite. Die Treffen werden vom Nestlé-Konzern veranstaltet.

Kürzlich wurde der Schweizer Banker Philipp Hildebrand in das Führungsgremium des WEF berufen. Hildebrand ist stellvertretender Vorsitzender des führenden Finanzkonzerns BlackRock. Der BlackRock-Chef Larry Fink gehört ebenfalls zum Stiftungsrat des WEF. (Mehr zu Hildebrand)

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Donald Trump – der anglophilste US-Präsident seit langem

Der britische Commonwealth besteht aus 56 Staaten. Im März 2025 machte in den Medien das Gerücht die Runde, dass der britische König Charles den USA eine „assoziierte Mitgliedschaft“ im Commonwealth anbieten möchte. Als Donald Trump davon hörte, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social: „Ich liebe König Charles. Klingt gut für mich!“ Ein Mitglied der Royal Commonwealth Society sagte, dass ein Beitritt der USA zum Commonwealth „auf höchster Ebene diskutiert“ wird. Das Mitglied sagte auch, Trump liebe Grossbritannien und habe grossen Respekt vor der Königsfamilie. Trump hat den heutigen König Charles bereits in den 80er-Jahren kennengelernt.

Trump gilt als anglophil und als Fan der Königsfamilie. Das Wall Street Journal schrieb im Februar 2025, dass Trump einer der anglophilsten US-Politiker der letzten Jahrzehnte ist. Übrigens wird das Wall Street Journal vom Milliardär Rupert Murdoch kontrolliert, der enge Verbindungen zur britischen Elite hat. Murdochs Sender Fox News hat mit seiner Berichterstattung dazu beigetragen, dass Amerikaner Trump wählen und die Demokratische Partei verachten.

Rupert Murdoch hat kürzlich in einem privaten Telefongespräch mit Trump versucht, ihn zu überreden, am Krieg gegen den Iran teilzunehmen. Bei Fox News wurde in den vergangenen Tagen die Position vertreten, dass der Krieg gegen den Iran notwendig sei. Schon bevor der Krieg begonnen hat, war Murdoch gegen die Verhandlungen mit dem Iran. Seine Medien kritisierten den Verhandlungsführer Steve Witkoff. Ein hochrangiger Trump-Beamter sagte, dass es eine Lobby gibt, die Trump zu einem Krieg mit dem Iran drängen möchte.

Trumps Freund Woody Johnson, ein Milliardär, engagiert sich schon seit vielen Jahren bei der Förderung der amerikanisch-britischen Beziehungen. Er war in Trumps erster Präsidentschaft Botschafter in Grossbritannien.

Viele Leute aus Trumps Umfeld sind anglophil und unterstützen die „special Relationship“ zwischen den USA und Grossbritannien. Die Journalistin Bronwen Maddox sagte Anfang 2025, dass Trumps Team Grossbritannien liebt, auch wenn sie die derzeitige linke Regierung ablehnen. Maddox leitet das Chatham House, eine der einflussreichsten britischen Denkfabriken. Maddox gehört auch zu den Honorary Governors der Ditchley Foundation. Die britische Stiftung fördert die Beziehungen zu den USA. Maddox’ Vater war Brite und die Mutter war US-Amerikanerin.

Als Trump sich 2019 mit der britischen Königsfamilie traf, waren der Herzog Edward von Kent und sein Bruder Michael anwesend, zwei Mitglieder der Königsfamilie. Die beiden sind zwei der obersten Freimaurer Grossbritanniens. (Mehr dazu)

Die britische Elite pflegt natürlich nicht nur Beziehungen zu Republikanern, sondern auch zu Demokraten. Der Milliardär George Soros, der als der Pate der politischen Linke in den USA gilt, hat gute Kontakte nach Grossbritannien. Der britischen Elite kann es egal sein, ob in den USA ein Republikaner oder ein Demokrat Präsident ist, solange er die Beziehungen zu Grossbritannien zu schätzen weiss.

Trump ist zur Hälfte Brite

Trumps Mutter Mary MacLeod war eine Schottin, die in die USA auswanderte. Dem Namen nach stammte sie vielleicht aus dem schottischen Clan MacLeod. Sie konnte Gälisch sprechen. Sie wurde auf der schottischen Insel Lewis geboren, die sie ihr Leben lang immer wieder besuchte. Auch Trumps 2023 verstorbene Schwester Maryanne, eine US-Bundesrichterin, besuchte vor ihrem Tod regelmässig ihre Cousins auf der Insel. Mitglieder des MacLeod Clans lebten bereits im 15. Jahrhundert auf der Insel. Trump hat dort Cousins mit dem Familiennamen Murray, die ihn kennen. Trump ist bekannt dafür, stolz von seinen schottischen Wurzeln zu sprechen. Er sagte: „Ich glaube, ich fühle mich schottisch.“ Seine Schwester sagte über ihn: „Er hat nie vergessen, woher er kommt, und er kommt von hier.“

1844 hatte der Schotte James Matheson die Insel dem Mackenzie Clan abgekauft. James Matheson war einer der führenden ausländischen Händler in China und gründete dort den bis heute bestehenden Grosskonzern Jardine Matheson. Der Konzern wird von der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kontrolliert, die mit mehreren Clan-Chefs verwandt ist.

Übrigens befinden sich auf der Insel Lewis die Steinkreise von Callanish. Sie sind älter als 4500 Jahre. In Grossbritannien gibt es mehrere uralte Steinkreise, von denen manche älter als die ältesten Pyramiden sind. Die Steinkreise von Callanish sind laut Google Maps etwa eine halbe Stunde Autofahrt vom Dorf Tong entfernt, dem Geburtsort von Trumps Mutter.

Trump sagte: „Meine Mutter war eine unglaubliche Frau, die Schottland liebte. Sie kehrte jedes Jahr hierher zurück und sie liebte die Queen.“ Er fügte hinzu: „Ich liebe Schottland genauso sehr.“

Trump erhielt 2018 von der damaligen britischen Premierministerin Theresa May den Stammbaum seiner schottischen Vorfahren als Geschenk. Das Geschenk trug das Wappen und den Tartan des MacLeod Clans. Trump, der ein leidenschaftlicher Golfer ist, besitzt zwei Golfplätze in Schottland und wird bald einen dritten eröffnen. Auf einem dieser Golfplätze wird voraussichtlich im August 2025 eine schottische Golfmeisterschaft stattfinden. Trumps Golfplatz hat ein schottisches Wappen und ein lateinisches Motto. Also wie die Clans. Auf der Webseite des Golfplatzes gibt es eine Seite mit dem Titel „Trumps schottische Abstammung und Familiengeschichte“. Auf dieser Seite wird der MacLeod Clan erwähnt. Es wird also angedeutet, dass er aus dem Clan stammt oder sich zumindest als Namensvetter dem Clan zugehörig fühlt. Das Golfspiel entstand vermutlich im 15. Jahrhundert in Schottland. Die ältesten Golfplätze liegen in Schottland.

2017 wurde berichtet, dass Theresa May bei ihrem Besuch im Weissen Haus Trump einen Quaich schenken möchte. Der Quaich ist eine traditionelle schottische Tasse. Die Clan-Chefs der Highlands geben sich seit Jahrhunderten diese Tassen als Geschenk.

Ein russischer Genealoge behauptete, Trump sei über seine Mutter ein Nachkomme des englischen Königs Heinrich III. (lebte im 13. Jahrhundert) aus dem Haus Plantagenet sowie auch ein Nachkomme von Rurik (lebte im 9. Jahrhundert), aus dessen Dynastie die russische Monarchie hervorging. Wenn Trump wirklich ein Nachkomme von Heinrich III. ist, dann hätte er noch weitere alte Könige in seinem Stammbaum, unter anderem Fulko von Jerusalem, die Kapetinger sowie der erste schottische König Kenneth I. und sein Enkel, der schottische König Donald II. Der Name Donald hat seinen Ursprung im Schottisch-Gälischen. Der Name bedeutet „Weltherrscher“ oder „Herrscher der Welt“, was im Fall von Donald Trump gut passt, da er als US-Präsident der mächtigste Staatschef der Welt ist.

Der Journalist Stephen Daisley, der in Schottland lebt, schrieb im März 2025, dass Trump zwar ein Rüpel ist, aber gleichzeitig auch eine Chance für Grossbritannien sein könnte. Daisley schlug vor, das Königshaus solle Trump zum Ritter ernennen, da dies dem Präsidenten schmeicheln und seine Sympathien für Grossbritannien noch weiter steigern würde. Queen Elisabeth hatte die Präsidenten Dwight Eisenhower, Ronald Reagan und George H. W. Bush zu Rittern gemacht. Daisley scherzte in dem Artikel, dass man einen schottischen Clan dazu bringen soll, Trump zum Ehrenhäuptling zu ernennen, was theoretisch möglich wäre. Ich fände es grossartig, wenn Trump zum Ehrenhäuptling ernannt wird, aber es ist wohl eher unwahrscheinlich. Der Clan würde sich damit bei den linken Trumphassern unbeliebt machen und würde nur unnötig Aufmerksamkeit erregen.

Der letzte US-Präsident, der einen britischen Elternteil hatte, war Woodrow Wilson. Seine Mutter war eine Schottin, die in England geboren wurde. Woodrow Wilson sorgte dafür, dass die USA in den Ersten Weltkrieg eintreten und Grossbritannien im Kampf gegen Deutschland zu Hilfe eilen.

Trumps Freund im britischen Adel

Trump ist mit dem Herzog von Marlborough befreundet und erhielt Ratschläge von ihm. Der Herzog ist das Oberhaupt der Spencer-Churchill Familie, einer der einflussreichsten Familien des britischen Adels. Ein Insider aus Washington sagte: „Sie haben sich durch ihre ähnlichen Ansichten, sowohl politisch als auch anderweitig, verbunden und sind schnell Freunde geworden. Sie haben viel mehr gemeinsam, als man denken würde. Sie telefonieren regelmässig und ihre Gespräche dauern oft bis tief in die Nacht hinein.“ Der Herzog sagte, er sei einer von Trumps „grössten Unterstützern“. 2018 veranstaltete er in seinem Blenheim-Palast ein Treffen für Trump, zu dem viele Wirtschaftsführer kamen. Larry Fink, der Chef des führenden Finanzkonzerns BlackRock, war eingeladen. Falls Trump den Herzog öfter besucht hat, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er weitere britische Adlige kennenlernte. Der bedeutende Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Herzogsfamilie. Trump respektiert Churchill.

Trump sorgte in seiner ersten Amtszeit dafür, dass die Büste von Churchill wieder im Oval Office steht. Obama hatte die Büste entfernen lassen. Der damalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson meinte, dass Obama eine Abneigung gegen das Britische Empire empfindet (Obamas Grossvater hatte in Kenia unter der britischen Kolonialherrschaft gelitten). Nachdem Joe Biden Präsident wurde, liess dieser ebenfalls die Büste aus dem Oval Office entfernen. 2025 stellte Trump einen Tag nach seiner Amtseinführung die Büste wieder ins Oval Office.

In der Vergangenheit waren Mitglieder der Spencer-Churchill Familie Freimaurer. (Mehr dazu) Auch Winston Churchill gehörte den Freimaurern an. Ob es heute immer noch Freimaurer in der Familie gibt, ist nicht bekannt.

Die Spencer-Churchill Familie kennt womöglich den Milliardär Rupert Murdoch, der anfangs erwähnt wurde. 2012 halfen Murdochs Tochter Elisabeth und ihr damaliger Mann, Matthew Freud, der Spencer-Churchill Familie bei der Organisation einer Veranstaltung im Blenheim Palace. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton war an jenem Abend zu Gast. Rupert Murdochs vierte Hochzeit fand im Spencer House in London statt. Das Haus gehört der Adelsfamilie Spencer, die dieselben Vorfahren wie die Spencer-Churchill Familie hat. Prinzessin Diana kam aus der Spencer Familie.

Trumps Retter Wilbur Ross ist ein Freund

der Spencer-Churchill Familie

Der Geschäftsmann Wilbur Ross war in Trumps erster Amtszeit Handelsminister. Im Wahlkampf 2016 war er Trumps wichtigster Berater für Handelspolitik. Er diente auch dem ehemaligen New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani als Wirtschaftsberater. Giuliani war Trumps Anwalt und auch ein politischer Unterstützer von Trump. Wilbur Ross arbeitete 24 Jahre für die britische Rothschild Bank. Anfang der 90er-Jahre rettete er Trump vor dem Bankrott.

Wilbur Ross ist Katholik und ging auf eine Jesuitenschule* in New York. Sein Vermögen soll mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar betragen. Er behauptete, dass er mehr als drei Milliarden besitze, und fühlte sich gekränkt, als das Forbes-Magazin ihn von der Liste der Milliardäre nahm. In den 90er-Jahren rettete er Trump vor einer Privatinsolvenz, als dieser hochverzinste Kredite, die er in das Taj Mahal-Casino** gesteckt hatte, nicht zurückzahlen konnte. Wilbur Ross leitete damals bei der britischen Rothschild Bank die Abteilung für Restrukturierungen bei Insolvenzen. In dieser Funktion überredete er Trumps Gläubiger (zu denen der heutige Milliardär Carl Icahn gehörte), Trump noch eine Chance zu geben. Dank Wilbur Ross und der Rothschild Bank wurde Trump also vor der Pleite bewahrt. Die britischen Rothschilds sind schon seit über hundert Jahren mit der Spencer-Churchill Familie verbunden.

* Trump studierte an der Fordham University. Sie ist eine der führenden Jesuiten-Universitäten.

** Trumps Taj Mahal-Casino hatte über Jahre erheblich gegen Geldwäschegesetze verstossen. Das Casino wurde mit amerikanisch-russischen Gangstern und Triaden (chinesische Mafia) in Verbindung gebracht. Trump machte Geschäfte mit der Hongkonger Milliardärsfamilie Cheng, der Kontakte zur chinesischen Mafia nachgesagt werden. Trump hatte Kontakt zu Vertretern und Helfern der jüdischen und der italienischen Mafia in den USA. Ich habe einen Beitrag geschrieben, in dem einige seiner Mafiakontakte erwähnt werden. Trump wurde 2013 in einer Talkshow gefragt, ob er wissentlich Geschäfte mit der organisierten Kriminalität gemacht hatte. Er antwortete, dass er versucht habe, sich so weit wie möglich von diesen Leuten fernzuhalten. Aber er fügte hinzu, gelegentlich solche Leute getroffen zu haben, und bezeichnete sie als „sehr nette Leute“. Es gibt ein Foto aus dem Jahr 2023, auf dem Trump mit dem Mafiaboss Joey Merlino abgebildet ist. Merlino bezeichnete Trump als den „grössten Präsidenten, den wir je hatten“ und als den „nettesten Mensch der Welt“. 2022 liess sich Trump mit John Alite ablichten. Der albanischstämmige John Alite stand früher als Auftragskiller im Dienste der Mafia, aber anscheinend hat er sich schon vor langem von der Mafia abgewandt.

Die Spencer-Churchill Familie besitzt wie gesagt den Blenheim Palace. Sie lädt öfter einflussreiche US-Amerikaner in das Schloss ein. 2011 gab es ein Benefiz-Dinner zur Unterstützung der Restaurierung des Schlosses. Der damalige Herzog aus der Spencer-Churchill Familie war bei dem Dinner dabei. Gäste aus den USA waren unter anderem der Multimilliardär David Koch*, der Milliardär Daniel Ziff, die Frau des Multimilliardärs Stephen Schwarzman** sowie Trumps Schwägerin Blaine. Auch der indische Milliardär Lakshmi Mittal war anwesend. Wilbur Ross und seine Frau Hilary halfen bei der Ausrichtung des Dinners. Ross gehörte zum Kuratorium der Blenheim Foundation und seine Frau war Präsidentin der Stiftung. Dadurch hatten sie viel mit der Spencer-Churchill Familie zu tun.

* Der 2019 verstorbene David Koch war mit Winston Churchill Jr. befreundet. David Koch galt als einer der reichsten Männer der Welt. Er war ein grosszügiger finanzieller Unterstützer von konservativen und libertären Anliegen. Einige Linke glauben, dass ein Netzwerk von rechten Milliardären den politischen Aufstieg von Donald Trump ermöglicht hat. David Koch war zwar kein Fan von Trump, aber mehrere Leute, die mit Koch verbunden waren oder von ihm unterstützt wurden, besetzten Ministerposten in Trumps erster Amtszeit und auch sein Vizepräsident Mike Pence gehörte zu Kochs Netzwerk. David Koch war ein enger Freund von Wilbur Ross. Als Koch 2017 eine Weihnachtsfeier veranstaltete, zählten Wilbur Ross und Trumps ehemaliger Anwalt Rudy Giuliani sowie die Milliardäre Robert Kraft (ehemaliger Freund von Trump) und Woody Johnson (Trumps Botschafter in Grossbritannien) zu den Gästen.

** Stephen Schwarzman gilt als einer der reichsten Juden der Welt. Er ist Chef und Mitgründer von Blackstone (das grösste Private-Equity-Unternehmen). Er kennt Trump schon seit fünfzig Jahren. Beim Wahlkampf 2020 war er Trumps grösster Unterstützer aus der Finanzelite. 2024 gab es Pläne, Schwarzman zum Finanzminister in der neuen Trump-Regierung zu machen. Schwarzmans Frau hatte zuvor in die Milliardärsfamilie Hearst geheiratet. Zu den Gästen bei Schwarzmans 70. Geburtstag im Jahr 2017 gehörten unter anderem Wilbur Ross, Trumps Tochter Ivanka, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sowie David Koch und ein paar weitere Milliardäre. Auch der Multimillionär Steven Mnuchin (war Trumps Finanzminister) sowie Elaine Chao (war Trumps Verkehrsministerin) kamen auf die Geburtstagsfeier. Schwarzman war 2004 auf einer Feier in New York, an der auch der verstorbene Herzog aus der Spencer-Churchill Familie teilnahm. 2023 war Schwarzman bei einem Mittagessen zum 100. Geburtstag von Henry Kissinger. Kissinger galt als einer der einflussreichsten Männer der US-amerikanischen Elite. Das Mittagessen fand in einem Schloss in England statt und wurde vom britischen Baron Jacob Rothschild veranstaltet. Auch der bereits erwähnte Milliardär Rupert Murdoch war anwesend. Jacob Rothschild kannte Woody Johnson, der wie gesagt Trumps Botschafter in Grossbritannien war. Jacob Rothschild kannte auch die Spencer-Churchill Familie.

Als Wilbur Ross seinen 85. Geburtstag feierte, waren folgende Leute zu Gast: Donald Trump, Blaine Trump, Stephen Schwarzman, Woody Johnson, Luce Churchill sowie die Milliardäre Charles Johnson (Grossspender von Trump) und Robert „Bob“ Kraft (ehemaliger Freund von Trump). Nachdem Trump 2024 wiedergewählt wurde, konzentrierten sich die Mainstream-Medien vor allem auf Elon Musk und stellten es so dar, als hätte Musk grossen Einfluss auf Trumps Pläne. Ich gehe jedoch davon aus, dass das Netzwerk, das ich hier beschreibe, weitaus grösseren Einfluss auf Trump hat.

Übrigens war der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein im Jahr 2010, das Jahr nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, bei einem Dinner, das von David Koch veranstaltet wurde. Demnach nahm Koch es Epstein nicht besonders übel, dass er in die Prostitution von Minderjährigen verwickelt war. Zu den Gästen des Dinners gehörten Stephen Schwarzman, der Milliardär Henry Kravis, Tamara Mellon, Trumps Anwalt Rudy Giuliani und Steven Mnuchin (wurde später Trumps Finanzminister). Epstein soll sich beim Dinner mit Wilbur Ross und dem Milliardär Leon Black unterhalten haben. Leon Black wurde vorgeworfen, dass er aktives Mitglied in Epsteins Missbrauchsring war. Er zahlte Epstein über mehrere Jahre mehr als 150 Millionen US-Dollar. Epstein war mit dem britischen Prinzen Andrew befreundet, dem ebenfalls vorgeworfen wird, dass er zu Epsteins Missbrauchsnetzwerk gehörte.

Wilbur Ross nahm 2017, als er Trumps Handelsminister war, am Bilderberg-Treffen teil. Auch Trumps Nationaler Sicherheitsberater H. R. McMaster sowie Chris Liddell, oberster Berater von Trumps Stabschef, waren in jenem Jahr Teilnehmer der Konferenz. Wilbur Ross war im Kuratorium der Brookings Institution. Er ist Mitglied des Council on Foreign Relations (CFR). Die Brookings Institution und der CFR sind zwei der einflussreichsten Denkfabriken der USA.

Wilbur Ross war das Oberhaupt von Kappa Beta Phi (nicht zu verwechseln mit Phi Beta Kappa). Dies ist eine elitäre Geheimgesellschaft, bestehend aus Geschäftsleuten von der Wall Street. Wie bei anderen Geheimgesellschaften in den USA (Bohemian Club, Skull and Bones usw.) gibt es auch bei Kappa Beta Phi Bräuche, die für Aussenstehende seltsam erscheinen. Neulinge mussten sich als Dragqueens verkleiden. Kappa Beta Phi legt viel Wert auf Geheimhaltung. 2012 gelang es einem Journalisten, sich bei einem Treffen der Gruppe einzuschleichen, aber er wurde nach einer Weile entdeckt und rausgeworfen. Das dort Erlebte führte ihn zur Annahme, dass „die oberen Ränge der Finanzwelt aus Menschen bestehen, die sich komplett von der Realität getrennt haben“. Der Journalist veröffentlichte die geheime Mitgliederliste von Kappa Beta Phi. Der verstorbene Avery Rockefeller Jr. war eines der Oberhäupter der Gruppe. 2011 wurde Ogden Phipps II. in die Gruppe aufgenommen. Die Familien Rockefeller und Phipps gehören schon seit über hundert Jahren zu den reichsten des Landes. Auch der Milliardär Warren Stephens wurde 2011 Mitglied der Gruppe. Er ist Trumps neuer Botschafter in Grossbritannien und war einer seiner Grossspender. Bereits Trumps letzter Botschafter im Königreich war ein Milliardär. Auf der Mitgliederliste von Kappa Beta Phi stehen die Milliardäre Laurance Fink (Chef von BlackRock), Michael Bloomberg, James Tomilson Hill*, Kenneth Langone und Paul Tudor Jones II. Weitere bemerkenswerte Mitglieder sind Robert Rubin, der ehemalige Vorsitzende des CFR, und James Wolfensohn, der ehemalige Präsident der Weltbank. Auf der Liste findet man einen Elbridge T. Gerry Jr. Vermutlich kommt aus der Familie von Elbridge Gerry (einer der Gründerväter der USA) und ist ein Urenkel von E. H. Harriman.

* Michael Bloomberg und James Tomilson Hill engagieren sich stark für die amerikanisch-britischen Beziehungen. (Mehr dazu)

Wilbur Ross hat ein Unternehmen, zu dessen Vorstand Larry Kudlow gehört, der unter Trump den Nationalen Wirtschaftsrat leitete. Auch der britische Adlige Lord William Astor ist im Vorstand des Unternehmens. Lord Astor gehört zum Freundeskreis des Herzogs aus der Spencer-Churchill Familie. Die Astor Familie spielt schon seit mehreren Generationen eine wichtige Rolle im Austausch der Eliten Grossbritanniens und der USA.

Das nicht mehr existente Datenanalyseunternehmen Cambridge Analytica erbrachte als „Targeting Partner“ Dienstleistungen für Trumps Social-Media-Kampagne beim Wahlkampf 2016. Dabei sammelte und verwendete Cambridge Analytica auf illegale Weise Daten von Millionen von Facebook-Nutzern. Cambridge Analytica war eine Tochterfirma der SCL Group. Dieses zwielichtige Unternehmen aus England hatte enge Verbindungen zum britischen Militär und zur Konservativen Partei Grossbritanniens. Die SCL Group wollte in verschiedensten Ländern Wahlen beeinflussen und führte PsyOps durch. (Mehr dazu)

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Das Royal United Services Institute

Die älteste Denkfabrik der Welt ist das Royal United Services Institute (RUSI) in England, das seit 1831 besteht. Es bezeichnet sich als Grossbritanniens führende Denkfabrik für Verteidigung und Sicherheit. Auf seiner Webseite steht: „Unsere Mission ist es, die öffentliche Debatte zu informieren, zu beeinflussen und zu verbessern, um zu helfen, eine sicherere und stabilere Welt zu schaffen.“

Zum Führungsgremium des RUSI gehören derzeit folgende Männer:

  • Der britische König ist der Schirmherr des RUSI. Jeder britische König seit Wilhelm IV. (1765–1837) war Schirmherr des RUSI. Mehrere Könige waren Freimaurer, darunter auch Wilhelm IV.
  • Der Herzog von Kent ist der Präsident des RUSI. Er gehört zur britischen Königsfamilie. Er ist schon seit fast sechzig Jahren Grossmeister der Freimaurer in England.
  • David Lidington, ein Politiker der Konservativen Partei, ist Vorsitzender des RUSI. Er war unter anderem Lordkanzler und Vorsitzender des Privy Council (Geheimrat des Monarchen), hatte also zwei der höchsten und angesehensten Ämter in der Regierung inne. Zudem war er Justizminister sowie Minister für europäische Angelegenheiten. Er vertrat das Königreich bei der NATO und dem UN-Sicherheitsrat. Als Donald Trump sich 2019 mit der Königsfamilie traf, war David Lidington anwesend. Lidington wurde 2017 Mitglied der Pilgrims Society. Diese diskrete Gesellschaft dient dem Austausch der Eliten Grossbritanniens und der USA. Lidington arbeitete für die Rohstoffkonzerne BP und Rio Tinto, zwei der wichtigsten Unternehmen des britischen Empire. Lidington besuchte mindestens ein Treffen von Le Cercle. Le Cercle veranstaltet internationale Konferenzen für einflussreiche Konservative. Die Gruppe hat Verbindungen zu Geheimdiensten mehrerer Länder.
  • Der geadelte Politiker Peter Forbes Ricketts ist stellvertretender Vorsitzender des RUSI. Er war Nationaler Sicherheitsberater, Botschafter in Frankreich und Ständiger Vertreter bei der NATO. Er beteiligte sich an der Politik der britischen Interventionen auf dem Balkan, im Irak, in Afghanistan und in Libyen. Zudem sass er im Vorstand des französischen Energiekonzerns Engie.
  • Der US-Amerikaner David Petraeus ist Senior Vice-President des RUSI. Der pensionierte General war Chef der CIA und diente über 37 Jahre beim US-Militär. Er war Kommandeur im Irak und in Afghanistan. Er ist Mitglied bei mehreren Denkfabriken, darunter der Trilateralen Kommission, Council on Foreign Relations, Atlantic Council und der Aspen Strategy Group. David Petraeus ist Partner des Finanzkonzerns KKR und Vorsitzender des KKR Global Institute. Ausserdem gehört er zum Vorstand des Cybersicherheits-Unternehmens Optiv. Er engagiert sich schon länger in amerikanisch-britischen Beziehungen. 2008 war er Ehrengast bei einem Mittagessen der Pilgrims Society in London. Er hielt 2024 in den USA eine Rede bei der Pilgrims Society. Die Pilgrims Society in den USA verlieh ihm 2010 eine Auszeichnung. Er besuchte mehrfach das Bilderberg-Treffen.
  • Der geadelte Politiker William Hague ist Senior Vice-President und ehemaliger Vorsitzender des RUSI. Er war Aussenminister und Vorsitzender der Konservativen Partei. Anfang 2025 wurde er Kanzler der Eliteuniversität Oxford. Er war Vorsitzender der Royal Foundation, einer Stiftung der Königsfamilie. In der Privatwirtschaft ist er unter anderem Berater der Citigroup (eine der grössten Banken der USA) und Vorstandsmitglied der Intercontinental Exchange (betreibt die NYSE, die grösste Börse der Welt). Momentan ist William Hague Vorsitzender des internationalen Beirats des Beratungsunternehmens Hakluyt. Auch die Milliardärin Valerie Mars ist im Beirat. Das 1995 gegründete Unternehmen hatte in seiner Anfangszeit enge Verbindungen zu Mitarbeitern des britischen Geheimdienstes MI6. Ob diese Verbindungen immer noch bestehen, ist unklar. William Hague besuchte mindestens ein Treffen von Le Cercle. 2008 war er Ehrengast bei einem Abendessen der Pilgrims Society in London.
  • Charles Wellesley, der 9. Herzog von Wellington, ist ebenfalls Senior Vice-President des RUSI. Er gehört zur Konservativen Partei und war Mitglied des EU-Parlaments. Seine Tochter Charlotte heiratete den kolumbianischen Milliardär Alejandro Santo Domingo. Charles Wellesley besetzte Vorstandsposten bei vielen Unternehmen, darunter bei AXA UK, RIT Capital (wurde von Jacob Rothschild gegründet), Sanofi, Financière Richemont (wird von der südafrikanischen Milliardärsfamilie Rupert kontrolliert), Pernod Ricard (steht unter dem Einfluss der französischen Milliardärsfamilie Ricard), Transatlantic Holdings, Guinness Mahon und Rothmans International. Sein Vorfahre Arthur Wellesley, der 1. Herzog von Wellington, hatte das RUSI 1831 gegründet. Arthur Wellesley war Premierminister und Oberbefehlshaber der britischen Armee. Bekannt ist er vor allem für seinen Sieg über Napoleon in der Schlacht bei Waterloo. Er war den Freimaurern beigetreten.

2022 und 2023 gehörten zu den Spendern des RUSI unter anderem:

  • Die Bill Gates-Stiftung, die Open Society Foundation von George Soros, die Brenthurst Foundation der Milliardärsfamilie Oppenheimer, die Pew Charitable Trusts der Pew Familie, Schmidt Futures (wurde vom ehemaligen Google-Chef und Milliardär Eric Schmidt gegründet) und die European Climate Foundation. Spender aus Deutschland waren die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung.
  • Die Aussenministerien von Grossbritannien, USA, Kanada, Katar, Saudi-Arabien, Japan, Taiwan und Norwegen. Des Weiteren auch Botschaften von Ländern aus der ganzen Welt.
  • Die Europäische Kommission, die NATO, das britische und französische Verteidigungsministerium sowie die britische Armee und Marine.
  • Die grössten britischen Rüstungskonzerne BAE Systems, Babcock und Rolls-Royce, der führende europäische Rüstungskonzern Airbus, der grösste italienische Rüstungskonzern Leonardo, der grösste französische Rüstungskonzern Thales sowie die führenden US-amerikanischen Rüstungskonzerne Lockheed Martin, Northrop Grumman, Boeing und Raytheon. Rüstungskonzerne spenden an viele Denkfabriken.

Zu den Spendern zählten auch die Stiftung der kanadisch-britischen Milliardärsfamilie Weston sowie die Rothschild Foundation und der britische Milliardär Michael Spencer. Spencers Frau war in erster Ehe mit einem Markgrafen aus der Mountbatten Familie verheiratet.

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Die Bevölkerungskontrolle der Vereinten Nationen

Ich habe einen Beitrag geschrieben, in dem es unter anderem um Netzwerke geht, die schon seit über hundert Jahren die Überbevölkerung als eine grosse Gefahr ansehen und etwas dagegen unternehmen wollen. Im Beitrag wurde angedeutet, dass dieses Netzwerk an der Gründung der Vereinten Nationen (UN) beteiligt war und das Ziel verfolgte, die Organisationen der UN für den Kampf gegen die Überbevölkerung zu nutzen. Der erste Chef der UNESCO, Julian Huxley, wollte, dass die UN und die WHO eine Strategie für eine weltweite Bevölkerungskontrolle entwickeln. Hier habe ich als Ergänzung noch einen Beitrag geschrieben, in dem es um die Bevölkerungsplanung der UN geht.

Die UN und einige ihrer Organisationen setzen sich auf der ganzen Welt für Familienplanung ein. Man tut dabei so, als würde es darum gehen, die reproduktiven Rechte der Frauen zu stärken. Vielen Mitarbeitern geht es auch um die Frauenrechte, aber einige Leute aus diesen Netzwerken wollen die Familienplanung fördern, weil es dabei hilft, das Bevölkerungswachstum zu hemmen. Ausserdem wird es auch Leute geben, die sich aus beiden Gründen für die Familienplanung starkmachen. Man kann ja auch Feminist und gleichzeitig Befürworter der Bevölkerungskontrolle sein, es widerspricht sich nicht.

Einige Organisationen sind aber auch ehrlicher. Zum Beispiel die britische Organisation Population Matters. Wer sich mit diesen Organisationen nicht auskennt, dem empfehle ich, die Zitate der Schirmherren von Population Matters zu lesen, um einen Eindruck zu bekommen, wie diese Leute die Sache sehen.

Ich bin kein Gegner dieser Organisationen, sondern bin selbst ein Befürworter der Bevölkerungskontrolle. Aber als Verschwörungstheoretiker wollte ich ein wenig über diese Organisationen schreiben, da es reichlich Verschwörungstheorien zu diesen Gruppen gibt. Die Theorien besagen, dass diese Netzwerke unethische und kriminelle Methoden anwenden, um die Weltbevölkerung zu reduzieren.

Ab den 60er-Jahren konzentrierten sich einflussreiche Organisationen immer mehr auf die Überbevölkerung in der Dritten Welt. Zu diesen Organisationen zählten unter anderem die UN und ihre Weltbank sowie philanthropische Stiftungen aus den USA, darunter die Ford Foundation und die Rockefeller Foundation. US-Präsident Lyndon Johnson sorgte dafür, dass die USA nur Entwicklungshilfe leisten, wenn sich die Empfängerländer bereit erklärten, Programme für Familienplanung einzuführen. Auch andere reiche Länder wie Grossbritannien und Japan begannen, in der Dritten Welt hohe Geldbeträge bereitzustellen für Projekte zur Senkung der Geburtenraten. Ein Vertreter der Ford Foundation forderte damals eine obligatorische Sterilisation bei kinderreichen Familien. Die US-Behörde USAID finanzierte im Ausland Bevölkerungsprogramme mit Millionen von US-Dollar. Auch in den vergangenen Jahren finanzierte USAID auf der ganzen Welt Familienplanung. Präsident Richard Nixon gründete 1969 eine Behörde für Bevölkerungsentwicklung, die zur USAID gehört. Der ehemalige Leiter der Behörde sagte 1977 in einem Interview, das Ziel sei, ein Viertel aller Frauen weltweit zu sterilisieren.  In den Jahren zuvor wurden in Indien Millionen von Menschen sterilisiert, oft unter Zwang. In den folgenden Jahren gab es auch in China Millionen von Sterilisationen. Dies wird weiter unten erläutert.

Die UN hat eine Abteilung für Bevölkerungspolitik. Momentan steht auf ihrer Webseite: „Eine gut durchdachte Regierungspolitik ist entscheidend für die Umsetzung des Aktionsprogramms der Internationalen Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung von 1994 und für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung.“ Die UN veranstaltete mehrere internationale Konferenzen für Bevölkerungspolitik. Bereits vor der Gründung der UN gab es internationale Konferenzen zum Thema Bevölkerungskontrolle. Die ersten Konferenzen dieser Art wurden im frühen 20. Jahrhundert in Grossbritannien ins Leben gerufen. (Mehr dazu)

Die UN-Abteilung für Bevölkerungspolitik besteht seit dem Jahr 1947. Die UN wurde 1945 gegründet. Sie interessierte sich also schon sehr früh für Bevölkerungsfragen. Der erste Chef der Bevölkerungsabteilung war der US-Amerikaner Frank Notestein. Dieser hatte 1936 an der Eliteuniversität Princeton ein bis heute bestehendes Zentrum für Bevölkerungsforschung gegründet. In den 60er-Jahren leitete Notestein den Population Council. Der Population Council ist eine internationale Organisation für Bevölkerungskontrolle mit Sitz in den USA. Die Organisation ist seit ihrer Gründung mit der Rockefeller Familie verbunden. Die Rockefellers gehören schon seit über hundert Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA.

Sechs der zehn Gründungsmitglieder des Population Council waren Eugeniker. Auch Frank Notestein war ein Eugeniker. Er gehörte zur American Eugenics Society, der wohl wichtigsten eugenischen Gesellschaft in den USA. Zudem war er Mitglied der Century Association (ein elitärer Club in New York) sowie Mitglied des Council on Foreign Relations (eine der einflussreichsten Denkfabriken).

Ein Mitgründer des Population Council war der Eugeniker Frederick Osborn. Er sass im Vorstand der American Eugenics Society. Osborn war massgeblich an der Gründung des Zentrums für Bevölkerungsforschung an der Princeton-Universität beteiligt, das wie gesagt anfangs von Frank Notestein geleitet wurde. Osborn war mit einflussreichen Familien verschwägert, unter anderem mit der Vanderbilt Familie und der Morgan Familie, der damals mächtigsten Bankiersfamilie der USA. (Mehr dazu)

Frederick Osborn war Präsident der bis heute bestehenden Population Association of America, die Bevölkerungsforschung betreibt. 1978 ergab eine Umfrage unter ihren Mitgliedern, dass 34 Prozent es befürworten würden, wenn in einigen Ländern die Leute zur Geburtenkontrolle gezwungen werden. Bei einer Sitzung des Population Council im Jahr 1970 sagte der Ökologe Garrett Hardin: „Es wäre viel einfacher, wenn wir zunächst eine überzeugende Kampagne führen würden, um den Weg für den späteren Zwang zu ebnen.“

Der Bevölkerungsfonds

Die vielleicht wichtigste Organisation der UN für Bevölkerungspolitik ist der Bevölkerungsfonds (UNFPA), der 1969 gegründet wurde. Der UNFPA wird von reichen Ländern finanziert. USAID war ein wichtiger Geldgeber. Unter der neuen Trump-Regierung wurde die Unterstützung für den UNFPA eingestellt. Das wird auch auf Elon Musk zurückzuführen sein. Musk ist ein Gegner der Lobby für Bevölkerungskontrolle. Er sagte mehrfach, dass nicht die Überbevölkerung, sondern der Bevölkerungsrückgang die grosse Gefahr sei.

Bereits in Trumps erster Amtszeit wurde die finanzielle Unterstützung für den UNFPA gestoppt. Die Begründung war, dass der UNFPA angeblich Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisationen in China unterstützt.

Neben dem UNFPA sind der Population Council und die IPPF zwei wichtige internationale Organisationen für Bevölkerungskontrolle. Bei diesen drei Organisationen wollte man noch in den 80er-Jahren Zwangsmassnahmen zur Senkung der Geburtenraten nicht ausschliessen und man meinte, die Bekämpfung der Überbevölkerung sei wichtiger als die Entscheidungsfreiheit. Diese Organisationen behaupten wie gesagt, dass es ihnen um die reproduktiven Rechte der Frauen geht. Jedoch meinen sie damit anscheinend nur das Recht der Frau, keine oder wenig Kinder zu bekommen, aber nicht das Recht, eine kinderreiche Familie zu gründen.

Zu den Goodwill-Botschaftern des UNFPA gehören derzeit folgende Personen:

  • Die dänische Königin Mary. Sie ist seit 2010 Schirmherrin des UNFPA und seit 2005 Schirmherrin der WHO in Europa. Zudem wurde sie 2020 Präsidentin der dänischen Abteilung des WWF. Der WWF hat enge Verbindungen zu Königshäusern aus der ganzen Welt. (Mehr dazu) Mehrere bekannte Personen aus der Lobby für Bevölkerungskontrolle engagieren sich beim WWF oder anderen Naturschutzorganisationen. Die Überbevölkerung und die Lebensweise der Menschen sind die grösste Bedrohung für die Tier- und Pflanzenwelt. Daher überrascht es nicht, dass es Überschneidungen bei Organisationen für Naturschutz und Bevölkerungskontrolle gibt. Königin Mary hat vier Kinder.
  • Die bhutanische Königin Sangay Choden. Eine andere Königin von Bhutan ist derzeit im Vorstand der Abteilung des WWF in den USA. Chodens Mann, der bis 2006 König war, zeugte zehn Kinder.
  • Die jordanische Prinzessin Basma bint Talal. Sie beteiligte sich 1996 an der Einführung der ersten nationalen Bevölkerungsstrategie für Jordanien. Sie engagierte sich bei der UN, unter anderem in Gremien der WHO. Ausserdem war sie im Kuratorium des Population Council. Sie zeugte vier Kinder. Ihr Bruder Hussein, der bis 1999 König war, bekam mindestens zwölf Kinder. Die vom UNFPA propagierte Geburtenkontrolle gilt offenbar nur für den Pöbel und nicht für die Königshäuser.
  • Das russische Model Natalja Wodjanowa. Sie heiratete erst in die britische Adelsfamilie Portman (Milliardäre), die seit dem späten 19. Jahrhundert den Titel eines Vizegrafen besitzt. Natalja heiratete 2020 einen Sohn des französischen Unternehmers Bernard Arnault. Bernard gilt als einer der reichsten Männer der Welt. Natalja bekam fünf Kinder.

2019 wurde Prinzessin Angelika Lātūfuipeka Tukuaho zur Schirmherrin des UNFPA für den Pazifik ernannt. Sie kommt aus der Königsfamilie des Inselstaates Tonga im Südpazifik.

Ich habe keine Liste der ehemaligen Goodwill-Botschafter gefunden. Vielleicht waren noch weitere Personen aus der Hocharistokratie dabei. Mitglieder von Königsfamilien sind auch Goodwill-Botschafter bei anderen Organisationen der UN.

Weitere Goodwill-Botschafter des UNFPA waren unter anderem:

  • Die Schauspielerin Manisha Koirala. Die Koirala Familie ist eine der einflussreichsten Politikerfamilien Nepals. Sie stellte vier Premierminister.
  • Die Fernsehmoderatorin Masha Efrosinina. Ihre Schwester heiratete einen Sohn des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Wiktor Juschtschenko.
  • Die Politikerin Rosy Senanayake. In den letzten Jahren war sie Bürgermeister der Grossstadt Colombo in Sri Lanka.
  • Hodan Said Isse. Sie gehörte zum Vorstand der somalischen Zentralbank. Ihr Mann Abdiweli Mohamed Ali war Premierminister von Somalia und Präsident der somalischen Region Puntland.

Hier die Liste der ehemaligen Chefs des UNFPA. Der erste Chef war der Philippiner Rafael Salas, der den Posten von 1969 bis 1987 innehatte. John D. Rockefeller III. hatte ihn für den Posten vorgeschlagen. Rafael Salas war zuvor der oberste Sekretär des philippinischen Diktators Ferdinand Marcos. Salas hatte in den USA an der Harvard University studiert.

Von 1987 bis 2000 war die Pakistanerin Nafis Sadik Chef des UNFPA. Ihr Vater war Finanzminister von Pakistan gewesen und hatte einen hohen Posten bei der Weltbank in Washington besetzt. Nafis Sadik wirkte an der Entwicklung der ersten Bevölkerungspolitik Pakistans mit. Sie hatte in den USA an der Johns Hopkins University studiert. Sie diente dem UN-Generalsekretär mehrere Jahre als Sondergesandtin für HIV in Asien und im Pazifik. 1994 leitete sie die Bevölkerungskonferenz der UN, bei der viele Staats- und Regierungschefs zusammenkamen, um über das Problem der Überbevölkerung zu diskutieren. Der damalige Papst Johannes Paul II. übte öffentlich Kritik an der Konferenz und meinte, sie sei „ein Plan der Vereinten Nationen zur Zerstörung der Familie“.

Nafis Sadik gehörte zum Vorstand von Population Action International (PAI), einer Organisation für Bevölkerungskontrolle in den USA. Personen aus der US-amerikanischen Elite engagierten sich bei PAI.

Nafis Sadik war von 2001 bis 2015 im Vorstand der United Nations Foundation. Diese Stiftung unterstützt die UN. Sadik war zur selben Zeit im Vorstand wie Emma Rothschild und der UN-Chef Kofi Annan. Die Stiftung wurde vom US-amerikanischen Milliardär Ted Turner gegründet, der bis heute ihr Vorsitzender ist. Ted Turner gründete den Fernsehsender CNN. Er ist mit anderen Milliardären vernetzt, die Befürworter der Bevölkerungskontrolle sind. Turner erhielt 2004 für seine finanzielle Unterstützung der Familienplanung den Margaret Sanger Award von Planned Parenthood. Der Preis ist nach Margaret Sanger benannt, einer Eugenikerin, die eine führende Rolle beim Aufbau der Lobby für Bevölkerungskontrolle spielte. Im Jahr 2000 erhielt Nafis Sadik den Margaret Sanger Award. 2009 war Hillary Clinton die Preisträgerin. Der Preis wurde 1966 zum ersten Mal verliehen. Zu den ersten Preisträgern gehörten John D. Rockefeller III., William Draper, US-Präsident Lyndon Johnson sowie der berühmte Bürgerrechtler Martin Luther King. Übrigens war Margaret Sangers Enkel Alexander Goodwill-Botschafter des UNFPA.

Von 2001 bis 2010 war die Saudi-Araberin Thoraya Obaid Chef des UNFPA. Sie gehörte zu einem Beratungsgremium der saudischen Regierung. Sie hatte in den USA studiert.

Von 2011 bis 2017 war Babatunde Osotimehin Chef des UNFPA. Zuvor war er Gesundheitsminister von Nigeria. Er war Agenda Contributer des Weltwirtschaftsforums (WEF). Zudem hatte er beim WEF den Vorsitz des Global Agenda Council für Demografie inne. Er hatte in England an der Birmingham-Universität studiert. Er war ein Fellow des Population Council.

Seit 2017 leitet die US-Amerikanerin Natalia Kanem den UNFPA. Sie arbeitete von 1992 bis 2005 für die Ford Foundation. Dort leistete sie Pionierarbeit im Bereich der reproduktiven Gesundheit, unter anderem als Repräsentantin für Westafrika. Sie arbeitet auch für die Rockefeller Foundation. Die Ford Foundation und die Rockefeller Foundation sind seit über fünfzig Jahren ein wichtiger Knotenpunkt im internationalen Netzwerk der Bewegung für Bevölkerungskontrolle.

Natalia Kanem ist Agenda Contributer des WEF.

Verschwörungstheoretiker und Abtreibungsgegner warfen dem UNFPA vor, Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisationen unterstützt zu haben. So viel ich weiss, gibt es keine Beweise für diese Anschuldigungen. Jedoch gibt es eine Sache, die man in diesem Zusammenhang kennen sollte, nämlich die Preisträger des UNFPA.

Die Preisträger des UNFPA

Der UNFPA verleiht seit 1983 jährlich einen Preis an Personen und Organisationen, die einen Beitrag zur Bevölkerungskontrolle geleistet haben. Die Liste der Preisträger ist auf der Webseite des UNFPA. Die Liste ist auch in der englischen Wikipedia zu finden. 2010 war Bill Gates der Preisträger.

Im September 1983 waren Indira Gandhi aus Indien und Qian Xinzhong aus China die ersten Preisträger. Indira Gandhi war für die Sterilisation von elf Millionen Menschen mitverantwortlich. Die Sterilisationen fanden oft unter Zwang statt. Qian Xinzhong leitete ebenfalls ein unethisches Programm zur Bevölkerungskontrolle. Als die beiden den Preis erhielten, war dies bereits öffentlich bekannt. Der Nobelpreisträger Theodore Schultz trat aus der Beratungskommission des UNFPA zurück, weil er die Methoden der beiden Preisträger ablehnte. Der damalige Generalsekretär der UN, Javier Pérez de Cuéllar, lobte hingegen die beiden Preisträger für ihre „Vision und Weitsicht“ in der Frage der Überbevölkerung. Der Preisträger Qian Xinzhong sagte in seiner Dankesrede, der Preis sei ein „Symbol für die Unterstützung und Ermutigung des chinesischen Familienplanungsprogramms durch die Vereinten Nationen“. Vielleicht erhielten Gandhi und Xinzhong den Preis, gerade weil sie bei der Bevölkerungskontrolle rücksichtslos vorgingen, was den Leuten von der westlichen Lobby für Bevölkerungskontrolle imponiert hatte.

Indira Gandhi

Die UNFPA-Preisträgerin Indira Gandhi war von 1966 bis 1977 und von 1980 bis 1984 Premierministerin von Indien. Ihr Vater Jawaharlal Nehru war der erste Premierminister des Landes. Die Familie gehört bis heute zur politischen Elite Indiens. Indira Gandhi war Sozialistin.

Indira Gandhi war in erster Amtszeit, also noch bevor sie den Preis erhielt, mitverantwortlich für ein Bevölkerungsprogramm, bei dem Millionen Inder sterilisiert wurden, viele davon unter Zwang. Ihr Sohn Sanjay war massgeblich an dem Programm beteiligt. Insgesamt wurden elf Millionen Inder sterilisiert. Der Grossteil davon waren Männer aus armen Verhältnissen. Man wollte das Wachstum der ärmsten Bevölkerungsschicht reduzieren. Da das Sterilisationsprogramm vor allem Arme betraf, wird es manchmal als ein eugenisches Programm angesehen. Anfangs bot man den armen Männern Geld für eine Sterilisation an. Nachdem dies nicht so erfolgreich war, wie man erwartet hatte, setzte man auf Zwangssterilisationen. Das Sterilisationsprogramm zielte auch auf Männer aus der muslimischen Minderheit ab. Die Polizei riegelte ganze Dörfer ab und zerrte Männer aus ihren Häusern, die dann zwangssterilisiert wurden. In jenem Jahr rief Indira Gandhi einen Ausnahmezustand aus aufgrund von „inneren Unruhen“. Der Ausnahmezustand bestand für 21 Monate, in denen es keine Demokratie mehr gab. Grundrechte und Pressefreiheit wurden vorübergehend abgeschafft. Indira Gandhi liess politische Gegner massenhaft inhaftieren. Ihr Sohn Sanjay nutzte den Ausnahmezustand offenbar als Gelegenheit, um Millionen Männer sterilisieren zu lassen. Da die Demokratie abgeschafft war, konnten sich das Volk und Lokalpolitiker nicht dagegen wehren. Dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und dem UNFPA (drei Organisationen der UN) wird vorgeworfen, das Sterilisationsprogramm befürwortet zu haben, weil sie Indiens Überbevölkerung als Problem ansahen. Indischen Beamten wurde mit Arbeitsplatzverlust oder Gehaltskürzungen gedroht, wenn die richtige Quote an Sterilisierten in der Beamtenschaft nicht erfüllt wird. Im indischen Bundesstaat Rajasthan durften Personen mit mehr als drei Kindern keine öffentlichen Ämter mehr bekleiden, ausser wenn sie sich sterilisieren liessen. Sanjay Gandhi war zwar Sozialist, aber verfolgte eigentlich eine armenfeindliche Politik, die nicht nur Zwangssterilisationen beinhaltete, sondern auch dazu führte, dass Slums abgerissen und die dortigen Menschen vertrieben wurden. Sanjay Gandhi forderte, dass sie nur neue Häuser bekommen dürfen, wenn sie sich sterilisieren lassen.

Der Staat richtete für die Sterilisationen extra Lager ein. Im indischen Bundesstaat Kerala wurde ein Sterilisationslager errichtet, in dem in einem einzigen Monat etwa 60 000 Eingriffe durchgeführt wurden. In mehreren Städten schossen Sicherheitskräfte auf Demonstranten, um die Lager zu schützen.

Ursprünglich gab es auch den Plan, Männer, die die Sterilisation verweigern, mit Gefängnisstrafen von bis zu zwei Jahren zu bestrafen. Im ursprünglichen Gesetzesentwurf wollte man Belohnungen für diejenigen, die Personen melden, die sich der Sterilisation entziehen. Ein führender und besonders radikaler Familienplaner in Indien wollte jährlich eine Million Menschen sterilisieren lassen. Er sagte: „Wenn es zu Exzessen kommt, geben Sie mir nicht die Schuld. (…) Sie müssen es als so etwas wie einen Krieg betrachten. (…) Ob es ihnen gefällt oder nicht, es wird ein paar Tote geben.“ Damit meinte er, dass die Sterilisation in seltenen Fällen zum Tod führte.

In Krankenhäusern sollen Patienten sterilisiert worden sein, ohne dass sie es wussten. Man soll Patienten auch eine Behandlung verweigert haben, solange sie sich nicht bereit erklärten, sich sterilisieren zu lassen. Ein Mann, der damals Schüler war, erzählte, wie sein Lehrer der Klasse drohte, dass alle Schüler, deren Eltern sich nicht sterilisieren lassen, bei der Prüfung durchfallen werden. Der Lehrer machte die Drohung wahr. Ein anderer Mann, der damals Arbeiter war, erzählte, sein Chef habe ihm befohlen, sich sterilisieren zu lassen, weil das Unternehmen sonst keine Lizenz erhalten würde.

Die damalige Premierministerin Indira Gandhi sagte, für eine erfolgreiche Familienplanung seien Schritte notwendig, „die vielleicht nicht allen gefallen“. Sie meinte, man müsse „einige persönliche Rechte“ zum Wohle der Nation aufgeben.

Zur Zeit des Sterilisationsprogramms erhielt Indien Geld vom UNFPA und von der International Planned Parenthood Federation (IPPF). Die Weltbank vergab Kredite zur Unterstützung der Familienplanung in Indien. 1968 wurde Robert McNamara, ein ehemaliger US-Verteidigungsminister, Präsident der Weltbank. Er zeigte sich erfreut über Indiens Bevölkerungsprogramm. Er schrieb: „Endlich geht Indien sein Bevölkerungsproblem wirksam an.“ McNamara meinte, dass für den Anfang „die Sterilisation die wichtigste Verhütungsmethode“ sein wird. Er wusste, dass Indiens Behörden Zwangsabtreibungen nicht ausschliessen wollten. Die Weltbank setzte weitere arme, bevölkerungsreiche Länder unter Druck, damit sie Programme zur Bevölkerungskontrolle einführen. Die Weltbank schreibt auf ihrer Webseite: „Nur wenige Entwicklungsprogramme haben einen so bedeutenden Beitrag zur Reduzierung der Armut geleistet wie die Familienplanung.“ McNamara sagte 1969, die Weltbank werde keine Gesundheitsversorgung finanzieren, solange sie nicht die Bevölkerungskontrolle unterstützt, „denn normalerweise trugen Gesundheitseinrichtungen zum Rückgang der Sterberate und dadurch zur Bevölkerungsexplosion bei“. 1960 war McNamara Präsident des Autokonzerns Ford geworden. Daher wird er die Ford Familie gekannt haben. Er war der erste Chef des Konzerns, der nicht aus der Ford Familie kam. Wie bereits erwähnt wurde, spielten die Ford Familie und ihre Stiftung eine wichtige Rolle in der Lobby für Bevölkerungskontrolle. In einem Bericht der Stiftung, der aus dem Jahr 1967 stammt, wird die Idee erwähnt, in Indien jährlich mit einem Flugzeug einen Nebel in der Luft zu versprühen, der wie ein Verhütungsmittel wirkt. Der Bericht ist älter als die Verschwörungstheorien zu Chemtrails, die sich seit den 90er-Jahren im Internet verbreitet haben. Ich bin allerdings skeptisch, was diese Verschwörungstheorie angeht. Ich würde es den Eliten zwar zutrauen, aber es wäre ja leicht nachzuweisen, wenn in der Luft genug Chemikalien vorhanden sind, die verhütend oder gesundheitsschädlich wirken oder die Menschen unfruchtbar machen.

Im letzten Jahrzehnt liessen sich Millionen Inder freiwillig sterilisieren und erhielten dafür Geld. Viele davon leben in Armut. Die meisten sind Frauen. Manche haben nach der Sterilisation die Möglichkeit, an einer Verlosung teilzunehmen, bei der man beispielsweise ein Auto oder einen Kühlschrank gewinnen kann. Man versucht so, die Armen freiwillig zu einer Sterilisation zu bewegen. Ein indischer Arzt prahlte, dass er über 350 000 Menschen sterilisiert hatte und damit den Weltrekord halten soll. Rein statistisch betrachtet hat er damit die Geburt von zehn Millionen Kindern verhindert. Es gibt in Indien Dörfer, in denen 90 Prozent der Frauen sterilisiert sind. 2018 waren in Indien 39 Prozent aller Frauen sterilisiert.

Die UN schätzt, dass sich 2019 mehr als 200 Millionen Frauen sterilisieren liessen. Viele davon kommen aus bevölkerungsreichen Ländern, in denen die Sterilisation von der Regierung gefördert wird.

2018 forderten 125 Abgeordnete den indischen Präsidenten dazu auf, eine Zwei-Kind-Politik einzuführen, um Indiens Überbevölkerung in den Griff zu bekommen. Sie forderten auch Strafen für diejenigen, die mehr als zwei Kinder bekommen.

Seit Indira Gandhis Ausnahmezustand in den 70er-Jahren erhalten indische Bundesstaaten, die eine erfolgreiche Bevölkerungskontrolle betreiben, zusätzliche Sitze im Parlament. Inzwischen gibt es jedoch Pläne, dies zu ändern. In einigen Bundesstaaten werden Eltern mit mehr als zwei Kindern benachteiligt. Sie dürfen unter anderem nicht an Kommunalwahlen teilnehmen.

Qian Xinzhong

Der UNFPA-Preisträger Qian Xinzhong war von 1965 bis 1973 und von 1979 bis 1982 Gesundheitsminister der kommunistischen Volksrepublik China. Von 1982 bis 1983 war er Vorsitzender der Nationalen Kommission für Familienplanung, war also für Chinas Familienplanung zuständig. Als Gesundheitsminister wirkte er bei der Einführung von Chinas Ein-Kind-Politik mit, die darauf abzielte, das Bevölkerungswachstum zu senken. Qian Xinzhong forderte, dass man Frauen nach der ersten Schwangerschaft eine Spirale einsetzen muss und dass nach der zweiten Schwangerschaft eine Sterilisation notwendig ist.

1980 wurde in China die Ein-Kind-Politik eingeführt, durch die gesetzlich geregelt war, dass ein Paar nicht mehr als ein Kind bekommen durfte. Die Ein-Kind-Politik hat mehr als 400 Millionen Geburten verhindert. Im Jahr 1983, als Qian Xinzhong Chinas Familienplanung leitete, wurden über sechzehn Millionen Frauen und vier Millionen Männer sterilisiert. In jenem Jahr hatten vierzehn Millionen Frauen eine Abtreibung. Wenn Verwaltungsangestellte in ihren Gemeinden die vorgeschriebene Geburtenquote nicht einhalten konnten, wurden sie mit Lohnkürzungen, Degradierungen oder Entlassungen bestraft. Sie erhielten höhere Gehälter, wenn in ihrer Gemeinde mehr Abtreibungen und Sterilisationen durchgeführt wurden. 1981 liess man Frauen in Guangdong, die mehr als ein Kind bekamen, Wasser und Strom abstellen. In einigen Regionen war es schon strafbar, nicht zu verhüten, und Frauen im gebärfähigen Alter mussten regelmässig einen Schwangerschaftstest machen. In den folgenden Jahrzehnten wurden in China über 300 Millionen Spiralen eingesetzt. Es gab über 100 Millionen Sterilisationen und über 300 Millionen Abtreibungen, darunter auch Abtreibungen im dritten Trimester. Frauen berichten, dass sie von Beamten aus ihren Häusern gezerrt und zu einer Zwangsabtreibung gebracht wurden. Eine Frau erzählte, dass ihr Baby die erzwungene Spätabtreibung überlebte, worauf das Neugeborene vor ihren Augen in einem Eimer ertränkt wurde. Jede vierte Frau in China, die in den 70er-Jahren heiratete, hatte bis 1987 eine Abtreibung. Laut UN-Zahlen aus dem Jahr 2017 sind 18,3 Prozent der Frauen in China zwischen 15 und 49 Jahren sterilisiert und 34,1 Prozent haben eine Spirale. Kinder, die illegal zur Welt kamen, hatten oder haben noch immer keine Bürgerrechte. Sie haben keine Ausweispapiere und keinen Anspruch auf Bildung, medizinische Versorgung oder andere staatliche Dienstleistungen. In den 2010er-Jahren gab es in China daher geschätzt dreizehn Millionen Menschen, die nicht registriert sind. Da chinesische Familien oft lieber einen Sohn haben wollen, wurden viele weibliche Säuglinge von ihren Eltern umgebracht. China setzte auf internationale Adoptionen, um überschüssige Kinder loszuwerden. Seit der Einführung der Ein-Kind-Politik wurden etwa 120 000 Kinder ins Ausland adoptiert.

Qian Xinzhong war mit dem US-amerikanischen Geschäftsmann Arthur Sackler befreundet. Arthur Sackler verfügte über einen internationalen Freundeskreis, zu dem unter anderem ein Staatssekretär des Vatikans gehörte. Nach Angaben der chinesischen Seite Baidu Baike erhielt Qian Xinzhong einen Preis für Gesundheit von Arthur Sacklers Stiftung. Die Sackler Familie besitzt ein Milliardenvermögen. Die Familie ist in Verruf geraten, weil sie den Pharmakonzern Purdue Pharma kontrollierte. Der Konzern trägt eine Mitschuld für die Opioidkrise in den USA, bei der hunderttausende Menschen starben und Millionen nach Schmerzmitteln süchtig wurden. Damit fordert die Opioidkrise inzwischen so viele Todesopfer wie der Alkohol. Der Tabak ist allerdings immer noch effektiver im Kampf gegen die Überbevölkerung.

Ein Rechtsprofessor von der New York University meinte 2018: „Mit der Ein-Kind-Politik hat China die weltweit wirksamste Klimaschutzregel in Kraft gesetzt.“ Ursprünglich waren es vor allem Entwicklungsexperten aus dem Westen, die Chinas Bevölkerungskontrolle befürworteten. Einige dieser Experten, unter anderem die vom Club of Rome, inspirierten den chinesischen Politiker Song Jian, der dann wiederum die Regierung zur Ein-Kind-Politik drängte. Der UNFPA befürwortete Chinas Ein-Kind-Politik. Ein Jahr vor der Einführung der Ein-Kind-Politik eröffnete der UNFPA ein Büro in China und stellte Millionen von US-Dollar für Chinas Familienplanung zur Verfügung. Im Jahr 2002 lobte die Chefin des UNFPA die Ein-Kind-Politik und sagte, man habe in den letzten Jahren eine Reihe an Kooperationen mit China durchgeführt. China ist zwar ein Rivale des Westens, aber wenn es um die Bevölkerungskontrolle geht, ziehen beide offenbar am gleichen Strang. Beide haben kein Interesse an einer zu starken Überbevölkerung in China, da das Land sonst noch mehr Ressourcen verbraucht und der Umwelt noch mehr Schaden zufügt. China hat den Vorteil, keine Demokratie zu sein, wodurch es die Bevölkerungskontrolle konsequenter durchsetzen kann, weil es dem Volk gar nicht möglich ist, sich dagegen zu wehren. Im Westen hingegen muss man bei der Bevölkerungskontrolle etwas behutsamer vorgehen.

Amnesty International und westliche Medien berichteten, dass im Jahr 2010 in China fast 10 000 Menschen zwangssterilisiert wurden. Chinesische Medien sollen das bestätigt haben.

Die chinesische Zeitung Global Times, die von der Kommunistischen Partei kontrolliert wird, schrieb 2012: „Aber Chinas 1,3 Milliarden Einwohner konkurrieren um globale Ressourcen. Die Welt kann sich ein grösseres China nicht leisten. Zuerst müssen Zwangsabbrüche von Schwangerschaften im Spätstadium verurteilt und verboten werden. Aber das sollte kein Grund sein, die gesamte Politik zu verwerfen, die China von der Last zusätzlicher 400 Millionen Menschen befreit hat.“

2019 sorgten einige Lokalregierungen in China dafür, dass man Belohnungen erhalten kann, wenn man illegale Geburten meldet.

Die chinesische Führung möchte die Geburtenrate der Uiguren senken. In den vergangenen Jahren wurden in China hunderttausende Frauen aus muslimischen Minderheiten zu Spiralen, Sterilisationen und Abtreibungen gezwungen. Viele Uiguren landeten in Umerziehungslagern, weil sie gegen die gesetzlich vorgeschriebene Geburtenkontrolle verstiessen. Viele Uiguren leben in der Region Xinjiang. Die dortige Regierung bestätigte, dass 2018 die Geburtenrate in Xinjiang um fast ein Drittel gesunken ist, was auf eine „bessere Umsetzung der Familienplanungspolitik“ zurückzuführen sei. Laut der Regierungsstatistik sank zwischen 2015 und 2018 in einigen uigurischen Regionen die Geburtenrate um mehr als 60 Prozent. Bevor China die Bevölkerungskontrolle in Xinjiang startete, war die Provinz eine der Regionen im Land, in der die Bevölkerung am schnellsten wuchs. In den 2010er-Jahren wurden in Xinjiang mehrere 100 000 Spiralen eingesetzt und mindestens ein paar 10 000 Frauen sterilisiert.

Der UNFPA organisierte 1980 eine Konferenz in China, bei der man zum Schluss kam, dass Massnahmen zur Verbesserung der Bevölkerungsqualität aus eugenischer Sicht zwingend erforderlich sind. 1988 wurde in einer chinesischen Provinz ein Eugenikgesetz eingeführt, von dem 30 000 Behinderte in der Provinz betroffen waren. Das Gesetz schrieb vor, dass Menschen mit einer erheblichen geistigen Behinderung sich sterilisieren lassen müssen, wenn sie verheiratet sind oder heiraten wollen. Ob das Gesetz immer noch in Kraft ist, konnte ich nicht herausfinden. Eine chinesische Familienplanerin sagte damals über das Gesetz: „Der Zweck des Gesetzes ist es, die Qualität unserer Bevölkerung und unseres Landes zu erhöhen. Wir wollen das Armutsproblem teilweise durch die Verbesserung der Qualität der Bevölkerung lösen.“ Auch in den letzten fünf Jahren bekannte sich Chinas Familienpolitik zu ihren eugenischen Zielen. Eugeniker im Westen befürchten, dass China in ein paar Generationen das gesundeste und intelligenteste Volk haben könnte, das den westlichen Völkern genetisch überlegen sein wird. China ist führend in der Forschung zur Optimierung der Gene. Es wäre machbar, die Gene eines Volkes so zu manipulieren, dass die Intelligenz und Leistungsfähigkeit in der Bevölkerung erhöht werden. Schon eine geringe Intelligenzsteigerung der Bevölkerung durch Genmanipulation könnte vermutlich das Wirtschaftswachstum eines Landes erhöhen. Wenn sich die Genmanipulation etablieren kann, werden vermutlich viele Länder daran arbeiten, die Gene ihrer Bevölkerung zu optimieren, um einen Vorteil gegenüber anderen Völkern zu haben, gewissermassen ein gentechnisches Wettrüsten. Ich nehme mal an, dass auch das Gegenteil möglich ist, also dass man die Qualität einer Bevölkerung durch Genmanipulation verschlechtern kann. Böse Zungen behaupten, viele Forscher aus dem Bereich der Genom-Editierung seien insgeheim Anhänger der Eugenik, aber können sich nicht öffentlich dazu bekennen, weil die Eugenik von der Mehrheit der Menschen abgelehnt wird.

Übrigens interessiert sich die DARPA, eine Behörde des US-Verteidigungsministeriums, für die Genom-Editierung. Ihr ehemaliger Leiter des Biological Technologies Office ist seit 2020 Geschäftsführer des Innovative Genomics Institute, das mit führenden Forschern aus diesem Bereich zusammenarbeitet.

Sheldon Segal und Carmen Miro

1984 ging der UNFPA-Preis an Sheldon Segal und Carmen Miro.

Die Panamaerin Carmen Miro galt als Lateinamerikas führende Expertin für Bevölkerungsfragen. Sie studierte in England Statistik und Demografie. Sie war ein Fellow des Population Council.

Der US-Amerikaner Sheldon Segal übernahm von 1978 bis 1991 eine führende Rolle bei den Bevölkerungswissenschaften der Rockefeller Foundation. Er war auch ein angesehener Wissenschaftler beim Population Council der Rockefeller Familie. Zudem arbeitete er bei der WHO und der UN. Auf der Webseite der University of Iowa steht, Sheldon Segal habe „seinen scharfen wissenschaftlichen Verstand für mehr als vier Jahrzehnte auf die Probleme der Überbevölkerung“ gerichtet. Er erfand und entwickelte das Verhütungsmittel Norplant. Schon kurz nachdem Norplant 1990 zugelassen wurde, wollten Politiker in den USA Gesetze einführen, die arme und drogensüchtige Frauen dazu verpflichten, das Implantat zu verwenden, wenn sie Sozialhilfe beziehen wollen. Es gab auch den Plan, finanzielle Anreize für Sozialhilfeempfängerinnen zu schaffen, damit sie Norplant implantieren. Die Gesetze konnten jedoch nicht eingeführt werden, weil es Widerstand dagegen gab.

International Planned Parenthood Federation

1985 ging der UNFPA-Preis an die International Planned Parenthood Federation (IPPF). Diese ist eine der wichtigsten internationalen Organisationen für Familienplanung. Sie wurde 1952 in Indien auf einer internationalen Konferenz für Familienplanung gegründet. Einer ihrer Mitgründer war die US-Amerikanerin Margaret Sanger, eine Eugenikerin, die eine führende Rolle beim Aufbau der Lobby für Bevölkerungskontrolle spielte (mehr zu Margaret Sanger). Sanger wurde Präsidentin der IPPF, während die Inderin Dhanvanthi Rau Vorsitzende wurde. Dhanvanthi heiratete Benegal Rama Rau. Dieser war einer der ersten Chefs der indischen Zentralbank und einer der ersten Botschafter in den USA und Japan. Sein Bruder war einer der ersten Botschafter bei der UN. Die beiden Brüder waren an Colleges in England gewesen und erhielten britische Ritterorden. Dhanvanthi Rau war 1949 Mitgründer der Family Planning Association of India (FPAI), einer indischen Organisation für Familienplanung. Sie ist ein Mitgliedsverband der IPPF. Inwieweit die FPAI in die massenhaften Zwangssterilisationen involviert war, konnte ich nicht herausfinden. Die IPPF finanzierte Indiens Familienplanung mit, als es zu den Zwangssterilisationen kam.

Die China Family Planning Association (CFPA), die der Verband des chinesischen Staates zur Umsetzung der Ein-Kind-Politik war, wurde 1983 Mitglied der IPPF. Eine Vertreterin der IPPF nahm 2001 China vor dem Vorwurf in Schutz, bei seiner Politik der Bevölkerungskontrolle gegen Menschenrechte zu verstossen. Die CFPA gehört bis heute zu den Mitgliedsverbänden der IPPF.

Die IPPF wurde von sehr einflussreichen Personen unterstützt.

Hossain Mohammad Ershad

1987 ging der UNFPA-Preis an Hossain Mohammad Ershad, der damals Präsident von Bangladesch war. Er regierte diktatorisch.

Ershad gelangte 1982 bei einem Putsch an die Macht. Im selben Jahr startete er ein riesiges Sterilisationsprogramm. Er setzte sich das Ziel, 1,4 Millionen Menschen zu sterilisieren, aber auf freiwilliger Basis. Bangladesch hatte damals 90 Millionen Einwohner. Bereits in den zehn Jahren zuvor wurden über eine Million Frauen sterilisiert. In den folgenden Jahrzehnten halfen die US-Behörde USAID und die Weltbank sowie nordeuropäische Länder bei der Finanzierung von Sterilisationen in Bangladesch. Man setzte dabei aber keinen Zwang ein, sondern schuf finanzielle Anreize für die verarmte Bevölkerung. Arme Frauen, die sich sterilisieren liessen, erhielten als Belohnung Nahrungsmittel oder Bargeld. Für staatliche Gesundheitshelfer gab es ebenfalls finanzielle Anreize, Frauen zur Sterilisation zu überreden, während Ärzte Prämien für jede Sterilisation erhielten. Damals gab es in Bangladesch noch mehr Armut als heute. Es gab kaum kostenlose Gesundheitsversorgung, aber die Sterilisation war natürlich kostenlos.

Viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass die internationalen Netzwerke für Bevölkerungskontrolle am liebsten die Mehrheit der Menschen sterilisieren würden.

Weitere Preisträger

1988 ging der UNFPA-Preis an die japanische Politikerin Shidzue Katō. Die Feministin wurde als die Margaret Sanger von Japan bezeichnet. Der Vergleich passt, da Katō genau wie Sanger eine Eugenikerin war. Die beiden hatten sich kennengelernt. Katō befürwortete Japans Eugenikprogramm, bei dem es zu Zwangssterilisationen kam. Bei dem Programm wurden etwa 84 000 Menschen sterilisiert.

1989 ging der UNFPA-Preis an den indonesischen Diktator Suharto. Seine Bevölkerungskontrolle verzichtete auf Zwang. Jedoch gab es Fälle, bei denen in abgelegenen Dörfern Frauen unter Zwang eine Spirale eingesetzt wurde. Der Staat gab Belohnungen für jene Bürger und Beamte, die dem Familienplanungsprogramm Folge leisteten. Wenn indonesische Beamte zu viele Kinder bekamen, weigerte sich der Staat, ihre Kinder zu unterstützen. USAID erklärte sich bereit, Krankenhäusern in Indonesien, Pakistan und den Philippinen eine Gebühr für jede durchgeführte Sterilisation zu zahlen. In Singapur wurden alle mit mehr als drei Kindern aus ihren Sozialwohnungen geworfen.

1992 ging der UNFPA-Preis an den von der Rockefeller Familie gegründeten Population Council und an den Geschäftsmann J. R. D. Tata, der Freimaurer war und aus der einflussreichsten Unternehmerfamilie Indiens kam.

1993 ging der UNFPA-Preis an Fred T. Sai, der einer der führenden Experten für Familienplanung in Ghana war. Er studierte in England, Schottland und den USA. Er wurde als der „Pate der Familienplanung“ bezeichnet, da er eine wichtige Rolle in der Lobby für Bevölkerungskontrolle spielte:

  • Er war Präsident der IPPF und half 1967 in Ghana bei der Gründung eines Mitgliedsverbands der IPPF. Dieser Verband war eine der ersten afrikanischen Organisationen für Familienplanung.
  • Er war leitender Berater für Bevölkerungsfragen bei der Weltbank.
  • Er arbeitete für die UN-Universität und für die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN. Er arbeitete auch mit der WHO und UNICEF zusammen, ebenfalls Organisationen der UN.
  • Er übernahm eine führende Rolle bei zwei internationalen Konferenzen für Bevölkerungskontrolle, die von der UN veranstaltet wurden.
  • Er gehörte zum Vorstand von Population Action International (PAI), einer Organisation für Bevölkerungskontrolle in den USA. Personen aus der US-amerikanischen Elite engagierten sich bei PAI. Es gab auch personelle Verbindungen zum UNFPA.
  • Für seine Verdienste erhielt er einen Preis der thailändischen Königsfamilie.

1994 ging der UNFPA-Preis an den ägyptischen Diktator Husni Mubarak.

1995 ging der UNFPA-Preis an den dänischen Arzt Halfdan Mahler. Er leitete von 1973 bis 1988 die WHO, die eine Organisation der UN ist. Danach leitete er die IPPF.

1996 ging der Preis an die philippinische Politikerin und Diplomatin Leticia Ramos-Shahani. Sie war die Schwester des Präsidenten Fidel Ramos und eine Cousine zweiten Grades des Präsidenten Ferdinand Marcos. Leticia war die führende Frauenrechtlerin der Philippinen und eine der ranghöchsten Frauen bei der UN. Sie hatte in den USA studiert.

Der andere UNFPA-Preisträger im Jahr 1996 war Pathfinder International. Diese Organisation setzt sich unter anderem für Familienplanung ein. Sie wurde 1957 von Clarence Gamble gegründet, der Eugeniker war. Er meinte, man müsse die Geburtenrate in bestimmten Gemeinschaften mit Zwang begrenzen. Clarence Gamble galt neben Margaret Sanger als einer der wichtigsten Förderer der Geburtenkontrolle in den USA. Er war ein reicher Erbe der Gründerfamilie des Grosskonzerns Procter & Gamble. Damals gab es in den USA immer noch Eugenikprogramme. Bei diesen Programmen wurden insgesamt über 60 000 Menschen auf staatliche Anordnung sterilisiert, viele davon unter Zwang. Einige wurden sterilisiert, weil sie bei IQ-Tests schlecht abgeschnitten hatten. Man sah die Eugenikprogramme als wirksames Mittel, die Armut und Sozialhilfeempfänger zu begrenzen und den Genpool der Bevölkerung zu verbessern. Afroamerikaner und andere ethnische Minderheiten waren unter den Sterilisierten überrepräsentiert. Auch geistig Beeinträchtigte und Menschen mit Epilepsie waren Opfer des Programms. Selbst Minderjährige wurden nicht verschont und sterilisiert. Heute ist die Sterilisation eine beliebte Verhütungsmethode in den USA. 2019 waren laut Umfragen 17,9 Prozent der Frauen in den USA sterilisiert. In Kanada waren es sogar 25,5 Prozent. In Mittelamerika und einigen südamerikanischen Ländern liegt der Anteil zwischen 10 und 25 Prozent. In europäischen und afrikanischen Ländern hingegen sind es oft nur ein paar Prozent oder weniger als ein Prozent.

1997 ging der UNFPA-Preis unter anderem an die Frau von Armando Calderón Sol. Dieser war Präsident von El Salvador. Ab 1985 waren in El Salvador etwa 31 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter sterilisiert. Es ist bis heute eines der lateinamerikanischen Länder mit dem höchsten Anteil an sterilisierten Frauen. 2019 lag der Anteil bei 25,3 Prozent.

1999 war der iranische Gesundheitsminister Alireza Marandi einer der Preisträger des UNFPA. Er ist der Leibarzt des iranischen Führers Chamenei. Marandi hatte in den USA studiert. Er war Mitglied einer Kommission der WHO.

2001 erhielt die UNFPA-Chefin Nafis Sadik den Preis.

2002 ging der Preis an EngenderHealth. Diese Organisation aus den USA macht sich international für Sterilisationen stark. Ihr Vorläufer wurde 1937 von Marian Olden gegründet. Diese war Eugenikerin. Sie befürwortete Zwangssterilisationen von geistig Behinderten, psychisch Kranken und Kriminellen.

2005 ging der Preis an Mercedes Concepcion. Sie ist eine führende Bevölkerungsforscherin auf den Philippinen. Sie leitete einen Ausschuss für Bevölkerungskontrolle der WHO und übernahm eine führende Rolle bei der Bevölkerungskommission der UN. Mit finanzieller Unterstützung der Ford Foundation wurde 1964 an der Staatsuniversität der Philippinen ein Institut für Bevölkerungsforschung gegründet, dessen erste Direktorin Mercedes Concepcion war. Sie hatte in den USA und in Australien studiert. Zudem war sie ein Fellow des Population Council.

2006 ging der Preis an Halida Hanum Akhter. Sie ist eine Expertin für Bevölkerungskontrolle und Epidemiologie in Bangladesch. Sie arbeitete bei der WHO, bei USAID sowie bei den bereits erwähnten Organisationen IPPF und Pathfinder International. Als Fellow der Rockefeller Foundation war sie beim Epidemic Intelligence Service in den USA tätig, einem Programm der US-Gesundheitsbehörde. Sie hatte in den USA an der Johns Hopkins University studiert.

2007 ging der Preis unter anderem an den US-Amerikaner Allan Rosenfield. Während der HIV-Pandemie wurde Allan Rosenfield zu einem führenden Verfechter der Frauengesundheit und arbeitete beim Population Council. Er war Vorsitzender der Planned Parenthood Federation der USA und Vorsitzender des Guttmacher Institute sowie Vorsitzender des Programmausschusses der American Foundation for AIDS Research. Rosenfield erhielt bei seiner Arbeit finanzielle Unterstützung von der Stiftung von Bill Gates. Rosenfield wurde mit dem Margaret Sanger Award ausgezeichnet. HIV übernimmt eine wertvolle Rolle bei der Bevölkerungskontrolle. Nicht nur wegen der vielen Millionen AIDS-Toten, denn es hat auch massgeblich geholfen, die Akzeptanz für Kondome zu erhöhen, und selbst viele Konservative, die ursprünglich gegen Kondome waren, mussten einsehen, dass Kondome notwendig sind. Die Länder mit dem höchsten Anteil an HIV in der Bevölkerung sind afrikanische Länder. In Eswatini, dem Land mit der höchsten HIV-Rate, sind über 25 Prozent der Bevölkerung mit HIV infiziert.

2008 ging der UNFPA-Preis an Billie Miller. Sie war stellvertretende Premierministerin von Barbados und hatte mehrere Ministerposten inne. Sie wurde in England ausgebildet und engagierte sich bei Organisationen des Commonwealth. Barbados gehört zu den Commonwealth-Staaten. Billie Miller war Mitglied eines Beratungsgremiums des UNFPA, Präsidentin der IPPF für die westliche Hemisphäre, Vorsitzende des NGO-Planungsausschusses der UN-Weltbevölkerungskonferenz und Vorsitzende eines Beratungsgremiums der Interamerikanischen Entwicklungsbank.

2009 ging der UNFPA-Preis an den Ägypter Mahmoud Fathalla. Er arbeitete für die WHO und übernahm eine führende Rolle beim HRP. Das HRP ist das „wichtigste Instrument“ der UN für die Forschung im Bereich der menschlichen Reproduktion. Das HRP hat enge Verbindungen zur WHO. Mahmoud Fathalla war Vorsitzender eines Beratungsgremiums der IPPF. Er erhielt Preise von der IPPF und der WHO. Zudem war er Berater der Rockefeller Foundation. Er hatte in Edinburgh, Schottland, studiert. Er war ein langjähriger Freund des „William H. Gates Sr. Institute for Population and Reproductive Health“. Das Institut wurde von Bill Gates’ Stiftung gegründet und ist nach seinem Vater benannt. Der Vater war im Vorstand der Planned Parenthood Federation der USA.

2010 ging der UNFPA-Preis an Bill Gates und seine Frau Melinda. Bill Gates sieht die Überbevölkerung als Problem an. Er ist mit anderen Milliardären vernetzt, die Befürworter der Bevölkerungskontrolle sind. Sehr viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass Bill Gates bei seinem Einsatz für die Bevölkerungskontrolle bereit ist, sämtliche ethische Grenzen zu überschreiten. Wenn das stimmen sollte, hat er den UNFPA-Preis wahrlich verdient. Viele glauben, Gates sei ein wichtiger Akteur in der Verschwörung zur COVID-Pandemie gewesen, bei der er sich mit der WHO und Personen aus der ganzen Welt verschworen habe.

Die Gates-Stiftung kündigte 2023 eine grosszügige Spende von bis zu hundert Millionen US-Dollar an die UNFPA Supplies Partnership an. Die Gates-Stiftung ist ein langjähriger politischer und finanzieller Partner des UNFPA.

Neben Bill Gates war 2010 das AFPPD der Preisträger des UNFPA. Das AFPPD ist ein Netzwerk für Bevölkerungskontrolle in Asien. Es wurde 1981 auf Initiative des UNFPA gegründet. Der UNFPA hilft auch heute noch bei der Finanzierung des AFPPD.

2012 ging der UNFPA-Preis an Adrienne Germain. Sie arbeitete vierzehn Jahre für die Ford Foundation, wo sie für Programme und Projekte zum Thema Bevölkerung und Frauen zuständig war. Von 1981 bis 1985 war Adrienne Germain Repräsentantin der Stiftung in Bangladesch (zu dieser Zeit kam Hossain Mohammad Ershad an die Macht und startete sein Sterilisationsprogramm). Adrienne Germain arbeitete beim Population Council. Sie war über zehn Jahre Präsidentin der International Women’s Health Coalition (IWHC). Sie hatte die feministische Organisation zusammen mit Joan Dunlop gegründet. Joan Dunlop war die erste Präsidentin der IWHC. Sie hatte ebenfalls für die Ford Foundation gearbeitet. Sie beriet John D. Rockefeller III. in Bevölkerungsfragen und arbeitete beim von Rockefeller gegründeten Population Council. Dunlop machte Rockefeller mit führenden Feministinnen bekannt. Sie arbeitete auch bei Planned Parenthood in New York. Ihr Vater war der britische Geschäftsmann Maurice Banks, der unter anderem stellvertretender Vorsitzender des britischen Ölkonzerns BP war. Joan Dunlop freundete sich mit dem berühmten Milliardär George Soros an und trat dem Kuratorium seiner Stiftung bei. Sie leitete das internationale Frauenprogramm der Soros-Stiftung. Soros hat sich mit anderen Milliardären zum Thema Bevölkerungskontrolle ausgetauscht.

2015 erhielt die UNFPA-Chefin Thoraya Obaid den Preis.

2018 ging der Preis des UNFPA unter anderem an das Guttmacher Institute. Diese US-amerikanische Organisation fördert weltweit reproduktive Rechte. Sie wurde 1968 gegründet und war damals eine Organisation der „Planned Parenthood Federation of America“ (PPFA). Das Institut gehörte bis 2007 zur PPFA. Das Institut ist nach Alan Guttmacher benannt, der bei seiner Gründung mithalf und Präsident der PPFA war. Alan Guttmacher war Eugeniker und gehörte zur Führung der American Eugenics Society. Diese war die vielleicht wichtigste eugenische Organisation der USA.

2019 ging der Preis des UNFPA an Mamadou Tangara. Er ist Aussenminister von Gambia und vertrat das Land als Botschafter bei der UN. Er hatte in Frankreich und Belgien studiert.

2020 ging der Preis an die bhutanische Königin Sangay Choden, die Goodwill-Botschafterin des UNFPA ist.

2022 ging der Preis an Indonesiens Ministerium für Bevölkerung und Familienentwicklung. Der andere Preisträger war Emma Theofelus, die 2024 Ministerin in der Regierung von Namibia wurde.

2023 ging der Preis an die Frau des burundischen Präsidenten Évariste Ndayishimiye.

In den letzten zwei Jahrzehnten ging der Preis des UNFPA an weitere Personen und Organisationen aus afrikanischen Ländern.

Zwangssterilisationen in Peru und ihre

Verbindung nach Japan

In den 90er-Jahren gab es in Peru ein staatliches Sterilisationsprogramm, bei dem über 200 000 Frauen unter Zwang sterilisiert wurden. Die meisten davon waren Arme und Indigene. Da vor allem Indigene betroffen waren, wird das Programm von manchen als Völkermord eingestuft. Laut einigen Quellen wurden über 300 000 Frauen zwangssterilisiert. Viele wurden gefangengenommen und durch Druck, Erpressung, Drohungen oder durch das Angebot von Nahrungsmitteln zu einer Sterilisation gedrängt. Viele Frauen wussten gar nicht, dass sie sterilisiert werden, da man ihnen weismachte, es handel sich um einen anderen medizinischen Eingriff. Das Ziel des Programms war es, die Geburtenquote der Ärmsten im Land zu senken. Der Plan sah sogar eine „totale Ausrottung“ der Armut vor. Die Regierung stellte das Programm in der Öffentlichkeit als feministisches Projekt dar, das der Förderung der reproduktiven Rechte der Frauen dient. Der UNFPA und die US-Behörde USAID unterstützten dieses Programm mit Millionen von Dollar und waren die beiden grössten ausländischen Geldgeber. USAID wurde vorgeworfen, dass sie damals praktisch die Kontrolle über das peruanische Gesundheitswesen hatte und somit direkt für das Sterilisationsprogramm mitverantwortlich war. Die WHO lobte damals Perus Familienplanung. Der damalige Präsident Alberto Fujimori war der Hauptverantwortliche für das Sterilisationsprogramm. Er war für weitere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Er regierte autoritär und galt als äusserst korrupt. Seine Eltern waren japanische Einwanderer. Im Jahr 2000 ging Fujimori nach Japan ins Exil, weil ihm in Peru eine Haftstrafe drohte. Er erhielt die japanische Staatsbürgerschaft, was ihn vor einer Auslieferung schützte. 2005 wurde er jedoch bei einem Besuch in Chile verhaftet und 2007 nach Peru ausgeliefert, wo er 2009 zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde. In Japan hatte Fujimori engen Kontakt zu Ayako Sono gehabt. Ayako Sono leitete die Nippon Foundation, eine japanische Stiftung, die Perus Sterilisationsprogramm mit zwei Millionen US-Dollar unterstützt hatte.

Ayako Sono beriet den japanischen Premierminister Shinzō Abe. 2015 lobte Ayako Sono die Apartheid in Südafrika. Sie meinte, dass Japan mehr ausländische Arbeitnehmer ins Land lassen soll, die aber getrennt von den Japanern leben müssten. Die Nippon Foundation schreibt auf ihrer Webseite: „Wir sind Japans grösste philanthropische Stiftung und kümmern uns um die dringendsten sozialen Probleme der Welt.“

Ayako Sono leitete die Stiftung bis 2005. Seither ist Yōhei Sasakawa Chef der Stiftung. Er ist langjähriger Sonderbotschafter der WHO zur Ausrottung der Lepra-Krankheit. Sein Vater Ryōichi, ein reicher Geschäftsmann, hatte die Nippon Foundation gegründet und geleitet. Ryōichi Sasakawa war bekannt für seine politische Hinterhältigkeit. Dennoch genoss er teils Ansehen im Westen und traf US-Präsidenten. Er wurde als liebenswerter Schurke bezeichnet. Er erhielt Preise von der UN und wurde sogar zweimal für den Nobelpreis nominiert wegen seiner Wohltätigkeit. Im Zweiten Weltkrieg war er womöglich in Kriegsverbrechen involviert gewesen. Japan war während des Krieges mit dem faschistischen Italien und Nazideutschland verbündet. Ryōichi besuchte den Diktator Mussolini in Italien. Er nannte Mussolini den „perfekten Faschisten und Diktator“. Ryōichi bezeichnete sich selbst als der „reichste Faschist der Welt“. Schon vor dem Krieg war Ryōichi eine prominente Figur in der rechtsextremen Bewegung Japans. Damals soll er sich am Opiumhandel beteiligt haben, so wie weitere Personen aus der damaligen Elite Japans. Er hatte mit dem Kriminellen Yoshio Kodama zu tun. Dieser diente als Bindeglied zwischen der Yakuza (japanische Mafia), der politischen Elite Japans und der CIA (mehr dazu). Im Zweiten Weltkrieg hatte Ryōichi eine Liebesbeziehung mit Kawashima Yoshiko, einer Prinzessin aus der chinesischen Kaiserfamilie. Kawashima spionierte für den japanischen Geheimdienst und wollte, dass in China die Monarchie wieder eingeführt wird. Nach dem Krieg unterhielt Ryōichi Kontakt zu hohen Politikern in Japan. Er machte ein Vermögen im Wettgeschäft und wurde Multimillionär, laut einigen Quellen sogar Milliardär. Es wurde vermutet, dass er über das Glücksspiel Kontakt zu Yakuza hatte. Ausserdem wurde ihm nachgesagt, ein enger Freund des Koreaners Sun Myung Moon zu sein. Dieser gründete die Vereinigungskirche1, eine einflussreiche Sekte. Ryōichi war auf einer Gedenkfeier von Sun Myung Moon. Ryōichi gründete die Great Britain Sasakawa Foundation (GBSF)2, eine Stiftung zur Förderung der Beziehungen zwischen Japan und Grossbritannien. Zum Vorstand der Stiftung gehörten britische Diplomaten, der Premierminister Harold Wilson sowie der Verleger Robert Maxwell3. Ryōichi gründete auch die US-Japan Foundation. Die Stiftung fördert bis heute die Beziehungen zwischen den USA und Japan. Die US-Präsidenten Jimmy Carter und Gerald Ford waren Ehrenberater der Stiftung. Zu ihrem Vorstand gehörten einflussreiche Personen, darunter Robert McNamara4 und Robert Sarnoff. Der US-Diplomat Angier Biddle Duke5 half Ryōichi bei der Gründung der Stiftung und wurde ihr erster Vorsitzender. Derzeit ist der japanische Professor Kohei Itoh stellvertretender Vorsitzender der Stiftung. Seine Familie gehört zur japanischen Elite.

1. Die Sekte ist auch wirtschaftlich aktiv und kontrolliert mehrere Unternehmen und Medien in Südkorea. In den USA besitzt sie die Washington Times und die Nachrichtenagentur UPI.

2. Derzeit ist der bereits erwähnte Yōhei Sasakawa Schirmherr der GBSF. Noch zwei weitere Mitglieder der Nippon Foundation sind im Kuratorium der GBSF. Der Graf von St. Andrews, ein Mitglied der britischen Königsfamilie, ist Vorsitzender der GBSF. Sein Vater Edward von Kent ist Grossmeister der Freimaurer in England.

3. Robert Maxwell war ein Medienunternehmer mit Kontakten zu Geheimdiensten mehrerer Länder. Er starb unter ungeklärten Umständen. Seine Tochter Ghislaine war eine wichtige Komplizin des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.

4. Robert McNamara förderte in seiner Funktion als Chef der Weltbank die Bevölkerungskontrolle.

5. Angier Biddle Duke war US-Botschafter in mehreren Ländern. Seine Ehefrau Robin Chandler setzte sich leidenschaftlich für die Bevölkerungskontrolle ein und erhielt dafür den Margaret Sanger Award. Angier kam väterlicherseits aus der Duke Familie, damals eine der reichsten Familien der USA. Seine Mutter kam aus der Biddle Familie, einer der ältesten Familien der Elite Philadelphias. Die Mutter war auch eine Nachkommin der Drexel Familie, die im 19. Jahrhundert die Wall Street geprägt hatte.

In Usbekistan kam es in den letzten zwei Jahrzehnten zu Zwangssterilisationen, was Teil eines Programms war, das darauf abzielte, die Geburtenquote zu senken. Der langjährige Präsident Islom Karimov gab zu, dass er alle Massnahmen ergreifen wird, um sicherzustellen, dass Usbekistans Bevölkerungswachstumsrate 1,3 nicht übersteigt.

Es gab noch in weiteren Ländern staatlich genehmigte Programme, bei denen es zu Zwangssterilisationen kam. Dabei ging es aber um Eugenik und nicht um Bevölkerungskontrolle. Selbst in demokratischen, linken Ländern wie Schweden, Norwegen und Dänemark gab es Eugenikprogramme. Bis 1976 wurden in Schweden über 60 000 geistig Behinderte sterilisiert, meistens unter Zwang. In Norwegen wurden bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts 40 000 Menschen zwangssterilisiert. In Dänemark und Finnland wurden bis in die 60er-Jahre jeweils mehr als 10 000 Behinderte sterilisiert.

In einem anderen Beitrag wird erläutert, dass die Bewegung für Eugenik schon seit ihrem Beginn Ende des 19. Jahrhunderts mit der Bewegung für Bevölkerungskontrolle verbunden war. Es gibt auch seriöse Literatur und Medienartikel zu diesen Verbindungen. Ich habe zudem einen Kronzeugen für diese Verbindung gefunden, nämlich den Eugeniker Henry Pratt Fairchild (1880–1956). Er sagte, die Eugenik und die Geburtenkontrolle seien „zwei grosse Bewegungen“, die „sich so nahe gekommen sind, dass sie fast nicht zu unterscheiden sind“. Fairchild war als Präsident der American Eugenics Society einer der führenden Eugeniker der USA. Zudem war er massgeblich an der Gründung der „Planned Parenthood Federation of America“ beteiligt und gehörte zu ihrer Führung.

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Ergänzungen 4

In meinem letzten Beitrag ging es um mutmassliche Terrorfinanziers in der saudischen Elite. Hier sind ein paar Ergänzungen, die in der ursprünglichen Fassung des Beitrags noch fehlten.

Osama bin Ladens Halbbruder Salem verbrachte viel Zeit in England. Salem führte eine Ehe mit Caroline Carey, einer Britin, die zehn Jahre nach Salems Tod ein weiteres Mitglied der Bin Laden Familie heiratete. Carolines Bruder Ambrose Carey traf viele Mitglieder der Bin Laden Familie. Ambrose war Betriebsleiter der Armor Holdings Group, ein Unternehmen mit Verbindungen zum britischen Geheimdienst und Militär. Ambrose ist ein Sohn des Markgrafen von Queensberry. Der Markgraf gehört zum hohen Adel in Schottland.

Laut dem französischen Geheimdienst war Salem bin Laden in die Iran-Contra-Affäre verwickelt. Mehrere einflussreiche Saudis waren in die Affäre verstrickt.

Der saudische Prinz Mohammed bin Faisal Al Saud (1937–2017) heiratete eine Tochter des Ägypters Abdul Rahman Azzam. Dieser war von 1945 bis 1952 der erste Generalsekretär der Arabischen Liga, einer wichtigen Vereinigung von arabischen Staaten. Azzam war der Grossonkel von Ayman al-Zawahiri, der einer der führenden Dschihadisten Ägyptens war. Nachdem Osama bin Laden 2011 getötet wurde, war Zawahiri bis 2022 das Oberhaupt der al-Qaida. Al-Zawahiri hatte einen Onkel, der Vorsitzender der ägyptischen Arbeitspartei war, und sein Grossvater war Grossimam der Al-Azhar-Universität.

Sonstiges

Baron David de Rothschild ist Ehrenvorsitzender der Rothschild Bank und Vorsitzender des Jüdischen Weltkongresses. Er heiratete in den päpstlichen Adel. Ich würde ihn zu den hundert einflussreichsten Menschen der Welt zählen. Er sagte in einem Interview: „Ich glaube, dass niemand natürlicherweise zu einer Elite gehört. Seine Stellung muss sich jeder erst verdienen. Es gibt heute Söhne von berühmten Familien, die führen sich auf wie die Gauner. Sie wird niemand zur Elite zählen. Zur Elite gehören nur diejenigen, die sich würdig erweisen.“ (Video: bei 10:15–10:40)

König Charles verwaltet treuhänderisch 46 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 1990 wurde Queen Elizabeth zu den reichsten Personen der Welt gezählt. Danach stand die Königsfamilie nicht mehr auf den Milliardärslisten, obwohl man eigentlich weiss, dass sie zu den Superreichen gehört.

US-Präsident Joe Biden wurde im Januar 2025 von den Prince Hall-Freimaurern zum Freimaurermeister ernannt, um seine „herausragenden Dienste für die Vereinigten Staaten von Amerika“ zu würdigen. Die Prince Hall-Freimaurerei ist eine Freimaurerorganisation in den USA für Afroamerikaner. Es wird spekuliert, ob James „Jim“ Clyburn eine Rolle bei Bidens Aufnahme spielte. Clyburn, ein Mitglied der Prince Hall-Freimaurerei, ist Politiker der Demokratischen Partei und kennt Joe Biden seit vielen Jahren. Die Prince Hall-Freimaurerei wurde 1784 von Afroamerikanern gegründet, damit in den USA auch Schwarze die Möglichkeit haben, Freimaurer zu werden. In den letzten Jahrzehnten gehörten mehrere schwarze Politiker zur Prince Hall-Freimaurerei. Mehrere wichtige schwarze Bürgerrechtler waren Mitglied der Organisation. Gerüchten zufolge ist Barack Obama ein Prince Hall-Freimaurer. Eine seiner letzten Amtshandlungen als Präsident war die Errichtung des Birmingham Civil Rights National Monument, zu dem ein Tempel der Prince Hall-Freimaurer gehört.

Der Sozialist Salvador Allende war von 1970 bis 1973 Präsident von Chile. Er war Freimaurer. Sein Grossvater Ramón Allende Padín war sogar Grossmeister der Freimaurer in Chile. Auch Salvadors Vater gehörte den Freimaurern an. Maya Allende, eine Enkelin von Salvador, war von 2022 bis 2025 Verteidigungsministerin. Salvadors Tochter Isabel Allende ist Senatorin. Die beiden Frauen gehören zur Sozialistischen Partei. Salvador Allende wurde 1973 bei einem Militärputsch gestürzt und durch Augusto Pinochet ersetzt, der eine Militärdiktatur errichtete. Der Putsch und die Diktatur wurden von den USA unterstützt. Augusto Pinochet war auch Freimaurer. Noch mindestens sechs andere Präsidenten von Chile gehörten zur Bruderschaft. In den letzten 200 Jahren waren weitere hohe Politiker und Militärs in Chile Mitglied der Freimaurer. Das letzte Regierungsmitglied, das bekanntermassen Freimaurer war, ist der 2012 verstorbene Enrique Silva Cimma. Er war in den 90er-Jahren Aussenminister und gehörte bis 2006 zum Senat.

Im Beitrag zur Sukarno Familie habe ich ein wenig über die indonesischen Königsfamilien geschrieben. Was ich vergessen habe zu schreiben, ist, dass KGPH Puger, ein Sohn des Fürsten Paku Buwono XII., Mitglied der Royal Confraternity of Saint Teotonio (RCST) ist. Noch zwei weitere Familienmitglieder gehören zur RCST. Zu den Mitgliedern der RCST zählen Königsfamilien aus Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien. (Mehr dazu)

Der bekannte deutsche Adlige Karl-Theodor zu Guttenberg, der Verteidigungsminister war und Kontakt zu Eliten in den USA hat, ist der Bruder von Philipp Franz zu Guttenberg. Philipp heiratete eine Tochter des Clan-Chefs des schottischen MacDonald Clans.

Wie in mehreren meiner Beiträge erwähnt wird, hat die kanadische Elite enge Verbindungen zur britischen Elite. Im März 2025 wurde Mark Carney zum neuen Premierminister Kanadas. Er war von 2013 bis 2020 Chef der britischen Zentralbank. Daher wird er vermutlich Personen aus der britischen Finanzelite kennen. Seine Frau Diana ist Engländerin. Dianas Schwester Tania heiratete Robin Cayzer, den 3. Baron Rotherwick. Als Premierminister musste Mark Carney dem britischen Monarchen, der auch König von Kanada ist, seine Treue schwören. Der kanadische Premierminister ist zur Verschwiegenheit verpflichtet, wenn es um den Austausch mit dem König geht. In der kanadischen Verfassung ist festgelegt, dass auch die Mitglieder des Parlaments einen Eid auf den britischen Monarchen ablegen müssen. Sie müssen auch seinen Nachkommen und Erben die Treue schwören. Wer die kanadische Staatsbürgerschaft bekommen will, muss ebenfalls einen Eid auf den König ablegen. Nach Angaben von Wikipedia legen in einigen kanadischen Provinzen auch hohe Richter und viele Beamte einen Eid auf den König ab.

Thomson und Reuter Familie

Ich habe den Beitrag zu den Familien Thomson und Reuter überarbeitet.

Die führende Nachrichtenagentur Reuters wurde 1851 von dem geadelten Paul Reuter gegründet. Seine Nachkommen heirateten in die schottischen Clans Campbell und Douglas. Der Sohn Baron Herbert de Reuter gehörte zur Führung der Reuters-Agentur.

Die Reuters-Agentur war ein unverzichtbarer Teil im Kommunikationsnetz des britischen Empire.

Zum Zeitpunkt von Herberts Tod war der schottische Politiker Mark F. Napier1 Vorsitzender der Reuters-Agentur. Zum damaligen Vorstand gehörte auch der Schotte John Buchan2, der spätere Generalgouverneur von Kanada. Der schottische Adlige Lord Glenconner sorgte dafür, dass die Reuters-Agentur einen grossen Kredit von der schottischen Union Bank erhielt. Lord Glenconner war Vorsitzender der Bank.(Seite 157, 159)

1. Nach Angaben von Wikipedia war Mark Napier Freimaurer. Sein Vater war der zehnte Lord Napier, also der Clan-Chef des schottischen Napier Clans.

2. John Buchan arbeitete für das Intelligence Corps, den militärischen Geheimdienst. Im Ersten Weltkrieg leistete er Propagandaarbeit und bekam einen hohen Posten im Informationsministerium, das für Propaganda zuständig war.

Nach dem Tod von Herbert de Reuter war seine Familie kein bedeutender Anteilseigner der Reuters-Agentur mehr. Ab da wurde das Unternehmen von anderen Briten kontrolliert. 2008 wurde die Reuters-Agentur vom Konzern der kanadischen Milliardärsfamilie Thomson gekauft.

Der Kanadier Roy Thomson (1894–1976) war der Begründer der Unternehmerfamilie. 1931 gründete er seinen ersten Radiosender und 1934 erwarb er seine erste Zeitung. Zu dieser Zeit war er Mitglied einer kanadischen Freimaurerloge. In den 50er-Jahren emigrierte er nach Grossbritannien, wo er sich vor allem in der schottischen Hauptstadt Edinburgh aufhielt und Kontakt zu reichen Schotten hatte. Seine Mutter war Engländerin. Seine Vorfahren waren Schotten, die im 18. Jahrhundert nach Kanada emigriert waren. Seine kanadische Frau war ebenfalls schottischer Abstammung. Roy Thomson besass Medien in Schottland. Er baute ein Medienimperium auf, das 148 Zeitungen und 138 Zeitschriften sowie Radio-, Fernseh- und Verlagsunternehmen umfasste. Er besass Medien in Afrika und Asien sowie etwa 50 Zeitungen in den USA. Er sagte: „Ich bin im Geschäft, um Geld zu verdienen, und ich kaufe mehr Zeitungen, um mehr Geld zu verdienen, um mehr Zeitungen zu kaufen.“ 1964 erhielt er von der britischen Queen den erblichen Titel eines Barons. Er kaufte 1967 The Times, eine der wichtigsten britischen Zeitungen. Zuvor befand sich die Zeitung im Besitz der Astor Familie, einer reichen Familie aus den USA, die in den britischen Adel aufgenommen wurde. 1981 verkaufte die Thomson Familie die Times an Rupert Murdoch, der die Zeitung bis heute kontrolliert. Rupert Murdoch, ein schottischstämmiger US-Amerikaner, ist heute der wohl mächtigste Medienunternehmer der Welt. Er hat sehr enge Verbindungen zur britischen Elite.

Roy Thomson investierte in die Erdölindustrie. Sein Freund J. Paul Getty überredete ihn zu einer Investition in Nordseeöl. Getty, ein Ölmagnat, galt eine Zeit lang als der reichste Mann der USA. Genau wie Thomson emigrierte er nach Grossbritannien und verkehrte mit der dortigen Elite.

Roys Enkel Baron David Thomson ist derzeit Vorsitzender von Thomson Reuters. Er studierte an der britischen Eliteuniversität Cambridge. Er arbeitete zehn Jahre für die Hudson’s Bay Company, die früher von der Thomson Familie kontrolliert wurde. 1979 hatte die Familie 75 Prozent des Unternehmens erworben. Sie verkaufte 1997 ihre letzten verbliebenen Anteile. Die Hudson’s Bay Company ist im Einzelhandel aktiv. Mit dem Gründungsjahr 1670 ist sie das älteste kanadische Grossunternehmen. Sie erhielt bei ihrer Gründung eine Royal Charter der britischen Königsfamilie. Das Unternehmen hatte bis ins späte 20. Jahrhundert sehr enge Verbindungen zur britischen Elite.

Die Thomson Familie war von 2005 bis 2010 grösster Anteilseigner von CTVglobemedia mit einem Anteil von 40 Prozent. CTVglobemedia war einer der wichtigsten Medienkonzerne Kanadas und besass unter anderem CTV, einen der meistgesehenen Fernsehsender des Landes.

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Mutmassliche Terrorfinanziers in der saudischen Elite

Mehreren Prinzen und reichen Unternehmern aus dem Königreich Saudi-Arabien wurde vorgeworfen, den islamistischen Terror finanziell unterstützt zu haben. Einige wurden sogar mit den Anschlägen vom 11. September 2001 in Verbindung gebracht. Im ersten Teil dieses Beitrags geht es um die Verbindungen zu 9/11. Im zweiten Teil werden die Vorwürfe der Terrorfinanzierung erläutert.

Die Anschläge vom 11. September 2001

Bei Verschwörungstheoretikern herrscht der Konsens, dass die Anschläge von 9/11 eine grossangelegte Verschwörung waren. Personen aus der Regierung von George W. Bush und aus den US-Geheimdiensten gelten als die Verschwörer. Ich halte die Theorie für plausibel. Diese Theorie wird bisher im Mainstream nicht anerkannt.

Daneben gibt es eine weitere Theorie, laut der Saudi-Arabien hinter den Anschlägen von 9/11 steckte. Diese Theorie wird teilweise auch im Mainstream als glaubhaft eingestuft. Es gibt Journalisten, Politiker, Rechtsanwälte, Staatsanwälte und Geheimdienstmitarbeiter, die an diese Theorie glauben. Auch viele Angehörige der Opfer von 9/11 sind überzeugt, dass saudische Beamte eine Rolle bei den Anschlägen spielten.

Diese beiden Theorien widersprechen sich auf den ersten Blick, aber eigentlich ergänzen sie sich ziemlich gut. Wenn man die beiden Theorien kombiniert, kommt man zum Ergebnis, dass 9/11 ein gemeinsames Projekt von Verschwörern aus den USA und Saudi-Arabien war. Ich glaube, die Verschwörer auf amerikanischer Seite haben ihre Verbündeten in Saudi-Arabien beauftragt, einen grossen Terroranschlag in den USA zu organisieren. Die al-Qaida wurde dabei als Instrument benutzt. Der saudische Geheimdienst hatte vermutlich schon sehr früh die al-Qaida infiltriert. Zudem erscheint es nicht abwegig, dass Teile des saudischen und pakistanischen Geheimdienstes bei der Gründung der al-Qaida 1988 mitgewirkt hatten. Zumindest hatten sie in den Jahren vor der Gründung Osama bin Laden und die afghanischen Rebellen unterstützt und beeinflusst, was von der CIA befürwortet wurde. Erst einige Jahre nach der Gründung der al-Qaida wurde Osama bin Laden von Saudi-Arabien und Pakistan zum Feind ernannt. Der saudische Geheimdienst führte in den letzten vierzig Jahren in islamischen Ländern Operationen durch, die die CIA nicht so leicht hätte durchführen können. Für den saudischen Geheimdienst ist es einfacher, sich mit Islamisten zu vernetzen und diese zu unterwandern. Daher bat die CIA bei diesen Angelegenheiten oft Saudi-Arabien um Hilfe. Vielleicht war dies auch bei 9/11 der Fall. Dieser Theorie zufolge haben saudische Agenten und Diplomaten den Flugzeugentführern bei ihrem Anschlag geholfen, was von Verschwörern auf amerikanischer Seite abgesegnet wurde. Die Entführer waren aber ziemlich sicher nicht eingeweiht, sondern waren wirklich überzeugte Dschihadisten, die als nützliche Idioten benutzt wurden. Übrigens weiss man bei ein paar der Entführer, dass sie Verschwörungstheoretiker waren und an eine jüdische Weltverschwörung glaubten. Ironischerweise wurden sie mit dem Anschlag selbst Teil einer der grössten Verschwörungstheorien der letzten Jahrzehnte.

Zwei der saudischen Flugzeugentführer wurden nur wenige Tage vor ihrer Ankunft in den USA von der CIA beobachtet. Nach ihrer Ankunft half ihnen der saudische Staatsbürger Omar al-Bayoumi, sich in den USA zurechtzufinden. Bayoumi war sehr wahrscheinlich ein Agent des saudischen Geheimdienstes. Die beiden Flugzeugentführer wurden Untermieter von Bayoumis Freund Abdussattar Shaikh, der zu dem Zeitpunkt schon seit Jahren ein Informant des FBI war. Aufgrund dessen könnte man vermuten, dass einzelne Mitarbeiter der US-Geheimdienste den Anschlag betreuten und bewusst zuliessen. Der Vorteil bei dieser Taktik ist, dass die eigenen Agenten selbst keinen Anschlag verüben müssen. Stattdessen sucht man nach Extremisten, die den Anschlag begehen, ohne sich bewusst zu sein, dass Verschwörer vom Geheimdienst es genauso wollen. Dies senkt die Risiken für die Verschwörer erheblich. Selbst wenn der Anschlag scheitert und die Terroristen vor Gericht kommen, werden sie die Geheimdienste nicht belasten, da die Terroristen glauben, sie hätten auf eigene Faust gehandelt. Auch wenn sich bei einem Anschlag Ungereimtheiten feststellen lassen, ist es dann oft ein „Behördenversagen“ und nicht möglich, eine Beihilfe oder unterlassene Hilfeleistung durch Geheimdienstmitarbeiter eindeutig nachzuweisen.

Die CIA und das FBI haben zehntausende Mitarbeiter und die allermeisten davon sind natürlich nicht an kriminellen Verschwörungen beteiligt. An solchen Verschwörungen werden nur ein paar einzelne Geheimdienstmitarbeiter teilnehmen.

In diesem Beitrag werden die wichtigsten mir bekannten Indizien aufgezeigt, die auf eine mögliche Beteiligung Saudi-Arabiens bei 9/11 hinweisen. Dieser Beitrag konzentriert sich auf die mutmasslichen Verschwörer aus Saudi-Arabien. Die mutmasslichen Verschwörer auf amerikanischer Seite werden in diesem Beitrag nur am Rande behandelt.

Um Verwirrungen zu vermeiden, wird in diesem Beitrag bei arabischen Namen die englische Schreibweise benutzt, da dies auch in den verlinkten Quellen der Fall ist und für Leser ausserhalb des deutschsprachigen Raums besser ist.

Osama bin Laden kam aus der saudischen Elite

Osama bin Laden war Mitgründer und langjähriger Chef der al-Qaida, die 1988 in Pakistan ins Leben gerufen wurde. Osama bin Laden gilt als massgeblicher Organisator der Anschläge von 9/11.

Osama bin Laden kam aus einer sehr reichen Unternehmerfamilie in Saudi-Arabien. Die Familie gründete und kontrolliert die Saudi Binladin Group, einen saudischen Baukonzern. Die Familie war oder ist noch immer eng mit der saudischen Königsfamilie verbunden. Ihr Baukonzern baute Paläste, Moscheen und Städte im Auftrag des Königshauses. 2009 wurde das Vermögen der Bin Laden Familie auf sieben Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie galt damit als eine der reichsten Familien Saudi-Arabiens.

Nachdem Osama bin Laden die al-Qaida gründete und zu einem weltberühmten Terroristen wurde, distanzierte sich seine Familie von ihm. Die Familie sagt, sie habe Osama zum letzten Mal im Jahr 1999 in Afghanistan getroffen.

Als die Anschläge von 9/11 passierten, hielten sich mehrere Mitglieder der Bin Laden Familie in den USA auf. Acht Tage nach 9/11 durften mindestens dreizehn Verwandte von Osama bin Laden in Begleitung von Leibwächtern und Mitarbeitern die USA mit einem Charterflug verlassen. Das FBI gab ihnen die Erlaubnis, das Land zu verlassen.

Nach 9/11 eröffnete US-Präsident George W. Bush aufgrund der Anschläge den Krieg gegen den Terror und erklärte Osama bin Laden zum Staatsfeind Nummer eins. Verschwörungstheoretiker glauben, dass Bush zu den eigentlichen Verschwörern von 9/11 gehörte.

Die Bush Familie hatte schon seit Jahrzehnten Kontakte zu Personen aus den arabischen Eliten. George W. Bush gründete 1977 ein kleineres Erdölunternehmen mit dem Namen Arbusto Energy. 1979 investierte der texanische Geschäftsmann James Bath 50 000 US-Dollar in das Unternehmen. James Bath vertrat in Nordamerika Geschäftsinteressen von reichen Saudis, darunter von Salem bin Laden. Dieser war ein Halbbruder von Osama bin Laden. Es wurde vermutet, dass Geld von Salem bin Laden im Unternehmen von Bush landete. Salem starb 1988 bei einem Flugzeugabsturz in Texas (Bush lebte seit seiner Kindheit in Texas und war Gouverneur des Bundesstaates). Salems Vater, der auch der Vater von Osama war, starb 1967 in Saudi-Arabien bei einem Flugzeugabsturz. 2015 starben mehrere Mitglieder der Bin Laden Familie in England bei einem Absturz mit ihrem Privatjet. Unter den Toten waren die Stiefmutter und die Schwester von Osama bin Laden.

Salem bin Laden verbrachte viel Zeit in England. Er führte eine Ehe mit Caroline Carey, einer Britin, die zehn Jahre nach Salems Tod ein weiteres Mitglied der Bin Laden Familie heiratete. Carolines Bruder Ambrose Carey traf viele Mitglieder der Bin Laden Familie. Ambrose war Betriebsleiter der Armor Holdings Group, ein Unternehmen mit Verbindungen zum britischen Geheimdienst und Militär. Ambrose ist ein Sohn des Markgrafen von Queensberry. Der Markgraf gehört zum hohen Adel in Schottland.

Die Bin Laden Familie investierte zehn Millionen US-Dollar in eine Firma der US-amerikanischen Milliardärsfamilie Bechtel.

Personen aus Saudi-Arabien gelten als die wichtigste Finanzierungsquelle für Terrorgruppen in verschiedenen Ländern. Dennoch ist Saudi-Arabien ein wichtiger Verbündeter der westlichen Welt und paradoxerweise auch ein Partner der USA im Krieg gegen den internationalen Terror. Der saudische Staat geht zwar im eigenen Land mit harter Hand gegen Terroristen vor, gibt sich aber wenig Mühe, die Unterstützung von Terroristen im Ausland zu unterbinden. Die saudische Führung hält selbstverständlich nichts vom Dschihad, aber sie wird aus strategischen Gründen Dschihadisten in anderen Ländern unterstützen, beispielsweise in Syrien und im Jemen.

Bereits kurz nach 9/11 kam der Verdacht auf, dass ein saudisches Netzwerk hinter den Anschlägen steckt. Von den neunzehn Attentätern waren fünfzehn saudische Staatsbürger. Doch die Bush-Regierung nahm Saudi-Arabien in Schutz. In den USA ermittelte man gegen ein paar saudische Diplomaten und andere Personen mit Verbindungen zur saudischen Regierung. Dutzende saudische Diplomaten wurden 2003 und 2004 von der US-Regierung des Landes verwiesen.

Richard Lambert, der für das FBI eine der ersten Untersuchungen zu 9/11 leitete, hält eine Involvierung Saudi-Arabiens für eine glaubwürdige und berechtigte Theorie. Er meint, es gebe sehr viele Indizien und Beweise dafür. Er erzählte, dass man ihm 2002 befohlen hatte, im Untersuchungsausschuss auszusagen, dass keine Mittäterschaft Saudi-Arabiens besteht. Ein FBI-Ermittler sagt, mehrere Beweismittel, die in Richtung Saudi-Arabien hindeuteten, seien verschwunden. Hunderttausende Seiten an US-Regierungsdokumenten, die Saudi-Arabiens Terrorfinanzierung betreffen, werden unter Verschluss gehalten.

Prinz Bandar

Bandar bin Sultan Al Saud (*1949) ist ein Mitglied der saudischen Königsfamilie. Sein Grossvater war der Gründer und erste König von Saudi-Arabien. Bandar war Chef des Geheimdienstes und langjähriger Botschafter in den USA.

Die New York Post schreibt, Prinz Bandar habe mit etwa 130 000 US-Dollar Terroristen von 9/11 finanziert. Diese Behauptung ist eigentlich nicht bewiesen, aber was man mit Sicherheit sagen kann, ist, dass Bandars Geld bei zwei Personen landete, die vermutlich für den saudischen Geheimdienst arbeiteten und direkten Kontakt zu zwei Attentätern von 9/11 hatten, was weiter unten erläutert wird. Ein ehemaliger FBI-Agent sagte, Bandar sei eigentlich einer der Hauptverdächtigen gewesen, aber die US-Regierung nahm ihn in Schutz. Ein weiterer ehemaliger FBI-Agent sagte, das FBI sei daran gehindert worden, die verdächtigen Saudis zu verhören. Philip Zelikow, der zur 9/11-Kommission gehörte, die die Hintergründe zu den Anschlägen untersuchte, soll verhindert haben, dass saudische Verdächtige befragt werden. Die 9/11-Kommission ignorierte die offensichtlichen Verbindungen nach Saudi-Arabien grösstenteils. Bandar war von 1983 bis 2005 saudischer Botschafter in den USA, also auch zur Zeit der Anschläge. Er hatte ein gutes Verhältnis zu Präsident George W. Bush. Präsident Bush eröffnete den Krieg gegen den Terror aufgrund der Anschläge (die sein Freund Bandar womöglich unterstützt hatte). Zwei Tage nach 9/11 trafen sich Bandar und Bush im Weissen Haus. Danach halfen FBI-Agenten, Dutzende saudische Beamte aus den USA zu evakuieren. Auch ein Mitglied der Bin Laden Familie, das auf der Terrorliste stand, wurde aus dem Land geschafft. Anstatt die verdächtigten Saudis zu verhören, half man ihnen also, schnell das Land zu verlassen.

Prinz Bandar war nicht nur mit George Bush befreundet, sondern auch mit dessem gleichnamigen Vater. George Bush Sr. war ebenfalls Präsident und diente zudem ein Jahr lang als Chef der CIA. Bandar soll fast täglich Georg Bush Sr. im Weissen Haus besucht haben, als dieser Präsident war. Bandar hatte Zugang zur CIA, zum Justizministerium, zum Kongress und zu den Medien in den USA. Georg Bush Sr. starb 2018. Er hatte 9/11 also noch miterlebt.

Bandars Frau Haifa ist eine Tochter von König Faisal. Prinzessin Haifa hatte ein Konto bei der Riggs Bank. Mehrere zehntausend US-Dollar von diesem Konto landeten bei zwei Attentätern von 9/11. Die Riggs Bank war eine Bank in den USA, die in mehrere Skandale verwickelt war. Zu ihren Kunden zählten viele Politiker und Diplomaten in Washington. 22 US-Präsidenten waren Kunden der Bank. Jonathan Bush, ein Onkel von George Bush Jr., wurde im Jahr 2000 Spitzenmanager bei der Bank.

Prinzessin Haifa war oder ist noch immer eine Freundin der Bush Familie. Als Haifa sich nach 9/11 mit den Vorwürfen konfrontiert sah, ging die Bush Familie nicht auf Distanz. Die Frau von George Bush Jr. sowie seine Eltern meldeten sich bei Haifa und drückten ihr Mitgefühl darüber aus, dass sie in den Medien für eine Verschwörerin gehalten wird. George Bush Sr. schrieb Haifa, dass er sich schrecklich fühlt wegen der Angriffe auf sie.

In einer Klage von Angehörigen der Opfer der 9/11-Anschläge wurde auch Bandars Vater Sultan bin Abdulaziz vorgeworfen, dass er über seine Stiftung an al-Qaida gespendet hatte. Die Klage wurde von einem US-Gericht abgewiesen. Sultan bin Abdulaziz war von 1963 bis zu seinem Tod 2011 Verteidigungsminister, also auch als 9/11 geschah. Er war wie Bandar einer der stärksten Befürworter der saudisch-amerikanischen Partnerschaft. In den 80er-Jahren half er den USA bei der Bewaffnung und Finanzierung der islamistischen Rebellen in Afghanistan (zu denen damals auch Osama bin Laden gehörte). Er war ein Halbbruder des saudischen Königs Abdullah.

2020 ordnete eine Richterin in den USA an, dass sich Bandar und ein weiteres Mitglied der saudischen Königsfamilie für Zeugenaussagen zur Verfügung stellen müssen, um Fragen bezüglich 9/11 zu beantworten. Soviel mir bekannt ist, kam die Königsfamilie dem nicht nach.

Bandar traf George Tenet. Dieser war der erste CIA-Chef in der Präsidentschaft von George Bush Jr. und leitete die CIA, als 9/11 passierte. Bandar traf Bushs Vizepräsidenten Dick Cheney, der ein glühender Verfechter des Kriegs gegen den Terror war. Bandar hatte bereits seit Ende der 70er-Jahren ein gutes Verhältnis zu Colin Powell, der Bushs Aussenminister war. Als Aussenminister half Powell beim Aufbau einer internationalen Allianz im Krieg gegen den Terror, während Saudi-Arabien in den zwei Jahrzehnten zuvor beim Aufbau einer internationalen Allianz von Islamisten geholfen hatte. Auch in den Jahren nach 9/11 traf sich Bandar mit Bush und Cheney sowie mit weiteren Vertretern der Bush-Regierung. Das war eigentlich ziemlich fahrlässig von der Regierung, da Bandar und seine Frau zu dem Zeitpunkt bereits im Verdacht standen, die Attentäter von 9/11 unterstützt zu haben. Bush hatte also grosses Vertrauen in Bandar und hielt ihn für unschuldig (oder die beiden waren Teil einer Verschwörung).

Bandar besuchte in den USA den Bohemian Club. Um den Club ranken sich Verschwörungstheorien. Hohe Tiere der US-amerikanischen Elite sind Mitglied des Clubs. Dazu zählten Mitglieder der Familien Rockefeller, Morgan, Bechtel und Bass. Zu den Besuchern und Mitgliedern gehörten ausserdem die beiden Präsidenten aus der Bush Familie sowie Colin Powell und Donald Rumsfeld. Diese vier Männer kannten Bandar und gehören laut der Meinung von Verschwörungstheoretikern zu den Eingeweihten der 9/11-Verschwörung.

Bandar und sein Vater investierten eifrig in die Carlyle Group. Dieser Finanzkonzern aus den USA ist eines der grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt. George Bush Jr. trat 1990 dem Vorstand eines Unternehmens bei, das von der Carlyle Group erworben wurde. George Bush Sr. war Berater der Carlyle Group und hielt für sie Reden, die grosszügig bezahlt wurden, angeblich mit 80 000 US-Dollar pro Auftritt. Die Unternehmerfamilie Bin Laden war Grossinvestor der Carlyle Group. George Bush Sr. soll die Bin Laden Familie zweimal im Auftrag der Carlyle Group getroffen haben. Am Tag der Anschläge von 9/11 veranstaltete die Carlyle Group eine Konferenz in Washington. Shafig bin Laden, ein Bruder von Osama, war als Grossinvestor Ehrengast bei der Konferenz. Damals hatte Frank Carlucci den Vorsitz der Carlyle Group inne. Frank Carlucci war US-Verteidigungsminister und stellvertretender Chef der CIA gewesen. Er hatte eine lebenslange Freundschaft mit George Bush Sr. und Donald Rumsfeld. Letzterer war der Verteidigungsminister von George Bush Jr. Die Carlyle Group engagierte im Jahr 2000 Colin Powell als Redner. Wie bereits erwähnt wurde, war Powell der Aussenminister von George Bush Jr. und kannte Prinz Bandar seit vielen Jahren. Die Gründung der Carlyle Group wurde 1987 von der Milliardärsfamilie Mellon mitfinanziert, einer der mächtigsten Dynastien der US-amerikanischen Elite. Die Familie hatte in den Jahrzehnten zuvor enge Verbindungen zu den US-Geheimdiensten. Einige Verschwörungstheoretiker glauben, dass die Carlyle Group ein Investmentarm der CIA ist.

Prinz Bandar hatte schon lange vor 9/11 mit der CIA zusammengearbeitet. Er war in fragwürdige Rüstungsgeschäfte verwickelt. Er war unter anderem Vermittler in der Iran-Contra-Affäre und arrangierte dabei 32 Millionen US-Dollar für die nicaraguanischen Contras, die auch von der CIA unterstützt wurden. Die Contras nutzten terroristische Methoden im Kampf gegen den Kommunismus. Auch der saudische Milliardär Adnan Khashoggi war Vermittler in der Iran-Contra-Affäre. Khashoggi hatte ein gutes Verhältnis zu Personen aus den westlichen Eliten. Sein Neffe Dodi Fayed hatte eine Liebesbeziehung mit der britischen Prinzessin Diana. Dodi Fayed und Diana starben bei einem Autounfall. Über den Autounfall gibt es mehrere Verschwörungstheorien.

Die Iran-Contra-Affäre war eine Verschwörung, bei der die CIA und Mitglieder der US-Regierung in den 80er-Jahren illegale Waffenverkäufe betrieben.

Laut dem französischen Geheimdienst war auch der bereits erwähnte Salem bin Laden in die Iran-Contra-Affäre verwickelt.

George Bush Sr. gehörte bei der Iran-Contra-Affäre zu den eingeweihten Verschwörern. Bei den Untersuchungen zum Skandal weigerte sich Bush, auszusagen. In seinen letzten Tagen als Präsident begnadigte er sechs Angeklagte in der Iran-Contra-Affäre.

Saudi-Arabien half der CIA bei verdeckten Operationen im Ausland. Prinz Bandar überwies im Auftrag des CIA-Chefs William Casey zehn Millionen Dollar an die Bank des Vatikans, um eine Kampagne gegen die Kommunistische Partei Italiens zu finanzieren. William Casey arbeitete übrigens mehrfach mit dem Vatikan zusammen. Seine Mitgliedschaft im vatikanverbundenen Malteserorden (Order of Malta) wird dabei eine Rolle gespielt haben.

Ich bin ein Anhänger der Theorie, dass Verschwörer aus den USA bei der 9/11-Verschwörung Bandar um Hilfe baten, weil er bereits in der Vergangenheit bei Verschwörungen ein verlässlicher und fähiger Partner gewesen war.

Bandar hatte in den 80er-Jahren der CIA geholfen, die afghanischen Rebellen im Kampf gegen die Sowjetunion zu bewaffnen. Osama bin Laden gehörte zu jener Zeit zu den afghanischen Rebellen. Bandar hatte damals ein persönliches Gespräch mit Osama. Bandar sagte, Osama habe sich bei den Saudis dafür bedankt, dass sie die Amerikaner nach Afghanistan gebracht hatten. Zu dem Zeitpunkt waren Osama und die USA noch nicht verfeindet, sondern waren strategische Partner im Kampf gegen die Sowjets. Bandar sagte, dass die USA und Saudi-Arabien die afghanischen Rebellen mit jeweils einer Milliarde Dollar unterstützten und weltweit Lobbyarbeit für die Rebellen betrieben. Ob Osama bin Laden damals direkt mit der CIA zu tun hatte, ist umstritten. Der CIA wird vorgeworfen, sie hätte Osama eine Sicherheitsausbildung gegeben, was bisher aber nicht bestätigt wurde. Die afghanischen Rebellen erhielten auch Unterstützung von Pakistan. Gegen Ende des Krieges gründete Osama mit seinen Gefolgsleuten 1988 in Pakistan die al-Qaida. Osama hielt sich vor seinem Tod 2011 fast zehn Jahre versteckt in Pakistan auf. In diesem Zeitraum war er der meistgesuchte Verbrecher der Welt. Obwohl der pakistanische Geheimdienst als einer der besten der islamischen Welt gilt, soll es ihm nicht gelungen sein, Osama aufzuspüren. Es wird nicht ausgeschlossen, dass Osama von Teilen des pakistanischen Geheimdienstes geschützt wurde. 2011 gelang es der CIA, Osama in Pakistan aufzuspüren, worauf er bei einer Spezialoperation des US-Militärs getötet wurde. Sein Aufenthaltsort befand sich in Sichtweite einer pakistanischen Elite-Militärakademie und nicht weit von der pakistanischen Hauptstadt entfernt. Die CIA nahm die Führung Pakistans vor dem Vorwurf in Schutz, dass sie gewusst habe, wo sich Osama aufhielt. Der bekannte amerikanische Journalist Seymour Hersh, der offen ist für Verschwörungstheorien, stellte die Behauptung auf, Osama sei in Wahrheit seit 2006 vom pakistanischen Geheimdienst gefangengehalten worden. Asad Durrani, der in der Anfangszeit der al-Qaida den pakistanischen Geheimdienst leitete, sagte 2015, er halte es für wahrscheinlich, dass die Regierung wusste, wo sich Osama vor seiner Ermordung aufhielt. Asad Durrani war Botschafter in Saudi-Arabien. Als Osama 2011 getötet wurde, war Ahmad Shuja Pasha Chef des pakistanischen Geheimdienstes. Ein pakistanischer Regierungsvertreter sagte, Pasha habe gewusst, wo sich Osama versteckt hielt.

Nach Osamas Tod war der Ägypter Ayman al-Zawahiri bis 2022 das Oberhaupt der al-Qaida. Zawahiri wurde wie Osama in elitäre Kreise geboren. Er hatte einen Onkel, der Vorsitzender der ägyptischen Arbeitspartei war, und sein Grossvater war Grossimam der Al-Azhar-Universität. Ein Grossonkel von Zawahiri war Abdel-Rahman Azzam, der erste Generalsekretär (Chef) der Arabischen Liga. Die Arabische Liga ist eine wichtige Vereinigung von arabischen Staaten. Eine Tochter von Azzam heiratete einen saudischen Prinzen.

Sechs Monate nach 9/11 wurde bei einer Razzia in Pakistan Abu Zubaydah* verhaftet, ein hochrangiges Mitglied der al-Qaida, das zum inneren Kreis um Osama bin Laden gehörte. Bei der Razzia wurde Zubaydahs Notizbuch beschlagnahmt. Das FBI fand darin die geheime Nummer von einer Firma, die Prinz Bandars Anwesen in den USA verwaltete. Auch eine nicht öffentliche Nummer eines Leibwächters, der in der saudischen Botschaft in Washington arbeitete, stand in dem Notizbuch. Diese Entdeckung wurde geheimgehalten und erst 2016 öffentlich gemacht. Man kann davon ausgehen, dass Präsident Bush 2002 über den Fund informiert wurde. Trotzdem hielt er an seinem Freund Bandar fest.

* Abu Zubaydah, der in Saudi-Arabien geboren wurde, wäre also womöglich ein wichtiger Zeuge, wenn es um Bandars Verbindungen zur al-Qaida geht. Zubaydah wurde nach seiner Verhaftung in mehreren Ländern in geheimen Gefängnissen der CIA festgehalten und gefoltert. Seit 2006 sitzt er isoliert im Gefangenenlager Guantanamo, das infolge von 9/11 und des Krieges gegen den Terror eröffnet wurde. Vielleicht wird Zubaydah dort festgehalten, weil er Belastendes über die wahren Hintermänner von 9/11 weiss. Aber selbst wenn er vor Gericht aussagen würde, wäre die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen beeinträchtigt, da die jahrelange Folter wohl seinen Verstand und sein Gedächtnis zermürbt hat. Auch Ramzi bin al-Shibh und Khalid Sheikh Mohammed, zwei Mitglieder der al-Qaida, die in die Planung von 9/11 involviert waren, sind in Guantanamo inhaftiert. Donald Rumsfeld, der Verteidigungsminister von Präsident Bush, spielte eine wichtige Rolle bei der Einführung von Guantanamo und war ein grosser Befürworter des dortigen Folterprogramms. Rumsfeld wird in Verschwörungstheorien manchmal zu den Eingeweihten der 9/11-Verschwörung gezählt.

Prinz Bandar war Diplomat bei Margaret Thatcher, Tony Blair, Michail Gorbatschow, Saddam Hussein und der chinesischen Regierung. Von 2005 bis 2015 war er in einem wichtigen Gremium der saudischen Königsfamilie. Dieses Gremium war unter anderem für die Koordinierung der Geheimdienste zuständig. Bandar war von 2012 bis 2014 Chef des Geheimdienstes. Er hatte eine Ausbildung am Royal Air Force College in England genossen. Zudem war er an mehreren Militärschulen in den USA. Er studierte in den USA internationale Politik an der Johns Hopkins University. Viele Mitglieder der saudischen Königsfamilie studierten im Westen.

Bandars Sohn Khalid war saudischer Botschafter in Deutschland. Seit 2019 ist Khalid Botschafter in Grossbritannien. Er hatte an der britischen Eliteuniversität Oxford studiert und war an der britischen Militärakademie Sandhurst, wo viele Königsfamilien ihre Kinder hinschicken. Khalid hatte eine romantische Beziehung mit der Amerikanerin Vanessa Pergolizzi. Nach 9/11 trennte sich das Paar. Vanessa war später mit Donald Trump Jr. verheiratet, einem Sohn des heutigen Präsidenten Donald Trump. Khalid heiratete 2011 eine Engländerin, die mütterlicherseits aus der Adelsfamilie Percy kommt und eine Nichte des Herzogs von Northumberland ist. Die Percy Familie ist eine hochrangige Familie des britischen Adels. Sie gilt als eine der reichsten Adelsfamilien des Landes.

Bandars Tochter Reema ist seit 2019 saudischer Botschafter in den USA. Sie lebte von 1983 bis 2005 in Washington, DC.

Saudi-Arabien unterstützte Rebellen im syrischen Bürgerkrieg mit Waffen. 2013 wurde berichtet, dass Saudi-Arabien der wichtigste ausländische Unterstützer für die syrischen Rebellen ist. Bandar war damals als Chef des Geheimdienstes an der Unterstützung beteiligt. Saudi-Arabien unterstützte bekanntermassen gemässigte Rebellen in Syrien, streitet aber ab, auch radikale Islamisten zu unterstützen. Die Assyrian International News Agency vermeldete 2013, Saudi-Arabien habe 1200 zum Tode Verurteilte freigelassen und für den Dschihad in Syrien ausgebildet, damit sie dort gegen das Assad-Regime kämpfen. Richard Dearlove, ein ehemaliger Chef des britischen Geheimdienstes MI6, schloss nicht aus, dass Saudi-Arabien den Islamischen Staat (IS) unterstützt, um das Assad-Regime zu destabilisieren. Dearlove deutete an, man sollte Bandar besser nicht über den Weg trauen. Das Wall Street Journal schrieb 2013, dass Bandar in seiner Funktion als Geheimdienstchef mit der Aufgabe betraut ist, das Assad-Regime in Syrien zu stürzen. Dabei arbeitete Bandar mit seinen Verbündeten in den USA zusammen, die ebenfalls mit Assad verfeindet waren. Ein hochrangiger US-Geheimdienstler bezeichnete die Saudis als „unverzichtbare Partner in Syrien“. Dem Assad-Regime wurde vorgeworfen, Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Bandars Geheimdienst hatte Beweise dafür gesammelt und an die USA übermittelt. Vier Monate später kam man in den USA zur Einschätzung, dass Assad Chemiewaffen eingesetzt hatte. Der damalige CIA-Chef John Brennan telefonierte regelmässig mit Bandar. Insider bestätigten, dass Saudi-Arabien und die CIA sowie weitere Verbündete in einem geheimen Operationszentrum im Königreich Jordanien handverlesene syrische Rebellen ausbildeten. Mehr dazu im Wikipediaeintrag zum Timber Sycamore-Programm. Auch der britische Geheimdienst war an diesem fragwürdigen Programm beteiligt.

Ende 2024 wurde das Assad-Regime von Rebellen gestürzt. Leider ist nicht bekannt, wie gross der saudische Einfluss auf die neuen Machthaber ist. Der neue Führer des Landes, Mohammed al-Jolani, wurde in Saudi-Arabien geboren, wo sein Vater als Ingenieur in der Erdölindustrie arbeitete. Al-Jolani begann seine Karriere als Militanter 2003 bei der al-Qaida. Später leitete er die al-Nusra Front, die der syrische Ableger der al-Qaida war. Inzwischen sollen sich al-Jolani und seine Gruppe von der al-Qaida abgewendet haben.

Bandar leitete geheime Beziehungen zu Israel. Für viele Jahre traf er sich mit jüdischen Führern, Mossad-Chefs und israelischen Premierministern. Er hatte in den 80er-Jahren begonnen, mit jüdischen Führern in den USA in Kontakt zu treten. Er wollte verstehen, wie die jüdischen Organisationen arbeiten und welchen Einfluss sie auf die US-Regierung haben. Womöglich nahm er sich die Israel-Lobby zum Vorbild, als er in den USA eine saudische Lobby aufbaute. Saudi-Arabien ermunterte Israel im Libanonkrieg 2006, gegen die Hisbollah Krieg zu führen. Als Israel einem Waffenstillstand zustimmte, zeigte sich Saudi-Arabien enttäuscht.

Da Bandar ein Gegner des Irans und der Hisbollah ist, wird er sich freuen, dass Israel inzwischen wieder militärisch gegen die Hisbollah vorgeht und sich auf einen Krieg gegen den Iran vorbereitet. Bandar hat schon vor Langem gesagt, es wäre besser, wenn Israel den Krieg gegen den Iran führt anstelle der USA. Er sagte: „Mir wäre es lieber, wenn die Israelis die Iraner bombardieren, damit wir ihnen die Schuld geben können. Wenn Amerika es tut, werden wir beschuldigt.“ In den letzten Monaten wurde berichtet, der Iran stehe kurz davor, seine ersten Atombomben zu entwickeln. Ein Krieg gegen einen Iran, der Atombomben besitzt, ist natürlich viel gefährlicher als ein Krieg gegen einen Iran ohne Atombomben. Daher wäre es eigentlich höchste Zeit, einen Krieg gegen den Iran zu führen, bevor er Atombomben hat. Es wundert mich, dass man den Krieg noch nicht begonnen hat. Vielleicht braucht man einen besseren Vorwand, um gegen den Iran in den Krieg zu ziehen. Beispielsweise einen False Flag-Angriff, den man dem Iran in die Schuhe schiebt.

Bandar wurde als eine geheimnisvolle, charmante, gerissene, manipulative, intrigante und rücksichtslose Person beschrieben. Ein hochrangiger Beamter der Clinton-Regierung, der aus Angst vor Bandar anonym bleiben wollte, sagte: „Es ist typisch für Bandar, eine Person gegen eine andere auszuspielen.“ Übrigens sagte ein ehemaliger saudischer Politiker, der im Exil lebt, dass der Kronprinz und faktische Herrscher Mohammed bin Salman ein gefährlicher „Psychopath ohne Empathie“ sei, der keine Emotionen empfindet. Als Küchenpsychologe würde ich sagen, dass einflussreiche Leute mit solch einem Persönlichkeitsprofil besonders gut für kriminelle Verschwörungen geeignet sind.

Prinz Turki al-Faisal

Zacarias Moussaoui, ein Agent der al-Qaida, war in die Planung der Terroranschläge von 9/11 verwickelt. Er sitzt deswegen eine lebenslange Haftstrafe ab. 2015 sagte er, Mitglieder der saudischen Königsfamilie seien in den späten 90er-Jahren der Hauptspender der al-Qaida gewesen und hätten über die Anschlagspläne für 9/11 Bescheid gewusst. Moussaoui behauptete, dass Prinz Bandar und Prinz al-Waleed bin Talal (milliardenschwerer Geschäftsmann) sowie Prinz Turki al-Faisal an die al-Qaida spendeten. Moussaoui erzählte, er habe Anfang 2001, als er in den USA Flugstunden nahm, einen saudischen Prinzen getroffen, der ihm Geld gab. Moussaoui sagte in seiner eidesstattlichen Erklärung, er sei ein Vermittler zwischen Osama bin Laden und dem saudischen Königshaus gewesen und habe sich in Saudi-Arabien mit Prinz Bandar und Prinz Turki getroffen. Moussaoui sagte, dass er dabei mit Privatjets und Limousinen reiste. Die Treffen sollen in Luxushotels und in saudischen Palästen stattgefunden haben. Prinz Turki war sein wichtigster Ansprechpartner gewesen, erzählte Moussaoui.

Prinz Turki (*1945) ist ein Sohn von König Faisal (und damit ein Bruder von Bandars Frau). Turki klagte 2004 erfolgreich gegen ein französisches Magazin, das behauptete, er hätte Verbindungen zu 9/11 gehabt.

In Klagen von Angehörigen der Opfer von 9/11 wurde Turki beschuldigt, er hätte über Wohltätigkeitsorganisationen wissentlich Geld an al-Qaida gespendet und 9/11 unterstützt. Es wurde auch gegen Bandars Vater Sultan bin Abdulaziz und gegen Prinz Mohamed Al-Faisal geklagt.

Prinz Turki war von 1979 bis 2001 Chef des saudischen Geheimdienstes. Zwei Wochen vor 9/11 trat er plötzlich zurück. Turki sagte, er sei im Sommer 2001 von seinem Geheimdienst gewarnt worden, dass „etwas Spektakuläres bevorstünde“. Während des Afghanistan-Kriegs in den 80er-Jahren unterstützte Turki die USA im Kampf gegen die Sowjets und traf dabei Osama bin Laden (auch Bandar traf ihn damals). Turki traf 1996 und 1998 in Afghanistan Mullah Omar, den Chef der Taliban. Turki sagte, dass er in seiner Zeit als Geheimdienstchef Osama bin Laden fünfmal getroffen hatte, zuletzt im Jahr 1990, also nach der Gründung der al-Qaida. Turki erzählte, Osama habe ihm angeboten, seine Kämpfer nach Saudi-Arabien zu bringen, um gegen die Kommunisten im Jemen zu kämpfen. Nach der Gründung der al-Qaida kehrte Osama 1989 nach Saudi-Arabien zurück und arbeitete für den Baukonzern seiner Familie. Damals wurde er in Saudi-Arabien von vielen als Held angesehen, weil er in Afghanistan den Islam vor der gottlosen Sowjetunion verteidigt hatte. Nach seiner Rückkehr begann er, sich in der Oppositionsbewegung gegen die saudische Monarchie zu engagieren. In dieser Zeit wurde er ein Gegner des saudischen Königshauses (oder war ein Spitzel in der antimonarchistischen Bewegung). Er verliess 1991 Saudi-Arabien. 1994 wurde ihm die saudische Staatsbürgerschaft entzogen. Im darauffolgenden Jahr kam es in Saudi-Arabien zu einem Terroranschlag, wodurch Osama von der saudischen Regierung zum Staatsfeind erklärt wurde. Jedoch bestritt Osama, für den Anschlag verantwortlich zu sein. 1996 erklärte er den Sturz der saudischen Regierung zu seinem Ziel.

Prinz Turki wurde 2005 der Nachfolger von Prinz Bandar als Botschafter in den USA. Dabei hatte er Treffen mit Präsident George Bush. Die saudisch-amerikanischen Beziehungen wurden also nach wie vor von einem mutmasslichen Unterstützer der al-Qaida geleitet. Sein Vorgänger Bandar besuchte im Geheimen weiterhin die USA, um Mitglieder der Bush-Regierung zu treffen. Er hatte auch weiterhin geheime Treffen mit Geheimdienstchefs aus Israel und arabischen Ländern.

Wie bereits erwähnt wurde, ist seit 2019 Bandars Tochter Botschafterin in den USA. Die saudische Königsfamilie übernimmt eine aktive Rolle bei der Förderung der saudisch-amerikanischen Partnerschaft.

Prinz Turki wurde 2002 Botschafter in Grossbritannien (heute ist Bandars Sohn der dortige Botschafter). Turki hatte in den USA und England studiert. An der Georgetown University studierte er gemeinsam mit dem Präsidenten Bill Clinton. Turki hat bis heute Verbindungen zu westlichen Universitäten. Momentan ist er Vorsitzender des „Oxford Center for Islamic Studies“ an der Oxford-Universität. Zum Kuratorium gehören derzeit auch Mitglieder der Königsfamilien von Katar, Kuwait, Malaysia und Sokoto (in Nigeria). Der britische König Charles ist Schirmherr des Kuratoriums. Übrigens kann man schwer davon ausgehen, dass die Königsfamilie von Katar islamistische Kämpfer im Ausland finanziert oder zumindest nicht gewollt ist, Terrorfinanzierung aus Katar zu unterbinden.

Eine Stiftung von König Charles nahm 2013 eine Spende von einer Million Pfund an, die von zwei Halbbrüdern Osama Bin Ladens kam. Charles und seine Treuhänder sowie das britische Aussenministerium stuften die Brüder als vertrauenswürdig ein. Charles erhielt auch grosse Spenden von einem ehemaligen Premierminister von Katar. Er gab Charles einen Koffer mit einer Million Bargeld. Leser meines Blogs werden wissen, dass das britische Königshaus mit allen amtierenden muslimischen Königsfamilien vernetzt ist und mit einigen ein freundschaftliches Verhältnis pflegt.

Prinz Turki besuchte ein Treffen von Le Cercle. Dieses geheime, internationale Elitennetzwerk ist mit Geheimdiensten verbunden. Der saudische Prinz Abdulaziz bin Abdullah wurde vom Cercle-Vorsitzenden Lord Lothian in einem Brief zu einem Treffen von Le Cercle eingeladen. Der Brief wurde von WikiLeaks veröffentlicht. Turki ärgerte sich über WikiLeaks und meinte, man müsse gegen die Leaks vorgehen.

Turki war oder ist noch immer Co-Vorsitzender der C100 Group des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Die Attentäter Khalid al-Mihdhar und Nawaf al-Hazmi

Khalid al-Mihdhar und Nawaf al-Hazmi waren zwei der saudischen Flugzeugentführer von 9/11. Im folgenden Abschnitt geht es um Personen, die vor dem Anschlag Kontakt zu den beiden Männern hatten. Wenn im folgenden Abschnitt von den Attentätern gesprochen wird, sind damit al-Mihdhar und al-Hazmi gemeint.

2021 wurden ehemalige saudische Regierungsvertreter zu 9/11 befragt. Die Aussagen werden jedoch unter Verschluss gehalten. Die USA halten diesbezüglich weitere Dokumente zurück. Ein Bericht des US-Kongresses aus dem Jahr 2016 kommt zur Einschätzung, dass die Attentäter von Personen unterstützt wurden, die vielleicht Verbindungen zur saudischen Regierung hatten. Zwei der Unterstützer arbeiteten womöglich für den saudischen Geheimdienst. Der saudische Staatsbürger Omar al-Bayoumi half den beiden Attentätern, eine Wohnung in den USA zu finden und ein Bankkonto zu eröffnen. Omar al-Bayoumi gab ihnen Geld für die Miete, lieh ihnen sein Handy und brachte sie mit Leuten in Kontakt, die ihnen halfen, an Flugschulen zu kommen. In den drei Monaten, nachdem Bayoumi die beiden späteren Attentäter kennengelernt hatte, führte er fast hundert Telefonate mit saudischen Beamten in den USA. Bayoumi erhielt Geld aus Saudi-Arabien. Er hatte Kontakt zu Fahad al-Thumairy, einem saudischen Diplomaten in den USA. Thumairy soll eine extremistische Gruppierung in einer Moschee angeführt haben. Bayoumi und Thumairy verliessen die USA Wochen vor 9/11. Bayoumi wurde bereits vor 9/11 vom FBI beobachtet. Beim FBI ging man davon aus, dass er für den saudischen Geheimdienst arbeitet. Auch einige Muslime in den USA sagten, dass sie Bayoumi für einen saudischen Agenten hielten, der die islamische Gemeinde in San Diego ausspioniert.

Die beiden Attentäter reisten am 15. Januar 2000 in die USA ein. So viel man weiss, trafen sie am 1. Februar 2000, also zwei Wochen später, erstmal Bayoumi. Noch am selben Tag besuchte Bayoumi das saudische Konsulat in Los Angeles. Womöglich informierte er den saudischen Geheimdienst über die Ankunft der beiden Attentäter.

2023 wurde ein FBI-Bericht veröffentlicht, in dem es heisst, dass Bayoumi den beiden Attentätern nach ihrer Ankunft massgeblich geholfen hatte und dabei mit einem wichtigen Logistikvermittler von Osama bin Laden kommunizierte. Bayoumi hielt sich 1999 mit zwei Personen in der Hauptstadt Washington auf. Nach Angaben des FBI waren die beiden Personen saudische Diplomaten mit Verbindungen zur al-Qaida. Dies wurde erst 2024 bekannt. Die beiden Personen arbeiteten mit dem oben erwähnten Diplomaten Thumairy zusammen. Mehrere Informanten des FBI sagten, dass sie Thumairy zusammen mit den beiden Attentätern gesehen hatten (es gab also FBI-Informanten in ihrem Umfeld). Ein Informant sagte, Thumairy habe die beiden Attentäter nach ihrer Ankunft in den USA in Empfang genommen. Thumairy behauptete, er habe die beiden Attentäter nie getroffen. Er bestritt auch, Bayoumi zu kennen, was nachweislich gelogen war. Bayoumi und Thumairy hatten mindestens fünf Dutzend Telefongespräche.

Nach 9/11 hielt sich Bayoumi in England auf. Dort wurde er Student an der Aston University. Die britische Polizei nahm ihn auf Drängen des FBI fest. Die Briten liessen es aber nicht zu, dass das FBI Bayoumi selbst verhören konnte. Das FBI musste seine Fragen an die britischen Ermittler übergeben, die sie dann Bayoumi stellten. Die saudische Botschaft in London übte Druck auf britische Beamte aus, Bayoumi freizulassen. Nach einer Woche liess man ihn frei. Es wurde versäumt, ihn zu fragen, ob er Verbindungen zum saudischen Geheimdienst hatte. Im folgenden Jahr zog er nach Saudi-Arabien zurück, wo ihm die saudische Regierung einen Job in der Zivilluftfahrt gab, was fast schon ironisch ist, da 9/11 einer der schwersten Zwischenfälle in der Geschichte der Zivilluftfahrt ist. Bayoumi hatte bereits vor 9/11 für das Verteidigungsministerium in der Zivilluftfahrt gearbeitet. Das Verteidigungsministerium wurde damals von Prinz Bandars Vater geleitet.

Bayoumi hatte in seinem Notizbuch ein handgezeichnetes Flugdiagramm, das ein Flugzeug darstellt, das in Richtung Boden fliegt. Es soll denselben Flugmanöver zeigen, wie bei Flug 77, der ins Pentagon flog. Die beiden Attentäter, die Bayoumi kannten, gehörten zu den Entführern von Flug 77.

Als die beiden Attentäter vor 9/11 in den USA lebten, waren sie Untermieter von Abdussattar Shaikh. Dieser war zu dem Zeitpunkt seit Jahren ein Informant des FBI. Bevor die beiden Attentäter in die USA kamen, hielten sie sich in Malaysia auf. Dort wurden sie Anfang Januar 2000 von der CIA beobachtet, also nur Tage vor ihrer Einreise in die USA. Die CIA informierte das FBI erst wenige Wochen vor 9/11 über die beiden Männer, ein grosses Versäumnis. Die CIA ist als Auslandsgeheimdienst für Überwachungen im Ausland zuständig, während Überwachungen innerhalb der USA eine Aufgabe des FBI ist. Der saudische Geheimdienst hatte den USA noch vor 9/11 einige Informationen über die beiden Männer gegeben. 2012 kamen New Yorker Ermittler zum Schluss, dass ein saudischer Beamter Bayoumi und Thumairy damit beauftragt hatte, den beiden Attentätern zu helfen. Bayoumis Frau war eine enge Freundin einer Saudi-Araberin, die in den USA lebte. Diese Frau erhielt etwa 70 000 Dollar von Prinz Bandars Ehefrau (Bandar ist wie gesagt einer der mutmasslichen Verschwörer). Die Frau, die das Geld erhielt, war mit Osama Bassnan verheiratet. Bassnan wohnte neben den beiden Attentätern. Er gab gegenüber dem FBI zu, dass er die beiden Attentäter getroffen hatte, aber in einem späteren Gespräch bestritt er dies plötzlich. Er arbeitete in Washington im Auftrag der saudischen Regierung. Er erhielt einen Scheck von 15 000 Dollar, der direkt von Prinz Bandars Konto stammte. Bassnans Frau erhielt ebenfalls mindestens einen Scheck von Bandar. Bassnan soll einen „hohen saudischen Prinzen“ getroffen haben, der für Geheimdienstangelegenheiten zuständig war.

Bayoumi und Thumairy führten Telefonate mit Anwar al-Awlaki, einem Imam, der in den USA lebte. Awlaki wurde als der geistige Berater der beiden Attentäter bezeichnet. Er wurde 2002 in den USA am Flughafen festgenommen, aber dann in die Obhut eines „saudischen Vertreters“ übergeben. Die Staatsanwaltschaft in Colorado verhinderte ein Strafverfahren gegen Awlaki. Er war ein Prediger, der in den USA geboren wurde und dort einen Grossteil seines Lebens verbrachte. Die beiden Attentäter besuchten seine Moschee. 1999 wurde das FBI auf Awlaki aufmerksam und verdächtigte ihn, Geld an Terroristen weiterzuleiten. Nach 9/11 lebte er im Jemen, wo er ein bekannter Befürworter des Dschihads wurde. Wenige Wochen vor 9/11 hatte er im US-Kapitol eine Predigt gehalten. Damals wusste man noch nicht, dass er den Dschihad unterstützt. Man geht davon aus, dass er zu dem Zeitpunkt bereits als verdeckter Agent für die al-Qaida aktiv war. 2002 durfte er dennoch einen Vortrag im Pentagon halten. Zu dem Zeitpunkt wurde er vom FBI überwacht. Er hatte regelmässig Sex mit Prostituierten, was das FBI wusste. Das FBI hätte ihn damit erpressen können, da dies für einen islamischen Prediger ziemlich peinlich ist. Awlaki soll einem Bekannten erzählt haben: „Mir wurde gesagt, dass das FBI eine Akte über mich hat und diese Akte mein Leben zerstören könnte.“ Ein paar Jahre später wurde Awlaki im Jemen ein wichtiges Mitglied der al-Qaida und predigte den Dschihad. Präsident Barack Obama setzte ihn deshalb 2010 auf die Todesliste der CIA. 2011 wurde Awlaki im Jemen bei einem Drohnenangriff getötet (im selben Jahr wurde auch Osama bin Laden vom US-Militär getötet). Awlakis Vater war Landwirtschaftsminister des Jemens.

Mohdar Abdullah, der in den USA lebte, hatte vor 9/11 Kontakt zu Bayoumi und Awlaki sowie zu den beiden Attentätern. Abdullah heiratete einen Tag vor 9/11 eine 16-Jährige aus Puerto Rico, die er kaum kannte. Laut einer Zeugenaussage wusste Abdullah im Voraus über die Pläne für die Anschläge Bescheid. Deshalb wurde er als einer der wichtigsten Zeugen eingestuft. Ermittler der Kommission zur Aufklärung von 9/11 wollten ihn verhören. Jedoch wurde er in den Jemen abgeschoben, noch bevor die Kommission ihn befragen konnte. Beamte des Justizministeriums weigerten sich, die Abschiebung aufzuschieben. Es scheint so, also wollte man ihn schnellstmöglich ausser Land schaffen.

Weitere Details zu 9/11

Zwei saudische Staatsbürger waren 1999 in einem Passagierflugzeug auf einem Flug innerhalb der USA. Die beiden machten sich während des Fluges verdächtig, da sie dem Flugpersonal technische Fragen stellten und versuchten, in das Cockpit zu gelangen. Darauf machte man eine Notlandung und die beiden Saudis wurden dem FBI übergeben. Nach einem Verhör wurden sie freigelassen. 2017 berichteten die Medien, dass die Aktion der beiden Saudis womöglich ein Probelauf für 9/11 war, bei dem sie testen wollten, wie einfach es wäre, ein Flugzeug zu entführen. Ihre Flugtickets wurden von der saudischen Botschaft bezahlt. Beide sollen für die saudische Regierung gearbeitet haben und hatten in den USA häufig Kontakt zu saudischen Beamten. In FBI-Dokumenten werden sie als saudische Agenten eingestuft. Laut den Dokumenten wurden die beiden Männer in Afghanistan in Lagern der al-Qaida ausgebildet, wo sich damals auch einige der späteren Flugzeugentführer von 9/11 aufhielten. Als die beiden Saudis in den USA waren, hatten sie Kontakt zu einem der Flugzeugentführer und zu einem hochrangigen Führer der al-Qaida aus Saudi-Arabien. Einer der beiden Saudis versuchte einen Monat vor 9/11, erneut in die USA einzureisen, aber man liess ihn nicht rein, weil er auf einer Terrorliste stand.

Im Jahr 2010 wollte das FBI zwei Geistliche des saudischen Ministeriums für Islamische Angelegenheiten überwachen. Das FBI vermutete, dass die beiden Männer Verbindungen zu den Attentätern von 9/11 hatten. Jedoch versuchten CIA-Beamte, die geplante Überwachung zu verhindern. Die beiden Saudis hatten ein Visum beantragt, um in den USA zu studieren. Plötzlich sagten die beiden ihre Reise in die USA ab. FBI-Beamte vermuteten, man sei in Saudi-Arabien gewarnt worden, dass zwei ihrer Leute ins Visier des FBI geraten sind. Vielleicht hatten Leute von der CIA ihre saudischen Verbündeten gewarnt.

Der US-Kongress brachte 2016 ein Gesetz durch, das Angehörigen der Opfer von 9/11 rechtliche Schritte gegen Saudi-Arabien ermöglicht. Der damalige Präsident Barack Obama wollte das Gesetz mit seinem Veto verhindern, aber der Kongress überstimmte das Veto. Auch die CIA war gegen das Gesetz. Ein Überlebender von 9/11 sagte: „Wir kämpfen an zwei Fronten: unserer eigenen Regierung und den Saudis.“ Als das Gesetz auf den Weg gebracht wurde, drohte das saudische Königshaus unverblümt, dass es 750 Milliarden US-Dollar, die es in den USA investiert hat, abziehen würde.

Bevor Donald Trump 2017 zum Präsidenten wurde, hatte er auf die saudischen Verbindungen zu 9/11 hingewiesen und sah die Klagen gegen Saudi-Arabien als gerechtfertigt an. Nachdem er Präsident wurde, zeigte er kein Interesse mehr an einer Aufklärung der Rolle Saudi-Arabiens. Trumps Justizminister William Barr sagte, man könne die geheimen FBI-Unterlagen nicht veröffentlichen, da dies die nationale Sicherheit gefährden würde.

Noch vor 9/11 hatte Kenneth Williams, ein pensionierter FBI-Agent, gewarnt, dass arabische Studenten Flugstunden nehmen könnten, um Flugzeugentführungen zu üben. Kenneth Williams sagte während Trumps erster Präsidentschaft in einer eidesstattlichen Erklärung, ein FBI-Anwalt habe ihm mitgeteilt, dass die Trump-Regierung kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit ihm hat, weil dies die „guten Beziehungen zu Saudi-Arabien“ gefährden könnte. Wie bereits erwähnt wurde, hatte Donald Trumps ehemalige Schwiegertochter Vanessa eine Liebesbeziehung mit dem Sohn von Prinz Bandar (mutmasslicher Unterstützer von 9/11).

Bob Graham ist ein ehemaliger Gouverneur von Florida und war fast zwei Jahrzehnte Senator. Seine Familie gehört zur Elite der USA. Zur Zeit von 9/11 war Bob Graham Vorsitzender des Sonderausschusses für Geheimdienste des Senats. Graham sagte in einer eidesstattlichen Erklärung, es gebe Beweise für die Unterstützung der Terroristen durch die saudische Regierung. Er sagte auch, dass das FBI die Beteiligung Saudi-Arabiens vertuscht und eine „aggressive Täuschung“ betrieben hat. Graham hatte Einblick in geheimgehaltene Dokumente, die ihm zufolge nahe legen, dass 9/11 von Saudis finanziert wurde. Laut Graham hatten die Attentäter systematische Unterstützung, an der die saudische Regierung, insbesondere das Ministerium für Islamfragen, und saudische Diplomaten sowie saudische Wohltätigkeitsorganisationen beteiligt waren. Graham sagte: „Die Geschichte von 9/11 muss neu geschrieben werden.“ Er brachte das Buch Intelligence Matters heraus, das sich mit dem Versagen der US-Geheimdienste und der Bush-Regierung vor und nach 9/11 sowie mit den Verbindungen nach Saudi-Arabien befasst. Laut dem Buch gab es genügend Hinweise, die es den Behörden ermöglicht hätten, 9/11 zu verhindern. Graham stimmte als Senator mit einem Nein gegen den Antrag von Präsident Bush zur Genehmigung des Irakkrieges 2003 und sieht den Krieg als einen grossen Fehler an.

Mutmassliche Terrorfinanziers

Neben Prinz Bandar und Prinz Turki wurden auch führende Geschäftsleute aus Saudi-Arabien beschuldigt, islamistische Terrorgruppen finanziell unterstützt zu haben.

Personen aus Saudi-Arabien gelten als wichtige Finanziers des islamistischen Terrors. Neben der al-Qaida erhielten auch die Taliban und Laschkar-e Taiba Gelder aus Saudi-Arabien. Diese drei Gruppen wurden in der Vergangenheit vom pakistanischen Geheimdienst ISI unterstützt. Der ISI gilt als einer der besten Geheimdienste der islamischen Welt, aber auch als einer der zwielichtigsten. Nebenbei bemerkt wird Pakistan von Eliten regiert, die mir ziemlich mafiös erscheinen. Wie bereits erwähnt wurde, besteht der Verdacht, dass der pakistanische Geheimdienst in den 2000er-Jahren wusste, wo sich Osama bin Laden versteckt hielt.

Im Iran wird behauptet, Saudi-Arabien leiste der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) wichtige Unterstützung. Saudi-Arabien wurde mehrfach vorgeworfen, den IS direkt zu finanzieren oder nicht zu verhindern, dass Saudis an den IS spenden.

Khalid bin Mahfouz

Der saudische Geschäftsmann Salim Ahmed bin Mahfouz (1910–1994) galt als der persönliche Bankier der saudischen Königsfamilie. Er gründete 1953 mit Unterstützung des Königshauses die National Commercial Bank. Diese war die erste saudische Bank, die nicht von ausländischen Investoren kontrolliert wurde. Sie entwickelte sich zur grössten saudischen Bank. Salim war der Vater von Khalid bin Mahfouz (1949–2009). Khalids Vermögen wurde auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Er kontrollierte die Familienbank bis 1999, als sie zur Hälfte verstaatlicht wurde. 2002 verkaufte die Mahfouz Familie ihre restlichen Anteile an den Staat. Die Bank wird bis heute vom Staat kontrolliert und trägt nun den Namen Saudi National Bank. Sie war in den letzten Jahren die grösste saudische Bank. Khalid bin Mahfouz kontrollierte zudem eine führende Bank des Libanons sowie die damals zweitgrösste Bank Jordaniens. Khalid wurde verdächtigt, an Osama bin Laden und al-Qaida gespendet zu haben. Es wurde berichtet, dass eine Schwester von Khalid mit Osama bin Laden verheiratet ist, aber bei dieser Nachricht handelte es sich um eine Fehlinformation.

In Büchern, Zeitungen und Zeitschriften wurde Khalid bin Mahfouz vorgeworfen, ein Finanzier des Terrors zu sein. Er klagte mehrfach mit Erfolg gegen die Beschuldigungen. Seine Klagen liefen über Gerichte in Grossbritannien. Er hatte britische Anwälte und profitierte vom britischen Rechtssystem mit seinem starken Verleumdungsschutz. Khalid gab zu, dass er Ende der 80er-Jahre 270 000 US-Dollar an Bin Ladens Streitkräfte gespendet hatte, als diese in Afghanistan gegen die Sowjets kämpften. Damals hatte man sich im Westen nicht daran gestört, wenn Saudis Islamisten im Kampf gegen den Kommunismus unterstützen. Khalid sagte, Osamas Bruder Salem habe ihn gebeten, an Osama zu spenden.

Mehr als viertausend Angehörige der Opfer von 9/11 reichten eine Klage gegen Hunderte reiche Saudis ein, die angeblich Osama bin Laden unterstützten. In der Klage wurde der National Commercial Bank von Khalid bin Mahfouz vorgeworfen, dass sie 74 Millionen Dollar an eine islamische Wohltätigkeitsorganisation weiterleitete, die von einem Schwager von Osama bin Laden geleitet wurde.

Laut dem Autor Craig Unger investierten zwei Söhne von Khalid bin Mahfouz 1995 in die Carlyle Group. Dieser US-amerikanische Finanzkonzern hatte wie gesagt Verbindungen zur Bush Familie und zu seinen Investoren zählten die Bin Laden Familie sowie Prinz Bandar und sein Vater.

Wie bereits erwähnt wurde, gründete George Bush Jr. 1977 ein kleineres Erdölunternehmen, zu dessen Investoren der texanische Geschäftsmann James Bath gehörte. James Bath vertrat in Nordamerika Geschäftsinteressen von Khalid bin Mahfouz und Salem bin Laden (ein Halbbruder von Osama). Es wurde vermutet, dass Geld von Salem und Khalid im Unternehmen von Bush landete.

Khalid lebte eine Zeit lang in den USA. Er hatte dort Verbindungen zur Milliardärsfamilie Hunt, einflussreiche Ölunternehmer aus Texas. Die Hunt Familie warb Khalid für ihr Vorhaben an, den Silbermarkt zu monopolisieren. Die Hunt-Brüder kontrollierten 1979 angeblich fast zwei Drittel des weltweiten Silbers in Privatbesitz. Ihr Versuch, den Silbermarkt zu manipulieren, führte im darauffolgenden Jahr zu einem sehr starken Einbruch des Silberpreises. Die Hunt-Brüder wurden deswegen verurteilt. Der Vater der Brüder war H. L. Hunt. Es gibt die Theorie, dass H. L. Hunt in die Planung zur Ermordung John F. Kennedys verwickelt war. Für diese Theorie gab es ein paar schwache Indizien und mindestens drei Zeugen, deren Glaubwürdigkeit aber infrage gestellt wurde. In den 50er-Jahren kam H. L. Hunt womöglich mit der Unterwelt in der texanischen Stadt Dallas in Berührung, ein Milieu, in dem damals Jack Ruby verkehrte. Kennedy wurde in Dallas erschossen. H. L. Hunt war angeblich mit dem Adligen George de Mohrenschildt befreundet. Man kann davon ausgehen, dass Ruby und Mohrenschildt Dinge über die Hintergründe der Ermordung Kennedys wussten. H. L. Hunt galt eine Zeit lang als der reichste Mann der Welt und als einer der mächtigsten konservativen Antikommunisten. Er unterstützte die John Birch Society, eine rechte Gesellschaft, die Verschwörungstheorien verbreitete und in den USA grossen Einfluss auf die Bewegung der konservativen Verschwörungstheoretiker hatte. Die Gesellschaft förderte die Theorie, es gäbe eine grosse globale Verschwörung von Kommunisten. Es ist unklar, ob H. L. Hunt selbst an diese Theorien glaubte oder ob er Verschwörungstheorien aus strategischen Gründen förderte, um die politische Linke zu bekämpfen. Sein Sohn Nelson Bunker Hunt war von 1976 bis 1985 und von 2007 bis zu seinem Tod 2014 im Rat der John Birch Society. Die Hunt Familie gehört auch heute noch zu den reichsten Familien der USA mit einem geschätzten Vermögen von 24,8 Milliarden US-Dollar.

Khalid bin Mahfouz hatte eine indirekte Verbindung zur Hess Familie, ebenfalls Ölmilliardäre aus den USA. Khalid investierte in ein saudisches Ölunternehmen, das ein Joint Venture mit dem Ölunternehmen der Hess Familie hatte. Das Joint Venture wurde 1998 gegründet. Der Politiker Thomas Kean, ein ehemaliger Gouverneur von New Jersey, wurde Ende 2002 von Präsident Bush zum Vorsitzenden der 9/11-Kommission ernannt. Die Kommission war mit der Aufgabe betraut, die Hintergründe zu 9/11 zu untersuchen. Zu diesem Zeitpunkt sass Thomas Kean im Vorstand des Hess-Konzerns. Drei Wochen bevor Kean die Leitung der Kommission übernahm, hatte der Hess-Konzern seine Zusammenarbeit mit dem saudischen Ölunternehmen beendet. Verschwörungstheoretiker werfen Thomas Kean vor, er hätte es versäumt, die Verschwörung hinter 9/11 aufzuklären. Daher vermuten einige, dass Kean selbst zu den eingeweihten Verschwörern gehört. Die 9/11-Kommission konnte oder wollte keine Beweise vorlegen, die eine Beteiligung Saudi-Arabiens an den Anschlägen untermauert hätten. Thomas Kean ist ein Nachkomme der Livingston Familie, einer der ältesten Familien der US-amerikanischen Elite. Auch die beiden Präsidenten aus der Bush Familie sind Nachkommen der Livingston Familie.

Khalid bin Mahfouz besass Mitte der 80er-Jahre einen Anteil von dreissig Prozent an der Bank BCCI und trat ihrem Vorstand bei. Sie wurde wenige Jahre später aufgelöst, da sie in diverse illegale Aktivitäten verwickelt war, unter anderem in Geldwäsche für Terroristen und Waffenhändler. Die BCCI war die vermutlich kriminellste Grossbank der Welt. Geheimdienste mehrerer Länder hatten Verbindungen zur BCCI. Die Herrscherfamilie von Abu Dhabi finanzierte die Gründung der Bank und war bis zu ihrer Schliessung 1991 der Haupteigentümer. (Mehr dazu im Beitrag zur Al Nahyan Familie) Die BCCI war in die Iran-Contra-Affäre verwickelt. Prinz Bandar war wie gesagt einer der Verschwörer in der Affäre. Im Wikipediaeintrag zu Bandar steht, dass er bei der Affäre ein Konto der BCCI nutzte. Die BCCI hatte Verbindungen zu mehreren arabischen Königsfamilien. Die Bank wurde vom Pakistaner Agha Hasan Abedi gegründet, der bestens mit westlichen Eliten vernetzt war, so wie viele aus der pakistanischen Elite. Inwieweit der pakistanische Geheimdienst in den BCCI-Skandal verstrickt war, ist eine Frage, der man nicht gründlich nachgegangen ist.

Die BCCI war mit dem saudischen Geheimdienstchef Kamal Adham verbunden. Adham war ein Schwager von König Faisal. Adham arbeitete eng mit dem späteren Präsidenten George Bush Sr. zusammen, als dieser 1976 Chef der CIA wurde. Das Ölunternehmen von George Bush Jr. hatte indirekte Verbindungen zur BCCI. Sein Bruder Jeb (ehemaliger Gouverneur von Florida) verkehrte mit Adbur Sakhia. Dieser vertrat die BCCI in den USA und leitete die BCCI-Zweigstelle in Miami, wo sich damals Führer der organisierten Kriminalität aufhielten. Jeb Bush war ein Geschäftspartner der Kubaner Guillermo Hernandez-Cartaya und Camilo Padreda, die in den USA im Exil lebten. Die beiden waren langjährige Mitarbeiter des saudischen Milliardärs Adnan Khashoggi, der Vermittler in der Iran-Contra-Affäre und Investor der BCCI war. Jebs Geschäftspartner Cartaya und Padreda wurden in den USA wegen Unterschlagung in Höhe von 500 000 US-Dollar angeklagt. Man liess die Klage fallen, nachdem klar wurde, dass Cartaya für die CIA arbeitete. Padreda bekannte sich später schuldig, den amerikanischen Staat um mehrere Millionen Dollar betrogen zu haben. Padreda war in Kuba Geheimdienstoffizier in der Diktatur von Fulgencio Batista* gewesen. Jeb Bush arbeitete als Immobilienberater für den Exilkubaner Miguel Recarey. Dieser hatte zuvor der CIA bei Attentatsversuchen auf den kubanischen Präsidenten Fidel Castro geholfen. Miguel Recarey zahlte Jeb Bush ein Honorar von 75 000 Dollar für eine Dienstleistung, die Bush seltsamerweise nie erbrachte. Miguel Recarey wurde später wegen schwerem Versicherungsbetrug angeklagt, aber er konnte aus dem Land flüchten. Präsident George Bush Sr. und sein Sohn Jeb sorgten dafür, dass der kubanische Terrorist Orlando Bosch aus dem Gefängnis entlassen wurde und eine Aufenthaltserlaubnis für die USA erhielt. Orlando Bosch war an mehr als dreissig Terroranschlägen beteiligt. Er sprengte 1976 ein Flugzeug, das nach Kuba flog. Dabei starben 73 Zivilisten. 1985 waren Jeb Bush und sein Vater, damals Vizepräsident der USA, Vermittler für Interessen der Anhänger der Contras in Nicaragua. Die Contras nutzten terroristische Methoden im Kampf gegen den Kommunismus. Die Unterstützung der Contras durch die USA führte zur Iran-Contra-Affäre. Wie bereits erwähnt wurde, war George Bush Sr. in diese Verschwörung eingeweiht. Die Contras schmuggelten tonnenweise Kokain in die USA, was von der CIA geduldet wurde. Die BCCI erbrachte finanzielle Dienstleistungen für das Medellín-Kartell, den damals führenden Kokainproduzenten. Pakistanische Angestellte der BCCI sollen Pablo Escobar und weitere Oberhäupter des Medellín-Kartells getroffen haben.

* Der kubanische Diktator Fulgencio Batista kooperierte bereitwillig mit führenden Grosshändlern von Drogen. Er hatte ein gutes Verhältnis zu Meyer Lansky, dem Oberhaupt der amerikanisch-jüdischen Mafia.

Wenn man sich all diese Dinge vor Augen führt, könnte man den Eindruck bekommen, dass es ein internationales kriminelles Netzwerk gab, das über Jahrzehnte hinweg an einer ganzen Reihe von Verschwörungen beteiligt war. Viele Leute zweifeln an der Theorie, die US-Regierung und ihre Geheimdienste seien für 9/11 verantwortlich gewesen, weil sich die Leute nicht vorstellen können, dass die Regierung und die Geheimdienste so etwas wirklich tun würden. Wenn man aber davon ausgeht, dass sich schwerstkriminelle Strukturen in der Regierung und den Geheimdiensten eingenistet hatten, dann erscheint die Theorie schon glaubwürdiger. Daher würde ich sagen, nicht die Regierung oder die Geheimdienste sind für 9/11 verantwortlich, sondern gut organisierte kriminelle Gruppen haben die Regierung und die Geheimdienste für ihre Machenschaften zweckentfremdet.

Yassin Kadi

Khalid bin Mahfouz war der grösste Spender der Muwaqaf-Stiftung, einer islamischen Wohltätigkeitsorganisation. Khalid war Gründer und Vorstandsmitglied der Stiftung. Die Stiftung war in vielen Ländern der islamischen Welt aktiv. Sie wurde vom US-Finanzministerium als eine Tarnorganisation der al-Qaida eingestuft. Es gab den Vorwurf, dass reiche saudische Geschäftsleute über die Muwaqaf-Stiftung Millionen von Dollar an Osama bin Laden überwiesen hatten. Die Stiftung wurde von Yassin Kadi geleitet. Er wird in Medienberichten oft Yasin al-Qadi geschrieben. Der saudische Multimillionär machte in vielen islamischen Ländern Geschäfte. Seine Vermögenswerte in den USA wurden nach 9/11 vom US-Finanzministerium eingefroren, weil es ihn als Unterstützer des Terrorismus ansah. Das Finanzministerium stufte Yassin Kadi als „globalen Terroristen“ ein. Er landete auf Sanktionslisten, aber einige Jahre später wurden die Sanktionen aufgehoben. Er war Investor und Vorstandsmitglied eines Diamantunternehmens mit Sitz in den USA. Zu den damaligen Investoren des Unternehmens gehörte auch ein hochrangiges Mitglied der Bin Laden Familie, das Yassin Kadi dabei unterstützte, in das Unternehmen einzusteigen. Kadi galt als ein wichtiger Geldwäscher der Terrorgruppe Hamas. Die Hamas genoss früher finanzielle Unterstützung aus Saudi-Arabien, was inzwischen nicht mehr der Fall sein soll. Dafür hat nun das Königreich Katar die Finanzierung übernommen. Katar ist ein Rivale Saudi-Arabiens, aber meiner Einschätzung nach ist es keine erbitterte Feindschaft. Es ist eher ein Konkurrenzkampf, der sich darum dreht, wer grösseren Einfluss in der islamischen Welt hat und wer besser darin ist, sich global mit Eliten zu vernetzen.

Auf einer Webseite der UN stand früher, dass Yassin Kadi mit Wael Hamza Julaidan zusammenarbeitete, einem Finanzier der al-Qaida, der bereits in den 80er-Jahren mit Osama bin Laden zu tun hatte. Auch das Wall Street Journal schrieb 2007 in einem Artikel, dass Kadi und Julaidan Geschäftspartner sind. Auf der inzwischen gelöschten Seite der UN stand, die von Kadi geleitete Muwaqaf-Stiftung habe muslimische Kämpfer in Bosnien und Herzegowina unterstützt und sich am Waffenschmuggel aus Albanien beteiligt. Die UN schrieb, dass Osama bin Laden bei der Finanzierung dieser Operationen half und in albanische Firmen von Kadi investierte, die Gelder an Extremisten weiterleiteten.

Yassin Kadi war oder ist noch immer mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan befreundet. 2006 nahm Erdoğan, der damals Ministerpräsident war, Kadi vor den Terrorvorwürfen in Schutz. Erdoğan sagte damals im Fernsehen über Kadi: „Ich vertraue ihm genauso wie meinem Vater.“ Der Vorsitzende der türkischen Untersuchungskommission für Finanzkriminalität sagte, dass türkische Politiker und Regierungsbürokraten seine Ermittlungen gegen Kadi untergraben hatten. Kadi investierte in türkische Unternehmen. Eines davon wurde von Cüneyd Zapsu mitgegründet, der Geschäfte mit Kadi machte. Zapsu war 2001 Mitgründer von Erdoğans Partei AKP. In den 90er-Jahren spendete Zapsu 300 000 US-Dollar an die Muwaqaf-Stiftung, die wie gesagt mit Kadi verbunden war und als eine Tarnorganisation der al-Qaida eingestuft wurde. Zapsu machte Geschäfte mit zwei saudisch finanzierten Banken, die beschuldigt wurden, die al-Qaida zu unterstützen. Man kann davon ausgehen, dass Erdoğan über seine Geheimdienste islamistische Rebellen in Syrien unterstützte.

Yassin Kadi machte in den 70er-Jahren eine Ausbildung bei der US-amerikanischen Architekturfirma Skidmore, Owings and Merrill. Sein Sohn erhielt die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Sulaiman Al Rajhi

Auch der saudische Bankier Sulaiman Al Rajhi (*1929) sah sich mit Vorwürfen konfrontiert, ein Unterstützer der al-Qaida zu sein. Sulaiman und seine Brüder gründeten 1957 die Alrajhi Bank. Die Bank steht bis heute unter dem Einfluss der Al Rajhi Familie. Derzeit ist Abdullah Al Rajhi Vorsitzender der Bank.

2024 war die Alrajhi Bank die zweitgrösste saudische Bank. Die Al Rajhi Familie galt 1987 als eine der reichsten Familien der Welt. 2025 wurde ihr Vermögen auf 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.

In einem CIA-Bericht aus dem Jahr 2003 heisst es, Mitglieder der Al-Rajhi Familie hätten islamistische Extremisten unterstützt und vermutlich gewusst, dass Terroristen der al-Qaida Kunden ihrer Bank waren. Der US-Senat sah die Alrajhi Bank als verdächtig an. Angehörige der Opfer von 9/11 klagten gegen die Bank, ohne Erfolg.

Nach 9/11 wurde bei einer Razzia eine CD-ROM gefunden. Auf dieser CD war Sulaiman Al Rajhi als Finanzier der al-Qaida aufgeführt.

Einer der saudischen Attentäter von 9/11 hatte ein Konto bei der Alrajhi Bank. Ausserdem hatte Wadih el-Hage, ein Libanese mit Verbindungen zur al-Qaida, in seinem Notizbuch den Namen und die Adresse von Salah Al-Rajhi eingetragen. El-Hage war der Sekretär von Osama bin Laden. El-Hage lebte eine Zeit lang in Texas. Mehrere Personen, die in diesem Beitrag erwähnt wurden, hatten Verbindungen nach Texas. El-Hage wurde verurteilt wegen seiner Beteiligung an den Bombenanschlägen im Jahr 1998 auf zwei US-Botschaften in Ostafrika. Sulaiman Al Rajhi kontrollierte eine Stiftung, gegen die von amerikanischer Seite ermittelt wurde, aufgrund des Verdachts, sie könnte Terroristen unterstützt haben, wofür aber keine Beweise gefunden wurden. Die Stiftung hatte einen amerikanischen Anwalt als Treuhänder. Dieser Anwalt lebte in Saudi-Arabien. Er war auch ein Vertreter des bereits erwähnten mutmasslichen Terrorfinanziers Khalid bin Mahfouz.

Die Alrajhi Bank hatte Geschäftsbeziehungen zur führenden britischen Grossbank HSBC. Die HSBC ist bekannt dafür, dass sie für allerart riskante Kunden Dienstleistungen erbrachte, unter anderem für Grosshändler von Drogen. Die HSBC brach den Kontakt zur Alrajhi Bank ab, nachdem dieser Terrorfinanzierung vorgeworfen wurde. Manager der HSBC sorgten jedoch dafür, dass die Geschäfte mit der Alrajhi Bank wieder aufgenommen wurden. Darauf überwies die amerikanische Niederlassung der HSBC eine Milliarde Dollar an die Alrajhi Bank. Die Schweizer Tochterfirma der HSBC hatte zahlreiche Kunden, die verdächtigt wurden, Osama bin Laden und die al-Qaida finanziell unterstützt zu haben. Zu den Kunden zählten die bereits erwähnten mutmasslichen Terrorfinanziers Khalid bin Mahfouz und Prinz Bandar. In der Quelle werden die beiden nicht mit Namen genannt, vermutlich aus rechtlichen Gründen. Es wird von einem „unglaublich reichen saudischen Geschäftsmann“ und einem Prinzen gesprochen. Es sind aber Informationen im Artikel enthalten, durch die man mit Sicherheit sagen kann, dass es sich um Khalid und Prinz Bandar handelt.

2021 wurde berichtet, dass das Büro der HSBC im Schweizer Bankenplatz Genf sich im Besitz von Saudis befindet. Der ehemalige Kronprinz und Sicherheitspolitiker Muhammad bin Nayef soll das Gebäude illegal erworben haben, mit Geld aus einem saudischen Fonds für Terrorismusbekämpfung.

Die HSBC ist Hauptaktionär der Saudi Awwal Bank (hiess früher Saudi British Bank), einer der grössten saudischen Banken. Die HSBC kontrolliert die Bank zusammen mit der saudischen Milliardärsfamilie Olayan, die eng mit westlichen Eliten vernetzt ist. Ein ehemaliger Chef der HSBC ist im Vorstand von Saudi Aramco. Das saudische Unternehmen ist der grösste Ölkonzern der Welt. (Mehr dazu)

Das britische Versicherungsunternehmen Lloyd’s (nicht zu verwechseln mit der Lloyds Bank) musste 215 Millionen US-Dollar für Versicherungsleistungen an die Familien der Opfer von 9/11 zahlen. Lloyd’s klagte 2011 gegen Saudi-Arabien und forderte vom Königreich die Erstattung dieser Kosten. Lloyd’s Begründung war, dass die Finanzierung aus Saudi-Arabien die Anschläge von 9/11 erst ermöglicht hatte. In der Klage von Lloyd’s wurden Sulaiman Al Rajhi und seine Bank als Beschuldigte aufgeführt. Weitere Beschuldigte in der Klage waren:

  • Das Königreich Saudi-Arabien.
  • Die National Commercial Bank (heutige Saudi National Bank). Diese staatliche Bank wurde vor 9/11 wie gesagt von Khalid bin Mahfouz kontrolliert.
  • Der bereits erwähnte Yassin Kadi.
  • Ein saudischer Prinz mit dem Namen Salman Bin Abdul Aziz Al Saud. Ob es sich dabei um den heutigen König handelt, der denselben Namen trägt, konnte ich nicht herausfinden.
  • Die saudische Rothalbmond-Gesellschaft.
  • Das saudische Hochkommissariat für die Hilfe in Bosnien und Herzegowina. Dort gibt es bis heute eine Feindschaft zwischen Muslimen und Christen, die Potenzial für einen Bürgerkrieg hat. Es geht im Konflikt aber nicht um die Religion, sondern um nationalistische Belange. Dennoch würden islamische Länder bei einem Krieg vermutlich die Muslime unterstützen.
  • Das saudische Hilfskomitee für den Kosovo und Tschetschenien. Die Muslime im Kosovo sind zu einem grossen Teil den christlichen Serben feindlich gesinnt. In Tschetschenien lehnen viele Muslime die Fremdherrschaft durch das christliche Russland ab. Auch bei diesen beiden Konflikten geht es mehr um Nationalismus als um Religion.

Jean-Charles Brisard, ein Experte für Terrorismus, reichte 2002 einen Bericht beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein. Im Bericht werden mehrere saudische Geschäftsleute als wichtige Sponsoren des Terrorismus aufgeführt. Darunter waren die bereits erwähnten Geschäftsleute Sulaiman Al Rajhi, Khalid bin Mahfouz, Yassin Kadi und Wael Hamza Julaidan. Laut dem Bericht waren auch Saleh Abdullah Kamel und Mohammed Hussein al Amoudi, zwei Geschäftsleute mit Milliardenvermögen, Finanziers des islamistischen Terrors.

Finanzierung von islamischen Organisationen

Saudi-Arabien ist der wichtigste Unterstützer bei der Verbreitung des Wahhabismus, einer streng konservativen Strömung im Islam. Im Wahhabismus werden Nichtmuslime als verdammenswerte Ungläubige und Schiiten als abtrünnige Muslime angesehen. Saudi-Arabiens wichtigstes Instrument bei der Verbreitung dieser Ideologie ist die Islamische Weltliga, die seit ihrer Gründung 1962 von Saudi-Arabien finanziert wird und dort ihren Sitz hat. Die Weltliga gibt sich als Interessenvertreter des weltweiten Islam, aber ist in Wirklichkeit wohl eher ein Vertreter saudischer Interessen. In den letzten Jahren gab sich die Weltliga etwas weltoffener. Dabei ist unklar, ob es ernst gemeint ist oder es Teil der Bestrebung Saudi-Arabiens ist, sein Image im Ausland zu verbessern. Vor 9/11 hatten die USA den Wahhabismus unterstützt, weil die erzkonservativen Muslime ein strategischer Partner im Kampf gegen den Kommunismus waren. In der islamischen Welt strebte der Grossteil der Kommunisten einen säkularen Staat an und wurden dadurch zum natürlichen Feind der Islamisten.

Der ehemalige CIA-Chef James Woolsey schätzte 2005, dass Saudi-Arabien seit Mitte der 70er-Jahre die Islamische Weltliga mit fast 90 Milliarden Dollar unterstützt hatte. Der saudische Wahhabismus dient als eine Gegenkraft zum Islamismus des Irans. Nachdem 1979 im Iran die Fundamentalisten an die Macht gekommen waren, hatte Saudi-Arabien Angst, dass die neuen iranischen Machthaber die islamistischen Bewegungen unter ihren Einfluss bringen und dann gegen Saudi-Arabien ausspielen. Unter anderem deswegen begannen die Saudis mit der Verbreitung des Wahhabismus, um den Islamismus unter saudischen Einfluss zu bringen. Der Westen wird dies unterstützt haben, weil es für den Westen besser ist, wenn der antiwestliche Islamismus vom verbündeten Saudi-Arabien gesteuert wird, während eine Kontrolle dieser Bewegungen durch den Iran für den Westen von grossem Nachteil wäre.

Die Islamische Weltliga gründete und kontrolliert die International Islamic Relief Organization (IIRO), eine der wichtigsten islamischen Wohltätigkeitsorganisationen. Die IIRO erhielt sehr grosse Spenden von Mitgliedern der saudischen Königsfamilie, darunter vom heutigen König sowie von Prinz Bandars Vater. Die IIRO war eine Finanzierungsquelle der al-Qaida. Ein ehemaliger Exekutivdirektor der IIRO kannte Osama bin Laden und dessen Mentor Abdallah Azzam persönlich. Die philippinischen Zweigstellen der IIRO wurden in den späten 80er-Jahren vom saudischen Geschäftsmann Muhammad Jamal Khalifah gegründet und geleitet. Dieser unterhielt Kontakt zum bereits erwähnten Geschäftsmann Julaidan, einem Unterstützer der al-Qaida. Khalifah heiratete eine Schwester von Osama bin Laden.

Khalifah unterstützte über die IIRO Islamisten auf den Philippinen. Saudi-Arabien versuchte angeblich, die Philippinen mit erpresserischen Methoden davon abzuhalten, die dortige IIRO zu schliessen. Khalifah war einst ein enger Freund von Osama bin Laden. Er hatte ihn 1976 während seines Studiums in Saudi-Arabien kennengelernt. 1985 ging er nach Afghanistan, um an Osamas Seite gegen die Sowjets zu kämpfen. Im Jahr darauf heiratete er eine Schwester von Osama. Khalifah vernetzte sich mit Islamisten im Irak, Syrien, Jordanien, Türkei, Libanon, Vereinigten Arabischen Emiraten, Marokko, Pakistan, Malaysia, Albanien, aber auch in den nichtislamischen Ländern Russland, Rumänien und den Niederlanden. Khalifah wurde in Jordanien in Abwesenheit zum Tode verurteilt wegen eines Bombenanschlagsplans. Er wurde zudem mit dem Bombenanschlag auf das World Trade Center im Jahr 1993 in Verbindung gebracht. Islamistische Terroristen verübten bereits 1993 einen Anschlag auf das World Trade Center. Nach 9/11 wurde Khalifah von saudischen Behörden verhaftet, später aber wieder freigelassen. Er besass eine abgelegene Edelsteinmine in Madagaskar. Er wurde 2007 tot bei der Mine aufgefunden. Man hatte ihn erschossen, erstochen und mit einer Axt zerhackt. Sein Laptop, seine beiden Mobiltelefone sowie seine Notizbücher wurden entwendet. Wenige Tage vor seinem Tod hatte ein Anführer der Islamisten in den Philippinen gesagt, dass Khalifah einer ihrer Hauptsponsoren ist. Zum Zeitpunkt seines Todes wurde Khalifah vom US-Geheimdienst überwacht. Es wurde spekuliert, ob er in den 90er-Jahren dem FBI als Informant geholfen hatte, die Terroristen zu fassen, die für den Anschlag auf das World Trade Center im Jahr 1993* verantwortlich waren. Möglicherweise wurde Khalifah vom FBI angeworben, als man ihn 1994 in den USA inhaftieren liess. Danach schickte man ihn zurück nach Saudi-Arabien. Zu dieser Zeit wurde sein Todesurteil in Jordanien aufgehoben. Vielleicht haben die US-Geheimdienste ihren Verbündeten in Jordanien gesagt, sie sollen Khalifah in Ruhe lassen, weil er nun ein wertvoller Informant war.

* Neben dem Anschlag auf das World Trade Center im Jahr 1993 wurde noch ein weiterer Plan ausgeheckt, den man als Vorläufer von 9/11 ansehen kann, nämlich die sogenannte Operation Bojinka. Dieser Plan aus dem Jahr 1994 sah vor, dass Islamisten ein Flugzeug in das Hauptquartier der CIA fliegen. Ausserdem wollte man bei der Operation Bojinka ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. verüben. In mehreren Wikipediaeinträgen steht, Khalifah habe die Operation Bojinka finanziert, aber es sind keine guten Quellen verlinkt, die das bestätigen würden.

** Der 2017 verstorbene Ägypter Omar Abdel-Rahman gilt als einer der Drahtzieher des Bombenanschlags auf das World Trade Center. Er war ein Anführer der Dschihadisten in Ägypten. In den 80er-Jahren wurde er in Ägypten inhaftiert. Nach seiner Freilassung ging er 1990 in die USA ins Exil. Er erhielt ein Touristenvisum, obwohl er auf der Terrorliste des US-Aussenministeriums stand und bekanntermassen mit der Ermordung des ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat in Verbindung gebracht wurde. Die Behörden behaupteten später, dass die Ausstellung des Visums auf einen Computerfehler zurückzuführen ist, was schon ein wenig unglaubwürdig erscheint. Eigentlich war es die CIA, die ihm das Visum ermöglichte. Der Diplomat aus der US-Botschaft in Khartum, der den Visumsantrag unterzeichnet hatte, war ein Agent der CIA. Abdel-Rahman hatte seit 1986 sieben Anträge für eine Einreise gestellt. CIA-Beamte prüften alle Anträge und lehnten nur einen davon ab. Entweder hatten diese CIA-Beamten ihren Job nicht gründlich gemacht oder sie hatten wissentlich einen brandgefährlichen Islamisten ins Land gelassen. Abdel-Rahman erhielt 1991 eine Green Card und einen dauerhaften Aufenthaltsstatus. Er baute in den USA eine muslimische Anhängerschaft auf, die er zu Terroranschlägen anstacheln wollte. Er unterhielt weiterhin Kontakt zu Terrornetzwerken im Nahen Osten. Ausserdem half er amerikanische Muslime für den Krieg in Afghanistan zu rekrutieren. Seine Anhänger in den USA wurden mit der Ermordung des extremistischen Rabbi Meir Kahane im Jahr 1990 in Verbindung gebracht. Der ägyptische Geheimdienst sagte, Abdel-Rahman habe von New York aus grossen Einfluss auf die Terrorgruppen in Ägypten ausgeübt und es sei unverständlich, dass die US-Behörden ihm die Einreise ermöglicht hatten. 1995 wurde Abdel-Rahman wegen des Bombenanschlags auf das World Trade Center zu lebenslanger Haft verurteilt. Man befand ihn zudem für schuldig, dass er Pläne für weitere Terroranschläge in den USA entworfen hatte und dass er eine Verschwörung zur Ermordung des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak geplant hatte. Einer der Drahtzieher des Anschlags von 1993 war später an der Planung zu den Anschlägen von 9/11 beteiligt. Abdel-Rahmans Söhne zählten zu den engsten Gefolgsleuten von Osama bin Laden.

Die Islamische Weltliga hat Verbindungen zur World Assembly of Muslim Youth (WAMY). Diese saudische Organisation möchte auf der ganzen Welt dabei helfen, „die Identität muslimischer Jugendlicher zu bewahren“. Der WAMY wurde in den letzten Jahrzehnten vorgeworfen, sie verleite Jugendliche zum Islamismus und zur Judenfeindschaft. Die WAMY wurde 1972 gegründet. Ein Neffe von Osama bin Laden war an der Gründung ihrer Zweigstelle in den USA beteiligt.

Eine weitere grosse saudische Wohltätigkeitsorganisation, die als Unterstützer der al-Qaida eingestuft wurde, war die Benevolence International Foundation. Der Gründer und Schatzmeister der Stiftung war ein saudischer Bauunternehmer, der ein Konto bei der britischen Grossbank HSBC hatte. Die Bank hatte wie gesagt viele mutmassliche Terrorfinanziers als Kunden.

Es gab noch viele weitere kleinere saudische Organisationen, die absichtlich oder unbeabsichtigt an Terrorgruppen spendeten. Saudi-Arabien hat seit den 80er-Jahren ein grosses internationales Netzwerk an islamischen Stiftungen und Organisationen aufgebaut. Die saudische Führung behauptet, das Ganze sei mit der Zeit so unübersichtlich geworden, dass sie nicht mehr kontrollieren konnte, wo und bei wem die Spenden landen. Es erscheint allerdings unglaubwürdig, dass dies dem saudischen Geheimdienst, einem der besten Geheimdienste der islamischen Welt, entgangen war.

Es gibt also zwei Möglichkeiten, wenn es um die saudischen Verbindungen zu 9/11 und der al-Qaida geht. Entweder war es ein Versagen der saudischen Führung, also der Königsfamilie, die ihre eigenen Leute nicht im Griff hatte, oder dies war alles von der saudischen Führung beabsichtigt. Wenn es Absicht war, könnte man davon ausgehen, dass Saudi-Arabien beim Aufbau der al-Qaida half, was auch von Verschwörern aus dem Westen befürwortet oder zumindest toleriert wurde. Die Anschläge von 9/11 wären dieser Verschwörungstheorie zufolge ein gemeinsames Projekt von Verschwörern aus den USA und Saudi-Arabien gewesen. Vielleicht beteiligten sich auch Leute aus der Elite Grossbritanniens an der Verschwörung. Prinz Bandar ist wie gesagt mit hohen britischen Adligen verschwägert. Grossbritannien übernahm eine führende Rolle im internationalen Krieg gegen Terror und operierte dabei im Windschatten der USA.

Sonstiges

In Saudi-Arabien und anderen arabischen Monarchien kommt es auch zu islamistischen Terroranschlägen. Die saudische Elite und weitere arabische Eliten missbrauchen Anti-Terror-Gesetze zur Unterdrückung von Opposition und friedlichen Protesten, zur Massenüberwachung, zur Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit sowie zur Abschaffung der Rechte von inhaftierten Personen. Humanrights.ch schreibt: „In Saudi-Arabien gelten Gesetze, die Kritik an der Regierung und andere friedliche Protestaktionen faktisch mit Terrorismus gleichsetzen.“

Saudi-Arabien legitimiert seine seit 2015 bestehende Militärintervention im Jemen unter anderem mit der Begründung, man wolle dort den islamistischen Terror bekämpfen. Es gab aber geheime Abkommen zwischen der saudischen Regierung und der al-Qaida bezüglich des Bürgerkriegs im Jemen. Die USA sollen darüber Bescheid wissen und sich mit Drohnenangriffen gegen die al-Qaida im Jemen (AQAP) zurückhalten, wie 2018 berichtet wurde. Die USA, Saudi-Arabien und die al-Qaida arbeiten anscheinend zusammen im Kampf gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. Angenommen die al-Qaida und weitere islamistische Terrororganisationen werden von der saudischen Elite und deren Geheimdiensten gesteuert, dann werden die Saudis bei militärischen Konflikten die Terroristen für ihre Interessen einsetzen.

Bei Gesprächen stelle ich immer wieder fest, dass viele Leute glauben, die Eliten der islamischen Welt wären dem Westen feindlich gesinnt. Dabei handelt sich um einen Irrtum. Von den mehr als fünfzig islamischen Ländern haben fast alle ein gutes Verhältnis zum Westen. Viele aus den dortigen Eliten unterhalten auch im Privaten Kontakt zu Eliten der westlichen Welt. Oft sind es die Leute aus dem einfachen Volk, die den Westen nicht besonders mögen, während ihre Eliten sich um ein gutes Verhältnis zum Westen bemühen. Vereinfacht gesagt gehören viele der Oberhäupter der westlichen Eliten und der muslimischen Eliten zur selben verschworenen Weltelite.

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Sukarno Familie

Sukarno war von 1945 bis 1967 der erste Präsident von Indonesien. Seine Tochter war von 2001 bis 2004 Präsidentin. Die Familie ist bis heute in der Politik. Sie sind aristokratischer Abstammung. Wie in vielen asiatischen Ländern gibt es auch in Indonesien einen jahrhundertealten Erbadel.

Indonesien war 2024 das Land mit der viertgrössten Bevölkerung. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Indonesien belegte 2024 Platz 16 auf der Liste der Länder mit dem grössten Bruttoinlandsprodukt. Man geht davon aus, dass Indonesien in ein paar Jahrzehnten zu den fünf grössten Volkswirtschaften gehören wird. Es könnte also gut sein, dass die indonesischen Eliten zu grossem Einfluss kommen werden. An der Kaufkraftparität gemessen hat Indonesien heute schon die achtgrösste Wirtschaft.

Sukarno

Anfang des 17. Jahrhunderts begannen die Niederlande mit der Kolonialisierung des heutigen Indonesiens. 1799 wurde Indonesien offiziell zur Kolonie. Es war die wichtigste Kolonie des niederländischen Königreiches und wurde Niederländisch-Indien genannt.

Sukarno (1901–1970) war einer der Anführer des Widerstands gegen die niederländische Kolonialherrschaft. Er war seit Ende der 20er-Jahre im antikolonialen Widerstand aktiv und gründete eine eigene Partei. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Indonesien von Japan besetzt, das im Krieg mehrere Länder in Asien eroberte. Japan sah die indonesische Widerstandsbewegung gegen die Niederlande als strategischen Partner an. 1943 wurde Sukarno nach Japan eingeladen, wo er von Premierminister Tojo ausgezeichnet wurde. Die japanischen Führer wollten, dass Sukarno Indonesiens Unabhängigkeitskampf leitet. Japan kapitulierte 1945, worauf die Niederlande versuchten, Indonesien wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Die indonesischen Widerstandskämpfer führten für vier Jahre einen Krieg* gegen die Niederländer und verwendeten die Waffen, die von den Japanern zurückgelassen wurden. Sukarno hatte eigentlich gehofft, dass sich sein Land ohne Gewalt unabhängig machen kann, aber seine Hoffnung erfüllte sich nicht. 1949 gaben die Niederlande auf und entliessen Indonesien in die Unabhängigkeit. Die Vereinten Nationen (UN) hatten die Unabhängigkeit befürwortet. Sukarno wurde zum ersten Präsidenten des Landes. Indonesien war nach der Unabhängigkeit eine Demokratie, die allerdings ab 1959 sehr stark von Sukarno gelenkt wurde.

* Im Unabhängigkeitskrieg starben etwa 5000 niederländische Soldaten, während die Opferzahl auf indonesischer Seite auf mehr als 100 000 geschätzt wird.

Eine von Sukarnos Ehefrauen war die Japanerin Naoko Nemoto, die unter dem Namen Dewi Sukarno bekannt ist. Sie lebte auch in Europa und den USA. Dabei lernte sie Personen aus der dortigen High Society kennen, darunter Mitglieder der Rothschild Familie.

Sukarnos Vater war Mitglied der Theosophischen Gesellschaft. Sukarno besuchte oft die theosophische Bibliothek in Surabaya. Die Theosophische Gesellschaft ist eine internationale esoterische Bewegung, die 1875 in New York von der russischen Adligen Helena Blavatsky gegründet wurde.

Theosophische Gesellschaft

Auch mehrere Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, darunter Mohandas „Mahatma“ Gandhi, hatten enge Verbindungen zur Theosophischen Gesellschaft. Gandhi lernte in seiner Zeit in England Helena Blavatsky und Annie Besant kennen, die Oberhäupter der Theosophischen Gesellschaft. Annie Besant, eine Britin, übernahm wie Gandhi eine führende Rolle in der antikolonialen Unabhängigkeitsbewegung der Inder. Gandhi sagte, dass er seinen theosophischen Freunden viel verdanke. Jedoch wollte er sich der Gesellschaft nicht anschliessen, weil ihm „ihre geheime Seite, ihr Okkultismus“ nicht angesprochen hat. Die erste Loge der Theosophischen Gesellschaft in Indonesien wurde 1881 von einem dänischen Adligen gegründet. Später gründeten niederländische Kolonisten weitere Logen. Die Theosophische Gesellschaft ist bis heute in Indonesien aktiv.

Die Verbindung zur Aristokratie

Die Leser sollten darauf achten, dass Sukarno in mehreren der verlinkten Quellen Soekarno oder Bung Karno genannt wird.

Sukarnos Vater Soekemi war ein muslimischer Aristokrat. Die Mutter war Hinduistin aus der Brahmanenkaste, also aus der obersten Kaste. Sukarno sagte, dass seine Mutter die Nichte des letzten Königs von Singaraja war. Zudem sagte Sukarno, dass sein Vater von einem Sultan von Kediri abstammt. Sukarnos Vater trug den Titel Raden. Er gehörte also zum Beamtenadel (Priyayi), der oft im Dienste des königlichen Adels stand.

In Indonesien gibt es mehrere Sultane. Daneben gibt es weitere hohe Aristokraten mit anderen Herrschertiteln, die man im Westen als Fürsten bezeichnet. Es wird gesagt, dass sie heute keinen politischen Einfluss mehr haben. Bei den nicht amtierenden Monarchen, von denen es sehr viele in Asien gibt, ist es oft schwierig zu sagen, wie gross ihr Einfluss ist. In den letzten 75 Jahren waren in Indonesien viele Politiker mit Adligen verwandt.

Sukarno heiratete 1943 Fatmawati. Ihre Eltern stammten von indonesischen Königsfamilien ab.

Sukmawati Sukarnoputri (*1951), eine Tochter von Sukarno und Fatmawati, heiratete den Kronprinzen und späteren Fürsten Mangkunegara IX.

Sukarno kannte die Monarchen Hamengku Buwono IX. und Paku Buwono XII.

Mataram-Dynastie

Die Familien Mangkunegara, Hamengkubuwono und Pakubuwono sind drei der wichtigsten Dynastien des indonesischen Adels. Die drei Familien entstanden im 18. Jahrhundert. Sie gingen aus der Mataram-Dynastie hervor, die über das Sultanat Mataram herrschte. Das Sultanat bestand vom 16. bis 18. Jahrhundert. Die Nachkommen der Mataram-Dynastie sind bis heute die unangefochteten Oberhäupter der indonesischen Aristokratie. Die erste islamische Monarchie in Indonesien war das Sultanat Demak, das im 15. Jahrhundert gegründet wurde und eine wichtige Rolle bei der Islamisierung Indonesiens spielte.

Der 1939 verstorbene Fürst Pakubuwono X. war eine Schlüsselfigur im Unabhängigkeitskampf gegen die Niederlande. Dafür wurde er 2011 posthum zum Nationalhelden ernannt. Ein indonesischer Professor schrieb in seinem Buch, dass Sukarno in Wahrheit ein Sohn von Pakubuwono X. war. Auch ein geistlicher Berater der Pakubuwono Familie behauptete dies. Pakubuwono X. soll seine Vaterschaft bewusst von den Niederländern verheimlicht haben, die den Monarchen überwachten. Er soll sorgfältig geplant haben, dass Sukarno eines Tages der Anführer sein würde, der die Kolonialherrschaft beendet und Indonesien in die Unabhängigkeit führt. Gusti Moeng, eine Tochter von Pakubuwono XII., sagt, dass viele Helden des Unabhängigkeitskampfes zu den Höflingen ihres Palastes gehörten und dass Sukarno von Pakubuwono X. finanziert wurde. Der Monarch war ausserdem an der Gründung von Budi Utomo beteiligt und unterstützte die Gruppe. Die Anführer dieser Organisation waren Freimaurer, was weiter unten erläutert wird.

Auch Sultan Hamengku Buwono IX. hatte die Unabhängigkeitskämpfer unterstützt, was von Sukarno gewürdigt wurde. Da der Sultan von seinen Anhängern fast wie eine Gottheit verehrt wurde, hatten sich die Niederländer nicht getraut, ihn zu verbannen.

Sukarno war kein überzeugter Kommunist, aber er hatte in seiner Zeit als Präsident ein gutes Verhältnis zur kommunistischen Partei Indonesiens und ein entspanntes Verhältnis zur kommunistischen Führung in China. Er hatte auch ein gutes Verhältnis zu Kim Il-sung, dem Gründer des kommunistischen Nordkoreas. Sukarno war ein enger Freund des kambodschanischen Königs Sihanouk. So viel ich weiss, war Sihanouk der einzige König, der freundschaftlich mit der kommunistischen Führung in China und Nordkorea verbunden war.

Die Machtübernahme von Suharto

Unter Sukarno hatte Indonesien die drittgrösste kommunistische Partei der Welt. Die damals strikt antikommunistischen Geostrategen im Westen sahen dies als potenzielle Bedrohung an.

Auch die rechtsgerichtete Armeeführung Indonesiens störte sich daran, dass in ihrem Land Kommunisten grossen Einfluss haben und dass Sukarno mit ihnen zusammenarbeitet. 1965 kam es zu einem schlecht geplanten Putschversuch. Die Militärs behaupteten, die Kommunistische Partei würde hinter dem Putschversuch stecken. Als Reaktion startete das Militär eine grosse antikommunistische Säuberung. Auch angesehene Zeitungen im Westen sagten, dass die Kommunistische Partei einen Staatsstreich durchführen wollte. Mit der Zeit kamen jedoch Zweifel an dieser Version auf. Es ist bis heute nicht eindeutig geklärt, ob tatsächlich die Kommunistische Partei als Organisation hinter dem Puschversuch stand oder ob es nur einzelne Parteimitglieder waren. Es gibt die Verschwörungstheorie, dass antikommunistische Militärs den Putschversuch inszenierten, damit sie einen Vorwand hatten, gegen die Kommunisten vorzugehen. Ein Oberst erzählte später, man habe beim Militär gewusst, dass Kommunisten einen Putsch planen. Dies würde dafür sprechen, dass die Militärführung absichtlich einen kommunistischen Putschversuch zuliess, der ihr einen Vorwand lieferte (Verschwörungstheoretiker bezeichnen diese Methode als LIHOP-Methode). Womöglich gab es auch im Westen Personen, die in diesem Fall die LIHOP-Methode befürworteten. Ein Beamter des britischen Aussenministeriums meinte: „Ein verfrühter Putsch der PKI [Kommunistische Partei] könnte die hilfreichste Lösung für den Westen sein, vorausgesetzt, der Putsch scheitert.“ Der deutsche Botschafter in Indonesien wusste im Voraus, dass die indonesische Armeeführung nur auf einen Vorwand wartet, der es ihr ermöglicht, die Kommunisten zu vernichten. Die darauffolgende Entmachtung der Kommunisten wurde in westlichen Medien als positives Ereignis dargestellt. Das Time Magazine nannte es die beste Nachricht aus Asien seit Jahren. Bei der antikommunistischen Säuberung kam es zu einem Massenmord. Mehrere hunderttausend Kommunisten, gemässigte Linke, Gewerkschafter und ihre Familienmitglieder wurden getötet. Einige Schätzungen gehen von über einer Million Tote aus. Zivilisten und paramilitärische Gruppen, die vom Militär angestachelt wurden, beteiligten sich an dem Massenmord. Es kam zu Massenhinrichtungen, vielen Vergewaltigungen und brutaler Folter. Mehr als eine Million Menschen wurden inhaftiert. Die antikommunistische Säuberung wurde vom General Suharto angeführt. Sukarno war 1966 gezwungen, seine Macht an Suharto abzugeben, der zum neuen Präsidenten wurde und eine Diktatur errichtete. Sukarno musste nicht ins Gefängnis, aber stand in seinem Wochenendpalast in den Bergen unter Hausarrest. Er kehrte nie zur Macht zurück und starb 1970.

Da Sukarno und Suharto ähnliche Namen sind, sollten die Leser in diesem Beitrag darauf achten, die beiden nicht zu verwechseln.

Die USA und Grossbritannien unterstützten die antikommunistische Säuberung über ihre Geheimdienste und nahmen dabei die Massenmorde in Kauf. US-Beamte gaben die Namen Tausender Mitglieder der Kommunistischen Partei an das indonesische Militär weiter. Daher ist der Vorwurf, die USA hätten die Massenmorde aktiv unterstützt, gut begründet. Der damalige US-Botschafter in Indonesien, Marshall Green, sagte: „Ich weiss, dass wir viel mehr Informationen [über die Kommunistische Partei] hatten als die Indonesier selbst.“ Ein US-Diplomat in Indonesien sagte später: „Sie haben wahrscheinlich viele Menschen getötet und ich habe wahrscheinlich viel Blut an meinen Händen, aber das ist nicht alles schlecht. Es gibt Zeiten, in denen man im entscheidenden Moment hart zuschlagen muss.“ Die USA, Grossbritannien und Australien führten zur Zeit der Massenmorde geheime antikommunistische Propagandaoperationen in Indonesien durch. Diese Propagandaoperationen zielten darauf ab, Sukarno zu diskreditieren und die Indonesier anzustacheln, gewaltsam gegen die Kommunisten vorzugehen. Sukarno und die Kommunistische Partei hatten sich bei den britischen Kolonialisten unbeliebt gemacht, weil sie die britische Kolonie Malaysia, ein Nachbarstaat von Indonesien, militärisch angreifen liessen und weil kommunistische Demonstranten die britische Botschaft in Indonesien niederbrannten. Übrigens gehört Malaysia bis heute zu den Commonwealth-Staaten, die eng mit Grossbritannien verbunden sind. Malaysia ist eine Monarchie.

Vermutlich hatte auch Deutschland und sein Geheimdienst BND die Zerschlagung der Kommunistischen Partei Indonesiens unterstützt, was erst vor ein paar Jahren bekannt wurde. 2024 ist bestätigt worden, dass die Niederlande und ihr Geheimdienst Suhartos Diktatur unterstützten und ihm halfen, politische Gegner zu verfolgen. Suhartos Vorgänger Sukarno war wie gesagt Anführer der Bewegung gewesen, die dazu führte, dass Indonesien unabhängig von den Niederlanden wurde. 1957 liess Sukarno niederländische Unternehmen verstaatlichen und Zehntausende Niederländer wurden aus Indonesien vertrieben. Nach Suhartos Machtübernahme konnte das niederländische Grosskapital zurückkehren. Drei Jahre nach seiner Machtübernahme besuchte Suharto die Königsfamilie der Niederlande. Der niederländische Geheimdienst beobachtete indonesische Regimegegner, die in den Niederlanden im Exil lebten. Auch niederländische Menschenrechtsaktivisten, die Suhartos Diktatur kritisierten, wurden beobachtet. Dabei kam es zu einer Zusammenarbeit zwischen dem niederländischen und indonesischen Geheimdienst.

Sukarno und die Kommunisten hatten ausländisches Kapital enteignet, was den Grossinvestoren und Grosskonzernen aus dem Ausland natürlich nicht gefiel. Der neue Präsident Suharto öffnete sein Land für westliche Investoren. Unter seiner Führung wurde Indonesien kapitalistischer. Er wandte sich von den verbündeten kommunistischen Ländern ab und ging ein Bündnis mit dem Westen ein. Internationale Ölkonzerne waren an Indonesiens Erdöl interessiert. Bei den marktwirtschaftlichen Reformen von Suharto spielte die sogenannte „Berkeley-Mafia“ eine wichtige Rolle. Die Berkeley-Mafia war eine Gruppe von indonesischen Ökonomen, die in den USA ausgebildet wurden. Bei ihrem Studium erhielten sie finanzielle Unterstützung von der Ford Foundation. Die US-amerikanische Stiftung zeigte damals immer grösseres Interesse an Projekten in der Dritten Welt.

Suhartos Vorgänger Sukarno hatte den Plan entworfen, eine Alternative zu den Vereinten Nationen (UN) zu gründen, da die UN damals noch stark vom Westen dominiert wurde. Diese Alternative wurde CONEFO genannt. Sukarno wollte, dass sich die Länder der Dritten Welt zusammenschliessen, damit sie eine Chance haben, sich gegen den westlichen Imperialismus durchzusetzen. Vor allem sozialistische Staaten zeigten Interesse an dem Vorhaben. Sukarno hatte Streit mit der UN. Er sorgte dafür, dass Indonesien 1965 aus der UN und ihren Sonderorganisationen austrat. Als er im darauffolgenden Jahr entmachtet wurde und Suharto an die Macht kam, wurde die CONEFO aufgelöst. Indonesien trat darauf wieder der UN bei.

Sukarno liess 1963 die Theosophische Gesellschaft verbieten (bei der sein Vater Mitglied gewesen war). Die Gesellschaft war aber weiterhin aktiv, was anscheinend toleriert wurde. 1962 erliess Sukarno ein Verbot der Freimaurerei. Auch den Rotary Club und den Lions Club, zwei freimaurerähnliche Organisationen, belegte er mit einem Verbot. Offenbar sah er die Freimaurer als eine subversive, prowestliche Gruppe. Die indonesische Freimaurerei war ein Produkt der Kolonialisierung. Sukarno hatte sich mit seinem Handeln also bei gleich mehreren einflussreichen Kreisen unbeliebt gemacht; bei den antikommunistischen Geostrategen in den USA, beim Grosskapital, beim britischen und niederländischen Königreich, bei der UN und bei den Freimaurern.

Freimaurerei in Indonesien

Während der Kolonialisierung brachten Europäer die Freimaurerei nach Asien. In Indonesien wurde die Freimaurerei im 18. Jahrhundert von niederländischen Kolonisten eingeführt. Im 19. Jahrhundert wurden die ersten Einheimischen in indonesische Freimaurerlogen aufgenommen. Einer der ersten war Abdul Rachman, der 1844 zum Freimaurer wurde. Er war ein Urenkel des Sultans von Pontianak (Alkadrie-Dynastie). 1836 wurde der Adlige Raden Saleh aufgenommen, der als der erste indonesische Freimaurer gilt. Er heiratete erst eine in Indonesien lebende Europäerin und danach eine Cousine des Sultans Hamengku Buwono VI. Raden Saleh reiste zweimal nach Europa. Er lebte zehn Jahre in den Niederlanden, wo er Malerei studierte. In Deutschland freundete er sich mit dem Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha an. Der Herzog war ein Schwager der britischen Queen Victoria, die Raden Saleh bei einem Besuch in Deutschland kennenlernte. Herzog Ernst war Grossmeister einer Freimaurerloge in Deutschland. Er war mit vielen Freimaurern aus dem europäischen Hochadel verwandt.

In Indonesien hatten die Freimaurer auch im 20. Jahrhundert einflussreiche Mitglieder, nicht nur Niederländer, sondern auch Indonesier. Die einheimischen Mitglieder hatten ein gutes Verhältnis zu den Niederländern und vertraten einen aufgeklärten, moderaten Islam, während erzkonservative Muslime die Freimaurerei als Teufelswerk ansahen und nicht von niederländischen Christen regiert werden wollten. Es wird spekuliert, ob die niederländischen Kolonialherren die Freimaurerei nutzten, um eine brüderliche Beziehung zu den indonesischen Eliten aufzubauen, so wie es auch die britischen Freimaurer in ihren Kolonien taten, oft mit grossem Erfolg. Die Niederländer ernannten viele einheimische Freimaurer zu Regenten, die hohe Beamte der Kolonie waren. Einheimische Freimaurer übernahmen eine führende Rolle bei Budi Utomo. Diese Organisation bestand im frühen 20. Jahrhundert. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Schaffung des Nationalbewusstseins, das dazu führte, dass sich die verschiedenen einheimischen Ethnien als ein indonesisches Volk ansehen. Viele der Mitglieder von Budi Utomo gehörten zur Elite und einige kamen aus dem Adel. Mehrere Fürsten aus der Paku Alam-Dynastie waren Freimaurer, darunter der 1998 verstorbene Fürst Paku Alam VIII. Sein Vater, Paku Alam VII., war nicht nur Freimaurer, sondern auch Mitglied der Theosophischen Gesellschaft, genau wie Pakubuwana XI. Wie bereits erwähnt wurde, war Sukarnos offizieller Vater ebenfalls Theosoph und Sukarno wäre über seinen angeblichen Vater ein Bruder von Pakubuwana XI. gewesen. Der Adlige Wiranatakusumah V. soll Freimaurer gewesen sein. Er wurde 1945 der erste Innenminister Indonesiens. Ein weiterer bedeutender Freimaurer war Radjiman Wedyodiningrat, einer der Gründerväter Indonesiens. Auch ein Sultan von Kutai trat den Freimaurern bei.

Präsident Sukarno liess 1962 die Freimaurerei verbieten. Auch in der folgenden Suharto-Diktatur war die Organisation verboten. Im Jahr 2000 erliess Präsident Abdurrahman Wahid (wird in der Quelle Gus Dur genannt) ein Dekret, dass die Freimaurerei legalisierte. So viel bekannt ist, sind aber bis heute keine Logen in Indonesien aktiv. Es soll weniger als hundert Freimaurer in Indonesien geben, die Mitglied in Logen in Singapur, Australien, Philippinen und den Niederlanden sind.

Suharto regierte bis 1998 diktatorisch über Indonesien. Er war einer der grössten Kleptokraten seiner Zeit. 1997 galt er als der sechstreichste der Welt mit einem Vermögen im Wert von 16 Milliarden US-Dollar. Transparency International schätzte sein Vermögen auf 35 Milliarden Dollar. Mehrere Milliarden, die von Suhartos Familie veruntreut wurden, sollen auf Bankkonten in der Schweiz und Österreich gelandet sein.

In Suhartos Regierung gab es Adlige. Der wichtigste war Sultan Hamengkubuwono IX., der in den 70er-Jahren als Vizepräsident der zweithöchste Politiker war. Er gehörte bereits zu Sukarnos Regierung und gilt als einer der Gründerväter Indonesiens. Laut Wikipedia war Suhartos Mutter entfernt mit der Hamengkubuwono Familie verwandt. Suhartos Frau Siti Hartinah, bekannt als Tien, gehörte zur Aristokratie und trug einen Adelstitel. Sie war eine Enkelin des Herrschers Mangkunegara III. Wie bereits erwähnt wurde, war auch Sukarnos Familie mit dieser Fürstenfamilie verschwägert.

Suharto war 1998 gezwungen zurückzutreten, nachdem es zu grossen Protesten gekommen war. Indonesien wurde in den folgenden Jahren demokratisiert. Suharto starb 2008.

Suhartos Nachfolger als Präsident war sein Weggefährte Jusuf Habibie. Habibie war bis Ende 1999 Präsident. Seine Mutter kam aus dem Adel. Sein Bruder war Botschafter im britischen und niederländischen Königreich.

Sukarnos Nachkommen

Nach Suhartos Rücktritt kam für Sukarnos Kinder endlich die Gelegenheit, hohe politische Ämter anzustreben. Die Tochter Megawati Sukarnoputri (*1947) hatte dabei am meisten Erfolg. Sie war von 2001 bis 2004 Präsidentin von Indonesien. Sie gehört bis heute zur Führung der Partei PDI-P. Bei den letzten Parlamentswahlen 2024 war diese die stärkste Partei. Joko Widodo, der von 2014 bis 2024 Präsident war, ist Politiker der PDI-P.

Megawati nahm 2022 an der Hochzeit von Widodos Sohn teil. Die Hochzeit fand im Mangkunegaran-Palast statt. Es ist der Palast der Fürstenfamilie von Mangkunegara. Wie bereits erwähnt wurde, heiratete Megawatis Schwester den Fürsten Mangkunegara IX.

Mangkunegara X., das heutige Oberhaupt der Dynastie, hat zwei Halbgeschwister, die ein gutes Verhältnis zu ihrer Tante Megawati haben. Der Halbbruder wurde als Kind von Megawati betreut. Wie bereits erwähnt wurde, war auch Suhartos Frau mit der Mangkunegara-Dynastie verwandt.

Megawati nahm 2016 an der Krönung von Fürst Paku Alam X. teil. Bei der Zeremonie sass sie neben Sultan Hamengkubuwono X. Eine indonesische Zeitung schreibt, dass Megawati im Palast der Paku Alam-Dynastie geboren wurde. Damals lebte ihr Vater Sukarno für eine Weile im Palast. (Sukarno wird in der Quelle Bung Karno genannt. Pura Pakualaman ist der Palast der Paku Alam-Dynastie.)

Die Paku Alam Familie stammt von den Sultanen von Mataram ab, genau wie die anderen drei wichtigen Adelsdynastien Indonesiens.

Megawati traf in ihrer Funktion als Präsidentin auch ausländische Monarchen.

Nach Megawati war Susilo Bambang Yudhoyono von 2004 bis 2014 Präsident von Indonesien. Sein adliger Vater war ein Nachkomme von Sultan Hamengkubuwono II. Yudhoyono nahm 2013 an der königlichen Hochzeit von Hamengkubuwono X. teil. Als er Präsident war, ernannte er seinen Schwager zum Chef der Armee. Yudhoyonos Sohn Agus ist Minister in der derzeitigen Regierung. Der Sohn Edhie heiratete die Tochter von Hatta Rajasa. Rajasa hatte in Yudhoyonos Regierung mehrere Ministerposten inne.

Megawatis Vermögen wurde 2009 auf 14 Millionen US-Dollar geschätzt.

Megawatis Schwester Rachmawati (1950–2021) gründete eine eigene Partei, die aber keinen Erfolg hatte. Auch ihre Schwester Sukmawati, die wie gesagt in die Hocharistokratie heiratete, gründete nach Suhartos Sturz eine Kleinpartei. Der Bruder Guruh hatte von 1999 bis 2024 einen Sitz im Parlament und gehört zu Megawatis Partei PDI-P.

Megawatis Tochter Puan Maharani ist ebenfalls Politikerin der PDI-P. Puan war von 2014 bis 2019 Kulturministerin. Seit 2019 ist sie Vorsitzende des Repräsentantenhauses. Sie traf hochrangige Aristokraten.

Puan Maharani wurde 2018 vorgeworfen, Bestechungsgelder in Höhe von 500 000 US-Dollar angenommen zu haben. Ihr Mann Hapsoro „Happy“ Sukmonohadi geriet 2023 in Verdacht, in einen Korruptionsfall verwickelt zu sein. Hapsoro ist Geschäftsmann. Er ist Anteilseigner von mehreren Unternehmen, die im Bereich Hotels und Immobilien sowie im Öl- und Gasgeschäft aktiv sind.

Megawati und Puan Maharani besuchten im Februar 2025 Papst Franziskus im Vatikan. Sie schenkten ihm ein Gemälde der Jungfrau Maria.

Diah „Pinka“ Hapsari, eine Tochter von Puan Maharani, wurde 2024 ins Repräsentantenhaus gewählt. Sie und ihr Bruder Praba studierten in England an der SOAS University. SOAS steht für School of Oriental and African Studies. Die britische Zeitung The Telegraph bezeichnet sie als das weltweit führende Zentrum für das Studium von Themen, die Asien, Afrika und den Nahen Osten betreffen. Aristokraten und hohe Politiker aus Asien und Afrika hatten an der Universität studiert.

Rukmini Sukarno (1942–2009) war eine Tochter von Sukarno. Erst lebte sie in Europa und dann in den USA. Sie heiratete den amerikanischen Schauspieler Frank Latimore. Sie freundete sich mit dem Bruder von Wallace Muhammad an. Muhammad gründete die Nation of Islam, eine religiöse Bewegung (manche sagen Sekte), die aus Afroamerikanern besteht. Rukmini Sukarno gründete in den USA ein Schifffahrtsunternehmen, mit dem Ziel, der grösste Rohstofflieferant Indonesiens zu werden, was aber scheiterte. 1986 wurde Rukmini in den USA wegen Veruntreuung zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt.

Der neue Präsident Prabowo

2024 wurde Prabowo Subianto zum Präsidenten von Indonesien gewählt. Er war zuvor Verteidigungsminister. Im Januar 2025 führte Prabowo Indonesien als zehntes Vollmitglied in die BRICS-Staatengemeinschaft. Der Vizepräsident unter Prabowo ist Gibran Rakabuming Raka, ein Sohn des vorherigen Präsidenten Joko Widodo.

Prabowo heiratete 1983 eine Tochter des Diktators Suharto und seiner adligen Frau. 1998 trennte sich Prabowo von seiner Frau. Prabowo wird vorgeworfen, dass er in Suhartos Diktatur in Menschenrechtsverletzungen involviert war. Prabowos Vermögen wurde 2009 auf 160 Millionen US-Dollar geschätzt. Er kontrolliert mehrere Unternehmen. Sein Bruder Hashim Djojohadikusumo ist ebenfalls Unternehmer und gehört zu den reichsten Männern Indonesiens. Sein Vermögen wurde im Jahr 2020 auf 685 Millionen Dollar geschätzt. Ihre Schwester heiratete Soedradjad Djiwandono, der in den 90er-Jahren Chef der indonesischen Zentralbank war, also als Suharto noch regierte. Prabowos Vater Sumitro (Soemitro) war Minister in Suhartos Diktatur. Sumitros Vater Margono war Gründer und erster Chef der Bank Negara, einer der grössten Banken Indonesiens. Margono kam aus der Aristokratie und trug einen Adelstitel. Dadurch ist also auch der neue Präsident Prabowo adliger Abstammung und sein Sohn Didit ist über die Mutter aus der Suharto Familie ein Nachkomme des Fürsten Mangkunegara III.

Ende 2024 machte in Indonesien in den sozialen Medien das Gerücht die Runde, dass Prabowos Sohn Didit ein romantisches Verhältnis mit der Politikerin Pinka Haprani hat, die eine Enkelin von Megawati und eine Urenkelin von Sukarno ist.

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass Indonesien seit seiner Gründung fast durchgehend von Präsidenten mit familiären Verbindungen zum Adel regiert wurde. Bei mindestens sechs der acht Präsidenten war dies der Fall.

Übrigens: KGPH Puger ist ein Sohn des Fürsten Paku Buwono XII. Er ist Mitglied der Royal Confraternity of Saint Teotonio (RCST), einer internationalen Bruderschaft. Noch zwei weitere Familienmitglieder gehören zur RCST. Zu den Mitgliedern der RCST zählen Königsfamilien aus Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien. (Mehr dazu)

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Der Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen

Die jährlich stattfindende Bilderberg-Konferenz ist Teil von Verschwörungstheorien. Ich gehe jedoch davon aus, dass bei den Treffen keine kriminellen oder besonders verschwörerischen Pläne geschmiedet werden. Zu den Teilnehmern gehören aber natürlich sehr einflussreiche Personen, die in der Lage sind, Einfluss zu nehmen, wenn sie wollen. Die Bilderberg-Gruppe wirkte an der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft mit, dem Vorläufer der EU. Der Euro geht auf die Bilderberger zurück. (Quelle)

Die Bilderberg-Treffen haben einen Lenkungsausschuss, der das Führungsgremium ist. Die derzeitigen und ehemaligen Mitglieder des Lenkungsausschusses sind auf der Webseite der Bilderberg-Treffen aufgeführt.

In diesem Beitrag werden Abkürzungen benutzt:

WEF steht für Weltwirtschaftsforum. Das WEF verfügt über ein globales Netzwerk, während die Bilderberger auf Europa und Nordamerika beschränkt sind.

CFR steht für Council on Foreign Relations. Der CFR ist schon seit über hundert Jahren eine der einflussreichsten Denkfabriken der USA und konzentriert sich auf die US-Aussenpolitik.

CEIP steht für Carnegie Endowment for International Peace. Das CEIP ist mit dem Gründungsjahr 1910 die älteste Denkfabrik der USA. Während sich der CFR vor allem mit den US-Interessen befasst, ist das CEIP eine internationalistische Gruppe, die mit einflussreichen Personen aus verschiedensten Ländern vernetzt ist. Der Vorstand des CFR besteht aus Amerikanern. Beim CEIP hingegen kommen viele der Vorstandsmitglieder aus dem Ausland. Dazu zählen derzeit Leute aus Europa, Kanada, Mexiko, Indien, China, Südkorea, Singapur und Südafrika. Einige amerikanische Vorstandsmitglieder haben einen Migrationshintergrund.

ERT steht für European Round Table for Industry (früher bekannt als European Round Table of Industrialists). Der ERT besteht aus über fünfzig Konzernchefs aus der EU. Dem ERT wird nachgesagt, dass er direkten Einfluss auf die EU-Kommission hat.

Die Vorsitzenden des Lenkungsausschusses

Das Bilderberg-Treffen hatte bisher zehn Vorsitzende. Fünf davon kamen aus dem Adel und ein weiterer wurde in den Adel aufgenommen.

Prinz Bernhard zur Lippe-Biesterfeld (1911–2004): Er kam aus dem deutschen Hochadel und war der Ehemann der niederländischen Königin Juliana. Er war 1954 einer der Hauptgründer der Bilderberg-Treffen und hatte bis 1976 den Vorsitz inne.

Baron Alec Douglas-Home (1903–1995): Er war bis 1980 Vorsitzender der Bilderberg-Treffen. Zuvor war er Premierminister von Grossbritannien, Präsident des Privy Council (Geheimrat der Königsfamilie) und das Oberhaupt des schottischen Home Clans.

Walter Scheel (1919–2016): Er war bis 1985 Vorsitzender der Bilderberg-Treffen. Von 1974 bis 1979 war er das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland.

Baron Eric Roll von Ipsen (1907–2005): Er war bis 1989 Vorsitzender der Bilderberg-Treffen. Er gehörte zur Führung der Bank of England (britische Zentralbank), war Chef der britischen Investmentbank SG Warburg & Co. und wurde zum Baron geadelt.

Baron Peter Carrington (1919–2018): Er war bis 1998 Vorsitzender der Bilderberg-Treffen. Die Carrington Familie ist ein Zweig der geadelten Bankiersfamilie Smith, einer der ältesten und wichtigsten Familien der britischen Finanzelite. Peter Carrington besetzte hohe Positionen in der Politik und Wirtschaft Grossbritanniens. Er war Chef der NATO und Präsident der Pilgrims Society.

Vizegraf Étienne Davignon (*1932): Er war bis 2011 Vorsitzender der Bilderberg-Treffen. Der belgische Adlige war Vizepräsident der Europäischen Kommission, besetzte hohe Positionen bei europäischen Grosskonzernen, unterstützt die Agenda des WEF, gehörte zur Trilateralen Kommission und war Mitglied des ERT. Étiennes Schwester heiratete in die geadelte Unternehmerfamilie Boël, die mit der Janssen-Solvay Familie verschwägert ist, ebenfalls eine geadelte Unternehmerfamilie. Die Familien Boël und Janssen gehören zu den reichsten Belgiern. Baron Daniel Janssen, der mütterlicherseits aus der Boël Familie kommt, sass im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Étienne Davignon ist im Vorstand von Sofina (Unternehmen der Boël Familie) und war im Vorstand von Solvay (Chemiekonzern der Familien Janssen und Solvay). In Belgien gehören viele der reichsten Familien zum Adel.

Graf Henri de Castries (*1954): Er war bis 2019 Vorsitzender der Bilderberg-Treffen. Der französische Adlige leitete den Versicherungskonzern AXA. Derzeit ist er im Vorstand des Autokonzerns Stellantis zusammen mit Robert Peugeot und John Elkann. Er ist im Kuratorium des CEIP.

Victor Halberstadt (1939–2024): Der niederländische Ökonom war bis 2024 Vorsitzender der Bilderberg-Treffen. Er hatte Kontakt zur niederländischen Königsfamilie, deren Mitglieder das Bilderberg-Treffen seit der Gründung immer wieder besucht haben. Halberstadt war ein enger Freund des einflussreichen Amerikaners Henry Kissinger, der jahrzehntelang zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen gehörte. Halberstadt besetzte Vorstandsposten bei grossen niederländischen Unternehmen und sass im internationalen Beirat von Goldman Sachs. Ausserdem war er im Führungsgremium des Population Council, der sich weltweit für Bevölkerungskontrolle einsetzt und seit seiner Gründung mit der Rockefeller Familie verbunden ist.

Derzeit leitet die Kanadierin Marie-Josée Kravis gemeinsam mit dem Norweger Jens Stoltenberg das Bilderberg-Treffen. Stoltenberg war zuvor Chef der NATO. Er war auch Ministerpräsident von Norwegen. Marie-Josée Kravis heiratete den amerikanischen Milliardär Henry Kravis, der in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen besuchte. Das Ehepaar kennt viele Milliardäre aus den USA, aber auch Milliardäre aus Europa. Das Paar ist Mitglied des CFR und Henry gehörte zum Vorstand der Denkfabrik. Marie-Josée sitzt im Vorstand des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH und war im Vorstand des amerikanischen Autokonzerns Ford.

Die Generalsekretäre des Lenkungsausschusses

Die Generalsekretäre übernehmen ebenfalls eine führende Rolle bei den Bilderberg-Treffen. Zu ihnen zählten der belgische Premierminister Paul van Zeeland (1893–1973) und der polnische Politikberater Joseph Retinger (1888–1960). Die beiden gehörten zu den Vordenkern eines vereinten Europas. Zeeland erhielt einen belgischen Adelstitel. Joseph Retinger, einer der Hauptgründer der Bilderberg-Treffen, war mit Adligen aus verschiedenen Ländern vernetzt.

Weitere Generalsekretäre waren unter anderem:

Joseph Johnson (1906–1990): Der Amerikaner war Präsident des CEIP.

Arnold Lamping (1893–1970): Ein führender Diplomat der Niederlande.

Ernst van der Beugel (1918–2004): Ebenfalls ein niederländischer Diplomat.

William Bundy (1917–2000): Der Amerikaner arbeitete als Analyst bei der CIA. Er war Vorstandsmitglied des CFR und Herausgeber der CFR-Zeitschrift Foreign Affairs. Er war stellvertretender Aussenminister für den Fernen Osten. Er heiratete eine Tochter des Aussenministers Dean Acheson. Sein Bruder McGeorge Bundy war Nationaler Sicherheitsberater der US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson. Die Bundy-Brüder gehörten zu den Architekten des Vietnamkriegs. McGeorge Bundy war für die Koordinierung geheimer Regierungsoperationen verantwortlich und spielte eine Schlüsselrolle in der Kubakrise. Er war Präsident der Ford Foundation und wirkte an der Gründung der Trilateralen Kommission mit. Er arbeitete als politischer Analyst für den CFR und als Assistent des CIA-Chefs Allen Dulles. Im Zweiten Weltkrieg diente McGeorge Bundy als Geheimdienstoffizier. Die Schwester der Bundy-Brüder heiratete in die Auchincloss Familie. Diese war oder ist noch immer mit sehr einflussreichen Familien der amerikanischen Elite verbunden. Die Bundy-Brüder und ihr Vater Harvey waren Mitglied der berüchtigten Geheimgesellschaft Skull and Bones. Harvey Bundy war ein Assistent von Henry Stimson, der Aussen- und Kriegsminister war. Stimson gehörte ebenfalls zu Skull and Bones. Harvey Bundy war Vorsitzender des CEIP und löste John Foster Dulles als Vorsitzenden ab. Dieser war der Bruder des CIA-Chefs Allen Dulles.

Theodore Eliot Jr. (1928–2019): Er war US-Botschafter in Afghanistan.

Martin Taylor (*1952): Der Brite war CEO der Grossbank Barclays, beriet Goldman Sachs, gehörte zum finanzpolitischen Ausschuss der britischen Zentralbank und war Vorsitzender des Grosskonzerns Syngenta. Derzeit ist er Vorsitzender des deutschen Medienunternehmens RTL.

Mitglieder des Lenkungsausschusses

Hier habe ich die derzeitigen und ehemaligen Mitglieder des Lenkungsausschusses aufgelistet. Es ist keine vollständige Liste und umfasst nur die wichtigen Mitglieder. Die Personen, die mit einem Sternchen markiert sind, gehören momentan zum Lenkungsausschuss.

Angebliche Weltverschwörer:

David Rockefeller (1915–2017): Der Amerikaner war vermutlich einer der mächtigsten Männer der Welt. Er gehörte zum Gründerkreis der Bilderberg-Treffen, gründete und leitete die Trilaterale Kommission, war Chef des CFR und sass im Kuratorium des CEIP. Er vernetzte sich mit einflussreichen Personen aus der ganzen Welt, darunter auch mit Eliten von Ländern, die aus geopolitischer Sicht Feinde der USA sind. Die Rockefeller Familie gehört schon seit über hundert Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA. Der Familie wird nachgesagt, Teil einer Weltverschwörung zu sein.

Sharon Percy Rockefeller: Sie heiratete in die Rockefeller Familie.

Henry Kissinger (1923–2023): Er galt als einer der führenden Köpfe der amerikanischen Elite und hatte viel mit David Rockefeller zu tun. Auch Kissinger wurde nachgesagt, einer verschworenen, globalen Elite anzugehören. Er war im Vorstand des CFR und gehörte zur Trilateralen Kommission. Er und David Rockefeller besuchten den Bohemian Club und Treffen von Le Cercle. Diese Organisationen sind alle Teil von Verschwörungstheorien. Kissinger gründete ein Beratungsunternehmen mit dem Namen Kissinger Associates. Zu diesem gehörten die Bilderberger-Chefs Étienne Davignon, Eric Roll und Peter Carington. Kissinger hatte ein gutes Verhältnis zum WEF-Chef Klaus Schwab.

Klaus Schwab: Gründer und Chef des WEF. Viele Verschwörungstheoretiker halten Schwab und das WEF für einen wichtigen Teil der Weltverschwörung.

Børge Brende*: Er besetzte mehrere Ministerposten in Norwegen. Seit 2017 ist er Präsident des WEF. Er war im Vorstand des norwegischen Ölkonzerns Statoil (Equinor). Er kennt die norwegische Königsfamilie, die Verbindungen zum WEF hat. Kronprinz Haakon sass im Stiftungsrat der Young Global Leaders des WEF. Børge Brende leitete die UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung. Er unterhält gute Kontakte nach China.

Baron Edmond de Rothschild (1926–1997): Er kam aus dem französischen Zweig der Rothschild Familie. Viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass die Rothschilds die Oberhäupter einer jüdischen Weltverschwörung sind. Die Rothschilds sind mit vielen superreichen Juden vernetzt, haben aber auch enge Verbindungen zu Adelseliten. David de Rothschild, Ehrenvorsitzender der Rothschild Bank und Vorsitzender des Jüdischen Weltkongresses, ist seit fünfzig Jahren mit Olimpia Aldobrandini verheiratet (soviel bekannt ist, haben sie sich nicht scheiden lassen). Olimpia kommt aus dem päpstlichen Adel. Der päpstliche Adel kontrollierte in den letzten tausend Jahren den Kirchenstaat und hatte dadurch grossen Einfluss auf die römisch-katholische Kirche. Ich fände es interessant zu wissen, ob die Kinder von David und Olimpia sich selbst eher als Juden oder eher als Adlige identifizieren. Der 2024 verstorbene britische Baron Jacob Rothschild führte fast sechzig Jahre lang eine Ehe mit Serena Dunn und war bis zu ihrem Tod mit ihr zusammen. Serena kam mütterlicherseits aus der schottischen Grafenfamilie St. Clair-Erskine, die hochrangige Freimaurer hervorbrachte. Die St. Clair-Erskine Familie besitzt die sagenumwobene Rosslyn-Kapelle, die im verfilmten Buch The Da Vinci Code vorkommt. Also könnte man mutmassen, dass die Oberhäupter der Freimaurer-Verschwörung, der jüdischen Verschwörung und der Vatikan-Verschwörung zur selben Verschwörung gehören und dass sie gemeinsam die Spitze der Machtpyramide bilden.

Weitere Personen aus Elitefamilien und ihre Manager:

Giovanni Agnelli (1921–2003): Er war der mächtigste Wirtschaftsführer Italiens und gehörte zur Trilateralen Kommission. Mütterlicherseits war er adlig und seine Frau kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo. Die Agnelli Familie ist über Heiraten mit noch weiteren Adelsfamilien verbunden und kontrolliert ein Milliardenvermögen.

Umberto Agnelli (1934–2004): Ein weiteres Mitglied der Agnelli Familie. Er heiratete ebenfalls in die Caracciolo Familie. Er gehörte zum ERT und zur Trilateralen Kommission.

John Elkann: Er kommt mütterlicherseits aus der Agnelli Familie und heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Seit Ende 2024 ist er im Vorstand des Meta-Konzerns (Facebook). Er war oder ist noch immer Mitglied der Trilateralen Kommission.

Vittorio Valletta (1883–1967): Der Italiener war Präsident des Autokonzerns Fiat, der bis heute von der Agnelli Familie kontrolliert wird. Valletta gehörte den Freimaurern an.

Paolo Zannoni: Er war Präsident von Fiat in den USA. Über Giovanni Agnelli lernte er einflussreiche Personen kennen, darunter David Rockefeller, Henry Kissinger, die Rothschilds, Warburgs, Helmut Schmidt, Alfred Herrhausen und Michael David-Weill. Paolo Zannoni war Vorsitzender des weltweit grössten Kabelherstellers Prysmian und ist im Vorstand des Modekonzerns Prada. Er war Partner von Goldman Sachs.

Jacob Wallenberg: Die Wallenberg Familie ist die mit Abstand mächtigste Familie der Wirtschaftselite in Schweden und kontrolliert ein Milliardenvermögen. Jacob Wallenberg ist Mitglied des ERT und der Trilateralen Kommission. Die Wallenbergs sind schon seit vielen Jahren Besucher des WEF.

Marcus Wallenberg*: Ebenfalls ein Mitglied der Wallenberg Familie.

Percy Barnevik: Der Schwede war ein hoher Manager im Imperium der Wallenberg Familie. In den USA sass er im Vorstand von DuPont und General Motors. Er gehörte zum ERT, zum Führungsgremium des WEF und zum internationalen Beirat des CFR.

Ana Botín*: Die Botín Familie ist die mächtigste Bankiersfamilie Spaniens. Ana Botín heiratete in den spanischen Adel. Sie war Mitglied der Trilateralen Kommission. Seit 2013 ist sie im Vorstand von Coca-Cola. Sie war oder ist noch immer Vorsitzende des International Business Council des WEF. Ausserdem ist sie Vorsitzende des Institute of International Finance (IIF). Das IIF ist der wohl wichtigste globale Verband der Finanzindustrie.

André Hoffmann*: Die Familien Hoffmann und Oeri gelten als die reichsten Schweizer. Sie kontrollieren den Pharmakonzern Roche. André Hoffmann gehört zum Führungsgremium des WEF. Er war wie bereits sein Vater Vizepräsident der internationalen Naturschutzorganisation WWF. André Hoffmann ist Mitglied des Club of Rome, der sich ebenfalls für den Schutz der Natur starkmacht.

Ömer Koç: Er kommt aus der Koç Familie, der mächtigsten und reichsten Familie der türkischen Wirtschaftselite.

Suna Koç Kıraç (1941–2020): Sie gehörte auch zur Koç Familie.

Baron Ernest-Antoine Seillière: Die Seillière Familie gehört schon seit über 200 Jahren zur französischen Wirtschaftselite.

Baron Léon Lambert (1928–1987): Er kam aus der belgischen Bankiersfamilie Lambert, die in die Rothschild Familie heiratete. Auf Léons Beerdigung hielten die Bilderberger David Rockefeller und Henry Kissinger Lobreden.

Max Kohnstamm (1914–2010): Der Niederländer gilt als einer der Gründerväter der EU. Für viele Jahre war er mit dem niederländischen Königshaus verbunden. Er war Sekretär der Königin Wilhelmina und Patenonkel von Prinz Constantijn. Er gründete zusammen mit dem Prinzen Bernhard das Bilderberg-Treffen. Zudem war Kohnstamm Gründer des European Policy Centre, wo er sein Leben lang Präsident war. Die Denkfabrik konzentriert sich auf die EU-Politik. Kohnstamm war auch Mitgründer der Trilateralen Kommission und Präsident von deren europäischen Abteilung. Er war Mitglied des Club of Rome und gehörte laut Wikipedia zu den Gründern des Clubs.

Baron Daniel Janssen: Er kommt aus den belgischen Milliardärsfamilien Janssen und Boël. Zudem ist er mit der belgischen Königsfamilie verschwägert. Wie bereits erwähnt wurde, zählt auch der Bilderberg-Chef Étienne Davignon zu seinem Verwandtenkreis. Daniel Janssen gehörte zum ERT und zur Führung der Trilateralen Kommission. Er ist Ehrenmitglied des Club of Rome.

Henry „Jack“ John Heinz II. (1908–1987): Der Amerikaner leitete den Lebensmittelkonzern Heinz, der von seinem Grossvater gegründet wurde.

Baron John Sainsbury (1927–2022): Er kam aus der britischen Milliardärsfamilie Sainsbury, die den alten Einzelhandelskonzern Sainsbury gegründet hatte. John Sainsbury gründete zusammen mit Baron Jacob Rothschild eine Stiftung.

Otto Wolff von Amerongen (1918–2007): Er kontrollierte den Otto-Wolff-Konzern, der eines der grössten deutschen Familienunternehmen war und 1990 an die Thyssen AG verkauft wurde. Otto hatte etwa vierzig Aufsichtsrats- und Beiratsmandate inne und war fast zwanzig Jahre Präsident der deutschen Industrie- und Handelskammer. Er hatte viel Kontakt zu deutschen Adligen. Er war der erste Deutsche, der in den Vorstand des amerikanischen Ölkonzerns Exxon aufgenommen wurde. Er spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau von Deutschlands Handelsbeziehungen zur Sowjetunion und China. Er war Mitgründer der deutschen Gruppe der Trilateralen Kommission. Sein Schwiegersohn Arend Oetker gehört zur Milliardärsfamilie Oetker und ist einer der führenden Transatlantiker Deutschlands.

Markgraf Jaime Carvajal y Urquijo: Die spanische Adelsfamilie Urquijo kontrollierte die Banco Urquijo, eine Privatbank. Jaime war bei vielen grossen spanischen Unternehmen und bei der Trilateralen Kommission.

Geheimdienste und Militär:

William Burns: War von 2021 bis Anfang 2025 Chef der CIA. Diente den USA als Botschafter in Russland und Jordanien. Mitglied des CFR und ehemaliger Präsident des CEIP.

Sir Johannes Sawers*: Leitete den britischen Geheimdienst MI6. Besetzte einen hohen Posten im Aussenministerium. Vertrat Grossbritannien als Botschafter bei den Vereinten Nationen und in Ägypten. War im Vorstand des Ölkonzerns BP. Gehört zu den Governors der Ditchley Foundation. Diese Stiftung macht sich für die britisch-amerikanischen Beziehungen stark und hält Konferenzen ab.

Herzog Victor Cavendish-Bentinck (1897–1990): Der britische Adlige war während des Zweiten Weltkrieges Vorsitzender des Geheimdienstausschusses. Nach dem Krieg war er Botschafter in Polen.

Sir Colin Gubbins (1896–1976): Ein Generalmajor der britischen Armee. Er gehörte zur Führung der Special Operations Executive. Dieser Geheimdienst führte während des Zweiten Weltkriegs Spezialeinsätze durch. Zu seiner Führung zählte der Bankier Charles Jocelyn Hambro.

Sir Terence Airey (1900–1983): Ein hoher Offizier der britischen Armee.

Anthony G. S. Griffin (1911–2015): Der kanadische Marineoffizier kannte den jüdischen Bankier Siegmund Warburg und arbeitete für seine Bank SG Warburg. Griffin, ein Katholik, kritisierte, dass Torontos Elite Juden ausgegrenzt hatte und dass es bis 1954 keine Juden in den Vorständen der dortigen Bank gab.

Zentralbanker:

Jean-Claude Trichet: Der Franzose leitete die Europäische Zentralbank und die französische Zentralbank. Er war Vorstandsmitglied der BIZ und ist Ehrenvorsitzender der Group of Thirty. Die BIZ und die Group of Thirty dienen dem internationalen Austausch der Zentralbankchefs. Trichet ist Mitglied der Trilateralen Kommission und war Vorsitzender ihrer europäischen Gruppe. Er ist Agenda Contributor des WEF. Zudem ist er Ehrenvorsitzender des Bruegel Instituts, einer wichtigen europäischen Denkfabrik. Trichet gehörte zum Vorstand des führenden Flugzeugherstellers Airbus und zum globalen Beirat des Finanzkonzerns PIMCO.

Wilfrid Baumgartner (1902–1978): Chef der französischen Zentralbank und Frankreichs Minister für Wirtschaft und Finanzen.

Wim Duisenberg (1935–2005): Der Niederländer war der erste Chef der Europäischen Zentralbank. Er war auch Chef der niederländischen Zentralbank sowie Chef der BIZ.

Pieter Korteweg: Er war stellvertretender Vorsitzender der niederländischen Zentralbank und leitete den Finanzkonzern Robeco.

Tommaso Padoa-Schioppa (1940–2010): Italiens Minister für Wirtschaft und Finanzen. Gehörte zur Führung der italienischen und europäischen Zentralbank. Langjähriges Mitglied der Group of Thirty. Arbeitete bei der BIZ und beim Internationalen Währungsfonds. War Chef der italienischen Börsenaufsicht und besetzte eine hohe Position bei der internationalen Börsenaufsicht IOSCO. Seine Lebensgefährtin war eine Tochter von Altiero Spinelli, der einer der Gründerväter der Europäischen Union war. Padoa-Schioppa sass im Vorstand von Fiat und hatte dadurch Kontakt zur einflussreichen Agnelli Familie, die bei den Bilderberg-Treffen präsent ist.

Mark Carney*: Der Kanadier leitete die kanadische und die britische Zentralbank. War Vorsitzender des Financial Stability Board. Arbeitete für Goldman Sachs. Sass im Führungsgremium des WEF. Ist Vorsitzender der Group of Thirty. Gehört zu den Präsidenten des Chatham House, einer einflussreichen britischen Denkfabrik. Betätigte sich auch in der Privatwirtschaft, unter anderem als Vorsitzender von Bloomberg.

Kevin Warsh: Er gehörte zur Führung der US-Zentralbank FED. Sein Schwiegervater ist der Milliardär Ronald Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Warsh ist Mitglied der Group of Thirty. Er besetzte eine hohe Position bei Morgan Stanley und ist im Vorstand des Versandkonzerns UPS.

Bruce MacLaury: Bei der US-Zentralbank FED war er Präsident für Minneapolis und arbeitete auch beim New Yorker Ableger. Er war Präsident der Brookings Institution, einer einflussreichen Denkfabrik.

Geir Hallgrímsson (1925–1990): Chef der isländischen Zentralbank. Premierminister und Aussenminister von Island.

Erkki Liikanen*: War Finanzminister von Finnland und EU-Kommissar. Leitete die finnische Zentralbank. War Mitglied des Trilateralen Kommission. Ist Vorsitzender der Bruegel-Denkfabrik. War Vorsitzender von Outokumpu, eines der grössten finnischen Unternehmen.

Max Kothbauer: Der Bankmanager war Vizepräsident der österreichischen Zentralbank.

John Pesmazoglou (1918–2003): Er kam aus einer griechischen Bankiersfamilie. War stellvertretender Chef der griechischen Zentralbank und Minister in der griechischen Regierung.

Zentralbankenchefs gehören oft zum Gouverneursrat der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds. Die Zentralbankchefs der Euro-Länder sind für gewöhnlich im Rat der Europäischen Zentralbank.

Weltbank:

James Wolfensohn (1933–2020): Der in Australien geborene Amerikaner war Chef der Weltbank. Sein Vater arbeitete für die Rothschild Familie. James Wolfensohn war stellvertretender Vorsitzender der britischen Schroders Bank und erhielt einen britischen Ritterorden. Arbeitete für die führende US-Investmentbank Salomon Brothers. Vorsitzender des internationalen Beirats der Citigroup (eine der grössten Banken der USA). Mitglied des CFR. Kurator der Rockefeller Foundation. Besuchte den Bohemian Club.

Paul Wolfowitz: Der Amerikaner war Chef der Weltbank. Mitglied des CFR. Besuchte Treffen von Le Cercle.

Robert Zoellick: Der Amerikaner war Chef der Weltbank. War im Vorstand des CFR und Mitglied der Trilateralen Kommission. Ist im Kuratorium des CEIP. War Chef des Center for Strategic and International Studies, einer einflussreichen Denkfabrik in den USA. In der Politik hatte Zoellick hohe Positionen in mehreren Ministerien inne. In der Wirtschaft war er unter anderem Vorstandsmitglied von Twitter und internationaler Berater von Goldman Sachs.

Lawrence Summers: Der Amerikaner war Chefökonom der Weltbank, Finanzminister, Präsident der Harvard University und Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama. Mitglied des CFR, der Trilateralen Kommission und der Group of Thirty. Agenda Contributor des WEF. Vorstandsmitglied von OpenAI.

Emilio Collad (19101995): Der Amerikaner nahm an der Bretton Woods-Konferenz teil und wurde danach der erste Vertreter der USA bei der Weltbank. Arbeitete bei der New Yorker Filiale der FED. Vorstandsmitglied des führenden Ölkonzerns Exxon. Vorstandsmitglied der Grossbank JP Morgan.

Tech-Führer:

Eric Schmidt*: Der amerikanische Milliardär leitete Google und hat den Konzern aufgebaut. War im Vorstand des Apple-Konzerns sowie im Kuratorium der Carnegie Mellon University und der Princeton University. Er beriet US-Präsident Barack Obama und das Verteidigungsministerium in Technologiefragen. Beriet auch die NASA. War Vorsitzender der Nationalen Sicherheitskommission für künstliche Intelligenz. Ist Kommissar der Nationalen Sicherheitskommission für Biotechnologie. Traf sich mit Papst Franziskus. Agenda Contributor des WEF. Mitglied des CFR. Ehemaliges Mitglied der Trilateralen Kommission. Besuchte den Bohemian Club. 2015 erwarb er einen Anteil von zwanzig Prozent an D. E. Shaw (einer der grössten Hedgefonds).

Satya Nadella*: Der in Indien geborene Amerikaner leitet seit 2014 den Microsoft-Konzern und war im Vorstand von Starbucks.

Peter Thiel*: Der in Deutschland geborene Amerikaner ist Milliardär. Mitgründer von PayPal. Erster externer Investor von Facebook. Gehörte viele Jahre zum Facebook-Vorstand. Mitgründer und langjähriges Vorstandsmitglied des Datenanalyse-Unternehmens Palantir Technologies, das mit Geheimdiensten verbunden ist. Thiel war oder ist noch immer als Informant für das FBI tätig. Gehörte zu den frühen Investoren von Clearview AI, ein Unternehmen, das sich auf Gesichtserkennung spezialisiert hat. Thiel unterstützte Boldend, ein Spyware-Unternehmen, das Aufträge vom US-Militär und den Geheimdiensten erhielt. Thiel war Geldgeber von Open AI und DeepMind. Er war ein finanzieller Unterstützer von Donald Trump. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz begann nach seiner Amtszeit für Peter Thiel zu arbeiten. Thiel ist ein Young Global Leader des WEF.

Alex Karp*: Der amerikanische Milliardär gründete zusammen mit Peter Thiel Palantir Technologies und ist CEO des Unternehmens. Karp sass im Aufsichtsrat der deutschen Konzerne Axel Springer und BASF.

Medien:

Baron Conrad Black: Der Kanadier war einer der mächtigsten Zeitungsbesitzer der Welt. Er kannte die führenden Köpfe der britischen Wirtschaftselite und wurde von der Queen zum Baron geadelt. War Mitglied der Trilateralen Kommission und langjähriges Vorstandsmitglied der kanadischen Grossbank CIBC.

Michael Sabia: Er leitete BCE, einen der grössten Medienkonzerne Kanadas. War stellvertretender Finanzminister.

Juan Luis Cebrián: Er war Chef des grössten spanischen Medienkonzerns PRISA.

Mathias Döpfner*: Der deutsche Milliardär leitet den Medienkonzern Axel Springer. Vorstandmitglied von Netflix und der Warner Music Group.

Gerhard Zeiler*: Der Österreicher war CEO der RTL Group und Vorstandsmitglied des führenden deutschen Medienkonzerns Bertelsmann. Ist im Vorstand des amerikanischen Medienkonzerns Warner Bros Discovery.

Theo Sommer (1930–2022): Ein hoher Journalist in Deutschland. Mitglied der Trilateralen Kommission.

Tøger Seidenfaden (1957–2011): Ein hoher Journalist in Dänemark. Gehörte zur Führung der Trilateralen Kommission.

Matti Apunen: Ein hoher Journalist in Finnland.

Bill Moyers: Der amerikanische Journalist war Pressesprecher und Stabschef des Weissen Hauses sowie Vorstandsmitglied des CFR.

Fareed Zakaria*: Der amerikanische Journalist wurde in Indien geboren. Vorstandsmitglied des CFR.

Shepard Stone (1908–1990): Der amerikanische Journalist war im Zweiten Weltkrieg für den US-Geheimdienst tätig. Er leitete im Auftrag der einflussreichen Ford Foundation eine antikommunistische Organisation, die zuvor von der CIA finanziert und von einem Freund von Shepard Stone geleitet wurde. Dieser Freund hatte die Organisation im Auftrag der CIA gegründet. (Mehr dazu)

John Micklethwait*: Der Brite ist Chefredakteur von Bloomberg News und war Chefredakteur von The Economist. Arbeitete für die Chase Manhattan Bank, die eine der grössten Banken war. Queen Elizabeth verlieh ihm einen Orden.

Zanny Minton Beddoes*: Die Britin ist Chefredakteurin von The Economist. Sie ist die Tochter einer Deutschen und wurde 2017 Mitglied des Herausgeberrats der deutschen Zeitung Die Zeit. Sie war im Kuratorium des CEIP.

Andrew Knight: Der britische Journalist gehörte zur Führung des Medienimperiums von Rupert Murdoch. Andrew Knight arbeitete für die Schroders Bank. War im Vorstand der führenden Nachrichtenagentur Reuters sowie im Vorstand des Investmentsunternehmens von Baron Jacob Rothschild. Gehört zu den Governors der Ditchley Foundation. Besuchte den Bohemian Club.

Politiker:

José Manuel Barroso*: War Ministerpräsident von Portugal und Präsident der EU-Kommission. Danach wurde er Berater und Vorsitzender von Goldman Sachs International in London. Ist Berater des Chatham House, Vorsitzender der Gavi-Impfallianz und Agenda Contributor des WEF.

Romano Prodi: War Ministerpräsident von Italien und Präsident der EU-Kommission.

Mario Monti: War Ministerpräsident von Italien und EU-Kommissar sowie internationaler Berater von Goldman Sachs und Coca-Cola. Ist Ehrenvorsitzender der Trilateralen Kommission, Ehrenpräsident von Bruegel und Agenda Contributor des WEF.

Renato Ruggiero (1930–2013): Aussenminister von Italien. Vertrat das Land als Botschafter bei der EU. Chef der Welthandelsorganisation (WTO). Die britische Queen Elizabeth II., Papst Johannes Paul II. und der japanische Kaiser verliehen ihm Orden. Ruggiero war Vorsitzender des führenden italienischen Energiekonzerns Eni. Über seinen Vorstandsposten bei Fiat wird er die Agnelli Familie gekannt haben. Er war im internationalen Beirat des Beratungsunternehmens Booz Allen Hamilton, das Verbindungen zu den US-Geheimdiensten hat. Er gehörte zum Vorstand von Kissinger Associates (gegründet von Henry Kissinger). Ruggiero war in Europa ein wichtiger Vertreter der amerikanischen Grossbank Citigroup. Er war Mitglied der Trilateralen Kommission.

Francisco Pinto Balsemão: War Ministerpräsident von Portugal und Mitglied der Trilateralen Kommission. Ist ein Verwandter der portugiesischen Königsfamilie. Gründer und Vorsitzender von Impresa (der führende Medienkonzern Portugals).

Franz Vranitzky: War Bundeskanzler von Österreich. Besetzte hohe Posten bei österreichischen Banken. Arbeitete bei der Zentralbank.

Hannes Androsch: Der Unternehmer war Finanzminister und Vizekanzler von Österreich.

Peter Jankowitsch: War Aussenminister von Österreich und vertrat das Land bei der OECD.

Rudolf Scholten: Der Politiker ist im Vorstand der österreichischen Sektion des Club of Rome. Seine Mutter ist eine Gräfin aus der österreichischen Adelsfamilie Straten-Ponthoz.

George Mitchell: Der US-Senator war Präsident Obamas Sonderbeauftragter für den Nahen Osten. Nach der Aussage von Virginia Giuffre war Mitchell Mitglied des mit Jeffrey Epstein verbundenen Missbrauchsrings. Mitchell war Vorsitzender des Walt Disney-Konzerns sowie Vorsitzender von DLA Piper, einer der grössten Anwaltskanzleien der Welt. Er nahm mindestens einmal an einem Treffen von Le Cercle teil. Für kurze Zeit war er im Untersuchungsgremium, das die Hintergründe zu den Anschlägen am 11. September 2001 untersuchte. Er war der erste Vorsitzende der International Crisis Group, einer internationalen Denkfabrik, die sich auf globale Krisen konzentriert.

Nicholas Brady: Er war Finanzminister der USA, sass im Kuratorium der Rockefeller University, besuchte den Bohemian Club und ist Mitglied des CFR. In der Wirtschaft war er unter anderem Vorsitzender der einflussreichen Investmentbank Dillon, Read & Co. und Vorstandsmitglied des Lebensmittelkonzerns Heinz.

Kenneth Dam (1932–2022): Finanzminister und stellvertretender Aussenminister der USA. Vorstandsmitglied beim CFR und beim Aluminiumkonzern Alcoa.

Jon Corzine: War Gouverneur von New Jersey und Partner von Goldman Sachs.

Baron Kenneth Clarke: Besetzte Ministerposten in der britischen Regierung und wurde zum Baron geadelt. War stellvertretender Vorsitzender des führenden Tabakkonzerns British American Tobacco.

Baron Denis Healey (1917–2015): Ein geadelter Baron. Schatzkanzler und Verteidigungsminister von Grossbritannien. Stellvertretender Vorsitzender der Arbeiterpartei und Vorstandsmitglied der Fabian Society (eine einflussreiche linke Gesellschaft in Grossbritannien).

Hugh Gaitskell (1906–1963): Schatzkanzler von Grossbritannien und Vorsitzender der Arbeiterpartei.

Reginald Maudling (1917–1979): War unter anderem Innenminister, Schatzkanzler und Kolonialminister von Grossbritannien. Gehörte zum Vorstand der führenden britischen Investmentbank Kleinwort Benson.

Baron John Kerr: Der geadelte Politiker vertrat Grossbritannien als Botschafter in den USA und bei der EU. Er war Mitglied der Trilateralen Kommission, stellvertretender Vorsitzender des Öl- und Gaskonzerns Shell und Vorstandsmitglied des Bergbaukonzerns Rio Tinto. John Kerr ist Schotte. Er war stellvertretender Vorsitzender von ScottishPower, eines der grössten schottischen Unternehmen. Er sass im Vorstand der Scottish American Investment Company, die seit 1873 besteht. Ausserdem ist er ein Fellow der schottischen Royal Society und war stellvertretender Vorsitzender des „Carnegie Trust for the Universities of Scotland“.

Radosław Sikorski: Er wurde Ende 2023 Aussenminister von Polen. Zuvor war er über drei Jahre im EU-Parlament. Er gehörte zehn Jahre zum polnischen Parlament und war Verteidigungsminister. Er heiratete die bekannte amerikanische Journalistin Anne Applebaum.

Jens Hauge (1915–2006): Der Norweger gehörte im Zweiten Weltkrieg zur Führung der Milorg, der grössten norwegischen Widerstandsgruppe im Kampf gegen Nazideutschland. Hauge und die Milorg kooperierten dabei mit den britischen Geheimdiensten. Hauge soll für das OSS (Vorläufer der CIA) gearbeitet haben. Nach dem Krieg war er Verteidigungs- und Justizminister. Als Verteidigungsminister spielte er eine wichtige Rolle bei Norwegens Beitritt zur NATO und war am Aufbau der Stay-behind-Organisation in Norwegen beteiligt. Er war Mitgründer des norwegischen Ölkonzerns Statoil (heute Equinor) und wurde sein erster Vorsitzender.

Otto Grieg Tidemand (1921–2006): Norwegischer Verteidigungsminister und Minister für Handel und Schifffahrt. Vorstandsmitglied bei grossen norwegischen Unternehmen. Mitglied der Trilateralen Kommission.

Connie Hedegaard*: Sie war erst Umwelt- und Klimaministerin von Dänemark und danach EU-Kommissarin für Klimapolitik. Sie war im Vorstand von Nordex, eines der grössten Unternehmen der Windkraftindustrie. Hedegaard ist Mitglied des Club of Rome und Agenda Contributor des WEF.

Graf Jean-Charles Snoy et d’Oppuers (1907–1991): Der Adlige war Finanzminister von Belgien.

Hans-Jürgen Wischnewski (1922–2005): Deutschlands Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Weitere Wirtschaftsführer:

Peter Sutherland (1946–2018): Einer der mächtigsten Iren. Er gehörte zum Führungsgremium des WEF und war ein Mentor des WEF-Gründers Klaus Schwab. Sutherland war Chef der Welthandelsorganisation (WTO), Ehrenvorsitzender der Trilateralen Kommission, Vizevorsitzender des ERT, EU-Kommissar für Wettbewerb, UN-Sonderberichterstatter für Migration, Finanz- und Migrationsberater von Papst Franziskus sowie Generalstaatsanwalt von Irland. In der Wirtschaft war Sutherland Vorsitzender des Ölkonzerns BP sowie Vorsitzender von Goldman Sachs International. Er war Vorstandsmitglied bei weiteren Grosskonzernen aus verschiedenen Ländern. Er beriet die schwedische Bankiersfamilie Wallenberg und besetzte Vorstandsposten bei Unternehmen, die zum Imperium der Walllenbergs gehören. Sutherland sass im Vorstand der Holding der türkischen Milliardärsfamilie Koç. Die Familien Wallenberg und Koç sind wie gesagt beim Bilderberg-Treffen präsent.

Marcus Agius: Der Brite war Vorsitzender der Grossbank Barclays. War im Vorstand der Lazard Bank und des staatlichen Fernsehsenders BBC. Heiratete in die Rothschild Familie. Seine Tochter heiratete in einen Zweig der alten Bankiersfamilie Smith.

Kenneth Jacobs: Der Amerikaner leitete von 2009 bis 2024 die einflussreiche Lazard Bank. Mitglied des CFR. Kuratoriumsmitglied der Brookings Institution.

Marc Ladreit de Lacharriere: Der Milliardär kommt aus einer französischen Adelsfamilie. Er war grösster Anteilseigner der Ratingagentur Fitch Ratings. Er verkaufte seinen Anteil an die amerikanische Milliardärsfamilie Hearst. Er sass in Vorständen von französischen Grosskonzernen, unter anderem bei L’Oréal. Seine Frau Véronique Morali besetzt Vorstandsposten beim Medienkonzern Lagardère und bei der Bank Edmond de Rothschild.

André Lévy-Lang: Der Franzose war Chef der Grossbank Paribas und stellvertretender Vorsitzender der Rothschild Bank.

Patricia Barbizet*: Die Französin besetzte Vorstandsposten bei französischen Grosskonzernen, wo sie die Milliardärsfamilien Peugeot, Saadé, Pinault, Ricard und Bouygues kennenlernte. Über den Vorstand von ArcelorMittal kennt sie die indische Milliardärsfamilie Mittal. Ihr Mann war Manager bei Barclays. Sie war Mitglied der Trilateralen Kommission.

Valérie Baudson*: Die Französin leitet Amundi, den grössten französischen Vermögensverwalter, der ein Vermögen im Wert von über zwei Billionen US-Dollar verwaltet.

Christian Sewing*: Der Deutsche leitet die Deutsche Bank, die grösste Bank des Landes.

Josef Ackermann: Der Schweizer war Chef der Deutschen Bank, des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich sowie der Bank of Cyprus (die grösste Bank in Zypern). Gehörte zur Führung der Credit Suisse. War Mitglied der Group of Thirty, Vizevorsitzender des WEF und Vorsitzender des Institute of International Finance (IIF). Einige Quellen sagen, dass er Mitglied der Trilateralen Kommission war.

Thomas Enders: Der Deutsche leitete den führenden Flugzeughersteller Airbus und ist im Vorstand des Gaskonzerns Linde. War Vorsitzender der Atlantik Brücke und ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (die zwei wichtigsten transatlantischen Denkfabriken Deutschlands). Sitzt im internationalen Beirat des International Institute for Strategic Studies (eine der wichtigsten Denkfabriken Grossbritanniens). Ist im Beirat der Münchner Sicherheitskonferenz, zu dem auch Paul Achleitner gehört.

Paul Achleitner: Der Österreicher war und ist in Aufsichtsräten deutscher Grosskonzerne. Leitete die deutsche Niederlassung von Goldman Sachs. War für zehn Jahre Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Bank. Momentan leitet er den globalen Beirat der Deutschen Bank, zu dem der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt und der ehemalige CFR-Vorsitzende Richard Haass gehören. Paul Achleitner ist im internationalen Beirat des Beratungsunternehmens Hakluyt & Company, das von Mitarbeitern des britischen Geheimdienstes gegründet wurde. Zum internationalen Beirat gehören und gehörten Mitglieder von sehr einflussreichen Familien. Achleitners Frau Ann-Kristin besetzte Vorstandsposten bei grossen europäischen Unternehmen, ist Mitglied der Trilateralen Kommission, engagiert sich beim WEF und sitzt im Vorstand der Lazard Bank.

Klaus Kleinfeld: Der Deutsche leitete den Mischkonzern Siemens und war im Aufsichtsrat des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer. In den USA besetzte er Vorstandsposten bei den Grossbanken Morgan Stanley und Citigroup sowie beim IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise. War CEO des Aluminiumkonzerns Alcoa. Dient dem saudischen Kronprinzen als Wirtschaftsberater. War Vorsitzender des US–Russia Business Council, ein Verband, der amerikanische Unternehmen vertrat, die Geschäfte in Russland machten. Inzwischen wurde der Verband offenbar wegen des Krieges aufgelöst. Klaus Kleinfeld gehörte zum Führungsgremium des WEF, ist Mitglied des CFR und war im Kuratorium der Brookings Institution.

Jürgen Schrempp: Der Deutsche leitete den Daimler-Konzern.

Hilmar Kopper (1935–2021): Der Deutsche besetzte Vorstandsposten bei europäischen Grosskonzernen. Aufsichtsvorsitzender des Daimler-Konzerns. Mitglied der Atlantik-Brücke. Seine Frau Brigitte Seebacher war zuvor mit dem Bundeskanzler Willy Brandt verheiratet.

Franco Bernabè: Ein hoher Manager in Italien. War Vizevorsitzender des Europageschäfts der Rothschild Bank. War Mitglied des ERT und des internationalen Beirats des CFR.

Marco Alverà*: Der Italiener besetzte hohe Positionen bei den grössten Energieunternehmen Italiens und sass im Vorstand des russischen Ölkonzerns Gazprom Neft. Ist im Vorstand von S&P Global und gehört zum CFR. Begann seine Karriere bei Goldman Sachs.

Thomas Leysen*: Ein führender Manager in Belgien. Mitglied des ERT und der Trilateralen Kommission. War Vorsitzender der König Baudouin-Stiftung. Die Stiftung wurde von der Königsfamilie gegründet.

William Edmund Clark: Der Kanadier war Chef der TD Bank, einer der grössten Banken des Landes. War im Vorstand der führenden Nachrichtenagentur Reuters. Ist im Kuratorium der Brookings Institution.

Heather Reisman: Die kanadische Geschäftsfrau heiratete den Milliardär Gerry Schwartz.

James Johnson (1943–2020): Der Amerikaner besetzte Vorstandsposten bei Grosskonzernen in den USA. Chef der grössten Hypothekenbank Fannie Mae. Vorstandsmitglied von Goldman Sachs. Vorsitzender der Brookings Institution. Kuratoriumsmitglied des CEIP. Mitglied des CFR und der Trilateralen Kommission.

Mellody Hobson*: Die Amerikanerin war unter anderem Vorsitzende von Starbucks und des Filmunternehmens DreamWorks. Gehörte zum Vorstand von Estée Lauder. Ist im Vorstand von JP Morgan Chase. War im Kuratorium der Rockefeller Foundation. Mitglied des CFR und der Trilateralen Kommission.

Vernon Jordan (1935–2021): Er galt als einer der bestvernetzten Afroamerikaner. Hatte ein gutes Verhältnis zum US-Präsidenten Bill Clinton. Vorstandsmitglied bei amerikanischen Grosskonzernen. Partner der Lazard Bank und Kurator der Ford Foundation. Mitglied des CFR und der Trilateralen Kommission. Mitglied bei amerikanischen Eliteclubs, darunter beim Bohemian Club.

John Whitehead (1922–2015): Der Amerikaner war zusammen mit John Weinberg Vorsitzender von Goldman Sachs. Vorsitzender der New Yorker Abteilung der FED und Vorsitzender von AEA Investors (wurde von den Familien RockefellerMellonWarburg und Harriman gegründet). Vorstandsmitglied der New Yorker Börse. Stellvertretender Aussenminister. Vorsitzender der Brookings Institution und der Andrew Mellon Foundation. Mitglied des CFR und der Trilateralen Kommission. Kurator der Rockefeller University.

Frank Cary (1920–2006): Der Amerikaner war unter anderem Chef des IT-Konzerns IBM und Vorstandsmitglied von JP Morgan.

Louis Gerstner: Der Amerikaner war Vorsitzender von IBM und der Carlyle Group sowie Vorstandsmitglied bei weiteren wichtigen Unternehmen in den USA. Wurde von der britischen Queen zum Ritter ernannt. War im Vorstand des CFR.

Marina von Neumann Whitman: Die Amerikanerin war im Vorstand des CFR und besetzte Vorstandsposten bei Grosskonzernen.

Michael O’Leary*: Der Ire ist ehemaliger Milliardär und CEO der Fluggesellschaft Ryanair.

Dimitri Papalexopoulos*: Der Grieche ist Vorsitzender des Zementunternehmens TITAN und war Vizevorsitzender des ERT.

David George: Ein hoher Manager in Griechenland. Er hatte in Schottland studiert und erhielt einen britischen Ritterorden für seine Verdienste um die britisch-griechischen Beziehungen auf dem Gebiet der Bildung.

Paul Rijkens (1888–1965): Der Niederländer gehörte zum Gründerkreis der Bilderberg-Treffen. Vorsitzender des Lebensmittelkonzerns Unilever.

Rolly van Rappard*: Ein niederländischer Private-Equity-Milliardär.

Jorma Ollila: Einer der mächtigsten Wirtschaftsführer Finnlands. War Vorsitzender von Nokia und Shell. Ist im Vorstand von Perella Weinberg Partners. Gehörte zum Vorstand von Ford. Ist Agenda Contributor des WEF. War Vorsitzender des ERT.

Egil Myklebust: Der Norweger leitete den Aluminiumkonzern Norsk Hydro, eines der grössten norwegischen Unternehmen.

Leif Høegh (1896–1974): Ein norwegischer Reeder. Sein Sohn Westye gehörte auch zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.

Niels Werring (1897–1990): Der Norweger heiratete in die Gründerfamilie des Schifffahrtskonzerns Wilh Wilhelmsen und gehörte zur Führung des Unternehmens.

Anders Eldrup: Der Däne leitete den Energiekonzern Ørsted (DONG Energy), eines der grössten dänischen Unternehmen.

Daniel Vasella: Der Schweizer leitete den Pharmakonzern Novartis. Besetzt Vorstandsposten bei Pepsi und beim Finanzkonzern American Express. War im Kuratorium des CEIP.

Alex Krauer (1931–2021): Der Schweizer war Präsident von Novartis und der Grossbank UBS.

David de Pury (19432000): Der Wirtschaftsführer kam aus einer Schweizer Adelsfamilie.

André Kudelski: Er kommt aus einer Schweizer Unternehmerfamilie. War im Vorstand von Nestlé und der HSBC Private Banking Holdings. Ist im Vorstand des führenden französischen Werbeunternehmens Publicis, zu dessen Vorstand auch die Bilderberg-Chefin Marie-Josée Kravis gehört. Über den Vorstand von Dassault Systèmes wird Kudelski die französische Milliardärsfamilie Dassault kennengelernt haben.

Walter Boveri (1894–1972): Ein einflussreicher Unternehmer in der Schweiz.

Sonstige:

Markgraf Gian Gaspare Cittadini Cesi (1907–1984): Ein italienischer Adliger.

Jessica Mathews: Die Amerikanerin war fast zwanzig Jahre lang Präsidentin des CEIP. War Mitglied der Trilateralen Kommission. Mitglied des CFR. War im Kuratorium der Brookings Institution, der Rockefeller Foundation und des Rockefeller Brothers Fund. Ihr Grossvater Maurice Wertheim gründete die Investmentbank Wertheim & Co. und heiratete eine Schwester des Finanzministers Henry Morgenthau.

Thomas Donilon: Nationaler Sicherheitsberater von Barack Obama. Sein Bruder Mike Donilon war einer der wichtigsten Berater von Präsident Joe Biden. Thomas Donilon führt eine Ehe mit Catherine Russell, die als Stabschefin von Joe Bidens Frau Jill fungierte. Momentan ist Catherine Chefin von UNICEF. Thomas Donilon ist Vorsitzender des BlackRock Investment Institute. Er ist Mitglied des CFR und der Trilateralen Kommission sowie Kuratoriumsmitglied der Brookings Institution.

Richard Holbrooke (1941–2010): Ein führender Diplomat der USA. Diente unter anderem als Botschafter in Deutschland und bei den Vereinten Nationen. Vorstandsmitglied des CFR.

George Ball (1909–1994): US-Botschafter bei den Vereinten Nationen und Senior Partner bei der Investmentbank Lehman Brothers. Besuchte den Bohemian Club.

Winston Lord: Er war US-Botschafter in China, Präsident des CFR und Mitglied bei Skull and Bones.

Robert Murphy (1894–1978): US-Botschafter in Belgien und Japan sowie Geheimdienstberater des Präsidenten.

Rozanne Ridgway: Sie war US-Botschafterin in der DDR und Finnland. Mitglied des CFR. Leitete den Atlantic Council, eine einflussreiche Denkfabrik. War in Unternehmensvorständen, unter anderem bei Boeing.

Allan Hubbard: Er war Chefberater von US-Präsident George W. Bush in wirtschaftlichen Fragen.

Gabriel Hauge (1914–1981): Der Banker war ein Assistent von US-Präsident Dwight D. Eisenhower. Vorstandsmitglied und Schatzmeister des CFR.

Arthur Dean (1898–1987): Ein Anwalt von der Wall Street. Er war ein Anwaltspartner von John Foster Dulles (Aussenminister und Bruder des CIA-Chefs Allen Dulles). Er beriet US-Präsidenten und den Ölkonzern Exxon. Vorstandsmitglied des CFR.

Baron Oliver Franks (1905–1992): Ein geadelter Baron. Britischer Botschafter in den USA. Vorsitzender der Lloyds Bank sowie Vorsitzender des Wellcome Trust (eine der reichsten Stiftungen).

Ulrik Federspiel: Er war Dänemarks Botschafter in den USA und Irland.

Thierry de Montbrial: Der Franzose ist Gründer und Präsident des Französischen Instituts für internationale Beziehungen sowie auch Gründer und Präsident der World Policy Conference, ein internationales Elitentreffen. Er besuchte die Trilaterale Kommission.

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Ergänzungen 3

Ich habe den Beitrag zur Johnson Familie überarbeitet. Sie ist die Gründerfamilie des führenden Pharmakonzerns Johnson & Johnson. Der Milliardär Woody Johnson ist ein langjähriger Freund von Donald Trump und war sein Botschafter in Grossbritannien.

Elizabeth „Libet“ Ross Johnson, die 2017 verstarb, war die Schwester von Woody Johnson. Elizabeth kannte den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Epstein war 1998 Mitverwalter von vierzehn Immobilien im Dutchess County im Bundesstaat New York. Diese Immobilien gehörten Elizabeth Johnson. Was bisher offenbar übersehen wurde, ist, dass Elizabeth Johnson zu dieser Zeit eine Liebesbeziehung mit dem Star-Friseur Frederic Fekkai hatte. Laut der eidesstattlichen Erklärung von Johanna Sjoberg wollte Epstein „Girls“ für Frederic Fekkai beschaffen. Dabei ist unklar, ob mit Girls junge Frauen oder Minderjährige gemeint waren. Fekkai flog mindestens zweimal in Epsteins Privatflugzeug, nämlich im Jahr 2000 und 2002. Beim Flug waren Ghislaine Maxwell und Jean-Luc Brunel dabei, die zu Epsteins Missbrauchsring gehörten. Fekkai war der Friseur von Hillary Clinton. Zu seinen Kunden zählten berühmte Hollywoodstars.

Eines von Elizabeth Johnsons Häusern im Dutchess County (die wie gesagt von Epstein mitverwaltet wurden) war eine Farm, wo sie legendäre Halloween-Partys veranstaltete. Die Partys wurden von Stars und einflussreichen Personen, wie David Rockefeller und Bobby Kennedy Jr., besucht.

Bei meiner Recherche bin ich zufälligerweise auf eine Verbindung gestossen, die bisher von den Medien, aber auch von den Verschwörungstheoretikern, übersehen wurde.

Elizabeth Johnson adoptierte ein Waisenkind aus Kambodscha, obwohl es damals in den USA verboten war, Kinder aus Kambodscha zu adoptieren. Sie besuchte Kambodscha regelmässig. Mitte der 2000er-Jahre half sie dem Kambodschaner Arun Sothea bei der Gründung eines Waisenhauses im von Armut geplagten Kambodscha, wo es viele Waisenkinder gibt. Das Waisenhaus trägt den Namen Sovann Komar. Arun Sothea sagte: „Ich liebe die Waisen, weil ich selbst ein Waisenkind war. Ich weiss, was die Kinder brauchen: Liebe.“ Inzwischen weiss man, dass Arun Sothea ein Kinderschänder ist. Er vergewaltigte Kinder aus dem Waisenhaus Sovann Komar. Im Juli 2024 wurde Sothea in Abwesenheit zu 22 Jahren Gefängnis wegen Kindesmissbrauch verurteilt. Er ist auf der Flucht. Die Polizei wird kritisiert, dass sie ihn nicht festgenommen hatte, wie erst vor wenigen Tagen berichtet wurde. Eine Person, die mit dem Fall vertraut ist, sagte: „Wir sind entsetzt über das Verhalten und die Inkompetenz der Polizei, die es nicht schafft, die verurteilten Kriminellen festzunehmen. Wir haben den Innenminister aufgefordert, Massnahmen zu ergreifen, und leider sind viele Monate vergangen, ohne dass den Kindern von Sovann Komar Gerechtigkeit widerfahren ist. Die einzige Antwort der Polizei war, dass der Angeklagte, Sothea Arun, nach Thailand geflohen sei, aber sie konnte kein Datum seiner Abreise nennen.“ Weitere Mitarbeiter des Kinderheims stehen im Verdacht, sich am Missbrauch beteiligt zu haben. Die Wachleute des Heimes wurden entlassen. Arun Sothea besass hunderttausende US-Dollar. Bei einer Transaktion erhielt er über vierhunderttausend Dollar. Ich könnte mir vorstellen, dass er von einem Pädophilennetzwerk bezahlt wurde. Er hat noch weitere Kinderheime in Kambodscha eröffnet. Die Johnson Familie ist derzeit immer noch der grösste Unterstützer des Kinderheims Sovann Komar. In den kambodschanischen Medien wurde über diesen Fall geschrieben. In den USA haben es die Medien offenbar nicht mitbekommen, denn ich fand im Internet keine amerikanischen Medienberichte dazu.

Der pädophile Heimleiter Arun Sothea erhielt bei seiner Arbeit in Kambodscha auch Unterstützung von mehreren jüdischen Hilfsorganisationen aus den USA, was aber nicht zwingend was zu bedeuten hat. Durch den Epstein-Skandal kam der Verdacht auf, dass mehrere Personen aus der amerikanisch-jüdischen Elite sich an der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger beteiligt haben. Viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass Epstein im Auftrag des Mossad nichtjüdische Personen aus der Elite erpressbar machte. Ich denke auch, dass Epstein mit dem Mossad zusammenarbeitete. Allerdings wird oft übersehen, dass sich bei dieser Geschichte vor allem die jüdische Elite erpressbar gemacht hat, da viele der Verdächtigten im Epstein-Fall jüdisch sind. Der ehemalige israelische Premierminister Ehud Barak traf sich etwa 30-mal mit Epstein und flog mit seinem Privatjet. Mal angenommen, er hätte sich was zu schulden kommen lassen, dann wäre Israel auch kompromittierbar. Ich vermute, dass durch den Epstein-Fall nichtjüdische Eliten nun ein Druckmittel haben, das sie gegen jüdische Eliten einsetzen können, wenn es notwendig ist. Wenn weitere Details zum Epstein-Fall ans Tageslicht kommen, würde dies antisemitische Gefühle in der Bevölkerung hervorrufen. Jüdische Eliten haben ohnehin mit ihrem schlechten Image zu kämpfen. Personen aus den jüdischen Eliten und der Mossad wissen wiederum belastende Dinge über nichtjüdische Eliten. Ich glaube daher, dass die sich alle gegenseitig kompromittierbar machen, wodurch ein Gleichgewicht der Macht entsteht. Hierzu ein Beispiel: Epsteins Freund Prinz Andrew weiss viel Belastendes über einflussreiche Juden, die wiederum Belastendes über den britischen Adel wissen. Also darf keine der beiden Seiten der anderen Schaden und sie müssen sich gegenseitig schützen.

Casey Johnson war die Nichte von Elizabeth Johnson. Casey starb 2010 an einer Überdosis Medikamente. Sie hatte vor ihrem Tod einen Streit mit ihrer Tante, weil sie glaubte, dass ihr Freund John Dee etwas „unkoscheres“ mit Elizabeth Johnson am Laufen hat. John Dee, Casey und Elizabeth Johnson besuchten 2010 das Kinderheim Sovann Komar in Kambodscha (das wie gesagt von einem Pädophilen geleitet wurde). John Dee ist ein Musik-Manager. Er hatte mit der Metal-Band Megadeth zu tun. Ein Mitglied der Band wurde 2021 vorgeworfen, dass er sich über das Internet an eine Minderjährige heranmachte. John Dee ist ein Cousin des Fernsehmoderators Anderson Cooper. Cooper kommt mütterlicherseits aus der einflussreichen Vanderbilt Familie.

Casey Johnson adoptierte 2007 ein Kind aus Kasachstan. Ihre Freundin Nicky Hilton (heiratete in die Rothschild Familie) wurde die Patentante.

Mary Johnson (1926–1990), ein Mitglied der Jonsohn Familie, behauptete, dass sie im Kindes- und Teenageralter von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde. Sie beschuldigte ihren zweiten Ehemann Vincent D’Arc, dass er seinen homosexuellen Liebhaber dazu anstiften wollte, sie zu ermorden. Mary heiratete in dritter Ehe den Filmproduzenten Martin Richards. Obwohl Martin Richards ein bekennender Homosexueller war, wollte er trotzdem eine Ehe mit ihr führen. Er arbeitete mit dem erfolgreichen Filmemacher Stanley Kubrick* zusammen. Richards gründete das New York Center for Children, das Kinder betreut, die Opfer von sexuellem Missbrauch wurden. Der Nachrichtendienst Law360 schrieb 2024, dass Mary Johnsons Söhnen vorgeworfen wird, dass sie ihre minderjährige Stiefschwester sexuell missbraucht hatten. Ich finde im Internet keine Medienberichte dazu.

* Kubrick schuf den Film Eyes Wide Shut, der für Verschwörungstheoretiker interessant sein kann. In dem Film nehmen Personen aus der Elite an einer Orgie teil.

An dieser Stelle möchte ich noch sagen, dass für alle Personen die Unschuldsvermutung gilt. Es ist auch nicht meine Absicht, die Johnson Familie schlecht zu machen. Selbst wenn ein paar Familienmitglieder pädophile Straftäter sind, bedeutet das nicht, dass die ganze Familie in solche Dinge involviert ist.

Falls jemand aus diesem Pädophilennetzwerk diesen Text liest, muss er sich keine Sorgen machen, dass ich eine Bedrohung darstellen könnte. Ich verspreche euch, dass ich keine noch lebende Pädophile aus der Elite belasten werde, ausser wenn die Person bereits in den Medien als möglicher Pädophiler genannt wurde. Ich bin ja nicht lebensmüde.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Rogers, Shaw und Tory Familie

Die Familien Rogers, Shaw und Tory sind drei befreundete Familien in Kanada. Sie sind Geschäftsleute im Bereich Medien und Telekommunikation.

Die Rogers Familie gehört zu den reichsten Kanadiern. 2024 wurde ihr Vermögen auf 12,4 Milliarden CAD geschätzt. Dies entspricht derzeit 8,6 Milliarden US-Dollar. Das Vermögen von JR Shaw wurde 2012 auf 1,5 Milliarden CAD geschätzt.

Rogers Communications

Die Rogers Familie besitzt 100 Prozent der Stimmrechte von Rogers Communications. Rogers Communications gehört zu den grössten kanadischen Familienunternehmen. Es ist einer der grössten Anbieter für Mobilfunk, Internet und Kabelfernsehen in Kanada. Nach eigenen Angaben verfügt es über das grösste 5G-Netz des Landes. In Kanada werden über 90 Prozent des Marktes für Telekommunikation von drei Unternehmen kontrolliert, die jeweils etwa 30 Prozent des Marktes beherrschen.

Zum Rogers-Konzern gehört die Rogers Bank, ein Finanzdienstleister. Die Tochterfirma Rogers Media besitzt mehrere Fernsehsender in Kanada, darunter den vielgesehenen Sender City TV. Rogers Media erreicht über das Fernsehen nach eigenen Angaben bis 18 Millionen Kanadier, also fast die Hälfte der Bevölkerung. Rogers hält über die Hälfte der Anteile am Fernsehsender CPAC. Rogers ist einer der wichtigsten Besitzer von kanadischen Fernsehsendern. Momentan besitzt Rogers Media 56 Radiosender, die monatlich über die Hälfte der kanadischen Bevölkerung erreichen.

Edward Rogers ist zurzeit Vorsitzender des Rogers-Konzerns. Lisa Rogers sitzt ebenfalls im Vorstand. Das Vorstandmitglied David Robinson gehört auch zur Rogers Familie.

Der Rogers-Konzern kontrolliert mit einem Anteil von 75 Prozent „Maple Leaf Sports & Entertainment“. Das Unternehmen besitzt mehrere professionelle Sportteams in Kanada. Derzeit ist Edward Rogers im Vorstand des Unternehmens, zusammen mit dem kanadischen Milliardär Larry Tanenbaum.

Shaw Familie

Der Rogers-Konzern übernahm 2023 Shaw Communications, ebenfalls eines der grössten kanadischen Telekommunikationsunternehmen. Es wurde von der Shaw Familie kontrolliert. Die Gründer der beiden Unternehmen, Ted Rogers und JR Shaw, waren befreundet und machten manchmal gemeinsam Geschäfte. Ihre Söhne Edward Rogers und Bradley Shaw kennen sich seit ihrer Kindheit. Die Söhne sind derzeit im Vorstand des Rogers-Konzerns.

Die Kartellbehörde wollte gegen den Zusammenschluss von Rogers und Shaw Communications vorgehen, konnte es aber nicht verhindern. Um die Kartellklage zu umgehen, verkaufte Shaw einen Teil seines Geschäfts an das Medien- und Telekommunikationsunternehmen Quebecor. Quebecor wird von der Milliardärsfamilie Péladeau kontrolliert. Pierre Karl Péladeau kennt die Rogers Familie. Er sagte, dass er „die höchste Wertschätzung für die Familie Rogers“ hat.

Shaw Communications wurde 1966 von JR Shaw (1934–2020) gegründet, der dadurch Milliardär wurde. Er trat 1998 dem Vorstand des Erdölkonzerns Suncor Energy bei. Von 2001 bis 2007 war er Vorsitzender von Suncor Energy. Suncor Energy ist eines der grössten kanadischen Unternehmen. Es ist eines der führenden Unternehmen bei der Förderung von Öl aus Ölsanden. Kanada hat riesige Ölsandvorkommen und ist das Land mit den drittgrössten Ölreserven. Inzwischen ist Kanada der mit Abstand grösste Öllieferant der USA.

JR Shaw gründete 1999 das Medienunternehmen Corus Entertainment. Corus Entertainment ist eines der wichtigsten Medienunternehmen des Landes. Es besitzt Fernseh- und Radiosender, darunter Global TV, einen der meistgesehenen Sender des Landes.

85 Prozent der Stimmrechte an Corus Entertainment gehören der Shaw Familie. Heather Shaw ist seit 1999 Vorsitzende von Corus Entertainment. Julie Shaw ist seit 2008 stellvertretende Vorsitzende. Heather und Julie sind die Töchter von JR Shaw.

JR Shaw war mit dem Politiker Donald Mazankowski befreundet. Dieser war von 1986 bis 1993 stellvertretender Premierminister von Kanada und ab 1991 auch Finanzminister. Zudem war er Verkehrsminister gewesen. Nachdem er die Politik verlassen hatte, besetzte er viele Vorstandsposten in der kanadischen Wirtschaft, unter anderem bei Shaw Communications. Er war im Vorstand von Weyerhaeuser. Der US-amerikanische Konzern ist das grösste Forstunternehmen Nordamerikas. Weyerhaeuser bewirtschaftet Millionen von Hektar Wald in Kanada im Auftrag des Staates, der einen Grossteil der Wälder besitzt. Donald Mazankowski sass im Vorstand der Power Corporation of Canada. Der Finanzkonzern wird von der Milliardärsfamilie Desmarais kontrolliert, der vielleicht bestvernetzten Familie der kanadischen Elite. Sie verfügt über ein internationales Netzwerk, das einflussreiche Personen aus vielen Ländern beinhaltet, darunter Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas.

JR Shaw erhielt 2003 den Order of Canada. Der Orden wurde von der Generalgouverneurin Adrienne Clarkson überreicht. Der Order of Canada ist die höchste kanadische Auszeichnung und wird vom Generalgouverneur verliehen. Der britische Monarch ist der Souverän des Order of Canada und der Generalgouverneur vertritt den Monarchen in Kanada. Der Monarch ist noch immer das Staatsoberhaupt von Kanada. Kanada war früher eine britische Kolonie und gehört bis heute zu den Commonwealth-Staaten, die eng mit Grossbritannien verbunden sind. Der Posten des Generalgouverneurs wird von Personen besetzt, die Befürworter der kanadisch-britischen Freundschaft sind.

Der oben erwähnte Politiker Donald Mazankowski war Präsident des Privy Council für Kanada. Dieses Gremium berät den Monarchen in Fragen, die Kanada betreffen.

Rogers Familie

Edward „Ted“ Rogers (1933–2008) erhielt 1990 ebenfalls den Order of Canada. Er hatte den Rogers-Konzern gegründet und aufgebaut. Seine Frau Loretta war auch Mitgründerin und sass für viele Jahre im Vorstand. Ted Rogers und Loretta hielten ihre Hochzeit 1963 in der St. Margaret’s Church in London ab, einer wichtigen anglikanischen Kirche. Lorettas Vater war der britische Politiker John „Jack“ Roland Robinson, der von der Queen den erblichen Adelstitel eines Barons erhielt und in den Privy Council (Geheimrat des Monarchen) berufen wurde. Robinson war von 1964 bis 1972 Gouverneur von Bermuda. Der Gouverneur vertritt den britischen Monarchen, der bis heute das Staatsoberhaupt von Bermuda ist. Robinsons Frau, die Schwiegermutter von Ted Rogers, war eine US-Amerikanerin, die zu den Erben des Woolworth-Einzelhändlers gehörte. Woolworth zählte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den grössten Unternehmen der USA.

Neben der Rogers Familie gibt es noch weitere Familien in den englischsprachigen Eliten Kanadas, die enge Verbindungen nach Grossbritannien haben, während einige der französischsprachigen Elitefamilien mit der Elite Frankreichs vernetzt sind. Die reichste kanadische Familie ist die Thomson Familie, die den britischen Titel eines Barons besitzt. Die einflussreiche Molson Familie heiratete in den britischen Adel und Hugh Molson wurde zum Baron geadelt. Die Weston Familie, eine der reichsten kanadischen Familien, heiratete gleich mehrfach in den britischen Adel und ist mit der Königsfamilie befreundet. Die Westons würde ich sogar als vollwertige Mitglieder der britischen Elite einstufen. Sie kontrollieren den britischen Lebensmittelkonzern ABF.

Übrigens: Im März 2025 wurde Mark Carney zum neuen Premierminister Kanadas. Er war von 2013 bis 2020 Chef der britischen Zentralbank. Daher wird er vermutlich Personen aus der britischen Finanzelite kennen. Seine Frau Diana ist Engländerin. Dianas Schwester Tania heiratete Robin Cayzer, den 3. Baron Rotherwick. Als Premierminister musste Mark Carney dem britischen Monarchen seine Treue schwören. Der kanadische Premierminister ist zur Verschwiegenheit verpflichtet, wenn es um den Austausch mit dem König geht. In der kanadischen Verfassung ist festgelegt, dass auch die Mitglieder des Parlaments einen Eid auf den britischen Monarchen ablegen müssen. Sie müssen auch seinen Nachkommen und Erben die Treue schwören. Wer die kanadische Staatsbürgerschaft bekommen will, muss ebenfalls einen Eid auf den König ablegen. Nach Angaben von Wikipedia legen in einigen kanadischen Provinzen auch hohe Richter und viele Beamte einen Eid auf den König ab.

Ted Rogers war ein Geschäftspartner des kanadischen Geschäftsmanns Philippe de Gaspe Beaubien. Dieser gründete das Medienunternehmen Telemedia. Teile des Unternehmens gehören heute zum Rogers-Konzern.

Auf der Beerdigung von Ted Rogers waren einflussreiche Kanadier:

  • Mitglieder der Milliardärsfamilie Weston.
  • Der ehemalige Milliardär Mike Lazaridis.
  • Die Premierminister Stephen Harper, Brian Mulroney und John Turner. Letzterer wurde in England geboren und war väterlicherseits britisch. 2016 leakten Hacker E-Mails, die aufzeigten, dass Stephen Harper den geheimnisvollen Bohemian Club in den USA besuchte.
  • David Miller. Er war Bürgermeister von Toronto und Chef der kanadischen Sektion des WWF. Er ist der Sohn eines US-Amerikaners und einer Engländerin.
  • David Peterson und Mike Harris. Die beiden waren Premierminister der Provinz Ontario.
  • Frank McKenna. Er war Premierminister der Provinz New Brunswick und Botschafter in den USA.

Ted Rogers’ Vater Edward (1900–1939) war ein Pionier des kanadischen Radios. Edwards Vater Albert (1860–1932) war wie seine Vorfahren Mitglied der kanadischen Quäker (Society of Friends). Albert sass im Vorstand des kanadischen Erdölunternehmens Imperial Oil. Die Rogers Familie hatte 1877 ein Ölunternehmen gegründet, das später Teil von Imperial Oil wurde. Seit 1898 wurde Imperial Oil vom US-amerikanischen Ölkonzern Standard Oil der Rockefeller Familie kontrolliert. Der heutige Ölkonzern ExxonMobil, ein Nachfolger von Standard Oil, besitzt noch immer die Mehrheit der Anteile an Imperial Oil. Imperial Oil ist bis heute eines der grössten kanadischen Unternehmen.

Elias Rogers (1850–1920) gehörte zur Rogers Familie. Er baute eine grosse Kohlefirma auf. Er besetzte Vorstandsposten bei vielen Unternehmen, darunter bei der „Dominion Steel and Coal Corporation“ (war damals eines der grössten Unternehmen Kanadas) und bei der Imperial Bank. Sie ist einer der beiden Hauptvorläufer der CIBC, einer der grössten kanadischen Banken.

Tory Familie

Derzeit zählt John Tory zum Vorstand des Rogers-Konzerns zusammen mit Mitgliedern der Familien Rogers und Shaw. John Tory war von 2014 bis 2023 Bürgermeister der Grossstadt Toronto. Die Rogers Familie gehört zur Elite Torontos. Die Familien Rogers und Tory pflegen schon seit den 50er-Jahren ein enges Verhältnis. Nach seiner Amtszeit als Bürgermeister von Toronto trat John Tory dem Vorstand von Rogers bei. Er hatte bereits in den vier Jahren vor seiner Amtszeit dem Vorstand angehört. Im Frühjahr 2024 besass er Aktien des Rogers-Konzerns im Wert von 15 Millionen Kanadischen Dollar. Zudem sass er im Vorstand des kanadischen Einzelhandelskonzerns Metro. Er war Partner von Torys LLP, einer der führenden kanadischen Anwaltskanzleien. Sein gleichnamiger Grossvater hatte die Kanzlei 1941 gegründet. Der Vater von Bürgermeister Tory, der ebenfalls John Tory hiess, leitete die Kanzlei weiter und war jahrzehntelang im Vorstand des Rogers-Konzerns. Ted Rogers arbeitete bei der Anwaltskanzlei von Tory, bevor er sein Telekommunikationsunternehmen gründete. Der Vater von Bürgermeister Tory hatte viele Jahre engen Kontakt zur Thomson Familie, der reichsten Familien Kanadas. Er war Präsident ihrer Familienholding und stellvertretender Vorsitzender ihres Unternehmens. Die Tory Familie hatte ein gutes Verhältnis zum 2024 verstorbenen Brian Mulroney, der kanadischer Premierminister war. Mulroney war auch ein Freund der Milliardärsfamilie Péladeau. Er war von 2014 bis 2024 Vorsitzender des Konzerns der Péladeau Familie.

Eine ganze Reihe an kanadischen Politikern haben sehr enge Kontakte zur Wirtschaftselite. Jean Chrétien, der von 1993 bis 2003 Premierminister war, hat eine Tochter, die in die Milliardärsfamilie Desmarais heiratete.

James Tory (1862–1944) war Vizegouverneur der Provinz Nova Scotia. Die Vizegouverneure vertreten den britischen Monarchen in den kanadischen Provinzen. Sein Bruder John Tory (1869–1950) besetzte eine leitende Position beim Versicherungsunternehmen Sun Life, das heute zu den grössten kanadischen Unternehmen gehört. John Torys gleichnamiger Sohn gründete die Anwaltskanzlei Torys LLP. James und John waren die Brüder von Henry Tory (1864–1947). Dieser war der erste Präsident der Khaki University, der Carleton University und der University of Alberta. Letztere zählt zu den führenden Universitäten Kanadas. Eine der wichtigsten Universitäten des Landes ist die University of British Columbia. Henry Tory gehörte zu ihren Gründern. Zudem war Henry Tory Präsident der Royal Society von Kanada*, einer Gelehrtengesellschaft. Er hatte ein gutes Verhältnis zu Alexander Cameron Rutherford, welcher der Hauptgründer der University of Alberta war und ihr Kanzler wurde. Rutherford war der erste Premierminister der Provinz Alberta. Er trat den Freimaurern bei.

* Die Royal Society von Kanada wurde 1882 vom schottischen Herzog John Campbell gegründet, der Generalgouverneur von Kanada (Repräsentant des Monarchen) war. Der Herzog war das Oberhaupt des schottischen Clans Campbell, der hohe Freimaurer hervorbrachte. Der in Schottland geborene Sandford Fleming war Gründungsmitglied der kanadischen Royal Society und einer ihrer frühen Präsidenten. Sandford Fleming gehörte den Freimaurern an.

Übrigens: Die kanadischen Freimaurer waren von Anfang an mit der britischen Freimaurerei verbunden, wie es bei vielen Commonwealth-Staaten der Fall ist. Von den 37 Gründervätern Kanadas, bekannt als Väter der Konföderation, gehörten elf zu den Freimaurern. Die Gründer der kanadischen Unternehmerdynastien Molson, Thomson und Bronfman waren Freimaurer. Viele Vizegouverneure und Premierminister von kanadischen Provinzen gehörten den Freimaurern an. Ontario und British Columbia hatten jeweils über zehn Premierminister, die Freimaurer waren. Jeweils mindestens neun Vizegouverneure der beiden Provinzen waren Freimaurer. Mindestens sechs Premierminister von Kanada waren Mitglied der Bruderschaft, darunter der erste Premierminister John Macdonald. John Macdonald wurde in Schottland geboren. Auch der zweite Premierminister Alexander Mackenzie kam in Schottland zur Welt. Macdonalds Mutter hatte den Familiennamen Shaw. Mackenzies Mutter trug die Namen Stewart und Fleming. Macdonald, Mackenzie, Shaw, Stewart und Fleming sind Namen schottischer Clans. Die oben erwähnten Freimaurer Sandford Fleming und Alexander Cameron Rutherford stammten dem Namen nach vielleicht aus schottischen Clans. Die Freimaurerei entstand höchstwahrscheinlich in Schottland und ist dort seit Jahrhunderten mit den Clans verbunden.

Die Webseite der Clan Mackenzie Society von Kanada schreibt, dass die Premierminister Alexander Mackenzie und William Lyon Mackenzie King aus dem Clan stammten. Williams Grossvater, welcher der erste Bürgermeister von Toronto war, wurde in Schottland in den Clan geboren. William arbeitete für die Rockefeller Foundation. Er lernte John D. Rockefeller Jr. kennen. 

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Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Der WWF und die Königshäuser

Der WWF hat enge Verbindungen zu Königshäusern.

Der WWF, eine der wichtigsten internationalen Naturschutzorganisationen, ist eine Stiftung mit Hauptsitz in der Schweiz. Der WWF wurde 1961 gegründet. 1970 folgte die Gründung des 1001 Clubs. Diese Stiftung unterstützt den WWF. Zu ihren Mitgliedern gehören Personen aus einflussreichen Bankiers-, Unternehmer- und Königsfamilien. Viele davon stehen auf meiner Liste der mächtigsten Familien. Zur 1001-Stiftung zählte unter anderem der höchst einflussreiche David Rockefeller. Sein Verwandter Godfrey Rockefeller beteiligte sich an der Gründung des WWF. (Mehr zu den Gründern des WWF)

Einer der Hauptgründer des 1001 Clubs und des WWF war der deutsche Hochadlige Bernhard zur Lippe-Biesterfeld. Er war der Ehemann der niederländischen Königin Juliana. Prinz Bernhard war von 1961 bis 1976 der erste Präsident des WWF.[1][2] Er war auch Mitgründer und erster Vorsitzender der Bilderberg-Treffen.[3][4][5]

Nach Bernhard war der Niederländer John Loudon bis 1981 Präsident des WWF. Loudon gehörte zum 1001 Club. Er leitete den Erdölkonzern Shell.[6] Das niederländische Königshaus war lange Zeit an Shell beteiligt. Loudon war ein Bekannter der Königsfamilie.

Auf Loudon folgte der Herzog Philip von Edinburgh als Präsident des WWF, der die Position bis 1996 innehatte und noch bis zu seinem Tod 2021 Ehrenpräsident war.[6] Philip kam väterlicherseits aus den Königsfamilien von Griechenland und Russland. Seine Mutter kam aus den deutschen Hochadelsfamilien Mountbatten und Hessen. Philip war der Ehemann der britischen Queen Elizabeth.[7] Er wurde nach der Gründung des WWF Präsident der britischen Abteilung der Organisation. Bis 1982 war er Präsident des WWF in Grossbritannien.[8] Er sagte in einem Interview, dass die Überbevölkerung die grösste Bedrohung für die Umwelt ist. Sein Sohn Charles, der heutige König, wurde 2011 Präsident der britischen Sektion des WWF und ist bis heute ihr Patron.[9] Davor war Prinzessin Alexandra (heiratete in den Ogilvy Clan) fast 30 Jahre Präsidentin gewesen.[10]

Als der niederländische König 2015 China besuchte, war er anwesend, als die chinesische Regierung ein Abkommen mit dem WWF unterzeichnete.[11]

Der norwegische König Harald war 20 Jahre lang Präsident des WWF-Norwegen.[12]

Der WWF-Dänemark wird seit seiner Gründung 1972 vom dänischen Königshaus geleitet.[13]

1971 wurde die schwedische Sektion des WWF gegründet. Die einflussreiche Bankiersfamilie Wallenberg war Mitgründer und stellte Startkapital zur Verfügung. Bis 2022 war Marcus Wallenberg Ratsmitglied des WWF-Schweden, zu dem auch die schwedische Kronprinzessin Victoria gehört. Das Kuratorium wurde von 1988 bis 2022 von König Carl XVI. geleitet.[14][15][16][17]

1968 wurde die spanische Abteilung des WWF gegründet. Der Prinz Juan Carlos war der erste Präsident des WWF-Spanien. Er wurde 1975 König von Spanien und war ab da bis 2012 Ehrenpräsident des WWF-Spanien.[18]

Mitglieder der Fürstenfamilie von Liechtenstein arbeiteten mit dem WWF zusammen.[19]

Die Stiftung des Fürsten Albert II. von Monaco startete 2016 gemeinsam mit dem WWF-China eine Kampagne.[20]

Der japanische Prinz Akishino ist Ehrenpräsident des WWF-Japan.[21]

Der WWF-Thailand erhielt die königliche Erlaubnis, dabei zu helfen, die Bestattungszeremonien des verstorbenen Königs Bhumibol Adulyadej auszurichten.[22]

Die Königin von Bhutan ist derzeit im Vorstand des WWF in den USA.[23]

Der malaysische Sultan Nazrin Shah ist Patron des WWF-Malaysia.[24]

Die jordanische Königin Rania ist eine Gründungspatronin der „Global 200 Ecoregions“ des WWF. Sie nahm an einer Spendenveranstaltung in Rom teil, gemeinsam mit der Herzogin von Kalabrien aus dem italienischen Hochadel. Die Herzogin möchte in Italien Einfluss auf Entscheidungsträger nehmen, um deren Bewusstsein für den Naturschutz zu stärken.[25][26]

2001 wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Abteilung des WWF gegründet. Der Scheich Hamdan bin Zayed Al Nahyan aus der Herrscherfamilie von Abu Dhabi ist seit der Gründung Patron.[27]

Bei der Gründung des WWF spielte die Naturschutzorganisation Fauna & Flora International (FFI) eine entscheidende Rolle. FFI besteht seit 1903 und ist die älteste internationale Naturschutzorganisation.[28] Sie ist seit ihrer Gründung mit britischen Adligen verbunden. Die Königsfamilie stellt den Patron von FFI. (Mehr dazu im Beitrag zu FFI)

Quellen:

  1. https://wwf.panda.org/es/?16911/WWF-mourns-loss-of-Founder-President-HRH-Prince-Bernhard-of-the-Netherlands
  2. https://www.wwf.de/ueber-uns/geschichte-des-wwf/geschichte-des-wwf-teil-2-naturschutz-braucht-geld
  3. https://en.wikipedia.org/wiki/Bilderberg_Meeting
  4. https://www.theguardian.com/world/2007/jun/08/bae11
  5. https://bilderbergmeetings.org/background/steering-committee/former-steering-committee-members
  6. https://wwf.panda.org/discover/about_wwf/how_were_run/presidents/
  7. https://de.wikipedia.org/wiki/Philip,_Duke_of_Edinburgh#Vorfahren
  8. https://wwf.panda.org/discover/knowledge_hub/where_we_work/borneo_forests/about_borneo_forests/borneo_prince_phillip/
  9. https://archive.ph/nsONw
  10. https://wwf.panda.org/wwf_news/?201587/New-President-for-WWF-UK
  11. https://www.dutchwatersector.com/news/china-and-world-wildlife-fund-sign-mou-on-nature-preservation-yangtze-delta-and-yellow-river
  12. https://www.royalcourt.no/artikkel.html?tid=28731&sek
  13. https://www.kongehuset.dk/en/news/hrh-the-crown-princess-named-as-president-of-wwf-denmark
  14. https://archive.ph/uVEfI
  15. https://web.archive.org/web/20230116214332/https://www.wwf.se/om-oss/styrelse-och-fortroenderad/
  16. https://www.landlantbruk.se/wwf-kronan-bland-miljoorganisationerna
  17. https://www.aktuellhallbarhet.se/miljo/natur/wwf-veteranen-om-sina-17-ar-i-naturens-tjanst/
  18. https://www.wwf.at/juan-carlos-nicht-mehr-ehrenpraesident-von-wwf-spanien/
  19. https://wwf.panda.org/?247991/HSH-Princess-Theodora-of-Liechtenstein-goes-to-bison-area-on-her-first-visit-to-Romania
  20. https://en.gouv.mc/Princely-Governement/News/The-Prince-Albert-II-of-Monaco-Foundation-partners-with-WWF-China-to-launch-the-Stop-Buying-Ivory-campaign
  21. https://archive.ph/gBriA
  22. https://wwf.panda.org/wwf_news/?305451/co%2Dhosts%5Fthe%5Froyal%5Ffuneral%5Frites
  23. https://archive.ph/PuQuW
  24. https://www.wwf.org.my/?31645/Perak-Sultan-presents-CATS-certification-to-Perak-State-Parks-Corporation-at-WWF-Malaysia–Maybanks-Global-Tiger-Day-Celebration
  25. https://www.constantinian.org.uk/the-duchess-of-calabria-joins-hm-queen-rania-al-abdullah-of-jordan-at-rome-fundraiser-for-the-world-wildlife-fund/
  26. https://www.queenrania.jo/en/media/articles/gold-medal-award-rimini
  27. https://archive.ph/7lrH6
  28. https://web.archive.org/web/20230131042354/https://www.fauna-flora.org/book/

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Ergänzungen 2

Ich habe im vergangenen Monat mehrere Beiträge überarbeitet. Hier sind die wichtigsten Ergänzungen aufgeführt.

Mellon Familie

Der Beitrag zur Mellon Familie wurde überarbeitet. Timothy Mellon war bei den Wahlen 2024 der grösste Spender von Donald Trump und Robert F. Kennedy. Es gibt seit über 60 Jahren freundschaftliche Beziehungen zwischen Mitgliedern der Familien Mellon und Kennedy.

Timothy Mellon

Timothy Mellon (*1942) ist Vorsitzender und Eigentümer eines Transportunternehmens. Er war 21 Jahre lang im Kuratorium der einflussreichen „Andrew W. Mellon Foundation“. Er ist ein grosser Gegner der Wokeness und des Wohlfahrtstaates. Dies motivierte ihn, Donald Trump zu unterstützen. Timothy Mellon war im Jahr 2020 einer der grössten Spender von Trumps Wahlkampf. Im Wahlkampf 2024 war er Trumps grösster Spender und spendete 125 Millionen US-Dollar an „Make America Great Again“ (MAGA Inc.), ein Super-PAC, der Trump unterstützt. Zudem ist Timothy Mellon auch der grösste Spender von Robert F. Kennedy, den er mit 25 Millionen unterstützte. Timothy Mellon unterstützt also sehr grosszügig zwei Politiker, die für viele Verschwörungstheoretiker Hoffnungsträger sind. Insgesamt hat Timothy Mellon 172 Millionen Dollar in den Wahlkampf 2024 gesteckt und war damit der grösste Spender der Wahl. Ausserdem half er 2021 dem texanischen Gouverneur Greg Abbott mit 53 Millionen Dollar bei der Finanzierung des Baus einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko. Fast das gesamte Geld des texanischen Grenzmauerfonds kam von Timothy Mellon. Seine Verwandte Cordelia Scaife May (1928–2005), die mütterlicherseits aus der Mellon Familie kam, hatte schon vor Jahrzehnten gefordert, dass die USA ihre Grenze zu Mexiko abriegeln müssen. Cordelia finanzierte die Gründung von drei der grössten einwanderungskritischen Organisationen der USA. Personen aus diesem Netzwerk sind mit Donald Trump verbunden. Cordelia war eine radikale Anhängerin der Bevölkerungskontrolle und befürwortete Zwangssterilisationen, um die Geburtenraten in Entwicklungsländern zu begrenzen. Trump hat in seiner ersten Amtszeit den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko eingeleitet.

Es wird geschätzt, dass Timothy Mellon eine Milliarde US-Dollar besitzt. Demnach hätte er mehr als 15 Prozent seines Vermögens in den Wahlkampf gesteckt. Einer seiner Verwandten erzählte, dass Timothy jedoch um einiges reicher ist und seine Spenden „Kleingeld“ für ihn seien. Der Verwandte schätzt das Vermögen der Mellon Familie auf 25 Milliarden, also deutlich mehr als die Schätzungen von Forbes, die das Vermögen auf 14 Milliarden beziffern. Der Verwandte sagte, dass Familien wie die Mellons nicht wollen, dass die Öffentlichkeit weiss, wie viel Vermögen sie haben. Einige Mitglieder der Mellon Familie sind Anhänger der Demokratischen Partei und stehen Trump kritisch gegenüber. In den USA ist nicht nur das einfache Volk gespalten wegen Trump, denn auch in der Klasse der Superreichen ist man sich uneinig, ob Trump ein zumutbarer Präsident ist.

Timothy Mellon heiratete die Exfrau von Charles „Chas“ Freeman. Dieser war ein Klassenkamerad von Timothy an der Yale-Universität und Trauzeuge bei seiner ersten Hochzeit. Freeman besetzte einen hohen Posten im Verteidigungsministerium. Er war US-Botschafter in Saudi-Arabien und vertrat die USA als Diplomat in weiteren Ländern, unter anderem in China. Er war vier Jahre lang im Vorstand der „China National Offshore Oil Corporation“. Der Staatskonzern ist eines der grössten chinesischen Erdölunternehmen. Freeman leitete den Middle East Policy Council, eine Organisation, die sich mit den US-Interessen im Nahen Osten beschäftigt. Die Obama-Regierung wollte Freeman zum Chef des Nationalen Geheimdienstrats (NIC) machen, aber Freeman zog die Kandidatur zurück und behauptete, dass die Israel-Lobby verhindern wollte, dass er den Posten bekommt. Personen der Israel-Lobby warfen ihm vor, zu nah an der saudischen und chinesischen Regierung zu stehen. Ein jüdischer Journalist bezeichnete ihn als Schosshund der Saudis.

Richard Mellon Scaife

Der Milliardär Richard Mellon Scaife (1932–2014) kam mütterlicherseits aus der Mellon Familie. Er kontrollierte die Pittsburgh Tribune-Review, eine der grössten Zeitungen im Bundesstaat Pennsylvania. Zum Zeitpunkt seines Todes besass sein Verlag 30 kleinere Zeitungen. Über seine Stiftungen war er einer der wichtigsten Spender von konservativen und libertären Netzwerken in den USA. Er war Grosspender der Präsidenten Richard Nixon und Ronald Reagan. In den 80er- und 90er-Jahren trug er mit seinen Finanzierungen dazu bei, die amerikanische Rechte neu zu definieren. Er gab Hunderte Millionen US-Dollar aus, um die politische Linke in den USA zu bekämpfen. Ausserdem war er die treibende Kraft bei einer Medienkampagne, die sich gegen Präsident Bill Clinton richtete und ihm Drogenschmuggel und Mord vorwarf (bekannt als Arkansas-Projekt). Richard Mellon Scaife finanzierte eine Stiftung, welche die Klage von Paula Jones gegen Bill Clinton wegen sexueller Belästigung übernahm. Die Klage führte schliesslich zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton. Einige Jahre später hatte Scaife jedoch einen Sinneswandel und baute ein freundliches Verhältnis zu den Clintons auf. Er spendete darauf 100 000 US-Dollar an die Clinton Global Initiative. Er war im Vorstand der Hoover Institution, einer einflussreichen konservativen Denkfabrik, die eine wirtschaftsliberale Politik möchte. Scaife gehörte fast 30 Jahre zur Führung der Heritage Foundation und war ihr stellvertretender Vorsitzender. Die Heritage Foundation gilt als eine der einflussreichsten konservativen Denkfabriken. Sie macht sich für die freie Marktwirtschaft stark und will den Staat auf ein Minimum begrenzen. Scaife kannte über die Führung der Heritage Foundation den Multimillionär Steve Forbes. Die Heritage Foundation wurde 1973 gegründet. In ihrer Anfangszeit war eine Stiftung von Scaife ihr grösster finanzieller Unterstützer.(Seite 93) Die Heritage Foundation hat das Project 2025 entworfen, eine konservative Agenda, und hofft, dass Donald Trump nach seinem Amtsantritt 2025 die Agenda umsetzen wird. Bei der Demokratischen Partei und in der politischen Linke ist man wegen Project 2025 beunruhigt.

Richard Mellon Scaife spendete auch grosszügig an die Hoover Institution sowie an das Cato Institute und an das American Enterprise Institute, ebenfalls bedeutende konservative Denkfabriken. Scaife unterstützte Hunderte von wirtschaftsliberalen Organisationen finanziell. Er spendete auch an Universitätsprogramme und Fakultäten, wodurch er konservative Intellektuelle und Forschungen finanzierte. Des Weiteren war er Grossspender der Federalist Society. Diese einflussreiche Juristenvereinigung besteht aus konservativen und libertären Juristen. Derzeit gehören mehrere Richter des Obersten Gerichtshofs der USA zur Federalist Society.

Laut einer Studie der Drexel University aus dem Jahr 2013 sind die Stiftungen von Richard Mellon Scaife einer der grössten Spender von Denkfabriken, die den menschengemachten Klimawandel leugnen. Seine Stiftungen spendeten an das Atlas Network (Atlas Economic Research Institute). Das Atlas Network hilft bei der Vernetzung von libertären Gruppen und Denkfabriken aus der ganzen Welt. Viele der Denkfabriken, die von Scaife unterstützt wurden, erhielten auch Gelder von der Milliardärsfamilie Koch.

Der Vater von Scaife war im Zweiten Weltkrieg Offizier beim Geheimdienst OSS gewesen, dem Vorläufer der CIA. Scaife kontrollierte von 1973 bis 1975 die Londoner Nachrichtenagentur Forum World Features, die Artikel für Dutzende Zeitungen auf der ganzen Welt bereitstellte. Forum World Features war in Wirklichkeit eine Propagandaeinheit, die 1966 mit Hilfe von CIA-Agenten gegründet wurde. Sie versuchte, proamerikanische und antikommunistische Berichte in den britischen und internationalen Medien zu platzieren. Als dies 1975 aufflog, wurde die Nachrichtenagentur geschlossen. Forum World Features stand unter dem Einfluss von John Hay Whitney. Dieser kam aus einer sehr einflussreichen Familie der US-amerikanischen Elite. Zu Führung der Nachrichtenagentur gehörte Brian Crozier, der sagte, er sei von der CIA an Scaife vermittelt worden. Brian Crozier war ein britischer Journalist. Er arbeitete für eine verdeckte antikommunistische Propagandaeinheit des britischen Aussenministeriums. Er war für die führende internationale Nachrichtenagentur Reuters tätig. Er hatte Kontakte zu den Geheimdiensten von Grossbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Marokko, Iran, Argentinien, Chile und Taiwan. Crozier gründete 1977 einen eigenen Geheimdienst mit dem Namen The 61. Dieser private Geheimdienst arbeitete mit der CIA und den britischen Geheimdiensten zusammen. The 61 war in Südamerika und im Iran aktiv und leitete Informationen an den Vatikan weiter. Brian Crozier gehörte zur Führung von Le Cercle. Dieses internationale, konservative Elitennetzwerk steht mit Geheimdiensten aus verschiedensten Ländern in Kontakt. Edwin Feulner, der Gründer der bereits erwähnten Heritage Foundation, war oder ist noch immer Stammgast bei Le Cercle. Edwin Feulner ist bis heute in der Führung der Heritage Foundation. Er hatte über ihr Führungsgremium regelmässig Kontakt zu Richard Mellon Scaife.

Adolph Schmidt, der US-Botschafter in Kanada war und in die Mellon Familie heiratete, wurde zu Treffen von Le Cercle eingeladen.

Richard Mellon Scaife freundete sich als junger Mann mit dem berüchtigten FBI-Chef J. Edgar Hoover an. Wie im Beitrag zur Mellon Familie erwähnt wurde, hatten mehrere Mitglieder der Familie enge Verbindungen zu den US-Geheimdiensten. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Stiftungen der Mellons von der CIA wiederholt als Kanäle für Gelder der CIA genutzt. Als Richard Helms von 1966 bis 1973 die CIA leitete, war er öfters bei den Mellons zu Gast.(Seite 190)

1998 wurde die Nachrichtenseite Newsmax gegründet. Sie ist inzwischen eine der wichtigsten rechtskonservativen Webseiten in den USA. Sie gründete 2014 den Fernsehsender Newsmax TV. Er ist neben Fox News einer der meistgesehenen rechtskonservativen Sender der USA. Er bezeichnet sich als der am schnellst wachsende Kabelnachrichtensender der USA. Newsmax unterstützt über seine Berichterstattung Donald Trump und die Republikaner. Newsmax verbreitete Fehlinformationen und förderte unter anderem die Verschwörungstheorie, dass die Präsidentschaftswahl 2020 manipuliert wurde und Trump eigentlich gewonnen hätte. Richard Mellon Scaife war Mehrheitseigentümer von Newsmax. Newsmax wurde von Christopher Ruddy gegründet, der zuvor für eine Zeitung von Scaife gearbeitet hatte. Newsmax wird bis heute von Christopher Ruddy geleitet. Er gilt als ein Vertrauter von Donald Trump.

Newsmax hatte Verbindungen zu weiteren einflussreichen Personen:

  • William Rees-Mogg: Der 2012 verstorbene Brite war Gründungsmitglied von Newsmax. Von 2000 bis 2005 hatte er den Vorsitz von Newsmax inne. Danach wurde er Vorsitzender des internationalen Beirats des Unternehmens. Bevor er zu Newsmax kam, übernahm er eine führende Rolle bei britischen „Mainstream-Medien“. Er war Herausgeber der britischen Zeitung Times sowie stellvertretender Vorsitzender des britischen Senders BBC. 1988 erhielt er den Adelstitel eines Barons und wurde Mitglied des House of Lords. Seine Kinder Jacob und Annunziata sind ebenfalls in der britischen Politik und waren wichtige Unterstützer des Brexit.
  • Nigel Evans: Der britische Politiker der Konservativen Partei war im Beirat von Newsmax. Er unterstützte den Brexit. Sieben Männer warfen ihm sexuelle Übergriffe vor. Einer davon behauptete, er sei von Evans vergewaltigt worden. Evan wurde vor Gericht freigesprochen.
  • Jeff Cunningham: Er trat 2001 dem Beirat von Newsmax bei. Zuvor war er Herausgeber von Forbes, einem Mainstream-Magazin. Wie bereits erwähnt wurde, hatte Steve Forbes, der Chef des Magazins, viel mit Richard Mellon Scaife zu tun.
  • Arnaud De Borchgrave: Der 2015 verstorbene belgische Adlige gehörte zum ersten Vorstand von Newsmax und war auch danach im Unternehmen aktiv. Zur gleichen Zeit besetzte er hohe Positionen bei Mainstream-Medien, für die er schon lange gearbeitet hatte. Er war unter anderem Redakteur bei Newsweek und Leiter der Nachrichtenagentur United Press International (UPI). Zudem war er Chefredakteur der umstrittenen Washington Times. Er war leitender Berater des „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS), einer einflussreichen Denkfabrik. Während seiner langen Karriere freundete er sich mit einflussreichen Personen an, darunter mit Königen, Präsidenten und Generälen. Sein Vater war ein belgischer Graf, der im Zweiten Weltkrieg als Chef des militärischen Geheimdienstes der belgischen Exilregierung in Grossbritannien diente. Arnauds Mutter war die Tochter eines britischen Generals aus der Townshend Familie. Ein Zweig der Familie stellt seit dem 18. Jahrhundert einen Markgrafen.
  • Thomas Moorer: Der 2004 verstorbene Admiral war einer der obersten Militärs der USA. Er sass mehrere Jahre im Vorstand von Newsmax. Er gehörte wie sein Kollege Arnaud De Borchgrave zur CSIS-Denkfabrik. Moorer spielte eine wichtige Rolle beim Vietnamkrieg. Er besetzte Vorstandsposten bei Texaco (war einer der grössten Erdölkonzerne der Welt) und bei CACI International (hat Verbindungen zu Geheimdiensten und führte Verhöre im Foltergefängnis Abu Ghraib durch). Ausserdem war Moorer massgeblich an einer Operation beteiligt, bei der Leute aus dem Pentagon den US-Präsidenten Richard Nixon ausspionierten. Moorer war Mitglied der Sons of the American Revolution (SAR). Diese Gesellschaft ist seit ihrer Gründung 1889 mit den US-Streitkräften verbunden und viele hohe Politiker in den USA, darunter Präsidenten, zählten zu ihren Mitgliedern.
  • Alexander Haig: Der General gehörte von 2001 bis zu seinem Tod 2010 zum Beirat von Newsmax. Er war mit dem Newsmax-Chef Christopher Ruddy befreundet. Alexander Haig war wie Moorer einer der obersten Militärs der USA. Für ein paar Jahre befehligte Haig die NATO-Streitkräfte in Europa und ein Jahr lang diente er als Aussenminister. Er war ein Assistent des äusserst einflussreichen Henry Kissinger. Haigs Bruder Frank war ein Jesuit, der Präsident von zwei Jesuiten-Colleges war. Alexander Haig gründete eine eigene Beratungsfirma, die Unternehmen auf der ganzen Welt beriet, unter anderem in sicherheitspolitischen Fragen. Haig besetzte Vorstandsposten bei United Technologies (war einer der grössten Rüstungskonzerne), bei Metro-Goldwyn-Mayer (ein führendes Filmunternehmen), bei MGM (betreibt unter anderem Casinos) und bei Indevus Pharmaceuticals (ein kleineres Pharmaunternehmen). Haig war Vorsitzender von DOR BioPharma, ebenfalls ein kleines Pharmaunternehmen. Es entwickelt Impfstoffe zur Bekämpfung von Bioterrorismus-Erregern. Dadurch hat es vielleicht Verbindungen zu den Geheimdiensten. Haig gehörte zum ersten Vorstand des Onlinedienstleisters America Online (AOL) zusammen mit Steve Case. Steve Case ist inzwischen Milliardär. Im Jahr 2000 war AOL der grösste Internetanbieter der Welt. Inzwischen gehört AOL aber nicht mehr zur ersten Liga der Internetkonzerne. Haig war ausserdem Mitglied des Malteserordens. Dieser katholische Ritterorden ist älter als 900 Jahre. 2007 erhielt Haig eine Auszeichnung der einflussreichen Pilgrims Society.
  • Richard Grenell: Er war oder ist noch immer im Beirat von Newsmax. Er hat ein gutes Verhältnis zu Donald Trump. Von 2018 bis 2020 war er Trumps Botschafter in Deutschland. Er war 2020 für drei Monate Trumps Koordinator der Geheimdienste. Grenell arbeitete für Fox News, den wichtigsten rechten Sender in den USA, aber er schrieb auch für seriöse Leitmedien. Er betätigte sich als PR-Berater. Dabei hatte er Kunden in China, Kasachstan, Iran, Somalia, der Demokratischen Republik Kongo und weiteren Ländern. Zu seinen Kunden zählten auch berühmte Schauspieler aus Hollywood. Grenell war oder ist noch immer im Beirat der Langley Intelligence Group. Zu dieser Beratungsgruppe gehören hochrangige Mitarbeiter der US-Geheimdienste. Auf der Webseite der Gruppe sind viele Artikel von Newsmax verlinkt.
  • Yonghao Pu: Er gehörte dem Beirat von Newsmax an. Er arbeitete für den japanischen Finanzkonzern Nomura und war Chefökonom der Bank of China. Diese ist inzwischen eine der grössten Banken der Welt.
  • Die Tochter des CIA-Chefs William Casey finanzierte die Gründung von Newsmax mit.

Einige Verschwörungstheoretiker glauben, dass Newsmax ein Projekt der CIA ist. Wie bereits erwähnt, hatte Richard Mellon Scaife, Jahre bevor er Anteilseigner von Newsmax wurde, eine Nachrichtenagentur gekauft, die eine Frontorganisation der CIA war und die Aufgabe hatte, die öffentliche Meinung über die Medien zu beeinflussen. Ich vermute, dass mehrere alternative Medien in den USA von Geheimdiensten gesteuert werden. Die erfolgreiche rechtspopulistische Nachrichtenseite Breitbart, die Fehlinformationen und Trump-Propaganda verbreitete, steht seit ihrer Gründung unter dem Einfluss eines israelischen Netzwerks (mehr dazu). Breitbart wurde von der Mercer Familie (Multimillionäre) finanziert. Rebekah Mercer ist momentan im Führungsgremium der bereits erwähnten Heritage Foundation.

1993 beging Vince Foster, der damalige Rechtsberater von US-Präsident Bill Clinton, Suizid. Der spätere Chef von Newsmax, Christopher Ruddy, verbreitete die Verschwörungstheorie, dass es kein Selbstmord war und die Clintons womöglich etwas mit seinem Tod zu tun hatten. Ruddy schrieb ein Buch darüber. Auch sein Chef Richard Mellon Scaife deutete in einem Interview an, dass Bill Clinton möglicherweise mit dem Tod von Vince Foster und weiteren Regierungsbeamten in Verbindung stehe. Hillary Clinton sagte damals, dass die ganzen Vorwürfe gegen ihren Mann Teil einer „grossen rechten Verschwörung“ sind. Ruddy und Richard Mellon Scaife versöhnten sich aber später mit den Clintons. Die Clinton Familie ist in der heutigen Trump-Propaganda immer noch ein wichtigstes Feindbild. Viele Verschwörungstheoretiker mit Sympathien für Trump glauben, dass die Clintons und ihre Verbündeten ganz üble Verbrecher sind und Trump derjenige sei, der diesen Verbrechern das Handwerk legen wird.

Richard Mellon Scaife unterstützte mit 330 000 US-Dollar eine Organisation von Joseph „Joe“ Farah. Dieser arbeitete für eine Zeitung von Scaife und verbreitete ebenfalls Theorien zum Tod von Vince Foster. 1997 gründete Farah WorldNetDaily, eine populistische Nachrichtenseite, die gezielt rechte Verschwörungstheoretiker anspricht. Farah ist bis heute Chef der Seite. Seine Tochter Alyssa war 2020 im Stab von Donald Trump. Farah und WorldNetDaily konzentrieren sich auf Verschwörungstheorien, die die Demokratische Partei schlecht dastehen lassen und damit den Republikanern und Trump in die Hände spielen. Farah und seine Seite verbreiteten die Behauptung, dass Barack Obama nicht in den USA geboren sei und daher nicht Präsident hätte werden dürfen (bekannt als Birther-Verschwörungstheorie). Donald Trump hatte die Theorie bereits 2011 verbreitet. 2012 gab er WorldNetDaily als Quelle für diese Theorie an. Trump nutzt Verschwörungstheorien schamlos aus, um seine Konkurrenten und Gegner schlecht zu machen.

Verbindungen nach Grossbritannien

Mitglieder der Mellon Familie waren Befürworter des amerikanisch-britischen Bündnisses, so wie viele Dynastien der US-amerikanischen Eliten.

Matthew Mellon (1964–2018) war ein enger Freund von Lady Victoria Hervey. Sie ist die Tochter eines britischen Markgrafen. Matthew heiratete die britische Modeunternehmerin Tamara Mellon. 2010 erhielt Tamara einen Orden von Queen Elizabeth. Tamara kennt den britischen Geschäftsmann Nat Rothschild. Matthew Mellon war Vorsitzender des Finanzausschusses des New Yorker Ablegers der Republikanischen Partei. Mit Kryptowährungen machte er aus zwei Millionen US-Dollar eine Milliarde. Er hatte ein Abendessen mit Donald Trump und riet ihm, Blockchain-freundlich zu werden, da er so Fans von Kryptowährungen als Wähler gewinnen könnte. Trump hat sich den Rat vielleicht zu Herzen genommen, da er inzwischen auf den Krypto-Hype aufgesprungen ist. Matthew Mellon hatte ein romantisches Verhältnis mit Kick Kennedy. Sie ist die Tochter von Robert F. Kennedy Jr. Dessen grösster Spender ist wie gesagt Timothy Mellon.

Rachel „Bunny“ Lambert (1910–2014) heiratete in die Mellon Familie. Sie war die Patin eines Barons aus dem schottischen Hope Clan. Bunny wurde mehrfach von der britischen Queen Elizabeth und weiteren Mitgliedern der Königsfamilie besucht. Bunny hatte ein Vermögen von über 400 Millionen US-Dollar. Für viele Jahre war sie eine der engsten Freundinnen von Jacqueline Kennedy Onassis. Diese war die Ehefrau des US-Präsidenten John F. Kennedy. Bei Bunnys Geburtstag 2010 war unter anderem Caroline Kennedy zu Gast, die Tochter von John und Jacqueline Kennedy. Bunnys Enkel Thomas Lloyd heiratete Rickie Niceta. Niceta arbeitete in Trumps erster Amtszeit im Weissen Haus. Bunnys Vater Gerard Lambert war Präsident der Gillette Company, die der Weltmarktführer für Rasierzubehör ist (und vom Freimaurer King Gillette gegründet wurde). Gerards Vater gründete das Pharmaunternehmen Warner-Lambert Pharmaceutical, das von Gerard weitergeführt wurde. Es war eines der grössten Pharmaunternehmen der USA. Im Jahr 2000 wurde es von Pfizer übernommen. Bunnys erster Ehemann war Stacy Lloyd Jr., der gemeinsam mit ihrem zweiten Mann Paul Mellon im Zweiten Weltkrieg beim OSS-Geheimdienst arbeitete unter der Führung von Pauls Schwager David Bruce. Lloyd und Paul Mellon teilten sich zu dieser Zeit eine Wohnung in London. Sie wurden gute Freunde. Bunny und Lloyd waren die Eltern von Eliza, die in die irische Grafenfamilie Moore heiratete. Elizas Bruder, Stacy Lloyd III., arbeitete für die US Information Agency, eine Regierungsbehörde, die unter anderem für proamerikanische Propaganda im Ausland zuständig war. Stacy Lloyd III. heiratete Anne Emmet Pepper. Sie kam aus der Emmet Familie, die seit dem frühen 19. Jahrhundert zur Elite der USA gehört. Annes Grossvater Grenville Temple Emmet war ein Anwaltspartner des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (Freimaurer) und diente ihm als Botschafter in Österreich und den Niederlanden. Annes Urgrossvater Levi Morton war Vizepräsident der USA und Gouverneur von New York. Ihre Mutter Anne Livingston Eustis war eine Nachkommin der Livingston Familie, die seit über 300 Jahren zur Elite der USA gehört.

Andrew Mellon (1855–1937), der als US-Botschafter in Grossbritannien diente, war ein anglophiler Amerikaner. Er heiratete eine Engländerin und zu seinen Freunden zählten Mitglieder der britischen Königsfamilie.(Seite 455)

David Bruce, ein hoher Geheimdienstler und führender Diplomat, heiratete in die Mellon Familie. Er war unter anderem US-Botschafter in Grossbritannien sowie Botschafter bei der NATO. Er betätigte sich auch in der Wirtschaft und hatte Vorstandsmandate bei etwa 25 Unternehmen inne, darunter bei Alcoa, dem Aluminiumkonzern der Mellon Familie. Bruce arbeitete bei der Bank seines einflussreichen Freundes W. Averell Harriman. Bruce heiratete in zweiter Ehe Evangeline Bell, die er beim Geheimdienst OSS kennenlernte, wo sie für die Fälschung von Pässen und Papieren für Spione zuständig war. Evangeline war eine prominente Gastgeberin der Washingtoner Elite. Ihre Freundin Katharine Graham galt ebenfalls als eine der einflussreichsten Frauen Washingtons. Eine Bekannte aus Frankreich war Marie-Laure de Noailles, die in die französische Adelsfamilie Noailles heiratete und aus der Bankiersfamilie Bischoffsheim kam. Evangeline kannte den mächtigen Netzwerker Henry Kissinger sowie Mitglieder der Rockefeller Familie. Evangeline wurde in England geboren. Ihre Mutter Bertha war Engländerin und hatte Diplomaten in der Verwandtschaft, die Grossbritannien als Botschafter in mehreren Ländern vertraten. Berthas Schwester Dorothy war die Schwiegertochter des Grafen John Ramsay. Der Graf war der Clan-Chef des schottischen Ramsay Clans und sein Sohn Alexander heiratete in die britische Königsfamilie. Zufälligerweise stammte David Bruce aus dem schottischen Bruce Clan.

Der Politiker John Warner (1927–2021) heiratete in die Mellon Familie. Er vertrat den Bundesstaat Virginia 30 Jahre lang im Senat. Er war Marineminister und Vorsitzender des Senatsausschusses für Streitkräfte. Die New York Times bezeichnete ihn als „eine führende Stimme der Republikaner in der Militärpolitik“. Er war ein überzeugter Anglophiler und besuchte regelmässig Grossbritannien. Er half bei der britisch-amerikanischen Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen. Für seine Verdienste wurde er 2009 von der Queen zum Ritter geschlagen. Bei seiner dritten Hochzeit trug er den karierten Kilt seiner Vorfahren. Demnach war ihm seine schottische Abstammung wichtig. Sein Vorfahre Alexander Stuart leitete den Bau des Balmoral Castle, ein Schloss in Schottland, das der Königsfamilie gehört.

Richard King Mellon (1899–1970), der Präsident der Mellon Bank war, heiratete Constance Prosser, eine Tochter des Bankers Seward Prosser. Dieser war Präsident mehrerer Banken und Vorstandsmitglied bei grossen Unternehmen, unter anderem bei der Astor Trust Company und bei General Electric (war damals eines der grössten Unternehmen der USA). Constance Prosser heiratete nach Mellons Tod Peter Burrell, Sohn eines Baronets aus dem englischen Adel. Peters Schwester heiratete in die Grafenfamilie North. Sein Bruder, der 8. Baronet, heiratete eine Tochter des Barons Thomas Denman, der Generalgouverneur von Australien war und in die Pearson Familie (Gründer des Pearson-Verlags) heiratete. Peter war der Urenkel von Walter Wyndham Burrell, 5. Baronet. Walter war Grossmeister der Freimaurer in der Grafschaft Sussex.

Catharine Leigh Mellon arbeitete für die einflussreiche britische Schroders Bank, wo sie sich als Fondsmanagerin auf Investitionen in Irland konzentrierte. Sie heiratete den Amerikaner John Murray Cathey, der als Finanzberater in London tätig war.

Weitere interessante Details zur Mellon Familie

William „Bill“ Mellon Hitchcock, ein Erbe der Mellon Familie mit einem Millionenvermögen, betrieb in den 70er-Jahren zusammen mit paar Kumpels illegal Grosshandel mit LSD. Sie produzierten Millionen Dosen von LSD. Damals bezeichnete ein Artikel der New York Times Hitchcock als den grössten LSD-Hersteller der Welt.

Der Politiker Almer „Mike“ Monroney (1902–1980) heiratete in die Mellon Familie. Er gehörte zur Demokratischen Partei und vertrat den Bundesstaat Oklahoma 30 Jahre im Kongress, erst im Repräsentantenhaus und dann im Senat. Er war Präsident der Rotarier in der Stadt Oklahoma. Zudem war er Mitglied der dortigen Freimaurer. Sein gleichnamiger Vater war Grossmeister der Freimaurer im Bundesstaat Oklahoma.

1933 wurde in den USA die erfolgreiche Zeitung Newsweek gegründet. In der Anfangszeit wurde sie von wenigen Geldgebern finanziert, darunter Paul Mellon, Vincent Astor und John Hay Whitney. Newsweek gehört heute zu den meistbesuchten Online-Zeitungen in den USA.

Du Pont Familie

Der Beitrag zur Du Pont Familie wurde überarbeitet.

Der Dynastiegründer Pierre Samuel du Pont war zur Zeit der Französischen Revolution in die USA emigriert. Er kannte Revolutionäre der Revolutionen in Frankreich und Amerika. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass er mit den Freimaurerkreisen hinter den beiden Revolutionen in Verbindung stand, was ich aber im Beitrag nicht geschrieben habe, weil ich mir nicht sicher war, ob es wirklich so war. Als ich nun nochmal etwas nachgeforscht habe, entdeckte ich, dass ich mit meinem Bauchgefühl vermutlich richtig lag.

Auszug aus dem überarbeiteten Beitrag:

Der Franzose Pierre Samuel du Pont de Nemours (1739–1817) war der Begründer der Familiendynastie. Sein Vater, ein Uhrmacher, war Hugenotte. Pierres Mutter stammte aus einer verarmten Adelsfamilie. Pierre stand im Dienste des französischen Königs Ludwig XVI. (Freimaurer) und wurde geadelt. Nach der Gründung der USA half Pierre bei den Verhandlungen zum Vertrag von Paris von 1783, der zur Anerkennung der USA als unabhängiges Land führte. Pierre lernte dabei Benjamin Franklin (Freimaurer) und Thomas Jefferson kennen, die zu den Gründervätern der USA gehörten und Botschafter in Frankreich waren. Die beiden schätzten Pierre und bezeichneten ihn als den „fähigsten Mann in Frankreich“. Als ein paar Jahre später die Französische Revolution begann, war Pierre Mitglied der „Assemblée nationale constituante“, die in der Frühphase der Revolution gebildet wurde und die erste Verfassung Frankreichs entwarf. Viele Mitglieder der Versammlung kamen aus dem Adel und dem Klerus. Sie waren gemässigte Revolutionäre, die Frankreich zu einer konstitutionellen Monarchie machen wollten. Jedoch konnten sich die radikalen Revolutionäre durchsetzen, was zur Hinrichtung von König Ludwig XVI. führte. Da Pierre auf der Seite des Königs stand, wurde er verhaftet, später aber wieder freigelassen. Er war mit dem Grafen von Mirabeau (Freimaurer) befreundet, der eine führende Rolle bei der Revolution übernahm. Im Jahr 1799, das Jahr der Machtübernahme Napoleon Bonapartes (hatte viele Freimaurer in der Verwandtschaft), ging Pierre mit seiner Familie in die USA. Dort hatte er wieder Kontakt zu Thomas Jefferson, der 1801 Präsident der USA wurde. Auch Jeffersons Nachfolger James Madison korrespondierte mit Pierre und seinen Söhnen. Pierre kehrte nach Frankreich zurück und trat der Führung der Pariser Handelskammer bei. 1814 unterstützte er die Wiederherstellung der Bourbonen-Monarchie, bei der Ludwig XVIII. (Freimaurer) den Thron bestieg. Dieser war der Bruder des hingerichteten Königs Ludwig XVI. Pierre reiste 1815 wieder in die USA, wo er bis zu seinem Tod lebte. Seine Nachkommen lebten seither in den USA.

Einer seiner Söhne, Éleuthère Irénée du Pont (1771–1834), gehörte in den 1820er-Jahren zur Führung der „Second Bank of the United States“. Diese war die damalige Zentralbank der USA. Éleuthère gründete im Jahr 1802 eine Schiesspulverfirma. Der Schweizer Geschäftsmann Jacques Bidermann, ein Anhänger der Französischen Revolution, war in der Anfangszeit Hauptinvestor des Unternehmens und sein Sohn heiratete in die Du Pont Familie. Bidermanns Frau gehörte zur Schweizer Bankiersfamilie Odier.

Éleuthères Bruder, Victor Marie du Pont (1767–1827), war in der Führung der Zentralbank in Philadelphia und leitete die Wollfabriken seines Bruders. Victor war ein Adjutant des Markgrafen von Lafayette. Der reiche Adlige aus Frankreich unterstützte die Französische Revolution, aber war dem König wohlgesonnen. Lafayette spielte eine entscheidende Rolle bei der Amerikanischen Revolution. Er war in Frankreich und in den USA als Freimaurer aktiv. Er erreichte den 33. Freimaurergrad, wurde Royal Arch-Freimaurer, gehörte zu einem hohen Freimaurerrat in New York und trat den amerikanischen Templern bei. Er hatte ein gutes Verhältnis zu den Gründervätern der USA, auch zum ersten US-Präsidenten George Washington. Washington war Freimaurer, so wie viele weitere US-Präsidenten. Victor Marie du Pont, der wie gesagt Lafayette kannte, trat mehreren Freimaurerlogen bei und gründete selbst eine Loge mit. Er war Gründungsmitglied einer Loge, die nach Lafayette benannt ist. Zudem war Victor Schatzmeister der Grossloge von Delaware. Er wurde hoher Politiker im US-Bundesstaat Delaware. In den letzten 200 Jahren waren mehrere Mitglieder der Du Pont Familie Politiker in Delaware.

Es gibt eine Freimaurerloge in Washington mit dem Namen Lafayette-Dupont. Sie ist nach Lafayette und nach Samuel Francis Du Pont (1803–1865) benannt. Samuel, ein Konteradmiral der US-Marine, war der Sohn des Freimaurers Victor Marie du Pont.

Lafayette nahm an der Hochzeit von Charles du Pont (1797–1869) teil. Charles war ebenfalls ein Sohn von Victor und sass im Senat von Delaware. Sein Schwiegervater Nicholas Van Dyke war Generalstaatsanwalt von Delaware und vertrat den Bundesstaat im Senat. Nicholas’ gleichnamiger Vater war Gouverneur von Delaware. Vater und Sohn gehörten den Freimaurern an.

Alfred Victor du Pont (1833–1893) war 1850 Mitgründer von Phi Kappa Sigma, einer elitären Studentenverbindung, wie es mehrere in den USA gibt (Skull and Bones usw). Der Hauptgründer von Phi Kappa Sigma war Samuel Mitchell, ein Freimaurer. Eine ganze Reihe an Mitgliedern der Du Pont Familie gehörte zu Phi Kappa Sigma.

Es gibt eine seit 1918 bestehende Freimaurerloge mit dem Namen DuPont. Sie ist nach dem DuPont-Konzern benannt. Lloyd Jefferson, der Grossmeister der Freimaurer im Bundesstaat Virginia war, und James Byrnes, ein ehemaliger Grossmeister der Freimaurer im Bundesstaat Wisconsin, waren Mitglied der DuPont-Loge. Lloyd Jefferson arbeitete als Banker. Er gehörte vielen Logen und Freimaurerorden an. Er war Shriner, Rosenkreuzer, Royal Arch-Freimaurer sowie Mitglied des Royal Order of Scotland. Letzterer ist ein Freimaurerorden in Schottland, der von schottischen Adelsfamilien angeführt wird, die schon seit Jahrhunderten mit der Freimaurerei verbunden sind.

Weitere interessante Details zur Du Pont Familie

Clayton Buck (1890–1965) heiratete in die Du Pont Familie. Er war Gouverneur von Delaware und gehörte zur Republikanischen Partei.

Charles „Charlie“ Copeland (*1963), ein Mitglied der Du Pont Familie, war vor ein paar Jahren Vorsitzender der Republikanischen Partei in Delaware.

Ben du Pont war von 2007 bis 2021 im Vorstand von MSCI, ein wichtiger Finanzdatenanbieter.

Das Chemieunternehmen Chemours entstand 2015 aus einer Ausgliederung des DuPont-Konzerns. Chemours machte 2023 einen Umsatz von sechs Milliarden US-Dollar.

Ich habe im überarbeiteten Beitrag noch mehrere Unternehmen aufgeführt, die früher von der Du Pont Familie kontrolliert wurden.

Der DuPont-Konzern unterhielt in den 30er-Jahren geschäftliche Beziehungen zum deutschen Naziregime, auch nach Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939. Selbst als Deutschland den USA Ende 1941 den Krieg erklärte, wurden die Beziehungen aufrechterhalten. Die Beziehungen endeten erst im September 1943, als Deutschland die Vermögenswerte von DuPont beschlagnahmte. Irénée du Pont, der Präsident des Konzerns war, soll mit Hitler sympathisiert haben. Der DuPont-Konzern hielt Anteile an zwei Unternehmen, die das Gas Zyklon B herstellten, das in den Gaskammern der Nazis verwendet wurde. Irénée du Pont soll sich 1933 zusammen mit anderen reichen Geschäftsleuten verschworen haben, um einen Staatsstreich zu planen, mit dem Ziel, in den USA eine faschistische Diktatur zu errichten.  

Richard du Pont hatte eine Ehefrau, die später Henry Clay Frick II. heiratete, einen Enkel des Industriellen Henry Clay Frick. Henry Clay Frick galt 1918 als der zweitreichste Amerikaner. Er war Mitglied einer Freimaurerloge, die nach König Salomo benannt ist. Sein Enkel Henry Clay Frick II. war von 1970 bis 1991 im Vorstand des Fiduciary Trust. Der Vermögensverwalter gehört seit 2001 zum Finanzkonzern Franklin Templeton. Richard du Ponts namensgleicher Sohn heiratete 1997 eine Tochter von Arthur Martinez, der damals den Einzelhandelskonzern Sears leitete. Arthur Martinez war auch Vorsitzender von Abercrombie & Fitch sowie stellvertretender Vorsitzender von Saks Fifth Avenue, ebenfalls zwei grosse Einzelhändler. Martinez war Vorsitzender der niederländischen Grossbank ABN Amro und Vorsitzender bei der Abteilung der Zentralbank FED in Chicago. Des Weiteren besetzte Martinez Vorstandsposten bei Pepsi (Getränkekonzern), Amoco (war einer der grössten Erdölkonzerne), AIG (Versicherungskonzern), IAC (Internet- und Medienunternehmen) und bei International Flavors & Fragrances (einer der grössten Aromen- und Duftstoffkonzerne).

Weitere Infos, die in der ursprünglichen Fassung des Beitrags noch fehlten:

Christopher Moseley, der in die Du Pont Familie heiratete, ordnete die Ermordung einer ehemaligen Prostituierten an. Als die Polizei ihm auf die Schliche kam, gestand er den Auftragsmord und wurde im Jahr 2000 zu 16 Jahren Haft verurteilt.

Bayard Sharp (1913–2002) war ein Nachkomme und Erbe der Du Pont Familie. Sein Schwiegersohn William S. Farish ist ein enger Freund des US-Präsidenten George W. Bush. Auch Bayard Sharp kannte die Bush Familie. William S. Farish diente Präsident Bush von 2001 bis 2004 als Botschafter in Grossbritannien. William wurde auf seiner Farm mehrmals von der britischen Queen Elizabeth besucht. Williams Tante Martha Farish heiratete Edward Harriman Gerry, der mütterlicherseits aus der Harriman Familie kam. Väterlicherseits kam er aus den Familien Livingston und Gerry, die zu den Gründervätern der USA gehörten. Williams gleichnamiger Grossvater war in den 30er-Jahren Präsident von Standard Oil of New Jersey und hatte dabei geschäftlichen Kontakt nach Nazideutschland. Standard Oil war dazumal der grösste Erdölkonzern der Welt und wurde von der berühmten Rockefeller Familie kontrolliert. Williams anderer Grossvater war Robert E. Wood, ebenfalls ein einflussreicher Geschäftsmann.

Louisa du Pont Copeland heiratete 1959 in die Biddle Familie, eine der ältesten und bedeutendsten Familien Philadelphias. Die Biddle Familie heiratete auch in die einflussreichen Familien Drexel und Duke.

Eleuthère du Pont, der momentan zum Vorstand des DuPont-Konzerns gehört, war Präsident und CFO des Einzelhändlers Wawa.1 Dadurch wird er die Milliardärsfamilie Wood kennengelernt haben, die Wawa kontrolliert. Eleuthère du Pont sitzt momentan im Vorstand des Logistikunternehmens Burris Logistics2 sowie im Vorstand der WSFS Bank3. WSFS ist eine Bank im US-Bundesstaat Delaware. Delaware ist eine der grössten Steueroasen der Welt. Die Du Pont Familie gehört schon seit über 150 Jahren zur Elite von Delaware.

  1. Wawa machte 2024 einen Umsatz von 18,8 Milliarden US-Dollar.
  2. Burris Logistics machte 2023 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen gehört der Gründerfamilie.
  3. Die WSFS Bank verwaltete 2024 ein Vermögen von 87,2 Milliarden Dollar. Mit dem Gründungsjahr 1832 gehört sie zu den ältesten Banken der USA.

Wallenberg Familie

Ich habe den Beitrag zur Wallenberg Familie überarbeitet.

Nina Lagergren (1921–2019) war mütterlicherseits die Halbschwester von Raoul Wallenberg und kam väterlicherseits aus der schwedischen Adelsfamilie Dardel. Ninas Tochter Nane heiratete in zweiter Ehe den ghanaischen Diplomaten Kofi Annan, der von 1997 bis 2006 Generalsekretär (Chef) der Vereinten Nationen (UN) war. Nane Lagergren heiratete in erster Ehe einen Grafen aus der schwedischen Adelsfamilie Cronstedt.

Jacob Wallenberg war von 2008 bis 2014 im Vorstand des Coca-Cola-Konzerns. 

Knut Wallenberg (1853–1938) adoptierte Jeanne Nyström. Sie war die uneheliche Tochter des rumänischen Fürsten Jean Karadja, der dem Osmanischen Reich als Diplomat diente. Jean Karadja heiratete die Tochter des schwedischen Unternehmers Lars Olsson Smith. Dieser gründete die Marke Absolut Vodka.

Die Wallenbergs sind über die FAM-Holding Hauptaktionär von SKF (eines der grössten schwedischen Unternehmen) und von Stora Enso (eines der grössten finnischen Unternehmen). Stora Enso gilt als das zweitgrösste Forstunternehmen der Welt und ist einer der grössten privaten Waldbesitzer. Über FAM besitzt die Wallenberg Familie Kopparfors Skogar, einen der grössten privaten Waldbesitzer Schwedens.

Weiteres

Es gibt nur wenige Bücher, die man mit meinem Blog vergleichen könnte. Eines davon wäre America’s 60 families von Ferdinand Lundberg aus dem Jahr 1937. Es handelt von den damals mächtigsten Familien der USA und wie sie untereinander heiraten und wie sie einen Grossteil der Wirtschaft, des Reichtums, der grossen Medien und der Universitäten in den USA kontrollieren.

Jens Stoltenberg, der von 2014 bis Oktober 2024 Chef der NATO war, wurde im November 2024 zum neuen Vorsitzenden der Bilderberg-Treffen. Auch der verstorbene NATO-Chef Peter Carington war Vorsitzender des Elitentreffens.

Der griechische König Georg II. (1890–1947) war Freimaurer. Er gehörte einer Loge in England an, die mehrere britische Könige als Mitglieder hatte. Der griechische Prinz Philip, der Ehemann der britischen Queen Elizabeth, war ebenfalls Mitglied dieser Loge.

Die britische Queen hatte 2005 Bill Gates zum Ehrenritter ernannt, um sein philanthropisches Engagement zu würdigen. Gates hatte dabei eine Privataudienz bei der Queen und traf auch ihren Mann Philip. Gates fühlte sich sehr geehrt und sagte: „Diese Ehre ist besonders ergreifend angesichts der tiefen Verbindungen, die Microsoft mit dem Vereinigten Königreich geniesst. In den letzten 20 Jahren haben wir sehr von starken Geschäftspartnerschaften und dem enormen Reichtum an Talent und Kreativität unserer britischen Mitarbeiter und Forscher profitiert.“ Gates traf auch in den letzten Jahre Mitglieder der britischen Königsfamilie. Sie wollen ihre Kräfte bündeln, um der Klimakrise entgegenzuwirken. Gates nahm an einem Treffen teil, bei dem Prinz Charles, der inzwischen König ist, in einer Rede sagte: „Wir wissen aus der Pandemie, dass der Privatsektor Zeitpläne dramatisch beschleunigen kann, wenn sich alle über die Dringlichkeit und die Richtung einig sind.“ Auch der britische Umweltminister Zac Goldsmith (heiratete in die Rothschild Familie) hielt beim Treffen eine Rede.

2021 fand in Russland eine Hochzeit der russischen Kaiserfamilie statt. Es war die erste Hochzeit der Kaiserfamilie in Russland seit über 100 Jahren. Russische Medien berichteten, dass bei der Hochzeit der umtriebige Jewgeni Prigoschin, Chef der russischen Söldnergruppe Wagner, für das Catering zuständig war. Wie in meinem Beitrag zur Kaiserfamilie erwähnt wird, waren bei der Hochzeit Alexander Dugin und Konstantin Malofejew anwesend, zwei wichtige Figuren bei der Förderung der antiwestlichen Ideologie in Russland. Die beiden haben gute Kontakte zu russischen Adligen, die im Westen leben und weitere Unterstützer des Ukrainekriegs auf russischer Seite kennen. Seit dem Überfall auf die Ukraine wird in den westlichen Leitmedien sehr kritisch über Russland berichtet und jeder im Westen, der Sympathien oder Verständnis für Russland äussert, wird angefeindet. Die kremlfreundlichen Adligen, die im Westen leben, werden dabei aber verschont, obwohl einige sich sogar mit hohen russischen Geheimdienstlern trafen. Es gibt in westlichen Medien nur sehr wenige Berichte über diese Adligen und ihre Russlandverbindungen. Dies liegt daran, dass die meisten Journalisten nichts über die Adelseliten wissen, ausser das, was in der Klatschpresse über Adlige berichtet wird.

Der britische Premierminister und Freimaurer Winston Churchill fordert nach dem Zweiten Weltkrieg die Gründung einer „allmächtigen Weltordnung“ und einer „Superweltregierung“, die aus einem Bündnis von Russland, den USA, einem vereinigten Europa und dem britischen Empire entstehen soll. Er wollte also, dass die europäischen und US-amerikanischen Eliten die Welt beherrschen. Russland zählt auch zum christlich-jüdischen Abendland, weil dort die tonangebenden Eliten Christen und Juden sind, die im westlichsten Teil von Russland leben, der zum Kontinent Europa gehört. Churchills Vision traf nicht ein, da Russland im Konflikt mit dem Westen steht. Jedoch wird die Welt trotzdem von europäisch-amerikanischen Eliten dominiert. Hierzu ein Beispiel: Länder in der Sahelzone haben sich in letzter Zeit aus dem Einfluss der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich befreit und gerieten dadurch automatisch unter den Einfluss von Russland. Sie stehen also trotz des Politikwechsels immer noch unter dem Einfluss von europäischen Eliten. In Frankreich leben viele russische Adlige, die nicht nur gute Kontakte zur französischen Elite haben, sondern auch zur russischen Elite. Leser meines Blogs werden wissen, dass es in den französischen und russischen Eliten viele Juden gibt. In den 25 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Kolonien in Afrika unabhängig. Viele hatten weiterhin ein Bündnis mit dem Westen. Einige machten sich aber auch ganz unabhängig und gerieten dabei unter russischen Einfluss. Als sie sich von Russland lossagten, gerieten sie wieder unter westlichen Einfluss. Es geht immer hin und her. Dieses Spiel läuft schon seit Jahrzehnten so und wie es aussieht, wird es auch die nächsten Jahrzehnte so weiter gehen. Nur mal rein theoretisch angenommen es gäbe ein streng geheimes Bündnis zwischen westlichen und russischen Eliten (ihre Staatsoberhäupter müssen nicht zwingend eingeweiht sein), dann wären die afrikanischen Länder, wenn sie sich unabhängig machten und sich darüber freuten, im Hintergrund weiterhin von denselben Machtstrukturen kontrolliert worden. In Lateinamerika ist es ebenfalls so, dass, wenn sich ein Land vom Westen abwendet, es automatisch die Nähe zu Russland sucht, aber diese Dynamik ist in Lateinamerika weniger stark ausgeprägt als in Afrika. Auch in Teilen des asiatischen Kontinents gab es diese Dynamik. Dies funktioniert aber nur, solange es eine Feindschaft zwischen dem Westen und Russland gibt. Europa und die USA können die Welt also einfacher dominieren, wenn eine Feindschaft zwischen dem Westen und Russland besteht. Dieser Verschwörungstheorie nach ist es so, dass immer dann, wenn den westlichen Eliten droht, die Kontrolle über ein Land zu verlieren, sie Personen aus den russischen Eliten dazu anhalten, das Land unter ihren Einfluss zu bringen. Russland springt also ein, wenn die westlichen Imperialisten versagen. Die wichtigsten Ausnahmen wären die Republik Indien und die Volksrepublik China. Die beiden Republiken wurden nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und nehmen seither eine neutrale Rolle im Konflikt zwischen dem Westen und Russland ein. Jedoch ist Indien eines der Länder, in dem der Einfluss der Freimaurer am stärksten ist, was selbst die meisten Verschwörungstheoretiker nicht wissen. Die indischen Freimaurer gehören grösstenteils zum Netzwerk der britischen Freimaurerei, die von der Königsfamilie angeführt wird. In der indischen Wirtschaftselite und in den indischen Königshäusern sowie in der indischen INC-Partei gab es in den letzten Jahrzehnten viele anglophile Freimaurer. Ein paar haben in Interviews zugegeben, dass sie ihre ehemalige Kolonialmacht Grossbritannien gar nicht so schlimm finden und dass nicht alles schlecht war in der Kolonialzeit. Die BJP-Partei ist zwar in Teilen ein wenig antiwestlich eingestellt, aber ich vermute, dass die Strippenzieher der Partei aus hinduistischen Königsfamilien kommen, bei denen es viele britenfreundliche Freimaurer gab und immer noch gibt. Bei der Elite der Kommunistischen Partei Chinas ist es schwieriger zu sagen, wie eng sie mit europäisch-amerikanischen Machtstrukturen verwoben ist, alleine schon, weil in den Medien ausserhalb von China sehr wenig über die Parteileite berichtet wird und sich die Berichterstattung nur auf den Präsidenten konzentriert. Teile der Parteielite unterhalten gute Kontakte zu westlichen Eliten. Aber der Präsident und seine engsten Vertrauten sind offenbar isoliert von internationalistischen Strukturen. Meine Forschungen zu den chinesischen Eliten sind aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass ich eine genaue Einschätzung liefern könnte.

Ivan Pictet (*1944) aus der Schweizer Bankiersfamilie Pictet (Milliardäre) war im Vorstand des russischen Erdölkonzerns Lukoil und im internationalen Beirat der Blackstone Group. Der US-amerikanische Finanzkonzern ist das grösste Private-Equity-Unternehmen der Welt. Ivan Pictet sass zur selben Zeit im internationalen Beirat wie der britische Baron Jacob Rothschild, der schwedische Bankier Jacob Wallenberg und die türkische Geschäftsfrau Suzan Sabanci Dincer. Ivan Pictet war Vorstandsmitglied von PSA International. Das singapurische Unternehmen ist der weltweit grösste Hafenterminalbetreiber. Ivan Pictet arbeitete bei den Vereinten Nationen (UN). Er war im Führungsgremium des Weltwirtschaftsforums (WEF). Die Pictet-Bank ist Partner des WEF. Ivan Pictet kennt also Klaus Schwab. Schwab kennt auch den Schweizer Milliardär André Hoffmann, der zum Führungsgremium des WEF gehört. Der Schweizer Banker Josef Ackermann war Vizevorsitzender des WEF. Das WEF ist eine Schweizer Stiftung und hält seine Haupttreffen in der Schweiz ab.

Klaus Schwab lebt in der Schweiz. Er wurde in Deutschland als Sohn einer Schweizer Mutter geboren. Sein deutscher Vater war Chef einer Fabrik des Schweizer Maschinenbauunternehmens Escher Wyss. Das Unternehmen wurde damals von der Schweizer Unternehmerfamilie Schmidheiny kontrolliert (sind heute Milliardäre). Nachdem Schwab von seinem Harvard-Studium in die Schweiz gekommen war, hatte er Kontakt zu Peter Schmidheiny. Schwabs Vater war Rotarier. Schwab verbrachte Ferien bei befreundeten Rotariern im Ausland. 2021 besuchte er ein Treffen der Rotarier in Genf und hielt dort eine Rede. In der deutschsprachigen Wikipedia steht momentan, dass Schwab ein Stipendium von den Rotariern erhalten hatte für ein Studium an Harvard. Die Quelle dazu konnte ich nicht überprüfen, da sie im Internet nicht zu finden ist. Die versierten Verschwörungstheoretiker werden wissen, dass Rotarier öfter auch Freimaurer sind. Auch im Freimaurer-Wiki steht, dass es in vielen Ländern Verknüpfungen von Freimaurerei und Rotariern gibt.

2002 erhielt Klaus Schwab in Genf einen Preis. Ivan Pictet hielt bei dem Treffen eine Laudatio, in der er sagte: „Ich bin sicher, dass Sie eine andere Welt wollen. Aber Sie wollen sie nicht wie die klassischen Revolutionäre, denn Sie haben das tragische Scheitern der modernen Revolutionen erkannt. Mit Ausnahme der Amerikanischen Revolution haben diese Revolutionen tatsächlich alle die elementarsten Gesetze einer modernen Wirtschaft ignoriert (…). Diese Misserfolge der modernen Revolutionen haben Sie nicht zur Resignation geführt. Sie haben den Glauben an eine Transformation der Welt bewahrt, aber eine Transformation, die die Anforderungen der Produktion von Gütern und Dienstleistungen berücksichtigt. Daher das Davos Forum, gegründet in 1971, eine beeindruckende Initiative, die die Legitimität des Wunsches anerkennt, die Welt zu verändern, aber den Spiess umdreht, wie auf diesen Wunsch zu reagieren ist. Anstatt der Wirtschaft eine revolutionäre Ordnung aufzuzwingen, haben Sie berücksichtigt, dass innerhalb der Wirtschaftswelt selbst der Wandel formuliert werden muss.“

Der CIA-Chef Richard Helms (1913–2002) war auf dem Schweizer Eliteinternat Le Rosey, wo viele Kinder aus dem Hochadel und aus Milliardärsfamilien ausgebildet wurden.

Khalifa bin Jassim Al Thani aus der katarischen Herrscherfamilie ist im Führungsgremium der Internationalen Handelskammer (ICC). Die ICC wurde 1919 gegründet. Sie bezeichnet sich als die grösste Wirtschaftsorganisation der Welt und ist mit der Welthandelsorganisation (WTO) verbunden.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Ergänzungen 1

Der erste Freimaurerkönig

Man weiss bis heute nicht, wann und wie es zur Gründung der Freimaurerei kam. Sie entstand höchstwahrscheinlich in Schottland. Dort war sie spätestens seit dem 16. Jahrhundert aktiv. Was sich ihre Gründer dabei gedacht haben und was ihr Zweck sein sollte, ist ebenfalls unbekannt und die heutigen Freimaurer wissen es auch nicht.

In einer Freimaurerloge in Schottland befindet sich ein Wandgemälde, das den schottischen König James VI. (1566–1625) bei seiner Initiation vor dem Freimaureraltar kniend zeigt. Die Loge besitzt ein Dokument aus dem Jahr 1658, in dem steht, dass der König 1601 in die Freimaurerei aufgenommen wurde. Sein Höfling William Schaw aus dem Schaw Clan spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Freimaurerei. (1, 2, 3, 4, 5) James VI. wäre demnach der erste König gewesen, der Freimaurer war. In den folgenden Jahrhunderten gab es viele Könige, die der Freimaurerei beitraten. Leser meines Blogs werden wissen, dass das britische Königshaus bis heute eine führende Rolle in der aristokratischen Strömung der Freimaurerei spielt. Auch Mitglieder königlicher Familien aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten waren (oder sind noch immer) Mitglied der Bruderschaft.

James VI., der im Deutschen Jakob genannt wird, wurde auch König von England und Irland, wo er als König James I. regierte. Dadurch kam die Freimaurerei vermutlich im englischen und irischen Adel an, die zuvor allem Anschein nach auf die schottische Elite beschränkt war. James war der erste König aus der schottischen Stuart-Dynastie, der auch den Thron von England besetzte. Er gab für die Church of England die King-James-Bibel in Auftrag, eine englische Übersetzung der Bibel. Der König hatte auch Einfluss auf die Church of Scotland. Die Church of England und die Church of Scotland, die bis heute bestehen, entstanden im 16. Jahrhundert (genau wie die Freimaurerei), als sich das britische Christentum von der Römisch-katholischen Kirche abspaltete und den Papst nicht mehr als den Vertreter Christi auf Erden anerkannte.

Bei Freimaurern im englischsprachigen Raum wird bei Ritualen traditionell die King-James-Bibel verwendet. (1, 2, 3, 4, 5)

Ich habe schon seit Jahren vermutet, dass die Freimaurerei von Personen aus dem Umfeld der schottischen Königsfamilie gegründet wurde oder gar von der Königsfamilie selbst. Es war eine meiner ersten Theorien. Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich vor paar Monaten entdeckte, dass Freimaurerseiten schreiben, der schottische König James VI. sei Freimaurer gewesen. Offenbar wissen die wenigsten Freimaurer weltweit, dass ihre Organisation auf den schottischen Adel zurückgeht. Die hohen adligen Freimaurer in Grossbritannien werden hingegen ganz genau wissen, dass die Bruderschaft von ihren adligen Vorfahren ins Leben gerufen wurde, aber sie prahlen nicht damit rum, vermutlich weil sie die berechtigte Sorge haben, dass es die Aufmerksamkeit von Verschwörungstheoretikern erregen könnte. Auf der ganzen Welt gibt es Leute, die an eine freimaurerische Weltverschwörung glauben, aber die allerwenigsten davon wissen, dass die Freimaurerei ursprünglich eine Organisation des britischen Adels war.

US-Präsidenten

Wie in meinem Blog mehrfach erwähnt wurde, war ein Drittel aller US-Präsidenten Freimaurer, darunter der erste Präsident George Washington. Im 19. Jahrhundert gehörten mindestens sieben US-Präsidenten den Freimaurern an. Im 20. Jahrhundert hatten die USA sechs oder sieben Freimaurer als Präsidenten. Gerald Ford, der das Amt von 1974 bis 1977 innehatte, war der letzte Präsident, der bekanntermassen Freimaurer war. (1, 2, 3) So viel bekannt ist, gab es also in den letzten 48 Jahren keine US-Präsidenten, die Mitglied der Bruderschaft waren.

Ronald Reagan, der in den 80er-Jahren Präsident war, war zwar kein Freimaurer, aber Ehrenmitglied der Freimaurer des schottischen Ritus sowie Ehrenmitglied der Shriners. (1, 2)

In den 90er-Jahren war Bill Clinton Präsident. Er war Mitglied des DeMolay Ordens. (1) Dieser ist ein mit der Freimaurerei verbundener Jugendorden. Der Orden nimmt Freimaurersöhne und nahe Verwandte von Freimaurern sowie deren Freunde auf. (1)

Präsident Barack Obama soll Hochgrad-Freimaurer sein. (1, 2) Der Schneider Georges de Paris, der Anzüge für Obama und weitere US-Präsidenten sowie für einflussreiche Europäer fertigte, war Freimaurer. (1)

Ergänzung vom März 2025: Präsident Joe Biden wurde im Januar 2025 von den Prince Hall-Freimaurern zum Freimaurermeister ernannt, um seine „herausragenden Dienste für die Vereinigten Staaten von Amerika“ zu würdigen. Die Prince Hall-Freimaurerei ist eine Freimaurerorganisation in den USA für Afroamerikaner. Es wird spekuliert, ob James „Jim“ Clyburn eine Rolle bei Bidens Aufnahme spielte. Clyburn, ein Mitglied der Prince Hall-Freimaurerei, ist Politiker der Demokratischen Partei und kennt Joe Biden seit vielen Jahren. (1) Die Prince Hall-Freimaurerei wurde 1784 von Afroamerikanern gegründet, damit auch Schwarze in den USA die Möglichkeit haben, Freimaurer zu werden. In den letzten Jahrzehnten gehörten mehrere schwarze Politiker zur Prince Hall-Freimaurerei. Mehrere wichtige schwarze Bürgerrechtler waren Mitglied der Organisation. (1) Gerüchten zufolge ist Barack Obama ein Prince Hall-Freimaurer. (1) Eine seiner letzten Amtshandlungen als Präsident war die Errichtung des Birmingham Civil Rights National Monument, zu dem ein Tempel der Prince Hall-Freimaurer gehört. (1)

Der Great Reset

Nach Beginn der Covid-Pandemie starteten Klaus Schwab und sein Weltwirtschaftsforum (WEF) die Agenda des Great Reset. Viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass der Great Reset eine globale Verschwörung ist. Was sich mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass Schwab die Welt umgestalten möchte, aber ich bin mir nicht sicher, ob das ganze wirklich zu einem diabolischen Plan gehört. Viele wissen nicht, dass der britische König Charles massgeblich am Great Reset beteiligt ist. Der Great Reset wurde im Mai 2020 von Charles ausgerufen. Er meinte über die Covid-Pandemie: „Es bietet sich eine goldene Gelegenheit, aus dieser Krise etwas Gutes zu ziehen.“ Er hatte bereits im Januar 2020 beim WEF die „Sustainable Markets Initiative“ vorgestellt, eine Agenda, mit der er eine nachhaltige Zukunft aufbauen möchte. Ein Sprecher der Initiative sagte: „Der Prinz glaubt, dass sich den Ländern und Unternehmen auf der ganzen Welt nach dieser Krise ein einmaliges, aber auch enges Zeitfenster bietet, um die Nachhaltigkeitsagenda auf eine Weise zu beschleunigen, bei der die Menschen und der Planet an erster Stelle stehen.“ (1, 2, 3, 4) Charles infizierte sich bereits im März 2020 mit Covid. Er war damals 71 Jahre alt, gehörte somit zur Risikogruppe. So viel bekannt ist, überstand er die Krankheit ohne Probleme und hatte nur geringe Symptome. (1) Vielleicht ahnte er und sein Bekanntenkreis daher bereits zu Beginn der Pandemie, dass das Virus nicht so gefährlich ist, wie damals angenommen wurde. Charles engagiert sich wie sein verstorbener Vater Philip (Freimaurer) sehr für den Umweltschutz. Philip sagte in einem Interview, dass die Überbevölkerung die grösste Bedrohung für die Umwelt ist. Ich denke, König Charles wird von seinem Vater gelernt haben, dass die Überbevölkerung ein grosses Problem darstellt.

Neben König Charles gibt es noch weitere Hochadlige, die Unterstützer des WEF sind. Der niederländische Prinz Jaime von Bourbon-Parma hilft Klaus Schwab beim Leiten des Young Global Leaders-Programms. (1) Der norwegische Kronprinz Haakon war im Stiftungsrat der Young Global Leaders. (1) Beim ersten Treffen des WEF, das im Jahr 1971 stattfand, war Otto von Habsburg dabei, der Sohn des letzten Kaisers von Österreich. (1)

Planned Parenthood

Wie im Beitrag zur Du Pont Familie erwähnt wurde, gründete Lammot DuPont Copeland (1905–1983) die Organisation „Population Action International“. Diese setzt sich bis heute für die Bevölkerungskontrolle ein. Lammot du Pont Copeland war zudem Vice President der Planned Parenthood Federation. Sie ist bis heute eine der wichtigsten Organisationen der Lobby für Bevölkerungskontrolle. Auch Pierre DuPont III. und Katharine DuPont waren Vorstandsmitglied der Planned Parenthood Federation. (12) Alice DuPont (1912–2002) gehörte ebenfalls zum Vorstand der Organisation. (1)

Carola Warburg (1896–1987) heiratete den amerikanischen Geschäftsmann Walter N. Rothschild, der aber nicht mit der berühmten Bankiersfamilie Rothschild verwandt war. Carola Warburg hatte Kontakt zum Hochadligen Louis Mountbatten, ein naher Verwandter der britischen Königsfamilie. Carola sass im Vorstand der Planned Parenthood Federation. Zum Vorstand gehörte auch Florence Haskell Corliss (1873–1952), die Ehefrau von Thomas Lamont (Partner von JP Morgan). Ein weiteres Vorstandsmitglied war Goodhue Livingston (1897–1994), der aus einer der ältesten Familien der US-amerikanischen Elite kam. (1, 2, 3) Nachdem sein gleichnamiger Sohn 2011 verstorben war, bat die Familie anstelle von Blumen um Spenden in Livingstons Namen an Planned Parenthood. (1)

Ergänzungen zum Blog-Artikel zur Organisierten Pädokriminalität

In meinem Blog-Artikel vom Februar 2023 zur Organisierten Pädokriminalität im Vereinigten Königreich habe ich darüber geschrieben, dass mehrere Mitarbeiter der BBC pädophile Straftäter waren. Daher glauben manche Verschwörungstheoretiker, die BBC sei von Pädophilen unterwandert.

Inzwischen wurde mit Huw Edwards ein weiterer Pädophiler bei der BBC enttarnt. Der BBC-Moderator wurde im September 2024 zu sechs Monaten Haft auf Bewährung wegen Kinderpornografie verurteilt. Er war einer der bekanntesten TV-Moderatoren Grossbritanniens. (1)

Ein verurteilter Kindervergewaltiger mit dem Namen Niven Sinclair betrieb den Chauffeurdienst der BBC. Von Ende der 70er-Jahre bis mindestens 2006 bezahlte ihm die BBC dafür mehrere Millionen Pfund. Seine Firma war für den Transport von Prominenten zuständig, darunter für Jimmy Savile, den bekanntesten Pädophilen bei der BBC. Sinclair beschäftigte David Smith als Fahrer, der verurteilt wurde, weil er mindestens zwei Kinder in den Studios der BBC missbrauchte. Sinclair und Smith besassen BBC-Pässe. Die BBC hatte Smith zu Beginn der 80er-Jahre angestellt, obwohl er bereits mindestens fünfmal wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden war. Ein ehemaliger Mitarbeiter sagte, dass Smith bis in die 90er-Jahre für die BBC arbeitete. 2001 bekannte sich Smith des Missbrauchs schuldig. Insgesamt wurde er 22 Mal wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. 2013 sollte ein weiterer Prozess gegen ihn stattfinden, aber dazu kam es nicht, weil er kurz davor starb. Sein Chef Niven Sinclair wurde 1977 von der BBC angestellt. Auch Sinclair war zu dieser Zeit bereits mehrmals wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. (1, 2) Im Gegensatz zu den anderen Fällen gibt es zu diesem Fall nur wenige Medienberichte im Internet zu finden.

Im Januar 2024 bestätigte ein unabhängiger Bericht im Auftrag des Bürgermeisters von Greater Manchester, dass die dortige Polizei über Jahre versäumt hatte, gegen den Pädophilenring in Rochdale vorzugehen. Die Polizei hatte Aussagen der Opfer ignoriert. Von den 74 Jugendlichen aus Rochdale, die vermutlich Opfer des Missbrauchsrings waren, wurden nur drei vom Sozialamt „angemessen betreut“. Bei 48 davon gab es schwerwiegende Versäumnisse beim Schutz des Kindes. Eine Whistleblowerin sagte: „Jeden Tag wurden Kinder vergewaltigt. Sowohl die Polizei als auch das Jugendamt von Rochdale sagten mir immer wieder, dass sie damit nichts zu tun hätten.“ Viele der Täter des Pädophilenrings wurden bis heute nicht gefasst. Der Bericht spricht von 96 verdächtigen Männern, die nie verhört wurden. (1, 2) Rochdale liegt im Greater Manchester. Im Januar 2024 berichtete eine Whistleblowerin, dass die dortige Polizei es erneut versäumt hatte, gegen einen Pädophilenring zu ermitteln, der schon seit sieben Jahren aktiv sei. Die Whistleblowerin arbeitete für die Kinderschutz-Ermittlungseinheit der Polizei, kündigte dann aber und meinte, die Einheit habe ihren Zweck nicht erfüllt. (1)

Im Blog-Artikel habe ich geschrieben, dass einzelne Polizisten selbst zu Pädophilenringen gehörten. Im Juli 2023 wurden zwei pensionierte Polizisten der Londoner Polizei verurteilt, weil sie Kinderpornografie besassen und austauschten. Sie hatten Kontakt zu einem aktiven Chefinspektor, der ebenfalls ein Pädophiler war. Der Chefinspektor wurde kurz vor der Anklage tot aufgefunden. Es soll Selbstmord gewesen sein. (1, 2) Von Januar 2022 bis Oktober 2023 wurden in England und Wales mehr als 30 Polizisten und Hilfskräfte der Polizei wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilt. (1)

Im Blog-Artikel habe ich darauf hingewiesen, dass der Verdacht besteht, dass LGBT Youth Scotland von Pädophilen unterwandert wurde. LGBT Youth Scotland ist Schottlands nationale Wohltätigkeitsorganisation für die Rechte und Gleichstellung von LGBT-Jugendlichen. Zur Erinnerung: James Rennie, der von 2003 bis 2008 CEO der Organisation war, wurde 2009 verurteilt, weil er den bisher grössten aufgedeckten Pädophilenring Schottlands leitete. 2023 wurde bekannt, dass weitere Angestellte von LGBT Youth Scotland sich bei ihrer Arbeit an LGBT-Jugendliche heranmachen wollten.

Inzwischen wurde ein weiterer Pädophiler enttarnt, der zu LGBT Youth Scotland gehörte. Er war Mitautor der Richtlinien der Organisation. Er ist im August 2024 verurteilt worden, weil er tausende kinderpornografische Bilder, darunter von Neugeborenen, verbreitete und sich im Internet an einen Minderjährigen heranmachte, der in Wirklichkeit ein Polizist war. LGBT Youth Scotland vermittelte Kinder an die umstrittene Transjugend-Organisation Mermaids. (1, 2) LGBT Youth Scotland hat sich für die Verschreibung von Pubertätsblockern eingesetzt. 2024 wurde in Schottland die Verabreichung von Pubertätsblockern stark eingeschränkt. LGBT Youth Scotland hat kein Verständnis dafür und fühlt sich dadurch „verletzt, frustriert, enttäuscht und verängstigt“ und vor allem „wütend“. (1) LGBT Youth Scotland war in diesem Jahr massgeblich daran beteiligt, dass schottische Grundschulen Kinder zu „LGBT-Champions“ ernennen. LGBT Youth Scotland möchte, dass man bereits Vierjährige fragt, ob sie schwul, lesbisch oder trans sind, was den meisten Leuten ziemlich befremdlich erscheint. (1)

Heiraten

In meinem Blog geht es oft um die Heiraten zwischen einflussreichen Familien, was ich etwas vom interessantesten an den Eliten finde. Immer wieder entdecke ich aufs Neue Heiraten, durch die sich mächtige Dynastien verbanden. Der amerikanische Investmentbanker James Paul Mills (1909–1987) kam mütterlicherseits aus der Drexel Familie, die im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Familien der Wall Street war. James Paul Mills kannte viele Personen aus der angloamerikanischen Elite. Er heiratete in die Du Pont Familie. (1) Diese gehört schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA. Die Tochter von Mills und Du Pont heiratete in zweiter Ehe in den britischen Adel und in dritter Ehe William Abel-Smith, einen Nachkommen des Politikers Abel Smith (1788–1859), also ein Nachkomme der Bankiersfamilie Smith. (1) Diese ist eine der ältesten und wichtigsten Familien der Finanzelite Grossbritanniens.

Pierre Pictet (1923–2016) aus der Schweizer Bankiersfamilie Pictet (Milliardäre) heiratete die Milliardärin Marion Hamilton MacMillan. (1, 2) Die MacMillans sind eine der reichsten Familien der USA und kontrollieren den weltweit grössten Agrarkonzern Cargill.

1922 wurde die American Eugenics Society gegründet. Sie war die vielleicht wichtigste eugenische Gesellschaft in den USA. Sie änderte 1973 ihren Namen, um sich von der Eugenik zu distanzieren, und konzentrierte sich ab da auf die Sozialbiologie. Die Gesellschaft bestand bis 2019. (1) Ein Mitgründer der American Eugenics Society war der Naturwissenschaftler Henry Fairfield Osborn (1857–1935). (1, 2, 3) Er wurde zum Fellow der Royal Society von England ernannt. (1) Er war Ehrenmitglied der Royal Society von Schottland. (1) Die Schwester seiner Frau heiratete in die Morgan Familie, die damals die führende Bankiersfamilie der USA war. Osborns Tante Amelia Sturges heiratete J. P. Morgan, das Oberhaupt der Morgan-Bank. Osborns Vater William war ein führender Geschäftsmann im Eisenbahngeschäft. Osborns Bruder William heiratete in die Dodge Familie (Gründer des Kupferkonzerns Phelps Dodge). William und seine Frau Alice Dodge waren die Eltern von Frederick Osborn. (1, 2, 3) Dieser war wie sein Onkel ein führendes Mitglied der American Eugenics Society. Frederick Osborn bezeichnete das Eugenikprogramm der Nazis als „das wichtigste Experiment, das jemals versucht wurde“. Er war ein Befürworter der Bevölkerungskontrolle, so wie viele prominente Eugeniker. Er gründete 1953 zusammen mit John D. Rockefeller III. den Population Council, eine Organisation, die sich bis heute auf der ganzen Welt für die Bevölkerungskontrolle einsetzt. Frederick Osborn engagierte sich bei den Vereinten Nationen (UN). Laut Wikipedia erhielt er einen Orden vom britischen Königshaus. Seine Frau war eine Nachkommin von John Jay, der zu den Gründervätern der USA gehörte. (1, 2, 3, 4) Frederick Osborn war Präsident der bis heute bestehenden Population Association of America, die Bevölkerungsforschung betreibt. (1) Sein Bruder Earl gründete ein Luftfahrtunternehmen, aus dem sich die EDO Corporation entwickelte (hatte enge Verbindungen zu den amerikanischen Geheimdiensten). Earl und Frederick Osborn waren die Brüder von Aileen Osborn. Deren Ehemann Vanderbilt Webb kam mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie und seine Geschwister heirateten in die Familie des New Yorker Bürgermeisters William Jay Gaynor sowie in die Familien Havemeyer und Pulitzer. (1, 2, 3) Übrigens war die Pulitzer Familie 2015 immer noch auf der Forbes-Liste der reichsten amerikanischen Familien mit einem Vermögen von 1,6 Milliarden US-Dollar. (1) Der Vater von Vanderbilt Webb war einer der ersten Präsidenten der Sons of the American Revolution.

Anna Gossler (1771–1836) aus der deutschen Bankiersfamilie Berenberg-Gossler heiratete Ludwig Seyler. Dieser war ein wichtiger Teilhaber der Berenberg Bank. Seyler hatte den Vorsitz der Handelskammer Hamburg inne, die damals noch Commerz-Deputation hiess. (1) Mehrere Mitglieder der Hamburger Familien Berenberg, Gossler, Schröder, Godeffroy und Münchmeyer waren Vorsitzende der Handelskammer Hamburg. (1, 2) Ludwig Seyler war der Sohn des Theaterleiters Abel Seyler (1730–1800), der ebenfalls als Bankier in Hamburg arbeitete. Abel Seyler war Freimaurer. Nach Angaben von Wikipedia trat er in London den Freimaurern bei (die Hamburger Elite unterhielt auch im 19. und 20. Jahrhundert gute Kontakte zur britischen Elite). Abel Seyler war Mitglied einer Freimaurerloge in Deutschland, zu der Adlige aus der Dynastie der Wettiner gehörten. Zu den Mitgliedern der Loge zählten Herzog Ernst II., Prinz August, Friedrich von Schlichtegroll und Rudolph Zacharias Becker. Diese vier Männer waren Mitglied des Illuminatenordens. Abel Seyler erhielt eine Pension vom Herzog Karl von Hessen-Kassel, der ein hoher Freimaurer und Illuminat war. Der gleichnamige Sohn von Abel Seyler wurde Mitglied der Freimaurer und Illuminaten. (1, 2, 3, 4, 5) Ludwig Seyler von der Berenberg Bank war ein Urgrossvater des norwegischen Arztes Nikolai Nissen Paus (1877–1956). Paus gehörte zur Führung der Freimaurer in Norwegen und war Präsident des Norwegischen Roten Kreuzes (das Rote Kreuz hat Verbindungen zur Freimaurerei und wurde von einem Freimaurer gegründet). Sein Sohn Bernhard Paus war Grossmeister der norwegischen Freimaurer. (1, 2)

Der deutsche Hochadlige Ludwig von Hessen (1908–1968), ein Urenkel der britischen Queen Victoria, heiratete die Britin Margaret Campbell Geddes. Margaret hatte ein gutes Verhältnis zur britischen Königsfamilie. Ihr Bruder Alexander heiratete die Tochter des schottischen Bankiers Sir Charles Stewart Addis. Dieser sass im Vorstand der britischen Zentralbank und arbeitete über 50 Jahre für die Grossbank HSBC. Margarets Vater Auckland Geddes war von 1920 bis 1924 Grossbritanniens Botschafter in den USA. Auckland wurde in den Privy Council aufgenommen, erhielt mehrere Ritterorden und war Fellow der schottischen Royal Society. Von 1924 bis 1947 war er Vorsitzender von Rio Tinto. (1, 2, 3) Rio Tinto ist bis heute einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt und eines der wichtigsten Unternehmen des britischen Empire. Früher war die Rothschild Familie Hauptaktionär von Rio Tinto und diente dem Empire als Finanzier. Vor Auckland Geddes war der umtriebige Vizegraf Alfred Milner Chef von Rio Tinto. Milner war ein glühender Verfechter des britischen Imperialismus.

Weiteres

Weltweit sind etwa zehn Prozent aller Milliardäre jüdischstämmig. (1) Laut einer Liste von Forbes gibt es 267 jüdische Milliardäre. (1) Einige jüdische Milliardärsfamilien sind nicht auf der Liste, da die Liste nur Einzelpersonen umfasst.

Papst Franziskus reformierte 2022 den Malteserorden und liess seine Führung auflösen. Bis dahin war in der Verfassung des Malteserordens festgelegt, dass die höchsten Ritter und der Grossmeister des Ordens aus dem Adel stammen müssen. (1)

David Rockefeller Jr. gab vor paar Jahren ein Interview, wovon es ein Video auf YouTube gibt. Er sitzt dabei vor einem Kamin. Ab Sekunde 13 sieht man im Kamin die Figuren von zwei Eulen. In der Kommentarspalte des Videos gibt es fast nur Verschwörungstheoretiker. Einige davon sehen die Eulen als Indiz, das dafür spricht, dass David Rockefeller Jr. zu den Illuminaten gehört. Sein Vater war einer der mächtigsten internationalen Networker. Ich könnte mir vorstellen, dass Rockefeller wollte, dass man die Eulen im Video sieht, weil er es lustig fand, die Verschwörungstheoretiker zu triggern. Die Eule, die das Logo der Illuminaten war, ist auch auf dem Logo des Bohemian Club. Mitglieder der Rockefeller Familie gehörten oder gehören noch immer zum Bohemian Club.

Die erste Generalversammlung der Vereinten Nationen und das erste Treffen des UN-Sicherheitsrats fanden 1946 in London statt. (1) Der britische Adlige Gladwyn Jebb war damals provisorischer Chef der UN, bis der norwegische Sozialist Trygve Lie der erste Generalsekretär der UN wurde. (1) Als die UN nach einem geeigneten Platz für ihr Hauptquartier suchte, kaufte John Rockefeller Jr. ein Grundstück in New York und schenkte es der UN, wo diese ihr Hauptquartier errichtete. (1, 2)

Der berühmte südafrikanische Präsident Nelson Mandela traf mehrmals David Rockefeller. (1, 2) Mandela wurde 2004 zum Ritter des britischen Johanniterordens (Order of Saint John) ernannt. Bei der Zeremonie trug Mandela die Ordensrobe. Der Grossprior des Ordens, der Herzog von Gloucester aus der britischen Königsfamilie, war bei der Zeremonie dabei. (1) Mandela wurde im Juni 1990 bei den Freimaurern aufgenommen. (1, 2, 3) Also noch vor dem Ende der Apartheid und wenige Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis. 2007 verkündete Mandela die Gründung von The Elders (auf Deutsch „Die Ältesten“). Die Organisation bezeichnet sich als „eine unabhängige Gruppe globaler Führungspersönlichkeiten, die sich für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte und einen nachhaltigen Planeten einsetzen“. Sie sehen sich als einen Rat von Weisen, der die Welt zu einem besseren Ort machen möchte. Ich halte es für möglich, dass Mandela als Gründer freimaurerische Ideale in die Gruppe einfliessen liess. Zur Gruppe gehören ehemalige Staatsoberhäupter sowie Personen, die hohe Posten bei der UN besetzten. Der ehemalige UN-Chef Ban Ki-moon ist Mitglied der Elders und der ehemalige UN-Chef Kofi Annan war Vorsitzender der Gruppe. Zeid Al Hussein aus dem jordanischen Königshaus ist einer der Elders. Er war Hoher Kommissar der UN für Menschenrechte. (1) Der britische Milliardär Richard Branson half bei der Gründung der Elders und sitzt momentan im Beirat der Gruppe, zu dem auch der kanadische Milliardär Jeff Skoll gehört. (1) Mabel von Oranien-Nassau war der erste CEO der Elders. Sie heiratete in die niederländische Königsfamilie (die Mitgründer der Bilderberg-Treffen war). Mabel besetzte hohe Positionen bei der Open Society Foundations, der Stiftung von George Soros. Soros nahm an ihrer königlichen Hochzeit teil. Mabel gründete mit Unterstützung der Soros-Stiftung den „European Council on Foreign Relations“, eine Denkfabrik, die sich auf die europäische Aussenpolitik konzentriert. Mabel war Vorsitzende dieser Denkfabrik. Ausserdem ist sie ein Young Global Leader des WEF. Sie war im Vorstand der Stiftung von Sigrid Rausing aus der schwedischen Milliardärsfamilie Rausing. (1, 2)

Die jordanische Königin Rania ist im Vorstand der United Nations Foundation. Diese Stiftung unterstützt die UN. Zum Vorstand gehört der amerikanische Milliardär Ted Turner, der 1998 eine wichtige Rolle bei der Gründung der Stiftung spielte. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Stiftung sind Emma Rothschild und die beiden früheren UN-Chefs Kofi Annan und Maurice Strong sowie Nafis Sadik. Letztere leitete den Bevölkerungsfonds der UN, der sich weltweit für die Bevölkerungskontrolle starkmacht. Mehrere Vorstandmitglieder der United Nations Foundation gehör(t)en auch zu den Elders (Annan, Cardoso, Machel, Brundtland und Yunus). Der Brite Mark Malloch Brown sitzt im Vorstand der Stiftung. (1) Mark Malloch Brown war stellvertretender Chef der UN und leitete ihr Entwicklungsprogramm. Er war Vice President der Weltbank und war für ihre Aussenbeziehungen zuständig. Von 2021 bis 2024 war er Präsident der Open Society Foundations (Stiftung von George Soros). Brown gehörte zur Führung von Soros’ Hedgefonds Quantum. Er ist ein guter Freund von Soros. Brown ist beim WEF aktiv. Er war Politiker der Labour-Partei. Von 2007 bis 2009 war er in der britischen Regierung Minister für Afrika und die UN. Er wurde 2007 zum Ritter und Baron geadelt. Er war Vorsitzender der Royal Africa Society, einer britischen Gesellschaft, die seit über 100 Jahren die Beziehungen zwischen Grossbritannien und Afrika fördert. (1, 2, 3, 4, 5) Brown ist über seine Mutter ein Nachkomme der Quäkerfamilien Fry und Gurney sowie ein Nachkomme von John Pelly (1777–1852), der Chef der britischen Zentralbank war und 30 Jahre lang die Hudson’s Bay Company leitete. (1) Brown war von 2014 bis Dezember 2020 Vorsitzender von Smartmatic. (1, 2) Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Wahltechnologien und schreibt auf seiner Webseite: „Wir decken jeden Schritt im Wahlzyklus ab: von der Wählerregistrierung, Verifizierung, Ergebnisauszählung und Wahllokalinnovation bis hin zur zentralen Auszählung, Wahllokalauszählung, elektronischen Stimmabgabe und Online-Stimmabgabe.“ (1) Brown gründete 1995 mit finanzieller Unterstützung von Soros die International Crisis Group (ICG). Die ICG ist eine internationale Denkfabrik, die sich auf globale Krisen konzentriert. Brown war ihr Vorsitzender und gehört noch immer zu ihrer Führung. Der jordanische Prinz Hassan bin Talal sass im Vorstand der ICG. Der erste Vorsitzende der ICG war der US-Senator George Mitchell. (1, 2, 3) Mitchell wurde von Präsident Obama zum Sonderbeauftragten für den Nahen Osten ernannt. Nach der Aussage von Virginia Giuffre war Mitchell Mitglied des mit Jeffrey Epstein verbundenen Missbrauchsrings. Mitchell war Vorsitzender des Walt Disney-Konzerns sowie Vorsitzender von DLA Piper, einer der grössten Anwaltskanzleien der Welt. (1) Er sass im Führungsgremium der Bilderbergtreffen. (1) Er nahm mindestens einmal an einem Treffen von Le Cercle teil. (1) Für kurze Zeit war er im Untersuchungsgremium, das die Hintergründe zu den Anschlägen am 11. September 2001 untersuchte. (1) Er erhielt 2015 eine Auszeichnung der einflussreichen Pilgrims Society. (1)

Browns Vorgänger als Präsident der Soros-Stiftung war Patrick Gaspard. Dieser diente Obama als Botschafter in Südafrika und als politischer Direktor des Weissen Hauses. Gaspard gehörte zur Führung der Demokratischen Partei. Er ist ein langjähriger Freund von Bill de Blasio. (1, 2) Blasio war von 2014 bis 2021 Bürgermeister von New York. Soros unterstützte ihn. (1) Gaspard ist momentan Präsident und CEO des Center for American Progress, eine Denkfabrik, die der Demokratischen Partei nahesteht. (1) Zu den grössten Spendern der Denkfabrik gehören derzeit die Open Society Foundations von Soros sowie die Ford Foundation. Es gibt auch ein paar anonyme Grossspender. (1) Die Denkfabrik wurde 2003 von John Podesta gegründet. (1) Podesta ist eine zentrale Figur in der Pizzagate-Verschwörungstheorie.

Der Revolutionär Giuseppe Garibaldi, der einer der obersten Freimaurer Italiens war, besuchte 1864 England. Dort war er beim Herzog von Sutherland zu Gast. Der Herzog unterstützte Garibaldi bei seiner Heimreise, indem er ihn auf seiner Privatjacht nach Italien zurückbrachte. (1)

Der deutsche Herzog und Freimaurer Karl Bernhard von Sachsen-Weimar-Eisenach (1792–1862) lernte auf seiner Reise in den USA Mitglieder der Familien Van Rensselaer und Livingston kennen. (Seite 177, 210) Diese waren damals zwei der mächtigsten Familien der USA und hatten viele Freimaurer in der Familie. Der Herzog war der Sohn eines Illuminaten.

Der deutsche Banker Carl Melchior war ein wichtiger Teilhaber der Warburg Bank. Er war ein Delegierter Deutschlands bei den Verhandlungen zum Friedensvertrag von Versailles. 1930 vertrat er die Warburg Bank bei der Gründung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die BIZ ist bis heute eine der einflussreichsten Instanzen der Finanzelite und gilt als „Bank der Zentralbanken“. Sie hat ihren Hauptsitz in der Schweiz. Melchior war bis 1933 stellvertretender Vorsitzender der BIZ. (123)

Ich habe ChatGPT vor einigen Monaten gefragt: „Wer ist mächtiger, der Hochadel oder die Bankiers?“ Das Fazit der Antwort war: „In der Vergangenheit hatten Mitglieder des Hochadels oft mehr politische Macht, während Bankiers in der modernen Welt zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. In vielen Fällen arbeiten beide Gruppen zusammen oder beeinflussen sich gegenseitig. Die relative Macht kann also je nach Kontext variieren; in einigen Situationen könnten Bankiers als mächtiger angesehen werden, während in anderen der Hochadel dominieren könnte.“

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Weltregierung, Bevölkerungskontrolle, Eugenik und Sozialismus – Made in Britain

Im Internet findet man Verschwörungstheoretiker und christlich-konservative Seiten, die folgende These aufstellen: Eine Gruppe von Eugenikern hat in Grossbritannien den Atheismus, Sozialismus, Empfängnisverhütung und Abtreibungen gesellschaftsfähig gemacht. Diese Eugeniker wollten eine Weltregierung, die weltweit die Überbevölkerung bekämpfen sollte. Zu diesem Zweck haben sie die Vereinten Nationen (UN) gegründet. Die Fabian Society, eine sozialistische Gesellschaft in Grossbritannien, soll eine wichtige Rolle bei diesen Entwicklungen gespielt haben.

Ich habe mir diese Verschwörungstheorie etwas genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass da was Wahres dran ist. Ausserdem waren einige dieser Eugeniker begeistert vom kommunistischen Experiment in der Sowjetunion. Sie besuchten Russland, um die sowjetischen Führer kennenzulernen.

Der neue Premierminister Keir Starmer von der Labour Party gehörte zur Führung der Fabian Society. Die Labour-Partei steht seit ihrer Gründung unter starkem Einfluss der Fabians.

Bei einigen verlinkten Quellen aus dem Internet Archive muss man auf die Lupe auf der linken Seite klicken, damit die entsprechenden Texte erscheinen.

Kapitel I

Die Ursprünge

Im ersten Kapitel werden die Ursprünge dieser Bewegungen beleuchtet. Die Eugenik und die organisierte Bewegung für Bevölkerungskontrolle entstanden in England. Der Sozialismus war in erster Linie eine französische Erfindung, aber die Briten hatten mit Robert Owen auch einen wichtigen Frühsozialisten.

Die Ursprünge des Sozialismus

Die Industrialisierung begann im 18. Jahrhundert in England. In den Fabriken wurden die Arbeiter ausgebeutet. Sie mussten für einen Hungerlohn täglich über zwölf Stunden arbeiten. Kinderarbeit war keine Seltenheit und selbst Fünfjährige schufteten in den Fabriken. Der wohlhabende Fabrikbesitzer Robert Owen (1771–1858) setzte sich für bessere Arbeitsbedingungen und für die Abschaffung der Kinderarbeit ein. Er forderte, dass Schulbildung und Gesundheitsversorgung kostenlos sein sollten. Dadurch wurde er einer der wichtigsten Frühsozialisten und gilt als der Vater des britischen Sozialismus. Ausserdem gilt er als der Begründer der Genossenschaftsbewegung. Er half bei der Gründung und Finanzierung der ersten modernen Gewerkschaften, die in Grossbritannien entstanden. Owen war einer der Ersten oder vielleicht sogar der Erste, der den Begriff „Sozialismus“ benutzte, den er in den 1820er-Jahren verwendete, also noch vor dem Franzosen Pierre Leroux, der ihn ein paar Jahre später gebrauchte. (1, 2, 3, 4, 5)

Robert Owens Anhänger John Goodwyn Barmby (1820–1881) wird zugeschrieben, der Erste gewesen zu sein, der das Wort „Kommunismus“ im Englischen verwendet hatte. Er gründete eine kommunistische Kirche. 1840 ging er mit Owens Unterstützung einige Monate nach Frankreich, um sich mit der dortigen sozialistischen Bewegung auszutauschen. (1, 2, 3)

Owens Ideen erweckten Interesse bei sehr einflussreichen Personen. Im Jahr 1816 besuchte der spätere russische Kaiser Nikolaus I. Schottland und war dort ein Gast von Owen. (1, 2, 3) Owen traf sich in London mit der russischen Grossfürstin von Oldenburg , der späteren Königin von Württemberg, die ihn eingeladen hatte. Sie war die Schwester des russischen Kaisers. Owen traf sich mit Prinzen aus dem österreichischen Königshaus, Bischöfen und vielen britischen Adligen, darunter mit Mitgliedern der Königsfamilie. (S. 202, 203, 209, 266, 310, 114, 168)

Der Herzog von Kent aus der britischen Königsfamilie (damals die Hannover-Dynastie) war der vielleicht wichtigste Unterstützer Owens. Owen bezeichnete den Herzog als „mein bewährter Freund und bester Schüler“. (S. 315) Der 1820 verstorbene Herzog war Freimaurer und letzter Grossmeister der Antient-Freimaurer. Er war der Vater von Queen Victoria. (1, 2) Robert Owen kannte auch den Herzog von Sussex aus der britischen Königsfamilie, der damals Grossmeister der Freimaurer in England war. Die Freimaurer hatten Owen angeboten, Mitglied zu werden, aber er lehnte ab. (S. 309)

Robert Owen besuchte in Frankreich den Herzog von Orléans, den späteren französischen König Louis-Philippe. Das Treffen wurde vom Herzog von Kent arrangiert, der mit dem Herzog von Orléans befreundet war. (S. 230) Orléans’ gleichnamiger Vater war 1773 Mitgründer und erster Grossmeister des Grand Orient de France (französische Grossloge) gewesen. Er war bis in die 1790er-Jahre Grossmeister und leitete damit die Freimaurerei zu Beginn der Französischen Revolution. (1, 2, 3)

Robert Owen war ein Freund des Bankiers Nathan Rothschild. (S. 252, 291) Der deutsche Einwanderer gründete 1811 die britische Rothschild Bank. Ein paar Jahre vor der Bankengründung wurde er bei den Freimaurern in England aufgenommen. (1, 2, 3) Owen traf in Frankfurt einen Bankier aus der Bethmann Familie. (S. 252) Die Bethmanns waren damals wie die Rothschilds eine der führenden Bankiersfamilien der deutschen Stadt Frankfurt.

Robert Owen war mit Fabrikbesitzern befreundet, darunter mit Samuel Oldknow, Richard Arkwright Jr. und vor allem mit Sir Robert Peel (Vater des gleichnamigen Premierministers). (S. 292, 151) Samuel Oldknow war Freimaurer. (1, 2, 3) Richard Arkwright Jr. und Robert Peel gehörten Ende des 18. Jahrhunderts zu den zehn reichsten Männern in Grossbritannien. (1) Ihre Väter waren wichtige Vorreiter der Industrialisierung gewesen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Sozialisten hielt Robert Owen nichts vom Klassenkampf und Revolutionen. Sein Weg bestand darin, die Klasse der Herrschenden von sozialen Reformen zu überzeugen. Weitere Personen aus der britischen Elite, die Owen kannten und Interesse an ihm zeigten, wären folgende:

  • John Smith aus der Bankiersfamilie Smith, die 1658 ihre Bank gegründet hatte.
  • Ein Mitglied der Bankiersfamilie Hoare, die 1672 ihre Bank gegründet hatte.
  • Isaac Lyon Goldsmid. Der Geschäftsmann war der erste Jude, der einen erblichen Titel des britischen Adels erhielt. Seine Firma Mocatta & Goldsmid war, soviel ich weiss, mit dem Gründungsjahr 1684 das erste besonders erfolgreiche jüdische Unternehmen in London.
  • Henry Hase von der Bank of England (Zentralbank).
  • Charles Grant aus dem schottischen Grant Clan. Er war Vorsitzender der East India Company, die das mächtigste Unternehmen der Welt war. Sein gleichnamiger Sohn wurde Minister für die britischen Kolonien.
  • Zachary Macaulay aus dem schottischen Macaulay Clan. Er war Mitgründer der University of London, Fellow der Royal Society und Gouverneur der britischen Kolonie Sierra Leone.
  • Lord Lauderdale aus dem schottischen Maitland Clan.
  • Sir Charles Grey. Er war Gouverneur der britischen Kolonien Jamaika und Barbados.
  • Die Markgräfin von Hastings.
  • Der Graf von Harrowby.
  • Der Vizegraf Torrington.

(S. 291, 196)

Robert Owen kannte die bedeutenden Ökonomen David Ricardo und James Mill. (S. 143) Letzterer war Schotte. Sein Sohn war der berühmte Denker John Stuart Mill.

Robert Owen reiste 1824 in die USA, wo er viele Quadratkilometer Land kaufte, auf dem er eine sozialistische Kommune gründete. Das Experiment war nicht besonders erfolgreich. Owen verlor dabei 80 Prozent seines Vermögens. (1, 2, 3) Partner und Geldgeber des Vorhabens war William Maclure, ein wohlhabender Schotte. Owen und Maclure waren Anhänger des Schulsystems des Schweizers Johann Heinrich Pestalozzi. Ein Lehrer in ihrer Kommune war Francis Joseph Neef, der Pestalozzi kannte und als Lehrer an seiner Schule gearbeitet hatte. (1, 2, 3) Pestalozzi war Mitglied des Illuminatenordens. (1, 2)

Der deutsche Herzog Karl Bernhard von Sachsen-Weimar-Eisenach besuchte Owens Kommune, wo er Owen und Maclure traf. (S. 147) Der Herzog war Freimaurer. Er wurde von seinem Vater Carl August in eine Loge aufgenommen. (1, 2) Der Vater war ausserdem Illuminat. (12)

Nachdem Robert Owen in die USA gekommen war, traf er die US-Präsidenten John Adams, Thomas Jefferson, James Madison, James Monroe, John Quincy Adams, Andrew Jackson und Martin Van Buren. Owen bezeichnete Thomas Jefferson als seinen Freund und Schüler. (S. 275, 278) Übrigens waren Monroe, Jackson sowie vielleicht auch Jefferson und Madison Freimaurer. (1, 2) Monroe stammte aus der Familie Monroe von Fowlis, also aus dem schottischen Munro Clan. (1, 2, 3)

Die Kinder von Robert Owen wurden in den USA sesshaft. Sein Sohn Richard war der erste Präsident der dortigen Purdue-Universität. Der gleichnamige Sohn, Robert Owen Jr., wurde Kongressabgeordneter und US-Botschafter im Königreich Sizilien. Er gehörte zur Führung der Working Men’s Party in New York. Diese war eine der ersten Arbeiterparteien der USA. Sie bestand nur für zwei Jahre.

Robert Owen Jr. war ein Freund von Josiah Warren. (1) Dieser gilt als der erste Anarchist der USA.

Robert Owen heiratete eine Tochter des Fabrikbesitzers David Dale, der ein führender Geschäftsmann in Schottland war. David Dale war ein Agent der bis heute bestehenden Royal Bank of Scotland, eine der ältesten Grossbanken der Welt. Dales Schwiegervater John Campbell hatte seit der Gründung für die Bank gearbeitet. John Campbell war der Enkel eines Grafen aus dem schottischen Campbell Clan und verwaltet die Konten seines Onkels, ebenfalls ein Graf. (1, 2, 3) Die Campbells sind eine der wichtigsten Familien des schottischen Adels und brachten hohe Freimaurer hervor.

Robert Owen kannte über seine Frau Mitglieder der Campbell Familie und schrieb, dass sie mit „hohen Familien“ vernetzt sind. Owens Frau war eine Schwägerin von James Haldane Stewart. (S. 113, 114, 139) Dieser kam aus dem schottischen Stewart Clan. Sein Vater war der Clan-Chef der Stewarts von Appin. (1, 2) Die Stewarts sind eine der wichtigsten Familien des schottischen Adels und brachten hohe Freimaurer hervor.

Der Schotte Alexander Campbell (1796–1870) wurde einer der wichtigsten Missionare von Owens Sozialismus. (1, 2)

Übrigens kam der Schotte Adam Smith (1723–1790), der als der Urvater des Kapitalismus gilt, mütterlicherseits aus der Familie Douglas von Strathendry, die von den Grafen von Morton aus dem schottischen Douglas Clan abstammt. (1, 2, 3) Der Douglas Clan ist eine der wichtigsten Familien des schottischen Adels und brachte hohe Freimaurer hervor. Adam Smith war Fellow der Royal Society von England und einer der ersten Fellows der Royal Society von Schottland. (1, 2)

Karl Marx (1818–1883), der bedeutendste Theoretiker des Sozialismus, heiratete 1843 Jenny von Westphalen, mit der er bis zu ihrem Tod 1881 zusammen war. Zufälligerweise war sie wie Owens Frau eine Verwandte der Herzöge von Argyll (die Oberhäupter des Campbell Clans). Jenny war die Tochter des deutschen Adligen Ludwig von Westphalen, dessen Grossmutter mütterlicherseits aus dem Campbell Clan kam. (1, 2, 3, 4, 5, 6) Marx und Jenny lebten ab 1849 in England. Vielleicht hatten sie Kontakt zu ihren schottischen Verwandten. Karl Marx lernte den schottischen Politiker und Diplomaten David Urquhart kennen. (1, 2) Dieser kam aus der Familie Urquhart von Braelangwell, stammte somit aus dem schottischen Urquhart Clan. (1) Marx war mit dem deutschen Sozialisten Peter Imandt befreundet, der seit den 1850er-Jahren in Schottland lebte. (1, 2) Jennys Bruder Ferdinand von Westphalen war Innenminister von Preussen. Der Grossvater Philipp von Westphalen wurde geadelt und genoss das unbeschränkte Vertrauen des deutschen Herzogs Ferdinand von Braunschweig. (1, 2) Der Herzog war hochrangiger Freimaurer und Illuminat. (1, 2, 3)

In der deutschen Wikipedia steht momentan, dass Karl Marx’ Vater Heinrich einer Freimaurerloge in Deutschland beitrat.

Karl Marx war väterlicherseits sowie auch mütterlicherseits jüdisch, aber er äusserte sich mehrmals abfällig über die reichen Juden und ihren Schacher. Er schrieb: „Diese jüdische Organisation von Kredithändlern ist für das Volk ebenso gefährlich wie die aristokratische Organisation der Landbesitzer.“ (1, 2) Mit letzterer ist der Adel gemeint. Ich bin kein Fan von Marx, aber das Zitat passt gut zu meinem Blog, in dem es ja oft um Aristokraten und jüdische Geschäftsleute geht. Es gab ein paar wohlhabende Juden in Marx’ Verwandtschaft. Er war ein Cousin des niederländischen Bankiers Frederik Philips, der mit seinen Söhnen den bis heute bestehenden Grosskonzern Philips gründete. (1, 2, 3) Der Verwandte Hermann Marx emigrierte nach England, wo er Partner der Bank Cull & Company wurde, wodurch er den Partner Gilbert Russell kennenlernte, ein Verwandter der Herzöge von Bedford. (S. 60) Nach Angaben von Wikipedia und Genealogieseiten, wie WikiTree, war Marx mütterlicherseits ein Enkel von Nanette Barent-Cohen, die eine Nichte von Levi Barent-Cohen (1747–1808) war. (1, 2) Levi war der Schwiegervater des bereits erwähnten Barons Nathan Rothschild (Freimaurer und Stammvater der britischen Rothschilds). Ein weiterer Schwiegersohn von Levi war Moses Montefiore. (1, 2) Dieser übernahm eine führende Rolle in der britisch-jüdischen Gemeinde und war ein Vordenker des Zionismus. Montefiore wurde von Queen Victoria zum Ritter und zum Baronet geadelt. Er lebte über 100 Jahre. (1, 2, 3) Er war Fellow der Royal Society. (1, 2) Zudem trat er den Freimaurern bei. Er gründete 1864 eine jüdische Freimaurerloge in London, die den Namen Montefiore trägt. 1886 folgte in Schottland (der Ursprungsort der Freimaurerei) die Gründung einer jüdischen Loge mit dem Namen Montefiore. 1996 wurde in Israel eine Loge gegründet, die nach Montefiore benannt ist. (1, 2, 3)

Karl Marx wurde vom deutschen Sozialisten Moses Hess (1812–1875) beeinflusst. Dieser war ein Vordenker des Zionismus mit seinem Buch Rom und Jerusalem, das 1862 veröffentlicht wurde, also noch 30 Jahre bevor Theodor Herzl sein Buch schrieb. In der deutschen Wikipedia steht momentan, dass Moses Hess in Paris einer Freimaurerloge des Grande Orient de France beitrat. (1, 2)

Der 1818 geborene Karl Marx lebte seit 1849 in London, das bis zu seinem Tod 1883 sein Zuhause war. Er wurde ein wichtiges Mitglied der Ersten Internationale. Diese internationale sozialistische Organisation wurde 1864 in London gegründet und bestand bis 1876.

Ein wichtiges Mitglied der Ersten Internationale war der russische Adlige Michail Bakunin (1814–1876), ein Revolutionär und Anarchist. Er soll dem Grande Orient in Frankreich beigetreten sein und arbeitete mit sozialistischen Freimaurern zusammen. Die Erste Internationale stand unter dem Einfluss der „Loge des Philadelphes“, einer irregulären Freimaurerloge in London, die 1850 von französischen Exilanten gegründet wurde. (1) Diese Loge ging aus dem irregulären freimaurerischen Memphis-Ritus hervor. Die Logenmitglieder hatten Kontakt zum italienischen Revolutionär Giuseppe Garibaldi. (1, 2, 3) Garibaldi war Grossmeister des italienischen Grossorients und leitete den obersten Rat der italienischen Freimaurer. Ausserdem war er der erste Grosshierophant (Oberhaupt) des Memphis-Misraïm-Ritus. (1) Es ist aber umstritten, wie gross der freimaurerische Einfluss auf die Erste Internationale war und welche ihrer Mitglieder wirklich Freimaurer waren. Während Gegner der Freimaurer den Einfluss hochspielen, versuchen Freimaurerseiten, den Einfluss herunterzuspielen.

1871 gab es in Frankreich für zwei Monate die Pariser Kommune. Bei dem Experiment wurde die Stadt Paris sozialistisch verwaltet, gegen den Willen der Regierung, die die Kommune gewaltsam auflösen liess. Die Führung der Kommune bestand etwa zu einem Drittel aus Freimaurern. Jedoch standen viele der Freimaurer in Frankreich dem Vorhaben kritisch gegenüber und die Freimaurerführung distanzierte sich von den Freimaurern der Kommune. (1, 2, 3) Ein gewähltes Mitglied der Kommune war Charles Longuet. Nach der Auflösung der Kommune ging er nach England ins Exil, wo er eine Tochter von Karl Marx heiratete. Longuet gehörte zur Ersten Internationale und trat in England den Freimaurern bei. (1, 2, 3) Auch Marx’ Schwiegersohn Paul Lafargue war Mitglied der Ersten Internationale und soll Freimaurer gewesen sein. (1, 2) Marx’ Tochter Eleanor gehörte zu den Mitgliedern der 1881 gegründeten Social Democratic Federation, der ersten sozialistischen Partei Grossbritanniens. (1, 2)

Die Pariser Kommune wurde von Anhängern des Sozialisten Auguste Blanqui (1805–1881) gegründet, die ihn zum Präsidenten der Kommune wählten. Da Blanqui im Gefängnis sass, konnte er das Amt nicht übernehmen. Seine Anhänger spielten auch nach seinem Tod eine wichtige Rolle in der Arbeiterbewegung. (1) Er war Freimaurer. (1, 2) Er begründete den Blanquismus, eine Lehre, nach der eine sozialistische Revolution von einer kleinen Gruppe gut organisierter und geheimer Verschwörer durchgeführt werden sollte. Es gibt in Paris einen Boulevard, der nach Blanqui benannt ist. ChatGPT sagte mir, dass Blanqui mehrmals England besuchte und sich dort mit anderen Revolutionären und sozialistischen Aktivisten austauschte. Bisher ist ChatGPT aber keine verlässliche Quelle und hat mir viele Dinge gesagt, die nicht korrekt sind.

Die meisten Frühsozialisten waren Franzosen. Wichtige wären:

  • Louis Blanc (1811–1882): Er soll Mitglied der oben erwähnten Philadelphes-Loge gewesen sein. Laut dem Freimaurer und Historiker Jean Bossu gehörte Louis Blanc zum obersten Rat des Memphis-Ritus. (1, 2, 3) Er floh nach England ins Exil. (1, 2)
  • Pierre Leroux (1797–1871): Er trat einer Freimaurerloge in Frankreich bei. Als er auf der britischen Insel Jersey im Exil lebte, wurde er dort Mitglied einer Loge. Er schloss sich auch der Philadelphes-Loge in London an. (1, 2) Nach Robert Owen war Leroux der Erste, der den Begriff Sozialismus prägte.
  • Étienne Cabet (1788–1856): Er tauschte sich mit Robert Owen aus und liess sich von ihm inspirieren. (S. 137) Er beteiligte sich in Frankreich an der Julirevolution von 1830. Er lebte einige Jahre in England im Exil. (1, 2)
  • Pierre-Joseph Proudhon (1809–1865): Er war Freimaurer. (1, 2, 3) Proudhons Anhänger beteiligten sich an der Gründung der Ersten Internationale. Er wird oft als der Vater des Anarchismus bezeichnet, aber der Engländer William Godwin hatte bereits vor Proudhons Geburt ein Buch geschrieben, durch das er als Vordenker des Anarchismus angesehen werden kann.
  • Henri de Saint-Simon (1760–1825): Der Graf war mit hohen französischen Adligen verwandt. Zusammen mit dem Markgrafen von Lafayette unterstützte er die Amerikanische Revolution. (1, 2) Lafayette, ein reicher Adliger aus Frankreich, unterstützte die Französische Revolution, aber war dem König wohlgesonnen. Lafayette spielte eine entscheidende Rolle bei der Amerikanischen Revolution. Er war in Frankreich und in den USA als Freimaurer aktiv. Er erreichte den 33. Freimaurergrad, wurde Royal Arch-Freimaurer, gehörte zu einem hohen Freimaurerrat in New York und trat den amerikanischen Templern bei. Er hatte ein gutes Verhältnis zu den Gründervätern der USA, auch zum ersten US-Präsidenten George Washington. (1, 2) Washington gehörte den Freimaurern an, so wie viele weitere US-Präsidenten. (1, 2, 3) Henri de Saint-Simon hatte London besucht. (S. 97)
  • François „Gracchus“ Noël Babeuf (1760–1797): Er gründete während der Französischen Revolution die „Verschwörung der Gleichen“, einen Geheimbund, der eine Verschwörung zur Machtergreifung plante, mit dem Ziel, Frankreich in eine sozialistische Gesellschaft zu verwandeln. (1) In dieser sollte das Privateigentum, Meinungsfreiheit sowie die Religion abgeschafft werden. Laut dem Manifest der Verschwörer muss es im neuen System zu einer grossen Zunahme von Regierungsbeamten und Bürokraten kommen, was notwendig sei, wenn „das Vaterland die Kontrolle über einen Einzelnen von seiner Geburt bis zu seinem Tod übernimmt“. Die Verschwörer sahen vor, Leute, die „der Gesellschaft ein schlechtes Beispiel geben“ durch ihren „luxuriösen Lebensstiel“, mit Gefängnis und Zwangsarbeit zu bestrafen. (1) In sozialistischen Kreisen gab es somit von Anfang an die Ansicht, dass zur Verwirklichung der sozialistischen Utopie eine Diktatur notwendig ist, da in einem freiheitlichen System die antisozialistischen Kräfte stets die Umsetzung des Sozialismus verhindern werden. Einer der Hauptverschwörer des Bundes war der Frühsozialist Sylvain Maréchal (1750–1803), ein Freimaurer und Anhänger der Französischen Revolution. (1, 2, 3) Ein weiterer wichtiger Verschwörer des Bundes war der Freimaurer Filippo Buonarroti (1761–1837). Er kam aus einer italienischen Adelsfamilie, zu der auch der berühmte Künstler Michelangelo gehörte. Filippo Buonarroti war Teil des innersten Zirkels um Maximilien Robespierre, der die Jakobiner anführte, eine der wichtigsten Gruppen bei der Französischen Revolution. Buonarroti hatte Napoleon Bonaparte, der nach der Revolution Kaiser von Frankreich wurde, bereits vor der Revolution kennengelernt. Napoleon war ebenfalls Italiener. Buonarroti wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einem Knotenpunkt eines weitverzweigten Netzwerkes von Geheimbünden, die sich teilweise gegen Napoleon richteten. Der oben erwähnte Anarchist Bakunin bezeichnete Buonarroti als „den grössten Verschwörer seiner Zeit“, was er offenbar im positiven Sinne meinte. Auch der oben erwähnte Verschwörer Blanqui liess sich von Buonarroti inspirieren. Buonarroti war ein Vorreiter der Revolution, die in den 1860er-Jahren zur Einigung Italiens führte. (1, 2, 3) Die Revolution in Italien wurde von Freimaurern angeführt, darunter vom oben erwähnten Giuseppe Garibaldi. (Mehr dazu im Beitrag zur Garibaldi Familie)

Der Ursprung der Eugenik

Der britische Universalgelehrte Francis Galton (1822–1911) war der Begründer der Eugenik und erfand den Begriff Eugenik. Er war Freimaurer und Fellow der Royal Society. (1, 2, 3) Die Royal Society ist eine seit 1660 bestehende Gelehrtengesellschaft in England. Sie gilt bis heute als eine der angesehensten wissenschaftlichen Gesellschaften der Welt. Ihre Mitglieder sind die sogenannten Fellows. Bis 2020 haben ihre Fellows mehr als 280 Nobelpreise erhalten. (1) Sie machen damit fast ein Drittel aller Nobelpreisträger aus. Der britische Monarch stellt den Patron der Royal Society. König Charles und Prinz Edward von Kent (Grossmeister der Freimaurer in England) sind königliche Fellows der Gesellschaft. Ein berühmter Fellow ist der Multimilliardär Elon Musk.

Anmerkung: Mehrere Präsidenten der Royal Society kamen aus dem Adel und einige waren Freimaurer, zum Beispiel Graf George Parker von Macclesfield, Graf James Douglas von Morton (Grossmeister der Freimaurer in England und Schottland) und der britische Prinz Augustus Frederick (Grossmeister der Freimaurer in England). Hier die Liste der Präsidenten. Der berühmteste Präsident war Isaac Newton, einer der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit. Newton kannte John Theophilus Desaguliers und weitere Oberhäupter der britischen Freimaurerei. Im 18. Jahrhundert war die Royal Society ein sehr freimaurerischer Verein. Etwa ein Drittel der in London ansässigen Fellows waren Freimaurer. (1)

Francis Galton wurde vom König zum Ritter geadelt. (1)

Francis Galton kam aus einer Quäkerfamilie, die Geschäftsleute hervorbrachte. Sein Grossvater Samuel Galton war auch ein Fellow der Royal Society und gehörte zu den frühen Industriellen. Samuel heiratete in die Quäkerfamilie Barclay. Francis Galton war dadurch ein Nachkomme von Robert Barclay, der im 17. Jahrhundert eine wichtige Persönlichkeit des frühen Quäkertums war. (1, 2, 3, 4, 5) Die Barclays gründeten zusammen mit anderen Quäkerfamilien die bis heute bestehende Grossbank Barclays. Die Familie stammt aus dem schottischen Barclay Clan.

Francis Galton war ein Halbcousin des berühmten Charles Darwin (1809–1882). (1, 2) Dieser etablierte die Evolutionstheorie. Die Theorie führte dazu, dass der Atheismus in der Gesellschaft erstarken konnte.

Charles Darwin war, noch bevor er berühmt wurde, zum Fellow der Royal Society ernannt worden. (1) Sein Grossvater Erasmus und sein Onkel Sir Francis Darwin sowie der Cousin Reginald Darwin waren Freimaurer. Erasmus Darwin war ebenfalls Wissenschaftler und Fellow der Royal Society. Er wurde in der Loge Canongate Kilwinning zum Freimaurer gemacht. (1, 2, 3) Diese Freimaurerloge in Schottland besteht seit 1677 und gilt als eine der ältesten der Welt. (1) Die Royal Society war seit ihrer Gründung mit Freimaurerfamilien verbunden.

Charles’ Sohn Leonard Darwin und der Enkel Charles Galton Darwin waren Präsidenten der 1907 gegründeten Eugenics Education Society, eine britische Gesellschaft, die sich für die Eugenik starkmachte. (1, 2, 3) Später nannte sie sich erst Eugenics Society und dann Galton Institute. Heute trägt sie den Namen „Adelphi Genetics Forum“. In diesem Beitrag werde ich sie Eugenics Society nennen. Francis Galton war in den ersten Jahren Ehrenpräsident der Gesellschaft. Viele Präsidenten der Gesellschaft erhielten Ritterorden. Einige davon wurden zu Baronen geadelt und waren Fellows der Royal Society.

Charles Galton Darwin wurde zum Ritter erhoben und zum Fellow der Royal Society ernannt. Ausserdem war er auch Fellow der Royal Society von Schottland und gehörte zur Führung der Gesellschaft. (1) Leonard Darwin und seine Kollegen fürchteten, dass sich die Ärmsten der Gesellschaft schneller vermehrten als die Mittelschicht. Leonard Darwin versuchte die Regierung davon zu überzeugen, dass man die Untauglichen sterilisieren oder in Sonderkolonien absondern sollte. Die Reichen hingegen müssten mehr Kinder bekommen. (1) Leonard Darwin war Präsident der ersten internationalen Eugenik-Konferenz, die im Jahr 1912 in London stattfand. Der ehemalige Premierminister Arthur Balfour und der spätere Premierminister Winston Churchill nahmen an der Konferenz teil. (1, 2) Winston Churchill war Mitglied der Eugenics Society. (1) Er befürwortete die Sterilisierung von „Geistesschwachen“ und „Verrückten“, damit sie sich nicht in der britischen Gesellschaft vermehren können. 1899 schrieb er: „Die Verbesserung der britischen Rasse ist mein Lebensziel.“ (1, 2) Er war Fellow der Royal Society. (1) Zudem war er Freimaurer. (1, 2)

Malthusianismus – Der Ursprung der Bevölkerungskontrolle

Einer der frühsten Vordenker der Bevölkerungskontrolle war der britische Ökonom Thomas Robert Malthus (1766–1834) mit seinem 1798 anonym veröffentlichtem Essay on the Principle of Population. Darin warnte er davor, dass es bei einer zu stark wachsenden Bevölkerung zu Problemen mit der Lebensmittelversorgung kommt, was in Hungersnöten, Armut und Kriegen enden würde. Er schlug vor, mit der Erhöhung des Heiratsalters und einer Geburtenbeschränkung das Bevölkerungswachstum zu verlangsamen. Er war auch der Meinung, dass man den Armen nicht helfen sollte, da diese sonst nur noch mehr Kinder bekommen würden. Es gibt Historiker, die vermuten, dass bei der grossen Hungersnot in Irland im 19. Jahrhundert die britische Regierung keine Hilfe leistete, weil sie sich von Malthus’ Theorie beeinflussen liess. (1, 2)

Malthus verurteilte Heilmittel gegen Krankheiten, da das Heilen von tödlichen Krankheiten das Bevölkerungswachstum erhöht. Malthus wünschte sich die Pest zurück. Er schlug vor, die Strassen in den Städten enger zu machen und in Häusern mehr Menschen auf einmal unterzubringen, um die Verbreitung von Krankheiten zu begünstigen. (1)

Malthus wurde 1819 zum Fellow der Royal Society ernannt. (1, 2)

Malthus kannte den oben erwähnten Frühsozialisten Robert Owen und unterhielt sich häufig mit ihm. (S. 143) Owen hatte sich bereits als junger Mann mit dem Malthusianismus beschäftigt. (1) Sein Sohn, der US-Politiker Robert Dale Owen, war der Pionier des Malthusianismus in den USA. (1) Robert schrieb das Buch Moral Physiology: A Brief and Plain Treatise on the Population Question. Es war eines der ersten Bücher in den USA, das sich mit dem Thema der Überbevölkerung befasste.

Charles Darwin wurde durch das Essay von Malthus beeinflusst. (1, 2) Leonard Darwin, der wie gesagt Präsident der Eugenics Society war, interessierte sich sehr für die Theorie von Malthus. (1)

Im Jahr 1877 wurde in England die Malthusian League gegründet, die bis 1927 bestand. So viel ich weiss, war sie die erste Organisation, die ausschliesslich zum Zweck gegründet wurde, sich für die Bevölkerungskontrolle, insbesondere Verhütung, zu engagieren. Einer ihrer Hauptgründer war Charles Bradlaugh. (1, 2) Der Politiker war Atheist und gründete 1866 die National Secular Society, die sich bis heute für die Säkularisierung einsetzt. Bradlaugh gehörte britischen und französischen Freimaurerlogen an, unter anderem der Philadelphes-Loge, die wie bereits erwähnt Sozialisten als Mitglieder hatte. Ausserdem war Bradlaugh Gouverneur des Royal Masonic Institute for Boys. (1, 2) Diese Schule in England wurde für Kinder von Freimaurern gegründet. (1) Bradlaugh kannte den Frühsozialisten Robert Owen, den Philosophen John Stuart Mill und den italienischen Freimaurer Giuseppe Mazzini. (1) Als Bradlaugh wegen „Obszönität“ angeklagt wurde, weil er Schriften zur Empfängnisverhütung herausgab, schrieb er Charles Darwin einen Brief, in dem er ihn bat, als Zeuge vor Gericht auszusagen, aber Darwin lehnte ab. (1, 2)

Ein Mitgründer der Malthusian League war der Verleger Edward Truelove. In den USA besuchte er New Harmony, wo Robert Owen seine Kommune gegründet hatte. Truelove wurde wegen Obszönität verurteilt, weil er das Buch von Owens Sohn Moral Physiology, in dem es um Überbevölkerung geht, veröffentlicht hatte. Truelove half den Kommunisten der Ersten Internationale Schriften herauszugeben. (1, 2)

Der erste Präsident der Malthusian League war Charles Drysdale. (1, 2) Auch sein gleichnamiger Sohn wurde Präsident der Organisation und fungierte 1921 und 1925 als Präsident der internationalen Neomalthusianischen Konferenz in London und New York, wie der Name schon sagt eine internationale Konferenz zum Thema Bevölkerungskontrolle. Charles Drysdale Jr. wurde zum Fellow der schottischen Royal Society ernannt, sass im Vorstand der Royal Institution und erhielt zwei Ritterorden. (1, 2) Er und seine Frau gehörten zu den frühen Mitgliedern der Eugenics Society. Mehrere Mitglieder der Malthusian League waren auch Mitglied der Eugenics Society. (1) Charles Drysdale Jr. sagte, die Malthusian League verfüge über ein Netzwerk, das auch in anderen europäischen Ländern sowie in den USA, Brasilien und Algerien aktiv war. (1) Die niederländische Regierung hatte 1895 die Malthusian League per königlichem Dekret anerkannt. (S. 111)

Im Jahr 1930, drei Jahre nach der Auflösung der Malthusian League, gründete Charles Drysdale Jr. die Family Planning Association (FPA). Es erscheint naheliegend, dass sie das Erbe der Malthusian League fortführen sollte. Die FPA war und ist die wohl wichtigste britische Organisation für Bevölkerungskontrolle. Sie machte sich bei konservativen Christen unbeliebt, weil sie Abtreibungen förderte. Die Baronin Gertrude Denman war Mitgründerin und erste Präsidentin der Organisation. Gertrudes Mann Thomas war Generalgouverneur der britischen Kolonie Australien. Gertrude kam aus der einflussreichen Unternehmerfamilie Pearson (Gründer des Pearson-Verlags). (1, 2) Diese wurde in den Adel aufgenommen und ist über Heiraten mit britischen Adelsfamilien verwandt.

Kapitel II

Der Wunsch nach einer Weltregierung

Bertrand Russell

Der Graf Bertrand Russell (1872–1970) war einer der bedeutendsten Philosophen Grossbritanniens. Er erhielt den Nobelpreis für Literatur. Er sympathisierte mit sozialistischen Ideen. Sein Grossvater John Russell war Premierminister gewesen. Er kam aus der Russell Familie, die zu den hohen Familien des britischen Adels gehört.

Bertrand Russell wurde 1908 zum Fellow der Royal Society ernannt. (1)

Bertrand Russell war bei konservativen Christen verhasst, da er ein religionskritischer Atheist und ein Befürworter der Bevölkerungskontrolle war. Im Jahr 1957 schrieb er: „Von allen langfristigen Problemen, mit denen die Welt konfrontiert ist, ist dieses Bevölkerungsproblem das wichtigste und grundlegendste.“ (1) Damals gab es knapp drei Milliarden Menschen. Heute sind es über acht Milliarden. Bertrand Russell schrieb in einem 1952 veröffentlichtem Buch: „Wenn es keine Weltregierung gibt, die eine allgemeine Geburtenkontrolle sicherstellt, muss es von Zeit zu Zeit grosse Kriege geben, in denen die Strafe für eine Niederlage der weit verbreitete Tod durch Verhungern ist.“ Er machte darauf aufmerksam, dass Seuchen für die Bevölkerungskontrolle effektiver sind als Kriege. (S. 165, 166) Russell glaubte, eine Weltregierung sei zum Wohl der Menschheit notwendig. Er zog es auch in Betracht, die Weltregierung notfalls mit militärischen Mitteln durchzusetzen. 1951 schrieb er: „Ich denke, wir sollten zugeben, dass eine Weltregierung mit Gewalt durchgesetzt werden muss.“ (1, 2) Er meinte, die Vereinten Nationen (UN) sollten die Rolle der Weltregierung übernehmen. 1958 wies er darauf hin, dass man für eine Weltregierung die Volksrepublik China in die UN aufnehmen muss, da China in einigen Jahrzehnten der mächtigste Staat sein wird. (1, 2) China wurde 1971 in die UN aufgenommen.

Bertrand Russell hatte 1920 China besucht. Dort hatte er den späteren kommunistischen Führer Mao Zedong kennengelernt, der damals noch ein junger Mann war. (1, 2)

Laut Wikipedia sagte Russell 1922: „Ich sehe nicht, wie wir hoffen können, auf Dauer stark genug zu sein, um die farbigen Rassen fernzuhalten; früher oder später werden sie unweigerlich überschwemmen, also können wir nur hoffen, dass diese Nationen die Weisheit der Geburtenkontrolle erkennen. (…) Wir brauchen eine starke internationale Autorität.“ (1) Russell war Vice President der oben erwähnten Family Planning Association. (1) Seine Eltern hatten sich bereits im 19. Jahrhundert für die Geburtenkontrolle starkgemacht und wurden deshalb angefeindet, da zu dieser Zeit die Geburtenkontrolle von den meisten als empörend oder sogar als Verbrechen empfunden wurde. Der Vater musste deswegen seine politische Karriere aufgeben. Bertrands Eltern lernten von ihrem Freund John Stuart Mill (berühmter Philosoph), dass die Geburtenkontrolle eine gute Sache ist. (1, 2, 3)

Bertrand Russell gehörte 1961 zu den Unterzeichnern einer Aufforderung zur Ausarbeitung einer Weltverfassung, also eine Verfassung, die weltweit gelten soll. Die Unterzeichner kamen aus Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Zu ihnen zählten hohe Politiker und die belgische Königin. (1, 2)

Bertrand Russell sass von 1931 bis 1970 im House of Lords, dem Oberhaus des britischen Parlaments, dem bis heute viele Adlige angehören (die erblichen Peers). Russell vertrat dort die Labour Party. (1, 2) Übrigens möchte die derzeitige Labour-Regierung, dass die Adelsfamilien ihr Privileg verlieren, einen Sitz im House of Lords zu haben. Die linke Labour-Partei hat lediglich vier erbliche Peers im House of Lords, während 45 zur Konservativen Partei gehören. (12) Die Labour-Partei möchte die Reform vermutlich, weil sie sich ärgert, dass sie so wenig adlige Unterstützer im Parlament hat. In den 50er-Jahren fanden im House of Lords mehrere Debatten zum Thema Weltregierung statt. Bei einer davon sprach sich Vizegraf William Astor, der aus einer sehr einflussreichen Familie kam, für eine Weltregierung aus und meinte, es bräuchte eine Weltpolizei, die das Weltrecht durchsetzen könnte. Astor sagte, die Weltregierung soll aus der UN hervorgehen. Er wies darauf hin, dass die britische Queen Elizabeth der Gründung einer Weltregierung offen gegenübersteht und es auch im Ausland viele Leute gibt, die das Vorhaben unterstützen würden. Nach Astor hielt der Graf von Home* seine Rede, in der er ebenso eine Weltregierung befürwortete und die UN als ihren Grundstein sah. Er sagte: „Der beste Beitrag und das überzeugendste Beispiel für die Möglichkeit einer zukünftigen Weltregierung ist vielleicht das Beispiel des Commonwealth.“ Der Commonwealth ist gewissermassen der Nachfolger des britischen Weltreiches. Bei der Debatte im House of Lords hielt auch William Beveridge eine Rede, in der er erklärte, dass Grossbritannien am besten geeignet sei, die Weltregierung anzuführen. Er sagte: „In der Vergangenheit hat Grossbritannien die Welt in vielen Dingen angeführt, und obwohl es nicht die Macht hat, die Welt physisch anzuführen oder sie physisch zu beherrschen, wie es in der Vergangenheit der Fall war, könnte Grossbritannien führend sein. (…) Wenn die Regierung meinen Appell in Betracht ziehen würde, könnte Grossbritannien die Welt wieder anführen und uns schneller aus dieser grauenhaften Gefahr eines nuklearen dritten Weltkriegs befreien.“ Er wollte also eine britische Weltdominanz zum Wohle der Menschheit. In seiner Rede bezeichnete er das House of Lords als das „intelligenteste und wichtigste Publikum“, das man haben kann. (1) Diese Art von Grössenwahn gab es in der britischen Elite schon seit dem 19. Jahrhundert.

* Der Graf von Home wurde später Premierminister und Vorsitzender der berüchtigten Bilderberg-Treffen. (1) Er war der Clan-Chef des schottischen Home Clans.

Bertrand Russell war, zumindest eine Zeit lang, Eugeniker und glaubte, dass die Elite ihren überlegenen Genpool schützen muss. (1) Der Intelligenzquotient von Bertrand Russell soll bei 180 gelegen haben. Er war demnach hochintelligent. (1)

In diesem Beitrag wird Bertrand Russell noch oft vorkommen, daher sollte der Leser sich seinen Namen merken.

John Maynard Keynes

Bertrand Russells zweite Ehefrau, Dora Black, versuchte in den 20er-Jahren, die britische Regierung von der Idee der Geburtenkontrolle zu überzeugen. (1) Im Jahr 1923 wurde der Anarchokommunist Guy Aldred und seine Frau angeklagt, weil sie in ihrem Verlag Margaret Sangers Family Limitation veröffentlichten, eine Broschüre über Empfängnisverhütung. (1) Darauf übernahmen Bertrand und Dora Russell gemeinsam mit John Maynard Keynes die Gerichtskosten. (1, 2, 3) John Maynard Keynes (1883–1946) war ein sehr bedeutender britischer Ökonom. Er erhielt den Adelstitel eines Barons. Der Keynesianismus geht auf ihn zurück. Diese Lehre könnte man als eine Form der linken Ökonomie betrachten. Libertäre lehnen den Keynesianismus für gewöhnlich ab und sehen ihn oft als eine Vorstufe des Sozialismus.

Der hochintelligente Bertrand Russell nannte Keynes den Mann mit dem „schärfsten und klarsten Verstand“, den er je gekannt hat. (1)

Keynes war während des Zweiten Weltkrieges Director der Bank of England, also Vorstandsmitglied der britischen Zentralbank. (1, 2) Zu dieser Zeit leitete Montagu Norman die Zentralbank.

Keynes befürwortete die Bevölkerungskontrolle. Er war Eugeniker und gehörte zur Führung der Eugenics Society. 1946 bezeichnete Keynes die Eugenik als „den wichtigsten und bedeutendsten Zweig der Soziologie“. (1, 2) Er meinte, dass sich die Arbeiterklasse zu stark vermehrt. (1) Er war ein führendes Mitglied der Malthusian League und war eine Zeit lang ihr Vorsitzender. (1, 2) Er war wie Bertrand Russell Vice President der Family Planning Association. (1) Ausserdem nahm Keynes 1927 an der Weltbevölkerungskonferenz teil, einer internationalen Konferenz zum Thema Bevölkerungskontrolle, die in Genf, Schweiz, stattfand. (1)

Keynes’ Bruder Sir Geoffrey Keynes heiratete in die Darwin Familie, zu der Charles Darwin gehörte. (1, 2) Geoffreys Sohn Richard, ein Fellow der Royal Society, heiratete die Tochter von Edgar Adrian, der den Nobelpreis für Physiologie erhielt und zum Baron geadelt wurde. Adrian war Präsident der Royal Society. (1, 2)

Keynes wird in diesem Beitrag noch oft erwähnt werden.

H. G. Wells

Bertrand Russells Frau Dora arbeitete bei ihrem Einsatz für die Geburtenkontrolle mit H. G. Wells zusammen. (1, 2) H. G. Wells (1866–1946) war ein berühmter britischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Er war Eugeniker und Mitglied der Eugenics Society. (1) Er malte sich eine Zukunft aus, in der die Elite die Minderwertigen töten und sich dabei gut fühlen wird, denn „sie werden ein Ideal haben, das das Töten lohnenswert macht“. (1) Er beklagte sich über die Horden „schlecht erzogener, schlecht ausgebildeter minderwertiger Bürger“. (1)

H. G. Wells tauschte sich oft mit Keynes zum Thema Eugenik und Bevölkerungskontrolle aus. 1922 waren die beiden Mitorganisatoren der Neomalthusianischen Konferenz in London. (1, 2) Die beiden beteiligten sich 1925 auch an der ersten Neomalthusianischen Konferenz der USA. (S. 275) Wells gehörte wie Keynes zur Führung der Malthusian League und wurde 1915 Vice President der Organisation. (1) Desweiteren war Wells wie Keynes ein Vice President der Family Planning Association. (1)

H. G. Wells war mit Bertrand Russell befreundet. (1, 2) Er war wie Russell der Meinung, dass es eine Weltregierung braucht, um den Weltfrieden sicherzustellen und die grossen Probleme der Menschheit zu lösen. 1928 veröffentlichte Wells das Manifest The Open Conspiracy: Blue Prints for a World Revolution, auf Deutsch Die offene Verschwörung: Blaupausen für eine Weltrevolution. Das Manifest hatte Bertrand Russell gefallen. Darin schreibt Wells, dass für die Gründung eines Weltstaats die Abschaffung des Nationalismus sowie die Kontrolle über alle Industrien der Welt notwendig sind. Die Weltregierung sollte über eine geregelte Geburtenrate die Weltbevölkerung steuern. (1) Wells nannte es offene Verschwörung, weil es nicht geheim sein soll: „Jeder Schritt zur Welteinheit muss am helllichten Tag mit der verständnisvollen Sympathie möglichst vieler Menschen unternommen werden, sonst wird sich die Art der Einheit, die erreicht wird, als kaum erstrebenswert erweisen.“ (S. 22) Diejenigen, die die offene Verschwörung durchführen werden, bezeichnet Wells als Conspirators, also Verschwörer. Er benutzt das Wort Verschwörer mehrfach im Buch. Er erläutert auch, wer die Verschwörer sein sollten:

„Die Offene Verschwörung, die Weltbewegung für die Ersetzung, Erweiterung oder Verschmelzung bestehender politischer, wirtschaftlicher und sozialer Institutionen, muss sich in dem Masse, wie sie wächst, zwangsläufig immer mehr Fragen der praktischen Kontrolle nähern. Es ist wahrscheinlich, dass sie in ihrem Wachstum viele aktive Staatsbedienstete und viele industrielle und finanzielle Führer und Direktoren einbezieht.“ (S. 20)

„Und wenn wir zu den allgemeinen Funktionsklassen kommen, den Grundbesitzern, den Industrieorganisatoren, den Bankiers usw., die das gegenwärtige System, so wie es ist, kontrollieren, sollte es noch deutlicher sein, dass die richtungsweisenden Kräfte der neuen Ordnung sehr weitgehend aus den Reihen dieser Klassen und aus ihren Erfahrungsschätzen und Traditionen an Methoden hervorgehen müssen. Die Offene Verschwörung kann nichts mit der Irrlehre zu tun haben, dass der Weg des menschlichen Fortschritts über einen umfassenden Klassenkampf führt.“ (S. 30, 31) Die offene Verschwörung soll also von Aristokraten, Bankiers und Konzernchefs angeführt werden, was ja auch Sinn macht, da sie als einzige in der Lage sind, eine Weltverschwörung durchzuführen.

Die Offene Verschwörung ist nicht als eine einzelne Organisation zu betrachten; sie ist eine Lebensauffassung, aus der Bestrebungen, Organisationen und neue Orientierungen hervorgehen werden. (S. 29)

H. G. Wells erklärt im Buch, dass es Widerstand gegen die Weltverschwörung geben wird. Ein Kapitel handelt von dem Problem, dass sich die weniger industrialisierten Völker dem Druck der offenen Verschwörung widersetzen könnten. (S. 40) Wells schreibt, die Verschwörer dürfen es nicht tolerieren, wenn Länder gegen die Verschwörung rebellieren. Man müsse die „Feinde definieren und sie angreifen“. Die Verschwörer müssen dabei „ihre eigenen Organisationen“ oder „die Polizei- und Militärmacht von Regierungen“, die zur Verschwörung gehören, einsetzen. Er schreibt: „Die Offene Verschwörung beruht auf der Missachtung der Nationalität und es gibt keinen Grund, warum sie schädliche oder hinderliche Regierungen tolerieren sollte (…). Es liegt in der Macht der atlantischen Gemeinschaften, der Welt den Frieden aufzuerlegen und die Bewegungsfreiheit und Redefreiheit von einem Ende der Erde zum anderen zu sichern. Das ist eine Tatsache, auf der die Offene Verschwörung beharren muss.“ (S. 65)

An einer anderen Stelle schreibt Wells:

„Solange die Offene Verschwörung nicht mehr als eine Diskussion ist, kann sie sich unwidersprochen ausbreiten, weil sie nicht beachtet wird. (…) Aber wenn ihr Wissen und ihre Erfahrung zunehmen und ihre Organisation effektiver und aggressiver wird, wenn sie beginnt, die Erziehung, die sozialen Gewohnheiten und die geschäftlichen Entwicklungen zu beeinflussen, wenn sie beginnt, die Organisation des Gemeinwesens zu übernehmen, wird sie nicht nur ihre eigenen Kräfte, sondern auch ihre Feinde mobilisieren. Ein Komplex von Interessen wird sich von ihr bedrängt und bedroht fühlen, und sie kann leicht das gefährlichste aller menschlichen Gefühle der Massen hervorrufen, die Angst. Auf ganz unvorhersehbare Weise kann sie einen Sturm gegen sich selbst entfachen, der alle unsere derzeitigen Vorstellungen übersteigt. Unsere Vorstellung von einer fast unblutigen Beherrschung der atlantischen Gemeinschaften könnte nur der zuversichtliche Traum eines Denkers sein, dessen Gedanken noch nicht infrage gestellt wurden. (…) Die Errichtung der Weltgemeinschaft wird sicherlich einen Preis fordern – und wer kann schon sagen, wie hoch dieser Preis sein wird? – in Form von Mühsal, Leid und Blut.“ (S. 66) Damit möchte Wells sagen: Umso weiter die Weltverschwörung voranschreitet, umso grösser wird der Widerstand gegen die Verschwörung werden.

H. G. Wells sagt im Buch nicht, ob die Weltregierung einigermassen demokratisch sein soll (zum Beispiel als Weltparlament mit gewählten Vertretern aller Nationen). Er schreibt auf Seite 39: „Unsere Hoffnung für die Zukunft der Menschheit liegt nicht in der Psychologie der Massen und der wahllosen Herrschaft der universellen Demokratie.“ Also keine demokratische Weltregierung. Wells bewunderte den Diktator und Massenmörder Josef Stalin. Er traf ihn persönlich, was in Kapitel 4 erläutert wird. Demnach sah Wells die Demokratie nicht als hohes Gut der Menschheit an.

Wells veröffentlichte 1940 im britischen Verlag Secker & Warburg das Buch The New World Order, zu Deutsch: Die neue Weltordnung. Damit prägte er einen Begriff, der heute vor allem von Verschwörungstheoretikern verwendet wird. In dem Buch plädiert er ebenfalls für die Errichtung einer Weltregierung. Wells, der Sozialist war, fordert in dem Buch einen „Weltsozialismus“, der aber die Freiheitsrechte respektieren soll. (S. 119, 122) Er befürwortet in dem Buch die Gründung einer Weltpolizei. (S. 184)

In Wells’ Roman The Shape of Things to Come von 1933 kommt eine Weltregierung vor. In seinem Roman The World Set Free von 1914 sagte er die Entwicklung der Atombombe voraus. In der Geschichte leitet der fiktive britische König Egbert die Gründung einer Weltregierung, an der sich Könige, Kaiser, Fürsten, Staatsmänner und Finanzführer beteiligen. Sie tun dies, um die Auslöschung der Menschheit durch einen Atomkrieg zu verhindern. Also genau wie es Bertrand Russell später angesichts der nuklearen Bedrohung forderte. In dem Roman sagt König Egbert: „Wir müssen uns nicht auf Förmlichkeiten beschränken, wir müssen die Welt regieren. Wir haben immer so getan, als würden wir die Welt regieren, und hier ist unsere Gelegenheit.“ (S. 171, 172, 180) Wells veröffentlichte 1905 den Roman A Modern Utopia, in dem die Weltregierung von einem Orden angeführt wird. In seinem 1899 veröffentlichten Roman The Sleeper Awakes verfügt eine kleine Elite über enormen Einfluss und über ein riesiges Vermögen. Wells war offenbar regelrecht besessen von der Idee einer kommenden Weltregierung.

Wells beschrieb in seinen Romanen viele Dinge, die später auch eintrafen, unter anderem die globale Erwärmung und die Massenüberwachung sowie die Erfindung von Radio, Fernsehen, Video, Internet, Gentechnik, Biowaffen, Chemiewaffen, Atombomben und Panzern. (1, 2, 3)

Übrigens: So viel ich weiss, war der Adlige Anacharsis Cloots (1755–1794), ein Revolutionär der Französischen Revolution, der erste gewesen, der die Gründung einer Weltrepublik und eines Weltparlaments forderte. (1, 2)

H. G. Wells hatte eine Affäre mit der Amerikanerin Margaret Sanger, die in den USA eine sehr wichtige Rolle beim Aufbau der Lobby für Bevölkerungskontrolle spielte. Wells sagte in den 30er-Jahren über Sanger: „Sie ist die grossartigste Frau der Welt. Die Bewegung, die sie ins Leben gerufen hat, wird in hundert Jahren die einflussreichste aller Zeiten sein, wenn es darum geht, die Geschicke der Menschen auf der Erde zu lenken.“ (1, 2) Aus Sangers Bewegung ging die International Planned Parenthood Federation hervor, eine der wichtigsten internationalen Organisationen für Bevölkerungskontrolle. Wenn Wells recht behalten hat, dann wäre die Organisation heute ein wichtiger Bestandteil der Weltverschwörung.

Wells stand jeder gesellschaftliche Kreis des Königreichs offen. (1) Er verfügte über einen internationalen Bekanntenkreis, der Aristokraten, Mitglieder königlicher Familien und hohe Politiker umfasste (also Leute, die für seine Weltverschwörung geeignet wären). Er war mit Maurice Baring befreundet. (S. 246, 369) Dieser war der Sohn eines Barons aus der mächtigen Bankiersfamilie Baring.

Zu Wells’ Geliebten zählte Elizabeth von Arnim, die erst in die alte deutsche Adelsfamilie Arnim und danach den Bruder von Bertrand Russell heiratete. (1) Wells hatte eine Affäre mit der Amerikanerin Constance Coolidge. (1) Diese heiratete erst Ray Atherton, der US-Botschafter in mehreren Ländern war, und danach einen französischen Grafen. Constance kam mütterlicherseits aus der Crowninshield Familie, die im 19. Jahrhundert eine einflussreiche Familie in den USA war und im Jahr 1900 in die mächtige Du Pont Familie heiratete. Wells hatte eine Liebesbeziehung mit Moura Budberg. Die russische Aristokratin war eine waschechte Verschwörerin und war ihr Leben lang von Verschwörern umgeben, was in Kapitel 4 erläutert wird.

Die Huxley-Brüder und J. B. S. Haldane

H. G. Wells war ein Student des Biologen Thomas Huxley (1825–1895). (1, 2) Huxley war als Präsident der Royal Society eines der Oberhäupter der wissenschaftlichen Elite Grossbritanniens. Zudem wurde er in den Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie) berufen. Er war mit Charles Darwin befreundet und wurde ein Anhänger der Evolutionstheorie. Er wünschte sich eine Wissenschaft, die nicht von religiösen Dogmen eingeschränkt wird. Der Begriff „Agnostizismus“ wurde massgeblich von Huxley geprägt. (1, 2, 3)

Thomas Huxley war der Grossvater des berühmten Schriftstellers Aldous Huxley (1894–1963). Dieser kam vor allem für sein Buch Schöne neue Welt zu Berühmtheit. Der Roman handelt von einer Zukunft, in der eine Weltregierung die Menschheit und ihre Fortpflanzung kontrolliert. Dabei setzt die Weltelite Klontechnologie, Psychopharmaka und Gehirnwäsche ein. Im Weltstaat gibt es einen Personenkult um den Unternehmer und Freimaurer Henry Ford. In der Geschichte ist die Mehrheit der Frauen sterilisiert. Die restlichen Frauen tragen einen Gürtel, in dem Verhütungsmittel aufbewahrt werden und der malthusianischer Gürtel genannt wird, eine Anspielung auf Malthus und die Bevölkerungskontrolle.

Aldous Huxley war am Elite-College Eton ein Lehrer von George Orwell, der ebenfalls für seine dystopischen Romane berühmt wurde. (1, 2)

Aldous Huxley kannte Bertrand Russell und Keynes. (1, 2) Er hatte Kontakt zu Lord Rothschild. (1)

Aldous’ Bruder Julian Huxley (1887–1975), ein Biologe, war Eugeniker und langjähriges Mitglied der Eugenics Society. Von 1959 bis 1962 war er Präsident der Gesellschaft. Er forderte die Sterilisation geistig behinderter und geistig kranker Menschen. (1, 2) Wie bereits erwähnt wurde, gehörten auch Keynes und H. G. Wells zur Eugenics Society.

Julian Huxley und H. G. Wells schrieben gemeinsam ein Buch. (1)

Die Huxley-Brüder waren mit J. B. S. Haldane (1892–1964) befreundet. Haldane war ein Fellow der Royal Society und zählt zu den Begründern der Populationsgenetik. Er prägte den Begriff Klon und ging davon aus, dass in Zukunft Menschen geklont werden. Aldous Huxley liess sich bei den Klonen in seinem Buch Schöne neue Welt von Haldane inspirieren. (1, 2, 3) Haldane und Huxley beschrieben die In-​Vitro-Fertilisation (IVF), bereits vor 1978 in England der erste Mensch erfolgreich in einem Reagenzglas gezeugt wurde. Sir Robert Edwards, ebenfalls Fellow der Royal Society, erhielt dafür den Nobelpreis.

Das zweite künstlich gezeugte Kind kam 1979 in Schottland zur Welt. Auch hier spielte Robert Edwards eine wichtige Rolle. Das Kind bekam den schottischen Namen Alastair MacDonald. Seine Mutter war eine Schottin mit dem Familiennamen Montgomery. (1, 2) MacDonald und Montgomery sind Namen schottischer Clans.

J. B. S. Haldane stammte aus dem schottischen Haldane Clan. (1, 2, 3) Sein Onkel Richard Haldane wurde zum Vizegrafen geadelt und war Kriegsminister, Lordkanzler, Vorsitzender des House of Lords, Mitglied des Privy Council sowie Fellow der Royal Society.

J. B. S. Haldane war Sozialist und trat der Kommunistischen Partei Grossbritanniens bei. (1, 2) Er war Eugeniker und warnte: „Die Zivilisation ist durch die Überproduktion von Untermenschen in echter Gefahr.“ (1) Sein eugenisches Denken floss in seine Vorstellungen des Klonens ein, denn er glaubte, dass man mit dem Klonen von besonders begabten Menschen die Möglichkeiten menschlicher Errungenschaften stark erhöhen könnte. (1) So wäre es möglich, eine ganze Armee an hochintelligenten und hochtalentierten Menschen zu produzieren.

Haldanes erste Frau Charlotte war auch Mitglied der Kommunistischen Partei. Sie schrieb den Roman Man’s World. Die Geschichte spielt in einer Zukunft, in der eine wissenschaftliche Elite die Fortpflanzung der Menschen kontrolliert und dabei viele Frauen sterilisieren lässt. Das Buch wurde 1926 veröffentlicht, also ein paar Jahre bevor Huxleys Schöne neue Welt erschien. (1, 2) Man kann davon ausgehen, dass Huxley Charlottes Buch gelesen hat.

Haldanes Schwester Naomi Mitchison war Sozialistin und Mitglied der Eugenics Society. Sie befürwortete die Geburtenkontrolle und Abtreibungen. (1, 2)

Haldane wurde als Kind von seinem Vater bei wissenschaftlichen Experimenten als Versuchskaninchen benutzt, ohne Rücksicht auf seine Gesundheit zu nehmen. Als Erwachsener führte er an sich selbst gesundheitsgefährdende Experimente durch. Er entdeckte während seines Dienstes im Ersten Weltkrieg, dass er das Töten liebt. Ein ranghoher Offizier beschrieb ihn als „verrückt“ und „durchgeknallt“. (1, 2) Man könnte ihn somit durchaus als einen verrückten Wissenschaftler betrachten.

Haldane wurde als der erste Transhumanist bezeichnet. (1) Auch die Transhumanismus-Organisation Humanity Plus (früher World Transhumanist Association) nennt Haldane einen Vordenker des Transhumanismus mit seinem 1924 erschienenen Buch Daedalus, in dem er eine Welt prophezeite, in der die Menschheit die Evolution zu ihrem eigenen Vorteil steuern wird. (1) Haldanes Freund Julian Huxley erfand 1957 den Begriff Transhumanismus. (1, 2, 3)

Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen hielt Haldane die Angst vor der Überbevölkerung für unbegründet, da er glaubte, dass in Zukunft mithilfe von synthetischen Lebensmitteln auch in einer überbevölkerten Welt alle Menschen ernährt werden können. Er schrieb, dass die traditionelle Landwirtschaft verschwinden und durch nahrungsproduzierende Fabriken ersetzt werden wird. (1) Er war somit nicht nur ein Vordenker des Transhumanismus, sondern auch ein Vordenker der Revolution, die derzeit im Bereich der Lebensmittelproduktion stattfindet, mit Laborfleisch und Vertical Farming.

Haldane stand mit der Rockefeller Foundation in Kontakt. (1) Der Genforscher Dronamraju Krishna schrieb einen Artikel über Haldane. An dessen Ende steht: „Wir möchten dem Wellcome Trust in London und der Rockefeller Foundation in New York für die finanzielle Unterstützung danken, die einige der in diesem Artikel beschriebenen Forschungsarbeiten ermöglicht haben.“ (1) Übrigens war die Rockefeller Foundation massgeblich am Beginn der Grünen Revolution beteiligt. Norman Borlaug, der für seinen Beitrag zur Revolution den Friedensnobelpreis erhielt, arbeitete viele Jahre für die Rockefeller Foundation. (1, 2, 3) Er war Fellow der Royal Society. (1) Die Grüne Revolution sorgte dafür, dass trotz des hohen Wachstums der Weltbevölkerung nicht so viele Menschen verhungerten, wie eigentlich zu erwarten war.

Julian Huxley war ein begeisterter Malthusianer. (1) Er besuchte Treffen der Malthusian League. (S. 9) Er gehörte zu den Vice Presidents der ersten Neomalthusianischen Konferenz der USA, genau wie H. G. Wells und Keynes. (S. 275) Die drei Männer sowie auch Bertrand Russell waren Vice President der Family Planning Association. (1) Julian Huxley war in der Population Society aktiv, einer weiteren britischen Gruppe, die sich mit der Überbevölkerung befasste. Huxley und Keynes nahmen 1927 an der Weltbevölkerungskonferenz teil. 1959 war Huxley Redner auf der sechsten Konferenz von Planned Parenthood International in Indien. (1, 2) Sein Bruder Aldous Huxley hielt die Überbevölkerung auch für ein grosses Problem. (1)

Julian Huxley gehörte zusammen mit Godfrey Rockefeller, Luc Hoffmann und Königsfamilien zum Gründerkreis der internationalen Tierschutzorganisation WWF. (1, 2, 3)

Julian Huxley war 1945 Mitgründer und erster Chef der UNESCO, einer Organisation der Vereinten Nationen (UN). Er wollte, dass die UN und ihre Organisationen, insbesondere die WHO, die UNESCO und die FAO, eine Strategie der weltweiten Bevölkerungskontrolle verfolgen. Julian Huxley stand der Rockefeller Foundation nahe. (1) Die Rockefeller Familie beteiligte sich am Aufbau der Lobby für Bevölkerungskontrolle, unter anderem mit der Gründung des Population Council*. (1) Organisationen der UN setzen sich bis heute für Bevölkerungskontrolle ein, was in einem anderen Beitrag erläutert wird.

* Sechs der zehn Gründungsmitglieder des Population Council waren Eugeniker. (1) Ein Mitgründer war der US-Amerikaner Frederick Osborn. Er gehörte zur Führung der American Eugenics Society. Diese war die vielleicht wichtigste eugenische Gesellschaft in den USA. Sie änderte 1973 ihren Namen, um sich von der Eugenik zu distanzieren, und konzentrierte sich ab da auf die Sozialbiologie. Die Gesellschaft bestand bis 2019. Frederick Osborn bezeichnete das Eugenikprogramm der Nazis als „das wichtigste Experiment, das jemals versucht wurde“. Er engagierte sich bei der UN. Laut Wikipedia erhielt er einen Orden vom britischen Königshaus. (1, 2, 3, 4) Er war Präsident der bis heute bestehenden Population Association of America, die Bevölkerungsforschung betreibt. (1) Einer seiner Onkel war der Naturwissenschaftler Henry Fairfield Osborn, ein Mitgründer der American Eugenics Society. (123) Henry Fairfield Osborn wurde zum Fellow der Royal Society von England ernannt. (1) Er war Ehrenmitglied der Royal Society von Schottland. (1) Er war mit einflussreichen Familien der US-amerikanischen Elite verschwägert, unter anderem mit der Vanderbilt Familie und der Familie von J. P. Morgan. (Mehr dazu) Ein Präsident der American Eugenics Society war Henry Pratt Fairchild. Dieser sagte, die Eugenik und die Geburtenkontrolle seien „zwei grosse Bewegungen“, die „sich so nahe gekommen sind, dass sie fast nicht zu unterscheiden sind“. (1, 2) Fairchild war massgeblich an der Gründung der „Planned Parenthood Federation of America“ beteiligt und gehörte zu ihrer Führung. (1, 2) Sie ist bis heute die wichtigste Organisation für Geburtenkontrolle in den USA.

Julian Huxley schrieb im Jahr nach der Gründung der UNESCO in einem Dokument, dass die UNESCO, die für Bildung und Wissenschaft zuständig ist, sich mit der Eugenik befassen muss. Die Eugenik war damals komplett in Verruf geraten wegen des Eugenikprogramms des Naziregimes. Das Image der Eugenik leidet bis heute darunter. Huxley schreibt in dem Dokument: „Auch wenn es stimmt, dass eine radikale eugenische Politik für viele Jahre politisch und psychologisch unmöglich sein wird, ist es wichtig, dass die UNESCO das eugenische Problem mit grösster Sorgfalt untersucht und die Öffentlichkeit über die Probleme informiert, damit vieles, was heute undenkbar ist, zumindest denkbar wird.“ In dem Dokument schreibt er auch, dass die Errichtung einer Weltregierung zur Aufgabe der UNESCO gehören sollte, da man damit Kriege vermeiden könnte. (1) Wie bereits erwähnt wurde, hätte auch Bertrand Russell die UN gern als Weltregierung gesehen. Die UN sowie auch die UNESCO wurden 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Der Hauptgrund für die Gründung war, dass man nach den verheerenden Erfahrungen des Krieges eine globale Organisation wollte, die in Zukunft grosse Kriege verhindern kann. Verschwörungstheoretiker weisen darauf hin, dass Julians Bruder Aldous Huxley 1932 in seinem Buch Schöne neue Welt schrieb, die Weltregierung werde nach einem grossen Krieg errichtet, wodurch Kriege unterbunden werden. Auch in H. G. Wells’ Buch The World Set Free von 1914 wird nach einem verheerenden Krieg die Weltregierung gegründet. Bisher ist die Umsetzung einer Weltregierung jedoch nicht möglich, da die Völker und viele Regierungen nicht bereit sind, eine Weltregierung zu akzeptieren. Es bräuchte wohl noch mehr Kriege und globale Krisen, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Die erste Generalversammlung der UN und das erste Treffen des UN-Sicherheitsrats fanden 1946 in London statt. (1) Der britische Adlige Gladwyn Jebb war damals provisorischer Chef der UN, bis der norwegische Sozialist Trygve Lie der erste Generalsekretär der UN wurde. (1) Als die UN nach einem geeigneten Platz für ihr Hauptquartier suchte, kaufte John Rockefeller Jr. ein Grundstück in New York und schenkte es der UN, wo diese ihr Hauptquartier errichtete. (1, 2)

Übrigens spielte Keynes eine wichtige Rolle bei der Bretton Woods-Konferenz im Jahr 1944 und vertrat dort Grossbritannien. Keynes war dadurch einer der Gründerväter der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds. (1, 2) Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds sind Organisationen der UN. Auch der Internationale Gerichtshof ist ein Organ der UN.

Julian Huxley erfand den Aluhut. Er schrieb 1927 eine Kurzgeschichte, in der ein König mit telepathischer Strahlung sein Volk kontrolliert. In der Geschichte lässt sich die Gedankenmanipulation mittels eines Aluhuts verhindern. (1) Heute glauben einzelne Verschwörungstheoretiker tatsächlich, dass man sich mit einem Aluhut vor der Strahlung, die angeblich von der Elite eingesetzt wird, schützen kann. Ironischerweise stammt dieser Gedanke ursprünglich also nicht von einem Verschwörungstheoretiker, sondern von einem Verschwörer.

Julian Huxley wurde 1958 zum Ritter geschlagen. (1) Er war Fellow der Royal Society. (1) Sein Halbbruder Andrew Huxley (1917–2012) wurde ebenfalls zum Ritter geadelt und war Präsident der Royal Society (sein Grossvater war auch Präsident der Gesellschaft). Andrew erhielt den Nobelpreis für Medizin. (1) Seine Frau Jocelyn Pease war eine Verwandte der Bankiersfamilie Pease. Diese ist eine der mächtigsten Familien der britischen Finanzelite.

Jocelyn Pease war die Schwester von Rendel „Bas“ Pease (1922–2004). (1) Rendel war einer der führenden Physiker der britischen Nuklearforschung. Er wurde zum Fellow der Royal Society ernannt und war später Vizepräsident der Gesellschaft. Mütterlicherseits war er mit Keynes und der Darwin Familie verwandt. Er war sein Leben lang Mitglied der Fabian Society, die von seinem Grossvater Edward Pease (1857–1955) mitgegründet wurde. (1, 2) Edward Pease war von 1891 bis 1913 Generalsekretär der Fabian Society. (1)

Kapitel III

Die Fabian Society

Die Fabian Society ist eine seit 1884 bestehende Gesellschaft in Grossbritannien. Sie ist die einflussreichste sozialistische Bewegung des Landes und gilt als eine der ältesten Denkfabrik der Welt. Sie strebte nie eine Revolution an, sondern steht für einen evolutionären Sozialismus, bei dem die Umsetzung des Sozialismus in kleinen Schritten und über einen langen Zeitraum erfolgt. So umgeht man die Risiken, die bei einem abrupten Systemwechsel bestehen. Da die Einführung des Sozialismus auf schleichendem Weg geschieht, ist zudem der Widerstand der antisozialistischen Kräfte geringer. Das ursprüngliche Logo der Fabians war ein Wolf im Schafspelz. Die Redewendung Wolf im Schafspelz gibt es auch im Englischen.

Die Fabian Society wirkte zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Gründung der Labour Party mit, einer gemässigt sozialistischen Partei, die schnell zu Einfluss kam. In den ersten dreizehn Jahren der Labour-Partei gehörte Edward Pease zur Parteiführung. Im 20. Jahrhundert stellte sie mehrere Premierminister und ist derzeit die stärkste Partei im Vereinigten Königreich. Die Fabian Society hatte 1895 die London School of Economics (LSE) gegründet, eine der elitärsten Universitäten der Welt. Edward Pease gehörte von 1901 bis 1945 zur Führung der Universität. Er wird Baron Lionel Walter Rothschild gekannt haben, da dieser zur gleichen Zeit im Führungsgremium der LSE war. In den ersten Jahren sass auch Bertrand Russell im Führungsgremium. (12, 3) Russell war einer der ersten Lehrer der LSE und hatte ihre Gründung finanziell unterstützt. (1, 2) H. G. Wells zählte ebenfalls zu den Gründern der LSE. (1)

Bertrand Russell und H. G. Wells waren kurze Zeit Mitglied der Fabian Society. Bei einem Buch des Fabian-Mitgründers Edward Pease steht auf der Rückseite, dass auch Keynes der Fabian Society beitrat, aber dafür fand ich ansonsten keine gute Quelle. (1, 2, 3, 4, 5) Wie bereits erwähnt wurde, vertrat Bertrand Russell die Labour-Partei für fast vierzig Jahre im House of Lords.

Berühmte Verschwörer, die an der LSE studierten, wären David Rockefeller und George Soros. Rockefeller freundete sich an der Universität mit dem späteren US-Präsidenten John F. Kennedy an und datete dessen Schwester Kathleen. (1, 2, 3) Auch Soros kannte David Rockefeller. (1) Soros und Davids gleichnamiger Sohn nahmen 2009 mit weiteren Milliardären an einem geheimen Treffen in New York teil. Beim Treffen diskutierten sie unter anderem darüber, wie sie ihr Vermögen verwenden könnten, um das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen. Das Treffen fand auf Initiative der Milliardäre David Rockefeller Jr., Bill Gates und Warren Buffett statt. Die Milliardäre Ted Turner und Michael Bloomberg waren ebenfalls anwesend. Sie trafen sich in einer Residenz des britischen Genetikers und Nobelpreisträgers Paul Nurse, der damals Präsident der Rockefeller University war. (1, 2) Paul Nurse war von 2010 bis 2015 Präsident der Royal Society. Er wurde zum Ritter geschlagen. (1) Er ist seit fast 40 Jahren Mitglied der Labour-Partei. Zudem ist er Schirmherr der Scientists for Labour, einer Gruppe von Wissenschaftlern, die Anhänger der Labour-Partei sind. (1) David Rockefeller schrieb in seinen Memoiren bezüglich der Verschwörungstheorien zur Rockefeller Familie: „Einige glauben sogar, dass wir Teil einer geheimen Kabale sind, die gegen die Interessen der Vereinigten Staaten arbeitet, und bezeichnen meine Familie und mich als ‚Internationalisten‘, die sich mit anderen auf der ganzen Welt verschwören, um eine stärker integrierte globale politische und wirtschaftliche Struktur aufzubauen – eine Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das der Vorwurf ist, bekenne ich mich schuldig und ich bin stolz darauf.“ (1) David Rockefeller hatte in Harvard eine Abschlussarbeit geschrieben, die sich teilweise mit der Fabian Society befasste. (1) Als er 2010 in einem Interview gefragt wurde, was die wichtigste Errungenschaft in seinem Leben ist, antwortete er: „Meine Fähigkeit, die Dinge objektiv zu analysieren und nicht vorgefasste politische Meinungen zu übernehmen. Ich würde mich weder einen Kapitalisten noch einen Sozialisten nennen, ich habe meine unabhängige Meinung.“ (1) Diese Einstellung habe ich mir zum Vorbild genommen.

1924 stellte die Labour-Partei erstmals die britische Regierung. Ihr erster Premierminister Ramsay MacDonald (1866–1937), ein Schotte, gehörte mehrere Jahre zur Führung der Fabian Society. (1) Er wurde 1930 zum Fellow der Royal Society ernannt. (1)

1963 wurde Brian Abel-Smith (1926–1996) Vorsitzender der Fabians. (1) Er diente der Fabian Society auch als Schatzmeister. Er beriet Labour-Regierungen und war Professor an der LSE. (1) Er war ein Urenkel von Abel Smith (1788–1859) aus der Bankiersfamilie Smith. (1) Die Smith Familie ist eine der ältesten und wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

1946 wurde Harold Laski (1893–1950) Vorsitzender der Fabian Society. (1) Er war auch Vorsitzender der Labour-Partei und Professor an der LSE. Er und seine Frau waren Eugeniker. (1, 2) Seine Frau Frida gehörte 1924 zusammen mit Dora Russell (Frau von Bertrand Russell) zu den Gründern der „Workers Birth Control Group“, eine britische Organisation, die Frauen aus der Arbeiterklasse kostenlosen Zugang zu Informationen zur Empfängnisverhütung ermöglichen wollte. Dora Russell war Sekretärin der Organisation, während Frida Laski Sekretärin für Propaganda war. (1) 1967 wurde unter einer Labour-Regierung ein Gesetz verabschiedet, das Abtreibungen in einigen Fällen legalisierte. (1) Harold Laski war ein säkularer Jude. Sein Bruder Neville Laski spielte eine führende Rolle in der britisch-jüdischen Gemeinde, denn er war Vizepräsident der Anglo-Jewish Association sowie Präsident des seit 1760 bestehenden „Board of Deputies of British Jews“. Er gehörte auch zur Führung der Jewish Agency for Palestine, einer zionistischen Organisation. Der Vater der Laski-Brüder, Nathan Laski, wurde als das Oberhaupt der jüdischen Gemeinde von Manchester anerkannt. Er war Ehrenpräsident des örtlichen Zionist Central Council und Schatzmeister des Board of Deputies. (1, 2, 3)

Arthur Greenwood (1880–1954) war stellvertretender Vorsitzender der Labour-Partei und Lord Privy Seal. Er engagierte sich eine Zeit lang in der Fabian Society. (1) Er trat der New Welcome Lodge bei. Diese Freimaurerloge bestand ursprünglich aus Mitgliedern der Labour-Partei. Sie wurde 1929 mit der Unterstützung des Prinzen von Wales (der spätere König Edward VIII.) gegründet. Der Prinz, selbst ein Freimaurer, zeigte sich besorgt, dass es bei der Labour-Partei zu wenig Freimaurer gibt, was sich ändern sollte. Es gab die Idee, dass die Freimaurerei dabei helfen könnte, Klassenkonflikte zu mildern. Dem Labour-Premierminister Clement Attlee, ein Fabian und Lehrer der LSE, wurde nachgesagt, Freimaurer zu sein. (1, 2, 3)

Auch in den letzten Jahrzehnten gehörten viele Fabians der Labour-Partei an und hatten an der LSE studiert. Nachdem 1997 der Labour-Politiker Tony Blair Premierminister wurde, sassen über 200 Fabians im Unterhaus und machten damit fast ein Drittel aus. Der Labour-Politiker Sadiq Khan, derzeitiger Bürgermeister von London, war von 2008 bis 2010 Vorsitzender der Fabian Society. Der Labour-Politiker Keir Starmer, der kürzlich Premierminister wurde, sass auch im Vorstand der Fabians. Die Gesellschaft spielte 2024 eine wichtige Rolle bei der Ausarbeitung des Wahlprogramms der Labour-Partei. (1) Starmer sagte im Frühling 2024: „Ich hoffe und weiss, dass die Fabians uns bei unserer Mission für ein Jahrzehnt der nationalen Erneuerung erneut zur Seite stehen werden.“ (1) Starmer ist Mitglied der Trilateralen Kommission. (1)

Jeder Premierminister der Labour-Partei gehörte zur Fabian Society. Derzeit sind hunderte Labour-Politiker Mitglied der Gesellschaft. Dazu zählen auch mehrere Regierungsmitglieder. (1)

Seit den 90er-Jahren ist die Labour-Partei mehr sozialdemokratisch als sozialistisch, was vor allem auf den Premierminister Tony Blair zurückzuführen ist. Tony Blair, ein Schotte, war oder ist noch immer Vorsitzender des internationalen Rates der mächtigen Grossbank JPMorgan Chase. (1) Er war ein Freund des verstorbenen Barons Jacob Rothschild. (1) Blair war Taufpate einer Tochter des mächtigen Medienmoguls Rupert Murdoch. (1) Murdoch und Blair besuchten Jacob Rothschild, als dieser ein Mittagessen zum 100. Geburtstag von Henry Kissinger veranstaltete. (1)

Die Fabian Society geht Partnerschaften mit dem Grosskapital ein. Zu den derzeitigen Partnern zählen die alten Grossbanken Barclays und Lloyds, der führende Wirtschaftsprüfer KPMG sowie der Barrow Cadbury Trust und die Joseph Rowntree Foundation, zwei Stiftungen. Leser meines Blogs werden vielleicht wissen, dass diese fünf Institutionen von britischen Quäkerfamilien gegründet wurden. Zu den Partnern der Fabian Society gehören momentan unter anderem die City of London Corporation (also das britische Bankenviertel), britische Verbände der Pharma-, Apotheken- und Versicherungsindustrie, der Gesundheitskonzern McKesson (eines der grössten Unternehmen der USA), der US-amerikanische Pharmakonzern Viatris, die Royal London Group, Vodafone, der WWF sowie die sozialdemokratische Friedrich-Ebert-Stiftung aus Deutschland.

Die Fabian Society und die Labour-Partei haben zwar einzelne Aspekte der Monarchie kritisiert, aber nie ernsthaft versucht, die Monarchie abzuschaffen. Erstaunlicherweise hatten mehrere Premierminister der Labour-Partei (z. B. Harold Wilson) ein besseres Verhältnis zum Königshaus als einige Premierminister der Konservativen Partei. (1, 2, 3) Also ein grosser Unterschied zu Osteuropa, Afrika und Asien, wo eine ganze Reihe an Monarchien von Sozialisten abgeschafft wurden. In einem Blogartikel der Fabian Society werden sogar die Königshäuser von Schweden, Norwegen und Dänemark dafür gelobt, dass sie in ihren Ländern eine sozialistische Politik ermöglicht haben. Die drei Länder zählen nach dem Social Progress Index genau wie die Monarchie Niederlande zu den zehn sozial fortschrittlichsten Ländern der Welt. Die vier Länder sind nach dem Social Justice Index die Nationen mit der grössten sozialen Gerechtigkeit, während Grossbritannien den elften Platz belegte. Schweden, Norwegen und Dänemark haben eine hohe Steuerquote, hohe Besteuerung der Reichen* und sehr viele Staatsbedienstete, aber haben dennoch ein unternehmerfreundliches System. Ihr System ist somit vom Staatssozialismus und Marxismus zu unterscheiden.

* Die superreichen skandinavischen Familien Wallenberg, Møller und Kamprad haben bekanntermassen einen grossen Teil ihres Vermögens in Stiftungen angelegt.

1947 wurde die australische Fabian Society gegründet, die enge Verbindungen zur dortigen Labor-Partei hat. Die Partei stellt den derzeitigen Premierminister Anthony Albanese. Australien war früher eine britische Kolonie und ist bis heute eng mit Grossbritannien verbunden. Auch in der ehemaligen Kolonie Neuseeland gibt es eine Fabian Society.

1899 wurde in der britischen Kolonie Queensland in Australien die erste sozialistische Regierung der Welt gewählt, die aber nur für ein paar Tage bestand. (1, 2, 3)

George Bernard Shaw

Bertrand Russell, Edward Pease und Lionel Walter Rothschild waren zur selben Zeit im Führungsgremium der LSE wie Charlotte Shaw. (1) Diese war Mitglied der Fabian Society. (1) Ihr Ehemann war der Dramatiker Bernard Shaw (1856–1950), der den Nobelpreis für Literatur und einen Oscar erhielt. Der glühende Sozialist wurde nach der Gründung der Fabian Society 1884 Mitglied der Gesellschaft und gehörte zu ihrer Führung. Er beteiligte sich an der Gründung der LSE. (1) Er war mit Bertrand Russell befreundet. (1)

Bernard Shaw war bereits seit 1880 in der malthusianischen Bewegung aktiv. (1) Er war radikaler Eugeniker. 1934 forderte er, dass Chemiker ein Gas entwickeln sollten, das schnell und schmerzlos tötet, damit man die Lebensunwerten auf „humane“ Weise beseitigen könnte. (1) Bei einer Sitzung der Eugenics Society schlug er vor, „Tötungskammern“ einzusetzen. Der frühe Labour-Politiker Will Crooks, ein Mitglied der Fabian Society, sah die Minderwertigen als „menschliches Ungeziefer“, das „herumkriecht und absolut nichts tut, ausser alles zu verschmutzen und zu verderben, was es berührt“. (1, 2) Für Bernard Shaw war die Eugenik Teil des Sozialismus. Er schrieb: „Der einzig grundlegende und mögliche Sozialismus ist die Sozialisierung der selektiven Züchtung des Menschen.“ Die Eugenik wird vor allem mit den Nazis in Verbindung gebracht, aber sie war auch in der politischen Linke verbreitet. Im linken, demokratischen Schweden wurden von 1935 bis 1976 über 60 000 Frauen in einem vom Staat genehmigten Rassenreinheitsprogramm sterilisiert. (1) Die Fabian Society hatte früher im Zusammenhang mit der Eugenik Sterilisation befürwortet. (1)

Bernard Shaw und H. G. Wells hatten ein freundschaftliches Verhältnis zum Premierminister Winston Churchill. (1) Alle drei waren wie gesagt Eugeniker. Shaw war ein Freund des Eugenikers Keynes. (1)

In der Anfangszeit der Labour-Partei gab es in der Parteiführung auch Antisemitismus, der sich vor allem gegen reiche, kapitalistische Juden richtete, während linke Juden aber bei der Labour-Partei und der Fabian Society willkommen waren. Der erste Labour-Premierminister Ramsay MacDonald sagte über die jüdischen Finanziers: „Er beutet alles aus, was er herauspressen kann. Er steckt hinter allem Bösen, das Regierungen tun, und seine politische Autorität, die er immer im Verborgenen ausübt, ist grösser als die der parlamentarischen Mehrheiten.“ MacDonald war aber Zionist. Er hatte die Vision, dass Grossbritannien einen sozialistischen Judenstaat in Palästina gründen sollte. (1) Grossbritannien kontrollierte damals Palästina. 1948 übergab die damalige Labour-Regierung einen Teil von Palästina den Juden, was von der UN unterstützt wurde. Israel wurde von seiner Gründung bis in die 70er-Jahre von der sozialistischen Mapai-Partei und ihrem Nachfolger, der israelischen Labor-Partei, dominiert. Der Israelgründer David Ben-Gurion war Sozialist. Israel hat sich seit den 80er-Jahren vom Sozialismus abgewandt und in den folgenden Jahrzehnten zu einem kapitalistischen Land entwickelt.

Bernard Shaw war Antisemit. Er hatte Verständnis für Adolf Hitler und meinte, die Nazis seien „das Ergebnis der Massenunzufriedenheit über den jüdischen Reichtum“. Er schrieb: „Zweifellos sind Juden widerwärtige Kreaturen. Jeder kompetente Historiker oder Psychoanalytiker kann eine Menge unwiderlegbarer Beweise vorlegen, die belegen, dass es für die Welt besser gewesen wäre, wenn es die Juden nie gegeben hätte.“ 1933 schrieb er, dass zur Lösung des Judenproblems die Ausrottung der Juden nicht notwendig sei, da es genügen würde, wenn man den Juden verbietet, untereinander zu heiraten, wodurch sich die jüdische Identität nach paar Generationen von alleine auflösen würde. (1) Bereits Frühsozialisten wie Proudhon, Fourier und Leroux übten heftige Kritik an den reichen jüdischen Geschäftsleuten. Proudhon forderte, man müsse die Juden vertreiben oder ausrotten. (1) Bernard Shaw hatte ein paar reiche Juden kennengelernt. Er und H. G. Wells nahmen 1930 an einer Spendenaktion zur Unterstützung der europäischen Juden teil, bei der Lord Rothschild den Vorsitz des Komitees innehatte. (1, 2)

Bernard Shaw stammte aus dem schottischen Shaw Clan. (1, 2) Die Schwester seiner Frau war Mary Payne-Townshend, deren Tochter in den Adel heiratete. Mary heiratete den Brigadegeneral Hugh Cholmondeley, der dieselben Vorfahren wie die Markgrafen von Cholmondeley hatte. (1)

Sidney und Beatrice Webb

Bernard Shaw war über 60 Jahre mit Sidney Webb (1859–1947) befreundet. (1) Dieser war ein frühes Mitglied der Fabian Society und Mitgründer der LSE. Als die Labour-Partei 1924 zum ersten Mal die Regierung stellte, wurde Sidney Webb ein hoher Handelspolitiker und später noch Minister für die britischen Kolonien. 1924 wurde er in den Privy Council aufgenommen und 1929 erhielt er den Adelstitel eines Barons. (1, 2, 3)

Sidney Webb hatte seine Ehefrau Beatrice (1858–1943) bei einem Treffen der Fabian Society im Jahr 1885 kennengelernt. Das Ehepaar inspirierte die Schaffung des Wohlfahrtsstaates, schrieb das erste politische Programm der Labour-Partei und gründete die bis heute bestehende linke Zeitung New Statesman. (1) Beatrice Webb übernahm eine führende Rolle bei der Fabian Society und zählte zu den Gründern der LSE. Sie sass im Führungsgremium der Universität zusammen mit Bertrand Russell, Charlotte Shaw, Edward Pease und Lionel Walter Rothschild. Sidney Webb war der erste Vorsitzende des Gremiums. Beatrice Webb war eine Unterstützerin des Völkerbundes. (1, 2) Dieser war der Vorläufer der UN.

Bertrand Russell und H. G. Wells lernten sich im Jahr 1902 bei einer kleinen Diskussionsgesellschaft kennen, die von Sidney Webb gegründet wurde. (1) H. G. Wells zerstritt sich mit Sidney und Beatrice Webb, aber später wurden sie wieder gute Freunde. (1) Bertrand Russell kannte das Ehepaar sehr gut. (S. 73) Das Ehepaar verkehrte auch mit Keynes. (1)

Sidney und Beatrice Webb waren Eugeniker. Beatrice betrachtete die Eugenik als „die wichtigste Frage“ überhaupt. (1) Sie war überzeugt, dass sie überlegene Gene hat und beschrieb sich selbst als „das klügste Mitglied einer der klügsten Familien in der klügsten Klasse der klügsten Nation der Welt“. Sie und ihre Freunde stellten sich eine Zukunft vor, in der die Welt von einer Elite regiert wird, die aus überlegenen Menschen besteht und bestimmen kann, wer sich fortpflanzen darf und wer nicht. (1)

Die Webbs gründeten 1902 die Coefficients, einen Dining Club, der nur für ein paar Jahre bestand. Neben Bertrand Russell, H. G. Wells und Richard Haldane (Onkel von J. B. S. Haldane) zählten zu den Mitgliedern auch die ersten drei Direktoren der LSE: William Hewins, William Reeves (Freimaurer) und Sir Halford Mackinder. Letzterer gilt als einer der Begründer der Geopolitik. Zwei weitere Mitglieder des Coefficients-Clubs waren der Freimaurer Leopold Amery und der geadelte Vizegraf Alfred Milner. (1) Die beiden waren hohe Kolonialpolitiker. Der Historiker Carroll Quigley, der offenbar Zugang zu Insiderinformationen hatte, schrieb, dass Alfred Milner und seine Kumpels ein geheimes, verschwörerisches Netzwerk aufbauten, das sehr grossen Einfluss in der Welt ausübte und von Briten angeführt wurde. (1)

Die Aschen von Sidney und Beatrice Webb liegen in der Westminster Abbey, einer der wichtigsten anglikanischen Kirchen. Es war der Vorschlag von Bernard Shaw, sie dort zu bestatten. (1, 2) Die Westminster Abbey gehört der Königsfamilie. Über hundert Mitglieder der Königsfamilie wurden in dieser Kirche bestattet. Der Monarch wird traditionell in der Westminster Abbey gekrönt. Dass die Webbs in der Kirche beigesetzt wurden, deutet stark darauf hin, dass sie vom Königshaus respektiert wurden.

Beatrice Webb wurde in der oberen Mittelschicht geboren. (1) Ihr Vater war der Geschäftsmann Richard Potter, der als Vorsitzender der Great Western Railway fungierte, einer grossen Eisenbahngesellschaft. (1, 2) Der Ehemann von Richards Schwester Sarah kam väterlicherseits aus der Adelsfamilie Anson und mütterlicherseits aus einem adligen Familienzweig des schottischen Hamilton Clans. Richards gleichnamiger Vater war Politiker und sein Onkel Thomas Potter Geschäftsmann. Thomas und sein Sohn John waren Bürgermeister von Manchester und wurden zu Rittern ernannt. (1, 2)

Beatrice Webb war die Schwester von Catherine Potter, die den Politiker Leonard Courtney heiratete, der zum Baron erhoben wurde. Theresa Potter, eine andere Schwester, heiratete Charles Cripps, ebenfalls ein geadelter Baron. Cripps war in der Labour-Regierung Vorsitzender des House of Lords sowie auch Vorsitzender des Privy Council. Theresa und Charles Cripps waren die Eltern von Stafford Cripps, der Politiker der Labour-Partei wurde, mehrere Ministerposten besetzte, Präsident der Fabian Society war und zum Fellow der Royal Society ernannt wurde. (1, 2, 3, 4) Die Schwester Georgina Potter heiratete Daniel Meinertzhagen, einen reichen Bankier aus einer deutschen Einwandererfamilie. Ihr Sohn Richard Meinertzhagen war ein bekannter britischer Geheimdienstagent. (1, 2) Richards Neffe Daniel Meinertzhagen war Vorsitzender der britischen Lazard Bank. (1) Richards Nichte Teresa Mayor heiratete Baron Victor Rothschild aus dem britischen Zweig der Rothschilds. Teresa und Victor arbeiteten gemeinsam beim britischen Geheimdienst MI5. (1, 2, 3) Victor wurde beschuldigt, ein sowjetischer Spion zu sein. Er vertrat die Labour-Partei im House of Lords. (1, 2, 3)

William Beveridge

Sidney und Beatrice Webb hatten für viele Jahre Kontakt zum Politiker William Beveridge (1879–1963). Dieser war von 1919 bis 1937 Chef der LSE. Er erhielt den Titel eines Barons. (1, 2, 3) Er konnte mit der Finanzierung der Rockefeller Foundation eine Abteilung für Sozialbiologie an der LSE eröffnen. Die LSE erhielt beträchtliche Mittel von der Stiftung. (1) Als David Rockefeller zum Studieren an die LSE kam, besorgte ihm Beveridge eine Unterkunft und eine Hausgehilfin. (1)

Der Vater von William Beveridge war ein Schotte, der als Beamter in der britischen Kolonie Indien arbeitete und Präsident der Asiatic Society war. (1)

William Beveridge verfasste 1942 den Beveridge-Bericht, der grossen Einfluss auf die Gründung des Wohlfahrtsstaates in Grossbritannien hatte. Beveridge gilt als der Geburtshelfer des Wohlfahrtstaates. Ursprünglich war er der Auffassung gewesen, dass Langzeitarbeitslose ihre Rechte verlieren sollten und keine Kinder bekommen dürfen. Im Jahr 1909 meinte er, dass „jene Männer, die aufgrund allgemeiner Mängel nicht in der Lage sind, eine solche Stelle in der Industrie auszufüllen, sollen als arbeitsunfähig anerkannt werden. Sie müssen zu anerkannten Abhängigen des Staates werden, aber mit vollständigem und dauerhaftem Verlust aller Bürgerrechte, einschliesslich nicht nur des Wahlrechts, sondern auch der bürgerlichen Freiheit und der Vaterschaft.“ In den späten 1930er-Jahren erfolgte die detaillierte Planung des Wohlfahrtsstaates. Ein Grossteil davon wurde bei Treffen der Eugenics Society ausgearbeitet. Beveridge war Mitglied der Eugenics Society. Die Gesellschaft wollte, dass Familien aus der Mittelschicht mehr Kindergeld bekommen als jene aus der Unterschicht und dass die Zahl der Kinder in armen Haushalten begrenzt wird. Die Idee dahinter war, dass sich so die Mittelschicht stärker vermehren würde als die Unterschicht, womit man langfristig die Armut bekämpfen könnte. (1, 2, 3)

Neben Beveridge spielte auch der LSE-Professor Richard Titmuss eine wichtige Rolle bei der Einführung des britischen Wohlfahrtstaates. Er war ebenfalls Eugeniker. Er gehörte zur Eugenics Society und war Herausgeber ihrer Zeitschrift. Dabei arbeitete er mit Keynes zusammen. 1961 schrieb Titmuss einen Bericht für den Gouverneur der britischen Kolonie Mauritius, weil man besorgt war über das hohe Bevölkerungswachstum in der Kolonie. (1, 2, 3)

Beveridges Nachfolger als Chef der LSE war der Eugeniker Alexander Carr-Saunders, der das Population Investigation Committee gründete und leitete. Diese kleine Forschungsgruppe untersuchte die Bevölkerungsentwicklung in Grossbritannien und seinen Kolonien. (1, 2, 3) Das Komitee besteht bis heute und ist an der LSE untergebracht. (1)

William Beveridge gehörte wie Bertrand Russell und Clement Attlee (Labour-Premierminister) zu den Unterzeichnern einer Aufforderung zur Ausarbeitung einer Weltverfassung. (1) Beveridge hatte im House of Lords die bereits erwähnte Debatte zum Thema Weltregierung angestossen, bei der er eine Rede hielt, in der er sagte, dass Grossbritannien am besten geeignet sei, die Weltregierung anzuführen. (1)

Das Buch A Modern Utopia von H. G. Wells war das Werk, das Beveridge am meisten beeinflusste. (S. 484) In dem Roman geht es um eine Weltregierung.

William Beveridge liess sich auch von den Schriften von Thomas Huxley inspirieren. (1) Dieser war der Grossvater der Huxley-Brüder und ein Lehrer von H. G. Wells.

Beveridge war ein enger Freund von Bernard Shaw. (1)

Leonard und Virginia Woolf

Sidney und Beatrice Webb verkehrten mit Leonard Woolf (1880–1969) und dessen Frau Virginia Woolf (1882–1941), beides Schriftsteller. (1) Leonard Woolf, der Sohn eines jüdischen Kronanwalts, war eine führende Persönlichkeit der Fabian Society und eine graue Eminenz der Labour-Partei, als diese Regierungspartei wurde. Mit Anfang zwanzig hatte er als Kolonialbeamter in der britischen Kolonie Ceylon zehntausend Quadratmeilen verwaltet. Seine Schriften flossen in die Charta des Völkerbundes (Vorgänger der UN) ein. (1, 2) Von 1918 bis 1946 war Leonard Woolf bei der Labour-Partei für internationale Fragen zuständig. Die Webbs hatten ihn beauftragt, Forschungen über internationale Aussenpolitik zu betreiben, worauf er 1916 das Buch International Government schrieb, das sein einflussreichstes Werk war. Das Buch hatte Einfluss auf die britischen Vorschläge für einen Völkerbund und wurde von britischen Delegierten auf der Friedenskonferenz von Versailles zitiert. (1, 2) Leonard Woolf verfasste das Buch für die Forschungsabteilung der Fabian Society. In dem Buch malt er sich aus, wie eine Weltregierung aussehen und errichtet werden könnte. Bernard Shaw schrieb die Einführung des Buches. (1) H. G. Wells bezeichnete in seinem Buch The New World Order das Buch von Woolf als „eine lohnende Lektüre“. (S. 156)

Leonard und Virginia Woolf gründeten den Buchverlag Hogarth Press, der Bücher von H. G. Wells, Bernard Shaw und Keynes veröffentlichte. (1, 2) Keynes lebte eine Zeit lang im selben Haus wie Leonard und Virginia Woolf. (S. 63) Leonard Woolf war ein Freund von Bertrand Russell. (1) Er kannte Aldous Huxley. (1) Virginia Woolf war mit Bernard Shaw befreundet. (1)

Leonard Woolf war der Bruder von Bella Woolf. Deren Ehemann Robert Heath Lock hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts grossen Einfluss auf das noch junge Gebiet der Genetik. (1) Bellas zweiter Ehemann, Sir Thomas Southorn, war Gouverneur der britischen Kolonie Gambia und Kolonialminister von Hongkong.

Leonards Bruder hatte Kontakt zu James de Rothschild, der zu seinem Verwandtenkreis gehörte. (1)

Virginia Woolfs Vater Leslie Stephen wurde zum Ritter ernannt.

Virginia war die Halbschwester von Sir George Duckworth, der eine Tochter des Grafen Henry Herbert heiratete. (1, 2) Der Graf war Minister für die britischen Kolonien und stellvertretender Grossmeister der Freimaurer in England. (1) Duckworths Enkel Anthony Duckworth-Chad ist der Schwiegersohn der Adligen Anne Spencer. (1) Diese war die Tante von Prinzessin Diana. (1)

Virginias Mutter Julia Stephen war mütterlicherseits eine Nichte der bedeutenden Fotografin Julia Margaret Cameron. (1, 2) Julias Mann, Charles Hay Cameron, gehörte zum Council of India, ein Beratungsgremium des Ministers für die britische Kolonie Indien. Charles’ Vater war Gouverneur der Kolonie Bahamas und der Ururgrossvater war Clan-Chef des schottischen Cameron Clans. Charles’ Grossvater mütterlicherseits war James Hay, der 15. Graf von Erroll und Clan-Chef des Hay Clans. (1, 2) Der Graf war Grossmeister der Freimaurer in Schottland. (1)

Virginia Woolf hatte eine Affäre mit Vita Sackville-West. (1, 2) Vita gehörte zur Adelsfamilie Sackville-West.

Virginia Woolf führte auch eine Affäre mit Ottoline Morrell, die wiederum eine Affäre mit Bertrand Russell hatte. Ottoline kam aus der Herzogsfamilie Cavendish-Bentinck. Ihre Cousine aus dem schottischen Lyon Clan war die Mutter von Queen Elizabeth II. (1, 2) Ottoline kannte Aldous Huxley. (1)

Leonard Woolf und sein Schwiegervater sowie Keynes und auch Bertrand Russell waren Mitglied der Cambridge Apostles, einer geheimen Diskussionsgruppe an der Eliteuniversität Cambridge. (1, 2, 3) Laut einem Artikel des deutschen Manager-Magazins aus dem Jahr 2005 waren auch Aldous Huxley und Charles Darwin Mitglied der Gruppe. (1) Zur Gruppe gehörten Guy Burgess, Donald Maclean, Anthony Blunt und laut einigen Quellen auch Kim Philby, vier Männer der Cambridge Five, die später als sowjetische Spione entlarvt wurden. Die Cambridge Five waren der bekannteste Spionagering in Grossbritannien. Zu den Cambridge Apostles zählte auch der bereits erwähnte Baron Victor Rothschild, der beschuldigt wurde, ein sowjetischer Spion zu sein. (1, 2)

Die Cambridge Apostles wurden 1820 vom anglikanischen Bischof George Tomlinson gegründet. Seine Frau kam aus den schottischen Clans Fraser, Mackenzie, Forbes und Hay. (1, 2)

Mitglieder der Cambridge Apostles gründeten die Bloomsbury Group, eine Gruppe von britischen Intellektuellen im frühen 20. Jahrhundert. Zu ihren Kernmitgliedern zählten Leonard und Virginia Woolf, Keynes, der Maler Roger Fry (aus der Quäkerfamilie Fry), der Maler Duncan Grant (ein Spross des schottischen Grant Clans und Enkel eines Kolonialgouverneurs) und der Journalist Desmond MacCarthy. (1) Nach Angaben von Wikipedia stammte Desmond MacCarthy von der irischen Adelsdynastie MacCarthy ab. Seine Tochter heiratete in die einflussreiche Adelsfamilie Cecil und sein Sohn in die Buxton Familie. Sein Schwager William Warre-Cornish heiratete eine Tochter von Georgina Potter (Schwester von Beatrice Webb). MacCarthys Schwägerin Cecilia Warre-Cornish war die Frau von Sir William Fisher, dessen Schwester Florence einen Sohn von Charles Darwin heiratete. (1)

Bertrand Russell, Aldous Huxley sowie Siegfried Sassoon (aus der damals sehr reichen Sassoon Familie) verkehrten mit Mitgliedern der Bloomsbury Group. (1, 2, 3)

Leonard Woolf gründete den 1917 Club. Der linke Club bestand für fünfzehn Jahre. In der Wikipedia steht momentan, dass folgende Personen zum Club gehörten: Aldous Huxley, H. G. Wells, der erste Labour-Premierminister Ramsay MacDonald, ein Mitglied der Buxton Familie, der Adlige Oswald Mosley (späterer Anführer der Faschisten) und der in England lebende Inder Shapurji Saklatvala. Letzterer kam mütterlicherseits aus der Tata Familie, die bis heute zu den mächtigsten Indern gehört.

Feministen

Einige Frauen der Fabian Society gehörten zu den frühen Feministinnen in Grossbritannien. (1) Eine der wichtigsten war Emmeline Pankhurst (1858–1928), die dabei half, dass Frauen in Grossbritannien das Wahlrecht erhielten. Sie war ein frühes Mitglied der Fabian Society und war mit dem Schotten Keir Hardie befreundet, dem Gründer der Labour-Partei. (1, 2) Emmeline Pankhurst war rassistische Eugenikerin. (S. 141–144) Ihr Mann Richard, ein glühender Sozialist und Frauenrechtler, gehörte den Freimaurern an. (1, 2) Ihre Tochter Sylvia gründete und leitete die Workers Socialist Federation, eine sozialistische Partei. Die Tochter Adela zog in die britische Kolonie Australien, wo sie zu den Hauptgründern der Kommunistischen Partei Australiens gehörte. Adela war auch Organisatorin von Australia First Movement, eine profaschistische, pronazistische, antisemitische Organisation in Australien während des Zweiten Weltkrieges.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren mehrere der führenden Feministinnen im angelsächsischen Raum Eugenikerinnen. (1) Eine davon war die Britin Marie Stopes (1880–1958), die grosse Pionierin der Schwangerschaftsverhütung. Sie wollte die „Horden der Gebrechlichen“ reduzieren, um so die „Gesunden“ weniger zu belasten. Sie enterbte ihren Sohn, weil er eine kurzsichtige Frau heiratete und damit ein genetisch minderwertiges Kind zeugen würde. (1) Marie Stopes war Mitglied der Eugenics Society. (1, 2) Sie nahm 1935 an einem Kongress für Bevölkerungswissenschaften in Deutschland teil, der von den Nazis veranstaltet wurde. 1939 schrieb sie einen freundlichen Brief an Adolf Hitler. (1, 2) In einem Buch aus dem Jahr 1920 beschreibt Stopes den „glorreichen Traum“ von einem Menschenschlag, der nur aus gutaussehenden Frauen und Männern besteht. Sie kritisierte in dem Buch den „riesigen und immer grösser werdenden Bestand an degenerierten, schwachsinnigen und unausgeglichenen Menschen“. Diese würden sich zu schnell vermehren und seien wie ein „Parasit auf dem gesunden Baum, der seine Lebenskraft aussaugt“. Weiter schrieb sie: „Doch wenn das Gute in unserer Rasse nicht von den Minderwertigen überschwemmt und vernichtet werden soll wie der schöne Baum vom Parasiten, muss diese wuchernde Verderbtheit eingedämmt werden. Wie soll das geschehen? Einige wenige, ganz einfache Parlamentsgesetze könnten dies bewerkstelligen.“ Als Lösung für dieses Problem nannte sie die Sterilisierung: „Wenn Gesetze erlassen werden, die die Unfruchtbarkeit der hoffnungslos verdorbenen und rassisch kranken Menschen sicherstellen und für die Erziehung der gebärfähigen Frau sorgen, damit sie ihre Kinder gesund zur Welt bringt, wird unsere Rasse den Strom des verderbten, hoffnungslosen und elenden Lebens, der gegenwärtig in unserer Mitte immer mehr zunimmt, rasch unterdrücken.“ (S. 218–223)

Marie Stopes war eine Zeit lang Mitglied der Malthusian League. (S. 157) Sie gehörte zum ersten Vorstand der Family Planning Association. (1)

Marie Stopes hatte ein romantisches Verhältnis mit Lord Alfred Douglas. (1) Dieser war der Sohn eines Markgrafen aus dem schottischen Douglas Clan. Stopes wurde in Schottland geboren und hatte eine schottische Mutter.

Marie Stopes war über 30 Jahre mit Bernard Shaw befreundet und kannte H. G. Wells und Virginia Woolf. (1) Stopes hatte bei ihrem Engagement für Verhütung Kontakt zu Bertrand Russell, der Mitglied ihrer Organisation für Geburtenkontrolle war. (1) Keynes wurde Vice President der Organisation. (1, 2)

1976 kam es zur Gründung von Marie Stopes International, einer der weltweit führenden Abtreibungsorganisationen, die nach Stopes benannt wurde. Die Organisation änderte 2020 ihren Namen zu MSI Reproductive Choices, weil sie sich von Stopes’ Ansichten zur Eugenik distanzieren wollte.

Neben MSI Reproductive Choices ist die „International Planned Parenthood Federation“ die wohl wichtigste internationale Organisationen für Abtreibungen. Sie wurde von Margaret Sanger (1879–1966) gegründet. Sanger war eine bedeutende Frauenrechtlerin in den USA und Pionierin der dortigen Bewegung für Bevölkerungskontrolle. Deswegen geriet Sanger mehrmals mit der Justiz in Konflikt. Sie befürwortete die Eugenik und Zwangssterilisation. 1921 schrieb sie: „Das dringendste Problem heute ist, wie man die Überfruchtbarkeit geistig und körperlich Behinderter begrenzen und verhindern kann.“ (1, 2) Sie meinte 1950, dass Hitlers Eugenikpolitik kein Vorwand sein darf, die Sterilisation von Menschen mit „körperlicher und geistiger Dysgenie“ zu beenden. (1) Sanger erhielt finanzielle und ideelle Unterstützung von der Rockefeller Familie. (1, 2, 3) Ihr gelang es, viele Frauen von mächtigen Amerikanern für ihr Engagement zu gewinnen. Darunter waren die Frauen von William Kissam Vanderbilt, Corliss Lamont, Henry Phipps, Henry Morgenthau Jr., Otto Kahn, Ogden Mills Reid und Henry Havemeyer. (S. 302)

Margarets erster Ehemann, William Sanger, war ein jüdischer Architekt. (1, 2)

Margaret Sanger hatte Marie Stopes kennengelernt. (S. 101)

Margaret Sanger hielt 1915 in London eine Rede vor der Fabian Society. (1) Damals sympathisierte Sanger mit dem Sozialismus. Sie trat dem Frauenkomitee der Sozialistischen Partei in New York bei. (1, 2, 3)

Margaret Sanger war Präsidentin der Malthusian League in den USA. (1) Sie nahm 1922 in London an der fünften internationalen Neomalthusianischen Konferenz teil. 1925 veranstaltete Sanger die sechste Neomalthusianische Konferenz, die erste Konferenz dieser Art in den USA. Mit Unterstützung der Rockefeller Foundation organisierte Sanger 1927 die erste Weltbevölkerungskonferenz, die in Genf, Schweiz, stattfand. Zu den Teilnehmern der Konferenz zählten Julian Huxley und Keynes. (1) Sanger war der Überzeugung, dass der Völkerbund (Vorläufer der UN) sich „für die Bevölkerungsprobleme der Welt interessieren und durch wissenschaftliche Erkenntnisse zu deren Lösung beitragen muss“. (S. 283)

Margaret Sanger hatte eine Affäre mit H. G. Wells, der über Sanger sagte: „Sie ist die grossartigste Frau der Welt. Die Bewegung, die sie ins Leben gerufen hat, wird in hundert Jahren die einflussreichste aller Zeiten sein, wenn es darum geht, die Geschicke der Menschen auf der Erde zu lenken.“ (1, 2) Zur Erinnerung: H. G. Wells war besessen vom Gedanken, eine Weltregierung zu errichten.

Margaret Sanger hatte bei ihrem Engagement für Geburtenkontrolle Julian Huxley, Bernard Shaw und Keynes kennengelernt. (1) Nach Angaben von ChatGPT hatte sie dabei auch Kontakt zu Bertrand Russell und Beatrice Webb.

Margaret Sangers Enkel Alexander wurde 2001 Goodwill-Botschafter des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). (1) Der UNFPA ist die wohl wichtigste Organisation der UN für Bevölkerungskontrolle. (Mehr dazu)

Im angelsächsischen Raum war die Bewegung für Bevölkerungskontrolle von Anfang an mit der feministischen Bewegung verbunden. Der Feminismus forderte, dass Frauen selbst bestimmen dürfen, ob, wann und wie viele Kinder sie bekommen. Die Lobby für Bevölkerungskontrolle wollte, dass Frauen generell weniger Kinder bekommen. Die beiden Bewegungen hatten somit unterschiedliche Motivationen, aber dasselbe Ziel. Bis heute ist bei der Lobby für Bevölkerungskontrolle üblich, die reproduktiven Rechte der Frauen als Vorwand zu nutzen. Wenn man die Webseiten von Organisationen wie Planned Parenthood, Population Council und Population Action International besucht, könnte man auf den ersten Blick meinen, es handle sich um Organisationen, die sich ausschliesslich für Frauenrechte starkmachen. Allerdings heisst der Population Council ja nicht Womens Rights Council. Die Lobby für Bevölkerungskontrolle weiss ganz genau, dass sie viele Kritiker hat. Sie schützt sich vor der Kritik, indem sie den Eindruck vermittelt, sie möchte lediglich die Selbstbestimmung der Frauen unterstützen, aber jeder, der sich mit der Lobby beschäftigt hat, weiss, dass es darum geht, das Bevölkerungswachstum zu hemmen.

Aus Sangers Netzwerk für Bevölkerungskontrolle ging auch der 1952 gegründete deutsche Verein pro familia hervor. Sein Gründer und Präsident war Hans Harmsen. Dieser setzte sich dafür ein, dass die „erbbiologisch hochstehenden, sozial leistungsfähigen Schichten“ mehr Kinder bekommen als die „untüchtigen, minderwertigen Bevölkerungsgruppen“. Harmsen war zuvor im Naziregime Fachmann für Eugenik gewesen und hatte dabei Zwangssterilisation befürwortet. (1, 2)

Die frühe britische Feministin Annie Besant (1847–1933) trat 1885 der Fabian Society bei, also ein Jahr nach der Gründung der Gesellschaft. (1) Sie gehörte zum Exekutivkomitee der Fabians. (1) Über die Gesellschaft kannte sie Edward Pease, Bernard Shaw, Emmeline Pankhurst sowie Sidney und Beatrice Webb. Laut ChatGPT kannte sie auch Bertrand Russell, Keynes, H. G. Wells, die Huxley-Brüder, William Beveridge, Margaret Sanger und Marie Stopes.

Annie Besant war Aktivistin für Geburtenkontrolle. 1877 gründete sie zusammen mit Charles Bradlaugh die Malthusian League. (1, 2) Wie in Kapitel 1 bereits erwähnt wurde, war Bradlaugh Freimaurer.

1877 wurden Besant und Bradlaugh wegen Obszönität vor Gericht gestellt, weil sie Schriften herausgaben, die sich mit der Geburtenkontrolle befassten. Die beiden wurden später freigesprochen. (1, 2)

Annie Besants Grossvater war ein Bruder von Matthew Wood. (1) Dieser wurde zum Baronet geadelt und war Bürgermeister der City of London (britisches Bankenviertel). Sein Sohn William Wood, ein geadelter Baron, hatte das hohe und angesehene Amt des Lordkanzlers inne.

Annies Schwager Sir Walter Besant war Freimaurer und Mitgründer einer Loge. (1, 2)

Annie Besant stand dem Christentum sehr kritisch gegenüber. Sie wurde in Frankreich in den internationalen Freimaurerorden Le Droit Humain (Co-Freemasonry) aufgenommen. Somit waren die beiden Hauptgründer der Malthusian League Freimaurer. Le Droit Humain wurde 1893 von Franzosen gegründet und besteht bis heute. Besant führte den Orden in England ein. Sie erreichte den 33. Grad des Ordens und trat seinem obersten Rat bei. Sie wurde Grosskommandant (Vorsitzender) des Rates. 1912 war sie Mitgründerin des Ordens des Tempels des Rosenkreuzes (OTRC), ein nicht mehr existenter Rosenkreuzerorden. (1, 2, 3) Besant war Mitglied der Theosophischen Gesellschaft. Diese esoterische Organisation wurde 1875 in New York von der russischen Adligen Helena Blavatsky gegründet. Besant lernte Blavatsky kennen und wurde ihre Schülerin. Besant war von 1907 bis zu ihrem Tod 1933 internationale Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft. (1, 2, 3) Sie besuchte unter anderem in Schottland Logen der Gesellschaft. (1) Der derzeitige Präsident der schottischen Theosophen heisst Joe McIntyre. (1) Dem Namen nach stammt er vielleicht aus dem MacIntyre Clan.

Annie Besant trug dazu bei, theosophische Glaubenssätze auf der ganzen Welt zu verbreiten, vor allem in der britischen Kolonie Indien. 1893 besuchte Besant Indien, wo sie sich später niederliess. Sie schloss sich der nationalistischen Bewegung der Inder an und gründete 1916 die Indian Home Rule League, eine Bewegung in Indien, die sich für die Unabhängigkeit einsetzte. Zudem wurde Besant ein führendes Mitglied des Indischen Nationalkongresses (INC). (1) Etwa die Hälfte der Präsidenten des INC waren Freimaurer. (1) Der INC war die wichtigste Bewegung der indischen Unabhängigkeitsbewegung. 1917 wurde Besant Vorsitzende des INC. Vor ihr gab es bereits vier Ausländer, die Präsident des 1885 gegründeten INC waren, nämlich der schottische Geschäftsmann George Yule, der schottische Adlige William Wedderburn (einer der Gründer des INC und Spross des Wedderburn Clans), der irische Politiker Alfred Webb und der englische Kolonialbeamte Henry Cotton. (1, 2) Cottons Verwandter William Cotton war in den 1840er-Jahren Chef der britischen Zentralbank gewesen und dessen Bruder hatte als Chef der East India Company gedient, die damals noch Indien kontrollierte. (1, 2) Die Gründer des INC waren Inder, aber neben Wedderburn gehörte auch der Schotte Allan Octavian Hume zu den Hauptgründern. Hume war wie Besant Anhänger der Theosophischen Gesellschaft und lernte Helena Blavatsky kennen. Nachdem Indien 1947 von Grossbritannien unabhängig wurde, stellte der INC die ersten Regierungen, die sozialistisch ausgerichtet waren. Der INC ist bis heute eine der stärksten Parteien Indiens.

Der berühmteste Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung war Mohandas Gandhi, bekannt als Mahatma Gandhi. Er wurde 1924 Präsident des INC. Er und weitere Inder hatten 1891 an der Beerdigung von Charles Bradlaugh teilgenommen (wie gesagt ein Freimaurer, Freund von Annie Besant und Hauptgründer der Malthusian League). Bradlaugh hatte den britischen Imperialismus in Indien kritisiert. Gandhi studierte damals in England, wie viele spätere Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Er lernte Annie Besant und Helena Blavatsky kennen. (1, 2, 3) Er sympathisierte mit der Theosophischen Gesellschaft und sagte, er verdanke seinen theosophischen Freunden viel. Jedoch wollte er sich der Gesellschaft nicht anschliessen, weil ihm „ihre geheime Seite, ihr Okkultismus“ nicht angesprochen hat. (1) Die Fabian Society schreibt auf ihrer Webseite, dass Gandhi den Fabians beitrat. (1)

Neben Besant gehörten folgende britische Frauenrechtlerinnen der Co-Freimaurerei an, mehrere davon einer Loge mit dem Namen Golden Rule (1):

  • Anne Cobden-Sanderson: Sie war Sozialistin. Ihr Mann Thomas war der Patenonkel von Bertrand Russell. (S. 25) Laut Wikipedia lebte sie eine Zeit lang im Haus des Dichters George MacDonald aus dem schottischen MacDonald Clan.
  • Lady Geraldine Grove: Sie war mit mehreren britischen Adelsfamilien verschwägert. Ihre Grossmutter väterlicherseits kam aus dem schottischen Douglas Clan und der Bruder St. George heiratete in den Douglas Clan. (1)
  • Evelina Haverfield: Sie war die Tochter eines Barons und wurde im Inverlochy Castle in Schottland geboren. (1) Ihr Grossvater väterlicherseits kam mütterlicherseits aus dem Campbell Clan. (1)
  • Charlotte Despard: Sie trat erst der Labour-Partei bei und dann der Kommunistischen Partei, weil ihr die Labour-Partei nicht links genug war. Despard gehörte zu den „Friends of Soviet Russia“, einer Organisation, die mit Sowjetrussland sympathisierte. 1930 bereiste Despard die Sowjetunion. Sie war eine Anhängerin der indischen Unabhängigkeitsbewegung und traf 1909 Mahatma Gandhi. Sie befasste sich mit Blavatskys Theosophie. Ihr Bruder John French war ein Feldmarschall, der zum Grafen geadelt wurde. (1, 2, 3) John French war Freimaurer. (1, 2)
  • Gräfin Muriel Agnes de la Warr: Die Sozialistin trat der Theosophischen Gesellschaft bei. George Lansbury, Vorsitzender der Labour-Partei, sagte, dass die Gräfin eine sehr wichtige Rolle in der feministischen und sozialistischen Bewegung spielte, dies aber „wenig bekannt war, weil sie immer darauf bestand, im Hintergrund zu bleiben“. (1) Ihr Mann kam väterlicherseits aus der Grafenfamilie Sackville und mütterlicherseits aus den schottischen Clans Cochrane und Drummond. Muriels Vater Thomas Brassey, ein geadelter Graf, war Gouverneur der britischen Kolonie Victoria in Australien und Grossmeister der dortigen Freimaurer. Sein namensgleicher Vater war eine Zeit lang der führende Eisenbahnunternehmer. Muriels Schwester Marie heiratete den geadelten Markgrafen Freeman Thomas, Gouverneur der britischen Kolonien Indien und Kanada. (1, 2, 3)
  • Lady Emily Lutyens: Die Sozialistin war Mitglied der Theosophischen Gesellschaft und eine Freundin von Annie Besant, die sie zur englischen Vertreterin des Order of the Star in the East (OSE) ernannte. Dieser theosophische Orden wurde von Annie Besant gegründet und hatte seinen Sitz in Indien. Emily heiratete Sir Edwin Lutyens, einen Architekten, der eine wichtige Rolle beim Erbau der indischen Stadt Neu-Delhi spielte. (1, 2, 3) Er soll Freimaurer gewesen sein. (1) Emilys Bruder Victor war Gouverneur von Bengalen in Indien. Die Schwester Elizabeth heiratete den Bruder des Premierministers Arthur Balfour. Emily kam mütterlicherseits aus der einflussreichen Adelsfamilie Villiers. Ihr Vater Robert Bulwer-Lytton war Vizekönig von Indien und wurde zum Grafen geadelt. Roberts Vater Edward war Minister für die Kolonien. (1, 2) Edwards Bruder William Henry Bulwer vertrat die britische Freimaurerei als Provinzial-Grossmeister in der Türkei. Der englische Rosenkreuzerorden SRIA ernannte Edward zu seinem Grosspatron, worauf Edward aber abstreite, Mitglied des Ordens zu sein. (1, 2, 3) Drei Mitglieder der SRIA, die auch Freimaurer waren, gründeten 1888 den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung wurde. (1, 2)

Die Fabian Society und der Antikolonialismus

Viele Mitglieder der Fabian Society waren Kritiker des britischen Imperialismus und befürworteten die Unabhängigkeit der Kolonien. Die Labour-Partei spielte eine wichtige Rolle bei der Dekolonialisierung des britischen Empire. Auch die UN befürwortete die Dekolonialisierung.

Die Fabian Society hatte Verbindungen zur India League. Die britische Organisation setzte sich dafür ein, dass Indien unabhängig von Grossbritannien wird. Von 1932 bis 1939 war Bertrand Russell, ein ehemaliger Fabian, Vorsitzender der India League. (1) Sein Bruder Frank Russell war in den Jahren zuvor britischer Unterstaatssekretär für Indien gewesen. (1) Bertrand Russell hatte im Alter von zwei Jahren Queen Victoria, die auch Kaiserin von Indien war, zum ersten Mal getroffen. (1) Die India League wurde 1928 vom Inder Krishna Menon gegründet, der in Grossbritannien lebte. Er hatte an der LSE studiert, wurde Politiker der Labour-Partei und lernte Fabians kennen, unter anderem Annie Besant. Er kannte den verrückten Wissenschaftler J. B. S. Haldane und freundete sich mit Edwina Mountbatten an, deren Ehemann Vizekönig von Indien war, als das Land 1947 die Unabhängigkeit erlangte. Nach der Unabhängigkeit wurde Krishna Menon Indiens Botschafter in Grossbritannien. Er war von 1952 bis 1962 indischer Botschafter bei der UN. Sein Freund Jawaharlal Nehru, auch ein Sozialist, wurde nach der Unabhängigkeit der erste Ministerpräsident von Indien. Während seines Studiums in England stand Nehru mit Fabians in Kontakt, unter anderem mit Bernard Shaw. (1, 2, 3, 4, 5) Nehru bezeichnete Shaw als „eine der grössten Persönlichkeiten seiner Zeit“. (1) Nehru und Menon gehörten zur INC-Partei. Zur Kolonialzeit war wie gesagt Annie Besant, ein frühes Mitglied der Fabian Society, für fast ein Jahr Präsidentin des INC gewesen.

Nehru und Menon waren mit Harold Laski und Stafford Cripps (Neffe von Beatrice Webb) befreundet. (1) Laski und Cripps gehörten zur Führungsriege der Fabian Society. Cripps spielte eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen zwischen Grossbritannien und der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Er leitete die sogenannte Cripps-Mission. Indien gehört bis heute zu den Commonwealth-Staaten, die eng mit Grossbritannien verbunden sind.

Bernard Shaw, der wie gesagt von Nehru geschätzt wurde, hatte im Jahr 1900 das Manifest „Fabianism and the Empire“ veröffentlicht. Darin erklärt er, dass der Fabianismus mit der Aufrechterhaltung und Ausweitung des britischen Empire vereinbar sein könnte, aber man müsse die Ausbeutung und Unterdrückung der kolonisierten Völker beenden und ihnen auf Augenhöhe begegnen.

Die Fabian Society hatte Verbindungen zu Mohammed Ali Jinnah. (1) Einige Internetseiten sagen, dass er Mitglied der Gesellschaft wurde, als er in England studierte, aber dafür fand ich keine gute Quelle. Jinnah war später der Gründer Pakistans, das vorher von den Briten kontrolliert wurde. Pakistan gehört zu den Commonwealth-Staaten.

Lee Kuan Yew studierte in England an der LSE. Dabei kam er mit der Fabian Society in Kontakt, die ihn beeinflusste. (1, 2, 3, 4) Er war später der erste Premierminister von Singapur, als das Land unabhängig von Grossbritannien wurde. Singapur gehört zum Commonwealth.

Als die Kolonie Kenia die Unabhängigkeit von Grossbritannien erlangte, wurde Jomo Kenyatta der erste Präsident und Premierminister. Er hatte an Konferenzen der Fabian Society teilgenommen und war Mitglied der India League gewesen. Er hatte in England gelebt, wo er an der LSE studierte und eine Engländerin heiratete. (1, 2) Kenia gehört ebenfalls zum Commonwealth.

Die Fabian Society hatte Verbindungen zu Obafemi Awolowo. (1) Er war einer der Anführer der erfolgreichen Unabhängigkeitsbewegung in der britischen Kolonie Nigeria. Übrigens war Awolowo Mitglied des Rosenkreuzerordens AMORC. Bei seiner Beerdigung waren Rosenkreuzer dabei. (1, 2) Er hatte in England studiert. Seine Enkelin Dolapo heiratete Yemi Osinbajo, der in den letzten Jahren Vizepräsident von Nigeria war. (1, 2) Yemi Osinbajo studierte an der LSE. (1) Auch Nigeria ist ein Staat des Commonwealth.

Der bekannte ägyptische Schriftsteller Salama Moussa, der sich für die Unabhängigkeit Ägyptens von Grossbritannien aussprach, lebte einige Jahre in London, wo er studierte und der Fabian Society beitrat. (1, 2)

Kapitel IV

Besuche in Russland

Eine ganze Reihe an Personen, die in diesem Beitrag erwähnt wurden, sympathisierte mit der Sowjetunion. Sie besuchten Sowjetrussland und einige unterstützten die Verbreitung sowjetischer Propaganda in Grossbritannien. Ich vermute, dass diese sowjetfreundlichen Briten im eigenen Land, also in Grossbritannien, keine Zustände wie in der Sowjetunion wollten, aber sie fanden es faszinierend, das kommunistische Experiment in einem anderen Land zu studieren. Sowjetrussland war das erste sozialistische Land der Welt. Nachdem Stalin an die Macht gekommen war, gab es zum ersten Mal die Gelegenheit, eine komplette Planwirtschaft zu beobachten.

Zudem wurden nicht nur ihre sozialistischen Ideen, sondern auch ihre Geburtenkontrolle erstmals in der Sowjetunion in die Praxis umgesetzt. Im Jahr 1920 war das sowjetische Russland das erste Land, das Abtreibungen legalisierte. (1, 2) Bis in die 40er-Jahre kamen in der Sowjetunion auf jede Geburt drei Abtreibungen. Die Sowjetunion war Mitte der 60er-Jahre mit sieben Millionen Abtreibungen weltweit führend. (1)

Einige frühe Mitglieder der Fabian Society und der Bloomsbury Group sowie Personen aus ihrem Umfeld führten ein aussereheliches Liebesleben oder offene Beziehungen, hatten vorehelichen Sex und waren teils homo- oder bisexuell (z. B. Virginia Woolf, Siegfried Sassoon und Keynes). Ein paar von ihnen kannten den berühmten Sigmund Freud. Sie lebten die sexuelle Revolution bereits Jahrzehnte bevor diese in den 60er-Jahren im Westen in die breite Gesellschaft getragen wurde. Dies hat vielleicht dazu beigetragen, dass sie die Sowjetunion als fortschrittlichen Staat ansahen, denn dort gab es anfangs eine sexuelle Revolution.

Die Kommunisten leiteten nach ihrer Machtübernahme eine Umgestaltung der Sexualität in der russischen Gesellschaft ein. Sie erlaubten Scheidungen, legalisierten homosexuelle Handlungen, förderten die Emanzipation der Frau, propagierten die freie Liebe und gewährten Nudisten, Travestie sowie pornografische Bilder. (1, 2, 3) Soviel mir bekannt ist, war die Sowjetunion das erste Land der Neuzeit, in dem es eine sexuelle Revolution gab. In den 30er-Jahren beendeten die Sowjets ihr Experiment der sexuellen Revolution. 1936 wurden Abtreibungen wieder verboten, mit ein paar Ausnahmen, womöglich weil Stalin für eine grössere Armee ein grösseres Volk brauchte. Nebenbei bemerkt vermute ich, dass sich die chinesische Führung in den letzten Jahren von der Ein-Kind-Politik unter anderem verabschiedet hat, weil ihre vergreiste Gesellschaft nicht zu ihrem Anspruch passt, eine übermächtige Armee zu haben, wofür sie junge, vitale Männer braucht.

Als Margaret Sanger 1934 von ihrem sechswöchigen Besuch in der Sowjetunion zurückkehrte, lobte sie: „Russland ist heute das Land der emanzipierten Frau.“ Im darauffolgenden Jahr schrieb sie: „Die Haltung Sowjetrusslands gegenüber seinen Frauen (…) würde das Herz der überzeugtesten Feministin erfreuen.“ (1)

Wie es für Kommunisten üblich war, verfolgten auch die russischen Kommunisten eine religionsfeindliche Politik. Nach ihrer Machtübernahme führten sie die Trennung von Staat und Kirche ein. Die bis dahin sehr einflussreiche orthodoxe Kirche wurde entmachtet und geächtet. Mehr als zwanzigtausend Priester, Mönche und Nonnen wurden inhaftiert, manche auch hingerichtet. (1) Der Kommunistenführer Lenin erliess 1917 ein Gesetz „über die Abschaffung der Ehe“. (1) Kirchliche Trauungen wurden durch die Zivilehe ersetzt. (1) Anfangs versuchte die sowjetische Führung das traditionelle Familienmodell zu zerstören. (1) Kindererziehung durch die Mutter galt als Hindernis für den Aufbau einer kommunistischen Gesellschaft. (1, 2) Das Erbrecht wurde zunächst abgeschafft. Das Sowjetregime wollte, dass der Staat anstelle der Eltern die Erziehung der Kinder übernimmt. Der Autor der Familiengesetzgebung schrieb: „Unsere staatlichen Vormundschaftsinstitutionen müssen den Eltern zeigen, dass die soziale Fürsorge für Kinder weitaus bessere Ergebnisse bringt als die private und irrationale Fürsorge einzelner Eltern, die zwar liebevoll, aber in Sachen Kindererziehung unwissend sind.“ (1) Viele rechtskonservative Verschwörungstheoretiker glauben bis heute, dass eine internationale Linke das traditionelle Familienmodell zerstören möchte.

Die Sowjetunion versuchte, in seinen verschiedenen Ländern den Völkern Nationalismus und Religion auszutreiben (wie es sich H. G. Wells gewünscht hatte). So wollte man bei den verschiedenen ethnischen Gruppen eine einheitliche sowjetische Identität erschaffen.

Die Sowjetunion war von 1934 bis 1939 Mitglied des Völkersbunds. Sie gehörte zu den Gründern der UN zusammen mit den anderen Siegermächten des Zweiten Weltkrieges. Die Sowjetunion hatte ein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat. Russland ist bis heute eines der fünf Länder, die über ein Vetorecht verfügen.

Bertrand Russell und die Sowjetunion

Nachdem 1917 bei der Russischen Revolution die Bolschewiki an die Macht gekommen waren, setzte Bertrand Russell grosse Hoffnungen in das kommunistische Experiment. 1920 schrieb er das Buch The Practice and Theory of Bolshevism. Der erste Satz des Buches lautet: „Die russische Revolution ist eines der grossen heroischen Ereignisse der Weltgeschichte.“ Russell erklärt in dem Buch: „Der bei weitem wichtigste Aspekt der russischen Revolution ist der Versuch, den Kommunismus zu verwirklichen. Ich glaube, dass der Kommunismus für die Welt notwendig ist, und ich glaube, dass der Heroismus Russlands die Hoffnungen der Menschen in einer Weise beflügelt hat, die für die Verwirklichung des Kommunismus in der Zukunft wesentlich war. Betrachtet man den Bolschewismus als einen grossartigen Versuch, ohne den der endgültige Erfolg sehr unwahrscheinlich gewesen wäre, so verdient er die Dankbarkeit und Bewunderung des gesamten fortschrittlichen Teils der Menschheit.“ (S. 5, 6) Russell schreibt auf Seite 15: „Das Wichtigste, was die Bolschewiki getan haben, ist, eine Hoffnung zu schaffen oder zumindest eine Hoffnung stark und weit verbreitet zu machen, die vorher auf einige wenige beschränkt war.“ Russell kritisiert in dem Buch aber den Dogmatismus und die gewalttätige Herrschaft der Sowjets. Wenn man sein Buch ein wenig liest, kommt man zum Eindruck, dass Russell ein Kommunist war, obwohl er eigentlich als ein gemässigter Sozialist gilt. Auf Seite 17 schreibt er: „Das bestehende kapitalistische System ist dem Untergang geweiht“.

Bertrand Russell besuchte 1920 Russland. Dabei traf er die sowjetischen Oberhäupter Lenin, Trotzki und Kamenew (alle drei waren jüdischer Abstammung, so wie viele in der bolschewistischen Elite). Russell führte ein einstündiges Gespräch mit Lenin. (S. 26) Nach Lenins Tod 1924 schrieb er: „Der Tod Lenins macht die Welt ärmer durch den Verlust eines der wirklich grossen Männer, die der Krieg hervorgebracht hat.“ (1, 2) Lenin war ein blutrünstiger Diktator.

In den 30er-Jahren schrieb Bertrand Russell: „Russland hat sich auf ein grosses Experiment eingelassen und scheint nun kurz vor dem Erfolg zu stehen. Ausserdem soll es mit dem Erfolg auch ein gewisses Mass an Demokratie geben. Der Wunsch, den sowjetischen Erfolg zu verhindern, ist offenbar das Hauptmotiv unserer Reaktionäre, den Nazis zu helfen, einen Weissen Terror in Russland zu errichten.“ (S. 110) Russell sympathisierte also immer noch mit den Sowjets. Jedoch verurteilte er in den 50er-Jahren die Verbrechen Stalins und distanzierte sich vom Kommunismus. Er behauptete, er sei schon immer ein Kritiker der Sowjets und des Kommunismus gewesen, was gelogen war. Bei der Kubakrise 1962 zeigte er Verständnis für die Sowjetunion und bezeichnete US-Präsident John F. Kennedy als „viel böser“ als Hitler. (1, 2)

Wie bereits erwähnt wurde, hatte Russell 1920 bei einer Reise in China den späteren Diktator Mao Zedong kennengelernt, als dieser noch ein junger Mann war.

Bernard Shaw und die Sowjetunion

Im Jahr 1917, das Jahr der bolschewistischen Revolution, schrieb Bernard Shaw das Stück Annajanska, die bolschewistische Kaiserin, ein pro-revolutionäres Theaterstück.

Bernard Shaw bewunderte die Sowjetunion und war ein grosser Fan von Stalin. Dass Stalin einer der grössten Massenmörder aller Zeiten war, störte ihn nicht weiter. Auf seinem Kaminsims befand sich ein Porträt von Stalin. Shaw verbreitete pro-sowjetische Propaganda in Grossbritannien. Als er 1931 Russland besuchte, um seinen 75. Geburtstag zu feiern, wurde er in Moskau von einer militärischen Ehrengarde und einer Menschenmenge empfangen, die „Heil, Shaw!“ rief. Ihm zu Ehre wurde ein riesiges Bankett veranstaltet. Er hatte eine zweistündige Privataudienz bei Stalin. Shaw wurde bei seinem Besuch von Nancy Astor begleitet. (1) Diese war aber glühende Antikommunistin. Die US-Amerikanerin hatte den britischen Adligen Waldorf Astor geheiratet. Die Astors sind eine der mächtigsten Familien der angloamerikanischen Elite.

Bernard Shaw beschrieb Stalin als einen „Gentleman ohne Bosheit in sich“. Er hatte auch Lenin bewundert. Er kritisierte die britische Presse für ihre antisowjetische Berichterstattung. Er leugnete die Hungersnot, bei der Millionen Ukrainer starben. Ausserdem befürwortete er die Zwangsarbeit in der Sowjetunion und sah das Töten der Regimegegner als legitime politische Strategie an. Bei seinem Besuch in Russland sagte er: „Ich habe all den Terror gesehen und war furchtbar erfreut darüber.“ Bei dieser Aussage ist unklar, ob es ironisch gemeint war. Wie bereits erwähnt wurde, war Shaw ein radikaler Eugeniker, der Todeskammern und Gas einsetzen wollte, noch bevor die Nazis dies bei ihrem Eugenikprogramm umsetzten, bei dem über 200 000 Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen getötet wurden. Shaw sympathisierte mit Hitler und bezeichnete ihn als „ein sehr bemerkenswerter Mann, ein sehr fähiger Mann“. Auch der italienische Diktator Benito Mussolini faszinierte ihn, aber Stalin war sein Lieblingsdiktator. (1, 2, 3, 4) Zudem verteidigte er die Säuberungen unter Stalin und meinte: „Wir können es uns nicht leisten, uns moralisch aufzuspielen, wenn unser unternehmungslustiger Nachbar [die Sowjetunion] auf humane und gerechte Weise eine Handvoll Ausbeuter und Spekulanten liquidiert, um die Welt für die Anständigen sicherzumachen.“ (S. 206) Damit meinte er höchstwahrscheinlich die Juden aus der sowjetischen Elite, die bei Stalins Säuberungen ermordet wurden.

J. B. S. Haldane und die Sowjetunion

J. B. S. Haldane war wie gesagt ein verrückter Wissenschaftler, der ein Freund der Huxley-Brüder und Vordenker des Transhumanismus war.

Haldane gehörte zur Kommunistischen Partei Grossbritanniens und besuchte 1928 die Sowjetunion. Er verteidigte die Sowjetunion öffentlich. Daher wurde er vom britischen Geheimdienst MI5 als subversive Person und möglicher Spion betrachtet. Der MI5 überwachte ihn mehr als zwanzig Jahre lang. (1, 2) Seine Frau Charlotte, die aus einer jüdischen Einwandererfamilie kam, war ebenfalls Mitglied der Kommunistischen Partei Grossbritanniens. 1941 besuchte sie die Sowjetunion. (1, 2) Haldanes Schwester Naomi Mitchison begrüsste es, dass die Sowjetunion Abtreibungen legalisierte. 1932 besuchte Naomi als Teil einer Gruppe der Fabian Society die Sowjetunion. Später erhielt sie einen britischen Ritterorden. (1, 2, 3)

Die Webbs und die Sowjetunion

Beatrice Webb schrieb 1931: „Im Laufe eines Jahrzehnts werden wir wissen, ob der amerikanische Kapitalismus oder der russische Kommunismus der Masse der Bevölkerung das bessere Leben beschert; welche dieser Kulturen auch immer gewinnt, wir in Grossbritannien werden ihr folgen müssen.“ Sie und ihr Mann Sidney besuchten 1932 Russland für zwei Monate. 1934 reiste Sidney ein weiteres Mal nach Russland. Beeindruckt von ihrer Russlandreise schrieb das Paar das 1935 veröffentlichte Buch Soviet Communism: A New Civilisation, ein sowjetfreundliches Buch, das auch in Russland übersetzt und verbreitet wurde. Selbst der kommunistische Historiker Al Richardson nannte das Buch „eine sowjetische Propaganda in ihrer verlogensten Form“. Der Historiker A. J. P. Taylor meinte, das Buch sei „trotz der harten Konkurrenz das absurdeste Buch, das je über Sowjetrussland geschrieben wurde“. (1, 2) Keynes hingegen sagte, das Buch sollte „jeder ernsthafte Bürger gut lesen“. (1) Sidney und Beatrice Webb schrieben das 1942 veröffentlichte Buch The Truth about Soviet Russia, eine reine Stalin-Apologie. Bernard Shaw verfasste das Vorwort. Im Buch wird behauptet, Stalin sei kein Diktator und die Sowjetunion sei seit der neuen Verfassung von 1936 eine der besten Demokratien der Welt. (S. 16–19)

Wie bereits erwähnt wurde, war Beatrice Webbs Neffe Stafford Cripps hoher Politiker der Labour-Partei und Präsident der Fabian Society. Im Zweiten Weltkrieg war Cripps britischer Botschafter in der Sowjetunion. In dieser Funktion traf er Stalin. (1, 2) George Lansbury, der die Labour-Partei leitete, lobte Lenin und besuchte 1920 die Sowjetunion. (1)

Noah Barou

In den 40er-Jahren gehörte Noah Barou (1889–1955) zur Führung der Fabian Society. Barou wurde in der Ukraine geboren. In jungen Jahren war er einer der Anführer der Poale Zion. Diese internationale, sozialistische Gruppe bestand aus zionistischen Juden, die einen sozialistischen Judenstaat in Palästina gründen wollten. Nach Angaben von Wikipedia vertrat Barou nach der Russischen Revolution die Poale Zion bei der sowjetischen Regierung. Barou lebte seit 1923 in Grossbritannien, wo er Mitglied des Board of Deputies of British Jews wurde. Bis 1936 war er weiterhin in der Führung von Poale Zion. 1936 gehörte er zu den Gründern des Jüdischen Weltkongresses und war Vorsitzender von dessen europäischen Exekutivkomitees. Er schrieb in Grossbritannien Bücher über das sowjetische Bankwesen. Er leitete die Londoner Niederlassung der Moscow Narodny Bank. (1, 2, 3, 4, 5) Diese Bank wurde von der Sowjetunion kontrolliert. In den Jahren nach der Russischen Revolution stand sie mit der „All Russian Co-operative Society“ (ARCOS) in Verbindung. (1, 2) Die ARCOS wurde 1920 von den Sowjets gegründet. Sie war für den sowjetisch-britischen Handel zuständig und hatte ihren Hauptsitz in London. Hier sollte noch erwähnt werden, dass die Sowjetunion erst nach dem Zweiten Weltkrieg zum grossen Hauptfeind der angloamerikanischen Grossmacht wurde. Die Sowjets befürworteten anfangs einen Austausch mit dem Westen. Der Austausch fand vor allem über die dritte Kommunistische Internationale mit Sitz in Moskau statt, die von 1919 bis 1943 bestand und sich mit vielen kommunistischen Politikern und Aktivisten aus dem Westen vernetzte. Dabei kam es sogar zu diplomatischen Gesprächen zwischen jüdischen Kommunisten und jüdischen Bankiers aus Grossbritannien (siehe Kapitel 5). Die Sowjets hatten anfangs die Hoffnung, dass auch im Westen kommunistische Regierungen an die Macht kommen werden, aber mit der Zeit erkannten sie, dass der Westen kapitalistisch bleiben wird.

Keynes und die Sowjetunion

Keynes heiratete 1925 die Ballerina Lydia Lopokova, die bis 1910 in Russland gelebt hatte. (1) Nach der Hochzeit besuchte das Paar Sowjetrussland. (1) Lydias Geschwister waren Balletttänzer im sowjetischen Russland. Der Bruder Fjodor Lopuchow wurde zum Volkskünstler der Sowjetunion ernannt. (1)

Als Keynes von der Machtübernahme der Kommunisten in Russland erfuhr, schrieb er an seine Mutter: „Ich war über die russischen Nachrichten ungemein erfreut und aufgeregt. Sie sind das einzige Ergebnis des Krieges, das sich bisher lohnt.“ Er sagte im selben Jahr: „Der einzige Weg, der mir offen steht, ist, ein optimistischer Bolschewist zu sein.“ Auch im darauffolgenden Jahr bezeichnete er sich als Bolschewist. Er verkündete 1922: „Ein aussergewöhnliches Experiment des Sozialismus ist im Gange. Ich denke, es gibt solide Grundlagen, auf denen eine Brücke gebaut werden kann.“ Im selben Jahr meinte er, dass Lenins Politik „von hoher intellektueller Kompetenz“ sei. Keynes besuchte 1925 Russland, wo er vor dem sowjetischen Politbüro sprach. Leo Trotzki war dabei anwesend. 1927 wurde Keynes von den Sowjets zur Feier des zehnten Jahrestags der bolschewistischen Revolution eingeladen, aber er kam nicht, auch wenn er das Angebot „sehr verlockend“ fand und sich „sehr geschmeichelt“ fühlte. Als er 1928 von einem Besuch in der Sowjetunion zurückkehrte, meinte er, dass die Sowjetunion „viel normaler ist, als irgendjemand hier denkt“. Er war einer der Hauptorganisatoren des „Kongresses für Frieden und Freundschaft mit der UdSSR“, der sich für ein gutes Verhältnis zwischen dem Westen und der Sowjetunion einsetzte. Keynes sagte 1936 über die Politik Stalins: „Das Ergebnis ist beeindruckend“. (1, 2) Keynes kritisierte aber mehrmals öffentlich die Sowjetunion. Lobende Worte für die Sowjets fand er fast nur in seinen persönlichen Papieren und Briefen. Daraus könnte man schlussfolgern, dass er sich öffentlich als Gegner der Sowjets gab, im Privaten aber insgeheim vom sowjetischen Experiment fasziniert war.

Während seiner Russlandreise 1925 führte Keynes eine lange Debatte mit dem jüdischen Sowjetpolitiker Grigori Sinowjew (Zinoviev), der damals Vorsitzender der Kommunistischen Internationale war. (1, 2) Keynes riet den sowjetischen Führern, sie müssten sich bemühen, ihr Bevölkerungswachstum zu begrenzen. Der führende jüdische Bolschewist Leo Trotzki sagte: „Sogar der progressive Ökonom, Herr Keynes, sagte uns erst kürzlich, dass die Rettung der englischen Wirtschaft im Malthusianismus liege!“ (1) Der Malthusianismus war wie gesagt der Ursprung der Bevölkerungskontrolle. Keynes schrieb 1925, dass die Überbevölkerung die grösste Gefahr für die wirtschaftliche Zukunft Russlands sei. (S. 2)

Keynes, Bertrand Russell, Julian Huxley (späterer Chef der UNESCO und Besucher der Sowjetunion), Virginia Woolf und der russische Adlige Alexei Tolstoi waren Gründungsmitglieder der „Society for Cooperation in Russian and Soviet Studies“ (SCRSS). Die britische Gesellschaft wurde 1924 gegründet und förderte die Beziehungen zwischen Grossbritannien und der Sowjetunion. Die SCRSS besteht bis heute und fördert noch immer die Zusammenarbeit zwischen den Völkern Grossbritanniens, Russlands und der anderen ehemaligen Sowjetstaaten. (1) In ihrer Anfangszeit wurde der SCRSS vorgeworfen, sowjetische Propaganda in Grossbritannien zu verbreiten und von den sowjetischen Geheimdiensten gesteuert zu werden. Keynes sagte bei einer Rede vor der SCRSS: „In den nächsten fünfzig Jahren wird die UdSSR einen grösseren Beitrag zur Welt leisten als jedes andere europäische Land.“ (1)

Wie bereits erwähnt wurde, spielte Keynes eine wichtige Rolle bei der Bretton Woods-Konferenz im Jahr 1944 und war dadurch einer der Gründerväter der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds, zwei Organisationen der UN. Neben Keynes war Harry Dexter White (1892–1948) der wichtigste Leiter der Konferenz, der dort die USA vertrat. White war ein hochrangiger Regierungsökonom und stellvertretender Finanzminister der USA. White und Keynes etablierten bei der Bretton Woods-Konferenz das neue Währungssystem und machten den US-Dollar zur globalen Leitwährung. Die Konferenz gilt für manche als der Auftakt zur Ära der US-amerikanischen Vorherrschaft. Ironischerweise hatte White im Geheimen Informationen an die Sowjetunion weitergeleitet und gilt daher als sowjetischer Spion. Bei der Bretton Woods-Konferenz wurde eigentlich die Idee vertreten, dass die USA eine dauerhafte Allianz mit der Sowjetunion eingehen sollten, damit sie die neue Weltordnung gemeinsam gestalten können. Dennoch begann ein paar Jahre danach der Kalte Krieg, womit die amerikanisch-sowjetische Kooperation ihr Ende fand. Harry Dexter White sympathisierte mit der Sowjetunion und meinte, ihre sozialistische Wirtschaft funktioniere gut. Somit wurde die Bretton Woods-Konferenz also nicht von Vertretern der Wall Street angeführt, wie man es eigentlich erwarten würde, sondern von zwei linken, sowjetfreundlichen Ökonomen. White war kurze Zeit Exekutivdirektor des Internationalen Währungsfonds, trat aber zurück, weil die Spionagevorwürfe auftauchten. Einige Tage nachdem White vor dem Untersuchungsausschuss seine Unschuld beteuert hatte, verstarb er. (1, 2, 3, 4, 5) Berichten zufolge starb er an einer Vergiftung mit Digitalis. (1) Elizabeth Bentley und Whittaker Chambers, die in den USA für die Sowjets spionierten, sagten, dass White ein sowjetischer Einflussagent sei. White wurde auch vorgeworfen, er habe indirekt die Machtübernahme der Kommunisten in China begünstigt, indem er Kredite blockierte, die für die antikommunistische Regierung in China bestimmt waren. (1) Seine Eltern waren jüdische Einwanderer aus Litauen. Seine Ehefrau war die Tochter russisch-ukrainischer Einwanderer. (S. 17, 19, 369) White kannte Personen aus der Silvermaster-Gruppe und der Perlo-Gruppe, zwei sowjetische Spionageringe in den USA, die aus US-Regierungsbeamten bestanden und offenbar erfolgreich bei ihrer Spionage waren. Ein paar der Spione waren bei der Bretton Woods-Konferenz dabei. Diese Spione waren fast alle Juden. Mehrere davon waren Kinder von Einwanderern aus Russland und Litauen. Ein mutmasslicher Spion dieser Gruppe war der nichtjüdische Alger Hiss. Dieser war an der Gründung der UN beteiligt und war nach dem Zweiten Weltkrieg Präsident des „Carnegie Endowment for International Peace“, die älteste Denkfabrik der USA. Somit wurde eine der mächtigsten Denkfabriken von einem mutmasslichen Spion angeführt. Zu diesem Spionagenetzwerk gehörten die Juden Solomon Adler1 und Frank Coe2. Sie und ihre jüdischen Bekannten Sidney Rittenberg3 und Israel Epstein4 hatten hervorragende Beziehungen zu den chinesischen Kommunisten.

1. Solomon Adler (1909–1994) wurde in England geboren. Seine Mutter war eine Einwanderin aus Weissrussland. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Oxford University und am University College in London. 1935 ging er in die USA, wo er unter anderem im Finanzministerium arbeitete, das ihn 1941 nach China schickte. Er und Harry Dexter White wurden später beschuldigt, die Machtübernahme der Kommunisten in China unterstützt zu haben und für die Sowjets zu spionieren. Danach arbeitete Adler an der Harvard University, bevor er 1950 nach England zurückkehrte. Dort wurde er Forscher an der Cambridge University. 1962 bekam er eine Einladung der chinesischen Kommunisten, die er annahm. Er lebte für den Rest seines Lebens in China. 1963 heiratete er eine britische Kommunistin. Das Paar hatte ein gutes Verhältnis zum Diktator Mao Zedong. (1, 2)

2. Der in den USA geborene Frank Coe (1907–1980) begann 1934 für das US-Finanzministerium zu arbeiten. Zuvor hatte er für die Johns Hopkins University, die University of Chicago und die Brookings Institution gearbeitet. Letztere ist eine einflussreiche Denkfabrik. Coe war in den 40er-Jahren Finanzberater des Nationalen Sicherheitsrates, Sonderassistent der US-Botschaft in London, Assistent des Direktors des Board of Economic Warfare, stellvertretender Leiter der Foreign Economic Administration und Direktor der Währungsforschung im Finanzministerium. Bei der Währungsforschung arbeitete er eng mit Harry Dexter White zusammen und übernahm organisatorische Aufgaben bei der Bretton Woods-Konferenz. 1946 wurde Coe Sekretär des Internationalen Währungsfonds, aber 1952 musste er den Posten aufgeben, weil man ihm vorwarf, ein Spion der Sowjets zu sein. Er zog 1958 nach China, wo er wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Akademie wurde. Offenbar sympathisierte er mit den chinesischen Kommunismus. Er lebte bis zu seinem Tod in China. (1, 2, 3)

3. Der in den USA geborene Sidney Rittenberg (1921–2019) beriet Mao und war einer der wenigen Ausländer, der ein hochrangiges Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas wurde. Nach der Machtübernahme der Kommunisten wurde er gebeten, beim Austausch zwischen China und den USA zu helfen. Stalin warnte Mao, dass Rittenberg ein Spion der USA sei. Aufgrund des Verdachts war er bis 1955 für sechs Jahre in Einzelhaft. Bei der Kulturrevolution wurde er erneut inhaftiert und sass zehn Jahre im Gefängnis. Rittenberg sagte über Mao: „Er war ein Genie, aber sein Genie geriet völlig ausser Kontrolle und so war er ein grosser historischer Führer und ein grosser historischer Verbrecher. Er nahm sich das Recht, soziale Experimente durchzuführen, bei denen er das Leben von Hunderten Millionen Menschen auf den Kopf stellte, ohne zu wissen, was dabei herauskommen würde.“ 1980 kehrte Rittenberg in die USA zurück, von wo er weiterhin Kontakte nach China unterhielt, vor allem auf wirtschaftlicher Ebene. (1, 2, 3) Er beriet amerikanische Unternehmer, wie Bill Gates und Michael Dell, darin, wie sie von Chinas stark wachsender Wirtschaft profitieren könnten. Er soll dem Intel-Konzern in den 90er-Jahren geholfen haben, eine Halbleiterfabrik in China zu eröffnen. (1)

4. Der in Polen geborene Israel Epstein (1915–2005) war in China aufgewachsen und verbrachte dort sein Leben. Er wurde chinesischer Staatsbürger und trat der dortigen Kommunistischen Partei bei. In den 40er-Jahren führte er lange Interviews mit Mao, von dem er ein Porträt in sein Schlafzimmer hängte. Epstein war Herausgeber eines englischsprachigen Magazins in China und übersetzte Reden und Schriften von Mao und Deng Xiaoping. Epstein beriet die chinesische Regierung bei der Verbesserung ihres Image im Ausland und betätigte sich in Regierungs- und Parteiausschüssen. Jahrzehntelang wurde er an seinen Geburtstagen von hohen Politikern der Kommunistischen Partei besucht. Er hatte ein gutes Verhältnis zu Song Qingling, die er seit den 30er-Jahren kannte. Song Qingling war die wohl mächtigste Frau im kommunistischen China. Sie war die Witwe von Sun Yat-sen (Gründervater der chinesischen Republik). Epstein schrieb ein Buch über Song Qingling. 1941 hatte Epstein seinen Tod vorgetäuscht, weil die japanischen Invasoren ihn ausschalten wollten. Ein paar Jahre später besuchte er Grossbritannien und lebte danach für fünf Jahre in den USA. Er heiratete damals eine Engländerin, mit der er später wieder in China lebte. Er hatte weiterhin Kontakt zu Mao, Song Qingling und weiteren Oberhäuptern der chinesischen Kommunisten. Während der Kulturrevolution sass er aber für fünf Jahre im Gefängnis. (1, 2, 3)

Keynes war mit sowjetischen Spionen befreundet (siehe Kapitel 5).

Keynes freundete sich mit Iwan Maiski (1884–1975) an, der von 1932 bis 1943 sowjetischer Botschafter in Grossbritannien war. Maiski, der Sohn eines polnischen Juden, war ein anglophiler Sowjet. Als 1936 der britische König starb, kam Maiski auf die Beerdigung, bei der er eine Träne vergoss. Zu seinen Freunden zählten Sidney und Beatrice Webb, Bernard Shaw, H. G. Wells, Lady Astor, Baron Beaverbrook sowie die Premierminister Ramsay MacDonald, Winston Churchill, Anthony Eden und Lloyd George. Mit einigen hatte er sich bereits vor der Russischen Revolution angefreundet, als er zusammen mit anderen Russen in London lebte, die später hohe Politiker der Sowjetunion werden sollten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Maiski in Russland beschuldigt, für Grossbritannien zu spionieren und Teil einer zionistischen Verschwörung zu sein. Der sowjetische Geheimdienstchef Lawrenti Beria hielt darauf seine schützende Hand über Maiski. (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7) Beria wurde später ebenfalls vorgeworfen, ein Agent der Briten zu sein, was zu seiner Hinrichtung führte. (1, 2) Die offizielle Geschichtsschreibung sagt, dass die Vorwürfe unbegründet waren und es keine britische Agenten in der sowjetischen Elite gab, aber mich würde es nicht überraschen, wenn es den Briten tatsächlich gelungen war, die Sowjetführung zu unterwandern.

Anmerkung: Stalin wurde mit der Zeit immer paranoider und witterte überall feindliche Agenten. Er hegte den Verdacht, dass der Verteidigungsminister Kliment Woroschilow ein britischer Agent und der Regierungschef Wjatscheslaw Molotow ein Agent der CIA sei. (S. 419) Nach Stalins Tod 1953 gehörten die beiden weiterhin zu den obersten Politikern der Sowjetunion. Beide hatten jüdische Ehefrauen. Molotows Frau war 1948 wegen angeblichem Hochverrat inhaftiert worden. Bei Stalins Schauprozessen vor dem Zweiten Weltkrieg wurden Sowjetpolitiker zum Tode verurteilt, weil sie angeblich Teil einer konspirativen Gruppe waren, die mit ausländischen Mächten zusammenarbeitete. Viele der Verurteilten waren Juden oder hatten jüdische Frauen. Übrigens vermute ich, dass Hitler sich 1939 auf den Hitler-Stalin-Pakt einliess, weil er glaubte, Stalin könne ihm als Verbündeter im Kampf gegen die Juden dienen. Hitler glaubte eigentlich, dass die Sowjetunion von Juden gesteuert wird, aber nachdem Stalin die Juden aus der Sowjetelite entfernen liess, begann Hitler, mit ihm zu sympathisieren. Nach dem Krieg behauptete Stalin, sowjetische Juden und Juden aus dem Westen würden unter einer Decke stecken, wodurch der Westen im Geheimen Einfluss auf die Sowjetunion ausüben könnte. Ende 1952 wurden jüdische Ärzte beschuldigt, die Ermordung Stalins und weiterer sowjetischer Führer geplant zu haben, was als Ärzteverschwörung bekannt wurde. Ein paar Monate später starb Stalin an einem Schlaganfall. Natürlich glauben einige Verschwörungstheoretiker, Stalin sei vergiftet worden. Kurz vor seinem Tod soll er geplant haben, die Juden in Konzentrationslager zu deportieren. Es wäre also völlig verständlich gewesen, wenn jüdische Kreise ihn ausschalten wollten. Nach Stalins Tod sorgte der oben erwähnte Lawrenti Beria dafür, dass die Ermittlungen gegen die Juden gestoppt wurden. Beria war aber kein Jude. 2003 wurde bekannt, dass es bis dahin geheime Berichte gibt, die die These der Vergiftung stützen. Einige Historiker sehen Beria als den Hauptverdächtigen an. In der Zeit vor Stalins Tod hatte sich sein Verhältnis zu Beria erheblich verschlechtert. Beria war bei dem Essen dabei, bei dem Stalin womöglich vergiftet wurde. Beria soll zwei Monate nach Stalins Tod gegenüber Molotow geprahlt haben, dass er Stalin getötet hatte: „Ich habe ihn erledigt! Ich habe euch alle gerettet.“ Stalins Sohn Wasili glaubte an ein Mordkomplott. Als Stalin im Sterben lag, sagte Beria zu Stalins Familie: „Es ist besser für ihn, wenn er stirbt.“ (1, 2, 3, 4) Beria wurde am Ende desselben Jahres hingerichtet, mit der Begründung, er sei ein britischer Agent. Wer meinen Beitrag zu den russischen Milliardären gelesen hat, wird wissen, dass die britische Elite auch heute noch über jüdische Freunde in Russland verfügt, was ein guter Nährboden für Verschwörungen wär. Die Briten haben selbst keinen Einfluss in Russland und sind daher auf die Zusammenarbeit mit den dortigen jüdischen Eliten angewiesen.

Vor Iwan Maiski waren Grigori Sokolnikow und Arkadi Rosengolts, beide jüdisch, sowjetische Botschafter in Grossbritannien. Die beiden wurden später bei Stalins Schauprozessen verurteilt. Rosengolts wurde hingerichtet und Sokolnikow wurde im Gefängnis getötet.

Übrigens verkehrte Grigori Sokolnikow (genau wie Maiski), als er Botschafter in Grossbritannien war, mit Sidney und Beatrice Webb. (1)

H. G. Wells und die Sowjetunion

Nach der bolschewistischen Revolution zeigte H. G. Wells Sympathien für die Bolschewiki, was er im 1921 veröffentlichten Buch Russia in the Shadows deutlich machte. Er war im Jahr zuvor in Russland gewesen. Während seines Besuches traf er sich mit Lenin, von dem er positiv überrascht war. Zudem war Wells ein enger Freund des erfolgreichen sowjetischen Schriftstellers Maxim Gorki, den er bereits Jahre vor der Russischen Revolution kennengelernt hatte. Er diskutierte mit Gorki über die Geburtenkontrolle. Gorki war seit 1905 mit Lenin befreundet. (1, 2, 3)

Wells besuchte 1934 Russland erneut. Im selben Jahr schrieb er in einem Buch, dass er noch nie einen „aufrichtigeren, faireren und ehrlicheren Mann“ als Stalin getroffen hat. (S. 689) Wells durfte bei seinem Besuch sogar Stalin interviewen und begegnete ihm dabei sehr respektvoll. Wells sagte in dem Interview: „Heute müssen die Kapitalisten von Ihnen [Stalin] lernen, den Geist des Sozialismus zu begreifen.“ (1)

H. G. Wells war ein enger Freund des britischen Juden Walter Low, ein Anhänger der Fabian Society. Dessen Tochter Ivy heiratete 1916 Maxim Litwinow, mit dem sie bis zu seinem Tod 1951 zusammen war. Litwinow, der Sohn eines jüdischen Bankiers aus Russland, wurde nach der Revolution der erste Botschafter der Bolschewiki in Grossbritannien. Er lebte vor der Revolution in London. Dort hatte er Lenin und Stalin kennengelernt*. In den 30er-Jahren war Litwinow sowjetischer Aussenminister und im Zweiten Weltkrieg diente er als Botschafter in den USA. Obwohl er ein prowestlicher Jude war, überlebte er Stalins Säuberung. Litwinows Frau Ivy kehrte 1972 nach England zurück. Ihre Tante Edith war eine britische Sozialistin und Zionistin. Edith hatte eine Affäre mit H. G. Wells. Sie heiratete erst den Labour-Politiker Leslie Haden-Guest, ein geadelter Baron, und danach David Eder, ein führender britischer Zionist. Eder war der Auffassung, dass der zukünftige jüdische Staat zum britischen Empire gehören sollte. Er stand der Fabian Society nahe. Zu seinen Gästen zählten H. G. Wells, Bernard Shaw und der Zionistenführer Chaim Weizmann. Über David Eder lernte Ivy ihren Mann Maxim Litwinow kennen. Ivy hatte zwei Onkel, die zu Rittern ernannt wurden. (1, 2, 3)

* Maxim Litwinow wohnte in London im selben Haus wie Stalin. Lenin und Trotzki lernten sich 1902 in London kennen. 1907 fand in London in einer sozialistischen Kirche (mit Verbindungen zur Quäkerbewegung) ein Kongress der russischen Sozialisten statt, an dem fast alle zukünftigen Führer der bolschewistischen Revolution teilnahmen. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Lenin, Stalin, Maxim Gorki (Freund von H. G. Wells) sowie die jüdischen Bolschewiki Trotzki, Sinowjew, Kamenew und Litwinow. Sie hatten damals Kontakt zu britischen Gewerkschaftern und Sozialisten. In einem Artikel der sozialistischen britischen Zeitung Morning Star wird stolz darauf hingewiesen, dass die bolschewistische Revolution in England geplant wurde. (1, 2, 3) Maxim Litwinow hatte in London Kontakt zum bereits erwähnten Iwan Maiski, dem späteren Botschafter der Sowjets in Grossbritannien. Auch der erste Aussenminister der Sowjetunion, Georgi Tschitscherin (ein Adliger), verkehrte damals mit den russischen Sozialisten in London. (1) Sein Nachfolger als Aussenminister war Litwinow. Die Aussenpolitik der Sowjets wurde also bis 1939 erst von einem Adligen und dann von dem Sohn eines jüdischen Bankiers geleitet, was nicht so ganz in das kommunistische Klische passt.

Eine Geliebte von H. G. Wells war Odette Keun, die von den Briten als „eine äusserst gefährliche feindliche Agentin“ angesehen wurde. (1) Die niederländische Sozialistin bereiste mehrere Länder. Als sie Georgien besuchte, wurde sie von einem georgischen Prinzen begleitet. Im Zeitraum 1921 wurde sie vom französischen Geheimdienst beobachtet. Im selben Jahr beschlagnahmte die britische Militärpolizei ihren Reisepass, Briefe und Notizen. Allerdings wurde sie auch von den Sowjets als verdächtig eingeschätzt. Als sie die Krim besuchte, wurde sie von den Sowjets verhaftet, weil man sie für eine englische Spionin hielt. (1)

Moura Budberg

Moura Budberg (1892–1974) war eine russische Geliebte von H. G. Wells. Moura führte ein sehr interessantes Leben. Sie kannte die Anführer der russischen Freimaurer, welche die Februarrevolution 1917 anzettelten. Moura hatte Freunde in der britischen Elite, aber auch Freunde in der Sowjetunion. Sie kannte britische Geheimdienstler, aber auch sowjetische Spione in Grossbritannien. Sie verkehrte mit mindestens zwei Männern der Cambridge Five. Bei einem ist belegt, dass Moura über seine Spionage Bescheid wusste.

H. G. Wells lernte zu Beginn der 20er-Jahre bei seinem Besuch in Russland über seinen Freund Maxim Gorki die Adlige Moura Budberg kennen, mit der er von den 30er-Jahren bis zu seinem Tod 1946 eine Liebesbeziehung hatte. Moura war eine Geliebte von Gorki gewesen. Sie heiratete 1911 einen Grafen aus der baltischen Adelsfamilie Benckendorff. 1921 heiratete sie einen Baron aus der baltischen Adelsfamilie Budberg. Die beiden Familien gehörten zur Elite des Russischen Kaiserreiches. Bis zu ihrem Lebensende wurde Moura Gräfin und Baronin genannt. (1, 2, 3) Als Bertrand Russell 1920 bei seinem Besuch in Russland Gorki traf, war Moura anwesend. (1) Russell hatte auch später Kontakt zu Moura, als sie in London lebte. (S. 14) Moura lernte Bernard Shaw kennen. (1) Zu den Gästen von H. G. Wells und Moura zählte Juliette Huxley (Frau von Julian Huxley). (S. 262)

Mouras erster Ehemann war ein Verwandter von Alexander von Benckendorff (1849–1917), der in den Jahren vor der Russischen Revolution Russlands Botschafter in Grossbritannien war. Alexanders Tochter heiratete Sir Jasper Ridley, einen führenden britischen Banker, der unter anderem Vorsitzender der alten Coutts Bank war. Jasper kam mütterlicherseits aus dem schottischen Marjoribanks Clan und väterlicherseits aus einer niederen englischen Adelsfamilie. Sein Vater war britischer Innenminister, geadelter Vizegraf und Mitglied des Privy Council. Jaspers gleichnamiger Sohn heiratete eine Enkelin* des Premierministers H. H. Asquith. (1, 2) Jaspers Bruder war Freimaurer der Apollo-Loge an der Universität Oxford und heiratete in die Adelsfamilien Spencer-Churchill und Guest. (1)

* Ihre Grossmutter väterlicherseits kam aus derselben Familie wie der britische Zentralbankenchef Montagu Norman.

Ein weiteres bemerkenswertes Mitglied der Benckendorff Familie war Alexander von Benckendorff (1781–1844), der erste Chef der Geheimpolizei des Zaren. Er war Freimaurer. (1, 2)

Moura Budberg und H. G. Wells waren mit dem Briten Maurice Baring befreundet. Wells und Baring hatten Russland bereits vor der Revolution besucht. Baring war mit dem russischen Botschafter Alexander von Benckendorff befreundet. Dadurch lernte er weitere russische Adlige kennen. Baring, ein Russophiler, verkehrte zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Russland. (S. 6, 7, 8, 13, 119, 120) Im Ersten Weltkrieg arbeitete er beim Intelligence Corps, einem britischen Geheimdienst. (1) Grossbritannien und Russland waren im Ersten Weltkrieg verbündet. Barings Freund Alexander von Benckendorff spielte ein wichtige Rolle beim Austausch der beiden Länder. (1) Barings Familie war eine der mächtigsten Bankiersdynastien. In den Jahren vor der Revolution war die Barings Bank der wohl wichtigste ausländische Finanzdienstleister des Russischen Kaiserreiches. (1)

Moura Budberg kam schon in jungen Jahren mit Briten in Kontakt. Sie hatte eine irische Gouvernante und besuchte ein Internat in England. Ihr Bruder war russischer Diplomat in London. (1)

Moura Budberg war mit der Tochter von Sir George Buchanan befreundet. (S. 18) Buchanan war der letzte britische Botschafter im Russischen Kaiserreich. Sein Vater Andrew hatte ebenfalls diesen Botschafterposten inne und wurde zum Baronet geadelt. Andrew kam aus dem schottischen Buchanan Clan und heiratete in den Stewart Clan. Mütterlicherseits war er ein Enkel des Clan-Chefs des Sinclair Clans und dessen Frau aus dem Campbell Clan. (1, 2) Es gibt die Theorie, dass George Buchanan zum Verschwörerkreis gehörte, der hinter der Februarrevolution stand.

Moura Budberg kannte Alexander Kerenski und hatte angeblich eine Affäre mit ihm. (1, 2) Kerenski gehörte zu den Verschwörern der Februarrevolution. Er war Freimaurer und soll auch Rosenkreuzer gewesen sein. Er war Generalsekretär des obersten Rates des Grossorients der Völker Russlands. Diese irreguläre Freimaurerloge bestand von 1912 bis 1917. Sie beteiligte sich an der Februarrevolution, die zur Abschaffung der russischen Monarchie führte. Anschliessend gehörten mehrere Mitglieder der Loge zur provisorischen Regierung, darunter Kerenski. Einige Monate später konnten bei der Oktoberrevolution die Bolschewiki die Macht ergreifen. Vor der Machtübernahme der Bolschewiki war Kerenski Ministerpräsident von Russland gewesen. (Mehr dazu)

Nach der bolschewistischen Revolution wurde Moura Budberg in Estland verhaftet, weil man sie verdächtigte, eine Agentin der Bolschewiki zu sein. (1) Gerüchten zufolge begann Moura 1918 für die Tscheka zu arbeiten, den Geheimdienst der Bolschewiki. Sie hatte Sex mit Jakow Peters*, der damals stellvertretender Chef der Tscheka war. Jedoch war Moura vermutlich eine Doppelagentin der Briten und gab absichtlich irreführende Informationen an die Tscheka weiter. Etwas später versorgte sie Deutschland mit Informationen über die Russen. (1, 2, 3)

* Jakow Peters hatte vor der Revolution in England gelebt, wo er die Tochter eines britischen Bankiers heiratete. Er war zwar kein Jude, wurde aber 1938 bei Stalins Säuberung getötet. (1, 2, 3)

Seit Beginn der 20er-Jahre hatten der britische Geheimdienst MI5 sowie auch die Tscheka Akten über Moura angelegt. Moura infiltrierte damals die bolschewistische Führungsriege in St. Petersburg. Zur gleichen Zeit arbeitete sie als Übersetzerin im Propagandabüro der britischen Botschaft. Zudem war sie in Tallinn in Goldwäsche verwickelt. Dort lernte sie den britischen Journalisten Arthur Ransome kennen. (1) Ransome hatte Russland 1913 zum ersten Mal besucht. Nach der Machtübernahme der Bolschewiki im Oktober 1917 wollte er wieder nach Russland, aber zuerst traf er sich im britischen Aussenministerium mit dem einflussreichen Adligen Robert Cecil, der ihm schliesslich die Erlaubnis gab, nach Russland zu gehen. Dort interviewte Ransome die Oberhäupter der Bolschewiki, darunter Lenin und Trotzki. Er schrieb als Journalist pro-bolschewistische Artikel. Dabei lernte er Trotzkis Sekretärin Jewgenia Schelepina kennen, die er ein paar Jahre später im britischen Konsulat in Reval (Tallinn) heiratete, wo er wie gesagt Kontakt zu Moura Budberg hatte. Ransome arbeitete seit 1918 für den britischen Geheimdienst MI6. Zur gleichen Zeit kam in Grossbritannien und Schweden der Verdacht auf, dass er ein Agent der Bolschewiki ist. Seine Frau Jewgenia schmuggelte Diamanten und Perlen aus Russland, um Kommunisten im Ausland zu finanzieren. 1924 kehrte Ransome mit seiner Frau nach England zurück, aber in den folgenden Jahren besuchte er Russland erneut und reiste auch nach China, Ägypten und Syrien. Seit er wieder in England lebte, wollte er nichts mehr mit dem Kommunismus zu tun haben und wurde Mitglied eines Yachtclubs. Das deutet darauf hin, dass er sich im Auftrag der britischen Geheimdienste als Kommunist ausgegeben hatte. 1953 wurde er zum Ritter ernannt. Seine Schwester Marjorie heiratete in die Lupton Familie, die mit der heutigen Prinzessin Kate Middleton verwandt ist. (1, 2, 3, 4) Ransome hatte während seiner Zeit in Russland Kontakt zum bereits erwähnten Botschafter George Buchanan. Ransome schrieb in einem Brief, dass er bei seinen Aktivitäten in Russland die volle Zustimmung der britischen Behörden hatte. (1) Der MI5 stufte Ransome jedoch bis 1937 als verdächtige Person ein. Demnach waren selbst beim MI5 nicht alle eingeweiht, ansonsten hätten sie ja wissen müssen, dass Ransome ein loyaler Agent ist. Er war mit dem Schotten Robert Bruce Lockhart befreundet, der ihn in Schutz nahm, als er beschuldigt wurde, ein Agent der Bolschewiki zu sein. Lockhart sagte, dass Ransome während seiner Zeit in Russland ein wertvoller Geheimdienstmitarbeiter gewesen war. (1, 2) Lockhart stammte aus schottischen Clans. Er war vor und während der Revolution für Grossbritannien als Diplomat und Geheimagent in Russland aktiv. Nach der Revolution war er der inoffizielle Botschafter bei den Bolschewiki. Dabei knüpfte er enge Beziehungen zu Lenin und Trotzki. Damals befürworteten Teile des britischen Establishments aus pragmatischen Gründen eine Zusammenarbeit zwischen Grossbritannien und Sowjetrussland. Lockhart wurde ein Geliebter von Moura Budberg, die ihn womöglich für die Tscheka ausspionierte. Lockhart und Budberg planten, ein Leben in Russland aufzubauen. Dazu kam es aber nicht, denn im August 1918 wurde Lenin von der russischen Jüdin Fanny Kaplan angeschossen, worauf die Bolschewiki behaupteten, dass Lockhart hinter dem Attentat steckte, was zu seiner Inhaftierung führte. Auch Moura wurde verhaftet, aber noch vor Lockhart wieder freigelassen. Sie durfte ihn während seiner Zeit in Haft besuchen. Durch einen Gefangenenaustausch konnte Lockhart nach England zurückkehren. Die Bolschewiki beharrten darauf, dass Lockhart und der Agent Sidney Reilly die Drahtzieher des Attentats auf Lenin waren. (1, 2, 3, 4, 5) Sidney Reilly war damals für den britischen Geheimdienst in Russland aktiv. Es wurde vermutet, dass er ein Doppel-, Dreifach- oder gar Vierfachagent war. Er wurde infolge von Operation Trust ermordet, was für seine Loyalität gegenüber Grossbritannien spricht. (1) Lockhart und Reilly standen mit Francis Cromie in Kontakt, einem Freund des Botschafters George Buchanan. Cromie leitete Geheimdienstaktivitäten der Briten in Russland und wurde dort 1918 von Bolschewisten getötet. Er war in Moura Budberg verliebt und hatte eine Affäre mit der russischen Fürstin Sofia Gagarina, die im Gebäude der britischen Botschaft lebte. (S. 32, 33, 38, 60, 123, 124) Lockhart hatte ein gutes Verhältnis zu Georgi Tschitscherin, dem adligen Aussenminister der Sowjetunion. Als Lockhart inhaftiert wurde, sprach sich Tschitscherin dafür aus, ihn freizulassen. (S. 142)

Lockhart traf sich in Russland mit Maurice Baring und George Buchanan. Wie bereits erwähnt wurde, spielten die beiden in der Zeit vor der Revolution eine wichtige Rolle beim britisch-russischen Austausch. Lockhart und Buchanan trafen sich nach der Februarrevolution mit Alexander Kerenksi (wie gesagt Freimaurer und angeblicher Liebhaber von Moura). Kerenksi, einer der Verschwörer der Februarrevolution, ging nach der Machtübernahme der Bolschewiki ins Exil. In England ass er oft mit Lockhart zu Mittag. Bei einem Essen war der britische Premierminister Lloyd George dabei. (S. 16, 18, 45, 227) Lockhart verkehrte auch mit dem Premierminister Churchill, dem späteren König Edward VIII, dem Medienmogul Lord Beaverbrook, dem geadelten Propaganda-Chef Brendan Bracken und dem adligen Faschisten Oswald Mosley. (S. 246)

Anmerkung: Oswald Mosley war in den 20er-Jahren Politiker der Labour-Partei und verkehrte mit den führenden Sozialisten Grossbritanniens. Viele Personen, die in diesem Beitrag erwähnt wurden, kannten ihn. In den 30-Jahren war er dann der Anführer der britischen Faschisten. In dieser Rolle hetzte er gegen Juden und Sozialisten, also auch gegen seine ehemaligen Kollegen. Er freundete sich mit dem Diktator Mussoloni (Begründer des Faschismus) an. Hitler war Ehrengast bei Mosleys zweiter Hochzeit, die in Deutschland in einem Haus von Joseph Goebbels stattfand. Nach dem Weltkrieg war Mosley einer der ersten Holocaustleugner. (1, 2) Er kannte den mutmasslichen sowjetischen Spion Victor Rothschild. Mosley betrieb im Auftrag der Rothschilds Lobbyarbeit bei den Nazis und sorgte so dafür, dass einige Rothschilds das Nazireich verlassen durften. Mosley erhielt dafür eine grosszügige Summe von 40 000 Pfund. Dass er den Rothschilds half, ist erst vor 20 Jahren öffentlich bekannt geworden. (1) Natürlich tat er dies im Geheimen, da seine antisemitischen Anhänger enttäuscht gewesen wären, wenn sie erfahren hätten, dass ihr Anführer den Rothschilds eine grosse Hilfe war. Seine erste Ehefrau war die Tochter des Markgrafen George Curzon, der als Vizekönig von Indien diente. Die zweite Frau, die Mosley in Anwesenheit von Hitler heiratete, war die britische Adlige Diana Mitford. Sie hatte zuvor eine Ehe mit einem Baron aus der Unternehmerfamilie Guinness (heirateten später in die Rothschild Familie). (1) Dianas Schwester Unity Mitford war bekennende Judenhasserin und die wohl engste britische Freundin von Hitler, mit Zugang zum inneren Kreis der Nazi-Führung. Sie versuchte anscheinend, Hitler zu verführen. Es gibt sogar das Gerücht, dass sie ein Kind von ihm bekam. (1, 2) Sie lebte eine Zeit lang mit der Deutschen Erna Hanfstaengl zusammen. (1) Deren Bruder Ernst Hanfstaengl war in den 20er-Jahren mit Hitler befreundet. Während des Zweiten Weltkrieges erzählte Ernst Hanfstaengl den Geheimdiensten aus den USA, dass Hitler Sex mit Männern hatte. Die CIA hat den Bericht erst 70 Jahre später veröffentlicht. (1) Im Naziregime wurden Homosexuelle verfolgt. Hätte Hitler wirklich Sex mit Männern gehabt, dann wäre er kompromittierbar gewesen. Diana und Unity waren die Schwestern von Jessica Mitford, die im Gegensatz zu ihren Schwestern Kommunistin war. Jessica Mitford heiratete in zweiter Ehe einen kommunistischen Juden aus den USA und in erster Ehe den britischen Sozialisten und Antifaschisten Esmond Romilly. Zu dessen Verwandtenkreis gehörten schottische Clan-Chefs sowie Winston Churchill und Bertrand Russell. Mosleys Enkel Ivo Mosley heiratete in den britischen Zweig der jüdischen Milliardärsfamilie Oppenheimer.

Moura Budberg behauptete, dass sie bei der Ermordung des berühmten Rasputins dabeigewesen war. (1) Bereits kurz nach dem Mord im Jahr 1916 kam in Russland der Verdacht auf, dass britische Agenten hinter der Ermordung stehen. Selbst der Zar glaubte an eine Verschwörung britischer Agenten. Der MI6-Agent Oswald Rayner gilt als möglicher Täter. Rayner hatte sich an der Oxford-Universität mit dem russischen Fürsten Felix Jussupow angefreundet, welcher der Drahtzieher von Rasputins Ermordung war. Rayner stand unter dem Kommando von Samuel Hoare*, der damals zur MI6-Führung in Russland gehörte. Hoare freundete sich mit Wladimir Purischkewitsch an, der sich an der Ermordung Rasputins beteiligte und Hoare im Voraus über die Mordpläne informiert hatte. Interessanterweise versuchte Hoare Rasputin zu diskreditieren, indem er die Falschbehauptung verbreitete, Rasputin sei bei einer Orgie gestorben. Der Zar sagte dem Botschafter George Buchanan, er habe vom Gerücht gehört, dass Rayner einer der Mörder war, was Buchanan natürlich abstritt. Es ist belegt, dass Buchanan im Voraus wusste, dass jemand die Ermordung Rasputins plante. Buchanan sah Rasputin als Problem an, weil dieser versuchte, den Zar zu überzeugen, keinen Krieg gegen Deutschland zu führen. (1, 2, 3, 4)

* Samuel Hoare hatte später Ministerposten inne und wurde zum Vizegrafen geadelt. Er stammte aus den Quäkerfamilien Hoare, Gurney und Barclay, jenen Familien, die die Barclays Bank aufbauten.

Ab den 30er-Jahren war Moura Budberg mit H. G. Wells zusammen und lebte bis zu ihrem Tod 1974 in Grossbritannien. Heute geht man davon aus, dass sie in dieser Zeit für die sowjetischen Geheimdienste spionierte. Wells wusste über ihre Spionage Bescheid, aber er wollte sie deswegen nicht verlassen oder enttarnen, was erst vor 24 Jahren bekannt wurde. Es wird vermutet, dass Moura Einfluss darauf hatte, als Wells, Bernard Shaw und die Webbs die Sowjetunion besuchten. Alle Akten und Papiere von Moura wurden kurz vor ihrem Tod bei einem Hausbrand vernichtet. Vielleicht wollte jemand alle Beweise beseitigen. (1, 2) Eine bekannte Schriftstellerin, die eine Geliebte von Wells war, erzählte 1951 dem MI5, die Familie von Wells habe seit Jahren gewusst, dass Moura eine Spionin war. (1)

Moura hatte ein gutes Verhältnis zum ehemaligen britischen Geheimdienstler Ernest Boyce. Er nahm sie in Schutz, als sie in Verdacht geriet, eine sowjetische Spionin zu sein und schrieb: „Obwohl sie ein Gespür dafür zu haben scheint, sich in alle möglichen scheinbar kompromittierenden Situationen zu begeben, kann ich mich persönlich dafür verbürgen, dass sie eine überzeugte Verfechterin all dessen ist, wofür das Britische Empire steht.“ Moura hatte Ernest Boyce bereits in ihrer Zeit in Russland kennengelernt, als dieser dort im Auftrag des britischen Geheimdienstes unterwegs war und den Agenten Lockhart traf, der wie gesagt Mouras Geliebter war. (S. 294, 79, 80, 60)

Moura war mit dem erfolgreichen britischen Filmemacher Sir Alexander Korda befreundet. Der ungarisch-jüdische Einwanderer freundete sich mit dem Premierminister Winston Churchill an. Korda und Lockhart hatten 1935 ein Essen zusammen mit dem späteren britischen König Eduard VIII. (S. 275, 307, 308)

Moura war mit dem bereits erwähnten Iwan Maiski befreundet, der sowjetischer Botschafter in Grossbritannien war. (S. 312) Während des Zweiten Weltkriegs hatten Moura und Maiski ein Abendessen mit dem späteren Premierminister Anthony Eden. (1) Maiski wurde wie gesagt später beschuldigt, ein britischer Agent zu sein.

Moura besuchte 1960 in Russland den jüdischen Schriftsteller Boris Pasternak, der den Nobelpreis für Literatur erhielt. Dabei war Moura in Begleitung einer Enkelin von Alexander Gutschkow. (S. 292) Dieser war Freimaurer und gehörte zum obersten Rat des Grossorients der Völker Russlands. (12) Mitglieder dieser Loge waren 1917 an der Februarrevolution beteiligt (mehr dazu). Nach der Februarrevolution war Gutschkow der erste Kriegsminister in der provisorischen Regierung. Sein Nachfolger war Alexander Kerenski, der zur selben Freimaurerloge gehörte und wie gesagt ein angeblicher Geliebter von Moura war.

Moura pflegte in England ein freundschaftliches Verhältnis zu Alexander Halpern (wird in manchen Quellen Galpern genannt). Dieser wurde in Russland in einer jüdischen Familie geboren. Er war wie Kerenski Generalsekretär des obersten Rates des Grossorients der Völker Russlands, also Oberhaupt der Freimaurerloge, deren Mitglieder eine wichtige Rolle bei der Februarrevolution spielten. Alexander Halpern gehörte nach der Februarrevolution zur provisorischen Regierung, genau wie seine Freimaurerkollegen Kerenski, Gutschkow und weitere. Nach der Machtübernahme der Bolschewiki ging Halpern nach Grossbritannien ins Exil, wo er mit Moura Budberg verkehrte. (1, 2, 3, 4) Halpern heiratete in die georgische Adelsfamilie Andronikow. Die Familie stammt der Legende nach vom byzantinischen Kaiser Andronikos I. aus dem 12. Jahrhundert ab.

Laut Akten des KGB stand Moura in den 30er-Jahren, als sie in Grossbritannien lebte, mit dem gefürchteten sowjetischen Geheimdienstchef Genrich Jagoda in Kontakt, der ihr Ein- und Ausreisevisa für die Sowjetunion zur Verfügung stellte. (1) Ein ehemaliger Oberst des KGB sagte, Moura sei sehr wahrscheinlich eine Geliebte von Jagoda gewesen. (1, 2) Jagodas Vater war Jude. (1) 1938 wurde Jagoda bei Stalins Säuberung hingerichtet.

Ein Informant des britischen Geheimdienstes bezeichnete Moura als „absoluten Teufel“. Ein französischer Diplomat in Moskau sagte den Briten, dass Moura „eine sehr gefährliche Frau“ sei, die zwei oder drei Gespräche mit Josef Stalin führte und ihm ein Akkordeon schenkte. Moura war dabei, als Stalin 1936 Maxim Gorki auf seinem Sterbebett besuchte. Auch der Geheimdienstchef Jagoda war anwesend. Moura hatte über Gorki Lenin kennengelernt. (1, 2) Gorki war mit Lenin befreundet. In den 20er-Jahren lebte Gorki zusammen mit Moura im Westen (er war wie gesagt ein Liebhaber von Moura und Freund von H. G. Wells). 1932 kehrte er in die Sowjetunion zurück. Er erhielt den Leninorden und wurde Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. Bei Gorkis Beerdigung war Stalin einer der Sargträger. (1, 2) Gorki widmete Moura sein letztes Buch. (1) Gorki war mit Feliks Dzierżyński befreundet, dem Gründer und ersten Chef der Tscheka. (S. 193, 235)

Übrigens: Lenins Frau kam aus der polnischen Adelsfamilie Krupski. Auch die ersten beiden Chefs der sowjetischen Geheimdienste, Dzierżyński und Menschinski, kamen aus polnischen Adelsfamilien. Lenin hatte sie in der Führung der Tscheka installiert. Stalins Geheimdienstchefs Merkulow und Beria kamen mütterlicherseits aus dem georgischen Adel. Stalin hiess eigentlich Dschughaschwili und war Georgier. Stalins erste Frau, Ketewan (Kato) Swanidse, mit der er vor der Revolution verheiratet war, kam aus dem georgischen Adel. Stalins Tochter Swetlana heiratete in dritter Ehe den georgischen Adligen Iwan Swanidse, der mit Stalins erster Frau verwandt war. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts übernahmen Adlige und Juden eine führende Rolle in der sowjetischen Elite, genau wie in den Eliten im westlichen Europa, was aus der Sicht eines Verschwörungstheoretikers ziemlich verdächtig erscheint. Ich werde irgendwann einen Beitrag darüber schreiben.

Die russische Schriftstellerin Nina Berberowa behauptete, Moura habe Stalin einen Koffer mit geheimen Briefen von Gegnern seines Regimes, unter anderem von Trotzki und Bucharin, gegeben. (1)

In den MI5-Akten zu Moura wird sie in den 20er-Jahren als Agentin von Deutschland und 1941 als Nazi-Agentin eingestuft. (1) Als junge Frau lernte sie Personen aus der deutschen Elite kennen. Sie besuchte ein Schloss der deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern, wo sie mit dem deutschen Kaiser und dem russischen Zaren tanzte. (1)

Zu Beginn der 30er-Jahre hatte Moura Kontakt zum deutschen Journalisten Paul Scheffer, der in den folgenden Jahren mit dem Nazi Joseph Goebbels in Kontakt stand. In den 20er-Jahren war Scheffer Korrespondent in Russland und traf dabei mehrere sowjetische Führer, unter anderem Stalin, Trotzki und den adligen Aussenminister Georgi Tschitscherin. 1925 heiratete Scheffer eine Russin, die zuvor mit einem Fürsten aus der russischen Adelsfamilie Wolkonski verheiratet war und die Zarenfamilie kannte. Scheffer war auch Korrespondent in London und besuchte viele weitere Länder. Er war ein Enkel des deutschen Bankiers Christian Gottfried Trinkaus. (1, 2) Dessen Bank war der Vorläufer der heutigen britisch-deutschen Bank „HSBC Trinkaus & Burkhardt“, die sich inzwischen HSBC Deutschland nennt.

Moura war mit dem deutschen Diplomaten Jona von Ustinov, bekannt unter dem Spitznamen „Klop“, befreundet. Sie versorgte ihn mit Informationen. Jonas Sohn Peter Ustinov, ein bekannter Schauspieler, war einer von Mouras besten Freunden. (S. 293, 322, 328) Jona von Ustinov war gegen Hitler und arbeitete zur Zeit des Naziregimes für den MI5. Sein Vater war ein Russe, der einen deutschen Adelstitel erhielt. (1) Der Sohn Peter bekam zwei Oscars und wurde vom britischen Königshaus zum Ritter ernannt. Peter war von 1991 bis zu seinem Tod 2004 Präsident der World Federalist Movement. (1, 2) Diese seit 1947 bestehende Organisation setzt sich für eine demokratische, föderale Weltregierung ein.

Die Nazis hatten 1940 eine Liste von Personen erstellt, die bei einer Invasion in Grossbritannien verhaftet werden sollten. Die Liste umfasste mehr als 2800 Personen. Auf der Liste standen viele Juden. Auch Moura Budberg war auf der Liste. Die Nazis sahen sie aus irgendeinem Grund als verdächtig an. Viele Personen, die in diesem Beitrag erwähnt wurden, standen auf der Liste, unter anderem folgende: Bertrand Russell, H. G. Wells, Julian und Aldous Huxley, J. B. S. Haldane, Beatrice Webb, Leonard und Virginia Woolf, Churchill, Cripps, Laski, Ustinov, Korda, Lockhart und Boyce.

Zu Mouras Stammgästen gehörten der schottische Verleger Hamish Hamilton und seine Frau Yvonne. (S. 328) Yvonne kam aus der alten italienischen Adelsfamilie Pallavicini.

Moura war die Grossmutter der Britin Helen Alexander, die Vorstandsposten bei Grossunternehmen innehatte, unter anderem bei der britischen Tochterfirma des chinesischen Grosskonzerns Huawei. Nach Helens Tod hielt die EZB-Chefin Christine Lagarde ihr zur Ehre eine Gedenkrede, in der sie Moura erwähnte und H. G. Wells zitierte. (1, 2, 3)

Moura war die Grosstante von Nick Clegg. (1) Dieser war von 2010 bis 2015 stellvertretender Premierminister von Grossbritannien, Vorsitzender des Privy Council und Parteichef der Liberal Democrats. Momentan ist er im Vorstand des Meta-Konzerns (Facebook) und ist dort für globale Angelegenheiten zuständig. Dadurch wird er den Multimilliardär Mark Zuckerberg kennen.

Moura war eine sehr gute Freundin von Baron Robert Boothby. (S. 328) Der Politiker war der Sohn eines Schotten und seine Frau kam aus den hohen englischen Adelsfamilien Cavendish und Beauclerk. Er kannte Ronnie Kray, der einer der führenden Köpfe der organisierten Kriminalität in England war. Boothby und Kray waren homosexuell. Es gab Gerüchte, sie hätten eine Affäre gehabt. Akten des MI5 sagen, dass die beiden gemeinsam Schwulenpartys besuchten und eine gemeinsame Vorliebe für junge Männer hatten. Kray veranstaltete Schwulenpartys, bei denen Gerüchten zufolge auch Männer aus der britischen Elite dabei waren. Daher wird vermutet, dass er diese erpressen konnte, da homosexuelle Handlungen damals in Grossbritannien noch verboten und verpönt waren. Ein Besucher der Partys war Baron Tom Driberg, der Bootbhy und Kray kannte. (1, 2, 3, 4, 5) Genau wie Boothby gehörte auch Tom Driberg zum Freundeskreis von Moura. Die beiden waren auf Mouras Beerdigung. (S. 14, 339) Driberg war Vorsitzender der Labour-Partei und ehemaliges Mitglied der Kommunistischen Partei. Er hatte sich mit dem berühmten Okkultisten Aleister Crowley getroffen, der ihn zu seinem Nachfolger machen wollte. Driberg wurde vorgeworfen, für die Sowjets spioniert zu haben. Laut Papieren des KGB wurde Driberg vom KBG erpresst, der ihm drohte, seine Homosexualität öffentlich zu machen. Driberg soll aber auch im Auftrag des MI5 die Kommunistische Partei Grossbritanniens ausspioniert haben. Als er 1958 Russland besuchte, traf er den sowjetischen Führer Nikita Chruschtschow. (1, 2) Übrigens behauptete James Humes, ein Redeschreiber von US-Präsidenten, dass Chruschtschow ein romantisches Verhältnis mit Lady Jeanne Campbell hatte, die zu dieser Zeit angeblich Affären mit dem kubanischen Diktator Fidel Castro und dem US-Präsidenten John F. Kennedy führte. Auch der bereits erwähnte Faschist Oswald Mosley zählte zu ihren Liebhabern. Sie war die Tochter des Herzogs von Argyll (Clan-Chef des Campbell Clans). Ihr zweiter Ehemann kam aus den Familien Cram und Drexel, zwei Familien aus der US-amerikanischen Elite. (1, 2)

Moura war eine Liebhaberin von Graf William Jowitt und Vizegraf Duff Cooper. Die beiden hochrangigen Politiker und weitere Personen aus der britischen Elite bürgten für Moura, als sie in Verdacht geriet, eine sowjetische Spionin zu sein. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete Moura im von Cooper geleiteten Informationsministerium, das für Propaganda zuständig war. Moura beteiligte sich an einem Komplott, der sich gegen den französischen General Charles de Gaulle richtete. 1942 warnte ein Berater von Churchill den britischen Geheimdienstchef, dass „diese entsetzliche Frau (…) ein wahrer Schrecken in Sachen Intrigen“ sei. Eine andere Quelle sagte, Moura sei „eine leidenschaftliche Liebhaberin von Intrigen“ mit „keiner besonderen Loyalität ausser zu sich selbst“. Moura pflegte Kontakt zum adligen Premierminister Anthony Eden und zum jüdischen Verleger Baron George Weidenfeld. 1959 besuchten Moura und Weidenfeld gemeinsam Russland. In den folgenden Jahren reiste Moura mehrfach nach Russland. (1) Auch in ihrem letzten Lebensjahr 1974 besuchte sie die Sowjetunion. (1)

Moura kannte seit den 20er-Jahren den britischen Politiker Sir Harold Nicolson. Dessen Sohn Nigel gründete zusammen mit Weidenfeld einen Verlag. Harold hielt Moura für „die cleverste Frau ihrer Zeit in London“. Harold und Moura waren mit Guy Burgess befreundet, der zum sowjetischen Spionagering der Cambridge Five gehörte. (S. 315, 316) Harolds Frau war die Adlige Vita Sackville-West, die wie bereits erwähnt eine Affäre mit Virginia Woolf und weitere lesbische Beziehungen hatte. Harold führte ebenfalls homosexuelle Beziehungen. Er speiste mit vielen mächtigen Leuten, darunter mit der britischen Königsfamilie, Winston Churchill, Kermit Roosevelt und Charles de Gaulle. (1, 2) Harold stammte mütterlicherseits aus dem schottischen Hamilton Clan. (1)

Als Moura in England lebte, empfing sie regelmässig Guy Burgess in ihrer Wohnung. Burgess war ein Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes, der als Doppelagent für die Sowjetunion spionierte. Er gehörte zum Spionagering der Cambridge Five. Einer der Cambridge Five war Anthony Blunt, ebenfalls ein Freund von Moura. Bereits ein Jahrzehnt bevor er enttarnt wurde, hatte Moura dem MI5 erzählt, dass Blunt ein sowjetischer Spion ist, was der MI5 aber seltsamerweise nicht weiterverfolgte. (1, 2, 3, 4) Moura wusste also Dinge, die sonst nur ein kleiner Kreis an Personen wusste.

Kapitel V

Das Spionagenetzwerk der Cambridge Five

Die Cambridge Five waren fünf Briten, die in den 30er-Jahren an der Eliteuniversität Cambridge, eine der ältesten der Welt, studierten. Dort kamen sie mit kommunistischen Kreisen in Kontakt. Dabei wurden sie vom sowjetischen Geheimdienst als Spione angeworben. Die Cambridge Five waren der bekannteste Spionagering in Grossbritannien. Die fünf Männer waren Kim Philby, Donald Maclean, Guy Burgess, John Cairncross und Anthony Blunt. Die ersten drei genannten Männer flüchteten in die Sowjetunion, als klar war, dass sie als Spione enttarnt werden. Sie lebten bis zu ihrem Tod in der Sowjetunion. Cairncross und Blunt lebten weiterhin in Grossbritannien und wurden nie verurteilt.

Die fünf Männer arbeiteten für britische Geheimdienste, wo sie für die Sowjets spionierten. Maclean, Cairncross und Burgess arbeiteten auch im britischen Aussenministerium. MacLean und Burgess waren in der britischen Botschaft in Washington tätig. Über diese Posten hatten die Cambridge Five Zugang zu geheimen Informationen, die sie an die Sowjets weiterleiteten.

Anthony Blunt

Anthony Blunt (1907–1983) war ein Kunsthistoriker und diente Queen Elizabeth als Kunstberater. Er war entfernt mit der Queen verwandt und freundete sich mit der Königsfamilie an. 1956 wurde er von der Queen zum Ritter geadelt. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er für den MI5. In den 30er- und 40er-Jahren war er ein Spion des sowjetischen Geheimdienstes. Die Sowjets wurden jedoch misstrauisch und vermuteten, Anthony Blunt sei ein Dreifachagent. 1964 gestand Blunt dem MI5 seine Spionage für den Feind. Das Geständnis wurde geheimgehalten. Er durfte weiterhin für die Königsfamilie arbeiten. Erst 1979 wurde öffentlich bekannt, dass er in der Vergangenheit ein Spion gewesen war. Er musste nie ins Gefängnis. Blunt war in den 60er-Jahren mit Dick White befreundet, der Chef des MI5 und MI6 war. Blunt und White verbrachten Weihnachten bei Victor Rotschild zu Hause. (1, 2, 3, 4) Victor Rotschild war wie bereits erwähnt ein mutmasslicher Spion der Sowjets. Diese Leute waren aber vielleicht auch Doppelagenten oder sogar Teil einer Verschwörung, die Absprachen zwischen den britischen und sowjetischen Geheimdiensten beinhaltete. Vor allem während des Zweiten Weltkrieges hätte es bei Personen aus der britischen Elite ein Interesse an einem geheimen Austausch mit den Sowjets gegeben, um so Hitler gemeinsam besiegen zu können. Vielleicht taten sie dies ohne das Wissen der konservativen Regierung, die aufgrund ihrer antikommunistischen Haltung nicht begeistert war von einer Zusammenarbeit mit den Sowjets. Vor dem Krieg gab es im konservativen Flügel der britischen Elite viele, die der Meinung waren, dass man sich mit den Nazis gegen die Sowjets verschwören sollte und Hitler als Instrument im Kampf gegen den Kommunismus nutzen könnte. Linke und Juden aus der britischen Elite wollten hingegen, dass sich die Alliierten mit den Sowjets verbünden, um Hitler loszuwerden. Dick White leitete den MI6 von 1956 bis 1968, also in jener Zeit, in der er mit Anthony Blunt befreundet war. Unter White hatte der MI6 auch den Cambridge Five-Spion Kim Philby geschützt (siehe weiter unten).

Schottische Spione

Einer der Cambridge Five war Donald Maclean (1913–1983). Sein gleichnamiger Vater besuchte ein Clan-Treffen des schottischen MacLean Clans. (1) Der Vater war Präsident der Liberalen Partei, Bildungsministerer, Mitglied des Privy Council und geadelter Ritter. (1) Womöglich waren sie mit John Maclean (1879–1923) verwandt, der einer der führenden Sozialisten Schottlands war. Er sprach von einem „keltischen Kommunismus“, der vom Clangeist inspiriert war. Es soll zwar nur ein Mythos sein, aber ursprünglich glaubte man, dass sein Vater von der Isle of Mull kam, die vor ein paar Hundert Jahren dem MacLean Clan gehörte. Die Bolschewiki schätzten John Maclean und machten ihn nach der Russischen Revolution zu ihrem Konsul in Schottland und zum Ehrenpräsidenten des Allrussischen Sowjetkongresses. John Maclean wurde vom britischen Militärgeheimdienst als „gefährlichster Mann Grossbritanniens“ bezeichnet. (1, 2, 3, 4)

Donald Maclean betrieb in der britischen Botschaft in Washington Spionage, wo er Zugang zu streng geheimen Informationen erhielt. Er hatte mehrmals Telefonate mit dem Amerikaner Alger Hiss, die vom FBI abgehört wurden. (1) Wie bereits erwähnt wurde, stand Hiss im Verdacht, einem sowjetischen Spionagering in den USA anzugehören. Hiss leitete eine der mächtigsten Denkfabriken.

Donald Maclean hatte eine Liebesbeziehung mit der Jüdin Kitty Harris, einer Agentin des sowjetischen Geheimdienstes. Er brachte ihr Papiere aus dem Aussenministerium zum Fotografieren. Sie war die Exfreundin von Earl Browder, der Chef der Kommunistischen Partei der USA war und mit dem sowjetischen Geheimdienst zusammenarbeitete. Harris und Browder verbrachten ein paar Jahre in Shanghai. Dort hatten sie Kontakt zu chinesischen Kommunisten, die damals noch im Untergrund aktiv waren. (1, 2) Browders Enkel Bill ist ein britisch-amerikanischer Geschäftsmann und wurde 2024 zum Ritter ernannt. 1996 gründete Bill Browder zusammen mit dem jüdischen Milliardär Edmond Safra ein Finanzunternehmen, das einer der grössten ausländischen Investoren in Russland war.

Donald Maclean war mit Mark Culme-Seymour befreundet. (1, 2) Dieser kam aus einem Familienzweig der englischen Adelsfamilie Seymour und heiratete in die französische Herzogsfamilie Trémoille. (1)

1951 flüchtete Donald Maclean in die Sowjetunion, wo er bis zu seinem Tod lebte. Er erhielt die russische Staatsbürgerschaft. Er arbeitete für das sowjetische Aussenministerium sowie für das Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen (IMEMO). (1, 2)

Auch John Cairncross (1913–1995), ein weiterer Spion der Cambridge Five, war Schotte. Erst einige Jahre vor seinem Tod wurde öffentlich bekannt, dass er ein sowjetischer Spion gewesen war, was der britische Geheimdienst schon spätestens seit 1964 wusste, weil Cairncross ein Geständnis abgelegt hatte. Er war der Bruder des Ökonomen Sir Alec Cairncross. (1, 2, 3) Dieser war von 1972 bis 1996 Kanzler der Universität von Glasgow. (1) Die schottische Universität besteht seit dem 15. Jahrhundert.

Die Meisterspionin Moura Budberg war mit dem schottischen Verleger James MacGibbon (1912–2000) befreundet. 1950 veranstaltete Moura eine kleine Party, bei der neben MacGibbon auch Guy Burgess, einer der Cambridge Five, teilnahm. Die Party wurde vom britischen Geheimdienst überwacht. MacGibbon stand schon länger unter Beobachtung. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete er für eine Abteilung des britischen Geheimdienstes und leitete dabei heimlich Informationen, die die deutschen Streitkräfte betrafen, an den sowjetischen Geheimdienst weiter. Nach dem Krieg wollten die Sowjets ihn überreden, weiterhin als Informant zu arbeiten, aber er lehnte ab, weil er seine Aufgabe, den Sowjets im Kampf gegen Hitler zu helfen, als erledigt ansah. (S. 317) Er war ehemaliges Mitglied der Kommunistischen Partei Grossbritanniens. Man konnte ihm nie nachweisen, ein Spion zu sein. Auf seinem Sterbebett gestand er in einer geheim gehaltenen eidesstattlichen Erklärung, dass er während des Weltkrieges Informationen an die Sowjets weitergegeben hatte. (1)

Die Cambridge Five waren bei ihren Spionageaktivitäten mit dem Schotten Bob Stewart (1877–1971) verbunden. Ein Politiker schrieb in einem Buch, dass Stewart eine Zeit lang die Cambridge Five kontrollierte. Stewart war einer der führenden Kommunisten Schottlands. Er gehörte zu den Gründern der Kommunistischen Partei Grossbritanniens. Die bolschewistische Revolution löste bei ihm grosse Begeisterung aus. Er besuchte Russland und vertrat dort die britischen Kommunisten bei der Kommunistischen Internationale in Moskau. Er ging auf die Internationale Lenin-Schule in Moskau, die Kommunisten aus der ganzen Welt ausbildete, darunter auch Briten. 1924 nahm Bob Stewart an Lenins Beerdigung teil. Stewarts Sohn Bill wurde Chauffeur und Aufpasser des sowjetischen Botschafters. Der Sohn Robert und die Tochter Nan arbeiteten für die ARCOS, die für den sowjetisch-britischen Handel zuständig war. Nan heiratete Anatole Kaminski, ebenfalls ein Angestellter der ARCOS. Sein Bruder Grigori Kaminski, ein jüdischer Bolschewist, war sowjetischer Gesundheitsminister und Chef der Kommunisten in Aserbaidschan. 1938 wurde Grigori Kaminski bei Stalins Säuberung hingerichtet, was Bob Stewart nicht davon abhielt, weiterhin mit den Sowjets zusammenzuarbeiten. Stewart half beim Aufbau kommunistischer Parteien in Irland und Frankreich. Er sah sich selbst nicht als russischer Agent, sondern als internationaler Revolutionär. In den 20er-Jahren war er an einer Geheimmission beteiligt, bei der Bargeld und Dokumente an die chinesischen Kommunisten geschmuggelt wurden. Nachdem der Kommunistenführer Mao Zedong an die Macht gekommen war, traf er Bob Stewart und bedankte sich bei ihm für seine Unterstützung. Im Zweiten Weltkrieg leitete Stewart die Geheimorganisation der Kommunistischen Partei Grossbritanniens und hatte dabei Kontakt nach Moskau. Obwohl er 30 Jahre als Agent für die Sowjets tätig war, musste er nicht wegen Landesverrats ins Gefängnis. Er wurde aber mehrfach verhört, auch nach Anthony Blunts Geständnis, aber Stewart hatte im Verhör immer dichtgehalten. (1, 2, 3, 4)

Michael Straight

Der Cambridge Five-Spion Anthony Blunt hatte an der Cambridge-Universität Kontakt zum US-Amerikaner Michael Straight (1916–2004), der seinem Spionagenetzwerk beitrat. Michael Straight sympathisierte mit dem Kommunismus und besuchte 1935 Russland. Dort lernte er Anthony Blunt kennen. Bevor Straight in Cambridge studierte, war er auf der LSE gewesen. An den beiden Universitäten kam er mit Sozialisten in Kontakt und trat einer Zelle der Kommunistischen Partei Grossbritanniens bei. 1963 gestand er dem FBI seine kommunistische Vergangenheit. Durch seine Aussagen wurde Anthony Blunt enttarnt. Straight musste nicht ins Gefängnis. Seine Familie gehörte zum angloamerikanischen Establishment. Sein Vater war Investmentbanker bei JP Morgan. Die Sowjets wollten, dass Straight in ihrem Auftrag die Wall Street unterwandert. Er kam mütterlicherseits aus der Whitney Familie, die seit dem 19. Jahrhundert zur Elite der USA gehört. Straight heiratete in zweiter Ehe in die Auchincloss Familie, die wie die Whitney Familie Kontakt zu den mächtigsten Familien der USA hatte. Straights Eltern waren Freunde der Präsidentenfamilie Roosevelt. (1, 2, 3, 4)

Anmerkung: Straights Bruder Whitney heiratete Daphne Finch-Hatton, die väterlicherseits aus einer britischen Grafenfamilie und mütterlicherseits aus der US-amerikanischen Drexel Familie kam. Daphnes Bruder heiratete in die Vanderbilt Familie aus den USA und ihre Schwester heiratete einen Sohn des britischen Bankers Frank Cyril Tiarks (von der Schroders Bank). (1) Michael Straights Frau Nina war die Halbschwester von Janet Auchincloss. Diese heiratete Lewis Rutherfurd, der als Finanzier in Hongkong aktiv war. Seine Familie gehörte bereits im 18. Jahrhundert zur New Yorker Elite und stammt aus dem schottischen Rutherford Clan. Lewis ist mütterlicherseits ein Enkel von Frank Polk, der Gründungspartner von Davis Polk war, einer führenden Anwaltskanzlei in New York. Lewis heiratete in zweiter Ehe in die Du Pont Familie, eine der mächtigsten und reichsten Dynastien der USA. Janets Vater Hugh war ein Enkel von Oliver Burr Jennings, der mit der Rockefeller Familie verschwägert und an ihrem Ölkonzern beteiligt war. Janets Halbschwester Jacqueline Bouvier heiratete erst den US-Präsidenten Kennedy und danach den superreichen Griechen Aristotle Onassis. Jacquelines Schwester Caroline heiratete in zweiter Ehe in die polnische Hochadelsfamilie Radziwiłł. Carolines erster Ehemann war der US-amerikanische Diplomat Michael Canfield, ein angeblicher Sohn des britischen Prinzen George von Kent. (1, 2, 3, 4) Prinz George war übrigens Grossmeister der Freimaurer in England. (1) Michael Canfield heiratete in zweiter Ehe eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Charteris Clan. Die Enkelin heiratete danach einen Herzog aus der englischen Adelsfamilie Spencer-Churchill. (1)

Michael Straight war Multimillionär. Er wurde Mitglied der Cambridge Apostles, bei denen er Guy Burgess, einen der Cambridge Five, kennenlernte. (1, 2) Die Cambridge Apostles wurden weiter oben bereits erwähnt. Zu ihren Mitgliedern gehörten zwei oder drei weitere Spione der Cambridge Five.

Michael Straight war in Cambridge ein Schüler von Keynes und Harold Laski. Er wurde ein enger Freund von Keynes und sagte viele Jahre später, dass Keynes der „grösste Geist war, dem ich je begegnet bin“. Straight erzählte, dass Keynes zu ihm sagte: „Es gibt heute in England nur zwei Gruppen, die ich bewundern kann, die Liberalen in meinem Alter und die jungen Kommunisten.“ (1) Keynes war ebenfalls Mitglied der Cambridge Apostles. Er freundete sich mit den Spionen Anthony Blunt und Guy Burgess an. Burgess hatte Kontakt zur Keynes’ russischer Frau. (1, 2)

An der Cambridge-Universität freundete sich Michael Straight mit James Klugmann an. (1) Der britische Jude half dem sowjetischen Geheimdienst bei der Rekrutierung der Cambridge Five. Er durfte während des Zweiten Weltkrieges für den britischen Geheimdienst SOE arbeiten, obwohl er zur Kommunistischen Partei Grossbritanniens gehörte. Klugmann erhielt bei der SOE Zugang zu streng geheimen militärischen Informationen. Er kannte Arnold Deutsch. (1, 2, 3) Der sowjetische Agent rekrutierte Kim Philby. Arnold Deutsch gilt allgemein als der Architekt des Cambridge Five-Spionagerings. Er war ein österreichischer Jude. (1, 2, 3)

Kim Philby und Guy Burgess

Kim Philby (1912–1988) war einer der Cambridge Five. Er besetzte hohe Positionen beim britischen Geheimdienst. Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er zum Leiter der antisowjetischen Abteilung ernannt. Dabei war er für die Überwachung von sowjetischen Spionen zuständig, aber er war wie gesagt selbst einer. 1946 wurde er zum Ritter geadelt. Ein paar Jahre später war er ein wichtiger Vertreter des britischen Geheimdienstes in den USA und arbeitete in der Botschaft in Washington. Soviel ich weiss, war er der höchstrangige Doppelagent im britischen Geheimdienst. 1963 wurde er enttarnt. Dennoch gelang es ihm, in die Sowjetunion zu flüchten. Dort half er dem KGB, Spione für Missionen im Westen auszubilden. Die Sowjets schätzten ihn. Sie verliehen ihm mehrere Verdienstorden, darunter den Leninorden, einen der höchsten Orden der Sowjets. Er erhielt auch Auszeichnungen von Bulgarien, Kuba, Ostdeutschland und Ungarn (waren damals kommunistische Länder). Sein Begräbnis 1988 fand mit staatlicher Ehre statt. Zwei Jahre später wurde er auf einer sowjetischen Briefmarke abgebildet. (1, 2, 3)

2015 wurden streng geheime Dokumente des britischen Geheimdienstes freigegeben, die über 50 Jahre lang unter Verschluss gehalten wurden. Die Dokumente zeigen, dass der MI5 und MI6 verzweifelt versuchten zu verhindern, dass die britische Öffentlichkeit und die US-Regierung von der Spionage der Cambridge Five erfahren. Kim Philby wurde bis zu seiner Flucht 1963 von seinen Vorgesetzten beim MI6 geschützt. Der MI5 wusste eigentlich schon Jahre zuvor, dass Philby ein Spion ist, aber vor allem der MI6 schützte ihn (der damalige Chef des MI6 war der bereits erwähnte Dick White, der zu dieser Zeit mit dem Spion Anthony Blunt befreundet war). 1952 meinte ein hochrangiger Beamter des Aussenministeriums, Philby sei ein Spion, es aber das Beste wäre, ihn entkommen zu lassen. Philby flüchtete 1963 ins Ausland, kurz nachdem er sich mit dem MI6-Mitarbeiter Nicholas Elliott ausgetauscht hatte, der ihm für ein Geständnis Immunität vor der Strafverfolgung angeboten hatte. Elliott hatte also absichtlich oder unabsichtlich Philby gewarnt. Durch die 2015 veröffentlichten Dokumente wurde auch klar, dass der MI5 grosse Angst hatte, dass der seit 1951 im Exil lebende Guy Burgess (1911–1963), einer der Cambridge Five, nach Grossbritannien zurückkehrte könnte, weil man keinesfalls wollte, dass er vor ein britisches Gericht kommt. Der MI5 bat den Spion Anthony Blunt, er soll seinem Freund Burgess schreiben und ihm mitteilen, dass er nicht zurückkehren darf. Ein Gerichtsverfahren gegen Burgess wäre für seine Freunde vielleicht unangenehm geworden. Zu seinem Bekanntenkreis gehörten Keynes, der mutmassliche Spion Victor Rothschild (der auch mit Anthony Blunt verkehrte) sowie Clarissa Churchill (Nichte des Premierministers Winston Churchill und Ehefrau des Premierministers Anthony Eden). Als Clarissa und Eden heirateten, schrieb Burgess einen Brief aus dem Exil, in dem er zur Hochzeit gratulierte, was selbstverständlich geheim gehalten wurde. (1) Guy Burgess und Anthony Eden verkehrten wie bereits erwähnt mit Moura Budberg.

Guy Burgess sowie auch der Spion Anthony Blunt waren homosexuell. Moura Budberg wusste davon. (1) Burgess verkehrte in der Schwulenszene. Damals waren homosexuelle Handlungen noch verboten und geächtet. Falls Burgess über die Homosexualität von einflussreichen Briten Bescheid wusste, dann hätte er sie im Auftrag der Sowjets erpressen können. Vielleicht wollte der MI5 nicht, dass Burgess aus dem Exil zurückkehrt und vor Gericht kommt, weil er zu viele belastende Dinge über Personen aus der britischen Elite wusste.

Burgess war mit dem homosexuellen Politiker Tom Driberg befreundet, der ihn 1956 in Moskau im Exil besuchte und eine wohlwollende Biografie über ihn schrieb. (1, 2) Zur Erinnerung: Driberg war ein Freund von Moura Budberg. Er nahm an den Schwulenpartys des Verbrecherbosses Ronnie Kray teil, wodurch der KGB Driberg erpressen konnte. Burgess’ Freund Keynes war bisexuell und hatte Affären mit Männern.

In den 30er-Jahren infiltrierten Kim Philby und Guy Burgess in Grossbritannien antikommunistische Kreise und gaben sich als Nazi-Sympathisanten aus. Sie traten der Anglo-German Fellowship bei. Diese britische Gesellschaft bestand von 1935 bis 1939. Sie setzte sich für eine freundschaftliche Beziehung zwischen Grossbritannien und Nazideutschland ein. Philby übernahm eine führende Rolle in der Gesellschaft. Dabei hatte er Kontakt zu Joachim von Ribbentrop, der damals Nazideutschlands Botschafter in Grossbritannien war. Zwischen 1935 und 1937 reiste Burgess nach Deutschland, um führende Nazis zu treffen. Die Informationen, die er dabei sammelte, gab er an die Sowjets weiter. Kim Philby gelang es auch, sich mit der faschistischen Führung in Spanien zu vernetzen. Er tat dabei so, als sei er ein grosser Bewunderer des faschistischen Diktators Franco. Franco verlieh ihm ein Verdienstkreuz. Philby leitete die Informationen, die er in Spanien sammelte, an die Sowjets weiter. (1, 2) Ein Mitglied der Anglo-German Fellowship war der Politiker John Macnamara. Es wird gesagt, dass er ein Liebhaber von Burgess war. Burgess soll für ihn Sexurlaube, insbesondere in Deutschland, organisiert haben. (1, 2, 3)

Philbys Vater St. Johannes „Jack“ Philby (1885–1960) konvertierte zum Islam und heiratete in zweiter Ehe eine Saudi-Araberin. Er war für den britischen Geheimdienst im Nahen Osten aktiv, wobei er Kontakt zum späteren CIA-Chef Allen Dulles hatte. Eine Zeit lang war Jack Philby Geheimdienstchef für Transjordanien. Er war ein wichtiger Berater von König Abdelaziz Ibn Saud (Gründer Saudi-Arabiens) und versorgte ihn mit Geheimdienstinformationen, vermutlich ohne Erlaubnis des britischen Geheimdienstes. Jack Philby und das saudische Königshaus wollten die Gründung Israels verhindern. Er baute ein internationales antizionistisches Netzwerk auf. Dabei kooperierte er mit dem Geheimdienst der Nazis. Er hatte allerdings dabei gehofen, Juden von der Kommunistischen Internationale mit jüdischen Bankiers aus Grossbritannien in Verbindung zu bringen, als er die Komintern unterwanderte. Er wollte in zionistische Kreise eindringen und versuchte, das Vertrauen des zionistischen Führers Chaim Weizmann zu gewinnen. Jack Philby hatte zudem enge Verbindungen zu Ölkonzernen aus den USA. Während seines Studiums hatte er Jawaharlal Nehru kennengelernt, der später Indiens erster Regierungschef wurde. Jack Philbys Trauzeuge war sein entfernter Cousin Bernard Montgomery. (1, 2) Dieser war einer der führenden Offiziere der britischen Armee und stellvertretender Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa. Er stammte aus dem schottischen Montgomery Clan und wurde zum Vizegrafen geadelt.

Der Autor Robert Littell stellt in einem Buch von 2012 die These auf, dass Kim Philby ein Dreifachagent war, der die sowjetische Spionage infiltrierte. Philbys Vater soll den Plan verfolgt haben, den sowjetischen Geheimdienst durch Infiltration unter britische Kontrolle zu bringen. (1) 1984 äusserte die CIA den Verdacht, dass Kim Philby ein Dreifachagent war. (1) Als er 1963 in die Sowjetunion flüchtete, misstraute ihm der KGB und hielt es für möglich, dass Philby immer noch im Dienste Grossbritanniens steht. Nach seinem Tod 1988 wollte einer seiner ehemaligen Kollegen beim MI6 einen Nachruf in der Times veröffentlichen, in dem angedeutet wurde, Philby habe die ganze Zeit für Grossbritannien gearbeitet. (1)

Ein Vorgesetzter und Freund von Kim Philby beim MI6 war der erfolgreiche Autor Graham Greene. 1987 wurde Philby im Exil von Greene besucht. Greene verfasste das Vorwort der Autobiografie, die Philby 1967 im Exil geschrieben hatte. (1, 2) Greene verkehrte mit Moura Budberg. Er besuchte auch den Spion Guy Burgess im Moskauer Exil. Burgess sagte ihm, er soll bei seiner Rückkehr Moura eine Flasche Gin geben. (S. 14, 330, 335) Greenes Cousine war eine Freundin von Moura. (1) Greene war mit Bertrand Russell befreundet. (1) Er erhielt einen Verdienstorden vom Königshaus. (1) Er war ein scharfer Kritiker der US-Aussenpolitik und traf sich oft mit amerikafeindlichen Regierungschefs, wie Fidel Castro und Daniel Ortega. (1) Grahams Bruder Sir Hugh Greene war Chef der BBC. Die Brüder kamen aus der Gründerfamilie der Brauerei Greene King. (1) Hugh heiratete in die einflussreiche Guinness Familie. (1)

Kim Philby und Donald Maclean hatten im Exil in der Sowjetunion weiterhin Kontakt zueinander. Philby begann eine Affäre mit Macleans Frau. (1, 2) Philby hielt 1981 im Geheimen einen Vortrag bei der Stasi, dem Geheimdienst des kommunistischen Ostdeutschlands. In seinem Vortrag behauptete er, dass er mit seiner Spionage den Dritten Weltkrieg verhindert hatte. Der jüdische Spionagechef Markus Wolf war bei dem Vortrag anwesend. (1, 2) Markus Wolf leitete über 30 Jahre lang den Auslandsgeheimdienst der Stasi. Dieser unterstützte kommunistische Bewegungen und Regierungen in der Dritten Welt, die RAF-Terroristen in Westdeutschland sowie die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO). (1) Markus Wolf wäre für Israel ein wertvoller Informant gewesen, da er viel über das Innenleben der PLO wusste. Einige Jahre nach dem Ende des kommunistischen Ostdeutschlands besuchte er Israel und traf dort ehemalige Chefs der israelischen Geheimdienste. (1) 2013 wurde bekannt, dass Wolfs Sohn Franz im Dienste des jüdischen Milliardärs Michail Fridman steht. (1) Fridman ist einer der reichsten und mächtigsten Unternehmer Russlands.

Kim Philby heiratete 1934 Litzi Friedmann, eine österreichische Jüdin und Kommunistin. Litzi stand mit dem sowjetischen Geheimdienst in Kontakt. Sie machte Philby mit dem österreichischen Juden Arnold Deutsch bekannt, der ihn für den sowjetischen Geheimdienst rekrutierte. (1, 2, 3) Litzi war eine gute Freundin von Edith Suschitzky, ebenfalls eine kommunistische Jüdin aus Österreich, die mit dem sowjetischen Geheimdienst zusammenarbeitete. Arnold Deutsch war Ediths Jugendliebe. Sie hatte eine Affäre mit dem österreichischen Physiker Engelbert Broda, durch den sie Informationen über die Atomwaffenforschung* Englands erhielt, die sie an die Sowjets weitergab. Engelberts Bruder Christian Broda wurde später Justizminister von Österreich. Edith zog nach England, wo sie mit den Cambridge Five in Kontakt stand und Informationen nach Russland weiterleitete, von denen einige vom oben erwähnten Bob Stewart stammten. Edith heiratete 1933 Alexander Tudor-Hart, der zur Kommunistischen Partei Grossbritanniens gehörte. (1, 2, 3, 4) Tudor-Hart war ein Student von Keynes. (1) Nach Angaben von Geni.com war Tudor-Hart ein Urenkel des erfolgreichen US-amerikanischen Unternehmers Frederic Tudor und ein Nachkomme von Aaron Hart (1724–1800), welcher der erste reiche Jude in Kanada war. Aaron Hart wurde Mitglied der kanadischen Freimaurer. Zum Zeitpunkt seines Todes galt er als der reichste Mann im britischen Kanada. (1, 2) Sein gleichnamiger Enkel war auch Mitglied der Freimaurer in Kanada. (1)

Edith Suschitzkys Bruder arbeitete mit Julian Huxley zusammen. (1)

* Sowjetische Spione im US-Atomwaffenprogramm waren die russischen Juden David Greenglass, Theodore Hall, George Koval und Harry Gold. Sie waren mit den sowjetischen Spionen Julius und Ethel Rosenberg sowie mit Morton Sobell verbunden, die ebenfalls aus russisch-jüdischen Einwandererfamilien kamen. Der wichtigste Spion beim Bau der Atombomben war der Deutsche Klaus Fuchs, der aber kein Jude war. Der wissenschaftliche Leiter bei der Entwicklung der Atombombe war Robert Oppenheimer, der Sohn eines deutschen Juden. Soviel bekannt ist, war Oppenheimer kein Spion, aber er hatte enge Verbindungen zur kommunistischen Bewegung in den USA. Seine Frau Katherine und sein Bruder Frank waren Mitglied der Kommunistischen Partei der USA.

Litzi Friedmann machte Kim Philby 1934 mit dem kommunistischen Agenten Gábor Péter bekannt. (1) Laut Wikipedia hatte Litzi Sex mit Gábor Péter. Der ungarische Jude war nach dem Zweiten Weltkrieg für sieben Jahre Chef der kommunistischen Geheimpolizei in Ungarn. Wie bereits erwähnt wurde, startete Stalin 1952 eine antijüdische Säuberung. Auch im kommunistischen Ungarn begann im selben Jahr eine antijüdische Säuberung, bei der Gábor Péter inhaftiert und verurteilt wurde. Man warf ihm und anderen Juden vor, Teil einer zionistischen Spionageorganisation zu sein. (1, 2, 3)

Kim Philby und Litzi Friedmann hatten in ihrer Zeit in Österreich Kontakt zum österreichischen Juden Teddy Kollek. (S. 350) Die Nachrichtenseite Thedailybeast schreibt, dass Kollek auf ihrer Hochzeit war. (1) Kolleks Vater sass im Vorstand der Rothschild Bank in Österreich. Kollek traf jüdische Soldaten der britischen Armee, mit deren Hilfe er britische Waffen nach Palästina schmuggelte, das damals unter der Kontrolle von Grossbritannien stand. Zu jener Zeit gab es dort jüdische Terroristen, die mit Anschlägen die Briten aus Palästina vertreiben wollten. Kollek verriet den Briten tausend Namen von Angehörigen der terroristischen Gruppen. Später wurde er von anderen Juden kritisiert, weil er seine Volksleute verraten hatte. Kollek sagte, er sei stolz darauf und würde es wieder tun. Er war Mitglied der israelischen Labor-Partei. Von 1965 bis 1993 war er Bürgermeister von Jerusalem. Noch bevor Israel 1948 gegründet wurde, hatten Juden in Palästina einen Geheimdienst gegründet. Kollek besetzte bei diesem eine hohe Position und tauschte sich dabei mit den britischen Geheimdiensten aus. Nach der Gründung Israels wurde er ein wichtiger Verbindungsmann zwischen Israel und der CIA. (1, 2, 3) Die CIA hatte erst Angst, dass der Mossad von sowjetischen Agenten unterwandert war, die sich als jüdische Flüchtlinge aus Osteuropa ausgaben. Kollek freundete sich mit James Jesus Angleton an, dem Chef der Spionageabwehr der CIA. Ein Hobby von Angleton war die Orchideenzucht. Kollek brachte ihm seltene israelische Orchideen von einer Farm, die den Rothschilds gehörte. Angleton hatte auch engen Kontakt zu Kim Philby. (S. 351–353)

Jenifer und Herbert Hart

Arnold Deutsch diente wie gesagt als sowjetischer Verbindungsmann zu den Cambridge Five. Er versuchte, die Britin Jenifer Hart (1914–2005) anzuwerben, als diese in jungen Jahren Mitglied der Kommunistischen Partei Grossbritanniens war. Zu dieser Zeit trat Jenifer Hart in den öffentlichen Dienst ein und arbeitete im Innenministerium. Viele Jahre später wurde sie beschuldigt, früher für die Sowjets spioniert zu haben, was sie abstritt. Der MI5-Offizier Peter Wright behauptete, dass Jenifer Hart zu einem Spionagering gehörte, der an der alten Eliteuniversität Oxford entstanden war. Zwei der mutmasslichen Mitglieder des Spionagerings waren Phoebe Pool und Bernard Floud*. Floud beging Selbstmord, kurz nachdem er vom MI5 verhört wurde. Auch Phoebe Pool beging ein paar Jahre später Suizid. Jenifer Harts Vater war ein Rechtsanwalt, der zum Ritter ernannt wurde. Jenifers Mutter kam aus dem schottischen Murray Clan und war eine Nachkommin des 3. Herzogs von Atholl. Jenifer heiratete 1941 den bedeutenden linken Rechtsphilosophen Herbert Hart (1907–1992). Sie hatte ihn 1936 kennenlernte, in jenem Jahr, in dem sie in den öffentlichen Dienst ging und vielleicht als Spionin aktiv wurde. Herbert Hart war während des Zweiten Weltkrieges bei der britischen Spionageabwehr tätig. Später arbeitete das Ehepaar weiterhin an der Oxford-Universität. (1, 2, 3) Herbert Hart war der Sohn eines Juden. (1) Während des Weltkrieges arbeitete Herbert im Bletchley Park, wo sich damals das britische Militär mit der Entschlüsselung des geheimen Nachrichtenverkehrs Deutschlands befasste. (1) Zu dieser Zeit arbeitete auch John Cairncross, einer der Cambridge Five, im Bletchley Park. Von dort leitete Cairncross hochsensible Dokumente an die Sowjetunion weiter. (1, 2) Herbert Hart teilte sich im MI5-Hauptquartier im Blenheim Palace ein Büro mit Anthony Blunt von den Cambridge Five. (1) Der MI5 hatte damals sein Hauptquartier im Blenheim Palace. (1) Dieser ist der Palast der Spencer-Churchill Familie, die zu den führenden Familien des britischen Adels gehört. Winston Churchill, Premierminister während des Zweiten Weltkrieges, kam aus dieser Familie.

* Bernard Flouds Bruder Peter arrangierte zusammen mit dem schottischen Spion James MacGibbon (Freund von Moura Budberg) ein Treffen mit einem Russen. (1)

Amnesty International

Kim Philby war mit der einflussreichen Zionistin Flora Solomon (1895–1984), geborene Benenson, befreundet und kannte sie seit seiner Kindheit. Solomon trug später zu seiner Enttarnung bei. Sie war mit Victor Rothschild (ein mutmasslicher Spion) befreundet. Sie wurde in Russland als Kind eines jüdischen Bankiers geboren, der sein Vermögen mit Gold und Erdöl machte und laut Wikipedia mit den Rothschilds verwandt war. Solomon hatte eine Affäre mit Alexander Kerenski. (1, 2, 3) Dieser war, wie bereits wurde, Freimaurer und russischer Regierungschef nach der Februarrevolution sowie angeblicher Liebhaber von Moura Budberg. Flora Solomon und Moura kannten sich. (S. 227) 1962 sagte Solomon dem britischen Geheimdienst, dass sie Philby bereits seit den 30-Jahren für einen sowjetischen Spion hielt. Sie hielt auch Tomas Harris für einen Spion. Tomas Harris, ein Jude, war ein Offizier des MI5. Aufgrund von Solomons Aussage wollte der MI5 Tomas Harris verhören. Es kam aber nie dazu, da Harris bei einem Autounfall starb. Es wird vermutet, dass er ermordet wurde. Er war ein Freund der Cambridge Five und hatte geholfen, Philby zum MI5 zu bringen. (1)

Solomons Sohn Peter Benenson (1921–2005) arbeitete während des Zweiten Weltkrieges im Bletchley Park und im Informationsministerium, dem damaligen Propagandaministerium. Peter Benenson gründete 1961 Amnesty International, eine der wichtigsten Menschenrechtsorganisationen. Benenson war Mitglied der Labour-Partei. Neben ihm war Seán MacBride (1904–1988) Mitgründer und erster Vorsitzender von Amnesty International. Die USA liessen verlauten, dass MacBride an einer Finanzierungsoperation der CIA beteiligt war. (1, 2) Peter Benenson war schliesslich überzeugt, dass MacBride zu einem CIA-Netzwerk gehörte. (S. 16) Benenson verliess Amnesty International, weil er glaubte, die Organisation sei von Geheimdiensten, insbesondere dem britischen, unterwandert worden. (1, 2) MacBride war Ire. Als 12-Jähriger war er der Irish Republican Army (IRA) beigetreten, einer paramilitärischen Organisation in Irland, die für die Unabhängigkeit Irlands kämpfte. 1936 wurde er Stabschef der IRA, nachdem er den Geheimdienst der IRA geleitet hatte. Neben dem MI5 versuchte auch der sowjetische Geheimdienst, die IRA zu unterwandern. Nach dem Zweiten Weltkrieg war MacBride Irlands Aussenminister. (1, 2, 3)

Die wichtigsten Stationen in MacBrides Lebenslauf wären:

  • Nach der Gründung der OEEC (Vorläufer der OECD) im Jahr 1948 war MacBride Vizepräsident der Organisation.
  • MacBride gehörte zum Europarat, bei dessen Gründung 1949 er eine führende Rolle spielte.
  • In den 60er-Jahren war er Generalsekretär der Internationalen Juristenkommission und für ein Jahr Berater der Päpstlichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden.
  • Er war von 1968 bis 1985 Vorsitzender und Präsident des Internationalen Friedensbüros.
  • Er war von 1968 bis 1974 Vorsitzender des Sonderausschusses internationaler NGOs für Menschenrechte in Genf.
  • Er war von 1973 bis 1976 stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen und UN-Kommissar für Namibia.
  • 1973 war er stellvertretender Vorsitzender des Kongresses der Weltfriedenskräfte in Moskau sowie Vizepräsident der Weltföderation der UN (WFUNA).
  • Er erhielt 1974 den Friedensnobelpreis und 1977 den Lenin-Friedenspreis der Sowjetunion.
  • Er war von 1977 bis 1980 Vorsitzender der Kommission für internationale Kommunikation der UNESCO.
  • 1982 wurde er Vorsitzender einer internationalen Kommission, die mögliche Verstösse Israels gegen das Völkerrecht nach der Invasion des Libanons untersuchte.

(1, 2, 3)

Als Seán MacBride den Friedensnobelpreis erhielt, sagte er in seiner Rede, dass man, um den Weltfrieden zu sichern, energisch daran arbeiten muss, eine Weltregierung mit einem Weltparlament zu gründen. Die UN müsse dabei eine wichtige Rolle spielen, erklärte er. (1)

Ein Gründungsmitglied von Amnesty International war Peter Archer, der Vorsitzender der britischen Sektion war. Peter Archer war Absolvent der LSE, Politiker der Labour-Partei und Vorsitzender der Fabian Society. Er wurde zum Baron geadelt und in den Privy Council berufen. (1)

Cedric Belfrage

Kim Philby spionierte beim britischen Geheimdienst zur selben Zeit wie Cedric Belfrage (1904–1990), ebenfalls ein wichtiger sowjetischer Spion. Belfrage studierte an der Cambridge-Universität. Danach zog er in die USA, wo er in Hollywood arbeitete. Er war in den 30er-Jahren unter falschem Namen Mitglied der Kommunistischen Partei der USA. Er reiste 1936 nach Moskau. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete er in den USA für den MI6 und in London für die Psychological Warfare Division, eine Organisation der britischen und US-amerikanischen Geheimdienste, die für Propaganda und psychologische Kriegsführung zuständig war. Nach der Niederlage der Nazis kam Belfrage nach Deutschland, wo er bei der Reorganisation der deutschen Zeitungen half. Er war 1948 Mitgründer einer prokommunistischen Zeitung in New York. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er Informationen an die Sowjets weitergeleitet, was erst 2015 öffentlich bestätigt wurde. Als er 1947 vom FBI verhört wurde, gestand er dies, aber behauptete, er habe im Auftrag des MI6 Informationen weitergegeben, um in sowjetische Spionagenetzwerke eindringen zu können. Wenn er die Wahrheit sagte, war er also ein Dreifachagent. Das FBI fragte beim MI6 nach, ob Belfrage die Wahrheit sagt, aber der MI6 weigerte sich, Informationen über Belfrage preiszugeben. Belfrage wurde nie wegen Spionage verurteilt, aber 1955 liess ihn die USA abschieben. Seine ehemalige Geliebte, die für eine Frontorganisation des britischen Geheimdienstes arbeitete, wurde verdächtigt, eine russische Spionin zu sein. Belfrages Ansprechpartner beim sowjetischen Geheimdienst war der russische Jude Jacob Golos von der Kommunistischen Partei der USA. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete Belfrage für die British Security Coordination (BSC). (1, 2, 3, 4, 5) Die BSC war eine britische Nachrichtenagentur, die vom MI6 kontrolliert wurde. Ihr gelang es, die Berichterstattung von Zeitungen in den USA zu manipulieren. Das Ziel der BSC war, in den USA die öffentliche Meinung so zu beeinflussen, dass die Amerikaner glauben, ein Eintritt der USA in den Weltkrieg sei notwendig. Die BSC hatte ihr Büro im Rockefeller Center. (1) Dieses befand sich damals noch im Besitz der Rockefeller Familie.

Als Premierminister Churchill von seinem Sohn gefragt wurde, wie er sich eines Sieges über Deutschland sicher sein könnte, sagte er: „Ich werde die Vereinigten Staaten hineinziehen.“ (1, 2) Also genau wie im Ersten Weltkrieg, bei dem britische Netzwerke die USA in den Krieg hineintrieben. Übrigens forderte Churchill nach dem Zweiten Weltkrieg die Gründung einer „allmächtigen Weltordnung“ und einer „Superweltregierung“, die aus einem Bündnis von Russland, den USA, einem vereinigten Europa und dem britischen Empire entstehen soll. (1, 2)

Ein Leiter der BSC war Alexander Halpern (1879–1956). (S. 148) Der russische Jude gehörte, wie bereits erwähnt wurde, zum Freimaurerkreis, der hinter der Februarrevolution stand. Nach der Machtübernahme der Bolschewiki ging Halpern nach Grossbritannien ins Exil. Dort hatte er Kontakt zu den Spionen Anthony Blunt und Moura Budberg. (1, 2, 3) Auch der Spion Guy Burgess war oft bei Halpern zu Gast. (1) Mouras bereits erwähnter Freund Alexander Korda arbeitete ebenfalls für die BSC. (S. 308, 321)

George Blake

Kim Philby und Donald Maclean hatten im russischen Exil Kontakt zu George Blake (1922–2020). Dieser war ebenfalls ein sowjetischer Spion im britischen Geheimdienst, der danach in Russland im Exil lebte. Sein Vater war ein jüdischer Geschäftsmann und seine Tante heiratete einen reichen Bankier. George Blake gilt als einer der Spione, der am meisten Schaden beim britischen Geheimdienst anrichtete. Die CIA sagte, Blake habe mehr als 4720 Seiten geheimer Dokumente an die Sowjets weitergegeben. Er hatte im Alter von achtzehn Jahren erstmals für den britischen Geheimdienst gearbeitet. Spätestens seit 1953 stand er mit dem KGB in Verbindung. In den folgenden Jahren bestand seine Aufgabe beim britischen Geheimdienst darin, sowjetische Agenten für den britischen Geheimdienst anzuwerben. Nachdem aufgeflogen war, dass er für den KGB spioniert, wurde er 1961 zu 42 Jahren Haft verurteilt. Jedoch gelang es ihm 1966, aus einem Hochsicherheitsgefängnis zu entkommen und nach Russland zu flüchten. Er lebte bis zu seinem Tod in Russland. Dort hielt er Vorlesungen für angehende Spione des KGB. Er arbeitete viele Jahre am Moskauer Institut für Weltwirtschaft und internationale Angelegenheiten (IMEMO), wo auch Donald Maclean lehrte. Als Maclean 1983 verstarb, vermachte er George Blake seine Bibliothek. Blake erhielt den Leninorden und den Rotbannerorden, zwei Verdienstorden der Sowjetunion. Der ehemalige KGB-Chef Leonid Schebarschin sagte 2002 im russischen Fernsehen, dass Blake „ein Vorbild für alle Geheimdienstagenten mehrerer Generationen“ sei. Blake erhielt 2007 von Wladimir Putin den Orden der Freundschaft. (1, 2, 3) Als er 2020 starb, übermittelte Putin der Familie und den Freunden von Blake sein Beileid. In der Nachricht bezeichnete er Blake als „herausragender Fachmann mit besonderem Mut“. (1)

Mögliche Erpressung von Homosexuellen

Wie gesagt konnte George Blake 1966 aus dem britischen Gefängnis entkommen. Seine Flucht wurde vom Filmregisseur Tony Richardson finanziert. (1, 2) Richardson erhielt zwei Oscars. Sein Schwiegervater, Sir Michael Redgrave, war einer der grössten Filmstars Grossbritanniens und kam aus der Schauspielerfamilie Redgrave. Michael Redgrave besuchte 1958 Russland und traf dort den Spion Guy Burgess, seinen alten Freund aus Cambridge. 2014 wurde bekannt, dass Redgrave über zwanzig Jahre lang vom MI5 beobachtet wurde wegen seiner Sympathien für Kommunisten. Auch seine Frau Rachel wurde überwacht. (1, 2) Redgrave hatte an der Cambridge-Universität auch den Spion Anthony Blunt kennengelernt, mit dem er eine Literaturzeitschrift gründete und herausgab. Redgrave hatte Freunde bei der Kommunistischen Partei Grossbritanniens. Er war bisexuell, während die Spione Burgess und Blunt wie bereits erwähnt homosexuell waren. (1, 2) Redgrave hatte Affären mit Männern, als dies noch illegal und verpönt war, unter anderem mit Sir Noël Coward. Redgrave war mit dem homosexuellen Oliver Baldwin befreundet, Sohn des Premierministers Stanley Baldwin. (1, 2, 3) Redgraves Schwiegersohn Tony Richardson, der wie gesagt Blake bei seiner Flucht aus dem Gefängnis half, war ebenfalls bisexuell. Es gibt das Gerücht, dass Redgrave und Richardson eine Affäre hatten. (1)

Zur Erinnerung: Viele Personen aus dem Dunstkreis der Fabian Society, darunter Keynes, hatten ein homosexuelles Liebesleben. Die mutmasslichen Spione der Sowjets, Moura Budberg und Tom Driberg, kannten viele Homosexuelle aus der britischen Elite. Die beiden waren mit dem schwulen Spion Guy Burgess befreundet, der wie Moura ein Freund des schwulen Politikers Harold Nicolson war, der wiederum mit Tom Driberg und Robert Boothby befreundet war, zwei gute Freunde von Moura. Driberg und Boothby nahmen an den Schwulenpartys des Verbrecherbosses Ronnie Kray teil. Es erscheint eigentlich naheliegend, dass Burgess dem sowjetischen Geheimdienst verriet, welche Personen aus der britischen Elite in der Schwulenszene aktiv sind. Die Sowjets hätten damit die Briten erpressen können. Driberg wurde vom KGB erpresst.

Guy Burgess hatte Sex mit dem Poeten Michael „Micky“ Burn. Jemand wollte Burn erpressen und drohte ihm, seine Homosexualität öffentlich zu machen. (1, 2) Michael Burn war ein enger Freund von Moura Budberg und schrieb ein Gedicht über sie. (S. 337) Er hatte eine enge Freundschaft mit Bertrand Russell. Burns Vater Clive wurde zum Ritter geschlagen und war ein Vertrauter von König George VI. (1)

Dem britischen Prinzen George von Kent wird nachgesagt, dass er neben seinen vielen Affären mit Frauen auch welche mit Männern hatte und es ihm gefiel, Frauenkleider zu tragen. (1) Gerüchten zufolge hatte er eine Affäre mit Sir Noël Coward (Liebhaber von Michael Redgrave). Der Prinz starb 1942 bei einem Flugzeugabsturz. (S. 691) Er war als Grossmeister der Grossloge von England einer der obersten Freimaurer. (1)

Wie bereits erwähnt wurde, legalisierten die Bolschewiki nach ihrer Revolution Homosexualität. Daher könnte man vermuten, dass es Schwule in der Elite der Bolschewiki gab. Jedoch liess Stalin 1933 homosexuelle Handlungen wieder verbieten. Ab da waren Schwule in der sowjetischen Elite wieder erpressbar. Die Sache mit dem sozialistischen Bruderkuss auf den Mund kommt mir etwas ungewöhnlich vor. Auch Stalin machte Gebrauch von ihm. Legendär ist der Kuss zwischen dem sowjetischen Oberhaupt Breschnew und dem DDR-Oberhaupt Erich Honecker. (Fotos)

In Kapitel 4 wurde erwähnt, dass Alger Hiss vermutlich ein Spion der Sowjets war. Hiss gehörte zum Establishment der USA. Es erscheint seltsam, dass er seine eigene Elite verriet. Einige vermuteten, Hiss habe Sex mit einem schwulen Spion der Sowjets gehabt. Auch US-Präsident Nixon glaubte dies. (1) Es könnte also sein, dass Hiss von den Sowjets erpresst wurde und gezwungen war, mit ihnen zu kooperieren. Die Führung der US-Geheimdienste, darunter der langjährige FBI-Chef Edgar Hoover, war sich bewusst, dass die Sowjets Schwule aus der US-amerikanischen Elite erpressen könnten. Hoover war selbst homosexuell und wurde höchstwahrscheinlich von der Mafia erpresst. Der Autor Anthony Summers behauptet in einem Buch, Hoover sei von zwei Mafiabossen erpresst worden, die belastende Fotos von Hoover besassen und so sicherstellen wollten, dass das FBI nicht gegen sie ermittelt. Die Mafiosi sollen Frank Costello (Vertreter der italienischen Mafia in den USA) und Meyer Lansky (führender Kopf der amerikanisch-jüdischen Mafia) gewesen sein. Summers schreibt, die Mafia habe die Fotos möglicherweise vom OSS erhalten, dem Vorläufer der CIA. (1) Hoover war Freimaurer im 33. Grad. Er sprach vor dem obersten Freimaurerrat in Washington, der ihm einen Verdienstorden verlieh. (1, 2, 3) Auch die einflussreiche Grossloge von New York sowie die Royal Arch-Freimaurer verliehen ihm Auszeichnungen. Hoover war Royal Arch-Freimaurer, gehörte zum obersten Rat des Freimaurerordens DeMolay und war Mitglied der Shriners, ebenfalls ein Freimaurerorden. (1, 2) Hoover erhielt den britischen Rittertitel. 2025 wurde bekannt, dass es vor allem der britische Geheimdienst gewesen war, der Hoover zum Ritter machen wollte. Die Geheimdienstler aus Grossbritannien wollten Hoover so besänftigen, da dieser sehr verärgert war, dass der britische Geheimdienst von sowjetischen Spionen unterwandert wurde. (1)

Es gab bereits im 19. Jahrhundert in der britischen Elite Personen, die in der Schwulenszene aktiv waren. Aufgrund der damaligen Gesetzeslage operierte die Schwulenszene unter grösster Geheimhaltung und war noch geheimer als die Freimaurer. Der Cleveland Street-Skandal im Jahr 1889 war der wohl bekannteste Fall. Bei dem Skandal wurde ein Schwulenbordell entdeckt, in dem auch Minderjährige beschäftigt wurden. Der Regierung wurde vorgeworfen, die Namen von Adligen und anderen prominenten Personen, die Kunden des Bordells waren, vertuscht zu haben. Es gab das Gerücht, dass ein Prinz aus dem Königshaus zu den Kunden gehörte. Damals kursierte die Verschwörungstheorie, laut der es in der Elite geheime Gruppen gibt, die Orgien veranstalten, bei denen es auch zu sexuellem Missbrauch von Minderjährigen kommen soll, eine Theorie, die sich bis heute hartnäckig hält. Durch den aktuellen Fall mit P. Diddy fühlen sich Verschwörungstheoretiker mal wieder bestätigt. Da in der heutigen Zeit Homosexualität legal ist und von der Mehrheit akzeptiert wird, eignet sie sich nicht mehr für Erpressung, ausser in der islamischen Welt und einigen weiteren Ländern. Der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen eignet sich aber nach wie vor sehr gut als Mittel zur Erpressung. Daher konzentrieren sich Geheimdienste und kriminelle Gruppen in der heutigen Zeit bei ihren Erpressungsoperationen darauf, in elitäre Pädophilen-Netzwerke einzudringen oder diese sogar vielleicht selbst aufzubauen.

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Russell Familie

Die Russell Familie gehört seit dem 16. Jahrhundert zum englischen Adel. Ihr Vorfahre John Russell wurde 1551 von der englischen Königsfamilie zum Grafen geadelt. Seit dem Jahr 1694 stellt die Russell Familie die Herzöge von Bedford. Als Herzöge stehen sie in der Rangordnung des britischen Adels direkt unter der Königsfamilie. Viele Mitglieder der Russell Familie waren in der Politik und bei der Armee. Ich habe hier nur die wichtigsten Familienmitglieder aufgeführt. Die Russells heirateten in viele britische Adelsfamilien.

Die Familie stammt vom schottischen Russell Clan ab. (Seite 453)

Im Jahr 2024 wurde das Vermögen des Herzogs Andrew Russell von Bedford auf 800 Millionen Pfund geschätzt. Also etwa eine Milliarde US-Dollar. (Quelle: Er wird in der Quelle Duke of Bedford genannt)

Die Russell-Grafen

John Russell (1792–1878) war zweimal Premierminister von Grossbritannien. Er war auch Präsident des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Somit besetzte John Russell zwei der angesehensten Positionen im britischen Königreich. Er war der Sohn eines Herzogs und erhielt 1861 den Titel eines Grafen. Als Aussenminister und Staatssekretär für Kolonien war er für die Verwaltung des britischen Empire zuständig. Zudem war er auch Innenminister. 1814 besuchte er Kaiser Napoleon, als dieser auf der Insel Elba im Exil war. Als Napoleon 1815 nach Frankreich zurückkehrte und wieder die Macht übernahm, kritisierte John Russell im britischen Parlament, dass Grossbritannien weiterhin Krieg gegen Napoleon führen möchte. John Russell war als Premierminister mitverantwortlich für die grosse Hungersnot in Irland. Sein Schwiegervater war der schottische Graf Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound. Als der Schah von Persien (aus der Kadscharen-Dynastie) England besuchte, war er im Haus von John Russell zu Gast. (1, 2) John Russell kannte Baron Lionel de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie. Lionel de Rothschild war der erste Jude, der ins britische Parlament aufgenommen wurde. Die Aufnahme wurde von John Russell unterstützt. (1, 2)

Graf Bertrand Russell (1872–1970), ein Enkel des Premierministers John Russell, war einer der bedeutendsten Philosophen der britischen Elite. Er erhielt den Nobelpreis für Literatur und wurde zum Fellow der Royal Society ernannt. Er gehörte zur India League. Die britische Organisation setzte sich dafür ein, dass die Kolonie Indien unabhängig vom britischen Empire wird. Von 1932 bis 1939 war Bertrand Russell Vorsitzender der India League. (1, 2, 3) Sein Bruder Frank Russell (1865–1931) war in den Jahren zuvor britischer Unterstaatssekretär für Indien gewesen. (1) Bertrand Russell hatte im Alter von zwei Jahren Queen Victoria, die auch Kaiserin von Indien war, erstmal getroffen. (1) Die India League wurde 1928 vom Inder Krishna Menon gegründet, der in Grossbritannien lebte. Nachdem Indien 1947 die Unabhängigkeit erlangt hatte, wurde Krishna Menon Indiens Botschafter in Grossbritannien.

Bertrand Russell war bei konservativen Christen verhasst, da er ein religionskritischer Atheist und ein Befürworter der Geburtenkontrolle war. Im Jahr 1957 schrieb er: „Von allen langfristigen Problemen, mit denen die Welt konfrontiert ist, ist dieses Bevölkerungsproblem das wichtigste und grundlegendste.“ (1) Damals gab es knapp drei Milliarden Menschen. Heute sind es über acht Milliarden. Bertrand Russell schrieb in einem 1952 veröffentlichtem Buch: „Wenn es keine Weltregierung gibt, die eine allgemeine Geburtenkontrolle sicherstellt, muss es von Zeit zu Zeit grosse Kriege geben, in denen die Strafe für eine Niederlage der weit verbreitete Tod durch Verhungern ist.“ Er machte darauf aufmerksam, dass Seuchen für die Bevölkerungskontrolle effektiver sind als Kriege. (Seite 165, 166) Russell glaubte, eine Weltregierung sei zum Wohl der Menschheit notwendig. Er zog es auch in Betracht, die Weltregierung notfalls mit militärischen Mitteln durchzusetzen. 1951 schrieb er: „Ich denke, wir sollten zugeben, dass eine Weltregierung mit Gewalt durchgesetzt werden muss.“ (12) Er meinte, die Vereinten Nationen (UN) sollten die Rolle der Weltregierung übernehmen. 1958 wies er darauf hin, dass man für eine Weltregierung die Volksrepublik China in die UN aufnehmen muss, da China in einigen Jahrzehnten der mächtigste Staat sein wird. (1, 2) China wurde 1971 in die UN aufgenommen.

Bertrand Russell hatte 1920 China besucht. Dort hatte er den späteren kommunistischen Führer Mao Zedong kennengelernt, der damals noch ein junger Mann war. (12)

Bertrand Russell gehörte 1961 zu den Unterzeichnern einer Aufforderung zur Ausarbeitung einer Weltverfassung, also eine Verfassung, die weltweit gelten soll. Die Unterzeichner kamen aus Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Zu ihnen zählten hohe Politiker und die belgische Königin. (12)

Laut Wikipedia sagte Russell 1922: „Ich sehe nicht, wie wir hoffen können, auf Dauer stark genug zu sein, um die farbigen Rassen fernzuhalten; früher oder später werden sie unweigerlich überschwemmen, also können wir nur hoffen, dass diese Nationen die Weisheit der Geburtenkontrolle erkennen. (…) Wir brauchen eine starke internationale Autorität.“ (1) Russell war Vice President der Family Planning Association. (1) Diese britische Organisation setzt sich für die Geburtenkontrolle ein. Seine zweite Ehefrau Dora Black hatte seit den 20er-Jahren versucht, die britische Regierung von der Idee der Geburtenkontrolle zu überzeugen. (1, 2) Bertrands Eltern hatten sich bereits im 19. Jahrhundert für die Geburtenkontrolle starkgemacht und wurden deshalb angefeindet, da zu dieser Zeit die Geburtenkontrolle von den meisten als empörend oder sogar als Verbrechen empfunden wurde. Der Vater musste deswegen seine politische Karriere aufgeben. Bertrands Eltern lernten von ihrem Freund John Stuart Mill (berühmter Philosoph), dass die Geburtenkontrolle eine gute Sache ist. (123) Einer der frühsten Vordenker der Bevölkerungskontrolle war der britische Ökonom Thomas Robert Malthus mit seinem 1798 anonym veröffentlichtem Essay on the Principle of Population. Ich habe einen ausführlichen Beitrag zu den Ursprüngen der organisierten Bewegung für Bevölkerungskontrolle geschrieben, in dem Bertrand Russell oft vorkommt.

Bertrand Russell war, zumindest eine Zeit lang, Eugeniker und glaubte, dass die Elite ihren überlegenen Genpool schützen muss. (1) Der Intelligenzquotient von Bertrand Russell soll bei 180 gelegen haben. Er war demnach hochintelligent. (1)

1895 wurde die London School of Economics (LSE) gegründet, eine der elitärsten Universitäten der Welt. Bertrand Russell war einer der ersten Lehrer der LSE und hatte ihre Gründung finanziell unterstützt. (12) In den ersten Jahren war Russell im Führungsgremium der LSE, zu dem damals auch Lionel Walter Rothschild und Edward Pease gehörten. (1) Rothschild und Pease sind zwei der wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

Bertrand Russell sass von 1931 bis 1970 im House of Lords, dem Oberhaus des britischen Parlaments, dem bis heute viele Adlige angehören (die erblichen Peers). Russell vertrat dort die Labour-Partei. (12) In den 50er-Jahren fanden im House of Lords mehrere Debatten zum Thema Weltregierung statt. Bei einer davon sprach sich Vizegraf William Astor, der aus einer sehr einflussreichen Familie kam, für eine Weltregierung aus und meinte, es bräuchte eine Weltpolizei, die das Weltrecht durchsetzen könnte. Astor sagte, die Weltregierung soll aus der UN hervorgehen. Er wies darauf hin, dass die britische Queen Elizabeth der Gründung einer Weltregierung offen gegenübersteht und es auch im Ausland viele Leute gibt, die das Vorhaben unterstützen würden. Nach Astor hielt der Graf von Home seine Rede, in der er ebenso eine Weltregierung befürwortete und die UN als ihren Grundstein sah. Er sagte: „Der beste Beitrag und das überzeugendste Beispiel für die Möglichkeit einer zukünftigen Weltregierung ist vielleicht das Beispiel des Commonwealth.“ (1) Der Commonwealth ist gewissermassen der Nachfolger des britischen Weltreiches. Der Graf von Home wurde später Premierminister und Vorsitzender der berüchtigten Bilderberg-Treffen. (1) Bei der Debatte im House of Lords hielt auch William Beveridge eine Rede, in der er erklärte, dass Grossbritannien am besten geeignet sei, die Weltregierung anzuführen. Er sagte: „In der Vergangenheit hat Grossbritannien die Welt in vielen Dingen angeführt, und obwohl es nicht die Macht hat, die Welt physisch anzuführen oder sie physisch zu beherrschen, wie es in der Vergangenheit der Fall war, könnte Grossbritannien führend sein. (…) Wenn die Regierung meinen Appell in Betracht ziehen würde, könnte Grossbritannien die Welt wieder anführen und uns schneller aus dieser grauenhaften Gefahr eines nuklearen dritten Weltkriegs befreien.“ Er wollte also eine britische Weltdominanz zum Wohle der Menschheit. In seiner Rede bezeichnete er das House of Lords als das „intelligenteste und wichtigste Publikum“, das man haben kann. (1) Diese Art von Grössenwahn gab es in der britischen Elite schon seit dem 19. Jahrhundert.

John Russell (*1971), der 7. Graf Russell, wurde 2023 ins House of Lords aufgenommen. (1)

Die Russell-Barone

Odo Russell (1829–1884), der Enkel eines Herzogs, war der inoffizielle Vertreter Grossbritanniens im Vatikan. Er war der erste britische Botschafter im 1871 gegründeten Deutschen Kaiserreich. Er war für 13 Jahre Botschafter in Deutschland und hatte ein gutes Verhältnis zum Reichskanzler Otto von Bismarck. Odo Russell wurde in den Privy Council aufgenommen. Er erhielt zwei Ritterorden und den erblichen Titel eines Barons. Seine Frau kam aus der britischen Adelsfamilie Villiers und war Kammerherrin von Queen Victoria. Odos Vater George Russell (1790–1846) war britischer Botschafter in Preussen und Württemberg gewesen. (1, 2, 3)

Odos gleichnamiger Sohn Odo Russell (1870–1951) vertrat Grossbritannien als Botschafter beim Heiligen Stuhl, in der Schweiz und in den Niederlanden. Er erhielt drei britische Ritterorden. Seine Ehefrau war die Tochter des sächsischen Politikers Graf Karl von Rex. (1, 2) Die Rex Familie gehört zum deutschen Uradel.

Oliver Russell (1869–1935), der 2. Baron Ampthill, wurde in die Apollo University Lodge aufgenommen, eine Freimaurerloge für ehemalige und aktuelle Mitglieder der elitären Oxford Universität. Die Universität besteht seit über 900 Jahren und ist eine der ältesten der Welt. Oliver Russell leitete mehrere Freimaurerlogen in England und war Grossmeister der Freimaurer in der Grafschaft Bedfordshire. Er war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Vizekönig der britischen Kolonie Indien sowie auch Gouverneur der Kolonie Madras in Indien. In seiner Zeit als Gouverneur leitete er die Freimaurerei in Madras. 1913 wurde eine Freimaurerloge in Indien gegründet, die bis heute besteht und nach Oliver Russell benannt ist. Er wirkte an der Gründung einer Loge in England mit. Ihm wurden zwei Ritterorden verliehen. (1, 2, 3) Von 1908 bis 1935 war er Pro-Grossmeister der Grossloge von England. Ein Pro-Grossmeister wird ernannt, wenn der Grossmeister aus der Königsfamilie kommt. Der Pro-Grossmeister übernimmt die Rolle des Grossmeisters, wenn dieser aufgrund seiner königlichen Pflichten nicht zur Verfügung steht. Oliver Russell war somit der Stellvertreter von Prinz Arthur, der zu dieser Zeit Grossmeister war. (1) Olivers Frau Margaret aus der britischen Adelsfamilie Lygon war eine Hofdame von Queen Mary und erhielt mehrere Orden. (1)

Geoffrey Russell (1921–2011), der 4. Baron Ampthill, wurde ins House of Lords und in den Privy Council aufgenommen. Er war stellvertretender Vorsitzender von zwei britischen Zeitungsunternehmen. Ausserdem war er Generaldirektor des Londoner Kaufhauses Fortnum & Mason. (1, 2, 3) Das Kaufhaus besteht seit über 300 Jahren und hat traditionell die britische Königsfamilie als Kunde. (1) Seit 1951 gehört es der kanadischen Milliardärsfamilie Weston (Freunde der Königsfamilie).

David Russell (*1947), der 5. Baron Ampthill, war im Verlagswesen tätig. Er heiratete Christia Ipsen, die Witwe des russischen Prinzen Rostislaw Romanow. (1, 2) Rotislaw war in den USA geboren und arbeitete als Banker in London und Chicago. (1)

Die Herzöge von Bedford

John Russell (1710–1771), der 4. Herzog von Bedford, war Präsident des Privy Council und leitete die Royal Navy. Er war britischer Botschafter in Frankreich. Als Lord Lieutenant von Irland war er der Vertreter des Königs in Irland. Seine erste Ehefrau kam aus der Adelsfamilie Spencer. (1)

John Russell (1766–1839), der 6. Herzog von Bedford, war Lord Lieutenant von Irland und Mitglied des Privy Council. Seine zweite Frau war die Schwester von George Gordon, 5. Herzog von Gordon und Oberhaupt des schottischen Gordon Clans. George Gordon war Grossmeister der Freimaurer in Schottland (1, 2). John Russell hatte eine Enkelin, die Francis Bevan heiratete. Francis Bevan war Vorsitzender der Barclays Bank. (1, 2) Er kam aus der Quäkerfamilie Bevan, die mit der Barclays Bank verbunden ist. Die britische Grossbank ist eine der ältesten der Welt. Margaret Russell (*1945), die Enkelin eines Barons, heiratete in die Buxton Familie (1). Die Buxtons heirateten in die Quäkerfamilien Barclay und Gurney, die mit der Barclays Bank verbunden sind. Andrew Buxton leitete in den 1990er-Jahren die Barclays Bank.

Hastings Russell (1888–1953), der 12. Herzog von Bedford, zeigte Verständnis für Adolf Hitler und forderte eine Appeasement-Politik gegenüber Deutschland. Er vernetzte sich mit vielen nazifreundlichen Aktivisten aus Grossbritannien. 1939 trat er bei Dinnerpartys auf, die von der British Union of Fascists (Partei der britischen Faschisten) veranstaltet wurden. Der britische Geheimdienst vermutete, dass Nazideutschland bei einer erfolgreichen Invasion in Grossbritannien Hastings Russell als Chef einer Marionettenregierung einsetzen könnte. Hastings Russell kritisierte die „Grossfinanz“ und die „Finanziers“, die sich zu viel Macht angeeignet hätten. Damit meinte er vor allem die jüdischen Bankiers. Nachdem er von Hitlers Tod erfahren hatte, veröffentlichte er in einer antisemitischen Zeitung einen Nachruf auf Hitler, in dem er Hitler für seinen Kampf gegen die Hochfinanz lobte. Deutschlands Niederlage bezeichnete er als „ein glorreicher Sieg“ für „die sowjetische Tyrannei und die Grossfinanz“. Später meinte er, dass die Zahl von sechs Millionen jüdischen Todesopfern im Holocaust „stark übertrieben“ sei. (1, 2, 3) Bereits 1942 relativierte er die Gewalt gegen Juden und schrieb, dass das „Ausmass der Misshandlungen durch Propaganda stark übertrieben wurde“. Die ersten gedruckten Holocaustleugnungen kamen in Grossbritannien in Umlauf. Ein Pionier der Holocaustleugnung war Oswald Mosley, der Anführer der britischen Faschisten. (1, 2) Er kam aus dem Adel und heiratete in erster Ehe eine Tochter von Markgraf George Curzon, der Vizekönig von Indien war.

Ian Russell (1917–2002), der 13. Herzog von Bedford, war Mitglied des 1001 Nature Trust. (Quelle: Gelistet als Duke of Bedford) Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Ian Russell gehörte zum House of Lords. Seine zweite Frau Lydia war die Tochter eines britischen Barons. Lydias Schwester Joan Yarde-Buller war die Mutter des muslimischen Aristokraten Aga Khan IV. (1, 2)

Robin Russell (1940–2003), der 14. Herzog von Bedford, heiratete eine Enkelin von Frank Cyril Tiarks. (1) Dieser gehörte über 30 Jahre zur Führung der Bank of England (britische Zentralbank) und der Anglo-Persian Oil Company (heutiger Erdölkonzern BP). Tiarks war Mitglied der Anglo-German Fellowship, ein britisch-deutsches Elitennetzwerk, das in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg aktiv war. Tiarks war Partner der britischen Schroders Bank. (1, 2) Dadurch kannte er die deutsch-britische Bankiersfamilie Schröder, die als Kanal zwischen der deutschen und britischen Elite diente.

Herzog Robins Bruder Francis Russell (*1950) heiratete Sarah Clemence, die danach eine Ehe mit Mark Thatcher einging. Mark ist der Sohn der britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Sarahs Schwester Claudia heiratete Vizegraf Jonathan Harmsworth, ein Milliardär und Medienunternehmer. (1, 2) Mark Thatcher finanzierte einen Putschversuch im afrikanischen Land Äquatorialguinea mit. (1, 2)

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Lord William Russell (1639–1683), der Sohn eines Herzogs, wurde hingerichtet, weil er zu den Verschwörern gehörte, die bei der Rye-House-Verschwörung den König Karl II. wegen seiner prokatholischen Politik ermorden wollten.

Graf Edward Russell (1653–1727) war ein massgeblicher Unterstützer der Glorreichen Revolution, die zum Sturz des katholischen Königs Jakob II. führte. Seither waren alle britische Monarchen Protestanten. Edward Russell gehörte zu den sieben Unterzeichnern der Einladung an William, die zum Ausbruch der Revolution führte. Einige Jahre nach der Revolution wurde Edward Russell Chef der Royal Navy.

Louisa Russell (1812–1905), die Tochter eines Herzogs, heiratete James Hamilton, den 1. Herzog von Abercorn. James und sein gleichnamiger Sohn waren Grossmeister der Freimaurer in Irland. (1)

Claude Russell (1871–1959), der Urenkel eines Herzogs aus der Russell Familie, war britischer Botschafter in Portugal, Schweiz und Äthiopien. Er wurde zum Ritter ernannt. (1, 2)

Alexander Villiers Russell (1874–1965), der Sohn eines Barons, heiratete in die Guinness Familie. (1) Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness-Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Im 20. Jahrhundert heiratete die Guinness Familie in die ehemalige Kaiserfamilie von Deutschland und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel sowie in die griechische Milliardärsfamilie Niarchos.

Gilbert Russell (1875–1942) war der Urenkel eines Herzogs aus der Russell Familie. Er vertrat die amerikanisch-jüdische Investmentbank Salomon Brothers in London. Sein Schwiegervater war der deutsch-jüdische Einwanderer Paul Nelke, der Mitgründer und Partner der Londoner Börsenmaklerfirma „Nelke, Phillips & Bendix“ war. Zu den Kunden des Unternehmens gehörte der Premierminister Winston Churchill. Sein Bruder Jack Churchill war Partner der Firma. Gilbert Russell gründete zusammen mit dem deutsch-jüdischen Einwanderer Hermann Marx die Bank Cull & Company. Hermann Marx, ein Verwandter des berühmten Karl Marx, gehörte auch zu den Partnern von Nelke, Phillips & Bendix. Die Bank Cull & Company arbeitete eng mit dem armenischen Erdölunternehmer Calouste Gulbenkian zusammen, der einer der reichsten Männer der Welt war. Ein bemerkenswerter Angestellter von Cull & Company war der Schriftsteller Ian Fleming. (1, 2, 3) Ian Fleming schuf die Romanfigur James Bond, der bis heute das Bild prägt, das wir von Geheimdiensten haben. Fleming hatte zuvor für britische Geheimdienste gearbeitet. Er war ein Enkel des schottischen Bankiers Robert Fleming und seine Frau Ann Charteris war eine Enkelin des 11. Grafen von Wemyss (Clan-Chef des schottischen Charteris Clans).

John Russell (1914–1984), der Nachkomme eines Herzogs aus der Russell Familie, war britischer Botschafter in Spanien, Brasilien und Äthiopien. Er erhielt zwei Ritterorden. Er heiratete die Griechin Aliki Diplarakou. Deren erster Ehemann kam mütterlicherseits aus der französisch-jüdischen Unternehmerfamilie Javal. (1, 2) Aliki war auf einer Hochzeit in London, bei der sich die griechischen Unternehmerfamilien Livanos und Vardinogiannis mit einer Heirat verbanden. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, Spencer-Churchill, Safra, HearstHambroNiarchos, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland, Jordanien und Serbien. (Quelle: Aliki wird in der Quelle Lady Russell genannt)

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Das Haus Czartoryski und die polnischen Freimaurer

Die Fürstenfamilie Czartoryski ist eine der führenden Familien des polnischen Adels. Sie ging aus der Dynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas (starb 1341) abstammt. Mehrere Familien aus dem polnischen und russischen Adel führen ihre Abstammung auf Gediminas zurück. Das Haus Czartoryski ist über Heiraten mit den hohen Familien des polnischen Adels verwandt.

Polen wurde von Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1989 von Kommunisten regiert. In dieser Zeit gab es nur wenige Adlige in der polnischen Elite. Seit dem Ende des Kommunismus findet man wieder sehr viele Adlige in der Elite, was ganz unten in diesem Beitrag erläutert wird.

Die Czartoryski Familie und die polnischen Freimaurer

Im 18. und 19. Jahrhundert hatte die Czartoryski Familie enge Verbindungen zur Freimaurerei.

Die Freimaurerei kam in den 1720er-Jahren nach Polen. Tadeusz Cegielski, der von 2000 bis 2003 Grossmeister einer polnischen Grossloge war, sagt, dass die ersten Freimaurerlogen in Polen jakobitischen Ursprungs waren. (1, 2) Graf Friedrich August Rutowski gründete 1738 eine der ersten Logen des Landes. Sein Vater August der Starke aus der sächsischen Herrscherfamilie war bis zu seinem Tod 1733 König von Polen und herrschte auch über Litauen und Sachsen. Rutowski gründete 1738 die erste Freimaurerloge in Sachsen. Vermutlich beteiligte er sich auch an der Einführung der Freimaurerei in Böhmen, dem heutigen Tschechien. (1, 2) Er heiratete in die Fürstenfamilie Lubomirski, die bis heute zu den führenden Familien des polnischen Adels gehört und Freimaurer hervorbrachte.

Im 18. Jahrhundert übernahmen Adlige eine führende Rolle in der polnischen Freimaurerei. (1) Der britische Herzog George Montagu von Manchester, Grossmeister der Freimaurer in England, erteilte 1780 ein Patent zur Gründung der polnisch-litauischen Grossloge, deren Grossmeister der polnische Graf Ignacy Potocki wurde. Potocki glaubte, dass die Freimaurerei eine Schule des bürgerlichen Denkens für die polnische Elite sein sollte, die auch Nichtadligen offen steht. Noch weitere Mitglieder der Potocki Familie waren Freimaurer. (1)

Stanisław Poniatowski (1732–1798) kam mütterlicherseits aus der Czartoryski Familie. Er gehörte zu den Liebhabern der russischen Kaiserin Katharina der Grossen. 1764 wurde er mit der Unterstützung von Katharina zum König von Polen und Grossfürsten von Litauen gewählt. Polen war damals eine Wahlmonarchie. Sein Name als König war Stanisław II. August. Er war Anhänger der Aufklärung und gab die polnische Verfassung von 1791 in Auftrag, die erste demokratische Verfassung Europas. (1, 2) Stanisław war Freimaurer und Rosenkreuzer. (1) Er erreichte den obersten Grad der Strikten Observanz. Diese Freimaurerströmung hatte den Wiederaufbau des Templerordens zum Ziel. (1, 2) Die Ursprünge der Strikten Observanz liegen vermutlich bei den jakobitischen Freimaurern.

Neben König Stanisław hatten noch weitere Freimaurer an der Verfassung mitgewirkt, darunter der oben erwähnte Graf Ignacy Potocki. Zu dieser Zeit waren in Polen etwa 30 Prozent der Abgeordneten Freimaurer. (1, 2) Viele Verfassungen wurden von Freimaurern mitentworfen.

König Stanisław hatte viele Freimaurer in seiner Familie. Einer davon war Fürst Adam Kazimierz Czartoryski (1734–1823). (1, 2, 3) Adams Frau Izabela Czartoryska kannte den französischen Philosophen Voltaire, einer der einflussreichsten Autoren der Aufklärung. Izabela traf auch Benjamin Franklin. (1, 2) Dieser gehörte zu den Gründervätern der USA. Franklin und Voltaire waren Mitglied derselben Freimaurerloge in Frankreich. (1, 2, 3)

König Stanisław musste 1795 abdanken. Er war der letzte polnische König. Polen wurde zwischen Russland, Preussen und Österreich aufgeteilt. (Teilungen Polens)

Fürst Adam Jerzy Czartoryski (1770–1861) war wie sein Vater Freimaurer. (1, 2) Zu seinen Ausbildern gehörte der Franzose Pierre Samuel du Pont de Nemours, ein Vorfahre der heutigen Milliardärsfamilie Du Pont aus den USA. Als Fürst Adam 1793 England besuchte, lernte er britische Adlige kennen und studierte die englische Verfassung. In den folgenden Jahren freundete er sich mit dem russischen Kaiser Alexander I. an und genoss sein Vertrauen. Er durfte sogar eine Affäre mit Alexanders Frau haben. Fürst Adam wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts Aussenminister des Russischen Kaiserreiches. 1814 begleitete er den Kaiser zum Wiener Kongress. (1, 2) Es waren viele Freimaurer beim Wiener Kongress dabei (mehr dazu). Auf dem Wiener Kongress wurde unter anderem beschlossen, dass Polen Teil des Russischen Kaiserreiches wird, worauf Kaiser Alexander auch König von Polen war.

Kaiser Alexander trat den Freimaurern bei, aber 1821 liess er die Freimaurerei verbieten. Das Verbot galt auch in Polen. Nach seinem Tod 1825 wurde Nikolaus I. Kaiser von Russland, der das Verbot aufrechterhielt. (1)

Im Jahr 1830 kam es zum Novemberaufstand, bei dem Polen versuchte von Russland unabhängig zu werden und den russischen Kaiser nicht mehr als König anerkannte. Adam Jerzy Czartoryski, wie gesagt Freimaurer, wurde darauf Präsident der neuen Regierung. Jedoch hatte der Aufstand der Polen keinen Erfolg. Fürst Adam musste ins Ausland flüchten, weil der Kaiser ihn zum Tode verurteilte. (1, 2) Etwa 50 Prozent der Generäle des Novemberaufstands gehörten den Freimaurern an. (Quelle: Seite 43) Polnische Freimaurer hatten bereits 1821 einen politischen Geheimbund gegründet, der sich für die Unabhängigkeit Polens einsetzte. (1) Als Reaktion auf den Aufstand liess Russland die polnische Armee auflösen. Die Rebellen und ihre Familien wurden zu Zwangsarbeit in Russland verurteilt. Dabei wurden rund 80 000 Polen nach Sibirien deportiert. (Quelle: Seite 153)

Übrigens kam es 1925 in Russland zum Dekabristenaufstand, der sich gegen Kaiser Nikolaus richtete und von Freimaurern angeführt wurde (mehr dazu im Beitrag zur Trubezkoi Familie). Nikolaus musste sich also mit zwei von Freimaurern geführten Revolutionen herumschlagen. Daher erstaunt es nicht, dass der Kaiser den Freimaurern sehr kritisch gegenüberstand.

Adam Jerzy Czartoryski starb 1861 in Frankreich im Exil. In den 1830er-Jahren hatte er in Schottland ein Treffen der „Literary Association of the Friends of Poland“ besucht. Die britische Gesellschaft wurde 1832 gegründet und wollte die polnische Unabhängigkeitsbewegung unterstützen. Ihr Gründer war der schottische Dichter Thomas Campbell. (1) Sie ist der Vorläufer der heutigen Anglo Polish Society, die derzeit Spenden für die Ukraine sammelt und auf ihrer Webseite schreibt: „Während sich die Geschichte wiederholt, sind unsere Gedanken bei den Ukrainern.“ (1)

Adam Jerzy Czartoryski war der Bruder von Maria Czartoryska (1768–1854), die also die Schwester und Tochter von Freimaurern war. Maria heiratete Ludwig von Württemberg aus dem deutschen Hochadel. Ludwig und weitere Mitglieder der Württemberg Familie waren Freimaurer. (1)

Adams Sohn Władysław Czartoryski (1828–1894) lebte auch in Frankreich. Seine erste Ehefrau war die Gräfin María Amparo Muñoz y Borbón. Deren Mutter kam aus der Königsfamilie von Sizilien und war Königin von Spanien. Die zweite Frau von Władysław Czartoryski kam väterlicherseits aus der französischen Hochadelsfamilie Orléans und mütterlicherseits aus der Hochadelsfamilie Sachsen-Coburg und Gotha.

Augustyn Czartoryski (1907–1946) und Malgorzata Czartoryska (1902–1929) heirateten auch in die sizilianische Königsfamilie.

Es gab in Polen schon früh Freimaurerlogen, die Frauen aufnahmen. Izabela Czartoryska (1736–1816) war Freimaurerin. Sie heiratete den polnischen Fürsten Stanisław Lubomirski, ebenfalls ein Freimaurer. (1, 2, 3, 4)

Teresa Czartoryska (1785–1868) heiratete den Fürsten Henryk Lubomirski, der nach Angaben der polnischen und englischen Wikipedia Freimaurer war.

Klementyna Czartoryska (1780–1852) heiratete den polnischen Fürsten Eustachy Sanguszko, der laut der polnischen Wikipedia Freimaurer war und in der Armee von Kaiser Napoleon diente. Viele polnische Freimaurer hatten sich auf die Seite Napoleons gestellt. (1) Napoleon hatte 26 Marschälle, wovon mindestens 16 Freimaurer waren. (1)

Idzizlaw Czartoryski (1859–1909) und Roman Czartoryski (1839–1887) waren erst im preussischen Abgeordnetenhaus und danach Mitglied des Deutschen Reichstags. Sie vertraten dort die polnische Minderheit.

Die polnischen Freimaurer im 20. Jahrhundert

Im Jahr 1918 wurde die Zweite Polnische Republik gegründet. Polen war nach über 100 Jahren der Fremdherrschaft wieder ein eigenständiger Staat. Freimaurer in Polen hatten diesen Prozess unterstützt und sich für die Unabhängigkeit eingesetzt. (1) Auch der vatikanverbundene Malteserorden war am Aufbau der Zweiten Republik beteiligt, auf politischer, militärischer, diplomatischer und wissenschaftlicher Ebene. (1, 2) In dieser Zeit wurden die polnischen Malteserritter von Adligen angeführt. (1) Der Grossteil der polnischen Adligen ist katholisch.

Die Zweite Republik bestand bis 1939. In der Republik wurden die Adelstitel abgeschafft und der Adel galt als entmachtet. Dennoch kamen einige der obersten Politiker aus dem Adel, allerdings nicht aus den hohen Familien des polnischen Adels.

Der erste Staatspräsident der Republik, Gabriel Narutowicz, war Freimaurer. (1, 2) Er kam aus dem Adel. Ein paar Tage nach seinem Amtsantritt wurde er bei einem Attentat ermordet. (1) Der zweite Präsident, Stanisław Wojciechowski, kam aus einer verarmten Adelsfamilie. (1) Der dritte und letzte Präsident Ignacy Mościcki, der das Amt von 1926 bis 1939 innehatte, war auch ein Adliger. (1) Er war Mitglied des Malteserordens. (1, 2)

Einer der ersten Ministerpräsidenten der Republik war Ignacy Jan Paderewski. Er war adliger Abstammung. (1, 2) Ausserdem gehörte er den Freimaurern an. (1, 2) Es gibt heute in Polen eine Freimaurerloge, die nach Paderewski benannt ist, sowie eine Loge, die den Namen des ersten Präsidenten Gabriel Narutowicz trägt. (1, 2)

Einer der mächtigsten Politiker der Republik war Józef Piłsudski. Er gilt als der Begründer des modernen Polens. Er regierte von 1926 bis 1935 diktatorisch über das Land. Väterlicherseits kam er aus einer alten litauischen Adelsfamilie und mütterlicherseits aus einer der ältesten Familien des samogitischen Adels. (1, 2) Er war Mitglied des Malteserordens. (1, 2) So viel bekannt ist, war er kein Freimaurer, aber unterstützte sie ursprünglich und glaubte, dass Polen von ihren internationalen Beziehungen profitieren könnte. Nachdem er einen autoritären Staat errichtet hatte, soll sich sein Verhältnis zu den Freimaurern verschlechtert haben. (1) Als er 1926 beim Maiputsch die Macht übernehmen konnte, wurde sein Vertrauter Kazimierz Bartel Ministerpräsident. Bartel und zwei Drittel der Minister in der neuen Regierung waren Freimaurer. (1)

Auch in den 30er-Jahren wurde Polen von Freimaurern regiert. In diesem Jahrzehnt waren sechs der acht Ministerpräsidenten Freimaurer, nämlich Bartel, Sławek, Prystor, Kozłowski, Zyndram-Kościałkowski und Składkowski. (Quelle mit der Liste der polnischen Ministerpräsidenten vergleichen) Zyndram-Kościałkowski kam aus einer Adelsfamilie. (1) Sławek kam aus dem Kleinadel und laut der polnischen Wikipedia arbeitete sein Vater in einer Zuckerfabrik des hohen Adligen Józef Potocki. (1, 2) In den 30er-Jahren wurden in Polen die Freimaurer von Politikern, Journalisten und Geistlichen angefeindet. Zu dieser Zeit war die Theorie der freimaurerisch-jüdischen Weltverschwörung weit verbreitet in Europa. Die Ministerpräsidenten Walery Sławek und Leon Kozłowski beschuldigten konkurrierende Politiker, der Freimaurerei anzugehören, und Ministerpräsident Składkowski sagte, dass „Polen von einer verschwörerischen Mafia regiert wird“. (1) Die drei waren aber wie gesagt selbst Freimaurer. Vielleicht wollten sie mit ihren Aussagen den Verdacht von sich ablenken. Der einfachste Weg, um als Politiker nicht von Verschwörungstheoretikern verdächtigt zu werden, ist selbst solche Theorien zu verbreiten.

Die Regierung liess jedoch im November 1938 die Freimaurerei verbieten. Neun Monate später marschierte Nazideutschland in Polen ein. (1) Die Naziführung bestand aus fanatischen Verschwörungstheoretikern und glaubte an eine jüdisch-freimaurerische Weltverschwörung. 1939 wurde Ostpolen von der Sowjetunion besetzt. Auch die Sowjets hatten in ihren Ländern die Freimaurerei verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit Unterstützung der Sowjets die Volksrepublik Polen gegründet, die von einer kommunistischen Partei diktatorisch regiert wurde. Die Volksrepublik galt als ein Satellitenstaat der Sowjetunion. Die Freimaurerei war in der Volksrepublik verboten. Auch der Malteserorden musste seine Aktivitäten in Polen einstellen. 1989 wurde die Volksrepublik durch eine friedliche Revolution abgeschafft und Polen demokratisiert.

Von 1939 bis 1990 gab es im Westen eine polnische Exilregierung. Viele Politiker der Exilregierung lebten in Grossbritannien und die Regierung hatte ihren Sitz in London. August Zaleski, der von 1947 bis 1972 Präsident der Exilregierung war, gehörte den Freimaurern an. (1, 2, 3) Von 1979 bis 1986 war mit Graf Edward Raczyński ein hoher Adliger Präsident der Exilregierung. Er kam mütterlicherseits aus der bereits erwähnten Grafenfamilie Potocki. Seine erste Frau war die Tochter von Arthur Markham, ein britischer Industrieller und Politiker, der zum Baronet geadelt wurde. (1, 2) Der letzte Präsident der Exilregierung, Ryszard Kaczorowski, kam auch aus dem Adel. (1) Zudem waren mehrere Ministerpräsidenten der Exilregierung Adlige, nämlich Graf Tadeusz Komorowski, Stanisław Mackiewicz und laut Wikipedia auch Alfred Urbański.

Seit den 70er-Jahren wurde in Polen die Unzufriedenheit mit dem kommunistischen Regime immer grösser. 1980 entstand die Solidarność, eine Gewerkschaft, die aus einer Streikbewegung hervorging und dem Regime kritisch gegenüberstand. Sie hatte nach ihrer Gründung bald etwa neun Millionen Mitglieder, also etwa 30 Prozent der polnischen Bevölkerung. Die Solidarność war massgeblich am Systemwechsel 1989 beteiligt, der zur Demokratisierung Polens führte. Die Solidarność kooperierte dabei mit der katholischen Kirche. Seit 1978 war mit Johannes Paul II. ein polnischer Geistlicher Papst. Er war ein wichtiger Unterstützer des Systemwechsels. (1, 2) Seit der Abschaffung der Volksrepublik dürfen Freimaurer und der Malteserorden wieder in Polen aktiv sein.

In den 80er-Jahren erhielt die Solidarność im Geheimen mindestens zehn Millionen US-Dollar von der CIA. Die CIA schickte die Gelder unter anderem über das „National Endowment for Democracy“, dem nachgesagt wurde, ein Instrument der CIA zu sein. Der damalige CIA-Chef William „Bill“ Casey arbeitete dabei mit dem Vatikan und Papst Johannes Paul II. zusammen. (1, 2) Casey war Katholik und Mitglied des Malteserordens. (123) Er machte seinen Bachelor an der Fordham University, einer Jesuitenschule in New York. (1) Die Jesuitenschulen gehören wie der Malteserorden zum Netzwerk der katholischen Kirche.

1961 wurde in Polen eine Freimaurerloge mit dem Namen Kopernik gegründet. Da die Freimaurerei damals verboten war, operierte die Loge im Geheimen. Sie war so geheim, dass selbst die Grosslogen aus dem Ausland nicht über ihre Existenz Bescheid wussten. Nur eine Loge in Frankreich, zu der polnische Exilanten gehörten und die auch den Namen Kopernik trug, wusste davon. (1, 2, 3)

Bei der Solidarność waren in den 80er-Jahren Personen aktiv, die zur Freimaurerloge Kopernik gehörten. Einer davon war Jan Jósef Lipski, der die Kopernik-Loge leitete. Lipski wurde als einer der Gründerväter des freien Polens beschrieben. Nach der Demokratisierung vertrat er die Solidarność im Senat. Er war 1987 Vorsitzender einer sozialistischen Untergrundpartei geworden. 1976 hatte er zu den Gründern des „Komitet Obrony Robotników“ (KOR) gehört. Ende der 70er-Jahre war das KOR die wichtigste demokratische Oppositionsorganisation in der Volksrepublik und hatte 1980 Einfluss auf die Gründung der Solidarność. Ein Mitgründer des KOR war Antoni Macierewicz. (1, 2, 3, 4) Macierewicz gehört heute zur Elite der rechtskonservativen PiS-Partei, der derzeit stärksten Partei Polens. Im Jahr 2007 war er Chef der militärischen Spionageabwehr. Die PiS-Partei wird von Jarosław Kaczyński angeführt. Er hatte die Partei 2001 zusammen mit seinem Zwillingsbruder Lech Kaczyński gegründet. Die Brüder hatten zur Solidarność gehört. Lech Kaczyński war von Ende 2005 bis zu seinem Tod 2010 Präsident von Polen. Er und viele weitere Mitglieder der polnischen Elite starben bei einem Flugzeugabsturz, wozu es Verschwörungstheorien gibt.

Die Mutter der Kaczyński-Brüder, Jadwiga Kaczyńska, verfasste eine Monographie über Jan Józef Lipski. (1, 2) Dieser hatte wie gesagt die Freimaurerloge Kopernik geleitet.

Lech Kaczyński liess sich als Präsident von Jan Olszewski beraten und verlieh ihm einen Orden. (1, 2) Jan Olszewski hatte viel Kontakt zu Jan Jósef Lipski und war 1962 ebenfalls der Kopernik-Loge beigetreten. Olszewski erzählte später, dass sie die Freimaurerei als Deckmantel für oppositionelle Aktivitäten genutzt hatten. Er unterstützte das KOR und übernahm eine führende Rolle bei der Solidarność. Nach dem Systemwechsel 1989 durften Freimaurer wieder in Polen aktiv werden und Olszewski gehörte zu ihrer Führung. Olszewski war einer der ersten Ministerpräsidenten im demokratischen Polen. 1995 gründete er eine rechte Partei, die er bis 2011 anführte. (1, 2, 3) Er hatte 1989 an den Gesprächen beim Runden Tisch teilgenommen. (1) Bei diesen verhandelte die herrschende kommunistische Partei mit der Solidarność und anderen Oppositionsgruppen. Noch weitere Freimaurer waren beim Runden Tisch dabei. (1)

Zur Zeit der Volksrepublik waren folgende Personen der Untergrundloge Kopernik beigetreten (1, 2):

  • Edward Lipiński. Er war einer der Hauptgründer des KOR. (1)
  • Ludwik Cohn. Er war Gründungsmitglied des KOR. (1)
  • Jan Kielanowski. Ebenfalls Mitglied des KOR. (1)
  • Aleksander Małachowski. Er gehörte zur Solidarność. Nach dem Systemwechsel war er über zehn Jahre Abgeordneter von linken Parteien. Er kam aus der Adelsfamilie Małachowski, die bereits im 19. Jahrhundert Freimaurer hervorbrachte. Er war von 1998 bis 2003 Präsident des polnischen Roten Kreuzes. (1, 2, 3) Übrigens war der Gründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant, ein Freimaurer. (1)
  • Klemens Szaniawski. Er vertrat die Solidarność beim Runden Tisch. (1)
  • Jerzy Jasiński. Laut Wikipedia nahm er am Runden Tisch teil. (1)
  • Julian Kulski. Er war von 1939 bis 1944 Bürgermeister der Hauptstadt Warschau gewesen. In dieser Zeit war Polen von Deutschland besetzt. Kulski war aber ein Gegner der Besatzungsmacht und stand mit der polnischen Exilregierung in Kontakt. (1)

Ein weiteres Mitglied war Bronisław Wildstein. Er wurde 1986 in die französische Kopernik-Loge aufgenommen, vier Jahre bevor er der polnischen Kopernik-Loge beitrat. Er arbeitete mit dem KOR zusammen und gehörte zur Solidarność. Nach dem Systemwechsel 1989 wurde er ein bekannter Journalist. Von 2006 bis 2007 war er Vorsitzender des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders Telewizja Polska (TVP), der meistgesehene Sender Polens. Wildstein war Ende 2012 Mitgründer und Chef des rechtsgerichteten Fernsehsenders Telewizja Republika. (1, 2, 3)

1991 wurde die Grosse Nationalloge von Polen gegründet, eine Freimaurergrossloge. Zu ihrer Führung gehörten Jan Olszewski, Bronisław Wildstein und Jerzy Jasiński, die wie gesagt Mitglied der Kopernik-Loge waren. (1, 2) Übrigens erzählte Tadeusz Cegielski, der Grossmeister der Grossen Nationalloge war, dass in den 90er-Jahren ein Präsident des italienischen Autokonzerns Fiat Freimaurer war. (1) Demnach war ein Mitglied der Agnelli Familie, die Fiat kontrolliert, oder einer ihrer hohen Manager Freimaurer. Der 1967 verstorbene Fiat-Präsident Vittorio Valletta gehörte den Freimaurern an. (Quelle: Seite 75)

1997 wurde der Grossorient von Polen gegründet, der aus polnischen Logen hervorging, die dem Grossorient von Frankreich unterstellt waren. Er nimmt im Gegensatz zur Nationalloge auch Atheisten und Frauen auf und gehört zur liberalen Freimaurerei. Er hat Verbindungen zum Memphis-Misraïm-Ritus. (1) Von 2001 bis 2004 war Zbigniew Gertych Grossmeister des polnischen Grossorients. Gertych war in den 80er-Jahren Politiker in der kommunistischen Volksrepublik gewesen, von 1985 bis 1987 als stellvertretender Ministerpräsident. Danach vertrat er die Volksrepublik als Botschafter in Grossbritannien. Er war Vizepräsident der Polnisch-Britischen Freundschaftsgesellschaft. In London hatte er Kontakt zu den dortigen Rotariern. (1, 2)

2015 gab es in Polen etwa 500 Freimaurer. (1) Also viel weniger als in anderen Ländern. Leider ist nicht bekannt, wie eng die heutigen Verbindungen zwischen Freimaurern und dem polnischen Adel sind. Die Freimaurerei hat einen schlechten Ruf in Polen, was namhafte Mitglieder davon abhalten wird, sich öffentlich als Freimaurer erkennen zu geben.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts war B’nai B’rith in Polen präsent, eine jüdische Organisation, die Ähnlichkeiten mit der Freimaurerei hat. Das Freimaurerverbot von 1938 führte auch zur Auflösung von B’nai B’rith. 2007 kam es mit der Unterstützung des Präsidenten Lech Kaczyński zu einer Neueröffnung einer Loge von B’nai B’rith. Lech Kaczyński war ein zuverlässiger Freund der jüdischen Gemeinde. (1, 2) B’nai B’rith wurde 1843 in New York von jüdischen Freimaurern gegründet. (1)

Seit 1992 ist auch der vatikanverbundene Malteserorden wieder in Polen aktiv. Viele der dortigen Malteserritter kommen aus dem Adel und der Orden ist ein Zentrum der polnischen Adelselite. (1, 2) Seit 1992 hatten die polnischen Malteser fünf Präsidenten, von denen drei aus Grafenfamilien kamen. (1) Seit dem Systemwechsel 1989 ist die katholische Kirche wieder zu grossem Einfluss gekommen. Polen ist eines der katholischsten Länder der Welt. Die PiS-Partei, die derzeit stärkste Partei, setzt sich sehr für die Werte und Traditionen der katholischen Kirche ein und hat Adlige in ihren Reihen. Daher könnte man vermuten, dass der Malteserorden die PiS-Partei bevorzugt. Lech Kaczyński und weitere PiS-Politiker trafen Personen aus der Führung des Malteserordens.

Einige Politiker der PiS-Partei besuchten Treffen des Opus Dei, eine katholische Organisation. (1, 2) Der polnische Papst Johannes Paul II. hatte den Opus Dei-Gründer Josemaría Escrivá heiliggesprochen.

Die Czartoryski Familie im 20. Jahrhundert

Paweł Czartoryski (1924–1999) unterstützte in den 80er-Jahren die Opposition in der Volksrepublik und beriet die Solidarność. 1989 nahm er bei den Gesprächen am Runden Tisch teil. (1, 2)

Witold Czartoryski (1864–1945) war im Oberhaus von Österreich und Senator der Zweiten Polnischen Republik. (1, 2)

Olgierd Czartoryski (1888–1977) heiratete Erzherzogin Mechthildis aus der österreichischen Kaiserfamilie Habsburg. Als es zum Zweiten Weltkrieg kam, zog das Paar nach Brasilien. Nach Angaben von Wikipedia hatten sie dort Kontakt zur brasilianischen Kaiserfamilie. (1) Auf Initiative von Olgierd Czartoryski wurde der Malteserorden von Rio de Janeiro gegründet. (1) Olgierd war Gesandter des Malteserordens für Brasilien und sein Botschafter in Bolivien, Paraguay und Nicaragua. Noch weitere polnische Adlige waren Botschafter des Ordens in südamerikanischen Ländern. (1, 2) Ende der 30er-Jahre war Olgierd Präsident des Malteserordens in Polen gewesen. (1) Die Czartoryski Familie ist katholisch, so wie die meisten polnischen Adelsfamilien. Die Familie brachte einen Primas, Bischöfe, ein Dutzend Priester und zwei Selige hervor. (1)

Die Czartoryski Familie besass seit 1843 einen Stadtpalais in Paris, den sie 1975 an die französischen Rothschilds verkaufte, die ihn wiederum 2007 an die katarische Königsfamilie verkauften. (1) Im 19. Jahrhundert schrieb eine Fürstin aus der Czartoryski Familie Briefe an Betty von Rothschild. (1)

Die Czartoryski Familie in den letzten 30 Jahren

2016 verkaufte die Czartoryski Familie ihre Kunstsammlung, deren Wert bei über zwei Milliarden US-Dollar lag, für 100 Millionen Euro an den polnischen Staat. (1, 2)

Jerzy Czartoryski (starb 2019) war Mitglied des Malteserordens. (1) Nach seinem Tod drückte der polnische Präsident Andrzej Duda in einer Erklärung der Familie sein Beileid aus. (1)

Stanisław Czartoryski (1939–2021) kam mütterlicherseits aus der polnischen Grafenfamilie Zamoyski. Er studierte in den 60er-Jahren in England an der London School of Economics. In den 80er-Jahren war er Aktivist der Solidarność. Nach dem Systemwechsel war er für sechs Jahre in der polnischen Botschaft in den Niederlanden tätig. Von 1996 bis 2001 war er Polens Botschafter in Norwegen und war in dieser Funktion auch Botschafter in Island. (1, 2, 3) Seine Tochter Anna Czartoryska-Niemczycka (*1984) ist Schauspielerin und Sängerin. Annas Schwiegervater ist der Unternehmer und Multimillionär Zbigniew Niemczycki, der zu den reichsten Polen gehört. (1) Anna lernte ihren Mann 2011 auf einem Ball zum 10. Hochzeitstag von Dominika Kulczyk und Jan Lubomirski-Lanckoroński kennen. (1) Die Unternehmerin Dominika Kulczyk ist Milliardärin und gilt als die reichste Frau in Polen. Fürst Jan Lubomirski-Lanckoroński kommt aus der polnischen Hochadelsfamilie Lubomirski. Er ist ein Verwandter der Czartoryski Familie und gehörte zum Vorstand der Czartoryski-Stiftung. (1) Die polnischen Adligen sind gut miteinander vernetzt. Jan Lubomirski-Lanckoroński sagte, dass sie mit Adelsfamilien aus Polen und ganz Europa zusammenarbeiten. (1)

Adam Czartoryski (*1940) gilt als das Oberhaupt der Dynastie. Er wurde in Spanien geboren. Er ist ein Cousin ersten Grades des spanischen Königs Juan Carlos. 1989 kam er nach Polen. Er erhielt 1991 vom polnischen Präsidenten einen Orden. (1) Seine Tochter Tamara behauptete, dass ihr Vater 2017 während einer Stiftungsversammlung sagte: „Ich hasse Polen und die Polen und ich habe schon genug für diese Nation getan.“ Seine Frau soll daraufhin geantwortet haben, dass man den Polen nicht trauen kann. (1) Seine Exfrau Nora Picciotto soll eine Verwandte der jüdischen Bankiersfamilie Picciotto sein, die ein Milliardenvermögen und die Schweizer Privatbank UBP besitzt. Laut Geni.com haben Noras Vater Fernand Picciotto (1914–1996) und der Bankengründer Edgar de Picciotto denselben Urgrossvater, nämlich Illel di Elia de Picciotto (starb 1884).

Nora Picciotto heiratete nach ihrer Ehe mit Adam Czartoryski den niederländischen Adligen Steven-Carel Bentinck. Dieser kommt mütterlicherseits aus dem adligen Zweig der Thyssen Familie, die im 20. Jahrhundert eine der mächtigsten Industriellenfamilien Deutschlands war. Stevens Vater Baron Adolph Bentinck van Schoonheten vertrat die Niederlande als Botschafter in Frankreich, Grossbritannien, Island und der Schweiz. Adolph war stellvertretender Chef der NATO. Stevens Schwester Henriette Bentinck heiratete den britischen Markgrafen Spencer Compton. (1, 2) Der Markgraf ist Freimaurer. Er war von 2001 bis 2009 Pro-Grossmeister der Grossloge von England. Ein Pro-Grossmeister wird ernannt, wenn der Grossmeister aus der Königsfamilie kommt. Der Pro-Grossmeister übernimmt die Rolle des Grossmeisters, wenn dieser aufgrund seiner königlichen Pflichten nicht zur Verfügung steht. Spencer Compton war somit der Stellvertreter des Prinzen Edward von Kent, der immer noch der Grossmeister der Freimaurer in England ist. (1)

Jadwiga Czartoryska (*1953) studierte in Frankreich. Nach dem Systemwechsel organisierte sie 1991 das Büro der Französisch-Polnischen Handelskammer. Später arbeitete sie für den Industriekonzern Saint-Gobain, eines der grössten französischen Unternehmen. Sie war von 2000 bis 2006 Direktorin des Polnischen Instituts in Paris. Von 2008 bis 2015 war sie Präsidentin der Orange Foundation. Diese Stiftung ist mit dem Telekommunikationskonzern Orange verbunden, der zu den grössten französischen Unternehmen gehört. Jadwiga Czartoryska beriet den Vorsitzenden der polnischen Tochterfirma des Orange-Konzerns. (1, 2) Sie erhielt 2012 einen französischen Verdienstorden. (1) Der polnische Präsident Bronisław Komorowski verlieh ihr 2011 das Goldene Verdienstkreuz. (1) Komorowski ist ein Adliger, was weiter unten erläutert wird.

Der Historiker Adam Zamoyski (*1949) kommt mütterlicherseits aus der Czartoryski Familie. Väterlicherseits kommt er aus einer polnischen Grafenfamilie. Er lebt in England und studierte an der elitären Oxford Universität. Sein Vater hatte den britischen Premierminister Winston Churchill (Freimaurer) kennengelernt. 1967 besuchte Adam Zamoyski Polen zum ersten Mal. Ab da besuchte er Polen jährlich. (1) Er ist Mitglied des Malteserordens und gründete die erste gemeinnützige Einrichtung des Ordens in Polen. Er ist Fellow der Society of Antiquaries, der Royal Society of Arts und der Royal Society of Literature. (1) Diese Gesellschaften in England haben traditionell britische Adlige in ihren Reihen.

Konstanty Radziwiłł (*1958) kommt mütterlicherseits aus der Czartoryski Familie. Er war im kommunistischen Polen aufgewachsen. In den 80er-Jahren war er bei der NZS aktiv, einer Studentenvereinigung, die dem Regime kritisch gegenüberstand. Konstanty Radziwiłł beteiligte sich dabei an Untergrundaktivitäten. Seit dem Systemwechsel machte er eine Karriere als Arzt und stieg in die politische Elite auf. Er war von 2001 bis 2010 Präsident der polnischen Ärztekammer. Seit 2007 ist er Experte der Weltgesundheits-organisation (WHO). Er beteiligte sich an Aktivitäten zahlreicher internationaler medizinischer Organisationen. Von 2010 bis 2012 war er Präsident des Ständigen Ausschusses europäischer Ärzte. Er war in mehreren Aufsichtsräten von Unternehmen in den Bereichen Finanzen, Versicherungen und Gesundheitswesen. Er ist Mitglied der PiS-Partei und war von 2015 bis 2018 Gesundheitsminister in der PiS-Regierung. 2015 wurde er mit über 100 000 Stimmen in den Senat gewählt, dem er bis 2019 angehörte. Er erhielt mehrere Verdienstorden des polnischen Staates. Seit 2023 ist er Polens Botschafter in Litauen. Zuvor war er seit 2019 Woiwode (Gouverneur) der Woiwodschaft Masowien. (1, 2, 3, 4) Polen besteht aus 16 Woiwodschaften, die vergleichbar mit den Bundesländern in Deutschland oder den Bundesstaaten in den USA sind. Bereits seit dem 14. Jahrhundert ist Polen in Woiwodschaften aufgeteilt. Ihre Oberhäupter, die Woiwoden, kamen früher aus dem Adel.

Konstanty Radziwiłł kommt väterlicherseits aus der polnischen Fürstenfamilie Radziwiłł. In dieser Familie gab es früher (oder immer noch) Freimaurer. (1) Der US-Präsident John F. Kennedy kannte Mitglieder der Radziwiłł Familie. Seine Frau Jacqueline war die Schwester von Caroline Lee Bouvier, die in die Radziwiłł Familie heiratete.

Konstanty ist der Bruder von Maciej Radziwiłł (*1961), der mütterlicherseits also auch zur Czartoryski Familie gehört. Zur Zeit der Volksrepublik betätigte sich Maciej ebenfalls in der demokratischen Opposition. Er gehörte zum KOR und war mit der Solidarność verbunden. In den 90er-Jahren studierte er in den USA an der University of Illinois. Er arbeitete anschliessend bei den Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS, unter anderem als Vizepräsident der polnischen Tochterfirma von Credit Suisse First Boston. Er galt als einer der führenden Aktienanalysten auf dem polnischen Markt. 2002 leitete er ein polnisches Energieunternehmen und wurde Präsident und Mehrheitsaktionär eines Bauunternehmens. Er war noch in vielen weiteren Aufsichtsräten von Unternehmen in Polen. Zudem war er im Vorstand der Stiftung der Czartoryski Familie. Präsident Lech Kaczyński verlieh ihm 2008 einen Orden. (1, 2, 3)

Dominik Radziwiłł (*1964) ist ein Cousin von Konstanty und Maciej. Er arbeitete bei ausländischen Grossbanken und leitete polnische Unternehmen. Von 2009 bis 2012 war er stellvertretender Finanzminister in der Regierung von Donald Tusk und anschliessend stellvertretender Exekutivdirektor des Internationalen Währungsfonds. (1, 2, 3)

In der deutschen Wikipedia steht momentan, dass der Politiker Arkadiusz Czartoryski (*1966) aus der Fürstenfamilie Czartoryski kommt. Er sagte aber: „Meine Familie hat wenig mit den Czartoryski-Fürsten gemein. Sie stammt von Czart ab, einem Ritter, der im 14. Jahrhundert von Fürst Janusz in Masowien angesiedelt wurde.“ (1) Demnach ist er kein Nachkomme von Gediminas und kommt also aus einer anderen Adelsfamilie, die denselben Namen wie die Fürstenfamilie trägt. Er ist seit 2005 Abgeordneter im polnischen Parlament und war Bürgermeister der Stadt Ostrołęka. Er ist Mitglied der PiS-Partei. 2022 wurde er Staatssekretär im Ministerium für Sport und Tourismus. Er erhielt einen Orden vom ungarischen Präsidenten. (1, 2)

Adlige Politiker in Polen

Neben Radziwiłł und Czartoryski sind noch weitere Adelsfamilien in der polnischen Politik vertreten. Seit der Abschaffung des kommunistischen Staates gibt es wieder viele Adlige in der Politik. Die meisten davon gehören zum niederen Adel, aber einige kommen auch aus hohen Familien des polnischen Adels.

Bronisław Komorowski, der von 2010 bis 2015 Staatspräsident von Polen war, kommt aus einer alten Grafenfamilie, gehört also zum höheren Adel. Die adlige Familientradition ist ihm wichtig und er redet gerne über seine grossen Vorfahren. Er und der PiS-Chef Jarosław Kaczyński haben einen gemeinsamen Vorfahren. Bronisław ist ein entfernter Cousin der belgischen Königin Mathilde, die mütterlicherseits aus der Komorowski Familie kommt. Der Königspalast wollte sich nicht dazu äussern, ob Mathilde Kontakt zum polnischen Politiker hat, da dies „ihre Privatsache“ sei. (1, 2) In seiner Zeit als Präsident war Komorowski Mitglied der PO-Partei, die derzeit die Regierung stellt und von Donald Tusk angeführt wird. Bronisław Komorowski hatte in der Volksrepublik zur Solidarność und zum KOR gehört. (1, 2) Ein bemerkenswertes Mitglied der Komorowski Familie war Graf Tadeusz Komorowski. Dieser hatte im Zweiten Weltkrieg den Warschauer Aufstand angeführt, der sich gegen die deutschen Besatzer richtete, aber keinen Erfolg hatte. Nach dem Krieg war er Ministerpräsident der Exilregierung.

Nach der Abschaffung des Kommunismus war Tadeusz Mazowiecki der erste Ministerpräsident im demokratischen Polen. Er kam väterlicherseits sowie auch mütterlicherseits aus dem Adel. (1, 2) Er hatte die Solidarność seit ihrer Gründung beraten und nahm an den Gesprächen beim Runden Tisch teil. Er hatte ein sehr gutes Verhältnis zu Papst Johannes Paul II., der wie gesagt Pole war. (1, 2)

Der Genealoge Marek Jerzy Minakowski, der einen Verdienstorden erhielt, sagt, dass viele Politiker in der Zeit nach dem Fall des Kommunismus familiäre Verbindungen zum Adel hatten, unter anderem die Ministerpräsidentin Hanna Suchocka (die auch Polens Botschafterin beim Heiligen Stuhl und beim Malteserorden war). In den letzten 20 Jahren gab es im polnischen Parlament Adlige, die sich stolz zu ihrer adligen Abstammung bekennen. Minakowksi sagte: „Ich habe den Eindruck, dass die Politiker in den ersten Amtszeiten des Sejm nicht laut über ihre (adlige) Herkunft gesprochen haben. Jetzt schämen sie sich nicht mehr dafür“. (1) Vermutlich waren sie zuerst nicht sicher, wie das Volk reagiert, wenn wieder Adlige in der Regierung dabei sind, aber die Polen scheinen sich nicht daran zu stören. Laut der Genealogieseite von Minakowski kommen der PiS-Chef Jarosław Kaczyński und sein verstorbener Bruder, der wie bereits erwähnt Präsident von Polen war, aus einer niederen Adelsfamilie, was auch so in der polnischen Wikipedia steht. Die Boulevardzeitung Fakt, eine der auflagenstärksten Zeitungen des Landes, schreibt in einem Artikel auch, dass der Vater der Kaczyński-Brüder aus dem Adel stammte.

Nach dem Systemwechsel 1989 war Włodzimierz Puzyna in den ersten drei Wahlperioden Abgeordneter im Parlament. Er hatte sich bei der Solidarność engagiert. Als Mitglied der Fürstenfamilie Puzyna gehört er zum polnischen Hochadel. Er war oder ist noch immer Frankreichs Honorarkonsul in der polnischen Grossstadt Stettin. (1, 2)

Einer der ersten Kulturminister nach dem Systemwechsel war Marek Rostworowski. Er kannte Fürst Adam Czartoryski (das Familienoberhaupt) bereits seit den 60er-Jahren. (1) Rostworowski kam aus einer Adelsfamilie. (1) Er war langjähriger Kurator des Czartoryski-Museums. Er engagierte sich in polnisch-jüdischen Beziehungen. In den 80er-Jahren war er Aktivist der Solidarność gewesen. (1)

Wie oben bereits erwähnt wurde, war der Adlige Aleksander Małachowski, der zur Freimaurerloge Kopernik gehörte, nach dem Systemwechsel Abgeordneter von linken Parteien.

Wie bereits erwähnt wurde, ist die Czartoryski Familie mit der Grafenfamilie Zamoyski verschwägert. Graf Jan Tomasz Zamoyski, der 2002 verstarb, war in den 90er-Jahren Chef einer nationalkonservativen Partei und über ein Jahr lang Mitglied des Senats. Zur Zeit der Volksrepublik war er Vertreter der Schweizer Fluggesellschaft Swissair in Polen gewesen. In der Anfangszeit der Volksrepublik hatte er einige Jahre im Gefängnis gesessen, weil die Kommunisten ihn für einen „imperialistischen Agenten“ hielten. Sein Sohn Marcin Zamoyski war von 1992 bis 1994 Woiwode der Woiwodschaft Zamość und von 2002 bis 2014 Bürgermeister der Stadt Zamość. (1, 2, 3)

Andrzej Wielowieyski kommt aus dem Adel. (1, 2, 3) Von 1989 bis 2005 war er Senator und Abgeordneter. Später war er im EU-Parlament. Er war Organisator der Solidarność gewesen und hatte eine sehr wichtige Rolle bei den Vorbereitungen zu den Gesprächen am Runden Tisch gespielt. (1, 2, 3)

Jacek Saryusz-Wolski kommt aus dem Adel. (1, 2) Er war von 2004 bis 2024 Mitglied des EU-Parlaments. Bis 2007 war er Vizepräsident des EU-Parlaments. Ausserdem war er von 2006 bis 2017 stellvertretender Vorsitzender der Europäischen Volkspartei, der stärksten Fraktion im EU-Parlament. Er hatte zur Solidarność gehört. (1, 2) Bis 2019 war er Mitglied der Bürgerplattform (PO), der Partei von Donald Tusk. Inzwischen ist Saryusz-Wolski Politiker der PiS-Partei. (1)

Die Fürstin Róża Thun und Hohenstein war von 2009 bis 2024 Mitglied des EU-Parlaments. Ihre Eltern sind beide Adlige. Ihre Mutter kam aus einer Grafenfamilie. Ihr Vater Jacek Woźniakowski war im Jahr 1990 Bürgermeister von Krakau gewesen, einer der grössten Städte Polens. Róża heiratete einen Fürsten aus der alten österreichischen Adelsfamilie Thun und Hohenstein. Bis 2021 gehörte Róża zur PO-Partei und ist nun Mitglied der Partei Polska 2050. Zur Zeit der Volksrepublik war Róża Mitglied der Solidarność und des KOR gewesen. (1, 2, 3)

Der ehemalige PiS-Politiker Marcin Libicki kommt aus einer Adelsfamilie. Er war Abgeordneter im polnischen und europäischen Parlament. Sein Sohn Jan Filip Libicki gehört seit vielen Jahren zum polnischen Parlament und war bei den Parteien PiS und PO. (1, 2) Marcin Libicki ist Ritter des Malteserordens. Zu den polnischen Maltesern gehören noch weitere Politiker sowie der führende Banker Jan Rościszewski. (1) Nach Angaben der polnischen Wikipedia war Marcins Bruder Jacek der Vater von Dominik Libicki, der in Vorständen von grossen polnischen Unternehmen sass. Dominik Libicki war unter anderem Vorstandsmitglied bei Kulczyk Investments und Polenergia. Dadurch kennt er die Milliardäre Sebastian und Dominika Kulczyk. Wie bereits erwähnt wurde, heiratete Dominika Kulczyk in die polnische Hochadelsfamilie Lubomirski.

Marcin Libicki ist Ehrenmitglied des Konservativen-Monarchistischen Clubs. (1) Mitglieder der hohen Adelsfamilien Radziwiłł und Potocki gehörten oder gehören noch immer zum Club. (1) Hier ein paar Auszüge aus dem Manifest des Clubs, die mit DeepL.com übersetzt wurden: „Wir sind Monarchisten, weil die Monarchie das politische Modell der europäischen Tradition ist. (…) Wir sind Monarchisten in dem Sinne, dass wir die königlichen Ideen als das komplette Gegenteil der uns umgebenden demoliberalen Welt betrachten. Gegen den promiskuitiven „Demos“ und seine demokratischen Orgien – basierend auf dem Glauben, dass „alle Souveränität vom Volk ausgeht“ – errichten wir das traditionalistische Prinzip, dass „alle Herrschaft von Gott kommt“. Unser Monarchismus sollte daher als Ausdruck einer radikalen Opposition gegen eine Demokratie verstanden werden, die gedankenlos mit Religion, Staat, Tradition und Eigentum spielt. (…) Wir sind antidemokratisch. Wir verstehen die Demokratie als eine der Leitideen der Revolution, die die natürliche Ordnung der Dinge über den Ursprung der Macht von Gott negierte und stattdessen eine irrationale Theorie über den immanenten Ursprung der Macht von den Regierten selbst einführte. Wir sind Antidemokraten, weil wir nicht glauben, dass es möglich ist, den Staat in einer Situation ständiger Machtkämpfe zwischen den Parteien, chronischer Kabinettskrisen, Parteienstreitigkeiten, ständiger Skandale, Korruption und des Drucks verschiedener in- und ausländischer Lobbys wirksam zu regieren. Der demokratische Staat erscheint uns wie ein Bauernhof ohne Wirt, in den jeder eintreten und zerstören oder wegnehmen kann, was er will. Die 16 Jahre Demokratie in Polen sowie die sieben Jahre vor dem Krieg und die mehreren hundert Jahre in der Zeit vor der Teilung sind ein ausreichender Beweis dafür, dass dies kein gutes System für die Republik und vielleicht sogar für jedes Land ist, das zu unserem Zivilisationskreis gehört. (…) Drittens sind wir Antisozialisten, weil wir sehen, dass die Idee der „Souveränität des Volkes“ zu einem Anwachsen der Anspruchshaltung des Pöbels führt, die von Demagogen angeheizt wird. Die Massen, die an ihre vermeintliche Souveränität glauben, behandeln die Demokratie als ein Instrument zur Umverteilung des Eigentums zu ihren Gunsten. Wir verurteilen eine solche Mentalität.“ Der Club steht zudem der EU und der Modernisierung der katholischen Kirche sehr kritisch gegenüber. (1) Der berüchtigte Politiker Janusz Korwin-Mikke war oder ist noch immer Mitglied des Clubs. (1) Bekanntheit erlangte Korwin-Mikke vor allem für seine frauenfeindlichen und antisemitischen Aussagen und weil er im EU-Parlament den Hitlergruss machte. (1) Er kritisierte die Freimaurer des französischen und polnischen Grossorients, weil diese Freimaurerströmung eine Nähe zum Kommunismus hat. (1)

Der PiS-Politiker Marek Suski interressiert sich sehr für seine adligen Vorfahren. (1) Der langjährige Abgeordnete kannte die einflussreichen Kaczyński-Brüder bereits vor der Gründung der PiS-Partei im Jahr 2001. Er wurde 2021 Vorsitzender des Programmrats des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. (1)

Der PiS-Politiker Jacek Bogucki kommt aus dem Adel. Er ist seit 2005 Abgeordneter im polnischen Parlament. In den letzten drei Jahrzehnten gab es noch weitere adlige Abgeordnete und Senatoren. In Polen gibt es Gemeinden, in denen Nachkommen des örtlichen Adels fast die Hälfte der Ratsherren ausmachen. Ein polnischer Adelsforscher erklärte, dass die Wähler der Adligen glauben, dass die Adligen sich von der Ehre leiten lassen, weniger anfällig für Korruption sind und das Gemeinwohl besser verstehen. (1, 2)

Ein bekannter polnischer Adliger, der in den USA lebte, war der 2017 verstorbene Zbigniew Brzeziński. Er wurde in Polen als Sohn eines Diplomaten aus dem Kleinadel geboren. Zbigniew emigrierte in die USA, wo er ein einflussreicher Politikberater wurde. Er war Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter und galt als eine Autorität in der US-Aussenpolitik. Zusammen mit David Rockefeller gründete er die Trilaterale Kommission, eine internationale Denkfabrik, die einen schlechten Ruf bei Verschwörungstheoretikern hat. Sein Sohn Mark Brzezinski wurde 2022 US-Botschafter in Polen. Die Frau von Zbigniew war mit Edvard Beneš (starb 1948) verwandt, der Präsident der Tschechoslowakei war. (1, 2, 3) Edvard Beneš und weitere hohe Politiker der Tschechoslowakei gehörten den Freimaurern an. Die Propaganda von Nazideutschland behauptete, dass die Tschechoslowakei ein Freimaurerstaat sei. (1, 2, 3) Zbigniew Brzeziński kannte den polnischen Präsidenten Lech Kaczyński persönlich. (1) Eine Urgrossmutter von Kaczyński trug den Familiennamen Dunin-Brzeziński. (1) Womöglich war sie also mit der Familie von Zbigniew Brzeziński verwandt.

Ende der 80er-Jahre und Anfang der 90er-Jahre wurden die Sowjetunion, Jugoslawien und weitere kommunistische Staaten in der östlichen Hälfte Europas abgeschafft. Seither gibt es in den dortigen Ländern ein Comeback des Adels, was die wenigsten wissen. Auch in Russland versuchen Adlige, sich wieder in der Elite zu etablieren (mehr dazu). In Bulgarien wurde 2001 sogar der nicht amtierende Zar Simeon zum Ministerpräsidenten gewählt.

Anna Radziwiłł, die 2009 verstarb und zum ersten Senat im demokratischen Polen gehörte, kam aus der Hochadelsfamilie Radziwiłł, die wie bereits erwähnt noch weitere Familienmitglieder hat, die in den letzten 20 Jahren in die Politik gingen. Anna Radziwiłł war stellvertretende Bildungsministerin. Sie hatte die Solidarność beim Runden Tisch vertreten. (1, 2, 3) Ihr Vater Krzysztof Radziwiłł wurde der „rote Fürst“ genannt, weil er im Gegensatz zu den anderen hohen Adligen ein gutes Verhältnis zum kommunistischen Regime hatte und sogar einen Sitz im Parlament der Volksrepublik einnehmen durfte. Er kam mütterlicherseits aus den Adelsfamilien Potocki und Lubomirski. (1) Wie bereits erwähnt wurde, gehörten die Familien Radziwiłł, Potocki und Lubomirski im 18. und 19. Jahrhundert zur Freimaurerelite in Polen.

Adlige waren in der Volksrepublik Polen verpönt und ihre Besitztümer wurden enteignet, da der Adel traditionell zu den Feindbildern der Kommunisten gehört. Dennoch gelang es mit Wojciech Jaruzelski einem Adligen an die Spitze der Volksrepublik aufzusteigen. Wojciech Jaruzelski war der letzte Präsident der Volksrepublik. Er wurde 1923 in eine Familie aus dem Landadel geboren. Er besuchte ein exklusives katholisches Internat und wurde in einem konservativen, adligen Umfeld sozialisiert. (1, 2, 3) Er nahm an Schulgruppen der ONR teil, einer rechtsextremen, antikommunistischen Gruppe. (1) Ein paar Jahre später startete die Sowjetunion eine Invasion in Polen. Jaruzelski und seine Familie sowie etwa eine Million Polen wurden von den Sowjets nach Sibirien deportiert, wo sein Vater starb. Wojciech Jaruzelski musste in Kasachstan Zwangsarbeit verrichten. Er hätte also guten Grund gehabt, einen Groll gegen die Sowjets und den Kommunismus zu hegen. Dennoch trat er in die Dienste der Sowjetunion und kämpfte an ihrer Seite im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg beteiligte er sich unter sowjetischer Führung an der Niederschlagung der polnischen Widerstandsbewegung. Er war Informant der kommunistischen Geheimpolizei. 1960 wurde er oberster Offizier der polnischen Streitkräfte und 1968 Verteidigungsminister. In den 80er-Jahren war er der wohl mächtigste Politiker Polens und war Ministerpräsident, Chef der herrschenden Partei und am Ende noch Staatspräsident. (1, 2, 3) Er war der erste kommunistische Herrscher im Ostblock, der bereit war, einen Teil der Macht abzugeben. So konnte der Systemwechsel auf friedlichem Weg stattfinden. (1) Nach dem Systemwechsel durfte er weiterhin in Polen leben, obwohl er in den Augen vieler ein Diktator gewesen war. 1996 wurde er vom Parlament rehabilitiert. Sein Aufstieg in der Armee der Volksrepublik hatte wie gesagt in den 50er-Jahren begonnen. Zu dieser Zeit wurde das Militär von Konstantin Rokossowski geleitet. Der sowjetische Diktator Josef Stalin hatte Rokossowski als Oberbefehlshaber und Verteidigungsminister von Polen eingesetzt. (1) Rokossowski war 1896 in Polen geboren, das damals unter der Herrschaft des Russischen Kaiserreich stand. Sein Vater kam aus einer verarmten polnischen Adelsfamilie und seine Mutter aus dem russischen Kleinadel. Im Ersten Weltkrieg diente Rokossowski in der Armee des Russischen Kaiserreiches, wo er Unteroffizier war. Nach der Russischen Revolution trat er in die Rote Armee ein, also in die Armee der kommunistischen Bolschewiki. Er änderte zu dieser Zeit seinen Nachnamen, vielleicht um seine adlige Abstammung zu verschleiern, da die russischen Kommunisten eine adelsfeindliche Bewegung waren. Sein entfernter Verwandter Baron Pjotr Wrangel war Oberbefehlshaber der antikommunistischen Weissen Armee, die den Bürgerkrieg gegen die Rote Armee führte. Konstantin Rokossowski wurde Kommandeur in der Roten Armee. 1937 kam er jedoch ins Gefängnis, weil die Sowjets ihm vorwarfen, für den polnischen Geheimdienst zu spionieren, der zu dieser Zeit unter der Kontrolle einer antisowjetischen Regierung stand. Rokossowski wurde freigesprochen und 1940 freigelassen. Anschliessend wurde er einer der herausragendsten Befehlshaber der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. 1944 zeichnete ihn Stalin mit dem Titel des Helden der Sowjetunion aus und ernannte ihn zum Marschall der Sowjetunion. Damit gehörte Rokossowski zur militärischen Elite der Sowjets. Nach dem Krieg verwaltete er das polnische Militär im Interesse Stalins. Bis 1956 war er Verteidigungsminister von Polen und war auch stellvertretender Ministerpräsident. Danach kehrte er nach Russland zurück, wo er stellvertretender Verteidigungsminister der Sowjetunion sowie Generalinspekteur der Sowjetarmee wurde. Er starb 1968 in Moskau. (1, 2, 3) Übrigens kamen die ersten beiden Chefs der sowjetischen Geheimdienste, Feliks Dzierżyński und Wjatscheslaw Menschinski, auch aus polnischen Adelsfamilien. Wladimir Lenin, der Gründer der Sowjetunion, heiratete in eine polnische Adelsfamilie. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts gab es erstaunlich viele Adlige in der sowjetischen Elite, worüber ich irgendwann einen Beitrag schreiben werde.

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Kulczyk Familie

Die Kulczyk Familie ist eine der reichsten Familien Polens. Ein Mitglied der Familie heiratete in den polnischen Hochadel.

Jan Kulczyk

Jan Kulczyk (1950–2015) galt als der reichste Pole. Er stand seit 2005 auf der Forbes-Liste der Milliardäre. 2015 wurde sein Vermögen auf vier Milliarden US-Dollar geschätzt.[1] Bereits sein Vater und Grossvater waren Unternehmer gewesen.[2]

Polen war von Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1989 von Kommunisten regiert worden. Im folgenden Jahrzehnt wurden grosse Teile der Wirtschaft privatisiert, aber der Staat ist bis heute Hauptaktionär bei mehreren der grössten Unternehmen.

Jan Kulczyk profitierte in den 90er-Jahren von der Privatisierung staatlicher Unternehmen.[1] Zeitungen nannten ihn einen „Privatisierungsgewinnler“. Er verkaufte seine Anteile an polnischen Unternehmen oft an westliche Konzerne.[3] Ihm wurden gute Kontakte in die polnische Politik nachgesagt. Er sagte: „Die Frage ist nicht: War ich zu nah an der Politik? Vielleicht war ja die Politik zu nah an mir.“[4]

Jan Kulczyk hatte 1981 mit dem Geld seines Vaters ein internationales Handelsunternehmen gegründet. Sieben Jahre später gründete er Polens erste Volkswagen-Vertriebskette.[5] Er hatte den Volkswagen-Chef Ferdinand Piëch, der einer der mächtigsten Wirtschaftsführer Deutschlands war, davon überzeugt, in Polen zu produzieren. Jan Kulczyk war Ehrenpräsident der deutsch-polnischen Industrie- und Handelskammer.[3] Er war auch Vorsitzender der Polnisch-Ukrainischen Handelskammer.[6] In seiner Anfangszeit als Unternehmer hatte er einen Regierungsauftrag zur Lieferung von Autos für die polnische Polizei und das Amt für Staatsschutz erhalten.[1]

Jan Kulczyk war Grossaktionär des südafrikanischen Bierkonzerns SABMiller.[1] Er war auch Grossaktionär des Erdöl- und Tankstellenkonzerns PKN Orlen.[3] Nach Umsatz ist PKN Orlen das mit Abstand grösste polnische Unternehmen. Der Konzern befindet sich zur Hälfte im Besitz des Staates. PKN Orlen besitzt seit 2021 Polska Press, eines der grössten Medienunternehmen des Landes.

Jan Kulczyk lebte auch in London, weil er im wichtigsten Finanzzentrum Europas leben wollte. Von dort führte er seine internationalen Geschäfte. Er arbeitete oft mit Partnern aus dem Westen zusammen.[4] 2012 gründete er gemeinsam mit dem New Yorker Milliardär Larry Silverstein ein Immobilienunternehmen in Polen.[7]

Jan Kulczyk gründete 2010 das CEED Institute, eine Denkfabrik, die sich auf die neueren EU-Mitgliedstaaten in Mittel- und Osteuropa konzentriert. Kulczyk war im internationalen Beirat des Atlantic Council, eine einflussreiche Denkfabrik in den USA. Ausserdem war er Mitgründer und Präsident des Polish Business Council, wodurch er mit führenden Geschäftsleuten aus Polen vernetzt war.[6][8]

Jan Kulczyk unterstützte die Pauliner (Orden des Heiligen Paulus des ersten Einsiedlers), ein Orden der römisch-katholischen Kirche.[9] Als dem polnischen Erzbischof Juliusz Paetz sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde, gehörte Kulczyk zu einer Gruppe von 26 wichtigen Personen, die einen Brief unterzeichneten, in dem sie den Erzbischof in Schutz nahmen.[10] Polen ist eines der katholischsten Länder der Welt.

Jan Kulczyk traf 2003 in Wien, Österreich, heimlich den Russen Wladimir Alganow, einen ehemaligen KGB-Agenten. Eine Untersuchung des polnischen Parlaments, die Informationen des polnischen Geheimdienstes erhielt, kam zu dem Schluss, dass Alganow versuchte, Kulczyk zu bestechen. Er soll ihm fünf Millionen US-Dollar angeboten haben. Als Gegenleistung sollte Kulczyk den damaligen polnischen Präsidenten Aleksander Kwasniewski beeinflussen.[11]

Jan Kulczyk kannte Donald Tusk.[12] Tusk ist seit Ende 2023 Ministerpräsident von Polen. Er hatte das Amt bereits von 2007 bis 2014 inne. Anschliessend war er bis 2019 Präsident des Europäischen Rates und danach bis 2022 Vorsitzender der Europäischen Volkspartei, der stärksten Fraktion im EU-Parlament. 

In den Jahren 2013 und 2014 wurden Gespräche von Geschäftsleuten und Politikern aus der Regierung von Donald Tusk heimlich aufgezeichnet, als sie sich in Restaurants aufhielten. Mitschnitte dieser illegal abgehörten Gespräche wurden 2014 von einem polnischen Magazin veröffentlicht. Diese Mitschnitte liessen die abgehörten Personen nicht im besten Licht erscheinen. Es ist bislang unklar, wer hinter der Abhöraktion steckte.[13] Donald Tusk sagte: „Eine Verbrecherbande hat sich erlaubt, Politiker illegal abzuhören, aufzunehmen und die Aufnahmen zu veröffentlichen.“[14] Auch Jan Kulczyk wurde abgehört. Er wurde erpresst. Man drohte ihm, Aufnahmen zu veröffentlichen, die ihn diskreditieren würden.[15] Der Geschäftsmann Marek Falenta gilt als Hauptverantwortlicher für die Abhöraktionen. Ein Geschäftspartner von Falenta sagte 2022, dass die Tonbänder an russische Geheimdienste verkauft wurden.[16] Donald Tusk meinte, dass Falenta bei der Abhöraktion mit der PiS-Partei (der grosse Konkurrent von Donald Tusk) zusammenarbeitete, mit dem Ziel, die damalige Regierung von Tusk zu diskreditieren, wovon die PiS-Partei profitierte.[17] Anfang 2024 wurde bekannt, dass die Regierung der PiS-Partei im Wahlkampf 2019 etliche Oppositionspolitiker abgehört hatte. Personen aus der Führung der PiS-Partei setzten die Geheimdienste ein, um Politiker abzuhören, darunter offenbar auch Leute aus der eigenen Partei. Übrigens hatte bereits der Geheimdienst im kommunistischen Polen Funktionäre aus der eigenen Partei überwacht. Auch Journalisten und Juristen sollen in den letzten Jahren ausspioniert worden sein. Die Geheimdienste nutzten die Spionagesoftware Pegasus, die von der NSO Group aus Israel entwickelt und verkauft wird.[18][19] Die neue Abhöraffäre ist für manche ein Indiz, dass die Elite der PiS-Partei bereits hinter der Abhöraktion von 2014 steckte.

Jan Kulczyk gründete die internationale Investmentgesellschaft Kulczyk Investments, die heute von seinem Sohn Sebastian kontrolliert wird. Kulczyk Investments besitzt das Chemieunternehmen Ciech, das zu den 30 grössten polnischen Unternehmen gehört. Auf seiner Webseite schreibt Kulczyk Investments, dass Ciech Europas grösster Lieferant von Silikaten und zweitgrösster Hersteller von Soda-Mineral ist. Kulczyk Investments besitzt derzeit zur Hälfte eine Goldmine in Namibia, ist mit 20 Prozent an einem Unternehmen für Biotechnologie beteiligt und kontrolliert drei Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Immobilien, Rechenzentren und Venture Capital.[20]

Sigmar Gabriel, ein hoher Politiker aus Deutschland, plante, dem Aufsichtsrat von Kulczyk Investments beizutreten. Jedoch verbot die deutsche Regierung ihm, den Posten anzunehmen. Gabriel sagte, er habe die Gespräche mit der Kulczyk Holding abgebrochen, weil ihm die Vertreter des Unternehmens „unseriös“ vorkamen.[21]

Sebastian Kulczyk

Sebastian Kulczyk (*1980) ist der Sohn von Jan Kulczyk und kontrolliert Kulczyk Investments. Er ist auch Milliardär. Er studierte an der London School of Economics in England.[22] Die Universität hat einige spätere Milliardäre ausgebildet.

Im Alter von 21 Jahren arbeitete Sebastian in New York beim Musikunternehmen Sony BMG in der Abteilung für digitale Medien.[22] Zudem arbeitete er in London für die internationale Investmentbank Lazard.[23]

Dominika Kulczyk

Dominika Kulczyk (*1977) ist die Schwester von Sebastian. Sie ist ebenfalls Milliardärin.[24] Sie studierte an der Peking University. Diese ist eine der führenden Universitäten Chinas. Dominika wurde auch bei der Rockefeller Foundation aus den USA und bei der Bertelsmann-Stiftung aus Deutschland ausgebildet.[25]

Dominika Kulczyk war zwölf Jahre lang mit dem Fürsten Jan Lubomirski-Lanckoroński verheiratet. Sie haben zwei Kinder.[26][27] Die Lubomirski Familie gehört zum polnischen Hochadel. Seit dem Fall des Kommunismus im Jahr 1989 gibt es wieder viele Adlige in der polnischen Elite (mehr dazu im Beitrag zur Czartoryski Familie). 

Dominika besass einen Wohnsitz in London, den sie 2023 an die indische Milliardärsfamilie Poonawalla verkaufte.[28]

Dominika besitzt 43 Prozent der Anteile von Polenergia.[27] Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der grösste private polnische Energiekonzern und konzentriert sich auf grüne erneuerbare Energien. Polenergia gehört zu den 30 grössten polnischen Unternehmen. Derzeit ist Dominika Vorsitzende des Aufsichtsrats von Polenergia.

Von 2013 bis 2016 war Dominika Vizepräsidentin des Polnischen Olympischen Komitees.[29] Sie ist Gründerin und Präsidentin der polnischen Niederlassung des Grünen Kreuzes (Green Cross International).[30] Diese Umweltschutzorganisation wurde 1993 von Michail Gorbatschow gegründet, der das letzte Staatsoberhaupt der Sowjetunion war. Dominika war eine der wichtigsten Geldgeberinnen der Organisation.[31] Ihr Vater Jan Kulczyk war Vorsitzender des Grünen Kreuzes.[3] Zum Ehrenvorstand des Grünen Kreuzes gehören unter anderem folgende Personen: Der Milliardär Ted Turner, Prinzessin Basma Bint Talal aus dem jordanischen Königshaus, Javier Pérez de Cuéllar (ehemaliger Generalsekretär der Vereinten Nationen), der Schauspieler Leonardo DiCaprio, Diane Meyer Simon (Exfrau des Milliardärs Herb Simon), der Rabbi Awraham Soetendorp sowie die russischen Wissenschaftler Wiktor Danilow-Daniljan und Jewgeni Welichow.[32]

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/profile/jan-kulczyk/?sh=f49d205c8b95
  2. https://web.archive.org/web/20240225193858/https://kulczykinvestments.com/en/team
  3. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/jan-kulczyk-ein-gewinner-der-wende-kehrt-zurueck/3359540.html
  4. https://www.spiegel.de/wirtschaft/polnischer-milliardaer-kulczyk-grosses-geld-braucht-ruhe-a-420827.html
  5. https://www.ft.com/content/52fe0504-360b-11e5-bdbb-35e55cbae175
  6. https://szih.org.pl/en/darczyncy/jan-kulczyk-on-behalf-of-kulczyk-holding/
  7. https://www.taubephilanthropies.org/dr-jan-kulczyk
  8. https://pl.wikipedia.org/wiki/Polska_Rada_Biznesu
  9. https://wiadomosci.dziennik.pl/wydarzenia/artykuly/70323,kulczyk-konfratrem-z-jasnej-gory.html
  10. https://wiadomosci.onet.pl/kraj/juliusz-paetz-i-oskarzenia-o-pedofilie/7l61gt7
  11. https://www.independent.co.uk/news/business/analysis-and-features/from-poland-to-hungary-gazprom-takes-stealth-route-to-domination-6112387.html
  12. https://dorzeczy.pl/tygodnik/81499/tusk-kulczyk-i-afryka.html
  13. https://pl.wikipedia.org/wiki/Afera_pods%C5%82uchowa_w_Polsce
  14. https://www.welt.de/politik/ausland/article129461251/Polens-Premier-Tusk-stellt-die-Vertrauensfrage.html
  15. https://www.money.pl/gospodarka/wiadomosci/artykul/kulczyk-byl-szantazowany-przed-wybuchem-afery,36,0,2420260.html
  16. https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/polnischer-abhoerskandal-2014-tonbaender-wurden-wohl-an-russland-verkauft/
  17. https://www.euractiv.de/section/europa-kompakt/news/donald-tusk-macht-kreml-fuer-ermittlungen-gegen-sich-verantwortlich/
  18. https://www.faz.net/aktuell/politik/polen-wie-pis-mit-pegasus-die-opposition-ausgespaeht-hat-19558173.html
  19. https://www.tagesschau.de/ausland/europa/polen-pis-abhoeraffaere-pegasus-100.html
  20. https://web.archive.org/web/20240507202023/https://kulczykinvestments.com/en/projects
  21. https://www.dw.com/en/germany-bars-ex-foreign-minister-from-job-with-polish-firm/a-50058646
  22. https://www.forbes.com/profile/sebastian-kulczyk/?sh=4178949e2c43
  23. https://kulczykinvestments.com/sebastian-kulczyk
  24. https://www.forbes.com/profile/dominika-kulczyk/?sh=1e6043af2366
  25. https://www.forbes.pl/biznes/dominika-kulczyk-przekaze-srodki-na-walke-z-pandemia-koronawirusa/dpmkej7
  26. https://kobieta.interia.pl/gwiazdy/news-jan-lubomirski-lanckoronski-bierze-slub,nId,2650843
  27. https://www.forbes.com/sites/jemimamcevoy/2023/04/10/the-polish-heiress-who-bet-big-on-green-energy-then-came-the-war/?sh=2b0e69f13cd7
  28. https://businessinsider.com.pl/nieruchomosci/dominika-kulczyk-sprzedala-dom-w-londynie-za-rekordowa-kwote-kto-go-kupil/hltnfpk
  29. https://www.wnp.pl/kto-jest-kim/dominika-kulczyk,1551.html
  30. https://www.greencrosspoland.org/dominika-kulczyk/
  31. https://www.swissinfo.ch/ger/greencross-international-gibt-schweizer-sektion-schuld-an-bankrott/42979338
  32. https://archive.ph/pGswz

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Draper Familie

Die Draper Familie investiert seit vier Generationen als Venture Capital-Investoren in Unternehmen aus dem Silicon Valley.

1. Generation

William Henry Draper Jr. (1894–1974) arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg im US-Kriegsministerium und war Wirtschaftsberater der Militärregierung im besetzten Deutschland. Er wurde 1952 Sonderbeauftragter mit der Aufgabe, die militärische, politische und wirtschaftliche Politik der USA in Europa zu koordinieren.[1] 1953 war er der erste Botschafter der USA bei der NATO.[2] Er kannte neben US-Präsidenten auch den einflussreichen Politiker W. Averell Harriman. In den 20er-Jahren hatte Draper bei der National City Bank (heutige Citigroup) und der Bankers Trust Company gearbeitet, die zwei der grössten Banken der USA waren. 1927 kam Draper zur Investmentbank Dillon, Read & Co., wo er Schatzmeister und Vizepräsident wurde. Dadurch lernte er die einflussreiche Dillon Familie kennen. Er leitete in Mexiko ein grosses Energieunternehmen und war Vorsitzender von Combustion Engineering, ein Unternehmen aus den USA, das Dampferzeuger produzierte. Draper war im Leitungsgremium der International Planned Parenthood Federation, eine der wichtigsten Organisationen für Bevölkerungskontrolle. Draper vertrat die USA in Bevölkerungsfragen bei den Vereinten Nationen (UN) bei der Kommission für Bevölkerung und Entwicklung. Zudem war er Mitgründer und Ehrenvorsitzender des Population Crisis Committee (heute Population Action International), eine weitere Vereinigung, die sich weltweit für Bevölkerungskontrolle einsetzt.[1][3]

Zu den Gründern von Population Action International gehörte auch Lammot du Pont Copeland, ein Mitglied der einflussreichen Du Pont Familie. Zu diesem Netzwerk für Bevölkerungskontrolle zählten auch Mitglieder der berühmten Rockefeller Familie und die Ford Foundation.[4]

William Henry Draper Jr. wurde in einem Interview gefragt: „Können Sie mir etwas über Ihr Interesse an der Bevölkerungskontrolle erzählen?“ Er antwortete: „Bevölkerungskontrolle ist möglicherweise das falsche Wort. Es handelt sich um ein Bevölkerungsproblem und eine Bevölkerungsexplosion, und die Frage ist, was man dagegen tun kann. (…) Wenn also der Bevölkerungszuwachs einen Gewinn in einer bestimmten Volkswirtschaft zunichtemachte und ihn in so viele weitere Teile aufteilte, bestand die einzige Möglichkeit zu helfen darin, die Wachstumsrate der Bevölkerung auf freiwilliger Basis zu drosseln.“[3]

William Henry Draper Jr. war 1966 einer der ersten Preisträger des Margaret Sanger Award von Planned Parenthood. Der Preis ist nach Margaret Sanger benannt, einer Eugenikerin, die eine führende Rolle beim Aufbau der Lobby für Bevölkerungskontrolle spielte. Der Margaret Sanger Award wurde an Personen verliehen, die einen Beitrag zur Bevölkerungskontrolle geleistet haben. Zu den ersten Preisträgern gehörten neben Draper auch John D. Rockefeller III., US-Präsident Lyndon Johnson sowie der berühmte Bürgerrechtler Martin Luther King. 2004 war der Milliardär Ted Turner der Preisträger. 2009 ging der Preis an Hillary Clinton.[22]

William Henry Draper Jr. war Mitglied der Pilgrims Society, einer einflussreiche Gesellschaft zur Förderung der britisch-amerikanischen Beziehungen.[5]

William Henry Draper Jr. war 1959 Mitgründer von „Draper, Gaither & Anderson“. Es war das erste Venture Capital-Unternehmen im Silicon Valley.[6] Zu den Gründern gehörte Horace Rowan Gaither, der Präsident der Ford Foundation war.[16]

2. Generation

William „Bill“ Henry Draper III. (*1928) begann seine Karriere beim Investmentunternehmen seines Vaters. Später gründete er eigene Venture Capital-Unternehmen. Von 1981 bis 1986 war er Präsident und Vorsitzender der staatlichen Export-Import-Bank der USA. Anschliessend leitete er das United Nations Development Programme und besetzte damit eine hohe Position bei der UN.[7] Er war im Vorstand von Population Action International.[8][9] Die Organisation wurde wie gesagt von seinem Vater mitgegründet.

William Henry Draper III. war auf der Yale Universität und wurde in die dortige Geheimgesellschaft Skull and Bones aufgenommen.[10] Er war auch auf der Harvard Universität. Er sass in den Vorständen des Atlantic Council und der Hoover Institution, zwei einflussreiche Denkfabriken in den USA. Derzeit ist Draper Mitglied des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken. Draper gehörte zum Institute of International Studies der Stanford Universität und zum „President’s Council on International Activities“ der Yale Universität. Ausserdem war er im Vorstand der United Nations Association-USA, welche die Beziehungen zwischen den USA und der UN fördert.[9]

William Henry Draper III. ist im Beratungsgremium von America Abroad Media, eine Organisation, die dabei hilft, Medien und Filmindustrie international zu vernetzen. Zum Beratungsgremium gehören unter anderem die ehemaligen CIA-Chefs James Woolsey und Michael Hayden (letzerer war auch Chef der NSA), Lee Hamilton (war Vizevorsitzender der 9/11-Kommission und Vorsitzender des Geheimdienstausschusses), Philip Zelikow (gehörte auch zur 9/11-Kommission), der Milliardär Lester Crown (ist mit dem Rüstungskonzern General Dynamics verbunden), Norman Augustine (war erst Minister für die US-Armee und später Chef des Rüstungskonzerns Lockheed Martin) und der führende Diplomat Thomas Pickering.[11] (Stand: 7.5.2024)

William Henry Draper III. heiratete eine Tochter von William Culbertson, der eine hohe Position beim Finanzkonzern Merrill Lynch innehatte.[12] Drapers Frau Phyllis war mit Barbara Bush befreundet, der Ehefrau von US-Präsident George H. W. Bush.[13][14] Draper traf viele einflussreiche Personen, darunter mehrere US-Präsidenten sowie Papst Johannes Paul II. und den kubanischen Diktator Fidel Castro.[15] Er hatte Kontakt zur Rockefeller Familie.[16]

William Henry Draper III. gehörte oder gehört noch immer zum Bohemian Club.[16][17] Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

3. Generation

Tim Draper (*1958) ist wie sein Vater und Grossvater Venture Capital-Investor und investierte ebenfalls in Unternehmen aus dem Silicon Valley. Sein Vermögen wird auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Er ist ein grosser Fan von Kryptowährungen. 2014 kaufte er 29 656 Bitcoins.[18]

Tim Draper war einer der ersten Investoren von Hotmail, Skype und Tesla.[19] Er war im Jahr 2000 einer der ersten Investoren des chinesischen Internetkonzerns Baidu und traf den Baidu-Gründer Robin Li.[20] Hätte Tim Draper seine Anteile an diesen Unternehmen nicht zu früh verkauft, dann wäre er jetzt noch um einiges reicher.

Tim Draper war zudem einer der ersten Investoren von Theranos. Das 2003 gegründete Unternehmen für Bluttests war auf einem grossen Betrug aufgebaut. Gegründet wurde das Unternehmen von Elizabeth Holmes, die wegen Betruges verurteilt wurde. Tim Draper war einst Nachbar der Familie Holmes und ist auch der Vater ihrer Jugendfreundin.[21]

Tim Draper studierte an der Stanford und der Harvard Universität. 2012 gründete er die Draper Universität.

Die Kinder von Tim Draper sind auch als Venture Capital-Investoren tätig. Tims Schwester Polly Draper (*1955) ist Schauspielerin, Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin. Sie heiratete Michael Wolff, einen Schauspieler und Musiker. Ihre Söhne Nat und Alex Wolff sind ebenfalls Schauspieler und Musiker.

Quellen:

  1. https://www.nytimes.com/1974/12/27/archives/william-h-draper-jr-is-dead-served-on-population-panels-former.html
  2. https://history.state.gov/departmenthistory/people/chiefsofmission/representative-to-nato
  3. https://www.trumanlibrary.gov/library/oral-histories/draperw
  4. https://pdf.usaid.gov/pdf_docs/Pnaan187.pdf
  5. https://isgp-studies.com/org/pilgrims/membership-lists/pilgrims-society-1957-membership-list.pdf
  6. https://academic.oup.com/book/12778/chapter-abstract/162938942
  7. https://www.library.hbs.edu/Entrepreneurs/resources/persons/william-h.-draper-iii
  8. https://archive.ph/FoeKh
  9. https://www.drkfoundation.org/team-member/william-h-draper/
  10. https://www.nytimes.com/1988/11/04/nyregion/yale-society-resists-peeks-into-its-crypt.html
  11. https://www.americaabroadmedia.org/board-of-advisors
  12. https://www.nytimes.com/1973/05/16/archives/w-h-culbertson-70-investment-banker.html
  13. https://www.washingtonpost.com/archive/lifestyle/1988/11/14/barbara-bushs-entertaining-secrets/0ded79f0-5098-45f7-88d5-476ae50de0b5/
  14. https://www.washingtonpost.com/archive/lifestyle/1989/02/24/barbara-bushs-vow-of-silence/2e171867-bf12-4700-a15b-3635602e1804/
  15. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/us-dynastie-draper-im-portraet-der-fabelhafte-draperclan/11714784.html
  16. https://digitalassets.lib.berkeley.edu/roho/ucb/text/draper_william.pdf
  17. https://whorulesamerica.ucsc.edu/power/bohemian_grove.html
  18. https://www.forbes.com/profile/tim-draper/?sh=397ee496af34
  19. https://www.forbes.com/sites/amyguttman/2022/10/21/i-back-the-missionaries-not-the-mercenaries-tim-draper-on-his-investment-strategy/?sh=4f851c767ae6
  20. https://www.draper.vc/about
  21. https://www.businessinsider.com/theranos-elizabeth-holmes-tim-draper-respect-she-didnt-lie-2022-2
  22. https://www.plannedparenthood.org/about-us/newsroom/campaigns/ppfa-margaret-sanger-award-winners

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Haus Trubezkoi

Die Fürstenfamilie Trubezkoi (auf Englisch Trubetskoy oder auch Troubetzkoy) ist eine der bedeutendsten Familien des russischen Adels. Sie ging aus der Dynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas (starb 1341) abstammt. Mehrere Familien aus dem russischen und polnischen Adel führen ihre Abstammung auf Gediminas zurück. Im 17. und 18. Jahrhundert besetzte die Trubezkoi Familie hohe Positionen bei der russischen Armee und brachte Politiker hervor. Seit dem Sturz der Monarchie im Jahr 1917 lebt die Trubezkoi Familie im Westen. Ein heutiges Mitglied der Familie unterhält Kontakte zu Personen aus der Elite Russlands sowie zu weiteren russischen Adligen, die versuchen, in die russische Elite einzudringen.

Viele der Angaben im ersten Teil dieses Beitrages stammen aus der russischsprachigen Wikipedia und ich kann nicht versichern, dass diese Angaben auch korrekt sind. Quellen aus der russischen Wikipedia sind mit einem Sternchen markiert.

Trubezkoi Familie im 18. Jahrhundert

Die Fürsten Nikolai Trubezkoi (1744–1820) und Juri Trubezkoi (1736–1811) gehörten zu den führenden Freimaurern und Rosenkreuzern in Russland. Nikolai Trubezkoi und weitere russische Freimaurer waren Mitglied des Martinistenordens. (1, 2, 3)* Der Martinismus ist eine bis heute bestehende okkulte Strömung, die im 18. Jahrhundert in Frankreich entstand und bis heute mit Rosenkreuzerorden verbunden ist.

Fürst Pjotr Trubezkoi (1724–1791) trat ebenfalls den Freimaurern bei. Seine Tochter Ekaterina Trubezkaja (1744–1815) heiratete Alexander Stroganow. (1*) Dieser war Freimaurer. Die Stroganows gehörten zu den reichsten Familien Russlands. Ab dem 16. Jahrhundert kontrollierten sie den Salzhandel in Russland und waren auch im Bergbau aktiv. Sie besassen grosse Landgüter, tausende Leibeigene und eine Privatarmee. (1) Alexander Stroganow gehörte zu den Gründern des Grand Orient de France, der bis heute als die wichtigste Freimaurergrossloge Frankreichs gilt. Zudem war Alexander Stroganow Aufseher der Freimaurerloge „Les Neuf Sœurs“ in Frankreich. (1*, 2) Diese Loge wurde 1776 gegründet. Benjamin Franklin, der zu den Gründervätern der USA gehörte, wurde 1778 in diese Loge aufgenommen, also in jenem Jahr, in dem Frankreich in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eintrat und so massgeblich die Gründung der USA unterstützte. In diesem Jahr trat auch Voltaire der Neuf Sœurs-Loge bei. Voltaire war einer der einflussreichsten Autoren der Aufklärung und lernte Benjamin Franklin kennen. (1, 2, 3) Alexander Stroganow traf sich mit Voltaire. In Frankreich besuchte Stroganow auch Logen des Martinistenordens. (1) Den französischen Freimaurern wird seit über 200 Jahren nachgesagt, dass sie eine treibende Kraft bei der französischen und amerikanischen Revolution waren.

Fürstin Anastassija Trubezkaja (1700–1755) heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Hessen. Diese war im 18. und 19. Jahrhundert eine der führenden Freimaurerfamilien Deutschlands.

Trubezkoi Familie im 19. Jahrhundert

Fürst Sergei Trubezkoi (1790–1860) kam mütterlicherseits aus der georgischen Königsfamilie aus der uralten Dynastie der Bagratiden. Sergei diente in der russischen Armee. Später war er einer der Anführer der sogenannten Dekabristen, Russlands erste revolutionäre Bewegung, die das autokratische System und die Leibeigenschaft in Russland abschaffen wollte. Einige Dekabristen befürworteten auch die Abschaffung der Monarchie und die Gründung einer Republik. Sergei Trubezkoi war Freimaurer, so wie viele Dekabristen. Die Anführer der revolutionären Bewegung gehörten fast alle den Freimaurern an. Sie gründeten Geheimorganisationen, die Mitstreiter für eine Revolution rekrutierten. Sergei Trubezkoi gehörte zur Führung dieser Organisationen. Viele der Dekabristen kamen aus dem Militär und weigerten sich im Jahr 1825, den Eid auf den neuen Kaiser Nikolaus I. zu leisten. Nikolaus ging rabiat gegen die Dekabristen vor. Sergei Trubezkoi und viele weitere wurden nach Sibirien deportiert. Nach 30 Jahren wurde er begnadigt und erhielt seine Freiheit zurück. Der Revolutionsversuch der Dekabristen hatte keinen Erfolg. (1, 2, 3) Sergei Trubezkoi heiratete Jekaterina Laval. Ihr Vater war ein französischer Adliger, der nach Russland emigriert war. Ihre Mutter war eine Enkelin des Bergbauunternehmers Iwan Mjasnikow, einer der reichsten Russen des 18. Jahrhunderts. (1*) Sergei und Jekaterina waren die Grosseltern mütterlicherseits von Sergei Swerbejew, welcher der letzte Botschafter des Russischen Kaiserreiches in Deutschland war. Sein anderer Grossvater Dmitri Swerbejew gehörte den Freimaurern an. (1*) Sergeis Bruder Pjotr Trubezkoi (1793–1840) war ebenfalls Freimaurer. Pjotrs zweite Frau kam aus der rumänischen Adelsfamilie Ghica. Seine Tochter heiratete in die russische Fürstenfamilie Obolenski. (1*) Fürst Jewgeni Obolenski gehörte zu den führenden Dekabristen. Die Familien Obolenski und Ghica brachten hohe Freimaurer hervor. Ein bemerkenswertes heutiges Mitglied der Ghica Familie ist Christopher Ghika, ein hochrangiger Offizier der britischen Armee, der eine führende Rolle beim Kampf gegen die islamistische Terrororganisation IS übernahm.

Fürst Sergei Trubezkoi (1829–1899), ein Neffe des gleichnamigen Dekabristen, heiratete in die bereits erwähnte georgische Hochadelsdynastie der Bagratiden. (1*) Seine beiden Schwestern heirateten in die Fürstenfamilie Golizyn. (1*) Diese gehörte zu den frühen Freimaurern im russischen Adel. (1) Sie zählt wie die Trubezkoi Familie zur Dynastie der Gediminiden.

Fürst Pjotr Trubezkoi (1798–1871) war Freimaurer und Gouverneur von russischen Regionen. Seine Frau kam aus der deutschen Hochadelsfamilie Sayn-Wittgenstein. (1*)

Im 19. Jahrhundert gab es im Verwandtenkreis der Trubezkoi Familie noch weitere Freimaurer.

Fürstin Jelena Trubezkaja (1853–1917) heiratete Pawel Demidow. Die Demidows waren vom 17. bis 19. Jahrhundert führende Unternehmer im Bergbau und der Eisenherstellung. Sie galten als eine der reichsten Familien Russlands. Jelenas Mann Pawel Demidow trug den Titel des Fürsten von San Donato, ein italienischer Adelstitel, den sein Onkel Anatole Demidow von Leopold II. erhalten hatte, dem Grossherzog der Toskana aus dem Haus Habsburg. Anatole Demidow heiratete Mathilde Bonaparte, eine Nichte des französischen Kaisers Napoleon I. Mehrere Mitglieder der Bonaparte Familie waren hohe Freimaurer.

Es gibt heute eine Freimaurerloge in Russland, die nach Pawel Demidow benannt ist. (1) Vor und nach der Russischen Revolution im Jahr 1917 hatte ein Mitglied der Demidow Familie zu den obersten Freimaurern in Russland gehört. (1, 2*)

Aurora Demidowa (1873–1904), eine Tochter von Jelena Trubezkaja und Pawel Demidow, heiratete in die serbische Adelsfamilie Karađorđević. Diese war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Königsfamilie von Serbien, ab 1918 die Königsfamilie von Jugoslawien. Das Haus Karađorđević war oder ist noch immer eine Freimaurerdynastie.

Fürstin Sophia Trubezkaja (1836–1898) heiratete erst Herzog Charles de Morny, den Halbbruder des französischen Kaisers Napoleon III. In zweiter Ehe heiratete sie einen spanischen Herzog. (1)

Fürst Pierre Trubezkoi heiratete die US-Amerikanerin Amélie Rives (1863–1945). Ihr Grossvater war der Senator William Cabell Rives, der die USA als Botschafter in Frankreich vertrat. Amélie Rives war die Patentochter des führenden Generals Robert Edward Lee. Die Lee Familie gehörte zu den Gründervätern der USA und brachte Freimaurer hervor. Amélie Rives hatte in erster Ehe John Armstrong Chanler geheiratet, einen Nachkommen der Familien Winthrop, Ward, Livingston, Stuyvesant und Astor. (1) Die ersten vier genannten Familien sowie auch die Lee Familie gehörten bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes.

Trubezkoi Familie im 20. Jahrhundert

Im Jahr 1917 kamen bei der Oktoberrevolution die Bolschewiki an die Macht und gründeten die Sowjetunion, eine kommunistische Diktatur, die bis 1991 bestand. Die Bolschewiki hatten den russischen Adel entmachtet und ermordeten viele Adlige, darunter Mitglieder der Kaiserfamilie. Die Mehrheit der hohen Adligen verliess das Land. Ausserdem wurde die Freimaurerei verboten. Erst seit den 90er-Jahren sind Freimaurer wieder offiziell in Russland aktiv.

Fürst Grigori Trubezkoi (1873–1930) ging nach Frankreich ins Exil, von wo er Kontakte zum antibolschewistischen Widerstand in Russland unterhielt. Dabei hatte er Kontakt zum Grossfürsten Nikolai Nikolajewitsch Romanow (1856–1929) aus der russischen Kaiserfamilie. (1, 2) Nikolai Nikolajewitsch war ebenfalls in Frankreich im Exil. Er gehörte zum bereits erwähnten Martinistenorden. (1, 2, 3) Demnach war er mit okkultistischen Kreisen in Frankreich verbunden. Sein Cousin Alexander Michailowitsch Romanow (1866–1933), der auch in Frankreich im Exil lebte, war Freimaurer und soll das Oberhaupt der russischen Rosenkreuzer gewesen sein. (1, 2) Alexanders Schwiegertochter Sheila Chisholm hatte in erster Ehe in die sagenumwobene schottische Freimaurerfamilie St Clair-Erskine geheiratet.

Der führende Martinist Papus, der die russische Kaiserfamilie kannte, hatte eine Martinistenloge in Russland gegründet, die angeblich den letzten Kaiser Nikolaus II. als Mitglied hatte. (1, 2*) Die Webseite eines Martinistenordens schreibt, dass Papus Freund Nizier Anthelme Philippe den Kaiser in den Martinismus eingeweiht hatte. (1)

Der Künstler Pawel Trubezkoi (1866–1938), bekannt unter dem Namen Paolo Troubetzkoy, lebte in Frankreich, Italien und in den USA in Hollywood. Er heiratete eine Schwedin. Er kannte und porträtierte den berühmten Schriftsteller Lew „Leo“ Tolstoi, der aus einer russischen Adelsfamilie kam, die mit der Trubezkoi Familie verschwägert war. Pawel Trubezkoi schuf auch eine Skulptur von einem Mitglied der Rothschild Familie.

Einige Mitglieder der Trubezkoi Familie lebten weiterhin in Russland. Zwei Mitglieder erhielten in den 30er-Jahren die Todesstrafe. Sie und weitere Intellektuelle wurden beschuldigt, eine Verschwörung gegen das kommunistische Regime zu planen. Die sowjetischen Ermittler behaupteten, dass die Verschwörung aus dem Ausland von Fürst Nikolai Trubezkoi (1890–1938) gesteuert wurde. (1, 2*)

Fürstin Sophia Trubezkaja (1853–1936) heiratete den Adligen Wladimir Glebow, der bei grossen Unternehmen im Russischen Kaiserreich arbeitete und eine Bank leitete. Einer ihrer Enkel war Pyotr Glebow (1915–2000), ein Schauspieler im sowjetischen Kino, der zum Volkskünstler der Sowjetunion ernannt wurde. Sophia Trubezkaja hatte zwei Söhne, die Töchter des Adligen Alexander Michalkow heirateten. (1*, 2*) Alexanders Sohn Wladimir Michalkow (1887–1932) war ein sowjetischer Wissenschaftler auf dem Gebiet der industriellen Geflügelzucht. Wladimirs Sohn Sergei Michalkow (1913–2009) wurde ein bekannter Schriftsteller. Sergei wurde noch vor der Gründung der Sowjetunion 1922 geboren und erlebte deren Zerfall im Jahr 1991 mit. Zur Sowjetzeit schrieb er eine Nationalhymne für den Diktator Josef Stalin. In den 90er-Jahren schrieb er die heutige Nationalhymne der Russischen Föderation. Als Michalkow 2003 seinen 90. Geburtstag feierte, ehrte ihn Präsident Putin mit einem Besuch und einem Verdienstorden. Sergei Michalkow und seine Frau sowie seine beiden Brüder arbeiteten für den KGB, den sowjetischen Geheimdienst. Seine Söhne Nikita und Andrei sind Filmemacher. Die Michalkow Familie und ihre nahen Verwandten gehören gewissermassen zur Elite des russischen Kinos. (1, 2, 3, 4) Nikita Michalkow erhielt einen Oscar. Er ist Putin-Anhänger, befürwortet den Krieg in der Ukraine und verbreitet eine antiwestliche Stimmung. (1, 2)

Der Adlige Grigorie Cristi (1856–1911), der Gouverneur von Moskau war, heiratete in die Trubezkoi Familie. Ihr gemeinsamer Sohn Wladimir Cristi (1880–1956) gehörte in den 30er-Jahren zur Regierung Rumäniens und war Bürgermeister der moldauischen Hauptstadt Chișinău. Er heiratete in die oben erwähnte Adelsfamilie Michalkow. Die Sowjets steckten ihn ins Gefängnis, wo er starb. (1, 2*)

Fürst Sergei Trubezkoi wurde 1970 Vizegrossmeister eines Johanniterordens (Order of Saint John of Jerusalem). Der letzte jugoslawische König Peter II. war Grossmeister und königlichen Beschützer des Ordens. (1) Dieser Johanniterorden sollte nicht mit dem deutschen oder britischen Johanniterorden verwechselt werden. Der deutsche Johanniterorden untersteht der deutschen Kaiserfamilie, während der britische Orden vom britischen Königshaus angeführt wird.

Fürst Serge Trubezkoi (1906–2003) lebte in den USA und war Sekretär der dortigen Metropoliten der orthodoxen Kirche. Er heiratete in die bereits erwähnte russische Fürstenfamilie Obolenksi. (1) Sein Sohn Alexis Trubezkoi (1934–2017) lebte in Kanada und in den USA. Nach seinem Dienst als Offizier bei der Royal Canadian Navy arbeitete Alexis 30 Jahre im Bildungswesen, unter anderem als Schulleiter von drei Privatschulen in Kanada. Er war von 1992 bis 1995 Geschäftsführer der Tolstoy Foundation in New York. (1) Diese Stiftung hatte noch weitere russische Adlige, die in den USA leben, als Mitglieder. Der georgische Prinz Teymuraz Bagration war Präsident der Tolstoy Foundation. Die Stiftung wurde 1939 von der russischen Gräfin Alexandra Tolstoi gegründet. Die Gräfin lebte seit 1931 in den USA. Sie traf Eleanor Roosevelt, die Ehefrau des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (Freimaurer). Der ehemalige US-Präsident Herbert Hoover war von 1939 bis zu seinem Tod 1964 Ehrenvorsitzender der Tolstoy Foundation. (1, 2) Hoover soll kein Freimaurer gewesen sein, aber 1932 empfing er als Präsident 200 hohe Freimaurer im Weissen Haus. (1) Derzeit ist der Milliardär John Catsimatidis Vorsitzender der Tolstoy Foundation. (1) Seine Tochter war mit Christopher Nixon Cox verheiratet, ein Enkel von US-Präsident Richard Nixon und Schwager der Familie von US-Präsident Dwight D. Eisenhower. (1) Ein Mitgründer der Tolstoy Foundation war Boris Bakhmeteff. (1) Nachdem 1917 in Russland die Monarchie durch die Februarrevolution abgeschafft wurde, diente Bakhmeteff der provisorischen Regierung als Botschafter in den USA. (1) Er war Mitglied des Grossorients der Völker Russlands. (1) Diese irreguläre Freimaurerloge hatte sich an der Februarrevolution beteiligt. (Mehr dazu)

Zum Beratungsgremium und zum Vorstand der Tolstoy Foundation gehörten und gehören unter anderem folgende Personen (1, 2):

  • Tatiana Copeland: Die Unternehmerin hat russische Adlige in ihrem Stammbaum. Sie heiratete Gerret Copeland, ein Mitglied der Milliardärsfamilie Du Pont, die schon seit über 100 Jahren als eine der reichsten Familien der USA gilt. Tatiana Copeland erhielt einen Orden von der russischen Kaiserfamilie sowie einen Orden vom schwedischen König. Sie traf US-Präsident Joe Biden. (1, 2) Joe Biden hat Verbindungen zur Du Pont Familie. (1) Tatianas Schwiegervater Lammot du Pont Copeland war Mitgründer von Population Action International, eine Organisation, die sich für Bevölkerungskontrolle einsetzt.
  • Robin Chandler Duke: Sie engagierte sich sehr für Bevölkerungskontrolle und erhielt dafür den Margaret Sanger Award, eine Auszeichnung von Planned Parenthood. Robin heiratete in die einflussreiche Duke Familie. Diese gehörte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Amerikanern und hatte die American Tobacco Company gegründet, die eines der grössten Tabakunternehmen der Welt war.
  • Ivan Obolensky: Er kam väterlicherseits aus der russischen Fürstenfamilie Obolenksi und mütterlicherseits aus der Astor Familie, die schon seit über 200 Jahren zur Elite der USA gehört. Sein Vater hatte in erster Ehe eine Tochter des russischen Kaisers Alexander II. geheiratet. Ivan Obolensky arbeitete als Finanzanalyst an der Wall Street. Er war Schatzmeister der „Russian Nobility Association in America“, eine Organisation von russischen Adligen in den USA. Zudem war er Freimaurer im 33. Grad und Mitglied der Holland Lodge Nr. 8, eine elitäre Freimaurerloge in New York. (1) Ivan Obolensky erhielt 2010 eine Auszeichnung von der Grossloge von New York. Er war von 1996 bis 2014 Hauptrepräsentant der russischen Grossloge. (Quelle ist nicht mehr abrufbar) Sein Verwandter Alexis Obolensky hatte 1933 die Russian Nobility Association in America (RNA) gegründet. Mehrere Mitglieder der Trubezkoi Familie gehörten zur RNA. (1) Die RNA hat Verbindungen zu Mitgliedern der russischen Kaiserfamilie und zu ihrem internationalen Komitee gehören neben russischen Adligen auch Mitglieder der Hochadelsfamilien Habsburg, Orléans, Oldenburg, Schwarzenberg, Windisch-Graetz sowie Mitglieder der Königsfamilien von Jugoslawien und Griechenland. (1)
  • George Peabody Davison: Sein jüdischer Schwiegervater war Gründungspartner einer Anwaltskanzlei. Sein Grossvater war ein Graf aus der russischen Adelsfamilie Cheremeteff (Scheremetew). Der andere Grossvater Frederick Trubee Davison war stellvertretender Kriegsminister der USA. (1) Frederick arbeitete auch als Personaldirektor bei der CIA. Er und sein Schwager Artemus Gates gehörten zur berüchtigten Geheimgesellschaft Skull and Bones. (1) Sein Vater Henry Pomeroy Davison war ein Partner der Bankiersfamilie Morgan und an der Planung zur Gründung der US-Zentralbank FED beteiligt. Fredericks Bruder heiratete in die Stillman Familie. (1) Frederick heiratete eine Enkelin von Samuel Endicott Peabody, der Partner der Bank der Morgan Familie war.
  • Benjamin A. Gilman: Der Jude war Freimaurer im 33. Grad und sass 30 Jahre im US-Repräsentantenhaus. (1, 2)
  • Eugenia Sheliga-Markovsky Janke: Ihr Mann besetzte eine hohe Position bei der New Yorker Investmentbank Oppenheimer, wo traditionell Juden im Vorstand sind. Eugenias Schwiegertochter Elizabeth Jennings ist die Stieftochter des jüdischen Diplomaten Richard Holbrooke, der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen (UN) war. Elizabeths Vater war der bekannte Nachrichtensprecher Peter Jennings. (1) Richard Holbrooke war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. (1)
  • Edward Kasinec: Er wirkte an dem Buch The Occult in Russian and Soviet Culture mit. Wie der Name schon sagt, geht es in dem Buch um den Okkultismus im Russland des 20. Jahrhunderts. (1)
  • Jack F. Matlock Jr: Er war der zweitletzte US-Botschafter in der Sowjetunion.
  • Grace Kennan Warnecke: Sie ist emeritierte Vorsitzende des „National Committee on American Foreign Policy“ (NCAFP). Sie beschäftigt sich schon viele Jahre mit den amerikanisch-russischen Beziehungen. (1) Ihr Vater George Kennan war ein sehr einflussreicher Diplomat, der während des Kalten Krieges die diplomatische Haltung gegenüber der Sowjetunion prägte. (1) Als Swetlana Allilujewa, die Tochter des Diktators Josef Stalin, aus der Sowjetunion flüchtete und 1967 in den USA Asyl suchte, lernte sie die Kennan Familie kennen und freundete sich mit der Schwester von Grace an. (1)
  • Ein Mitglied der russischen Adelsfamilie Woronzow.

Fürst Igor Trubezkoi (1912–2008), ein Rennfahrer, lebte in Frankreich, wo er auch geboren wurde. Er war der vierte Ehemann der US-Amerikanerin Barbara Hutton. Diese galt als eine der reichsten Frauen der Welt und war die Enkelin des Unternehmers Frank Woolworth. Barbara Hutton hatte in erster Ehe einen selbsternannten georgischen Fürsten geheiratet. Ihr zweiter Ehemann kam aus der deutschen Adelsfamilie Haugwitz. Ihr dritter Ehemann war der Hollywood-Star Cary Grant. Ihr fünfter Ehemann Porfirio Rubirosa hatte in die oben erwähnte Duke Familie geheiratet, die damals zu den reichsten Familien der USA gehörte. Huttons sechster Ehemann kam aus der deutschen Adelsfamilie Cramm. Der siebte und letzte Ehemann war ein Prinz aus der vietnamesischen Aristokratie. (1, 2, 3)

Igor Trubezkoi war mit dem australischen Rennfahrer Frederick McEvoy befreundet. McEvoy heiratete in erster Ehe Beatrice Cartwright. Ihr Grossvater Henry Huttleston Rogers gehörte zur Führung des mächtigen Erdölkonzerns Standard Oil. Ihr erster Ehemann trug den Familiennamen Pratt und gehörte laut Wikipedia zur Familie von Charles Pratt (war Geschäftspartner von Rogers und sein Sohn Herbert wurde Chef von Standard Oil). Die Familien Pratt und Rogers waren Partner der Rockefeller Familie, die der Hauptgründer von Standard Oil war.

Frederick McEvoy heiratete in zweiter Ehe Charlene Wrightsman. Ihr Vater Charles Wrightsman war Präsident von Standard Oil of Kansas. Charlene war auch mit Igor Cassini verheiratet, ein russischer Graf, der in den USA lebte. Cassinis Exfrau Austine heiratete William Randolph Hearst Jr., dessen Familie bis heute zu den mächtigsten und reichsten Medienunternehmern der USA gehört. (1) Charlenes Vater war ein enger Freund von Joseph P. Kennedy (Vater von US-Präsident John F. Kennedy). Präsident Kennedy besuchte Partys der Wrightsman Familie und seine Frau Jackie war eine gute Freundin von Jayne Wrightsman. (1)

Zum Freundeskreis von Igor Trubezkoi und Frederick McEvoy gehörte der australische Schauspieler Errol Flynn, der ein berühmter Hollywood-Star war. McEvoy, Flynn und Trubezkoi sollen sich im Schmuggel von Waffen, Juwelen und Alkohol zwischen Mexiko und Kalifornien betätigt haben. Sie wurden vom FBI überwacht. Das FBI beschrieb McEvoy als einen „internationalen Zuhälter“. McEvoy soll bei einer Kneipenschlägerei in Frankreich einen Mann getötet haben. Er trat vor Gericht als Entlastungszeuge auf, als sein Freund Errol Flynn beschuldigt wurde, zwei Minderjährige vergewaltigt zu haben. McEvoy und seine Frau starben 1951 unter seltsamen Umständen, als sie mit ihrem Schiff vor der Küste Marokkos waren. Sein Körper wurde nackt und skalpiert an Land gespült. Der Tod wurde nie aufgeklärt. An Bord hatten sich ehemalige SS-Nazis befunden. (1, 2, 3, 4)

Anmerkung zu Errol Flynn: Frederick McEvoy und Errol Flynn wurden verdächtigt, dass sie als Spione für Nazideutschland tätig sind. Flynn lieferte Informationen an den spanischen Geheimdienst der Franco-Diktatur. Womöglich hatte er sogar den Japanern den Angriff auf Pearl Harbor erleichtert. Er bot William Donovan (Chef der US-Geheimdienste während des Zweiten Weltkrieges) an, als Spion in Irland zu arbeiten. Er schrieb ihm: „Ein Hollywood-Filmstar, der sich harmlos und abgedroschen verhält, wie ein Hollywood-Filmstar, würde, da bin ich mir sicher, keinen Verdacht erregen.“ In Irland hatte er angeblich Verbindungen zur paramilitärischen Untergrundorganisation IRA. Seit 1934 wurde er von den britischen Geheimdiensten MI5 und MI6 überwacht. Der MI5 wusste wohl, dass Errol Flynn ein Agent der Nazis war. Er wurde jedoch nie öffentlich enttarnt und all diese Informationen wurden erst nach seinem Tod publik. Im Jahr 1999 weigerten sich die britischen Behörden immer noch, eine Akte zu Flynn freizugeben, als ein Autor sich nach dieser erkundigte. Der Österreicher Hermann Erben, der Flynn kannte und für den Geheimdienst der Nazis arbeitete, sagte gegenüber einem britischen Sicherheitsbeamten in einer eidesstattlichen Aussage, dass Flynn sich 1938 im Geheimen mit Adolf Hitler getroffen hatte. Flynn war anscheinend Antisemit und sympathisierte daher offenbar mit Hitler. Flynn war bisexuell und hatte Sex mit Howard Hughes, der einer der reichsten Männer der USA war. (1, 2) Diese Angaben zu Errol Flynn stammen vom Autor Charles Higham, dessen Seriosität angezweifelt wurde. Higham hatte sich bei einigen Promis unbeliebt gemacht, weil er Gerüchte über sie veröffentlichte. Errol Flynn sowie auch Howard Hughes hatten ein sexuelles Verhältnis mit Gloria Vanderbilt. (1) Flynns erste Ehefrau Lili Damita hatte ein romantisches Verhältnis mit einem Prinzen aus der deutschen Kaiserfamilie. (1) Flynn wurde wie gesagt wegen Vergewaltigung von zwei minderjährigen Mädchen angeklagt, was man ihm aber nicht nachweisen konnte. Er hatte ein einvernehmliches Verhältnis mit einer 15-Jährigen (1, 2). Er war mit dem Scientology-Gründer L. Ron Hubbard befreundet, das behauptete zumindest Hubbards gleichnamiger Sohn, der sich in Ronald DeWolf umbenannte und der Sekte seines Vaters sehr kritisch gegenüberstand. DeWolf sagte in einem Interview, dass sein Vater ein pädophiler Okkultist und Schwarzmagier war und dass schwarze Magie der innere Kern von Scientology ist, was den meisten Mitgliedern aber nicht bewusst ist. DeWolf erzählte, dass sein Vater ihn bereits als Kind in okkultistische Rituale eingeweiht hatte, also noch vor der Gründung von Scientology, und ihn dabei unter Drogen setzte. DeWolf sagte: „Wir stammen aus einer langen Linie von Schurken und Halunken, die mindestens 200 oder 300 Jahre zurückreicht.“ Laut DeWolf waren Hubbard und Errol Flynn gemeinsam in Gold- und Drogenschmuggel involviert und hatten Minderjährige sexuell missbraucht. DeWolf sagte, dass zu ihrem Bekanntenkreis ein hoher Funktionär der britischen Arbeiterpartei (Labour Party) gehörte, dessen Name er nicht nannte. Dieser Mann habe Hubbards Techniken der schwarzen Magie, der Seelenzerstörung und der Gehirnwäsche bei kleinen Jungen anwenden wollen, um sie zu gefügigen Sexsklaven zu machen. Dieser Beamte arbeitete für den britischen Geheimdienst, war aber ein Doppelagent des KGB und auch Hubbard hatte Informationen an den KGB verkauft, erzählte DeWolf. Es gibt die wenig verbreitete Verschwörungstheorie, dass Scientology und weitere Sekten (Colonia Dignidad, Children of God, Branch Davidians, Peoples Temple) von Pädophilennetzwerken kontrolliert wurden und die Sektenanhänger als Versuchskaninchen für Mind Control-Experimente benutzt wurden. DeWolf sagte, dass Hubbard sich als der Nachfolger des berühmten Okkultisten Aleister Crowley sah. (1) Hubbards zweite Frau Sara Hollister war Mitglied des O.T.O., ein okkultistischer Orden, der von Aleister Crowley angeführt wurde. Ein paar Jahre vor der Gründung von Scientology liess sich Hubbard von Hollister scheiden. (1, 2) Man kann also unabhängig von den Behauptungen von DeWolf davon ausgehen, dass Hubbard noch vor der Gründung seiner Sekte mit okkultistischen Kreisen in Berührung kam (unter anderem mit Jack Parsons). Laut dem Autor Jon Atack war Hubbard vor der Gründung von Scientology Mitglied des AMORC, ein okkulter Rosenkreuzerorden. (1) Aleister Crowley hatte erfolglos versucht, den AMORC unter seine Kontrolle zu bringen. Der AMORC ist mit den bereits erwähnten Martinistenorden verbunden. (1) Übrigens war der deutsche Okkultist Rudolf Steiner kurze Zeit Mitglied des O.T.O. (1) Steiner gründete genau wie Hubbard ein eigenes Glaubenssystem, nämlich die Anthroposophie. Zudem gründete er die Waldorfschulen. Er war rosenkreuzerisch-luziferianischer Gnostiker, woraus er kein Geheimnis machte. Er gehörte zur Führung des okkulten, freimaurerischen Memphis-Misraïm-Ritus, der ursprünglich (oder immer noch) enge Verbindungen zu Martinistenorden und Rosenkreuzerorden hatte. Der Misraim-Ritus, einer der beiden Vorläufer des Memphis-Misraïm-Ritus, hatte Verbindungen zu adligen Freimaurern aus Schottland. Rudolf Steiner war Mitglied der Theosophischen Gesellschaft, die von Helena Petrovna Blavatsky gegründet wurde. Blavatsky stammte mütterlicherseits aus der russischen Fürstenfamilie Dolgorukow.

Wie sich russische Adlige mit der Elite Russlands vernetzt haben

Fürst Alexander Trubezkoi (*1947) lebt in Frankreich, wo er auch aufgewachsen war. Mütterlicherseits kommt er aus der russischen Fürstenfamilie Golitsyn. (1) Diese brachte wie bereits erwähnt Freimaurer hervor und gehört wie die Trubezkoi Familie zur Dynastie der Gediminiden. Frankreich ist bis heute das Land, in dem am meisten hohe russische Adlige leben.

Alexander Trubezkoi unterhält Kontakte in Russland. Bereits in den 70er-Jahren trat er mit der Sowjetunion in Kontakt. Er arbeitete im Rahmen eines Vertrags, den die Sowjetunion mit Frankreich über die Lieferung von Schiffen für die Fischereiflotte abgeschlossen hatte. Trubezkoi belieferte in der Sowjetunion die Automobilindustrie und das Luftfahrt- und Kommunikationsministerium. Von 1975 bis 1994 arbeitete Trubezkoi für die Società Generale Semiconduttori (SGS), ein italienischer Halbleiterproduzent, der damals zum französischen Technologiekonzern Thomson (heute Vantiva) gehörte. Aus SGS entwickelte sich STMicroelectronics, einer der grössten europäischen Halbleiterproduzenten. Alexander Trubezkoi beriet den Präsidenten des Thomson-Konzerns und war für Grossaufträge des Konzerns verantwortlich. Darunter fiel die Lieferung von Kontroll- und Fernsteuerungssystemen für Gaspipelines an das sowjetische Ministerium für Öl- und Gasindustrie. (1) Der Thomson-Konzern war von sowjetischen Agenten infiltriert worden. (1) Alexander Trubezkoi war daran beteiligt, die bis heute bestehende russische Nachrichtenagentur TASS mit einem Kommunikationsmanagementsystem auszustatten. Er sagte dazu: „Und wo immer TASS-Journalisten arbeiteten, in Russland oder im Ausland, benutzten sie dieses System.“ Zudem lieferte er in den Nahen Osten Ausrüstung für die Erdölindustrie. Im Jahr 1997 hatte Trubezkoi Kontakt zum Institut für Geschichte des russischen Verteidigungsministeriums. Natürlich könnte man auf den Gedanken kommen, dass Trubezkoi mit französischen Geheimdiensten in Kontakt stand und es Versuche der russischen Geheimdienste gab, ihn zu rekrutieren, was Trubezkoi aber abstreitet. (1) Laut dem 2020 veröffentlichten Bestseller-Buch von Catherine Belton, das vom KGB-Netzwerk im Putin-Regime handelt, wurde Trubezkoi in den 80er-Jahren vom KGB angeworben. (1)

Im Jahr 2011 hatte der damalige russische Kommunikationsminister Igor Schtschogolew (Shchegolev) vorgeschlagen, Alexander Trubezkoi als Vorsitzenden beim Staatskonzern Svyazinvest einzusetzen. (1, 2) Svyazinvest war damals der grösste Telekommunikationskonzern Russlands. Übrigens war der berühmte Investor George Soros bis 2004 an Svyazinvest beteiligt. (1) Trubezkoi wurde schliesslich in den Vorstand von Svyazinvest aufgenommen. Er war zur selben Zeit im Vorstand wie Michail Zadornow. (1, 2) Der Banker war Ende der 90er-Jahre Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident gewesen.

Alexander Trubezkoi hatte seinen Vorstandsposten bei Svyazinvest wie gesagt Igor Schtschogolew zu verdanken. Ein Vertreter von Schtschogolew sagte: „Trubezkoi war lange Zeit massgeblich an der Stärkung der Beziehungen zwischen Russland und Frankreich in Wirtschaft und Politik beteiligt. Er nahm an Veranstaltungen teil, auch auf der Ebene von Präsidenten und Premierministern, und war einer der prominentesten Vertreter der ersten Emigrationswelle.“ Schtschogolew arbeitete von 1988 bis 1998 als Korrespondent in Paris für die oben erwähnte Nachrichtenagentur TASS. Ihm wurde nachgesagt, dass er damals für den KGB verdeckt in Frankreich gearbeitet hatte. Er hatte sich bereits damals mit Trubezkoi getroffen. Trubezkoi sagte, er habe Schtschogolew erst gründlich kennengelernt, nachdem dieser 2008 Minister für Telekommunikation wurde. (1, 2) Schtschogolew gehört bis heute zur Staatselite. Er ist im Sicherheitsrat zusammen mit Präsident Putin und den russischen Geheimdienstchefs. (1) Von 2012 bis 2018 war er ein Assistent von Putin. (1) Auf der Webseite des russischen Ministerpräsidenten wurde Alexander Trubezkoi beschrieben als einer der Leiter „der führenden Organisationen der russischen Emigration in Frankreich“, Vorsitzender der Gesellschaft für das Gedenken an die kaiserliche Garde und „aktiver Teilnehmer und Initiator der wichtigsten patriotischen Veranstaltungen der russischen Diaspora“. Alexander Trubezkoi hat Kontakt zu Geschäftsleuten in Russland. Ein russischer Unternehmer sagte: „Alexander Trubezkoi verfügt über sehr umfangreiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit grossen russischen und französischen Unternehmen auf höchster Ebene. Kolossale Verbindungen. Wir haben grosse Verträge im Energiesektor zwischen Russland und Frankreich abgewickelt.“ Der Unternehmer schätzte den Gesamtwert dieser Projekte auf 200 bis 300 Millionen Euro. Er sagte über Trubezkoi: „Er ist französischer Staatsbürger, er lebt in Paris, aber er kennt unsere russische Realität sehr gut und hat hier einen grossen Bekanntenkreis.“ Trubezkoi sagte: „Ich fühle mich im Geiste mehr russisch als französisch, obwohl ich Frankreich liebe und dem Land treu ergeben bin.“ (1)

Alexander Trubezkoi freundete sich mit Alexander Awdejew (Avdeev/Avdeyev) an, der russischer Botschafter in Frankreich war. Awdejew hatte bereits zur Sowjetzeit in der Botschaft in Frankreich gearbeitet, wo man ihn wegen Verdacht auf Spionage ausgewiesen hatte. (1, 2) Er war Botschafter der Sowjetunion in Luxemburg. Nach der Auflösung der Sowjetunion vertrat er Russland für ein paar Jahre als Botschafter in Bulgarien. In den 2000er-Jahren war er dann Botschafter in Frankreich. Von 2008 bis 2012 war er Russlands Kulturminister. Er fungierte von 2013 bis 2023 als russischer Botschafter beim Vatikan und beim Malteserorden. (1) Beim Malteserorden lernte er noch weitere Adlige kennen. Bei einem Treffen zwischen Awdejew und dem Malteser-Grossmeister Matthew Festing waren auch Mitglieder der russischen Kaiserfamilie dabei (darunter Maria Wladimirowna). (Foto)

Im Jahr 2004 gehörten Alexander Trubezkoi und Alexander Awdejew zu den Gründern der „Association Dialogue Franco-Russe“, die ich hier als ADFR abkürzen werde. Die ADFR ist eine französische Gesellschaft, die sich für den französisch-russischen Dialog einsetzt und seit ihrer Gründung unter der Schirmherrschaft des französischen und russischen Präsidenten steht. Die Gesellschaft fördert den Austausch zwischen den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kreisen der beiden Länder. Zu den Gründern der ADFR gehörten hohe Manager aus Frankreich und Russland, auf französischer Seite unter anderem Louis Schweitzer. Zu den russischen Gründern zählten unter anderem die Manager Valery Okulow, ein Schwiegersohn des russischen Präsidenten Boris Jelzin, sowie Sergei Tschemesow (Chemezov) und Nikolai Tokarew. (1) Tschemesow und Tokarew hatten zusammen mit Wladimir Putin in Ostdeutschland für den KGB gearbeitet. (1, 2, 3) Derzeit gehören Franzosen zur Führung der ADFR, die Verständnis für Russland bezüglich des Ukrainekrieges zeigen. Einer davon ist der Geschäftsmann Gilles Remy, der 2017 von Putin den Orden der Freundschaft erhielt. Der ADFR wird vorgeworfen, in Frankreich Kreml-Narrative zu verbreiten. Hier eine Auswahl von Überschriften auf der Webseite der Gesellschaft:

  • „Die Hilfe für die Ukraine funktioniert nicht. Es ist Zeit zu verhandeln.“
  • „Für den Westen zielt dieser Konflikt darauf ab, Russland zu schwächen, nicht aber darauf, der Ukraine zu helfen.“
  • „Russland kann ohne Europa auskommen, aber wir werden nicht ohne Russland auskommen.“ Zitat von Pierre de Gaulle, Enkel des französischen Präsidenten Charles de Gaulle.
  • „Unglaubliche Korruption der Biden Familie, die von den Medien verschwiegen wird.“

Das „Institute for European Integrity“ stuft die ADFR als „Hochrisiko-NGO“ ein, nicht nur wegen möglicher Verbindungen zu russischen Geheimdiensten, sondern auch wegen mutmasslicher Verbindungen zur russischen Mafia. Eine Führungskraft der Gesellschaft war der Franzose Bernard Lozé, der von Putin den Orden der Freundschaft erhielt. Bernard Lozé war im Vorstand eines kleinen Finanzunternehmens, das womöglich Verbindungen zum russischen Mafiaboss Semjon Mogilewitsch (Mogelivich) hatte, der vom FBI als der gefährlichste Verbrecher der Welt eingestuft wurde. (1, 2)

Alexander Trubezkoi sagte 2011, dass die ADFR auch von russischen Unternehmen finanziert wird. Der Verein hatte französischen Unternehmen bei Geschäften in Russland geholfen. 2011 traf Wladimir Putin bei einem Besuch in Frankreich Mitglieder der ADFR. Trubezkoi war geschäftsführender Vorsitzender der Gesellschaft. Er lernte dadurch den Russen Wladimir Jakunin kennen, der Co-Vorsitzender der ADFR war. Jakunin und Trubezkoi haben auch in kirchlichen Angelegenheiten zusammengearbeitet. (1, 2) Jakunin, ein Geschäftsmann und ehemaliger KGB-Agent, war Chef der staatlichen Eisenbahn. 2016 gründete er eine Denkfabrik in Deutschland, höchstwahrscheinlich eine Frontorganisation der russischen Geheimdienste. Jakunin ist eng mit Putin verbunden (der ebenfalls ein Mitarbeiter des KGB war) und gehört zu Putins Genossenschaft Ozero. Dadurch kennt er Nikolai Schamalow, der mit Putins Familie verschwägert ist. (12) Personen aus diesem Umfeld waren oder sind noch immer mit der Tambow-Bande verbunden, einer mächtigen Gruppe der russischen Mafia. (1) Jakunin hatte noch Kontakt zu weiteren russischen Adligen aus dem Ausland. (1)

Alexander Trubezkoi ist Mitglied der ACRN, einer weiteren Vereinigung zur Förderung der Beziehungen zwischen Frankreich und Russland. Der russische Prinz George Yourievsky ist Ehrenmitglied der ACRN und soll angeblich eine politische Brücke zwischen dem Kreml und dem britischen Königshaus schlagen. (1) Prinz Yourievsky lebt in der Schweiz. Er ist ein Urenkel des russischen Kaisers Alexander II. (1) Die ACRN wird vom russisch-orthodoxen Milliardär Dmitri Rybolowlew unterstützt, den die Medien als Oligarchen bezeichnen. Im Jahr 2022 wollte die ACRN ihren Galaabend in der Villa Ephrussi de Rothschild in Frankreich abhalten (die Ephrussi Familie gehörte im 19. Jahrhundert zu den reichsten russischen Juden und ist mit Adligen verschwägert). Die Ehrenpräsidentin der ACRN ist Prinzessin Dorrit Romanow, die in die russische Kaiserfamilie heiratete. (Quelle/archivierte Version) Sie und ihr Mann trafen Präsident Putin. (Foto) Prinz Yourievsky würde die Wiederherstellung der russischen Monarchie begrüssen. Zudem meint er, dass das Modell der westlichen Demokratien nicht zu Russland passt. Er sagte: „Russland braucht ohne Zweifel eine starke Führung, egal in welchem System, egal ob Zar oder Präsident. Ein so komplexes, heterogenes und grosses Land kann man nicht führen ohne eine Position der Machtfülle und eine starke Persönlichkeit. Wir reden von unzähligen Sprachen und Ethnien, sämtliche Weltreligionen sind vertreten, es gibt elf Zeitzonen – da kann man keine gemütliche Plauderdemokratie haben.“ (1)

Alexander Trubezkoi ist seit 2017 Honorarprofessor der Universität Moskau. (1) Er besitzt inzwischen die russische Staatsbürgerschaft. (1) Anfang 2024 nahm er am Russophilen-Kongress teil. (1) Soviel ich über das Internet herausfinden konnte, hatte er Russlands Überfall auf die Ukraine nie öffentlich verurteilt, womit er ja sein Verhältnis zur russischen Elite beeinträchtigen könnte. Er sagte 2022: „Durch das russische Denken wird eine grosse Erneuerung für die ganze Welt vorbereitet und diese Erneuerung wird vollzogen.“ (1)

Alexander Trubezkoi sagte 2017, dass seine Söhne in Russland leben. Einer arbeitet im Finanzsektor, der andere bei einem Immobilienunternehmen. Die Söhne erhielten ihre Ausbildung in Frankreich und Russland. Alexanders Frau ist mit georgischen Hochadligen verwandt. (1) Seine Tochter arbeitete für den französischen Versicherungskonzern AXA. (1) Er hat Freunde in Armenien. Als Edward Nalbandjan Armeniens Botschafter in Frankreich war, hatte Trubezkoi sehr gute Beziehungen zur armenischen Botschaft in Frankreich. (1) Nalbandjan, der von 2008 bis 2018 armenischer Aussenminister war, diente Armenien auch als Botschafter im Vatikan und in Israel. Der Heilige Stuhl und der Malteserorden verliehen ihm je einen Orden. Er erhielt den Orden der Freundschaft der Russischen Föderation. Er war bereits Diplomat der Sowjetunion gewesen. (1) Armenien gehörte zur Sowjetunion.

Alexander Trubezkoi begleitete im Jahr 2005 die Aschen des Generals Anton Denikin und des Philosophen Iwan Iljin nach Russland und nahm an ihrer Umbettung teil. Alexanders Vorfahren hatten die beiden Männer gekannt. Iwan Iljin, der als „Putins Lieblingsphilosoph“ beschrieben wurde, kam aus einer russischen Adelsfamilie, die aus der Dynastie der Rurikiden hervorging. Alexander Trubezkoi lernte bei der Umbettung den russisch-orthodoxen Bischof Tichon kennen, mit dem er sich anfreundete. Später lernte Trubezkoi den russischen Geschäftsmann Konstantin Malofejew (Malofeev) kennen, der Bischof Tichon nahe steht und wie Trubezkoi im Vorstand von Svyazinvest war. Trubezkoi bezeichnete Malofejew als „einen echten russisch-orthodoxen Patrioten“. (1, 2) Bischof Tichon, der als Putins Beichtvater gilt, war in den 90er-Jahren ein überzeugter Monarchist. (1) Zum Netzwerk von Konstantin Malofejew gehören Wladimir Jakunin und Igor Schtschogolew, die wie bereits erwähnt Alexander Trubezkoi kennen und ehemalige KGB-Agenten sind. Malofejew ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten der monarchistischen Bewegung in Russland und möchte das Kaiserreich wiederbeleben. Er war Trauzeuge bei einer Heirat der Kaiserfamilie. Er hat viel Kontakt zum berüchtigten Philosophen Alexander Dugin, der mit der russischen Monarchie sympathisiert und auch auf der Hochzeit der Kaiserfamilie war. (Mehr dazu im Beitrag zu Russlands Monarchisten).

Igor Schtschogolew überreichte Alexander Dugin den Orden des Mutes, um Dugins ermordete Tochter zu ehren. Maria Wladimirowna aus der russischen Kaiserfamilie drückte schriftlich ihr Beileid aus. (1)

Die britische Zeitung The Guardian schrieb, dass Dugins Vater ein KGB-Offizier war. (1)

Alexander Trubezkoi hat Verbindungen zu Alexander Dugin. (1) Dugin ist ein prominenter Vertreter des Eurasismus. Ein Mitglied der Trubezkoi Familie war in den 1920er-Jahren einer der Vordenker und Begründer des Eurasismus gewesen. Alexander Trubezkoi gab 2022 ein Interview, in dem er sich offen zeigt für die Ideen des Eurasismus und für die Errichtung eines „kollektiven Ostens“ als Gegenpol zum kollektiven Westen. (1, 2)

Der oben erwähnte monarchistische Oligarch Konstantin Malofejew ist eng mit Fürst Zurab Tschawtschawadse vernetzt, der ihm half, Kontakte zum französischen Politiker Jean-Marie Le Pen aufzubauen. Der Fürst war früher Vorsitzender des Obersten Monarchierates und Vertreter des Oberhauptes des russischen Kaiserhauses in Russland. (1, 2) Er kommt aus der georgischen Adelsfamilie Tschawtschawadse (Chavchavadze). Ein Mitglied der Familie war David Chavchavadze (1924–2014), der in England geboren wurde und in den USA lebte. Er arbeitete für die CIA. Zu seinen Aufgaben gehörte die Rekrutierung sowjetischer Agenten. Er reiste um die Welt, um Überläufer aus der Sowjetunion zu treffen. Er war auf der Yale University gewesen. Seine Mutter Nina kam väterlicherseits aus der russischen Kaiserfamilie und mütterlicherseits aus der griechischen Königsfamilie. David Chavchavadze war väterlicherseits ein Nachkomme des georgischen Königs George XII. (1, 2)

Konstantin Malofejew und Personen aus seinem Umfeld sowie sein Fernsehsender Tsargrad TV sagen, Freimaurer hätten sich gegen Russland verschworen und der Überfall auf die Ukraine sei auch ein Kampf gegen die internationale Freimaurerei. (1)

Konstantin Malofejew ist mit Graf Serge de Pahlen befreundet, den er 1991 kennenlernte. Serge de Pahlen kommt wie Trubezkoi aus einer russischen Adelsfamilie, die seit der Russischen Revolution im Exil lebt. Malofejew sagte über Pahlen: „Er spielte eine grosse Rolle in meinem persönlichen Schicksal. Er ist eine einzigartige Persönlichkeit.“ Serge de Pahlen kennt Alexander Trubezkoi und Mitglieder der russischen Kaiserfamilie. Zudem ist Pahlen seit über 30 Jahren mit Wladimir Putin befreundet. Als Putin zu einem offiziellen Besuch nach Frankreich reiste, hielt er sich im Haus von Pahlen auf. Serge de Pahlen hatte Russland bereits zur Sowjetzeit besucht. Catherine Belton behauptet in ihrem Buch, dass Pahlen damals vom KGB rekrutiert wurde. (1, 2, 3)

Serge de Pahlen nahm 2014 an einem Treffen in Österreich teil, das von Malofejew veranstaltet wurde und bei dem Alexander Dugin anwesend war. Zu den Gästen gehörten weitere Adlige, darunter Prinz Sixtus-Heinrich „Sixto“ von Bourbon-Parma, ein Anwärter auf den spanischen Thron. Zu diesem Treffen kamen auch Mitglieder von rechtspopulistischen Parteien aus mehreren europäischen Ländern. (1)

Serge de Pahlen freundete sich mit Anatoli Sobtschak an. (1, 2) Dieser war Bürgermeister von Sankt Petersburg und gilt als Wladimir Putins politischer Ziehvater. (1) Auch Mitglieder der russischen Kaiserfamilie hatten in den frühen 90er-Jahren ein gutes Verhältnis zu Anatoli Sobtschak und seiner Frau Lyudmila Narussowa aufgebaut. (1) Lyudmila Narussowa ist eine zum Christentum konvertierte Jüdin und war im Vorstand des Russisch-Jüdischen Kongresses. (1) Maria Wladimirowna aus der russischen Kaiserfamilie hat Lyudmila in den Adelsstand erhoben. (1, 2)

Serge de Pahlen lebt in der Schweiz und gründete einen Verlag in Genf mit dem Namen „Les Editions des Sirtes“, der putinfreundliche Bücher veröffentlichte. (1)

Serge de Pahlen wurde 2004 in den Vorstand einer russischen Bank aufgenommen. (1) Zu seinem Netzwerk gehört der Banker Jean Goutchkoff, der in Genf lebt. Goutchkoff kommt ebenfalls aus einer russischen Emigrantenfamilie. (1) Er hatte in Frankreich studiert. In Russland tritt er unter dem Namen Ivan Gutschkow auf. Er kommt aus der Gutschkow Familie, die im 19. Jahrhundert Politiker, Industrielle und Bankiers in Russland waren. Ivan Gutschkow wird in einem Interview als „der Enkel eines prominenten russischen Politikers, Führer der Oktobristen, Abgeordneter der Staatsduma“ bezeichnet. (1) Er ist also ziemlich sicher der Enkel von Alexander Gutschkow/Guchkov (1862–1936). Dieser war Freimaurer und gehörte zum obersten Rat des Grossorients der Völker Russlands. (1, 2) Diese bereits erwähnte Freimaurerloge hatte sich an der Februarrevolution beteiligt. (Mehr dazu) Nach der Februarrevolution war Alexander Gutschkow der erste Kriegsminister in der provisorischen Regierung, zu der viele Freimaurer gehörten. Er starb 1936 in Paris.

Jean Goutchkoff, der wie gesagt Serge de Pahlen kennt, war stellvertretender CEO des Schweizer Private Banking-Geschäfts der führenden französischen Grossbank Société Générale. Er leitete die Geschäfte der „HSBC Private Bank Suisse“ in der Region Mittel- und Osteuropa. Er gehörte zur Führung der HSBC in Russland. (1) Die HSBC ist die grösste britische Bank. Goutchkoff hatte in Genf schwerreiche Kunden aus Russland betreut. (1) Von 1984 bis 1993 arbeitete er in Russland für die französische Grossbank CIC. Anschliessend arbeitete er bis 2005 für die Inter Maritime Bank. (1) Die Genfer Bank wurde damals von Baruch „Bruce“ Rappaport kontrolliert.

Anmerkung zu Bruce Rappaport: Der internationale jüdische Geschäftsmann, der 2010 verstarb, wurde 1922 in Palästina geboren. Er stand dem israelischen Präsidenten Schimon Peres nahe. Rappaports Eltern hatten in Russland gelebt und waren kurz vor der Revolution ausgewandert. (1) Er wurde in der Schweiz sesshaft. 2003 wurde sein Vermögen auf über eine Milliarde Schweizer Franken geschätzt. (1) Er und seine Inter Maritime Bank, die enge Verbindungen nach Russland hatte, wurden verdächtigt, Gelder aus Russland zu waschen. US-Regierungsbehörden glaubten, dass bei zwei Banken von Rappaport auf der karibischen Insel Antigua, nämlich der Swiss American Bank und der Swiss American National Bank, Gelder aus dem Drogenhandel eingezahlt wurden. Antigua war ein wichtiges Zentrum der russischen Geldwäsche. Rappaport diente Antigua als Botschafter in Russland. Er besass in den 80er-Jahren knapp 8 Prozent der Bank of New York, die zusammen mit Rappaport die Inter Maritime Bank kontrollierte. Die Bank of New York, eine der ältesten Banken der USA, hatte viele Geschäfte in Russland abgewickelt. (1) Sie ist eine der beiden Vorläufer der heutigen Grossbank BNY Mellon. Bei der Bank of New York gab es Konten, die von Ermittlern mit dem russisch-jüdischen Mafiaboss Semjon Mogilewitsch (Mogilevich) in Verbindung gebracht wurden. Die Bank entliess wegen Verdacht auf Geldwäsche zwei Russinnen, Lucy Edwards und Natasha Kagalowski. Lucy Edwards heiratete den Russen Peter Berlin, der von britischen und amerikanischen Ermittlern verdächtigt wurde, mit dem Mafiaboss Semjon Mogilewitsch in Verbindung zu stehen. Natasha Kagalowski (Kagalovsky) ist die Ehefrau von Konstantin Kagalowski, der Russland beim Internationalen Währungsfonds vertrat. (1, 2, 3) Nach Angaben von Wikipedia spielte Bruce Rappaport eine wichtige Rolle bei illegalem Waffenhandel, bei dem in Israel hergestellte Waffen über Antigua an kolumbianische Drogenkartelle verkauft wurden. Zudem hatte Rappaport Verbindungen zur kriminellen Grossbank BCCI und wurde verdächtigt, in die Iran-Contra-Affäre verwickelt zu sein. (1, 2) Zur Führung seiner Inter Maritime Bank gehörte der Schweizer Banker Alfred Hartmann, der im Vorstand der BCCI sass und bei einer Tochterbank der BCCI in Genf den Vorsitz innehatte. Alfred Hartmann gehörte zur Führung von Rothschild-Banken in der Schweiz und zur Führung des Schweizer Militärgeheimdienstes. Er war bei mehreren Schweizer Niederlassungen von ausländischen Grossbanken tätig und war Vizepräsident des Schweizer Pharmakonzerns Roche. Ausserdem war er Direktor bei der Banco Ambrosiano in Panama. (1, 2, 34) Die Banco Ambrosiano war ein Finanzdienstleister der italienischen Mafia und wurde von der Freimaurerloge P2 kontrolliert.

Serge de Pahlen heiratete die Milliardärin Margherita Agnelli. Sie kommt aus der Agnelli Familie, der wohl mächtigsten Familien der italienischen Wirtschaftselite. (1, 2) Pahlens Frau kommt mütterlicherseits aus der Caracciolo Familie, einer der mächtigsten Familien des italienischen Adels. Die Agnellis sind noch mit weiteren italienischen Adelsfamilien verschwägert. Serge de Pahlen ist der Stiefvater des Exor-CEO John Elkann. Pahlens Frau ist die Tochter des 2003 verstorbenen Wirtschaftsbosses Gianni Agnelli, dem nachgesagt wurde, der mächtigste Italiener zu sein, aber er war eigentlich bloss der wirtschaftliche Arm der italienischen Adelselite. Gianni Agnelli war ein führender Transatlantiker und pflegte Freundschaften mit David Rockefeller und Henry Kissinger, die als zwei der mächtigsten US-Amerikaner galten. Also hat der Schwiegersohn eines Freundes von Rockefeller und Kissinger seit über 30 Jahren ein gutes Verhältnis zu Putin. Die Welt der hohen Eliten scheint ziemlich klein zu sein. Übrigens hatte der Milliardär und Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der ebenfalls einer der mächtigsten Italiener war, ein freundschaftliches Verhältnis zu Putin. Die italienische Prinzessin Vittoria Alliata di Villafranca nahm 2023 am Russophilen-Kongress teil. Sie stammt aus derselben Familie wie Giovanni Alliata di Montereale, ein hoher Freimaurer mit Verbindungen zur Mafia, der sich über Jahrzehnte an mehreren Verschwörungen beteiligt hatte.

Eine historische Anekdote zum italienischen Adel: Während der beiden Weltkriege hatte der italienische Adel auf beiden Seiten Freunde, Verbündete und Verwandte. Die italienische Königsfamilie Savoyen hinterging in den beiden Weltkriegen ihre ursprünglichen Verbündeten. Als der italienische König Viktor Emanuel III. im Ersten Weltkrieg dem österreichischen Kaiser den Krieg erklärte, sprach dieser von einem Treuebruch, „dessen Gleichen die Geschichte nicht kennt“. Als Viktor Emanuel III. im Zweiten Weltkrieg den von ihm eingesetzten Diktator Benito Mussolini wieder entfernte und Adolf Hitler hinterging, schrieb die französische Presse: „Das Haus Savoyen hat noch nie einen Krieg an der Seite dessen beendet, mit dem es ihn begann, es sei denn, der Krieg dauerte lange genug, dass es die Fronten zweimal wechseln konnte.“ (1, 2) Der wichtigste Einflussagent der Savoyen Familie in Nazideutschland war der hochadlige Philip von Hessen, dem es gelang, ein enges Vertrauensverhältnis zu Hitler aufzubauen. Philip war homo- oder bisexuell. (1) Es wurde immer wieder spekuliert, ob auch Hitler bisexuell war. Ernst Hanfstaengl, ein ehemaliger Freund von Hitler, erzählte den Geheimdiensten aus den USA, dass Hitler Sex mit Männern hatte. Die CIA hat den Bericht erst 70 Jahre später veröffentlicht. (1) Ich halte es durchaus für möglich, dass Philip von Hessen versuchte, Hitler zu verführen, was eine Honeypot-Operation war, die von einem internationalen Adelsnetzwerk eingefädelt wurde.

Serge de Pahlen spielte eine zentrale Rolle bei Präsident Putins erstem Besuch in Italien. Mitglieder der Agnelli Familie waren bei dem Treffen dabei. (1) Die Agnellis kontrollieren den Automobilhersteller Fiat, wo Pahlen für internationale Beziehungen zuständig war. Er vertrat Fiat in Russland. Fiat hatte bereits geschäftlichen Kontakt zur Sowjetunion gehabt. (1, 2)

Serge de Pahlen und seine Frau Margherita Agnelli hatten eine enge Beziehung zum Patriarchen Alexei II., der das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche war. (1) Alexei II. hatte für den KGB gearbeitet. (1, 2) Er stammte aus dem Adel. (12)

Serges Sohn Pietro de Pahlen ist Inhaber einiger Baufirmen in Russland. (1)

Ein Mitglied der Pahlen Familie war Peter Ludwig von der Pahlen (1745–1826). Er gehörte zu den Verschwörern, die den russischen Kaiser Paul I. ermordeten.

Serges Schwester Anne de Pahlen lebt in England und heiratete einen britischen Baronet. Ihr Sohn David Henderson-Stewart lebt seit über 15 Jahren in Russland und ist dort als Geschäftsmann tätig. (1) Der Sohn Nicholas Henderson-Stewart heiratete die Hochadige Pilar de Orléans-Borbón, deren Grossmutter mütterlicherseits aus der italienischen Fürstenfamilie Ruffo kam. Nicholas und David sind die Enkel des schottischen Politikers James Henderson-Stewart (1897–1961), der den Adelstitel eines Baronets erhielt. (1)

Anne und Serge de Pahlen sowie Irina de Pahlen aus Belgien und zwei Mitglieder der Familie Henderson-Stewart gehörten Ende 2014 zu den Unterzeichnern eines offenen Briefes, in dem die antirussische Propaganda im Westen und die Verbrechen der ukrainischen Truppen kritisiert werden. Der Brief wurde von über 100 russischstämmigen Adligen unterzeichnet, darunter vom bereits erwähnten Prinzen George Yourievsky. Auch der oben erwähnte Schweizer Banker Jean Goutchkoff (Ivan Guchkov) gehörte zu den Unterzeichnern. Der Brief wurde von Fürst Dmitri Schachowskoi (Shakhovskoy) verfasst, der in Frankreich lebt. Er sagte: „Ich möchte mehrere Punkte anmerken. Erstens geht es um die Wiedervereinigung der Krim mit Russland. Ich will ehrlich sein: Für uns hat sie nie aufgehört, russisch zu sein, und die Tatsache, dass die Halbinsel eine Zeit lang von Russland abgerissen wurde, war ein ständiger Schmerz. Als die Krim zu Russland zurückkehrte, waren wir überglücklich. Zu unserer Überraschung mussten wir jedoch feststellen, dass dieses Gefühl nicht von allen geteilt wurde, auch nicht von den (russischen) Emigranten. Da wurde uns klar, dass die antirussische Propaganda und Desinformation nicht nur die Franzosen betraf, und wir beschlossen, uns öffentlich dazu zu äussern. Darüber hinaus waren wir unglaublich empört über die Art und Weise, wie die Ereignisse rund um die Ukraine-Krise in den westlichen Medien dargestellt wurden.“ Dmitri Schachowskoi stammt aus der Blutlinie der Rurikiden, die auf den Fürsten Rurik aus dem 9. Jahrhundert zurückgeht, den Urvater des russischen Hochadels. (1) Ruriks Familie gründete im 9. Jahrhundert die Kiewer Rus, ein Reich, das die heutige Ukraine, Belarus und den westlichsten Teil von Russland umfasste. Kiew, die heutige Hauptstadt der Ukraine, war die Hauptstadt der Kiewer Rus.

Fürst Dmitri Schachowskoi soll bereits zur Sowjetzeit Kontakte nach Russland gepflegt haben. Der russische Adlige Alexander von Hahn, der Putin sehr kritisch gegenübersteht, sagte bezüglich des offenen Briefes: „Die Menschen, die dieses Dokument unterzeichnet haben, werden stark von der Illusion ihres Einflusses in Russland getrieben.“ Der Sohn von Schachowskoi, der in Moskau arbeitete, ist ein enger Freund des oben erwähnten monarchistischen Oligarchen Konstantin Malofejew und heiratete die Tochter des Fürsten Zurab Tschawtschawadse, der wie bereits erwähnt auch zu Malofejews Verbündeten gehört. (Quelle/archivierte Version) Dmitri Schachowskoi traf sich im März 2024 mit dem russischen Aussenminister Sergei Lawrow, der ihm den Orden der Freundschaft überreichte. Lawrow sagte dabei: „Wir können endlos reden und unsere Bewunderung für diesen Mann, seine Loyalität gegenüber dem Vaterland und die Loyalität seiner gesamten Familie zum Ausdruck bringen, von denen die meisten heute hier bei ihm sind.“ (1, 2) Dmitri Schachowskoi war Gründungsmitglied der CILANE, eine Austausch- und Vernetzungsorganisation europäischer Adelsverbände. (1) Dmitri hatte einen gleichnamigen Verwandten, der 2016 verstarb und zur Sowjetzeit in Russland gelebt hatte. (1)

Dmitri Schachowskoi und Alexander Trubezkoi wurden per Dekret des Präsidenten mit der Puschkin-Medaille ausgezeichnet. (1)

Alexander Trubezkoi, Serge de Pahlen und Dmitri Schachowskoi waren 2004 zusammen mit weiteren russischen Adligen Mitgründer der „Bewegung für lokale Orthodoxie der russischen Tradition in Westeuropa“. (1)

Zu den Unterzeichnern des offenen Briefes von Schachowskoi gehörten Mitglieder der russischen Adelsfamilie Tolstoi aus Frankreich und Belgien. (1) Übrigens heiratete der russische Exmilliardär Sergei Pugatschow (Pugachev) die Gräfin Alexandra Tolstoi, die in Grossbritannien lebt. Alexandras Schwester heiratete in die britische Grafenfamilie Sackville. (1) Sergei Pugatschow hatte ein gutes Verhältnis zum russischen Präsidenten Boris Jelzin und eine enge Freundschaft mit dem Patriarchen Alexei II. (ein Adliger). Pugatschow unterstützte Putins Aufstieg an die Macht. 2015 behauptete Pugatschow in einem Interview, dass er persönlich Putin an die Macht gebracht hatte. Er sei der Erste gewesen, der sich dafür aussprach, Putin als Nachfolger Jelzins zu installieren. Zu Beginn der 2010er-Jahre ging sein gutes Verhältnis zu Putin in die Brüche und er lebt nun in Frankreich. (1) Einige Mitglieder der Adelsfamilie Tolstoi hatten in der Sowjetunion gelebt. Pjotr ​​Tolstoi, der heute zur politischen Elite Russlands gehört, kommt aus der Tolstoi Familie. Er verbreitet Kreml-Propaganda und antiwestliche Verschwörungstheorien. Er ist ein aggressiver Befürworter des Ukrainekrieges. Daher landete er auf Sanktionslisten. (1, 2) Er nannte 2023 Bulgarien und Rumänien als mögliche Ziele für eine künftige russische Expansion, aber man müsse zuerst mit der Ukraine fertig werden. (1) Pjotr ​​Tolstoi kennt und schätzt den monarchistischen Oligarchen Konstantin Malofejew. (1, 2) Pjotr ​​Tolstoi kannte auch Alexander Dugins Tochter und sagte, dass der Mord an ihr nicht ungestraft bleiben dürfe. (1)

Zu den Unterzeichnern des offenen Briefes gehörte Graf Peter Scheremetew, der in Frankreich lebt. (1) Er erhielt 2008 den Orden der Freundschaft vom damaligen russischen Präsidenten Medwedew. Zur Zeit des Kaiserreiches war die Scheremetew Familie eine der reichsten Familien Russlands gewesen. Peter Scheremetew hatte 1979 Russland zum ersten Mal besucht, also noch zur Sowjetzeit. Seine erste Ehefrau Marie Eugénie de Witt ist die Tochter von Marie Clotilde Bonaparte (1912–1996). Diese kam väterlicherseits aus der Familie von Kaiser Napoleon und mütterlicherseits aus der belgischen Königsfamilie. (1, 2) Peter wird in der zweiten Quelle Cheremetieff genannt. Im Jahr 1939 hatte ein Graf aus der Scheremetew Familie zusammen mit anderen Exilanten einen Obersten Rat der russischen Freimaurer in Frankreich gegründet. (1) Eine Gräfin aus der Scheremetew Familie heiratete Roman Romanow (1896–1978), der väterlicherseits aus der russischen Kaiserfamilie und mütterlicherseits aus der Königsfamilie von Montenegro kam. (1, 2) Graf Nikolai Scheremetew (1904–1979) heiratete Irina Jussupowa. Diese kam mütterlicherseits aus der Kaiserfamilie. Ihr Vater war der russische Fürst Felix Jussupow, der den berühmten Rasputin ermorden liess. (1)

Peter Scheremetew und Alexander Trubezkoi gehören zum „Internationalen Rat russischer Landsleute“, der Russlands Beziehungen zur Diaspora fördert. Dabei trafen sie Fürst Dmitri Schachowskoi, den Verfasser des offenen Briefes, und auch Fürst Nikita Lobanow-Rostowski. (Foto) Letzterer ist Ehrenmitglied und Mitgründer des Internationalen Rates, während Peter Scheremetew Ehrenvorsitzender ist. (1) Nikita Lobanow-Rostowski lebt in England und in den USA. Er war auf den angelsächsischen Eliteuniversitäten Oxford, Columbia und der New York University. Zudem war er im Kuratorium des Metropolitan Museums in New York. Über das Museum wird er Personen aus der New Yorker Elite kennengelernt haben. Er war Berater des führenden Diamantkonzerns De Beers. Dabei vermittelte er zwischen De Beers und den Führern der Sowjetunion. (1, 2) Als er 1988 Russland besuchte, wurde er von Sir Philip Oppenheimer begleitet, dessen Familie De Beers kontrollierte. In Oxford hatte Nikita britische Adlige kennengelernt, darunter Alexander Dunluce aus der Grafenfamilie McDonnell von Antrim. Nikita traf sich oft mit Baron Peter Carrington. (1) Dieser war einer der mächtigsten Männer der britischen Elite und Chef der NATO. Carrington leitete die berüchtigten Bilderbergtreffen und war Präsident der Pilgrims Society. (1) Nikita arbeitete für den Erdölkonzern Standard Oil California und für die Chemical Bank, die damals eine der grössten Banken der USA war. Er besetzte hohe Posten bei Wells Fargo (eine der grössten Banken der USA) und bei Prudential (einer der grössten Versicherungskonzerne der USA). Auf Erlass von Präsident Putin erhielt er 2005 den Orden der Freundschaft. 2010 verlieh ihm Präsident Medwedew die russische Staatsbürgerschaft. 2018 traf er Aussenminister Sergei Lawrow. Die Familie Lobanow-Rostowski zählt zur Dynastie der Rurikiden. (1, 2) Fürst Andrej Lobanow-Rostowski (1892–1979) war Freimaurer und gehörte zum Grossorient der Völker Russland. (1) Nach der Russischen Revolution wanderte er nach Frankreich aus, wo er einer Loge beitrat, zu der weitere russische Exilanten gehörten, darunter Adlige. (1) Nikita Lobanow-Rostowski heiratete die Britin June Marsham-Townshend, die mit dem britischen Baronet Ian Rankin verheiratet war, der Nikita in jungen Jahren kennenlernte. Rankins Grossvater mütterlicherseits war der 12. Graf von Stair aus dem schottischen Dalrymple Clan. (1) Der Graf war Grossmeister der Freimaurer von Schottland. (1) Nikita wurde in einem Interview auf die Freimaurer in der britischen Elite angesprochen, aber er sagte, er wisse nicht viel darüber, weil ihn das Thema nicht interessiere. (1)

Alexander Trubezkoi, Dmitri Schachowskoi und weitere russische Adlige nahmen 2013 an einem Treffen in Russland zu Ehren des 400. Jahrestages des Hauses Romanow (Kaiserfamilie) teil. Bei dem Treffen war Prinz Michael von Kent anwesend. (1) Der Prinz kommt aus der britischen Königsfamilie und ist mit der russischen Kaiserfamilie verwandt. Er erhielt 2009 von Präsident Dmitri Medwedew den Orden der Freundschaft für sein Engagement in den britisch-russischen Beziehungen. Nach Beginn der Invasion in der Ukraine 2022 gab Michael von Kent den Orden zurück, um sich von der russischen Führung zu distanzieren. Der Prinz war bis 2022 Schirmherr der Russisch-Britischen Handelskammer. (1) Sein Freund Simon Isaacs, der Markgraf von Reading, bezeichnete den Prinzen als „den inoffiziellen Botschafter Ihrer Majestät in Russland“. (1) Übrigens ist die Isaacs Familie die einzige jüdischstämmige Familie im britischen Adel, die den Titel eines Markgrafen besitzt und somit die höchste jüdische Familie in der britischen Adelshierarchie ist. Michael von Kent gehört zur Führung der Freimaurer in England und sein Bruder Edward ist der Grossmeister der Grossloge von England. (Mehr dazu)

Wladimir Putin kannte und schätzte die 2006 verstorbene Tatiana von Metternich-Winneburg. Diese kam aus der russischen Fürstenfamilie Wassiltschikow und heiratete einen Fürsten aus der deutsch-österreichischen Adelsfamilie Metternich. Tatiana hatte viele Freunde in Grossbritannien, darunter die dortige Königsfamilie. Zudem war sie mit dem russischen Fürsten Felix Jussupow (Youssoupoff) befreundet, der den berühmten Rasputin ermorden liess. (1) Putin soll Tatiana bereits in seiner Zeit als KGB-Agent kennengelernt haben. (1) Putin und sein Freund Anatoli Sobtschak lernten in den 90er-Jahren auch den deutschen Prinzen Eduard von Anhalt kennen, das Oberhaupt der Dynastie der Askanier. (Bei 37:05–37:55)

Alexander Trubezkoi, Dmitri Schachowskoi und weitere russische Adlige haben enge Verbindungen zur „Double-Headed Eagle Society“ (Doppeladler-Gesellschaft), eine russische Gesellschaft, welche die Monarchie wiederherstellen möchte. In der Doppeladler-Gesellschaft einigte man sich darauf, Putins Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2018 zu unterstützen. Sie sehen Putin aber nur als Übergangslösung an bis zur Einführung der Monarchie. Trubezkoi gehörte oder gehört noch immer zur Führung der Doppeladler-Gesellschaft. Der bereits erwähnte monarchistische Oligarch Konstantin Malofejew leitet und finanziert die Gesellschaft. Gegründet wurde sie 2016 von Leonid Reschetnikow, der mit Alexander Trubezkoi zusammenarbeitete. (1, 2, 3) Reschetnikow hatte zur Sowjetzeit für den KGB gearbeitet. Später stand er im Dienste des Auslandsgeheimdienstes SVR. Von 2009 bis 2017 war er Chef des „Russian Institute for Strategic Studies“ (RISS), ein Forschungszentrum mit engen Verbindungen zu den russischen Geheimdiensten. Sein Nachfolger als Chef des RISS ist Michail Fradkow, der Ministerpräsident und Chef des Auslandsgeheimdienstes SVR war. Reschetnikow und das RISS sollen sich in die US-Wahlen 2016 eingemischt haben, mit dem Ziel, die Wahlen zu Gunsten von Donald Trump zu beeinflussen. Reschetnikow soll sich auch in Bulgarien eingemischt haben und traf Kornelia Ninowa, die Vorsitzende der Sozialistischen Partei Bulgariens. Der ehemalige bulgarische Präsident Rossen Plewneliew bezeichnete Reschetnikow als „die rechte Hand von Herrn Putin auf dem Balkan“. Bulgarische Behörden sagen, dass die monarchistische Doppeladler-Gesellschaft den russischen Geheimdiensten bei der Spionage in Bulgarien geholfen hatte. (123) Übrigens gehört die Zarenfamilie von Bulgarien zu den Freunden und nahen Verwandten der russischen Kaiserfamilie. Der nicht amtierende Zar Simeon war von 2001 bis 2005 Bulgariens Ministerpräsident.

Der bereits erwähnte Fürst Zurab Tschawtschawadse gehörte zur Führung der Doppeladler-Gesellschaft. (1)

Die russische Internetzeitung The Insider, die der russischen Regierung kritisch gegenübersteht und in Russland verboten wurde, schrieb 2023 bezüglich der Netzwerke der kremlfreundlichen Adligen: „Wir können nur Fragmente dieses Netzes enthüllen, da sein wahres Ausmass noch ermittelt werden muss.“ (1) In Medienberichten wird oft der Eindruck vermittelt, dass diese Adligen sich vom Putin-Regime einspannen lassen, aber es scheint kaum jemand auf die Idee zu kommen, dass es eigentlich die Adligen sind, die versuchen, ein Einflussnetzwerk in Russland aufzubauen. Ich war erst auch skeptisch, ob dies den Aristokraten gelingen würde, da ich ursprünglich davon ausging, dass die russische Geheimdienstelite es nicht zulassen würde, dass Adlige, die im Ausland leben, in Russlands Elite eindringen. Aber dann ist mir aufgefallen, dass einige Führer der Geheimdienstelite offenbar mit diesen Adligen sympathisieren.

Grossherzogin Maria Wladimirowna aus der russischen Kaiserfamilie verlieh Nikolai Patruschew einen Orden und erhob ihn und seine Familie in den erblichen Adel. (123, 4) Patruschew ist eine der mächtigsten Personen der Geheimdienstelite und ein alter Weggefährte von Putin. Er leitete den FSB-Geheimdienst und war für den KGB tätig gewesen.

Alexander Trubezkoi traf den hochrangigen Politiker Sergei Naryschkin. (1, 2) Dieser ist seit 2016 Chef des Auslandsgeheimdienstes SVR und somit einer der mächtigsten Männer aus der Geheimdienstelite. Er ist ein Verbündeter Putins und Berichten zufolge hatten sie sich beim KGB kennengelernt. (1) 2013 besuchte Sergei Naryschkin die Ausstellung zum 400. Jahrestag des Hauses Romanow (Kaiserfamilie) und traf dabei den monarchistischen Oligarchen Konstantin Malofejew. (Foto) Malofejews Kollege Alexander Dugin war ein Berater von Naryschkin. (1) Aufgrund seines Namens wurde in russischen Medien spekuliert, ob Sergei Naryschkin aus der Adelsfamilie Naryschkin kommt. Ein Mitglied der Familie war Natalja Naryschkina (1651–1694), eine Gemahlin des Zaren Alexei I. (1) Sergei Naryschkin erzählte, dass er einmal ein Mitglied der Adelsfamilie Naryschkin, das in Frankreich lebt, getroffen hatte. (1) Er wird sich gut mit der Geschichte des russischen Adels auskennen, denn er ist seit 2012 Vorsitzender der „Russischen Historischen Gesellschaft“, deren Vorläufer auf den Adel zurückgeht. (1, 2) Derzeit ist Sergei Naryschkin zusammen mit dem oben erwähnten Adligen Pjotr ​​Tolstoi im hohen Rat von Putins Partei „Einiges Russland“. (1) Naryschkin erhielt 2009 den St.-Anna-Orden, der von der Grossherzogin Maria Wladimirowna verliehen wird. (1, 2)

Alexander Trubezkoi lernte den hohen Politiker Sergei Iwanow kennen. Iwanow sagte über Trubezkoi: „Mit einem solchen Mann zu sprechen ist ein Vergnügen.“ (1) Iwanow hatte für den KGB gearbeitet, wo er Putin bereits in den 70er-Jahren kennenlernte. 1998 wurde Iwanow stellvertretender Chef des FSB-Geheimdienstes. Zu dieser Zeit war Putin Chef des FSB. (1) Iwanow, Naryschkin und der mächtige Nikolai Patruschew haben über den russischen Sicherheitsrat regelmässig Kontakt zum Politiker Igor Schtschogolew, der wie bereits erwähnt ein gutes Verhältnis zu Alexander Trubezkoi hat.

Der Aussenminister Sergei Lawrow gilt als einer der mächtigsten Politiker Russlands. Wie bereits erwähnt traf er mehrere Personen aus dem russischen Adel und scheint sie zu respektieren. Zufälligerweise soll er väterlicherseits aus einer armenischen Fürstenfamilie stammen. (1) Er nahm den Familiennamen seiner Mutter an, die dem Namen nach womöglich aus der russischen Adelsfamilie Lawrow stammt. Der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew, der Orden an Adlige verlieh, könnte dem Namen nach aus der Adelsfamilie Medwedew stammen. Im Internet wurde sogar spekuliert, ob Wladimir Putin von der Adelsfamilie Putyatin abstammt.

Nach dem Sturz der Monarchie im Jahr 1917 hatte die Mehrheit der hohen Adligen das Land verlassen. Dennoch gibt es bis heute in Russland tausende Personen, die von Adligen abstammen. Der hohe Politiker Alexander Schukow (Zhukov) kommt aus einer Adelsfamilie und sein Vater war Mitglied der russischen Adelsversammlung, zu der viele Nachkommen von Adligen gehören. Weitere Adlige wären Sergei Jastrschembski (Yastrzhembsky), ein ehemaliger Assistent von Putin, und Dmitri Jakuschkin, der Pressesprecher von Präsident Boris Jelzin war. Der ehemalige Vizepräsident Alexander Ruzkoi (Rutskoy) sagte, er habe adlige Vorfahren. Auch das ehemalige Regierungsmitglied Wladimir Strschalkowski (Strzhalkovsky) ist ein Adliger. (1) Strschalkowski ist ein ehemaliger KGB-Agent und war Chef des russischen Bergbaukonzerns Norilsk Nickel (Nornickel). (1) Ihm wird ein gutes Verhältnis zu Putin nachgesagt. Strschalkowski war angeblich als Zuhälter aktiv. (Mehr dazu) Er erhielt 2009 einen Orden von der Grossherzogin Maria Wladimirowna aus der Kaiserfamilie. (1) Marias Sohn George Michailowitsch wurde 2008 als Berater und Lobbyist für Norilsk Nickel tätig. (1) Norilsk Nickel ist einer der grössten Nickelproduzenten der Welt. Der Konzern wird von den russischen Milliardären Wladimir Potanin und Oleg Deripaska (Freund von Nat Rothschild) kontrolliert.

Wladimir Potanin erhielt 2009 einen Orden von der Grossherzogin Maria Wladimirowna. (1) Potanin ging mit Präsident Putin Skifahren. (1) Andrei Klischas, ein Politiker und ehemaliger Chef von Norilsk Nickel, erhielt 2010 auch einen Orden von der Grossherzogin. (1)

Grossherzogin Maria Wladimirowna verleiht den Orden des Heiligen Wundertäters Nikolaus. Viele russische Militärs haben diesen Orden von der Grossherzogin erhalten (von denen einige inzwischen auf Sanktionslisten stehen), darunter folgende Personen:

  • Anatoli Kwaschnin (Kvashnin). Er war von 1997 bis 2004 Chef der Streitkräfte. Dem Namen nach könnte er aus der Adelsfamilie Kwaschnin stammen.
  • Juri Balujewski (Baluyevsky). Er war von 2004 bis 2007 Chef der Streitkräfte.
  • Waleri Gerassimow. Er ist seit 2012 Chef der Streitkräfte.
  • Walentin Korabelnikow. Er war von 1997 bis 2009 Chef des Militärgeheimdienstes GRU.
  • Dmitri Bulgakow. Er war von 2008 bis 2022 stellvertretender Verteidigungsminister.
  • Junus-bek Jewkurow. Er ist seit 2019 stellvertretender Verteidigungsminister. Zuvor war er seit 2008 das Oberhaupt der russischen Republik Inguschetien gewesen.
  • Sergei Stepaschin. Er war Ministerpräsident und Chef des FSB-Geheimdienstes. Er hatte mehrfach Kontakt zu Maria Wladimirowna. Seit 2007 leitet er die Kaiserliche Orthodoxe Palästina-Gesellschaft, die Verbindungen zu russischen Adligen hat.
  • Boris Gromow. Er war von 2000 bis 2012 Gouverneur von Moskau.
  • Alexander Korschakow (Korzhakov). Der KGB-Mann war der Sicherheitschef von Präsident Boris Jelzin.

(1, 2, 3, 4, 5, 6, 7)

Grossherzogin Maria Wladimirowna verleiht auch den St. Anna-Orden. Fürst Andrei Obolenski, der aus einer der führenden Familien des russischen Adels kommt und in der Sowjetunion lebte, war Mitglied des Ritterrates des St. Anna-Ordens. (1) Zu den Empfängern des Ordens gehörten Politiker, Beamte, Militärs und Geistliche der Russisch-Orthodoxen Kirche, darunter folgende Personen:

  • Wladimir Tschurow (Churov). Er war neun Jahre lang Vorsitzender der Zentralen Wahlkommission und soll für den KGB gearbeitet haben.
  • Alischer Usmanow. Der Milliardär ist einer der mächtigsten Unternehmer des Landes. Er war oder ist noch immer mit Mitgliedern der russischen Mafia und ehemaligen Mitarbeitern des KGB verbunden. (1
  • Dmitri Kosak. Er arbeitete für die sowjetischen Geheimdienste und war von 2008 bis 2020 stellvertretender Ministerpräsident.
  • Patriarch Kyrill. Der ehemalige KGB-Agent ist seit 2009 das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche. Auch sein Vorgänger Alexei, ebenfalls ein Mitarbeiter des KGB, erhielt den St. Anna-Orden. Wie bereits erwähnt stammte Alexei aus dem Adel und hatte ein gutes Verhältnis zu russischen Adligen.
  • Mintimer Schaimijew (Shaimiev). Er war von 1991 bis 2010 Präsident der russischen Republik Tatarstan.
  • Rustam Minnichanow. Er ist seit 2010 Präsident von Tatarstan. Noch weitere Oberhäupter von russischen Republiken erhielten den St. Anna-Orden.
  • Anatolij Mohiljow. Der ukrainische Politiker war der letzte Premierminister der Krim vor der Annexion. Noch weitere Politiker der Ukraine erhielten den St. Anna-Orden, darunter Wladimir Konstantinow, der im Dienste der russischen Führung steht, und Andrij Kljujew (Klyuyev), dem die Briten vorwarfen, dass er zusammen mit russischen Geheimdiensten daran arbeitete, die Ukraine zu „untergraben“.
  • Serhij Taruta. Der ukrainische Politiker ist ehemaliger Milliardär.
  • Georgi Poltawtschenko (Poltavchenko). Er war von 2011 bis 2018 Gouverneur von Sankt Petersburg.
  • Wjatscheslaw Lebedew. Er war von 1992 bis 2024 oberster Richter der Russischen Föderation.

(1, 2, 3, 4)

Der adlige Monarchist Arkady Bugaev-Poniatovsky hat bedeutende Persönlichkeiten in Russland mit Adelstiteln ausgezeichnet und verkauft die Titel zu hohen Preisen. Diese Titel werden aber von der russischen Adelsversammlung nicht anerkannt. Arkady hat einen Fürstentitel für Wladimir Putin vorbereitet und wünscht sich, dass Putins Tochter einen russischen Thronfolger heiratet. (1) Arkady war in der Sowjetunion aufgewachsen. Er soll vom mongolischen Herrscher Dschingis Khan abstammen und ist mütterlicherseits ein Spross der polnischen Adelsfamilie Poniatowski. Der polnische König Stanislaus II. August (1732–1798) kam aus dieser Familie. (1) Der König war Freimaurer und Rosenkreuzer. (1) Arkady Bugaev-Poniatovsky verlieh Juri Luschkow (Luzhkov) den Titel eines Fürsten. (1)

Anmerkung zu Juri Luschkow: Er war von 1992 bis 2010 Bürgermeister von Moskau. John Beyrle, der US-Botschafter in Russland war, schrieb in einem durchgesickerten geheimen Telegramm, dass Luschkow an der Spitze der Pyramide eines kriminellen Netzwerkes stand, an dem der Kreml, Polizisten, der FSB-Geheimdienst, politische Parteien und kriminelle Gruppen beteiligt seien. Laut Beyrle stehen russische Verbrecherbanden unter dem Schutz des FSB. (1) Luschkow heiratete die russische Milliardärin Jelena Baturina. 2014 zahlte Baturina 3,5 Millionen US-Dollar an eine Investmentfirma von Hunter Biden (Sohn von US-Präsident Joe Biden). Übrigens hatte Hunter Biden Kontakt zum ukrainischen Oligarchen Mykola Slotschewskyj (Zlochevsky). Hunter Biden und seine Mitarbeiter waren über Transaktionen mit ukrainischen, russischen, kasachischen und chinesischen Staatsangehörigen verbunden. In Aufzeichnungen des US-Finanzministeriums gibt es Hinweise auf kriminelle Aktivitäten. Einige dieser Transaktionen waren mit einem osteuropäischen Prostitutionsring oder gar einem Menschenhändlerring verbunden. Mitgründer von Hunter Bidens Investmentfirma Rosemont Seneca Partner war Chris Heinz, der Stiefsohn des hohen Politikers John Kerry. (1) Chris kommt aus der Gründerfamilie des Lebensmittelkonzerns Heinz.

Die russische Zeitung Komsomolskaja Prawda schrieb, dass auch Juri Tschaika einen Adelstitel besitzt. (1) Tschaika (Chaika) war sieben Jahre lang Justizminister und für vierzehn Jahre Generalstaatsanwalt von Russland. Zurzeit gehört er zum russischen Sicherheitsrat und kennt daher die führenden Köpfe der Staatselite.

In den letzten Wochen der Sowjetunion war Wladimir Lopuchin Energieminister. Nach der Gründung der Russischen Föderation war er noch für ein paar Monate Minister. Er starb 2020. Er soll ein Spross der Adelsfamilie Lopuchin gewesen sein. Der erste russische Kaiser Peter I. heiratete in erster Ehe in die Lopuchin Familie. Wladimir Lopuchins Vater war ein hochrangiger KGB-Offizier, der wegen Spionage aus den USA ausgewiesen wurde. Wladimir Lopuchin arbeitete für die französische Lazard Bank und heiratete eine Französin, die für die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung tätig war. (1) Ausserdem war er ein führender Freimaurer in Russland. In der russischen Wikipedia steht momentan, dass Lopuchin 2008 den Obersten Freimaurerrat der Russischen Föderation mitgründete und sein erster Grosskommandant (Vorsitzender) war. (1, 2, 3) Die Lopuchin Familie kam bereits im 18. Jahrhundert mit der Freimaurerei in Berührung. Iwan Lopuchin (1756–1816) war Freimaurer und Mitglied des Martinistenordens. (1, 2) Inzwischen sind Martinisten wieder in Russland aktiv. Sie haben Kontakt zu Martinisten in Europa und Nordamerika. Zudem haben sie auch Verbindungen zu Freimaurern, Rosenkreuzern und gnostischen Gruppen. (1) Georgiy Dergachev, der Grossmeister der russischen Freimaurergrossloge war, gründete in den Jahren 2008 und 2009 einen Martinistenorden. (1) Die heutige Grossloge von Russland wurde von der französischen Grossloge GLNF gegründet. (1, 2)

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Subkow und Serdjukow Familie

Wiktor Subkow und sein Schwiegersohn Anatoli Serdjukow gehören zur russischen Staatselite.

Wiktor Subkow

Wiktor Subkow (*1941), auf Englisch Viktor Zubkov, stieg Ende der 80er-Jahre bei der Kommunistischen Partei der Sowjetunion auf. In den Jahren 1990 und 1991 zerfiel die Sowjetunion, was zum Ende der kommunistischen Herrschaft führte. Darauf wurde Ende 1991 die heutige Russische Föderation gegründet. Wiktor Subkow war in den folgenden Jahren ein hoher Beamter in Sankt Petersburg, wobei er Kontakt zum heutigen Präsidenten Wladimir Putin hatte. Wiktor Subkow war von 2007 bis 2008 Ministerpräsident von Russland. Anschliessend war er für vier Jahre stellvertretender Ministerpräsident. Er ist seit 2012 Putins Sonderbeauftragter für die Interaktion mit den Gasexportländern. 2018 wurde er in den Vorstand des „Boao Forum for Asia“ aufgenommen, ein internationales Forum von asiatischen Ländern.[1][2]

Wiktor Subkow ist seit 2008 Vorsitzender des Aufsichtsrats von Gazprom und beaufsichtigt damit das grösste russische Unternehmen. Laut Statista.com kontrollierte Gazprom im Jahr 2021 zwölf Prozent der weltweiten Erdgasproduktion. Der Konzern befindet sich zur Hälfte in Besitz des Staates.

Die spanische Justiz erliess 2016 einen internationalen Haftbefehl gegen Wiktor Subkow und weitere russische Funktionäre wegen Verbindungen zur russischen Mafia. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie in Drogenhandel, Waffenhandel, Mord, Erpressung und Geldwäsche verwickelt sind. Die spanische Justiz glaubt, dass diese Funktionäre mit dem russischen Mafioso Gennadi Petrow in Verbindung stehen.[3][4] Petrow betrieb in Spanien Geldwäsche für die russische Mafia. Angeblich wurde er ursprünglich vom sowjetischen Geheimdienst KGB unterstützt. Er hatte ein Haus auf Mallorca. Seine dortige Nachbarin war eine Schwester des spanischen Königs Juan Carlos.[5] Zudem hatten Juan Carlos und drei seiner Verwandten Kontakte zu chinesischen Mafiosi, die in Spanien Geldwäsche betrieben.[6][7] Übrigens gehört das spanische Königshaus zu den engen Freunden und Verbündeten der russischen Kaiserfamilie.[8] Der ehemalige KGB- und FSB-Offizier Alexander Litwinenko, der im Jahr 2000 nach Grossbritannien floh, versorgte den spanischen Geheimdienst mit Informationen zur russischen Mafia. Litwinenko wurde 2006 offenbar von spanischen Ermittlern eingeladen, um über Verbindungen zwischen der russischen Mafia und dem Kreml auszusagen. Es kam nie zu dem Treffen, da Litwinenko in London vergiftet wurde und starb.[3] Sergei Skripal, ein ehemaliger Offizier des russischen Geheimdienstes, der als Doppelagent für den britischen Geheimdienst gearbeitet hatte, lieferte dem spanischen Geheimdienst ebenfalls Informationen über die Mafiaverbindungen der russischen Staatselite. Skripal lieferte auch Informationen an die Geheimdienste von Tschechien und Estland. Ein paar Jahre später wurde er in England vergiftet, aber überlebte.[9][10]

Wiktor Subkow war in den 90er- und den 2000er-Jahren ein hoher Beamter bei Steuerbehörden. Er leitete den Finanzgeheimdienst und den Geheimdienst für Finanzüberwachung. In dieser Funktion gehörte es zu seinen Aufgaben, Finanzkriminalität zu bekämpfen. Zudem war er auch für die Zollpolitik zuständig.[1]

Die Tochter von Wiktor Subkow heiratete Anatoli Serdjukow.[11][12]

Anatoli Serdjukow

Anatoli Serdjukow (*1962), auf Englisch Anatoly Serdyukov, wird von der spanischen Justiz ebenfalls verdächtigt, mit der russischen Mafia in Verbindung zu stehen.[3][4] Er arbeitete zusammen mit seinem Schwiegervater Wiktor Subkow im Steuerministerium, das 2004 zum Föderalen Steuerdienst umgewandelt wurde und ab da bis 2007 von Serdjukow geleitet wurde. Anschliessend war Serdjukow für mehr als fünf Jahre Verteidigungsminister, bis er 2012 aufgrund eines Korruptionsskandals entlassen wurde. In seiner Zeit als Verteidigungsminister gehörte er zum russischen Sicherheitsrat.[12][13]

Anatoli Serdjukow war von 2007 bis 2012 Aufsichtsratsvorsitzender des staatlichen Rüstungskonzerns Rostec. 2016 wurde er in den Vorstand von Rostec aufgenommen und kennt daher den Rostec-CEO Sergei Tschemesow (Chemezov).[12] Dieser arbeitete zur Sowjetzeit zusammen mit Wladimir Putin in Ostdeutschland für den KGB und gilt bis heute als ein enger Verbündeter Putins.[14] Rostec ist der grösste russische Rüstungsproduzent. Er kontrolliert unter anderem die United Aircraft Corporation, Russlands grössten Flugzeughersteller, der neben Zivil- auch Militärflugzeuge produziert. Anatoli Serdjukow war Vorstandsvorsitzender der United Aircraft Corporation[12]. Russland ist der zweitgrösste Rüstungsexporteur der Welt und damit der grösste Waffenhändler neben den USA.

Anatoli Serdjukow wurde 2017 Vorsitzender des Hubschrauberherstellers Rostvertol. Er sass zudem in den Vorständen von Kazan Helicopters und Russian Helicopters, zwei weitere russische Hubschrauberproduzenten.[15][12] Diese Unternehmen bauen auch Militärhelikopter.

Anatoli Serdjukow und sein Schwiegervater Wiktor Subkow stehen auf Sanktionslisten.

2015 wurde berichtet, dass Anatolis Sohn Sergej Serdjukow einen Anteil von 5,7 Prozent an der St. Petersburg hält, während Anatolis Schwager Waleri Puzikow 3,1 Prozent der Bank besitzt. Zu dieser Zeit belegte die Bank Platz 16 auf der Liste der grössten russischen Banken.[16]

Quellen:

  1. https://tass.ru/encyclopedia/person/zubkov-viktor-alekseevich
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/Viktor_Zubkov
  3. https://www.nzz.ch/international/europa/internationale-haftbefehle-spaniens-justiz-nimmt-putins-umfeld-ins-visier-ld.82537
  4. https://www.bbc.com/news/world-europe-36194899
  5. https://www.theguardian.com/world/2008/jun/16/spain.russia
  6. https://www.thetimes.co.uk/article/spanish-royals-relatives-linked-to-mafia-racket-vhs3rxsdq55
  7. https://www.bangkokpost.com/world/354479/court-probes-relatives-of-spanish-king
  8. https://www.revistavanityfair.es/realeza/articulos/el-vinculo-de-sofia-y-juan-carlos-con-los-romanov-los-descendientes-de-los-zares-que-se-refugieron-en-espana/48514
  9. https://www.focus.de/politik/ausland/er-enttarnte-russische-agenten-bericht-vergifteter-doppelagent-skripal-war-bis-2017-fuer-vier-geheimdienste-taetig_id_9672094.html
  10. https://www.dw.com/de/hochkonjunktur-f%C3%BCr-mordauftr%C3%A4ge/a-45929016
  11. https://www.nytimes.com/2012/11/07/world/europe/putin-dismisses-russian-defense-minister.html
  12. https://tass.ru/encyclopedia/person/serdyukov-anatoliy-eduardovich
  13. https://en.wikipedia.org/wiki/Anatoly_Serdyukov
  14. https://www.reuters.com/world/europe/putin-ally-chemezov-says-russia-will-be-victor-2022-03-10/
  15. https://rostov.rbc.ru/rostov/freenews/595c9d8c9a794720f104756c
  16. https://interfax.com/newsroom/top-stories/36685/

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Fradkow Familie

Michail Fradkow (auf Englisch Mikhail Fradkov) war von 2004 bis 2007 Ministerpräsident von Russland und leitete anschliessend bis 2016 den Auslandsgeheimdienst SVR. Auch seine beiden Söhne gehören zur russischen Staatselite.

Juden in der russischen Elite

Michail Fradkow (*1950) kommt väterlicherseits aus einer jüdischen Familie.[1] Er war der vierte jüdischstämmige Ministerpräsident der 1991 gegründeten Russischen Föderation. Die anderen drei waren Sergei Kirijenko, Jegor Gaidar und Jewgeni Primakow (Yevgeny Primakov), die in den 90er-Jahren das Amt innehatten.[2] Jewgeni Primakow, der mütterlicherseits jüdisch war, gehörte im Jahr 1991, als die Sowjetunion aufgelöst wurde, zur Führung des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Anschliessend war er für mehrere Jahre der erste Chef des neuen Auslandsgeheimdienstes SVR. 1998 wurde er Ministerpräsident von Russland.[3][4] Der erste Ministerpräsident der Russischen Föderation war Jegor Gaidar. Seine beiden Grossmütter waren jüdisch.[5] Gaidar starb 2009. Primakow, der 2015 verstarb, hat einen gleichnamigen Enkel, der zur Staatselite gehört.[6] Sergei Kirijenko lebt noch und ist nach wie vor Teil der politischen Elite. Er hat engen Kontakt zu Putin und spielt eine wichtige Rolle bei der Verwaltung der von Russland besetzten Gebiete in der Ukraine. Der Nachname seines jüdischen Vaters war Israitel, aber Sergei übernahm den Nachnamen seiner Mutter.[7] Vielleicht wollte er keinen jüdisch klingenden Namen haben.

Zwei weitere Juden, die in den 90er-Jahren in die politische Elite aufstiegen, waren die stellvertretenden Ministerpräsidenten Anatoli Tschubais (Chubais) und Boris Nemzow (Nemtsov).[2][8][9] Tschubais gehört bis 2022 zur Staatselite, aber als es dann zum Überfall auf die Ukraine kam, trat er zurück und verliess Russland. Nemzow war seit den 2000er-Jahren ein bekannter Kritiker von Präsident Putin. 2015 wurde er in Moskau erschossen.

Der derzeitige Ministerpräsident Michail Mischustin kommt väterlicherseits aus einer jüdischen Familie.[28]

Die Juden in der russischen Staatselite bekennen sich nicht öffentlich zum Judentum. Pinchas Goldschmidt, der fast 20 Jahre Oberrabbiner von Moskau war und Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz ist, stört sich ein wenig daran und schrieb im Jahr 2015: „Ich denke, es ist an der Zeit, dass die jüdischen Finanz- und Politikeliten in Russland aufwachen und aufhören, sich hinter Masken zu verstecken, die ihre Herkunft und ihr Glaubensbekenntnis kaum verbergen.“[9] Für Verschwörungstheoretiker, die sich auf die jüdischen Eliten fokussieren, sind Kryptojuden in wichtigen Positionen ohnehin noch verdächtiger als bekennende Juden. Seit Russlands Überfall auf die Ukraine ist Pinchas Goldschmidt im Exil, da er sich beim Putin-Regime unbeliebt machte, weil er den Überfall kritisierte und den russischen Juden riet, Russland zu verlassen.

Michail Fradkow kennt Berel Lazar.[1] Dieser ist seit dem Jahr 2000 Oberrabbiner von Russland. Er hat ein gutes Verhältnis zu Putin und möchte, dass sich Russlands Juden dem Putin-Regime gegenüber loyal verhalten.

Zur Sowjetzeit wurde die gesamte russische Wirtschaft vom Staat kontrolliert. In den 90er-Jahren wurden Teile der Wirtschaft privatisiert, wodurch einzelne Unternehmer zu grossem Reichtum kamen und die ersten Milliardäre Russlands waren. Viele der russischen Milliardäre sind jüdischer Abstammung (mehr dazu).[10][11] Die meisten davon sind aber nicht religiös.[2] Michail Fradkow kennt mehrere russisch-jüdische Milliardäre.

Bereits seit den 90er-Jahren gibt es in der kommunistischen sowie auch in der rechtsnationalistischen Opposition mehrere antisemitische Politiker. Bei den Parlamentswahlen 2021 war die rechtsnationalistische LDPR die drittstärkste Partei. Die Partei wurde 30 Jahre lang von Wladimir Schirinowski (Zhirinovsky) angeführt, der 2022 verstarb. Er hatte zwar einen jüdischen Vater, aber war trotzdem Antisemit und behauptete, dass Juden die Welt beherrschen wollen. Er sagte, jüdische Kreise hätten den Zweiten Weltkrieg begonnen, den Holocaust und weitere Pogrome provoziert, die bolschewistische Revolution in Russland angezettelt und sich an Kriegen bereichert (also die üblichen Vorwürfe).[12] Die zweitstärkste Partei bei den Wahlen 2021 war die Kommunistische Partei. Diese wird seit ihrer Gründung 1993 von Gennadi Sjuganow (Zyuganov) angeführt. 1998 schrieb er in einem offenen Brief, es gäbe eine zionistische Verschwörung zur Machtergreifung in Russland und „zionistisches Kapital“ hätte Russlands Wirtschaft ruiniert. Er verglich den Zionismus mit dem Faschismus und meinte, der einzige Unterschied zwischen Hitlers Nazismus und den Zionisten sei, dass die Nazis kein Geheimnis aus ihren Weltherrschaftsplänen machten.[13][14] Der Antisemitismus in der Opposition wird dazu beitragen, dass viele der jüdischen Führer in Russland bis heute eher auf der Seite von Putins Partei „Einiges Russland“ stehen. Putin ist seit seiner Jugend mit Juden befreundet und stört sich nicht an den russisch-jüdischen Milliardären und Politikern, solange sie nicht gegen ihn opponieren.

Michail Fradkow

Michail Fradkow war von den 70er- bis zu Beginn der 90er-Jahre für das Sowjetregime im Bereich Aussenwirtschaftsbeziehungen tätig. Ab 1973 arbeitete er für zwei Jahre in der sowjetischen Botschaft in Indien. Zu Beginn der 90er-Jahre, als es zum Zerfall der Sowjetunion kam, arbeitete er im Büro von Russlands Vertreter bei der Organisation des „Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens“ (GATT) in Genf, Schweiz. Nach der Auflösung der Sowjetunion wurde Ende 1991 die Russische Föderation gegründet. Im Oktober 1992 wurde Michail Fradkow zum stellvertretenden Minister für Aussenwirtschaftsbeziehungen. Er war somit der Stellvertreter des damaligen Ministers Pjotr Awen (Petr Aven).[15][16] Pjotr Awen, ein jüdischer Geschäftsmann, ist inzwischen Milliardär. Er gehörte zur Führung der Alfa Group, eines der grössten privaten russischen Unternehmen. Die Alfa Group wurde von den russisch-jüdischen Milliardären Michail Fridman und German Chan (Khan) gegründet. Im Jahr 2004 wurde berichtet, dass Michail Fradkow enge Beziehungen zu den Eigentümern der Alfa Group unterhält.[17]

Michail Fradkow war 1997 ein Jahr lang Minister für Aussenwirtschaftsbeziehungen. Im Jahr 1999 war er Handelsminister und Vorsitzender von Ingosstrakh, eines der grössten russischen Versicherungsunternehmen. In den Jahren 2000 und 2001 war er stellvertretender Sekretär des russischen Sicherheitsrats und war somit der Stellvertreter von Sergei Iwanow. Michail Fradkow gehörte von 2004 bis 2016 zum Sicherheitsrat. Im Jahr 2001 wurde er Chef der Steuerpolizei. 2003 wurde er Sonderbeauftragter von Präsident Putin für die Beziehungen zur Europäischen Union. 2004 wurde er Ministerpräsident, was von Putin unterstützt wurde. Fradkow hatte das Amt des Ministerpräsidenten bis 2007 inne. Anschliessend war er bis 2016 Chef des Auslandsgeheimdienstes SVR. Seit 2016 ist er Vorsitzender des staatlichen Rüstungskonzerns Almaz-Antey. Er war von 2014 bis 2017 Mitglied der Militärisch-Industriellen Kommission der Russischen Föderation.[15][16]

Michail Fradkow kennt Roman Abramowitsch.[18] Dieser ist einer der bekanntesten jüdischen Milliardäre Russlands. Abramowitsch und seine Exfrau Darja Schukowa (Dasha Zhukova) sind mit einflussreichen Personen aus den europäischen und US-amerikanischen Eliten befreundet, darunter mit Adligen, Mitgliedern der Rothschild Familie und Donald Trumps Tochter Ivanka.

Übrigens: In den Wochen nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 nahm Roman Abramowitsch bei den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine teil. Er diente als Vermittler, nicht nur wegen seiner guten Kontakte zu Putin, sondern weil er auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (ebenfalls Jude) kennt. Eine Person aus dem Umfeld von Abramowitsch sagt, dass er bei den Verhandlungen vergiftet wurde. Anscheinend war es keine lebensgefährliche Vergiftung.[19] Es war wohl eine Drohung, die ihm signalisieren sollte, sich aus dem Ukrainekrieg herauszuhalten. Abramowitsch behauptete, dass der ukrainisch-jüdische Milliardär Ihor Kolomojskyj ihn um Milliarden betrogen hatte.[20] Kolomojskyj hatte die TV-Karriere von Selenskyj gefördert, wodurch dieser in der Ukraine berühmt wurde. Später war Kolomojskyj ein Unterstützer von Selenskyjs Wahlkampf, aber inzwischen soll sich das Verhältnis der beiden stark verschlechtert haben.[21] Einer der mächtigsten Juden der Ukraine ist der Milliardär Wiktor Pintschuk (Victor Pinchuk). Er ist der Schwiegersohn des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma. Zurzeit vertritt Pintschuk die Ukraine beim Weltwirtschaftsforum (WEF) und beim Council on Foreign Relations (CFR) in den USA. Eine ganze Reihe an Juden aus der US-amerikanischen Elite sind Mitglied des CFR.

Michail Fradkow leitet seit 2017 das „Russian Institute for Strategic Studies“ (RISS), ein Forschungszentrum mit engen Verbindungen zu den russischen Geheimdiensten. Vor ihm war Leonid Reschetnikow seit 2009 Chef des RISS. Reschetnikow arbeitete ebenfalls für den SVR-Geheimdienst und zur Sowjetzeit hatte er im Dienste des KGB gestanden. Reschetnikow und das RISS sollen sich in die US-Wahlen 2016 eingemischt haben, mit dem Ziel, die Wahlen zu Gunsten von Donald Trump zu beeinflussen. 2016 gründete Reschetnikow eine monarchistische Gesellschaft, die Verbindungen zu russischen Adligen hat und vom Oligarchen Konstantin Malofejew angeführt wird, der Trauzeuge bei einer Hochzeit der russischen Kaiserfamilie war. Mehr dazu im Beitrag zu Russlands Monarchisten.

Michail Fradkow steht auf Sanktionslisten.

Pjotr Fradkow

Pjotr Fradkow (*1978), auf Englisch Petr Fradkov, ist der älteste Sohn von Michail Fradkow. Er leitet seit 2018 die staatlich kontrollierte Promsvyazbank. Er hat die Bank zu einem Finanzdienstleister von Russlands militärisch-industriellen Komplex umgebaut.[22] 2023 war sie die viertgrösste russische Bank.[23] Pjotr Fradkow hatte erst in Russland studiert. Er war anschliessend auf der Kingston Business School in England. Zu Beginn der 2000er-Jahre vertrat er in den USA die russische Vnesheconombank. Danach war er für zehn Jahre im Vorstand der Bank, unter anderem als stellvertretender Vorsitzender. Zudem war er stellvertretender Generaldirektor der Far Eastern Shipping Company (Russlands grösstes Transportunternehmen) sowie Generaldirektor von EXIAR (die staatliche Einrichtung unterstützt die russische Exportwirtschaft mit Krediten und Versicherungen).[24][25]

Mehrere Länder haben Sanktionen gegen Pjotr Fradkow verhängt.

Pawel Fradkow

Pawel Fradkow (*1981) ist der andere Sohn von Michail Fradkow. Er war auf der Suworow-Militärschule und der FSB-Akademie.[26] Letztere ist die Akademie des Inlandsgeheimdienstes FSB und bildet den Nachwuchs der russischen Geheimdienste aus. Laut der russischen Online-Zeitung Novayagazeta war Pawel Fradkow bei der FSB-Akademie im selben Studiengang wie Andrei Patruschew.[27] Dessen Vater Nikolai Patruschew ist einer der mächtigsten Männer in Russland und leitete den FSB.

Pawel Fradkow arbeitete seit 2005 im Aussenministerium, wo er für Beziehungen zu den G8-Ländern und der Europäischen Union zuständig war. Er arbeitete anschliessend bis 2012 für den FSB. Danach war er bis 2015 stellvertretender Leiter der Bundesagentur für Staatseigentumsverwaltung (Rosimushchestvo). Seit 2015 gehört er zur Präsidialverwaltung.[26] In dieser Funktion hat er regelmässig Kontakt zu Präsident Putin.

Quellen:

  1. https://www.jta.org/archive/russian-jew-named-prime-minister-brings-out-jewish-pride-and-anxiety
  2. https://www.nytimes.com/1999/03/09/world/russian-jews-turning-edgy-as-the-country-s-chaos-creates-an-ugly-mood.html
  3. https://en.wikipedia.org/wiki/Yevgeny_Primakov
  4. https://www.independent.co.uk/news/obituaries/yevgeny-primakov-wily-soviet-spy-chief-who-began-as-a-journalist-but-went-on-to-serve-as-russia-s-foreign-minister-and-prime-minister-10351074.html
  5. https://www.aei.org/articles/the-putin-anomaly/
  6. https://en.wikipedia.org/wiki/Yevgeny_Primakov_Jr.
  7. https://en.wikipedia.org/wiki/Sergey_Kiriyenko
  8. https://www.timesofisrael.com/report-ex-senior-kremlin-official-who-quit-amid-ukraine-war-gets-israeli-citizenship/
  9. https://www.tabletmag.com/sections/news/articles/buried-jewish-past-nemtsov
  10. https://www.jpost.com/jewish-world/jewish-features/at-putins-side-an-army-of-jewish-billionaires
  11. https://archive.ph/0EOqE
  12. https://www.latimes.com/archives/la-xpm-1998-apr-09-mn-37645-story.html
  13. https://www.jewishvirtuallibrary.org/communist-party-leader-attacks-jews
  14. https://www.washingtonpost.com/archive/politics/1998/12/25/communist-party-chief-joins-attack-on-zionism/fc60bb53-7863-40df-a765-c4c0425a8890/
  15. https://tass.ru/encyclopedia/person/fradkov-mihail-efimovich
  16. https://en.wikipedia.org/wiki/Mikhail_Fradkov
  17. https://forward.com/news/6437/putin-appoints-russia-s-third-jewish-premier/
  18. https://www.alamy.de/russian-prime-minister-mikhail-fradkov-left-speaks-with-billionaire-roman-abramovich-before-a-session-of-russias-security-council-in-the-moscow-kremlin-wednesday-dec-20-2006-abramovich-on-wednesday-submitted-his-resignation-as-governor-of-the-remote-far-eastern-chukotka-region-an-aide-said-abramovich-was-first-elected-governor-of-chukotka-six-years-ago-and-was-appointed-by-putin-last-year-after-direct-elections-of-regional-leaders-were-abolishedap-photoitar-tasspresidential-press-service-vladimir-rodinov-image541040683.html
  19. https://www.forbes.com/sites/daviddawkins/2022/03/30/source-close-to-roman-abramovich-confirms-he-was-poisoned-while-helping-negotiate-in-ukraine/?sh=5b7f86705476
  20. https://www.cnbc.com/2014/03/05/ukraine-enlists-billionaires-to-take-on-russia.html
  21. https://www.welt.de/politik/ausland/article247260516/Selenskyjs-ehemaliger-Foerderer-Igor-Kolomojskyj-in-Untersuchungshaft.html
  22. https://www.forbes.ru/finansy-i-investicii/355933-bankir-specnaznacheniya-petr-fradkov-vozglavit-bank-dlya-gosoboronzakaza
  23. https://www.investopedia.com/articles/investing/082015/6-biggest-russian-banks.asp
  24. https://events.vedomosti.ru/speakers/fradkov-petr-6729
  25. https://en.wikipedia.org/wiki/Petr_Fradkov
  26. https://tass.ru/encyclopedia/person/fradkov-pavel-mihaylovich
  27. https://novayagazeta.ru/articles/2020/11/17/87990-naslednye-printsipy
  28. https://www.jpost.com/influencers-25/50jews-25/article-867945

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Schoigu Familie

Sergei Schoigu (*1955) ist seit 2012 Russlands Minister für Verteidigung. In dieser Funktion ist er massgeblich am Ukrainekrieg beteiligt und steht daher auf Sanktionslisten. Als Verteidigungsminister beaufsichtigt er nicht nur das Militär, sondern auch noch den Militärgeheimdienst GRU.[1] Der GRU ist auch im Ausland aktiv, wo er für Auftragsmorde, Hackerangriffe, Sabotage und Desinformationskampagnen verantwortlich gemacht wird.[2]

Sergei Schoigu ist neben dem Ukrainekrieg auch für die Intervention der russischen Armee im syrischen Bürgerkrieg zuständig. Laut Medienberichten ist er ein enger Vertrauter und Freund von Präsident Wladimir Putin. Er war bereits ein Vertrauter von Boris Jelzin, der in den 90er-Jahren Präsident von Russland war. Bevor Putin 1999 an die Macht kam, galt Schoigu als potenzieller Nachfolger Jelzins. Als 1991 die Sowjetunion zerfiel und die heutige Russische Föderation gegründet wurde, war Boris Jelzin ihr erster Präsident. Sergei Schoigu war von 1991 bis 2012 Minister für Notsituationen. Im Jahr 2000 war er eine Zeit lang stellvertretender Ministerpräsident. Anschliessend leitete er im Auftrag von Putin für ein paar Jahre die Partei „Einiges Russland“, die bis heute Russlands stärkste Partei ist.[1][3][4]

Laut Kreml-Insidern wurde die Entscheidung zum Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 von einem kleinen Kreis von Personen beschlossen. Zu diesem Kreis sollen neben Putin auch Sergei Schoigu, Nikolai Patruschew und Waleri Gerassimow gehören.[5]

Sergei Schoigu ist im russischen Sicherheitsrat, zu dem auch Putin, Nikolai Patruschew, Sergei Iwanow, Sergei Naryschkin und Alexander Bortnikow gehören, die früher alle für den sowjetischen Geheimdienst KGB gearbeitet hatten.

Sergei Schoigu soll enge Verbindungen zu Patriot haben, ein privates Militär- und Sicherheitsunternehmen, dessen Söldner in der Ukraine und Syrien aktiv sind. Ein russischer Fernsehsender, der dem russischen Regime kritisch gegenübersteht, behauptete, dass Patriot in die Ermordung von drei russischen Journalisten verwickelt ist.[6]

Sergei Schoigu ist als russischer Verteidigungsminister Vorsitzender des Rates der Verteidigungsminister der „Gemeinschaft Unabhängiger Staaten“ (GUS), auf Englisch „Commonwealth of Independent States“ (CIS). Die Mitgliedsstaaten dieser Organisation hatten früher zur Sowjetunion gehört.

2012 erhielt Sergei Schoigu die höchste Auszeichnung des Malteserordens. Zur Verleihung kam Matthew Festing, der damalige Grossmeister des Malteserordens.[7] Der Malteserorden ist ein alter, internationaler Ritterorden mit engen Verbindungen zum Vatikan. Viele katholische Adelsfamilien sind Mitglied des Ordens.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Die Mutter von Sergei Schoigu war eine Russin. Sein Vater gehörte zur Volksgruppe der Tuwiner. Russland ist ein Vielvölkerstaat, in dem über 100 Ethnien leben. Viele Tuwiner leben in Tuwa, eine Republik der Russischen Föderation.

Sergeis Vater Kuzhuget Schoigu (1921–2010) war zur Sowjetzeit einer der obersten Politiker der Republik Tuwa gewesen, die damals zur Sowjetunion gehörte.[8]

Sergeis Schwester Larisa Schoigu (1953–2021) war von 2007 bis 2021 Abgeordnete der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments). Sie war wie ihr Bruder Politikerin der Partei „Einiges Russland“.[9]

Sergeis Tochter Julia Schoigu (*1977) heiratete Alexey Sacharow (Zakharov), einen der obersten Staatsanwälte Russlands.[10][11]

Sergeis Tochter Ksenia Schoigu (*1991) machte ein Praktikum bei der St. Petersburg Bank. Seit 2013 arbeitete sie bei der Gazprombank, der derzeit drittgrössten russischen Bank. Ksenia Schoigu wurde 2018 Beraterin des stellvertretenden Vorsitzenden der Bank. Zudem verwaltete sie einen Fonds des Milliardärs Wladimir Jewtuschenkow (Yevtushenkov).[12]

Ailana Kuzhuget (*1961) ist eine Cousine von Sergei Schoigu.[13] Sie sagte in einem Interview, sie habe einen prächtigen Stammbaum. Stolz ist sie vor allem auf ihren Urgrossvater Iwan Nikolajewitsch Lwow (Ivan Nikolaevich Lvov), der aus einer verarmten russischen Adelsfamilie kam.[14] Iwan, der 1925 verstarb, war Militärführer bei der Russisch-Kaiserlichen Armee. Dem Namen nach war er vielleicht mit dem Fürsten Georgi Lwow verwandt. Nachdem 1917 bei der Februarrevolution die russische Kaiserfamilie entmachtet und die Monarchie abgeschafft wurde, war Fürst Lwow der erste Ministerpräsident der provisorischen Regierung. Seine Familie entstammte der hochadligen Blutlinie der Rurikiden, die auf den Fürsten Rurik aus dem 9. Jahrhundert zurückgeht, den Urvater des russischen Hochadels.

Quellen:

  1. https://www.france24.com/en/europe/20220304-shoigu-and-gerasimov-masters-of-putin-s-wars
  2. https://www.nzz.ch/international/russlands-geheimdienst-gru-sabotage-gift-und-umsturzplaene-ld.1422839
  3. https://en.wikipedia.org/wiki/Sergei_Shoigu
  4. https://www.themoscowtimes.com/2015/05/21/shoigu-at-60-the-man-who-would-be-russias-king-a46771
  5. https://www.bloomberg.com/news/articles/2022-04-20/putin-s-war-in-ukraine-has-russian-elites-fearing-global-isolation
  6. https://www.n-tv.de/politik/Ukraine-Schoigu-sendet-eigene-Soeldner-an-die-Front-article23810789.html
  7. https://ria.ru/20120705/692720936.html
  8. https://en.wikipedia.org/wiki/Kuzhuget_Shoigu
  9. https://en.wikipedia.org/wiki/Larisa_Shoigu
  10. https://dzen.ru/a/ZO75l8bJOkHrCGK3
  11. https://www.newsru.com/russia/10oct2013/zakharov.html
  12. https://www.forbes.ru/biznes/425143-dochernie-kompanii-kak-zanimaetsya-biznesom-kseniya-shoygu
  13. https://www.krsk.kp.ru/daily/27132/4221111/
  14. http://www.centerasia.ru/issue/1998/5/4894-aylana-kuzhuget-u-menya-shikarnaya.html

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Iwanow Familie

Sergej Iwanow (auf Englisch Ivanov) gehört zur russischen Staatselite. Er hat schon seit über 25 Jahren engen Kontakt zu Wladimir Putin. Sein gleichnamiger Sohn besetzte Vorstandsposten bei vielen russischen Staatskonzernen.

Sergej Iwanow

Sergej Iwanow (*1953) hatte zur Sowjetzeit beim KGB gedient, dem wichtigsten Geheimdienst der Sowjetunion. Dort arbeitete Iwanow zwanzig Jahre lang im Auslandsgeheimdienst. Über den KGB lernte er den heutigen Präsidenten Putin bereits in den 70er-Jahren kennen. Putin arbeitete damals für den KGB.[1] Sergej Iwanow war für den KGB auf drei langen Auslandseinsätzen in Skandinavien und Afrika. 1991 zerfiel die Sowjetunion und wurde aufgelöst. Auch der KGB wurde am Ende desselben Jahres aufgelöst. Sergej Iwanow arbeitete weiterhin für die russischen Geheimdienste, die aus dem KGB hervorgingen. Erst war Iwanow beim neuen Auslandsgeheimdienst tätig und später begann er für den Föderalen Sicherheitsdienst (FSB) zu arbeiten.[2] Der FSB ist bis heute Russlands Inlandsgeheimdienst und gilt als der wichtigste und direkte Nachfolger des KGB.[3] 1998 wurde Sergej Iwanow stellvertretender Chef des FSB. Zu dieser Zeit war Wladimir Putin Chef des FSB.[1]

Als Putin 1999 erstmal Ministerpräsident von Russland wurde, stellten ihm Journalisten, die Putins Biografie schrieben, die Frage: „Auf wessen Vorschläge hören Sie, wem vertrauen Sie?“ Putin antwortete: „Wem kann ich trauen? Sergej Iwanow.“[4]

Sergej Iwanow besetzte hohe Posten im russischen Staat:

  • Er war von 2001 bis 2007 Verteidigungsminister.
  • Er war von 2007 bis 2008 stellvertretender Ministerpräsident.
  • Er war von Ende 2011 bis 2016 Stabschef des Präsidialamts.
  • Seit 2016 ist er Sonderbeauftragter des Präsidenten für Umweltaktivitäten, Ökologie und Verkehr.
  • Er war von Ende 1999 bis 2001 Sekretär (Vorsitzender) des Sicherheitsrates.

[5][2]

Der Sicherheitsrat wird von Putin geleitet. Zum Sicherheitsrat gehören hohe russische Politiker sowie die Chefs der Geheimdienste. Der Rat konzentriert sich auf die Aussen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Seit Ausbruch des Ukrainekrieges wird sich der Rat auch viel mit dem Krieg beschäftigen. Sergej Iwanow ist momentan Mitglied des Sicherheitsrats.[6][7][8]

Übrigens: Zum Sicherheitsrat gehört Sergei Naryschkin, der seit 2016 Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SVR ist. Er ist ein Verbündeter Putins und Berichten zufolge hatten sie sich beim KGB kennengelernt. Alexander Bortnikow, der seit 2008 den Inlandsgeheimdienst FSB leitet, ist auch im Sicherheitsrat. Er hatte in den 70er-Jahren beim KGB gedient, wo er mit Putin in Kontakt kam.[9][10] Ein weiteres Mitglied des Sicherheitsrates ist Nikolai Patruschew, der Putin ebenfalls in 70er-Jahren beim KGB kennenlernte.[11][12] Patruschew war von 1999 bis 2008 Chef des FSB. Vor ihm war Putin Chef des Geheimdienstes gewesen.[13][14]

Sergej Iwanow ist seit 2015 Vorsitzender von Rostelecom.[15][16] Rostelecom ist einer der grössten Mobilfunkanbieter Russlands und der grösste Internetanbieter des Landes. Es erscheint naheliegend, dass die russischen Geheimdienste über Rostelecom die Bevölkerung und das Internet in Russland überwachen. Seit 2018 betreibt Rostelecom im Auftrag des Staates eine Datenbank für biometrische Daten. Gemeinsam mit russischen Banken sammelt der Konzern Gesichtsbilder und Stimmproben von Bankkunden für diese Datenbank. Die Regierung hatte sich das Ziel gesetzt, bis 2024 Gesichtsbilder und Stimmproben von 70 Millionen Menschen (etwa die Hälfte der Bevölkerung) zu sammeln. Der FSB soll Zugriff auf diese Datenbank haben. Seit 2017 kommen in Russland an öffentlichen Orten Kameras mit Gesichtserkennungstechnologie zum Einsatz, mit denen Demonstranten identifiziert werden.[17]

Sergej Iwanow war oder ist noch immer im Vorstand des staatlichen „Russian Direct Investment Fund“ (verwaltet mehrere Milliarden) sowie im Vorstand des Staatskonzerns Rostec.[16] Rostec ist der grösste russische Rüstungsproduzent. Er kontrolliert unter anderem die United Aircraft Corporation, Russlands grössten Flugzeughersteller, der neben Zivil- auch Militärflugzeuge produziert. Sergej Iwanow war Vorsitzender der United Aircraft Corporation[16]. Russland ist der zweitgrösste Rüstungsexporteur der Welt und damit der grösste Waffenhändler neben den USA.

Übrigens: Sergei Tschemesow (Chemezov), der langjährige CEO von Rostec, hatte zur Sowjetzeit zusammen mit Wladimir Putin in Ostdeutschland für den KGB gearbeitet und gilt bis heute als ein enger Verbündeter Putins.[33]

Sergej Iwanow lernte den Fürsten Alexander Trubezkoi kennen. Die Trubezkoi Familie ist eine der bedeutendsten Familien des russischen Adels. Iwanow sagte über Trubezkoi: „Mit einem solchen Mann zu sprechen ist ein Vergnügen.“[34] Trubezkoi gehört zu einem Netzwerk von russischen Adligen, das beste Kontakte zur Elite Russlands unterhält. Mehr dazu im Beitrag zur Trubezkoi Familie.

Sergey Iwanow Jr.

Sergejs gleichnamiger Sohn Sergey Iwanow (*1980) ist ein führender Manager bei russischen Staatskonzernen. Er war von 2017 bis 2023 CEO des Diamantkonzerns Alrosa.[18] Alrosa ist der grösste Diamantförderer der Welt.[19] Geschätzt 52 Prozent der weltweiten Diamantenreserven liegen in Russland.[20] Alrosa befindet sich zur Hälfte in Besitz des Staates.

Sergey Iwanow wurde 2016 zum Senior Vice President der Sberbank ernannt und leitete dort den Bereich Wealth Management.[21] Die Sberbank ist die grösste russische Bank und wird vom Staat kontrolliert.

Sergey Iwanow arbeitete für Gazprom.[21] Laut Statista.com kontrollierte Gazprom im Jahr 2021 zwölf Prozent der weltweiten Erdgasproduktion. Der Konzern befindet sich zur Hälfte in Besitz des Staates.

Sergey Iwanow war seit 2004 in leitenden Positionen bei der staatlich kontrollierten Gazprombank tätig, der zurzeit drittgrössten russischen Bank. 2011 wurde er in den Vorstand der Bank aufgenommen. Damals gehörte auch Yuri Schamalow zum Vorstand.[22] Yuris Bruder Kirill Schamalow heiratete eine Tochter von Wladimir Putin.

Sergey Iwanow war oder ist noch immer Vorstandsmitglied des Gazfonds.[23] Der Gazfond wird seit 2003 von Yuri Schamalow geleitet und ist Hauptaktionär der Gazprombank, die wiederum Gazprom-Media besitzt, Russlands grösster Medienkonzern.

Bei der Gazprombank war Sergey Iwanow eine Zeit lang ein Assistent von Andrey Akimow, der die Bank seit vielen Jahren anführt.[24] Zur Sowjetzeit soll Akimow in Österreich für den KGB gearbeitet haben.[25][26]

Sergey Iwanow war oder ist noch immer Vorstandsmitglied von Rosneftegaz.[23] Das staatliche Unternehmen ist mit einem Anteil von 40 Prozent Hauptaktionär von Rosneft.[27] Rosneft ist einer der grössten Erdölproduzenten der Welt. Zudem gehört Rosneftegaz auch zu den Grossaktionären von Gazprom und ist der Hauptaktionär des Stromkonzerns Inter RAO, ebenfalls eines der grössten russischen Unternehmen.

Sergey Iwanow war von 2011 bis 2016 Vorsitzender von SOGAZ.[23] SOGAZ ist eines der grössten russischen Versicherungsunternehmen und steht unter dem Einfluss des Staates. SOGAZ besitzt zusammen mit Gazprom-Media das Unternehmen MF Technologies, das wiederum über die Hälfte der Anteile an VK hält, Russlands grösster Social Media-Seite.[28][29] Übrigens ist Michail Putin, ein Verwandter von Präsident Putin, stellvertretender Vorsitzender von SOGAZ. Er war auch stellvertretender Vorsitzender von Gazprom.[30]

Sergey Iwanow war im Vorstand von Rosseti.[31] Rosseti (Federal Grid Company) ist der grösste Stromversorger des Landes und eines der grössten russischen Unternehmen. Es wird vom Staat kontrolliert.

Sergeys Bruder Alexander Iwanow (1977–2014) war stellvertretender Vorsitzender der staatlichen Vnesheconombank (VEB) und arbeitete bei der ebenfalls staatlich kontrollierten VTB Bank, der derzeit zweitgrössten russischen Bank.[32]

Sergey Iwanow und seinen Vater stehen auf Sanktionslisten, da sie zur russischen Staatselite gehören.

Quellen:

  1. https://www.reuters.com/article/idUSL15819716/
  2. https://web.archive.org/web/20240213232909/http://www.en.kremlin.ru/catalog/persons/81/biography
  3. https://www.sueddeutsche.de/kultur/kgb-nachfolger-agentur-fuer-schmutzige-arbeit-1.3458826?reduced=true
  4. https://www.economist.com/europe/2016/08/12/vladimir-putins-powerful-right-hand-man-steps-down
  5. https://en.wikipedia.org/wiki/Sergei_Ivanov
  6. https://en.wikipedia.org/wiki/Security_Council_of_Russia
  7. https://web.archive.org/web/20231205142139/https://www.en.kremlin.ru/structure/security-council/members
  8. https://www.marshallcenter.org/en/publications/security-insights/russias-security-council-where-policy-personality-and-process-meet-0
  9. https://www.theguardian.com/world/2022/feb/04/putin-security-elite-siloviki-russia
  10. https://www.bbc.com/news/world-europe-37442330
  11. https://www.reuters.com/world/russias-patrushev-says-west-stoking-risk-nuclear-weapons-will-be-used-2023-11-08/
  12. https://www.washingtonpost.com/world/2022/07/13/nikolai-patrushev-russia-security-council-putin/
  13. https://en.wikipedia.org/wiki/Director_of_the_Federal_Security_Service
  14. https://www.rnd.de/politik/wladimir-putin-wer-sitzt-im-inner-circle-IWHGX6PNPBHY3KVLPYBGLZCDRU.html
  15. https://interfax.com/newsroom/top-stories/27518/
  16. https://www.wsj.com/market-data/quotes/ROSYY/company-people/executive-profile/143330555
  17. https://www.hrw.org/news/2022/02/04/kremlins-quest-biometric-data
  18. https://nationaljeweler.com/articles/11505-alrosa-ceo-sergey-ivanov-to-step-down-report-says
  19. https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/alrosa-eu-sanktioniert-groessten-diamantenfoerderer-der-welt-a-18b82618-a797-409f-9624-7d9c13d5a367
  20. https://www.mining.com/these-three-countries-hold-80-of-global-diamond-reserves/
  21. https://www.forbes.ru/news/339897-trutnev-anonsiroval-naznachenie-syna-sergeya-ivanova-prezidentom-alrosy
  22. https://www.gazeta.ru/news/business/2011/06/23/n_1894973.shtml
  23. https://web.archive.org/web/20220520014744/https://mgri.ru/university/the-board-of-trustees-mgri/sergey-ivanov/
  24. https://www.forbes.ru/forbes/issue/2005-03/18643-sergei-ivanov-bankir
  25. https://foreignpolicy.com/2020/06/27/catherine-belton-putin-people-book-review-kgb-russia-west/
  26. https://en.wikipedia.org/wiki/Andrey_Akimov
  27. https://interfax.com/newsroom/top-stories/98054/
  28. https://interfax.com/newsroom/top-stories/83897/
  29. https://www.reuters.com/world/europe/russias-usm-holding-sells-stake-vk-sogaz-insurer-2021-12-02/
  30. https://www.reuters.com/article/us-russia-putin-gazprom/putin-relative-appointed-to-management-of-state-gas-giant-gazprom-idUSKBN1GZ273/
  31. https://eepir.ru/person/ivanov-sergej-sergeevich/
  32. https://www.themoscowtimes.com/2014/11/05/son-of-putins-chief-of-staff-drowns-in-united-arab-emirates-a41067
  33. https://www.reuters.com/world/europe/putin-ally-chemezov-says-russia-will-be-victor-2022-03-10/
  34. https://www.vedomosti.ru/technology/articles/2011/08/15/knyazsvyaznoj

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Die Patruschew Familie und Russlands Monarchisten

Nikolai Patruschew (auf Englisch Patrushev) ist einer der mächtigsten Männer in Russland. Er leitete den russischen Inlandsgeheimdienst. Zur Sowjetzeit hatte er für den KGB-Geheimdienst gearbeitet. Er gilt als ein enger Vertrauter von Wladimir Putin. Seine beiden Söhne arbeiten bei russischen Staatskonzernen. Der Sohn Dmitri ist zurzeit Minister für Landwirtschaft.

In der ersten Hälfte dieses Beitrages geht es um die Patruschew Familie. In der zweiten Hälfte werden monarchistische Netzwerke in Russland beleuchtet, deren langfristiges Ziel die Wiedereinführung der Monarchie ist. Für jene Leser, die nicht den ganzen Beitrag lesen wollen, habe ich hier gleich anfangs die interessantesten Details aufgeführt: Die Patruschew Familie gehört seit 2007 zum russischen Adel. Die russische Grossherzogin hat ihnen den Adelstitel verliehen. Präsident Putin traf Mitglieder der russischen Kaiserfamilie. Putins politischer Ziehvater hatte ein gutes Verhältnis zur Kaiserfamilie. Eine der stärksten Parteien Russlands wurde 30 Jahre lang von einem Monarchisten angeführt. Die Halbinsel Krim wird seit der Annexion von einem Monarchisten regiert. Ein ehemaliger Ministerpräsident und Geheimdienstchef steht der Kaiserfamilie offenbar wohlwollend gegenüber. Der berüchtigte Philosoph Alexander Dugin sympathisiert mit der russischen Monarchie und war auf einer Hochzeit der Kaiserfamilie. Bei der Hochzeit war der Oligarch Konstantin Malofejew Trauzeuge. Malofejew hat viel Kontakt zu Alexander Dugin und leitet eine monarchistische Gesellschaft, der vorgeworfen wird, den russischen Geheimdiensten bei der Auslandsspionage geholfen zu haben. Der Gründer der Gesellschaft ist ein hoher, umtriebiger Geheimdienstler und ehemaliger KGB-Agent. Die sowjetischen Geheimdienste wurden von ihrer Gründung bis zu Stalins Tod 1953 von Adligen angeführt (anschliessend wurde der KGB gegründet). Ein sowjetischer Geheimdienstchef stammte sogar aus dem Hochadel, was er vor der Öffentlichkeit verheimlicht hatte. All diesen Dingen wird keine Beachtung geschenkt, aber ich als grosser Fan von Königshäusern finde das alles sehr interessant.

Nikolai Patruschew

Nikolai Patruschew wurde 1951 geboren. Sein Vater hatte im Zweiten Weltkrieg in der Marine gedient. In den 70er-Jahren begann Nikolai Patruschew für den KGB zu arbeiten, den wichtigsten Geheimdienst der Sowjetunion. Nikolai Patruschew besetzte beim KGB leitende Positionen und arbeitete bei der Spionageabwehreinheit. Er war auf der KGB-Hochschule. (1, 2) Der KGB wurde 1954 gegründet. Er überwachte die Sowjetunion und baute über den Auslandsgeheimdienst ein internationales Netzwerk auf.

Nikolai Patruschew hatte den heutigen Präsidenten Wladimir Putin bereits in den 70er-Jahren kennengelernt, als sie gemeinsam beim KGB arbeiteten. (1, 2, 3)

1991 zerfiel die Sowjetunion und wurde aufgelöst. Auch der KGB wurde am Ende desselben Jahres aufgelöst. Nikolai Patruschew arbeitete weiterhin für die russischen Geheimdienste, die aus dem KGB hervorgingen. Er war von 1992 bis 1994 Minister für Staatssicherheit der Republik Karelien, die zur Russischen Föderation gehört. In den folgenden Jahren besetzte Patruschew leitende Positionen beim FSB. (1, 2) Der FSB ist bis heute Russlands Inlandsgeheimdienst. Er ist der direkte und wichtigste Nachfolger des KGB. (1) Der FSB ist bekannt dafür, politische Gegner einzuschüchtern und zu ermorden.

Nikolai Patruschew war von 1999 bis 2008 Chef des FSB. Vor ihm war Wladimir Putin Chef des Geheimdienstes gewesen. (1, 2)

Nikolai Patruschew berät Putin. In den letzten Jahren war Patruschew einer der wenigen engen Berater mit regelmässigem Zugang zum Präsidenten. Er gilt als der wahrscheinlichste Nachfolger Putins und verfolgt ebenso eine antiwestliche Politik. Der britische Historiker Mark Galeotti bezeichnete Patruschew als einen „Teufel auf Putins Schulter, der ihm Gift ins Ohr flüstert“. (1, 2, 3) Das Wall Street Journal schrieb, dass Patruschew inzwischen die zweitmächtigste Person Russlands und der eigentliche Chef von Putins Sicherheitsdiensten sei. (1)

Nikolai Patruschew ist seit 2008 Sekretär (Vorsitzender) des Sicherheitsrates der Russischen Föderation. (1) Der Sicherheitsrat wird von Putin geleitet. Zum Sicherheitsrat gehören hohe russische Politiker sowie die Chefs der Geheimdienste. Der Rat konzentriert sich auf die Aussen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. (1, 2, 3) Seit Ausbruch des Ukrainekrieges wird sich der Rat auch viel mit dem Krieg beschäftigen.

Übrigens: Zum Sicherheitsrat gehört Sergei Naryschkin, der seit 2016 Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SVR ist. Er ist ein Verbündeter Putins und Berichten zufolge hatten sie sich beim KGB kennengelernt. Alexander Bortnikow, der seit 2008 den FSB-Geheimdienst leitet und damit Nikolai Patruschew als Chef ablöste, ist auch im Sicherheitsrat. Er hatte in den 70er-Jahren beim KGB gedient, wo er Putin kennenlernte. (1, 2) Ein weiteres Mitglied des Sicherheitsrates ist Sergei Iwanow, der Putin ebenfalls seit den 70er-Jahren kennt. Iwanow arbeitete beim KGB zwanzig Jahre lang im Auslandsgeheimdienst. 1998 wurde er stellvertretender Chef des FSB. Zu dieser Zeit war Putin Chef des FSB. (1)

Nikolai Patruschew war in der Schule ein Klassenkamerad von Boris Gryzlow und Sergej Smirnow gewesen. (1, 2) Sergej Smirnow, der für den KGB gearbeitet hatte, war von 2003 bis 2020 stellvertretender Chef des FSB. (1, 2) Ab 2003 war er somit der Stellvertreter von Patruschew. Ihr ehemaliger Klassenkamerad Boris Gryzlow war in den 2000er-Jahren Vorsitzender der Staatsduma, also Vorsitzender des Unterhauses des Parlaments. Er gehörte zum Sicherheitsrat. 2022 wurde er zum russischen Botschafter für Belarus (Weissrussland) ernannt. Von 2004 bis 2008 war er Vorsitzender der Partei „Einiges Russland“, die bis heute die stärkste Partei in Russland ist. Zudem war Boris Gryzlow Vorsitzender der Tactical Missiles Corporation. (1, 2) Dieser Staatskonzern ist einer der grössten russischen Rüstungshersteller. Russland ist der zweitgrösste Rüstungsexporteur der Welt und damit der grösste Waffenhändler neben den USA.

Russland ist bekannt dafür, dass seine Geheimdienstelite grosse Macht im Staat hat. Dies kann sich von Nation zu Nation stark unterscheiden. Beispielsweise werden in den USA die Geheimdienste und die Politik vom Grosskapital gesteuert, während in China das Grosskapital und die Geheimdienste von der herrschenden Partei kontrolliert werden. In Russland hingegen werden Politik und die Mehrheit des Grosskapitals von Geheimdienstleuten gesteuert.

Im Jahr 2000 bezeichnete Nikolai Patruschew die russische Geheimdienstelite als Russlands „neuer Adel“. (1) Er schrieb das Vorwort in der 2006 veröffentlichten Biografie des 1984 verstorbenen Juri Andropow. (1) Andropow war von 1967 bis 1982 Chef des KGB und anschliessend über ein Jahr lang das Oberhaupt der Sowjetunion.

Nikolai Patruschew vertritt Russland bei Reisen im Ausland, vor allem in Ländern, die kein gutes Verhältnis zu den USA haben. Er hat diplomatischen Kontakt zur Kommunistischen Partei Chinas. 2023 besuchte er Kuba und traf dort Miguel Díaz-Canel und Raúl Castro, zwei Führer der Kommunistischen Partei Kubas. (1, 2) Raúl Castro ist der Bruder des berühmten Fidel Castro. 2022 besuchte Nikolai Patruschew den Iran und traf den dortigen Präsidenten Ebrahim Raisi. (1) Er besuchte 2023 in Indien ein Treffen der Shanghaier Organisation und traf dabei den indischen Premierminister Narendra Modi. (1)

Nikolai Patruschew hat in den russischen Medien den Angriffskrieg gegen die Ukraine gerechtfertigt. Er sagt, Russland sei durch die USA bedroht. Ausserdem meinte er 2021, dass es ein Wiederaufleben des britischen Empire gebe. Er sagte: „Unter dem Konzept des Global Britain wollen die Briten ihr Imperium mit ihren alten Methoden wieder aufbauen.“ (1) Er behauptete, die Eliten der westlichen Welt versuchen, „die Weltbevölkerung auf verschiedene Weise“ zu reduzieren. (1)

Nachdem Donald Trump 2017 Präsident wurde, meinte Nikolai Patruschew, dass dies das Verhältnis zwischen Russland und den USA verbessern könnte. (1) Der russischen Führung wird vorgeworfen, sie habe sich über ihre Geheimdienste unverhältnismässig stark in die US-Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt, mit dem Ziel, Trump zu unterstützen. (1) Zudem gibt es Gerüchte, dass die russischen Geheimdienste kompromittierendes Material zu Trump besitzen. Der ehemalige britische Geheimdienstler Christopher Steele behauptet, Trump sei 2013 in Russland beim Sex mit einer Prostituierten heimlich gefilmt worden, was eine Falle des FSB-Geheimdienstes war. (1, 2) 2021 wurden angebliche geheime Kreml-Papiere geleakt. Laut diesen Papieren hatte man sich Anfang 2016 im russischen Sicherheitsrat, zu dem Nikolai Patruschew gehört, darauf geeinigt, dass eine Präsidentschaft Donald Trumps für Russland von Vorteil sei, da dies zu einer „Destabilisierung des gesellschaftspolitischen Systems der USA“ führen würde. In den Papieren gibt es eine psychologische Einschätzung von Trump, in der er als „impulsiver, psychisch instabiler und unausgeglichener Mensch, der unter Minderwertigkeitskomplexen leidet“ beschrieben wird. Den Papieren nach besitzt die russische Führung kompromittierende Informationen über Trump. (1)

Es gibt die Verschwörungstheorie, dass Nikolai Patruschew als FSB-Chef Terroranschläge in Russland orchestriert hat. Im September 1999 gab es eine Reihe tödlicher Bombenanschläge auf Wohnungen. Mehr als 300 Menschen starben. Die russische Führung machte tschetschenische Terroristen für die Anschläge verantwortlich. Putin, der im Monat zuvor erstmal Ministerpräsident wurde, veranlasste, dass die russische Armee in Tschetschenien einmarschierte (Zweiter Tschetschenienkrieg). Dies machte Putin zum Nationalhelden, was ihm Monate später zur Präsidentschaft verhalf. Der ehemalige KGB- und FSB-Offizier Alexander Litwinenko, der im Jahr 2000 nach Grossbritannien floh, beschuldigte den FSB, hinter den Terroranschlägen zu stecken. 2002 veröffentlichte er ein Buch darüber. 2006 wurde Litwinenko in London vergiftet. Der FSB gilt als der Auftraggeber des Mordes. (1, 2, 3) Nikolai Patruschew war in seiner Funktion als Chef des FSB am Tschetschenienkrieg beteiligt. (1) Er spielte eine wichtige Rolle bei Russlands Kampf gegen den Terrorismus. (1) Vermutlich führten die Terroranschläge dazu, dass viele Russen aus Angst vor dem Terror eher bereit waren zu akzeptieren, dass die russischen Geheimdienste über weitreichende Befugnisse verfügen.

Nikolai Patruschew soll hinter der Ermordung des Söldnerchefs Jewgeni Prigoschin stecken. (1)

Dmitri Patruschew

Nikolais Sohn Dmitri Patruschew ist seit 2018 Landwirtschaftsminister in der Regierung. In diesem Amt war er an der Organisation des Exports von gestohlenem ukrainischem Getreide beteiligt. (1) Russland soll 2022 über eine Million Tonnen Getreide aus der Ukraine geraubt haben. (1) Dmitri Patruschew ist im Vorstand der United Grain Company, ein grosses Getreideunternehmen in Russland. (1, 2) Der Geschäftsmann Alexander Winokurow war oder ist noch immer Grossaktionär des Unternehmens. Er ist der Schwiegersohn des russischen Aussenministers Sergei Lawrow. (1) Übrigens ist Russland der grösste Exporteur von Weizen.

Dmitri Patruschew arbeitete von 1999 bis 2002 im Verkehrsministerium. Ab 2004 war er für die Vneschtorgbank tätig, die später in VTB Bank umbenannt wurde. Er wurde 2007 Senior Vice President der Bank. Die VTB Bank ist derzeit die zweitgrösste russische Bank und wird vom Staat kontrolliert. Von 2010 bis 2018 war Dmitri Patruschew Vorsitzender der Rosselkhozbank (Russian Agricultural Bank). (1, 2) Diese gehört ebenfalls zu den grössten Banken des Landes und befindet sich vollständig in Besitz des Staates. Sie unterstützt Russlands Agrarwirtschaft mit Krediten.

Dmitri Patruschew sass von 2016 bis 2021 im Vorstand des Gaskonzerns Gazprom. (1, 2) Gazprom ist das umsatzstärkste russische Unternehmen und der grösste Erdgasproduzent der Welt. Laut Statista.com kontrollierte Gazprom im Jahr 2021 zwölf Prozent der weltweiten Gasproduktion. Der Konzern befindet sich zur Hälfte in Besitz des Staates.

Dmitri Patruschew hatte die Akademie des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB-Akademie) absolviert. (1, 2) Die Akademie bildet den Nachwuchs der russischen Geheimdienste aus. In den letzten 30 Jahren wurde die Akademie von FSB-Offizieren geführt, die ursprünglich für den KGB gearbeitet hatten. Der Vorläufer der FSB-Akademie war die Hochschule des KGB. Dmitris Vater Nikolai Patruschew hatte eine Weiterbildung auf dieser KGB-Hochschule gemacht.

Andrei Patruschew

Andrei Patruschew ist der andere Sohn von Nikolai Patruschew. Er studierte ebenfalls an der FSB-Akademie. Berichten zufolge war er drei Jahre lang stellvertretender Leiter der Abteilung „P“ des FSB, die für die industrielle Spionageabwehr zuständig ist. (1, 2) Laut der russischen Online-Zeitung Novayagazeta war Andrei Patruschew bei der FSB-Akademie im selben Studiengang wie Pawel Fradkow. (1) Dessen Vater Michail Fradkow war Ministerpräsident von Russland und Chef des Auslandsgeheimdienstes SVR.

Andrei Patruschew besetzte eine leitende Position bei Gazprom Neft. (1, 2) Gazprom Neft ist eines der grössten russischen Erdölunternehmen und gehört zum Gazprom-Konzern. Andrei Patruschew kontrolliert zwei Unternehmen, die in der Erdölförderung aktiv sind. Er ist seit 2013 für Gazprom tätig. Zuvor hatte er beim Staatskonzern Rosneft gearbeitet. Rosneft ist einer der grössten Erdölproduzenten der Welt und nach Umsatz das zweitgrösste russische Unternehmen. Andrei Patruschew war dort Berater des Rosneft-Chefs Igor Setschin. (1, 2) Igor Setschin, ein ehemaliger KGB-Agent, gilt als Putins rechte Hand. (1, 2)

Präsident Putin verlieh Andrei Patruschew einen Verdienstorden. (1)

Andrei und sein Bruder Dmitri sowie der Vater Nikolai Patruschew stehen auf Sanktionslisten, da sie eine der führenden Familien der russischen Staatselite sind.

Weitere Familienmitglieder

Jelena Patruschewa ist die Frau von Nikolai Patruschew. Sie arbeitete für die staatlich kontrollierte Wneschekonombank (VEB). 1993 soll Jelena Patruschewa zusammen mit einer Gruppe ehemaliger KGB-Offiziere ein Unternehmen gegründet haben. (1)

Nikolais Bruder Viktor Patruschew arbeitet für MegaFon, eines der grössten russischen Telekommunikationsunternehmen. Viktor erhielt von Putin zwei Verdienstorden. Zudem beriet er den FSB-General Wladimir Pronitschew. (1) Dieser war stellvertretender Chef des FSB.

Zwei Neffen von Nikolai Patruschew sind als Geschäftsleute tätig. Einer davon ist Alexei Patruschew. Er gründete ein Unternehmen zusammen mit Igor Tupalsky, der beschuldigt wurde, die Ermordung eines Geschäftsmanns veranlasst zu haben. 2007 wurde Alexei Patruschew zum stellvertretenden Vorsitzenden der Master Bank. Zu dieser Zeit gehörte Igor Putin zum Vorstand der Bank. Er ist ein Cousin von Präsident Putin. (1) Die Master Bank verlor 2013 ihre Banklizenz, weil sie in kriminelle Aktivitäten verwickelt war. (1) Igor Putin wird verdächtigt, dass er sich am sogenannten Russischen Waschsalon beteiligt hatte, ein Geldwäschenetzwerk, das Schwarzgeld im Wert von Milliarden US-Dollar aus Russland geschleust hatte. (1, 2)

Alexei (Aleksey) Patruschew taucht in den Panama-Papers auf, denn er war an einem Offshore-Unternehmen auf den Britischen Jungferninseln beteiligt. Er sass im Vorstand eines russischen Forstunternehmens, das eine Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung erhielt. (1)

Die Russisch-Orthodoxe Kirche und das Kaiserhaus

Nikolai Patruschew soll religiös sein und mit der Russisch-Orthodoxen Kirche sympathisieren. Als er Chef des FSB wurde, war er massgeblich an der Renovierung und Wiederweihung einer Kirche beteiligt, die sich neben dem FSB-Hauptquartier befindet. (1) Bei der Einweihung war der Patriarch Alexius II. (Alexei) dabei. (1) Nikolai Patruschew erhielt einen Verdienstorden von der Russisch-Orthodoxen Kirche sowie eine Reihe an Orden von der russischen Regierung. (1) Seit dem Fall der Sowjetunion ist die orthodoxe Kirche wieder zu grossem Einfluss in Russland gekommen. Das Oberhaupt der Kirche ist Patriarch Kyrill, der ein gutes Verhältnis zu Präsident Putin hat und den Überfall auf die Ukraine gutheisst. (1) Kyrill und sein Vorgänger Alexei II. arbeiteten früher für den KGB. Kyrill war sogar als KGB-Spion in der Schweiz aktiv. (1, 2, 3) Er soll ein Vermögen von 4 Milliarden US-Dollar besitzen. (1)

Patriarch Kyrill sympathisiert mit der Grossherzogin Maria Wladimirowna (Maria Vladimirovna). Diese kommt aus der russischen Kaiserfamilie und beansprucht den Thron von Russland. Nach über 100 Jahren wird es auch allmählich Zeit, dass sich die Familie ihr Land zurückholt. Patriarch Kyrill schrieb in einer Glückwunschbotschaft zum 55. Geburtstag der Grossherzogin: „Sie sind die Verkörperung einer russischen Grossfürstin: edel, weise, mitfühlend und erfüllt von einer echten Liebe zu Russland. (…) Die Russisch-Orthodoxe Kirche bleibt die Bewahrerin des historischen Gedächtnisses des russischen Volkes und unterhält, wie sie es schon immer getan hat, die wärmsten Beziehungen zum russischen Zarenhaus.“ Kyrills Vorgänger Alexei II. verlieh der Grossherzogin einen Orden, die ihm wiederum einen Orden des Kaiserhauses verlieh. (1) Alexei stammte selbst aus dem Adel. (1, 2, 3) Im Klerus der Russisch-Orthodoxen Kirche gibt es viele, die eine Wiedereinführung der Monarchie begrüssen würden. Bischof Tichon, der als Putins Beichtvater gilt, war in den 90er-Jahren ein überzeugter Monarchist. (1) Er meint in seinem kürzlich veröffentlichten Buch über den Untergang des Kaiserreiches, dass der letzte Zar und Kaiser Nikolaus II. „die am meisten verleumdete Persönlichkeit in der Geschichte Russlands“ sei. (1)

Die russische Kaiserfamilie ist durch Heiraten mit allen noch amtierenden Königsfamilien aus Europa verwandt. Grossherzogin Maria Wladimirowna sagte 2018: „Von den europäischen Dynastien haben wir die engsten Beziehungen zum spanischen, belgischen, monegassischen, portugiesischen, deutschen und preussischen, Leininger, italienischen, französischen, rumänischen, georgischen, albanischen und bulgarischen Königshaus.“ Die Kaiserfamilie kommuniziert auch mit den anderen Königshäusern, bei denen aber etwas formeller. (1) Zudem kennt Maria Wladimirowna Personen aus dem päpstlichen Adel.

Maria Wladimirowna war im Westen geboren und aufgewachsen. Sie studierte an der Oxford Universität in England (besteht seit über 900 Jahren), wie viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser. Trotzdem fühlt sich Maria sehr mit Russland verbunden und besucht das Land regelmässig. Sie hat den russischen Überfall auf die Ukraine weder verurteilt noch befürwortet. Das Zarenhaus möchte diesbezüglich „keine Äusserungen politischer Natur“ abgeben. (1) Maria hatte 2014 die Annexion der Krim nicht verurteilen wollen. Damals sagte sie voraus, dass wenn jemand Sanktionen gegen Russland verhängen sollte, der Schaden nicht für Russland, sondern für die Sanktionierer entstehen wird. (1) Sie sagte 2018: „Leider erleben wir gerade einen Anstieg der antirussischen Stimmung, die durch Propaganda angeheizt wird. Dies wirkt sich zwangsläufig auf die Beziehungen zwischen den Dynastien (den Königshäusern) aus. Natürlich vergessen wir nie die Tatsache, dass wir verwandt sind, und wir kommunizieren und führen den Dialog weiter.“ (1)

Seit 2007 gehören Nikolai Patruschew und seine Familie zum Adel und sind als erbliche Adlige in das Genealogiebuch des russischen Adels eingetragen. Ein Indiz, das klar dafür spricht, dass Nikolai Patruschew ein Faible für den russischen Adel hat. Grossherzogin Maria Wladimirowna hat ihm den Adelstitel verliehen. (1, 2, 3, 4)

Nikolai Patruschew meint, dass der Zar Iwan der Schreckliche gar nicht so schrecklich war. 2021 sagte Patruschew: „Die westliche Russophobie ist nicht erst seit gestern entstanden. Sie hat eine sehr lange Geschichte. Sie haben schon vor vielen Jahrhunderten versucht, unser Land zu verunglimpfen. Nehmen Sie Iwan den Schrecklichen, der im Westen aus irgendeinem Grund ‚Schrecklich‘ genannt wird. Die schwarze Legende über ihn als grausamen Tyrannen kam während des Lebens eines Königs durch westliche Chroniken in Umlauf, die die Aufmerksamkeit der Europäer von den Geschehnissen in ihren eigenen Ländern ablenken wollten. Es gefiel ihnen nicht, dass der russische Zar ihre politische und moralische Führung nicht anerkannte.“ Übrigens gründete Iwan der Schreckliche, der im 16. Jahrhundert lebte, die Opritschniki, eine geheimdienstähnliche Einheit, die dem Zaren treu ergeben war und zur Unterdrückung des Volkes eingesetzt wurde. (1)

Grossherzogin Maria Wladimirowna traf Präsident Putin. (Foto) Auch der russische Prinz Dimitri Romanow, einer ihrer Verwandten, traf sich mit Putin. (Foto) Als Dimitri 2016 starb, sprach Putin in einer Botschaft an eine russische Prinzessin sein Beileid aus. Darin lobte Putin den Prinzen und schrieb: „Russland ist stolz auf unseren bemerkenswerten Landsmann. Alle, die Dimitri Romanov kannten und sich um ihn kümmerten, werden die Erinnerung an diese bemerkenswerte Person immer in Ehren halten.“ (1, 2) Dimitri Romanow erhielt 2016 vom damaligen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew einen Orden. (1) Er traf Patriarch Kyrill I. (1) Es ist vermutlich nur ein Zufall, aber eine von Putins Töchtern trägt auch den Namen Maria Wladimirowna (auf Englisch Vladimirovna), also denselben Namen wie die russische Grossherzogin. (1) Laut dem Pressesprecher des Präsidenten, Dmitri Peskow, hat Putin kein Interesse an einer Wiederherstellung der Monarchie. (1) Übrigens heiratete Dmitri Peskow eine Enkelin des sowjetischen Militärbefehlshaber Semjon Budjonny (war ein Vertrauter des Diktators Josef Stalin). (1)

Grossherzogin Maria Wladimirowna kennt Sergei Stepaschin, der die „Kaiserliche Orthodoxe Palästina-Gesellschaft“ leitet. (Foto) Sergei Stepaschin war in den 90er-Jahren für drei Monate Ministerpräsident von Russland und über ein Jahr lang Chef des FSB-Geheimdienstes. (1) 2017 half er Maria bei der Organisierung eines Besuches in Malta. Die Grossherzogin traf bei ihrem Besuch die maltesische Präsidentin Marie Louise Coleiro Preca und wurde dabei von russischen Beamten begleitet, darunter von Wladimir Malygin, der damals Russlands Botschafter in Malta war. (1)

In einem Artikel der russischen Zeitung Nasha Versia wird behauptet, dass es in der russischen Staatselite viele Monarchisten gibt. (1)

Wladimir Schirinowski (Zhirinovsky), der 2022 verstarb, war einer der wenigen hohen Politiker, der öffentlich eine Wiedereinführung der Monarchie forderte. Seiner Vorstellung nach sollte alle Macht beim Kaiser liegen. (1, 2) Schirinowski führte seit 30 Jahren die rechtspopulistische Partei LDPR an, die bei den Wahlen 2021 die drittstärkste Partei war. Bekannt war Schirinowski vor allem für seine sexistischen, homofeindlichen und antisemitischen Aussagen. Er kam väterlicherseits aus einer jüdischen Familie, bekannte sich aber nicht zum Judentum. Er sagte, dass Juden die Welt beherrschen. Er verbreitete noch weitere Verschwörungstheorien. Zudem förderte er eine antiwestliche Stimmung. Beispielsweise forderte er den Abwurf von Atombomben über Washington. Vielleicht war er auch etwas verrückt im Kopf. Bei einer Pressekonferenz beschimpfte er eine Journalistin als „verdammte Lesbe“ und forderte seine Helfer auf, sie zu vergewaltigen. Anschliessen rief er zweimal: „Christus ist auferstanden! Wahrlich, er ist auferstanden!“ (1, 2, 3) Bei seiner Partei gibt es ehemalige KGB-Leute, darunter Andrei Lugowoi (Lugovoy). Dieser soll Alexander Litwinenko in London vergiftet haben. Anfang 2024 sagte Lugowoi: „Jeder, der versucht, seinem Heimatland, seinem Land und seinen Bürgern Schaden zuzufügen, wird alles verlieren und wie ein Hund ausserhalb der Grenzen unseres Landes sterben.“ Diese Aussage richtete sich offenbar an russische Regierungskritiker im Ausland. (1)

Ein weiterer Monarchist ist Sergei Aksjonow, der sich öffentlich für die Wiederbelebung der Monarchie aussprach. (1, 2) Seit Russland 2014 die Krim annektiert hat, ist Aksjonow Gouverneur der Halbinsel und regiert dort im Interesse der russischen Führung. Ihm wird vorgeworfen, dass er in den 90er-Jahren einer Bande der organisierten Kriminalität angehörte. (1) Ausserdem soll er eine eigene Söldnertruppe besitzen, die Verbindungen zur berüchtigten Wagner-Gruppe hat. (1)

Die Politikerin und Juristin Natalja Poklonskaja ist eine Anhängerin der Monarchie. Sie erhielt einen Adelstitel von der Grossherzogin Maria Wladimirowna, den sie später aber wieder ablegte. (1, 2) Natalja Poklonskaja war eines der bekanntesten Gesichter der russischen Staatspropaganda. Als sie 2022 jedoch den Überfall auf die Ukraine kritisierte, hat sich ihr Verhältnis zur Staatselite anscheinend stark verschlechtert. (1)

Der Sohn von Maria Wladimirowna veranstaltete 2021 seine Hochzeit in Russland. Es war die erste Hochzeit der Kaiserfamilie in Russland seit über 100 Jahren. Viele europäische Königshäuser kamen zur Hochzeit. Auch der berühmte russische Philosoph Alexander Dugin war bei der Hochzeit dabei. Er meinte, dass die Kaiserfamilie eine gute Gelegenheit für die russische Staatselite wäre, „Brücken zu den europäischen Konservativen zu schlagen“ (womit er recht hat). Über die Hochzeit sagte Dugin: „Es ist eine Art kaiserliche Hochzeit. Eine Erinnerung an das ewige Russland – an heilige Zaren und Patriarchen und Kirche. In einer Zeit der ‚cancel culture‘, in der man im Westen versucht, die eigene Identität – die eigene Geschichte – zu vergessen, bietet Russland einen alternativen Prozess. Wir versuchen, zu unseren Wurzeln zurückzukehren.“ (1, 2) Dugin ist ein prominenter Vertreter des Eurasismus und der rechtsextremen Bewegungen in Russland. Er verbreitet ein antiwestliches Weltbild. Im Jahr 2014 rief er die Russen dazu auf, die Ukrainer zu „töten, töten, töten“. Die Medien aus dem Westen haben Alexander Dugin grosse Aufmerksamkeit geschenkt und behaupten teils, dass Dugins Philosophie Personen aus der russischen Staatselite inspiriert hat.

Alexander Dugin meinte, die Monarchie sei die beste Regierungsform für Russland. Jedoch müsste die Wiederherstellung der Monarchie im Kontext einer globalen konservativen Revolution stattfinden. Er ist der Auffassung, dass die Russen zur orthodoxen Kirche und zur Klassengesellschaft (also zum Adel und zum Klerus) zurückfinden müssen. (1) Dugin sagte 2021 in einem Interview, die Monarchie werde früher oder später wiederhergestellt. (1)

Die britische Zeitung The Guardian schrieb, dass Dugins Vater ein KGB-Offizier war. (1)

Konstantin Malofejew

Bei der Hochzeit der Kaiserfamilie, bei der Alexander Dugin dabei war, hatte der Geschäftsmann Konstantin Malofejew (auf Englisch Malofeev) die grosse Ehre, der Trauzeuge des Hochadligen zu sein. Malofejew ist demnach ein Freund der Kaiserfamilie. Bereits als Student interessierte er sich für die Monarchie und schrieb seine Dissertation über rechtliche Möglichkeiten zur Wiederherstellung des russischen Kaisertums. Die Medien bezeichnen Malofejew als Oligarchen. (1, 2, 3) Bei der kaiserlichen Hochzeit war laut russischen Medien der umtriebige Jewgeni Prigoschin, Chef der Söldnergruppe Wagner, für das Catering zuständig. (1)

Malofejew ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten der monarchistischen Bewegung in Russland. Er möchte das Kaiserreich wiederbeleben und die Ukraine soll natürlich zu diesem Reich gehören. Zudem wünscht sich Malofejew, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche wieder eine grössere Rolle in der Gesellschaft spielt. Er und Leute aus seinem Umfeld hatten Kontakt zu Mitgliedern von rechtspopulistischen Parteien in Deutschland (AFD), Österreich (FPÖ) und Frankreich (Front/Rassemblement National). (1)

Malofejew kennt Sergei Aksjonow. (1) Dieser ist wie bereits erwähnt auch Monarchist und regiert die Krim im Interesse der russischen Führung.

Die Ukraine wirft Malofejew vor, bewaffnete prorussische Gruppen in der Ukraine zu finanzieren. (1) Die New York Times schreibt, er habe über eine Stiftung Waisenhäuser in der besetzten Ukraine mitfinanziert, die mutmasslich in Kindesentführungen verwickelt sind. (1) Das russische Militär hat Tausende Kinder aus der Ukraine nach Russland verschleppt. Mitte 2023 sagten russische Behörden, dass rund 700 000 Kinder nach Russland gebracht wurden. (1)

Konstantin Malofejews geistlicher Berater ist Bischof Tichon, der wie bereits erwähnt als Putins Priester gilt und in den 90er-Jahren Monarchist war. Malofejew soll seine Aktivitäten mit Wladislaw Surkow koordinieren. (1) Dieser war stellvertretender Ministerpräsident und Berater von Putin.

Konstantin Malofejew verkehrt mit Wladimir Jakunin (Yakunin). (1) Jakunin, ein Geschäftsmann und ehemaliger KGB-Agent, war Chef der staatlichen Eisenbahn und ist Anhänger der Russisch-Orthodoxen Kirche. 2016 gründete er eine Denkfabrik in Deutschland, höchstwahrscheinlich eine Frontorganisation der russischen Geheimdienste. Jakunin ist eng mit Präsident Putin verbunden und gehört zu Putins Genossenschaft Ozero. Dadurch kennt er Nikolai Schamalow, der mit Putins Familie verschwägert ist. (1, 2) Personen aus diesem Umfeld waren oder sind noch immer mit der Tambow-Bande verbunden, einer mächtigen Gruppe der russischen Mafia. (1)

Konstantin Malofejew gründete und leitet Katehon, eine konservative, antiwestliche Denkfabrik, zu der russische Geheimdienstler gehören. Katehon veröffentlicht Artikel im Internet. Alexander Dugin schrieb Beiträge bei Katehon. Es wurde auch ein Artikel des deutschen AFD-Politikers Markus Frohnmaier veröffentlicht. (1) Frohnmaier wird zum rechtsextremen Flügel der AFD gezählt und ist bekannt für seine Russlandnähe. Übrigens hat die Hochadlige Beatrix von Storch, die zur Führung der AFD gehört, Cousins, die nahe Verwandte der russischen Kaiserfamilie sind. Der Cousin Karl Emich von Leiningen beansprucht den Thron von Russland.

Die Katehon-Denkfabrik verbreitet viele Verschwörungstheorien: Die USA soll für die Covid-Pandemie verantwortlich sein, Papst Franziskus sei ein Diener von George Soros und der zionistischen (jüdischen) Weltverschwörung, die luziferische zionistische Rothschild-Verbrecherfamilie kontrolliert die westlichen Mainstream-Medien und hat den Holocaust angezettelt, Rasputin wurde vom anglo-zionistischen Imperium getötet und das Feuer in der Notre Dame war ein satanisches Ritual. (Seite 58, 59) Natürlich werden bei Katehon nur antiwestliche Verschwörungstheorien gefördert, also keine Theorien über die KGB-Strukturen oder die monarchistischen Netzwerke in Russland, was nicht überrascht, da Katehon von genau diesen Kreisen gesteuert wird. 

Konstantin Malofejew gründet und kontrolliert Tsargrad TV, einen konservativen russischen Fernsehsender, der die Kultur der Russisch-Orthodoxen Kirche fördern möchte. Das Hauptziel des Senders ist die Missionierung, betonte Malofejew. Er sagte, der Sender sei die russische Version von Fox News. Der Sender hat geopolitisch eine sehr antiwestliche und amerikafeindliche Haltung. Zudem fördert er Verschwörungstheorien, zum Beispiel, dass amerikanische Satanisten Kinder töten und die Flüchtlingskrise das Werk von George Soros sei. In einer Sendung sagte der Moderator: „Die Rothschilds werden die Herren des Geldes genannt. Ihre Ressource ist Geld und ihr Ziel ist die Weltherrschaft.“ (1) Übrigens sind die Rothschilds mit mehreren russischen Milliardären vernetzt, auch mit solchen, die Präsident Putin nahestehen. Bei Tsargrad TV wird Russland als der grosse Gegenspieler der Weltelite dargestellt, was inzwischen ein Kernelement der russischen Propaganda ist.

Der oben erwähnte Alexander Dugin war kurze Zeit Chefredakteur von Tsargrad TV. (1) Übrigens gab der bekannte US-amerikanische Verschwörungstheoretiker Alex Jones bei Tsargrad TV ein Interview zusammen mit Alexander Dugin. (1)

Bei Tsargrad TV kommen auch immer wieder monarchistische Stimmen zu Wort. Der Gouverneur der Region Belgorod, Jewgeni Sawtschenko, gab dem Sender ein Interview, in dem er sagte: „Was hat die Monarchie heute Schlimmes gebracht? Schweden gilt heute als die fortschrittlichste Gesellschaft, die Lenins Ideal des Aufbaus des Sozialismus oder sogar des Kommunismus am nächsten kommt. Stört der Monarch Schweden? Nein. Dies ist ein Symbol der Nation. Warum sollten wir in Russland kein solches Symbol haben? Ein Symbol für Stabilität. England hat keine Verfassung. Und die Menschen leben. Es gibt einen Monarchen. Und in Japan? (auch eine Monarchie) Das fortschrittlichste Land.“ (1)

Der ehemalige griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos war zu Gast auf dem Landsitz von Konstantin Malofejew. (1) Kammenos gründete und leitet eine eigene rechtspopulistische Partei in Griechenland, die bisher keinen Erfolg hatte. Kammenos ist Anhänger der Griechisch-Orthodoxen Kirche und hofft auf eine Allianz der Orthodoxen Kirchen von Russland und Griechenland.

Einer der engsten und wichtigsten Verbündeten von Malofejew ist Igor Schtschogolew (Shchegolev), der von 2008 bis 2012 Russlands Minister für Telekommunikation war. (1) Schtschogolew gehört bis heute zur Staatselite. Er ist im Sicherheitsrat. (1) Von 2012 bis 2018 war er ein Assistent von Putin. (1) Schtschogolew überreichte Alexander Dugin den Orden des Mutes, um Dugins ermordete Tochter zu ehren. Grossherzogin Maria Wladimirowna drückte schriftlich ihr Beileid aus. (1) Schtschogolew wurde nachgesagt, ein ehemaliger KGB-Agent zu sein. Malofejew und Schtschogolew haben ein gutes Verhältnis zum Fürsten Alexander Trubezkoi, der in Frankreich lebt. Die Trubezkoi Familie ist eine der bedeutendsten Familien des russischen Adels. Alexander Trubezkoi kennt auch Wladimir Jakunin und Bischof Tichon, die oben bereits erwähnt wurden. (1) Malofejew pflegt gute Beziehungen zu weiteren russischen Adligen, die im Westen leben und Alexander Trubezkoi kennen (mehr dazu im Beitrag zur Trubezkoi Familie). Einer davon wäre Graf Serge de Pahlen, der seit über 30 Jahren mit Wladimir Putin befreundet ist und ein gutes Verhältnis zu Malofejew hat. Pahlen ist mit der Milliardärin Margherita Agnelli verheiratet. Sie kommt aus der Agnelli Familie, der wohl mächtigsten Familien der italienischen Wirtschaftselite. (12, 3) Serge de Pahlen und seine Frau Margherita Agnelli hatten eine enge Beziehung zum Patriarchen Alexei II. (1) 2014 nahm Serge de Pahlen an einem Treffen in Österreich teil, das von Malofejew veranstaltet wurde und bei dem Alexander Dugin anwesend war. Zu den Gästen gehörten weitere Adlige, darunter Prinz Sixtus-Heinrich „Sixto“ von Bourbon-Parma, ein Anwärter auf den spanischen Thron. Zu diesem Treffen kamen auch Mitglieder von rechtspopulistischen Parteien aus mehreren europäischen Ländern. (1) Serge de Pahlen freundete sich mit Anatoli Sobtschak an. (12) Dieser war Bürgermeister von Sankt Petersburg und gilt als Wladimir Putins politischer Ziehvater. (1) Auch Mitglieder der russischen Kaiserfamilie hatten in den frühen 90er-Jahren ein gutes Verhältnis zu Anatoli Sobtschak und seiner Frau Lyudmila Narussowa aufgebaut. (1) Lyudmila Narussowa ist eine zum Christentum konvertierte Jüdin und war im Vorstand des Russisch-Jüdischen Kongresses. (1) Die Grossherzogin hat Lyudmila Narussowa in den Adelsstand erhoben. (12)

Konstantin Malofejew ist eng mit Fürst Zurab Tschawtschawadse vernetzt, der ihm half, Kontakte zum französischen Politiker Jean-Marie Le Pen aufzubauen. Der Fürst war früher Vorsitzender des Obersten Monarchierates und Vertreter des Oberhauptes des russischen Kaiserhauses in Russland. Er kommt aus der georgischen Adelsfamilie Tschawtschawadse (Chavchavadze). Sein Schwiegersohn kommt aus der russischen Fürstenfamilie Schachowskoi und ist mit Malofejew befreundet. (1, 2

Fürst Zurab Tschawtschawadse gehörte zur Führung der „Double-Headed Eagle Society“ (Doppeladler-Gesellschaft). (1) Diese Gesellschaft möchte die russische Monarchie wiederherstellen. In der Gesellschaft einigte man sich darauf, Putins Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2018 zu unterstützen. Sie sehen Putin aber nur als Übergangslösung an bis zur Einführung der Monarchie. Konstantin Malofejew ist Sponsor und Vorsitzender der Doppeladler-Gesellschaft. Die Gesellschaft hat Verbindungen zu russischen Adligen, darunter zum Fürsten Alexander Trubezkoi. Gegründet wurde die Gesellschaft 2016 von Leonid Reschetnikow, der ihr erster Vorsitzender war und mit Trubezkoi zusammenarbeitete. (123) Reschetnikow hat viel Kontakt zu Malofejew und gehört zur Führung seines Fernsehsenders sowie zu seiner Denkfabrik Katehon. Reschetnikow ist ebenfalls Anhänger der Russisch-Orthodoxen Kirche. Zur Sowjetzeit hatte er für den KGB gearbeitet. Später stand er im Dienste des Auslandsgeheimdienstes SVR. Von 2009 bis 2017 war er Chef des „Russian Institute for Strategic Studies“ (RISS), ein Forschungszentrum mit engen Verbindungen zu den russischen Geheimdiensten. Sein Nachfolger als Chef des RISS ist Michail Fradkow, der Ministerpräsident und Chef des Auslandsgeheimdienstes SVR war. Reschetnikow und das RISS sollen sich in die US-Wahlen 2016 eingemischt haben, mit dem Ziel, die Wahlen zu Gunsten von Donald Trump zu beeinflussen. Reschetnikow soll sich auch in Bulgarien eingemischt haben und traf Kornelia Ninowa, die Vorsitzende der Sozialistischen Partei Bulgariens. Der ehemalige bulgarische Präsident Rossen Plewneliew bezeichnete Reschetnikow als „die rechte Hand von Herrn Putin auf dem Balkan“. Bulgarische Behörden sagen, dass die monarchistische Doppeladler-Gesellschaft den russischen Geheimdiensten bei der Spionage in Bulgarien geholfen hatte. (1, 2, 3) Übrigens gehört die Zarenfamilie von Bulgarien zu den Freunden und nahen Verwandten der russischen Kaiserfamilie. Der nicht amtierende Zar Simeon war von 2001 bis 2005 Bulgariens Ministerpräsident.

Konstantin Malofejew kennt und schätzt den hohen Politiker Pjotr ​​Tolstoi. (12) Dieser kommt aus der russischen Adelsfamilie Tolstoi. Er verbreitet Kreml-Propaganda und antiwestliche Verschwörungstheorien. Er ist ein aggressiver Befürworter des Ukrainekrieges. Daher landete er auf Sanktionslisten. (12) Er nannte 2023 Bulgarien und Rumänien als mögliche Ziele für eine künftige russische Expansion, aber man müsse zuerst mit der Ukraine fertig werden. (1) Er kannte Alexander Dugins Tochter und sagte, dass der Mord an ihr nicht ungestraft bleiben dürfe. (1)

Konstantin Malofejew traf das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Portugal und erhielt einen Orden von ihm. Mitglieder der russischen Kaiserfamilie waren bei der Verleihung dabei. (1)

Adlige in Russland

Nach dem Sturz der Monarchie im Jahr 1917 hatte die Mehrheit der hohen Adligen das Land verlassen und es wurden auch viele bei der Revolution ermordet. Dennoch gibt es bis heute in Russland tausende Personen, die von Adligen abstammen. Der hohe Politiker Alexander Schukow (Zhukov) kommt aus einer Adelsfamilie und sein Vater war Mitglied der russischen Adelsversammlung, zu der viele Nachkommen von Adligen gehören. Weitere Adlige wären Sergei Jastrschembski (Yastrzhembsky), ein ehemaliger Assistent von Putin, und Dmitri Jakuschkin, der Pressesprecher von Präsident Boris Jelzin war. Der ehemalige Vizepräsident Alexander Ruzkoi (Rutskoy) sagte, er habe adlige Vorfahren. Auch das ehemalige Regierungsmitglied Wladimir Strschalkowski (Strzhalkovsky) ist ein Adliger. (1) Strschalkowski ist ein ehemaliger KGB-Agent und war Chef des russischen Bergbaukonzerns Norilsk Nickel (Nornickel). (1) Ihm wird ein gutes Verhältnis zu Putin nachgesagt. Er kennt auch Nikolai Patruschew. Strschalkowski war angeblich als Zuhälter aktiv. (Mehr dazu) Er erhielt 2009 einen Orden von der Grossherzogin Maria Wladimirowna. (1) Marias Sohn George Michailowitsch wurde 2008 als Berater und Lobbyist für Norilsk Nickel tätig. (1) Norilsk Nickel ist einer der grössten Nickelproduzenten der Welt. Der Konzern wird von den russischen Milliardären Wladimir Potanin und Oleg Deripaska (Freund von Nat Rothschild) kontrolliert.

Wladimir Potanin erhielt 2009 einen Orden von der Grossherzogin Maria Wladimirowna. (1) Potanin ging mit Präsident Putin Skifahren. (1) Andrei Klischas, ein Politiker und ehemaliger Chef von Norilsk Nickel, erhielt 2010 auch einen Orden von der Grossherzogin. (1)

Einer der mächtigsten Politiker Russlands ist Sergei Naryschkin. Er ist seit 2016 Chef des Auslandsgeheimdienstes SVR. Er ist ein Verbündeter Putins und Berichten zufolge hatten sie sich beim KGB kennengelernt. (1) Aufgrund seines Namens wurde in russischen Medien spekuliert, ob Sergei Naryschkin aus der Adelsfamilie Naryschkin kommt. Ein Mitglied der Familie war Natalja Naryschkina (1651–1694), eine Gemahlin des russischen Zaren Alexei I. (1) Sergei Naryschkin erzählte, dass er einmal ein Mitglied der Adelsfamilie Naryschkin, das in Frankreich lebt, getroffen hatte. (1) Er traf auch Fürst Alexander Trubezkoi. (1, 2) Sergei Naryschkin besuchte 2013 die Ausstellung zum 400. Jahrestag des Hauses Romanow (Kaiserfamilie) und traf dabei den monarchistischen Oligarchen Konstantin Malofejew. (Foto) Malofejews Kollege Alexander Dugin war ein Berater von Naryschkin. (1) Naryschkin wird sich gut mit der Geschichte des russischen Adels auskennen, denn er ist seit 2012 Vorsitzender der „Russischen Historischen Gesellschaft“, deren Vorläufer auf den Adel zurückgeht. (12) Derzeit ist Naryschkin zusammen mit dem oben erwähnten Adligen Pjotr ​​Tolstoi im hohen Rat von Putins Partei „Einiges Russland“. (1) Naryschkin erhielt 2009 den St.-Anna-Orden, der von der Grossherzogin Maria Wladimirowna verliehen wird. (1, 2)

Der russische Adlige Sergei Michalkow (1913–2009) lebte in der Sowjetunion. Er und seine Frau sowie seine beiden Brüder waren KGB-Agenten. Sergei wurde noch vor der Gründung der Sowjetunion 1922 geboren und erlebte deren Zerfall im Jahr 1991 mit. Zur Sowjetzeit schrieb er eine Nationalhymne für den Diktator Josef Stalin. In den 90er-Jahren schrieb er die heutige Nationalhymne der Russischen Föderation. Als Michalkow 2003 seinen 90. Geburtstag feierte, ehrte ihn Präsident Putin mit einem Besuch und einem Verdienstorden. Seine Söhne Nikita und Andrei sind Filmemacher. Die Michalkow Familie und ihre nahen Verwandten gehören gewissermassen zur Elite des russischen Kinos. (1, 234) Nikita Michalkow erhielt einen Oscar. Er ist Putin-Anhänger, befürwortet den Krieg in der Ukraine und verbreitet eine antiwestliche Stimmung. (1, 2)

In den letzten Wochen der Sowjetunion war Wladimir Lopuchin Energieminister. Nach der Gründung der Russischen Föderation war er noch für ein paar Monate Minister. Er starb 2020. Er soll ein Spross der Adelsfamilie Lopuchin gewesen sein. Der erste russische Kaiser Peter I. heiratete in erster Ehe in die Lopuchin Familie. Wladimir Lopuchins Vater war ein hochrangiger KGB-Offizier, der wegen Spionage aus den USA ausgewiesen wurde. Wladimir Lopuchin arbeitete für die französische Lazard Bank und heiratete eine Französin, die für die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung tätig war. (1) Zudem war er ein führender Freimaurer in Russland. In der russischen Wikipedia steht momentan, dass Lopuchin 2008 den Obersten Freimaurerrat der Russischen Föderation mitgründete und sein erster Grosskommandant (Vorsitzender) war. (1, 2, 3)

Während der Sowjetzeit hatten viele ihre adlige Abstammung verheimlicht, da das Sowjetregime aus einer adelsfeindlichen Bewegung hervorging, die viele Adlige ermordete, darunter Mitglieder der Kaiserfamilie. Feliks Dzierżyński, der erste Chef der sowjetischen Geheimdienste, kam jedoch aus einer polnischen Adelsfamilie (1, 2, 3). Er gründete und leitete die Geheimpolizei Tscheka, die Mitglieder der russischen Kaiserfamilie ermordete und sich am „Roten Terror“ beteiligte. Auch der darauffolgende Geheimdienstchef Wjatscheslaw Menschinski (Menzhinsky) stammte aus dem polnischen Adel (1, 2, 3, 4). Der spätere Geheimdienstchef Lawrenti Beria stammte mütterlicherseits aus der georgischen Hochadelsfamilie Jaqeli, das steht zumindest momentan in der englischen und russischen Wikipedia. Beria starb 1953. Im Jahr 2004 besuchte ein Journalist Berias Heimatdorf. Die Dorfälteste erzählte ihm, dass Berias Mutter mit der Dadiani Familie von Mingrelia verwandt gewesen war, einer georgischen Hochadelsfamilie. Berias Frau kam auch aus dem Adel. Zudem wurde Beria von einer deutschen Aristokratin ausgebildet. (1) Im Sowjetregime arbeitete Beria viel mit dem Geheimdienstchef Wsewolod Merkulow zusammen. Nach Angaben von Wikipedia stammte dieser mütterlicherseits ebenfalls aus dem georgischen Adel und väterlicherseits aus dem russischen Adel. In der deutschen und russischen Wikipedia steht derzeit, dass der hohe sowjetische Politiker Walerian Kuibyschew (starb 1935) aus dem Adel kam. Georgi Tschitscherin (starb 1936), der erste Aussenminister der Sowjetunion, kam definitiv aus dem Adel. Die adligen Geheimdienstchefs Beria und Merkulow waren Untergebene des Diktators Josef Stalin und führten für ihn Säuberungen durch. Stalin starb im März 1953. Im Dezember desselben Jahres wurden Beria und Merkulow erschossen. Im März des darauffolgenden Jahres wurde der KGB gegründet, der aber, so viel bekannt ist, nicht von Adligen angeführt wurde. Womöglich war das Sowjetregime von einem geheimen Adelsnetzwerk unterwandert (zumindest bis zu Stalins Tod), aber vielleicht sind diese adligen Abstammungen auch nur Zufälle und haben nichts zu bedeuten. Ich habe mich bisher nicht tiefgehend genug mit den sowjetischen Eliten beschäftigt und kann dies daher noch nicht beurteilen.

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Bechtolsheim Familie

Der Informatiker und Tech-Unternehmer Andreas von Bechtolsheim ist einer der reichsten Deutschen. Derzeit wird sein Vermögen auf 15 Milliarden US-Dollar geschätzt.[1] Er kommt aus der Adelsfamilie Bechtolsheim, die sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen lässt und zum Uradel gehört. Sie tragen den Adelstitel eines Freiherrn.[2][3]

Andreas von Bechtolsheim

Andreas von Bechtolsheim (*1955) lebt seit seiner Studienzeit in den USA im Silicon Valley, wo viele Tech-Konzerne ihren Sitz haben.[4] 1982 war Andreas Mitgründer von Sun Microsystems, aus dem sich ein grosses IT-Unternehmen entwickelte, das Milliardenumsätze erzielte. 2010 wurde es vom IT-Konzern Oracle Corporation übernommen.[1] Der in Indien geborene Vinod Khosla, der inzwischen Milliardär ist, gehörte auch zu den Gründern von Sun Microsystems.

Andreas war 1998 der erste grosse Investor von Google und investierte hunderttausend US-Dollar in das junge Unternehmen. Er kennt die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page.[5][6][7] Die beiden sind inzwischen Multimilliardäre.

Andreas gründete 2004 Arista Networks, ein IT-Unternehmen im Silicon Valley. Er ist bis heute Grossaktionär von Arista Networks. Das Unternehmen machte 2022 einen Umsatz von über 4 Milliarden US-Dollar.[8][1]

Andreas besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz.[9] Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Andreas studierte Informatik an der Carnegie Mellon University und war auch an der Stanford University.[1] Stanford ist eng mit dem Silicon Valley verbunden.

Übrigens feierte der deutsche Milliardär Hasso Plattner kürzlich seinen Geburtstag im Silicon Valley.[10] Er ist Mitgründer des Softwarekonzerns SAP, der momentan das wertvollste deutsche Unternehmen ist.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Christian von Bechtolsheim (*1960) ist Gründer und Chef der Focam AG, ein Finanzdienstleister, der Vermögen von über 40 reichen Familien verwaltet. Christian übernahm leitende Funktionen bei der Hypo Vereinsbank, der Dresdner Bank und der DG-Bank (heute DZ Bank). Zudem arbeitete er für die Finanzgruppe des Grafen Albrecht Matuschka, die damals ein grosser Vermögensverwalter war. Zu Christians Freunden zählt Andreas Jacobs aus der deutschen Milliardärsfamilie Jacobs. Andreas Jacobs finanzierte die Gründung der Focam AG mit.[11]

Christian von Bechtolsheim ist ein Nachkomme der Fugger Familie, die für lange Zeit Europas reichste Kaufmannsfamilie war.[12] Der Bankier Jakob Fugger (1459–1525) gilt als der reichste Mensch der Neuzeit. Auf heutige Verhältnisse hochgerechnet betrug sein Vermögen rund 400 Milliarden US-Dollar.[13]

Christian von Bechtolsheim ist mit dem Adligen Karl-Theodor zu Guttenberg verwandt.[12] Guttenberg war Verteidigungs- und Wirtschaftsminister von Deutschland. Er ist regelmässig in den USA und engagiert sich bei der Förderung der deutsch-amerikanischen Freundschaft.

Christian von Bechtolsheim erhielt das Bundesverdienstkreuz. Er ist seit 1987 beim Malteserorden, unter anderem als Diözesanleiter der Malteser in Erfurt. Von 2012 bis 2018 war er Botschafter des Malteserordens in Litauen.[14] Dieser alte Ritterorden ist mit dem Vatikan verbunden und hat viele katholische Adelsfamilien als Mitglieder.

Richard-Franz von Bechtolsheim hatte 1962 die Malteser in Würzburg mitgegründet und war 40 Jahre lang ihr ehrenamtlicher Diözesanleiter. Sein Nachfolger wurde Hans-Georg von Mallinckrodt.[15]

Philipp von Bechtolsheim gründete und leitet ein eigenes Immobilienunternehmen. Er ist Mitgesellschafter der Focam AG, die wie gesagt von seinem Verwandten geleitet wird. Er arbeitete für die WestLB und die Westdeutsche ImmobilienBank sowie für die Deutsche Bahn und für den Baukonzern Philipp Holzmann.[16]

Marcus von Bechtolsheim war zusammen mit hohen deutschen Managern (darunter dem ehemaligen BMW und VW-Chef Bernd Pischetsrieder) in der Stiftungsverwaltung des Wittelsbacher Ausgleichsfonds.[17] Der Fonds ist eine Stiftung der nicht amtierenden Königsfamilie von Bayern (Haus Wittelsbach). Marcus von Bechtolsheim diente der Königsfamilie auch als Präsident der herzoglichen Verwaltung.[18]

Die Bechtolsheim Familie trägt auch den Namen Mauchenheim. Egon von Mauchenheim (1918–1984) war Generalsekretär des deutschen Presserates.[19]

Sophie von Bechtolsheim ist eine Enkelin des Grafen Claus Schenk von Stauffenberg. Dieser hatte am 20. Juli 1944 versucht, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten.[20]

Gustav von Bechtolsheim (1889–1969) war Generalmajor der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Dabei war er für Kriegsverbrechen verantwortlich. Er war Antisemit und sah die Juden als „Bestien“ an, die „vernichtet“ werden müssen.[21]

Anton Reichard von Bechtolsheim (1896–1961) war General im Zweiten Weltkrieg.[22]

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/profile/andreas-von-bechtolsheim/?sh=315e68971461
  2. https://vonbechtolsheim.net/
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Mauchenheim_(Adelsgeschlecht)
  4. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/erfinder-und-google-investor-andreas-von-bechtolsheim-amazon-laesst-jedem-firmenchef-die-haare-zu-berge-stehen/20055790.html
  5. https://www.wiwo.de/my/unternehmen/it/google-wegbereiter-bechtolsheim-der-mann-der-brin-und-page-den-ersten-scheck-ausstellte/25318810.html
  6. https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mythen-ueber-den-geldadel-wie-die-deutschen-millionaere-wirklich-ticken-a-753228.html
  7. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/computer-von-bayern-ins-silicon-valley-andy-von-bechtolsheim-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150602-99-03711
  8. https://en.wikipedia.org/wiki/Arista_Networks
  9. https://www.gettyimages.ch/detail/nachrichtenfoto/andreas-andy-von-bechtolsheim-chairman-and-chief-nachrichtenfoto/452077828
  10. https://www.nzz.ch/wirtschaft/inte-hasso-plattner-ld.1775134
  11. https://www.forbes.at/artikel/schatzmeister-der-familien.html
  12. https://www.sueddeutsche.de/geld/reden-wir-ueber-geld-bechtolsheim-wie-bei-den-buddenbrooks-1.453730
  13. https://www.welt.de/wirtschaft/article155974825/So-wurde-Fugger-zum-reichsten-Menschen-der-Geschichte.html
  14. https://web.archive.org/web/20240203183512/https://www.km.bayern.de/pressemitteilung/12107/kultusminister-wuerdigt-ehrenamtliches-engagement-aushaendigung-des-bundesverdienstordens-an-christian-freiherr-von-bechtolsheim-weilheim-und-professor-manfred-treml-rosenheim.html
  15. https://web.archive.org/web/20241211201127/https://www.malteser-unterfranken.de/news-listenansicht/news-detailansicht/news/malteser-ehren-ihren-baron-mit-dienstalterkennzeichen-fuer-50-jahre-ehrenamtliches-engagement-1.html
  16. https://web.archive.org/web/20240221180457/https://bechtolsheim.eu/unternehmen/
  17. https://web.archive.org/web/20220702132230/https://www.waf-bayern.de/stiftungsverwaltung/
  18. https://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/guglmaenner-und-ihr-koenig-ludwig-ii-das-ewige-raetsel-1.1047660
  19. https://www.spiegel.de/politik/willy-brandt-golda-meir-richard-nixon-hilda-heinemann-egon-von-mauchenheim-norbert-gansel-karl-wilhelm-berkhan-a-ad1c3906-0002-0001-0000-000041810443
  20. https://www.malteser.de/standorte/hildesheim/presse/news/er-wollte-hitler-toeten.html
  21. https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_von_Mauchenheim_genannt_Bechtolsheim
  22. https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Reichard_von_Mauchenheim_genannt_Bechtolsheim

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March Familie

Die Bankiersfamilie March gehört schon seit 100 Jahren zu den reichsten Spaniern. Ihr Vermögen wird auf 1,6 Milliarden Euro geschätzt.[1] Im Jahr 1987 war sie die reichste Familie des Landes.[2] Juan March, der Begründer der Dynastie, galt seit dem Ersten Weltkrieg als der reichste Spanier.[3] 1955 wurde er als der siebtreichste Mensch der Welt eingestuft.[4]

Juan March hatte 1926 die Banca March gegründet, die bis heute von seiner Familie kontrolliert wird. Die Banca March ist eine mittelgrosse Bank. Sie ist die grösste spanische Bank in Familienbesitz und konzentriert sich auf wohlhabende Unternehmerfamilien.[5]

Die March Familie besitzt die Mehrheit der Anteile an der Corporación Financiera Alba, eine Investmentgesellschaft, die an grossen Unternehmen beteiligt ist. Die Alba-Holding ist Grossaktionär bei folgenden Unternehmen[6], die alle Milliardenumsätze erzielen:

  • Naturgy (Anteil 5,4 Prozent): Der Erdgas- und Energiekonzern ist eines der zehn grössten spanischen Unternehmen und einer der grössten Stromversorger des Landes. Zurzeit ist der Konzern Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).
  • Acerinox (Anteil 18,5 Prozent): Der gösste spanische Stahlkonzern.
  • CIE Automotive (Anteil 13,7 Prozent): Einer der grössten spanischen Automobilzulieferer.
  • Ebro Foods (Anteil 14,5 Prozent): Einer der grössten spanischen Lebensmittelhersteller.
  • Viscofan (Anteil 14,3 Prozent): Ein grosses Lebensmittelunternehmen.
  • ERM (Anteil 14,7 Prozent): Das britische Beratungsunternehmen konzentriert sich auf Nachhaltigkeit. 

Die Alba-Holding ist auch an einer Reihe kleinerer Unternehmen beteiligt. Deren Geschäftsfelder umfassen Immobilien, Private Equity, Fischerei, Freizeitparks, ein Flughafendienstleister (FBO) sowie das Sicherheitsunternehmen Verisure.

Stand: Dezember 2023

Von 2009 bis 2022 war die Alba-Holding Grossaktionär von Indra Sistemas mit einem Anteil von 10 Prozent.[7][8] Indra Sistemas ist eines der grössten spanischen IT-Unternehmen.

Juan March

Juan March (1880–1962) wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Geschäftsmann tätig. Er war im Tabakschmuggel aktiv und besass Tabakfabriken in Algerien und Marokko.[3] Ein hoher Politiker nannte ihn „den letzten Piraten des Mittelmeers“. 1916 gründete Juan March die Trasmediterran, eine Reederei, durch die er den spanischen Sehverkehr kontrollierte. Während des Ersten Weltkrieges blieb Spanien neutral. Juan March lieferte trotzdem Waffen an U-Boote der Österreicher und half beim heimlichen Auftanken von U-Booten.[9][4] Er unterhielt gute Beziehungen zum deutschen Konsul auf Mallorca. Daher wurde der britische Geheimdienst auf ihn aufmerksam und nahm 1915 Kontakt zu ihm auf. Juan March bot dem britischen Geheimdienst seine bedingungslose Unterstützung an. Er teilte den Briten den Standort der deutschen U-Boote mit. Gleichzeitig hatte er aber die Deutschen über die Routen der alliierten Schiffe informiert. Auch der französische Geheimdienst interessierte sich damals für Juan March und bezeichnete ihn in einem Bericht als „den Chef einer mächtigen Schmugglerorganisation“. Juan March transportierte Waffen und verkaufte sie an prodeutsche Rebellen in Marokko, die gegen die Franzosen kämpften.[10]

Nach dem Ersten Weltkrieg galt Juan March als der reichste Mann in Spanien.[3] Er gründete 1926 die Banca March, die bis heute von seiner Familie kontrolliert wird.

1923 kam Miguel Primo de Rivera in Spanien an die Macht und errichtete eine rechte Diktatur, die er bis 1930 anführte. Der spanische König Alfons XIII. hatte ihm die Erlaubnis gegeben, eine Diktatur einzuführen. Primo de Rivera kam aus dem spanischen Adel und trug den Titel eines Marqués (Markgrafen).[11] Juan March diente der Diktatur als Finanzier.[3] Der Diktator übertrug Juan March das Monopol für die Tabakindustrie in Marokko.[12] Spanien kontrollierte damals den nördlichen Teil von Marokko. Ein Politiker, der zwischen 1918 und 1921 Regierungsminister war, sagte Jahre später, dass die spanische Regierung in den 20er-Jahren im Geheimen von Juan March gesteuert wurde.[13]

Nach Ende der Diktatur wurde 1931 die Monarchie abgeschafft und die zweite Spanische Republik gegründet. Anscheinend schwand ab da der Einfluss von Juan March auf die Regierung. 1932 veranlasste die Regierung, dass Juan March inhaftiert wurde, aber er konnte nach 15 Monaten Haft aus dem Gefängnis entkommen. Er soll den Gefängnisdirektor bestochen haben.[3][12][9]

In den 30er-Jahren kam es in Spanien zu einem Bürgerkrieg. Ein Bündnis aus Monarchisten, Konservativen und Faschisten unter der Führung von General Francisco Franco ging 1939 als Sieger aus dem Bürgerkrieg hervor. Ab da herrschte Francisco Franco bis zu seinem Tod 1975 als Diktator über Spanien.

Juan March hatte Francisco Franco im Bürgerkrieg finanziell unterstützt. Nach der Machtübernahme diente er dem Diktator als Bankier. Im Jahr 1955 galt Juan March als der siebtreichste Mensch der Welt.[4][14][9] Franco hatte in Spanien den Kommunismus und die Arbeiterbewegung ausgemerzt, was Juan March vermutlich begrüsste.

1931 hatten Republikaner und Sozialisten die Monarchie in Spanien abgeschafft und wollten den Einfluss der katholischen Kirche einschränken (Spanien ist bis heute mehrheitlich katholisch). Nach Francos Machtübernahme 1939 verloren die antimonarchistischen und antiklerikalen Republikaner und Sozialisten ihren Einfluss in Spanien. Daher wurde Franco von der katholischen Kirche und vom spanischen Hochadel geduldet. Franco stärkte den Stand der katholischen Kirche und 1947 veranlasste er, dass Spanien wieder ein Königreich wird. Allerdings besetzte die Königsfamilie erst nach Francos Tod im Jahr 1975 wieder offiziell den Thron. Spanien ist bis heute eine Monarchie.

Juan March war ein Anhänger der spanischen Monarchie.[14] 1946 schenkte er dem spanischen Prinzen Juan ein Boot.[15] Prinz Juan war bei der britischen Navy und kam mütterlicherseits aus dem britischen Königshaus. Sein Sohn Juan Carlos wurde König von Spanien, nachdem Franco gestorben war.

In den 30er-Jahren kontrollierte Juan March den spanischen Erdölkonzern CEPSA, über den er geschäftliche Beziehungen zu Nazideutschland hatte.[16] Im Zweiten Weltkrieg hatte Juan March Kontakt zu Hitlers Spionagechef Wilhelm Canaris.[9] Dieser leitete die Spionageabwehr des Militärgeheimdienstes der Nazis.

Ab dem Jahr 1940 bestach die britische Regierung die wichtigsten Militärs in Spanien, die als Gegenleistung dafür sorgten, dass sich Spanien aus dem Weltkrieg heraushält und sich nicht auf die Seite von Deutschland stellt. Juan March diente bei den Bestechungsgeldern als Vermittler und half, die Gelder zu bewegen. Zu dieser Zeit war er der sechstreichste Mann der Welt. Etwa zwei Millionen US-Dollar der Bestechungsgelder landeten bei Francos Bruder Nicolás. Die Gelder wurden über die New Yorker Niederlassung der Swiss Bank Corporation (Vorläufer der Schweizer Grossbank UBS) bewegt. Das Franco-Regime weigerte sich schliesslich, Hitler militärisch zu unterstützen.[14]

Die heutigen Mitglieder der Familie

Mitglieder der March Familie leiten den Vorstand der Banca March sowie den Vorstand der Alba-Holding.

Nach Angaben der Webseite publicintelligence.net nahm Carlos March Delgado im Jahr 1989 am Bilderbergtreffen teil.[17] Er leitete die Bank der Familie. Zudem war er Präsident der Banco Urquijo.[18] Diese Privatbank wurde im Jahr 1870 von der spanischen Adelsfamilie Urquijo gegründet.[19] Früher war die March Familie über ihre Alba-Holding an der Banco Urquijo beteiligt.[20] Juan Carlos Villalonga March, der momentan zum Vorstand der Banca March gehört, arbeitete ebenfalls für die Banco Urquijo.[21]

Carlos March Delgado war im internationalen Beratungsgremium der US-amerikanischen Grossbank JP Morgan sowie im internationalen Beirat der Columbia University in New York. Von 1979 bis 1994 war er Vorsitzender der spanischen Gruppe der Trilateralen Kommission. Die Trilaterale Kommission ist eine internationale Denkfabrik, die vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet und angeführt wurde. Daher werden sich David Rockefeller und Carlos March Delgado kennengelernt haben. Carlos March Delgado erhielt den Orden der Ehrenlegion, den höchsten Verdienstorden Frankreichs. Er war Vizepräsident des französischen Grosskonzerns Carrefour.[18][21] Damals war die Alba-Holding der March Familie Grossaktionär von Carrefour.[22]

Carlos March Delgado war ein Vertrauter des verstorbenen Jesús de Polanco, der wohl der mächtigste spanische Medienunternehmer war.[13]

Juan March de la Lastra, der derzeitige Vorsitzende der Banca March, arbeitete für JP Morgan.[23]

Juan March Juan arbeitete in London für die US-amerikanische Grossbank Goldman Sachs.[21]

Javier Vilardell March arbeitet für die Espirito Santo Group, eine der grössten portugiesischen Banken. Er arbeitete auch für die ACS Group.[21] Der Baukonzern ist eines der grössten spanischen Unternehmen. Die Alba-Holding der March Familie war früher mit einem Anteil von über 20 Prozent Hauptaktionär der ACS Group.[4]

Die Banca March ist auf den Kanarischen Inseln aktiv, eine spanische Inselgruppe und Steueroase. Dort wurde die Bank zu Beginn der 2000er-Jahre von der kubanischen Mafia aus Miami zur Geldwäsche genutzt.[24]

Quellen:

  1. https://www.elespanol.com/invertia/empresas/20211114/apellidos-nobleza-empresarial-reparten-fortuna-millones-euros/626688226_0.html
  2. https://www.forbes.com/sites/seankilachand/2012/03/21/forbes-history-the-original-1987-list-of-international-billionaires/?sh=4bc337f7447e
  3. https://www.hoerspielundfeature.de/das-feature-der-rockefeller-von-mallorca-100.html
  4. https://www.theguardian.com/business/2010/jul/29/spain-strongest-bank-banca-march
  5. https://www.bolsasymercados.es/bme-exchange/es/Mercados-y-Cotizaciones/Acciones/Mercado-Continuo/Ficha/Corporacion-Financiera-Alba-ES0117160111
  6. https://www.corporacionalba.es/cartera-de-inversiones/
  7. https://cincodias.elpais.com/cincodias/2022/06/03/companias/1654259809_206787.html
  8. https://www.reuters.com/article/oesbs-indra-alba-idESMAE56101W20090702/
  9. https://www.elmundo.es/elmundo/2013/03/08/baleares/1362746009.html
  10. https://english.elpais.com/elpais/2014/08/19/inenglish/1408463067_103096.html
  11. https://de.wikipedia.org/wiki/Miguel_Primo_de_Rivera
  12. https://content.time.com/time/subscriber/article/0,33009,746301,00.html
  13. https://www.elmundo.es/suplementos/nuevaeconomia/2005/280/1119736807.html
  14. https://www.bbc.com/mundo/noticias-45754336
  15. https://www.revistavanityfair.es/poder/articulos/banqueros-rey-juan-carlos-juan-march-emilio-botin/47097
  16. https://de.wikipedia.org/wiki/Juan_March
  17. https://publicintelligence.net/1989-bilderberg-meeting-participant-list/
  18. https://elpais.com/diario/1995/12/05/agenda/818118001_850215.html
  19. https://www.elmundo.es/loc/famosos/2023/11/01/6540f76ce4d4d84e498b45e3.html
  20. https://www.elmundo.es/nuevaeconomia/2001/NE066/NE066-21.html
  21. https://www.bancamarch.es/gobiernocorporativo/en/composition-of-the-board/
  22. https://www.elmundo.es/mundodinero/2006/01/24/portada/1138119395.html
  23. https://www.bancamarch.es/gobiernocorporativo/en/composition-of-the-board/mr-juan-march-de-la-lastra-executive/
  24. https://www.canarias7.es/hemeroteca/la_mafia_cubana_en_miami_blanqueaba_dinero_en_gran_canaria-OACSN269766

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Chen Familie

Chen Yun war lange Zeit ein ranghoher Politiker der Kommunistischen Partei Chinas. Sein Sohn Chen Yuan war über 20 Jahre lang einer der führenden Banker im Dienste der Partei.

1. Generation

Im Jahr 1949 kam es in China zur Machtergreifung der Kommunistischen Partei und die Volksrepublik China wurde gegründet, die bis heute von der Partei regiert wird. Chen Yun (1905–1995) gehörte bereits vor der Gründung der Volksrepublik zur Führung der Kommunistischen Partei. Er war von 1931 bis 1987 im Zentralkomitee der Partei. 1934 wurde er ins Politbüro aufgenommen, dem er über vier Jahrzehnte lang angehörte. Das Zentralkomitee und das Politbüro sind zwei wichtige Gremien der Kommunistischen Partei. Chen Yun war im „ständigen Ausschuss des Politbüros“ und somit Teil des höchsten Gremiums der Partei. Er besetzte noch weitere hohe Parteiposten. Als langjähriges Mitglied der Parteielite hatte er viel Kontakt zu Parteiführern wie Mao Zedong und Deng Xiaoping, mit denen er aber oft Meinungsverschiedenheiten hatte.[1][2][3]

Chen Yun kannte den führenden Wirtschaftsboss Rong Yiren, der für die Partei Investitionen im Ausland leitete.[4] Er kam aus der Rong Familie, eine der wichtigsten Familien in der Geschichte der chinesischen Wirtschaft.

2. Generation

Chen Yuan (*1945), der Sohn von Chen Yun, ist ein wichtiges Mitglied der Finanzelite in China. Chinas Finanzwesen wird mehrheitlich vom Staat, also von der Kommunistischen Partei, kontrolliert.

Chen Yuan wurde im Jahr 2013 stellvertretender Vorsitzender des Nationalkomitees der „Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes“. Zu diesem Beratungsgremium der Partei gehören unter anderem Mitglieder von Familien aus der Parteielite. Chen Yuan bekleidete Posten in der Stadtregierung der Hauptstadt Peking. Von 1988 bis 1998 war er stellvertretender Gouverneur der Chinesischen Volksbank, also stellvertretender Chef der chinesischen Zentralbank. Anschliessend war er bis 2013 Vorsitzender der China Development Bank und damit Chef der grössten Entwicklungsbank der Welt. Die Bilanzsumme der Bank beträgt 7,5 Billionen Renminbi, also etwa knapp eine Billion US-Dollar.[5] Nach Angaben der Webseite SWFI besitzt die Bank ein Vermögen von über zwei Billionen US-Dollar. Sie vergibt Kredite an Entwicklungsländer, die damit Schulden beim chinesischen Staat haben. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es zur Chinas Langzeitstrategie gehört, möglichst viele Entwicklungsländer unter seinen Einfluss zu bringen. Die China Development Bank hat sich zu einem wichtigen Machtinstrument der Kommunistischen Partei entwickelt[6]. 2011 wurde berichtet, dass die China Development Bank zusammen mit der ebenfalls staatlich kontrollierten Export-Import-Bank mehr Kredite in Entwicklungsländern vergibt als die Weltbank.[7]

Chen Yuan ist derzeit Präsident der „China Association for international friendly contact“ (CAIFC), eine Organisation, die sich in Chinas Auslandsbeziehungen engagiert. Die CAIFC wird von der Kommunistischen Partei kontrolliert. Ein Professor aus Taiwan meinte, dass die CAIFC eigentlich die Funktion eines Geheimdienstes übernimmt und an eine Abteilung des chinesischen Militärs angeschlossen ist. Xing Yunming, ein ehemaliger Chef des chinesischen Militärgeheimdienstes, war stellvertretender Vorsitzender der CAIFC.[8] Der CAIFC wird nachgesagt, dass sie verdeckte Einflussoperationen gegen ausländische Politiker und Militärs durchführt. 2012 besuchte der ehemalige britische Premierminister Tony Blair ein Treffen in China, das von der CAIFC veranstaltet wurde. Er hielt beim Treffen eine Rede, bei der er dem chinesischen Publikum schmeichelte, in dem er sich als „alten Freund Chinas“ bezeichnete und erläuterte, wie ein wohlhabenderes China „für eine Gesellschaft mit mehr Liebe und Fürsorge“ beitragen würde. Beim Treffen sahen sich die Teilnehmer eine Videobotschaft von Bill Gates an. Tony Blair und Bill Gates sollen nicht gewusst haben, dass das Treffen von einer Frontorganisation des chinesischen Militärs veranstaltet wurde.[9]

Übrigens gehört zurzeit Deng Rong zur Führung der CAIFC. Sie ist eine Tochter des verstorbenen Deng Xiaoping, der in den 80er-Jahren Chinas oberster Führer war.

Die CAIFC organisierte gemeinsam mit dem EastWest Institute Treffen der Sanya-Initiative. Das EastWest Institute war eine einflussreiche Denkfabrik aus den USA, die Anfang 2021 aufgelöst wurde. Sie koordinierte die Sanya-Initiative, deren Ziel es war, den Austausch und die Beziehungen zwischen dem US-amerikanischen und dem chinesischen Militär zu stärken. Als Teil dieser Initiative veranstaltete das EastWest Institute von 2008 bis 2020 regelmässig Treffen, bei denen pensionierte Generäle und Admiräle aus dem US-Militär und dem chinesischen Militär zusammenkamen. Bei den Gesprächen wurde ein breites Spektrum strategischer Sicherheitsfragen erörtert. Inzwischen wurde die Sanya Initiative in „US-China Military-to-Military Initiative“ umbenannt und wird vom Stimson Center organisiert.[10][11] Das Stimson Center ist eine Denkfabrik in den USA. Übrigens gehörten zu den Vorsitzenden des EastWest Institute der US-amerikanische Milliardär Whitney MacMillan, der schwedische Milliardär Hans Rausing, der ehemalige finnische Präsident Martti Ahtisaari, der deutsche Politiker Hans-Dietrich Genscher sowie der deutsche Manager Berthold Beitz vom Krupp-Konzern.[12] 2017 fand ein kleines Gruppentreffen der Sanya-Initiative in Peking statt. Dieses Treffen wurde vom EastWest Institute und der CAIFC in Zusammenarbeit mit der „China-United States Exchange Foundation“ (CUSEF) veranstaltet.[13] Die CUSEF ist eine Organisation in Hongkong, die den Dialog zwischen China und den USA fördern möchte. Sie spendet an Universitäten und Denkfabriken in den USA. Sie wird von Wirtschaftsführern aus Hongkong geleitet. Ihr Gründer und ehemaliger Chef ist der Hongkonger Milliardär Tung Chee-hwa, der engen Kontakt zur Kommunistischen Partei Chinas unterhält. Der CUSEF wird vorgeworfen, dass sie von der Kommunistischen Partei zur Einflussnahme in den USA benutzt wird. Dies soll Teil von Chinas Einheitsfront-Strategie sein, bei der es darum geht, die Einflussnahme im Ausland zu verstärken und dafür zu sorgen, dass sich das schlechte Image von China in der Welt verbessert. Präsident Xi Jinping bekennt sich zu dieser Strategie und bezeichnete die Einheitsfront als „magische Waffe“ der Partei. Die CUSEF hat bei Projekten mit Chinas Volksbefreiungsarmee zusammengearbeitet und nutzte dieselbe PR-Firma in Washington wie die chinesische Botschaft, nämlich BLJ Worldwide. Diese Firma hatte auch die Diktatorenfamilien Assad (aus Syrien) und Gaddafi (aus Libyen) als Kunden. 2016 und 2017 gab die CUSEF jeweils über eine halbe Million US-Dollar für Lobbyarbeit in den USA aus, mit dem Ziel, den Kongress zum Thema amerikanisch-chinesische Beziehungen zu beeinflussen. Dabei beauftragte die CUSEF die Podesta Group, eine Lobbyfirma in Washington.[14][15] Die Podesta Group wurde 2017 aufgelöst. Ihre Gründer waren die berüchtigten Podesta-Brüder, die vor paar Jahren bezüglich Pizza-Gate ins Visier von Verschwörungstheoretikern gerieten.

Zu den Beratern der CUSEF gehört derzeit der Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson, der bei der CUSEF durch Ben Keswick vertreten wird.[16] Ben Keswick kommt aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick, die schon seit 150 Jahren in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv ist. Die Keswicks heirateten in britische Adelsfamilien und vertreten die Interessen der britischen Elite in Ostasien. Sie sind seit vielen Jahren mit der berühmten Rothschild Familie befreundet.

Die einflussreichen US-Amerikaner Henry Kissinger und Robert Rubin sind auf der Webseite der CUSEF als Ehrenberater gelistet.[16] Robert Rubin war Vorsitzender des Council on Foreign Relations (CFR), eine der mächtigsten Denkfabriken der USA. Henry Kissinger, der 2023 verstorben ist, hatte sich bereits seit Beginn der 70er-Jahre in der amerikanisch-chinesischen Diplomatie betätigt und war ein wichtiger Befürworter der Öffnung der US-Aussenpolitik gegenüber China. Kissinger wollte anscheinend, dass Chinas Elite in die globale Weltelite integriert wird.

Die CUSEF führte eine Studie durch, die sich mit den Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und China in den letzten drei Jahrzehnten befasste und Prognosen für die Zusammenarbeit bis 2022 erstellte. Für die Studie wurde ein Lenkungsausschuss aus Beratern eingerichtet, der aus chinesischen und US-amerikanischen Wirtschaftsführern bestand. Zu den Beratern auf amerikanischer Seite zählten unter anderem Henry Kissinger, Bill Gates, Harold McGraw III., Maurice Greenberg und David Rubenstein.[17] Übrigens gehört David Rubenstein, ein Milliardär, derzeit zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF) und ist Vorsitzender des Council on Foreign Relations (CFR). Er engagiert sich stark in amerikanisch-chinesischen Beziehungen.

Zurück zu Chen Yuan. Er hielt eine Rede beim internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg, das von der russischen Regierung veranstaltet wird.[18]

Chen Yuan ist zurzeit Berater des China Finance 40 Forum.[19] Das Forum bezeichnet sich als führende Denkfabrik, die sich auf Chinas Finanzreform konzentriert. Die „40“ bezieht sich auf die 40 Mitglieder der chinesischen Finanzeliten, die den Kern des Forums bilden.[20] Auf Wikipedia steht momentan, dass Chen Yuan Mitgründer und Vorsitzender des Forums war.

Chen Yuan ist Mitglied der globalen Kommission von „New Climate Economy“, eine internationale Organisation, die sich für ein grünes Wachstum starkmacht.[5] Zur globalen Kommission gehören Wirtschaftsführer und hohe Politiker aus verschiedensten Ländern. In den letzten Jahren war der NATO-Chef Jens Stoltenberg Mitglied der Kommission. Ein interessantes Kommissionsmitglied aus China war Zhu Levin.[21] „Levin“ Zhu Yunlai war CEO der „China International Capital Corporation“ (CICC), der grössten chinesischen Investmentbank. Davor war Zhu Levin bei der Investmentbank „Credit Suisse First Boston“ in New York tätig.[22] Er hatte in den USA studiert. Er gehört zurzeit wie Chen Yuan zum bereits erwähnten China Finance 40 Forum.[23] Sein Vater Zhu Rongji war von 1998 bis 2003 Chinas Ministerpräsident und leitete von 1993 bis 1995 die chinesische Zentralbank. Die Zhu Familie stammt der Familienüberlieferung nach von Zhu Yuanzhang (Hongwu) ab, dem ersten Kaiser der Ming-Dynastie, der im 14. Jahrhundert lebte. Vor der Machtübernahme der Kommunisten war die Zhu Familie sehr reich gewesen. Nach der Machtübernahme verlor die Familie ihren Status, wie es bei vielen reichen Familien der Fall war. Zhu Rongji arbeitete sich darauf bei der Kommunistischen Partei hoch und seit den 1990er-Jahren hat die Familie wieder einen Platz in der Elite des Landes gefunden.[24] Zhu Rongji ist Ehrenvorsitzender des internationalen Beirats der Tsinghua-Universität, eine der führenden Universitäten in China. Auch Chen Yuan war vor ein paar Jahren im Beirat der Universität. Zum Beirat gehören ein paar Milliardäre (darunter Jack Ma) und hohe Politiker aus China. Internationale Beiratsmitglieder sind die Milliardäre Ratan Tata (Indien), Jacob Wallenberg (Schweden), Andrónico Luksic (Chile) und Masayoshi Son (Japan). Derzeitige und ehemalige Beiratsmitglieder aus den USA wären die Milliardäre Elon Musk, Tim Cook und Ray Dalio sowie die jüdischen Milliardäre David Rubenstein, Mark Zuckerberg, Laurence „Larry“ Fink (von BlackRock), Lloyd Blankfein, Henry Kravis, Michael Dell, Irwin Jacobs, Brian Roberts, Stephen Schwarzman und Jim Breyer.[25][26]

Chen Weilan (*1949), eine Schwester von Chen Yuan, war bei der Kommunistischen Partei tätig, unter anderem als Mitglied der Kommission für ausländische chinesische Angelegenheiten.[27] Die Schwester Chen Weili (*1942) ging in die Wirtschaft.[28]

3. Generation

Chen Xiaodan (*1985) ist die Tochter von Chen Yuan. Sie studierte in den USA an der Harvard University und der Duke University.[29][30] Übrigens gründete die Duke University in China die Duke Kunshan University. Die Gründung erfolgte in Zusammenarbeit mit der chinesischen Wuhan Universität.

Chen Xiaodan hatte im Zeitraum 2010 ein romantisches Verhältnis mit Bo Guagua, der an der Harvard Universität in den USA und an der Oxford Universität in England studierte. Bo Guagua kommt ebenfalls aus einer bekannten Familie. Er ist der Sohn von Bo Xilai und ein Enkel von Bo Yibo.[30][31] Die beiden gehörten zur Führungsriege der Kommunistischen Partei. Bo Xilai wurde 2013 wegen Korruption zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Frau bekam ebenfalls lebenslänglich, weil sie für die Ermordung des britischen Geschäftsmanns Neil Heywood verantwortlich sein soll.[32] Neil Heywood arbeitete in China und hatte Kontakt zur Bo Familie. Er arbeitete regelmässig für das britische Beratungsunternehmen Hakluyt & Company, das 1995 von Beamten der britischen Geheimdienste gegründet wurde.[33] Bo Xilai galt bis zu seiner Verhaftung als der grösste Konkurrent des heutigen Präsidenten Xi Jinping. Die Bo Familie ist schon seit drei Familiengenerationen mit der kanadischen Milliardärsfamilie Desmarais vernetzt, eine der reichsten und mächtigsten Familien Kanadas, die bei der Förderung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Kanada und China mitwirkt.[34]

Chen Xiaodan heiratete vor paar Jahren einen Geschäftsmann aus Hongkong, der aus einer wohlhabenden Familie kommt.[35]

Chen Xiaodan gehörte 2006 zu den Debütantinnen beim Bal des débutantes im Crillon-Hotel in Paris. Es ist ein sehr elitärer Debütantinnenball.[29][30] Viele Debütantinnen kamen aus dem Adel, einige aus dem Hochadel und dem päpstlichen Adel. Auch eine ägyptische Prinzessin sowie Prinzessinnen aus indischen Königshäusern waren Debütantinnen bei diesem Ball. Dazu kommen Töchter aus den Milliardärsfamilien Mellon (USA), Wallenberg (Schweden), Arnault (Frankreich), Ambani (Indien), Berlusconi (Italien), Hearst (USA), Blavatnik (USA/UK), Ho (Hongkong) und Bouygues (Frankreich). Weitere bemerkenswerte Debütantinnen waren zwei Töchter aus der US-amerikanischen Präsidentenfamilie Bush, zwei Töchter aus der Familie von US-Präsident John F. Kennedy, zwei Enkelinnen des sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow sowie ein paar Töchter von Hollywood-Stars.[36] Neben Chen Xiaodan zählten noch zwei weitere Töchter aus Familien der chinesischen Parteiaristokratie zu den Debütantinnen, nämlich Wan Baobao (Enkelin des stellvertretenden Ministerpräsidenten Wan Li) und Jasmine Li (Enkelin von Jia Qinglin, der zum obersten Führungsgremium der Partei gehörte).[37][38]

Chen Xiaodan arbeitete in New York für die führende US-amerikanische Investmentbank Morgan Stanely. 2012 wurde Chen Xiaodan beim führenden britischen Private Equity-Unternehmen Permira angestellt. Zufälligerweise unterzeichnete Permira 2011 eine Kooperationsvereinbarung mit der China Development Bank, die damals von Chen Yuan geleitet wurde, der wie gesagt der Vater von Chen Xiaodan ist. Die Grossbanken aus New York haben viele Kinder von Parteikadern der Kommunistischen Partei rekrutiert. Man geht davon aus, dass die Grossbanken der Wall Street dadurch in den chinesischen Markt eindringen wollen und sich Geschäfte mit chinesischen Staatskonzernen erhoffen. Die führende Grossbank JP Morgan entwarf ein Programm namens „Sons and Daughters“, das darauf abzielte, die rechtlichen Fragen zu klären, wenn Verwandte von grossen Persönlichkeiten in China eingestellt werden. Es ist nämlich so, dass es in den USA illegal ist, den Freunden oder Verwandten eines ausländischen Amtsträgers eine Beschäftigung zu verschaffen, um Aufträge zu gewinnen.[39][40]

Chen Xiaoxin (*1947), der Sohn von Chen Yuan, machte seinen Abschluss an der Stanford Universität in den USA. Er arbeitete in Hongkong für die US-amerikanische Citigroup, eine der grössten Banken der Welt. Zudem arbeitete er für ABAX, ein Hongkonger Private Equity-Unternehmen.[41][39]

Quellen:

  1. https://www.nytimes.com/1995/04/11/obituaries/chen-yun-a-chinese-communist-patriarch-who-helped-slow-reforms-is-dead-at-89.html
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/Chen_Yun
  3. https://www.oxfordreference.com/display/10.1093/oi/authority.20110803095605536
  4. https://finance.sina.cn/hkstock/ggyw/2014-09-12/detail-iavxeafr3742330.d.html
  5. https://newclimateeconomy.net/content/chen-yuan
  6. https://www.zeit.de/2014/09/cdb-china-development-bank
  7. https://www.merkur.de/wirtschaft/chinavergibt-mehr-krediteals-weltbank-zr-1086198.html
  8. https://www.scmp.com/news/china/article/1729631/chinese-military-intelligence-chief-xing-yunming-held-graft-inquiry
  9. https://www.thetimes.co.uk/article/blair-is-dupe-in-chinese-spy-plot-0x9wvzgkknf
  10. https://www.eastwest.ngo/idea/us-china-sanya-initiative-dialogue-report-11th-meeting
  11. https://www.stimson.org/project/the-us-china-military-to-military-dialogue/
  12. https://www.eastwest.ngo/people/board/position
  13. https://web.archive.org/web/20201023061443/https://www.cusef.org.hk/en/what-we-do/high-level-dialogues/sanya-initiative
  14. https://foreignpolicy.com/2017/11/28/this-beijing-linked-billionaire-is-funding-policy-research-at-washingtons-most-influential-institutions-china-dc/
  15. https://www.theguardian.com/news/2018/dec/07/china-plan-for-global-media-dominance-propaganda-xi-jinping
  16. https://www.cusef.org.hk/en/our-leadership
  17. https://www.chinausfocus.com/2022/index-page_id=1241.html
  18. https://sputniknews.cn/20160617/1019708786.html
  19. http://www.cf40.com/en/number_detail/12289.html
  20. http://www.cf40.com/en/detail/11322.html
  21. https://newclimateeconomy.net/themes/custom/wri/pdf
  22. https://www.nzz.ch/zhu-rongji-ld.1123019?reduced=true
  23. http://www.cf40.com/en/number_detail/11771.html
  24. https://content.time.com/time/subscriber/article/0,33009,990691-2,00.html
  25. https://www.sem.tsinghua.edu.cn/en/info/1135/2380.htm
  26. https://www.sem.tsinghua.edu.cn/en/Tsinghua_SEM_Advisory_Board_Members_List_20231030.pdf
  27. https://baike.baidu.com/item/%E9%99%88%E4%BC%9F%E5%85%B0/9290542
  28. https://baike.baidu.com/item/%E9%99%88%E4%BC%9F%E5%8A%9B/5643
  29. https://www.ft.com/content/de84910e-3a0d-11dc-9d73-0000779fd2ac
  30. https://www.independent.co.uk/news/world/asia/china-s-royal-romance-stirs-online-gossip-2221720.html
  31. https://www.singtao.ca/6237861/2023-04-20/news
  32. https://de.wikipedia.org/wiki/Bo_Xilai
  33. https://en.wikipedia.org/wiki/Neil_Heywood
  34. https://www.theglobeandmail.com/world/article-montreals-power-corp-deepens-ties-with-chinas-notorious-bo-family/
  35. https://www.zaobao.com.sg/realtime/china/story20180122-829123
  36. https://www.lebal.paris/le-bal/
  37. https://edition.cnn.com/2012/09/27/world/asia/china-debutante-ball/index.html
  38. https://jingdaily.com/posts/chinese-elites-become-belles-of-the-debutante-ball-as-tradition-goes-global
  39. https://news.creaders.net/china/2013/12/09/big5/1322577.html
  40. https://www.cnbc.com/2013/12/30/protecting-jpmorgan-from-chinas-corruption.html
  41. https://www.rfa.org/mandarin/zhuanlan/yehuazhongnanhai/gx-09172021162959.html

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Tsai Familie

Die Tsai Familie steht an der Spitze der Finanzelite von Taiwan.

Tsai Wan-lin (1924–2004) wurde in eine arme Bauernfamilie geboren. Durch Finanzgeschäfte stieg er zum reichsten Mann in Taiwan auf. Im Jahr 1996 galt er als der fünftreichste Mensch der Welt (Quelle: 1 und 2). Er hatte 1962 das Versicherungsunternehmen Cathay Insurance gegründet, das heute der grösste Lebensversicherer in Taiwan ist. Das Unternehmen gehört zur Cathay Financial Holding, die von der Tsai Familie gegründet wurde. In den letzten Jahren war die Cathay Financial Holding eines der grössten taiwanischen Unternehmen und der grösste Finanzkonzern des Landes. Die Tochterfirma Cathay United Bank ist eine der grössten taiwanischen Banken. 2017 wurde berichtet, dass die Cathay Financial Holding Taiwans grösster Kreditgeber ist.

Tsai Wan-lin war leitender Berater von Präsident Chen Shui-bian. (Quelle) Dieser war von 2000 bis 2008 Präsident von Taiwan.

Im Jahr 2023 wurde das Vermögen der Tsai Familie auf 21,4 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie gilt damit als die reichste Familie Taiwans. (Quelle)

Die drei Söhne von Tsai Wan-lin sind Milliardäre und leiten die Cathay Financial Holdings. Ihre beiden Cousins Richard und Daniel Tsai sind ebenfalls Milliardäre. (Quelle) Die Cousins leiten die Fubon Financial Holding, die von ihrem Vater Tsai Wan-tsai (1929–2014) gegründet wurde. Auch Tsai Wan-tsai war Milliardär. (Quelle) Die Fubon Financial Holding ist der führende taiwanische Finanzkonzern neben der Cathay Financial Holding. Die Tsai Familie leitet derzeit also die beiden grössten Finanzkonzerne des Landes. Zur Fubon Holding gehört die Taipei Fubon Bank (eine der grössten Banken Taiwans), Fubon Life Insurance (einer der grössten Lebensversicherer Taiwans) sowie die Fubon Bank in Hongkong. 2014 kaufte die Fubon Holding für rund 900 Millionen US-Dollar die First Sino Bank vom chinesischen Festland. Zurzeit gehört der Fubon-Konzern zu den Partnern des Weltwirtschaftsforums (WEF). Der Fubon-Chef Richard Tsai ist Agenda Contributor des WEF.

Der Fubon- und der Cathay-Konzern gehören zu den Hauptaktionären vieler Unternehmen in Taiwan. 2023 besassen sie zusammen mit Richard Tsai knapp 12 Prozent von Taiwan Mobile, eines der grössten Telekommunikationsunternehmen des Landes. Richard und Daniel Tsai sind zurzeit im Vorstand von Taiwan Mobile.

Übrigens: Obwohl Taiwan mit seiner geringen Grösse kleiner als die Schweiz ist, gehört das Land dennoch nach BIP zu den grössten Volkswirtschaften in Asien.

Der Milliardär Daniel Tsai ist einer der Gouverneure des „Centre for Asian Philanthropy and Society“, eine Vereinigung von asiatischen Philanthropen. Die anderen Gouverneure sind die Milliardäre Chey Tae-won (Südkorea), Jamshyd Godrej (Indien) und Ronnie Chan (Hongkong). Im Beirat sitzt der indische Milliardär Ratan Tata. (Quelle)

Daniel Tsai ist im internationalen Beirat der Duke Kunshan University. Diese Universität in China wurde 2018 von der Duke University aus den USA in Zusammenarbeit mit der chinesischen Wuhan Universität gegründet und soll die chinesisch-amerikanische Beziehung fördern. Neben Daniel Tsai sind noch weitere Milliardäre im Beirat der Duke Kunshan University: Dhanin Chearavanont (Thailand), Chen Dongsheng (China), Howard Marks (USA), Zhang Lei (China) und David Rubenstein (USA). (Quelle) Übrigens gehört David Rubenstein derzeit zur Führung des Weltwirtschaftsforums und ist Vorsitzender des Council on Foreign Relations. Er engagiert sich stark in amerikanisch-chinesischen Beziehungen.

Daniel Tsai ist Mitglied des Asia Business Council, der die Beziehungen zwischen Wirtschaftsführern aus Asien und der westlichen Welt fördert. Die westliche Wirtschaftselite wird durch Marcus Wallenberg, Penny Pritzker, Mark Tucker (von der HSBC) und David Rubenstein vertreten. (Quelle)

Daniels Bruder Richard Tsai (ebenfalls Milliardär) ist im globalen Rat der New York University, eine führende Universität der USA. Zum globalen Rat gehörten im Mai 2020 neben Richard Tsai weitere chinesische Geschäftsleute aus Taiwan, Hongkong und China. Andere Ratsmitglieder sind Wyatt Rockefeller und Matthew Bronfman aus den USA sowie David Yakobashvili (Russland), Enrique Bañuelos de Castro (Spanien) und Olivia Ofer (Israel und UK). (Quelle) Richard Tsai ist im Führungsgremium der Stern School of Business, die zur New York University gehört. Im Führungsgremium der Stern School ist auch der Milliardär Andre Koo aus Taiwan sowie die US-amerikanischen Milliardäre Leonard Stern, Kenneth G. Langone und John Paulson. (Quelle) Zudem sitzt Richard Tsai im Kuratorium der Carnegie Hall, ein Konzerthaus in New York. (Quelle) Zum Kuratorium gehören auch ein paar einflussreiche Personen, darunter Harold McGraw III., Len Blavatnik, Sanford I. Weill, Mercedes Bass und Beatrice Santo Domingo. (Quelle)

(Stand: 10.1.2024)

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Sursock Familie

Die Sursock Familie galt im 19. Jahrhundert als die mächtigste Unternehmerfamilie des Libanons. Sie sind eine christlich-orthodoxe Familie. Der Libanon ist das Land im Nahen Osten mit dem höchsten Anteil an Christen, die dort 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Mitglieder der Sursock Familie traten den Freimaurern bei und waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Parlament des Osmanischen Reiches. Die Familie besass mehr als 300 Quadratkilometer Land in Palästina, das sie in den 1920er-Jahren an Zionisten verkaufte. (Quelle) Neben Unternehmen besass die Familie auch eine eigene Bank. Gabriel Rayes, ein Mitglied der Familie, sagte, dass die Sursocks früher genauso reich wie die Rothschild Familie waren. (Quelle)

Die Sursock Familie ist international vernetzt und heiratete in die Eliten mehrerer Kulturkreise.

Isabelle Sursock (starb 1984) heiratete den italienischen Fürsten Marcantonio VII. aus der Colonna Familie. (Quelle) Die Colonnas sind eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels. Sie waren mit mehreren Päpsten verwandt und brachten viele Kardinäle hervor. Isabelle Sursock wurde durch diese Ehe eine der führenden Frauen der High Society in Rom. Sie war dem Papst treu ergeben und erhielt die vatikanische Staatsbürgerschaft. (Quelle) Die Colonna Familie brachte Freimaurer hervor.

Die Sursock Familie ist bereits seit dem 19. Jahrhundert in Ägypten präsent. Victor Sursocks Frau Hélène war mit der ägyptischen Aristokratenfamilie der Khediven (Freimaurer) und mit Hussein bin Ali verwandt. (Quelle) Hussein bin Ali, ein angeblicher Nachkomme des Propheten Mohammeds, herrschte über Mekka und den Hedschas (für Muslime ein heiliger Ort). Seine Söhne wurden die Könige von Jordanien und Irak. Die beiden Königshäuser brachten Freimaurer hervor.

Catherine Aleya Bereketti (*1938) hatte in die Sursock Familie geheiratet. Später heiratete sie den muslimischen Aristokraten Sadruddin Aga Khan, der Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen war. (Quelle) Sadruddin war ein Sohn des religiösen Führers Aga Khan III. Ihre Familie soll vom Propheten Mohammed abstammen und das derzeitige Familienoberhaupt ist Freimaurer. Die erste Frau von Sadruddin hatte einen Baron aus der Thyssen Familie geheiratet. Die Thyssens sind eine der bedeutendsten Unternehmerdynastien Deutschlands.

Alexander Sursock, der Sohn von Catherine Aleya Bereketti und Cyril Sursock, heiratete Prinzessin Charuvan Rangsit aus der thailändischen Königsfamilie. Charuvan Rangsit lebt in der Schweiz und vertritt Thailand in der kleinen Welt des internationalen Adels. (Quelle: 1 und 2)

Alexanders Bruder Marc Sursock ist in Monaco ansässig. Vor paar Jahren verkaufte Marc sein Schloss in der Schweiz an die kasachische Milliardärin Dinara Kulibayeva. Deren Vater Nursultan Nasarbajew war von 1990 bis 2019 Präsident von Kasachstan. (Quelle) Marc Sursock besuchte 2012 einen Ball in Monaco, der unter der Schirmherrschaft des Fürsten Albert II. von Monaco stand. Zu den Gästen des Balls gehörten auch:

  • Catherine Colonna di Stigliano. Sie kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna, die wie gesagt mit der Sursock Familie verschwägert ist.
  • Ein Prinz aus der russischen Zarenfamilie.
  • Columba Bush. Sie ist eine Schwägerin des US-Präsidenten George W. Bush.
  • Der armenische Prinz Rudolf Kniase Melikoff/Melikov.
  • Der tschechische Graf Adrien Kamenicky.
  • Raghavendra Rathore. Er kommt aus der Rathore Familie, eine der wichtigsten indischen Aristokratenfamilien.
  • Arvind Singh Mewar. Er ist der nicht amtierende König der indischen Region Mewar. 
  • Der indische Milliardär Ravi(kant) Ruia.

(Quelle)

Yvonne Sursock (1922–2020) war eine der prominentesten Philanthropinnen des Libanons. Der britische Botschafter im Libanon, Chris Rampling, nannte sie „eine Königin von Beirut“. Sie starb 2020 bei der grossen Explosion in Beirut. (Quelle) Sie erhielt Unterstützung von führenden britisch-jüdischen Persönlichkeiten wie Sir Isaac Wolfson und Baron Marcus Sieff sowie vom israelischen Präsidenten Chaim Herzog (sein Sohn Isaac ist zurzeit Präsident). Yvonne Sursock heiratete den Iren Desmond Cochrane, der Irlands Generalkonsul im Libanon war. (Quelle) Desmond Cochrane arbeitete auch als internationaler Banker. Er trug den Adelstitel eines Baronets, den sein Grossvater Henry Cochrane erhalten hatte. Dem Namen nach könnten sie aus dem schottischen Cochrane Clan stammen. Der Grossvater war Mitinhaber des irischen Getränkeherstellers Cantrell & Cochrane, heute bekannt als C&C Group. (Quelle: 1 und 2) 2022 machte die C&C Group einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Yvonne Sursock lernte durch ihre Ehe in den irischen Adel die einflussreiche Guinness Familie aus Irland kennen. Sie kannte auch die spanische Herzogin von Alba. Mütterlicherseits kam Yvonne aus der italienischen Herzogsfamilie Serra di Cassano (übrigens war der 5. Herzog von Cassano Freimaurer). Yvonnes Sohn sagte über seine Mutter: „Sie hatte alles und war unglaublich glamourös. Unter der Jetset-Aristokratie in Europa war sie als solche anerkannt.“ (Quelle)

Yvonnes Sohn Henry Sursock Cochrane (*1946), der 4. Baronet, war in den 80er-Jahren im Vorstand der Hambros Bank. (Quelle) Diese war eine bedeutende britische Grossbank, bei der Personen aus führenden Familien der britischen Elite arbeiteten.

Henrys Sohn Alexander Sursock Cochrane (*1973) heiratete in die Milliardärsfamilie Weston, eine der reichsten und mächtigsten Familien Kanadas. (Quelle)

Bereits im 19. Jahrhundert lebte ein Mitglied der Sursock Familie in Grossbritannien und lieferte von dort Waren zu seinen Brüdern in den Libanon. (Quelle)

Habib Sursock heiratete die kroatische Künstlerin Cici Tommaseo (*1923). (Quelle)

Der internationale Banker Robert Sursock gehört auch zur Sursock Familie. (Quelle: Bei Minute 0:50–1:05) Er leitete von 2009 bis 2015 eine Tochterfirma der Gazprombank des russischen Staates. Diese Tochterfirma ist in der MENA-Region aktiv. Robert Sursock war 25 Jahre bei der „Banque arabe internationale d’investissement“ (BAII), 12 Jahre davon als CEO. Die BAII war eine französische Bank, die mit arabischem Kapital mitgegründet wurde. Zurzeit ist Robert Sursock Vorsitzender von Growthgate Capital im Königreich Bahrain und er sass im Vorstand der Bank of Beirut, eine der grössten libanesischen Banken. (Quelle: 1 und 2) Übrigens sind der Libanon und Bahrain zwei der wichtigsten Schattenfinanzplätze im Nahen Osten.

Robert Sursock nahm 2013 zusammen mit dem ehemaligen libanesischen Präsidenten Amin Gemayel an einem Bankett in Italien teil. Bei dem Abendessen waren die italienischen Politiker Marcello Dell’Utri und Emo Danesi dabei sowie auch Giuseppe „Pino“ Pizza. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Marcello Dell’Utri wurde wegen Mafiakontakten verurteilt und Emo Danesi war Mitglied der mafiaverbundenen Freimaurerloge P2. Giuseppe Pizza soll zusammen mit dem italienischen Geheimdienstler Francesco Pazienza (ein Freimaurer) in New York eine Beerdigung der mächtigen Mafiafamilie Gambino besucht haben. (Mehr dazu)

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Mafiöse Freimaurerlogen in Italien

In den 80er-Jahren hatte die italienische Justiz aufgedeckt, dass eine Freimaurerloge mit den Namen Propaganda Due (P2) Teil eines Netzwerkes war, das mit der Mafia und Terroranschlägen in Verbindung stand. Zur P2-Loge gehörten viele Personen aus dem Militär und Geheimdienst. Das bekannteste Logenmitglied war der führende Politiker und Milliardär Silvio Berlusconi. Es gab auch Verbindungen zum Vatikan. Viktor Emanuel von Savoyen, das ehemalige Oberhaupt der italienischen Königsfamilie, war Mitglied der Loge. Mehr dazu im Beitrag zur P2-Loge.

Neben der P2-Loge gab es noch viele weitere mafiaverbundene Freimaurerlogen in Italien, die teils sogar Mafiabosse aufnahmen. Zudem gibt es Verbindungen zu ein paar dubiosen Personen aus dem italienischen Adel. Die Freimaurerei ist eigentlich keine kriminelle Organisation, aber Mitglieder der italienischen Elite haben eine mafiöse Vereinigung daraus gemacht. Auch viele Geheimdienstler bewegten sich in diesen Kreisen.

Die britische Freimaurerei, die von Adelsfamilien angeführt wird (darunter der Königsfamilie) und die einflussreichste Strömung der Freimaurerei ist, hat in den letzten 30 Jahren die italienischen Freimaurer nicht mehr anerkannt, wegen der ganzen Mafiakontakte und weiteren dubiosen Verbindungen. Anfang 2023 gab die Freimaurergrossloge von England bekannt, dass sie die italienischen Freimaurer wieder anerkennt.

Zu Beginn der 90er-Jahre war Giuliano Di Bernardo Grossmeister des Grande Oriente d’Italia (Italiens grösste Grossloge). Bernardo berichtete davon, dass die Freimaurerei in Italien von der Mafia unterwandert ist. Er sagte: „Dies hat mich dazu veranlasst, Kontakt mit dem Herzog von Kent (aus der britischen Königsfamilie) aufzunehmen, der an der Spitze der englischen Freimaurerei steht, die die wahre Freimaurerei ist. Er sagte mir, dass er über diese Situation Bescheid wusste durch Informationen, die er von der Botschaft in Italien und den britischen Sicherheitsdiensten erhalten hatte.“ (Quelle)

Verbindungen zwischen Mafia und Freimaurerei

Vor allem in den italienischen Regionen Sizilien und Kalabrien konnten Ermittler immer wieder Verbindungen zwischen Mafia und Freimaurerlogen entdecken. Sizilien ist die Heimat der Cosa Nostra und Kalabrien die der Ndrangheta. Filippo Barreca, ein Mafiaboss der Ndrangheta, erklärte, Mafia und Freimaurerei seien in Kalabrien ein und dasselbe. (Quelle) Der ehemalige Grossmeister Giuliano Di Bernardo sagte, dass ihm 1993 der stellvertretende Grossmeister erzählt hatte, dass in Kalabrien 28 von 32 Freimaurerlogen von Anhängern der Ndrangheta kontrolliert werden, aber er nichts dagegen unternehmen möchte, weil er und seine Familie um ihre Sicherheit fürchten müssten. (Quelle: 1, 2) Die Ndrangheta ist in etwa 30 Ländern aktiv. Ihr Jahresumsatz wurde auf 53 Milliarden Euro geschätzt. Demnach würde sie mehr Geld als machen als viele internationale Konzerne. (Quelle) Beispielsweise mehr als Coca-Cola und doppelt so viel wie McDonald’s. Andere Schätzungen gehen sogar von 100 Milliarden Euro aus. Die Ndrangheta gilt heute als die erfolgreichste kriminelle Organisation der Welt. Sie ist führend im Kokainhandel und mit Kokainkartellen aus Lateinamerika vernetzt. Laut den italienischen Behörden kontrolliert die Ndrangheta 80 Prozent der Kokainimporte in Europa. (Quelle) 2021 beschlagnahmte die Polizei bei einer Razzia Kokainpakete der Ndrangheta, die aus Südamerika kamen und mit einem Freimaurer-Logo (Auge und Zirkel) versehen waren. (Quelle)

Mafiaverbindungen gab es in Italien bei irregulären Freimaurerlogen, aber auch bei regulären Logen. Es erscheint naheliegend, dass die Mafia irreguläre Logen als Tarnorganisationen gründete. In Italien gibt es mehr als 200 irreguläre freimaurerische Verbände, die vor allem in Sizilien und Kalabrien zu finden sind. (Quelle)

Das italienische Parlament hat eine Anti-Mafia-Kommission, die sich mit den Umtrieben der Mafia befasst. Die Kommission sieht die Verbindungen zwischen Mafia und Freimaurerei als erwiesen an. Nicola Morra, der von 2018 bis 2022 Präsident der Anti-Mafia-Kommission war, sagte, dass nicht alle Freimaurer in Italien kriminell sind, aber die Mafia die Freimaurerei für ihre eigenen Interessen einsetzt. (Quelle) Von 2013 bis 2018 war Rosy Bindi Präsidentin der Anti-Mafia-Kommission. Sie schenkte den Verbindungen zwischen Freimaurerei und Mafia grosse Aufmerksamkeit. (Quelle) Stefano Bisi, der seit 2014 Grossmeister der führenden Freimaurergrossloge Italiens ist, will nichts davon wissen und regte sich über Rosy Bindi auf. (Quelle) 2017 empörte sich Stefano Bisi, weil Rosy Bindi und die Anti-Mafia-Kommission Listen der Logenmitglieder in Kalabrien und Sizilien beschlagnahmten. (Quelle) Bindis Vorgänger Giuseppe Pisanu, der seit 2008 Präsident der Anti-Mafia-Kommission war, meinte: „Man kann davon ausgehen, dass in der Zeit der grossen Verbrechen und Massaker die Interessen der Cosa Nostra, anderer krimineller Organisationen, geheimer Freimaurerlogen, abweichender Teile der Institutionen, der Geschäftswelt und der Politik zusammenliefen. Diese Fähigkeit, verschiedene Verbindungen einzugehen, liegt in der Geschichte der Mafia und vor allem in der Natur der Mafia-Bourgeoisie.“ (Quelle) Francesco Forgione, der von 2006 bis 2008 die Anti-Mafia-Kommission leitete, schrieb sogar ein Buch über die Verbindungen zwischen Mafia, Freimaurerei und Politik. (Quelle) Von 2000 bis 2001 war Giuseppe Lumia Präsident der Anti-Mafia-Kommission. Lumia glaubt auch an die Existenz eines Freimaurer-Mafia-Netzwerkes. Er versuchte die Liste aller Freimaurer aus Sizilien zu beschaffen. (Quelle)

Eine ganze Reihe an Mafiosi waren Freimaurer.

Stefano Bontate

Stefano Bontate (1939–1981) war der führende Mafiaboss der sizilianischen Hauptstadt Palermo und leitete die dortige Mafiagruppe „Santa Maria di Gesù“ (auf Deutsch „Heilige Maria von Jesus“). Stefano Bontate war Freimaurer. (Quelle: 1, 2) Er soll eine eigene Loge mit dem Namen „Loggia dei 300“ gegründet haben, die mit der berüchtigten P2-Loge verbunden war. Stefano Bontate und der P2-Chef Licio Gelli trafen sich oft in Sizilien. (Quelle: 1, 2, 3) Zur Loggia dei 300 sollen wichtige Vertreter des öffentlichen Lebens in Palermo gehört haben. (Quelle) Auch Salvatore Greco und Giuseppe Calderone, zwei weitere hohe sizilianischen Mafiabosse der damaligen Zeit, traten den Freimaurern bei. (Quelle: 1, 2)

Stefano Bontates Schwager Giacomo Vitale war Mitglied der Camea, einer Freimaurerloge in Palermo. Zur Loge gehörten „bedeutende Männer“ aus Palermo. Die Camea-Loge und die sizilianische Mafia waren mit dem Mafiabankier Michele Sindona verbündet. (Quelle: 1, 2, 3) Sindona war Mitglied der P2-Loge. (Quelle)

Der ehemalige Mafioso Angelo Siino behauptete, dass er der Camea-Loge angehörte. Laut Siino war Aldo Vitale, der Grossmeister der Camea-Loge, mit dem P2-Grossmeister Licio Gelli befreundet. (Quelle) Siino sagte, dass Bruno Contrada Mitglied der Loggia dei 300 von Stefano Bontate war. (Quelle) Contrada war stellvertretender Chef des italienischen Geheimdienstes SISDE und einer der obersten Polizisten auf Sizilien. Er soll die Mafia vor Polizeieinsätzen gewarnt haben und wurde wegen Mafiaverbindungen verurteilt. (Quelle: 1, 2)

Heute wird der Jahresumsatz der sizilianischen Mafia auf 40 Milliarden Euro geschätzt. (Quelle) Die sizilianische Mafia, bekannt als Cosa Nostra, ist eine der mächtigsten Gruppen in der globalen Schattenwirtschaft und war eine der ersten kriminellen Gruppen, die international aktiv wurde.

Stefano Bontate war auf dem Istituto Gonzaga, eine Jesuitenschule in Palermo. Auch der Politiker Marcello Dell’Utri war auf dieser Schule. (Quelle: 1, 2) Marcello Dell’Utri wurde wegen Mafiaverbindungen verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, dass er als Bindeglied zwischen der Mafia und der politischen und wirtschaftlichen Elite Italiens gewirkt hatte. Er war ein Geschäftspartner des Milliardärs und Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi (Mitglied der P2-Loge). (Quelle) Silvio Berlusconi hatte sich einst mit Stefano Bontate getroffen. Das Treffen wurde von Marcello Dell’Utri arrangiert. Berlusconi soll der Mafia dabei Schutzgeld gezahlt haben, um sicherzugehen, dass er und seine Verwandten nicht von der sizilianischen Mafia entführt werden. (Quelle: 1, 2) Früher hatte die Mafia oft Personen aus reichen Familien entführt und Lösegeld gefördert. Der bekannteste Fall war die Entführung von John Paul Getty III.

Seit den 50er-Jahren hatten sizilianische Mafiosi gezielt Kontakt zu Aristokraten und der Oberschicht in Sizilien gesucht. (Quelle) Stefano Bontate verkehrte in gehobenen Kreisen. Darunter mit Adligen wie Graf Cassina*, Marianello Gutierrez Spatafora** und Prinz Vanni Calvello di San Vincenzo***. (Quelle) Stefano Bontate war zwar kein Adliger, aber er nannte sich Fürst von Villagrazia.

* Graf Arturo Cassina (starb im Jahr 2000) war ein wohlhabender Unternehmer in Palermo, dem nachgesagt wurde, mit der Mafia verbündet zu sein. Er machte viel Geld mit Aufträgen der Stadt Palermo und hatte ein Monopol auf die Instandhaltung der Strassen und Kanalisation der Stadt. Er war Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein vatikanverbundener Orden, der einflussreiche Mitglieder hat. Über den Orden kannte Arturo Cassina Politiker, Bürokraten, Geschäftsleute, Polizisten (darunter Polizeikommissare) und viele Carabinieri-Offiziere. Arturo Cassina nahm den oben erwähnten Geheimdienstchef Bruno Contrada in den Orden auf. (Quelle: 1, 2) Arturos Sohn Luciano Cassina war wie Stefano Bontate auf der Gonzaga-Jesuitenschule. (Quelle) Luciano wurde 1972 von der Mafia entführt und gegen Lösegeld freigelassen. 2014 wurden er und sein Bruder Duilio wegen betrügerischem Bankrott verhaftet. (Quelle)

** Marianello Gutierrez Spadafora kam aus einer alten Familie des sizilianischen Adels. Sein Verwandter Michele Gutierrez Spadafora sass im Vorstand des Centro Mondiale Commerciale, die italienische Tochterfirma von Permindex. Permindex war eine Firma in der Schweiz, der nachgesagt wurde, eine Tarnorganisation der CIA zu sein. Zum Vorstand des Centro Mondiale Commerciale gehörte Clay Shaw, ein ehemaliger Informant der CIA. Er war die einzige Person, die im Zusammenhang mit dem Attentat auf US-Präsident John F. Kennedy angeklagt wurde. Eine der gängigsten Theorien zum Kennedy-Mord besagt, dass die amerikanische Cosa Nostra was damit zu tun hatte. Zum Vorstand des Centro Mondiale Commerciale gehörte auch Carlo D’Amelio, ein Anwalt der italienischen Königsfamilie Savoyen (die Familie hatte Kontakte in die Unterwelt, was weiter unten erläutert wird). Im Adressbuch von Clay Shaw standen die Namen von Adligen aus mehreren Ländern, darunter der einer Prinzessin aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese. Diese Angaben stehen in den Büchern von Michele Metta und Joan Mellen, deren Seriosität ich nicht einschätzen kann. Metta sagt, dass er Firmenpapiere des Centro Mondiale Commerciale besitzt. Auch ein Artikel der italienischen Zeitung l’Unità aus dem Jahr 1992 erwähnte Michele Gutierrez Spadafora im Zusammenhang mit dem Centro Mondiale Commerciale. Michele Gutierrez Spadafora war mit Konstanze Schacht verschwägert, die in die Spadafora Familie geheiratet hatte. Konstanze war die Tochter des deutschen Freimaurers Hjalmar Schacht, der als Wirtschaftsminister in Adolf Hitlers Regierung war und die Zentralbank leitete. Hjalmar Schacht hatte zu den wichtigsten Unterstützern der Machtübernahme Hitlers gehört (mehr zu Hjalmar Schacht). Übrigens ist Konstanze die Schwester von Cordula Schacht, die vor wenigen Jahren die Familie des Nazis Joseph Goebbels als Anwältin vertrat (Quelle).

*** Prinz Alessandro Vanni Calvello di San Vincenzo kam aus einer hohen sizilianischen Adelsfamilie. Er war wie Stefano Bontate auf der Gonzaga-Jesuitenschule, wo er sich mit Francesco Di Carlo anfreundete, der später ein Mafioso der Cosa Nostra wurde. Die beiden waren auch im Erwachsenenalter befreundet. Sie gaben sich wenig Mühe, die Freundschaft geheim zu halten. Prinz Alessandro wurde der Trauzeuge von Francesco Di Carlo. Der Prinz vermietete ein Schloss an den Mafioso, der daraus einen Nachtklub machte, wo bekannte italienische Musiker auftraten. Der Anklage zufolge fanden im Schloss Mafiagipfel statt und die Polizei sagte, das Schloss diene als Heroin-Sortierstelle. Prinz Alessandro wurde wegen seiner Mafiakontakte zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sein Freund Francesco Di Carlo wurde verdächtigt, in die Ermordung des Mafiabankiers Robert Calvi (Mitglied der P2-Loge) involviert zu sein. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5) Prinz Alessandro hatte die britische Queen Elizabeth II. kennengelernt. Als die Queen in den 80er-Jahren Sizilien besuchte, war sie bei Prinz Alessandros Eltern zu Gast. Mitglieder der britischen Königsfamilie besuchten Sizilien öfter und trafen dort italienische Adlige, darunter Prinzessin Maria Carla Borghese. (Quelle: 1, 2, 3) In den 90er-Jahren wurde auch Alessandros Sohn Vincenzo verhaftet wegen des Vorwurfes, er hätte Mafiosi geschützt. Er wurde dann aber freigesprochen. Sein Onkel Giuseppe Calvello di San Vincenzo landete im Gefängnis wegen eines Meineids im Rahmen der Ermittlungen gegen den Politiker Giulio Andreotti. (Quelle: 1, 2, 3)

Giulio Andreotti war siebenmal Ministerpräsident von Italien. Ein Gericht kam zu dem Schluss, dass Andreotti freundschaftliche Beziehungen zur Cosa Nostra, insbesondere mit Stefano Bontate, gepflegt hatte. (Quelle: 1, 2) Giulio Andreotti war Mitglied bei Le Cercle, ein internationales geheimes Elitennetzwerk, das mit Geheimdiensten verbunden ist. (Quelle: Seite 461)

Nino Salvo

Es gibt ein Foto, auf dem Giulio Andreotti gemeinsam mit Antonino „Nino“ Salvo (1929–1986) abgebildet ist, ein wohlhabender Unternehmer, der zur Cosa Nostra gehörte. Bei dem Treffen zwischen Andreotti und Salvo waren weitere Politiker anwesend. (Quelle: 1, 2) Der oben erwähnte Adlige Giuseppe Calvello di San Vincenzo wusste über die Treffen zwischen Andreotti und Salvo Bescheid, erzählte seine adlige Freundin Gabriella Ruffo della Scaletta. (Quelle) Übrigens war Gabriellas Verwandter Carlo Ruffo della Scaletta Mitglied der P2-Loge. (Quelle)

Nino und sein Cousin Ignazio Salvo wurden wegen Mafiaverbindungen verurteilt. Ignazio wurde später von der Mafia ermordet. Der Priester Aldo Nuvola liess eine Gedenktafel für Ignazio Salvo in einer Kirche anbringen. (Quelle: 1, 2) Einige Jahre später wurde bekannt, dass der Priester regelmässig minderjährige Jungen für Sex bezahlte. (Quelle: 1, 2)

Nino Salvo war Mitglied einer Freimaurerloge in Palermo, die ihren Sitz mit fünf anderen Logen teilte. Zu den Logenmitgliedern gehörten Richter, Anwälte, Journalisten, Armeeoffiziere und reiche Geschäftsleute sowie der Mafiaboss Salvatore Greco und einer seiner Cousins. Ein weiteres Mitglied war der Unternehmer und Anwalt Vito Guarrasi, der verdächtigt wurde, dass er etwas mit der Ermordung des Journalisten Mauro De Mauro zu tun hatte. (Quelle) Vito Guarrasi hatte viel Kontakt zu den Salvo-Cousins. Während des Zweiten Weltkrieges war Guarrasi ein Kontaktmann von General Dwight Eisenhower in Algerien gewesen (Eisenhower wurde später Präsident der USA). Guarrasis Cousin Enrico Cuccia war einer der mächtigsten Bankiers Italiens. (Quelle) Enrico Cuccia diente der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli als persönlicher Berater. (Quelle)

Die mafiöse Freimaurerloge, die Nino Salvo als Mitglied hatte, wurde durch eine Untersuchung des bekannten Anti-Mafia-Richters Giovanni Falcone aufgedeckt. Falcone wusste, dass der führende sizilianische Mafiaboss Salvatore Greco dieser Loge angehörte. (Quelle: 1, 2, 3) Giovanni Falcone galt als der gefährlichste Gegner der Mafia. 1992 wurde er bei einem Sprengstoffanschlag der Mafia getötet. Die Bombe hatte eine Sprengkraft von etwa 500 Kilogramm TNT. (Quelle)

Weitere Verbindungen zwischen Freimaurerei und Mafia

Der sizilianische Mafiaboss Nicola Mandalà (*1968) sagte vor Gericht, dass die Mafia über die Freimaurerei Informationen beschaffen konnte, die Strafverfolgungsbehörden, Richter und Geheimdienste betrafen. (Quelle) Nicola Mandalà hatte Kontakt zu Frank Cali, der 2019 ermordet wurde. Frank Cali war eines der Oberhäupter der Cosa Nostra in New York. (Quelle: 1, 2) Die sizilianische Mafia ist schon seit über 100 Jahren in den USA aktiv und galt dort lange Zeit als der führende Heroinhändler. Die dortigen Mafiosi sind noch immer mit den Mafiosi in Italien vernetzt. Frank Cali heiratete in die Mafiafamilie Inzerillo aus Sizilien (Quelle).

Nino Gangemi, ein Mitglied der Ndrangheta, gründete die erste Freimaurerloge in Palmi und gründete auch eine Loge in Mailand. Ein ehemaliger Mafioso sagte, dass Gangemis Autorität von allen kalabrischen Ndrangheta-Familien, aber auch von der sizilianischen Mafia anerkannt wurde. (Quelle)

2021 wurde der Anwalt Giorgio De Stefano wegen Mafiamitgliedschaft zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er war ein bekannter Strafverteidiger, hochrangiger Freimaurer und ehemaliger Stadtrat. (Quelle) Sein Cousin war Paolo De Stefano, ein führender Mafiaboss der Ndrangheta. (Quelle) Auch der Mafioso Giuseppe „Peppe“ De Stefano gehört zu dieser Familie. Er verkleidete sich als Priester, um Mafiagelder in den Vatikan zu bringen, das behauptet zumindest Nino Fiume, der die rechte Hand und der Schwager von Peppe De Stefano war. Nino Fiume sagte, dass die De Stefano Familie Kontakte zu mafiösen Freimaurerlogen aufgebaut hatte. Fiume betonte, dass die Freimaurerei eigentlich nicht kriminell sei, aber es „abweichende“ Logen gibt, die von Kriminellen gesteuert werden. (Quelle) Der Mafiaboss Paolo De Stefano soll den Putschversuch des Prinzen Junio Valerio Borghese im Jahr 1970 unterstützt haben. Der Prinz kam aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese, eine der mächtigsten Adelsfamilien Italiens, die gute Kontakte zum Vatikan unterhält. Das Treffen zwischen Paolo De Stefano und Borghese soll vom Anwalt Paolo Romeo arrangiert worden sein. (Quelle: 1, 2) Paolo Romeo war in den 90er-Jahren Abgeordneter im Parlament. Weil er ein Handlanger der Ndrangheta war, geriet er mehrfach ins Visier der Justiz. 2021 wurde er zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. (Quelle) Über sein Freimaurernetzwerk konnte er Einfluss auf Wirtschaft, Politik und die öffentliche Verwaltung in seiner Stadt nehmen. (Quelle) Zu dieser mafiösen Freimaurerstruktur gehörte Giuseppe Valentino, der Senator und Unterstaatssekretär im Justizministerium war. Paolo Romeo hatte viel Kontakt zu Giorgio De Stefano, der wie gesagt auch Freimaurer war und aus einer Mafiafamilie kommt. Die beiden sollen die kriminelle Freimaurergruppe angeführt haben. Während die Mafiosi für die kriminellen Geschäfte zuständig sind, war es die Aufgabe der Freimaurer die unterwanderten Institutionen im Interesse der Mafia zu beeinflussen. Giorgio De Stefano wurde ebenfalls mit dem Putschversuch von Junio Valerio Borghese und den Reggio-Unruhen in Verbindung gebracht, zwei Ereignisse, die durch Rechtsextreme verursacht wurden. Giorgio hatte Kontakt zur Magliana-Bande. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Die Bande hatte Verbindungen zu rechtsextremen Terroristen.

Ein Priester aus San Luca, der zu Paolo Romeos Freimaurernetzwerk gehörte, wurde 2021 wegen Mafiaverbindungen zu über neun Jahren verurteilt. San Luca ist ein Ort in Kalabrien und wird bekanntermassen von der Ndrangheta kontrolliert. (Quelle: 1, 2)

Im englischen und italienischen Wikipedia steht derzeit, dass der hochrangige Ndrangheta-Boss Girolamo Piromalli (1918–1979) den Freimaurern beitrat. Die Mafiafamilie Piromalli arbeitete eng mit dem Freimaurer Rocco Delfino zusammen, der vor paar Jahren ins Visier der Justiz geriet. Er stand als Unternehmer im Dienste der Ndrangheta. Er war aber auch Informant der Polizei und angeblich mit Geheimdiensten verbunden. Über korrupte Polizisten beschaffte er Informationen, die Ermittlungen gegen seine Unternehmen betrafen. Korrupte Zollbeamte sollen seinen Unternehmen geholfen haben, Industrieabfälle illegal ausser Land zu bringen. Zu seinem Netzwerk gehörten Anwälte, Buchhalter, Justizverwalter sowie der ehemalige Politiker und Anwalt Giancarlo Pittelli. (Quelle: 1, 2, 3) Giancarlo Pittelli ist Freimaurer. Die Staatsanwaltschaft sieht ihn als Bindeglied zwischen Politik, Ndrangheta und Freimaurerei. (Quelle: 1, 2) Er wurde kürzlich zu elf Jahren Haft verurteilt. Er war früher Abgeordneter und Senator im Parlament gewesen. (Quelle) Vor kurzem wurde auch ein Richter angeklagt. Der Vorwurf lautet, dass er sich von Giancarlo Pittelli bestechen liess und als Gegenleistung eine Anordnung für die Beschlagnahme von Rocco Delfinos Vermögen aufheben sollte. (Quelle)

Rocco Delfino war auch eng mit dem Buchhalter Giovanni Zumbo verbunden, ein weiterer Freimaurer. (Quelle) Giovanni Zumbo sass elf Jahre im Gefängnis, weil er Dienstleistungen für die Mafia erbrachte (2021 wurde er erneut verurteilt). Er stand mit dem italienischen Geheimdienst SISMI in Kontakt. Über seine Kontakte zu Geheimdienstlern sei es ihm gelungen, Hinweise über laufende Ermittlungen an Mafiabosse weiterzuleiten und die Verhaftungen gegnerischer Bandenführer zu steuern. Giovanni Zumbo sagte vor Gericht, er kenne viele Richter und Polizisten. Als er gefragt wurde, ob er Marco Mancini getroffen hatte, bejahte er dies. (Quelle: 1, 2) Marco Mancini gehörte zur Führung des SISMI-Geheimdienstes. Er kam vor Gericht, weil er in den Abu Omar-Fall verwickelt war, bei dem der SISMI der CIA half, einen Imam zu entführen. Mancini wurde auch verhaftet, weil er ein Verdächtigter im Telecom-SISMI-Fall war, bei dem sich Polizisten und Geheimdienstler mit Mitarbeitern des grössten italienischen Telekommunikationsunternehmens verschworen hatten, um illegal Telefone abzuhören. Die Gruppe hörte die Telefone von Politikern, Richtern, Journalisten, Unternehmern, Managern, Bankiers, Entertainern, Fussballspielern und Intellektuellen ab. Dabei erstellte die Gruppe Dossiers zu über 4000 Menschen und 350 Unternehmen. Die Dossiers sollen Informationen enthalten haben, die zur Erpressung geeignet sind. Laut Staatsanwaltschaft dienten die Daten als „Instrument für Druck, Drohungen und Erpressung in der Hand einer kleinen Gruppe“. Nachdem das Überwachungsnetzwerk aufgeflogen war, starb einer der Kronzeugen. Angeblich war es Selbstmord. Eine zentrale Figur in dieser Gruppe war der Privatdetektiv Emanuele Cipriani. Er hatte viel Kontakt zu Marco Mancini. Die beiden hatten innerhalb eines Jahres 1380 Mal miteinander telefoniert. (Quelle: 1, 2, 3) Mancini sagte aus, dass Emanuele Cipriani Kontakt zu den Söhnen von Licio Gelli (Grossmeister der P2-Loge) hatte. (Quelle)

Laut Aussagen des ehemaligen Ndrangheta-Mitglieds Pasquale Nucera unterhält die Führungsebene der Ndrangheta Kontakte zu Freimaurern und Geheimdienstlern. Pasquale Nucera behauptet, dass die Ermordung des Richters Antonino Scopelliti bei einem Treffen zwischen Ndrangheta-Mitgliedern und Freimaurern beschlossen wurde. (Quelle: 1, 2)

In den 90er-Jahren wurde der Freimaurer Pietro Marrapodi beschuldigt, Mitglieder der Ndrangheta geschützt zu haben. Er sagte, dass Führer der Ndrangheta der Freimaurerei angehören. (Quelle) Er warf mehreren Richtern vor, mit der Mafia zusammenzuarbeiten. 1996 beging er Selbstmord (zumindest nach offiziellen Angaben). (Quelle: 1, 2)

1992 gab es Ermittlungen gegen Freimaurer aus Kalabrien wegen Mafiaverbindungen. Dabei wurde das Haus eines Adligen durchsucht, der eine Freimaurerloge in Kalabrien leitete. Ein Richter meinte: „Ob es nicht angebracht sei, die Beziehungen zwischen den Banden der Ndrangheta und der Freimaurerei zu untersuchen und vor allem, ob es nicht angebracht sei, zu prüfen, ob es unter den kalabrischen Richtern Freimaurer gebe.“ (Quelle)

Ermittler konnten 2012 feststellen, dass eine mit der Ndrangheta verbundene Freimaurerloge versucht hatte, Einfluss auf Polizeipräsidien und staatliche Unternehmen auszuüben. (Quelle: 1, 2)

2013 veranlasste die führende Grossloge Italiens, dass eine Loge aus Kalabrien von der Freimaurerei ausgeschlossen wurde aufgrund von Verbindungen zur Mafia. (Quelle: 1, 2)

Die Bande des Ndrangheta-Bosses Pantaleone „Luni“ Mancuso wurde 2003 von der Anti-Mafia-Kommission als „finanziell mächtigste Bande Europas“ bezeichnet. Die Polizei konnte Gespräche von Mancuso abhören. In einem davon sagte er: „Die Ndrangheta existiert nicht mehr. (…) Jetzt ist die Ndrangheta Teil der Freimaurerei, sagen wir, sie ist unter der Freimaurerei.“ (Quelle: 1, 2)

Der bekannte Anti-Mafia-Staatsanwalt Nicola Gratteri sagte 2019, dass einige Mafiaverdächtige Verbindungen zu Freimaurerlogen in England und Schottland haben. Dies berichtete die britische Zeitung The Telegraph, aber sie hat den Artikel inzwischen entfernt. (Quelle) In Grossbritannien nutze die organisierte Kriminalität die Freimaurerei, um korrupte Beamte innerhalb von Scotland Yard (Londoner Polizei) zu rekrutieren. In einem geheimen Bericht heisst es dazu, dass dies einer der „am schwierigsten zu beweisenden Aspekte der Korruption im organisierten Verbrechen“ sei. (Quelle) Laut dem Bericht konnten sich Personen aus der Londoner Unterwelt (darunter die Adams Familie und David Hunt) durch korrupte Polizisten über die laufenden Ermittlungen gegen sie informieren. Einige der korrupten Beamten arbeiteten selbst an Ermittlungen zur organisierten Kriminalität. (Quelle) Obwohl David Hunt als einer der grössten und gefährlichsten Verbrecherbosse Grossbritanniens gilt, lässt ihn die Justiz in Ruhe. Er erhielt vom britischen Milliardär David Sullivan ein Darlehen von einer Million Pfund und die alte angesehene britische Grossbank Lloyds lieh ihm vier Millionen Pfund. (Quelle)

Pasquale Galasso war einer der obersten Bosse der Camorra. Zu Beginn der 90er-Jahre wurde er verhaftet. Er begann mit der Justiz zusammenzuarbeiten und wurde ein wichtiger Zeuge. Er erzählte unter anderem, dass er über korrupte Richter in der Freimaurerei Gerichtsprozesse gegen ihn beeinflussen konnte. Er sagte, dass Buchhalter, die Freimaurer waren, ihm bei seinen Geschäften halfen. (Quelle) Die Camorra ist die Mafia in der Region Kampanien und kontrolliert in der dortigen Hauptstadt Neapel ganze Stadtviertel. 2014 wurde ihr Jahresumsatz auf 4,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Das Vermögen des Camorra-Clans der Casalesi wurde auf 30 Milliarden Euro geschätzt. Rund 50 000 Menschen sollen indirekt im Dienst der Camorra stehen und sie besitzt mehrere tausend „Soldaten“. (Quelle) 2004 wurde berichtet, dass die Camorra und andere Mafiagruppen die illegale Migration als Geschäftsfeld entdeckt haben und über die Schleuserkriminalität grosse Umsätze erzielen. Die Camorra ist gut mit der Maghreb-Mafia in Nordafrika vernetzt, die im Schleusergeschäft aktiv ist. In Europa unterhält die Camorra Kontakte zu albanischen, russischen, kurdischen, nigerianischen und rumänischen Banden. (Quelle) Die italienische Mafia soll ganze Flüchtlingsheime kontrollieren. Die männlichen Migranten werden von der Mafia als Strassendealer eingesetzt, während die weiblichen Migranten in die Prostitution getrieben werden. (Quelle) Neben Drogengeschäften macht die Camorra auch viel Geld mit Prostitution, Markenfälschung, illegaler Kreditvergabe sowie mit illegaler Giftmüllentsorgung.

Die Mafia ist geheimbundartig aufgebaut und hat Ähnlichkeiten mit der Freimaurerei. Die Satzung der Camorra ist direkt von den Regeln der Freimaurer abgeleitet. Die Ndrangheta ehrt in Ritualen die italienischen Revolutionäre Giuseppe Garibaldi und Giuseppe Mazzini (waren beides hochrangige Freimaurer). (Quelle: 1, 2) Zudem ist die Mafia stark katholisch geprägt. Die Ndrangheta hält christliche Rituale ab. Sie schwören in Ritualen auf die Bibel. Wenn ein neues Mitglied aufgenommen wird, schneidet man mit einem scharfen Messer in seinen Finger und lässt einen Blutstropfen auf eine Gebetskarte des Erzengels Michael fallen. Der Erzengel ist angeblich der Schutzheilige der Ndrangheta. Die Hierarchie der Ndrangheta ist in mehrere Ränge aufgeteilt. Immer wenn man einen Rang aufsteigt, wird dafür ein Ritual abgehalten, also wie bei den Freimaurern. Gehört man zu den oberen Rängen trägt man Titel wie Kreuzritter, Evangelist und mammasantissima (Heiligste Mutter). Die Ndrangheta ist also nicht nur eine kriminelle Organisation, sondern anscheinend auch ein christlicher Geheimorden, der sich von der Freimaurerei hat inspirieren lassen. Der oberste Titel im Ndrangheta-Geheimbund ist der Conte Ugolino (Graf Ugolino). Der Name bezieht sich vermutlich auf Ugolino della Gherardesca, der im 13. Jahrhundert lebte und aus der bis heute bestehenden italienischen Adelsfamilie Gherardesca kam. (Quelle)

Freimaurer in der Region Trapani

Im Jahr 1986 wurden in der sizilianischen Stadt Trapani sieben Freimaurerlogen aufgedeckt, die zu einem Kulturverband mit dem Namen Scontrino gehörten. Zwei der sieben Logen trugen den Namen Iside, was Italienisch für Isis ist. Die ägyptische Göttin Isis ist im griechisch-römischen Kult eine Totengöttin. Die Isis 2-Loge hatte Mafiosi als Mitglieder. Eine weitere Loge des Verbandes war nach dem ägyptischen Totengott Osiris (auf Italienisch Osiride) benannt. (Quelle) In Rom gab es bis zur Christianisierung Mysterienkulte, die Isis und Osiris als ihre Hauptgötter hatten (Isis- und Osiriskult). Italien ist zudem der Geburtsort der ägyptischen Freimaurerei, die im 18. Jahrhundert von italienischen Adligen ins Leben gerufen wurde (mehr dazu).

Zu den Mitgliedern der Isis 2-Loge gehörten Unternehmer, Politiker, Beamte (darunter Polizisten), Adlige und Priester aus der Region. Innerhalb der Logen war es üblich, sich gegenseitig bei der beruflichen Karriere zu helfen mit Beförderungen, Empfehlungen, Bitten um Versetzungen, Gefälligkeiten, Abstimmungsverhalten bei Wahlen und der Vergabe öffentlicher Aufträge. Die Loge war ein regionales Machtzentrum von Trapani. Polizisten, die versuchten gegen die Loge vorzugehen, wurden umgehend versetzt. Die Isis 2-Loge hatte Verbindungen zur P2-Loge. Der Mafioso Mariano Agate war Mitglied der Isis 2-Loge. (Quelle: 1, 2) Er war bekannterweise einer der obersten Mafiabosse in Trapani. Er ordnete viele Auftragsmorde an und wurde deswegen fünfmal zu lebenslanger Haft verurteilt. (Quelle)

Mariano Asaro, der der Cosa Nostra bei Sprengstoffanschlägen half, war Mitglied der Isis 2-Loge. Er besass einen Diplomatenpass, der ihm eine einfache Einreise in die USA ermöglichte. (Quelle) 1983 wurde Giangiacomo Ciaccio Montalto, ein Anti-Mafia-Richter in Trapani, von der Cosa Nostra ermordet. Mariano Asaro und ein weiterer Freimaurer standen im Verdacht, zu den Drahtziehern des Auftragsmordes zu gehören. (Quelle) Der Mafiaboss Mariano Agate, der wie gesagt auch Mitglied der Isis 2-Loge war, wurde wegen Mordes an Montalto zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Mafiapartner Salvatore „Toto“ Riina wurde ebenfalls wegen Mordes an Montalto verurteilt. Riina gehörte zur Führung der Cosa Nostra. Er wurde als „Boss der Bosse“ bezeichnet. Über Jahre hinweg liess er Staatsanwälte, Richter, Polizisten Politiker und Journalisten ermorden und galt dadurch als der gefährlichste Verbrecher des Landes.

Ehemalige Mafiamitglieder behaupteten, dass Riina eine Freimaurerloge gründete. (Quelle)

Riinas Finanzberater und Buchhalter war Giuseppe „Pino“ Mandalari, ein umtriebiger Freimaurer und Gründer der Isis 2-Loge. (Quelle: 1, 2, 3, 4) In Sizilien machte Mandalari Werbung für die damalige Partei von Silvio Berlusconi (Mitglied der P2-Loge). Mandalari kannte und schätzte den hochrangigen Juristen Antonio Mario La Pergola. (Quelle) Pergola war Vorsitzender des Verfassungsgerichtshofs von Italien sowie Richter und Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes.

Als Giuseppe Mandalari vor Gericht kam, gab es eine Interaktion zwischen der Cosa Nostra und der Freimaurerei, um den Ausgang seines Prozesses zu beeinflussen. (Quelle) Mandalari hatte häufig Kontakt zu Carmelo Spagnuolo, ein Generalstaatsanwalt, der zur P2-Loge gehörte. (Quelle) Carmelo Spagnuolo kannte auch den bereits erwähnten Mafiabankier Michele Sindona (ebenfalls Mitglied der P2-Loge) und nahm ihn in Schutz. (Quelle)

Matteo Messina Denaro, ein Mafioso aus Trapani, war mit Mitgliedern der Isis 2-Loge vernetzt. Er schützte sich über sein Freimaurernetzwerk vor der Strafverfolgung. Sein Arzt war Freimaurer. (Quelle: 1, 2, 3) Ein ehemaliges Mafiamitglied sagte aus, dass Denaro eine Freimaurerloge mit dem Namen „La Sicilia“ gründete. (Quelle) Ein weiterer mafiaverbundener Arzt sagte aus, dass der verurteilte Mafia-Politiker Antonio D’Alì Mitglied dieser Loge war. (Quelle) Denaro hatte Kontakte nach Venezuela in Südamerika, wo die sizilianische Mafiafamilie Cuntrera-Caruana aktiv ist, die als die Bankiers der Cosa Nostra gelten. Luis Germán Pepper, der in den 70er-Jahren Grossmeister der Freimaurergrossloge in Venezuela war, besuchte eine Loge in Sizilien, die vom Mafia-Buchhalter Giuseppe Mandalari geleitet wurde. (Quelle)

Zur Isis 2-Loge gehörte ein Prälat der Orthodoxen Kirche in Amerika, der wegen Drogen- und Devisenhandel ins Gefängnis kam. Auch Agostino Coppola, ein katholischer Priester, war Mitglied der Loge. Agostino war ein Neffe von Frank Coppola, der in die USA auswanderte und dort ein Mafiaboss wurde. (Quelle) Agostino Coppola galt als der Priester der Cosa Nostra und hatte den Mafiaboss Salvatore Riina bei seiner geheimen Hochzeit getraut. (Quelle) Coppola war Schatzmeister der Kathedrale von Monreale in Palermo. (Quelle) Dem ehemaligen Erzbischof der Kathedrale, Salvatore Cassisa, wurde nachgesagt, mit der Mafia in Verbindung zu stehen. Er leitete Palermos Abteilung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, zu dem auch Polizeichefs, Politiker, Richter und Geheimdienstagenten gehören. Priester in Sizilien, die sich im Kampf gegen die Mafia engagieren, erhalten Drohungen und leben unter Polizeischutz. Einige wurden auch ermordet. Andere gingen aber Bündnisse mit der Mafia ein. (Quelle: 1, 2) 1991 wurde ein Pfarrer, der einer katholischen Bruderschaft angehörte, mit drei Kilogramm Kokain im Gepäck verhaftet. (Quelle)

Die Isis 2-Loge kontrollierte den Flughafen von Trapani. (Quelle)

Ein weiteres Mitglied der Isis 2-Loge war Vincenzo Rimi, der Sohn des Mafiabosses Natale Rimi. (Quelle) Bereits Natales Vater Vincenzo (starb 1975) war Mafioso in Sizilien gewesen. Ein ehemaliger Mafiaboss sagte, dass Natale Rimi in den Putschversuch des Adligen Junio Valerio Borghese involviert war. (Quelle)

Giuseppe Varchi, ein Polizeikommissar in Trapani, war Mitglied der Isis 2-Loge sowie auch Mitglied der P2-Loge. (Quelle: 1, 2)

Erasmo Garuccio, der Bürgermeister von Trapani war, gehörte zur Isis 2-Loge. Auch Erice, eine Gemeinde in der Region Trapani, hatte mit Ignazio Sanges ein Mitglied der Isis 2-Loge als Bürgermeister. Das politisch höchste Mitglied der Loge war Calogero Mannino. (Quelle: 1, 2) Dieser hatte mehrere Ministerposten in der italienischen Regierung inne. Weil er in Verdacht stand, mit der Mafia zu kooperieren, wurde mehrfach gegen ihn ermittelt. (Quelle)

Eine Untersuchung ergab, dass bei der Gemeinde Castelvetrano in der Region Trapani die Ratsmitglieder zur Hälfte Freimaurer waren. Die Führung der Gemeinde wurde aufgelöst, weil sie von der Mafia unterwandert war. (Quelle) Ein Bürgermeister von Castelvetrano, Antonio Vaccarino, war Freimaurer. Er hatte Kontakt zur Mafia und arbeitete für den italienischen Geheimdienst. Noch weitere Bürgermeister in der Region Trapani waren Freimaurer, darunter Gaspare Bocina, ein Bürgermeister von Mazara del Vallo, der mit der Mafia zusammenarbeitete. (Quelle: 1, 2)

2015 meinte ein Gericht aus Trapani, dass das Eindringen der Cosa Nostra in die Wirtschaft, Banken und den Staatsapparat aller Wahrscheinlichkeit nach durch Freimaurerlogen begünstigt wurde. (Quelle) 2019 wurde in Trapani eine Loge aufgedeckt, zu der Polizisten und Politiker gehörten, darunter ein ehemaliger Bürgermeister von Castelvetrano und ein Mitglied der Anti-Mafia-Kommission. Die Logenmitglieder hatten Verbindungen zur Cosa Nostra. Den Mitgliedern wurde Korruption, Erpressung, illegale Einflussnahme, Unterschlagung, schwerer Betrug, Offenlegung und Nutzung von Amtsgeheimnissen, illegale Beihilfe, Amtsmissbrauch und Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. (Quelle: 1, 2)

Laut der Autorin Piera Amendola waren Mitglieder der Logen des Scontrino-Zentrums (zu dem die Isis 2-Loge gehörte) von einem irregulären Ritterorden zu Rittern ernannt worden. Der Orden soll sie auf Reisen ins Ausland mitgenommen haben, um andere Tempelritter zu treffen. (Quelle)

Der italienische Militärgeheimdienst SISMI hatte von 1987 bis 1989 am Stadtrand von Trapani das Centro Scorpione eingerichtet, ein Quartier des berüchtigten Gladio-Netzwerkes. (Quelle) In einem Bericht des SISDE-Geheimdienstes stand, dass sich die Leiter des Centro Scorpione mit Mafiamitgliedern trafen. 1993 wurde in der Provinz Trapani in einer Villa eines Carabinieri (Polizisten) ein Lager an Kriegswaffen und Sprengstoff entdeckt, womöglich ein geheimes Waffenlager von Gladio. (Quelle: 1, 2) Das Centro Scorpione befand sich in einem Gebäude, das jemanden gehörte, der wegen Mafia-Verbrechen verurteilt wurde. (Quelle) Zum Centro Scorpione gehörten Vincenzo Li Causi und Marco Mandolini, zwei befreundete Soldaten und Geheimdienstmitarbeiter. Vincenzo Li Causi leitete eine Zeit lang das Centro Scorpione. Mandolini wurde 1995 tot aufgefunden. Jemand tötete ihn mit vierzig Messerstichen und zertrümmerte seinen Schädel. Vincenzo Li Causi wurde 1993 auf der Mission Ibis in Somalia getötet. Auch Mandolini war als Soldat in Somalia. (Quelle: 1, 2, 3) Das italienische Militär und sein Geheimdienst waren damals in Somalia aktiv (Mission Ibis) als Teil der UN-Friedensmissionen UNITAF und UNOSOM II. Li Causi hätte einen Tag nach seinem Tod nach Italien zurückkehren müssen, weil ihn ein Richter verhören wollte, der gegen Gladio ermittelte und sich für den mutmasslichen Handel mit Waffen und radioaktivem Abfall in Somalia interessierte. Li Causi kannte den SISMI-Oberst Mario Ferraro, der 1995 unter mysteriösen Umständen starb. (Quelle: 1, 2) Ferraro wurde beschuldigt, in Waffenhandel in Somalia und Albanien verstrickt zu sein und die Entführung von Davide Cervia organisiert zu haben. Davide Cervia war ein Experte des italienischen Militärs für elektronische Kampfführung und ist seit 1990 spurlos verschwunden. (Quelle) Ferraro gehörte zu den „Gladiatoren“, also zu den Agenten von Gladio. (Quelle) Gladio soll in Afrika aktiv gewesen sein. (Quelle) Vier Monate nach dem Tod von Vincenzo Li Causi wurde in Somalia die italienische Journalistin Ilaria Alpi und ihr Kameramann unter ungeklärten Umständen getötet. Vincenzo Li Causi soll ein Informant von Ilaria Alpi gewesen sein. (Quelle: 1, 2) Ilaria Alpi drehte in Somalia für das italienische Fernsehen eine Reportage über Waffen und Tonnen von Giftmüll, die illegal aus Italien nach Somalia kamen. (Quelle) Im letzten Jahrzehnt wurde berichtet, dass die Mafia mit somalischen Warlords und Piraten kooperiert, um Müll illegal in Somalia zu entsorgen. (Quelle: 1, 2) Übrigens war Somalia von 1908 bis 1941 eine italienische Kolonie und in den 50er-Jahren war das Land ein „Treuhandgebiet“ der UN, das von Italien verwaltet wurde.

Eine Theorie zur Ermordung von Ilaria Alpi besagt, dass sie sterben musste, weil sie herausgefunden hatte, dass sich Personen aus dem italienischen Militär und Geheimdienst an illegalem Waffen- und Giftmüllhandel beteiligt hatten. Als Alpis Fahrer in Italien aussagte, wurde er kurze Zeit später tot in einem Hotel in Somalia gefunden. Ein italienisches Gericht verurteilte im Jahr 2000 den Somalier Hashi Omar Hassan, weil er sich an der Ermordung Alpis beteiligt haben soll. Er war aber vermutlich nur ein Sündenbock. 2016 wurde er nach 16 Jahren Haft freigesprochen. 2022 starb er in Somalia, als eine Bombe unter seinem Autositz explodierte. Es gab noch weitere Todesfälle, bei denen eine Verbindung zum Alpi-Fall vermutet wurde. (Quelle) Im Juni 2022 hat Mirko Martini di Cigala, ein Unternehmer mit dubiosen Kontakten, in einem Interview davon erzählt, dass er die Geheimdienstler Li Causi und Mario Ferraro kannte und auch Ilaria Alpi traf (alle drei starben wie gesagt unter ungeklärten Umständen). Es war das erste Mal, dass Martini di Cigala ein Interview gab. Einige Monate nach dem Interview, im November 2022, starb er. Sein Anwalt erzählte darauf den Journalisten, dass Dokumente, ein Mobiltelefon und ein Computer von Martini di Cigala verschwunden sind. In den 90er-Jahren wurde gegen Martini di Cigala ermittelt, weil man ihn verdächtigte, in Waffenhandel und illegale Giftmüllentsorgung in Somalia involviert zu sein. Er gehörte zur Führung eines Aussenhandelsverbandes, der vom Prinzen Giovanni Alliata (Agliata) di Montereale organisiert und gegründet wurde. (Quelle: 1, 2)

Prinz Giovanni „Gianfranco“ Alliata di Montereale kam aus dem sizilianischen Adel. Er war Mitglied der Isis 2-Loge. (Quelle) Als hochrangiger Freimaurer war er vermutlich einer der Drahtzieher der Loge. Mehr Infos zu diesem sehr umtriebigen Prinzen werden weiter unten aufgeführt.

Mitglieder der Isis 2-Loge galten als die Urheber des Pizzolungo-Massakers, ein gescheiterter Bombenanschlag auf den Richter Carlo Palermo im Jahr 1985. (Quelle: 1, 2) Carlo Palermo steht den Freimaurern sehr kritisch gegenüber, aber dafür muss man Verständnis haben, schliesslich wollten Freimaurer ihn in die Luft jagen. In seinen Büchern schreibt er, dass freimaurerische Mächte nicht nur Einfluss auf Mafia und Geheimdienste haben, sondern auch mit islamistischen Terroranschlägen in Verbindung stehen. (Quelle: 1, 2) Palermo glaubt, dass diese Strukturen auf „Familien, Dynastien, Oligarchien und okkulte Mächte“ zurückzuführen sind. (Quelle)

Graf Giacomo Maria Ugolini

Giacomo Maria Ugolini, ein Graf aus dem italienischen Adel, soll seit den 80er-Jahren ein eigenes Freimaurernetzwerk angeführt haben, das Verbindungen zur Mafia hatte. Graf Ugolini wurde verdächtigt, in Waffenhandel verstrickt zu sein. Einst versuchte er ein U-Boot zu kaufen. Er starb 2006. Zu den Mitgliedern seiner Logen gehörten angeblich Botschafter, Kardinäle, Geheimdienstler und einflussreiche Geschäftsleute. (Quelle: 1, 2, 3)

Graf Ugolini traf den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak und war mit dem ägyptischen Diplomaten Boutros Boutros-Ghali befreundet. (Quelle) Boutros-Ghali war von 1992 bis 1996 Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN). Im englischen Wikipedia steht derzeit, dass sein gleichnamiger Grossvater, der Regierungschef von Ägypten war, den Freimaurern beitrat. (Quelle)

Die Aussagen von Cosimo Virgiglio

2009 wurde das Mafiamitglied Cosimo Virgiglio bei einer grossen Anti-Mafia-Operation verhaftet. Er arbeitete ab da mit der Justiz zusammen, um Strafmilderung zu erhalten. Dabei berichtete er von der Zusammenarbeit zwischen Freimaurern und der Mafia. Er war Grossmeister einer Freimaurerloge in Kalabrien und Mitglied der Loge von Graf Ugolini. Cosimo Virgiglio besass ein Logistikunternehmen, über das die Mafia Zugang zum Hafen von Gioia Tauro erhielt und so Drogen schmuggeln konnte. Er war ein Vertrauter des 2008 ermordeten Rocco Molè, ein Mafiaboss der Ndrangheta. (Quelle: 1, 2) Die Molè Familie gehört bis heute der Mafia an. (Quelle)

Cosimo Virgiglio behauptet, dass Franco Sensi Freimaurer war. Sensi, der 2008 verstarb, war ein Erdölunternehmer, Politiker und Eigentümer des Fussballclubs AS Rom. Cosimo Virgiglio war vor seiner Verhaftung Informant der italienischen Geheimdienste. Laut Virgiglio waren die Geheimdienste gut über die Drogenlieferungen aus seinem Umfeld informiert, aber hatten kein Interesse daran, die Lieferungen zu unterbinden. Cosimo Virgiglio sagt, dass er den Rotariern beitrat und in den bereits erwähnten Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen wurde, der mit dem Vatikan verbunden ist. (Quelle) Auch der P2-Chef Licio Gelli gehörte dem Ritterorden an. (Quelle) Licio Gelli hatte Kontakt zu Philip Guarino, ein OSMTJ-Templer aus den USA. Philip Guarino war ein ehemaliger römisch-katholischer Priester. Er hatte mehrere US-Präsidenten kennengelernt und gehörte zum Wahlkampfkomitee von George H. W. Bush. Zudem kannte Guarino auch den Mafiabankier Michele Sindona, ein Mitglied der P2-Loge. (Quelle: 1, 2) Übrigens: Als die Polizei den hochrangigen Ndrangheta-Boss Nicolino Grande Aracri abhörte, sagte dieser in einem Gespräch, dass er einem Malteserorden beitreten durfte und ein Templerschwert erhielt. In dem Gespräch sagte er: „Wussten Sie, dass die Malteserritter der Königin von England gehören? Sie sind der Loge der Königin von England unterstellt. Wussten Sie, dass Sie selbst nicht in die Loge eintreten können, aber unter der Freimaurerei von Genua. Ich hatte das Glück, gewisse Dinge sowohl über die Templer als auch über die Kreuzritter von Malta zu erfahren.“ (Quelle)

Cosimo Virgiglio erzählte, dass Graf Ugolini gute Kontakte zum Vatikan pflegte. Ein Anwalt aus San Marino sagte, dass Graf Ugolini mit dem exkommunizierten Erzbischof Emmanuel Milingo und dem Priester Pierino Gelmini befreundet war. (Quelle: 1, 2) Gelmini wurde wegen Betrugs verurteilt und ihm wurde sexueller Missbrauch vorgeworfen. (Quelle)

Laut Virgiglio hatte Graf Ugolini Kontakt zu Mafiabossen der Ndrangheta. Virgiglio und ein anderer ehemaliger Mafioso behaupten, dass ein Treffen in einer Villa stattfand, bei dem Mitglieder der Ndrangheta, Carabinieri (Polizisten), Beamte der Finanzpolizei und Adlige zusammenkamen. (Quelle)

Cosimo Virgiglio sagt, dass die italienische Freimaurerei nicht kriminell sei, aber es innerhalb davon verdeckte Teile gibt, die kriminellen Aktivitäten nachgehen. Über diesen geheimen Zirkel soll die Mafia Einfluss auf den Staat ausüben. Cosimo Virgiglio sagte aus, dass das Freimaurernetzwerk von Graf Ugolini den Ndrangheta-Familien Molè und Piromalli dabei half, 500 Milliarden Lire in 500 Millionen Schweizer Franken zu wechseln. Der nicaraguanische Diplomat und Freimaurer Alvaro Robelo soll das Geld in einem Diplomatenfahrzeug von Italien in die Schweiz nach Genf gebracht haben, um es dort bei Banken einzuzahlen. Übrigens ist die Schweiz ein beliebter Rückzugsort der Mafia. Alvaro Robelo hatte Nicaragua (liegt in Mittelamerika) als Botschafter in mehreren Ländern und beim Heiligen Stuhl (Vatikanführung) vertreten. Sein Sohn Carlos war Botschafter Nicaraguas bei der UNO und der WTO in Genf sowie auch Nicaraguas Botschafter für die Schweiz. Die Tochter ist Botschafterin in Italien. Alvaro Robelo wurde bereits 1987 verdächtigt, mit Geldwäsche der Cosa Nostra verbunden zu sein. Er soll Mitglied derselben Freimaurerloge in Andorra gewesen sein wie der italienische Mafiabankier Roberto Calvi, der eine Filiale seiner Bank in Nicaragua eröffnete. Calvi gehörte zur P2-Loge. (Quelle: 1, 2, 3) Er war einer der wichtigsten Bankiers des Vatikans und die Medien bezeichneten ihn als den „Bankier Gottes“. Er wurde ermordet (mehr dazu im Beitrag zur P2-Loge).

Die P2-Loge wurde von Licio Gelli angeführt. Sein Sohn Maurizio Gelli war Nicaraguas Botschafter in Kanada und erhielt die nicaraguanische Staatsbürgerschaft. 2023 wurde Maurizio Gelli zum Botschafter für Spanien, Andorra, Griechenland und die Slowakische Republik ernannt. Sein Sohn Licio Gelli Junior ist Nicaraguas Botschafter in Uruguay. (Quelle: 1, 2, 3) Ein weiterer wichtiger Botschafter von Nicaragua ist Farrara Lashtar, der das Land als Botschafter im arabischen Raum vertritt. Er ist ein Neffe des verstorbenen libyschen Diktators Muammar Gaddafi und stand seit den 80er-Jahren mit den libyschen Geheimdiensten in Verbindung. Er war Manager einer Firma, die mit libysch-nicaraguanischem Kapital gegründet wurde. Ermittler aus den USA sagten 2023, dass Farrara Lashtar Teil eines internationalen Netzwerkes sei, das im illegalen Goldhandel aktiv ist (sein Onkel besass tonnenweise Gold). Farrara Lashtar gehört zum engeren Kreis um Daniel Ortega. (Quelle: 1, 2) Daniel Ortega ist seit 2007 Präsident von Nicaragua und regiert inzwischen diktatorisch. Seine Stieftochter warf ihm vor, sie als Kind sexuell missbraucht zu haben (Quelle). Laut geleakten Berichten erhielten Ortega und seine Partei Gelder von internationalen Drogenhändlern. Er soll dem berühmten Kartellboss Pablo Escobar für ein paar Monate Zuflucht in Nicaragua gewährt haben. (Quelle) Nicaragua wurde als ein Narco-Staat eingestuft. Aufgrund seiner geografischen Lage ist Nicaragua ein wichtiges Transitland für den Kokainschmuggel nach Nordamerika.

Cosimo Virgiglio sagt, dass der Botschafter Alvaro Robelo und Graf Ugolini an einem Freimaurertreffen teilnahmen, das in dem Haus eines Bischofs stattfand. Beim Treffen sollen einige Kardinäle (darunter angeblich Rino Fisichella) teilgenommen haben sowie auch Prinz Giovanni Alliata di Montereale (Mitglied der Isis 2-Loge). Der sizilianische Adlige war ein hochrangiger Freimaurer, was weiter unten erläutert wird. Laut Virgiglio waren bei dem Treffen auch Unternehmer dabei, darunter Salvatore Ligresti (war einer der ersten Dollar-Milliardäre Italiens) und Francesco Gaetano Caltagirone (ist heute Milliardär). Virgiglio behauptet, dass der Milliardär Gianluigi Aponte zu diesem Freimaurernetzwerk gehört. (Quelle: 1, 2) Gianluigi Aponte gründete und kontrolliert den Schifffahrtskonzern MSC, das derzeit grösste Unternehmen in der weltweiten Containerschifffahrt. Aponte lebt in Genf. Die organisierte Kriminalität hat den MSC-Konzern infiltriert und schmuggelte tonnenweise Kokain über seine Schiffe (Quelle).

San Marino

Graf Ugolini vertrat in den 90er-Jahren den Zwergstaat San Marino, der in Italien liegt, als Botschafter in Ägypten und Jordanien. (Quelle: 1, 2) Bis vor einigen Jahren gab es San Marino noch ein Bankgeheimnis. Die Mafia wusch Geld in San Marino (Quelle). Im Zeitraum 2006 bis 2014 wurden mehr als 22 Milliarden Euro aus Italien in das winzige San Marino transferiert. (Quelle) Der oben erwähnte Freimaurer Alvaro Robelo war Nicaraguas Botschafter in San Marino sowie auch Botschafter in den Steueroasen Liechtenstein und Zypern. (Quelle)

Graf Ugolini gründete in den 90er-Jahren die Grossloge der Freimaurer in San Marino und war ihr Grossmeister. Er soll Industrielle aus Rom und Mailand zu Logentreffen eingeladen haben. Ihre Rituale hielten sie in einem Tempel in der Festung San Leo ab, wo im 18. Jahrhundert der Okkultist Alessandro Cagliostro im Gefängnis sass. (Quelle: 1, 2, 3) Es wurde schon lange über eine Zusammenarbeit zwischen Freimaurern in San Marino und der Mafia gemutmasst. (Quelle)

Angelo Boccardelli und Giorgio Hugo Balestrieri

Ein Assistent von Graf Ugolini war Angelo Boccardelli. Er und sein Freund Giorgio Hugo Balestrieri leiteten in San Marino eine Stiftung von Ugolini. Gegen Boccardelli und Balestrieri wurde 2009 bei einer grossen Anti-Mafia-Aktion ermittelt. Die beiden sollen der einflussreichen Ndrangheta-Familie Molè bei ihren Finanzgeschäften geholfen haben. Deswegen wurde Boccardelli zu sieben Jahren Haft verurteilt. (Quelle: 1, 2, 3) Er gehörte zur Führung der Loge von San Marino. Sein Freund Balestrieri war viele Jahre Präsident eines Rotary Club (Rotarier) in New York, wo er bis heute Mitglied ist. Dadurch wird er vermutlich Personen aus der New Yorker Elite kennen. Er ist ein ehemaliger Marinekapitän und NATO-Offizier. Er war Mitglied der P2-Loge. (Quelle: 1, 2, 3) Zur P2-Loge gehörten Mitarbeiter der italienischen Geheimdienste. Laut einem Dossier der Geheimdienste arbeitete Balestrieri eng mit dem P2-Chef Licio Gelli zusammen. Vermutlich war Balestrieri für Geheimdienste aus den USA tätig. Als man ihm vorwarf, Mafiakontakte zu haben, behauptete er, dass er im Auftrag von amerikanischen Geheimdiensten handelte und nur deswegen Kontakt zu Mafiosi gesucht hatte. (Quelle: 1, 2) Laut seinem LinkedIn-Profil ist er Berater für Geopolitik und für die Bekämpfung des „Narco-Terrorism“. Laut Profil gehört er zur „Armed Forces Communications & Electronics Association International“ (AFCEA). (Quelle) Dieser US-amerikanische Verband ist eng mit dem US-Militär und Geheimdiensten verbunden. Bei der AFCEA findet man noch weitere Rotarier. Der US-Brigadegeneral und Unternehmer David Sarnoff war 1946 massgeblich an der Gründung des Vorläufers der AFCEA beteiligt (Quelle). Sarnoff war Freimaurer und Mitglied der Strict Observance Lodge in New York. (Quelle) Balestrieri ist anscheinend Experte für Technologien zur Bekämpfung von Drogenschmuggel an Schiffs- und Flughäfen. (Quelle: 1, 2) Sein Unternehmen entwickelt Technologie für Sicherheitskontrollen an Grenzen und ein weiteres Unternehmen war oder ist noch immer an Operationen in Krisengebieten beteiligt. (Quelle) Auf seinem LinkedIn-Profil veröffentlichte er 2016 und 2017 eine Reihe an Beiträge, in denen er den Eindruck vermitteln möchte, dass er ein grosser Gegner der Mafia sei. Er sei zudem ein grosser Gegner der „von Soros finanzierten kommunistischen Medien“.

Graf Ugolini rühmte sich mit vielen guten Freundschaften an der Spitze der Geheimdienste, auch mit Nicolò Pollari. (Quelle) Angelo Boccardelli und ein ehemaliger Innenminister von San Marino bestätigten Ugolinis Freundschaft mit Nicolò Pollari. (Quelle) Nicolò Pollari war Chef des italienischen Geheimdienstes SISMI und General bei der Finanzpolizei. Beim SISMI arbeitete er viel mit Marco Mancini zusammen (der weiter oben bereits erwähnt wurde).

Graf Ugolini besass ein hölzernes Kruzifix, das angeblich vom berühmten Künstler Michelangelo (1475–1564) geschaffen wurde. Michelangelo machte die Wandmalereien an der Decke der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Es wird vermutet, dass er geheime Botschaften in den Malereien versteckt hat. Auf einem Bild an der Decke, sieht es so aus, als ob Gott in einem Gehirn abgebildet ist. Michelangelo wusste, im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen zu dieser Zeit, wie ein Gehirn aussieht, denn er obduzierte Leichen, was die Kirche verboten hatte. Auch sein Zeitgenosse Leonardo da Vinci hatte Leichen geöffnet. Michelangelo und Leonardo da Vinci wurden von der päpstlichen Adelsfamilie Medici gefördert, die damals eine der mächtigsten und reichsten Familien Europas war.

Graf Ugolini holte das Michelangelo-Kreuz zu Beginn der 80er-Jahre aus dem Libanon, das sich dort im Besitz der Melkitischen Griechisch-katholischen Kirche befand. Da es damals einen Bürgerkrieg im Libanon gab, brachte Ugolini das Kreuz nach Italien in Sicherheit. Dies hatte sein Freund, der melkitische Patriarch Maximos V., arrangiert. Nachdem Ugolini 2006 gestorben war, befand sich das Kreuz im Besitz einer Stiftung, die ihm gewidmet ist und von Boccardelli und Balestrieri geleitet wurde. (Quelle: 1, 2, 3)

Laut einem Bericht des italienischen Geheimdienstes SISDE aus dem Jahr 1982 war Giorgio Hugo Balestrieri Mitglied der Freimaurerloge „Montecarlo“ (Montecarlo-Komitee). Diese Freimaurerloge im Fürstentum Monaco war angeblich eine supermächtige Loge, was man aber nie aufgeklärt hat. Zu den Mitgliedern gehörten angeblich der P2-Grossmeister Licio Gelli, der mafiaverbundene Ministerpräsident Giulio Andreotti, der führende Mafiabankier Robert Calvi von der P2-Loge, ein Mitglied der Milliardärsfamilie Agnelli, der Geschäftsmann Umberto Ortolani von der P2-Loge, der Chef der Rizzoli-Verlagsgruppe, der Unternehmer Attilio Monti und weitere einflussreiche Personen. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Auch Graf Ugolini gilt als angebliches Mitglied der Montecarlo-Loge. (Quelle) Cosimo Virgiglio behauptet, dass Graf Ugolini Grossmeister der Loge war. (Quelle) Übrigens besass der P2-Grossmeister Licio Gelli eine Firma auf Monaco. (Quelle) In Unterlagen der Montecarlo-Loge stand, dass sie eine „regierende Kraft“ sein möchte. Darin steht auch: „Die Freimaurerei ist die Organisation, die am besten zum Regieren geeignet ist, wenn sie also nicht regiert, fehlt ihr die wahre Daseinsberechtigung.“ (Quelle: Seite 137 der PDF/ Seite 129 des Berichts)

Auch der Betrüger Elio Ciolini sagte, dass Giorgio Hugo Balestrieri zur Montecarlo-Loge gehörte. (Quelle) Elio Ciolini, der in den letzten Jahrzehnten mehrfach verhaftet wurde, war in Fälle von Betrug und Marktmanipulation in Millionenhöhe verwickelt. Als man ihn 2012 in Rumänien verhaftete, schrieb eine rumänische Zeitung, dass er verdächtigt wird, Verbindungen zu den Geheimdiensten Israels und der USA zu haben. (Quelle)

Giorgio Hugo Balestrieri hat immer noch Kontakte in Monaco, denn er ist dort zurzeit Mitglied eines gnostischen Templerordens. (Quelle: Foto mit dem auf LinkedIn vergleichen, es ist dieselbe Person) Ein wichtiges Mitglied der Monaco-Templer ist Ezio Giunchiglia. (Quelle) Er war Mitglied der P2-Loge, was er auch zugibt. Er streitet aber ab, dass er zur Montecarlo-Loge gehörte. (Quelle) Der Freimaurer Federici Federico sagte aus, dass Ezio Giunchiglia eine Führungsfigur der Montecarlo-Loge war und Kontakt zu Balestrieri hatte. (Quelle) Der Monaco-Templerorden schreibt auf seiner Webseite, er habe keine Verbindungen zur Freimaurerei, aber Balestrieri und Giunchiglia waren wie gesagt Freimaurer in der P2-Loge. Auf der Webseite der Monaco-Templer steht, dass ein Graf aus der österreichischen Uradelsfamilie Thun und Hohenstein zur Ordensführung gehört. Die Monaco-Templer erscheinen mir nicht mafiös, aber sie sind ein skurrile Gruppe. Allem Anschein nach sind es rosenkreuzerisch gnostische Esoteriker mit Verbindungen zu den OSMTH-Templern. Auch Leo Zagami gehört zu den Monaco-Templern (auf der Webseite bei „Forscher und Historiker“ klicken). (Quelle) Dieser behauptet, dass er Mitglied der weltbeherrschenden Illuminaten war (was natürlich Unsinn ist). Er schreibt Bücher für Verschwörungstheoretiker, in denen er alle möglichen Verschwörungstheorien zusammenpackt. Vermutlich ist er ein Betrüger, der einfach seine Bücher verkaufen möchte und nach Aufmerksamkeit sucht (mehr dazu). Übrigens war Leo Zagami bei Infowars von Alex Jones (der kommerziell erfolgreichste Verschwörungstheoretiker der USA) und bei Coast to Coast AM, eine bekannte Radioshow in den USA, die sich auf Verschwörungstheorien, Aliens sowie Pseudowissenschaften konzentriert. Leo Zagami war auch in der Sendung Mistero, wo es um dieselben Themen geht und die auf dem italienischen Sender Italia 1 lief, ein Sender des Milliardärs und Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi (Mitglied der P2-Loge).

Über die Monaco-Templer hat Leo Zagami womöglich Kontakt zu Giorgio Hugo Balestrieri und Ezio Giunchiglia. Leo Zagami sagt, dass er die beiden kennt und dass sie Mitglied der P2 und der Montecarlo-Loge waren. (Quelle: 1, 2) Leo Zagami kennt Gianmario Ferramonti, der Schatzmeister der rechtspopulistischen Partei Lega Nord war. Zagami und Ferramonti gehörten im Jahr 2016 zu den Gründern der „Italians for Trump“, eine italienische Gruppe, die mit Donald Trump sympathisiert. Ferramonti sagt, dass er Zagami sehr respektiert. (Quelle: 1, 2) Ferramonti behauptet, dass er Freunde bei den Geheimdiensten aus den USA hat. Er hatte in den letzten Jahren Kontakt zu Enzo De Chiara, den er als einen grossartigen Menschen bezeichnet. (Quelle) Enzo De Chiara ist ein in den USA lebender Italiener. Er beriet dort die Republikanische Partei und war auch Berater der italienischen Delegation bei der NATO. (Quelle) Gianmario Ferramonti gilt zudem als Freund des P2-Grossmeisters Licio Gelli. Ferramonti und Enzo De Chiara kennen sich schon lange. 1996 gehörten die beiden zu den Hauptverdächtigen bei einer Ermittlung zu einem mutmasslich gigantischen Finanzbetrug und zu einer Gruppe von Verschwörern mit Verbindungen in die USA. Die Ermittlungen führten zu keinem Ergebnis. (Quelle: 1, 2, 3) Der oben erwähnte Freimaurer und Diplomat aus Nicaragua, Alvaro Robelo, wurde mit diesem Fall in Verbindung gebracht. (Quelle) Enzo De Chiara ist mit US-amerikanischen Diplomaten-, Verteidigungs- und Geheimdienstkreisen verbunden. 2007 war er in Rom bei einem Mittagessen, bei dem vier Leute zusammenkamen, die darüber diskutierten, wie sie Italiens Politik beeinflussen könnten. Zwei davon waren der Senator Sergio De Gregorio und der Justizminister Clemente Mastella. (Quelle: 1, 2) Sergio De Gregorio geriet mehrfach ins Visier der Justiz wegen Mafiaverbindungen, Geldwäsche, Korruption und Bestechung. (Quelle: 1, 2) Justizminister Clemente Mastella war der Trauzeuge eines Mafiahandlangers. (Quelle) Die vierte Person bei dem Mittagessen war Robert Gorelick, ehemaliger Chef des CIA-Zentrums in Rom. (Quelle: 1, 2) Gorelick war auch Stationschef der CIA in Peru. Dabei wurde er von der peruanischen Justiz verdächtigt, dass er etwas mit dem illegalen Waffenhandel von Vladimiro Montesinos zu tun hatte. (Quelle) Montesinos führte den peruanischen Geheimdienst an und war einer der mächtigsten Männer in Peru. Die CIA unterstützte ihn. Er sitzt schon seit Jahren im Gefängnis, weil sich herausstellte, dass er seine geheimdienstliche Macht für kriminelle Zwecke benutzt hatte. Er kooperierte mit Drogenhändlern. (Quelle) Er und der berühmte Kartellchef Pablo Escobar waren Verbündete, das erzählte zumindest Escobars Bruder. (Quelle) Obwohl Montesinos eine rechte Politik repräsentierte, soll er geholfen haben zehntausend Gewehre an die linke Guerilla FARC zu verkaufen, die in Kolumbien aktiv ist und eng mit Kokainkartellen zusammenarbeite. Kolumbien und Peru sind die beiden Länder, in denen am meisten Kokain produziert wird. Die beiden Länder gelten als Narco-Staaten und werden anscheinend von ziemlich mafiösen Eliten regiert.

Prinz Giovanni Alliata von Montereale

Giovanni „Gianfranco“ Alliata di Montereale (1921–1994) kam aus dem sizilianischen Hochadel. Er vertrat monarchistische Parteien im italienischen Parlament. Er war Freimaurer im 33. Grad und führte eine Zeit lang seine eigene Gruppe von Freimaurern an.

Das ehemalige Mafiamitglied Cosimo Virgiglio behauptet, dass Giovanni Alliata zum Freimaurer-Netzwerk von Graf Ugolini gehörte. Laut Virgiglio waren mafiöse Logen in Kalabrien an die Grossloge von Giovanni Alliata angeschlossen. (Quelle: 1, 2) Giovanni Alliata war über Ritterorden tatsächlich mit Graf Ugolini verbunden. (Quelle) Zudem war Giovanni Alliata Mitglied der bereits erwähnten Freimaurerloge Isis 2. (Quelle) Er war auch Mitglied der P2-Loge und stand mit dem P2-Grossmeister Licio Gelli in Kontakt. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Somit bewegte sich der Prinz in gleich mehreren mafiösen Freimaurergruppen.

Giovanni Alliata war Präsident des Vereins „Nobili del Sacro Romano Impero“ (Adlige des Heiligen Römischen Reiches), dem Namen nach ein Verein von Adligen. (Quelle) Er war noch Mitglied bei weiteren Ritterorden, Adelsvereinen und Freimaurerorganisationen. (Quelle) Er war wie gesagt Monarchist und stand mit dem Haus Savoyen (ehemalige Königsfamilie von Italien) in Kontakt. (Quelle) Das damalige Oberhaupt der Savoyen Familie war Mitglied der P2-Loge.

Die Autorin Piera Amendola glaubt, dass Giovanni Alliata eine wichtige Rolle beim Aufbau der Verbindungen zwischen Mafia und Freimaurerei spielte. Giovanni Alliata half dem Bankier Michele Sindona Kontakte zu sizilianischen Mafiabossen zu knüpfen. Michele Sindona wurde zu einem wichtigen Bankier der Mafia und war Mitglied der P2-Loge. Giovanni Alliata wurde beschuldigt, einer der Anstifter des Massakers von Portella della Ginestra zu sein, ein antikommunistisches Massaker, das im Jahr 1947 in Sizilien stattfand. (Quelle: 1, 2) Der mafiaverbundene Bandit Salvatore Giuliano galt als der Drahtzieher des Massakers. Der ehemalige Richter Carlo Palermo sagte, er habe Dokumente gefunden, laut denen Salvatore Giuliano Freimaurer im 33. Grad war. (Quelle) Giuliano war mit Gaspare Pisciotta befreundet, der ihn dann aber angeblich ermordete. Gaspare Pisciotta sagte, dass Prinz Giovanni Alliata zu den Anstiftern des Massakers gehörte. Pisciotta starb im Gefängnis an einer Vergiftung mit Strychnin. (Quelle: 1, 2) Wenige Tage vor seinem Tod hatte er um ein Gespräch mit dem Staatsanwalt gebeten, weil er Enthüllungen über das Massaker und seine Anstifter machen wollte. (Quelle)

Giovanni Alliata war bekanntermassen glühender Antikommunist und unterhielt Kontakte zu rechtsextremen Kreisen. Er hielt nicht viel von der demokratischen Republik Italien und wünschte sich die Monarchie zurück. Er stand in Verdacht, den antikommunistischen Putschversuch des Adligen Junio ​​Valerio Borghese im Jahr 1970 unterstützt zu haben, wurde aber freigesprochen. Ermittlungen brachten Giovanni Alliata auch mit der „Rosa dei venti“ in Verbindung, eine faschistische, antikommunistische Geheimorganisation. (Quelle: 1, 2) Die Rosa dei venti hatte Mitglieder aus dem italienischen Militär. Einer ihrer Anführer war Amos Spiazzi, ein General, der zu den Angeklagten im Prozess zum Borghese-Putschversuch gehörte.

Der sizilianische Richter Girolamo Alberto Di Pisa schrieb, dass der Mafiabankier Michele Sindona von der P2-Loge zusammen mit Industriellen aus Norditalien Putschpläne der Rosa dei venti finanziert hatte. Bei den Ermittlungen gegen die Rosa dei venti wurde Vito Miceli verhaftet. (Quelle: 1, 2) Vito Miceli leitete den Geheimdienst SID. Er war auch mit dem Borghese-Putschversuch verbunden und Mitglied der P2-Loge. (Quelle)

Trotz seines hohen Alters und Krankheit soll Giovanni Alliata auch in seinen letzten Lebensjahren als Verschwörer aktiv gewesen sein. Im Mai 1994 wurde er im Rahmen einer Ermittlung zu kriminellen Freimaurern inhaftiert. (Quelle: 1, 2) Im darauffolgenden Monat starb er unter Hausarrest.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Giovanni Alliata zusammen mit dem protestantischen Pfarrer Frank Gigliotti die italienische Freimaurerei wiederbelebt, die in den 20 Jahren zuvor in Italien verboten gewesen war. Frank Gigliotti war in den USA aufgewachsen. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete er für den US-Geheimdienst OSS und anschliessend für die CIA. (Quelle: 1, 2, 3) Nach dem Krieg gründete Giovanni Alliata einen Verein zur Förderung der Beziehungen zwischen Italien und den USA. (Quelle: 1, 2) Übrigens hatte die US-Armee während des Zweiten Weltkrieges mit der Mafia kooperiert. (Quelle)

Giovanni Alliatas Familie

Die Alliata Familie gehört zum Hochadel Siziliens. Auch der sizilianische Okkultist Raniero Alliata di Pietratagliata (1897–1979) kam aus dieser Familie.

Giovanni Alliata war mütterlicherseits ein Enkel des italienischen Grafen Francesco Matarazzo. (Quelle) Dieser war nach Brasilien emigriert und hatte dort ein Unternehmen gegründet, das sich zu einem grossen Mischkonzern entwickelte. Die Matarazzo-Gruppe war das grösste Unternehmen in Brasilien und wahrscheinlich das grösste in ganz Lateinamerika. (Quelle) Dadurch wurde Matarazzo zum reichsten Mann in Brasilien. Sein Heimatland Italien profitierte von Geschäften seiner Unternehmensgruppe und er wurde deswegen vom italienischen König zum Grafen geadelt. Giovanni Alliatas Tante Claudia Matarazzo heiratete einen Fürsten aus der Ruspoli Familie, eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels.

Giovanni Alliata war in Brasilien geboren und hatte Kontakt zu mächtigen und wohlhabenden Männern aus Südamerika. (Quelle)

Giovanni Alliatas gleichnamiger Neffe (*1954) gehört zur Führung der Rotarier in Venedig. Sein Grossvater mütterlicherseits war Vittorio Cini. (Quelle) Dieser war ein wohlhabender Unternehmer, der im Senat von Italien sass und zum Grafen geadelt wurde. Auf Wikipedia steht derzeit, dass er Freimaurer war.

Giovanni Alliatas Schwester Anna Maria heiratete in die sizilianische Hochadelsfamilie Notarbartolo di Sciara. (Quelle) Der Überlieferung nach besteht die Notarbartolo Familie seit über 1000 Jahren. Ein bekanntes Familienmitglied war Emanuele Notarbartolo (1834–1893), die erste Person der Oberschicht, die von der Mafia ermordet wurde. Paolo Notarbartolo (*1927) trat der Piazza del Gesù-Loge bei (Quelle). Diese ist eine italienische Freimaurergrossloge, die ihr Hauptquartier an der Piazza del Gesù in Rom hatte und daher meist als Piazza del Gesù-Loge bezeichnet wird. An der Piazza del Gesù befindet sich die Jesuskirche (Il Gesù), die allererste Kirche des Jesuitenordens.

Giovanni Alliata gehörte zur Führung der Piazza del Gesù-Loge. (Quelle: 1, 2)

Die Piazza del Gesù-Loge

Eigentlich trägt sie den Namen „Gran Loggia d’Italia degli ALAM“. Sie zählt zur Strömung der liberalen Freimaurerei und nimmt auch Frauen auf. Sie wurde 1910 als „Serenissima Gran Loggia d’Italia“ gegründet. Die Gründer hatten den „Grande Oriente d’Italia“ (bis heute Italiens führende Grossloge) verlassen und riefen ihre eigene Grossloge ins Leben. Sie verliessen den Grande Oriente, weil sie dessen antiklerikale Politik ablehnten und sich mit dem Vatikan versöhnen wollten. Im Gegensatz zum Grande Oriente waren die Freimaurer der Piazza del Gesù-Loge in der Regierung des Diktators Benito Mussolini (Begründer des Faschismus). Mussolini liess 1925 die Freimaurerei verbieten. Dennoch durften Mitglieder der Piazza del Gesù-Loge Ministerposten in Mussolinis Diktatur besetzen. Folgende faschistische Minister gehörten ursprünglich zu Logen der Piazza del Gesù-Grossloge: Italo Balbo, Michele Bianchi, Cesare Maria De Vecchi, Emilio De Bono, Giuseppe Bottai, Giacomo Acerbo, Edmondo Rossoni und vermutlich noch weitere. Die ersten vier genannten Männer führten im Jahr 1922 zusammen mit Mussolini den „Marsch auf Rom“ an. Der Marsch auf Rom führte zur Machtübernahme Mussolinis. In den Tagen zuvor hatte Mussolini Raoul Palermi getroffen, den damaligen Anführer der Piazza del Gesù-Loge, der ihm volle politische Unterstützung zusicherte. Viktor Emanuel III., der König während der faschistischen Diktatur, gehörte angeblich zur Piazza del Gesù-Loge, dies behauptete zumindest Peter Tompkins, der während des Zweiten Weltkrieges in Rom als Agent des US-amerikanischen Geheimdienstes OSS aktiv war. (Quelle: 1, 2, 3, 4) In einem Artikel der vielgelesenen italienischen Zeitung La Stampa wird behauptet, dass vier Fünftel des Grossen Faschistischen Rates, der die Freimaurerei verbot, Freimaurer waren. (Quelle)

In der Nachkriegszeit war die Piazza del Gesù-Loge mehrheitlich für die Monarchie und für eine Öffnung gegenüber der katholischen Kirche. Der Grande Oriente hingegen wollte eine Republik. Nach dem Krieg war Italien von der US-Armee besetzt. Dabei knüpften Freimaurer aus der US-Armee, darunter Mark Wayne Clark, Kontakte zu den italienischen Freimaurern. Die Piazza del Gesù-Loge erhielt eine Anerkennung vom obersten Freimaurerrat aus Washington. (Quelle) Die Serenissima-Grossloge von Italien, die aus einer Abspaltung der Piazza del Gesù-Loge hervorging, schreibt auf ihrer Webseite, dass Prinz Giovanni Alliata 1957 in Washington zum Ehrenmitglied des obersten Freimaurerrates ernannt wurde und dass der Prinz von grosser Bedeutung für die europäische Freimaurerei war. Laut der Webseite hatten fast alle oberste Freimaurerräte der Welt die Piazza del Gesù-Loge anerkannt. Obwohl Prinz Giovanni Alliata mit der Mafia und rechtsextremen Kreisen verbunden war (was auf der Webseite natürlich nicht erwähnt wird), hatte der Serenissima-Grosslogenmeister Massimo Criscuoli Tortora im Jahr 2004 veranlasst, dass Giovanni Alliata geehrt wird. (Quelle) Laut der Webseite ist Tortora der Spross einer alten adligen Familie und Mitglied einer internationalen aristokratischen Loge und hat Ehrenmitgliedschaften bei Grosslogen und obersten Räten in Spanien, Rumänien, Libanon, Marokko, Paraguay, Moldawien und Slowenien. (Quelle)

Der Mafiabankier Michele Sindona (Mitglied der P2-Loge) und der Mafia-Priester Agostino Coppola (Mitglied der Isis 2-Loge) traten einer Loge mit den Namen „Giustizia e Libertà“ bei, die zur Piazza del Gesù-Freimaurerei gehörte und mit der P2-Loge verbunden war. (Quelle) Auch der Geheimdienstler Francesco Pazienza war Mitglied der Loge Giustizia e Libertà. Francesco Pazienza hatte Verbindungen zur P2-Loge. Er versuchte die Ermittlungen zum Terroranschlag von Bologna in die Irre zu führen und wurden deswegen verurteilt. Er wurde mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. in Verbindung gebracht und wegen Involvierung in den Ambrosiano-Skandal verurteilt (die Ambrosiano-Bank wurde vom P2-Freimaurer Roberto Calvi geleitet). (Quelle)

Der hohe Freimaurer Savona Luigi, der zur Piazza del Gesù-Loge gehörte, hatte Verbindungen zur Mafiafamilie Lo Nigro aus Palermo. (Quelle)

Die Camea-Loge schloss sich der Piazza del Gesù-Loge an. (Quelle) Die Camea-Loge wurde am Anfang dieses Beitrages erwähnt. Sie hatte Verbindungen zur Mafia und ihr Logenmeister war angeblich mit dem P2-Grossmeister Licio Gelli befreundet.

Der ehemalige Mafioso Angelo Siino, der Mitglied der Camea-Loge war, behauptete, dass ein Mann namens Nenè Spinello Oberhaupt der Piazza del Gesù-Freimaurer war und mit der Mafia in Verbindung stand. (Quelle)

Einige Jahre nachdem die P2-Loge aufgeflogen war, kamen die Ermittler einer weiteren verdächtigen Loge auf die Spur, nämlich der Virtus-Loge, gegen deren Mitglieder ermittelt wurde. Die Virtus-Loge gehörte zur Piazza del Gesù-Freimaurerei. (Quelle)

Ein Freimaurer zeigte den derzeitigen Grossmeister der Piazza del Gesù-Loge, Luciano Romoli, wegen schweren Betrugs an. (Quelle: 1, 2)

Weitere Verbindungen zwischen Mafia und dem italienischen Adel

Annina Alliata di Montereale, eine Tante von Prinz Giovanni Alliata, heiratete den Unternehmer Vincenzo Florio jr (1883–1959). Im 19. Jahrhundert war die Unternehmerfamilie Florio eine der reichsten Familien Italiens. Sie heiratete in noch weitere Adelsfamilien aus Sizilien. Vincenzos Bruder Ignazio Florio Jr. hatte zwei Mafiosi als Gärtner und Türsteher in seiner Villa angestellt. Als andere Mafiamitglieder wertvolle Kunstwerke aus der Villa klauten, sorgten Florios Mafiosi dafür, dass die Kunstwerke zurückgebracht und die Diebe ermordet wurden. (Quelle)

Michele Greco (1924–2008) war ein hochrangiger Boss der sizilianischen Mafia. Sein Spitzname war „Il Papa“ (der Papst). Er war mit Prinz Alessandro Vanni Calvello di San Vincenzo verbunden. (Quelle) Der sizilianische Prinz wurde am Anfang dieses Beitrages erwähnt. Er war bekanntermassen mit dem Mafioso Francesco Di Carlo befreundet und kannte den führenden Mafiaboss Stefano Bontate.

Michele Grecos Vater war ein Gabellotto der sizilianischen Adelsfamilie Tagliavia gewesen. (Quelle) Man geht davon aus, dass die ersten sizilianischen Mafiamitglieder zum grossen Teil aus sogenannten Gabelloti bestanden. Diese pachteten und bewachten Anwesen und Felder von Grossgrundbesitzern. Nachdem Sizilien 1861 Teil des italienischen Königreiches wurde, verschlechterte sich die öffentliche Sicherheit in Sizilien und es kam zu Diebstahl und Plünderungen. Darauf verpachteten viele Grossgrundbesitzer, darunter Adlige, ihr Land an die Gabelloti, deren Schutztruppen die Felder bewachten. Sie waren also sowas wie ein privater Sicherheitsdienst der reichen Gutsbesitzer. (Quelle)

Auch Michele Grecos Sohn hatte Kontakt zu Adligen. Er gründete ein Unternehmen zusammen mit Graf Lucio Tasca und Baron Gioacchino Guidi Inglese. (Quelle) Die Inglese Familie kam schon im 19. Jahrhundert mit der Mafia in Berührung. Der Vater des Mafiabosses Vito Cascio Ferro (1862–1943) gehörte zu den Wächtern des Grundbesitzes von Baron Antonino Inglese. Vito Cascio Ferro wurde in Palermo geboren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog er in die USA, wo er zu den frühen Mafiabossen von New York gehörte, die dort einige Jahrzehnte später zu grossem Einfluss kamen. (Quelle) Sein gleichnamiger Verwandter Vito Cascioferro war Freimaurer. (Quelle)

Der sizilianische Baron Niccolò Turrisi Colonna (1817–1889) liess seine Besitztümer ebenfalls bewachen. Unter seinen Wächtern waren mehrere Mafiamitglieder, die 1874 verhaftet wurden, als die Polizei die Besitztümer des Barons durchsuchte. Der hohe italienische Politiker Domenico Farini (Freimaurer) sagte aus, ihm sei von Politikern gesagt worden, dass Baron Colonna der führende Kopf der Mafia sei. Als Baron Colonna 1860 vom Revolutionsführer Giuseppe Garibaldi (hoher Freimaurer) zum Chef der Nationalgarde in Palermo ernannt wurde, stellte er nach wenigen Tagen Antonino Giammona als Hauptmann einer Abteilung der Nationalgarde ein. Giammona war einer der ersten Mafiabosse. Baron Colonna verteidigte Giammona, als diesem vorgeworfen wurde, kriminell zu sein. Er stellte ihm Anwälte zur Verfügung. Auch die oben erwähnte Florio Familie hatte Kontakt zu Giammona. Baron Colonna schrieb eine Analyse zu den kriminellen Netzwerken in Sizilien. Er benutzte darin jedoch nicht das Wort „Mafia“, sondern bezeichnete das Netzwerk als eine „kriminelle Sekte“. 1863 geriet Baron Colonna in einen Hinterhalt, als er mit seiner Kutsche unterwegs war, die von fünf Männern beschossen wurde. Der Mordversuch scheiterte. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Die nicht amtierende Königsfamilie von Sizilien, die auch die Herzöge von Kalabrien stellt, kann bisher nicht mit der italienischen Mafia in Verbindung gebracht werden. Jedoch wurden drei Familienmitglieder vor zehn Jahren verdächtigt, Geld aus einem chinesischen Mafia-Ring erhalten zu haben. Das Geldwäschenetzwerk wurde vom Chinesen Gao Ping betrieben und hat in Spanien Hunderte Millionen Euro gewaschen. Gao Ping traf den spanischen König Juan Carlos und den ehemaligen chinesischen Präsidenten Hu Jintao. (Quelle: 123) Auch zwei spanische Adlige standen mit diesem Geldwäschenetzwerk in Kontakt. (Quelle)

Wie bereits erwähnt wurde, soll sich der päpstliche Adlige Junio Valerio Borghese mit Mafiosi getroffen haben, um sie davon zu überzeugen, seinen Putschversuch zu unterstützen.

Der päpstliche Adlige Domenico Napoleone Orsini, dessen Familie mehrere Päpste hervorbrachte, hatte Kontakt zu mafiaverbundenen Personen und traf den P2-Grossmeister Licio Gelli (mehr dazu im Beitrag zur Orsini Familie).

Die Milliardärsfamilie Agnelli ist die vermutlich mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Sie heiratete in führende Adelsfamilien aus Italien. Die Familie kontrolliert den Fussballclub Juventus, bei dem es Verbindungen zur Mafia gibt. Der Kontaktmann von Juventus zur Mafia war Raffaello Bucci. Er starb 2016 unter mysteriösen Umständen. Zudem war er Informant der italienischen Geheimdienste. (Quelle: 1, 2) Alessandro d’Angelo, der Sicherheitsbeauftragte von Juventus, war der Ansprechpartner für die Mafiosi. Er ist ein Jugendfreund von Juventus-Chef Andrea Agnelli. (Quelle) Andrea Agnellis Onkel, Fürst Carlo Caracciolo (1925–2008), war einer der mächtigsten Zeitungsbesitzer Italiens. Carlo Caracciolo schloss einen Pakt mit dem P2-Grossmeister Licio Gelli. Laut den Aufzeichnungen von Gelli hatte der Mafiabankier Robert Calvi (Mitglied der P2-Loge) die Verlagsgruppe von Caracciolo mit grossen Summen bestechen wollen, angeblich mit Milliarden von Lira (mehrere Millionen Euros). Als Gegenleistung sollten die Zeitungen von Caracciolo nicht über die Umtriebe von Gelli und Calvi berichten. (Quelle)

Viktor Emanuel von Savoyen (*1937), das ehemalige Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Italien, war wie bereits erwähnt Mitglied der P2-Loge. (Quelle: 1, 2) Er traf die Päpste Paul VI., Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus. (Quelle) Er musste schon öfters vor Gericht:

  • In den 70er-Jahren wurde wegen internationalem Waffenhandel gegen ihn ermittelt. Er vermittelte den Verkauf von 300 Kampfhubschraubern an seinen Freund, den Schah von Persien. Die Hubschrauber gelangten schliesslich in Jordanien, Taiwan und Südafrika. (Quelle: 1, 2, 3) Viktor Emanuel wurde durch diese Verkäufe reich, wie ein Cousin erzählte. (Quelle)
  • 1978 gab er mehrere Gewehrschüsse ab, die den deutschen 19-Jährigen Dirk Hamer töteten. Es soll ein Versehen gewesen sein. 1991 wurde Viktor Emanuel vom Vorwurf der vorsätzlichen Tötung freigesprochen, aber wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. (Quelle) Dirk Hamer war der Sohn des verurteilten Alternativmediziners Ryke Geerd Hamer, ein Verschwörungstheoretiker, der seine eigene germanische Medizinkunde entwarf. (Quelle)
  • 2006 wurde Viktor Emanuel verhaftet. Man warf ihm vor, eine kriminelle Vereinigung gegründet zu haben, die für Korruption und Ausbeutung von Prostituierten verantwortlich ist. Dabei hatte Viktor Emanuel Kontakte in die Glücksspielindustrie. Er soll für Besucher eines Kasinos junge Prostituierte beschafft haben. Bei dieser Untersuchung wurde gegen weitere Leute wegen Korruption, Erpressung, Geldwäsche und Mafiaverbindungen ermittelt. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Einer der Verdächtigten war Viktor Emanuels Cousin Simeon Sachsen-Coburg-Gotha, das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Bulgariens. Simeon war auch Ministerpräsident von Bulgarien. Ihm wurde vorgeworfen, dass er sich bestechen liess und dafür einem italienischen Unternehmer half, in Bulgarien an öffentliche Aufträge zu kommen. Viktor Emanuel diente dabei als Vermittler. (Quelle: 1, 2, 3) Es wurde auch gegen drei Carabinieri (Polizisten) ermittelt. Man verdächtigte sie, Informationen aus einer Datenbank an Viktor Emanuel und seine Leute weitergeleitet zu haben. (Quelle) Viktor Emanuel wurde letztendlich freigesprochen.

Viktor Emanuels Sohn Emanuele Filiberto gründete eine eigene politische Bewegung mit dem Namen „Valori e Futuro“ (Werte und Zukunft). Zu den Mitarbeitern des politischen Projekts gehörten folgende Personen:

  • Mariano Turrisi, der Vizepräsident der Bewegung, landete im Gefängnis wegen Mafiaverbindungen.
  • Enrico Giuliano war für den Wahlkampf und die Auslandskoordination zuständig. Es wurde berichtet, dass er durch Betrug über 5 Millionen Euro erbeutete, die er dann in Liechtenstein versteckte.
  • Lucio Barresi war in den Vallettopoli-Skandal involviert, bei dem es um Erpressung, Bestechung, Unterschlagung, Drogenhandel und Ausbeutung von Prostituierten ging.

(Quelle: 123)

Gegen den Vizepräsidenten Mariano Turrisi war mehrfach ermittelt worden, unter anderem wegen Geldwäsche und Drogenhandel. Er wurde mehrmals in den USA verhaftet. Er stand im Verdacht, an einem riesigen Drogenhandelsring beteiligt zu sein, der von den Familien der Cosa Nostra in New York kontrolliert wurde. Mariano Turrisi verfügte über Kontakte in zahlreichen europäischen Ländern und auf dem amerikanischen Kontinent. In den Jahren 2001 und 2002 telefonierte er mit dem Mafiaboss Vito Rizzuto, was von den Behörden abgehörte wurde. (Quelle) Vito Rizzuto galt als das Oberhaupt des kanadischen Zweiges der sizilianischen Mafia.

Die Pizza-Brüder

Massimo, Giuseppe und Raffaele Pizza sind drei Brüder mit dubiosen Verbindungen.

Der Geschäftsmann Massimo Pizza, ein ehemaliger Agent des SISMI-Geheimdienstes, erzählte in den letzten Jahren von Verbindungen zwischen Mafia, Freimaurerei, Politik, Wirtschaft und Geheimdiensten. Er gehört vermutlich selbst diesen Strukturen an. Er wurde beschrieben als „vielschichtige Person, die in verschiedene und komplexe Ermittlungen verwickelt war, die ihn schon immer mit Freimaurerkreisen oder abweichenden Geheimdiensten in Verbindung gebracht haben“. Er ist wegen verschiedener Delikte polizeibekannt und soll Leute um ihr Geld betrügen. Den Unterlagen zufolge führt er ein „Parallelleben“. Er behauptet, dass er mit der geheimen Gladio-Struktur zusammengearbeitet hatte. Er kannte Carmelo Cortese, ein Mitglied der P2-Loge mit Kontakten zur Ndrangheta. (Quelle: 1, 2, 3)

Enge Verbindungen hatte Massimo Pizza zum SISDE-Geheimdienstler Fausto Del Vecchio. Gegen Del Vecchio wurde von Seite der Justiz ermittelt. Er war die rechte Hand von Bruno Contrada. (Quelle: 1, 2) Bruno Contrada wurde am Anfang dieses Beitrages erwähnt. Er gehörte zur Führung des SISDE-Geheimdienstes und war einer der obersten Polizisten in Sizilien sowie angebliches Mitglied der Loggia dei 300, der Freimaurerloge des Mafiabosses Stefano Bontate.

Übrigens hatte Fausto Del Vecchio Kontakt zum ehemaligen Polizisten Francesco Chiefari, der mit der Mafia zu tun hatte und 2006 im Locri-Krankenhaus in Kalabrien eine Bombe platzierte. (Quelle: 1, 2, 3) Das Krankenhaus hatte anscheinend Verbindungen zur Mafia. (Quelle) Bei der Auflösung der örtlichen Gesundheitsbehörde von Locri aufgrund der Infiltration durch die Mafia wurde auf zahlreiche Personen verwiesen, die der Freimaurerei angehören. (Quelle)

Gegen Massimo Pizza wurde 2006 ermittelt, weil er zu einer Bande gehörte, die sich auf Betrug spezialisiert hatte und in Somalia aktiv war. Sie betrogen Unternehmer um Millionen von Euros. Laut Anklage bestachen sie Hussein Farrah Aidid, der zu dieser Zeit stellvertretender Premierminister und Innenminister von Somalia war. (Quelle: 1, 2) Hussein Farrah Aidid war beim US-Militär gewesen und erhielt die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Sein Vater war der Warlord Mohammed Farah Aidid, der sich zum Präsidenten von Somalia ernannte. Mohammed Farah Aidid wurde in den 50er-Jahren in Italien ausgebildet (Italien verwaltete zu dieser Zeit den südlichen Teil von Somalia). Danach war er in Russland an der sowjetischen Frunse-Militärakademie.

Massimo Pizza arbeitete in Somalia im Rahmen einer UN-Mission, die darauf abzielte, Verbindungen zu Al-Qaida in der Region auszumachen. (Quelle)

Als 2006 gegen Massimo Pizza ermittelt wurde, stellte man fest, dass sein Fahrer ein Polizist ist und seine rechte Hand ein ehemaliger Unteroffizier des SISDE. Zu dieser Zeit hatte Massimo Pizza einen hohen Lebensstandard. Laut den Ermittlern gaben er und zwei Angehörige monatlich 90 000 Euro für Einkäufe aus. (Quelle)

Die Ermittlungen gegen Pizzas Betrügerbande wurden vom Staatsanwalt Henry John Woodcock geführt und wurden als „Somaliagate“ bekannt. Der oben erwähnte Freimaurer-Boss, Graf Giacomo Maria Ugolini, tauchte in den Unterlagen der Somaliagate-Ermittlung auf. Woodcock vermutet, dass die Mafia Verbindungen zu Personen aus der Freimaurerei und dem Vatikan hat. (Quelle) Graf Giacomo Maria Ugolini kannte Massimo Pizza und gab ihm angeblich 380 000 Euro, aber Pizza soll ihn um das Geld betrogen haben. (Quelle) Staatsanwalt Henry John Woodcock ermittelte gegen den bereits erwähnten Aristokraten Viktor Emanuel von Savoyen, das ehemalige Oberhaupt der italienischen Königsfamilie. Massimo Pizza und Viktor Emanuel kennen sich. Pizza soll im Auftrag von Viktor Emanuel gegen eine Webseite vorgegangen sein, auf der Informationen über die Savoyen Familie und ihre Bekannten veröffentlicht wurden, die der Familie unwillkommen waren. (Quelle: 1, 2) Pizza sagte 2006 aus, dass Viktor Emanuel in kriminelle Machenschaften verwickelt ist. (Quelle)

Massimos Bruder Raffaele Pizza stand im Zentrum eines kriminellen Geschäftssystems, das 2016 aufgedeckt wurde. Über seine politischen Verbindungen ermöglichte er Unternehmern öffentliche Ausschreibungen zu gewinnen. (Quelle)

Der dritte Bruder ist Giuseppe „Pino“ Pizza. Er war Unterstaatssekretär in der Berlusconi-Regierung. Der oben erwähnte Geheimdienstler Francesco Pazienza (ein Freimaurer) hatte Pino Pizza zu Beginn der 80er-Jahre kennengelernt. Pazienza sagte vor paar Jahren aus, dass Pino Pizza mit Mafiosi verkehrt hatte. Pazienza erzählte, dass er zusammen mit Pino Pizza in New York eine Beerdigung der mächtigen Mafiafamilie Gambino besucht hatte. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Die Gambino Familie vertritt die Cosa Nostra in den USA. Der Mafiabankier Michele Sindona von der P2-Loge stand mit der Gambino Familie in Kontakt und wusch für sie Drogengelder. (Quelle: 1, 2)

Pino Pizza traf den ehemaligen libanesischen Präsidenten Amin Gemayel bei einem Abendessen. Der bereits erwähnte mafiaverbundene Politiker Marcello Dell’Utri war bei diesem Abendessen dabei sowie auch der Politiker Emo Danesi (Mitglied der P2-Loge und angebliches Mitglied der Montecarlo-Loge). Der Libanese Robert Sursock, der für die russische Gazprombank arbeitete, war auch beim Abendessen dabei. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Anmerkung zu Robert Sursock: Der internationale Banker kommt aus der einflussreichen Sursock Familie. (Quelle: Bei Minute 0:50–1:05) Die christliche Familie war früher eine der reichsten Familien des Libanons und brachte Freimaurer hervor. Die Sursocks haben in die Eliten mehrerer Kulturkreise geheiratet. Die internationale Familie ist auch in Italien präsent und heiratete in die päpstliche Adelsfamilie Colonna, eine der mächtigsten Familien des italienischen Adels, die mit mehreren Päpsten verwandt war. (Quelle) Robert Sursock leitete von 2009 bis 2015 eine Tochterfirma der Gazprombank des russischen Staates. Diese Tochterfirma ist in der MENA-Region aktiv. Robert Sursock ist zurzeit Vorsitzender von Growthgate Capital im Königreich Bahrain und er sass im Vorstand der Bank of Beirut, eine der grössten libanesischen Banken. Übrigens sind der Libanon und Bahrain zwei der wichtigsten Schattenfinanzplätze im Nahen Osten. Robert Sursock war 25 Jahre bei der „Banque arabe internationale d’investissement“ (BAII), 12 Jahre davon als CEO. (Quelle: 1, 2) Die BAII war eine französische Bank, die mit arabischem Kapital mitgegründet wurde. Robert Sursock wird vermutlich Yves C. Lamarche gekannt haben, da dieser Vorsitzender der BAII war. Lamarche sass im Vorstand der Skandalbank BCCI, die bis zu ihrer Auflösung die kriminellste Grossbank der Welt war. Lamarche arbeitete wie weitere BCCI-Vorstandsmitglieder für die Bank of America. Auch der Schweizer Banker Alfred Hartmann war im BCCI-Vorstand. (Quelle) Alfred Hartmann gehörte zur Führung von Rothschild Banken in der Schweiz und zur Führung des schweizerischen Militärgeheimdienstes. Zudem war er Vorsitzender der Schweizer Niederlassung der italienischen Grossbank Banca Nazionale del Lavoro, Mitarbeiter der Schweizer Niederlassung der Royal Bank of Scotland, Vizepräsident des Schweizer Pharmakonzerns Roche, Generalmanager bei der Union Bank of Switzerland (heute UBS), Direktor bei der Banco Ambrosiano in Panama (sie war eine Mafiabank und wurde von der P2-Loge kontrolliert) und Vorstandsmitglied der Inter Maritime Bank in Genf (sie wurde vom Milliardär Bruce Rappaport kontrolliert, einem mutmasslichen Geldwäscher der russischen Mafia). (Quelle: 1, 2, 3) Die BCCI wurde 1991 aufgelöst, da sie in diverse illegale Aktivitäten verwickelt war, unter anderem in Geldwäsche, Bestechung, Waffenhandel, Morde, Terrorunterstützung und den Verkauf von Nukleartechnologie. Die BCCI wurde von der Bank of America und der Herrscherfamilie von Abu Dhabi kontrolliert. (Quelle: 1, 2) Die Bank of America ist eine der grössten Banken der Welt. Diese US-amerikanische Grossbank geht auf die Bank of Italy zurück, die 1904 von Amadeo Giannini in San Francisco gegründet wurde. Amadeo Gianninis Eltern waren Einwanderer aus Italien. Ein Artikel des deutschen Spiegel-Magazins aus dem Jahr 1958 sagt, dass der vatikanverbundene Jesuitenorden 51 Prozent der Anteile an der Bank of America besitzt und die Gründung der Bank finanziert hatte. (Quelle)

Massimo Pizza berichtete von einem Treffen in einem Hotel in Rom. Dabei sollen folgende Personen dabei gewesen sein:

  • Mafiosi der Cosa Nostra, darunter Vertreter von Mariano Agate (war wie bereits erwähnt Mitglied der Isis 2-Loge).
  • Der Cosa Nostra-Buchhalter Pino Mandalari (Gründer der Isis 2-Loge).
  • Mafiosi der Ndrangheta, darunter Vertreter von Paolo De Stefano (war der Cousin eines kriminellen Freimaurers).
  • Ein Vertreter des Camorra-Bosses Pasquale Galasso (er behauptete, dass er Hilfe von Freimaurern erhielt).
  • Ein Neffe des sizilianischen Politikers Salvatore Lima. Salvatore Lima wurden Kontakte zur Mafia nachgesagt, die ihn schliesslich ermordete.
  • Der Politiker Vittorio Sbardella.
  • Der berüchtigte faschistische Terrorist Stefano Delle Chiaie.

(Quelle)

Stefano Delle Chiaie war ein wichtiger Netzwerker in der rechtsextremen Szene Italiens. Ihm wurde nachgesagt für Geheimdienste zu arbeiten und mit Gladio und der P2-Loge in Verbindung zu stehen. Er war vermutlich in mehrere Terroranschläge in Italien und in den Putschversuch des Adligen Junio Valerio Borghese involviert. Stefano Delle Chiaie war auch in Südamerika in antikommunistischen Diktaturen aktiv. In Bolivien kam er mit dem Deutschen Klaus Barbie in Kontakt. (Quelle: 1, 2) Klaus Barbie arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für den Geheimdienst der Nazis und beging dabei Kriegsverbrechen.

Stefano Delle Chiaie sagt in einem Interview, dass er die Colonia Dignidad in Chile besuchte und es ihm dort sehr gefallen hat. Ich finde das Interview nicht mehr, aber wenn ich mich recht erinnere, kam es in einem Dokumentarfilm zur Colonia Dignidad vor. Die Colonia Dignidad wurde von einer deutschen Sekte bewohnt. Ihr Sektenführer Paul Schäfer war ein Pädophiler und missbrauchte regelmässig Kinder aus der Sekte. Politiker aus Deutschland und führende Köpfe der Pinochet-Diktatur in Chile (darunter Pinochet persönlich) besuchten die Sekte (mehr dazu). Übrigens war Pinochet Freimaurer. (Quelle: 1, 2)

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Hewlett und Packard Familie

Die beiden US-Amerikaner William „Bill“ Hewlett (1913–2001) und David Packard (1912–1996) lernten sich während ihres Studiums an der Stanford Universität kennen. Nach ihrem Studium gründeten sie 1939 ein kleines Unternehmen in Packards Garage, angeblich mit einem Startkapital von lediglich 538 US-Dollar. Sie gaben dem Unternehmen den Namen Hewlett-Packard (HP). HP entwickelte sich zu einem der führenden Tech-Konzerne und war ein Pionier des Silicon Valley, wo heute viele Tech-Konzerne ihren Sitz haben. Bill Hewlett und David Packard gelten als die Begründer des Silicon Valley. 1989 ernannte Kalifornien ihre Garage zum „Geburtsort des Silicon Valley“ und machte sie zu einem historischen Wahrzeichen Kaliforniens.

Es wird gesagt, dass HP das erste grosse Tech-Unternehmen war, das nicht mit dem US-Militär verbunden war. Bis dahin wurde die Tech-Industrie der USA vom Militär kontrolliert. Die beiden HP-Gründer hatte jedoch Verbindungen zum Militär. William „Bill“ Hewlett arbeitete ein paar Jahre nach der Gründung von HP für das US-Militär und leitete eine Elektronikabteilung des Verteidigungsministeriums. Er gehörte zu einem Team, das nach dem Zweiten Weltkrieg die japanische Industrie inspizierte. (Quelle: 1 und 2) David Packard war von 1969 bis 1971 stellvertretender Verteidigungsminister unter US-Präsident Richard Nixon. Zuvor und danach gehörte er zur Führung von HP. (Quelle: 1 und 2)

Bill Hewlett und David Packard waren Studenten des Stanford-Professors Frederick Terman, der die Gründung von HP unterstützte. Termans Hilfe war entscheidend für die Gründung und den Erfolg von HP. Er wurde später in den Vorstand von HP aufgenommen. (Quelle) Während des Zweiten Weltkrieges, also in der Zeit nach der Gründung von HP, leitete Terman an der Harvard Universität ein gross angelegtes Programm zur militärischen Forschung. Dabei ging es um die Entwicklung von Aufklärungsausrüstung und Geräten zur Ausschaltung feindlicher Radare. (Quelle) Frederick Terman gilt ebenfalls als einer der Gründerväter des Silicon Valley. Die Stanford Universität ist bis heute eng mit dem Silicon Valley verbunden und gilt dadurch inzwischen als eine der mächtigsten Universitäten der Welt. Die Familien Hewlett und Packard waren in den letzten Jahren in der Führung der Universität.

Seit den 90er-Jahren war HP eines der grössten Unternehmen der USA. Bis 2002 war die Packard Familie über ihre Stiftung der grösste Aktionär von HP und im Vorstand vertreten. Auch Walter Hewlett war bis 2002 Grossaktionär. Aus HP gingen mehrere wichtige Unternehmen hervor, die alle Milliardenumsätze erzielen:

  • HP Incorporated: Der Grosskonzern ist zurzeit der zweitgrösste Hersteller von PCs der Welt. Er ist der weltweit grösste Hersteller von Druckern.
  • Hewlett Packard Enterprise: Der IT-Konzern produziert Soft- und Hardware. Er ist mit seiner Tochterfirma Cray einer der weltweit grössten Hersteller von Supercomputern. Zu den Kunden gehört das US-Verteidigungsministerium.
  • DXC Technology: Ist nach Umsatz eines der grössten IT-Beratungsunternehmen der Welt.
  • Agilent Technologies: Der Konzern stellt Geräte und Software für Labore in 110 Ländern her. Walter Hewlett war noch bis 2006 im Vorstand. Agilent Technologies gründete 2014 Keysight, ein weiteres Grossunternehmen, das elektronische Messgeräte herstellt.
  • Micro Focus: Das britische Unternehmen fusionierte 2017 mit einer Firma von Hewlett Packard Enterprise und wurde dadurch zu einem grossen Softwareunternehmen. 2023 wurde Micro Focus vom kanadischen Softwarekonzern OpenText übernommen.

HP, Hewlett Packard Enterprise und Agilent Technologies sind derzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Übrigens hatte der Apple-Gründer Steve Jobs im Alter von 12 Jahren Bill Hewlett angerufen, weil er für HP arbeiten wollte. Hewlett besorgte ihm ein Praktikum bei HP. (Quelle) Steve Jobs gründete im Jahr 1976 zusammen mit Steve Wozniak den Apple-Konzern. Steve Wozniak entwickelte den ersten brauchbaren Personal Computer. In den Jahren zuvor hatte Wozniak beim HP-Konzern gearbeitet. (Quelle) Wozniak trat 1980 den Freimaurern bei. (Quelle: 1, 2, 3)

William Hewlett und David Packard galten 1985 als zwei der reichsten Männer der USA. (Quelle) 2015 wurde das Vermögen der Hewlett Familie auf 2,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Stiftungen

William Hewlett und David Packard waren nicht nur Pioniere des Silicon Valley, sondern gründeten auch zwei der reichsten Stiftungen der Welt. William Hewlett gründete die „William and Flora Hewlett Foundation“, die im Jahr 2022 ein Vermögen von 12,8 Milliarden US-Dollar besass. Mitglieder der Hewlett Familie sind derzeit immer noch in der Führung der Stiftung. Die Hewlett-Stiftung spendet an wichtige Denkfabriken, wie das Aspen Institute und das Carnegie Endowment for International Peace.

David Packard gründete die „David and Lucile Packard Foundation“, ebenfalls eine der reichsten Stiftungen. Im Dezember 2022 besass sie 8,3 Milliarden US-Dollar. Davids Tochter Julie Packard ist zurzeit stellvertretende Vorsitzende der Stiftung.

Jason K. Burnett, der derzeitige Vorsitzende der Packard-Stiftung, kommt mütterlicherseits aus der Packard Familie. (Quelle) Er studierte an der Stanford Universität. (Quelle)

Die Packard-Stiftung war in den letzten Jahren einer der grössten Unterstützer der Naturschutzorganisation WWF. (Quelle) Julie Packard gehört zur Führung des WWF. (Quelle)

Die Hewlett-Stiftung und die Packard-Stiftung sind zwei der wichtigsten Stiftungen im Bereich Umweltschutz und Klimawandel. Weitere wichtige Klima-Philanthropen aus den USA sind die Rockefeller Foundation, Bill Gates, Michael Bloomberg sowie Jeff Bezos und seine Exfrau MacKenzie Scott. (Quelle)

Die Hewlett-Stiftung finanzierte 2008 die Gründung der ClimateWorks Foundation, eine wichtige internationale Stiftung für Klimaschutz. Die Hewlett-Stiftung ist bis heute Unterstützer von ClimateWorks. Auch die Packard-Stiftung unterstützt ClimateWorks. Weitere Unterstützer sind Stiftungen der Milliardärsfamilien Ford, Cargill und Bass sowie Stiftungen der Milliardäre Bill Gates, Jeff Bezos und Michael Bloomberg. ClimateWorks hat auch mehrere Geldgeber, die lieber anonym bleiben. (Quelle) Zum Vorstand von ClimateWorks gehören Larry Kramer (Präsident der Hewlett-Stiftung) und Nancy Lindborg (Präsidentin und CEO der Packard-Stiftung). Kramer und Lindborg waren an der Stanford Universität. Kramer war Dekan der juristischen Fakultät von Stanford. Vorsitzender von ClimateWorks ist der Stanford-Professor Franklin „Lynn“ Orr, der in die Packard Familie heiratete. Auch Jamshyd Godrej aus der indischen Milliardärsfamilie Godrej ist im Vorstand. (Stand: 26.10.2023) Jamshyd Godrej ist einer der führenden Klima-Philanthropen Indiens und leitet zurzeit die Shakti Sustainable Energy Foundation, eine wichtige indische Klima-Stiftung.

ClimateWorks wurde von Hal Harvey gegründet und geleitet, ein weiterer Absolvent der Stanford Universität. Vor der Gründung war er sieben Jahre lang Direktor des Umweltprogramms der Hewlett-Stiftung gewesen. (Quelle) Hal Harvey ist ein wichtiger internationaler grüner Netzwerker. Die deutsche Zeitung Die Zeit bezeichnete ihn als „der mächtigste Grüne der Welt“. (Quelle)

In Deutschland erregte Hal Harvey Aufsehen, weil er dort die grünen Lobbyorganisationen „Agora Verkehrswende“ und „Agora Energiewende“ finanzierte, die enge Beziehungen zum deutschen Wirtschaftsminister Robert Habeck unterhalten. (Quelle) Zurzeit ist Harvey stellvertretender Beiratsvorsitzender der Stiftung Klimaneutralität, eine deutsche Klima-Stiftung, die er 2020 mitgegründet hatte. Er ist auch im Expertenbeirat des MCC-Instituts der Stiftung Mercator (die Stiftung wurde von der deutschen Milliardärsfamilie Schmidt-Ruthenbeck gegründet)

Hal Harvey war Mitgründer der Energy Foundation China. (Quelle) Die US-amerikanische Stiftung widmet sich der nachhaltigen Energieentwicklung Chinas. Zu ihren Hauptspendern gehören derzeit die Hewlett-Stiftung, die Packard-Stiftung und ClimateWorks sowie die Rockefeller Familie über ihren Rockefeller Brothers Fund. (Quelle)

Hal Harvey war Mitgründer der European Climate Foundation. (Quelle) Sie ist eine der führenden Klimastiftungen Europas. Sie und ihre Tochterorganisationen erhalten grosse Spenden von der Hewlett-Stiftung. (Quelle) Auch die Packard-Stiftung leistete in den letzten Jahren Unterstützung. (Quelle) Von 2018 bis 2022 war Stephen Brenninkmeijer Vorsitzender der European Climate Foundation. (Quelle) Stephen kommt aus der niederländischen Milliardärsfamilie Brenninkmeijer.

Hal Harvey arbeitete für die Rockefeller Foundation und die Pew Charitable Trusts, zwei wichtige Elitestiftungen aus den USA. (Quelle) Das Vermögen der beiden Stiftungen stammte ursprünglich aus dem Erdölgeschäft (die Rockefeller Familie gründete den Ölkonzern Standard Oil und die Pew Familie gründete den Ölkonzern Sunoco). Die Familien Rockefeller und Pew gehören schon seit über 100 Jahren zur Elite der USA. Auch Hal Harvey stammt aus einer Familie des alten Geldadels. Sein Urgrossvater Edward Morris (1866–1913) leitete Morris & Company, ein grosses Fleischunternehmen. Edwards Vater, ein deutsch-jüdischer Einwanderer, hatte das Unternehmen gegründet. Edwards Schwiegervater Gustavus Franklin Swift war der Gründer des Fleischunternehmens Swift & Company. Im Jahr 1917 waren Morris & Company und Swift & Company zwei der grössten Unternehmen der USA (Quelle). Die verschwägerten Familien Morris und Swift werden daher zu den Reichsten des Landes gehört haben.

Hal Harvey sitzt derzeit im Vorstand der Fifth Third Bank, eine US-amerikanische Grossbank (auf der Webseite der Bank ist er als Thomas H. Harvey aufgeführt).

Die Hewlett-Stiftung und die Packard-Stiftung sind mit Arabella Advisors verbunden, ein einflussreiches Spende-Netzwerk der politischen Linke in den USA.

Larry Kramer, der derzeitige Präsident der Hewlett-Stiftung, war oder ist noch immer Mitwirkender bei Arabella Advisors. (Quelle) Pooja Kadakia Raval, die Senior Counsel bei der Hewlett-Stiftung ist, arbeitete zuvor bei Arabella Advisors und unterstützte deren Arbeit mit dem New Venture Fund. (Quelle) Der New Venture Fund ist eine Organisation der Arabella-Gruppe. 2023 spendete die Hewlett-Stiftung 6 Millionen US-Dollar an den New Venture Fund. (Quelle) Die Packard-Stiftung spendet seit 2018 regelmässig an den New Venture Fund. (Quelle)

Bemerkenswerte Familienmitglieder

Der HP-Gründer David Packard (1912–1996) war wie bereits erwähnt zwei Jahre lang stellvertretender Verteidigungsminister. Er war Mitglied der Trilateralen Kommission, eine internationale Denkfabrik unter der Führung von David Rockefeller. David Packard sass in den Kuratorien des American Enterprise Institute und der Hoover Institution, zwei einflussreiche Denkfabriken in den USA (letztere gehört zur Stanford Universität). Er war auch im Kuratorium der Herbert Hoover Foundation. Von 1975 bis 1982 gehörte er zu einem Wissenschafts- und Technologieausschuss, der für den Handel zwischen den USA und der Sowjetunion zuständig war. David Packard war im Business Roundtable aktiv und Gründungsvizevorsitzender des California Roundtable. Er gehörte zur Führung der Stanford Universität und sass in Vorständen grosser Unternehmen: Boeing (einer der grössten Rüstungskonzerne der Welt), Chevron (einer der weltweit grössten Öl- und Gaskonzerne), Caterpillar (gilt als der grösste Maschinenbauer der Welt) und Genentech (eines der weltweit grössten Biotech-Unternehmen). (Quelle: 1 und 2) David Packard war Vorsitzender des Business Council, eine Organisation von führenden Wirtschaftsbossen mit Sitz in Washington. (Quelle) 1983 traf er die britische Queen, die eine Produktionsstätte des HP-Konzerns in den USA besuchte. (Quelle) Er war Mitglied des Bohemian Club. (Quelle) Der Elitenclub besteht seit 1872 und ist Gegenstand von Verschwörungstheorien.

David Packard besuchte 1987 ein Abendessen, das vom einflussreichen Politiker George Shultz veranstaltet wurde. Zu den Gästen gehörten Freunde von Shultz, darunter David Rockefeller, Henry Kissinger, Stephen Bechtel Jr., Milton Friedman und Charles Percy, alles einflussreiche Männer. (Quelle) Übrigens wurden Rockefeller, Kissinger und Shultz über 100 Jahre alt. Bechtel, Friedman und Percy wurde älter als 90 Jahre. Percys Tochter heiratete in die Rockefeller Familie. Auch David Rockefellers Verwandter James Stillman Rockefeller wurde älter als 100. Der Begründer der Dynastie, John D. Rockefeller, lebte von 1839 bis 1937 und wurde damit mehr als doppelt so alt wie der Durchschnitt der damaligen Zeit. Die Macht scheint sie jung zu halten.

David Packard gehörte zum Kuratorium der „Ronald Reagan Presidential Foundation“ zusammen mit der Reagan Familie, dem Prediger Billy Graham, David Rockefeller, William Clay Ford, Malcolm Forbes, John Willard Marriott und Joseph Coors. (Quelle)

David Packard freundete sich mit Robert McNamara an. Die beiden setzten sich für Bevölkerungskontrolle ein. (Quelle) McNamara war US-Verteidigungsminister und Präsident der Weltbank.

Davids Tochter Susan Packard Orr und William Gates Sr. (Vater von Bill Gates) hielten 2014 eine Rede zum 15-jährigen Jubiläum des Gates Institute. Dabei kamen führende Experten für Bevölkerungskontrolle zusammen. (Quelle) Übrigens wurde Anfang 2023 berichtet, dass Bill Gates ein romantisches Verhältnis mit der Witwe von Mark Hurd hat. Mark Hurd leitete den HP-Konzern.

Die Packard Familie liess sich von David Rockefeller und Warren Buffett beraten. (Quelle) Die beiden Milliardäre wurden ebenfalls bekannt dafür, Befürworter der Bevölkerungskontrolle zu sein.

Der HP-Gründer William „Bill“ Hewlett (1913–2001) erhielt 13 Ehrendoktorwürden von amerikanischen Universitäten und Colleges. (Quelle: 1 und 2) Er und seine Frau Flora gehörten zur Führung der Stanford Universität. Er war Kuratoriumsmitglied und Berater der Rand Corporation, eine einflussreiche Denkfabrik. Vorstandsposten besetzte er beim Automobilkonzern Chrysler, beim Chemiekonzern FMC und beim Industriekonzern Hexcel. Von 1969 bis 1980 war William Hewlett im Vorstand der Chase Manhattan Bank, die damals eine der grössten Banken der Welt war und von David Rockefeller geleitet wurde. William Hewlett war 50 Jahre lang Mitglied des Bohemian Club. Zudem war er für viele Jahre Mitglied des Pacific-Union Club und der Century Association, zwei weitere elitäre Clubs. (Quelle: 1 und 2)

Walter Hewlett war von 2003 bis 2008 im Führungsgremium der Stanford Universität. (Quelle) Er spielte Cello bei einem Konzert im Bohemian Grove, wo sich der Bohemian Club trifft. Sein Schwager war Jean Paul Gimon. (Quelle) Gimon, der 2005 verstarb, hatte seine Frau Eleanor Hewlett an der Stanford Universität kennengelernt. Von 1993 bis 2000 gehörte er zum Vorstand des HP-Konzerns. Er war Generalvertreter der französischen Grossbank Credit Lyonnais für die USA. (Quelle)

Susan Packard Orr war von 1996 bis 2017 Vorsitzende der Packard-Stiftung. Ihr Sohn David Orr ist bis heute im Kuratorium der Stiftung. (Quelle) David war an der Stanford Universität. Er ist Startup-Gründer, Angel-Investor und Produktmanager bei Google. (Quelle) Susan Packard Orr gehörte zur Führung der Stanford Universität und sass sieben Jahre im Vorstand des HP-Konzerns. (Quelle: 1 und 2) Sie ist mit Franklin „Lynn“ Orr verheiratet. (Quelle: 1 und 2) Dieser ist Professor an der Stanford Universität. Franklin war von 2014 bis Anfang 2017 Unterstaatssekretär für Wissenschaft und Energie im US-Energieministerium. Er gehörte zum Vorstand der Packard-Stiftung. (Quelle) Zurzeit ist er Vorsitzender der bereits erwähnten ClimateWorks Foundation.

David Hewlett arbeitete für Google, YouTube und IBM. Er ist Eigentümer und CEO eines kleinen Tech-Unternehmens. Er gehört zum Vorstand der Hewlett-Stiftung. (Quelle)

Billy Hewlett leitet das Data-Science-Team bei Palo Alto Networks, eines der grössten Cybersicherheitsunternehmen der Welt. Billy arbeitete als Programmierer künstlicher Intelligenz für Videospiele bei Blizzard und Electronic Arts, zwei der grössten Videospielkonzerne. Er gehört zum Vorstand der Hewlett-Stiftung und studierte an der Stanford Universität. (Quelle)

Eric Gimon kommt mütterlicherseits aus der Hewlett Familie. Der Stanford-Absolvent arbeitete im Energieministerium, wo er sich für eine kohlenstoffarme Energiezukunft einsetzte. Er gehört zum Vorstand der Hewlett-Stiftung. (Quelle)

Übrigens: Mariano-Florentino Cuéllar ist derzeit Vorsitzender der Hewlett-Stiftung. Er ist gegenwärtig auch Präsident des „Carnegie Endowment for International Peace“, die älteste Eliten-Denkfabrik der USA. Er war zwei Jahrzehnte lang Fakultätsmitglied an der Stanford Universität.

Die Familien Hewlett und Packard erhielten die „Carnegie Medal of Philanthropy“, eine Auszeichnung für wohltätige Spender. Weitere Empfänger der Medaille waren unter anderem die Milliardärsfamilien Rockefeller, Mellon, Tata, Koç, Crown, Gates, LauderPritzker sowie George SorosAga Khan, Michael Bloomberg, Brooke Astor, Bilderberger-Chefin Marie-Josée Kravis und Moza bint Nasser aus der katarischen Königsfamilie. (Quelle)

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Dolan Familie

Der US-Amerikaner Charles Dolan (*1926) gründete im Jahr 1973 Cablevision, das sich zu einem der grössten Fernsehunternehmen der USA entwickelte. Die Dolan Familie kontrollierte das Unternehmen bis 2016 und verkauften es dann an Altice (der Grosskonzern des französischen Milliardärs Patrick Drahi). Charles Dolan hatte auch den Vorläufer des Fernsehunternehmens Home Box Office (HBO) gegründet, den er 1973 verkaufte. HBO war anschliessend der erste amerikanische Sender, der seine Programme über Satellit ausstrahlte. HBO gehört heute zum Medienkonzern Warner Bros. Discovery, der von der Milliardärsfamilie Newhouse kontrolliert wird.

Charles Dolan und seine Familie gehören nach wie vor zu den reichsten Medienunternehmern der USA. 2022 wurde ihr Vermögen auf 5,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Seit 2018 besitzt sie Newsday, eine der meistgelesenen Zeitung der USA. Die Dolan Familie besitzt Profi-Basketball- und Eishockeyteams sowie die bekannte Sportarena Madison Square Garden und das Sportfernsehunternehmen MSG Network. Zudem besitzt die Dolan Familie die Mehrheit der Stimmrechte an AMC Networks, eines der grössten Fernsehunternehmen der USA.

Charles Sohn James Dolan ist ein Freund von Donald Trump und spendete im Jahr 2016 über 300 000 US-Dollar für seinen Wahlkampf. Charles Dolan kannte den verstorbenen Milliardär Sheldon Adelson (Foto). Sheldon war einer der grössten Spender von Donald Trump.

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Sabancı Familie

Die Sabanci Familie ist eine der reichsten Familien der Türkei. Im Jahr 2007 wurde ihr Vermögen auf über 6,3 Milliarden US-Dollar geschätzt.[1] Sie hält die Hälfte der Anteile an der Sabanci Holding, die zweitgrösste türkische Unternehmensgruppe. Die Sabanci Holding besitzt zur Hälfte die Akbank, eine der grössten Banken der Türkei. Die Bank war 1948 von Hacı Ömer Sabanci gegründet worden. Zudem besitzt die Holding 40 Prozent von Enerjisa Enerji, eines der grössten Energieunternehmen des Landes. Zur Sabanci-Gruppe gehören noch kleinere Unternehmen, die im Einzelhandel und der Zementherstellung tätig sind. Die Sabanci Holding ist derzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Die Sabanci Familie ist traditionell beim TÜSİAD vertreten, einer der wichtigsten Unternehmerverbände der Türkei. Die Familie stellte zwei Vorsitzende des Verbands und auch ihr Schwager Haluk Dinçer war Vorsitzender.[2] Mehrere Familienmitglieder studierten an Eliteuniversitäten in den USA und England.

Ali İsmail Sabanci (*1969) heiratete in die Milliardärsfamilie Doğan, ebenfalls eine der reichsten Familien der Türkei.[3] Das Ehepaar hatte vor kurzem einen Bootsunfall. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan besuchte das Paar im Krankenhaus. Auch Ali Koç aus der türkischen Milliardärsfamilie Koç kam vorbei.[4][5]

Der Wirtschaftsboss Özdemir Sabanci (1941–1996) wurde von Attentätern der DHKP-C ermordet.[6][7] Die DHKP-C ist eine linksextreme türkische Untergrundbewegung.

Güler Sabanci (*1955) lernte über ihre Weinproduktion den französischen Milliardär Benjamin de Rothschild kennen.[8] Die Rothschild Bank erbrachte Dienstleistungen für die Sabanci Holding.[9] Güler erhielt den „David Rockefeller Bridging Leadership Award“. David Rockefellers Tochter Peggy überreichte Güler die Auszeichnung.[10] Güler lernte den berühmten Milliardär George Soros kennen.[11] Sie traf auch den muslimischen Prinzen Amyn Aga Khan.[12]

Güler Sabanci ist derzeit Mitglied des European Round Table of Industrialists (ERT). Der ERT gilt als eine der mächtigsten Instanzen der Wirtschaftselite der EU-Staaten und hat direkten Einfluss auf die EU-Kommission. Über den ERT kennt Güler Sabanci über 50 Konzernchefs aus der EU, darunter Jacob Wallenberg, Aditya Mittal und Gianfelice Rocca.[13] (Stand: 5.10.2023)

Güler Sabanci war im Aufsichtsrat des deutschen Grosskonzerns Siemens.[14]

Suzan Sabanci Dinçer (*1965) besuchte das berühmte Bilderberg-Treffen.[15][16] Beim Bilderberg-Treffen ist auch regelmässig die türkische Milliardärsfamilie Koç vertreten, die mit der Sabanci Familie vernetzt ist.

Suzan Sabanci Dinçer ist zurzeit im Vorstand des Institute of International Finance, eine der einflussreichsten Finanz-Lobbyorganisationen der Welt, die von der spanischen Bankenchefin Ana Botín geleitet wird.[17] Suzan sitzt in Beiräten der einflussreichen Harvard Universität in den USA. Sie ist Co-Vorsitzende der American Turkish Society, eine Gesellschaft, die amerikanisch-türkische Beziehungen fördert. Suzan war für mehrere Jahre Präsidentin des türkisch-britischen Wirtschaftsrats und Kuratoriumsmitglied des Chatham House. Das Chatham House gilt als die mächtigste britische Denkfabrik. Suzan erhielt für ihre Dienste zur Stärkung der türkisch-britischen Beziehungen einen Orden von Queen Elizabeth. Sie erhielt auch einen Orden vom spanischen König. Zudem ist Suzan Schirmherrin von Prince’s Trust International, eine internationale Stiftung des britischen Königs Charles III. Sie war 17 Jahre lang luxemburgische Honorarkonsulin in Istanbul.[18][19]

Suzan Sabanci Dinçer ist im globalen Beirat des Council on Foreign Relations (CFR). Der CFR ist eine der mächtigsten Denkfabriken der USA. Zum globalen Beirat gehören auch die Milliardäre Paul Desmarais (Kanada), Andrónico Luksic Craig (Chile), Gustavo Cisneros (Venezuela), Ali Koç (Türkei), Victor Pinchuk (Ukraine), Frank Lowy (Australien), Lubna Olayan (Saudi-Arabien) und weitere.[20] (Stand: 5.10.2023)

Suzan Sabanci Dinçer war im internationalen Beirat der Blackstone Group. Der US-amerikanische Finanzkonzern ist das grösste Private-Equity-Unternehmen der Welt. Suzan war zur selben Zeit im Beirat wie der britische Baron Jacob Rothschild, der schwedische Bankier Jacob Wallenberg und der Schweizer Bankier Ivan Pictet.[21]

Ömer Sabanci (*1959) besuchte im Jahr 2008 den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev.[22]

Demir Sabanci (*1971) arbeitete in Japan für Mitsui und Toyota.[23]

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/2007/04/13/turkey-40-richest-cz_fs_0413richturks_slide.html?sh=e0f31ca66ebc
  2. https://tusiad.org/en/tusiad/history
  3. https://www.forbes.com/2008/07/23/women-billies-young-biz-cz_lb_0723youngwomenbillies.html?sh=236d898b1642
  4. https://www.ntv.com.tr/galeri/turkiye/cumhurbaskani-erdogandan-hastanede-tedavi-goren-sabanciciftine-ziyaret,-FDOekSRJEWZ6Lylb8ZgmA/0wRMoF_wYUGxLt69U2dJLA
  5. https://www.aa.com.tr/tr/gundem/cumhurbaskani-erdogan-denizde-kaza-geciren-sabanci-ciftini-ziyaret-etti/2982266
  6. https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%96zdemir_Sabanc%C4%B1
  7. https://www.cnnturk.com/turkiye/sabanci-suikasti-zanlisi-dhkp-cli-yakalandi
  8. https://www.hurriyet.com.tr/sabanci-yatirima-getirdi-dunya-sarap-devi-rothschild-yuksek-vergiden-korktu-7744561
  9. https://www.reuters.com/article/sabanci-teknosa-idUSL5E8DO56T20120224
  10. https://www.sabancivakfi.org/en/social-change/david-rockefeller-bridging-leadership-award
  11. https://bigpara.hurriyet.com.tr/haberler/genel-haberler/sabanci-dan-soros-la-yatirima-yesil-isik_ID524391/
  12. https://the.akdn/en/resources-media/multimedia/photographs/istanbuls-sakip-sabanci-museum-exhibits-treasures-aga-khan-museum-5-november-2010-27-january
  13. https://ert.eu/members/
  14. https://press.siemens.com/global/de/pressemitteilung/hauptversammlung-waehlt-neuen-aufsichtsrat
  15. https://www.milliyet.com.tr/gundem/bilderberg-grubu-atina-da-toplaniyor-1095008
  16. https://web.archive.org/web/20150114083158/http://www.bilderbergmeetings.org/participants_2010.html
  17. https://www.iif.com/About-Us/Board
  18. https://www.suzansabancidincer.com/suzan-sabanci-dincer-biyografi/
  19. https://www.akbankinvestorrelations.com/en/corporate-governance/list/Board-of-Directors/124/155/0
  20. https://www.cfr.org/global-board-advisors
  21. https://web.archive.org/web/20100822172434/http://www.blackstone.com/cps/rde/xchg/bxcom/hs/firm_leadership_advisoryboard.htm
  22. https://azertag.az/en/xeber/PRESIDENT_ILHAM_ALIYEV_RECEIVES_ONE_OF_LEADERS_AND_SUPERVISORY_BOARD_MEMBER_OF_TURKEYS_SABANCI_HOLDING_OMER_SABANCI-574208
  23. https://sedesholding.com/company/board-of-directors/demir-sabanci/

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Die Verschwörung hinter der Soros-Verschwörungstheorie

Seit einigen Jahren sehen Verschwörungstheoretiker auf der ganzen Welt den Milliardär und Investor George Soros als einen der ganz grossen Verschwörer an. Für viele ist er ein wichtiges Feindbild. Da Soros jüdischer Abstammung ist, sprechen Theorien über ihn vor allem Leute an, die an eine jüdische Weltverschwörung glauben. In Europa glauben immer mehr Leute, dass Soros den Plan verfolgt, Europa mutwillig mit afrikanischen und arabischen Flüchtlingen zu überfluten, mit dem Ziel, Europas Kulturen und Völker auszulöschen. Diese Theorie fand schnell Anschluss in rechtsextremen Kreisen, aber inzwischen hat sie sich auch in den Köpfen von Personen festgesetzt, die eigentlich nicht rechtsextrem oder antisemitisch eingestellt sind, aber halt alles glauben, was sie im Internet lesen und hören.

Ironischerweise ist die Verbreitung dieser Theorie massgeblich auf die Politikberater Arthur Finkelstein und George Birnbaum zurückzuführen, zwei Juden aus den USA. Die populärste antisemitische Verschwörungstheorie der letzten Jahre wurde also von amerikanisch-jüdischen PR-Beratern mitentworfen, was die Anhänger der Theorie wohl in den wenigsten Fällen wissen werden. Finkelstein und Birnbaum berieten den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der die Theorie schliesslich über seinen Propagandaapparat verbreitete. Orbán hat Soros in Ungarn über eine grosse Kampagne zum absoluten Feindbild gemacht. Mit seiner Kritik an Soros hat Orbán Sympathien bei vielen Verschwörungstheoretikern gewonnen. Orbán ist ein ziemlich undankbarer Mensch, denn ursprünglich war Soros der vermutlich wichtigste ausländische Förderer von Orbán gewesen und hatte dessen Einstieg in die Politik massgeblich unterstützt. (Quelle: 1 und 2) Orbán ist allem Anschein nach kein Antisemit. Er unterhält engen Kontakt zur jüdischen Gemeinde Ungarns und geniesst das Wohlwollen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

George Soros

George Soros wurde in Ungarn geboren. Als junger Mann zog er nach England, wo er an der London School of Economics studierte, eine der elitärsten Universitäten der Welt. Später emigrierte er in die USA. Dort machte er Milliarden mit Finanzspekulationen.

George Soros war bereits vor Orbáns Anti-Soros-Kampagne Teil von Verschwörungstheorien, aber erst seit der Kampagne und der Flüchtlingskrise gibt es diesen grossen Hype um Soros. Das erste Mal negativ aufgefallen war er, als er vor 30 Jahren gegen das britische Pfund gewettet hatte und dadurch über eine Milliarde US-Dollar machte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion förderte Soros über Stiftungen demokratische Bewegungen in den ehemaligen Sowjetstaaten. Er prahlte damit, dass das ehemalige Sowjetimperium nun ein „Soros-Imperium“ sei. Soros gestand, dass er ein Hang zum Grössenwahn hat. Er schrieb: „Ich bildete mir ein, eine Art Gott zu sein. Um die Wahrheit zu sagen, trug ich von Kindheit an einige ziemlich starke messianische Fantasien mit mir herum, die ich glaubte, kontrollieren zu müssen, da sie mich sonst in Schwierigkeiten bringen könnten.“ Als Soros von einer Zeitung gebeten wurde, diese Passage zu erläutern, sagte er: „Es ist eine Art Krankheit, wenn man sich für eine Art Gott hält, den Schöpfer von allem, aber ich fühle mich jetzt wohl dabei, seit ich angefangen habe, es auszuleben.“ Im britischen Fernsehen erzählte er: „Neben meinen Fantasien, Gott zu sein, habe ich auch sehr starke Fantasien, verrückt zu sein. Mein Grossvater war in der Tat paranoid. In meiner Familie gibt es eine Menge Verrücktheiten. Bis jetzt bin ich davon verschont geblieben.“ Soros sagte einst: „Ich bin irgendwie verrückt und möchte etwas bewirken“. Zwar gilt Soros als einer der grössten Philanthropen der Welt, aber er meinte: „Wissen Sie, in meiner persönlichen Eigenschaft bin ich eigentlich kein selbstloser philanthropischer Mensch. Ich bin sehr egozentrisch.“ (Quelle)

Weitere Informationen über Soros gibt es im Beitrag zur Soros Familie.

Viktor Orbán

In den 80er-Jahren förderte George Soros über Stiftungen demokratische Bewegungen in Ungarn. Er unterstützte mit grosszügigen Summen den jungen Viktor Orbán und seine Partei Fidesz, die Orbán 1988 mitgegründet hatte. Soros finanzierte Sprachkurse und Parteibüros der Fidesz. Er half der Partei eine eigene Zeitung herauszugeben. Über Stipendien ermöglichte er zahlreichen Fidesz-Mitgliedern ein Studium im Westen. (Quelle) Viktor Orbán war ein Freund der Soros-Stiftung. Soros finanzierte 1989 ein Stipendium für Orbán an der Oxford Universität in England. (Quelle: 1 und 2) Oxford ist eine der mächtigsten und bestvernetzten Universitäten der Welt.

1989 wurde in Ungarn die Demokratie eingeführt. Zu dieser Zeit begannen Nationalisten Soros zu kritisieren, weil dieser liberale Kräfte in Ungarn förderte. Die Fidesz-Partei von Viktor Orbán verteidigte Soros darauf. Soros finanzierte 1991 die Gründung der Central European University, die sich zur angesehensten Hochschule Ungarns entwickelte. Orbán unterstützte die Gründung begeistert. Vor einigen Jahren hat Orbán die Universität aus dem Land vertrieben, weil er jetzt ein grosser Gegner von Soros ist. (Quelle)

1998 wurde Viktor Orbán zum ersten Mal zum Ministerpräsidenten von Ungarn gewählt. Unter seiner Führung trat Ungarn in die NATO ein. Seine Amtszeit dauerte bis 2002. Danach war er in der Opposition, bis er 2010 wieder zum Regierungschef gewählt wurde. Er ist bis heute Ministerpräsident. Seit seiner zweiten Amtszeit hat er sich von seiner ehemals liberalen Politik verabschiedet und möchte nun einen autoritären Staat errichten, was bisher ziemlich gut für ihn läuft.

Im Sommer 2013 begann Viktor Orbán seine Kampagne gegen George Soros. Als es 2015 zur Flüchtlingskrise kam, veranlasste Orbán eine grosse und kostspielige Plakatkampagne, die Soros als Drahtzieher der Flüchtlingskrise darstellte. (Quelle) Auch in Reden förderte Viktor Orbán die Soros-Verschwörungstheorie.

Arthur Finkelstein und George Birnbaum

Seit 2008 liess sich Viktor Orbán von den amerikanisch-jüdischen Politikberatern Arthur Finkelstein und George Birnbaum beraten. Die beiden entwarfen schliesslich das Feindbild George Soros. Finkelstein, der 2017 verstorben ist, war ein sehr einflussreicher PR-Berater und Meinungsforscher der Republikanischen Partei. Er beriet die US-Präsidenten Richard Nixon, George W. Bush und Ronald Reagan. Mitte der 90er-Jahre leistete Finkelstein grosse Hilfe bei der Wahl von Benjamin Netanjahu zum israelischen Ministerpräsidenten. (Quelle: 1 und 2)

Arthur Finkelstein hatte sich schon seit Jahrzehnten mit der Spaltung der Gesellschaft befasst. Er suchte sich stets die Themen heraus, die die grösste politische Spaltung hervorrufen. Finkelstein verfolgte die Taktik, die Wählerschaft so weit wie möglich zu polarisieren und beide Seiten gegeneinander aufzuhetzen. Er entwarf eine Taktik, die er „ablehnendes Wählen“ nannte. Dabei muss man den Feind so sehr dämonisieren, dass selbst Nichtwähler rausgehen und wählen wollen, nur um den Feind abzulehnen. Finkelstein riet seinen Klienten, nicht über sich selbst zu sprechen, sondern ihren Wahlkampf stattdessen auf die Vernichtung ihrer Gegner zu konzentrieren. In den 90er-Jahren haben von ihm beratene Fernsehkampagnen in den USA den Begriff „liberal“ in ein Schimpfwort verwandelt (in den USA steht „liberal“ für linksorientierte Überzeugungen). Finkelstein schätzte Donald Trump. Seine Freunde berieten Trump bei seinem Wahlkampf. (Quelle) Donald Trump hat öffentlich Anspielungen auf George Soros gemacht und versucht so von der populären Soros-Verschwörungstheorie zu profitieren. In der westlichen Welt gibt es viele Verschwörungstheoretiker, die mit Donald Trump sympathisieren. Der Milliardär ist für manche eine Art Erlöser, der die USA vom „Deep State“ befreien wird. Viele seiner Anhänger glauben an eine jüdische Weltverschwörung. Das erscheint natürlich sehr paradox, da zu Trumps Freunden und Unterstützern mehr als ein Dutzend jüdische Milliardäre gehören und sein jüdischer Schwiegersohn Jared Kushner kennt noch viele weitere einflussreiche Juden.

Der Jude David Cornstein, der Donald Trumps Botschafter in Ungarn war und dabei Viktor Orbán traf, hatte Verbindungen zu Arthur Finkelstein. George Birnbaum sagte, Orbán habe Finkelstein „enorm“ vertraut. Ein Meinungsforscher von Orbáns Partei sagte, „Niemand war für Orbáns Politik wichtiger als Finkelstein. Und Finkelstein hatte nie einen besseren Schüler.“ (Quelle)

Arthur Finkelstein sah sich selbst als „ein reicher Jude“. Der US-Politiker Al D’Amato sagte, dass Finkelstein verantwortlich dafür war, mehr Menschen in den US-Senat zu wählen als jeder andere politische Berater. Im Jahr 1991 sagte Finkelstein: „Seit 20 Jahren werde ich dafür kritisiert, dass ich ideologisch überzogene Kampagnen durchführe. Ich bekenne mich schuldig. Ich werde weiterhin ideologisch geprägte Kampagnen führen, solange es mehr Konservative als Liberale gibt und nicht mehr Demokraten als Republikaner.“ (Quelle)

Finkelstein war sich anscheinend schon vor Jahrzehnten bewusst, dass man Antisemitismus zu PR-Zwecken verwenden kann. Als er in den 80er-Jahren für einen republikanischen Kandidaten arbeitete, liess er Wähler befragen, um herauszufinden, was sie davon hielten, dass der Gegenkandidat von der Demokratischen Partei Jude ist. Finkelstein trug dazu bei, dass radikale republikanische Schwulenhasser gewählt wurden. Er war jedoch schwul und heiratete einen Mann. Finkelsteins Kollege George Birnbaum, der wie gesagt ebenfalls Viktor Orbán bei seiner Anti-Soros-Kampagne beriet, war Stabschef des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dabei organisierte er Netanjahus Auftritte, vertrat ihn vor der Presse und passte manchmal sogar auf seine Kinder auf. Ab den 2000er-Jahren wurden Arthur Finkelstein und George Birnbaum in Osteuropa aktiv. Nicht nur in Ungarn, denn sie berieten auch erfolgreiche Wahlkämpfe in Rumänien und Bulgarien. Netanjahu, der mit Viktor Orbán sympathisiert und ebenfalls ein Rechtspopulist ist, sorgte dafür, dass Orbán die beiden Politikberater kennenlernen konnte. Finkelstein und Birnbaum entwarfen schliesslich die Anti-Soros-Kampagne. Birnbaum erzählte später: „Soros war ein perfekter Feind. Es war so offensichtlich. Es war das einfachste aller Produkte, man musste es nur verpacken und vermarkten.“ Über das Internet verbreitete sich die Soros-Verschwörungstheorie weit über Ungarn hinaus. Birnbaum sagte, dass das Feindbild Soros heute der gemeinsame Nenner der nationalistischen Bewegung weltweit sei. Birnbaum bestreitet den Vorwurf, Anti-Soros-Kampagnen ausserhalb Ungarns durchgeführt zu haben. Er behauptet zudem, er habe nicht damit gerechnet, dass die Kampagne antisemitische Verschwörungstheorien befeuert. Er behauptet sogar, dass er damals nicht gewusst hatte, dass Soros Jude ist, was ich Birnbaum aber nicht glaube. Als er für Orbán zu arbeiten begonnen hatte, erkundigte er sich bei informierten Kreisen in Israel, was Orbán über Juden denkt. Man sagte ihm, Orbán sei kein Antisemit und habe gegen den Antisemitismus gekämpft. Birnbaum bereut die Anti-Soros-Kampagne nicht. Aus Sicht der PR hat er ja auch wirklich gute Arbeit geleistet. Birnbaum sagte: „Antisemitismus ist etwas Ewiges, Unauslöschliches. Unsere Kampagne hat niemanden antisemitisch gemacht, der es vorher nicht war. Vielleicht haben wir nur ein neues Ziel gezeichnet, nicht mehr. Ich würde es wieder tun.“ (Quelle)

Finkelstein und Birnbaum berieten nicht nur rechte Politiker. In Österreich berieten sie die sozialdemokratische Partei SPÖ zusammen mit dem israelischen Politikberater Tal Silberstein. (Quelle) Dieser kam in Österreich durch die Silberstein-Affäre zu Bekanntheit.

Obwohl Viktor Orbán kein Antisemit sein soll, äusserte er in den letzten Jahren Aussagen, die eindeutig Antisemiten ansprechen sollen. 2018 sagte er in einer Rede: „Wir kämpfen gegen einen Feind, der anders ist als wir. Nicht offen, sondern versteckt, nicht geradlinig, sondern schlau, nicht ehrenhaft, sondern unehrenhaft, nicht national, sondern international, der nicht an Arbeit glaubt, sondern mit Geld spekuliert, der kein eigenes Heimatland hat, aber so tut, als ob er die ganze Welt besitzt.“ (Quelle) Die zweite Hälfte dieser Aussage bezieht sich offensichtlich auf internationale jüdische Geschäftsleute.

Neben George Soros wird vor allem der jüdischen Bankiersfamilie Rothschild nachgesagt, an der Spitze der jüdischen Weltverschwörung zu stehen. Die Familie ist bereits seit 200 Jahren Teil von Verschwörungstheorien. Peter Szijjarto, der als ungarischer Aussenminister im Kabinett von Orbán ist, traf im Jahr 2021 die Führung des Pariser Bankhauses Rothschild. Szijjarto schrieb darauf in einem Post: „Die Familie Rothschild (…) stellt eine der reichsten und einflussreichsten Bankiersdynastien der Welt dar. (…) Ihr Unternehmen ist auch in Mitteleuropa stark präsent, auch wir arbeiten gerne mit ihm zusammen.“ Szijjarto erntete deswegen einen Shitstorm, denn viele Anhänger von Orbán waren entsetzt und empört, dass seine Regierung Kontakt zu den Rothschilds unterhält. (Quelle)

Benjamin Netanjahu

Als Viktor Orbán seine Anti-Soros-Plakatkampagne durchführte, hatte der israelische Botschafter in Ungarn zunächst die Kampagne verurteilt und sagte, sie sähe „Hass und Angst“. Jedoch sorgte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dafür, dass sein Freund Orbán nicht weiter von der israelischen Regierung kritisiert wurde. Stattdessen veröffentlichte das israelische Aussenministerium eine eigene kritische Stellungnahme zu George Soros. Das Ministerium beklagte, dass Soros „kontinuierlich die demokratisch gewählte Regierung Israels untergräbt, indem er Organisationen finanziert, die den jüdischen Staat diffamieren und versuchen, ihm das Recht auf Selbstverteidigung zu verweigern“. (Quelle: 1 und 2) Soros finanziert Organisationen, die Kritik an Israels Umgang mit den Palästinensern in einzelnen Gebieten üben und sich für die Rechte der Palästinenser einsetzen. Gehackte E-Mails von 2016 zeigen, dass sich die Open Society Foundations (Soros-Stiftung) zum Ziel gesetzt hat, „Israels rassistische und antidemokratische Politik“ in internationalen Foren herauszufordern, unter anderem indem sie Israels Ruf als Demokratie infrage stellt. (Quelle) Mich würde es nicht überraschen, wenn diese E-Mails von Hackern des israelischen Geheimdienstes gehackt wurden.

George Soros bezeichnet sich als Atheist und hat nichts mit der jüdischen Religion am Hut. Wie anfangs bereits erwähnt wurde, sieht sich Soros selbst als Gott. Er sagte, „Ich bin kein Zionist und auch kein praktizierender Jude“. Er meinte, dass Juden den Antisemitismus überwinden können, indem sie ihre „Stammeszugehörigkeit aufgeben“. Soros sagte, „Ich verweigere Juden nicht das Recht auf eine nationale Existenz, aber ich möchte kein Teil davon sein“. Er kritisierte die Versuche der Israel-Lobby, Kritik an Israel zu unterdrücken. Bei einer Rede im Jahr 2002 sagte er, dass Opfer von Gewalt und Missbrauch oft selbst zu Tätern werden, und deutete an, dass dies auch auf Israelis zutreffen könnte, angesichts des israelisch-palästinensischen Konflikts. Darauf wurde er von jüdischen Gästen ausgebuht. (Quelle: 1, 2, 3, 4) 2007 schrieb er, dass das Verhalten der Israel-Lobbyorganisation AIPAC dem Glauben an eine „allmächtige zionistische Verschwörung“ „eine gewisse Glaubwürdigkeit“ verlieh. (Quelle)

George Soros hat sich durch diese Dinge bei Benjamin Netanjahu und dessen Freunden unbeliebt gemacht, da diese eine ganz andere Politik für Israel wollen und eine andere Vorstellung von jüdischer Identität haben. Netanjahu hat Soros öffentlich angefeindet und versucht das Feindbild Soros bei den Rechten in Israel zu etablieren. Womöglich wird es im konservativen Flügel der jüdischen Eliten Leute geben, die Soros als einen abtrünnigen Juden ansehen, der Israel und das jüdische Volk verraten hat. Vielleicht hat dies dazu beigetragen, dass die Organisationen der Israel-Lobby kaum Kritik am Aufkommen der antisemitischen Soros-Verschwörungstheorie äusserten, da Soros bei der Israel-Lobby einen schlechten Ruf hat.

George Soros hätte Israel gerne nach dem Bild von Jitzchak Rabin und unterstützt eine Zwei-Staaten-Lösung. (Quelle) Jitzchak Rabin war Freimaurer. (Quelle) Er gehörte zu einem einflussreichen Netzwerk von Freimaurern, das aus Christen, Juden und Muslimen bestand. Im Gegensatz zu Netanjahu setzte sich dieser Kreis sehr dafür ein, dass die Juden und Muslime friedlich zusammenleben können. Jitzchak Rabin wurde 1995 von einem rechtsextremen Israeli ermordet.

Übrigens wurde Benjamin Netanjahu immer wieder beschuldigt, die Aufstachelung gefördert zu haben, die zu Jitzchak Rabins Ermordung führte. (Quelle)

Wie oben bereits erwähnt wurde, hatte sich Netanjahu von Arthur Finkelstein und George Birnbaum beraten lassen, noch bevor die beiden die Anti-Soros-Kampagne für Viktor Orbán entwarfen. George Birnbaum ist gläubiger Jude und Mitglied vieler pro-israelischer Wohltätigkeitsorganisationen. (Quelle) Er unterhält enge Verbindungen zu israelischen Geheimdienstmitarbeitern. (Quelle) Neben Birnbaum beteiligte sich auch Black Cube, ein privater israelischer Geheimdienst, an der Anti-Soros-Kampagne in Ungarn. (Quelle: 1 und 2) Birnbaum hatte Kontakt zur Psy-Group. Diese war ein weiterer privater Geheimdienst aus Israel. (Quelle: 1 und 2)

2015 war George Birnbaum Mitverfasser eines Artikels in der Jerusalem Post, in dem der Rockefeller Brothers Fund, eine Stiftung aus den USA, kritisiert wird, weil er eine grosse Summe an die israelkritische jüdische Organisation „Jewish Voice for Peace“ gespendet hat. Jewish Voice for Peace unterstützt die BDS-Kampagne, die zum Boykott von Israel aufruft. (Quelle) Der Vorstand des Rockefeller Brothers Fund besteht zur Hälfte aus Mitgliedern der sehr einflussreichen Milliardärsfamilie Rockefeller. (Quelle)

Netanjahu verteidigte Viktor Orbán vor dem Vorwurf, er würde Antisemitismus fördern. Netanjahu bezeichnete Orbán als „wahrer Freund Israels“. (Quelle) Die NZZ schrieb: „Netanjahu mag die autoritären Herrscher Osteuropas. Dass sich Viktor Orbán bei Bedarf auch antisemitische Gefühle zunutze macht, stört ihn nicht weiter. Der Kult des Identitären ist ihm wichtiger.“ (Quelle) Netanjahu lobte rechtsextreme Regierungen in Europa für die Bekämpfung der Linken und der islamischen Einwanderung, da seiner Meinung nach die grösste Gefahr für die Juden von Linksextremen und dem radikalen Islam kommt. (Quelle) Netanjahu wird sich aber bewusst sein, dass es auch bei den rechtsextremen Parteien Europas viele Antisemiten gibt.

Netanjahu würde gerne verhindern, dass linke NGOs in Israel (manche davon werden von Soros unterstützt) Spenden aus dem Ausland erhalten. Dabei wird Viktor Orbán das Vorbild sein, der die Möglichkeiten von linken und liberalen NGOs in Ungarn stark eingeschränkt hat. (Quelle) Ein Abgeordneter von Netanjahus Likud-Partei arbeitete sogar an einem Gesetzesentwurf, den er „Soros-Gesetz“ nannte und ausländische Spenden für linke Organisationen blockieren sollte. (Quelle)

Netanjahu ist seit langem mit der Familie von Jared Kushner befreundet, dem jüdischen Schwiegersohn von Donald Trump. (Quelle)

Netanjahus Sohn Yair postete 2017 ein Meme, dass Soros als den Herrscher der Welt darstellt, zusammen mit Freimaurern und Reptiloiden (ausserirdische Echsenmenschen). (Quelle) Ich hab meine Zweifel, ob Yair wirklich an diese Verschwörungstheorien glaubt. Er twitterte 2019, „Soros ist der antiisraelische und antijüdische Weltakteur Nummer 1.“, der versucht, „Israel von innen zu zerstören“. (Quelle) Yair schrieb 2020 auf Twitter: „Die EU ist ein Feind Israels (weil sie Kritik an Israel gewagt hatte) und ein Feind aller christlichen Länder Europas! Die Schengen-Zone ist tot, und bald wird es auch ihre böse globalistische Organisation sein, und Europa wird wieder frei, demokratisch und christlich sein!“ (Quelle) Wenn er das wirklich ernst meint, wird er sich darüber freuen, dass Rechtspopulisten wie Viktor Orbán die EU von innen heraus zersetzen. Yair hat Kontakt zu den rechten Netzwerken um Orbán in Ungarn. (Quelle) Yairs Vater Benjamin Netanjahu redet davon, dass sich der „Deep State“, die „Globalisten“ und die „linken Medien“ gegen ihn und Israel verschworen haben. Netanjahu erhält mediale Unterstützung vom israelischen Fernsehsender Channel 14 und der Zeitung Israel Hayom. (Quelle: 1 und 2) Channel 14 (früher Channel 20) wird vom Milliardär Yitzchak Mirilashvili kontrolliert, ein in Russland geborener Israeli. Mirilashvili gründete 2006 zusammen mit seinem russischen Freund Pawel Durow (Pavel Durov) das populäre soziale Netzwerk vk.com aus Russland. Pawel Durow, der inzwischen Milliardär ist, gründete 2013 Telegram, ein Messenger, der von sehr vielen Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen (darunter viele Antisemiten) benutzt wird. Pawel Durow gehört zu den Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Yitzchak Mirilashvili ist ein Unterstützer von Chabad-Lubawitsch, eine Strömung innerhalb des Judentums. (Quelle) Kritiker werfen Chabad-Lubawitsch vor, eine fundamentalistische, messianische Sekte zu sein. (Quelle) Slomó Köves, ein führender Chabad-Rabbi in Ungarn, ist ein Unterstützer von Viktor Orbán. Er sagte: „Die positive Berichterstattung über Israel in den rechten ungarischen Medien war vor zehn Jahren unvorstellbar.“ (Quelle) Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ist eng mit Chabad-Lubawitsch verbunden. Die Kushner Familie hat Hunderttausende US-Dollar an Chabad-Institutionen in den USA und Israel gespendet. (Quelle) Soros hingegen wird als Atheist nicht viel mit Chabad-Lubawitsch anfangen können und vermutlich wird er das Ganze ziemlich dämlich finden.

Die Pro-Netanjahu-Zeitung Israel Hayom wird von Miriam Adelson kontrolliert. Die israelische Milliardärin gilt derzeit als die reichste jüdische Frau der Welt. Sie ist die Witwe des US-Amerikaners Sheldon Adelson (starb 2021), der Israel Hayom gegründet hatte.

Sheldon Adelson

Im Jahr 2007 galt Sheldon Adelson als der sechstreichste Mensch der Welt und als der reichste Jude. Er sagte zu US-Präsident Bush, „Wissen Sie, ich bin der reichste Jude der Welt“. Im Gegensatz zu Soros war Sheldon ein grosser Gegner der Zwei-Staaten-Lösung. Sheldon war einer der wichtigsten Förderer des rechten Flügels in Israel und einer der wichtigsten Spender der Republikanischen Partei in den USA sowie auch ein wichtiger Spender der Israel-Lobby. (Quelle)

Sheldon Adelson und seine Frau Miriam waren 2016 die grössten Spender von Donald Trumps Wahlkampf. Trump versprach Sheldon, dass er die US-Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegen werde, was er als Präsident dann auch getan hat. Sheldon war ein enger Freund und Unterstützer von Benjamin Netanjahu. (Quelle: 1 und 2) In den letzten Jahren soll sich das Verhältnis zwischen den Familien Adelson und Netanjahu verschlechtert haben.

Sheldon Adelson kannte Arthur Finkelstein und sie unterstützten gemeinsam die Republikanische Partei in den USA. (Quelle) Der verstorbene Arthur Finkelstein entwarf wie gesagt die Anti-Soros-Kampagne.

Sheldon Adelson pflegte eine lange herzliche Beziehung zu Rabbi Yehuda Krinsky, einer der einflussreichsten Männer innerhalb von Chabad-Lubawitsch. (Quelle) Sheldon und Miriam baten vor ihrer Hochzeit den Chabad-Führer Menachem Schneerson um seinen Segen, den sie auch bekamen. (Quelle)

Sheldon Adelson spendete grosse Beträge an die „Zionist Organization of America“ unter der Leitung von Morton Klein. Morton Klein ist ein Fan von den Rechten in Israel und sieht die Muslime als Feindbild an. Er bezeichnete die Organisation Black Lives Matter als „eine judenhassende, Weisse hassende, Israel hassende, konservative Schwarze hassende, Gewalt fördernde, gefährliche, von Soros finanzierte extremistische Gruppe von Hassern“. Er verbreitete die Verschwörungstheorie, dass Geroge Soros die grossen Proteste von Black Lives Matter orchestriert hat. Morton Klein behauptete, dass Soros als Junge den Nazis beim Holocaust geholfen hatte, indem er für sie Jude identifiziert hatte. Morton Klein darf sich diese Aussagen nur erlauben, weil er selbst Jude ist. Er bezeichnete US-Präsident Barack Obama als „Israelhasser“ und „terroristischen Iran-Liebhaber“. (Quelle: 1 und 2) Übrigens war das Verhältnis zwischen Obama und Benjamin Netanjahu von Anfang an angespannt. (Quelle) George Soros war einer der wichtigsten finanziellen Unterstützer von Obama. (Quelle) Morton Kleins Cousins sind Rabbis von Chabad-Lubawitsch. (Quelle) In den 90er-Jahren freundete sich Morton Klein mit dem amerikanisch-jüdischen PR-Manager Ronn Torossian an und sie sind Gesinnungsgenossen. (Quelle) Ronn Torossian kennt George Birnbaum, denn sie verfassten zusammen in Medien Beiträge, in denen sie sich über die Israelkritiker aufregen. (Quelle) George Birnbaum hat wie gesagt die Anti-Soros-Kampagne mitentworfen. Morton Klein verlieh Donald Trump im Namen der Zionist Organization of America eine Medaille und sagte, Trump sei der „beste Freund, den Israel jemals im Weissen Haus hatte“. Zudem verlieh Morton Klein auch Sheldon Adelson eine Medaille. Ein Journalist stellte Morton Klein die kritische Frage: „Ist es möglich, dass rechtsgerichtete Persönlichkeiten in Amerika, die bestimmte Agenden von der rechten Regierung in Israel vorantreiben, Allianzen mit Leuten in den Vereinigten Staaten eingehen, die für amerikanische Juden gefährlich wären?“ (Quelle) Die Frage war eine Anspielung darauf, dass sich Trump mit den Antisemiten Kanye West und Nick Fuentes zu einem Dinner getroffen hatte. Kanye West hat psychische Probleme. Nick Fuentes hingegen ist klar im Kopf und ist Aktivist im Kampf gegen die jüdischen Eliten. Ich geh davon aus, dass er Kanye West angestachelt hat und von seiner grossen Reichweite profitieren möchte. Kanye West verbreitet erst seit dem letzten Jahr Antisemitismus, aber er meinte schon vor zehn Jahren, dass Juden einen unfairen Vorteil gegenüber Schwarzen hätten. Obwohl die Juden nur zwei Prozent der US-Bevölkerung ausmachen, sind etwa ein Viertel der Milliardäre der USA jüdischstämmig und laut einer Umfrage von 2008 geniessen 70 Prozent der amerikanischen Juden einen „hohen Lebensstandard“ (Quelle). In den USA gibt es über 100 jüdische Milliardäre. (Quelle) Die Schwarzen machen 13 Prozent der US-Bevölkerung aus, aber haben weniger als 20 Milliardäre. Kanye West war bis vor kurzem einer davon. Jeder fünfte Schwarze in den USA lebt unter der Armutsgrenze. Daher basiert der Antisemitismus der Afroamerikaner meist auf Neid. Bei den weissen rechtsextremen Antisemiten der USA spielt Neid hingegen weniger eine Rolle. Die sehen sich als Patrioten, die ihr Land vom jüdischen Einfluss befreien müssen, was aus meiner Sicht weit gefährlicher ist als der Sozialneid von Afroamerikanern.

Obwohl Viktor Orbán mit seiner Anti-Soros-Kampagne Antisemitismus befördert hat, gibt es erstaunlich wenig Kritik von Organisationen der jüdischen Lobby. Eigentlich sollte man meinen, dass wenn ein politischer Führer gegen einen jüdischen Milliardär hetzt, bei der jüdischen Lobby sofort alle Alarmglocken läuten. Der Jüdische Weltkongress (WJC) scheint sich aber nicht gross an der Kampagne gestört zu haben. Der WJC wird seit 2007 vom US-amerikanischen Milliardär Ronald Lauder geleitet, der sich mit Orbán getroffen hat. Die Lauder Familie gilt als eine der reichsten jüdischen Familien der Welt.

Ronald Lauder

Ronald Lauder war ein Unterstützer von Netanjahu, aber in den letzten Jahren soll sich das Verhältnis der beiden stark abgekühlt haben. (Quelle) Womöglich hat Netanjahu beim WJC ein gutes Wort für Orbán eingelegt.

Ronald Lauder liess sich von Arthur Finkelstein beraten und sie waren freundschaftlich verbunden. (Quelle: 1 und 2) Finkelstein entwarf später wie gesagt die Anti-Soros-Kampagne. Lauder war derjenige gewesen, der Netanjahu empfahl, Arthur Finkelstein als Berater einzustellen. (Quelle) Netanjahu hatte als Politiker schon immer einen Hang zum Rechtspopulismus, aber in den letzten Jahren hat er es auf die Spitze getrieben und beschimpft inzwischen auch rechte Kritiker als „Linke“. 2017 schrieb ein linker israelischer Journalist: „Netanjahus Sprachgebrauch, mit dem er Spaltung und Zwietracht sät – im Gegensatz zur Einheit, die ein nationaler Führer fördern sollte, ist eine Lektion, die er vor vielen Jahren von Arthur Finkelstein gelernt hat, dem amerikanischen Juden, dessen bösartiger Einfluss den politischen Dialog in Israel immer noch vergiftet und die Richtung vorgibt, in die sich das Land in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt hat.“ (Quelle) Finkelstein sagte 2011 in einer Rede: „Ich wollte die Welt verändern. Das habe ich getan. Ich habe sie noch schlechter gemacht.“ (Quelle)

Ronald Lauder kennt Donald Trump schon seit fast 50 Jahren. Trump sagte bei einer Rede vor dem Jüdischen Weltkongress: „Er war wirklich ein guter Freund von mir, er hat sogar schon früh vorausgesagt, dass ich die Präsidentschaft gewinnen würde“. (Quelle) Ronald Lauder unterstützte den Wahlkampf von Donald Trump finanziell. Seine Frau und weitere Verwandte spendeten aber für den Wahlkampf von Joe Biden. (Quelle) Die Times of Israel veröffentlichte einen Artikel über Lauders und Adelsons Einfluss auf die israelische Politik und die Israelpolitik der USA. Einer der derzeitigen Top-Kommentare in der Kommentarspalte lautet: „Keiner dieser Milliardäre repräsentiert das jüdische Volk in oder ausserhalb Israels. Sie wurden nicht gewählt, um für irgendjemanden zu sprechen, geschweige denn für mich und meine Familie. Geld ist das, was ihnen Einfluss und politischen Zugang verschafft.“

Eine bekannte internationale Organisation im Kampf gegen Antisemitismus ist das Simon Wiesenthal Center (SWC). Die Organisation brandmarkt jeden Kritiker der israelischen Politik als Antisemiten und dabei werden auch jüdische Israelkritiker nicht verschont. Das SWC reagierte hingegen erstaunlich gelassen auf die Anti-Soros-Kampagne von Orbán.

Rabbi Marvin Hier, der Gründer und CEO von SWC, nahm Donald Trump öffentlich in Schutz vor seinen Kritikern. Marvin Hier ist seit vielen Jahren mit den Eltern von Trumps jüdischem Schwiegersohn Jared Kushner befreundet. (Quelle) Das SWC gilt als politisch rechts stehend. Marvin Hier kennt Sheldon und Miriam Adelson (wie gesagt Unterstützer von Trump) und auch Netanjahu.

Kevin McCarthy

Der hochrangige Republikaner Kevin McCarthy spielt mit Verschwörungstheorien, aus rein taktischen Gründen. 2018 schrieb er in einem Tweet: „Wir können nicht zulassen, dass Soros, Steyer und Bloomberg diese Wahl KAUFEN! Gehen Sie raus und wählen Sie am 6. November die Republikaner. #MAGA.“ (Quelle) Die jüdischen Milliardäre George Soros, Tom Steyer und Michael Bloomberg sind finanzielle Unterstützer der Demokratischen Partei. Da die USA ein Zwei-Parteien-Staat ist, ist die Demokratische Partei der einzige Konkurrent der Republikanischen Partei. Allem Anschein nach wollte Kevin McCarthy mit seinem Tweet bei gewissen Leuten den Eindruck vermitteln, dass die Demokratische Partei ein Handlanger der jüdischen Hochfinanz sei. Wegen des Tweets wurde ihm vorgeworfen, Antisemit zu sein (er ist selbst kein Jude). Kevin McCarthy förderte ursprünglich die Verschwörungstheorie, dass Trump der eigentliche Sieger der Wahl von 2020 sei. Nachdem es darauf zum Sturm auf das Kapitol kam, bekam McCarthy anscheinend ein schlechtes Gewissen und distanzierte sich vor der Theorie der gestohlenen Wahl.

Kevin McCarthy ist schon seit Jahren ein wichtiger Verbündeter von Donald Trump. (Quelle) Nachdem Sheldon Adelson verstorben war, veröffentlichte McCarthy eine Erklärung, in der er Adelson lobte und sagte, „Es war mir eine Ehre, Sheldon einen Freund nennen zu dürfen. Ich werde immer gerne auf unsere gemeinsame Zeit zurückblicken und in Zukunft über seine Weisheit nachdenken.“ (Quelle) McCarthy ist mit Sheldons Witwe Miriam Adelson vernetzt. (Quelle) Aufgrund der umstrittenen Justizreform von Benjamin Netanjahu weigerte sich US-Präsident Joe Biden Netanjahu im Weissen Haus zu empfangen. Darauf sagte McCarthy, wenn sich Biden weiterhin weigert, werde er Netanjahu zu einem Treffen mit dem Kongress einladen. (Quelle)

Rudy Giuliani

Der Republikaner Rudy Giuliani, der Bürgermeister von New York und der persönliche Anwalt von Donald Trump war, hat Soros mehrfach angefeindet. Er bezeichnete ihn als „Antichristen“ und sagte, Soros sei „kaum ein Jude“ und sei „der letzte Mensch auf der Welt, der behaupten kann, Opfer zu sein, weil er Jude ist“. Giuliani ist kein Jude. Die bekannte Holocaust-Forscherin Deborah Lipstadt vermutet, dass Giuliani kein Antisemit ist und mit dem Soros-Thema nur Stimmung machen will. Rudy Giuliani behauptete, Soros wolle die Trump-Regierung zerstören wegen seines „kranken Hintergrunds“ und sei Teil einer weitreichenden Verschwörung gewesen, die US-Präsidentschaftswahl 2020 zugunsten des gewählten Präsidenten Joe Biden zu manipulieren. (Quelle) Rudy Giuliani ist ein prominenter Förderer der Verschwörungstheorie, dass die Wahl von 2020 „gestohlen“ wurde und Trump eigentlich gewonnen hat.

Übrigens: Ein weiterer bekannter Förderer der Theorie der gestohlenen Wahl ist Michael Flynn, ein ehemaliger Generalleutnant der US-Armee. Er war kurzzeitig Trumps nationaler Sicherheitsberater, aber musste zurücktreten, weil er seine Kontakte zu russischen Stellen verschwiegen hatte. Nach der Präsidentschaftswahl 2020 rief er Trump dazu auf, das Kriegsrecht zu verhängen, um Joe Bidens Amtsantritt zu verhindern. Flynn verbreitet noch weitere Verschwörungstheorien und nennt Soros als einen der Verschwörer. Unter Obama war Flynn der ranghöchste Militärgeheimdienstoffizier der USA gewesen, aber soviel ich weiss, verbreitete er zu dieser Zeit noch keine Verschwörungstheorien. (Quelle) Er ist ein prominenter Förderer der QAnon-Theorie. Manche QAnon-Anhänger hielten ihn sogar für „Q“. Flynn glaubt selbst vermutlich nicht an diese Theorien. In einem geleakten Telefonat bezeichnete er QAnon als „völligen Unsinn“ und sagte: „Ich glaube, es ist eine Desinformationskampagne, die von der CIA ins Leben gerufen wurde.“ (Quelle: 1 und 2)

Rudy Giuliani traf 2019 Rabbi Moshe Azman und rauchte mit ihm Zigarre. Azman ist der oberste Rabbi von Chabad-Lubawitsch in der Ukraine. Nachdem es Anfang 2021 zum Sturm auf das Kapitol kam, solidarisierte sich Azman mit den Demonstranten und sagte, es hätte einen grossen Wahlbetrug in den USA gegeben. (Quelle)

Rudy Giuliani traf sich mit Sheldon Adelson und Arthur Finkelstein (Urheber der Soros-Verschwörungstheorie). (Quelle) Giuliani küsste Sheldons Frau Miriam Adelson zur Begrüssung die Hand. (Quelle: 1 und 2) Giuliani traf im Jahr 2015 Benjamin Netanjahu. (Quelle)

Rudy Giuliani sagte, Soros sei „ein Feind Israels“. Giuliani behauptete, dass Soros Botschafter und FBI-Agenten in der Ukraine kontrolliert hatte. Giuliani und Donald Trump sorgten dafür, dass Marie Yovanovitch im Jahr 2019 ihren Posten als US-Botschafterin für die Ukraine verlor. Giuliani behauptete, dass Marie Yovanovitch von Soros unterstützt wurde. (Quelle) Der Lobbyist Bob Livingston, der Kontakte in die Ukraine hat, unterstützte ebenfalls die Absetzung von Yovanovitch. Catherine Croft, Sonderberaterin für die Ukraine, sagte, sie habe mehrere Anrufe von Livingston erhalten. In den Telefonaten habe Livingston die Botschafterin Yovanovitch als „Obama-Überbleibsel“ und mit George Soros verbunden bezeichnet. Bob Livingston lernte die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko kennen. (Quelle: 1 und 2) Tymoschenko liess sich von George Birnbaum beraten. (Quelle) George Birnbaum entwarf zusammen mit Arthur Finkelstein die Anti-Soros-Kampagne. Birnbaum ist mit einer Ukrainerin verheiratet. Das Paar besucht die Ukraine häufig und sind enge Freunde des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko, der auch ein berühmter Boxer ist. (Quelle) Übrigens hatte Klitschko eine jüdische Grossmutter und sagte, er sei stolz, jüdisches Blut zu haben. (Quelle) Bob Livingston kommt aus einer sehr einflussreichen (nicht jüdischen) Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte und bereits vor der Gründung Teil der Elite des Landes war.

Rudy Giuliani ist der Enkel von italienischen Einwanderern. Sein Vater musste wegen bewaffneten Raubüberfalls ins Gefängnis. Laut einem Buch waren sein Onkel und mehrere Cousins Mitglied der italienischen Mafia in den USA. Als Giuliani danach gefragt wurde, bestritt er die Behauptungen des Buches nicht, wollte sie aber auch nicht bestätigen. (Quelle: 1 und 2)

Rudy Giuliani traf 2001 die Geschäftsleute Elon Musk und Michael Moritz (Jude), die inzwischen Milliardäre sind. Moritz sagte über das Treffen, dass ihm Giuliani und seine Freunde wie Mafiosi rüberkamen („Es war, als würde man in eine Mob-Szene geraten“). Giuliani und seine Freunde wollten 10 Prozent der Anteile von PayPal ergaunern, was für Elon Musk aber nicht infrage kam. (Quelle) Elon Musk, der über eine sehr grosse Reichweite verfügt, hat in den letzten Monaten George Soros öffentlich angefeindet. Vor kurzem hat er der Stiftung von Soros vorgeworfen, die westliche Zivilisation zerstören zu wollen (also die übliche Leier). Zur gleichen Zeit bereitete Musk ein Treffen mit Benjamin Netanjahu vor. Musk hat jüdische Freunde und Verbündete. (Quelle) Inzwischen hat Elon Musk einen guten Ruf bei vielen Verschwörungstheoretikern, die glauben, dass Musk gegen die Weltelite rebellieren möchte. Mittlerweile könnte wohl jeder Milliardär und Politiker mit Kritik an Soros Sympathien bei Verschwörungstheoretikern gewinnen, auch dann, wenn sie selbst zu verschworenen Eliten gehören.

Alan Dershowitz

Ein Rechtsberater von Rudy Giuliani ist Alan Dershowitz. Der amerikanisch-jüdische Jurist war der Anwalt von Donald Trump. (Quelle) Alan Dershowitz schrieb im Juni 2023 einen Artikel in der Jerusalem Post. Darin verteidigte er Elon Musk vor dem Vorwurf des Antisemitismus, lästert über Soros ab und sagt, Juden sollten Soros nicht verteidigen. Die Highlights aus dem Artikel wären: „Warum verteidigen so viele prominente Juden George Soros – einen virulenten Antizionisten, der dem jüdischen Volk gegenüber nie freundlich gesinnt war?“ (…) „Niemand hat mehr dazu beigetragen, Israels Ansehen in der Welt und insbesondere unter den sogenannten Progressiven zu schädigen, als George Soros. Ohne seine Unterstützung hätten die beiden grossen Organisationen, die am meisten dazu beigetragen haben, das linke Paradigma gegen Israel zu verändern, nicht den schädlichen Einfluss, den sie derzeit haben“. (…) „Daran ist ALLES Soros schuld und Soros wird zu Recht dafür verurteilt, dass er dieses Paradigma gegen Israel verlagert.“ (…) „Es ist wahr, dass einige rechte Antisemiten sich auf Soros konzentriert haben, als sie antisemitische Verschwörungstheorien verbreiteten, wonach „die Juden“ die Welt kontrollieren. So wie Antisemiten der Vergangenheit „die Rothschilds“ für viele Übel der Welt verantwortlich machten, so geben auch einige zeitgenössische Fanatiker Soros die Schuld. Der Unterschied besteht darin, dass die Rothschilds starke Unterstützer der jüdischen Gemeinschaft und des Zionismus waren. Soros ist nicht nur kein Unterstützer, er ist auch ein Gegner. Er ist nur elterlich „jüdisch“ und rühmt sich damit, dass seine Mutter Antisemitin gewesen sei.“ (Quelle) Allmählich bekomm ich fast ein wenig Mitleid mit Soros, weil er von anderen Eliten gemobbt wird.

Alan Dershowitz beriet nicht nur Trump und Giuliani, sondern auch den bereits erwähnten Milliardär Sheldon Adelson. Dershowitz ist derzeit im Vorstand von Watergen, ein israelisches Unternehmen. Er wird dadurch den georgisch-russisch-israelischen Geschäftsmann Mikhael Mirilashvili kennen, der das Unternehmen kontrolliert und ein langjähriger Freund von Adelson war. (Quelle) Mirilashvili ist Milliardär. (Quelle) Er ist ein enger Freund von Benjamin Netanjahu und ist der Vater des bereits erwähnten Unternehmers Yitzhak Mirilashvili. (Quelle)

Als Sheldon Adelson in Kritik geriet, verteidigte Dershowitz ihn in einem Artikel der Jerusalem Post. (Quelle)

Alan Dershowitz nahm auch Netanjahu von Kritikern in Schutz und sagt, dass er mit ihm befreundet ist. (Quelle)

Alan Dershowitz vertrat den Chabad-Geschäftsmann Sholom Rubashkin vor Gericht und wurde dafür von Chabad-Lubawitsch geehrt. (Quelle)

Alan Dershowitz war der Anwalt des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, als dieser 2005 mit der Justiz in Konflikt kam. Dershowitz handelte den Deal aus, der dazu führte, dass Epstein keine hohe Strafe erhielt. Dershowitz hatte Epstein bereits 1996 kennengelernt. Im selben Jahr waren sie auf einer Party auf dem Anwesen des jüdischen Milliardärs Leslie Wexner, der als Hauptquelle von Epsteins Reichtum gilt. Dershowitz sagte, „Ich war Jeffrey Epsteins intellektuelles Geschenk an Leslie Wexner“. Dershowitz sprach sich auf Twitter dafür aus, das Schutzalter auf 16 Jahre zu senken. Das Epstein-Opfer Virginia Giuffre sagte, dass sie sechsmal Sex mit Dershowitz haben musste. (Quelle: 1 und 2) 2022 zog Virginia Giuffre ihre Anklage gegen Dershowitz zurück.

Alan Dershowitz ist Autor bei Breitbart. (Quelle) Breitbart ist eine erfolgreiche rechtspopulistische Nachrichtenwebseite in den USA, die Werbung für Donald Trump und die Republikaner macht. Breitbart verbreitete immer wieder Verschwörungstheorien oder förderte diese indirekt über seine Berichterstattung. Die Seite veröffentlicht jeden Monat mehrere nicht wohlwollende Artikel über Soros (Quelle). Der bereits erwähnte Morton Klein ist auch Autor bei Breitbart. (Quelle) Breitbart wurde von Steve Bannon geleitet, der Chefstratege von Donald Trump war. Bannon ist inzwischen als rechter Netzwerker international aktiv. 2018 kündete er an, Viktor Orbán im Wahlkampf beraten zu wollen. (Quelle) Benjamin Netanjahu stellte 2021 den ehemaligen Breitbart-Journalisten Aaron Klein (Jude) als Wahlkampfchef ein. Dieser schrieb zwei Bücher, die sich darauf konzentrieren, US-Präsident Barack Obama anzugreifen. In einem Buch unterstellt er Obama eine Nähe zum Kommunismus. (Quelle) Breitbart wurde 2007 von den amerikanischen Juden Andrew Breitbart und Larry Solov gegründet. Obwohl es eine US-amerikanische Seite ist, wurde ihre Gründung in Israel beschlossen und die Gründer trafen den Ministerpräsidenten Netanjahu. Larry Solov sagte über die Gründung: „Wir hatten die Anti-Israel-Voreingenommenheit der Mainstream-Medien und von J-Street satt.“ (Quelle) Soros ist ein Spender von J-Street, woraus man schlussfolgern könnte, dass die Breitbart-Gründer Soros nicht mögen.

Alan Dershowitz war vor paar Monaten bei Infowars von Alex Jones zugeschaltet, wo er Trump-Propaganda verbreitete. (Quelle) Alex Jones ist der erfolgreichste Verschwörungstheoretiker der USA und hat eine sehr grosse Reichweite. In den letzten Jahren hat er viel Werbung für Donald Trump gemacht. Alex Jones verbreitet Verschwörungstheorien über George Soros. Einmal sagte Jones, dass Soros das Oberhaupt der jüdischen Mafia sei. Die jüdische Mafia ist eine der mächtigsten Mafiagruppen der Welt. Über das Internet fand ich keine seriösen Informationen, die Soros mit der Mafia in Verbindung bringen. Bei seinen Gegnern hingegen gibt es tatsächlich reichlich Mafiaverbindungen.

Mafiaverbindungen der Soros-Gegner

Alan Dershowitz gehörte zum Anwaltsteam des kanadischen Mafiabosses Vito Rizzuto. (Quelle: 1 und 2) Der italienische Einwanderer aus Sizilien galt als das Oberhaupt des kanadischen Zweiges der sizilianischen Mafia. Wie bereits erwähnt, wurde der Soros-Kritiker Rudy Giuliani angeblich in eine Mafiafamilie geboren. Rudy Giulianis Grosseltern waren Einwanderer aus Sizilien. Die amerikanischen Ableger der italienischen Mafia gingen schon früh Allianzen mit der amerikanisch-jüdischen Mafia ein.

Der superreiche Jude Sheldon Adelson, der mehrfach in diesem Beitrag erwähnt wurde, stand im Verdacht, mit chinesischen Mafiagruppen in Verbindung zu stehen. Adelson gründete und besass Las Vegas Sands, eines der grössten Kasinounternehmen der Welt. Las Vegas Sands konzentrierte sich ursprünglich auf die Stadt Las Vegas, aber ist heute vor allem in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau aktiv. Las Vegas und Macau haben zwei der grössten Glücksspielindustrien der Welt. Die Kasinos von Las Vegas waren lange Zeit bekannt dafür, dass sie von der italienischen und der jüdischen Mafia aus den USA zur Geldwäsche genutzt wird. Macau hingegen wird von chinesischen Mafiagruppen, wie den Triaden, dominiert.

Der ehemalige CEO von Las Vegas Sand, Steven Jacobs, klagte gegen seine Entlassung durch Sheldon Adelson. Jacobs sagt, dass er die Kontakte zu Vertretern der organisierten Kriminalität abbrechen wollte, was Adelson aber nicht gepasst haben soll. Adelson entliess darauf Jacobs. Jacobs sagt, Las Vegas Sands habe Bestechungsgelder gezahlt, um die Behörden von Macau und die Regierung in Peking zu beeinflussen. 2015 musste Adelson daher vor einem Gericht in Las Vegas aussagen. Es gab Morddrohungen gegen Angestellte von Las Vegas Sand. (Quelle: 1 und 2) 2011 gab Las Vegas Sand in einer Zivilklage zu, dass sie Geschäfte mit dem Glücksspielunternehmer Cheung Chi-tai gemacht hatten, ein Triaden-Boss. Laut Steven Jacobs wusste Adelson über die kriminellen Verbindungen Bescheid, was ihn aber nicht davon abhielt, mit dem Chinesen Geschäfte zu machen. Jacobs behauptet, dass Las Vegas Sand Nachforschungen anstellte, um belastendes Material über Regierungsbeamte in Macau zu sammeln, das sie gegen sie verwenden könnten. (Quelle) 2013 zahlte Las Vegas Sand eine Geldstrafe von 47 Millionen US-Dollar, um einer Strafanzeige im Rahmen einer Geldwäscheermittlung zu entgehen. Ein chinesischer Mafioso hatte sein Geld in Adelsons Kasinos gewaschen. Der Chinese wurde beschuldigt, Chemikalien aus China nach Mexiko importiert zu haben, um dort Methamphetamin herzustellen. (Quelle) John Smith, ein Journalist aus Las Vegas, der Auszeichnungen erhielt, behauptete in einem Buch, dass Adelson mit der italienischen Mafia in Boston zu tun hatte. (Quelle) Adelson sah ohnehin wie ein Mafiaboss aus und hätte den Schurken in einem James Bond-Film spielen können.

Sheldon Adelson war ein enger Freund von Steve Wynn. (Quelle) Steve Wynn ist ebenfalls jüdischer Milliardär und besass Kasinos in Las Vegas und Macau. Wynn und seine Kasinos hatten Verbindungen zur italienischen Mafia und zur amerikanisch-jüdischen Mafia. Wynn ging mit dem Mafioso Tony Castelbuono Skifahren. Castelbuono wusch Geld aus dem Heroinhandel in den Kasinos. Nach einem Bericht von Scotland Yard (Londoner Polizei) aus den 80er-Jahren hatte Wynn Verbindungen zur einflussreichen Genovese-Mafiafamilie, die die Cosa Nostra in den USA vertritt. Bereits Wynns Vater wurde nachgesagt, Teil der Mafia zu sein. (Quelle)

Steve Wynn war ursprünglich ein Rivale von Donald Trump, aber sie sind schliesslich Freunde geworden. Wynn war auf der Hochzeit von Trump und Trump war auf der Hochzeit von Wynn. (Quelle) Wynn war bis 2018 Finanzvorsitzender des Nationalkomitees der Republikanischen Partei (RNC). (Quelle) Er unterhält Kontakt zu Benjamin Netanjahu. (Quelle)

Steve Wynn betrieb in der Trump-Regierung Lobbyarbeit für die chinesische Regierung und soll sich mit Agenten des chinesischen Geheimdienstes ausgetauscht haben. Das US-Justizministerium forderte ihn daher auf, sich als ausländischen Agenten registrieren zu lassen. (Quelle: 1 und 2) Übrigens war der bekannte Verschwörungstheoretiker Lin Wood ein langjähriger Anwalt von Wynn, aber inzwischen haben sich die beiden zerstritten. Lin Wood, ein grosser Trump-Fan, verbreitete die Theorie der gestohlenen Wahl sowie auch die QAnon-Theorie. (Quelle: 1 und 2) Steve Wynn spendete 770000 US-Dollar an ein grosses Spendenkomitee der Republikaner unter der Leitung des bereits erwähnten Politikers Kevin McCarthy. (Quelle) Nachdem Steve Wynn sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen wurde, nahm ihn der bereits erwähnte Alan Dershowitz beim Sender Fox News in Schutz. (Quelle)

Sheldon Adelson und seine Frau Miriam trafen den chinesischen Milliardär Stanley Ho. (Quelle) Der 2020 verstorbene Stanley Ho war lange Zeit der wichtigste Unternehmer der Glücksspielindustrie in Macau. Er und seine Kasinos galten als mit den Triaden verbunden. (Quelle: 1 und 2) Stanley Ho hatte neben chinesischen auch niederländisch-jüdische Vorfahren.

Der Konzern der Familie von Stanley Ho führte ein Join Venture mit dem australischen Glücksspielkonzern Crown Resorts, der damals noch von der australischen Millliardärsfamilie Packer kontrolliert wurde. Internationale kriminelle Organisationen wuschen hunderte von Millionen US-Dollar über die Kasinos von Crown Resorts. Das Unternehmen hatte enge Verbindungen zur chinesischen Mafia. Das Netzwerk reicht bis zur Familie des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Ming Chai, der Cousin des Präsidenten, wurde von der australischen Polizei dabei erwischt, wie er mit einem chinesischen Mafioso verkehrte. Mehr dazu im Beitrag zur Packer Familie. Mysteriöserweise haben die chinakritischen Leitmedien aus dem Westen nicht über die Verbindungen des Präsidentencousin zu Kriminellen berichtet.

Der australische Milliardär James Packer war Hauptaktionär von Crown Resorts. Er ist kein Jude, aber ist ein grosser Fan von Israels Elite. Angeblich hatte er dem ehemaligen israelischen Präsidenten Shimon Peres die Füsse geküsst. James Packer wurde ein enger Freund der Familie Netanjahu und überhäufte sie mit teuren Geschenken (es gibt den Vorwurf der Bestechung). Er leidet an einer bipolaren Störung. (Quelle) Sein Freund Benjamin Netanjahu kommt mir hingegen wie ein narzisstischer Psycho vor. Eine Studie, die von professionellen Psychologen und Psychiatern durchgeführt wurde, kommt zu dem Schluss, dass Netanjahu „eine narzisstische Persönlichkeit mit paranoiden und autoritären Tendenzen“ hat. (Quelle) Seine Frau Sara Netanjahu soll noch schlimmer sein. Als das bereits erwähnte Ehepaar Sheldon und Miriam Adelson von der Polizei über die Korruption der Netanjahu Familie befragt wurde, sagte Sheldon der Polizei, dass Sara Netanjahu „absolut verrückt“ sei. Miriam sagte den Ermittlern: „Bibi (Benjamin) ist klug. Sie (Sara) ist einfach nicht gesund. Als Arzt habe ich Mitgefühl für ungesunde Menschen. Ich behandle Süchtige. Sie ist nicht gesund.“ (Quelle) Ein israelisches Gericht kam zu dem Schluss, dass Sara ihre Angestellten mit übertriebenen Forderungen, Beleidigungen, Demütigungen und Wutausbrüchen terrorisiert hatte. (Quelle)

James Packer freundete sich auch mit Yossi Cohen an, der von 2016 bis 2021 Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad war. (Quelle: 1 und 2) Yossi Cohen wuchs in einer religiösen zionistischen Familie in Jerusalem auf. Zu seinem Netzwerk gehört der bereits erwähnte Milliardär Mikhael Mirilashvili. (Quelle) Mikhael Mirilashvili, der in Russland und Israel lebt, ist wie gesagt mit Benjamin Netanjahu befreundet und auch Sheldon Adelson war ein Freund. Mikhael ist der Vater des VK-Mitgründers Yitzchak Mirilashvili. Vater und Sohn sind Unterstützer von Chabad-Lubawitsch.

Mikhael Mirilashvili ist im Führungsgremiums des Jüdischen Weltkongresses. Zum Führungsgremium gehören derzeit auch David de Rothschild, Ronald Lauder und Chella Safra. Mirilashvili ist zurzeit auch Präsident des Euro-Asiatischen Jüdischen Kongresses. Er war oder ist noch immer Vizepräsident des Russisch Jüdischen Kongresses.

Die Verbindungen zur russischen Mafia und Wladimir Putin

Mikhael Mirilashvili sagte: „Mir ist aufgefallen, dass die Reichen immer als böse Menschen ohne Moral dargestellt werden. Das stört mich. Und es ist nicht richtig. Juden umarmen reiche Menschen und sehen sie nie als schlechte Menschen. Wir kümmern uns um die weniger Glücklichen.“ Die Mirilashvili Familie spendete jedes Jahr Hunderttausende US-Dollar an Organisationen des korrupten Politikers Aryeh Deri, der mehrere Ministerposten in der israelischen Politik besetzte. Mikhael und Yitzhak Mirilashvili wurden deswegen von der Polizei befragt. In den 2000er-Jahren sass Mikhael Mirilashvili in Russland im Gefängnis. Sein Vater war von mutmasslichen Mitgliedern der russischen Mafia entführt und dann wieder freigelassen worden. Darauf soll Mikhael Mirilashvili die Ermordung der Entführer veranlasst haben, weshalb er ins Gefängnis musste. Er besitzt in Russland Casinos und andere Glücksspielstätten. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Russland ist ein Mafiastaat. Vor kurzem sagte Mirilashvili, er habe seine Unternehmen in Russland verkauft.

Mikhael Mirilashvili war in der russischen Stadt Sankt Petersburg angeblich bereits in den 90er-Jahren mit dem heutigen Präsidenten Wladimir Putin verbunden. (Quelle) Putin war damals als hochrangiger Beamter in Sankt Petersburg unter anderem für den Glücksspielsektor zuständig. Übrigens kommt auch der russisch-jüdische Milliardär Arkadi Rotenberg aus Sankt Petersburg. Er ist schon seit seiner Jugend mit Putin befreundet.

Mikhael Mirilashvili besass Restaurants in Sankt Petersburg, in denen in den 90er-Jahren der Koch Jewgeni Prigoschin (Yevgeny Prigozhin) arbeitete. Prigoschin, der vor kurzem bei einem Flugzeugabsturz verstarb, galt als der Koch von Präsident Putin. Prigoschin war der Anführer der Gruppe Wagner, eine Privatarmee im Dienste des russischen Staates. (Quelle) Mirilashvili gab zu, dass er in den 90er-Jahren Kontakt zu Prigoschin hatte. Er stritt aber die Behauptung ab, dass er in den letzten Jahren mit Prigoschin Geschäfte im Immobilienbereich getätigt haben soll. (Quelle) Übrigens waren Prigoschins Vater und Stiefvater Juden. (Quelle) In den 90er-Jahren war Prigoschin im Glücksspielgeschäft aktiv. Geschäftspartner von Prigoschin sollen zur gleichen Zeit mit Mikhael Mirilashvili ein Kasino in Sankt Petersburg gegründet haben. Mirilashvili wurde vorgeworfen, Oberhaupt einer kriminellen Organisation gewesen zu sein. Er hatte angeblich Verbindungen zum russischen Mafiaboss Wjatscheslaw Iwankow (Vyacheslav Ivankov). (Quelle) Iwankow wurde 2009 von einem Scharfschützen ermordet. Er stand mit Semjon Mogilewitsch (Semion Mogilevich) in Kontakt. (Quelle) Semjon, ein jüdischer Mafioso, gilt als einer der mächtigsten Bosse der russischen Mafia und machte ein Milliardenvermögen mit kriminellen Geschäften. Er lebte auch in Israel. (Quelle) Übrigens entwickelt sich Israel immer mehr zu einem Mafiastaat. (Quelle) Im Zeitraum 2004 wurde geschätzt, dass israelische Kriminelle 75 Prozent des Marktes für Ecstasy in den USA kontrollieren. (Quelle) Laut einem Bericht des FBI gehörte Semyon (Sam) Kislin, ein in der USA lebender Ukrainer, zur Bande von Wjatscheslaw Iwankow. Kislin wurde verdächtigt, mit russischen Gangstern in Brooklyn verbunden zu sein. Er spendete für den Wahlkampf des bereits erwähnten US-Politikers Rudy Giuliani. (Quelle) Rudy Giuliani wurde wie gesagt angeblich in eine Mafiafamilie geboren und war der Anwalt von Donald Trump. Von 1994 bis 2001 gehörte Sam Kislin zu den wirtschaftlichen Beratern von Giuliani, als dieser Bürgermeister von New York war. Sam Kislin ist Jude und engagierte sich bei jüdischen Organisationen. Er gründete einen internationalen Rohstoffhändler und besitzt Immobilien in der Ukraine und Russland. Er hatte in Moskau studiert. (Quelle) Die russische Onlinezeitung The Insider, die der russischen Regierung kritisch gegenübersteht, schreibt, dass Sam Kislin 2019 das Treffen zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (Jude) in den USA mitorganisierte und anwesend war. (Quelle)

Mikhael Mirilashvili ist wie gesagt der Vater des Milliardärs Yitzchak Mirilashvili. Yitzchak gründete das russische Datenunternehmen Selectel, das eine Genehmigung vom russischen Geheimdienst erhielt und vor der russischen Invasion in der Ukraine versuchte, in den ukrainischen Markt einzudringen. (Quelle)

Mikhael Mirilashvili hat über sein Unternehmen Watergen indirekte Verbindungen zu Donald Trump. Wie weiter oben bereits erwähnt wurde, war Mirilashvili über Watergen mit Sheldon Adelson verbunden sowie mit Trumps ehemaligem Anwalt Alan Dershowitz, der zurzeit im Vorstand sitzt. (Quelle) Edward Russo, der die Geschäfte von Watergen in den USA leitete, beriet Donald Trump und schrieb ein Buch über ihn.

Der Putin-Koch und Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin wurde beschuldigt, dass er die US-Präsidentschaftswahlen 2016 mit einer „Trollfarm“ zugunsten von Donald Trump beeinflusst hat. Prigoschin gestand dies in den sozialen Medien, wo er schrieb: „Wir haben uns eingemischt, wir mischen uns ein und wir werden uns weiterhin einmischen. Sorgfältig, genau, chirurgisch und auf unsere eigene Weise, da wir wissen, wie es geht.“ (Quelle)

Jewgeni Prigoschin hatte Putin bereits in den 90er-Jahren kennengelernt. (Quelle)

In den 80er-Jahren sass Prigoschin im Gefängnis wegen Diebstahl, Raub, Erpressung und Beteiligung Minderjähriger an der Prostitution. (Quelle: 1 und 2) Einer russischen Exilzeitung zufolge besass Prigoschin in den letzten Jahren ein Harem aus jungen Frauen und hatte regelmässig Sex mit Jungfrauen. Angeblich glaubte er, dass ungeschützter Sex mit Jungfrauen seine Jugend verlängert. (Quelle) Womöglich hat Prigoschin die russischen Führer nicht nur mit gutem Essen, sondern auch mit jungen Frauen oder Minderjährigen versorgt. Übrigens hat seine Söldnergruppe Wagner in Afrika Kinder entführt und beteiligte sich womöglich an den Kindesentführungen in der Ukraine.

Mikhael Mirilashvili kennt den kasachisch-israelischen Milliardär Alexander Maschkewitsch (Mashkevitch). (Foto) Die beiden sind über den Euro-Asiatischen Jüdischen Kongress verbunden. Im Jahr 2002 wurde geschätzt, dass etwa ein Viertel der Wirtschaft Kasachstans (ein ehemaliger Sowjetstaat) unter dem Einfluss von Maschkewitsch steht. (Quelle) Maschkewitsch wurde verdächtigt, im Jahr 2010 eine Sexparty auf einer von der türkischen Polizei beschlagnahmten Luxusyacht organisiert zu haben. Zehn Verdächtige, darunter zwei türkische Milliardäre, wurden auf der Yacht verhaftet. Die Polizei führte Ermittlungen gegen Menschenhändler. Auf der Yacht waren mehrere junge Frauen, darunter auch Minderjährige. Sie wurden über Modelagenturen aus Russland und der Ukraine in die Türkei gebracht. Der Eigentümer der Yacht war der türkische Milliardär Kahraman Sadıkoğlu, der aber nicht an Bord war. (Quelle) Einer der Verhafteten bei der Razzia war der in Kasachstan geborene Türke Tevfik Arif. Er ist kein Jude, hat aber Verbindungen zu Chabad-Lubawitsch in den USA sowie auch Verbindungen zu Donald Trump. Tevfik Arif war 2001 Gründer der Bayrock Group, ein Immobilienunternehmen in den USA. Er gründete das Unternehmen zusammen mit Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion. In den 2000er-Jahren hatte Donald Trump engen Kontakt zur Bayrock Group. Mehrere Bayrock-Mitarbeiter waren Unterstützer von Chabad-Lubawitsch, darunter der russisch-jüdische Einwanderer Felix Sater, der für Trumps Immobilienkonzern zu arbeiten begann. (Quelle) Später kam heraus, dass Felix Sater tiefgehende Kontakte zu kriminellen Strukturen rund um die Welt hatte.

Felix Sater war in den 70er-Jahren als Kind in die USA gekommen. Als junger Mann begann er an der Wall Street zu arbeiten, unter anderem als Broker bei Lehman Brothers. Er musste zu Beginn der 90er-Jahre wegen schwerer Körperverletzung ins Gefängnis. Als er rauskam knüpfte er Kontakte in Russland. Ab Ende der 90er-Jahre begann er heimlich für amerikanische Geheimdienste zu arbeiten. Er baute ein Netzwerk ausländischer Kontakte auf, zu dem hochrangige Geheimdienstler, Militäragenten und militärische Forschungseinrichtungen gehörten. Zu seinem Netzwerk zählten ein ehemaliger General des russischen Militärgeheimdienstes, Mafiabosse in den USA, afghanische Warlords und ukrainische Oligarchen. Der ehemalige Bundesanwalt Todd Kaminsky sagte über Felix Sater: „Er war ausserordentlich wertvoll. Er verfügte über Kenntnisse in so vielen verschiedenen Bereichen, von Finanzbetrug über Terrorismus bis hin zu Strassenkriminalität.“ Felix Sater beschaffte für die US-Behörden Informationen über die Finanzstrukturen von Al-Qaida, Cosa Nostra, russische Mafia, Nordkoreas Atomprogramm und korrupten Politikern aus Kasachstan. Er hatte engen Kontakt zu Trumps ehemaligen Anwalt Michael Cohen (Jude) und es wurde behauptet, dass Sater und Cohen Jugendfreunde sind. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Im Jahr 2017 versuchten Sater und Cohen ein pro-russisches Friedensabkommen für die Ukraine zu bewirken. Der US-General Michael Flynn soll das Vorhaben unterstützt haben. (Quelle) Flynn wurde weiter oben bereits erwähnt. Er war kurzzeitig Trumps nationaler Sicherheitsberater, aber musste zurücktreten, weil er seine Kontakte zu russischen Stellen verschwiegen hatte. Er ist ein Förderer der QAnon-Verschwörungstheorie, obwohl er anscheinend selbst nicht daran glaubt.

Felix Sater sagte bei einer Anhörung vor den US-Abgeordneten aus, dass er „vor und nach den Anschlägen vom 11. September entscheidende Geheimdienstinformationen“ über Osama bin Laden und Al-Qaida bereitgestellt habe. Sater behauptete, er habe vor den Anschlägen fünf der persönlichen Satellitentelefonnummern von Osama bin Laden erhalten. Die Geheimdienste wollten seine Aussagen nicht bestätigen, aber ein Bundesrichter bestätigte sie. (Quelle: 1 und 2) Sater prahlte: „Tagsüber habe ich Trump Towers gebaut und nachts Jagd auf Bin Laden gemacht“. (Quelle)

Im Jahr 2014 wurde Felix Sater vom Chabad-Haus in Port Washington zum „Mann des Jahres“ ernannt. Anscheinend vertraut Felix Sater dem Chabad-Rabbi Shalom Paltiel, denn er erzählte ihm von seinen geheimen Missionen im Auftrag der US-Geheimdienste. Shalom Paltiel steht dem Chabad-Rabbi Berel Lazar nahe und bezeichnete ihn als „meinen lieben Freund und Mentor“. Berel Lazar ist Russlands oberster Rabbi und wird „Putins Rabbi“ genannt. (Quelle) Chabad-Lubawitsch ist die dominierende jüdische Gruppe in Russland und der Ukraine. (Quelle) Berel Lazar sagte, dass 90 Prozent der in Russland tätigen Rabbis zu Chabad-Lubawitsch gehören. (Quelle)

Felix Sater begleitete Trumps Kinder bei einem Besuch in Moskau. Laut Zeugenaussagen hatte er regelmässig Treffen und Telefonate mit Trump. Sater sagte selbst, dass er Trump oft traf und beschrieb das Verhältnis als „freundschaftlich“. (Quelle: 1 und 2) Er besass eine Visitenkarte, die ihn als leitenden Berater von Trump auswies. (Quelle) Beim US-Wahlkampf 2016 schrieb er in einer E-Mail: „Unser Junge kann Präsident der USA werden, wir können es schaffen.“ Mit „unser Junge“ ist Trump gemeint. In der E-Mail steht: „Ich werde Putin in dieses Programm aufnehmen und wir werden dafür sorgen, dass Donald (Trump) gewählt wird. (…) Ich werde Putins gesamtes Team dazu bringen, sich daran zu beteiligen, und ich werde diesen Prozess leiten.“ (Quelle)

2020 wurde Felix Sater wegen Geldwäsche angeklagt. Er soll schmutziges Geld aus Kasachstan (ein Mafiastaat) durch Trump-Immobilien geschleust haben. (Quelle)

Felix Sater ist mit dem amerikanisch-jüdischen PR-Manager Ronn Torossian befreundet. (Quelle) Torossian arbeitete für Sater. (Quelle) Torossian kennt George Birnbaum, denn sie verfassten zusammen in Medien Beiträge, in denen sie sich über die Israelkritiker aufregen. (Quelle) George Birnbaum hat wie gesagt die Anti-Soros-Kampagne mitentworfen. Torossian bezeichnete in einem Meinungsblog der Times of Israel George Soros als den „gefährlichsten Milliardär der Welt“. (Quelle) Torossian wurde wie Birnbaum bekannt dafür, auf aggressive PR-Taktiken zu setzen. Zu seinen Kunden gehörten rechte israelische Politiker, evangelikale Prediger und schwarze Rapper aus den USA, die türkische Regierung, eine Stiftung von Donald Trumps Familie und Maira Nasarbajewa, eine Schwägerin des ehemaligen Präsidenten von Kasachstan. Kunden aus der Ukraine waren der Milliardär Rinat Achmetow und Vitali Klitschko, der heutige Bürgermeister von Kiew. Wie bereits erwähnt wurde, ist Vitali Klitschko mit George Birnbaum befreundet. 2008 arrangierte Torossian ein Treffen zwischen Vitali Klitschko und dem bereits erwähnten US-Politiker Rudy Giuliani. Torossians Firma arbeitete für den bereits erwähnten Chabad-Geschäftsmann Sholom Rubashkin, der Alan Dershowitz als Anwalt hatte. Dershowitz und Torossian kennen sich, aber mögen sich nicht. Torossian freundete sich in den 90er-Jahren mit dem bereits erwähnten Morton Klein an. Ein weiterer Freund ist der bereits erwähnte Anwalt Michael Cohen, der viel Kontakt zu Felix Sater und Donald Trump hat. Die kennen sich wirklich alle. Torossian ist auch mit dem Italiener Paolo Zampolli befreundet. Dieser war der Heiratsvermittler von Donald und Melania Trump. Torossian wurde vorgeworfen, den hochrangigen marokkanischen Rabbi Yoshiyahu Yosef Pinto erpresst zu haben, indem er ihm drohte, Pintos Finanzkriminalität an die Medien zu verraten. (Quelle) Torossian sagte über Jared Kushner und Ivanka Trump: „Jared und Ivanka gehören zu uns traditionellen Juden, denen Israel sehr am Herzen liegt“. (Quelle)

Felix Sater gehörte wie gesagt zur Führung des äusserst dubiosen Immobilienunternehmens Bayrock-Sapir. Laut zwei ehemaligen Führungskräften von Bayrock ist das Unternehmen für Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Erpressung, Bestechung und Betrug verantwortlich. Grosser Anteilseigner von Bayrock-Sapir war der verstorbene georgisch-jüdische Einwanderer Tamir Sapir, ein Spender von Chabad-Lubawitsch. Er war 1976 nach New York emigriert, wo er ein Elektronikgeschäft eröffnete, das hauptsächlich Agenten des sowjetischen Geheimdienstes KGB belieferte. Er gründete das Geschäft zusammen mit dem ukrainischen Einwanderer Semyon (Sam) Kislin. (Quelle: 1, 2, 3) Kislin wurde oben bereits erwähnt. Er gehörte oder gehört noch immer der organisierten Kriminalität an.

Das Vermögen von Tamir Sapir wurde im Jahr 2010 auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Donald Trump nannte Tamir Sapir „einen grossartigen Freund“. Im Jahr 2007 war Trump Gastgeber der Hochzeit von Sapirs Tochter, die Rotem Rosen heiratete, der geschäftlich sehr viel mit dem israelischen Milliardär Lew Lewiew (Lev Leviev) zu tun hatte. Zu dieser Zeit war Lew Lewiew der weltweit grösste Spender von Chabad-Lubawitsch. Lewiew traf sich mit Trump und begleitete Tamir Sapir nach Deutschland, um Chabad-Institutionen in Berlin zu besichtigen. (Quelle: 1 und 2)

Lew Lewiew war oder ist noch immer mit Wladimir Putin befreundet. (Quelle) 2007 kam Lewiew bei einem Treffen in New York mit dem Chabad-Rabbi Joshua Metzger und dem britischen Geschäftsmann Nat Rothschild zusammen. (Quelle) Lewiew ist eng mit dem russisch-jüdischen Milliardär Roman Abramowitsch (Abramovich) verbunden, der ebenfalls Nat Rothschild kennt und einer der weltweit grössten Förderer von Chabad-Lubawitsch war. Lewiew und Abramowitsch sorgten im Jahr 2000 dafür, dass der Chabad-Rabbi Berel Lazar zum Oberrabi von Russland wurde, was Putin unterstützt hatte. Roman Abramowitsch war mit Dasha Zhukova verheiratet, die schon zur Zeit ihrer Ehe mit Ivanka Trump und Jared Kushner befreundet ist. Zu ihrem Freundeskreis gehört Wendi Deng. Diese hatte Gerüchten zufolge ein romantisches Verhältnis mit Putin. Sie ist die Exfrau des US-amerikanischen Milliardärs Rupert Murdoch (kein Jude), einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt. (Quelle) Wendi Deng war in China geboren und aufgewachsen. 2017 warnten US-Spionageabwehrbeamte Jared Kushner davor, dass Wendi Deng die US-amerikanische Elite im Interesse der chinesischen Regierung beeinflussen könnte. (Quelle: 1 und 2) Dasha Zhukova ist nun mit einem Mitglied der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (keine Juden) verheiratet. Ihre Mutter hat sich im März 2024 mit dem Milliardär Rupert Murdoch verlobt. (Quelle) Ihr Vater Alexander Schukow (Zhukov) hatte Kontakt zu Mafiabanden aus der Ukraine, darunter zum internationalen Waffenhändler Leonid Minin. Im Jahr 2001 sass Alexander Schukow in Italien für sechs Monate im Gefängnis, weil er beschuldigt wurde, sich an Waffenschmuggel in Osteuropa beteiligt zu haben. Er wurde freigesprochen. In einem Bericht des italienischen Parlaments aus dem Jahr 2005 wurde Alexander Schukow als ein „wichtiges Mitglied“ der Solntsevskaya-Bande (Solnzewo-Bruderschaft) genannt. Solntsevskaya gilt als die mächtigste Gruppe der russischen Mafia. (Quelle)

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Haus Norodom

Die Norodom Familie ist die Königsfamilie von Kambodscha, ein Land in Südostasien. König Norodom (1834–1904) begründete das Haus Norodom. Sein Vater war der vorherige König. Sie kamen aus einer Blutlinie, die schon seit dem 14. Jahrhundert mit Unterbrechungen über Kambodscha herrscht. (Quelle) Der Überlieferung nach stammt das Haus Norodom von der Königsfamilie des Khmer-Reiches ab. Das Khmer-Reich bestand vom 9. bis 15. Jahrhundert und war der Vorläufer von Kambodscha. Auch der 2012 verstorbene König Norodom Sihanouk beanspruchte, von den Khmer-Königen abzustammen, die mit halbgöttlichem Status geherrscht hatten (Quelle). Die Dynastie hatte das Khmer-Reich zu Beginn des 9. Jahrhunderts gegründet, zu dem damals auch die heutigen Staaten Thailand und Laos gehörten. Das Volk der Khmer ist bis heute die grösste Ethnie in Kambodscha. Das Haus Norodom ist eine buddhistische Dynastie und die Mehrheit der Kambodschaner sind Buddhisten. Der hinduistische Khmer-König Suryavarman II., der im 12. Jahrhundert regierte, liess Angkor Wat erbauen, eine bis heute bestehende Tempelanlage. Angkor Wat gilt als das grösste religiöse Bauwerk der Welt und als die grösste Tempelanlage, die jemals gebaut wurde.

Der kambodschanische König Jaya Jatha II. (Chey Chettha), der zu Beginn des 17. Jahrhunderts regierte, heiratete in die vietnamesische Aristokratenfamilie Nguyễn. (Quelle: 1 und 2) Die Nguyễn-Dynastie war von 1802 bis 1945 die Königsfamilie des Vietnams. Der Vietnam ist ein Nachbarland von Kambodscha.

Die Königsfamilien von Vietnam und Siam (Thailand) versuchten über Jahrhunderte ihren Einfluss auf Kambodscha auszuweiten, teils mit Erfolg. Zeitweise waren die Könige von Kambodscha Vasallen der vietnamesischen und siamesischen Könige. Ang Duong, der Mitte des 19. Jahrhunderts über Kambodscha regierte, wollte unabhängig von den beiden Königsfamilien werden. Er schrieb dem französischen Kaiser Napoleon III. und bat ihn um Hilfe. Sein Sohn Norodom wurde der nachfolgende König. Norodom unterzeichnete 1863 einen Vertrag, bei dem festgelegt wurde, dass Frankreich die volle Kontrolle über die Aussenbeziehungen Kambodschas erhielt. Als Gegenleistung schützten die Franzosen König Norodom vor seinen Feinden. 1884 wurde Kambodscha eine französische Kolonie. Norodom durfte aber weiterhin den Thron besetzen und war bis zu seinem Tod 1904 König des Landes. Sein Nachfolger Sisowath I. war ursprünglich ein Gegner der Franzosen gewesen, aber während seiner Herrschaft unterhielt er ein gutes Verhältnis zu Frankreich. Die Franzosen belohnten ihn mit Geschenken. Sie bauten ihm einen neuen Palast, schenkten ihm eine dampfbetriebene Yacht und versorgten ihn jährlich mit 113 Kilogramm Opium (der König rauchte regelmässig Opium).

Im Zweiten Weltkrieg kam in Frankreich das Vichy-Regime an die Macht, das mit Nazideutschland kooperierte. Deutschland war im Krieg wiederum mit Japan verbündet. Das Vichy-Regime gab Japan daher die Erlaubnis, Truppen in Kambodscha zu stationieren. Japan besetzte während des Krieges grosse Teile von Ostasien. Nach der Niederlage der Japaner brachten die Franzosen Kambodscha wieder unter ihre Kontrolle. 1953 wurde Kambodscha kampflos unabhängig von Frankreich.

Norodom Sihanouk

König Norodom Sihanouk (1922–2012) hatte viele Frauen, wie es für den kambodschanischen König üblich war. Zu seinen Frauen gehörten zwei Tanten und eine Cousine. (Quelle) Schon seit Jahrhunderten wird im Königshaus innerhalb der Familie geheiratet.

König Norodom Sihanouk trat 1955 freiwillig zurück und übergab den Thron an seinen Vater. Kurz darauf gründete er die Sangkum-Partei, die im selben Jahr zur Regierungspartei gewählt wurde. Ab da war Norodom Sihanouk mehrfach Premierminister. Die Sangkum sah den Erhalt der Monarchie als wichtiges Ziel an. Sie konnte sich gegen antimonarchistische Parteien durchsetzen. Somit stand die Regierung unter der Kontrolle des Königshauses. Kambodscha galt als eine „gelenkte Demokratie“. Norodom Sihanouk förderte im Land einen monarchiefreundlichen, buddhistischen Sozialismus. Er tolerierte Kommunisten, aber nur wenn sie die Monarchie anerkannten. Er liess sowohl linke als auch politisch rechte Gegner verhaften. Aussenpolitisch versuchte er gleichzeitig ein gutes Verhältnis zum kommunistischen China und zur kapitalistischen USA zu haben. Dabei bezog er von beiden Ländern Auslandshilfen.

Von 1955 bis 1975 tobte im Nachbarland der Vietnamkrieg. Der Vietnam war bis Ende des Zweiten Weltkrieges ebenfalls eine französische Kolonie gewesen. 1955 wurde die Königsfamilie des Vietnams bei einem Putsch gestürzt und ging nach Frankreich ins Exil, wo die Familie bis heute lebt. Einige Monate nach der Absetzung der Königsfamilie brach der Vietnamkrieg aus. Norodom Sihanouk blieb während des Krieges neutral. Der kommunistische Nordvietnam versprach ihm, die Grenzen Kambodschas zu respektieren. Als Gegenleistung erlaubte Sihanouk den vietnamesischen Kommunisten, verdeckt von Stützpunkten im Osten Kambodschas zu operieren. Damit verärgerte Sihanouk die USA, die Krieg gegen den Nordvietnam führte. Die Regierung von US-Präsident Richard Nixon liess darauf von 1969 bis 1970 Stellungen der Nordvietnamesen in Kambodscha bombardieren (Operation Menu). Diese Luftoffensive wurde im Geheimen durchgeführt und die Bevölkerung der USA war nicht darüber informiert.

Im Jahr 1970 wurde Norodom Sihanouk durch einen Putsch abgesetzt, als er in Frankreich und der Sowjetunion einen Besuch abstattete. Der Putsch wurde von seinem Cousin, Prinz Sisowath Sirik Matak, angezettelt und von General Lon Nol durchgeführt. Norodom Sihanouk behauptete, dass die CIA den Putsch unterstützt hatte. Nach dem Putsch wurde Kambodschas Regierung von Lon Nol und Prinz Sisowath Sirik Matak angeführt. Die beiden errichteten eine Militärdiktatur, in der Lon Nol die Rolle eines Diktators übernahm. Prinz Sisowath Sirik Matak und Lon Nol, die pro-westlich eingestellt waren, verbündeten sich mit den USA und dem Südvietnam. Mit Unterstützung des US-Militärs bekämpften sie die Kommunisten im Land.

Lon Nol hatte zwar Norodom Sihanouk gestürzt, aber er hatte grossen Respekt vor der kambodschanischen Monarchie. Nachdem er den Prinzen abgesetzt hatte, warf er sich vor dessen Mutter, Königin Sisowath Kossamak, zu Füssen und bat sie um Vergebung. (Quelle: 1 und 2)

Seit dem Putsch von 1970 lebte Norodom Sihanouk in China im Exil. Dort knüpfte er Kontakte zur Elite der Kommunistischen Partei Chinas. Er traf Chinas Führer Mao Zedong. Eine Webseite der Kommunistischen Partei sagt, dass Norodom Sihanouk ein Loblied auf Mao schrieb. (Quelle) Mao Zedong war einer der grössten Massenmörder aller Zeiten.

Norodom Sihanouk baute ein freundschaftliches Verhältnis zu Zhou Enlai auf. (Quelle) Dieser war der erste Premierminister der kommunistischen Volksrepublik China.

Von China aus organisierte Norodom Sihanouk den Widerstand gegen das Regime von Lon Nol. Mit der Unterstützung von China ging Sihanouk ein Bündnis mit der Kommunistischen Partei Kambodschas ein, die im Westen „Rote Khmer“ genannt wurde. Sihanouk rief die Kambodschaner dazu auf, am bewaffneten Widerstand teilzunehmen. (Quelle)

1975 konnten sich die Roten Khmer unter der Führung von Pol Pot an die Macht kämpfen. Sie ermordeten Prinz Sisowath Sirik Matak, der wie gesagt Norodom Sihanouk gestürzt hatte. Sihanouks Unterstützung verlieh den Roten Khmer in den Augen vieler Kambodschaner Legitimität. Die Roten Khmer ernannten nach ihrer Machtübernahme Norodom Sihanouk zum Staatsoberhaupt. In den folgenden Jahren war Kambodscha eine kommunistische Diktatur, die von Pol Pot angeführt wurde. Bereits 1976 trat Norodom Sihanouk als Staatsoberhaupt zurück. Da sich sein Verhältnis zu den Roten Khmer verschlechterte, war er bis Ende des Regimes 1979 ein Gefangener, allerdings nicht im Gefängnis, sondern im Königspalast unter Hausarrest. In diesen Jahren wurden fünf seiner Kinder und 14 Enkelkinder von den Roten Khmer getötet. Seine Hoffnung, die Roten Khmer kontrollieren zu können, hatte sich also nicht erfüllt. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Pol Pot und seine Anhänger wollten eine „perfekte Revolution“ und „sofort und total“ eine kommunistische Gesellschaft errichten. Sie liessen das Geld abschaffen. Die Stadtbewohner wurden aufs Land zwangsumgesiedelt, wo man sie zu Bauern umerzog, mit dem Ziel, das Land komplett in einen Agrarstaat umzuwandeln. Die Experimente des Regimes konnten keine Erfolge hervorbringen. Stattdessen begingen die Roten Khmer einen Genozid am eigenen Volk. Neben Massenmorden führten auch Zwangsarbeit, Hunger und mangelhafte medizinische Versorgung zu vielen Toten. Während ihrer vierjährigen Herrschaft waren die Roten Khmer für den Tod von fast einem Viertel der Kambodschaner verantwortlich. (Quelle: 1 und 2)

Übrigens: Pol Pot hatte schon als Junge den kambodschanischen Königspalast besucht. Seine Schwester und eine Cousine waren die Frauen von zwei Prinzen aus der Königsfamilie und lebten im Königspalast. Pol Pot studierte in den 50er-Jahren in Frankreich, wo er Kommunist wurde und mit kommunistischen Gruppen in Kontakt kam. Noch weitere Männer, die später zur Führung der Roten Khmer gehörten, hatten zu dieser Zeit in Frankreich studiert. Als Pol Pot nach Kambodscha zurückkehrte, wurde er dort im kommunistischen Untergrund aktiv. Seit Beginn der 60-Jahre lebte er im Dschungel. 1975 konnte er wie gesagt die Macht in Kambodscha übernehmen. (Quelle: 1 und 2)

Die Diktatur von Pol Pot hatte ein schlechtes Verhältnis zum Vietnam, der inzwischen ebenfalls von Kommunisten kontrolliert wurde. Der Vietnam wird bis heute von der Kommunistischen Partei regiert und ist ein autoritäres Regime. 1979 startete der Vietnam eine Invasion in Kambodscha, die zum Sturz von Pol Pot führte. Kurz bevor die Hauptstadt Kambodschas eingenommen wurde, war Norodom Sihanouk ins Ausland geflogen. Ab da lebte er wieder im Exil. Er war gegen die vietnamesische Invasion. Der Vietnam setzte eine Marionettenregierung in Kambodscha ein. Norodom Sihanouk akzeptierte diese nicht. Er verbündete sich daher wieder mit den Roten Khmer, die im bewaffneten Widerstand waren. Seine Zeit im Exil verbrachte Sihanouk grösstenteils in Chinas Hauptstadt Beijing (Peking), wo er ein von der chinesischen Regierung gespendetes Haus mit grossem Gelände bewohnte. In dieser Zeit lebte er auch im kommunistischen Nordkorea, das er schon früher besucht hatte. Er hatte dort einen Palast, den der Diktator Kim Il Sung für ihn bauen liess. Kim Il Sung stellte Norodom Sihanouk viele Luxusautos und 100 Personen als Personal zur Verfügung. Die beiden wurden enge Freunde. (Quelle: 1, 2, 3) In seinen Memoiren schrieb Norodom Sihanouk, dass Kim Il Sung sein „treuester und aufrichtigster Freund“ gewesen sei. (Quelle: 1 und 2) Kim Il Sung errichtete die kommunistische Diktatur Nordkorea, die bis heute von seiner Familie regiert wird. Die Diktatur ist für den Tod vieler Koreaner verantwortlich.

Norodom Sihanouk war mit dem indonesischen Präsidenten Sukarno befreundet, der auch ein gutes Verhältnis zum nordkoreanischen Diktator Kim Il Sung hatte. (Quelle: 1 und 2) Sukarno und seine Bewegung erkämpften sich in der zweiten Hälfte der 40er-Jahre die Unabhängigkeit Indonesiens, das eine Kolonie der Niederlande war. Sukarno wurde darauf zum ersten Präsidenten von Indonesien. Er regierte autoritär. Seine Tochter Megawati Sukarnoputri war von 2001 bis 2004 Präsidentin von Indonesien. Sukarnos Familie gehört bis heute zur politischen Elite des Landes.

Norodom Sihanouk entwickelte auch eine starke persönliche Freundschaft mit dem indischen Premierminister Jawaharlal Nehru, den er als seinen Mentor betrachtete. Sihanouk sagte, er habe Nehru viel zu verdanken. (Quelle: 1 und 2) Nachdem sich Indien 1947 von Grossbritannien unabhängig gemacht hatte, wurde Nehru der erste Premierminister des Landes. Seine Tochter Indira Gandhi war die dritte Premierministerin Indiens. Indiras Sohn Rajiv Gandhi war der sechste Premierminister. Die Ghandi Familie gehört bis heute zur politischen Elite Indiens.

In den 80er-Jahren war Kambodscha weiterhin im Bürgerkrieg. Die USA, die Sowjetunion, China, Grossbritannien und Frankreich einigten sich auf einen UN-Friedensplan für Kambodscha. 1991 unterzeichneten Vertreter aller Bürgerkriegsparteien in Paris einen Friedensvertrag. Norodom Sihanouk spielte eine führende Rolle bei den Friedensverhandlungen. (Quelle: 1 und 2) Nach seiner Rückkehr distanzierte er sich von den Verbrechen der Roten Khmer. 1993 gab es in Kambodscha eine demokratische Wahl, die von der UN überwacht wurde. Noch während die Stimmen ausgezählt wurden, erklärte Norodom Sihanouk sich selbst zum Präsidenten, Premierminister und militärischen Oberbefehlshaber einer neuen Übergangsregierung. Er zog seine Ernennung zum Herrscher wenige Stunden später zurück, weil man ihm vorwarf, er würde damit einen Putsch gegen den UN-Friedensplan durchführen. Kambodscha verabschiedete nach der Wahl eine Verfassung, welche die Monarchie wiederherstellte. Norodom Sihanouk wurde dadurch wieder König. (Quelle)

Laut der Verfassung soll der König nur eine zeremonielle Funktion übernehmen, während die Macht bei der Regierung liegt. Dennoch hatte Norodom Sihanouk weiterhin grossen Einfluss. (Quelle) Im Jahr 2004 dankte er aus gesundheitlichen Gründen ab. Seither ist sein Sohn Norodom Sihamoni König des Landes. Sihanouk, der 2012 verstorben ist, verbrachte auch in seinen letzten Lebensjahren Zeit in China und Nordkorea. (Quelle)

Norodom Sihamoni

Norodom Sihamoni (*1953) ist seit 2004 König von Kambodscha.

China hat heute grossen Einfluss in Kambodscha. (Quelle: 1 und 2) König Norodom Sihamoni machte im Februar 2023 einen Besuch in China. Dabei traf er den chinesischen Präsidenten Xi Jinping. (Quelle)

Norodom Sihamoni lebte von 1962 bis 1975 in der Tschechoslowakei, wo er studierte. (Quelle: 1 und 2) Die Tschechoslowakei war damals eine kommunistische Diktatur. Sihamoni war in den 70er-Jahren auch an einer Universität in Nordkorea gewesen. (Quelle: 1 und 2)

2018 stellte Kambodscha die Majestätsbeleidigung unter Strafe. Kritik am König ist also strafbar. (Quelle: 1 und 2) Der wichtige Oppositionspolitiker Sam Rainsy wurde 2020 wegen Beleidigung des Königs angeklagt. (Quelle)

Kambodscha wird als ein korruptes und autoritäres Regime eingestuft. Allerdings soll nicht der König für die autoritären Zustände verantwortlich sein, sondern Hun Sen, der seit 1985 Premierminister von Kambodscha war. Im August 2023 trat er zurück und übergab die Macht an seinen Sohn Hun Manet, der nun Premierminister ist. Hun Sen regierte autoritär und ging mit harter Hand gegen seine Gegner vor. (Quelle) 2017 sagte er, dass er bereit sei, „100 oder 200 Menschen zu eliminieren“, um die Stabilität Kambodschas zu gewährleisten. (Quelle) Selbst wenn er demokratische Länder besuchte, machte er keinen Hehl aus seinem autoritären Führungsstil. Als ein Besuch in Australien bevorstand, kündeten in Australien lebende Kambodschaner an, gegen den Besuch zu demonstrieren, weil er ein korrupter Autokrat sei. Hun Sen drohte darauf, dass er die Demonstranten höchstpersönlich verprügeln und bis zu ihren Häusern verfolgen werde. (Quelle) Im August 2023 wurde Hu Sen zum Präsidenten des Geheimrates des Königs (Privy Council) ernannt. (Quelle)

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Prinz Norodom Ranariddh (1944–2021) war ein Halbbruder des Königs. Nach Wiederherstellung der Monarchie 1993 war er bis 1997 Premierminister von Kambodscha. Anschliessend war er bis 2006 Präsident der Nationalversammlung (Unterhaus des Parlaments). Von 2015 bis 2021 war er Präsident der FUNCINPEC, eine royalistische Partei, die in den 90er-Jahren Kambodschas Politik dominiert hatte. Die FUNCINPEC war in den 80er-Jahren von Norodom Sihanouk gegründet worden. Norodom Ranariddh hatte in Frankreich studiert. Er besuchte Frankreich später weitere Male und verstarb dort im Jahr 2021. (Quelle: 1 und 2) Norodom Ranariddh hat in den letzten Jahren versucht, Kontakte nach Nordkorea zu knüpfen. Er besuchte Nordkorea, um das Regime zu bitten, seine Entwicklung von Atomwaffen zu verlangsamen. Es war ein privater Besuch und kein offizieller diplomatischer Besuch. Der Prinz sagte, „Ich hoffe, dass die Führer Nordkoreas mir zuhören werden, denn mein Vater hatte eine lange Beziehung zu ihren ehemaligen Führern“. (Quelle) Die philippinische Regierung verlieh Norodom Ranariddh eine Auszeichnung für seine Dienste bei der Förderung der Beziehungen zwischen Kambodscha und den Philippinen. Er war im Jahr 2000 Mitgründer der ICAPP, eine internationale Konferenz, wo sich Vertreter politischer Parteien aus Asien treffen. (Quelle) Norodom Ranariddh war Vorsitzender des königlichen Geheimrates. (Quelle) Sein Sohn Norodom Chakravuth (*1970) ist derzeit Präsident der FUNCINPEC.

Prinzessin Norodom Arunrasmy (*1955) war Vorsitzende der FUNCINPEC. (Quelle) Sie ist eine Halbschwester des Königs, der sie im Jahr 2020 zur Regierungsberaterin ernannte. Sie war oder ist noch immer im Geheimrat des Königs. (Quelle) Von 2005 bis 2018 vertrat sie Kambodscha als Botschafterin in Malaysia. 2018 wurde sie in den Senat von Kambodscha aufgenommen. (Quelle) Sie heiratete den Diplomaten Keo Puth Rasmey, der ebenfalls Kambodschas Botschafter in Malaysia war. Er war auch Botschafter in Deutschland, Indonesien, Philippinen und Brunei. Zudem hatte er bereits seit den 80er-Jahren für das Königshaus gearbeitet. (Quelle) Er war wie seine Frau Präsident der FUNCINPEC. (Quelle)

Prinz Norodom Sirivudh (*1951) ist im Geheimrat des Königs und war stellvertretender Premierminister sowie Co-Innenminister von Kambodscha. (Quelle)

Prinzessin Norodom Buppha Devi (1943–2019) war von 1998 bis 2004 Kulturministerin von Kambodscha. Sie war oder ist noch immer im Geheimrat des Königs. (Quelle)

Prinz Norodom Chakrapong (*1945) war von 1992 bis 1993 stellvertretender Premierminister von Kambodscha. 1994 beschuldigte ihn die Regierung, zusammen mit einem Militärgeneral einen Putschversuch unternommen zu haben. Er musste daraufhin ins Exil. Später konnte er zurückkehren und ging wieder in die Politik, wo er im Senat sass. Er gründete 1999 Royal Phnom Penh Airways, eine Fluggesellschaft, die für paar Jahre in Betrieb war. (Quelle: 1 und 2)

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Swarovski Familie

Die Swarovski Familie gehört schon seit 100 Jahren zur Elite Österreichs. Sie besitzt den internationalen Schmuckhersteller Swarovski, eines der grössten österreichischen Familienunternehmen. Zur Swarovski-Gruppe gehört auch Tyrolit, ein weltweit führender Hersteller von Schleifmitteln.

Swarovski ist ein Hoflieferant der britischen Königsfamilie. (Quelle) Nadja Swarovski (*1970) traf Prinz Charles, der inzwischen König ist. (Foto)

Die Swarovskis gehören zu den reichsten Österreichern. Ihr Vermögen wird auf 2,8 Milliarden Euro geschätzt. (Quelle) Also etwa 3 Milliarden US-Dollar.

Das prominenteste heutige Familienmitglied ist Victoria Swarovski, eine Popsängerin. Seit einigen Monaten hat sie ein romantisches Verhältnis mit Mark Mateschitz, der als der reichste Österreicher gilt. (Quelle) Sein Vermögen wird derzeit auf 40 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Er besitzt zur Hälfte den Energydrink-Hersteller Red Bull.

Daniel Swarovski (1862–1956) hatte das Familienunternehmen im Jahr 1895 gegründet.

1933 wurde die NSDAP (Partei von Adolf Hitler) in Österreich verboten. Mitglieder der Swarovski Familie traten dennoch der Partei bei. 1938 kam es zum Anschluss Österreichs, bei dem das Land in das deutsche Nazireich eingegliedert wurde. Der Nazi Josef Bürckel, der für die Eingliederung zuständig war, berichtete dem Nazi-Gauleiter Franz Hofer, dass „die Firma Swarovski, Wattens in Tirol, schon während der Jahre des Kampfes einwandfrei nationalsozialistisch geführt war und deren Betriebsführer und seine Familie schon in der Zeit vor dem Parteiverbot der NSDAP angehörten.“ Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Swarovski Familie von der „Entnazifizierung“ verschont. Alfred Swarovski, der Mitglied der NSDAP gewesen war, rechtfertigte sich vor Gericht: „Aus meiner Parteizugehörigkeit habe ich nur den einen Vorteil gezogen, dass es mir als Parteigenosse möglich war, mit den zuständigen Wirtschaftsstellen des Reiches die zur Erhaltung des Betriebes notwendigen Verhandlungen einzuleiten und zu einem Erfolg zu bringen.“ Die Alliierten entmachteten das Swarovski-Unternehmen nicht und es durfte Waren in die USA und nach Frankreich liefern. Das Unternehmen ging schliesslich gestärkt aus dem Krieg und der NS-Zeit hervor. (Quelle) Während des Krieges hatte es 124 Zwangsarbeiter eingesetzt, bei denen es sich um Westeuropa verschleppte Menschen handelte. Jeder sechste bis siebte Beschäftigte bei Swarovski war ein Zwangsarbeiter. (Quelle) Diese Anzahl und Quote an Zwangsarbeitern war jedoch gering im Vergleich zu deutschen Grosskonzernen.

Die Swarovskis waren zwar der antisemitischen NSDAP beigetreten, aber waren vermutlich keine Antisemiten, denn sie verhinderten die Arisierung ihres Familienunternehmens. Zu dieser Zeit besass der Jude Jean Crailsheimer ein Drittel der Anteile am Unternehmen. Sein Grossvater Armand Kosmann, ein jüdischer Geschäftsmann aus Frankreich, hatte die Gründung des Unternehmens finanziert. (Quelle)

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Walter Waizer zur Führung des Swarovski-Konzerns. Während des Krieges hatte er eine Fabrik des deutschen Rüstungskonzerns Messerschmitt geleitet, wo er Tausende Zwangsarbeiter einsetzt hatte, die unter grausamen Bedingungen arbeiten mussten. Walter Waizer war Mitglied der NSDAP, aber er musste austreten, weil die Nazis entdeckten, dass seine Grossmutter eine Jüdin war. (Quelle)

Daniel Swarovski II. (1914–1992) war viele Jahre Präsident des Roten Kreuzes in Tirol. Laut Wikipedia war er auch Vizepräsident des Roten Kreuzes von Österreich und Ehrenmitglied der Österreichisch-Amerikanischen Handelskammer in New York.

Von 1978 bis in die 90er-Jahre besass die Swarovski Familie die österreichische Fluggesellschaft Tyrolean Airways.

Fiona Swarovski (*1965) heiratete im Jahr 2005 Karl-Heinz Grasser, der damals Finanzminister von Österreich war. Grasser wurde 2020 zu acht Jahren Haft verurteilt, da er eine zentrale Figur in der BUWOG-Affäre war. Er war noch in weitere Kontroversen verwickelt (mehr dazu auf Wikipedia).

Die wohlhabende Erbin Victoria Swarovski (*1993) hat seit einigen Monaten ein romantisches Verhältnis mit Mark Mateschitz, der als der reichste Österreicher gilt. (Quelle) Sein Vermögen wird derzeit auf 40 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Er besitzt zur Hälfte den Energydrink-Hersteller Red Bull. Die andere Hälfte gehört der thailändischen Milliardärsfamilie Yoovidhya. Bereits sein Vater Dietrich Mateschitz, der 2022 verstorben ist, war der reichste Österreicher. Dietrich Mateschitz hatte die Marke Red Bull international bekannt gemacht. Er gründete Red Bull Media House, ein Medienunternehmen, das zum Red Bull-Konzern gehört. Red Bull besitzt dadurch ServusTV, den derzeit grössten privaten Fernsehsender Österreichs. ServusTV ist damit der grösste Fernsehsender neben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ORF, der die Fernsehlandschaft in Österreich dominiert. Während der ORF politisch eher links zu verorten ist, richten sich Programme von ServusTV eher an ein rechtes Publikum. Im Gegensatz zum ORF wird bei ServusTV öfters Verschwörungstheorien eine Bühne geboten, allerdings nur oberflächlich. Die Elitenkritik von ServusTV konzentriert sich auf die politische und mediale Elite, während Kritik an der Wirtschaftselite und den Superreichen nicht vorkommt (ich hab zumindest nichts gefunden), was aber nicht überrascht, da der Gründer des Senders der reichste Wirtschaftsboss des Landes war. Für ein alternatives Medium in Österreich wäre es eigentlich interessant, den heutigen Einfluss des österreichisch Adels zu untersuchen, was ServusTV aber versäumt hat (genau wie der ORF). Dietrich Mateschitz gründete gemeinsam mit dem Hochadligen Prinz Michael von Liechtenstein das Internetmagazin Der Pragmaticus. Prinz Michael kommt mütterlicherseits aus der Habsburg Familie und ist ein Enkel des letzten Kaisers von Österreich.

Auch die Swarovski Familie hat Kontakte zu Adligen. Diana Langes-Swarovski (*1971) heiratete den spanischen Adligen Joaquin Fernandez von Cordoba-Hohenlohe. Der spanische Prinz Felipe, der inzwischen König ist, war Trauzeuge bei der Hochzeit. (Quelle)

2015 hielt die Swarovski Familie eine Gala ab. Zu den Gästen gehörten Leopold Prinz von Bayern aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Bayern und Francesca Habsburg. (Quelle) Francesca kommt väterlicherseits aus der deutschen Industriellenfamilie Thyssen und stammt mütterlicherseits aus dem schottischen Campbell Clan. Francesca war mit dem Oberhaupt der nicht amtierenden österreichischen Kaiserfamilie Habsburg verheiratet.

Die Swaroski Familie besuchte mehrfach die Weston Familie in Kanada. Die Westons gehören zu den reichsten und mächtigsten Kanadiern. (Quelle)

Maya Langes-Swarovski (1937–2019) kannte Gabriele Prinzessin zu Leiningen (früher Begum Aga Khan) und deren Mutter Renate Thyssen-Henne sowie Isa Gräfin von Hardenberg aus Deutschland. (Foto) Gabriele heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. In zweiter Ehe heiratete Gabriele den religiösen Führer Karim Aga Khan IV. 

Mitglieder der Swarovski Familie kennen viele Promis und Politiker sowie die deutsche Medien-Milliardärin Liz Mohn, den italienischen Mode-Milliardär Giorgio Armani und den deutschen Pharma-Milliardär Curt Engelhorn. (Fotos auf Google)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Saadé Familie

Die Saadé Familie kontrolliert den Containerschifffahrtskonzern CMA CGM, eines der grössten Familienunternehmen der Welt.

Jacques Saadé (1937–2018) wurde im Libanon in eine christlich-orthodoxe Unternehmerfamilie geboren, die auch geschäftlich in Syrien aktiv war. Er studierte in England an der London School of Economics, eine der elitärsten Universitäten der Welt, die einige spätere Milliardäre ausgebildet hat. Auch Jacques Saadé wurde später zum Milliardär. Er war erst Geschäftsmann im Libanon, aber als es zum Libanesischen Bürgerkrieg kam, verliess er das Land und emigrierte 1978 nach Frankreich. Dort gründete er im selben Jahr ein Unternehmen, das ein einziges Schiff besass, das Waren von Frankreich über Italien nach Syrien und dem Libanon lieferte. Übrigens wurde der Libanon und Syrien von 1923 bis 1943 von Frankreich kontrolliert. Jacques Saadé baute das Unternehmen zum heutigen Grosskonzern CMA CGM auf. Der Konzern befindet sich bis heute mehrheitlich in Besitz der Saadé Familie.

Seit den 2000er-Jahren ist CMA CGM eines der grössten Unternehmen in der weltweiten Containerschifffahrt und war im Jahr 2022 das drittgrösste Unternehmen der Branche. CMA CGM machte 2022 einen Umsatz von knapp 75 Milliarden US-Dollar und gehört damit inzwischen zu den grössten französischen Unternehmen und zu den grössten Familienunternehmen der Welt. Der Konzern ist in über 160 Ländern vertreten. CMA CGM hält zurzeit 9 Prozent der Anteile an Air France-KLM, eine der grössten europäischen Fluggesellschaften. Vor paar Wochen hat CMA CGM die französische Wirtschaftszeitung La Tribune gekauft. Seit 2022 erwarb der Konzern die grosse Regionalzeitung La Provence sowie 10 Prozent der Groupe M6, die mehrere Fernsehsender besitzt, darunter M6 und W9, zwei der meistgesehenen Sender Frankreichs. Die Groupe M6 wird momentan vom deutschen Medienkonzern Bertelsmann kontrolliert.

Aktualisierung: CMA CGM besitzt seit Juli 2024 Altice Media, eines der grössten französischen Medienunternehmen, zu dem Fernseh- und Radiosender gehören. Die Saadé Familie kontrolliert dadurch nun den vielgesehenen Sender BFM TV sowie den vielgehörten Radiosender RMC.

Im Jahr 2022 wurde das Vermögen der Saadé Familie auf 41,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bloomberg schätzt ihr Vermögen derzeit auf 22 Milliarden Dollar.

Der Unternehmensgründer Jacques Saadé wurde 2009 zum Offizier und 2015 zum Kommandeur der Ehrenlegion ernannt. Die Ehrenlegion ist die ranghöchste Auszeichnung Frankreichs und wurde von Kaiser Napoleon ins Leben gerufen. Jacques Saadé erhielt den „National Order of the Cedar des Libanon“, der höchste Orden des Libanons. Jacques Saadé setzte sich stets dafür ein, die Beziehungen zwischen Frankreich und dem Libanon zu stärken. Von 1986 bis 2014 war er Präsident der französisch-libanesischen Handelskammer und diente dabei als Bindeglied zwischen der französischen und der libanesischen Wirtschaft. Sein Sohn Rodolphe Saadé leitet zurzeit CMA CGM. Rodolphes Ehefrau Veronique arbeitete für die französischen Grosskonzerne LVMH und L’Oréal. Sie war auch stellvertretender CEO von Ponant, eine Kreuzfahrtgesellschaft, die von der französischen Multimilliardärsfamilie Pinault kontrolliert wird.

Mehrere Mitglieder der Saadé Familie sind im Vorstand von CMA CGM. Zur Konzernführung gehören derzeit folgende Personen:

  • Patricia Barbizet. Die Französin besetzte Vorstandsposten bei führenden französischen Grosskonzernen, wo sie die Milliardärsfamilien Peugeot, Pinault, Ricard und Bouygues kennenlernte. Zurzeit ist sie im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Über den Lenkungsausschuss wird sie Mitglieder der Milliardärsfamilien Wallenberg, Botín und Koç kennen.
  • Mathilde Lemoine. Die Französin arbeitet bei der Groupe Edmond de Rothschild. Sie arbeitete auch für die britische Grossbank HSBC und gehört zur Führung des französischen Grosskonzerns Carrefour.
  • Denis Ranque. Der Franzose besetzte Vorstandposten bei französischen Grosskonzernen. Er war Vorsitzender der Luftfahrt- und Rüstungskonzerne Airbus und Thales.
  • Die türkischen Wirtschaftsführer Robert Yuksel Yildirim und Evren Ozturk.
  • Jacques Ripoll. Er besetzte hohe Positionen bei den Grossbanken Société Générale, Banco Santander und Crédit Agricole.

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Spencer-Churchill Familie

Winston Churchill (1874–1965) war zweimal Premierminister des Vereinigten Königreiches und gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts. Obwohl er auf der ganzen Welt berühmt wurde, wissen viele nicht, dass er aus einer hochrangigen Familie des englischen Adels kam. Sein Grossvater war ein Herzog aus der Familie Spencer-Churchill. Die Familie entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch eine Heirat zwischen den Familien Spencer und Churchill. Die Adelsfamilie Spencer besteht seit dem 15. Jahrhundert. Neben dem Familienzweig Spencer-Churchill gibt es auch noch den Zweig der Grafen aus der Spencer Familie. Die britische Prinzessin Diana (1961–1997), die verstorbene Ehefrau des heutigen Königs Charles III, wurde in die Grafenfamilie Spencer geboren.

Winston Churchill und sein Vater sowie weitere Verwandte und Vorfahren waren Freimaurer.

Die Herzogsfamilie Spencer-Churchill ist schon seit über 100 Jahren freundschaftlich mit den britischen Rothschilds verbunden. Seit 1986 vermietet die Grafenfamilie Spencer ihr Spencer House in London an Baron Jacob Rothschild.

Der Familienzweig der Herzöge

von Marlborough

John Churchill

John Churchill (1650–1722), ein Vorfahre von Premierminister Winston Churchill, war ebenfalls ein wichtiger Staatsmann. Johns Vater trug auch den Namen Winston Churchill.

John Churchill wurde 1667 zum Ehrenpagen im Haushalt des späteren britischen Königs James II. (Jakob II.) ernannt. In den folgenden 20 Jahren legte er eine erfolgreiche Karriere beim Militär hin und wurde in den Adel aufgenommen. Seine Schwester Arabella Churchill (1648–1730) war eine Geliebte von König James II. Der König kam aus der Stuart Familie. Arabella und James waren die Eltern von James FitzJames, der Stammvater der Herzogsfamilie von Berwick.

John Churchill schlug 1685 die Rebellion des Herzogs von Monmouth nieder, der König James II. stürzen wollte. 1688 kam es zur Glorreichen Revolution. Bei dieser führten der niederländische Herrscher Wilhelm mit seinen Verbündeten aus dem britischen Adel einen Umsturz an, der zur Absetzung von König James führte. Nach Ausbruch der Revolution stellte sich John Churchill erst auf die Seite von König James, dem er treu ergeben war. Als Churchill aber erkannte, dass sich die Revolutionäre durchsetzen werden, wechselte er die Seite und verbündete sich mit dem niederländischen Herrscher Wilhelm. Als Churchill die Seite wechselte, hinterliess er König James einen Brief, in dem er seine grosse persönliche Schuld gegenüber dem König anerkannte und ihm mitteilte, dass die Umstände ihn dazu zwingen, sich den Revolutionären anzuschliessen.

Nach der Revolution und der Absetzung von König James bestieg Wilhelm 1689 als König William III. den britischen Thron. Da John Churchill seine Machtübernahme unterstützt hatte, verlieh er ihm als Dank im selben Jahr den Titel des Grafen von Marlborough. John Churchill wurde 1690 zum Oberbefehlshaber der britischen Armee ernannt. Jedoch entfernte man Churchill 1692 aus allen Ämtern, weil der König ihn verdächtigte, im Geheimen weiterhin für den alten König James II. zu arbeiten, der auf dem europäischen Festland im Exil war. Damals fürchtete sich König William III. von Verschwörungen der Jakobiten, die den alten König James immer noch als den rechtmässigen Monarchen ansahen. Williams Befürchtungen waren berechtigt, denn in den folgenden Jahrzehnten versuchten die Jakobiten mit Verschwörungen die britische Königsfamilie zu stürzen, um die Familie von James wieder auf den Thron zu bringen. Allerdings hatten die Verschwörungen der Jakobiten keinen Erfolg.

John Churchill geriet in Verdacht, ein Jakobit zu sein, und wurde inhaftiert, weil ein Mann mit dem Namen Robert Young einen Brief vorlegte, in dem die Wiedereinsetzung von James II. gefordert wurde und der von Churchill unterschrieben war. Aber eine Untersuchung ergab, dass Robert Young den Brief gefälscht hatte, worauf John Churchill freigelassen wurde. Nach der offiziellen Geschichtsschreibung war Robert Young ein Betrüger und hatte Churchill zu Unrecht belastet, ein Jakobit zu sein. Jedoch traf sich Churchill tatsächlich mit jakobitischen Agenten, die zum britischen Adel gehört hatten, bevor sie ins Exil mussten. John Churchill soll 1694 einen Brief an den Exkönig James geschrieben haben. Der Inhalt des Briefes legt nahe, dass Churchill das britische Militär, das er selbst geleitet hatte, für James ausspionierte. Es ist bis heute unklar, ob Churchill wirklich ein Spion der Jakobiten war und ob er den Brief geschrieben hat, da nur eine Übersetzung des Briefes existiert. Der Historiker David G. Chandler kam zu dem Schluss, dass „die ganze Episode so undurchsichtig und unschlüssig ist, dass es noch immer nicht möglich ist, ein endgültiges Urteil zu fällen“.

Als König William III. im Jahr 1902 bei einem Reitunfall starb, wurde Anne Stuart Königin von Britannien. Sie war eine Tochter des entmachteten Königs James, hatte aber den Sturz ihres Vaters bei der Glorreichen Revolution unterstützt. Da John Churchill und seine Frau ein sehr gutes Verhältnis zur neuen Königin Anne hatten, gelang es Churchill schnell wieder in die Elite aufzusteigen. Nachdem Anne den Thron bestiegen hatte, sorgte sie dafür, dass John Churchill wieder in die Führung der britischen Armee aufstieg und verlieh ihm den Titel des Herzogs von Marlborough, den seine Nachkommen bis heute besitzen. Die Herzöge stehen in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. John Churchill wurde 1704 vom österreichischen Kaiser Leopold zum Fürsten des Heiligen Römischen Reiches geadelt. Man entliess Churchill 1711 aus der Armee, weil ihm vorgeworfen wurde, er hätte sich am Krieg bereichert und dadurch ein grosses Vermögen angehäuft.

1714 bekam Grossbritannien mit George I. einen neuen König. Er war der erste britische König aus der deutschen Hochadelsfamilie Hannover. Eine seiner ersten Amtshandlungen war der Befehl, John Churchill wieder in hohe Positionen beim Militär zu befördern. Churchill wurde vom neuen König in den Privy Council aufgenommen (Geheimrat der Königsfamilie).

(Quelle: 1, 2, 3, 4)

John Churchill war von 1685 bis 1692 Governor der Hudson’s Bay Company. (Quelle) Das Unternehmen wurde 1670 durch eine königliche Urkunde des britischen Königs gegründet. Die Hudson’s Bay Company kontrollierte den Pelzhandel in den britischen Kolonien in Kanada. Das Unternehmen ist bis heute im kanadischen Einzelhandel tätig und der Jahresumsatz liegt bei mehreren Milliarden US-Dollar.

Die Familie von John Churchill

Johns Bruder George Churchill (1654–1710) war ein hoher Offizier der Royal Navy. Der Bruder Charles Churchill (1656–1714) war Politiker und Offizier sowie Gouverneur der britischen Kanalinsel Guernsey.

Johns Tochter Lady Mary Churchill (1689–1751) heiratete John Montagu, der 2. Herzog von Montagu. John Montagu gehörte zum Privy Council, war Fellow der Royal Society und trat den Freimaurern bei. Im Jahr 1717 wurde die Freimaurergrossloge von England gegründet. Sie war die erste Grossloge der Welt. 1721 wurde John Montagu Grossmeister der Grossloge. Er war damit einer der frühen Grossmeister der Grossloge und deren erster Grossmeister, der aus dem Adel kam. Da er einer der reichsten Männer Englands und gut vernetzt war, profitierten die Freimaurer erheblich von ihrem neuen Grossmeister und gewannen viele neue Mitglieder in England, darunter weitere Adlige. (Quelle) Seit Montagu kamen alle Grossmeister von England aus dem Adel. (Quelle: 1 und 2) Die Freimaurer waren bereits vor Montagu mit dem schottischen Adel verbunden (der frühe Freimaurer Robert Moray verkehrte mit den führenden Aristokraten Schottlands). So weit es sich zurückverfolgen lässt, entstand die Freimaurerei im 16. Jahrhundert in Schottland.

Charles Churchill (starb 1812) heiratete eine Tochter von Robert Walpole. (Quelle: 1 und 2) Walpole war der erste Premierminister des britischen Königreiches. Seine Amtszeit dauerte von 1721 bis 1742. Er war Politiker der Whig-Partei, die zu dieser Zeit eng mit den Freimaurern verbunden war. (Quelle) Robert Walpole wurde 1731 zusammen mit dem böhmischen Adligen Philipp Joseph Kinsky in London in die Freimaurerei aufgenommen. 10 Jahre später gründete Kinsky die erste dokumentierte Freimaurerloge der Stadt Prag im heutigen Tschechien. In Prag findet man heute viele Freimaurersymbole an Gebäuden. (Quelle) In einer Loge, die sich in einem Haus von Robert Walpole befand, wurde der Herzog von Lothringen zum Freimaurermeister ernannt. (Quelle: 1 und 2) Der Herzog wurde später als Franz I. zum Römisch-deutschen Kaiser. Seine Frau war die österreichische Herrscherin Maria Theresia. Am Hof des Ehepaares verkehrten viele Freimaurer (mehr dazu im Beitrag zum Haus Habsburg). Einer davon war der oben erwähnte Graf Philipp Joseph Kinsky, ein Berater von Maria Theresia. Sein Verwandter Franz Joseph Kinsky war Mitglied des berühmten Illuminatenordens (Quelle).

John Churchills Tochter Anne (1683–1716) heiratete Charles Spencer, den 3. Grafen von Sunderland. Dadurch entstand der Familienzweig Spencer-Churchill. Charles Spencer war wie bereits sein Vater Präsident des Privy Council und hatte dadurch engen Kontakt zum Königshaus. Er war Lord Lieutenant von Irland und somit der Repräsentant der Königsfamilie in Irland. Sein gleichnamiger Sohn erbte mütterlicherseits den Herzogstitel und wurde zum 3. Herzog von Marlborough. Charles Spencer Junior war ein hoher Höfling der Königsfamilie. Der Grossvater seiner Frau, Baron Thomas Trevor, war kurze Zeit lang Präsident des Privy Council.

Diana Spencer (1710–1735), die Tochter von Anne und Charles, heiratete John Russell, der 4. Herzog von Bedford. Der Herzog war ebenfalls Präsident des Privy Council und Lord Lieutenant von Irland. Er diente auch als britischer Botschafter in Frankreich. Seine Tochter Caroline heiratete wiederum George Spencer (1739–1817), den 4. Herzog von Marlborough, der auch einer der höchsten Höflinge war.

Die Familie Spencer-Churchill im 19. Jahrhundert

George Spencer-Churchill (1766–1840), der 5. Herzog von Marlborough, heiratete eine Tochter des schottischen Grafen John Stewart von Galloway. Johns Vater Alexander Stewart war Grossmeister der Freimaurer in Schottland (Quelle).

Aubrey Spencer (1795–1872) war Bischof der anglikanischen Kirche in den britischen Kolonien Neufundland und Jamaika. Sein Bruder George Spencer (1799–1866) war anglikanischer Bischof der britischen Kolonie Madras. Bis heute ist der britische Monarch auch das Oberhaupt der anglikanischen Kirche.

Lord Henry John Spencer-Churchill (1797–1840) war stellvertretender Grossmeister der Freimaurer in England. Zudem war er auch Grossmeister der Freimaurer in der englischen Grafschaft Oxfordshire. Nach seinem Tod wurde eine Freimaurerloge gegründet, die ihm gewidmet ist und den Namen Churchill Lodge trägt. Die Loge nahm später weitere Mitglieder der Spencer-Churchill Familie auf. (Quelle: 1, 2, 3)

Harriet Spencer (1798–1831) kam mütterlicherseits aus einer deutschen Grafenfamilie und heiratete einen Sohn des deutschen Grafen Alexander von Westerholt. Alexander lebte in Bayern und stand dort im Dienste der Fürstenfamilie Thurn und Taxis. Graf Alexander war Mitglied des Illuminatenordens, der in Bayern entstand. Mindestens zwei Mitglieder der Familie Thurn und Taxis traten den Illuminaten bei. (Quelle: 1, 2, 3)

Baron Francis Spencer (1802–1886) heiratete eine Schwester von Markgraf George Conyngham. Der Markgraf war Grossmeister des freimaurerischen Templerordens in Irland (Quelle).

John Spencer-Churchill (1822–1883), der 7. Herzog von Marlborough, war Präsident des Privy Council und Lord Lieutenant von Irland.

George Spencer-Churchill (1844–1892), der 8. Herzog von Marlborough, war Freimaurer. (Quelle: 1, 2, 3) Zudem trat er dem Ancient Order of Druids bei. Dieser existiert seit 1781 und ist der älteste noch bestehende Druidenorden. Der Ancient Order of Druids ist mit der Freimaurerei verbunden, aber ist nicht Teil der Freimaurerei und hat eigene Riten. Noch weitere britische Adlige traten dem Druidenorden bei. (Quelle) Es gibt natürlich noch andere Gemeinschaften, die sich als Druiden bezeichnen, aber für Verschwörungstheoretiker uninteressant sind. Das Druidentum ist viel älter als die Freimaurerei. Die Druiden gehörten zur keltischen Elite, die eine wichtige Rolle im ersten Jahrtausend vor Christus spielte. Die Druiden waren wohl die gebildetsten Mitteleuropäer ihrer Zeit. Das Zentrum des Druidentums war, genau wie heute, die britische Insel. „Diejenigen, die tiefer in ihre Lehre eindringen wollen, gehen gewöhnlich nach Britannien“, schrieb der römische Herrscher Julius Cäsar. Dort sei der Ursprungsort des Druidensystems. (Quelle) Herzog George Spencer-Churchill heiratete Albertha Hamilton. Deren Vater und Bruder, die Herzöge von Abercorn, waren Grossmeister der Freimaurer in Irland. (Quelle)

Der Schwiegervater von Caroline Spencer (starb 1901) war der Clan-Chef des schottischen Forbes Clan. (Quelle) Sein Grossvater, der 16. Lord Forbes, war Grossmeister der Freimaurer in Schottland. (Quelle)

Lady Cornelia Spencer-Churchill (1847–1927) heiratete in die Guest Familie. Die Familie gehörte im 18. Jahrhundert zu den Pionieren der Industrialisierung und kontrollierte im 19. Jahrhundert einen der grössten Eisen- und Stahlproduzenten Grossbritanniens. England war das erste Land, in dem die Industrialisierung begann. Die Guest Familie heiratete in den britischen Adel, erhielt einen Adelstitel und brachte mehrere Politiker hervor. Cornelias Sohn Frederick „Freddie“ Guest (1875–1937) heiratete eine Tochter des US-amerikanischen Unternehmers Henry Phipps. (Quelle) Im Jahr 1918 gehörten Henry Phipps und sein Geschäftspartner Andrew Carnegie zu den reichsten Männern der USA und Carnegie galt als einer der reichsten der Welt. (Quelle) Die beiden kontrollierten einen der weltweit grössten Stahlkonzerne. Die Phipps Familie, die in weitere Adelsfamilien heiratete, hat ihr Vermögen gut erhalten. Im Jahr 2020 wurde ihr Vermögen auf 8,6 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Cornelias Enkel John Spencer Churchill Guest (1913–1997) war Partner von „Kuhn Loeb & Co“, die eine der grössten Investmentbanken der USA war. John wird dadurch die jüdische Bankiersfamilie Schiff gekannt haben. Die Bank fusionierte 1977 mit Lehman Brothers, wo John weiterhin arbeitete. (Quelle) Lehman Brothers war eine der grössten Investmentbanken der Welt.

Lady Fanny Spencer-Churchill (1853–1904) heiratete Baron Edward Marjoribanks aus dem schottischen Marjoribanks Clan. Edward war Chef der Royal Navy und Präsident des Privy Council. Sein Grossvater mütterlicherseits, James Hogg, leitete die East India Company, welche die grösste und mächtigste Handelskompanie des britischen Empire war. Edwards Schwester heiratete den schottischen Markgrafen John Hamilton-Gordon, der Gouverneur der britischen Kolonie Kanada war.

Vizegraf Victor Spencer (1864–1934) ging in die Wirtschaft. Er war Vorsitzender der British Overseas Bank sowie Vorsitzender der Great Western Railway, ein grosses Eisenbahnunternehmen. Er war im Vorstand der P&O und der „British India Steam Navigation Company“, die zwei der grössten britischen Schifffahrtsunternehmen waren. Damals dominierten die Briten als führende Kolonialmacht die Handelsrouten der Weltmeere.

Die Familie Spencer-Churchill im 20. Jahrhundert

Charles Spencer-Churchill (1871–1934), der 9. Herzog von Marlborough, war ein Cousin und Freund von Premierminister Winston Churchill. Charles war Freimaurer. (Quelle: 1, 2, 3) Er trat auch dem bereits erwähnten Ancient Order of Druids bei. (Quelle) Zusammen mit Ordensbrüdern hielt er eine Druidenzeremonie im Blenheim Park (der Park seines Schlosses) ab. (Quelle) Übrigens hält der Ancient Order of Druids auch Rituale beim Stonehenge ab. (Quelle)

Charles Spencer-Churchill besetzte in der Politik hohe Posten, unter anderem den Posten des Unterstaatssekretärs für die Kolonien, bei dem er mit dem Staatssekretär Alfred Lyttelton für die Verwaltung des britischen Kolonialreiches zuständig war.

Charles Spencer-Churchill heiratete in erster Ehe die US-Amerikanerin Consuelo Vanderbilt. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten und mächtigsten Familien der USA war. Consuelos Mutter heiratete in zweiter Ehe Oliver Belmont, ein Bankier aus New York. Olivers Vater August Belmont war ein deutsch-jüdischer Einwanderer, der für die Rothschild Familie gearbeitet hatte. (Quelle) Olivers Bruder Perry Belmont ging in die US-Politik und trat den Freimaurern bei. (Quelle) Consuelo Vanderbilts Vater heiratete in zweiter Ehe Anne Harriman. (Quelle) Die Harriman Familie gehörte damals ebenfalls zu den reichsten Amerikanern. Herzog Charles Spencer-Churchill heiratete auch in zweiter Ehe eine Amerikanerin, die eine Schwester von Dorothy Deacon war. Dorothy heiratete erst in die polnisch-litauische Hochadelsfamilie Radziwiłł und danach ein Grafen aus der ungarischen Adelsfamilie Pálffy. (Quelle)

Lady Lillian Spencer-Churchill (1873–1951) heiratete den Politiker Cecil Grenfell. (Quelle) Cecil kam aus der Grenfell Familie, die Politiker, Militärs sowie führende Banker hervorbrachte und in den britischen Adel aufgenommen wurde. Im Finanzwesen kam die Familie durch die Investmentbank Morgan Grenfell zu Bekanntheit.

Agnes Spencer-Churchill (1881–1948) heiratete den wohlhabenden Vizegrafen Harold Pearson. (Quelle) Harold kam aus der Unternehmerfamilie Pearson, die in den Adel aufgenommen wurde. Die Familie hatte den Pearson-Verlag gegründet, der heute einer der grössten und wichtigsten Buchverlage der Welt ist.

Vizegraf Victor Spencer (1890–1973) heiratete die Tochter von Robert Beaven, der einer der frühen Premierminister der britischen Kolonie British Columbia in Kanada war. (Quelle) Robert Beaven trat den Freimaurern bei. (Quelle)

John Spencer-Churchill (1897–1972), der 10. Herzog von Marlborough, heiratete Laura Charteris, eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Charteris Clan. Laura war bereits zuvor mit zwei britischen Adligen verheiratet gewesen. Ihr dritter Ehemann Michael Canfield war womöglich ein Sohn des britischen Prinzen George von Kent. (Quelle) Prinz George war übrigens Grossmeister der Freimaurer in England. (Quelle) Michael Canfield heiratete in erster Ehe Caroline Lee Bouvier. Deren Schwester Jacqueline war die Ehefrau von US-Präsident John F. Kennedy und heiratete später Aristotle Onassis. Caroline heiratete nach der Scheidung von Michael Canfield in die polnisch-litauische Adelsfamilie Radziwiłł. (Quelle) Jacqueline und Caroline waren die Halbschwestern von Janet Auchincloss. Deren Vater Hugh war ein Enkel von Oliver Burr Jennings, der mit der Rockefeller Familie verschwägert und an ihrem Ölkonzern beteiligt war. Janets Schwester Nina heiratete Michael Straight, der für den sowjetischen Geheimdienst KGB spionierte und aus der einflussreichen Whitney Familie kam. Janet heiratete Lewis Polk Rutherfurd, der als Finanzier in Hongkong aktiv war. Seine Familie gehörte bereits im 18. Jahrhundert zur New Yorker Elite und stammt aus dem schottischen Rutherford Clan. Lewis ist mütterlicherseits ein Enkel von Frank Polk, der Gründungspartner von Davis Polk war, einer führenden Anwaltskanzlei in New York. Lewis heiratete in zweiter Ehe in die Du Pont Familie. (Quelle: 123) Diese gehört schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA. 

Lady Sarah Spencer-Churchill (1921–2000) heiratete Edwin Fairman Russell, ein Zeitungsverleger aus den USA. Russells zweite Frau kam mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie. Die dritte Ehefrau war eine Verwandte der britischen Prinzessin Diana. Eine Tochter von Sarah Spencer-Churchill heiratete den britischen Politiker Neil Balfour, der zuvor mit der jugoslawischen Prinzessin Elizabeth verheiratet war. (Quelle) Die Prinzessin ist derzeit Grosspatronin des Order of the Fleur de Lys. (Quelle) Der Orden ist mit der Freimaurerei verbunden und wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden)

John Spencer-Churchill (1926–2014), der 11. Herzog von Marlborough, war im House of Lords. Er heiratete in erster Ehe eine Tochter des Geschäftsmanns Michael Hornby. Dieser gehörte zur Führung des britischen Buchhändlers WHSmith. Das Unternehmen machte 2022 einen Umsatz von über eine Milliarde US-Dollar. Michaels Vater St John Hornby war Gründungspartner von WHSmith gewesen. Michaels Sohn Simon Hornby war Vorsitzender von WHSmith.

John Spencer-Churchill heiratete in zweiter Ehe die Griechin Athina „Tina“ Livanos. Deren Vater war ein Schifffahrtsunternehmer. Athina führte auch Ehen mit den griechischen Schifffahrtsunternehmern Stavros Niarchos und Aristotle Onassis, die beide zu den reichsten Männern der Welt gehörten.

Die dritte Ehefrau von John Spencer-Churchill kam aus dem schwedischen Familienzweig des schottischen Douglas Clans.

Johns vierte Frau war Lily Sahni, die Tochter eines indischen Geschäftsmanns und Millionärs. Lilys Exmann Ratan Mahtani ist ein Geschäftsmann in Nigeria. (Quelle)

John Spencer-Churchill und weitere britische Adlige nahmen 1949 in London an einer Hochzeit des US-amerikanischen Bankiers Paul Felix Warburg teil. Auch ein dänischer Prinz gehörte zu den Gästen der Hochzeit. Die Braut wurde von John McCloy, dem Chef der Weltbank, zum Altar geführt. (Quelle: John wird in der Quelle Marquis of Blandford genannt).

Lord Charles Spencer-Churchill (1940–2016) heiratete eine Nachkommin von John Spreckels (1853–1926), der ein reicher Unternehmer in den USA gewesen war. (Quelle) Zu Charles Beerdigung kamen Nicholas Soames, Annabel Astor (Schwiegermutter des britischen Premierministers David Cameron) und Laura Lopes (Stieftochter von König Charles III.). (Quelle) Charles Spencer-Churchill besuchte 1985 eine Party in New York. Zu den Gästen gehörten Yasmin Aga Khan, Sara Farish (Erbin der Milliardärsfamilie Du Pont), der US-amerikanische Milliardär Nelson Bunker Hunt und der kanadische Milliardär Edgar Bronfman (damaliger Präsident des Jüdischen Weltkongresses). (Quelle)

Die heutige Spencer-Churchill Familie

Lady Rosemary Spencer-Churchill (*1929) war eine „maid of honour“ bei der Krönung von Queen Elizabeth II. Die anderen Maids waren Moyra Hamilton, Jane Vane-Tempest-Stewart, Anne Coke, Mary Baillie-Hamilton und Jane Heathcote-Drummond-Willoughby (alles Adlige). (Quelle)

James Spencer-Churchill (*1955) ist der 12. und derzeitige Herzog von Marlborough. Sein Vermögen wurde auf 188 Millionen Pfund geschätzt, also etwa 250 Millionen US-Dollar. (Quelle: 1 und 2) Er ist mit Donald Trump befreundet, der ihn liebevoll „the Dook“ nennt. Ein Insider aus Washington sagte: „Sie haben sich durch ihre ähnlichen Ansichten, sowohl politisch als auch anderweitig, verbunden und sind schnell Freunde geworden. Sie haben viel mehr gemeinsam, als man denken würde. Sie telefonieren regelmässig und ihre Gespräche dauern oft bis tief in die Nacht hinein.“ Donald Trump sieht Premierminister Winston Churchill als ein Vorbild an. (Quelle: 1 und 2) Der Herzog sagte, er sei einer von Trumps „grössten Unterstützern“. (Quelle) Auch wenn viele Trump für eine Witzfigur halten, hat er dennoch Freunde in der Weltelite, die ihn ernst nehmen und mögen. Falls Trump den Herzog öfter besucht hat, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er weitere britische Adlige kennenlernte.

Trump sorgte in seiner ersten Amtszeit dafür, dass die Büste von Winston Churchill wieder im Oval Office steht. Obama hatte die Büste entfernen lassen. Der damalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson meinte, dass Obama eine Abneigung gegen das Britische Empire empfindet (Obamas Grossvater hatte in Kenia unter der britischen Kolonialherrschaft gelitten). Nachdem Joe Biden Präsident wurde, liess dieser ebenfalls die Büste aus Oval Office entfernen. 2025 stellte Trump einen Tag nach seiner Amtseinführung die Büste wieder ins Oval Office. (Quelle)

Die Herzogsfamilie Spencer-Churchill besitzt den Blenheim Palace, eines der grössten Schlösser Englands. 2018 veranstaltete der Herzog im Blenheim Palace ein Treffen für Trump, zu dem viele Wirtschaftsführer kamen. Larry Fink, der Chef des führenden Finanzkonzerns BlackRock, war eingeladen. (Quelle)

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton besuchte 2003 und 2012 Veranstaltungen im Blenheim Palace und traf dabei die Herzogsfamilie Spencer-Churchill. Die Veranstaltung 2012 wurde von Matthew Freud und seiner damaligen Frau Elisabeth mitorganisiert. (Quelle: 1 und 2) Elisabeth kommt aus der Murdoch Familie, die zu den mächtigsten und reichsten Medienunternehmern der Welt gehört.

2011 gab es im Blenheim Palace ein Benefiz-Dinner zur Unterstützung der Restaurierung des Schlosses. Der Herzog war bei dem Dinner dabei. Gäste aus den USA waren unter anderem der Multimilliardär David Koch*, der Milliardär Daniel Ziff, die Frau des Multimilliardärs Stephen Schwarzman sowie Donald Trumps Schwägerin Blaine. Auch der indische Milliardär Lakshmi Mittal war anwesend. Wilbur Ross und seine Frau Hilary, beides Geschäftsleute aus den USA, halfen bei der Ausrichtung des Dinners. Wilbur Ross gehörte zum Kuratorium der Blenheim Foundation und seine Frau war Präsidentin der Stiftung. (Quelle) Dadurch hatte das Ehepaar viel mit der Spencer-Churchill Familie zu tun. Wilbur Ross arbeitete 24 Jahre für die britische Rothschild Bank. Er war in Donald Trumps erster Amtszeit Handelsminister. In seiner Funktion als Rothschild-Banker hatte er in den 90er-Jahren Trump vor einer Privatinsolvenz gerettet. Er kennt viele Leute aus Trumps Umfeld. Er war das Oberhaupt einer elitären Geheimgesellschaft, bestehend aus Geschäftsleuten von der Wall Street. (Mehr zu Wilbur Ross)

* Der 2019 verstorbene David Koch galt als einer der reichsten Männer der Welt. Er war mit Winston Churchill Jr. befreundet. (Quelle)

2005 fand im Blenheim Palace die Geburtstagsfeier von John Loeb Jr. statt. Dieser war US-Botschafter in Dänemark und kam mütterlicherseits aus der jüdischen Lehman Familie, die im 20. Jahrhundert eine der mächtigsten Bankiersfamilien der USA war. Auch väterlicherseits kam er aus einer jüdischen Familie von Geschäftsleuten, die an der Wall Street ihr Geld gemacht hatte. Herzog John Spencer-Churchill und weitere Mitglieder seiner Familie waren bei der Geburtstagsfeier von John Loeb Jr. im Blenheim Palace dabei. Zu den Gästen zählten mehrere ehemalige US-Botschafter, britische Adlige sowie Christopher „Kip“ Forbes und Anne Hearst aus den USA. Bemerkenswerte Gäste aus dem jüdischen Establishment waren Michel David-Weill, Paul Soros (Bruder von George Soros), Ezra Zilkha, Beth Rudin DeWoody und Denise Eisenberg Rich (war mit dem Glencore-Gründer Marc Rich verheiratet). (Quelle)

Lady Henrietta Spencer-Churchill (*1958) besuchte 2009 ein Treffen der Royal Oak Foundation. Bei dem Treffen wurde der britische Baron Jacob Rothschild geehrt, der auch anwesend war. Zum Treffen kamen auch folgende Personen:

  • Der amerikanisch-jüdische Milliardär Henry Kravis. Er ist Gründer und Vorsitzender des gut vernetzten Finanzkonzerns KKR. In den letzten Jahren besuchte er immer das Bilderberg-Treffen.
  • Die Kanadierin Marie-Josée Kravis. Sie ist die Frau von Henry Kravis. Zurzeit ist sie Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen.
  • Die Jordanierin Firyal Irshaid. Sie heiratete in das jordanische Königshaus.
  • Der kanadische Milliardär Galen Weston.
  • Der US-amerikanische Milliardär Sid Bass.
  • Die US-Amerikanerin Annette de la Renta. Sie ist die Tochter des deutsch-niederländisch-jüdischen Bankiers Fritz Mannheimer.

(Quelle)

Lord Edward Spencer-Churchill (*1974) ist mit der kasachischen Geschäftsfrau Goga Ashkenazi befreundet, die weitere Freunde in der britischen Elite hat, darunter Nat Rothschild und Prinz Andrew. (Quelle) Goga führte eine romantische Beziehung mit dem Milliardär Timur Kulibayev und hat zwei Kinder mit ihm. Timur ist einer der reichsten Männer in Kasachstan. Er ist mit der Tochter des langjährigen kasachischen Präsidenten Nursultan Nazarbayev verheiratet.

Edward Spencer-Churchill kennt Alexander Lebedev. (Foto) Dieser war früher einer der reichsten Männer Russlands und hatte für den sowjetischen Geheimdienst KGB gearbeitet. Heute lebt er in England und besitzt zwei der wichtigsten britischen Zeitungen.

Edward Spencer-Churchill kennt die Russin Dasha Zhukova. (Foto) Ihr Exmann ist der russisch-jüdische Milliardär Roman Abramovich. Ihr derzeitiger Ehemann kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Ihre Mutter hat sich im März 2024 mit dem Milliardär Rupert Murdoch verlobt.

Edward Spencer-Churchill kennt Prinz Ernst von Hannover. (Foto) Der Prinz ist das Oberhaupt der deutschen Hochadelsfamilie Hannover. Die Familie besetzte von 1714 bis 1901 den britischen Thron.

Edward Spencer-Churchill ist der Exfreund der 2018 verstorbenen Annabelle Neilson, die eine gute Freundin des Models Kate Moss war. Annabelle war die erste Ehefrau des britischen Geschäftsmanns Nat Rothschild. (Quelle)

Alexander Spencer-Churchill (*1983), James Rothschild und Ben Goldsmith kennen sich schon seit jungen Jahren. (Foto) Alexander war auf der Hochzeit von Ben Goldsmith und Kate Rothschild. Rothschild und Goldsmith sind zwei der bedeutendsten jüdischen Dynastien. Die beiden Familien heirateten in den britischen Adel.

Mitglieder der Spencer-Churchill Familie waren 2012 bei einer Veranstaltung von Sotheby’s. Zu den Gästen gehörten neben britischen Adligen auch Mitglieder der Familien Rothschild, Goldsmith, Aga Khan und Hambro sowie die Ehefrau des britischen Milliardärs Anthony Bamford. Graf Leopold von Bismarck und Chantal von Hannover aus dem deutschen Hochadel waren auch da. (Quelle)

Mitglieder der Spencer-Churchill Familie waren 2016 auf einer Feier in London, die von Scheich Hamad bin Abdullah Al Thani veranstaltet wurde. Der Scheich kommt aus der katarischen Herrscherfamilie. Zu den Gästen der Feier gehörten:

  • Der britische Prinz Charles, der inzwischen König ist.
  • Mitglieder der Rothschild Familie.
  • Der indische Milliardär Lakshmi Mittal.
  • Der Graf von Airlie. Er war der Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans.
  • Graf Andrew Hope aus dem schottischen Hope Clan.
  • Der britische Graf von Derby aus der Stanley Familie.
  • Firyal Irshaid. Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie.
  • Die deutsche Gräfin Maya von Schönburg.

(Quelle)

Mitglieder der Spencer-Churchill Familie waren 1994 auf einer Hochzeit in London, bei der die griechische Unternehmerfamilie Livanos in die griechische Unternehmerfamilie Vardinogiannis heiratete. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, Safra, Hearst, Hambro, Russell, Niarchos, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland, Jordanien und Serbien. (Quelle)

Mitglieder der Spencer-Churchill Familie werden schon seit Jahrhunderten am Eton College (besteht seit 1440) und an der Oxford Universität (besteht seit über 900 Jahre) ausgebildet.

Der Familienzweig von

Winston Churchill

Winston Churchill

Winston Churchill (1874–1965) wurde ein weltberühmter Politiker. Er war ein Enkel des 7. Herzogs von Marlborough und ein enger Freund des 9. Herzogs. Winston Churchill wurde im Blenheim Palace geboren. (Quelle)

Winston Churchill trat im Jahr 1901 den Freimaurern bei. (Quelle) Er wurde in die Studhome Lodge 1591 aufgenommen, eine Freimaurerloge in England, zu deren Mitglieder Adlige und der britische Kronprinz Albert Victor (Herzog von Clarence) gehörten. (Quelle: 1 und 2)

Von 1940 bis 1945 war Winston Churchill Premierminister von Grossbritannien, also während des Zweiten Weltkrieges. Zusammen mit der Regierung von US-Präsident Franklin Roosevelt trug seine Politik zum Sturz von Adolf Hitler bei, der eine freimaurerfeindliche Politik verfolgte und an eine jüdisch-freimaurerische Weltverschwörung glaubte. Auch US-Präsident Franklin Roosevelt war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Falls Hitler wusste, dass Churchill und Roosevelt Freimaurer waren, wird er während des Krieges geglaubt haben, dass er direkt gegen die internationale Freimaurerei Krieg führe.

Während des Zweiten Weltkrieges hatte der britische Geheimdienst MI5 sein Hauptquartier im Blenheim Palace. (1

Winston Churchill war nach dem Krieg von 1951 bis 1955 ein weiteres Mal Premierminister. Er besetzt noch weitere hohe Ämter:

  • Vorsitzender der Konservativen Partei (1940–1955)
  • Verteidigungsminister (1951–1952)
  • Erster Lord der Admiralität (1939–1940)
  • Minister für Luftfahrt (1919–1921)
  • Kriegsminister (1919–1921)
  • Minister für Muniton (1917–1919)
  • Minister für die Kolonien (1921–1922)
  • Schatzkanzler (1924–1929)
  • Innenminister (1910–1911)
  • Präsident des Board of Trade (1908–1910)
  • Father of the House (1959–1964)

Winston Churchill war nicht nur Freimaurer, sondern als Mitglied des Ancient Order of Druids auch ein Druide, wie weitere Verwandte. Er trat drei weiteren Bruderschaften mit Verbindungen zur Freimaurerei bei: Order of Ancient Free Gardeners, Order of Odd Fellows und Order of Foresters. (Quelle: 1, 2, 3)

Winston Churchill war Mitglied der Sons of the American Revolution, eine Gesellschaft aus den USA, bei der 16 US-Präsidenten aufgenommen wurden. (Quelle) Sein Neffe John Spencer-Churchill war ebenfalls Mitglied der Gesellschaft. (Quelle) Winston Churchill war zudem erbliches Mitglied der Society of the Cincinnati, die 1783 von Gründervätern der USA gegründet wurde und ebenfalls viele US-Präsidenten aufgenommen hat. Churchill konnte beitreten, da er über seine amerikanische Mutter Vorfahren hatte, die zur Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung gehörten. Sowohl er als auch US-Präsident Franklin Roosevelt (ebenfalls Mitglied der Gesellschaft) stellten mit Freude fest, dass sie entfernte Cousins ​​waren. (Quelle)

Winston Churchill war auch Schriftsteller und erhielt 1953 den Nobelpreis für Literatur.

Winston Churchill wurde in den kanadischen Privy Council aufgenommen. (Quelle) 1953 wurde er im Windsor Castle von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. (Quelle) Er war Fellow der Royal Society. (Quelle)

Zu Winston Churchills Freunden zählten der griechische Wirtschaftsboss Aristoteles Onassis und der US-amerikanische Medienmogul William Randolph Hearst. (Quelle) Auch Sir Philip Sassoon war ein enger Freund. Philip kam aus den geadelten jüdischen Familien Sassoon und Rothschild. (Quelle)

Obwohl Winston Churchill aufgrund seiner Rolle beim Zweiten Weltkrieg als Held angesehen wurde, hatte er als Premierminister und hoher Kolonialbeamter eine sehr imperialistische Politik betrieben, zum Wohle des britischen Empire. Er war einer der grossen Massenmörder des 20. Jahrhunderts:

  • Als Churchill in den 50er-Jahren Premierminister war, ging seine Regierung rücksichtslos gegen die Aufständischen in der britischen Kolonie Kenia vor (das afrikanische Land war bis 1963 eine britische Kolonie). Die Briten errichteten in Kenia Konzentrationslager, in denen grosse Teile der Bevölkerung unter menschenverachtenden Bedingungen eingesperrt waren. Forscher schätzen heute, dass in diesen Lagern zwischen 20 000 und 100 000 Menschen starben. Sie wurden erschossen oder erlagen den schlechten Bedingungen. Während Churchills Regierungszeit wurden viele Kenianer in den Lagern gefoltert. Die britischen Behörden setzten bei der Folter Vergewaltigung, Kastration, brennende Zigaretten an empfindlichen Stellen und Elektroschocks ein. Zu dieser Zeit war Evelyn Baring aus der Bankiersfamilie Baring Gouverneur der Kolonie Kenia. Churchill war mitverantwortlich für die Zwangsumsiedlung der einheimischen Bevölkerung aus dem fruchtbaren Hochland, um Platz für weisse Kolonialsiedler zu schaffen. Übrigens wurde damals der Kenianer Hussein Onyango Obama in einem Gefängnis gefoltert. Er war der Grossvater von US-Präsident Barack Obama. Nachdem Barack Obama Präsident wurde, entfernte er die Büste von Winston Churchill aus dem Oval Office und schickte sie nach England zurück.
  • Wegen Churchill verhungerten 1943 etwa 4 Millionen Bengalen in Indien in einer Hungersnot, denn er hatte angeordnet, Lebensmittel von den hungernden Indern zu den gut versorgten britischen Soldaten umzuleiten und sogar Vorräte in Europa aufzustocken. Als man Churchill auf die Hungertoten ansprach, antwortete er, dass sie selbst schuld an der Hungersnot seien, weil sie sich „wie Kaninchen fortpflanzen“. Er und seine Vertrauten verhinderten Versuche von anderen Briten, den Bengalen zu helfen. Churchill bezeichnete die Inder als „ein bestialisches Volk mit einer bestialischen Religion“. Er wollte in Indien chemische Waffen einsetzen, aber seine Kabinettskollegen weigerten sich. Er meinte, dass „die Einwände des India Office gegen den Einsatz von Gas gegen Einheimische unvernünftig sind“.
  • 1921 setzte sich Churchill als Minister für Kolonien dafür ein, dass die Unruhen im Irak mit Gewalt bekämpft werden. Er meinte: „Ich bin sehr dafür, Giftgas gegen die unzivilisierten Stämme einzusetzen; es würde einen lebendigen Schrecken verbreiten.“ Eine von ihm angeordnete Bombardierung zerstörte ein ganzes Dorf.
  • Churchill war im Alter von 22 Jahren Soldat in Afghanistan im Kampf gegen die Paschtunen. Er meinte, dass die Paschtunen „die Überlegenheit der (britischen) Rasse anerkennen müssen“ und dass „alle, die sich widersetzen, ohne Gnade getötet werden“. Er schrieb: „Wir gingen systematisch vor, Dorf für Dorf, und zerstörten die Häuser, füllten die Brunnen, sprengten die Türme, fällten die grossen schattenspendenden Bäume, verbrannten die Ernten und brachen die Stauseen in einer strafenden Verwüstung. … Jeder gefangene Stammesangehörige wurde sofort aufgespiesst oder umgelegt.“
  • Churchill sorgte im Zweiten Weltkrieg dafür, dass deutsche Städte zerstört werden, ohne Rücksicht auf Zivilisten zu nehmen. Unter anderem die verheerenden Luftangriffe auf Dresden waren die Folge, wo sich viele Flüchtlinge aufhielten. Churchill schrieb, er wolle „absolut verheerende, vernichtende Angriffe durch sehr schwere Bomber“.
  • 1944 wurden auf Churchills Befehl Demonstranten in Griechenland niedergemäht.
  • Im Irischen Unabhängigkeitskrieg (1919 bis 1921) machten sich die Iren unabhängig vom britischen Königreich. Zu dieser Zeit war Churchill Kriegsminister. In dieser Funktion war er einer der wenigen britischen Beamten, die die Bombardierung der irischen Demonstranten befürworteten. Er schlug vor, dass die Flugzeuge „Maschinengewehrfeuer oder Bomben“ einsetzen sollten, um die Demonstranten zu zerstreuen.
  • Churchill war nicht nur überzeugter Rassist, sondern auch Eugeniker. Er befürwortete die Sterilisierung von „Geistesschwachen“ und „Verrückten“, damit diese sich nicht in der britischen Gesellschaft vermehren können. Winston Churchill schrieb 1899: „Die Verbesserung der britischen Rasse ist mein Lebensziel.“ Der einflussreiche Politiker Leopold Amery, der mit Churchill zusammenarbeitete, meinte, dass er kaum einen Unterschied zwischen Churchills Haltung und der Adolf Hitlers erkennen konnte.

Quellen: 1, 2, 3, 4

Winston Churchill war Mitglied der Eugenics Education Society, eine britische Gesellschaft, die sich für die Eugenik und die Geburtenkontrolle starkmachte. (Quelle)

Trotz dieser Tatsachen wurde Winston Churchill lange als Held und bewundernswerter Staatsmann angesehen, aber in den letzten Jahren gab es in Grossbritannien eine Debatte über Churchills Verbrechen, worunter sein guter Ruf gelitten hat.

Die Familie von Winston Churchill

Winston Churchills Frau Clementine kam mütterlicherseits aus dem schottischen Ogilvy Clan. Ihr Grossvater war der Clan-Chef David Ogilvy, der 10. Graf von Airlie. (Quelle: 1 und 2)

Winstons Vater Lord Randolph Churchill (1849–1895) war ebenfalls ein führender Politiker der Konservativen Partei gewesen. Er war Freimaurer und war zur selben Zeit Mitglied der Churchill Lodge wie sein Bruder, der 8. Herzog von Marlborough. Auch der berühmte Schriftsteller Oscar Wilde gehörte in dieser Zeit der Loge an. Randolph Churchill war wie sein Sohn Mitglied des Order of Foresters. (Quelle: 1 und 2) Er war seit seiner Schulzeit mit Nathan Rothschild befreundet. (Quelle) Nathan war der erste britische Baron aus der Rothschild Familie.

Winston Churchills Mutter Jennie war eine US-Amerikanerin. Ihr Vater Leonard Jerome, ein Finanzier aus New York, wurde in den 1850er-Jahren als „König der Wall Street“ bezeichnet. Zu dieser Zeit gab es in New York weniger als zwanzig Millionäre und Jerome war einer davon. Seine Freunde waren das „Who is Who“ der neureichen Elite der USA. Jerome hatte drei Töchter. Die Tochter Jennie heiratete Randolph Churchill und wurde die Mutter von Winston Churchill. Die Tochter Clarita heiratete Moreton Frewen, ein britischer Unternehmer und Politiker. Die andere Tochter Leonie heiratete John Leslie, ein irischer Baronet. (Quelle: 1 und 2) John Leslie stammte aus dem schottischen Leslie Clan. (Quelle)

John Spencer-Churchill (1880–1947), bekannt unter dem Namen Jack Churchill, war der Bruder von Winston Churchill. Jack Churchill arbeitete als Börsenmakler in der City of London. Er heiratete eine Tochter des Grafen aus der Bertie Familie. Jacks Frau war eine Tante von Andrew Bertie, der von 1988 bis 2008 Grossmeister des Malteserordens war. Der Malteserorden ist ein alter vatikanverbundener Orden, bei dem viele katholische Adelsfamilien Mitglied sind.

Jacks Tochter Clarissa Spencer-Churchill (1920–2021) heiratete 1952 Anthony Eden, der von 1955 bis 1957 britischer Premierminister war. Vor Anthony Eden hatte Winston Churchill seine letzte Amtszeit als Premierminister gehabt, der wie gesagt der Onkel von Anthonys Frau war. In Churchills Regierung war Anthony stellvertretender Premierminister gewesen. Anthony war Mitglied der Pilgrims Society, eine einflussreiche Gesellschaft zur Förderung der Freundschaft zwischen Grossbritannien und den USA (Quelle). Anthony kam aus dem Adel und wurde zum Grafen geadelt.

Sarah Spencer-Churchill (*1935) ist eine Enkelin von Jack Churchill. Sarahs erster Mann war mütterlicherseits ein Enkel von Robert Crewe-Milnes, der einer der obersten Politiker Grossbritanniens war. Sarah heiratete in zweiter Ehe Baron John Baring. (Quelle) Die Baring Familie ist eine der wichtigsten Familien der Londoner Hochfinanz. John Baring leitete die britische Zentralbank und den Öl- und Gaskonzern BP, eines der mächtigsten Unternehmen des britischen Empire.

Die Kinder und Enkel von Winston Churchill

Winstons Tochter Diana Spencer-Churchill (1909–1963) heiratete in erster Ehe einen Sohn von Abe Bailey. (Quelle) Abe Bailey machte ein Vermögen im Goldbergbau in Südafrika und Rhodesien. In den 1930er-Jahren war er einer der reichsten Männer der Welt. (Quelle) Er erhielt einen britischen Ritterorden und wurde zum Baronet geadelt. Er gehörte zu den sogenannten Randlords, die damals Südafrikas Bergbau kontrollierten. Die Randlords waren keine Afrikaner, sondern Angelsachsen und Juden mit engen Verbindungen zur britischen Kolonialelite. Abe Bailey kannte die Randlords Alfred Beit, John Hays Hammond, George Farrar, Lionel Phillips sowie die Brüder Frank und Cecil Rhodes. Diese Männer waren die Drahtzieher des Jameson-Überfalls. (Quelle) Bei dem Überfall versuchten irreguläre probritische Einheiten die Republik Transvaal in Südafrika zu erobern. Die Randlords Cecil Rhodes, Lionel Phillips und John Hays Hammond waren Freimaurer. (Quelle: 1, 2, 3) Der Randlord Alfred Beit kam aus einer jüdischen Familie aus Deutschland, die über Heiraten mit den deutsch-jüdischen Bankiersfamilien Warburg, Speyer und Ladenburg verbunden war.

Übrigens: Der führende Randlord Cecil Rhodes galt eine Zeit lang als der reichste Brite. (Quelle) Er gründete mit Unterstützung der britischen Rothschild Bank den bis heute bestehenden Diamantkonzern De Beers. (Quelle: 1 und 2) Er war wie gesagt Freimaurer. In seinem Testament forderte er, dass mit seinem grossen Vermögen unter anderem eine Geheimgesellschaft aufgebaut wird, „deren wahres Ziel die Ausweitung der britischen Herrschaft auf der ganzen Welt“ sein sollte. Rhodes gab der Geheimgesellschaft den Auftrag, den angloamerikanischen Raum zu vereinigen und eine gemeinsame Elite zu bilden. (Quelle: 1, 2, 3) Rhodes war am 26. März 1902 gestorben. Es ist vielleicht nur ein Zufall, aber knapp drei Monate nach seinem Tod, am 16. Juli 1902, fand in London ein informelles Treffen statt, bei dem beschlossen wurde, die Pilgrims von Grossbritannien (Pilgrims Society) zu gründen. Das Hauptziel der Gesellschaft war die Förderung eines guten Verhältnisses der Elite von Grossbritannien und den USA. (Quelle) Im darauffolgenden Jahr wurden die Pilgrims der USA gegründet, die aus Amerikanern bestehen. Die Pilgrims Society ist bis heute aktiv und ist das vielleicht wichtigste Netzwerk zur Förderung der britisch-amerikanischen Freundschaft. Zum britischen Zweig der Gesellschaft gehören Familien, die in die US-amerikanische Elite heirateten, während zum amerikanischen Zweig Familien der US-Elite gehören, die in die britische Elite heirateten. Insofern hätte die Pilgrims Society Cecil Rhodes Vision von einer angloamerikanischen Elite erfüllt. Der 9. Herzog von Marlborough aus der Spencer-Churchill Familie soll Mitglied der Pilgrims gewesen sein. Premierminister Winston Churchill hielt eine Rede vor der Pilgrims Society (Quelle). Er hatte bereits 1925 ein Dinner der Gesellschaft besucht, war also womöglich Mitglied. (Quelle) Der erste Vorsitzende der Pilgrims von Grossbritannien war William Macdonald Sinclair. (Quelle) Dieser war ein hochrangiger Geistlicher der anglikanischen Kirche (der britische Monarch ist das Oberhaupt der Kirche). William Macdonald Sinclair war Ehrenkaplan von zwei Königen und Erzdiakon von London. Laut Wikipedia war er auch begeisterter Freimaurer. Er stammte aus dem Sinclair Clan und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus dem MacDonald Clan. (Quelle: 1 und 2) Der schottische Clan Sinclair bringt schon seit Jahrhunderten Freimaurer hervor. Ein Familienzweig der Sinclairs besitzt die sagenumwobene Rosslyn-Kapelle und ist mit Baron Jacob Rothschild verschwägert.

Diana Spencer-Churchill heiratete in zweiter Ehe Duncan Sandys, ein hoher Politiker der Konservativen Partei. Duncan Sandys besetzte mehrere Ministerposten. Als Minister für Kolonien und Commonwealth-Beziehungen handelte er in den 1960er-Jahren die Unabhängigkeit von elf britischen Kolonien und Territorien aus. Er war Minister in der Regierung seines Schwiegervaters Winston Churchill. Duncan Sandys wurde in den Privy Council aufgenommen und zum Baron geadelt. 1947 war er Gründungspräsident von „European Movement International“, ein Zusammenschluss von Organisationen, der bis heute besteht und sich für ein vereintes Europa einsetzt. Duncan Sandys war in den 80er-Jahren Vorsitzender von Lonrho. (Quelle: 1 und 2) Dazumal war Lonrho ein grosser britischer Mischkonzern, der in ehemaligen britischen Kolonien in Afrika aktiv war, unter anderem im Bergbau. (Quelle) Dass Duncan Sandys zuvor ein hoher Kolonialpolitiker gewesen war und gute Kontakte nach Afrika hatte, wird für Lonrho von Vorteil gewesen sein.

Randolph Spencer-Churchill (1911–1968), der Sohn von Winston Churchill, ging in die Politik und zum Militär. Er heiratete Pamela Digby, die aus dem britischen Adel kam. Pamelas dritter Ehemann war William Averell Harriman, ein mächtiger und wohlhabender US-Politiker. Pamela führte auch romantische Beziehungen mit Élie de Rothschild, Aly Khan, Gianni Agnelli und Stavros Niarchos, alles sehr einflussreiche Männer. (Quelle: 1 und 2)

Randolphs Sohn Winston Spencer-Churchill (1940–2010) ging ebenfalls in die Politik. In den 80er-Jahren gehörte er zum engeren Teilnehmerkreis von Le Cercle. (Quelle: Seite 542) Das internationale geheime Elitennetzwerk besteht seit 1953 und ist fest mit den Geheimdiensten verbunden. Winston Spencer-Churchill heiratete in die Erlanger Familie, eine jüdische Bankiersfamilie, die in den Adel aufgenommen wurde und in britische, französische und deutsche Adelsfamilien heiratete.

Randolphs Tochter Arabella Churchill (1949–2007) datete 1970 den schwedischen Kronprinzen, den heutigen König Carl Gustaf (ist vermutlich Freimaurer). (Quelle)

Randolphs Enkel Randolph Leonard Spencer-Churchill (*1965) war zur selben Zeit im Kuratorium der Winston Churchill Foundation wie der britische Prinz Philip (Freimaurer), der Bankier Bruno Schroder und John Loeb Jr. (letzterer kommt mütterlicherseits aus der amerikanisch-jüdischen Bankiersfamilie Lehman). (Quelle) Randolph arbeitete im Finanzwesen bei Lazard, Schroders und Rathbones sowie als Wirtschaftsprüfer bei Deloitte. (Quelle)

Sarah Churchill (1914–1982), eine Tochter von Premierminister Winston Churchill, heiratete in erster Ehe Vic Oliver, der Sohn eines jüdischen Freiherrs aus Österreich. Während des Zweiten Weltkrieges stand Vic Oliver auf der „Sonderfahndungsliste GB“ (bekannt als Black Book) der Nazis. (Quelle) Die Nazis hatten 1940 eine Liste von Personen erstellt, die bei einer Invasion in Grossbritannien verhaftet werden sollten. Die Liste umfasste mehr als 2800 Personen. Auf der Liste standen viele Juden, darunter Chaim Weizmann, der während des Krieges Präsident der Zionistischen Weltorganisation war und nach dem Krieg der erste Staatspräsident von Israel wurde (er hatte übrigens einen guten Draht zur britischen Elite und erhielt die britische Staatsbürgerschaft). Auf der Liste der Nazis standen auch viele britische Politiker wie Winston Churchill und sein Schwiegersohn Duncan Sandys, aber auch ein paar britische Adlige, darunter Baron John Jacob Astor, Vizegraf Archibald Sinclair (aus dem schottischen Sinclair Clan) und die Herzogin von Atholl (Ehefrau des Clans-Chefs des Murray Clans) (Quelle: 1, 2, 3)

Sarah Churchill hatte eine Affäre mit dem US-amerikanischen Politiker und Diplomaten John Gilbert Winant. Dieser vertrat die USA als Botschafter in Grossbritannien und war Gouverneur des US-Bundesstaates New Hampshire. Er besuchte Treffen der oben erwähnten Pilgrims Society, wie es für US-Botschafter in Grossbritannien üblich ist.

Mary Churchill (1922–2014), eine weitere Tochter von Winston Churchill, heiratete Christopher Soames, der ein hoher Politiker der Konservativen Partei war. Er besetzte wichtige Posten:

  • Vizepräsident der EU-Kommission (1973–1977)
  • EU-Kommissar für Aussenbeziehungen (1973–1977)
  • Britischer Botschafter in Frankreich (1968–1972)
  • Präsident des Privy Council (1979–1981)
  • Vorsitzender des House of Lords (1979–1981)
  • Kriegsminister (1958–1960)

Christopher Soames wurde zum Baron geadelt und zum Ritter geschlagen. Laut dem englischen Wikipedia war er im Vorstand der Rothschild Bank und der National Westminster Bank.

Christophers Tante Olave war die Ehefrau des Armeeoffiziers Robert Baden-Powell, der die internationale Pfadfinderbewegung gegründet hatte. Übrigens stand Robert auch auf der oben erwähnten Fahndungsliste der Nazis.

Christopher Soames war von Dezember 1979 bis April 1980 der letzte Gouverneur der britischen Kolonie Südrhodesien. Südrhodesien wurde 1980 zu einem unabhängigen Staat und änderte den Namen in Simbabwe. Von 1987 bis 2017 wurde das Land vom Afrikaner Robert Mugabe regiert. Mugabe regierte diktatorisch. Christophers Sohn Nicholas Soames (*1948), der mütterlicherseits aus der Churchill Familie kommt, besuchte im Oktober 2017 Robert Mugabe zu einem persönlichen Gespräch (Quelle). Einen Monat nach dem Treffen wurde Mugabe bei einem Militärputsch abgesetzt.

Nicholas Soames und sein Vater Christopher waren Mitglied der oben erwähnten Pilgrims Society. (Quelle)

Nicholas Soames sass im House of Lords, war Staatsminister für die Streitkräfte, trat dem Privy Council bei und wurde zum Ritter geschlagen und zum Baron geadelt. Er war geschäftsführender Vorsitzender von Aegis Defence Services. Das private britische Militär- und Sicherheitsunternehmen ist international aktiv. Private britische Militärunternehmen waren und sind vor allem in ehemaligen britischen Kolonien aktiv. Nicholas Soames wurde 2018 in die britische Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO berufen. Er war ein persönlicher Assistent von James Goldsmith, dessen Söhne in die Rothschild Familie heirateten. Nicholas Soames arbeitete zwei Jahre lang im Stab eines US-Senators in Washington DC und wechselte dann als Direktor zu einer Firma von Lloyds Brokers. Er ist seit Jahrzehnten mit dem heutigen König Charles III. befreundet, denn er seit seinem zwölften Lebensjahr kennt. Bei der ersten Hochzeit von Nicholas Soames war Charles sein Trauzeuge. (Quelle: 1, 2, 3)

Die erste Ehefrau von Nicholas Soames kam mütterlicherseits aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick. Seine zweite Frau stammte aus der alten Bankiersfamilie Smith. Seine Schwester Charlotte heiratete in die Bankiersfamilie Hambro. (Quelle: 1 und 2) Charlottes Tochter Clementine Hambro (*1976) heiratete einen Sohn des Clan-Chefs des schottischen Fraser von Lovat Clans. (Quelle)

Rupert Soames (*1959) ist der Bruder von Nicholas und kommt mütterlicherseits auch aus der Churchill Familie. Er leitete von 2014 bis Ende 2022 den umstrittenen britischen Dienstleistungskonzern Serco. (Quelle) Der jüdische Baron Arnold Weinstock holte Rupert zum britischen Industriekonzern GEC. Rupert Soames arbeitete auch für Misys (heute Finastra), ein grosses Fintech-Unternehmen. Er war CEO von Aggreko, ein grosses britisches Unternehmen, das Stromgeneratoren produziert. Rupert erhielt einen britischen Ritterorden. (Quelle: 1, 2, 3)

Ruperts Bruder Jeremy Soames (*1952) ist derzeit Vorsitzender des Kuratoriums der Churchill Fellowship. Er arbeitete viele Jahre für die Rothschild Bank. (Quelle)

Der Familienzweig der Grafen aus

der Spencer Familie

Die Familie Spencer-Churchill ging wie bereits erwähnt aus der Adelsfamilie Spencer hervor. Seit 1765 besitzt ein Zweig der Spencer Familie den Titel eines Grafen. Dieser Familienzweig brachte ebenfalls Politiker und Militärs hervor. Die Grafen aus der Spencer Familie haben schon seit über 200 Jahren ein enges Verhältnis zum Königshaus. Mehrere Könige waren Paten von Kindern aus der Grafenfamilie Spencer.

Die Spencer Familie besitzt seit über 250 Jahren das Spencer House in London. Seit Mitte der 1980er-Jahren vermietet sie das Haus an Baron Jacob Rothschild. Baron Rothschild leitete ein umfangreiches Restaurierungsprojekt, um dem Haus seinen ursprünglichen Glanz zurückzugeben. (Quelle)

Der 3. Graf John Spencer (1782–1845) war Schatzkanzler und Vorsitzender des Unterhauses.

Der 4. Graf Frederick Spencer (1798–1857) war als Lord Chamberlain der höchste Beamte des königlichen Haushaltes. Sein Schwiegersohn William Mansfield wurde später ebenfalls Lord Chamberlain.

John Spencer (1835–1910), der 5. Graf, war Vorsitzender des Privy Council.

Der 3. und der 5. Graf waren womöglich Freimaurer, denn sie benutzten eine Freimaurer-Kelle, bei der Grundsteinlegung zum Bau einer Klinik und einer Schule. Bei den Grundsteinlegungen waren Freimaurer dabei. (Quelle) Dem 5. Graf wurde angeboten, Schirmherr der Hundertjahrfeier der Freimaurer in Irland zu werden, aber lehnte ab. (Quelle)

Der 6. Graf Charles Spencer (1857–1922) besetzte den Posten des Lord Chamberlain und heiratete in die Bankiersfamilie Baring. Seine Tochter Alexandra (1906–1996) heiratete einen Bruder des britischen Premierministers Alec Douglas-Home. (Quelle: 1, 2, 3) Alec war der Clan-Chef des Home Clans. Von 1977 bis 1980 war er Vorsitzender der Bilderberg-Treffen und war damit der zweite Vorsitzende des Elitentreffens (Quelle). Alexandra Spencers Tochter Fiona Douglas-Home (*1936) heiratete in zweiter Ehe Sir Ian Fraser, ein Enkel des Clan-Chefs des Fraser von Lovat Clans. Ian Fraser sass in vielen Vorständen grosser britischer Unternehmen. Er war unter anderem Vorsitzender von Lazard Brothers und Vorstandsmitglied bei S. G. Warburg. (Quelle: 1 und 2Lazard Brothers und S. G. Warburg waren zwei der grössten Investmentbanken der City of London und wurden von jüdischen Bankiers gegründet.

Der 7. Graf Albert Spencer (1892–1975) war ein Schwiegersohn von James Hamilton, der 3. Herzog von Abercorn. Der Vater und der Grossvater des Herzogs waren Grossmeister der Freimaurer in Irland (Quelle).

Der 8. Graf John Spencer (1924–1992) war der Vater von Prinzessin Diana, die als die verstorbene Ehefrau des heutigen Königs Charles zu Berühmtheit kam. Jane Spencer (*1957), eine Schwester von Prinzessin Diana, ist mit Robert Fellowes verheiratet, der in den 90er-Jahren Privatsekretär der Queen war und zum Baron geadelt wurde.

Der 9. und derzeitige Graf Charles Spencer (*1964) ist der Bruder von Prinzessin Diana und ein Patenkind von Queen Elizabeth II. Im Jahr 2020 wurde sein Vermögen auf 125 Millionen Pfund geschätzt (etwa 160 Millionen US-Dollar). (Quelle) Seine zweite Frau Caroline Hutton hatte zuvor eine Ehe mit dem PR-Manager Matthew Freud geführt. Matthew kommt aus der britisch-jüdischen Freud Familie und der berühmte Sigmund Freud war sein Urgrossvater. Er ist persönlich mit britischen Politikern wie David Cameron und George Osborne befreundet. Nach seiner Ehe mit Caroline heiratete Matthew Freud eine Tochter des Milliardärs Rupert Murdoch. (Quelle) Murdoch ist einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt. Seine vierte Hochzeit fand im Spencer House statt. (Quelle: 1 und 2) Baron Jacob Rothschild war bei der Hochzeit dabei. (Quelle)

Lady Kitty Spencer (*1990) ist eine Tochter von Graf Charles. Sie ist mit der italienischen Adligen Mélusine Ruspoli befreundet. (Quelle) Mélusine kommt aus der Ruspoli Familie, eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels. Kitty Spencer heiratete den südafrikanischen Geschäftsmann Michael Lewis. Ihre Hochzeit fand in Italien in der Villa der päpstlichen Adelsfamilie Aldobrandini statt. (Quelle) Lewis ist derzeit Vorsitzender von TFG Limited (Foschini Group), ein südafrikanisches Bekleidungsunternehmen, das 2022 einen Umsatz von fast 3 Milliarden US-Dollar machte.

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Fauna & Flora International

Fauna & Flora International (FFI) ist die älteste internationale Naturschutzorganisation. Sie wurde im Jahr 1903 von britischen Aristokraten gegründet, mit dem Ziel, vom Aussterben bedrohte Tierarten in den britischen Kolonien zu schützen. Seit 1928 stellt die britische Königsfamilie den Patron der Organisation. Damals kontrollierte der britische Adel über sein Kolonialreich ein Viertel der Erdoberfläche und sah sich daher in der Verantwortung, die bedrohten Tierarten in seinem Weltreich zu schützen. Inzwischen hat FFI auch superreiche Unternehmer als Mitglieder und Unterstützer. FFI arbeitet mit mehr als 400 Organisationen in weit über 40 Ländern zusammen.

1. Die Verbindung zum WWF

2. FFI-Führung

3. Die Gründer von FFI

4. FFI-Jubiläumsfeier

Die Verbindung zum WWF

FFI spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung des WWF, eine der wichtigsten Naturschutzorganisationen.[1] Der WWF, der seit 1961 besteht, wird von hohen Adligen und superreichen Unternehmern unterstützt. Der WWF ist seit seiner Gründung mit Königshäusern verbunden (mehr dazu).

Der britische Naturschützer Sir Peter Scott (1909–1989) war Vorsitzender und Präsident von FFI. Damals trug die Organisation noch den Namen „Fauna and Flora Preservation Society“.[2][3] Peter Scott war einer der Hauptgründer des WWF. Um seinen Beitrag zum Artenschutz zu würdigen, wurde Peter Scott von der Queen zum Ritter geschlagen und zum Fellow der Royal Society von London ernannt.[3] Sein Vater war der Polarforscher Robert Falcon Scott, ein Freimaurer.

Die wichtigsten Gründer des WWF waren[4][5][3][6]:

  • Prinz Bernhard zur Lippe-Biesterfeld (1911–2004): Er wurde in den deutschen Hochadel geboren. Als Ehemann der niederländischen Königin Juliana gehörte er zum Königshaus der Niederlande. Prinz Bernhard war der erste Präsident des WWF. Er war auch Mitgründer und erster Vorsitzender der Bilderberg-Treffen.
  • Prinz Philip (1921–2021): Der hochadlige Freimaurer war der Ehemann der britischen Queen Elizabeth II. Er wurde der dritte Präsident des WWF. Vor ihm war der niederländische Erdöl-Mogul John Loudon Präsident des WWF gewesen.
  • Godfrey Rockefeller (1924–2010): Er kam aus der Rockefeller Familie, die als eine der mächtigsten Familien der US-amerikanischen Elite gilt.
  • Sir Julian Huxley (1887–1975): Der britische Wissenschaftler gehörte zu einem Netzwerk, das die Überbevölkerung als grosse Gefahr ansah und sich daher für die Bevölkerungskontrolle einsetzte. Leute aus diesem Netzwerk, darunter Julian Huxley, waren Eugeniker und befürworteten die Gründung einer Weltregierung. Huxley war Präsident der Eugenics Education Society, eine britische Gesellschaft, die sich für die Eugenik starkmachte. (Mehr dazu) Julian Huxley wurde zum Ritter geschlagen und zum Fellow der Royal Society ernannt. Sein Bruder Aldous Huxley kam als Autor des Buches Schöne neue Welt zu Berühmtheit. Der Roman handelt von einer Zukunft, in der eine Weltregierung die ganze Menschheit kontrolliert. Der Halbbruder von Julian und Aldous war Andrew Huxley, der den Nobelpreis für Medizin erhielt und Präsident der Royal Society war. Andrew Huxley heiratete in die Pease Familie.
  • Anton Rupert (1916–2006): Der weisse Südafrikaner gründete ein grosses Tabakunternehmen und wurde dadurch zu einem der reichsten Männer des afrikanischen Kontinents. Als Tabakunternehmer leistete er einen Beitrag zur Bevölkerungskontrolle. Sein Sohn Johann Rupert ist Milliardär. Anton war Präsident des WWF in Südafrika.
  • Luc Hoffmann (1923–2016): Der Schweizer war Vizepräsident des WWF. Seine Familie kontrolliert einen der grössten Pharmakonzerne der Welt. Sie gelten als die reichsten Schweizer. Lucs Sohn André Hoffmann ist derzeit im Führungsgremium des Weltwirtschaftsforums (WEF) und Mitglied des Club of Rome. Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Der Club sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und die Umwelt an.

Seit 1928 stellt die britische Königsfamilie den Patron von FFI.[7] Derzeit ist der britische Prinz William Patron der Organisation. Die niederländische Prinzessin Laurentien ist Präsidentin von FFI und war zudem leitende Beraterin des WWF. [8] Interessanterweise stellte das britische und das niederländische Königshaus je einen Präsidenten des WWF. Der niederländische Prinz Bernhard war Mitgründer und erster Präsident des WWF gewesen. Prinz Bernhard gründete den 1001 Trust, eine Stiftung zur Unterstützung des WEF.[4] Zur Stiftung gehören Adlige und Superreiche. Übrigens war Prinz Bernhard auch Mitgründer und erster Vorsitzender der Bilderberg-Treffen[9], ein Elitentreffen, das bei Verschwörungstheoretikern in Verruf geraten ist. Auch der 1001 Trust ist Teil von Verschwörungstheorien, da Familien wie die Rothschilds dazu gehören (die auch mit FFI verbunden sind). Der 1001 Trust will bis heute keine Angaben über seine Mitglieder geben.

Im Internet wird spekuliert, was wohl die Verschwörung hinter dem WWF und dem 1001 Trust ist. Ich denke, es geht wirklich um Artenschutz. Wenn Aristokraten und Superreiche zusammenkommen, um über Artenschutz zu diskutieren, werden sie irgendwann zur Erkenntnis kommen, dass die Überbevölkerung und Lebensweise der Menschen die grösste Bedrohung für die Umwelt ist. Der effektivste Weg zum Schutz der Natur wäre die Reduzierung der Weltbevölkerung, alles andere wird langfristig nicht viel helfen.

Der britische Prinz Philip, der 2021 verstarb, arbeitete über Jahrzehnte mit FFI zusammen und seine Frau, Queen Elizabeth II., war fast 70 Jahre lang Patronin der Organisation.[10] Prinz Philip war von 1981 bis 1996 Präsident des WWF und danach bis zu seinem Tod Ehrenpräsident. Er leitete die britische Abteilung des WWF.[4] Übrigens war der Prinz fast 70 Jahre lang Mitglied bei den Freimaurern.[11] Die Königsfamilie ist die führende Freimaurerfamilie Englands (mehr dazu).

Prinz Philip, wie gesagt ein leidenschaftlicher Umweltschützer, hielt die Übervölkerung für ein grosses Problem. In einem Interview wurde er gefragt, was die grösste Bedrohung für die Umwelt sei. Er antwortete:

Das Bevölkerungswachstum ist wahrscheinlich die grösste langfristige Bedrohung für das Überleben. Wir stehen vor einer grossen Katastrophe, wenn es nicht eingedämmt wird – nicht nur für die Natur, sondern auch für die Menschen. Je mehr Menschen es gibt, desto mehr Ressourcen werden sie verbrauchen, desto mehr Umweltverschmutzung werden sie verursachen, desto mehr Kämpfe werden sie austragen. Wir haben keine andere Wahl. Wenn es nicht freiwillig gesteuert wird, wird es unfreiwillig durch eine Zunahme von Krankheiten, Hunger und Krieg gesteuert werden.

Das Interview ist von 1981. Damals gab es etwa 4,5 Milliarden Menschen. Heute sind es etwa 8 Milliarden Menschen. Prinz Philip, der 2021 verstarb, wird nicht erfreut gewesen sein über diese Entwicklung. Im Jahr 1900 gab es etwa erst 1,6 Milliarden Menschen. Hinzu kommt, dass sich in Zukunft viele Schwellen- und Entwicklungsländer zu Industriestaaten entwickeln werden. Das heisst, die dortigen Industrien und Konsumenten werden noch mehr Ressourcen benötigen und noch mehr Umweltverschmutzung verursachen als heute. Da ist es verständlich, dass der Prinz sich Sorgen machte. Er ist natürlich nicht der Einzige, der das Problem erkannt hat. Auch Mitglieder aus bekannten Milliardärsfamilien wie RockefellerMellonFord und Du Pont setzten sich für Bevölkerungskontrolle ein.

Übrigens: Die US-amerikanischen Milliardäre David Rockefeller Jr., Bill Gates, George Soros, Warren Buffett, Michael Bloomberg und Ted Turner kamen 2009 zu einem Treffen zusammen. Dabei diskutierten sie unter anderem darüber, wie sie ihr Vermögen verwenden könnten, um das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen.[12][13]

Quellen:

  1. https://web.archive.org/web/20230131042354/https://www.fauna-flora.org/book/
  2. https://web.archive.org/web/20230321061725/https://www.fauna-flora.org/news/raiders-lost-archive-episode-one/
  3. https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rsbm.2022.0019
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/WWF
  5. https://www.theguardian.com/environment/2011/sep/14/greenpeace-wwf-anniversaries
  6. https://www.sahistory.org.za/people/anton-edward-rupert
  7. https://www.fauna-flora.org/about/our-patron/
  8. https://www.fauna-flora.org/people/
  9. https://en.wikipedia.org/wiki/Bilderberg_Meeting#Chairmen_of_the_Steering_Committee
  10. https://web.archive.org/web/20230324185501/https://www.fauna-flora.org/news/ffi-statement-prince-philip-duke-edinburgh/
  11. https://www.ugle.org.uk/discover-freemasonry/famous-freemasons/prince-philip-hrh-duke-edinburgh
  12. https://www.thetimes.co.uk/article/billionaire-club-in-bid-to-curb-overpopulation-d2fl22qhl02
  13. https://www.theguardian.com/world/2009/may/31/new-york-billionaire-philanthropists

FFI-Führung

FFI wird von einem gobalen Team geführt, dessen Mitglieder auf der ganzen Welt verteilt sind. Ursprünglich wurde FFI von hohen britischen Adelsfamilien geleitet, was weiter unten erläutert wird. Zu den heutigen Vice-Presidents von FFI, die ein Führungsgremium bilden, gehören keine hohen Adligen mehr, aber es sind dennoch ein paar interessante Personen dabei.

Zu den Vice-Presidents des FFI gehören derzeit unter anderem folgende Personen[1]:

  • Georgina Bloomberg: Ihr Vater ist der amerikanisch-jüdische Unternehmer Michael Bloomberg, der mit einem geschätzten Vermögen von über 90 Milliarden US-Dollar als einer der reichsten Männer der Welt gilt. Michael Bloomberg gründete und kontrolliert den Medienkonzern Bloomberg. Er war Bürgermeister von New York und ist ein wichtiger Philanthrop der US-amerikanischen Elite. In den letzten Jahren war er einer der grössten Spender von Planned Parenthood[2], eine Organisation, die sich unter anderem für Bevölkerungskontrolle einsetzt. Planned Parenthood entstand aus der 1921 gegründeten „American Birth Control League“ (ABCL). Die Gründerin war Margaret Sanger, eine Befürworterin der Zwangssterilisation. Sanger erhielt finanzielle und ideelle Unterstützung von der Rockefeller Familie[3]. Auch Prescott Bush unterstützte die American Birth Control League und war Schatzmeister der ersten nationalen Spendenkampagne der Organisation. Prescott Bush war der Vater von US-Präsident Georg Bush und der Grossvater von US-Präsident George W. Bush.[4]
  • Charlene de Carvalho-Heineken: Die Milliardärin gilt als eine der reichsten Personen der Niederlande. Die Heineken Familie ist Hauptaktionär des Bierkonzerns Heineken. Charlenes Mann Michel de Carvalho arbeitete für die Rothschild Bank und ist im Vorstand des Konzerns der türkischen Milliardärsfamilie Koç.
  • Philippe de Spoelberch: Er kommt aus der Adelsfamilie Spoelberch, eine der reichsten Familien Belgiens. Die Familie gehört zu den Grossaktionären des weltweit grössten Bierkonzerns AB InBev.
  • Jon L. Stryker: Der US-amerikanische Milliardär ist Gründer und Präsident der Arcus Foundation. Die Stiftung unterstützt die Interessenvertretung von LGBT auf der ganzen Welt und gilt als der grösste LGBT-Geldgeber in den USA. Jons Grossvater Homer Stryker gründete die Stryker Corporation, die heute einer der weltweit grössten Hersteller von medizinischen Geräten ist.
  • Sir Roy Anderson: Der Brite ist ein angesehener Professor für Epidemiologie. Er wurde von der Queen zum Ritter geschlagen und zum Fellow der Royal Society ernannt. Er beriet die WHO, UNAIDS und die Bill and Melinda Gates Foundation (Stiftung von Bill Gates) sowie weitere Organisationen, die sich für die öffentliche Gesundheit und Krankheitsbekämpfung engagieren. Von 1991 bis 2000 war Roy Anderson Gouverneur des Wellcome Trust, eine der reichsten Stiftungen der Welt, die sich auf die Förderung der medizinischen Forschung konzentriert.[5] Die Stiftung war 1936 gegründet worden, um das Erbe des britischen Pharmaunternehmers Henry Wellcome zu verwalten. Auf der Webseite der Freimauer-Grossloge von England stand, dass Henry Wellcome hochrangiger Freimaurer war (er war Royal Arch Mason, Mark Master Mason und Templer im Rang eines Malteserritters), aber inzwischen wurden diese Angaben von der Webseite entfernt. Henry Wellcome gründete ein Pharmaunternehmen, aus dem sich der heutige Pharmakonzern GlaxoSmithKline entwickelte. GlaxoSmithKline ist eines der grössten britischen Unternehmen und einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Der Konzern ist einer der weltweit führenden Hersteller von Impfstoffen. Roy Anderson war bis vor wenigen Jahren im Vorstand von GlaxoSmithKline. Anderson war auch im internationalen Beirat des britischen Beratungsunternehmens Hakluyt & Company.[5] Derzeit gehören einflussreiche Personen zum internationalen Beirat: Ratan Tata (Indien), Paul Achleitner (Deutschland), Jeff Greenberg (USA), Irene Lee (Hongkong), Lubna Olayan (Saudi-Arabien) und Muhtar Kent (Türkei).[6] Hakluyt & Company wurde von Mitgliedern des britischen Geheimdienstes gegründet. Übrigens arbeitete der britische Geschäftsmann Neil Heywood regelmässig für das Unternehmen. Heywood war in China tätig, wo er 2011 starb. Gu Kailai wurde wegen Mordes an Heywood zu lebenslanger Haft verurteilt.[7] Gu Kailai ist die Frau des chinesischen Politikers Bo Xilai, der 2013 wegen Korruption zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Bis zu seiner Verhaftung galt Bo Xilai als der grösste Konkurrent des heutigen chinesischen Präsidenten Xi Jinping.
  • Lisbet Rausing: Sie kommt aus der schwedischen Milliardärsfamilie Rausing. Die Familie gründete und besitzt den Tetra Pak-Konzern.
  • Edward van Cutsem: Der Brite ist Geschäftsführer von Family Office Partners des US-amerikanischen Finanzkonzerns BlackRock. BlackRock ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit mehr als 9 Billionen US-Dollar. Edwards Frau ist eine Schwester des Herzogs Hugh Grosvenor, dessen Vermögen auf über 10 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Edwards Bruder heiratete in die Adelsfamilie Astor, die im 19. Jahrhundert zu den reichsten Familien der Welt gehörte. Edward war als kleines Kind bei der Hochzeit von Prinz Charles und Lady Diana gewesen. Womöglich verwaltet Edward bei BlackRock Vermögen von britischen Adelsfamilien. Sein Vater Hugh van Cutsem war ein enger Freund des heutigen Königs Charles und arbeitete für die Hambros Bank.[8] Hugh gehörte zur Führung des Malteserordens in Grossbritannien.[9] Seine Frau kam aus dem niederländischen Adel.
  • Baron John Browne: Der britische Geschäftsmann wurde zum Baron geadelt. Von 1995 bis 2007 war er CEO des britischen Grosskonzerns BP, einer der grössten Erdöl- und Erdgaskonzerne der Welt. Browne ist Fellow der Royal Society. Er besetzte Direktorenposten bei den Grosskonzernen Intel, DaimlerChrysler und Goldman Sachs.
  • Lady Emma Kitchener: Sie ist die Ehefrau von Baron Julian Fellowes. Sie kommt aus der britischen Grafenfamilie Kitchener, die Freimaurer hervorbrachte. Emma ist eine Hofdame von Marie-Christine von Reibnitz, die mit dem britischen Prinzen Michael von Kent verheiratet ist, ein hochrangiger Freimaurer. Michaels Bruder Edward von Kent ist seit 1967 Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von England (mehr dazu).
  • Justin Mundy: Er ist derzeit Treuhänder der britischen Abteilung des WWF. Er beriet die Weltbank, die Europäische Kommission und die Deutsche Bank in Umweltfragen.[10]
  • Baronin Valerie Amos: Sie war die erste dunkelhäutige Person, die Präsident des Privy Council wurde. Der Privy Council ist der Geheimrat der britischen Königsfamilie. Amos war Vorsitzende des House of Lords und britischer Hochkommissar (Botschafter) in Australien sowie britischer Minister für Entwicklung und Afrika. Für ihre Dienste wurde sie zur Baronin geadelt. Sie arbeitete auch bei der UN.
  • Andrew Sykes: Der britische Finanzmanager war Schatzmeister des FFI. Er sass im Vorstand des britischen Finanzkonzerns Schroders, der von der Schröder Familie kontrolliert wird, eine der mächtigsten Familien der City of London.
  • Stephen Fry: Der Brite kommt aus der Film- und Unterhaltungsbranche. Mütterlicherseits ist er jüdisch und väterlicherseits kommt er aus der Quäkerfamilie Fry, die im 18. Jahrhundert zu den Pionieren der Schokoladenherstellung gehörte.

Derzeit gehört Miguel Nogales zum Kuratorium von FFI.[1] Er ist Gründungspartner und Co-CEO von Generation Investment Management, ein Finanzunternehmen. Nogales wird daher Al Gore kennen, der Mitgründer und Vorsitzender des Unternehmens ist. Al Gore war Vizepräsident der USA. 2007 erhielt Al Gore zusammen mit dem Weltklimarat IPCC den Friedensnobelpreis. Übrigens heiratete Al Gores Tochter in die Schiff Familie, die im 20. Jahrhundert eine der mächtigsten Bankiersfamilien der USA war.

Die Naturforscherin Miriam Rothschild (1908–2005) war Vice-President von FFI. [11] Sie war eine Enkelin von Baron Nathan Rothschild und gehörte somit zum britischen Zweig der weltberühmten Bankiersfamilie Rothschild.

Sir John Chapple, ein britischer Offizier, gehörte bis zu seinem Tod 2022 zu den Vice-Presidents von FFI.[12] Er war Treuhänder des WWF in Grossbritannien.[13] Ein weiterer ehemaliger Vice-President war Sir Mark Moody-Stuart.[14] Mark war Vorsitzender des Bergbaukonzerns Anglo American sowie Vorsitzender des Erdöl- und Erdgaskonzerns Shell. Er leitete damit zwei der grössten und mächtigsten britischen Unternehmen. Zudem sass er im Vorstand der HSBC, die grösste und mächtigste Bank des britischen Empire. Mark war auch im Vorstand des Öl- und Gaskonzerns Saudi Aramco, der von der saudischen Königsfamilie kontrolliert wird.

Richard Onslow, der 5. Graf von Onslow, war von 1926 bis 1945 Präsident des FFI. Sein Vater war Gouverneur der britischen Kolonie Neuseeland gewesen. Nach Richard Onslow wurde Edward Cavendish, der 10. Herzog von Devonshire, Präsident des FFI.[15] Der Herzog war Grossmeister der Freimaurer in England.[16]

FFI möchte bei Grosskonzernen Umweltbewusstsein fördern und hat Partnerschaften mit umweltschädlichen Grosskonzernen wie Rio Tinto, Anglo American, Cargill, BHP Billiton und Eni.[17]

Quellen:

  1. https://www.fauna-flora.org/people/
  2. https://www.forbes.com/sites/rachelsandler/2022/05/12/mackenzie-scott-michael-bloomberg-among-the-biggest-billionaire-donors-to-abortion-rights-groups/?sh=3e3dd1247081
  3. https://www.rbf.org/about/our-history/timeline/planned-parenthood
  4. https://www.motherjones.com/politics/2015/08/planned-parenthood-jeb-bush-wants-roll-back-his-fathers-legacy/
  5. https://www.imperial.ac.uk/people/roy.anderson
  6. https://hakluytandco.com/international-advisory-board/
  7. https://en.wikipedia.org/wiki/Neil_Heywood
  8. https://en.wikipedia.org/wiki/Hugh_van_Cutsem
  9. https://www.orderofmalta.org.uk/blog/2013/09/07/hugh-van-cutsem-former-secretary-general-and-chancellor-of-the-british-association-of-the-order-of-malta/
  10. https://www.slmpartners.com/team/justin
  11. https://firstforum.org/publishing/specialistpublishing/fauna-flora-international/
  12. https://web.archive.org/web/20220319113707/https://www.fauna-flora.org/people/
  13. https://www.thetimes.co.uk/article/field-marshal-sir-john-chapple-obituary-q03zzzspw
  14. https://www.fauna-flora.org/app/uploads/2017/11/FFI_2012_Annual-Report-and-Consolidated-Financial-Statements.pdf
  15. https://www.cambridge.org/core/journals/oryx/article/colonial-wildlife-conservation-and-the-origins-of-the-society-for-the-preservation-of-the-wild-fauna-of-the-empire-19031914/95333FC4AAD96A0A67F4451D3769D89F
  16. https://en.wikipedia.org/wiki/United_Grand_Lodge_of_England#Grand_Masters
  17. https://www.theguardian.com/sustainable-business/best-practice-exchange/fauna-flora-international-better-benchmark

Die Gründer von FFI

FFI wurde im Jahr 1903 unter dem Namen „Society for the Preservation of the Wild Fauna of the Empire“ (SPWFE) gegründet. Die Gründer waren grösstenteils Wildjäger, die in den britischen Kolonien auf die Jagd gingen. Einige Jäger bekamen ein schlechtes Gewissen, als sie sahen, dass manche Tierarten aussterben. Daher gründeten sie die SPWFE, mit dem Ziel, gefährdete Tierarten zu schützen. In den Medien wurden die Gründer als „reuige Schlächter“ bezeichnet. Einige der Mitgründer gehörten zur britischen Kolonialelite in Afrika.[1][2]

Eines der wichtigsten Gründungsmitglieder der SPWFE war Herbrand Russell, der 11. Herzog von Bedford. Ein weiteres Gründungsmitglied war James Stevenson-Hamilton.[3] Dieser kam mütterlicherseits aus dem schottischen Hamilton Clan.[4] Weitere Mitgründer der SPWFE waren John Henry Patterson, Frederick Selous (Freund von Cecil Rhodes) und der Geschäftsmann Samuel Whitbread.[1][2] Die Unternehmerfamilie Whitbread kontrollierte bis ins 20. Jahrhundert das Unternehmen Whitbread, das 1742 von der Familie gegründet worden war und somit eines der ältesten britischen Grossunternehmen ist.

Übrigens: Der Mitgründer John Henry Patterson führte die jüdische Legion der britischen Armee im Ersten Weltkrieg an. Patterson war der Pate von Jonathan Netanjahu, der Bruder des derzeitigen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.[5][6]

Der Hauptgründer der SPWFE war Edward North Buxton.[1][2] Sein Vater war ein Baronet und seine Mutter kam aus der Quäkerfamilie Gurney, die damals eine einflussreiche Bankiersfamilie war. Edwards Bruder Fowell Buxton war Gouverneur der britischen Kolonie Südaustralien. Die Buxton Familie gehört bis heute zur britischen Elite. Andrew Buxton war in den 1990er-Jahren Chef der britischen Grossbank Barclays.

Die Gründung der SPWFE wurde massgeblich von Lord Cromer unterstützt. Der Lord war der erste Graf aus der Baring Familie, die damals eine der mächtigsten Bankiersfamilien der Welt war. An der Gründung wirkten weitere britische Adlige mit, darunter der Markgraf von Hamilton, Lord Avebury aus der Lubbock Familie (war im 18. und 19. Jahrhundert eine Bankiersfamilie) und der Graf von Rosebery (war britischer Premierminister sowie Clan-Chef des Primrose Clans und heiratete in die Rothschild Familie).[7][2]

Zu den frühen Vice-Presidents der SPWFE gehörten hohe Aristokraten des britischen Empire[8][2]:

  • Lord Cromer (Evelyn Baring, der 1. Graf von Cromer). Er verwaltete Ägypten im Auftrag der britischen Regierung.
  • Lord Curzon (George Curzon, Baron und späterer Markgraf von Kedleston). Als Vizekönig verwaltete er Indien für die britische Königsfamilie.
  • Lord Minto (Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound, der 4. Graf von Minto). Er verwaltete Indien und Kanada für die Königsfamilie.
  • Lord Grey (Albert Grey, der 4. Graf Grey). Er verwaltete ebenfalls Kanada im Dienste der Königsfamilie.
  • Lord Milner (Alfred Milner, der 1. Vizegraf Milner). Er war Minister für die britischen Kolonien und Kriegsminister.

Zu den frühen Ehrenmitgliedern der SPWFE gehörten neben mehreren britischen Kolonialbeamten folgende Personen[8][2]:

  • US-Präsident Theodore Roosevelt (Freimaurer)
  • Ein Prinz aus der Fürstenfamilie von Liechtenstein
  • Baron Gravenitz aus Russland
  • Graf Hoyos aus Österreich
  • Baron Linder aus Finnland
  • Jacobo Fitz-James Stuart, der 17. Herzog von Alba (Alva), aus dem spanischen Hochadel.
  • Alfred Lyttelton, britischer Minister für Kolonien
  • Baron Frederick Lugard, britischer Kolonialgouverneur von Nigeria
  • Graf Herbert Kitchener, Freimaurer und britischer General-Konsul in Ägypten.

Weitere frühe Mitglieder der SPWFE waren[8][9][2]:

  • Mitglieder der bereits erwähnten Buxton Familie.
  • Ein Mitglied der Bankiersfamilie Rothschild.
  • Mitglieder der Bankiersfamilie Baring.
  • Alfred Pease, der 2. Baronet. Der Politiker kam aus der Quäkerfamilie Pease, die bis heute zu den wichtigsten Familien der britischen Finanzelite gehört.
  • Eustace Gurney. Er kam aus der Quäkerfamilie Gurney, die damals eine einflussreiche Bankiersfamilie war.
  • Ein Prinz aus der russischen Adelsfamilie Demidoff/Demidow.
  • Herzog von Peñaranda aus dem spanischen Adel.
  • Markgraf von Scala aus dem spanischen Adel.
  • Graf Sigray aus dem ungarischen Adel
  • Simon Fraser, der 14. Lord Lovat. Er war der Clan-Chef des schottischen Fraser von Lovat Clans.
  • Sidney Elphinstone, der 16. Lord Elphinstone. Er war der Clan-Chef des Elphinstone Clans.

Quellen:

  1. https://web.archive.org/web/20230321061725/https://www.fauna-flora.org/news/raiders-lost-archive-episode-one/
  2. https://www.cambridge.org/core/journals/oryx/article/colonial-wildlife-conservation-and-the-origins-of-the-society-for-the-preservation-of-the-wild-fauna-of-the-empire-19031914/95333FC4AAD96A0A67F4451D3769D89F
  3. https://web.archive.org/web/20230322023344/https://www.fauna-flora.org/news/prince-william-becomes-patron-of-fauna-flora-international/
  4. https://www.thepeerage.com/p49251.htm#i492507
  5. https://www.gov.il/en/departments/news/eventgdodim041214
  6. https://www.bbc.com/news/av/magazine-30248218
  7. https://web.archive.org/web/20230724233842/https://www.fauna-flora.org/app/uploads/old-images/setting-up-of-FFI_1904.pdf
  8. https://archive.org/details/journalofsociety1908soci/page/4/mode/2up?view=theater
  9. https://archive.org/details/journalofsociety1908soci/page/6/mode/2up?view=theater

FFI-Jubiläumsfeier

FFI veranstaltete 2004 eine Feier in Los Angeles zum hundertjährigen Jubiläum der Organisation. Zu den Gästen gehörten:

  • Jacob Rothschild, der 4. Baron Rothschild: Er kommt aus der einflussreichen Rothschild Familie. Seine langjährige Ehefrau kam mütterlicherseits aus der schottischen Adelsfamilie St Clair-Erskine, eine alte Freimaurerfamilie.
  • Mark Baring, der 8. Baron Ashburton: Er kommt aus der Baring Familie, die neben den Rothschilds eine der wichtigsten Familien des britischen Finanzplatzes ist.
  • Poppy Keswick: Sie kommt aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick, eine der mächtigsten Unternehmerfamilien des britischen Empire, die seit über 150 Jahren wirtschaftlich in Ostasien aktiv ist. Poppys Grossmutter mütterlicherseits kam aus der schottischen Grafenfamilie Elliot-Murray-Kynynmound.
  • Sigrid Rausing und ihre Schwester Lisbet: Sie kommen aus der schwedischen Milliardärsfamilie Rausing. Die Familie gründete und besitzt den Tetra Pak-Konzern.
  • Die Frau von Rupert Soames und ihre Schwägerin Emma Soames: Rupert und Emma sind Enkel des britischen Premierministers Winston Churchill (Freimaurer). Auch ihr Vater Christopher Soames war einer der obersten Politiker im Vereinigten Königreich und zudem Vizepräsident der EU-Kommission.
  • Baron George Weidenfeld: Der österreichisch-britische Jude war Verleger und erhielt einen britischen Adelstitel.
  • Edward Andrew „Ned“ Mackay: Sein Vater war der Clan-Chef des schottischen Mackay Clan und sein Grossvater mütterlicherseits war der Clan-Chef des Fraser von Lovat Clans.
  • Saba Douglas-Hamilton: Ihr Urgrossvater war Herzog und Clan-Chef des Hamilton Clans.
  • John Studzinski. Der US-amerikanische Investmentbanker verkehrt regelmässig in London. Er ist derzeit Vizevorsitzender des Finanzkonzerns PIMCO, der ein Vermögen im Wert von über einer Billion US-Dollar verwaltet. Studzinski war ein führender Manager bei der Investmentbank Morgan Stanley, die ebenfalls mehr als eine Billion Dollar verwaltet. Er arbeitete auch bei der HSBC und der Blackstone Group. Queen Elizabeth verlieh ihm einen Orden.
  • Jack Kidd: Der Polospieler ist ein Urenkel von Baron Max Aitken, der einer der einflussreichsten Zeitungsunternehmer Grossbritanniens war.
  • Giovanni Emo di Capoldilista: Ein italienischer Graf.
  • Flora Montgomery: Die Schauspielerin stammt aus dem schottischen Montgomery Clan. Sie ist mit Mitgliedern der dänischen Königsfamilie befreundet.

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Ito Familie

Die Itoh (Ito) Familie gehört schon seit über 100 Jahren zur Elite Japans. Der Geschäftsmann Chubei Itoh (1842–1903) gründete Itochu und Marubeni, die heute zwei der grössten japanischen Unternehmen sind.

Die Itoh Familie war eine der ersten Unternehmerfamilien Japans, die in den USA aktiv wurde. Der Unternehmensgründer Chubei Itoh eröffnete 1893 eine Filiale in den USA. Sein Sohn Chubei Itoh II. (1886–1973) leitete die Geschäfte der Familie weiter. Chubei Itoh II. absolvierte 1909 ein Auslandsstudium in England und besuchte anschliessend auch Deutschland und Frankreich.[1] Er reiste 1918 in die USA nach New York und gründete dort eine Niederlassung von Itochu. 1919 eröffnete er eine Niederlassung in London.[2]

Die Itoh Familie kontrollierte Itochu und Marubeni bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg stand Japan unter Besatzung des US-Militärs. Die Besatzungsmacht wollte den Einfluss der führenden Unternehmerfamilien in Japan einschränken, die dann die Kontrolle über ihre Unternehmen aufgeben mussten. Seither sind die Konzerne nach offiziellen Angaben unabhängig von den Gründerfamilien, die aber dennoch weiterhin bei ihren Unternehmen gearbeitet haben.

Seit der Nachkriegszeit gehört Marubeni zur Fuyo-Gruppe, die auf die Yasuda Familie zurückgeht, eine der wichtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite. Itochu hingegen war weiterhin mit der Itoh Familie verbunden.

Itochu (Itōchū Shōji) machte 2022 einen Umsatz von über 100 Milliarden US-Dollar, während es bei Marubeni etwas mehr als 70 Milliarden Dollar waren. Die beiden Grosskonzerne sind sehr diversifiziert. Zu den Geschäftssparten von Itochu gehören unter anderem Bergbau, Textilien, Anlagen- und Maschinenbau, Chemie, Erdöl, Erdgas, Stahl und Lebensmittel.

Ito Familie in den letzten 70 Jahren

Chubei Itoh II. (1886–1973) war während des Zweiten Weltkrieges Vorsitzender von Itochu und Marubeni. Nach dem Krieg veranlassten die Amerikaner, dass Chubei aus der Konzernführung entfernt wurde. Jedoch kehrte er 1960 als Berater zu Itochu zurück. Sein Verwandter Mohachiro Ito war in der Nachkriegszeit Wirtschaftsprüfer von Itochu.[3][4]

Isao Ito (*1944) arbeitete von 1970 bis 2000 für Itochu. Er gehört wie bereits sein Vater und Grossvater zur Führung der Rotarier in Japan. Sein Grossvater Chubei Itoh II. war Gründungsmitglied der Rotarier in der japanischen Stadt Osaka gewesen.[5] Isao Ito heiratete eine Enkelin von Tadashi Adachi, der Präsident der japanischen Handels- und Industriekammer war. Tadashi arbeitete für Mitsui und war Präsident von Oji Paper (ist heute einer der grössten Papierhersteller der Welt). 1951 wurde Tadashi Adachi der erste Präsident von Radio Tokio, woraus sich die heutige TBS Holdings entwickelte, einer der grössten Medienkonzerne Japans. Tadashis Sohn Sukeo war in den 80er-Jahren ein führender Manager bei Marubeni.[6][7]

Shinkichi Ito (*1934) arbeitete für Marubeni.[3]

Takeko Ito heiratete Yohei Kono, ein hoher Politiker. Yohei war in den 90er-Jahren Aussenminister und stellvertretender Premierminister sowie Präsident der Liberal Democratic Party. Die Partei stellte in den letzten 70 Jahren die meiste Zeit Japans Regierungschef. Von 2003 bis 2009 war Yohei Kono Sprecher des Repräsentantenhauses und war somit Vorsitzender des Unterhauses des japanischen Parlaments. Bevor er in den 60er-Jahren in die Politik kam, hatte er zwei Jahre für Marubeni gearbeitet.[8][9][10] Marubeni geht wie gesagt auf die Ito Familie zurück. Yohei Kono studierte in den USA an der Stanford Universität. Er kommt aus einer einflussreichen und wohlhabenden Politikerfamilie.[11] Sein Vater Ichiro Kono war ebenfalls stellvertretender Premierminister gewesen. Sein Onkel Kenzo Kono war Präsident des House of Councillors (Oberhaus des Parlaments). Yoheis Sohn Taro Kono, der mütterlicherseits aus der Ito Familie kommt, ist seit 2022 Digitalminister. 2021 besetzte Taro Kono den Ministerposten für die Förderung der Impfung gegen das neuartige Coronavirus. In den Jahren zuvor war er Verteidigungs- und Aussenminister.[12][9]

Koji Ito (*1918) gehörte von 1959 bis 1981 zur Führung des bis heute bestehenden Chemiekonzerns Kureha.[3] Seine Frau kam aus der Kawanishi Familie, die im 20. Jahrhundert eine erfolgreiche Unternehmerfamilie war und in die Sumitomo Familie heiratete, eine der mächtigsten Dynastien der japanischen Wirtschaftselite.[13]

Kinu Itos Schwiegervater Kikusaburo Fukui gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Führung der Mitsui-Gruppe.[14]

Der Familienzweig von Takenosuke Ito

Takenosuke Ito (1883–1947) heiratete in die Ito Familie und nahm ihren Familiennamen an. Während des Zweiten Weltkrieges gehörte er zur Führung von Itochu und Marubeni. Sein Sohn Eikichi Ito (1911–2011) begann während des Krieges bei Itochu zu arbeiten. In den 60er- und 70er-Jahren war Eikichi in Konzernführung von Itochu, eine Zeit lang als Vorsitzender des Konzerns. Danach arbeitete er als Berater weiterhin für Itochu. Seine Frau kam aus der Kano Familie, die aus dem japanischen Adel stammt.[15][16][17] Taro Aso, der in den letzten 20 Jahren zu den führenden Politikern Japans gehörte, ist mit der Kano Familie verwandt. Zudem ist Taro Aso mit der japanischen Kaiserfamilie verschwägert.

Koichi Ito (*1940), der mütterlicherseits aus der Kano Familie kommt, brach als Jugendlicher die Schule in Japan ab und zog in die USA. Dort machte er einen Abschluss an der elitären Yale Universität. Er arbeitete für den japanischen Elektrokonzern NEC (gehört zur Sumitomo-Gruppe). Koichi Ito wurde 1975 CEO des US-amerikanischen Industrieunternehmens Raychem und 1994 Vorsitzender eines US-amerikanischen Investmentfonds. Womöglich war er Rotarier, denn er hielt eine Rede bei den Rotariern in Osaka.[18][19][15] Er heiratete Naoko Kato. Deren Vater war Vizepräsident der Mitsubishi Bank und der Grossvater Takeo Kato war Chef der Grossbank gewesen. Naokos Grossmutter väterlicherseits kam aus der Ikeda Familie.[20] Die Ikedas heirateten in die Familien Iwasaki und Yasuda, zwei der mächtigsten Dynastien der japanischen Wirtschaftselite.[21]

Kohei Ito (*1965) ist ein führender Professor im Bereich Quantencomputerforschung. Seit 2021 ist er Präsident der Keio Universität, eine der wichtigsten Universitäten des Landes.[15][22] Er ist stellvertretender Vorsitzender der US-Japan Foundation. Die Stiftung fördert die Beziehungen zwischen den USA und Japan.[31] Zu ihrem Vorstand und zu ihren Beratern gehörten Personen aus der US-amerikanischen Elite. Die Stiftung wurde von Ryōichi Sasakawa gegründet, einem reichen Japaner, der einen zwielichtigen Ruf hatte. (Mehr dazu)

Takeshi Ito (*1943) ist seit über 50 Jahren im internationalen Finanzgeschäft tätig. Er ging 1969 an die Wall Street und wurde dort Aktienanalyst bei der Investmentbank Drexel Burnham. Danach arbeitete für die First Boston Corporation, die damals eine der grössten Investmentbanken der USA war und von der Mellon Familie kontrolliert wurde. Von 1998 bis Anfang 2000 war Takeshi Ito Präsident der Vermögensverwaltung der führenden Schweizer Grossbank UBS in Japan. Sein Bruder Eisuke Ito (*1959) arbeitete für Itochu.[15][23][24]

Keiko Ito (*1950) war auf der Yale Universität. Sie arbeitete für die Weltbank und bei den Vereinten Nationen (UN) in New York sowie in London bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Keiko Ito erforschte den historischen Kontext ihrer „ungewöhnlich internationalen Familie“. An der London School of Economics schrieb sie eine Doktorarbeit, die von der kleinen japanischen Gemeinschaft in London in den 1920er- und 30er-Jahren handelt, zu der ihr Grossvater und ihre Mutter gehört hatten. Keiko Ito lebt in London. Sie heiratete den Briten Tommy Helsby, der für das US-amerikanische Finanzberatungsunternehmen Kroll arbeitet.[25][26][27]

Der Professor Junkichi Ito (1914–2009) heiratete eine Tochter des Politikers Fumio Goto.[15] Fumio besetzte mehrere Ministerposten und sein Sohn Masao Goto war Justizminister.

Interessante Details zu Itochu

Vor kurzem wurde eine Frau mit dem Namen Akiko Ito in den Vorstand von Itochu aufgenommen. Es ist aber unklar, ob sie aus derselben Ito Familie kommt.

Masahiro Okafuji ist seit 2010 CEO und seit 2018 zusätzlich Vorsitzender von Itochu. Anscheinend respektiert er die Gründerfamilie des Konzerns, denn er reist jedes Jahr nach der Hauptversammlung der Aktionäre nach Kyoto, um die Gräber der Unternehmensgründer aus der Ito Familie zu besuchen.[28]

Uichiro Niwa war von 1998 bis 2004 Präsident von Itochu. 2010 wurde er Japans Botschafter in China und 2015 übernahm er den Vorsitz der Japan-China Friendship Association.[29] Der Verband setzt sich, wie sein Name schon sagt, für ein gutes Verhältnis zwischen Japan und China ein.

Yoshihisa Suzuki war vor paar Jahren Vorsitzender und COO von Itochu. Er ist Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik.[30] Die Trilaterale Kommission wurde 1973 vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet, der bis zu seinem Tod 2017 Ehrenvorsitzender der Denkfabrik war.

Berkshire Hathaway, die Holding des US-amerikanischen Multimilliardärs Warren Buffett, gehört seit kurzem zu den Hauptaktionären von Itochu und Marubeni. Marubeni wurde wie gesagt auch von der Ito Familie gegründet. Berkshire Hathaway ist nun auch einer der Hauptaktionäre der japanischen Grosskonzerne Mitsui & Co, Mitsubishi Corporation und Sumitomo Corporation, die von den drei wichtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite gegründet wurden. Für Warren Buffett, der Japan besucht hat, wäre dies eine gute Gelegenheit, um sich mit der dortigen Wirtschaftselite zu vernetzen.

Seit 2014 ist die thailändische Milliardärsfamilie Chearavanont einer der Hauptaktionäre von Itochu. Die Chearavanont Familie ist die reichste und mächtigste Unternehmerfamilie Thailands.

Der Koreaner Chung Eui-sun arbeitete in New York für Itochu. Er kommt aus der Milliardärsfamilie Chung, eine der reichsten und mächtigsten Unternehmerfamilien Südkoreas.

Hiroshi Fujikawa gehört derzeit zum Exekutivteam von Itochu International in den USA. Er ist zurzeit auch im Vorstand der Japan Society in New York. Er könnte daher die US-Amerikaner Justin Rockefeller, Maurice Greenberg und Joseph Perella (von Perella Weinberg Partners) kennen, da diese ebenfalls zum Vorstand gehören. Die Japan Society von New York besteht seit 1907 und fördert amerikanisch-japanische Beziehungen. Von den 50er- bis Ende der 70er-Jahren wurde die Gesellschaft von John Rockefeller III. geleitet.

Quellen:

  1. https://mainichi.jp/articles/20220105/oog/00m/020/003000c
  2. https://mainichi.jp/articles/20220118/oog/00m/020/003000c
  3. https://keibatsugaku.com/ito-15/
  4. https://ja.wikipedia.org/wiki/%E4%BC%8A%E8%97%A4%E5%BF%A0%E5%85%B5%E8%A1%9B_(%E4%BA%8C%E4%BB%A3)
  5. https://osaka-rc.org/speech/backnumber/20100702/
  6. https://keibatsugaku.com/adachi-2/
  7. https://ja.wikipedia.org/wiki/%E8%B6%B3%E7%AB%8B%E6%AD%A3
  8. https://ja.wikipedia.org/wiki/%E6%B2%B3%E9%87%8E%E6%B4%8B%E5%B9%B3
  9. https://keibatsugaku.com/kono-5/
  10. https://www.mofa.go.jp/mofaj/gaiko/summit/ko_2000/outline/jp/profile/g_japan.html
  11. https://www.munzinger.de/search/portrait/Yohei+Kono/0/20975.html
  12. https://ja.wikipedia.org/wiki/%E6%B2%B3%E9%87%8E%E5%A4%AA%E9%83%8E
  13. https://keibatsugaku.com/kawanishi/
  14. https://keibatsugaku.com/fukui-6_3/
  15. https://keibatsugaku.com/ito-25/
  16. https://ja.wikipedia.org/wiki/%E4%BC%8A%E8%97%A4%E8%8B%B1%E5%90%89
  17. https://www.nikkei.com/article/DGXNASDG3003F_Q1A830C1CC1000/
  18. https://osaka-rc.org/speech/backnumber/20101112/
  19. https://ja.wikipedia.org/wiki/%E4%BC%8A%E8%97%A4%E5%85%AC%E4%B8%80_(%E7%B5%8C%E5%96%B6%E8%80%85)
  20. https://keibatsugaku.com/kato-2/
  21. https://keibatsugaku.com/ikeda/
  22. https://ja.wikipedia.org/wiki/%E4%BC%8A%E8%97%A4%E5%85%AC%E5%B9%B3_(%E7%89%A9%E7%90%86%E5%AD%A6%E8%80%85)
  23. https://www.takeda.com/newsroom/newsreleases/2020/notice-of-the-opinion-of-the-board-of-directors-regarding-a-shareholder-proposal/
  24. https://www.azbil.com/corporate/company/executives/TakeshiItoh.html
  25. https://keikoitoh.com/biography
  26. https://web.archive.org/web/20171112013330/https://www.straitstimes.com/singapore/from-oligarchs-to-new-yorkers-kroll-veteran-has-a-view
  27. https://en.wikipedia.org/wiki/Keiko_Itoh
  28. https://mainichi.jp/articles/20220208/oog/00m/020/003000c
  29. https://www.bbc.com/zhongwen/simp/world/2015/06/150624_japan_ex-diplomat_uichiro-niwa_china
  30. https://www.trilateral.org/wp-content/uploads/2022/03/TC-MEMBERSHIP-LIST-MASTER-4-March-2022.pdf
  31. https://archive.ph/iQ7w3

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Motsepe und Ramaphosa Familie

Patrice Motsepe ist einer der reichsten und mächtigsten Unternehmer Südafrikas. Im Jahr 2022 hatte Südafrika nach BIP die drittgrösste Wirtschaft des afrikanischen Kontinents. Die Motsepe Familie stammt aus dem afrikanischen Adel und kennt die führenden Aristokraten im Land. Die beiden Schwestern von Patrice Motsepe heirateten hohe Politiker. Die Schwester Tshepo ist mit Cyril Ramaphosa verheiratet, der seit 2018 Präsident von Südafrika ist. Ramaphosa ist nebenbei als Unternehmer tätig und zählt zu den reichsten Männern des Landes. Die andere Schwester Bridgette Motsepe ist die Ehefrau von Jeff Radebe, der mehrere Ministerposten besetzte. Cyril Ramaphosa und Jeff Radebe sind Politiker des African National Congress (ANC), der seit 1994 die führende Partei des Landes ist und seither alle Präsidenten stellte. Cyrils Sohn Andile Ramaphosa heiratete eine Nichte von Amama Mbabazi, ein ehemaliger Premierminister von Uganda.

Bis 1992 bestand in Südafrika noch die Apartheid (mehr dazu auf Wikipedia). Der ANC war die führende Bewegung im Kampf gegen die Apartheid. 1994 wurde Nelson Mandela, ein Mitglied des ANC, zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt und kam dadurch zu grosser Berühmtheit. Zu seinen politischen Mitstreitern gehörten Cyril Ramaphosa und Jeff Radebe, die heute wie gesagt Schwager von Patrice Motsepe sind. Seit Mandela waren alle Präsidenten und die Mehrheit der Minister schwarz. Bis 1994 wurde die Politik und Wirtschaft Südafrikas von der weissen Minderheit im Land regiert, die während der Kolonialisierung eingewandert war. Heute sind die Weissen eine Minderheit im Parlament, aber dafür kontrollieren sie immer noch einen grossen Teil der Wirtschaft. Die Vorstände der grössten südafrikanischen Unternehmen bestehen durchschnittlich etwa zur Hälfte aus Weissen. Seit den 90er-Jahren ist in Südafrika allmählich eine wohlhabende schwarze Elite entstanden, zu der die Familien Motsepe und Ramaphosa gehören. Unter Nelson Mandela war der ANC noch sozialistisch ausgerichtet und trat der Sozialistischen Internationale bei, aber in den letzten 20 Jahren konnten sich Kräfte in der Partei durchsetzen, die ein wenig wirtschaftsliberaler sind.

Patrice Motsepe

Patrice Motsepe (*1962) wurde 2008 als erster schwarzer Afrikaner auf die Milliardärsliste von Forbes aufgenommen. Im Jahr 2022 wurde sein Vermögen auf 3,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Er ist Gründer, Vorsitzender und Hauptaktionär von African Rainbow Minerals (ARM), ein Bergbauunternehmen. ARM war das erste Bergbauunternehmen in Südafrika, das von schwarzen Geschäftsleuten geführt wurde. ARM fördert und verarbeitet Eisenerz, Mangan, Chrom, Platin, Nickel und Kohle. Südafrika war in den letzten Jahren der weltweit grösste Produzent von Platin, Chrom, und Mangan. Derzeit ist ARM mit einem Anteil von 12 Prozent Hauptaktionär des südafrikanischen Bergbauunternehmens Harmony Gold, einer der grössten Goldproduzenten der Welt. Patrice Motsepe ist zurzeit Vorsitzender von Harmony Gold. Bevor er 2003 bei Harmony Gold einstieg, war das Unternehmen von Weissen kontrolliert worden.

Patrice Motsepe gehört zu einem königlichen Clan innerhalb des afrikanischen Tswana-Stammes. Er hat zudem auch schottisches Blut, denn einer seiner Urgrossväter war Schotte. (Quelle: 1, 2) Der Zulu-König Misuzulu überreichte Patrice ein Schild als Geschenk. (Quelle) Die Zulu sind die grösste Ethnie Südafrikas und haben bis heute einen König. Patrice traf mehrfach König Mswati III. von Eswatini (Quelle). Eswatini (früher Swasiland) ist ein Nachbarland von Südafrika und ist bis heute eine Monarchie. 2016 hielt Patrice eine Rede bei einem Treffen, bei dem über 80 afrikanische Könige und Häuptlinge zusammenkamen. Patrice sagte bei der Rede: „Wir wollen die Rolle der traditionellen Führer respektieren und wir wollen, dass unsere Kinder mit Respekt vor ihrer Kultur aufwachsen“. (Quelle) Patrice kaufte König Dalindyebo ein Auto. (Quelle) Dalindyebo ist der König des südafrikanischen Volkes der Thembu. Der König ist ein Neffe von Nelson Mandela. Obwohl Mandela auf der ganzen Welt berühmt wurde, weiss kaum einer, dass er in den südafrikanischen Adel geboren wurde und eine Tochter hat, die in die Königsfamilie von Swasiland heiratete. Der ANC, wie gesagt die führende Partei Südafrikas, ist seit seiner Gründung 1912 mit dem südafrikanischen Adel verbunden, was ganz unten in diesem Beitrag erläutert wird.

Patrice Motsepe gehört seit 2020 zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF) und kennt dadurch Klaus Schwab. Über die WEF-Führung wird Patrice folgende Personen kennen: Andre Hoffmann (Schweiz), Mukesh Ambani (Indien), Königin Rania (Jordanien), Laurence Fink von BlackRock (USA), Christine Lagarde von der EZB (Frankreich), Joe Kaeser von Siemens (Deutschland) und David Rubenstein (USA). (Stand: 1.7.2023) (Quelle)

Patrice Motsepe wurde 1999 vom WEF zu einem Global Leader of Tomorrow ernannt (heute bekannt als Young Global Leaders). Er ist im International Business Council (IBC) des WEF und im Global Network-Beirat des „Center for the Fourth Industrial Revolution“, das zum WEF gehört. (Quelle) Anfang 2023 wurde Patrice in den globalen Beirat der elitären Harvard Universität aufgenommen. Im Beirat kommen ebenfalls einflussreiche Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen. (Quelle)

Patrice Motsepe war im International Council von JP Morgan, eine der mächtigsten Banken der USA. Er war zur selben Zeit im Council wie UN-Generalsekretär Kofi Annan, Henry Kissinger (USA), Gao Xi-Qing (China), Ratan Tata (Indien), Tony Blair (Grossbritannien), Jürgen Grossmann (Deutschland), Riley Bechtel (USA), Mustafa Koç (Türkei), Lee Kuan Yew (Singapur) und Martin Feldstein (USA). (Quelle)

Das wichtigste zu Patrice Motsepes Karriere:

  • Er ist zurzeit stellvertretender Vorsitzender von Sanlam, eines der grössten südafrikanischen Unternehmen. Sanlam war 2021 der grösste Versicherungskonzern Afrikas.
  • Er war Direktor der Absa Group, ebenfalls eines der grössten südafrikanischen Unternehmen. Die Finanzgruppe besitzt die Absa Bank, eine der grössten Banken Afrikas.
  • Er gründete das Private Equity-Unternehmen African Rainbow Capital, das sich auf Investitionen in Afrika konzentriert.
  • Patrice Motsepe besitzt die Mamelodi Sundowns, eines der erfolgreichsten Fussballteams Südafrikas. 2021 wurde Patrice zum Präsidenten der Confederation of African Football gewählt, dem Fussball-Dachverband des afrikanischen Kontinents. Zurzeit gehört Patrice Motsepe zu den Vizepräsidenten des internationalen Fussballverbands FIFA.
  • Während der Apartheid war Patrice Motsepe einer der wenigen schwarzen Studenten an der Universität von Witwatersrand, die damals nur für Weisse zugänglich war. Patrice erhielt eine Ausnahmegenehmigung und durfte auf die Universität.
  • Im Jahr 1994 wurde Patrice Motsepe, noch bevor er in die Bergbauindustrie einstieg, der erste schwarze Partner der südafrikanischen Anwaltskanzlei Bowman Gilfillan.
  • Patrice Motsepes erster grosser Auftrag war die Räumung einer kaum produktiven Mine, die dem britischen Bergbaukonzern Anglo American gehörte. Der weisse Südafrikaner Bobby Godsell, der damalige Chef der Gold- und Uransparte von Anglo American, hatte sich in den letzten Tagen der Apartheid dafür eingesetzt, weisse Wirtschaftsführer aus Südafrika mit Vertretern des ANC zusammenzubringen. Godsell half schwarzen Landsleuten in die Wirtschaft einzusteigen, darunter auch Patrice Motsepe. Godsell sagte, „Ich wollte Kapitalisten aus Menschen machen, die kein Kapital hatten“. Im Jahr 2000 erschloss Patrice zusammen mit Anglo American eine Platinmine.
  • Erst wollte der ANC die Bergbauunternehmen Südafrikas verstaatlichen, die bis Ende der Apartheid von Weissen (mit engen Kontakten nach Grossbritannien) kontrolliert wurden. Der ANC wollte damit die Bodenschätze den Schwarzen zurückgeben. Patrice Motsepe, ein Kapitalist, war gegen die Verstaatlichung. Schliesslich wurde die Bergbauindustrie nicht verstaatlicht. Stattdessen erliess man 2005 ein Gesetz, das vorschreibt, dass Unternehmen zu mindestens 26 Prozent im Besitz von Schwarzen sein müssen, um eine Bergbaulizenz vom Staat zu erhalten. Patrice Motsepe profitierte von diesem Gesetz. Er wurde als Oligarch bezeichnet. Viele Schwarze in Südafrika sind enttäuscht, dass der Wandel des Landes von der Apartheid zur Demokratie nur wenigen kleinen Eliten von Schwarzen zugutekam. Obwohl Südafrika viele Bodenschätze besitzt, lebt landesweit mehr als die Hälfte der Schwarzen in Armut.
  • Patrice Motsepe lernte Harry Oppenheimer kennen, dessen Familie schon seit 100 Jahren die Bergbauindustrie in Südafrika dominiert. Die Oppenheimer waren deutsche Einwanderer und sind bis heute mit der britischen Elite verbunden.
  • Patrice Motsepe war Präsident von Business Unity South Africa, eine Interessengruppe von südafrikanischen Unternehmen.

(Quelle: 1, 2, 3, 4)

Patrice Motsepe traf den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, als dieser zu einem Staatsbesuch nach Südafrika kam. (Quelle) Patrice traf die US-Präsidenten Donald Trump und Barack Obama (Fotos auf Google).

Patrices Vater Augustine Motsepe war ein Kritiker des Apartheidregimes gewesen und wurde deswegen in eine ländliche Gegend verbannt. Er benannte seinen Sohn nach dem kongolesischen Präsidenten Patrice Lumumba. (Quelle) Lumumba bekämpfte die belgische Kolonialherrschaft im Kongo. Die Belgier liessen ihn ermorden.

Tshepo Motsepe und Cyril Ramaphosa

Tshepo Motsepe (*1953) ist die Schwester von Patrice. Sie ist First Lady von Südafrika, da ihr Ehemann Cyril Ramaphosa seit 2018 Präsident des Landes ist. Seit 2017 ist Ramaphosa zudem Präsident des ANC.

Cyril Ramaphosa war, bereits bevor er Präsident wurde, einer der reichsten Geschäftsmänner des Landes. 2015 wurde sein Vermögen auf 450 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle) Wenn man die Monarchen beiseite lässt, wäre Ramaphosa eines der reichsten Staatsoberhäupter der Welt. Er gründete Unternehmen und besetzte Vorstandsposten bei wichtigen Konzernen:

  • Er war Vorsitzender der MTN Group und der Bidvest Group, zwei der grössten südafrikanischen Unternehmen. MTN ist einer der grössten Telekommunikationskonzerne auf dem afrikanischen Kontinent.
  • Er war Direktor der Standard Bank Group, die grösste Bank des Landes.
  • Er war Direktor des Bierkonzerns SABMiller, der inzwischen zum grössten Bierkonzern Anheuser-Busch InBev gehört.
  • Er war Vorsitzender des britischen Papierkonzerns Mondi.

(Quelle)

  • Er war in internationalen Beiräten von Coca-Cola und Unilever. (Quelle)
  • Er besass für paar Jahre alle McDonald’s-Franchises in Südafrika. (Quelle)

Noch bevor Cyril Ramaphosa Präsident wurde, hatte er zweimal Südafrikas Delegation beim Weltwirtschaftsforum (WEF) angeführt. (Quelle) Sein Schwager Patrice Motsepe gehört wie bereits erwähnt derzeit zur Führung des WEF.

Cyril Ramaphosa besuchte 2018 ein Treffen des Council on Foreign Relations und hielt dort eine Rede. Auch Mitglieder der berühmten Rockefeller Familie waren dabei. (Quelle)

Cyril Ramaphosa traf sich 2019 mit dem berühmten Milliardär Bill Gates bei einem Galadinner, das vom äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed ausgerichtet wurde. (Quelle)

Cyril Ramaphosa traf 2018 den berühmten Milliardär George Soros und dessen Sohn Alexander. (Quelle)

Cyril Ramaphosa besuchte 2022 den britischen König Charles bei einem Staatsbesuch in England. (Quelle) 2018 hatte er Queen Elizabeth besucht. (Quelle) Als Staatsschef traf er noch weitere Königsfamilien.

Cyril Ramaphosa kennt etwa seit 30 Jahren den weissen südafrikanischen Geschäftsmann Ivan Glasenberg, der von 2002 bis 2021 CEO des internationalen Rohstoffkonzerns Glencore war. Ramaphosa war ein Geschäftspartner von Glencore. (Quelle) Ivan Glasenberg ist mit dem britischen Geschäftsmann Nat Rothschild befreundet. (Quelle) Glasenbergs ursprünglicher Chef war der Milliardär Marc Rich (Gründer von Glencore), der auf der Liste der meistgesuchten Personen des FBI stand. Heute ist Glasenberg selbst Milliardär und gilt mit einem geschätzten Vermögen von 9 Milliarden US-Dollar als einer der reichsten Südafrikaner.

Cyrils Sohn Andile Ramaphosa ist Geschäftsmann und heiratete eine Nichte von Amama Mbabazi, der von 2011 bis 2014 Premierminister von Uganda war. (Quelle) Cyrils Bruder Douglas Ramaphosa ist ebenfalls Geschäftsmann und arbeitete unter anderem für den Bergbaukonzern Anglo American sowie für die Finanzgruppe ABSA (die Absa Bank ist einer der grössten Banken Afrikas). (Quelle)

Cyril Ramaphosa hat 2022 in seiner Funktion als Präsident den neuen Zulu-König Misuzulu anerkannt. (Quelle) Cyril Ramaphosa veranlasste 2021, dass das Oberhaupt der südafrikanischen Rharhab-Dynastie offiziell als König anerkannt wird. Die königliche Familie hatte viele Jahre darum gekämpft, die offizielle Anerkennung als Königsfamilie zu erlangen. (Quelle) Ramaphosa besuchte die Könige von Swasiland und Lesotho. Swasiland ist ein Nachbarland von Südafrika und Lesotho ist ein unabhängiges Königreich innerhalb Südafrikas.

Südafrika hat 13 offiziell anerkannte Könige, die aber keine Regierungsfunktionen übernehmen. Sieben davon werden grosszügig mit Steuergeldern versorgt (Stand: 2020). (Quelle) 1996 bekam Südafrika seine heutige Verfassung. Der Stand der Könige und Häuptlinge ist in der Verfassung geregelt. (Quelle) Cyril Ramaphosa war Mitverfasser der Verfassung. (Quelle)

Bei seinem Präsidentschaftswahlkampf 2018 gab Ramaphosa das Versprechen ab, er werde den Thembu-König Dalindyebo, der im Gefängniss sass, begnadigen und in die Freiheit entlassen. Dies geschah als Reaktion auf drei südafrikanische Könige, die Ramaphosa ein Ultimatum stellten, König Dalindyebo freizulassen, andernfalls würden sie ihren Untertanen sagen, sie sollten nicht für den ANC stimmen. (Quelle) Nachdem Ramaphosa in den ersten Monaten als Präsident den König aber nicht freiliess, äusserten die Aristokraten im Oktober 2019 öffentlich ihren Unmut über Ramaphosa. (Quelle) Im Dezember 2019 gab Ramaphosa schliesslich nach und veranlasste die Freilassung von König Dalindyebo. Der König war ins Gefängnis gekommen wegen mehrerer Delikte. Er zündete die Häuser von drei Mietern an, um sie zu vertreiben, weil er glaubte, sie hätten gegen Stammesregeln verstossen. Ausserdem griff er drei junge Männer öffentlich brutal an, weil sie angeblich Straftaten begangen hatten. Ein vierter Mann, der im Verdacht stand, an den mutmasslichen Verbrechen beteiligt gewesen zu sein, wurde von Mitgliedern der Gemeinde getötet. (Quelle) Der König zündete die Hütte einer Frau mit sechs Kindern an, da einer ihrer Verwandten einer Vorladung des königlichen Hofs nicht Folge geleistet hatte. Der Herrscher verprügelte die Kinder so sehr, dass ein Junge dabei starb. Deswegen wurde er im Oktober 2015 zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt, aber wie gesagt begnadigte Ramaphosa ihn Ende 2019. Nach seiner Freilassung wollte er natürlich wieder den Thron besteigen, aber der königliche Rat hinderte ihn daran. Nicht nur wegen seiner Gewaltexzesse, sondern weil er auch die ganze Zeit bekifft war und 2013 zur von Weissen geführten Oppositionspartei Democratic Alliance übergelaufen war. Statt Dalindyebo wurde nun sein Sohn als der neue König angesehen. Dies machte Dalindyebo anscheinend so wütend, dass er im März 2020 (vier Monate nach seiner Freilassung) Mitten in der Nacht mit einem Brecheisen, einer Axt und einer Machete in die Residenz seines Sohnes eindrang und ihn und seine Frau attackierte. Die Frau musste ins Krankenhaus. Dalindyebo ist ein Neffe von Nelson Mandela. (Quelle: 1, 2) 2021 erhielt Dalindyebo einen luxuriösen Mercedes-Benz von Julius Malema als Geschenk. (Quelle) Julius Malema ist der Chef der linksextremen Partei EFF, die derzeit drittstärkste Partei in Südafrika. Malema hetzt seine Anhänger gegen die weisse Minderheit auf und sang öffentlich das Lied „Erschiesst die Buren“ (mit Buren wird die weisse Minderheit bezeichnet). (Quelle) Malema hat grossen Respekt vor den südafrikanischen Königsfamilien. Er sagte: „Wir müssen die Einheit der königlichen Zulu-Familie eifersüchtig schützen, weil sie eine der schwarzen Institutionen ist, die immer noch von Schwarzen geführt wird und die in einer würdigen Weise geführt wird.“ (Quelle)

In den 80er-Jahren war Cyril Ramaphosa Mitgründer und erster Generalsekretär der National Union of Mineworkers (NUM), eine grosse Gewerkschaft der Bergbauindustrie. (Quelle) Als Gewerkschaftsführer im Bergbau lernte Ramaphosa bereits in den 80er-Jahren Harry Oppenheimer kennen, der einen grossen Teil des Bergbaus in Südafrika kontrollierte. (Quelle)

Cyril Ramaphosa war Direktor und Aktionär des nicht mehr existenten britischen Bergbauunternehmens Lonmin, das reichlich Platin in Südafrika förderte. 2012 eskalierte ein Streik von Bergarbeitern einer Mine von Lonmin. Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte schossen mit automatischen Waffen in eine Menschenmenge von Streikenden. Mehr als 30 Bergarbeiter wurden getötet und mehr als 80 verletzt. Die Polizei gab über 4000 Schüsse ab und vier Leichenwagen standen schon vor dem Massaker bereit, was eindeutig darauf hindeutet, dass die Polizei im Voraus mit Toten rechnete. Cyril Ramaphosa wird vorgeworfen, für das Massaker mitverantwortlich sein. Er intervenierte im Interesse von Lonmin bei hochrangigen Regierungsvertretern und forderte dabei harte Massnahmen gegen die Streikenden. In den Tagen vor dem Massaker hatten Streikende zwei Polizisten und zwei Sicherheitskräfte getötet, worauf Ramaphosa eine E-Mail an den Lonmin-COO schrieb. Darin stand: „Die schrecklichen Ereignisse, die sich abgespielt haben, können nicht als Arbeiterkampf bezeichnet werden. Sie sind eindeutig heimtückisch kriminell und müssen als solche eingestuft werden … Es bedarf begleitender Massnahmen, um dieser Situation entgegenzuwirken.“ Er schrieb die E-Mail 24 Stunden vor dem Massaker. Die enthüllten E-Mails zeigten eine direkte „toxische Absprache“ zwischen Ramaphosa, Lonmin, dem Ministerium für Bodenschätze, dem Polizeiministerium und staatlichen Sicherheitsbehörden. Ramaphosa drängte den Polizeiminister Nathi Mthethwa, hart gegen die Streikenden vorzugehen. Ramaphosa wird deshalb vorgeworfen, eine Mitschuld am Massaker zu tragen. (Quelle: 1, 2, 3) Da er im Interesse eines britischen Bergbauunternehmens agiert hat, obwohl er in den 90er-Jahren Gewerkschaftschef der Bergarbeiter war und sich gegen den britischen Imperialismus engagiert hatte, wird ihm auch vorgeworfen, dass er seine Prinzipien verraten hat.

Bridgette Motsepe

Bridgette Motsepe (*1960) ist die Schwester von Tshepo und Patrice. Sie gründete und leitet Mmakau Mining, ein kleineres Bergbauunternehmen, das Platin, Gold, Uran, Kohle und Chrom fördert. Bridgette Motsepe war 12 Jahre lang Direktor von Sappi, eines der grössten südafrikanischen Unternehmen. Sappi ist einer der weltweit grössten Produzenten von Papier.

Bridgette ist mit dem Politiker Jeff Radebe verheiratet. In den 80er-Jahren, als noch die Apartheid herrschte, schloss sich Jeff Radebe als Student während der Studentenaufstände von 1976 den Untergrundstrukturen des ANC an. Der ANC war wie gesagt die führende Bewegung im Kampf gegen die Apartheid. Damals war der ANC noch illegal und Jeff Radebe musste daher Haftstrafen absitzen. Darauf ging er ins Ausland ins Exil. Er war erst in Mosambik und Tansania. Danach schloss er 1981 ein Jurastudium an der Karl-Marx-Universität in der kommunistischen DDR (Ostdeutschland) ab. Anschliessend arbeitete er in Sambia für die internationale Abteilung des ANC. Von Lesotho aus gründete er Untergrundstrukturen des ANC und der Kommunistischen Partei Südafrikas. Er absolvierte eine militärische Ausbildung bei Umkhonto we Sizwe, welcher der militärische Arm des ANC war. 1985 studierte er an der International Lenin School in Moskau, die von der Sowjetunion genutzt wurde, um sich international mit kommunistischen Parteien zu vernetzen. Als Jeff Radebe 1986 heimlich nach Südafrika kam, wurde er verhaftet und musste mehrere Jahre ins Gefängnis. Er war auf der Gefängnisinsel Robben Island, wo auch der berühmte Nelson Mandela fast zwei Jahrzehnte ein Häftling war. 1994 wurde Mandela der erste schwarze Präsident von Südafrika. Während Mandelas Präsidentschaft war Jeff Radebe Minister für öffentliche Arbeit. 1998 leitete er das Komitee zum 80. Geburtstag von Nelson Mandela. In den folgenden 20 Jahren war Jeff auch Minister für öffentliche Unternehmen, Minister für Transport, Justizminister und Minister im Präsidialamt. (Quelle: 1, 2, 3) Nachdem Cyril Ramaphosa 2018 Präsident wurde, ernannte er Jeff zum Energieminister. (Quelle) Jeffs Schwägerin ist wie gesagt die Ehefrau von Ramaphosa. Daher könnte man den Eindruck bekommen, dass es sich bei der Ernennung um Vetternwirtschaft handelt.

Bridgette Motsepe Radebe sagte, sie würde die Verstaatlichung der Bergbauindustrie in Südafrika befürworten. Sie sagte, dass nach Ende der Apartheid 83 Prozent der Ressourcen sich im Besitz der weissen Minderheit befanden, während nun 91 Prozent im Besitz von Monopolen seien. (Quelle) Ihr Bruder Patrice wird als Bergbaumilliardär in dieser Sache womöglich anderer Meinung sein.

Bridgette Radebe hat ein gutes Verhältnis zu Pelonomi Venson-Moitoi, eine Politikerin in Botswana (ein Nachbarland von Südafrika). Pelonomi war Aussenministerin von Botswana. Bridgette Radebe wurde verdächtigt, sie habe Geld für den Präsidentschaftswahlkampf von Pelonomi gewaschen. Bridgette hatte in Botswana gelebt und dort ihren Universitätsabschluss gemacht. Ihr Bergbauunternehmen ist in Botswana aktiv. (Quelle) Auch ihrem Bruder Patrice Motsepe wurde vorgeworfen, eine Kampagne finanziert zu haben, die Pelonomis Gegenkandidat Mokgweetsi Masisi schaden sollte. (Quelle)

Bridgette Radebe und ihr Mann waren 2011 auf der Hochzeit des Fürsten Albert von Monaco. (Quelle: 1, 2) Auch in den folgenden Jahren traf sie Alberts Frau Charlene mehrfach. (Fotos: 1, 2, 3) Sie kennt Charlene mindestens bereits seit 2007 und kennt auch das britische Model Naomi Campbell. (Foto) Charlene kommt aus Südafrika. Sie kam 2021 zur Beerdigung des Zulu-Königs Zwelithini. Patrice Motsepe war auch da und sein Schwager Cyril Ramaphosa, der Präsident, hielt eine leidenschaftliche Laudatio. (Quelle) Laut Medienberichten war Charlene eine langjährige Freundin des Zulu-Königs. Nach seinem Tod schrieb sie auf Instagram: „König Zwelithini war ein ehrenwerter Mann mit einem reinen Herzen. Wir haben im Laufe der Jahre viele besondere Momente miteinander geteilt, die mir für immer am Herzen liegen werden. Ich werde meinen Freund vermissen und beten, dass die Zulu-Königsfamilie in dieser Zeit Trost findet.“ (Quelle)

Weitere Verbindungen des ANC zum südafrikanischen Adel

Der ANC ist seit seiner Gründung 1912 mit dem südafrikanischen Adel verbunden. Der ANC-Gründer Pixley ka Isaka Seme heiratete eine Tochter des Zulu-Königs Dinizulu. Seme rief 1912 eine Konferenz von südafrikanischen Stammeshäuptlingen und Königen zusammen. Dies war die Geburtsstunde des ANC. Seme hatte in den USA und in England an der Oxford Universität studiert. Er wurde als Anwalt im Middle Temple in London zugelassen. Er besuchte England später noch weitere Male. 1926 reiste er mit dem König von Swasiland nach England, um bei einem Landstreit gegen Südafrika Berufung einzulegen. Dabei vertrat er den König vor dem Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie). (Quelle: 1, 2, 3, 4) Seme war der Anwalt der Swasi-Königin Labotsibeni. Die Königin leistete kurz nach der Gründung des ANC wichtige finanzielle Unterstützung für eine Zeitung, die das offizielle Sprachrohr des ANC wurde. (Quelle: 1, 2) Ein weiterer Gründer des ANC war Walter Rubusana. Sein Vater war ein Berater des Xhosa-Königs Sandile gewesen. Als junger Mann hatte Walter den schottischen Missionar James Stewart kennengelernt. Walter war ein Berater des Königs der Thembu und begleitete ihn 1904 nach England zur Krönung des britischen Königs Edward VII. (Quelle: 1, 2, 3)

Seit Nelson Mandela 1994 der erste schwarze Präsident wurde, wird Südafrika vom ANC regiert. Mandela war in den 90er-Jahren der Chef des ANC. Er war ein Onkel des heutigen Thembu-Königs Buyelekhaya Dalindyebo (Quelle: 1, 2). Zudem war Mandelas Vater ein Häuptling des Thembu-Stammes und Nachkomme der Thembu-Königsfamilie. Der Vater rebellierte gegen die britische Kolonialregierung, indem er ein obligatorisches Erscheinen vor dem britischen Richter verweigerte. Die Briten beschlagnahmten darauf sein Vermögen und zwangen ihn, ins Exil zu gehen. Mandela war am Hof des Xhosa-Königs Jongintaba aufgewachsen. (Quelle: 1, 2, 3) Mandelas Tochter Zenani ist durch ihre Heirat in das Königshaus von Swasiland auch Prinzessin von Eswatini. (Quelle: 1, 2) Die Schwester ihres Ehemannes, Mantfombi Dlamini, heiratete wiederum den Zulu-König Goodwill Zwelithini. (Quelle) Übrigens war Mandelas dritte Ehefrau Graça zuvor mit Samora Machel verheiratet gewesen. Nachdem die portugiesische Kolonie Mosambik (ein Nachbarland von Südafrika) 1975 die Unabhängigkeit von Portugal erreichte, wurde Samora Machel der erste Präsident des Landes.

Nelson Mandela traf mehrmals David Rockefeller. (Quelle: 1, 2)

Mandela wurde 2004 zum Ritter des britischen Johanniterordens (Order of Saint John) ernannt. Bei der Zeremonie trug Mandela die Ordensrobe. Der Grossprior des Ordens, der Herzog von Gloucester aus der britischen Königsfamilie, war bei der Zeremonie dabei. (Foto) Mandela wurde im Juni 1990 bei den Freimaurern aufgenommen. (Quelle: 1, 2, 3) Also noch vor dem Ende der Apartheid und wenige Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Die Freimaurerei wurde während der Kolonialisierung von Niederländern und Briten nach Südafrika gebracht. Mandela freundete sich mit Harry Oppenheimer an, der einen grossen Teil der Bergbauindustrie in Südafrika kontrollierte (Quelle). Harry und sein Vater waren Mitglied der südafrikanischen Freimaurer. (Quelle)

2007 verkündete Mandela die Gründung von The Elders (auf Deutsch „Die Ältesten“). Die Organisation bezeichnet sich als „eine unabhängige Gruppe globaler Führungspersönlichkeiten, die sich für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte und einen nachhaltigen Planeten einsetzen“. Sie sehen sich als einen Rat von Weisen, der die Welt zu einem besseren Ort machen möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass Mandela als Gründer freimaurerische Ideale in die Gruppe einfliessen liess. Zur Gruppe gehören ehemalige Staatsoberhäupter sowie Personen, die hohe Posten bei den Vereinten Nationen (UN) besetzten. (Mehr dazu)

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Meyer-Graham Familie

1. Generation

Marc Meyer (1842–1925) wurde in eine jüdische Familie in Frankreich geboren. Als junger Mann emigrierte er in die USA und begann dort für die Bank der Lazard Familie zu arbeiten. Die Lazards waren ebenfalls französisch-jüdische Einwanderer. Marc wurde Präsident der Lazard Bank, die im 20. Jahrhundert eine der weltweit führenden Investmentbanken war. Seine Frau hatte eine Schwester, die in die Lazard Familie heiratete. Marcs Schwager Zadoc Kahn war Oberrabbiner von Frankreich. Marcs Vater sowie auch der Grossvater waren Rabbiner in Frankreich gewesen. Der Grossvater gehörte zum Sanhedrin. (Quelle: 1 und 2) Der Sanhedrin war ein Rat von Juden, der von Kaiser Napoleon einberufen wurde, um den rechtlichen Stand der Juden im neuen Frankreich festzulegen.

Marc Meyer heiratete eine Tochter von Joseph Newmark. Dieser war ein deutsch-jüdischer Einwanderer, der als Geschäftsmann in den USA tätig wurde. Joseph Newmark wurde Rabbi und gründete die Congregation B’nai B’rith (heutiger Wilshire Boulevard Temple), die älteste jüdische Gemeinde in Los Angeles. Sie ist nicht zu verwechseln mit der jüdisch-freimaurerischen Organisation B’nai B’rith. Joseph Newmark trat 1831 den Freimaurern bei und erhielt 1834 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. (Quelle) Josephs Neffe Harris Newmark war erfolgreicher Geschäftsmann und Präsident der Kongregation B’nai B’rith. Harris gründete die Handelskammer von Los Angeles mit. Er wurde Mitglied der Freimaurer und ein Führer der Odd Fellows, ein Freimaurerorden. (Quelle: 1 und 2) Eine jüdische Zeitung bezeichnet Harris Newmark als den „jüdischen Vater von Los Angeles“. (Quelle) Harris Bruder Joseph war auch Freimaurer. (Quelle) Harris Sohn Maurice Newmark war Freimaurer im 32. Grad und Mitglied der Shriners, ein Freimaurerorden. Maurice war wie bereits sein Vater Direktor der Handelskammer von Los Angeles. (Quelle: Seite 165) Maurices Bruder Marco Newmark wurde ebenfalls Freimaurer sowie Direktor der Handelskammer von Los Angeles und war zudem Präsident der Loge von B’nai B’rith in Los Angeles. (Quelle) Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es kaum Juden in den USA. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts emigrierten viele Juden in die USA. Viele wurden im Handel und Finanzwesen aktiv. Sie fanden unter anderem über Freimaurerlogen Freunde im christlichen Establishment der USA.

Marc Meyers Schwiegervater Joseph Newmark überredete Rabbi Abram Wolf Edelman nach Los Angeles zu ziehen, um dort erster Rabbi zu werden. Edelman war ein Einwanderer aus Polen. In den USA wurde er Mitglied der Freimaurer und fungierte als Gründungsmeister einer Loge. (Quelle) Seine Beerdigung fand unter freimaurerischer Schirmherrschaft statt, unterstützt von B’nai B’rith, Ancient Order of United Workmen und dem Independent Order of Foresters. (Quelle) Die drei Organisationen haben ihre Ursprünge in der Freimaurerei, aber die meisten heutigen Mitglieder sind anscheinend keine Freimaurer.

2. Generation

Florence Meyer (1875–1930) heiratete George Blumenthal, der 21 Jahre lang zu den Partnern der Lazard Bank gehörte und als einer der fähigsten Finanziers der Wall Street galt. Er war ein deutscher Jude, der von der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Speyer (war damals international aktiv) in die USA geschickt worden war. Blumenthals zweite Ehefrau, Mary Payne, heiratete später in die Uradelsfamilie Wrangel/Wrangell. (Quelle: 1, 2, 3) Mitglieder der Wrangel Familie standen vom 17. bis 19. Jahrhundert als Diplomaten und hohe Militärs im Dienste von Schweden, Russland, Preussen und Finnland. Georg Johann Von Wrangell war Mitglied des berühmten Illuminatenordens (Quelle). Mary Payne hatte vor ihrer Heirat mit Blumenthal eine Ehe mit dem christlichen Bankier und Eisenbahnmanager James Blanchard Clews geführt. Die Clew Familie war über Heiraten mit den (christlichen) Familien Livingston und Goelet verbunden, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehört hatten und Freimaurer hervorbrachten. Das Familienmitglied Louise Clews heiratete 1935 den Clan-Chef des schottischen Campbell Clans, eine der mächtigsten Familien des britischen Adels, die hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Die Schwestern Rosalie (1869–1956) und Elise Meyer (1872–1952) heirateten Söhne von David Stern, ein deutsch-jüdischer Einwanderer. David Stern war ein Schwager von Levi Strauss, ebenfalls ein jüdischer Einwanderer aus Deutschland. Stern und Strauss gründeten in den USA 1853 den Bekleidungseinzelhändler Levi Strauss & Co. (Quelle) Das Unternehmen besteht bis heute und wird von der jüdischen Milliardärsfamilie Haas kontrolliert, die über Heiraten in die Familien Strauss und Stern Eigentümer des Unternehmens wurde. Der heutige Erbe, Peter Haas Jr., ist ein Nachkomme von Rosalie Meyer. Elise Meyer heiratete in zweiter Ehe Luis Martins de Souza Dantas, der Brasiliens Botschafter in Frankreich war und dabei mehrere hundert Juden in Frankreich vor dem Holocaust rettete.

Edgar Joseph Meyer (1884–1912) heiratete eine Tochter von Andrew Saks. Dieser gründete die bis heute bestehende Luxuskaufhauskette Saks Fifth Avenue und kam aus einer Familie von deutsch-jüdischen Einwanderern. (Quelle) Sein Sohn Horace Saks war Freimaurer. (Quelle) Edgar Joseph Meyer starb beim Untergang der Titanic, während seine Frau zu den Überlebenden gehörte. (Quelle)

Aline Meyer (1879–1966) heiratete in die Liebmann Familie, die jüdische Einwanderer aus Deutschland waren und in den USA erfolgreiche Bierbrauer wurden. Sie gründeten die Biermarke Rheingold.

Eugene Meyer (1875–1959) war das bekannteste Mitglied dieser Familiengeneration. Seinen Abschluss hatte er an der Yale Universität gemacht. Er arbeitete wie bereits sein Vater für die Lazard Bank und gründete 1910 eine eigene Maklerfirma. 1917 trat erstmals in den Staatsdienst ein, als er einem Ausschuss für Rohstoffe half, grosse Mengen Kupfer für die Streitkräfte zu beschaffen. 1918 wurde er von US-Präsident Woodrow Wilson zum Direktor der War Finance Corporation ernannt, die im Ersten Weltkrieg von der Regierung zur Finanzierung der Kriegswirtschaft geschaffen wurde. Nach dem Krieg war Eugene Meyer Mitglied der Friedenskonferenz im Schloss Versailles. Er war von 1930 bis 1933 Gouverneur (Chef) der US-amerikanischen Zentralbank FED. 1946 wurde er der erste Präsident der Weltbank. Die Weltbank spielt bis heute eine wichtige Rolle bei der Finanzierung von Staaten auf der ganzen Welt. US-Präsident Harry Truman hatte Eugene Meyer gebeten, die Führung der Weltbank zu übernehmen. (Quelle: 1, 2, 3) Übrigens war Truman Freimaurer und ereichte den 33. Grad im schottischen Ritus. Bereits bevor er Präsident wurde, war er Grossmeister der Freimaurer im Bundesstaat Missouri gewesen. Truman erhielt die Gourgas-Medaille, die höchste Auszeichnung des Obersten Freimaurerrates (Supreme Council) der USA. (Quelle: 1 und 2)

Eugene Meyer wurde bei sich zu Hause vom britische Lord Lothian besucht. (Quelle: 1 und 2) Lord Philip Kerr von Lothian war britischer Botschafter in den USA. Er war ein Markgraf und Clan-Chef des schottischen Kerr Clans.

Eugene Meyer kaufte 1933 die damals insolvente Zeitung Washington Post. Er kontrollierte die Zeitung bis zu seinem Tod, die dann an seine Tochter überging.

3. Generation

Katharine Meyer (1917–2001) war die Tochter von Eugene Meyer. Ab 1946 übernahm sie die Führung der Washington Post und leitete sie bis 1991. In dieser Zeit entwickelte sich die Washington Post zu einer der wichtigsten Zeitungen der USA. Katharine heiratete den Journalisten Phil Graham (1915–1963), der Miteigentümer der Washington Post war. Die Familie Meyer-Graham besass die Zeitung bis 2013 und verkaufte sie dann an den Milliardär Jeff Bezos, der sie bis heute besitzt. Die Washington Post ist eine der meistgelesenen Zeitungen der Welt. Von 1961 bis 2010 besass die Familie Meyer-Graham auch das vielgelesene Magazin Newsweek.

Katharine Meyer Graham hatte viel Kontakt zu Benjamin Crowninshield Bradlee, der viele Jahre Chefredakteur der Washington Post war. Er kam mütterlicherseits aus der Crowninshield Familie, die bereits seit Beginn des 19. Jahrhunderts eine einflussreiche Familie ist.

Katharine Graham hatte eine enge Freundschaft mit Henry Kissinger und Robert McNamara, zwei wichtigte US-Politiker. Sie sah die beiden Kriegsarchitekten als wundervolle Menschen an. Kissinger und McNamara spielten eine wichtige Rolle beim Vietnamkrieg. Die Washington Post von Katharine Graham unterstützte den Krieg über ihre Berichterstattung. Die Zeitung war massgeblich an der Verbreitung der Lügen beteiligt, die den Vietnamkrieg erst möglich machten. (Quelle) 1771 trug die Washington Post jedoch über die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere dazu bei, dass der Vietnamkrieg im amerikanischen Volk endgültig in Verruf geriet. Ihre Berichterstattung über den Watergate-Skandal 1974 trug zum Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon bei.

Trotz der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere glaubte Katharine Graham, dass die nationale Sicherheit teils wichtiger sei als die Pressefreiheit. Sie sagte: „Wir leben in einer schmutzigen und gefährlichen Welt. Es gibt einige Dinge, die die Öffentlichkeit nicht wissen muss und nicht wissen sollte. Ich glaube, dass die Demokratie gedeiht, wenn die Regierung legitime Schritte unternehmen kann, um ihre Geheimnisse zu bewahren, und wenn die Presse entscheiden kann, ob sie druckt, was sie weiss.“ (Quelle)

Katharine Graham galt als eine der mächtigsten Frauen der USA. Sie war mit den Rockefellers und den Kennedys befreundet, zwei berühmte Familien der US-amerikanischen Elite. (Quelle) Die New York Times schrieb: „Frau Graham war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des amerikanischen Journalismus und stand in den letzten Jahrzehnten ihres Lebens an der Spitze des politischen und gesellschaftlichen Establishments in Washington.“ (Quelle) Sie war eine prominente Gastgeberin in Washington. Unter anderem die US-Präsidenten Ronald Reagan, Bill Clinton und Geoge Bush Junior speisten bei ihr Zuhause. (Quelle)

Katharine Graham war 1974 die erste Frau, die in den Vorstand der Associated Press aufgenommen wurde. (Quelle) Die Associated Press ist eine der wichtigsten Nachrichtenagenturen der Welt.

1998 erhielt Katharine Graham den Pulitzer-Preis.

Nach Angaben von publicintelligence.net besuchte Katharine Graham das Bilderberg-Treffen.

Katharine Graham war Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik. (Quelle) Katharine war auch Mitglied des Council on Foreign Relations, ebenfalls eine sehr einflussreiche Denkfabrik. (Quelle)

Katharine Graham starb 2001 an einem Sturz, als sie die Sun Valley Konferenz besuchte, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. (Quelle) Katharine liebte die Konferenz und freute sich immer auf sie. (Quelle) Zu den Teilnehmern der Konferenz gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Katharines Mann Phil Graham war der Sohn des Politikers Ernest Graham (1886–1964), der im Senat von Florida sass. Phils Halbbruder Bob Graham (*1936) war von 1979 bis 1987 Gouverneur von Florida und von 1987 bis 2005 vertrat er Florida im US-Senat. Von 2001 bis Januar 2003 war er Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des Senats und somit für die Aufsicht über die US-Geheimdienste zuständig. Er leitete 2002 eine Untersuchung zu den Anschlägen vom 11. September 2001.

Bob Graham zweifelt die offizielle Version zu 9/11 an und glaubt, dass die Terroristen von Teilen des saudischen Staatsapparats unterstützt wurden. Er sagte in einer eidesstattlichen Erklärung, es gebe Beweise für die Unterstützung der Terroristen durch die saudische Regierung. In dieser Erklärung sagte er auch, das FBI (amerikanischer Inlandsgeheimdienst) habe versucht, die Beteiligung der Saudis zu vertuschen. (Quelle) Bob Graham hatte Einblick in geheimgehaltene Dokumente, die ihm zufolge nahe legen, dass 9/11 von Saudis finanziert wurde. (Quelle) Bob Graham brachte das Buch Intelligence Matters heraus, das sich mit dem Versagen der US-Geheimdienste und der Bush-Regierung vor und nach 9/11 sowie mit den Verbindungen nach Saudi-Arabien befasst. Bob Graham stimmte als Senator mit einem Nein gegen den Antrag von US-Präsident Bush zur Genehmigung des Irakkrieges 2003 und sieht den Krieg als einen grossen Fehler an. Ich habe einen Beitrag über Saudi-Arabiens Verbindungen zu 9/11 geschrieben.

4. Generation

Die Politikerin Gwen Graham (*1963) ist die Tochter von Bob Graham. In den Jahren 2015 und 2016 vertrat sie Florida im Repräsentantenhaus der USA.

Donald Graham (*1945) ist der Sohn von Katharine Meyer und Phil Graham. Donald war von 1979 bis 2000 Herausgeber der Washington Post. Er kontrolliert mit weiteren Familienmitgliedern die Graham Holdings (hiess früher Washington Post Company), die mehrere Unternehmen besitzt. 2022 machte Graham Holdings einen Umsatz von knapp 4 Milliarden US-Dollar. Graham Holdings besitzt zurzeit unter anderem sieben Fernsehsender, sechs Autohändler, vier kleinere Industrieunternehmen, das Online-Magazin Slate, die Zeitschrift Foreign Policy, ein Palliative Care-Unternehmen und den Bildungsdienstleister Kaplan, der mit etwa 1000 Bildungseinrichtungen zusammenarbeitet.

Im Jahr 2015 wurde das Vermögen der Graham Familie auf 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Der Milliardär Warren Buffett war Grossaktionär und Vorstandsmitglied der Graham Holdings. Buffett war ein langjähriger Vertrauter von Donalds Mutter Katharine und hielt 40 Jahre lang Anteile an Graham Holdings. (Quelle)

Donald Graham verkaufte die Washington Post 2013 an den Milliardär Jeff Bezos, den er damals bereits seit 15 Jahren kannte. (Quelle)

Donald Graham war von 2009 bis 2015 im Vorstand von Facebook zusammen mit dem berühmten Milliardär Mark Zuckerberg. Er lernte Zuckerberg bereits 2005 kennen, der im Jahr zuvor Facebook gegründet hatte. Eine von Zuckerbergs Klassenkameradinnen war die Tochter von Chris Ma, ein Freund von Donald und Mitarbeiter der Washington Post. Donald lernte dadurch Zuckerberg kennen. Über die erste Begegnung sagte Donald: „Mark war der schüchternste und unbeholfenste 20-Jährige, den ich je gesehen hatte.“ (Quelle)

Donald Graham besucht regelmässig die Sun Valley Konferenz, wie seine Mutter es bereits tat.

Donald Graham besuchte wie bereits seine Mutter das Bilderberg-Treffen. (Quelle)

Donald Graham ist wie bereits seine Mutter Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik. Er ist auch Treuhänder der Gates Policy Initiative. (Quelle) Die Initiative wurde von Bill Gates gegründet und konzentriert sich auf die globale Gesundheit, globale Entwicklung und US-amerikanische Bildung.

Donalds Schwester Lally Graham Weymouth (*1943) ist bis heute leitende Redakteurin bei der Washington Post. Sie hat viel Zeit im Nahen Osten verbracht und führte dort Interviews mit Saddam Hussein, Muammar Gaddafi, den syrischen Präsidenten Hafez al-Assad und Bashar al-Assad sowie mit dem jordanischen König Abdullah. Sie hat seit 1981 jeden israelischen Premierminister interviewt. (Quelle) Lally ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der USA. (Quelle) 2023 besuchte sie das Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF). (Quelle)

Mary Wissler Graham war die erste Ehefrau von Donald Graham. Mary war Treuhänderin der MacArthur Foundation, eine der reichsten Stiftungen der USA. Zurzeit ist Mary im Vorstand der National Archive Foundation zusammen mit Jacqueline Mars und Karen Pritzker, zwei der reichsten Frauen der USA. Mary war Treuhänderin des Pew Charitable Trusts. (Quelle) Dadurch wird sie die Pew Familie kennen (Gründerfamilie des Erdölkonzerns Sunoco).

Donald Graham heiratete in zweiter Ehe die Journalistin Amanda Bennett, die den Pulitzer-Preis erhielt. Amanda war Direktorin des staatlichen Fernsehsenders Voice of America, Chefredakteurin von Bloomberg News und Herausgeberin der Zeitung Philadelphia Inquirer. Derzeit ist Amanda CEO der U.S. Agency for Global Media, die für die staatlichen Fernsehsender im Ausland zuständig ist.

5. Generation

Laura Graham ist die Tochter von Donald Graham. Ihr Ehemann Timothy O’Shaughnessy leitet derzeit die Graham Holdings. Timothy war Mitgründer und CEO des E-Commerce-Unternehmens LivingSocial. (Quelle) Laura und Timothy besuchten die Sun Valley Konferenz. (Quelle) Somit ist die Graham Familie in dritter Generation beim Treffen vertreten.

Katharine Weymouth ist die Tochter von Lally Graham. Von 2008 bis 2014 war Katharine Herausgeberin und CEO der Washington Post. Sie ist derzeit Direktor des Telekommunikationsunternehmens Cable One, das 2022 einen Umsatz von 1,7 Milliarden US-Dollar erzielte. Cable One gehörte früher zur Unternehmensgruppe der Graham Familie.

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Tyson Familie

Die US-amerikanische Tyson Familie kontrolliert Tyson Foods, einer der weltweit grössten Fleischproduzenten. Tyson Foods gehört zu den grössten Tierhaltern der Welt und produziert etwa 20 Prozent des amerikanischen Rind-, Schweine- und Hühnerfleischs. 2022 wurde das Vermögen der Tyson Familie auf 3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ihr Konzern erzielte 2022 einen Umsatz von 53,6 Milliarden US-Dollar und ist damit eines der grössten Familienunternehmen der USA. Die Familie besitzt den grössten Teil der Aktien des Konzerns. Tyson Foods ist derzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

John Tyson hatte das Unternehmen 1935 gegründet. Sein Sohn Donald Tyson baute das Unternehmen zu einem Grosskonzern auf. Derzeit führt Donalds Sohn John Tyson den Konzern. John ist im Vorstand des „Crystal Bridges Museum of American Art“, ein Kunstmuseum. Das Museum wurde von der Walton Familie gegründet, die als die reichste Familie der USA gilt. John Tyson kennt über den Museumsvorstand Mitglieder der Walton Familie. Sein gleichnamiger Sohn gehört zur Führung von Tyson Foods. John Junior arbeitete für die US-amerikanische Grossbank JP Morgan und ist Mitglied des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der USA.

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Maran und Karunanidhi Familie

Die Familien Maran und Karunanidhi gehören zur politischen und medialen Elite des indischen Bundesstaates Tamil Nadu. Die beiden Familien sind über eine Heirat verwandt miteinander. Man wirft ihnen vor, korrupt zu sein und Vetternwirtschaft zu betreiben.

Kalanithi Maran (*1964) ist einer der mächtigsten Medienunternehmer Indiens. Er gründete 1993 den Fernsehsender Sun TV, der heute einer der meistgesehenen Sender des Landes ist und auch in anderen Ländern läuft. Sun TV gehört zur Sun Group, die von Kalanithi Maran kontrolliert wird. Die Sun Group ist einer der grössten indischen Medienkonzerne. Sie besitzt das Filmstudio Sun Pictures und die tamilische Tageszeitung Dinakaran, die mit einem Tagesverkauf von über 1,4 Millionen Exemplaren zu den grössten indischen Zeitungen gehört. Auch Red FM, einer der meistgehörten Radiosender Indiens, ist ein Unternehmen der Sun Group.

Kalanithi Maran besass eine Zeit lang die Hälfte der Anteile an Spice Jet, eine der grössten indischen Fluggesellschaften.

Im Jahr 2022 wurde das Vermögen von Kalanithi Maran auf 2,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Seine 33 Fernsehkanäle erreichen mehr als 95 Millionen Haushalte in Indien. (Quelle) Die Sun Group sagt auf ihrer Website, dass ihre Fernsehsender über 140 Millionen Haushalte in Indien erreichen. (Quelle)

Kalanithis Bruder Dayanidhi Maran (*1966) ist Politiker und wurde dreimal in das Unterhaus (Lok Sabha) des indischen Parlaments gewählt. Er war Textilminister sowie Minister für Kommunikation und IT. Er ist Politiker der Regionalpartei Dravida Munnetra Kazhagam (DMK), eine der stärksten Parteien im indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Die Partei ist eng mit der Maran Familie und ihren Verwandten verbunden.

Dayanidhi Maran traf den US-amerikanischen Milliardär Bill Gates. (Foto)

Dayanidhi und sein Bruder Kalanithi Maran wurden wegen „krimineller Verschwörung“ angeklagt. Es bestand der Verdacht, dass Dayanidhi als Minister für die Telekommunikation seinen Einfluss nutzte, um Telekommunikationsleitungen auf Staatskosten installieren zu lassen, die dann von der Sun Group von Kalanithi Maran genutzt wurden. (Quelle)

Kalanithi und Dayanidhi sind die Söhne von Murasoli Maran (1934–2003). Murasoli war Zeitungsverleger, Drehbuchautor und ein führender Politiker der DMK. Er wurde ins Parlament gewählt und besetzte zwei Ministerposten, zuerst Minister für Wohnungsbau und dann Minister für Handel und Industrie.

Murasolis Onkel Muthuvel Karunanidhi (1924–2018) war fast 50 Jahre lang Parteichef der DMK und hatte 1949 zu den Gründungsmitgliedern der Partei gehört. Als bekannter Drehbuchautor leistete er auch einen Beitrag zur tamilischen Filmindustrie. Er war fünfmal Ministerpräsident des Bundesstaates Tamil Nadu. Ihm wurde regelmässig Vetternwirtschaft vorgeworfen. Einmal verlor er seinen Posten als Ministerpräsident, weil er offen mit den „Liberation Tigers of Tamil Eelam“ (LTTE) sympathisierte. (Quelle: 1 und 2) Die LTTE waren eine paramilitärische Organisation in Sri Lanka (Nachbarland von Indien), die an bewaffneten Konflikten teilnahm und viele Terroranschläge beging. Im Bürgerkrieg in Sri Lanka (1983–2009) führten die LTTE die Widerständler der Tamilen an, die von Sri Lanka unabhängig werden wollten. Sri Lanka wird von der Volksgruppe der Singhalesen dominiert, während die Tamilen eine Minderheit sind. Geschätzt 100 000 Menschen starben im Bürgerkrieg. Die LTTE werden für die Ermordung von Ranasinghe Premadasa (Präsident von Sri Lanka) und Rajiv Gandhi (Premierminister von Indien) verantwortlich gemacht.

Muthuvel Karunanidhi unterstützte die tamilische Unabhängigkeitsbewegung in Sri Lanka und wurde als Verfechter der Sache der Tamilen auf der ganzen Welt gefeiert. Manche seiner Anhänger sahen ihn als „Anführer der tamilischen Rasse“. Er pflegte Kontakte zu tamilischen Führern in Sri Lanka, darunter zu S. J. V. Chelvanayakam. Karunanidhi kannte, mochte und unterstützte Sri Sabaratnam, der die „Tamil Eelam Liberation Organisation“ (TELO) leitete. Die TELO war ebenfalls eine militante Gruppe von Tamilen in Sri Lanka. Ursprünglich arbeitete die TELO eng mit den LTTE zusammen, aber die beiden Gruppen zerstritten sich später. Es wurde vermutet, dass die TELO eng mit der DMK verbunden war, die wie gesagt von Karunanidhi angeführt wurde. (Quelle: 1, 2, 3) Übrigens entstand die DMK aus einer tamilisch-nationalistischen Bewegung, zu der auch Muthuvel Karunanidhi gehörte. Die meisten Tamilen Indiens leben im Bundesstaat Tamil Nadu, wo die Karunanidhi Familie die führende Politikerfamilie ist.

Die LTTE hatten über die tamilische Diaspora ein weltweites Netzwerk von Unterstützern aufgebaut. Zum Beispiel haben damals etwa 80 Prozent der in der Schweiz lebenden Tamilen Zahlungen an die LTTE geleistet. Die Schweizer Grossbank Credit Suisse hatte den LTTE wissentlich oder unwissentlich mit Krediten geholfen. (Quelle: 1 und 2)

Der indische Auslandsgeheimdienst RAW hatte Mitglieder der TELO und LTTE ausgebildet und gab ihnen Waffen. (Quelle: 1, 2, 3)

Muthuvel Karunanidhi nannte im April 2009 Velupillai Prabhakaran öffentlich „einen guten Freund“. Prabhakaran war der Anführer der LTTE und wurde von der internationalen Gemeinschaft als Terroristenführer und Verbrecher angesehen. Er starb im Mai 2009. Er wurde von Feinden getötet oder beging Selbstmord. Zu dieser Zeit wollte Indien ihn lebend haben und vor Gericht bringen, weil er die Ermordung des indischen Politikers Rajiv Gandhi geplant haben soll. (Quelle: 1, 2, 3)

Im Mai 1991 wurde der ehemalige indische Premierminister Rajiv Gandhi bei einem Selbstmordanschlag getötet. Die Attentäterin war ein Mitglied der LTTE. Das Attentat passierte, als Rajiv Gandhi den Bundesstaat Tamil Nadu besuchte. (Quelle) Zu dieser Zeit wäre Muthuvel Karunanidhi Regierungschef von Tamil Nadu gewesen, aber die indische Regierung hatte einige Monate zuvor Karunanidhi und seine Regierung in Tamil Nadu abgesetzt, wegen seiner Verbindungen zu den LTTE. (Quelle: 1 und 2) Drei Monate nach dem Anschlag rief die indische Regierung die Jain-Kommission ins Leben, welche die Hintergründe der Ermordung von Rajiv Gandhi untersuchen sollte. Die Jain-Kommission befragte Zeugen und erhielt Zugang zu Akten des indischen Geheimdienstes. Die Untersuchungen haben ergeben, dass Karunanidhi und weitere Mitglieder der DMK eng mit den LTTE zusammenarbeiteten und sie sollen LTTE-Mitglieder in Tamil Nadu vor der Polizei geschützt haben. Die Polizei hatte in Tamil Nadu LTTE-Aktivisten verhaftet, die aber auf „Befehl von oben“ freigelassen wurden. Zudem erhielten Aktivisten ihre Waffen zurück, welche die Polizei beschlagnahmt hatte. Als LTTE-Mitglieder 1990 in der Hauptstadt von Tamil Nadu politische Gegner erschossen, hat man die Attentäter womöglich absichtlich entkommen lassen. Fünf Personen, die den Attentätern bei der Flucht geholfen hatten, wurden festgenommen, aber wurden sowohl vom Sitzungsrichter als auch vom Obersten Gericht gegen Kaution freigelassen und auch der zuständige Staatsanwalt widersprach der Freilassung nicht. Laut Zeugenaussagen hatte Karunanidhi persönlich dafür gesorgt, dass die Attentäter nicht von der Polizei verfolgt wurden. Die Kämpfer der LTTE in Sri Lanka erhielten Waffen, Munition, Sprengstoff, Treibstoff und andere wichtige Güter von Sympathisanten aus Tamil Nadu (wo wie gesagt viele Tamilen leben). Diese illegalen Lieferungen wurden von den Behörden in Tamil Nadu toleriert. Ein hochrangiges Mitglied der LTTE sagte aus, dass Karunanidhi sich im Geheimen mit Führern der LTTE traf. Karunanidhi soll eine Organisation mitgegründet haben, die staatliche Gelder an die LTTE weitergab. Die Jain-Kommission kam zu der Einschätzung, dass die DMK (die Partei von Karunanidhi) dafür verantwortlich ist, ein Umfeld geschaffen zu haben, das den Mördern von Premierminister Rajiv Gandhi Vorschub geleistet hat. (Quelle: 1, 2, 3) K Ragothaman untersuchte als Chefermittler des CBI die Hintergründe der Ermordung von Rajiv. Ragothaman schrieb später ein Buch darüber. In seinem Buch und Interviews behauptete er, dass MK Narayanan, der Chef des indischen Inlandsgeheimdienstes IB war, versuchte, Beweise zum Anschlag zu unterdrücken. Laut Ragothaman habe zudem der damalige Chef des Auslandsgeheimdienstes RAW sicherstellen wollen, dass die LTTE nicht für das Attentat verantwortlich gemacht werden. Ragothaman behauptete, DMK-Kader hätten sich am Abend des 21. Mais 1991 (der Abend des Anschlags auf Rajiv) von öffentlichen Versammlungen ferngehalten. Ein geplantes Treffen von Karunanidhi sei am selben Abend „abrupt abgesagt“ worden. Daher könnte es sein, dass Mitglieder aus der DMK-Führung vor dem Anschlag gewarnt wurden oder eingeweiht waren. Ragothaman sagte, er habe Beweise für die Absage des Treffens gesammelt, aber diese Ermittlung wurde von seinen Vorgesetzten eingestellt. (Quelle) Ein ehemaliger Geheimdienstler sagte, die LTTE hätten die politische Elite in Tamil Nadu infiltriert. Der Polizei von Tamil Nadu wurden Versäumnisse vorgeworfen, die das Attentat auf Rajiv erleichtert hatten. (Quelle) Die Regierung von Premierminister Narasimha Rao versuchte die Jain-Kommission davon abzuhalten, die Rolle der LTTE zu untersuchen. (Quelle)

2011 hat sich ein hoher Führer der LTTE öffentlich bei Indien und der Ghandi Familie für den „Fehler“ entschuldigt, dass die LTTE Rajiv Ghandi ermordet hatten. (Quelle) Übrigens starb auch Rajivs Mutter Indira Gandhi, die ebenfalls Premierminister von Indien war, 1984 bei einem Attentat.

Anmerkung: Die Jain-Kommission sagte, dass in einem Brief des indischen Geheimdienstes RAW behauptet wird, dass Königin Aishwarya von Nepal einen Hofgeneral gebeten habe, die Ermordung von Rajiv Gandhi zu arrangieren. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Nepal, ein Nachbarland von Indien, war noch bis 2008 eine Monarchie. Die nepalesische Königsfamilie ist eine hinduistische Dynastie und ist freundschaftlich sowie familiär mit hinduistischen Aristokratenfamilien in Indien verbunden. Das Verhältnis zwischen Rajiv Gandhi und dem nepalesischen Königshaus war sehr angespannt. Die Regierung von Rajiv unterstützte antimonarchistische Aufständische in Nepal und 1989 veranlasste Rajiv eine Wirtschaftsblockade, die alle Lieferungen aus Indien nach Nepal stoppte. Ein ehemaliger Direktor des indischen Geheimdienstes RAW behauptet in seinem Buch, dass der RAW 1990 mit einer Geheimoperation versuchte, die Monarchie in Nepal zu stürzen. (Quelle: 1 und 2) Im darauffolgenden Jahr starb Rajiv bei dem Attentat. Zehn Jahre später, im Jahr 2001, wurde Königin Aishwarya und acht weitere Mitglieder der Königsfamilie bei einem Massaker getötet. Von 1996 bis 2006 herrschte in Nepal ein Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und Monarchisten.

Muthuvel Karunanidhi traf den berühmten Milliardär Bill Gates. Karunanidhi traf hohe Politiker Indiens, darunter Narendra Modi, Atal Bihari Vajpayee, A. P. J. Abdul Kalam, Manmohan Singh und die Gandhi Familie. (Quelle)

Seit dem Tod von Muthuvel Karunanidhi im Jahr 2018 ist sein Sohn Muthuvel Karunanidhi Stalin (*1953) Präsident der DMK. Die Partei steht also immer noch stark unter dem Einfluss der Karunanidhi Familie. M. K. Stalin wurde nach dem sowjetischen Diktator Josef Stalin benannt. Er übernahm 2021 das Amt des Ministerpräsidenten von Tamil Nadu. Sein Vater war wie gesagt fünfmal Ministerpräsident von Tamil Nadu gewesen. M. K. Stalin war auch Bürgermeister von Chennai, die Hauptstadt von Tamil Nadu. Sein Sohn Udhayanidhi Stalin (*1977) ist Politiker der DMK sowie Filmproduzent und Schauspieler im tamilischen Kino. Udhayanidhi besitzt das Filmunternehmen Red Giant Movies.

M. K. Stalin und sein Vater waren 1997 bei einem Bankett zu Ehren der britischen Königin Elizabeth, als diese Tamil Nadu besuchte. (Quelle) Bis 1947 war Indien eine britische Kolonie und wurde von der britischen Königsfamilie kontrolliert. Indien gehört bis heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind.

Die Zeitung Indianexpress erstellte 2019 eine Liste der 100 mächtigsten Inder. Darauf belegte M. K. Stalin Platz 30. (Quelle)

Stalins Schwester Kanimozhi Karunanidhi (*1968) gehört zur Führung der DMK und ist im indischen Parlament. Bei einem grossen Betrugsfall gehörte sie zu den Angeklagten (Quelle). Sie wurde aber freigesprochen. Sie war oder ist noch immer Miteigentümerin von Kalaignar TV, ein Medienunternehmen, das mehrere Fernsehsender besitzt.

Muthuvel Karunanidhi Alagiri (*1951) ist der Bruder von Kanimozhi und Stalin. M. K. Alagiri war im indischen Parlament und Minister für Chemikalien und Düngemittel. Da er sich mit seiner Familie zerstritt, wurde er 2014 von der DMK ausgeschlossen. In seiner Zeit als Politiker war er in mehrere Kontroversen verwickelt:

  • Er stand vor Gericht, weil er verdächtigt wurde, zusammen mit weiteren Politikern die Ermordung des Politikers T. Kiruttinan veranlasst zu haben. Alagiri wurde 2008 freigesprochen. Sein Vater war zu dieser Zeit Regierungschef von Tamil Nadu. (Quelle)
  • M. K. Alagiri wusste über Bestechungsgelder seiner Partei Bescheid. Die DMK hatte mit Bargeld in Slums Wählerstimmen gekauft. (Quelle) Da die Menschen in den Slums in grosser Armut leben, ist dort einfach mit Bargeld Wählerstimmen zu kaufen. Auch andere Parteien in Indien stehen in Verdacht, in den Slums Stimmen gekauft zu haben.
  • M. K. Alagiri wurde wegen Landraub angeklagt. (Quelle) Er wurde freigesprochen.

Dayanidhi Alagiri, ein Filmproduzent des tamilischen Kinos, ist der Sohn von M. K. Alagiri. Dayanidhi wurde angeklagt, weil sein Bergbauunternehmen illegalen Granitabbau betrieb. (Quelle)

Die Karunanidhis sind Multimillionäre.

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Haus Wadiyar

Die Wadiyar (Wodeyar) Familie gehört zur hinduistischen Aristokratie in Indien. Die Familie besetzte von Beginn des 15. Jahrhunderts bis zum Jahr 1950 den Thron des indischen Königreiches Mysore. Der Herrscher trug den hinduistischen Titel Maharadscha (Maharaja), was soviel wie „grosser Herrscher“ bedeutet. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts bestand Indien aus mehreren hundert Monarchien, die von den Europäern Fürstenstaaten genannt wurden. Mysore war einer der grössten indischen Fürstenstaaten. Die Fürstenfamilien der hinduistischen Aristokratie heiraten schon seit Jahrhunderten untereinander, eine Tradition, die bis heute fortgesetzt wird.

Schon seit drei Generationen ist das Oberhaupt Wadiyar Familie Mitglied bei den Freimaurern. Der Überlieferung nach stammt Wadiyar Familie von Gottheiten aus dem Hinduismus ab, was ganz unten in diesem Beitrag erläutert wird.

Im 18. Jahrhundert wurde die Wadiyar Familie vom muslimischen Feldherr Hyder Ali entmachtet, der dann von 1761 bis 1782 über Mysore herrschte. Sein Sohn Tipu Sultan wurde der nachfolgende Herrscher von Mysore. Hyder Ali und Tipu Sultan waren erbitterte Feinde der East India Company. Die East India Company war die führende britische Handelskompanie. Zu dieser Zeit geriet Indien immer mehr unter den Einfluss der Kompanie. Hyder Ali und Tipu Sultan führten Krieg gegen die Armee der Kompanie (die Kompanie besass eine eigene Privatarmee, die grösser als die britische Armee war). Tipu Sultan verlor den Krieg und wurde gestürzt. Seit Ende des 18. Jahrhunderts kontrollierte die East India Company den Grossteil von Indien. Nachdem die Briten Tipu Sultan gestürzt hatten, erlaubten sie der ursprünglichen Herrscherfamilie Wadiyar wieder den Thron von Mysore zu besteigen. Als Gegenleistung musste die Wadiyar Familie den Briten die volle Kontrolle über Mysore garantieren. Die East India Company herrschte bis 1858 über Indien. 1858 wurde Indien zu einer Kronkolonie und stand somit direkt unter der Kontrolle des britischen Hochadels. Seit 1876 stellte der britische Monarch zugleich den Kaiser von Indien. Ein Vizekönig regierte für die britische Königsfamilie über Indien und herrschte damit über ein Fünftel der damaligen Menschheit. Da es der Wadiyar Familie gelang, das Vertrauen der Briten zu gewinnen, durfte sie ab dem Jahr 1881 wieder eigenständig über Mysore herrschen und bildete eine Allianz mit der britischen Krone.

Krishna Wadiyar IV.

Krishna Wadiyar IV. (1884–1940) herrschte nach Erreichen des 18. Lebensjahres im Jahr 1902 bis zu seinem Tod über Mysore. Im Volk wurde er als „heiliger König“ bezeichnet. Den Namen hatte er vom berühmten Mahatma Gandhi erhalten, der demnach mit Krishna Wadiyar sympathisierte. Krishna Wadiyar war ein sehr fortschrittlicher Herrscher. Unter anderem veranlasste er, dass Frauen wählen dürfen. Er gründete Universitäten und führte die obligatorische Grundschulbildung in Mysore ein. Er genoss grosses Ansehen bei der britischen Elite, die ihn als einen sehr fähigen Regenten ansah und ihm mehrere Orden verlieh. Krishna Wadiyar hatte viel Kontakt zu britischen Kolonialbeamten in Indien. Zum Zeitpunkt seines Todes wurde sein Vermögen auf 400 Millionen US-Dollar geschätzt (für damalige Verhältnisse ein sehr grosses Vermögen). Er galt als einer der reichsten Menschen der Welt. Die hohen indischen Fürstenfamilien waren für ihren Reichtum bekannt. Krishna Wadiyar war nach Nizam Osman Ali Khan der zweitreichste Mensch Indiens. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Krishna Wadiyar gründete mehrere Industrieunternehmen. 1913 gründete er die State Bank of Mysore, die Staatsbank seines Königreiches. Nach Abschaffung der Monarchie wurde sie Teil der State Bank of India, die bis heute vom indischen Staat kontrolliert wird. In den letzten Jahren war sie die grösste indische Bank. Sie entstand durch den Zusammenschluss von ehemaligen Staatsbanken indischer Königsfamilien.

Jayachamarajendra Wadiyar

Jayachamarajendra Wadiyar (1919–1974) war der letzte Herrscher von Mysore. 1947 wurde Indien unabhängig vom britischen Königreich. Zur selben Zeit wurden die zahlreichen Monarchien in Indien abgeschafft und schlossen sich zur heutigen Republik Indien zusammen. Die meisten indischen Monarchen, darunter auch Jayachamarajendra, gaben ihre Macht freiwillig ab.

Am 9. August 1947, einige Tage vor der Unabhängigkeit Indiens, unterzeichnete Jayachamarajendra die Beitrittsurkunde Mysores zur Indischen Union. Er war damit der erste Maharadscha, der die Beitrittsurkunde unterzeichnete. (Quelle: 1, 2, 3) Er traf Rajendra Prasad, den ersten Staatspräsidenten von Indien. (Quelle) Jayachamarajendra traf auch den ersten indischen Premierminister Jawaharlal Nehru und dessen Tochter Indira Gandhi, die später Premierminister von Indien war. (Quelle) Indiras Sohn Rajiv Gandhi wurde ebenfalls Premierminister.

Indien ist bis heute ein föderaler Staat und besteht aus 29 Bundesstaaten. Die indischen Bundesstaaten haben einen Gouverneur als Oberhaupt. Nach der Abschaffung der Monarchie war Jayachamarajendra Wadiyar von 1956 bis 1964 Gouverneur des Bundesstaates Mysore, der später in Karnataka umbenannt wurde. Von 1964 bis 1966 diente Jayachamarajendra als Gouverneur des Bundesstaates Madras, den man später in Tamil Nadu umbenannt hat. Jayachamarajendra besuchte Grossbritannien. (Quelle: 1, 2, 3)

Jayachamarajendra Wadiyar trat den Freimaurern bei und war Meister einer Freimaurerloge. (Quelle: 1, 2, 3) Die Freimaurerei wurde während der Kolonialisierung von Briten nach Indien gebracht. Viele hohe Kolonialbeamte in Indien waren Freimaurer und ihnen gelang es, indische Aristokraten für den Bund zu gewinnen. Die Mehrheit der führenden Familien der indischen Aristokratie waren oder sind noch immer bei den Freimaurern vertreten. Die Freimaurerei hat einen sehr guten Stand in Indien. Einige hohe indische Politiker waren Freimaurer, darunter Fakhruddin Ali Ahmed, der in den 70er-Jahren Staatspräsident von Indien war. Auch führende indische Unternehmer waren Freimaurer, darunter Mitglieder der Familien Tata und Wadia, zwei der bedeutendsten Unternehmerfamilien der indischen Wirtschaft, die beide ein sehr gutes Verhältnis zur britischen Elite haben. Die Freimaurerlogen in Indien sind oft multikulturell. Da die Freimaurerei, ursprünglich eine christliche Organisation, in Indien inzwischen viele Hindus und Muslime als Mitglieder hat, liegt in indischen Logen neben der Bibel oft auch der Koran und die Veden (heilige Schriften des Hinduismus) auf dem Freimaureraltar.

Jayachamarajendra traf Queen Elizabeth II., als diese 1961 Indien besuchte. (Quelle) Die britische Königsfamilie ist die führende Freimaurerfamilie Englands und ist mit weiteren königlichen Freimaurerfamilien vernetzt.

Jayachamarajendra war ein grosser Liebhaber westlicher Musik und komponierte selbst Stücke. 1945 wurde er Ehrenmitglied des Trinity College of Music in London und 1948 war er der erste Präsident der Philharmonia Concert Society in London. Er erhielt zwei Ritterorden von den Briten. (Quelle: 1, 2, 3)

Jayachamarajendra besuchte den Papst im Vatikan. (Quelle)

Jayachamarajendra unterstützte 1940 die Gründung von Hindustan Aeronautics Limited (HAL). (Quelle: 1 und 2) HAL ist heute der grösste indische Rüstungskonzern und befindet sich mehrheitlich in Besitz des indischen Staates.

Jayachamarajendra heiratete in erster Ehe in die Herrscherfamilie des kleinen indischen Fürstenstaates Jigni. Die Herrscherfamilie von Jigni gehört zur Bundela-Dynastie, die früher über mehrere indische Fürstenstaaten herrschte. (Quellen)

Jayachamarajendra war Gründungspräsident des Vishwa Hindu Parishad (VHP). (Quelle: 1, 2, 3, 4) Der VHP ist eine Hindu-nationalistische Organisation, die sich berufen fühlt, die hinduistische Kultur vor der Säkularisierung und der Verwestlichung zu verteidigen. Viele Anhänger des VHP treten im Internet äusserst aggressiv auf und zu ihren Feindbildern zählen Muslime, konvertierte und säkulare Hindus sowie die „Imperialisten“ aus Grossbritannien. Teils kommen auch Verschwörungstheorien ins Spiel, darunter die Theorie, dass Christen und Muslime aus dem Ausland durch eine Verschwörung die hinduistische Kultur zerstören wollen. Auf der Website des VHP steht: „Sie stecken tief in der Verschwörung, Indien erneut unter die Herrschaft des ausländischen Imperialismus zu bringen, indem sie unsere säkularistische Politik der grossen Toleranz der hinduistischen Gesellschaft, das Fehlen organisatorischer Starrheit und die Lethargie der religiösen Institutionen ausnutzen. Die Bekehrung zu anderen Religionen ist eine der Hauptaktivitäten im Rahmen dieser Verschwörung.“ (Quelle) Mitglieder des VHP sind oft radikalisiert und terrorisieren politische Gegner sowie auch Personen, die gegen hinduistische Werte verstossen, beispielsweise Kuhhändler (die Kuh ist heilig im Hinduismus). Dem VHP wird vorgeworfen, Gewalt (darunter Lynchmorde) und Bedrohung als Mittel einzusetzen, um Sünder und politische Gegner zu bekämpfen und einzuschüchtern. Der VHP kontrolliert die Bajrang Dal, eine Jugendorganisation des VHP, die militant auftritt. Mitglieder des VHP und der Bajrang Dal nahmen 1998 an der Zerstörung von christlichen Kirchen und an gewaltsamen Angriffen auf Christen teil sowie an der Zerstörung der Babri-Moschee im Jahr 1992. Der Abriss der Moschee führte zu Unruhen zwischen Hindus und Muslimen. Dabei kamen etwa 2000 Menschen ums Leben. Auch bei den Ausschreitungen im indischen Bundesstaat Gujarat im Jahr 2002 waren Mitglieder des VHP und der Bajrang Dal anwesend. Bei den Ausschreitungen eskalierte der Konflikt zwischen den Hindus und den Muslimen, was mit mehreren hundert Toten auf beiden Seiten endete. Manche Schätzungen gehen von über 2000 Todesopfern aus, wovon die Mehrheit Muslime waren. Mehr als 200 Moscheen wurde zerstört und Schätzungen zufolge wurden bis zu 150 000 Menschen vertrieben. Daher werden die Ausschreitungen als Pogrom gegen Muslime eingestuft.

Übrigens: Ein Mitgründer des VHP war C. P. Ramaswami Iyer. (Quelle: 1 und 2) Er hatte ein gutes Verhältnis zur britischen Kolonialelite, die ihn zum Ritter ernannte. Iyer trat den Freimaurern bei (somit waren mindestens zwei Freimaurer an der Gründung des VHP beteiligt). Iyer war Regierungschef des indischen Fürstenstaates Travancore. (Quelle: 1 und 2) Das 2013 verstorbenen Oberhaupt der Königsfamilie von Travancore war bekennender Freimaurer und erzählte in einem Video auf YouTube von den Verbindungen zwischen der Freimaurerei und den indischen Königsfamilien. Für das Interview gibt es leider keine Übersetzung. Die Verschwörungstheoretiker in der Kommentarspalte sind ziemlich unterhaltsam. Darunter sind zwei Hindus, die nicht glauben wollen, dass der berühmte Hindu-Mönch Swami Vivekananda Freimaurer war, obwohl er und weitere hinduistische Geistliche den Freimaurern beitraten. In Hindu-nationalistischen Kreisen wird die Freimaurerei oft mit Satanismus und einer Weltverschwörung in Verbindung gebracht. Soviel ich über das Internet herausfinden konnte, hat aber niemand aus der VHP-Führung die Freimaurerei öffentlich kritisiert. Ich fand im Netz indische Verschwörungstheoretiker, die glauben, dass der VHP im Geheimen von Freimaurern kontrolliert wird, die so den Hindu-Nationalismus unterwandern.

Srikantadatta Narasimharaja Wadiyar

Narasimharaja Wadiyar (1953–2013) war das Oberhaupt der Familie und ein Sohn des letzten Herrschers von Mysore. Er wurde wie sein Vater Mitglied der Freimaurer. (Quelle: 1 und 2)

Narasimharaja lud einen wichtigen Berater des thailändischen Königs zu sich ein. (Quelle)

Narasimharaja ging in die Politik und wurde in das Unterhaus (Lok Sabha) des indischen Parlaments gewählt. Da seine Familie grosses Ansehen hatte, wurde aus Respekt von keiner Partei ein Kandidat gegen ihn aufgestellt. Narasimharaja war zuerst bei der Kongresspartei INC und danach bei der BJP. (Quelle) Schliesslich verliess er die BJP und prahlte dabei: „Mein Abgang wird in mindestens 20 Wahlkreisen einen Unterschied machen“. (Quelle) Von der Gründung Indiens 1947 bis 1996 stellte die INC die meiste Zeit den Regierungschef. Seit 2014 stellt die BJP mit Narendra Modi den Regierungschef. Das Forbes-Magazin zählt Narendra Modi derzeit zu den zehn mächtigsten Personen der Welt, da sich Indien zu einer Weltmacht entwickelt. 2022 war Indien nach Bruttoinlandsprodukt die sechstgrösste Wirtschaft der Welt. Indien besitzt Atomwaffen und hat das personell zweitgrösste Militär der Welt, während sein Nachbarland China über die grösste Armee verfügt.

2022 besuchte Premierminister Narendra Modi die Wadiyar Familie. Beim Besuch war Thawar Chand Gehlot dabei, der Gouverneur des indischen Bundesstaates Karnataka. Karnataka machte früher das Königreich Mysore der Wadiyar Familie aus. Auch Basavaraj Bommai, der Ministerpräsident von Karnataka, kam zum Treffen. (Quelle) Thawar Chand Gehlot und Basavaraj Bommai sind wie Modi Mitglied der BJP.

Die BJP ist eine rechtskonservative und Hindu-nationalistische Partei. Narendra Modi und weitere Politiker der BJP erzeugen bei ihren Anhängern eine aggressive Stimmung gegen die muslimische Minderheit im Land, aber auch gegen jene Hindus, die sich nicht an die Regeln und Werte des Hinduismus halten. Modi und die BJP werden für Gewalt mitverantwortlich gemacht, die sich gegen Muslime und politische Gegner richtet. Zudem versuchen Modi und manche seiner Anhänger regierungskritische Journalisten einzuschüchtern. Modi war Regierungschef des indischen Bundesstaates Gujarat, als es dort 2002 zu den oben erwähnten Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslimen kam. Modi wird vorgeworfen, er habe dabei absichtlich nur zögerlich Massnahmen zum Schutz der Muslime ergriffen. Anfangs versuchte er die Sache zu verharmlosen und äusserte Verständnis für die Gewalt, die von den Hindus ausging, während er die Gewalt der Muslime scharf verurteilte. Modi versucht bis heute die Medien in Indien davon abzuhalten, dass die Sache aufgearbeitet wird. Einige von Modis Anhänger glauben bis heute, dass es keine Pogrome gegen Muslime gab und dies nur Propaganda sei, die vom Westen und der konkurrierenden Partei INC ausgehe.

Anmerkung: In Hindu-nationalistischen Kreisen lässt sich ein Hang zu Verschwörungstheorien beobachten. Zum Beispiel besagt die Verschwörungstheorie des „Love Jihad“, dass die Hindus durch die wachsende muslimische Bevölkerung ersetzt wird. Diese Theorie erinnert sehr stark an die Theorie des Bevölkerungsaustausches (Umvolkung), eine Verschwörungstheorie, die im Westen vor allem bei rechtskonservativen Verschwörungstheoretikern verbreitet ist. Oft wird gesagt, dass Juden und Freimaurer Europa islamisieren wollen, was aber aus meiner Sicht wenig Sinn ergibt, da in der heutigen Zeit die Juden und Freimaurer vor allem in muslimischen Ländern vom Volk angefeindet und von der Elite ausgeschlossen werden. Daher würde eine Islamisierung Europas den Juden und Freimaurern mehr schaden als nützen. Die Juden fühlen sich schon mit den muslimischen Palästinensern überfordert und in europäischen Grossstädten gibt es viele Juden, die besorgt sind über die Zuwanderung aus der Islamischen Welt. Da ich selbst viele Muslime kennengelernt habe, kann ich bestätigen, dass viele davon eine antisemitische und antiisraelische Grundhaltung haben, aber die meisten davon lehnen Gewalt gegen Juden ab. Eine Verschwörungstheorie, die aus meiner Sicht mehr Sinn ergibt, wäre, dass verschwörerische Kreise mit der offenen Einwanderungspolitik bezwecken, Kriminalität und islamistischen Terror zu erzeugen, was dazu führt, dass die Völker Europas eher bereit sind, mehr Polizei und Überwachung zu akzeptieren. Beispielsweise hat Frankreich in den letzten zehn Jahren viele Überwachungskameras installiert, wegen der islamistischen Terroranschläge und der Ausländerkriminalität. Ich geh davon aus, dass man in Zukunft Überwachungskameras mit KI und Gesichtserkennung einsetzen wird. Als Begründung wird man sagen, die Überwachung soll Terroranschläge und Strassenkriminalität verhindern. Daher könnte es also mächtige Verschwörer geben, die es begrüssen, wenn sich Ghettos und Parallelgesellschaften bilden. Übrigens hat Indiens Hauptstadt Delhi die höchste Dichte an Überwachungskameras der Welt (Stand: 2022). Zudem könnte die Elite oder die Regierung eines Landes, wenn sie in eine Krise gerät, absichtlich ethnische Konflikte in der Bevölkerung anheizen, um so das Volk von anderen Problemen abzulenken und noch mehr Polizei und Überwachung einzuführen. Da immer mehr Bürger mit der europäischen Einwanderungspolitik unzufrieden sind, darf es sich die EU inzwischen erlauben, den Grenzschutz an ihrer Aussengrenze massiv zu verstärken und Flüchtende von der Einreise abzuhalten. Falls in Zukunft mal ein ganz grosser Flüchtlingsstrom kommt, kann Europa sich weigern sie aufzunehmen, mit der Begründung es würde den inneren Frieden, die Demografie und den Sozialstaat gefährden.

Vor einigen Monaten hat Premierminister Narendra Modi den Plan entworfen, ein Museum zu gründen, um die Beiträge der ehemaligen indischen Königsfamilien zu würdigen. Dieses „Museum der Königreiche“ soll auch dazu beitragen, das Image der indischen Königsfamilien aufzuwerten, die in der Geschichtsschreibung als Schmarotzer und Handlanger der Briten dargestellt werden. Ein hoher Regierungsbeamter sagte: „Dies ist das erste Museum dieser Art, das die Beiträge der königlichen Reiche unseres Landes darstellt. Die Ankündigung bedeutet auch eine Abkehr von der Kultur, in der die königlichen Familien als Schurken betrachtet werden“. (Quelle) Der Aufstieg des Hindu-Nationalismus in den letzten Jahren trägt dazu bei, dass viele Hindus wieder zu den Wurzeln ihrer Kultur und Religion zurückfinden wollen. Dies könnte dazu führen, dass die hinduistischen Königsfamilien wieder hohes Ansehen bei den Hindus erlangen. Die führenden Familien der hinduistischen Aristokratie sind der Legende nach Nachkommen der hinduistischen Götter, was ganz unten erläutert wird.

Die oben erwähnte Hindu-nationalistische Organisation VHP, die von Jayachamarajendra Wadiyar mitgegründet wurde, sieht die „Religiöse Erneuerung“ als die einzige Lösung für verschiedene Probleme der indischen Nation an. (Quelle)

Yaduveer Krishnadatta Chamaraja Wadiyar

Yaduveer Wadiyar (*1992) ist das heutige Oberhaupt der Wadiyar Familie. Er ist Freimaurer und Meister einer Loge. (Quelle: 1 und 2)

Der Politiker Amit Shah stattete 2018 der Wadiyar Familie einen Besuch ab. Amit Shah ist derzeit Innenminister von Indien und war von 2014 bis Anfang 2020 Präsident der BJP (die Partei von Premierminister Narendra Modi). Da Amit Shah zu dieser Zeit Parteichef war, wurde spekuliert, ob er die Unterstützung der Wadiyar Familie für seine Partei gewinnen wollte. Er wollte den neugierigen Reportern nicht verraten, was er mit der Wadiyar Familie besprochen hatte. Yaduveer Wadiyar bestritt aber vehement, dass er Einfluss auf die Politik nehmen wolle. Er sagte: „Ich habe schon mehrmals gesagt, dass ich kein Interesse an der Politik habe. Es besteht überhaupt keine Möglichkeit, dass ich irgendeiner Partei beitrete. Ich bin nicht an der Politik interessiert. Durch soziale Arbeit werden wir unsere Beziehung zur Öffentlichkeit fortsetzen.“ (Quelle)

Der BJP-Politiker Ram Nath Kovind, der von 2017 bis 2022 Staatspräsident von Indien war, traf 2019 die Wadiyar Familie bei der Hundertjahrfeier für den verstorbenen Jayachamaraja Wadiyar. Bei der Feier bezeichnete Ram Nath Kovind den verstorbenen Herrscher als „den bedeutendsten Monarchen, Demokraten und aussergewöhnlichsten Herrscher seiner Zeit“. (Quelle)

Yaduveer Wadiyar heiratete 2016 in die ehemalige Herrscherfamilie des indischen Fürstenstaates Dungarpur. Die Familie gehört zur Sisodia-Dynastie, eine wichtige Blutlinie der hinduistischen Aristokratie. Über 300 Polizisten waren im Einsatz, um die Sicherheit der Hochzeit zu gewährleisten. Mitglieder mehrerer indischer Königsfamilien kamen zur Hochzeit, darunter die Herrscherfamilie von Jodhpur (Rathore-Dynastie). Auch Siddaramaiah, der Ministerpräsident des indischen Bundesstaates Karnataka (früher Mysore), war bei der königlichen Hochzeit dabei. (Quelle: 1 und 2)

In den letzten Jahrzehnten heirateten Mitglieder der Wadiyar Familie auch in die indischen Königsfamilien Rathore von Auwa, Jhala von Wadhwan und Bundela von Ajaigarh. (Quelle) Die Wadiyar Familie ist über Heiraten mit noch weiteren indischen Aristokratenfamilien verbunden. (Quelle)

Yaduveer Wadiyar traf 2022 einen Enkel von Osman Ali Khan. (Quelle) Osman Ali Khan galt als der reichste Herrscher in Indien und war Freimaurer.

Mehrere Mitglieder der Wadiyar Familie arbeiten bei kleineren indischen Unternehmen. Die Familie ist mit einem Immobilienunternehmen verbunden, das den Namen „Sri Venkateswara Real Estate Enterprises“ trägt. (Quelle: 1 und 2) Die Wadiyar Familie gilt immer noch als sehr wohlhabend. Sie verfügt über Besitztümer, Ländereien und Vermögenswerte im Wert von 10 000 Crores. Dies entspricht derzeit einem Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar. Übrigens wurde das heutige Vermögen der Königsfamilie von Jaipur aus der Kachwaha-Dynastie auf 2,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) 2015 kam es zu einer Heirat zwischen der Königsfamilie von Indore (Holkar-Dynastie) und der Unternehmerfamilie Godrej. (Quelle) Mit einem geschätzten Vermögen von über 10 Milliarden US-Dollar gehört die Godrej Familie zu den reichsten Indern. Yohan Poonawalla, der Neffe des indischen Impf-Milliardärs Cyrus Poonawalla, besitzt ein Auto, das früher Jayachamaraja Wadiyar gehört hatte. (Quelle)

Mehrere Mitglieder der Wadiyar Familie studierten in England und den USA. Mehrere sind Mitglied der Rotarier in der Stadt Mysuru (früher Mysore). (Quelle) In einigen Ländern gibt es enge Verbindungen zwischen den Rotariern und den Freimaurern.

Die Wadiyar Familie hatte vor 100 Jahren die Pfadfinder in ihrem Königreich eingeführt und stellte den obersten Pfadfinder. (Quelle)

Abstammungslegende

Der Überlieferung nach stammt Wadiyar Familie von der Yadu-Dynastie (Yaduvamsha) ab. (Quelle: 1 und 2 bei der zweiten Quelle auf About klicken) Die Yadu-Dynastie ist eine Königsfamilie aus der hinduistischen Mythologie. Krishna, einer der wichtigsten Götter im Hinduismus, kam aus der Yadu-Dynastie.

Der Legende nach war die Yadu-Dynastie ein Familienzweig der Mond-Dynastie (Chandravamsha), die zu den legendären Vorfahren der Wadiyar Familie gehört. (Quelle: 1, 2, 3) Der erste König aus der Mond-Dynastie war Pururavas. Seine Eltern waren hinduistische Gottheiten. Der Vater Budha (nicht zu verwechseln mit Buddha aus dem Buddhismus) ist der hinduistische Gott des Planeten Merkur. Man könnte ihn also mit dem römischen Gott Merkur gleichsetzen. Übrigens gibt es Hochadelsfamilien in Europa, die ihre Abstammung zur römischen Götterfamilie zurückführen. Budha war ein Sohn des Mondgottes Chandra, der mit dem legendären Rauschtrank Soma in Verbindung gebracht wird. Chandra war wiederum ein Enkel von Brahma, einer der Hauptgötter im Hinduismus.

Der erste Mond-König Pururavas war mütterlicherseits ein Neffe von König Ikshvaku. Dieser begründete die Sonnen-Dynastie (Suryavamsha), eine weitere mythologische Königsfamilie. Rama, einer der wichtigsten Götter im Hinduismus, kam aus der Sonnen-Dynastie. Der indische Religionsgründer Siddhartha Gautama (Buddha), der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus den Buddhismus begründete, kam Überlieferungen zufolge aus der Sonnen-Dynastie.

Wie oben bereits erwähnt wurde, heiratete die Wadiyar Familie in den letzten Jahrzehnten in die indischen Königsfamilien Rathore, Sisodia und Bundela. Die drei Familien stammen der Familienüberlieferung nach von der Sonnen-Dynastie ab. Mitglieder der Familien Rathore und Sisodia trafen in den letzten 20 Jahren Hochadlige aus Europa, darunter König Charles (Nachkomme des nordischen Gottes Odin) und die päpstliche Adlige Catherine Colonna di Stigliano (Nachkommin des griechischen Gottes Zeus). Ob auch die Wadiyar Familie mit Hochadligen vernetzt ist, konnte ich über das Internet nicht herausfinden.

Der erste Sonnen-König Ikshvaku war ein Enkel des hinduistischen Sonnengottes Surya, der wiederum ein Urenkel von Brahma war. König Ikshvaku war der Sohn von Manu. Im Hinduismus gilt Manu als der Stammvater der Menschen. Laut einer Erzählung wurde Manu vom Gott Vishnu gewarnt, dass eine grosse Flut bevorsteht, und er baute daher ein Schiff. Schliesslich kam es zu einer grossen Flut, die Manu dank seines Schiffes überlebte. Diese Geschichte erinnert sehr stark an Noah aus der Bibel. In der Bibel, im Tanach und im Koran steht, dass Noah ein Schiff (die Arche) baute und damit eine grosse Flut überlebte. Im Christen- und Judentum gilt Noah als der Stammvater der Menschen, also genau wie Manu im Hinduismus.

In der griechischen Mythologie gibt es eine Geschichte, die verblüffend der Geschichte von Noah und Manu ähnelt. Der griechische Gott Prometheus warnte seinen Sohn Deukalion (Deucalion) vor einer grossen Flut und befahl ihm, ein Schiff zu bauen. Mit dem Schiff konnte Deukalion die Flut überleben. Legenden zufolge soll der Hochadel in Europa von der Götterfamilie aus der griechischen Mythologie abstammen. Wenn man davon ausgeht, dass Deukalion mit Manu identisch ist, dann würde der Hochadel und die indische Hocharistokratie also der Legende nach von derselben Götterfamilie abstammen. Ich bin ein Anhänger der Theorie, dass es sich bei dieser Götterfamilie um eine Königsfamilie handelt, die vor sehr langer Zeit regiert hatte. Die älteste Überlieferung einer Sintflut bezieht sich auf den sumerischen König Ziusudra. Das Volk der Sumerer gilt nach derzeitigem Wissensstand als die erste Hochkultur. Mal angenommen Ziusudra wäre identisch mit Deukalion und Manu, dann könnte man daraus schlussfolgern, dass die Blutlinien des Hochadels und der indischen Hocharistokratie ursprünglich aus der sumerischen Königsfamilie hervorgingen.

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Aguiar Familie

Der Brasilianer Amador Aguiar (1904–1991) gründete 1943 die Banco Bradesco, die bereits acht Jahre später die grösste private Bank Brasiliens war.[1] Die Banco Bradesco ist bis heute eine der führenden Banken des Landes. 2022 war sie drittgrösste lateinamerikanische Bank. Die Banco Bradesco ist derzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Nach Amador Aguiars Tod ging ein Grossteil seines Vermögens an die von ihm gegründeten Bradesco-Stiftung über. Sie ist eine der reichsten Stiftungen Brasiliens. Amador hat drei Töchter, die Anteile an der Banco Bradesco erbten.[1] Durch die steigende Marktkapitalisierung der Bank wurden die Schwestern zu Milliardären und sind seit 2011 auf der Forbes-Liste der Milliardäre.

2014 wurde das Vermögen der drei Schwestern auf 4,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.[2] Die Schwestern besassen oder besitzen noch immer zehn Prozent der Aktien der Banco Bradesco.[3]

Die Banco Bradesco gründete im Jahr 2000 die Investmentgesellschaft Bradespar. Heute kontrolliert die Aguiar Familie über drei Unternehmen und ihre Stiftung die Mehrheit der Anteile an Bradespar. Früher war Bradespar Hauptaktionär des führenden brasilianischen Energiekonzerns CPFL. Zurzeit ist Bradespar mit 5,7 Prozent am Bergbaukonzern Vale beteiligt und ist damit einer der Hauptaktionäre. Vale ist eines der grössten brasilianischen Unternehmen und einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt. 2020 war Vale der weltweit grösste Produzent von Eisenerz und Nickel. Vale ist zurzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Denise Aguiar Alvarez (*1958) ist eine Enkelin des Bankengründers Amador Aguiar.[4] Sie ist seit 1990 im Vorstand der Banco Bradesco und seit dem Jahr 2000 im Vorstand von Bradespar. Denise gehört zur Führung der Bradesco-Stiftung (Fundação Bradesco), die von ihrem Grossvater gegründet wurde.[5][6] Zurzeit ist Denise auch im Kuratorium der Fundação Roberto Marinho, die Stiftung der Marinho Familie.[6][7] Die Marinhos gelten als die reichste Familie Brasiliens.

Denise Aguiar Alvarez machte ihr Studium an der Päpstlichen Katholischen Universität von São Paulo.[4][6] Der Vatikan ist mit vielen Universitäten in Lateinamerika verbunden.

Rubens Aguiar Alvarez (*1972) ist seit 2021 im Vorstand der Banco Bradesco sowie im Vorstand von Bradespar.[5] Er ist ein Enkel des Bankengründers Amador Aguiar.[8]

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/sites/ricardogeromel/2013/04/01/the-soap-opera-behind-the-billionaire-heirs-of-bradesco-one-of-brazils-largest-banks/?sh=420fb6cd1136
  2. https://www.forbes.com/sites/andersonantunes/2014/05/13/the-15-richest-families-in-brazil/?sh=5a960ed11a31
  3. https://www.suno.com.br/tudo-sobre/amador-aguiar/
  4. https://www.suno.com.br/tudo-sobre/denise-aguiar-alvarez/
  5. https://www.bradescori.com.br/wp-content/uploads/sites/541/2023/03/Perfil_CA_ingles.pdf
  6. https://biography.omicsonline.org/brazil/banco-bradesco/denise-aguiar-alvarez-965364
  7. https://d3un0zjblgkxzb.cloudfront.net/drupal/public/media/documento/2022-07/Governan%C3%A7a%20FRM.pdf?VersionId=PIl2AyxmjV9orVuNtaSn7lOWuK2WY4.E
  8. https://www.youtube.com/watch?v=UxPBdHS-uT4

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Eisenhower Familie

Dwight D. Eisenhower (1890–1969) war während des Zweiten Weltkrieges der Oberbefehlshaber der US-Armee in Europa. Später war er von 1953 bis 1961 Präsident der USA. Seine Familie gehört seither zur Elite des Landes.

Präsident Eisenhower wurde 1948 Mitglied des Exekutivkomitees der Pilgrims Society und wurde 1953 zum Ehrenmitglied gewählt.[1] Die Pilgrims Society ist eine seit 1902 bestehende Gesellschaft, die dem Austausch der britischen und der US-amerikanischen Elite dient. Sie wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Eisenhower besuchte, bereits vor er Präsident wurde, den Bohemian Club.[2] Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Präsident Eisenhower kannte mehrere einflussreiche Mitglieder der berühmten Rockefeller Familie. (Fotos: 1, 2, 3) Er traf Queen Elizabeth und mehrere Könige. Die Queen ernannte ihn zum Ritter. Auch die US-Präsidenten George H. W. Bush und Ronald Reagan erhielten die Ritterschaft.[3][4]

Milton Eisenhower (1899–1985), ein Bruder von Präsident Eisenhower, war Präsident der Kansas State University und der Pennsylvania State University sowie auch zweimal Präsident der Johns Hopkins University, eine der weltweit führenden Universitäten.[5] Eisenhower wurde vom Grossmeister der Grossloge von Pennsylvania zum Freimaurer ernannt.[6]

Der Bankmanager Arthur Eisenhower (1886–1958) war ein weiterer Bruder von US-Präsident Eisenhower. Arthur war auch Freimaurer.[7][8]

Präsident Dwight Eisenhower, sein Bruder Milton und sein Sohn John waren Mitglied der Sons of the American Revolution (SAR). Die SAR wurden 1889 gegründet und hatten viele einflussreiche Mitglieder. 17 US-Präsidenten wurden in die Gesellschaft aufgenommen.[9][10]

Mamie Eisenhower (1896–1979) war die Ehefrau von US-Präsident Dwight Eisenhower. Nach ihrem Tod wurde ein Gedenkgottesdienst veranstaltet. Zu dessen Gästen gehörten die Eisenhower Familie, Arthur Burns (Vorsitzender der US-Zentralbank FED), Rosaylnn Carter (Frau von US-Präsident Jimmy Carter), die Familie von US-Präsident Richard Nixon, General Maxwell Taylor und Senator Jacob Javits. Auch Geheimdienstler, die mit der Eisenhower Familie befreundet waren, kamen zum Gedenkdienst.[11]

John Eisenhower (1922–2013), der Sohn von US-Präsident Dwight Eisenhower, war US-Botschafter in Belgien. Sein Sohn David Eisenhower (*1948) heiratete Julie Nixon, eine Tochter von US-Präsident Richard Nixon.[12] Bevor Nixon Präsident wurde, war er Vizepräsident unter Präsident Eisenhower gewesen. Julie Nixon Eisenhower und ihre Tochter Melanie sind zurzeit im Vorstand der Richard Nixon Foundation zusammen mit Mitgliedern der Nixon Familie.

Julie Nixon Eisenhower ist derzeit im Vorstand des Center for the National Interest, eine Denkfabrik, die von ihrem Vater Richard Nixon gegründet wurde. Der bekannte Expolitiker Henry Kissinger ist zurzeit Vorsitzender der Denkfabrik.

Susan Eisenhower (*1951), eine Tochter von John Eisenhower, ist Politikanalytikerin und konzentriert sich grösstenteils auf die nationale Sicherheit. Sie schrieb Artikel bei grossen Zeitungen und verfasste Analysen für grosse Fernsehsender. 1986 gründete sie die Eisenhower Group, ein in Washington D.C. ansässiges Beratungsunternehmen. Susan Eisenhower war im nationalen Beirat der NASA und im Vorstand der Nuclear Threat Initiative sowie im Kuratorium des „Carnegie Endowment for International Peace“ (eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt).[13][14][15][16] Susan Eisenhower beschäftigte sich viel mit den Beziehungen zwischen den USA und Russland. In dritter Ehe heiratete sie den russischen Wissenschaftler Roald Sagdeev. Zur Sowjetzeit war Roald Sagdeev von 1973 bis 1988 Chef des Instituts für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften.[17] Damit leitete er die sowjetische Weltraumforschung.[18] Er beriet Michail Gorbatschow, den letzten Staatspräsident der Sowjetunion.[19] In den letzten 30 Jahren arbeitete Roald Sagdeev bei Universitäten in der westlichen Welt.

Susans Schwester Anne Eisenhower (1949–2022) heiratete den österreichischen Investmentbanker Wolfgang Flöttl. Dieser gehörte zu den Schlüsselfiguren und Hauptangeklagten in der BAWAG-Affäre, ein grosser Wirtschaftsskandal in Österreich.

Anne Eisenhower kannte Hillary Geary Ross und Christine Schwarzman.[20] Hillarys Mann Wilbur Ross, ein ehemaliger Rothschild-Banker, war Donald Trumps Handelsminister (mehr dazu). Christine Schwarzman heiratete zuerst in die Milliardärsfamilie Hearst und danach den Multimilliardär Stephen Schwarzman.

Töchter aus der Eisenhower Familie nahmen am International Debutante Ball teil, einer der elitärsten Debütantenbälle der Welt. Der Debütantenball wurde 1954 ins Leben gerufen und findet alle zwei Jahre im Waldorf Astoria Hotel in New York statt. Eine Reihe an Debütantinnen kamen aus Elitefamilien der USA, darunter Rockefeller, Bush, Astor, Mars, Vanderbilt und Forbes. Viele Debütantinnen kamen aus Adelsfamilien, auch aus Hochadelsfamilien wie Habsburg von Österreich, Karađorđević von Jugoslawien, Liechtenstein, Obolensky und Bourbon-Parma, aber auch aus hohen britischen Adelsfamilien wie Spencer-Churchill, Murray, Grosvenor und Seymour.[21][22]

Quellen:

  1. https://www.nytimes.com/1953/01/29/archives/eisenhower-named-honorary-pilgrim-presidency-brings-change-of.html
  2. https://www.nytimes.com/1977/08/14/archives/bohemian-grove-where-big-shots-go-to-camp.html
  3. https://www.thegazette.co.uk/awards-and-accreditation/content/103441
  4. https://www.latimes.com/archives/la-xpm-1993-12-01-mn-62855-story.html
  5. https://en.wikipedia.org/wiki/Milton_S._Eisenhower
  6. http://www.masonrytoday.com/search/index.php?mason=1534&search=eisenhower
  7. https://www.laporteyorkrite.com/famous-masons/name/arthur-eisenhower/
  8. http://www.phoenixmasonry.org/10,000_famous_freemasons/Volume_2_E_to_J.htm
  9. https://www.gbtribune.com/news/life/club-news/eisenhower-to-be-honored-with-sar-grave-marking/
  10. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_members_of_the_Sons_of_the_American_Revolution
  11. https://www.washingtonpost.com/archive/lifestyle/1979/11/06/a-farewell-to-mamie-eisenhower/8cdb339d-627c-42a6-be7e-77e9588dcde1/
  12. https://en.wikipedia.org/wiki/David_Eisenhower
  13. https://en.wikipedia.org/wiki/Susan_Eisenhower
  14. https://carnegieendowment.org/2000/10/24/carnegie-endowment-adds-four-new-trustees-pub-8693
  15. https://www.nti.org/about/people/susan-eisenhower/
  16. https://susaneisenhower.com/about/
  17. https://en.wikipedia.org/wiki/Roald_Sagdeev
  18. https://time.com/6209992/mikhail-gorbachev-end-cold-war/
  19. https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/abschied-von-der-mir-4-eine-andere-sicht-der-welt-11269240.html
  20. https://www.patrickmcmullan.com/events/5b3ef4fb9f9290667644607b/
  21. https://en.wikipedia.org/wiki/International_Debutante_Ball
  22. https://web.archive.org/web/20170506094255/http://www.newyorksocialdiary.com/legacy/partypictures

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Sarnoff Familie

David Sarnoff (1891–1971) wurde in eine jüdische Familie im heutigen Weissrussland geboren. Im Jahr 1900 emigrierte er und seine Familie in die USA nach New York. Er begann beim führenden Telegraphen- und Radiounternehmen der USA zu arbeiten, das von der Marconi Company kontrolliert wurde, ein grosses Unternehmen aus Grossbritannien. Während des Ersten Weltkrieges wollte die US-Regierung ein eigenes unabhängiges Telegraphen- und Radionetz einführen. Die britische Marconi Company musste daher ihre Geschäfte in den USA aufgeben. 1919 gründeten die Amerikaner die Radio Corporation of America (RCA). Die RCA wurde zum führenden Radiounternehmen und befand sich in ihrer Anfangszeit in Besitz des bis heute bestehenden Grosskonzerns General Electric. David Sarnoff wurde zum ersten General Manager der RCA und leitete sie 50 Jahre lang. Zudem gründete er 1926 die National Broadcasting Company (NBC), die sich schnell zum führenden Fernsehunternehmen der USA entwickelte. David Sarnoff war einer der Pioniere des kommerziellen Rundfunks und wurde in den Medien als der „Vater des amerikanischen Fernsehens“ bezeichnet.[1][2][3] Aus der NBC entwickelte sich der Medienkonzern NBCUniversal, der seit 2011 zum Medienkonzern Comcast gehört. NBC ist heute immer noch einer der meistgesehenen Fernsehsender der Welt. David Sarnoff diente beim US-Militär und wurde zum Brigadier General ernannt.

David Sarnoff war im Gremium des Rockefeller Brothers Fund.[4] Er war Freimaurer und Mitglied der Strict Observance Lodge in New York.[5][6] Zudem trat er der Pilgrims Society bei.[7] Die Pilgrims Society ist eine seit 1902 bestehende Gesellschaft, die dem Austausch der britischen und der US-amerikanischen Elite dient. Sie wird von der britischen Königsfamilie geführt. David Sarnoff verkehrte im Bohemian Club[8]. Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Davids Sohn Robert Sarnoff (1918–1997) arbeitete in jungen Jahren in der Rundfunkabteilung des Geheimdienstes „Office of Strategic Services“ (Vorläufer der heutigen CIA). Nachdem sein Vater 1970 in den Ruhestand gegangen war, übernahm Robert Sarnoff die Führung der RCA. Bereits 1975 musste er aber zurücktreten, weil der Vorstand sehr unzufrieden mit ihm war.[9] Robert Sarnoff war zehn Jahre lang Präsident des Medienkonzerns NBC, der wie gesagt von seinem Vater gegründet worden war. Zudem war Robert Vorsitzender der New York Stock Exchange, die New Yorker Börse.[10] Robert heiratete Felicia Schiff Warburg, die aus den jüdischen Bankiersfamilien Schiff und Warburg kam. Felica heiratete danach Franklin Roosevelt Jr., der wiederum in erster Ehe in die Du Pont Familie geheiratet hatte. Die Du Ponts gehören schon seit über 150 Jahren zu den reichsten Familien der USA. Franklin Roosevelt Jr. war ein Sohn von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt.[11][12] Vater und Sohn waren Freimaurer. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten waren Freimaurer.[13][14]

Richard Sarnoff ist ein Grossneffe von David Sarnoff. Richard gehörte viele Jahre zur Führung von Random House, einer der grössten Buchverlage der Welt, der zum deutschen Medienkonzern Bertelsmann gehört. 2011 wurde Richard Berater des gut vernetzten Finanzkonzerns KKR. Richard ist mit der Medienmanagerin Ann Sarnoff verheiratet.[15][16] 2019 übernahm Ann Sarnoff die Leitung von Warner Bros. Studio, eines der grössten Filmunternehmen der Welt. Zuvor hatte sie hohe Positionen bei den Medienunternehmen Nickelodeon, BBC und Dow Jones & Company besetzt.[17] 2017 wurde Ann Sarnoff in den Vorstand von PayPal aufgenommen.[18] PayPal ist der weltweit führende Online-Bezahldienst.

Der jüdische Unternehmer David Oreck (1923–2023) heiratete in die Sarnoff Familie. Ihr gemeinsamer Sohn Bruce Oreck (*1953) war von 2009 bis 2015 US-Botschafter in Finnland. Er half bei der Organisierung der Finanzierung von Barack Obamas Wahlkampf 2008.

Der jüdische Journalist Eugene Lyons (1898–1985) war ein naher Verwandter der Sarnoff Familie.

Der Drehbuchautor Richard Baer (1928–2008) kam mütterlicherseits aus der Sarnoff Familie.

Quellen:

  1. https://en.wikipedia.org/wiki/David_Sarnoff
  2. https://www.pbs.org/wgbh/americanexperience/features/bigdream-about-sarnoff/
  3. https://www.nytimes.com/1970/01/08/archives/sarnoff-retires-as-rcas-chairman-sarnoff-retires-as-rcas-chairman.html
  4. https://www.rbf.org/about/our-history/timeline/special-studies-project/in-depth
  5. https://freemasonry.bcy.ca/textfiles/famous.html
  6. https://la-mason.com/famous-masons/
  7. https://isgp-studies.com/downloads/pilgrims-society-1969-us-membership-list.pdf
  8. https://www.nytimes.com/1977/08/14/archives/bohemian-grove-where-big-shots-go-to-camp.html
  9. https://www.nytimes.com/1997/02/24/nyregion/robert-sarnoff-78-rca-chairman-dies.html
  10. https://www.latimes.com/archives/la-xpm-1997-02-23-me-31697-story.html
  11. https://en.wikipedia.org/wiki/Franklin_D._Roosevelt_Jr.#Personal_life_and_death
  12. https://www.nytimes.com/1970/07/02/archives/fd-roosevelt-jr-weds-mrs-sarnoff.html
  13. https://www.businessinsider.com/us-presidents-who-were-masons-2017-3?r=US&IR=T
  14. http://www.masonrytoday.com/search/index.php?mason=727&search=roosevelt
  15. https://www.alumni.hbs.edu/stories/Pages/story-bulletin.aspx?num=2531
  16. https://variety.com/2011/digital/news/random-house-s-sarnoff-to-kkr-1118030084/
  17. https://www.nytimes.com/2019/06/24/business/media/warner-bros-ann-sarnoff.html
  18. https://www.forbes.com/profile/ann-sarnoff/?sh=2c397a67277e

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Baillères Familie

Die Baillères Familie ist eine der reichsten Familien Mexikos und kontrolliert die Grupo BAL, eines der grössten Familienunternehmen des Landes. 2021 wurde das Vermögen der Familie auf 9,2 Milliarden US-Dollar geschätzt und 2013 waren es noch 18,2 Milliarden.[1] Die Familie kontrolliert einen grossen Teil der weltweiten Silberproduktion sowie einen beträchtlichen Teil der Zinkproduktion. Alberto Baillères (1931–2022) wurde in den Medien als der „Silberkönig“ bezeichnet.

Raúl Baillères (1895–1967) gründete eine ganze Reihe an Unternehmen und war Präsident der mexikanischen Bankiervereinigung. 1932 war er Mitgründer der Banco de Comercio (Bancomer), eine mexikanische Bank.[2] Seit dem Jahr 2000 gehört sie zur spanischen Grossbank BBVA und wurde inzwischen in BBVA Mexico umbenannt. Die BBVA hat einen guten Stand in ehemaligen spanischen Kolonien in Lateinamerika. Auch Mexiko war frühe eine spanische Kolonie. 2022 war BBVA Mexico die grösste Bank des Landes und die sechstgrösste Bank Lateinamerikas. Die derzeit zweitgrösste Bank Mexikos ist eine Tochterfirma der spanischen Grossbank Santander. Die spanische Finanzelite kontrolliert also die zwei grössten Banken Mexikos.

Raúls Sohn Alberto Baillères (1931–2022) war von 1991 bis 2020 im Vorstand von BBVA Mexico.[3] Die Bank war also bis vor paar Jahren immer noch mit der Baillères Familie verbunden.

Raúl Baillères unterhielt gute Beziehungen zur obersten Hierarchie der Jesuiten und den Legionäre Christi.[4] Die beiden Gruppen vertreten die Interessen der katholischen Kirche. Die Mehrheit der Mexikaner sind Katholiken, darunter auch die Baillères Familie.

In den 60er-Jahren begann die „Mexikanisierung“ der Bergbauindustrie in Mexiko. Bis dahin wurden die dortigen Bergbauunternehmen von Investoren aus Europa und den USA kontrolliert. Mit der Mexikanisierung wurde gesetzlich festgelegt, dass sich die Bergbauunternehmen Mexikos zur Hälfte in Besitz von mexikanischen Investoren befinden müssen. Darauf beteiligte sich Raúl Baillères am Bergbaukonzern Peñoles und wurde in den folgenden Jahren Hauptaktionär. Die Baillères Familie kontrolliert Peñoles bis heute und besitzt derzeit 70 Prozent der Anteile. In den letzten Jahren war Peñoles mit seiner Tochterfirma Fresnillo der grösste Silberproduzent der Welt[5]. 2022 war Mexiko das Land mit der grössten Silberproduktion und gehört zu den Ländern mit der grössten Silberreserven. Peñoles-Fresnillo war in den letzten Jahren Mexikos grösster Goldproduzent und eines der führenden Unternehmen in Mexikos Blei- und Zinkbergbau. Mexiko ist einer der weltweit grössten Produzenten von Gold, Blei und Zink. Peñoles ist einer der grössten Zinkproduzenten der Welt.

Peñoles gehört zur Grupo BAL, die Unternehmensgruppe der Baillères Familie. Zur Grupo BAL gehört auch die Grupo Nacional Provincial (GNP), eines der grössten Versicherungsunternehmen Mexikos. Die Baillères Familie ist bereits seit 1936 mit der GNP verbunden[6]. Die Grupo BAL besitzt noch ein paar kleinere Unternehmen sowie den El Palacio de Hierro, das grösste Luxuskaufhaus in Mexiko, und das „Instituto Tecnológico Autónomo de México“ (ITAM). Das ITAM ist eine der führenden Privatuniversitäten Mexikos und wurde 1946 von Raúl Baillères gegründet, der wie gesagt der Begründer der Unternehmerdynastie war. Die Baillères Familie leitet das ITAM bis heute. Zurzeit ist die Grupo BAL Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Alberto Baillères (1931–2022) leitete die Grupo Bal und galt als einer der reichsten Mexikaner. In den 70er-Jahren war er im Beratungskomitee der Chase Manhattan Bank. Das Beratungskomitee wurde damals von David Rockefeller geleitet.[3][7] David Rockefeller galt als einer der mächtigsten Akteure der US-amerikanischen Elite und die von ihm geleitete Chase Manhattan Bank war eine der grössten Banken der Welt. Die Bank ist ein Vorläufer von JPMorgan Chase, die derzeit grösste US-amerikanische Bank.

Alberto Baillères war im International Council der Grossbank JPMorgan. Alberto war zur selben Zeit im Council wie UNO-Generalsekretär Kofi Annan und Henry Kissinger (USA), Tony Blair (Grossbritannien), Ratan Tata (Indien), Herman Gref (Russland), Gao Xiqing (China), Mustafa Koç (Türkei), Lee Kuan Yew (Singapur), Jürgen Grossmann (Deutschland) und Martin Feldstein (USA).[8]

Alberto Baillères war von 1991 bis 2020 im Vorstand der führenden mexikanischen Grossbank BBVA Bancomer (heute BBVA Mexico). Wie bereits erwähnt wurde, war Albertos Vater Mitgründer der Bank gewesen. Alberto war im Vorstand des Getränkekonzerns „Fomento Económico Mexicano“ (FEMSA).[3][7] FEMSA ist eines der grössten mexikanischen Unternehmen und eines der grössten in Lateinamerika. Alberto sass zur selben Zeit im FEMSA-Vorstand wie Carlos Salazar Lomelín und Ricardo Guajardo Touché, die zurzeit im Vorstand von BBVA Mexico sind. Albertos Sohn Alejandro Baillères (*1960) ist seit 2022 im Vorstand von FEMSA.

Alberto Baillères war im Vorstand von Televisa.[3][7] Televisa ist der grösste mexikanische Medienkonzern und wird von der Azcárraga Familie kontrolliert.

Alberto Baillères besuchte 2003 in Mexiko ein Treffen von Geschäftsleuten und Philanthropen aus Lateinamerika. Das Treffen wurde vom mexikanischen Multimilliardär Carlos Slim veranstaltet. Zu den Teilnehmern des Treffens gehörten unter anderem João Roberto Marinho und Joseph Safra aus Brasilien sowie Julio Santo Domingo aus Kolumbien, Gustavo Cisneros aus Venezuela und Emilio Azcárraga aus Mexiko.[9]

Alejandro Baillères (*1960) leitet derzeit die Grupo BAL. Über den Vorstand des Bergbauunternehmens Fresnillo wird er die britische Diplomatin Judith Macgregor kennen, die dort zurzeit im Vorstand ist. Macgregor vertrat Grossbritannien als Botschafterin in Mexiko, Südafrika und Slowakei.

Alejandro Baillères ist im internationalen Beirat des Council of the Americas, eine Organisation, die sich für den Handel zwischen Nord- und Südamerika starkmacht. Zum internationalen Beirat gehören auch André Desmarais (Kanada), Andrónico Luksic Craig (Chile) und Eduardo Hochschild (Peru). (Stand: März 2023) Der Council of the Americas wurde vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet.[10]

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/profile/alberto-bailleres-gonzalez/?sh=27fc0be8a008
  2. https://es.wikipedia.org/wiki/Ra%C3%BAl_Baill%C3%A8res_Ch%C3%A1vez
  3. https://www.milenio.com/negocios/gnp-seguros-lamenta-fallecimiento-alberto-bailleres
  4. https://www.itam.mx/sites/www.itam.mx/files/ab_harvard_entrevista_oct_2013.pdf (auf Seite 17)
  5. https://www.investopedia.com/articles/investing/022516/worlds-top-5-silver-mining-companies.asp
  6. https://www.gnp.com.mx/conoce-nuestra-historia
  7. https://www.itam.mx/en/1/pages/don-alberto-bailleres
  8. https://www.jpmorganchase.com/content/dam/jpmc/jpmorgan-chase-and-co/investor-relations/documents/JPMC-2012-AR-CorpInfo-Boards.pdf
  9. https://www.forbes.com/2003/05/23/cz_kd_0523mexico.html?sh=644b9a786732
  10. https://www.as-coa.org/about/chairmans-international-advisory-council

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Bechtel Familie

Die Bechtel Familie kontrolliert die Bechtel Group, eines der grössten Familienunternehmen der USA. In den letzten Jahren war die Bechtel Group einer der grössten Baukonzerne der Welt und war meist der grösste oder zweitgrösste der USA. Vor paar Jahrzehnten war Bechtel noch der grösste Ingenieur- und Baukonzern der Welt und gehörte nach Umsatz zu den weltweit grössten Unternehmen.

Im Jahr 2024 wurde das Vermögen der Bechtel Familie auf 10 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Die Familie besitzt etwa 80 Prozent der Anteile am Konzern.

Der Bechtel-Konzern

Der Bechtel-Konzern ist nicht an der Börse notiert. Zeitungsartikel aus den 80er-Jahren schrieben, dass der Konzern seit langem für seine Geheimhaltung bekannt ist. Viele seiner Bauprojekte waren Teil der nationalen Sicherheit der USA. Der Konzern wurde auch für seine Verbindungen zu hochrangigen Regierungsbeamten bekannt:

  • George Shultz war ein führender Kopf des Bechtel-Konzerns und war international vernetzt. In der Politik diente er als Aussen-, Finanz- und Arbeitsminister.
  • Der Verteidigungsminister Caspar Weinberger war Vizepräsident des Bechtel-Konzerns. Er war in die Iran-Contra-Affäre verwickelt. Er besass ein Sommerhaus auf Mount Desert Island, wo viele Elitefamilien, darunter Rockefeller und Du Pont, Urlaub machten.
  • Richard Helms war Berater des Bechtel-Konzerns. Von 1966 bis 1973 war er Chef des US-Geheimdienstes CIA.
  • John McCone war während des Zweiten Weltkrieges ein Geschäftspartner der Bechtel Familie und sie machten gemeinsam ein Vermögen in der Aufrüstung, wodurch auch McCone zum Millionär wurde. Von 1961 bis 1965 war McCone Chef der CIA. Von 1958 bis 1961 war er Vorsitzender der Atomic Energy Commission, eine Behörde, die für die Kernenergie und die Atomwaffen in den USA zuständig war.

(Quelle: 1, 2, 3, 4)

Bereits seit 1949 ist der Bechtel-Konzern am Bau von Kernkraftwerken beteiligt. Bechtel erbrachte Dienstleistungen für mehr als 80 Prozent der Kernkraftwerke in den USA und verfügt über mehr als 2200 Nuklearfachleute, darunter etwa 150 international anerkannte technische Spezialisten. (Quelle) Bechtel baute auch Kernkraftwerke im Ausland sowie mehrere Wasserkraftwerke in den USA. Wie oben bereits erwähnt wurde, war der ehemals oberste Nuklearbeamte der USA zuvor ein Partner der Bechtel Familie gewesen. Noch weitere Beamte aus dem Energieministerium arbeiteten bei Bechtel.

2020 wurde der Bechtel-Konzern Engineering- und Konstruktionspartner von TerraPower. (Quelle) Das Forschungsunternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung von modernen Kernreaktoren. TerraPower wird seit seiner Gründung 2006 vom berühmten Milliardär Bill Gates kontrolliert.

Weitere hohe Beamte, die bei Bechtel arbeiteten, wären:

  • John Sheehan war Vizepräsident von Bechtel. Er war ein hoher General bei der NATO und Berater des Pentagons. (Quelle: 1 und 2)
  • Charles Redman war Vizepräsident von Bechtel. Er war US-Botschafter in Schweden und Deutschland sowie Leiter des Büros für regionale politisch-militärische Angelegenheiten der NATO in Washington. (Quelle)
  • David Welch gehört zur Führungsclique von Bechtel. Er vertrat als Diplomat die USA in Nordafrika und im Nahen Osten. In den letzten Jahren vertrat er den Bechtel-Konzern in den dortigen Ländern. (Quelle: 1 und 2)
  • Parker Hart war US-Botschafter in Saudi-Arabien, Türkei und Kuwait. Danach war er 18 Jahre lang Berater von Bechtel. (Quelle)

Im Jahr 2022 machte der Bechtel-Konzern 17 Prozent seines Umsatzes in der Rüstungsindustrie. (Quelle) Bechtel erbringt Dienstleistungen für die US-Navy und die Raketeninfrastruktur des US-Militärs. (Quelle) Der Bechtel-Konzern wird von manchen zum sogenannten militärisch-industriellen Komplex gezählt.

Der Bechtel-Konzern geriet wegen moralisch fragwürdiger Geschäfte mehrfach in Kritik. Bereits seit den 40er-Jahren wurde dem Konzern vorgeworfen, durch Einflussnahme auf die Politik an staatliche Aufträge zu gelangen.

Während des Zweiten Weltkrieges profitierte Bechtel von Aufträgen der US-Regierung, die infolge des Krieges Aufrüstung betrieb. Im Zweiten Weltkrieg baute und verwaltete das Unternehmen Werften, die mehr als 500 Schiffe produzierten. (Quelle) Als Teil eines vom Kriegsministerium beauftragten Projekts zur Stärkung der US-Verteidigung in Alaska begann der Bechtel-Konzern 1942 mit dem Bau einer 2300 Kilometer langen Ölpipeline durch Kanada und Alaska. (Quelle)

In den 80er-Jahren half der Bechtel-Konzern zusammen mit anderen Grosskonzernen aus den USA dem irakischen Diktator Saddam Hussein bei seiner Aufrüstung. Die grösste Unterstützung dabei bekam Saddam Hussein von Firmen aus Deutschland. (Quelle: 1, 2, 3) Der Bechtel-Konzern nutzte seine Kontakte in die US-Politik, um seine Bauprojekte für Ölpipelines im Irak zu sichern. Bechtel half Saddam Hussein in den 80er-Jahren indirekt bei der Herstellung von Chemiewaffen. (Quelle) Saddam hatte in den 80er-Jahren Chemiewaffen gegen den Iran und das eigene Volk eingesetzt.

Nachdem der Irak unter der Führung von Saddam Hussein 1990 Kuwait besetzt hatte, kam es zum Golfkrieg, bei dem eine Koalition angeführt von den USA gegen den Irak Krieg führte und Kuwait befreite. Seit da verschlechtere sich das Verhältnis der USA zu Saddam Hussein, der bis dahin ein strategischer Verbündeter gewesen war. Nach dem Krieg leitete der Bechtel-Konzern 1991 die Bemühungen Kuwaits Ölinfrastruktur wiederaufzubauen, die von irakischen Truppen zerstört wurde (Quelle).

2003 erklärte US-Präsident George Bush dem Irak den Krieg mit der Begründung, Saddam Hussein würde immer noch Massenvernichtungswaffen besitzen, was sich später aber als Lüge herausstellte. Saddam Hussein hatte in den 80er-Jahren tatsächlich atomare, chemische und biologische Waffen besessen, ohne die Erlaubnis von internationalen Organisationen. Damals tolerierte die US-Regierung diese Waffenprogramme, da Saddam ein strategischer Partner im Kampf gegen den Iran war, und Unternehmen aus dem Westen halfen Saddam bei seinem Waffenprogramm.

Übrigens war George Bush, der den Irakkrieg eröffnete, der Sohn von George Bush Senior, der bereits 1991 den vorherigen Krieg gegen den Irak eröffnet hatte.

Im Irakkrieg 2003 hatte das US-Militär mehr als 3000 satellitengesteuerte Bomben über dem Irak abgeworfen. Kurz vor der Bombardierung hatte der Bechtel-Konzern von der US-Regierung den ersten grossen Multimillionen-Dollar-Auftrag zum Wiederaufbau des Iraks erhalten. Die Aufträge der US-Regierung zum Wiederaufbau des Iraks wurden bereits zehn Tage vor Beginn der Bombardierung ausgeschrieben. In einem geschlossenen Ausschreibungsverfahren wurde der Bechtel-Konzern auserwählt, die durch den Krieg zerstörte Infrastruktur des Iraks wiederaufzubauen, darunter Strassen, Eisenbahnen, Flughäfen, Krankenhäuser und Schulen sowie Wasser- und Elektrosysteme. Zu dieser Zeit war die Bin Laden Familie mit zehn Millionen US-Dollar an der Fremont Group beteiligt, eine Investmentfirma der Bechtel Familie. (Quelle: 1, 2, 3) Die Bin Laden Familie gründete und kontrolliert die Saudi Binladin Group, ein saudischer Baukonzern. Das bekannteste Mitglied der Familie ist Osama bin Laden, das ehemalige Oberhaut der Al-Qaida. (Quelle) 2009 wurde das Vermögen der Unternehmerfamilie Bin Laden auf 7 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Die Familie distanzierte sich vom Terroristenführer Osama bin Laden und soll sich nicht am islamistischen Terror beteiligt haben. Präsident George Bush begründete den Krieg gegen den Irak 2003 auch mit der Begründung, dass Saddam Hussein Kontakte zum Terroristenführer Osama bin Laden hat. Diese Behauptung konnte nie bewiesen werden. Mitglieder der US-amerikanischen Elite hatten hingegen erwiesenermassen enge Verbindungen zur Bin Laden Familie und zu weiteren Saudis, die verdächtigt wurden, islamistischen Terror zu unterstützen, darunter zu Bandar bin Sultan Al Saud, der ein gutes Verhältnis zu Präsident Bush hatte. (Mehr dazu)

Riley Bechtel und George Shultz, die zur Führung des Bechtel-Konzerns gehörten, kannten die beiden Präsidenten aus der Bush Familie von Treffen.

George Shultz war ein grosser Befürworter des Irakkrieges 2003. Der Bechtel-Vizepräsident Jack Sheehan war zu dieser Zeit Mitglied des Defense Policy Board (geheimer Beirat des Pentagons), das sich stark für einen Krieg im Irak eingesetzt hat. Der Konzernchef Riley Bechtel wurde nach dem Irakkrieg in den Exportrat von Präsident Bush berufen. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der den Irakkrieg organisierte, hatte in den 80er-Jahren Lobbyarbeit für Bechtel im Irak betrieben. (Quelle)

Die Bechtel Familie und ihre Stiftung unterstützten die Heritage Foundation und das American Enterprise Institute. (Quelle: Seite 309) Die beiden US-amerikanischen Denkfabriken waren Befürworter des Irakkrieges.

Interne Mitteilungen des Bechtel-Konzerns legen nahe, dass der Irakkrieg 2003 geführt wurde, um sicherzustellen, dass die USA Zugriff zum irakischen Erdöl haben. (Quelle) Der Irak wird derzeit als das Land mit den fünftgrössten Ölreserven eingeschätzt.

Bereits seit 1929 ist der Bechtel-Konzern mit der US-amerikanischen Öl- und Gasindustrie verbunden. Der Konzern baute Pipelines, Raffinerien, LNG-Anlagen, petrochemische Anlagen und weitere Infrastruktur für Öl- und Gaskonzerne, auch für ausländische. Bereits in den 80er-Jahren hatte Bechtel Tausende von Kilometern Pipelines gebaut.

Bereits seit den 40er-Jahren ist der Bechtel-Konzern geschäftlich in Saudi-Arabien aktiv und erhielt Aufträge von der saudischen Regierung. Dem Konzern werden gute Kontakte zum saudischen Königshaus nachgesagt. Das erste Projekt von Bechtel im Nahen Osten war 1943 in Bahrain der Bau einer Raffinerie im Auftrag der dortigen Ölindustrie.

Der Konzern-Chef Stephen Bechtel kannte den saudischen Milliardär Suliman Olayan. Olayan kannte auch David Rockefeller und Armand Hammer, zwei führende Wirtschaftsbosse der USA. (Quelle) Seine Tochter Lubna Olayan ist derzeit in der Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Der Bechtel-Konzern hat sich auch als Dienstleister für Bergbaukonzerne bewährt.

Seit der Öffnung der Wirtschaft im kommunistischen China zu Beginn der 80er-Jahre ist der Bechtel-Konzern in der dortigen Wirtschaft aktiv. 1995 erhielt Bechtel als erstes US-amerikanisches Unternehmen eine Baulizenz in China. (Quelle) 2012 erhielt Bechtel den Auftrag, Projektmanagement-Beratungsdienste für die chinesische Nuklearindustrie zu erbringen. (Quelle) Da Bechtel Kontakte zur CIA nachgesagt werden, könnte es sein, dass Mitarbeiter des Unternehmens Wirtschaftsspionage im Ausland betreiben. Die CIA hat seit dem Kalten Krieg Agenten bei Grosskonzernen, die im Ausland für Wirtschaftsspionage zuständig sind. Diese Projekte der CIA stehen unter grosser Geheimhaltung, auch um den Ruf der beteiligten Grosskonzerne zu schützen. Auch beim Bechtel-Konzern waren solche Agenten aktiv. Weitere US-amerikanische Grosskonzerne, die bezüglich Wirtschaftsspionage mit der CIA zusammengearbeitet haben sollen, waren Ford, Chase Manhattan Bank (Rockefeller Familie), Procter & Gamble, General Electric, IBM, Bank of America und noch weitere. Die Geschäftsleute Malcolm Forbes und Ross Perot halfen der CIA aktiv, um Agenten weltweit zu stationieren. (Quelle)

In den 70er-Jahren half der Bechtel-Konzern der Sowjetunion bei Bauprojekten, die ihre Möglichkeiten zum Export von Petrochemikalien erheblich verbesserten. (Quelle) 1994 half der Bechtel-Konzern Russland bei der Entwicklung eines umfassenden Plans zur Vernichtung seiner chemischen Waffen. (Quelle)

2004 wurde Bechtel vom Vodafone-Konzern beauftragt, bei der Einführung von dessen 3G-Mobilfunkdienst in Australien zu helfen.

Seit 2019 hilft der Bechtel-Konzern der NASA bei einem Bauprojekt.

1999 war der Bechtel-Konzern massgeblich an der Privatisierung des Trinkwassers in Bolivien beteiligt. Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds hatten die bolivianische Regierung dazu gedrängt, ihr Trinkwasser zu privatisieren, damit sie weiterhin Kredite erhielt. Kurz nach der Privatisierung stiegen die Wasserpreise in Bolivien um 300 Prozent. Darauf kam es zu grossen Demonstrationen und die Regierung musste daher die Privatisierung rückgängig machen. Der Bechtel-Konzern sah sich gezwungen, das Trinkwasser zurückzugeben. (Quelle: 1, 2, 3)

Bemerkenswerte Familenmitglieder

1. Generation

Warren Bechtel (1872–1933) wurde als Bauunternehmer aktiv und gründete 1898 das Familienunternehmen. Seine Baufirma war in den 30er-Jahren am Bau des Hoover Dam beteiligt, was das erste grosse aufwendige Bauprojekt des Familienunternehmens war. Seine Söhne bauten das Unternehmen zu einem Grosskonzern auf.

Warren Bechtel war Freimaurer. Er erreichte den 32. Grad im schottischen Freimaurerritus und absolvierte auch den York Ritus. Er war zudem Mitglied der Shriners und des Benevolent and Protective Order of Elks, zwei Freimaurerorden. (Quelle)

2. Generation

Stephen Bechtel (1900–1989) galt in den 50er-Jahren als einer der reichsten Männer der USA. (Quelle) Als gut vernetzter Konzernchef lernte er viele Könige und Präsidenten kennen. (Quelle) 1923 war Stephen Bechtel den Freimaurern beigetreten, also noch bevor er ein führender Wirtschaftsboss wurde. Er war Hochgrad-Freimaurer und erreichte den 32. Grad im schottischen Ritus. Zudem trat er den Shriners (Ancient Arabic Order of the Nobles of the Mystic Shrine) bei, ein Freimaurerorden. (Quelle: 1 und 2)

Kenneth Karl Bechtel (1904–1978) war Präsident der Boy Scouts of America, die grösste Pfadfinderorganisation der USA. Die Mehrheit der Präsidenten waren Geschäftsleute. Manche waren Konzernchefs und einige kamen aus einflussreichen Familien (Schiff, Watson und Houghton). (Quelle) Übrigens gehörten William Dickson Boyce, Daniel Carter Beard und James Edward West zu den Hauptgründern der Boy Scouts of America. Die drei Männer waren Freimaurer. (Quelle)

3. Generation

Stephen Bechtel Jr. (1925–2021) war zum Zeitpunkt seines Todes Milliardär. 2009 spendete er 50 Millionen US-Dollar an die Boy Scouts of America. (Quelle) Er hat das Familienunternehmen zu einem multinationalen Baukonzern aufgebaut. Er war Direktor der US-amerikanischen Grosskonzerne General Motors und IBM. Stephen erhielt die Hoover-Medaille und wurde in die französische Ehrenlegion ernannt. Zudem beriet er die US-Regierung, Eliteuniversitäten und die Hoover Institution, eine einflussreiche Denkfabrik. Während seines Studiums war er der Studentenverbindung Beta Theta Pi beigetreten. (Quelle: 1 und 2) Mit dem Gründungsjahr 1839 ist sie eine der ältesten Bruderschaften der USA. Eine Reihe an Politikern waren Mitglied der Studentenverbindung sowie auch führende Manager und ein paar Milliardäre, darunter Sam Walton und die Koch-Brüder.

Stephen Bechtel Jr. war wie bereits sein Vater Vorsitzender des Business Council, eine Organisation von Wirtschaftsführern mit Sitz in Washington. (Quelle) Stephen lungerte zusammen mit Henry Kissinger im Bohemian Club herum. (Foto)

Stephen Bechtel Jr. legte viel Wert auf seine Sicherheit und liess seine Reisen von einem ehemaligen Anti-Terror-Experten der US-Armee planen. (Quelle)

In den 80er-Jahren war die Bechtel Familie für ein paar Jahre mehrheitlich in Besitz von Dillon, Read und Co., eine Investmentbank der Wall Street. (Quelle) Dadurch gab es vermutlich Verbindungen zur Bankiersfamilie Dillon (war früher eine der reichsten Familien der USA und heiratete in die Königsfamilie von Luxemburg).

4. Generation

Der Milliardär Riley Bechtel (*1952) war Mitglied des Business Council, Business Roundtable und National Petroleum Council sowie Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik. (Quelle)

Riley Bechtel war im International Council der grössten US-amerikanischen Bank JPMorgan Chase. Zum Council gehören führende Politiker, Milliardäre und Manager aus verschiedensten Ländern. Riley Bechtel war zur selben Zeit im Council wie Henry Kissinger (USA), Gao Xi-Qing (China), Ratan Tata (Indien), André Desmarais (Kanada), Mustafa Koç (Türkei), Lee Kuan Yew (Singapur), Jürgen Grossmann (Deutschland), Tony Blair (England) und Martin Feldstein (USA). Der Bechtel-Vizepräsident George Shultz war zu dieser Zeit Vorsitzender des Council. (Quelle)

Riley Bechtel war Investor und Vorstandsmitglied von Theranos. (Quelle) Das 2003 gegründete Unternehmen für Bluttests war auf einem grossen Betrug aufgebaut. Dennoch gelang es Theranos Personen aus der US-amerikanischen Elite anzuwerben und ernannte sie zu Direktoren des Unternehmens. Neben Riley Bechtel waren darunter auch Henry Kissinger (Ex-Aussenminister), William Perry (Ex-Verteidigungsminister), Jim Mattis (war ebenfalls Verteidigungsminister) und Bill Frist (Ex-Senator und Mitglied einer Milliardärsfamilie). (Quelle) Auch der Bechtel-Vizepräsident George Shultz war Direktor von Theranos und hatte der damals 19-jährigen Betrügerin Elizabeth Holmes geholfen, das Unternehmen aufzubauen. Shultz beschaffte Grossinvestoren für Theranos, darunter den Milliardär Rupert Murdoch. Ein Enkel von Shultz sagt dazu, dass sein Grossvater korrupt oder in Holmes verliebt war oder aufgrund seines hohen Alters völlig seine geistige Schärfe verloren hat. (Quelle)

5. Generation

Brendan Bechtel (*1981) leitet zurzeit den Bechtel-Konzern.

Brendan Bechtel war oder ist noch immer Mitglied des Alfalfa Club, einer der elitärsten Clubs in Washington. (Quelle) Er ist derzeit Direktor des Business Roundtable.

Brendan Bechtel ist im Kuratorium des Center for Strategic and International Studies (CSIS), eine führende Denkfabrik, die sich auf die US-Aussenpolitik konzentriert. Im Kuratorium sind neben Bechtel auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Pritzker, Greenberg, Hunt und Hess sowie der ehemalige Politiker Henry Kissinger und der Hedgefonds-Milliardär Ray Dalio. (Stand: 8.5.2023) (Quelle)

Brendan Bechtel war auch Mitglied des Council on Foreign Relations (CFR). (Quelle) Der CFR gilt als eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.

Die Bechtel Familie gehörte oder gehört noch immer zum Bohemian Club. (Quelle: 1, 2, 3) Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien. Die Bechtel Familie war oder ist noch immer Mitglied des 1001 Trust. (Quelle: 1 und 2) Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.

Die Bechtel Foundation ist ein Spender des Aspen Institute, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. Zu den Spendern gehören auch die Stiftungen von Bill Gates, Johnson, Carnegie, Hewlett und Ray Dalio. (Quelle)

Die Bechtel Familie und ihre Stiftung unterstützten die Heritage Foundation, die Pacific Legal Foundation und das American Enterprise Institute. (Quelle: Seite 309) Die drei Denkfabriken sind bekannt dafür, Gegner von Umweltauflagen für Unternehmen zu sein. Der Bechtel-Konzern sieht sich als Bauunternehmen mit Umweltauflagen konfrontiert.

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Haus Ruspoli

Die italienische Ruspoli Familie gehört zum päpstlichen Adel.

Die Ruspoli Familie gehörte spätestens ab dem 13. Jahrhundert zur gesellschaftlichen Elite der Stadt Florenz in Italien. Im 16. Jahrhundert brachte die Familie erfolgreiche Bankiers hervor und Mitglieder der Familie zogen nach Rom. Dort knüpften sie enge Kontakte zum Kirchenstaat und heirateten in italienische Adelsfamilien. Vittoria Ruspoli, die im 17. Jahrhundert lebte, war die letzte überlebende Erbin der Familie. Sie heiratete Sforza Marescotti aus der Adelsfamilie Marescotti. Durch diese Ehe ging ein Familienzweig hervor, der bis heute besteht und den Namen Ruspoli trägt. Die Familie Marescotti stand im Dienste des Kirchenstaates. Raniero Marescotti, der im 12. Jahrhundert lebte, wurde vom Papst zum Kardinal ernannt. Der Überlieferung nach stammte die Marescotti Familie vom Schotten Marius Scotus ab, der im 8. Jahrhundert lebte. Er soll sich mit Karl dem Grossen verbündet haben. Marius wurde in Italien sesshaft und nahm den Namen Mario Scoto an. Er soll den entführten Papst Leo III. gerettet haben. Er heiratete in den italienischen Adel und aus seiner Familie entstand höchstwahrscheinlich die Adelsfamilie Marescotti, aus der wiederum die heutige Ruspoli Familie hervorging. Der Überlieferung nach war Marius Scotus mit Sholto Douglas verwandt. Sholto ist der legendäre Stammvater des schottischen Douglas Clans, der bis heute zu den wichtigsten Familien im britischen Adel gehört.

Mitglieder der Marescotti Familie nahmen an den Kreuzzügen teil und traten dem berühmten Templerorden bei. (Quelle) Die Nonne Giacinta Marescotti (1585–1640) wurde vom Papst heiliggesprochen.

Lorenzo Ruspoli, der im 15. Jahrhundert lebte, begleitete den italienischen Entdecker Amerigo Vespucci auf seinen Reisen. Amerigo Vespucci war einer der frühen Seefahrer, die die Ostküste Südamerikas erforschten. Amerika wurde nach Amerigo Vespucci benannt. Er war in die Elite von Florenz geboren worden, zu der damals auch die Ruspoli Familie gehörte. Amerigo Vespucci kannte die päpstliche Bankiersfamilie Medici, die damals die führende Familie in Florenz war.

Durch die Ehe von Vittoria Ruspoli und Sforza Marescotti ging der Enkel Francesco Ruspoli (1672–1731) hervor. Dieser erhielt vom Papst den Titel des Fürsten von Cerveteri, den seine Nachkommen bis heute besitzen. Die Ruspoli Familie besitzt noch weitere Adeltitel. Der Titel des Fürsten ist der höchste Adelstitel im päpstlichen Adel und die Fürsten stehen in der Adelshierarchie direkt unter dem Papst. Francescos Sohn Bartolomeo Ruspoli (1697–1741) wurde Kardinal. Über seine Mutter war Bartolomeo mit Papst Innozenz XIII. verwandt.

Die Fürsten von Cerveteri

Von 1808 bis 1968 war der Fürst von Cerveteri gleichzeitig Grossmeister des Heiligen Hospizes und damit der oberste Kammerherr des Papstes. Dies war eines der angesehensten Ämter im Kirchenstaat. Die Fürsten aus der Ruspoli Familie hatten dadurch regelmässig Kontakt zum Papst. Bis 1968 wurden zahlreiche Ämter des Vatikans von Adligen besetzt und vererbt. (Quelle: 1 und 2)

1870 wurde der Kirchenstaat von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Ruspolis von Cerveteri gehörten zum Schwarzen Adel.

Die heutigen Familienmitglieder

Francesco Ruspoli (*1967), der derzeitige Fürst von Cerveteri, ist Mitglied des Konstantinordens. Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Francesco Ruspoli ist seit 2016 Grosskanzler des Konstantinordens. Er gehört zur königlichen Deputation und berät somit den Grossmeister des Ordens, der aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien kommt. Zur königlichen Deputation gehören derzeit unter anderem auch Prinz Napoleon von Frankreich, Prinz Laurent von Belgien, Erzherzog Martino von Habsburg-Este und der päpstliche Prinz Piero Colonna di Paliano. (Quelle)

Fürst Francesco Ruspoli ist zurzeit im Kuratorium der John Cabot University und Präsident von deren Alumni Association. Die John Cabot University ist eine amerikanische Universität in Rom, die international vernetzt ist. Francesco Ruspoli arbeitet als Banker bei der Banca Generali. Diese gilt als eine der führenden italienischen Privatbanken und konzentriert sich auf wohlhabende Kunden. Ende 2022 verwaltete sie ein Vermögen von 83 Milliarden Euro, also etwa 90 Milliarden US-Dollar. Die Bank gehört zur Hälfte dem italienischen Finanzkonzern Assicurazioni Generali.

Fürst Francesco Ruspoli heiratete Angelica Visconti. Sie kommt mütterlicherseits aus der Ferragamo Familie, die für den italienischen Modeunternehmer Salvatore Ferragamo bekannt ist. (Quelle) Die Ruspoli Familie kennt auch die italienische Unternehmerin Anna Fendi, Gründerin der Modemarke Fendi. (Quelle)

Prinzessin Mélusine Ruspoli (*1994) ist Mode-Influencerin und kennt den italienischen Mode-Milliardär Giorgio Armani. Mélusine hat Freunde im britischen Hochadel. Zu ihren Freundinnen zählen:

  • Lady Amelia Windsor, die schönste Frau aus der britischen Königsfamilie.
  • Lady Kitty Spencer aus der britischen Adelsfamilie Spencer. Sie ist eine Nichte von Prinzessin Diana.
  • Flora Alexandra Ogilvy aus dem schottischen Clan Ogilvy. Sie ist ebenfalls eine nahe Verwandte der Königsfamilie.
  • Ayesha Shand. Ihre Tante Camilla ist die Frau von König Charles und ihre Mutter Clio kommt aus der Goldsmith Familie, eine der bedeutendsten jüdischen Familiendynastien.

(Quelle)

Giacinta Ruspoli hatte im Jahr 2022 ihre Hochzeit. Hochrangige Aristokraten waren bei der Hochzeit zu Gast:

  • Mitglieder der Kaiserfamilie von Russland (Haus Romanow).
  • Mitglieder der Königsfamilie des Irans (Haus Pahlavi).
  • Mitglieder der Königsfamilie von Libyen (Haus Senussi).
  • Mitglieder Königsfamilie von Sizilien (Haus Bourbon-Sizilien).
  • Prinz Domenico Napoleone Orsini aus dem päpstlichen Adel und seine Frau Martine Bernheim, die in die jüdische Elite Frankreichs geboren wurde.
  • Mitglieder der deutschen Hochadelsfamilie Arenberg.
  • Prinz Edouard de Ligne aus der belgischen Hochadelsfamilie Ligne. Seine Frau Isabella Orsini könnte dem Namen nach aus der päpstlichen Adelsfamilie Orsini kommen. Isabellas Patenonkel Silvio Berlusconi war der wichtigste Politiker Italiens in den letzten 20 Jahren. Berlusconi ist zudem Milliardär und der mächtigste Medienunternehmer des Landes.
  • Ira von Fürstenberg. Väterlicherseits kommt sie aus der deutschen Hochadelsfamilie Fürstenberg und mütterlicherseits aus der Milliardärsfamilie Agnelli, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite.

(Quelle)

Tao Ruspoli (*1975) arbeitet als Filmemacher. Sein Vater, der 9. Fürst von Cerveteri, war Schauspieler. Taos Mutter ist die US-amerikanische Schauspielerin Debra Berger. Tao ist der Exmann von Olivia Wilde, ebenfalls eine Schauspielerin aus den USA.

Patrizia Memmo heiratete in die Ruspoli Familie. Ihr Vater Roberto war mit den katholischen Königsfamilien Savoyen (Italien), Grimaldi (Monaco) und Bourbon (Spanien) befreundet. (Quelle)

Mitglieder der Ruspoli Familie kennen viele Aristokraten aus dem päpstlichen Adel.

Bartolomeo Ruspoli (*1978) heiratete Aileen Getty, die aus der amerikanisch-britischen Milliardärsfamilie Getty kommt. (Quelle) Die Getty Familie heiratete auch in die päpstliche Adelsfamilie Della Rovere. Aileen Getty gründete den Climate Emergency Fund, der Geld an Klima-Aktivisten spendet. Der Climate Emergency Fund ist der grösste Spender der „Letzten Generation“, eine umstrittene Gruppe von Klima-Aktivisten in Deutschland. Es gibt die Verschwörungstheorie, dass es einigen reichen Spendern der Klima-Aktivisten nicht um das Klima geht, sondern eine Agenda zur Spaltung der Gesellschaft verfolgen und ganz genau wissen, dass solche Aktivisten die Gemüter vieler Leute erhitzen. Das Vermögen, das Aileen Getty geerbt hat, stammt aus dem Erdölgeschäft, was manche ein wenig verdächtig finden. Noch viel verdächtiger ist, dass Aileens Mann Bartolomeo Ruspoli ein Neffe des 2022 verstorbenen Sforza Ruspoli ist. Sforza Ruspoli war ein wichtiger Networker der politischen Rechte und sein Netzwerk bekämpfte die Linken mit populistischen Methoden.

Prinz Sforza Ruspoli

Prinz Sforza Ruspoli (1927–2022) war das interessanteste Familienmitglied der letzten Jahrzehnte. Er war ein Sohn des 8. Fürsten von Cerveteri und ein Onkel des derzeitigen Fürsten.

Von 1925 bis 1945 war Italien eine faschistische Diktatur, die von Benito Mussolini angeführt wurde. Er war der Begründer des Faschismus, der weitere Diktatoren inspirierte. Mussolini wurde von der italienischen Königsfamilie und Mitgliedern des päpstlichen Adels unterstützt. Während des Zweiten Weltkrieges kam es zu einem Sinneswandel in der italienischen Adelselite, die nun Mussolini loswerden wollte und aktiv an seinem Sturz mitwirkte. Nach Ende des Krieges wurde Italien demokratisiert und die Monarchie abgeschafft. In der Nachkriegszeit gab es im italienischen Adel bekanntermassen Personen, die dem Faschismus nachtrauerten und daher in der rechtsextremen Szene Italiens aktiv wurden, meist im Hintergrund als Strippenzieher. Sforza Ruspoli (1927–2022), der unter dem Namen Lillio Ruspoli bekannt war, machte jedoch kein Geheimnis daraus und warb offen für den italienischen Faschismus. Er kandidierte für die „Movimento Sociale Italiano“ (MSI), die faschistische Partei der Nachkriegszeit, und wurde in den Stadtrat von Rom gewählt. Aus der MSI ging unter anderem die heutige „Fratelli d’Italia“ hervor, eine postfaschistische Partei. Ihre Vorsitzende Giorgia Meloni ist derzeit Regierungschefin von Italien. Meloni war als Jugendliche der MSI beigetreten und war damals ein Fan von Mussolini gewesen.

Sforza Ruspoli war bis zu seinem Lebensende mit Führern der extremen Rechte in Italien vernetzt. Er kannte Giorgia Meloni. Den Fotos nach mochten sich die beiden und er küsste ihr zur Begrüssung die Hand. Die beiden kamen 2017 zu einem Treffen, bei dem Assunta Almirante Ehrengast war. Assunta heiratete Giorgio Almirante, der nach dem Zweiten Weltkrieg die MSI gegründet hatte, für die wie gesagt Sforza Ruspoli kandidierte. Assunta Almirante hatte in erster Ehe einen Markgraf aus der Medici Familie geheiratet. (Quelle) Die Medici Familie brachte drei Päpste hervor und galt im 15. Jahrhundert als die reichste und mächtigste Bankiersfamilie. Die heutigen Familienmitglieder leben sehr diskret im Vergleich zu anderen berühmten Dynastien und man findet wenig Informationen über sie im Internet. Sie haben immer noch Kontakt zu italienischen Adligen.

Sforza Ruspoli war mit Junio Valerio Borghese verbunden. (Quelle: 1 und 2) Junio kam aus dem päpstlichen Adel und war Ehrenpräsident der MSI. Er genoss grosses Ansehen bei den italienischen Faschisten der Nachkriegszeit. Im Jahr 1970 versuchte er zusammen mit einer Gruppe Rechtsextremen, die demokratische Regierung Italiens zu stürzen, aber ohne Erfolg. (Mehr dazu im Beitrag zur Borghese Familie)

Von Ende der 50er-Jahre bis Mitte der 80er-Jahre hatte die MSI ihr Hauptquartier im Palazzo del Drago, der Palast der päpstlichen Adelsfamilie del Drago. Die „Alleanza Nazionale“, der Nachfolger der MSI, hatte ihren Sitz im Palazzo Boncompagni-Ludovisi, der Palast der gleichnamigen päpstlichen Adelsfamilie. (Quelle: 1 und 2) Der päpstliche Fürst Filippo Orsini kandidierte 1968 für die MSI. Loffredo Gaetani Lovatelli aus der uralten päpstlichen Adelsfamilie Gaetani war Mitgründer der MSI. (Quelle: 1 und 2) Graf Gelasio Gaetani von L’Aquila d’Aragona, ein weiteres Mitglied der Dynastie, kennt Giorgia Meloni seit einiger Zeit und sagte, er werde sie wählen. Er nahm sie vor dem Vorwurf in Schutz, sie würde den Faschismus wieder zurückbringen und gesellschaftsfähig machen. (Quelle) Meloni wurde in Italien, aber auch in vielen anderen Ländern, eifrig von linken Journalisten kritisiert, aber ich fand keinen, der auf die Verbindungen zur italienischen Hocharistokratie hinwies oder erwähnte, dass der italienische Faschismus spätestens seit den frühen 20er-Jahren mit Personen aus dem italienischen Adel verbunden ist. Der päpstliche Adel ist Teil von Verschwörungstheorien und manche glauben sogar, dass der päpstliche Adel noch mächtiger als die Könige, die Milliardäre und die Bankiersfamilien sei. Dennoch hat Giorgia Meloni und ihre Partei viele Anhänger, deren politisches Weltbild von Verschwörungstheorien geprägt ist. Sehr viele Anhänger des Faschismus waren Verschwörungstheoretiker, die jedoch vor allem die Juden und die Freimaurer als Verschwörer ansahen, während der katholische Adel und der Papst hingegen teils hohes Ansehen bei Faschisten hatte.

Sforza Ruspoli sagte 1993 in einem Interview, Italien braucht eine extreme Rechte, da nur diese die „herrschende Oligarchie“ besiegen kann. Er betonte, dass eine gemässigte Konservative Partei nicht ausreichen würde. Weiter sagte er, immer mehr Leute werden Rechtsextreme wählen, weil sie hoffen, dass dadurch „die Diktatur der Finanziers an der Macht abgeschafft wird“. Damit sind womöglich die jüdischen Finanziers gemeint. Sforza Ruspoli war der Meinung, es sei an der Zeit, dass die Adligen zurückkehren, um zu regieren. Er regte sich schon damals über die politische Korrektheit auf und sagte im Interview: „Toleranz ist Missbrauch. Ich habe keine Angst davor, intolerant zu sein. Ich habe Angst vor Toleranz, weil mit Toleranz die Gestaltung einer neuen Weltordnung voranschreitet, die alle Werte zerstört. Das ist es, was hinter Toleranz steckt.“ (Quelle) Giorgia Meloni hat als Politikerin ähnliche Aussagen geäussert. Sforza Ruspoli starb in hohem Alter, einige Tage nachdem Giorgia Meloni im Oktober 2022 das Amt des Ministerpräsidenten übernahm. Er wird sich sehr gefreut haben, dass er noch miterleben konnte, wie sein jahrzehntelanger Kampf für ein rechtsextremes Italien endlich Erfolg hatte und er wird so seinen Frieden gefunden haben. In Giorgia Meloni wird er eine würdige Vertreterin für ein rechtskonservatives Italien sehen.

Giorgia Meloni hat mit Gloria von Thurn und Taxis auch einen grossen Fan im katholisch-deutschen Hochadel. Sie hat in einem Interview sehr von Meloni geschwärmt und traf sie persönlich. Gloria verkehrt mit Mitgliedern des päpstlichen Adels und füllt sich sehr mit der katholischen Kirche verbunden.

Übrigens: Vor Meloni war Mario Draghi Regierungschef von Italien. Draghi war auch Chef der italienischen und der europäischen Zentralbank. Viele rechte Verschwörungstheoretiker in Italien mochten Draghi nicht, da er kein konservativer Nationalist, sondern ein progressiver Globalist sei, der angeblich im Interesse ausländischer Eliten arbeitet. Da die Mehrheit der Verschwörungstheoretiker die Wirkmacht von Heiraten in der Elite nicht begreift, hat sich so gut wie niemand die Mühe gemacht, Draghis Frau unter die Lupe zu nehmen. Draghi ist seit 1973 mit Serena Cappello verheiratet. Im Gegensatz zu Ehefrauen von anderen Regierungschefs meidet sie das Rampenlicht. Sie kommt aus dem italienischen Adel und ist eine Nachkommin von Bianca Cappello, die im 16. Jahrhundert lebte und Grossherzog Francesco I. de’ Medici heiratete. Die Medici Familie hatte im 15. Jahrhundert einen grossen Teil des Kreditwesens in Europa kontrolliert. Draghi war als Chef der Europäischen Zentralbank ebenfalls für die Aufsicht des Kreditwesens in Europa zuständig, aber das ist vermutlich nur ein Zufall. Draghi sagte über seine Frau: „Sie ist die wichtigste Person, der ich eigentlich viel von dem verdanke, was ich in den letzten 40 bis 50 Jahren getan habe.“ (Quelle: 1 und 2) Draghi ist frommer Katholik und absolvierte die Jesuitenschule „Massimiliano Massimo“ in Rom. Die Schule wurde nach einem Jesuiten aus der päpstlichen Adelsfamilie Massimo benannt.

Sforza Ruspoli vertrat als Botschafter den Malteserorden bei der Regierung von Malta. (Quelle: 1 und 2) Der Malteserorden ist alter vatikanverbundener Orden, bei dem viele katholische Adelsfamilien Mitglied sind. Im letzten Jahrhunderten brachte die Ruspoli Familie mehrere Ritter des Malteserordens hervor. Im Jahr 1802 wollte der Papst ein Mitglied der Ruspoli Familie zum Grossmeister des Malteserordens machen, aber er lehnte das Angebot ab (Quelle).

Sforza Ruspoli gehörte zur Führung des Konstantinordens. Er war Delegierter des Ordens für Rom und Latium. (Quelle) Der Legende nach wurde der Konstantinorden im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Der Malteserorden ist eng mit dem Konstantinorden verbunden. Seit 1878 ist jeder Fürst und Grossmeister des Malteserordens automatisch ein hochrangiges Mitglied des Konstantinordens. (Quelle) Die beiden Orden pflegen engen diplomatischen Kontakt zur orthodoxen Kirche. Sforza Ruspoli wollte, dass die katholische Kirche und die orthodoxe Kirche ihre Kräfte bündeln, um „ein Europa der Kathedralen“ aufzubauen: „ein christliches Europa, das mit den orthodoxen Russen ein Bündnis schliessen würde“ (Quelle).

Sforza Ruspoli gehörte zur Führung der italienischen Vereinigung des Malteserordens (ACISMOM). 2019 trat Sforza nach 70 Jahren Mitgliedschaft aus dem Malteserorden aus, weil er sehr unzufrieden über die Entwicklung des Ordens war. Sforza sagte: „Heute sollte der Orden im Kampf gegen die Globalisierung und die räuberischen Finanzkräfte, die die Armut in der Welt verursachen, an vorderster Front stehen“. Dieser Aufgabe wird der Orden aber nicht gerecht, meinte Sforza Ruspoli. Sforza, der Papst Franziskus treu ergeben war, kritisierte, dass der Malteserorden in den letzten Jahren die Treue gegenüber dem Papst vernachlässigt hat. Laut Sforza soll es im Orden sogar Leute geben, die Papst Franziskus im Hintergrund bekämpfen und daran arbeiten, die katholische Identität des Ordens zu zerstören. Sforza sagte, das grosse Problem des Malteserordens sei, dass die alten römischen Adelsfamilien nicht mehr in der Führung des Ordens sind und viele aus ihrem Nachwuchs kein Interesse mehr an einer Karriere im Orden haben. Stattdessen hätten sich Personen in der Führung des Ordens eingenistet, die dem Papsttum und der römisch-katholischen Tradition nicht den gebührenden Respekt erweisen. Sforza Ruspoli macht vor allem Matthew Festing für diese Entwicklungen verantwortlich. Matthew Festing war von 2008 bis 2017 Grossmeister des Malteserordens. Er kommt aus einer Familie von britischen Militärs. Laut Sforza Ruspoli konnte der neue Grossmeister, ein italienischer Adliger, sich in der Ordensführung nicht gegen Matthew Festing durchsetzen. Vor Festing war Andrew Bertie langjähriger Grossmeister des Ordens, der aus einer britischen Adelsfamilie kam. Sforza Ruspoli wies in einem Interview daraufhin, dass Bertie mütterlicherseits aus der schottischen Adelsdynastie Stuart stammt. (Quelle) Die Blutlinie der Stuarts ist eine der wichtigsten Familien in der Geschichte der Freimaurerei, was Sforza womöglich ganz genau wusste und ihn daher misstrauisch machte. Das Verhältnis zwischen dem Kirchenstaat und der Freimaurerei ist schon seit über 250 Jahren sehr angespannt und die katholische Kirche unterstützte mehrfach die Verfolgung der Freimaurer in katholischen Ländern. Sforza Ruspoli war wie gesagt Papst Franziskus treu ergeben. Papst Franziskus ist misstrauisch gegenüber den Verbindungen zwischen dem Malteserorden und den Freimaurern (Quelle). Er hatte Kardinal Raymund Burke beauftragt, den Malteserorden von Freimaurern zu säubern. (Quelle) Papst Franziskus sagte, dass die Freimaurer-Lobby, die Schwulen-Lobby, politische Lobbys und Lobbys der gierigen Menschen das grösste Problem seien. (Quelle) Franziskus ist Mitglied des Jesuitenordens, der im Dienste des Papsttums steht. Übrigens war der Jesuit Augustin Barruel (1741–1820) einer der wichtigsten Verschwörungstheoretiker seiner Zeit und einer der wichtigsten Vordenker der Theorie der freimaurerischen Weltverschwörung. Zu Barruels Zeit gab es bereits feindselige Konflikte zwischen der katholischen Kirche und der Freimaurerei. Die Verbreitung von Barruels Büchern könnte also Propaganda der päpstlichen Elite gewesen sein.

Wie bereits erwähnt wurde, war Sforza Ruspoli eng mit der postfaschistischen MSI verbunden. Er riet dem MSI-Vorsitzenden Gianfranco Fini öffentlich „sich von den Freimaurern fernzuhalten“. (Quelle) Sforza Ruspoli mochte die Freimaurer nicht. Jedes Jahr feiern Freimaurer im September an der Porta Pia in Rom ihren Sieg über den Kirchenstaat im Jahr 1870 (die Freimaurer hatten 1870 Rom besetzt und den Kirchenstaat aufgelöst). Sforza Ruspoli kam jedes Jahr mit weiteren Papsttreuen zur Porta Pia, um eine anti-freimaurerische Gegenveranstaltung abzuhalten. Sforza war im Besitz der letzten Fahne des Kirchenstaates. Er übergab die Fahne 2011 dem Vatikan. (Quelle)

Die derzeitige Regierungschefin Giorgia Meloni, die wie gesagt Sforza Ruspoli kannte, mag die Freimaurer anscheinend ebenfalls nicht. Meloni sagte 2015: „Ich bin das Maskottchen von niemandem. Andere sind vielleicht das der starken Mächte, der Freimaurerei, der grossen Lobbys.“ 2012 sagte Meloni, die Freimaurer seien überall und sie sei stolz darauf, nicht Teil des Freimaurer-Netzwerkes zu sein. (Quelle: 1 und 2) Meloni teilte auch gegen den jüdischen Finanzinvestor George Soros aus und bezeichnete ihn als „Schakal der Spekulation“. Soros ist schon seit einigen Jahren vor allem bei rechten Verschwörungstheoretikern sehr unbeliebt. Meloni schrieb 2019 in einem Tweet: „Soros hat das Feld für die Europawahlen übernommen, indem er die Partei von Emma Bonino mit 200 000 Euro finanziert hat. Er wählte die Linken als Verbündete und uns Souveränisten als Feinde. Ein grosser Stolz für die Fratelli d’Italia: Behaltet das Geld der Wucherer, unsere Stärke ist das italienische Volk.“ (Quelle: 1 und 2) Diese Aussagen lösten in Italien aber keine grosse Empörung aus und viele grosse Zeitungen erwähnten es gar nicht. Im deutschsprachigen Raum hätte sich Meloni solche Aussagen nicht erlauben können, da sie zu sehr an das Vokabular der Nationalsozialisten erinnern. Vielleicht glaubt Meloni an die Theorie der jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörung. Laut der Theorie soll die jüdische Elite eng mit der Freimaurer-Elite verbündet sein.

Anmerkung: Meloni war oder ist noch immer ein Anhänger des italienischen Faschismus. Im Mussolini-Regime wurden antijüdische Gesetze erlassen und die Freimaurerei verboten. Die faschistische Diktatur in Italien war aber nicht so extrem antisemitisch wie der deutsche Nationalsozialismus. Im Gegensatz zu den deutschen Nazis, sah die faschistische Elite in Italien die reichen Juden nicht als das grosse Weltproblem an, sondern sah sie eher als ein lästiges Ärgernis an und nutzte sie vermutlich auch aus Kalkül als Sündenbock für politische und wirtschaftliche Probleme. Da das internationale Judentum erst ab dem 19. Jahrhundert zu grossem Einfluss kam, mussten sich viele aus der weit älteren Adelselite erst einmal daran gewöhnen, dass nun auch Juden in der Elite vertreten sind. Es kam auch zu Misstrauen und Verschwörungstheorien bei einzelnen Adligen. Der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. glaubte nach dem Ersten Weltkrieg, dass sich Juden und Freimaurer gegen ihn verschworen hatten. Im Dezember 2022 ist Prinz Heinrich XIII. aus der deutschen Hochadelsfamilie Reuss verhaftet worden, weil er zusammen mit Rechtsextremen an einem Putschplan zum Sturz der deutschen Regierung arbeitete. Prinz Heinrich glaubt, dass Deutschland unter der Kontrolle einer freimaurerisch-jüdischen Weltverschwörung stehe und dass die Wiedereinführung der Monarchie Deutschland aus den Fängen dieser Verschwörung befreien könnte. Es gibt aber sehr viele Adelsfamilien, die Freimaurer sind und von Anfang an ein gutes Verhältnis zu den führenden jüdischen Geschäftsleuten hatten, allen voran der britische Adel. Übrigens heiratete die päpstliche Adelsfamilie Aldobrandini-Borghese 1974 in die Rothschild Familie, die angeblich mächtigste jüdische Familie der Welt. Die Heirat könnte dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen dem päpstlichen Adel und dem jüdischen Geldadel verbessert.

Sforza Ruspoli war ein langjähriger Freund und Bewunderer des französischen Politikers Jean-Marie Le Pen und empfing ihn zu einem Abendessen in Ruspolis Palast. (Quelle: 1 und 2) Jean-Marie Le Pen war 1972 einer der Hauptgründer der Front National (heute Rassemblement National), die wichtigste rechtsextreme Partei Frankreichs. Jean-Marie Le Pen führte die Partei bis 2011. Er ist Katholik und war auf einer Jesuitenschule gewesen. Er hat öfters den jüdischen Einfluss in Frankreich kritisiert und Zweifel am Ausmass des Holocaust geäussert. (Quelle) Er kritisierte auch die Freimaurer. (Quelle: 1 und 2) Von 2011 bis 2022 führte seine Tochter Marine Le Pen die Partei weiter. Marine kannte ebenfalls Sforza Ruspoli (Quelle).

Sforza Ruspoli traf Jörg Haider. (Quelle) Haider war der führende Rechtspopulist in Österreich. Er äusserte mehrfach Aussagen, die man durchaus als antisemitisch einstufen könnte. Natürlich mochte er auch die Freimaurer nicht. (Quelle)

Sforza Ruspoli sympathisierte mit dem faschistischen Diktator Francisco Franco, der noch bis 1975 über Spanien herrschte. Franco liess die Freimaurerei in Spanien verbieten und misstraute den Juden. Er und seine Propaganda verbreiteten das Narrativ, dass sich Freimaurer, Juden und Kommunisten gegen das katholische Spanien verschworen haben. Es gab aber ein paar wohlhabende Juden, die Franco als anständige Leute und loyal gegenüber Spanien ansah. Ein anderer Familienzweig der Ruspoli Familie gehört zur spanischen Adelselite, was weiter unten erläutert wird. Sforza Ruspoli veranstaltete ein Treffen zu Ehren der spanischen Herzogin von Segovia, die mütterlicherseits aus der Ruspoli Familie kam und in die spanische Königsfamilie heiratete. Ihr Sohn heiratete eine Enkelin des Diktators Francisco Franco. Bei dem Treffen von Sforza Ruspoli und der Herzogin waren auch folgende Personen zu Gast: Kardinal Silvio Oddi (diente dem Vatikan als Diplomat), eine russische Prinzessin, Prinz Idris von Libyen, Prinz Umberto Ruffo von Kalabrien, der MSI-Politiker Theodor Buontempo, der faschistische Intellektuelle Giano Accame und der Journalist Marcello Veneziani (letzterer hat den faschistischen Diktator Benito Mussolini mehrfach verteidigt und gelobt). Sforza Ruspoli erklärte bei diesem Treffen, dem weitere folgen sollten, sein Ziel sei, „ein Europa der Völker wieder aufzubauen, ein traditionelles, katholisches und mit dem Papsttum verbundenes Europa, das von den grossen Familien geführt wird, die seine Geschichte in den vergangenen Jahrhunderten geprägt haben“. (Quelle)

Sforza Ruspoli glaubte fest an den Herrschaftsanspruch des Adels. Sein Motto war „meglio i nobili che gli ignobili“ (besser die Adligen als die Unadligen). (Quelle) Diese Ansicht war zwar nicht mehr ganz zeitgemäss, aber man sollte daran denken, dass bis ins 20. Jahrhundert im Hochadel und päpstlichen Adel eine Supremacy-Ideologie ganz normal war. Ich geh davon aus, dass auch heute noch viele Hochadlige von der Vorherrschaft des Hochadels überzeugt sind, aber dies nicht öffentlich sagen, weil sie wissen, dass solche Aussagen viele Nichtadlige verärgern würden. Die Hochadelselite herrscht aus Überzeugung, während es der Wirtschaftselite in erster Linie darum geht, Profite zu machen und sich vor lästigen Eingriffen des Staates zu schützen.

Ein anderer Familienzweig der Ruspoli Familie war oder ist noch immer mit der Freimaurerei verbunden. Ein Mitglied aus diesem Familienzweig, Carlo Maurizio Ruspoli, distanzierte sich 1994 in einem Interview von Sforzas Nähe zum Faschismus. Carlo erzählte, dass viele aus dem italienischen Adel auch mit Silvio Berlusconi sympathisierten, der die Linken in Italien auf populistische Weise bekämpfte. Laut Carlo mögen viele italienische Aristokraten die Linken nicht, weil sie in den Linken immer noch diejenige sehen, die vor mehr als 100 Jahren die Bauern gegen den Adel aufgewiegelt haben. Carlo sagte, man hatte ihm als Kind erzählt, dass Kommunisten Kinder essen. Da er isoliert im Palast aufwuchs, glaubte er lange Zeit wirklich, dass Kommunisten Kinder essen. Im Interview betonte er, der päpstliche Adel sei „nicht mit göttlichem Recht besser als andere“, was darauf hindeutet, dass andere Aristokraten immer noch an ihr göttliches Recht glauben. (Quelle)

Sforza Ruspoli war in jungen Jahren im Vorstand einer Bank in Rom zusammen mit Arturo Osio. (Quelle: 1 und 2) Osio hatte in den 20er-Jahren die Banca Nazionale del Lavoro gegründet, die sich zu einer der führenden italienischen Banken entwickelte. In den 70er-Jahren war sie eine der grössten Banken der Welt. Seit 2006 gehört sie zur französischen Grossbank BNP Paribas.

Sforza Ruspoli pflegte Freundschaften mit den italienischen Geschäftsleuten Ernesto Fassio, Franco Marinotti und Carlo Pesenti. (Quelle: 1 und 2) Carlo Pesenti war Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk, das fest mit den Geheimdiensten verbunden ist. (Quelle: Seite 164) Le Cercle wurde von der katholischen Elite gegründet, darunter von Mitgliedern des Malteserordens. Carlo Pesenti kontrollierte den italienischen Grosskonzern Italcementi, der von seiner Familie aufgebaut wurde. Italcementi ist einer der grössten Zementhersteller der Welt. Bei seiner Arbeit als Unternehmer hatte Carlo Pesenti Kontakt zu den italienischen Bankiers Roberto Calvi und Michele Sindona. Die beiden arbeiteten für die Vatikanbank IOR und für die italienische Mafia. Sie waren beide Mitglied der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und zu der viele italienische Geheimdienstler gehörten. Calvi und Sindona starben unter seltsamen Umständen.

Übrigens: Der MSI-Politiker Gino Birindelli war Mitglied der P2-Loge. (Quelle) Er war in den 70er-Jahren eine kurze Zeit lang Präsident der MSI. Zuvor besetzte er die höchste Position bei der italienischen Marine und hatte ein NATO-Kommando im Mittelmeer inne. (Quelle) Er sagte, dass er mit dem bekannten israelischen Politiker Jitzchak Rabin befreundet war. (Quelle)

Sforza Ruspoli hatte mit der britischen Queen Elisabeth II. im Palazzo Colonna getanzt, als sie noch keine Königin war. (Quelle: 1 und 2)

Sforza Ruspoli traf Otto von Habsburg, den brasilianischen Präsidenten Lula, die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher und Kerry Kennedy (Nichte von US-Präsident John F. Kennedy). Sforza Ruspoli war bei einer Hochzeit der nicht amtierenden Königsfamilie von Italien. (Quelle) Er rühmte sich der Freundschaft mit mehreren Päpsten. (Quelle)

Sforza Ruspoli heiratete in erster Ehe in die italienische Adelsfamilie Borghese-Salviati. Die Familie entstand durch eine Heirat der päpstlichen Adelsfamilien Borghese und Salviati. Papst Paul V. (1550–1621) kam aus der Borghese Familie und Papst Leo XI. (1535–1605) kam mütterlicherseits aus der Salviati Familie. Zudem stellte die Salviati Familie mehrere Kardinäle. Filippo Salviati war mit dem berühmten italienischen Gelehrten Galileo Galilei befreundet.

Sforza Ruspoli heiratete in zweiter Ehe die italienische Schauspielerin Pia Giancaro.

Weitere bemerkenswerte Heiraten

Die Ruspoli Familie heiratete in den letzten 500 Jahren in viele italienische Adelsfamilien. Durch Heiraten in den päpstlichen Adel waren die Ruspolis mit Päpsten und Kardinälen verwandt.

Francesco Ruspoli (1752–1829), der 3. Fürst von Cerveteri, heiratete in die österreichische Adelsfamilie Khevenhüller. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie von Liechtenstein.

Alessandro Ruspoli (1784–1842), der 4. Fürst von Cerveteri, heiratete in die ungarische Adelsfamilie Esterházy. Er war Ritter im Orden vom Goldenen Vlies und ein Höfling der österreichischen Kaiserfamilie Habsburg. (Quelle)

Giovanni Ruspoli (1807–1876), der 5. Fürst von Cerveteri, heiratete Barbara Massimo. Sie kam aus der päpstlichen Adelsfamilie Massimo, eine der ältesten und wichtigsten Familien der römischen Aristokratie. Mütterlicherseits kam Barbara aus der Königsfamilie von Sachsen. Ihr Grossvater August III. herrschte über Sachsen, Polen und Litauen. (Quelle)

Prinzessin Maria Cristina Ruspoli (1842–1907) heiratete Fürst Napoléon-Charles Bonaparte, ein Verwandter von Kaiser Napoleon. Napoléon-Charles kam aus dem Familienzweig der Bonaparte Familie, der in den päpstlichen Adel aufgenommen wurde. Kaiser Napoleon III. lebte als kleiner Junge eine Zeit lang im Palazzo Ruspoli, der Familienpalast der Ruspolis.

Alessandro Ruspoli (1869–1952), der 7. Fürst von Cerveteri, heiratete Marianita della Rovere. Väterlicherseits kam Marianita aus der päpstlichen Adelsfamilie Rovere. Mütterlicherseits war sie eine Enkelin des US-Amerikaners Thomas E. Davis, der im 19. Jahrhundert ein reicher Immobilienentwickler in New York war. Davis hatte noch eine weitere Tochter, die in den italienischen Adel heiratete, sowie eine Tochter, die in den französischen Adel heiratete. Cathleen Gebhard Neilson (1885–1927), eine Urenkelin von Davis, heiratete in die Vanderbilt Familie, die zur US-amerikanischen Elite gehört und im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der Welt war. Kate La Montagne (1865–1948), eine Enkelin von Davis, heiratete den Friedensnobelpreisträger Nicholas Murray Butler. Dieser war Präsident der Pilgrims Society sowie Präsident des „Carnegie Endowment for International Peace“ und Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati (drei einflussreiche Vereinigungen). Davis Schwager Maurice Power heiratete in die Livingston Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte.

Prinzessin Maria Ruspoli (1888–1976) heiratete den französischen Herzog Agénor de Gramont. Herzog Agénor hatte zuvor in die berühmte Rothschild Familie geheiratet. Sein Grossvater mütterlicherseits war ein britischer Politiker aus dem schottischen Clan Mackinnon.

Francesco Ruspoli (1899–1989), der 8. Fürst von Cerveteri, heiratete eine Tochter des italienischen Geschäftsmanns Francesco Matarazzo. Matarazzo war nach Brasilien emigriert und hatte dort ein Unternehmen gegründet, das sich zu einem grossen Mischkonzern entwickelte. Die Matarazzo-Gruppe war das grösste Unternehmen in Brasilien und wahrscheinlich das grösste in ganz Lateinamerika (Quelle). Dadurch wurde Matarazzo zum reichsten Mann in Brasilien. Sein Heimatland Italien profitierte von Geschäften seiner Unternehmensgruppe und Matarazzo wurde deswegen vom italienischen König zum Grafen geadelt. Nach seinem Tod 1937 erbten die Ruspolis einen Teil seines Vermögens und galten daher als sehr wohlhabend.

Die Fürsten von Poggio Suasa

Dieser Familienzweig wurde von Emanuele Ruspoli (1837–1899) begründet. Im Gegensatz zu den Ruspolis von Cerveteri blieb dieser Familienzweig 1870 nicht dem Papst treu und stellte sich auf die Seite der Königsfamilie Savoyen. Die Ruspolis von Poggio Suasa gehörten also nicht zum Schwarzen Adel, sondern zum sogenannten Weissen Adel, zu dem auch Familien wie Pallavicini, Colonna von Sciarra, Caetani von Sermoneta, Sforza-Cesarini, Doria und Carpegna gehörten. Der Weisse Adel war mit den Freimaurern verbunden. Der Schwarze Adel und der Papst sahen die Freimaurer hingegen als Feind an, da die führenden antipäpstlichen Revolutionäre wie Giuseppe Garibaldi Freimaurer waren.

Nach seiner Jesuitenausbildung ging Emanuele Ruspoli (1837–1899) studieren und freundete sich dabei mit antipäpstlichen Verschwörern an. Er geriet schnell ins Visier der papsttreuen Polizei von Rom. Daher verliess er Rom und ging ins Königreich Sardinien, wo sein Vater im Dienste der sardinischen Königsfamilie Savoyen stand. Emanuele Ruspoli kämpfte in der Armee der Savoyens, die 1870 Rom gegen den Willen des Papstes besetzte. Ab da herrschten die Savoyens als Königsfamilie über ganz Italien. Emanuele Ruspoli war bei der Besetzung Roms dabei. 1865 war er auf eine geheime diplomatische Mission zum Fürsten von Moldawien und der Walachei geschickt worden. Ziel dabei war, einen rumänischen Aufstand gegen die Herrscherfamilie Habsburg anzuzetteln, die damals ein feindseliges Verhältnis zur Savoyen Familie hatte. Die Mission hatte zwar keinen Erfolg, aber Emanuele Ruspoli lernte dort Catherine Conachi-Vogoride kennen, die er schliesslich heiratete. Sie war zuvor mit Nikola Bogoridi (Nicolae Vogoride) verheiratet gewesen, der ein hoher osmanischer Beamter des Fürstentums Moldau war. Emanuele Ruspoli heiratete in zweiter Ehe in die Uradelsfamilie Caracciolo, die bis heute zu den mächtigsten Familien des italienischen Adels gehört. In dritter Ehe heiratete er eine US-Amerikanerin. (Quelle)

Emanuele Ruspoli war Freimaurer. (Quelle) Nachdem Rom 1870 besetzt worden war, wurde Emanuele Ruspoli dort als Politiker aktiv. Dabei setzte er sich dafür ein, dass der Einfluss des Kirchenstaates in Rom weiter eingeschränkt wird. Er lernte den berühmten Revolutionär Giuseppe Garibaldi (hochrangiger Freimaurer) kennen. In den 80er-Jahren war Emanuele Ruspoli zweimal Bürgermeister von Rom. Er erhielt 1886 vom italienischen Ministerpräsidenten Agostino Depretis (Freimaurer im 33. Grad) den Titel des Fürsten von Poggio Suasa. (Quelle) Die Stadt Rom, die jahrhundertelang vom Kirchenstaat regiert wurde, war somit unter die Kontrolle von Freimaurern geraten.

Emanueles Enkelin Victoire de Dampierre (1913–2012), die väterlicherseits aus der französischen Adel kam, heiratete in die spanische Königsfamilie und ihr Sohn heiratete eine Enkelin des spanischen Diktators Francisco Franco.

Mario Ruspoli (1867–1963), der 2. Fürst von Poggio Suasa, war ein Schwiegersohn von Herzog Maurice Talleyrand-Périgord. Die Familie Talleyrand-Périgord gehörte bis zu ihrem Aussterben zu den führenden Familien des französischen Adels und brachte Freimaurer hervor. Ein frühes Familienmitglied war Armand de Périgord (circa 1178–1247), der Grossmeister des Templerordens war. Maurice Talleyrand-Périgord heiratete die US-Amerikanerin Elizabeth Beers-Curtis, die also die Schwiegermutter von Mario Ruspoli war. Elizabeth verkehrte in der High Society von New York. Maurice Talleyrand-Périgord heiratete auch in zweiter Ehe in die New Yorker Elite. Die zweite Ehefrau Adele Livingston Sampson kam mütterlicherseits aus der Livingston Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte und Freimaurer hervorbrachte. Adeles Vater Joseph Sampson war ein Nachkomme der Pilgerväter der USA. Der Geschäftsmann gehörte 1823 zu den Gründungsaktionären der Chemical Bank. Diese entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer der grössten Banken der Welt und ist ein Vorläufer der heutigen Grossbank JPMorgan Chase.

Prinz Alessandro Ruspoli di Poggio Suasa (1895–1975) heiratete in die französische Adelsfamilie Chambrun. Seine Frau war eine nahe Verwandte von Aldebert de Chambrun, ein hochrangiger französischer Militär. Im französischen Wikipedia steht derzeit, dass Aldebert mit US-Präsident Abraham Lincoln befreundet war. Aldebert heiratete die US-Amerikanerin Clara Longworth. Die Longworth Familie hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts Anschluss an die US-amerikanische Elite gefunden. Claras Bruder Nicholas Longworth heiratete eine Tochter des US-Präsidenten Theodore Roosevelt (Freimaurer). Aldeberts Sohn heiratete eine Tochter des französischen Politikers Pierre Laval. Pierre Laval war einer der führenden Köpfe des Vichy-Regimes in Frankreich, das im Zweiten Weltkrieg mit Nazideutschland kooperierte. Im Vichy-Regime herrschte eine antijüdische und antifreimaurerische Politik. Nach dem Krieg wurde Laval zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Carlo Maurizio Ruspoli di Poggio Suasa (1906–1947) war ein erfolgreicher Soldat im Zweiten Weltkrieg. Während des Krieges fungierte er als Dolmetscher bei einem Gespräch zwischen General Dwight Eisenhower (wurde später Präsident der USA) und Herzog Pietro Badoglio (war einer der grössten Kriegsverbrecher auf italienischer Seite, aber wurde nie verurteilt). Carlo heiratete eine Tochter von Giuseppe Volpi, der als einer der mächtigsten Unternehmer Italiens galt. 1912 war Giuseppe Volpi Verhandlungsführer bei der Beendigung des Italienisch-Türkischen Krieges. Er war von 1921 bis 1925 Gouverneur der italienischen Kolonie Tripolitanien in Libyen. In der faschistischen Diktatur diente Giuseppe Volpi von 1925 bis 1928 als Finanzminister. Von 1934 bis 1943 war er Präsident der Confindustria, Italiens grösste Arbeitgeberorganisation. 1925 wurde er vom italienischen König zum Grafen geadelt.

Prinz Costantino Ruspoli di Poggio Suasa (*1947) heiratete die Britin Maria Consuelo Child-Villiers. Ihr Grossvater war der britische Aristokrat George Child Villiers, der 8. Graf von Jersey. Im englischen Wikipedia steht derzeit, dass der Graf Mitglied des Ancient Order of Druids war, der älteste noch bestehende Druidenorden. Der Ancient Order of Druids ist mit der britischen Freimaurerei verbunden. George Child Villiers kam aus der englischen Adelsfamilie Villiers, die hohe Freimaurer und Gouverneure von britischen Kolonien hervorbrachte. Durch eine Heirat in die alte Bankiersfamilie Child gelangte die Villiers Familie in Besitz der Privatbank Child & Co. Mit dem Gründungsjahr 1664 war sie eine der ältesten britischen Banken.

Aus der Linie Ruspoli von Poggio Suasa ging auch ein Familienzweig hervor, der den Herzog von Morignano stellt. Der derzeitige Herzog Carlo Emanuele Ruspoli (*1949) heiratete eine Herzogin aus dem spanischen Adel. Er war oder ist noch immer Mitglied des Konstantinordens.

Die Herzöge von Alcudia und Sueca

Dies ist der spanische Zweig der Ruspoli Familie, der von Camilo Ruspoli (1788–1864) begründet wurde. Seine Schwiegermutter war eine nahe Verwandte der spanischen Königsfamilie. Camilos Schwiegervater Manuel Godoy leitete die spanische Regierung im Auftrag des Königs. Manuel Godoy wurde vom König zum Herzog von Alcudia ernannt. Nach seinem Tod erbte Camilo Ruspoli den Adelstitel, den die Ruspoli Familie bis heute besetzt. Der Titel des Herzogs gehört zu den höchsten Titeln im spanischen Adel.

Adolfo Ruspoli (1822–1914), der 2. Herzog von Alcudia, heiratete in die Toledo Familie, eine der führenden Familien des spanischen Adels. Die Toledos heirateten auch in die Familien Colonna und Medici, zwei der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels. Der spanische Zweig der Ruspoli Familie heiratete in weitere spanische Adelsfamilien.

Juan Carlos del Prado y Ruspoli (starb 2005), Markgraf von Caicedo, kam mütterlicherseits aus der Ruspoli Familie. Er heiratete Camilla Jessel, eine Britin. Ihr Vater war der britische Politiker Baron Edward Jessel. Dieser kam mütterlicherseits aus der Goldsmid Familie, die erste jüdische Familie, die in den britischen Erbadel aufgenommen wurde. Edwards Grossvater George Jessel war der erste Jude, der in Grossbritannien ein hohes Justizamt innehatte. Zudem war George Jessel der erste Jude, der in den Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie) aufgenommen wurde. Ruspolis Ehefrau Camilla Jessel war mütterlicherseits eine Enkelin von Charles Vane-Tempest-Stewart, der 7. Markgraf von Londonderry. Dieser setzte sich in den 1930er-Jahren dafür ein, dass Grossbritannien ein gutes Verhältnis zu Nazideutschland pflegen soll. Er traf Adolf Hitler auch zu Gesprächen.

Enrique Jaime Ruspoli (*1935), der 19. Graf von Bañares, ist edler Wächter des Papstes. (Quelle)

Der spanische Zweig der Ruspoli Familie war oder ist noch immer beim Malteserorden vertreten.

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Rong Familie

Die Rong Familie ist eine der wichtigsten Familien in der Geschichte der chinesischen Wirtschaft. Seit Ende des 19. Jahrhunderts war sie die reichste Familie auf dem chinesischen Festland. Ihr Vermögen machte die Familie mit Mehl, Getreide, Baumwolle, Textilien und Geldwechsel. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts galten sie weiterhin als die reichsten Kaufleute in China. Im Jahr 1932 besass die Rong Familie den grössten privaten Industriekonzern des Landes und leitete auch Banken. Damals kontrollierte die Familie etwa ein Drittel der Mehlproduktion und etwa ein Viertel der Baumwolltextilindustrie in China. Rong Zongjing sagte einmal stolz zu einem Freund: „Die Hälfte der Chinesen trägt heute meine Kleidung und isst mein Essen.“ (Quelle: 1, 2, 3)

1949 konnte in China die Kommunistische Partei die Macht übernehmen und gründete die Volksrepublik China, die bis heute von der Partei regiert wird. Nach der Machtübernahme der Kommunisten wurden alle Unternehmer enteignet, darunter auch die Rong Familie. Viele Mitglieder der Familie zogen darauf ins Ausland und nahmen ihr Vermögen mit, aus Angst vor einer Enteignung. Rong Yiren (1916-2005) blieb allerdings in China und suchte die Nähe zur Kommunistischen Partei. Es gibt Quellen, die besagen, er habe sein Unternehmen freiwillig an den Staat übergeben. Rong Yiren gelang es, das Vertrauen der Kommunistischen Partei zu gewinnen und leitete für sie Investitionen im Ausland. Dadurch kam seine Familie erneut zu grossem Vermögen und galt zu Beginn der 2000er-Jahre als die reichste Familie des Landes. Somit hatte sich die Rong Familie gleich zweimal zur reichsten Familie in China hochgearbeitet. Sie ist eine der wenigen Familien in China, die seit mehr als vier Generationen reich sind. Die viel besuchte chinesische Internetseite Sina bezeichnete die Rong Familie als die „Rothschilds von China“. Hier im Westen kennt aber so gut wie niemand die Familie. Heutige Mitglieder der Rong Familie leben auch in Hongkong, Taiwan, Macau, USA, Kanada, Brasilien und Deutschland. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Rong Yiren

Rong Yiren (1916-2005) war in den 20 Jahren vor der kommunistischen Machtübernahme Geschäftsführer von Unternehmen und einer Bank in Shanghai gewesen. (Quelle) 1950 und 1956 traf er den kommunistischen Führer Mao Zedong und bekannte sich zum Sozialismus. Mao Zedong sagte: „Die Familie Rong ist die erste unserer nationalen Kapitalisten“. Der Aufstieg von Rong Yiren im kommunistischen China hängt fest mit der Politik von Deng Xiaoping zusammen. Deng Xiaoping galt in den 80er- und 90er-Jahren als der oberste Führer in China. Rong Yiren wurde ein enger Vertrauter und Berater von Deng Xiaoping, der auch weitere Mitglieder der Rong Familie traf. Als Führer öffnete Deng Xiaoping das isolierte China für ausländische Unternehmen. Seine Reformen führten zur Chinas Integration in die Weltwirtschaft. 1979 gründete Rong Yiren im Auftrag von Deng Xiaoping die „China International Trust Investment Corporation“ (CITIC), ein staatliches Unternehmen, das der Kommunistischen Partei bei Investitionen im Ausland half. Die CITIC entwickelte sich rasch zu einem der grössten Mischkonzerne des Landes. Seit ihrer Gründung reiste Rong Yiren häufig ins Ausland und beschaffte ausländische Investoren für die chinesische Wirtschaft. Da Rong Yiren als Kapitalist im Dienste der Kommunistischen Partei stand, wurde er oft als der „Rote Kapitalist“ bezeichnet. Er war mit dem chinesischen Premierminister Zhao Ziyang befreundet. Von 1993 bis 1998 diente Rong Yiren als Vizepräsident von China. In dieser Funktion besuchte er andere Länder und traf dort Staatsoberhäupter. Dies war das erste Mal seit 1949, dass ein Kapitalist zum Vizepräsidenten Chinas gewählt wurde. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Rong Yiren war 1985 der Kommunistischen Partei beigetreten, was man aber geheim hielt und erst nach seinem Tod öffentlich bekannt wurde. (Quelle)

Rong Yiren baute die CITIC zu einem Grosskonzern auf. In den 80er- und 90er-Jahren war die CITIC sowohl für ausländische als auch für inländische Investitionen ein wichtiges Fenster nach China und ein Pionier bei chinesischen Auslandsinvestitionen. (Quelle) Rong Yiren hatte Freunde und Verwandte in anderen Ländern, darunter Neffen in Hongkong und USA, die ihm bei Geschäften mit dem Ausland halfen. (Quelle)

1997 hatte die CITIC bereits wichtige ausländische Grosskonzerne als Partner gewonnen, darunter Bechtel und Reynolds Metals Company aus den USA sowie Siemens aus Deutschland und Ciba-Geigy (heute Novartis) aus der Schweiz. Rong Yiren traf den Bechtel-Direktor George Shultz. (Quelle) Shultz war Aussen-, Finanz- und Arbeitsminister der USA.

Die CITIC Group ist nach wie vor ein führender chinesischer Staatskonzern. Ende 2019 besass die CITIC Group ein Vermögen von 8,29 Billionen Hongkong-Dollar, also etwa eine Billion US-Dollar. Sie besitzt mehr als die Hälfte der Anteile an CITIC Limited, ein Mischkonzern mit Sitz in Hongkong. CITIC Limited gehört nach Umsatz zu den grössten chinesischen Unternehmen. CITIC Limited ist Hauptaktionär von CITIC Securities, eine der führenden chinesischen Investmentbanken. 2021 verwaltete CITIC Securities über 200 Milliarden US-Dollar. Eine weitere wichtige Tochterfirma der CITIC Group ist die „China CITIC Bank“, die 2022 die neuntgrösste chinesische Bank war. Derzeit ist die thailändische Milliardärsfamilie Chearavanont (ethnische Chinesen) der zweitgrösste Aktionär von CITIC Limited.

In den Jahren 1999 und 2000 galt Rong Yiren als der reichste Chinese mit einem Vermögen von einer Milliarde US-Dollar. Er war vermutlich der erste Dollar-Milliardär auf dem chinesischen Festland. (Quelle: 1 und 2) In Hongkong, Taiwan, Singapur und Thailand gab es zu dieser Zeit aber bereits ethnische Chinesen mit Milliardenvermögen.

Rong Yiren hatte ein gutes Verhältnis zum führenden US-amerikanischen Diplomaten Henry Kissinger, der mehrfach bei Rong Yiren zum Essen eingeladen war. Kissinger sagte: „Rong Yiren war ein Unternehmer, der sowohl den Osten als auch den Westen verstand. Eine der grössten Schwierigkeiten für die Sowjets war, dass sie keinen Unternehmer wie Rong Yiren finden konnten.“ Rong wurde 1988 bei sich zu Hause von Henry Kissinger und David Rockefeller besucht. (Quelle: 1, 2, 3) Der Bankenchef David Rockefeller galt als einer der mächtigsten Akteure der US-amerikanischen Elite. Rong Yiren besuchte die Rockefeller Familie in den USA. Bei einem Besuch trommelte Rockefeller viele Konzernchefs aus den USA zusammen, damit sie Rong Yiren kennenlernen konnten. Darunter waren auch die jüdischen Manager Maurice Greenberg und Armand Hammer (letzterer pflegte ein gutes Verhältnis zur kommunistischen Sowjetunion). Eine junge Frau aus der Rockefeller Familie machte ein Praktikum bei der CITIC von Rong Yiren. Dort lernte sie einen CITIC-Mitarbeiter kennen, in den sie sich verliebte und den sie schliesslich heiratete. (Quelle) Rong Yiren sagte in den 90er-Jahren, dass China und die USA in der neuen Weltordnung noch viele gemeinsame Interessen hätten. (Quelle)

Wie bereits erwähnt wurde, war Rong Yiren in den 90er-Jahren Vizepräsident von China. Er besetzte noch weitere Posten in der Politik:

  • In den 50er-Jahren war er Mitglied der Volksregierung der Stadt Shanghai, unter anderem als Finanz- und Wirtschaftspolitiker. 1957 wurde er Vizebürgermeister von Shanghai. Zu dieser Zeit half er der Regierung bei der Modernisierung der Wirtschaft in Shanghai.
  • 1959 wurde er Vizeminister für die Textilindustrie.
  • Später wurde er stellvertretender Vorsitzender des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses, also stellvertretender Vorsitzender des Parlaments.
  • Er war auch stellvertretender Vorsitzender der „Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes“ (CPPCC), ein Beratungsgremium der Regierung.

Rong Yiren war zudem Ehrenvorsitzender des Chinesischen Fussballverbands und stellvertretender Vorsitzender der Soong Ching-ling-Stiftung. Er setzte sich dafür ein, dass Hongkong und Taiwan auf friedlichem Weg wieder Teil von China werden. Unter anderem war er Präsident des „Chinesischer Rates zur Förderung einer friedlichen nationalen Wiedervereinigung“.

Quelle: 1, 2, 3

Rong Yiren hatte 1937 seinen Abschluss an der St. John’s University in Shanghai gemacht. (Quelle: 1, 2, 3) Soong Tse-vung, der ebenfalls einer der reichsten Chinesen war, studierte auch an dieser Universität. Die Universität wurde 1879 von christlichen Missionaren aus den USA gegründet. 1952 musste die Universität schliessen, weil die Kommunistische Partei alle pro-westlichen Universitäten auflösen liess. Zu den Absolventen der St. John’s University von Shanghai gehörten Politiker der Kuomintang-Partei. Die Kuomintang war im Chinesischen Bürgerkrieg (1927 bis 1949) der grosse Widersacher der Kommunistischen Partei. Nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 zog sich die Kuomintang-Elite auf die Insel Taiwan zurück und errichtete dort einen eigenen Staat. Darauf regierten mehrere Politiker in Taiwan, die Absolventen der St. John’s University von Shanghai waren.

Von 1966 bis 1976 fand in China die Kulturrevolution statt. Die Kulturrevolution führte zur Ermordung von über einer Million Chinesen und stürzte das Land ins Chaos. Viele ehemalige Unternehmer wurden bei diesem Vorgang angegriffen. Der damalige Premierminister Zhou Enlai wies zu Beginn der Kulturrevolution an, dass „Rong Yiren geschützt werden muss“. (Quelle)

Als Rong Yiren 2005 verstarb, kamen der damalige Präsident Hu Jintao und weitere Politiker der Kommunistischen Partei zu seiner Beerdigung. (Quelle: 1 und 2)

Rong Zhijian

Rong Zhijian (*1942) ist der Sohn von Rong Yiren. Im Westen ist er als Larry Yung bekannt. In China wird er auch Yung Chi-kin genannt. Er arbeitete für die CITIC Group, die wie gesagt von seinem Vater gegründet wurde. Von 1990 bis 2009 war Rong Zhijian Vorsitzender des Grosskonzerns CITIC Limited in Hongkong. Er hatte oder hat noch immer engen Kontakt zur Kommunistischen Partei Chinas. In den Jahren 2004 und 2005 war er laut dem Forbes-Magazin der reichste Mann im kommunistischen Festlandchina. Er war noch bis 2013 auf der Forbes-Liste der Milliardäre. Seit er die CITIC verliess, ist er als Unternehmer aktiv.

Seine Tochter Rong Mingfang (*1972) besetzte ebenfalls hohe Positionen bei CITIC Limited. Sie studierte an der Harvard Universität in den USA. Auch ihre beiden Brüder arbeiten bei CITIC Limited. Einer davon war im Vorstand des Konzerns und ist zudem in einem Provinzkomitee der „Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes“ (CPPCC). (Quelle)

Rong Zhijian ist ein führender Kopf der Hongkonger Wirtschaftselite und kennt dadurch Briten aus der dortigen Elite. Die Sonderverwaltungszone Hongkong gehört zur Volksrepublik China und war bis 1997 eine britische Kolonie. Rong Zhijian nahm vor paar Jahren an einem Treffen teil, bei dem die Hongkonger Multimilliardäre Li Ka-shing und Lee Shau Kee dabei waren. Auch der Brite Simon Keswick kam zum Treffen. (Quelle) Simon kommt aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick, die seit 150 Jahren in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv ist. Die Keswicks sind über Heiraten mit britischen Adelsfamilien verbunden und vertreten die Interessen der britischen Kolonialelite in Ostasien. Die Keswicks sind seit vielen Jahren mit der berühmten Rothschild Familie befreundet (Quelle).

Rong Zhijian war Stewart (Vorstandsmitglied) des Hong Kong Jockey Club. (Quelle: 1 und 2) Der Club wurde 1884 von der britischen Kolonialelite gegründet, die ihn bis in die 1990er-Jahre leitete. Es sind bis heute Briten im Club vertreten.

1997 erwarb CITIC Limited unter der Führung von Rong Zhijian 20 Prozent der Anteile an der CLP Group, ein Stromkonzern in Hongkong, der bis heute von der Milliardärsfamilie Kadoorie kontrolliert wird. (Quelle) Die jüdische Kadoorie Familie gehört schon seit über 100 Jahren zur britischen Kolonialelite in Hongkong.

Als CITIC Limited sich an der Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific beteiligte, wurde Rong Zhijian dort in den Vorstand aufgenommen. Cathay Pacific gehört zur Swire Group, einer der wichtigsten Konzerne des kolonialen Hongkongs. (Quelle) Der Konzern wird von der britischen Milliardärsfamilie Swire kontrolliert, die schon seit über 150 Jahren in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv ist.

Rong Zhijian heiratete eine Enkelin von Ren Shigang, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein erfolgreicher Unternehmer in der chinesischen Textilindustrie gewesen war, wie die Rong Familie. Rong Zhiwan, eine Schwester von Zhijian, ist die Schwiegertochter des macauischen Unternehmers Ma Man-kei (Ma Wanqi). (Quelle: 1, 2, 3) Der 2014 verstorbene Ma Man-kei war Teil der Elite in Macau. Die Sonderverwaltungszone Macau gehört zur Volksrepublik China und war bis 1999 eine portugiesische Kolonie. Die Übergabe Macaus an China wurde von Ma Man-kei unterstützt. Er war stellvertretender Vorsitzender der „Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes“ (CPPCC), ein Beratungsgremium der chinesischen Regierung.

Rong Wenwei, eine Nichte von Rong Zhijian, soll Milliardärin sein. Im Gegensatz zu anderen Familienmitgliedern lebt sie weniger diskret und verkehrt in der High Society von Hongkong. Sie kennt He Chaoqiong, die im Westen als Pansy Ho bekannt ist. (Quelle: 1 und 2) Pansy Ho zählt zu den Reichsten in Hongkong mit einem geschätzten Vermögen von mehr als drei Milliarden US-Dollar. Die Ho Familie gehört schon seit über 100 Jahren zur Elite von Hongkong und ist seit ihrem Aufstieg mit der britischen Kolonialelite verbunden. Der 2020 verstorbene Stanley Ho war der mächtigste Unternehmer der Kasinobranche in Macau und war mit den Triaden (chinesische Mafia) verbunden. Macau und Hongkong sind schon seit Kolonialzeiten zwei Hauptsitze der Triaden. Zudem sind die beiden Kleinstaaten zwei der wichtigsten Steueroasen und Schattenfinanzplätze in Asien.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Rong Zhikuan, ein Neffe des CITIC-Gründers Rong Yiren, ist in Brasilien geboren und aufgewachsen. Er hat China viele Male mit dem brasilianischen Präsidenten und dem Aussenminister besucht. (Quelle)

Rong Desheng (1875-1952) war der Vater von Rong Yiren. Vor der kommunistischen Machtübernahme war Rong Desheng ein führender Unternehmer in China gewesen. Nach der Gründung der kommunistischen Volksrepublik trat er der „Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes“ (CPPCC) bei. (Quelle)

Li Guowei (1893-1978) heiratete in die Rong Familie und war vor der Machtübernahme der Kommunisten ein führender Industrieller in China gewesen. Nach der Machtübernahme trat er der CPPCC bei, wo er hohe Posten besetzte. (Quelle)

Yang Jianqing (1917-2014) war die Ehefrau des CITIC-Gründers Rong Yiren. Sie gehörte zum Nationalkomitee der CPPCC und war Geschäftsführerin des Roten Kreuzes von China (Red Cross Society of China). (Quelle)

Übrigens waren bei der CPPCC noch weitere Familien präsent, die seit drei Generationen zur Elite Chinas gehören. In den letzten 20 Jahren waren Nachkommen und Verwandte des Diktators Mao Zedong bei der CPPCC. Mao hatte die Volksrepublik China gegründet und war auch Mitgründer der Kommunistischen Partei gewesen.

Rong Zhifeng, eine Nichte des CITIC-Gründers Rong Yiren, ist Geschäftsfrau in Hongkong. Ihr Mann Cheng Zhide ist ebenfalls Unternehmer und kontrolliert ein börsennotiertes Unternehmen in Australien. Cheng Zhide wurde 2012 wegen Betruges zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt und durfte drei Jahre lang nicht mehr als Unternehmensleiter fungieren. Auch seine Frau Rong Zhifeng wurde in diesem Fall verhaftet, aber letztendlich nicht angeklagt. (Quelle: 1 und 2) Cheng Zhide ist ein Neffe von Cheng Siwei, der stellvertretender Vorsitzender des „Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses“ (Parlament in China) war. (Quelle: 1, 2, 3) Der 2015 verstorbene Cheng Siwei hatte in den USA studiert. Er war im Nationalen Komitee der CPPCC und Chef der „Demokratischen Staatsaufbaugesellschaft Chinas“, eine der wenigen Parteien, die von der Kommunistischen Partei geduldet werden. Die Partei wird seit ihrer Gründung 1945 von Geschäftsleuten geprägt. Auch der CITIC-Gründer Rong Yiren war Mitglied und vertrat die Partei in der chinesischen Politik. Er war aber im Geheimen gleichzeitig Mitglied der Kommunistischen Partei.

Anmerkung: Cheng Siwei pflegte enge Kontakte zu ausländischen Eliten. Der Ökonom besuchte das Weltwirtschaftsforum (WEF). 2008 wurde Cheng Siwei von der kanadischen Denkfabrik CIC zum „Globalisten des Jahres“ gekürt. Die Auszeichnung wird an Personen verliehen, die sich für internationale Zusammenarbeit und die Förderung eines globalen Bewusstseins einsetzen. (Quelle: 1 und 2) Cheng Siwei hat die Auszeichnung wahrlich verdient, denn er war Vorsitzender und Hauptgründer des „International Finance Forum“ (IFF), eines der wichtigsten Globalisten-Foren in China. Das 2003 gegründete Forum hat sich nach eigenen Angaben das Ziel gesetzt, China mit den globalen Eliten zu vernetzen. Das Forum ist mit mehr als 50 Ländern und mehr als 200 Finanzführern vernetzt. Zu den Partnern des IFF gehören derzeit unter anderem die Weltbank, der Internationale Währungsfond und weitere Organisationen der UN sowie die Group of Thirty und die Grossbank Goldman Sachs (Quelle). Neben Cheng Siwei waren Regierungs- und Zentralbankenchefs sowie Chefs von internationalen Organisationen aus verschiedensten Ländern Mitgründer des IFF (Quelle). Was für Verschwörungstheoretiker besonders interessant sein wird, ist die Tatsache, dass derzeit James Rothschild (Ehemann von Nicky Hilton) zum Vorstand des IFF gehört und sich an der Neuen Seidenstrasse beteiligt, ein wichtiges Projekt der Chinesen (Quelle). Diese Information findet man nirgends im Internet, ausser wenn man auf Chinesisch googelt.

Rong Shuren (1914-1987) war die Schwester des CITIC-Gründers Rong Yiren. Sie gehörte zum Nationalkomitee der CPPCC und zu einer Organisation, die Kontakte zu Übersee-Chinesen fördert. Rong Shuren ermutigte ihre Verwandten in Hongkong, Macau, Taiwan und Übersee, den Aufbau des chinesischen Mutterlandes zu unterstützen und ausländisches Kapital und Produktionsanlagen anzuschaffen. (Quelle)

Nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 zogen die meisten Mitglieder der Rong Familie ins Ausland. Mehrere gingen nach Taiwan, wo ihre Nachkommen bis heute leben. Die chinesische Insel Taiwan ist bis heute unabhängig von der kommunistischen Volksrepublik China.

Anmerkung: Taiwan bezeichnet sich als „Republik China“, während sich das kommunistische Festlandchina „Volksrepublik China“ nennt. Dies kann bei der Recherche zu Familien, wie der Rong Familie, für Verwirrung sorgen, wenn man den Unterschied nicht kennt, da diese Familien in beiden chinesischen Republiken sesshaft sind.

Rong Jifu, eine Schwester des CITIC-Gründers Rong Yiren, lebte in China, Hongkong, Taiwan und den USA. Sie heiratete erst in die Hua Familie, die vor der Machtübernahme der Kommunisten eine reiche Unternehmerfamilie gewesen war und schon damals Kontakt zur Rong Familie hatte. Rong Jifu heiratete in zweiter Ehe einen chinesischen Unternehmer aus den USA. 1962 heiratete sie in dritter Ehe Wei Daoming (Wei Tao-ming), der zur Elite der Kuomintang-Partei in Taiwan gehörte. (Quelle) Die Kuomintang war im Chinesischen Bürgerkrieg (1927 bis 1949) der grosse Widersacher der Kommunistischen Partei. Während des Bürgerkrieges wurde China mehrheitlich von der Kuomintang kontrolliert. Nach ihrer Niederlage und der Machtübernahme der Kommunisten im Jahr 1949 zog sich die Kuomintang-Elite auf die Insel Taiwan zurück und errichtete dort einen eigenen Staat. Wei Daoming war von 1947 bis 1949 der erste Regierungsvorsitzende der Insel Taiwan. In den 60er-Jahren heiratete er wie gesagt Rong Jifu. Zur Zeit der Ehe diente er als Botschafter in Japan und als Aussenminister von Taiwan. Dabei hatte er Kontakt zu ausländischen Eliten. In den 40er-Jahren, als das Festlandchina noch von der Kuomintang kontrolliert wurde, war Wei Daoming chinesischer Botschafter in Frankreich und den USA. Er hatte in Frankreich studiert. Da er zur Parteielite der Kuomintang gehörte, kannte er Chiang Kai-shek. Dieser war Chef der Kuomintang und der Erzfeind der chinesischen Kommunisten. Nach seiner Niederlage gegen die Kommunisten regierte Chiang Kai-shek von 1949 bis zu seinem Tod 1975 über Taiwan und war ein strategischer Verbündeter der angelsächsischen Elite. Seine Familie gehört bis heute zur Taiwans Elite.

Die kommunistische Volksrepublik China hat seit ihrer Gründung ein angespanntes Verhältnis zu Taiwan. Dennoch haben Familien aus der Elite Taiwans nahe Verwandte, die zur Elite der kommunistischen Volksrepublik gehören, was schon seit über 70 Jahren der Fall ist. Diese Familienkreise waren nach 1949 also auf beiden verfeindeten Seiten vertreten, einerseits bei der Kuomintang in Taiwan und anderseits bei der Kommunistischen Partei in China (Mehr dazu in den Beiträgen zu den Familien Chiang und Kung). Es gibt die Verschwörungstheorie, dass diese Verwandten konspirierten und im Geheimen die beiden verfeindeten Lager steuerten (oder immer noch steuern). In den letzten Jahren hat sich die Kuomintang-Partei in Taiwan für einen Kurswechsel entschieden und befürwortet nun überraschend eine Annäherung an das kommunistische Festlandchina, was vor paar Jahrzehnten unvorstellbar gewesen wäre. Der derzeitige chinesische Präsident Xi Jinping und viele seiner Parteigenossen wünschen sich, dass Taiwan wieder Teil von China wird.

Noch ein weiterer Familienzweig der Rong Familie fand Anschluss an die Elite in Taiwan, nämlich der Familienzweig von Rong Hongqing.

Der Familienzweig von Rong Hongqing

Rong Hongqing (1923-2022) war ein Cousin des CITIC-Gründers Rong Yiren. Er arbeitete über 50 Jahre für die „Shanghai Commercial Savings Bank“ (SCSB), dreissig Jahre davon als Vorsitzender. Die SCSB ist eine der grössten taiwanesischen Banken. Meist wird sie als „Shanghai Commercial Bank“ oder als „Shanghai Bank“ bezeichnet. Rong Hongqing verkehrte in der Finanzwelt von Taiwan, Hongkong und Shanghai. Als er in den 90er-Jahren gefragt wurde, ob er Kontakt zu seinem Cousin Rong Yiren hat, antwortete er: „Ich habe keine geschäftlichen Beziehungen zu meinem Cousin. Ich werde ihn besuchen, wenn ich nach Shanghai gehe, und er wird mich besuchen, wenn er nach Hongkong kommt.“ (Quelle: 1, 2, 3) 2015 veranstaltete Rong Hongqing eine Feier zum hundertjährigen Bestehen der SCSB-Bank. Mehr als zehn Mitglieder der Rong Familie kamen zur Feier. (Quelle) Rong Kangxin, ein Enkel von Hongqing, ist Direktor der SCSB. (Quelle) Rong Zhiquan, ein weiterer Verwandter, ist ebenfalls im Vorstand der Bank. Er studierte in den USA und ist Mitglied der CPPCC. (Quelle)

Im Gegensatz zu den meisten anderen Grossbanken sind die Hauptaktionäre der SCSB keine grossen etablierten Investoren, sondern kleinere Unternehmen, die ihren Sitz an Offshore-Plätzen oder in England haben. Die drei grössten Aktionäre der SCSB sind: Tassbury Investments in Panama, Bright Honest Investment auf den Britischen Jungferninseln und Tilsbury Investments mit Ablegern an gleich mehreren Offshore-Plätzen. (Stand: April 2022)

Die Rong Familie wurde bereits 1920 Anteilseigner der SCSB. (Quelle) Die SCSB wurde 1915 in Shanghai gegründet und stand unter dem Einfluss der Kuomintang-Elite. Eine Zeit lang war sie die grösste private Bank in China. Nach der Machtübernahme der Kommunisten verlegte die Bank ihren Sitz nach Taiwan. Zu den frühen Aktionären der Bank gehörten Sun Yat-sen, T. V. Soong (Song Ziwen) und H. H. Kung (Kong Xiangxi). Ihre Nachkommen waren noch bis spätestens in die 90er-Jahre an der SCSB beteiligt, die schon damals wegen ihrer intransparenten Eigentümerstruktur aufgefallen ist. (Quelle: 1 und 2) Die Aktionäre Sun Yat-sen, T. V. Soong und H. H. Kung gehörten zur obersten Riege der Kuomintang-Elite. Eine Schwester von T. V. Soong gehörte interessanterweise zur obersten Riege der Elite der Kommunistischen Partei. Die drei Männer waren verschwägert. Ihr Familienkreis hatte 1911 die chinesische Kaiserfamilie gestürzt und die Macht in China übernommen. Dieser Familienkreis legte den Grundstein für ein Netzwerk, das bis heute Taiwan kontrolliert, aber möglicherweise auch in China über grossen Einfluss verfügt.

Rong Hongqing war auch Direktor der „Hongkong and Shanghai Banking Corporation“. (Quelle) Diese ist die grösste Bank in Hongkong und gehört zur HSBC-Gruppe. Die HSBC ist die derzeit grösste britische Bank und eine der grössten der Welt. Sie vertritt seit ihrer Gründung 1865 die Interessen der britischen Kolonialelite in Ostasien. Die Bank ist mit der bereits erwähnten schottischen Milliardärsfamilie Keswick verbunden, die zur britischen Kolonialelite in Hongkong gehört. Seit der Öffnung der Wirtschaft Chinas in den 80er-Jahren geniesst die HSBC einen Sonderstatus in China, den nur wenige ausländische Finanzunternehmen haben.

Noch weitere Mitglieder der Rong Familie sind in Hongkong und Shanghai als Geschäftsleute aktiv.

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Chearavanont Familie

Die Chearavanont Familie gilt als die reichste und mächtigste Unternehmerfamilie Thailands. 2024 wurde ihr Vermögen auf 44 Milliarden US-Dollar geschätzt.[1] Die Familie kontrolliert die Charoen Pokphand Group (CP Group), eines der grössten asiatischen Familienunternehmen.

Die Chearavanont Familie ist Hauptaktionär von CP All und CP Foods, zwei der grössten thailändischen Unternehmen. CP All ist der grösste Einzelhändler und CP Foods ist der grösste Lebensmittelkonzern des Landes. CP Foods ist in der Massentierhaltung aktiv und gehört zu den grössten Tierhaltern der Welt. Über seine Agrarsparte ist CP Foods einer der grössten Produzenten von Tierfutter. Zur CP Group gehören noch etwa 100 kleinere Unternehmen.

Die Chearavanont Familie ist derzeit auch Hauptaktionär der True Corporation, das grösste thailändische Telekommunikationsunternehmen.

Die CP Group hat einen guten Stand in China, was dort für ausländische Unternehmen nicht selbstverständlich ist. Sie war das erste multinationale Unternehmen, das 1979 in Chinas Agrarindustrie investierte, und wurde 2012 von der chinesischen Regierung beauftragt, zur Modernisierung des chinesischen Agrarsektors beizutragen.[2] Der Wirtschaftsboss Dhanin Chearavanont hat enge Beziehungen zur Führung der Kommunistischen Partei in China aufgebaut.[3] Bereits 1990 traf er den damaligen chinesischen Führer Deng Xiaoping.[4] Seit den 80er-Jahren öffnete sich China allmählich für ausländische Unternehmen. Die CP Group erhielt 1981 eine Lizenz von der chinesischen Regierung und war das erste ausländische Unternehmen, das in der chinesischen Grossstadt Shenzhen aktiv werden durfte. Auch in der chinesischen Stadt Shantou (Swatow) war die CP Group der erste ausländische Investor. In China ist die CP Group als Chia Tai Group bekannt.[5] Die CP Group ist heute der grösste Einzelinvestor in China.[6] Die Chearavanonts sind ethnische Chinesen.[7]

Varnnee Chearavanont (*1962) fördert die chinesische Sprache in Thailand und eröffnete die erste internationale Universität des Landes, die ihren Schülern Chinesisch beibringt.[8] Etwa 10 bis 15 Prozent der thailändischen Bevölkerung sind ethnische Chinesen. In den letzten Jahren konnten chinesische Unternehmen ihren Einfluss in Thailand erheblich ausweiten. Übrigens sind inzwischen auch chinesische Mafiagruppen stark in Thailand präsent und erhalten bei ihren Aktivitäten Unterstützung und Schutz von thailändischen Politikern und Beamten, was erst vor paar Monaten durch Medienberichte in der Öffentlichkeit bekannt wurde.[9][10][11]

Seit 2012 ist die CP Group der Chearavanont Familie Grossaktionär von Ping An Insurance und war in den letzten Jahren der grösste Aktionär. Ping ist eines der grössten chinesischen Unternehmen und einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt. Die Tochterfirma Ping An Asset Management war 2022 das zweitgrösste chinesische Asset Management-Unternehmen mit einem verwalteten Vermögen im Wert von über 500 Milliarden US-Dollar. Die Tochterfirma Ping An Bank ist eine der 20 grössten chinesischen Banken.

Seit 2015 ist die Chearavanont Familie Grossaktionär von CITIC Limited, ein grosser Mischkonzern mit Sitz in Hongkong. Der Konzern ist unter anderem Hauptaktionär von CITIC Securities, eine der führenden chinesischen Investmentbanken. 2022 verwaltete CITIC Securities über 200 Milliarden US-Dollar. Derzeit ist die Chearavanont Familie der zweitgrösste Aktionär von CITIC Limited. Der grösste Aktionär ist die CITIC Group, die vom chinesischen Staat kontrolliert wird. In den 80er- und 90er-Jahren war die CITIC Group sowohl für ausländische als auch für inländische Investitionen ein wichtiges Fenster nach China und ein Pionier bei chinesischen Auslandsinvestitionen[12]. Die Tochterfirma „China CITIC Bank“ war 2022 die neuntgrösste chinesische Bank. Die CITIC Group ist seit ihrer Gründung 1979 mit der Rong Familie verbunden, eine der wichtigsten Familien in der Geschichte der chinesischen Wirtschaft. Derzeit ist die CITIC Group Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Auch die CP Group der Chearavanont Familie ist zurzeit Partner des WEF. Suphachai Chearavanont gehörte 2019 zu den Co-Vorsitzenden des „Annual Meeting of the New Champions“, ein Treffen des WEF.[6]

Seit 2014 ist die Chearavanont Familie Grossaktionär des japanischen Mischkonzerns Itochu. Im März 2022 war die Chearavanont Familie viertgrösster Aktionär von Itochu mit einem Anteil von 4,3 Prozent. Itochu ist eines der grössten japanischen Unternehmen.

Der Milliardär Dhanin Chearavanont (*1939) hat das Wirtschaftsimperium aufgebaut. Sein Vater hatte 1921 ein Geschäft eröffnet, das Saatgut aus China importierte. Laut dem Forbes-Magazin ist Dhanin der reichste Thailänder, aber die thailändische Königsfamilie wird selbstverständlich um einiges reicher sein. Mitglieder der Chearavanont Familie erhielten Auszeichnungen vom Königshaus.

Dhanin Chearavanont spendete zusammen mit anderen thailändischen Milliardären Geld an das Königshaus.[13] Bei einem Anlass der Königsfamilie traf Dhanin Chearavanont den japanischen Prinzen Akishino.[14]

Der Milliardär Tse Ping ist ein Neffe von Dhanin Chearavanont und war Senior-Vizevorsitzender der CP Group.[15] Das Vermögen von Tse Ping wurde 2022 auf 5,7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Er und seine Tochter leiten derzeit Sino Biopharmaceutical, ein Pharmakonzern mit Sitz in Hongkong.[16] Sino Biopharmaceutical gehörte ursprünglich zur CP Group.

Dhanin Chearavanont veröffentlichte eine Reihe an Artikeln in der japanischen Zeitung Nikkei, in denen er wirtschaftliche Themen behandelt und von seinem Familienunternehmen erzählt. In einem Artikel erzählt er, wie sein Konzern als grosser Lebensmittelproduzent änderte, „wie die Welt isst“.[17] In einem weiteren Artikel berichtet er ausführlich von seinen Auslandskontakten und wie sein Unternehmen von diesen Kontakten profitiert hat. Das ist sehr untypisch für Superreiche, da diese in der Öffentlichkeit für gewöhnlich nicht von ihrem Netzwerk erzählen. Laut dem Artikel von Dhanin gehören bekannten Namen zu seinen Kontakten:

  • Er hat seit Jahrzehnten eine freundschaftliche Beziehung zur berühmten Rockefeller Familie in den USA. Dhanin traf sich mindestens einmal im Jahr mit dem Milliardär David Rockefeller (starb 2017), der einer der führenden Köpfe der US-amerikanischen Elite war. Mit der Unterstützung von David konnte Dhanins Unternehmen in den USA in der Industrie für Masthähnchen aktiv werden. Dhanin erhielt dabei Unterstützung von der Chase Manhattan Bank (heutige JPMorgan Chase), die eine der grössten Banken der Welt war und von David Rockefeller geleitet wurde. Dhanin schrieb: „Die Bekanntschaft mit den Rockefellers war die grosse Belohnung für meine Reise in die Vereinigten Staaten“.
  • Dhanin hatte ein freundschaftliches Verhältnis zum ehemaligen US-Präsidenten George Bush Senior (starb 2018). Bush war auch ein Jahr lang Chef der CIA. Als Dhanins Unternehmen zusammen mit einem amerikanischen Unternehmen eine Firma in Thailand eröffnete, durchschnitt Bush das feierliche Band. Seither traf sich Dhanin alle ein bis zwei Jahre mit Bush.
  • Dhanin kennt den chinesischen Multimilliardär Jack Ma. Dhanin schrieb, er sehe Jack Ma als einen Mentor an und meint, er könne viel von ihm lernen. Jack Ma ist Mitgründer der Alibaba Group, eines der grössten nicht staatlichen Unternehmen Chinas.
  • Dhanin hat Freunde in der Wirtschaft Taiwans. Diese Freunde haben wiederum Freunde in der japanischen Wirtschaft. Die Taiwaner halfen Dhanin dabei, wirtschaftlich in Japan Fuss zu fassen.
  • Ein Freund in Singapur ist der Multimilliardär Goh Cheng Liang. Er galt 2022 als der drittreichste Milliardär in Singapur.
  • Dhanin lernte bei einem Kohlegeschäft in China die niederländische Milliardärsfamilie van Vlissingen kennen, zu der er bis heute ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Die Familie ist alleiniger Eigentümer von gleich zwei niederländischen Grosskonzernen (die BCD Group und die SHV Holdings). Die SHV Holdings half Dhanin dabei, die Grosshandelskette Makro in Thailand einzuführen. Aufgrund der asiatischen Währungskrise in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre sah sich Dhanin gezwungen, seine Makro-Anteile an die SHV Holdings zu verkaufen. 2013 fragte ein Mitglied der van Vlissingen Familie, ob Dhanin seine Anteile zurückkaufen will. Dhanin nahm das Angebot dankend an. Die van Vlissingen Familie ist nicht auf der Milliardärsliste von Forbes und Bloomberg zu finden, aber ihr Vermögen wird ziemlich sicher mehrere Milliarden US-Dollar betragen.

[7][18][19]

Ich befasse mich seit vier Jahren intensiv mit Superreichen und Aristokraten. Mir ist kein anderer Milliardär bekannt, der in den Medien so offen von seinen Kontakten zu anderen Milliardären berichtet hat.

FinanceAsia erstellte eine Liste von asiatischen Wirtschaftsbossen und welche Banken sie als Dienstleister bevorzugen. Laut dieser Liste ist Dhanins bevorzugte Bank die Siam Commercial Bank.[20] Das thailändische Königshaus ist Hauptaktionär der Siam Commercial Bank.

Dhanin Chearavanont kam zur Beerdigung des thailändischen Milliardärs Vichai Srivaddhanaprabha, bei der auch hohe thailändische Politiker dabei waren.[21]

Dhanin Chearavanont ist derzeit im internationalen Beirat der Fudan University, eine der renommiertesten und führenden Universitäten in China. Zum Beirat gehören neben Chinesen auch Baron Charles Powell aus England und Andrónico Luksic aus Chile sowie Rob Speyer und Maurice Greenberg aus den USA.[22] (Stand: 21.3.2023)

Dhanin Chearavanont ist im internationalen Beirat der Duke Kunshan University. Diese Universität in China wurde 2018 von der Duke University aus den USA in Zusammenarbeit mit der chinesischen Wuhan University gegründet und soll die chinesisch-amerikanischen Beziehungen fördern. Neben Dhanin Chearavanont sind noch weitere Milliardäre im Beirat der Duke Kunshan University: Daniel Tsai (Taiwan), Chen Dongsheng (China), Howard Marks (USA), Zhang Lei (China) und David Rubenstein (USA).[23] Übrigens gehört David Rubenstein zur Führung des Weltwirtschaftsforums. (Stand: 10.1.2024)

Dhanin Chearavanont war auch in Vorständen von Unternehmen, die nicht zur CP Group gehören:

  • Er war Direktor der Bank of Ayudhya, eine der grössten thailändischen Banken. Sie wird mehrheitlich von der japanischen Grossbank MUFG kontrolliert.
  • Er war Direktor von Thai Oil, eine Tochterfirma des thailändischen Öl- und Gaskonzerns PTT, der zur Hälfte dem Staat gehört.
  • Er war Vizepräsident von drei kleineren thailändischen Finanzunternehmen.

Er ist auch Ehrenpräsident der Thailändisch-chinesischen Handelskammer.

[24]

Varnnee Chearavanont (*1962) arbeitete drei Jahre lang als Investmentanalyst bei der Chase Manhattan Bank (Rockefeller Familie).[25] Sie studierte in New York an der Fordham University (eine der führenden Jesuiten-Universitäten der Welt). Ihr Ehemann ist ein Michael Ross aus Hongkong.[26] Dem Namen nach ist er ein ethnischer Angelsachse (in der Elite Hongkongs sind seit über 150 Jahren viele Briten präsent).

Quellen:

  1. https://www.bloomberg.com/features/2024-richest-families/
  2. https://www.reuters.com/article/uk-hsbc-pingan-idUKBRE8B40NT20121205
  3. https://www.ft.com/content/b210f07c-1210-3275-9ebc-7c00c47692cf
  4. https://asia.nikkei.com/Spotlight/My-Personal-History/Dhanin-Chearavanont/Dhanin-Chearavanont-21-Faith-in-Deng-Xiaoping-growth-for-CP-Group2
  5. https://web.archive.org/web/20190614084826/https://asia.nikkei.com/Spotlight/My-Personal-History/Dhanin-Chearavanont/Dhanin-Chearavanont-18-Company-0001-the-first-foreign-company-in-Shenzhen2
  6. https://www.weforum.org/agenda/2019/06/annual-meeting-of-the-new-champions-2019-co-chairs/
  7. https://web.archive.org/web/20190301050004/https://asia.nikkei.com/Spotlight/My-Personal-History/Dhanin-Chearavanont/Dhanin-Chearavanont-28-A-wealth-of-friendships2
  8. https://creativetalklive.com/varnnee-chearavanont/
  9. https://www.scmp.com/week-asia/people/article/3202709/jets-drugs-and-fast-cars-super-rich-chinese-gangsters-who-call-thailand-home
  10. https://www.thailand-business-news.com/opinion/95139-chinese-mafia-footprint-in-thailand-raises-questions
  11. https://www.bangkokpost.com/thailand/general/2447697/chinese-gang-links-under-scrutiny
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  14. https://www.bangkokpost.com/thailand/special-reports/1127665/a-tale-of-fish-and-monarchs
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  17. https://asia.nikkei.com/Spotlight/My-Personal-History/Dhanin-Chearavanont/Dhanin-Chearavanont-22-Changing-how-the-world-eats2
  18. https://web.archive.org/web/20181219002131/https://asia.nikkei.com/Spotlight/My-Personal-History/Dhanin-Chearavanont/Dhanin-Chearavanont-14-Breeding-a-better-bird2
  19. https://web.archive.org/web/20181219001928/https://asia.nikkei.com/Spotlight/My-Personal-History/Dhanin-Chearavanont/Dhanin-Chearavanont-23-A-start-in-logistics-through-personal-connections2
  20. https://www.financeasia.com/article/asian-tycoons-top-bankers-part-2/395294
  21. https://www.bangkokpost.com/thailand/general/1569694/celebrities-mourn-vichai-at-elaborate-funeral
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  26. https://th.hellomagazine.com/hello-list/wannee-jiarawanon-2/

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Somerset Familie (Haus Plantagenet)

Die Somerset Familie ist eine der wichtigsten Familien des englischen Adels. Sie stammt im Mannesstamm vom Haus Plantagenet ab, das im Mittelalter die Königsfamilie von England war. Ein bekannter Vorfahre im Mannesstamm ist Richard Löwenherz, der König von England war und den Dritten Kreuzzug anführte. Über die Plantagenet-Dynastie stammt die Somerset Familie im Mannesstamm von König Fulko ab, der mit seiner Frau über das von den Kreuzfahrern gegründete Königreich Jerusalem herrschte.

Das Haus Plantagenet

Graf Charles Somerset (starb 1526) war der Begründer der Somerset Familie. Als Lord Chamberlain of the Household war er der oberste Beamte des Königlichen Haushaltes in England. Sein Ururgrossvater im Mannesstamm war Herzog John von Gaunt (1340-1399), ein Sohn von König Edward III. aus dem Haus Plantagenet. John begründete eine eigene Dynastie, nämlich das Haus Lancaster. Einer von Johns Söhnen bestieg 1399 als König Henry IV. (Heinrich IV.) den Thron von England. Henrys Sohn und Enkel waren die beiden darauffolgenden Könige. Das Haus Lancaster heiratete in mehrere Königsfamilien vom europäischen Festland. Der Lancaster-König Henry VI. (1421-1471) heiratete eine Tochter von René d’Anjou, der aus dem französischen Hochadel kam. René beanspruchte erfolglos den Thron des Kreuzfahrerstaates Jerusalem. Er gründete den Order of the Fleur de Lys, ein bis heute bestehender Orden, in dem britische Adelsfamilien und Hochadlige Mitglied sind.

Herzog John von Gaunt, der das Haus Lancaster begründete, war ein Sohn von König Edward III. aus dem Haus Plantagenet. Die Plantagenet Familie besetzte vor der Lancaster Familie den Thron von England. Nach der Lancaster Familie stellte das Haus York drei Könige von England. Das Haus York war ebenfalls ein Familienzweig der Plantagenet-Dynastie. Nach der York Familie herrschte das Haus Tudor im 16. Jahrhundert als Königsfamilie über England. Der erste König aus der Tudor Familie war Henry VII., der mütterlicherseits aus einem weiteren Familienzweig der Plantagenet-Dynastie kam. Von 1154 bis 1485 stammten alle Könige von England im Mannesstamm aus dem Haus Plantagenet. Auch nach 1485 hatten alle englische Könige Blut der Plantagenet Familie in sich, also auch der heutige König Charles.

Das Haus Plantagenet heiratete in mehrere Hochadelsfamilien. Der Plantagenet-König Richard II. (1367-1400) heiratete eine Tochter des römisch-deutschen Kaisers Karl IV. Das wohl bekannteste Mitglied der Plantagenet-Dynastie war König Richard Löwenherz (1157-1199). Er wollte die Heilige Stadt Jerusalem von den Muslimen zurückerobern und führte den Dritten Kreuzzug an, der aber scheiterte. Bei seinem Kreuzzug erhielt er Unterstützung vom Templerorden. Richard gelang es zwar nicht Jerusalem zu erobern, aber er brachte 1191 die Mittelmeerinsel Zypern unter seine Kontrolle. Im selben Jahr verkaufte er Zypern an den Templerorden (der sehr reich war). Der berühmte Templerorden wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts im Königreich Jerusalem gegründet, einige Jahre nachdem die Christen im Ersten Kreuzzug die Heilige Stadt erobert hatten und den Kreuzfahrerstaat Jerusalem errichteten. Der Templerorden wurde nach dem salomonischen Tempel benannt, der vor 3000 Jahren von den Davididen (damalige Königsfamilie von Jerusalem) errichtet worden war.

Die Könige aus dem Haus Plantagenet hatten ein gutes Verhältnis zum Templerorden. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurden die Templer verfolgt und ihr Orden aufgelöst, was vom französischen König Philipp IV. (aus der Kapetinger-Dynastie) angezettelt wurde. Zu dieser Zeit regierte der Plantagenet-König Edward II. über England, der ein Schwiegersohn von Philipp IV. war. König Edward nahm die Templer in Schutz. Jedoch übte sein Schwiegervater Druck auf ihn aus, worauf sich Edward gezwungen sah, die Templer verhaften zu lassen. In Frankreich wurden die Templer gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. In England weigerte man sich aber, Folter anzuwenden und es wurden keine Templer zum Tode verurteilt. Der oben erwähnte Order of the Fleur de Lys sieht sich als Nachfolger des Templerordens und glaubt, dass Templer während der Verfolgung auf die britische Insel flüchteten und dort im Königreich Schottland Schutz und Zuflucht fanden. Im Order of the Fleur de Lys sind seit seiner Gründung 1439 schottische Adelsfamilien vertreten. Das Haus Plantagenet war über Heiraten mit der schottischen Königsfamilie verbunden. Der Templerorden stand im Dienste des Papstes und des Königreiches Jerusalem, das 1099 von der Kreuzfahrer-Elite gegründet wurde. 1187 konnten die Muslime die Heilige Stadt Jerusalem zurückerobern. Dies war ein harter Schlag für den Hochadel und den Kirchenstaat, aber auch für den Templerorden. Hochadel, Papst und Templer versuchten mit mehreren Kreuzzügen die Stadt zurückzugewinnen, aber ohne Erfolg. Der Order of the Fleur de Lys sah seit seiner Gründung 1439 die Wiederherstellung des jüdisch-christlichen Königreichs Jerusalem mit seinem rechtmässigen König als das oberste Ziel an. Im Ersten Weltkrieg gelang es den Briten Ende des Jahres 1917, Jerusalem zurückzuerobern und beendeten damit die mehr als 700-jährige muslimische Herrschaft über das Heilige Land. Mit der Gründung des heutigen Staates Israel 1948 hat der Order of the Fleur de Lys sein Ziel zur Hälfte erreicht, nur der rechtmässige König fehlt noch. Der rechtmässige König von Jerusalem (der Messias) muss von der Königsdynastie der Davididen abstammen, die im ersten Jahrtausend vor Christus über das alte Königreich Israel und die Stadt Jerusalem geherrscht hatte. In der Bibel steht, dass Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen war. Daher beanspruchte Jesus den Titel des Messias. Die Davididen hatten den salomonischen Tempel errichtet. Die Templer, die Freimaurer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Auch viele religiöse Juden sehen den Tempel als heilig an.

Der erste König aus der Plantagenet-Dynastie war Henry II. (1133-1189), der neben England auch über Westfrankreich herrschte. Über seine Mutter war er ein Nachkomme der vorherigen Könige von England. Henrys Vater war der Begründer der Plantagenet-Dynastie. Henrys Grossvater Fulko war von 1131 bis 1143 König des Kreuzfahrerstaates Jerusalem und herrschte somit über die Heilige Stadt. Fulko kam aus dem französischen Hochadel. Seine Nachkommen stellten die folgenden Könige von Jerusalem, während ein anderer Familienzweig das Haus Plantagenet gründete und über England herrschte. Die Plantagenet-Könige von England waren daher mit den Königen von Jerusalem verwandt.

König Henry II. war über seine Grossmutter Matilda von Schottland (1080-1118) ein Nachkomme von Kenneth MacAlpin (lebte im 9. Jahrhundert). MacAlpin war der erste König des damals gegründeten Königreichs Schottland. Alle Könige von Schottland hatten Blut von MacAlpins Familie in sich. 1707 wurde Schottland Teil des Vereinigten Königreichs und wird seither von der britischen Königsfamilie regiert. Ab da waren alle Könige des Vereinigten Königreiches Nachkommen von MacAlpin, also auch der heutige König Charles. Das heutige Königshaus ist durch diese Abstammung legitimiert, über Schottland zu herrschen.

König Henry II. war über seine Grossmutter Matilda von Schottland ein Nachkomme der Familie Wessex, die im 10. Jahrhundert das Königreich England gegründet hatte. Das Haus Wessex stellte die ersten sieben Könige von England. Die Dynastie hatte bereits zuvor über das Königreich Wessex geherrscht, das den südlichen Teil des heutigen Englands ausmachte. Zu Beginn des 11. Jahrhunderts wurde das Haus Wessex von einer verfeindeten Dynastie gestürzt. Als der Plantagenet-König Henry II. 1154 an die Macht kam, war wieder ein Nachkomme der Wessex Familie auf dem englischen Thron. Seit Henry II. hatten alle Könige von England Blut der Wessex Familie in sich, darunter auch der heutige König Charles. Das heutige Königshaus ist durch diese Abstammung legitimiert, über England zu herrschen (so funktioniert Erbmonarchie). Der Überlieferung nach war König Cerdic der Stammvater der Wessex Familie. Cerdic soll im 6. Jahrhundert gelebt haben. Der Legende nach stammte er vom Gott Woden/Odin ab, welcher der König der Götter war. Odin ist übrigens auch der legendäre Stammvater der skandinavischen Königshäuser. Er galt ursprünglich sogar als der erste König von Schweden, aber seit der Christianisierung verlor der heidnische Gott seinen Status als Urvater der Könige.

So viel ich weiss, waren die Familienzweige der Plantagenet-Dynastie bis zum 16. Jahrhundert im Mannesstamm ausgestorben, mit einer Ausnahme, nämlich die bis heute bestehende Herzogsfamilie Somerset. Die Somerset Familie ging aus einer unehelichen Linie der Plantagenet-Dynastie hervor. Als Bastardlinie hatte die Somerset Familie nie Anspruch auf den Thron von England erheben können, trotz ihres königlichen Blutes. Durch die Abstammung vom Haus Plantagenet gehört die Somerset Familie auch zu den Nachkommen der Könige Fulko, MacAlpin und Cerdic.

Die Herzöge von Beaufort

Seit 1682 stellt die Somerset Familie den Herzog von Beaufort. Die Herzöge stehen in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Bemerkenswerte Herzöge aus der Somerset Familie wären:

Henry Somerset, der 5. Herzog von Beaufort

Herzog Henry Somerset (1744-1803) war Freimaurer. Von 1767 bis 1772 war er Grossmeister der Freimaurer in England. (Quelle: 1, 2, 3) Die Freimaurerei entstand in Grossbritannien, vor allem in Schottland. Es gibt die Theorie, dass die britische Freimaurerei auf den oben erwähnten Templerorden zurückgeht. Es gibt auch Freimaurer im britischen Adel, die an diese Theorie glauben.

Die Freimaurer-Grossmeister von England kamen fast alle aus führenden britischen Adelsfamilien, unter anderem aus der Königsfamilie. (Quelle: 1 und 2) Inzwischen haben durch Heiraten viele der führenden britischen Adelsfamilien Blut der Plantagenet-Könige in sich sowie auch Blut der Könige Fulko, MacAlpin und Cerdic. Das königliche Blut ist durch Heiraten auch bei bekannten britischen Hofbankiers angekommen, darunter bei den Familien Rothschild, Baring, Smith und Hambro. Nat Rothschild, der nach dem Tod seines Vaters den Adelstitel eines Barons erben wird, hat über seine Mutter Serena Blut dieser Könige in sich. Durch Heiraten haben wiederum auch einige britische Adlige Blut der Rothschilds in sich, beispielsweise David Cholmondeley, der derzeitige Markgraf von Cholmondeley.

Übrigens: Seit 1917 war es offiziell, dass der britische Adel gemeinsam mit Zionisten wie Baron Walter Rothschild an der Wiederherstellung Israels arbeiteten (Balfour-Deklaration). Die Rothschild Familie brachte Freimaurer hervor, darunter hochrangige und Logengründer (Quelle: 1 und 2). Viele Verschwörungstheoretiker glauben, hinter der Gründung des heutigen Israels stehe eine jüdische Verschwörung, aber ich vermute, dass auch eine britisch-freimaurerische Kraft die Gründung vorangetrieben hatte. Die Gründung Israels wurde 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg umgesetzt. Der Vorgängerstaat Palästina wurde seit Ende des Ersten Weltkrieges 1918 von den Briten kontrolliert und war de facto eine britische Kolonie. Die Briten übergaben 1948 das Land schliesslich an die Juden. Wie oben bereits erwähnt wurde, gibt es bereits seit 1000 Jahren Adlige, die glauben, sie hätten eine Aufgabe auf Erden zu erfüllen: Die Gründung eines Königreichs mit Jerusalem als Hauptstadt, wie es in der Bibel und im Tanach beschrieben wird. Der heutige König fehlt noch in Israel. Das Problem ist, dass viele Juden einen christlichen Adligen nicht als ihren König und Messias akzeptieren würden, selbst wenn er beweisen könnte, dass er ein legitimer Nachfolger der Davididen ist. Die heutigen angeblichen Nachkommen der Davididen sind christliche Aristokratenfamilien, da die jüdische Königsdynastie der Davididen mit anderen nicht jüdischen Königsfamilien Kinder zeugten (König Salomo hatte siebenhundert Hauptfrauen und dreihundert Nebenfrauen, darunter die Königin von Saba und die Tochter eines Pharaos). Ein weiterer interessanter Punkt in diesem Zusammenhang ist der Stein von Scone. Der sagenumwobene Stein wird beim Krönungsritual der britischen Könige verwendet. Auch bei der Krönung von König Charles III., die in Kürze stattfinden wird, ist geplant, dass der Stein wieder zum Einsatz kommt. Der erste König, der auf dem Stein von Scone gekrönt wurde, war der bereits erwähnte schottische König MacAlpin im 9. Jahrhundert. Der Stein ist eng mit der Geschichte und Tradition der Freimaurer verbunden. Legenden zufolge wurde der Stein vor langer Zeit von einer ägyptischen Pharaonenprinzessin von Ägypten auf die britische Insel gebracht. Legenden, die in die britische Freimaurerei einflossen, besagen, dass der Stein ursprünglich aus Jerusalem stammt und der Krönungsstein der Davididen war. Falls in Zukunft in Israel die Monarchie eingeführt wird, dann könnte man den König von Israel auf dem Stein von Scone krönen, so wie vor 3000 Jahren.

Herzog Henry Somerset gründete 1771 die Freimaurergrossloge von North Carolina in den USA. Einige Jahre später leiteten Mitglieder der Loge die Gründung des US-Bundesstaates North California. Mehrere Gouverneure des Bundesstaates waren Freimaurer. (Quelle) North Carolina war vor 1776 noch eine britische Kolonie gewesen. 1776 machten sich North Carolina und weitere britische Kolonien in Nordamerika unabhängig vom britischen Königreich. Durch den Zusammenschluss der Kolonien entstanden die USA. Mehrere der Gründerväter der USA waren Freimaurer, unter anderem der erste US-Präsident George Washington. Bis zum Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1775 stand die Freimaurerei in den USA unter der Kontrolle und Aufsicht der adligen Freimaurer aus Grossbritannien. Da Freimaurer die Unabhängigkeitsbewegung und die Gründung der USA anführten, scheint es so, dass die britischen Freimaurer die Kontrolle über die amerikanische Freimaurerei verloren hatten. Es gibt aber die Verschwörungstheorie, dass die Amerikanische Unabhängigkeitsbewegung von britischen Interessensvertretern und Agenten unterwandert war. Der Theorie nach hatten die Briten ihr Freimaurernetzwerk während und nach der Revolution zu Spionagezwecke genutzt. In der Anfangszeit der USA waren Verschwörungstheorien in der amerikanischen Gesellschaft Mainstream. Bis ins 19. Jahrhundert fürchteten sich viele US-Politiker von Verschwörungen und glaubten, dass Freimaurer, Illuminaten und britische Agenten die USA unterwandern. Die erste Drittpartei der USA war die 1828 gegründete Anti-Masonic Party, die sich das Ziel gesetzt hatte, die Freimaurerei im Land zu bekämpfen.

Herzog Henry Somerset ernannte im Jahr 1771, also einige Jahre vor der Gründung der USA, Josef Montfort zum obersten Freimaurer in Amerika. Montfort gilt als der einzige Grossmeister, der die gesamte Freimaurerei in Amerika anführte. Er starb im März 1776, also einige Monate vor der Gründung der USA. (Quelle: 1, 2, 3). Da die britische Freimaurerführung grosses Vertrauen in Montfort hatte, erhielt er die „Befugnis und Autorität“, Freimaurer zu ernennen und Logen zu gründen. Montfort wurde auf dem Gelände einer Freimaurerloge mit dem Namen „Royal White Hart Lodge No. 2“ in North California begraben. (Quelle) Sein Schwiegersohn Willie Jones beteiligte sich an der Gründung des US-Bundesstaates North Carolina. (Quelle)

Henry Somerset, der 10. Herzog von Beaufort

Herzog Henry Somerset (1900-1984) heiratete in die britische Königsfamilie und war ein Freund der Royals. Er wurde in den Privy Council (Geheimrat der Königsfamilie) aufgenommen. Als jahrzehntelanger „Master of the Horse“ war er für die Pferde der Königsfamilie zuständig. Er war auch Kanzler der University of Bristol.

David Somerset, der 11. Herzog von Beaufort

Herzog David Somerset (1928-2017) vertrat von 1984 bis 1999 die Konservative Partei im House of Lords. Er heiratete die Tochter eines Markgrafen. Bei der Hochzeit war der britische König George VI. (hochrangiger Freimaurer) dabei. David Somerset kannte den Künstler Lucian Freud und besuchte mit ihm die Eröffnung der Kunstausstelllung von Thyssen-Bornemisza (Fotos: 1 und 2). Lucian Freud war ein Enkel des berühmten Sigmund Freud.

Als David Somerset 2017 starb, kam der damalige Prinz von Wales (der heutige König Charles) zur Beerdigung. König Charles ist ein alter Freund der Herzogsfamilie Somerset. (Quelle)

Henry Somerset, der 12. Herzog von Beaufort

Henry Somerset (*1952) ist der derzeitige Herzog von Beaufort. Er ist Hobby-Rocksänger. Sein Vermögen wurde 2017 auf 315 Millionen Pfund geschätzt, also mehr als 350 Millionen US-Dollar. (Quelle)

Henry Somerset heiratete in erster Ehe die Schauspielerin Tracy Ward. Sie kommt väterlicherseits aus der Grafenfamilie Ward und mütterlicherseits aus der Bankiersfamilie Baring. (Quelle) Ihre Schwester ist die Filmregisseurin Rachel Ward, die kurze Zeit David Kennedy datete (ein Neffe von US-Präsident John F. Kennedy).

Henry Somerset heiratete in zweiter Ehe die Journalistin Georgia Powell. Ihre Grossmutter mütterlicherseits, Madelina, kam aus der Grenfell Familie. (Quelle) Die Grenfell Familie brachte Politiker, Militärs sowie führende Banker hervor und wurde in den britischen Adel aufgenommen. Im Finanzwesen wurde die Familie durch die Investmentbank Morgan Grenfell bekannt. Madelina Grenfells Ehemann, der Grossvater von Georgia Powell, kam mütterlicherseits aus der jüdischen Goldsmid Familie (Quelle). Diese erhielt 1841 den erblichen Titel eines Baronet und war damit die erste jüdische Familie, die in den britischen Erbadel aufgenommen wurde. Die Goldsmid Familie ist nicht zu verwechseln mit der jüdischen Goldsmith Familie, die ebenfalls zur britischen Elite gehört.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Markgraf Charles Somerset (1660-1698) war im Komitee der East India Company und gehörte damit zur Führung der wichtigsten britischen Handelskompanie. Charles Schwiegervater Josiah Child war Gouverneur der East India Company, also der Chef der Handelskompanie. Die East India Company bestand vom Jahr 1600 bis 1874 und war das vermutlich mächtigste Unternehmen der Menschheitsgeschichte. Auf ihrem Höhepunkt machte sie die Hälfte des Welthandels aus und besass eine Privatarmee, die doppelt so gross wie die britische Armee war.

Lady Mary Somerset (1664-1733) heiratete James Butler, der 2. Herzog von Ormonde. Der Herzog kam mütterlicherseits aus der niederländischen Königsfamilie, die damals nicht als Könige, sondern als Statthalter über die Niederlande herrschte. Der niederländische Statthalter Wilhelm III. war von 1689 bis 1702 auch König von Grossbritannien.

Lady Henrietta Somerset (1690-1726) war die Grossmutter väterlicherseits des britischen Premierministers Augustus FitzRoy (der 3. Herzog von Grafton).

Lord Charles Somerset (1767-1831) war Gouverneur der britischen Kapkolonie in Südafrika.

Lady Augusta Somerset (1816-1850) heiratete den österreichischen Diplomaten Philipp von Neumann, der vom österreichischen Kaiser geadelt wurde.

Lady Emily Somerset (1828-1895) heiratete den schottischen Aristokraten George Hay-Drummond, der 12. Graf von Kinnoull. Georges Vater, der 11. Graf von Kinnoull, war Grossmeister der Freimaurer in Schottland (Quelle: 1 und 2). Emilys Tochter Muriel heiratete den deutschen Adligen Alexander zu Münster, der mütterlicherseits aus der russischen Hochadelsfamilie Galitzin kam.

Lord Henry Somerset (1849-1932) war Mitglied des Privy Council sowie Comptroller of the Household und damit Rechnungsprüfer des Königlichen Haushaltes. Sein gleichnamiger Bruder Henry Somerset (1851-1926) war in den Cleveland-Street-Skandal involviert.

Henry Plantagenet Somerset (1852-1936) gehörte zur Elite der britischen Kolonie Queensland in Australien.

George Somerset (1857-1921), der 3. Baron Raglan, war Vizegouverneur der Isle of Man, eine britische Insel. Er war auch Grossmeister der Freimaurer auf der Isle of Man. (Quelle: 1 und 2) Sein Sohn Baron FitzRoy Somerset (1885-1964) heiratete Julia Hamilton. Julias Vater, Lord Robert Udny-Hamilton, war Grossmeister der Freimaurer in Schottland. (Quelle: 1 und 2) Lord Robert war auch Grosskommandant des Order of the Fleur de Lys. Der Orden wurde oben bereits erwähnt. Mehrere der Grosskommandanten des Ordens waren hochrangige Freimaurer.

Lord John Somerset (*1964) heiratete Lady Cosima Vane-Tempest-Stewart, die Tochter eines Markgrafen. Cosima hatte zuvor in die Fry Familie geheiratet, die im 18. Jahrhundert das Schokoladenunternehmen „J. S. Fry & Sons“ gegründet hatte.

Die Somerset Familie heiratete mehrfach in die Bankiersfamilie Smith, eine der ältesten Familien der britischen Finanzelite. In der 500-jährigen Geschichte der Somerset Familie gab es viele Heiraten in britische Adelsfamilien.

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Péladeau Familie

Die Péladeau Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern Kanadas. Die Familie besitzt mehrheitlich den Medienkonzern Quebecor.

Quebecor ist eines der grössten und mächtigsten Unternehmen in der kanadischen Medienlandschaft. Der Quebecor-Konzern besitzt viele kanadische Fernsehsender, Magazine und Zeitungen, darunter Le Journal de Montréal und Le Journal de Québec. Diese sind die zwei grössten Zeitungen in Quebec und zwei der auflagenstärksten kanadischen Zeitungen. Zum Quebecor-Konzern gehört auch Videotron, eines der grössten Telekommunikationsunternehmen Kanadas. Bis 2015 kontrollierte die Péladeau Familie über die Sun Media Corporation noch Dutzende weitere Zeitungen, die inzwischen zum Postmedia Network gehören, das derzeit wichtigste Zeitungsunternehmen Kanadas. Jedes Jahr unterstützt Quebecor aktiv mehr als 400 Organisationen in den Bereichen Kultur, Gesundheit, Bildung, Umwelt und Unternehmertum.

Pierre Péladeau (1925-1997) hatte das Familienunternehmen 1965 gegründet. Er sagte: „Ich habe grossen Respekt vor Juden, aber sie nehmen zu viel Platz ein.“

Sein gleichnamiger Sohn Pierre Karl Péladeau (*1961) gilt als einer der reichsten und einflussreichsten Männer in Québec (die grösste Provinz Kanadas). 2022 wurde sein Vermögen auf 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Er ist in der Politik und war Führer der Opposition in Québec. Von 2015 bis 2016 war er Vorsitzender der Parti Québécois. Diese Partei strebt die Unabhängigkeit Québecs von Kanada an. Pierres Tochter ist ein Patenkind der berühmten Sängerin Céline Dion.

Pierre Karl Péladeau kennt und schätzt die Rogers Familie. Diese gehört zu den reichsten Kanadiern.

Pierre Karl Péladeau hat ein gutes Verhältnis zu Brian Mulroney, der von 1984 bis 1993 Premierminister von Kanada war. Mulroney ist derzeit sogar Vorsitzender von Quebecor und kennt über den Vorstand weitere Mitglieder der Péladeau Familie. Übrigens ist Mulroney zurzeit im Vorstand des US-amerikanischen Finanzkonzerns Blackstone. Dadurch wird er Stephen Schwarzman und James Breyer kennen, zwei jüdische Milliardäre aus den USA. Mulroney ist auch Vorsitzender des internationalen Beirats des kanadischen Bergbaukonzerns Barrick Gold, einer der weltweit grössten Goldproduzenten. Zum internationalen Beirat von Barrick Gold gehören der venezolanische Milliardär Gustavo Cisneros sowie der deutsche adlige Expolitiker Karl-Theodor zu Guttenberg. (Stand: 6.3.2023) Barrick Gold wurde vom kanadisch-jüdischen Geschäftsmann Peter Munk gegründet, der mit Brian Mulroney befreundet war.

Pierre Karl Péladeau erhielt den Ordre national du Québec, ein Verdienstorden von Québec.

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Mao Familie

Der Chinese Mao Zedong (1893-1976) war 1921 Mitgründer der Kommunistischen Partei Chinas. Ab 1935 stand er an der Spitze der Partei und führte die Kommunisten im Chinesischen Bürgerkrieg an. Er ging 1949 als Sieger aus dem Bürgerkrieg hervor und gründete die Volksrepublik China, die bis heute von der Kommunistischen Partei regiert wird.

Mao herrschte von 1949 bis 1959 als Diktator über China und war danach bis zu seinem Tod 1976 immer noch Vorsitzender der Kommunistischen Partei. Er war einer der brutalsten Herrscher des letzten Jahrhunderts und wird insgesamt für bis zu 40 bis 80 Millionen Tote verantwortlich gemacht (Quelle). Geschätzt 2,5 Millionen starben durch brutale Misshandlung und Folter. Der Grossteil der Opfer im Mao-Regime starb durch Hungersnöte. Womöglich wurden die Hungertoten bewusst von Mao einkalkuliert, denn er meinte: „Wenn es nicht genug zu essen gibt, verhungern die Menschen. Es ist besser, die Hälfte der Menschen sterben zu lassen, damit die andere Hälfte genug zu essen hat.“ (Quelle) China war bereits damals sehr bevölkerungsreich mit etwa einem Fünftel der Menschheit als Einwohner. Die Kommunistische Partei sah die Überbevölkerung im Land als grosse Bedrohung an. Von 1979 bis 2015 gab es in China daher die Ein-Kind-Politik, durch die gesetzlich geregelt war, dass ein Paar nicht mehr als ein Kind bekommen durfte. Seit 2015 dürfen Paare zwei Kinder bekommen.

Maos Nachkommen sind bis heute bei der Kommunistischen Partei präsent. Sie besetzen dort aber keine hohen Positionen und nach offiziellen Angaben hat die Mao Familie heute keinen grossen Einfluss auf die Partei mehr. In diesem Beitrag hab ich jedoch Informationen zusammengetragen, die darauf hindeuten, dass Mitglieder der Mao Familie und ihre Freunde immer noch zum inneren Kreis der kommunistischen Parteielite gehören.

Bereits seit mehreren Jahren sind die vier grössten Banken der Welt chinesische Banken. In China werden die führenden Grossbanken von der Kommunistischen Partei kontrolliert. Chinas staatliches Finanzwesen ist inzwischen der weltweit grösste Kreditgeber bzw. Gläubiger. Auch die Mehrheit der wichtigen chinesischen Grosskonzerne befinden sich im Besitz des Staates, also im Besitz der Kommunistischen Partei. Seit 2010 ist China nach BIP die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt und war in den letzten Jahren die grösste Exportnation der Welt. Die chinesischen Börsen von Shanghai, Shenzen und Hongkong gehören zu den zehn grössten Aktienmärkten der Welt. Somit hat sich die Kommunistischen Partei, die ursprünglich Grosskonzerne, Banken und Aktienmärkte ablehnte, zu einem der mächtigsten Player in der Weltwirtschaft entwickelt.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Maos Vater war ein Getreidehändler gewesen. Maos Bruder Zemin (1896-1943) gehörte ebenfalls schon früh zur Elite der Kommunistischen Partei. Er leitete die Staatsbank im kommunistischen Territorium während des Chinesischen Bürgerkriegs. 1943 wurde er vom Warlord Sheng Shicai festgenommen und hingerichtet.

Wang Hairong (1938-2017) war eine Grossnichte von Mao Zedong. In den 60er- und 70er-Jahren war sie eine der führenden chinesischen Diplomaten und von 1974 bis 1979 diente sie als Vizeaussenminister von China. Sie war bei einem geheimen Chinabesuch des führenden US-amerikanischen Diplomaten Henry Kissinger dabei. Bei einem Besuch des US-Präsidenten Richard Nixon fungierte sie als Dolmetscher zwischen Nixon und Mao Zedong. (Quelle: 1 und 2) Als Wang Hairong 2017 starb, haben hohe chinesische Politiker Kränze als Beileidsbekundung zur Beerdigung geschickt, darunter Expräsident Hu Jintao sowie die ehemaligen Ministerpräsidenten Li Peng, Zhu Rongji und Wen Jiabao. Demnach hatte Wang Hairong immer noch hohes Ansehen in der kommunistischen Elite. Bei der Beerdigung waren Mitglieder der Mao Familie dabei. (Quelle) Auch der derzeitige Präsident Xi Jinping schickte einen Kranz und die Töchter von Deng Xiaoping kamen zur Beerdigung. (Quelle: 1 und 2) Deng Xiaoping galt in den 80er-Jahren als der oberste Führer in China und öffnete das Land, das zuvor von Mao Zedong isoliert worden war. Die Reformen von Deng Xiaoping führten zur Chinas Integration in die Weltwirtschaft.

Shao Hua (1938-2008), eine Schwiegertochter von Mao Zedong, war Generalmajor der Volksbefreiungsarmee. Von 1988 bis 2002 war sie Mitglied der „Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes“ (CPPCC), ein Beratungsgremium der Regierung. (Quelle)

Maos Enkel

Mao Xinyu (*1970), ein Enkel von Mao Zedong, war Mitglied der CPPCC. Er wurde 2010 zum Generalmajor der Volksbefreiungsarmee ernannt und ist einer der jüngsten Generalmajore der Armee. Die Volksbefreiungsarmee ist das personell grösste Militär der Welt und ist der bewaffnete Arm der Kommunistischen Partei. Bei der Ernennung von Mao Xinyu zum Generalmajor wurde kritisiert, er habe den Rang nur wegen seiner familiären Verbindungen erreicht. Mao Xinyu gab in einem Interview zu, dass sein familiärer Hintergrund seine Beförderung begünstigt hatte. (Quelle) Seine Ernennung zum Generalmajor geschah auf Befehl des damaligen Präsidenten Hu Jintao und Liu Yuan führte den Vorsitz der Verleihung. (Quelle) Liu Yuan ist ein pensionierter General der Volksbefreiungsarmee und ehemaliger Politiker. Sein Vater Liu Shaoqi war von 1959 bis 1968 Präsident von China gewesen und war somit der Nachfolger von Mao Zedong. Liu Yuan, der 2015 in den Ruhestand gegangen ist, half dem heutigen chinesischen Präsidenten Xi Jinping nach dessen Machtübernahme korrupte Offiziere zu verfolgen und war bei diesem Vorgang ein wichtiger Verbündeter des Präsidenten. (Quelle) Liu Yuan und Xi Jinping hatten sich bereits 1979 bei einer Studiengruppe kennengelernt, also lange vor Jinpings politischem Aufstieg. (Quelle)

Mao Xinyu war 2015 bei einer grossen Militärparade dabei, bei der der 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs gefeiert wurde. (Quelle) 2011 schüttelte er auf einem Parteitag dem damaligen Präsidenten Hu Jintao die Hand. (Quelle) 2018 wurde Mao Xinyu zum Vizepräsidenten des „Instituts für Kriegsforschung der Akademie der Militärwissenschaften“ ernannt, wo er dann den derzeitigen Präsidenten Xi Jinping traf. (Quelle) Mao Xinyu gilt in der chinesischen Öffentlichkeit als Witzfigur, da er im Fernsehen peinliche Auftritte hinlegte (beispielsweise popelte er während einer Talkshow in der Nase).

Ein weiterer Enkel von Mao Zedong ist Wang Xiaozhi (*1972). Bei dessen Hochzeit war der oben erwähnte General Liu Yuan Trauzeuge und hielt vor Hunderten von Verwandten und Freunden der Mao Familie eine Rede. Liu Yuan hatte die Heirat arrangiert, zusammen mit Bo Xicheng. Bo Xicheng ist ein Bruder von Bo Xilai und ein Sohn von Bo Yibo. (Quelle: 1, 2, 3) Diese beiden waren hohe Politiker, die zur Führungsriege der Kommunistischen Partei gehörten. Somit hatte die Mao Familie auch nach dem Jahr 2000 persönlichen Kontakt zu Personen aus der Parteielite. Bo Xilai wurde 2013 wegen Korruption zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Frau bekam ebenfalls lebenslänglich, weil sie für die Ermordung des britischen Geschäftsmanns Neil Heywood verantwortlich sein soll. (Quelle) Neil Heywood arbeitete in China und hatte Kontakt zur Bo Familie. Er arbeitete regelmässig für das britische Beratungsunternehmen Hakluyt & Company, das 1995 von Beamten der britischen Geheimdienste gegründet wurde. (Quelle) Bo Xilai galt bis zu seiner Verhaftung als der grösste Konkurrent des heutigen Präsidenten Xi Jinping.

Übrigens: Bo Guagua, der Sohn von Bo Xilai, studierte an Oxford in England und an Harvard in den USA. (Quelle) Er arbeitet für die Power Corporation of Canada, ein kanadischer Grosskonzern. Der Konzern wird von der Desmarais Familie kontrolliert, die zu den reichsten und mächtigsten Familien Kanadas gehört. Die Familien Desmarais und Bo sind schon seit drei Familiengenerationen miteinander verbunden. Das erste Treffen soll in den 70er-Jahren in Kanada mit Bo Yibo und Paul Desmarais Sr. stattgefunden haben. (Quelle) Zudem hatte Bo Guagua ein romantisches Verhältnis mit Chen Xiaodan. Diese kommt aus der Chen Familie, die bereits vor der Gründung der Volksrepublik China zur Elite der Kommunistischen Partei gehörte. (Quelle: 1 und 2)

Familien wie Mao, Chen, Bo und Liu werden manchmal als der „rote Adel“ bezeichnet, da diese Familien inzwischen eine Art Aristokratie innerhalb der Kommunistischen Partei bilden.

Li Min

Li Min (*1936) ist eine Tochter von Mao Zedong. Sie war wie weitere Verwandte nach dem Jahr 2000 Mitglied der CPPCC. Dmitri Medwedew, der von 2008 bis 2012 Präsident von Russland war, besuchte 2010 China und traf dabei Li Min. Beim Treffen war auch Liu Aiqin dabei, die Tochter von Liu Shaoqi. (Quelle) Die Liu Familie wurde oben bereits erwähnt. Li Min und Liu Aiqin sowie weitere Nachkommen von berühmten chinesischen Kommunisten trafen 2015 Andrey Denisov, den damaligen russischen Botschafter in China, der ihnen die Jubiläumsmedaille zum „Sieg im Grossen Vaterländischen Krieg 1941-1945“ überreichte. Die Verleihung wurde vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angeordnet, der die Gedenkmedaille zur Ehre des Sieges der Kommunisten über Nazideutschland gestiftet hatte. (Quelle: 1 und 2)

Li Min war 2013 bei einem Anlass in der „Grossen Halle des Volkes“ zum Gedenken an den kommunistischen Revolutionär und Politiker Xi Zhongxun. Zhongxun war der Vater des heutigen Präsidenten Xi Jinping. Beim Anlass waren neben Li Min und Xi Jinping auch der bereits erwähnte General Liu Yuan (Freund der Mao Familie) dabei sowie Deng Pufang. (Quelle) Pufangs Vater Deng Xiaoping galt in den 80er-Jahren als der oberste Führer in China.

Bei einem weiteren Anlass im Jahr 2013 kam Präsident Xi Jinping auf Li Min zu, schüttelte ihr lächelnd die Hand und verbeugte sich dabei leicht. (Quelle) Präsident Xi Jinping veranstaltete 2013 ein Familienbankett für Li Min, um Mao Zedong zu Ehren. Laut einer Quelle, die sagt, sie habe mit einem Mitglied der Mao Familie gesprochen, soll Xi Jinping der Familie von Li Min geholfen haben, indem er ihnen einen Koch, einen Fahrer und eine Sekretärin sowie zwei Wachen zur Verfügung stellte. (Quelle)

Li Min nahm 2013 an der Gedenkveranstaltung zum 120. Geburtstag von Mao Zedong teil, bei der weitere Mitglieder der Mao Familie dabei waren. (Quelle)

Li Min heiratete 1959 Kong Linghua. Neben ihrem Vater Mao Zedong waren weitere Führungskräfte der Kommunistischen Partei bei der Hochzeit dabei. Kong Linghua war der Sohn von Kong Congzhou, ein hochrangiger Militär der Volksbefreiungsarmee. Der Überlieferung nach war er ein Nachkomme von Konfuzius. (Quelle: 1, 2, 3) Konfuzius war ein chinesischer Philosoph, der im 5. und 6. Jahrhundert vor Christus lebte. Die Lehren des Konfuzianismus haben bis heute viel Einfluss auf die Kultur in China, Japan, Korea, Singapur und Taiwan. Vom 2. Jahrhundert vor Christus bis zum Jahr 1912 war der Konfuzianismus eine Art Staatsreligion in China. (Quelle) Bevor Kong Linghua der Kommunistischen Partei beitrat, war er General bei der Kuomintang-Armee gewesen, lief dann aber zu den Kommunisten über. (Quelle: 1 und 2) Im Chinesischen Bürgerkrieg von 1927 bis 1949 war die Kuomintang-Partei der Erzfeind der Kommunistischen Partei, was weiter unten genauer erläutert wird.

Kong Dongmei und Dongsheng Chen

Kong Dongmei (*1972) ist eine Enkelin von Mao Zedong und über ihren Vater eine Nachkommin von Konfuzius. Sie studierte an University of Pennsylvania in den USA. (Quelle) Obwohl sie den antikapitalistischen Mao-Kult über Bücher fördert, heiratete sie den chinesischen Unternehmer Dongsheng Chen, den man durchaus als Kapitalisten betrachten könnte. 2022 wurde Chens Vermögen auf 3,3 Milliarden US-Dollar geschätzt und im Jahr davor waren es noch 4,9 Milliarden. Er ist Gründer und Vorsitzender von Taikang Life Insurance, eines der grössten Versicherungsunternehmen Chinas. (Quelle) Die Tochterfirma Taikang Asset Management war 2021 das sechstgrösste chinesische Asset Management-Unternehmen mit einem verwalteten Vermögen von über 250 Milliarden US-Dollar. (Quelle: 1 und 2) Taikang Life Insurance ist nicht an der Börse, aber die US-amerikanische Grossbank Goldman Sachs und der deutsche Finanzkonzern Allianz besitzen Anteile am Unternehmen. (Quelle) Taikang Life Insurance war eine Zeit lang Hauptaktionär des traditionsreichen und grössten Auktionshauses Sotheby’s. Dongsheng Chen ist zudem Gründer und Vorsitzender von China Guardian, ebenfalls eines der fünf grössten Auktionshäuser der Welt. Dadurch hat er eine tiefe Verbindung zum chinesischen Kunstmarkt. Man fand seinen Namen in den Panama-Papers. (Quelle)

Dongsheng Chen ist derzeit im Vorstand von Xiaomi. Der chinesische Konzern ist einer der weltweit grössten Produzenten von Smartphones. Dongsheng wird über den Vorstand die Milliardäre Lei Jun und Lin Bin kennen, die Gründer von Xiaomi. Bevor Lin Bin das Unternehmen mitgründete, hatte er für Google und Microsoft gearbeitet und zuvor an der Drexel University in den USA studiert (Quelle). Xiaomi ist derzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Kong Dongmei gründete und leitet ein eigenes kleineres Unternehmen. Andere Mitglieder der Mao Familie haben Kong Dongmei öffentlich kritisiert, weil sie in grossem Reichtum lebt und Unternehmerin ist, was gegen die maostische Familientradition verstösst. Dennoch wäre die Ehe von Kong Dongmei und Dongsheng Chen eine gute Gelegenheit für die Mao Familie, um Kontakte zur Elite der chinesischen Privatwirtschaft zu knüpfen, die in den letzten Jahren ihren Einfluss erheblich ausweiten konnte. Die Kommunistische Partei kontrolliert aber nach wie vor die grössten Banken und die Mehrheit der wichtigen Grosskonzere im Land.

Kong Dongmei und Dongsheng Chen zeugten drei Kinder und verstiessen somit gegen Chinas Ein-Kind-Politik. (Quelle) Viele Familien aus der chinesischen Elite hielten sich nicht an diese Vorgaben. Bis 2015 hatte man mit Geldstrafen zu rechnen, wenn man mehr als ein Kind zeugte. Daher konnten es sich nur Familien mit genügend Geld erlauben, mehr als ein Kind zu bekommen (Quelle).

Dongmeis Bruder Kong Jining (*1962) ist ebenfalls Unternehmer.

Mao Yuanxin

Mao Yuanxin (*1941) ist ein Neffe von Mao Zedong. Mao Yuanxin übernahm eine führende Rolle bei der Kulturrevolution, die von seinem Onkel initiiert wurde. Die Kulturrevolution führte zur Ermordung von über einer Million Chinesen und stürzte das Land ins Chaos. Als Mao Zedong 1976 starb, war auch die Kulturrevolution zu Ende. Mao Yuanxin wurde 1986 für seine Rolle bei der Kulturrevolution verurteilt und war bis 1993 in Haft. (Quelle)

Da Yuanxin nach Maos Tod aus der Parteielite entfernt wurde, geht man davon aus, dass er heute keinen grossen Einfluss auf die Partei hat. Jedoch behauptet Radio Free Asia (wird von den USA finanziert), dass Mao Yuanxin mit dem derzeitigen chinesischen Präsidenten Xi Jinping befreundet ist und es „geheime Treffen“ zwischen den beiden gab. Medien der Kommunistischen Partei haben diese Behauptung weder dementiert noch bestätigt und nicht darüber berichtet. Die folgenden Angaben stammen von Radio Free Asia: Ein führender Maoist sagte bei einer Rede stolz, Xi Jinping sei der beste Freund von Mao Yuanxin und er habe Politik für ihn gemacht. Als Jinping 2013 Präsident wurde, erhielt Yuanxin viele Einladungen von wichtigen Politikern, die sich mit ihm anfreunden wollten, in der Hoffnung dadurch auch Freunde von Jinping zu werden. Die beiden hatten sich bereits in den 50er-Jahren kennengelernt, als Jinping ein kleines Kind war. Yuanxin war ein Klassenkamerad von Jinpings Halbbruder und war damals oft bei der Xi Familie zu Gast. Der kleine Jinping bewunderte Yuanxin, da dieser mit dem grossen Führer Mao Zedong verwandt war. (Quelle: 1 und 2) Sechs Jahrzehnte später, im Jahr 2013, wurde Xi Jinping zum Präsidenten von China und ist somit nun selbst der grosse Führer des Landes. Derzeit wird er vom Forbes-Magazin als der mächtigste Mann der Welt eingestuft (was man natürlich anzweifeln kann). Mal angenommen Mao Yuanxin ist ein wichtiger Strippenzieher hinter Xi Jinping, dann müsste also auch Yuanxin zu den mächtigsten Männern der Welt gehören. Obwohl Xi Jinpings Familie unter Maos Kulturrevolution in den 60er- und 70er-Jahren litt und sein Vater inhaftiert wurde, hat Jinping als Präsident bei Reden mehrfach Mao Zedong gelobt. Medien, die der Kommunistischen Partei kritisch gegenüberstehen, behaupten manchmal, Jinping würde Mao bewundern und ihm nacheifern wollen.

Mao Yuanxin traf 2013 Verwandte, darunter Generalmajor Mao Xinyu, bei einer Gedenkveranstaltung. (Quelle) Mitglieder der Mao Familie nahmen in den letzten 10 Jahren noch bei weiteren öffentlichen Treffen gemeinsam teil. Obwohl Mao Zedong einer der grössten Massenmörder aller Zeiten war, ist seine Familie anscheinend ziemlich stolz auf ihn.

Die Verbindung zur Yu Familie

Jiang Qing (1914-1991) war die vierte und letzte Ehefrau von Mao Zedong. Sie war eine treibende Kraft hinter der berüchtigten Kulturrevolution. Bevor sie Mao heiratete, war sie mit Yu Qiwei (bekannt unter dem Namen Huang Jing) verheiratet gewesen, einem hochrangigen Politiker. (Quelle: 1 und 2) Huang Jing heiratete danach die Nichte von Fan Wenlan, ein prominenter Marxist. Aus dieser Ehe ging der Sohn Yu Zhengsheng hervor. Dieser gehört zu den führenden Köpfe der Kommunistischen Partei. Von 2012 bis 2017 war Yu Zhengsheng Mitglied des „Ständigen Ausschusses des Politbüros“ und somit Teil des höchsten Gremiums der Kommunistischen Partei. Dadurch hatte er intensiven Kontakt zum chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

Yu Zhengsheng schickte einen Kranz zur Beerdigung von Wang Hairong (1938-2017), die eine nahe Verwandte von Mao Zedong war und oben bereits erwähnt wurde. (Quelle) Auch als Maos Schwiegertochter Liu Siqi 2022 starb, drückte Yu Zhengsheng sein Beileid aus. (Quelle)

Yu Qiangsheng, ein Bruder von Yu Zhengsheng, besetzte hohe Positionen beim chinesischen Geheimdienst. 1985 lief er zu den USA über. Er verriet den Amerikanern, dass Larry Wu-tai Chin, ein pensionierter Analyst der CIA, ein Agent der Chinesen ist. Darauf wurde Chin verhaftet. Er beging in seiner Zelle Selbstmord. (Quelle) Es ist unbekannt, was aus Yu Qiangsheng geworden ist. Berichten zufolge wurde er in Lateinamerika ermordet, aber ein US-amerikanischer Geheimdienstler sagt, Yu Qiangsheng sei am Leben. (Quelle)

Obwohl Yu Zhengsheng zur Elite der Kommunistischen Partei gehört, hat er nahe Verwandte, die zur Elite von Taiwan gehören, die lange Zeit mit der Kommunistischen Partei verfeindet war. Der taiwanesische Familienzweig der Yu Familie heiratete in die Chiang Familie, eine der wichtigsten Familien der Elite in Taiwan. Das bekannteste Mitglied der Familie ist der 1975 verstorbene Chiang Kai-shek. Bevor Mao Zedong 1949 die Macht in China übernehmen konnte, war Chiang Kai-shek der mächtigste Politiker in China gewesen und war Maos Erzfeind. Chiang Kai-shek führte die Kuomintang-Partei. Im Chinesischen Bürgerkrieg von 1927 bis 1949 war die Kuomintang-Partei der grosse Widersacher der Kommunistischen Partei. 1949 gingen die Kommunisten unter Mao Zedong als Gewinner aus dem Bürgerkrieg hervor und errichteten eine kommunistische Diktatur, die mit der Sowjetunion zusammenarbeitete. Chiang Kai-shek und die Elite der Kuomintang-Partei zogen sich darauf auf die Insel Taiwan zurück und gründete dort eine eigene nicht kommunistische Diktatur, die mit dem Westen kooperierte. Die Nachkommen der Kuomintang-Elite leben bis heute in Taiwan. Chiang Kai-shek heiratete Song Mei-ling, die dadurch First Lady von Taiwan war. Interessanterweise war ihre Schwester Song Qingling die mächtigste Frau im verfeindeten Festlandchina. Song Qingling ist die wohl bedeutendste Frau in der Geschichte der Kommunistischen Partei und war in den 60er- und 70er-Jahren zweimal Staatsoberhaupt von China. Dabei hatte sie engen Kontakt zu Mao Zedong. Song Qingling und Song Mei-ling waren die Schwestern von Song Ailing, die H. H. Kung heiratete, ein führender Kopf der Kuomintang-Partei. Kung galt als der reichste Chinese und war ein Nachkomme von Konfuzius. Somit war dieser Familienkreis nach 1949 auf beiden verfeindeten Seiten vertreten, einerseits bei der Kuomintang in Taiwan und anderseits bei der Kommunistischen Partei in China (Mehr dazu in den Beiträgen zu den Familien Chiang und Kung). Nach der offiziellen Geschichtsschreibung hatte sich dieser Familienkreis zerstritten und in zwei Lager aufgeteilt, aber es gibt die Verschwörungstheorie, dass diese Verwandten konspirierten und im Geheimen beide Lager steuerten (oder immer noch steuern).

Mao Zedongs Enkelin Kong Dongmei, die oben bereits erwähnt wurde und ebenfalls eine Nachkommin von Konfuzius ist, besuchte 2009 Taiwan. Dabei traf sie einen Enkel von Chiang Kai-shek. Sie schüttelten sich die Hände und liessen sich dabei fotografieren. Nach offiziellen Angaben war es das erste Treffen seit 64 Jahren zwischen Nachkommen der Erzfeinde Mao Zedong und Chiang Kai-shek. Kong Dongmei sagte gegenüber den Medien, das Aufeinandertreffen sei ein Zufall und nicht geplant gewesen. (Quelle)

In den letzten Jahren hat sich die Kuomintang-Partei in Taiwan für einen Kurswechsel entschieden und befürwortet nun überraschend eine Annäherung an das kommunistische Festlandchina, was vor paar Jahrzehnten unvorstellbar gewesen wäre. Der derzeitige chinesische Präsident Xi Jinping und viele seiner Parteigenossen wünschen sich, dass Taiwan wieder Teil von China wird. Wenn in Zukunft Taiwan Teil von China wird und die Kuomintang sich mit der Kommunistischen Partei versöhnt, könnte dies dazu führen, dass der oben erwähnte Familienkreis wieder vereint wird.

Übrigens: Zhou Enlai (starb 1976) war während der Mao-Diktatur einer der führenden Politiker der Kommunistischen Partei und ein enger Vertrauter von Mao. Er hatte auch viel Kontakt zu weiteren Mitgliedern der Mao Familie sowie zur hochrangigen Kommunistin Song Qingling. Vor dem Ausbruch des Chinesischen Bürgerkriegs 1927 war Zhou Enlai gleichzeitig Mitglied der Kuomintang gewesen und vermittelte zwischen den verfeindeten Parteien. Obwohl Zhou Enlai als führender Kommunist ein Antikapitalist war, freundete er sich dennoch mit dem britischen Wirtschaftsboss John Keswick an, der seine Geschäfte von Hongkong aus leitete (Quelle: 1 und 2). Die schottische Keswick Familie ist seit 150 Jahren in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv und über Heiraten mit britischen Adelsfamilien verbunden. Sie vertreten die Interessen der britischen Kolonialelite in Ostasien. Die Keswicks sind seit vielen Jahren mit der berühmten Rothschild Familie befreundet (Quelle). Zhou Enlai traf den US-amerikanischen Bankenchef David Rockefeller (Quelle: 1 und 2)

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Organisierte Pädokriminalität im Vereinigten Königreich

Das Vereinigte Königreich wurde in den letzten 50 Jahren von zahlreichen Missbrauchsskandalen erschüttert. In mehreren Fällen führt die Spur zu gut organisierten Gruppen von Pädophilen. Seit den 80er-Jahren kam vermehrt der Verdacht auf, dass Pädophilen-Netzwerke Politiker, Polizisten und Juristen in ihren Reihen haben und sich dadurch vor der Strafverfolgung schützen können. Dies wurde drei Jahrzehnte lang mehrheitlich als Verschwörungstheorie und Übertreibung angesehen. Durch Enthüllungen und Untersuchungen in den letzten 13 Jahren kam man inzwischen aber davon ausgehen, dass es in den letzten Jahrzehnten einflussreiche Pädophilenringe in Grossbritannien gab (oder immer noch gibt). In diesem Beitrag werden Fälle von organisierter Pädokriminalität aus England, Wales und Nordirland erläutert. Fälle von organisierten Pädophilenringen in Irland und Schottland werden nicht behandelt, weil meine Recherche zu diesen noch nicht abgeschlossen ist und dieser Beitrag zu lang geworden wäre.

In den letzten zehn Jahren sagten mehrere britische Politiker, sie glauben oder halten es für möglich, dass Fälle von pädophilen Politikern aus politischen Gründen vertuscht wurden. (Quelle) Sogar Personen aus der oberen Riege der britischen Elite glauben an eine Vertuschung. Der Politiker Zac Goldsmith (heiratete in die Rothschild Familie und kommt aus der Goldschmidt Familie) ist absolut überzeugt davon, dass es eine Reihe von Cover-up gegeben hat, durch die mächtige und einfluss­reiche Leute geschützt wurden. Umfragen zufolge glauben inzwischen drei Viertel aller Briten, dass es Pädophilenringe gab, an denen hohe Politiker beteiligt waren. (Quelle)

Ein Politiker sagte: „Wir stehen kurz davor, genau herauszufinden, was in den 70er und 80er Jahren vor sich ging, und ich muss leider sagen, dass sich zeigen wird, dass hochrangige Politiker in den Missbrauch verwickelt waren und es eine Vertuschung gab. Ich denke, das ist jetzt unvermeidlich.“ (Quelle)

Der Politiker Tim Fortes­cue sagte 1995 in einem Dokumentarfilm, dass Mitglieder seiner Fraktion ihn um Hilfe baten, weil sie wegen ihrer pädophilen Aktivitäten Probleme hatten. Fortescue gab sogar zu, dass man seinen Kollegen geholfen hatte. (Quelle: 1 und 2)

Das Westminster-Pädophilendossier

Der britische Politiker Geoffrey Dickens behauptete in den 1980er-Jahren, es gebe in Grossbritannien ein Netzwerk von Pädophilen, zu dem Politiker gehören. Dickens erstellte dazu ein Dossier, das er 1984 dem damaligen Innenminister Leon Brittan übergab. Brittan versicherte ihm, dass Polizei und Justiz etwas unternehmen werden, was aber nicht geschah. Als Geoffrey Dickens 1995 starb, geriet sein Dossier in Vergessenheit. 2013 wollten mehrere Politiker der Sache nachgehen und erkundigten sich beim Innenministerium über das Pädophilendossier. Das Innenministerium stellte darauf fest, dass das Dossier verschwunden ist. Daher kam der Verdacht auf, dass die Sache vertuscht wurde und man das belastende Dossier verschwinden liess. (Quelle: 1, 2, 3)

2014 wurde bekannt, dass beim Innenministerium weitere 114 Dokumente, die für Vorwürfe des Kindesmissbrauchs relevant waren, verschwunden sind, was man im Ministerium bereits ein Jahr zuvor gewusst hatte. Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, dass dort generell viele Akten verschwinden. Die 114 Dokumente sollen zu 36 000 Aufzeichnungen gehören, die verloren gingen oder zerstört wurden. Weitere 278 000 Dokumente wurden im Rahmen der „Aufbewahrungs- und Vernichtungspolitik“ des Innenministeriums vernichtet. Ein Politiker sagte, die Anzahl der verlorenen Dateien habe ein „industrielles Ausmass“ erreicht. (Quelle)

2014 wurde eine Datenbank, die Einzelheiten zu mehr als 746 000 Akten enthält, überprüft. Dabei fand man Informationen, die vier Mitarbeiter des Innenministeriums mit Kindesmissbrauch in Verbindung brachten. (Quelle)

Geoffrey Dickens hatte seiner Familie gesagt, dass sein Dossier belastende Informationen zu acht mächtigen und berühmten Persönlichkeiten enthielt, die Teil eines Pädophilenrings seien. (Quelle) Dickens sagte gegenüber einer Zeitung: „Ich habe acht Namen von grossen Leuten, wirklich wichtige Namen, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.“ Auch ein Angestellter des Buckingham Palace soll in seinem Dossier belastet worden sein. (Quelle) Im Dossier soll ein Abgeordneter erwähnt werden, bei dem die Polizei während einer Grenzkontrolle Kinderpornos gefunden hatte. Der Abgeordnete wurde aber nicht verhaftet oder angeklagt. Seine Videos und die Unterlagen zur Polizeikontrolle sind verschwunden (Quelle: 1 und 2). Dickens sagte im Parlament, der Pädophilenring würde im Handel mit Kinderpornografie aktiv sein und dieser Handel werde von „Gangstern“ kontrolliert. (Quelle)

Geoffrey Dickens behauptete, dass in seiner Wohnung und seinem Wahlkreishaus eingebrochen wurde, nachdem er sein Dossier an Leon Brittan übergeben hatte. (Quelle) Dickens sagte, er habe Drohanrufe erhalten und um sein Leben gefürchtet (Quelle). Zu dieser Zeit wurde Dickens Namen und seine Adresse in einem Notizbuch gefunden, das dem Mörder und Vergewaltiger Arthur Hutchinson gehörte. Daher glaubte Dickens, dass Hutchinson mit dem Pädophilenring verbunden war und den Auftrag erhalten hatte, ihn auszuschalten. Darauf wurde Dickens unter Polizeischutz gestellt. (Quelle: 1 und 2)

Da sich das Innenministerium weigerte, Ermittlungen einzuleiten, drohte Dickens damit, die Namen der mutmasslichen Pädophilen öffentlich zu nennen, was er aber letztendlich nie getan hat. Er hatte allerdings 1981 im Parlament gesagt, dass der Diplomat und Geheimdienstler Peter Hayman zum Pädophilenring gehört. Bereits zuvor war gegen Hayman ermittelt worden, aber wie 2015 bekannt wurde, hatte die damalige Premierministerin Margaret Thatcher höchstpersönlich verhindert, dass Hayman als Pädophiler enttarnt wird. Hayman wurde zum Ritter geschlagen und war britischer Botschafter in Kanada sowie Delegierter bei der NATO. Er starb 1992. Eine geheime Akte zu Hayman wurde 2015 öffentlich gemacht. Diese belegt, dass er pädophil war, aber es ist unklar, ob er auch Straftaten begangen hatte. In Geheimpapieren hiess es, Hayman sei wegen seiner „sexuellen Perversion“ anfällig für Erpressung durch ausländische Mächte und deren Geheimdienste. Hayman war Mitglied der Paedophile Information Exchange (PIE), eine Gruppe von Pädophilen in Grossbritannien, die sich für die Legalisierung von Sex mit Kindern einsetzte. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Geoffrey Dickens sprach sich für ein Verbot der PIE aus und warnte vor der Gruppe. Mitglieder der PIE hatten Verbindungen zur organisierten Pädokriminalität, was weiter unten in diesem Beitrag erläutert wird.

Wie gesagt hatte Geoffrey Dickens sein Dossier an den damaligen Innenminister Leon Brittan übergeben. Als Brittan 2013 auf das verschwundene Dossier angesprochen wurde, behauptete er zuerst, er könne sich nicht daran erinnern, das Pädophilendossier erhalten zu haben. Dies erschien unglaubwürdig, da man so ein brisantes Dossier wohl kaum vergessen würde. Mitte 2014 veröffentlichte Brittan eine Erklärung, in der er sagte, er könne sich jetzt doch an ein Treffen mit Dickens erinnern. (Quelle) Zufälligerweise wurde zur selben Zeit öffentlich bekannt, dass Brittan beschuldigt wurde, in den 60er-Jahren bei einem Blind Date eine 19-Jährige vergewaltigt zu haben. (Quelle: 1 und 2) Ich halte es für möglich, dass jemand Druck auf Brittan ausüben wollte, damit er den Inhalt des Pädophilendossiers nicht öffentlich verratet. Brittan starb im Januar 2015 und konnte daher nicht mehr zur Aufklärung des Falls um das Pädophilendossier beitragen. Er war zehn Jahre lang EU-Kommissar und paar Monate Vizepräsident der EU-Kommission sowie eine führende Persönlichkeit beim Aufbau der Welthandelsorganisation. (Quelle: 1 und 2) Ein paar Monate nach Brittans Tod tauchten Dokumente auf, die belegen, dass er sich in den 80er-Jahren geweigert hatte, einen Gesetzentwurf zu unterstützen, der darauf abzielte, die oben erwähnte Pädophilenorganisation PIE zu verbieten. (Quelle)

2014 führte das Innenministerium eine Untersuchung durch, die den Fall um das Westminster-Pädophilendossier aufklären sollte. Diese soll von lediglich zwei Beamten durchgeführt worden sein und hat nur vier Wochen gedauert. Daher kam der Vorwurf auf, die Regierung habe gar nicht das Interesse an einer gründlichen Aufarbeitung. (Quelle)

Die Aussagen von Don Hale

Der Zeitungsredakteur Don Hale behauptete 2014, man hatte in den 80er-Jahren verhindert, dass er in den Medien über den Pädophilenring berichtet. Don Hale ist ein angesehener Journalist, der in Grossbritannien dreimal zum Journalisten des Jahres ernannt wurde und einen britischen Ritterorden erhielt. Er sagte, dass die Politikerin Barbara Castle ihm in den 80er-Jahren Dokumente übergeben hatte, die Einzelheiten über eine Untersuchung des Innenministeriums zu den Vorwürfen von Geoffrey Dickens enthielt. Barbara sei auf ihn zugekommen und meinte zu ihm: „Ich habe an etwas gearbeitet. Ich nehme nicht an, dass Sie mir helfen können.“ Barbara sei besorgt und wütend gewesen über die Geschwindigkeit, mit der die Pädophilen den öffentlichen Dienst und das Parlament infiltriert hätten sowie über die Anzahl der prominenten Namen, die sie offenbar unterstützten. In den Dokumenten, die Hale von Barbara erhielt, sollen die Namen von 16 Abgeordneten und weiteren 40 Personen genannt werden, die angeblich eine pädophile Agenda verfolgten und mit der oben erwähnten Pädophilenorganisation PIE sympathisierten. Nachdem Don Hale die Dokumente erhalten hatte, erkundigte er sich beim Innenministerium über den Stand der Ermittlungen, aber er wurde abgewimmelt. Hale erzählte 2014: „Kurz darauf drängte sich Cyril Smith in mein Büro. Ich dachte, er würde mich schlagen. Er schwitzte und war aggressiv und wollte mir die Akten wegnehmen.“ Hale weigerte sich aber, die Akten herzugeben. Smith sagte ihm, die Vorwürfe von Geoffrey Dickens und Barbara Castle seien ein Haufen Unsinn. (Quelle: 1 und 2) Cyril Smith, ein bekannter Politiker, wollte also eindeutig verhindern, dass Hale in dieser Sache recherchiert. Smith starb 2010. Nach seinem Tod wurde bekannt, dass er ein pädophiler Straftäter war (Quelle). Er kannte weitere einflussreiche Kinderschänder, was weiter unten erläutert wird.

Ein Tag nachdem sich Don Hale geweigert hatte, Cyril Smith die Akten zu übergeben, kamen zwei nicht uniformierte Beamte, etwa 15 uniformierte Beamte und eine weitere nicht uniformierte Person in sein Büro. Die Personen wollten sich nicht vorstellen. Sie sagten zu Hale, dass er die nationale Sicherheit gefährden würde, wenn er über den Pädophilenring berichtet. Sie drohten ihm mit einer Verhaftung und mit zehn Jahren Gefängnis. Dabei beschlagnahmten sie 30 Seiten seiner Dokumente. Hale hat die Personen als ein „rauer Haufen“ bezeichnet. Sie zeigten ihm eine D-Notice. (Quelle: 1, 2, 3) Mit einer D-Notice können die britischen Geheimdienste britische Journalisten dazu auffordern, nicht über eine Sache zu berichten, wenn dies die nationale Sicherheit gefährdet. Die Journalisten sind aber nicht gesetzlich verpflichtet, der Zensur Folge zu leisten. Die Geheimdienst-Lobby schlägt aber immer wieder vor, dass man mit der D-Notice Journalisten gesetzlich dazu zwingen darf, über ein Thema nicht zu berichten. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden setzte sich die britische Geheimdienst-Lobby dafür ein, dass man mit einer D-Notice Journalisten zensieren darf. (Quelle)

Don Hale behauptete wie gesagt, dass ihm eine D-Notice gezeigt wurde. Im D-Notice-Archiv fand man aber keine Akten dazu. Entweder hat man die Akten verschwinden lassen oder die D-Notice, die Don Hale gezeigt wurde, war eine Fälschung. (Quelle)

Jimmy Savile und weitere VIP-Pädos

Wie oben erwähnt wurde, versuchte der bekannte Politiker Cyril Smith zu verhindern, dass Don Hale über den Pädophilenring berichtet. Nachdem Smith 2010 starb, wurde öffentlich bekannt, dass er ein pädophiler Straftäter war. Er soll bereits in den 70er-Jahren Minderjährige missbraucht haben und Ermittler gehen heute davon aus, dass er ein Serientäter war. Der Politiker Simon Danczuk behauptet in seinem Buch, es hätten bereits zu Smiths Lebzeiten 144 Beschwerden von Opfern gegen ihn gegeben, aber dennoch wurde nicht gegen ihn ermittelt. (Quelle: 1 und 2) Der britische Geheimdienst MI5 war schon in den 70er-Jahren über Vorwürfe gegen Smith informiert worden. (Quelle: 1 und 2) Drei Akten über mutmasslichen Kindesmissbrauch begangen durch Smith waren an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden, jedoch ohne Ergebnis. (Quelle)

Die VIP-Pädos in England kannten sich

Cyril Smith war 40 Jahre lang mit Jimmy Savile befreundet, ebenfalls ein einflussreicher notorischer pädophiler Straftäter. (Quelle: 1 und 2) Jimmy Savile war ein bekannter Fernsehmoderator und DJ. Er verkehrte in der britischen High Society und hatte ein gutes Verhältnis zum heutigen König Charles. Nachdem Savile 2011 starb, haben hunderte Personen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen ihn erhoben. Er missbrauchte 50 Jahre lang Jugendliche und Kinder und soll sich auch an Babys, Patienten, Behinderten und Leichen vergangen haben. (Quelle: 1, 2, 3) Natürlich müssen nicht alle Vorwürfe und Zeugenaussagen der Wahrheit entsprechen, aber es ist unbestreitbar, dass Savile ein Serientäter war.

Da Cyril Smith und sein Freund Jimmy Savile zu Lebzeiten nie Probleme mit der Justiz hatten, obwohl die ersten Vorwürfe bereits Jahrzehnte vor ihrem Tod auftauchten, wurde spekuliert, ob die beiden geschützt wurden. Hinzu kommt die Vermutung, dass die beiden Mitglied desselben Pädophilenrings waren.

Cyril Smith teilte sich ein Büro mit dem Politiker Clement Freud, ein weiterer pädophiler Straftäter, der ebenfalls bis zu seinem Tod 2009 nie Probleme mit der Justiz hatte, obwohl sich seine Opfer bei der Polizei gemeldet hatten. (Quelle: 1 und 2) Clement Freud war ein Enkel des berühmten Sigmund Freud. Nach Clements Tod hat die Polizei zudem untersucht, ob er etwas mit dem bekannten Vermisstenfall von Madeleine McCann zu tun hatte. Freud hatte ein Ferienhaus im portugiesischen Urlaubsort Praia da Luz, wo Madeleine 2007 verschwand. Etwa 38 bekannte Pädophile sollen damals in der Gegend um Praia da Luz aktiv gewesen sein. Nachdem Madeleine verschwunden war, suchte Freud Kontakt zu ihren Eltern, die ihn bis dahin nicht kannten, und lud sie zu sich ein. Er traf sich in den Wochen und Monaten nach dem Verschwinden mit den Eltern von Madeleine und blieb mit ihnen per Telefon und E-Mail in Kontakt. Wie die Eltern später erzählt haben, gelang es Freud schnell ihr Vertrauen zu gewinnen und tröstete sie in dieser schwierigen Zeit. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Dies muss nicht bedeuten, dass Freud der Entführer von Madeleine war, aber wenn Madeleine von einem Pädophilenring entführt wurde, dann hat Freud womöglich den Auftrag erhalten, sich mit den Eltern anzufreunden und ihr Vertrauen zu gewinnen. So konnte er sich bei den Eltern über den Stand der Ermittlungen erkundigen und diese Informationen an den Pädophilenring weiterleiten.

Clement Freud war mit dem Entertainer Rolf Harris befreundet und hatte seine Karriere erheblich gefördert (Quelle: 1 und 2). Rolf Harris wurde 2014 verurteilt, weil er minderjährige Mädchen missbraucht hatte. Er war wiederum ein Freund von Jimmy Savile. (Quelle) Harris arbeitete wie Savile als Moderator beim Fernsehsender BBC und malte ein Porträt der britischen Königin, das von der BBC in Auftrag gegeben wurde. (Quelle)

Cyril Smith, Clement Freud, Rolf Harris und Jimmy Savile erhielten alle Ritterorden vom britischen Königshaus, die inzwischen aberkannt wurden. Savile erhielt zudem ein Orden vom Papst. Übrigens heiratete Clements Sohn Matthew Freud in die Milliardärsfamilie Murdoch, die zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt gehört und mehrere grosse britische Zeitungen besitzt.

Jimmy Savile kannte den Rocksänger Gary Glitter, ein verurteilter Pädophiler. Glitter war auch im Vietnam als Kinderschänder aktiv. (Quelle: 1 und 2)

Weitere Sexualstraftäter bei der BBC

Jimmy Savile war ein bekannter Moderator der BBC. Die BBC ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Vereinigten Königreich und einer der wichtigsten Fernsehsender der Welt. Im Oktober 2012, ein Jahr nach Saviles Tod, startete die Polizei die Operation Yewtree, bei der gegen weitere Mitarbeiter der BBC und gegen Personen aus Saviles Umfeld ermittelt wurde. Dies führte zur Verurteilung des BBC-Moderators Dave Lee Travis wegen seiner sexuellen Übergriffe auf junge Frauen. Die Operation Yewtree führte auch zur Verurteilung der oben erwähnten Kinderschänder Gary Glitter (Rocksänger) und Rolf Harris (BBC-Moderator) sowie zur Verurteilung von Chris Denning, der schon seit den 70er Jahren wegen pädophilen Aktivitäten mehrfach Probleme mit der Justiz hatte. Chris Denning war bis 1974 Radio-DJ bei der BBC gewesen. (Quelle) Denning war ein Freund und Arbeitskollege des Plattenproduzenten Jonathan King. 2001 wurde Jonathan King verurteilt, weil er in den 80er-Jahren minderjährige Jungs missbraucht hatte. (Quelle) Ein Freund von Jonathan King aus der Popindustrie sagte 2001 zu einem Journalisten: „Armer Jonathan. Wir haben damals alle solche Dinge gemacht.“ (Quelle) Es wurde vermutet, dass King und Denning Mitglied des selben Pädophilenrings waren (Quelle). Jonathan King kannte Jimmy Savile (Foto). King nahm Savile in Schutz, als nach dessen Tod Vorwürfe des Missbrauches erhoben wurden. King behauptete, Savile sei unschuldig. (Quelle) 2017 musste sich King erneut wegen Missbrauch von Minderjährigen vor Gericht verantworten, aber er wurde freigesprochen.

Noch weitere BBC-Moderatoren wurden, unabhängig von der Operation Yewtree, wegen Pädokriminalität verurteilt:

  • Stuart Hall war langjähriger Fernseh- und Radiomoderator bei der BBC. Er wurde 2013 verurteilt, weil er von den 60er- bis in die 80er-Jahre Frauen, Jugendliche und Kinder vergewaltigt hatte. Er ist ein mutmasslicher Serientäter. Bereits seit Ende 2015 ist er wieder auf freiem Fuss.
  • Der langjährige BBC-Radiomoderator Peter Rowell wurde 2012 verurteilt, ebenfalls wegen sexuellen Missbrauch von Minderjährigen.
  • Der BBC-Radiomoderator Mark Page wurde 2022 verurteilt, weil er versucht hatte, Sex mit Kindern im Alter von 12 Jahren auf den Philippinen zu arrangieren.
  • Das Ehepaar Tony und Julie Wadsworth arbeitete zwei Jahrzehnte lang als Radiomoderatoren für die BBC und war dort sehr beliebt. 2017 wurden die beiden verurteilt, weil Julie Wadsworth Sex mit minderjährigen Jungs hatte, während ihr Mann Tony dabei zugesehen hatte.
  • Der BBC-Fernsehmoderator und Kirchenpastor Ben Thomas wurde 2020 verurteilt, weil er über drei Jahrzehnte Jugendliche und Kinder missbraucht hatte.

(Quelle: 1, 2, 3, 4)

Manche Verschwörungstheoretiker glauben daher, die BBC sei von Pädophilen unterwandert, die dort versuchen zu verhindern, dass bei der BBC über organisierte Pädokriminalität berichtet wird.

Anmerkung vom Dezember 2024: Inzwischen wurde mit Huw Edwards ein weiterer Pädophiler bei der BBC enttarnt. Der BBC-Moderator wurde im September 2024 zu sechs Monaten Haft auf Bewährung wegen Kinderpornografie verurteilt. Er war einer der bekanntesten TV-Moderatoren Grossbritanniens. (Quelle)

Ein verurteilter Kindervergewaltiger mit dem Namen Niven Sinclair betrieb den Chauffeurdienst der BBC. Von Ende der 70er-Jahre bis mindestens 2006 bezahlte ihm die BBC dafür mehrere Millionen Pfund. Seine Firma war für den Transport von Prominenten zuständig, darunter für Jimmy Savile. Sinclair beschäftigte David Smith als Fahrer, der verurteilt wurde, weil er mindestens zwei Kinder in den Studios der BBC missbrauchte. Sinclair und Smith besassen BBC-Pässe. Die BBC hatte Smith zu Beginn der 80er-Jahre angestellt, obwohl er bereits mindestens fünfmal wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden war. Ein ehemaliger Mitarbeiter sagte, dass Smith bis in die 90er-Jahre für die BBC arbeitete. 2001 bekannte sich Smith des Missbrauchs schuldig. Insgesamt wurde er 22 Mal wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. 2013 sollte ein weiterer Prozess gegen ihn stattfinden, aber dazu kam es nicht, weil er kurz davor starb. Sein Chef Niven Sinclair wurde 1977 von der BBC angestellt. Auch Sinclair war zu dieser Zeit bereits mehrmals wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. (Quelle: 1 und 2) Im Gegensatz zu den anderen Fällen gibt es zu diesem Fall nur wenige Zeitungsberichte im Internet zu finden.

Haut de la Garenne

Jimmy Savile besuchte in den 60er-Jahren und später vermutlich weitere Male das Kinderheim „Haut de la Garenne“ auf der britischen Kanalinsel Jersey. Dort hatte er Kontakt zu Kindern. Durch eine Untersuchung wurde 2007 bekannt, dass es im Heim über Jahrzehnte zu sexuellem Missbrauch gekommen war. Mehrere ehemalige Heimkinder sagen, sie seien damals von Savile missbraucht worden. 2008 versuchte Savile erfolglos mit Anwälten zu verhindern, dass die Zeitung The Sun ein Foto veröffentlicht, auf dem Savile mit Heimkindern aus Jersey abgebildet ist. (Quelle: 1 und 2) Der politischen Elite in Jersey wird vorgeworfen, kein Interesse an einer Aufklärung zu haben und die Ermittlungen gestört zu haben. Wichtige Politiker aus Jersey zeigten bei Interviews keine Empathie für die Opfer und machten sich nur Sorgen um den Ruf von Jersey. Der ursprüngliche Chef der Ermittlungen, der Polizist Lenny Harper, vermutete einen Pädophilenring hinter dem Missbrauch auf Jersey, aber die dortige Elite und eine Medienkampagne sorgten dafür, dass er seinen Posten als Ermittler niederlegen musste. (Quelle) Harper hat Jersey verlassen. 2016 sagte er, dass er bei einer Rückkehr nach Jersey vermutlich verhaftet wird, weil man ihm vorwirft, er habe unerlaubt Dokumente zum Missbrauchsfall weitergegeben (Quelle). Stuart Syvret, ein Politiker aus Jersey, engagierte sich sehr stark im Fall und glaubt ebenfalls, dass ein Pädophilenring auf der Insel aktiv war. Auch Syvret bekam aber Probleme mit der Justiz auf Jersey, weil er auf seinem Blog die Namen von Personen nannte, die angeblich am Missbrauch teilgenommen hatten. Syvret wurde darauf wegen Verstoss gegen das Datenschutzgesetz verhaftet und verurteilt und es gab eine Razzia bei ihm. (Quelle: 1 und 2) Auch wenn das Establishment in Jersey Stuart Syvret und Lenny Harper verachtet, gibt es viele Leute auf der Insel, die Syvret und Harper als Helden ansehen, weil sie sich so sehr um eine Aufklärung des Missbrauchsskandals bemüht hatten.

Untersuchungen

Eine unabhängige Untersuchung kam 2020 zum Schluss, dass mehrere pädophile Parlamentsmitglieder in den 70er- und 80er-Jahren, darunter Cyril Smith und Peter Morrison, „von der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den politischen Parteien auf verschiedene Weise vor Strafverfolgung geschützt wurden“. (Quelle) 2019 wurde Akten des britischen Geheimdienstes MI5 veröffentlicht, die aufzeigen, dass die britische Premierministerin Margaret Thatcher wusste, dass ihrem Kollegen Peter Morrison vorgeworfen wurde, er habe Minderjährige missbraucht. (Quelle) Die britischen Geheimdienste hatten Angst, dass ausländische Mächte Morrison wegen seiner Vorliebe für minderjährige Jungen erpressen könnten. Daher wurde Morrsion davon abgehalten, Russland zu besuchen. Bei einem Besuch in China wurde vereinbart, dass er von Beamten begleitet werden sollte, um „Probleme“ zu vermeiden. (Quelle) Margaret Thatcher soll auch vor ihrem Bodyguard gewarnt worden sein, der sagte, Morrison würde Sexpartys mit minderjährigen Jungs veranstalten. Morrison bekleidete mehrere hochrangige Positionen in der Regierung und war stellvertretender Vorsitzender der Konservativen Partei, eine der wichtigsten Parteien im Vereinigten Königreich. Er wurde zum Ritter geschlagen und sein Vater war ein Baron. Er starb 1995. (Quelle: 1 und 2) Sein Bruder Charles Morrison war auch Politiker und dessen erste Frau kam mütterlicherseits aus der schottischen Aristokratie. Ihre Kinder haben die britische Prinzessin Alexandra von Kent als Taufpatin (heiratete in den schottischen Clan Ogilvy).

Nachdem in den letzten 15 Jahren immer mehr Missbrauchsskandale und Fälle von einflussreichen Kinderschändern in Grossbritannien bekannt wurden, hat man eine grosse unabhängige Untersuchung gestartet, die IICSA. Erst wurde die Baronin Elizabeth Butler-Sloss zur Vorsitzenden der Untersuchung ernannt. Dies führte zu Kritik, da sie als Mitglied des Establishments nicht geeignet sei, mögliche Verbrechen und Vertuschungen des Establishments aufzuklären. Darauf wurde sie durch die Londoner Oberbürgermeisterin Fiona Woolf ersetzt. Woolf betonte, sie sei kein Mitglied des Establishments, was man ihr aber nicht abgenommen hat. Schliesslich musste auch Woolf vom Vorsitz zurücktreten, denn wie sich herausstellte, hatte sie in derselben Strasse wie Leon Brittan gewohnt und ihn und seine Frau im Privaten getroffen. Leon Brittan hatte wie gesagt das Pädophilendossier von Geoffrey Dickens erhalten. (Quelle: 1 und 2)

2015 wurde durch eine Untersuchung bekannt, dass bei der Londoner Polizei zwischen 1970 und 2005 einzelne Polizisten, darunter hochrangige, mehrere Ermittlungen gegen pädophile Gruppen verhindert hatten. Die Ermittlungen wurden gestoppt, weil Abgeordnete, Polizisten und Richter zu den Verdächtigten gehörten. Es gibt den Verdacht, dass Polizisten einen Jungen überwachten, den sie selbst missbraucht hatten. (Quelle: 1 und 2)

Pädophilenringe kontrollierten ganze Kinderheime

Ein Detective Chief Inspector von Scotland Yard behauptete 2014, er sei von seinem Posten entfernt worden, weil er 1998 gegen Politiker ermitteln wollte, die er verdächtigte, Teil eines Pädophilenrings zu sein. Laut dem Polizisten soll der Pädophilenring in den 80er-Jahren in Kinderheimen im Londoner Stadtteil Lambeth aktiv gewesen sein. (Quelle) Der Polizist hat anscheinend die Wahrheit gesagt: 2021 wurde durch eine vierjährige Untersuchung bekannt, dass Hunderte schutzbedürftige Kinder, die in der Obhut der Stadtverwaltung von Lambeth lebten, über mehrere Jahrzehnte hinweg sexuellem Missbrauch ausgesetzt waren. Es gibt über 700 Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs gegen Hunderte von Mitarbeitern und Einzelpersonen, die mit drei Kinderheimen in Verbindung standen. Laut einem Bericht sei das wahre Ausmass des Missbrauchs wahrscheinlich weitaus höher. Die Untersuchung kam zum Schluss, die Stadtverwaltung von Lambeth habe zugelassen, dass Gewalt und sexuelle Übergriffe in ihren Kinderheimen stattfanden, und habe es versäumt, gegen bekannte Missbrauchstäter vorzugehen. Die Stadtverwaltung wusste, dass pädophile Straftäter in ihren Heimen arbeiten. Auch Pflegeeltern und deren Familien gehörten zum Pädophilenring sowie Personen, die als Freiwillige in den Heimen arbeiteten. 1977 fand man ein Kind tot im Badezimmer in einem der Heime. Das Kind behauptete zuvor, es sei von einem Angestellten des Heimes missbraucht worden. In den letzten 40 Jahren wurde nur ein leitender Angestellter der Heime verurteilt. Sechs weitere Täter, von denen einige in der Stadtverwaltung arbeiteten, wurden zwischen 1994 und 2019 wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt (Stand: 2021). Mehr als die Hälfte der Heimkinder war schwarz und litt im Heim auch unter Rassismus. Ein ehemaliges Heimkind hat erzählt, wie es mehrfach aus dem Heim weglief und zur Polizei ging, die ihn aber wieder zurück ins Heim brachte. Er habe den Polizisten erklären wollen, dass er missbraucht wurde, aber die Polizisten sagten ihm, er würde lügen. (Quelle: 1 und 2)

Die Heime in Lambeth waren nicht die ersten Kinderheime in Grossbritannien, die von Pädophilen kontrolliert wurden. Vor paar Jahrzehnten wurden das Kincora-Heim in Nordirland und mehrere Kinderheime in Nordwales von Pädophilen geführt und die Heimkinder waren den pädophilen Angestellten ausgeliefert. In beiden Fällen wurde vermutet, dass organisierte Pädophilen-Netzwerke die Heime unterwandert oder sogar selbst gegründet haben. In beiden Fällen haben ehemalige Heimkinder behauptet, sie seien von Politikern missbraucht worden, was bisher aber nicht bewiesen ist.

2012 sagte der ehemalige Abgeordnete Rod Richards, er habe Beweise gesehen, die den hochrangigen Politiker Peter Morrison mit dem Missbrauchsnetzwerk in den Kinderheimen in Nordwales Verbindung bringen. (Quelle) Peter Morrison, der weiter oben bereits erwähnt wurde, war erwiesenermassen von seiner Partei geschützt worden.

Viele der Akten zum Skandal um das Kincora-Heim wird der Staat aus Gründen der nationalen Sicherheit frühestens 2085 veröffentlichen. Die britischen Geheimdienste wussten seit 1967 über den Missbrauch im Kincora-Heim Bescheid, aber der Missbrauch wurde erst 1980 öffentlich bekannt und gestoppt. Im Kincora-Fall wurde der Hochadlige Graf Louis Mountbatten (starb 1979), ein Verwandter und enger Freund der britischen Königsfamilie, als Täter genannt. (Quelle) Darüber habe ich 2021 bereits einen Beitrag geschrieben. Im Oktober 2022 ist durch die Klage eines Opfers ein Verfahren in Gang gekommen, bei der sich die Justiz zum ersten Mal mit den Vorwürfen gegen Mountbatten befassen muss. In den letzten 40 Jahren hat man versucht, die Sache zu vertuschen, vermutlich weil der Skandal für die britische Königsfamilie sehr unangenehm ist. In den letzten Jahren wurde bekannt, dass Prinz Andrew engen Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte. Laut der Aussage eines Opfers gehörte Andrew zu Epsteins Missbrauchsring.

Weitere Skandale

Ein weiterer berüchtigter Fall von institutionellem Missbrauch in England war die Medomsley Haftanstalt. Das Gefängnis für junge Männer und Jugendliche bestand bis Ende der 80er-Jahre. Mehr als 1800 ehemalige Insassen haben sexuellen und körperlichen Missbrauch durch das Personal gemeldet. Die Polizei glaubte, dass viele der Mitarbeiter der Anstalt einem Pädophilenring angehörten.

Durch den Rotherham-Skandal ist bekannt geworden, dass von Ende der 80er- bis in die 2010er-Jahre in der Stadt Rotherdam in England ein Pädophilenring sein Unwesen trieb. Mindestens 1400 Kinder und Jugendliche wurden zwischen 1997 und 2013 in der Stadt von pädophilen Banden vergewaltigt, zur Prostitution gezwungen und an andere Pädophile weitergereicht. Die Stadt hatte damals etwa 100 000 Einwohner. Die Polizei und der Stadtrat waren über den massenhaften Missbrauch informiert, aber seltsamerweise hatten sie zehn Jahre lang nichts dagegen unternommen. Erst als der Missbrauch durch Medienberichte und ein Gerichtsverfahren in der Öffentlichkeit bekannt wurde, ist die Stadt dagegen vorgegangen.

Anmerkung vom 15. September 2025: Vor kurzem wurde bekannt, dass fünf Opfer des Missbrauchsrings sagen, dass auch Polizisten zu den Tätern gehört hatten. Eine Zeugin sagt, sie sei als Mädchen von einem Beamten in einem Polizeiauto vergewaltigt worden. Sie sagt auch, dass der Polizist über den Pädophilenring in Rotherham Bescheid wusste und ihr drohte, sie an die Pädophilenbande auszuliefern, wenn sie sich nicht von ihm missbrauchen lässt. Als sie bei der Polizei aussagen wollte, wurde sie von jenem Polizisten vernommen, der sie missbraucht hatte. Der Polizist habe ihre Aussage vor ihren Augen zerrissen und in den Müll geworfen. Eine Zeugin sagt, ein Polizist habe illegale Drogen an eine Pädophilenbande geliefert. Drei Zeuginnen berichten, dass sie als Kinder von Polizisten verprügelt wurden. In einem Fall soll dies in einer Polizeizelle stattgefunden haben. 2015 wurde ein mutmassliches Fehlverhalten eines Polizisten im Missbrauchsskandal untersucht. Zur selben Zeit wurde dieser Polizist von einem Auto angefahren und starb eine Woche später. Laut einer Zeugin hatte er sich am Missbrauch beteiligt und war in Drogenhandel verwickelt gewesen. (Quelle: 1 und 2)

Im Januar 2023 wurde bekannt, dass in England in den 18 Monaten zuvor mehr als 200 Jugendliche und mehrere Kinder, die ohne Begleitung Erwachsener nach England kamen und dort Asyl suchten, spurlos verschwunden sind. Es wird befürchtet, dass sie von Menschenhändlern entführt wurden. Die Politikerin Seebad Brighton sprach von einem „atemberaubenden“ Desinteresse der Regierung an dem Verschwinden der ausländischen Jugendlichen und Kinder. Englands Kommissarin für Kinderschutz wies darauf hin, dass viele von ihnen „kein Englisch sprechen, keine Unterstützung hierzulande haben und ihre Rechte nicht kennen“, während „eine Gruppe von Personen, die eng zusammenwirkt, fest entschlossen ist, sie auszubeuten“. Die Minderjährigen waren in Hotels untergebracht, weil es an Plätzen in Unterbringungen fehlte. Die dauerhafte Unterbringung der Minderjährigen in Hotelzimmern statt bei Familien oder in der Obhut von Gemeinden ist eigentlich illegal in England. Es wird vermutet, dass die Entführer vor den Hotels den Minderjährigen auflauerten. Von den verschwundenen Jugendlichen sind 88 Prozent albanische Staatsangehörige. (Quelle: 1, 2, 3) Daher könnte es Verbindungen zur albanischen Mafia geben, die im Menschenhandel stark präsent ist. Mehr als 18 000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen zwischen 2018 und 2020 in Europa aus staatlicher Obhut verschwunden sein. Sie verschwanden aus Aufnahmelagern, Heimen und anderen Einrichtungen. (Quelle: 1 und 2)

Anmerkung vom Dezember 2024: Ein unabhängiger Bericht im Auftrag des Bürgermeisters von Greater Manchester bestätigte im Januar 2024, dass die dortige Polizei über Jahre versäumt hatte, gegen den Pädophilenring in Rochdale vorzugehen. Die Polizei hatte Aussagen der Opfer ignoriert. Von den 74 Jugendlichen aus Rochdale, die vermutlich Opfer des Missbrauchsrings waren, wurden nur drei vom Sozialamt „angemessen betreut“. Bei 48 davon gab es schwerwiegende Versäumnisse beim Schutz des Kindes. Eine Whistleblowerin sagte: „Jeden Tag wurden Kinder vergewaltigt. Sowohl die Polizei als auch das Jugendamt von Rochdale sagten mir immer wieder, dass sie damit nichts zu tun hätten.“ Viele der Täter des Pädophilenrings wurden bis heute nicht gefasst. Der Bericht spricht von 96 verdächtigen Männern, die nie verhört wurden. (Quelle: 1 und 2) Rochdale liegt im Greater Manchester. Im Januar 2024 berichtete eine Whistleblowerin, dass die dortige Polizei es erneut versäumt hatte, gegen einen Pädophilenring zu ermitteln, der schon seit sieben Jahren aktiv sei. Die Whistleblowerin arbeitete für die Kinderschutz-Ermittlungseinheit der Polizei, kündigte dann aber und meinte, die Einheit habe ihren Zweck nicht erfüllt. (Quelle)

Das Pädophilennetzwerk PIE

Die Paedophile Information Exchange (PIE) war eine 1974 gegründete Gruppe, die sich in Grossbritannien für die Legalisierung von Sex mit Kindern einsetzte. 1984 wurde die PIE offiziell aufgelöst. Wie in diesem Beitrag bereits erwähnt wurde, war der Diplomat Peter Hayman Mitglied der PIE und laut der Politikerin Barbara Castle sollen 14 Abgeordnete mit der PIE sympathisiert haben. Hayman wurde wie bereits erwähnt 1981 im Parlament vom Politiker Geoffrey Dickens als Pädophiler enttarnt. Geoffrey Dickens setzte sich für das Verbot der PIE ein und warnte vor der Gruppe.

Ein Mitgründer der PIE war der Sozialarbeiter Peter Righton, ein pädophiler Straftäter, der 2007 verstarb. Er war ein hoch angesehener Kinderschutzexperte und Bildungsdirektor am renommierten National Institute of Social Work in London. Der Journalist Nick Davies nannte Righton „einen notorischen Pädophilen, der versuchte, seine Besessenheit (seine Pädophilie) in einer Reihe von akademischen Studien zu legitimieren“. Laut Davies war Peter Righton mit Kinderschändern verbunden, die landesweit Schulen und Kinderheime infiltriert hatten. Righton arbeitete im selben Kinderheim in Maidstone wie Peter Howarth, der später ein Täter in den berüchtigten Kinderheimen in Nordwales wurde. (Quelle) Zudem war Righton ein wichtiger Berater der Premierministerin Margaret Thatcher für Kinderheime. Righton knüpfte enge Kontakte zum mehrfach verurteilten Pädophilen Morris Fraser, der Oberarzt einer Jugend- und Kinderpsychiatrie war. In dieser Funktion verging sich Fraser an minderjährigen Patienten. Nach seiner ersten Verurteilung durfte er dennoch weiterhin mit Kindern arbeiten. Er vermittelte Kinder, die keine Familien hatten, aus seiner Psychiatrie an Kinderheime, darunter an das Kincora-Heim, das wie bereits erwähnt von Pädophilen geführt wurde. Die Behörden weigern sich aus Gründen der nationalen Sicherheit die Akten zum Psychiater Morris Fraser freizugeben. (Quelle: 1 und 2)

Der PIE-Mitgründer Peter Righton arbeitete eng mit Charles Napier zusammen, der Schatzmeister der PIE war. Napier gestand 2014, dass er 21 Kinder missbraucht hatte, und wurde verurteilt. Bei einer früheren polizeilichen Untersuchung fand man einen Brief von Napier, in dem er damit prahlte, dass er obszöne Bilder in Diplomatentaschen nach Grossbritannien schicken kann und dass er leichten Zugang zu Jungen hatte, während er in Kairo arbeitete. Napier ist ein Halbbruder des Politikers John Whittingdale. (Quelle) Whittingdale arbeitete für die Rothschild Bank (Quelle). Charles Napier stammt väterlicherseits sowie auch mütterlicherseits aus dem schottischen Clan Napier, eine alte schottische Aristokratenfamilie. (Quelle)

Geoffrey Prime, der für die britischen Geheimdienste arbeitete, war Mitglied der PIE und wurde verurteilt, weil er mehrere Mädchen vergewaltigt hatte. Er gab im Geheimen Informationen an den sowjetischen Geheimdienst KGB weiter und wurde deshalb auch wegen Spionage verurteilt. Seine Frau sagte, Geoffrey Prime habe ein Dreifachleben geführt: als gewöhnlicher Mann, als russischer Spion und als Sexualstraftäter. Als Pädophiler setzte er Fähigkeiten ein, die er von seinen KGB-Führern gelernt hatte, den er besass 2287 Karteikarten über Schulmädchen in seiner Nähe. Auf jedem Zettel stand verschlüsselt die Adresse des Kindes und die Zeit, zu der ihre Eltern voraussichtlich ausser Haus sein würden. (Quelle: 1, 2, 3)

Ein PIE-Mitgründer war Tom O’Carroll. Er wurde wegen Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie verurteilt. In seinen Büchern romantisiert und verharmlost er Sex mit Kindern. Er war bei weiteren Pro-Pädophilengruppen vertreten. Nach Angaben der Polizei betrachtete er die Gruppen als Basis für einen „internationalen Geheimbund“ von „akademischen“ Kinderschändern, um seine Ziele zu erreichen. (Quelle)

Mehrere Mitglieder der PIE waren auch in Bewegungen für Homosexuellenrechte aktiv und warben dort für Pädophilenrechte. Der PIE-Mitgründer Ian Dunn hatte zuvor die erste Organisation für LGBT-Rechte in Schottland gegründet. Laut dem PIE-Führer Tom O’Carroll warb die PIE ursprünglich ihre Mitglieder in der Schwulenszene an. (Quelle) Die PIE wurde von einigen Wohltätigkeitsorganisationen als Sprachrohr einer unterdrückten sexuellen Minderheit akzeptiert und nahm 1983 am Londoner Gay-Pride-Marsch teil. (Quelle) Die PIE erhielt Einladungen von Studentenvereinigungen, gewann wohlwollende Berichterstattung in einzelnen Medien und fand Akademiker, die bereit waren, ihre Botschaft zu verbreiten. (Quelle) James Rennie, der einen Pädophilenring leitete, war von 2003 bis 2008 CEO von „LGBT Youth Scotland“. LGBT Youth Scotland ist Schottlands nationale Wohltätigkeitsorganisation für die Rechte und Gleichstellung von LGBT-Jugendlichen. Der ehemalige CEO der Organisation, James Rennie, wurde 2009 verurteilt, weil er den bisher grössten aufgedeckten Pädophilenring Schottlands leitete, der Kinder und Babys missbraucht hatte. (Quelle: 1, 2, 3, 4) James Rennie hatte über seine Arbeit mit LGBT-Jugendlichen zu tun. Dennoch hatte LGBT Youth Scotland anscheinend keine gründliche Untersuchung eingeleitet, um herauszufinden, ob James Rennie auch während seiner Arbeit mit Jugendlichen übergriffig wurde. Im Januar 2023, also vor kurzem, wurde bekannt, dass weitere Angestellte von LGBT Youth Scotland sich bei ihrer Arbeit an LGBT-Jugendliche heranmachen wollten. Laut der Aussage eines Mannes, der als schwuler Jugendlicher zu LGBT Youth Scotland kam, sei die Organisation „eher wie ein soziales Netzwerk gewesen sei, um ältere Männer mit Teenagern zu verbinden“. (Quelle) Ein Mann sagt, dass er als 16-Jähriger zu LGBT Youth Scotland kam, wo er einen Jugendarbeiter kennenlernte, der ihm eine gefälschte ID gab, damit sie gemeinsam in einen Schwulen-Nachtclub gehen konnten. Dort soll es der Jugendarbeiter zugelassen haben, dass der Jugendliche von anderen Männern unter Drogen gesetzt und vergewaltigt wurde. (Quelle)

Anmerkung von Dezember 2024: Inzwischen wurde ein weiterer Pädophiler enttarnt, der zur LGBT Youth Scotland gehörte. Er war Mitautor der Richtlinien der Organisation. Er ist im August 2024 verurteilt worden, weil er tausende kinderpornografische Bilder, darunter von Neugeborenen, verbreitete und sich im Internet an einen Minderjährigen heranmachte, der in Wirklichkeit ein Polizist war. LGBT Youth Scotland vermittelte Kinder an die umstrittene Transjugend-Organisation Mermaids. (Quelle: 1 und 2) LGBT Youth Scotland hat sich für die Verschreibung von Pubertätsblockern eingesetzt. 2024 wurde in Schottland die Verabreichung von Pubertätsblockern stark eingeschränkt. LGBT Youth Scotland hat kein Verständnis dafür und fühlt sich dadurch „verletzt, frustriert, enttäuscht und verängstigt“ und vor allem „wütend“. (Quelle) 2024 war LGBT Youth Scotland massgeblich daran beteiligt, dass schottische Grundschulen Kinder zu „LGBT-Champions“ ernennt. LGBT Youth Scotland möchte, dass man bereits Vierjährige fragt, ob sie schwul, lesbisch oder trans sind, was den meisten Leuten ziemlich befremdlich erscheint. (Quelle)

Auch in anderen Ländern war die LGBT-Bewegung von Anfang an von Pädophilen infiltriert. Es gibt in der LGBT-Community Leute, die von einer Unterwanderung der Bewegung durch Pädophile warnen, aber diese warnenden Stimmen werden in der LGBT-Community oft als Nestbeschmutzer angesehen. Es gibt die Verschwörungstheorie, dass die Hebephilen- und Pädophilenlobby die Schwulenlobby instrumentalisiert hat, um das Schutzalter für einvernehmlichen Sex mit jungen Männern zu senken. In vielen Ländern lag ursprünglich das Schutzalter bei homosexuellen Handlungen ein paar Jahre über dem Schutzalter für heterosexuelle Handlungen. Einige Organisationen für Schwulenrechte kritisierten dies als Diskriminierung von Schwulen. Daher wurde in vielen Ländern das Schutzalter von Jungs auf 16 oder teilweise gar 14 Jahren gesenkt.

Laut einer weiteren Verschwörungstheorie, die vor allem bei konservativen Christen beliebt ist, soll die Pädophilenlobby die Schwulenlobby instrumentalisieren, um es schwulen Paaren zu ermöglichen, Kinder zu adoptieren. Inzwischen haben Pädophile das Adoptionsrecht für Schwule ausgenutzt und ihre Adoptivkinder missbraucht. Anfang 2023 wurde bekannt, dass in den USA ein schwules Pärchen zwei kleine Jungen von einer Adoptionsagentur für behinderte Kinder adoptiert hatte und die Kinder anschliessend missbrauchte und zur Herstellung von Kinderpornografie benutzte. Das Paar wollte die Kinder für Geld an andere Pädophile weiterreichen. Das Pärchen war sehr wohlhabend, aber ihre Freunde und Verwandte wissen nicht, wie sie so viel Geld verdient haben. (Quelle: 1 und 2) Ein weiterer Fall, der durch die Medien ging, handelt von einem schwulen Pärchen in Australien, das ein Kind adoptierte, nachdem sie 2005 einer russischen Frau 8000 Dollar als Leihmutter gezahlt hatten. Der Missbrauch begann nur wenige Tage nach Geburt des Jungen. Sechs Jahre lang reiste das Paar um die Welt, reichte ihr Sohn an mindestens acht Pädophile weiter und produzierte Kinderpornografie mit ihm. Sie sollen den Jungen auch so trainiert haben, dass er den Missbrauch für normal hält und ihn leugnen soll, wenn er jemals von Behörden befragt wird. 2013 wurde das Pärchen verurteilt. Anfangs behaupteten die beiden Männer, die Polizei würde nur gegen sie ermitteln, weil die Polizisten schwulenfeindlich seien. Besonders dreist ist, dass das Pärchen 2010 einem ABC-Reporter ein Interview gab, über ihren Kampf als schwules Paar ein Kind zu bekommen. Die beiden Männer waren Teil eines internationalen Pädophilenrings. In diesem Fall sprach die Polizei von „einem ziemlich ausgedehnten Netzwerk von Kinderschändern“. (Quelle: 1 und 2) Dies betrifft natürlich nicht nur schwule Pädophile, denn rein theoretisch könnten sich auch heterosexuelle Pädophile als schwule Pärchen ausgeben und dann Kinder adoptieren. Wenn hingegen zwei Lesben Kinder adoptieren wollen, ist das aus meiner Sicht unproblematisch und die Wahrscheinlichkeit von sexuellem Missbrauch ist vermutlich geringer als bei einem Hetero-Elternpaar. Für gewöhnlich erhalten alleinstehende Männer, egal ob hetero oder schwul, keine Adoptivkinder, da sonst letztendlich jeder Pädophile ein Kind adoptieren würde.

Der mutmassliche Pädophilenring im Elm Guest House und die Rolle des Lügners Carl Beech

Das Elm Guest House war ein Hotel in London. Im Jahr 1990 wurde das erste Mal öffentlich behauptet, dass sich ein einflussreicher Pädophilenring im Hotel an Minderjährigen vergangen hatte. Ab 2012 ging die Polizei der Sache nach. Ab 2014 erschien Carl Beech auf der Bildfläche. Er behauptete, er sei als Kind im Elm Guest House von einflussreichen Personen missbraucht worden. Darauf wurde eine grosse Ermittlung gestartet. Schliesslich konnte man belegen, dass Carl Beech ein Lügner war. Carl Beech hat Vorwürfe des Kindesmissbrauchs gegen Personen erhoben, die anscheinend wirklich unschuldig waren und sehr unter den Vorwürfen leiden mussten, weil ihre Namen in den Medien erschienen. Die Lügen von Carl Beech haben der Glaubwürdigkeit der echten Opfer geschadet und britische Journalisten werden in Zukunft Hemmungen haben, die Namen mutmasslicher Täter zu nennen, weil sie Angst haben müssen, dass sie dadurch das Leben von Unschuldigen zerstören. Schon bevor man Beechs Aussagen widerlegen konnte, hatte das Magazin Village darauf hingewiesen, dass er Desinformationen verbreitet. Das Magazin hatte recht mit seiner Vorhersage, dass Carl Beech medienwirksam in der Öffentlichkeit als Lügner entlarvt wird. Carl Beech war übrigens pädophiler Straftäter und Gouverneur von zwei Schulen und arbeitete als Kinderkrankenpfleger sowie für die Kinderschutzorganisation NSPCC, die unter anderem versucht, Kindesmissbrauch zu bekämpfen (Quelle). Seit 1895 stellt die britische Königsfamilie den Patron der NSPCC.

Carl Beech hatte den Politiker Baron Greville Janner des Kindesmissbrauchs beschuldigt. Janner, der 2015 starb, war vermutlich tatsächlich ein pädophiler Straftäter, den noch weitere Männer haben behauptet, sie seien als Kind von Janner missbraucht worden. Seit den 90er-Jahren gab es mehrfach Ermittlungen gegen Janner, wegen Verdacht auf Kindesmissbrauchs, aber er wurde nie verhaftet oder angeklagt. (Quelle: 1 und 2) Janner war eine führende Persönlichkeit in der britisch-jüdischen Gemeinde und Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses.

Auch wenn Carl Beech ein Lügner war, hatte die Polizei bereits vor dessen Aussagen den Verdacht, es hätte im Elm Guest House einen Pädophilenring gegeben. Mindestens drei Männer, die mutmassliche Besucher des Elm Guest House waren, wurden in anderen Fällen wegen mehrerer Sexualdelikte an Kindern verurteilt. Das Gästehaus wurde in den 70er-Jahren als Zufluchtsort für Homosexuelle eingerichtet, entwickelte sich aber bald zu einem Ort, an dem Männer Sex mit jungen Prostituierten und später angeblich auch mit Jungen und Mädchen aus einem nahe gelegenen Kinderheim hatten. (Quelle) John Stingemore, ein mutmasslicher Kinderschänder, der das Kinderheim leitete, soll seine Heimkinder an Pädophile im Elm Guest House weitergereicht haben. Eine ehemalige Kinderbetreuerin sagt, dass im Elm Guest House Pornografie mit Minderjährigen produziert wurde. (Quelle) Kinderbetreuer sagten 2013 der Polizei, dass eine Ermittlung zu dieser Sache im Jahr 1982 und eine weitere im Jahr 2003 unterbunden worden war. 1979 und 1981 waren zwei Kinder in der nahen Umgebung des Hotels verschwunden. (Quelle) 1982 machte die Polizei eine Razzia im Elm Guest House und musste dabei feststellen, dass sich zwei Polizisten im Hotel befanden. Dies war für die Polizei sehr peinlich und womöglich hat man die Razzia deswegen vertuscht. Pflegekräfte haben Versuche unternommen, dem Treiben im Elm Guest House ein Ende zu setzten, aber ohne Erfolg. Damals behaupteten mindestens 12 Jungen, dass sie im Elm Guest House missbraucht wurden. (Quelle)

Der Journalist Hilton Tims sagte 2014, er habe in den 80er-Jahren erfahren, dass sich einflussreiche Pädophile im Elm Guest House an Jungs vergehen. Hilton Tims sagt, er habe nicht über den Pädophilenring berichten dürfen, mit der Begründung, er würde damit die nationale Sicherheit gefährden. (Quelle)

Die Ermittlungen um das Elm Guest House wurden ab 2014 massiv von Carl Beech beeinflusst, der letztendlich mit seinen Lügen die ganzen Ermittlungen untergraben und diskreditiert hat. Aufgrund von Carl Beech gibt es nun keine polizeilichen Untersuchungen mehr zum Elm Guest House.

Mutmassliche Gäste

Die Polizei besitzt Unterlagen eines ehemaligen Kinderbetreuers. Darin werden folgende zwei Personen als Besucher des Elm Guest House genannt:

  • Sir Cyril Smith: Der Politiker wurde bereits mehrfach in diesem Beitrag erwähnt. Er war ein pädophiler Straftäter, genau wie sein Freund Jimmy Savile.
  • Sir Anthony Blunt: Der führende Kunsthistoriker arbeitete für den britischen Geheimdienst und für die Königsfamilie. Er gab im Geheimen Informationen an den sowjetischen Geheimdienst weiter. Die Sowjets wurden jedoch misstrauisch und vermuteten, Anthony Blunt sei ein Dreifachagent. Der britische Geheimdienst hatte jahrelang verheimlicht, dass Blunt für den sowjetischen Geheimdienst spioniert hatte. Blunt war mit dem britischen Geheimdienstchef Dick White befreundet und verbrachte Weihnachten mit ihm bei Victor Rotschild zu Hause. (Quelle)

(Quelle: 1 und 2)

Ein Zeuge (nicht Carl Beech) behauptet, er sei als Junge vom hochrangigen Politiker Sir Peter Morrison im Elm Guest House vergewaltigt worden. Er behauptet auch, dass die Polizei die Sache vertuscht hatte. (Quelle) Peter Morrison, der weiter oben bereits erwähnt wurde, war erwiesenermassen von seiner Partei (die Konservative Partei) geschützt worden.

Ein weiterer mutmasslicher Besucher des Elm Guest House war Sir Nicholas Fairbairn, ein schottischer Politiker, der 1995 verstarb. Er war eng mit der Premierministerin Margaret Thatcher verbunden. 2014 sagte eine Frau, die auf ihre Anonymität verzichtete, sie sei als kleines Kind von Nicholas Fairbairn missbraucht worden, was ihr Vater geduldet hatte. Ihr Vater war der schottische Politiker Sir Robert Henderson und soll sie von klein auf missbraucht haben. (Quelle) Nicholas Fairbairn heiratete in erster Ehe eine Tochter des 13. Lord von Reay. (Quelle) Der Lord war der Clan-Chef des schottischen Clan Mackay, eine schottische Aristokratenfamilie. Die Tochter von Robert Henderson sagt, ihr Vater habe sie als Kind bei „Partys“ an befreundete pädophile Juristen weitergereicht. Nicholas Fairbairn und Robert Henderson waren Teil eines Pädophilenrings, der nicht verfolgt wurde, weil er möglicherweise schwule Juristen in Schottland erpresst hatte. Homosexuelle Handlungen waren damals zwar bereits legal in Schottland, aber waren immer noch verpönt und konnten der Karriere schaden. Hendersons Tochter sagt, ihr Vater habe sie an den schottischen Staatsanwalt John Watt zugeführt, der sie missbraucht haben soll. (Quelle) 2022 wurde John Watt verurteilt, weil er Kinder vergewaltigt hatte. (Quelle)

Anfang 2013, also noch bevor Carl Beech die Ermittlungen mit seinen Lügen beeinflusste, nannte die Polizei folgende Personen, von denen sie glaubte, sie hätten das Elm Guest House besucht:

  • Sir Peter Hayman: Der Diplomat und Geheimdienstler wurde am Anfang dieses Beitrages erwähnt. Er war Mitglied der bereits erwähnten Pädophilengruppe PIE.
  • Colin Peters: Er arbeitete als Anwalt für das Aussenministerium. 1989 kam er ins Gefängnis, weil er zu einem Pädophilenring gehörte, der hunderte von Jungs missbraucht hatte und der, so viel bekannt ist, unabhängig vom Elm Guest House war. In den damaligen Berichten hiess es, dass der Pädophilenring „von hochrangigen Beamten und bekannten öffentlichen Bediensteten benutzt wurde“.
  • Warwick Spinks: Er soll als Jugendlicher das Elm Guest House besucht haben, war also womöglich ein Strichjunge. Später wurde er selbst ein berüchtigter Täter und kam 1995 wegen einer Reihe von Sexualdelikten an Jungen ins Gefängnis.

(Quelle)

Warwick Spinks hatte einen 14-Jährigen entführt und an ein Schwulenbordell in der niederländischen Stadt Amsterdam verkauft. Spinks leitete selbst eine Zeit lang ein Schwulenbordell in Amsterdam, wo er junge Männer an Touristen verkaufte. In Amsterdam vermittelte Spinks auch minderjährige Jungen an Sextouristen. Bei einer Ermittlung gab sich ein Polizist als Pädophiler aus und kam dabei mit Spinks ins Gespräch. Der Polizist hatte das Gespräch mit Spinks heimlich aufgenommen. Spinks sagte dem Undercover-Cop, er könne billig minderjährige Jungen besorgen. Spinks sagte: „Ich war auf der ganzen Welt. Ich bin eine internationale Slut.“ Er erzählte davon, wie er Minderjährige aus Polen, Tschechien und Deutschland beschafft und abgeholt hatte. Spinks prahlte vor dem Undercover-Cop mit seinen Kontakten zu Pädophilen-Netzwerken und sagte zum ihm, er könne ein Video besorgen, in dem ein 10-jähriger Junge getötet wird. Weiter sagte er, er kenne Personen, die Snuff-Filme herstellen, in streng limitierten Auflagen, etwa je 10 Exemplare, die angeblich an reiche Kunden in Amerika für jeweils 5000 Dollar verkauft wurden.

Ein Zeuge sagte später aus, Warwick Spinks hätte ihn dazu überreden wollen, dass er „spezielle Filme“ verkaufen soll und zeigte ihm eine Probe, in der ein Junge geschlagen, kastriert und aufgeschnitten wurde. Ein weiterer Zeuge, der Spinks nahe stand, behauptete, er habe fünf Videos gesehen, die von Spinks und seinen Freunden produziert wurden und in denen Jungen missbraucht und ermordet wurden. Der Zeuge nannte die Namen von zwei Niederländern, welche die Snuff-Videos angeblich verkauft hatten. Laut Polizei gehört einer der beiden Männer der niederländischen Mafia an und der andere ist ein Pädophiler, der eigene Bordelle in Amsterdam betrieb. Spinks hatte beim aufgenommenen Gespräch mit dem Undercover-Cop geprahlt: „Ich komme mit Mord davon.“

(Quelle: 1 und 2)

Ob Warwick Spinks Teil eines Snuff-Pornorings war, konnte nie geklärt werden.

Spinks wurde 1995 verurteilt wegen diverser Sexualdelikte an Minderjährigen. 1997 gelang es ihm bei einem Freigang ins Ausland zu fliehen und lebte dort unter falschen Identitäten. In Tschechien knüpfte er Kontakte zum ehemaligen Radio-DJ Chris Denning, ebenfalls ein Brite und notorischer pädophiler Straftäter. Chris Denning wurde in diesem Beitrag bereits erwähnt. 2012 wurde Warwick Spinks von der tschechischen Polizei festgenommen und an Grossbritannien ausgeliefert. (Quelle: 1 und 2) Man kann davon ausgehen, dass Spinks in den 15 Jahren auf der Flucht weiterhin Minderjährige missbraucht hat.

Die Verbindung zu Sidney Cooke

Sidney Cooke führte eine pädophile Bande an, die in den 80er-Jahren kleine Jungs entführte und bei Orgien vergewaltigte und ermordete. Der Bande wurden drei Morde an Kindern nachgewiesen, aber womöglich hatten sie mehr als zwanzig Kinder ermordet. Sidney Cooke, der 1999 verurteilt wurde, soll im Gefängnis damit geprahlt haben, dass seine Bande weit mehr als drei Kinder ermordet hatte. (Quelle)

Im Jahr 2014, als die Geschichte um das Elm Guest House durch die Medien ging, enthüllte ein pensionierter Polizist, der Ermittlungen gegen den Pädophilenring von Sidney Cooke geleitet hatte, dass es Verbindungen zum Elm Guest House gab. Die Ermittler glaubten damals, dass Lennie Smith, einer der führenden Köpfe von Sidneys Bande, das Elm Guest House besucht hatte. Die Ermittler gingen der Sache nicht weiter nach, weil damals noch nicht bekannt war, dass ein Pädophilenring im Elm Guest House verkehrte, aber die Ermittler hatten schon damals von Gerüchten gehört, dass dort etwas vor sich ging. Viele Akten zu den Ermittlungen gegen Sidneys Bande sind verschwunden. Ein Polizist sagte in den 90er-Jahren, dass fast ein Drittel der Akten über Sexualstraftäter in einem der acht Londoner Polizeibezirke unauffindbar seien. Der Polizist warf der Londoner Polizei vor, die Strafverfolgung von Kindesmissbrauch stark zu vernachlässigen. (Quelle: 1 und 2)

Sydney Cooke wurde mit dem Mörder und Vergewaltiger Arthur Hutchinson in Verbindung gebracht. Die Polizei fand in einem Notizbuch von Hutchinson den Namen und die Adresse von Geoffrey Dickens, der das bereits erwähnte Pädophilendossier erstellt hatte. Dickens glaubte, dass Hutchinson mit einem Pädophilenring verbunden war und den Auftrag erhalten hatte, ihn zu ermorden. (Quelle)

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Haus Asaf Jah

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts bestand Indien aus mehreren hundert Monarchien. Die Asaf Jah Familie galt als die reichste und mächtigste Herrscherfamilie in Indien. Die Dynastie herrschte mehr als 200 Jahre über Hyderabad, einer der grössten indischen Fürstenstaaten. Indien gehörte von 1857 bis 1947 zum britischen Kolonialreich und war die wichtigste Kolonie des britischen Empire. Die Asaf Jah Familie zählte zu den wichtigsten Verbündeten der Briten in Ostasien.

Asaf Jah I. (1671-1748) war der Gründer und erste Nizam (Herscher) von Hyderabad. Zuvor hatte er als hochrangiger Gouverneur im indischen Mogulreich gedient. Bereits sein Vater und seine beiden Grossväter standen im Dienste mehrerer indischer Grossmoguln. Die Familie der Grossmoguln herrschte vom 16. bis Mitte des 19. Jahrhunderts über ihr Grossreich und behauptete, dass sie vom mongolischen Herrscher Dschingis Khan (starb 1227) abstammt, einer der mächtigsten und reichsten Herrscher aller Zeiten. Die Mehrheit der Bevölkerung des Mogulreiches waren Hindus, aber die Familie der Grossmoguln gehörte dem Islam an. Auch die Asaf Jah-Dynastie ist eine muslimische Familie und herrschte in Hyderabad über ein Volk, das mehrheitlich hinduistisch war. Der Fürstenstaat Hyderabad wurde seit seiner Gründung durch die Asaf Jah Familie von einer kleinen muslimischen Oberschicht regiert. Seit dem Mittelalter waren muslimische Eroberer nach Indien gekommen, die in den folgenden Jahrhunderten Teile des östlichen Asiens und ihre Kontrolle brachten. In Indien bildeten die Nachfahren der Eroberer eine muslimische Aristokratie, zu der auch die Asaf Jah Familie gehörte.

Der Legende nach stammt die Asaf Jah Familie von persischen Aristokraten aus der Suhrawardi Familie ab, die wiederum von Abu Bakr abstammen soll. Abu Bakr war ein Schwiegervater des Propheten Mohammed, der im 7. Jahrhundert den Islam gründete. Nach Mohammeds Tod wurde Abu Bakr der erste Kalif (rechtmässiger Nachfolger Mohammeds). Eine weitere Abstammungslegende besagt, dass die Asaf Jah Familie Nachkommen des Sufi-Führers Baha-ud-Din Naqschband (Bahauddin Naqshbandi) sind. Naqschband lebte im 14. Jahrhundert und wurde im heutigen Usbekistan geboren. Er gründete einen einflussreichen Sufi-Orden. Da Naqschband als ein Nachkomme des Propheten Mohammed galt, zählt auch die Asaf Jah zu den angeblichen Nachkommen des Islamgründers. Asaf Jah I. war seit 1724 der erste Herrscher von Hyderabad. Er verlieh sich selbst den Titel des Asaf Jah, der bis heute vom Familienoberhaupt getragen wird. Der Titel ist nach Asaf (Asaph) benannt, welcher der Legende zufolge ein Höfling des israelischen Königs Salomo war. (Quelle: 1 und 2) König Salomo soll vor 3000 Jahren gelebt haben und wird in der Bibel sowie im Tanach und im Koran erwähnt. Zu seiner Zeit wurde der salomonische Tempel in Jerusalem errichtet. Auch Asaf und seine Nachkommen, die Asafiten, werden im Tanach und im Alten Testament erwähnt. Der Überlieferung nach waren sie Sänger im ersten sowie im zweiten Tempel und übernahmen eine führende Rolle im Tempelkult (Quelle).

Die Asaf Jah-Dynastie unterhielt seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Kontakt zur britischen Kolonialelite. In dieser Zeit geriet Indien immer mehr unter den Einfluss der East India Company. Die britische Handelskompanie bestand vom Jahr 1600 bis 1874 und war das vermutlich mächtigste Unternehmen der Menschheitsgeschichte. Auf ihrem Höhepunkt machte sie die Hälfte des Welthandels aus und besass eine Privatarmee, die doppelt so gross wie die britische Armee war. Die Kompanie herrschte von Ende des 18. Jahrhunderts bis 1858 über Indien, darunter auch über den Fürstenstaat Hyderabad. Da die Asaf Jah Familie mit der britischen Kolonialelite kooperierte, durfte sie weiterhin über ihren Fürstenstaat herrschen. 1858 wurde Indien zu einer britischen Kronkolonie und stand somit direkt unter der Kontrolle des britischen Hochadels. Seit 1876 stellte der britische Monarch zugleich den Kaiser von Indien. Ein Vizekönig regierte für die britische Königsfamilie über Indien und herrschte damit über ein Fünftel der damaligen Menschheit. Die Vizekönige kamen aus führenden britischen Adelsfamilien, darunter aus den Familien Bruce, Baring, Hope, Mountbatten, FitzMaurice und Isaacs. Die Asaf Jah Familie hatte engen Kontakt zu den Vizekönigen. Ihr Fürstenstaat Hyderabad war der grösste Staat in Britisch-Indien.

Osman Ali Khan

Asaf Jah VII. (1886-1967), bekannt unter dem Namen Osman Ali Khan, war der letzte Nizam von Hyderabad und herrschte von 1911 bis 1948. Er ist das berühmteste Mitglied der Familie und galt als einer der wichtigsten muslimischen Führer der damaligen Zeit. In seiner Zeit als Herrscher galt er als der reichste Mann der Welt und er wird zu den reichsten Personen aller Zeiten gezählt. Neben sehr viel Land besass er auch viele Edelsteine, Gold und weitere Schätze, darunter den Jacob Diamond, einer der grössten Diamanten der Welt, der von Osman Ali Khan als Briefbeschwerer verwendet wurde. Bereits im 18. Jahrhundert war die Asaf Jah Familie führend im Diamanthandel gewesen. Osman Ali Khan zählte seine Diamanten nach Kilogramm, seine Perlen nach Hektar und seine Goldbarren nach Tonnen, so wird es zumindest erzählt.

Osman Ali Khan war, wie bereits sein Vater, von Briten ausgebildet worden. Er war der einzige Monarch in Britisch-Indien, der den Titel „Erhabene Hoheit“ tragen durfte, weil er während des Ersten Weltkriegs 25 Millionen Pfund in die britische Staatskasse eingezahlt hatte (ein grosser Betrag für damalige Verhältnisse). Bereits zuvor hatte er zwei Orden von der britischen Königsfamilie erhalten. 1947 schenkte er der britischen Queen Elisabeth II. Schmuck als Hochzeitgeschenk.

Osman Ali Khan war Freimaurer und stiftete einen der ältesten Freimaurertempel in Indien, der neun Freimaurerlogen beherbergt. Zu dieser Zeit waren auch die Chefs der Regierung, des Militärs und der Polizei von Hyderabad Mitglied dieser Logen. (Quellen: 1, 2, 3, 4) Sie hatten Kontakt zu britischen Freimaurern, die zur Kolonialelite in Indien gehörten (mehrere der Vizekönige von Indien waren Freimaurer oder mit solchen verwandt). Die Freimaurerei war von Briten nach Indien gebracht worden, anfangs von Angestellten der East India Company. Mitglieder aus mehreren indischen Fürstenfamilien traten den Freimaurern bei. Heutige Mitglieder der britischen Königsfamilie, darunter König Charles, haben persönlichen Kontakt zu indischen Aristokraten. Die britische Königsfamilie ist übrigens die hochrangigste Freimaurerfamilie in England und auch Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien waren oder sind noch immer bei den Freimaurern vertreten.

Osman Ali Khan traf den saudischen König und den persischen Herrscher Raza Shah Pahlavi.

Osman Ali Khan gründete 1941 die State Bank of Hyderabad. Die Bank gehört seit 2017 zur State Bank of India, die derzeit die grösste indische Bank ist und sich in Besitz des Staates befindet.

Mit der Unterstützung der Briten konnten die indisch-muslimischen Aristokraten 1947 den heutigen Staat Pakistan gründen, ein muslimischer Staat, während die hinduistischen Aristokratenfamilien im selben Jahr bei der Gründung des heutigen Staates Indien mitwirkten. Da Hyderabad nicht an Pakistan grenzte und die Bevölkerung mehrheitlich hinduistisch war, wurde der Fürstenstaat Teil von Indien. Die Teilung Indiens in die Staaten Pakistan und Indien beendete zugleich die britische Kolonialherrschaft im Land. Die britische Elite hat aber bis heute viele Freunde und Verbündete in der indischen und pakistanischen Elite. Indien und Pakistan gehören zu den heutigen Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Eigentlich wollte Osman Ali Khan nicht, dass Hyderabad Teil von Indien wird. Er hätte lieber ein unabhängiges Königreich innerhalb des britischen Commonwealth gegründet. Jedoch wurde er 1948 vom indischen Militär abgesetzt. Er durfte aber weiterhin in Hyderabad leben.

Osmans Nachkommen

Prinz Azam Jah (1907-1970) heiratete die türkische Prinzessin Durru Shehvar. Ihr Vater Abdülmecid II. war das Oberhaupt der ehemaligen Herrscherfamilie des Osmanischen Reiches und trug den Titel des Kalifen (rechtmässiger Nachfolger Mohammeds). Wie am Anfang dieses Beitrages erwähnt wurde, soll die Asaf Jah Familie vom ersten Kalifen Abu Bakr abstammen. (Quelle) Azams Bruder Moazzam Jah heiratete ebenfalls in die osmanische Herrscherfamilie. (Quelle)

Prinz Mukarram Jah (1933-2023), der mütterlicherseits aus der osmanischen Herrscherfamilie kam, starb vor kurzem. Er war das langjährige Oberhaupt der Asaf Jah Familie. Mütterlicherseits erbte er den Titel des Kalifen. Er lebte in Australien und kaufte dort viel Land. Sein australischer Landsitz war eine Zeit lang so gross wie Belgien. Später lebte er in der Türkei. Er hatte einen Abschluss an der „Royal Military Academy Sandhurst“ in Grossbritannien gemacht. (Quelle) Diese ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren viele amtierende und nicht amtierende Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Mukarram Jah war auch auf der Harrow School und der Cambridge University in England gewesen, wo ebenfalls viele Aristokraten ausgebildet werden. In Harrow war Mukarram ein Klassenkamerad des irakischen Königs Faisal und des jordanischen Königs Hussein. Die beiden Könige waren Cousins und kamen aus der Haschimiten-Dynastie (sollen ebenfalls vom Islamgründer Mohammed abstammen). Mukarram Jah verkehrte auch später viel in London. Er heiratete in zweiter Ehe eine Australierin. Da er in grossen Reichtum geboren wurde, habe er als Junge den Unterschied zwischen einem Diamanten und einem Stück Glas nicht erkennen können, wie er später erzählt hat. (Quelle)

Mukarram Jah hatte ein sehr gutes Verhältnis zu Jawaharlal Nehru, welcher der erste Premierminister von Indien war. Nehru wollte, dass Mukarram Indien als Botschafter in muslimischen Ländern vertritt, was aber nicht umgesetzt wurde. (Quelle)

Laut royalark.net war Mukarram in den 60er Jahren Direktor der Central Bank of India, eine indische Grossbank. (Quelle) Sie ist aber nicht die Zentralbank, auch wenn ihr Name so klingt.

Nach Mukarrams Tod zollten ihm mehrere Politiker aus Telangana bei einem Treffen Tribut. (Quelle) Der indische Bundesstaat Telangana gehörte früher zum Fürstentum Hyderabad.

Seit Mukarram starb, ist sein Sohn Azmet Jah (*1960) das Oberhaupt der Familie und trägt den Titel Asaf Jah IX. Seine frühe Schulbildung machte er in London und danach studierte er in den USA. Er fühlt sich mit Indien verbunden. Er ist professioneller Kameramann und hat mit Steven Spielberg und Lord Richard Attenborough zusammengearbeitet. (Quelle) Nach Angaben von royalark.net ist seine Frau mit Ali Zulfikar Pascha (starb 1904) verwandt, der Aussenminister von Ägypten war. (Quelle)

Mehrere Mitglieder der Asaf Jah Familie leben in Grossbritannien.

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Jacobs Familie

Der amerikanisch-jüdische Geschäftsmann Irwin Jacobs (*1933) war 1985 Mitgründer des Technologieunternehmens Qualcomm. Er war bis 2005 CEO und bis 2009 Vorsitzender von Qualcomm. Unter seiner Führung entwickelte sich das Unternehmen zu einem Grosskonzern. Heute ist Qualcomm einer der grössten und wertvollsten Technologiekonzerne der USA. Qualcomm gehört zu den zehn grössten Halbleiterherstellern der Welt. Halbleiter sind sehr wichtig in der weltweiten Wirtschaft, da man sie für den Bau von elektronischen Geräten und Autos benötigt.

Qualcomm besitzt mehr als 130 000 Patente und Patentanmeldungen.[1] Andere Technologiekonzerne werfen Qualcomm vor, seine vielen Patente auszunutzen, indem der Konzern überhöhte Lizenzgebühren verlangt. Deshalb kam es mehrfach zu Rechtsstreitigkeiten.[2] Qualcomm besitzt 14 wichtige Patente für die CDMA-Mobilfunktechnologie, bei deren Entwicklung und Kommerzialisierung Qualcomm Pionierarbeit geleistet hat und damit die drahtlose Kommunikation revolutionierte. Bevor Irwin Jacobs das Unternehmen gründete, war er bereits Mitbegründer und Chef des Technologieunternehmens Linkabit gewesen. Zu den Gründern von Qualcomm gehörten weitere Mitarbeiter von Linkabit. In San Diego gehen über 100 Technologieunternehmen, unter anderem Qualcomm, auf Linkabit zurück.[3][4]

Irwin Jacobs gründete Qualcomm und Linkabit gemeinsam mit Andrew Viterbi. Der italienisch-jüdische Einwanderer entwickelte den Viterbi-Algorithmus.

Qualcomm und Intel (grösster Halbleiterhersteller der USA) erhalten Aufträge vom US-Verteidigungsministerium. Die gemeinsamen Projekte sind Teil der nationalen Sicherheit und stellen sicher, dass das Pentagon Zugang zu den fortschrittlichsten Halbleiterdesigns hat. Da die weltweite Halbleiterindustrie von Südkorea und Taiwan dominiert wird, macht sich das Verteidigungsministerium Sorgen um die wirtschaftliche Unabhängigkeit der USA.[5]

Qualcomm ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).[6]

Das Vermögen von Irwin Jacobs wurde seit dem Jahr 2010 auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Seit 2020 ist er nicht mehr auf der Forbes-Liste der Milliardäre, da er viel für Wohltätiges gespendet hat. Er war auch ein grosszügiger Spender für demokratische Kandidaten, darunter für Barack Obama. 2015 empfing er Obama bei einer Spendenaktion in seinem Haus und war sein Gast bei einem Staatsessen mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande.[4]

Irwins Sohn Gary Jacobs (*1957) gründete eine Charter-High School. Garys Tochter Sara Jacobs vertritt seit 2021 Kalifornien im Repräsentantenhaus der USA. Sie arbeitete im Aussenministerium unter Obama und für die Kampagne der ehemaligen Aussenministerin Hillary Clinton. Sara Jacobs arbeitete in internationalen Angelegenheiten bei UNICEF und den Vereinten Nationen (UN).[7][8]

Irwin Jacobs war bis 2009 Vorsitzender von Qualcomm. Danach hatte sein Sohn Paul Jacobs bis 2018 den Vorsitz des Konzerns inne und war von 2005 bis 2014 auch CEO.[9] Seither ist die Jacobs Familie nicht mehr im Vorstand von Qualcomm vertreten und das Unternehmen ist inzwischen, so viel bekannt ist, unabhängig von der Familie.

Irwin Jacobs ist Mitglied der Sigma Alpha Mu, eine seit 1909 bestehende jüdische Studentenverbindung, die auch Nichtjuden aufnimmt. Irwin Jacobs sagte: „Der Umzug von New Bedford, MA, einer relativ kleinen und nicht allzu kultivierten Stadt, nach Cornell war für mich eine grosse Umstellung. Der Beitritt zu Sigma Alpha Mu ermöglichte es mir, schnell einen grossen Freundeskreis zu finden und eine starke Basis an Unterstützung zu gewinnen.“ [10]

Irwin Jacobs ist Mitglied des Inter-American Dialogue, eine Denkfabrik, die Beziehungen zwischen der US-amerikanischen und der lateinamerikanischen Elite fördert.[11] 2019 und 2020 gehörten zu den grossen Spendern der Denkfabrik neben Grosskonzernen auch die Stiftungen der Milliardäre Ford, Soros, Luksic und Gordon Moore.[12]

Irwin Jacobs war im Vorstand des „Pacific Council on International Policy“, eine Denkfabrik für Aussenpolitik. Ihr derzeitiger Vorsitzender ist der Geschäftsmann Robert Lovelace.[13]

Irwin Jacobs war Vorsitzender des Salk Institute, eine führende Forschungseinrichtung.[3]

Irwin Jacobs und seine Frau erhielten die „Carnegie Medal of Philanthropy“, eine Auszeichnung für Philanthropen. Weitere Empfänger der Medaille waren unter anderem die Milliardärsfamilien RockefellerMellonTataKoçCrown, Gates, Lauder, Pritzker sowie George SorosAga Khan, Michael Bloomberg, Brooke Astor, Bilderberger-Chefin Marie-Josée Kravis und Moza bint Nasser aus der katarischen Königsfamilie.[14]

Quellen:

  1. https://www.latimes.com/business/la-fi-tn-qualcomm-apple-patent-trial-20190304-story.html
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/Qualcomm#Patents_and_patent_disputes
  3. https://ccst.us/people/distinguished-experts/irwin-m-jacobs/
  4. https://www.forbes.com/profile/irwin-jacobs/?sh=481e8bc340fe
  5. https://www.sdbj.com/technology/qualcomm-intel-get-dod-work/
  6. https://www.weforum.org/partners#search
  7. https://www.sandiegouniontribune.com/news/politics/sd-me-jacobs-resume-20180327-story.html
  8. https://en.wikipedia.org/wiki/Sara_Jacobs
  9. https://www.firstinspires.org/about/leadership/dr-paul-e-jacobs
  10. https://archive.ph/20130115183907/http://www.tpg.cc/sigmaalphamu/0907a.htm
  11. https://www.thedialogue.org/experts/irwin-jacobs/
  12. https://www.thedialogue.org/support-us/our-donors/
  13. https://www.pacificcouncil.org/about/leadership/board
  14. https://www.medalofphilanthropy.org/honorees/

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Rafsanjani Familie

Die Rafsanjani (Rafsandschāni) Familie ist eine der einflussreichsten Familien der politischen Elite im Iran. Von 1980 bis 2010 war sie womöglich die mächtigste Familie des Landes. In den letzten 10 Jahren machte sie sich aber bei der fundamentalistischen Regierung unbeliebt.

1979 kam es im Iran zur Islamischen Revolution, bei der die Kaiserfamilie gestürzt und die Monarchie abgeschafft wurde. Seither sind religiöse Fundamentalisten im Iran an der Macht. Akbar Hashemi Rafsanjani (1934-2017) hatte sich an der Revolution beteiligt und war ein Schüler des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini gewesen. Chomeini gilt als der Gründer der Islamischen Republik Iran.

Bereits in den ersten Jahren nach der Revolution war Akbar Hashemi Rafsanjani einer der mächtigsten Politiker im Land. Von 1989 bis 1997 war er Staatspräsident des Irans. Seit seiner Amtsübernahme trug er den Titel des Ajatollah, der höchste religiöse Titel im zwölferschiitischen Islam. Rafsanjani besetzte noch weitere hohe Positionen im iranischen Staat:

  • Er war von 1989 bis 2017 Vorsitzender des Schlichtungsrats.
  • Er war von 2007 bis 2011 Vorsitzender des Expertenrats.
  • Er war von 1980 bis 1989 Sprecher des iranischen Parlaments.
  • Er war von 1981 bis 2009 Teherans Freitagsgebets-Imam.
  • Er war auch Innenminister und Oberbefehlshaber des iranischen Militärs. Er gründete zudem die Islamische Azad-Universität, die grösste private Hochschule im Iran.

Akbar Hashemi Rafsanjani galt als der Bankier des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini.[1] Emad Rafsanjani, ein Enkel von Akbar, heiratete später eine Urenkelin von Chomeini.[2] Akbar überzeugte Chomeini, den iranisch-irakischen Krieg zu beenden. Als Präsident öffnete Akbar den isolierten Iran ein wenig und nahm das iranische Atomprogramm wieder auf. Im Gegensatz zu vielen anderen hohen iranischen Politikern befürwortete er eine freie Marktwirtschaft und Privatisierung. Nach der Revolution war er ein einflussreicher Unternehmer geworden. In seiner Zeit als Präsident privatisierte er Teile der iranischen Wirtschaft, wovon seine Familie und ihre Verbündeten profitierten. Sein Bruder leitete die grösste Kupfermine des Landes und sein Sohn sowie ein Neffe besetzten Schlüsselpositionen im iranischen Erdölministerium. Medienberichte aus dem Zeitraum 2003 sagen, die Rafsanjani Familie kontrolliere über Stiftungen und Tarnfirmen mehrere iranische Unternehmen.[3] Das Vermögen von Akbar Hashemi Rafsanjani wurde auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt und er besass ein Monopol auf die Industrie für Pistazien im Iran.[4] Der Iran ist einer der weltweit grössten Produzenten von Pistazien.

Akbar Hashemi Rafsanjani fädelte den umstrittenen Tauschhandel ein, der Teil der Iran-Contra-Affäre war.[1] Er soll in Auftragsmorde und Terroranschläge im Ausland eingeweiht gewesen sein. Deutschlands oberstes Strafgericht sah Rafsanjani als den Drahtzieher des Mykonos-Attentats 1992 in Deutschland. Argentinische Ermittler beschuldigten Rafsanjani, an den Planungen für den Anschlag von 1994 auf das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires beteiligt gewesen zu sein, bei dem 87 Menschen getötet wurden. Die CIA behauptete schon seit den 80er Jahren, dass Rafsanjani mit Terroranschlägen verbunden ist. [4][5] Die iranische Elite ist der vermutlich wichtigste Unterstützer der libanesischen Partei Hisbollah, die auch als Terrororganisation aktiv ist.

Akbars Bruder ist Mohammad Hashemi Rafsanjani (*1942). Dieser gehörte zum Schlichtungsrat und leitete zehn Jahre lang den staatlichen Rundfunk des Irans.[6] Im Iran werden die gesamten Medien vom Staat kontrolliert. Derzeit belegt der Iran Platz 178 von 180 auf der Rangliste der Pressefreiheit.

In den letzten 15 Jahren machte sich Akbar Hashemi Rafsanjani beim fundamentalistischen Regime unbeliebt, weil er und seine Familie Reformen befürworten. Akbar starb 2017. Seine Kinder sagten, sie glauben, ihr Vater sei ermordet worden, weil das iranische Regime ihn loswerden wollte[7]. Akbar war einer der mächtigsten Gegner des ultrakonservativen Regimes.

Akbar Hashemi Rafsanjani war Vater von fünf Kindern, die politisch und wirtschaftlich aktiv sind:

  • Mohsen Hashemi Rafsanjani: Er war oder ist noch immer hochrangiger Manager bei der staatlichen Bahn des Irans. Von 2017 bis 2021 war er Vorsitzender des Stadtrats der iranischen Hauptstadt Teheran.
  • Mehdi Hashemi Rafsanjani: Er studierte an der Oxford Universität in England[8]. Er war jahrelang beim iranischen Ölministerium beschäftigt und leitete ein staatliches Unternehmen[9]. Der Iran hat die viertgrössten Ölreserven und die zweitgrössten Gasreserven der Welt. Mehdi Hashemi Rafsanjani war auch im Vorstand der National Iranian Gas Company, die für Gaspipeline- und LNG-Projekte im Iran zuständig ist[10]. Mehdi soll Bestechungsgelder vom norwegischen Ölkonzern Statoil und vom französischen Ölkonzern Total erhalten haben, damit diese Zugang zu iranischen Ölreserven erhielten. Seit 2009 lebt Mehdi in Grossbritannien im Exil, weil das iranische Regime ihn ins Gefängnis stecken wollte.[11][12] Die iranische fundamentalistische Nachrichtenseite Rajanews behauptet, dass Mehdi engen geschäftlichen Kontakt zu Saif Gaddafi unterhält, dem Sohn des ehemaligen libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi.[13] In diesem Artikel von Rajanews wird auch erwähnt, dass Saif Gaddafi mit einflussreichen Juden (darunter Nat Rothschild) und Hochadligen vernetzt ist, was tatsächlich stimmt und von britischen Medien bestätigt wurde.
  • Faezeh Haschemi Rafsanjani: Sie ist eine bekannte Frauenrechtlerin im Iran und wurde wegen ihrer Aktivitäten mehrfach verhaftet, zuletzt bei den jüngsten Protesten.
  • Fatemeh Hashemi Rafsanjani: Sie ist Politikerin der „Moderation and Development Party“, eine gemässigte Partei.
  • Yasser Hashemi Rafsanjani: Er studierte in Belgien und leitete oder leitet noch immer ein grosses Export-Import-Unternehmen.

Quellen:

  1. https://www.dw.com/de/fr%C3%BCherer-iranischer-pr%C3%A4sident-akbar-haschemi-rafsandschani-ist-tot/a-37050881
  2. https://tehranbureau.com/the-rafsanjani-children-part-1-mohsen-hashemi/
  3. https://www.forbes.com/global/2003/0721/024.html?sh=2d9ca4974108
  4. https://www.spiegel.de/politik/ausland/akbar-hashemi-rafsanjani-irans-reformer-verlieren-ihren-mentor-a-1129198.html
  5. https://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/iranian-terrorism-under-moderate-presidents
  6. https://apnews.com/article/e4152cbe76d0427c95d12ab3930cc80b
  7. https://www.iranintl.com/en/202201157560
  8. https://www.theguardian.com/education/2011/mar/27/oxford-university-inquiry-rafsanjani-son
  9. https://iranjournal.org/news/langjaehrige-haftstrafe-fuer-mehdi-hashemi-rafsanjani
  10. https://www.bloomberg.com/news/articles/2004-04-21/rafsanjanis-are-iran-s-power-brokers-for-investors-jh93zftx
  11. https://www.derstandard.at/story/2000012961837/15-jahre-haft-fuer-sohn-des-iranischen-ex-praesidenten-rafsanjani
  12. https://en.wikipedia.org/wiki/Mehdi_Hashemi_Rafsanjani
  13. https://www.rajanews.com/news/64500

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Merckle und Schleicher Familie

Die Merckle Familie besitzt die Merckle Unternehmensgruppe, eines der grössten deutschen Familienunternehmen. Derzeit schätzt Bloomberg das Vermögen der Familie auf 7,1 Milliarden US-Dollar.

Die Familie gründete 1881 ein Unternehmen, das im Handel mit Medikamenten tätig war und später auch in der Pharmaherstellung aktiv wurde. Der Unternehmenschef Ludwig Merckle (1892-1982) heiratete in die Spohn Familie. Diese gründete und führte ein Zementunternehmen, bei dem Ludwig Merckle der Führung beitrat. 1938 wurde der Zementhersteller der Spohn Familie von der HeidelbergCement AG übernommen, ebenfalls ein deutsches Zementunternehmen. Ab da waren die Familien Merckle und Spohn an der HeidelbergCement AG beteiligt, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem Grosskonzern entwickelte. Seit 2007 ist HeidelbergCement einer der fünf grössten Zementhersteller der Welt. Vor kurzem hat sich das Unternehmen in Heidelberg Materials umbenannt.

Heute ist der Milliardär Ludwig Merckle (*1965) mit 25 Prozent Hauptaktionär der HeidelbergCement AG (Stand: September 2022). Vor dem Jahr 2010 besass die Merckle Familie noch über 70 Prozent der Anteile.

Der Milliardär Adolf Merckle (1934-2009) galt als einer der reichsten Deutschen. Seine Frau stammte aus der Unternehmerfamilie Schwenk-Schleicher, welche die Schwenk Zement GmbH kontrolliert, ebenfalls ein grosser Zementhersteller. Das Familienunternehmen besteht seit 1847 und wurde von der Schwenk Familie gegründet. Eberhard Schleicher (1926-2007) heiratete in die Schwenk Familie, worauf die Kontrolle über das Unternehmen an die Schleicher Familie überging, die den Zementhersteller bis heute besitzt. 2022 schätzte das Manager Magazin das Vermögen der Schleicher Familie auf 3,8 Milliarden Euro.

Anfang der 2000er Jahre wurde durch das Bundeskartellamt aufgedeckt, dass HeidelbergCement und Schwenk Zement zusammen mit anderen Zementunternehmen ein Kartell gebildet hatten, das Absprachen hielt. HeidelbergCement und Schwenk Zement galten als die Hauptübeltäter und mussten hohe Geldstrafen zahlen. Da sich die Familien hinter den beiden Unternehmen persönlich kennen, überrascht es nicht, dass es zu Absprachen kam. Zu dieser Zeit war die Schleicher Familie Grossaktionär der HeidelbergCement AG. Später verkaufte die Schleicher Familie ein Teil ihrer Anteile an die Merckle Familie. Eberhard Schleicher und sein Sohn Eduard waren im Aufsichtsrat der HeidelbergCement AG.

Die Schleicher Familie ist schon seit Jahren Mehrheitsaktionär der Hartmann Gruppe, einer der grössten deutschen Hersteller von Medizinprodukten, sowie Mehrheitsaktionär der Wieland Gruppe, einer der weltweit führenden Hersteller von Halbfabrikaten aus Kupfer und Kupferlegierungen. Die beiden Unternehmen erwirtschaften jährlich Milliardenumsätze.

Adolf Merckle gründete 1973 Ratiopharm, ein grosses Pharmaunternehmen. Da die Merckle Unternehmensgruppe durch die Weltfinanzkrise 2008 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, verkaufte sie 2010 Ratiopharm an den israelischen Pharmakonzern Teva. Auch die Merckle GmbH, ebenfalls ein grosses Pharmaunternehmen, wurde an Teva verkauft.

Adolf Merckle gründete 1994 das Unternehmen Phoenix Pharma, das im Pharmagrosshandel tätig ist. Inzwischen ist Phoenix Pharma ein Grosskonzern mit einem Jahresumsatz von 30 Milliarden Euro. Phoenix Pharma ist nach eigenen Angaben Europas grösster Apothekenbetreiber und besitzt europaweit über 3200 Apotheken. Der Konzern befindet sich bis heute in Besitz der Merckle Familie.

Seit 1989 besitzt die Merckle Unternehmensgruppe zur Hälfte die „Zollern GmbH und Co. KG“, ein deutsches Metallverarbeitungsunternehmen. Das Unternehmen wird seit 300 Jahren von der Hochadelsfamilie Hohenzollern-Sigmaringen kontrolliert. Die Merckle Familie kennt dadurch Karl Friedrich von Hohenzollern (Foto).

Die Merckle Unternehmensgruppe besitzt die Kässbohrer Geländefahrzeug AG, ein Hersteller von Nutzfahrzeugen und Marktführer auf dem deutschen Markt für Pistenfahrzeuge.

Die Merckle Unternehmensgruppe besitzt die Blauwald GmbH & Co. KG, ein grosses Forstunternehmen.

Die Merckle Unternehmensgruppe besass von 1997 bis 2017 die VEM Gruppe, ein Elektromaschinenhersteller.

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Stuyvesant Familie

Die Stuyvesant Familie sowie viele ihrer Nachkommen gehören schon seit 350 Jahren zu Jahren zur Elite der USA. Bereits vor der Gründung der USA 1776 war die Familie Teil der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas.

Der Niederländer Peter Stuyvesant (starb 1672) war Gouverneur der niederländischen Kolonie Curaçao, eine Insel in der Karibik. Curaçao gehört bis heute zum Niederländischen Königreich. Im 17. Jahrhundert waren die Niederlande eine führende Kolonialmacht (Goldenes Zeitalter). Von 1647 bis 1664 war Peter Stuyvesant Chef der niederländischen Kolonie New Netherland an der Ostküste Nordamerikas. Peter heiratete eine Schwester von Samuel Bayard, der ebenfalls von den Niederlanden in die Kolonie New Netherland auswanderte und eine Schwester von Peter heiratete. Die Nachkommen der beiden Männer, die nun seit 350 Jahren zur Elite der USA gehören, haben also Blut beider Familien in sich.

Die Familien Stuyvesant und Bayard wurden zwei der einflussreichsten Familien der Kolonie New Netherland. Nicolaes Stuyvesant, ein Sohn von Peter Stuyvesant und seiner Frau Judith Bayard, heiratete eine Tochter des niederländischen Einwanderers Wilhelmus Beekman. Wilhelmus war Schatzmeister der Niederländischen Westindien-Kompanie, welche die Kolonie New Netherland gegründet hatte und verwaltete.

1667 wurde die Kolonie New Netherland aufgelöst und von den Engländern übernommen, die sie in New York umbenannten. Trotzdem konnten die niederländischen Kolonialfamilien ihren Status beibehalten und erhielten Einbürgerungspapiere von der englischen Kolonialregierung. Aus ihrer Kolonie entwickelte sich der heutige US-Bundesstaat New York. Der Sklavenhändler Nicholas Bayard, ein Neffe von Peter Stuyvesant, war von 1685 bis 1686 Bürgermeister der Stadt New York.

1775 begann der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg, bei dem sich die Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas von Grossbritannien unabhängig machen wollte. Mit der Hilfe von Frankreich gewannen sie den Krieg gegen die britische Kolonialmacht. Durch den Zusammenschluss der Kolonien entstanden die Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Die Stuyvesant Familie und ihre Verwandten waren eng mit den Gründervätern der USA verbunden.

Peter Stuyvesant (1727-1805) war ein New Yorker Landbesitzer und Kaufmann. Seine Frau Margaret kam mütterlicherseits aus der Beekman Familie und war eine Nachkommin von Wilhelmus Beekman (wurde oben bereits erwähnt). Margaret kam väterlicherseits aus der schottischen Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern der USA gehörte. Margarets Schwestern heirateten in die Familien Van Rensselaer und Van Cortlandt, ebenfalls zwei führende niederländische Kolonialfamilien. Die Van Rensselaer Familie war mit mehreren Gründervätern verwandt und verschwägert. Peter Stuyvesant und Margaret hatten fünf Kinder, die alle in die US-Elite heirateten:

  • Judith Stuyvesant (1765-1844) heiratete in die englische Kolonialfamilie Winthrop. Die Familie war an der Gründung der Kolonien Massachusetts und Connecticut beteiligt gewesen, aus denen die gleichnamigen US-Bundesstaaten hervorgingen.
  • Cornelia Stuyvesant (1768-1825) heiratete den New Yorker Politiker Dick Ten Broeck. Dieser kam aus den niederländischen Kolonialfamilien Ten Broeck und Van Rensselaer.
  • Nicholas Stuyvesant (1769-1833) heiratete in die schottische Kolonialfamilie Livingston und seine Tochter Margaret heiratete in die Van Rensselaer Familie.
  • Elizabeth Stuyvesant (1775-1854) heiratete Nicholas Fish, welcher der erste Generaladjutant von New York war. Ihr gemeinsamer Sohn, Hamilton Fish, diente als Gouverneur von New York. Hamilton Fish war von 1854 bis 1893 Präsident der Society of the Cincinnati. Die Elitegesellschaft war 1783 von den Gründervätern gegründet worden und besteht bis heute. Die Fish Familie ist bis heute in der politischen Elite der USA vertreten. Nicholas Fish und Peter Stuyvesant gehörten 1799 zusammen mit den Freimaurern John Jacob Astor und Stephen Van Rensselaer zu den Gründern der Manhattan Company. Diese war eine der ältesten Banken der USA und ist ein Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit grösste US-amerikanische Bank.
  • Peter Gerard Stuyvesant (1778-1847) heiratete in die schottische Einwandererfamilie Barclay, die mit führenden Kolonialfamilien verschwägert war.

Stuyvesant Wainwright (1863-1930) kam mütterlicherseits aus der Stuyvesant Familie. Sein Schwiegervater Archibald Snowden war US-Botschafter in Spanien, Serbien, Rumänien und Griechenland. Stuyvesants Bruder Jonathan Mayhew Wainwright (1864-1945) vertrat den Bundesstaat New York im US-Repräsentantenhaus und war stellvertretender Kriegsminister der USA.

Peter Stuyvesant Pillot (1870-1935) kam mütterlicherseits aus der Stuyvesant Familie. Er heiratete eine Enkelin von Gardiner Greene Hubbard, der 1877 die Bell Telephone Company gegründete hatte, die erste Telefongesellschaft der Welt. Hubbard stammte von Lion Gardiner (1599-1663) ab. Lion war von England nach Nordamerika emigriert und hatte die erste englische Siedlung in New York gegründet. Von seinen Nachkommen waren viele Teil der US-Elite. Peters Schwiegertante Mabel Hubbard heiratete den schottischen Einwanderer Alexander Graham Bell, der berühmt dafür wurde, dass er das Telefon über die Bell Telephone Company auf den Markt brachte. Aus der Bell Telephone Company entwickelte sich die heutige AT&T, der grösste Telekommunikationskonzern der Welt. AT&T ist eines der weltweit grössten Unternehmen.

Carroll Livingston Wainwright (1899-1967) hatte eine Grossmutter, die aus der Stuyvesant Familie kam. Carroll heiratete eine Enkelin des Unternehmers Jay Gould, der als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten gilt. Ihr gemeinsamer Sohn Stuyvesant Wainwright (1921-2010) vertrat New York im Repräsentantenhaus. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er kommandierender Geheimdienstoffizier des OSS (Vorläufer der CIA) und Berater für die Koordinierung des Geheimdienstes im Kriegsministerium in Washington.

Louise Stuyvesant Wainwright (starb 1996) war Vorsitzende von „Planned Parenthood of New York“ (Organisation für Bevölkerungskontrolle). Ihr Ehemann Charles Coleman war geschäftsführender Partner von „Davis Polk & Wardwell“, eine führende internationale Anwaltskanzlei. Ihr Enkel ist der Hedgefonds-Manager Chase Coleman III. (*1975). Mit einem geschätzten Vermögen von 8,5 Milliarden US-Dollar gehört er zu den reichsten Hedgefonds-Managern. Businessinsider schrieb, er wurde in „Altes Geld“ geboren und hat auch eine Menge neues Geld gemacht. Er gründete 2001 den Hedgefonds Tiger Global Management, der sich auf die Branchen Internet und Software konzentriert. Bis zum Jahr 2022 war Tiger Global Management ein grosser und erfolgreicher Hedgefonds. Coleman war ein Schützling des Milliardärs Julian Robertson, der einen der ersten Elite-Hedgefonds gegründet und geleitet hatte. Coleman gehört zu den sogenannten Tiger Cubs, eine Bezeichnung für ehemalige Mitarbeiter von Julian Robertson, die eigene Hedgefonds gründeten. Dazu gehören unter anderem die Milliardäre Daniel Sundheim, Ole Andreas Halvorsen, Philippe Laffont und Stephen Mandel.

Die Familien Chanler und Fish, die Teil der US-Elite sind, gehören zu den Nachkommen der Stuyvesant Familie. Im 20. Jahrhundert hatten Mitglieder der berühmten Vanderbilt Familie Blut der Stuyvesants in sich. Heutige Nachkommen der Stuyvesants findet man in der britischen Adelsfamilie Cecil, die gut mit der US-Elite vernetzt ist. Ein heutiger Nachkomme, der zu Bekanntheit kam, ist der einflussreiche Politiker Thomas Kean (war Gouverneur von New Jersey und leitete die 9/11 Kommission). Diese Nachkommen haben auch alle Blut der Kolonialfamilie Bayard in sich, die ganz am Anfang dieses Beitrages erwähnt wurde.

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Bayard Familie

Die Bayard Familie sowie viele ihrer Nachkommen gehören schon seit 350 Jahren zur Elite der USA. Bereits vor der Gründung der USA 1776 war die Familie Teil der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas.

Die Bayards waren ursprünglich eine Hugenottenfamilie in Frankreich. Aufgrund der Verfolgung der Protestanten flüchteten sie in die Niederlande, wie viele hugenottische Flüchtlinge. Dort lernte die Bayard Familie im 17. Jahrhundert Peter Stuyvesant kennen, ein einflussreicher Niederländer. Peter war Gouverneur der niederländischen Kolonie Curaçao, eine Insel in der Karibik. Curaçao gehört bis heute zum Niederländischen Königreich. Im 17. Jahrhundert waren die Niederlande eine führende Kolonialmacht (Goldenes Zeitalter). Peter Stuyvesant war von 1647 bis 1664 Chef der niederländischen Kolonie New Netherland an der Ostküste Nordamerikas. Weitere Mitglieder der Familien Stuyvesant und Bayard zogen in die Kolonie. Samuel Bayard heiratete eine Schwester von Peter Stuyvesant, während Peter eine Schwester von Samuel heiratete. Die Nachkommen der beiden Männer, die nun seit 350 Jahren zur Elite der USA gehören, haben also Blut beider Familien in sich.

Bayard und Stuyvesant wurden zwei der einflussreichsten Kolonialfamilien an der Ostküste. Nicolaes Stuyvesant, ein Sohn von Peter Stuyvesant und seiner Frau Judith Bayard, heiratete eine Tochter des niederländischen Einwanderers Wilhelmus Beekman. Wilhelmus war Schatzmeister der Niederländischen Westindien-Kompanie, welche die Kolonie New Netherland gegründet hatte und verwaltete.

1667 wurde die Kolonie New Netherland aufgelöst und von den Engländern übernommen, die sie in New York umbenannten. Trotzdem konnten die niederländischen Kolonialfamilien ihren Status beibehalten und erhielten Einbürgerungspapiere von der englischen Kolonialregierung. Aus ihrer Kolonie entwickelte sich der heutige US-Bundesstaat New York.

Der Sklavenhändler Nicholas Bayard, ein Neffe von Peter Stuyvesant, war von 1685 bis 1686 Bürgermeister der Stadt New York. Sein Enkel Stephen Bayard diente von 1744 bis 1747 als New Yorker Bürgermeister. Stephens Mutter kam aus den Familien Van Cortlandt und Schuyler, ebenfalls zwei einflussreiche niederländische Kolonialfamilien, deren Nachkommen bis heute zur US-Elite gehören. Stephen Bayards Schwiegervater war der Schotte Samuel Vetch, ein Gouverneur der britischen Kolonie Nova Scotia in Kanada. Stephens Schwiegermutter war eine Tochter des schottischen Einwanderers Robert Livingston und seiner Frau Alida Schuyler, die in erster Ehe in die Van Rensselaer Familie geheiratet hatte. Die Familien Livingston und Van Rensselaer waren zwei der führenden Familien der Kolonie New York. Die Livingstons gehörten zu den Gründervätern der USA. Ihre Nachkommen sind bis heute in der US-Elite vertreten.

Bayard Familie bei der Gründung der USA

Die treibende Kraft hinter dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg war der Kontinentalkongress. Dieser bestand aus der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses gründeten daraufhin die USA.

John Bayard (1738-1807) vertrat die Kolonie Pennsylvania als Delegierter beim Konföderationskongress, welche der dritte Kontinentalkongress war. In der Kontinentalarmee, die den Unabhängigkeitskrieg führte, erreichte John Bayard den Rang eines Colonel. Obwohl er extreme Massnahmen und einen vorzeitigen Bruch mit Grossbritannien ablehnte, war er von Anfang an aktiv an der Revolution beteiligt gewesen. 1766 wurde er Mitglied der Sons of Liberty, eine Gruppe, die sich bereits vor dem Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges 1775 dafür einsetzte, dass die Kolonien in Nordamerika unabhängig von der britischen Regierung werden. John Bayard leitete viele Versammlungen, in denen es um die neue Verfassung der Kolonie Pennsylvania ging. Nach der Gründung der USA wurde die Kolonie zum heutigen US-Bundesstaat Pennsylvania umgestaltet. John Bayard gehörte zusammen mit Benjamin Franklin (war Freimaurer und ein Gründervater der USA) zum obersten Exekutivrat von Pennsylvania. Der Rat leitete den Bundesstaat Pennsylvania in seiner Anfangszeit. John Bayard hatte auch zivile und politische Ämter im Bundesstaat New Jersey inne. Er war zudem Treuhänder der University of Pennsylvania, eine der ältesten Universitäten der USA. John Bayards dritte Ehefrau, Johannah White, war mit Lewis Morris verwandt und mit William Paterson verschwägert. (Quelle: 1 und 2) Die beiden Männer gehörten zu den Gründervätern der USA. Paterson, ein irischer Einwanderer, war einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaates New Jersey. Er war Freimaurer, wie weitere Gründerväter (Quelle).

John Bayards Kinder heirateten in die Elite der gerade gegründeten USA:

  • Andrew Bayard (1762-1833) heiratete eine Tochter von Charles Pettit, der wie John Bayard die Kolonie Pennsylvania als Delegierter beim Konföderationskongress vertrat. Pettit heiratete eine Halbschwester von Joseph Reed, ebenfalls ein Delegierter für Pennsylvania beim Kontinentalkongress. Da Reed zu den Unterzeichnern des Konföderationsartikels gehörte, wird er manchmal zu den Gründervätern gezählt. Er war Freimaurer[1]. Er hatte am Middle Temple in London studiert. Zu Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges war er ein Adjutant von George Washington. Dieser war Freimaurer, gehörte zu den Gründervätern und wurde der erste Präsident der USA[2]. Die US-Hauptstadt Washington, wo die Regierung ihren Sitz hat, wurde nach George Washington benannt.
  • Samuel Bayard (1766-1840) heiratete Martha Pintard. Sie kam aus einer hugenottischen Einwandererfamilie und war mit dem Freimaurer John Pintard verwandt. Marthas Mutter war eine Schwester von Richard Stockton, der zu den Gründervätern gehörte. Stockton war Freimaurer[3]. Er hatte eine der grössten Anwaltskanzleien in den Kolonien der Ostküste besessen. Bevor er sich der Unabhängigkeitsbewegung anschloss, war er beim britischen König George III. (aus dem Haus Hannover) hoch angesehen gewesen.[4]
  • Margaret Bayard (1778-1844) heiratete Samuel Harrison Smith. Der Zeitungsverleger gehörte zur Führung der Second Bank of the United States, die damals als Zentralbank der USA fungierte. Er war auch Präsident der Bank of Washington.[5] Diese war die erste Bank in Washington und wurde 1809 von Daniel Carroll gegründet. Carroll war Freimaurer, gehörte zu den Gründervätern und kam aus einer einflussreichen Kolonialfamilie[6]. Margarets Schwiegervater war Jonathan Bayard Smith (1742-1812). Dem Namen nach bestand womöglich eine Verwandtschaft zur Bayard Familie. Jonathan war ein Unterzeichner des Konföderationsartikels und wird daher manchmal zu den Gründervätern gezählt. Als hochrangiger Freimaurer war er fast zehn Jahre lang Grossmeister der Freimaurergrossloge von Pennsylvania[7] sowie Freimaurer-Hohepriester des Grand Chapter von Pennsylvania[1].
  • Nicholas Serl Bayard (1774-1821) heiratete Anna Livingston Bayard. Wie ihr Name schon sagt, kam sie aus den Kolonialfamilien Bayard und Livingston. Letztere gehörte zu den Gründervätern, brachte Freimaurer hervor und stammte aus dem schottischen Livingstone Clan. Nicholas heiratete in zweiter Ehe eine Tochter von Lachlan McIntosh. Der schottische Einwanderer war ein militärischer und politischer Führer während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs auf der Seite der Kolonien. Er stammte aus dem schottischen McIntosh Clan[8]. Bekannt wurde er vor allem, weil er bei einem Duell seinen politischen Gegner Button Gwinnett erschoss. Gwinnett, ein Einwanderer aus England, gehörte zu den Gründervätern.
  • Jane Bayard (1772-1851) heiratete Andrew Kirkpatrick, ein Politiker und hoher Richter in New Jersey. Andrews Vater war ein schottischer Einwanderer aus dem schottischen Kirkpatrick Clan[9].

Quellen:

  1. http://www.phoenixmasonry.org/10,000_famous_freemasons/Volume_4_Q_to_Z.htm
  2. https://www.freimaurer-wiki.de/index.php/George_Washington
  3. https://www.laporteyorkrite.com/famous-masons/name/richard-stockton
  4. https://www.businessinsider.com/life-of-richard-stockton-2016-6?r=US&IR=T
  5. https://founders.archives.gov/documents/Jefferson/03-01-02-0017-0001
  6. https://www.laporteyorkrite.com/famous-masons/name/daniel-carroll
  7. https://pagrandlodge.org/past-grand-masters
  8. https://www.wikitree.com/wiki/McIntosh-1501
  9. https://kirkpatrick.scot/family-tree

Mary Bayard (1760-1806) heiratete den Juristen William Houstoun (wurde auch Houston genannt), der die britische Kolonie Georgia als Delegierter beim Konföderationskongress vertrat. Houstoun hatte eine juristische Ausbildung beim Inner Temple in London erhalten. Sein Vater, ein schottischer Baron, war Ratsmitglied der königlichen Regierung der britischen Kolonie Georgia. Die Kolonie wurde nach der Unabhängigkeit zum US-Bundesstaat Georgia. Viele Jahre lang waren Mitglieder der Houstoun Familie hohe Beamte in der Kolonie gewesen. (Quelle) Williams Bruder John Houstoun vertrat ebenfalls Georgia im Kontinentalkongress. Nach der Gründung der USA wurde John einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Georgia. Die Brüder stammten aus dem schottischen Houston Clan (Quelle: 1 und 2). Die beiden waren Mitglied derselben Freimaurerloge, nämlich der Solomon’s Lodge in Savannah. Die Loge war 1734 vom britischen General James Oglethorpe gegründet worden. (Quelle: 1 und 2) Oglethorpe hatte die britische Kolonie Georgia gegründet, die nach dem britischen König Georg II. (aus dem Haus Hannover) benannt wurde.

Samuel Vetch Bayard (1757-1832) und seine Familie blieben im Gegensatz zu anderen Verwandten während der Revolution der britischen Krone treu. Sein Vater war Mitgründer der King’s Orange Rangers, ein loyalistisches Bataillon, bei dem auch Samuel und sein Bruder John Bayard dienten. Obwohl die Familie gegen die Unabhängigkeit vom britischen Königreich war, freundete sich der Bruder William Bayard Jr. (1761-1826), ein Unternehmer in New York, mit Alexander Hamilton an, der einer der wichtigsten Gründerväter war. Hamilton starb nach seinem berühmten Duell im Haus von William Bayard. Die Nachkommen von Hamilton gehören bis heute zur Elite der USA. Er stammte aus dem schottischen Hamilton Clan. Zwei von William Bayards Töchter heirateten Duncan Pearsall Campbell. Wikipedia und Genealogieseiten geben an, dass er aus dem schottischen Campbell Clan stammt.

Bayard Familie im 19. Jahrhundert

Harriet Bayards (1799-1875) Ehemann kam aus den Familien Van Rensselaer und Schuyler, zwei der bedeutendsten niederländischen Kolonialfamilien. Harriets Schwiegervater war der Politiker Stephen Van Rensselaer, der als führender Grossgrundbesitzer und Geschäftsmann eine Zeit lang als der reichste Amerikaner galt. Stephen war Grossmeister der Freimaurergrossloge in New York (Quelle: 1 und 2). Er heiratete in zweiter Ehe eine Tochter des irischen Einwanderers William Paterson. Dieser war ebenfalls Freimaurer und gehörte zu den Gründervätern der USA (Quelle).

James Bayard (1767-1815) vertrat den US-Bundesstaat Delaware im Repräsentantenhaus und im Senat. Er war ein prominenter Führer der Föderalistischen Partei (wurde von Alexander Hamilton gegründet). 1797 leitete James Bayard das Amtsenthebungsverfahren gegen Senator William Blount* mit, der beschuldigt wurde, sich mit den Briten gegen die USA verschworen zu haben. Zusammen mit seinen föderalistischen Kollegen widersetzte sich James Bayard 1812 im Senat dem Antrag von Präsident James Madison auf eine Kriegserklärung an Grossbritannien. Dennoch erklärten die USA unter der Führung von James Madison den Briten den Krieg. Darauf trat James Bayard der Kommission bei, die den Frieden mit Grossbritannien aushandelte, was 1814 zum Vertrag von Gent führte. Von James Bayards Nachkommen dienten zwei Söhne, ein Enkel und ein Urenkel als Senatoren für Delaware. (Quelle) James Schwiegervater Richard Bassett gehörte zu den Gründervätern und war einer der frühen Gouverneure von Delaware.

* William Blount gehörte zu den Gründervätern. Sein Halbbruder Willie Blount war Freimaurer und einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaats Tennessee.

James Bayard jr. (1799-1880) war wie sein Vater Senator für Delaware und besetzte Vorstandsposten bei mehreren Eisenbahnunternehmen. Er war ein Verdächtigter im Crédit-Mobilier-Skandal. Im Amerikanischen Bürgerkrieg zeigte er Verständnis für die Südstaaten und war ein Befürworter der Sklaverei. Obwohl Delaware zu den Nordstaaten gehörte, gab es dort grossen Widerstand der Sklavenhalter gegen die Abschaffung der Sklaverei. Im Bürgerkrieg mussten alle Senatoren einen Treueid auf die Union (Nordstaaten) ablegen. James Bayard weigerte sich, den Treueid zu leisten, und verliess den Senat. Er heiratete Anne Francis, die viele Verwandte hatte, die zur Elite der USA gehörten, darunter Thomas Willing und sein Schwiegersohn William Bingham. Die beiden Männer galten eine Zeit lang als die reichsten Amerikaner (Quelle). Willing hatte übrigens am Inner Temple in London studiert. Er war Präsident der „Bank of North America“ und der „First Bank of the United States“, die in der Gründungszeit der USA die Funktionen einer Zentralbank übernahmen. Binghams Tochter Ann heiratete 1798 einen Baron aus der britischen Bankiersfamilie Baring. Die Barings gehören schon seit über 250 Jahren zu den mächtigsten Familien der britischen Elite.

Die Ehefrau von James Bayard jr. hatte eine Schwester, die John Brown Francis heiratete. Dieser war Gouverneur des Bundesstaates Rhode Island. Sein Grossvater John Brown, ein Politiker und Sklavenhändler, war zusammen mit weiteren Mitgliedern der Brown Familie massgeblich an der Gründung der bis heute bestehenden Brown University beteiligt gewesen. John Brown hatte 1772 die Gruppe angeführt, die das britische Segelschiff Gaspée kenterte und in Brand steckte. Dies war eine Provokation für die Briten und eines von mehreren Ereignissen, die zum Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führten. Die Kolonialfamilie Brown gehört bis heute zur Elite der USA und hat 1971 in die Milliardärsfamilie Mellon (eine der mächtigsten Wirtschaftsdynastien) geheiratet.

Thomas Bayard (1828-1898) diente wie bereits sein Vater und Grossvater als Senator für Delaware. Er war zudem für drei Tage Präsident des Senats und somit ranghöchster Senator. In seiner Funktion als Ausseminister und Botschafter im Vereinigten Königreich vertrat er die USA bei Streitigkeiten mit Grossbritannien und bemühte sich dabei sehr für ein gutes Verhältnis zwischen den USA und Grossbritannien. Er ärgerte sich über die vielen antibritischen Politiker in den USA. Seine probritischen Aussagen und seine Aufgeschlossenheit für das britische Königreich, das damals noch grösstenteils unbeliebt bei den US-Amerikanern war, führte sogar dazu, dass das Repräsentantenhaus ein Misstrauensvotum gegen Bayard verabschiedete.

Edward Bayards (1806-1889) Ehefrau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Livingston und war eine Schwester von Elizabeth Cady Stanton, eine führende Figur der frühen Frauenrechtsbewegung.

Mary Bayards (1827-1845) Ehemann kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Van Cortland und hatte eine Schwester, die in die Astor Familie heiratete. Die Astors waren damals eine der reichsten Familien der USA.

Martha Bayard Dod (1831-1899) kam mütterlicherseits aus der Bayard Familie. Ihr Mann war der Unternehmer Edwin Augustus Stevens. Nach Stevens Tod wurde mit seinem Vermögen das Stevens Institute of Technology gegründet, eine bis heute bestehende technische Universität. Sein Bruder John Cox Stevens war 1844 Mitgründer des New Yorker Yachtclub. Der Club besteht bis heute und viele superreiche Amerikaner waren und sind Mitglied. Die Stevens-Brüder kannten noch weitere einflussreiche Kolonialfamilien. Edwin Augustus Stevens jr. (1858-1918), ein Sohn von Martha Bayard Dod, heiratete in die Lewis Familie. Seine Frau stammte von Lawrence Lewis ab, dem Neffen des ersten US-Präsidenten George Washington (Freimaurer). Caroline Bayard Stevens (1859-1932), eine Tochter von Martha, heiratete Henry Otto Wittpenn, der Bürgermeister von Jersey City war. Marthas Schwester Caroline Bayard Dod (1832-1859) heiratete in die Stockton Familie. Ihr Mann war ein Enkel des Gründervaters Richard Stockton (Freimaurer).

Mabel Bayards (1838-1897) Schwiegervater John Kane war Generalstaatsanwalt von Pennsylvania und kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Van Rensselaer. John Kane war Grossmeister einer Freimaurerloge und sein Sohn Elisha trat ebenfalls den Freimaurern bei (Quelle).

Die Brüder Robert (1852-1934) und William Bayard Cutting (1850-1912) kamen mütterlicherseits aus der Bayard Familie. Die beiden waren führende Geschäftsmänner und gelten als die Pioniere der Zuckerrübenindustrie in den USA. Sie gehörten zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Zu den 400 gehörten einflussreiche Kolonialfamilien. Die Brüder verkehrten auch im Jekyll Island Club. Der nicht mehr existierende Club bestand aus Millionären, wie Rockefeller, Morgan, Vanderbilt und Gould. 1910 fand ein geheimes Treffen im Club statt, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde. Robert Cutting war zudem Mitglied der Pilgrims Society, eine britisch-amerikanische Elitengesellschaft. William Cutting, ein Cousin der Brüder, gehörte 1871 zusammen mit August Belmont, John Jacob Astor III, Philip Schuyler und weiteren zu den Gründern des Knickerbocker Club, der bis heute einer der elitärsten Clubs in New York ist.

Bayard Familie im 20. Jahrhundert

Der Diplomat William Bayard Cutting Jr. (1878-1910) heiratete Sybil Cuffe. Sie war die Tochter des irischen Grafen Hamilton Cuffe, der mütterlicherseits aus dem schottischen Campbell Clan kam. Der Graf wurde in den Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie) aufgenommen. Sein Bruder heiratete in die deutsch-jüdische Bankiersfamilie Bischoffsheim. Sybil Cuffe heiratete in dritter Ehe Percy Lubbock, der mütterlicherseits aus der britischen Bankiersfamilie Gurney kam.

Williams Schwester Justine Bayard Cutting (1879-1975) wurde vom Malteserorden und vom Papst mit einem Orden geehrt (Quelle). Der Bruder Bronson Cutting war Senator für New Mexico. Die Schwester Olivia Cutting heiratete den Pulitzer-Preisträger Henry James. Dessen Vater William James gilt als Begründer der Psychologie in den USA.

Thomas Bayard Jr. (1868-1942) war wie bereits sein Vater, Grossvater und Urgrossvater Senator für Delaware. Er heiratete in die Du Pont Familie, die ebenfalls zur Elite von Delaware gehört. Die Du Ponts sind schon seit über 150 Jahren eine der reichsten Familien der USA und gelten als eine der mächtigsten Wirtschaftsdynastien. Aus dieser Ehe ging der Sohn Alexis du Pont Bayard (1918-1985) hervor, der als Vizegouverneur von Delaware diente.

Senator Thomas Bayard Jr. war Mitglied bei Skull and Bones. Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Viele Verschwörungstheorien ranken sich um die Verbindung. Bei Skull and Bones waren noch weitere bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Rockefeller, Bush, Vanderbilt, Harriman, Whitney, Taft und Jay (Quelle).

Der Entdecker Charles Suydam Cutting (1889-1972) hatte eine Grossmutter, die aus der Bayard Familie kam. Bekannt ist er vor allem dafür, dass er der erste weisse Christ war, der jemals die verbotene Stadt Lhasa in Tibet betreten hatte. Er war mit Mitgliedern der britischen Königsfamilie befreundet. Bei einem Tennisturnier trat er gegen Jay Gould II. an. Dessen gleichnamiger Grossvater gilt als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten. Die New York Times bezeichnete Charles Suydam Cutting als Freund und Vertrauter der Roosevelt Familie. (Quelle) Die Roosevelts sind ebenfalls eine Kolonialfamilie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite der 13 Kolonien gehört hatte. Im 20. Jahrhundert brachte die Roosevelt Familie zwei US-Präsidenten hervor.

Charles Suydam Cutting heiratete Mary Percy Pyne. Marys Bruder Herbert heiratete in die Blair Familie, die mit der Hamilton Familie und der führenden Bankiersfamilie Morgan verschwägert war. Das erste Mitglied der Blair Familie, das Anschluss an die US-Elite fand, war John Insley Blair, einer der reichsten Amerikaner des 19. Jahrhunderts. Er war der Sohn eines schottischen Einwanderers. Marys Grossvater Percy Rivington Pyne war Präsident der City Bank of New York, die damals eine der grössten Banken der USA war. Percys Schwiegervater Moses Taylor, einer der reichsten Amerikaner, war ebenfalls Präsident der City Bank of New York sowie Schwiegervater des Bankiers Robert Winthrop (kam aus einer der bedeutendsten Kolonialfamilien). Aus der City Bank of New York entwickelte sich die heutige Citigroup. Im Jahr 2022 war sie die drittgrösste US-amerikanische Bank und die elftgrösste der Welt.

Die Nachkommen des New Yorker Bürgermeisters Nicholas Bayard (lebte im 17. Jahrhundert) haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft beim Order of colonial Lords of Manors in America. Der Orden besteht seit 1911. Nur Nachfahren von bedeutenden Kolonialfamilien können beitreten.

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Bunge, Born, Engels, Hirsch und De La Tour Familie

Der deutsche Geschäftsmann Johann Peter Gottlieb Bunge gründete 1818 ein Handelsunternehmen in Amsterdam. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts operierte das Familienunternehmen von Antwerpen aus. In dieser Zeit wurde es im Handel mit Afrika und Asien tätig und entwickelte sich zu einem der weltweit führenden Rohstoffhändler. Ein Zweig der Bunge Familie emigrierte nach Argentinien und gründete dort 1884 das Getreideunternehmen Bunge & Born, an dem sich die Familien Born, Hirsch, Engels und De La Tour beteiligten. Die Familienmitglieder leben und lebten in verschiedenen Ländern. Bunge & Born stieg ab Beginn des 20. Jahrhunderts in weitere Geschäftszweige ein und wurde in Brasilien und den USA aktiv. Im 20. Jahrhundert galt Bunge & Born als das mächtigste Unternehmen in Argentinien. Inzwischen hat sich Bunge & Born mit dem europäischen Bunge-Konzern zusammengeschlossen. Seit 1994 hat der Konzern seinen Sitz auf den Bermuda Inseln (Steueroase).

Der Bunge-Konzern ist einer der fünf grössten Agrarkonzerne, die inzwischen einen grossen Teil des Welthandels mit Agrarprodukten kontrollieren. Die anderen vier sind Cargill, Archer Daniels Midland, Louis Dreyfus Company und COFCO. (Quelle)

Bis zum Börsengang 2001 wurde der Bunge-Konzern vollständig von den Gründerfamilien kontrolliert. Die Familien sind bis heute mit dem Konzern verbunden. Der Argentinier Jorge Born Jr (*1934), ein Mitglied der Gründerfamilien, gehörte noch bis 2013 zum Vorstand des Konzerns und war stellvertretender Vorstandsvorsitzender. (Quelle) 2018 wurde das Vermögen der Born Familie auf mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle). Jorge Born Jr ist derzeit Direktor des peruanischen Bergbaukonzerns Hochschild Mining, der seinen Sitz in London hat. Dadurch wird Jorge den peruanischen Milliardär Eduardo Hochschild kennen, der den Bergbaukonzern leitet und kontrolliert. Die Hochschilds kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts als deutsch-jüdische Einwanderer nach Südamerika und wurden dort erfolgreiche Bergbauunternehmer. Jorge Born Jr. war auch Direktor des Schweizer Einzelhandelskonzerns Dufry. Derzeit ist Jorge Gouverneur des Lauder Institute an der University of Pennsylvania in den USA. Dadurch könnte er die amerikanisch-jüdische Milliardärsfamilie Lauder kennen, die das Institut gegründet hatte und zu den Gouverneuren gehört.

Im letzten Jahrzehnt waren auch Nachkommen der Gründerfamilien Engels und De La Tour im Vorstand des Bunge-Konzerns (Quelle: 1 und 2). Ob derzeit Nachkommen der Gründerfamilie zum Vorstand gehören, ist unbekannt.

Octavio Bunge (1844-1910) war Minister des Obersten Gerichtshofs von Argentinien. Sein Sohn Alejandro Bunge (1880-1943) war Ökonom und Politiker. Die Tochter Delfina Bunge (1881-1952) heiratete den Historiker und Schriftsteller Manuel Gálvez, der ein wichtiger Intellektueller der argentinischen Nationalisten war. Er und seine Frau Delfina warnten, dass das katholische Argentinien von jüdischen Einwanderern bedroht ist. Gálvez war auf einem Jesuiten-Kolleg. Auch der argentinische Philosoph und Physiker Mario Bunge (1919-2020) kam aus diesem Familienzweig der Bunge Familie. Er erhielt den „Prinzessin von Asturien-Preis“, eine Auszeichnung, die von der spanischen Königsfamilie vergeben wird. Zudem erhielt Mario Bunge sechzehn Ehrendoktorwürden sowie vier Ehrenprofessuren und er war Mitglied von vier Akademien, darunter der Royal Society of Canada (wurde vom britischen Herzog John Campbell gegründet).

Ein Mitglied der Bunge Familie erstellte einen Stammbaum auf Geni.com. Nach diesen Angaben kam Johann Peter Gottlieb Bunge (1781-1865), der Gründer des Familienunternehmens, mütterlicherseits aus der Krupp Familie. Die Krupp Familie war eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts.

Hilda Bunge (1895-1980) kam aus dem belgischen Zweig der Bunge Familie. Sie heiratete in die Tuck Familie, die zur US-Elite gehört. Hildas Schwager Somerville Pinkney Tuck war US-Botschafter in Ägypten. Er heiratete Beatrice Beck, die Tochter eines US-Politikers. Beatrice war mit der britischen Königsfamilie befreundet. Ihr Bruder James Beck heiratete erst die Tochter eines britischen Barons und danach heiratete er eine Nachkommin der Calvert Familie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte und einen britischen Adelstitel erhielt. Ein weiterer Schwager von Hilda Bunge war Alexander Tuck. Alexanders zweite Ehefrau heiratete nach der Scheidung den Diplomaten Angier Biddle Duke. Dieser kam aus der Duke Familie, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien der USA war. Alexander Tuck heiratete in dritter Ehe in die italienische Adelsfamilie Torlonia, die zum päpstlichen Adel gehört. Im 18. und 19. Jahrhundert waren die Torlonias eine wohlhabende Bankiersfamilie und gehörten zu den wichtigsten Bankiers des Vatikans. Carola Tuck, eine Schwägerin von Hilda Bunge, heiratete John Mills, ein britischer Politiker und Armeeoffizier. (Quelle: 1 und 2)

Der belgische Geschäftsmann Charles Bracht (1915-1978) kam mütterlicherseits aus dem belgischen Zweig der Bunge Familie. Als Multimillionär gehörte er zu den reichsten Belgiern, den damals gab es noch wenige Milliardäre. Sein Unternehmen war weltweit in verschiedenen Branchen aktiv. 1967 erhielt er den Titel eines Barons und seine Tochter heiratete in die belgische Adelsfamilie Limburg-Stirum. (Quelle: 1 und 2)

Der Argentinier William Engels (*1959) kommt aus einer der Gründerfamilien des Bunge-Konzerns und war im Vorstand des Konzerns. Er besetzte eine hohe Position bei der Citibank, eine US-amerikanische Grossbank.

Derzeit ist der US-Amerikaner Erik Fyrwald im Vorstand des Bunge-Konzerns. Er ist gleichzeitig CEO des Schweizer Grosskonzerns Syngenta. Syngenta ist als einer der weltweit grössten Produzenten von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln eng mit den grossen Agrarkonzernen verbunden. Derzeit ist Paul J. Fribourg im Vorstand des Bunge-Konzerns, der ebenfalls zur Führung von Syngenta gehört. Er leitet Continental Grain, ein Lebensmittel- und Agrarkonzern, der seit seiner Gründung 1813 von der jüdischen Fribourg Familie kontrolliert wird. Paul J. Fribourg ist auch Direktor der Grosskonzerne Estee Lauder und Loews Corporation. Dadurch wird er Mitglieder der amerikanisch-jüdischen Milliardärsfamilien Lauder und Tisch kennen. (Stand: 7.12.2022)

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Kadscharen

Die Dynastie der Kadscharen herrschte von 1794 bis 1925 über Persien (der heutige Iran).

Die Kadscharen, eine turkmenischstämmige Familie, dienten im 16. und 17. Jahrhundert der persischen Herrscherfamilie aus der Dynastie der Safawiden. Die Safawiden herrschten vom 16. bis Mitte des 18. Jahrhunderts über Persien.

Aga Mohammed Khan (1742-1797) war der Sohn eines Stammesführers der Kadscharen. Ihm gelang es, den persischen Herrscher Lotf Ali Khan aus der Zand-Dynastie zu stürzen. Aga Mohammed Khan wurde darauf zum Schah (Herrscher) von Persien. Er gilt als ein brutaler Herrscher, der seine Feinde foltern, verstümmeln und ermorden liess. Als kleiner Junge war er auf Befehl des Schahs kastriert worden, damit er als Stammesführer keine Nachkommen zeugen konnte und somit als Monarch unbrauchbar ist. Dennoch gelang Aga Mohammed Khan den persischen Thron zu besteigen. Sein Neffe wurde der nachfolgende Schah. Ihre Familie stellte bis 1925 den Schah von Persien. Die Prinzen aus der Dynastie hatten viele Frauen und Kinder. Es wurde bis ins 20. Jahrhundert oft innerhalb der Familie geheiratet. Der Herrscher Fath Ali Schah (starb 1834) hatte über 100 Frauen und zeugte über 100 Kinder. Er verheiratete eine seiner Töchter mit dem religiösen Führer Aga Khan I. Die Aga Khan Familie stammt der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 7. Jahrhundert den Islam gegründete hatte. Die Khans sind der Legende nach auch Nachkommen der Fatimiden, eine der mächtigsten Herrscherfamilien des 11. Jahrhunderts. Heute gehört die Aga Khan Familie zur Weltelite.

Zwei Prinzessinnen aus der Kadscharen-Dynastie heirateten im 19. Jahrhundert den omanischen Herrscher Seyyid Said bin Sultan.

Der Legende nach stammen die Kadscharen von Dschingis Khan (starb 1227) ab, einer der mächtigsten und reichsten Herrscher aller Zeiten. Er gründete das Mongolische Reich, das zweitgrösste Reich in der Weltgeschichte. Nur das britische Kolonialreich war grösser.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts erhielten die Kadscharen Orden von europäischen Königsfamilien. Mehrere Prinzen aus der Kadscharen-Dynastie hatten seit Ende des 19. Jahrhunderts in der russisch-kaiserlichen Armee gedient. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte der Iran grosse Schulden bei den Briten und dem Russischen Kaisserreich angehäuft. Der US-Amerikaner William Morgan Shuster wurde 1911 Schatzmeister von Persien und half der iranischen Regierung in Finanzfragen.

1889 gründeten britische Geschäftsleute die Imperial Bank of Persia. Sie war die erste wichtige Bank in Persien, wo bis dahin aufgrund der Religion Kredite vergeben mit Zinsen verboten war und es somit noch keine Finanzindustrie gab. Die Bank kontrollierte bis 1930 die iranische Finanzindustrie und fungierte auch als Zentralbank. Sie wurde in der Anfangszeit von den britischen Bankiersfamilien Keswick, Glyn, Schröder und Sassoon kontrolliert. Der deutsch-britische Baron Paul Julius Reuter war der Hauptgründer der Bank. Mehrere Prinzen aus der Kadscharen-Dynastie arbeiteten bei der Bank.

Naser al-Din Shah, der von 1848 bis 1896 regierte, traf auf einer Reise in Frankreich ein Mitglied der Rothschild Familie.

1925 mussten die Kadscharen abdanken und es gab einen Dynastiewechsel im Iran. Ab da stellte die Pahlavi Familie den Schah. Dennoch waren die Kadscharen weiterhin eine der mächtigsten Familien im Land und brachten mehrere Premierminister hervor. 1979 kam es zur Islamischen Revolution, bei der die Pahlavi Familie gestürzt und die Monarchie abgeschafft wurde. Die Pahlavi Familie und ein Grossteil der Kadscharen flüchteten darauf ins Ausland und leben seither im Exil. Seit der Revolution von 1979 sind religiöse Fundamentalisten im Iran an der Macht. Die persische Aristokratie wurde also durch eine Theokratie ersetzt.

Heutige Mitglieder der Kadscharen-Dynastie leben im Iran, Grossbritannien, USA, Frankreich, Schweiz und vielleicht noch weiteren Ländern.

Persische Freimaurerei

Ab Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Freimaurer im Iran aktiv. Seit der Machtübernahme der Theokraten 1979 ist die Freimaurerei im Iran verboten. Die persische Freimaurerei war ein sehr elitärer Verein und viele Mitglieder gehörten zur Regierungselite. Auch Prinzen aus der Dynastie der Kadscharen traten der Freimaurerei bei.

Im Jahr 1808 wurde ein persischer Gesandter in Frankreich bei den französischen Freimaurern aufgenommen. Kaiser Napoleons Staatsminister war bei dieser Aufnahme dabei (das Napoleon-Regime wurde von Freimaurern geführt). Zwei Jahre später wurde ein persischer Botschafter in London bei den britischen Freimaurern aufgenommen. In den folgenden Jahrzehnten traten noch viele weitere iranische Diplomaten den Freimaurern bei. Der schottische Reisende James Baillie Fraser nahm drei Prinzen aus der Dynastie der Kadscharen nach England mit, wo er sie 1835 in einer Londoner Loge in die Freimaurerei einführte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden weitere Prinzen aus der Kadscharen-Dynastie in die Freimaurerei aufgenommen. Die iranische Freimaurerei war stark von persischen Aristokraten geprägt. Die persische Elite war anscheinend ziemlich begeistert von der Freimaurerei und sie gründete eigene Logen, die nicht von den Grosslogen aus dem Ausland anerkannt wurden. Zu den Mitgliedern dieser persischen Logen gehörten Prinzen aus der Kadscharen-Dynastie. Freimaurer waren an der Konstitutionellen Revolution beteiligt, die dazu führte, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Iran von einer absoluten Monarchie zu einer konstitutionellen Monarchie mit einem Parlament umgestaltet wurde. (Quelle)

Nach der Machtübernahme der Pahlavi Familie 1925 lösten sich die iranischen Freimaurer auf, vermutlich weil sie Angst hatten, den neuen Herrscher zu verärgern. Von Pahlavis Machtübernahme bis 1951 war über die Hälfte aller iranischen Premierminister ehemalige Freimaurer. Freimaurerlogen im Iran, die aus Briten bestanden, waren weiterhin aktiv. Die Briten gründeten auch zwei Logen für Angestellte der Anglo-Iranian Oil Company. Das britische Unternehmen kontrollierte die iranische Erdölindustrie und ist der Vorläufer des heutigen Öl- und Gaskonzerns BP. 1951 wurde mit der Erlaubnis des Königlichen Hofes die Freimaurerei im Iran wiederbelebt und eine Freimaurerloge mit dem Namen „Pahlavi“ gegründet, die anscheinend zu Ehren der Herrscherfamilie benannt wurde. Von den 226 Logenmitgliedern gehörten mehr als die Hälfte zur Regierungselite. In den folgenden Jahren stieg die Anzahl der Freimaurer und Logen im Iran stark an. Die „Grande Loge nationale française“ (nicht zu verwechseln mit dem französischen Grossorient) wurde in dieser Zeit im Iran aktiv. Ab dem Jahr 1957 gründeten die schottischen Freimaurer 14 Logen im Iran. Der deutsche Freimaurer Theodore Vogel, Grossmeister der deutschen Freimaurer, gründete eine Loge im Iran, die an die deutsche Grossloge angeschlossen war. In den 60er Jahren wurde die Grossloge und der oberste Freimaurerrat der iranischen Freimaurer gegründet. Von 1950 bis 1970 waren im Iran etwa ein Viertel aller Minister, Senatoren und Abgeordnete Freimaurer. Der grosse Einfluss der Freimaurer führte natürlich zu Misstrauen und Verschwörungstheorien. Viele Iraner hielten die Freimaurerei für ein mächtiges politisches Instrument hinter den Kulissen, das im Allgemeinen den britischen Interessen dient oder Teil einer „anglo-zionistischen Weltverschwörung“ ist. Auch der iranische Herrscher Mohammad Reza Pahlavi glaubte, dass die Freimaurer sehr mächtig sind. Der iranische Premierminister Amir-Abbas Hoveyda (1919-1979), der mütterlicherseits aus der Kadscharen-Dynastie kam, war Freimaurer. (Quelle: 1 und 2) Ein Grossmeister der iranischen Grossloge war Jafar Sharif-Emami, der zweimal als Premierminister diente. Er war auch Präsident der Pahlavi-Stiftung. (Quelle: 1 und 2).

1979 übernahmen die Theokraten die Macht im Iran und schafften die Monarchie ab. Sie liessen die Freimaurerei verbieten, worauf die Regierung und die Universitäten von Freimaurern gesäubert wurden. Mehrere Freimaurer wurden hingerichtet und viele weitere inhaftiert. (Quelle) Die Theokratie besteht bis heute und die Freimaurerei ist nach wie vor verboten.

Nach dem Verbot der Freimaurerei gingen die iranischen Freimaurer ins Exil. Seither sind sie in den USA als Freimaurer aktiv und haben dort eine eigene Grossloge und einen eigenen obersten Freimaurerrat. (Quelle)

Bemerkenswerte Familienmitglieder

im 20. Jahrhundert

Ahmad Schah Kadschar (1898-1930) war von 1909 bis 1925 der letzte Schah aus der Dynastie der Kadscharen. Er sah Grossbritannien, damals noch führende Weltmacht, als wertvollen Verbündeten an und unterstützte den Anglo-iranischen Vertrag von 1919, ein Vertrag zwischen dem Iran und Grossbritannien. Durch den Vertrag wäre der Iran unter starken Einfluss der Briten gelangt, aber der Vertrag wurde nicht umgesetzt, da es in der iranischen Politik und im Volk grosse Kritik daran gab. Ahmad Schah Kadschar machte sich auch aus anderen Gründen im Iran unbeliebt. Er galt als korrupt und häufte ein grosses Vermögen an, unter anderem mit Getreidespekulation. Die politische Elite des Irans wandte sich schliesslich von Ahmad Schah Kadschar ab, was zu seiner Absetzung führte. 1925 wurde Reza Pahlavi zum Schah von Persien ernannt. Er war zuvor ein hochrangiger Politiker gewesen. Ahmad Schah Kadschar ging nach Frankreich ins Exil und brachte sein Vermögen ins Ausland in Sicherheit. Er starb 1930 in Frankreich und hinterliess seinen Erben ein, für damalige Verhältnisse, beträchtliches Vermögen. (Quelle: 1 und 2)

Prinz Abdol-Hossein Farman Farma (1857-1939) besetzte mehrere Ministerposten und wurde Ende 1915 für knapp drei Monate zum Premierminister ernannt, was von den Briten unterstützt wurde, die ein gutes Verhältnis zu Abdol-Hossein unterhielten. Die Briten betrachteten ihn als einer ihrer „zwei besten Freunde in Persien“ und verliehen ihm einen Orden. In seiner Zeit als Premierminister erhielt er Geld von den Briten und den Russen (die britische Elite hatte sich damals eine Reihe an iranischen Politikern gekauft). 1921 kam es zu einem Putsch im Iran, bei dem der Premierminister Fathollah Akbar gestürzt wurde. Ab da verschlechterte sich das Verhältnis von Prinz Abdol-Hossein zu den Briten. Er war einer der Unterzeichner eines Manifests, das in einer persischen Zeitung erschien und in dem behauptet wurde, dass der Putschführer Seyyed Zia ein Agent der Briten sei. (Quelle) Abdol Hossein hatte 39 Kinder, von denen mehrere zur politischen Elite des Irans gehörten. Hier sind die wichtigsten Kinder von Abdol Hossein aufgelistet:

  • Firuz Nosratdoleh (1889-1937) war Aussenminister des Irans. In dieser Funktion war er massgeblich am oben erwähnten Anglo-iranischen Vertrag von 1919 beteiligt. Firuz Nosratdoleh und weitere iranische Regierungsmitglieder liessen sich bei diesem Vorgang von den Briten bestechen. Die Briten waren sehr angetan von Firuz und wünschten sich ihn als den nächsten Schah. Laut Wikipedia wurde er von den Briten zum Ritter ernannt für seine Verdienste um die britisch-persische Freundschaft. Laut Wikipedia war er auf dem Institut Le Rosey gewesen, ein Eliteinternat in der Schweiz, auf dem viele Mitglieder von Königs- und Milliardärsfamilien waren. 1925 wurde General Reza Pahlavi der neue Schah. Trotz des Dynastiewechsels gehörte Firuz weiterhin zur politischen Elite im Land und wurde Finanz- und Justizminister. Als Finanzminister initiierte er 1926 die Gründung der iranischen Zentralbank, aus der sich die heutige Bank Melli Iran entwickelte. Diese war in den letzten Jahren die grösste iranische Bank und befindet sich in Besitz des Staates. Bis 1960 war sie die Zentralbank des Landes. Ab 1929 wurde Firuz von Schah Reza Pahlavi unter Hausarrest gestellt. 1937 wurde er ermordet. Sein Sohn Shahroukh Firuz war Vizeminister für Industrie und iranischer Botschafter in Nigeria. (Quelle: 1, 2, 3)
  • Abdol-Ali Mirza Farman Farmaian (1935-1973) und weitere Verwandten gründeten das bis heute bestehende iranische Erdölunternehmen Pars Oil. Der Iran hat die viertgrössten Ölreserven und die zweitgrössten Gasreserven der Welt.
  • Sattareh Farman Farmaian (1921-2012) führte den Beruf des Sozialarbeiters im Iran ein und gründete die Teheran School of Social Work. Sattareh besuchte als erste iranische Studentin die University of Southern California in den USA. Im Irak arbeitete sie als Nahost-Expertin für die Vereinten Nationen. Sie gründete und leitete die „Family Planning Association of Iran“. Damit führte sie die Familienplanung im Iran ein, was die nationale Geburtenrate beeinflusste. 1972 wurde Sattareh zur Vizepräsidentin der „International Planned Parenthood Federation“ ernannt, eine der wichtigsten internationalen Organisationen für Familienplanung und Bevölkerungskontrolle. Nachdem 1979 die Theokraten an die Macht kamen, wurde Sattareh verhaftet und angeklagt, da ihre Bevölkerungsplanung und ihre angeblichen Kontakte nach Israel aus der Sicht der Fundamentalisten ein Verbrechen war. Mahmud Taleghani rette sie aber von der Hinrichtung. Der Geistliche war einer der Führer der Islamischen Revolution. Seit ihrer Freilassung lebte Sattareh in den USA. (Quelle: 1 und 2)
  • Khodadad Mirza Farman Farmaian (1928-2015) war Chef der iranischen Zentralbank. Nach der Islamischen Revolution von 1979 ging er ins Exil und lebte bis zu seinem Tod in Grossbritannien. Er arbeitete in den USA für die Hinduja Group, wo er deren Privatbank leitete. (Quelle) Die Hinduja Group ist eines der grössten indischen Familienunternehmen und wird von der Hinduja Familie kontrolliert. Die indische Milliardärsfamilie war bis zur Islamischen Revolution im Iran aktiv gewesen und verlegte dann ihren Hauptsitz nach London.
  • Maryam Farman Farmaian (1914-2008) heiratete Noureddin Kianouri, der ein führendes Mitglied der kommunistischen Tudeh-Partei war. Der Kadscharen-Prinz Iraj Eskandari (1907-1985) war einer der wichtigsten Politiker und Chef der Tudeh-Partei. Sein Onkel Soleiman Eskandari, ebenfalls ein Kadscharen-Prinz, war der erste Chef der Partei. Maryam gründete die Frauensektion der Partei. Im Februar 1949 überlebte der Schah Mohammad Reza Pahlavi ein Attentat. Der Schah, der behauptete, dass Noureddin Kianouri und weitere Mitglieder der Tudeh-Partei die Drahtzieher des Anschlags seien, nutzte die Gelegenheit und liess die Tudeh-Partei verbieten. 1951 wurde Mohammad Mossadegh (1882-1967) zum iranischen Premierminister gewählt. Er wollte die Verfolgung der Kommunisten beenden und der Tudeh-Partei ermöglichen, wieder an der Politik teilzunehmen. Mossadegh hatte zuvor bereits mehrere Ministerposten besetzt. Seine Mutter war eine Prinzessin aus der Dynastie der Kadscharen. Mossadegh und die Tudeh-Partei wollten die iranische Erdölindustrie verstaatlichen. Der Iran besitzt sehr grosse Vorkommen an Erdöl und Erdgas. Ein grosser Teil der iranischen Ölindustrie wurde damals von den Briten über ihre Anglo-Persian Oil Company kontrolliert. Diese ist der Vorläufer des heutigen britischen Öl- und Gaskonzerns BP. Die Briten waren sehr verärgert über die Pläne zur Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie. Mossadegh ging nicht auf deren Angebote ein und brach Ende 1952 den diplomatischen Kontakt zu Grossbritannien ab. In den folgenden Monaten begann der britische Geheimdienst zusammen mit der CIA an einem Plan zum Sturz von Mossadegh zu arbeiten. Auch der Schah Mohammad Reza Pahlavi wandte sich in den folgenden Monaten von Mossadegh ab. Der Schah soll die Verstaatlichung der Ölindustrie nicht abgelehnt haben, aber er betrachtete die Kommunisten, die Mossadegh nahe standen und die grossen Befürworter der Verstaatlichung waren, als Bedrohung für den Iran und seine Monarchie. Da Mossadegh mit einem Ermächtigungsgesetz ohne Parlament regierte, machte er sich auch bei demokratisch gesinnten Politikern im Land unbeliebt. Im August 1953 kam es schliesslich zum Sturz von Mossadegh, was von der CIA und dem britischen MI6 unterstützt wurde (bekannt als Operation Ajax). Die Aktionen der Geheimdienste wurden vom britischen Premierminister Winston Churchill (Freimaurer) und vom amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower (Bruder eines Freimaurers) genehmigt. Die iranischen Freimaurer sollen Mossadegh abgelehnt haben. Mossadegh war im Gegensatz zu vielen anderen iranischen Premierministern kein Freimaurer. Der CIA-Offizier Kermit Roosevelt Jr., ein Enkel des Freimaurers und US-Präsidenten Theodore Roosevelt, war massgeblich am Putsch gegen Mossadegh beteiligt. Nach Mossadeghs Sturz wurde die Tudeh-Partei endgültig aus der iranischen Politik verbannt. Die Kadscharen-Prinzessin Maryam und ihr Mann Noureddin Kianouri, die wie gesagt zur Führung der Tudeh-Partei gehörten, mussten daher ins Exil. Ab da lebten sie in der kommunistischen Sowjetunion und in der DDR (Ostdeutschland). 1979 wurde Schah Pahlavi bei der Islamischen Revolution gestürzt, was Noureddin Kianouri und die Tudeh-Partei unterstützten. Nach dem Sturz des Schahs konnten Maryam und ihr Mann in den Iran zurückkehren und die Tudeh-Partei suchte die Nähe zum theokratischen Regime. Kianouri war zu dieser Zeit Chef der Tudeh-Partei. 1983 wurde das Ehepaar jedoch verhaftet und Kianouri der Spionage für die Sowjetunion beschuldigt. Die Theokraten liessen die Tudeh-Partei verbieten und viele ihrer Mitglieder hinrichten. Maryam und Noureddin Kianouri wurden später in Hausarrest entlassen und lebten bis zu ihrem Tod im Iran. Noureddin Kianouri war ein Enkel von Fazlullah Nouri. Dieser gilt als einer der Vordenker der Islamischen Revolution.
  • Sabar Farman Farmaian (1912-2006) war iranischer Gesundheitsminister und Berater der WHO. Er war ein Unterstützer von Mossadegh. Nach der Islamischen Revolution wurde Sabar 1971 von der iranischen Regierung dazu eingeladen, im Iran zu arbeiten, was er dann auch für sechs Jahre tat. (Quelle)
  • Manucher Mirza Farman Farmaian (1917-2003) studierte Erdöltechnik in England. Nach der Verstaatlichung der iranischen Erdölindustrie besetzte er dort hohe Positionen. Er war der erste iranische Botschafter in Venezuela und war an der Gründung der OPEC beteiligt. Er heiratete eine US-Amerikanerin. Nach der Machtübernahme der Theokraten 1979 ging er nach Venezuela ins Exil, wo er eine Fabrik zur Herstellung von Kartoffelchips gründete.

Ali Amini (1905-1992) kam mütterlicherseits aus der Dynastie der Kadscharen. Im Gegensatz zu anderen Verwandten war er gegen Mossadegh. Nach Mossadeghs Sturz besetzte er mehrere Ministerposten und wurde 1961 Premierminister. Er war auch iranischer Botschafter in den USA und galt als sehr amerikafreundlich. Er hatte ein gutes Verhältnis zum US-Präsidenten John F. Kennedy. Ali Aminis Schwiegervater Hassan Vosough war Freimaurer und zweimal iranischer Premierminister. Hassans Bruder Ahmad Qavam (ebenfalls Freimaurer) war fünfmal Premierminister und die Familie war noch mit weiteren Premierministern verwandt. Nach der Machtübernahme der Theokraten 1979 ging Ali Amini nach Frankreich ins Exil, wo er auch studiert hatte. 1962 war er vom französischen Präsidenten Charles de Gaulle mit dem Grossen Kreuz der Ehrenlegion geehrt worden. Im Exil gründete und leitete Ali Amini die „Front for the Liberation of Iran“, eine Organisation, die sich dafür einsetzte, die Monarchie im Iran mit der Pahlavi Familie als Herrscher wiederherzustellen. Die Organisation erhielt Gelder von der CIA.

Der hochrangige General Amanullah Jahanbani (1891-1974) war der Urenkel eines Schahs aus der Kadscharen-Dynastie. Er besetzte mehrere Ministerposten, darunter das Amt des Kriegsministers. Er heiratete eine Russin und ihr gemeinsamer Sohn Khosrow Jahanbani (1941-2014) heiratete eine Tochter von Schah Mohammad Reza Pahlavi.

Fereydoon Hoveyda (1924-2006) kam mütterlicherseits aus der Kadscharen-Dynastie. Er war in den 70er Jahren iranischer Botschafter bei den Vereinten Nationen. Nach der Islamischen Revolution ging er ins Exil und gehörte später zum Exekutivkomitee des „National Committee on American Foreign Policy“ (NCAFP), eine einflussreiche US-amerikanische Denkfabrik. Fereydoon hatte in erster Ehe eine Tochter des iranischen Premierministers Ali Mansur (Freimaurer) geheiratet. Sein Bruder Amir-Abbas Hoveyda (1919-1979) diente von 1965 bis 1977 als Premierminister und war hochrangiger Manager in der iranischen Ölindustrie. Amir-Abbas war Freimaurer. Nach der Machtübernahme der Theokraten wurde er 1979 hingerichtet. Zu den Anklagepunkten gehörten seine Mitgliedschaft bei den Freimaurern sowie der Vorwurf, er hätte für die Kolonialisten und die Zionisten gearbeitet. Des Weiteren wurde er beschuldigt, zusammen mit Premierminister Ali Mansur (Freimaurer) an Heroinschmuggel nach Frankreich beteiligt gewesen zu sein.

Anmerkung: Der Iran war und ist eines der wichtigsten Transitländer für den Schmuggel von Heroin und Opium. Es wird vermutet, dass der grösste Teil der weltweiten Heroinproduktion in Laboren im Iran stattfindet, die das Opium, das zur Herstellung von Heroin benötigt wird, aus dem Nachbarland Afghanistan bekommen. Nach Angaben der UNO wird im Iran jährlich bis zu drei Viertel der weltweit beschlagnahmten Menge an Opium sichergestellt, beim Heroin ist es ein Viertel. Das theokratische Regime im Iran verfolgt den Besitz und Handel von Drogen mit harten Strafen, auch mit Todesstrafen. Dennoch sind zwei bis vier Prozent der Bevölkerung im Iran drogensüchtig und die Zahl der Drogentoten im Iran gehört zu den höchsten weltweit. Nach Angaben von iranischen Behörden wurden seit der Revolution 3700 iranische Polizisten bei Konflikten mit Schmugglern und der organisierten Kriminalität getötet. Teile der iranischen Revolutionsgarde sind am Heroinschmuggel beteiligt. Es erscheint auf den ersten Blick seltsam, dass fromme Muslime sich am Handel mit illegalen Drogen beteiligen, aber auch streng religiöse Gruppen, wie Al-Qaida, IS, Taliban und Hisbollah, sind mit dem Grosshandel von illegalen Drogen verbunden. Die Hisbollah hat ein sehr gutes und enges Verhältnis zum theokratischen Regime im Iran.

Der Diplomat Abdol Hossein Sardari (1914-1981) kam mütterlicherseits aus der Kadscharen-Dynastie. Er war iranischer Botschafter in Belgien. Während des Zweiten Weltkrieges rettete er in Frankreich tausende iranische Juden vor der Verfolgung.

Der iranische Sänger Gholam Hossein Banan (1911-1986) kam mütterlicherseits aus der Kadscharen-Dynastie.

Hamid Mirza Kadschar (1918-1988) war ab 1975 das Oberhaupt der Kadscharen. Er lebte in Grossbritannien und sprach kaum Persisch. Eine Zeit lang nahm er den englischen Namen „David Drummond“ an. Er besuchte den Iran, um dort in der Erdölindustrie zu arbeiten. Er arbeitete in London auch für den US-amerikanischen Erdölkonzern Mobil (Vorläufer von ExxonMobil). (Quelle)

Die heutigen Kadscharen

Die Kadscharen haben heute etwa 300 Nachkommen und sind international vernetzt. Eine grosse Zahl lebt immer noch im Iran, während der Rest als Teil der persischen Diaspora weltweit verteilt ist. Ob heutige Nachkommen mit der iranischen Regierung verbunden sind, ist unbekannt. Eine Kadscharin wurde 2017 in einem Interview gefragt, ob sich Mitglieder der Kadscharen an der heutigen Regierung im Iran beteiligen, worauf sie antwortete, „Ich bin sicher, dass sie das tun“, auch wenn sie niemanden persönlich kenne. (Quelle)

1999 trafen Mitglieder der Kadscharen-Dynastie eine Tochter des afghanischen Königs Muhammed Zahir Shah (Quelle).

Alexander Farman-Farmaian (*1965) kommt aus der Kadscharen-Dynastie. Er studierte an der Princeton University in den USA und arbeitet als Fondsmanager. (Quelle) Alexander ist Mitglied des „Council on Foreign Relations“. Die US-amerikanische Denkfabrik ist eine der mächtigsten der Welt. Alexander ist auch Mitglied des Economic Club of New York, ein elitärer Club. (Quelle) Er leitete einen Fonds von Edmond de Rothschild (Quelle). Alexander und seine Frau gehörten zu einem Gastgeberausschuss einer Gala, zu dem auch Jonathan Soros (Sohn des Milliardärs George Soros) gehörte (Quelle). Alexanders Bruder Teymour studierte an der Harvard Business School und ist Vertriebsleiter bei Google (Quelle). Teymour arbeitete bei weiteren Unternehmen, darunter bei Spotify, Zynga, Time Warner Cable und Procter & Gamble. Weitere Kadscharen in den USA arbeiteten auch für die Grossbanken JP Morgan und Barclays.

Nach Angaben von royalark.net heiratete Juni Farmanfarmaian (*1953) den Bankmanager Cyrus Ardalan. Dieser ist britischer Staatsbürger und war auf der britischen Oxford Universität. Er ist und war bei mehreren Finanzunternehmen:

  • Er war stellvertretender Vorsitzender von Barclays. Die britische Grossbank ist eine der ältesten und mächtigsten der Welt.
  • Er besetzte leitende Positionen bei der französischen Grossbank Paribas.
  • Er besetzte eine hohe Position bei der Weltbank.
  • Er war Vorsitzender einer Tochterfirma der US-amerikanischen Grossbank Citigroup.
  • Er war im Vorstand des „Dubai International Financial Centre“, der Offshore-Platz von Dubai. Dadurch wird er vermutlich Mitglieder der Herrscherfamilie von Dubai kennengelernt haben.
  • Er war Vorsitzender der International Capital Markets Association (ICMA), ein Verband von Grossbanken.
  • Er ist derzeit Vorsitzender der OakNorth Bank, eine britische Bank, und Direktor von LXi REIT, ein britischer Immobilien-Investmentfonds, sowie Senior-Berater des Beratungsunternehmens Alvarez and Marsal in New York.
  • Er war Manager bei der Chemical Bank, eine US-amerikanische Grossbank.

(Quelle: 1 und 2)

Cyrus Ardalan ist derzeit im Vorstand der CEPI, ein internationales Forschungsnetzwerk zur Erforschung und Entwicklung neuer Impfstoffe, das unter anderem die Entwicklung der Corona-Impfstoffe gefördert hat. Cyrus Ardalan war Vorsitzender der „International Finance Facility for Immunisation“ (IFFIm). (Quelle) IFFIm ist ein wichtiger finanzieller Unterstützer der Gavi-Impfallianz (Quelle).

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Eine Verschwörungstheorie zur Deutschen Bahn

Deutschland ist zwar ein fortschrittlicher Industriestaat, aber die Bahn des Landes befindet sich seit Jahrzehnten in einem desaströsen Zustand.

Die wichtigsten Fakten zur Deutschen Bahn

bezüglich des Konzernversagens

Für die Leser aus dem Ausland, welche die Deutsche Bahn (DB) nicht kennen, muss gesagt werden, dass vermutlich niemand in Deutschland zufrieden mit der DB ist. Die DB ist seit zwei Jahrzehnten bekannt für ihre Unpünktlichkeit, die inzwischen bizarr erscheint. Im Juli 2022 waren weniger als 60 Prozent der Fernzüge der DB pünktlich.

In den letzten 20 Jahren hat die DB 17 Prozent ihrer Schienen und die Hälfte aller Weichen abgebaut und die Belegschaft fast halbiert (Stand: 2019). Daher ist der Zustand der DB vor allem auf Entscheidungen der Konzernführung zurückzuführen.

Die DB macht über die Hälfte ihres Umsatzes mit Logistik und Güterverkehr, also nicht mit dem Personenverkehr. Die deutsche Industrie, die Waren über die DB exportiert und importiert, ist somit der wichtigere Kunde als die Bahngäste und wird dementsprechend vermutlich bevorzugt.

1994 wurde die DB privatisiert und in eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft umgewandelt. Dennoch befindet sich die DB bis heute vollständig in Besitz des Staates und man kann keine DB-Aktien kaufen. Daher erscheint es seltsam, dass die DB nicht längst wieder verstaatlicht oder der Börsengang endlich umgesetzt wurde.

Die DB investiert nicht ihr ganzes Geld in die Bahn in Deutschland, sondern investiert auch sehr viel im Ausland. Inzwischen macht die DB rund die Hälfte seiner Umsätze im Ausland. Dies wird schon seit Jahren kritisiert und in diesem Jahr sagte ein Bericht des Bundesrechnungshofs, dass die vielen Auslandsgeschäfte der DB ein Risiko für den deutschen Staatshaushalt darstellen. Die DB ist stark verschuldet und hatte 2021 Schulden in Höhe von fast 30 Milliarden Euro.

Auch im Jahr 2022 gab es keine Besserung bei der DB und es ist auch für die Zukunft mit mehr Baustellen und mehr Verspätungen zu rechnen.

Trotz des desaströsen Zustandes sind die Preise für Fahrten bei der DB für Leute mit wenig Geld zu hoch und auch wer genug Geld hat, wird sich genervt fühlen, für eine Fahrt im Fernverkehr zu bezahlen, bei der mit Verspätungen zurechnen ist. Im Berufsleben ist Pünktlichkeit wichtig, daher nehmen viele lieber das Auto als die Bahn.

Die mutmassliche Verschwörung

In den Leitmedien rätselt man darüber, wieso die Probleme der DB nicht längst behoben wurden. Im Internet gibt es eine wenig verbreitete Verschwörungstheorie, die besagt, dass der schlechte Zustand der DB auf die Einflussnahme der deutschen Automobilindustrie zurückzuführen ist. Mit ihren öffentlichen Verkehrsmitteln ist die DB ein ernstzunehmender Konkurrent der Autoindustrie. Die Grossaktionäre und treuen Manager der deutschen Autokonzerne werden also froh sein, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland so unattraktiv für Kunden sind, da die Leute dann weiterhin mit dem Auto fahren. Die Autoindustrie ist gegen eine Verkehrswende, was nicht sonderlich überrascht. Die Autoindustrie ist die wichtigste Branche der deutschen Wirtschaft. Neben den grossen Autoherstellern hat Deutschland auch grosse Automobilzulieferer, die Bauteile für die Autohersteller produzieren. Drei der derzeit fünf grössten Automobilzulieferer der Welt sind deutsche Unternehmen. Die Autoindustrie hat in Deutschland bekanntermassen grossen Einfluss auf die Politik und hat die vermutlich mächtigste Wirtschaftslobby im Land. Der Verschwörungstheorie nach sorgt die Autolobby mit ihrem Einfluss dafür, dass die öffentlichen Verkehrsmittel unzumutbar sind und es auch bleiben.

Von 1991 bis 1997 und von 1999 bis 2017 wurde die DB von Vorsitzenden geleitet, die zuvor hohe Positionen bei Daimler besetzt hatten (wird weiter unten genauer erläutert). Daimler ist einer der grössten Autohersteller der Welt und war 2021 nach Umsatz das zweitgrösste deutsche Unternehmen. Daher gibt es die Theorie, dass diese Vorsitzenden der DB absichtlich Missmanagement bei der Bahn betrieben haben und dies im Auftrag von Daimler taten. Noch weitere Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der DB waren führende Manager aus der Automobilindustrie. Da könnte man schon auf die Idee kommen, dass eine Kabale von Autokonzern-Managern die DB unterwandert hat.

Hinzu kommt, dass alle Verkehrsminister, die unter anderem für die DB zuständig sind, Kontakte zur Autolobby hatten. Manche davon galten als treue Interessensvertreter der Autolobby, wie z. B. Andreas Scheuer und Alexander Dobrindt. Matthias Wissmann war Verkehrsminister, als die DB 1994 privatisiert wurde. Von 2007 bis 2018 war er Präsident des Verbands der Automobilindustrie und somit Cheflobbyist der deutschen Autoindustrie. Übrigens war Wissmann als Verkehrsminister 1994 auch massgeblich an der Privatisierung von „Tank & Rast“ beteiligt. Tank & Rast und seine Tochterfirma Sanifair standen in den letzten Jahren wegen verschiedener Dinge in der Kritik. Wissmann war oder ist noch immer Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik.

Für die DB Tochterfirma Schenker, ein Logistikunternehmen, sind 34 600 Diesel-Lkw in ganz Europa unterwegs, um Waren über Hunderte Millionen Kilometer zu transportieren. Über ihre Gleise lässt die DB dagegen lediglich knapp 2700 Züge fahren, die Güterwagen ziehen. (Stand: 2019) Zu den Kunden von Schenker gehören die Autokonzerne Volkswagen und Daimler. Volkswagen baut Lkw für die DB. Die Autohersteller gehören zu den wichtigsten Grosskunden der DB bei Güterzügen.

Ich möchte betonen, dass ich kein links-grün-ideologischer Autohasser bin, aber ich wittere hier eine Verschwörung.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in den USA eine ganz ähnliche Verschwörung. Die USA hatten seit dem 19. Jahrhundert das grösste Schienennetz der Welt und das Land war bekannt für seine Eisenbahnen. Ab den 1920er Jahren wurde in den USA innerhalb von paar Jahrzehnten ein Grossteil der Gleise abgebaut und der Personenverkehr dadurch auf einen Zehntel reduziert. In 45 Städten verschwanden die oberirdischen elektrischen Nahverkehrsmittel. Dies ist zu einem erheblichen Teil auf eine Verschwörung von Grosskonzernen zurückzuführen. Die drei führenden US-amerikanischen Autokonzerne General Motors, Ford und Chrysler hatten die Verlagerung des Verkehrs von der Schiene auf die Strasse mit krimineller Energie umgesetzt, wodurch die US-Bürger fast vollständig abhängig vom Automobil wurden. Dabei kooperierten die Autokonzerne mit Strassenbaufirmen. Viele Züge wurde durch Busse von General Motors ersetzt (General Motors wurde damals von der Du Pont Familie kontrolliert). Auch der Autoreifenhersteller Firestone und der Ölkonzern Standard Oil, der Benzin für Fahrzeuge produzierte, sollen Teil des Komplotts gewesen sein. Standard Oil wurde von der berühmten Rockefeller Familie kontrolliert und der Autoreifenhersteller Firestone wurde von der Firestone Familie gegründet, die in die Ford Familie heiratete (kontrolliert bis heute den gleichnamigen Autokonzern).

Auch die drei führenden deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW haben in den letzten Jahren mit dem Abgasskandal gezeigt, dass ihre Entscheidungsträger kriminelle Energie an den Tag legen, wenn dies dem Unternehmen nützt. Beim Abgasskandal hat mich nicht verwundert, dass sie betrogen hatten, sondern dass sie wirklich glaubten, sie kämen damit durch und der Betrug würde nicht entdeckt werden. Dies zeigt, dass diese Leute ziemlich abgehoben sind und sich unantastbar fühlen aufgrund des hohen Status, den die Autoindustrie in Deutschland geniesst. Der Abgasskandal ist aber nicht das grösste Verbrechen in der Geschichte der deutschen Autoindustrie. Die Autokonzerne Volkswagen, Daimler, BMW, Robert Bosch und Continental hatten an der Kriegsproduktion der Nazis mitgewirkt und diese fünf Firmen beschäftigten während des Zweiten Weltkrieges zusammen über 100 000 Zwangsarbeiter. Volkswagen wurde von Hitler höchstpersönlich gegründet und bekam bewusst einen „völkischen“ Namen, was der Marke aber nicht geschadet hat.

Autokonzern-Manager bei der DB

Im Vorstand und Aufsichtsrat sowie im Management der DB waren eine ganze Reihe an Managern aus der deutschen Automobilindustrie. Hier eine Auflistung:

Der Milliardär Heinz Dürr leitete von 1991 bis 1997 die DB. Zuvor war er im Vorstand von Daimler. Er kontrolliert die Dürr AG, ein Familienunternehmen, das seit 1896 besteht. Die Dürr AG ist ein grosser Maschinen- und Anlagenbauer, zu dessen Kunden Automobilhersteller- und zulieferer gehören. Heinz Dürr leitete auch zehn Jahre lang den Elektrokonzern AEG, der von Daimler übernommen wurde. Heinz Dürr gilt als einer der Begründer des Projekts Stuttgart 21, das teuerste deutsche Bauprojekt. Der Bau geriet wegen seiner explodierenden Kosten und Pannen in Verruf.

Der Multimillionär Hartmut Mehdorn leitete von 1999 bis 2009 die DB. Zuvor war er im Vorstand des Luft- und Raumfahrtkonzerns DASA, der zum Autokonzern Daimler gehörte. Hartmut Mehdorn leitete die Air Berlin und war bei weiteren mit der Luftfahrtindustrie verbundenen Unternehmen. Er war für den Bau des Flughafens Berlin Brandenburg mitverantwortlich. Der Bau wurde wie Stuttgart 21 in der Öffentlichkeit zum Sinnbild eines ausser Kontrolle geratenen staatlichen Grossprojektes.

Der Millionär Rüdiger Grube leitete von 2009 bis 2017 die DB. Zuvor gehörte er zur Führung von Daimler und DASA. Er machte den vorherigen DB-Chef Hartmut Mehdorn zu seinem Trauzeugen. Demnach wird sie vermutlich ein freundschaftliches Verhältnis verbinden. Rüdiger Grube leitet das Investmentbanking der US-amerikanischen Lazard Bank in Deutschland.

Daniela Gerd tom Markotten ist seit 2021 im Vorstand der DB. Davor hatte sie mehr als 15 Jahre für Daimler gearbeitet.

Roland Bosch war von Dezember 2017 bis Dezember 2019 Vorsitzender der „Deutschen Bahn Cargo AG“, eine wichtige Tochterfirma der DB. Er hatte zuvor über 10 Jahre lang für Daimler gearbeitet.

Der Milliardär Jürgen Grossmann war im Aufsichtsrat der DB. Zur selben Zeit war er im Aufsichtsrat von Volkswagen. Volkswagen ist der grösste Autohersteller der Welt und war 2021 nach Umsatz grösste deutsche Unternehmen. Jürgen Grossmann war bei vielen grossen Unternehmen und ist derzeit im Vorstand der Atlantik-Brücke sowie Mitglied des American Council on Germany und Ehrenvorsitzender der Deutsch-Britischen Gesellschaft.

Heike Hanagarth war von Ende 2013 bis 2015 im Vorstand der DB. Zuvor war sie bei BMW gewesen. BMW ist einer der grössten Autohersteller der Welt und eines der grössten deutschen Unternehmen.

Sabina Jeschke war von 2017 bis 2021 im Vorstand der DB. Anschliessend wurde sie Mitglied des Aufsichtsrats von Vitesco Technologies, dem sie bis heute angehört. Vitesco Technologies ist einer der grössten deutschen Automobilzulieferer. Über den Aufsichtsrat könnte Sabina den Milliardär Georg Schaeffler kennen, einer der reichsten Deutschen. Die Schaeffler Familie kontrolliert die Schaeffler-Gruppe, ebenfalls ein grosser Automobilzulieferer, und die Continental AG, einer der grössten Automobilzulieferer der Welt.

Daniela Mattheus ist zurzeit im Aufsichtsrat der DB und ist gleichzeitig im Aufsichtsrat der „Autobahn GmbH des Bundes“. Die Autobahn GmbH ist seit 2021 für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung und Finanzierung der Autobahnen in Deutschland zuständig. Für dieses Jahrzehnt sind 30 Milliarden Euro für den Aus- und Neubau der Autobahnen in Deutschland vorgesehen (nach Angaben vom November 2020). Die Autobahn GmbH stand und steht wegen verschiedener Dinge in der Kritik. Sie wurde vom Verkehrsminister Andreas Scheuer mitgegründet, der als ein Lakai der deutschen Automobilindustrie gilt.

Der Politiker Ronald Pofalla war von 2015 bis April 2022 Vorstand der DB, ab 2017 zuständig für Infrastruktur. Er gehörte zur Führung der CDU und hatte in dieser Funktion viel Kontakt zu Interessensvertretern der deutschen Automobilindustrie.

Diethelm Sack war von 1991 bis 2010 im Vorstand der DB. Zuvor war er fünfzehn Jahre lang in einer führenden Position beim Automobilunternehmen VDO.

Noch weitere Manager von Daimler waren bei der DB.

Es gibt aber natürlich auch wirtschaftliche Akteure, die den Ausbau der Bahn begrüssen würden. Mehrere ehemalige und derzeitige Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der DB hatten zuvor beim Grosskonzern Siemens gearbeitet. Die DB ist ein wichtiger Kunde von Siemens. Siemens baut Züge, Infrastruktur und Technik für die DB. Der ehemalige Siemens-Chef Joe Kaeser machte Werbung für die Grüne Partei und die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Womöglich will das Siemens-Netzwerk, eines der mächtigsten Netzwerke der deutschen Wirtschaftselite, die Grünen fördern, damit diese den Ausbau der Bahn vorantreiben. Im Aufsichtsrat der DB sind derzeit zwei Grünen-Politiker. Siemens besitzt zu einem grossen Teil den Energiekonzern Siemens Energy, der wiederum Siemens Gamesa kontrolliert, einer der weltweit grössten Produzenten von Ökostrom. Daher könnte Siemens, im Gegensatz zu anderen Grosskonzernen, von einer Grünen Politik profitieren.

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Mallinckrodt Familie

Die deutsche Mallinckrodt Familie lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zu einem Ritter zurückverfolgen, der eine Burg als Lehen bekam. Ab dem 16. Jahrhundert gehörte die Familie zum Bürgertum der Stadt Dortmund. Im 17. und 18. Jahrhundert brachte die Familie 16 Stadtratsmitglieder, zwei Bürgermeister und vier Stadtrichter von Dortmund hervor. Im 19. Jahrhundert wurde die Familie in den preussischen Adel aufgenommen und wurde in der Wirtschaft aktiv. Heute lebt ein Zweig der Familie in Grossbritannien und gehört zur britischen Elite. Ein Familienzweig in den USA gründete den Pharmakonzern Mallinckrodt Pharmaceuticals.

Georg von Mallinckrodt

Georg von Mallinckrodt (1930-2021) war das interessanteste Familienmitglied der letzten Jahrzehnte und gehörte zur oberen Riege der deutschen Wirtschaftselite. Er war Mitgründer des Weltwirtschaftsforums (WEF), das in den letzten Jahrzehnten zu grossem Einfluss kam.

Georg von Mallinckrodt heiratete 1958 in den britischen Familienzweig der deutschen Bankiersfamilie Schröder. Sein Schwager war der Milliardär Bruno Schroder, ein hochrangiges Mitglied der britischen Elite. Georgs Schwiegervater war ein Baron aus der Schröder Familie und seine Schwiegermutter war die Tochter eines britischen Barons. (Quelle) Durch diese Ehe fand Georg Anschluss an die britische Elite. Er war von 1984 bis 1995 Vorsitzender des britischen Finanzkonzerns Schroders und gehörte auch danach weiterhin zur Konzernführung. Schroders ist einer der grössten britischen Vermögensverwalter und verwaltet zurzeit mehr als eine halbe Billion US-Dollar. Der Finanzkonzern wird vom britischen Zweig der Schröder Familie kontrolliert. Die Schröders gehören schon seit über 150 Jahren zu den führenden Bankiersfamilien in London. Ein Teil der Familie gehört zur Elite in Deutschland und der andere Teil zur Elite in Grossbritannien. Mitglieder der Familie engagierten sich in der Vergangenheit für deutsch-britische Beziehungen. Auch Georg von Mallinckrodt setzte sich für die Verbesserung der deutsch-britischen Beziehungen ein.

Die Financial Times bezeichnete Georg von Mallinckrodt als einen der mächtigsten Männer der City of London (Londoner Bankenviertel). (Quelle) Er war gut vernetzt:

  • Er arbeitete für die deutsche Privatbank Münchmeyer & Co. in Hamburg, die später mit der deutschen Privatbank der Schröder Familie fusionierte. Georg wird dadurch die deutsche Bankiersfamilie Münchmeyer gekannt haben.
  • Er arbeitete für die britische Kleinwort Bank und wird dadurch die britische Bankiersfamilie Kleinwort gekannt haben.
  • Er gehörte zum Aufsichtsrat des führenden deutschen Elektrokonzerns Siemens und wird dadurch Mitglieder der deutschen Industriellenfamilie Siemens gekannt haben.
  • Er erhielt einen Orden von der britischen Königsfamilie zur Anerkennung herausragender Verdienste, die er über viele Jahre für das Bank- und Finanzwesen in der City of London erbracht hatte.
  • Für seine Unterstützung der Vatikanischen Bibliothek erhielt er vom Papst den Gregoriusorden.
  • Über den Schroders-Konzern kannte er den Graf von Airlie, der Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans.
  • Er war Direktor der US-amerikanischen Tochterfirma des führenden deutschen Finanzkonzerns Allianz.
  • Er arbeitete für die Union Bank of Switzerland, ein Vorläufer der Schweizer Grossbank UBS.
  • Er war Berater des führenden US-amerikanischen Bildungsverlags McGraw Hill.
  • Er war Berater von Bain & Company. Das US-amerikanische Unternehmen ist einer der weltweit grössten Unternehmensberater.
  • Er arbeitete für den deutschen Chemiekonzern Agfa.

(Quelle: 1, 2, 3, 4)

Georg von Mallinckrodt war Mitglied der Pilgrims Society (Quelle). Das Elitenetzwerk fördert die Freundschaft der Eliten von Grossbritannien und USA. Die Gesellschaft bezeichnet sich selbst als die älteste und angesehenste angloamerikanische Organisation auf beiden Seiten des Atlantiks. Sie besteht seit 1902 und wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Nach der Liste von Kevin Dowling war Georg von Mallinckrodt Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.

Georg von Mallinckrodt war Gründungsmitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF) (Quelle). Er war auch Vorsitzender des WEF-Council (Quelle: 1 und 2). Dadurch kannte er Klaus Schwab, ebenfalls ein Deutscher, der das WEF gegründet hatte und bis heute leitet. Ich halt es für möglich, dass Georg bei der Gründung des WEF die Interessen seiner Schwäger aus der Bankiersfamilie Schröder vertrat.

Georg von Mallinckrodt war zusammen mit Klaus Schwab Patron des „Faith and Belief Forum“, früher bekannt als „Three Faiths Forum“, eine interreligiöse Organisation in England, die 1997 gegründet wurde. Das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Portugal ist auch Patron der Organisation. (Quelle: Seite 3)

Claire von Mallinckrodt (*1960) ist eine Tochter von Georg und kommt mütterlicherseits aus Schröder Familie. Sie heiratete in die britische Adelsfamilie Howard. Ihr Mann war ein Sohn von Lord Michael Fitzalan-Howard, ein hochrangiger Offizier des britischen Militärs. (Quelle) Michaels dritte Ehefrau hatte zuvor in die Adelsfamilie Baring geheiratet, eine der mächtigsten britischen Bankiersfamilien (Quelle). Die Barings waren deutsche Einwanderer. Ein Zweig der Howard Familie stellt Herzöge und steht somit in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie.

Philip von Mallinckrodt (*1962) ist ein Sohn von Georg und kommt mütterlicherseits aus Schröder Familie. Philip war im Vorstand des Schroders-Konzerns und ist Treuhänder der Schroders Foundation. Er ist derzeit Direktor der Economist Group. Das Medienunternehmen besitzt die britische Zeitung The Economist. Zu den Anteilseignern der Economist Group gehören die Familien Schröder, Rothschild, Agnelli und Cadbury. Daher wird Philip vermutlich die Schröder Familie im Vorstand vertreten.

Philip von Mallinckrodt besuchte das Weltwirtschaftsforum (Quelle). Sein Vater war wie gesagt bei der Gründung des Forums dabei. Philip ist im internationalen Beirat der Brookings Institution, eine einflussreiche Denkfabrik in den USA. Zum Beirat gehört unter anderem Paul Desmarais Junior (Kanada), Andrónico Luksic (Chile) und Marcus Wallenberg (Schweden), drei mächtige Wirtschaftsbosse. (Stand: 18.11.2022)

Weitere bemerkenswerte Mitglieder der Familie

Der Politiker Hermann von Mallinckrodt (1821-1874) gehörte zum Gründerkreis der Deutschen Zentrumspartei, die 1870 gegründet wurde und bis heute besteht. Sie ist damit die älteste Partei Deutschlands. Die katholische Partei wurde mit dem Ziel gegründet, die Interessen der katholischen Kirche gegen den säkularen Staat zu verteidigen. In der Anfangszeit wurde sie von Adligen geführt. Sie war eine der stärksten Parteien in Deutschland, bis die Nazis 1933 die Macht übernahmen und die Partei zur Auflösung zwangen. Nach dem Sturz der Nazis 1945 wurde die Zentrumspartei neu gegründet, ist aber seither nur noch eine Kleinpartei. Die CDU, die führende deutsche Partei der letzten 70 Jahren, wurde von Mitgliedern der Zentrumspartei gegründet.

Hermanns Schwester war Pauline von Mallinckrodt (1817-1881). Sie gründete die „Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe“, eine Ordensgemeinschaft, die aus christlichen Ordensschwestern besteht und sich für wohltätige Zwecke einsetzt. Die Kongregation wurde 1888 vom Papst anerkannt und ist eine Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechts. Pauline von Mallinckrodt wurde 1985 vom Papst seliggesprochen. Die Mallinckrodt Familie brachte noch weitere katholische Geistliche hervor.

Mitglieder der Mallinckrodt Familie sind bis heute mit der katholischen Kirche verbunden. Hans-Georg von Mallinckrodt ist zurzeit Diözesanleiter des Malteserordens in der Stadt Würzburg (Quelle). Der Malteserorden ist ein vatikanverbundener Orden, in dem viele Adelsfamilien Mitglied sind. Der Orden besteht seit 900 Jahren und wurde in der heiligen Stadt Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Die Frau von Hans-Georg von Mallinckrodt ist eine Prinzessin aus dem armenischen Adel (Quelle). Dieser Familienzweig der Mallinckrodts ist mit deutschen Adelsfamilien verwandt.

Gustav von Mallinckrodt (1859-1939) war Politiker und als Geschäftsmann in mehreren Aufsichtsräten von deutschen Unternehmen, darunter bei der Hoesch AG. (Quelle) Der Industriekonzern gehörte im 20. Jahrhundert zu den grössten deutschen Unternehmen und wurde 1991 vom Krupp-Konzern aufgekauft. Gustavs Grossvater mütterlicherseits war Wilhelm Ludwig Deichmann. Der Bankier war Teilhaber des „A. Schaaffhausen’scher Bankverein“, die eine der führenden Banken der Stadt Köln war. Die Bank war von Abraham Schaaffhausen gegründet worden. Deichmann heiratete eine Tochter von Schaaffhausen und gründete später eine eigene Bank mit dem Namen „Deichmann & Co“. Diese war 1870 eine der Gründerbanken der Deutschen Bank, die bis heute die führende deutsche Grossbank ist.

Lilly von Mallinckrodt (1889-1981) heiratete den Bankier Georg von Schnitzler, der in den preussischen Adel aufgenommen wurde. Er war im Vorstand der Hoechst AG. Der Pharma- und Chemiekonzern war im 20. Jahrhundert eines der grössten deutschen Unternehmen. Georg von Schnitzler war von 1926 bis 1945 im Vorstand der I.G. Farben, ein Pharma- und Chemiekonzern. Dadurch kannte er den Industriellen Carl Bosch und den Bankier Max Moritz Warburg. Während der Naziherrschaft von 1933 bis 1945 wurde die I.G. Farben zum grössten europäischen Unternehmen und grössten Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt. Die I.G. Farben setzte im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiter ein, wie viele deutsche Grosskonzerne. 1942 gründete sie das „KZ Auschwitz III Monowitz“, das erste private Konzentrationslager (Quelle). Es hatte geschätzt 41 000 Häftlinge, wovon etwa 30 000 starben. Viele starben an unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Arbeitsunfähige wurden ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gebracht und ermordet. (Quelle) Da Georg von Schnitzler zu dieser Zeit im Vorstand der I.G. Farben war, wurde er nach dem Krieg verurteilt. Er hatte am Geheimtreffen vom 20. Februar 1933 teilgenommen. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle 3 Millionen Reichsmark an die NSDAP. Zu den Teilnehmern gehörten einflussreiche Akteure der damaligen deutschen Wirtschaftselite, darunter Quandt, Krupp, Finck, Flick, Opel und Hjalmar Schacht. Letzterer war ein bekennender Freimaurer, der unter Hitler die deutsche Zentralbank leitete und mit dem britischen Zentralbankchef Montagu Norman befreundet war. Ludwig von Winterfeld, der in die Siemens Familie geheiratet hatte, war ebenfalls beim Treffen anwesend. Georg von Schnitzler kam aus der Bankiersfamilie Schnitzler, die zu der Zeit über Heiraten mit den Bankiersfamilien Schröder und Stein verbunden war, die zu den wichtigsten Bankiers des Naziregimes gehörten. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Schnitzler Familie zur Elite der sozialistischen DDR (Ostdeutschland).

Nach Angaben von mehreren Genealogie-Internetseiten heiratete die Mallinckrodt Familie im 18. und 19. Jahrhundert zweimal in die Krupp Familie, eine der ältesten und bedeutendsten Industriellenfamilien Deutschlands. Im 19. Jahrhundert heirateten die Mallinckrodts in die Berenberg-Gossler Familie, eine der ältesten und bedeutendsten Bankiersfamilien Deutschlands.

Mindestens ein Mitglied der Mallinckrodt Familie war im 19. Jahrhundert Mitglied bei den Freimaurern (Quelle).

Mallinckrodt Pharmaceuticals

Emil Mallinckrodt (1806-1892) emigrierte in die USA und begründete den amerikanischen Zweig der Mallinckrodt Familie. Seine drei Söhne gründeten 1867 „Mallinckrodt Chemical Works“, ein Chemie- und Pharmaunternehmen. Daraus entwickelte sich der heutige Pharmakonzern Mallinckrodt Pharmaceuticals. Die drei Brüder hatten Kontakte zur deutschen Chemieindustrie. Deutschland war damals weltweit führend in der Industrie für Chemie und Pharma. (Quelle: 1 und 2) Deutsche Einwanderer spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau der Pharmaindustrie in den USA. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gründeten deutsche Einwanderer Pfizer sowie Merck & Co, die heute zwei der grössten Pharmakonzerne der USA und der ganzen Welt sind.

Der amerikanische Zweig der Mallinckrodt Familie war noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Mallinckrodt Pharmaceuticals verbunden. Während des Zweiten Weltkrieges produzierte Mallinckrodt Pharmaceuticals Uran im Auftrag des Manhattan-Projekts. Beim Manhattan-Projekt wurde die erste Atombombe gebaut.

Mallinckrodt Pharmaceuticals stand vor paar Jahren mit der Justiz in Konflikt, da der Konzern sein Medikament Acthar überteuert verkaufte. Eine kleine Gruppe von Ärzten verschrieb das Medikament in grossen Mengen, obwohl Alternativen zu einem Fünfzigstel des Preises von Acthar verfügbar waren. Daher besteht der Verdacht, dass die Ärzte von Mallinckrodt Pharmaceuticals gekauft wurden. Seit 2013 umgeht der Konzern Steuern in den USA über seinen Sitz in der Steueroase Irland.

Mallinckrodt Pharmaceuticals war oder ist noch immer der grösste Produzent des Opioids Oxycodon. Der Pharmakonzern gehörte zu den Verantwortlichen und Profiteuren der Opioidkrise in den USA und wird auch als Hauptübeltäter der Krise angesehen. Von 2006 bis 2012 produzierte der Konzern 28,9 Milliarden Opioid-Pillen, mehr als 80 Pillen für jede Person in den USA. In diesem Zeitraum kamen allein in Florida mehr als 2 Milliarden Opioid-Pillen von Mallinckrodt auf den Markt. Deswegen ist der Konzern mit Klagen konfrontiert. Ein Vertreter der DEA (US-Drogenbehörde) bezeichnete den Konzern als den „Kingpin des Drogenkartells“.

(Quelle: 1 und 2)

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Chey Familie

Die Chey Familie ist eine der reichsten und mächtigsten Familien Südkoreas. Sie kontrolliert die SK Group, ein grosser Mischkonzern. 2017 wurde das Vermögen der Familie auf 6,3 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Die SK Group ist eines der grössten südkoreanischen Unternehmen. Sie ist eines der grössten Familienunternehmen der Welt und wurde 1953 von der Familie gegründet. Die Familie ist nach wie vor Hauptaktionär des Konzerns.

Zur SK Group gehört der Halbleiterproduzent SK Hynix, eines der grössten und wertvollsten Unternehmen der südkoreanischen Wirtschaft. SK Hynix war 2021 der weltweit viertgrösste Hersteller von Halbleitern. Der grösste Halbleiterproduzent war Samsung Electronics, ebenfalls ein südkoreanisches Unternehmen. Samsung Electronics wird von der Multimilliardärsfamilie Lee kontrolliert. Es gab Treffen zwischen Mitgliedern der Familien Chey und Lee.

Zur SK Group gehört SK Telecom, das derzeit grösste südkoreanische Telekommunikationsunternehmen. Die Tochterfirma SK Innovation konzentriert sich auf die Industrie für Erdöl, Chemie und Energie. Weitere Tochterfirmen der SK Group sind in der Pharmaindustrie und dem Bauwesen aktiv.

Chey Tae-won leitet derzeit das Wirtschaftsimperium der Familie und ist Chef der Koreanischen Industrie- und Handelskammer. Er traf hohe Politiker wie Donald Trump, Xi Jinping, George W. Bush und Ilham Aliyev. (Quelle) Chey Tae-won besuchte das Weltwirtschaftsforum (WEF) und wurde zum „Global Leader for Tomorrow“ ernannt (heute bekannt als Young Global Leaders). Er war im internationalen Beirat der Brookings Institution, eine einflussreiche Denkfabrik aus den USA. (Quelle)

Chey Tae-won heiratete die Tochter des Politikers Roh Tae-woo. Von 1988 bis 1993 war Roh Tae-woo Präsident von Südkorea. (Quelle) Er war ein enger Verbündeter und Freund von Chun Doo-hwan, der von 1980 bis 1988 als nicht gewählter Militärdiktator regierte. Roh Tae-woo wurde 1996 wegen seiner Rolle in der Militärdiktatur zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt, aber bereits ein Jahr später wurde er von Präsident Kim Young-sam begnadigt.

Chey Tae-won wurde wegen Unterschlagung zu vier Jahren Haft verurteilt. Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye begnadigte ihn und 13 weitere Geschäftsleute, wegen ihrer Verdienste um die nationale Wirtschaft. (Quelle) Mitglieder der Familien Lee und Chung, die auch zu den reichsten und mächtigsten Unternehmern des Landes gehören, standen ebenfalls mit der Justiz in Konflikt. Auch sie wurden begnadigt oder erhielten Bewährungsstrafen. (Quelle: 1 und 2) Die grossen Unternehmensgruppen in Südkorea sind systemrelevant für die Wirtschaft des Landes. Allein die Samsung-Gruppe der Lee Familie erwirtschaften rund 20 Prozent von Südkoreas Bruttoinlandsprodukt (Quelle). Daher wird die südkoreanische Justiz vermutlich nichts tun, was den grossen Unternehmensgruppen stark schaden könnte. Die Präsidentin Park Geun Hye, die Chey begnadigt hatte, wurde 2018 wegen Korruption zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt. Im Dezember 2021 wurde sie aber von Präsident Moon Jae-in begnadigt. Begnadigungen, die der Präsident erlassen kann, haben in den letzten Jahrzehnten in Südkorea viele korrupte Politiker und Oligarchen wie Chey vor dem Gefängnis bewahrt.

Chey Tae-won ist einer der Gouverneure des „Centre for Asian Philanthropy and Society“, eine Vereinigung von asiatischen Philanthropen. Die anderen Gouverneure sind die Milliardäre Daniel Tsai (Taiwan), Jamshyd Godrej (Indien) und Ronnie Chan (Hongkong). Im Beirat sitzt der indische Milliardär Ratan Tata. (Quelle) Chey Tae-won ist Mitglied des Asia Business Council, der die Beziehungen zwischen Wirtschaftsführern aus Asien und der westlichen Welt fördert. Die westliche Wirtschaftselite wird durch Marcus Wallenberg, Penny Pritzker, Mark Tucker (von der HSBC) und David Rubenstein vertreten. (Quelle) (Stand: 13.1.2024)

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Weinberg Familie

Die US-amerikanische Weinberg Familie ist mit Goldman Sachs verbunden, eine der mächtigsten Banken der Welt.

1. Generation

Sidney Weinberg (1891-1969) kam im Alter von 16 Jahren zu Goldman Sachs und begann als Assistent des Hausmeisters für drei Dollar pro Woche, wo er unter anderem die Hüte und Spucknäpfe von Partnern der Bank putzte. Sein Vater war ein polnisch-jüdischer Spirituosengrosshändler, der in die USA emigrierte und in Brooklyn im Schwarzhandel tätig wurde. Sidney Weinberg hatte Narben auf seinem Rücken von Messerstechereien in seiner Jugendzeit. Samuel Sachs, der damalige Chef von Goldman Sachs, mochte Weinberg und schickte ihn zum Browne’s Business College in Brooklyn. (Quelle: 1 und 2) Samuel Sachs war der Sohn eines deutsch-jüdischen Einwanderers. Sein Schwiegervater Marcus Goldman, ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer, hatte 1869 eine eigene Bank gegründet, die später in Goldman Sachs umbenannt wurde.

Sidney Weinberg gelang es in der Firma aufzusteigen. Im Dezember 1926 wurde er zum Partner von Goldman Sachs ernannt und ab 1930 war er Senior Partner. Er leitete Goldman Sachs von 1930 bis zu seinem Tod 1969. Unter seiner Führung entwickelte sich Goldman Sachs zur führenden Investmentbank der Welt. Weinberg war einer der mächtigsten Männer der Wall Street und trug den Spitznamen „Mr. Wall Street“. Er besetzte 35 Vorstandsposten, was sehr viel ist. Unter anderem war er Direktor der Grosskonzerne General Electric und Ford. 1956 leitete Weinberg im Auftrag der Ford Familie den Börsengang des Ford-Konzerns. Es war bis dahin einer der grössten Börsengänge der Welt. (Quelle: 1 und 2)

Sidney Weinberg war Direktor von McKesson & Robbins als das Unternehmen den McKesson & Robbins-Skandal auslöste, ein grosser Finanzskandal. (Quelle) Der Medizinkonzern McKesson ist heute eines der grössten Unternehmen der Welt.

Während des Zweiten Weltkrieges gründete der US-Präsident Franklin D. Roosevelt (Hochgrad-Freimaurer) das War Production Board, eine Behörde für die Kriegsproduktion der USA. Sidney Weinberg wurde stellvertretender Vorsitzender des War Production Board. Er arbeitete während des Krieges auch beim Office of Naval Intelligence, ein Geheimdienst der US-Navy. Roosevelt wollte Weinberg zum Botschafter in der Sowjetunion machen, aber er lehnte ab. (Quelle) Weinberg beriet auch die US-Präsidenten John F. Kennedy, Harry S. Truman (Hochgrad-Freimaurer), Dwight D. Eisenhower und Lyndon B. Johnson (Quelle).

Goldman Sachs ist bis heute eine der weltweit führenden Investmentbanken und eine der grössten Banken der USA. Sie verwaltet zurzeit über 2 Billionen US-Dollar und ist damit einer der grössten Vermögensverwalter der Welt. Die Bank ist international vernetzt und zu ihren Angestellten gehörten Politiker und Wirtschaftsbosse aus verschiedensten Ländern. Besonders bemerkenswert ist, dass mehrere Zentralbanker bei Goldman Sachs waren, darunter Mario Draghi (war Chef der EZB), Mark Carney (war Chef der britischen und kanadischen Zentralbank), Ian Macfarlane (war Chef der australischen Zentralbank) und William Dudley (war Chef der FED von New York).

2. Generation

Sidneys Sohn John Weinberg (1925-2006) trat in seine Fussstapfen. Er wurde 1956 Partner von Goldman Sachs und leitete die Bank von 1976 bis 1990. Er galt wie sein Vater als einer der mächtigsten Männer der Wall Street. Wie sein Vater war auch John Direktor bei vielen grossen Unternehmen, darunter bei DuPont (Chemie), Seagram (Alkohol), Kraft (Lebensmittel), Knight Ridder (Zeitungen) und Providian (Finanzdienstleister). (Quelle) Über Seagram gehörte die jüdische Bronfman Familie zu Weinbergs Kunden, eine der mächtigsten Familien Kanadas (Quelle).

Johns Schwiegervater war der jüdische Anwalt Sylvan Gotshal, Mitgründer von „Weil, Gotshall & Manges“, eine der grössten Anwaltskanzleien der Welt (Quelle). Von den weltweit grössten Anwaltskanzleien haben fast alle ihren Sitz in den USA (Quelle). Gotshal gründete die Kanzlei gemeinsam mit dem jüdischen Anwalt Frank Weil. Dieser heiratete eine Enkelin von Moses Alexander, welcher der erste jüdische Gouverneur eines US-Bundesstaates war (Quelle).

Sidney Weinberg Junior (1923-2010) war Partner und Senior Direktor von Goldman Sachs. Er trat einer Gruppe von Finanziers bei, zu der auch David Rockefeller gehörte und die sich in der Politik für die freie Marktwirtschaft einsetzte. (Quelle) Sidney heiratete in die Houghton Familie, die den Technologiekonzern Corning gegründet und aufgebaut hat. Die Houghton Familie brachte zwei Botschafter hervor und galt Mitte des 20. Jahrhunderts als eine der reichsten Familien der USA.

3. Generation

John S. Weinberg kommt aus der Weinberg Familie und leitet derzeit Evercore (Quelle). Evercore ist eines der führenden Investmentbanking-Beratungsunternehmen. John S. Weinberg war von 2006 bis 2015 Vizepräsident von Goldman Sachs. Er kennt dadurch den jüdischen Milliardär Lloyd Blankfein, der Goldman Sachs über 10 Jahre lang führte. John S. Weinberg arbeitete über 20 Jahre lang für die Bank und wurde 1992 Partner. Er leitete dort unter anderem das globale Investmentbanking und beriet in dieser Funktion Kunden wie Ford, General Electric und Boeing. Ausserdem leitete er das Team von Goldman Sachs bei den Börsengängen von Visa und Under Armour. Er ist derzeit im Vorstand des Automobilkonzerns Ford und wird daher Mitglieder der Ford Familie (Milliardäre) kennen. (Quelle: 1 und 2)

Der Bankmanager Peter Weinberg kommt auch aus der Weinberg Familie (Quelle). Peter war hochrangiger Manager bei Goldman Sachs und wurde 1992 Partner (Quelle). Er arbeitete auch für die Investmentbank Morgan Stanley, einer der grössten Konkurrenten von Goldman Sachs. Er hielt eine Rede beim Weltwirtschaftsforum (WEF).

Nach Angaben von publicintelligence.net besuchte Peter Weinberg 2004 und 2005 das Bilderberg-Treffen.

Peter Weinberg ist Gründungspartner und CEO der Bank „Perella Weinberg Partners“ (PWP), die Dienstleistungen für viele Grossunternehmen erbringt. Bei PWP leitete Peter Weinberg Aufträge von Grosskonzernen, aber auch Aufträge für Finanzunternehmen, darunter für BlackRock, Morgan Stanley, Prudential Financial, Julius Baer und Marsh & McLennan. (Quelle)

Die Gründung von PWP wurde von der amerikanisch-jüdischen Milliardärsfamilie Fisher und der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli mitfinanziert (Quelle). Peter Weinberg gründete PWP gemeinsam mit Joseph Perella, der hochrangiger Manager bei Morgan Stanley war. Perella gründete zusammen mit Bruce Wasserstein die Bank „Wasserstein Perella & Co.“. Der 2009 verstorbene Bruce Wasserstein war ein jüdischer Milliardär und leitete Lazard, eine alte und mächtige Investmentbank. Wasserstein war mit Angela Chao verheiratet, eine Schwester der Politikerin Elaine Chao (Ehefrau des Politikers Mitch McConnell). Angela Chao ist nun mit dem jüdischen Milliardär Jim Breyer verheiratet, der den Aufbau von Facebook mitfinanzierte.

Peter Weinberg war Direktor des britischen Grosskonzerns BAE Systems, einer der grössten Rüstungskonzerne der Welt. Peter besitzt auch die britische Staatsbürgerschaft. (Quelle)

Peter Weinberg war 18 Jahre im Kuratorium der King’s Academy in Jordanien und gehörte zu ihrem Gründungsrat. Für seine Dienste erhielt er vom jordanischen König Abdullah II. (Freimaurer) einen Orden. (Quelle) Peter Weinberg war in Kuratorien von Universitäten in den USA.

Peter Weinberg kennt Michael Bloomberg (Quelle). Der jüdische Multimilliardär war Bürgermeister von New York.

Peter Weinberg gehört derzeit zur Führung des Kravis Leadership Institute. Er wird daher womöglich den jüdischen Milliardär Henry Kravis kennen, der das Institut gegründet hatte und zu dessen Führung gehört. Henry Kravis besuchte in den letzten Jahren stets das Bilderberg-Treffen und seine Frau Marie-Josée leitet das berühmte Elitetreffen. Henry Kravis war Direktor des Council on Foreign Relations (CFR), eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.

Peter Weinberg ist derzeit im Kuratorium des „Memorial Sloan Kettering Cancer Center“, eine private Krebsklinik in New York. Zum Kuratorium gehören Milliardäre und führende Manager:

  • Marie-Josée Kravis: Sie leitet das Bilderberg-Treffen und ist Mitglied des CFR. Sie gehört zum internationalen Beratungskomitee der New Yorker Abteilung der US-Zentralbank FED.
  • Lucy Rockefeller Waletzky: Sie kommt aus der berühmten Milliardärsfamilie Rockefeller.
  • Steve Forbes: Seine Familie kontrolliert das Forbes Magazin.
  • Julia Koch: Sie gilt als eine der reichsten Frauen der Welt.
  • David Rubenstein: Der jüdische Milliardär ist Mitgründer und Vorsitzender der Carlyle Group, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Er ist Direktor des CFR, besuchte das Bilderberg-Treffen und ist Mitglied der Trilateralen Kommssion.
  • Orlando Bravo: Der puertoricanische Milliardär ist Mitgründer und Partner von Thoma Bravo, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.
  • Stanley Druckenmiller: Der jüdische Hedgefonds-Milliardär arbeitete für den Hedgefonds von George Soros.
  • Aneel Bhusri: Der Milliardär ist Mitgründer und Chef des Softwarekonzerns Workday.
  • John Strangfeld: Er war Chef von Prudential Financial, der grösste Versicherungskonzern der USA, der über eine Billion US-Dollar verwaltet.
  • Bruce Flatt: Der kanadische Milliardär ist CEO von Brookfield Asset Management, ein kanadischer Finanzkonzern, der derzeit 725 Milliarden US-Dollar verwaltet.
  • Ge Li: Ein chinesisch-amerikanischer Milliardär.
  • Thai Lee: Eine koreanisch-amerikanische Milliardärin.
  • Kiran Mazumdar-Shaw: Eine indische Milliardärin.
  • Indra Nooyi: Eine indisch-amerikanische Multimillionärin.
  • Felix Baker: Ein Hedgefonds-Milliardär.
  • Daniel S. Och: Ein jüdischer Hedgefonds-Milliardär.
  • Mortimer Zuckerman: Ein kanadisch-amerikanisch-jüdischer Milliardär. Er ist Mitglied des CFR.
  • Ruth Porat: Die jüdische Multimillionärin war CFO von Google und Morgan Stanley. Sie ist derzeit im Vorstand der Blackstone Group, das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Sie ist derzeit Direktorin des CFR und war im Kuratorium des Economic Club of New York. Derzeit ist sie Mitglied der Economic Strategy Group des Aspen Institute zusammen mit dem BlackRock-Chef Laurence Finck, James Crown, Ray Dalio, Penny Pritzker, Robert Rubin und weiteren.
  • Roger W. Ferguson Jr: Er gehört ebenfalls zur Economic Strategy Group und war Vizevorsitzender der US-amerikanischen Zentralbank FED. Er besuchte das Bilderberg-Treffen und ist Mitglied der Group of Thirty, des Economic Club of New York und des CFR. Er leitete TIAA, ein Finanzunternehmen, das über eine Billion US-Dollar verwaltet.
  • Douglas A. Warner III: Er leitete JPMorgan & Co.
  • Virginia „Ginni“ Rometty: Sie ist Mitglied des CFR und leitete IBM, eines der grössten Beratungs- und IT-Unternehmen der Welt. Sie ist derzeit Mitglied der Trilateralen Kommission und Direktorin von JPMorgan Chase, eine der grössten Banken der Welt.

Noch weitere führende Manager von Grosskonzernen gehören zum Kuratorium.

(Stand: 15.11.2022)

(Quelle)

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Schibsted und Huitfeldt Familie

Der Norweger Christian Schibsted (1812-1878) gründete den Schibsted-Verlag, aus dem sich das wichtigste Zeitungsunternehmen Norwegens entwickelte. Christian Schibsted gründete auch die Aftenposten, die heute eine der meistgelesenen Zeitungen des Landes ist. Christians Nachkommen kontrollierten das Medienunternehmen bis Ende des 20. Jahrhunderts.

Die heutigen Familienmitglieder tragen die Familiennamen Nagell-Erichsen, Huitfeldt und Riddervold. In den 90er Jahren besassen sie ein Vermögen im Wert von zwei Milliarden Norwegischen Kronen, also mehr als 100 Millionen US-Dollar. (Quelle)

Die Schibsted Familie heiratete in die norwegische Huitfeldt Familie, die ursprünglich aus der dänischen Adelsfamilie Huitfeldt stammt. Durch die Heirat wurden die norwegischen Huitfeldts Miteigentümer des Schibsted-Konzerns. Die norwegische Politikerin Anniken Huitfeldt (*1969), die mehrere Ministerposten innehatte und derzeit Aussenministerin ist, stammt aus der Adelsfamilie Huitfeldt. (Quelle)

Henrik Schibsted Huitfeldt (1907-1979), der Chefredakteur der Aftenposten war, heiratete die Tochter des Unternehmers Rudolf Olsen (Quelle). Die Olson Familie ist schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts in der Schifffahrt aktiv und gehört bis heute zu den reichsten norwegischen Familien. Die Familie kontrolliert „Fred. Olsen & Co.“.

Tinius Nagell-Erichsen (1934-2007), ein Urenkel von Christian Schibsted, war Chef des Schibsted-Konzerns. Er besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). 1996 gründete er den Tinius Trust, der bis heute Hauptaktionär des Schibsted-Konzerns ist und derzeit 26 Prozent der Anteile besitzt. Nach offiziellen Angaben ist der Tinius Trust unabhängig von der Gründerfamilie.

Der Schibsted-Konzern besitzt mehrere norwegische Zeitungen, darunter Aftenposten, Verdens Gang und Bergens Tidende, drei der meistgelesenen Zeitungen des Landes. Der Konzern besitzt auch Svenska Dagbladet und Aftonbladet, zwei grosse schwedische Zeitungen. Schibsted besitzt eine Reihe an Firmen, die in Norwegen Online-Marktplätze betreiben. Schibsted war 2020 mit knapp 30 Prozent Hauptaktionär von Norsk Telegrambyrå, die führende norwegische Nachrichtenagentur.

Der Schibsted-Konzern ist zurzeit Hauptaktionär von Polaris Media mit einem Anteil von 30 Prozent. Polaris Media besitzt 30 norwegische Zeitungen.

Der Schibsted-Konzern war 1991 Mitgründer der TV 2 Gruppen, die mehrere norwegische Fernsehsender besitzt, darunter TV 2, der meistgesehene private Fernsehsender in Norwegen. Schibsted kontrollierte das Unternehmen bis 2006.

Der Schibsted-Konzern war in der Schweiz aktiv und gründete 1999 die Gratiszeitung 20 Minuten, die heute die auflagenstärkste Zeitung des Landes ist. 2005 wurde die Zeitung vom Schweizer Medienkonzern Tamedia (TX Group) übernommen. Schibsted gründete 2010 das Schweizer Kleinanzeigenportal Tutti.ch, das seit 2015 ebenfalls zu Tamedia gehört.

Der Schibsted-Konzern besass früher Sandrew Metronome (ein Filmverleihunternehmen), 15min (eine der grössten Zeitungen Litauens) und Мой район (eine russische Gratiszeitung).

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Royal Confraternity of Saint Teotonio

Die „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), auf Deutsch „Königliche Bruderschaft des heiligen Theotonius“, ist eine Bruderschaft, die im Jahr 2000 gegründet wurde und sich für das Christentum und die christlichen Werte einsetzt. Sie unterstützt die christliche Community im Heiligen Land und will verhindern, dass immer mehr Christen aus Israel auswandern. Zu den Mitgliedern gehören auch Nichtchristen. Die RCST wird von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt. In der RCST kommen gleich mehrere der edelsten Blutlinien zusammen. Die Bruderschaft verleiht Adelstitel an nichtadlige Mitglieder, die aber offiziell nicht anerkannt sind.

Die RCST wurde zu Ehren von Theotonius (1082-1162) benannt. Theotonius gilt in der römisch-katholischen Kirche als der erste Heilige von Portugal. Die Gründung der RCST stand unter dem königlichen Schutz des portugiesischen Prinzen Miguel von Braganza (Quelle). Er ist bis heute der königliche Beschützer der Bruderschaft. Der katholische Bischof Abilio Ribas ist Mitgründer und derzeitiger geistlicher Beschützer der RCST. Der 2022 verstorbene Erzbischof Carlos Amigo Vallejo, der zur Vatikanführung gehörte, war ebenfalls geistlicher Beschützer der RCST. Noch weitere katholische Bischöfe sind geistliche Beschützer der Bruderschaft, darunter Jean-Claude Hollerich, der Erzbischof von Luxemburg. (Quelle) Hollerich ist seit 2018 Präsident der „Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft“ (COMECE). Zur RCST gehören mehr als 30 Bischöfe aus verschiedenen Ländern (Quelle).

Prinz David Bagration von Mukhrani ist der derzeitige Patron der RCST (Quelle). Er ist das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Georgien, die im letzten Jahrtausend über Georgien herrschte. Die Familie stammt der Legende nach von den Davididen ab, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem geherrscht hatten. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen. Die georgische Königsfamilie ist traditionell mit der Georgisch-Orthodoxen Kirche verbunden. Die Familie heiratete in den letzten Jahrzehnten in die russische Zarenfamilie und in die päpstliche Adelsfamilie Orsini.

Prinzessin Ana Bagration Gruzinsk ist derzeit Grosskomturin der RCST (Quelle). Sie kommt ebenfalls aus der georgischen Königsfamilie Bagration. Noch zwei weitere Prinzen aus der Bagration Familie sind Mitglied der Bruderschaft (Quelle).

Zur RCST gehören sechs Mitglieder der nicht amtierenden Kaiserfamilie von Äthiopien, darunter das Oberhaupt der Familie. (Quelle) Sie sollen wie die georgische Königsfamilie von den Davididen abstammen. Besonders interessant ist dabei, dass Äthiopien und Georgien zwei der ersten Länder waren, in denen die Könige zum Christentum konvertierten (Äthiopien war damals das Königreich Aksum und Georgien hiess Iberien). Zu den legendären Vorfahren der äthiopischen Kaiserfamilie gehören antike Könige aus Afrika, ägyptische Hohepriester und Pharaonen, der griechische Gott Zeus und der Archebauer Noah (Mehr dazu im Beitrag zur äthiopischen Kaiserfamilie).

Patriarch Paulos (starb 2012) war Mitglied der RCST (Quelle). Paulos war das Oberhaupt der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche, die traditionell mit der äthiopischen Kaiserfamilie verbunden ist. Die Kirche behauptet, dass sie die Bundeslade und ein Stück von dem Kreuz besitzt, an dem Jesus gekreuzigt wurde.

Prinz Andreas Salvador von Habsburg-Lothringen ist derzeit Grand Bailiff der RCST (Quelle). Er kommt aus der nicht amtierenden Kaiserfamilie von Österreich, die im letzten Jahrtausend eine der mächtigsten Familien des Hochadels war. Abstammungslegenden zufolge sollen die Habsburger von der trojanischen Königsfamilie und dem Gott Zeus aus der griechischen Mythologie abstammen.

Prinzessin Nilufer Sultana ist derzeit Grand Almoner der RCST (Quelle). Sie kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie der Türkei, die im letzten Jahrtausend über das Osmanische Reich geherrscht hatte und eine der mächtigsten Herrscherfamilien war. Noch eine weitere Prinzessin aus der türkischen Königsfamilie gehört zur Bruderschaft (Quelle).

Weitere bemerkenswerte Mitglieder

Die Webseite des RCST hat eine Liste der bemerkenswerten Mitglieder veröffentlicht, die mich ziemlich beeindruckt hat. Ich hoffe, dass die Liste online bleibt, da es sonst keine Quellen bezüglich der Mitglieder gibt. Zu den bemerkenswerten Mitgliedern gehören:

  • Die jordanische Prinzessin Firouzeh Vokhshouri. Die jordanische Königsfamilie behauptet, dass sie vom Propheten Mohammed abstammt, der im 7. Jahrhundert den Islam gegründete hatte.
  • Prinz Osman Rifat Ibrahim. Er kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Ägypten (Haus Muhammad Ali) und ist mit der nicht amtierenden Herrscherfamilie der Türkei (Haus Osman) verwandt.
  • Prinz Vladmir Vladimirovitch Baraiatinsky. Er kommt aus der russischen Hochadelsfamilie Baraiatinsky (Barjatinski). Diese ist ein Familienzweig der Rurikiden, die vom russischen Herrscher Rjurik abstammen (lebte im 9. Jahrhundert). Die Rurikiden waren vom 9. bis 16. Jahrhundert die russische Herrscherfamilie. Die Grossfamilie ist bis heute mit der Russisch-Orthodoxen Kirche verbunden, wo sie grosses Ansehen geniesst, da ihre Vorfahren das Christentum in Russland eingeführt hatten.
  • Herzog Francisco de Bourbon und Escasany. Er kommt aus der spanischen Königsfamilie und ist als Banker und Unternehmer tätig. Er war unter anderem Direktor der britischen Bank Hill Samuel, die von der britisch-jüdischen Adelsfamilie Samuel gegründet wurde. Wie bereits sein Vater und Grossvater war er Grossmeister des „Ordens des Heiligen Lazarus“. Die spanische Königsfamilie gehört zur Dynastie der Kapetinger. Alle französischen Könige der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab. Die Kapetinger stammen wiederum von den Robertiner ab, deren adlige Blutlinie sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen lässt.
  • Markgraf Carlos Gereda y de Borbón. Er kommt mütterlicherseits aus der spanischen Königsfamilie. Er war Grossmeister des „Ordens des Heiligen Lazarus“.
  • Ein Graf aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Portugal. Die Familie soll im Mannesstamm ebenfalls von den Kapetingern abstammen.
  • Rawat Tribhuwan Singh Rathore von Barmer. Er kommt aus einem Familienzweig der Rathore-Dynastie, eine der ältesten und wichtigsten indischen Aristokratenfamilien. Die Frau des derzeitigen Familienoberhauptes kommt mütterlicherseits aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Nepal. Die Rathore-Dynastie herrschte seit dem 13. Jahrhundert über Jodhpur (Königreich Marwar). Später bildeten sich Familienzweige, die über weitere indische Staaten herrschten. Der heutige Staat Indien entstand aus dem Zusammenschluss von paar hundert Monarchien und ist bis heute ein föderaler Staat. Der Legende nach stammt die Rathore-Dynastie von Rama ab. Rama ist eine mythologische Figur, die im Hinduismus verehrt wird. Er war der Sohn eines Königs aus der Sonnendynastie. Die Dynastie wurde vom mythologischen König Ikshvaku gegründet. Dieser war ein Enkel des hinduistischen Sonnengottes Surya. Der Sonnengott war wiederum ein Urenkel von Brahma, einer der Hauptgötter im Hinduismus. Auch Siddhartha Gautama (Buddha), der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus den Buddhismus begründete, war der Legende nach ein Aristokrat aus der Sonnendynastie.
  • Lhagyari Trichen Namgyal Wangchuk. Er war der letzte König von Tibet und wurde vom Dalai Lama gekrönt. Der Familienüberlieferung nach ist Wangchuk ein Nachkomme des tibetischen Königs Songtsen Gampo, der im 7. Jahrhundert lebte und den Buddhismus in Tibet einführte. Die tibetischen Mönche glauben an diese Überlieferung und erkennen deshalb Wangchuk als ihren König an.
  • Ein Prinz und eine Prinzessin aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Vietnam. Die Familie herrschte von 1802 bis 1945 über den Vietnam. Bereits zuvor hatte die Familie seit dem 16. Jahrhundert über einen Teil des Vietnams geherrscht. Die Familie soll von Nguyễn Trãi abstammen. Der vietnamesische Aristokrat lebte im 15. Jahrhundert und war ein bekannter konfuzianischer Gelehrter und Politiker.
  • Kigeli V. (starb 2016). Er war der letzte König des afrikanischen Königreiches Ruanda, über das seine Familie im letzten Jahrtausend herrschte. Die Dynastie wurde der Legende nach von Gihanga I. gegründet, ein König aus der ruandischen Mythologie, der von Gottheiten abstammte.
  • Drei Mitglieder der Herrscherfamilie von Surakarta in Indonesien. Die Monarchie in Surakarta besteht bis heute. Die Familie herrscht seit Beginn des 18. Jahrhunderts über die Region. Sie stammt von der Herrscherfamilie des indonesischen Sultanats Mataram ab, die seit dem 16. Jahrhundert regiert hatte.
  • Das Oberhaupt der nicht amtierenden Herrscherfamilie von Sulu in den Philippinen. Die muslimische Familie herrschte seit Beginn des 15. Jahrhunderts über Sulu und soll vom Islamgründer Mohammed abstammen.
  • Das Oberhaupt der nicht amtierenden Herrscherfamilie von Bunyoro in Afrika.
  • Das Oberhaupt der nicht amtierenden Herrscherfamilie der Komoren in Afrika.
  • Der US-amerikanische Konteradmiral James Joseph Carey. Er war Abteilungsleiter im Pentagon und ist derzeit Grossmeister des US-amerikanischen OSMTH. Der OSMTH ist ein angeblicher Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens.
  • Der britische Graf Henry Kitchener (starb 2011). Er war Freimaurer. Seine Nichte ist eine Hofdame von Marie-Christine von Reibnitz, die mit dem britischen Prinzen Michael von Kent verheiratet ist, ein hochrangiger Freimaurer. Michaels Bruder Edward von Kent ist seit 1967 Grossmeister der Freimaurergrossloge von England.
  • Zwei selbsternannte Prinzen aus der Laskaris Familie. Die Familie behauptet von den Laskariden abzustammen, die im 13. Jahrhundert die Kaiserfamilie des Byzantinischen Reiches war.
  • Drei selbsternannte Prinzen aus der Bourbon-Bhopal Familie. Sie sind eine indische Familie, die behauptet von den französischen Bourbonen abzustammen und daher den französischen Thron beansprucht. Sie soll von einem französischen Grafen aus dem Haus Bourbon abstammen, der nach Indien zog. Er wurde dort ein Höfling des indischen Grossmoguls Akbar (1542-1605). Akbar war ein Nachkomme des mongolischen Herrschers Dschingis Khan (starb 1227). Akbar und Dschingis Khan gelten als zwei der reichsten und mächtigsten Herrscher aller Zeiten.
  • Die ungarische Gräfin Éva Nyáry. Sie ist Grosspriorin des „Ordens des Heiligen Lazarus“ in Ungarn.
  • Ein Prinz aus der ungarischen Adelsfamilie Esterházy.
  • Eine Herzogin aus der polnischen Adelsfamilie Gulgowski.
  • Ein Prinz aus der georgischen Adelsfamilie Maghalashvili. Die Familie stammt womöglich von osteuropäischen und persischen Aristokraten aus dem ersten Jahrtausend ab.
  • Eine Prinzessin aus der georgischen Adelsfamilie Amirejibi.
  • Miguel Trovoada. Er war Premierminister und Präsident von São Tomé und Príncipe.
  • Paul Patton. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Kentucky.
  • Don Sundquist. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Tennessee.
  • Gary Herbert. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Utah.
  • Mike Johanns. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Nebraska und Landwirtschaftsminister der USA.
  • Catherine Baker Knoll. Sie war Vizegouverneurin des US-Bundesstaates Pennsylvania.

Noch weitere Adelsfamilien gehören zur RCST.

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Haus Salomo

Die salomonische Dynastie war von 1270 bis 1974 die Kaiserfamilie Äthiopiens. Äthiopien war das einzige afrikanische Land, das nie unter die Herrschaft der europäischen Kolonialmächte geriet. Das Äthiopische Kaiserreich war das am längsten existierende afrikanische Reich der letzten 1000 Jahre.

1974 wurde die Monarchie in Äthiopien durch einen Umsturz abgeschafft und eine kommunistische Diktatur errichtet, worauf die Kaiserfamilie ins Exil musste. Seither lebt die Kaiserfamilie in Grossbritannien, wie mehrere nicht amtierende Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien. Manche davon bereiten sich bekanntermassen auf eine mögliche Wiedereinführung der Monarchie in ihren Heimatländern vor. 1991 wurde das kommunistische Regime in Äthiopien gestürzt. Seit da hat die äthiopische Kaiserfamilie wieder Kontakte nach Äthiopien. Einzelne Mitglieder leben auch in den USA.

Der Legende nach stammt die äthiopische Kaiserfamilie vom israelischen König Salomo ab, der in der Bibel, im Koran und im Tanach erwähnt wird. König Salomo war der Legende nach der Erbauer des salomonischen Tempels, der sich auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem befand. Da Jesus Christus der Überlieferung nach ein Nachkomme von Salomo war, sollen die Vorfahren der äthiopischen Kaiserfamilie entfernt mit Jesus verwandt gewesen sein. Zu den legendären Vorfahren der äthiopischen Kaiserfamilie gehören antike Könige aus Afrika, ägyptische Hohepriester und Pharaonen, der griechische Gott Zeus und der Archebauer Noah. Die Abstammungslegende der äthiopischen Kaiserfamilie wird ganz unten erläutert. Die äthiopischen Kaiser trugen den Titel „König der Könige“. Der letzte äthiopische Kaiser Haile Selassie (1892-1975) wurde von vielen Rastafaris als der wiedergekehrte Messias angesehen, der die Befreiung der Schwarzen bringen würde. Bis heute sehen viele Äthiopier und Rastafaris die Kaiserfamilie als heilig an.

Äthiopien und sein Vorläufer, das Königreich Aksum, waren schon seit dem 4. Jahrhundert ein christliches Land, also bereits vor der Christianisierung Europas. Äthiopien ist somit eines der ältesten christlichen Länder Welt. Die Äthiopische Kirche (Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche) war und ist unabhängig von der römisch-katholischen Kirche und ist eine der ältesten christlichen Kirchen der Welt. Sie ist bis heute die führende Glaubensgemeinschaft in Äthiopien.

Kaiser Yekuno Amlak (starb 1285) war der Begründer der salomonischen Dynastie, die bis 1974 über Äthiopien herrschte. Der Überlieferung nach hatten seine Vorfahren bereits im ersten Jahrtausend über das Königreich Aksum geherrscht, das der Vorläufer des äthiopischen Kaiserreiches war. Yekuno Amlak stand in Briefkontakt mit dem byzantinischen Kaiser Michael VIII. aus der Dynastie der Palaiologen. Im Byzantinischen Reich entstand die christlich-orthodoxe Kirche.

Der äthiopische Kaiser Dawit I. (starb 1413) soll in Besitz eines Stücks des Kreuzes gelangt sein, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Das Stück befindet sich bis heute in Besitz der Äthiopischen Kirche. Die Äthiopische Kirche behauptet zudem, dass sie in Besitz der Bundeslade ist, in der die Steintafeln mit den 10 Geboten aufbewahrt wurden.

Äthiopische Gesandte von Kaiser Zara Yaqob (starb 1468) waren beim Konzil von Florenz vertreten, ein wichtiges Treffen der römisch-katholischen Kirche. Der äthiopische Kaiser Za Dengel (starb 1604) soll sich dem Katholizismus zugewandt haben und Kaiser Sissinios (starb 1632) konvertierte zum Katholizismus. Dies ist auf das Wirken von portugiesischen Jesuiten zurückzuführen, die ab dem 16. Jahrhundert auf Missionen nach Äthiopien kamen. Unter Kaiser Sissinios wurde sogar die Einführung des Katholizismus in Äthiopien und eine Union mit dem Kirchenstaat in Rom geplant, was aber nicht umgesetzt werden konnte.

So viel ich weiss, hatte das äthiopische Kaiserfamilie spätestens seit dem 15. Jahrhundert über Diplomaten Kontakte zu westeuropäischen Herrscherfamilien und es gab ab da Europäer am äthiopischen Königshof. Araber und Türken waren schon lange zuvor in Äthiopien präsent gewesen. Ein bekannter Europäer, der die äthiopische Kaiserfamilie besuchte, war James Bruce (1730-1794). Der schottische Wissenschaftler bereiste Afrika und den Nahen Osten. Er kam aus dem schottischen Adel und stammte womöglich aus dem Bruce Clan. Er war Freimaurer und Mitglied der „Canongate Kilwinning Lodge, No 2.“. Die schottische Loge war 1677 gegründet worden und gehört damit zu den ältesten Freimaurerlogen der Welt. James Bruce war Fellow der Royal Society. (Quelle: 1 und 2) Diese angesehene Gelehrtengesellschaft ist seit ihrer Gründung 1660 mit britischen Freimaurerfamilien verbunden.

Zaga Christ, der im 17. Jahrhundert lebte und behauptete ein Sohn des äthiopischen Kaisers Yaqob zu sein, besuchte Jerusalem und bereiste mehrere europäische Länder. Dort suchte er womöglich Kontakte zum Hochadel. Er traf den Herzog von Savoyen und Papst Urban VIII. (Quelle). Er starb in Europa und wurde neben einem portugiesischen Prinzen begraben (Quelle).

Kaiser Haile Selassie

Haile Selassie (1892-1975) war der letzte Kaiser Äthiopiens. Bei seiner Krönung 1930 waren Hochadlige zu Gast, darunter Prinzen aus der britischen und der italienischen Königsfamilie. Haile Selassie bereiste viele Länder und besuchte die heilige Stadt Jerusalem, über die seine angeblichen Vorfahren vor 3000 Jahren geherrscht hatten. Er traf den Papst und Staatschefs wie Franklin Roosevelt, Winston Churchill und Alexandre Millerand (alle drei Freimaurer).

Kaiser Haile Selassie traf Baron Henri de Rothschild (Quelle).

Die britische Queen Elizabeth II. besuchte Haile Selassie in Äthiopien. Die Queen soll die Abstammungslegende des Kaisers zum heiligen König Salomo respektiert haben. (Quelle) Während der Kolonialzeit kontrollierten die Briten Ostafrika, aber sie hatten Äthiopien, das auch in Ostafrika liegt, nicht kolonialisiert. Ich halte es für möglich, dass die britische Elite die salomonische Dynastie als heilig anerkannte und deshalb die Souveränität der äthiopischen Kaiserfamilie respektierte. In der britischen Elite sind schon seit 300 Jahren viele Freimaurer dabei (darunter Herzöge, Prinzen und mehrere Könige). Die Freimaurer führen ihre Ursprünge zum Bau des Tempels von König Salomo zurück. Daher könnten sie die äthiopische Monarchie als heilig und gottgewollt betrachtet haben.

Das faschistische Italien unter Mussolini versuchte ab 1935 Äthiopien militärisch zu erobern, worauf Kaiser Haile Selassie und weitere Familienmitglieder nach Grossbritannien ins Exil gingen. Mithilfe des britischen Militärs konnte Äthiopien von den Italienern befreit werden. Der Marineoffizier Iskinder Desta (1934-1974), ein Enkel des Kaisers, wurde in Grossbritannien ausgebildet. Seit den 1930er Jahren studieren Mitglieder der Kaiserfamilien in Grossbritannien. Prinz Alemayehu (1861-1879) war der erste äthiopische Prinz gewesen, der mehrere Jahre in Grossbritannien verbracht hatte und dort mit dem britischen Adel in Kontakt gekommen war.

Kaiser Haile Selassie verfolgte eine internationalistische Politik. 1963 war er Mitgründer und erster Präsident der „Organisation für Afrikanische Einheit“ (OAU). Deren Ziel war die Entkolonialisierung Afrikas. Sie war der Vorläufer der heutigen Afrikanischen Union, bei der 55 afrikanische Staaten Mitglied sind. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich, wie beim Vorläufer schon, in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

In den 1970er Jahren kam es zur grosser Unzufriedenheit im äthiopischen Volk. Neben einer Inflation und Hungersnöten sorgte auch der autoritäre Herrschaftsstil von Kaiser Haile Selassie (1892-1975) für Unmut in der Bevölkerung. In Äthiopien gab es eine strikt hierarchisch aufgebaute Aristokratie, an deren Spitze die Kaiserfamilie stand. Damals mussten die Bauern als Pächter und Leibeigene zwischen 30 und 70 Prozent ihrer Ernten an die Grossgrundbesitzer abgeben, die grösstenteils zur Aristokratie gehörten. Kaffee machte den Grossteil der Ernten in Äthiopien aus und die Grossgrundbesitzer verkauften ihn ins Ausland. Die Kaffeepflanze stammt ursprünglich aus dem äthiopischen Raum, wo sie seit über 1000 Jahren als Stimulans genutzt wird. Während der Kolonialzeit kam der Kaffee nach Europa und wurde ein wertvolles Handelsgut der europäischen Kolonialelite. Kaffee war bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein Luxusgut und sehr begehrt beim Adel. Äthiopien ist bis heute einer der grössten Kaffeeproduzenten der Welt und Kaffee ist nach wie vor das wichtigste Exportgut des Landes.

Durch die grosse Unzufriedenheit im Volk kam es zu einem Aufstand, der 1974 zum Sturz des Kaisers führte. Darauf konnte der Militäroffizier Mengistu Haile Mariam die Macht übernehmen, der Äthiopien zu einer sozialistischen Militärdiktatur umwandelte, in der Hunderttausende von Regimegegnern ermordet wurden. Der Kaiser und weitere Mitglieder seiner Familie wurden verhaftet, während andere Familienmitglieder ins Exil flüchteten. Auch das Vermögen des Kaisers flüchtete aus dem Land und ging in die Schweiz, wo viele Herrscher, die flüchten mussten, ihr Geld in Sicherheit gebrachten hatten (Quelle). Die politischen Gegner des Kaisers behaupteten, der Kaiser habe ein Vermögen von 30 Milliarden Franken auf Schweizer Banken transferiert (Quelle). Mal angenommen die Zahl wäre wahr, dann wäre der Kaiser womöglich der reichste Mann der Welt gewesen, den damals besass nach offiziellen Schätzungen noch niemand mehr als 20 Milliarden und es gab noch nicht viele Milliardäre.

Der Kaiser starb 1975 in Haft. Es wird vermutet, dass er von den Militärs ermordet wurde. Die anderen Familienmitglieder wurden später freigelassen und gingen ins Exil. Seither lebt die Familie in Grossbritannien und den USA.

Die Diktatur in Äthiopien erhielt grosse finanzielle Unterstützung aus der Sowjetunion und galt als ein Vasallenstaat der Sowjets. Nachdem 1991 die Sowjetunion zerfallen war, konnte sich auch die Diktatur in Äthiopien nicht mehr halten. In den folgenden Jahren wurde Äthiopien demokratisiert, entwickelte sich aber in den letzten Jahren wieder zu einem autoritären Staat.

Die heutige Kaiserfamilie

Heute leben die meisten Mitglieder der Kaiserfamilie in Grossbritannien und den USA. Sie haben inzwischen wieder Kontakte nach Äthiopien. Familienmitglieder haben an britischen und US-amerikanischen Universitäten studiert und arbeiteten bei den Vereinten Nationen (UN) sowie bei philanthropischen Organisationen.

Die Kaiserfamilie verlieh auch in den letzten Jahren Orden an Mitglieder anderer Königsfamilien und erhielt selbst Orden von Königsfamilien.

Prinz Ermias Sahle Selassie (*1960) besuchte 2021 den Papst im Vatikan (Quelle). Der Prinz ist der Grossprior des „Order of Saint Lazarus“ in Äthiopien (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wird von Hochadelsfamilien geführt.

Sechs Mitglieder der äthiopischen Kaiserfamilie sind Mitglied der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), darunter das Oberhaupt der Familie. Die RCST ist eine Bruderschaft, die sich für das Christentum und die christlichen Werte einsetzt. Sie unterstützt die christliche Community im Heiligen Land und will verhindern, dass immer mehr Christen aus Israel auswandern. Zur Bruderschaft gehört auch die nicht amtierende Königsfamilie von Georgien. (Quelle) Diese stammt der Legende nach wie die äthiopische Kaiserfamilie von König Salomo ab. Die beiden Familien fühlen sich womöglich über die gemeinsame Abstammungslegende verbunden. Bereits 1787 hatte ein äthiopischer Kaiser einen Brief an den georgischen König Heraklius II. geschrieben, in dem er ihn als „geliebter Bruder und Verwandter durch die gemeinsame Blutlinie“ bezeichnete. (Quelle) Zur RCST gehören auch Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Türkei, Ägypten, Tibet, Österreich, Portugal, Serbien, Vietnam, Ruanda sowie Mitglieder der amtierenden Königsfamilien von Spanien und Jordanien. Mehr dazu im Beitrag zur RCST.

Auf Wikipedia steht derzeit, dass der äthiopische Prinz Stefanos Mengesha Seyoum (*1952) Patron des OSMTH ist. Der OSMTH ist ein angeblicher Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens (mehr dazu im Beitrag zum OSMTH). Prinz Stefanos ist auch Mitglied der RCST. Er könnte also den US-amerikanischen Konteradmiral James Joseph Carey kennen, da dieser Mitglied der RCST und Grossmeister des OSMTH in den USA ist.

Ein äthiopischer Prinz, Asfa-Wossen Asserate (*1948), lebt in Deutschland und ist dort als Buchautor bekannt geworden. Er wurde in den OSMTH aufgenommen und zum Ritter des Ordens geschlagen (Quelle: 1 und 2). Die Templer führen ihre Ursprünge zum Bau des Tempels von König Salomo zurück. Die OSMTH-Templer sind sicher stolz darauf, dass Nachkommen von König Salomo ihrem Orden beitraten. Asfa-Wossen Asserate war bei einem Treffen des Malteserordens und traf dabei Maximilian Freiherr von Boeselager, ein deutscher Adliger (Quelle). Er kennt auch eine Gräfin aus der Stolberg Familie (Quelle: 0:25 bis 0:45).

Abstammungslegende

Die Abstammungslegende der salomonischen Dynastie ist ziemlich spektakulär.

Kaiser Iyasu V. (1895-1935) kam mütterlicherseits aus der äthiopischen Kaiserfamilie. Sein Vater war ein muslimischer Aristokrat und stammte der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 7. Jahrhundert den Islam gegründete hatte. (Quelle: 1 und 2)

Die folgenden Angaben zur Abstammung kann man aus der äthiopischen Königsliste ableiten. (Liste 1 und 2)

Der Überlieferung nach stammt die äthiopische Kaiserfamilie von der Herrscherfamilie des Aksumitischen Reiches ab. Das Königreich Aksum bestand von Beginn bis Ende des ersten Jahrtausends und umfasste die heutigen Staaten Äthiopien und Eritrea sowie Teile des Sudans und Jemens. Das Aksumitische Reich war eine Grossmacht und das führende afrikanische Reich des ersten Jahrtausends. Das Königreich war im internationalen Handel aktiv und trieb auch Handel mit Indien. Aksum war eines der ersten christlichen Länder der Welt, was aber die wenigsten Christen wissen. König Ezana von Aksum, der im 4. Jahrhundert regierte, war einer der ersten Könige der Welt, der zum Christentum konvertierte (der erste war Tiridates III. von Armenien). Die salomonische Dynastie und König Ezana sollen von der israelischen Königsdynastie der Davididen abstammen. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen. Demnach wäre Jesus entfernt mit König Ezanas Vorfahren verwandt gewesen. Vielleicht ist Ezana zum Christentum konvertiert, weil er in Jesus einen Verwandten sah. Ezana erhielt mindestens einen Brief vom römischen Kaiser Constantius II. Dessen Vater war Konstantin der Grosse, der erste römische Kaiser, der das Christentum förderte. Herrscher wie Konstantin und Ezana legten den Grundstein für das Christentum, da der Aufstieg zur Weltreligion ohne die Unterstützung von Königen und Kaisern vermutlich nicht gelungen wäre. Es gibt auch Überlieferungen, die besagen, dass schon aksumitische Könige vor Ezana zum Christentum konvertierten. Demnach wären sie die ersten christlichen Könige der Welt gewesen.

Die Königsfamilie von Aksum stammte der Legende nach von Königen aus dem ersten Jahrtausend vor Christus ab. Die Vorfahren waren Könige von Nubien (in Ägypten) und Könige von Kusch (im Sudan). Der Vorfahre Aspelta (Aspurta), ein kuschitischer König, und seine Verwandten wurden in Pyramiden bestattet. Interessanterweise wurde das Königreich von Kusch bei den Griechen „Äthiopien“ genannt, also noch bevor Nachkommen der kuschitischen Königsfamilie Äthiopien in Ostafrika gründeten. Somit könnte es sein, dass Äthiopien zu Ehren der Könige von Kusch benannt wurde. Auf der legendären Königsliste der äthiopischen Kaiserfamilie ist auch der kuschitische Pharao Shabaka (Sabaka). Er kam aus der 25. Dynastie, die im 8. und 7. Jahrhundert vor Christus über Ägypten herrschte und deren Herrscher in Pyramiden bestattet wurden. Die 25. Dynastie wurde bei den Griechen als äthiopische Dynastie bezeichnet.

Geht man auf der äthiopischen Königsliste weiter zurück, kommt man zu Menelik I. Dieser soll im 10. Jahrhundert vor Christus gelebt haben und ist der legendäre Begründer der salomonischen Dynastie. Der äthiopische Kaiser Menelik II. (1844-1913) wurde zu Ehren des Dynastiegründers benannt. Menelik I. war der Überlieferung nach ein Sohn des israelischen Königs Salomo. Dieser soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Auch viele religiöse Juden sehen den Tempel als heilig an und manche glauben, dass mit der Ankunft des Messias (rechtmässiger König der Juden) der Tempel wieder aufgebaut wird. Salomo war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Salomos Familie, die Dynastie der Davididen, soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Nach Angaben der Evangelien nach Matthäus und Lukas des Neuen Testaments war Jesus Christus ein Nachfahre der Davididen. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen den Davididen Serubbabel als Vorfahren auf (Quelle). Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Jesus wird als der Messias bezeichnet. Nach der christlichen Überlieferung ist der Messias der Sohn Gottes. Die jüdische Überlieferung, die älter als das Christentum ist, hatte die Ankunft des Messias vorausgesagt. Nach der jüdischen Überlieferung ist der Messias aber nicht der Sohn Gottes, sondern der rechtmässige, von Gott eingesetzte König der Juden, der von den Davididen abstammen muss. Zur Zeit als Jesus geboren wurde, war die Dynastie der Herodianer die Herrscher von Jerusalem. Sie waren keine Nachkommen der Davididen. Daher wäre Jesus mit seinem königlichen Blut der rechtmässige König der Juden gewesen und wurde daher als Messias bezeichnet. Womöglich liess König Herodes deshalb alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden, wo sich der geborene Messias aufhielt. König Herodes wollte damit den legitimen Thronfolger ausschalten. Laut Bibel bezeichnete sich Jesus selbst als König und sagte, er sei dazu geboren (Quelle). Jesus wird in der Bibel als „König aller Könige“ bezeichnet (Quelle). Auch die äthiopischen Kaiser trugen den Titel „König der Könige“. Der schwarze König Balthasar, einer der drei heiligen Könige, die den neugeborenen Jesus besuchten, wird auch heute noch von manchen christlichen Geistlichen als ein aksumitischer bzw. äthiopischer König angesehen. Laut anderen Überlieferungen wurde Jesus von noch vielen weiteren Königen besucht. Es gab also womöglich mehrere Könige, welche die Davididen wieder auf den Thron bringen wollten und daher Kontakt zu Jesus suchten.

Auf der Flagge des Äthiopischen Kaiserreiches war der Löwe Judas mit einer Krone auf dem Kopf abgebildet. Der Löwe Judas war das Symbol von Juda, einer der Zwölf Stämme Israels, von denen die Juden ihrer Überlieferung nach abstammen. Jesus wird in der Bibel auch als Löwe von Juda bezeichnet. Als die Kommunisten in Äthiopien den Kaiser stürzten und die Macht übernahmen, haben sie den Löwen von der äthiopischen Flagge entfernt. Seit 1996 ist das Pentagramm auf der Flagge abgebildet. Das Pentagramm wird bei den Freimaurern manchmal „Salomons Siegel“ genannt. Auch der Davidstern (Hexagramm), ein Symbol des Judentums, geht auf Salomos Siegel zurück. Inzwischen ist das Pentagramm und das Hexagramm auch bei Okkultisten und Schwarzmagiern beliebt, unter anderem weil König Salomo der Legende nach mit dem Siegel Dämonen beschwören und kontrollieren konnte. Mit der Macht des Siegels soll er die Dämonen unterworfen haben, worauf sie ihm beim Bau des salomonischen Tempels halfen.

Legenden zufolge gab es vom ersten bis ins zweite Jahrtausend nach Christus ein kleineres jüdisches Königreich im heutigen Äthiopien, das Königreich Simien oder Königreich Beta Israel genannt wird. Wenn es diese Königsfamilie wirklich gab, dann wäre sie, so viel ich weiss, die letzte jüdische Königsfamilie gewesen. Es gibt bis heute schwarze Juden in Äthiopien, die lange Zeit isoliert vom weltweiten Judentum lebten. Der Franzose Josef Halévy (1827-1917) gilt als der erste Jude, der die äthiopischen Juden besuchte. Auch sein Schüler Jacques Faitlovich ging 1904 nach Äthiopien. Seine Reise wurde von Baron Edmond de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie finanziert, damit Faitlovich nach schwarzen Juden suchen konnte (Quelle). Die äthiopischen Juden gehören ihrer Überlieferung nach zum Stamm von Dan, einer der zehn verlorenen Stämme Israels, die im 8. Jahrhundert vor Christus von den Assyrern umgesiedelt wurden und Israel verlassen mussten. Seit der Gründung des heutigen Staates Israel 1948 zog der Grossteil der äthiopischen Juden dorthin. Es war gewissermassen eine Heimkehr ins Heilige Land nach 2700 Jahren Abwesenheit. Äthiopien war das zweiterste afrikanische Land, das den heutigen Staat Israel anerkannte. Die äthiopische Kaiserfamilie soll über König Salomo vom Patriarchen Jakob (wird auch Israel genannt) abstammen. Dessen zwölf Söhne waren die Stammväter der Zwölf Stämme Israels.

Salomos Sohn Menelik I. war wie gesagt der legendäre Gründer der salomonischen Dynastie. Meneliks Mutter war Königin Makeda. Sie war Königin von Saba, ein antikes Königreich im heutigen Jemen. Die Vorfahren von Makeda waren laut der äthiopischen Königsliste Hohepriester des Amun und bekleideten somit ein wichtiges religiöses Amt im Alten Ägypten. Auf der äthiopischen Königsliste folgen dann Herrscher aus dem zweiten Jahrtausend vor Christus, darunter ägyptische Pharaonen. Manche dieser Herrscher werden in der griechischen Mythologie erwähnt. Womöglich sind zwei Könige auf der Königsliste identisch mit den griechischen Königen Minos und Elektryon, ein Sohn und ein Enkel des griechischen Gottes Zeus. Der erste König auf der Königsliste ist Aram. Dieser ist laut dem Tanach der Stammvater des aramäischen Volkes, aber ich glaube eher, dass er der erste König der Aramäer war. Aram war ein Sohn von Sem, von dem sich das Wort „Semiten“ ableitet. Sem war wiederum ein Sohn des Archebauers Noah.

Memnon ist ein äthiopischer König aus der griechischen Mythologie. Er ist aber auf keiner äthiopischen Königsliste. Memnons Mutter war die griechische Göttin Eos, deren Eltern Titanen waren. Memnon kam väterlicherseits aus der trojanischen Königsfamilie, deren Existenz nicht bewiesen ist. Es gibt bis heute Hochadelsfamilien, die der Legende nach von der trojanischen Königsfamilie und der griechischen Götterfamilie abstammen, darunter die Familien Colonna und Habsburg. Bereits im ersten Jahrtausend vor Christus gab es Königsfamilien, die eine Abstammung von der griechischen Götterfamilie beanspruchten, darunter die Julier (Familie von Julius Cäsar), Ptolemäer (Familie von Kleopatra), Argead (Familie von Alexander dem Grossen) und die Achämeniden (persische Herrscherfamilie).

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Ortega Familie

Die Ortega Familie gilt als die reichste Familie Spaniens. Das Vermögen von Amancio Ortega wurde 2021 auf 77 Milliarden US-Dollar geschätzt. Nach Angaben von Forbes war er 2015 eine Zeit lang der reichste Mensch der Welt. Er wurde 1963 mit der Herstellung von Textilien in einem kleinen Familienunternehmen aktiv. 1975 gründete er das Bekleidungsunternehmen Zara. Daraus entwickelte sich der Grosskonzern Inditex, der neben Zara noch weitere Geschäftsketten besitzt, die Kleider verkaufen. Inditex war 2021 nach Umsatz der grösste Bekleidungskonzern der Welt und gehört zu den grössten spanischen Unternehmen. Die Ortega Familie besitzt über 60 Prozent der Anteile an Inditex.

Pablo Isla, der lange Inditex leitete, besuchte das Bilderberg-Treffen. Er hatte an einer Jesuitenschule studiert.

Der ehemalige spanische König Juan Carlos wollte Amancio Ortega den „Prinzessin-von-Asturien-Preis“ verleihen, aber Ortega lehnte den Preis ab.

Amancio Ortega besitzt über Pontegadea 30 Prozent von Telxius, ein Telekommunikationsunternehmen. Die restlichen 70 Prozent gehören dem Grosskonzern Telefónica.

Amancio Ortega besitzt 5 Prozent von Enagás. Das Unternehmen besitzt und betreibt das spanische Gasnetz. Ortega besitzt auch 5 Prozent von Red Eléctrica. Das Unternehmen betreibt die Stromversorgung in Spanien. Ortega besitzt zudem 12 Prozent von Redes Energéticas Nacionais, ein portugiesisches Stromversorgungsunternehmen.

Die 2013 verstorbene Rosalia Mera war Ortegas Ehefrau. Sie hatte das Unternehmen mitgegründet und war Milliardärin. Das Vermögen ihrer Tochter Sandra Ortega Mera wird zurzeit auf 5,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sandra besitzt 5 Prozent von PharmaMar, ein Pharmaunternehmen.

Sandras Schwester Marta Ortega Pérez ist derzeit Vorsitzende von Inditex. Sie war auf einer Jesuitenschule.

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Ogilvy Clan

Der schottische Clan Ogilvy besteht mindestens seit dem 13. Jahrhundert und gehört seither zur schottischen Elite. Der Überlieferung nach stammt die Familie von Gille Crist (Ghillechriost) ab, ein schottischer Graf aus dem 11. Jahrhundert. Gille Crist heiratete eine Enkelin des schottischen Königs David I. aus dem Haus Dunkeld. Gille Crist hatte eine Tochter, die ein frühes Mitglied des Stewart Clans heiratete. Die Stewarts bestiegen später den schottischen Thron.

Der britische Premierminister Winston Churchill, der als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts gilt, heiratete Clementine Hozier, die mütterlicherseits aus dem Ogilvy Clan kam. Ihr Grossvater war David Ogilvy (1826-1881), der Graf von Airlie und Clan-Chef des Ogilvy Clans. (Quelle: 1 und 2) Übrigens kam Winston Churchill aus der Herzogsfamilie Spencer-Churchill.

Das bekannteste Familienmitglied der letzten Jahrzehnte war Angus Ogilvy (1928-2004), ein Bruder des derzeitigen Clan-Chefs. Angus Ogilvy heiratete die britische Prinzessin Alexandra, eine Cousine von Queen Elizabeth II. Alexandras Vater war Prinz George von Kent, der Grossmeister der Freimaurerei in England war. Die beiden Brüder von Alexandra sind ebenfalls hochrangige Freimaurer. Ihr Bruder Edward von Kent ist seit 1967 Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle). Angus Ogilvy erhielt ein Orden von der Queen und wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Angus Ogilvy war Direktor bei mehreren britischen Unternehmen, darunter beim Rüstungs- und Industriekonzern GEC und beim Medienkonzern Rank. Er war auch Direktor des britischen Platin-Bergbaukonzerns Lonrho (Lonmin) und kannte Tiny Rowland, der Lonrho führte. Da Angus Ogilvy am Skandal um die Verletzung der Handelssanktionen von Lonrho beteiligt war, verliess er alle seine Direktorenposten, was zu grossem Bedauern in der Londoner Geschäftswelt führte. (Quelle) Weitere Direktorenposten besetzte er beim niederländischen Finanzkonzern Robeco, bei der kanadischen Grossbank „Canadian Imperial Bank of Commerce“ und bei der „Guardian Royal Exchange Assurance“, ein britisches Versicherungsunternehmen. Er war zudem Direktor der Midlank Bank. (Quelle) Diese war eine der grössten britischen Banken und wurde 1992 von der HSBC (die derzeit grösste britische Bank) erworben.

Seit 1639 stellt der Ogilvy Clan den Grafen von Airlie, der zugleich der Clan-Chef des Ogilvy Clans ist. David Ogilvy (*1926) ist der derzeitige Graf und Clan-Chef. Er war von 1973 bis 1984 Vorsitzender der Schroders Bank, die bereits seit dem 19. Jahrhundert zu den führenden britischen Banken gehört und heute einer der grössten britischen Vermögensverwalter ist. David Ogilvy wird dadurch Mitglieder der Schröder Familie (Milliardäre) gekannt haben, welche die Bank gegründet hatte und sie bis heute kontrolliert.

Graf David Ogilvy war von 1984 bis 1997 „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte der königlichen Haushalte. Er erhielt zwei Orden von der Königsfamilie und wurde in den Privy Council aufgenommen.

Graf David Ogilvy war 2016 auf einer Feier in London, die von Scheich Hamad bin Abdullah Al Thani veranstaltet wurde. Der Scheich kommt aus der katarischen Herrscherfamilie. Zu den Gästen der Feier gehörten:

  • Der britische Prinz Charles, der seit September 2022 König ist.
  • Mitglieder der berühmten Rothschild Familie.
  • Mitglieder der britischen Adelsfamilie Spencer-Churchill. Der britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie.
  • Graf Andrew Hope aus dem schottischen Hope Clan.
  • Der indische Milliardär Lakshmi Mittal.
  • Firyal Irshaid. Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie.
  • Der britische Graf von Derby aus der Stanley Familie.
  • Die deutsche Gräfin Maya von Schönburg.

(Quelle)

Graf David Ogilvy gehörte zum Exekutivkomitee der Pilgrims Society (Quelle: als Earl of Airlie gelistet). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren die Freundschaft zwischen Grossbritannien und den USA. Zur Gesellschaft gehören führende Köpfe der angloamerikanischen Elite.

Graf David Ogilvy heiratete die US-Amerikanerin Virginia Ryan. Virginias Urgrossvater war Thomas Fortune Ryan, der einer der führenden Tabakunternehmer in den USA war. Virginias Grossvater mütterlicherseits war Otto Hermann Kahn, ein deutscher Jude, der in die USA emigrierte und dort ein führender Bankier wurde. Kahn war zusammen mit den Familien Warburg und Schiff (ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer) Partner von „Kuhn, Loeb & Co.“, die damals eine der grössten Investmentbanken der USA war. Seine Schwester heiratete Felix Deutsch, ein führender deutsch-jüdischer Industrieller.

Lady Victoria Ogilvy (1918-2004), eine Schwester von Graf David Ogilvy, heiratete einen Baron aus der Lloyd Familie. Die Familie hatte 1765 die Lloyds Bank gegründet, eine der ältesten Grossbanken der Welt.

Graf David Ogilvy hat sechs Kinder, von denen drei in die britische Aristokratie heirateten:

  • Lord David Ogilvy heiratete in die Harmsworth Familie, die seit über 100 Jahren die mächtigste Zeitungsbesitzerfamilie in Grossbritannien ist und in den Adel aufgenommen wurde.
  • Der Ehemann von Lady Elizabeth Ogilvy kommt väterlicherseits aus der Bankiersfamilie Baring und mütterlicherseits aus der Unternehmerfamilie Guinness. Die beiden Familien wurden in den britischen Adel aufgenommen.
  • Lady Doune Mabell Ogilvy heiratete einen Baron aus der Wake Familie.

(Quelle)

Der Ogilvy Clan heiratete in den letzten Jahrhunderten in viele britische Adelsfamilien und ist durch Heiraten in den letzten 600 Jahren mit vielen schottischen Clans verwandt.

James Ogilvy (*1964), der mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilien kommt, besuchte die Weston Familie, eine der reichsten und mächtigsten Familien Kanadas (Quelle).

Graf David Ogilvy (1856-1900) war Freimaurer (Quelle).

Baron Georg Benedikt von Ogilvy (1651-1710) stand im Dienste des polnischen Königs (Haus Wettin), des russischen Kaisers (Haus Romanow) und des römisch-deutschen Kaisers (Haus Habsburg).

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Der Casa Pia-Missbrauchsskandal

Die Casa Pia ist ein seit 1780 bestehendes Institut in Portugal, das Schulen und Waisenhäuser betreibt. Spätestens seit Mitte der 1970er Jahren war das Institut und seine Einrichtungen von einem organisierten Netzwerk von Pädophilen unterwandert. Darauf kam es regelmässig zu Missbrauch in Heimen, Schulen und Ferienlagern der Casa Pia. Das Netzwerk betrieb in den folgenden zwei Jahrzehnten über die Casa Pia einen Kinderprostitutionsring und führte Waisenkinder an pädophile Kunden zu. Mehrere Heimkinder sagten später aus, dass hochrangige portugiesische Politiker zu den Kunden gehörten. Gegen die meisten wurde aber nie ermittelt. 2010 wurden mehrere Täter verurteilt, darunter ein hoher Diplomat und ein bekannter TV-Moderator. Ob das Missbrauchsnetzwerk bis in die hohe Politik Portugals reichte, wurde vom Gericht allerdings nicht geklärt. Der Casa Pia-Skandal gilt als einer der grössten Skandale in der Geschichte der Portugiesischen Republik und als einer der grössten Missbrauchsskandale Europas.

In der politischen Elite Portugals gibt es anscheinend nicht den Willen, den Skandal ganz aufzuarbeiten. Die Sozialistische Partei (PT), die derzeitige Regierungspartei Portugals, litt besonders unter dem Skandal, da ihr damaliger Chef und weitere Politiker der Partei zu den Verdächtigten gehörten. Aus parteipolitischer Sicht würde eine Aufarbeitung des Skandals der Partei vermutlich mehr schaden als nützen.

Mehrere hundert Kinder und Jugendliche wurden Opfer dieses Netzwerkes und manche hatte man angeblich sogar verschwinden lassen (Quelle). Etwa 100 taubstumme Kinder wurden Opfer des Missbrauches (Quelle). Dies war vermutlich Kalkül der Täter, da es für taubstumme Waisenkinder besonders schwierig war, sich Hilfe zu suchen.

Der organisierte Missbrauch, der spätestens Mitte der 70er Jahre begann, wurde erst 2002 durch Medienberichte öffentlich bekannt. Bereits in den 20 Jahren zuvor waren Anzeigen und Beschwerden gegen Angestellte der Casa Pia-Heime bei der Polizei eingegangen. Seltsamerweise wurde den Beschwerden nicht nachgegangen und manche Akten dazu sind verschwunden oder wurden vernichtet. (Quelle: 1, 2, 3) Daher wurde spekuliert, ob auch einzelne Polizisten zu den Kunden des Kinderprostitutionsrings gehörten.

Der Prozess

Nachdem der organisierte Missbrauch der Öffentlichkeit über die Medien bekannt wurde, begann die Staatsanwaltschaft zu ermitteln und es kam zum Prozess. Mit einer Laufzeit von fünf Jahren und zehn Monaten war das Verfahren der längste Prozess in der Geschichte Portugals. Das Gericht tagte 450 Mal, fast 1000 Zeugen und Sachverständige wurden gehört. Immer wieder gab es Kritik an den schleppenden Ermittlungen. (Quelle)

Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter von Einrichtungen der Casa Pia wurden verurteilt (Quelle). Darunter war Manuel Abrantes, ein Unternehmer, der zur obersten Führung der Casa Pia gehörte. Auch ein Kinderarzt der Casa Pia wurde wegen Missbrauches verurteilt. (Quelle) Er soll den Opfern Blutproben abgenommen haben, um sie auf Geschlechtskrankheiten zu testen, damit sich die pädophilen Kunden nicht mit Krankheiten ansteckten (Quelle).

Jorge Ritto, ein hoher portugiesischer Diplomat, war Teil des pädophilen Netzwerkes. Er wurde wegen sexuellen Missbrauchs zu sechs Jahren und acht Monaten verurteilt. Ritto war bereits seit den 60er Jahren als Pädophiler aktenkundig gewesen. Es wurde berichtet, dass Ritto 1970 nach einem Vorfall mit einem kleinen Jungen in einem öffentlichen Park von seinem Posten in Deutschland nach Hause geschickt wurde. In den 80er Jahren hatte man in seiner Villa Waisenkinder gefunden, die aus dem Casa Pia-Heim verschwunden waren. Die Kinder sagten damals aus, dass pädophile Sexpartys in Rittos Villa stattfanden. Trotzdem konnte Ritto 20 Jahre lang weiterhin Minderjährige missbrauchen und war weiterhin als Diplomat tätig. (Quelle: 1 und 2)

Der portugiesische TV-Moderator Carlos Cruz gehörte zu den Kunden des Kinderprostitutionsrings und wurde deswegen verurteilt. Er verbüsste zwei Drittel seiner sechsjährigen Haftstrafe und wurde 2016 freigelassen. (Quelle) Cruz war einer der bekanntesten Promis in Portugal. Ines Serra Lopes, eine hochrangige Journalistin, die Zeitungen leitete, versuchte die Ermittlungen gegen Carlos Cruz in die Irre zu führen und wurde deswegen verurteilt. Ihr Vater war ein Anwalt von Cruz. (Quelle) Cruz beharrt bis heute auf seiner Unschuld. Carlos Tomás, ein Bekannter von Cruz, soll nach dem Prozess Geld an ein paar Opfer gezahlt haben, damit diese ihre Vorwürfe gegen Cruz zurückzogen. Diese Opfer waren Drogensüchtig und brauchten dringend Geld. Daher gingen sie auf die Bestechung ein und widerriefen ihre Aussagen in den Medien. Carlos Tomás soll darauf die jungen Männer in den folgenden Monaten weiterhin mit Geld und Drogen versorgt haben. Einer davon bekam aber ein schlechtes Gewissen und berichtete darauf den Medien von Carlos Tomás Versuch, Cruz in der Öffentlichkeit zu rehabilitieren. (Quelle)

Beim Prozess sagten 32 Opfer aus. Es soll aber mehrere 100 Opfer geben. 2003 waren nach einem Gerichtsgutachten 128 der damals in der Casa Pia lebenden Kinder missbraucht worden (Quelle). In den Jahrzehnten zuvor gab es noch viele weitere Opfer. Bei den frühen Zeugen 2002 konnte bei allen durch ärztliche Untersuchungen am Körper nachgewiesen werden, dass sie über viele Jahre missbraucht wurden. Auch Psychiater stuften die Aussagen als sehr glaubwürdig ein. (Quelle)

Im Jahr 1999, drei Jahre vor dem Bekanntwerden des Missbrauches, beschloss das Parlament einstimmig eine Amnestie für Delikte des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen und der Zuhälterei und des Handels mit Minderjährigen. Die meisten Delikte der Täter aus dem Casa Pia-Fall konnten wegen dieser Amnestie nicht mehr geahndet werden. (Quelle: 1 und 2) Die Amnestie war erst nicht gross beachtet worden, aber nachdem der Casa Pia-Skandal bekannt wurde und die Täter von der Amnestie profitierten, kam es zu grosser Empörung. Kein Politiker wollte die Verantwortung für die Amnestie übernehmen und keiner wollte erklären, warum man die Amnestie erlassen hatte (Quelle). Portugal war in den 90er Jahren ins Visier von Anti-Pädophilen-Gruppen geraten, die dem Land vorwarfen, wegen seiner laxen Gesetze und des Desinteresses der Gerichte ein Paradies für Pädophile in Europa zu sein. Belgische und niederländische Pädophilennetzwerke sollen in Portugal operiert haben. Die Kinderschutz-Gruppe Innocence in Danger behauptete, dass regelmässig Kinder aus den Strassen von Armenvierteln portugiesischer Städte verschwunden waren. Ermittler der Gruppe sagten, dass sie wegen ihrer Arbeit belästigt und bedroht wurden. (Quelle) Das Schutzalter in Portugal liegt nach wie vor bei 14 Jahren, mit einigen Einschränkungen.

Weitere mutmassliche Täter

Neben den verurteilten Tätern gibt es eine ganze Reihe von mutmasslichen Tätern, darunter hochrangige Politiker. Es gibt die Theorie, dass die einflussreichen Täter geschützt wurden und sich der Strafverfolgung entziehen konnten. Viele vermuten ein grösseres einflussreiches Netzwerk hinter dem organisierten Missbrauch. Hier hab ich die Verdächtigten im Casa Pia-Skandal aufgelistet. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Der Politiker Paulo Pedroso war viereinhalb Monate in Untersuchungshaft, weil er verdächtigt wurde, ein Kunde des Kinderprostitutionsrings zu sein. Er wurde darauf aber ohne Anklageerhebung freigelassen. Einige Jahre später gehörte er wieder zur Spitze seiner Partei. (Quelle: 1 und 2) Dennoch beharren mehrere Opfer darauf, dass Pedroso zu den Tätern gehörte. Leitende Ermittler im Casa Pia-Fall zweifeln an Pedrosos Unschuld. (Quelle) Pedroso war stellvertretender Chef der Sozialistischen Partei und war für die Casa Pia-Heime zuständig (Quelle). In den letzten Jahren arbeitete er für die Weltbank in Washington.

Laut der Aussage eines Opfers war der Politiker Eduardo Ferro Rodrigues in einem Haus anwesend, wo sich ein Junge aufhielt, der dort von einem Pädophilen abgeholt wurde. Ferro Rodrigues wurde in diesem Fall nie angeklagt, angeblich weil die Staatsanwaltschaft die Aussagen des Zeugen für unhaltbar hielt. Ferro Rodrigues verklagte den 19-jährigen Zeugen wegen Verleumdung, aber ohne Erfolg. (Quelle) Als der Missbrauch in der Casa Pia 2002 öffentlich bekannt wurde, war Ferro Rodrigues Generalsekretär (Chef) der Sozialistischen Partei. Zuvor hatte er mehrere Ministerposten besetzt. Er besuchte 2003 das Bilderberg-Treffen (Quelle). Er war von Ende 2015 bis März 2022 Präsident des portugiesischen Parlaments.

Ferro Rodrigues nahm Paulo Pedroso in Schutz, als dieser beschuldigt wurde (Quelle). Ein Tag bevor Pedroso verhaftet wurde, hatte er mit Ferro Rodrigues und António Costa telefoniert, was von der Polizei abgehört wurde. Dabei diskutierten sie, wie sie eine Verhaftung von Pedroso verhindern können. Der Politiker António Costa versicherte Pedroso während eines Telefonats, er werde versuchen, Einfluss auf die Staatsanwaltschaft zu nehmen. (Quelle) António Costa ist derzeit Premierminister von Portugal und Generalsekretär der Sozialistischen Partei. Er besuchte 2008 das Bilderberg-Treffen (Quelle: 1 und 2).

Die Täter sollen auch Missbrauchsorgien veranstaltet haben, darunter bei Caimoto Duarte, dem damaligen Chef des militärischen Aufklärungsdienstes (Quelle).

Mehrere Opfer sagte aus, dass Jaime Gama zu den Tätern gehörte (Quelle: 1 und 2). Jaime Gama besetzte mehrere Ministerposten und war von 2005 bis 2011 Präsident des portugiesischen Parlaments. 1973 hatte er zu den Mitgründern der Sozialistischen Partei gehört. Er ist derzeit leitender strategischer Berater der Albright Stonebridge Group, die von der US-amerikanischen Politikerin Madeleine Albright gegründet wurde. Jaime Gama ist auch im Ministerforum des Aspen Institute. Das Ministerforum wurde ebenfalls von Madeleine Albright gegründet. Jaime Gama ist Mitglied des „European Council on Foreign Relations“, eine einflussreiche Denkfabrik, die sich auf die europäische Aussenpolitik konzentriert. (Quelle)

Carlos Silvino, ein Gärtner und Fahrer eines Casa Pia-Heimes, hatte den Kunden die Kinder zugeführt. Bereits in den 80er Jahren wurde er beschuldigt, Heimkinder zu missbrauchen. Er wurde deswegen entlassen, aber der Oberste Gerichtshof in Portugal veranlasste, dass er wieder eingestellt wurde. (Quelle: 1 und 2) Er schickte einige Heimkinder auf den Jungenstrich in die nahe gelegenen Gärten des weltberühmten Jerónimos Klosters (Quelle). Carlos Silvino sagte vor Gericht aus, dass auch Nacktfotos von den Minderjährigen gemacht wurden, die man dann an Kunden verkaufte. Er sagte zudem aus, dass einmal ein Amerikaner kam, um Kinder für einen Pornodreh in die USA zu bringen. (Quelle) Womöglich gab es also Kontakte zu internationalen Missbrauchsnetzwerken.

Ein Opfer sagte aus, er sei in ein Haus gebracht worden, wo er Ausländer getroffen habe, die von bekannten Persönlichkeiten der portugiesischen Kunstwelt begleitet wurden. (Quelle)

Carlos Mota war ein Freund und Assistent des TV-Moderators Carlos Cruz, der wie bereits erwähnt im Prozess zum Casa Pia-Fall verurteilt wurde. Da Carlos Mota ebenfalls zu den Verdächtigten gehörte, wollte man ihn vor Gericht bringen, aber er verschwand spurlos und der Justiz gelang es nicht, ihn zu finden. Er war fast zehn Jahre lang untergetaucht und wurde dann von Journalisten in Spanien ausfindig gemacht. Zur Zeit als die Journalisten ihn fanden, lebte er von Geld, das er von der dortigen Regionalregierung erhielt. Er war also bei Behörden registriert, daher erscheint es seltsam, dass die Justiz ihn nicht ausfindig machen konnte. Nachdem ihn die Journalisten gefunden hatten, gab es aber keine juristischen Konsequenzen für ihn, da der Prozess schon zu Ende war. Man wollte Carlos Mota schon 1974 vor Gericht bringen, weil er zwei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren missbraucht hatte. Aber auch hier gelang es der Justiz nicht, ihn ausfindig zu machen. 1990 wurde der Prozess eingestellt. Darauf konnte er wieder am öffentlichen Leben teilnehmen, bis er zehn Jahre später wieder untertauchen musste. (Quelle: 1 und 2)

Laut der Zeugenaussage eines Opfers war der prominente Komiker Herman José Mitglied des Missbrauchsnetzwerkes (Quelle).

Ein Fussballer von Sporting Lissabon und ein Torero gehörten zu den Verdächtigten (Quelle). Der Fussballer Fernando Chalana, der über 10 Jahre Mitglied der portugiesischen Nationalmannschaft war, gehörte zu den Beschuldigten (Quelle: 18:40-18:50).

Laut anonymen Schreiben, die bei der Staatsanwaltschaft eingingen, waren die hochrangigen Politiker Jorge Sampaio und Antonio Vitorino Mitglied des Missbrauchsnetzwerkes (Quelle: 1 und 2). So viel ich weiss, gibt es aber keine Zeugenaussagen, welche die beiden Männer belasten würden. Bei den anonymen Schreiben könnte es sich womöglich auch um gezielte Desinformation handeln, um von den wahren Tätern abzulenken. Jorge Sampaio war Mitglied der Sozialistischen Partei und war von 1996 bis 2006 Präsident von Portugal. António Vitorino ist ebenfalls Politiker der Sozialistischen Partei und war von 1999 bis 2004 EU-Kommissar. Sampaio und Vitorino besuchten das Bilderberg-Treffen (Quelle: 1 und 2). Vitorino ist Freimaurer. Noch weitere führende Politiker der Sozialistischen Partei waren Freimaurer oder mit solchen verwandt. (Quelle: 1 und 2). Die ehemaligen Präsidenten Jorge Sampaio, Mário Soares und Ramalho Eanes wurden zu einem Freimaurertreffen eingeladen, aber sie lehnten ab (Quelle).

Weiteres

Catalina Pestana war Direktorin der Casa Pia. Sie engagierte sich beim Prozess für die Opfer und sagte gegenüber den Medien, dass einflussreiche Politiker zu den Tätern gehören. Der portugiesische Premierminister José Sócrates (war Chef der Sozialistischen Partei und besuchte das Bilderberg-Treffen) veranlasste jedoch, dass Pestana von der Casa Pia entlassen wurde. Sie wurde durch Vieira da Silvas ersetzt, der dafür sorgte, dass Personen, die sich im Fall engagierten, nicht mehr bei der Casa Pia willkommen waren. (Quelle: 42:00-43:10) Zufälligerweise war Vieira da Silvas ein Verdächtigter im Casa Pia-Fall (Quelle). Er war Politiker der Sozialistischen Partei.

Es gab eine Reihe an Leuten, die zwei Jahrzehnte lang über die Vorwürfe gegen die Casa Pia Bescheid wussten, aber nichts unternahmen, um den Missbrauch zu stoppen.

António Ramalho Eanes, der von 1976 bis 1986 der erste demokratisch gewählte Präsident von Portugal war, wusste über die Vorwürfe gegen die Casa Pia-Heime Bescheid. Er hatte aber anscheinend nichts dagegen unternommen. (Quelle)

Maria Teresa da Costa Macedo, eine ehemalige Ministerin, sagte, sie habe die Polizei bereits zu Beginn der 80er Jahre über die Vorwürfe gegen die Casa Pia informiert. Sie sagte auch, mehrere Politiker hatten seit 1980 über die Vorwürfe Bescheid gewusst, darunter Präsident Eanes und mehrere Minister. Laut Macedo wussten Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTP ebenfalls seit 1980 Bescheid und der damalige Chef des RTP, João Soares Louro, habe verhindert, dass die Berichte in die Medien gelangten. Soares Louro war Politiker bei der Sozialistischen Partei. Laut Macedo wusste auch Jaime Gama über die Vorwürfe Bescheid. Wie oben bereits erwähnt wurde, war Gama von mehreren Opfern als Täter beschuldigt worden. Macedo behauptete, sie habe Morddrohungen erhalten, nachdem sie den Missbrauch bei der Polizei gemeldet hatte. (Quelle: 1 und 2)

Verschwörungstheoretiker vermuten, dass Missbrauchsnetzwerke, wie im Casa Pia-Skandal, im Kincora-Skandal, im Fall Marc Dutroux, Jeffrey Epstein usw., von kriminellen Strukturen gesteuert werden, die versuchen, einflussreiche Personen in Pädophilennetzwerke einzubinden, um sie damit erpressbar zu machen. In den 80er Jahren wurden beim Diplomaten Jorge Ritto (er wurde oben erwähnt und gehört zu den verurteilten Tätern) Fotos gefunden, auf denen hohe Regierungsbeamte mit Kindern aus dem Casa Pia-Heim abgebildet sind. Die Fotos, die in Besitz der Polizei gelangten, sind aber verschwunden. (Quelle) Das Ritto belastende Fotos besass, könnte dafür sprechen, dass er versuchte einflussreiche Pädophile erpressbar zu machen. Manche Missbrauchsnetzwerke waren mit Geheimdienstlern oder der organisierten Kriminalität verbunden. Die organisierte Kriminalität versucht Politiker, Juristen und Polizisten erpressbar zu machen, um sich so vor der Strafverfolgung schützen zu können. Die Geheimdienstler wiederum werden Erpressungsaktionen vermutlich direkt im Auftrag konspirativer Eliten ausführen. Diese werden vor allem daran interessiert sein, Politiker erpressbar zu machen, um so ihren Einfluss auf die Politik abzusichern. Ich geh übrigens davon aus, dass auch der Vatikan erpressbar ist, da es in der katholischen Priesterschaft viele pädophile Straftäter gibt.

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Rocca Familie

Die italienisch-argentinische Rocca Familie ist die reichste und mächtigste Familie der argentinischen Wirtschaftselite. Die Familie lebt in Argentinien und Italien. Ihr Vermögen wird derzeit auf 9,7 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Techint

Der Italiener Agostino Rocca (1895-1978) gründete 1945 ein Unternehmen in Mailand, das sich auf den südamerikanischen Markt konzentrierte. Daraus entwickelte sich der argentinische Mischkonzern Techint, der bis heute von der Familie kontrolliert wird. Techint ist nach Umsatz das grösste argentinische Unternehmen und eines der grösste Unternehmen Südamerikas. Der Konzern ist in über 100 Ländern aktiv, konzentriert sich aber auf den südamerikanischen Raum. Techint ist der grösste südamerikanische Stahlproduzent und ist auch im Eisenerzbergbau aktiv (zur Herstellung von Stahl wird Eisenerz benötigt). Weitere Geschäftsfelder des Konzerns sind der Bau von Rohren, Bauwesen, Dienstleistungen für die Metall- und Bergbauindustrie, Förderung von Erdöl und Erdgas sowie Stromerzeugung. In Italien ist Techint im Gesundheitswesen tätig und besitzt Krankenhäuser.

Der Techint-Konzern profitierte wirtschaftlich von der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) und von der Bekämpfung der Arbeiteropposition vor und während der Diktatur (Quelle). Übrigens hatte die argentinische Diktatur Verbindungen zur kriminellen Freimaurerloge P2 aus Italien.

Agostino Rocca

Agostino Rocca (1895-1978) war der Gründer des Techint-Konzerns. Seine Familie war im 19. Jahrhundert in der Schifffahrt und im Handel im Mittelmeerraum tätig gewesen. Er trat der 1923 der faschistischen Partei bei, die in den folgenden Jahren eine Diktatur in Italien errichtete. In der Diktatur leitete er staatliche Unternehmen. Während des Zweiten Weltkrieges bot ihm der Diktator Mussolini das Amt des Ministers für Kriegsproduktion an, was Rocca aber ablehnte. 1944 wurde er jedoch von den Faschisten verhaftet, aber Nazideutschland veranlasste seine Freilassung. Agostino Rocca hatte Kontakt zu Giuseppe Toeplitz. (Quelle) Der polnisch-jüdische Bankier leitete die Banca Commerciale Italiana, die eine der grössten italienischen Banken war. Agostino Rocca wurde Berater der Bank und sein Schwiegervater war Anteilseigner der Bank gewesen. Sie war ein Vorläufer der heutigen Intesa Sanpaolo, die derzeit grösste italienische Bank.

Die heutigen Familienmitglieder

Gianfelice Rocca (*1948) besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Er ist zurzeit Mitglied des „European Round Table of Industrialists“ (ERT) und kennt daher über 50 Konzernchefs aus der EU. Derzeit gehören zum ERT auch der schwedische Bankier Jacob Wallenberg und der indische Milliardär Lakshmi Mittal. (Quelle) Der ERT gilt als eine der mächtigsten Instanzen der Wirtschaftselite der EU-Staaten und hat direkten Einfluss auf die EU-Kommission. 

Gianfelice Rocca studierte in Italien und in den USA an der Harvard Universität. Er war im europäischen Beirat der Harvard Business School. Er war in der Führung vieler italienischer Unternehmen, unter anderem bei RCS (Medien), Buzzi Unicem (Zement), Fastweb (Telekommunikation) und Brembo (Automobilzulieferer). Gianfelice Rocca war Vizepräsident der Confindustria, die grösste Arbeiterorganisation Italiens. Er war Direktor der italienischen Tochterfirma des deutschen Finanzkonzerns Allianz sowie Beiratsmitglied der Allianz. Er ist derzeit im Exekutivkomitee der italienischen Abteilung des Aspen Institute. Das Aspen Institute ist eine einflussreiche Denkfabrik in den USA. Gianfelice Rocca ist zurzeit Mitglied der Trilateralen Kommission. (Quelle: 1 und 2) Diese ist eine international einflussreiche Denkfabrik, die vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet wurde.

Paolo Rocca (*1952) nahm 2009 an einem Treffen teil, bei dem die reichsten Lateinamerikaner zusammenkamen. Darunter waren Antonio Moreira Salles (Brasilien), Carlos Slim (Mexiko), Andrónico Luksic (Chile), Julio Mario Santo Domingo (Kolumbien), Gustavo Cisneros (Venezuela) und Joao Roberto Marinho (Brasilien). (Quelle)

Paolo Rocca ist ehemaliger Vorsitzender und Mitglied des Exekutivkomitees der World Steel Association, die wohl mächtigste Lobbyorganisation der internationalen Stahlindustrie. Die Mitglieder der Handelsorganisation repräsentieren rund 85 Prozent der weltweiten Stahlproduktion. Zum Exekutivkomitee gehört derzeit auch der indische Milliardär Lakshmi Mittal und der russische Milliardär Alexei Mordashov.

Paolo Rocca ist im International Council der führenden US-amerikanischen Grossbank JPMorgan Chase. Zum Council gehören führende Politiker, Milliardäre und Manager aus verschiedensten Ländern, darunter Henry Kissinger, Tony Blair, Ratan Tata, John Elkann und Joe Kaeser von Siemens. (Stand: März 2022) (Quelle)

Paolo Rocca war im internationalen Beratungskomitee der New York Stock Exchange (New Yorker Börse), die grösste Börse der Welt. Er war auch Berater der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB). (Quelle)

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Lovelace Familie

Der US-Amerikaner Jonathan Bell Lovelace (1895-1979) gründete 1931 eine Investmentfirma, aus der sich die heutige Capital Group entwickelte, einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. Jonathans gleichnamiger Sohn (1927-2011) führte das Unternehmen weiter. 2006 wurde das Vermögen der Lovelace Familie auf 1,1 Milliarden US-Dollar geschätzt und die Familie besass etwas weniger als 10 Prozent der Capital Group, die zu dem Zeitpunkt mit einem verwalteten Vermögen von einer Billion US-Dollar einer der grössten Vermögensverwalter der USA war. (Quelle)

Im Jahr 2011 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Die Capital Group belegte Platz 2 auf der Liste. (Quelle)

Ende Dezember 2021 verwaltete die Capital Group 2,7 Billionen US-Dollar und ist damit noch immer einer der grössten Vermögensverwalter der Welt. (Quelle) Die Capital Group ist Grossaktionär bei vielen Grosskonzernen und Grossbanken. Sie ist über die Tochterfirma „Capital Research and Management“ derzeit einer der Hauptaktionäre des Finanzkonzerns BlackRock, der in den letzten Jahren der grösste Vermögensverwalter der Welt war. Die Capital Group investiert stark in die Rüstungsindustrie und ist zurzeit einer der Hauptaktionäre von Northrop Grumman, Lockheed Martin, BAE Systems, Raytheon Technologies, General Dynamics und Boeing. Diese sechs Unternehmen waren im Jahr 2020 die sechs grössten Rüstungskonzerne der Welt.

Zurzeit ist Robert Lovelace Präsident einer Tochtergesellschaft der Capital Group. Somit ist der Finanzkonzern noch immer mit der Gründerfamilie verbunden.

Robert Lovelace ist derzeit Treuhänder des J. Paul Getty Trust, eine der reichsten Stiftungen der Welt. Sein Vater war Vorsitzender der Stiftung gewesen. (Quelle) Die Stiftung war 1953 von Jean Paul Getty gegründet worden, der eine Zeit lang als der reichste Amerikaner galt.

Robert Lovelace ist zurzeit Vorsitzender des „Pacific Council on International Policy“, eine Denkfabrik für Aussenpolitik.

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Drexel Familie

Die Drexel Familie gehört seit über 150 Jahren zur US-Amerikanischen Elite. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat die Familie enge Verbindungen zur britischen Elite, unter anderem zur britischen Königsfamilie.

Der Österreicher Franz Martin Drexel (1792-1863) wanderte in die USA aus und gründete dort 1838 die Bank Drexel & Co. Er starb als Millionär und seine Bank war damals eines der bedeutendsten der USA. Er bereiste auch Lateinamerika und freundete sich dort mit dem Revolutionär Simón Bolívar an. (Quelle) Bolívar war übrigens Freimaurer. (Quelle) Drexels Söhne führten die Bank weiter, die darauf auch in Europa aktiv wurde.

Drexel & Co. unterstützte die US-Regierung bei der Finanzierung des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges (1846-1848) durch den Verkauf von Staatsanleihen und half den Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865). Die Bank spielte eine wichtige Rolle bei der Finanzierung des Aufbaus der Eisenbahn in den USA. (Quelle) In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand die Industrialisierung der USA statt und dieser Zeit kam es auch zum Aufstieg der US-Banken, insbesondere der Wall Street. Bei der Industrialisierung in den USA entstanden grosse Aktiengesellschaften, die Nachfrage nach Krediten stieg und es gab immer mehr Reiche und Superreiche, die Vermögensverwalter benötigten. Daher stieg das Vermögen der Banken in den USA stark an. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die USA zur führenden Finanzmacht und lösten damit Grossbritannien ab. Die Finanzeliten der beiden Länder sind schon seit dem 19. Jahrhundert eng verbunden.

Erste Generation

Anthony Joseph Drexel (1826-1893) war einer der führenden Bankiers des 19. Jahrhunderts. Ein Buch betitelt ihn als „Der Mann, der die Wall Street machte“. Ein Partner der Drexel Bank war Robert Winthrop. (Quelle) Robert kam aus der Winthrop Familie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte und eine der ältesten Familien der US-Elite ist. Roberts Schwiegervater Moses Taylor war einer der reichsten Amerikaner und langjähriger Vorsitzender der „National City Bank of New York“, die eine der grössten Banken der USA war. Aus ihr entwickelte sich die heutige Citigroup, eine der grössten Banken der Welt.

Unter der Führung von Anthony Joseph Drexel schloss sich die Bank der Drexel Familie mit der Bank von JP Morgan zusammen, worauf „Drexel, Morgan & Co.“ entstand, eine der grössten Banken der USA. JP Morgan war der mächtigste Bankier der USA. Er bezeichnete Anthony als den besten Freund, den er je hatte. (Quelle) Der Vorläufer von Morgans Bank war „George Peabody & Co.“, eine Bank in London. Die Bank der Drexel Familie war 1854 Vertreter von George Peabody & Co. geworden. Drexel, Morgan & Co. finanzierte 1892 die Gründung und den Aufbau des Industriekonzerns General Electric. (Quelle) Dieser war zeitweise eines der grössten Unternehmen der Welt und gehört bis heute zu den grössten Industriekonzernen der USA.

Nach Anthonys Tod wurde die Bank in „J.P. Morgan & Co.“ umbenannt. Sie ist der Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste US-amerikanische Bank ist. Anthony gründete 1891 die bis heute bestehende Drexel Universität. Er gründete zudem 1867 „Drexel, Harjes & Co.“, eine erfolgreiche Investmentbank in Paris. Nach Anthonys Tod übernahm JP Morgan die Bank und sie war ab da der französische Ableger von J.P. Morgan & Co.

Francis Drexel (1824-1885) war Seniorpartner der Familienbank. Seine zweite Frau Emma Bouvier war eine Tante des Börsenmaklers John Vernou Bouvier jr., der wiederum der Grossvater von Jacqueline Bouvier war. Jacqueline heiratete erst den US-Präsidenten John F. Kennedy und danach den Griechen Aristotle Onassis, der einer der reichsten Männer der Welt war.

Zweite Generation

Emilie Taylor Drexel (1851-1883) heiratete in die Biddle Familie. Die Familie stammt von William Biddle (1630-1712) ab, ein Quäker, der von England in die USA auswanderte. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts fand die Familie Anschluss an die Elite des Landes und war mit den Gründervätern der USA verbunden.

Der Schwiegervater von Elizabeth Drexel (1855-1890) war Thomas Kilby Smith, ein Diplomat und General des Amerikanischen Bürgerkriegs.

Katharine Drexel (1858-1955) war eine bekannte katholische Ordensschwester. 1887 wurde sie von Papst Leo XIII. in Privataudienz empfangen. 1988 wurde sie selig- und im Jahr 2000 vom Papst heiliggesprochen. (Quelle) Sie war vermutlich das einzige Kind eines Investmentbankers, das heiliggesprochen wurde.

Sarah Drexel (1860-1929) heiratete in die Van Rensselaer Familie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte.

Anthony Joseph Drexel II. (1864-1934) war ein Partner der Familienbank. Er verkehrte in vielen elitären Clubs der USA, darunter im Knickerbocker Club und im Union Club. Er zog nach London und freundete sich mit der britischen Elite an, unter anderem mit dem britischen König Edward VII. (Quelle) Der König war übrigens über 25 Jahre lang Grossmeister der Freimaurer in England. (Quelle) Anthonys Frau heiratete in zweiter Ehe den Sohn eines Barons aus der FitzGerald Familie, eine der wichtigsten Familien des irischen Adels.

Katherine Drexel (1866-1918) heiratete Charles Penrose. Dessen Bruder Spencer war ein erfolgreicher Unternehmer im amerikanischen Kupferbergbau. Boies Penrose, ein weiterer Bruder, war Politiker und Freimaurer. (Quelle)

Lucy Drexel (1867-1944) und ihre Schwester Elizabeth (1868-1944) heirateten Söhne von John Dahlgren. Dahlgren war ein Offizier der US-Navy und Freimaurer. (Quelle) Elizabeth heiratete in dritter Ehe den irischen Baron John Beresford, ein Assistent des britischen Prinzen Arthur von Connaught. Der Prinz war übrigens fast 40 Jahre lang Grossmeister der Freimaurer in England und über 60 Jahre lang Grossmeister des Templerordens in Irland. (Quelle: 1 und 2) Bevor Baron John Beresford in Drexel Familie heiratete, hatte er in die Gould Familie geheiratet, die zur US-Elite gehört. Jay Gould (1836-1892) gilt als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten.

Der erste Ehemann von Josephine Drexel (1878-1966) war ein Nachkomme des irischen Einwanderers Thomas Addis Emmet (1764-1827). Ihr zweiter Ehemann war ein Sohn des US-Offiziers Guy Henry. Henry war Militärgouverneur von Puerto Rico und leitete somit die Militärregierung, die dort von den USA installiert wurde.

Dritte Generation

Der Bankier Anthony Joseph Drexel III. (1887-1946) verkehrte in Eliteclubs, wie dem Knickerbocker Club. Er heiratete in die oben erwähnte Gould Familie. Er gründete eine Maklerfirma zusammen mit einem Mitglied der Liggett Familie (Gründer des gleichnamigen Tabakkonzerns). Anthony veranstaltete ein Abendessen zu Ehren von Bede Clifford. Der Brite war Gouverneur der britischen Kolonien Bahamas, Mauritius, Trinidad und Tobago. Clifford erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie und hatte eine Tochter, die in die Astor Familie heiratete.

Margaretta Drexel (1889-1952) heiratete den britischen Grafen Guy Finch-Hatton.

John Drexel (1891-1958) war Partner einer Wertpapierfirma und Vorstandsmitglied der Anglo-South American Bank, eine britische Bank, die sich auf Südamerika konzentrierte. Während des Ersten Weltkriegs diente John Drexel als Chauffeur des hochrangigen britischen Armeeoffiziers John French. John French war Freimaurer, erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie und wurde zum Grafen geadelt.

Vierte Generation

Anthony Joseph Drexel Biddle II. (1897-1961) hatte eine Grossmutter, die aus der Drexel Familie kam. Er war einer der führenden Diplomaten der USA und Generalmajor der US Army. Er diente als US-Botschafter in Spanien, Jugoslawien, Tschechoslowakei, Griechenland, Norwegen, Niederlande, Belgien und Polen. Anthony heiratete in die Duke Familie, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Familien der USA gehörte. Die Duke Familie gründete die American Tobacco Company, die eines der grössten Tabakunternehmen war. Die Familie gründete auch den bis heute bestehenden Energiekonzern Duke Energy. Anthonys zweite Ehefrau war eine Tochter von William Boyce Thompson, ein erfolgreicher Bergbauunternehmer und Freimaurer. Thompson hatte 1916 den Bergbaukonzern Newmont gegründet, der in den letzten Jahren der weltweit grösste Goldproduzent war.

Edith Drexel (1911-1934) heiratete in die Cram Familie, die über Heiraten mit mehreren Familien der US-Elite verbunden war.

Der britische Graf Christopher Finch-Hatton (1911-1950) kam mütterlicherseits aus der Drexel Familie. Seine Frau kam väterlicherseits aus dem ungarischen Adel und mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie, die seit dem 19. Jahrhundert zur US-Elite gehört und als eine der reichsten Familien aller Zeiten gilt. Christophers Schwester Daphne Finch-Hatton (1913-2003) heiratete Whitney Straight, der mütterlicherseits aus der Whitney Familie kam. Die Whitney Familie gehört seit dem 19. Jahrhundert zur US-Elite. Christophers Schwester Henrietta (1917-1977) heiratete einen Sohn des britischen Geschäftsmanns Frank Cyril Tiarks. Dieser war Partner der Schroders Bank und Direktor der Bank of England (britische Zentralbank). Er gehörte zur Führung der Anglo-Persian Oil Company (heutiger Ölkonzern BP) und war Mitglied der Anglo-German Fellowship, ein britisch-deutsches Elitennetzwerk, das in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg aktiv war.

Frances Drexel Munn (1917-2012) hatte eine Grossmutter, die aus Drexel Familie kam. Väterlicherseits war sie mit der Astor Familie verwandt. Frances heiratete in die Baker Familie. Ihr Mann war ein Enkel von George Fisher Baker (1840-1931), der als der reichste Bankier der USA galt. Die Schwester von Frances Ehemann heiratete in die Bankiersfamilie Schiff. Frances Schwester Mary Munn (1915-2013) heiratete den britischen Aristokraten Frederick Ponsonby, der 10. Graf von Bessborough. Frederick kam mütterlicherseits aus der geadelten französischen Bankiersfamilie Neuflize und sein Vater war Generalgouverneur der britischen Kolonie Kanada.

John R. Drexel III. (1919-2007) verkehrte im elitären Knickerbocker Club. (Quelle) Mitglieder der britischen Königsfamilie waren oft zu Gast bei Drexel. Auf der Gästeliste zu seinem 25. Hochzeitstag standen Namen wie Rockefeller, Aldrich, Astor und Auchincloss. Er heiratete in die britische Adelsfamilie Stonor. (Quelle) Der derzeitige Baron aus der Stonor Familie gehörte zur Führung der britischen Grossbank Barclays. John R. Drexel III. war mehr als 10 Jahre Schatzmeister der amerikanischen Gruppe der Pilgrims Society. (Quelle: 1 und 2) Die Pilgrims Society ist eine seit 1902 bestehende Gesellschaft, die dem Austausch der britischen und der US-amerikanischen Elite dient. Der britische Monarch ist der Schirmherr der Gesellschaft. Zum britischen Zweig der Gesellschaft gehören Familien der britischen Elite, die in die US-Elite heirateten, während zum amerikanischen Zweig Familien der US-Elite gehören, die in die britische Elite heirateten. Es gibt schon seit über 100 Jahren eine transatlantische Heiratspolitik zwischen den Eliten der beiden Länder, was aber die wenigsten wissen.

Der Investmentbanker James Paul Mills (1909-1987) kam mütterlicherseits aus der Drexel Familie. Er heiratete in die Du Pont Familie. (Quelle) Diese gehört schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA. Mills britischer Schwiegersohn William Abel-Smith war ein Nachkomme des britischen Politikers Abel Smith (1788–1859), also ein Nachkomme der Bankiersfamilie Smith. (Quelle) Diese ist eine der ältesten und wichtigsten Familien der Finanzelite Grossbritanniens.

Fünfte Generation

John Sergeant Cram III. (1932-2007) kam mütterlicherseits aus der Drexel Familie. Er heiratete die Britin Jeanne Campbell. Ihr Vater war Herzog Ian Campbell, der Clan-Chef des schottischen Campbell Clans, eine der wichtigsten Familien des schottischen Adels. Jeanne Campbell hatte viele Liebhaber, darunter Randolph Churchill, der Verleger Henry Luce, der Faschist Baron Oswald Mosley und angeblich auch der US-Präsident John F. Kennedy, der kubanische Diktator Fidel Castro sowie der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

John R. Drexel IV. heiratete 1984 in die Astor Familie. (Quelle) Die Astor Familie gehört seit über 200 Jahren zur US-Elite und wurde im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. John heiratete auch Pamela Braga, die Tochter eines kubanischen Unternehmers. Pamela heiratete später John Carter Brown, dessen Familie seit über 200 Jahren zur Elite der USA gehört. John Carter Brown hatte in erster Ehe in die Mellon Familie geheiratet. (Quelle) Die Mellons gehören schon seit 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA.

John R. Drexel IV. ist Mitglied des Order of Saint John, ein britischer Ritterorden, der von Mitgliedern der britischen Königsfamilie geführt wird. Die Königsfamilie hatte 1888 den Orden gegründet. 1996 gründete der Orden sein Priorat in den USA und John R. Drexel IV. wurde von der Queen zum ersten Prior (Oberhaupt) des US-Priorats ernannt. (Quelle) Später wurde er zum Gouverneur des US-Priorats auf Lebenszeit ernannt. (Quelle) Weitere Aktivitäten von John R. Drexel IV. wären:

  • Er gehört zum Exekutivkomitee der Pilgrims Society und ist Präsident der Pilgrims-Stiftung. Dadurch hat er Kontakt zur britischen Elite.
  • Er ist Direktor von Atlantic Partnership, eine transatlantische Organisation.
  • Er war Treuhänder der Drexel Universität, die von der Drexel Familie gegründet worden war.
  • Er gehörte zu Führung des Finanzunternehmens „Kidder, Peabody & Co.“ und arbeitete für weitere kleinere Finanzunternehmen.
  • Er war Berater bei den Vereinten Nationen (UN).
  • Er war im Beirat für Handel und Industrie der neuseeländischen Regierung.
  • Er ist Direktor der Pave the Way Foundation. Die Stiftung setzt sich für den Frieden und Austausch der Religionen ein und ist mit dem Vatikan verbunden.
  • Er war fünf Jahre im Stab des Senators Claiborne Pell, der übrigens ein Nachkomme der Lorillard Familie war.

(Quelle: 1, 2, 3)

Anthony Joseph Drexel Biddle III. (*1948) ist ein Nachkomme der Drexel Familie. Er gehörte in den 70er Jahren zur Führung der Chase Manhattan Bank, die dazumal eine der grössten Banken der Welt war und von David Rockefeller geführt wurde. Sie ist ein Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste US-amerikanische Bank ist.

Über eine Heirat ist die Drexel Familie entfernt mit der Mellon Familie verwandt, die schon seit 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. Matthew Mellon (1964-2018) hatte Blut der Drexel Familie in sich. (Quelle)

Übrigens: Die Drexel Familie führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts weiterhin eine eigene Bank, die aber nicht so gross wie der Vorgänger war. 1940 entstand daraus eine Investmentbank, die aber, soviel bekannt ist, unabhängig von der Drexel Familie war. 1965 fusionierte sie mit einer Bank der Harriman Familie. Zu Beginn der 70er Jahre wurde ein Anteil von 25 Prozent an der Bank an die „Firestone Tire and Rubber Company“ verkauft. Die Firestone Familie, die das Unternehmen gegründet hatte, heiratete in die Milliardärsfamilie Ford. 1976 fusionierte Drexel mit einem Unternehmen der belgischen Bankiersfamilie Lambert, wodurch „Drexel Burnham Lambert“ entstand. Das Unternehmen stieg innerhalb weniger Jahre zu einer der fünf grössten Investmentbanken der USA auf. Sie war bekannt für ihre „aggressive Unternehmenskultur“ und war an vielen Übernahmen grosser Unternehmen beteiligt. 1990 ging die Bank Konkurs.

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Garibaldi Familie

Giuseppe Garibaldi (1807-1882) gilt als eine der bedeutendsten Personen der italienischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Er war ein führender Freimaurer. Zu seinen Nachkommen gehörten weitere Freimaurer.

Giuseppe Garibaldi

Der Italiener Giuseppe Garibaldi war einer der führenden Köpfe eines revolutionären Kreises, der die Einigung der italienischen Provinzen zu einem Staat plante, was 1861 auch umgesetzt wurde. Garibaldi war zuvor an Revolutionen und Kriegen in Südamerika beteiligt gewesen. Mehr dazu auf Wikipedia.

Giuseppe Garibaldi wurde 1844 in Montevideo, Uruguay, in eine Freimaurerloge aufgenommen. Von 1851 bis 1853 war er Mitglied einer Loge in New York. Nach seiner erfolgreichen Revolution in Italien wurde er 1864 Grossmeister des italienischen Grossorients (Grande Oriente d’Italia), der bis heute die führende Freimaurergrossloge Italiens ist. 1872 wurde Garibaldi zum Ehrengrossmeister des Grossorients auf Lebenszeit ernannt. Er erreichte den 33. Grad, den höchsten Freimaurergrad. Es gibt viele Freimaurerlogen in der Welt, die Giuseppe Garibaldi gewidmet sind. Die vermutlich älteste ist die Garibaldi Loge in New York, die 1864 gegründet wurde, als Garibaldi noch lebte. (Quelle: 1, 2)

Neben Garibaldi waren noch weitere wichtige Unterstützer der italienischen Einigungsbewegung Freimaurer, darunter auch Giuseppe Mazzini, ebenfalls einer der berühmtesten Italiener des 19. Jahrhunderts. (Quelle) Diverse Freimaurer-Webseiten sagen, dass die Freimaurer eine wichtige Rolle bei der Revolution spielten. Es ist also kein Geheimnis. Von 1860 bis 1896 gab es 13 Grossmeister des italienischen Grossorients, die alle die Einigungsbewegung unterstützten und mit Garibaldi und/oder Mazzini verbunden waren (hier eine Liste der Grossmeister).

Der italienische Grossorient war 1805 vom französischen Adligen Eugène de Beauharnais gegründet worden, der auch der erste Grossmeister war. (Quelle: 1, 2). Er war vom französischen Kaiser Napoleon I. zum Vizekönig von Italien ernannt worden, der zudem sein Stiefvater war. Die erste dokumentierte Freimaurerloge Italiens war 1731 von britischen Adligen gegründet worden (Quelle: 1, 2).

Durch die erfolgreiche Einigungsbewegung kam es zum Zusammenschluss der italienischen Provinzen zu einem Nationalstaat. Durch den Zusammenschluss entstand 1861 das Italienische Königreich mit der italienischen Hochadelsfamilie Savoyen als Königsfamilie, die somit von der freimaurergeführten Revolution profitiert hatte. Die Savoyens brachten mindestens zwei Freimaurer hervor. Nach der Gründung des Italienischen Königreiches wurde Italien modernisiert. Italien war zuvor im Vergleich zu anderen europäischen Ländern rückständig gewesen, was Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft anging. Die Freimaurer spielten eine wichtige Rolle bei der Modernisierung Italiens (Quelle). Durch die Modernisierung verlor der Kirchenstaat an Einfluss in Italien, der bis dahin dort die dominierende Kraft gewesen war. Das Italienische Königreich war eine konstitutionell-parlamentarische Monarchie und in den ersten Jahrzehnten waren viele der führenden Politiker Freimaurer, darunter auch mehrere Regierungschefs. Das Italienische Königreich bestand bis zur Abschaffung der Monarchie 1946. Im Königreich hatte Garibaldi den Status eines Volkshelden und er gilt als einer der Väter des italienischen Nationalstaates.

Die Truppen von Garibaldi und der Savoyen Familie hatten 1870 den Kirchenstaat besetzt, gegen den Willen des Papstes. Der Kreis um Garibaldi war antiklerikal eingestellt, aber nicht antikatholisch. Sie akzeptierten bloss nicht die Autorität des Kirchenstaates und des Papstes. Auch Freimaurer aus anderen Ländern waren dem Kirchenstaat und dem Papsttum nicht wohlgesonnen. Die Freimaurer wurden bereits seit dem 18. Jahrhundert von der katholischen Kirche und einigen Päpsten angefeindet. Die katholische Kirche hatte in mehreren Ländern die Verfolgung der Freimaurer unterstützt, beispielsweise in Spanien und Portugal.

Giuseppe Garibaldi war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat (Supreme Council), der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Der Oberste Rat in Italien wurde 1805 in Mailand vom französischen Adligen Alexandre de Grasse-Tilly gegründet. Er wurde dabei von französischen und italienischen Freimaurern unterstützt. Der erste Grosskommandant des Obersten Rates in Italien war der bereits erwähnte französische Adlige Eugène de Beauharnais, der auch der erste Grossmeister des italienischen Grossorients war. (Quelle: 1, 2)

Anmerkung zu Alexandre de Grasse-Tilly: Graf Alexandre de Grasse-Tilly war einer der hochrangigsten Freimaurer seiner Zeit. Er hatte Kontakt zu George Washington, welcher der erste Präsident der USA war (Quelle). George Washington war Freimaurer, wie viele weitere US-Präsidenten (Quelle). 1801 war Graf Alexandre in South Carolina massgeblich an der Gründung des Obersten Rates der Freimaurer der USA beteiligt (Quelle: 1, 2). Dieser war, soviel bekannt ist, der erste Oberste Freimaurerrat der Welt und hat heute seinen Sitz in Washington. Die USA haben inzwischen noch einen zweiten Obersten Rat. Der Überlieferung nach war die Gründung des ersten Obersten Rates bereits 15 Jahre zuvor vom preussischen König Friedrich II. veranlasst worden. König Friedrich II. führte mit weiteren Adligen die Freimaurerei in Deutschland ein. Der Überlieferung nach war König Friedrich II. Grosskommandant des „Ordens des Prinzen des Königlichen Geheimnisses“, der sich 1763 in Frankreich gebildet hatte. Wenn man beim heutigen schottischen Freimaurerritus den 32. Grad erreicht, trägt man den Titel „Erhabener Prinz des königlichen Geheimnisses“. König Friedrich II. soll gemeinsam mit einem französischen Prinzen aus dem Haus Bourbon die Einführung des 33. Freimaurergrads veranlasst haben, der im heutigen schottischen Ritus der höchste Grad ist. König Friedrich II. soll der oberste Souverän (Herrscher) der gesamten Freimaurerei gewesen sein. Vor seinem Tod soll er die Macht an neun Freimaurer übergeben haben, die in verschiedenen Ländern die Freimaurerei anführen sollten. (Quelle) 1802 gründete Graf Alexandre de Grasse-Tilly den Obersten Rat für die Westindischen Inseln und wurde der Grosskommandant des Rates. Danach war er 1804 Gründer und erster Grosskommandant des Obersten Rates in Frankreich. Er gründete 1809 oder 1811 den Obersten Rat in Spanien. 1817 war Mitgründer des Obersten Rates in Belgien. Wie bereits erwähnt wurde, war er 1805 auch der Gründer des Obersten Rates in Italien gewesen. Graf Alexandre war also Mitgründer der Obersten Räte der USA, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien und der Westindischen Inseln. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5) Er war somit ein international führender Freimaurer. Womöglich gründete er die Obersten Räte im Auftrag der geheimen oberen Freimaurer, die nicht selbst in Erscheinung treten wollten. Erst wenige Jahre zuvor war der Illuminatenorden aus Deutschland verboten worden und in der westlichen Welt stieg das Misstrauen gegenüber Geheimbünden stark an, worauf auch die Freimaurerei in vielen Ländern angefeindet wurde. Die obersten Freimaurer, die ohnehin Geheimniskrämer sind, werden sich daher noch bedeckter gehalten haben als sonst schon. In der Zeit bevor Graf Alexandre die ersten Obersten Räte gründete, hatte er Kontakt zu Antienten gehabt, eine bis heute bestehende Strömung innerhalb der britischen Freimaurerei. Angeführt wurden die Antienten zu dieser Zeit vom schottischen Aristokraten John Murray, dem 4. Herzog von Atholl. Die Freimaurerei entstand in Schottland und die Murray Familie und viele weitere schottische Adelsfamilien (wie Stewart, Sinclair, Montgomery usw.) gehörten zu den frühen Freimaurern. Spätestens unter ihrer Führung wurde die Freimaurerei eine erfolgreiche und einflussreiche Bewegung.

Es ist vielleicht nur ein Zufall, aber Garibaldi wurde bei seiner Revolution in Italien mit Geld aus Schottland unterstützt und die National Bank of Scotland fungierte dabei als Dienstleister. Die Gelder wurden auf intransparenten Wegen an Garibaldi geleitet und er wusste womöglich gar nicht, wo das Geld herstammt und wer ihn da eigentlich unterstützt. Auch das alte Londoner Bankhaus Glyn & Co war bei den schottischen Spenden für Garibaldi behilflich. (Quelle) Die Bank gehörte der Glyn Familie, eine der ältesten Familien der britischen Finanzelite, die über Heiraten mit schottischen Freimaurerfamilien verbunden ist.

1864 besuchte Garibaldi England. Dort war er beim Herzog von Sutherland zu Gast. Der Herzog unterstützte Garibaldi bei seiner Heimreise, indem er ihn auf seiner Privatjacht nach Italien zurückbrachte. (Quelle)

Giuseppe Garibaldi erhielt Ende der 1850er Jahre, als er als Revolutionär aktiv war, von der Banco di Napoli einen Kredit von 200 000 Lire. Dieser entspräche nach heutigem Wert mehrere Millionen Euro. Garibaldi weigerte sich, den Kredit zurückzuzahlen. (Quelle) Die Banco di Napoli galt als eine der ältesten Banken der Welt und ihr frühster Vorläufer war bereits seit 1463 in Neapel aktiv gewesen (Quelle). Die Banco di Napoli wurde durch Fusionen Teil der Intesa Sanpaolo, die derzeit grösste italienische Bank.

Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen (Quelle). Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiationsgrade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Dieser ist bis heute aktiv. Der Memphis-Misraim-Ritus ist eine irreguläre Strömung der Freimaurerei, wird also von den Freimaurergrosslogen nicht anerkannt.

Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des Memphis-Misraim-Ritus. Der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, ein Bekannter von Giuseppe Garibaldi, war Mitgründer und der zweite Gross-Hierophant des Ritus. (Quelle: 1, 2) John Yarker war Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Yarker war auch Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA). (Quelle: 1, 2) Die SRIA ist der englische Zweig der Rosenkreuzer. 1888 gründeten drei SRIA-Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge, darunter Freimaurer und Rosenkreuzer, gründeten kurze Zeit darauf den Ordo Templi Orientis (OTO), der ebenfalls zu einer wichtigen Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). Noch weitere Martinisten und Okkultisten waren Mitglied des Memphis-Misraim-Ritus. Bekannte Mitglieder waren Aleister Crowley, Theodor Reuss, Rudolf Steiner und Rudolf von Sebottendorf (Gründer der Thule-Gesellschaft, ein Nazi-Geheimbund). (Quelle) Der Memphis-Misraim-Ritus liess sich stark von der ägyptischen Freimaurerei inspirieren. Mehr zur ägyptischen Freimaurerei im Beitrag zur Caetani Familie.

Giuseppe Garibaldi hatte Kontakt zur „Loge des Philadelphes“, einer irregulären Freimaurerloge in London, die 1850 von französischen Exilanten gegründet wurde und aus dem Memphis-Ritus hervorging. (Quelle: 1, 2, 3) Die Loge hatte Verbindungen zu den frühen Kommunisten. Ein Logenmitglied war Charles Bradlaugh. Dieser gründete 1877 die Malthusian League in England. Sie war die erste Organisation, die ausschliesslich zum Zweck gegründet wurde, sich für die Bevölkerungskontrolle, insbesondere Verhütung, zu engagieren. (Mehr dazu)

1860 heiratete Giuseppe Garibaldi die weit jüngere Giuseppina Raimondi. Sie war die Tochter des 3. Markgrafen aus der Raimondo Familie. Der erste Markgraf der Raimondo Familie kam mütterlicherseits aus der päpstlichen Adelsfamilie Odescalchi. Pasquale Stanislao Mancini war als Scheidungsanwalt für Garibaldi tätig. Er kam aus der italienischen Adelsfamilien Mancini. Auch Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1810-1869) aus dem päpstlichen Adel war mit Garibaldi verbunden.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Der Politiker Menotti Garibaldi (1840-1903) war ein Sohn von Giuseppe Garibaldi. Er wurde von seinem Vater in die Freimaurerei eingeführt (Quelle). Seine Tochter Rosita heiratete einen italienischen Grafen. Menotti Garibaldi trat der italienischen Freimaurerloge „Propaganda Massonica“ bei. Die Loge war 1877 von Giuseppe Mazzoni gegründet worden, der Grossmeister des italienischen Grossorients war. Aus der Loge entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die kriminelle Freimaurerloge Propaganda Due (P2-Loge). (Quelle: 1, 2) Menotti Garibaldi leitete gemeinsam mit Herzog Onorato Caetani ein politisches Komitee (Quelle). Der Herzog kam aus der päpstlichen Adelsfamilie Caetani. Menottis Schwester Teresita soll ebenfalls von ihrem Vater in die Freimaurer aufgenommen worden sein, obwohl Freimaurer eigentlich keine Frauen aufnehmen.

1922 übernahm Benito Mussolini (Begründer des Faschismus) die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Mussolini errichtete in den folgenden Jahren eine faschistische Diktatur, die bis 1943 bestand. Während der Diktatur war die Freimaurerei in Italien verboten. Der Politiker Ricciotti Garibaldi (1847-1924) engagierte sich zusammen mit den Freimaurern gegen den freimaurerfeindlichen Faschismus in Italien (Quelle). Er heiratete eine Engländerin.

Giuseppe „Peppino“ Garibaldi (1879-1950) führte wie sein Grossvater das Leben eines militärischen Abenteurers und nahm an einer Reihe von Kriegen und bewaffneten Konflikten in Europa, Afrika und Lateinamerika teil. Nach Angaben des italienischen Wikipedias war er Mitglied der Freimaurer und versuchte, mit ihnen den Faschismus zu bekämpfen. Er heiratete eine US-Amerikanerin.

Der Soldat Sante Garibaldi (1885-1946) war ebenfalls ein Gegner des italienischen Faschismus. Im italienischen Wikipedia steht derzeit, dass Sante Garibaldi als Freimaurer in französischen und italienischen Logen aktiv war und Mitglied des Memphis-Misraim-Ritus sowie Grossminister des Weltverbandes des Schottischen Ritus war.

Ezio Garibaldi (1894-1969) sympathisierte im Gegensatz zu seinen Verwandten mit den italienischen Faschisten und war Politiker in der faschistischen Diktatur. Er war allerdings vor und nach der Diktatur als Freimaurer aktiv. (Quelle) Möglicherweise war er ein Agent der Freimaurer, der die faschistische Regierung infiltrieren sollte. Er heiratete eine US-Amerikanerin.

Auch der Soldat Ricciotti Garibaldi (1881-1951) engagierte sich im Kampf gegen den italienischen Faschismus. Allerdings soll er ein Agent der Faschisten gewesen und wurde deswegen aus der Freimaurerei ausgeschlossen. (Quelle)

Enzo Garibaldi (starb 1969) war General und Freimaurer. Er erreichte den 33. Freimaurergrad. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges versuchten sich die Freimaurer mit dem Vatikan zu versöhnen, was Wirkung zeigte. Enzo Garibaldi wurde 1969 in der „Basilika Santa Maria degli Angeli“ begraben, eine päpstliche Basilika. Eine derart öffentliche religiöse Zeremonie zu Ehren eines berüchtigten Freimaurers wäre einige Jahre zuvor undenkbar gewesen. (Quelle) Dennoch misstrauen viele aus der Vatikanführung auch heute noch den Freimaurern. Der derzeitige Papst Franziskus sagte, dass die Freimaurer-Lobby, die Schwulen-Lobby, politische Lobbys und Lobbys der gierigen Menschen das grösste Problem seien (Quelle). Papst Franziskus ist misstrauisch gegenüber den Verbindungen zwischen dem Malteserorden (Vatikanorden) und den Freimaurern (Quelle). Er hatte Kardinal Raymund Burke beauftragt, den Malteserorden von Freimaurern zu säubern (Quelle).

Anita Garibaldi, eine Urenkelin von Giuseppe Garibaldi, war 2014 Ehrengast bei einer Ausstellung im Freimaurermuseum in London. (Quelle) Das Museum befindet sich in der Freemasons Hall, wo auch die englische Grossloge ihren Sitz hat, die älteste Freimaurergrossloge der Welt. Die Garibaldi Familie ist also womöglich noch immer mit der Freimaurerei verbunden.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Haus Oldenburg

Das Haus Oldenburg ist eines der bedeutendsten Geschlechter des Hochadels. Die deutsche Adelsfamilie besteht seit mindestens 1000 Jahren und gehört somit zum Uradel. Die heutigen Königsfamilien von Dänemark und Norwegen sowie die nicht amtierenden Königsfamilien von Griechenland und Russland stammen im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab. Auch der neue britische König Charles III. stammt im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Graf Egilmar I., der im 11. Jahrhundert lebte, gilt als der Begründer der Oldenburg Familie. Der Legende nach war seine Schwiegermutter eine Nichte von Papst Leo IX. und heiratete einen Enkel des österreichischen Markgrafen Leopold I. Der Markgraf war der Stammvater der Babenberger, die bis Mitte des 13. Jahrhunderts über Österreich herrschten. Die Frau von Egilmar I. war womöglich mit Welfen, Karolingern und Saliern verwandt. Die drei Hochadelsfamilien stellten zu dieser Zeit römisch-deutsche Könige und Kaiser.

Egilmar I. war der erste Graf der Grafschaft Oldenburg, die im Norden des heutigen Deutschlands lag. Seine Nachkommen herrschten ab da über die Grafschaft. 1774 wurde Oldenburg zu einem Herzogtum und 1829 zu einem Grossherzogtum, worauf die Oldenburg Familie als Herzöge und Grossherzöge über die Region herrschten. Sie herrschten bis 1918, als in Deutschland alle Monarchien abgeschafft wurden.

Thronbesteigungen und Verbindungen zur Freimaurerei

Durch Heiraten in den Hochadel wurde die Oldenburg Familie Thronfolger der skandinavischen Länder. Christian von Oldenburg (1426-1481) bestieg als König Christian I. den Thron von Dänemark, Norwegen und Schweden. Ab da herrschte das Haus Oldenburg bis 1863 über Dänemark. Dann wurde Christian IX. König von Dänemark. Seine Mutter war eine Tochter des deutschen hochadligen Illuminaten Karl von Hessen-Kassel, der die Freimaurerei in Dänemark geführt hatte. Nach Karl waren zwei dänische Könige aus dem Haus Oldenburg Grossmeister der dänischen Freimaurerei (Quelle). König Christian IX. kam väterlicherseits aus dem Haus Glücksburg, das eine Nebenlinie der Oldenburg Familie ist. Seine Nachkommen sind bis heute die Königsfamilie von Dänemark und hatten bis 1949 die Freimaurerei in Dänemark geführt. (Mehr dazu im Beitrag zum Haus Glücksburg) Somit stammt die derzeitige dänische Königin Margrethe II. im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Von 1450 bis 1814 herrschte die dänische Königsfamilie aus dem Haus Oldenburg auch über Norwegen. Danach herrschte die schwedische Königsfamilie aus dem Haus Bernadotte für fast 100 Jahren über Norwegen und führte in dieser Zeit die norwegische Freimaurerei an (Quelle). Anschliessend bestieg der dänische Prinz Haakon (1872-1957), ein Freimaurer, als König Haakon VII. den norwegischen Thron. Er kam aus dem Haus Glücksburg, das wie gesagt eine Nebenlinie der Oldenburger ist. Haakons Nachkommen sind bis heute die Königsfamilie von Norwegen. Somit stammt der derzeitige norwegische König Harald V. im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Der dänische Prinz Georg (1845-1913) aus dem Haus Glücksburg war der Stammvater der griechischen Königsfamilie, die bis 1964 über Griechenland herrschte und Freimaurer hervorbrachte. Prinz Philip, der die britische Queen Elizabeth II. heiratete, kam aus der griechischen Königsfamilie (und war Freimaurer). Somit stammt sein Sohn, der derzeitige britische König Charles III., im Mannesstamm vom Haus Oldenburg ab.

Herzog Adolf I. (1526-1586) war der Sohn des dänischen Königs Friedrich I. aus dem Haus Oldenburg. Adolf war der Begründer der Linie Schleswig-Holstein-Gottorf, die somit ein Nebenzweig der Oldenburger war. Die Familie Schleswig-Holstein-Gottorf stellte bis ins 16. Jahrhundert die Herzöge von Schleswig-Holstein im Norden Deutschlands. Herzog Adolf I. heiratete in das Haus Hessen. Dadurch hatte die Familie Schleswig-Holstein-Gottorf auch Blut der Hochadelsfamilie Hessen in sich.

Adolf Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (1710-1771) wurde 1751 zum König von Schweden gewählt. Seine Familie herrschte bis 1818 über Schweden. In dieser Zeit stellten sie vier Könige, von denen zwei Freimaurer waren (Quelle). Danach bestieg die Bernadotte Familie den schwedischen Thron, die bis heute die Königsfamilie von Schweden ist und bis 1997 die schwedische Freimaurerei anführte. (Mehr dazu im Beitrag zum Haus Bernadotte)

Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (1700-1739) heiratete eine Tochter des russischen Kaisers Peter der Grosse. Peter war der erste Kaiser von Russland und war der Legende nach auch der erste russische Freimaurer. Karl Friedrichs Sohn bestieg als Kaiser Peter III. den russischen Thron. Seine Nachkommen herrschten bis 1917 über Russland. Maria Romanowa, das derzeitige Oberhaupt der nicht amtierenden russischen Kaiserfamilie, stammt im Mannesstamm von Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf ab und dadurch auch im Mannesstamm vom Haus Oldenburg.

Das Haus Oldenburg kam schon früh mit Freimaurern in Kontakt. Die dänische Prinzessin Anne (1574-1619) aus dem Haus Oldenburg heiratete den schottischen König Jakob VI., der als König Jakob I. auch über England und Irland herrschte. Anne war dadurch Königin von Britannien. Sie lernte viele schottische Adlige kennen. Der Schotte William Schaw wurde ein Höfling von Königin Anne. William Schaw war ein früher Freimaurer und gilt als wichtige Persönlichkeit bei der Entwicklung der Freimaurerei in Schottland. Er kam aus dem schottischen Schaw Clan. Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland und war von Anfang an mit schottischen Clans (schottische Aristokraten) verbunden. König Jakob, Annes Ehemann, kam aus dem Stewart Clan. Zu den Nachkommen von Jakob und Anne gehörten unzählige Freimaurer und die Blutlinie der Stewarts ist vermutlich eine der wichtigsten in der Geschichte der Freimaurerei. Die dänische Prinzessin Margarethe (1456-1486) aus dem Haus Oldenburg heiratete ebenfalls in die schottische Königsfamilie Stewart.

Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1831-1917) kam aus einem deutschen Familienzweig der Oldenburg Familie. Er heiratete in die britische Königsfamilie und war damit mit führenden Freimaurern verwandt. Er wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Herzog Friedrich Christian II. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1765-1814) hatte Briefkontakt zu Adam Weishaupt (Quelle). Dieser war der Gründer des berühmten Illuminatenordens. Friedrich Christian II. war ein Gönner von Weishaupt und trat womöglich den Illuminaten bei (Quelle: Seite 34). Auf Wikipedia ist er als Freimaurer und Illuminat aufgelistet.

Durch die Heiraten im letzten Jahrtausend ist die Oldenburg Familie mit zahlreichen Adels- und Hochadelsfamilien verwandt.

Die deutschen Oldenburger im Naziregime

Der deutsche Familienzweig der Oldenburg Familie hatte enge Verbindungen zum Naziregime.

Altburg von Oldenburg (1903-2001) heiratete Josias zu Waldeck und Pyrmont aus der deutschen Uradelsfamilie Waldeck. Josias war Politiker der NSDAP und hochrangiges Mitglied der SS. Er war 1929 der Nazipartei beigetreten, also bereits vor der Machtübernahme Hitlers. 1931 berichtete eine deutsche Zeitung, dass Josias von Hitler beauftragt wurde, den Geheimdienst der SS aufzubauen. Demnach wäre er bereits vor der Machtübernahme Hitlers am Aufbau des Nazigeheimdienstes beteiligt gewesen. Im Naziregime war er in Hitlers Auftrag an der Gefangennahme und Ermordung politischer Gegner beteiligt. Er soll zu den Hauptverantwortlichen der Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Konzentrationslager Buchenwald gehören. 1947 wurde er deswegen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Aus angeblich gesundheitlichen Gründen wurde er aber schon 1950 entlassen und entnazifiziert. (Quelle)

Ingeborg von Oldenburg (1901-1996) heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. Der Bruder ihres Ehemannes war Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe, ein hochrangiger NS-Funktionär und Publizist nationalsozialistischer Schriften. Er trat 1929 der NSDAP bei und war damit einer der ersten Hochadligen, die der Partei beitraten. Er war Adjutant und Redenschreiber von Propagandaminister Joseph Goebbels. „Für seine langen Verdienste um die Partei“ erhielt er von Hitler das goldene Ehrenabzeichen der NSDAP. Nach dem Krieg wurde er als Mitläufer eingestuft und erhielt keine Strafe. (Quelle) In der Nachkriegszeit war er bei rechtsradikalen Parteien aktiv, darunter auch bei der bis heute bestehenden NPD (Quelle).

Huno von Oldenburg (*1940) heiratete eine Tochter von Johann Graf „Lutz“ Schwerin von Krosigk aus der deutschen Uradelsfamilie Krosigk. Lutz war im Naziregime durchgehend Finanzminister. Da sein Finanzministerium an der Enteignung deportierter Juden beteiligt gewesen war, wurde er nach dem Krieg in Haft genommen. 1949 verurteilte man ihn zu zehn Jahren Gefängnis. 1951 wurde er aufgrund einer Amnestie aus der Haft entlassen. (Quelle) Anschliessend trat er der Organisation Gehlen bei (Quelle: bei 11:45-12:00). Die Organisation Gehlen war ein deutscher Geheimdienst, der nach dem Zweiten Weltkrieg im besetzten Deutschland von den US-amerikanischen Geheimdiensten finanziert und aufgebaut wurde. Der Gehlen-Geheimdienst rekrutierte viele ehemalige deutsche Nazis und wurde von Reinhard Gehlen geleitet, der zuvor für den Geheimdienst von Nazideutschland gearbeitet hatte. Reinhard Gehlen wurde 1956 der erste Präsident des BND, der bis heute der deutsche Auslandsgeheimdienst ist.

Nikolaus von Oldenburg (1897-1970) war bis zur Abschaffung der Monarchie 1918 Erbgrossherzog des Grossherzogstums Oldenburg. 1937 trat er der NSDAP und der SA bei. Zumindest 1941 glaubte er anscheinend an einen Endsieg Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, denn in diesem Jahr schrieb er an den hochrangigen Nazi Heinrich Himmler: „Ich wäre ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich kurz wissen lassen würden, ob grundsätzlich die Möglichkeit des Ankaufs grösserer Güter im Osten nach Kriegsende für mich gegeben sein wird“. (Quelle) Er wollte also von der Eroberungen der Nazis im Osten profitieren.

Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1858-1921) kam aus einem deutschen Familienzweig der Oldenburger. Sie heiratete Wilhelm II., den letzten Kaiser von Deutschland. Wilhelm sympathisierte mit dem Naziregime und begrüsste Hitlers Kampf gegen die Juden (mehr dazu im Beitrag zum Haus Hohenzollern).

Sophie Charlotte von Oldenburg (1879-1964) heiratete Prinz Eitel Friedrich von Preussen. Dieser war ein Sohn des letzten Kaisers Wilhelm II. und war von 1907 bis 1926 Herrenmeister (Oberhaupt) des Johanniterordens. Er trat dem „Bund der Aufrechten“ bei. (Quelle) Die nationalistisch-monarchistische Vereinigung wurde 1918 gegründet und wollte die Abschaffung der deutschen Monarchie rückgängig machen. 1922 wurde sie als republikfeindliche Organisation verboten. Eitel Friedrich trat auch dem 1918 gegründeten Stahlhelmbund bei (Quelle). Der Stahlhelmbund war eine republikfeindliche paramilitärische Organisation. Eitel Friedrich war 1931 bei der Gründung der Harzburger Front dabei, ein Bündnis antidemokratischer Nationalisten und Rechtsextremisten (Quelle).

Die deutschen Oldenburger in den letzten 50 Jahren

Friedrich von Oldenburg (1936-2017) heiratete eine Tochter des Oberhauptes der ehemaligen deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern.

Beatrix von Oldenburg (*1971) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Storch und ist als Beatrix von Storch bekannt. Sie gehört zur Führung der deutschen Partei AFD. Ihre Cousine Eilika (*1972) heiratete in die nicht amtierende österreichische Königsfamilie Habsburg-Lothringen. Der Grossvater mütterlicherseits von Beatrix war der oben erwähnte Nazi-Finanzminister Johann Graf Schwerin von Krosigk.

Karl Emich von Leiningen (*1952) kommt mütterlicherseits aus der Oldenburg Familie. Väterlicherseits kommt er aus der deutschen Uradelsfamilie Leiningen und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der russischen Kaiserfamilie. Karl Emich und der russische Politiker Anton Bakow haben sich das Ziel gesetzt in Russland die Monarchie wiedereinzuführen mit Karl Emich als König (Quelle). Karl Emich heiratete in erster Ehe in die deutsche Uradelsfamilie Hohenlohe und in dritter Ehe in die Uradelsfamilie Egloffstein. Seine zweite Ehefrau Gabriele kam aus der Thyssen Familie, eine der reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Gabriele heiratete später den religiösen Führer Karim Aga Khan IV, ein persischer Aristokrat. Die Khans stammen der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Die Khans sind der Legende nach auch Nachkommen der Fatimiden, eine der mächtigsten Herrscherfamilien des 11. Jahrhunderts.

Die Oldenburger heirateten in den letzten Jahrzehnten in weitere deutsche Adelsfamilien.

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Liste der wichtigsten Teilnehmer der Sun Valley Konferenz

Die Sun Valley Konferenz ist eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. Zu den Teilnehmern gehören führende Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Der Grossteil der Besucher sind US-Amerikaner, aber es sind auch einflussreiche Geschäftsleute aus dem Ausland dabei. Mehrere Fusionen von Medienkonzernen wurden bei Sun Valley Konferenzen geplant. Das Treffen wird von der Investmentbank „Allen & Company“ veranstaltet, die von der Unternehmerfamilie Allen kontrolliert wird. Die Konferenz fand 1983 das erste Mal statt. Das Treffen ist nicht geheim und in den Medien werden inzwischen bereits Gästeliste veröffentlicht.

Viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass die Tech-Elite aus den USA gerade dabei ist, die Weltherrschaft an sich zu reisen. Meiner Meinung nach wird ihr Einfluss aber überschätzt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich so ein paar neureiche Computernerds gegen die internationale Hocharistokratie und die Hochfinanz durchsetzen könnten. Der in Sri Lanka geborene US-amerikanische Tech-Milliardär Chamath Palihapitiya, der zur Führung von Facebook gehörte und Mark Zuckerberg kennt, sagte in einem Interview, dass 150 Männer die Welt regieren und diese 150 Männer seien keine Politiker und auch keine Tech-Unternehmer. Die wirklich Mächtigen seien diejenige, welche die grössten Assets und die Finanzströme kontrollieren.

In diesem Beitrag sind die wichtigsten Besucher der Sun Valley Konferenz aufgelistet, aber es ist keine vollständige Liste der Teilnehmer. Neben Milliardären sind auch viele Millionäre und Multimillionäre bei den Treffen dabei. Hier sind nur die Vermögen der Milliardäre aufgelistet und nicht die der Millionäre. Die Angaben zu den Vermögen sind Echtzeitschätzungen des Forbes Magazins vom 13.9.2022.

Bei der Sun Valley Konferenz sind viele Juden dabei, da in den USA viele der erfolgreichen Unternehmer im Bereich Internet und Medien aus jüdischen Familien kommen. Bei Personen auf dieser Liste mit einem (J) nach dem Namen ist bekannt, dass sie väterlicherseits und/oder mütterlicherseits jüdisch sind.

Name
____________________
Das wichtigste zur PersonGeschätztes Vermögen in Milliarden
Bill GatesEr gründete Microsoft, eines der grössten Unternehmen der Welt.107,3
Satya NadellaDer indische Einwanderer ist derzeit Vorsitzender und CEO von Microsoft. Er besuchte das Bilderbergtreffen.
Jeff BezosEr ist Gründer und Vorsitzender von Amazon, eines der grössten Unternehmen der Welt. Er besuchte das Bilderbergtreffen.152,3
Andy Jassy (J)Derzeitiger Präsident und CEO von Amazon.
Warren BuffettEr gilt als einer der erfolgreichsten Finanzinvestoren aller Zeiten und führt Berkshire Hathaway, eines der grössten Unternehmen der Welt.98
George Soros (J)Der ungarische Einwanderer ist einer der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager.6,7
Steve JobsEr gründete Apple, eines der grössten Unternehmen der Welt.Als er 2011 starb waren es 7 Milliarden
Tim CookDerzeitiger CEO von Apple.1,8
Elon MuskDer südafrikanische Einwanderer ist Hauptaktionär und CEO des Autokonzerns Tesla und war früher Hauptaktionär von PayPal.267,2
Larry Page (J)Er ist Mitgründer von Google, eines der grössten Unternehmen der Welt.91,1
Sergey Brin (J)Der russische Einwanderer ist Mitgründer von Google.87,3
Sundar PichaiDer indische Einwanderer ist derzeit CEO von Google.
Eric SchmidtEr gehörte lange Zeit zur Führung des Google-Konzerns und hat das Unternehmen mitaufgebaut. Er war auch Direktor von Apple und gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen.18,1
Chad HurleyEr gründete YouTube (gehört zum Google-Konzern).
Susan Wojcicki (J)Sie ist derzeit CEO von YouTube.
Anne Wojcicki (J)Sie ist die Schwester von Susan Wojcicki und war mit dem Google-Gründer Sergey Brin verheiratet.
Mark Zuckerberg (J)Er gründete und leitet den Facebook-Konzern.56
Sheryl Sandberg (J)Sie gehört zur Führungsclique von Facebook. Sie hatte ein romantisches Verhältnis mit Robert Kotick, der ebenfalls die Sun Valley Konferenz besuchte. Robert Kotick ist CEO von Activision Blizzard, einer der grössten Videospielkonzerne der Welt. Sheryl Sandberg heiratete den Unternehmer Dave Goldberg, der auch die Sun Valley Konferenz besuchte. Sheryl Sandberg war Direktor von Starbucks und Disney.1,5
Kevin SystromEr gründete Instagram (gehört zum Facebook-Konzern). Er war Direktor von Walmart, das nach Umsatz grösste Unternehmen der Welt.1,3
Jack DorseyEr ist Mitgründer von Twitter sowie Mitgründer des Technologiekonzerns Block (Square). Er war auch Direktor von Disney.4,7
Evan WilliamsMitgründer von Twitter.1,8
Omid KordestaniDer iranische Einwanderer ist ehemaliger Vorsitzender und derzeitiger Direktor von Twitter. Er war auch CBO von Google und Direktor von Vodafone. Er ist derzeit Vorsitzender von Pearson, einer der grössten Buchverlage der Welt.Ehemaliger Milliardär
Parag AgrawalDer indische Einwanderer ist derzeit CEO von Twitter.
Reed HastingsGründer und derzeitiger CEO von Netflix.2,6
Ted SarandosEr leitet zusammen mit Reed Hastings den Netflix-Konzern. Seine Frau Nicole Avant war US-Botschafterin auf den Bahamas.
Jerry YangDer taiwanesische Einwanderer ist Mitgründer von Yahoo. Er war Direktor der Technologiekonzerne Alibaba (China) und Cisco (USA). Er ist derzeit Direktor der Technologiekonzerne Lenovo (China) und Workday (USA).2,5
Jim LanzoneEr ist derzeit CEO von Yahoo und Direktor von GoPro. Er war CEO von Tinder.
Terry Semel (J)Er leitete Yahoo und Warner Bros, eines der fünf grössten Filmstudios.
Daniel EkDer Schwede gründete und leitet Spotify.2,1
Evan SpiegelEr gründete und leitet Snapchat.2,9
Mitglieder der Murdoch FamilieDie australische Murdoch Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt. 18,2
Robert ThomsonDer Australier ist seit 2013 CEO des Medienkonzerns der Murdoch Familie.
Shari Redstone (J)Sie kontrolliert Paramount Global, einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Ihr Vater gehörte eine Zeit lang zu den reichsten der Welt.
Philippe Dauman (J)Er leitete das Medienimperium der Redstone Familie.
Les Moonves (J)Er leitete den Medienkonzern CBS, der zum Medienimperium der Redstone Familie gehört. Les Moonves ist ein Grossneffe von David Ben-Gurion, der Israel gründete und der erste Ministerpräsident des Landes wurde.
Jim GianopulosEr leitete Paramount Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios, das zum Medienimperium der Redstone Familie gehört. Jim Gianopulos leitete auch „20th Century Fox“, ebenfalls eines der grössten Filmstudios, das damals von der Murdoch Familie kontrolliert wurde und heute zu Disney gehört.
Brian Roberts (J)Er leitet und kontrolliert Comcast, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.1,3
Ronald Meyer (J)Er war stellvertretender Vorsitzender des Medienkonzerns NBCUniversal, der zu Comcast gehört. Er war langjähriger Präsident von Universal Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios, das inzwischen zu Comcast gehört.
Martin LauDer Chinese ist Präsident von Tencent, der grösste chinesische Medienkonzern. Er war in Hongkong aufgewachsen und arbeitete für die führende US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs.1,9
Robin LiDer Chinese ist Mitgründer und Chef von Baidu, der zweitgrösste chinesische Medienkonzern.7,7
Victor KooDer Chinese gründete Youku, die chinesische Version von YouTube.Ehemaliger Milliardär
Lee Jae-yongEr kommt aus der Lee Familie, die als die reichste südkoreanische Familie gilt und Samsung gegründet hatte, das grösste südkoreanische Unternehmen.7,3
Kaz Hirai und Kenichiro YoshidaDie beiden Japaner sind Führungskräfte des japanischen Grosskonzerns Sony, der eines der mächtigsten Unternehmen in der weltweiten Medienindustrie ist.
Howard StringerDer Brite leitete Sony und war Präsident von CBS sowie Direktor der BBC. Er wurde von der britischen Queen zum Ritter geschlagen.
John MaloneEr gründete, leitet und kontrolliert den Medienkonzern Liberty Media. Über Liberty Media ist er Grossaktionär mehrerer Medienkonzerne, bei denen er Direktorenposten besetzt.9,7
Michael Bloomberg (J)Er gründete, leitet und kontrolliert den Medienkonzern Bloomberg. Er war Bürgermeister von New York.76,8
Emilio AzcárragaDer Mexikaner leitet und kontrolliert Televisa, den grössten lateinamerikanischen Medienkonzern.1,2
Roberto Marinho NetoEr kommt aus der Marinho Familie, die als die reichste brasilianische Familie gilt und die Grupo Globo kontrolliert, den zweitgrössten lateinamerikanischen Medienkonzern.Die Familie soll mehr als 20 Milliarden besitzen.
Bob Iger (J)Er war langjähriger CEO von Disney, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.
Michael Eisner (J)Er war langjähriger CEO von Disney und Präsident von Paramount Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios.Ehemaliger Milliardär
Bob ChapekDerzeitiger CEO von Disney.
Michael Ovitz (J) Er war Präsident von Disney sowie Mitgründer und Vorsitzender der Talentagentur CAA.
Jeff BewkesEr leitete Time Warner (heute Warner Bros. Discovery), einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Der Konzern steht unter dem Einfluss der jüdischen Milliardärsfamilie Newhouse.
David Zaslav (J)Er leitet derzeit Warner Bros. Discovery und ist Direktor von Televisa.
John HendricksEr gründete den Medienkonzern Discovery, der zu Warner Bros. Discovery fusionierte.
Jimmy HayesEr leitete den Medienkonzern der Cox Familie.
Steven Swartz (womöglich Jude)Er leitet zurzeit den Medienkonzern der Hearst Familie.
Ted TurnerEr gründete den Fernsehsender CNN.2,4
Jeff Zucker (J)Er war Präsident von CNN und NBCUniversal.
Lucian Grainge (J)Der Brite ist Vorsitzender und CEO der Universal Music Group, das grösste Musikunternehmen der Welt. Er wurde von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen.
Michael Lynton (J)Der Brite ist Vorsitzender der Warner Music Group, das drittgrösste Musikunternehmen der Welt.
Er ist auch Vorsitzender von Snapchat und leitete Sony Pictures, eines der fünf grössten Filmstudios.
Mathias DöpfnerDer Deutsche ist Vorsitzender von Axel Springer, einer der grössten deutschen Medienkonzerne. Mathias Döpfner gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. Er war Direktor von Netflix und ist derzeit Direktor der Warner Music Group.1,4
Thomas MiddelhoffDer Deutsche war Vorsitzender von Bertelsmann, der grösste deutsche Medienkonzern.
Henry Kravis (J)Er gründete und führt den Finanzkonzern KKR. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderbergtreffen.7,5
Marie-Josée KravisDie Kanadierin ist die Frau von Henry Kravis. Sie ist Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderbergtreffen und gehört zum internationalen Beratungskomitee der New Yorker Abteilung der US-Zentralbank FED. Sie ist Direktorin des Luxusgüterkonzerns LVMH und war Direktorin des kanadischen Medienkonzerns Hollinger.
Jonathan OppenheimerDie südafrikanische Milliardärsfamilie Oppenheimer ist mit dem grössten Diamantproduzent De Beers und dem grössten Platinproduzent Anglo American verbunden. Die Familie ist jüdischer Abstammung. Jonathan Oppenheimer begann seine Karriere bei der Rothschild Bank.Das Vermögen der Familie wird auf 8,5 Milliarden geschätzt
Diane von Fürstenberg (J)Eine belgische Modedesignerin. Ihr erster Ehemann kam väterlicherseits aus der deutschen Adelsfamilie Fürstenberg und mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Ihr derzeitiger Ehemann ist der Milliardär Barry Diller.
Barry Diller (J)Er investiert in Unternehmen im Bereich Medien und Internet.4,1
Alexander von Fürstenberg
(mütterlicherseits jüdisch und väterlicherseits adlig)
Der Investor ist der Sohn von Diane von Fürstenberg. Seine erste Ehefrau war Alexandra Miller, eine Tochter des in Hongkong lebenden britischen Milliardärs Robert Warren Miller. Alexandras Schwestern heirateten in die griechische Königsfamilie und in die britisch-amerikanisch Milliardärsfamilie Getty.
John Elkann (J)Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. Er kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli, die als die mächtigste Unternehmerfamilie Italiens gilt. Er leitet derzeit das Wirtschaftsimperium der Agnelli Familie. Er heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza.2
David PetraeusEr war Chef der CIA und ist Partner des Finanzkonzerns KKR. Er besuchte mehrfach das Bilderbergtreffen und ist Mitglied der Trilateralen Kommission.
George TenetEr war Chef der CIA und gehörte zur Führung der Investmentbank Allen & Company, welche die Sun Valley Konferenz veranstaltet.
Mike PompeoEr war Chef der CIA und Aussenminister der USA.
Michael MorellEhemaliger Chef der CIA.
Stephen KappesEr war stellvertretender Chef der CIA.
Stanley McChrystalEin General der US-Army.
John MillerEr war stellvertretender Beauftragte des NYPD für Geheimdienste und Terrorismusbekämpfung. Er heiratete eine Tochter von Arthur Altschul. Dieser war Partner von Goldman Sachs und seine Grossmutter kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman.
Alex Karp (J)Er ist CEO des Datenanalyse-Unternehmens Palantir Technologies, das mit Geheimdiensten verbunden ist. Er gründete das Unternehmen zusammen mit Peter Thiel. Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. Er war im Aufsichtsrat des Medienkonzerns Axel Springer und des weltweit grössten Chemiekonzerns BASF (beides deutsche Unternehmen).1,1
Peter ThielDer deutsche Einwanderer ist Mitgründer von PayPal. Er war der Erste, der in Facebook investierte und war langjähriger Direktor des Unternehmens. Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen.4,2
John DonahoeEr ist derzeitiger Vorsitzender von Paypal und CEO von Nike. Er war auch CEO von eBay.
Daniel Schulman (J)Er ist derzeitiger CEO und Präsident von PayPal sowie Direktor von Verizon, einer der grössten Telekommunikationskonzerne der Welt.
Reid Hoffman (J)Er ist Mitgründer von LinkedIn und verkaufte das Unternehmen an Microsoft, wo er seitdem im Vorstand ist. Die Linkedin-CEOs Jeff Weiner und Ryan Roslansky besuchten ebenfalls die Sun Valley Konferenz. Reid Hoffman besuchte das Bilderbergtreffen und gehört zusammen mit Peter Thiel und Elon Musk zur sogenannten PayPal-Mafia.1,9
Max Levchin (J)Der ukrainische Einwanderer gehört zur PayPal-Mafia und war Direktor von Yahoo.Ehemaliger Milliardär
Jeremy Stoppelman (J)Er ist Mitgründer und CEO von Yelp und gehört ebenfalls zur PayPal-Mafia.
Brian CheskyEr gründete und leitet Airbnb.9,6
Travis Kalanick (J)Mitgründer von Uber.4
Dara KhosrowshahiDer iranische Einwanderer ist derzeit CEO von Uber.
Edgar Bronfman (J)Die Bronfman Familie ist eine der mächtigsten Familien Kanadas. Edgar Bronfman leitete die Warner Music Group, eines der grössten Musikunternehmen der Welt. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman. Sein gleichnamiger Vater war Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
Andre DesmaraisSeine Familie gehört zu den reichsten und mächtigsten Kanadiern.Die Familie soll mehr als 6 Milliarden besitzen
Michael Dell (J)Er gründete, leitet und kontrolliert den Computerhersteller Dell.50,4
Philip KnightEr gründete und kontrolliert Nike, den grössten Sportartikelhersteller der Welt.41,7
Katharine Graham (J)Sie besuchte das Bilderbergtreffen und kontrollierte die Washington Post, eine der meistgelesenen Zeitungen der USA.
Ihr Vater Eugen Meyer war Vorsitzender der US-Zentralbank FED und der erste Präsident der Weltbank. Eugen Meyer arbeitete für die Lazard Bank und hatte eine Tante, die in die jüdische Bankiersfamilie Lazard heiratete.
Donald Graham (J)Er ist der Sohn von Katharine Graham und kontrollierte ebenfalls die Washington Post. Er war Direktor von Facebook und besuchte das Bilderbergtreffen.
Anderson CooperDer Journalist moderiert eine Fernsehsendung. Er kommt mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts.
König AbdullahEr ist König von Jordanien und Freimaurer. Seine Frau, die Königin, war ebenfalls bei der Sun Valley Konferenz dabei.
Tony BlairEr war Premierminister von Grossbritannien und besuchte das Bilderbergtreffen.
Recep Tayyip ErdoğanPräsident der Türkei.
Lee Hsien LoongPremierminister von Singapur.
Justin TrudeauPremierminister von Kanada. Er soll mütterlicherseits aus dem sagenumwobenen schottischen Clan Sinclair kommen. Sein Vater Pierre Trudeau war ebenfalls kanadischer Premierminister und besuchte das Bilderbergtreffen.
Ivanka TrumpDie Tochter von Donald Trump.
Jared Kushner (J)Der Schwiegersohn von Donald Trump. Er besuchte das Bilderbergtreffen.
Robert Kraft (J)Er ist ein Kumpel von Donald Trump und kennt die Rothschild Familie. Er war Kunde eines Prostitutionsrings, der asiatische Prostituierte in Bordellen gefangen hielt und sie zu ungeschützten Sex zwang (Quelle).10,6
Richard Haass (J)Er ist seit 2003 Präsident des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. Derzeit ist er Direktor der Lazard Bank.
William WeldonEr leitete den weltweit grössten Pharmakonzern Johnson & Johnson. Er gehörte auch zur Führung der Grosskonzerne Exxon, CVS Health, JPMorgan Chase, Chubb und Fairfax Financial.
Albert Bourla (J)Der griechische Einwanderer ist Vorsitzender und CEO von Pfizer, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Er besuchte das Bilderbergtreffen.
Thomas FristEr ist Mitgründer des Grosskonzerns HCA Healthcare, der viele Krankenhäuser besitzt. Er war Direktor von IBM, eines der grössten Beratungs- und IT-Unternehmen der Welt.17,9
Francis deSouzaDer äthiopische Einwanderer ist CEO des Gentechnologiekonzerns Illumina. Er ist Direktor von Disney und war Direktor des Softwarekonzerns Citrix Systems.
Kevin SharerEr leitete Amgen, eines der grössten Biotechnologieunternehmen der Welt.
Masayoshi SonEr gilt als einer der reichsten Japaner und kontrolliert Softbank, eines der grössten japanischen Unternehmen. Er war Direktor des chinesischen Technologiekonzerns Alibaba.21
François-Henri PinaultDie Pinault Familie gehört zu den reichsten Franzosen und kontrolliert Kering, ein Luxusgüterkonzern.35,2
Jorge Paulo LemannDer brasilianisch-schweizerische Investor ist Grossaktionär bei Restaurant Brands International (Burger King), Heinz Company und Anheuser-Busch InBev.14,1
Steven Spielberg (J)Einer der erfolgreichsten Filmregisseure aller Zeiten. Er ist Mitgründer und Vorsitzender des Filmstudios DreamWorks SKG.4
David Geffen (J)Mitgründer des Filmstudios DreamWorks SKG.7,7
Jeffrey Katzenberg (J)Er war Mitgründer des Filmstudios DreamWorks SKG und gehörte zur Führung von Disney.
Harvey Weinstein (J)Der Filmproduzent ist ein verurteilter Sexualstraftäter. Über 100 Frauen haben Vorwürfe gegen ihn erhoben. Ehemalige Mossad-Agenten des israelischen Geheimdienstunternehmens Black Cube sammelten in Weinsteins Auftrag Informationen über Frauen, die Weinstein beschuldigten.
Wesley EdensEr war Partner des führenden Finanzkonzerns BlackRock und ist Mitgründer der Fortress Investment Group.3,4
Evan Greenberg (J)Er leitet Chubb Limited, einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt. Er und sein Vater, der Exmilliardär Maurice Greenberg, leiteten die American International Group, ebenfalls einer der grössten Versicherungskonzerne. Evan Greenberg besuchte das Bilderbergtreffen. Sein Bruder Jeffrey Greenberg leitete den Finanzkonzern Marsh McLennan, der als der grösste Versicherungsmakler der Welt gilt.
Richard ParsonsEr war Vorsitzender der Citigroup, eine der grössten Banken der Welt. Er war Vorsitzender von CBS sowie Vorsitzender und CEO von Time Warner (heute Warner Bros. Discovery). Er ist derzeit Direktor der Lazard Bank und Direktor des Kosmetikkonzerns Estée Lauder. Er könnte also Lynn Forester de Rothschild kennen, die zurzeit ebenfalls Direktorin von Estée Lauder ist.
Muhtar KentEr leitete Coca Cola und besuchte das Bilderbergtreffen. Er lebt in den USA und kommt aus einer türkischen Familie. Er kennt Rahmi Koç aus der türkischen Milliardärsfamilie Koç.
Gustavo CisnerosDer Venezolaner ist ein einflussreicher Unternehmer in der lateinamerikanischen Medienlandschaft. Er besuchte das Bilderbergtreffen und ist Direktor von Barrick Gold, einer der grössten Goldproduzenten der Welt.Ehemaliger Milliardär
Lorenzo MendozaDer Venezolaner kontrolliert den grössten Lebensmittelkonzern Venezuelas.Ehemaliger Milliardär
Rami FarrajDer Jordanier leitet eine Stiftung der jordanischen Königsfamilie.
Hans VestbergDer Schwede ist Vorsitzender und CEO von Verizon, einer der grössten Telekommunikationskonzerne der Welt.
Ole Andreas HalvorsenEin norwegischer Hedgefonds-Manager.6,6
Haim Saban (J)Der ägyptische Einwanderer gründete den Medienkonzern Saban Entertainment, der inzwischen zu Disney gehört. Haim Saban war früher Hauptaktionär des deutschen Medienkonzerns „ProSiebenSat.1 Media“.2,9
Nick WoodmanGründer und CEO von GoPro.Ehemaliger Milliardär
Mark Pincus (J)Gründer von Zynga.1,4
Dan Gilbert (J)Er ist Mitgründer von Quicken Loans (heute Rocket Mortgage), die grösste Hypothekenbank in den USA. 17,4
Ken LangoneEr ist Mitgründer von „The Home Depot“, die grösste Baumarktkette der Welt. Er erhielt von Papst Benedikt XVI. den Gregoriusorden und war im Vorstand des Grosskonzerns General Electric.5,5
Aneel BhusriEr ist Mitgründer, Vorsitzender und CEO des Softwarekonzerns Workday.2,1
Vernon JordanEr gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen und war Direktor der Lazard Bank.
Jeb BushEr war Gouverneur von Florida. Sein Vater und sein Bruder waren Präsidenten der USA.
Chris ChristieDer Lobbyist war Gouverneur von New Jersey.
Butch OtterEr war Gouverneur von Idaho.
John HickenlooperEr war Gouverneur von Colorado und besuchte das Bilderbergtreffen.
Roberta Jacobson (J)Sie war US-Botschafterin in Mexiko.
Meg WhitmanSie ist derzeit US-Botschafterin in Kenia. Sie gehörte zur Führung der Grosskonzerne Disney, eBay, Goldman Sachs, General Motors, Hewlett Packard Enterprise, Procter & Gamble und DreamWorks.3,1
Yousef Al OtaibaDer Araber ist Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in den USA.
Kevin SabetEr beriet das Weisse Haus bei der Drogenpolitik und ist ein bekannter Gegner der Legalisierung von Cannabis.
Christie HefnerSie leitete viele Jahre Playboy. Das Unternehmen wurde von ihrem Vater Hugh Hefner gegründet.
Niraj ShahEr gründete und leitet den Onlinehandelskonzern Wayfair. Er war Direktor der US-amerikanischen Zentralbank FED in Boston.1,6
Eric Lefkofsky (J)Mitgründer und Direktor des Onlinehandelskonzerns Groupon.3,8
Ben Silbermann (J)Mitgründer und Vorsitzender des Onlinedienstes Pinterest.1,5
Stewart ButterfieldDer Kanadier gründete den Onlinedienst Flickr. Er hat eine jüdische Grossmutter.1,3
Jon OringerEr gründete und leitete den Onlinedienst Shutterstock.1,1
Ginni RomettySie leitete IBM, eines der grössten Beratungs- und IT-Unternehmen der Welt. Sie ist derzeit Mitglied der Trilateralen Kommission und Direktorin von JPMorgan Chase, eine der grössten Banken der Welt.
Mary BarraSie leitet den Autokonzern General Motors.
Bryan Glazer (J)Er kommt aus der Milliardärsfamilie Glazer.
LeBron JamesEin reicher Basketballspieler.1
Oprah WinfreyEine reiche Talkshow-Moderatorin.2,5
Andreas von BechtolsheimDer Tech-Unternehmer kommt aus einer deutschen Adelsfamilie9
René ObermannDer Deutsche war Manager bei vielen deutschen Grosskonzernen und war Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. Er vertritt das US-amerikanische Finanzunternehmen Warburg Pincus in Europa.

Auch führende Journalisten, Universitätspräsidenten, Silicon Valley-Investoren und Portfoliomanager von Finanzkonzernen besuchten die Sun Valley Konferenz.

Übrigens: Die gesammelten Daten von Unternehmen wie Google und Facebook könnte die Tech-Elite dazu nutzen, um zu messen, in welchen Ländern wie viele Menschen an Verschwörungstheorien glauben und wie sich die Szene der Verschwörungstheoretiker entwickelt und wie das Internet Verschwörungsglauben beeinflusst. Google, die mit grossem Abstand meistgenutzte Suchmaschine der Welt, wird über Algorithmen wissen, wer sich für welche Verschwörungstheorien interessiert. Die Google-Gründer sind Juden. Wenn ich an ihrer Stelle wär, würde ich versuchen über die Daten zu messen, wie weit antisemitische Verschwörungstheorien in den jeweiligen Ländern verbreitet sind und wo sie zu- oder abnehmen.

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Haus Bolkiah

Die Bolkiah Familie ist die Herrscherfamilie des asiatischen Kleinstaats Brunei. Die Familie stellt schon seit 500 Jahren den Sultan des Landes. Der Familienüberlieferung nach sind sie Nachkommen der Sultane, die bereits seit dem 14. Jahrhundert über Brunei geherrscht hatten.

Muhammad Shah, der im 14. Jahrhundert lebte, war der erste Sultan des Sultanats Brunei, das von ihm gegründet wurde. Der Legende nach heiratete er eine Prinzessin aus der damaligen Königsfamilie von Singapur. (Quelle: Seite 153) Brunei war damals ein vielfaches grösser als heute und kontrollierte grosse Teile von Borneo. Borneo ist die drittgrösste Insel der Welt und ist heute in drei Länder aufgeteilt: Indonesien, Malaysia und Brunei. Das heutige Sultanat Brunei ist etwa 7-mal kleiner als die Schweiz.

Einer Überlieferung nach heiratete Ong Sum Ping, ein Chinese, in die bruneiische Herrscherfamilie und wurde dadurch ein Vorfahre der heutigen Bolkiah Familie. Er soll mit der chinesischen Kaiserfamilie verwandt gewesen sein. (Quelle)

Sharif Ali, der im 15. Jahrhundert lebte, war der dritte Sultan von Brunei. Er hatte die Tochter des vorherigen Sultans geheiratet. Sharif Ali war der Legende nach ein Nachkomme des Islamgründers Mohammed, der im 6. und 7. Jahrhundert gelebt hatte. Sharif Ali gilt als ein Vorfahre der heutigen bruneiischen Herrscherfamilie, die somit womöglich Nachkommen des Propheten Mohammed sind. (Quelle: 1, 2, 3) Mehrere führende muslimische Aristokratenfamilien stammen angeblich von Mohammed ab, unter anderem die Königsfamilien von Jordanien und Marokko, die Kontakt zum heutigen Sultan von Brunei haben.

Der 5. Sultan von Brunei war Bolkiah (starb 1524). Der Legende nach heiratete er in die Königsfamilie von Sulu (liegt in den heutigen Philippinen). (Quelle)

Der Engländer James Brooke half dem bruneiischen Sultan Omar Ali Saifuddin II. (1799-1852) militärisch einen Aufstand niederzuschlagen. Als Belohnung erhielt James Brooke einen Adelstitel vom Sultan und durfte das Königreich Sarawak in Malaysia gründen, über das er fortan herrschte. James Brooke war Freimaurer und wurde von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen (Quelle). Er kam mütterlicherseits aus dem Stewart Clan, eine der wichtigsten Familien des schottischen Adels. Die Brooke Familie regierte bis 1946 über Sarawak und stand in engem Kontakt zur britischen Kolonialelite.

Brunei gehört wie gesagt zur Insel Borneo. Durch die Kolonialisierung kamen europäische Grossmächte zu Einfluss in Borneo. Der nördliche Teil der grossen Insel, der die heutigen Staaten Malaysia und Brunei ausmacht, geriet unter den Einfluss der Briten, während der südliche Teil, der das heutige Indonesien ausmacht, von den Niederländern kontrolliert wurde. Indonesien war die wichtigste Kolonie des niederländischen Königreiches.

Von 1888 bis 1984, also fast 100 Jahre lang, war Brunei ein britisches Protektorat und stand somit unter dem Einfluss der britischen Kolonialelite. Seit der erlangten Unabhängigkeit gehört Brunei zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Sultan Omar Ali Saifuddien III. (1914-1986) erhielt zwei Orden von der britischen Königsfamilie.

Die bruneiische Herrscherfamilie hat bis heute Kontakt zur britischen Königsfamilie. Der heutige Sultan Hassanal Bolkiah (*1946) traf in den letzten Jahrzehnten Königsfamilien aus Europa, Asien, Afrika und der arabischen Welt. Er erhielt Orden von mehreren Königsfamilien. In seiner Funktion als Staatsoberhaupt traf er auch viele Staatschefs, darunter Angela Merkel, Joe Biden, Wladimir Putin und Xi Jinping.

Die bruneiische Herrscherfamilie pflegt schon seit Jahrhunderten ein enges Verhältnis zu malaysischen Aristokraten. Malaysia ist das einzige Nachbarland von Brunei. Die beiden Länder haben den Islam als Staatsreligion und die Herrscherfamilien gehören dem Islam an.

Der heutige Sultan Hassanal Bolkiah ist nicht nur Staatsoberhaupt, sondern auch Premier-, Verteidigungs-, Aussen- und Finanzminister sowie oberster Hüter der islamischen Staatsreligion. Noch weitere Mitglieder der Familie besetzten wichtige politische Ämter. Brunei ist eine absolutistische Monarchie und die gesamte Macht liegt beim Sultan. Der Sultan duldet keine freie Presse im Land.

Sultan Hassanal Bolkiah galt von den 80er Jahren bis 1997 als der reichste Mann der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 40 Milliarden US-Dollar. (Quelle: 1, 2, 3) Danach galt Bill Gates als der reichste Mensch. Das heutige Vermögen des Sultans hat einen geschätzten Wert von 28 Milliarden (Quelle). Zu seiner Autosammlung sollen 500 Rolls-Royce und 300 Ferraris gehören. Sein Palast ist einer der grössten der Welt und hat über 1700 Räume. Der Sultan gab Trinkgelder in Höhe von 100 000 Dollar.

Im Verhältnis zu seiner geringen Grösse hat Brunei grosse Erdöl- und Erdgasreserven. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl ist Brunei eines der reichsten Länder der Welt. Sultan Hassanal Bolkiah gründete 1983 die Brunei Investment Agency, ein Staatsfonds, der die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft verwaltet. Im Jahr 2018 verwaltete die Brunei Investment Agency nach Angaben des US-Aussenministeriums ein Vermögen im Wert von 170 Milliarden US-Dollar. Der Staatsfonds besitzt auch 5 Sterne-Hotels und weitere Immobilien sowie Anleihen, Aktien, Währungen und Gold. Der Staatsfonds hat zudem viele Investitionen in den USA. (Quelle) Die Brunei Investment Agency wird vom bruneiischen Finanzministerium kontrolliert. Sultan Hassanal Bolkiah ist Finanzminister und man kann daher davon ausgehen, dass der Staatsfonds vom Sultan kontrolliert wird. Brunei gilt als eines der reichsten Länder der Welt.

Sultan Hassanal Bolkiah soll grössere Anteile am britisch-niederländischen Grosskonzern Royal Dutch Shell und am japanischen Grosskonzern Mitsubishi besitzen, die beide Öl- und Gas in Brunei fördern (Quelle). Shell ist schon seit 1929 in Brunei in der Ölindustrie aktiv.

Sultan Hassanal Bolkiah war mit dem berüchtigten saudischen Milliardär Adnan Khashoggi und dem ägyptischen Milliardär Mohamed Al-Fayed verbunden (Quelle).

Als Sultan Hassanal Bolkiah seinen 50. Geburtstag feierte, waren der Popstar Michael Jackson und der britische Prinz Charles zu Gast. Prinz Charles erhielt vom Sultan eine Auszeichnung, die für gewöhnlich nur Personen erhalten, die Blut der bruneiischen Königsfamilie in sich tragen. (Quelle)

Der Sultan wurde von der britischen Queen zum Ritter geschlagen (Quelle).

Mehrere Mitglieder der bruneiischen Königsfamilie studierten in Grossbritannien. Der derzeitige Sultan war auf der Royal Military Academy Sandhurst in Grossbritannien. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

Jefri Bolkiah, ein Bruder des Sultans, soll ein Harem mit 40 Frauen besitzen. Die frühere Miss USA Shannon Marketic verklagte den Prinzen und den Sultan, weil sie von ihnen als Sexsklavin gehalten worden war. Die Klage wurde jedoch fallengelassen, da den Brüdern diplomatische Immunität zuerkannt wurde. (Quelle) Der Sultan wurde übrigens vom Sexualstraftäter Jeffrey Epstein besucht. Epstein war dabei in Begleitung des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Auch Ghislaine Maxwell und Sarah Kellen, zwei Komplizinnen von Epstein, waren dabei (Quelle: 1 und 2).

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Hancock-Rinehart Familie

Gina Rinehart gilt derzeit als die reichste Person Australiens. Zurzeit wird ihr Vermögen auf 28,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im Jahr 2012 galt sie als die reichste Frau der Welt. Sie kontrolliert den Bergbaukonzern Hancock Prospecting, der von ihrem Vater Lang Hancock gegründet wurde, der ebenfalls einer der reichsten Australier war. Ginas Sohn John Hancock ist auch Milliardär mit einem geschätzten Vermögen von 2 Milliarden US-Dollar.

Hancock Prospecting ist das grösste sich vollständig in Familienbesitz befindende australische Unternehmen. Der Konzern konzentriert sich auf die Förderung von Eisenerz und ist einer der grössten Eisenerzproduzenten in Australien. Australien ist das Land mit den grössten Eisenerzreserven. Eisenerz wird zur Herstellung von Stahl benötigt und ist somit systemrelevant. Hancock Prospecting ist auch in der Rohstoffexploration tätig und sucht für andere Bergbaukonzerne nach Rohstoffvorkommen in der Erde. Der Konzern ist zudem in der Landwirtschaft tätig und ist der zweitgrösste Rinderzüchter Australiens.

Lang (Langley) Hancock (1909-1992) wurde als Unternehmer im Bergbau aktiv und kam durch Verträge mit dem britischen Bergbaukonzern Rio Tinto zu Wohlstand. Später gründete er das Bergbauunternehmen Hancock Prospecting, das bis heute von seinen Nachkommen kontrolliert wird. Durch Geschäfte in der Eisenerzindustrie wurde Lang Hancock einer der reichsten Australier. In einem Interview befürwortete er die Sterilisierung der australischen Ureinwohner, um sie auszurotten. (Quelle)

Lang Hancock war mit Emma Hancock Withnell (1842-1928) verwandt, die zu den frühen Siedlern in Westaustralien gehörte. Lang Hancock war ein Cousin von Valston Hancock (1907-1998). (Quelle) Valston Hancock war Chef der Royal Australian Air Force (die australische Luftwaffe) und erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie. Er war auf dem „Royal Military College Duntroon“ gewesen. (Quelle). Die australische Militärakademie wurde 1911 vom damaligen Generalgouverneur (Kolonialgouverneur) William Ward gegründet, der ein britischer Graf und Vertrauter der britischen Königsfamilie war. Australien war früher eine britische Kolonie und gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Queen ist zugleich Staatsoberhaupt von Australien.

Die Milliardärin Gina Rinehart führt seit dem Tod ihres Vaters Lang Hancock das Familienunternehmen. Sie traf die britische Queen (Foto). Gina Rinehart ist der grösste Landbesitzer in Australien und besass 2021 mehr als 9,2 Millionen Hektar. Das ist 1,2 Prozent der gesamten Landmasse Australiens. (Quelle) Sie ist Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Gina Rinehart war früher Hauptaktionärin von Fairfax Media und besass eine Zeit lang fast 19 Prozent der Anteile (Quelle). Fairfax Media war eines der grössten Medienunternehmen Australiens und besass Zeitungen, Magazine und Radiosender. Gina Rinehart besass zudem 10 Prozent von Network 10, einer der meistgesehenen Fernsehsender Australiens (Quelle). Zur selben Zeit waren auch die superreichen Australier James Packer, Lachlan Murdoch und Bruce Gordon Grossaktionäre von Network Ten (Quelle).

Gina Rinehart kennt Lindsay Fox und ist eine gute Freundin von Anthony Pratt. Die zwei Männer sind ebenfalls Milliardäre und gehören zu den reichsten Australiern. (Quelle: 1 und 2)

Gina Rinehart kennt den Bergbaumilliardär Andrew Forrest, der ebenfalls zu den reichsten des Landes gehört. Auch sein Vermögen stammt grösstenteils aus der Eisenerzindustrie. Rinehart und Forrest engagierten sich gegen die Bergbausteuer und hetzten die Bergbauarbeiter gegen die Regierung auf. (Quelle) Rinehart und Forrest kennen den australischen Milliardär Kerry Stokes.

Die hier erwähnten Milliardäre Gina Rinehart, Andrew Forrest, Lachlan Murdoch, Kerry Stokes und Anthony Pratt besuchten zusammen US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus zu einem Dinner. Der US-amerikanische Milliardär Phil Ruffin, ein Geschäftspartner von Donald Trump, war auch dabei sowie der ehemalige US-Politiker Henry Kissinger. (Quelle)

Gina Rinehart ist bekannt dafür, dass sie sich stark für Steuersenkungen und Deregulierung einsetzt. Sie würde in Nordaustralien gerne eine Sonderwirtschaftszone errichten, in der es möglichst geringe Steuern gibt und die Bergbausteuer und Mindestlöhne abgeschafft werden.

Gina Rinehart sorgte für Empörung, als sie in einem Interview sagte, Australien müsse seine Arbeitskosten senken, um mit Afrikanern konkurrieren zu können, die „bereit sind, für weniger als zwei Dollar pro Tag zu arbeiten“. (Quelle) In einem weiteren Interview gab sie Ratschläge für Armutsbetroffene: „Wenn du neidisch auf die bist, die mehr Geld haben, dann sitze nicht einfach da und beschwere dich. Tun Sie selbst etwas, um mehr Geld zu verdienen – verbringen Sie weniger Zeit mit Trinken, Rauchen und Geselligkeit und mehr Zeit mit Arbeit.“ Gina Rineharts Vermögen stammt aus Investitionen und dem von ihrem Vater geerbten Unternehmen. Sie hat ihr Vermögen also nicht wirklich erarbeitet. (Quelle) 2012 wurde geschätzt, dass sie alle 30 Minuten über eine Million US-Dollar verdient (Quelle).

Gina Rineharts Mitarbeiter mussten Vereinbarungen unterzeichnen, niemals mit der Presse über sie oder Hancock Prospecting zu sprechen. Sogar die Kinder von Gina Rinehart mussten eine Vereinbarung unterzeichnen, in der vereinbart wurde, dass sie nichts sagen dürfen, was Rinehart „verunglimpfen“ oder „ihren Ruf in der öffentlichen Meinung herabsetzen“ könnte. (Quelle)

Gina Rinehart leugnet den menschengemachten Klimawandel. In einer Rede behauptete sie, dass Faktoren wie die Entfernung der Erde von der Sonne und Vulkane unter dem Ozean den Klimawandel verursachen (Quelle). Sie half dem britischen Vizegrafen Christopher Monckton bei einer Reihe von Vortragsreisen (Quelle). Der Adlige ist ein sehr engagierter Klimawandel-Leugner, der um die ganze Welt tourt und dabei vor einer kommunistischen Weltregierung warnt. Er ist Adliger in dritter Generation. Sein Vater Gilbert Monckton erhielt mehrere Orden von der britischen Königsfamilie und war Mitglied des Konstantinordens sowie Präsident des Malteserordens in Grossbritannien (Quelle). Der Konstantin- und der Malteserorden sind eng mit dem Vatikan verbunden und führende Hochadelsfamilien sind in den beiden Orden vertreten.

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Aliyev Familie

Ilham Aliyev (*1961) ist seit 2003 Präsident von Aserbaidschan. Sein Vater Heydar Aliyev (1923-2003) war vor ihm seit 1993 Präsident des Landes gewesen.

Von 1920 bis 1991 war Aserbaidschan Teil der kommunistischen Sowjetunion. Davor hatte das Land zum Russischen Kaiserreich gehört. Heydar Aliyev arbeitete ab den 40-erjahren für sowjetische Sicherheits- und Geheimdienste. 1967 wurde er Chef des KGB in Aserbaidschan. Der KGB war der führende Geheimdienst der Sowjetunion und galt als einer der mächtigsten Geheimdienste der Welt. In den 70- und 80-erjahren gehörte Heydar Aliyev zur Parteispitze der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und war oft in Moskau. Bereits sein Schwiegervater Aziz Aliyev (1896-1962) war hochrangiger sowjetischer Politiker gewesen.

1991 zerfiel die Sowjetunion und Aserbaidschan erlangte die Unabhängigkeit von Russland. Heydar Aliyev gründete darauf eine neue Partei, die „Yeni Azərbaycan Partiyası“. 1993 konnte er und seine Partei die Macht im Land übernehmen. Seine Partei regiert seither ununterbrochen in Aserbaidschan und wird bis heute von der Aliyev Familie geleitet.

Heydar Aliyev betrieb einen Personenkult und regierte autoritär. 1998 wurde er wiedergewählt, aber man geht von massivem Wahlbetrug aus. 2003 wurde sein Sohn Ilham Aliyev bei einer weiteren umstrittenen Wahl zum Präsidenten gewählt. Ilham Aliyev gewann auch die drei folgenden Wahlen und herrscht bis heute autoritär über das Land. Bei der Wahl 2013 wurden die Wahlergebnisse versehentlich bereits vor der Wahl veröffentlicht, was ziemlich eindeutig auf Wahlbetrug hindeutet. Trotz abgehaltener Wahlen wird Aserbaidschan nicht als Demokratie anerkannt.

Aserbaidschan besitzt grössere Erdöl- und Erdgasreserven. Präsident Heydar Aliyev gründete 1999 den „State Oil Fund of the Republic of Azerbaijan“, ein Staatsfonds, der die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sammelt und für zukünftige Generationen bewahren soll. Der Staatsfonds verwaltet zurzeit ein Vermögen im Wert von 45 Milliarden US-Dollar. Der Fonds wird von der aserbaidschanischen Regierung kontrolliert und steht unter dem Einfluss der Aliyev Familie. Präsident Ilham Aliyev gründete 2020 die Azerbaijan Investment Holding (AIH), die ebenfalls vom Staat kontrolliert wird und 22 Milliarden US-Dollar verwaltet.

Seit Abschaffung des Kommunismus gibt es eine Privatwirtschaft in Aserbaidschan, aber der Staat ist noch immer der mächtigste Unternehmer des Landes. Der Staat kontrolliert viele der grossen Unternehmen im Land, darunter die International Bank of Azerbaijan, die grösste Bank des Landes.

Man wirft der aserbaidschanischen Elite vor, dass sie sich selbst über staatliche Unternehmen bereichert. Den Aliyevs wird nachgesagt, dass sie Milliardäre sind. Ihr Vermögen wurde auf über 3 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Durch Leaks wurde bekannt, dass die Aliyev Familie Firmen in Steueroasen besitzt.

Die Aliyev Familie besitzt Goldminen. Sie versuchte über Steueroasen zu verschleiern, dass sie der Eigentümer ist, was aber aufgedeckt wurde. (Quelle) Die Aliyev Familie ist an vielen Unternehmen beteiligt und kontrolliert mehrere private Banken in Aserbaidschan, was sie ebenfalls zu verschleiern versucht (Quelle). Über die Regierung kontrolliert sie zudem die staatlichen Banken. Man kann also davon ausgehen, dass die Aliyev Familie ein Grossteil des Bankenwesens in Aserbaidschan kontrolliert und dass sie und ihre Freunde sich über dieses System selbst bereichern.

Die aserbaidschanische Regierung kontrolliert die SOCAR, den staatlichen Öl- und Gaskonzern des Landes. Die SOCAR gehört zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt. Er ist vermutlich einer der korruptesten Energiekonzerne der Welt und die aserbaidschanische Elite hat sich über den Konzern bereichert. Ilham Aliyev war von 1994 bis 2003 Vizepräsident der SOCAR.

SOCAR und Aserbaidschaner waren mit dem Geldwäsche- und Korruptionsskandal auf Malta verbunden, bei dem die Journalistin Daphne Caruana Galizia mit einer Autobombe ermordet wurde (Quelle). Der Chef von SOCAR in Malta musste in Untersuchungshaft und ist der Hauptverdächtige im Fall der ermordeten Journalistin (Quelle).

Wie in fast allen ehemaligen Sowjetstaaten kam auch in Aserbaidschan die organisierte Kriminalität nach Zusammenbruch der Sowjetunion zu grossem Einfluss. Aserbaidschan gilt als ein Mafiastaat. Es gibt die Theorie, dass die KGB-Elite, zu der auch Heydar Aliyev gehörte, während des Zerfalls der Sowjetunion die kriminellen Strukturen mit aufgebaut hatte. Aserbaidschanische Mafiosi sind auch in Russland aktiv.

In diplomatischen Berichten der USA wird Präsident Ilham Aliyev mit einem Mafiaboss verglichen. Die OCCRP, eine Journalisten-Organisation, die über organisierte Kriminalität und Korruption berichtet, ernannte 2012 Ilham Aliyev zur „Person des Jahres“ in der weltweiten Kriminalität und Korruption. Die ironisch gemeinte Auszeichnung wird an Personen vergeben, „die weltweit das meiste für die Förderung von organisierter Kriminalität und Korruption getan haben“. (Quelle) 2018 hat die Danske Bank die Auszeichnung erhalten, die grösste dänische Bank, weil sie in für einen Geldwäscheskandal in Höhe von 230 Milliarden Euro verantwortlich war. Die Bank erbrachte unter anderem illegale Dienstleistungen für die aserbaidschanische Elite und war ein wichtiger Dienstleister der Aliyev Familie. (Quelle) Die Danske Bank wird seit fast 100 Jahren von der dänischen Unternehmerfamilie Møller kontrolliert.

In Aserbaidschan gibt es keine Pressefreiheit und das Land belegt derzeit Platz 154 von 180 auf der Rangliste der Pressefreiheit. Medienschaffende machen sich strafbar und müssen mit Gefängnis rechnen, wenn sie wegen Korruption, Unterschlagung oder Geldwäsche ermitteln. Das Aliyev-Regime verfolgt auch Journalisten, nachdem sie ins Ausland geflohen sind, und belästigt ihre Verwandten. Ein investigativer Reporter, der über Korruption und Vetternwirtschaft berichtete, floh ins benachbarte Georgien, wurde dort jedoch entführt und nach Aserbaidschan zurückgebracht und inhaftiert. Eine Journalistin, die zur Korruption der Aliyev Familie forschte, wurde mit einem Sexvideo erpresst und als sie nicht auf die Erpressung einging, wurde das Video im Internet weit verbreitet. (Quelle)

Die aserbaidschanische Elite ist berüchtigt dafür, mithilfe von Lobbyismus und Korruption Politiker im Ausland zu beeinflussen (Kaviar-Diplomatie). Das Netzwerk ist auch in Deutschland aktiv und hat eine ganze Reihe deutscher Politiker um den Finger gewickelt (Aserbaidschan-Affäre).

Aserbaidschan grenzt an Russland und am Iran. Aserbaidschan hat im Grossen und Ganzen ein besseres Verhältnis zum Westen als zu den antiwestlichen Staaten Russland und Iran. Im Iran leben übrigens viele Aserbaidschaner und machen 15 bis 20 Prozent der iranischen Bevölkerung aus. Sie sind damit die grösste Minderheit im Iran, während die Perser die Mehrheit bilden und die Regierung im Land führen. Die iranische Regierung behauptet, dass Aserbaidschan versucht, die aserbaidschanische Minderheit im Iran gegen die iranische Regierung aufzuhetzen.

Der derzeitige Papst und Jesuit Franziskus besuchte Aserbaidschan und traf dabei Präsident Ilham Aliyev. Eine Stiftung der Aliyev Familie finanzierte Restaurierungsarbeiten im Vatikan, darunter die Restaurierung von zwei Katakomben des Vatikans. (Quelle) Italien war in den letzten Jahren der wichtigste Handelspartner Aserbaidschans, wenn es um aserbaidschanische Exporte geht. Bezüglich Importe ist aber nach wie vor Russland der wichtigste Handelspartner. Seit Dezember 2020 liefert Aserbaidschan Erdgas über eine Pipeline nach Italien.

Da die EU wegen des Krieges in der Ukraine vom russischen Erdgas unabhängig werden möchte, wurde im Juli 2022 bekannt gegeben, dass die EU Gasimporte aus Aserbaidschan verdoppeln will. (Quelle)

Aserbaidschan hat in den letzten Jahren ein enges Verhältnis zur Türkei aufgebaut und versorgt das Land mit Erdgas. Die Türkei ist neben Italien und Russland der wichtigste Handelspartner Aserbaidschans. Die Türken und die Aserbaidschaner sind beide mehrheitlich muslimisch und gehören zu den Turkvölkern.

Als das aserbaidschanische Militär 2020 in einem Krieg Bergkarabach erobern konnte, geschah dies mit Waffen und Drohnen aus der Türkei und Israel (Quelle). Laut Recherchen des SPIEGEL stellte die türkische Regierung zudem mindestens 1000 syrische Söldner zur Verfügung, die an der Seite des aserbaidschanischen Militärs kämpften (Quelle). Der türkische Präsident Recep Erdogan begrüsste die militärische Eroberung und nahm nach dem Krieg an der Siegesparade des aserbaidschanischen Militärs teil (Quelle).

Aserbaidschan arbeitet im Rohstoffmarkt und Rüstungsbereich stark mit Israel zusammen (Quelle). In einem internen Memo beschreibt Präsident Ilham Aliyev die Beziehungen Aserbaidschans zu Israel als einen Eisberg: „Neun Zehntel davon befinden sich unter der Oberfläche“. Es wird gemunkelt, dass die beiden Länder an einer antiiranischen Allianz arbeiten. (Quelle) Israel gehörte zu einem der ersten Länder der Welt, die Aserbaidschan nur wenige Wochen nach Erklärung der Unabhängigkeit von der Sowjetunion anerkannten. Israel bezieht rund 40 Prozent seines Erdölbedarfs aus Aserbaidschan. (Quelle) Neben hochrangigen israelischen Politikern traf Ilham Aliyev auch den US-amerikanischen Milliardär Ronald Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Ilham Aliyev hatte Kontakt zu weiteren jüdischen Organisationen, darunter Bnai Brith. (Quelle) Ilham Aliyev gibt sich als grosser Philosemit, aber vielleicht erhofft er sich auch nur Vorteile durch diese Beziehungen. Er traf in Frankreich den französischen Bankier David de Rothschild aus der berühmten jüdischen Rothschild Familie. Die beiden sprachen über die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und der Rothschild Bank. Die Rothschild Bank ist bei der Privatisierung in Aserbaidschan präsent. Bereits der Grossvater von David de Rothschild war in Aserbaidschan aktiv. (Quelle) Ilhams Frau und ihre Tochter Leyla trafen ebenfalls David de Rothschild (Quelle).

Ilham Aliyev erhielt Orden von den Königsfamilien von Saudi-Arabien und Kuwait. Er erhielt zwei Orden von der russisch-orthodoxen Kirche. (Quelle) Seine Tochter Leyla Aliyeva erhielt ebenfalls ein Orden von der russisch-orthodoxen Kirche (Quelle).

Ilham Aliyev traf Hochadlige wie den britischen Prinzen Charles, den belgischen König Philippe und den monegassischen Fürsten Albert II. (Quelle: 1, 2, 3)

Ilham Aliyev besuchte das Weltwirtschaftsforum (WEF) und traf dabei Klaus Schwab (Quelle). In Davos traf Ilham Aliyev auch die berühmten US-amerikanischen Milliardäre George Soros und Bill Gates (Quelle: 1 und 2).

Die Präsidententochter Leyla Aliyeva war mit dem aserbaidschanischen Sänger Emin Agalarov verheiratet. Dessen Vater ist der Immobilienmilliardär Aras Agalarov. Die Agalarov Familie hat schon seit Jahren Kontakt zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und seiner Familie (Quelle). Aras Agalarov hatte das Treffen 2016 im Trump Tower zwischen Vertretern der Trump-Kampagne und russischen Lobbyisten arrangiert (Quelle). Ilham Aliyev traf in seiner Funktion als Präsident viele Staatsoberhäupter, darunter Donald Trump. Nach Angaben des Geheimdienstausschusses des US-Senats habe Aras Agalarov erhebliche Verbindungen zur russischen Mafia und sei eng mit Personen verbunden, die an Drogen- und Waffenhandel sowie an Mord, Prostitution, Entführung, Erpressung und Geldwäsche beteiligt sind (Quelle). Der russische Präsident Putin verlieh Aras Agalarov einen Orden (Quelle). Aras Agalarov ist geschäftlich in Russland aktiv, wie mehrere aserbaidschanische Milliardäre. Präsident Ilham Aliyev traf weitere aserbaidschanische Milliardäre, darunter God Nisanov, ehemaliger Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses, und Vagit Alekperov, der den Öl- und Gaskonzern Lukoil kontrolliert, das grösste nichstaatliche Unternehmen Russlands.

Übrigens: Zur Sowjetzeit war die Freimaurerei in Aserbaidschan verboten. Eine türkischsprachige Freimaurerloge in Washington plante seit dem Jahr 2000, die Freimaurerei in Aserbaidschan einzuführen. Dabei erhielt sie starke Unterstützung von den Grosslogen aus Russland und der Türkei (die Freimaurer sind in der Türkei sehr gut etabliert). Mit Erlaubnis der aserbaidschanischen Behörden wurde 2008 die erste Freimaurerloge in Aserbaidschan gegründet. Auf der Website der Grossloge von Aserbaidschan steht: „Aufgrund der sensiblen politischen Situation in Aserbaidschan werden die Kandidaten sehr sorgfältig und nach einer Reihe von Interviews und langen Wartezeiten ausgewählt.“ (Quelle: 1 und 2)

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Idemitsu Familie

Die japanische Idemitsu Familie gründete 1911 ein Handelshaus, aus dem sich der heutige Erdölkonzern Idemitsu Kōsan entwickelte. Idemitsu Kōsan ist einer der grössten asiatischen Ölkonzerne. Soviel ich weiss, ist Idemitsu Kōsan neben Reliance Industries derzeit nach Umsatz das grösste Familienunternehmen in der weltweiten Erdölindustrie. Es gibt aber noch grössere Ölkonzerne, die mit Familien verbunden sind. Der Ölkonzern Saudi Aramco steht unter dem Einfluss der saudischen Königsfamilie und der Ölkonzern Shell wurde früher von der niederländischen Königsfamilie und den Familien Samuel und Loudon kontrolliert. Der Vorgänger des Ölkonzerns Exxon wurde von der Rockefeller Familie kontrolliert.

Bis 2006 wurde der Ölkonzern Idemitsu Kōsan von der Idemitsu Familie kontrolliert und ging dann an die Börse. Derzeit ist die Familie mit 9 Prozent zweitgrösster Aktionär des Unternehmens und das Idemitsu Museum besitzt knapp 7 Prozent. Der Ölkonzern der saudischen Königsfamilie besitzt 7,7 Prozent von Idemitsu Kōsan. Die restlichen Hauptaktionäre sind japanische Banken. (Stand: 31.3.2022) Im Jahr 2018 hielt die Familie noch etwa 28 Prozent der Anteile.

Idemitsu Kōsan besitzt viele Tankstellen in Japan und Australien. Das Unternehmen fördert auch Kohle und ist seit mehr als 40 Jahren im australischen Kohlebergbau aktiv.

Shosuke Idemitsu war Ehrenvorsitzender und grösster Einzelaktionär von Idemitsu Kōsan. Er war eine Zeit lang Milliardär und 2007 wurde sein Vermögen auf 895 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Derzeit vertritt Masakazu Idemitsu die Familie als Direktor bei Idemitsu Kōsan.

Die Idemitsu Familie ist und war über Heiraten mit mehreren Managern verschwägert, die bei japanischen Grosskonzernen führende Positionen besetzten (Quelle).

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Wendel und Seillière Familie

Die französischen Familien Wendel und Seillière sind schon seit über 300 Jahren unternehmerisch aktiv. Heute sind die beiden Familien über eine Heirat verbunden und sie kannten sich bereits im 18. Jahrhundert. Sie heirateten in den französischen Adel und die Seillière Familie wurde in den Adel aufgenommen.

Die Wendel Familie

Jean-Martin Wendel (1665-1737) wurde in der Eisenherstellung aktiv und kam dadurch zu Wohlstand. Der Herzog von Lothringen verlieh ihm einen Adelstitel. Seine Nachkommen waren weiterhin in der Eisenherstellung tätig. Mehrere Familienmitglieder besetzten politische Ämter in Moselle.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dominierte die Wendel Familie die Stahlindustrie in Frankreich und galt als eine der mächtigsten Industriellenfamilien des Landes. Verschwörungstheoretiker glaubten damals, dass die Wendels zu den 200 Familien gehören, die angeblich Frankreich kontrollieren. Die 200 Familien beziehen sich auf die damals 200 grössten Aktionäre der französischen Zentralbank, welche die Zentralbank bis zur Verstaatlichung 1936 kontrollierten (neben Wendel wären das Rothschild, Hottinguer, Schneider, Lazard, Mallet, Goüin und so weiter).

Die Wendel Familie war 1929 der grösste Arbeitgeber in Frankreich. Francois de Wendel (1874-1949) ging auf ein Jesuitengymnasium (die Wendels waren oder sind noch immer katholisch). Er gehörte von 1913 bis 1936 zur Führung der französischen Zentralbank. Sein Schwiegervater war Chef der französischen Marine. Die Wendel Familie war an vielen französischen Unternehmen beteiligt, bei denen Francois und sein Bruder Maurice Wendel (1879-1961) Vorstandsposten besetzten. Darunter waren Bergbau- und Kohleunternehmen sowie Versicherungen. Die zwei wichtigsten verbundenen Unternehmen waren Suez und die BUP. (Quelle: 1 und 2) Suez war ein Vorläufer des heutigen Energiekonzerns Engie. Die BUP war eine der führenden französischen Investmentbanken und wurde durch Fusionen Teil der Société Générale, eine der weltweit grössten Banken. Die BUP war von den Bankiersfamilien Hottinguer, Mirabaud, Neuflize, Mallet und Vernes gegründet worden.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Frankreich von Deutschland besetzt. Fabriken der Wendel Familie wurden auf Befehl der Nazis enteignet.

In der Nachkriegszeit waren die Wendels weiterhin die führenden Stahlunternehmer in Frankreich. Ihre beiden Stahlkonzerne, Sollac und Sacilor, wurden in den 80er-Jahren verstaatlicht und sind Vorläufer des heutigen internationalen Stahlkonzerns ArcelorMittal, der derzeit zweitgrösste Stahlproduzent der Welt.

Sophie Boegner (*1952) ist über ihre Mutter mit der Wendel Familie verwandt. Ihre Schwester heiratete den französischen Politiker und Herzog Josselin de Rohan.

Die Wendel Familie war und ist mit französischen Politikern und Militärs verwandt, darunter mit mehreren Ministern. Die Familie heiratete in mehrere französische Adelsfamilien. Zum erweiterten Familienkreis der Wendels gehören die Adelsfamilien Noailles, La Rochefoucauld und Hauteclocque sowie die Milliardärsfamilie Peugeot. Der Wendel-Clan zählt mehr als 1000 Mitglieder. (Quelle) Der Grossteil davon trägt nicht den Namen Wendel und viele davon gehören zum französischen Adel.

2023 wurde das Vermögen der Wendel Familie auf 1,8 Milliarden Euro (etwa 2 Milliarden US-Dollar) geschätzt. (Quelle)

Guy de Wendel (1878-1955) heiratete in die Argyropoulos Familie, die zur griechischen Elite gehört.

Der Wendel-Konzern

Die Wendel Familie gründete im Jahr 2002 eine eigene Investmentgesellschaft, die den Namen Wendel trägt. Die Familie besitzt derzeit über die Hälfte der Stimmrechte am Unternehmen. Der Jahresumsatz des Wendel-Konzerns lag in den letzten Jahren bei über 8 Milliarden US-Dollar. Wendel gehört damit zu den 20 grössten französischen Familienunternehmen. Wendel ist an folgenden Unternehmen beteiligt:

  • Wendel ist mit einem Anteil von 35 Prozent Hauptaktionär des französischen Prüfdienstleisters Bureau Veritas. Bureau Veritas ist eines der weltweit grössten Dienstleistungsunternehmen für Zertifizierungen, Klassifikationen, Prüfungen und Inspektionen. 2021 lag der Jahresumsatz bei knapp 5 Milliarden Euro.
  • Wendel ist mit einem Anteil von 19 Prozent zweitgrösster Aktionär des Telekommunikationsunternehmen IHS Towers. Dieses baut, vermietet und verwaltet Telekommunikationstürme. IHS Towers ist mit rund 38 000 Türmen einer der Marktführer und konzentriert sich auf Afrika, den Nahen Osten und Lateinamerika. Das afrikanische Unternehmen ist seit 2021 an der New Yorker Börse notiert. IHS Towers wurde in Nigeria vom amerikanisch-libanesischen Geschäftsmann Sam Darwin gegründet. 2021 lag der Jahresumsatz bei knapp 1,6 Milliarden Euro.
  • Wendel ist mit einem Anteil von 23,4 Prozent Grossaktionär von Tarkett. Das französische Unternehmen stellt Bodenbeläge her. 2021 lag der Jahresumsatz bei knapp 2,8 Milliarden Euro.
  • Wendel besitzt 60 Prozent des österreichischen Verpackungsunternehmens Constantia Flexibles. 2021 lag der Jahresumsatz bei 1,6 Milliarden Euro.
  • Wendel besitzt knapp 67,8 Prozent des niederländischen Spezialchemieunternehmens Stahl. 2021 lag der Jahresumsatz bei 831 Millionen Euro.

(Stand: 2021)

Wendel besitzt seit 2022 ACAMS, den weltweit führenden Anbieter von Trainings- und Zertifizierungsdiensten im Kampf gegen Geldwäsche und der Prävention von Finanzkriminalität.

Bis vor wenigen Jahren war Wendel noch an weiteren kleineren Unternehmen beteiligt.

Wendel war mehrere Jahre lang Grossaktionär des Industriekonzerns Saint-Gobain und besass eine Zeit lang über 20 Prozent der Anteile. Saint-Gobain ist einer der grössten französischen Konzerne und wurde 1665 vom französischen König gegründet. Saint-Gobain gilt als eines der ältesten Grossunternehmen der Welt.

Wendel besass mehrere Jahre lang den französischen Grossverlag Editis, der inzwischen zum Medienkonzern Vivendi gehört.

Wendel erwarb 2002 zusammen mit KKR den Industriekonzern Legrand. Dieser ist das vermutlich führende französischen Unternehmen im Bereich elektrische und digitale Gebäudeinfrastrukturen und ist auch in der Smart Home-Industrie aktiv.

Seit 2012 hat Wendel eine Milliarde US-Dollar in Afrika investiert (Quelle). Viele französische Grossunternehmen sind auch in Afrika aktiv. Frankreich kontrollierte im 19. Jahrhundert durch die Kolonialisierung grosse Teile des afrikanischen Kontinents und französische Grossbanken spielten eine wichtige Rolle in der Kolonialwirtschaft.

Die US-amerikanische Investmentbank „Arnhold and S. Bleichroeder“ war früher einer der Hauptaktionäre des Wendel-Konzerns (Quelle). Die Bank geht auf die deutschen Bankiersfamilien Arnhold und Bleichroeder zurück.

Baron Ernest-Antoine Seillière

Baron Ernest-Antoine Seillière (*1937) ist ein Erbe der Wendel Familie und leitete den Wendel-Konzern. Er kommt mütterlicherseits aus der Wendel Familie und väterlicherseits aus der Seillière Familie, die eine der führenden katholischen Bankiersfamilien war. Er erbte von seinem Vater den Titel eines Barons, der sein Grossvater vom Papst erhalten hatte (Quelle).

Baron Ernest-Antoine Seillière war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle). Er hielt eine Rede vor der Trilateralen Kommission (Quelle). Er war Präsident des Nationalen Rates der französischen Arbeitgeber und vertrat leidenschaftlich die Interessen der Arbeitgeber.

Baron Ernest-Antoine Seillière ist seit seiner Kindheit mit Michel David-Weill befreundet. (Quelle). Dieser ist das Oberhaupt der David-Weill Familie, eine der mächtigsten französischen Bankiersfamilien. Ernest-Antoine, seine Frau und seine Tochter Valentine kennen weitere superreiche Familien der französischen Elite, darunter Arnault, Peugeot, Dassault, Aga Khan und Lagardère.

Bei einer Geburtstagsfeier Baron Ernest-Antoine Seillière waren Michel David-Weill, André Bettencourt sowie Guy und David de Rothschild. (Quelle)

Baron Ernest-Antoine Seillière war mit dem verstorbenen Milliardär Paul Desmarais befreundet (Quelle). Die Desmarais Familie ist eine der mächtigsten Familien Kanadas und hat viel Kontakt zur französischen Wirtschaftselite.

Die Frau von Ernest-Antoine ist Mitglied des „Cercle du Grand Théâtre de Genève“, dessen Mitglieder das Opernhaus in der Schweizer Stadt Genf unterstützen. Zum Opern-Cercle gehören derzeit Mitglieder der Schweizer Milliardärsfamilien Hoffmann, Odier, Pictet und Maus sowie mehrere Banker aus Genf. Hinzu kommen ein französischer Herzog, die Ehefrau des französischen Multimilliardärs Gerard Wertheimer, Prinz Amyn Aga Khan, ein Markgraf aus der italienischen Adelsfamilie Spinola und eine Gräfin aus der italienischen Adelsfamilie Brandolini d’Adda sowie Eva Lundin (sie ist die Witwe des schwedischen Rohstoffunternehmers Adolf Lundin und ist mit der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg verschwägert). (Stand:20.8.2022) (Quelle)

Baron Ernest-Antoine Seillière leitete die Holding CGIP, die der Vorläufer des heutigen Wendel-Konzerns war. Unter Ernest-Antoine Seillière finanzierte die CGIP den Aufbau der französischen Konzerne Capgemini und Valeo mit. Valeo ist einer der grössten Automobilzulieferer der Welt und Capgemini ist einer der weltweit grössten IT-Konzerne. Ernest-Antoine Seillière finanzierte auch die Anfänge des Biotechnologiekonzerns BioMérieux und der Optikerkette des Geschäftsmanns Alain Afflelou. (Quelle) Die schweizerisch-britische Investmentbank UBS Warburg besass 9 Prozent von CGIP (Quelle).

Die Seillière Familie

Florentin Seillière (1744-1825) kam durch Handel und Bankgeschäfte zu grossem Wohlstand. Er erhielt vom französischen Kaiser Napoleon den Titel eines Barons, der von der späteren Königsfamilie Bourbon bestätigt wurde. Er gründete 1807 die Banque Seillière, eine Familienbank.

Die Banque Seillière war eng mit der Wendel Familie verbunden sowie auch mit der Industriellenfamilien Schneider (Quelle).

Baron François-Alexandre Seillière (1782-1850) war Bankier und besass Fabriken. Sein Schwiegervater Guillaume Gibert gehörte zur Führung der französischen Zentralbank.

Baron Florentin-Achille Seillière (1813-1873) war Direktor eines grossen Eisenbahnunternehmens. Er war Mitgründer und Direktor der Crédit mobilier. Die französische Bank wurde 1852 von den Bankiersfamilien Pereire und Fould gegründet. Die Crédit mobilier war bis zu ihrem Zusammenbruch 1867 einer der grössten Kreditgeber und Investoren Europas. Zur Führung der Crédit Mobilier gehörten Mitglieder aus weiteren einflussreichen französischen Bankiersfamilien, wie André, Günzburg und Goüin.

Baron Florentin-Achille Seillière war Gründungs- und Grossaktionär der „Banque de Paris“ und ihres Nachfolgers Paribas. Paribas war eine der führenden französischen Investmentbanken und ist der Vorläufer der heutigen BNP Paribas, eine der grössten Banken der Welt. Zu den Gründern der Paribas Bank gehörten auch Mitglieder der Bankiersfamilien Stern, HentschBamberger, Goüin und Fould.

Baron Florentin-Achille Seillière war Mitgründer der Ottoman Bank. Die Ottoman Bank war die Zentralbank des Osmanischen Reiches und wurde von Briten und Franzosen kontrolliert. Laut dem französischen Wikipedia war Florentin-Achille Seillière auch Direktor der Grossbank „Crédit foncier de France“, die heute zur BPCE gehört, eine der grössten französischen Banken.

Baron Florentin-Achille Seillière vergab einen grossen Kredit an den führenden deutschen Industriellen Alfred Krupp. Florentin-Achille gab prächtige Partys, bei denen europäische Aristokraten zu Gast waren, darunter der damalige britische Prinz von Wales, ein Vertrauter der Seillière Familie. (Quelle)

Edgar-Aimé Seillière (1835-1870) heiratete in die Adelsfamilie Laborde. Der Familiengründer Jean-Joseph de Laborde (1724-1794) war Hofbankier des französischen Königs und wurde zum Markgrafen geadelt. Sein heutiger Nachkomme Ernest-Antoine Seillière, der Chef des Wendel-Konzerns war, trägt zusätzlich den Namen Laborde.

Jeanne Seillière (1839-1905) heiratete einen Herzog aus der Adelsfamilie Talleyrand-Périgord. Ihr gemeinsamer Sohn heiratete die US-Amerikanerin Anna Gould. Ihr Vater Jay Gould gilt als einer der reichsten Amerikaner der Geschichte. Die Gould Familie gehört bis heute zur Elite der USA.

Ernest Seillière (1866-1955) erhielt vom Papst den Adelstitel eines Barons. Sein Schwiegervater Charles Demachy war Präsident der bereits erwähnten Paribas Bank. Charles Vater war ein Partner der Seillière Bank und gehörte zur Führung der französischen Zentralbank.

1999 fusionierte die Banque Seillière mit der Privatbank „Neuflize Schlumberger Mallet“, deren Vorläufer auf die französischen Bankiersfamilien André, Neuflize, Schlumberger und Mallet zurückgehen. Durch eine weitere Fusion entstand 2006 Neuflize OBC, die zur niederländischen Grossbank ABN AMRO gehört. Neuflize OBC konzentriert sich auf Private Banking und verwaltet über 50 Milliarden US-Dollar.

Die Seillière Familie heiratete in mehrere französische Adelsfamilien.

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Haus Karađorđević

Die serbische Hochadelsfamilie Karađorđević herrschte im 19. Jahrhundert zeitweise über Serbien. 1918 gründete sie das Königreich Jugoslawien, zu dem neben Serbien auch die heutigen Staaten Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo und Mazedonien gehörten. Die Familie herrschte bis 1941 über Jugoslawien, als dort die Monarchie abgeschafft wurde.

Die Familie konnte durch politische Verschwörungen dreimal die Macht in Serbien ergreifen, aber die Familie wurde auch selbst Opfer von Verschwörungen.

Haus Karađorđević und die serbische Freimaurerei im 19. Jahrhundert

Đorđe Petrović (starb 1817) war der Begründer der Karađorđević Familie. Er nannte sich Karađorđe und war der Anführer des serbischen Aufstands, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts stattfand und zu Serbiens Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich führte. Davor war Serbien über 300 Jahre lang vom Osmanischen Reich kontrolliert worden. 1815 wurde Serbien zu einem Fürstentum, das von Miloš Obrenović regiert wurde. Er war ebenfalls ein Anführer der serbischen Unabhängigkeitsbewegung. Der osmanische Sultan akzeptierte schliesslich Miloš Obrenović als souveränen Fürsten. Obrenović liess Karađorđe ermorden und schickte dessen Kopf an den Sultan, um sich beim osmanischen Herrscher einzuschmeicheln.

Die Freimaurerei wurde Ende des 18. Jahrhunderts in Serbien aktiv. Der Familiengründer Đorđe Petrović-Karađorđe hatte Ende des 18. Jahrhunderts in Österreich gelebt und dort in der Armee der österreichischen Königsfamilie Habsburg gedient. Dort kam er mit Freimaurern in Kontakt. Laut dem Historiker Zoran Nenezić war er zur Zeit des serbischen Aufstandes eng mit Freimaurern verbunden und viele der Anführer des Aufstandes seien Mitglied in derselben Freimaurerloge gewesen (Quelle: 1 und 2). Zoran Nenezić kann als glaubwürdige Quelle angesehen werden, da er ein hochrangiger Freimaurer war. 1990 wurde er der erste Grossmeister der heutigen serbischen Freimaurergrossloge und 1991 übernahm er das Amt des Grosskommandanten (Vorsitzender) des Obersten Rates der serbischen Freimaurer (Quelle).

Die Freimaurer in Serbien unterstützten zwar die serbische Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich, aber waren anscheinend nicht türkenfeindlich eingestellt, da auch viele Türken bei den serbischen Freimaurern waren. Die serbische Freimaurerei war von Anfang an multikulturell und hatte Christen (darunter Geistliche der orthodoxen Kirche), Muslime und Juden in ihren Reihen. Zu den damaligen Mitgliedern gehörten Serben, Türken, Griechen, Rumänen und Reisende aus vielen weiteren europäischen Ländern.

1835 bekam Serbien seine erste Verfassung, die vermutlich unter massgeblichem Einfluss serbischer Freimaurer entstand (Quelle).

Der Familiengründer Đorđe Petrović-Karađorđe war Mitglied der Filiki Eteria, ein griechischer Geheimbund. Der Bund wollte, dass auch Griechenland unabhängig vom Osmanischen Reich wird. (Quelle: 1 und 2) Zur Filiki Eteria gehörten führende Köpfe der griechischen Unabhängigkeitsbewegung, wovon mehrere Freimaurer waren. Die Gründer der Filiki Eteria waren die Griechen Nikolaos Skoufas und Athanasios Tsakalov. Die beiden waren Freimaurer. Hier eine Liste von bemerkenswerten griechischen Freimaurern. 1821 begann schliesslich der Unabhängigkeitskrieg der Griechen gegen die fast 400-jährige Fremdherrschaft des Osmanischen Reiches. Die Freimaurer unterstützten die Revolution über ihr Netzwerk und mehrere Freimaurerlogen unterstützten die Revolutionäre finanziell. Italienische Freimaurer hatten 1782 die erste griechische Loge gegründet und 1811 wurde die erste griechische Grossloge gegründet. (Quelle)

Die Obrenović Familie herrschte als Fürstenfamilie bis 1842 über Serbien, als Fürst Mihailo Obrenović ermordet wurde. Er war Freimaurer. Laut der serbischen Grossloge waren Freimaurer in die Ermordung von Mihailo Obrenović verwickelt (Quelle). Durch die Ermordung konnte Aleksandar Karađorđević (1806-1885) die Macht übernehmen und wurde zum Fürsten von Serbien. Man vermutet, dass er ein Drahtzieher der Ermordung von Mihailo Obrenović war. Aleksandar war der Sohn des Familiengründers Đorđe Petrović-Karađorđe, der wie gesagt von der Obrenović Familie ermordet wurde. Da sie seinen Vater ermordet hatten, wird Aleksandar Karađorđević die Obrenović Familie nicht gemocht haben. Die Frau von Aleksandar Karađorđević war eine Enkelin von Mladen Milovanović und Jakov Nenadovic. Die beiden Männer hatten nach dem serbischen Aufstand zusammen mit Đorđe Petrović-Karađorđe die serbische Regierung geführt.

In der serbischen Stadt Belgrad wurde 1842 (in dem Jahr kam Aleksandar Karađorđević an die Macht) eine Freimaurerloge mit dem Namen „Ali Koç“ gegründet, die europaweit mit Freimaurern vernetzt war. Der deutsche Kaiser Wilhelm I. und der türkische Sultan Abdülaziz waren Ehrenmitglieder der Loge, das behauptet zumindest die heutige serbische Grossloge. (Quelle) In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die serbische Freimaurerei Kontakte zu den italienischen Freimaurern und es gab Verbindungen zu den hochrangigen italienischen Freimaurern Garibaldi und Mazzini. Der italienische Grossorient (Grossloge von Italien) hatte Ende des 18. Jahrhunderts den Aufbau der Freimaurerei in Serbien unterstützt. (Quelle: 1 und 2)

Kleopatra Karađorđević (1835-1855) heiratete Milan Petronijevic, ein serbischer Botschafter und Aussenminister.

Jelena Karađorđević (1846-1867) heiratete den Politiker Đorđe Simić, der 1894 und 1896 die serbische Regierung führte.

1858 musste Aleksandar Karađorđević abtreten und die Obrenović Familie konnte wieder die Macht übernehmen. 1882 gründete die Obrenović Familie das Königreich Serbien, über das sie fortan herrschte.

Haus Karađorđević und die serbische Freimaurerei im 20. Jahrhundert

1903 wurde König Aleksandar Obrenović und seine Frau ermordet. Dadurch konnte Peter Karađorđević (1844-1921) den Thron besteigen und herrschte als König Peter I. bis zu seinem Tod über Serbien. Er war ein Sohn des serbischen Fürsten Aleksandar Karađorđević. König Peter I. heiratete in die Königsfamilie von Montenegro (ein Nachbarland von Serbien). Er war Freimaurer (Quelle: 1, 2, 3). Er wurde angeblich in Frankreich in die Freimaurerei aufgenommen und soll mit dem französischen General und Freimaurer Paul Peigné befreundet gewesen sein. Paul Peigné war Grossmeister der „Grande Loge de France“ (nicht zu verwechseln mit dem französischen Grossorient).

Der serbische Offizier Dragutin Dimitrijević war massgeblich an der Ermordung von König Aleksandar Obrenović und seiner Frau beteiligt gewesen. Dragutin Dimitrijević war 1911 Mitgründer der „Schwarzen Hand“, ein nationalistischer Geheimbund, der die Gründung eines Grossserbiens plante. Die Mitglieder wollten, dass Bosnien-Herzegowina unabhängig von Österreich wird und mit Serbien einen gemeinsamen Staat bildet. Mitglieder der „Schwarzen Hand“, darunter Dragutin Dimitrijević, planten das Attentat von Sarajevo, bei dem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand (aus dem Haus Habsburg) und seine Frau erschossen wurden. Das Attentat von Sarajevo gilt als ein wichtiges Ereignis, das zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges beitrug. Im Konflikt zwischen Österreich und Serbien versicherte das Deutsche Kaiserreich seine Unterstützung für Österreich, während das Russische Kaiserreich sich als Beschützer Serbiens sah. Die serbische Prinzessin Helen Karađorđević (1884-1962) hatte einige Jahre zuvor in die russische Kaiserfamilie geheiratet, was sicherlich zur Freundschaft der beiden Länder beitrug. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Sachsen-Altenburg. 1917, während des Weltkrieges, liess die Karađorđević Familie die Schwarze Hand auflösen und deren Führer wurden wegen angeblichen Hochverrats hingerichtet.

Prinz Arsenije Karađorđević (1859-1938) heiratete in den russischen Hochadel und war Offizier der russischen Armee. Seine Frau kam aus der russischen Adelsfamilie Demidow, die im 18. und 19. Jahrhundert führende Unternehmer im russischen Bergbau und der Eisenherstellung waren. Die Frau von Prinz Arsenije kam mütterlicherseits aus der russischen Adelsfamilie Trubezkoi. Die Familie ging aus der Uradelsdynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas (starb 1341) abstammt.

Nach dem Ersten Weltkrieg stand die Karađorđević Familie auf der Seite der Siegermächte. Dadurch konnte die Familie das Königreich Jugoslawien gründen, zu dem auch heutige Staaten Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo und Mazedonien gehörten. Die Karađorđević Familie herrschte bis 1941 über Jugoslawien.

Der Freimaurer Georg Weifert war ein Unterstützer des Staatsstreiches 1903 gewesen, durch den die Karađorđević Familie den serbischen Thron besteigen konnte. 1912 wurde Georg Weifert der erste Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der serbischen Freimaurer. Im selben Jahr sorgte er dafür, dass die serbischen Freimaurer vom Ausland unabhängig wurden, vor allem von der ungarischen Grossloge, die damals in Serbien bestimmend war. Nach der Gründung des Königreichs Jugoslawien gründete Georg Weifert 1922 die Grossloge von Jugoslawien. Er war als Bergbau- und Brauunternehmer aktiv und galt als einer der reichsten Männer in Serbien. Er wurde der erste Gouverneur der Zentralbank von Jugoslawien, die auf Initiative der Königsfamilie gegründet wurde. In Jugoslawien bestand die Freimaurerei zwischen den beiden Weltkriegen aus der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Elite. Auch die geistliche Elite war mit Priestern der orthodoxen und römisch-katholischen Kirche sowie mit Rabbis in der jugoslawischen Freimaurerei vertreten. (Quelle: 1, 2, 3) Übrigens: Die erste bekannte Freimaurerloge im jugoslawischen Raum war 1764 in Kroatien gegründet worden und Graf Ivan Drašković war ihr erster Logenmeister gewesen. Die kroatische Adelsfamilie Drašković war eng mit der österreichischen Herrscherfamilie Habsburg verbunden, die damals auch über Kroatien herrschte.

Der jugoslawische König Alexander I. (1888-1934) aus der Karađorđević Familie war Freimaurer und viele seiner Berater und Politiker sollen Freimaurer gewesen sein. (Quelle: 1 und 2) Er setzte 1929 die Verfassung ausser Kraft und führte eine Königsdiktatur ein. Seine Frau kam väterlicherseits aus der rumänischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie.

König Alexander I. wurde 1934 bei einem Attentat ermordet. Die Ustascha, eine nationalistische kroatische Organisation, und die IMRO, eine nationalistische bulgarische Organisation, gelten als die Drahtzieher des Attentates. Die beiden Organisation wollten, dass Kroatien und Mazedonien unabhängig vom Jugoslawischen Königreich werden. Die Ustascha wurde 1930 in Italien gegründet und ihr wurden Kontakte zum Vatikan nachgesagt. Die Ustascha bestand aus Katholiken, da das kroatische Volk mehrheitlich katholisch ist, während die Serben sich grösstenteils zur christlich-orthodoxen Kirche bekennen, darunter auch die Karađorđević Familie. Die Mitglieder der Ustascha glaubten, dass das Königreich Jugoslawien von Freimaurern und Juden gesteuert wird. Auch Serben und Kommunisten sowie die christlich-orthodoxe Kirche waren ein Feindbild der Ustascha. Ante Pavelić war der Gründer der Ustascha. Er konnte 1941, während des Zweiten Weltkrieges, mit Hilfe von Hitler und Mussolini die Macht in Kroatien übernehmen. Ante Pavelić und die Ustascha waren während der faschistischen Diktatur in Kroatien für viele Kriegsverbrechen verantwortlich. Sie ermordeten viele Serben, Juden, Roma und Kommunisten. Die Freimaurerei wurde verboten. Orthodoxe Christen wurden gezwungen zum Katholizismus zu konvertieren und viele orthodoxe Priester wurden ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich Ante Pavelić in Rom verstecken und später nach Südamerika fliehen. Dabei wurde er von katholischen Priestern geschützt. Der Vatikan half der Ustascha-Führung und Kriegsverbrechern aus Deutschland über die Rattenlinien bei ihrer Flucht.

König Peter II. (1923-1970) aus der Karađorđević Familie war von 1934 bis 1945 der letzte König von Serbien und Jugoslawien. 1941, während des Zweiten Weltkrieges, wurde Jugoslawien von Nazideutschland besetzt, worauf die Königsfamilie ins Exil musste. Die Familie gründete eine Exilregierung und tauschte sich mit weiteren Exilregierungen aus. Während des Zweiten Weltkrieges mussten mehrere Königsfamilien und weitere Hochadlige ins Exil, weil ihre Länder von Nazideutschland oder den Sowjets besetzt wurden. Die hochadligen Exilanten vernetzten sich und schmiedeten gemeinsam Pläne. König Peter II. traf sich während des Zweiten Weltkrieges mit dem US-Präsidenten Franklin Roosevelt und dem britischen Premierminister Winston Churchill (beides Freimaurer). 1944 heiratete König Peter in London eine griechische Prinzessin.

Um Jugoslawien von den Nazis zu befreien, sahen sich König Peter und die Briten gezwungen, die kommunistischen Partisanen in Jugoslawien zu unterstützen, die von Josip Broz Tito angeführt wurden. Im September 1944 befahl König Peter seinen Untertanen über die Medien, Tito zu unterstützen, und warnte, dass diejenigen, die sich diesem Befehl verweigern, mit dem „Stigma des Verrats“ belegt würden. (Quelle: 1 und 2). In den folgenden zwei Monaten konnten die Kommunisten unter Josip Broz Tito die Macht in Jugoslawien übernehmen. Tito traf in dieser Zeit auch den britischen Premierminister Winston Churchill. Churchill versicherte Tito die Unterstützung der Briten und sagte ihm: „Wenn ich jung genug wäre, um mit dem Fallschirm abspringen zu können, würde ich in Jugoslawien kämpfen“. Einige Wochen später traf Tito den Sowjet-Diktator Josef Stalin, der Tito ebenfalls militärische Unterstützung im Kampf gegen die Nazis versprach. Stalin empfahl Tito, Peter Karađorđević wieder als König von Jugoslawien einzusetzen, was Tito aber strikt ablehnte. Stalin warnte Tito eindringlich vor den „doppelzüngigen“ Briten und deren Geheimdienst. (Quelle)

Tito herrschte bis zu seinem Tod 1980 diktatorisch über Jugoslawien. In dieser Zeit war die Königsfamilie Karađorđević im Exil, da die Kommunisten der Familie nicht erlaubten zurückzukehren. Das Tito-Regime war zwar kommunistisch, hatte aber kein gutes Verhältnis zur kommunistischen Sowjetunion und war unabhängig von dieser, da sich Tito und Stalin nach dem Zweiten Weltkrieg zerstritten hatten. Das Tito-Regime unterhielt engen diplomatischen Kontakt zum britischen Königreich. Übrigens trug das britische Militär eine Mitschuld für die Massaker von Bleiburg, die von Titos Militär und Geheimdienst begangen wurden. Die Verbrechen begannen eine Woche nachdem der Erste Weltkrieg in Europa beendet worden war (trotz Ende des Weltkrieges gingen Titos Kriegsverbrechen in Jugoslawien weiter).

Tito wurde oft nachgesagt, dass er Freimaurer sei, aber Freimaurer sagen, dass es dafür keine Beweise gebe. Tito liess die Freimaurerei verbieten. Erst zehn Jahre nach seinem Tod, im Jahr 1990, wurde die Freimaurerei in Jugoslawien offiziell wiederbelebt. Mithilfe der Grosslogen aus Deutschland wurde eine jugoslawische Grossloge gegründet, die ein Jahr später von der Grossloge aus England anerkannt wurde. (Quelle) In den folgenden 10 Jahren war Jugoslawien im Krieg, da sich die jugoslawischen Teilstaaten vom serbischen Machtzentrum unabhängig machen wollten (Jugoslawienkriege). Die Kriege führten zum Zerfall Jugoslawiens und zur Abschaffung des Kommunismus. Im Jahr 2000 durfte die Karađorđević Familie wieder nach Serbien zurückkehren und engagierte sich dort in den folgenden Jahren bei der Demokratisierung des Landes.

Die Mitglieder der Karađorđević Familie lebten, als sie im Exil waren, in den USA und Grossbritannien, wo sie grosses Ansehen genossen. In den sechs Jahrzehnten im Exil bereisten Mitglieder der Familie viele Länder und knüpften reichlich Kontakte.

Der letzte jugoslawische König Peter II. lebte bis zu seinem Tod 1970 in den USA. Er übernahm 1964 das Protektorat über den „Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani“ (OSMTH) in den USA (Quelle). Der OSMTH ist angeblich ein Nachfolger des Templerordens, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war und von französischen Adligen geführt wurde. Mehr dazu im Beitrag zum OSMTH. Peter II. war zudem Grossmeister und königlicher Beschützer eines Johanniterordens (Quelle).

Prinz Paul Karađorđević (1893-1976) studierte an der Oxford Universität in England (besteht seit über 900 Jahren). Viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser studierten an der Oxford Universität. Paul Karađorđević war Mitglied des berüchtigten Bullingdon Club, ein elitärer Club an der Oxford Universität. Paul Karađorđević lebte viele Jahre in England und wurde ein Freund des britischen Prinzen George von Kent (war während des Zweiten Weltkrieges Grossmeister der Freimaurer in England). Prinz Paul sagte oft, dass er sich wie ein Engländer fühle. Seine Frau kam väterlicherseits aus der griechischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der russischen Zarenfamilie. Prinz Paul war ein enger Freund und vermutlich auch ein Liebhaber des britischen Politikers Henry Channon. (Quelle: 1 und 2) Henry Channon heiratete die Tochter eines Grafen aus der irischen Guinness Familie. Er und sein Sohn Paul Channon, ebenfalls ein britischer Politiker, gehörten zum Freundeskreis der britischen Königsfamilie. Paul Channon war Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk. Prinz Paul Karađorđević regierte von 1934 bis 1941 für den noch minderjährigen König Peter II. über Jugoslawien.

Prinz Andreas (Andrej) Karađorđević (1929-1990) war ein prominenter Rotarier (Quelle). Seine erste Ehefrau kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Hessen. Ihre Mutter kam aus der griechischen Königsfamilie und war eine Schwester von Prinz Philip (Ehemann der britischen Queen). Die zweite Frau von Andreas Karađorđević kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Leiningen und mütterlicherseits aus der russischen Zarenfamilie.

Prinz Tomislav Karađorđević (1928-2000) heiratete Margarita von Baden aus der deutschen Hochadelsfamilie Baden. Margaritas Mutter kam aus der griechischen Königsfamilie und war eine Schwester von Prinz Philip (Ehemann der britischen Queen).

Die erste Ehefrau von Alexander Karađorđević (1924-2016) kommt väterlicherseits aus der italienischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der belgischen Königsfamilie. Seine zweite Ehefrau kommt aus der Fürstenfamilie von Liechtenstein.

Ein Prinz aus der Karađorđević Familie arbeitete für den einflussreichen griechischen Geschäftsmann Stavros Niarchos und erhielt von ihm einen Mercedes als Hochzeitsgeschenk (Quelle).

Die heutigen Mitglieder der

Karađorđević Familie

Die Karađorđević Familie kennt durch ihre Heiratspolitik viele Hochadlige. Sie lernten auch Königsfamilien aus Asien und Afrika sowie die Aga Khan Familie kennen.

Kronprinz Alexander Karađorđević

Der derzeitige Kronprinz ist Alexander Karađorđević (*1945). Seine erste Frau kam aus der ehemaligen brasilianischen Kaiserfamilie Orléans-Braganza. Alexander Karađorđević ist in Grossbritannien aufgewachsen und erhielt 2001 die serbische Staatsbürgerschaft. Er ist ein Freund und Verwandter der britischen Königsfamilie. Seine Taufe fand in der Westminster Abbey statt und Queen Elizabeth war die Taufpatin. Er wurde von Gavrilo V. getauft, dem damaligen Patriarchen der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Alexander Karađorđević war auf dem Institut Le Rosey, das wohl elitärste Internat der Welt, auf dem viele Mitglieder aus Milliardärs- und Königsfamilien waren. (Quelle: 1 und 2) Alexander Karađorđević war auf der Royal Military Academy Sandhurst. Viele Königsfamilien sind an dieser britischen Militärakademie vertreten. Alexander Karađorđević verbrachte sieben Jahre in der britischen Armee und diente im Nahen Osten, in Italien und in Westdeutschland. Er lebte 12 Jahre lang in den USA, wo er als Werbefachmann und Versicherungsmakler tätig war. Dabei sammelte er Erfahrungen und Verbindungen, die seiner Meinung nach seinem Heimatland zugutekommen würden, falls er eines Tages König wird. Inzwischen ist er ein wohlhabender internationaler Unternehmensberater. Seit dem Fall des Kommunismus in Serbien bereitet er sich auf seine eventuelle Rückkehr als König vor. Im Gegensatz zu vielen seiner serbischen Landsleute vertritt er eine nicht nationalistische Politik und möchte, dass sich Serbien an den Westen annähert (wo der Grossteil seiner Verwandtschaft lebt). Er war ein Gegner des antiwestlichen Milosevic-Regime in Serbien und zeigte Verständnis für die aggressiven Reaktionen der NATO und befürwortete die Verhaftung aller angeklagten Kriegsverbrecher aus Serbien. (Quelle) In den letzten Jahren verurteilte er aber die Bombardierung Serbiens durch die NATO in öffentlichen Erklärungen. Generell gab er sich in den letzten Jahren patriotischer, aber vielleicht will er auch nur Sympathien bei den serbischen Nationalisten gewinnen, da der Nationalismus bis heute die serbische Politik massgeblich mitbestimmt.

Alexander Karađorđević ist ein überzeugter Monarchist und sagte: „Die fortschrittlichsten sozialen Länder der Welt sind konstitutionelle Monarchien“. Er ist sehr motiviert, den Thron zu besteigen und hat bereits eine Flagge mit einem königlichen Wappen vorbereitet. Er und seine Familie dürfen inzwischen wieder in ihren Palästen in Serbien leben. (Quelle) Er ist schon seit 30 Jahren mit der demokratischen Opposition in Serbien verbunden (Quelle). Er war mit Zoran Đinđić befreundet, der serbischer Ministerpräsident und Chef der Sozialdemokraten war. Zoran Đinđić wohnte zudem in der Nachbarschaft von Alexander Karađorđević. Zoran Đinđić wurde 2003 von einem Scharfschützen erschossen. (Quelle: 1 und 2)

Alexander Karađorđević hat auch Kontakte zur POKS, eine konservative serbische Partei, welche die Monarchie in Serbien wieder einführen will (Quelle). Alexander Karađorđević will ein demokratisches Serbien und möchte, dass sich die zerstrittenen Völker auf dem Balkan versöhnen, zumindest behauptet er das. Wenn er das ernst meint, wird er den derzeitigen serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić nicht mögen, da dieser die ohnehin geschwächte Demokratie weiter abschafft und sich nicht um eine Aussöhnung mit den anderen Balkanvölkern bemüht. Alexander Karađorđević traf Vučić dennoch und gratulierte ihm zu seinem Wahlsieg. Er schrieb Vučić : „Ich gratuliere Ihnen und Ihrer Partei herzlich zu Ihrem herausragenden Sieg. Ich bin überzeugt, dass die Serbische Fortschrittspartei die hohen Erwartungen des serbischen Volkes erfüllen wird, sowohl von denen, die ihre Stimmen direkt anvertraut haben, als auch von allen Bürgern Serbiens. Ich glaube, dass die SNS bei dieser Aufgabe auf die volle Unterstützung aller zählen kann, denen das Wohl und der Fortschritt der Menschen am Herzen liegen. Ich freue mich sehr auf ein Treffen mit Ihnen, um zu besprechen, wie wir unserem Volk und unserem Land gemeinsam helfen können. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei der Bildung der neuen Regierung der Republik Serbien“. (Quelle) Nach Umfragen in den letzten 10 Jahren würden 30 bis 60 Prozent der Serben eine Wiedereinführung der Monarchie begrüssen.

Die Karađorđević Familie gehört bis heute der christlich-orthodoxen Kirche an. Die Familie kennt den derzeitigen Patriarchen der Serbisch-Orthodoxen Kirche Porfirije Perić und seinen Vorgänger Irinej (Quelle: 1 und 2). Patriarch Pavle, der von 1990 bis 2009 Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche war, erklärte öffentlich, dass die Monarchie in Serbien „im Namen der Gerechtigkeit Gottes“ wiedereingeführt werden soll (Quelle). Alexander Karađorđević traf Bartholomäus I., den derzeitigen Patriarch von Konstantinopel (Quelle). Der Patriarch von Konstantinopel verkörpert das Oberhaupt der christlich-orthodoxen Kirchen weltweit. Noch weitere Mitglieder der Karađorđević Familie trafen Patriarchen. Die Familie war bereits im 19. Jahrhundert mit der christlich-orthodoxen Kirche verbunden. Viele Familien des osteuropäischen Hochadels haben bis heute Kontakt zu den Patriarchen der christlich-orthodoxen Kirche.

Alexander Karađorđević ist hochrangiges Mitglied des Malteserordens (Quelle). Der Malteserorden ist ein vatikanverbundener Orden, in dem viele Adelsfamilien Mitglied sind. Der Orden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Der Malteserorden unterhält engen diplomatischen Kontakt zur christlich-orthodoxen Kirche. Alexander Karađorđević ist in Zusammenarbeit mit dem Malteserorden philanthropisch in Serbien aktiv.

Alexander Karađorđević ist Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Der Konstantinorden unterhält engen diplomatischen Kontakt zu den christlich-orthodoxen Kirchen. Mehrere Mitglieder der Karađorđević Familie besuchten Treffen des Konstantinordens, bei denen viele Hochadlige zusammenkamen.

Alexander Karađorđević war oder ist noch immer Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist fest mit den Geheimdiensten verbunden.

Alexander Karađorđević kennt Donald Trump und hat beste Kontakte zu ihm (Quelle). Über Google findet man Fotos von den beiden.

Alexander Karađorđević und seine Frau kennen den derzeitigen US-Präsidenten Joe Biden und seinen Sohn Hunter Biden. Die Bidens halfen der Königsfamilie, als sie Geld brauchte, um ihre Paläste in Belgrad zu sanieren. (Quelle)

Prinzessin Elizabeth (Jelisaveta) Karađorđević

Prinzessin Elizabeth Karađorđević (*1936) gehört derzeit zum Gouverneursrat der East-West Bridge (EWB) (Quelle). Die EWB ist ein serbisches Forschungs- und Expertennetzwerk, das mit Instituten, Denkfabriken und NGOs aus der ganzen Welt zusammenarbeitet. Die EWB engagiert sich für ein gutes Verhältnis zwischen Osteuropa und dem Westen. Sie ist eine Untergruppe der Trilateralen Kommission in Serbien. Die Trilaterale Kommission ist eine international einflussreiche Denkfabrik und wurde vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet. Übrigens sind derzeit zwei Prinzessinnen aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Georgien Mitglied der EWB (Quelle).

Elizabeth Karađorđević ist derzeit Grosspatronin des Fleur de Lys-Ordens (Quelle). Der Orden besteht seit 1439 und soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. Der Fleur de Lys-Orden war mit den frühen Freimaurern verbunden. Der Orden wird seit seiner Gründung von schottischen Clans und Hochadligen geführt. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden)

2004 kandidierte Elizabeth Karađorđević für das Präsidentenamt von Serbien und erhielt 70 000 Stimmen. Sie belegte den 6. Platz von 16 Teilnehmern. (Quelle)

Elizabeth Karađorđević heiratete in erster Ehe Howard Oxenberg, ein amerikanischer Jude und Freund der berühmten Kennedy Familie.

Elizabeths Tochter Christina Oxenberg (*1962) heiratete den britischen Künstler Damian Elwes, zu dessen nahen Verwandtschaft mehrere britische Adelsfamilien gehören. Damians Grossvater war ein Hofkünstler der britischen Königsfamilie. Damians Brüder sind der Filmproduzent Cassian Elwes und der bekannte Schauspieler Cary Elwes. Die Mutter der Brüder ist die britische Innenarchitektin Tessa Kennedy. Zu ihren Kunden gehörten Promis, Grosskonzerne und der jordanische König (Quelle). Ihre Grossmutter war eine Schwester von Dusan Popovic, der zu den Gründern Jugoslawiens gehörte (Quelle). Auf Wikipedia und ähnlichen Seiten steht, dass Tessa Kennedy eine Nichte von Ivan Ivanović ist, ein britisch-jugoslawischer Geschäftsmann und Diplomat. Sein Vater Ivan Rikard Ivanović war ein kroatisch-jüdischer Industrieller und Politiker. Tessa Kennedys Mutter heiratete in zweiter Ehe Neil McLean, ein schottischer Politiker, der als britischer Geheimdienstoffizier auf dem Balkan aktiv war. Tessa Kennedy heiratete in zweiter Ehe den amerikanisch-jüdischen Filmproduzenten Elliott Kastner.

Katharina Oxenberg (*1961) kommt mütterlicherseits aus der Karađorđević Familie. Die US-amerikanische Schauspielerin spielte in zwei Filmen die britische Prinzessin Diana. Sie heiratete den amerikanisch-jüdischen Filmproduzenten Robert Evans, der Paramount Pictures leitete, eines der grössten Filmunternehmen der Welt. Robert Evans stand Personen nahe, die Kontakte zur organisierten Kriminalität hatten (Quelle). Robert Evans wurde wegen Kokainhandels verurteilt. Katharina Oxenberg hat eine Tochter mit William Weitz Shaffer, ein verurteilter Drogenschmuggler. Er liess Tonnen von Marihuana aus Thailand in die USA importieren (Quelle). Ihre gemeinsame Tochter ist die Schauspielerin India Oxenberg. India war Mitglied des Gehirnwäsche-Kults NXIVM. Zur Kultführung gehörte Clare Bronfman, die inzwischen im Gefängnis sitzt. Sie kommt aus der kanadisch-jüdischen Milliardärsfamilie Bronfman, eine der mächtigsten Familien der kanadischen Elite.

Elizabeth Karađorđević heiratete in zweiter Ehe den britischen Politiker Neil Balfour, der danach in die englische Adelsfamilie Spencer-Churchill heiratete (der britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie).

Elizabeth Karađorđević heiratete in dritter Ehe den Peruaner Manuel Ulloa Elias. Dieser war Premierminister von Peru. Eine seiner Exfrauen war mit dem spanischen Markgrafen Vicente Sartorius verheiratet gewesen, der danach in die Fürstenfamilie von Liechtenstein heiratete.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Prinz Dimitri Karađorđević kennt die französisch-jüdische David-Weill Familie, eine der mächtigsten Bankiersfamilien Frankreichs (Quelle). Prinz Dimitri Karađorđević war 1994 auf einer Hochzeit in London, bei der die griechische Unternehmerfamilie Livanos in die griechische Unternehmerfamilie Vardinogiannis heiratete. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, SafraSpencer-Churchill, HearstHambroRussell, Niarchos, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland und Jordanien. (Quelle) Prinz Dimitri Karađorđević war 2014 in New York bei einem Anlass, bei dem der französische Multimilliardär Bernard Arnault den David Rockefeller Award erhielt. Neben Dimitri und Arnault waren Personen der US-Elite bei der Verleihung dabei, darunter:

  • Mitglieder der berühmten Rockefeller Familie.
  • Henry Kravis: Der jüdische Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen.
  • Marie-Josée Kravis: Sie ist die Frau von Henry Kravis. Die Kanadierin ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen.
  • Ronald Lauder: Der jüdische Milliardär ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
  • Stephen (Steve) Schwarzman: Der jüdische Milliardär ist Mitgründer, Vorsitzender und CEO der Blackstone Group. Die Blackstone Group ist derzeit das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Schwarzman ist Mitglied bei Skull and Bones.
  • Jerry Speyer: Der jüdische Milliardär ist ein erfolgreicher Immobilienunternehmer. Er nahm 2012 am Bilderberg-Treffen teil.
  • Jamie Tisch: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

(Fotos: 1 und 2)

Dimitri Karađorđević lernte bei seiner Arbeit als Edelschmuckexperte in den USA weitere wohlhabende Juden kennen.

Prinz Filip Karađorđević (*1982) arbeitete für Finanzunternehmen im Londoner Bankenviertel. Er und seine Frau waren bei einer Messe zu Ehren Napoleons I. und der für Frankreich gefallenen Soldaten. Die Messe wurde von der ehemaligen französischen Kaiserfamilie Bonaparte geführt. Prinz Filip war vom Oberhaupt der Bonaparte Familie eingeladen worden. (Quelle)

Prinzessin Helene Karađorđević (*1963) heiratete den französisch-jüdischen Geschäftsmann Thierry Gaubert. Dieser war ein Berater des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Prinzessin Helene und ihr Mann wurden verurteilt, weil sie zwischen 1996 und 2016 auf verschiedenen Konten in Steueroasen 8,9 Millionen Euro versteckt hatten. Die Prinzessin wurde zu 18 Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 50 000 Euro verurteilt. Thierry Gaubert stand öfters vor Gericht. Zu den Vorwürfen gehörten Betrug, Geldwäsche, Verschleierung des Missbrauchs von Unternehmensvermögen, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Beteiligung an der Karatschi-Affäre und der Sarkozy-Gaddafi-Affäre. (Quelle: 1 und 2)

Prinz Michael Karađorđević besuchte 2014 ein Treffen in Genf, Schweiz, des „Club des Leaders“, ein französischsprachiger Eliteclub. Weitere bemerkenswerte Gäste waren der letzte ägyptische König Fuad II., der französische Milliardär Laurent Dassault, Baron Mark de Günzburg aus dem jüdischen Adel und Prinzessin Noëlle del Drago aus dem päpstlichen Adel. (Quelle)

Prinzessin Katarina Karađorđević (*1959) heiratete Desmond de Silva, ein britischer Anwalt, der von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen wurde. Er war Generalstaatsanwalt der Vereinten Nationen für Kriegsverbrechen in Sierra Leone.

Prinz Vladimir Karađorđević und seine Frau sind Mitglied der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), eine christliche Bruderschaft, die von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt wird. Zur RCST gehören Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien (mehr dazu im Beitrag zur RCST).

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Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani

Der „Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani“ (OSMTH) ist angeblich ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war und von französischen Adligen geführt wurde.

Der Templerorden wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts verfolgt und aufgelöst. Der OSMTH (und weitere Orden) behaupten, dass der Templerorden im Geheimen weiter aktiv war. Laut dem OSMTH wurde der Templerorden 1705 vom französischen Herzog Philippe II. von Orléans offiziell wiederbelebt. Der Herzog wurde zum Grossmeister des wiederhergestellten Templerordens gewählt. (Quelle: 1, 2, 3) Sein Vater kam aus der französischen Königsfamilie Bourbon und war der Begründer der französischen Hochadelsfamilie Orléans. Bourbon und Orléans gehören bis heute zu den wichtigsten Familien des Hochadels.

Nach Herzog Philippe II. von Orléans waren angeblich drei Mitglieder der französischen Königsfamilie Bourbon Grossmeister des OSMTH. Der Orden überstand die Französische Revolution, aber ein Grossmeister wurde geköpft. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte der Orden eine neue Blütezeit und zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten wollten dem Orden beitreten. Der französische Kaiser Napoleon I. liess die Akten des Prozesses gegen die Templer aus dem Vatikan nach Paris bringen und setzte eine Kommission ein, welche die Unschuld des früheren Templerordens feststellen sollte. Napoleon rehabilitierte den Templerorden. (Quelle) Der heutige OSMTH behauptet, dass er damals unter dem Schutz von Kaiser Napoleon stand (Quelle). Napoleon war möglicherweise Freimaurer. Mehrere seiner engen Verwandten waren hochrangige Freimaurer (mehr dazu im Beitrag zur Bonaparte Familie).

Nach Napoleons Sturz kam König Ludwig XVIII. (Freimaurer) aus dem Haus Bourbon an die Macht und wurde Protektor des OSMTH, der also unter seinem königlichen Schutz stand. In den folgenden Jahren breitete sich der Orden in weiteren europäischen Ländern aus. 1825 grenzte sich der Orden von den Freimaurern ab. 1837 wurde der Orden katholisch und erklärte seine Treue gegenüber der römisch-katholischen Kirche. 1845 kam es zu Verhandlungen mit Papst Gregor XVI. über eine Wiederanerkennung des Templerordens. Der Status des Ordens wurde 1853 vom französischen Kaiser Napoleon III. offiziell bestätigt. Im 20. Jahrhundert wurde der Orden weltweit aktiv. Der in Venedig im Exil lebende jugoslawische König Peter II. übernahm 1964 das königliche Protektorat über den OSMTH in den USA. Seit 1970 können auch wieder nicht katholische Christen dem Orden beitreten. 1990 übernahm Maximos V. Hakim, der damalige Patriarch der melkitischen griechisch-katholischen Kirche, das geistliche Protektorat des OSMTH. Der Orden leistete ein Treueid gegenüber dem Patriarchen. Aufgrund von internen Streitigkeiten im OSMTH spalteten sich die amerikanischen Templer 1994 von ihren europäischen Brüdern ab. 1996 wurde eine Delegation des OSMTH in Gaza vom palästinensischen Politiker Jasir Arafat (Freimaurer) empfangen. 2018 wurde ein neuer Grossmeister gewählt. Die Wahl stand unter Beobachtung des Vatikans. Anwesend war Gino Ciocco, Protonotar von Papst Franziksus. (Quelle) Gerard Willery, der derzeitige Grossmeister des OSMTH, traf 2021 Papst Franziskus (Quelle). Der Orden betont heute noch, dass er nicht Teil der Freimaurerei ist. Es waren (oder sind noch immer) Freimaurer im Orden vertreten. Ende des 19. Jahrhunderts kam es im Orden zu Streitigkeiten zwischen katholischen und freimaurerischen Mitgliedern.

Von 1839 bis 1840 war der britische Offizier William Sidney Smith Grossmeister des OSMTH (Quelle: 1 und 2). Er war Freimaurer (Quelle: Beim Abschnitt Royal Navy). Er behauptete, dass er im Besitz des Templerkreuzes sei, dass der englische König Richard Löwenherz (1157-1199) getragen hatte. William Sidney Smith erhielt Orden von den damaligen Königsfamilien von Grossbritannien (Haus Hannover), Schweden (Haus Oldenburg) und Portugal (Haus Braganza). Er hatte viel Kontakt zum schwedischen König Karl XIII. (Grossmeister der schwedischen Freimaurer). William Sidney Smith kannte auch Pedro von Braganza, der Kaiser von Brasilien und König von Portugal war. Kaiser Pedro soll sich um das Amt des OSMTH-Grossmeisters beworben haben und wurde zum Ehrenritter des Tempels ernannt. (Quelle: 1 und 2) Kaiser Pedro war Grossmeister der brasilianischen Freimaurer (Quelle: 1 und 2).

1892 übernahm der französische Okkultist Joséphin Péladan die Führung des OSMTH (Quelle: 1 und 2). Er gründete gemeinsam mit dem adligen Okkultisten Stanislas de Guaita den „Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix“, ein nicht mehr existenter kabbalistischer Rosenkreuzerorden. Péladan und Guaita gehörten zum Martinistenorden, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Péladan zerstritt sich mit Guaita und gründete darauf den „Ordre de la Rose-Croix“, ein katholischer Rosenkreuzerorden.

Die Website des OSMTH in Bayern behauptet, dass der deutsche Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1910 Grossmeister des OSMTH wurde und damit angeblich den britischen König Edward VII. (Freimaurer) als Grossmeister ablöste (Quelle). Die beiden Herrscher kamen aus führenden Freimaurerfamilien. Mehrere Websites des OSMTH und seinem Ableger, der OSMTJ, behaupten, dass König Georg V. von Hannover Grossmeister des Ordens war. König Georg V. war Grossmeister der Freimaurer in Hannover (Quelle). Er kam aus der deutschen Hochadelsfamilie Hannover, die damals auch über das britische Königreich herrschte und eine Freimaurerfamilie war. Die Familie gehört zur Dynastie der Welfen, eine der ältesten Familien des Hochadels.

Der belgische Unternehmer Emile Clement Vandenberg war von 1935 bis 1942 Grossmeister des OSMTH. Er war jüdischer Abstammung. (Quelle: 1 und 2) Danach waren zwei portugiesische Grafen bis 2018 Grossmeister des OSMTH. Die Grafen haben angeblich alte Königsdynastien in ihrem Stammbaum, darunter die Familien Pippin, Wessex, Dunkeld und Árpád (Quelle).

Die deutsche Hochadlige Elisabeth Isenburg-Büdingen ist derzeit die königliche Patronin des OSMTH. Sie heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Isenburg und kommt väterlicherseits aus dem deutschen Zweig der Familie Glücksburg, die viele Könige hervorbrachte. (Quelle) Elisabeths Mutter kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Mecklenburg und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie Hannover.

Der derzeitige religiöse Patron des OSMTH ist Nourhan Manougian. Er ist der Patriarch der Armenisch Apostolischen Kirche in Jerusalem. (Quelle)

Der OSMTH ist als NGO mit besonderem Beraterstatus bei den Vereinten Nationen in Genf, Schweiz, registriert und hat UN-Repräsentanten in den UN-Vertretungen in der ganzen Welt (Quelle).

Der OSMTH hat eine eigene Abteilung bei der NATO. Die Mitglieder im NATO-Grosspriorat des OSMTH bestehen aus Offizieren und Verteidigungsbeamten der NATO-Mitgliedstaaten und Partnerstaaten, die mit dem Malteserkreuz des NATO-Grosspriorats ausgezeichnet werden. Die Verleihung des Malteserkreuzes erfolgt in Anerkennung bedeutender Beiträge zur NATO-Gemeinschaft und zu den humanitären Zielen des Grosspriorates. Das NATO-Grosspriorat unterstützt die Kommunikation und Vernetzung zwischen der NATO- Gemeinschaft und Verteidigungseinrichtungen. Das NATO-Grosspriorat unterstützt die Friedenssicherungsinitiativen der NATO. (Quelle)

General Roy Redgrave (1925-2011) war Grossprior des OSMTH in Grossbritannien (Quelle: 1 und 2). Er war Kommandeur der britischen Streitkräfte in Hongkong.

Derzeitiger Grossmeister des US-amerikanischen OSMTH ist der Konteradmiral James Joseph Carey (*1939). Er war Abteilungsleiter im Pentagon. (Quelle) Carey ist zudem Mitglied der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), eine christliche Bruderschaft, die von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt wird. Zur RCST gehören Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien (mehr dazu im Beitrag zur RCST).

1970 hatte sich vom OSMTH ein weiterer Orden abgespalten, der sich „Ordre Souverain et Militaire du Temple de Jérusalem“ (OSMTJ) nennt. Derzeitiger Grossmeister des OSMTJ ist Ronald Scott Mangum, ein US-amerikanischer General und Anwalt. Er erhielt mehrere militärische Auszeichnungen. Er war Berater des Pentagons und sechs Jahre lang leitender Berater des georgischen Verteidigungsministeriums. Er wurde in die armenische Anwaltskammer aufgenommen und gründete eine Anwaltskanzlei in den USA. (Quelle)

Der ehemalige römisch-katholische Priester Philip Guarino leitete ein OSMTJ-Priorat in den USA. Guarino hatte mehrere US-Präsidenten kennengelernt und gehörte zum Wahlkampfkomitee von George H. W. Bush. Guarino hatte Kontakt zum berüchtigten Italiener Licio Gelli, der die kriminelle Freimaurerloge P2 in Italien anführte. Zudem kannte Guarino auch den Mafiabankier Michele Sindona, ebenfalls ein Mitglied der P2-Loge. (Quelle: 1 und 2)

Der äthiopische Prinz Asfa-Wossen Asserate (*1948), der in Deutschland lebt, wurde in den OSMTH aufgenommen und zum Ritter des Ordens geschlagen (Quelle: 1 und 2). Der Prinz kommt aus der nicht amtierenden Kaiserfamilie von Äthiopien. Der Legende nach stammt die Familie vom israelischen König Salomo ab, der in der Bibel, im Koran und im Tanach erwähnt wird. König Salomo war der Legende nach der Erbauer des salomonischen Tempels, der sich auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem befand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück.

Es gibt noch weitere Orden, die sich als Templer bezeichnen. Der interessanteste ist aus meiner Sicht der freimaurerische Templerorden in Grossbritannien, der unabhängig vom OSMTH ist und von britischen Adligen geführt wird.

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Blaustein Familie

Louis Blaustein (1869–1937) wurde in eine jüdische Familie in Litauen geboren und wanderte in die USA aus. Dort arbeitete er für den damals weltweit grössten Erdölkonzern Standard Oil, der von der Rockefeller Familie gegründet und kontrolliert wurde. 1910 gründete Louis Blaustein ein eigenes Erdölunternehmen. Standard Oil kontrollierte damals die Erdölindustrie in den USA. Die US-Regierung wollte das Monopol brechen und Standard Oil wurde daher im Jahr 1911 in 34 kleinere Unternehmen aufgeteilt. Das grösste davon war Standard Oil of New Jersey und stand weiterhin unter der Kontrolle der Rockefeller Familie. Das zweitgrösste der 34 Unternehmen war Standard Oil of Indiana, bei dem die Blaustein Familie grösster Aktionär wurde. Später wurde das Unternehmen in Amoco umbenannt und war weiterhin einer der grössten Erdöl- und Erdgaskonzerne der Welt. 1998 wurde Amoco an den britischen Öl- und Gaskonzern BP verkauft, der bis heute eines der grössten Unternehmen der Welt ist. Die Blaustein Familie besitzt ein kleineres Unternehmen, das bis heute in der Erdöl- und Erdgasindustrie aktiv ist. Die Familie ist zudem in der Immobilienbranche aktiv.

2015 wurde das Vermögen der Blaustein Familie auf 2,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Jacob Blaustein (1892–1970) galt 1957 als einer der reichsten Männer der USA. (Quelle) Er vertrat die USA als Diplomat bei der Gründung Israels und war Präsident des American Jewish Committee. Sein Sohn Morton war Vizepräsident des American Jewish Committee und seine Tochter Barbara war ebenfalls im Vorstand der jüdischen NGO. (Quelle)

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Scripps Familie

Der US-Amerikaner Edward Willis Scripps (1854-1926) und seine Halbgeschwister gründeten und erwarben mehrere Zeitungen. Ihr Vater war aus London eingewandert. Die Geschwister gründeten die EW Scripps Company, die im 20. Jahrhundert ein führender Medienkonzern der USA war und über 20 Zeitungen besass. Edward Willis Scripps gründete 1907 United Press International, eine grosse Nachrichtenagentur, die bis heute besteht.

Die Scripps Familie kontrolliert die Mehrheit der Stimmrechte an der EW Scripps Company. Bis 2016 hatte das Unternehmen alle seine Zeitungen verkauft. Der Grossteil seiner Zeitungen gehört inzwischen zu Gannett (das derzeit grösste Zeitungsunternehmen der USA).

Die EW Scripps Company besitzt landesweit etwa 60 Nachrichtensender. Das Vermögen der Scripps Familie wurde 2020 auf 8,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die eng verbundene Familie trifft sich mindestens zweimal im Jahr zu Treffen und hat sich vor Jahrzehnten geschworen, Spaltungen zum Wohle der Familie und des Unternehmens zu vermeiden. (Quelle)

Charles Scripps (1920-2007) war Vorsitzender der EW Scripps Company. Laut einem Artikel des Satiremagazins Spy aus dem Jahr 1989 besuchte Charles Scripps den Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Ellen Browning Scripps (1836-1932) gründete das Scripps Research Institute, eine bedeutende Forschungseinrichtung, die sich auf biomedizinische Wissenschaften konzentriert.

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Elliot Clan

Der schottische Clan Elliot besteht seit mindestens 700 Jahren. Im Grenzgebiet zu England waren die Elliots mehrere Jahrhunderte lang erfolgreiche Banditen.

John Elliot (1732-1808), der Sohn eines Barons, war Kolonialgouverneur der britischen Kolonie Neufundland. Sein Bruder Andrew Elliot (1728-1797) war der letzte britische Kolonialgouverneur von New York.

Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound (1751-1814) war der Sohn eines Barons aus dem Elliot Clan. Der Politiker und Diplomat war Generalgouverneur der britischen Kolonie Indien und war somit der oberste Kolonialbeamte in Indien. Er war auch Vizekönig des Anglo-Korsischen Königreichs, eine kurzlebige britische Kolonie auf Korsika. Er war Freimaurer (Quelle). Er wurde zum Grafen geadelt und in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Hugh Elliot (1752-1830) vertrat das britische Königreich als Diplomat bei Königsfamilien in Europa. Er war Kolonialgouverneur von Madras und der Leeward Islands.

Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound (1782-1859), der 2. Graf von Minto, war Politiker und leitete die Royal Navy. Er wurde in den Privy Council aufgenommen und war britischer Botschafter beim preussischen König. Seine Tochter Frances Elliot heiratete den britischen Premierminister John Russell aus der Adelsfamilie Russell.

Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound (1845-1914), der 4. Graf von Minto, war Vizekönig von Indien und Generalgouverneur der britischen Kolonie Kanada. Er war somit der oberste Kolonialbeamte der beiden Kolonien. Er wurde in den Privy Council aufgenommen. Seine Tochter Ruby heiratete einen Grafen aus der Baring Familie, eine der wichtigsten britischen Bankiersfamilien (Quelle). Gilberts Tochter Violet heiratete erst den Sohn eines Markgrafen. In zweiter Ehe heiratete sie einen Baron aus der Astor Familie (Quelle). Die Astors gehörten im 19. Jahrhundert zu den reichsten Familien der USA und wurden im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Gilberts Tochter Aileen heiratete den Sohn eines Herzogs aus der Familie Montagu Douglas Scott.

Cynthia Sophie Elliot (1916-1991) heiratete den britisch-jüdischen Politiker Leslie Hore-Belisha, der zum Baron geadelt wurde (Quelle). Er war Verkehrs- und Kriegsminister und wurde in den Privy Council aufgenommen.

Anne Madeleine Elliot-Murray-Kynynmound (1920-1954) heiratete in die Quäkerfamilie Bevan (Quelle). Die Bevan Familie ist mit der britischen Grossbank Barclays verbunden, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt. Die Bank war von einem Familienzweig des Barclay Clans aufgebaut worden.

John Elliot-Murray-Kynynmounds (1921-2005) Ehefrau war eine Ururenkelin des US-amerikanischen Bankiers Junius Spencer Morgan (Quelle). Dieser war der Begründer der Bankendynastie der Morgan Familie.

Willa Elliot-Murray-Kynynmound (*1924) ist die Mutter von Emma Chetwode, die in die Keswick Familie heiratete (Quelle: 1 und 2). Die schottische Milliardärsfamilie Keswick heiratete in schottische Clans. Die Keswick Familie kontrolliert den Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson, der früher zu den grössten Opiumhändlern der Welt gehörte. Jardine Matheson wurde von Mitgliedern der Clans Matheson und Jardine gegründet. Emmas Schwester Willa Chetwode heiratete den Clan-Chef des Elphinstone Clans, der mütterlicherseits aus der britischen Bankiersfamilie Hambro Familie kam (Quelle).

Die Ehefrau von George Elliot-Murray-Kynynmound (1931-2018) kam väterlicherseits aus der ungarischen Adelsfamilie Esterházy und mütterlicherseits aus der österreichischen Uradelsfamilie Wurmbrand-Stuppach (Quelle).

Der Elliot Clan brachte noch weitere Politiker, Diplomaten und Militärs hervor. Der Elliot Clan heiratete in weitere schottische Clans und englische Adelsfamilien.

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Batista Familie

Die brasilianische Batista Familie gründete und kontrolliert den Fleischkonzern JBS, einer der grössten Lebensmittelkonzerne der Welt. JBS war in den letzten Jahren der weltweit grösste Produzent und Verpacker von Fleisch. 2020 war JBS nach Umsatz das zweitgrösste lateinamerikanische Unternehmen und ist in 190 Ländern aktiv. Mehr als die Hälfte seiner Einnahmen macht der Konzern mit Geschäften in den USA. Die Batista Familie besitzt knapp 40 Prozent der Anteile an JBS. Derzeit wird das Vermögen der Familie auf 7,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Die Batista Familie kontrolliert über ihre Holding J&F Investimentos noch kleinere brasilianische Unternehmen:

  • Banco Original: Eine Bank.
  • Canal Rural: Ein Fernsehsender.
  • Âmbar Energia: Ein Stromerzeugungsunternehmen.
  • Flora: Ein Kosmetik- und Reinigungsmittelhersteller.
  • Eldorado Brasil: Ein Zellstoffhersteller.
  • PicPay: Ein Fintech-Unternehmen.

JBS sorgte für viele Skandale und ist ständig mit Behörden im Konflikt. JBS hat viele Politiker bestochen. Ein JBS-Manager sagte aus, der Konzern habe mehr als 1800 Politiker aus insgesamt 28 Parteien bestochen. Eine Zeit lang war etwa ein Drittel des brasilianischen Kongresses von der Fleischfirma geschmiert. JBS ist berüchtigt dafür, staatliche Fleischverträge, also staatliche Gelder, zu ergattern. Die staatliche Brasilianische Entwicklungsbank (BNDES) versorgt JBS mit zinsgünstigen Krediten und besitzt derzeit 21 Prozent der Anteile an JBS. Staatliche Banken gewährten auch illegale Kredite an JBS. Seine erste Fleischfabrik in den USA erwarb JBS im Jahr 2007 mit Hilfe von illegalen Krediten aus Brasilien. JBS wird verdächtigt, mit Cargill und Tyson Preisabsprachen zu treffen (die drei Konzerne kontrollieren den Löwenanteil der Fleischindustrie in den USA). In einer 2016 eingereichten Klage wird behauptet, dass JBS und andere Geflügelunternehmen absichtlich Herden von Zuchthühnern vernichtet haben, um das Geflügelangebot zu reduzieren und damit eine 50-prozentige Erhöhung des Grosshandelspreises für Masthähnchen zu bewirken. (Quelle: 1, 2, 3)

Henrique Meirelles war Vorsitzender der Holding der Batista Familie. Er war von 2003 bis 2010 Präsident der brasilianischen Zentralbank und zwei Jahre lang Finanzminister. Er arbeitete für die US-amerikanischen Finanzkonzerne Lazard und KKR. Er ist Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF).

JBS bestach Gesundheitsbehörden und Lebensmittelinspektoren, damit sie den Verkauf und Export von kontaminiertem Fleisch genehmigen. Es wurden Chemikalien beigemischt, um den Fäulnisgeruch des Fleisches zu verbergen. JBS verstösst gegen Arbeitssicherheit und weitere Arbeitsgesetze. Im Jahr 2014 wurde JBS beispielsweise mit einer Geldstrafe belegt, weil es Mitarbeiter gezwungen hatte, bis zu 20 Stunden am Tag zu arbeiten, und ihnen von Maden befallenes Fleisch serviert hatte. JBS beutet auch viele Bauern aus, die Zulieferer des Konzerns sind. In der Lieferkette von JBS finden sich Zwangsarbeit und sklavenähnliche Bedingungen. Es wird geschätzt, dass in Brasilien über 150 000 Menschen in moderner Sklaverei gefangen sind. (Quelle)

Für die Tierhaltung von JBS und seiner Zulieferer wird Regenwald abgeholzt. Hinzu kommen grosse Agrarkonzerne, die Tiernahrung für JBS produzieren und dabei ebenfalls Regenwald roden. Umweltschützer sehen JBS als einer der Hauptübeltäter bezüglich der Abholzung des Amazonas an. (Quelle) Die brasilianische Umweltbehörde IBAMA sagte, dass 84 Prozent der Tiere, die man als aus abgeholzten Gebieten stammend erkannt hat, von JBS gekauft wurden (Quelle). 2019 wurde Jair Bolsonaro Präsident von Brasilien, der die Interessen der Viehzüchter und der Agrarindustrie vertritt. In den 8 Monaten nach Bolsonaros Amtsantritt verdreifachte sich der Aktienkurs von JBS (Quelle). Laut einer Studie übertrifft der CO2-Fussabdruck von JBS den von Ländern wie Italien (Quelle).

Wesley und sein Bruder Joesley Batista (beide Milliardäre) willigten 2017 ein, die Bestechungen von Politikern zu gestehen. Sie bekamen eine Kronzeugenregelung, die sie vor dem Gefängnis bewahrt hat. Als Gegenleistung lieferten sie den Ermittlern einen grossen Fisch, nämlich den damaligen Präsidenten Michel Temer. Joesley Batista traf Präsident Temer und hatte ein Aufnahmegerät versteckt dabei. Batista erzählte dem Präsidenten von seinen kriminellen Aktivitäten, worauf Temer erwiderte: „Sehr gut, sehr gut“. Batista erzählte ihm, dass man dem Ex-Vorsitzenden des Parlaments, der wegen Korruption im Gefängnis sitzt, Schweigegeld zahle, was Temer ebenfalls wohlwollend kommentierte. Batista, der das Gespräch heimlich aufgenommen hatte, brachte die Aufnahme zur Polizei. Da die brasilianische Öffentlichkeit erfuhr, dass ihr Präsident und viele ihrer Politiker korrupt sind, kam es zu einer politischen Krise. (Quelle) Die Batista-Brüder mussten nicht ins Gefängnis, aber ihr Konzern musste eine Rekordstrafe von 10,3 Milliarden Real zahlen. Bereits wenige Monate nach dem Vergleich wurde Wesley Batista wegen Verdachts auf Insiderhandel festgenommen (Quelle).

JBS wurde 1953 von der Batista Familie als kleiner Schlachtbetrieb gegründet. Das Unternehmen hat sich innerhalb der letzten 15 Jahren zu einem Weltkonzern entwickelt, also ein sehr rasanter Aufstieg. Man kann davon ausgehen, dass der schnelle Aufstieg in den letzten Jahren vor allem mit der Korruption und der grosszügigen Unterstützung des brasilianischen Staates zu tun hat.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Bush und Walker Familie

Die Bush Familie ist eine der wichtigsten Politikerfamilien der USA. Georg Bush und sein gleichnamiger Sohn waren Präsidenten der USA. Die beiden werden von vielen als Kriegstreiber und Kriegsverbrecher angesehen. In diesem Beitrag wird es aber um das familiäre Netzwerk gehen. Die Bush Familie ist mit der Walker Familie verwandt. Georg Bush Senior kam mütterlicherseits aus der Walker Familie. Somit hat die heutige Bush Familie Blut der Walker Familie in sich.

Bush Familie

Der Geschäftsmann Samuel Bush (1863-1948) war das erste Mitglied der Bush Familie, das Anschluss an die US-Elite fand. Er war als Manager bei Eisenbahnunternehmen tätig und war Präsident eines Stahlunternehmens, das zuvor von Frank Rockefeller geleitet wurde. Frank war ein Bruder von John Rockefeller, der als der reichste Amerikaner der Geschichte gilt. Samuel Bush war im Vorstand der US-amerikanischen Zentralbank FED in Cleveland. (Quelle) Der Grossvater seiner Frau kam aus der Livingston Familie. Damit haben alle Mitglieder der Bush Familie Blut der Livingstons in sich. (Quelle: 1, 2, 3) Die Livingston Familie gehörte zu den Gründervätern der USA und war bereits vor der Gründung der USA Teil der Elite an der Ostküste Nordamerikas. Die Familie stammt von schottischen Adligen ab.

Samuels Sohn Prescott Bush (1895-1972) ging in die Politik und wurde Senator. Er hatte an der Yale Universität studiert und wurde bei Skull and Bones aufgenommen. Diese Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Prescott war der Vater von US-Präsident Georg Bush Senior und der Grossvater von US-Präsident Georg Bush Junior. Die beiden Präsidenten waren ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones sowie auch Jonathan Bush. Bei Skull and Bones waren neben der Bush Familie noch weitere bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Rockefeller, Vanderbilt, Harriman, Taft und Whitney. (Quelle) Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken (Quelle: 1, 2, 3).

Prescott Bush gehörte zur Führung der Bank der Harriman Brüder, die ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones waren. Die Bank der Harrimans fusionierte 1931 mit der Bank „Brown Bros. & Co.“. Diese wurde 1818 von der britisch-amerikanischen Bankiersfamilie Brown gegründet, die schon zuvor im Jahr 1800 die erste Investmentbank der USA gegründet hatte. Ein Familienzweig der Browns gehört seit 1863 zum britischen Adel und stellt Barone. Durch die Fusion der Banken der Familien Harriman und Brown entstand „Brown Brothers Harriman & Co.“ (BBH). Nach der Fusion gehörten Prescott Bush und weitere Mitglieder von Skull and Bones zu den Partnern der BBH.

Im Jahr 2022 wurde bei der BBH ein Vermögen im Wert von 5,4 Billionen US-Dollar verwahrt. (Quelle)

Die BBH war mit der Union Banking Corporation (UBC) verbunden, zu deren Führung Prescott Bush gehörte. In den 1930er Jahren hatte die UBC engen geschäftlichen Kontakt zur deutschen Industriellenfamilie Thyssen, die ein wichtiger Förderer von Adolf Hitler war. Ausschnitte aus einem 2004 erschienen Artikel im Guardian:

Der Guardian hat Beweise dafür gesehen, dass Bush der Direktor der in New York ansässigen Union Banking Corporation (UBC) war, die Thyssens US-Interessen vertrat, und er arbeitete nach dem Kriegseintritt Amerikas weiter für die Bank. Bush war auch im Vorstand von mindestens einem der Unternehmen, die Teil eines multinationalen Netzwerks von Frontunternehmen waren, damit Thyssen Vermögenswerte auf der ganzen Welt bewegen konnte. Thyssen besaß das größte Stahl- und Kohleunternehmen in Deutschland und wurde reich an Hitlers Bemühungen, sich zwischen den beiden Weltkriegen wieder zu bewaffnen. Eine der Säulen im internationalen Unternehmensnetz von Thyssen, UBC, arbeitete ausschließlich für eine von Thyssen kontrollierte Bank in den Niederlanden und war im Besitz dieser. Verlockender sind Bushs Verbindungen zur Consolidated Silesian Steel Company (CSSC) mit Sitz im mineralreichen Schlesien an der deutsch-polnischen Grenze. Während des Krieges nutzte das Unternehmen die Sklavenarbeit der Nazis aus den Konzentrationslagern, einschließlich Auschwitz. Das Eigentum an CSSC wechselte in den 1930er Jahren mehrmals den Besitzer, aber Dokumente aus dem im letzten Jahr freigegebenen US-Nationalarchiv verbinden Bush mit CSSC, obwohl nicht klar ist, ob er und UBC noch in das Unternehmen involviert waren, als Thyssens amerikanische Vermögenswerte 1942 beschlagnahmt wurden.

Prescott Bush war noch in weiteren Unternehmensvorständen. Er war unter anderem Direktor des Medienkonzerns CBS und Direktor des führenden Versicherungskonzerns Prudential (Quelle). Prescotts Bruder James Smith Bush (1901-1978) war Direktor der staatlichen Export-Import Bank (EXIM) (Quelle).

Smedley Butler, ein angesehener Generalmajor der Marine, behauptete 1933, dass wohlhabende Geschäftsmänner einen Staatsstreich in den USA planen, um eine faschistische Diktatur zu errichten. Die Medien machten sich über die Anschuldigungen lustig, aber ein Abschlussbericht eines Sonderausschusses des Kongresses bestätigte einige von Butlers Aussagen. Zu den angeblichen Drahtziehern und Unterstützern des Putschversuches gehörten Prescott Bush und ein Mitglied der Du Pont Familie sowie J. P. Morgan Jr. und Thomas Lamont von der Grossbank JP Morgan. Smedley Butler behauptete, dass man ihn angefragt hatte, einen Staatsstreich in den USA zu organisieren. Beim Militär hatte er zuvor für die USA an mehreren Staatsstreichen im Ausland mitgewirkt und hatte dabei die imperialistischen Interessen der Wall Street und der US-Grosskonzerne vertreten. Er beschrieb sich selbst als „Schläger für den Kapitalismus“ und sagte, er habe Nicaragua „gereinigt“ im Auftrag der oben erwähnten Bank Brown Bros. & Co. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Prescott Bush heiratete eine Tochter von Georg Herbert Walker. Dieser gehörte wie Bush zur Führung der Bank der Harriman Familie und er gründete ein eigenes Finanzunternehmen. Georg Herbert Walker war auf einem Jesuiteninternat in England gewesen (Quelle). Die Walker Familie wird weiter unten erläutert.

Prescott Bush war ein Unterstützer der „American Birth Control League“ und war Schatzmeister der ersten nationalen Spendenkampagne der Organisation (Quelle). Die American Birth Control League setzte sich für Bevölkerungskontrolle ein, aber auch für Eugenik. Sie wurde von Margaret Sanger gegründet, eine Befürworterin der Zwangssterilisation. Sanger erhielt finanzielle und ideelle Unterstützung von der Rockefeller Familie (Quelle). Damals interessierten sich Teile der US-Elite für Eugenik-Forschung und sahen diese als fortschrittlich an. Mehr dazu auf Wiki. Seit dem Zweiten Weltkrieg und Hitler distanziert sich die US-Elite von der Eugenik (zumindest nach offiziellen Angaben). Aus der American Birth Control League entwickelte sich die heutige „Planned Parenthood Federation of America“, die sich nach wie vor für Bevölkerungskontrolle einsetzt, aber auf Eugenik verzichtet. Planned Parenthood erhielt in den letzten Jahren Spenden von der US-Elite, unter anderem von Warren Buffett, Bill Gates, Ford Foundation, MacKenzie Scott und Michael Bloomberg.

Prescotts Sohn George H. W. Bush (1924-2018) war von 1989 bis 1993 Präsident der USA und war ein Jahr lang Chef der CIA. Er war in die Iran-Contra-Affäre eingeweiht. Bei den Untersuchungen zum Skandal weigerte sich Bush auszusagen. In den letzten Tagen seiner Präsidentschaft begnadigte Bush sechs Angeklagte in der Iran-Contra-Affäre. Einer davon, der ehemalige Verteidigungsminister Caspar Weinberger, wurde ein Tag vor seinem Prozess wegen Meineids und Behinderung der Justiz begnadigt. (Quelle)

George H. W. Bush war wie sein Vater ein wichtiger Unterstützer der Bevölkerungskontrolle. Er war US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, wo er sich beim UN-Bevölkerungsfonds für internationale Bevölkerungskontrolle engagierte. Die heutigen Politiker aus der Bush Familie sind Abtreibungsgegner. Gouverneur Jeb Bush sagte, „Meine Bilanz als Pro-Life-Gouverneur ist unbestritten. Ich bin absolut pro-life.“ Im rechten Flügel der Republikaner gibt es aber Leute, die glauben, dass Jeb Bush nicht so konservativ ist, wie er behauptet. (Quelle)

George H. W. Bush war Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik. (Quelle) Die Trilaterale Kommission wurde von David Rockefeller gegründet, der die Bush Familie kannte.

George H. W. Bush war im Vorstand des Council on Foreign Relations (CFR). (Quelle) Der CFR ist eine der mächtigsten Denkfabriken der USA.

George H. W. Bush war Berater der Carlyle Group und hielt bezahlte Reden für den Finanzkonzern. Die Carlyle Group ist schon seit über 20 Jahren eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Der Finanzkonzern wirbt hochrangige Politiker aus verschiedensten Ländern an. Die Carlyle Group investierte viel in die US-amerikanische Rüstungsindustrie. Frank Carlucci war Vorsitzender und Anteilseigner der Carlyle Group. Er diente zuvor als Verteidigungsminister und Nationaler Sicherheitsberater der USA und war stellvertretender Chef der CIA. Zu den Investoren der Carlyle Group gehörte die saudische Unternehmerfamilie bin Laden, die eng mit dem Al-Qaida-Chef Osama bin Laden verwandt ist. George H. W. Bush soll die Bin Laden Familie zweimal im Auftrag der Carlyle Group getroffen haben. (Quelle) Die Milliardärsfamilie Mellon finanzierte die Gründung der Carlyle Group mit. Die Mellons sind mit den US-Geheimdiensten verbunden.

George H. W. Bush heiratete Barbara Pierce. Ihr Vater Marvin Pierce leitete die McCall Corporation, ein Verlag. Barbara Pierce war eine Nachkommin von US-Präsident Franklin Pierce (1804-1869) (Quelle). Franklins Vater Benjamin Pierce war Gouverneur des Bundesstaates New Hampshire und hatte im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft. Franklin und Benjamin Pierce waren Mitglied der Society of the Cincinnati, eine elitäre Gesellschaft, die nach der Gründung der USA gegründet wurde. Im englischen Wikipedia ist George H. W. Bush als Ehrenmitglied der Gesellschaft aufgelistet.

George H. W. Bush war Mitglied des Bohemian Club. Der Eliteclub besteht seit 1872 und ist Gegenstand von Verschwörungstheorien. In diesem Club sind hochrangige Mitglieder der US-Elite vertreten, darunter Rockefeller, Morgan, Bechtel, Bass und viele weitere. (Quelle)

George H. W. Bush wurde von der britischen Queen zum Ritter ernannt. Auch die US-Präsidenten Dwight Eisenhower und Ronald Reagan erhielten von der Queen die Ritterschaft. (Quelle: 1 und 2)

Georges gleichnamiger Sohn, der als George W. Bush (*1946) bekannt ist, wurde ebenfalls US-Präsident. Er hatte das Amt von 2001 bis 2009 inne. Er war von 1995 bis 2000 Gouverneur des Bundesstaates Texas. Er ist Multimillionär und gründete ein kleineres Erdöl- und Erdgasunternehmen namens Arbusto Energy.

George W. Bush war wie sein Vater Besucher des Bohemian Club (Quelle). Vater und Sohn wurden bei den „Sons of the American Revolution“ aufgenommen. Die Gesellschaft besteht seit 1889 und noch 14 weitere US-Präsidenten waren Mitglied. (Quelle) Seit 2010 gibt es einen spanischen Zweig der Gesellschaft, der von der spanischen Königsfamilie geführt wird. George W. Bush und sein Vater trafen in ihrem Amt als US-Präsident viele Königsfamilien.

Der Politiker Jeb Bush und die beiden US-Präsidenten aus der Bush Familie sowie ihr Vorfahre Prescott Bush besuchten den Alfalfa Club (Quelle: 1, 2, 3). Dieser ist einer der elitärsten Clubs in Washington. Zu den Mitgliedern gehörten oder gehören noch immer: Rockefeller, Warren Buffett, Madeleine Albright, Michael Bloomberg, Brendan Bechtel und viele weitere. Derzeitiger Präsident des Eliteclubs ist der Milliardär David Rubenstein. Er ist Gründer und Co-Vorsitzender der bereits erwähnten Carlyle Group.

George W. Bush heiratete Laura Welch. Sie ist in neunter Generation eine Nachkommin des schweizerischen Einwanderers Christoph von Graffenried. Er gründete die Stadt New Bern in North Carolina. Er kam aus der Patrizierfamilie Graffenried, die schon seit über 600 Jahren zur Elite der Stadt Bern in der Schweiz gehört. (Quelle) Die Graffenried Familie besitzt übrigens eine eigene Schweizer Privatbank.

George W. Bush ist ein guter Freund von William Stamps Farish. Dieser war von 2001 bis 2004 US-Botschafter in Grossbritannien und kannte die britische Queen Elizabeth II. Sein Schwiegervater war ein Erbe der einflussreichen Du Pont Familie. (Quelle: 1 und 2) Williams Tante Martha Farish heiratete Edward Harriman Gerry, der mütterlicherseits aus der Harriman Familie kam. Väterlicherseits kam er aus den Familien Livingston und Gerry, die zu den Gründervätern der USA gehörten (auch die Bush Familie stammt wie bereits erwähnt von der Livingston Familie ab). Williams gleichnamiger Grossvater hatte in den 30er-Jahren Standard Oil angeführt. (Quelle: 1 und 2) Standard Oil war dazumal der grösste Erdölkonzern der Welt und wurde von der Rockefeller Familie gegründet und kontrolliert. 

Die Zwillinge Barbara und Jenna Bush (*1981), zwei Töchter von George W. Bush, sind mit den Töchtern des Politikers John Kerry befreundet (Quelle). John Kerry war bei der Präsidentschaftswahl 2004 der Hauptkandidat der Demokraten, während Georg W. Bush Kandidat der Republikaner war und die Wahl gewann. John Kerry und Bush sind beide Mitglied bei Skull and Bones. John Kerry kommt mütterlicherseits aus den Familien Forbes und Winthrop.

Jeb Bush (*1953) war von 1999 bis 2007 Gouverneur des Bundesstaates Florida. Er ist der Bruder von Georg W. Bush. Jeb Bush besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Jeb Bush war Berater der britischen Grossbank Barclays, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt. Er war Direktor der Tenet Healthcare Corporation. Der Gesundheitskonzern war in mehrere Skandale und Kontroversen verwickelt. Jeb Bush war Berater für das Private Equity-Geschäft der führenden Investmentbank Lehman Brothers. Er war auch in Vorständen bei kleineren Unternehmen. Seine Frau Columba Bush ist eine mexikanische Katholikin. Jeb Bush konvertierte zum Katholizismus und ist Mitglied der Knights of Columbus, ein katholischer Ritterorden. Er und seine Frau waren auf einer Konferenz, die von den berüchtigten „Legionaries of Christ“ veranstaltet wurde.

Columba Bush besuchte 2012 einen Ball in Monaco. Der Ball stand unter der Schirmherrschaft des monegassischen Fürsten Albert II. Zu den Gästen des Balls gehörten auch:

  • Catherine Colonna di Stigliano. Sie kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna, eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels.
  • Ein Prinz aus der russischen Zarenfamilie.
  • Der armenische Prinz Rudolf Kniase Melikoff/Melikov.
  • Der tschechische Graf Adrien Kamenicky.
  • Marc Sursock. Die Sursock Familie war früher die reichste Familie des Libanons. Die internationale Familie heiratete in die italienische, irische, muslimische und thailändische Aristokratie.
  • Raghavendra Rathore. Er kommt aus der Rathore Familie, eine der wichtigsten indischen Aristokratenfamilien.
  • Arvind Singh Mewar. Er ist der nicht amtierende König der indischen Region Mewar. 
  • Der indische Milliardär Ravi(kant) Ruia.

(Quelle)

Neil Bush (*1955) war oder ist noch immer mit Scott Hinckley befreundet. Dessen Bruder John Hinckley Jr. verübte 1981 ein Attentat auf US-Präsident Ronald Reagan. (Quelle)

Lauren Bush (*1984) heiratete einen Sohn des Milliardärs Ralph Lauren. Ralph Lauren gründete und kontrolliert die Ralph Lauren Corporation, ein Modekonzern.

Der Schwiegervater von Jenna Bush (*1981) war der Politiker John H. Hager.

Marvin Bush (*1956) war Direktor des Versicherungskonzerns Tokio Marine HCC.

Jonathan Bush (1931-2021) gründete 1970 „J. Bush & Co.“, ein Finanzdienstleister. 1997 wurde das Unternehmen von der Riggs Bank gekauft, worauf Jonathan Bush der Führung der Riggs Bank beitrat. Zu den Kunden der Riggs Bank gehörten US-Präsidenten und viele Diplomaten. Die Bank war in mehrere Skandale verwickelt.

Jonathan Bush (*1969) gründete gemeinsam mit Todd Park das Gesundheitstechnologieunternehmen Athenahealth. Todd Park war Technologieberater von US-Präsident Barack Obama. Bevor Jonathan Bush und Todd Park Athenahealth gründeten, hatten sie beim Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton gearbeitet, das ziemlich offensichtlich den Geheimdiensten nahesteht. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es „die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle)

William Bush (1938-2018) war Manager bei Banken. Er gründete und leitete ein kleineres Finanzunternehmen.

Walker Familie

Wie bereits erwähnt wurde, hat die Bush Familie durch die Heirat von Prescott Bush (1895-1972) Blut der Walker Familie in sich. Die Walker Familie stammt von Thomas Walker (1758-1797) ab, der ein britischer Sklavenhalter war.

George Herbert Walker III. (1931-2020), ein Cousin von US-Präsident Bush Senior, war US-Botschafter in Ungarn. Er war wie sein Cousin Mitglied bei Skull and Bones. Auch sein gleichnamiger Vater George Herbert Walker (1905-1977) und sein Onkel John Walker (1907-1990) waren Mitglied bei Skull and Bones. (Quelle)

George Herbert Walker IV. (*1969) besetzte leitende Positionen bei Goldman Sachs und Lehman Brothers, zwei der grössten Investmentbanken der Welt. Er ist derzeit Vorsitzender und CEO des Finanzkonzerns Neuberger Bermann und Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF).

John M. Walker (*1940) ist ein hochrangiger Richter.

Craig Roberts Stapleton (*1945) heiratete in die Walker Familie. Er war US-Botschafter in Frankreich, Monaco und Tschechien. Er war Präsident der Immobilienberatung des Finanzkonzerns Marsh and McLennan. Sein Grossvater Benjamin Stapleton (1869-1950) war Bürgermeister von Denver und Mitglied des Ku-Klux-Klans. Craigs Sohn ist der Politiker Walker Stapleton (*1974). Die Stapleton Familie hat ein gutes Verhältnis zu ihren Verwandten aus der Bush Familie.

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Haus Caetani

Die italienische Uradelsfamilie Caetani/Gaetani gehört zum päpstlichen Adel.

Papst Bonifatius VIII., der im 13. Jahrhundert lebte, kam aus der Caetani Familie. Er galt als ein „Sünder“. Ihm werden folgende Zitate zugeschrieben:

„Paradies und Hölle gibt es nur in dieser Welt, nicht im Jenseits; wer gesund, reich und glücklich ist, hat das Paradies auf Erden.“

„Welchen Reichtum beschert uns doch dieses Märchen von Christus.“

„Alle drei Religionen und besonders das Christentum enthalten neben Wahrem viel Falsches. Die christliche Wahrheit ist, dass ein Gott existiert, dagegen ist die Reihe des Unwahren lang, sie schliesst Dreieinigkeit, jungfräuliche Geburt, Menschwerdung Christi, die Verwandlung von Brot und Wein in den Leib Christi und die Auferstehung der Toten mit ein.“

„Geschlechtsverkehr und die Befriedigung der Naturtriebe ist so wenig ein Vergehen wie Händewaschen“

Quelle: 1, 2, 3

Papst Bonifatius VIII. war über seine Mutter mit Papst Alexander IV. verwandt. Papst Bonifatius wollte den ohnehin schon grossen Einfluss und Reichtum des Vatikans ausweiten. Er war der Meinung, dass das Papsttum über den Königsfamilien steht. Er erliess die päpstliche Bulle Unam Sanctam, nach der alle „menschlichen Kreaturen“ Untertan des Papstes seien müssen, also auch die Könige. Papst Bonifatius hatte Streit mit dem französischen König Philipp IV. Vier Jahre nach Bonifatius Tod lies König Philipp IV. die Templer verfolgen. König Philipp behauptete, dass Bonifatius und der Templerorden für Häresie, Sodomie, Hexerei und Mord verantwortlich wären.

Man geht davon aus, dass Papst Gelasius II., der im 11. Jahrhundert lebte, ebenfalls aus der Caetani Familie kam. Papst Paul III. (1468-1549) kam mütterlicherseits aus der Caetani Familie. Vom 13. bis 17. Jahrhundert stellte die Caetani Familie mehrere Kardinäle. Mehrere Mitglieder der Familie waren Lateinische Patriarchen der ägyptischen Stadt Alexandria und vertraten dort somit die römisch-katholische Kirche.

Herzog Francesco Caetani (1594-1683) vertrat die spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig von Sizilien und als Gouverneur von Mailand.

Die Caetani Familie heiratete in viele italienische Adelsfamilien, darunter Colonna, Orsini, Caracciolo und viele weitere. Da sie seit Jahrhunderten fast nur in italienische Adelsfamilien heiraten, waren und sind sie mit zahlreichen Familien des italienischen Adels verwandt. Luigi Gaetani dell’Aquila d’Aragona (1877-1945) heiratete in die Uradelsfamilie Solms, die zum deutschen Hochadel gehört.

Heutige Mitglieder der Caetani Familie

Es gab mehrere adlige Familienzweige der Caetani Familie, die inzwischen ausgestorben sind. Der einzige noch bestehende adlige Familienzweig ist die Familie Gaetani dell’Aquila d’Aragona. Die Familie besitzt den Titel eines Fürsten und den Titel eines Herzogs. Dies sind die höchsten Adelstitel im italienischen Adel.

Graf Roffredo Gaetani dell’Aquila d’Aragona hatte eine Romanze mit Ivana Trump, die mit dem späteren US-Präsidenten Donald Trump verheiratet gewesen war. Roffredo lernte auch Donald und Ivanka Trump kennen. (Quelle: 1 und 2)

Graf Giovanni Gaetani dell’Aquila d’Aragona (*1973) heiratete Ginevra Elkann. Sie kommt mütterlicherseits aus der Milliardärsfamilie Agnelli, die wichtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. (Quelle: 1 und 2). Ihr Bruder John Elkann leitet derzeit das Wirtschaftsimperium der Agnelli Familie. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo und ihre Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza.

Die Gaetani Familie gehört zum Malteserorden (Quelle). Gian Luigi Gaetani dell’Aquila d’Aragona wurde 2005 Vizepräsident der italienischen Vereinigung des Malteserordens (ACISMOM) (Quelle). Der Malteserorden ist ein vatikanverbundener Orden, in dem viele Adelsfamilien Mitglied sind. Der Orden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet.

Mitglieder der Gaetani Familie waren 1987 auf einer Beerdigung der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. Auf der Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter die Familien Borghese, Torlonia, Massimo, del Drago, Ruspoli, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens.
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels. Die Familie brachte viele Freimaurer hervor.
  • Mitglieder der Sursock Familie. Sie war früher die reichste Familie des Libanons. Die internationale Familie heiratete in die Colonna Familie sowie auch in die irische, muslimische und thailändische Aristokratie. Die Sursocks brachten Freimaurer hervor.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der oben erwähnten italienischen Milliardärsfamilie Agnelli.

(Quelle)

Maria Luisa (Marilu) Magistrati (*1948) hat in die Gaetani Familie geheiratet. Sie gilt als eine der führenden Frauen der römischen Aristokratie. Mütterlicherseits kommt sie aus einer deutschen Reederfamilie und ihr Urgrossvater hatte ein deutsches Erdölunternehmen gegründet. (Quelle) Marilu kennt die Gräfin Marisela Federici (Foto). Marisela war eine enge Freundin von Susanna Agnelli aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Marisela war mit dem libanesisch-ägyptischen Geschäftsmann Roger Tamraz verheiratet, der den Ölkonzern Tamoil gründete. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Carlos Delgado Chalbaud, war Präsident von Venezuela. (Quelle)

Enrico Gaetani dell’Aquila d’Aragona (*1926) heiratete in die deutsch-britisch-niederländische Adelsfamilie Bentinck (Quelle).

Fürst Ferdinando Gaetani dell’Aquila d’Aragona war Mitglied des Januariusordens (Insigne Reale Ordine di San Gennaro) (Quelle). Der katholische Ritterorden besteht seit 1738 und wird seit seiner Gründung von der sizilianischen Königsfamilie aus dem Haus Bourbon geführt. Die Höchstanzahl der Mitglieder ist auf 20 Ritter beschränkt. Die Mitglieder des Ordens sind in meinem Beitrag zur Hochadelsfamilie Bourbon aufgelistet.

Abstammungslegende

Die Caetani Familie soll von den Herzögen von Gaeta abstammen, die vom 9. bis 11. Jahrhundert über das italienische Herzogtum Gaeta herrschten.

Der Familienüberlieferung nach sind die Caetanis Nachkommen der Anicius Familie (Gens Anicia) (Quelle: 1, 2, 3, 4). Von Ende des 4. Jahrhunderts vor Christus bis ins 6. Jahrhundert nach Christus waren in der Elite Roms stets Personen, die aus einer Familie mit dem Namen Anicia (Anicio) oder Anicius kamen. Es ist aber unklar, ob es sich dabei nur um eine oder mehrere Familien handelt, da bei den Aristokratenfamilien, die vor mehr als 1000 Jahren gelebt haben, meist zu wenige schriftliche Hinterlassenschaften vorhanden sind, um die Blutlinien zu rekonstruieren. Vom 4. bis 6. Jahrhundert waren die Anicier eine der führenden Familien der römischen und byzantinischen Elite und heirateten in weitere Familien der römischen Aristokratie. Der Anicier Petronius Maximus war im Jahr 455 für zwei Monate römischer Kaiser. Man geht davon aus, dass Papst Felix II. aus dem 5. Jahrhundert und die Päpste Agapitus I. und Gregor I. aus dem 6. Jahrhundert zur Dynastie der Anicier gehörten. Papst Gregor I. (bekannt als Gregor der Grosse) gilt als einer der bedeutendsten Päpste des ersten Jahrtausends. Zu seiner Zeit nahm die Christianisierung der heidnischen Völker in Europa stark an Fahrt auf. Er befahl, die Heiden Sardiniens mit Gewalt zum Christentum zubekehren: „Wenn ihr feststellt, dass sie nicht gewillt sind, ihr Verhalten zu ändern, so befehlen wir, dass ihr sie mit grösstem Eifer verfolgt. Sind sie unfrei, so züchtigt sie mit Prügeln und Folter, um sie zur Besserung zu zwingen. Sind sie aber freie Menschen, so sollen sie durch strengste Kerkerhaft zur Einsicht gebracht werden, wie es angemessen ist, damit jene, die sich weigern, die heilsamen Worte zu hören, welche sie aus den Gefahren des Todes erretten können, durch körperliche Qual der erwünschten geistigen Gesundheit zugeführt werden.“

Der Familienüberlieferung nach sind die Caetanis Nachkommen des gotischen Königs Theoderich der Grosse (starb 526) (Quelle: 1 und 2). Demnach wären sie Nachkommen der gotischen Königsfamilie Amal. König Theoderich heiratete die Tochter des fränkischen Königs Childerich I. Dieser war einer der ersten Könige aus der Dynastie der Merowinger, die in den folgenden 250 Jahren über das Fränkische Reich herrschten. Theoderichs Schwester heiratete Thrasamund, König des Vandalenreichs in Nordafrika. Nach einer Stammliste, die im 6. Jahrhundert verfasst wurde, stammte die gotische Königsfamilie Amal vom nordischen Gott Gautr ab. Dieser gilt als identisch mit dem germanischen Gott Gausus. Der langobardische König Audoin aus dem 6. Jahrhundert war der Legende nach ein Nachkomme von Gausus. Wie es der Zufall will, war Audoins zweite Frau eine Nichte des gotischen Königs Theoderich. Das Ehepaar stammte also angeblich vom selben Gott ab. Gautr und Gausus sind höchstwahrscheinlich identisch mit dem angelsächsischen Gott Geat. Der Mythologie nach ist Geat ein Vorfahre von Woden. Woden ist der legendäre Stammvater der angelsächsischen Königshäuser (die heutige britische Königsfamilie gehört über ihre Vorfahren aus der Königsfamilie Wessex zu den angeblichen Nachkommen von Woden). Woden ist identisch mit dem nordischen Gott Odin, der legendäre Stammvater der skandinavischen Königshäuser.

Anmerkung zu den legendären Blutlinien der europäischen Mythologie: Der Mythologie nach herrschten zuerst die Riesen über Europa (oder die ganze Welt). Ihre Nachkommen waren die Götterfamilien. Die Nachkommen der Götterfamilien waren mythologische Königsfamilien, deren Existenz nicht bewiesen ist. Deren angebliche Nachkommen waren antike Königsfamilien, die es wirklich gab. Diese wiederum sind womöglich die Vorfahren des heutigen Hochadels. Die belegten Stammlisten der heutigen Hochadelsdynastien reichen 1000 Jahre zurück. Einzelne gehen auch bis ins 8. Jahrhundert zurück. 

Raimondo di Sangro

Raimondo di Sangro (1710-1771), der 7. Fürst von Sansevero, kam mütterlicherseits aus der Caetani Familie. Sein Grossvater war ein Fürst aus der Caetani Familie und hatte ein gutes Verhältnis zu den Habsburgern. Raimondo kam väterlicherseits aus der italienischen Uradelsfamilie Di Sangro. Die Familie soll von Karl dem Grossen (747-814) abstammen, einer der mächtigsten Herrscher der damaligen Zeit. Die Sangro Familie gehört demnach zu den Nachkommen der Karolinger. Raimondo heiratete eine Cousine aus der Caetani Familie.

Raimondo di Sangro hatte in Rom studiert und wurde dort von Jesuiten ausgebildet. Später trat er den Freimaurern und den Rosenkreuzern bei. In den 1740er Jahren gelang es ihm, das Vertrauen des spanischen Königs Karl III. (Haus Bourbon) zu gewinnen. (Quelle: 1, 2, 3) König Karl III. war vermutlich Freimaurer. Er förderte die Freimaurerei, die bis dahin in Spanien unterdrückt worden war. Während seiner Zeit als König wurde die erste Freimaurer-Grossloge von Spanien gegründet. (Quelle) Karl III. war auch König von Neapel in Italien. Raimondo di Sangro gilt als der Begründer der Freimaurerei in Neapel. Zwischen 1744 und 1751 entstanden in Neapel vier Freimaurerlogen, die alle von Raimondo geführt wurden. Die römische Kurie in Neapel tolerierte die Freimaurerei nicht und Papst Benedikt XIV. drohte den Freimaurern mit der Exkommunikation (der Vatikan und die Freimaurer waren lange Zeit verfeindet). Raimondo di Sangro schrieb dem Papst einen Brief, in dem er ihm versicherte, dass die Freimaurer dem Papst gegenüber loyal seien. Raimondo geriet auch wegen anderer Dinge ins Visier der Kirche. Er wurde für einige Monate verbannt, weil er verbotenerweise ein Spielkasino eröffnet hatte. Sein Vater war des Mordes beschuldigt worden. Raimondo interessierte sich sehr für Naturwissenschaften und war Alchemist (die Kirche lehnte Alchemie und Naturwissenschaften ab). Er führte bizarre Experimente durch, darunter Wiederauferstehung von Krebsen mit Ochsenblut und Herstellung von Blut aus Kot, gekauter Nahrung und Säure. Ihm wurde vorgeworfen, „ungläubig“ zu sein. (Quelle) Er hatte Zugang zu den Büchern, die von der römischen Kurie auf den Index gesetzt worden waren, da er 1744 von Papst Benedikt XIV. die Erlaubnis erhalten hatte, alle Arten von verbotenen Büchern zu lesen. Er soll auch eine hermetisch-rosenkreuzerische Geheimloge gegründet haben. (Quelle) Um den Fürsten ranken sich auch düstere Legenden. Einer Legende zufolge liess er zwei seiner Diener töten, um „ihre Körper auf seltsame Weise einzubalsamieren“, und er soll sieben Kardinäle getötet haben, um möglichst viele Stühle aus ihren Knochen und ihrer Haut zu machen. Noch heute soll es Leute geben, die sich mit der Hand bekreuzigen, wenn sie am Palast von Raimondo di Sangro vorbeigehen, weil sie glauben, dass der Fürst mit dem Teufel im Bunde stand. (Quelle)

Fürst Raimondo di Sangro war der Begründer und erste Grossmeister der ägyptischen Freimaurerei. Er gründete einen „Inneren Kreis“ von Freimaurern in Neapel, aus dem der ägyptische Ritus hervorging (Quelle). Der „Traditionelle Ägyptische Ritus“ wird bis heute praktiziert. Raimondo di Sangro gilt als der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des „Traditionellen Ägyptischen Ritus“. Zu den Gross-Hierophanten gehörten sechs Verwandte der sizilianischen Königsfamilie Bourbon-Sizilien. Die sechs Verwandten waren zudem alle Grossmeister des Martinistenordens in Neapel, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Einer davon war Luigi Petriccione. Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer und Imperator (Oberhaupt) der italienischen Rosenkreuzer. Er war Bischof einer gnostischen Kirche in Italien und Grossmeister einer hermetischen Bruderschaft. Zwei der Gross-Hierophanten des ägyptischen Ritus kamen aus der italienischen Uradelsfamilie Aquino (der Kirchenlehrer Thomas von Aquin kam aus dieser Familie). (Quelle: 1, 2, 3) Zwei Mitglieder der Herzogsfamilie Caetani von Sermoneta waren mit ägyptischen Freimaurerei verbunden.

Die Herzöge von Sermoneta

Dieser Zweig der Caetani Familie besass seit dem 16. Jahrhundert den Adelstitel eines Herzogs und seit dem 17. Jahrhundert den Titel eines Fürsten. Dieser Familienzweig ist im 20. Jahrhundert im Mannesstamm ausgestorben. Der Zweig war seit dem 19. Jahrhundert mit dem britischen Adel verbunden.

1870 wurde Rom und der Kirchenstaat gegen den Willen des Papstes von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt und Rom wurde Teil des Italienischen Königreiches. Darauf wurde vom Königreich das Amt des Bürgermeisters in Rom eingeführt. Michelangelo Caetani (1804-1882), der 13. Herzog von Sermoneta, wurde der erste Bürgermeister von Rom. Er erhielt von der Königsfamilie den Annunziaten-Orden (Ordine Supremo della Santissima Annunziata), der im Italienischen Königreich der höchste Verdienstorden war. Herzog Michelangelo Caetani war Freimaurer (Quelle).

Herzog Michelangelo Caetani heiratete in erster Ehe eine Tochter des polnischen Adligen Wacław Seweryn Rzewuski. Dieser kam mütterlicherseits aus der Lubomirski Familie, eine der wichtigsten Familien des polnischen Adels. Die Lubomirski Familie brachte Freimaurer hervor.

Herzog Michelangelo Caetani heiratete in zweiter Ehe Harriette Ellis, eine britische Adlige. Ihr Grossvater mütterlicherseits war William Cavendish-Scott-Bentinck, der 4. Herzog von Portland. Wie sein Name schon sagt, stammt er aus den britischen Adelsfamilien Cavendish, Scott und Bentinck. Er war wie sein Vater Präsident des Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie). Harriette Ellis anderer Grossvater war Baron Charles Ellis, der ein Zuckerpflanzer und Sklavenhalter in der britischen Kolonie Jamaika war. Seine Frau (Harriette Ellis Grossmutter) kam mütterlicherseits aus dem schottischen Drummond Clan. (Quelle: 1 und 2)

Onorato Caetani (1842-1917), der 14. Herzog von Sermoneta, war wie sein Vater Bürgermeister von Rom. Er war zudem Aussenminister des Italienischen Königreichs. Er lebte lange Zeit im Ausland, insbesondere in England. Seine Frau Ada war die Enkelin eines britischen Barons. Adas Schwester Evelyn heiratete in den schottischen Kennedy Clan. Ihr Bruder Arthur heiratete in den schottischen Jardine Clan. Ihre Schwester Emily heiratete den 26. Graf von Crawford (war Freimaurer und Clan-Chef des Lindsay Clans). (Quelle)

Herzog Onorato Caetani setzte sich sehr dafür ein, dass sich die Anhänger des Papsttums und die Anhänger des Königreiches versöhnten. Er leitete zusammen mit Menotti Garibaldi ein politisches Komitee. (Quelle) Menotti Garibaldi war Freimaurer. Sein Vater war der berühmte Revolutionär Giuseppe Garibaldi, ein hochrangiger Freimaurer. Giuseppe Garibaldi war einer der führenden Köpfe eines revolutionären Kreises, der von Freimaurern angeführt wurde und die Einigung der italienischen Provinzen zu einem Staat geplant hatte, was 1861 auch umgesetzt wurde. Daraufhin wurde das Haus Savoyen zur Königsfamilie Italiens und profitierte somit von der freimaurergeführten Revolution, während der Vatikan die Revolution ablehnte.

Anmerkung zu Giuseppe Garibaldi: Giuseppe Garibaldi war 1864 kurze Zeit Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende italienische Freimaurergrossloge ist (Quelle). Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat (Supreme Council), der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen (Quelle). Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiationsgrade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des Memphis-Misraim-Ritus. Der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, ein Bekannter von Giuseppe Garibaldi, war Mitgründer und der zweite Gross-Hierophant des Ritus. (Quelle: 1 und 2) John Yarker war Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Yarker war Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA). (Quelle: 1 und 2) Die SRIA ist der englische Zweig der Rosenkreuzer. 1888 gründeten drei SRIA-Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge, darunter Freimaurer und Rosenkreuzer, gründeten kurze Zeit darauf den Ordo Templi Orientis (OTO), der ebenfalls zu einer wichtigen Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). Der Memphis-Misraim-Ritus liess sich stark von der ägyptischen Freimaurerei inspirieren.

Leone Caetani (1869-1935), der 15. Herzog von Sermoneta, heiratete in die päpstliche Uradelsfamilie Colonna, eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Herzog Leone Caetani interessierte sich sehr für den frühen Islam und wurde ein bekannter Orientalist. Er gehörte zur Führung des Ägyptischen Osiris-Ordens (Ordine Egizio Osirideo), dessen Gründung auf Fürst Raimondo di Sangro zurückgeführt wird (der wie gesagt mütterlicherseits aus der Caetani Familie kam). Auch der oben erwähnte Freimaurer Herzog Michelangelo Caetani soll Mitglied des Ägyptischen Osiris-Ordens gewesen sein. (Quelle: 1 und 2) Noch weitere italienische Adlige waren Mitglied des Ägyptischen Osiris-Ordens. Der Orden ist nach dem ägyptischen Totengott Osiris benannt. Vor dem Christentum gab es im Römischen Reich Mysterienkulte, die Osiris verehrten (Isis- und Osiriskult).

1922 wurde Benito Mussolini Präsident von Italien. Er errichtete in den folgenden Jahren eine Diktatur und herrschte bis 1943. Er war der Begründer des Faschismus, der weitere Diktatoren inspirierte. Mussolini liess die Freimaurerei verbieten. Herzog Leone Caetani geriet als hochrangiger Freimaurer ins Visier der faschistischen Diktatur. Er war ohnehin ein Gegner des Mussolini-Regimes und war zudem mit Sozialisten verbunden. 1927 ging er nach Kanada ins Exil und konnte nie mehr nach Italien zurückkehren (er starb noch vor Ende der Diktatur). Seither soll der Ägyptische Osiris-Orden nicht mehr aktiv gewesen sein.

Ein Esoterik-Blog behauptet zudem, dass Herzog Leone Caetani Gross-Hierophant eines Ordens mit dem Namen „L’Antico Ordine Egizio Orientale e Primitivo di Mizraim e Memphis“ (AOEOPMM) war. Der Orden sollte nicht mit dem Memphis-Misraim-Ritus verwechselt werden, auch wenn beide ihre Wurzeln im ägyptischen Ritus haben. Der Gross-Hierophant des AOEOPMM trägt auch den Titel „Oberster Pontifex“. (Quelle) Im vorchristlichen Rom wurden römische Gottheiten verehrt und der Pontifex war ein Priester, der die Gottesdienste und Zeremonien leitete. Der oberste Priester trug den Titel Pontifex maximus. In den Jahren vor Christus Geburt ging der Titel des Pontifex maximus an die römischen Kaiser über. Als das Christentum in Rom eingeführt wurde, ging der Titel an die Päpste über. Noch heute wird der Papst auch als Pontifex maximus bezeichnet.

Nach Angaben des Esoterik-Blogs sieht der AOEOPMM Raimondo di Sangro (der wie gesagt mütterlicherseits aus der Caetani Familie kam) als seinen ersten Gross-Hierophanten an. Der vierte Gross-Hierophant war Raimondos Sohn Vincenzo Di Sangro, der mütterlicherseits ebenfalls aus der Caetani Familie kam. Der zweite Gross-Hierophant war Luigi D’Aquino aus der italienischen Uradelsfamilie Aquino. Er war ein Cousin von Raimondo und war Mitglied des Ägyptischen Osiris-Ordens. Der AOEOPMM ist bis heute aktiv. Er hat 97 Grade. Die ersten 33 Grade sind identisch mit dem schottischen Ritus (herkömmliche Freimaurerei). Die folgenden 64 Grade umfassen griechische und ägyptische Mythologie, aber auch viele jüdische Elemente sowie Gnosis und Hermetik. Erreicht man den 64. Grad trägt man den Titel „Weiser von Mithra“. (Quelle) Der Titel bezieht sich womöglich auf den Gott Mithras. In den ersten Jahrhunderten gab es ein römischer Geheimkult, der Mithras verehrte. Der Mithraskult war in sieben Grade aufgeteilt. Der Kult hielt seine Rituale in unterirdischen Tempeln ab. Auch in den antiken Katakomben der Stadt Rom hielten die Kultanhänger Rituale ab.

Es wurde vermutet, dass Herzog Leone Caetani mit römisch-heidnischen Kreisen und dem italienischen Okkultisten Julius Evola verbunden war (Quelle). In diesen Kreisen gab es die Idee, die römische Religion wiederzubeleben. Julius Evola kannte und schätzte Junio ​​Valerio Borghese und kannte womöglich auch Herzog Giovanni Colonna di Cesarò. Die beiden kamen aus dem päpstlichen Adel.

Herzog Leone Caetani hatte zwar ein schlechtes Verhältnis zum Mussolini-Regime, aber sein Bruder Gelasio Caetani (1877-1934) gehörte zur Elite der Diktatur. Gelasio Caetani hatte in den USA studiert. Er arbeitete dort für die Bunker Hill Mining Company, ein grosses Bergbauunternehmen. Er gründete ein Beratungsunternehmen für Bergbautechnik. Nach dem Ersten Weltkrieg schloss er sich den Faschisten an und war unter den Teilnehmern des Marsches auf Rom 1922, der zur Machtübernahme von Benito Mussolini führte. Nachdem Mussolini die Macht übernommen hatte, ernannte er Gelasio Caetani zum italienischen Botschafter in den USA, da Gelasio Caetani bereits Kontakte in den USA geknüpft hatte. 1925 gründete Gelasio Caetani eine italienisch-amerikanische Gesellschaft in New York. Sie vergab Stipendien an italienische Ingenieure, die sich auf Amerika spezialisieren wollten. Gelasio Caetani wurde in Italien zum Ehrenbotschafter ernannt. Er war Vizepräsident der Azienda Generale Italiana Petroli (Agip), ein italienisches Erdölunternehmen. (Quelle) Es wurde mit königlichem Dekret von der faschistischen Regierung gegründet. Aus Agip entwickelte sich der heutige italienische Energiekonzern Eni, der zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt gehört. Das Unternehmen stand bis zur Abschaffung der italienischen Monarchie 1946 unter dem Einfluss der Königsfamilie.

Gelasio Caetani umwarb Alisa Mellon, die aus einer der mächtigsten und reichsten Familien der US-amerikanischen Elite kam. (Quelle: Seite 330)

Der Komponist Roffredo Caetani (1871-1961) war der 17. und letzte Herzog von Sermoneta. In seiner Burg versammelten sich Künstler, Schriftsteller und Musiker aller Nationalitäten. Er heiratete in die US-amerikanische Kolonialfamilie Chapin, die von Samuel Chapin (1598-1675) abstammt, ein früher Siedler in Nordamerika. Roffredo Caetanis Frau war eine Halbschwester von Katherine Garrison Chapin. Diese heiratete Francis Biddle, ein hochrangiger Jurist. (Quelle) Francis Biddle war der US-amerikanische Hauptrichter bei den Nürnberger Prozessen.

Roffredos Tochter Lelia Caetani (1913-1977) heiratete Hubert Howard, ein britischer Geheimdienstoffizier. Sein Vater Esme Howard war britischer Botschafter in den USA. Esme Howard wurde zum Baron geadelt und in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Seine Frau (die Mutter von Hubert Howard) kam aus der italienischen Adelsfamilie Giustiniani-Bandini und ihr Vater besass einen schottischen Adelstitel (Earl of Newburgh). (Quelle) Derzeit besitzt die italienische Uradelsfamilie Rospigliosi (stellte einen Papst) den schottischen Adelstitel. Die Giustiniani-Bandini Familie entstand aus einer Heirat der italienischen Adelsfamilien Giustiniani und Bandini.

Anmerkung zur Giustiniani-Bandini Familie: Die Bandini Familie stammte ursprünglich aus Florenz und kannte die berühmte Medici Familie, die drei Päpste hervorbrachte. Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Der Bankier Bernardo Bandini Baroncelli aus der Bandini Familie gilt als der Mörder von Giuliano de Medici. Im 16. Jahrhundert waren die Bandinis eine der führenden Bankiersfamilien der Stadt Rom. Die Giustiniani Familie stammt der Legende nach von der Justinianischen Dynastie ab, die im 6. Jahrhundert über das Oströmische Reich (Byzantinische Reich) herrschte. Eine weitere Abstammungslegende der Giustiniani Familie besagt, dass sie von den Anicier (Gens Anicia) abstammen. Wie oben bereits erwähnt wurde, stammt die Caetani Familie der Legende nach ebenfalls von den Anicier ab.

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Smith und Carrington Familie

Die Smith Familie ist eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite. Der Engländer Thomas Smith (1631-1699) gründete Mitte des 17. Jahrhunderts eine Bank. Sein Nachkomme Abel Smith (1717-1788) war einer der führenden Bankiers seiner Zeit. Ab da galt die Familie als sehr wohlhabend. Die Familienbank trug später den Namen „Smith’s Bank“ und bestand bis 1918. Sie war eine der ältesten britischen Banken und wurde durchgehend von der Smith Familie kontrolliert. Im 20. Jahrhundert war die Smith Familie eng mit der National Provincial Bank und der Investmentbank Morgan Grenfell verbunden, die zwei der grössten britischen Banken waren.

Die Zeitung The Independent schrieb in einem Artikel von 2007, dass die Smith Familie „die älteste und bedeutendste Bankiersfamilie“ war. (Quelle)

Seit dem 18. Jahrhundert brachte die Smith Familie durchgehend Politiker hervor. Im 20. Jahrhundert waren viele Familienmitglieder beim britischen Militär. Mehrere Familienmitglieder waren Gouverneure von britischen Kolonien. Die Familie brachte hochrangige Freimaurer hervor.

Die Smith Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen und heiratete in viele britische Adelsfamilien. Die Queen hat Blut der Bankiersfamilie Smith in sich. Ein adliger Zweig der Smith Familie benannte sich in Carrington um. Zu diesem Familienzweig gehörte Baron Peter Carington (1919-2018). Er leitete die NATO und das Bilderberg-Treffen und die Pilgrims Society.

Smith Familie im 18. und 19. Jahrhundert

Der Politiker George Smith (1765-1836), ein Partner der Familienbank, war 38 Jahre lang Direktor der East India Company (Quelle). Die britische Handelskompanie bestand vom Jahr 1600 bis 1874. Sie war das vermutlich mächtigste Unternehmen der Menschheitsgeschichte. Auf ihrem Höhepunkt machte sie die Hälfte des Welthandels aus. Die Kompanie besass eine Privatarmee, die doppelt so gross wie die britische Armee war. Die Kompanie herrschte vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1858 über Indien (danach wurde Indien bis 1947 von der britischen Königsfamilie kontrolliert). Die East India Company war eine Aktiengesellschaft. Wohlhabende Kaufleute und Aristokraten besassen die Aktien des Unternehmens. (Quelle: 1 und 2) Über das Internet fand ich keine Angaben darüber, wer die Aktionäre waren. George Smith war wie gesagt Direktor der Kompanie. Die Direktoren vertraten für gewöhnlich die Interessen der Aktionäre. Daher könnte die Smith Familie oder die Kunden ihrer Bank Aktionäre der Kompanie gewesen sein. Der Politiker Martin Tucker Smith (1803-1880), der aus der Smith Familie kam und Partner der Familienbank war, wurde ebenfalls Direktor der East India Company (Quelle).

Der Politiker William Manning (1763-1835) heiratete in die Smith Familie. Er führte ein eigenes erfolgreiches Handelshaus und war Gouverneur der Bank of England. Die Bank of England wurde 1694 gegründet und ist seither die britische Zentralbank. Zeitweise war sie auch privatwirtschaftlich aktiv. Sie galt bis ins 20. Jahrhundert als die mächtigste Zentralbank der Welt. William Mannings Schwester heiratete einen Sohn von Henry Laurens, der in die Gründung der USA involviert war. Henry Laurens war Freimaurer. Er war Schatzmeister der „Solomon’s Lodge No. 1“ und Grand Steward der Freimaurergrossloge von South Carolina (Quelle: 1 und 2). Er war Präsident des Kontinentalkongresses und somit ein führender Kopf der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Im englischen Wikipedia steht derzeit, dass die Frau von Oswald Smith (1794-1863) entfernt mit dem ersten US-Präsidenten George Washington (Freimaurer) verwandt war. Oswalds Tochter Frances Smith (1832-1922) heiratete Claude Bowes-Lyon, der 13. Graf von Strathmore und Kinghorne. Der Graf war der Clan-Chef des schottischen Lyon Clans. Seine Enkelin Elizabeth Bowes-Lyon heiratete den britischen König Georg VI. (Freimaurer). König Georg war der Vater der heutigen Queen Elizabeth II. Damit hat die Queen und ihre Nachkommen Blut der Bankiersfamilie Smith Familie in sich. (Quelle: 1 und 2)

Der Politiker John Abel Smith (1802-1871) kannte Baron Lionel de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie. Lionel de Rothschild war der erste Jude, der ins britische Parlament aufgenommen wurde. Die Aufnahme wurde von John Abel Smith und Lord John Russell unterstützt. (Quelle)

John Abel Smith war Mitgründer von „Jardine, Matheson and Co.“, ein britisches Unternehmen in Hongkong. Er war für das Unternehmen in der Anfangszeit eine der wichtigsten Kontaktpersonen in London. Er hatte Kontakt zu William Jardine und James Matheson, die Gründer des Unternehmens. (Quelle: 1 und 2) Die beiden Geschäftsmänner stammten aus schottischen Clans. „Jardine, Matheson and Co.“ wurde das grösste ausländische Handelsunternehmen in Ostasien und war einer der grössten Opiumhändler der Welt. Das Unternehmen besteht bis heute und ist immer noch eines der grössten Unternehmen Hongkongs. Hongkong war von 1843 bis 1997 eine britische Kolonie. Der heutige Grosskonzern Jardine Matheson wird von der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kontrolliert. Diese ist mit den Rothschilds befreundet und heiratete in schottische Clans. Einer der Gründer von Jardine Matheson war Hollingworth Magniac. Er hatte eine Urenkelin, Bridget Elvira Liddell (1908-1998), die in die Smith Familie heiratete.

John Abel Smith war Direktor der New Zealand Company (Quelle). Das britische Unternehmen beteiligte sich an der Kolonialisierung Neuseelands. Neuseeland war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt noch heute das Staatsoberhaupt von Neuseeland.

Der Politiker Augustus Smith (1804-1872) war Freimaurer. Er war Mitglied zahlreicher Freimaurerlogen und war Provinz-Grossmeister der englischen Grafschaft Cornwall. (Quelle)

Julian Pauncefote (1828-1902) kam väterlicherseits aus der Smith Familie. Sein Vater hatte den Familiennamen zu Pauncefote geändert. Julian Pauncefote war britischer Botschafter in den USA. Er war einer der ersten Justizminister der britischen Kolonie Hongkong. Julian Pauncefote wurde zum Ritter geschlagen und zum Baron geadelt. Er wurde zudem in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Hugh Colin Smith (1836-1910) arbeitete für das Handelshaus von Hugh Matheson und war Gouverneur der Bank of England. Er leitete somit die dazumal mächtigste Zentralbank der Welt. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Stanley. Die Schwester seiner Frau, Alethea Adeane, heiratete Henry Grenfell, der ebenfalls Gouverneur der Bank of England war. Henrys Vater war Direktor der Bank of England. Henrys Sohn war 35 Jahre lang Direktor der Bank of England und gründete zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemeinsam mit der US-amerikanischen Bankiersfamilie Morgan die Investmentbank „Morgan Grenfell“, die zu einer der führenden britischen Banken aufstieg. In den 90er Jahren wurde sie von der Deutschen Bank übernommen. Mehrere Mitglieder der Smith Familie gehörten zur Führung von Morgan Grenfell. Die Smith Familie heiratete 1933 in die Grenfell Familie.

Gerard Smith (1839-1920), ein Partner der Smith’s Familienbank, war Gouverneur des australischen Bundesstaates Westaustralien. Australien war bis 1901 eine britische Kolonie. Das Land und seine Bundesstaaten haben bis heute einen Gouverneur, welcher der Repräsentant der britischen Königsfamilie ist. Australien gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt noch heute das Staatsoberhaupt Australiens. Gerard Smith wurde zum Ritter geschlagen. Er war Freimaurer und wurde der erste Grossmeister der Grossloge von Westaustralien (Quelle: 1 und 2).

Martin Ridley-Smith (1833-1908) hatte drei Kinder (Sybil, Everard und Winifred), die in die britische Bankiersfamilie Hambro heirateten (Quelle). Die Hambros waren im 20. Jahrhundert eine der führenden Bankiersfamilien in Europa.

Im 19. Jahrhundert heiratete die Smith Familie in die englischen Adelsfamilien Somerset von Beaufort, Seymour und Coventry sowie in die schottischen Clans Stewart, Keith, Lyon, Boyle, Leslie und Dalrymple.

Smith Familie in den letzten 120 Jahren

Die Familienbank der Smith Familie wurde 1918 von der National Provincial Bank erworben, die eine der grössten britischen Banken war und seit 1833 bestand. Die Smith Familie gehörte nach der Fusion zu den Direktoren der National Provincial Bank. Evan Eric Smith (1894-1950) war von 1929 an Direktor und von 1947 bis zu seinem Tod Vorsitzender der National Provincial Bank. (Quelle: 1 und 2) Seit 1919 besass die National Provincial Bank die seit 1692 bestehende britische Privatbank Coutts, eine der ältesten Banken der Welt. Die Bank ist traditionell mit dem britischen Adel verbunden. Im 19. Jahrhundert war Coutts eine führende Privatbank. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser. 1970 fusionierte die National Provincial Bank mit der Westminster Bank, die ebenfalls eine der grössten britischen Banken war und seit 1834 bestand. Durch die Fusion entstand die National Westminster Bank. Diese war in den folgenden Jahrzehnten eine der grössten Banken der Welt. Im Jahr 2000 wurde sie Teil der Royal Bank of Scotland Group (RBS), die grösste schottische Bank. Die RBS wurde 1724 gegründet und ist damit eine der ältesten Grossbanken der Welt. Die Bank war lange Zeit mit schottischen Aristokraten verbunden. Durch die Fusion mit der National Westminster Bank wurde die RBS Group zu einer der grössten Banken der Welt. Ihr Erfolg endete durch die Finanzkrise 2008 und sie musste vom britischen Staat gerettet werden. Vor der Finanzkrise war sie die grösste Bank der Welt. 2020 benannte sie sich in NatWest Group um. 2021 war sie die viertgrösste britische Bank. Zu ihren Tochterfirmen gehören die RBS und die National Westminster Bank. Letztere war wie gesagt früher mit der Smith Familie verbunden. Die NatWest Group besitzt zudem die Privatbank Coutts.

Mildred Smith (1866-1955) heiratete Graf Sydney Buxton. Der Graf wurde in den Privy Council aufgenommen und war Generalgouverneur (höchster Kolonialbeamte) der britischen Kolonie Südafrika. Südafrika gehört heute zu den Commonwealth-Staaten. Sydney Buxton war Direktor der Barclays Bank. Die britische Bank ist eine der ältesten und mächtigsten der Welt. Die Tochter von Mildred Smith und Sydney Buxton heiratete einen Herzog aus der Familie FitzRoy, eine Bastardlinie der schottischen Königsfamilie Stuart. Margaret Smith (1855-1913) und Ann Smith (1920-2021) heirateten ebenfalls Herzöge aus der FitzRoy Familie. Ann Smith war ein Höfling von Queen Elizabeth II.

Vivian Smith (1867-1956) war Vorsitzender der Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Vivian Smith war Gouverneur der Royal Exchange Assurance Corporation. Das 1720 gegründete britische Versicherungsunternehmen hatte eine „royal charter“ und stand somit unter dem Einfluss des britischen Königshauses. 1999 wurde das Unternehmen Teil des französischen Finanzkonzerns AXA, einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt. Baron Vivian Smiths Schwiegervater war William McDonnell, der 6. Graf von Antrim. Der irische Graf war Freimaurer und Grossmeister der Grossloge von Irland. Vivian Smith wurde zum Baron geadelt. Seine Nachkommen besitzen den Adelstitel bis heute.

Der Offizier Aubrey Smith (1872-1957) heiratete in die Grosvenor Familie, die schon seit über 200 Jahren eine der reichsten britischen Adelsfamilien ist. Derzeit wird ihr Vermögen auf über 10 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Olive Alethea Smith (1880-1964) heiratete in die Baring Familie. Diese war damals eine der mächtigsten und reichsten Bankiersfamilien der Welt. Die Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen.

Baron Randal Smith (1898-1968) war Lieutenant beim britischen Militär und erhielt einen Orden von der Königsfamilie. Er war Direktor der Bank of England (britische Zentralbank) und Direktor der Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Er war Direktor von Shell, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Er kannte dadurch vermutlich die geadelte Samuel Familie, die das Unternehmen gegründet hatte. Baron Randal Smith war Direktor von Vickers, ein britischer Maschinenbau- und Rüstungskonzern. (Quelle)

Henry Abel Smith (1900-1993) war Gouverneur des australischen Bundesstaates Queensland. Er erhielt drei Orden von der britischen Königsfamilie. Er heiratete May von Teck. Mays Mutter und ihre Grossmutter väterlicherseits kamen aus der britischen Königsfamilie (eine Freimaurerfamilie). Väterlicherseits kam May aus einer Nebenlinie der Königsfamilie von Württemberg (waren im 19. Jahrhundert eine Freimaurerfamilie).

Mary Constance Vivian Smith (1901-1981) heiratete Baron Francis Rodd. Dieser war fast 30 Jahre lang Partner der führenden britischen Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Francis Rodd vertrat die britische Zentralbank bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in der Schweiz. (Quelle) Die BIZ gilt als Zentralbank aller Zentralbanken und ist dementsprechend auch sehr mächtig.

Alexander Abel Smith (1904-1980) war Partner der Schroders Bank und kannte dadurch vermutlich Mitglieder der Schröder Familie. Schroders war früher eine der grössten britischen Banken und ist heute einer der grössten britischen Vermögensverwalter. Alexander Abel Smith arbeitete in New York für JPMorgan, die führende Bank der USA.

Der Schwiegervater von Hugh Adeane Vivian Smith (1910-1978) war Graf Harry Primrose, der Clan-Chef des schottischen Primrose Clans. Harry kam mütterlicherseits aus der Rothschild Familie. Sein Vater Archibald Primrose war britischer Premierminister. (Quelle)

Thomas Dorrien-Smith (1913-1973) heiratete Tamara Imeretinsky. Sie kommt aus der Hochadelsfamilie Bagrationi, die im letzten Jahrtausend über Georgien geherrscht hatte. Die Familie stammt der Legende nach von den Davididen ab, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem geherrscht hatten. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen. Tamara Imeretinsky heiratete in zweiter Ehe Baron Charles Strachey, ein britischer Politiker. Der Baron ist ein Patenkind von Queen Elizabeth II.

Der Politiker und Philanthrop John Smith (1923-2007) war stellvertretender Vorsitzender der Royal Exchange Assurance Corporation, die oben bereits erwähnt wurde. John Smith war über 40 Jahre lang Direktor der bereits erwähnten Privatbank Coutts. Er besetzte auch Direktorenposten bei Rolls-Royce und der Financial Times. Er war zudem Direktor der Ottoman Bank. (Quelle) Diese war früher die Zentralbank des Osmanischen Reiches und wurde von Briten und Franzosen kontrolliert.

John Smiths Mutter war eine Urenkelin von Thomas Cook, der ein Reisebüro gegründet hatte, aus dem sich die „Thomas Cook Group“ entwickelte. Das Unternehmen war einer der grössten Tourismuskonzerne der Welt, ging aber 2019 Konkurs. (Quelle)

John Smiths Tochter Serena heiratete Nicholas Soames, ein britischer Politiker. Nicholas Soames war nicht geschäftsführender Vorsitzender von Aegis Defence Services. Das private britische Militär- und Sicherheitsunternehmen ist international aktiv. Private britische Militärunternehmen waren und sind vor allem in ehemaligen britischen Kolonien aktiv. Nicholas Soames war Minister für das britische Militär. Er wurde zum Ritter geschlagen und in den Privy Council aufgenommen. 2018 wurde er in die britische Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der NATO berufen. Sein Grossvater mütterlicherseits war der britische Premierminister Winston Churchill (Freimaurer). Nicholas Soames war ein persönlicher Assistent von James Goldsmith, dessen Söhne in die Rothschild Familie heirateten. (Quelle) Nicholas Soames ist mit dem britischen Prinzen Charles befreundet, der sein Trauzeuge war (Quelle). Nicholas Soames traf 2017 den simbabwischen Diktator Robert Mugabe zu einem persönlichen Gespräch. Soames Vater war der letzte Gouverneur der britischen Kolonie Südrhodesien gewesen. (Quelle) Südrhodesien wurde 1980 zu einem unabhängigen Staat und änderte den Namen in Simbabwe. Von 1987 bis 2017 wurde das Land von Mugabe regiert. Die erste Ehefrau von Nicholas Soames kam mütterlicherseits aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick. Nicholas Soames Schwester Charlotte heiratete in die britische Bankiersfamilie Hambro. (Quelle: 1 und 2)

Brian Abel-Smith (1926-1996) war Vorsitzender der Fabian Society. (Quelle) Die Fabian Society ist eine seit 1884 bestehende Gesellschaft in Grossbritannien. Sie ist die einflussreichste sozialistische Bewegung des Landes und gilt zudem als die älteste Denkfabrik der Welt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirkte sie an der Gründung der Labour Party mit, einer gemässigt sozialistischen Partei, die schnell zu Einfluss kam. Sie ist bis heute eine der stärksten Parteien im Vereinigten Königreich. Die Fabian Society hatte 1895 die London School of Economics (LSE) gegründet, eine der elitärsten Universitäten der Welt. (Quelle) Brian Abel-Smith beriet Labour-Regierungen und war Professor an der LSE. (Quelle)

Anne Smith (*1932) heiratete David Liddell-Grainger. Dieser war von 1969 bis 1974 Grossmeister der Freimaurergrossloge von Schottland (Quelle). Ihr gemeinsamer Sohn ist der Politiker Ian Liddell-Grainger. David kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Bertie.

Der Offizier Richard Abel Smith (1933-2004) heiratete eine Tochter von Douglas Kendrew, ebenfalls ein britischer Offizier. Douglas Kendrew war Gouverneur des australischen Bundesstaates Westaustralien und gehörte somit zur britischen Kolonialelite.

Die Frau von John William Abel Smith (1933-2011) kam mütterlicherseits aus der Du Pont Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA gehört. Die Ehefrau war die Tochter des US-amerikanischen Investmentbankers James Paul Mills, der mütterlicherseits aus der Drexel Familie kam. (Quelle: 1 und 2) Die Drexels waren im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Bankiersfamilien der Wall Street.

Robert Smith (*1936) heiratete eine Tochter von Vizegraf William Sidney, der Generalgouverneur (höchster Kolonialbeamte) von Australien war (Quelle).

Die Frau von Timothy Smith (1941-2010) kommt mütterlicherseits aus der Backhouse Familie, die 1774 die britische Backhouse’s Bank gegründet hatte (Quelle).

Christopher Abel Smith (*1954) ist ein Patenkind von Queen Elizabeth II. (Quelle)

Der Mann von Aileen Smith kam väterlicherseits aus der Grafenfamilie Stanley und mütterlicherseits aus der Markgrafenfamilie Vane-Tempest-Stewart (Quelle).

Der Ehemann von Katherine Smith (*1961) war väterlicherseits ein Enkel von Faith Pease aus der Bankiersfamilie Pease (Quelle). Die Pease Familie ist eine der wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

Edward Abel Smith (*1978) heiratete in erster Ehe in die geadelte Unternehmerfamilie Pearson. Die Familie gründete den Pearson-Verlag, einer der grössten Buchverlage der Welt. Edward Abel Smith heiratete in zweiter Ehe die berühmte Schauspielerin Kate Winslet. Er ist zudem ein Neffe des berühmten Milliardärs Richard Branson (wurde zum Ritter geschlagen). (Quelle: 1 und 2)

Die Ehefrau von Samuel Smith-Bosanquet (*1980) kommt mütterlicherseits aus der Rothschild Familie. Ihr Vater ist Marcus Agius. (Quelle) Marcus Agius war in der Führung von Barclays und Lazard, zwei der mächtigsten Banken der Welt. Er war im Vorstand der BBC. Der britische Fernsehsender ist einer der wichtigsten der Welt. Agius war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle). Von 2010 bis 2012 war er Vorsitzender der British Bankers Association, eine Lobbyorganisation der britischen Banken.

Neben den bereits erwähnten Heiraten heiratete die Smith Familie im 20. Jahrhundert auch in die schottischen Clans Hamilton, Campbell, Drummond, Carnegie und Sinclair sowie in die englischen Adelsfamilien Villiers, Cadogan und Grimston.

Carrington Familie

Der Politiker Robert Smith (1752-1838) war ein Urenkel des Bankengründers Thomas Smith. Robert Smith erhielt den erblichen Adelstitel eines Barons. Sein gleichnamiger Sohn (1796-1868) wurde der nachfolgende Baron und änderte den Familiennamen in Carrington um, den die Familie bis heute trägt. Die zweite Frau von Robert Smith Junior war mütterlicherseits eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Drummond Clans.

Baron Charles Wynn-Carrington (1843-1928) wurde in den Privy Council aufgenommen und zum Markgrafen geadelt und erhielt mehrere Orden. Er war „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte der königlichen Haushalte. Er war ein lebenslanger Freund von König Edward VII. (hochrangiger Freimaurer) und war auf 10 Hochzeiten der Königsfamilie. Er war der letzte Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales in Australien. Die Kolonie wurde nach seiner Amtszeit zum heutigen australischen Bundesstaat New South Wales, der bis heute einen Gouveneur hat, der die britische Königsfamilie vertritt. Eine Londoner Zeitung beschrieb Charles Wynn-Carrington als „einen Mann von Welt, von scharfer Intelligenz, belesen und verständnisvoll, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass die Herrschaft der Demokratie unvermeidlich ist und die Politik der Aristokratie darin besteht, das Beste aus der Situation zu machen. Charles Wynn-Carrington war Freimaurer und war der erste Grossmeister der Grossloge von New South Wales. Er vertrat die Grossloge als Grossvertreter in England. (Quelle: 1, 2, 3) Viele Demokratien in den ehemaligen britischen Kolonien wurden von Freimaurern mitgegründet. Charles Wynn-Carringtons Ehefrau kam mütterlicherseits aus der britischen Bankiersfamilie Baring.

William Carrington (1845-1914) erhielt drei Orden und wurde in den Privy Council aufgenommen. Er war Stahlmeister der britischen Königsfamilie. (Quelle)

Peter Carington (1919-2018), der 6. Baron Carrington, war ein sehr angesehenes Mitglied der britischen Elite. Er war Verteidigungs- und Aussenminister. Er spielte eine führende Rolle in der britischen Kolonialpolitik. Er war von 1984 bis 1988 Generalsekretär der NATO und leitete damit das mächtigste Militärbündnis der Welt. In den 90er Jahren war er Vorsitzender des Bilderberg-Treffens und leitete somit das berühmte Elitentreffen. (Quelle: 1 und 2) Von 1983 bis 2002 war er Präsident der Pilgrims Society und leitete somit die wichtigste Gesellschaft zum Austausch der britischen und US-amerikanischen Elite (Quelle). Er war Vorsitzender und Gründungspräsident der Britain-Australia Society zum britisch-australischen Austausch (Quelle). Er war Hochkommissar (britischer Botschafter) in Australien. Er war Vorsitzender der Lords in der Regierung von Alec Douglas-Home, der ebenfalls das Bilderberg-Treffen leitete. Baron Peter Carington war an der Gründung des afrikanischen Staates Simbabwe beteiligt, der zuvor eine britische Kronkolonie war. (Quelle) Er hielt eine Rede bei einem Treffen des Chatham House (die führende britische Denkfabrik) (Quelle). Er war Gouverneur der Ditchley Foundation, eine angloamerikanische Denkfabrik (Quelle). Er wurde in den Privy Council aufgenommen und erhielt mehrere Orden. Er war zwei Jahre lang Vorsitzender der Konservativen Partei.

Baron Peter Carington war auch in der Privatwirtschaft tätig:

  • Er war Direktor der Barclays Bank. Die britische Grossbank ist eine der ältesten und mächtigsten der Welt.
  • Er war Direktor der Hambros Bank. Sie war eine der führenden britischen Banken. Peter Carington kannte dadurch vermutlich die Bankiersfamilie Hambro. Die Smith Familie heiratete, wie bereits erwähnt wurde, dreimal in die Hambro Familie.
  • Er war der erste Vorsitzende der 1970 gegründeten Australia and New Zealand Banking Group. Sie war 2021 die zweitgrösste australische Bank.
  • Er war im internationalen Beirat der Chase Manhattan Bank. Die US-amerikanische Bank war einer der grössten der Welt. Carington kannte vermutlich David Rockefeller, da dieser ebenfalls im internationalen Beirat war.
  • Er war Direktor von Rio Tinto. Das britische Unternehmen ist einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt. Rio Tinto wurde 1873 von Hugh Matheson gegründet und ist seit Ende des 19. Jahrhunderts mit der Rothschild Familie verbunden.
  • Er war Direktor von Cadbury. Der britische Süsswarenkonzern wurde von der Quäkerfamilie Cadbury gegründet.
  • Er war Vorsitzender der General Electric Company (Marconi Company). Das Unternehmen war einer der grössten britischen Industriekonzerne.

Die Interessen von Barclays und Rio Tinto in Afrika haben einige Politiker veranlasst, Caringtons Tauglichkeit als Aussenminister infrage zu stellen.

(Quelle: 1, 2, 3)

Baron Peter Carington war auch Direktor von Hollinger. Das kanadische Medienunternehmen, das 2007 Konkurs ging, war zeitweise einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Das Unternehmen wurde von Conrad Black gegründet und kontrolliert. Der Kanadier wurde von der britischen Königsfamilie zum Baron geadelt. Zur Führung von Hollinger gehörten Mitglieder der britischen Elite, darunter Baron Jacob Rothschild und Sir James Goldsmith. (Quelle)

Baron Peter Carington arbeitete für das Beratungsunternehmen Kissinger Associates, das von Henry Kissinger gegründet wurde. (Quelle) Henry Kissinger galt als einer der führenden Köpfe der US-amerikanischen Elite.

Peters Sohn Rupert Carington (*1948) ist der 7. und derzeitige Baron Carrington. Er gehörte zur Führung der Investmentbank Morgan Grenfell, die wie gesagt mit der Smith Familie verbunden war. Bei Morgan Grenfell spezialisierte er sich auf Geschäfte in Asien. Bei der britischen Schroders Bank leitete er ebenfalls Geschäfte in Asien.

Baron Rupert Carington war Berater der LGT Group. Sie ist die grössten Bank der Steueroase Liechtenstein und wird von der liechtensteinischen Fürstenfamilie kontrolliert. Rupert Carington traf 2013 gemeinsam mit einem liechtensteinischen Prinzen den saudischen Milliardär Al Waleed bin Talal Al Saud, ein Prinz aus der saudischen Königsfamilie. Beim Treffen wurden dem saudischen Prinzen Investitionsmöglichkeiten in Liechtenstein vorgestellt. (Quelle)

Die Carrington Familie heiratete in mehrere englische Adelsfamilien und in den schottischen Colville Clan. Vizegraf Derek Keppel (1911-1968) kam mütterlicherseits aus der Carrington Familie. Er war der Schwiegersohn des Markgrafen Charles Vane-Tempest-Stewart, der in den 30er Jahren Kontakte zu Nazideutschland pflegte.

Mehrere Mitglieder der Familien Smith und Carrington, darunter der NATO-Chef Peter Carington, waren an der „Royal Military Academy Sandhurst“. Die britische Akademie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen.

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Treuhänder der US-amerikanischen Kunstmuseen

Viele Superreiche sind Kunstliebhaber. Daher sind viele grosse Kunstmuseen mit Milliardären verbunden. Am deutlichsten wird dies bei den grossen Kunstmuseen in den USA. Ich hab hier die Treuhänder der wichtigsten Kunstmuseen der USA aufgelistet. Es sind keine vollständigen Listen der Treuhänder. Nur Milliardäre, wichtige Manager und Mitglieder aus Elitefamilien sind aufgelistet. Es sind viele Juden dabei, da diese in der US-Kunstszene eine herausragende Rolle spielen.

Museum of Modern Art

Das Museum of Modern Art (MoMA) in New York besteht seit 1929. Es wurde auf Initiative von Abby Aldrich Rockefeller gegründet. Sie hatte in die Rockefeller Familie geheiratet, die damals die reichste Familie der USA war. Ihr Vater Nelson Aldrich war ein hochrangiger Freimaurer und Mitgründer der US-amerikanischen Zentralbank FED. Zu den Mitgründern des Museum of Modern Art zählten auch Mitglieder der Familien Crowninshield, Goodyear, Goldman Sachs und Warburg.

Zu den Treuhändern des Museums gehören viele Milliardäre. Die Liste der Treuhänder ist genauso beeindruckend wie die Mitgliederliste eines Bilderberg-Treffens.

Bemerkenswerte ausländische Treuhänder des MoMA:

Herzog Franz von Bayern: Er ist das Oberhaupt der ehemaligen Königsfamilie von Bayern.

Maja Oeri: Die Schweizerin ist Milliardärin. Ihre Familie gründete und kontrolliert Roche, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt.

Marie-Josée Kravis: Die Kanadierin ist derzeit Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitetreffen. Ihr Ehemann, der amerikanisch-jüdische Milliardär Henry Kravis, ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Henry Kravis besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen. Marie-Josée Kravis ist derzeit im internationalen Beratungskomitee der New Yorker Abteilung der US-Zentralbank FED.

John Elkann: Der Milliardär gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli, die als die mächtigste Unternehmerfamilie Italiens gilt. John Elkann heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der italienischen Adelsfamilie Caracciolo und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza.

Philip S. Niarchos: Er ist ein griechischer Milliardär. Sein Vater Stavros Niarchos galt als einer der reichsten Männer der Welt und besuchte das Bilderberg-Treffen. Stavros Niarchos war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner des US-amerikanischen Milliardärs David Rockefeller. Zu den Verwandten und Schwägern der Niarchos Familie gehören die Familien Ford, Spencer-Churchill, Borghese, Livanos, Onassis und Guinness.

Eyal Ofer: Der Milliardär gilt derzeit als der reichste Israeli.

Sarah Arison: Sie kommt aus der israelischen Milliardärsfamilie Arison. Shari Arison ist langjährige Hauptaktionärin der Bank Hapoalim, die grösste israelische Bank.

Clarissa Alcock Bronfman: Die Venezolanerin heiratete in die kanadisch-jüdische Milliardärsfamilie Bronfman. Ihr Mann kontrollierte früher die Universal Music Group, das grösste Musikunternehmen der Welt. Ihr Schwiegervater war Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Patricia Phelps de Cisneros: Sie heiratete in die venezolanische Milliardärsfamilie Cisneros. Ihr Mann Gustavo besuchte das Bilderberg-Treffen.

Adrian Cheng: Er kommt aus der Hongkonger Multimilliardärsfamilie Cheng.

Xin Zhang: Eine chinesische Milliardärin.

Lonti Ebers: Sie ist die Frau des Milliardärs Bruce Flatt. Das aus Kanada stammende Ehepaar lebt in New York und London. Bruce Flatt ist CEO von Brookfield Asset Management. Der kanadische Finanzkonzern verwaltet derzeit 725 Milliarden US-Dollar.

Lise Stolt-Nielsen: Ihr Vater war der norwegische Milliardär Jacob Stolt-Nielsen.

Diana Widmaier Picasso: Die Französin ist eine Enkelin des berühmten Malers Pablo Picasso.

Bemerkenswerte US-amerikanische Treuhänder des MoMA:

David Rockefeller, Jr.: Er kommt aus der Milliardärsfamilie Rockefeller, die als eine der mächtigsten Familien der USA gilt.

Sharon Percy Rockefeller: Sie heiratete in die Rockefeller Familie und war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.

Laurence Fink: Der jüdische Milliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO von BlackRock, einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. BlackRock ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit über 10 Billionen US-Dollar. Laurence Fink gehört derzeit zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF) und ist Mitglied der Trilateralen Kommission.

Ronald S. Lauder: Der jüdische Milliardär ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Die Lauder Familie gilt als eine der reichsten Familien der USA und kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder.

Robert Soros: Er ist ein Sohn des berühmten jüdischen Milliardärs George Soros.

David Booth: Der Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von Dimensional Fund Advisors. Der Finanzkonzern verwaltet derzeit über 650 Milliarden US-Dollar.

Anne Dias Griffin: Ihr Exmann ist der Multimilliardär Kenneth Griffin. Dieser gründete und führt Citadel, einer der grössten Hedgefonds der Welt. Kenneth Griffin besuchte das Bilderberg-Treffen.

Steve Cohen: Der jüdische Multimilliardär gründete und führt Point72 Asset Management, ein grosser Hedgefonds.

Glenn Dubin: Der jüdische Milliardär und Hedgefonds-Manager soll aktives Mitglied des mit Jeffrey Epstein verbundenen Missbrauchsrings gewesen sein. Seine Frau Eva hatte vor ihrer Ehe eine romantische Beziehung mit Jeffrey Epstein. Eva war oder ist noch immer mit Ghislaine Maxwell befreundet, die als Epsteins beste Freundin galt und für ihn Mädchen beschaffte. Maxwell ist die Tochter des verstorbenen britischen Politikers und Medienunternehmers Robert Maxwell (war höchstwahrscheinlich Agent des Mossad). Nachdem Epstein 2010 aus dem Gefängnis entlassen wurde, hatte Eva Dubin weiterhin Kontakt zu ihm. In einer E-Mail an Epsteins Bewährungshelfer schrieb Eva: „Ich fühle mich mit Jeffrey Epstein um meine Kinder zu 100-prozentig wohl“.

Leon D. Black: Der jüdische Milliardär gründete Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Er bezahlte dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein 158 Millionen US-Dollar für finanzielle Beratung (ein sehr grosszügiger Betrag). Leon Black verkehrt mit führenden Köpfen der US-Elite.

Jon Stryker: Der Milliardär kommt aus der Stryker Familie. Die Familie gründete die Stryker Corporation, einer der weltweit grössten Hersteller von medizinischen Geräten. Jon Stryker ist Gründer und Präsident der Arcus Foundation. Die Stiftung unterstützt die Interessenvertretung von LGBT auf der ganzen Welt und gilt als der grösste LGBT-Geldgeber in den USA. 

Maurice R. Greenberg: Der jüdische Exmilliardär ist sehr gut vernetzt und leitete die American International Group, einer der grössten Versicherungskonzerne der USA. Sein Sohn Evan Greenberg besuchte das Bilderberg-Treffen.

Jerry I. Speyer: Der jüdische Milliardär und Immobilienunternehmer besuchte das Bilderberg-Treffen. Er verkehrt mit führenden Köpfen der US-Elite.

Wallis Annenberg: Sie heiratete in die jüdischen Milliardärsfamilie Annenberg.

Alice M. Tisch: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

Mimi Haas: Sie heiratete in die Milliardärsfamilie Haas, die bereits im 19. Jahrhundert zur amerikanisch-jüdischen Elite gehörte. Die Familie kontrolliert Levi Strauss & Co., ein grosser Bekleidungseinzelhändler.

Sid R. Bass: Der Milliardär verkehrt mit führenden Köpfen der US-Elite. Sein Grossonkel Sid Richardson wurde über das Erdölgeschäft zu einem der reichsten Männer der USA.

Daniel S. Och: Der jüdische Milliardär gründete zusammen mit der jüdischen Milliardärsfamilie Ziff einen grossen Hedgefonds.

Daniel Sundheim: Der jüdische Milliardär gründete und führt D1 Capital Partners, ein grosser Hedgefonds.

Kathleen Fuld: Ihr Ehemann ist der jüdische Exmilliardär Richard Severin Fuld. Er leitete die Grossbank Lehman Brothers bis zu ihrem Zusammenbruch 2008. Lehman Brothers war eine der grössten Investmentbanken der Welt.

Emily Rauh Pulitzer: Sie heiratete in die jüdischstämmige Milliardärsfamilie Pulitzer. Joseph Pulitzer stiftete 1917 den Pulitzer-Preis.

Agnes Gund: Sie kommt aus der Milliardärsfamilie Gund.

Tony Tamer: Ein Private Equity-Investor und Milliardär.

Gary Winnick: Ein jüdischer Exmilliardär.

Michael S. Ovitz: Der jüdische Geschäftsmann gehört zur Hollywood-Elite und war Präsident der Walt Disney Company, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.

Jill Kraus: Ihr Ehemann ist der jüdische Manager Peter Kraus, der leitende Positionen bei Goldman Sachs, Merrill Lynch und AllianceBernstein besetzte. Die drei Unternehmen gehören zu den grössten Vermögensverwaltern der Welt.

Eric Adams: Er ist derzeit Bürgermeister von New York.

Stand: 14.6.2022

(Quelle)

Metropolitan Museum of Art

Das Metropolitan Museum of Art (Met) in New York ist das grösste Kunstmuseum der USA. Es wurde 1870 gegründet. Der Geschäftsmann Theodore Roosevelt Sr. half bei der Gründung des Museums. Sein Sohn war der US-Präsident und Freimaurer Theodore Roosevelt.

Bemerkenswerte ausländische Treuhänder des Met:

Hussa Sabah al-Salem al-Sabah: Sie heiratete in die Königsfamilie von Kuwait.

Michel David-Weill: Er führte die Lazard Bank und kommt aus der französisch-jüdischen Bankiersfamilie Weill. Er kennt führende Familien der europäischen und US-amerikanischen Elite. Seine Tochter heiratete in die französisch-jüdische Bankiersfamilie Stern.

Nita M. Ambani: Sie ist die Ehefrau des indischen Unternehmers Mukesh Ambani, der als einer der reichsten Menschen der Welt gilt. Mukesh war auf einer Geburtstagsfeier des britischen Prinzen Charles. Mukesh gehört derzeit zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Michael ByungJu Kim: Er ist ein koreanisch-amerikanischer Milliardär und Private Equity-Investor. Er heiratete eine Tochter des ehemaligen südkoreanischen Premierministers Park Tae-joon, der den südkoreanischen Stahlkonzern POSCO gründete, einer der grössten Stahlproduzenten der Welt.

Rahmi M. Koç: Er kommt aus der Koç Familie, die als die reichste Familie der Türkei gilt. Die Familie ist mit der westlichen Elite vernetzt und ist derzeit im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen vertreten.

Alejandro Santo Domingo: Er kommt aus der kolumbianischen Milliardärsfamilie Santo Domingo. Seine Frau kommt väterlicherseits aus der britischen Herzogsfamilie Wellesley und mütterlicherseits aus der ehemaligen deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern. Die Santo Domingo Familie heiratete auch in die monegassische Fürstenfamilie.

Dasha Zhukova: Die Russin war mit dem russisch-jüdischen Milliardär Roman Abramovich verheiratet. Ihr derzeitiger Ehemann kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Zum Freundeskreis des Ehepaares gehören Mitglieder der Familien Trump, Agnelli, Borromeo, Brandolini d’Adda, Hannover, Thurn und Taxis, Santo Domingo sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland, Grossbritannien und Monaco. Dasha Zhukovas Mutter hat sich im März 2024 mit dem Milliardär Rupert Murdoch verlobt, der einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt ist.

Sir Joseph Hotung: Der Hongkonger war Direktor der britischen Grossbank HSBC, die wichtigste Bank Hongkongs. Er und sein Grossvater Robert Hotung wurden von der britischen Königsfamilie zu Rittern geschlagen. Hongkong war bis 1997 eine britische Kolonie. Die Hotung Familie ist mit dem Milliardär Stanley Ho verwandt, der sein Vermögen mit Kasinos in Macau machte. Stanley Ho und seine Kasinos galten als mit den Triaden (chinesische Mafia) verbunden. Die Familien Hotung und Ho haben neben chinesischen auch niederländisch-jüdische Vorfahren.

Sir Paul Ruddock: Der Brite gehörte zur Führung des britischen Vermögensverwalters Schroders und kannte dadurch vermutlich die Bankiersfamilie Schröder. Er wurde zum Ritter geschlagen.

Bemerkenswerte US-amerikanische Treuhänder des Met:

Henry A. Kissinger: Der jüdische Expolitiker war einer der wichtigsten Akteure der US-Aussenpolitik und ist bis heute in Denkfabriken aktiv. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er war mit David Rockefeller und Giovanni Agnelli befreundet, zwei der mächtigsten Geschäftsmänner der letzten 50 Jahre.

David T. Schiff: Er kommt aus der jüdischen Bankiersfamilie Schiff.

John Pritzker: Er kommt aus der jüdischen Pritzker Familie, die als eine der reichsten Familien der USA gilt.

Ronald S. Lauder: Der jüdische Milliardär ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Die Lauder Familie gilt als eine der reichsten Familien der USA und kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder.

J. Tomilson Hill: Der Milliardär war Mitgründer der Blackstone Group, das derzeit grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Er ist derzeit Treuhänder der Guggenheim-Stiftung.

James „Jim“ W. Breyer: Der jüdische Milliardär finanzierte den Aufbau von Facebook mit. Seine Frau ist die Schwester der Politikerin Elaine Chao (Ehefrau des Politikers Mitch McConnell). Breyers Frau war zuvor mit dem jüdischen Milliardär Bruce Wasserstein verheiratet gewesen. Bruce Wasserstein leitete die Lazard Bank. Breyer ist derzeit im Vorstand der Blackstone Group und war im Vorstand von Walmart und Dell.

Philip H. Isles: Seine Grossmutter kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman. Seine Frau kommt aus einer dänischen Grafenfamilie und ihre Grossmutter kam aus der Van Rensselaer Familie, die schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte.

Debra Black: Sie heiratete den jüdischen Milliardär Leon Black. Ihr Bruder ist der jüdische Milliardär Tony Ressler. Leon Black und Tony Ressler gründeten Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

James R. Houghton: Er kommt aus der Houghton Familie, die den Technologiekonzern Corning gegründet und aufgebaut hat. James Schwester heiratete in die jüdische Weinberg Familie, die mit der führenden Investmentbank Goldman Sachs verbunden ist. Die Houghton Familie brachte zwei Botschafter hervor.

Charlotte C. Weber: Sie gehört zur Milliardärsfamilie Dorrance. Diese kontrolliert die Campbell Soup Company, einer der grössten Lebensmittelkonzerne der USA.

Annette de la Renta: Sie ist die Tochter des deutsch-niederländisch-jüdischen Bankiers Fritz Mannheimer. Zu ihren Freunden gehörte die verstorbene Brooke Astor und Henry Kissinger.

Merryl H. Tisch: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

William C. Rudin: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Rudin.

Jeffrey W. Greenberg: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Greenberg und leitete den Finanzkonzern Marsh McLennan, der als der grösste Versicherungsmakler der Welt gilt. Jeffreys Bruder Evan Greenberg besuchte das Bilderberg-Treffen.

Marina Kellen French: Ihre Mutter kam aus der jüdischen Bankiersfamilie Arnhold und ihr Vater leitete die Investmentbank der Arnhold Familie (Arnhold and S. Bleichroeder).

Howard Marks: Der jüdische Milliardär ist Mitgründer und Vorsitzender von Oaktree Capital Management. Das Finanzunternehmen verwaltet derzeit 164 Milliarden US-Dollar. Marks ist ein langjähriger Freund des britischen Barons Jacob Rothschild.

Renée Belfer: Ihr Mann ist der jüdische Multimillionär Robert Alexander Belfer. Er war Mitgründer und Grossaktionär von Enron, der bis zu seinem Konkurs einer der grössten Energiekonzerne der USA war.

Mary J. Wallach: Sie heiratete in die jüdische Wallach Familie. Die Familie besitzt Central National-Gottesman, ein grosses Familienunternehmen.

Hamilton E. James: Ein Milliardär.

Richard L. Chilton Jr: Ein ehemaliger Milliardär.

Mary Jaharis: Sie ist die Witwe des Pharmamilliardärs Michael Jaharis.

Linda Macklowe: Sie war mit dem jüdischen Immobilienunternehmer Harry Macklowe verheiratet. Dieser ist Multimillionär und ehemaliger Milliardär.

Edward „Ted“ N. Pick: Er ist derzeit Co-Präsident von Morgan Stanley, eine der grössten Investmentbanken der Welt.

Charles N. Atkins: Er war Direktor von Morgan Stanley und Vizepräsident von Lehman Brothers sowie Berater von Guggenheim Securities. Derzeit ist er Berater der Credit Suisse.

Ursula Burns: Sie besetzte Vorstandsposten bei den Grosskonzernen Exxon Mobil, Nestlé und Uber. Sie ist Treuhänderin der Ford Foundation.

E. John Rosenwald: Der jüdische Manager war stellvertretender Vorsitzender der Grossbanken JPMorgan und Bear Stearns.

Stand: Juli 2021

(Quelle)

Der 2019 verstorbene David Koch, der als einer der reichsten Männer der Welt galt, war ebenfalls Treuhänder des Metropolitan Museum of Art (Quelle).

Whitney Museum of American Art

Das Whitney Museum in New York wurde 1930 von Gertrude Vanderbilt Whitney gegründet. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der Welt war. Gertrude heiratete in die Whitney Familie, die ebenfalls bereits im 19. Jahrhundert zur Elite der USA gehörte.

Bemerkenswerte Treuhänder des Whitney Museum:

Flora Miller Biddle: Sie ist die Tochter der Museumsgründerin Gertrude Vanderbilt Whitney.

Fiona Irving Donovan: Eine Urenkelin der Museumsgründerin Gertrude Vanderbilt Whitney.

Leonard A. Lauder: Die jüdische Lauder Familie gilt als eine der reichsten Familien der USA und kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder. Leonards Bruder Ronald Lauder ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Nancy Carrington Crown: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Crown.

Victor F. Ganzi: Er leitete den Medienkonzern der Milliardärsfamilie Hearst.

Kenneth C. Griffin: Der Multimilliardär gründete und führt Citadel, einer der grössten Hedgefonds der Welt. Er besuchte das Bilderberg-Treffen.

Katja Goldman: Sie ist eine Nichte von Sol Goldman und gehört damit zur jüdischen Milliardärsfamilie Goldman.

Anne-Cecilie Engell Speyer: Sie heiratete einen Sohn des jüdischen Milliardärs Jerry Speyer (besuchte das Bilderberg-Treffen).

Laurie M. Tisch: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Tisch.

Beth Rudin DeWoody: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Rudin.

Mary E. Bucksbaum Scanlan: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Bucksbaum.

Neil G. Bluhm: Der jüdische Milliardär ist ein Immobilien- und Kasinounternehmer.

Thomas H. Lee: Der jüdische Milliardär ist ein Private Equity-Investor.

Stand: 16.3.2022

(Quelle)

Art Institute of Chicago

Das Art Institute of Chicago besteht seit 1866.

Bemerkenswerte Treuhänder des Art Institute of Chicago:

Usha Mittal: Sie ist die Ehefrau von Lakshmi Mittal, einer der reichsten und mächtigsten Inder. Er kontrolliert ArcelorMittal, der derzeit zweitgrösste Stahlproduzent der Welt.

Anita Blanchard: Sie und ihr Mann Martin Nesbit sind Nachbarn und enge Freunde von Ex-Präsident Barack Obama und seiner Familie.

Kenneth C. Griffin: Der Multimilliardär gründete und führt Citadel, einer der grössten Hedgefonds der Welt. Kenneth Griffin besuchte das Bilderberg-Treffen.

Marilynn Thoma: Ihr Mann ist der Milliardär Carl Thoma. Er ist Mitgründer und Partner von Thoma Bravo, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

Arie Steven Crown: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Crown.

Thomas J. Pritzker: Er kommt aus der jüdischen Pritzker Familie, die als eine der reichsten Familien der USA gilt.

Joe Mansueto: Der Milliardär gründete und führt den Finanzkonzern Morningstar, der über 200 Milliarden US-Dollar verwaltet.

Karen Z. Gray-Krehbiel und Jay Frederick Krehbiel: Sie kommen aus der jüdischen Milliardärsfamilie Krehbiel. Die Familie gründete das Elektrounternehmen Molex, das inzwischen zum Grosskonzern Koch Industries gehört.

Anne Searle Bent: Sie kommt aus der Milliardärsfamilie Searle. Die Familie gründete das Pharmaunternehmen GD Searle, das inzwischen zu Pfizer gehört.

E. Scott Santi: Er leitet derzeit den Industriekonzern Illinois Tool Works, einer der weltweit grössten Maschinenbauer. Der Konzern wurde von der Milliardärsfamilie Smith gegründet.

Frederick H. Waddell: Der Manager leitete den Finanzkonzern Northern Trust, der ebenfalls von der Smith Familie gegründet wurde. Northern Trust ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet über eine Billion US-Dollar. Waddell war Direktor von Abbvie, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Waddell ist derzeit Direktor von IBM, einer der grössten IT-Konzerne der Welt. Er war Direktor der Abteilung der Zentralbank FED in Chicago.

Shirley Welsh Ryan: Ihr Mann ist der Milliardär Patrick Ryan, einer der reichsten Versicherungsunternehmer der Welt.

Mary Jaharis: Sie ist die Witwe des Pharmamilliardärs Michael Jaharis.

Carolyn S. Bucksbaum: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Bucksbaum.

Eric Lefkofsky: Der jüdische Milliardär besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren.

Neil G. Bluhm: Der jüdische Milliardär ist ein Immobilien- und Kasinounternehmer.

Michael Polsky: Ein jüdischer Milliardär.

Andrew M. Rosenfield: Er ist Partner des Finanzkonzerns Guggenheim Partners. Er ist vermutlich Jude.

Stand: 16.5.2022

(Quelle)

The Frick Collection

Die Frick Collection in New York City besteht seit 1935. Das Kunstmuseum wurde vom Industriellen Henry Clay Frick gegründet, der 1918 als der zweitreichste Amerikaner galt (der reichste war Rockefeller).

Bemerkenswerte Treuhänder der Frick Collection:

Emily T. Frick: Sie heiratete einen Enkel des Museumsgründers Henry Clay Frick. Zuvor war sie mit einem Mitglied der Du Pont Familie verheiratet gewesen, eine der mächtigsten Familiendynastien der USA.

Helen Clay Chace: Sie ist eine Urenkelin des Museumsgründers Henry Clay Frick.

Howard Phipps Jr: Er kommt aus der Milliardärsfamilie Phipps, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Amerikanern gehört. Die Familie heiratete mehrfach in den britischen Adel.

Stephen A. Schwarzman: Der jüdische Multimilliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO der Blackstone Group, das derzeit grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Schwarzman ist Mitglied bei Skull and Bones.

Margot Bogert: Ihr Urgrossvater William Crapo Durant gründete General Motors, einer der grössten Automobilkonzerne der Welt.

Bernard Selz: Der jüdische Hedgefonds-Manager spendete Millionen an impfkritische Bewegungen, darunter 200 000 US-Dollar an den Impfgegner Andrew Wakefield (der absichtlich oder unabsichtlich Desinformationen verbreitet).

Kathleen Feldstein: Sie war die Ehefrau des jüdischen Ökonoms Martin Feldstein. Dieser besuchte das Bilderberg-Treffen und war Mitglied der Group of Thirty, eine einflussreiche Interessensvereinigung der Zentralbanken. Er war fast 30 Jahre lang im Exekutivkomitee der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik. Er war Direktor der Grosskonzerne JPMorgan, American International Group, Eli Lilly, HCA und TRW.

Isaiah Townsend Burden III: Sein gleichnamiger Grossvater verkehrte mit der New Yorker Elite, darunter mit den Familien Astor, Vanderbilt, Winthrop, Van Rensselaer und Livingston.

Stand: 14.6.2022

(Quelle)

San Francisco Museum of Modern Art

Das San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) besteht seit 1935.

Bemerkenswerte Treuhänder des SFMOMA:

James „Jim“ Breyer: Der jüdische Milliardär wurde oben bereits erwähnt.

Charles R. Schwab: Der Milliardär ist Gründer und Vorsitzender der Charles Schwab Corporation. Der Finanzkonzern verwaltet nach eigenen Angaben über 7 Billionen US-Dollar.

Lisa S. Pritzker: Sie heiratete in die jüdische Pritzker Familie, die als eine der reichsten Familien der USA gilt.

Robert J. Fisher: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Fisher. Die Familie gründete und kontrolliert den Bekleidungseinzelhändler Gap, eines der grössten Familienunternehmen der USA.

Mimi Haas: Sie heiratete in die Milliardärsfamilie Haas, die bereits im 19. Jahrhundert zur amerikanisch-jüdischen Elite gehörte. Die Familie kontrolliert Levi Strauss & Co., ein grosser Bekleidungseinzelhändler.

Penny Coulter: Ihr Ehemann James „Jim“ Coulter ist Milliardär und Mitgründer von TPG, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

Richard Kovacevich: Er leitete Wells Fargo, eine der grössten Banken der Welt.

Deryck Maughan: Der Manager besetzte hohe Positionen bei BlackRock, Citigroup, KKR, Salomon Brothers, Thomson Reuters und GlaxoSmithKline.

Lydia Shorenstein: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Shorenstein. Ihr Ehemann Douglas war Vorsitzender der Abteilung der Zentralbank FED in San Francisco.

Katie Rodan: Eine jüdische Milliardärin.

Stand: 9.12.2021

(Quelle)

Los Angeles County Museum of Art

Das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) besteht seit 1910.

Bemerkenswerte Treuhänder des LACMA:

Dasha Zhukova: Die Russin wurde oben bereits erwähnt.

Al Mayassa bint Hamad bin Khalifa Al-Thani: Sie kommt aus der katarischen Königsfamilie.

Elaine P. Wynn: Sie ist eine jüdische Milliardärin und wird als „Königin von Las Vegas“ bezeichnet. Ihr Exmann ist der jüdische Milliardär und Kasinounternehmer Steve Wynn, ein Kumpel von Donald Trump. Steve Wynn und seine Kasinos waren mit Kriminellen verbunden. Er hat Kontakte nach China und Macau. Das US-Justizministerium behauptete 2022, dass Steve Wynn Lobbyarbeit für China in der Trump-Regierung betrieben hat. Das US-Justizministerium forderte ihn daher auf, sich als ausländischen Agenten regriestrieren zu lassen. (Mehr dazu)

Tony P. Ressler: Der jüdische Milliardär war Mitgründer von Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Sein Schwager ist der jüdische Milliardär Leon Black.

Willow Bay: Sie ist die Ehefrau des jüdischen Managers Bob Iger, der die Walt Disney Company leitete, einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Bob Iger besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren.

Robert „Bobby“ Kotick: Er ist CEO von Activision Blizzard, einer der grössten Videospielkonzerne der Welt. Er war mit der jüdischen Milliardärin Sheryl Sandberg zusammen, die zur Führungsclique von Facebook gehört. Kotick und Sandberg besuchten die Sun Valley Konferenz.

Terry Semel: Der jüdische Manager leitete die Medienkonzerne Yahoo und Warner Bros. Er besuchte die Sun Valley Konferenz.

Nicole Avant: Sie war US-Botschafterin auf den Bahamas. Ihr Mann Ted Sarandos ist co-CEO des Medienkonzerns Netflix und besuchte die Sun Valley Konferenz.

Janet Crown: Sie kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Crown.

Wallis Annenberg und Gregory Annenberg Weingarten: Sie gehören zur jüdischen Milliardärsfamilie Annenberg.

Carter Reum: Seine Schwester heiratete in die Annenberg Familie. Er heiratete Paris Hilton, ein Promi. Paris Schwester Nicky heiratete in die Rothschild Familie.

Steve Tisch: Er kommt aus der jüdischen Milliardärsfamilie Tisch.

Ann Ziff: Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Ziff.

Rebecka Belldegrun: Die israelisch-amerikanische Investorin und Milliardärin wurde in eine jüdische Familie in Finnland geboren. Ihr Bruder Poju Zabludowicz lebt in Grossbritannien und ist ebenfalls Milliardär.

Mellody Hobson: Sie ist derzeit Vorsitzende des Kaffeekonzerns Starbucks, sitzt im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen und ist Mitglied der Trilateralen Kommission.

Nicolas Berggruen: Ein jüdischstämmiger Investor und Milliardär. Er ist bei vielen Denkfabriken präsent und gründete eine eigene Denkfabrik.

Suzanne Kayne: Ihr Ehemann ist der jüdische Private Equity-Investor und Milliardär Richard Kayne.

Donald Bren: Ein jüdischstämmiger Immobilienunternehmer und Multimilliardär.

Lynda Resnick: Sie und ihr Ehemann Stewart Resnick sind beide jüdische Milliardäre.

Zu den Treuhändern gehören noch ein paar Multimillionäre.

Stand 14.6.2022

(Quelle)

Ein weiteres wichtiges Museum ist das Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Es wurde von der jüdischen Guggenheim Familie gegründet, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien der USA war. Das Museum wird von der „Solomon R. Guggenheim Foundation“ betrieben. Zum Kuratorium der Stiftung gehören Nachkommen der Guggenheim Familie und der russische Milliardär Vladimir Potanin. (Mehr dazu im Beitrag zur Guggenheim Familie).

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Japanische Kaiserfamilie

Die japanische Monarchie gilt als die älteste Erbmonarchie der Welt und besteht bis heute. Der Überlieferung nach war Jimmu der erste Tennō (Kaiser) von Japan und bestieg angeblich im Jahr 660 vor Christus den Thron. Seither sollen alle japanischen Kaiser zu seinen Nachkommen gehört haben. Somit herrscht die Familie der Legende nach seit über 2500 Jahren über Japan. Die Abstammungslegende ist aber nicht historisch bewiesen. Historiker gehen davon aus, dass die herrschende Blutlinie seit 1000 bis 1500 Jahren besteht.

Der erste Kaiser Jimmu war der Legende nach mit mehreren Göttern aus der japanischen Mythologie verwandt und verschwägert. Aus den japanischen Mythen entwickelte sich eine Religion, der Shintoismus (Shintō), in der japanische Gottheiten verehrt werden. Der Shintoismus ist bis heute zusammen mit dem Buddhismus die wichtigste Religion in Japan. Über die Hälfte der Japaner bekennen sich zu ihm. Der erste Kaiser Jimmu war der Legende nach ein Nachkomme der Sonnengöttin Amaterasu. Sie ist die wichtigste Göttin im Shintoismus. Noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges behauptete die Kaiserfamilie, von Amaterasu abzustammen. Der Kaiser ist bis heute das geistliche Oberhaupt des Shintoismus. In der Vergangenheit war zeitweise die Verehrung der Kaiserfamilie Teil des Shintoismus. Im Gegensatz zu anderen Monarchien ist die Kaiserfamilie heute noch bei grossen Teilen des Volkes sehr beliebt.

Die Kaiserfamilie soll auch Blut des koreanischen Königs Muryeong (lebte Mitte des ersten Jahrtausends) in sich haben.

Japanische Wirtschaft

Japan hatte in den letzten Jahren die drittgrösste Wirtschaft der Welt und war meist das viert- oder fünftgrösste Exportland. Im 20. Jahrhundert war Japan die wirtschaftlich einflussreichste Grossmacht in Asien. Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde China zur führenden Wirtschaftsmacht Asiens. Japan gilt als eines der technologisch fortschrittlichsten Länder der Welt.

Die japanische Wirtschaftselite kontrolliert mächtige Grossbanken. Japan ist der grösste ausländische Investor in den USA. Die japanische Grossbank MUFG ist derzeit mit einem Anteil von über 20 Prozent Hauptaktionär der US-Bank Morgan Stanley, eine der grössten und mächtigsten Investmentbanken der Welt. Der japanische Yen belegte in den letzten Jahren Platz 3 der meistgehandelten Währungen der Welt.

Die japanischen Banken gehören zu den grössten Kreditgebern der Welt. 2013 verliehen sie mehr Geld ins Ausland als die Banken aller anderen Länder (Quelle). Japan löste China 2019 zeitweise als grösster Gläubiger der USA ab (Quelle). Japan ist das meistverschuldete Land der Welt. Der grösste Gläubiger des Landes ist die japanische Zentralbank.

Japan war das erste asiatische Land, in dem die Industrielle Revolution begann. Die ersten Grossbanken und Grosskonzerne des Landes wurden von ein paar wenigen Unternehmerfamilien gegründet und kontrolliert. Die wichtigsten Familien wären Iwasaki, Mitsui und Sumitomo, die massgeblich am Aufbau der Industrie und der Finanzwirtschaft Japans beteiligt waren. Die drei Familien erhielten alle einen Adelstitel vom Kaiser und heirateten in japanische Adelsfamilien. Viele der heutigen Grossbanken und Grosskonzerne in Japan gehen auf die Unternehmen dieser drei Familien zurück.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges galt die japanische Kaiserfamilie als eine der reichsten Herrscherfamilien der Welt. Sie besass neben Land auch Anteile an japanischen Grossbanken. (Quelle)

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wuchs die japanische Börse zur grössten Börse der Welt heran. Sie machte 45 Prozent der globalen Marktkapitalisierung aus und erreichte eine um 50 Prozent höhere Kapitalisierung als der Aktienmarkt der USA. Die japanischen Grossbanken waren zu der Zeit die wertvollsten Unternehmen der Welt. Durch eine Spekulationsblase schossen die Immobilienpreise in Japan fast senkrecht in die Höhe. 1989 entsprach der geschätzte Gesamtwert aller japanischen Immobilien etwa einem Fünftel des damaligen globalen Vermögens und dem Doppelten der weltweiten Börsenkapitalisierung. Wie Ökonomen berechnet haben, war damals allein die Fläche um den Kaiserpalast in Tokio gleich hoch bewertet wie ganz Kanada. 1989 platzte die Immobilienblase, was den Höhenflug des japanischen Finanzwesens beendete. (Quelle: 1 und 2)

Meiji-Revolution

Vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts war der Einfluss der Kaiserfamilie stark eingeschränkt. In dieser Zeit war die Shogun-Familie Tokugawa die führende Familie der japanischen Aristokratie. Sie isolierte das Land vom Rest der Welt. 1868 führte die Meiji-Revolution zur Entmachtung der Tokugawa Familie und die Kaiserfamilie übernahm wieder die Macht in Japan. Die beiden Familien haben sich aber versöhnt und sind über Heiraten im 20. Jahrhundert verbunden, was weiter unten erläutert wird.

Nachdem die Kaiserfamilie wieder an der Macht war, öffnete sie den bis dahin isolierten japanischen Markt für westliche Kolonialmächte. Zu dieser Zeit bildete sich der Kazoku, ein japanisches Adelssystem nach britischem Vorbild. Zudem bildete sich ein Parlament nach britischem Vorbild.

1869, ein Jahr nach der Revolution, besuchte der erste britische Prinz den japanischen Kaiser. Es gibt bis heute Treffen zwischen den beiden Herrscherfamilien. (Quelle)

Seit Ende des 19. Jahrhunderts besuchten japanische Prinzen weitere Königsfamilien.

1902 schlossen das britische Königreich (damals noch führende Weltmacht) und das japanische Kaiserreich eine Allianz, bekannt als Anglo-Japanische Allianz. Das Bündnis bestand bis 1923. Der Vertrag von 1902 wurde in London von Hayashi Tadasu unterzeichnet, der japanischer Botschafter in Grossbritannien war. Der japanische Kaiser adelte Hayashi Tadasu zum Grafen. Hayashi Tadasu hatte in den 1860er Jahren in England studiert. 1903 wurde er in London in eine Freimaurerloge aufgenommen. 1905 wurde er zum Senior Grand Warden der Grossloge von England ernannt. Dies geschah auf Initiative des britischen Prinzen Arthur von Connaught (hochrangiger Freimaurer und Templer). (Quelle: 1 und 2) Hayashi Tadasu hatte einen Enkel, der von der Iwasaki Familie adoptiert wurde. Die Iwasaki Familie ist eine der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite.

Nishi Amane und Tsuda Mamichi gelten als die ersten japanischen Freimaurer. 1863 reisten sie in die Niederlande, um dort zu studieren. Japan war zu dieser Zeit noch isoliert und sehr wenige Japaner studierten im Ausland. Nishi Amane und Tsuda Mamichi studierten an der niederländischen Universität Leiden, die 1575 von Wilhelm I. (Stammvater der niederländischen Königsfamilie) gegründet worden war. Die beiden Japaner studierten beim niederländischen Professor Simon Vissering, ein Freimaurer. Er nahm die beiden Studenten in die Freimaurerei auf. 1865 kehrten sie nach Japan zurück. Nach der Meiji-Revolution setzten sich die beiden dafür ein, dass man Elemente der westlichen Zivilisation in Japan einführen sollte. Die beiden wurden vom Kaiser zu Baronen geadelt. (Quelle: 1, 2, 3)

Auslandskontakte

Mitglieder der Kaiserfamilie trafen in den letzten Jahrzehnten Mitglieder aus fast allen oder sogar allen noch amtierenden Königsfamilien der Welt sowie Mitglieder aus nicht amtierenden Königsfamilien. Mitglieder der Kaiserfamilie waren auf vielen Beerdigungen und mehreren Hochzeiten von Königsfamilien. (Quelle: 1 und 2) Der derzeitige Kaiser Naruhito (*1960) hatte neben diplomatischen auch persönlichen Kontakt zu europäischen Königsfamilien und ging mit Hochadligen Ski fahren und segeln (Quelle: Seite 151 und 152). Die japanische Kaiserfamilie heiratete 2017 in die omanische Herrscherfamilie (Quelle). Kaiser Akihito (*1933) war ein langjähriger Freund des 2016 verstorbenen thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej (Quelle: 1 und 2). Die Kaiserfamilie unterhält eine langjährige Freundschaft zur ehemaligen nepalesischen Königsfamilie, die bis 2008 über Nepal herrschte (Quelle). Ein Prinz aus der japanischen Kaiserfamilie war 1989 auf einer Beerdigung der ehemaligen koreanischen Königsfamilie, die bis 1910 über Korea geherrscht hatte (Quelle). Die japanische Prinzessin Masako von Nashimoto (1901-1989) heiratete in die koreanische Königsfamilie (Quelle).

Mitglieder der Kaiserfamilie trafen sehr viele Staatschefs, darunter alle US-Präsidenten der letzten Jahrzehnte. Im Zweiten Weltkrieg bekriegten sich Japan und die USA. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges schlossen die beiden Länder Frieden und Japan wurde ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen den sich ausbreitenden Kommunismus in Asien. Inzwischen ist Japan der wichtigste strategische Partner der USA in Ostasien. Die beiden Grossmächte sind auch wirtschaftlich eng verbunden.

Kaiser Akihito und seine Frau unternahmen 1994 eine 16-tägige Tour durch die USA. In New York nahmen sie an einem Abendessen teil, bei dem einflussreiche europäische Politiker dabei waren. Der berühmte Bankenchef David Rockefeller und Arthur Ochs Sulzberger (damaliger Vorsitzender der New York Times Company) leiteten das Begrüssungskomitee für das Abendessen. Weitere Gäste waren der Unternehmer und zukünftige US-Präsident Donald Trump und sein Kumpel Rudolph Giuliani, der damals Bürgermeister von New York war. (Quelle)

Kaiser Naruhito traf 2019 den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle).

Viele Mitglieder und Verwandte der Kaiserfamilie studierten in England und den USA, vor allem an der Oxford Universität in England (besteht seit über 900 Jahren). Viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser studierten an der Oxford Universität.

Der derzeitige Kaiser Naruhito heiratete Masako Owada. Sie hatten sich zum ersten Mal bei einem Teetreffen für die spanische Prinzessin Elena getroffen. Masako Owada studierte in Harvard und Oxford. Ihr Vater Hisashi Owada war von 2009 bis 2012 Präsident des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag. Dies ist das höchste Gericht der Vereinten Nationen. Hisashi Owada war in den 90er Jahren zweimal Präsident des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen und leitete somit die höchste Instanz der weltweiten Sicherheitspolitik. Er war Berater der Weltbank und vertrat Japan als Botschafter bei den Vereinten Nationen und der OECD. Er arbeitet auch als Professor an Universitäten in den USA. Seine Schwester, die Tante von Kaiserin Masako, heiratete Kazuhide Kashiwabara, der Direktor der Industrial Bank of Japan war. Diese war eine der grössten Banken der Welt und ist ein Vorläufer der heutigen Grossbank Mizuho.

Wie die meisten anderen Königsfamilien verleiht auch die japanische Kaiserfamilie Orden. Die Orden bekommen Personen, die einen Beitrag für Japan geleistet haben. Zu den Ordensempfängern gehören Politiker, Vertreter der Wirtschaft, Militärs und Wissenschaftler aus verschiedensten Ländern. Die Kaiserfamilie verlieh Orden an Mitglieder aus vielen Königsfamilien. Die Mitglieder der Kaiserfamilie erhielten wiederum viele Orden von anderen Königsfamilien.

Kaiser Akihito verlieh 2012 einen Orden an Ratan Tata. Dieser gilt als der mächtigste indische Geschäftsmann und seine Vorfahren waren massgeblich am Aufbau der indischen Industrie beteiligt. Tata erhielt den Orden aufgrund seines Beitrags zur Stärkung und Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Indien. Tata war ein wichtiger Unterstützer der japanischen Unternehmen, bei ihrem Vorstoss in die indische Industrie. Tata, der mehrere indische Grosskonzerne kontrolliert, fördert aktiv Geschäftspartnerschaften mit japanischen Unternehmen. Tata hatte 2007 auf die Gründung des Japan-India Business Leaders Forum hingearbeitet, das am Wirtschaftsabkommen zwischen Indien und Japan beteiligt war. (Quelle)

Prinz Tsuneharu Takeda (*1944) war japanischer Botschafter in Bulgarien.

Japanische Kaiserfamilie im Zweiten Weltkrieg

Ab 1926 war Hirohito (1901-1989) Kaiser. Er regierte im Hintergrund und scharte kaisertreue Militärs um sich. Er liess das Militär aufrüsten. 1932 wurde der japanische Premierminister Inukai Tsuyoshi bei einem Attentat ermordet. Ab da gelangte die japanische Politik immer mehr unter den Einfluss von nationalistischen Militärs, die in den folgenden Jahren einen autoritären Staat aufbauten. Die Verehrung des Kaisers als Gottheit wurde ein wichtiger Teil der nationalistischen Propaganda. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte Japan an der Seite von Nazi-Deutschland und Mussolini-Italien. 1937 hatte der Krieg zwischen Japan und China begonnen, also noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Europa. Am 7. Dezember 1941 erklärte Kaiser Hirohito den USA und Grossbritannien den Krieg. Wenige Stunden zuvor hatte der Angriff auf Pearl Harbor stattgefunden. Japan kapitulierte 1945, nachdem die Amerikaner zwei Atombomben auf Japan abgeworfen hatten.

Infolge des Zweiten Weltkrieges besetzte Japan unter anderem Malaysia, die Philippinen, Niederländisch-Indien und Teile Chinas. Das japanische Militär beging in den besetzten Gebieten und Kolonien zahlreiche Kriegsverbrechen. Es gibt keine genauen Zahlen, aber es sollen mehr als 25 Millionen Zivilisten getötet worden sein (Quelle). Die Kriegsverbrechen der japanischen Diktatur sind auch bekannt als „Asiatischer Holocaust“ und fanden zur gleichen Zeit wie die Verbrechen des Hitler- und Stalinregimes in Europa statt.

Prinz Asaka Yasuhiko (1887-1981) war Kommandeur der japanischen Truppen in Nanking und war vermutlich mitverantwortlich für das Massaker von Nanking. Kaiser Hirohito gab den Befehl, keine Gefangenen zu machen. (Quelle) Mehrere Mitglieder der Kaiserfamilie waren während dem Weltkrieg beim Militär und der Marine.

Genau wie in den Lagern der deutschen Nazis wurden auch in den japanischen Lagern Menschenversuche an Kriegsgefangenen durchgeführt. Bis zu 20 000 japanische Ärzte, Forscher und Medizinstudenten waren direkt oder indirekt an den Menschenversuchen beteiligt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan von den Amerikanern besetzt, die Gerichtsverfahren gegen Kriegsverbrecher eröffneten. Die meisten Ärzte wurden aber nicht verurteilt, da die Amerikaner eine Abmachung mit der japanischen Ärzteschaft getroffen hatten. Die japanischen Mediziner übergaben den Amerikanern alle wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Menschenversuchen und erhielten dafür Straffreiheit. Der damalige Chef des US-Forschungszentrums für bakteriologische Kriegführung war beeindruckt von dem gelieferten Material. Er schrieb: „Die Informationen haben das bisherige Wissen auf diesem Gebiet ergänzt und vergrössert. Solche Daten können in unseren Labors wegen der mit Menschenversuchen verbundenen Skrupel nicht erlangt werden. Es ist zu hoffen, dass den Personen, die diese Informationen weitergegeben haben, Unannehmlichkeiten erspart bleiben.“

Einige Beamte aus dem US-Aussenministerium erhoben Einwände gegen die gewährte Straffreiheit. Die Beamten erhielten ein Dokument, in dem stand: „Der Wert der japanischen Daten ist für die USA und deren nationale Sicherheit von so herausragender Bedeutung, dass er die aus einem Strafverfahren wegen Kriegsverbrechen resultierenden Vorteile (für die USA) bei weitem übertrifft.“

(Quelle)

Die Kaiserfamilie wusste genau über die Experimente Bescheid und mehrere Prinzen waren auf verschiedene Weise an Menschenversuchsprogrammen beteiligt (Quelle).

Japanische Kaiserfamilie in der Besatzungszeit

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan von den Amerikanern besetzt. Der US-Offizier Douglas MacArthur bekam die Aufgabe, die Kriegsverbrecher auf japanischer Seite auszumachen. Er wurde später dafür kritisiert, dass er den japanischen Kaiser Hirohito nicht härter zur Verantwortung zog. Nach der Ansicht von MacArthur war der Hauptschuldige Hideki Tojo, der von 1941 bis 1944 Premier- und Kriegsminister von Japan gewesen war. Gegen Ende des Weltkrieges hatten Mitglieder der Kaiserfamilie am Sturz von Hideki Tojo gearbeitet. Nach dem Krieg erhielt Hideki Tojo und weitere hochrangige Mitglieder des Militärs die Todesstrafe. Zwar geschahen die Kriegsverbrechen auf Befehl oder mit der Duldung des Militärs, jedoch wurde aus meiner Sicht die Machtübernahme der Militärs und deren Expansionspolitik vom Kaiser abgesegnet. Die Kaiserfamilie und ihre Vertrauten hatten sich bereits vor Beginn des 20. Jahrhunderts das Ziel gesetzt, ein Kolonialreich zu werden. 1895 annektierten sie Taiwan und 1910 Korea, die zu japanischen Kolonien wurden (zu dieser Zeit hatte Japan ein gutes Verhältnis zu führenden Kolonialmacht Grossbritannien). Dies geschah also bereits Jahrzehnte vor der Machtübernahme der expansionswütigen Nationalisten, die zudem die Kolonien in Diktaturen verwandelten.

General Douglas MacArthur hatte während der Besatzungszeit Kontakt zur Kaiserfamilie. Er war übrigens Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati und Mitglied der Sons of the American Revolution, zwei alte elitäre Gesellschaften aus den USA (Quelle: 1 und 2). Die Freimaurerei wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Briten und Niederländern nach Japan gebracht. Die Kaiserfamilie erlaubte den Freimaurern Logen zu gründen. Die Logen durften aber nur Ausländer und keine Japaner aufnehmen. In der Besatzungszeit unter General Douglas MacArthur wurde die japanische Regierung um die Erlaubnis ersucht, japanischen Staatsangehörigen den Beitritt zu Freimaurerlogen zu gestatten. Die Erlaubnis wurde ohne weiteres erteilt. (Quelle) Seither führen Angloamerikaner und Japaner gemeinsam die Freimaurerei in Japan (Quelle). General MacArthur beaufsichtigte mehrere Logengründungen und Freimaurerprojekte in Japan. Prinz Naruhiko Higashikuni (1887-1990) aus der Kaiserfamilie war von August 1945 bis Oktober 1945 japanischer Premierminister. Unter seiner Regierung kapitulierte Japan, womit der Zweite Weltkrieg beendet war. In der Nachkriegszeit wurde Prinz Naruhiko in die Freimaurerei aufgenommen. Er war der erste Japaner im Japan der Nachkriegszeit, der einen Antrag zur Aufnahme bei den Freimaurern stellte. Der letzte koreanische Kronprinz Yi Un (Eun Lee), der in die japanische Kaiserfamilie geheiratet hatte, trat zu dieser Zeit ebenfalls den Freimaurern bei. Kaiser Hirohito zeigte Interesse an der Freimaurerei, trat aber nicht bei. (Quelle: 1, 2, 3). Heute hat die Freimaurergrossloge von Japan Kontakt zu mehr als 150 Grosslogen auf der ganzen Welt (Quelle).

Seit Ende des Weltkrieges ist Japan einer der wichtigsten strategischen Partner der USA.

Kaiser Hirohito war noch bis zu seinem Tod 1989 das Staatsoberhaupt Japans (angeblich ohne politischen Einfluss). Er traf in der Nachkriegszeit die britische Königsfamilie. Er hatte sie schon in seiner Jugend kennengelernt, also noch vor dem Zweiten Weltkrieg (Quelle: 1 und 2). Mitglieder der beiden Herrscherfamilien trafen sich auch in den letzten Jahrzehnten.

Hirohito war der erste japanische Kaiser gewesen, der Königsfamilien in Europa besuchte. Er traf 1921 in Grossbritannien den britischen Prinzen Arthur von Connaught (hochrangiger Freimaurer und Templer). Hirohito besuchte auch Schottland und das Land gefiel ihm sehr. In Schottland traf er im Blair Castle den Herzog John Stewart-Murray von Atholl (hochrangiger Freimaurer und Clan-Chef des schottischen Murray Clans). (Quelle: 1 und 2)

Kaiser Hirohito traf 1975 John D. Rockefeller III. in New York (Foto). Die Rockefeller Familie gilt als eine der mächtigsten Familien der US-amerikanischen Elite. John D. Rockefeller III. engagierte sich sehr für amerikanisch-japanische Beziehungen. Er traf auch den späteren Kaiser Akihito (Foto).

Der Historiker Sterling Seagrave behauptet in einem Buch, dass General Douglas MacArthur und die amerikanischen Geheimdienste in Besitz von „Yamashitas Gold“ gelangten. Als Yamashitas Gold wird die Kriegsbeute der Japaner bezeichnet, die versteckt wurde. Ob es den Schatz wirklich gab, ist unbewiesen. Der Aufenthaltsort soll nur den oberen Rängen der japanischen Elite bekannt gewesen sein, darunter dem Kaiser. Seagrave behauptet, die Amerikaner hätten die Kriegsbeute gefunden und sich mit der japanischen Elite darauf geeinigt, dass man die Existenz des Schatzes geheim hält. Seagrave behauptet, dass MacArthur auf der ganzen Welt Trusts gründete, welche die Beute verwalteten. Ursprünglich wurden damit japanische Politiker bestochen. Später sollen die amerikanischen Geheimdienste damit auch geheime Operationen finanziert haben. Prinz Chichibu Yasuhito (1902-1953) war während des Zweiten Weltkrieges im Auftrag des Kaisers für die Kriegsbeute verantwortlich gewesen. (Quelle) Prinz Chichibu war General der japanischen Armee und unterstützte die Nationalisten. Er war womöglich in den erfolglosen Putschversuch in Japan vom 26. Februar 1936 verwickelt. Er hatte in den 20er Jahren an der Oxford Universität in England studiert und erhielt dazumal einen Orden vom britischen König. 1937 bereiste Prinz Chichibu und seine Frau Europa und vertraten Japan bei der Krönung des britischen Königs George VI. (Freimaurer). Auf seiner Europareise traf Prinz Chichibu auch den deutschen Diktator Adolf Hitler. In der Zeit vor und nach dem Weltkrieg engagierte sich Prinz Chichibu sehr für britisch-japanische Beziehungen. Er war Patron der Japan-British Society in Tokio, die sich für die britisch-japanische Freundschaft einsetzt. Sie besteht seit 1908 und die Kaiserfamilie stellt bis heute den Patron der Gesellschaft. Nach Prinz Chichibus Tod 1953 war seine Frau Setsuko Patron der Gesellschaft und hatte ein gutes Verhältnis zur britischen Königsfamilie. (Quelle: 1 und 2) Setsuko war 1909 in England geboren. Ihr Vater Tsuneo Matsudaira war japanischer Botschafter in Grossbritannien und den USA. Er war der Sohn eines Samurais und kam aus der Matsudaira Familie, die zur japanischen Hocharistokratie gehört.

Weitere bemerkenswerte Heiraten

in den letzten 120 Jahren

Prinzessin Takako Shimazu (*1939) heiratete Hisanaga Shimazu. Dieser arbeitete viele Jahre für die Japan Export-Import Bank (JEXIM) und war Direktor des japanischen Grosskonzerns Sony.

Der Ehemann von Prinzessin Mako (*1991) arbeitet für „Löwenstein Sandle“, eine US-amerikanische Anwaltskanzlei.

Prinz Tomohito (1946-2012) heiratete Nobuko Asō, die mit japanischen Adligen verwandt war. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Shigeru Yoshida, war nach dem Zweiten Weltkrieg langjähriger Premierminister Japans. Ihr Bruder Tarō Asō war von 2008 bis 2009 ebenfalls Premierminister. Tarō Asō heiratete eine Tochter von Suzuki Zenkō, der von 1980 bis 1982 Premierminister gewesen war.

Prinzessin Yasuko (*1923) heiratete Tadateru Konoe. Dieser war von 2009 bis 2017 Präsident der „International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies“. Er kommt aus dem Hosokawa Klan, der vom japanischen Kaiser Seiwa abstammt (lebte im 9. Jahrhundert). Sein Bruder Morihiro Hosokawa war in den 90er Jahren japanischer Premierminister. Sein Grossvater mütterlicherseits, Fumimaro Konoe, war Premierminister in der Zeit vor der Kriegserklärung Japans an die USA und Grossbritannien. Die Aristokratenfamilie Konoe besteht seit dem 12. Jahrhundert. Sie ging aus dem Fujiwara Klan hervor, die eine der mächtigsten Familien der japanischen Aristokratie in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends war. Sie bildete sich aus dem Nakatomi Klan. Dieser stammt der Legende nach von Ame-no-Koyane ab, ein Gott aus der japanischen Mythologie. Er war ein Diener der Sonnengöttin Amaterasu (Stammmutter der Kaiserfamilie).

Die Ehefrau von Kaiser Taishō (1879-1926) war die Tochter eines Herzogs aus der Kujō Familie. Die japanische Aristokratenfamilie Kujō besteht seit dem 13. Jahrhundert. Sie ging ebenfalls aus dem Fujiwara Klan hervor.

Der Schwiegervater von Prinzessin Kazuko (1929-1989) war ein Herzog aus der Takatsukasa Familie. Die Familie ging ebenfalls aus dem Fujiwara Klan hervor. Die Takatsukasa Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die Mitsui Familie, eine der mächtigsten Familien der japanischen Elite (Quelle).

Die Frau von Prinz Nobuhito Takamatsu (1905-1987) war eine Enkelin von Tokugawa Yoshinobu, der letzte Shogun von Japan. Der Tokugawa Klan herrschte vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Shogune über Japan.

Der Schwiegervater von Prinz Masahito Hitachi (*1935) war Yoshitaka Tsugaru, ein Graf aus dem Tokugawa Klan. Der Graf kam mütterlicherseits aus der Tsugaru Familie.

Der Ehemann von Prinzessin Atsuko (*1931) war der Sohn eines Markgrafen und war das Oberhaupt des Ikeda Klans, ebenfalls eine alte Aristokratenfamilie.

Prinzessin Masako (*1951) heiratete in die Sen Familie (Nachkommen von Sen no Rikyū).

Weiteres

Kronprinz Akishino (*1965) ist Ehrenpräsident des WWF in Japan. (Quelle) Der WWF ist seit seiner Gründung mit Königshäusern verbunden (mehr dazu).

Tsunekazu Takeda (*1947), der väterlicherseits aus der Kaiserfamilie kommt, war Präsident des Japanischen Olympischen Komitees. Die französische Justiz ermittelte gegen ihn wegen Korruptionsverdachts, worauf er zurücktrat.

Die amerikanischen Besatzer verlangten von der Kaiserfamilie, dass sie ihren Anspruch auf Göttlichkeit aufgibt. Dennoch besteht der Kaiserkult bis heute. Öffentliche Kritik am Kaiser ist verpönt in Japan und kommt in den Medien kaum vor. (Quelle) Auch die politische Elite ist bis heute kaisertreu. Yoshirō Mori, der von 2000 bis 2001 Premierminister war, sagte, Japan sei ein „göttliches Land“, in dessen Mittelpunkt der Kaiser steht. (Quelle)

Die Kaiserfamilie ist bis heute zum grössten Teil beliebt bei japanischen Nationalisten. Die „Nippon Kaigi“ gilt heute als die wichtigste nationalistische Organisation in Japan. Sie hat grossen Einfluss auf die Politik. Shinzō Abe, der von 2012 bis 2020 japanischer Premierminister war und aus einer einflussreichen Politikerfamilie kommt, ist Mitglied der Nippon Kaigi. Shinzō Abe und die Nippon Kaigi leugnen und relativieren die Kriegsverbrechen des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg. Der US-amerikanische rechte Networker Steve Bannon bewundert Shinzō Abe und bezeichnete ihn als ein Held für die weltweiten populistischen Bewegungen. Die Nippon Kaigi befürwortet den Monarchismus. Sie vertritt im Grossen und Ganzen dieselben Werte und Ziele wie Rechtsextreme aus westlichen Ländern. Shinzō Abe ist ein enger Verbündeter des ehemaligen Premier- und Finanzministers Tarō Asō, dessen Schwester in die Kaiserfamilie heiratete. Tarō Asō und Shinzō Abe sind Sonderberater der Nippon Kaigi. Die beiden gehören zur Parteiführung der LDP. Die LDP besteht seit 1955 und stellt seither fast ununterbrochen die Regierung in Japan. Japan wird als Einparteien-Demokratie bezeichnet. Die LDP nennt sich Liberaldemokratische Partei, ist aber in erster Linie eine rechte nationalkonservative Partei. Die Kaiserfamilie ist über Heiraten mit Politikerfamilien verbunden, die mehrere hochrangige LDP-Politiker hervorbrachten.

Tarō Asō, der wie gesagt mit der Kaiserfamilie verschwägert ist, sagte vor einer ultrakonservativen Gruppe in Tokio: „Die deutsche Weimarer Verfassung wurde, ohne dass dies auffiel, durch die Verfassung Nazi-Deutschlands ersetzt, warum lernen wir nicht von ihrer Taktik?“. Er äusserte noch weitere provokative Aussagen. (Quelle)

Mitglieder der LDP waren in viele Korruptionsfälle verwickelt. Die LDP ist seit ihrer Gründung mit den Yakuza (japanische Mafia) verbunden. Die Yakuza gelten als eine der mächtigsten kriminellen Organisationen der Welt. Die Yakuza waren auch mit der nicht mehr existenten DPJ verbunden, die lange Zeit die zweitstärkste Partei hinter der LDP war. (Quelle: 1 und 2) Die Yakuza halfen mit Erpressung, Korruption und Mord der LDP dabei, ihre politische Konkurrenz zu schwächen. Viele nationalistische und rechtsextreme Gruppierungen in Japan haben Verbindungen zu den Yakuza. Die Yakuza waren bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit japanischen Nationalisten verbunden. Die Yakuza gelten auch heute als wertkonservativ bis nationalistisch und als kaisertreu. Yakuza-Rituale werden oft vor einem Shinto-Schrein durchgeführt. (Quelle: 1 und 2)

Der Kriminelle Kodama Yoshio (1911-1984) diente als Bindeglied zwischen der organisierten Kriminalität und der politischen Elite Japans. Er war in die Gründung der LDP involviert. Kodama Yoshio und die LDP hatten intensiven Kontakt zum US-amerikanischen Geheimdienst CIA. Die CIA unterstützte die LDP in der Anfangszeit heimlich mit Millionen von US-Dollar. (Quelle: 1 und 2) Ein CIA-Dokument bezeichnet Kodama Yoshio als einen der mächtigsten Männer in Japan. Er sei eine lebende Legende der japanischen Nationalisten und sei Blutsbruder mehrerer Yakuza-Bosse. In diesem Dokument heisst es auch, dass Kodama Yoshio massgeblich an der Gründung der LDP und an der Ernennung von Premierministern beteiligt war. (Quelle) Kodama Yoshio war Mitglied der nicht mehr existenten Black Ocean Society (Gen’yōsha). Diese war in erster Linie eine politisch aktive nationalistische Organisation, war aber auch mit der organisierten Kriminalität verbunden. Sie unterstützte den Sturz der chinesischen Kaiserfamilie 1911 und kooperierte dabei mit Triaden (chinesische Mafia). Sie war mit der Black Dragon Society verbunden, ebenfalls eine nicht mehr existente nationalistische Organisation. Sie unterstützte den Aufbau der nationalistischen Diktatur in Japan in den 30er Jahren. (Mehr dazu in meinem Beitrag zur Mitsui Familie).

Sakae Terada, ein Mitglied der Black Ocean Society, war mit dem Premierminister Ichirō Hatoyama verschwägert, der 1955 die LDP mitgründete und ihr erster Vorsitzender wurde. Ichirō Hatoyama war Christ und Freimaurer (Quelle: 1, 2, 3). Sein Vater Kazuo hatte in den USA an der Yale Universität studiert. Sein Enkel Yukio Hatoyama war von 2009 bis 2010 japanischer Premierminister. Yukio Hatoyama war Vorsitzender und Mitgründer der oben erwähnten Partei DPJ. Somit gründete die Politikerfamilie Hatoyama gleich zwei führende Parteien mit Yakuza-Verbindungen. Nach CIA-Akten, die 2007 veröffentlicht wurden, hatten japanische Nationalisten mit Verbindungen zum US-Geheimdienst 1952 geplant, die japanische Regierung zu stürzen und den damaligen Premierminister Shigeru Yoshida zu ermorden. Die Verschwörer wollten den späteren Freimaurer Ichirō Hatoyama als Premierminister installieren, der somit höchstwahrscheinlich von den Putschplänen gewusst hatte. Zu den Verschwörern gehörten mutmassliche Kriegsverbrecher, die nach dem Zweiten Weltkrieg für die US-Besatzungsbehörden gearbeitet hatten. (Quelle)

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Yakuza zu grossem Einfluss und wurden international aktiv. Der Jahresumsatz der Yakuza wird auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt. Ein Grossteil davon stammt aus dem Drogen- und Sexgeschäft. Die Yakuza tätigen auch legale Geschäfte. Sie spekulieren an der Börse und sind vor allem in der Immobilienbranche aktiv. Sie haben sich auch in der japanischen High-Tech-Industrie eingenistet (Japan gilt als das technologisch fortschrittlichste Land der Welt und hat eine international aktive High-Tech-Industrie). Die Yakuza hatten Verbindungen zu mächtigen japanischen Grosskonzernen und verdienten am Immobilienboom in den 80er Jahren mit, der ganz am Anfang dieses Beitrages erwähnt wurde. Ein ehemaliger Leiter der Abteilung für organisiertes Verbrechen bei der japanischen Nationalpolizei sagte: „Die Verknüpfungen zwischen der Geschäftswelt Japans und der japanischen Unterwelt sind so ausgedehnt, dass es unmöglich ist, sie in den Griff zu bekommen“. Im Gegensatz zum organisierten Verbrechen in anderen Ländern agieren die Yakuza nicht im Geheimen. Sie sind offiziell registriert und haben eigene Büros und Visitenkarten. Sie organisieren auch japanische Strassenfeste. Bis 1992 wurden die Yakuza von Politik, Justiz und Polizei geduldet. Seither gibt es Gesetze, welche die Geschäfte der Yakuza einschränken. Sie dürfen beispielsweise keine Kredite mehr aufnehmen oder Immobilien besitzen. Die Mitgliedschaft bei den Yakuza ist aber bis heute nicht strafbar. (Quelle: 1, 2, 3) Die Ursprünge der Yakuza reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Der jüdische Bankier Jacob Schiff besuchte Kaiser Meiji (1852-1912) und erhielt ein Orden von ihm. Jacob Schiff galt als einer der mächtigsten Bankiers der USA. Er hatte das japanische Kaiserreich im Russisch-Japanischen Krieg mit Kriegskrediten unterstützt. Im Zweiten Weltkrieg war Japan mit Nazi-Deutschland verbündet. Japan nahm aber viele jüdische Flüchtlinge auf. Die Nazis verlangten von den Japanern, Juden zu übergeben oder selbst für deren Ermordung zu sorgen. Die Japaner kamen dem aber nicht nach. Die Nazis versuchten die Japaner davon zu überzeugen, dass die jüdischen Bankiers die Welt beherrschen. Die japanische Elite hielt die Juden zwar für sehr einflussreich, aber zweifelte an der Theorie einer jüdischen Weltherrschaft. Es gab auch Japaner, die der Meinung waren, es wäre aus strategischer Sicht für Japan besser, sich mit den Juden zu verbünden, anstatt Streit mit ihnen anzufangen. Hier eine Doku zur japanisch-jüdischen Beziehung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der ehemalige japanische Premierminister Tarō Asō (er ist ein Schwager der Kaiserfamilie und wurde oben bereits erwähnt) sagte, er wolle Japan zu einem Land machen, wo „reiche Juden“ gerne leben würden. Es gibt übrigens die Theorie, dass das japanische Volk oder ein Teil davon von einem oder mehreren der zehn verlorenen Stämme Israels abstammt. Die Theorie geht ursprünglich auf den Schotten Nicholas McLeod zurück. Der christliche Missionar kam im 19. Jahrhundert nach Japan. Er glaubte, dass die Kaiserfamilie und die japanische Aristokratie vom alten Volk Israel abstammt.

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Ren Familie

Der Chinese Ren Zhengfei (*1944) gründete 1987 das Technologieunternehmen Huawei. Heute ist Huawei das zweitgrösste nicht staatliche chinesische Unternehmen. In China werden fast alle grossen Konzerne und Banken vom Staat bzw. der Kommunistischen Partei kontrolliert. Ren Zhengfei ist bis heute CEO und Aufsichtsratsmitglied von Huawei (Stand: 18.5.2022). Er hat als Gründer von Huawei ein Vetorecht in der Konzernführung. Sein Bruder Ren Shulu gehört ebenfalls zur Konzernführung.

Ren Zhengfei gilt als eng mit der Kommunistischen Partei verbunden. Er heiratete in erster Ehe eine Tochter von Meng Dongbo, der stellvertretender Gouverneur der chinesischen Provinz Sichuan war. Zhengfeis Tochter Meng Wanzhou, die den Familiennamen der Mutter annahm, ist derzeit stellvertretende Vorsitzende und CFO von Huawei. Sie war im Dezember 2018 in Kanada verhaftet worden und war fast drei Jahre in Haft, weil die Justiz der USA behauptete, sie sei für Finanzbetrug, Umgehung von Sanktionen und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen verantwortlich. Man vermutet, dass der 2018 beginnende Handelskrieg zwischen den USA und China bei der Verhaftung eine Rolle spielte.

Das Vermögen von Ren Zhengfei wird derzeit auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle).

Huawei war 2021 der weltweit drittgrösste Hersteller von Smartphones und einer der grössten Telekommunikationsausrüster. 2018 hatte Huawei 31 Prozent des globalen Markts für 2G, 3G, 4G-Mobilfunknetzinfrastrukturen ausgemacht und ist damit weltführend. 2018 kontrollierten die drei Technologiekonzerne Huawei, Ericsson (Wallenberg Familie) und Nokia 80 Prozent des Mobilfunkmarkts. (Quelle) Die drei Unternehmen sind auch führend beim Aufbau der 5G-Infrastruktur. Angenommen grosse Telekommunikationskonzerne arbeiten mit Geheimdiensten zusammen, dann könnten die Konzerne zur Massenüberwachung und Spionage genutzt werden.

Huawei ist eines grössten nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Die Anteile am Unternehmen gehören den Angestellten. Wie viele Anteile ein Angestellter besitzt, hängt davon ab, wie lange er bei Huawei beschäftigt ist und welche Position er dort hat. Die Angestellten haben aber kein Mitspracherecht. Die einzigen zwei Huawei-Teilhaber sind Ren Zhengfei und die firmeneigene Gewerkschaft. Beide gelten als mit der Kommunistischen Partei verbunden. Bevor Ren Zhengfei Huawei gründete, hatte er als Techniker beim chinesischen Militär gearbeitet. Er konnte erst 1978 der Kommunistischen Partei beitreten, da sein Vater als Buchhalter für die Kuomintang gearbeitet hatte, die mit der Kommunistischen Partei verfeindet war.

Ren Zhengfei traf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping (Foto).

Huawei gilt als eng mit der Kommunistischen Partei verbunden und soll auch Kontakte zum chinesischen Militär und Geheimdienst unterhalten. Ehemalige Geheimdienstler arbeiten für Huawei (Quelle). In vielen Ländern wird Huawei verdächtigt, über seine Smartphones und die Telekommunikationsindustrie Spionage für die Kommunistische Partei zu betreiben, darunter Wirtschafts- und Militärspionage. Huawei entwickelt Sicherheits- und Überwachungs-Software. Laut geleakten Dokumenten liefert Huawei der chinesischen Regierung Technologie, die zur Massenüberwachung im eigenen Land eingesetzt wird, darunter auch Technologie zur Gesichtserkennung. Den Dokumenten nach entwickelt Huawei Überwachungstechnologien, die in chinesischen Gefängnissen und Konzentrationslagern zum Einsatz kommen (Quelle). Huawei war Mitentwickler einer Software, die Uiguren über Gesichtserkennung erkennen soll.

Laut einem geheimen Bericht aus dem Jahr 2010, der erst 2021 öffentlich bekannt wurde, hatte Huawei in der Vergangenheit freien Zugang zum Mobilfunknetz des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN, ein Kunde von Huawei, gehabt und hätte alle Gespräche belauschen können. Dazu gehörten auch die Telefone des damaligen Premierministers Jan Peter Balkenende, verschiedener Minister und chinesischer Dissidenten. Huawei wusste auch, welche Nummern von Polizei und Geheimdiensten abgehört wurden. Der niederländische Geheimdienst hatte KPN mehrfach vor der Spionagegefahr durch Huawei gewarnt. (Quelle) Dies geschah also noch Jahre bevor die USA eine Kampagne gegen Huawei starteten.

2019 schrieb das Wall Street Journal, dass Huawei die Regierungen von Uganda und Sambia in Afrika dabei unterstützt, Oppositionspolitiker auszuspionieren. Huawei hilft Uganda und weiteren afrikanischen Staaten Kameras mit Gesichtserkennung in den Städten zu installieren. Laut einer Analyse ist Huawei für bis zu 70 Prozent der bestehenden Telekommunikationsinfrastruktur in Afrika verantwortlich. Die Firma sei damit „der dominante Player beim Bau des digitalen Grundgerüsts auf dem Kontinent“. (Quelle: 1 und 2)

Einzelne Tablets von Huawei sollen angeblich Daten an chinesische Regierungsserver senden. Ein in Taiwan lebender kanadischer IT-Ingenieur sagte, dass sein Tablet von Huawei ihn über mehrere Apps, die sich nicht deaktivieren liessen, ausspioniert. Er sagte, dass die Daten nicht nur nach China gingen, sondern auch in die USA. Er vermutet daher, dass die US-Regierung und Huawei Informationen untereinander austauschen, damit sie die Daten auch mit US-amerikanischen Unternehmen wie Google und Facebook teilen können. (Quelle)

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Berenberg-Gossler Familie

Die deutsche Bankiersfamilie Berenberg-Gossler ist seit über 350 Jahren im Finanzwesen aktiv. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie in den deutschen Adel aufgenommen und heiratete in deutsche Adelsfamilien. Die Familie ist Hauptgesellschafter der Berenberg Bank, eine der führenden europäischen Privatbanken. Die Berenberg Bank gilt als die älteste Familienbank der Welt. 1590 als Handelshaus gegründet, wurde sie erst ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Finanzwesen aktiv, ist aber damit dennoch die älteste deutsche Bank und die älteste Familienbank der Welt.

Der Niederländer Hans Berenberg emigrierte in die deutsche Stadt Hamburg und gründete dort 1590 ein Handelshaus, aus dem später die Berenberg Bank hervorging. Hans Berenberg hatte geschäftlichen Kontakt zu Engländern. Die folgenden Generationen der Familie fanden Anschluss an die Elite der Stadt Hamburg und besetzten dort Ämter. Sie knüpften Kontakte zu Geschäftsleuten aus anderen Ländern und wurden im internationalen Handel und der Schifffahrt aktiv.

Anfang des 17. Jahrhunderts waren von den 42 umsatzstärksten Unternehmen in Hamburg 32 niederländischen Ursprungs. Die Berenberg Familie stand an fünfzehnter Stelle. (Quelle: Seite 4)

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts konzentrierte sich das Familienunternehmen auf Finanzgeschäfte und wurde zu einer Bank. Johann Hinrich Gossler (1738-1790) wurde Mitinhaber der Berenberg Bank und heiratete die letzte Erbin der Berenberg Familie. Die Bank wird bis heute von ihren Nachkommen kontrolliert.

Berenberg-Gossler im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert war die Berenberg Bank eine der reichsten deutschen Banken. (Quelle)

Wilhelm Gossler (1811-1895) war fast 30 Jahre lang im Aufsichtsrat der Norddeutschen Bank, die damals die führende Hamburger Bank war. (Quelle: Seite 144) Er heiratete in die Hamburger Bankiersfamilie Donner, die bis heute aktiv ist. Der Cousin seiner Frau, Bernhard Donner, heiratete eine Tochter von Johann Heinrich Schröder. (Quelle) Dieser war der Stammvater der Hamburger Bankiersfamilie Schröder. Ein Familienzweig der Schröders ist seit 200 Jahren eine der führenden Familien im britischen Finanzwesen. Nach Angaben von Geni.com war Mary Hertz (1866-1934) aus Hamburg eine Enkelin von Wilhelm Gossler. Mary Hertz heiratete in die deutsch-jüdische Warburg Familie, die bis heute eine der führenden Hamburger Bankiersfamilien ist. Im 20. Jahrhundert spielten die Warburgs auch eine führende Rolle im britischen und US-amerikanischen Finanzwesen.

Erdwin Amsinck (1826-1897) kam mütterlicherseits aus der Gossler Familie. Väterlicherseits kam er aus der Amsinck Familie, die im 19. Jahrhundert zur Elite Hamburgs gehörte und im internationalen Handel aktiv war. Sie stammt wie die Berenberg Familie von protestantischen Glaubensflüchtlingen ab, die im 16. Jahrhundert die Niederlande verlassen mussten und dann nach Hamburg emigrierten. Erdwin Amsinck war 1870 Mitgründer der Commerzbank. Sie entwickelte sich schnell zu einer der führenden Grossbanken Deutschlands und ist bis heute eine der grössten deutschen Banken. Zu den Gründern der Commerzbank gehörten die bereits erwähnten Hamburger Bankiersfamilien Donner und Warburg sowie die damals führenden deutsch-jüdischen Bankiersfamilien Goldschmidt und Mendelssohn. (Quelle)

1856 gründete die Berenberg Bank zusammen mit anderen Hamburger Banken die Vereinsbank Hamburg. Sie war ein Vorläufer der heutigen Hypovereinsbank (Unicredit Bank), die derzeit eine der grössten deutschen Banken ist. Neben den verwandten christlichen Familien Berenberg-Gossler, Schröder und Amsinck waren auch die jüdischen Banken „Haller, Söhle & Co.“ und „Hesse Newman“ Mitgründer der Vereinsbank Hamburg. (Quelle) Letztere gehörte auch zu den Gründern der Commerzbank.

Mitte des 19. Jahrhunderts war die Berenberg Bank Mitgründer der HAPAG und der Norddeutschen Lloyd. (Quelle) Diese waren zwei führende deutsche Reedereien und fusionierten 1970 zur heutigen Hapag-Lloyd, eines der grössten Schifffahrtsunternehmen der Welt. Die derzeitigen Hauptaktionäre der Hapag-Lloyd wären folgende: die chilenische Milliardärsfamilie Luksic und die deutsche Milliardärsfamilie Kühne mit je 30 Prozent, die Stadt Hamburg mit knapp 14 Prozent, die katarische Königsfamilie mit 12,3 Prozent und die saudische Königsfamilie mit 10,2 Prozent (Stand: 30. Juni 2022).

Die Berenberg Bank war an der Gründung von wichtigen Banken im Ausland beteiligt:

  • 1865 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der „Hongkong and Shanghai Banking Corporation“ (HSBC). Die britische Bank wurde in der britischen Kolonie Hongkong gegründet. Sie finanzierte den britisch-ostasiatischen Handel und wurde zum wichtigsten Finanzier des Opiumhandels. Heute ist die HSBC die grösste europäische Bank. 2020 war sie die sechstgrösste Bank der Welt. Auch die Hamburger Bankiersfamilie Donner war Mitgründer der HSBC. Die HSBC war in ihrer Anfangszeit mit den Familien Keswick (Schottland), Sassoon (Indien) und Forbes (USA) verbunden, die führend im ostasiatischen Handel waren. 2021 gingen die Berenberg Bank und die HSBC eine strategische Kooperation ein.
  • 1871 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der „Den Danske Landmandsbank“, eine dänische Bank. Sie trägt heute den Namen Danske Bank und ist eine der grössten Banken der skandinavischen Länder. Seit 1928 wird die Bank von der führenden dänischen Unternehmerfamilie Møller kontrolliert.
  • 1871 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der Svenska Handelsbanken, eine schwedische Bank. Heute ist sie eine der grössten skandinavischen Banken.
  • 1855 war die Berenberg Bank Gründungsaktionär der Bergens Privatbank. Die norwegische Bank war ein Vorläufer des heutigen Finanzkonzerns DNB, einer der führenden Finanzkonzerne der skandinavischen Länder.

(Quelle)

Johann Heinrich Burchard (1852-1912), der mütterlicherseits aus der Gossler Familie kam, war Bürgermeister von Hamburg und Mitinhaber der Berenberg Bank. Er hatte ein freundschaftliches Verhältnis zum deutschen Kaiser Wilhelm II. (Quelle) Hermann Gossler (1802-1877) war ebenfalls Bürgermeister von Hamburg. Die Familie war noch mit weiteren Hamburger Bürgermeistern verwandt und verschwägert.

Johann Gossler (1839-1913) wurde zum Freiherrn geadelt und änderte seinen Namen in Johann von Berenberg-Gossler. Er heiratete in die bereits erwähnte Hamburger Bankiersfamilie Donner. Nach Angaben von Geni.com heiratete ihre Tochter in den Hamburger Familienzweig der deutschen Grossfamilie Merck (sind heute Milliardäre). Die Mercks waren damals ebenfalls eine der führenden Familien der Stadt Hamburg.

Henriette Seyler, die mütterlicherseits aus der Gossler Familie kam, heiratete Benjamin Wegner (1795-1864). Dieser war damals einer der führenden Unternehmer in Norwegen. Er war in Deutschland geboren und hatte Kontakte nach Hamburg. Seine Nachkommen, die auch Blut der Gosslers in sich haben, gehörten zur norwegischen Elite.

Im Wikipedia-Eintrag zur Gossler Familie steht derzeit, dass die Gosslers Nachkommen der Welser Familie sind, wofür ich aber keine Quellen fand. Die Welser Familie galt im 16. Jahrhundert als die reichste und mächtigste Bankiersfamilie neben der Fugger Familie. Zu ihren Kunden gehörten Königsfamilien und sie wurde in den Adel aufgenommen. Die Welser waren auch im internationalen Handel tätig. Die Familie besteht bis heute.

Nach Angaben von mehreren Genealogie-Internetseiten heiratete Herbert von Berenberg-Gossler (1883-1918) in die deutsche Adelsfamilie Mallinckrodt.

Berenberg-Gossler im 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte die Berenberg-Gossler Familie zu den reichsten Deutschen. (Quelle)

John von Berenberg-Gossler (1866-1943) war Senator in Hamburg und deutscher Botschafter in Rom. Er war im Vorstand des Hamburger Nationalklubs, in dem Personen aus der Elite Hamburgs zusammenkammen. Die Klubmitglieder hatten anscheinend eine nationalistische Gesinnung und wollten die demokratische Weimarer Republik bekämpfen. 1926 hatte Adolf Hitler eine Rede im Klub halten dürfen, also sieben Jahre vor seiner Machtübernahme und der Abschaffung der Demokratie in Deutschland. Nach der Machtübernahme verschlechterte sich das Verhältnis zwischen dem Hamburger Nationalklub und dem Naziregime. Der Klub war 1919 gegründet worden und wurde Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 aufgelöst. (Quelle) John von Berenberg-Gossler arbeitete für die Familienbank und war in verschiedenen Aufsichtsräten. Er war über 30 Jahre im Aufsichtsrat der Dresdner Bank, von 1933 bis 1943 als stellvertretender Vorsitzender, also während des Naziregimes. (Quelle: Seite 138) In dieser Zeit stand die Dresdner Bank im Dienste der Nazis und versorgte diese mit Krediten. (Quelle) Sie gilt als die deutsche Grossbank, die am engsten mit dem Naziregime verbunden war. Sie war an der Enteigung der Juden und am Goldraub der Nazis beteiligt. (Quelle) Die Dresdner Bank war 1872 von der geadelten deutsch-jüdischen Kaskel Familie gegründet worden. 2009 fusionierte die Dresdner Bank mit der Commerzbank.

Cornelius von Berenberg-Gossler (1874-1953), Inhaber der Berenberg Bank, kannte Lord Revelstoke aus der damals führenden britischen Bankiersfamilie Baring. (Quelle) Seit dem frühen 19. Jahrhundert unterhielt die Familie Berenberg-Gossler enge Beziehungen zur Baring Familie. (Quelle: Seite 108) Der Stammvater der britisch-adligen Bankiersfamilie Baring war ein deutscher Einwanderer. Cornelius von Berenberg-Gossler war in die NSDAP eingetreten, weil er fürchtete, es würde eine Bolschewisierung Deutschlands geben. 1934 trat er aber wieder aus, weil er den radikalen Antisemitismus der Nazis verurteilte. Er war mit sehr vielen jüdischen Familien befreundet, darunter mit den Warburgs. Dank ihm wurde Fritz Warburg freigelassen, der von den Nazis festgenommen und eingesperrt worden war. Cornelius Enkel Dieter von Specht leitete die Geschäfte des führenden Tabakkonzerns British American Tobacco in Deutschland. (Quelle: 1, 2)

Der Adlige Peter Freiherr von Kap-herr war von 1976 bis 1999 Gesellschafter der Berenberg Bank. (Quelle: Seite 15)

Berenberg-Gossler in den letzten 20 Jahren

Das heutige Vermögen der Familie wird auf 350 Millionen Euro geschätzt. (Quelle)

Jennifer Gräfin von Bernstorff kommt mütterlicherseits aus der Berenberg-Gossler Familie und väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Bernstorff. (Quelle) Sie arbeitete für die Berenberg Bank und für die Dresdner Bank. (Quelle) Sie kennt Johann Christian von Donner aus der bereits erwähnten Hamburger Bankiersfamilie Donner und ein Mitglied der deutschen Adelsfamilie Bismarck. (Foto)

Heute ist die Berenberg Bank noch immer eine der führenden europäischen Privatbanken und konzentriert sich auf Vermögensverwaltung für wohlhabende Kunden. Als Kunde braucht man für gewöhnlich ein Vermögen von mindestens einer Million Euro. Ende 2021 verwaltete die Berenberg Bank ein Vermögen von 44,8 Milliarden Euro, also etwa 50 Milliarden US-Dollar. Sie hat eine starke Präsenz an den internationalen Finanzplätzen Frankfurt, London und New York.

Die Familie Berenberg-Gossler besitzt knapp 31 Prozent der Stimmrechte und ist damit noch immer der Hauptinhaber der Berenberg Bank. 14,25 Prozent gehören dem derzeitigen Erbprinzen der schwäbischen Uradelsfamilie Fürstenberg. Weitere 14,25 Prozent gehören Jan Philipp Reemtsma aus der Reemtsma Familie (gründete das Tabakunternehmen Reemtsma). Hans-Walter Peters, ehemaliger Präsident des „Bundesverbands deutscher Banken“, besitzt 21,41 Prozent. (Stand: April 2021)

Seit 2018 änderte die Berenberg Bank in der Schweiz ihren Namen zu Bergos Berenberg. Seither besitzt die Berenberg Bank nur noch knapp 20 Prozent von Bergos Berenberg. Zu den neuen Mitbesitzern gehören der Schweizer Milliardär Michael Pieper sowie ein Mitglied der Schweizer Milliardärsfamilie Keller und ein Mitglied der deutschen Milliardärsfamilie Jacobs. Die Kundschaft von Bergos Berenberg besteht aus wohlhabenden Unternehmern und Familien. Die Schweiz gilt als eine der gefragtesten Steueroasen und als einer der wichtigsten Schattenfinanzplätze der Welt.

Die Berenberg Bank verwaltete Schwarzgeldkonten in der Schweiz. Journalisten von deutschen Leitmedien warfen der Berenberg Bank vor, mit Kunden zusammengearbeitet zu haben, die in Drogenkriminalität, Geldwäsche, Betrug, Terrorunterstützung und illegalen Waffenhandel verwickelt seien. (Quelle: 1, 2, 3) Bereits zuvor hatten zwei Mitarbeiterinnen der Compliance-Abteilung der Bank die kriminellen Verbindungen der deutschen Justiz gemeldet. Die Mitarbeiterinnen wurden darauf von der Bank fristlos gekündigt und erhielten Hausverbot. (Quelle) Durch die Panama-Papers wurde bekannt, dass die Berenberg Bank eng mit Mossack Fonseca verbunden war. Mossack Fonseca war ein führender Dienstleister für Briefkastenfirmen. In einer Mail von Mossack Fonseca heisst es, Berenberg sei eine „deutsche Traditionsbank mit exzellentem Ruf. Wir haben sehr gute Beziehungen mit dieser Bank und der Kundenservice ist erstklassig, daher empfehlen wir unseren Kunden diese Bank ausdrücklich“. (Quelle)

Die Berenberg Bank war von 2008 bis 2013 einer der wichtigsten Spender der Partei CDU und spendete ihr jährlich 100 000 Euro. (Quelle)

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz war Bürgermeister der Stadt Hamburg. Dadurch traf er Vertreter der Hamburger Banken Berenberg und Warburg. (Quelle) 2017, also während Scholzs Amtszeit als Bürgermeister, spendete die Berenberg Bank 50 000 Euro an seine Partei, die SPD, die 2017 auch Spenden aus dem Umfeld der Warburg-Gruppe erhielt. In den Jahren zuvor war die Warburg Bank in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt gewesen. (Quelle) Man wirft Olaf Scholz vor, er habe Einfluss darauf gehabt, als die Hamburger Steuerverwaltung sich dafür entschied, dass die Warburg Bank die zu Unrecht erstatteten Steuergelder nicht zurückzahlen musste. Die Warburg Bank pflegt seit Jahrzehnten enge Beziehungen zur Hamburger SPD. (Quelle)

Shaida von Berenberg-Schirmer arbeitete für die Berenberg Bank. Derzeit arbeitet sie in der Vermögensverwaltung der führenden französischen Grossbank BNP Paribas.

Übrigens: Anna Gossler (1771-1836) heiratete Ludwig Seyler. Dieser war ein wichtiger Teilhaber der Berenberg Bank. Seyler hatte den Vorsitz der Handelskammer Hamburg inne, die damals noch Commerz-Deputation hiess. (Quelle) Mehrere Mitglieder der Hamburger Familien Berenberg, Gossler, Schröder, Godeffroy und Münchmeyer waren Vorsitzende der Handelskammer Hamburg. (Quelle: 12) Ludwig Seyler war der Sohn des Theaterleiters Abel Seyler (1730-1800), der ebenfalls als Bankier in Hamburg arbeitete. Abel Seyler war Freimaurer. Nach Angaben von Wikipedia trat er in London den Freimaurern bei (die Hamburger Elite unterhielt auch im 19. und 20. Jahrhundert gute Kontakte zur britischen Elite). Abel Seyler war Mitglied einer Freimaurerloge in Deutschland, zu der Adlige aus der Dynastie der Wettiner gehörten. Zu den Mitgliedern der Loge zählten Herzog Ernst II., Prinz August, Friedrich von Schlichtegroll und Rudolph Zacharias Becker, alle Mitglieder des Illuminatenordens. Abel Seyler erhielt eine Pension vom Herzog Karl von Hessen-Kassel, der ein hoher Freimaurer und Illuminat war. Der gleichnamige Sohn von Abel Seyler war Freimaurer und Illuminat. (Quelle: 1, 2, 345) Ludwig Seyler von der Berenberg Bank war ein Urgrossvater von Nikolai Nissen Paus (1877-1956). Paus war ein norwegischer Arzt. Er gehörte zur Führung der Freimaurer in Norwegen und war Präsident des Norwegischen Roten Kreuzes (das Rote Kreuz hat Verbindungen zur Freimaurerei und wurde von einem Freimaurer gegründet). Sein Sohn Bernhard Paus war Grossmeister der norwegischen Freimaurer. (Quelle: 12)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Pritzker Familie

Die amerikanisch-jüdische Unternehmerfamilie Pritzker aus Chicago gilt als eine der reichsten Familien der USA. Im Jahr 2024 wurde ihr Vermögen auf 59,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Elf Mitglieder der Familie sind Milliardäre. (Quelle) Bereits in den 80er-Jahren war sie eine der reichsten Familien des Landes. (Quelle)

Die Familie ist seit den 30erjahren in der Immobilienwirtschaft aktiv. Sie besitzt zurzeit mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Hyatt Hotels Corporation, eines der grössten Hotelunternehmen der Welt. Das Unternehmen wurde von der Pritzker Familie aufgebaut, die noch immer den Vorstand führt. Von 2007 bis 2014 war Gregory Penner im Vorstand der Hyatt Hotels Corporation. Gregory Penner heiratete in die Walton Familie, die als die reichste Familie der USA gilt.

Die Pritzker Familie gründete auch die Marmon Group, ein kleinerer Mischkonzern. Die Marmon Group gehört inzwischen zu Berkshire Hathaway, eines der grössten Unternehmen der Welt. Die Pritzker Familie kontrollierte eine Zeit lang die führende Wirtschaftsauskunftei TransUnion. Die Familie war zeitweise Hauptaktionär der Fluggesellschaft Braniff und der Kreuzfahrtsgesellschaft Royal Caribbean. Die Familie war Miteigentümer der Superior Bank of Chicago, die 2001 zusammenbrach. Sie kontrollierten früher noch viele weitere kleinere Unternehmen.

Der Autor Gus Russo behauptet in seinem Buch, dass die Pritzker Familie beim Aufbau ihres Hotelunternehmens mit der jüdischen Mafia aus Chicago zusammenarbeitete und von diesen Verbindungen profitierte. Die jüdischen Mafiosi steckten ihr Geld in Immobilien- und Dienstleistungsbranchen mit frei fliessendem Bargeld, wie Banken, Unterhaltungsstätten und Hotels. Um dies zu ermöglichen, warben die Mafiosi Unternehmer aus der jüdischen High Society in Chicago an, darunter angeblich die Pritzker Familie. (Quelle)

Der Milliardär JB Pritzker (*1965) ist seit 2019 Gouverneur des US-Bundesstaates Illinois. Er ist Mitglied der Demokratischen Partei und unterstützte den Wahlkampf von Hillary Clinton und Barack Obama.

Die Milliardärin Penny Pritzker (*1959) ist mit Barack Obama befreundet und kennt seine Familie bereits seit den 90erjahren (Quelle). Zusammen mit weiteren Prominenten aus der jüdischen Gemeinde Chicagos (darunter James Crown) unterstützte sie Obamas Wahlkampf (Quelle). Sie war von 2013 bis 2017 US-Handelsministerin unter Obama. Sie ist derzeit im Vorstand des führenden Technologiekonzerns Microsoft, der von Bill Gates gegründet und aufgebaut wurde. Penny Pritzker ist Mitglied des Aspen Institute und des Council on Foreign Relations, zwei der einflussreichsten Denkfabriken der Welt. Penny Pritzker ist derzeit Vorsitzende des Kuratoriums des „Carnegie Endowment for International Peace“, die schon seit über 100 Jahren eine der führenden Denkfabriken ist. Zum Kuratorium der Denkfabrik gehören derzeit Mitglieder der indischen Milliardärsfamilien Tata und Birla sowie ein Mitglied der südafrikanischen Milliardärsfamilie Oppenheimer. (Stand: 27.4.2022) Bis vor kurzem war noch Seid al-Hussein aus der jordanischen Königsfamilie im Kuratorium. Penny Pritzker kennt den US-amerikanischen Multimilliardär Michael Bloomberg (Foto). Sie war auf einer Feier, bei der Warren Buffett (Multimilliardär) und Lloyd Blankfein (CEO von Goldman Sachs) dabei waren (Quelle). Im September 2023 wurde Penny Pritzker von Joe Biden zur US-Sondergesandten für den wirtschaftlichen Wiederaufbau der Ukraine ernannt (Quelle).

Der Milliardär Thomas Pritzker (*1950) hatte persönlichen Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (Quelle: 1 und 2). Nach der Aussage eines Opfers war Thomas Pritzker Mitglied des mit Epstein verbundenen Missbrauchsrings. (Quelle) Thomas Pritzker ist derzeit Vorsitzender des Kuratoriums der Denkfabrik „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS). Das CSIS gilt ebenfalls als eine der weltweit einflussreichsten Denkfabriken. Derzeit gehören zum Kuratorium des CSIS unter anderem Mitglieder der Milliardärsfamilien Bechtel, Crown, Hunt und Greenberg sowie der Hedgefonds-Milliardär Ray Dalio und der ehemalige Politiker Henry Kissinger. (Stand: 27.4.2022) Zu den Spendern des CSIS gehörten im Jahr 2020 neben Grossbanken und Grosskonzernen auch die Milliardäre Thomas Pritzker, Bill Gates, Charles KochMellon Scaife, Bechtel und Hunt.

Robert Pritzker (1926-2011) heiratete in dritter Ehe eine Tochter von Sao Kya Seng. Dieser war ein Herrscher aus einer myanmarischen Aristokratenfamilie.

Der Milliardär Anthony Pritzker (*1961) kennt Robert Soros, ein Sohn des berühmten Investors George Soros (Foto). Anthony Pritzker ist an Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX beteiligt (Quelle).

Der Milliardär Nicholas Pritzker (*1945) war einer der frühen Investoren und Vorstandsmitglied von Juul, der grösste Hersteller von E-Zigaretten in den USA.

Jay Pritzker (1922-1999) stiftete den Pritzker-Preis, eine weltweit renommierte Auszeichnung für Architektur. Der britische Baron Jacob Rothschild war Vorsitzender des Preises.

Mehrere Mitglieder der Pritzker Familie sind Treuhänder von grossen Kunstmuseen in den USA. Zu den Treuhändern gehören viele Milliardäre. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

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Haus Borghese und Aldobrandini

Die italienischen Adelsfamilien Borghese und Aldobrandini sind zwei der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie und gehören zum päpstlichen Adel. Die Aldobrandini Familie ist im 17. Jahrhundert im Mannesstamm ausgestorben, aber ein Familienzweig der Borghese Familie, der auch Blut der Aldobrandinis in sich trägt, benutzt bis heute den Familiennamen Aldobrandini.

1870 wurde der Kirchenstaat von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Familien Borghese und Aldobrandini gehören zum Schwarzen Adel.

Borghese Familie

Die Borghese Familie besteht seit dem 13. Jahrhundert. Papst Paul V. (1552-1621) kam aus der Borghese Familie. Er verlieh seinem Neffen Marcantonio II. (1601-1658) den Adelstitel eines Fürsten. Der Fürstentitel ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann. Die Borghese Familie besitzt den Titel bis heute und gehört damit zum päpstlichen Adel. Die Familie besitzt inzwischen noch weitere Adelstitel. Im 17. und 18. Jahrhundert stellte die Familie mehrere Kardinäle. Vom 17. bis Ende des 19. Jahrhunderts galt sie als eine der reichsten Adelsfamilien in Rom.

Die Borghese Familie heiratete vom 17. bis 19. Jahrhundert in die päpstlichen Adelsfamilien Colonna, Orsini, Torlonia, Della Rovere, Odescalchi, Boncompagni und Ludovisi.

Camillo Borghese (1775-1832), der 6. Fürst von Sulmona, heiratete eine Schwester des französischen Kaisers Napoleon I.

Herzog Scipione Salviati Borghese (1823-1892) heiratete in den französischen Familienzweig der Adelsfamilie FitzJames. Diese ist eine katholische Nebenlinie der schottischen Königsfamilie Stuart.

Paolo Borghese (1844-1920), der 9. Fürst von Sulmona, heiratete in die ungarisch-österreichische Adelsfamilie Apponyi. Das bekannteste Familienmitglied wäre Geraldine von Apponyi (1915-2002), die in die albanische Königsfamilie heiratete und dadurch Königin von Albanien wurde.

Fürst Giangiacomo Borghese (1889-1954) arbeitete vor dem Ersten Weltkrieg für das britische Unternehmen Marconi in London. Nach dem Weltkrieg 1918 schloss er sich den italienischen Nationalisten an und wollte die Sozialisten bekämpfen. 1922 übernahm Benito Mussolini (Begründer des Faschismus) die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Mussolini errichtete in den folgenden Jahren eine faschistische Diktatur, die bis 1943 bestand. Giangiacomo Borghese wurde 1939 mit königlichem Dekret auf Vorschlag Mussolinis zum Gouverneur von Rom ernannt. Der vorherige Gouverneur kam aus der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. (Quelle: 1 und 2)

Junio ​​Valerio Borghese

Im Zweiten Weltkrieg verbündete sich Italien mit Nazideutschland. Junio ​​Valerio Borghese (1906-1974), der Sohn eines Fürsten, war während des Zweiten Weltkrieges beim italienischen Militär und hatte dort Kontakte zu Geheimdiensten. Er wurde verhaftet und beschuldigt, einen Staatsstreich gegen Mussolini geplant zu haben. (Quelle) Als die Alliierten Italien besetzten, knüpfte Junio ​​Valerio Borghese Kontakte zum US-amerikanischen Geheimdienst OSS (Vorläufer der CIA). Er hatte Kontakt zu James Jesus Angleton, der damals das OSS in Italien leitete. (Quelle) Angleton wurde später ein hochrangiger Geheimdienstler der CIA. Er war Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (die Borghese Familie gehört ebenfalls zum Malteserorden). Die CIA ist seit ihrer Gründung 1947 eng mit dem Vatikan und dem Malteserorden verbunden. (Quelle: 1 und 2)

Während des Weltkrieges war Junio ​​Valerio Borghese einer der führenden Köpfe der Decima Flottiglia MAS, eine Spezialeinheit der italienischen Marine. Sie wurde auch dazu genutzt, um Gegner der faschistischen Diktatur zu bekämpfen und beging dabei schwere Menschenrechtsverletzungen. Junio ​​Valerio Borghese musste nach dem Krieg vor Gericht, weil er mit der Wehrmacht von Nazideutschland kooperiert hatte. Er kam allerdings frei, vielleicht weil er sich bereit erklärt hatte, mit den US-Geheimdiensten zusammenzuarbeiten. In der Nachkriegszeit rekrutierte die CIA viele italienische Faschisten, darunter vermutlich auch Borghese (Quelle). In der Nachkriegszeit wurde er in faschistischen Kreisen in Italien aktiv, wo er grosses Ansehen genoss. 1968 rief er in einem Magazin dazu auf, mit einem leeren Stimmzettel zu stimmen, um das demokratische System vollständig abzulehnen. Das Magazin stand mit der rechtsextremen Terrororganisation Ordine Nuovo in Verbindung. (Quelle) Diese war für Anschäge in Italien verantwortlich und wurde mit der Freimaurerloge P2 und der Geheimorganisation Gladio, ein paramilitärisches Netzwerk, in Verbindung gebracht. Gladio wurde in der Nachkriegszeit vom italienischen Geheimdienst und der CIA aufgebaut.

Junio ​​Valerio Borghese gründete 1968 eine eigene rechtsextreme Bewegung, die den Kommunismus und das Parteiensystem bekämpfen wollte. 1971 wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen, weil er schon wieder einen Putsch geplant hatte. Der Putsch ist unter dem Namen Golpe Borghese bekannt. Junio ​​Valerio Borghese hatte den Putsch in der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember 1970 gestartet und ihn dann aus unbekannten Gründen innerhalb weniger Stunden gestoppt. (Quelle) Die Putschisten bestanden aus etwa 200 bis 300 Personen, die eine rechte und antikommunistische Gesinnung hatten. Es waren auch Soldaten, Carabinieri und Polizisten daran beteiligt (in vielen Ländern gibt es rechtsextreme Strukturen bei Polizei und Militär). Bis zu 20 000 Personen sollen in den Putschversuch eingeweiht gewesen sein und hätten nach Abschaffung der Demokratie die wichtigen Positionen in der Diktatur besetzt. Nach dem abgebrochenen Putsch flüchtete Junio ​​Valerio Borghese nach Spanien und erhielt dort Schutz vom faschistischen Diktator Franco. Die genauen Hintergründe des Putschversuches konnten nie geklärt werden. Daher kam es zu vielen Verschwörungstheorien und Spekulationen, die aber teils nicht unwahrscheinlich sind. Verbindungen gab es zu Freimaurern, Mafia, italienischen Geheimdiensten, CIA, NATO und vermutlich auch Gladio. Weitere Verbindungen gab es zum päpstlichen Adel, zur italienischen Wirtschaftselite und womöglich auch zu den rechtsextremen Diktaturen in Griechenland, Spanien und Portugal. Mehrere Zeugen sagten aus, dass Junio ​​Valerio Borghese Kontakte zu mehreren wichtigen italienischen Mafiaorganisationen knüpfte und sie darum bat, seinen Putsch zu unterstützen. (Quellen: 1, 2, 3, 4, 5, 6) Die Ndrangheta, die als die mächtigste italienische Mafia gilt, unterstütze faschistische Terroristen in Italien (Quelle). Angeblich wurde Borgheses Putschversuch sogar vom Vatikan unterstützt (Quelle).

Die italienische Elite versuchte erst den Putschversuch zu vertuschen und es dauerte drei Monate bis die Zeitungen darüber berichteten. Ab da versuchte man den Putschversuch kleinzureden. Bei den folgenden Gerichtsverfahren wurden fast alle Angeklagten freigesprochen, darunter auch Borghese. Die Regierung des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon hatte über Borgheses Pläne für einen Staatsstreich Bescheid gewusst. Die USA weigerten sich aber den Putsch zu unterstützen. (Quelle)

Die Organisation Gehlen wusste über die Putschpläne Bescheid. Das behauptete zumindest ein Agent des geheimen Netzwerkes. (Quelle) Die Organisation Gehlen war ein deutscher Geheimdienst, der nach dem Zweiten Weltkrieg im besetzten Deutschland von den US-amerikanischen Geheimdiensten finanziert und aufgebaut wurde. Der Gehlen-Geheimdienst rekrutierte viele ehemalige deutsche Nazis und wurde von Reinhard Gehlen geleitet, der zuvor für den Geheimdienst von Nazideutschland gearbeitet hatte. Reinhard Gehlen wurde 1956 der erste Präsident des BND, der bis heute der deutsche Auslandsgeheimdienst ist.

Der italienische Journalist Mauro de Mauro wurde drei Monate vor Borgheses Putschversuch von der Mafia ermordet, vermutlich weil erfahren hatte, dass Junio ​​Valerio Borghese einen Staatsstreich plant und dabei mit der Mafia zusammenarbeitet. Mauro sagte vor seinem Verschwinden zu seinen Kollegen in der Redaktion, er sei einer Sache auf der Spur, die „Italien erzittern lassen wird“. (Quelle)

Licio Gelli war in den Borghese-Putsch involviert (Quellen: 1, 2, 3). Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren. Bereits wenige Jahre nach Borgheses Putschversuch entwarf die P2-Loge erneut Pläne für einen Staatsstreich in Italien. Licio Gelli war Mitglied des Malteserordens und des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (zwei Vatikanorden). Zur P2-Loge gehörte auch der italienische Adlige Edgardo Sogno. Er war in die Planung zur Gründung der bereits erwähnten Geheimorganisation Gladio involviert. 1976 wurde er verhaftet und angeklagt, weil er versucht haben soll einen Staatsstreich zu organisieren, also sechs Jahre nach Borgheses Putschversuch. Sogno wurde freigesprochen. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er sich zusammen mit der italienischen Königsfamilie Savoyen am Sturz von Mussolini beteiligt. Das ehemalige Oberhaupt der Savoyen Familie war Mitglied der P2-Loge. (Mehr dazu im Beitrag zur P2-Loge)

Wie bereits erwähnt wurde, soll auch Junio ​​Valerio Borghese einen Putsch gegen Mussoloni geplant haben. Während des Zweiten Weltkrieges verlieh ihm die Savoyen Familie einen Orden. (Quelle) Herzog Giovanni Colonna di Cesarò aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna plante vermutlich ebenfalls einen Putsch gegen Mussolini sowie dessen Ermordung.

Italienische Adlige waren somit im letzten Jahrhundert in gleich mehrere Putschversuche oder deren Planung involviert. Ich könnte mir vorstellen, dass Teile des italienischen Adels verärgert waren über die Abschaffung der Monarchie und der Adelstitel 1946. Die Savoyens wurden zudem enteignet und mussten ins Exil, was die Familie bis heute als ungerecht empfindet. Daher werden sie die 1946 gegründete demokratische Republik vermutlich abgelehnt haben.

Junio ​​Valerio Borghese schrieb die Einleitung von Julius Evolas Buch Men Among the Ruins, das in der Nachkriegszeit Einfluss auf die faschistische Szene in Italien hatte. Der Okkultist Julius Evola galt als Philosoph der Rechtsradikalen in Italien und inzwischen hat er auch Rechte in anderen Ländern inspiriert. Er war Mitglied der „Gruppo di Ur“, eine esoterische Gruppe in Italien. Die kurzlebige Gruppe war in der Zeit des Mussolini-Regimes aktiv. Auch Herzog Giovanni Colonna di Cesarò aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna war Mitglied der Gruppe (dieser plante wie gesagt einen Putsch gegen Mussoloni).

Die Borghese Familie in den letzten 50 Jahren

Der langjährige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi kennt die Borghese Familie (Quelle: 1 und 2). Berlusconi ist Milliardär und kontrolliert den grössten italienischen Medienkonzern. Er ist höchstwahrscheinlich mit der italienischen Mafia verbunden.

Fabio Borghese (*1965) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Caracciolo. Zur Beerdigung seines Schwiegervaters kam auch die Milliardärsfamilie Agnelli, die in die Caracciolo Familie geheiratet hatte. (Quelle) Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien. Ihnen wird nachgesagt, dass sie über Mittelsmänner Kontakte zur Mafia haben.

Prinz Lorenzo Borghese war oder ist noch immer Botschafter des Malteserordens in Jordanien. In dieser Funktion traf er den jordanischen König. (Quelle: 1 und 2) Der Malteserordens ist ein alter Vatikanorden, der seit 900 Jahren besteht und von den Kreuzfahrern in der heiligen Stadt Jerusalem gegründet wurde. Paolo Costantino Borghese ist Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der Vatikanorden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Die Borghese Familie besitzt bis heute den Palazzo Borghese, ihr Familienpalast. Seit 1922 trifft sich der Circolo della Caccia, ein Herrenklub, im Palazzo Borghese. Neben italienischen Adligen ist auch der Hochadel im Klub vertreten, darunter die britischen Prinzen Charles und Philip sowie der spanische König Juan Carlos, der belgische König Albert II. und der monegassische Fürst Albert II. (Quelle: 1 und 2). Im Palazzo Borghese wurden in den letzten Jahren Treffen des Konstantinordens abgehalten (Quelle: 1 und 2). Im Zeitraum 1950 gab es eine Freimaurerloge im Palazzo Borghese (Quelle). Der Grande Oriente d’Italia, die führende Freimaurergrossloge Italiens, hatte Ende des 19. Jahrhunderts seinen Sitz im Palazzo Borghese (Quelle: 1 und 2)

Prinzessin Alessandra Borghese (*1963) heiratete in die griechische Milliardärsfamilie Niarchos. Ihr Mann war ein Mitschüler der britischen Prinzen Andrew und Edward. (Quelle) Alessandras Schwiegervater Stavros Niarchos war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner des berühmten US-amerikanischen Milliardärs David Rockefeller (Quelle). Alessandra Borghese ist Mitglied des Malteserordens (Foto). Sie ist eine enge Freundin von Gloria von Thurn und Taxis, die zur deutsch-katholischen Adelselite gehört (Quelle). Alessandra kennt Hélène Arnault (Foto). Hélène ist die Ehefrau des französischen Unternehmers Bernard Arnault, der derzeit als einer der reichsten Männer der Welt gilt. Er kontrolliert unter anderem das Luxusgüterunternehmen Louis Vuitton. Alessandra Borghese kennt den CEO von Louis Vuitton (Quelle). Sie kennt den französischen Publizisten Bernard-Henri Lévy (Foto). Dieser ist ein Bekannter der französischen Rothschilds und hatte ein romantisches Verhältnis mit Daphne Guinness (kommt aus dem britischen Adel, heiratete in die Niarchos Familie und kennt viele Milliardäre). Alessandra Borghese schrieb in einem Buch: „Ein weiterer Heiliger, zu dem ich große Zuneigung habe und dem ich eine entscheidende Orientierung für mein geistliches Leben verdanke, ist Josemaría Escrivá, der Gründer des Opus Dei.“ (Quelle) Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist. Die Zentrale des Opus Dei befindet sich in der Nähe des Palazzo Borghese (Quelle). Alessandra Borghese ist eine langjährige Freundin von Urbano Riario Sforza Barberini Colonna di Sciarra und ist die Taufpatin seines Sohnes (Quelle). Der italienische Adlige stammt aus den päpstlichen Adelsfamilien Colonna und Barberini.

Scipione Borghese (*1970), der 14. Fürst von Sulmona, heiratete in die italienische Uradelsfamilie Massimo (Quelle). Er war 2003 bei einer Veranstaltung zur Taufe einer Prinzessin aus der sizilianischen Königsfamilie. Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Mitglied aus der bereits erwähnten französischen Multimilliardärsfamilie Arnault
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Alasia Borghese war 1987 auf einer Beerdigung der päpstlichen Uradelsfamilie Colonna. Auf der Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter die Familien Gaetani, Ruspoli, Torlonia, Massimo, del Drago, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens.
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels. Die Familie brachte viele Freimaurer hervor.
  • Mitglieder der Sursock Familie. Sie war früher die reichste Familie des Libanons. Die internationale Familie heiratete in die Colonna Familie sowie auch in die irische, muslimische und thailändische Aristokratie. Die Sursocks brachten Freimaurer hervor.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der bereits erwähnten italienischen Milliardärsfamilie Agnelli.

(Quelle)

Aldobrandini Familie

Die Aldobrandini Familie fand ab dem 14. Jahrhundert Anschluss an die Elite der italienischen Stadt Florenz. In den folgenden Jahrhunderten besetzte die Familie wichtige städtische Ämter in Florenz. Sie hatte Kontakt zur Medici Familie, die damals die führende Familie der florentinischen Elite war. (Quelle) Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Sie brachten drei Päpste hervor und wurden in den Hochadel aufgenommen.

Silvestro Aldobrandini (1499-1558) unterstützte 1527 einen Aufstand gegen die Medici Familie. Die Florentiner jagten die Medicis aus der Stadt und Silvestro Aldobrandini war ab da einer der führenden Köpfe der dortigen Regierung. Die Medicis konnten die Stadt aber zurückerobern und Silvestro Aldobrandini wurde aus Florenz verbannt. Darauf war er als Jurist in anderen italienischen Regionen tätig. Papst Paul III. aus der Adelsfamilie Farnese rief ihn nach Rom, wo er als Jurist im Kirchenstaat arbeitete. Silvestro Aldobrandini war der Begründer des römischen Familienzweiges der Aldobrandinis. Sein Sohn war der spätere Papst Clemens VIII. (Quelle) Clemens VIII. war von 1592 bis 1605 Papst und ernannte seine beiden Neffen zu Kardinälen. Ein weiterer Verwandter, Pietro Aldobrandini (1539-1599), wurde Hauptmann der päpstlichen Garde. Giovanni Francesco Aldobrandini (1545-1601) aus Florenz heiratete in den römischen Familienzweig der Aldobrandinis. Er wurde Kommandeur der päpstlichen Garde und diente Papst Clemens VIII. als Diplomat. Er erhielt von Clemens VIII. den Adelstitel eines Fürsten. Dieser ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann und die Aldobrandinis gehörten damit zum päpstlichen Adel. Im 17. Jahrhundert heirateten die Aldobrandinis in die päpstlichen Adelsfamilien Borghese, Farnese und Ludovisi. Der Ehemann von Margherita Aldobrandini (1588-1646) kam mütterlicherseits aus der portugiesischen Königsfamilie.

Die Aldobrandini Familie stellte im 16. und 17. Jahrhundert drei Grosspriore des Malteserordens in Rom (Quelle).

Die Adelsfamilie Aldobrandini starb im 17. Jahrhundert im Mannesstamm aus. Nachkommen findet man aber heute noch im päpstlichen Adel.

Der Familienzweig Aldobrandini-Borghese

Camillo Borghese (1816-1902), der 1. Fürst von Meldola, war ein Nachkomme der Aldobrandinis. Er benannte seinen Familiennamen in Aldobrandini um, den seine Familie bis heute trägt. Er war ein treuer Diener des Papstes. Er kam mütterlicherseits aus der französischen Uradelsfamilie Rochefoucauld. In erster Ehe heiratete er in die deutsche Uradelsfamilie Arenberg und in zweiter Ehe in die ungarische Uradelsfamilie Hunyady von Kéthely.

Giuseppe Aldobrandini (1865-1939), der 2. Fürst von Meldola, heiratete in die italienische Adelsfamilie Antinori und stand ebenfalls im Dienste des Kirchenstaates.

Clemente Aldobrandini (1891-1967), der 3. Fürst von Meldola, heiratete in erster Ehe Anna di Saluzzo. Väterlicherseits kam sie aus der Adelsfamilie Saluzzo und mütterlicherseits aus der Uradelsfamilie Caracciolo. Clementes zweite Ehefrau kam aus der deutschen Uradelsfamilie Welczeck. Seine Enkelin Olimpia Aldobrandini (*1955) heiratete David de Rothschild aus dem französischen Familienzweig der berühmten Rothschild Familie (Quelle: 1 und 2). David de Rothschild ist momentan Vorsitzender des Jüdischen Weltkongresses. Die Heirat von Rothschild und Aldobrandini könnte dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen Vatikan und Judentum verbessert. Übrigens hat ein Herzog aus der päpstlichen Adelsfamilie Orsini vor paar Jahrzehnten eine Tochter des französisch-jüdischen Bankiers Antoine Bernheim geheiratet (Quelle: 1 und 2). Bernheim galt als einer der mächtigsten Bankiers in Frankreich. Er war mit den Familien Weill und Wertheimer verbunden, zwei einflussreiche französisch-jüdische Familien.

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Erskine Clan

Der schottische Clan Erskine besteht seit mindestens 800 Jahren und gehört zum britischen Adel. Die Familie hatte ein gutes Verhältnis zur Königsfamilie aus dem schottischen Stewart Clan, die vom 14. bis 17. Jahrhundert über Schottland herrschte. Margaret Erskine (1515-1572) war eine Geliebte des schottischen Königs James/Jakob V.

Da der Erskine Clan schon seit Jahrhunderten in schottische Clans heiratet, ist er inzwischen mit zahlreichen Clans verwandt. Der Erskine Clan heiratete auch in viele englische Adelsfamilien und in einzelne irische, deutsche und spanische Adelsfamilien.

Der Erskine Clan brachte in den letzten 300 Jahren mehrere hochrangige Freimaurer hervor. Der Clan brachte Politiker, Diplomaten, Juristen, Militärs und Beamte hervor. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die Verbindungen des Clans zur Freimaurerei.

Der Familienzweig der Grafen von Kellie

Seit 1619 stellt ein Familienzweig des Erskine Clans den Grafen von Kellie.

Thomas Erskine, der 6. Graf von Kellie (1732-1781), war Freimaurer und Grossmeister der Freimaurergrossloge von Schottland. Die schottische Grossloge besteht seit 1736. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der Grossloge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. (Quelle) Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Graf Thomas Erskine war auch Grossmeister der „Antient Grand Lodge of England“ (Quelle). Diese englische Grossloge bestand von 1751 bis 1813. Dann vereinigte sie sich mit der „Premier Grand Lodge of England“, die seit 1717 existierte und als die älteste Grossloge der Welt gilt. Durch die Vereinigung der beiden Logen entstand die „United Grand Lodge of England“, die bis heute die führende Grossloge Englands ist und vom britischen Hochadel geführt wird. (Quelle) Die Antient Grand Lodge war eng mit den Herzögen von Atholl (die Clan-Chefs des Murray Clans) verbunden. Graf Thomas Erskine war auch Grossmeister der indischen Freimaurer, die zu dieser Zeit noch von Briten geführt wurden (Quelle: auf Seite 26). Die Freimaurerei wurde von britischen Kolonialisten nach Indien gebracht.

Walter Erskine, der 13. Graf von Kellie (1839-1888), war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er heiratete in den Forbes Clan.

Lord John Erskine (1895-1953), der Sohn eines Grafen, war Gouverneur der britischen Kolonie Madras.

James Erskine, der 16. Graf von Kellie (*1949), ist der derzeitige Clan-Chef des Erskine Clans. Er war bis 2017 Mitglied der liberaldemokratischen Partei und im House of Lords (britisches Oberhaus).

Der Familienzweig der Grafen von Buchan

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts stellt ein Familienzweig des Erskine Clans den Grafen von Buchan. Der alte schottische Adelstitel gibt es seit dem 12. Jahrhundert. Im 15. und 16. Jahrhundert besassen Mitglieder des Stewart Clans den Titel.

Der 10., der 11. und der 12. Graf von Buchan waren alle Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Henry Erskine, der 12. Graf von Buchan (1783-1857), heiratete eine Tochter von Charles Shipley. Dieser war Gouverneur der britischen Kolonie Grenada. Die britische Königsfamilie stellt bis heute das Staatsoberhaupt des Inselstaates.

Baron David Erskine (1776-1855) war einer der ersten britischen Botschafter in den USA. Er heiratete eine Amerikanerin und sein Schwiegervater war John Cadwalader, ein Freimaurer und General im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Cadwalader kannte den ersten US-Präsidenten George Washington, der ebenfalls Freimaurer war. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten waren Freimaurer (Quelle).

James Stuart Erskine (1821-1904) heiratete in die bayerische Uradelsfamilie Toerring (Quelle).

Evelyn Hilda Stuart Erskine (1883-1939) heiratete Baron Walter Edward Guinness. Er kam aus der irischen Guinness Familie, die im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier gründete und im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen wurde. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.

Der Familienzweig der Grafen von Mar

Seit Beginn des 15. Jahrhunderts stellt ein Familienzweig des Erskine Clans den Grafen von Mar. Der alte und angesehene schottische Adelstitel gibt es seit dem 12. Jahrhundert. Die oben erwähnten Grafen von Kellie besitzen seit Ende des 19. Jahrhunderts auch zusätzlich den Titel Graf von Mar.

John Erskine, der 23. Graf von Mar (1675-1732), war Grosskommandant des „Order of the Fleur de Lys“ (Quelle). Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden) Graf John Erskine heiratete in den Hay Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte und bis heute im Fleur de Lys-Orden vertreten ist.

Sein Sohn Lord Thomas Erskine (1705-1766) war einer der frühen Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er war ebenfalls Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens (Quelle). Er heiratete in den Hope Clan.

Der Familienzweig der Grafen von Rosslyn

James St Clair-Erskine (1762-1837) erbte von seinem Onkel den Adelstitel Graf von Rosslyn. Seine Grossmutter väterlicherseits kam aus dem Sinclair Clan. James war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er hatte das bis heute angesehene Amt des Lord President of the Council inne. Er war somit Präsident des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Harriet Elizabeth St. Clair-Erskine (starb 1867) heiratete Fürst Georg Herbert zu Münster. Der deutsche Diplomat kam väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Münster und mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. Albrecht Wolfgang zu Schaumburg-Lippe (1699-1748) gilt als der erste deutsche Freimaurer. Er wurde während eines Aufenthalts in England in den Bund aufgenommen. Georg Herbert zu Münster hatte in erster Ehe in die russische Adelsfamilie Galitzin geheiratet. Die Familie ging aus der Uradelsdynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas abstammt.

Francis Robert St. Clair-Erskine, der 4. Graf von Rosslyn (1833-1890), war in der Politik. Er war einer der hochrangigsten Freimaurer in Grossbritannien:

  • Er war Grossmeister der schottischen Grossloge.
  • Er war Grossmeister des wiederbelebten Templerordens in Schottland.
  • Er war First Principal (Grossmeister) des „Supreme Grand Royal Arch Chapter of Scotland“, das Leitungsgremium der Royal Arch Masons in Schottland. Absolviert man die vier Grade dieses Freimaurerbundes, hat man Anspruch auf eine Mitgliedschaft im Templerorden und weiteren Freimaurerorden.
  • Er war stellvertretender Grossmeister und Gouverneur des Royal Order of Scotland, ein schottischer Freimaurerorden.
  • Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer. Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Der Oberste Rat in Schottland besteht aus neun Personen. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat, der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt.

(Quelle: 1, 2, 3)

1870 hielt er ein grosses Freimaurerfest ab, an dem über tausend Freimaurer teilnahmen (Quelle). Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans. (Quelle) Mehrere davon waren Freimaurer. Die Frau von Francis Robert St. Clair-Erskine kam väterlicherseits aus der Fitzroy Familie und mütterlicherseits aus der Beauclerk Familie (Quelle). Fitzroy und Beauclerk sind Bastardlinien der schottischen Königsfamilie Stuart.

James Francis Harry St Clair-Erskine, der 5. Graf von Rosslyn (1869-1939), war ein enger Freund des britischen Königs Edward VII., der zudem der Pate seines Sohnes wurde (Quelle). König Edward war von 1874 bis 1901 Grossmeister der englischen Freimaurergrossloge (Quelle).

Lord Francis St. Clair-Erskine (1892-1929) heiratete die Australierin Sheila Chisholm, die möglicherweise aus dem Chisholm Clan stammte. Sie heiratete in dritter Ehe in die russische Zarenfamilie.

Peter St. Clair-Erskine, der 7. und derzeitige Graf von Rosslyn (*1958), hat Kontakt zur britischen Königsfamilie (Quelle).

Die Grafenfamilie St. Clair-Erskine besitzt die Rosslyn-Kapelle. Die schottische Kapelle wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich seither im Besitz von Mitgliedern des Sinclair Clans. Um die Kapelle ranken sich viele Mythen und Verschwörungstheorien. Die Kapelle wird mit den Freimaurern und den Templern in Verbindung gebracht (Quelle). Da die Familien Sinclair und Erskine hochrangige Freimaurer und Templer hervorbrachten, ist dies nicht unwahrscheinlich. Legenden und Spekulationen besagen, dass Graf Henry Sinclair (lebte im 14. Jahrhundert) bereits vor Christoph Kolumbus nach Nordamerika gereist sei. Der Legende nach war Graf Henry Sinclair Mitglied des mittelalterlichen Templerordens. (Quelle) So viel man weiss, war der Templerorden aber bereits 100 Jahre zuvor aufgelöst worden. Manche französische Templer, die damals verfolgt wurden, flüchteten im 14. Jahrhundert nach Schottland. Die schottischen Adligen gewährten den verfolgten Templern, von denen viele Adlige waren, Schutz und Zuflucht und wurden dafür womöglich in die templerischen Geheimnisse eingeweiht. Viele schottische Familien sollen mit Templern verwandt gewesen sein. (Quelle) Die Templer wussten angeblich über die Existenz des amerikanischen Kontinents bescheid, was dann Sinclair veranlasste den damals noch unbekannten Kontinent zu besuchen. Spätestens ab dem 16. Jahrhundert bildete sich in Schottland die Freimaurerei. Daher wird vermutet, dass der Templerorden ein Vorläufer der schottischen Freimaurerei war. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründeten die britisch-adligen Freimaurer einen neuen Templerorden, in dem hochrangige Freimaurer aus Grossbritannien zusammenkommen. Zudem gibt es noch den bereits erwähnten Fleur de Lys-Orden, der womöglich ein direkter Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens ist. Weitere Theorien zur Rosslyn-Kapelle besagen, dass sich darin der Templerschatz, der Heilige Gral, die Bundeslade oder gar der mumifizierte Kopf von Jesus Christus befindet. Die Kapelle kommt auch im verfilmten Buch The Da Vinci Code vor.

Übrigens: Sir George Erskine (circa 1570-1646) aus dem Erskine Clan war einer der frühen Besitzer der Ripley-Schriftrolle. Diese Schriftrolle beinhaltet Verweise auf den Stein der Weisen und ist nach George Ripley benannt, der im 15. Jahrhundert lebte und einer der bekanntesten Alchemisten in England war. Die Herkunft der Ripley-Schriftrollen ist unklar, aber sie befanden sich im Besitz von schottischen Clans. George Erskine gilt als der frühste bekannte Besitzer. Er hatte Kontakte zu anderen Adligen in Schottland und London, die alchemistische Manuskripte studierten. Er hatte auch Kontakt zu Rosenkreuzern in Hessen, Deutschland. (Quelle) Er kam mütterlicherseits aus dem Home Clan (Quelle).

Serena Dunn (1935-2019) war eine Enkelin des 5. Grafen von Rosslyn aus der Familie St. Clair-Erskine. Serena war die langjährige Ehefrau des britischen Barons Jacob Rothschild aus der weltberühmten Rothschild Familie. Ihr Sohn Nathaniel Rothschild, der international vernetzt ist, hat somit Blut der Clans Erskine und Sinclair in sich sowie das Blut von weiteren freimaurerverbundenen britischen Adelsfamilien, darunter Blut der schottischen Königsfamilie Stuart. Über die Stuarts hat Nathaniel Rothschild auch Blut des schottischen Königs Kenneth MacAlpin in sich. MacAlpin, der im 9. Jahrhundert lebte, war der erste König und Begründer von Schottland. Über die Stuarts ist Nathaniel Rothschild zudem ein Nachkomme der Plantagenet-Dynastie, die vom 12. bis 15. Jahrhundert die Königsfamilie von England war. Über die Plantagenet-Dynastie hat Nathaniel Rothschild Blut von König Fulko (starb 1143) in sich, der zur Kreuzfahrerzeit König der heiligen Stadt Jeruslem war. Die britischen Rothschilds, eine briefadlige Familie, sind damit inzwischen eine echte blaublütige Adelsfamilie mit königlichem Blut. Womöglich betrachtet die britische Adelselite die Rothschilds inzwischen als gleichberechtigten Partner, da sie dasselbe Blut haben (für die britischen Aristokraten ist Blut und Abstammung nach wie vor sehr wichtig). Hannah Rothschild (1851-1890) heiratete Graf Archibald Primrose. Dieser war britischer Premierminister und Clan-Chef des schottischen Primrose Clans.

Anmerkung: Für mich ist es unverständlich, wie den Verschwörungstheoretikern nicht auffällt, dass die Rothschilds und die britische Königsfamilie ein sehr gutes Verhältnis zu schottischen Clans haben. Die britische Königsfamilie hat Blut von vielen Clans in sich, einerseits über die Mutter der Queen und anderseits über die Vorfahren aus der Königsfamilie Stuart (und dadurch auch Blut der Könige MacAlpin und Fulko). Die Freimaurerei wurde höchstwahrscheinlich von schottischen Clans gegründet. Erst nahmen sie englische und irische Adlige in den Bund auf und dann Adlige vom europäischen Festland und schliesslich gründeten britische Adlige in den britischen Kolonien viele Logen. Die britischen Freimaurer nahmen im 18. Jahrhundert die ersten Juden in die Freimaurerei auf. Mit Nathan Mayer Rothschild zog 1798 das erste Mitglied der deutsch-jüdischen Rothschild Familie nach Grossbritannien. Im Jahr 1802 wurde er bei den englischen Freimaurern aufgenommen. 1810 gründete er die britische Rothschild Bank, die sich zur weltweit grössten Bank entwickelte. Ab da begannen die Rothschilds und ihre Schwäger aus anderen jüdischen Bankiersfamilien ihren Einfluss weltweit auszuweiten. Es kam zu Heiraten zwischen wohlhabenden jüdischen Familien und schottischen Clans. Ich geh davon aus, dass die führenden Köpfe der jüdischen Elite ein gutes Verhältnis zu den britisch-adligen Freimaurerfamilien haben, zu denen auch die Königsfamilie gehört. Dieser Kreis könnte die „jüdisch-freimaurerisch Weltverschwörung“ ausmachen, von der man immer wieder hört. Diese Verschwörungstheorie gibt es seit über 100 Jahren und besagt, dass es ein Bündnis von einflussreichen Freimaurern und Juden gibt. Die Theorie wurde leider von Nazis und Judenhassern in den Dreck gezogen. Obwohl Mitglieder der schottischen Clans zur obersten Freimaurerführung gehören, haben sie es bisher geschafft nicht ins Visier der Verschwörungstheoretiker zu geraten. Ich glaube, dass haben sie den Juden zu verdanken, die bei jeder Gelegenheit von den Verschwörungstheoretikern ins Visier genommen werden und so immer im Mittelpunkt stehen, während die Clans im Hintergrund meist unbemerkt bleiben. Hierzu ein Beispiel: Der jüdische Finanzinvestor George Soros (Atheist) gilt in der Szene der Verschwörungstheoretiker als einer der führenden Köpfe der jüdischen Weltverschwörung und ist inzwischen auf der ganzen Welt bekannt dafür. Dass sein Neffe Peter Soros in den schottischen Fraser von Lovat Clan heiratete, hat aber so gut wie niemand mitbekommen.

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The Order of the Fleur de Lys

Der „Order of the Fleur de Lys“ ist einer der interessantesten Orden. In diesem Orden mit mehr als 200 Mitgliedern kommen alte hochrangige Freimaurerfamilien zusammen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Aristokraten und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war.

Die Templerverbindung

Der Templerorden war ein mächtiger und reicher Orden, der in der heiligen Stadt Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet wurde. Er fasziniert bis heute viele Verschwörungstheoretiker, aber auch viele Freimaurer und Adlige. Der Templerorden wurde von französischen Adligen geführt und es waren weitere Nationalitäten darin vertreten. Der französische König Philipp IV. liess die Templer verfolgen und viele wurden darauf auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die überlebenden Templer flüchteten ins Exil oder gingen in den Untergrund. Der Orden war ab da nicht mehr aktiv.

Manche Templer flüchteten nach Schottland. Die schottischen Clans (schottische Aristokraten) gewährten den verfolgten Templern Schutz und Zuflucht. Viele schottische Familien sollen mit Templern verwandt gewesen sein. Hundert Jahre nach der Templerverfolgung gründeten Clanmitglieder zusammen mit Franzosen und Italienern 1439 den Fleur de Lys-Orden, der sich als Nachfolger des Templerordens sah. Spätestens ab dem 16. Jahrhundert bildete sich in Schottland die Freimaurerei. Daher wird vermutet, dass der Templerorden ein Vorläufer der schottischen Freimaurerei war. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der schottischen Freimaurer kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. Erst nahmen sie englische und irische Adlige in den Bund auf und dann Adlige vom europäischen Festland und schliesslich gründeten britische Adlige in den Kolonien viele Logen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründeten die britisch-adligen Freimaurer einen neuen Templerorden, in dem hochrangige Freimaurer aus Grossbritannien zusammenkommen. Zu den frühen Grossmeistern der Freimaurer in Schottland gehörten zwei Grosskommandanten (Grossmeister) des Fleur de Lys-Ordens. Die Grosskommandanten kannten die frühen Freimaurer in Grossbritannien und Frankreich, was weiter unten erläutert wird. Der Fleur de Lys-Orden ist seit seiner Gründung mit dem schottischen Montgomery Clan verbunden, der auch hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Der heutige Fleur de Lys-Orden

Die heutigen Mitglieder des Fleur de Lys-Ordens befassen sich mit templerischen Geschichten und Legenden. Der Fleur de Lys-Orden hatte sehr einflussreiche Mitglieder, von denen einige ganz klar Teil einer verschworenen Elite waren. Dennoch glaube ich, dass der Orden nicht die Weltherrschaft anstrebt und auch kein Elitennetzwerk ist. Beim Fleur de Lys-Orden kommen Adelsfamilien zusammen und befassen sich mit ihren Vorfahren. Zudem ist der Orden auch philanthropisch aktiv, so wie viele freimaurer- und templerverbundene Orden. Trotzdem ist der Fleur de Lys-Orden interessant für Verschwörungstheoretiker wegen den hochkarätigen Mitgliedern.

Alle bekannten Information zum Fleur de Lys-Orden stammen von der Website des Ordens. Auch die Angaben zum Orden in diesem Beitrag hab ich von der Website. Daher hoffe ich, dass die Website online bleibt, da es sonst kaum Quellen gibt. Soviel ich über die Google-Suche rausfinden konnte, wurde der Orden erst im letzten Jahrzehnt in der Literatur erwähnt. Bevor der Orden online ging, gab es anscheinend keine Informationen zu ihm. Demnach war der Orden zuvor fast 600 Jahre lang im Geheimen aktiv und anscheinend hat niemand was von seiner Existenz mitbekommen. Daher war er bis vor wenigen Jahren noch ein Geheimorden, was ihn natürlich noch interessanter macht. Der Orden behauptet, dass Mitglieder aus berühmten Dynastien, wie Medici, Habsburg, Bourbon und Bonaparte, im Geheimen Mitglied des Ordens waren. Jetzt könnte man skeptisch sein und behaupten der Orden besteht aus Wichtigtuern, die eigentlich keine Verbindung zu diesen Dynastien hatten. Ich schätze ihn aber als glaubwürdig ein. Ich bitte die Leser im Internet keine bösen Gerüchte über den Orden zu verbreiten, denn er könnte vielleicht seine Website löschen, wenn er das Gefühl hat, dass er ins Visier der Verschwörungstheoretiker gerät.

Bis vor paar Jahrzehnten war der Fleur de Lys-Orden ein erblicher Orden, der auf etwa 64 europäische Familien beschränkt war, die hauptsächlich schottischen und französischen Ursprungs waren. (Quelle) Die heutigen Mitglieder kommen aus Grossbritannien, Belgien, Frankreich, Schweden, Kanada, USA, Russland und Serbien (Quelle).

Der Fleur de Lys-Orden wird von einem Grosskommandanten geführt. Zu den Grosskommandanten (die weiter unten aufgelistet sind) und ihren Nachkommen gehörten Könige, Päpste, Bankiers und Heerführer (Quelle). Der derzeitige Grosskommandant ist Jonathan Sayers. Er ist sehr daran interessiert, die internationalen Verbindungen des Ordens weiter auszubauen. Er kommt mütterlicherseits aus dem schottischen Hay Clan. Diese Familienverbindung führte ihn in den Orden. (Quelle) Der Hay Clan brachte hochrangige Freimaurer hervor.

Die derzeitige Grosspatronin des Fleur de Lys-Ordens ist Prinzessin Elisabeth  Karađorđević (Quelle). Sie kommt väterlicherseits aus der Königsfamilie von Serbien und Jugoslawien. Mütterlicherseits kommt sie aus der griechischen Königsfamilie und ihre Grossmutter kam aus der russischen Zarenfamilie. Diese drei Königsfamilien brachten Freimaurer hervor und waren mit vielen hochadligen Freimaurern verwandt. Prinzessin Elisabeths erster Mann war Howard Oxenberg, ein amerikanischer Jude und Freund der berühmten Kennedy Familie. Ihr zweiter Mann war der britische Politiker Neil Balfour, der danach in die englische Adelsfamilie Spencer-Churchill heiratete. Prinzessin Elisabeth Karađorđević heiratete in dritter Ehe den peruanischen Premierminister Manuel Ulloa Elias.

Andrew Hope, der Graf von Hopetoun, ist derzeit der Patron für Schottland des Fleur de Lys-Ordens (Quelle). Er kommt aus dem schottischen Hope Clan und sein Vater ist der Markgraf von Linlithgow.

Seit seiner Gründung war der erklärte Zweck des Ordens die Wiederherstellung des jüdisch-christlichen Königreichs Jerusalem mit dem rechtmässigen König als Herrscher. Mit der Gründung des heutigen Staates Israel wurde dies jedoch abgeändert. (Quelle) Der Orden besteht aus Christen. Er nimmt auch Juden auf, die aber nicht der Ordensführung beitreten können. Da der Orden kreuzfahrerische Wurzeln hat, werden keine Muslime aufgenommen. Es gibt inzwischen aber einige Ausnahmen für Nichtchristen, wenn die betreffenden Personen von der Ordensführung als würdig erachtet werden. (Quelle)

Die Gründung des Fleur de Lys-Ordens

Der Orden wurde vom französischen Hochadligen René I. d’Anjou (1409-1480) gegründet. Er sah sich als der rechtmässige König der heiligen Stadt Jerusalem, die damals von Muslimen kontrolliert wurde. Er kam aus der Anjou Familie, die vom sizilianischen König Karl I. (1227-1285) begründet wurde, ein Sohn des französischen Königs Ludwig VIII. aus der Dynastie der Kapetinger. König Karl beanspruchte ebenfalls den Thron von Jerusalem, das zu seiner Zeit von den Kreuzfahrern kontrolliert wurde. Bereits vor Karl gab es eine französische Hochadelsfamilie mit dem Namen Anjou. Aus der alten Anjou Familie ging die Familie Château-Landon hervor, die während der Kreuzfahrerzeit die Königsfamilie von Jerusalem war. Aus der Familie Château-Landon ging zudem die englische Königsdynastie Plantagenet hervor, deren Nachkommen noch heute zur britischen Adelselite gehören.

1187 konnten die Muslime die Heilige Stadt Jerusalem zurückerobern. Ab da stand die Stadt mehr 700 Jahre lang unter der Herrschaft von Muslimen. Somit hatten der Vatikan und der europäische Hochadel die Kontrolle über die heilige Stadt verloren. René d’Anjou, der Gründer des Fleur de Lys-Ordens, wollte sich nicht damit abfinden und sah sich als rechtmässige König von Jerusalem. Seit seiner Gründung sah der von ihm gegründete Orden die Wiederherstellung des jüdisch-christlichen Königreichs Jerusalem mit einem König aus der Anjou Familie als das oberste Ziel an. Die Anjous sind im Mannesstamm ausgestorben, aber man findet immer noch Nachkommen im heutigen europäischen Hochadel.

René d’Anjou kam mütterlicherseits aus der Königsfamilie von Aragon. Seine Tochter heiratete den englischen König Heinrich/Henry VI. Dieser war ein Nachkomme der Plantagenet-Dynastie und somit auch ein Nachkomme des jerusalemischen Königs Fulko (starb 1143).

René d’Anjou stand mit Schotten in Kontakt. John de Montgomery (starb 1445) aus dem schottischen Montgomery Clan war Mitgründer des Fleur de Lys-Ordens. Zu den Mitgründern gehörte der Bankier Cosimo de Medici (1389-1464), der den Orden finanziert haben soll. (Quelle) Der wohlhabende Bankier kam aus der italienischen Stadt Florenz und seine Familie galt über ihr Bankgeschäft im 15. Jahrhundert als die reichste Familie Europas. Zu seinen Nachkommen gehörten mehrere Päpste. Ein Zweig der Medici Familie wurde in den Hochadel aufgenommen und galt als eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Dieser Familienzweig starb im 18. Jahrhundert aus.

Die drei Ordensgründer René d’Anjou, John de Montgomery und Cosimo de Medici wurden die ersten Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens und führten den Orden gemeinsam an. Nach ihnen führte der italienische Herzog Ludovico Sforza ab 1480 den Orden als Grosskommandant. Der Orden sagt, dass seither alle Grosskommandanten Nachkommen dieser vier Männer waren.

Liste der ehemaligen Grosskommandanten

Auf der Website des Ordens gibt es eine Liste der ehemaligen Grosskommandanten, die den Orden angeführt haben. Sie kamen aus Hochadelsfamilien und schottischen Clans. Über das Internet fand ich aber keine historischen Beweise, welche die Echtheit der Liste belegen. Der Orden besitzt alte Dokumente des Ordens.

Hier sind die Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens chronologisch rückwärts gelistet.

Eric Hugh Montgomery von Montgomery (*1938): Er war von 1972 bis 2021 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war Bürgermeister der Stadt Uttoxeter in England. Er kommt aus dem schottischen Montgomery Clan, der wie gesagt zu den Gründern des Fleur de Lys-Ordens gehörte. Er war bei den Royal Scots Greys, ein schottisches Regiment des britischen Militärs. Dort diente er gemeinsam mit dem Herzog von Kent aus der britischen Königsfamilie. Der Herzog ist ein Cousin der Queen und ist der derzeitige Grossmeister der englischen Freimaurergrossloge.

Leopold III., König von Belgien (1901-1983): Er war von 1914 bis 1972 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war somit bereits als Jugendlicher ein hochrangiger Geheimbündler. Von 1934 bis 1951 war er König von Belgien. Er war mit vielen europäischen Hochadelsfamilien verwandt und heiratete in die schwedische Königsfamilie. Er hatte Blut des Montgomery Clans in sich (das Blut der Montgomerys ist inzwischen im Hochadel angekommen).

Robert Udny-Hamilton, der 11. Lord Belhaven und Stenton (1871-1950): Er war von 1900 bis 1914 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war auch Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge und stammte aus dem schottischen Hamilton Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte. Robert Udny-Hamilton bereiste britische Kolonien. Seine Tochter Julia heiratete in die Somerset von Beaufort Familie. Die englische Adelsfamilie stammt im Mannesstamm von der Plantagenet-Dynastie ab, die vom 12. bis 15. Jahrhundert die Königsfamilie von England war (also zur Templerzeit) und vom jerusalemischen König Fulko (starb 1143) abstammte.

Baron Robert Dundas von Arniston (1857-1910): Er war von 1875 bis 1900 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam aus dem Dundas Clan und heiratete in den Montgomery Clan. Er bereiste britische Kolonien.

Kaiser Napoleon III. (1808-1873): Er war von 1862 bis 1875 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er regierte Frankreich von 1848 bis 1870, ab 1852 als Kaiser. Er kam aus der Bonaparte Familie, die bis heute zum Hochadel gehört. Sein Onkel war der erste Napoleon, der ebenfalls Kaiser von Frankreich war. Die Bonaparte Familie brachte im 19. Jahrhundert hochrangige Freimaurer hervor. Kaiser Napoleon III. heiratete die spanische Adlige Eugénie de Montijo, die mütterlicherseits aus dem schottischen Kirkpatrick stammte.

Archibald Montgomery, der 13. Graf von Eglinton (1812-1861): Er war von 1838 bis 1862 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war der Clan-Chef des Montgomery Clans und war mit hochrangigen Freimaurern aus Schottland verwandt. Er war in der Politik und wurde in den Privy Council aufgenommen, der bis heute der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Der jüdische Graf Benjamin Disraeli, der britischer Premierminister war, beschrieb Montgomery als „den ehrlichsten und geradlinigsten Mann, mit dem ich je zu tun hatte“. Graf Archibald Montgomery organisierte das Eglinton-Turnier von 1839, ein Lanzenturnier, an dem Adlige teilnahmen. Zu den Teilnehmern gehörte auch sein persönlicher Freund, der spätere französische Kaiser Napoleon III., der nach ihm Grosskommandant wurde.

Robert Montgomery von Comber (1778-1838): Er war von 1825 bis 1838 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan.

George Beaumont: Eine Person mit Namen George Beaumont war von 1815 bis 1825 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Der Orden weiss selber nicht, um wen es sich dabei handelt, aber er vermutet, dass es Baron George Beaumont (1753-1827) ist. Der Orden vermutet, dass seine Familie von der normannischen Einwandererfamilie Beaumont abstammt, die im 11. und 12. zur britischen Adelselite gehörte. Da der heutige Orden nicht weiss, wer der Grosskommandant war, kann man davon ausgehen, dass der Orden sehr viel Wert auf Geheimhaltung legte und wenig Schriftliches hinterliess.

Hugh Montgomery von Grey Abbey (1754-1815): Er war von 1800 bis 1815 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan.

Erzherzog Maximilian von Habsburg-Lothringen (1756-1801): Er war von 1768 bis 1800 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war somit bereits als Jugendlicher ein hochrangiger Geheimbündler. Sein Vater war der römisch-deutsche Kaiser Franz I. Stephan. Er war der einzige römisch-deutsche Kaiser, von dem man weiss, dass er Freimaurer war. Er kam aus den französischen Hochadelsfamilien Vaudémont und Orléans. Er wurde Kaiser durch seine Heirat in die österreichische Königsfamilie Habsburg. Durch diese Ehe entstand die bis heute bestehende Hochadelslinie Habsburg-Lothringen. Erzherzog Maximilian war auch Kurfürst und Erzbischof. Er war zudem Hochmeister des bis heute bestehenden Deutschen Ordens. Der vatikanverbundene Orden wurde wie der Templerorden von Kreuzfahrern in der heiligen Stadt Jerusalem gegründet.

Alexander Montgomery, der 10. Graf von Eglinton (1723-1769): Er war von 1757 bis 1768 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war der Clan-Chef des Montgomery Clans. Er war einer der frühen Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Als er das Amt antrat, war er erst 27 Jahre alt, was sehr jung für ein Grossmeisteramt ist.

Lord Thomas Erskine (1705-1766): Er war von 1746 bis 1757 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und war einer der frühen Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Er kam aus dem Erskine Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte. Er heiratete in den Hope Clan und kam mütterlicherseits aus dem Hay Clan, der ebenfalls hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Charles Radclyffe, der 5. Graf von Derwentwater (1693-1746): Er war von 1730 bis 1746 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Der englische Adlige war einer der ersten Grossmeister der französischen Freimaurer. Er gilt als einer der Gründer der Freimaurerei in Frankreich. Seine Mutter war die uneheliche Tochter von König Karl II. aus der schottischen Königsfamilie Stuart, die aus dem Stewart Clan kam. Charles Radclyffe wurde hingerichtet, weil er den erfolglosen Jakobitenaufstand unterstützte. Die Jakobiten wollten die deutsche Hochadelsfamilie Hannover vom britischen Thron entfernen, damit die ursprüngliche Königsfamilie Stuart wieder die Macht übernehmen kann. Charles Radclyffe und seine Familie hatten Kontakte zur im Exil lebenden Stuart Familie. Sie unterstützen Charles Edward Stuart, den die Jakobiten als den rechtmässigen König von Grossbritannien ansahen. Der deutsche Adlige Karl Gotthelf von Altengrotkau, ein hochrangiger Freimaurer, lebte zu dieser Zeit. Er behauptete, dass er in den schottischen Templerorden aufgenommen worden war. Er behauptete auch, die „unbekannten Oberen“ Templer zu kennen, welche die gesamte Freimaurerei steuern. Er sagte, einer der Obersten Templermeister sei der im Exil lebende Charles Edward Stuart. Charles soll in Frankreich einen Rosenkreuzerritus gegründet haben. Sein Lehrer war der Freimaurer Andrew Michael Ramsay. Dieser behauptete, dass bereits Lord James Stewart (starb 1309) aus dem Stewart Clan Grossmeister einer Freimaurerloge in Schottland gewesen war. Nach Angaben von Ramsay brachte der Templerorden zu dieser Zeit die Freimaurerei nach Schottland. Der Stewart Clan brachte in den letzten 320 Jahren viele hochrangige Freimaurer hervor.

John Erskine, der 23. Graf von Mar (1675-1732): Er war von 1716 bis 1730 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Erskine Clan. Er unterstützte ebenfalls den Jakobitenaufstand. Er heiratete in den Hay Clan, der hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Hugh Montgomery, der 2. Graf von Mount Alexander (1651-1717): Er war von 1689 bis 1716 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan. Er heiratete in die englische Adelsfamilie Berkeley.

Vizegraf John Graham von Claverhouse (1648-1689): Er war von 1675 bis 1689 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Väterlicherseits kam er aus dem Graham Clan und mütterlicherseits aus dem Carnegie Clan. Er hatte Blut von schottischen Königen in sich.

Henri de La Tour d’Auvergne, Vizegraf von Turenne (1611-1675): Er war von 1640 bis 1675 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er gilt als der führende französische Feldherr seiner Zeit. Er kam aus einer hugenottischen (protestantischen) Familie. Das ist bemerkenswert, da zur damaligen Zeit die französische Elite fast nur aus Katholiken bestand. Henris Grossvater mütterlicherseits war Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1533-1584). Dieser war ein Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien, der mit seinen Verbündeten ihre Unabhängigkeit erklärten. Somit kann Wilhelm als der Gründer der Republik der Vereinten Niederlande betrachtet werden. Er war der Stammvater der niederländischen Königsfamilie, die ab da bis heute mit einigen Unterbrechungen den niederländischen Thron besetzt. Wilhelm solidarisierte sich mit den verfolgten Protestanten. Das niederländische Königshaus spielte eine wichtige Rolle bei der Reformation im Hochadel und war, genau wie die anderen protestantischen Königsfamilien, eng mit der Freimaurerei verbunden.

Charles de Lorraine, der 4. Herzog Guise (1571-1640): Er war von 1595 bis 1640 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam aus der französischen Hochadelsfamilie Vaudémont (Lothringen), die wie bereits erwähnt zu den Vorfahren der heutigen nicht amtierenden österreichischen Königsfamilie Habsburg-Lothringen gehört. Durch diese Abstammung war Erzherzog Maximilian von Habsburg-Lothringen später berechtigt das Amt des Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens zu übernehmen. Charles de Lorraine beteiligte sich an der Bekämpfung der Hugenotten. Daher ist es erstaunlich, dass der nachfolgende Grosskommandant Hugenotte war.

Robert de St. Clair: Eine Person mit Namen Robert de Saint Clair war von 1585 bis 1595 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam höchstwahrscheinlich aus dem St. Clair/Sinclair Clan. Graf Henry Sinclair (lebte im 14. Jahrhundert) war der Legende nach ein Templer. Legenden und Spekulationen besagen, dass Henry Sinclair bereits vor Christoph Kolumbus nach Nordamerika gereist sei. Die verfolgten Templer, die nach Schottland flüchteten und dort mit Clans in Kontakt standen, wussten angeblich über die Existenz des amerikanischen Kontinents Bescheid, was dann Sinclair veranlasste den damals noch unbekannten Kontinent zu besuchen. Die heutige Grafenfamilie St. Clair-Erskine, die aus den Clans Sinclair und Erskine stammt, besitzt die Rosslyn-Kapelle. Die schottische Kapelle wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich seither im Besitz von Mitgliedern des Sinclair Clans. Um die Kapelle ranken sich viele Mythen und Verschwörungstheorien. Die Kapelle wird mit den Freimaurern und den Templern in Verbindung gebracht. Weitere Theorien zur Rosslyn-Kapelle besagen, dass sich darin der Templerschatz, der Heilige Gral, die Bundeslade oder gar der mumifizierte Kopf von Jesus Christus befindet. Die Kapelle kommt auch im verfilmten Buch The Da Vinci Code vor. Übrigens: Der britische Baron Jacob Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie war viele Jahre mit der verstorbenen Serena Dunn verheiratet. Serena kam mütterlicherseits aus der Grafenfamilie St. Clair-Erskine, die wie gesagt die Kapelle bis heute besitzt. Die Rothschild Familie brachte im 19. Jahrhundert Freimaurer hervor. Ein Mitglied der St. Clair-Erskine Familie (der 4. Graf von Rosslyn) war von 1884 bis 1890 Grossmeister des wiederbelebten Templerordens in Schottland.

David Seton von Parbroath (1543-1601): Er war von 1572 bis 1585 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Der schottische Höfling kam aus dem Seton Clan. Von 1588 bis 1597 war er Comptroller und damit für die königlichen Finanzen und Haushaltsausgaben der schottischen Königsfamilie Stuart zuständig. Zur selben Zeit gehörte auch William Schaw zu den Höflingen der Stuart Familie. William Schaw gilt als wichtige Persönlichkeit bei der Entwicklung der Freimaurerei in Schottland. Er kam aus dem Schaw Clan.

Hugh Montgomerie, der 3. Graf von Eglinton (1540-1585): Er war von 1556 bis 1572 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus dem Montgomery Clan. Seine erste Frau kam aus den Clans Hamilton und Douglas. Seine zweite Frau kam aus dem Drummond Clan und der schottischen Königsfamilie.

Ferrante Gonzaga (1507-1557): Er war von 1527 bis 1556 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens und kam aus der italienischen Adelsfamilie Gonzaga, die viele Kardinäle und Bischöfe hervorbrachte. Die Gonzaga Familie war über Heiraten mit dem päpstlichen Adel verbunden. Ferrante Gonzagas Mutter war Isabella d’Este. Väterlicherseits kam sie aus der italienischen Adelsfamilie Este. Ihr Grossvater mütterlicherseits war König von Neapel und kam aus der Trastámara-Dynastie. Ihr Bruder heiratete die berüchtigte Lucrezia Borgia, eine uneheliche Tochter von Papst Alexander VI. Ferrante Gonzaga vertrat die damalige spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig von Sizilien. Er kannte Marcantonio Colonna aus der päpstlichen Adelsfamilie Colonna. Ferrante Gonzagas Bruder heiratete in die Adelsdynastie der Palaiologen. Die Palaiologen stellten die letzte Kaiserfamilie des Byzantinischen Reiches. Die Nachkommen der Palaiologen haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft im Fleur de Lys-Orden.

Herzog Charles de Bourbon-Montpensier (1490-1527): Er war von 1508 bis 1527 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er war einer der reichsten und mächtigsten Adligen in Frankreich. Er kam aus der französischen Hochadelsfamilie Bourbon und war somit ein Nachkomme der Kapetinger. Alle französischen Könige der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab. Somit stellten die Kapetinger 39 französische Könige. Davon kamen sieben Könige aus der Bourbon Familie und auch die heutige spanische Königsfamilie kommt aus dem Haus Bourbon. Charles von Bourbon-Montpensier kam mütterlicherseits aus der Gonzaga Familie und der nachfolgende Grosskommandant war sein Cousin. Charles kannte den berühmten Leonardo da Vinci.

Herzog René de Lorraine (1451-1508): Er war von 1485 bis 1508 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er kam aus der bereits erwähnten französischen Hochadelsfamilie Vaudémont (Lothringen). Er sah sich selbst als der rechtmässige König der heiligen Stadt Jerusalem. Sein Grossvater mütterlicherseits war der Ordensgründer René d’Anjou, der ebenfalls den Thron von Jerusalem anstrebte.

Herzog Ludovico Sforza di Milano (1452-1508): Er war von 1480 bis 1485 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er heiratete in die bereits erwähnte Este Familie und kam aus den italienischen Adelsfamilien Sforza und Visconti. Er war einer der reichsten und mächtigsten Adligen in Italien. Er war ein Förderer des berühmten Leonardo da Vinci.

Vor 1480 waren wie bereits erwähnt die Ordensgründer Cosimo de Medici, John Montgomery und Rene d’Anjou Grosskommandanten des Fleur de Lys-Ordens.

Weiteres

Die grösste Tragödie für den Orden war der Erste Weltkrieg. Der Weltkrieg und der daraus resultierende Konflikt zwischen den europäischen Hochadelsfamilien führte zum Zerfall des Ordens. In Österreich beispielsweise mussten alle Mitglieder ihre Mitgliedschaft aufgeben und traten teilweise anderen Orden bei. Inzwischen hat sich der Fleur de Lys-Orden erholt und seit 1995 steigt die Anzahl der Mitglieder wieder. (Quelle) Das liegt vermutlich daran, dass der Orden sich entschieden hat, nicht nur erbliche Mitglieder aufzunehmen, sondern inzwischen auch Personen aufnimmt, die keine Nachfahren der Gründerfamilien sind.

Der Ordensgründer René I. d’Anjou gründete 1448 einen weiteren Kreuzfahrerorden, den Militärorden des Halbmonds. Irgendwann verschwand der Halbmondorden oder wurde von einem Papst unterdrückt. Seine Mitglieder oder deren Nachkommen erschienen im Fleur de Lys-Orden. (Quelle

Die Ritter des Halbmondordens und des Fleur de Lys-Ordens kämpften im 15. Jahrhundert gemeinsam mit den Walachen und Ungaren gegen die Muslime. Als der Orden mit den Walachen kämpfte, sollen sich auch die ersten Juden dem Orden angeschlossen haben. Im Kampf gegen die Osmanen sollen sich die beiden Orden mit dem Drachenorden verbündet haben, ebenfalls ein katholischer Ritterorden. Dadurch gab es vermutlich Kontakte zur Familie des walachischen Herrschers Vlad III. Drăculea. (Quelle) Dieser wurde aufgrund seiner angeblichen Gräueltaten berühmt. Er soll ein sadistischer, kannibalistischer, pädophiler Mörder gewesen sein, der einen regelrechten Folter- und Vergewaltigungskult betrieb, was sich aber nicht beweisen lässt. Er inspirierte höchstwahrscheinlich den irischen Schriftsteller Bram Stoker zu seiner Romanfigur Dracula.

Übrigens ist der britische König Charles III. ein Nachkomme von Vlad III. (Quelle)

Der Fleur de Lys-Orden behauptet, dass er die Machtübernahme des serbischen Herrschers Đurađ Branković (1377-1456) unterstützt hatte (Quelle).

Der Orden war somit im 15. Jahrhundert stark in Osteuropa aktiv. In Bosnien gibt es eine unterirdische Krypta in Form einer riesigen Fleur de Lys, in der offenbar Mitglieder des Ordens im Verborgenen lebten und verehrt wurden. Serbische Adelsfamilien sollen von Ordensrittern abstammen. (Quelle) Wie oben bereits erwähnt wurde, hat der heutige Orden serbische Mitglieder, darunter eine Prinzessin aus der nicht amtierenden serbischen Königsfamilie. Über die Prinzessin wird der Orden Kontakte zur serbisch-orthodoxen Kirche haben. Irinej Dobrijević, der Bischof der serbisch-orthodoxen Kirche in Australien und Neuseeland, ist Mitglied des Fleur de Lys-Ordens. Er ist ein Nachkomme der serbischen Adelsfamilie Dobrijevic, die sich im Kampf gegen die Osmanen mit dem Orden verbündet haben soll. (Quelle)

John Brooke (1927-2006) gehörte zur Fleur de Lys-Ordensführung. Er war auch Mitglied des Malteserordens. (Quelle) Der Malteserorden ist der vermutlich einflussreichste Vatikanorden und hat seine Wurzeln ebenfalls in den Kreuzzügen. Die beiden Orden könnten also womöglich miteinander in Kontakt stehen.

Michael Poynder (1932-2008) gehörte zur Fleur de Lys-Ordensführung. Er war auch Mitglied des Druidenordens. (Quelle) Die heutigen Druidenorden in Grossbritannien sind mit der Freimaurerei verbunden. Die Druiden gehörten in der Zeit vor Christus zur keltischen Elite. Sie waren wohl die gebildetsten Mitteleuropäer ihrer Zeit. Das Zentrum des Druidentums war, genau wie heute, die britische Insel. „Diejenigen, die tiefer in ihre Lehre eindringen wollen, gehen gewöhnlich nach Britannien“, schrieb der römische Herrscher Julius Cäsar. Dort sei der Ursprungsort des Druidensystems. Auf der britischen Insel befinden sich viele alte Steinkreise und Bauwerke, von denen mache älter als die Pyramiden sind. Diese Steine werden mit den Druiden und den Freimaurern in Verbindung gebracht. Man kann davon ausgehen, dass die schottischen Steinmetze, die zu den frühen Freimaurern gehörten, von diesen alten Bauwerken fasziniert waren.

Daphne Rosalinde Wyke (1921-2019) gehörte zur Fleur de Lys-Ordensführung. Sie war Botschafterin der Vereinten Nationen. In dieser Funktion bereiste sie die Welt und pflegte freundschaftliche Beziehungen zu vielen Staatsoberhäuptern. (Quelle)

Wie bereits erwähnt wurde, war Eric Hugh Montgomery (*1938) aus dem Montgomery Clan von 1972 bis 2021 Grosskommandant des Fleur de Lys-Ordens. Er befasst sich mit alten Königsfamilien und Götterfamilien aus Religonen und Mythologie. Ich interessiere mich ebenfalls für die beiden Themen und glaube, dass viele der alten Götterfamilien eigentlich Königsfamilien waren. Montgomery veröffentlichte vier Bücher (die God-Kings-Reihe), in denen es um Königsdynastien geht. Für seine Recherchen verwendete er Dokumente, zu denen angeblich keine anderen Forscher Zugang hatten, einschliesslich der Ergebnisse von DNA-Studien. Vermutlich hat er die Dokumente über den Fleur de Lys-Orden oder weiteren Geheimorden einsehen können. In seinen Büchern wird die Theorie aufgestellt, dass Jesus Christus Nachkommen hatte, die auch Blut des nordischen Gottes Odin in sich trugen, der vermutlich ein König war. Nachdem die vom Vatikan gesteuerten Kreuzfahrer zu Beginn des 2. Jahrtausends das Heilige Land erobert hatten, wurden Kreuzfahrerstaaten im und um das Königreich Jerusalem errichtet. Diese Kreuzfahrerstaaten wurden von europäischen Hochadligen regiert und Montgomery glaubt, dass diese Nachkommen von Jesus waren. Die Königsfamilien der Kreuzfahrerstaaten kamen aus dem französischen Hochadel. Zu ihren heutigen zahlreichen Nachkommen gehören unter anderem die britische Königsfamilie, alle Mitglieder der Familie Habsburg-Lothringen und weitere Hochadlige sowie viele britische Adlige, darunter die Herzogsfamilien aus dem Stewart Clan. Wenn Montgomery recht hätte mit seiner Theorie, dann wären diese Familien die heutigen Nachkommen von Jesus. Wie oben bereits erwähnt wurde, beanspruchte die Anjou Familie während der Kreuzfahrerzeit den Thron von Jerusalem und René I. d’Anjou gründete den Fleur de Lys-Orden, dessen Mitglieder René als rechtmässigen König von Jerusalem ansahen.

Montgomerys Buch wird auf Amazon mit folgendem Satz beworben: „Es ist ein Muss für alle, die sich dafür interessieren, wie Europa seit Jahrhunderten regiert wird“. Es gibt Verschwörungstheoretiker, die glauben, dass der heutige Hochadel von alten königlichen Blutlinien abstammt, die weiter als 3000 Jahre zurückgehen. Auch einzelne Adlige glauben anscheinend an diese Theorie. Der Unterschied zu den Verschwörungstheoretikern ist, dass die Adligen diese Blutlinien als etwas Positives und Heiliges ansehen, während die Verschwörungstheoretiker diese Blutlinien mit Negativem in Verbindungen bringen, wie zum Beispiel mit Machtgier, Grössenwahn und Imperialismus.

Zur angeblichen Jesus-Blutlinie muss man noch folgendes wissen: In der Bibel steht, dass Jesus ein Nachkomme der Davididen war. Die jüdische Königsdynastie wurde von König David begründet. Er soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Die Dynastie der Davididen soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen den Davididen Serubbabel als Vorfahren auf (Quelle). Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Jesus wird als der Messias bezeichnet. Nach der christlichen Überlieferung ist der Messias der Sohn Gottes. Die jüdische Überlieferung, die älter als das Christentum ist, hatte die Ankunft des Messias vorausgesagt. Nach der jüdischen Überlieferung ist der Messias aber nicht der Sohn Gottes, sondern der rechtmässige, von Gott eingesetzte König der Juden, der von König David (oben erwähnt) abstammen muss. Der Messias soll den zerstörten Tempel wieder aufbauen. Zur Zeit als Jesus geboren wurde, war die Dynastie der Herodianer die Herrscher von Jerusalem. Sie waren keine Nachkommen der Davididen. Daher wäre Jesus mit seinem königlichen Blut der rechtmässige König von Jerusalem gewesen und wurde daher als Messias bezeichnet. Vielleicht liess König Herodes deshalb alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden, wo sich der geborene Messias aufhielt. König Herodes wollte damit den legitimen Thronfolger ausschalten. Es gab womöglich mehrere Könige, welche die Davididen wieder auf den Thron bringen wollten und daher Kontakt zu Jesus suchten (Legende der Heiligen Drei Könige). Laut Bibel bezeichnete sich Jesus selbst als König und sagte, er sei dazu geboren (Quelle). Jesus wird in der Bibel als „König aller Könige“ bezeichnet (Quelle).

Übrigens sollen der Legende nach die nicht amtierenden Königsfamilien von Äthiopien und Georgien, die noch immer bestehen, von den Davididen abstammen. Besonders interessant ist dabei, dass Äthiopien und Georgien zwei der ersten Länder waren, in denen die Könige zum Christentum konvertierten (Äthiopien war damals das Königreich Aksum und Georgien hiess Iberien). Die georgische Königsfamilie heiratete in den letzten Jahrzehnten in die russische Zarenfamilie und in die päpstliche Adelsfamilie Orsini.

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Winthrop, Chanler und Aldrich Familie

Die Winthrop Familie und ihre Nachkommen gehören seit über 350 Jahren zur Elite der USA.

Der englische Jurist John Winthrop (starb 1649) war der Sohn eines wohlhabenden Landbesitzers. Er emigrierte nach Nordamerika und war dort Mitgründer der Massachusetts Bay Colony, eine englische Kolonie. Er war mehrfach Gouverneur der Kolonie. Aus der Massachusetts Bay Colony entwickelte sich der heutige US-Bundesstaat Massachusetts. John Winthrop war Puritaner, wie viele der frühen Einwanderer in Nordamerika. Sein gleichnamiger Sohn John Winthrop (1606–1676) war Mitgründer und Gouverneur der englischen Kolonie Connecticut, aus der später der heutige US-Bundesstaat Connecticut hervorging. Er studierte wie sein Vater in Grossbritannien. Sein Sohn Fitz-John Winthrop (1637–1707) wurde ebenfalls Gouverneur der Kolonie Connecticut. Fitz-John lebte eine Zeit lang in Grossbritannien. Seine Tochter Mary heiratete in die schottische Livingston Familie, die eine der mächtigsten Familien der Kolonien in Nordamerika war.

John Winthrop (1681–1747) heiratete in die Dudley Familie. Sein Schwiegervater Joseph und dessen Vater Thomas Dudley waren Kolonialgouverneure von Massachusetts.

Die führenden Familien der Kolonien in Nordamerika waren über Heiraten miteinander verbunden. Viele der Nachkommen dieser Kolonialfamilien gehörten in den letzten 300 Jahren zur Elite der USA. Auch heute noch sind Nachkommen von alten Kolonialfamilien in der US-amerikanischen Elite vertreten, darunter Nachkommen der Winthrops.

1776 erklärten die 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas ihre Unabhängigkeit von Grossbritannien und gründeten daraufhin die USA. Die Kolonien wurden zu den ersten Bundesstaaten. Thomas Lindall Winthrop (1760–1841) wurde Vizegouverneur des Bundesstaates Massachusetts. Sein Vorfahre war wie bereits erwähnt als Kolonialgouverneur am Aufbau von Massachusetts beteiligt gewesen. Viele der frühen Gouverneure und Vizegouverneure der US-Bundesstaaten waren Nachkommen von Kolonialgouverneuren. Thomas Lindall Winthrop heiratete eine Tochter von John Temple. Dieser kam aus einer Familie von englischen Baronets und vertrat Grossbritannien als Diplomat in den gerade gegründeten USA. John Temple heiratete eine Tochter von James Bowdoin, der einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Massachusetts war. Sarah Bowdoin Winthrop (1788-1864) heiratete den Sohn von James Sullivan, ebenfalls einer der frühen Gouverneure von Massachusetts.

Sahras Schwester Anna Winthrop (starb 1850) heiratete John Collins Warren, ein berühmter Chirurg. (Quelle: Seite 51) Johns gleichnamiger Vater war Freimaurer und Grossmeister der Freimaurergrossloge von Massachusetts. Sein Onkel Joseph Warren war ebenfalls Grossmeister der Freimaurer in Massachusetts. (Quelle: 1, 2, 3)

Sarahs Bruder Robert Charles Winthrop (1809–1894) vertrat Massachusetts im Senat und war Sprecher des US-Repräsentantenhauses. Er heiratete in erster Ehe Elizabeth Cabot Blanchard. Deren Halbbruder, John Clarke Lee, war 1848 Mitgründer der nicht mehr existenten Bank „Lee, Higginson & Co.“ Johns Enkelin Alice Hathaway Lee heiratete Theodore Roosevelt (Freimaurer), der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Präsident der USA war. Die Kolonialfamilie Roosevelt gehörte bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes. Robert Charles Winthrop heiratete in zweiter Ehe eine Enkelin von Elias Hasket Derby, der einer der reichsten Männer der USA war. Roberts dritte Ehefrau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Van Rensselaer. (Quelle: 1 und 2) Diese gehörte wie die Winthrops bereits seit dem 17. Jahrhundert zu den einflussreichsten Familien des Landes.

Marie Austen Winthrop (1873–1952) heiratete Morris Woodruff Kellogg, der Gründer des Technologie- und Bauunternehmens KBR. (Quelle) Das Unternehmen ist eng mit US-Militär verbunden und macht heute einen Jahresumsatz von mehreren Milliarden US-Dollar.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts bildete sich in den USA eine Gesellschaftsschicht von sehr reichen Unternehmer- und Bankiersfamilien. Viele der berühmten Familien aus der neuen Geldelite, darunter Rockefeller, Morgan, Astor, Vanderbilt und Du Pont, waren über Heiraten mit alten Kolonialfamilien oder deren Nachkommen verbunden. Auch bekannte Politikerfamilien der USA, darunter Bush, Kean und Fish, sind Nachkommen von Kolonialfamilien. Durch diese Heiratsverbindungen gehörten die Kolonialfamilien im 20. Jahrhundert weiterhin zur Elite der USA.

Die Winthrop Familie gehörte zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Die Gesellschaft wurde von der Astor Familie geleitet, die oft der Gastgeber war. Zu den 400 zählten Mitglieder der Kolonialfamilien Bayard, Livingston, Van Rensselaer, Vanderbilt, Schuyler, Peyster und Carroll. Auch die Chanler Familie, Nachkommen der Winthrops, gehörte zu den 400.

Die Chanler Familie

John Winthrop Chanler (1826–1877) kam mütterlicherseits aus der Winthrop Familie und war auch ein Nachkomme der Kolonialfamilie Stuyvesant. Er vertrat New York im Repräsentantenhaus. Er hatte die Universität Heidelberg in Deutschland besucht, eine der ältesten Universitäten der Welt. Seine Frau kam väterlicherseits aus der Kolonialfamilie Ward und mütterlicherseits aus der Astor Familie. (Quelle) Die Astor Familie war im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA und wurde im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen.

Johns Schwester Margaret Stuyvesant Chanler (1820–1890) heiratete Lewis Morris Rutherfurd. Dieser kam väterlicherseits aus der Kolonialfamilie Rutherfurd, die vom schottischen Rutherfurd Clan abstammt. Mütterlicherseits kam er aus der Kolonialfamilie Morris, die zu den Gründervätern der USA gehörte. Margaret und Lewis hatten einen Sohn, der Anne Harriman Vanderbilt heiratete. (Quelle)

Die folgenden Personen stammen alle von John Winthrop Chanler ab:

John Armstrong Chanler (1862–1935) heiratete Amelie Rives. Sie war die Patentochter des Generals Robert Edward Lee aus der Kolonialfamilie Lee. Die Lee Familie gehörte zu den Gründervätern der USA. Amelie Rives heiratete in zweiter Ehe einen Fürsten aus der russischen Adelsfamilie Trubezkoi. (Quelle) Die Familie ging aus der Uradelsdynastie der Gediminiden hervor, die vom litauischen Herrscher Gediminas abstammt.

Elizabeth Astor Winthrop Chanler (1866–1937) heiratete einen Sohn des Bankers Henry Grafton Chapman, der Präsident der New Yorker Börse war. Chapman arbeitete für die britische Barings Bank. Er heiratete in die Kolonialfamilie Jay, die zu den Gründervätern der USA gehörte. Chapmans Tochter Beatrix heiratete den britischen Diplomaten George Head Barclay. (Quelle) Dieser kam väterlicherseits aus der Barclay Familie und mütterlicherseits aus der Gurney Familie. Die beiden britischen Quäkerfamilien gehörten zu den Gründerfamilien der britischen Barclays Bank, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt.

Lewis Stuyvesant Chanler (1869–1942) war Vizegouverneur von New York. Er heiratete eine Tochter von Stephen Henry Olin. Olins zweite Frau kam aus der Harriman Familie und hatte zuvor in die Dodge Familie geheiratet (Mitgründer des Kupferkonzerns Phelps Dodge). (Quelle: 1 und 2)

Hubert Winthrop Chanler (1900–1974) heiratete eine Tochter des Diplomaten Irwin Laughlin, der Botschafter in Spanien und Griechenland war. (Quelle) Sein Grossvater James Laughlin war 1852 Mitgründer und erster Präsident der Pittsburgh National Bank gewesen. (Quelle) Aus dieser entwickelte sich die heutige PNC Financial Services Group, eine der grössten Banken der USA.

Der US-Präsident und Freimaurer Theodore Roosevelt war der Taufpate von Theodore Ward Chanler (1902–1961). (Quelle: 1 und 2) Die Kolonialfamilie Roosevelt gehörte bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes.

Sidney Ashley Chanler (1907–1994), ein PR-Manager, heiratete in die Hochadelsfamilie Braganza. (Quelle) Das Haus Braganza ist die nicht amtierende Königsfamilie von Portugal.

Der Familienzweig von Egerton Leigh Winthrop

Dieser Familienzweig hat auch Blut der Kolonialfamilien Livingston und Stuyvesant in sich.

Der Banker und Anwalt Egerton Leigh Winthrop (1838–1916) verkehrte in New Yorker Eliteclubs und war Präsident des Knickerbocker Club, der bis heute als einer der elitärsten Clubs der USA gilt. Egerton heiratete die Schwester von Frederic Bronson, der wiederum Sarah Gracie King heiratete. Sarah war eine Nachkommin des US-Gründervaters Rufus King und ihre Schwester heiratete in die Van Rensselaer Familie, eine der wichtigsten Kolonialfamilien. (Quelle: 1 und 2) Übrigens wurde William King, der Bruder des Gründervaters Rufus King, nach der Gründung der USA der erste Gouverneur des US-Bundesstaates Maine und der erste Grossmeister der Freimaurergrossloge von Maine. (Quelle: 1 und 2)

Charlotte Troup Bronson Winthrop (1863–1893) heiratete in die Cram Familie. Diese war über Heiraten mit den Familien Vanderbilt, Drexel, Gould, Brown und Webb verbunden, die damals zu den führenden Familien der US-amerikanischen Elite gehörten. Der Schwiegervater von John Sergeant Cram III. (1932–2007) war der Clan-Chef des Campbell Clans, eine der mächtigsten schottischen Aristokratenfamilien.

Frederic Bronson Winthrop (1863–1944) verkehrte in New Yorker Eliteclubs, wie dem Kickerbocker Club. Er war Mitgründer einer Anwaltskanzlei, aus der „Pillsbury Winthrop Shaw Pittman“ hervorging, die heute eine grosse international aktive Wirtschaftskanzlei ist. Frederic Bronson Winthrop führte die Firma gemeinsam mit Henry Stimson. (Quelle) Henry Stimson diente als Aussen- und Kriegsminister der USA sowie als Gouverneur der Philippinen, die damals von den USA kontrolliert wurden. Zudem war Henry Stimson Mitglied bei Skull and Bones. (Quelle: 1 und 2) Frederic Bronson Winthrop war im Vorstand der Manhattan Company, eine New Yorker Bank. Sie war im Jahr 1799 gegründet worden und war mit den Kolonialfamilien Livingston, Van Rensselaer und Stuyvesant verbunden sowie mit der Unternehmerfamilie Astor, die in Kolonialfamilien einheiratete. Die Manhattan Company fusionierte 1955 mit der Bank der Rockefeller Familie. Sie gehört zu den Vorläufern der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste US-amerikanische Bank ist.

Muriel Egerton Winthrop heiratete 1935 einen Enkel des Bankiers Samuel Stevens Sands. Samuels Kinder heirateten in die Familien Harriman, Lorillard und Havemeyer.

Der Familienzweig von Robert Winthrop

Robert Winthrop (1833–1892), ein wohlhabender Bankier, war ein enger Geschäftspartner der Bankiersfamilie Drexel. (Quelle) Die Drexels wurden später Partner der Morgan Familie. Drexel und Morgan waren zwei der mächtigsten Bankiersfamilien der USA.

Robert Winthrop war Direktor bei Eisenbahn- und Finanzunternehmen. Er sass im Vorstand der „National City Bank of New York“, eine der führenden New Yorker Banken. Sein Schwiegervater Moses Taylor war langjähriger Vorsitzender der Bank. (Quelle: 1 und 2) Taylor gilt als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten. (Quelle) Sein anderer Schwiegersohn, Percy Rivington Pyne, leitete die National City Bank bis 1891. Danach stand die Bank bis in die 1960er-Jahre unter dem Einfluss der Familien Stillman und Rockefeller. In dieser Zeit entwickelte sich die National City Bank zu einer der grössten Banken der Welt. Sie ist der Vorläufer der heutigen Citigroup, die derzeit zu den fünf grössten US-amerikanischen Banken gehört. Die National City Bank war 1812 gegründet worden. Der zweite Präsident der Bank war William Few, einer der Gründerväter der USA. Im englischen Wikipedia steht, dass Robert Winthrops Frau im Jahr 1913 der drittgrösste Aktionär der National City Bank war.

Robert Winthrop verkehrte in New Yorker Eliteclubs, wie dem Metropolitan Club, dem Knickerbocker Club und dem Union Club. (Quelle: Seite 45) Dadurch wird er die führenden Familien der New Yorker Elite gekannt haben.

Roberts Sohn Beekman Winthrop (1874–1940) war stellvertretender Finanz- und Marineminister sowie Gouverneur von Puerto Rico. Er gehörte wie bereits sein Vater zum Vorstand der National City Bank. (Quelle) Zudem trat er der Pilgrims Society bei, eine britisch-amerikanische Elitengesellschaft. (Quelle)

Roberts Tochter Albertina Taylor Winthrop (1871–1934) heiratete Herman van Roijen. Der niederländische Diplomat vertrat die Niederlande als Botschafter in Spanien, Italien und den USA. Albertinas Sohn Robert (1907–1981) arbeitete für die CIA. Ihr anderer Sohn, Jan Hermann (1905–1991), war niederländischer Aussenminister und Botschafter in Kanada, USA, Grossbritannien und Island. Zwei Enkel von Albertina und Herman van Roijen heirateten in die Kolonialfamilie Frelinghuysen. (Quelle) Die Frelinghuysen Familie gehört bereits seit dem 18. Jahrhundert zur Elite der USA und stammt von niederländischen Einwanderern ab. In den letzten 100 Jahren waren sie weiterhin mit Kolonialfamilien verbunden.

Roberts Sohn Frederic Bayard Winthrop (1868–1932) heiratete eine Nachkommin der Kolonialfamilien Van Rensselaer und Bayard.

Roberts Tochter Katharine Taylor Winthrop (1866–1943) heiratete den Senator Hamilton Fish Kean. Dieser war Freimaurer und Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati (Quelle). Katharines Enkel Thomas Kean (*1935) war Gouverneur von New Jersey und Vorsitzender der 9/11-Kommission. Der Stammvater der Politikerfamilie Kean war John Kean (1756–1795). Er heiratete in die Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern gehörte und in die Winthrop Familie heiratete. Dadurch hat die Kean Familie auch Blut der Livingstons in sich.

Der Banker Robert Winthrop (starb 1999) studierte an der elitären Harvard University, die älteste Universität der USA. Damit setzte er die Tradition des Harvard-Studiums bis in die 10. Generation seiner Familie fort. (Quelle)

Aldrich Familie

Der US-Senator Nelson Aldrich (1841–1915) stammte der Familienüberlieferung nach vom Einwanderer John Winthrop ab. (Quelle) Aldrich war zudem ein Nachkomme von Passagieren der Mayflower, die als die Pilgerväter der USA bekannt sind. Zu Aldrichs Vorfahren gehörten der Freimaurer Nathanael Greene (1742–1786), einer der wichtigsten Generäle im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, und Roger Williams (1603–1683), der Gründer und Präsident der Kolonie Rhode Island war. (Quelle) Aus der Kolonie ging der US-Bundesstaat Rhode Island hervor. Roger Williams war der Begründer des amerikanischen Baptismus.

Nelson Aldrich galt als einer der führenden Köpfe der politischen Elite der USA. Er war Freimaurer und diente als Schatzmeister der Freimaurergrossloge von Rhode Island (Quelle). Als Freimaurer-Grosskommandant von Massachusetts und Rhode Island war er einer der obersten Freimaurer der beiden Bundesstaaten. (Quelle)

Nelson Aldrich war massgeblich an der Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED beteiligt. Die Gründung der FED wurde 1910 geplant, bei einem geheimen Treffen im Jekyll Island Club. Nelson Aldrich war bei diesem Treffen dabei. Weitere Teilnehmer des Treffens waren:

  • Der Bankier Paul Warburg. Er kam aus der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Warburg und arbeitete mit weiteren Familienmitgliedern für die damals führende US-amerikanische Investmentbank Kuhn, Loeb & Co.
  • Der Bankier Frank Vanderlip. Er führte gemeinsam mit der Stillman Familie die National City Bank (heutige Citigroup), mit der wie bereits erwähnt die Winthrop Familie verbunden war. Die Stillman Familie heiratete zweimal in die Rockefeller Familie.
  • Der Bankier Henry Pomeroy Davison. Er war Partner der Bank der Morgan Familie. Sein Sohn Henry heiratete in die Stillman Familie. Sein Sohn Frederick war Personaldirektor der CIA und Mitglied bei Skull and Bones. Seine Tochter heiratete den Geschäftsmann Artemus Gates, der ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones war.

Nelsons Tochter Abby Aldrich (1874–1948) heiratete im Jahr 1901 in die Rockefeller Familie, die damals als die reichste Familie der Welt galt. Abby Aldrich war die Mutter von David Rockefeller (1915–2017), der einer der führenden Köpfe der US-amerikanischen Elite war. Durch diese Ehe hatten David Rockefeller und seine Geschwister sowie ihre Nachkommen Blut der Pilgerväter und angeblich auch Blut der Winthrops in sich. David Rockefellers Bruder bekam den Vornamen Winthrop, vermutlich um ihre Vorfahren aus der Winthrop Familie zu ehren.

Nelsons Sohn Richard Aldrich (1884–1941) vertrat den Bundesstaat Rhode Island im Repräsentantenhaus. Der andere Sohn war Winthrop Aldrich (1885–1974). Auch er bekam den Vornamen Winthrop. Er vertrat die USA als Botschafter im britischen Königreich und erhielt einen Orden vom britischen König. Er war wie sein Vater Nelson Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: 1 und 2). Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Die Pilgrims Society wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Winthrop Aldrich war Präsident der Internationalen Handelskammer (ICC). Über seine Schwester war er mit der Rockefeller Familie verbunden. Von 1930 bis 1953 war er Vorsitzender der Chase National Bank, die eine der grössten Banken der USA war und seit den 1930er-Jahren unter dem Einfluss der Rockefellers stand. (Quelle) 1955 fusionierte die Chase National Bank mit der bereits erwähnten Manhattan Company, die eine der ältesten Banken der USA war. Durch die Fusion entstand die Chase Manhattan Bank. Sie gehörte zu den grössten Banken der Welt. Sie wurde von David Rockefeller geführt, der ein Neffe von Winthrop Aldrich war. Die Chase Manhattan Bank war einer der drei wichtigen Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste Bank der USA ist.

Winthrop Aldrich gehörte zur Führung des New York Yacht Club. (Quelle) Der Yachtclub besteht seit 1844 und viele Familien der New Yorker Elite waren und sind darin vertreten.

Auf der Hochzeit von Winthrop Aldrich kamen einflussreiche Familie zusammen, darunter Rockefeller, Astor, Vanderbilt, Harriman, Fish, Webb und weitere. (Quelle) Der Grossvater von Winthrops Frau war Charles Crocker, einer der mächtigsten und reichsten amerikanischen Eisenbahnunternehmer des 19. Jahrhunderts. Charles Crocker beteiligte sich am Aufbau des Bundesstaates Kalifornien an der damals noch wenig besiedelten Westküste. Seine Söhne William und Charles waren Freimaurer und erreichten den 33. Grad (der höchste Freimaurergrad) (Quelle). Fast alle Prominenten der frühen Kalifornier waren Freimaurer. (Quelle) Charles Crocker wurde 1869 Grossaktionär der Grossbank Wells Fargo. Später war die Bank mit den Familien Hellman, Harriman, Warburg und Schiff verbunden. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt. Charles Crocker gründete die Crocker National Bank, die 1986 von Wells Fargo übernommen wurde.

Richard Aldrich (starb 1997), ein Cousin von Nelson Rockefeller, war Investmentbanker in New York. (Quelle) Sein gleichnamiger Sohn wurde 1982 Partner bei Shearman & Sterling und leitete die Abteilung in Hongkong. Shearman & Sterling ist eine internationale Anwaltskanzlei aus New York. Richard Aldrich Junior hat gute Kontakte nach Brasilien. Brasiliens Regierung, Militär und Luftwaffe verliehen ihm Verdienstorden. Er ist zurzeit Vorsitzender der „Private Export Funding Corporation“ (Pefco). (Quelle: 1 und 2) Pefco wird von Grossbanken kontrolliert und unterstützt die Finanzierung von US-Exporten.

John Kerry

Margaret Tyndal Winthrop (1880–1970) heiratete in die Forbes Familie, die zur US-amerikanischen Elite gehört. Ihre Tochter Rosemary war die Mutter des bekannten Politikers John Kerry (*1943). Kerry ist dadurch ein Nachkomme der Kolonialfamilie Winthrop.

John Kerry ist derzeit im Kabinett von US-Präsident Joe Biden und dort für Klimafragen zuständig. Von 2013 bis Anfang 2017 war John Kerry Aussenminister unter Präsident Barack Obama. Zuvor war er fast 30 Jahre Senator für Massachusetts. In den 80er-Jahren war er für zwei Jahre stellvertretender Gouverneur von Massachusetts. (Quelle) Sein Vorfahre John Winthrop hatte wie gesagt Massachusetts gegründet.

John Kerrys Vermögen wurde 2013 auf 103 Millionen US-Dollar geschätzt.(Quelle) Er war Mitglied bei Skull and Bones. 2004 war er Hauptkandidat der Demokraten bei der US-Präsidentschaftswahl, bei der er gegen George W. Bush antrat, der die Wahl gewann. Bush war ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones. Unter den Mitgliedern von Skull and Bones waren bekannte Namen, wie Rockefeller, Harriman und Vanderbilt. (Quelle) John Kerry hat anscheinend ein gutes Verhältnis zu Jay Rockefeller. (Foto)

John Kerry war Präsident des Alfalfa Club, einer der elitärsten Clubs in Washington. (Quelle)

John Kerry nahm am Bilderberg-Treffen teil. (Quelle: 1 und 2)

John Kerry traf die Multimilliardäre Bill Gates und Jeff Bezos. (Foto: 1 und 2) Kerry traf europäische und arabische Königsfamilien (Fotos auf Google). Er traf den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus. (Quelle) Kerry traf die jüdischen Milliardäre Lloyd Blankfein, Mark Zuckerburg, Michael Bloomberg, George Soros und David Rubenstein. (Fotos: 12345) Kerry hat väterlicherseits jüdisches Blut. Sein Bruder, der Politiker Cameron Kerry, konvertierte zum Judentum und heiratete eine Jüdin.

John Kerrys Frau Teresa ist ebenfalls Multimillionärin. Im Jahr 2002 wurde ihr Vermögen auf 550 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle) Sie hatte zuvor in die Heinz Familie geheiratet, die den gleichnamigen Lebensmittelkonzern gegründet hatte. Teresa ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations und ist im Kuratorium der Brookings Institution. Die beiden US-amerikanischen Denkfabriken gelten als zwei der mächtigsten der Welt. Derzeit sind im Kuratorium der Brookings Institution auch Mitglieder der Milliardärsfamilien DesmaraisMittalCrown und Bass sowie die Milliardäre Philip Knight, David Rubenstein und Haim Saban (Stand: 2.4.2022). Zu den grossen Spendern der Brookings Institution im Jahr 2021 gehörten Philip Knight und Bill Gates sowie der Grosskonzern Walmart und Stiftungen der Milliardärsfamilien Rockefeller, SorosJohnson und Tisch.

Übrigens: Die Nachkommen von John Winthrop (1606–1676) haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft beim Order of Colonial Lords of Manors in America. (Quelle) Der Orden besteht seit 1911. Nur Nachfahren von bedeutenden Kolonialfamilien können beitreten.

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Opus Dei

Das Opus Dei (Werk Gottes) ist eine römisch-katholische Organisation, die seit 1928 besteht. Seit 1950 wird das Opus Dei vom Vatikan und dem Papsttum unterstützt. Das Opus Dei gilt als ein sehr wohlhabendes und einflussreiches Netzwerk des Vatikans. Meiner Meinung nach wird sein Einfluss aber oft überschätzt und ich geh davon aus, dass der vatikanverbundene Malteserorden um einiges mächtiger und reicher ist.

Josemaría Escrivá (1902-1975), der Gründer des Opus Dei, wurde 2002 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Er war Spanier. Das Opus Dei kam vor allem in Spanien zu Einfluss.

Opus Dei in Spanien

Auffällig viele Mitglieder des Opus Dei gehörten zur politischen Elite in der spanischen Diktatur unter Francisco Franco. 12 von 19 Ministern der neunten Regierung unter Diktator Franco waren Mitglieder des Opus Dei. Der spanische König Juan Carlos wurde von Opus-Priestern erzogen und der Sekretär seiner Frau Sofia war Mitglied des Opus Dei. (Quelle) Die wichtigsten bekannten Mitglieder in Spanien wären:

  • Mariano Navarro Rubio (1913-2001): Er war Finanzminister und Chef der spanischen Zentralbank zur Zeit der Franco-Diktatur. (Quelle)
  • Alfredo Sánchez Bella (1916-1999): Er war in der Franco-Diktatur Informationsminister und somit für die Medienzensur in Spanien zuständig. (Quelle) Er arbeitete mit dem hochadligen Otto von Habsburg zusammen, der ein sehr gutes Verhältnis zum spanischen Diktator Franco hatte. Otto war das Oberhaupt der nicht amtierenden österreichischen Königsfamilie Habsburg, die früher auch über Spanien geherrscht hatte. Alfredo Sánchez Bella und Otto von Habsburg waren Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk.
  • Antonio Fontán (1923-2010): Nach der Franco-Diktatur wurde er der erste Senatspräsident von Spanien und war Mitverfasser der spanischen Verfassung. (Quelle)
  • Adolfo Suárez (1932-2014): Er wurde der erste Regierungschef nach der Franco-Diktatur. (Quelle) Er wurde vom spanischen Königshaus zum Herzog geadelt.
  • Federico Trillo (*1952) : Er war von 2000 bis 2004 Verteidigungsminister. (Quelle)
  • Jorge Fernández Díaz (*1950): Er war von 2011 bis 2016 Innenminister. (Quelle)
  • José María Ruiz-Mateos (1931-2015): Der Geschäftsmann kontrollierte den zeitweise grössten privaten Konzern in Spanien. (Quelle) Er musste wegen Geldschmuggel, Betrug und Steuerunterschlagung mehrfach vor Gericht.
  • Luis Valls Taberner (1926-2006): Er war langjähriger Präsident der spanischen Grossbank Banco Popular. (Quelle)
  • Isidre Fainé (*1942): Er war bis 2016 Präsident der spanischen Grossbank Caixa und ist ein Freund des ehemaligen spanischen Königs Juan Carlos. (Quelle)
  • Juan Antonio Samaranch (1920-2010): Er war Sportminister in der Franco-Diktatur und war von 1980 bis 2001 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). (Quelle) Unter seiner Führung herrschte beim IOC Korruption. Er wurde vom spanischen König zum Markgrafen geadelt. Es wurde behauptet, dass seine Wahl zum IOC-Präsidenten vom sowjetischen KGB-Geheimdienst unterstützt wurde und dass der KGB ihn erpressen würde. (Quelle)

Opus Dei in Österreich

Otto von Habsburg (1912-2011), das ehemalige Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Österreichs, machte angeblich Werbung für das Opus Dei (Quelle). Vincenz von Liechtenstein (1950-2008) aus der liechtensteinischen Fürstenfamilie war Mitglied des Opus Dei. Habsburg und Liechtenstein sind zwei der wichtigsten Familien der katholischen Hochadelselite. Vincenz von Liechtenstein war Politiker bei der österreichischen Partei ÖVP, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss der Vatikanelite steht. Der hochrangige ÖVP-Politiker Alois Mock (1934-2017) galt als wichtiger Unterstützer des Opus Dei. Einer der wichtigsten Unterstützer in Österreich war der langjährige Wiener Erzbischof Franz König (1905-2004), ein Kumpel von Papst Johannes Paul II. (Quelle)

Der österreichische Bischof und Sexualstraftäter Klaus Küng (*1940) ist Mitglied des Opus Dei (Quelle).

Opus Dei in Deutschland

Der deutsche CDU-Politiker Kurt Malangré (1934-2018) war Mitglied des Opus Dei. Er war Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Sein Bruder Heinz war Manager und Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden. Eine der Töchter von Heinz ist mit dem deutschen CDU-Politiker Armin Laschet verheiratet. Die CDU war vor allem in ihrer Anfangszeit eng mit dem Vatikan verbunden. Der CDU-Politiker Nathanael Liminski gilt als der wichtigste Mitarbeiter und Berater von Armin Laschet. Liminskis Eltern waren Mitglied des Opus Dei. (Quelle)

Eine russische Zeitung behauptete, der CDU-Politiker Alois Mertes (1921-1985) sei ein Agent des Opus Dei, an das er geheime Berichte schicken würde (Quelle). Sein Sohn Klaus Mertes ist Jesuit und leitete ein deutsches Jesuitengymnasium. Der Jesuitenorden steht im Dienste des Papstes und kontrolliert weltweit Universitäten, die den Nachwuchs der katholischen Elite rekrutieren und ausbilden.

Die drei deutschen Bischöfe Joachim Meisner, Rainer Maria Woelki und Dominikus Schwaderlapp stehen dem Opus Dei nahe, sind aber nach eigenen Angaben nicht Mitglied (Quelle: 123). Die drei hochrangigen Priester beteiligten sich an der Vertuschung von Kindesmissbrauch in der Kirche. Nach einer Aussage eines Missbrauchsopfers, die vom Gericht als glaubwürdig eingestuft wurde, gab es ein Missbrauchsnetzwerk bestehend aus Priestern, Politikern und Richtern (Quelle: 20:30 bis 24:30). Der vielfache Missbrauch sei mit dem Wissen von „Polizei, Justiz, Jugendamt und Bischof“ geschehen. (Quelle) Die kritische (aber seriöse) Nachrichtenplattform The Daily Beast aus den USA veröffentlichte einen Artikel, der auf einen Bericht verweist, der seltsamerweise von den meisten deutschen Leitmedien ignoriert wird. Nach dem Bericht hatten Nonnen, die Waisenkinder betreuten, die Kinder den Pädophilen zu Verfügung gestellt und erhielten dafür Geld. Zu den Kunden sollen auch Geschäftsleute gehört haben. Es soll auch zu Orgien gekommen sein. (Quelle) Nach einer Aussage eines weiteren Opfers soll sich auch eine Nonne aktiv am Missbrauch beteiligt haben. Ein anscheinend pädophiler Münchner Stadtrat war regelmässig zu Besuch im Heim. Nach Aussagen weiterer Opfer war der Pädophilenring mit mehreren Kinderheimen in Deutschland verbunden. (Quelle: 123)

Weitere bemerkenswerte Mitglieder und Unterstützer

Der italienische Bankier Gianmario Roveraro (1936-2006) unterhielt enge geschäftliche Beziehungen zum Opus Dei. Er war mit dem italienischen Lebensmittelkonzern Parmalat verbunden. 2003 meldete Parmalat Insolvenz an. In der Bilanz von Parmalat fehlten acht Milliarden Euro, was als einer der grössten Unternehmensskandale gilt. Der Konzern war mit der italienischen Mafia verbunden (Quelle). Gianmario Roveraro verschwand 2006. Seine verbrannte und zerstückelte Leiche wurde zwei Wochen später gefunden. Ein Tag vor seinem Verschwinden besuchte er eine Veranstaltung des Opus Dei. (Quelle)

Giulio Andreotti (1919-2013) war ein Unterstützer des Opus-Gründers Josemaría Escrivá (Quelle). Andreotti war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Politiker Italiens. Er stand mehrfach vor Gericht wegen Verbindungen zur italienischen Mafia und Auftragsmorden (Quelle). Er war Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (Quelle). Er war Mitglied bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk (Quelle). Er kannte Licio Gelli, der ihn sehr schätzte (Quelle). Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren.

Der US-Amerikaner Robert Hanssen (*1944) ist Mitglied des Opus Dei. Der FBI-Agent arbeitete im Geheimen für die sowjetischen Geheimdienste. (Quelle)

Der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso (*1955) ist Mitglied des Opus Dei (Quelle). In Lateinamerika hat der Papst zahlreiche Opus-Mitglieder zu Bischöfen ernannt (Quelle). Der Vatikan hatte seit Beginn der Kolonialisierung viel Einfluss in Südamerika. Nirgendwo sonst ist die katholische Kirche auch heute noch so einflussreich wie in Lateinamerika. Der Jesuitenorden hatte früher in Argentinien und Paraguay sogar eine Art eigenen Staat errichtet. (Quelle)

Der chilenische Minister Joaquín Lavín (*1953) ist Mitglied des Opus Dei (Quelle).

Der uruguayische Verteidigungsminister Mariano Brito (1930-2014) war Mitglied des Opus Dei (Quelle).

Jorge Rossi Chavarría (1922-2006), ein führender Politiker in Costa Rica, ist Mitglied des Opus Dei (Quelle). Er war Präsident der Zentralbank von Costa Rica. Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatsreligion in Costa Rica. Es ist somit eines der wenigen christlichen Länder, in dem es keine Trennung von Staat und Religion gibt.

Patrick Ngugi Njoroge (*1961) ist Mitglied des Opus Dei. Er leitet derzeit die kenianische Zentralbank. (Quelle)

Da das Opus Dei viel Wert auf Geheimhaltung legt, könnten noch viele weitere einflussreiche Personen Mitglied oder Unterstützer der Organisation sein.

Gehirnwäsche

Das Opus Dei hat zwar viele einflussreiche Mitglieder und Unterstützer, aber die meisten Mitglieder sind keine einflussreichen Personen. Man wirft dem Opus Dei vor, dass Teile der Organisation wie eine Sekte aufgebaut sind und Mitglieder einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Diese Mitglieder leben in Wohngemeinschaften, die nur aus Opus Dei-Mitgliedern bestehen. Man versucht dort die Mitglieder von der Aussenwelt zu isolieren. Man fordert sie dazu auf, ihre privaten Kontakte möglichst nur auf Opus Dei-Mitglieder zu beschränken. Man fordert die Mitglieder auf, keine Kontakte zu Personen zu unterhalten, die dem Opus Dei kritisch gegenüber stehen. Man fordert die Mitglieder auf, ihre Hobbys aufzugeben und sich ihr Leben vollständig den Lehren des Opus Dei zu widmen. Mitglieder werden dazu angehalten mehrere Stunden am Tag zu beten, zu singen, zu summen und zu meditieren. Man wird dazu aufgefordert einen Bussgürtel (Cilicium) zu tragen, der um den Oberschenkel gelegt wird, wobei er starke Schmerzen verursacht. Den Bewohnern wird ständig die Idee eingepflanzt, dass sie Sünder seien und nur das Opus Dei sie von den Sünden und der Hölle bewahren kann. Sie müssen wöchentlich ihre Beichte bei einem Opus Dei-Priester ablegen. Mitglieder werden dazu aufgefordert, ihre Bankkonten aufzulösen und kein Geld zu besitzen. Nahrung, Kleider und Hygieneartikel werden von der Wohngemeinschaft zur Verfügung gestellt. Die Wohngemeinschaften werden von sogenannten Direktoren geführt. Die Direktoren verfassen täglich Berichte über die einzelnen Bewohner und ihre persönliche Entwicklung in der Wohngruppe. Die Direktoren lesen auch die Post und die Emails ihrer Bewohner. Die Bewohner werden rund um die Uhr von der Direktoren überwacht. Zudem fordert man die Bewohner dazu auf, andere Bewohner zu beobachten und wenn diese „Fehler“ machen, soll dies den Direktoren gemeldet werden. Es herrscht also eine kollektive Überwachung, wie es z. B. gerade in China etabliert wird und es schon in anderen Diktaturen gab. Für die Bewohner gibt es eigene Opus Dei-Ärzte. Ehemalige Bewohner berichteten auch, dass sie beruhigende Medikamente von diesen Ärzten bekamen. Es würde mich nicht überraschen, wenn man den Bewohnern Medikamente ins Essen mischt. Bewohner werden dazu aufgefordert, nur Essen aus der Küche der Wohngemeinschaft zu essen und kein Essen von aussen in die Wohngemeinschaft zu bringen. Ehemalige Mitglieder berichten von hypnoseartigen Ritualen. Ist eine Person lange Zeit in so einer Wohngruppe (manche sind schon seit Jahren dort), steht sie komplett unter Gehirnwäsche. Diese treuen Anhänger können den Direktoren dabei helfen, die Neuankömmlinge in der Wohngruppe einer Gehirnwäsche zu unterziehen und helfen auch neue Mitglieder anzuwerben. Kurz gesagt: In diesen Wohngemeinschaften werden die Bewohner ziemlich offensichtlich einer Gehirnwäsche unterzogen. (Mehr dazu) Manche Leser haben vielleicht schon von der Verschwörungstheorie gehört, dass Sekten in den USA wie Scientology von den amerikanischen Geheimdiensten gelenkt werden, die an den Sektenanhängern mit Gehirnwäsche experimentieren. Es gab drei Sekten, bei denen die Involvierung von Geheimdiensten aus meiner Sicht sehr plausibel wären: der Peoples Temple in Jonestown und die Branch Davidians in Waco sowie die Sekte in der Colonia Dignidad. Die CIA und der rumänische Geheimdienst sowie vermutlich noch weitere Geheimdienste haben in der Vergangenheit mit Gehirnwäsche experimentiert und gingen dabei äusserst skrupellos vor (Quelle: 1 und 2).

Im Opus Dei sind wie gesagt auch einflussreiche Persönlichkeiten vertreten, darunter hochrangige Priester, Politiker, Beamte und Geschäftsleute. Diese werden aber anscheinend nicht einer Gehirnwäsche unterzogen, sondern sollen vermutlich den Einfluss des Opus Dei sicherstellen. Das Opus Dei dient somit einerseits wie die anderen Vatikanorden zur Elitenbildung der Vatikanelite. Anderseits wird ein Gehirnwäscheprogramm durchgeführt, getarnt als christlich-konservative Wohngemeinschaften. Der Vatikan hält anscheinend seine schützende Hand über das Projekt.

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Haus Al Maktum

Die arabische Familiendynastie Al Maktum ist eine der sechs Herrscherfamilien der Vereinigten Arabischen Emirate und herrscht über das Emirat Dubai. Die Familie herrscht bereits seit 1833 über die Stadt Dubai.

Dubai besitzt grosse Öl- und Gasreserven. Ein Grossteil der Wirtschaft in Dubai wird von der Regierung bzw. der Königsfamilie kontrolliert. Die Al Maktums sind Milliardäre. Sie gründeten und führen die Investment Corporation of Dubai. Der Staatsfonds verwaltet derzeit ein Vermögen im Wert von etwa 300 Milliarden US-Dollar.

In Dubai gibt es keine Demokratie und Pressefreiheit. Dubai ist inzwischen eine der grössten Steueroasen der Welt. Dubai wirft man vor, zu wenig gegen Terrorfinanzierung und Geldwäsche zu unternehmen. In einem Bericht einer führenden Denkfabrik steht dazu: „Korrupte und kriminelle Akteure aus aller Welt operieren durch oder von Dubai aus. Afghanische Warlords, russische Mafiosi, nigerianische Kleptokraten, europäische Geldwäscher, iranische Sanktionsbrecher und ostafrikanische Goldschmuggler, sie alle finden in Dubai einen förderlichen Ort für ihre Aktivitäten.“ (Quelle) Hochrangige Akteure der organisierten Kriminalität leben in Dubai. Laut einem EU-Memo hat sich Dubai zu einem wichtigen Standort für Organisatoren und Geldwäscheaktivitäten im Zusammenhang mit dem Kokainhandel in der EU entwickelt. (Quelle)

Die Al Maktum Familie heiratete in den letzten 20 Jahren zweimal in die Al Nahyan Familie, die über das Emirat Abu Dhabi herrscht (Quelle: 1 und 2). Die beiden Familien waren bereits im 20. Jahrhundert über Heiraten miteinander verbunden. Die Al Maktum Familie heiratete auch in die anderen Herrscherfamilie der Emirate. Muhammad Al Maktum, der derzeitige Herrscher von Dubai, heiratete in die jordanische Königsfamilie (Quelle). Er wollte seine elfjährige Tochter mit dem erwachsenen saudischen Kronprinzen verheiraten (Quelle). Die Al Maktum Familie heiratete auch in die katarische Königsfamilie und in die bahrainische Königsfamilie (Quelle: 1 und 2).

Die Al Maktum Familie traf sich in den letzten Jahrzehnten mehrfach mit Mitgliedern von europäischen Königsfamilien. Der derzeitige Herrscher von Dubai hat über den Pferdesport Kontakt zur britischen Queen (Quelle). Er ist einer der grössten Immobilien- und Landbesitzer in Grossbritannien (Quelle). Er traf den Aga Khan (Quelle). Er traf den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle). Er traf wichtige Staatschefs wie Putin, Merkel und Nazarbayev. Er traf den Milliardär Bill Gates (Quelle). Er traf 2006 den französischen Bankier David de Rothschild. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder war ebenfalls beim Treffen dabei. (Quelle) Schröder arbeitete zehn Jahre für die Rothschild Bank (Quelle). David de Rothschild traf 2013 einen Sohn des Herrschers von Dubai (Quelle).

Mitglieder der Al Maktum Familie waren an der Royal Military Academy Sandhurst in England. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Le Cercle

Le Cercle ist ein geheimes Elitennetzwerk, das 1953 gegründet wurde. Die Gruppe trifft sich zweimal im Jahr und besteht aus etwa 100 Personen aus der internationalen Politik, Diplomatie und Wirtschaft. Man kann nur auf Einladung Mitglied werden. Die Mitglieder sind zur Geheimhaltung verpflichtet und geben Journalisten keine Auskunft über die Treffen.

Im Gegensatz zu anderen Elitetreffen wie Bilderberg und WEF ist Le Cercle geheimer, kleiner und viel weniger berühmt. Die meisten Besucher von Bilderberg und WEF kommen aus der Wirtschaft, was bei Le Cercle nicht der Fall ist. Der Grossteil der bekannten Cercle-Besucher waren Politiker, Militärs, Geheimdienstler und Diplomaten.

Le Cercle wurde von der europäischen Elite gegründet, aber auch die US-amerikanische Elite ist regelmässig bei den Treffen vertreten. Eines der beiden jährlichen Treffen wird in Washington abgehalten. Der US-Präsident Richard Nixon (1913-1994) besuchte Le Cercle (Quelle). Der Milliardär David Rockefeller (1915-2017) war Mitglied bei Le Cercle und war der zentrale Ansprechpartner des Cercle in den USA (Quelle: 1 und 2). David Rockefeller galt als einer der mächtigsten Akteure der US-Elite.

Viele Besucher des Cercle waren in kriminelle und unmoralische Aktivitäten involviert, was in diesem Beitrag ausführlich erläutert wird. Da Le Cercle äusserst umstrittene Personen zu Treffen einlädt, die teilweise mehrfach vor Gericht standen, könnte es sein, dass der Cercle nach Mitstreitern sucht, die auch bereit sind gegen geltende Gesetze und Moral zu verstossen.

Verbindungen zum Vatikan

und Geheimdiensten

Le Cercle ist seit seiner Gründung eng mit den internationalen Geheimdiensten verbunden und viele Geheimdienstler besuchten das Treffen. Der britische Politiker Alan Clark, der ein Treffen besuchte und mit dem Cercle-Vorsitzenden Jonathan Aitken befreundet war, schrieb in seinem Tagebuch, dass Le Cercle vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA finanziert wird. Die CIA-Chefs William „Bill“ Casey (1913-1987) und William Colby (1920-1996) gehörten zu den Stammgästen bei Treffen des Cercle. (Quelle) Die beiden waren Katholiken. William Casey war Mitglied des Malteserordens. Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und ist Teil von Verschwörungstheorien. Übrigens war der CIA-Chef John McCone (1902-1991) ebenfalls Mitglied des Malteserordens sowie auch James Jesus Angleton (1917-1987), der Chef der Spionageabwehr der CIA. William Donovan (1883-1959), der den CIA-Vorläufer OSS leitete, war ebenfalls Mitglied des Malteserordens und erhielt bei einem Treffen mit dem Papst eine Auszeichnung vom Heiligen Stuhl. Er finanzierte den katholischen Geheimdienst Pro Deo, über den fast nichts bekannt ist. Die CIA ist seit ihrer Gründung 1947 eng mit dem Vatikan und dem Malteserorden verbunden. Die CIA hatte während des Kalten Krieges den Vatikan infiltriert. Es wurde aber auch vermutet, dass Agenten des Vatikans die CIA und das US-Verteidigungsministerium infiltriert hatten (ich geh davon aus, dass beides zutrifft). (Quelle: 1, 2, 3)

Der Cercle-Besucher und Malteserritter William Casey war als Chef der CIA in die Iran-Contra-Affäre verwickelt (Quelle). Er machte seinen Bachelor an der Fordham University, eine Jesuitenschule in New York (Quelle). Der Jesuitenorden steht im Dienste des Papstes und kontrolliert weltweit Universitäten, die den Nachwuchs der katholischen Elite rekrutieren und ausbilden.

William Albert Wilson (1914-2009) war Mitglied bei Le Cercle. Er war der erste Botschafter der USA beim Vatikan. (Quelle)

Le Cercle gilt als ein Projekt der katholischen Elite. Daher wird vermutet, dass Le Cercle unter dem Einfluss des Vatikans steht.

Der deutsche Politiker Konrad Adenauer (1876-1967) war Mitgründer von Le Cercle (Quelle). Adenauer war nach dem Zweiten Weltkrieg der erste Bundeskanzler Deutschlands gewesen. Er war Mitgründer und Chef der bis heute führenden deutschen Partei CDU. Die CDU ersetzte die vom Vatikan gesteuerte Zentrumspartei. 1963 erhielt Adenauer vom Papst den Christusorden (Quelle). Dieser ist der höchste Verdienstorden, den der Papst verleihen kann. Adenauer war Ritter des Malteserordens und traf den damaligen Ordensgrossmeister Ludovico della Rovere, der aus dem päpstlichen Adel kam (Quelle).

Der deutsche Politiker Franz Josef Strauss (1915-1988) war Mitgründer von Le Cercle (Quelle). Er war in mehrere Skandale und Kontroversen verwickelt. Er führte lange Zeit die deutsche Partei CSU, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss des Vatikans steht. Strauss war ein Freund der deutschen Adelsfamilie Thurn und Taxis (Quelle). Die Familie Thurn und Taxis gehört zur katholischen Hochadelselite und ist schon seit über 100 Jahren eine der reichsten Familien Deutschlands. Strauss starb an einem Multiorganversagen als er zu Besuch bei der Familie Thurn und Taxis war (Quelle).

Mitglieder des Cercle, darunter Franz Josef Strauss, waren mit dem Stauffenberg-Dienst (auch bekannt als CDU-Geheimdienst) verbunden. Dieser private Geheimdienst stand im Dienste der deutschen Parteien CDU und CSU. Der Geheimdienst wurde von zwei Adligen aus den deutschen Uradelsfamilien Stauffenberg und Guttenberg gegründet. Die beiden gehörten zur deutsch-katholischen Adelselite.

Der Hochadlige Otto von Habsburg (1912-2011) war Mitglied bei Le Cercle. Er meinte, er habe „in keiner Vereinigung und Gesprächsrunde mehr und bessere Informationen erhalten als bei den Treffen des Cercle“. (Quelle) Otto von Habsburg war das Oberhaupt der nicht amtierenden österreichischen Königsfamilie, eine der wichtigsten Familien der katholischen Hochadelselite. Otto war ein sehr angesehenes Mitglied im Malteserorden (Quelle). Er war eng mit dem Cercle-Mitglied Franz Josef Strauss verbunden, die beide sehr gute Kontakte zu ausländischen Geheimdiensten unterhielten. Sie kannten den französischen Geheimdienstchef Graf Alexandre de Marenches (Quelle). Der Graf war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Otto Sohn Karl von Habsburg (*1961), das derzeitige Oberhaupt der Habsburger, besucht regelmässig Treffen des Cercle (Quelle).

Alexander II. Karađorđević (*1945), der derzeitige nicht amtierende König von Serbien, war oder ist noch immer Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Er ist hochrangiges Mitglied des Malteserordens (Quelle).

Der Italiener Giulio Andreotti (1919-2013) war Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Er war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Politiker Italiens. Er stand mehrfach vor Gericht wegen Verbindungen zur italienischen Mafia und Auftragsmorden (Quelle). Er war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Er war ein Unterstützer von Josemaría Escrivá, der das Opus Dei gründete (Quelle). Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist. Giulio Andreotti kannte Licio Gelli, der ihn sehr schätzte (Quelle). Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren.

Der US-Amerikaner Theodore Shackley (1927-2002) gehörte zur inneren Führungsgruppe des Cercle (Quelle). Er war ein hochrangiger CIA-Offizier für verdeckte Operationen. Er war an Putschversuchen in Kuba und Chile beteiligt. Er war mitverantwortlich für das Phoenix-Programm, ein Projekt der CIA im Vietnamkrieg, bei dem brutale Mord- und Foltertrupps zum Einsatz kamen. Theodore Shackley wurde verdächtigt, in illegalen Waffenhandel involviert zu sein, unter anderem in die Iran-Contra-Affäre. Ihm wurde vorgeworfen, über die CIA Drogenhandel in Südamerika und Laos organisiert zu haben. (Quelle: 1 und 2) In einer Zivilklage wurden Theodore Shackley und weitere Geheimdienstler beschuldigt, den La Penca-Sprengstoffanschlag in Nicaragua organisiert zu haben. Die Klage wurde vom Christic Institute eingereicht, eine gemeinnützige Organisation. Da die Klage vom Gericht als leichtfertig eingestuft wurde, musste das Christic Institute Anwaltsgebühren in Höhe von einer Million US-Dollar zahlen, was das Vierfache des Vermögens der gemeinnützigen Organisation war. (Quelle) Das wird andere Organisationen abschrecken, Klagen gegen die CIA einzureichen, da man dabei ein hohes finanzielles Risiko eingeht.

Der US-Amerikaner Richard Armitage (*1945) besuchte Le Cercle (Quelle). Er besetzte hohe Positionen im US-Verteidigungsministerium und war stellvertretender Aussenminister. Er war Direktor des US-amerikanischen Öl- und Gaskonzerns ConocoPhillips. Er spielte eine wichtige Rolle in der Plame-Affäre. Er war zudem in die Iran-Contra-Affäre verwickelt (Quelle). Khun Sa, ein Warlord und Drogenhändler in Burma (Myanmar), behauptete, dass Richard Armitage in den 70erjahren ein wichtiger Opiumschmuggler in Thailand gewesen war (Quelle: Seite 22 und 23). Der 2007 verstorbene Warlord Khun Sa war zeitweise der vermutlich grösste Opium- und Heroinproduzent der Welt. Er galt als der König des Goldenen Dreiecks, ein Grenzgebiet, wo bis heute viel Opium und Heroin produziert und geschmuggelt wird. (Quelle)

Der US-Amerikaner John Negroponte (*1939) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Er war von 2005 bis 2007 Chef der US-Geheimdienste unter Präsident Bush. Negroponte war von 1981 bis 1985 US-Botschafter in Honduras und war dabei in die Vertuschung der schweren Menschenrechtsverletzungen des honduranischen Militärs involviert. Die CIA arbeitete zu dieser Zeit eng mit dem honduranischen Militär zusammen. John Negroponte war in die Iran-Contra-Affäre verwickelt und soll über seinen Botschaftsposten die nicaraguanischen Contras unterstützt haben (Quelle: 1 und 2). Die Contras wurden von der CIA unterstützt und schmuggelten tonnenweise Kokain, was von der CIA geduldet wurde. Negroponte ist Mitglied der Trilateralen Kommission. Er erhielt eine Auszeichnung der Pilgrims Society. Diese einflussreiche Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Negropontes Frau Diana Villiers stammt aus der britischen Adelsfamilie Villiers.

Der französische Marineoffizier Pierre Lacoste (1924-2020) besuchte Le Cercle (Quelle). Als Chef des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE war er mitverantwortlich für die „Operation Satanique“. Bei dieser Geheimdienstoperation versenkten 1985 Agenten der DGSE im neuseeländischen Meer das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior. Dabei ertrank ein Fotograf von Greenpeace. Taucher hatten zwei Bomben am Rumpf des Schiffes befestigt. Die neuseeländischen Behörden konnten zwei der Agenten festnehmen, die später verurteilt wurden. Die anderen Agenten wurden vom französischen Geheimdienst in Sicherheit gebracht. Die französische Regierung sah sich nicht einsichtig und überlegte gar Wirtschaftssanktionen gegen Neuseeland zu verhängen, weil die dortigen Behörden die beiden verhafteten Agenten nicht an Frankreich ausliefern wollten. 1987 wurde einer der verurteilten Agenten wegen dringender medizinischer Behandlung nach Frankreich gebracht. Die andere Agentin wurde 1988 nach Frankreich gebracht, weil sie schwanger war. Frankreich entliess die beiden in die Freiheit und hielt sich somit nicht an die Abmachung mit Neuseeland, dass die beiden Agenten ihre zehnjährigen Haftstrafen absitzen müssen. (Quelle) Einer der beiden Agenten war Alain Mafart. Er war nach seiner Freilassung weiterhin beim französischen Militär. 1989 wurde er zum Oberstleutnant befördert. 1991 erhielt er einen französischen Ritterorden und 1994 wurde er zum Oberst befördert. (Quelle) Die andere Agentin, Dominique Prieur, wurde ebenfalls zum Oberst befördert und ihr Mann wurde 2007 Kommandant (Quelle). Jean-Claude Lesquer, der massgeblich für die illegale Geheimdienstoperation verantwortlich war, erhielt zehn Jahre nach der Operation die Ehrenlegion, der höchste französische Verdienstorden (Quelle).

Der US-Amerikaner Louis Freeh (*1950) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Er war von 1993 bis 2001 Chef des FBI. Das FBI ist nicht nur eine Strafverfolgungsbehörde, sondern dient auch als Inlandsgeheimdienst. Während Louis Freehs Zeit als FBI-Chef fand der Bombenanschlag in Oklahoma City statt sowie die Belagerung der Branch Davidians und Ruby Ridge. Diese drei Ereignisse sind Teil von Verschwörungstheorien und das FBI wird verdächtigt gesetzeswidrige Aktivitäten ausgeführt zu haben und dies vertuscht zu haben. Die drei Ereignisse werde ich hier nicht erläutern, den das würde den Rahmen sprengen. Eine Kurzfassung meiner Theorie wäre, dass die drei Ereignisse eng mit rechtsextremen paramilitärischen Strukturen im Zusammenhang standen, die sich auf einen möglichen Bürgerkrieg oder Rassenkrieg vorbereiten. Natürlich sind diese Strukturen von Agenten und Informanten der Geheimdienste infiltriert. Diese rechtsextremen Umsturzfanatiker sind aber anscheinend so dumm oder verblendet, dass sie gar nicht merken, wie sie von Geheimdiensten überwacht und gesteuert werden. Ich glaube, dass die Geheimdienste bei einem Umsturz oder Bürgerkrieg diese paramilitärischen Strukturen für ihre Interessen einsetzen würden. Meiner Meinung nach wurden diese rechtsextremen Strukturen in der Vergangenheit für illegale Geheimdienstoperationen benutzt und man hat sie zu Anschlägen und Morden angestachelt.

Verbindungen zur muslimischen Elite

Neben der katholischen Elite ist auch die muslimische Elite bei Le Cercle präsent. Bemerkenswerte muslimische Mitglieder wären der saudische Prinz Turki ibn Faisal (*1945), langjähriger Chef des saudischen Geheimdienstes, sowie der jordanische König Hussein (1935-1999) und der omanische Herrscher Qaboos (1940-2020). (Quelle: 1 und 2) Die beiden Herrscher kontrollierten die Geheimdienste ihrer Länder. König Hussein war Grossmeister der Freimaurer in Jordanien (Quelle: 1 und 2). Seine Familie soll angeblich vom Islamgründer Mohammed abstammen.

Der saudische Prinz Abdulaziz bin Abdullah (*1962) wurde vom Cercle-Vorsitzenden Lord Lothian in einem Brief zu einem Treffen von Le Cercle eingeladen (Quelle).

Die afghanische Politikerin Fatima Gailani (*1954) besuchte Le Cercle (Quelle). Ihr Vater Ahmed Gailani half der CIA bei der Bewaffnung der Mudschaheddin in Afghanistan zur Bekämpfung der Sowjets. Aus den Mudschaheddin gingen die Taliban hervor. Ahmed Gailani war eng mit der ehemaligen afghanischen Königsfamilie verbunden. Die Gailani Familie soll angeblich vom Islamgründer Mohammed abstammen.

Der iranische Politiker und Diplomat Ardeshir Zahedi (1928-2021) war regelmässiger Besucher bei Le Cercle (Quelle). Er war iranischer Aussenminister und vertrat das Land als Botschafter in den USA und in Grossbritannien. Er heiratete Shahnaz Pahlavi. Sie kam väterlicherseits aus der damaligen iranischen Herrscherfamilie Pahlavi. Ihre Mutter war die Tochter des ägyptischen Königs Fuad I. Ardeshir Zahedis Vater Fazlollah war iranischer Innen- und Aussenminister. Fazlollah stürzte in Zusammenarbeit mit der CIA den iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh (kam mütterlicherseits aus der Kadscharen-Dynastie), worauf Fazlollah Premierminister wurde. Im englischen Wikipedia steht derzeit, dass Fazlollah ein Nachkomme des Sufi-Scheichs Safi-ad-din Ardabili (starb 1334) war, der Vorfahre der iranischen Herrscherdynastie der Safawiden.

Benazir Bhutto (1953-2007) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Sie war zweimal Premierministerin von Pakistan. Sie starb bei einem Attentat. Ihr Vater Zulfikar war Premierminister und Präsident. Er wurde zum Tode verurteilt. Benazir Bhutto heiratete in die pakistanische Politikerfamilie Zardari und ihr Mann Asif war Präsident von Pakistan. Benazir und ihr Mann liessen womöglich den Politiker Murtaza Bhutto von der Polizei ermorden, der Benazirs Bruder war.

Der pakistanische Premier- und Finanzminister Shaukat Aziz (*1949) hielt eine Rede bei Le Cercle (Quelle). Er überlebte einen Selbstmordanschlag.

Verbindungen zur jüdischen Elite

Auch einflussreiche Juden dürfen sich bei Le Cercle dazugesellen. Bekannte jüdische Besucher waren:

Paul Wolfowitz (*1943) (Quelle). Er war stellvertretender Verteidigungsminister der USA und Präsident der Weltbank. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle). Er ist bis heute in Denkfabriken aktiv.

Alan Greenspan (*1926) (Quelle). Er war fast 20 Jahre lang Chef der US-Zentralbank FED und ist bis heute in Denkfabriken aktiv.

Benjamin Netanjahu (*1949) (Quelle). Er war langjähriger Ministerpräsident von Israel. Er traf die Rothschild Familie (Quelle).

Shimon Peres (1923-2016). Der israelische Staats- und Ministerpräsident war mit dem britischen Politiker Julian Amery befreundet, der Vorsitzender von Le Cercle war. (Quelle) Shimon Peres war eng mit Guy de Rothschild befreundet (Quelle).

Dan Meridor (*1947) (Quelle). Er war israelischer Finanz- und Justizminister. Er war Minister für Geheimdienste und somit Chef des israelischen Geheimdienstministeriums. Er ist derzeit Präsident des „Israel Council on Foreign Relations“. Die Denkfabrik konzentriert sich auf die israelische Aussenpolitik.

Henry Kissinger (*1923) (Quelle). Er war einer der wichtigsten Akteure der US-Aussenpolitik und ist bis heute in Denkfabriken aktiv. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle). Er war mit David Rockefeller und Giovanni Agnelli befreundet, zwei der mächtigsten Geschäftsmänner der letzten 50 Jahre.

Richard Perle (*1941) (Quelle). Er war ein hochrangiger Berater der US-Aussen- und Sicherheitspolitik. Er war ein wichtiger Befürworter des Irakkrieges 2003 in der Bush-Administration. Er besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Er ist bis heute in Denkfabriken aktiv.

Jack Dellal (1923-2012) (Quelle). Ein irakisch-britischer Milliardär.

Gerhard Löwenthal (1922-2002) (Quelle). Der deutsche Journalist leitete und moderierte das ZDF-Magazin. Er gehörte zum „Freundeskreis Colonia Dignidad“, der vom deutschen Waffenhändler Gerhard Mertins gegründet wurde. Gerhard Mertins war mit Geheimdiensten verbunden und im internationalen Waffenhandel aktiv. Der „Freundeskreis Colonia Dignidad“ unterstützte die Colonia Dignidad. Diese Auswandererkolonie in Chile wurde von einer deutschen Sekte bewohnt und vom pädophilen Sektenführer Paul Schäfer geleitet. In der Sekte kam es täglich zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Paul Schäfer hatte in Deutschland ein Erziehungsheim geleitet. Nachdem er 1961 aufgrund von Kindesmissbrauch ins Visier der Justiz geraten war, stellte er den Antrag auf die Verlegung des Heimes nach Chile in Südamerika. Die Genehmigung, die Kinder und Jugendlichen mitzunehmen, wurde durch die zuständigen Behörden erteilt, zum Teil ohne Zustimmung der Eltern. In Chile gründete Schäfer dann die Colonia Dignidad und seine christliche Sekte. Er lockte weitere Deutsche, aber auch Chilenen, in seine Sekte. Die Sektenanhänger, darunter viele Kinder, wurden einer starken Gehirnwäsche unterzogen. In der Colonia Dignidad wurden 40 Jahre lang Kinder und Jugendliche in Lagern festgehalten und dort vergewaltigt und gefoltert. Deutsche Diplomaten und Politiker versuchten aus unbekannten Gründen die Verbrechen zu vertuschen und von der deutschen Öffentlichkeit zu verstecken. Das bereits erwähnte Cercle-Mitglied Franz Josef Strauss gehörte zusammen mit dem Cercle-Besucher Gerhard Löwenthal zum „Freundeskreis Colonia Dignidad“, der die Colonia Dignidad unterstützte und vor misstrauischen Kritikern in Schutz nahm. Franz Josef Strauss besuchte die Colonia Dignidad in den 70erjahren persönlich. Der Sektenführer Paul Schäfer arbeitete mit dem faschistischen chilenischen Pinochet-Regime (1973 bis 1990) zusammen. Die chilenischen Geheimdienste folterten und töteten in den Kellern der Colonia Dignidad politische Gegner mit Wissen des Sektenführers Paul Schäfer. (Quelle: 1 und 2) Franz Josef Strauss stand dem brutalen Pinochet-Regime wohlwollend gegenüber und der deutsche Geheimdienst BND wurden verdächtigt, die Diktatur unterstützt zu haben (Quelle). Strauss und sein Berater, der deutsche adlige Politiker Hans Graf Huyn (ebenfalls ein Cercle-Besucher), trafen Pinochet persönlich (Quelle). Die CIA hatte mit Geheimdienstaktionen die politische Destabilisierung Chiles vor und während des Putsches von Augusto Pinochet im Jahr 1973 vorangetrieben. Das Cercle-Mitglied Herny Kissinger unterstützte das Pinochet-Regime. (Quelle) Pinochet besuchte die Colonia Dignidad und der chilenische Geheimdienstchef Manuel Contreras war regelmässig bei der Sekte zu Gast. Die Sekte besass Tausende Hektar Land, das mit Natodraht umzäunt war und mit Bewegungsmeldern, Mikrofonen sowie Kameras gesichert war. Die Sektenkolonie erinnerte stark an ein Konzentrationslager und die Sektenmitglieder mussten auch bis zur totalen Erschöpfung Zwangsarbeit verrichten. Paul Schäfer konnte den Aufbau seiner Sektenkolonie finanzieren, weil er sein Kinderheim in Deutschland an das deutsche Militär für 900 000 Mark (etwa eine halbe Million US-Dollar) verkauft hatte. Franz Josef Strauss war der damalige Verteidigungsminister und somit verantwortlich für das deutsche Militär. (Quelle) Übrigens war Pinochet Freimaurer. (Quelle: 1 und 2)

Aktivitäten

Da Le Cercle viel Wert auf Geheimhaltung legt, weiss man nicht viel über seine Aktivitäten. Seit der Gründung 1953 konzentrierte sich die Gruppe auf den Kampf gegen den internationalen Kommunismus. Viele der Mitglieder beteiligten sich bei der Bekämpfung des Kommunismus in Südamerika und Asien. Dies führte in manchen Ländern zu Machtübernahmen von rechten Diktaturen, die Kommunisten (aber auch nichtkommunistische Regierungskritiker) unterdrückten, verfolgten, einsperrten, folterten und ermordeten. Als zu Beginn der 90erjahre die kommunistische Sowjetunion zusammenbrach, war der Kalte Krieg beendet. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 begann der Krieg gegen den Terror. Seither engagierten sich viele Cercle-Mitglieder im Kampf gegen den Terror und für den Irakkrieg 2003. Die Folgen des Irakkrieges haben massgeblich zum Aufstieg der Terrororganisation ISIS beigetragen.

Der Cercle-Vorsitzende Brian Crozier verfasste ein Planungspapier, das er 1979 der Cercle-Gruppe vorstellte. Zur Agenda gehörte ein Regierungswechsel in Grossbritannien und Deutschland, der mit der Premierministerin Margaret Thatcher in Grossbritannien auch gelang. Weitere aufgeführte Ziele waren:

  • Verdeckte Finanztransaktionen für politische Zwecke.
  • Internationale Kampagnen, die darauf abzielen, feindlich gesinnte Persönlichkeiten oder Ereignisse zu diskreditieren.
  • Gründung eines privaten Geheimdienstes, der sich auf eine selektive Sichtweise spezialisiert hat.
  • Einrichtung von Büros unter geeigneter Tarnung, die jeweils von einem Koordinator der Zentrale geleitet werden. Geplant waren diese Büros in London, Washington, Paris, München und Madrid.

(Quelle)

Le Cercle unterstützte das Apartheidregime in Südafrika. Südafrika half bei der Finanzierung der Organisation und war Gastgeber mehrerer Treffen. Es wurden anscheinend nur weisse Südafrikaner eingeladen. Auf Einladungslisten des Cercle stehen die Namen von führenden weissen südafrikanischen Geschäftsmännern:

  • Anton Rupert (1916-2006). Sein Sohn ist der Milliardär Johann Rupert. Anton Rupert gründete gemeinsam mit dem deutschen Hochadligen Bernhard zur Lippe-Biesterfeld den 1001 Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Bernhard gilt als der Hauptgründer der Bilderbergtreffen und heiratete in die niederländische Königsfamilie.
  • Gavin Relly (1926-1999). Er leitete den Bergbaukonzern Anglo American, der seit seiner Gründung in Südafrika aktiv ist. Das Unternehmen wurde von der südafrikanischen Milliardärsfamilie Oppenheimer gegründet und lange Zeit von ihr kontrolliert. Die Oppenheimer sind eine weisse Einwandererfamilie.
  • Julian Ogilvie Thompson (*1934). Er leitete ebenfalls Anglo American und zudem noch den führenden Diamantkonzern De Beers, der auch lange Zeit von der Oppenheimer Familie kontrolliert wurde.
  • Basil Hersov. Er leitete die britische Barclays Bank in Südafrika, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt.

(Quelle)

Der Cercle-Vorsitzende Julian Amery, ein britischer Politiker, besuchte mehrfach Harry Oppenheimer (ein Freimaurer), dessen Familie wie gesagt lange Zeit die südafrikanische Bergbauindustrie dominierte. Julian Amery und Harry Oppenheimer trafen Pieter Willem Botha. (Quelle: 1 und 2) Botha war von 1978 bis 1984 Premierminister und danach bis 1989 Präsident von Südafrika. Er gehörte also zur Spitze des Apartheidregimes. Als er Präsident wurde, liess er die schwarzen Demonstranten und Aufständischen hart bekämpfen. Zehntausende wurden festgenommen und tausende wurden bei Auseinandersetzungen mit der schiesswütigen Polizei getötet. Botha befahl der Polizei auch, die Büros von Anti-Apartheid-Gruppen in die Luft zu sprengen. Er hatte Geheimoperationen zur Destabilisierung der Nachbarländer unterstützt. In den 80erjahren gab es in Südafrika ein staatliches Forschungsprogramm mit dem Namen Project Coast, das unter anderem darauf abzielte, chemische und biologische Waffen zu entwickeln, die für Weisse ungefährlich sind und nur Schwarze töten. (Quelle) Der weisse südafrikanische Mediziner Wouter Basson leitete Project Coast. Er war der persönliche Leibarzt von Botha. (Quelle) Wouter Basson und das Project Coast führten Menschenversuche mit Schwarzen durch. Sie wurden bei ihrer Arbeit von Briten und US-Amerikanern unterstützt. Wouter Basson traf den US-Amerikaner Larry Ford, ein mutmasslicher CIA-Agent. Larry Ford gehörte zu einem geheimen Netzwerk, das illegal Biowaffen herstellte und verkaufte. Er besass mit einem Partner eine Pharmafirma, die sich auf die Entwicklung von Medikamenten gegen das AIDS-Virus konzentrierte. Seinem Partner wurde auf dem Firmenparkplatz in den Kopf geschossen. Larry Ford wurde kurz darauf Tod aufgefunden. Es war angeblich Selbstmord. Larry Ford züchtete im Geheimen Viren und Bakterien, die er an Wouter Basson verkaufte. Larry Ford züchtete Erreger, die nur Schwarze töten sollten und gab diesen den Namen „Negertöter“. Unter der Führung von Wouter Basson versuchte Project Coast Verhütungsmittel herzustellen, die schwarze Frauen heimlich sterilisieren sollten. Man nannte es die „schwarze Bombe“. Wouter Basson sagte in einem Interview, ein anderes Land mit einem „Bevölkerungsproblem“ hatte ihn damit beauftragt. Basson ist stolz auf seine Arbeit, die ihm viel Spass machte. Als er im Interview auf die „schwarze Bombe“ angesprochen wurde, antwortete er: „Das war toll. Der grösste Spass meines Lebens.“ Er soll absichtlich eine Cholera-Epidemie ausgelöst haben. Alle Akten zu Project Coast wurden von Wouter Basson zerstört. Die bekannten Informationen darüber könnten also nur die Spitze des Eisbergs sein. (Quelle: 46:50 bis 59:45) Vermutlich hatte Project Coast auch Giftstoffe an Häftlingen in Gefängnissen getestet, was die Gerichte später aber nicht beweisen konnten. Ein ehemaliger Direktor einer Firma von Project Coast sagte, die Forschung zur Fruchtbarkeit von Frauen sei ein wichtiges Forschungsfeld des Projekts gewesen. Insbesondere ging es um die Entwicklung eines Impfstoffes, der Frauen unfruchtbar machen sollte. (Quelle) Wouter Basson bereiste Länder auf fünf Kontinenten zur Informationsbeschaffung. Nach Ende der Apartheid wurde Wouter Basson wegen vielfachen Mordes, Betrug, Unterschlagung, Drogenbesitz und Drogenhandel angeklagt. Er wurde von allen Anklagepunkten freigesprochen. (Quelle) 2021 kam es zu Empörung, weil er immer noch als Arzt arbeitete. Es erscheint seltsam, dass er nicht verurteilt oder ermordet wurde. Möglicherweise besitzt er Material, das die Geheimdienste belasten würde und veröffentlicht wird, falls man ihn verurteilt oder ermorden lässt. Eine andere Möglichkeit wäre, dass er ein sehr begabter Biowaffenzüchter ist und deshalb die Geheimdienste nicht auf sein Talent und Wissen verzichten wollen und er weiterhin in der Biowaffenherstellung aktiv ist. Wouter Basson traf den Biowaffenforscher David Kelly, der angeblich Selbstmord beging. Kelly arbeitete in der britischen Forschungseinrichtung Porton Down, die in den 50er- und 60erjahren an über 20 000 britischen Soldaten mit Kampfstoffen experimentiert hatte, zum Teil mit tödlichen Folgen. Das Netzwerk um die Biowaffenzüchter Wouter Basson und Larry Ford war vermutlich mit den Anthrax-Anschlägen 2001 in den USA verbunden. Der Hauptverdächtige Bruce Edwards Ivins beging angeblich Selbstmord (einer von mehreren Toten in der Affäre). Dazu empfehle ich diese Doku über Biowaffen, die jeder sehen und weiterempfehlen sollte. In der Doku wird auch kurz auf die Anthrax-Epidemie 1978 in Rhodesien (heute Simbabwe) eingegangen. Rhodesien wurde damals noch von einer weissen Minderheit im Land regiert. Es besteht der Verdacht, dass die Epidemie absichtlich vom rhodesischen Militär ausgelöst wurde, um den Aufstand der Schwarzen im Land zu bekämpfen (Quelle). Zu dieser Zeit gehörte Pieter Kenyon van der Byl (1923-1999) zur politischen Elite Rhodesiens und war von 1974 bis 1976 als Verteidigungsminister verantwortlich für das Militär. Er besuchte regelmässig Treffen von Le Cercle (Quelle). Seine Frau kam väterlicherseits aus der liechtensteinischen Fürstenfamilie und mütterlicherseits aus der ehemaligen österreichischen Königsfamilie Habsburg.

Teile der britischen Elite unterstützten das Apartheid-Regime. Dabei ging es aber nicht nur um Rassenideologien, sondern vor allem um kolonialwirtschaftliche Interessen. Der Cercle-Vorsitzende Julian Amery, ein britischer Politiker, schrieb: „Der Wohlstand unseres Volkes (die Briten) beruht auf dem Öl im Persischen Golf, Gummi und Zinn in Malaya und dem Gold, Kupfer und den Edelmetallen in Süd- und Zentralafrika. Solange wir Zugriff darauf haben; solange wir unsere dort getätigten Investitionen realisieren können; Solange wir mit diesem Teil der Welt Handel treiben, werden wir wohlhabend sein. Wenn die Kommunisten oder sonst jemand (z. B die Schwarzen) sie übernehmen würden, würden wir viel verlieren.“ (Quelle: 1 und 2)

1994 wurde die Apartheid und die Herrschaft der weissen Minderheit in Südafrika beendet. Mit Nelson Mandela bekam das Land seinen ersten schwarzen Präsidenten. Er wurde weltweit als Friedensheld gefeiert und bekam den Friedensnobelpreis. Er war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war mit dem bereits erwähnten Freimaurer und Bergbauunternehmer Harry Oppenheimer befreundet (Quelle). Die Herrschaft der weissen Minderheit in Südafrika wurde zwar beendet, aber der Grossteil der dortigen Bodenschätze wird noch immer von Weissen kontrolliert (inzwischen sind noch ein paar Asiaten dazugekommen). Meiner Meinung nach bemühte sich Mandela nicht besonders, die Verantwortlichen für die illegalen Aktivitäten des südafrikanischen Geheimdienstes während der Apartheid zu ermitteln.

Die Vorsitzenden

Hier sind die Vorsitzenden von Le Cercle in chronologischer Reihenfolge gelistet.

Antoine Pinay (1891-1994). Der französische Premierminister gilt als der Hauptgründer des Cercle. Er besuchte mehrfach die nicht amtierende französische Königsfamilie Orléans. (Quelle: 1 und 2) Die Orléans sind bis heute in Vatikanorden vertreten. Antoine Pinay besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle).

Jean Violet. Der französische Geheimdienstler gründete gemeinsam mit Antoine Pinay Le Cercle. Über Violet gibt es sehr wenig Informationen und er galt als einer der Strippenzieher im Hintergrund. Er arbeitete von Anfang der 50er bis in die 70erjahre für den französischen Auslandsgeheimdienst SDECE und war in den 60erjahren auch bezahlter Agent des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND (Quelle).

Brian Crozier (1918-2012). Der britische Journalist hatte Kontakte zu den Geheimdiensten von Grossbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Marokko, Iran, Argentinien, Chile und Taiwan. Er gründete 1977 einen eigenen Geheimdienst mit dem Namen The 61. Dieser private Geheimdienst arbeitete mit der CIA und den britischen Geheimdiensten zusammen. (Quelle) Jean Violet und der deutsche Graf Hans Huyn (1930-2011), ebenfalls ein Mitglied des Cercle, traten dem privaten Geheimdienst bei. (Quelle) Der adlige CSU-Politiker Hans Huyn heiratete in die Uradelsfamilie Salm und war ein Kumpel des Cercle-Mitgründers Franz Josef Strauss.

Julian Amery (1919-1996). Der britische Minister wurde zum Baron geadelt. Er und sein Vater waren wichtige britische Kolonialpolitiker. Der Vater Leopold Amery war Mitglied einer Freimaurerloge in London (Quelle: 1 und 2). Julians Bruder John wurde zum Tode verurteilt, weil er während des Zweiten Weltkriegs mit Nazideutschland zusammenarbeitete. Julian Amery war mit dem albanischen Kronprinzen Leka Zogu befreundet (Quelle). Julian Amery war ein Schwiegersohn des britischen Premierministers Harold Macmillan und seine Schwiegermutter kam aus der englischen Adelsfamilie Cavendish.

Jonathan Aitken (*1942). Der britische Politiker vertrat Rüstungskonzerne als Vermittler beim saudischen Königshaus (Quelle). Er hat ein Kind mit Soraya Khashoggi, eine Ehefrau des saudischen Milliardärs und Waffenhändlers Adnan Khashoggi (Quelle). Jonathan Aitken war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist (Quelle). Die Aitken Familie gehört seit 100 Jahren zur britischen Elite und ein Familienzweig besitzt den Adelstitel eines Barons. Janet Gladys Aitken (1908-1988) heiratete den Clan-Chef des schottischen Campbell Clans.

Norman Lamont (*1942). Er war zu Beginn der 90erjahre Schatzkanzler und somit hochrangiger Politiker in Grossbritannien. Er wurde zum Baron geadelt. Er ist seit 1986 Mitglied des Privy Council (Quelle). Vor seinem Beitritt ins britische Parlament arbeitete er für die Rothschild Bank und wurde Direktor von Rothschild Asset Management (Quelle). Er besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Er war Direktor der Balli Group. Zu seiner Zeit als Direktor war das Unternehmen an illegalem Handel mit dem Iran beteiligt. Norman Lamont war britischer Handelsgesandter für den Iran. (Quelle) Er trat 2008 dem Vorstand des Technologieunternehmens Phorm bei (Quelle). Dem Unternehmen wurde von mehreren Institutionen vorgeworfen, dass es illegal Daten von Verbrauchern sammelt. 2009 leitete die EU ein Verfahren gegen Phorm ein, das aber 2012 eingestellt wurde (Quelle). 2016 wurde das Unternehmen aufgelöst. Norman Lamont ist oder war Präsident der „International Association of Money Transfer Networks“. Die internationale Organisation vertritt die Geldtransferbranche. Norman Lamont war Vorsitzender der Bow Group, eine der wichtigsten britischen konservativen Denkfabriken. Er ist Mitglied und Unterstützer der Bruges Group, eine führende britische EU-skeptische Denkfabrik. Norman Lamont unterstützte den Brexit aktiv und war vermutlich der erste einflussreiche Politiker, der öffentlich dazu riet, die EU zu verlassen. Bereits 1994 meinte er: „Eines Tages könnte es bedeuten, den Austritt in Erwägung zu ziehen. Kürzlich wurde gesagt, dass die Option eines Austritts aus der Gemeinschaft undenkbar sei. Ich halte diese Haltung für ziemlich vereinfachend“ (Quelle). Die Goldschmidt Familie (Freunde und Verwandte der Familie Rothschild) war ebenfalls bereits in den 90erjahren am Aufbau von EU-skeptischen Netzwerken in Grossbritannien beteiligt. Norman Lamont war in Schottland geboren und könnte somit aus dem schottischen Lamont Clan kommen.

Michael Andrew Foster Jude Kerr, der 13. Markgraf von Lothian (*1945). Der britische Politiker ist der derzeitige Clan-Chef des schottischen Kerr Clans, eine alte schottische Aristokratenfamilie. Er war Vorsitzender der Konservativen Partei. Er ist seit 1996 Mitglied des Privy Council (Quelle). Er heiratete eine Tochter des Herzogs von Norfolk. Seine Schwester Cecil heiratete den Clan-Chef des schottischen Cameron Clans. Seine Schwester Elizabeth heiratete den Herzog aus der Adelsfamilie Montagu Douglas Scott.

Rory Stewart (*1973). Ein britischer Politiker.

Nadhim Zahawi (*1967). Der britische Politiker kommt aus einer irakisch-kurdischen Einwandererfamilie. Er leitete von November 2020 bis September 2021 das COVID-19 Impfprogramm in Grossbritannien. Er war bis 2018 Vorsitzender von Le Cercle. Wer derzeit den Vorsitz des Cercle innehat, ist anscheinend unbekannt.

Weitere bemerkenswerte

Besucher von Le Cercle

Margaret Thatcher (1925-2013) (Quelle). Sie war britische Premierministerin.

Pierre Messmer (1916-2007) (Quelle). Er war französischer Premier- und Verteidigungsminister. Er arbeitete in der Privatwirtschaft für den französischen Bankier Guy de Rothschild (Quelle).

Charles Pasqua (1927-2015) (Quelle). Er war zweimal französischer Innenminister. Er stand öfters vor Gericht. Zu den Vorwürfen gehörten Bestechung, Geldwäsche, undurchsichtige Geschäfte, illegale Parteispenden, illegale Geschäfte mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein, illegale Waffendeals mit Angola, Missbrauch von Firmengeldern, Untreue, Vertrauensmissbrauch und dubiose Kontakte zur Glücksspielindustrie. (Quelle: 1 und 2) Er wurde immer freigesprochen oder kam auf Bewährung frei.

George Mitchell (*1933) (Quelle). Der US-Senator war nach der Aussage von Virginia Giuffre Mitglied des mit Jeffrey Epstein verbundenen Missbrauchsrings. Mitchell wurde von Präsident Obama zum Sonderbeauftragten für den Nahen Osten ernannt. Mitchell war Vorsitzender des Walt Disney-Konzerns sowie Vorsitzender von DLA Piper, einer der grössten Anwaltskanzleien der Welt. (Quelle) Er sass im Führungsgremium der Bilderbergtreffen. (Quelle) Für kurze Zeit war er im Untersuchungsgremium, das die Hintergründe zu den Anschlägen am 11. September 2001 untersuchte. (Quelle) Er war der erste Vorsitzende der International Crisis Group. Diese ist eine internationale Denkfabrik, die sich weltweit auf Krisen konzentriert und zu deren Lösung beitragen möchte. (Quelle) Sie wurde vom Briten Mark Malloch Brown gegründet, der dabei von seinem Freund George Soros unterstützt wurde. Mark Malloch Brown ist Präsident der Stiftung von Soros. (Quelle) George Mitchell erhielt 2015 eine Auszeichnung der einflussreichen Pilgrims Society. (Quelle)

John Bolton (*1948) (Quelle). Der US-Amerikaner war Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump und Botschafter bei den Vereinten Nationen. Er gilt als einer der Architekten des Irakkriegs 2003.

Paul Bremer (*1941) (Quelle). Als die USA 2003 den Irak besetzten, leitete Paul Bremer die dortige Übergangsregierung, die von den USA installiert wurde.

Norman Schwarzkopf (1934-2012) (Quelle). Der US-amerikanische General war der oberste Befehlshaber im Golfkrieg. Er war Freimaurer und Mitglied der ANSAR Shriners, eine Freimaurerorganisation (Quelle: 1 und 2).

Jegor Gaidar (1956-2009) (Quelle). Er war Ministerpräsident von Russland.

Ion Iliescu (*1930) (Quelle). Der Rumäne war massgeblich an der Rumänischen Revolution 1989 beteiligt, die zum Sturz des kommunistischen Regimes führte. Darauf wurde Iliescu zum Präsidenten des Landes gewählt. Er war bis 1996 Präsident. Vom Jahr 2000 bis 2004 war ebenfalls Präsident. 1993 wurde mit der Erlaubnis von Iliescu die Freimaurerei in Rumänien wiederbelebt (Quelle). Die Freimaurerei war während der kommunistischen Diktatur in Rumänien zwar nicht verboten, aber war angeblich nicht innerhalb des Landes aktiv und Rumänen wurden nur im Ausland in Freimaurerlogen aufgenommen. Ion Iliescu besuchte 2003 ein internationales Treffen der Hochgradfreimaurer in Rumänien. Viele Grosskommandanten und Mitglieder der obersten Freimaurerräte aus Europa und den USA waren beim Treffen dabei. (Quelle) Die obersten Räte (Supreme Council) nehmen nur Freimaurer auf, die den 33. Grad erreichten, der höchste Freimaurergrad im schottischen Ritus. Ion Iliescu hatte als Präsident auch Kontakt zum Malteserorden (Quelle). 2019 wurde Ion Iliescu wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Der Vorwurf war, dass er während der Rumänischen Revolution 1989 Sicherheitsbehörden und Medien dazu benutzt hatte, mit Falschinformationen eine Massenpanik auszulösen, darunter die Falschnachricht, dass das Trinkwasser vergiftet worden sei. Im Fernsehen wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen, auf die Strasse zu gehen und die Gegner der Revolution zu bekämpfen. Dies führte zu Strassenkämpfen, an denen neben Zivilisten auch Geheimdienst- und Militäreinheiten beteiligt waren. Mehr als 150 Menschen starben. Etwa sechsmal so viele Menschen wurden nach der Revolution innerhalb kurzer Zeit von unbekannten Terroristen ermordet. Der von Ion Iliescu kontrollierte Geheimdienst wurde verdächtigt, für die Morde verantwortlich zu sein. Nachdem es 1990 zu Protesten in der Hauptstadt Bukarest kam, die hauptsächlich von Studenten organisiert wurden, forderte Iliescu und seine Medien die Berg- und Industriearbeiter auf, in die Hauptstadt zu kommen, um die Demonstrationen niederzuschlagen, was dann auch geschah. Es gab mehrere Tote und Hunderte wurden verletzt. Oppositionelle Journalisten berichteten von wesentlich höheren Opferzahlen. Es bestand der Verdacht, dass sich Geheimdienstmitarbeiter unter die Arbeiter mischten und die Gewalt eskalieren liessen. Deswegen wurde Ion Iliescu 2017 ebenfalls wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. (Quelle: 1 und 2) Ion Iliescu unterstützte die CIA bei ihrem Kampf gegen den Terror. Er erlaubte der CIA eigene Gebäude in Rumänien zu haben. Davon waren eines oder mehrere Geheimgefängnisse der CIA und es soll darin zu Folter gekommen sein. Ion Iliescu hat abgestritten, von den Geheimgefängnissen gewusst zu haben. (Quelle) Es gibt die Verschwörungstheorie, dass die CIA in Geheimgefängnissen an Häftlingen mit Gedankenkontrolle und Gehirnwäsche experimentiert. Übrigens hatte der kommunistische Geheimdienst Rumäniens Mitte des 20. Jahrhunderts in Gefängnissen an Häftlingen mit Gehirnwäsche experimentiert und ging dabei äusserst skrupellos vor (Quelle). Als Ion Iliescu und seine Verbündeten 1989 die Macht in Rumänien übernahmen, hatten sie Verbindungen zu Geheimdiensten der kommunistischen Sowjetunion (Quelle). Es wird vermutet, dass Ion Iliescu und weitere Revolutionäre für den KGB-Geheimdienst arbeiteten (Quelle: 1 und 2). In den 50erjahren studierte Iliescu in Moskau und war dort mit Alexander Shelepin verbunden, der spätere Chef des KGB (Quelle). Iliescu soll sich zu dieser Zeit mit Michail Gorbatschow angefreundet haben. Gorbatschow war das letzte Staatsoberhaupt der Sowjetunion. In seiner Amtszeit brach die Sowjetunion zusammen. Nachdem Ion Iliescu rumänischer Präsident wurde, hatte er Kontakt zu Michail Gorbatschow und traf ihn in den folgenden 20 Jahren mehrfach. Die beiden schätzten sich anscheinend sehr. (Quelle) Seit dem Zerfall der Sowjetunion besetzen ehemalige KGB-Mitarbeiter wichtige Positionen in den neuen Regierungen der ehemaligen Sowjetstaaten: Präsident Putin in Russland, Präsident Lukashenko in Weissrussland, Präsident Heydar Aliyev war KGB-Chef in Aserbaidschan und sogar der Patriarch der russischen Kirche ist ein ehemaliger KGB-Mitarbeiter. Die von Ion Iliescu geführte Rumänische Revolution führte zum Sturz des kommunistischen Diktators Nicolae Ceaușescu. Ceaușescu traf den Italiener Licio Gelli und den argentinischen Präsidenten Juan Perón (beides Freimaurer) und hatte auch geschäftlichen Kontakt zu den beiden. Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und in der viele italienische Geheimdienstler Mitglied waren. In rumänischen Medien kursierte die Behauptung, dass Nicolae Ceaușescu der P2-Loge beigetreten war, was aber nicht bewiesen ist. (Quelle)

Donald Rumsfeld (1932-2021) (Quelle). Er war zweimal Verteidigungsminister der USA. Er besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 leitete er den Krieg gegen den Irak und die Taliban in Afghanistan. Er unterstützte die Foltermethoden im Gefangenenlager in Guantanamo. Er soll die brutalen Foltermethoden der CIA im Abu-Ghuraib-Folterskandal nicht nur gebilligt, sondern sogar persönlich angeordnet haben (Quelle). Es gibt die Verschwörungstheorie, dass die CIA in Gefängnissen wie Abu-Ghuraib und Guantanamo an den Häftlingen mit Gehirnwäsche und Gedankenkontrolle experimentiert und die Folter und der Reizentzug dazu dient, bei den Häftlingen eine Dissoziation auszulösen, was der erste Schritt bei einem klassischen Gehirnwäscheprogramm ist. Die CIA hatte in der Vergangenheit mit Gehirnwäsche und Gedankenkontrolle experimentiert (MKULTRA).

Carlo Pesenti (1907-1984) (Quelle). Der Italiener führte eine eigene Gruppe, die eng mit Le Cercle verbunden war. Er kontrollierte den italienischen Grosskonzern Italcementi, der von seiner Familie aufgebaut wurde. Er hatte als Unternehmer Kontakt zu den italienischen Bankiers Roberto Calvi und Michele Sindona. Die beiden arbeiteten für die Vatikanbank und für die italienische Mafia. Sie waren beide Mitglied der italienischen Freimaurerloge P2, die mit der Mafia verbunden war und zu der viele italienische Geheimdienstler gehörten. Calvi und Sindona starben unter seltsamen Umständen.

Tsutomu Hata (1935-2017) (Quelle). Er war japanischer Premierminister.

Indira Gandhi (1917-1984) (Quelle). Sie war zweimal Premierministerin von Indien. Sie starb durch ein Attentat. Die Nehru-Gandhi Familie ist eine der wichtigsten Familien der politischen Elite Indiens und war oder ist noch immer mit der indischen Industriellenfamilie Tata verbunden. Indiras Grossvater Motilal Nehru war Freimaurer (Quelle: 1 und 2).

Manmohan Singh (*1932) (Quelle). Er war indischer Premierminister und leitete die indische Zentralbank. Ihm wurde Korruption vorgeworfen.

Frans Otten (1895-1969) (Quelle). Der Niederländer führte den Elektrokonzern Philips, eines der grössten niederländischen Unternehmen. Otten heiratete in die Philips Familie, die das Unternehmen gegründet hatte. Die Philips Familie ist jüdischer Abstammung und sie waren nahe Verwandte des berühmten Karl Marx. Die Philips Familie heiratete in den niederländischen Adel.

Zbigniew Brzeziński (1928-2017) (Quelle). Der US-Amerikaner war ein führender Politikberater. Er war mitverantwortlich für die Waffenlieferungen an die Mudschaheddin in Afghanistan zur Bekämpfung der Sowjets (Quelle). Aus den Mudschaheddin gingen die Taliban hervor. Zbigniew Brzeziński besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle). Er gründete gemeinsam mit David Rockefeller, Max Kohnstamm und Guido Colonna di Paliano die Trilaterale Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik.

Adolph William Schmidt (1904-2000) (Quelle). Der US-Amerikaner war US-Botschafter in Kanada. Während des Zweiten Weltkrieges war er Offizier beim OSS (Vorläufer der CIA). Er heiratete in die Mellon Familie, die schon seit 100 Jahren zu den reichsten Amerikanern gehört und mit den US-Geheimdiensten verbunden ist.

Edwin Feulner (*1941) (Quelle). Der US-Amerikaner war Mitgründer und langjähriger Chef der Heritage Foundation, eine der wichtigsten rechtskonservativen Denkfabriken der USA. Er kannte den Heritage-Mitgründer Josef Coors aus der US-amerikanischen Milliardärsfamilie Coors (Geschäftspartner der kanadischen Milliardärsfamilie Molson). Ausserdem war Feulner Präsident und Schatzmeister der Mont Pelerin Society. Diese Gesellschaft spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung des Neoliberalismus. Sie ist heute noch ein wichtigstes Netzwerk zur Verbreitung und Erhaltung des Neoliberalismus.

Alfredo Sánchez Bella (1916-1999) (Quelle). Der spanische Politiker war in der Franco-Diktatur Informationsminister und somit für die Medienzensur in Spanien zuständig. Er war Mitglied des Opus Dei (Vatikanorden) (Quelle). Er arbeitete mit dem hochadligen Cercle-Mitglied Otto von Habsburg zusammen, der ein sehr gutes Verhältnis zum spanischen Diktator Franco hatte.

Tomás Tascón (Quelle). Er war Generalsekretär der Dominikaner (Vatikanorden) in Spanien.

Luis Maria Otero Monsegur (1914-2002) (Quelle). Er war Chef der argentinischen Zentralbank.

Manuel Prado Ugarteche (1889-1967) (Quelle). Er war wie sein Vater Präsident von Chile. Noch weitere Mitglieder der Familie gehörten zur chilenischen Elite (die stark katholisch geprägt ist).

Paul Channon (1935-2007) (Quelle). Der britische Politiker wurde zum Baron geadelt und in den Privy Council aufgenommen. Er war ein lebenslanger Freund des britischen Prinzen Edward von Kent (Quelle). Dieser ist ein Cousin der britischen Queen. Edward von Kent ist seit 1967 Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle). Pauls Vater Henry Channon war ein Freund des britischen Königs Edward VIII. Henry war ein Freund und womöglich auch ein Liebhaber des jugoslawischen Prinzen Paul. (Quelle) Paul Channon war mütterlicherseits ein Enkel eines Grafen aus der Guinness Familie. Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.

Winston Spencer-Churchill (1940-2010) (Quelle). Der britische Politiker war ein Enkel des Premierminister Winston Churchill (Freimaurer). Er heiratete in die geadelte jüdische Bankiersfamilie Erlanger. Seine Mutter Pamela heiratete William Averell Harriman und hatte romantische Beziehungen mit Élie de Rothschild, Aly Khan, Gianni Agnelli und Stavros Niarchos (alles sehr einflussreiche Männer).

Robert Gascoyne-Cecil, der 7. Markgraf von Salisbury (*1946) (Quelle: Als Viscount Cranborne gelistet). Der britische Politiker wurde in den Privy Council aufgenommen. Er kommt aus der Cecil Familie, eine der angesehensten englischen Adelsfamilien. Seine Frau kam aus dem schottischen Stirling Clan und war eine Urenkelin des Clan-Chefs des schottischen Fraser von Lavot Clans.

Philip Goodhart (1925-2015) (Quelle). Der britische Politiker war mit der Lehman Familie verwandt, die zur amerikanisch-jüdischen Elite gehört.

Patricia Rawlings (*1939) (Quelle). Die britische Politikerin wurde zur Baronin geadelt. Sie heiratete in die Wolfson Familie, die zur britisch-jüdischen Elite gehört.

Peter Frank Dalrymple Tennant (1910-1997) (Quelle). Der Brite könnte dem Namen nach aus den schottischen Clans Dalrymple und Tennant stammen. Er arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für die britischen Geheimdienste. Er wurde vom Geheimdienstler und Bankier Charles Hambro rekrutiert, der aus der britischen Bankiersfamilie Hambro kam (heiratete in mehrere schottische Clans). Tennant wurde später Direktor der britischen Barclays Bank, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt (wurde früher von Mitgliedern des schottischen Barclay Clans kontrolliert).

Hugh Thomas (1931-2017) (Quelle). Der britische Historiker wurde zum Baron geadelt. Sein Schwiegervater Gladwyn Jebb war der erste Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Charles Powell (*1941) (Quelle). Der britische Diplomat wurde zum Baron geadelt. Er arbeitete für die Grosskonzerne LVMH, HCL Technologies, Brunswick, Jardine Matheson (Keswick Familie), Barrick Gold (einer der grössten Goldproduzenten), Northern Trust (einer der grössten Vermögensverwalter) sowie für Thales und BAE Systems (zwei der grössten Rüstungskonzerne). Er war Treuhänder des Aspen Institute, eine sehr einflussreiche Denkfabrik.

Chuck Hagel (*1946) (Quelle). Er war US-Verteidigungsminister unter Präsident Obama.

Philippe de Weck (1919-2009) (Quelle). Der Schweizer Bankmanager war Präsident der SBG, der Vorläufer der heutigen Schweizer Grossbank UBS (die derzeit grösste Bank der Welt nach verwaltetem Vermögen). De Weck wurde 1989 vom Vatikan in einen Expertenrat berufen, der die Vatikanbank IOR sanieren musste nach dem Ambrosiano-Skandal (die Bank war eng mit der Mafia und der Freimaurerloge P2 verbunden). De Weck gehörte bis 1997 dem Expertenrat der Vatikanbank an. Er war in Verwaltungsräten der Schweizer Grossunternehmen Nestlé, Sulzer, SGS, Brown Boveri & Cie und Asuag (Vorläufer der heutigen Swatch Group). (Quelle) Sein Sohn Roger de Weck leitete von 2011 bis 2017 die SRG/SSR, der staatliche Medienkonzern der Schweiz. Der Sohn Pierre de Weck gehörte zur Konzernführung der Grossbanken UBS und Deutsche Bank. Er ist seit 2013 Direktor der Bank of America, eine der grössten US-amerikanischen Banken. Er arbeitete für die zyprische Zentralbank und ist Seniorberater des US-amerikanischen Finanzunternehmens General Atlantic.

Alois Mertes (1921-1985) (Quelle). Der deutsche CDU-Politiker besetzte eine hochrangige Position im Auswärtiges Amt (Aussenministerium). Eine russische Zeitung behauptete, er sei ein Agent des Opus Dei, an das er geheime Berichte schicken würde (Quelle). Sein Sohn Klaus Mertes ist Jesuit und leitete ein deutsches Jesuitengymnasium. Klaus Mertes ist zurzeit im Kuratorium der einflussreichen Konrad-Adenauer-Stiftung, die der CDU nahesteht.

Harald Schreiber (1929-1996) (Quelle). Der deutsche CDU-Politiker hatte für den Stasi-Geheimdienst der DDR gearbeitet.

Theo Waigel (*1939) (Quelle). Der deutsche Politiker war Finanzminister. Er war Vorsitzender sowie Ehrenvorsitzender der Partei CSU.

Pierre Eddé (1921-1997) (Quelle). Ein libanesischer Politiker und Unternehmer. Sein Vater Émile Eddé war Präsident des Libanons. Die Eddé Familie gründete und führt eine eigene Partei (National Bloc). Sie sind eine christliche Familie (der Libanon wird im Gegensatz zu anderen Ländern in der Region von einer multireligiösen Elite geführt).

Die beiden hochrangigen britischen Politiker David Lidington und William Hague besuchten Treffen von Le Cercle. Die beiden gehören zur Führung des Royal United Services Institute, das seit 1831 besteht und als die älteste Denkfabrik gilt. (Mehr dazu)

Le Cercle veröffentlicht bisher leider keine Mitgliederlisten und daher könnten noch viele weitere einflussreiche Persönlichkeiten dazugehören.

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Haus Al Said

Die arabische Familiendynastie Al Said herrscht seit 1744 über den Golfstaat Oman. Von 1856 bis 1964 herrschte ein Familienzweig der Al Said Familie über den ostafrikanischen Kleinstaat Sansibar.

Der Oman ist eine absolute Monarchie und hat keine Demokratie. Die Herrscherfamilie lässt keine freie Presse im Land zu.

Die Familie beteiligt sich aktiv in der omanischen Politik und Diplomatie. Sultan Qaboos bin Said (1940-2020) war Premierminister, Aussenminister, Verteidigungsminister, Finanzminister und Oberbefehlshaber der omanischen Streitkräfte (Quelle).

2011 wurde das Vermögen von Sultan Qaboos auf 700 Millionen US-Dollar geschätzt. Das Vermögen stammt aus dem Geschäft mit den Erdöl- und Erdgasreserven des Landes. (Quelle) Die Al Said Familie kontrolliert die Oman Investment Authority, die 2023 ein Vermögen im Wert von 50 Milliarden US-Dollar verwaltet. (Quelle) Der Staatsfonds wurde 2020 auf königlichen Erlass gegründet und übernahm das Vermögen der beiden vorherigen omanischen Staatsfonds. Der Grossteil der grossen Unternehmen im Land wird vom Staat bzw. der Königsfamilie kontrolliert. Die Währung des Landes ist der Omanische Rial, der derzeit die drittwertvollste Währung der Welt ist.

1798 unterzeichneten Oman und Grossbritannien einen Freundschaftsvertrag und 1891 wurde der Oman zu einem britischen Protektorat. Seit 1951 ist der Oman unabhängig von Grossbritannien. (Quelle) Die beiden Monarchien haben aber bis heute ein sehr gutes Verhältnis. Sultan Qaboos bin Said (1940-2020) war ein Freund der britischen Königsfamilie. (Quelle) Ende 2021 besuchte der derzeitige Sultan Haitham ibn Tariq die britische Queen (Quelle).

Ein Neffe von Sultan Qaboos heiratete in die japanische Kaiserfamilie (Quelle).

Die Al Said Familie kennt Mitglieder von fast allen oder sogar allen noch amtierenden Königsfamilien. Als Sultan Qaboos 2020 starb, ist der britische Prinz Charles über Nacht nach Oman gereist zur Beileidsbekundung. Auch die Könige von Spanien, Niederlande, Belgien, Abu Dhabi, Katar, Kuwait, Jordanien und Bahrain kamen zur Beileidsbekundung. (Quelle)

Sultan Qaboos besuchte mindestens ein Treffen von Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist fest mit den Geheimdiensten verbunden. Ein Treffen von Le Cercle fand im Oman statt (Quelle).

Der omanische Herrscher Seyyid Said bin Sultan (1791-1856) heiratete zweimal in die persische Herrscherfamilie (Quelle). Damals war die Dynastie der Kadscharen die Herrscher von Persien (heutiger Iran), die von 1794 bis 1925 den persischen Thron besetzte. Said bin Sultan umwarb auch Ranavalona I., die damalige Königin des ostafrikanischen Inselstaates Madagaskar (Quelle). Ihre Familie gründete Ende des 18. Jahrhunderts das Königreich Madagaskar, über das sie bis 1897 herrschte. Ihre Vorfahren hatten bereits seit dem 16. Jahrhundert das Königreich Merina in Madagaskar regiert. Der Legende nach stammt die Familie von Zanahary ab, einer der wichtigsten Götter der madagassischen Mythologie.

Heute hat von den Golfstaaten der Oman die besten Beziehungen zum isolierten Iran. Von den Golfstaaten ist der Oman der älteste strategische Partner Indiens. Indien ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner des Omans. 2020 lebten 780 000 indische Staatsbürger im Oman und machen damit etwa 15 Prozent der dortigen Bevölkerung aus. Sultan Qaboos wurde als Student von Shankar Dayal Sharma unterrichtet. Sharma war von 1992 bis 1997 Präsident von Indien. (Quelle)

Sultan Qaboos bin Said war an der Royal Military Academy Sandhurst in England. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

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Haus Colonna

Die italienische Uradelsfamilie Colonna war in den letzten 1000 Jahren eine der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie. Sie ist traditionell mit dem Vatikan verbunden und gehört bis heute zum päpstlichen Adel. Vom 12. bis 19. Jahrhundert stellte die Familie regelmässig Kardinäle. Die Familie brachte auch Politiker und Diplomaten hervor und besetzte führende Positionen bei der Armee des Kirchenstaates.

Papst Martin V. (1369-1431) kam väterlicherseits aus der Colonna Familie. Mütterlicherseits kam er aus der italienischen Adelsfamilie Conti. Die Conti Familie stellte vier Päpste und starb im 19. Jahrhundert aus. Die Familien Colonna und Conti stammen der Legende nach von den Grafen von Tusculum ab, deren Familienkreis im 10. und 11. Jahrhundert mehrere Päpste stellte. Die Colonna Familie glaubte oder glaubt noch immer von römischen Herrschern aus der Zeit vor Christus abzustammen, darunter von Julius Cäsar. Die Abstammungslegende der Colonnas geht bis zur griechisch-römischen Götterfamilie zurück. Mehrere führende Königsdynastien in den letzten 3000 Jahren behaupteten von dieser Götterfamilie abzustammen. Die Abstammungslegende der Colonna Familie wird ganz unten in diesem Beitrag erläutert.

Die Colonna Familie ist bis heute eine der wichtigsten Familien der Vatikanelite. Die Colonnas gelten als eine der ältesten und edelsten Familien der Welt. (Quelle)

Filippo III. Colonna (1762-1818) heiratete in die Uradelsfamilie Savoia (Savoyen), eine der wichtigsten Familien des italienischen Adels. Filippo III. hatte engen Kontakt zu den Königshöfen von Frankreich und Spanien. Er war ein treuer Mitarbeiter der Päpste Pius VI. und Pius VII. (Quelle)

In der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends war die Colonna Familie mit der italienischen Uradelsfamilie Orsini verfeindet, die ebenfalls zum päpstlichen Adel gehört. 1511 unterzeichneten die beiden Familien einen Friedensvertrag. Um den Frieden zu sichern, heiratete Fürst Marcantonio II Colonna (1535-1584) in die Orsini Familie. Er vertrat die damalige spanische Königsfamilie aus dem Haus Habsburg als Vizekönig der Mittelmeerinsel Sizilien. (Quelle)

Kardinal Ascanio Colonna (1560-1608) und Fürst Lorenzo Onofrio Colonna (1637-1689) vertraten die spanischen Habsburger als Vizekönige des Königreiches Aragón (befand sich in Spanien). Fürst Lorenzo vertrat die Habsburger auch als Vizekönig von Neapel in Italien. Kardinal Pompeo Colonna (1479-1532) war ebenfalls spanischer Vizekönig von Neapel.

Fürst Marcantonio Colonna (1724-1796) vertrat die spanische Königsfamilie aus dem Haus Bourbon als Vizekönig von Sizilien. Er war Freimaurer (Quelle).

Die Colonna Familie heiratete im letzten Jahrtausend in die päpstlichen Adelsfamilien Borghese, Caetani, Ruspoli, Della Rovere, Massimo, Carafa, Pamphilj, Del Drago, Barberini, Altieri, Farnese und Tomacelli. Dadurch waren die Colonnas mit mehreren Päpsten verwandt.

Weitere wichtige italienische Adelsfamilien, die mit den Colonnas Ehebindungen eingingen, wären Caracciolo, Borromeo, Ruffo, Imperiali, Mancini, Sforza, Spinola und Doria. Da die Colonnas schon seit mindestens 900 Jahren fast nur in italienische Adelsfamilien heiraten, waren und sind sie mit zahlreichen Familien des italienischen Adels verwandt.

Kardinal Giovanni Colonna (starb 1245) brachte die angebliche Geisselungssäule nach Rom und schenkte sie der Santa Prassede, eine Kirche in Rom, welche die Säule bis heute besitzt. Der Legende nach wurde Jesus Christus vor seiner Kreuzigung an der Säule gegeisselt. Kardinal Colonna soll im Heiligen Land in den Besitz der Säule gelangt sein. (Quelle: 1 und 2) Er war päpstlicher Gesandter des fünften Kreuzzugs zur Rückeroberung der heiligen Stadt Jerusalem (Quelle).

Die Colonna Familie in den

letzten 150 Jahren

1870 wurde der Kirchenstaat von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Colonna Familie gehört zum Schwarzen Adel. Der sizilianische Zweig der Familie war aber eng mit den Savoyens verbunden. 1946 wurde das Königreich Italien aufgelöst und die Savoyens entmachtet, da sie den italienischen Diktator Benito Mussolini unterstützt hatten. Neben der Abschaffung der Monarchie wurden in Italien auch die Adelstitel abgeschafft. Die Mitglieder des päpstlichen Adels, darunter die Colonnas, durften ihre Adelstitel aber behalten und besitzen sie bis heute.

Der Familienzweig Colonna von Paliano

Der Familienzweig stellt seit dem 16. Jahrhundert die Herzöge von Paliano. 1569 erhielten die Colonnas von Paliano vom Papst den Titel Principi, den sie bis heute besitzen. Dieser ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann und zugleich der höchste Titel im italienischen Adel. Der Titel Principi bedeutet ins Deutsche übersetzt Fürst. Im päpstlichen Adel gibt es keinen König, da die Rolle des Königs der gewählte Papst übernimmt. Der päpstliche Adel und der Kirchenstaat sind also eine Wahlmonarchie. Fürstenfamilien wie die Colonnas stehen in der Hierarchie des päpstlichen Adels direkt unter dem Papst. Die meisten Fürstenfamilien stellten früher selbst Päpste und versuchten teilweise die Papstwahlen in ihrem Interesse zu beeinflussen.

Guido Colonna di Paliano (1908-1982) vertrat Italien ab 1933 als Diplomat in New York, Toronto, Kairo, Stockholm und London. In dieser Zeit war Italien eine faschistische Diktatur, die von Benito Mussolini geführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der Diktatur war Guido Colonna Generalvertreter der italienischen Delegation bei den Verhandlungen zum Marshallplan. Von 1948 bis 1956 war er der erste stellvertretende Generalsekretär der OEEC und somit stellvertretender Chef der internationalen Organisation. Die OEEC war der Vorläufer der heutigen OECD. Guido Colonna besetzte eine führende Position im italienischen Aussenministerium und war italienischer Botschafter in Norwegen. Er war von 1962 bis 1964 stellvertretender Generalsekretär der NATO und damit stellvertretender Chef des mächtigsten Militärbündnisses der Welt. Er führte den Vorsitz im Nordatlantikrat, das wichtigste Entscheidungsgremium der NATO. Er war in den 60er Jahren auch Mitglied der EWG/EEC-Kommission. Sie war der Vorläufer der heutigen EU-Kommission. (Quelle: 1 und 2)

Guido Colonna di Paliano gründete 1973 zusammen mit dem US-Amerikaner David Rockefeller die Trilaterale Kommission (Quelle: 1, 2, 3). Diese einflussreiche Denkfabrik dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan. In der Trilateralen Kommission sind viele Wirtschaftsführer und Politiker vertreten. Guido Colonna wird den Niederländer Max Kohnstamm gekannt haben, da dieser ebenfalls Mitgründer der Trilateralen Kommission war. Kohnstamm war ein Freund der niederländischen Königsfamilie. Kohnstamm war auch Mitgründer des Bilderberg-Treffens und gilt als einer der Gründerväter der EU.

Nachdem Guido Colonna di Paliano seine Karriere als Diplomat aufgegeben hatte, ging er in die Privatwirtschaft. Er war im Vorstand des italienischen Automobilkonzerns Fiat (Quelle). Das Unternehmen wurde von der Agnelli Familie gegründet, die es bis heute kontrolliert. Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien. Guido Colonna kannte Giovanni Agnelli, das Familienoberhaupt. Sie waren gemeinsam bei der Trilateralen Kommission aktiv. (Quelle: Seite 8)

Guido Colonna di Paliano war im Vorstand eines grossen italienischen Elektrounternehmens, das vom US-amerikanischen Mischkonzern General Electric kontrolliert wurde. Guido Colonna war auch im Vorstand des Chemiekonzerns Solvay. (Quelle) Solvay ist eines der grössten belgischen Unternehmen und wird noch immer von der Gründerfamilie (Milliardäre) kontrolliert.

Guido Colonna di Paliano war auch Präsident der italienischen Kaufhauskette Rinascente. (Quelle)

Prinz Ascanio Colonna di Paliano (1883-1971) war seit 1908 als Diplomat tätig. Er vertrat Italien in England, Türkei, Dänemark, Schweden und Ungarn. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er zur italienischen Delegation bei der Pariser Friedenskonferenz. Er war von 1938 bis 1941 italienischer Botschafter in den Vereinigten Staaten. (Quelle) Er vertrat somit den italienischen Diktator Mussolini in den USA. Im Dezember 1941 überbrachte er dem damaligen US-Präsidenten Roosevelt die Kriegserklärung Italiens an die USA. Noch am selben Tag trat Prinz Ascanio zurück von seinem Amt als Botschafter, da er den Krieg mit den USA ablehnte. (Quelle)

Ascanios Bruder Fürst Marcantonio VII. (1881-1947) heiratete Isabelle aus der libanesischen Sursock Familie. Isabelle wurde durch die Heirat Teil der römischen High Society. Sie und ihr Mann waren dem Vatikan treu ergeben. Isabelle erhielt die vatikanische Staatsbürgerschaft, die nur ein paar hundert Personen besitzen. In ihrem Palast empfing Isabelle einflussreiche Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. (Quelle) Die Sursock Familie war früher die reichste Familie des Libanons und brachte Freimaurer hervor. Die internationale Familie heiratete auch in die irische, muslimische und thailändische Aristokratie.

Die Brüder Marcantonio VII. und Ascanio Colonna kamen mütterlicherseits aus der Familie Doria-Pamphilj-Landi. Die Familie bildete sich aus den italienischen Adelsfamilien Doria, Landi und Pamphilj (letztere gehörte zum päpstlichen Adel).

Bis 1968 wurden zahlreiche Ämter des Vatikans von Adligen besetzt und vererbt (Quelle). Seit dem 16. Jahrhundert hatte die Colonna Familie das Privileg, dass ein Familienmitglied bei päpstlichen Zeremonien an der rechten Seite des päpstlichen Throns teilnehmen durfte. Fürst Aspreno Colonna di Paliano (1916-1987) war das letzte Familienmitglied, dem diese Ehre zuteilwurde. Mit seinen 35 Adelstiteln war er eine der adligsten Personen der Hocharistokratie. Auf seiner Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter Mitglieder der Familien Borghese, Gaetani, Ruspoli, Torlonia, Massimo, del Drago, Odescalchi und Pallavicini. Auf der Beerdigung waren auch folgende Personen:

  • Mitglieder der oben erwähnten Sursock Familie.
  • Angelo de Mojana. Er war der damalige Grossmeister des Malteserordens (ein alter Vatikanorden).
  • Ein Mitglied der Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.
  • Graf Pio Teodorani. Seine Frau kommt aus der Agnelli Familie. Die Agnellis gelten als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite und heirateten in mehrere italienische Adelsfamilien.

(Quelle)

Prinzessin Adonella Colonna di Paliano (starb 2021) war mit Nicola Carraro verheiratet (Quelle). Dieser war ein Enkel des Verlegers Angelo Rizzoli (Quelle). Aus Rizzolis Verlag entwickelte sich der heutige italienische Medienkonzern RCS MediaGroup. Der Medienkonzern besitzt unter anderem die auflagenstärkste italienische Zeitung Corriere della Sera. Nicola Carraro war ein Cousin des Verlegers Angelo Rizzoli Junior. Dieser war Mitglied der Freimaurerloge P2, die mit der italienischen Mafia verbunden war (Quelle).

Piero Colonna di Paliano (1891-1939) war Mitglied der „Partito Nazionale Fascista“. Die faschistische Partei wurde 1921 von Benito Mussolini gegründet, der später von 1926 bis 1943 als Diktator über Italien herrschte. Piero Colonna war Kommandeur der „Moschettieri del Duce“, die Mussolinis Ehrengarde war. Mussolini ernannte Piero Colonna 1936 zum Gouverneur von Rom. (Quelle) Nach ihm wurde 1939 Giangiacomo Borghese aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese Gouverneur von Rom. Von 1928 bis 1935 hatte Francesco Boncompagni Ludovisi das Amt innegehabt, dessen Familie ebenfalls zum päpstlichen Adel gehört. (Quelle) Der Vater von Piero Colonna war zu Beginn des 20. Jahrhunderts zweimal Bürgermeister von Rom.

Prinz Fabrizio Colonna di Paliano wurde 2014 zum Grossinquisitor des Konstantinordens ernannt. (Quelle) Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Sveva Colonna di Paliano war im Dezember 2021 bei einer Heiligen Messe des Konstantinordens. Neben Sveva Colonna waren bei der Messe Mitglieder weiterer italienischer Adelsfamilien anwesend, darunter Orsini, Caracciolo, del Drago und Gonzaga. Prinzessin Khetevane Bagration Moukhrani war auch dabei. (Quelle) Sie kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie Georgiens. Die Familie soll von den Davididen abstammen, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem herrschten. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen (Quelle).

Prinz Piero Colonna di Paliano wurde 2020 zum Delegierten des Konstantinordens in der Schweiz ernannt. Der vorherige Ordensdelegierte in der Schweiz kam aus der Hochadelsfamilie Habsburg. Prinz Piero wurde vom Grossmeister persönlich in das Amt gewählt. (Quelle) Der Grossmeister kommt aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien, die seit fast 300 Jahren den Konstantinorden führt.

Zwei Mitglieder der Familie Colonna di Paliano waren 2003 bei einer Veranstaltung zur Taufe einer Prinzessin aus der sizilianischen Königsfamilie. Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens (alter Vatikanorden)
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Mitglied der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Prinz Prospero Colonna wurde 2004 in die Führung des Malteserordens gewählt (Quelle). Fabrizio Colonna war im Jahr 2022 Vizepräsident der italienischen Vereinigung des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Die Colonna Familie brachte im letzten Jahrtausend mehrere Ritter des Malteserordens hervor. Der Malteserorden ist eng mit dem Konstantinorden verbunden. Seit 1878 ist jeder Prinz und Grossmeister des Malteserordens automatisch ein hochrangiges Mitglied des Konstantinordens (Quelle).

Olimpia Colonna di Paliano kennt ein Mitglied der italienischen Uradelsfamilie Imperiali (Foto).

Der Familienzweig Colonna von Stigliano

Dieser Familienzweig besitzt seit 1688 den Adelstitel eines Prinzen/Fürsten.

Fürst Prospero Colonna di Stigliano (*1938) heiratete Frances Loftus. Sie hat eine Tochter aus einer anderen Ehe, Jayne Wilby, die einen Grafen aus der englischen Adelsfamilie Herbert von Carnarvon heiratete. (Quelle: 1 und 2)

Fürst Prospero Colonna verwaltet den Palazzo Colonna, der Familienpalast der Colonnas. 2019 besuchte Peng Liyuan den Palazzo Colonna und traf dabei Fürst Prospero. Liyuan ist die Ehefrau des derzeitigen chinesischen Präsidenten Xi Jinping. (Quelle: 1 und 2). Jinping und seine Frau trafen sich mit vielen Königsfamilien.

Bei einer Veranstaltung im Palazzo Colonna 2019 waren neben Prospero und Laurentia Colonna folgende Personen anwesend:

  • Giovanni Battista Re, der derzeit hochrangigste Kardinal der katholischen Kirche (Foto).
  • Mitglieder der päpstlichen Adelsfamilien Torlonia, Pallavicini und Odescalchi.
  • Patrizia Memmo, die in die päpstliche Adelsfamilie Ruspoli heiratete. Ihr Vater Roberto war mit den katholischen Königsfamilien Savoyen, Grimaldi und Bourbon befreundet.
  • Mitglieder der Adelsfamilie Brachetti Peretti. Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen.

(Fotos: 1, 2, 3, 4)

  • Die Gräfin Marisela Federici (Foto). Marisela war eine enge Freundin von Susanna Agnelli aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Marisela war mit dem libanesisch-ägyptischen Geschäftsmann Roger Tamraz verheiratet, der den Ölkonzern Tamoil gründete. Ihr Grossvater mütterlicherseits, Carlos Delgado Chalbaud, war Präsident von Venezuela. (Quelle)
  • Ein Mitglied der italienischen Adelsfamilie Borromeo (Foto).
  • Ein Mitglied der österreichischen Uradelsfamilie Windisch-Graetz (Foto).
  • Die italienischen Geschäftsmänner Valter Mainetti und Pietro Salini (Fotos: 1 und 2).
  • Die Modedesignerin Anna Fendi, Gründerin der Modemarke Fendi (Foto).
  • Der Politiker und Sportfunktionär Franco Carraro (Foto). Er war Bürgermeister von Rom.

Fürst Prospero Colonna kennt Mariano Hugo, das derzeitige Oberhaupt der österreichischen Uradelsfamilie Windisch-Graetz (Foto). Mariano Hugo war Botschafter des Malteserordens in Slowenien (Quelle). Er heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Österreich (Haus Habsburg).

Prinz Fabio Colonna di Stigliano (1874-1930) heiratete in die italienisch-jüdische Morpurgo Familie (Quelle). Giuseppe (Joseph) Morpurgo gründete 1831 die Assicurazioni Generali, die sich schnell zu einem führenden Versicherungsunternehmen entwickelte. Sie ist heute eines der grössten italienischen Unternehmen und einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt.

Catherine Colonna di Stigliano organisierte 2012 einen Ball in Monaco. Der Ball stand unter der Schirmherrschaft des monegassischen Fürsten Albert II. Zu den Gästen gehörten:

  • Columba Bush aus der US-amerikanischen Präsidentenfamilie Bush
  • Der indische Milliardär Ravi(kant) Ruia
  • Ein Prinz aus der russischen Zarenfamilie
  • Der armenische Prinz Rudolf Kniase Melikoff/Melikov
  • Der tschechische Graf Adrien Kamenicky
  • Marc Sursock (die Sursock Familie heiratete wie bereits erwähnt in die Colonna Familie)

(Quelle)

Der Ball wurde vom indischen Aristokraten Arvind Singh Mewar geleitet, der dabei persönlichen Kontakt zu Catherine Colonna hatte. Arvinds Tochter Padmaja war auch auf der Feier. (Quelle) Arvind ist der nicht amtierende König der indischen Region Mewar. Er ist das Oberhaupt der Sisodia-Dynastie. Diese war seit dem 14. Jahrhundert eine Herrscherfamilie. Der Überlieferung nach stammen sie von der Guhila-Dynastie ab, die bereits im ersten Jahrtausend zu den indischen Königsfamilien gehörte.

Der indische Modedesigner Raghavendra Rathore war ebenfalls beim Ball dabei (Quelle). Er kommt aus der Rathore-Dynastie, eine der ältesten und wichtigsten indischen Aristokratenfamilien. Die Frau des derzeitigen Familienoberhauptes kommt mütterlicherseits aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Nepal. (Quelle) Die Rathore-Dynastie herrschte seit dem 13. Jahrhundert über Jodhpur (Königreich Marwar). Später bildeten sich Familienzweige, die über weitere indische Staaten herrschten. Der heutige Staat Indien entstand aus dem Zusammenschluss von paar hundert Monarchien und ist bis heute ein föderaler Staat. Der Legende nach stammt die Rathore-Dynastie von Rama ab (Quelle). Rama ist eine mythologische Figur, die im Hinduismus verehrt wird. Rama war der Sohn eines Königs aus der Sonnendynastie, zu der auch Siddhartha Gautama (Buddha) gehörte, der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus den Buddhismus begründete. Die oben erwähnte Sisodia-Dynastie, die beim Ball in Monaco dabei war, führt ihre Abstammung ebenfalls zur Sonnendynastie zurück. Die Sonnendynastie wurde vom mythologischen König Ikshvaku gegründet. Dieser war ein Enkel des hinduistischen Sonnengottes Surya. Der Sonnengott war wiederum ein Urenkel von Brahma, einer der Hauptgötter im Hinduismus. Die Colonna Familie soll ebenfalls göttlicher Abstammung sein und von Gottheiten aus der griechischen und römischen Mythologie abstammen (wird ganz unten erläutert).

Der Familienzweig Colonna von Cesarò

Dies ist der sizilianische Zweig der Colonna Familie.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1810-1869) und sein Sohn Calogero unterstützten einen Volksaufstand auf der Mittelmeerinsel Sizilien. Der Aufstand richtete sich gegen die damalige sizilianische Königsfamilie. Der Aufstand scheiterte und Calogero Colonna musste im April 1860 ins Gefängnis. Im Mai 1860 startete der italienische Revolutionär Giuseppe Garibaldi und seine Anhänger die Invasion Siziliens, was zum Sturz der sizilianischen Königsfamilie führte. Unter der Besatzung von Garibaldi wurde Herzog Giovanni Colonna Gouverneur der sizilianischen Hauptstadt Palermo. 1861 wurde Sizilien Teil des im selben Jahres gegründeten Königreichs Italien, das bis 1946 bestand und von der italienischen Uradelsfamilie Savoyen regiert wurde. Calogero Colonna unterstützte den Anschluss Siziliens an das Königreich und sein Vater Giovanni wurde Senator des Königreiches. Herzog Giovanni erhielt zwei Orden von der italienischen Königsfamilie. Calogero Colonna, der den Herzogstitel erbte, vertrat das italienische Königreich als Diplomat in London und Paris. (Quelle)

Anmerkung: Der Revolutionär Giuseppe Garibaldi war Freimaurer, wie viele der führenden Köpfe der italienischen Einigungsbewegung. Er war 1864 kurze Zeit Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende italienische Freimaurergrossloge ist (Quelle). Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat (Supreme Council), der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Auf Giuseppe Garibaldis Initiative schloss sich der Misraïm-Ritus mit dem Memphis-Ritus zusammen (Quelle). Beides sind freimaurerische Riten, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildeten. Der Misraïm-Ritus wurde in Italien und der Memphis-Ritus in Frankreich gegründet. Beide Riten hatten ägyptische sowie templerische Elemente. Der Misraïm-Ritus war in 90 Initiationsgrade aufgeteilt, also viel mehr als bei der herkömmlichen Freimaurerei. Der Memphis-Ritus war in 95 Grade aufgeteilt und wurde von einem Obersten Rat aus neun Personen geführt. (Quelle) Durch den Zusammenschluss der beiden Riten entstand der Memphis-Misraim-Ritus. Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant (Grossmeister) des Memphis-Misraim-Ritus. Der englische Hochgrad-Freimaurer John Yarker, ein Bekannter von Giuseppe Garibaldi, war Mitgründer und der zweite Gross-Hierophant des Ritus. (Quelle: 1 und 2) John Yarker war Mitglied des Obersten Rates des Martinistenordens in Frankreich, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Yarker war Ehrenmitglied der „Societas Rosicruciana in Anglia“ (SRIA). (Quelle: 1 und 2) Die SRIA ist der englische Zweig der Rosenkreuzer. 1888 gründeten drei SRIA-Mitglieder, die auch Freimaurer waren, den okkulten Geheimbund „Hermetic Order of the Golden Dawn“, der zur wohl wichtigsten Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). 1902 wurde die deutsche Grossloge des Memphis-Misraïm Ritus gegründet. Mitglieder dieser Loge, darunter Freimaurer und Rosenkreuzer, gründeten kurze Zeit darauf den Ordo Templi Orientis (OTO), der ebenfalls zu einer wichtigen Okkultisten-Bewegung wurde (Quelle). 

Baron Niccolò Turrisi Colonna (1817-1889) kam mütterlicherseits aus der Familie Colonna di Cesarò. Er ging in die sizilianische Politik und bekam einen Ministerposten. Später unterstützte er den Sturz der sizilianischen Königsfamilie 1860 und führte als Präsident des Kriegskomitees die sizilianischen Aufständischen an. Baron Colonna war in den 1880er Jahren zweimal Bürgermeister der sizilianischen Hauptstadt Palermo. Er erhielt einen Orden von der italienischen Königsfamilie. (Quelle)

Nachdem der Revolutionär und Freimaurer Giuseppe Garibaldi 1860 Sizilien besetzt hatte, wurde Baron Niccolò Turrisi Colonna Chef der Nationalgarde in der Hauptstadt Palermo. Er richtete eine neue Polizei und eines neues Militär für Sizilien ein. Er errichtete eine Landpolizei, die Landgüter bewachen sollte. (Quelle) Zu dieser Zeit bildeten sich innerhalb von Polizei und Militär kriminelle Strukturen, aus denen sich später die sizilianische Mafia (Cosa Nostra) entwickelte. Sie war die erste Mafia und gilt heute noch als eine der mächtigsten Mafiaorganisation der Welt. Sie ist international aktiv und mit weiteren kriminellen Vereinigungen vernetzt. Man geht davon aus, dass die ersten sizilianischen Mafiamitglieder zum grossen Teil aus sogenannten Gabelloti bestanden. Diese pachteten und bewachten Anwesen und Felder von Grossgrundbesitzern. Nachdem Sizilien Teil des italienischen Königreiches wurde, verschlechterte sich die öffentliche Sicherheit in Sizilien und es kam zu Diebstahl und Plünderungen. Darauf verpachteten viele Grossgrundbesitzer, die aus Adligen und wohlhabenden Grossbauern bestanden, ihr Land an die Gabelloti, deren Schutztruppen die Felder bewachten. Sie waren also sowas wie ein privater Sicherheitsdienst der reichen Gutsbesitzer. Die Familie Colonna di Cesarò gehörte damals zu den grössten Landbesitzern Siziliens.

Baron Niccolò Turrisi Colonna liess seine Besitztümer ebenfalls bewachen. Unter seinen Wächtern waren mehrere Mafiamitglieder, die 1874 verhaftet wurden, als die Polizei die Besitztümer des Barons durchsuchte. Der führende italienische Politiker Domenico Farini (Freimaurer) sagte aus, ihm sei von Politikern gesagt worden, dass Baron Colonna der führende Kopf der Mafia sei. Als Baron Colonna 1860 von Garibaldi zum Chef der Nationalgarde in Palermo ernannt worden war, stellte er nach wenigen Tagen Antonino Giammona als Hauptmann einer Abteilung der Nationalgarde ein. Giammona war einer der ersten Mafiabosse. Baron Colonna verteidigte Giammona, als diesem vorgeworfen wurde, kriminell zu sein. Er stellte ihm Anwälte zur Verfügung. Baron Colonna schrieb eine Analyse zu den kriminellen Netzwerken in Sizilien. Er benutzte darin jedoch nicht das Wort „Mafia“, sondern bezeichnete das Netzwerk als eine „kriminelle Sekte“. 1863 geriet Baron Colonna in einen Hinterhalt, als er mit seiner Kutsche unterwegs war, die von fünf Männern beschossen wurde. Der Mordversuch scheiterte. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Baron Colonna war somit mit dem Gründerkreis der ersten Mafia verbunden oder gehörte gar selbst dazu. Es gibt die Theorie, dass der päpstliche Adel und der Vatikan enge Verbindungen zur italienischen Mafia haben. Mitglieder der namhaften italienischen Adelsfamilien Savoyen, Orsini, Borghese, Caracciolo und Alliata hatten in den letzten 50 Jahren Kontakte zu mafiaverbundenen Personen (mehr dazu).

Anmerkung: Die italienische Mafia ist stark katholisch geprägt. Die Ndrangheta, die inzwischen als die mächtigste Mafia gilt, hält christliche Rituale ab. Sie schwören in Ritualen auf die Bibel. Wenn ein neues Mitglied aufgenommen wird, schneidet man mit einem scharfen Messer in seinen Finger und lässt einen Blutstropfen auf eine Gebetskarte des Erzengels Michael fallen. Der Erzengel ist angeblich der Schutzheilige der Ndrangheta. Die Hierarchie der Ndrangheta ist in mehrere Ränge (Grade) aufgeteilt. Immer wenn man einen Rang aufsteigt, wird dafür ein Ritual abgehalten, also wie bei den Freimaurern. Gehört man zu den oberen Rängen trägt man Titel wie Kreuzritter, Evangelist und mammasantissima (Heiligste Mutter). Die Ndrangheta ist also nicht nur eine kriminelle Organisation, sondern anscheinend auch ein christlicher Geheimorden, der sich von der Freimaurerei hat inspirieren lassen. Der oberste Titel im Ndrangheta-Geheimbund ist der Conte Ugolino (Graf Ugolino). Der Name bezieht sich vermutlich auf Ugolino della Gherardesca, der im 13. Jahrhundert lebte und aus der bis heute bestehenden italienischen Adelsfamilie Gherardesca kam. Die Ndrangheta ehrt in Ritualen die italienischen Revolutionäre Giuseppe Garibaldi und Giuseppe Mazzini (beides hochrangige Freimaurer). (Quelle: 1, 2, 3) Wie oben bereits erwähnt wurde, bildete sich die italienische Mafia zur Zeit als Giuseppe Garibaldi Sizilien besetzte. Auch die Cosa Nostra aus Sizilien ist geheimbundartig aufgebaut und lässt bei Ritualen ebenfalls Blut auf ein Heiligenbild tropfen. Ein Abstammungsmythos besagt, dass der Mafiageheimbund bereits seit dem Mittelalter bestehen soll. Der Legende nach wurde er von drei spanischen Rittern gegründet, die um das Jahr 1400 auf der Flucht waren und untertauchen mussten, weil sie einen Adligen ermordet hatten. Die drei Ritter waren Osso, Mastrosso und Carcagnosso. Osso verehrte den heiligen Georg und gründete in Sizilien die Cosa Nostra. Mastrosso verehrte die heilige Maria und gründete in Neapel die Camorra. Carcagnosso verehrte den Erzengel Michael und gründete in Kalabrien die Ndrangheta. (Quelle)

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò (1878-1940) war der Sohn des oben erwähnten Herzogs Calogero Colonna, der wie gesagt mit dem hochrangigen Freimaurer und Revolutionär Giuseppe Garibaldi verbunden war. Herzog Giovanni war mütterlicherseits ein Neffe von Sydney Sonnino, ein einflussreicher Politiker des Italienischen Königreiches. Herzog Giovanni war 1922 Mitgründer und Chef der „Partito Democratico Sociale Italiano“, eine sozialdemokratische Partei. Die Partei wurde von sizilianischen Freimaurern geführt. Herzog Giovanni war einer der hochrangigsten Freimaurer in Sizilien. (Quelle)

1922 übernahm Benito Mussolini die Macht in Italien, was vom italienischen König unterstützt wurde. Herzog Giovanni wurde darauf Postminister in Mussolinis Regierung. 1926 wurden alle Parteien mit Ausnahme der Faschisten verboten, worauf Herzog Giovanni die Politik verliess und seine Partei aufgelöst wurde.

Herzog Giovanni interessierte sich für Esoterik und Anthroposophie. Das Wohnzimmer seiner Mutter war einer der wichtigsten Treffpunkte für Theosophen, Anthroposophen und Okkultisten in Rom. (Quelle) Er war Mitglied der „Gruppo di Ur“, eine esoterische Gruppe in Italien. Die kurzlebige Gruppe war in der Zeit des Mussolini-Regimes aktiv. Einer der führenden Köpfe war der Okkultist Julius Evola. (Quelle) Evola kannte den Putschführer Junio ​​Valerio Borghese aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese.

Die Gruppo di Ur war mit der „Via romana agli dei“ verbunden. Die „Via romana agli dei“ (Römischer Weg zu den Göttern) ist ein bis heute aktiver Kult, der sich hauptsächlich mit römischen Gottheiten und Ritualen befasst sowie mit der Geschichte und Legenden der römischen Herrscher zur Zeit vor Christus. Die Kultmitglieder halten Saturnalien ab, ein Fest im Dezember zu Ehren des römischen Gottes Saturn. Im Gegensatz zu den antiken Saturnalien verzichtet man heute (hoffentlich) auf Tier- und Menschenopfer. Bevor die ersten Päpste im ersten Jahrtausend das Christentum in Rom etablieren konnten, war dort seit mindestens tausend Jahren die Römische Religion die wichtigste Religion gewesen. Ab dem 4. Jahrhundert wurden die Anhänger der Römischen Religion von den Christen unterdrückt. Der Legende nach wurden die römischen Kulte innerhalb von einigen Familien im Geheimen bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben. (Quelle: 1 und 2)

Anmerkung: Vor dem Christentum wurden in Rom auch ägyptische Gottheiten verehrt (Isis- und Osiriskult). Die ägyptischen Gottheiten hatten Einfluss auf die Ägyptische Freimaurerei, die sich ab dem 18. Jahrhundert in Italien bildete und von italienischen Adligen geführt wurde. Mehrere der Gross-Hierophanten (Grossmeister) der Ägyptischen Freimaurerei waren Verwandte der italienischen Adelsfamilien Caetani, Di Sangro, Aquino und Bourbon-Sizilien (die sizilianische Königsfamilie) (Quelle). Die Ägyptische Freimaurerei hatte grossen Einfluss auf den bis heute aktiven Memphis-Misraïm-Ritus. Der bereits erwähnte Revolutionär Giuseppe Garibaldi war der erste Gross-Hierophant des Memphis-Misraïm-Ritus (Quelle: 1 und 2). Die Ägyptische Freimaurerei wird bis heute praktiziert und der ägyptische Totengott Osiris spielt darin eine zentrale Rolle (Quelle). Osiris kam aus einer Götterfamilie der ägyptischen Mythologie. Seine Familie herrschte über Ägypten. Wenn es diese Götterfamilie wirklich gab, dann wäre sie also eine ägyptische Herrscherfamilie gewesen und gehörte demnach zu den frühen Pharaonen. Die bis heute bestehende Hochadelsfamilie Habsburg behauptete früher von Osiris abzustammen (Quelle). Der berühmte Komponist und Freimaurer Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) war ein Bekannter der Habsburger. Als er das Opernstück „Die Zauberflöte“ schuf, liess er sich dabei von der Freimaurerei inspirieren und der Isis und Osiriskult kommt in dem Stück vor. Bei den Götterfamilien aus vorchristlichen Religionen gibt es Hinweise, die stark darauf hindeuten, dass es sich bei den Götterfamilien eigentlich um Königsfamilien handelt. Man findet übrigens weltweit Freimaurerlogen, die nach Gottheiten aus vorchristlichen Religionen benannt sind.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò befasste sich ebenfalls mit Römischen Göttern. Die Colonna Familie behauptete früher von der römischen Götterfamilie abzustammen, was ganz unten erläutert wird. Herzog Giovanni war wie gesagt Mitglied der „Gruppo di Ur“. Die Gruppe befasste sich auch mit Mithraismus, ein alter römischer Geheimkult, der in den ersten Jahrhunderten aktiv war. Der Mithraskult verehrte den römischen Gott Mithras und war in sieben Grade aufgeteilt. Der Kult hielt seine Rituale in unterirdischen Tempeln ab, die Mithräen genannt werden. (Quelle) Auch in den antiken Katakomben der Stadt Rom hielten die Kultanhänger Rituale ab (Quelle). Bis zum Jahr 2005 hatte man zwölf Mithräen in Rom entdeckt. Eines davon befindet sich unter dem Palazzo Colonna, der bis heute der Familienpalast der Colonna Familie ist. (Quelle: 1 und 2) Freimaurer in Grossbritannien befassen sich mit Mithraismus (Quelle). Auch in okkultistischen Kreisen interessiert man sich dafür. Der berühmte Okkultist Aleister Crowley vermutete, dass der römische Gott Mithra identisch mit Baphomet ist. Baphomet wurde angeblich vom Templerorden zur Zeit der Kreuzzüge verehrt. Der unbescheidene Aleister Crowley verlieh sich selbst den Titel Baphomet.

Die Gruppo di Ur war womöglich nach der Stadt Ur benannt, eine der ältesten bekannten Städte der Menschheitsgeschichte. Sie wurde im vierten Jahrtausend vor Christus von den Sumerern errichtet. Die Überreste der Stadt befinden sich im heutigen Irak. Das Volk der Sumerer gilt nach derzeitigem Wissensstand als die erste Hochkultur. Die Sumerer wurden als Hochkultur selbstverständlich von Königsfamilien regiert (Sumerische Königsliste). Abraham/Abram, der im Alten und Neuen Testament sowie im Koran erwähnt wird, kam womöglich aus der Stadt Ur, denn in der Bibel steht: Terach nahm seinen Sohn Abram, seine Schwiegertochter Sarai und seinen Enkel Lot, das Kind seines Sohnes Haran, und verließ Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen (1. Mose 11,31). Abraham war der Legende nach der Vorfahre mehrerer Königsdynastien. Nach Angaben der Bibel wurde Abraham von König Melchisedek gesegnet und er kannte auch den König von Sodom (Quelle). Ich vermute, dass Abraham ein Aristokrat war.

Herzog Giovanni Colonna di Cesarò war Mitglied der Theosophischen Gesellschaft in Rom.

Anmerkung: Die Theosophische Gesellschaft wurde 1875 von der russischen Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky gegründet. Sie kam väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Hahn. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der russischen Hochadelsfamilie Dolgorukow. Die Dolgorukows sind ein Familienzweig der russischen Fürstenfamilie Obolenski. Diese gehört zur Dynastie der Rurikiden, die in der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends über Russland herrschte. Die Dynastie wurde vom russischen Herrscher Rjurik gegründet (lebte im 9. Jahrhundert).

Die Irin Violet Gibson versuchte 1926 den faschistischen Führer Benito Mussolini zu erschiessen, was scheiterte. Im Verhör sagte Gibson, dass sie von Herzog Giovanni und seiner Theosophischen Gesellschaft zum Attentat gebracht wurde. Als die Polizei die Wohnung von Herzog Giovanni durchsuchte, fand sie Dokumente, die darauf hinweisen, dass der Herzog einen monarchistischen Putsch gegen Mussolini plante. Ein italienischer Fürst sagte aus, dass Herzog Giovanni in einem Gespräch ihm gegenüber die Ermordung Mussolinis befürwortete. Doch dann änderte die Attentäterin Violet Gibson ihre Aussage, was den Herzog entlastete. Gibson wurde für verrückt erklärt und kam erst in eine italienische Psychiatrie. Mussolini begnadigte sie, worauf sie in eine Psychiatrie in Grossbritannien kam. Ihr Vater Edward Gibson war der höchste Jurist in Irland und wurde zum Baron geadelt. In der Zeit vor dem Attentat hatte Violet Gibson Kontakte zu esoterischen und theosophischen Kreisen. In jungen Jahren hatte sie ein Jesuitenseminar besucht. (Quelle: 1 und 2) Herzog Giovanni hatte sich mit Hypnose befasst. Ein italienischer Schriftsteller hatte die These, dass Gibson von Herzog Giovanni durch Hypnose zum Attentat gebracht wurde. (Quelle) Auch beim Attentäter Sirhan Sirhan, der 1968 Robert F. Kennedy erschossen hatte, wurde vermutet, dass er unter Hypnose stand.

Simonetta Colonna di Cesarò (1922-2011) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Visconti. (Quelle)

Der Familienzweig Colonna von Sciarra

Dieser Familienzweig besitzt seit dem 17. Jahrhundert den Adelstitel Fürst/Prinz von Carbognano.

Kardinal Girolamo Colonna di Sciarra (1708-1763) war Grossprior des Malteserordens (alter Vatikanorden) in Rom.

Fürst Giulio Cesare Colonna di Sciarra (1702-1787) heiratete in die Barberini Familie, die eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels war. Die Barberini Familie ist im Mannesstamm ausgestorben, aber die heutigen Mitglieder des Familienzweiges Colonna von Sciarra haben Blut der Barberinis in sich.

Fürst Urbano Colonna di Sciarra (1913-1942) war Mitglied des Malteserordens (Quelle). Seine Tochter Mirta (*1938) heiratete in die Familie Riario-Sforza, die aus den italienischen Adelsfamilien Sforza und Riario hervorging. Mirtas Sohn ist unter dem Namen Urbano Barberini (*1961) bekannt. Sein voller Name lautet Urbano Riario Sforza Barberini Colonna di Sciarra. Er ist ein langjähriger Freund von Alessandra Borghese, die auch die Taufpatin seines Sohnes ist (Quelle). Sie kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese. Urbanos Hochzeit fand in einer Kirche statt, die dem Malteserorden gehört. Der italienische Adlige Ferdinando Brachetti Peretti war auf der Hochzeit. (Quelle) Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen.

Abstammungslegenden der

römischen Aristokratie

Die Colonna Familie ging vermutlich aus der Familie der Grafen von Tusculum hervor. Der Familienkreis der Grafen stellte im 10. und 11. Jahrhundert mehrere Päpste. Auch Marozia, die im 10. Jahrhundert lebte, kam aus dieser Familie. Als Frau war sie nie Papst, aber sie kontrollierte zeitweise den Kirchenstaat und setzte ihren Sohn als Papst ein. Sie war womöglich für die Ermordung zweier Päpste verantwortlich. Angeblich war sie bereits als Sechzehnjährige eine Geliebte von Papst Sergius III. (Quelle: 1 und 2)

Die belegten Stammlisten der heutigen Hochadelsdynastien reichen 1000 Jahre zurück. Einzelne gehen auch bis ins 8. Jahrhundert zurück. Viele Adelsdynastien behaupteten von Aristokraten abzustammen, die vor mehr als 1500 Jahren gelebt hatten. Für diese Abstammungslegenden gibt es aber keine Beweise und die Mehrheit der Historiker zweifeln diese Legenden an. Man geht davon aus, dass Adelsdynastien selbst Abstammungslegenden konstruierten, um ihren Herrschaftsanspruch zu legitimieren oder um Anerkennung im Hochadel zu erlangen. Mal angenommen, die Abstammungslegenden oder ein Teil davon wären wahr, dann kann man davon ausgehen, dass seit mindestens 3000 Jahren dieselben Blutlinien die Hocharistokratie bilden. Ich selbst weiss natürlich auch nicht, ob an den Legenden was dran ist, aber ich finde als Verschwörungstheoretiker sollte man diese Blutlinien kennen.

Die Colonna Familie glaubte oder glaubt noch immer von der Dynastie der Julier (Gens Iulia) abzustammen. Die Julier gehörten vom 5. Jahrhundert vor Christus bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus zur römischen Elite. Sie brachten mehrere Politiker hervor und heirateten in weitere römische Politikerfamilien der damaligen Zeit. Das bekannteste Familienmitglied der Julier ist Gaius Iulius Caesar (bekannt als Julius Cäsar). Er herrschte im ersten Jahrhundert vor Christus als Diktator über Rom. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Mehrere Mitglieder der Colonna Familie hatten den Namen Giulio Cesare (italienisch für Julius Cäsar).

Julius Cäsar war Pontifex maximus. Er war somit der oberste Hohepriester des römischen Götterkultes. In den Jahren vor Christus Geburt ging der Titel des Pontifex maximus an die römischen Kaiser über. Als das Christentum in Rom eingeführt wurde, ging der Titel an die Päpste über. Noch heute wird der Papst auch als Pontifex maximus bezeichnet.

Julius Cäsar war ein Lover der ägyptischen Königin Kleopatra VII. Ihr gemeinsamer Sohn war Ptolemaios XV. (Caesarion). Kleopatra kam aus der Dynastie der Ptolemäer, die fast 300 Jahre lang über Ägypten herrschte. Der Legende nach stammten die Ptolemäer von der Argead-Dynastie ab, die im ersten Jahrtausend vor Christus über Makedonien herrschte. Das antike Königreich Makedonien war auf seinem Höhepunkt eines der grössten Reiche der Weltgeschichte. Das bekannteste Familienmitglied der Argead-Dynastie ist der Herrscher Alexander der Grosse, der auch Pharao von Ägypten war. Alexander heiratete zweimal in die persische Dynastie der Achämeniden. Die Achämeniden herrschten im ersten Jahrtausend vor Christus über Persien (heutiger Iran). Das Königreich der Achämeniden war auf seinem Höhepunkt ebenfalls eines der grössten Reiche der Weltgeschichte. Die Argead-Dynastie soll von einer Königsfamilie aus der griechischen Mythologie abstammen, die über die griechische Stadt Argos geherrscht hatte. Der Stammvater Temenos soll ein Ururenkel des griechischen Helden Herakles/Herkules gewesen sein. Herkules war ein Sohn des griechischen Gottes Zeus. Achaimenes, der mythologische Stammvater der Achämeniden, war der Legende nach ein Urenkel von Zeus. Diese antiken Herrscherfamilien betrieben reichlich Inzest, vermutlich um das göttliche Blut zu bewahren.

Die griechische Göttin Aphrodite war eine Tochter von Zeus. Ihr Sohn Aeneas gilt als der mythologische Stammvater der Römer. Er ist der angebliche Vorfahre der Julier und wäre somit der Vorfahre von Julius Cäsar sowie Vorfahre der Colonnas. Die Colonnas behaupteten früher selbst von Aeneas abzustammen (Quelle). Aeneas war über sein Vater Anchises ein Nachkomme der trojanischen Herrscherfamilie aus der griechischen Mythologie. Auch die bis heute bestehenden Hochadelsfamilien Habsburg, Hohenzollern und Anhalt behaupteten früher von Aeneas bzw. von der trojanischen Königsfamilie und der griechischen Götterfamilie abzustammen. Somit gibt es seit 3000 Jahren führende Königsfamilien, die ihre Abstammung zur griechischen Götterfamilie zurückführen. Daher gibt es die Verschwörungstheorie, dass seit 3000 Jahren dieselben Blutlinien über Europa, Nordafrika und den Nahen Osten herrschen und die sich dadurch dazu berufen fühlen, auch in Zukunft weiterhin über diese Völker zu herrschen.

Prinz Prospero Colonna (1858-1937) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Massimo (Quelle). Die Massimo Familie gehört bis heute zum päpstlichen Adel. Der Legende nach gehörten die Päpste Anastasius I. (lebte im 4. Jahrhundert) und Paschalis I. (lebte im 9. Jahrhundert) zu ihren Vorfahren. Die Massimos stammen der Familienüberlieferung nach von der römischen Aristokratenfamilie Fabia (Gens Fabia) ab. (Quelle: 1, 2, 3) Die Fabier waren in den 500 Jahren vor Christus eine der führenden Familien Roms und brachte viele Konsuln und Senatoren hervor. Quintus Fabius Maximus Verrucosus (lebte im 3. Jahrhundert vor Christus) war Diktator von Rom. Auch der Papst Fabianus (lebte im 3. Jahrhundert) kam womöglich aus dieser Familie. Der Legende nach stammten die Fabier von Herkules ab bzw. von der griechischen Götterfamilie. Eine weitere Abstammungslegende der Fabier besagt, dass sie Nachkommen von Evander waren. (Quelle: 1, 2, 3) Evander ist eine Person aus der römischen Mythologie. In der griechischen Mythologie trägt er den Namen Euandros. Er gilt als der Begründer der Lupercalien, ein römisches Fest, bei dem Rituale stattfanden, die man heute als okkultistisch bezeichnen würde. Evander war ein Sohn des griechischen Gottes Hermes, der wiederum ein Sohn von Zeus war. Der Mythologie nach kannte Evander die bereits erwähnten Halbgötter Herkules (Sohn von Zeus) und Aeneas (Enkel von Zeus und legendärer Vorfahre der Colonna Familie).

Fürst Lorenzo Onofrio Colonna (1637-1689) heiratete Maria Mancini aus der italienischen Uradelsfamilie Mancini. Ihr Vater war Nekromant und Astrologe. Sie war eine der berühmten Mancini-Schwestern. Ihre Schwester Olympia Mancini war eine Verdächtige in der Giftaffäre. Bei dem Skandal wurden mehrere Adlige in Frankreich verdächtigt, in Giftmorde, Abtreibungen, Hexerei und Okkultismus verwickelt zu sein.

Die Mancini Familie stammt der Überlieferung nach von der römischen Aristokratenfamilie Hostilia (Gens Hostilia) ab (Quelle: 1, 2, 3, 4). Der Legende nach gehörte auch der Sagenkönig Tullus Hostilius zu dieser Familie. Er soll im 7. Jahrhundert vor Christus gelebt haben und gilt als der dritte König von Rom. Seine Grossmutter war Hersilia. Diese gilt als die Gattin von Romulus. Romulus war der Gründer und erste König von Rom. Er war ein Sohn des römischen Gottes Mars. Der Gott Mars ist vermutlich identisch mit dem griechischen Gott Ares. Man geht davon aus, dass es sich bei der römischen und der griechischen Götterfamilie um dieselbe Familie handelt. Zeus ist beispielsweise die griechische Version des römischen Gottes Jupiter. Die griechische Göttin Aphrodite, die angebliche Vorfahrin der Colonnas, ist identisch mit der römischen Göttin Venus. Übrigens sind unsere Nachbarplaneten und mehrere unserer zwölf Monate nach Mitgliedern der römisch-griechischen Götterfamilie benannt. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Götterfamilie eine alte mächtige Aristokratenfamilie war. Dass die griechische Götterfamilie in die trojanische Königsfamilie heiratete, spricht dafür, dass es sich bei der Götterfamilie um eine Königsfamilie handelt. Weitere Indizien, die dafür sprechen, wären:

  • Zeus verliebte sich in die phönizische Prinzessin Europa, eine Tochter von König Agenor. Der Kontinent Europa ist nach dieser Prinzessin benannt. Zeus und Europa hatten Kinder, darunter Minos, der König der griechischen Insel Kreta war.
  • Der Titan Atlas gilt als ein Enkel oder Urenkel der griechischen Götter Uranos und Gaia. Atlas gilt als der erste König der legendären Stadt Atlantis sowie als König von Mauretanien. Das Land Mauretanien besteht bis heute und liegt in Afrika.
  • Der König Tantalus war ein Sohn von Zeus und zu seinen Nachkommen in den folgenden Generationen gehörten mehrere griechische Könige. Ein Nachkomme war Menelaos, der König von Sparta war.
  • Noch weitere Könige aus der griechischen Mythologie waren mit der Götterfamilie verwandt oder verschwägert.

Meiner Meinung nach war die angebliche Götterfamilie also ziemlich offensichtlich eine Königsfamilie, die anscheinend über mehrere Länder herrschte (und reichlich Inzest betrieb).

Die Colonna Familie soll wie gesagt von den Juliern (Gens Iulia) abstammen, zu denen auch Julius Cäsar gehörte. Aus den Juliern ging die Julisch-Claudische Dynastie hervor, die im ersten Jahrhundert die herrschende Kaiserfamilie von Rom war. Sie stellte die ersten fünf Kaiser von Rom und leitete die Ära der Römischen Kaiserzeit ein. In dieser Zeit war das Römische Reich auf seinem Höhepunkt und kontrollierte zeitweise den gesamten Mittelmeerraum. Die Kaiser trugen auch den Titel des Pontifex maximus (wurde oben erwähnt).

Die fünf Kaiser aus der Julisch-Claudischen Dynastie waren Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius und Nero. Drei davon kamen zu zweifelhaften Ruhm. Tiberius soll während einer Opferzeremonie zwei Jungen sodomisiert haben, und als sie sich beschwerten, wurden ihnen die Beine gebrochen. Tiberius soll sich sogar an Säuglingen vergangen haben (Quelle). Der spätere Kaiser Caligula war ein Grossneffe von Tiberius. Die beiden haben angeblich über das gemeinsame Interesse an Folterungen und Orgien zueinander gefunden. (Quelle) Kaiser Caligula galt als wahnsinnig. Sueton beschrieb ihn als einen Schlaflosen mit hohlen Augen, der sich regelmässig mit dem Mond unterhielt. (Quelle) Nero war der letzte Kaiser aus der Julisch-Claudischen Dynastie. Er soll seine schwangere Ehefrau durch einen Tritt in den Bauch getötet haben und heiratete als Ersatz einen Lustknaben. Auch seine Mutter und eine Tante sowie den Stiefbruder soll er auf dem Gewissen haben. (Quelle) Es gibt zudem die Theorie, dass sich die Zahl 666 aus der Bibel auf Nero bezieht und er somit der Antichrist sei (Quelle: 1 und 2). Er liess die Christen verfolgen, weil diese seine göttliche Abstammung und die römischen Götter nicht anerkannten. Auch Simon Petrus wurde der Legende nach bei der Verfolgung getötet. Petrus war einer der Jünger von Jesus Christus. Petrus gilt als der erste Bischof von Rom, also der erste Papst. Er wurde der Legende nach in Rom an einem umgekehrten Kreuz kopfüber gekreuzigt. Das umgedrehte Kreuz (Petruskreuz) gilt daher heute noch als ein Symbol des Antichristlichen.

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P2-Loge

Die italienische Freimaurerloge Propaganda Due (P2) wurde 1877 gegründet und 1982 aufgelöst und verboten. Die Loge hatte Pläne für einen Staatsstreich entwickelt und war mit den Terroranschlägen in den 1970er Jahren in Italien verbunden, was in gerichtlichen Untersuchungen bestätigt wurde. Dies führte zum Verbot der Loge. Einzelne Mitglieder der Loge waren eng mit der italienischen Mafia verbunden. (Quelle)

Als die Behörden Ermittlungen gegen die P2-Loge führten, kam heraus, dass diese aus Schlüsselpersonen des italienischen Staates bestand. Minister, Abgeordnete, Industrielle, Bänker, Zeitungsverleger, 24 Generäle, 100 Offiziere, die gesamte Spitze der italienischen Geheimdienste, der Chef der italienischen Sozialdemokraten, 11 Polizeipräsidenten und 18 Richter, von denen einige auch zum obersten Gerichtshof Italiens gehörten (Quelle bei 9:10).

Das bekannteste Mitglied der P2-Loge war der ehemalige italienische Präsident Silvio Berlusconi (Quelle: 1 und 2). Zur Zeit als Mitglied der Loge war er noch nicht in der Politik. Er ist heute Milliardär und kontrolliert den grössten italienischen Medienkonzern. Er ist mit der italienischen Mafia verbunden. (Mehr dazu im Beitrag zur Berlusconi Familie)

Roberto Calv und Michele Sindona

Der italienische Bankier Roberto Calvi war Mitglied der P2-Loge. Er war einer der wichtigsten Bankiers des Vatikans und wurde von den Medien als der „Bankier Gottes“ bezeichnet. Er war eng mit dem Istituto per le Opere di Religione (IOR) verbunden, der Privatbank des Heiligen Stuhls. Calvi war Chef der Banco Ambrosiano, die mehrheitlich der IOR gehörte. Die Ambrosiano Bank war ebenfalls eine katholische Bank. Aktionäre der Bank mussten einen katholischen Taufschein und eine Bestätigung über gute Führung von ihrem Pfarrer vorlegen. Unter der Führung von Calvi wurde die Ambrosiano Bank zur grössten privaten Bank Italiens. Calvi wusch über die Bank Geld für die italienische Mafia. Sein Geschäftspartner Michele Sindona war ebenfalls ein Bankier der Mafia und Mitglied der P2-Loge. Sindona war Finanzberater der Vatikanbank IOR. Calvi und Sindona hatten engen Kontakt zum Erzbischof Paul Marcinkus, der Präsident der IOR war. Nachdem Calvi 1982 ins Visier der Justiz geriet, flüchtete er nach London. Kurz darauf wurde er an einer Londoner Brücke erhängt aufgefunden. Die ermittelnden Behörden behaupteten Jahre lang, dass es Selbstmord sei, was inzwischen aber als widerlegt gilt. Als Calvi starb, stürzte fast zur selben Zeit seine Privatsekretärin aus dem vierten Stock der Ambrosiano Bank in den Tod. Es war angeblich Selbstmord. Nur wenige Wochen zuvor hatte jemand versucht, den Vizepräsidenten der Bank zu erschiessen. Ein zuständiger Staatsanwalt wurde zufälligerweise von Linksterroristen erschossen. Dem nachfolgenden Staatsanwalt wurde die Sache nach einigen Monaten wieder entzogen. Calvis Partner Sindona besass eine Privatbank, die Konkurs ging. Der Konkursverwalter der Bank wurde vor seinem Haus erschossen. Sindona wurde darauf für die Anordnung des Auftragsmords verurteilt. Zwei Tage nach seiner Verurteilung wurde er tot in seiner Gefängniszelle gefunden aufgrund einer Vergiftung mit Zyanid. Es war angeblich Selbstmord.

(Quelle: 1, 2, 3, 4)

1972 wurde Michele Sindona Mehrheitsaktionär der Franklin National Bank in den USA, die dann 1974 zusammenbrach. Sie war die 20. grösste Bank der USA und es war die bis dahin grösste Bankenpleite in der Geschichte des Landes. Sindona hatte Kontakt zu David Kennedy, der Finanzminister der USA und Botschafter bei der NATO war. Sindona lieh David Kennedy 200 000 US-Dollar und nahm ihn in den Vorstand seiner Schweizer Holding auf. (Quelle)

Licio Gelli

Licio Gelli war der Grossmeister der P2-Loge. Spätestens unter seiner Führung entwickelte sich die Loge zu einer kriminellen Organisation. Der 2015 verstorbene Licio Gelli musste sich vor Gericht verantworten, weil er in den Ambrosiano-Skandal verwickelt war und verdächtigt wurde, die Ermordung von Roberto Calvi veranlasst zu haben. Er wurde auch verdächtigt einen grossen Terroranschlag finanziert zu haben, was weiter unten erläutert wird.

In den 1930er und 1940er Jahren hatte Licio Gelli Kontakte zu Faschisten in Italien, Spanien und Deutschland. In der Nachkriegszeit arbeitete er womöglich für die CIA. Er hatte Kontakte zur US-amerikanischen Elite. Er war auf der Gästeliste der Feiern aus Anlass der Amtseinführungen der US-Präsidenten Gerald Ford, Jimmy Carter und Ronald Reagan. Licio Gelli war Mitglied des Malteserordens und des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (zwei Vatikanorden). (Quelle: 1 und 2)

Licio Gelli kannte und schätzte den italienischen Politiker Giulio Andreotti (Quelle). Dieser war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Politiker Italiens. Er stand mehrfach vor Gericht wegen Verbindungen zur italienischen Mafia und Auftragsmorden (Quelle). Er war ein Unterstützer von Josemaría Escrivá, der das Opus Dei gründete (Quelle). Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist. Giulio Andreotti war Mitglied bei Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist eng mit den Geheimdiensten verbunden.

Verbindungen zu Gladio und Terroranschlägen

Der P2 wurden Kontakte zur Geheimarmee Gladio nachgesagt (Quelle). Gladio war eine italienische Stay-behind-Organisation. Sogenannte Stay-behind-Organisationen sind paramilitärische Strukturen, die sich im Geheimen auf mögliche Zukunftsszenarien vorbeireiten und unter der Aufsicht von Geheimdiensten stehen. Wenn das eigene Land besetzt werden sollte oder es zu einem Putsch, Bürgerkrieg oder Volksaufstand kommt, sollen diese geheimen paramilitärischen Strukturen aktiv werden und im Interesse der Geheimdienste agieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Westeuropa solche Stay-behind-Organisationen gegründet, darunter Gladio in Italien. Neben westeuropäischen Geheimdiensten waren auch die NATO und die amerikanische CIA am Aufbau dieser Geheimorganisationen beteiligt.

Nach offiziellen Angaben richtete die NATO die Stay-behind-Organisationen ein, um auf eine kommunistische Machtübernahme innerhalb der NATO-Staaten reagieren zu können. Es besteht allerdings der Verdacht, dass Geheimdienste in Italien, Deutschland und Belgien die paramilitärischen Gruppen auch für kriminelle Zwecke einsetzten. Stay-behind-Organisationen waren sehr wahrscheinlich in die Terroranschläge auf den Bahnhof von Bologna in Italien und auf das Oktoberfest in Deutschland verwickelt (Quelle).

General Pietro Musumeci, ein italienischer Geheimdienstler, wurde verurteilt, weil er Terroristen im Zusammenhang mit dem Anschlag von Bologna deckte. Pietro Musumeci war Mitglied der P2-Loge. Er hatte Kontakt zum Mafioso Massimo Carminati. Dieser war wiederum mit der rechtsextremen Terrororganisation Nuclei Armati Rivoluzionari (NAR) verbunden. (Quelle: 1, 2, 3) Die NAR war in den Terroranschlag auf den Bahnhof von Bologna involviert und zwei Mitglieder wurden deswegen verurteilt. Massimo Carminati gehörte zur Magliana-Bande (Banda della Magliana), eine Mafia aus Rom. Die Magliana-Bande wurde mit vielen verschwörerischen Ereignissen in Italien in Verbindung gebracht, darunter mit der P2, Gladio, die Ermordung des bereits erwähnten Bankiers Roberto Calvi, das Attentat auf Papst Johannes Paul II., der Fall Aldo Moro sowie das Verschwinden von Emanuela Orlandi und Mirella Gregori.

Enrico Nicoletti, ein Mitglied der P2-Loge, stand im Dienste der Magliana-Bande (Quelle: 1 und 2).

Die italienischen Geheimdienstler Francesco Pazienza und Giuseppe Belmonte versuchten die Ermittlungen zum Terroranschlag von Bologna in die Irre zu führen und wurden deswegen verurteilt. Die beiden gehörten zu einer Freimaurerloge, die mit der P2-Loge verbunden war. Pazienza wurde auch wegen Involvierung in den Ambrosiano-Skandal verurteilt und wurde mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. in Verbindung gebracht. (Quelle: 1 und 2)

Gianadelio Maletti und Antonio Labruna waren zwei Geheimdienstler, die verurteilt wurden, weil sie Terroristen im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf der Piazza Fontana deckten. Die beiden waren Mitglied der P2-Loge. (Quelle: 1, 2, 3)

Die Staatsanwaltschaft von Bologna glaubte, dass der P2-Grossmeister Licio Gelli einer der Drahtzieher des Terroranschlags von Bologna war. Die anderen Drahtzieher seien Mario Tedeschi (Journalist und Politiker), Federico D’Amato (arbeitete im Innenministerium) und der Geschäftsmann Umberto Ortolani. Die drei waren Mitglied der P2-Loge. Licio Gelli und Umberto Ortolani sollen die Terroristen bezahlt haben. (Quelle: 1 und 2) Ortolani war als Bankier und Unternehmer in Italien und Südamerika aktiv. Er war mit dem Vatikan verbunden. Er kannte die bereits erwähnten P2-Mitglieder und Mafiabankiers Roberto Calvi und Michele Sindona (Quelle).

Der adlige Diplomat Edgardo Sogno (Rata Del Vallino di Ponzone) war Mitglied der P2-Loge (Quelle). Er war 1950 massgeblich an der Planung zur Einführung geheimer paramilitärischer Strukturen in Italien beteiligt, aus denen paar Jahre später die Geheimorganisation Gladio hervorgehen sollte. An der Planung war auch der Politiker Carlo Sforza beteiligt. (Quelle) Dieser kam aus der italienischen Adelsfamilie Sforza.

Verbindungen zum italienischen Adel

Der Adlige Edgardo Sogno war wie gesagt Mitglied der P2-Loge und in die Gründung von Gladio involviert. Er besuchte ein Jesuitenkolleg. Er kämpfte 1938 im Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Faschisten, die den Bürgerkrieg gewannen, was zur Machtübernahme des Diktators Francisco Franco führte. Edgardo Sogno war Monarchist und hatte Kontakt zur italienischen Königsfamilie. Ab 1943 (während des Zweiten Weltkrieges) arbeitete Edgardo Sogno zusammen mit dem König am Sturz des italienischen Diktators Benito Mussolini (Begründer des Faschismus). Edgardo Sogno führte zahlreiche verdeckte Missionen durch: Befreiung und Austausch von Gefangenen, Lieferung von Waffen an die Aufständischen durch Luftabwürfe, Sabotageakte und weiteres. In der Nachkriegszeit war er als Diplomat tätig und war von 1967 bis 1969 italienischer Botschafter in Burma (Myanmar). 1976 wurde er verhaftet und angeklagt, weil er versucht haben soll, einen Staatsstreich zu organisieren. Er wurde freigesprochen. Ein paar Jahre später wurde bekannt, dass er Mitglied der P2-Loge ist. (Quelle: 1 und 2) Sechs Jahre zuvor hatte Junio ​​Valerio Borghese ebenfalls einen Putsch in Italien geplant und bat dabei die italienische Mafia um Hilfe. Er kam aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese. Licio Gelli, der Grossmeister der P2-Loge, war an Borgheses Putsch beteiligt. (Quellen: 123). (Mehr dazu im Beitrag zur Borghese Familie)

Die P2-Mitglieder Silvio Berlusconi und Licio Gelli hatten Kontakt zu Herzog Domenico Napoleone Orsini. (Quelle: 1 und 2) Der Herzog kommt aus der italienischen Uradelsfamilie Orsini. Die Familie gehört zum päpstlichen Adel und brachte drei Päpste und viele Kardinäle hervor. Herzog Domenico Napoleone Orsini hatte Kontakte zu noch mindestens zwei weiteren mafiaverbundenen Personen (mehr dazu im Beitrag zur Orsini Familie).

Das damalige Oberhaupt der italienischen Königsfamilie, Viktor Emanuel von Savoyen, war Mitglied der P2-Loge (Quelle: 1 und 2). Viktor ist Mitglied des Malteserordens und kennt Silvio Berlusconi. Viktor war oder ist noch immer mit der organisierten Kriminalität verbunden (mehr dazu im Beitrag zur Savoyen Familie).

Prinz Giovanni „Gianfranco“ Alliata di Montereale war Mitglied der P2-Loge und stand mit dem P2-Grossmeister Licio Gelli in Kontakt. (Quelle: 1234) Der hochrangige Freimaurer kam aus dem sizilianischen Adel und hatte Kontakt zur Savoyen Familie. Er war Mitglied einer kriminellen Loge in Sizilien (mehr dazu im Beitrag über mafiöse Freimaurerlogen in Italien)

Carlo Ruffo della Scaletta war Mitglied der P2 (Quelle). Er kommt aus der italienischen Uradelsfamilie Ruffo.

Verbindungen nach Argentinien

Mehrere argentinische Kabinettsmitglieder, Generäle und Admirale waren Mitglied der P2-Loge. (Quelle)

Der argentinische Marineoffizier Emilio Eduardo Massera war Mitglied der P2 (Quelle). Er war am argentinischen Staatsstreich 1976 und der Errichtung der darauffolgenden Militärdiktatur beteiligt. Er gilt als einer der Hauptverantwortlichen der massiven Menschenrechtsverletzungen während der Militärdiktatur. Zur Zeit der Diktatur traf er sich mehrfach mit Jorge Mario Bergoglio, der damals den Jesuitenorden (Vatikanorden) in Argentinien leitete. Jorge Mario Bergoglio ist der seit 2013 amtierende Papst Franziskus. (Quelle)

Der einflussreiche argentinische Politiker José López Rega war Mitglied der P2. Er gründete die „Alianza Anticomunista Argentina“, eine paramilitärische Gruppe, die zahlreiche Morde und Anschläge in Argentinien beging. Rega hatte Kontakt zum P2-Grossmeister Licio Gelli, der oft südamerikanische Länder besuchte. Im Juli 1973 schrieb Gelli einen Brief an Rega, in dem er Rega dazu riet, mit paramilitärischen Gruppen zusammenzuarbeiten. Zur selben Zeit gründete Rega die Alianza Anticomunista Argentina. (Quelle: 1 und 2) Rega war Okkultist und Esoteriker. Im Volk wurde er „der Hexer“ genannt. (Quelle)

Der P2-Grossmeister Licio Gelli kannte den argentinischen Präsidenten Juan Perón. Gelli behauptete, er habe Perón in die Freimaurerei aufgenommen. Gelli und Perón trafen den kommunistischen rumänischen Diktator Nicolae Ceaușescu. (Quelle: 1 und 2)

Weitere bemerkenswerte Mitglieder der P2-Loge

  • Artemio Franchi: Er war Präsident der UEFA und gehörte zum Exekutivkomitee der FIFA. Die FIFA ist berüchtigt für ihre korrupten Funktionäre.
  • Loris Scricciolo und Giovanni Cresti: Die beiden gehörten zur Führung der „Banca Monte dei Paschi di Siena“, die älteste noch existente Bank der Welt. Sie ist derzeit der viertgrösste italienische Vermögensverwalter.
  • Alberto Ferrari: Er war Generaldirektor der Banca Nazionale del Lavoro, eine der grössten italienischen Banken.
  • Giovanni Guidi: Er war Generaldirektor der Banco di Roma, die heute zur italienischen Grossbank UniCredit gehört.
  • Giorgio Mazzanti: Er gehörte in den 70er und 80er Jahren zur Führung des italienischen Energiekonzerns Eni, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt.
  • Gioacchino Albanese: Er war ein enger Mitarbeiter von Eugenio Cefis, der Präsident von Eni war.

Mehrere Mitglieder der P2 arbeiteten bei italienischen Zeitungen und Fernsehsendern, teilweise in führenden Positionen. Der Verleger Angelo Rizzoli Junior war Mitglied der P2.

Quelle: 1 und 2

Angelo Rizzolis gleichnamiger Grossvater gründete einen Verlag, aus dem sich der heutige italienische Medienkonzern RCS MediaGroup entwickelte. Der Medienkonzern besitzt unter anderem die auflagenstärkste italienische Zeitung Corriere della Sera. Rizzoli Junior war ein Cousin von Nicola Carraro, der in die päpstliche Uradelsfamilie Colonna heiratete.

P3

Die italienischen Behörden ermittelten auch gegen die angebliche Nachfolgerloge P3. Mehrere der mutmasslichen Mitglieder waren mit der Mafia und Korruption verbunden. Darunter war auch der verurteilte Mafia-Politiker Marcello Dell’Utri. (Quelle) Dieser war ein Geschäftspartner von Präsident Silvio Berlusconi und kannte den italienischen Herzog Domenico Napoleone Orsini. (Quelle: 1 und 2)

In Italien gab es noch viele weitere mafiaverbundene Freimaurerlogen, die teils sogar Mafiabosse aufnahmen (mehr dazu).

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Coninx und Girardet Familie

Die Coninx Familie aus der Schweiz kontrolliert die TX Group (hiess bis 2020 Tamedia). Die TX Group ist das grösste Schweizer Medienunternehmen neben der staatlichen SRG/SSR. Die TX Group bildet ein Netzwerk von Medien und Plattformen, das nach eigenen Angaben täglich über 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung erreicht. Die Coninx Familie hat Blut der deutschen Verlegerfamilie Girardet in sich, die bis heute aktiv ist.

Coninx Familie

2020 wurde das Vermögen der Coninx Familie auf 850 Millionen Schweizer Franken (etwa 930 Millionen US-Dollar) geschätzt. 2017 war es noch doppelt so viel. Die Familie besitzt knapp 70 Prozent der Aktien der TX Group. (Quelle)

Die Coninx Familie besitzt seit über hundert Jahren den Tages-Anzeiger, eine der auflagenstärksten Zeitungen der Schweiz. Seit 2005 besitzt ihre TX Group die Gratiszeitung 20 Minuten, die auflagenstärkste Zeitung des Landes. Zur TX Group gehören noch weitere grosse Schweizer Zeitungen, nämlich die SonntagsZeitung, Berner Zeitung, Basler Zeitung, 24 heures und Le Matin Dimanche. Seit 2016 besitzt die TX Group 25 Prozent der grössten österreichischen Gratis-Tageszeitung Heute, eine der wichtigsten Zeitungen in Österreich. Hier eine Liste von TX-Medien.

Hans Heinrich Coninx (*1945) leitete den Medienkonzern mehr als 20 Jahre lang. Er war im Verwaltungsrat der Rothschild Bank AG in Zürich. Er kennt daher Mitglieder der Rothschild Familie. (Quelle) Er leitete von 2003 bis 2018 die SDA, die wichtigste Schweizer Nachrichtenagentur.

Pietro Supino leitet derzeit den Medienkonzern. Er kommt mütterlicherseits aus der Coninx Familie. Er nahm 2012 und 2019 am Bilderberg-Treffen teil (Quelle: 1 und 2). Er war ebenfalls im Verwaltungsrat der Nachrichtenagentur SDA. Er arbeitete als Unternehmensberater bei McKinsey, das grösste und bestvernetzte Beratungsunternehmen der Welt. (Quelle) Er ist derzeit im Vorstand der GEDI, eines der grössten italienischen Medienunternehmen. Er wird daher John Elkann kennen, da dieser der Vorsitzende der GEDI ist. John Elkann kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli, welche die GEDI kontrolliert. John Elkann gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.

Otto Coninx (1871-1956) war der Begründer der Unternehmerfamilie. Er heiratete eine Tochter des deutschen Verlegers Wilhelm Girardet (1838-1918). Dadurch sind die heutigen Coninxs Nachkommen von Wilhelm Girardet.

Girardet Familie

Der deutsche Verleger Wilhelm Girardet (1838-1918) gründete Verlage und Druckereien sowie mehrere Zeitungen in Deutschland. Er gründete den Tages-Anzeiger, eine der führenden Zeitungen der Schweiz, die er später seinem Schwiegersohn Otto Coninx übergab. Der deutsche Kaiser ernannte Wilhelm Girardet zum Kommerzienrat.

Die Girardet Familie stammt von hugenottischen Einwanderern ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Unternehmen der Girardet Familie eine Zeit lang die führende deutsche Grossdruckerei. Wilhelm Girardet III. (1902-1996) führte die Grossdruckerei in dieser Zeit. Die Commerzbank war seine Hausbank und versorgte ihn grosszügig mit Krediten. Er war zudem im Beirat der Commerzbank. (Quelle)

Hellmut Girardet (1902-1973) war Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Er war 1962 Mitgründer und bis 1973 der erste Präsident der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft, die sich für deutsch-thailändische Beziehungen engagiert. Hellmuts Sohn Michael Girardet (*1932) war Vizepräsident der Gesellschaft. (Quelle)

Auf Wikipedia steht, dass Paul Girardet (1878-1970) Gründungsmitglied des bis heute bestehenden Industrie-Clubs Düsseldorf war.

Der Girardet Verlag wird bis heute von der Girardet Familie kontrolliert. Der Verlag ist an mehreren kleineren deutschen Zeitungen, Anzeigenblättern und Radiosendern beteiligt. Das wichtigste Medium des Verlags ist die Westdeutsche Zeitung.

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Medill-Patterson-Albright Familie

Joseph Medill (1823–1899) war Bürgermeister von Chicago. Er gehörte 1854 zu den Mitgründern der Republikanischen Partei, die heute eine der beiden grossen Parteien der USA ist. Zur selben Zeit wurde Joseph Medill Miteigentümer der 1847 gegründeten Tageszeitung Chicago Tribune. Ab 1874 war er Mehrheitseigentümer und Chefredakteur der Zeitung. Unter seiner Führung wurde die Chicago Tribune eine grosse Zeitung und unterstützte die Republikanische Partei über ihre Berichterstattung. Joseph Medill war ein Freund des US-Präsidenten Abraham Lincoln und seine Zeitung war ein glühender Unterstützer von Lincolns Wahlkampf. (Quelle: 1, 2, 3) Lincoln war der erste US-Präsident aus der Republikanischen Partei.

Josephs Schwiegersohn Robert Wilson Patterson (1850–1910) leitete ebenfalls die Chicago Tribune. Der andere Schwiegersohn kam aus der McCormick Familie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien der USA war. Die McCormicks übernahmen ab den 1920er-Jahren die Kontrolle über die Chicago Tribune und den Tribune-Verlag. Sie kontrollierten Verlag und Zeitung bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Die McCormicks hatten 1895 in die berühmte Rockefeller Familie geheiratet.

Die Chicago Tribune ist heute eine der zehn auflagenstärksten Tageszeitungen der USA. Der Tribune-Verlag (Tronc) besitzt noch weitere Zeitungen und ist einer der grössten Zeitungsverlage der USA. Seit Mitte 2021 gehört der Verlag dem Hedgefonds Alden Global Capital, der inzwischen über 200 Zeitungen kontrolliert. Alden Global Capital ist berüchtigt dafür, sehr viele Stellen abzubauen und machte sich daher unbeliebt bei Journalisten. Ein Artikel von Vanity Fair bezeichnete Alden als „Sensenmann der amerikanischen Zeitungen“ und als „Hedgefonds-Vampir, der Zeitungen ausbluten lässt“. Eine Kolumne in der Washington Post nannte Alden „einer der rücksichtslosesten Strippenzieher, der anscheinend den Lokaljournalismus zerstören will“. (Quelle: 1 und 2)

Joseph Medill Patterson (1879–1946) war ebenfalls mit der Chicago Tribune verbunden. Er gründete 1919 die New York Daily News, die unter seiner Führung zur auflagenstärksten Zeitung der USA wurde. Sie gehört seit 2017 zum Tribune-Verlag. Bis vor paar Jahren war sie noch eine der zehn auflagenstärksten Tageszeitungen der USA.

Josephs Schwester Cissy Patterson (1881–1948) leitete die nicht mehr existente Washington Times-Herald und arbeitete für die Hearst Familie, die bis heute zu den mächtigsten Zeitungsverlegern der USA gehört. Cissy unterhielt viel Kontakt zur politischen Elite der USA und galt als eine der mächtigsten Frauen des Landes. Sie heiratete erst einen polnischen Grafen. Obwohl sie antisemitische Ansichten hatte und Sympathien für Adolf Hitler zeigte, heiratete sie in zweiter Ehe dennoch einen Juden. (Quelle)

Alicia Patterson (1906–1963) heiratete in erster Ehe James Simpson, ein Politiker, der im US-Repräsentantenhaus sass. In dritter Ehe heiratete Alicia in die amerikanisch-jüdische Guggenheim Familie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien der USA war. Alicia und ihr Ehemann gründeten 1940 die Tageszeitung Newsday und kontrollierten sie bis zu ihrem Tod. Später gehörte die Zeitung eine Zeit lang dem Tribune-Verlag. Sie ist heute eine der auflagenstärksten Zeitungen der USA. Zurzeit wird sie von der Milliardärsfamilie Dolan kontrolliert.

Die Drehbuchautorin Alice Medill Patterson Albright (1940–2016) heiratete James Hoge. Dieser war von 1984 bis 1991 Herausgeber der New York Daily News, die wie gesagt vom Grossvater seiner Frau gegründet worden war. Somit war die Familie Medill-Patterson weiterhin indirekt mit der Zeitung verbunden. James Hoge ist ein führender Journalist:

  • Er ist stellvertretender Vorsitzender des International Center for Journalists, eine weltweit aktive Journalistenorganisation. (Quelle)
  • Er war von 2010 bis 2013 Vorsitzender von Human Rights Watch, eine der wichtigsten Menschenrechtsorganisationen. (Quelle)
  • Er war von 1992 bis 2010 Herausgeber der Zeitschrift Foreign Affairs, die sich auf internationale Beziehungen und US-Aussenpolitik konzentriert. Die Zeitschrift wird vom Council on Foreign Relations (CFR) herausgegeben. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. James Hoge ist derzeit Mitglied des CFR und war in den 80er-Jahren im Vorstand der Denkfabrik. (Quelle) Sein Bruder Warren Hoge ist ebenfalls Mitglied des CFR (Hier die derzeitigen Mitglieder des CFR).

Anmerkung: Der Bruder Warren Hoge arbeitete bei mehreren Zeitungen und gehörte zu Führung der New York Times, eine der auflagenstärksten Zeitungen der USA. Seine Frau kam väterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Larisch und mütterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Schaffgotsch. Sie hatte zuvor in die deutsche Adelsfamilie Bismarck geheiratet. Ihr Stiefbruder ist der brasilianische Unternehmer Olavo Monteiro de Carvalho. (Quelle) Das Vermögen von Olavo wurde 2014 auf eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt. (Quelle) Warren Hoge war Vizepräsident und Direktor für Aussenbeziehungen des International Peace Institute (IPI). (Quelle) Die internationale Denkfabrik konzentriert sich auf Friedens- und Sicherheitspolitik. Derzeit gehören Mitglieder der Königsfamilien von Saudi-Arabien, Abu Dhabi, Jordanien und Bahrain zur Führung des IPI. Der kanadisch-amerikanisch-jüdische Milliardär Mortimer Zuckerman ist emeritierter Vorsitzender des IPI. (Stand: 16.1.2022) (Quelle) Mortimer Zuckerman ist auch Mitglied des CFR. Er besass eine Zeit lang die New York Daily News, die wie gesagt von der Medill-Patterson Familie gegründet wurde.

Der Journalist Joseph Medill Patterson Albright (*1937) heiratete Madeleine Korbel, die seit der Scheidung weiterhin den Namen Madeleine Albright trägt. Sie war von 1997 bis Januar 2001 Aussenministerin der USA und gilt als eine der wichtigsten Frauen der US-Aussenpolitik. Sie war US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen und war im US-Sicherheitsrat (NSC). Madeleine und ihre Tochter Alice Patterson Albright sind Mitglied des CFR. Von 2004 bis 2014 gehörte Madeleine zum Vorstand des CFR. Sie war und ist noch bei weiteren Denkfabriken, unter anderem im Kuratorium des Aspen Institut.

Madeleine Albright gründete und führt die Albright Stonebridge Group, ein Beratungsunternehmen. Übrigens arbeitet derzeit der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer von der Grünen Partei für das Unternehmen (Quelle). Madeleine und Joschka Fischer sind enge Freunde. (Quelle) Die beiden waren Befürworter und massgeblich mitverantwortlich für das Eingreifen der NATO in den Kosovokrieg. (Quelle: 1 und 2) Die NATO bombardierte Jugoslawien 78 Tage lang (ohne Mandat der Vereinten Nationen) und warf dabei mehr als 50 000 Bomben und Raketen ab, bis Serbien einwilligte, sich aus dem Kosovo zurückzuziehen. Ein Grossteil der jugoslawischen Infrastruktur und Wirtschaft wurde bei der Bombardierung zerstört. (Quelle) Seit Ende des Krieges unterhält Madeleine Albright gute Kontakte in die kosovarische Politik. Das Unternehmen von Albright war an der Privatisierung der Telekommunikationsindustrie im Kosovo beteiligt und profitierte davon. (Quelle)

Madeleine Albright ist Mitglied des Alfalfa Club, einer der elitärsten Clubs in Washington. (Quelle) Zu den Mitgliedern gehörten oder gehören noch immer: Bush, Rockefeller, Warren Buffett, Brendan Bechtel, Michael Bloomberg und viele weitere.

Madeleine Albright und der jordanische Prinz Hassan bin Talal sind derzeit Ehrenvorsitzende des „World Refugee & Migration Council“. (Quelle) Die internationale Denkfabrik und Beratungsorganisation konzentriert sich auf die Flüchtlingspolitik. Zu den Unterstützern und Spendern der Organisation gehören Stiftungen der Milliardärsfamilien Rockefeller (USA), Bosch (Deutschland) und Kamprad (Schweden) sowie der Konzern der kanadischen Milliardärsfamilie Desmarais (Stand: 30.6.2023). (Quelle)

Madeleine Albright traf den religiösen Führer Karim Aga Khan IV. (Foto) Sie traf mehrere arabische Königsfamilien und den thailändischen König Bhumibol Adulyadej.

Madeleine Albright hatte geschäftlichen Kontakt zum britischen Baron Jacob Rothschild und dem berühmten Finanzinvestor George Soros. (Quelle)

Alice Patterson Albright (*1961) ist die Tochter von Joseph Medill Patterson und Madeleine Albright. Alice arbeitete bei JP Morgan, Citicorp, Banker Trust und der Carlyle Group, alles führende Finanzunternehmen der USA. In der Regierung von Barack Obama war Alice leitende Vizepräsidentin und COO der staatlichen Export-Importbank. Von 2001 bis 2009 leitete Alice die Finanzen und Investitionen der Gavi Impfallianz. 2021 wurde Alice von US-Präsident Joe Biden zum CEO der Millennium Challenge Corporation ernannt, die für die Auslandshilfe der USA zuständig ist. (Quelle: 1 und 2)

Madeleine Albright ist die Tochter von Josef Korbel (1909–1977). Dieser wurde in eine jüdische Familie in der damaligen Tschechoslowakei geboren und vertrat das Land als Diplomat in Jugoslawien. Nachdem 1939 das judenfeindliche Nazideutschland die Tschechoslowakei besetzte, flüchtete Korbel nach England und war mit der tschechoslowakischen Exilregierung verbunden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er in die Tschechoslowakei zurück und wurde dort zum Botschafter in Jugoslawien ernannt. Als die Kommunisten 1948 in der Tschechoslowakei an die Macht kamen, beantragte und bekam Korbel Asyl in den USA. (Quelle) 1949 besorgte ihm die Rockefeller Foundation einen Job an der University of Denver. (Quelle) Als Professor gab er Kurse in internationaler Politik. Die heutige US-Politikerin Condoleezza Rice fand durch einen Kursbesuch bei ihm Interesse an der Aussenpolitik und sie entschied sich in die Politik zu gehen. Sie bezeichnete Josef Korbel als „neben meinen Eltern eine der zentralsten Figuren in meinem Leben“. (Quelle) Condoleezza Rice wurde zu einer der einflussreichsten Frauen der US-Politik. Von 2005 bis Januar 2009 diente sie als Aussenministerin der USA. Von 2001 bis Januar 2005 war sie der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident George W. Bush. In dieser Funktion war sie mitverantwortlich für den Ausbau des staatlichen Überwachungsapparats nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Sie wusste auch über das Folterprogramm Bescheid, das unter Präsident Bush stattfand. Sie sass in Vorständen von drei führenden Grosskonzernen der USA: Chevron (Erdöl- und Erdgas), Charles Schwab Corporation (Vermögensverwaltung) und Hewlett-Packard (Informationstechnik). Zurzeit ist Condoleezza Rice im internationalen Beirat der Grossbank JPMorgan Chase. Condoleezza ist Mitglied des CFR, leitet die Hoover Institution und gehörte zur Führung der RAND Corporation.

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Donner Familie

Die deutsche Bankiersfamilie Donner ist schon seit über 200 Jahren im Finanzwesen aktiv. Conrad Hinrich Donner gründete 1798 eine eigene Bank. Sie besteht bis heute und ist damit eine der ältesten noch existierenden Banken in Deutschland. Sie ist noch immer mit der Donner Familie verbunden.

Der Bankengründer Conrad Hinrich Donner (1774-1854) arbeitete für die Dänische Ostindien-Kompanie, die den Handel zwischen Dänemark und Ostasien kontrollierte. Er bereiste Kolonien in Asien, Afrika und der Karibik. Conrad Hinrich Donner wurde selbst im Überseehandel aktiv und besass mehrere Segelschiffe für den Transport. Als Bankier erbrachte er zahlreiche Dienstleistungen für den dänischen König und seinen Hof. Conrad Hinrich Donner wurde ein persönlicher Freund des dänischen Königs Christian VIII. (Quelle) König Christian VIII. war übrigens Grossmeister der dänischen Freimaurer (Quelle).

Im Jahr 1900 schrieb eine deutsche Zeitung, dass der Bankenchef Conrad Hinrich Donner (1844-1911) mit einem Vermögen von 400 Millionen Mark zu den 20 reichsten Männern der Welt gehört. (Quelle: Seite 64) Er wurde in den deutschen Adel aufgenommen und heiratete eine Gräfin aus der Familie Holstein-Holsteinborg, ein Familienzweig der deutsch-dänischen Adelsfamilie Holstein. (Quelle: 1 und 2) Sein gleichnamiger Sohn Conrad Hinrich Donner (1876-1937) heiratete ebenfalls in den deutschen Adel.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Donner Bank eine der grössten deutschen Banken. Die Bank war bis Mitte des 20. Jahrhunderts weiterhin als internationales Handelshaus tätig und war ein grosser Kaffeeimporteur. Die Donner Familie kontrollierte die Bank bis 1983. Seit 1990 gehört sie zum deutschen Versicherungskonzern Signal Iduna. Die Donner Bank erwarb 2009 Reuschel & Co, die eine der zehn grössten deutschen Privatbanken war. Durch den Zusammenschluss entstand die heutige Bank Donner & Reuschel. Sie konzentriert sich auf die Vermögensverwaltung von wohlhabenden Kunden.

Donner & Reuschel verwaltet ein Vermögen von 27 Milliarden Euro (etwa 30 Milliarden US-Dollar) und verwahrt zusätzlich 18 Milliarden Euro. (Stand: 2019) (Quelle)

Die Bank gehört zwar nicht mehr der Donner Familie, aber derzeit ist Conrad Hinrich von Donner VII. im Beirat der Bank. Zum Beirat gehören auch der ehemalige EU-Kommissar Günther Oettinger und der ehemalige CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber. (Stand: 13.1.2022)

Die Donner Familie heiratete im 19. Jahrhundert in die Bankiersfamilien Schröder und Gossler (Quelle). Die beiden Familien gehören wie die Donner Familie zur Hamburger Elite. Bernhard Donner (1808-1865) heiratete eine Tochter von Johann Heinrich Schröder. Dieser war der Stammvater der Bankiersfamilie Schröder. Die Schröder Familie ist seit 200 Jahren eine der führenden Familien im britischen Finanzwesen. Juliane Amalie Donner (1843-1916) heiratete den Bankier Johann von Berenberg-Gossler. Dieser war Inhaber der Berenberg Bank (die älteste noch bestehende Familienbank der Welt). Nach Angaben von Geni.com heiratete ihre Tochter in den Hamburger Familienzweig der deutschen Grossfamilie Merck (sind heute Milliardäre). Die Mercks waren damals ebenfalls eine der führenden Familien der Stadt Hamburg.

Die Donner Familie hatte oder hat noch immer Kontakt zur deutsch-jüdischen Warburg Familie, ebenfalls eine erfolgreiche Bankiersfamilie aus Hamburg. Die Familien Donner und Warburg und ihre Familienbanken waren 1870 an der Gründung der Commerzbank beteiligt, die bis heute eine der grössten deutschen Banken ist. Zu den Mitgründern der Commerzbank gehörten auch die deutsch-jüdischen Bankiersfamilien Goldschmidt und Mendelssohn. (Quelle)

Die führenden Geschäftsleute der Stadt Hamburg knüpften seit Beginn des 19. Jahrhunderts enge Beziehungen zu britischen Geschäftsleuten. Die Donner Familie hatte (oder hat noch immer) Kontakte zur britischen Finanzelite. Die Familie und ihre Bank waren 1865 Mitgründer der „Hongkong and Shanghai Banking Corporation“ (HSBC). (Quelle: 1 und 2) Die britische Bank wurde in der britischen Kolonie Hongkong gegründet. Sie finanzierte den britisch-ostasiatischen Handel und wurde zum wichtigsten Finanzier des Opiumhandels. Auch die bereits erwähnte Hamburger Bankiersfamilie Berenberg-Gossler war Mitgründer der HSBC. Die HSBC war in ihrer Anfangszeit mit den Familien Keswick (Schottland), Sassoon (Indien) und Forbes (USA) verbunden, die im ostasiatischen Handel aktiv waren. Heute ist die HSBC die grösste europäische Bank. 2020 war sie die sechstgrösste Bank der Welt.

Die Bank der Donner Familie war 1956 Mitgründer der DWS Group, die derzeit der zweitgrösste deutsche Vermögensverwalter ist. Zu den Mitgründern gehörten auch die Deutsche Bank, OppenheimMetzler, Delbrück, Schröder und Thyssen. (Quelle) Die DWS Group verwaltet 859 Milliarden Euro, also etwa eine Billion US-Dollar (Stand: 30.6.2021).

Johann Christian von Donner arbeitete mehr als zwölf Jahre für die Donner Bank. Er besitzt ein kleineres Immobilienunternehmen und ist Vorsitzender von zwei Stiftungen der Donner Familie. Er arbeitete für das Bankhaus Lampe. (Quelle) Die Privatbank gehörte noch bis 2020 zum Konzern der deutschen Milliardärsfamilie Oetker.

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Lombard, Odier und Hentsch Familie

Die Familien Lombard, Odier und Hentsch sind mit der Schweizer Privatbank Lombard Odier & Co verbunden. Sie ist eine der ältesten Banken der Schweiz und besteht seit 1796. Sie konzentriert sich auf Vermögensverwaltung von wohlhabenden Kunden. Die Bank verwaltete Mitte 2021 ein Vermögen im Wert von 352 Milliarden Schweizer Franken (etwa 380 Milliarden US-Dollar). Im 19. Jahrhundert war Lombard Odier & Co auch eine erfolgreiche Investmentbank.

Die Schweiz gilt als eine der gefragtesten Steueroasen der Welt und belegte 2020 Platz 3 auf dem Schattenfinanzindex. Die Schweizer Banken verwalteten 2019 mehr als 27 Prozent der weltweiten grenzüberschreitenden Vermögenswerte und sind damit weltführend (Quelle). Die Schweizer Banken verwalten inzwischen über 8 Billionen US-Dollar. (Quelle)

Die Familien Lombard und Odier gelten als zwei der reichsten Schweizer Bankiersfamilien. 2024 wurde ihr Vermögen auf 6 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. (Quelle: Reichenliste des Bilanz-Magazins) Das entspricht zurzeit einem Wert von 6,6 Milliarden US-Dollar.

Die Familien Lombard, Odier und Hentsch sind familiär verbunden über drei Heiraten, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stattfanden. (Quelle: 1, 2, 3)

Die Lombard Familie war im 16. Jahrhundert von Italien in die Stadt Genf in der Schweiz emigriert. Sie waren Protestanten und mussten aufgrund der religiösen Verfolgung das katholische Italien verlassen. Ende des 18. Jahrhunderts gründeten sie in Genf zusammen mit der Hentsch Familie (ebenfalls Protestanten) eine Bank, aus der sich die heutige Bank Lombard Odier & Co entwickelte. Die Hentsch Familie war Mitte des 18. Jahrhunderts von Deutschland nach Genf emigriert.

Die Odier Familie lebte seit Beginn des 18. Jahrhunderts in Genf. Sie waren Hugenotten (französische Protestanten), die aufgrund der religiösen Verfolgung das katholische Frankreich verlassen mussten. Charles Odier (1804-1881) wurde 1830 Teilhaber der Lombard Bank und seither war die Odier Familie mit der Bank verbunden. Die hugenottischen Geschäftsleute spielten eine wichtige Rolle bei der Gründung des Bankwesens und der Uhrmacherei in der Schweiz.

Die Stadt Genf ist im Finanzwesen bekannt für ihre Privatbankiersfamilien. Dazu gehören schon seit über 150 Jahren die Familien Lombard, Odier, Hentsch, Pictet, Mirabaud und Bordier. Seit den 1960er Jahren hat sich auch die Rothschild Familie dazugesellt.

Jean Lombard (1875-1957) heiratete in die Mirabaud Familie. (Quelle) Der Stammvater der Genfer Bankiersfamilie Mirabaud, Jacques Mirabaud (1784-1864), kam mütterlicherseits womöglich aus der Lombard Familie. (Quelle) Der Sohn von Berthe Hentsch (1858-1939) heiratete in die Genfer Bankiersfamilie Pictet. (Quelle) Die Pictet Familie gilt heute als die reichste Schweizer Bankiersfamilie. Die Pictet Familie heiratete 1910 in die Mirabaud Familie. (Quelle)

1907 wurde die Schweizerische Nationalbank (Zentralbank der Schweiz) gegründet. Die Schweizer Zentralbank wird von einem Bankrat beaufsichtigt und kontrolliert. Alexis Lombard (1838-1918) gehörte 1907 dem ersten Bankrat an. (Quelle) Léonard Hentsch (1918-1993) war ebenfalls im Bankrat der Zentralbank. (Quelle: 1 und 2)

Lombard Familie

Jean-Gédéon Lombard (1763-1848) war der Stammvater der Bankiersfamilie Lombard. Er war Freimaurer. (Quelle) Die ersten Freimaurerlogen der Schweiz wurden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Briten in der Stadt Genf gegründet. (Quelle)

2015 schloss sich die Lombard Familie mit der Schweizer Bankiersfamilie Landolt zusammen. 2020 besass die Lombard Familie zur Hälfte die Landolt Bank. Die Landolts sind Milliardäre und ihre Verwandtschaft ist mit den Schweizer Pharmaunternehmen Roche und Novartis verbunden, zwei der grössten Pharmakonzerne der Welt. 2021 schloss sich die Landolt Bank mit der französischen Privatbank ODDO BHF zusammen. Thierry Lombard und Pierre Landolt wurden Aktionäre und Partner in den Gremien der ODDO BHF Gruppe. (Quelle) Die Finanzgruppe wird von der französischen Bankiersfamilie Oddo kontrolliert. Deren Vermögen wird auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt. (Quelle) ODDO BHF verwaltete Mitte 2024 ein Vermögen im Wert von 61 Milliarden Euro. (Quelle)

Alexis Lombard (vor 1990 geboren) arbeitete für die Familienbank und gehört derzeit zur Führung von ODDO BHF. Er war Manager beim Schweizer Unternehmen Firmenich, einer der weltweit grössten Hersteller von Aromen und Duftstoffen. (Quelle) Das Unternehmen wird von der Schweizer Milliardärsfamilie Firmenich kontrolliert.

Der Ehemann von Marthe Lombard (1881-1954) kam mütterlicherseits aus der Wattenwyl Familie. (Quelle) Die Wattenwyl Familie gehört bereits seit dem 15. Jahrhundert zur gesellschaftlichen Elite der Stadt Bern in der Schweiz.

Odier Familie

Die Bank Lombard Odier & Co ist nicht börsennotiert und befindet sich im Besitz einer Gruppe von Teilhabern. Patrick Odier ist seit 1986 Teilhaber der Bank. Er war von 2009 bis 2016 Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (Dachverband der Schweizer Banken). Von 2004 bis 2022 sass er im Vorstand der Economiesuisse (Dachverband der Schweizer Wirtschaft). (Quelle: 1 und 2)

Marcel Odier (1917-2016) war im Verwaltungsrat des Schweizer Finanzunternehmens Swiss Re. Es ist eines der grössten Rückversicherungsunternehmen der Welt. Marcel Odier war im Verwaltungsrat von Nestlé. (Quelle) Nestlé ist eines der grössten Schweizer Unternehmen und der grösste Lebensmittelkonzern der Welt.

Inès Odier (1896-1980) heiratete einen Mann mit Familiennamen Planta, der demnach aus der Schweizer Uradelsfamilie Planta kommen könnte. (Quelle) Ihr Enkel ist der Bankmanager Renaud de Planta (*1963). (Quelle) Renaud de Planta ist derzeit Senior-Teilhaber der Schweizer Privatbank Pictet. Er kennt dadurch Marc und François Pictet aus der bereits erwähnten Genfer Bankiersfamilie Pictet. Renaud de Planta arbeitete für die Schweizer Grossbank UBS, die Anfang 2024 ein Vermögen von 5,8 Billionen US-Dollar verwaltete und damit die grösste Bank nach Vermögensverwaltung ist. Renaud de Planta arbeitete in London für die Bank Warburg Dillon Read, die zur UBS gehörte und aus Banken der Familien Warburg und Dillon entstand.

Der Schweizer Bankier Jean-Gabriel Eynard (1775-1863) war mit der Odier Familie verschwägert. (Quelle) Seine Frau kam mütterlicherseits aus der oben erwähnten Pictet Familie. (Quelle) Jean-Gabriel Eynard war Finanzberater von Marie-Louise von Bourbon, die aus der spanischen Königsfamilie kam und Königin von Etrurien war. Er war auch Finanzberater der italienischen Grossherzogin Elisa Baciocchi, die aus der Bonaparte Familie kam (die Familie von Kaiser Napoleon). Jean-Gabriel Eynard war 1841 Mitgründer der griechischen Nationalbank (die Zentralbank von Griechenland). Er war mit dem griechischen Grafen Ioannes Antonios Kapodistrias befreundet. Graf Kapodistrias und sein Bruder waren die ersten beiden Staatsoberhäupter von Griechenland nach dessen Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich im Jahr 1830. Jean-Gabriel Eynard wurde ein Finanzberater des neuen griechischen Staates. (Quelle)

Anmerkung: Graf Kapodistrias war Freimaurer, wie viele der führenden Köpfe der griechischen Unabhängigkeitsbewegung. Ioannis Kapodistrias war bereits 1811 an der Gründung einer Freimaurerloge in Russland beteiligt. 1813 war er in Paris, wo er zusammen mit Freimaurern die „Befreiung Griechenlands“ plante. 1821 begann schliesslich der Unabhängigkeitskrieg der Griechen gegen die fast 400-jährige Fremdherrschaft des Osmanischen Reiches. Die Freimaurer unterstützten die Revolution über ihr Netzwerk und mehrere Freimaurerlogen unterstützten die Revolutionäre finanziell. Die erste griechische Loge sowie die erste griechische Grossloge wurden von den italienischen Freimaurern gegründet. (Quelle)

Jacques Bidermann (1751-1817) heiratete in die Odier Familie. Er war Finanzberater des französischen Aussenministeriums. Er war im internationalen Baumwollhandel aktiv und war Hauptinvestor der US-amerikanischen Schiesspulverfirma „EI du Pont de Nemours & Company“. (Quelle) Die Firma wurde von der Du Pont Familie gegründet. Bidermanns gleichnamiger Sohn heiratete in die Du Pont Familie. (Quelle) Die Du Ponts waren französische Protestanten, die 1799 in die USA emigriert waren. Aus ihrer Firma entwickelte sich einer der grössten Chemiekonzerne der Welt. Die Du Ponts sind heute Milliardäre und gehören schon seit über 150 Jahren zu den reichsten US-Amerikanern.

Übrigens: Pierre Samuel Du Pont hatte auch Kontakt zum Schweizer Isaak Iselin. (Quelle) Die Iselin Familie gehörte zur gesellschaftlichen Elite der Stadt Basel in der Schweiz. Im 19. Jahrhundert wurden die Familien Lombard und Odier gemeinsam mit der Iselin Familie in den USA aktiv und die Iselin Bank war eine erfolgreiche Geschäftsbank in Nordamerika. (Quelle: Kapitel 4) Isaak Iselin war 1761 Mitgründer der Helvetischen Gesellschaft. Sie war eine aufklärerische Vereinigung, in der Personen aus der Schweizer Elite vertreten waren. Viele kamen aus Patrizierfamilien. Die Schweizer Patrizier waren Familien, die ab dem 15. Jahrhundert in mehreren Kantonen der Schweiz die Macht monopolisierten. Viele der Mitglieder der Helvetischen Gesellschaft gehörten den Freimaurern an, ebenfalls eine aufklärerische Vereinigung (Quelle). Ehrenpräsident der Helvetischen Gesellschaft war Johann Heinrich Pestalozzi, ein Aufklärer, Politiker und Reformer. (Quelle) Er war mit dem oben erwähnten Isaak Iselin befreundet. (Quelle) Die Pestalozzi Familie war eine der führenden Familien der Schweizer Stadt Zürich. Johann Heinrich Pestalozzi war Mitglied des berühmten Illuminatenordens. (Quelle: 1 und 2) Die Helvetische Gesellschaft wurde 1848 aufgelöst. Im selben Jahr wurde der heutige Bundesstaat Schweiz gegründet. 1844 war die schweizerische Freimaurergrossloge Alpina gegründet worden. Die Alpina Loge gilt bis heute als die führende Grossloge der Schweiz. Jonas Furrer war ein Mitgründer der Loge. Er wurde vier Jahre später, als die Schweiz gegründet wurde, der erste Bundespräsident des Landes. Auch der zweite Bundespräsident Henri Druey war Freimaurer. Der erste Grossmeister der Alpina Loge war Johann Jakob Hottinger. (Quelle: 1 und 2) Er war womöglich mit der Schweizer Bankiersfamilie Hottinger verwandt. Seine Mutter hatte den Familiennamen Landolt. Sie könnte demnach aus der Schweizer Bankiersfamilie Landolt kommen (die wie bereits erwähnt heute Kontakt zur Lombard Familie hat). Johann Jakob Hottinger heiratete in die Escher vom Glas Familie. (Quelle) Diese war vom 14. bis zum 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien der Schweiz. Alfred Escher vom Glas war der Gründer der Credit Suisse, die einer der grössten Vermögensverwalter der Welt war. Sein Vater arbeitete für die französische Bank der Hottinger Familie. (Quelle)

Hentsch Familie

Im Jahr 2002 fusionierte die Familienbank Lombard Odier & Co mit der Bank der Hentsch Familie. Die Familien waren bereits Ende des 18. Jahrhunderts geschäftlich verbunden, als die Cousins Henri Hentsch (1761-1835) und Jean-Gédéon Lombard gemeinsam eine Bank führten, aus der sich die heutige Lombard Odier & Co entwickelte. (Quelle)

Hentsch in Frankreich

Der in Genf geborene Henri Hentsch (1761-1835) gründete 1796 den frühsten Vorläufer der heutigen Bank Lombard Odier & Co. Er wurde im französischen Finanzwesen aktiv. Sein Enkel, der in Genf geborene Édouard Hentsch (1829-1892), wurde einer der führenden Bankiers der französischen Finanzelite. Er war massgeblich an der Gründung der französischen Grossbanken Société Générale und BNP Paribas beteiligt, die heute zu den grössten Banken der Welt gehören. Édouard Hentsch gehörte zur protestantischen High Society in Frankreich, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts führende Bankiers und Industrielle hervorbrachte. Davor bestand die französische Elite fast nur aus Katholiken. Édouard Hentsch hatte auch engen Kontakt zu den führenden jüdischen Bankiers in Frankreich, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich zu grossem Einfluss kamen. Viele davon waren Einwanderer. Die meisten kamen aus Deutschland, aber auch aus Österreich und Italien.

Édouard Hentsch war 1863 Mitgründer und Direktor der „Nederlandsche Credit en Deposito Bank“ (NCDB), eine niederländische Bank. (Quelle)

Anmerkung: Die NCDB wurde vom deutsch-jüdischen Bankier Louis-Raphaël Bischoffsheim gegründet und sein Neffe Henri Bamberger leitete sie. Bischoffsheim und Bamberger waren in Frankreich aktiv und standen in engem Kontakt zur jüdischen Bankiersfamilie Goldschmidt in Deutschland. Zu den Mitgründer der NCDB gehörten auch die adlig-jüdischen Bankiers Meyer-Joseph Cahen d’Anvers und Maurice de Hirsch sowie der christliche Bankier Alphonse Pinard (ein enger Geschäftspartner von Hentsch). Zu den Gründungsaktionären der NCDB gehörten die Banken von Bischoffsheim, Goldschmidt, Pinard sowie die französische Bank der Hentsch Familie und die Bank der jüdisch-adligen Königswärter Familie. Der niederländisch-jüdische Freimaurer Abraham Carel Wertheim war in der Führung der NCDB. (Quelle)

1872 fusionierte die NCDB mit der „Banque de Paris“. Die Banque der Paris bestand seit 1869 und wurde von den Bankiersfamilien Stern und Fould (jüdisch) und Goüin (christlich) kontrolliert. Édouard Hentsch war Direktor der Banque der Paris. Durch die Fusion der NCDB und der Banque de Paris entstand die „Banque de Paris et des Pays-Bas“ (Paribas), die sich zu einer der führenden Banken Frankreichs entwickelte. Édouard Hentsch war einer der ersten Direktoren der Paribas Bank. Zu den ersten Direktoren der Bank gehörten auch Henri Bamberger, Jacques Stern, Eugène Goüin und Edouard Fould. (Quelle) Louis-Raphaël Bischoffsheim spielte eine Schlüsselrolle bei der Gründung der Paribas Bank. (Quelle) Aus der Paribas Bank entwickelte sich die heutige BNP Paribas. 2020 war sie die grösste französische Bank und die neuntgrösste der Welt.

Édouard Hentsch wurde 1874 Vorsitzender der „Comptoir national d’escompte de Paris“. Sie ist eine der Vorläuferbanken der heutigen BNP Paribas. (Quelle)

Édouard Hentsch war 1864 Mitgründer der Société Générale, die sich schnell zu einer der grössten französischen Banken entwickelte. Zu den Mitgründern der Bank gehörten die bereits erwähnten Bankiers Alphonse Pinard und Louis-Raphaël Bischoffsheim. (Quelle: 1 und 2) Die berühmte Rothschild Familie war massgeblich an der Gründung beteiligt. (Quelle: 1 und 2) Der erste Präsident der Bank kam aus der Schneider Familie. (Quelle) Die Société Générale war 2020 die drittgrösste französische Bank und gehört zu den zwanzig grössten Banken der Welt.

Édouard Hentsch war 1875 Mitgründer und erster Präsident der Banque de l’Indochine, die er bis 1889 führte. Sie fungierte als Zentralbank für die französischen Kolonien im asiatisch-pazifischen Raum. (Quelle: 1 und 2)

Édouard Hentsch war Vorsitzender der Crédit foncier colonial. Die französische Bank wurde 1860 gegründet und war in den französischen Kolonien aktiv. Die Bank war mit der Bischoffsheim Familie verbunden. (Quelle)

Édouard Hentsch war Vorstandsmitglied von vielen Finanz- und Industrieunternehmen und war an der Gründung von Eisenbahnunternehmen beteiligt. (Quelle) Während seines Lebens als europäischer Bankier leitete oder gründete Édouard Hentsch viele Unternehmen in Frankreich, der Schweiz und der österreichisch-ungarischen Monarchie. (Quelle)

Hentsch in der Schweiz

Léonard Hentsch (1918-1993) führte die Bank der Hentsch Familie und war in der Führung der Schweizer Zentralbank. Nach der Liste von Kevin Dowling war er Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Die Lombard Familie soll ebenfalls Mitglied sein. (Quelle: Liste 1978 und 2010).

Bénédict Hentsch (*1948) war über 15 Jahre lang im Verwaltungsrat des Schweizer Finanzunternehmens Swiss Re. Wie bereits erwähnt wurde, gehörte auch Marcel Odier zum Verwaltungsrat. Bénédict Hentsch war Vizepräsident der Swissair (Vorläufer der Swiss International Air Lines), die grösste Schweizer Fluggesellschaft. Er war in der Führung der Schweizer Zeitung Le Temps. (Quelle: 1 und 2)

Christophe Hentsch (*1958) war bis 2020 Teilhaber der Bank Lombard Odier & Co.

Teilhaber und Mitarbeiter der Bank

Zu den Teilhabern von Lombard Odier & Co gehörten 2022 neben Patrick Odier unter anderem folgende Personen:

  • Annika Falkengren. Die Schwedin wurde als eine der mächtigsten Managerinnen der Welt eingestuft. Sie traf die schwedische Königsfamilie. Sie kennt die Bankiersfamilie Wallenberg und war zwölf Jahre lang CEO der SEB (die Bank der Wallenbergs). Annika Falkengren war im Vorstand des Automobilkonzerns Volkswagen, das umsatzstärkste deutsche Unternehmen. Sie war im Vorstand des deutschen Finanzunternehmens Munich Re, eines der grössten Rückversicherungsunternehmen der Welt.
  • Alexandre Zeller. Er war fast zehn Jahre im Verwaltungsrat von Maus Frères, das Unternehmen der schweizerisch-jüdischen Milliardärsfamilie Maus. Alexandre Zeller war im Verwaltungsrat der Schweizer Grossbank Credit Suisse und war Präsident von deren Schweizer Abteilung. Alexandre Zeller war Vorsitzender der SIX Group. Das Schweizer Unternehmen betreibt die Infrastruktur für die Finanzplätze in der Schweiz und in Spanien. Alexandre Zeller war CEO der Banque Cantonale Vaudoise, eine der grössten Schweizer Banken. Er war CEO der Schweizer Tochtergesellschaft der britischen Grossbank HSBC (die derzeit grösste europäische Bank). Er war zwölf Jahre im Vorstand von Kudelski, ein grosses Schweizer Technologieunternehmen.
  • Arnaud Leclercq. Er war einer der ranghöchsten Manager bei der Credit Suisse. Mehrere Mitarbeiter der Lombard Bank arbeiteten für die Credit Suisse.
  • Stéphane Monier. Er arbeitete fast acht Jahre für die Abu Dhabi Investment Authority, der Staatsfonds der Königsfamilie von Abu Dhabi. Der Staatsfonds verwaltet über eine halbe Billion US-Dollar.

Weitere Teilhaber der Bank Lombard Odier & Co arbeiteten im Ausland für die Grossbanken JPMorganLazard, Deutsche Bank, Goldman Sachs und SG Warburg.

Gilles Prince wurde Anfang Mai 2021 Vice President von Lombard Odier & Co. Er arbeitete fast zwölf Jahre für die „Banque Privée Edmond de Rothschild“, zuletzt als CIO des Private Banking in der Schweiz. Die Bank gehört der Rothschild Familie und hat ihren Sitz in Genf. Die Rothschilds werden vermutlich Kontakte zu den Genfer Bankiersfamilien haben.

Serge Ledermann arbeitete von 2001 bis 2008 für Lombard Odier & Co. 2020 wurde er Direktor der Rothschild Bank. Er arbeitete auch für die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin.

Der Lombard-Mitarbeiter Lorenzo Bernasconi arbeitete in New York für die Rockefeller Foundation.

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Haus Orsini

Die italienische Uradelsfamilie Orsini ist schon seit über 800 Jahren eine der wichtigsten Familien der römischen Aristokratie. Die Familie gehört zum päpstlichen Adel und brachte drei Päpste hervor: Papst Coelestin III. im 12. Jahrhundert, Papst Nikolaus III. im 13. Jahrhundert und Papst Benedikt XIII. im 18. Jahrhundert. Die Orsini Familie war noch mit weiteren Päpsten verwandt, brachte Politiker hervor und stellte viele Kardinäle sowie mehrere Erzpriester des Petersdoms. Der Legende nach besteht die Familie bereits seit dem 4. Jahrhundert. Es wird vermutet, dass auch Stephan II. und Paul I., zwei Päpste im 8. Jahrhundert, aus der Orsini Familie kamen.

Die Orsinis heirateten Mitte des 2. Jahrtausends mehrfach in die italienische Adelsfamilie Medici. Die Medici Familie galt im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Die Medicis brachten drei Päpste hervor. Durch die Heiraten gehörten die Orsinis zu den Erben des Medici-Vermögens und galten daher als sehr wohlhabend. Mehrere Mitglieder der Orsini Familie wuchsen am Hof der Medicis auf. Papst Leo X. (1475-1521) kam väterlicherseits aus der Medici Familie und mütterlicherseits aus der Orsini Familie.

Virginio Orsini (1572-1615), der mütterlicherseits aus der Medici Familie kam, heiratete eine Nichte von Papst Sixtus V. Virginios Tochter Maria Camilla Orsini (1603 geboren) heiratete Marcantonio II. aus der italienischen Adelsfamilie Borghese, die zum päpstlichen Adel gehört. Marcantonio II. war ein Neffe von Papst Paul V. Marias Sohn Paolo heiratete Olimpia Aldobrandini. Olimpia kam väterlicherseits aus der päpstlichen Adelsfamilie Aldobrandini. Mütterlicherseits war sie eine Grossnichte von Papst Gregor XV. aus der Ludovisi Familie.

Die Orsinis heirateten in die päpstlichen Adelsfamilien Della Rovere und Ruspoli. Die beiden Familien heirateten in den letzten 50 Jahren in die britisch-amerikanische Milliardärsfamilie Getty.

In der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends waren die Orsinis mit der italienischen Uradelsfamilie Colonna verfeindet, die zum päpstlichen Adel gehört. 1511 unterzeichneten die beiden Familien einen Friedensvertrag. Um den Frieden zu sichern, kam es zudem zu einer Heirat zwischen den beiden Familien. Die Orsinis heirateten Mitte des 2. Jahrtausends auch in die italienische Uradelsfamilie Mancini. Die Familien Colonna und Mancini stammen der Familienüberlieferung nach von römischen Herrschern aus der Zeit vor Christus ab und die Abstammungslegende reicht bis zur griechisch-römischen Götterfamilie zurück.

Die Orsinis waren über Heiraten mit noch weiteren päpstlichen Adelsfamilien verwandt, darunter auch mit Borghese, Caetani, Carafa, Farnese und Pamphilj. Da die Orsinis schon seit mindestens 800 Jahren fast nur in italienische Adelsfamilien heirateten, waren und sind sie mit zahlreichen italienischen Adelsfamilien verwandt.

Der Ehemann von Teresa Orsini (1788-1829) kam mütterlicherseits aus der italienischen Uradelsfamilie Savoyen, die von 1861 bis 1946 die Königsfamilie von Italien war.

Maria Felicia Orsini (1600-1666) heiratete den französischen Herzog Henri II. de Montmorency. Henri war Vizekönig von Neufrankreich (französische Kolonie in Nordamerika). Er kam aus der nicht mehr existenten französischen Montmorency Familie, die eine der hochrangigsten Adelsfamilien in Frankreich war.

Giovanni Battista Orsini, der im 15. Jahrhundert lebte, war Grossmeister des Malteserordens (der Orden hiess damals noch Johanniterorden). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Die Familien Orsini und Medici besassen und bewohnten früher den Palazzo Orsini. Im Palast ist seit 1994 der Sitz der Botschaft des Malteserordens beim Heiligen Stuhl.

1870 wurde der Kirchenstaat von der italienischen Königsfamilie Savoyen besetzt, gegen den Willen des Papstes. Diejenigen italienischen Adelsfamilien, welche die Savoyens ablehnten und weiterhin dem Papst treu blieben, werden als Schwarzer Adel bezeichnet. Die Orsinis gehören zum Schwarzen Adel. 1946 wurde das Königreich Italien aufgelöst und die Savoyens entmachtet, da sie den italienischen Diktator Benito Mussolini unterstützt hatten. Neben der Abschaffung der Monarchie wurden in Italien auch die Adelstitel abgeschafft. Die Mitglieder des päpstlichen Adels, darunter die Orsinis, durften ihre Adelstitel aber behalten und besitzen sie bis heute.

Die Orsini Familie in den letzten 100 Jahren

Die Orsini Familie hatte bis 1958 das Privileg, dass ein Familienmitglied bei päpstlichen Zeremonien an der rechten Seite des päpstlichen Throns teilnehmen durfte. (Quelle) Bis 1968 wurden zahlreiche Ämter des Vatikans von Adligen besetzt und vererbt (Quelle).

Herzog Domenico Napoleone Orsini

Herzog Domenico Napoleone Orsini (*1948) hatte bereits 1993 Kontakte zur rechten Partei Lega Nord geknüpft (Quelle). Die Partei wurde 1989 gegründet und ist derzeit die drittstärkste Partei in Italien. Im Ausland ist sie vor allem für den rechtspopulistischen Parteichef Matteo Salvini bekannt.

Herzog Domenico Napoleone Orsini hatte in den 90er Jahren Kontakte zu Tullio Cannella, der die politische Bewegung „Sicilia Libera“ führte. Cannella und seine Bewegung waren eng mit Leoluca Bagarella verbunden, einer der führenden Köpfe der Cosa Nostra. (Quelle: 1 und 2) Die Cosa Nostra gilt als eine der mächtigsten Mafiaorganisationen der Welt.

Der Politiker Vincenzo Inzerillo, der Mitgründer der Sicilia Libera war, wurde wegen Mafiamitgliedschaft verurteilt. (Quelle)

Die Bewegung Sicilia Libera war auch mit der Lega Nord verbunden (Quelle). Der Lega Nord und deren Parteichef Matteo Salvini wird heute immer noch vorgeworfen, mit der Mafia verbunden zu sein (Quelle: 1 und 2). 2012 gab es Hinweise darauf, dass einzelne Mitglieder der Lega Nord Kontakte zur Ndrangheta haben, eine der mächtigsten Mafiaorganisationen der Welt (Quelle). Im Parteiprogramm der Lega von 2018 kommt das Thema Mafia und Korruption nicht vor (Quelle). Ich geh aber davon aus, dass alle grossen Parteien in Italien von der Mafia infiltriert sind.

Die Mafia-Frontorganisation Sicilia Libera war auch mit der ehemaligen Partei Forza Italia verbunden, die von Silvio Berlusconi gegründet und geführt wurde.

Herzog Domenico Napoleone Orsini traf Licio Gelli (nach eigenen Angaben traf er ihn zweimal). (Quelle) Licio Gelli war der Grossmeister der italienischen Freimaurerloge Propaganda Due (P2), die mit der Mafia verbunden war und in der führende italienische Geheimdienstler Mitglied waren. Die P2-Loge wurde 1877 gegründet und 1982 aufgelöst und verboten. Die Loge hatte Pläne für einen Staatsstreich entwickelt und war mit den Terroranschlägen in den 1970er Jahren in Italien verbunden, was in gerichtlichen Untersuchungen bestätigt wurde. Dies führte zum Verbot der Loge. (Mehr zur P2-Loge)

Der ehemalige italienische Präsident und Milliardär Silvio Berlusconi war Mitglied der Freimaurerloge P2 (Quelle: 1 und 2). Das ehemalige Oberhaupt der italienischen Königsfamilie, Viktor Emanuel von Savoyen, war ebenfalls Mitglied der P2-Loge (Quelle: 1 und 2).

Am 4. Februar 1994 führte Herzog Domenico Napoleone Orsini drei Telefonate mit mafiaverbundenen Personen. Erst rief er den oben erwähnten Mafiahandlanger Tullio Cannella von der Bewegung Sicilia Libera an. Danach rief er in einer Villa von Silvio Berlusconi an. Zuletzt rief er Marcello Dell’Utri an, mit dem er noch weitere Male telefonierte. (Quelle) Marcello Dell’Utri ist ein ehemaliger Politiker und war ein enger Geschäftspartner von Silvio Berlusconi. Marcello Dell’Utri wurde 2004 zu neun Jahren Haft verurteilt, weil er mit der Mafia zusammenarbeitete. Ihm war vorgeworfen worden, als Bindeglied zwischen der Mafia und der politischen und wirtschaftlichen Elite Italiens gewirkt zu haben. (Quelle) 2018 wurde er zu 12 Jahren Haft verurteilt. Marcello Dell’Utris hatte Kontakt zu hochrangigen Mitgliedern der sizilianischen Mafia. (Quelle)

Silvio Berlusconi ist der Patenonkel von Isabella Orsini, bei der aber unklar ist, ob sie aus der Adelsfamilie Orsini kommt. Isabella Orsini heiratete in die belgische Uradelsfamilie Ligne. (Quelle)

Herzog Domenico Napoleone Orsini heiratete die Tochter des französisch-jüdischen Bankiers Antoine Bernheim (Quelle: 1 und 2). Bernheim gehörte zur Führungsclique von Lazard. Lazard ist eine führende US-amerikanische Investmentbank, die aber traditionell mit der französischen Elite verbunden ist. Sie wurde von den französisch-jüdischen Familien Lazard und Weill gegründet. Antoine Bernheim half den französischen Milliardärsfamilien Arnault und Bolloré beim Aufbau ihrer Familienkonzerne. Er begann seine Karriere beim Unternehmen der französisch-jüdischen Milliardärsfamilie Wertheimer, die auch mit ihm verwandt war. Die Bankengründerfamilie Lazard gehört zu den Vorfahren der heutigen Wertheimer Familie.

Die Heirat von Herzog Domenico in die Bernheim Familie könnte dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen Vatikan und Judentum verbessert. Übrigens heiratete die päpstliche Adelsfamilie Aldobrandini-Borghese 1974 in die Rothschild Familie, die berühmteste jüdische Familie der Welt.

Herzog Domenico und seine Frau waren 2012 in Paris auf einer Feier der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien. Auf der Feier waren Mitglieder der Königsfamilien von Belgien, Luxemburg, Liechtenstein und Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Tunesien und Württemberg sowie Mitglieder der Hochadelsgeschlechter Orléans, Bonaparte, Bourbon-Parma, Fürstenberg und Hohenberg. Der französische Milliardär Laurent Dassault war auch da. (Quelle)

Prinz Raimondo Orsini

Prinz Raimondo Orsini (1931-2020) hatte ein romantisches Verhältnis mit Soraya Esfandiary-Bakhtiary, die aus einer persischen Aristokratenfamilie kam. Soraya war Kaiserin des Irans, da sie Mohammad Reza Pahlavi heiratete, welcher der letzte Monarch von Persien/Iran war. (Quelle) Soraya hatte auch ein romantisches Verhältnis mit dem deutschen Industriellen Gunter Sachs, ein Verwandter der geadelten deutschen Unternehmerfamilie Opel (Quelle). Auf Soroyas Beerdigung waren Mitglieder der ehemaligen iranischen Kaiserfamilie Pahlavi sowie Mitglieder der europäischen Hochadelsfamilien Bourbon-Sizilien, Savoyen, Oldenburg-Hohenzollern, Orléans, Fürstenberg und Hohenlohe-Langenburg (Quelle: 1 und 2).

Prinz Raimondo Orsini kannte Ferdinand/Ferdinando, den Herzog von Castro (Foto Nr. 32). Ferdinand kommt aus der Hochadelsfamilie Bourbon-Sizilien, die von 1816 bis 1860 die Königsfamilie von Sizilien war. Ferdinand war eines der beiden Oberhäupter des Konstantinordens. Die Familie Bourbon-Sizilien führt seit fast 300 Jahren den Konstantinorden. Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Prinz Raimondo Orsini heiratete 1977 die georgische Prinzessin Kethevane Bagrationi Moukhrani (Ketevan Bagration von Mukhrani), mit der er vier Kinder hatte. (Quelle) Sie war georgische Botschafterin beim Heiligen Stuhl. Die Mukhrani Familie gehört zur Uradelsdynastie der Bagratiden (Bagrationi), die vom 9. bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts über Georgien herrschte. Der Legende nach waren ihre Vorfahren im 6. Jahrhundert von Palästina in den Kaukasus gezogen, wo sie in Herrscherfamilien heirateten und selbst zur georgischen Herrscherfamilie aufstiegen. Sie sind bis heute mit der Führung der Georgisch-Orthodoxen-Kirche verbunden und kennen auch Ilia II., den derzeitigen Patriarch der Georgisch-Orthodoxen-Kirche. Patriarch Ilia schlug sogar vor, die georgische Monarchie wiederzubeleben mit den Bagratiden als Königsfamilie (Quelle). Die Georgisch-Orthodoxe-Kirche ist das führende Gotteshaus in Georgien. Die Mukhrani Familie heiratete 1948 in die russische Zarenfamilie (Quelle). In ihrer Zeit als Herrscher von Georgien behaupteten die Bagratiden von König David abzustammen. Der mythologische König David soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Die Dynastie der Davididen soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen.

Raimondo Orsini und seine Frau waren 2003 bei einer Veranstaltung zur Taufe einer Prinzessin aus der sizilianischen Königsfamilie. Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Mitglied aus der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Raimondos Sohn Lelio Niccolò Orsini d’Aragona (*1981) machte seinen Bachelor an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom. Er leitet ein Immobilienunternehmen der Orsini Familie. Er ist Präsident einer italienisch-georgischen Vereinigung und vertritt Georgien im Vatikanstaat und beim Heiligen Stuhl. Er vertritt den Konstantinorden als Delegierter in Rom und Latium. (Quelle) Er und seine Eltern waren auf einer Hochzeit der deutschen Hochadelsfamilien Hohenzollern und Isenburg. Auf der Hochzeit waren Mitglieder der Königsfamilien von Grossbritannien, Österreich, Schweden, Russland, Luxemburg sowie Mitglieder der deutschen Hochadelsfamilien Sachsen-Coburg-Gotha, Lippe, Anhalt, Baden, Solms, Löwenstein-Wertheim und Schönburg. (Fotos)

Prinz Lelio Niccolò Orsini d’Aragona und seine Mutter waren im Dezember 2021 bei einer Heiligen Messe des Konstantinordens. Bei der Messe waren auch Mitglieder der italienischen Adelsfamilien Colonna, Caracciolo, del Drago und Gonzaga. (Quelle

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Flaminia Orsini kommt aus der Orsini Familie. Sie ist mit Lapo Elkann befreundet. (Quelle) Lapo kommt väterlicherseits aus der jüdischen Elkann Familie und mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Die Agnelli Familie gilt als die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Die Agnellis heirateten 2009 in die päpstliche Uradelsfamilie Gaetani (Quelle: 1 und 2) Die Agnellis heirateten im 20. Jahrhundert zweimal in die italienische Uradelsfamilie Caracciolo. (Quelle: 1 und 2). Die Orsinis hatten im letzten Jahrtausend mehrfach in die Familien Gaetani und Caracciolo geheiratet.

Flaminia Orsini war 2019 auf einer Veranstaltung, bei der folgende Personen anwesend waren:

  • Der britische Prinz Harry.
  • Franco Bernabè. Er arbeitete für die Rothschild Bank und war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er war CEO von Telecom Italia und Eni, zwei der grössten italienischen Unternehmen. Eni ist einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Bernabè war Direktor von PetroChina, eine Tochterfirma des chinesischen Ölkonzerns CNPC. CNPC war 2021 nach Umsatz das viertgrösste Unternehmen der Welt.
  • Augusto Minzolini. Der Expolitiker und Journalist ist seit Juni 2021 Chef der Il Giornale, eine der wichtigsten italienischen Zeitungen. Sie wird von der Berlusconi Familie kontrolliert. Augusto Minzolini unterstützte über seine Berichterstattung als Journalist den italienischen Präsidenten Silvio Berlusconi und gilt als ein Hofberichterstatter von Berlusconi.
  • Ginevra Odescalchi. Ihrem Namen nach könnte sie aus der päpstlichen Adelsfamilie Odescalchi kommen.

(Quelle)

Der Innenarchitekt Alvise Orsini kommt aus der Orsini Familie. (Quelle) Sein Ehemann ist der Belgier Geoffroy van Raemdonck (es ist vermutlich die erste Homoehe im päpstlichen Adel). Geoffroy van Raemdonck ist derzeit CEO der US-amerikanischen Luxuskaufhauskette Neiman Marcus und war Präsident der europäischen Abteilung des US-amerikanischen Modekonzerns Ralph Lauren Bei der Hochzeitsfeier von Alvise Orsini und Geoffroy in Italien war der jugoslawische Prinz Dimitri zu Gast sowie auch Gräfin Georgina Brandolini d’Adda aus dem italienischen Uradel (Quelle). Alvise Orsini und Geoffrey haben eines ihrer Kinder nach dem römischen Kaiser Hadrian (herrschte im 2. Jahrhundert) benannt (Quelle).

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Livanos und Onassis Familie

Die Livanos Familie gehört zur griechischen Elite und Familienmitglieder leben auch in London.

Der Grieche Stavros Livanos (1891-1963) war als Schifffahrtsunternehmer aktiv. Seine Tochter Eugenia Livanos (1927-1970) heiratete den griechischen Schifffahrtsunternehmer Stavros Niarchos, der zeitweise als einer der reichsten Männer der Welt galt.

Anmerkung: Eugenia beging nach offiziellen Angaben Selbstmord. Es spricht aber viel gegen die Selbstmordtheorie. Ein Staatsanwalt glaubte, Stavros Niarchos sei für ihren Tod verantwortlich und wollte ihn deswegen vor Gericht bringen. Die damalige griechische Militärdiktatur schützte Niarchos aber und erliess den Befehl, dass griechische Zeitungen nicht über den Fall berichten durften. Die griechische Justiz beteiligte sich an der Vertuschung. Niarchos war ein Unterstützer der griechischen Militärdiktatur und profitierte wirtschaftlich stark von ihr. (Quelle) Die Niarchos Familie gilt bis heute als die reichste griechische Familie und hat noch immer Kontakt zur Livanos Familie.

Stavros Livanos zweite Tochter Athina (1929-1974) heiratete den griechischen Schifffahrtsunternehmer Aristotle Onassis (1906-1975), der zeitweise als einer der reichsten Männer der Welt galt. Somit war Stavros Livanos der Schwiegervater der zwei mächtigsten griechischen Unternehmer der Nachkriegszeit. Aristoteles Onassis wurde in eine christliche Familie in der Türkei geboren und emigrierte nach Griechenland. Er stieg zum mächtigsten Schifffahrtsunternehmer der Welt auf und besass viele Frachtschiffe und Öltanker. Er gründete zusammen mit der saudischen Königsfamilie ein staatliches Öltankerunternehmen. Er kannte Patriarch Athenagoras (Foto). Dieser war von 1948 bis 1972 der Patriarch von Konstantinopel und somit das Oberhaupt der christlich-orthodoxen Kirche. Die orthodoxe Kirche ist das führende Gotteshaus in Griechenland und über 90 Prozent der Bevölkerung gehören ihr an.

Aristotle Onassis und Athina Livanos liessen sich 1960 scheiden. Aristotle Onassis heiratete 1968 Jacqueline Kennedy. Sie war die Witwe des US-Präsidenten John F. Kennedy, der 1963 erschossen worden war.

Anmerkung: Jacquelines Stiefvater Hugh war ein Enkel von Oliver Burr Jennings, der mit der Rockefeller Familie verschwägert und an ihrem Ölkonzern beteiligt war. Jacquelines Halbschwester Janet heiratete Lewis Polk Rutherfurd, der als Finanzier in Hongkong aktiv war. Seine Familie gehörte bereits im 18. Jahrhundert zur New Yorker Elite und stammt aus dem schottischen Rutherford Clan. Lewis ist mütterlicherseits ein Enkel von Frank Polk, der Gründungspartner von Davis Polk war, einer führenden Anwaltskanzlei in New York. Lewis heiratete in zweiter Ehe in die Du Pont Familie. Diese gehört schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA. Janets Schwester Nina heiratete Michael Straight, der für den sowjetischen Geheimdienst KGB spionierte und aus der einflussreichen Whitney Familie kam. Jacquelines Schwester Caroline heiratete in zweiter Ehe in die polnische Hochadelsfamilie Radziwiłł. Carolines erster Ehemann war der US-amerikanische Diplomat Michael Canfield, ein angeblicher Sohn des britischen Prinzen George von Kent. (Quelle: 1 und 2) Prinz George war übrigens Grossmeister der Freimaurer in England. (Quelle) Michael Canfield heiratete in zweiter Ehe eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Charteris Clan. Die Enkelin heiratete danach einen Herzog aus der englischen Adelsfamilie Spencer-Churchill. (Quelle)

Aristotle Onassis wurden Kontakte zur Mafia nachgesagt (Quelle). In seiner Anfangszeit als Schifffahrtsunternehmer soll die organisierte Kriminalität Drogen über seine Schiffe geschmuggelt haben (Quelle). Einer seiner engsten Vertrauten beschrieb ihn als „einen charmanten Psychopathen“. Nach einer unbewiesenen Verschwörungstheorie (bekannt als Gemstone File) war Onassis an der Spitze eines internationalen kriminellen Netzwerkes, das mit Geheimdiensten und korrupten Politikern zusammenarbeitete und zu dem auch die Kennedy Brüder gehörten. Der Verschwörungstheorie nach wurden die Brüder ermordet, weil sie versuchten sich aus den kriminellen Strukturen zu lösen. Unabhängig von dieser Verschwörungstheorie gibt es ein Buch und ein darauf basierendes Theaterstück, in dem behauptet wird, dass Onassis zwei Millionen US-Dollar an einen Agenten und Schutzgelderpresser der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) zahlte, damit dieser die Ermordung von Robert „Bobby“ Kennedy arrangierte (Quelle: 1 und 2). Robert Kennedys Mörder Sirhan war übrigens griechisch-orthodoxer Palästinenser.

Aristotle Onassis war mit Lily Safra befreundet, die einen der reichsten Bankiers der Welt heiratete. (Quelle) Auch der britische Premierminister Winston Churchill zählte zu seinen Freunden. (Quelle

Nachdem sich Athina Livanos von Aristotle Onassis scheiden liess, heiratete sie einen Herzog aus der englischen Adelsfamilie Spencer-Churchill. Der Herzog war väterlicherseits ein Enkel der US-Amerikanerin Consuelo Vanderbilt. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts.

Athina Livanos heiratete in dritter Ehe den griechischen Unternehmer Stavros Niarchos, der bereits mit Athinas Schwester verheiratet war. Nach der Liste von Kevin Dowling war Stavros Niarchos und Athinas Bruder George Livanos (*1934) Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. 

Georges Tochter Arietta Livanos heiratete 1994 George Vardinogiannis, ein Sohn des griechischen Milliardärs Vardis Vardinogiannis. Die Vardinogiannis Familie kontrolliert den Ölkonzern Motor Oil, eines der grössten griechischen Unternehmen. Zu den Gästen ihrer Hochzeit in London gehörten:

  • Mitglieder der griechischen Königsfamilie.
  • Mitglieder der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos.
  • Mitglieder der Aga Khan Familie.
  • Mitglieder der englischen Adelsfamilie Spencer-Churchill.
  • Mitglieder der deutsch-österreichischen Milliardärsfamilie Flick.
  • Mitglieder der polnischen Adelsfamilie Radziwiłł.
  • Die Jordanierin Firyal Irshaid. Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie.
  • Der kanadische Baron Conrad Black. Er war früher einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt.
  • Randolph Hearst aus der US-amerikanischen Milliardärsfamilie Hearst.
  • Der amerikanisch-jüdische Milliardär Alfred Taubman.
  • Lady Aliki Russell. Die Griechin heiratete in zweiter Ehe in die britische Adelsfamilie Russell. Ihr erster Ehemann kam mütterlicherseits aus der französisch-jüdischen Unternehmerfamilie Javal.

Nach der Hochzeit wurde noch ein Dinner veranstaltet. Auch hier waren bemerkenswerte Gäste dabei:

  • Mitglieder der Rothschild Familie.
  • Der deutsche Hochadlige Prinz Ernst von Hannover.
  • Mitglieder der deutschen Uradelsfamilie Fürstenberg.
  • Der jugoslawische Prinz Dimitri.
  • Der brasilianisch-jüdische Bankier und Milliardär Edmond Safra und seine Frau Lily.
  • Die Ehefrau des britischen Bankiers Rupert Hambro.
  • Georgina Brandolini d’Adda. Sie kommt aus der französischen Uradelsfamilie Faucigny und heiratete in die italienische Uradelsfamilie Brandolini.
  • Mitglieder der irakisch-britisch-jüdischen Bankiersfamilie Zilkha.
  • Der amerikanisch-jüdische Bankmanager John Gutfreund. Unter seiner Führung wurde Salomon Brothers eine der grössten Investmentbanken der Welt.

(Quelle)

Eugenie Livanos heiratete in die französisch-jüdische Bankiersfamilie Worms (Quelle).

Alexander Onassis (1948-1973), der mütterlicherseits aus der Livanos Familie kam, starb bei einem Absturz mit seinem eigenen Flugzeug. Sein Vater Aristotle Onassis glaubte nicht an einen Unfall, sondern dass Alexander von der CIA und der griechischen Militärdiktatur ermordet wurde (Quelle). Alexander hatte Gerüchten zufolge ein romantisches Verhältnis mit Fiona Campbell-Walter (Quelle). Sie stammte aus dem schottischen Campbell Clan. Sie heiratete Baron Hans Thyssen-Bornemisza de Kászon aus der deutschen Milliardärsfamilie Thyssen. Ihre Tochter heiratete das Oberhaupt der Familie Habsburg (die nicht amtierende Königsfamilie von Österreich). Fiona verkehrte mit der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli und mit der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (Quelle).

Christina Onassis (1950-1988), die mütterlicherseits aus der Livanos Familie kam, heiratete den Franzosen Thierry Roussel. Thierrys Familie gründete und kontrollierte Roussel Uclaf, eines der grössten französischen Pharmaunternehmen. (Quelle) Roussel Uclaf war ein Vorläufer von Sanofi, der heute einer der grössten Pharmakonzerne der Welt ist.

Christina Onassis war mit Chryss Goulandris befreundet. Diese kam ebenfalls aus einer griechischen Reederfamilie. Sie lebte unter anderem in Irland. Ihr Ehemann Tony O’Reilly war einer der reichsten Iren. (Quelle) Das Vermögen von Chryss Goulandris wurde 2015 auf über zwei Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Als sich Athina Onassis (*1985) scheiden liess, engagierte sie den Anwalt Robert Stephan Cohen für die Scheidungsverhandlungen. Er ist ein bekannter Scheidungsanwalt der US-Elite. Zu seinen Kunden gehörten unter anderem die beiden Exfrauen von Donald Trump, Michael Bloomberg und die Exfrau von Bill Gates (Quelle).

Zur Verwandtschaft der Livanos Familie gehörte George P. Livanos (1926-1997), der das griechische Schifffahrtsunternehmen Ceres Hellenic Enterprises gründete, das bis heute besteht. Derzeit besitzt sein Sohn Peter Livanos (*1958) das Unternehmen. Peter gilt als einer der reichsten Griechen und sein Vermögen wird von 1,7 bis auf über 7 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Peter Livanos Tochter Marina heiratete Andreas-Ioannis Martinos. Die Martinos Familie besitzt das griechische Schifffahrtsunternehmen Thenamaris. 2013 versuchten mit Kalaschnikows bewaffnete Männer Marinas Ehemann zu entführen, was aber misslang. (Quelle)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Niarchos Familie

Die Niarchos Familie gilt als die reichste griechische Familie. Das Familienvermögen wird von drei Milliarden bis auf über zehn Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Sie sind mit vielen Adelsfamilien verbunden.

Der Grieche Stavros Niarchos (1909-1996) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der mächtigsten und reichsten Schifffahrtsunternehmern der Welt. Er war auch in der Erdölindustrie aktiv und besass Öltanker. Er war ein Unterstützer der griechischen Militärdiktatur, die von 1967 bis 1974 bestand und von der Stavros Niarchos wirtschaftlich stark profitierte. (Quelle: 1 und 2)

Stavros Niarchos heiratete 1947 Eugenia Livanos und wurde dadurch ein Schwiegersohn des griechischen Schifffahrtsunternehmers Stavros Livanos. Eugenia beging 1970 nach offiziellen Angaben Selbstmord. Es spricht aber viel gegen die Selbstmordtheorie. Ein Staatsanwalt glaubte, Stavros Niarchos sei für ihren Tod verantwortlich und wollte ihn deswegen vor Gericht bringen. Die damalige Militärdiktatur schützte Niarchos aber und erliess den Befehl, dass griechische Zeitungen nicht über den Fall berichten durften. Die griechische Justiz beteiligte sich an der Vertuschung. (Quelle)

Stavros Niarchos heiratete 1965 in vierter Ehe in die US-amerikanische Ford Familie, die damals eine der reichsten Familien der Welt war (Quelle). Stavros Niarchos heiratete in fünfter Ehe Athina Livanos, die Schwester seiner dritten Ehefrau. Athina war in erster Ehe mit Aristotle Onassis verheiratet gewesen, der als der reichste griechische Unternehmer galt. Athina hatte in zweiter Ehe einen Herzog aus der britischen Adelsfamilie Spencer-Churchill geheiratet.

Stavros Niarchos hatte ein romantisches Verhältnis mit Pamela Digby, die Tochter eines britischen Barons. Pamela war mit Randolph Churchill verheiratet, dem Sohn des britischen Premierministers Winston Churchill. Pamela heiratete auch in die Harriman Familie, die zur US-Elite gehört. Pamela führte auch romantische Beziehungen mit Élie de Rothschild, Aly Khan und Giovanni Agnelli. (Quelle)

Stavros Niarchos hatte ein romantisches Verhältnis mit der Jordanierin Firyal Irshaid. (Quelle) Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie. Firyal Irshaid kennt mehrere Königsfamilien sowie Baron Jacob Rothschild, Lionel Pincus (Mitgründer von Warburg Pincus) und viele weitere.

Stavros Niarchos hatte ein romantisches Verhältnis mit einer Prinzessin aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Italien (Haus Savoyen). (Quelle)

Stavros Niarchos besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Er war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner von David Rockefeller, der einer der mächtigsten Akteure der US-Elite war (Quelle). Stavros Niarchos kannte auch Giovanni Agnelli, der als der mächtigste italienische Unternehmer galt (Foto). Rockefeller und Agnelli waren ebenfalls Freunde und im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle). Nach der Liste von Kevin Dowling war Stavros Niarchos Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Rockefeller und Agnelli waren ebenfalls Mitglied (Quelle).

Der jugoslawische Prinz Alexander war ein Angestellter von Stavros Niarchos und erhielt von ihm einen Mercedes als Hochzeitsgeschenk. (Quelle)

Stavros Niarchos kannte Hermann Josef Abs, der einer der mächtigsten deutschen Manager war (Quelle).

Nachdem Stavros Niarchos 1996 starb, wurde mit seinem Vermögen die Stavros Niarchos Foundation gegründet. Zwei seiner Söhne und ein Grossneffe sind derzeit im Vorstand der Stiftung. Die Stiftung war in den letzten Jahren einer der grössten Spender des Chatham House. Das Chatham House gilt als die mächtigste britische Denkfabrik. Der Brite Sir Dennis Weatherstone war von 1996 bis 2008 Vorsitzender der Niarchos Stiftung. Weatherstone war Vorsitzender und CEO der US-amerikanischen Grossbank JP Morgan.

Stavros Sohn ist der Kunstsammler Philip Niarchos (*1954). Sein Vermögen wird zurzeit auf 2,8 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Er und sein Bruder Spyros Niarchos (*1955) heirateten in die Guinness Familie (Quelle). Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel. Spyros Niarchos Exfrau war oder ist noch immer in einer romantischen Beziehung mit dem französisch-jüdischen Publizisten Bernard-Henri Lévy, ein Bekannter der französischen Rothschilds.

Philip Niarchos ist Treuhänder des Museum of Modern Art (MoMa) in New York, eines der wichtigsten Kunstmuseen der USA. Zu den Treuhändern des Museums gehören viele Milliardäre und Mitglieder aus Milliardärsfamilien. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Stavros Niarchos II. (*1985) heiratete die Russin Dasha Zhukova. Sie war zuvor mit dem russisch-jüdischen Milliardär Roman Abramovich verheiratet. Dasha Zhukova ist seit vielen Jahren mit der britischen Prinzessin Beatrice befreundet. (Quelle). Auf der Hochzeit von Niarchos und Zhukova waren Mitglieder der monegassischen Fürstenfamilie und der nicht amtierenden griechischen Königsfamilie sowie Mitglieder der deutschen Hochadelsfamilie Hannover (Quelle: 1 und 2). Lapo Elkann, der mütterlicherseits aus der Agnelli Familie kommt, war auch da (Quelle). Zum Freundeskreis des Ehepaares gehören Joshua Kushner und Ivanka Trump (Tochter von US-Präsident Donald Trump) (Quelle). Dasha Zhukovas Mutter hat sich im März 2024 mit dem Milliardär Rupert Murdoch verlobt, der einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt ist (Quelle). Dashas Vater Alexander Schukow (Zhukov) hatte Kontakt zu Mafiabanden aus der Ukraine, darunter zum internationalen Waffenhändler Leonid Minin. Im Jahr 2001 sass Alexander Schukow in Italien für sechs Monate im Gefängnis, weil er beschuldigt wurde, sich an Waffenschmuggel in Osteuropa beteiligt zu haben. Er wurde freigesprochen. In einem Bericht des italienischen Parlaments aus dem Jahr 2005 wurde Alexander Schukow als ein „wichtiges Mitglied“ der Solntsevskaya-Bande (Solnzewo-Bruderschaft) genannt. Solntsevskaya gilt als die mächtigste Gruppe der russischen Mafia. (Quelle)

Stavros Niarchos II. hatte ein romantisches Verhältnis mit der schwedischen Prinzessin Madeleine sowie auch mit Paris Hilton (Quelle). Paris kommt aus der US-amerikanischen Multimillionärsfamilie Hilton, welche die gleichnamige Hotelkette gründete. Ihre Schwester Nicky heiratete in die Rothschild Familie.

Stavros Niarchos II. gehört zum Freundeskreis von Beatrice Borromeo, die in die monegassische Fürstenfamilie heiratete (Quelle). Die italienische Adelsfamilie Borromeo war im 14. und 15. Jahrhundert eine bedeutende Bankiersfamilie. Die Familie brachte mehrere Kardinäle hervor. Agostino Borromeo gehört derzeit zur Führung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (ein Vatikanorden).

Constantin Niarchos (1962-1999) war ein Mitschüler der britischen Prinzen Andrew und Edward. Er heiratete in die italienische Adelsfamilie Borghese, die zum päpstlichen Adel gehört. (Quelle)

Eugenie Niarchos (*1986) kennt Mitglieder der deutschen Adelsfamilie Thurn und Taxis (Foto). Sie kennt Tatiana Santo Domingo (Foto). Tatiana kommt aus der kolumbianischen Milliardärsfamilie Santo Domingo und heiratete in die monegassische Fürstenfamilie. Eugenie Niarchos kennt das Model Bianca Brandolini d’Adda (Foto). Bianca kommt aus einer italienischen Uradelsfamilie. Die Brandolini d’Adda Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Bianca und Eugenie waren auf einer Hochzeit der britisch-amerikanischen Milliardärsfamilie Getty. Eugenie Niarchos kennt Diane von Fürstenberg (Foto). Diane heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Fürstenberg und ihr Mann kam mütterlicherseits aus der Agnelli Familie. Seit 2001 ist Diane mit dem amerikanisch-jüdischen Milliardär Barry Diller verheiratet.

Electra Niarchos (*1995) kennt ebenfalls Bianca Brandolini d’Adda sowie die griechische Prinzessin Maria-Olympia und Antoine Arnault aus der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault (Foto).

Stavros Niarchos II. war Ehrengast bei einer Hochzeit der griechischen Königsfamilie. Marianna Vardinogiannis war ebenfalls ein Ehrengast. (Quelle) Mariannas Mann Vardis ist Milliardär und kontrolliert den Ölkonzern Motor Oil, eines der grössten griechischen Unternehmen. Die Niarchos Familie war 1994 auf einer Hochzeit in London, bei der die Vardinogiannis Familie in die Livanos Familie heiratete, die wie bereits erwähnt auch in die Niarchos Familie geheiratet hatte. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, Spencer-Churchill, Safra, Hearst, Hambro, Russell, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland, Jordanien und Serbien. (Quelle)

Mitglieder der Niarchos Familie besuchten das Eliteinternat Le Rosey in der Schweiz. Es ist vermutlich das elitärste Internat der Welt. Viele Königsfamilien schicken ihre Kinder dorthin. Aber auch Kinder aus Milliardärsfamilien wie RockefellerRothschildBotín, Du Pont, Aga Khan, Molson, Thyssen, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. Im Zeitraum 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als „die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens, in dem sich das Internat befindet, als „die Bauern“ bezeichnet wurden. Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hochelitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann. (Quelle)

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Grimaldi

Die Hochadelsfamilie Grimaldi herrscht seit 1297 über den Stadtstaat Monaco.

Der Italiener Grimaldo Canella, der im 12. Jahrhundert lebte, gilt als der Stammvater der Familie. Er war wie sein Vater Konsul von Genua in Italien. Als Botschafter traf er ausländische Herrscher, darunter den byzantinischen Kaiser. Sein Sohn Oberto heiratete in die Spinola Familie, die eine der führenden Adelsfamilien in Genua war.

Im 13. Jahrhundert waren die Grimaldis eng mit der Fieschi Familie verbunden, die ebenfalls eine der führenden Adelsfamilien in Genua war. Im 13. Jahrhundert stellte die Fieschi Familie zwei Päpste. Die Fieschi Familie brachte über 60 Kardinäle hervor. Die Grimaldis stellten auch mehrere Kardinäle und Bischöfe. Die Familien Grimaldi und Fieschi waren als Händler, Bankiers und Reeder aktiv. Die Republik Genua war damals eine Handelsseemacht und dominierte den Handel im Mittelmeer. Die Grimaldis waren in allen grossen wirtschaftlichen Zentren Europas aktiv, insbesondere in Byzanz, Frankreich, Spanien, England und den Niederlanden. Die Grimaldis waren vom 14. bis 17. Jahrhundert mit der Savoyen Familie verbunden, eine der wichtigsten italienischen Adelsfamilien. Die Savoyens heirateten im 13. Jahrhundert in die Fieschi Familie.

Die Grimaldi Familie gründete 1407 zusammen mit der genuesischen Elite die Banco di San Giorgio. Soviel man weiss, war sie eine der ersten Banken der Welt. Sie bestand bis 1805. Die Bank finanzierte Päpste, Könige und Kaiser. Neben europäischen Herrschern hatte auch der berühmte Seefahrer Christoph Kolumbus ein Konto bei der Bank. Die Grimaldis waren an vielen grossen Unternehmen der damaligen Zeit beteiligt. (Quelle: 1 und 2)

Die Grimaldi Familie war lange Zeit mit der Doria Familie verfeindet, die ebenfalls eine der führenden Adelsfamilien in Genua war. 1491 gab es aber eine Heirat zwischen den beiden Familien, die für 30 Jahre Frieden sorgte. (Quelle)

Der Gegenpapst Clemens VII. hatte Schulden bei der Grimaldi Familie. Da er seine Schulden nicht zurückzahlen konnte, übergab er 1384 den Grimaldis stattdessen die französische Stadt Antibes. (Quelle) In Frankreich bildete sich darauf der Familienzweig der Grimaldis von Puget, der bis heute besteht und dessen Mitglieder in Frankreich und Belgien leben. Dieser Familienzweig brachte Markgrafen und Bischöfe hervor sowie mehrere Ritter des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet.

Jerónimo Grimaldi (1710-1789) war hochrangiger Politiker in Spanien und spanischer Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Seit 1297 herrscht ein Familienzweig der Grimaldis als Fürstenfamilie über den Stadtstaat Monaco. Früher glaubte die monegassische Fürstenfamilie, dass sie von Grimoald (starb 714) abstammt. Er war ein Sohn von Pippin dem Mittleren aus der Dynastie der Arnulfinger. Pippin der Mittlere war der Urgrossvater von Karl dem Grossen (starb 814), der einer der mächtigsten Herrscher seiner Zeit war.

Der monegassische Fürst Louis II. (1870-1949) trat in den 1890er Jahren dem französischen Militär bei. Dort lernte er Philippe Pétain kennen. 1940 wurde Frankreich von Nazideutschland besetzt, worauf dort das autoritäre Vichy-Regime errichtet wurde, das mit Nazideutschland kooperierte. Philippe Pétain wurde der Staatschef des Vichy-Regimes. Fürst Louis II. erklärte seine Unterstützung für das Vichy-Regime. Zur Zeit des deutschen Naziregimes war Monaco ein Zentrum für die internationalen Handels- und Finanzgeschäfte von Nazideutschland. (Quelle)

Die heutige Fürstenfamilie von Monaco

Das Vermögen des derzeitigen Fürsten Albert II. wird auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle).

Monaco hat etwa 38 300 Einwohner, wovon etwa ein Drittel Millionäre sind (Stand 2019) (Quelle). Der Grossteil der Einwohner sind Einwanderer, darunter über 9000 Franzosen und über 8000 Italiener sowie fast 3000 Briten und etwa je 1000 Schweizer, Belgier und Deutsche (Stand 2017). (Quelle) 2017 waren 139 Nationalitäten im Fürstentum vertreten und auch die dortige High Society ist multikulturell. Die Fürstenfamilie verkehrt in der monegassischen High Society und kennt daher viele Millionäre, die aus verschiedensten Ländern kommen.

Fürst Albert II. kennt fast alle oder sogar alle noch amtierenden Königsfamilien dieser Welt. Er kennt auch Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Sizilien, Portugal, Griechenland, Russland, Serbien, Albanien, Bulgarien, Rumänien und Iran. Er kennt auch die Aga Khan Familie.

Fürst Albert II. traf viele Staatschefs, darunter Angela Merkel, Wladimir Putin, Barack Obama und Nursultan Nazarbayev.

Die Grimaldis sind traditionell katholisch und die monegassische Fürstenfamilie engagiert sich für die katholische Kirche. Die Fürstenfamilie traf in den letzten 70 Jahren regelmässig Päpste. Monaco unterhält seit 40 Jahren ein gutes Verhältnis zum Vatikan. Die katholische Kirche in Monaco unterhält seit 1247 enge Beziehungen zum Kirchenstaat. (Quelle)

Fürst Albert II. ist Mitglied des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Fürst Albert II. traf 2009 und 2011 Matthew Festing, den damaligen Grossmeister des Malteserordens (Quelle: 1 und 2).

Fürst Albert II. wurde vom Konstantinorden geehrt. Die Zeremonie wurde vom Herzog von Castro geleitet. Der Herzog kommt aus der Hochadelsfamilie Bourbon-Sizilien, die seit fast 300 Jahren den Konstantinorden führt. Beim Treffen war auch Prinz Francesco Ruspoli dabei, der Grosskanzler des Konstantinordens. (Quelle) Die italienische Ruspoli Familie gehört zum päpstlichen Adel. Der Konstantinorden, ein vatikanverbundener Orden, wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Fürst Albert II. traf 2021 Kardinal Fernando Filoni, den derzeitigen Grossmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Der Vatikanorden konzentriert sich auf den Nahen Osten. (Quelle)

Fürst Albert II. verlieh der US-Amerikanerin Peggy Rockefeller den Prince’s Prize (Prinzenpreis) (Quelle). Peggy ist eine Tochter des verstorbenen David Rockefellers, der einer der mächtigsten Akteure der US-Elite war.

Fürst Albert II. war ein langjähriger Freund des verstorbenen Olivier Dassault (Quelle). Die Dassault Familie ist eine der reichsten Familien Frankreichs.

Fürst Albert II. kennt den französischen Multimilliardär Bernard Arnault (Foto). Fürst Albert II. heiratete 2011. Bei seiner Hochzeit war neben vielen Königsfamilien, Politikern und Botschaftern auch Bernard Arnault dabei sowie der südafrikanische Milliardär Johann Rupert und Eric Peugeot aus der französischen Milliardärsfamilie Peugeot (Quelle: 1, 2, 3).

Fürst Albert II. traf oder kennt noch viele weitere einflussreiche Persönlichkeiten, darunter folgende:

  • Der Milliardär Benjamin de Rothschild (Foto).
  • Philippine de Rothschild (Foto).
  • Der französische Multimillionär Arnaud Lagardère (Foto). Die Lagardère Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern Frankreichs.
  • Der kanadische Milliardär Galen Weston (Foto).
  • Die italienische Politikerin Susanna Agnelli (Foto). Sie kam aus der Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite.
  • Die monegassische Milliardärin Lily Safra (Foto). Sie war mit einem der reichsten Bankiers der Welt verheiratet.
  • Der italienische Milliardär Stefano Pessina (Foto). Er ist Hauptaktionär des Apothekenunternehmens Walgreens Boots Alliance, eines der grössten Unternehmen der USA.

Andrea Casiraghi (*1984), der mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie kommt, kennt das Model Bianca Brandolini d’Adda (Foto). Bianca kommt aus einer italienischen Uradelsfamilie. Die Brandolini d’Adda Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Bianca war auf einer Hochzeit der britisch-amerikanischen Milliardärsfamilie Getty.

Bemerkenswerte Heiraten der Fürstenfamilie

Pierre Casiraghi (*1987), der mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie kommt, heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Die Borromeos waren im 14. und 15. Jahrhundert eine bedeutende Bankiersfamilie. Die Familie brachte mehrere Kardinäle hervor. Agostino Borromeo gehört derzeit zur Führung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (ein Vatikanorden). Zu den Gästen der Hochzeit von Pierre Casiraghi und Beatrice Borromeo gehörten:

  • Die norwegische Königsfamilie.
  • John Elkann. Er kommt mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli und leitet derzeit ihr Wirtschaftsimperium. Er heiratete ebenfalls in die Borromeo Familie. Er gehört zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.
  • Diane von Fürstenberg. Die belgisch-jüdische Modedesignerin heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Fürstenberg und ihr Mann kam mütterlicherseits aus der Agnelli Familie. Die Fürstenberg Familie heiratete 2011 in die Borromeo Familie. Seit 2001 ist Diane mit dem amerikanisch-jüdischen Milliardär Barry Diller verheiratet.
  • Der marokkanisch-jüdische Komiker Gad Elmaleh. Er hatte ein romantisches Verhältnis mit Charlotte Casiraghi (die Schwester des Bräutigams).

(Quelle: 1 und 2)

Zum Freundeskreis des Ehepaares gehört Stavros Niarchos Junior aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (Quelle).

Übrigens: Die Borromeo Familie ist derzeit über eine Heirat mit der italienischen Adelsfamilie Peretti verbunden. Die Peretti Familie kontrolliert den Ölkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen. Sie sind vermutlich Multimillionäre. Ugo Brachetti Peretti ist Botschafter des Malteserordens (Vatikanorden) in Belarus (Weissrussland). In dieser Funktion traf er den weissrussischen Diktator Alexander Lukaschenko. (Quelle) Die Peretti Familie kennt italienische Aristokraten sowie das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Bulgarien. Die Peretti Familie ist derzeit über eine Taufpatenschaft mit dem Haus Habsburg verbunden (ehemalige Königsfamilie von Österreich). (Quelle) Die Peretti Familie heiratete im Jahr 2000 in die Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.

Andrea Casiraghi (*1984), der mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie kommt, heiratete in die kolumbianische Unternehmerfamilie Santo Domingo, eine der reichsten Familien Südamerikas.

Fürst Albert I. (1848-1922) heiratete Mary Douglas Hamilton. Sie kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Baden. Ihr Vater, der britische Herzog William Hamilton, war der Clan-Chef des schottischen Hamilton Clans. Er und sein Vater waren Freimaurer und Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Marys Enkel, der deutsche Adlige Tassilo Fürstenberg, heiratete in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Fürst Albert I. heiratete in zweiter Ehe in die deutsch-jüdische Heine Familie, die mehrere Bankiers hervorbrachte, darunter Salomon Heine (1767-1844), der einer der reichsten Geschäftsmänner in der deutschen Stadt Hamburg war.

Florestine von Monaco (1833-1897) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Württemberg. Ihr Ehemann war ein Neffe des ersten württembergischen Königs Friedrich. König Friedrich war Freimaurer (Quelle).

Caroline von Monaco (*1957) heiratete in erster Ehe Philippe Junot, einen französischen Immobilien- und Finanzunternehmer. Sein Vater Michel ist französischer Politiker. Die Familie behauptet von Kaiser Napoleons General Andoche Junot abzustammen (Quelle). Caroline heiratete in zweiter Ehe den italienischen Unternehmer Stefano Casiraghi. In dritter Ehe heiratete sie das Oberhaupt der deutschen Hochadelsfamilie Hannover, die früher den britischen Thron besetzte. Caroline hatte ein romantisches Verhältnis mit dem französischen Schauspieler Vincent Lindon. Lindon hatte auch eine Beziehung mit Claude Chirac, die Tochter des ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac. Lindon ist ein Grossneffe des französisch-jüdischen Unternehmers André Citroën, der den Automobilhersteller Citroën gründete. André Citroën war Freimaurer (Quelle). Sein Sohn heiratete in die französisch-jüdische Bankiersfamilie Weill.

Der monegassische Prinz und Markgraf Hercules Grimaldi (1623-1651) heiratete in die Spinola Familie und seine Tochter heiratete in die Imperiali Familie (Quelle: 1 und 2). Die beiden italienischen Adelsfamilien stammten wie die monegassische Fürstenfamilie von Politikern und Geschäftsleuten aus Genua ab.

Fürst Charles III. (1818-1889) heiratete in die belgische Uradelsfamilie Merode. Die Fürstenfamilie heiratete in mehrere französische Adelsfamilien.

Mafia in Monaco

Als langjährige Steueroase wird Monaco zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche genutzt, unter anderem von der italienischen Mafia, die auch mit dem berühmten Casino in Monaco verbunden ist. Der Italiener Licio Gelli, der Grossmeister der kriminellen Freimaurerloge P2 war und dem Kontakte zur italienischen Mafia nachgesagt wurden, besass eine private Firma auf Monaco. (Quelle)

Im Jahr 2000 wurden in Monaco ein Drittel der nationalen Einnahmen durch Bankkonten von Ausländern erwirtschaftet (Quelle).

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 kam die russische Mafia zu grossem Einfluss. In den folgenden Jahren sind russische Mafiosi in Monaco ansässig geworden und besitzen dort inzwischen Villen, Wohnungen, Yachten und ganze Boutiquenketten. (Quelle) Französische Behörden warfen Monaco mehrfach vor, dass die dortige Elite Steuerhinterzieher und Mafiosi toleriere und schütze. Die Fürstenfamilie besitzt zu einem Drittel den Fussballclub AS Monaco. Die anderen zwei Drittel gehören dem russischen Milliardär Dmitry Rybolovlev, der Fürst Albert II. auch traf (Foto). Rybolovlev war oder ist noch immer ein wichtiger Kunde der monegassischen Abteilung der britischen Grossbank HSBC (Quelle). Rybolovlev betreibt Offshore-Firmen in Steueroasen.

Dem berühmten Casino von Monte Carlo in Monaco wurde vorgeworfen, dass Drogenbarone und Mafiabosse Geld über das Casino waschen (Quelle). Das Casino wurde 1863 von der Fürstenfamilie gegründet und gehört dem Unternehmen „Société des bains de mer de Monaco“, das ebenfalls von der Fürstenfamilie gegründet wurde. Monaco ist schon lange ein Zielort für wohlhabende Glücksspieler. Die Glücksspielindustrie ist eine der Haupteinnahmequellen Monacos.

Übrigens: Auch die Glücksspielindustrie im deutschsprachigen Raum ist mit der Mafia verbunden und wird von ihr zur Geldwäsche genutzt, was auch für die Onlineglücksspielindustrie gilt (Quelle). Verbindungen zwischen Mafia und Glücksspielindustrie lassen sich weltweit beobachten. Übrigens hatte der deutsche Skandalkonzern Wirecard neben Kontakten zu Geheimdiensten, Politikern und mehreren deutschen Adligen auch Kontakte zur Glücksspielindustrie und der italienischen Mafia (Quelle).

Fürst Albert II. kennt den monegassischen Milliardär David Nahmad (Quelle). Die libanesisch-jüdische Nahmad Familie ist eine international vernetzte Familie von Kunsthändlern. Davids Sohn Helly Nahmad war Mitorganisator eines illegalen Glücksspielrings bestehend aus wohlhabenden Glücksspielern. Er wurde deswegen von einem US-Gericht zu einem Jahr Haft verurteilt. Ursprünglich wurde er auch wegen Erpressung, Geldwäsche und Verschwörung angeklagt, aber dies konnte nicht bewiesen werden. Er war eine von vielen einflussreichen Persönlichkeiten, die von US-Präsident Donald Trump begnadigt wurden. Helly Nahmad besass die 51. Etage des Trump Tower, der Donald Trump gehört. Vom Trump Tower aus leitete Helly Nahmad seinen illegalen Glücksspielring. (Quelle) Der Glücksspielring erstreckte sich von den USA über Russland, Zypern und die Ukraine und zog Milliardäre, russische Oligarchen, Hollywoodstars, Wall Street-Banker und Profisportler an. Hellys Vater David Nahmad soll das Netzwerk mitfinanziert haben. Einzelne Mitglieder wurden auch angeklagt wegen Geldwäsche und illegaler Kreditvergabe sowie illegalen Geschäfte über Internet-Glücksspiel und Sportwettengeschäfte. Laut US-Bundesbehörden wurde der Glücksspielring von der russischen Mafia betrieben. Der russische Mafioso Alimzhan Tokhtakhunov soll der Strippenzieher gewesen sein. Tokhtakhunov werden Kontakte zu Semion Mogilevich nachgesagt, der als der mächtigste russische Mafioso gilt. (Quelle) Die Nahmad Familie ist eine der wichtigsten Familien im internationalen Kunsthandel. Reiche und Mafiosi nutzen den Kunsthandel zur Steuervermeidung und Geldwäsche, indem sie die gekaufte Kunst in Zollfreilagern deponieren (meist in Steueroasen wie Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Singapur). Viele davon werden sich gar nicht für Kunst interessieren, sondern wollen einfach die Steuern umgehen oder Geld waschen. (Quelle: 1 und 2)

Der italienische Geschäftsmann Stefano Casiraghi (der zweite Ehemann der monegassischen Prinzessin Caroline) wurde mehrfach mit der italienischen Mafia in Verbindung gebracht (Quelle). Er starb an einem Genickbruch bei einem Schnellbootunfall. Er war nur wenige Wochen zuvor dem Tod entgangen, als der Motor seines Bootes explodierte. (Quelle) Im Internet kursieren Gerüchte, dass er von der Mafia ermordet wurde. Eine Journalistin behauptete, dass Stefanos Grab nachts aufgebrochen und sein Sarg senkrecht aufgestellt worden war, angeblich ein Warnzeichen der Mafia (Quelle).

Ein Richter sagte, dass hochrangige Justizbeamte in Monaco eine Untersuchung blockierten, die sich auf Aktivitäten der italienischen Mafia in Monaco konzentrierte. Ein Verdächtiger war mit der monegassischen Prinzessin Stéphanie verbunden und daher sei die Sache vertuscht worden. (Quelle)

Übrigens: Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist ein italienischer Familienzweig der Grimaldi Familie in der Schifffahrt aktiv. Sie besitzen die Grimaldi Group, ein grosses Schifffahrtsunternehmen. (Quelle) Es ist aber unklar, wie eng dieser Familienzweig mit der monegassischen Fürstenfamilie verwandt ist und ob sie sich kennen. Auf Schiffen der Grimaldi Group wurde schon oft kiloweise Kokain beschlagnahmt. Manchmal wurde mehr als eine Tonne geschmuggelt. (Quelle: 1 und 2) Die italienische Mafia gilt als führend in Europas Kokainhandel.

Ein US-Amerikaner behauptete, dass er von Fürst Albert II. beauftragt wurde, einen Geheimdienst aufzubauen. Er habe für Albert Informationen über Geschäftspartner und andere Leute eingeholt und seine Aufgabe war, die „bösen Jungs zu identifizieren“. Er habe dem Fürsten Infiltrationsversuche des russischen Geheimdienstes und krimineller Freimaurerlogen gemeldet sowie Beziehungen monegassischer Banken zur Mafia aufgedeckt. Albert habe seine Meinung aber nach seiner Thronbesteigung geändert und die Beziehungen zum Amerikaner 2007 abgebrochen. Der Amerikaner verklagte den Fürsten, weil er ihn nicht ausreichend bezahlt haben soll. (Quelle)

Der römisch-katholische Priester William McCandless war ein enger Berater der monegassischen Fürstenfamilie. Er galt als einer der engsten Freunde von Prinzessin Charlène und soll bei der Geburt und Taufe ihrer Kinder dabei gewesen sein. 2020 wurde McCandless angeklagt, weil er während seiner Dienstzeit für das Fürstenhaus Tausende von kinderpornografischen Bilder und Videos, einschliesslich der Folter von sehr kleinen Kindern, angehäuft hatte. Sein Anwalt behauptet aber, das Ganze sei eine Intrige des Fürstenhauses. „Es gab einige Dinge, die er in Monaco in Bezug auf illegale Aktivitäten herausgefunden hat“, sagte der Anwalt und weigerte sich, auf Einzelheiten einzugehen. „Die Leute, die diese Aktivitäten ausführten, mochten die Tatsache nicht, dass er es wusste.“ Gegen McCandless gab es aber bereits früher Vorwürfe des Missbrauchs von Minderjährigen. Der Priester arbeitete an mehreren Schulen in den USA und war auch Schulleiter von einer. Er ist Mitglied der „Oblaten des heiligen Franz von Sales“, ein Vatikanorden. Ein US-Staatsanwalt sagte, immer wenn es eine Anschuldigung gegen McCandless gab, wurde er von dem Orden an einen anderen Ort versetzt. (Quelle) Auch wenn McCandless pädophil war, muss das aber nicht bedeuten, dass die Behauptung von seinem Anwalt unwahr ist. Das Fürstenhaus könnte auch absichtlich einen Priester angestellt haben, gegen den es Vorwürfe gab. So konnte das Fürstenhaus sicher gehen, dass man den Priester erpressen oder einfach loswerden kann, wenn dieser zum Problem werden sollte.

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Chung Familie

Die Chung Familie ist eine der reichsten und mächtigsten Familien Südkoreas. 2017 wurde ihr Vermögen auf 14,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Chung Ju-yung (1915–2001) gründete 1947 ein Bauunternehmen, aus dem sich die heutige Hyundai Group entwickelte. Die Hyundai Group gehört zu den sogenannten Jaebeol, mächtige Unternehmensgruppen aus Südkorea. Zur Hyundai Group gehören verschiedene Unternehmen, die alle mit der Chung Familie verbunden sind. Würde man alle Hyundai-Firmen als ein Unternehmen betrachten, dann wäre es eines der grössten Familienunternehmen der Welt. Die wichtigsten Unternehmen der Hyundai Group wären:

  • Hyundai Motor: Einer der grössten Automobilhersteller der Welt. Nach Umsatz ist Hyundai Motor das zweitgrösste koreanische Unternehmen. Zum Konzern gehören die Automobilhersteller Hyundai, Kia, Genesis und Ioniq.
  • Hyundai Mobis: Einer der grössten Automobilzulieferer der Welt. Hyundai Mobis gehört nach Umsatz zu den zehn grössten koreanischen Unternehmen.
  • Hyundai Steel: Gehört zu den grössten Stahlproduzenten der Welt.
  • Hyundai Heavy Industries: Gilt als das grösste Schiffbauunternehmen der Welt. Seit 2021 besitzt es Doosan Infracore, einen der grössten Baumaschinenhersteller.
  • Hyundai Glovis: Gehört zu den grössten Logistikunternehmen der Welt.
  • Hyundai Marine & Fire Insurance: Eines der grössten Versicherungsunternehmen Südkoreas.
  • Hyundai Engineering & Construction: Eines der grössten Bauunternehmen Südkoreas.
  • Hyundai Rotem: Eines der grössten Rüstungsunternehmen Südkoreas. Südkorea gehört zu den asiatischen Ländern, die am meisten für Rüstung ausgeben.
  • Hyundai Wia: Ein grosses Maschinenbau- und Rüstungsunternehmen.
  • Hyundai Oilbank: Eines der grössten Erdölunternehmen Südkoreas.

Bis 2016 gehörte Hyundai Merchant Marine, eines der grössten Unternehmen in der weltweiten Containerschifffahrt, zur Hyundai Group.

Die Hyundai Group gründete Munhwa Ilbo, eine der grössten südkoreanischen Zeitungen.

Hyundai ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Die Chung Familie ist in der Konzernführung der Hyundai-Unternehmen. 1992 kontrollierte die Familie etwa 60 Prozent aller Aktien der Hyundai Group. (Quelle) Heute ist es anscheinend weniger. Ich denke, das Familienvermögen könnte um einiges grösser sein als die offiziellen Schätzungen.

Hyundai besitzt seit 2021 Boston Dynamics. Das US-amerikanische Unternehmen hatte seit 2017 zur japanischen SoftBank Group gehört und zuvor war es seit 2013 von Google kontrolliert worden. (Quelle: 1, 2) Boston Dynamics ist einer der fortschrittlichsten Hersteller von Robotern und stellt unter anderem Roboter für das US-Militär her. 2013 wurde berichtet, dass die Finanzierung der meisten fortschrittlichen Roboter von Boston Dynamics vom US-Militär kommt. (Quelle)

Die Hyundai Group ist die zweitgrösste koreanische Unternehmensgruppe. Chung Il-sun (*1970) heiratete in die Milliardärsfamilie Koo. (Quelle) Die Koo Familie kontrolliert die LG Group, die drittgrösste koreanische Unternehmensgruppe. Die Koo Familie heiratete in die Milliardärsfamilie Lee. (Quelle: 1, 2) Diese kontrolliert die Samsung Group, die grösste koreanische Unternehmensgruppe. Somit sind die drei mächtigsten Unternehmerfamilien Südkoreas familiär verbunden.

Der Milliardär Chung Mong-joon (*1951) hatte in den USA studiert. Er gehörte viele Jahre zur Nationalversammlung (Südkoreas Parlament). Von 2009 bis 2010 war er Vorsitzender der Grand National Party. (Quelle: 1, 2) Diese ist ein Vorläufer der heutigen People Power Party, eine der stärksten Parteien Südkoreas. Chung Mong-joon war von 1994 bis 2011 Vizepräsident des internationalen Fussballverbands FIFA. (Quelle) Er traf den britischen Prinzen William. (Quelle) Chung Mong-joon heiratete Kim Young-myeong. Sie ist eine Tochter des ehemaligen Aussenministers Kim Dong-jo. Ihre Schwestern gehören ebenfalls zur Elite Südkoreas:

  • Die Schwester Kim Young-ae arbeitet an der Wall Street und war dort Senior Vice President der US-amerikanischen Grossbank Morgan Stanley.
  • Die Schwester Kim Young-sook heiratete Son Myeong-won. Dieser war CEO des Automobilherstellers SsangYong Motor (KG Mobility). Sein Vater Son Won-il war Verteidigungsminister und gilt als der Gründer der südkoreanischen Marine.
  • Die Schwester Kim Young-ja heiratete in die Multimillionärsfamilie Huh. Die Huh Familie kontrolliert die GS Group und ist eng mit der Milliardärsfamilie Koo verbunden, die wiederum die LG Group kontrolliert. Der Schwiegervater von Kim Young-ja war zudem Mitgründer der Samsung Group, die von der Milliardärsfamilie Lee kontrolliert wird.

Dieser Familienkreis ist über Heiraten noch mit weiteren Unternehmerfamilien, Politikern und Managern verbunden.

(Quellen: 1, 2, 3, 4)

Der Milliardär Chung Mong-koo (*1938) traf den berühmten Milliardär Bill Gates. (Foto) Mong-koo wurde 2007 zu drei Jahren Haft verurteilt wegen Veruntreuung von Firmengeldern. Aber das Oberste Gericht von Seoul entschied, dass er auf Bewährung frei kam. Der leitende Richter sagte: „Das Gericht hat lange überlegt, ob es den Angeklagten ins Gefängnis stecken oder ihn aus dem Gefängnis heraushalten soll. Aber in Anbetracht der enormen wirtschaftlichen Auswirkungen, die eine Haftstrafe haben könnte, hat es beschlossen, die Strafe auszusetzen.“ (Quelle) Die grossen Unternehmensgruppen in Südkorea sind systemrelevant für die Wirtschaft des Landes. Allein die Samsung-Gruppe erwirtschaftet rund 20 Prozent von Südkoreas Bruttoinlandsprodukt. (Quelle) Daher wird die südkoreanische Justiz vermutlich nichts tun, was den grossen Unternehmensgruppen stark schaden könnte.

Chung Eui-sun (*1970) arbeitete in New York für den japanischen Grosskonzern Itochu. (Quelle)

Chung Tae-young, der im Westen unter dem Namen Ted Chung bekannt ist, heiratete in die Chung Familie und leitet ein Unternehmen der Hyundai Group. (Quelle) Er ist Mitglied des Asia Business Council, der die Beziehungen zwischen Wirtschaftsführern aus Asien und der westlichen Welt fördert. Die westliche Wirtschaftselite wird durch Marcus Wallenberg, Penny Pritzker, Mark Tucker von der HSBC und David Rubenstein vertreten. (Stand: 13.1.2024) (Quelle)

Chung Kyungsun war im Vorstand von Rockefeller Philanthropy Advisors, eine Organisation in den USA, die philanthropische Stiftungen berät und von der berühmten Rockefeller Familie gegründet wurde. (Quelle)

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Lauder Familie

Die amerikanisch-jüdische Unternehmerfamilie Lauder kontrolliert Estée Lauder, einer der grössten Kosmetikkonzerne der Welt. Die Lauder Familie besitzt etwa 38 Prozent der Unternehmensanteile und 86 Prozent der Stimmrechte (Quelle). Das Vermögen der Familie wird auf 49,3 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie ist damit eine der reichsten Familien der USA (Quelle). Bereits in den 80er-Jahren war sie eine der reichsten Familien des Landes (Quelle).

1. Generation

Estée Lauder (1906-2004) und ihr Mann gründeten 1946 das Kosmetikunternehmen. Estée galt als eine der erfolgreichsten Geschäftsfrauen der Welt. Sie kannte Happy Rockefeller, die in die berühmte Rockefeller Familie geheiratet hatte (Foto). Estée war mit der britischen Prinzessin Diana befreundet (Quelle).

2. Generation

Ronald Lauder (*1944) arbeitete im US-Verteidigungsministerium und war US-Botschafter in Österreich. Er ist seit 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Davor war Edgar Bronfman (aus der kanadischen Milliardärsfamilie Bronfman) langjähriger Präsident.

Ronald Lauder unterhielt viele Jahre eine freundschaftliche Beziehung zum langjährigen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (Quelle). In den letzten Jahren soll sich das Verhältnis der beiden stark abgekühlt haben.

Ronald Lauder war eine Zeit lang der grösste Investor des israelischen Fernsehsenders Channel 10 (Quelle).

Ronald Lauder kennt Expräsident Donald Trump schon seit fast 50 Jahren. Trump sagte bei einer Rede vor dem Jüdischen Weltkongress: „Er war wirklich ein guter Freund von mir, er hat sogar schon früh vorausgesagt, dass ich die Präsidentschaft gewinnen würde“. (Quelle) Ronald Lauder unterstützte den Wahlkampf von Donald Trump finanziell. Seine Frau und weitere Verwandte spendeten aber für den Wahlkampf von Joe Biden. (Quelle) Ronald Lauder kennt Joe Biden schon seit über 40 Jahren und hat ein gutes Verhältnis zu ihm. Er stand jedem Präsidenten seit Richard Nixon nahe. (Quelle)

Als Präsident des Jüdischen Weltkongresses traf Ronald Lauder Staatschefs, wie Wladimir Putin und Angela Merkel sowie Könige mehrerer Länder.

Ronald Lauder hat schon seit über 30 Jahren Kontakt zu Charlotte Knobloch (Quelle). Sie war Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses und Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Sie ist seit vielen Jahren mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel befreundet (Quelle).

Ronald Lauder und sein Bruder Leonard Lauder (*1933) kennen die Rothschilds (Fotos: 1, 2, 3). Ronald Lauder und David de Rothschild trafen gemeinsam den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus. Chella Safra, die in die jüdische Bankiersfamilie Safra heiratete, war ebenfalls dabei. (Foto) David de Rothschild und Chella Safra gehören zur Führung des Jüdischen Weltkongresses.

Ronald Lauder kannte David Rockefeller, der einer der mächtigsten Akteure der US-Elite war (Foto). David Rockefeller veranstaltete ein Mittagessen, bei dem Ronald Lauder auch dabei war. Das Mittagessen fand zu Ehren des jüdischen Unternehmers Larry Fink statt. Larry Fink ist Gründer, Vorsitzender und CEO von Blackrock, einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. Blackrock ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit über 9 Billionen US-Dollar. Beim Mittagsessen mit Lauder, Rockefeller und Fink waren auch folgende Personen anwesend:

  • Henry Kravis: Der jüdische Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen (Quelle).
  • Marie-Josée Kravis: Sie ist die Frau von Henry Kravis. Die Kanadierin ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen (Quelle).
  • Leon Black: Der jüdische Milliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO von Apollo Global Management, eines der zehn grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt.
  • Jerry Speyer: Der jüdische Milliardär ist ein erfolgreicher Immobilienunternehmer. Er nahm 2012 am Bilderberg-Treffen teil (Quelle).

(Quelle)

Ronald Lauder wurde von Alain Elkann interviewt (Quelle). Elkann heiratete in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli

Ronald und sein Bruder Leonard Lauder sind derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Leonards Sohn William und Leonards Schwiegertochter Laura sind ebenfalls Mitglied (Stand: 30.11.2021). (Quelle)

Leonard Lauder ist emeritierter Vorsitzender des Aspen Institute (Quelle). Das Aspen Institute ist eine international einflussreiche Denkfabrik aus den USA. Zu den Spendern des Aspen Institute gehören die Stiftungen der Milliardäre Bechtel, Johnson und Bill Gates (Quelle). Der derzeitige Vorsitzende des Aspen Institute kommt aus der Milliardärsfamilie Crown. Zu den derzeitigen Treuhändern des Aspen Institut gehören Miguel Bezos (Vater des Multimilliardärs Jeff Bezos) und die ehemalige jordanische Königin Noor sowie Mitglieder der Milliardärsfamilien Pritzker, Bass und Tisch. Leonard Lauders Schwiegertochter Laura gehört ebenfalls zu den Treuhändern. (Quelle) (Stand: 14.5.2022)

Leonard Lauder war Vorsitzender des Whitney Museum in New York. Das Kunstmuseum wurde 1930 von Gertrude Vanderbilt Whitney gegründet. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts. Sie heiratete in die Whitney Familie (Nachfahren der Pilgerväter). Ronald Lauder ist Ehrenvorsitzender des Museum of Modern Art (MoMa) in New York. Das Kunstmuseum wurde 1929 von Abby Aldrich Rockefeller mitgegründet. Sie kam aus der Rockefeller Familie, die damals als die reichste Familie der USA galt. Das Whitney Museum und das Museum of Modern Art sind bis heute mit den beiden Gründerfamilien verbunden. Zu den Treuhändern der beiden Museen gehören viele Milliardäre und Mitglieder aus Milliardärsfamilien. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Leonard Lauder ist mit der kanadischen Milliardärsfamilie Weston befreundet (Quelle).

Leonard Lauder kennt den amerikanisch-jüdischen Multimilliardär Michael Bloomberg (Foto). Leonard kennt den Milliardär Rupert Murdoch, einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt (Foto).

Ronald und Leonard Lauder kennen Veronica Hearst, die in die US-amerikanische Milliardärsfamilie Hearst heiratete (Fotos: 1 und 2).

Leonards Frau Evelyn Lauder war auf einer Party, bei der folgende Personen anwesend waren:

  • Mitglieder der französisch-jüdischen Bankiersfamilie David-Weill.
  • Die US-amerikanische Milliardärin Anne Cox Chambers.
  • Ezra Zilkha aus der irakisch-britisch-jüdischen Bankiersfamilie Zilkha.
  • Die jordanische Prinzessin Firyal.
  • Blaine Trump. Sie war die Ehefrau von Robert Trump (Bruder von Donald Trump).
  • Alexandra von Fürstenberg. Sie heiratete Alexander von Fürstenberg, der in den USA lebt. Er kommt aus der deutschen Uradelsfamilie Fürstenberg und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Alexandras Vater ist der britische Milliardär Robert Warren Miller. Alexandras Schwestern heirateten in die griechische Königsfamilie und die britisch-amerikanische Milliardärsfamilie Getty.
  • Alannah Weston aus der kanadischen Milliardärsfamilie Weston.
  • Die US-Amerikanerin Nan Kempner. Zum Verwandtenkreis der Kempner Familie gehören die jüdischen Familien Guggenheim und Lehman.
  • Annette de la Renta. Sie ist die Tochter des deutsch-niederländisch-jüdischen Bankiers Fritz Mannheimer.

3. Generation

Jane Lauder (*1973) heiratete Kevin Warsh. Dieser war von 2006 bis 2011 Gouverneur der US-amerikanischen Zentralbank FED. Er war Vizepräsident von Morgan Stanley, eine der grössten Investmentbanken der Welt. (Quelle) Er ist derzeit Mitglied der Group of Thirty. (Quelle) Die Group of Thirty ist eine einflussreiche Interessensvereinigung der Zentralbanken und wurde von der Rockefeller Familie gestiftet. Kevin Warsh war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle). Er ist derzeit Direktor des Versandkonzerns UPS.

Aerin Lauder (*1970) heiratete den Investor Eric Zinterhofer. Dieser war Seniorpartner von Apollo Global Management, eines der zehn grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt. Eric Zinterhofer wird also den Milliardär Leon Black (oben bereits erwähnt) kennen, der das Unternehmen gründete und leitete. Eric Zinterhofer war Gründungspartner von Searchlight Capital, ein Private-Equity-Unternehmen. Zinterhofer gründete das Unternehmen gemeinsam mit Oliver Haarmann. Haarmann war Partner von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. KKR wird vom Milliardär Henry Kravis (oben bereits erwähnt) kontrolliert.

Eric Zinterhofer ist derzeit Direktor des Medienkonzerns Univision Communications. Er wird daher den mexikanischen Milliardär Emilio Azcárraga kennen, der den Medienkonzern leitet. Univision Communications wird von Zinterhofers Private-Equity-Unternehmen und dem Unternehmen von Emilio Azcárraga kontrolliert.

Eric Zinterhofer ist Direktor und ehemaliger Vorsitzender von Charter Communications, ein grosser Telekommunikations- und Medienkonzern. Zinterhofer ist Direktor von noch mehreren kleineren Medienunternehmen.

Derzeit sind vier Mitglieder der Lauder Familie im Aufsichtsrat ihres Kosmetikkonzerns. Sie werden daher folgende Personen kennen, die auch zum Aufsichtsrat gehören:

  • Lynn Forester de Rothschild. Sie heiratete in die berühmte Rothschild Familie.
  • Richard Parsons. Er ist ein Bekannter der Rockefeller Familie. Er leitete den Medienkonzern WarnerMedia und die Citigroup, eine der grössten Banken der Welt.
  • Charlene Barshefsky. Sie war Handelsbeauftragte der Vereinigten Staaten. Sie war unter anderem Direktorin des Finanzkonzerns American Express und des Technologiekonzerns Intel. Sie war oder ist noch immer Mitglied der Trilateralen Kommission, die von David Rockefeller gegründet wurde.
  • Wei Christianson. Sie leitet die Geschäfte der Grossbank Morgan Stanley in China. Sie vertrat auch die Grossbanken Credit Suisse und Citigroup in China.
  • Paul J. Fribourg. Seine Familie gründete und kontrolliert den Getreidekonzern ContiGroup.

Diese fünf Personen sind derzeit alle Mitglied des Council on Foreign Relations (Quelle). Charlene Barshefsky war Direktorin der Denkfabrik (Quelle).

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Spoelberch, Mevius und Van Damme Familie

Die drei belgischen Familien Spoelberch, Mevius und Van Damme sind Grossaktionär von Anheuser-Busch InBev, dem grössten Bierkonzern der Welt. Anheuser-Busch InBev ist nach Umsatz das grösste belgische Unternehmen.

Das Vermögen der drei Familien wird auf 43,7 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie gelten damit als die reichsten Belgier. (Quelle)

Die Familien Spoelberch und Mevius wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Bierbrauer aktiv und waren familiär miteinander verbunden. (Quelle) Die Spoelberch Familie brachte Bürgermeister hervor und gehört sei dem 18. Jahrhundert zum belgischen Adel. Sie besitzen bis heute den Titel eines Viscount (Vizegrafen).

1988 fusionierte das Brauunternehmen der Familien Spoelberch und Mevius mit dem Brauunternehmen der Familie Van Damme. Dadurch entstand Interbrew. Nach der Jahrtausendwende wurde Interbrew zu einem der grössten Braukonzerne der Welt. 2004 fusionierte Interbrew mit dem brasilianischen Braukonzern Ambev. Durch die Fusion entstand InBev. 2008 übernahm InBev den US-amerikanischen Braukonzern Anheuser-Busch, der bis dahin von der Unternehmerfamilie Busch kontrolliert wurde. Die Busch Familie war 150 Jahre lang in der amerikanischen Bierindustrie aktiv. Sie sind seit der Übernahme nicht mehr am Bierkonzern beteiligt. Das Vermögen der Busch Familie wurde 2020 auf 17,6 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Durch die Übernahme entstand der heutige Bierkonzern Anheuser-Busch InBev. Er ist der grösste Bierkonzern der Welt und kontrollierte 2016 geschätzt 28 Prozent des Weltmarkts für Bier. (Quelle) Der Konzern besitzt dutzende Biermarken, darunter Beck’s, Stella Artois, Corona, Budweiser, Löwenbrau und Franziskaner. Die Bierindustrie macht ein Grossteil ihres Geldes mit Süchtigen. Hauptaktionär des Bierkonzerns ist mit 33,6 Prozent eine Stiftung in den Niederlanden (Steueroase für Unternehmen). Die Stiftung wird von den Familien Van Damme, Spoelberch und Mevius sowie dem brasilianisch-schweizerischen Geschäftsmann Jorge Paulo Lemann kontrolliert. Lemann kontrollierte Ambev, der brasilianische Vorgänger von Anheuser-Busch InBev. Lemanns Vermögen wird auf 16 Milliarden US-Dollar geschätzt. Seine Geschäftspartner Marcel Herrmann Telles und Carlos Alberto Sicupira, zwei brasilianische Milliardäre, sind ebenfalls am Bierkonzern beteiligt. Lemann gehört derzeit zur Beratungsgruppe des David Rockefeller Center für lateinamerikanische Studien der Harvard Universität. Es wurde von David Rockefeller gegründet, der einer der führenden Köpfe der US-Elite war.

Vizegraf Guillaume de Spoelberch (*1933) war bis vor wenigen Jahren Direktor der Stiftung der Aga Khan Familie. (Quelle) Er kennt die Aga Khan Familie schon spätestens seit den 80er Jahren. (Quelle) Die persische Aristokratenfamilie stellt das geistliche Oberhaupt der Nizariten, die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft.

Gabrielle (Marie-Thérèse) de Spoelberch (*1972) heiratete Prinz Heinrich (Henry) von Arenberg. Er kommt aus der Uradelsfamilie Arenberg, die zum deutschen Hochadel gehört. Gabrielle ist Erbin des Bierimperiums und daher besitzt dieser Familienzweig der Arenbergs ein Vermögen von einer Milliarde Euro (zumindest nach Abgaben der Internetseite de rijkste belgen, die auch belgischen Zeitungen als Quelle angeben). Gabrielles Mann Heinrich (Henry) von Arenberg kommt mütterlicherseits aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Bayern. Heinrichs Urgrosseltern mütterlicherseits kommen aus den Königsfamilien von Bayern, Österreich, Luxemburg und Portugal. Heinrichs Bruder Karl-Ludwig heiratete in die italienische Uradelsfamilie Frescobaldi. (Quelle) Prinz Pierre von Arenberg kannte übrigens den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. (Quelle) Das Haus Arenberg gehört zum katholischen Hochadel. Der derzeitige Herzog der Familie, Leopold-Engelbert von Arenberg, ist Botschafter des Malteserordens in Portugal. (Quelle) Der Malteserorden ist ein alter Vatikanorden, der seit 900 Jahren besteht. Die Spoelberch Familie ist ebenfalls katholisch. Derzeit steht im englischen Wikipedia-Eintrag zur Spoelberch Familie, dass sie im Malteserorden vertreten war. Dafür fand ich aber keine Quellen.

Nach Angaben von Wikipedia und Geneanet heiratete Henry-Claude de Spoelberch (*1946) in die belgische Adelsfamilie Udekem d’Acoz. Das bekannteste Mitglied der Adelsfamilie ist die derzeitige belgische Königin Mathilde. Vizegraf Guillaume de Spoelberch kennt die Königin (Foto).

Die Spoelberch Familie war oder ist noch immer an dem belgischen Bergbauunternehmen Carmeuse beteiligt. Carmeuse ist einer der weltweit grössten Hersteller von Kalk- und Kalksteinprodukten. (Quelle)

Amicie de Spoelberch (1922-2008) heiratete 2001 Luka Bailo, ein belgisch-serbischer Kaufmann und Glücksspieler. Ihm wurden Kontakte zur organisierten Kriminalität in Osteuropa nachgesagt und er sei an der Spitze eines kriminellen Diamanthändlerrings in Osteuropa gewesen. 1999 rief Bailo die Polizei zu sich, weil er Opfer eines Einbruchs geworden war. Als sich die Beamten in Bailos Haus umsahen, entdeckten sie versteckte Waffen mit Schalldämpfern sowie Schmuck und Edelsteine im Wert von mehreren Millionen Euro, worauf Bailo festgenommen wurde. Er war noch ein weiteres Mal Opfer eines Einbruchs. Bailo hatte 1998 einen Arzt zu sich eingeladen, um schwimmen zu gehen. Der Arzt ertrank um 4 Uhr morgens (eine ungewöhnliche Uhrzeit zum Baden). Bailo soll eine 14-jährige vergewaltigt haben. Amicie de Spoelberch nahm ihren Ehemann immer in Schutz. Bailo starb 2004, wenige Tage bevor er wegen Korruptionsvorwürfen vor einem belgischen Gericht erscheinen musste. (Quelle: 1, 2, 3)

Thomas de Spoelberch (*1964) missbrauchte und ermordete im Alter von 24 Jahren seine 12-jährige Nachbarin. (Quelle: 1 und 2)

Alexandre Van Damme (*1962) ist im Vorstand von Anheuser-Busch InBev. Er war im Vorstand der Fast-Food-Kette Burger King und im Vorstand von Restaurant Brands International (RBI). RBI besitzt Burger King. Hauptaktionär von RBI ist die Investmentgesellschaft 3G Capital, die vom oben erwähnten brasilianisch-schweizerischen Milliardär Lemann und seinen Geschäftspartnern kontrolliert wird.

Alexandre Van Damme ist an der Heinz Company beteiligt und ist seit 2018 in deren Vorstand. Das US-amerikanische Unternehmen ist einer der weltweit grössten Lebensmittelkonzerne. Zweitgrösster Aktionär von Heinz ist die Investmentgesellschaft 3G Capital von Lemann. Grösster Aktionär ist die Holding des US-amerikanischen Multimilliardärs Warren Buffett.

Alexandre Van Damme war im Vorstand von Jacobs Douwe Egberts. Das Kaffeeunternehmen wird von der Reimann Familie kontrolliert, eine der reichsten deutschen Familien.

Alejandro Santo Domingo ist derzeit im Vorstand von Anheuser-Busch InBev und wird daher Kontakt zu den Vorstandsmitgliedern Grégoire de Spoelberch und Alexandre Van Damme haben. Alejandro kommt aus der kolumbianischen Santo Domingo Familie, eine der reichsten Familien Südamerikas. Die Familie hält Anteile an Anheuser-Busch InBev. Alejandros Frau ist die Tochter eines britischen Herzogs und kommt mütterlicherseits aus der ehemaligen deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern. Die Santo Domingo Familie heiratete in die monegassische Fürstenfamilie.

Die US-Amerikanerin Martha Michele Burns ist derzeit im Vorstand von Anheuser-Busch InBev. Sie war unter anderem Direktorin von Walmart (umsatzstärkstes Unternehmen der Welt) und Goldman Sachs (eine der grössten Investmentbanken).

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Stewart Clan (Haus Stuart)

Der schottische Clan Stewart ist seit über 700 Jahren eine der wichtigsten Familien des britischen Adels.

Schottische Königsfamilie

Ein Familienzweig des Stewart Clans war ab 1371 die Königsfamilie von Schottland. Sie heirateten in der Zeit oft in den Douglas Clan und waren familiär mit vielen weiteren schottischen Clans verbunden, die bis heute zur britischen Adelselite gehören. Die Königsfamilie Stewart heiratete mehrfach in die französische Königsfamilie. Die schottische Königin Maria/Mary (1542-1587) heiratete den französischen König Franz II., der mütterlicherseits aus der italienischen Adelsfamilie Medici kam. Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Die Medicis brachten drei Päpste hervor. 

Der schottische König Jakob/James I. (1394-1437) heiratete Joan Beaufort. Sie war eine Enkelin der Herzogs John von Gaunt. John war der Begründer des Hauses Lancaster, das von 1399 bis 1461 die Königsfamilie von England war. John war der Sohn von König Edward III. aus dem Haus Plantagenet. Die Plantagenet-Dynastie besetzte von 1154 bis 1399 den englischen Thron.

Der schottische König Jakob IV. (1473-1513) heiratete eine Tochter des englischen Königs Heinrich (Henry) VII. aus dem Haus Tudor. Die Tudor-Dynastie war von 1485 bis 1603 die Königsfamilie von England.

Eleanor Stewart (1433-1480) heiratete in das Haus Habsburg, das bis 1918 über Österreich herrschte. Der schottische König Jakob III. (1451-1488) heiratete in die damalige dänische Königsfamilie aus dem Haus Oldenburg.

Ab dem Jahr 1603 herrschte die schottische Königsfamilie Stewart auch über England und Irland. Sie benannten sich in Stuart um.

Haus Stuart

In ihrer Zeit als britische Herrscherfamilie heirateten die Stuarts in mehrere Königshäuser, darunter in die portugiesische Königsfamilie (Haus Braganza), in die niederländische Königsfamilie (Haus Nassau) und in die damalige dänische Königsfamilie (Haus Oldenburg). Elisabeth Stuart (1596-1662) heiratete den pfälzischen Herrscher Friedrich V. aus dem Haus Wittelsbach.

Der britische König Karl/Charles I. (1625-1649) aus dem Haus Stuart heiratete eine französische Prinzessin, die mütterlicherseits aus der bereits erwähnten italienischen Adelsfamilie Medici kam.

Henrietta Stuart (1644-1670) heiratete den französischen Prinzen Philippe I. Er war der Begründer des Hauses Orléans, das bis heute eines der wichtigsten französischen Hochadelsgeschlechter ist.

Die Reformation führte dazu, dass sich die Stuart Familie zerstritt. Ein Teil der Familie wurde Protestanten, während der andere Teil der katholischen Kirche treu blieb. Der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken führte zu sozialen Unruhen und Umsturzversuchen auf der britischen Insel. Der Vatikan unterstützte natürlich das katholische Lager.

König Jakob II. (1633-1701) aus dem Haus Stuart war der letzte katholische König Britanniens. Er wurde 1688 bei der Glorreichen Revolution von Aufständischen gestürzt. Der Aufstand wurde von der niederländischen Armee unterstützt und nach Jakobs Absetzung bestieg der protestantische niederländische König Wilhelm III. den britischen Thron. Als Wilhelm III. König von Britannien war, führte die Regierung den Act of Settlement ein. Das Gesetz schloss Katholiken von der britischen Thronfolge aus und Thronfolger durften ab da keine Katholiken mehr heiraten. Wilhelm hatte 1677 Maria Stuart geheiratet, eine Tochter von König Jakob II. Maria war Anglikanerin (Protestantin). Nachdem ihr Vater gestürzt wurde und ihr Mann den Thron bestieg, war sie bis zu ihrem Tod 1694 Königin von Britannien. Ihr Mann Wilhelm starb 1702, worauf ihre Schwester Anne Stuart Königin wurde. Annes Ehemann kam aus der dänischen Königsfamilie und war ebenfalls Protestant. Die beiden hatten keine überlebenden Nachkommen. Da Katholiken von der Thronfolge ausgeschlossen waren, wurde der deutsche Georg von Hannover zum britischen König, da er der nächste protestantische Verwandte war. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Stuart Familie. Die Hochadelsfamilie Hannover besetzte bis 1901 den britischen Thron. Dann wurde sie durch eine Heirat vom Haus Sachsen-Coburg-Gotha abgelöst, das bis heute den Thron besetzt. Somit hat die heutige Königsfamilie Blut der Stuarts in sich. Das britische Königshaus besteht nach wie vor aus Protestanten.

Der letzte katholische König in Grossbritannien war wie gesagt Jakob II. Er war auch der letzte britische König, der familiär mit dem päpstlichen Adel verbunden war. Er heiratete in die italienische Uradelsfamilie Este. Seine Frau war eine Enkelin von Francesco I. d’Este, der in die Familien Farnese und Barberini heiratete. Die beiden italienischen Adelsfamilien brachten Päpste hervor. König Jakobs Sohn James Stuart (1688-1766) lebte in Rom im Exil. Er hatte aber weiterhin viele Anhänger in Grossbritannien, die ihn als rechtmässigen König ansahen und Jakobiten genannt wurden. Der Papst unterstützte James Stuart. James Stuart heiratete eine Enkelin des polnisch-litauischen Königs Johann III. aus der Adelsfamilie Sobieski. James Sohn Henry Benedict Stuart (1725-1807) wurde vom Papst getauft. Henry wurde Kardinal und war langjähriger Erzpriester des Petersdoms im Vatikan. Der Petersdom ist heute noch eine der grössten und wichtigsten Kirchen weltweit. Henry und seine Eltern sowie sein Bruder liegen im Petersdom begraben.

Mit Henrys Tod war die Königsfamilie Stuart Familie ausgestorben. Es gibt aber fünf Bastardlinien, die aus der königlichen Stuart Familie hervorgingen. Diese Blutlinien stellen alle Herzöge und stehen somit in der Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Zum Stewart Clan gehören noch weitere Familienzweige, die nicht königlicher Abstammung sind, aber dennoch zum britischen Adel gehören. Es ist unklar, wie eng der Kontakt zwischen den verschiedenen Familienzweigen ist. Ein Familienzweig lebt in Spanien und gehört zur katholischen Hochadelselite. Die Stewarts in Grossbritannien sind grösstenteils Protestanten und gehören ziemlich offensichtlich zur Freimaurerelite.

Viele Mitglieder des Stewart Clans waren in der britischen Politik und beim Militär. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die zahlreichen Verbindungen des Clans zur Freimaurerei und zur Finanzelite.

Der erste Freimaurerkönig

Man weiss bis heute nicht, wann und wie es zur Gründung der Freimaurerei kam. Sie entstand höchstwahrscheinlich in Schottland. Dort war sie spätestens seit dem 16. Jahrhundert aktiv. Was sich ihre Gründer dabei gedacht haben und was ihr Zweck sein sollte, ist ebenfalls unbekannt und auch die heutigen Freimaurer wissen es nicht.

In einer Loge in Schottland befindet sich ein Wandgemälde, das den schottischen König Jakob VI. (1566–1625) bei seiner Initiation vor dem Freimaureraltar kniend zeigt. Die Loge besitzt ein Dokument aus dem Jahr 1658, in dem steht, dass der König 1601 in die Freimaurerei aufgenommen wurde. Sein Höfling William Schaw aus dem Schaw Clan spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Freimaurerei. (Quelle: 12345) Jakob VI. wäre demnach der erste König gewesen, der Freimaurer war. In den folgenden Jahrhunderten gab es viele Könige aus verschiedensten Ländern, die der Freimaurerei beitraten. Leser meines Blogs werden wissen, dass das britische Königshaus bis heute eine führende Rolle in der aristokratischen Strömung der Freimaurerei spielt. Auch Mitglieder königlicher Familien aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten waren (oder sind noch immer) Mitglied der Bruderschaft.

König Jakob VI. war der erste König aus der Stuart Familie, der auch den Thron von England und Irland besetzte, wo er als König Jakob I. regierte. Dadurch kam die Freimaurerei vermutlich im englischen und irischen Adel an, die zuvor allem Anschein nach auf die schottische Elite beschränkt war. Jakob VI. gab für die Church of England die King-James-Bibel in Auftrag, eine englische Übersetzung der Bibel. Der König hatte auch Einfluss auf die Church of Scotland. Die Church of England und die Church of Scotland, die bis heute bestehen, entstanden im 16. Jahrhundert (genau wie die Freimaurerei), als sich das britische Christentum von der Römisch-katholischen Kirche abspaltete und den Papst nicht mehr als den Vertreter Christi auf Erden anerkannte.

Bei Freimaurern im englischsprachigen Raum wird bei Ritualen traditionell die King-James-Bibel verwendet. (Quelle: 1, 2, 345)

Der Familienzweig Fitz-James Stuart (Herzöge)

James Fitz-James, der 1. Herzog von Berwick (1670-1734), war der Begründer der Familie Fitz-James Stuart. Er war ein unehelicher Sohn von König Jakob II. (der letzte katholische König Britanniens). James kam mütterlicherseits aus der berühmten Churchill Familie, die schon damals zur politischen Elite in England gehörte. James war auf einer Jesuitenschule in Frankreich. Nachdem sein Vater gestürzt wurde, stand er im Dienste des französischen Königs Ludwig XIV. (Katholik). Die von ihm gegründete Familie Fitz-James Stuart gehört bis heute zur katholischen Adelselite. Sie sind anscheinend der einzige Familienzweig des Stewarts Clans, der bis heute dem Vatikan treu geblieben ist.

Fitz-James erste Frau kam aus den irischen Uradelsfamilien MacCarthy und Burke. Sein ältester Sohn war James Fitz-James Stuart, der 2. Herzog von Berwick (1696-1738). Dieser wurde in den spanischen Adel aufgenommen. Sein Familienzweig wurde zu einer der wichtigsten spanischen Adelsfamilien. Seine Frau war eine Nachkommin des berühmten Seefahrers Christoph Kolumbus (die Kolumbus Familie wurde in den spanisch-portugiesischen Adel aufgenommen). Seit Beginn des 19. Jahrhunderts stellt die Familie Fitz-James Stuart die Herzöge von Alba und besitzt damit einen der ältesten und angesehensten spanischen Adelstitel. Dieser Familienzweig unterhält seit mehr als 200 Jahren gute Kontakte zum spanischen Königshaus (katholisch). Dieser Familienzweig hat heute Kontakt zu mehreren amtierenden und nicht amtierenden Königsfamilien.

Cayetana Fitz-James Stuart, die 18. Herzogin von Alba (1926-2014), besass ein Vermögen im Wert von fünf Milliarden US-Dollar (Quelle). Nach der Liste von Kevin Dowling war sie Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Cayetana trug zu Lebzeiten über vierzig Adelstitel und galt damit als die Person mit den meisten Adelstiteln. Zu ihren Privilegien gehörte, dass sie vor dem Papst nicht knien muss und auf dem Pferd in die Kathedrale von Sevilla reiten darf. (Quelle) Sie war Mitglied des Konstantinordens. Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Cayetanas Sohn Carlos Fitz-James Stuart, der 19. Herzog von Alba (*1948), ist ebenfalls Mitglied des Ordens. (Quelle) Carlos hatte ein romantisches Verhältnis mit der spanischen Markgräfin Alicia Koplowitz (Quelle). Alicia ist Unternehmerin und besitzt ein Milliardenvermögen.

Mehrere Mitglieder der Familie Fitz-James Stuart arbeiten für die Banco Santander (Quelle: 1, 2, 3) Sie ist die grösste spanische Bank und eine der grössten der Welt. Die Mutter von Clea Fitz-James Stuart (*1977) arbeitete mehr als 15 Jahre für Jesús Polanco als Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit (Quelle). Der verstorbene Milliardär Jesús Polanco galt als der mächtigste Medienunternehmer Spaniens.

Jacobo Fitz-James Stuart, der 15. Herzog von Alba (1821-1881), heiratete eine Schwester von Eugénie de Montijo. Eugénie heiratete den französischen Kaiser Napoleon III. Sie kam mütterlicherseits aus dem schottischen Kirkpatrick Clan.

Ein weiterer Familienzweig der Familie Fitz-James Stuart, der im 20. Jahrhundert ausstarb, stellte Herzöge in Frankreich und war ebenfalls mit der katholischen Kirche verbunden. Dieser Familienzweig heiratete im 19. Jahrhundert in die päpstliche Adelsfamilie Borghese.

Henry FitzJames, der Herzog von Albemarle (1673-1702), war Grossprior des Malteserordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet.

Die Stewarts von Galloway (Grafen)

Dieser Familienzweig hat kein königliches Blut, aber dieselben Vorfahren wie die Königsfamilie Stewart. Dieser Zweig wurde 1623 zu Grafen geadelt.

Alexander Stewart, der 6. Graf von Galloway (starb 1773), war Freimaurer. Er war Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Die schottische Grossloge besteht seit 1736. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der Loge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. (Quelle) Alexanders Sohn Keith Stewart (1739-1795) war Politiker und Admiral. Keith heiratete eine Tochter des portugiesisch-britisch-jüdischen Barons Ephraim d’Aguilar. Ephraim war Freimaurer (Quelle). Ephraims Vater Diego d’Aguilar war ein wohlhabender Tabakhändler und Höfling der österreichischen Königsfamilie, die ihn zum Baron adelte. Alexanders Tochter Harriet Stewart (starb 1788) heiratete den Clan-Chef des Hamilton Clans. Harriets Sohn, der Clan-Chef Herzog Alexander Hamilton, war Freimaurer. Er und sein Sohn waren Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Herzog Alexander Hamilton wurde auf seinen Wunsch nach seinem Tod mumifiziert und in einen ägyptischen Sarkophag gelegt.

Alan Stewart, der 10. Graf von Galloway (1835-1901), war in der Politik. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans. (Quelle) Mehrere davon waren Freimaurer.

Louisa Stewart-Mackenzie (1827-1903) heiratete einen Baron aus der britischen Bankiersfamilie Baring. Die Barings waren vom 18. bis Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt.

Randolph Stewart, der 12. Graf von Galloway (1892-1978), heiratete in die US-amerikanische Kolonialfamilie Fendall und seine Frau war auch mit der Kolonialfamilie Lee verwandt. Die Lee Familie gehörte zu den Gründervätern der USA. Graf Randolph Stewart war Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. In seinen letzten Lebensjahren war er Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Der Oberste Rat in Schottland besteht aus neun Personen. Inzwischen besitzen neben Schottland noch viele weitere Länder einen Obersten Rat, bestehend aus Hochgradfreimaurern (z. B. England, USA, Spanien, Deutschland und Schweiz).

Anmerkung: Der Grossteil der Freimaurer sind keine Hochgrad-Freimaurer. Genaue Zahlen gibt es z. B. in der Schweiz. Von den schweizerischen Freimaurern, die den schottischen Ritus praktizieren, befinden sich derzeit 3500 Mitglieder auf dem 1. bis 3. Grad, während derzeit nur 900 Mitglieder den 4. Grad erreichten (Quelle). In der Schweiz darf der Kreis aus Freimaurern, die den 33. Grad (der höchste Grad) erreichen, aus maximal 99 Personen bestehen. Der Oberste Rat der schweizerischen Freimaurer darf aus maximal 33 Personen bestehen. (Quelle) Karl Gotthelf von Altengrotkau (1722-1776), ein hochrangiger Freimaurer aus Deutschland, behauptete, dass er in den schottischen Templerorden aufgenommen worden war. Er behauptete auch, die „unbekannten Oberen“ Templer zu kennen, welche die gesamte Freimaurerei steuern. Er sagte, einer der Obersten Templermeister sei der im Exil lebende Charles Edward Stuart (1720-1788) aus dem Stewart Clan. (Quelle: 1 und 2) Charles Edward Stuart soll in Frankreich einen Rosenkreuzerritus gegründet haben (Quelle). Stuarts Lehrer war der Freimaurer Andrew Michael Ramsay. Ramsay behauptete, dass bereits James Stewart, der 5. High Steward von Schottland (starb 1309), Grossmeister einer Freimaurerloge in Schottland gewesen war. Nach Angaben von Ramsay brachte der Templerorden zu dieser Zeit die Freimaurerei nach Schottland. (Quelle)

Die Grafenfamilie von Galloway heiratete in viele schottische Clans. Im 17. und 18. Jahrhundert hatte sie familiäre Verbindungen zu den Clans Douglas, Murray, Keith, Drummond, Erskine, Carnegie, Gordon, Home, Mackenzie, Montgomery, Sinclair und Cochrane. Im 19. und 20. Jahrhundert hatte sie familiäre Verbindungen zu den Clans Douglas, Hamilton, Murray, Hope, Gordon, Mackenzie, Rose, Dalrymple, Hay und Charteris.

Der Familienzweig Lennox (Herzöge)

Charles Lennox, der 1. Herzog von Richmond (1672-1723), war der Begründer der Adelsfamilie Lennox. Er war ein unehelicher Sohn des britischen Königs Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan. Sein Vater gab ihm vermutlich den Namen Lennox, um ihre Vorfahren aus dem schottischen Lennox Clan zu ehren. Charles Lennox war 1696 Meister einer Loge in Chichester. Er ist somit einer der wenigen bekannten Freimaurer des 17. Jahrhunderts. (Quelle: 1 und 2) Soviel ich weiss, war er der erste Herzog, von dem bekannt ist, dass er Freimaurer war. Es gibt auch Quellen, die sagen, er sei Grossmeister der englischen Freimaurer gewesen (Quelle: 1 und 2). Er wäre somit auch der frühste bekannte Grossmeister der englischen Freimaurer.

Der Politiker Charles Lennox, der 2. Herzog von Richmond (1701-1750), war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Er war Freimaurer und Grossmeister der Premier Grand Lodge of England. Sie war die erste Grossloge der Welt und war der Vorläufer der heutigen Grossloge von England. (Quelle)

Charles Lennox, der 3. Herzog von Richmond (1735-1806), war Politiker und Mitglied des Privy Council. Er unterstützte das Unabhängigkeitsbestreben der Dreizehn Kolonien in Nordamerika, die nach ihrer Unabhängigkeit zu den USA wurden. Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg forderte der Herzog, dass das britische Königreich seine Truppen aus Amerika abzieht. Seine Frau kam väterlicherseits aus dem Bruce Clan und war mütterlicherseits eine Enkelin des Clan-Chefs des Campbell Clans.

Emilia Lennox (1731-1814) heiratete in die irische FitzGerald-Dynastie und ihr Mann war der erste Herzog von Leinster. Ihr Sohn und ihr Enkel, die beiden nachfolgenden Herzöge von Leinster, waren Freimaurer und Grossmeister der irischen Grossloge (Quelle). Der Enkel war zudem langjähriger Grossmeister des Templerordens in Irland (Quelle).

Charles Lennox, der 4. Herzog von Richmond (1764-1819), war Politiker und Mitglied des Privy Council. Er war Freimaurer (Quelle). Er war Generalgouverneur der britischen Kolonie Kanada und somit oberster Kolonialbeamte Kanadas. Kanada besitzt bis heute einen Generalgouverneur, der die Interessen der britischen Königsfamilie in Kanada vertritt. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt Kanadas. Kanada gehört zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Herzog Charles Lennox heiratete in den schottischen Gordon Clan. Der Bruder seiner Frau war Herzog George Gordon, ebenfalls ein Freimaurer. Herzog Gordon war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle).

Charles Gordon-Lennox, der 5. Herzog von Richmond (1791-1860), war Politiker und Grossmeister der Freimaurer in der Grafschaft Sussex. (Quelle)

Charles Gordon-Lennox, der 6. Herzog von Richmond (1818-1903), war Politiker und Präsident des Privy Council.

Augusta Gordon-Lennox (1827-1904) heiratete den deutschen Hochadligen Eduard von Sachsen-Weimar-Eisenach, der mit der britischen Königsfamilie verwandt war.

Charles Gordon-Lennox, der 7. Herzog von Richmond (1845-1928), war Politiker und Grossmeister der Freimaurer in der Grafschaft Sussex. (Quelle: 1 und 2)

Der Ehemann von Helen Gordon-Lennox (1886-1965) war mütterlicherseits ein Enkel des Clan-Chefs des Campbell Clans.

Nicholas Gordon-Lennox (1931-2004) war britischer Botschafter in Spanien.

Die Ehefrau von Michael Gordon-Lennox (*1938) kommt mütterlicherseits aus der Hambro Familie (Quelle). Die Hambros waren eine der mächtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts.

Charles Gordon-Lennox (*1955) ist der 11. und derzeitige Herzog von Richmond. Im Jahr 2020 wurde sein Vermögen auf 228 Millionen Pfund (etwa 290 Millionen US-Dollar) geschätzt. (Quelle) Er heiratete die Tochter eines Vizegrafen aus der Astor Familie. Die Astors waren im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA und wurden im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen.

Der Familienzweig Stuart von Bute (Markgrafen)

Dieser Familienzweig bildete sich im 15. Jahrhundert und stammt vom schottischen König Robert II. aus dem Stewart Clan ab. Im 17. Jahrhundert änderten sie den Namen zu Stuart und wurden zu Baronen geadelt. Ende des 18. Jahrhunderts erhielten sie den Titel eines Markgrafen, den die Familie bis heute besitzt.

Im 17. und 18. Jahrhundert heirateten sie in viele schottische Clans, darunter in die Clans Campbell, Hamilton, Bruce, Mackenzie, Dundas, Montgomerie, Lindsay und Crawford.

John Stuart, der 3. Graf von Bute (1713-1792), war britischer Premierminister. Er wurde in den Privy Council aufgenommen.

Sein Sohn John Stuart, der 1. Markgraf von Bute (1744-1814), war ebenfalls Politiker und Mitglied des Privy Council. Er galt 1799 als der zweitreichste Brite (Quelle). Er heiratete in zweiter Ehe eine Tochter des schottischen Bankiers Thomas Coutts. Die Bankiersfamilie Coutts kontrollierte gemeinsam mit dem Campbell Clan die britische Bank Coutts, die 1692 gegründet wurde und bis heute besteht. Sie ist somit eine der ältesten Banken der Welt. Die Coutts Familie war noch bis spätestens in die 1990er Jahre in der Führung der Bank. Im 19. Jahrhundert war die Coutts Bank eine führende Privatbank. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser.

Baron James Stuart-Wortley (1776-1845) war Präsident des Privy Council.

Baron Charles Stuart (1779-1845) war britischer Botschafter in Russland und Frankreich. Er war Mitglied des Privy Council.

John Crichton-Stuart, der 2. Markgraf von Bute (1793-1848), war in der Kohle- und Eisenindustrie aktiv. Seine Ehefrau kam mütterlicherseits aus dem Campbell Clan. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche (Quelle). Er war mit Druiden verbunden und war vielleicht selbst einer (Quelle).

Dudley Coutts Stuart (1803-1854) heiratete eine Nichte des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte (Quelle: 1 und 2).

Emily Stuart (starb 1882) heiratete in die Bankiersfamilie Smith (Quelle). Die Smith Familie ist eine der ältesten und wichtigsten Familien der britischen Finanzelite. Die Ehefrau von James Fortescue Crichton-Stuart (1864-1932) kam mütterlicherseits ebenfalls aus der Smith Familie (Quelle).

Gertrude Stuart (starb 1905) heiratete in die Hambro Familie, eine der mächtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts (Quelle).

John Crichton-Stuart, der 3. Markgraf von Bute (1847-1900), galt als der reichste Schotte und finanzierte viele grosse Bauprojekte. (Quelle) Er konvertierte zur römisch-katholischen Kirche, was die damals strikt protestantische Adelselite in Grossbritannien empörte. Er erhielt den Gregoriusorden, den vierthöchsten Verdienstorden des Vatikans. Er war Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden. Der Markgraf interessierte sich für Okkultismus. Sein Körper wurde auf der schottischen Insel Bute begraben. Sein Herz wurde entfernt und von Verwandten in die Heilige Stadt Jerusalem gebracht, wo sie das Herz auf dem Ölberg begruben. (Quelle: 1, 2, 3)

John Crichton-Stuart, der 5. Markgraf von Bute (1907-1956), heiratete Beatrice Forbes. Ihr Vater war ein Graf aus dem Forbes Clan. Ihr Onkel mütterlicherseits, Ogden Livingston Mills, war Finanzminister der USA. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern der USA gehörte und schon vor der Gründung der USA Teil der kolonialen Elite des Landes war. Die Livingstons stammen vom schottischen Livingstone Clan ab. Beatrice Forbes Tante heiratete in die Phipps Familie, die schon über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. (Quelle: 1 und 2)

James Crichton-Stuart (1935-1982) heiratete Sarah Poole. Nach ihrer Scheidung heiratete Sarah den religiösen Führer und Milliardär Karim Aga Khan IV. (Quelle: 1 und 2) Die Aga Khans gelten als Nachkommen des Propheten Mohammed.

Fredrik Crichton-Stuart (1940-2011) war Grossprior und Kanzler des Malteserordens in Grossbritannien. Der Vatikanorden besteht seit 900 Jahren und wurde in Jerusalem von den Kreuzfahrern gegründet. Fredrik war ein Cousin von Andrew Bertie, der mütterlicherseits aus der Crichton-Stuart Familie kam. Andrew war von 1988 bis 2008 der Grossmeister des Malteserordens. (Quelle: 1 und 2)

John Crichton-Stuart, der 7. Markgraf von Bute (1958-2021), war Multimillionär. 2017 wurde sein Vermögen auf 126 Millionen Pfund geschätzt, also etwa 170 Millionen US-Dollar (Quelle).

Henry Crichton-Stuart (*1938) heiratete in die Norman Familie, die seit dem 19. Jahrhundert in der britischen Finanzelite vertreten war (Quelle). Das bekannteste Familienmitglied war Montagu Norman, der von 1920 bis 1944 die britische Zentralbank leitete.

Anthony Crichton-Stuart (*1961) leitet derzeit die Agnews Gallery in London, ein internationaler Kunsthändler. Zu den Kunden gehörten die Bankiersfamilien Rothschild und Morgan und in den letzten Jahren auch die Familien Mellon und Thyssen. (Quelle)

Im 20. Jahrhundert heirateten die Stuarts von Bute in mehrere schottische Clans, darunter Hope, Forbes, Montgomerie, Ross und Stirling-Home-Drummond.

Der Familienzweig Stuart von Moray (Grafen)

Der Stammvater dieses Familienzweiges war James Stewart, der 1. Graf von Moray (1531-1570). Er war ein Sohn des schottischen Königs Jakob/James V. und kam mütterlicherseits aus dem Erskine Clan.

James Stuart, der 8. Graf von Moray (1708-1767), und Francis Stuart, der 10. Graf von Moray (1771-1848), waren Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge (Quelle).

Hermione Stuart (1925-1969) heiratete in die ehemalige deutsche Kaiserfamilie Hohenzollern. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der dänischen Königsfamilie.

Vom 16. bis 19. Jahrhundert hatten die Stuarts von Moray über Heiraten familiäre Verbindungen zu vielen Clans, darunter Campbell, Murray, Keith, Fraser, Hamilton, Ogilvy, Carnegie, Sutherland, Kennedy, Sinclair, Dundas, Home, Gordon, Lindsay, Elphinstone, Montgomerie und Ross.

Im 20. Jahrhundert hatten die Stuarts von Moray über Heiraten familiäre Verbindungen zu den Clans Murray und Carnegie. Über eine Heirat werden sie zudem die Quäkerfamilien Barclay und Gurney kennen, die mit der britischen Barclays Bank verbunden sind, eine der ältesten und mächtigsten Grossbanken der Welt. Die Barclays stammen aus dem Barclay Clan.

Der Familienzweig FitzRoy (Herzöge)

Henry FitzRoy, der 1. Herzog von Grafton (1663-1690), war der Begründer der Adelsfamilie FitzRoy. Er war ein unehelicher Sohn des britischen Königs Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan. Henry FitzRoy kam mütterlicherseits aus der Villiers Familie, eine der wichtigsten englischen Adelsfamilien.

Augustus FitzRoy, der 3. Herzog von Grafton (1735-1811), war britischer Premierminister und Mitglied des Privy Council.

Die Ehefrau von Baron Charles FitzRoy (1737-1797) war mütterlicherseits eine Enkelin von Stephen Delancey. Der französische Hugenotte war der Begründer der Kolonialfamilie Delancey, die zur Elite der Kolonien in Nordamerika gehörte. Stephens Frau kam aus den niederländischen Kolonialfamilien Schuyler und Van Cortland, die nach der Gründung der USA weiterhin zur Elite des Landes gehörten.

Charles FitzRoy (1762-1831) hatte ein romantisches Verhältnis mit der britischen Prinzessin Amelia.

Charles Augustus FitzRoy (1796-1858) war Gouverneur der britischen Kolonie Prince Edward Island in Kanada. Er war auch Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales in Australien. Kanada und Australien gehören heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt immer noch das Staatsoberhaupt der beiden Länder.

Robert FitzRoy (1805-1865) war Gouverneur der britischen Kolonie Neuseeland. Neuseeland ist heute ein Commonwealth-Staat und die Queen ist das Staatsoberhaupt.

William FitzRoy, der 6. Herzog von Grafton (1819-1882), kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Berkeley. Er heiratete die Tochter eines Barons aus der Baring Familie. Die Barings waren vom 18. bis Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt.

Blanche Fitzroy (1839-1933) heiratete Robert Francis St Clair-Erskine, der 4. Graf von Rosslyn. Er kam aus dem Erskine Clan. Er war einer der hochrangigsten Freimaurer und Templer in Grossbritannien.

Graf Henry James FitzRoy (1848-1912) war in den Cleveland-Street-Skandal involviert. Er war hochrangiger Freimaurer (Quelle).

Alfred FitzRoy, der 8. Herzog von Grafton (1850-1930), heiratete in die Bankiersfamilie Smith (Quelle). Die Smith Familie ist eine der ältesten und wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

Charles FitzRoy, der 10. Herzog von Grafton (1892-1970), heiratete eine Tochter von Graf Sydney Buxton. Buxton war Generalgouverneur (höchster Kolonialbeamte) der britischen Kolonie Südafrika. Südafrika gehört heute zu den Commonwealth-Staaten. Buxton heiratete in die Bankiersfamilie Smith. Sein Vater war ein Bekannter der quäkerischen Bankiersfamilie Gurney.

Hugh FitzRoy, der 11. Herzog von Grafton (1919-2011), heiratete ebenfalls in die Bankiersfamilie Smith. Seine Frau war ein Höfling von Queen Elizabeth II.

Graf James FitzRoy (1947-2009) und seine Schwester Virginia FitzRoy (*1954) heirateten Kinder des Clan-Chefs des schottischen Kerr Clans.

Der Familienzweig Beauclerk (Herzöge)

Charles Beauclerk, der 1. Herzog von Saint Albans (1670-1726), war der Begründer der Adelsfamilie Beauclerk. Er war ein unehelicher Sohn des britischen Königs Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan. Durch seine Heirat haben alle Nachkommen der Beauclerck Familie Blut der inzwischen ausgestorbenen englischen Uradelsfamilie de Vere in sich. Die Herzöge von Saint Albans benutzen bis heute den Namen de Vere Beauclerk.

Charlotte Beauclerk (starb 1793) heiratete einen Sohn des Bankiers Andrew Drummond (Quelle). Andrew Drummond gründete 1717 die Drummonds Bank, eine der ältesten noch bestehenden Banken der Welt. Andrew Drummond war ein naher Verwandter der Vizegrafen von Strathallan aus dem Drummond Clan (Quelle).

William Beauclerk, der 9. Herzog von Saint Albans (1801-1849), heiratete Harriet Mellon, die zuvor in die Bankiersfamilie Coutts geheiratet hatte.

William Beauclerk, der 10. Herzog von Saint Albans (1840-1898), war Freimaurer. Er war Grossmeister der englischen Grafschaften Nottinghamshire und Lincolnshire (Quelle: 1 und 2). Er war in der Politik und Mitglied des Privy Council.

Charles Sidney Beauclerk (1855-1934) war ein Jesuitenpriester. Der Jesuitenorden besteht seit 1540 und steht im Dienste des Papstes.

Osbourne Beauclerk, der 12. Herzog von Saint Albans (1874-1964), heiratete die Tochter eines Markgrafen aus der irischen Uradelsfamilie FitzMaurice. Ihr Grossvater mütterlicherseits war der irische Herzog von Abercorn aus dem schottischen Hamilton Clan. Der Herzog und sein gleichnamiger Sohn waren Freimaurer und Grossmeister der irischen Grossloge (Quelle).

Mayasuni Ann Heath (*1986) ist eine Tochter von John Beauclerk (*1950). Mayasuni heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Österreich. (Quelle)

Der Familienzweig der Stewarts von Londonderry (Markgrafen)

Dieser Familienzweig gehört zum irischen Adel und stellt seit dem Jahr 1816 Markgrafen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass sie aus dem Stewart Clan stammen, aber sie werden als „echte Stewarts“ angesehen. Sie sollen von den oben erwähnten Stewarts von Galloway abstammen (Quelle).

Mehr als die Hälfte aller Markgrafen von Londonderry war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Charles Vane-Tempest-Stewart, der 6. Markgraf von Londonderry (1852-1915), war Präsident des Privy Council.

Robert Stewart, der 2. Markgraf von Londonderry (1769-1822), war britischer Aussenminister und Staatssekretär für Krieg und Kolonien. Er vertrat Grossbritannien auf dem Wiener Kongress.

Charles Vane-Tempest-Stewart, der 7. Markgraf von Londonderry (1878-1949), pflegte in den 1930er Jahren Kontakte zu Nazideutschland. Er besuchte Deutschland mehrfach und traf die führenden Nazis Adolf Hitler, Hermann Göring und Rudolf Hess. (Quelle). Markgraf Charles setzte sich in Grossbritannien für eine Appeasement-Politik gegenüber Nazideutschland ein und wollte, dass Grossbritannien und Deutschland Verbündete werden. Er war ein Cousin von Winston Churchill, der britische Premierminister zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. (Quelle) Hitler informierte Markgraf Charles sogar drei Jahre im Voraus über seine Pläne, sowohl in Polen als auch in der Tschechoslowakei einzumarschieren. Diese geheime Information gab Charles aber sofort an die britische Regierung weiter (die daher von den Überfallplänen der Nazis wusste). (Quelle: 1 und 2)

Markgraf Charles war einer der führenden Köpfe der Anglo-German Fellowship. Die britische Organisation bestand von 1935 bis 1939. Sie diente dem diplomatischen Austausch der britischen Regierung und dem deutschen Naziregime, aber auch dem Austausch der Wirtschafts- und Finanzelite der beiden Länder. Auch für Unternehmen war eine Mitgliedschaft möglich. Grosse britische Unternehmen und Banken traten der Anglo-German Fellowship bei und unterstützten sie. Die US-amerikanische Lazard Bank war Mitglied in der Organisation sowie die britischen Grossbanken Barclays und Lloyds. In der Anglo-German Fellowship waren neben Markgraf Charles noch weitere britische Aristokraten vertreten, darunter die Clan-Chefs der schottischen Clans Hamilton und Boyle sowie Randolph Stewart, der 12. Graf von Galloway (sein Familienzweig wurde weiter oben bereits behandelt). Randolph war nach dem Weltkrieg Grossmeister der schottischen Freimaurer und leitete später den Obersten Freimaurerrat in Schottland (Quelle). Die Anglo-German Fellowship hatte eine deutsche Schwesterorganisation, die Deutsch-Englische Gesellschaft. Diese diente ebenfalls der deutsch-britischen Verständigung. In der Gesellschaft war die deutsche Wirtschafts- und Finanzelite sowie NSDAP-Politiker vertreten. Der Nazi Joseph Goebbels war Ehrenmitglied. Ehrenvorsitzender und Präsident der Gesellschaft war der deutsche Adlige Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha. Eduard war ein Enkel der britischen Queen Victoria und war der Sohn eines Freimaurers.

Markgraf Charles war zwar ein Unterstützer Hitlers, aber 1940 meinte er jedoch: „Mit dem Führer (Hitler) habe ich auf das falsche Pferd gesetzt“. (Quelle) Markgraf Charles hatte Verständnis für den Groll der Nazis gegen die Juden. In Grossbritannien wurde ihm deshalb Antisemitismus vorgeworfen. Charles Tochter Helen Vane-Tempest-Stewart (1911-1986) heiratete den britisch-jüdischen Baron Edward Jessel, der mütterlicherseits aus der Goldsmid Familie kam. Jessel war ein Freund von Anthony de Rothschild. (Quelle)

Markgrafs Charles hatte eine uneheliche Tochter, Dorothé (1900-1938), die einen Enkel des britisch-jüdischen Bergbauunternehmers Barney Barnato heiratete. Barnato war mit dem britischen Diamantkonzern De Beers verbunden.

Jane Vane-Tempest-Stewart (*1932) heiratete Max Rayne, ein jüdischer Immobilienunternehmer, der zum Baron geadelt wurde. Jane heiratete in zweiter Ehe den Historiker Robert Lacey. Er schrieb eine Biografie von Queen Elizabeth II. Er ist der historische Berater der Netflix-Serie The Crown, die sich dem Leben der Queen widmet.

Annabel Vane-Tempest-Stewart (*1934) heiratete einen Sohn von Oswald Birley. Oswald war Maler und Hofkünstler der britischen Königsfamilie. Annabel heiratete in zweiter Ehe den britischen Politiker und Unternehmer James Goldsmith. James kam aus der Goldschmidt Familie, eine der bedeutendsten jüdischen Familiendynastien. Anabel und James haben zwei Söhne (Ben und Zac), die in die berühmte Rothschild Familie heirateten. Ihre Tochter Jemima heiratete Imran Khan, den derzeitigen Premierminister Pakistans.

Cosima Vane-Tempest-Stewart (*1961) heiratete in die Herzogsfamilie Somerset von Beaufort. Die Familie stammt von der Plantagenet-Dynastie ab, die von 1154 bis 1485 über England herrschte.

Reginald Vane-Tempest-Stewart (*1977) heiratete in die Guinness Familie (Quelle). Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.

Ein Markgraf von Londonderry, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte (also der dritte oder vierte Markgraf), war vermutlich Freimaurer (Quelle).

Weitere bemerkenswerte Clanmitglieder

Der Stewart Clan brachte noch viele weitere Familienzweige hervor. Weitere bemerkenswerte Clanmitglieder wären:

Arthur Stuart, der 7. Graf von Castle Stewart (1889-1961), heiratete in die amerikanisch-jüdische Guggenheim Familie. Die Guggenheims galten zu Beginn des 20. Jahrhunderts als eine der reichsten Familien der USA. Sie waren in der Bergbauindustrie aktiv und kontrollierten zeitweise 80 Prozent der weltweiten Vorkommen für Kupfer, Blei und Silber.

Der Abenteurer James Brooke (1803-1868) kam mütterlicherseits aus dem Stewart Clan. Er half dem bruneiischen Sultan Omar Ali Saifuddin II. militärisch einen Aufstand niederzuschlagen. Als Belohnung erhielt James Brooke einen Adelstitel vom Sultan und durfte das Königreich Sarawak in Malaysia gründen, über das er fortan herrschte. James Brooke war Freimaurer und wurde von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen (Quelle). Die Brooke Familie regierte bis 1946 über Sarawak und stand in engem Kontakt zur britischen Kolonialelite.

Der britische König Karl/Charles II. aus dem Stewart Clan hatte einen unehelichen Sohn, der in den Scott Clan heiratete und dessen Namen annahm. Diese Bastardlinie heiratete in den Douglas Clan und die englische Adelsfamilie Montagu. So bildete sich der Familienzweig Montagu-Douglas-Scott, der bis heute die Herzöge von Buccleuch stellt. Alice Montagu-Douglas-Scott (1901-2004) heiratete in die britische Königsfamilie. Mehr Infos zu diesem Familienzweig gibt es in meinem Beitrag zum Douglas Clan.

Der Politiker Graf William Stewart von Blessington/Viscount Mountjoy (1709-1769) war Grossmeister der irischen Freimaurergrossloge (Quelle). Er war auch Grossmeister der „Antient Grand Lodge of England“ (Quelle). Diese englische Grossloge bestand von 1751 bis 1813. Dann vereinigte sie sich mit der „Premier Grand Lodge of England“, die seit 1717 existierte und als die älteste Grossloge der Welt gilt. Durch die Vereinigung der beiden Logen entstand die „United Grand Lodge of England“, die bis heute die führende Grossloge Englands ist und vom britischen Hochadel geführt wird (Quelle).

Der Politiker Baron Michael Shaw-Stewart (1826-1903) war Grossmeister der schottischen Grossloge. Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer. Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Von 1874 bis 1882 war er Direktor der Royal Arch Masons in Schottland. (Quelle)

Der Politiker Herzog John Stewart-Murray (1871-1942) war Grossmeister der schottischen Grossloge. Ein Mann namens James Stewart war in den 1760er Jahren ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer. Er war Lord Provost von Edinburgh. Es wird sich demnach um James Stuart von Binend (1716-1777) handeln, der vom Stewart Clan abstammt. Noch zwei weitere Grossmeister der schottischen Grossloge hatten den Familiennamen Stewart, nämlich Robert King Stewart of Murdostoun (1854-1930) und John Christie Stewart. (Quelle) Bei diesen beiden ist aber unklar, ob sie aus dem Stewart Clan stammen.

Stein von Scone

Von 1603 bis 1714 besetzte der Stewart Clan wie bereits erwähnt den Thron von England. Als englische Könige wurden sie auf dem Stein von Scone gekrönt. Der Stein ist Teil des englischen Krönungsrituals und wurde zuletzt bei der Krönung der heutigen Queen Elizabeth II. verwendet. Bis Ende des 13. Jahrhunderts war der Stein Teil des schottischen Königsrituals. Die Königsfamilie Stewart hatte Blut der alten schottischen Könige in sich. Der erste König aus dem Stewart Clan kam mütterlicherseits aus der Königsfamilie Bruce, die vor den Stewarts den schottischen Thron besetzt hatte. Der erste König aus dem Bruce Clan war ein Nachkomme des schottischen Königs David I., der wiederum ein Nachkomme des schottischen Königs Kenneth MacAlpin (lebte im 9. Jahrhundert) war. MacAlpin war der erste König des damals gegründeten Schottlands. Er war zugleich der erste König, der auf dem Stein von Scone gekrönt wurde.

Der Stein von Scone ist eng mit der Geschichte und Tradition der Freimaurer verbunden (Quelle). Der Legende nach soll der Stein vor langer Zeit von einer ägyptischen Pharaonenprinzessin von Ägypten auf die britische Insel gebracht worden sein. Ihr Sohn war Goídel Glas, der zu den mythologischen Vorfahren der alten irischen Könige gehört. Die alten irischen Könige sind wiederum die mythologischen Vorfahren mehrerer schottischer Clans und irischer Adelsfamilien. Goídel Glas war ein Enkel von Fénius Farsaid, der das hebräische, griechische und lateinische Alphabet sowie das Ogham-Alphabet erfunden haben soll.

Legenden zufolge stammte der Stein von Scone ursprünglich aus Jerusalem und war der Krönungsstein der jüdischen Könige aus der Dynastie der Davididen, die vom mythologischen König David abstammten. König David soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die Heilige Stadt Jerusalem gehörte. Die Dynastie der Davididen soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo soll der Erbauer des salomonischen Tempels gewesen sein, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Nach Angaben der Evangelien nach Matthäus und Lukas des Neuen Testaments war der weltberühmte Jesus Christus ein Nachfahre von König David. Jesus Vater Josef (der vermutlich biologische Vater des angeblichen Gottessohn) soll von den Davididen abstammen. Die Stammlinien in den beiden Evangelien unterscheiden sich, aber beide führen den Davididen Serubbabel als Vorfahren auf. (Quelle) Dieser soll im 6. Jahrhundert vor Christus den zerstörten Tempel wieder aufgebaut haben (der 600 Jahre später wieder zerstört wurde). Die Symbolik der Zerstörung des Tempels und die Idee eines geistigen Wiederaufbaus ist eine Komponente der schottischen Hochgrade in der Freimaurerei (Quelle). Jesus wird als der Messias bezeichnet. Nach der christlichen Überlieferung ist der Messias der Sohn Gottes. Die jüdische Überlieferung, die älter als das Christentum ist, hatte die Ankunft des Messias vorausgesagt. Nach der jüdischen Überlieferung ist der Messias aber nicht der Sohn Gottes, sondern der rechtmässige von Gott eingesetzte König der Juden, der von König David (oben erwähnt) abstammen muss. Der Messias soll den zerstörten Tempel wieder aufbauen. Zur Zeit als Jesus geboren wurde, war die Dynastie der Herodianer die Herrscher von Jerusalem. Sie waren keine Nachkommen der Davididen. Daher wäre Jesus mit seinem königlichen Blut der rechtmässige König der Juden gewesen und wurde daher als Messias bezeichnet. Vielleicht liess König Herodes deshalb alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden, wo sich der geborene Messias aufhielt. König Herodes wollte damit den legitimen Thronfolger ausschalten. Es gab womöglich mehrere Könige, welche die Davididen wieder auf den Thron bringen wollten und daher Kontakt zu Jesus suchten (Legende der Heiligen Drei Könige). Laut Bibel bezeichnete sich Jesus selbst als König und sagte, er sei dazu geboren (Quelle). Jesus wird in der Bibel als „König aller Könige“ bezeichnet (Quelle).

Im 11. Jahrhundert besetzten die vom Vatikan gesteuerten Kreuzfahrer Jerusalem und gründeten dort die heutigen Vatikanorden sowie den Templerorden (möglicher Vorläufer der Freimaurerei). Unter den Kreuzfahrern sollen einer Legende zufolge vier Altmeister aus Schottland gewesen sein, die über altes Wissen verfügten. Sie suchten und fanden etwas in den Überresten des Tempels. Die Legende hatte Einfluss auf die Entwicklung der okkultistischen und alchemistischen Strömungen der Freimaurerei (Quelle).

Nach den beiden Evangelien ist Abraham der Vorfahre der Davididen sowie Vorfahre von Jesus. Abraham ist nach den heiligen Schriften der Stammvater der Araber und der Juden. Zu seinen Nachkommen soll der Prophet Mohammed gehören, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. (Quelle) Aus der Blutlinie Mohammeds sollen der Legende nach die heutigen Königsfamilien von Marokko und Jordanien sowie die Aga Khan Familie hervorgegangen sein. Auch die britische Königsfamilie hat womöglich Blut des Propheten Mohammed in sich (Quelle). Der Stammvater Abraham soll vom Archebauer Noah abstammen. Zu den mythologischen Nachfahren Noahs gehört wiederum Goídel Glas (oben bereits erwähnt), dessen Mutter den Stein von Scone auf die britische Insel brachte.

Nach Angaben eines Freimaurers sollen schon die alten irischen Könige vor MacAlpin auf dem Stein von Scone gekrönt worden sein und er sei schon der Krönungsstein für die jüdischen Könige (Davididen) in Jerusalem gewesen (Quelle). Anderen Legenden nach war der irische Krönungsstein ein Menhir, der noch heute auf dem Tara-Hügel in Irland steht. Auf dem heiligen Hügel befinden sich zahlreiche alte Monumente. Die Menhire gehören zu den Megalithen, von denen manche älter als die Pyramiden sind. Die Megalithen werden mit den Druiden in Verbindung gebracht, die im ersten Jahrtausend vor Christus zur keltischen Elite gehörten, wie die irischen Aristokraten. Die Megalithen befinden sich grösstenteils auf der britischen Insel und der Bretagne (das ehemalige Territorium der Druiden- und Keltenelite). Walter fitz Alan, der im 12. Jahrhundert lebte, war der Stammvater des Stewarts Clans. Seine Familie lebte in der Bretagne, bevor sie auf die britische Insel emigrierte. Prinzessin Isabel aus der schottischen Königsfamilie Stewart, die im 15. Jahrhundert lebte, heiratete den Herzog der Bretagne. John Crichton-Stuart, der 2. Markgraf von Bute (1793-1848), war mit Druiden verbunden und war vielleicht selbst einer (Quelle). Der heutige Druidenorden in Grossbritannien (Ancient Order of Druids) ist mit der Freimaurerei verbunden und hatte britische Adlige als Mitglieder. (Quelle) Übrigens hält der Ancient Order of Druids auch Rituale beim Stonehenge ab. (Quelle) Der mögliche ehemalige Krönungsstein auf dem Tara-Hügel soll Legenden zufolge aus Skandinavien stammen. (Quelle) Die schwedischen (skandinavischen) Könige benutzten noch bis zum 15. Jahrhundert heilige Steine bei Königsritualen (Quelle).

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Haniel Familie

Die Haniel Familie gehört schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien Deutschlands.

Die Familie gründete Mitte des 18. Jahrhunderts eine Weinhandlung. Ab 1771 waren sie im Kohlehandel aktiv. Im 19. Jahrhundert stiegen sie zu den mächtigsten deutschen Kohleunternehmern auf. Sie wurden im Maschinenbau und der Stahlindustrie aktiv und kontrollierten ein grosses Schifffahrtsunternehmen. Zu Beginn des 20. Jahrhundert galten die Haniels als die reichste Familie Deutschlands und waren noch reicher als die deutschen Rothschilds (Quelle).

Sie sind gut vernetzt. Franz Markus Haniel (*1955) kennt Mitglieder aus deutschen Milliardärsfamilien, wie Quandt, Thyssen, Siemens, Burda, Heraeus, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim (wird weiter unten genauer erläutert).

Im 19. Jahrhundert waren mehrere Familienmitglieder in der Politik. Zwischen 1892 und 1906 wurden drei Familienmitglieder geadelt, aber die heutigen Haniels sind keine Adligen.

Haniel und das Naziregime

Karl Haniel (1877-1944) war von 1928 bis 1944 Vorsitzender des Industrie-Clubs Düsseldorf, ein bis heute bestehender Wirtschaftsverein. Im Januar 1932 durfte Adolf Hitler im Industrie-Club Düsseldorf eine Rede halten vor den führenden Repräsentanten der deutschen Wirtschaft, um für sein politisches Programm zu werben (also ein Jahr vor seiner Machtübernahme). Karl Haniel war bei der Rede dabei. (Quelle) Hitlers Auftritt vor der deutschen Wirtschaftselite wurde durch den Industriellen Fritz Thyssen ermöglicht, der Hitlers bereits seit 1923 unterstützt hatte (Quelle).

Der Verleger Anton Betz, der Karl Haniel kannte, schrieb, dass Haniel nach Hitlers Machtübernahme zu ihm gesagt hatte, man müsse Hitlers Regierung unterstützen und auch die guten Seiten des Nationalsozialismus anerkennen, da der Nationalsozialismus die Erlösung vom Kommunismus sei. (Quelle)

Karl Haniel gehörte zur Ruhrlade, eine Vereinigung der zwölf einflussreichsten Ruhrindustriellen. Sie existierte von 1928 bis 1939. Einer der Zwölf war der oben erwähnte Naziunterstützer Fritz Thyssen. Ein weiteres Mitglied war Gustav Krupp, ebenfalls ein Naziunterstützer. Die Krupp Familie war eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Haniels hatten schon seit Ende des 18. Jahrhunderts Kontakt zur Krupp Familie (Quelle). Ein weiteres Mitglied der Ruhrlade war der deutsch-jüdische Industrielle Paul Silverberg, einer der mächtigsten Kohleunternehmer Deutschlands. Sein Unternehmen war ein Vorläufer des heutigen Energiekonzerns RWE, der grösste Betreiber von Kohlekraftwerken in Deutschland. Der Ehemann von Silverbergs Schwester war Ernst Landsberg. Dessen Onkel, der deutsch-jüdische Bankier Ludwig Bamberger, war 1870 Mitgründer der Deutschen Bank, die heute die grösste Bank Deutschlands ist.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts kontrollierten die Haniels das Stahlunternehmen GHH. Das Unternehmen war paar Jahrzehnte zuvor mit der finanziellen Unterstützung von Maria Kunigunde von Sachsen gegründet worden. Sie kam aus der sächsischen Königsfamilie und ihr Vater war auch König von Polen und Litauen. Die GHH wurde unter der Führung von Haniel im Bergbau und Maschinenbau aktiv und entwickelte sich zu einem der grössten Unternehmen Deutschlands. Die GHH profitierte stark von der Aufrüstungspolitik der Nazis und wurde systemrelevant für Hitlers Krieg. Während des Zweiten Weltkrieges wurden bei der GHH über 30 000 Zwangsarbeiter eingesetzt. Die GHH hatte bereits im Ersten Weltkrieg Zwangsarbeiter beschäftigt. (Quelle) Die Haniel Familie führte während den beiden Weltkriegen den Aufsichtsrat der GHH. Der Vorstand wurde von 1909 bis 1942 von Paul Reusch geführt, der ein enges Vertrauensverhältnis zu Karl Haniel hatte (Quelle). Paul Reusch gehörte zusammen mit Karl Haniel, Krupp, Thyssen und Silverberg zur oben erwähnten Ruhrlade.

Paul Reusch und Karl Haniel waren Mitglied des 1922 gegründeten Vereins Gäa. Dieser bestand zum Grossteil aus deutschen Adligen. Der Verein finanzierte rechte Propaganda. Er wurde nach Hitlers Machtübernahme aufgelöst. Karl Haniel war Vorsitzender des Vereins. Paul Reusch hatte übrigens Kontakt zum bayerischen Kronprinzen Rupprecht von Bayern. (Quelle: 1, 2, 3) Im Vorstand von Gäa war auch der Naziunterstützer Albert Vögler, der zur oben erwähnten Ruhrlade gehörte und somit Karl Haniel kannte.

Paul Reusch nutzte seinen Einfluss, um linke Parteien in der Weimarer Republik zu bekämpfen. Er war Ende der 20er Jahre in die geheime Wiederaufrüstung des deutschen Militärs involviert (Deutschland durfte seit Ende des Ersten Weltkrieges keine Aufrüstung betreiben). 1932 traf er sich mit den führenden Nazis Adolf Hitler und Heinrich Himmler und sicherte ihnen seine Unterstützung zu. Paul Reusch wurde 1931 Mitglied des Stahlhelmbunds, der ebenfalls linke Parteien bekämpfte. (Quelle) Der Bund bestand seit 1918 und kontrollierte rechte paramilitärische Strukturen in der Weimarer Republik. Der Bund war antisemitisch und viele der Anhänger glaubten an eine jüdische Weltverschwörung. Der Bund plante eine Diktatur zu errichten, die linke Bewegungen und die jüdische Elite bekämpfen sollte. Daher unterstützte der Bund die Machtübernahme Hitlers 1933.

Paul Reusch war zur Zeit des Naziregimes in der Führung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die am Goldraub der Nazis beteiligt war. Die BIZ ist bis heute eine der einflussreichsten Instanzen der Finanzelite und gilt als Zentralbank aller Zentralbanken. Sie hat ihren Hauptsitz in der Schweiz. Paul Reusch wird über die BIZ die deutschen Bankiers Kurt von Schröder und Hjalmar Schacht (Freimaurer) gekannt haben, zwei der wichtigsten Unterstützer von Hitlers Machtübernahme. Während sie Deutschland bei der BIZ vertraten, waren dort auch angloamerikanische Interessensvertreter, darunter der britische Zentralbankenchef Montagu Norman und Bekannte der Rockefeller Familie. (Quelle)

Paul Reuschs Sohn Hermann führte nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1966 den Vorstand der GHH und wird daher die Haniel Familie gekannt haben, da diese weiterhin den Aufsichtsrat führte.

Geschäftsaktivitäten der Haniels in den letzten 70 Jahren

Nach dem Zweiten Weltkrieg wollten die Alliierten den Einfluss des Haniel-Konzerns eindämmen. Der Konzern wurde in drei Teile aufgeteilt. Ein Teil umfasste das Stahlgeschäft des Konzerns, das später von der Thyssen Familie gekauft wurde, die wie gesagt die Haniels kannte. Ein weiterer ausgegliederter Teil umfasste das Kohlegeschäft des Konzerns. Dieser wurde später Teil der 1968 gegründeten Ruhrkohle AG. Die Ruhrkohle AG war eines der grössten deutschen Unternehmen (Quelle). Aus ihr entwickelte sich der heutige Mischkonzern RAG sowie der Chemiekonzern Evonik Industries. Zu den Gründern der Ruhrkohle AG gehörte auch der Konzern der Krupp Familie, die wie gesagt die Haniels kannte. Von der Haniel kontrollierten GHH blieb nach der Aufteilung nur der Teil übrig, der im Maschinen- und Anlagenbau aktiv war. Dennoch hat dies den Haniels nicht stark geschadet. In den folgenden Jahren entwickelte sich die GHH zum grössten Maschinen- und Anlagenbauer Europas. Die Haniels kontrollierten das Unternehmen bis in die 80er Jahre. Darauf firmierte die GHH unter dem Namen MAN. Seit 2011 wird MAN vom deutschen Automobilkonzern VW kontrolliert und trägt seit 2018 den Namen Traton.

1868 gründeten die Haniels ein Unternehmen, aus dem sich die spätere Rheinpreussen AG entwickelte. Das Unternehmen war im Kohlebergbau und der Chemieindustrie aktiv. Zur Zeit des Naziregimes stieg es in die Kraftstoffherstellung ein und betrieb Tankstellen. Die Haniels kontrollierten das Unternehmen bis in die 1960er Jahren und verkauften es dann dem deutschen Öl- und Gaskonzern DEA. 2019 fusionierte die DEA zur heutigen Wintershall Dea, die derzeit das grösste deutsche Erdölunternehmen ist. Zurzeit wird das Unternehmen vom deutschen Chemiekonzern BASF und dem russischen Milliardär Mikhail Fridman kontrolliert.

Seit den 1960er Jahren kontrollierte die Haniel Familie zusammen mit den Familien Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim das Einzelhandelsunternehmen Metro. In den folgenden drei Jahrzehnten entwickelte sich Metro zum grössten Einzelhändler Deutschlands. In den letzten 10 Jahren wurde Metro aber von Aldi und der Schwarz-Gruppe überholt, die nun die grössten deutschen Einzelhändler sind. Metro ist aber nach wie vor einer der zehn grössten Einzelhändler der Welt. Die Haniel Familie besitzt heute nur noch 2,7 Prozent der Anteile an Metro. Die mit Haniel verbundenen Familien Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim sind immer noch Grossaktionär von Metro und dadurch Milliardäre. Bis 2019 waren die Haniels ebenfalls Grossaktionär und verkauften dann den Grossteil der Anteile an den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky, einer der einflussreichsten Geschäftsmänner Tschechiens.

2017 wurde das Elektronikhandelsgeschäft des Metro-Konzerns ausgegliedert, aus dem sich Ceconomy bildete. Ceconomy besitzt die deutschen Einzelhändler MediaMarkt und Saturn. Ceconomy ist damit der grösste Elektronik-Einzelhändler Europas. Die Haniel Familie ist derzeit der grösste Aktionär von Ceconomy mit einem Anteil von mehr als 20 Prozent. Die Milliardärsfamilien Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim sind ebenfalls Grossaktionäre sowie die italienische Milliardärsfamilie Agnelli.

Die Haniel Familie hält ihre Anteile über ihre Unternehmensgruppe „Franz Haniel & Cie.“, die sich vollständig in Familienbesitz befindet. Zur Gruppe gehören mehrere kleinere Unternehmen. Deren Geschäftsfelder umfassen Textilien, Sicherheitsindustrie, Verpackungsmaschinen, Recycling von Edelstahlabfällen, Matratzen sowie Fischerei und Fischzucht.

In den 1990er Jahren galten die Haniels als die reichste deutsche Familie neben Albrecht (Aldi) und Quandt (BMW).

2023 wurde das Vermögen der Haniel Familie auf 4,5 Milliarden Euro (etwa 5 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle: Seite 24).

Franz Markus Haniel

Franz Markus Haniel (*1955) war im Aufsichtsrat von Metro und „Franz Haniel & Cie“. Er arbeitete seit 1986 für Firmen der Milliardärsfamilie Quandt. Die Quandts beriefen Haniel in den Aufsichtsrat ihres Automobilkonzerns BMW. (Quelle) Haniel ist mit dem Milliardär Stefan Quandt befreundet (Quelle). Die Haniel Stiftung förderte gemeinsam mit einer Stiftung der Quandt Familie die „Atlantische Initiative“, ein Verein zur Förderung von deutsch-amerikanischen Beziehungen (Quelle). 

Franz Markus Haniel arbeitete für die schweizerische Holding der Familie Thyssen-Bornemisza (Quelle). Somit sind die Haniels seit 100 Jahren mit der Thyssen Familie verbunden (sind heute ebenfalls Milliardäre).

Franz Markus Haniel ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Technologie- und Edelmetallkonzerns Heraeus. Er wird daher die Milliardärsfamilie Heraeus kennen, die das Unternehmen kontrolliert.

Franz Markus Haniel ist im Kuratorium der Haniel Stiftung. Derzeit ist auch Nathalie von Siemens im Kuratorium (Stand 23.10.2021). Die Siemens Familie gehört wie die Haniels schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Unternehmerfamilien Deutschlands.

Franz Markus Haniel kennt Stefan Oschmann (Foto). Oschmann leitete den deutschen Pharmakonzern Merck. Er wird daher die Merck Familie (Milliardäre) kennen, die das Unternehmen kontrolliert.

Franz Markus Haniel war in der Geschäftsführung von Giesecke+Devrient. Der deutsche Konzern ist ein weltweit aktiver Dienstleister für Zahlungsverkehr und IT-Sicherheit. Zu den Kunden gehören Zentralbanken und Grosskonzerne. Franz Markus Haniel war Berater bei Booz Allen Hamilton. (Quelle) Das US-amerikanische Beratungsunternehmen ist fest mit den US-Geheimdiensten verbunden. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es „die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle

Die Haniels haben Kontakte zu Josef Esch. Er führte die Bank der Oppenheim Familie. (Quelle)

Franz Markus Haniel kennt den Milliardär Hubert Burda, der eines der grössten deutschen Medienunternehmen besitzt. Die Burda Familie organisiert den Burda DLD Nightcap, eine jährlich stattfindende Party in Davos. 2013 waren neben Burda und Franz Markus Haniel auch folgende Personen auf der Party:

  • Die indische Milliardärsfamilie Mittal.
  • Führende Mitarbeiter von Google, Facebook und Twitter sowie der YouTube-Gründer Chad Hurley.
  • Roland Berger. Der Multimillionär gründete das Beratungsunternehmen Roland Berger.
  • Klaus Kleinfeld. Er leitete den führenden deutschen Elektrokonzern Siemens. Er gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er war CEO des Aluminiumkonzerns Alcoa. Er ist ein Wirtschaftsberater der saudischen Königsfamilie und leitet ihr Bauprojekt Neom.
  • Hartmut Ostrowski. Er leitete Bertelsmann, den grössten deutschen Medienkonzern.
  • Kai Diekmann. Er war Chefredakteur der BILD-Zeitung.
  • Arianna Huffington. Die US-Amerikanerin gründete die Onlinezeitung Huffington Post.
  • Guido Westerwelle. Der ehemalige Aussenminister gehörte zur Parteispitze der FDP.
  • Viviane Reding. Die Luxemburgerin war EU-Kommissarin.
  • Gabriele Aga Khan. Sie heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. Gabriele heiratete in zweiter Ehe den religiösen Führer Karim Aga Khan IV. Ihre Mutter heiratete in die Thyssen Familie.

(FotosMan muss die Pfeiltasten auf der Tastatur benutzen, um die Fotos durchzugehen)

Bemerkenswerte Heiraten

Carl Lueg (1833-1905), der mütterlicherseits aus der Haniel Familie kam, heiratete in die Bagel Familie, eine hugenottische Einwandererfamilie. Die Bagel Familie besitzt bis heute die Druckerei- und Verlagsgruppe Bagel. Sie heirateten in die Milliardärsfamilie Henkel und Simone Bagel-Trah leitet derzeit den Aufsichtsrat des Henkel-Konzerns. Die Bagel Familie heiratete auch in die Thyssen Familie, die mit den Haniels verbunden ist.

Max Haniel (1813-1887) heiratete eine Tochter des Industriellen James Cockerill. James war der Sohn eines englischen Einwanderers. Die Cockerill Familie wurde auch in der belgischen Industrie aktiv. James Cockerill hatte zwei Töchter, die in die Suermondt Familie heirateten. Eine heiratete den Unternehmer Barthold Suermondt. Nach ihrem Tod heiratete Barthold eine Tochter von Max Haniel. Die Suermondts waren niederländische Einwanderer. Die Familien Cockerill und Suermondt gründeten 1838 gemeinsam mit Friedrich Thyssen das Bergbau- und Metallunternehmen Stolberger Zink. Somit kannten Cockerill und Suermondt die Thyssen Familie bereits vor ihrem wirtschaftlichen Aufstieg, da die Thyssens erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den führenden Industriellen aufstiegen. Die Suermondts gründeten 1870 das Stahlunternehmen Rheinstahl. Seit den 1920er Jahren war das Unternehmen eng mit dem Stahlkonzern der Thyssen Familie verbunden. In den 1970er Jahren wurde Rheinstahl Teil des Thyssen-Konzerns. Rheinstahl war zudem 1968 Mitgründer der Ruhrkohle AG, die das Kohlegeschäft der Haniel Familie übernahm.

Der geadelte Politiker John Haniel (1849-1912) heiratete in die Unternehmerfamilie Stinnes. Hugo Stinnes war einer der mächtigsten Industriellen in der Weimarer Republik. Er war geschäftlich mit der Thyssen Familie verbunden.

Erna Carp (1881-1938), die mütterlicherseits aus der Haniel Familie kam, heiratete den Politiker Karl von Starck. Er kam mütterlicherseits aus der Uradelsfamilie Baumbach. Heute führt ein Familienzweig der Baumbach Familie den Pharmakonzern „Boehringer Ingelheim“ und ist eine der reichsten Familien Deutschlands.

Der geadelte Edgar Haniel von Haimhausen (1870-1935) war Diplomat und Staatssekretär im Auswärtigen Amt. In erster Ehe heiratete er in die Uradelsfamilie Brauchitsch. Seine zweite Ehefrau hatte zuvor einen deutschen Adligen geheiratet. Ihr Sohn Alexander von Branca heiratete in die Uradelsfamilie Guttenberg. Das bekannteste heutige Familienmitglied ist Karl-Theodor zu Guttenberg, der Verteidigungs- und Wirtschaftsminister von Deutschland war.

Lucy Cockerill (1860-1913), die mütterlicherseits aus der Haniel Familie kam, heiratete in die Uradelsfamilie Adelmann.

Die Kinder von Julius Haniel (1815-1880) heirateten in den deutschen Adel, darunter in die Uradelsfamilien Dürckheim und Levetzow.

Das Vermögen der Haniel Familie ist auf etwa 680 Familienmitglieder aufgeteilt. Viele davon tragen nicht den Namen Haniel und es werden vermutlich mehrere Adlige darunter sein.

Übrigens: Ein Unternehmer namens Wilhelm Haniel war Mitglied einer Freimaurerloge im Ruhrgebiet (Quelle), wo auch die Haniels lebten. Es könnte also Wilhelm Haniel (1764-1819) sein, ein Bruder des Unternehmensgründers Franz Haniel (1779-1868).

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Jain Familie

Die Jain Familie ist eine der einflussreichsten Unternehmerfamilien der indischen Medienlandschaft. 2019 wurde das Familienvermögen auf 1,75 Milliarden US-Dollar geschätzt. 2008 waren es noch 4,4 Milliarden. (Quelle)

Die Jain Familie kontrolliert „The Times Group“ (auch bekannt als „Bennett, Coleman and Company“). Das Zeitungsunternehmen wurde 1838 von Briten in Indien gegründet und geführt. Indien war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute noch zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. 1946 übergaben die Briten das Medienunternehmen den indischen Familien Jain und Dalmia. Die beiden Familien waren über eine Heirat verwandt. Die Dalmia Familie kontrolliert heute die Dalmia Group, ein Mischkonzern. Sie sind Milliardäre.

The Times Group ist heute einer der grössten Medienkonzerne Indiens und wird noch immer von der Jain Familie kontrolliert. Zum Konzern gehören:

  • The Times of India, die auflagenstärkste englischsprachige Tageszeitung der Welt.
  • The Economic Times, die zweitgrösste Finanzzeitung der Welt.
  • Noch weitere kleinere Zeitungen.
  • Radio Mirchi, einer der meistgehörten Radiosender in Indien.
  • Mehrere Fernsehsender.
  • Times Internet, ein Internetunternehmen.

Die Jain Familie ist über eine Heirat mit der Goenka Familie verwandt (Quelle: 1 und 2). Die Goenka Familie kontrolliert das Medienunternehmen Indian Express Limited, das mehrere indische Zeitungen besitzt. Es gibt zudem mehrere indische Milliardäre mit dem Familiennamen Goenka, bei denen aber unklar ist, ob sie verwandt sind.

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Chávez und Maduro Familie

Die Familien Chávez und Maduro sind Teil der ve­ne­zo­la­nischen Elite. Hugo Chávez war von 1999 bis zu seinem Tod 2013 Präsident von Venezuela. Seither ist sein Vertrauter Nicolás Maduro Präsident des Landes.

Hugo Chávez (1954-2013) war, bevor er in die Politik ging, Oberstleutnant beim ve­ne­zo­la­nischen Militär. Er gründete 1982 die MBR-200, eine politische Bewegung. Sie baute innerhalb des Militärs ein Netzwerk auf, das 1992 einen Putschversuch unternahm. Hugo Chávez führte den Putsch an. Da dieser aber scheiterte, kam er ins Gefängnis. 1994 wurde er begnadigt. Nach seiner Freilassung begann er sich um das Amt des Präsidenten zu bewerben. Er gründete 1997 eine eigene Partei und wurde 1999 zum Präsidenten des Landes gewählt. Nach seinem Tod 2013 wurde sein Vertrauter Nicolás Maduro Präsident, der seit 2006 ve­ne­zo­la­nischer Aussenminister gewesen war. Maduro heiratete 2013 Cilia Flores, die eine Anwältin von Hugo Chávez war, als dieser im Gefängnis sass. Seit Chávez Machtübernahme gehört sie zur politischen und juristischen Elite des Landes.

Hugo Chávez hatte schon vor seiner Machtübernahme den kubanischen Herrscher Fidel Castro getroffen. Die ve­ne­zo­la­nische Regierungsspitze ist bis heute mit der Castro Familie verbunden. Hugo Chávez und sein Nachfolger Nicolás Maduro gelten als Feinde der westlichen Elite. Ihre Regierung pflegt enge Beziehungen zu allen Staaten, die mit den USA und ihren Verbündeten verfeindet sind. Dazu zählen folgende Länder: Kuba, China, Nordkorea, Russland, Belarus (Weissrussland), Iran und Syrien.

Venezuela ist das erdölreichste Land der Welt und besitzt geschätzt 18 Prozent der weltweiten Erdölreserven. Venezuela besitzt auch die achtgrössten Gasreserven der Welt. Hugo Chávez verstaatlichte 2007 die venezolanische Ölindustrie. Die US-amerikanischen und europäischen Ölkonzerne mussten ihre Geschäfte in Venezuela aufgeben. Seither wird die dortige Ölindustrie vom staatlichen Öl- und Gaskonzern PDVSA kontrolliert. Bis vor wenigen Jahren war die PDVSA eines der umsatzstärksten Unternehmen Südamerikas und war zeitweise auch einer der umsatzstärksten Ölkonzerne der Welt. Die Regierung kontrolliert auch die „Banco de Venezuela“, die grösste Bank des Landes. Sie wurde von Hugo Chávez verstaatlicht.

Hugo Chávez inszenierte sich als Sozialist, der die Interessen der Armen und der Arbeiter vertritt. Er feuerte aber zwanzigtausend streikende Arbeiter, weil er sich von diesen genervt fühlte (Quelle). Er soll ein geheimes Vermögen von einer Milliarde US-Dollar angehäuft haben. Das globale Analyseunternehmen „Criminal Justice International Associates“ behauptet, dass die Familie Chávez und Hunderte von Mitarbeitern ein Zehntel der Erdöleinnahmen gestohlen haben, die Venezuela seit Chávez Machtübernahme durch Ölverkäufe eingenommen hatte. Sie hätten damit ein Vermögen von 100 Milliarden US-Dollar erbeutet. (Quelle) Asdrúbal Chávez (*1954) ist ein Cousin von Hugo Chávez. Er ist derzeit Präsident der PDVSA, die wie gesagt die ve­ne­zo­la­nische Ölindustrie kontrolliert. Er war auch Minister für Erdöl und Bergbau. Er steht Präsident Maduro nahe.

Maria Gabriela Chávez (*1980) ist eine Tochter von Hugo Chávez. Sie war stellvertretende Botschafterin Venezuelas bei den Vereinten Nationen. Ihr Vermögen wird auf 4,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ein Grossteil des Vermögens soll sich auf Konten in den USA und Andorra befinden. (Quelle) Maria Gabriela Chávez gilt als Verbündete des Präsidenten Nicolás Maduro. Dennoch war oder ist sie noch immer mit dem Venezolaner César Omaña befreundet, der inzwischen in den USA lebt. Er soll 2019 den ve­ne­zo­la­nischen Geheimdienstchef Manuel Christopher Figuera davon überzeugt haben, einen Putschversuch gegen Maduro zu unternehmen. Der Putsch scheiterte. César Omaña unterhält Kontakte zu Oppositionsführern wie Leopoldo López, aber auch Kontakte zu hochrangigen regimetreuen Funktionären. (Quelle)

Nicolás Maduro regiert wie sein Vorgänger Hugo Chávez autoritär. Seit 2013 leidet Venezuela unter einer starken Wirtschaftskrise und die Armutsquote stieg in den letzten Jahren auf 90 Prozent. Dies hat bereits bestehende soziale Unruhen verstärkt. Darauf reagierte Maduro mit einem noch autoritäreren Regierungsstil, der man inzwischen als diktatorisch bezeichnen kann. Er hat die Pressefreiheit stark eingeschränkt. Seit 2017 steigt die Zahl willkürlicher Verhaftungen und Gewalttaten gegenüber Medienschaffenden durch Polizei und Geheimdienst. Venezuela gilt als eines der Länder, in denen am meisten Menschen von Sicherheitskräften getötet werden. Die UN-Untersuchungskommission zu Venezuela teilte mit, die Foltermethoden des venezolanischen Geheimdienstes würden immer gewalttätiger werden. Der Geheimdienst nutze auch geheime Hafteinrichtungen (gab es schon in anderen südamerikanischen Diktaturen) (Quelle).

Hugo de los Reyes Chávez (*1933) ist der Vater von Hugo Chávez. Er war von 1998 bis 2008 Gouverneur des ve­ne­zo­la­nischen Bundesstaates Barinas. Danach war sein Sohn Adán Chávez bis 2017 Gouverneur des Bundesstaates. Adán ist Botschafter in Kuba, war Bildungsminister und gehört zur Führung von Maduros Partei. Seit 2017 ist sein Bruder Argenis Chávez Gouverneur des Bundesstaates Barinas. Ihm wird Korruption vorgeworfen.

Chávez und Maduro verwandelten Venezuela in eines der korruptesten Länder der Welt. Die ve­ne­zo­la­nischen Sicherheitsbehörden sind fest mit dem Kokainhandel verbunden. Das Nachbarland Kolumbien ist der grösste Kokainproduzent der Welt und geschätzt 70 Prozent des gesamten Kokains wird in Kolumbien angebaut. Der Grossteil des Kokaanbaus in Kolumbien wird von der FARC kontrolliert. Die FARC ist eine linkspolitische Guerilla, die mit südamerikanischen Drogenkartellen zusammenarbeitet. Seit Hugo Chávez an der Macht war, bauten die venezolanischen Sicherheitsbehörden enge Kontakte zur FARC auf. Die kolumbianischen Guerillas durften ihre Lager in Venezuela errichten und erhielten venezolanische Papiere. Das ve­ne­zo­la­nische Militär, das die Grenze zu Kolumbien kontrolliert, duldet den Kokainschmuggel der FARC. Mindestens ein Drittel des Kokains aus Kolumbien wird über Venezuela nach Europa und in die USA geschmuggelt, schätzen internationale Fachleute. (Quelle)

Hochrangigen venezolanischen Politiker und Militärs wurde in den letzten Jahren vorgeworfen, im grossen Stil Drogenhandel und Geldwäsche zu betreiben. Diosdado Cabello, ein Minister und Mitglied des Militärs, soll sogar ein eigenes Drogenkartell leiten und kontrolliert eigene regierungstreue Paramilitärs, die ebenfalls in der organisierten Kriminalität aktiv sind. Cabellos Bruder José ist ebenfalls in der Politik und gilt ebenso als korrupt und kriminell. (Quelle) Tareck El Aissami ist ein hochrangiger Politiker und Vertrauter von Maduro. Als er studierte, war Adán Chávez (Bruder von Hugo Chávez) sein Professor. In den letzten Jahren wurde Tareck vorgeworfen, mit der organisierten Kriminalität verbunden zu sein. Er kommt aus einer syrischen Einwandererfamilie. Sein Grossonkel Shibli al-Aysami war Vizepräsident von Syrien (Syrien und Venezuela haben ein gutes Verhältnis). Tareck ist mit der libanesischen Partei Hisbollah verbunden. (Quelle) Die Hisbollah ist im Drogenhandel aktiv ist und ihre Miliz gilt dadurch als eine der reichsten Milizen der Welt. In Venezuela gibt es viele syrische und libanesische Einwanderer. Darunter die syrische Unternehmerfamilie Makled, die auch in der organisierten Kriminalität tätig ist. Walid Makled sitzt in einem venezolanischen Gefängnis, aber er hat es sehr gemütlich dort. Er hat Internetzugang und wenn ihm langweilig wird, darf er das Gefängnis verlassen und amüsiert sich in Diskotheken und Bordellen. Als Drogenboss weiss er, welche Politiker und Militärs in Drogenhandel und Geldwäsche involviert sind. Er hat angeblich belastende Dokumente bei Anwälten in der ganzen Welt deponiert, die veröffentlicht werden, wenn ihm was zustossen sollte. (Quelle) Da hochrangige Politiker und Militärs in illegale Geschäfte verwickelt wurden, können die venezolanischen Mafiabosse die Elite des Landes erpressen und sich so vor der Strafverfolgung schützen. Umgekehrt weiss die venezolanischen Elite genau, wer die führenden Drogenhändler sind und könnte diese verhaften lassen, wenn sie wollte. Somit haben beide Seiten ein Druckmittel in der Hand, was dazu führt, dass beide Seiten gezwungen sind weiterhin miteinander zu kooperieren.

2015 wurden zwei Neffen von Maduros Frau in Haiti von US-Behörden festgenommen, weil sie versuchten 800 Kilogramm Kokain in die USA zu schmuggeln. 2017 wurden die beiden in den USA zu 18 Jahren Haft verurteilt. (Quelle)

Chávez grosses Vorbild war der Revolutionär Simón Bolívar (1783-1830). Bolívar ist der Nationalheld mehrerer südamerikanischer und karibischer Länder. Er war einer der wichtigsten Führer der Unabhängigkeitskriege gegen die spanische Kolonialherrschaft in Venezuela, Kolumbien, Bolivien, Panama und Ecuador. Er war Freimaurer und erreichte den 33. Grad (der höchste Freimaurergrad) (Quelle). Nachdem die spanische Kolonie Venezuela unabhängig von Spanien geworden war, gründete eine Gruppe von Freimaurern die Republik Venezuela. Nach Angaben der Grossloge von Venezuela waren 13 der 15 Präsidenten, die Venezuela im 19. Jahrhundert hatte, Freimaurer. Im 20. Jahrhundert war angeblich nur ein Präsident Freimaurer, nämlich Raúl Leoni Otero. (Quelle) Chávez hatte in der Armee unter der Führung von Víctor Higuera gedient. Als Chávez 1999 die Macht erlangte, wurde Higuera Grossmeister der Freimaurer in Venezuela. Er war noch bis 2005 Grossmeister. Chávez gilt als möglicher Freimaurer. (Quelle) Chávez wollte einer Freimaurerloge beitreten, aber die Freimaurer wollten ihn angeblich nicht aufnehmen. Ihn den letzten Jahren hat sich das Verhältnis zwischen den Freimaurern und Maduros Regierung anscheinend verschlechtert, da die Freimaurer in der Opposition vertreten sind. (Quelle) Juan Guaidó, einer der führenden Köpfe der Opposition in Venezuela, ist anscheinend Freimaurer (Quelle)

Hugo Chávez hatte diplomatischen Kontakt zu Königsfamilien. Er traf die britische Queen und den belgischen König Albert II. sowie den japanischen Kaiser Akihito. (Fotos: 1, 2, 3). Er traf mehrfach den spanischen König Juan Carlos (Fotos auf Google). Er traf die Herrscher von Saudi-Arabien und Katar (Foto). Er traf Papst Benedikt XVI. (Foto). Die katholische Kirche ist das führende Gotteshaus in Venezuela und über 90 Prozent der Bevölkerung gehört ihr an. Maduro traf den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle). Maduro traf die Könige von Saudi-Arabien und Niederlande. (Fotos: 1 und 2).

Chávez und Maduro gelten als Antisemiten und übereifrige Israelkritiker. Chávez förderte die Theorie einer jüdischen Weltverschwörung und noch weitere Verschwörungstheorien. Maduros Grosseltern waren aber sephardische Juden, die zum Katholizismus konvertierten (Quelle). Er könnte also mit der sephardisch-jüdischen Maduro Familie verwandt sein, die auf dem karibischen Inselstaat Curaçao lebt, der vor Venezuela im Meer liegt. Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gibt es in Curaçao eine wohlhabende jüdische Community, bestehend aus portugiesisch-jüdischen Einwanderern, die früher eng mit der niederländischen Kolonialelite in Kontakt standen. Sie trieben Handel mit Venezuela und manche emigrierten dorthin. Salomon Elias Levy Maduro gründete 1837 in Curaçao ein Handelsgeschäft. Die Maduro-Unternehmensgruppe besteht bis heute und konzentriert sich auf Schifffahrt, Gütertransport sowie die Reise- und Tourismusbranche. 1916 gründete die Maduro Familie aus Curaçao die Maduro’s Bank, die erste Geschäftsbank der Insel. 1932 fusionierte sie mit der Curiel’s Bank, die 1927 von der sephardisch-jüdischen Curiel Familie gegründet wurde. (Quelle: 1 und 2) Sie sind womöglich Nachfahren der sephardisch-jüdischen Kaufmanns- und Diplomatenfamilie Curiel aus Portugal und Spanien, die im 16. und 17. Jahrhundert zu den einflussreichsten und wohlhabendsten Juden gehörte. Sie vertraten Portugal und Spanien als Diplomaten in den Niederlanden und wurden Mitte des 17. Jahrhunderts in den portugiesischen Adel aufgenommen. Durch die Fusion der Banken der Familien Maduro und Curiel aus Curaçao entstand die heutige „Maduro & Curiels Bank“. Sie ist nach eigenen Angaben der grösste Arbeitgeber in der Privatwirtschaft der Inselstaaten Curaçao, Aruba und Sint Maarten. Die drei ehemaligen niederländischen Kolonien gehören bis heute zum Königreich der Niederlande und der niederländische König ist immer noch das Staatsoberhaupt.

Der Politiker Ricardo Maduro ist mit der Maduro Familie aus Curaçao verwandt. Ricardo war von 2002 bis 2006 Präsident des mittelamerikanischen Staates Honduras. Er ist ein Verwandter von Eric Arturo Delvalle, der von 1985 bis 1988 Präsident des mittelamerikanischen Staates Panama war (Nachbarland von Kolumbien). Erics Onkel Max Delvalle war kurzzeitig ebenfalls Präsident von Panama und gilt als der erste jüdische Präsident auf dem amerikanischen Kontinent. (Quelle)

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Mars Familie

Franklin Clarence Mars gründete 1911 ein Unternehmen, das Süsswaren herstellte und verkaufte. Daraus entwickelte sich der Lebensmittelkonzern Mars Incorporated, der bis heute von der Mars Familie kontrolliert. Mars Incorporated ist eines der grössten Familienunternehmen der USA und befindet sich vollständig in Familienbesitz.

Das Vermögen der Mars Familie wurde 2024 auf 133,8 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie ist damit eine der reichsten Familien der Welt. (Quelle) Bereits in den 80er-Jahren war sie eine der reichsten Familien des Landes. (Quelle)

Mars Incorporated ist der grösste Süsswarenkonzern der Welt. Dem Konzern gehören unter anderem Snickers, Twix, Mars, Milky Way, Bounty und M&M. Der Konzern besitzt auch den Uncle-Ben’s-Reis und ist der weltweit grösste Hersteller und Vermarkter von Kaugummis.

Mars Incorporated ist der grösste Schokoladenhersteller der Welt. Ein grosser Teil des Kakaos, den Mars aus Entwicklungsländern kauft, ist Produkt von Kinderarbeit. In Westafrika, wo am meisten Kakao produziert wird, müssen geschätzt zwei Millionen Kinder in den Kakaoanbaugebieten gefährliche Arbeiten verrichten (Macheten schwingen, schwere Lasten tragen, Pestizide ohne Schutzmaterial versprühen). Mars Incorporated sagt selbst, sie können nicht garantieren, dass ihre Schokoladen ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Mars Incorporated weiss nach eigenen Angaben nicht, wo der Grossteil seines Kakaos angebaut wird. Mars kann nur bei 24 Prozent seines Kakaos den Ursprungsort zurückverfolgen. In Westafrika hat sich zudem ein Netzwerk von Menschenhändlern gebildet, die minderjährige Zwangsarbeiter an Kakaobauern verkaufen. Korruption bei westafrikanischen Behörden, die eigentlich Zwangsarbeit und Menschenhandel bekämpfen sollten, verschärfen das Problem. (Quelle: 1, 2, 3)

Mars Incorporated ist der grösste Haustiernahrungskonzern der Welt und besitzt Tierfuttermarken wie Whiskas, Pedigree und Kitekat. Deren Produkte gelten als ungesund oder gar gesundheitsschädlich. Es ist vermutlich nur ein Zufall, aber Mars ist inzwischen in der Tiermedizin aktiv und besitzt seit 2017 das Unternehmen VCA, das über tausend Tierkliniken in Nordamerika betreibt.

Der Multimilliardär John Mars (*1935) traf sich 2015 mit der britischen Queen, die ihn zum Ehrenritter ernannte. (Quelle: 1 und 2)

Adrienne Mars war zwischen 1988 und 2002 im Vorstand des WWF. Sie ist seit 1979 Mitglied des 1001 Nature Trust. (Quelle) Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.

Die Milliardärin Valerie Mars (*1959) war im Vorstand des Automobilkonzerns Fiat Chrysler. Daher wird sie womöglich die italienische Milliardärsfamilie Agnelli kennen, die den Konzern kontrolliert. Valerie Mars war im Beirat der nordamerikanischen Abteilung der Rabobank, eine der grössten niederländischen Banken. Momentan ist sie im internationalen Beirat des britischen Beratungsunternehmens Hakluyt & Company, das von Mitarbeitern des britischen Geheimdienstes gegründet wurde. Zum internationalen Beirat gehören unter anderem Ratan Tata (Indien), Paul Achleitner (Deutschland), Douglas Flint (UK), Jeff Greenberg (USA) und Lubna Olayan (Saudi-Arabien). Letztere ist im Führungsgremium des Weltwirtschaftsforums. (Stand: 29.5.2024)

Die Milliardärin Pamela Mars-Wright (*1960) war Vorsitzende von Mars Incorporated. Sie war im Aufsichtsrat des niederländischen Bierkonzerns Heineken. Dadurch wird sie die Familie Carvalho-Heineken kennen, die reichste Unternehmerfamilie der Niederlande. Pamela Mars-Wright war zur selben Zeit im Aufsichtsrat wie Annemiek Fentener van Vlissingen. Er kommt aus der niederländischen Milliardärsfamilie van Vlissingen. Pamela Mars-Wright ist im Aufsichtsrat des niederländischen Mischkonzerns SHV, der von der van Vlissingen Familie kontrolliert wird, die auch im Aufsichtsrat vertreten ist.

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Huntington Familie

Der Engländer Simon Huntington emigrierte im 17. Jahrhundert nach Nordamerika. Viele seiner Nachkommen gehörten elitären Kreisen an.

Samuel Huntington (1731–1796) war ein Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung und gehörte somit zu den Gründervätern der USA. Als Präsident des Kontinentalkongresses war er ein führender Kopf der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Der Kontinentalkongress bestand aus der Elite der 13 Kolonien der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses, darunter Samuel Huntington, gründeten daraufhin die USA.

Nach der Gründung der USA wurde Samuel Huntington einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaates Connecticut. Sein gleichnamiger Neffe und Adoptivsohn war einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Ohio. Der Neffe wurde 1809 zudem der zweite Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von Ohio. Sein Nachfolger als Freimaurer-Grossmeister von Ohio war Lewis Cass. Dieser war einer der ersten Gouverneure von Michigan und der erste Grossmeister der dortigen Grossloge. Der erste Grossmeister von Ohio war Rufus Putnam, ein General des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. (Quelle: 1, 2, 3)

Ebenezer Huntington (1754–1834) und sein Halbbruder Jedediah Huntington (1743–1818) besetzten führende Positionen in der Kontinentalarmee, die den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führte und vom Kontinentalkongress gesteuert wurde. Die Halbbrüder waren Gründungsmitglieder der Society of the Cincinnati, eine bis heute bestehende Gesellschaft. Die Nachfahren der Gründungsmitglieder haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft, was demnach auch für die Nachfahren der Huntington Brüder gelten sollte. Ebenezer Huntington war Freimaurer und Royal Arch Mason (Quelle: 1 und 2). Jedediah Huntingtons Schwiegervater war Jonathan Trumbull, der erste Gouverneur des Bundesstaates Connecticut.

Jabez W. Huntington (1788–1847) vertrat den Bundesstaat Connecticut im Senat und im Repräsentantenhaus. Er war Freimaurer (Quelle: 1 und 2).

Der Geschäftsmann und Politiker William Huntington Russell (1809–1885) kam mütterlicherseits aus der Huntington Familie. Er war der Gründer von Skull and Bones. Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die Elite der USA. Sie ist Gegenstand diverser Verschwörungstheorien. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken (Quelle: 1, 2, 3). Bei Skull and Bones waren bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Bush, RockefellerVanderbiltHarriman, Whitney und Taft (Quelle). William Huntington Russells Vorfahren gehörten zu den Gründern der Yale Universität, wo Skull and Bones wie gesagt Mitglieder anwirbt. William war auch ein Nachkomme von Thomas Hooker (1586–1647), der die englische Kolonie Connecticut in Nordamerika gegründet hatte. Hookers Nachfahren gehörten seither zur nordamerikanischen Elite. Zu seinen Nachfahren zählten unter anderem der US-Präsident William Howard Taft sowie die Familien Morgan und Burr.

William Huntington Russell war ein Cousin von Samuel Russell (1789–1862). Samuel zog nach China und gründete dort 1824 das Handelshaus „Russell & Company“. 1834 beendete das britische Parlament das Monopol der „British East India Company“ auf den Handel zwischen Grossbritannien und China, worauf private Unternehmen das entstandene Vakuum im chinesisch-britischen Handel auffüllen konnten. Diese privaten Handelshäuser wurden zum Grossteil von Familien geführt. Die wichtigsten Familien wären Keswick, Sassoon, Kadoorie, Swire und Jebsen, die bis heute in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv sind und inzwischen alle Milliardenvermögen besitzen (bis auf Sassoon). Russell & Company war im 19. Jahrhundert das grösste amerikanische Handelshaus in Ostasien und einer der grössten Opiumhändler der Welt. Das Unternehmen bestand bis 1891. Zur Führung des Unternehmens gehörten Mitglieder der Familien Forbes und Delano, zwei bedeutende Familien der US-amerikanischen Elite.

Collis Huntington (1821–1900) war einer der führenden Eisenbahnunternehmer der USA. Das Magazin American Heritage erstellte 1998 eine Liste der reichsten US-Amerikaner aller Zeiten. Auf der Liste belegt Collis Huntington Platz 28 (Quelle). Er gründete „Newport News Shipbuilding“, ein Schiffbauunternehmen. Es besteht bis heute und gehört zum Rüstungskonzern „Huntington Ingalls Industries“, der zu Ehren von Collis Huntington benannt wurde. Huntington Ingalls Industries ist zurzeit einer der grössten Rüstungskonzerne der Welt. Collis Huntington war ein Freund und Geschäftspartner von Isaias Hellman (Freimaurer), der einer der reichsten Bankiers des Landes war.

Zina Huntington (1821–1901) heiratete Joseph Smith. Dieser war der Gründer der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“. Joseph Smith verfasste das Buch Mormon und ist somit der Begründer des Mormonentums. Die Mormonen sehen Smith als Propheten an. Er war der erste Präsident der Mormonenkirche und sein Bruder Hyrum sowie sein Vater Joseph Smith Senior gehörten auch zur Kirchenführung. Die Smith Familie stellte später zwei weitere Präsidenten sowie mehrere Patriarchen der Kirche. Joseph Smith und sein Bruder Hyrum sowie ihr Vater waren Freimaurer. Die ersten fünf Präsidenten der Mormonenkirche waren Freimaurer. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5) Das Mormonentum wurde also von Freimaurern gegründet, aber nach Angaben der heutigen Kirchenführung gibt es inzwischen keine Verbindungen mehr zwischen ihrer Kirche und der Freimaurerei. Der zweite Präsident der Kirche war der Freimaurer Brigham Young. Er heiratete ebenfalls Zina Huntington und teilte sich die Frau mit dem Religionsgründer Joseph Smith. Zina Huntington und ihr Vater William Huntington (1784–1846) gehörten zur Kirchenführung.

Clara Prentice-Huntington (1860–1928) wurde von der Huntington Familie adoptiert. Sie heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Hatzfeld.

Archer Milton Huntington (1870–1955) gründete die Hispanic Society of America.

Helen Huntington (1893–1976) war ein prominentes Mitglied der New Yorker High Society. Sie heiratete Vincent Astor, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Männern der USA gehörte.

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Haus Battenberg/Mountbatten

Alexander von Hessen-Darmstadt (1823-1888) war der Begründer der Hochadelsfamilie Battenberg. Er kam aus der deutschen Uradelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.

Heute lebt die Battenberg Familie in Grossbritannien und hat den Familiennamen zu Mountbatten anglisiert. Sie wurden in den britischen Adel aufgenommen. Sie sind enge Freunde und nahe Verwandte der britischen Königsfamilie.

Die Battenberg Brüder

Alexander von Battenberg (1857-1893) wurde 1879 zum Herrscher von Bulgarien gewählt. Er war Freimaurer und unterstütze die Verbreitung der Freimaurerei in Bulgarien. (Quelle) 1886 musste er aufgrund eines Putsches die Macht in Bulgarien abgegeben.

Sein Bruder Franz Joseph von Battenberg (1861-1924) galt als möglicher Ehekandidat der US-Amerikanerin Consuelo Vanderbilt. Sie kam aus der Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts. Franz heiratete aber schliesslich in die Königsfamilie von Montenegro (Haus Petrović-Njegoš). (Quelle)

Die anderen beiden Brüder wurden durch ihre Heiraten Teil des britischen Hochadels. Einer der Brüder war Heinrich von Battenberg (1858-1896). Er heiratete in die britische Königsfamilie. Er wurde Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Sein Sohn Maurice (1891-1914) war Freimaurer (Quelle). Seine Tochter Victoria (1887-1969) heiratete den spanischen König Alfons XIII. Sein Sohn Alexander (1886-1960) wurde zum Markgrafen geadelt. Alexander war ebenfalls Freimaurer (Quelle). Er arbeitete für die US-amerikanische Investmentbank Lazard und war Direktor von mehreren Grosskonzernen (Quelle).

Der andere Bruder war Ludwig von Battenberg (1854-1921). Seine Frau kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Hessen und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie. Ludwig wurde Offizier der britischen Marine und Mitglied des Privy Council. Aufgrund der antideutschen Stimmung in Grossbritannien während des Ersten Weltkrieges änderte er den Familiennamen zu Mountbatten. Er wurde 1917 von der britischen Königsfamilie zum Markgrafen geadelt. Seine Nachkommen stehen bis heute der britischen Königsfamilie nahe.

Ludwigs Nachkommen

Die Tochter Alice Mountbatten (1885-1969) heiratete in die griechische Königsfamilie. Ihr Sohn Prinz Philip heiratete die derzeitige britische Königin Elisabeth II. Philip war Freimaurer (Quelle). Die anderen Kinder von Alice heirateten in den deutschen Hochadel, darunter auch in das Haus Hannover und in das Haus Hessen.

Alices Schwester Louise Mountbatten (1889-1965) heiratete den schwedischen König Gustav VI. Der König war der Grossmeister der schwedischen Freimaurer (Quelle).

Alices Bruder Markgraf George Mountbatten (1892-1938) war Direktor bei mehreren Unternehmen. Er heiratete in die russische Kaiserfamilie. Seine Frau war lesbisch. Sie hatte angeblich eine romantische Beziehung mit der US-Amerikanerin Gloria Morgan Vanderbilt, die in die Vanderbilt Familie geheiratet hatte, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts.

Der Bruder Louis Mountbatten (1900-1979) besetzte hochrangige Ämter beim britischen Militär und der NATO. Er war Vizekönig von Indien und somit oberster Kolonialbeamte der damaligen britischen Kolonie Indien. Er wurde in den Privy Council aufgenommen und zum Grafen geadelt. Seine Frau kam väterlicherseits aus dem britischen Adel. Mütterlicherseits war sie eine Enkelin des deutsch-jüdischen Bankiers Ernest Cassel, der nach Grossbritannien emigriert war. Ernest Cassel freundete sich mit der britischen Königsfamilie an und wurde Mitglied des Privy Council. Er arbeitete für die Bank der deutsch-jüdischen Familien Bischoffsheim und Goldschmidt. Er war einer der reichsten Bankiers in London. Louis Mountbatten und seine Frau führten eine offene Beziehung. Nach Angaben seines Fahrers besuchte Mountbatten auch Schwulenbordelle, was damals noch strafbar war. Seine Frau Edwina hatte ein romantisches Verhältnis mit dem Inder Jawaharlal Nehru, einer der führenden Köpfe der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Nachdem Indien von Grossbritannien unabhängig wurde, wurde Nehru der erste Premierminister des Landes. Seine Tochter Indira und sein Enkel Rajiv wurden ebenfalls Premierminister von Indien. Nehru hatte viel Kontakt zu Louis Mountbatten, der vor ihm als Vertreter des Königshauses über Indien geherrscht hatte.

In den 1940er Jahren sammelte die US-amerikanische Sicherheitsbehörde FBI Informationen über das Privatleben von Louis Mountbatten. Sie interviewten die Baronin Elizabeth Beresford. Sie sagte dem FBI, dass Louis Mountbatten als Homosexueller mit einer Perversion für kleine Jungen bekannt sei und dass seine Frau Edwina ebenfalls als unberechenbar galt. Die Baronin sagte, Mountbatten und seine Frau gelten als „Personen mit äusserst niedriger Moral“. (Quelle) Die Baronin kam aus der US-amerikanischen Bankiersfamilie Drexel und war durch ihre Ehe Teil des britischen Adels. Weshalb das FBI überhaupt Informationen zu Mountbattens Privatleben sammelte, ist unbekannt. Diese FBI-Akten wurden erst 2019 öffentlich, also 40 Jahre nach Mountbattens Tod.

Es gibt mehrere Männer aus Grossbritannien, die davon berichten, dass sie als Heimkinder Opfer eines pädophilen Netzwerkes waren. Manche davon sagten, sie seien vom Heim in das Schloss von Graf Louis Mountbatten gebracht worden, wo er sie missbraucht hatte. Das bekannteste dieser Heime war das Kincora Jungenheim in Nordirland. Das Heim wurde von Pädophilen geführt. Nach offiziellen Angaben fand der sexuelle Missbrauch nur im Heim statt und der Täterkreis soll nur aus den Mitarbeitern des Heimes bestanden haben. Die Opfer sagen allerdings, sie wurden nicht nur im Heim missbraucht, sondern seien auch an andere Orte gebracht worden, wo sie von Männern vergewaltigt wurden, die keine Angestellte des Heimes waren. Unter den Tätern sollen Politiker gewesen sein. Mehrere Mainstreamjournalisten und Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden sowie ein Bestseller-Buch zweifeln die offizielle Version an und glauben den Opfern. Es gibt mehrere Zeitungs- und Fernsehberichte von britischen Leitmedien, welche die offizielle Version kritisch hinterfragen. Unbekannte entfernten ein Buch zum Kincora-Skandal aus Bibliotheken in ganz Grossbritannien. Das Kincora-Heim wurde 1958 gegründet. Der Missbrauch begann bereits kurz nach der Gründung, was darauf hindeutet, dass das Jungenheim von und für Pädophile gegründet wurde. Der Missbrauch wurde erst 1980 durch einen Zeitungsartikel bekannt, worauf das Heim geschlossen wurde und die drei Aufseher des Heimes zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Zuvor gab es keine strafrechtliche Verfolgung. Nach Zeugenaussagen war die Polizei schon in den frühen 60er Jahren über den Missbrauch informiert worden. Die britischen Geheimdienste wussten spätestens seit 1967 von den Vorwürfen. Mehrere Mitarbeiter von Geheimdienst und Militär bestätigten in den letzten 40 Jahren, dass die Geheimdienste genau Bescheid wussten, was im Heim vor sich ging, aber nichts dagegen unternehmen wollten. Ein ehemaliger Geheimdienstoffizier sagte, Mountbattens Homosexualität und seine Vorliebe für Sex mit minderjährigen Jungen waren ein offenes Geheimnis beim Geheimdienst. Es gibt britische Geheimdienstakten, die nachweisen könnten, dass Mountbatten pädophiler Straftäter war, aber die Geheimdienste weigern sich diese zu veröffentlichen. Viele der Akten zum Kincora-Skandal wird der Staat aus Gründen der nationalen Sicherheit frühestens 2085 veröffentlichen. Mehrere Akten sind verschwunden. Maurice Oldfield (1915-1981), der den britischen Geheimdienst MI6 zur Zeit des Missbrauches leitete, soll aktives Mitglied im Pädophilenring gewesen sein. Der Heimleiter des Kincora-Heims war der pädophile William McGrath. Er arbeitete für den britischen Geheimdienst MI5. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5, 6) Ein Mitglied des Pädophilenrings, Morris Fraser, leitete eine Jugend- und Kinderpsychiatrie. Er vermittelte von dort Kinder, die keine Familien hatten, an Kinderheime, darunter an das Kincora-Heim. Fraser war eng mit Peter Righton verbunden, einem weiteren verurteilten Pädophilen. Righton war ein enger Berater der Premierministerin Margaret Thatcher für Kinderheime. Die Behörden weigern sich aus Gründen der nationalen Sicherheit die Akten zum Psychiater Morris Fraser freizugeben. (Quelle: 1 und 2) Das kritische (aber seriöse) Magazin Village veröffentlichte 2020 ein kostenloses Online-Buch, das später wieder entfernt wurde, aber in der Wayback Machine noch zu finden ist. Auch die Rolle von Mountbatten wird darin erläutert und die mutmasslichen Täter, darunter Politiker, werden namentlich genannt. Darin wird auch die These vertreten, dass der pädophile Heimleiter und MI5-Informant William McGrath für den britischen Geheimdienst Politiker erpressbar machte, indem er diese mit Jugendlichen und Kindern versorgte. Als Gegenleistung konnte McGrath seine Pädophilie unbehelligt ausleben. Der britische Geheimdienst führte zu dieser Zeit eigene Bordelle in Nordirland, wo Kunden von versteckten Kameras gefilmt wurden. Damit wollte der Geheimdienst Politiker und politische Aktivisten erpressbar machen (übrigens nennt man das in Geheimdienstkreisen honey trap, also Honigfalle). In diesen Geheimdienst-Bordellen wurden zwar keine Minderjährigen beschäftigt, aber diese Geheimdienstoperation fand zur gleichen Zeit wie der Missbrauch in Nordirland statt, daher wurde vermutet, dass auch die Pädophilen beim Missbrauch gefilmt wurden und somit erpressbar gewesen wären. Vermutlich versorgte der pädophile Heimleiter William McGrath die Geheimdienste auch mit Infos zu paramilitärischen loyalistischen Strukturen in Irland, zu denen er und seine Kumpels gute Verbindungen hatten. In der Zeit als Heimleiter gründete er eine rechtsextreme Bewegung, die illegal Waffen aus den Niederlanden für loyalistische Paramilitärs beschaffte. Zudem wird im Online-Buch von Village in Kapitel 10 aufgezeigt, dass Carl Beech vermutlich ein gut bezahlter Desinformator ist. Carl Beech behauptete 2014, er sei ebenfalls ein Opfer des Missbrauchsrings gewesen, worauf Ermittlungen gestartet wurden. Schliesslich konnte man belegen, dass Carl Beech ein Lügner war. Dies hat der Glaubwürdigkeit der echten Opfer geschadet. Schon bevor man Beechs Aussagen widerlegen konnte, hatte das Magazin Village darauf hingewiesen, dass Carl Beech Desinformationen verbreitet. Das Magazin hatte Recht mit seiner Vorhersage, dass Carl Beech medienwirksam in der Öffentlichkeit als Lügner entlarvt wird. Carl Beech war verschuldet, aber in der Zeit, als er Lügen verbreitete, kam er zu Geld, was darauf hindeutet, dass ihn jemand für das Lügen bezahlte. Er war übrigens pädophiler Straftäter. Er arbeitete als Kinderkrankenpfleger, war Gouverneur von zwei Schulen und arbeitete für die Kinderschutzorganisation NSPCC, die unter anderem versucht Kindesmissbrauch zu bekämpfen (Quelle). Seit 1895 stellt die britische Königsfamilie den Patron der NSPCC.

Graf Louis Mountbatten war noch in eine weitere Geheimdienstverschwörung verwickelt. Er soll gemeinsam mit einem kleinen Kreis von Offizieren des britischen Geheimdienstes einen Militärputsch gegen den britischen Premierminister Harold Wilson geplant haben. Sie bauten eine geheime Privatarmee auf, die im Falle eines Umsturzes aktiv geworden wäre. Wilson behauptete später, dass bei einem erfolgreichen Putsch Mountbatten als Premierminister installiert worden wäre. (Quelle: 1 und 2)

Graf Louis Mountbatten starb 1979 durch ein Bombenattentat, das von der irischen Terrororganisation IRA ausgeführt wurde. Thomas McMahon, ein Bombenbauer der IRA, wurde deswegen verurteilt. Patrick Holland, der mit McMahon im Gefängnis war, behauptete, McMahon habe ihm erzählt, dass Mountbatten vom britischen Geheimdienst ermordet wurde. Holland, der ein Buch über den Mountbatten-Mord plante, wurde eines Morgens tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. (Quelle) Ein ehemaliger Geheimdienstoffizier deutete an, dass Mountbattens Ermordung mit dessen Verbindung zum Kincora-Skandal zu tun haben könnte und dass die IRA von Geheimdiensten infiltriert war. (Quelle) Fünf Monate nach Mountbattens Tod wurde der Missbrauch im Kincora-Heim erstmals öffentlich bekannt. Übrigens wurde 1982 John McKeague, ein mutmasslicher Täter im Kincora-Pädophilenring, ebenfalls von einem irisch-republikanischen Terroristen ermordet. John McKeague gründete eine paramilitärische loyalistische Untergrundorganisation. Ich geh davon aus, dass er für die Geheimdienste arbeitete. In Grossbritannien gab es noch weitere Skandale, die auf organisierte Missbrauchsnetzwerke hindeuten (mehr dazu).

Graf Louis Mountbatten hatte persönlichen Kontakt zur Rothschild Familie. Da Mountbatten Bordelbesuche zu indiskret waren, benutzte er angeblich Elie de Rothschilds Privatjet und hatte darin Sex mit Prostituierten. (Quelle) Er kannte auch Carola Warburg Rothschild aus der Bankiersfamilie Warburg. (Quelle)

David Mountbatten (1919-1970, der 3. Markgraf von Milford Haven, und weitere britische Adlige nahmen 1949 in London an einer Hochzeit des US-amerikanischen Bankiers Paul Felix Warburg teil. Auch ein dänischer Prinz gehörte zu den Gästen der Hochzeit. Die Braut wurde von John McCloy, dem Chef der Weltbank, zum Altar geführt. (Quelle)

Lord Ivar Mountbatten (*1963) arbeitete in Venezuela sieben Jahre lang für ein Bergbauunternehmen. (Quelle) Er war im Beirat der SCL Group. (Quelle: 1 und 2) Dieses zwielichtige Unternehmen aus England hatte enge Verbindungen zum britischen Militär und zur Konservativen Partei Grossbritanniens. Die SCL Group wollte in verschiedensten Ländern Wahlen beeinflussen und führte PsyOps durch (mehr dazu). Ivars Stiefgrossmutter Josephine Hartford war eine reiche US-Amerikanerin. Sie war eine Erbin des Vermögens des Einzelhändlers A&P (Great Atlantic & Pacific Tea Company). (Quelle: 1 und 2) Im Jahr 1929 war A&P nach Umsatz das fünftgrösste Unternehmen der USA. (Quelle)

George Mountbatten (*1961), der 4. Markgraf von Milford Haven, war mit Sarah Walker verheiratet. Sarah ist inzwischen mit dem britischen Milliardär Michael Spencer verheiratet.

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Haus Hessen (Reginare)

Die Uradelsdynastie der Reginare bildete sich im 10. Jahrhundert. Aus einem Familienzweig der Reginare entstand im 13. Jahrhundert die bis heute bestehende Hochadelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten Familien des deutschen Hochadels.

Aus dem Haus Hessen ging Mitte des 19. Jahrhunderts die Hochadelsfamilie Battenberg/Mountbatten hervor. Das Haus Mountbatten gehört heute zum britischen Adel. Sie sind Freunde und Verwandte der britischen Königsfamilie. Das Haus Mountbatten wird in diesem Beitrag aber nicht behandelt und hat einen eigenen Beitrag.

Das Haus Hessen gilt heute noch als eine der reichsten Hochadelsfamilien Deutschlands. Die Familie besitzt über ihre Stiftung Immobilien und eine Kunstsammlung. 2019 wurde das Vermögen der Familie auf 200 Millionen Euro (etwa 235 Millionen US-Dollar) geschätzt und sie gehört damit zu den 1000 reichsten Deutschen (Quelle).

Mafalda von Hessen (*1965) kennt Gabriele Quandt. (Foto) Gabriele kommt aus der Quandt Familie, eine der reichsten Familien Deutschlands.

Reginhar, der im 9. Jahrhundert lebte, war der Stammvater der Reginare. Seine Mutter war möglicherweise eine Tochter des römischen Kaisers Lothar I., ein Enkel von Karl dem Grossen. Die beiden Herrscher kamen aus der Dynastie der Karolinger, die wiederum von den Pippiniden aus dem 7. Jahrhundert abstammten. Somit könnten alle Nachfahren der Reginare auch Blut der Karolinger in sich tragen. Die Reginare heirateten in den folgenden Jahrhunderten in viele Hochadelsfamilien (darunter Karolinger, Kapetinger, Welfen, Savoyen und Plantagenet), was ebenfalls darauf hindeutet, dass sie königlicher Abstammung waren.

Im Jahr 1247 wurde Heinrich von Brabant der erste Landgraf der deutschen Provinz Hessen. Er war der Stammvater der Familie Hessen, die ab da über die Provinz Hessen herrschte. Heinrich kam väterlicherseits aus der Dynastie der Reginare. Seine Grossmutter mütterlicherseits war Elisabeth von Thüringen, die in der katholischen Kirche als Heilige verehrt wird und in Deutschland zeitweise als Nationalheilige galt. In den letzten 700 Jahren heiratete das Haus Hessen in viele Adels- und Königsfamilien.

Das Haus Hessen brachte viele Freimaurer sowie mehrere Illuminaten hervor und war mit vielen führenden Freimaurern verwandt. Das Haus Hessen war eine der ersten Familien des deutschen Hochadels, die der Freimaurerei beitrat. Die Freimaurerei konnte sich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im deutschen Adel etablieren. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurden immer mehr Nichtadlige in die deutschen Freimaurerlogen aufgenommen, aber die führenden Grossmeister der deutschen Freimaurer kamen weiterhin aus dem Adel. Der deutsche Adel führte die Freimaurerei bis zur Abschaffung der Monarchie im Jahr 1918.

Freimaurer und Illuminaten

Karl von Hessen-Kassel

Karl von Hessen-Kassel (1744–1836) gründete mehrere Freimaurerlogen und war Grossmeister der Freimaurer in Dänemark. Er heiratete in die dänische Königsfamilie. Seine Mutter kam aus der damaligen britischen Königsfamilie (Haus Hannover). Karl wuchs in Dänemark bei seiner Tante auf, die ebenfalls aus dem britischen Königshaus kam und den dänischen König Friedrich V. heiratete. Als langjähriges Oberhaupt des „Rektifizierten Schottischen Ritus“ leitete Karl den Nachfolger der Strikten Observanz und war somit auch einer der obersten Freimaurer in Deutschland. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Karl trat auch den Rosenkreuzern bei. (Quelle: 1 und 2) Er war mit dem Freimaurer und Okkultisten Graf von Saint Germain befreundet. (Quelle)

Karl von Hessen-Kassel war gemeinsam mit Herzog Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel als Freimaurer aktiv. Ferdinand kam aus der Uradelsdynastie der Welfen. Er war ebenfalls Grossmeister der Freimaurer in Dänemark und seine Schwester war durch ihre Heirat Königin von Dänemark und Norwegen. Herzog Ferdinand hatte vor Karl den Rektifizierten Schottischen Ritus geleitet. Karl und Herzog Ferdinand gehörten zum Kreis der führenden Illuminaten. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Die beiden waren auch Mitglied der „Asiatischen Brüder“. (Quelle: 1, 2, 3) Die Illuminaten und die Asiatischen Brüder waren zwei Geheimorden, die heute nach offiziellen Angaben nicht mehr existieren. Sie waren fest mit der Freimaurerei verbunden, da viele der Mitglieder vor dem Beitritt bereits Freimaurer waren. Die Asiatischen Brüder, die aber keine Asiaten waren, sondern aus dem deutschsprachigen Raum kamen, waren eine Splittergruppe der Rosenkreuzer, die 1782 einen eigenen Orden bildete. Juden war der Beitritt gestattet, was zu dieser Zeit bei den deutschen Freimaurern und Rosenkreuzern kaum vorkam. Der Orden war im Gegensatz zu den Freimaurern nicht christlich orientiert, sondern wandte sich der „Echten Religion“ zu, die sie Mago Cabala nannten. Auf den beiden höchsten Ordensstufen befasste man sich mit Geisterbeschwörung. Gotteslästerern war der Eintritt aber angeblich untersagt. Genauso nahm man keine Personen mit anti-adliger Einstellung auf. „Wer die heiligen Rechte der Könige und Fürsten, die das Bild des Ewigen auf Erden sind, nur im geringsten verletzt“ galt als nicht aufnahmefähig. (Quelle) Den Asiatischen Brüdern waren also die „heiligen Rechte“ des Hochadels sehr wichtig. Das liegt vermutlich daran, dass Hochadlige sowie sonstige Adlige die Bruderschaft führten.

Karl von Hessen-Kassel setzte sich für die Aufnahme der Juden in die Freimaurerei ein. Zwei jüdische Freimaurerlogen standen unter seinem Schutz. Die beiden Logen wurden vom Grand Orient de France (die führende Grossloge Frankreichs) gegründet. (Quelle) Eine der beiden Logen lag in Frankfurt und trug den Namen „Zur aufgehenden Morgenröthe“. Der Gründungsmeister der Loge war Siegmund Geisenheimer, ein Mitarbeiter der Rothschild Bank. (Quelle) Karl von Hessen-Kassel kannte womöglich Mayer Amschel Rothschild, den Begründer der berühmten Bankiersfamilie Rothschild. Karl war ein Bruder des Kurfürsten Wilhelm von Hessen-Kassel (1743–1821). Wilhelm galt als einer der reichsten des deutschen Adels und Mayer Amschel Rothschild wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts sein wichtigster Hofbankier. Ab da begann der Aufstieg der Rothschild Familie. Über das Haus Hessen konnten die Rothschilds weitere Adlige als Kunden gewinnen. Das britische Königreich und die britische Königsfamilie hatten Schulden bei Kurfürst Wilhelm von Hessen-Kassel. Rothschild hatte als Hofbankier dadurch Kontakte nach England, wo einer seiner Söhne wenige Jahre zuvor hingezogen war. (Quelle: 1 und 2) Kurfürst Wilhelm kam mütterlicherseits aus dem britischen Königshaus. Womöglich konnte die Rothschild Familie über den Kurfürsten Kontakte zum britischen Königshaus knüpfen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gelang es den Rothschilds, das Vertrauen des britischen Hochadels gewinnen, worauf sie ihre Geschäfte über das britische Kolonialreich weltweit ausweiten konnten und dadurch zur reichsten Familie der Welt wurden. Kurfürst Wilhelm und sein Bruder Karl von Hessen-Kassel kannten womöglich die jüdische Goldschmidt Familie, da diese im 17. und 18. Jahrhundert als Hofbankiers im Dienste der Landgrafen aus dem Haus Hessen stand. Die Schwester von Mayer Amschel Rothschild hatte in die Goldschmidt Familie geheiratet, 20 Jahre bevor Mayer zum führenden Hofbankier des hessischen Kurfürsten ernannt wurde.

Weitere Freimaurer und Illuminaten aus dem Haus Hessen

Landgraf Friedrich V. von Hessen-Homburg (1748–1820) war Freimaurer. Mit seiner Erlaubnis und Unterstützung wurde die erste Freimaurerloge der deutschen Stadt Bad Homburg vor der Höhe gegründet. (Quelle) Landgraf Friedrich V. war zudem Mitglied des Illuminatenordens. (Quelle) Eine seiner Töchter heiratete in die preussische Königsfamilie. Einer seiner Söhne heiratete eine britische Prinzessin aus dem Haus Hannover.

Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt (1719–1790) war Freimaurer und gründete eine Loge. Sein Vater, Landgraf Ludwig VIII., war ebenfalls Freimaurer. (Quelle) Die Töchter von Ludwig IX. heirateten hochadlige Freimaurer und Illuminaten:

  • Die Tochter Karoline heiratete den oben erwähnten Freimaurer und Illuminaten Friedrich V. von Hessen-Homburg.
  • Die Tochter Friederike heiratete den preussischen König Friedrich Wilhelm II. Dieser war Freimaurer, Rosenkreuzer und Okkultist (Quelle).
  • Die Tochter Luise heiratete Grossherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach. Der Grossherzog war Freimaurer und Illuminat (Quelle: 1, 2, 3). Ihr gemeinsamer Sohn Karl Bernhard war Freimaurer (Quelle).
  • Die Tochter Wilhelmine heiratete den russischen Kaiser Paul I. Dieser war Freimaurer und interessierte sich für die Rosenkreuzer (Quelle). 1791 erliess er jedoch ein Freimaurerverbot. Das liegt vermutlich daran, dass er dem Kirchenstaat nahe stand, der damals der Erzfeind der Freimaurer war. Während der Herrschaft von Paul konnte der Jesuitenorden, der im Dienste des Papstes steht, seinen Einfluss in Russland ausweiten. (Quelle) Kaiser Paul I. war von 1799 bis 1801 Grossmeister des Malteserordens, ein alter Vatikanorden. (Quelle)
  • Der Sohn Ludwig I. sowie dessen Sohn Ludwig II. waren die Grossherzöge von Hessen und traten ebenfalls den Freimaurern bei. (Quelle)

Ludwig von Hessen-Darmstadt (1749–1823) war der zweite Grossmeister der Grossen Landesloge und somit einer der ersten Grossmeister der deutschen Freimaurer. (Quelle: 1 und 2) Ludwig trat bereits mit 15 Jahren der Freimaurerei bei. Er interessierte sich ein Leben lang für das Templer- und Rosenkreuzertum sowie für die Alchemie. Er entwickelte ein eigenes an die Rosenkreuzer angelehntes Freimaurersystem, das von den anderen deutschen Freimaurern aber abgelehnt wurde. Daraufhin gründete er eine eigene Winkelloge (eine Loge, die von den Grosslogen nicht anerkannt wird). Die Loge nahm auch Frauen auf. Jedoch wurde die Loge vom württembergischen Herzog verboten. Ein paar Jahre zuvor war Ludwig von Hessen-Darmstadt in Rom gewesen, wo er mit dem adligen Freimaurer Gottlieb von Gugomos verkehrte. Gugomos behauptete, dass er dem Templerorden angehöre und wollte Ludwig in die Geheimnisse einweihen. Er behauptete auch, dass Ignatius von Loyola (1491–1556) Grossmeister des Templerordens gewesen war. Ignatius von Loyola gründete den Jesuitenorden, ein vatikanverbundener Orden. Als Ludwig von Hessen-Darmstadt 1775 in Rom war, lernte er auch den Alchemisten Peter Christian Tayssen kennen. Dieser war für drei Jahre sein geistlicher Lehrer und lehrte ihn in Sachen Kabbala und Rosenkreuzertum. (Quelle: 1, 2, 3)

Landgraf Christian von Hessen-Darmstadt (1763–1830) war Freimaurer und Provinzgrossmeister der Freimaurer in der deutschen Stadt Darmstadt. (Quelle) Er und seine Familie beteiligten sich massgeblich an der Einführung der Freimaurerei in Darmstadt. (Quelle) Zudem trat Landgraf Christian dem Illuminatenorden bei. (Quelle)

Friedrich Wilhelm von Hessenstein (1735–1808) war Freimaurer. (Quelle) Er war der uneheliche Sohn von Friedrich von Hessen-Kassel, der von 1720 bis 1751 König von Schweden war.

Friedrich Wilhelm von Hessen (1820–1884) war Freimaurer. Seine Mutter war eine Schwester des dänischen Königs Christian VIII., der Grossmeister der dänischen Freimaurer war. Friedrich heiratete erst in die russische Kaiserfamilie und dann in die preussische Königsfamilie. Sein Vater Wilhelm von Hessen war ebenfalls Freimaurer. (Quelle: 1 und 2)

Landgraf Wilhelm von Hessen-Philippsthal (1726–1810) und sein Sohn Ernst Konstantin (1771–1849) waren Freimaurer. (Quelle: 1 und 2)

Konstantin von Hessen-Rotenburg (1716–1778) und Georg Karl von Hessen-Darmstadt (1754–1830) waren ebenfalls Freimaurer. (Quelle: 1 und 2)

Das Haus Hessen im Naziregime

14 Familienmitglieder aus dem Haus Hessen traten der NSDAP bei. (Quelle) Damit waren sie eine der Hochadelsfamilien, die am zahlreichsten in der Nazipartei vertreten waren. Vor allem vier der Söhne von Friedrich Karl von Hessen (1868–1940) waren eng mit der NSDAP verbunden. Die Brüder waren mütterlicherseits Neffen des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. Nachdem Kaiser Wilhem 1918 unfreiwillig abdanken musste, glaubte er, dass sich Freimaurer und Juden gegen ihn verschworen hatten. Daher begrüsste er die Machtübernahme der Nazis im Jahr 1933, denn die Nazis glaubten ebenfalls an eine jüdisch-freimaurerische Weltverschwörung und wollten die Juden und Freimaurer bekämpfen. Soviel bekannt ist, war zu dieser Zeit kein Mitglied der Familie Hessen Mitglied bei den Freimaurern.

Die Hessen Brüder

Christoph von Hessen (1901–1943) trat 1931 in die NSDAP ein und 1932 wurde er Mitglied der SS, also noch vor Adolf Hitlers Machtübernahme 1933. Christoph arbeitete am Aufbau des „Forschungsamt des Reichsluftfahrtministeriums“ mit, ein Geheimdienst, der 1933 von Hermann Göring gegründet wurde. Das Forschungsamt überwachte unter anderem Telefonate, Fernschreiben und Telegramme. Auf diesem Weg lieferte es Beweismaterial für die Ausschaltung von Regimegegnern. Christoph heiratete in die griechische Königsfamilie. (Quelle: 1 und 2)

Sein Bruder Richard von Hessen (1901–1969) war Obergruppenführer des NSKK, eine paramilitärische Unterorganisation der NSDAP. (Quelle)

Der Bruder Philipp von Hessen (1896–1980) freundete sich bereits 1924 mit dem führenden Nazi Hermann Göring an. Philipp trat 1930 in die NSDAP und 1931 in die SA ein. Er warb für die NSDAP in adligen Kreisen. Nach Hitlers Machtübernahme wurde er von Göring zum Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau ernannt (die seine Vorfahren als Landgrafen regiert hatten). Adolf Hitler schätzte Philipp von Hessen als kunstgeschichtlichen Berater. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges isolierte sich Hitler von der politischen Elite. Die deutschen Minister warteten oft monatelang auf eine Audienz bei Hitler. Philipp von Hessen hingegen konnte ihn fast jederzeit sehen, wenn er wollte. Der berühmte Naziarchitekt Albert Speer sagte, Hitler habe Philipp stets mit „Achtung und Respekt“ behandelt. Philipp hatte 1925 in die italienische Königsfamilie geheiratet, die mit dem damaligen italienischen Diktator Benito Mussolini (Gründer des Faschismus) verbunden war und dessen Machtübernahme unterstützt hatte. Philipp vertrat Nazideutschland als Diplomat in Italien und engagierte sich für ein Bündnis zwischen den deutschen und italienischen Faschisten, was 1936 auch umgesetzt wurde. 1939 informierte er in Hitlers Auftrag Mussolini über den bevorstehenden Überfall auf Polen. Philipps Schwiegervater, der italienische König, liess 1943 Mussolini verhaften und verbündete sich mit den Alliierten. Dies führte dazu, dass Hitler sein Vertrauen in Philipp von Hessen verlor, da dessen Schwiegervater anscheinend ein doppeltes Spiel spielte. Darauf kam Philipp und seine Frau, die italienische Prinzessin, in ein Konzentrationslager der Nazis. Philipp war ein „Sonderhäftling des Führers“. Nach dem Krieg wurde er von den Alliierten inhaftiert. 1947 wurde er in die Freiheit entlassen, obwohl er einer der wichtigsten Naziunterstützer aus dem deutschen Hochadel gewesen war. Philipp von Hessen war homo- oder bisexuell. Bevor er 1925 die italienische Prinzessin heiratete, hatte er ein romantisches Verhältnis mit dem britischen Dichter Siegfried Sassoon gehabt. Dieser kam aus der jüdischen Sassoon Familie (sind Bekannte der Rothschild Familie). (Quelle: 1, 2, 3, 4) Übrigens wurde immer wieder spekuliert, ob auch Hitler bisexuell war. Ernst Hanfstaengl, ein ehemaliger Freund von Hitler, erzählte den Geheimdiensten aus den USA, dass Hitler Sex mit Männern hatte. Die CIA hat den Bericht erst 70 Jahre später veröffentlicht. (Quelle) Ich halte es durchaus für möglich, dass Philip von Hessen versuchte, Hitler zu verführen, was eine Honeypot-Operation war, die von einem internationalen Adelsnetzwerk eingefädelt wurde.

In den Jahren 1939 und 1940 vertrat Philipp von Hessen die Nazis als Diplomat beim Papst. (Quelle)

Der Bruder Wolfgang von Hessen (1896–1989) trat 1933 in die NSDAP und SA ein. Davor hatte er bei der Bank der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Warburg gearbeitet. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Entnazifizierung als unbelastet eingestuft. (Quelle) Obwohl die Hessen Brüder mit der antisemitischen NSDAP verbunden waren, fand ich keine Hinweise darauf, dass die Brüder Antisemiten waren oder ein Problem mit einflussreichen Juden hatten.

Heiraten

Das Haus Hessen heiratete in den letzten 700 Jahren in viele Adels- und Königsfamilien. Sie heirateten über zwanzigmal in Familienzweige der deutschen Uradelsdynastie Wettin, darunter auch in den Familienzweig, der bis heute den britischen Thron besetzt. Das Haus Hessen heiratete über zehnmal in Familienzweige der deutschen Uradelsfamilien Nassau und Anhalt. Sie heirateten mehrfach in Familienzweige der deutschen Uradelsdynastie der Welfen, darunter auch in den Familienzweig, der früher den britischen Thron besetze. Das Haus Hessen heiratete mehrfach in die deutschen Hochadelsfamilien Lippe, Württemberg, Mecklenburg und Baden. Sie heirateten mehrfach in die dänische, preussische und russische Herrscherfamilie. Die hier genannten Familien brachten alle Freimaurer hervor, darunter auch hochrangige.

Das Haus Hessen heiratete je dreimal in die italienische Uradelsfamilie Savoyen und in die Herrscherfamilie von Bayern, die beide traditionell mit dem Kirchenstaat verbunden sind. Das Haus Hessen ist aber in erster Linie Teil der protestantischen Hochadelselite, die traditionell mit der Freimaurerei verbunden ist. Landgraf Philipp I. von Hessen (1504–1567) spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung des protestantischen Christentums in Deutschland. Er war ein Unterstützer des berühmten Martin Luther, der den Grundstein für die Reformation legte.

Eduard von Haynau (1804–1863) war der Enkel eines Kurfürsten aus dem Haus Hessen. Eduard heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Baumbach, die zur hessischen Adelselite gehörte. Heute führt ein Familienzweig der Baumbach Familie den Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und ist eine der reichsten Familien Deutschlands.

Caroline Charlotte von Hessen-Rheinfels-Rotenburg (1714–1741) heiratete in die damalige französische Königsfamilie aus der Uradelsdynastie der Kapetinger.

Adelheid von Hessen (1324–1371) heiratete den polnischen König Kasimir III.

Ludwig Gruno von Hessen-Homburg (1705–1745) heiratete in die russische Fürstenfamilie Trubezkoi, die einige Freimaurer hervorbrachte.

Ludwig von Hessen (1908–1968), ein Urenkel der britischen Queen Victoria, heiratete die Britin Margaret Campbell Geddes. Margaret hatte ein gutes Verhältnis zur britischen Königsfamilie. Ihr Bruder Alexander heiratete die Tochter des schottischen Bankiers Sir Charles Stewart Addis. Dieser sass im Vorstand der britischen Zentralbank und arbeitete über 50 Jahre für die Grossbank HSBC. Margarets Vater Auckland Geddes war von 1920 bis 1924 Grossbritanniens Botschafter in den USA. Auckland wurde in den Privy Council aufgenommen, erhielt mehrere Ritterorden und war Fellow der schottischen Royal Society. Von 1924 bis 1947 war er Vorsitzender von Rio Tinto. (Quelle: 1, 2, 3) Rio Tinto ist bis heute einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt und eines der wichtigsten Unternehmen des britischen Empire. Früher war die Rothschild Familie Hauptaktionär von Rio Tinto und diente dem Empire als Finanzier. Vor Auckland Geddes war der umtriebige Vizegraf Alfred Milner Chef von Rio Tinto. Milner war ein glühender Verfechter des britischen Imperialismus.

Bemerkenswerte Heiraten in den letzten 70 Jahren

Mafalda von Hessen (*1965) heiratete den italienischen Grafen Ferdinando Brachetti Peretti. (Quelle: 1 und 2) Der Graf und seine Familie kontrollieren den Öl- und Tankstellenkonzern Anonima Petroli Italiana, eines der grössten italienischen Familienunternehmen. Sie sind vermutlich Multimillionäre. Sein Bruder Ugo Brachetti Peretti ist Botschafter des Malteserordens (Vatikanorden) in Belarus (Weissrussland). In dieser Funktion traf er den weissrussischen Diktator Alexander Lukaschenko. (Quelle) Die Peretti Familie kennt das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Bulgarien und ist derzeit über eine Taufpatenschaft mit dem Haus Habsburg verbunden (ehemalige Königsfamilie von Österreich). (Quelle) Die Peretti kennt mehrere päpstliche Adelsfamilien. Heinrich von Hessen-Kassel war 1987 auf einer Beerdigung der Colonna Familie, eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels. Auf der Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter Mitglieder der Familien Borghese, Gaetani, Ruspoli, Torlonia, Massimo, del Drago, Odescalchi und Pallavicini. (Quelle)

Donatus von Hessen (*1966) ist seit 2013 das Oberhaupt der Hochadelsfamilie Hessen. Er kannte die britische Queen Elizabeth II. und unterhielt sich mit ihr am liebsten über Pferde. (Quelle) 2021 war er einer von drei deutschen Verwandten, die zur Trauerfeier für den britischen Prinzen Philip (Freimaurer) eingeladen wurden. (Quelle) Donatus heiratete in die Adelsfamilie Faber-Castell. Die Familie besitzt den weltweit führenden Schreibwarenkonzern Faber-Castell. 2016 wurde das Vermögen der Familie auf 450 Millionen Euro (etwa 500 Millionen US-Dollar) geschätzt. (Quelle) Die Faber-Castells sind ein Familienzweig der Uradelsfamilie Castell. Zwei andere Familienzweige besitzen die „Fürstlich Castell’sche Bank“, die 1774 von der Familie gegründet wurde und somit eine der ältesten noch bestehenden deutschen Banken ist. Das Vermögen dieser Familienzweige wird auf 500 Millionen Euro geschätzt. (Quelle)

Christine von Hessen (1933–2011) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Serbien (Haus Karađorđević).

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Kessler und Kohnstamm Familie

Die Familien Kessler und Kohnstamm gehören zur niederländischen Elite.

Der niederländische Unternehmer August Kessler (1853-1900) war in den 1890er Jahren massgeblich am Aufbau von Royal Dutch beteiligt. Das Erdölunternehmen wurde von der niederländischen Königsfamilie mitfinanziert. 1907 fusionierte Royal Dutch mit dem britischen Erdölunternehmen Shell. Dadurch entstand Royal Dutch Shell, der in den letzten 100 Jahren einer der grössten Ölkonzerne der Welt war und inzwischen auch einer der weltweit grössten Produzenten von Erdgas ist. Shell war 2019 nach Umsatz das drittgrösste Unternehmen der Welt.

Die Brüder Guus (1888-1972) und Dolf Kessler (1884-1945) waren Söhne von August Kessler. Sie arbeiteten für Shell. Dadurch werden sie die geadelten Familien Samuel und Loudon gekannt haben, die ebenfalls zur Führungsclique von Shell gehörten. Die Brüder kannten den Niederländer Henri Deterding, der Shell 36 Jahre lang führte. Als Hauptaktionär von Shell war Deterding einer der reichsten Männer der Welt. Nach dem Autor Glyn Roberts unterstütze Deterding bereits 1921 Adolf Hitler mit Millionenbeträgen. Auch den Nazi Alfred Rosenberger soll er unterstützt und persönlich getroffen haben. Deterding soll Faschisten und Aufständische in der Sowjetunion und in Spanien finanziert haben. (Quelle) Diese Behauptungen sind nicht bewiesen, aber auch nicht widerlegt. Aber sicher ist, dass Deterding Kontakte zur Nazielite hatte. 1936 erwarb er ein Schloss in Deutschland. Zu seinen Nachbarn gehörte der geadelte Emil Georg von Stauß, der auch sein persönlicher Freund war. Emil war Generaldirektor der Deutschen Bank und Mitglied in über 30 Aufsichtsräten deutscher Unternehmen. Er hatte enge Beziehungen zur NSDAP und zur deutschen Wirtschaftselite, darunter auch zu Siemens und Hjalmar Schacht. Er trat in den 1920er Jahren der Gesellschaft der Freunde bei, die aus der damaligen deutsch-jüdischen Wirtschafts- und Finanzelite bestand. (Quelle) Die „Deutsche Shell AG“, eine deutsche Tochterfirma des Shell-Konzerns, beschäftigte während des 2. Weltkrieges etwa 2000 Zwangsarbeiter. (Quelle)

Guus Kessler war Direktor von Shell und war noch bis in die 1960er Jahren mit dem Unternehmen verbunden. Sein Bruder Dolf Kessler war 1918 Mitgründer der Koninklijke Hoogovens, ein führendes niederländisches Stahlunternehmen. Dolf blieb sein Leben lang Direktor des Unternehmens. 1999 fusionierte Koninklijke Hoogovens mit dem britischen Stahlkonzern British Steel. Durch die Fusion entstand Corus. Das Unternehmen gehört inzwischen zum Stahlkonzern der indischen Tata Familie.

Hermann Joseph Anton Kessler (1889-1960) war ein Cousin der Kessler Brüder. Während des 2. Weltkrieges schloss er sich den niederländischen Nationalsozialisten an, die mit Nazideutschland zusammenarbeiteten, als die Niederlande von Deutschland besetzt wurden. Kessler war ein persönlicher Assistent von Anton Mussert. (Quelle) Mussert war der führende niederländische Nationalsozialist vor und während des 2. Weltkrieges.

Die Schwester der Kessler Brüder heiratete Philip Kohnstamm (1875-1951). Er war ein niederländischer Jude, der zur Niederländisch-Reformierten Kirche konvertierte. Er war Physiker und ein Kollege des berühmten Albert Einsteins. Sein Onkel war der niederländisch-jüdische Bankier Abraham Carel Wertheim. Abraham war auch Politiker und Freimaurer. Er war in Aufsichtsräten grosser niederländischer Banken und Unternehmen. Er gehörte zur Führung der „Nederlandsche Credit en Deposito Bank“, eine niederländische Bank. Dadurch kannte er höchstwahrscheinlich die jüdischen Bankiersfamilien Bischoffsheim, Bamberger und Goldschmidt. Er war Mitgründer der Amsterdamsche Bank, ein Vorläufer der heutigen niederländischen Grossbank ABN AMRO. Er war in der Führung der niederländischen Zentralbank. Zu seinem europaweiten Netzwerk gehörte auch die Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) in Deutschland, die von der jüdischen Bankiersfamilie Oppenheim mitgegründet wurde. (Quelle)

Philips Sohn Max Kohnstamm (1914-2010) war viele Jahre mit dem niederländischen Königshaus verbunden. Er war Sekretär der niederländischen Königin Wilhelmina und Patenonkel von Prinz Constantijn. Max Kohnstamm gilt als einer der Gründerväter der EU. Er gründete zudem gemeinsam mit Bernhard zur Lippe-Biesterfeld das berühmte Bilderbergtreffen. (Quelle) Bernhard kam aus dem deutschen Hochadel und hatte die niederländische Königin Juliana geheiratet. Max Kohnstamm war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. (Quelle)

Max Kohnstamm war Gründer des „European Policy Centre“, wo er sein Leben lang Präsident war. (Quelle) Die Denkfabrik konzentriert sich auf die EU-Politik. Max Kohnstamm war Mitgründer der Trilateralen Kommission. (Quelle) Er wurde Präsident von deren europäischen Abteilung. Die Trilaterale Kommission ist eine international einflussreiche Denkfabrik, die vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet und geführt wurde. Max Kohnstamm war Mitglied des Club of Rome. (Quelle) Im deutschen Wikipedia steht, dass er 1968 Mitgründer des Clubs war, wofür ich aber keine Quellen fand. Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Der Club setzt sich für Bevölkerungskontrolle ein und sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und die Umwelt an. (Quelle: 1, 2, 3) Die ehemalige niederländische Königin Beatrix ist Ehrenmitglied des Club of Rome. (Quelle)

Max Sohn Jacob Kohnstamm (*1949) war Vorsitzender der niederländischen Partei D66. Er war Vorsitzender der niederländischen Datenschutzbehörde sowie Vorsitzender der Datenschutzbehörde der Kanalinsel Jersey. Er war auch Vorsitzender der Artikel-29-Datenschutzgruppe. Das Beratungsgremium beriet die Europäische Kommission in Fragen des Datenschutzes.

Der US-amerikanische Journalist Glenn Kessler (*1959) ist ein Enkel von Dolf Kessler. Seine Eltern emigrierten von den Niederlanden in die USA. Er arbeitet seit 2011 als Fakten-Checker bei der Washington Post, eine der wichtigsten Zeitungen der Welt. Kessler gilt als einer der Pioniere der politischen Faktenprüfung. Er ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. (Quelle: 1 und 2)

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Birla Familie

Die Birla Familie ist eine der reichsten Familien Indiens. Das Vermögen von Kumar Birla wird derzeit auf 14,6 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Baldeo Das Birla (1863-1956) kam durch Baumwoll- und Opiumhandel zu Reichtum. Sein Sohn wurde ebenfalls ein wohlhabender Händler und seine Enkel gehörten zu den mächtigsten Industriellen in Indien.

Die Familie gründete und besitzt die Aditya Birla Group, eines der grössten Familienunternehmen der Welt. Über die Aditya Birla Group und die von ihnen kontrollierte IGH Holdings halten sie Anteile an grossen indischen Unternehmen. Die Birlas sind derzeit Hauptaktionär folgender Unternehmen:

  • Hindalco Industries: Das Unternehmen produziert Aluminium und Kupfer. Hindalco gehört zu den grössten Unternehmen Indiens. Hindalco wurde 1958 von der Birla Familie gegründet.
  • Grasim Industries: Der indische Mischkonzern Grasim Industries gehört zu den grössten Unternehmen Indiens. Grasim besitzt zur Hälfte den indischen Zementkonzern UltraTech Cement, einer der grössten Zementproduzenten der Welt. Grasim ist zweitgrösster Aktionär von Vodafone Idea, einer der grössten Mobilfunkanbieter Indiens.
  • Aditya Birla Fashion and Retail: Ein grosser indischer Einzelhändler.
  • Aditya Birla Sun Life Asset Management: Ein indisches Versicherungsunternehmen.

Die Familie gründete und kontrolliert auch die Yash Birla Group und die CK Birla Group, zwei kleinere indische Mischkonzerne. Die Birla Familie besitzt und führt das Medienunternehmen HT Media. Das Unternehmen besitzt unter anderem die indischen Tageszeitungen Hindustan Times und Hindustan. Letztere ist eine der meistgelesenen Zeitungen Indiens.

Ghanshyam Das Birla (1894-1983) gründete 1943 die UCO Bank, eine indische Grossbank. Seit 1969 gehört die Bank dem indischen Staat. Ghanshyam Das Birla war ein enger Vertrauter der berühmten Mahatma Ghandi (Quelle).

Krishna Kumar Birla (1918-2008) war im Vorstand der State Bank of India und der ICICI (Quelle). Dies sind zwei der grössten indischen Banken.

Chandra Kant Birla (*1956) ist derzeit im Kuratorium des „Carnegie Endowment for International Peace“. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Im Kuratorium der Denkfabrik sind derzeit auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Pritzker (USA), Tata (Indien) und Oppenheimer (Südafrika) sowie ein Mitglied der jordanischen Königsfamilie (Stand: 12.9.2021). (Quelle)

Shobhana Birla Bhartia (*1957) führt derzeit den Medienkonzern HT Media. Ihre Schwiegertochter kommt mütterlicherseits aus der Ambani Familie (Quelle). Die Ambanis gelten als die reichste Familie Indiens und ihr Vermögen wird derzeit auf über 90 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Vasavadatta Birla heiratete in die Bajaj Familie (Quelle). Die Bajaj Familie gehört mit einem geschätzten Vermögen von 17 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien Indiens.

Chandra Kant Birla (*1956) heiratete die Tochter des indisch-britischen Geschäftsmanns Raj Bagri. Bagri war in der britischen Politik und wurde zum Baron geadelt. Er war im Beratungsausschuss des Prince’s Trust. (Quelle) Die Stiftung wurde vom britischen Prinzen Charles gegründet.

Die Birla Familie gehörte oder gehört noch immer zur Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. 

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Haus Al Chalifa

Die arabische Familiendynastie Al Chalifa herrscht seit 1783 über den Kleinstaat Bahrain. Der Premierminister und seine Stellvertreter sowie mehrere Minister des Landes kommen aus der Königsfamilie.

Das Vermögen der Familie wird auf 3 Milliarden GBP (etwa 4 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle). Sie gründeten und führen die Mumtalakat Holding, ein Staatsfonds. Die Mumtalakat Holding verwaltet ein Vermögen im Wert von etwa 18 Milliarden US-Dollar. Der Staatsfonds ist Hauptaktionär von mehreren grossen Unternehmen und Banken in Bahrain. Die Währung des Landes ist der Bahrain-Dinar. Dieser ist derzeit die zweitwertvollste Währung der Welt.

Scheich Daij Al Chalifa ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender des bahrainischen Aluminiumkonzern Alba. Bahrain ist einer der grössten Aluminiumproduzenten der Welt. Noch weitere Familienmitglieder arbeiten bei grossen Banken und Unternehmen in Bahrain.

In Bahrain gibt es keine Pressefreiheit und Behörden sperren kritische Webseiten. Viele Journalisten wurden zu langjährigen, manchmal lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Viele Festgenommene berichten von Folter, mehrere starben in Polizeihaft. (Quelle)

Die Al Chalifa Familie hat ein gutes Verhältnis zur saudischen Königsfamilie. 2011 gab es eine Heirat zwischen den beiden Königsfamilien (Quelle). 2009 heiratete die Al Chalifa Familie in die Herrscherfamilie von Dubai (Quelle).

Bahrain war seit den 1880er Jahren ein britisches Protektorat. Seit 1971 ist Bahrain unabhängig von Grossbritannien. Die beiden Länder haben bis heute ein gutes Verhältnis. Die Al Chalifa Familie traf sich in den letzten 10 Jahren 44-mal mit Mitgliedern der britischen Königsfamilie (Quelle).

Die Al Chalifa Familie hat Kontakt zu allen noch amtierenden arabischen Königsfamilien. Sie trafen auch Mitglieder der Königsfamilien von Spanien, Niederlande, Dänemark, Japan und Brunei (Fotos: 1, 2, 3, 4, 5). Der bahrainische Premierminister Chalifa bin Salman Al Chalifa war auf der Beerdigung des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej (Quelle). Der bahrainische König traf 2017 den malaysischen König Muhammad V. (Quelle). Der bahrainische König traf 2014 den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Foto).

Der bahrainische Kronprinz war 2011 auf einer Hochzeit der britischen Königsfamilie, bei der viele Königsfamilien zu Gast waren (Quelle).

Mehrere Mitglieder der bahrainischen Königsfamilie waren an Royal Military Academy Sandhurst in England. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

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Weston Familie

Die Weston Familie ist eine der reichsten Familien Kanadas. 2024 wurde ihr Vermögen auf 14,5 Milliarden Pfund geschätzt. (Quelle) Dies entspricht derzeit 18 Milliarden US-Dollar. Die Weston Familie pflegt schon seit Jahrzehnten enge Beziehungen zur britischen Elite. Teile der Familie leben in Grossbritannien und heirateten in den britischen Adel. Sie sind mit der britischen Königsfamilie befreundet.

George Weston (1864-1924) wurde ein führender Brothändler in Kanada. Sein Sohn Willard Garfield Weston (1898-1978) erweiterte das Geschäft auf Grossbritannien und besass dort mehrere Bäckereien. Er trat ins britische Parlament ein. Nachdem seine Söhne das Geschäft übernommen hatten, entwickelte es sich zu einem Grosskonzern.

Die Weston Familie ist mit mehreren Unternehmen verbunden und kontrolliert inzwischen eines der grössten Einzelhandels- und Lebensmittelimperien der Welt. Die Familie besitzt über die Hälfte der Anteile an George Weston Limited. Das Unternehmen besitzt viele Bäckereien und ist eines der grössten Unternehmen Kanadas. George Weston Limited besitzt derzeit über die Hälfte der Anteile an Loblaw Companies. Loblaw besitzt mehrere kanadische Supermarktketten. Die Weston Familie kontrolliert Loblaw schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Familie gründete und führt bis heute die Garfield Weston Foundation. Die britische Stiftung ist eine der reichsten der Welt und verwaltete 2016 ein Vermögen von 12,7 Milliarden Pfund, also etwa 17,5 Milliarden US-Dollar (Quelle). Die Stiftung und die Weston Familie besitzen Wittington Investments. Die britische Holding besitzt wiederum über die Hälfte der Anteile am britischen Lebensmittel- und Einzelhandelskonzern Associated British Foods (ABF). ABF wurde 1935 von der Weston Familie gegründet.

Freunde, Bekannte und Verwandte der Weston Familie

Galen Weston (1940-2021) war ein Freund des britischen Prinzen Charles. Die Westons hatten ein Haus in Kanada, in dem Mitglieder der britischen Königsfamilie manchmal wohnten, wenn sie Kanada besuchten. (Quelle) Galen Weston war ein Polopartner von Prinz Charles. Die Westons besitzen das britische Kaufhaus Fortnum & Mason, das Lebensmittel für Queen Elizabeth produziert. (Quelle) Die Westons gelten als Freunde der Queen und ihrem Ehemann Philip. (Quelle) Galen ist Mitglied des 1001 Trusts (WWF-Stiftung), der von der britischen Königsfamilie mitgegründet wurde.

Galen Weston ist ein Golffreund von Robert Prichard. Die beiden besuchten das Bilderberg-Treffen. (Quelle: 1 und 2) Robert Prichard leitete Torstar, eines der wichtigsten Medienunternehmen Kanadas. Er ist derzeit Vorstandsvorsitzender der Bank of Montreal, eine der grössten kanadischen Banken.

Galen Weston besuchte eine Veranstaltung der Royal Oak Foundation, bei der der britische Baron Jacob Rothschild geehrt wurde, der auch anwesend war. Beim Treffen waren folgende Personen anwesend:

  • Der US-amerikanische Milliardär Henry Kravis. Er ist Gründer und Vorsitzender von KKR, eine grosse Beteiligungsgesellschaft. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen. (Quelle)
  • Die Kanadierin Marie-Josée Kravis. Sie ist die Frau von Henry Kravis. Sie ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen. (Quelle)
  • Die Jordanierin Firyal Irshaid. Sie heiratete in das jordanische Königshaus.
  • Lady Henrietta Spencer-Churchill. Sie ist die Tochter eines britischen Herzogs. Der berühmte britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie.
  • Der US-amerikanische Milliardär Sid Bass.

(Quelle)

Die Westons sind Freunde des US-amerikanischen Milliardärs Leonard Lauder. (Quelle) Seine Familie ist eine der reichsten der USA. Sein Bruder Ronald Lauder ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Folgende Personen besuchten die Westons in Kanada:

  • James Ogilvy und seine Frau Julia. James kommt mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie und väterlicherseits aus dem schottischen Ogilvy Clan.
  • Der polnisch-adlige Geschäftsmann Vincent Poklewski Koziell. Er war ein guter Freund der britischen Königsfamilie.
  • Die ehemalige jordanische Königin Noor.
  • David Mayer de Rothschild.
  • André Desmarais und seine Frau (Tochter des kanadischen Premierministers Jean Chrétien). Die Desmarais Familie ist eine der reichsten und mächtigsten Familien Kanadas.
  • Die österreichische Milliardärsfamilie Swarovski.
  • Der US-amerikanische Milliardär Peter Peterson. Er war langjähriger Vorsitzender des Council on Foreign Relations. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Peterson führte über 10 Jahre lang die führende US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers. Er war Mitgründer der Blackstone Group, die derzeit das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt ist.
  • Der US-amerikanische Geschäftsmann Dick DeVos. Sein Vater war Milliardär.
  • Mehrere US-Politiker.

(Quelle)

Galen Weston kannte Albert II., den derzeitigen Fürst von Monaco. (Foto)

Galen Weston und sein Sohn besuchten eine Feier des „Council for Canadian American Relations“. Bei der Feier waren auch folgende Personen anwesend:

  • David Rockefeller Junior und seine Frau. Die Rockefeller Familie gilt als eine der mächtigsten Familien der US-Elite.
  • Der kanadische Premierminister Brian Mulroney.
  • Bruce Heyman, US-Botschafter in Kanada. Er gehörte zur Führungsclique der US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs.

(Fotos)

Galen Weston heiratete die Irin Hilary Frayne. Sie war Vizegouverneurin der kanadischen Provinz Ontario. Die Vizegouverneure der kanadischen Provinzen sind die Repräsentanten der britischen Königsfamilie. Die britische Königsfamilie stellt noch immer das Staatsoberhaupt von Kanada. Kanada gehört wie viele weitere ehemalige britische Kolonien zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Hilary Frayne Weston wurde für ihre Dienste mit einem Orden des britischen Königshauses geehrt.

Die Weston Familie kennt den britischen Premierminister Boris Johnson. (Foto)

Garry Weston (1927-2002) heiratete eine Tochter des neuseeländischen Offiziers Howard Kippenberger. Kippenberger wurde für seine Kriegsdienste vom britischen Königshaus zum Ritter ernannt. Die britische Königsfamilie stellt noch immer das Staatsoberhaupt von Neuseeland. Neuseeland ist ein Commonwealth-Staat.

George Grainger Weston heiratete Caroline Douglas-Scott-Montagu (1925-2017), die Tochter eines britischen Barons. (Quelle: 1 und 2) Die Adelsfamilie ging aus den schottischen Clans Douglas und Scott sowie aus der englischen Adelsfamilie Montagu hervor.

Die Britin Alannah Weston (*1972) heiratete einen Sohn des britischen Barons Henry Marc Cochrane. (Quelle) Dem Namen nach könnte er aus dem schottischen Cochrane Clan stammen. Der Baron kommt mütterlicherseits aus der libanesischen Sursock Familie. (Quelle) Diese war früher die reichste Familie des Libanons. Die internationale Familie heiratete auch in die italienische, muslimische und thailändische Aristokratie.

Alannah Weston war auf einer Party, bei der folgende Personen anwesend waren:

  • Mitglieder der französischen Bankiersfamilie David-Weill.
  • Ezra Zilkha aus der irakisch-britischen Bankiersfamilie Zilkha.
  • Die US-amerikanische Milliardärin Anne Cox Chambers.
  • Die jordanische Prinzessin Firyal.
  • Blaine Trump. Sie war die Ehefrau von Robert Trump (Bruder von Donald Trump).
  • Evelyn Lauder. Sie ist die Ehefrau des US-amerikanischen Milliardärs Leonard Lauder.
  • Alexandra von Fürstenberg. Sie heiratete Alexander von Fürstenberg, der in den USA lebt. Er kommt aus der deutschen Uradelsfamilie Fürstenberg und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Alexandras Vater ist der britische Milliardär Robert Warren Miller. Alexandras Schwestern heirateten in die griechische Königsfamilie und in die britisch-amerikanische Milliardärsfamilie Getty.
  • Barry Diller. Der US-amerikanische Milliardär und Medienunternehmer ist der Stiefvater von Alexander von Fürstenberg.
  • Katharina Otto-Bernstein aus der deutschen Milliardärsfamilie Otto.
  • Beth Rudin DeWoody aus der US-amerikanischen Milliardärsfamilie Rudin.
  • Die US-Amerikanerin Nan Kempner. Zu Verwandtenkreis der Kempner Familie gehörten die Familien Guggenheim und Lehman.
  • Annette de la Renta, die Tochter des deutsch-niederländischen Bankiers Fritz Mannheimer.

(Quelle)

Guy Weston (*1960) lebt in Grossbritannien und leitete mehrere Einzelhandelsunternehmen, die von der Weston Familie kontrolliert werden. Er arbeitete für die britische Investmentbank Morgan, Grenfell & Co. Er wurde zum Ritter geschlagen.

Der Brite George Weston (*1964) heiratete eine Tochter des britischen Diplomaten Antony Acland. Antony war ein Verwandter der Acland-Barone, eine englische Adelsfamilie.

Mitglieder der Weston Familie waren 2008 auf der Beerdigung des Unternehmers Ted Rogers, der einer der reichsten Kanadier war. Zur Beerdigung kamen viele Personen aus der politischen Elite Kanadas. (Quelle) Die Rogers Familie ist eine der reichsten Familien des Landes.

Galen Weston Junior (*1972) heiratete eine Enkelin des tschechischen Einwanderers Thomas Bata, der ein reicher Geschäftsmann war. Batas gleichnamiger Vater war einer der führenden Unternehmer Tschechiens.

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Zhang Familie

Der Chinese Zhang Shiping (1946-2019) gründete und führte die Hongqiao Group. Er baute das Unternehmen zum grössten Aluminiumproduzenten der Welt auf. Seit seinem Tod führen und besitzen seine Kinder und seine Frau das Unternehmen. Die Familie kontrolliert auch ein Baumwollunternehmen. 2022 wurde das Vermögen der Familie auf 13,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Die Hongqiao Group war 2020 der zweitgrösste Aluminiumproduzent der Welt. China kontrolliert über die Hälfte der weltweiten Aluminiumproduktion. Die Hongqiao Group ist auch im Bauxitbergbau aktiv (Bauxit wird zur Herstellung von Aluminium benötigt). Die Hongqiao Group ist der einzige grosse chinesische Rohstoffkonzern, der sich nicht im Besitz der chinesischen Regierung befindet. In China befinden sich fast alle wichtigen Grosskonzerne und Banken im Besitz des Staates bzw. im Besitz der Kommunistischen Partei. Somit kontrolliert Chinas Kommunistische Partei das derzeit grösste Banken- und Wirtschaftsimperium der Welt. Chinas staatliches Finanzwesen ist inzwischen der weltweit grösste Kreditgeber bzw. Gläubiger.

Der Unternehmensgründer Zhang Shiping war Ehrengast beim CEO-Gipfel, der von der Pan-Pacific Group (PPG) veranstaltet wird. Die PPG ist ein chinesisches Beratungs- und Finanzunternehmen. Der Gründer der PPG, CJ Liu, traf die US-Amerikaner Warren Buffett (einer der reichsten Amerikaner) und Jack Welch (langjähriger CEO von General Electric). CJ Liu traf auch Jack Ma, einer der reichsten Chinesen. Sophie Duan, die Seniorpartnerin der PPG, traf die US-amerikanischen Milliardäre Bill Gates und Jeff Bezos. (Fotos)

Beim CEO-Gipfel der PPG, bei dem Zhang Shiping wie gesagt Ehrengast war, kommen auch chinesische Manager zusammen, die staatliche Unternehmen in China leiten. Der einzige Nichtasiat unter den Ehrengästen ist Sir Henry Keswick. (Quelle) Die schottische Milliardärsfamilie Keswick ist seit über 150 Jahren mit der ostasiatischen Wirtschaft verbunden und gehört zur Hongkonger Wirtschaftselite. Die Keswicks sind seit vielen Jahren mit der Rothschild Familie befreundet (Quelle). Sir Henry Keswick unterhält diplomatischen Kontakt zur chinesischen Regierung (Quelle). Der verstorbene John Keswick war mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhou Enlai befreundet (Quelle: 1 und 2). Enlai war ein enger Vertrauter des kommunistischen Diktators Mao Zedong und kannte Ching-ling Soong, die damals die mächtigste Frau Chinas war. Die Keswicks heirateten mehrfach in den britischen Adel.

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Keith Clan

Hervey de Keith, der im 12. Jahrhundert lebte, wurde in den schottischen Adel aufgenommen. Er war der Stammvater des Keith Clans, der bis heute zur britischen Aristokratie gehört. Durch die Heiraten in den letzten 800 Jahren ist der Keith Clan mit vielen britischen Adelsfamilien verwandt.

Die Keith Brüder

Im 15. Jahrhundert wurde der Keith Clan zu einer Grafenfamilie geadelt. George Keith, der im 18. Jahrhundert lebte, war der letzte Graf aus dieser Blutlinie. Sein Grossvater mütterlicherseits war der Clan-Chef des schottischen Drummond Clans. Ende des 17. Jahrhunderts putschte sich die niederländische Königsfamilie in Britannien an die Macht. Im Jahr 1707 wurde daraufhin das Königreich Grossbritannien gegründet, das ab da von der deutschen Hochadelsfamilie Hannover beherrscht wurde. Graf George Keith und sein Bruder James Francis Edward Keith (1696-1758) unterstützten den Jakobitenaufstand. Die Jakobiten wollten die Hochadelsfamilie Hannover vom britischen Thron entfernen, damit die ursprüngliche britische Herrscherfamilie Stuart wieder die Macht übernehmen kann. Die Stuart Familie kam aus dem schottischen Stewart Clan. Da der Putsch der Jakobiten scheiterte, mussten Graf George Keith und sein Bruder James von der britischen Insel flüchten. Daraufhin wurden die beiden in Europa aktiv.

James trat erst in die spanische und danach in die russische Armee ein. Zu dieser Zeit wurden Familienzweige der schottischen Clans Bruce, Armstrong und Barclay, die von Schottland nach Russland emigrierten, in den russischen Adel aufgenommen (Quelle). Gustav Otto Douglas, aus dem schottischen Douglas Clan, fand ebenfalls Anschluss an die russische Elite.

James Keith war einer der ersten Grossmeister der russischen Freimaurer. Die Freimaurerei wurde von Briten nach Russland gebracht. James Keith erhielt von der Grossloge aus England die Erlaubnis, die Freimaurerei in Russland zu führen. (Quelle: 1, 2, 3). Die russische Kaiserin Anna schätzte ihn sehr (Quelle). Anna war eine Halbnichte von Peter dem Grossen, der erste Kaiser Russlands. Peter war der Legende nach auch der erste russische Freimaurer, was aber nicht bewiesen ist (Quelle). Der schottische Einwanderer Patrick Gordon, der aus dem Gordon Clan kam, wurde ein Vertrauter von Peter dem Grossen. Es gibt die unbewiesene These, dass Gordon den Kaiser mit der Freimaurerei bekannt machte.

Der Freimaurer James Keith pflegte weiterhin Kontakte zur entthronten Königsfamilie Stuart, die in Europa im Exil lebte. James Fitz-James Stuart (1696-1738) stand zu dieser Zeit ebenfalls im Dienste der russischen Kaiserfamilie.

Anmerkung: Der deutsche Adlige Karl Gotthelf von Altengrotkau, ein hochrangiger Freimaurer, lebte zu dieser Zeit. Er behauptete, dass er in den schottischen Templerorden aufgenommen worden war. Er behauptete auch, die „unbekannten Oberen“ Templer zu kennen, welche die gesamte Freimaurerei steuern. Er sagte, einer der Obersten Templermeister sei der im Exil lebende Charles Edward Stuart (1720-1788) aus dem schottischen Stewart Clan. (Quelle: 1 und 2) Charles Edward Stuart soll in Frankreich einen Rosenkreuzerritus gegründet haben (Quelle). Stuarts Lehrer war der Freimaurer Andrew Michael Ramsay. Ramsay behauptete, dass bereits Lord James Stewart (starb 1309) aus dem Stewart Clan Grossmeister einer Freimaurerloge in Schottland gewesen war. Nach Angaben von Ramsay brachte der Templerorden zu dieser Zeit die Freimaurerei nach Schottland. (Quelle) Der Stewart Clan brachte in den letzten 320 Jahren viele hochrangige Freimaurer hervor.

Der Freimaurer James Keith wurde später ein hochrangiger Militärführer der preussischen Armee. Er freundete sich mit dem preussischen König Friedrich II. an (Quelle). Dieser war das erste Mitglied der preussischen Königsfamilie, das der Freimaurerei beitrat (Quelle). Graf George Keith, der Bruder von James Keith, stand als Diplomat im Dienste von König Friedrich II. 1759 wurde er vom britischen König Georg II. aus dem Haus Hannover begnadigt und durfte nach Grossbritannien zurückkehren.

Der kinderlose George Keith starb 1778. Er war der letzte Graf aus der adligen Blutlinie des Keith Clans. 1677 war ein weiterer Familienzweig des Clans zu Grafen geadelt worden. Dieser Familienzweig stellt bis heute die Grafen von Kintore. Der Graf von Kintore ist zugleich der Clan-Chef des Keith Clans.

John Keith, der 3. Graf von Kintore

Graf John Keith (1699-1758) war einer der ersten Grossmeister der schottischen Freimaurergrossloge. Die schottische Grossloge besteht seit 1736. Fast alle Grossmeister der Loge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. (Quelle) Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Graf John Keith war 1740 auch Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle). Im selben Jahr wurde sein Cousin James Keith (oben bereits erwähnt) einer der ersten Grossmeister der russischen Freimaurer. (Quelle) Graf John Keith war als Grossmeister Englands auch der erste Führer der Freimaurerei in Indien (Quelle: Seite 26). Zu dieser Zeit gelangte Indien immer mehr unter den Einfluss der britischen Kolonialelite, die dort die ersten indischen Freimaurerlogen gründeten. Graf John Keith war Mitglied der schottischen Freimaurerloge Mary’s Chapel (Quelle: Seite 163). Sie gilt als die zweitälteste Loge der Welt und besteht mindestens seit Ende des 16. Jahrhunderts.

Graf John Keith war ein naher Verwandter von wichtigen schottischen Clans. Seine Mutter kam väterlicherseits aus dem Murray Clan, eine der wichtigsten Freimaurerfamilien der letzten 300 Jahren. Mütterlicherseits kam sie aus dem Carnegie Clan. John Keiths Grossmutter väterlicherseits kam aus dem Hamilton Clan, der mehrere hochrangige Freimaurer hervorbrachte.

Algernon Keith-Falconer, der 9. Graf von Kintore

Der Clan-Chef Algernon Keith-Falconer (1852-1930) war hochrangiger Freimaurer, Templer und Rosenkreuzer. Er war in der britischen Politik und Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Er war von 1889 bis 1895 Gouverneur (oberster Kolonialbeamte) der britischen Kolonie Südaustralien. In dieser Zeit war er zugleich Grossmeister der Freimaurergrossloge von Südaustralien (Quelle). Er war über 35 Jahre lang Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Der Oberste Rat in Schottland besteht aus neun Personen. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat, der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt.

Anmerkung: Der Grossteil der Freimaurer sind keine Hochgrad-Freimaurer. Genaue Zahlen gibt es z. B. in der Schweiz. Von den schweizerischen Freimaurern, die den schottischen Ritus praktizieren, befinden sich derzeit 3500 Mitglieder auf dem 1. bis 3. Grad, während derzeit nur 900 Mitglieder den 4. Grad erreichten (Quelle). In der Schweiz darf der Kreis aus Freimaurern, die den 33. Grad (der höchste Grad) erreichen, aus maximal 99 Personen bestehen. Der Oberste Rat der schweizerischen Freimaurer darf aus maximal 33 Personen bestehen. (Quelle)

Graf Algernon Keith-Falconer wurde 1884 Grossmeister der Mark Master Masons, ein Freimaurerorden. Vier Grossmeister des Ordens kamen aus dem britischen Königshaus. (Quelle)

Graf Algernon Keith-Falconer war von 1906 bis 1928 Grossmeister des Templerordens in Schottland und hatte das Amt somit aussergewöhnlich lange inne. Mehrere Grossmeister der schottischen Templerritter waren gleichzeitig die Oberhäupter von schottischen Clans. (Quelle: 1 und 2) Hierbei handelt es sich um den freimaurerischen Templerorden. Es gibt noch weitere Orden, die sich als Templer bezeichnen, aber die Templer in der britischen Freimaurerei sind aus meiner Sicht der interessanteste Templerorden in der heutigen Zeit. Über diesen Orden ist nur wenig bekannt und es ist unklar, ob eine Verbindung zum Templerorden aus dem 12. Jahrhundert besteht. Der Templerorden von damals war unter anderem in Schottland aktiv. (Quelle) Er gilt als möglicher Vorläufer der Freimaurerei.

Anmerkung: Der heutige Templerorden nimmt nur christliche Master Masons und Royal Arch Masons auf. (Quelle) Das bedeutet, dass man den 4. Grad im York-Ritus und den 3. Grad im schottischen Ritus erreicht haben muss. Wer diese Grade erreicht, kann dem Templerorden beitreten. Wenn man noch Mark Master Mason wird, hat man Anspruch auf eine Mitgliedschaft im „Order of Royal and Select Masters“ (Orden der königlichen und auserwählten Meister), auch bekannt als kryptische Freimaurer. Die Mitgliedschaft bei den britischen Tempelrittern ermöglicht einem Beitritte in noch weitere Orden. Die obersten beiden Orden in der Hierarchie sind die „Knights Beneficent of the Holy City“ und der „Order of Holy Wisdom“. (Quelle)

Graf Algernon Keith-Falconer war Supreme Magus (Oberster Magier) der „Societas Rosicruciana in Scotia“. Er war somit das Oberhaupt der Rosenkreuzer in Schottland. Mit seiner Erlaubnis durfte ein College (Rosenkreuzerloge) in den USA gegründet werden. Die ersten Rosenkreuzerlogen in den USA wurden von den schottischen Rosenkreuzern gegründet und standen unter ihrer Aufsicht. Es wurden hochrangige Freimaurer der USA darin aufgenommen. (Quelle) Es gibt noch weitere Gemeinschaften, die sich als Rosenkreuzer bezeichnen, die aber unabhängig von diesen Rosenkreuzern sind.

Graf Algernon Keith-Falconer heiratete eine Tochter des Herzogs George Montagu. Dieser war der 6. Herzog von Manchester. Sein Grossvater, der 4. Herzog von Manchester, war Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle).

Die Schwester von Graf Algernon, Blanche Keith-Falconer, heiratete in die Bankiersfamilie Smith, eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite. Der Bruder Ion Keith-Falconer heiratete in die Quäkerfamilie Bevan. (Quelle) Die Bevan Familie ist mit der britischen Grossbank Barclays verbunden, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt. Die Bank wurde von einem Familienzweig des schottischen Barclay Clans gegründet.

Arthur Keith-Falconer, der 10. Graf von Kintore

Der Clan-Chef Arthur Keith-Falconer (1879-1966) heiratete Helena Zimmermann. Sie war zuvor mit dem 9. Herzog von Manchester verheiratet gewesen. Sie war eine Tochter des US-amerikanischen Geschäftsmanns Eugene Zimmermann. Eugene war Aktionär und Vorstandsmitglied des Ölkonzerns Standard Oil. Dieser war damals der grösste Ölkonzern der Welt und wurde von der Rockefeller Familie kontrolliert.

Ethel Sydney Keith-Falconer, die 11. Gräfin von Kintore

Die Clan-Chefin Ethel Keith-Falconer (1874-1974) heiratete John Baird, der Vizegraf von Stonehaven. Er war britischer Minister und Generalgouverneur von Australien. Im Jahr 1901 wurde die Kolonie Australien unabhängig von Grossbritannien. Trotzdem wird seither in Australien ein Generalgouverneur gestellt, welcher der Repräsentant der britischen Königsfamilie ist und somit als ein moderner Kolonialherr betrachtet werden kann. John Baird hatte das Amt von 1925 bis 1930 inne. Von 1928 bis 1930 war er zudem Grossmeister der Freimaurer im australischen Bundesstaat New South Wales (Quelle). Übrigens waren noch weitere Gouverneure von Australien und seinen Bundesstaaten gleichzeitig führende Freimaurer in Australien. Die britische Kolonialelite in Australien war früher eng mit der Freimaurerei verbunden. John Baird wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt von Australien. Das britische Königshaus ist eine führende Freimaurerfamilie (Quelle).

Die Gräfin hatte eine Tochter, Ariel (1916-2003), die den britischen Banker Kenneth Keith heiratete. Kenneth stammte womöglich aus dem Keith Clan. Er wurde zum Baron geadelt. Er war Mitglied des 1001 Trusts (WWF-Stiftung). Er leitete eine Londoner Bank, die unter seiner Führung mit der Bank der jüdischen Adelsfamilie Erlanger fusionierte (die Erlangers heirateten übrigens in den schottischen Farquharson Clan). Kenneth Keith führte die Bank weiter, die dann paar Jahre später mit der Bank der britisch-jüdischen Adelsfamilie Samuel fusionierte. Daraus entstand die Bank Hill Samuel, die sich auf Australien konzentrierte. Kenneth Keith führte die Bank Hill Samuel 15 Jahre lang. Unter seiner Führung gründete die Bank 1969 die Macquarie Group, die heute eine der grössten australischen Banken ist. Es ist vielleicht nur ein Zufall, aber Macquarie ist der Name eines schottischen Clans. Die Macquarie Group ist inzwischen der grösste australische Vermögensverwalter und verwaltet ein Vermögen im Wert von 400 Milliarden US-Dollar. Kenneth Keith war mehrere Jahre Vorsitzender des britischen Luftfahrt- und Rüstungsunternehmens Rolls-Royce. Er heiratete in vierter Ehe eine ehemalige Geliebte des britisch-amerikanischen Ölmilliardärs Jean Paul Getty. (Quelle)

Die Gräfin von Kintore hatte einen Sohn, Robert (1910-1943), der Dorviegelda MacGregor heiratete. Dorviegelda war väterlicherseits eine Enkelin des damaligen Clan-Chefs des MacGregor Clans. Die Grossmutter väterlicherseits war die Tochter des Oberhauptes der irischen Grafenfamilie MacDonnell, die vom schottischen MacDonald Clan abstammt. Dorviegelda kam mütterlicherseits aus dem schottischen Murray Clan. Die Grossmutter mütterlicherseits war die Tochter des Clan-Chefs des Moncreiffe Clans. (Quelle)

Eine weitere Tochter der Gräfin von Kintore war Annette (1905-1950). Ihr Ehemann war ein Enkel von James Lindsay, der 26. Graf von Crawford. (Quelle) Der Graf war Freimaurer und Clan-Chef des Lindsay Clans.

Bemerkenswerte Verwandte

Der kanadische Geschäftsmann Alexander Keith (1795-1873) stammte aus dem Keith Clan (Quelle). Er emigrierte in die britische Kolonie Kanada und wurde dort als Bierbrauer tätig. Er ging in die kanadische Politik. Er war in der Führung mehrerer kanadischer Versicherungsunternehmen. Er wurde Direktor der Bank of Nova Scotia, wenige Jahre nachdem die Bank gegründet worden war. Heute trägt sie den Namen Scotiabank und ist eine der grössten kanadischen Banken. Alexander Keith war Grossmeister der Freimaurer in der kanadischen Provinz Nova Scotia. (Quelle)

Sir Basil Keith war in den 1770er Jahren Kolonialgouverneur der britischen Kolonie Jamaika.

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Molson Familie

Die Molson Familie ist eine kanadische Milliardärsfamilie. Zusammen mit der US-amerikanischen Milliardärsfamillie Coors kontrolliert sie die Molson Coors Beverage Company, einer der grössten Bierkonzerne der Welt.

Der Engländer John Molson (1763-1836) emigrierte nach Kanada und wurde dort als Bierbrauer aktiv. Er finanzierte die erste öffentliche Eisenbahn in Kanada und liess das erste erfolgreiche Dampfschiff in Nordamerika bauen. Er war Freimaurer und Grossmeister der Freimaurer der kanadischen Stadt Montreal (Quelle: 1, 2, 3). Er war einer der ersten Präsidenten der Bank of Montreal. Die kanadische Bank wurde 1817 gegründet. Sie ist die älteste Bank Kanadas und war massgeblich am Aufbau der dortigen Finanzindustrie beteiligt. Sie ist heute noch eine der grössten kanadischen Banken und verwaltet derzeit etwa 400 Milliarden US-Dollar.

John Molson hatte viel Kontakt zu den Geschäftsmännern Peter McGill und George Moffatt. Er ernannte die beiden zu seinen Testamentsvollstreckern. (Quelle: 1 und 2) Peter McGill war ebenfalls Freimaurer (Quelle). Er wurde nach Molson Präsident der Bank of Montreal und führte die Bank 25 Jahre lang. Der Kollege George Moffatt gehörte zum Gründerkreis der Bank of Montreal und war Direktor der Bank. Molson, McGill und Moffatt hatten geschäftlichen Kontakt zu Horatio Gates (Quelle). Dieser war ebenfalls Mitgründer der Bank of Montreal und war vor Molson Präsident der Bank. Gates war Freimaurer und Schatzmeister der Freimaurer-Grossloge von Montreal (Quelle). Diese Männer kannten John Richardson, der Mitgründer der Bank of Montreal war. Sein Schwiegersohn Thomas Brown Anderson wurde nach Peter McGill Präsident der Bank. Diese Männer waren mit John Torrance verbunden. Dessen Neffe David Torrance war in den 1870er Jahren Präsident der Bank of Montreal. (Quelle: 1 und 2) Der Freimaurer Peter McGill war zudem der erste Präsident der St. Andrew’s Society of Montreal. St. Andrew’s Societies gibt es in vielen ehemaligen britischen Kolonien (USA, Kanada, Australien und weitere) und dienen unter anderem dazu, Kontakte zwischen den schottischen Kolonialfamilien zu fördern. Auch die schottische Einwandererfamilie Allan gehörte zur Gesellschaft. Der Verwandten- und Bekanntenkreis der Allan Familie war bis ins 20. Jahrhundert in der Führung der Bank of Montreal vertreten.

John Molson stammte aus dem englischen Landadel (Gentry) (Quelle). Auf Wikipedia steht, dass seine Frau eine nahe Verwandte der Herzöge von Atholl war (Quelle). Die Herzöge von Atholl sind die Oberhäupter des schottischen Murray Clans und waren eine der wichtigsten britischen Freimaurerfamilien der letzten 300 Jahren.

1. Generation

Johns Sohn William Molson (1793-1875) gründete 1850 die Molson Bank. Die Molson Familie führte die Bank bis 1925, die dann mit der Bank of Montreal fusionierte. William Molson und sein Bruder John Molson Junior (1787-1860) waren im Vorstand der Bank of Montreal. Sie waren auch als Eisenbahnunternehmer aktiv.

2. Generation

John Henry Robinson Molson (1826-1897) heiratete die Tochter von John Frothingham, der eine grosse Bank in Montreal führte.

3. Generation

Herbert Molson (1875-1938) erweiterte das Braugeschäft der Familie. Er erhielt einen Orden vom britischen Hochadel. Kanada ist seit 1931 unabhängig von Grossbritannien, gehört aber seither zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt Kanadas.

4. Generation

Hartland Molson (1907-2002) war kanadischer Senator. Er erhielt einen Orden vom britischen Hochadel. Seine Frau war zuvor mit dem Sohn des kanadischen Premierministers Arthur Meighen verheiratet gewesen. Molson war der Stiefvater des kanadischen Senators Michael Meighen.

5. Generation

Eric Molson (*1937) ist Ehrendirektor der Bank of Montreal. Somit ist die Molson Familie seit 200 Jahren mit der Bank verbunden. Matthew Barrett, ein ehemaliger Direktor des Molson-Bierkonzerns, war in den 90er Jahren Vorsitzender und CEO der Bank of Montreal. Später war Barrett Vorsitzender der britischen Barclays Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt.

Eric Molson war auf dem Eliteinternat Le Rosey in der Schweiz (Quelle). Es ist vermutlich das elitärste Internat der Welt. Viele Königsfamilien schicken ihre Kinder dorthin. Aber auch Kinder aus Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Rothschild, Botin, Aga Khan, Du Pont, Niarchos, Thyssen, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. Im Zeitraum 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als „die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens, in dem sich das Internat befindet, als „die Bauern“ bezeichnet wurden. Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hoch elitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann. (Quelle)

Ian Molson leitete in den 90er Jahren die europäische Investmentbankabteilung der Schweizer Grossbank Credit Suisse. Er arbeitete an der Wall Street. (Quelle)

Arthur Hugh Molson (1903-1991) ging in die britische Politik. 1956 wurde er von der Queen in den Privy Council berufen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist (Quelle). Molson wurde 1961 von der Queen zum Baron geadelt (Quelle).

Zoe Ann Molson heiratete einen britischen Vizegrafen (Quelle).

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Brauunternehmen der Molsons zum grössten Bierproduzenten Kanadas. 2005 fusionierte es mit der Adolph Coors Company, ein grosses Bierunternehmen aus den USA. Es wurde von der US-amerikanischen Coors Familie gegründet und kontrolliert. Durch die Fusion entstand die heutige Molson Coors Beverage Company. 2020 war sie der fünftgrösste Bierkonzern der Welt. Die Alkoholindustrie macht ein Grossteil ihres Geldes mit Süchtigen. Der Konzern wird noch immer von den Familien Molson und Coors kontrolliert, die den Aufsichtsrat führen. 2018 wurde das Vermögen der Molson Familie auf 1,75 kanadische Dollar geschätzt, also etwa 1,37 Milliarden US-Dollar (Quelle). Das Vermögen der Coors Familie wurde 2015 auf 4 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Die Coors Familie spendet an rechtskonservative Bewegungen und war Mitgründer der Heritage Foundation, eine der wichtigsten rechtskonservativen Denkfabriken der USA.

Eric Stevenson stammt aus der Molson Familie. Er war mit Laurie Ludwick verheiratet. Diese heiratete später den kanadischen Baron David Thomson. (Quelle) Die Thomson Familie ist die reichste Familie Kanadas und kontrolliert die weltweit grösste Nachrichtenagentur Reuters. Die Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen.

Andrew Thomas Molson (*1967) kennt Paul Desmarais Junior (Quelle). Die Desmarais Familie ist eine der reichsten und mächtigsten Familien Kanadas.

Die Molson Familie besitzt das Eishockeyteam „Canadiens de Montréal“. Sie besitzen die Mannschaft seit 1957. In den 70er Jahren verkauften sie die Mannschaft an die kanadische Bronfman Familie, die sie nach paar Jahren an die Molson Familie zurückverkaufte. (Quelle) Die Bronfmans sind ebenfalls Milliardäre.

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Bettencourt-Meyers Familie

Die Französin Francoise Bettencourt Meyers (*1953) gilt als die reichste Frau der Welt. Im Jahr 2022 wurde ihr Vermögen auf 74,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Ihr Grossvater hatte das Kosmetikunternehmen L’Oréal gegründet. Heute ist L’Oréal der grösste Kosmetikkonzern der Welt und ist derzeit das wertvollste französische Unternehmen neben LVMH.

Die Bettencourt Familie besitzt knapp 35 Prozent der Anteile an L’Oréal. Zweitgrösster Aktionär ist der weltweit führende Lebensmittelkonzern Nestlé mit einem Anteil von 20 Prozent (Stand: Dezember 2022). (Quelle) L’Oréal und Nestlé sind schon seit dem Zweiten Weltkrieg miteinander verbunden. (Quelle)

L’Oréal wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Franzosen Eugène Schueller (1881-1957) gegründet. Eugène Schueller war einer der wichtigsten finanziellen Unterstützer von Eugène Deloncle, der in den 30er- und 40er-Jahren als faschistischer Führer in Frankreich aktiv war. Deloncle gründete und führte La Cagoule (CSAR) und die „Mouvement Social Révolutionnaire“, zwei rechtsextreme und antisemitische Geheimorganisationen. Die beiden Gruppen waren in Morde, Bombenanschläge, Sabotage und Waffenhandel involviert. Das CSAR unterstützte die Machtübernahme der Rechtsextremen in Frankreich, die 1940 mit der Hilfe von Nazideutschland in Frankreich das diktatorische Vichy-Regime errichteten. Eugène Deloncle hatte einen eigenen Auftragskiller, der sogar versuchte den französischen Premierminister zu töten. (Quelle: 1, 2, 3) 1944 wurde Deloncle vom deutschen Nazi-Geheimdienst ermordet. Obwohl das CSAR das Vichy-Regime unterstützte, gehörten einzelne Mitglieder zum Widerstand in Frankreich.

Während des Zweiten Weltkrieges konnte der L’Oréal-Konzern seinen Umsatz vervierfachen. (Quelle)

Der Politiker François Mitterrand war mit der Cagoule (CSAR) verbunden und soll Mitglied gewesen sein. Sein Bruder Robert heiratete eine Nichte des CSAR-Gründers Deloncle. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wechselte François Mitterrand zum Widerstand. In der Nachkriegszeit war François Mitterrand als linker Politiker aktiv. Von 1981 bis 1995 war er Präsident von Frankreich. Er war bereits seit den 30er-Jahren mit André Bettencourt befreundet (Quelle). Dieser heiratete 1950 die Tochter des L’Oréal-Gründers Eugène Schueller. André Bettencourt war auch Mitglied des CSAR und schrieb antisemitische Zeitungsartikel. Gegen Ende des Krieges wechselte er ebenfalls in den Widerstand. Seit der Nachkriegszeit war er als Politiker aktiv und besetzte mehrere Ministerposten. Er arbeitete für L’Oréal und den Lebensmittelkonzern Nestlé. Er starb 2007. Seine Frau Liliane Bettencourt lebte noch bis 2017. Sie galt zeitweise als die reichste Frau der Welt, wie ihre Tochter zurzeit.

Anmerkung für Verschwörungstheoretiker: 1940 wurde in Frankreich wie gesagt das Vichy-Regime errichtet, das mit Nazideutschland kooperierte. Ab 1941 begannen in Frankreich im Volk, in den Medien und in der Politik Gerüchte zu kursieren, dass das Vichy-Regime von einer Geheimorganisation unterwandert ist, die eine Schattenregierung errichtet. Diese Schattenregierung wurde „Synarchie“ genannt. Ein Doktor Martin, der ein Büro der Cagoule (CSAR) leitete, glaubte herausgefunden zu haben, dass die meisten Führer des CSAR Mitglied der Synarchie waren und zeigte diese daraufhin bei der Regierung an (die Vichy-Regierung hatte Geheimbünde wie die Freimaurer verboten). Das Vichy-Regime war stark antibritisch und antijüdisch. Doktor Martin behauptete, die Synarchie würde trotz der Errichtung des Vichy-Regimes sich im Geheimen weiterhin für angloamerikanische und jüdische Interessen einsetzen. Martin behauptete, dass die Synarchisten zwar zurzeit im Vichy-Regime vertreten sind, aber sie hätten die Abmachung, dass man sich, sobald der Krieg beendet ist, mit den angelsächsischen (angloamerikanischen) Kräften verbündet. Sollte diese Behauptung wahr sein, dann wären sich die Synarchisten also bereits 1941 sicher gewesen, dass die Achsenmächte (Deutschland, Italien und Japan) den Krieg verlieren werden. Trotz der Gerüchte und Vorwürfe weigerte sich das Vichy-Regime erst gegen die Synarchisten zu ermitteln. Aber das geheimbundfeindliche Nazideutschland übte Druck auf das Vichy-Regime aus und 1942 wurden die mutmasslichen Synarchisten aus der französischen Regierung entfernt. Die gängige Meinung war damals, dass die Synarchie von den Freimaurern und/oder dem „internationalen Judentum“ gelenkt wird. Ein ehemaliger Luftfahrtkommandant und Mitglied des CSAR bezeichnete 1941 die Synarchie als die geheimste und schädlichste Freimaurerloge. Es gab aber auch die Theorie, dass die Synarchie von den Jesuiten (Vatikanorden) kontrolliert wird, die den Verdacht absichtlich auf die Freimaurer und die Juden lenken wollten, um nicht selbst in das Visier der Verschwörungstheoretiker zu geraten. Die Synarchie wurde mit dem Martinistenorden in Verbindung gebracht, ein okkulter Rosenkreuzerorden aus Frankreich. Das kommt daher, da es bereits im 19. Jahrhundert eine Bewegung in Frankreich gab, die eine Herrschaftsform errichten wollte, die Synarchie genannt wurde. Diese Bewegung war mit Okkultisten und dem Martinistenorden verbunden. Ein weiterer mutmasslicher Strippenzieher der Synarchisten war die Banque Worms. Die französische Bank wurde von den Familien Worms und Goudchaux geführt, die mit der Lazard Familie verbunden waren, eine der mächtigsten Bankiersfamilien Frankreichs. Mitarbeiter der Banque Worms waren im Vichy-Regime vertreten, darunter Jacques Barnaud, der für die Wirtschaftsbeziehungen zu Nazideutschland zuständig war. Schon damals fanden dies Verschwörungstheoretiker verdächtig, da die Familien Worms, Goudchaux und Lazard jüdisch waren und es paradox erschien, dass deren Mitarbeiter im antisemitischen Vichy-Regime vertreten sind. 1941 schrieb ein Verschwörungstheoretiker, dass Philippe Pétain (Staatschef des Vichy-Regimes) nicht in der Lage sein wird, „das immense Netz des Verrats zu erkennen, das die Finanzwelt und das jüdische Amerika um ihn herum gewoben haben“. In der heutigen Zeit gilt die Synarchie weiterhin als eine unbewiesene Verschwörungstheorie. (Quelle: 1 und 2) Die Banque Worms unterhielt Kontakte zu den Banken der Familien Lazard, Rothschild, Morgan, Samuel, Harriman, Hambro und Vernes. Es gab auch enge Geschäftskontakte zum Niederländer Henri Deterding. (Quelle) Henri Deterding war einer der reichsten Männer der Welt und ein Unterstützer der deutschen Nazis.

Freunde und Bekannte der Bettencourt Familie

Liliane und ihr Mann André Bettencourt nahmen 1992 an einem Treffen teil, bei dem der Coiffeur Alexandre de Paris mit der französischen Ehrenlegion geehrt wurde. Alexandre war Coiffeur von vielen Promis. Zu seinen Kunden gehörten auch Mitglieder europäischer und muslimischer Königsfamilien. Beim Treffen, bei dem er geehrt wurde, waren neben Bettencourt auch Guy und Marie de Rothschild sowie Gersande D‘Orleans anwesend. Letztere heiratete in eine der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs. Bernadette Chirac war ebenfalls beim Treffen dabei. (Fotos: 1 und 2) Bernadette heiratete Jacques Chirac, der von 1995 bis 2007 Präsident von Frankreich war. Bernadette Chirac kennt den französischen Multimilliardär Bernard Arnault und besuchte 2005 die Hochzeit von dessen Tochter Delphine (Quelle). Liliane und André Bettencourt kannten ebenfalls Bernard Arnault. (Foto) Patrice de Maistre war der Vermögensverwalter von Liliane Bettencourt. Er heiratete die Exfrau von Bernard Arnault. (Quelle)

Liliane Bettencourt kannte die jordanische Königin Rania und Gabriele/Inaara, die in die Aga Khan Familie heiratete (Foto). Die jordanische Königsfamilie und die Aga Khan Familie sollen vom Propheten Mohammed abstammen, der im 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Gabrieles Stiefvater kam aus der deutschen Milliardärsfamilie Thyssen. Ihr erster Ehemann kam aus dem deutschen Hochadel und war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie.

Liliane Bettencourt kannte die Brüder Laurent und Olivier Dassault (Fotos: 1 und 2). Die Dassault Familie ist eine der reichsten Familien Frankreichs. Sie gehört zu den grössten Waffenhändlern Europas und kontrolliert eine der grössten französischen Zeitungen.

Die Multimilliardärin Françoise Bettencourt (*1953) heiratete Jean-Pierre Meyers, einen französischen Juden. Sein Vater Marcel Meyers war ein Geschäftspartner von Edmond de Rothschild und kannte ihn seit seinem Studium. Jean-Pierre arbeitete für die französische Grossbank Société Générale. Er gehörte zur Führung von L’Oréal und Nestlé. (Quelle)

Françoise Bettencourt Meyers und ihre beiden Söhne sind derzeit im Vorstand von L’Oréal. Dadurch werden sie Sophie Bellon kennen, da diese zurzeit ebenfalls zum Vorstand gehört. Sie kommt aus der französischen Milliardärsfamilie Bellon. Die Bellon Familie gründete und kontrolliert Sodexo, eines der grössten französischen Familienunternehmen.

Liliane Bettencourt soll französische Politiker, darunter Präsident Nicolas Sarkozy, mit illegalen Parteispenden versorgt haben (Mehr dazu). Sie soll Mitglied des 1001 Trust gewesen sein. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.

Übrigens: Kosmetikkonzerne wie L’Oréal leisten einen sehr wichtigen Beitrag zur Bevölkerungskontrolle. Hormonell wirksame Konservierungsstoffe in Kosmetik- und Pflegeprodukten (vor allem von Marktführern wie L’Oréal) stehen im Verdacht, die Spermaqualität der Männer und die Fruchtbarkeit der Frauen zu verschlechtern (Quelle). In der Westlichen Welt, wo am meisten Kosmetik- und Pflegeprodukte verwendet werden, ist in den letzten Jahrzehnten die Anzahl der Spermien im Sperma stark gesunken. Seit 1973 hat sich die Anzahl der Spermien bei Männern aus der westlichen Welt halbiert. (Quelle) In der Schweiz beispielsweise ist mittlerweile jedes fünfte Paar ungewollt kinderlos. (Quelle) Die Wissenschaftler sind sich nicht einig, was die Ursache dafür ist und es werden vermutlich mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Pessimistische Wissenschaftler sagen, dass die Mehrheit der Männer im Jahr 2045 zeugungsunfähig sein wird. Als Ursache werden Parabene in Pflege- und Kosmetikartikeln und Phthalate im Kunststoff genannt. Auch Pestizide im Essen sowie Hormone und Antibiotika in Tierprodukten oder im Grundwasser gelten als Ursachen. (Quelle)

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Metzler Familie

Die Metzler Familie ist eine der ältesten noch aktiven Bankiersfamilien Deutschlands. Sie besitzen das Bankhaus Metzler. 2020 verwaltete die Bank ein Vermögen von 74 Milliarden Euro (etwa 87 Milliarden US-Dollar) und gehört somit zu den führenden Privatbanken Deutschlands.

Benjamin Metzler (1650-1686) wurde in der deutschen Stadt Frankfurt sesshaft und gründete dort 1674 ein Handelsunternehmen, das nach seinem Tod von seiner Familie weitergeführt wurde. Unter der Führung von Friedrich Metzler (1749-1825) entwickelte sich das Handelsunternehmen zu einer Bank. Friedrichs Verwandter Johann Wilhelm Metzler (1755-1837) war Bürgermeister von Frankfurt. Gemeinsam versuchten sie in Frankfurt eine Notenbank zu gründen, aber das Projekt wurde nicht umgesetzt. (Quelle) Bürgermeister Johann Wilhelm Metzler war Mitglied des Illuminatenordens (Quelle). Der Bankengründer Friedrich Metzler war ein Freund des berühmten Dichters Johann Wolfgang von Goethe. Goethe war Freimaurer und gehörte zum Kreis der führenden Illuminaten (Quelle). Zu dieser Zeit waren die Metzlers geschäftlich und familiär mit der Bethmann Familie verbunden, die damals zu den wichtigsten Frankfurter Bankiers gehörte (Quelle). Während die Bethmann Familie die österreichische Königsfamilie finanzierte, arrangierten die Metzlers Finanzierungen für das preussische Königshaus (Quelle). 1901 wurden die Metzlers in den preussischen Adel aufgenommen.

Als in den 1930er Jahren in Deutschland Hitler an die Macht kam, wurden alle jüdischen Banken arisiert, also enteignet. Die Metzlers waren nicht von der Enteignung betroffen, da sie evangelische Christen waren. Infolge der Arisierung konnte die Metzler Bank mehrere jüdische Banken übernehmen, darunter auch die Bank der Stern Familie. (Quelle)

Das Bankhaus Metzler war 1956 Mitgründer der DWS Group, die heute der zweitgrösste deutsche Vermögensverwalter ist. Zu den Mitgründern gehörten auch die Deutsche Bank, Oppenheim, Donner, Delbrück, Schröder und Thyssen. (Quelle) Die DWS Group verwaltet 859 Milliarden Euro, also etwa eine Billion US-Dollar (Stand: 30.6.2021).

2023 wurde das Vermögen der Metzler Familie auf 1,2 Milliarden Euro, also mehr als eine Milliarde US-Dollar, geschätzt (Quelle: Seite 30). Sie galt in den letzten Jahrzehnten als die reichste deutsche Bankiersfamilie neben der Oppenheim Familie. Die Familien Metzler und Oppenheim gehörten bereits 1913 zu den reichsten Deutschen (Quelle).

Christoph von Metzler (1943-1993) war von 1979 bis 1993 im Beirat der Deutschen Bank, eine der grössten Banken der Welt. Von 1974 bis 1993 war er im Aufsichtsrat der Philipp Holzmann AG, die ein grosser Baukonzern war. Christoph engagierte sich ehrenamtlich für deutsch-britische Beziehungen. Er war im Vorstand des Population Council. (Quelle) Die US-amerikanische NGO setzt sich weltweit für Bevölkerungskontrolle ein. Sie wurde 1952 vom US-Amerikaner John Rockefeller III. gegründet. Christoph arbeitete in London für die Bank der deutsch-britischen Schröder Familie, eine der mächtigsten Bankiersfamilien. Christoph arbeitete auch in New York für Morgan Stanley, eine der grössten Investmentbanken der Welt.

Alexandra von Metzler, die in den USA lebt, ist eine entfernte Verwandte der Metzler Familie. Sie heiratete in die Rockefeller Familie. (Quelle: 1 und 2) Die Rockefellers gelten als eine der mächtigsten Familien der USA.

Albert von Metzler (1898-1989) war Präsident der Frankfurter Börse. Sie ist die mit Abstand grösste Börse in Deutschland. Die Metzler Familie ist seit über 250 Jahren in der Führung der Frankfurter Börse vertreten. Albert besetzte noch weitere Posten:

  • Er war im Aufsichtsrat der oben erwähnten DWS Group.
  • Er war im Aufsichtsrat der oben erwähnten Philipp Holzmann AG.
  • Er war im Beirat der Deutschen Bank und im Beirat des deutschen Versicherungskonzerns Allianz. Die Allianz wurde von der Bankiersfamilie Finck mitgegründet und ist derzeit der grösste deutsche Vermögensverwalter.
  • Er war im Aufsichtsrat von Heidelberg Cement, ein Baustoffkonzern.
  • Er war im Aufsichtsrat der „Berliner Handels-Gesellschaft“, die eine der grössten deutschen Banken war. Sie war von führenden deutsch-jüdischen Bankiers gegründet worden.
  • Er war im Aufsichtsrat von Andreae-Noris Zahn, ein Dienstleister für Pharmahersteller und Apotheken. Das Unternehmen gehört inzwischen zum US-amerikanischen Grosskonzern Walgreens Boots Alliance.
  • Er war im Aufsichtsrat der Frankfurter Hypothekenbank.

(Quelle: 1 und 2)

Friedrich von Metzler (*1943) war Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Börse (Quelle). Er kennt Ariane de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie (Quelle). Die Metzlers hatten bereits im 19. Jahrhundert Kontakt zur Rothschild Familie, die damals die führende Bankiersfamilie in Frankfurt war (Quelle). Die Rothschilds lebten vor ihrem Aufstieg in Frankfurt.

Friedrich von Metzler kennt die Milliardärin Friede Springer (Foto). Sie kontrolliert einen der wichtigsten Medienkonzerne Deutschlands. Friedrich von Metzler kennt Alexandra Oetker (Foto). Sie heiratete in die Milliardärsfamilie Oetker. Friedrich kennt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (Quelle).

Friedrich war 2009 bei einer Verleihung, bei der Christof Bosch einen Preis erhielt (Quelle). Die Bosch Familie (Milliardäre) kontrolliert eines der grössten deutschen Unternehmen.

Die Metzler Familie kennt den Milliardär Stefan Quandt (Quelle). Die Quandt Familie kontrolliert den deutschen Automobilkonzern BMW.

Friedrichs Sohn Franz von Metzler arbeitete für die HSBC in London. Diese ist zurzeit die grösste britische Bank.

Sylvia von Metzler ist im Stiftungsrat der „Deutschen Stiftung Weltbevölkerung“ zusammen mit dem Milliardär Dirk Rossmann, der die Stiftung mitgegründet hatte und sich Sorgen wegen der Überbevölkerung macht. Zum Stiftungsrat gehört eine Repräsentantin der Stiftung von Bill Gates und zum Kuratorium gehört Ernst Ulrich von Weizsäcker, der Co-Präsident des Clube of Rome war und ein Neffe des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ist.

Die Bank der Metzler Familie ist Partner des Jüdischen Museums in Frankfurt. Zu den Partnern und Förderern des Museums gehören Mitglieder der Rothschild Familie und die Rothschild Bank, die Herbert Quandt-Stiftung, die Merck Family Foundation, die Robert-Bosch-Stiftung, die Grunelius-Stiftung, mehrere grosse deutsche Unternehmen, die Frankfurter Freimaurerloge zur aufgehenden Morgenröthe sowie auch eine Loge von B’nai B’rith in Frankfurt. (Stand: 18.1.2023) (Quelle)

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Koo Familie

Die Koo Familie ist eine der reichsten und mächtigsten Familien Südkoreas.

Koo In-hwoi (1906–1969) wurde als Unternehmer aktiv. Aus seinen Unternehmen entwickelte sich die heutige LG Group, eines der grössten Familienunternehmen der Welt. Die LG Group gehört zu den sogenannten Jaebeol, mächtige Unternehmensgruppen aus Südkorea. Alle Vorsitzenden der LG Group kamen aus der Koo Familie. Sie führen das Unternehmen in vierter Generation. Die Familie ist Hauptaktionär der LG Group.

Im Jahr 2017 wurde das Familienvermögen auf 8,7 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Die wichtigsten Unternehmen der LG Group wären folgende:

  • LG Electronics: Der Elektrokonzern ist vor allem für seine Mobiltelefone bekannt und ist eines der grössten koreanischen Unternehmen. Er ist einer der weltweit grössten Hersteller von Fernsehern und Haushaltsgeräten.
  • LG Chem: Der Chemiekonzern ist eines der grössten koreanischen Unternehmen. Er gehört zu den zehn grössten Chemiekonzernen der Welt. Seine Tochterfirma LG Energy Solution war 2022 der zweitgrösste Hersteller von Akkus sowie einer der grössten Hersteller von Elektroauto-Batterien. LG Chem ist momentan Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).
  • LG Display: Gehört nach Umsatz zu den 30 grössten südkoreanischen Unternehmen. Es ist einer der weltweit grössten Hersteller von Bildschirmen und Displays.
  • LG Household & Health Care: Der grösste koreanische Kosmetikkonzern.
  • LG Uplus: Einer der führenden Mobilfunkanbieter Südkoreas.

Die Koo Familie kontrolliert auch die LS Group, eine kleinere Unternehmensgruppe. Zur Gruppe gehört LS Cable & System, einer der grössten Kabelhersteller der Welt.

Die LG Group ist die drittgrösste koreanische Unternehmensgruppe. Die Koo Familie heiratete in die Lee Familie. Diese gilt als die reichste Familie Südkoreas und kontrolliert die Samsung Group, die grösste koreanische Unternehmensgruppe. (Quelle: 1, 2) Der Gründer der LG Group und der Gründer der Samsung Group besuchten dieselbe Schule, wo sie Klassenkameraden waren. Später wurden sie gemeinsam als Unternehmer aktiv. (Quelle: 1, 2) Ihre beiden Unternehmensgruppen dominieren inzwischen zusammen den Weltmarkt für Smartphones, Fernseher und Akkus.

Die Koo Familie heiratete in die Chung Familie. (Quelle) Die Milliardärsfamilie Chung kontrolliert die zweitgrösste koreanische Unternehmensgruppe. Somit sind die drei mächtigsten Unternehmerfamilien Südkoreas familiär verbunden.

Die Koo Familie ist seit vier Generationen mit der Huh Familie verbunden. Die beiden Familien gründeten und führten gemeinsam die LG Group. (Quelle) 2005 spaltete sich ein Teil der LG Group ab und bildete ein eigenes Unternehmen mit dem Namen GS Group. Diese wird seither von der Huh Familie kontrolliert und geführt. Die GS Group ist im Einzelhandel und der Stromerzeugung sowie in der Erdölindustrie aktiv. Die wichtigste Tochterfirma ist GS Caltex, eines der grössten Erdölunternehmen in Ostasien. Derzeit ist die GS Group Partner des Weltwirtschaftsforums.

Koo Tae-hoe (1923–2016) ging in die Politik und war von 1976 bis 1979 stellvertretender Vorsitzender der Nationalversammlung (Südkoreas Parlament). (Quelle: 1, 2)

Koo Bon-moo (1945–2018), der ehemalige Chef der LG Group, hatte kurzzeitig Kontakt zu Laurance Rockefeller aus der berühmten Rockefeller Familie. (Quelle)

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Hellman Familie

Isaias Hellman (1842-1920) wurde in eine deutsch-jüdische Familie geboren. Er emigrierte zusammen mit seinem Bruder nach Kalifornien in den USA, wo sie geschäftlich aktiv wurden. Isaias war auf dem Höhepunkt seiner Karriere Präsident oder Direktor von siebzehn Banken entlang der Westküste. Er galt als der wichtigste Mann im Finanzwesen Kaliforniens und wurde als der reichste Jude Amerikas bezeichnet.

Isaias Hellman war 1871 einer der Hauptgründer und langjähriger Präsident der „Farmers and Merchants Bank of Los Angeles“. Sie war die erste erfolgreiche Bank aus Los Angeles. Nach Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sie durch Fusionen Teil der Bank of America (ist heute eine der grössten Banken der Welt).

Isaias kontrollierte ab 1890 die Nevada Bank, ebenfalls eine kalifornische Bank. 1905 fusionierte sie mit der Grossbank Wells Fargo, die von Edward Henry Harriman (Freimaurer) kontrolliert wurde, einer der reichsten Amerikaner der damaligen Zeit. Harriman starb 1909 und die Kontrolle über Wells Fargo ging an Hellman über. Isaias Hellman war bis zu seinem Tod 1920 Präsident der Bank. Dadurch wird er Paul Warburg und Jacob Schiff gekannt haben, da die beiden zu dieser Zeit zum Vorstand von Wells Fargo gehörten. Sie waren ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer und stiegen zu den mächtigsten Bankiers der USA auf. Isaias Hellmans gleichnamiger Sohn war kurzzeitig Präsident von Wells Fargo. Isaias gleichnamiger Enkel stellte von 1943 bis 1960 den Präsidenten der Bank. Seither war die Bank unabhängig von der Hellman Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt. Sie ist derzeit die viertgrösste US-amerikanische Bank.

Isaias Hellman war Mitgründer der University of Southern California, eine angesehene Privatuniversität.

Isaias war ein Geschäftspartner und enger Freund von Collis Potter Huntington, einer der mächtigsten und reichsten Eisenbahnunternehmer der USA. Er kam aus der Kolonialfamilie Huntington. Ein weiteres bekanntes Mitglied der Familie war Samuel Huntington, einer der Gründerväter der USA.

Die Schwester von Isaias Ehefrau heiratete den deutsch-jüdischen Einwanderer Mayer Lehman, der mit seinen Brüdern wenige Jahre zuvor Lehman Brothers gegründet hatte. Lehman Brothers war bis zu ihrem Zusammenbruch 2008 eine der weltweit grössten Investmentbanken.

(Quelle)

Isaias Hellman war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war Hochgrad-Freimaurer und Royal Arch Mason (Quelle).

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es kaum Juden in den USA. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts emigrierten viele deutsche Juden in die USA, darunter auch Isaias. Viele wurden im Handel und Finanzwesen aktiv. Isaias engagierte sich sehr bei der Förderung von geschäftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen den jüdischen Geschäftsleuten und der protestantischen US-Elite (Quelle). Die USA wurden seit ihrer Gründung von protestantischen Familien (WASP-Elite) kontrolliert, von denen viele schon vor der Gründung der USA zur kolonialen Elite des Landes gehörten, die ebenfalls aus Protestanten bestand. Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts fanden Juden und Katholiken Anschluss an die US-Elite und heirateten auch in die WASP-Elite ein. Dies hängt vermutlich mit der Säkularisierung der damaligen Zeit zusammen. Ich glaube aber auch, dass die Freimaurerei eine wichtige Rolle spielte bei der Harmonisierung der drei Gruppen.

Isaias Bruder Herman Hellman (1843-1906) war ein enger Geschäftspartner von Abraham Haas. Der deutsch-jüdische Einwanderer war der Begründer der Unternehmerfamilie Haas, die bis heute zur Elite der USA gehört. Die Haas Familie kontrolliert den Bekleidungskonzern Levi Strauß & Co und im Jahr 2015 wurde ihr Vermögen auf 3,7 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Abraham Haas heiratete Fanny Koshland, die Tochter eines deutsch-jüdischen Einwanderers. Fanny war eine Tante von Ruth Koshland, die Marco Hellman (1906-1973) heiratete, ein Enkel des Einwanderers Isaias Hellman. (Quelle: 1 und 2) Ruths Schwester heiratete Frederick Ehrman. Dieser gehörte zur Führung der Investmentbank Lehman Brothers, deren Gründerfamilie mit der Hellman Familie verschwägert war. Frederick Ehrman kannte Warren Hellman (1934-2011), der sein Neffe war und ebenfalls zur Führung von Lehman Brothers gehörte. Frederick Ehrman war wiederum ein Neffe von Sidney Ehrman, der die internationale Anwaltskanzlei „Heller Ehrmann“ gegründet hatte. Sidney heiratete Florence Hellman (1882-1964), eine Tochter des Einwanderers Isaias Hellman. Aus dieser Ehe ging die Tochter Esther Hellman Ehrman (1906-1969) hervor. Sie heiratete in die Lazard Familie. (Quelle: 1 und 2) Die Lazards waren französisch-jüdische Einwanderer und gründeten 1848 die Lazard Bank, die bis heute eine führende Investmentbank ist.

Warren Hellman (1934-2011) war ein Urenkel des Einwanderers Isaias. Warren gehörte zur Führungsclique der führenden Investmentbank Lehman Brothers. 1984 gründete er das Finanzunternehmen Hellman & Friedman. 2019 war es das elftgrösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Im Juli 2021 verwaltete Hellman & Friedman ein Vermögen von über 80 Milliarden US-Dollar (Quelle). Warren Hellman gründete das Unternehmen gemeinsam mit Tully Friedman. Friedman heiratete eine Enkelin von Paul Burgess Fay, der mit US-Präsident John F. Kennedy befreundet war. (Quelle) Warren Hellman spendete einen grossen Teil seines Vermögens und war daher nie auf der Liste der Milliardäre (Quelle). Er war im Vorstand der US-Börse NASDAQ (Quelle). Sie ist eine der grössten Börsen der Welt.

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Adams Familie

Die Politikerfamilie Adams gehörte zu den Gründervätern der USA und brachte zwei US-Präsidenten hervor.

Der Engländer Henry Adams (1583–1646) war ein früher Siedler in der englischen Kolonie Massachusetts in Nordamerika. Sein Nachkomme Samuel Adams (1722–1803) war Politiker in der Kolonie. Samuel und sein Cousin John Adams (1735–1826) beteiligten sich massgeblich an der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Die beiden gehörten zum Kontinentalkongress. Dieser bestand aus der Elite der 13 Kolonien der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses gründeten daraufhin die USA.

Samuel und John Adams gehörten zu den Gründervätern der USA. John war eine der fünf Personen, welche die Unabhängigkeitserklärung verfassten (Quelle). Er war der erste Vizepräsident der USA und der zweite Präsident des Landes. Seine Ehefrau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Quincy, die wie die Adams Familie zu den frühen Einwanderern der Kolonie Massachusetts gehörte. Der US-Gründervater John Hancock (Freimaurer) heiratete ebenfalls in die Quincy Familie.

Nach der erlangten Unabhängigkeit wurde die Kolonie Massachusetts zum heutigen US-Bundesstaat Massachusetts. Samuel Adams war einer der frühen Gouverneure des Bundesstaates. Er hatte Kontakt zu den Freimaurern der Grossloge von Massachusetts und nahm an einer ihrer Zeremonien teil (Quelle).

Samuel und John Adams kannten Mitglieder der Familien Hamilton, Lee, Livingston und Huntington, da diese ebenfalls zu den Gründervätern gehörten. Die Familien Lee und Livingston gehörten schon vor der Gründung der USA zur kolonialen Elite des Landes.

John Adams war der erste Botschafter der USA für Grossbritannien und die Niederlande.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

John Quincy Adams (1767–1848), der Sohn von US-Präsident John Adams, wurde der sechste Präsident der USA. Er war für paar Jahre Mitglied der Anti-Masonic Party (Anti-Freimaurer Partei). Sie war die erste Drittpartei der USA. Wie ihr Name schon sagt, hatte sie sich das Ziel gesetzt, die Freimaurerei in den USA zu bekämpfen. Damals glaubten viele Politiker in den USA, dass Freimaurer versuchen, die USA unter ihre Kontrolle zu bringen.

Der Politiker Charles Francis Adams Sr. (1807–1886) vertrat die USA als Botschafter in Grossbritannien. Seine Frau war mütterlicherseits eine Enkelin von Nathaniel Gorham, der zu den Gründervätern der USA gehörte.

Washington Irving Lincoln Adams (1865–1946), ein Politiker und Banker, war Generalpräsident der Sons of the American Revolution (SAR) und führte somit die Elitengesellschaft. (Quelle: 1 und 2) Die SAR wurden 1889 gegründet. Die Gesellschaft besteht aus Nachkommen von Personen, die sich an der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung beteiligt hatten. 16 US-Präsidenten und weitere hochrangige US-Politiker waren Mitglied. Seit 2010 gibt es einen spanischen Zweig der Gesellschaft, der von der spanischen Königsfamilie geführt wird.

Der Politiker Charles Francis Adams III. (1866–1954) war Mitglied der Society of the Cincinnati. (Quelle) Die Gesellschaft besteht seit 1783 und wurde von führenden Köpfen der Amerikanischen Revolution gegründet. Sie ist eng mit den SAR verbunden. Charles war Marineminister der USA und Bürgermeister der Stadt Quincy in Massachusetts. Die Stadt wurde nach seinen Vorfahren aus der Quincy Familie benannt.

Sein Sohn Charles Francis Adams IV. (1910–1999) arbeitete für das US-Militär. Von 1948 bis 1972 war er Chef der Raytheon Company, einer der grössten Rüstungskonzerne der USA. Derzeit ist Raytheon der zweitgrösste Rüstungskonzern der Welt. Raytheon pflegt enge Kontakte zum US-Verteidigungsministerium, das sein wichtigster Auftragsgeber ist. Charles Francis Adams IV. war der Bruder von Catherine Adams (1902–1988). Sie heiratete in die Bankiersfamilie Morgan. Ihr Mann Henry Sturgis Morgan gründete Morgan Stanley, eine der weltweit grössten Investmentbanken. Catherines Sohn Henry Morgan Junior (1924–2011) heiratete eine Schwester des bekannten Senators John McCain. McCain war Kandidat der Republikaner für die Präsidentschaftswahl 2008, bei der er Barack Obama unterlag.

Der Politiker John Quincy Adams II. (1833–1894) heiratete in die Crowninshield Familie, die Politiker, Militärs und Unternehmer hervorbrachte. Johns Frau war eine Enkelin des Marineministers Benjamin Crowninshield. Dieser war Freimaurer (Quelle). Die Crowninshield Familie heiratete auch in die Du Pont Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört.

Samuel Adams (1934–1988) arbeitete als Analyst für die CIA.

Der Professor und College-Präsident Jasper Adams (1793–1841) war ein Nachkomme des Einwanderers Henry Adams und gehörte somit ebenfalls zur Kolonialfamilie Adams. Er war Freimaurer (Quelle).

In den letzten 200 Jahren brachte die Adams Familie noch weitere Politiker, Juristen und Militärs hervor. Eine Liste aller bemerkenswerter Familienmitglieder ist im englischen Wikipedia. Über Heiraten war die Familie mit weiteren Politikern verwandt.

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Haus Braganza

Die portugiesische Hochadelsfamilie Braganza war von 1640 bis 1853 die Königsfamilie Portugals. Ein Familienzweig war von 1822 bis 1889 die Kaiserfamilie Brasiliens.

Abstammung

Sie stammen von den beiden portugiesischen Königsfamilien ab, die in der ersten Hälfte des 2. Jahrtausend über Portugal herrschten.

Alfonso von Braganza (1377-1461) war der Begründer der Hochadelsdynastie Braganza. Er gilt als ein unehelicher Sohn des portugiesischen Königs Johann/João I. König Johann war der Begründer der Adelsdynastie Avis, die von 1385 bis 1580 den portugiesischen Thron besetzte. In dieser Zeit gab es viele Heiraten zwischen den Familien Braganza und Avis. König Johann war wiederum ein Sohn des portugiesischen Königs Peter/Pedro I. Dieser kam aus der Adelsdynastie Burgund, die vor der Avis Familie über Portugal geherrscht hatte. Das Haus Burgund gründete 1139 das Königreich Portugal und stellte die ersten neun Könige des Landes. Das Haus Burgund war ein Familienzweig der Kapetinger, eine der wichtigsten Hochadelsdynastien. Das Haus Braganza gehört somit zu den Nachfahren der Kapetinger.

Die brasilianische Kaiserfamilie und die Freimaurerei

Portugal begann im 15. Jahrhundert das erste Kolonialreich zu bilden. Im 15. und 16. Jahrhundert war Portugal dadurch die führende See- und Handelsmacht. Ab dem 17. Jahrhundert konnte sich Portugal nicht mehr gegen die konkurrierenden Kolonialmächte durchsetzen. Ab 1640 herrschte die Braganza Familie über Portugal. Die wichtigste Kolonie ihres Reiches war Brasilien. 1822 wurde die Kolonie Brasilien in ein Kaiserreich umgewandelt, das von Peter/Pedro I. beherrscht wurde. Er kam aus der Braganza Familie und war auch König von Portugal. Pedro war Freimaurer und wurde 1822 Grossmeister der brasilianischen Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Sein Sohn Pedro II. wurde der nachfolgende Kaiser von Brasilien. Pedro II. war, soviel bekannt ist, kein Freimaurer. In den 1870er Jahren kam es in Brasilien zu einem Konflikt zwischen den Freimaurern und der katholischen Kirche, der zu einer ernsten Staatsangelegenheit wurde (Quelle). Pedro II. stellte sich auf die Seite der Freimaurer (Quelle). 1889 wurde die brasilianische Monarchie durch eine Revolution abgeschafft und der Kaiser ging ins Exil. Daraufhin wurde Deodoro da Fonseca der erste Präsident von Brasilien. Fonseca hatte sich am Sturz des Kaisers beteiligte. Er war aber paradoxerweise Monarchist. In seiner Zeit als Präsident war er zugleich Grossmeister der brasilianischen Freimaurer (Quelle). Sein Neffe Hermes da Fonseca wurde ebenfalls Präsident und Freimaurer. Nach Angaben der Freimaurer-Grossloge Brasiliens waren zwölf brasilianische Präsidenten Freimaurer (Quelle).

Banken

Die portugiesische Königsfamilie gründete 1808 die Banco do Brasil, die erste Bank Brasiliens. Sie besteht bis heute und war 2020 die grösste südamerikanische Bank. Sie befindet sich zur Hälfte im Besitz des brasilianischen Staates. Die brasilianische Kaiserfamilie gründete 1861 die Caixa Economica Federal, ebenfalls eine der führenden brasilianischen Banken. 2020 war sie die drittgrösste südamerikanische Bank. Sie gehört ebenfalls dem brasilianischen Staat.

Die portugiesische Königsfamilie gründete 1846 die Banco de Portugal, die seither die portugiesische Zentralbank ist (viele europäische Zentralbanken wurden vom Hochadel gegründet).

Das Haus Braganza in den letzten 50 Jahren

Heutige portugiesische Königsfamilie

Duarte Braganza (*1945) ist das derzeitige Familienoberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Portugals. Bei seiner Hochzeit waren Mitglieder folgender Königsfamilien anwesend: Spanien, Belgien, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Italien, Bulgarien, Neapel und Württemberg (die letzten fünf sind nicht amtierende Königsfamilien). Auch Mitglieder der Hochadelsfamilie Orléans waren anwesend (eine der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs). Weitere Gäste der Hochzeit waren der südafrikanische König Goodwill Zwelithini, der portugiesische Präsident Mario Soares, der portugiesische Premierminister Anibal Cavaco Silva und Mitglieder der deutschen Hochadelsfamilie Thurn und Taxis. (Quelle: 1, 2, 3)

Duarte besuchte die russische Zarenfamilie in Moskau. Das portugiesische und das russische Königshaus sind schon seit mehr als 200 Jahren freundschaftlich verbunden (Quelle). Duarte traf den britischen Prinzen Charles (Foto).

Duarte war auf der Beerdigung des Milliardärs Américo Amorim, der als der reichste Portugiese galt (Quelle). Die Amorim Familie ist Hauptaktionär des Energiekonzerns Galp, eines der grössten portugiesischen Unternehmen. Galp konzentriert sich auffällig stark auf ehemalige portugiesische Kolonien. Américo Amorim traf die angolanische Milliardärin Isabel dos Santos, die ihn sehr schätzte (Quelle). Ihr Vater war von 1979 bis 2017 Präsident von Angola. Angola war noch bis 1975 eine portugiesische Kolonie.

Übrigens machte auch der verstorbene portugiesische Milliardär António Champalimaud ein Grossteil seines Vermögens mit Geschäften in den ehemaligen portugiesischen Kolonien Angola, Mosambik und Brasilien (Quelle).

Francisco Pinto Balsemão (*1937) war von 1981 bis 1983 Premierminister Portugals. Er ist ein Ururenkel des brasilianischen Kaisers Peter I. aus dem Haus Braganza (Quelle). Balsemão ist Gründer und Vorsitzender von Impresa, einer der wichtigsten Medienkonzerne Portugals. Er war mehr als 30 Jahre in der Führung der Bilderbergtreffen. Nachdem er aus der Bilderberggruppe ausgetreten war, gründete er ein eigenes Eliteforum für die portugiesische Elite. Auch ein Mitglied der oben erwähnten Milliardärsfamilie Amorim gehört zu diesem Forum. (Quelle)

Prinz Miguel von Braganza ist Mitgründer und königlicher Beschützer der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), eine christliche Bruderschaft, die von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt wird. Zur RCST gehören Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien (mehr dazu im Beitrag zur RCST).

Vatikanverbindung

Das Haus Braganza ist traditionell katholisch. Portugal wurde in den letzten 1000 Jahren von katholischen Königen regiert. Über 80 Prozent der portugiesischen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an. Das Haus Braganza ist bis heute mit dem Vatikan verbunden.

Das derzeitige Familienoberhaupt ist Duarte Braganza. Sein Taufpate war Papst Pius XII. Duarte und sein Bruder Miguel sind Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. 

Duarte ist Mitglied des Malteserordens, ebenfalls ein alter Vatikanorden. Duarte nahm 1999 an einem Treffen des Ordens Teil, bei dem die Ordensführung und der damalige Papst Johannes Paul II. anwesend waren (Quelle).

Alfonse von Portugal, der im 12. Jahrhundert lebte, war Grossmeister des Malteserordens (der Orden hiess damals noch Johanniterorden). (Quelle) Sein Vater Alfons I. war der erste portugiesische König und Begründer des Königreiches Portugal.

Freimaurerei

Da Portugal unter starkem Einfluss des Vatikans stand, hatten die Freimaurer grosse Mühe sich in Portugal zu etablieren (der Vatikan und die Freimaurer waren lange Zeit verfeindet). Die ersten Freimaurerlogen in Portugal wurden in den 1730er Jahren von Briten gegründet. Bereits 10 Jahre später wurden die Freimaurer in Portugal verfolgt. Dies geschah auf Anweisung des portugiesischen Königs Johann/João V. aus dem Haus Braganza und wurde auch von der katholischen Kirche unterstützt. Auch die nachfolgenden Könige aus dem Haus Braganza liessen die Freimaurer unterdrücken oder verfolgen. (Quelle)

Duarte Braganza (*1945), das derzeitige Familienoberhaupt, besuchte 2004 den Grande Oriente Lusitano, die älteste Freimaurer-Grossloge Portugals. Er wurde von António Arnaut eingeladen, dem damaligen Grossmeister der Grossloge. Bei dem Treffen versöhnten sich die Freimaurer mit dem Haus Braganza. 2008 sagte António Arnaut: „Heute gibt es keinen Streit zwischen der Freimaurerei und dem Haus Braganza“. Er betonte, dass einige Mitglieder der Braganza Familie in der Vergangenheit der Freimaurerei angehörten (leider ist nicht bekannt welche). Das Treffen 2004 von Duarte und den Freimaurern soll nicht nur zur Versöhnung beigetragen haben, sondern auch zur Beseitigung von Missverständnissen. Eines der „Missverständnisse“ war die Ermordung des portugiesischen Königs im Jahr 1908. Es gibt die Verschwörungstheorie, dass die Ermordung des Königs von Freimaurern geplant wurde. Grossmeister António Arnaut streitet ab, dass an dem Gerücht was dran sei. (Quelle)

Angenommen die portugiesischen Freimaurer waren wirklich für den Königsmord verantwortlich, dann hat man sich beim Treffen 2004 mit Duarte vielleicht gegenseitig entschuldigt. Die Freimaurer entschuldigten sich beim Haus Braganza für die Ermordung des Königs und das Haus Braganza entschuldigte sich dafür, dass ihre Vorfahren die Freimaurer ermorden und foltern liessen.

Heutige brasilianische Königsfamilie

Isabella Braganza (1846-1921) war die letzte Kronprinzessin Brasiliens. Sie heiratete in die französische Hochadelsfamilie Orléans. Dadurch entstand die Linie Orléans-Braganza. Die Familien Braganza und Orléans stammen von der Uradelsdynastie der Kapetinger ab. Der Grossteil der Familie Orléans-Braganza lebt heute noch in Brasilien. Mehrere studierten an der „Päpstlichen Katholischen Universität von Rio de Janeiro“, die von Jesuiten (Vatikanorden) gegründet wurde. Der Vatikan ist mit vielen Universitäten in Südamerika vernetzt. Mitglieder der Familie Orléans-Braganza engagieren sich für die katholische Kirche in Brasilien. Die römisch-katholische Kirche ist das führende Gotteshaus in Brasilien und mehr als die Hälfte der Bevölkerung gehört ihr an.

Mindestens zwei Mitglieder der Familie Orléans-Braganza waren mit Lily Marinho (1921-2011) befreundet (Quelle). Die Marinho Familie gilt als die reichste Familie Brasiliens und kontrolliert den grössten Medienkonzern des Landes.

Luiz Philippe Orléans-Braganza arbeitete für die US-amerikanischen Grossbanken JP Morgan und Lazard sowie für den französischen Mischkonzern Saint-Gobain (Quelle). Er kennt den derzeitigen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. Als Bolsonaro bei der Präsidentenwahl 2018 kandidierte, war ursprünglich gedacht, dass Prinz Luiz Philippe sein Stellvertreter werden sollte. (Quelle)

Bertrand Orléans-Braganza (*1941) war auf dem St. Ignatius College (Colégio de Santo Inácio), das von Jesuitenpriestern geleitet wird (Quelle). Er behauptete, Brasiliens schnelles Wachstum in den zehn Jahren vor der Wirtschaftskrise 2014 sei auf seine Bemühungen zurückzuführen (Quelle). Er engagiert sich sehr für die Wiederherstellung der brasilianischen Monarchie. Er sagt, er kenne mehrere Minister, die der Monarchie freundlich gesinnt sind. Eine treue Monarchistin ist die Kongressabgeordnete Carla Zambelli, die der Bolsonaro Familie nahesteht. Bertrand Orléans-Braganza ist ein Unterstützer des derzeitigen Präsidenten Jair Bolsonaro. (Quelle) Bertrand fiel wie Präsident Bolsonaro mit rechtspopulistischen Aussagen auf. Er sagte, der Klimawandel sei ein Mythos, der von den „Roten“ und „Öko-Terroristen“ geschaffen wurde, und sei Teil einer „Verschwörung gegen unsere westliche und christliche Zivilisation“. Die Erhaltung der indigenen Völker sei eine „kommunistische Taktik“. Er bezeichnete die linke Partei PT als eine rote Sekte. Sie seien „Marxisten“, die „Brasilien in eine Sowjetrepublik verwandeln“. Er machte sich sogar die Mühe und verfasste ein ganzes Buch zu diesen Themen, aus dem Präsident Bolsonaro auf internationalen Foren zitierte. Bertrand ist der Meinung, man müsse sich wegen der Abholzung des Amazonas keine Sorgen machen. Er bezeichnete die Berichte von Sklavenarbeit auf brasilianischen Zuckerrohrplantagen als Unsinn. (Quelle: 1 und 2) Die Medienberichte über Regenwaldbrände bezeichnete er als internationale Kampagne gegen die Konservativen in Brasilien (Quelle). Er vertritt somit ziemlich offensichtlich Interessen von Plantagenbesitzern (wie Präsident Bolsonaro).

Anmerkung: Regenwälder können nicht brennen. Daher kann man bei jedem Regenwaldbrand davon ausgehen, dass das Feuer auf Menschen zurückzuführen ist. Gegen Ende der Regenzeit werden die Baumkronen und Äste von Menschen entfernt, was den Boden austrocknen lässt. Zur Trockenzeit kann man das Ganze anzünden und es entsteht Fläche, die zur Landwirtschaft genutzt werden kann. Zwar werden diese Flächen meist von Bauern bewirtschaftet, die selbst nicht viel Geld besitzen, aber man geht davon aus, dass die Strippenzieher der Landraube im Hintergrund wohlhabende Brasilianer sind, die nicht selten Kontakte zur organisierten Kriminalität haben. Vermutlich müssen die Bauern einen Teil ihres Gewinnes an die brasilianische Landräuber-Mafia abgeben oder produzieren Waren für deren Firmen. Hinzu müssen die Bauern von korrupten Beamten Urkunden besorgen, damit sie ihr zu Unrecht erlangtes Land überhaupt legal bewirtschaften können. Ich denke nicht, dass arme Bauern aus abgelegenen Gegenden Kontakte zu korrupten Beamten haben. Daher wird hier vermutlich die Mafia als Vermittler zwischen den Bauern und korrupten Beamten dienen. Auch grosse ausländische Agrarkonzerne sind mit dem Landraub in Brasilien verbunden oder haben zumindest von diesem profitiert. (Quelle) Laut einer Studie wurde zwischen 1997 und 2018 im Amazonas 116 000 Quadratkilometer des öffentlichen Waldes unrechtmässig besetzt. Das entspricht etwa der Grösse Englands. Präsident Bolsonaro hält seine schützende Hand über die Landräuber. (Quelle) Hier muss aber betont werden, dass im Zeitraum 1997 bis 2016 linke Politiker in Brasilien an der Macht waren. Diese haben sich also genauso wenig um den Schutz des Regenwaldes gekümmert und Mitglieder ihrer Parteien waren in illegale Genehmigungen von Abholzungen involviert.

Der Freizeit-Populist Bertrand Orléans-Braganza sagt schon seit Jahrzehnten, dass die Gründung der Republik Brasilien eine schlechte Idee war. Er behauptet, die Wiedereinführung der Monarchie würde Korruption und wirtschaftliche Probleme beseitigen. Ein brasilianischer Historiker, der aus Angst, die Monarchisten zu verärgern, anonym bleiben wollte, sagte der Los Angeles Times: „Monarchisten erheben sich nach Momenten schwerer Krisen und versuchen, die institutionellen Schwächen Brasiliens auszunutzen“ (Quelle). Ab 2014 kam es in Brasilien zu einer grossen Wirtschaftskrise und 2016 kam eine politische Krise hinzu: die Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff und später noch die Verurteilung des Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva.

Alberto Orléans-Braganza (*1957) ist im brasilianischen Finanzwesen tätig. Er übernahm eine führende Rolle bei der Privatisierung der brasilianischen Stahl- und Chemieindustrie und bei der Privatisierung des brasilianischen Konzerns Vale (einer der weltweit grössten Bergbaukonzerne). Bei der Privatisierung des brasilianischen Telekommunikationssektors vertrat Alberto den Grosskonzern des mexikanischen Multimilliardärs Carlos Slim. (Quelle)

Maritza Orleans-Braganza ist Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden. Übrigens ist auch die brasilianische Milliardärin Dulce Pugliese de Godoy Bueno Mitglied des Ordens. (Quelle)

Antonio Orleans-Braganza (*1950) ist Mitglied des Malteserordens (Foto).

Rafael Orleans-Braganza studierte an der „Päpstlichen Katholischen Universität von Rio de Janeiro“, die von Jesuiten gegründet wurde. Er arbeitete für Anheuser-Busch Inbev, der grösste Bierkonzern der Welt. (Quelle)

João Maria Orléans-Braganza (1916-2005) war Vizepräsident der brasilianischen Fluggesellschaft Panair do Brasil (Quelle). Er und sein Vater waren in den 1930er Jahren Mitglied der „Ação Integralista Brasileira“, eine nicht mehr existente faschistische Partei in Brasilien (Quelle).

Bemerkenswerte Heiraten

Das Haus Braganza heiratete in viele Hochadelsfamilien. Ich hab hier nur die wichtigsten Heiraten aufgelistet.

Bemerkenswerte Heiraten der portugiesischen Königsfamilie

Die portugiesische Prinzessin Maria (1538-1577) kam mütterlicherseits aus der Braganza Familie. Sie heiratete in die italienische Adelsfamilie Farnese. Die nicht mehr existente Adelsfamilie gehörte zum päpstlichen Adel. Marias Ehemann, Alexander (Alessandro) Farnese, war ein Urenkel von Papst Paul III. Marias Sohn Ranuccio heiratete in die italienische Adelsfamilie Aldobrandini, die ebenfalls zum päpstlichen Adel gehört und einen Papst stellte.

Die portugiesischen Könige Alfons VI. (1643-1683) und Peter II. (1648-1706) heirateten beide dieselbe Frau. Sie kam aus der italienischen Uradelsfamilie Savoyen, die später im 19. Jahrhundert zur italienischen Königsfamilie aufstieg.

Maria Barbara Braganza (1711-1758) heiratete den spanischen König Ferdinand VI. Der König kam aus dem Haus Bourbon, das noch heute den spanischen Thron besetzt und wie das Haus Braganza von der Uradelsdynastie der Kapetinger abstammt. Der portugiesische König Joseph/José I. (1714-1777) heiratete eine Tochter von Philipp V. Dieser war der erste spanische König aus dem Haus Bourbon und wurde in das französische Königshaus geboren. Er heiratete in die oben erwähnten italienischen Adelsfamilien Savoyen und Farnese. Noch viele weitere Mitglieder der Braganza Familie heirateten in die spanische Königsfamilie aus dem Haus Bourbon. Die beiden Familien kontrollierten zu Kolonialzeiten fast das gesamte Südamerika.

Der Ehemann von Mariana Victoria Braganza (1768-1788) kam väterlicherseits aus der spanischen Königsfamilie. Seine Mutter kam aus der sächsischen Königsfamilie und ihr Vater herrschte auch über Polen und Litauen. Ihr Bruder Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen war Freimaurer (Quelle). Durch die Heirat der portugiesischen Prinzessin Mariana Victoria mit dem spanischen Prinzen entstand die Linie Bourbon-Braganza. María Cristina Bourbon-Braganza (1913-2002) heiratete den bolivianischen Unternehmer Antenor Patiño. Sein Vater Simón Patiño war der führende Unternehmer in der bolivianischen Zinnindustrie und gehörte zu den reichsten Männern der Welt. Bolivien war früher eine spanische Kolonie und wurde damals von der spanischen Königsfamilie kontrolliert. Marías und Patinos Tochter heiratete den britischen Investor James Goldsmith, der mit der Rothschild Familie befreundet war.

Die portugiesische Königin Maria II. (1819-1853) heiratete in erster Ehe den französischen Adligen Auguste de Beauharnais. Sein Vater Eugène war ein Stiefsohn des französischen Kaisers Napoleon. Eugène wurde 1805 Vizekönig von Italien, das damals unter Napoleons Herrschaft geriet. Eugène war Freimaurer. Er war Mitgründer und erster Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende Grossloge der italienischen Freimaurer ist (Quelle: 1 und 2). Eugène war Mitgründer und erster Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat (Supreme Council), der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Eugène hatte eine Tochter, die den ersten brasilianischen Kaiser Peter I. (Freimaurer) aus dem Haus Braganza heiratete.

Die portugiesische Königin Maria II. (1819-1853) heiratete in zweiter Ehe den deutschen Adligen Ferdinand Sachsen-Coburg-Gotha. Ab da besetzte das Haus Sachsen-Coburg-Gotha den portugiesischen Thron. Die nachfolgenden Könige waren Nachkommen von Maria und Ferdinand und hatten somit auch Blut der Familie Braganza in sich. 1910 wurde die Monarchie in Portugal abgeschafft.

Der portugiesische König Johann/João V. (1689-1750) heiratete eine Tochter des deutsch-römischen Kaisers Leopold I. aus der österreichischen Königsfamilie (Haus Habsburg). Maria Theresia (1855-1944) heiratete ebenfalls in die österreichische Königsfamilie.

Maria Anna Braganza (1861-1942) heiratete den luxemburgischen Herrscher Wilhelm IV. (Haus Nassau).

Katharina Braganza (1638-1705) heiratete den britischen König Karl/Charles II. aus dem schottischen Stewart Clan.

Maria Antónia Braganza (1903-1973) heiratete den US-Amerikaner Sidney Ashley Chanler. Er war ein Nachkomme der Kolonialfamilien Winthrop, Stuyvesant und Ward, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite der dortigen Kolonien gehörten. Er hatte auch Blut der US-amerikanischen Astor Familie in sich, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts.

Das portugiesische Königshaus aus dem Haus Braganza heiratete in bedeutende deutsche Adelsfamilien, darunter Thurn und Taxis, Wittelsbach und Löwenstein-Wertheim. Sie heirateten in mehrere spanische Adelsfamilien.

Bemerkenswerte Heiraten der brasilianischen Kaiserfamilie

Sie heirateten mehrfach in die Königsgeschlechter Bourbon-Sizilien und Orléans.

João Maria Orléans-Braganza (1916-2005) heiratete eine Ägypterin, die mit der ägyptischen Königsfamilie (Haus Muhammad-Ali) und der iranischen Herrscherfamilie (Haus Pahlavi) verwandt ist.

Eleonora Orléans-Braganza (*1953) und ihr Bruder Antonio (*1950) heirateten in die belgische Adelsfamilie Ligne. Ihr Ehepartner kommen mütterlicherseits aus der luxemburgischen Herrscherfamilie. Die Ehepartner haben eine Schwester (Sophie), deren Schwiegermutter in die Rothschild Familie heiratete.

Der erste brasilianische Kaiser heiratete in die österreichische Königsfamilie.

Maria Gloria Orléans-Braganza (*1946) heiratete in erster Ehe das derzeitige Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie von Serbien (Haus Karađorđević). In zweiter Ehe heiratete sie einen spanischen Herzog.

Pedro Henrique Orléans-Braganza (1909-1981) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Bayern.

Leopoldina Braganza (1847-1871) heiratete in einen deutschen Familienzweig der Hochadelsfamilie Sachsen-Coburg und Gotha.

Paola Maria Bourbon Orléans-Braganza (*1983) heiratete in die polnische Adelsfamilie Czetwertyński.

Pedro Alcântara Orléans-Braganza (1875-1940) heiratete in die böhmische (tschechische) Adelsfamilie Dobrženský.

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Yasuda Familie

Die Yasuda Familie ist eine der wichtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite.

Zenjirō Yasuda (1838-1921) gründete 1880 die Yasuda Bank, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die führende Bank in Japan war. Seine Nachkommen führten die Bank weiter. Familienmitglieder waren in der Führung von vielen weiteren japanischen Banken.

Die Unternehmensgruppe der Yasuda Familie unterstütze die Black Dragon Society und die Black Ocean Society (Gen’yōsha) finanziell (Quelle ist auf Seite 10 des Dokuments und auf Seite 24 der PDF-Datei). Die beiden Organisationen waren Teil eines Netzwerkes von nationalistischen Politikern, Militärs und Geheimdienstlern in Japan. Sie unterstützen den Aufbau der nationalistischen Diktatur in Japan in den 1930er Jahren. Sie beteiligten sich am Sturz der chinesischen Kaiserfamilie 1911. Sie waren in erster Linie politisch aktive Organisationen, waren aber auch mit der organisierten Kriminalität verbunden, vor allem die Black Ocean Society. (Mehr dazu im Beitrag zur Mitsui Familie)

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Japan von den Alliierten besetzt. Da die Familien der japanischen Wirtschaftselite mit der Militärdiktatur verbunden waren, wurden sie von den Alliierten entmachtet. Seither ist die Yasuda Bank unabhängig von der Yasuda Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie in Fuji Bank umbenannt. Sie war weiterhin eine der führenden Banken Japans. 1990 war sie die drittgrösste Bank der Welt (Quelle). Im Jahr 2000 fusionierte sie mit zwei weiteren japanischen Grossbanken zur heutigen Mizuho Financial Group. Sie belegte 2020 Platz 15 der grössten Banken weltweit (Quelle).

Die Yasudas und ihre Bank finanzierten den Aufbau der Unternehmen der Asano Familie. Die Yasuda Familie heiratete in die Asano Familie. Die Asanos kontrollierten eine der grössten japanischen Unternehmensgruppen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Unternehmen unabhängig von der Asano Familie. Die Unternehmensgruppe schloss sich mit den Unternehmen der Yasuda Familie zusammen und war weiterhin eng mit der Yasuda Bank (Fuji Bank) verbunden. Aus der Zusammenarbeit entwickelte sich das heutige Fuyo-Keiretsu. Die Keiretsu sind mächtige Unternehmensgruppen aus Japan. Zum Fuyo-Keiretsu gehören viele verschiedenen Unternehmen. Diese sind unabhängig voneinander. Jedoch trifft sich die Führung aller Fuyo-Unternehmen regelmässig und arbeitet als Team. Die Mizuho Group (Yasuda Bank) ist der finanzielle Dienstleister der Fuyo-Unternehmen. Die wichtigsten Unternehmen des Fuyo-Keiretsu wären:

  • Wie bereits erwähnt die Grossbank Mizuho Financial Group.
  • Hitachi, der Mischkonzern ist eines der grössten Unternehmen Japans. Hitachi war im Jahr 2005 nach Umsatz das drittgrösste asiatische Unternehmen.
  • Nissan Motor, der Automobilkonzern ist eines der grössten Unternehmen Japans und einer der weltweit grössten Produzenten von Fahrzeugen. Seit 1999 ist Nissan eng mit dem französischen Autokonzern Renault verbunden und bildet eine Allianz. 2016 schloss sich auch der japanische Autokonzern Mitsubishi der Allianz an.
  • JFE, einer der weltweit grössten Stahlproduzenten.
  • Marubeni, der Mischkonzern ist eines der grössten Unternehmen Japans. Der Konzern wurde ursprünglich von der Ito Familie gegründet.
  • Meiji Yasuda Life, einer der grössten asiatischen Versicherungskonzerne. Das Unternehmen gehört gleichzeitig zum Mitsubishi-Keiretsu. Einer der Vorläufer des Unternehmens wurde 1894 von der Yasuda Familie gegründet.
  • Sompo Japan, einer der grössten Versicherungskonzerne Japans. Der Vorläufer des Unternehmens wurde 1887 von der Yasuda Familie gegründet.
  • Oki Electric Industry, der Elektrokonzern wurde von der bereits erwähnten Asano Familie aufgebaut.
  • Canon, der derzeitig grösste Kamerahersteller der Welt.
  • Taiheiyo Cement, der grösste Zementhersteller Japans. Er gehört gleichzeitig zum Dai-Ichi Kangyo-Keiretsu und zum Mitsui-Keiretsu.
  • Nippon Suisan Kaisha (Nissui), eines der weltweit grössten Fischfangunternehmen.
  • Taisei Corporation, einer der führenden Baukonzerne Japans.
  • Tokio Tatemono, einer der führenden Immobilienkonzerne Japans.
  • Shōwa Denkō, einer der führenden Chemiekonzerne Japans.
  • Sapporo Breweries, einer der führenden Bierkonzerne Japans. Er gehört gleichzeitig zum Mitsui-Keiretsu.
  • Kubota, einer der weltweit führenden Hersteller von Baumaschinen und Landwirtschaftsfahrzeugen.
  • NSK, ein Mischkonzern.

(Quelle: 1, 2, 3)

Hiroshi Yasuda (*1933) arbeitete in der Nachkriegszeit für den Elektrokonzern Oki Electric Industry, der zum Fuyo-Keiretsu gehört. Hiroshi ist seit über 20 Jahren Berater des Immobilienunternehmens Yasuda Real Estate, das zum Fuyo-Keiretsu gehört. Er war im Aufsichtsrat des japanischen Sicherheitskonzerns Secom. Er arbeitete für den Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson und leitete ab den 80er Jahren die japanische Abteilung des Konzerns. (Quelle: 1, 2, 3) Jardine Matheson war im 19. Jahrhundert eines der grössten Unternehmen Asiens und einer der grössten Opiumhändler der Welt. Jardine Matheson wird von der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kontrolliert. Da Hiroshi Yasuda hochrangiger Mitarbeiter war, wird er die Keswick Familie vermutlich gekannt haben. Die Keswicks sind seit vielen Jahren mit der Rothschild Familie befreundet (Quelle). Die Rothschilds sind seit über 180 Jahren geschäftlich mit Jardine Matheson verbunden (Quelle). Jardine Matheson ist an der Rothschild Bank beteiligt. Hiroshi Yasuda arbeitete für die Hongkonger Investmentbank Jardine Fleming. Diese wurde von Jardine Matheson und der britischen Investmentbank „Robert Fleming & Co.“ gegründet und kontrolliert. Im Jahr 2000 wurde Jardine Fleming von JPMorgan Chase (die grösste Bank der USA) erworben. Hiroshi Yasuda arbeitete daraufhin in der Vermögensverwaltung von JPMorgan Chase in Japan. (Quelle: 1 und 2)

Führungskräfte von Unternehmen des Fuyo-Keiretsu sind mit weiteren Japanern in der Trilateralen Kommission vertreten (Quelle). Diese einflussreiche Denkfabrik dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan. Sie wurde 1973 von dem US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet, der bis 2017 ihr Ehrenvorsitzender war. Teiji Teramoto, der die US-amerikanische Abteilung der Mizuho Group (Yasuda Bank) leitet, ist derzeit im Vorstand der Japan Society in New York. Er könnte daher Justin Rockefeller kennen, der ebenfalls zum Vorstand der Gesellschaft gehört. Die Japan Society besteht seit 1907 und fördert amerikanisch-japanische Beziehungen. Die Gesellschaft wurde von den 50er bis Ende der 70er Jahren von John Rockefeller III. geleitet. Er traf den japanischen Kaiser Hirohito und seinen Nachfolger Kaiser Akihito (Fotos: 1 und 2).

Bemerkenswerte Heiraten

Die Yasuda Familie heiratete japanische Adlige, Politiker, Juristen und Geschäftsleute. Ich hab hier nur die wichtigsten Heiraten aufgelistet.

Sanshiko Yasuda (nach 1920 geboren) heiratete in die bereits erwähnte Asano Familie, die geschäftlich eng mit der Yasuda Familie verbunden war. Ihr Ehemann Sotaro Asano hatte zwei Schwestern, die in die Familien Mitsui und Sumitomo heirateten (Quelle: 1 und 2). Diese sind zwei der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite.

Hajime Yasuda (1907-1991) heiratete eine Tochter von Toshikata Ōkubo, der Präsident der Yokohama Specie Bank war, eine bedeutende japanische Bank. Sie gehört inzwischen zur MUFG (grösste japanische Bank). Toshikatas Vater Toshimichi Ōkubo spielte eine wichtige Rolle bei der Meiji-Restauration, die dazu führte, dass die japanische Kaiserfamilie wieder die Macht in Japan übernehmen konnte. Die Kaiserfamilie besetzt den japanischen Thron bis heute. Die Dynastie besteht der Legende nach seit über 2600 Jahren. Hajime Yasudas Frau war mütterlicherseits eine Enkelin von Korekiyo Takahashi. Dieser war Premier- und Finanzminister Japans und besetzte noch weitere Ministerposten. Er war Gouverneur der japanischen Zentralbank. Er wurde zum Vizegrafen geadelt. (Quelle: 1, 2, 3) In seiner Funktion als Finanzpolitiker hatte er Kontakt zu mächtigen Bankiersfamilien aus der westlichen Welt, wie Rothschild, Baring, Schiff und Warburg (Quelle).

Hiroshi Yasuda (*1933) heiratete eine Enkelin von Shigeaki Ikeda. Dieser war Finanzminister und Gouverneur der japanischen Zentralbank. Er leitete die Mitsui-Gruppe, die schon seit über 100 Jahren eine der grössten Unternehmensgruppen Japans ist. (Quelle: 1, 2, 3)

Iwajiro Yasuda (*1901) heiratete Kyoko Terashima, die Tochter eines Grafen. Ihr Grossvater Graf Munenori Terashima war Aussenminister. Er vertrat Japan als Diplomat in Grossbritannien und den USA. Er war Vizepräsident des Geheimrates der japanischen Kaiserfamilie. Iwajiro Yasudas Frau hatte eine Schwester, die in die Mitsui Familie heiratete. Ihre Mutter kam ebenfalls aus der Mitsui Familie. (Quelle)

Zenjirō Yasuda (1879-1936) heiratete in die Sakai Familie (Quelle: 1 und 2). Der Sakai Klan gehört schon seit 500 Jahren zur japanischen Aristokratie. Die Sakai Familie heiratete zudem in die Familien Iwasaki und Sumitomo. (Quelle: 123) Der Sakai Klan hat somit in drei der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite geheiratet.

Die japanische Künstlerin Yoko Ono (*1933) kommt mütterlicherseits aus der Yasuda Familie. Sie heiratete den weltberühmten britischen Musiker John Lennon. (Quelle)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

McGraw Familie

Der US-Amerikaner James McGraw (1860-1948) war Mitgründer von McGraw Hill. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem führenden Buch- und Bildungsverlag. James McGraw war der erste Präsident des Unternehmens. Fünf seiner Nachkommen haben seither die Führung übernommen. Im Jahr 2015 wurde das Vermögen der Familie auf 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.[1]

2013 wurde McGraw Hill in zwei Unternehmen aufgeteilt. Daraus bildeten sich folgende zwei Unternehmen:

McGraw-Hill Education: Er ist einer der drei grossen Bildungsverlage der USA. Als führender Schulbuchverlag hat er Einfluss auf die Bildung des Landes. Der McGraw-Konzern kontrollierte den Verlag bis 2013 und verkaufte ihn dann an Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Apollo wurde vom Milliardär Leon Black mitgegründet, der ein Bekannter von David Rockefeller war.

McGraw Hill Financial (S&P Global): Das Unternehmen firmiert seit 2016 unter dem Namen S&P Global. Es stellt Informationen und Analysen zur Finanzwelt zur Verfügung. Die McGraw Familie war noch bis 2015 im Vorstand vertreten und am Unternehmen beteiligt[1]. S&P Global ist derzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

S&P Global besitzt die Ratingagentur „Globale S&P-Ratings“, die lange unter dem Namen Standard & Poor’s bekannt war. Standard & Poor’s gehörte bereits seit 1966 zum McGraw-Konzern. Ratingagenturen nehmen eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft ein. Hier eine kritische Doku zu den grossen Ratingagentur. Grob fehlerhafte Ratings von Standard & Poor’s verstärkten die grosse Finanzkrise im Jahr 2008. Sie ist eine der drei weltweit grössten Ratingagenturen. Die anderen zwei sind Moody’s und Fitch Ratings. Die drei Ratingagenturen haben ihren Hauptsitz in New York. Fitch Ratings gehört der Milliardärsfamilie Hearst und Moody’s steht derzeit unter dem Einfluss des Multimilliardärs Warren Buffett.

S&P Global besitzt mehrheitlich „S&P Dow Jones Indices“. Das Unternehmen besitzt über 130 000 Aktienindexe, darunter auch den Dow Jones und den S&P 500.

S&P Global besitzt „S&P Global Platts“. Das Unternehmen stellt Informationen und Analysen zu den Rohstoffmärkten zur Verfügung. Es wurde 1909 gegründet und gehörte seit 1953 zum McGraw-Konzern.

Harold McGraw III.

Harold „Terry“ McGraw III. (*1948) gehörte noch bis 2015 zur Führung von S&P Global.[2] Er sass auch im Vorstand des Ölkonzerns ConocoPhillips und des Technologiekonzerns United Technologies. Harold war Vorsitzender der Internationalen Handelskammer (ICC) sowie Vorsitzender des Business Roundtable, eine Lobbyorganisation bestehend aus Wirtschaftsführern von US-amerikanischen Grosskonzernen. Harold war auch Vorsitzender des „United States Council for International Business“ (USCIB) und des „Emergency Committee for American Trade“ (ECAT), zwei Organisationen zur Förderung der globalen Interessen der US-amerikanischen Wirtschaft.[3] Das ECAT wurde von David Rockefeller mitgegründet.

Harold war im Vorstand von „Partnership for New York City“.[3] Diese wurde von David Rockefeller gegründet. Sie besteht aus der Wirtschaftselite von New York und die führenden Manager der Wall Street gehören ihr an.

Harold war im Kuratorium der Asian Society.[3][4] Diese wurde von John D. Rockefeller III. gegründet und fördert das Verhältnis der USA zu Staaten in Asien.

Harold war Vorsitzender des U.S.-India Business Council und traf Ratan Tata, einer der mächtigsten Wirtschaftsbosse Indiens.[5] Harold ist derzeit in einem Lenkungsausschuss, der die „China-United States Exchange Foundation“ (CUSEF) berät, die sich für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen der chinesischen und der US-amerikanischen Wirtschaftselite einsetzt. Zum Lenkungsausschuss gehören auch Bill Gates, Henry Kissinger und David Rubenstein.[6] Die CUSEF wird von chinesischen Wirtschaftsbossen aus Hongkong geleitet.

Harold ist im Aufsichtsgremium der Hoover Institution, eine der einflussreichsten konservativen Denkfabriken. Zum Aufsichtsgremium gehören mehrere Milliardäre, darunter der Medienunternehmer Rupert Murdoch. Mehr dazu im Beitrag zur Johnson Familie.

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/profile/mcgraw/?sh=7395b74d7dc3
  2. https://investor.spglobal.com/news-releases/news-details/2015/Harold-McGraw-III-to-Become-Chairman-Emeritus-of-McGraw-Hill-Financial-2015-2-25/default.aspx
  3. https://www.iccrf.org/terry-mcgraw.html
  4. https://asiasociety.org/sites/default/files/2020-06/Asia%20Society%20Board%20of%20Trustees.pdf
  5. https://www.nj.com/business/2010/03/mcgraw-hill_boss_to_head_us-in.html
  6. https://www.chinausfocus.com/2022/index-page_id=1241.html

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Engelhorn Familie

Die deutsche Engelhorn Familie brachte mehrere erfolgreiche Unternehmer hervor.

Friedrich Engelhorn (1821-1902) gründete 1865 das Chemieunternehmen BASF. Seit dem 20. Jahrhundert gehörte die BASF zu den führenden deutschen Chemieunternehmen. Heute ist sie der grösste Chemiekonzern der Welt. Sie ist schon seit den 1970er Jahren eines der grössten Unternehmen Deutschlands. Die BASF ist inzwischen aber unabhängig von der Engelhorn Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Die BASF besitzt über die Hälfte der Anteile an der Wintershall Dea AG, die derzeit der grösste deutsche Erdölkonzern ist.

Friedrich Engelhorn war Mitgründer und Aufsichtsratsmitglied von mehreren Finanzunternehmen. Friedrichs Bruder gründete einen Buchverlag. Friedrichs Tochter heiratete den deutschen Politiker Carl Reiß. Dieser trat dem Aufsichtsrat der BASF bei. Er war auch in Aufsichtsräten von Finanzunternehmen. Friedrich Engelhorn und Carl Reiß hatten persönlichen Kontakt zum jüdischen Bankier Carl Ladenburg, der in die Goldschmidt Familie heiratete. Die Bankiersfamilie Ladenburg war Mitgründer und Finanzier der BASF. Friedrich Engelhorn und Carl Reiß gründeten zusammen mit Johann Caspar Bluntschli die Mannheimer-Versicherung. Bluntschli war ein Lehrer von Carl Reiß gewesen. (Quellen: 1, 2, 3) Bluntschli war ein führender Freimaurer (Quelle). Friedrich Reiß, der Vater von Carl Reiß, war Mitgründer der BASF gewesen (Quelle). Friedrich Reiß gründete 1870 gemeinsam mit dem deutsch-jüdischen Bankier Kilian Steiner die Rheinische Creditbank, die bis zu ihrer Fusion mit der Deutschen Bank 1929 die grösste Bank in der deutschen Region Baden war (Quelle). Der Bankier Kilian Steiner wurde von der württembergischen Königsfamilie geadelt. Kilian Steiner war Mitgründer der BASF (Quelle).

Ab den 1890er Jahren kontrollierte die Engelhorn Familie das Pharmaunternehmen Boehringer Mannheim. Das Unternehmen wurde ursprünglich von der Boehringer Familie gegründet und geführt. Die Engelhorns waren mit der Boehringer Familie verwandt (Quelle). Die Boehringer Familie ist heute eine der reichsten Familien Deutschlands.

Unter der Führung von Curt Engelhorn (1926-2016) entwickelte sich Boehringer Mannheim zu einem internationalen Pharmakonzern. 1997 verkaufte die Engelhorn Familie das Unternehmen an den schweizerischen Pharmakonzern Hoffmann-La Roche. Dadurch stieg ihr Vermögen auf über 10 Milliarden US-Dollar an und sie galten damit als die drittreichste Familie Deutschlands (Quelle). Das heutige Familienvermögen wird auf 7,1 Milliarden Euro geschätzt, also etwa 7,8 Milliarden US-Dolllar (Quelle: Seite 26, 27).

Die Milliardärin Heidi Engelhorn ist eine Förderin des „Heidelberg Center for American Studies“ (HCA). Das deutsche Institut fördert deutsch-amerikanische Beziehungen. Teile der Engelhorn Familie leben seit dem 19. Jahrhundert in den USA. Heidis verstorbener Mann Curt Engelhorn war der wichtigste Förderer des HCA. Seine Mutter war US-Amerikanerin. Die Residenz des HCA wurde von der Engelhorn Familie mietfrei zur Verfügung gestellt. Zu den derzeitigen Förderern des HCA gehört auch der Chemiekonzern BASF, der ursprünglich von der Engelhorn Familie gegründet wurde. Derzeit gehört Kurt Bock zum Kuratorium des HCA. Er war von 2011 bis 2018 Vorstandsvorsitzender der BASF und ist derzeit Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF. Er war von 2016 bis 2018 Cheflobbyist der deutschen Chemieindustrie. Weitere derzeitige Förderer des HCA sind:

  • Der wichtigste Förderer der HCA neben Curt Engelhorn war und ist die 2001 gegründete Ladenburg Foundation in New York. Vertreten wird die Stiftung beim HCA durch Martin Bussmann, der für die BASF arbeitete. Dem Namen nach könnte die Stiftung von der Ladenburg Familie gegründet worden sein. Diese hatte, wie oben bereits erwähnt wurde, im 19. Jahrhundert Kontakt zur Engelhorn Familie und finanzierte den Aufbau der BASF. Ein Familienzweig der Ladenburg Familie emigrierte in die USA und gründete dort 1876 in New York die Investmentbank Ladenburg Thalmann.
  • Der deutsche Milliardär Hans Peter Wild.
  • Bernd-Albrecht von Maltzan, ein führender Banker der Deutschen Bank. Dem Namen nach könnte er aus der Uradelsfamilie Maltzan kommen.

(Quelle)

Von den deutschen Grosskonzernen ist die BASF einer der wichtigsten Förderer deutsch-amerikanischer Beziehungen. Die BASF ist der grösste deutsche Förderer des Council on Foreign Relations. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt.

Ein weiterer Familienzweig gründete 1890 den Einzelhändler „Engelhorn & Sturm“ (Quelle). Das mittelständische Unternehmen besteht bis heute unter dem Namen „Engelhorn“ (Quelle).

Bemerkenswerte Heiraten

Mitglieder der Engelhorn Familie aus den USA stellten ihre Stammliste online.

Fritz Schmige (1880-1947), der mütterlicherseits aus der Engelhorn Familie kam, heiratete eine Schwester des adligen Offiziers Franz Pfeffer von Salomon. Franz war bereits nach Ende des Ersten Weltkrieges mit rechtsradikalen Bewegungen in Deutschland verbunden. Spätestens ab 1924 hatte er Kontakt zu Joseph Goebbels, der später ein führender Nazi im Dritten Reich werden sollte. Im Juni 1926 bewohnte Hitler für eine Woche bei seinem ersten Besuch in Westdeutschland ein Zimmer im Gut von Franz Pfeffer. Er kannte Hitler also schon sieben Jahre vor dessen Machtübernahme. (Quelle)

Marie Engelhorn (1848-1936) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Schilling von Cannstatt (gründeten die Regionalzeitung Mannheimer Morgen).

Elise Engelhorn (1853-1920) heiratete in die geadelte Industriellenfamilie Gienanth. Ihre Kinder heirateten in die Uradelsfamilien Wolfskeel, Hoyningen-Huene und Gaisberg.

Laura Marie Antoinette Engelhorn (1861-1955) heiratete den preussischen General Konrad von Hausmann. Er war ein Sohn des geadelten Generalleutnants Karl Hausmann.

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Haschimiten

Die Dynastie der Haschimiten stellt seit 1921 die Königsfamilie von Jordanien. Von 1921 bis 1958 war sie auch die Königsfamilie des Iraks. Der Legende nach stammt die Familie vom Propheten Mohammed ab, der im 7. Jahrhundert den Islam gegründet hatte.

Thronbesteigungen

Die Nachkommen des Islamgründers Mohammed herrschten seit dem 10. Jahrhundert über die Stadt Mekka. Die Herrscher trugen den Titel Scherif. Mekka gilt als die Geburtsstadt des Islamgründers Mohammed. Die Stadt liegt im Hedschas im Westen des heutigen Saudi-Arabiens. Im Hedschas befindet sich auch Medina, die für Muslime ebenfalls eine heilige Stadt ist. Hussein ibn Ali (starb 1931), aus der Dynastie der Haschimiten, war ab 1908 Scherif von Mekka. Allerdings stand sein Land unter der Kontrolle des Osmanischen Reiches. Im Ersten Weltkrieg verbündete er sich mit den Briten gegen die Osmanen. So wurde die Region unabhängig vom Osmanischen Reich.

1916 gründete Hussein ibn Ali das Königreich Hedschas und war fortan dessen König. Während des Ersten Weltkrieges stand er in Briefkontakt mit Henry McMahon. Dieser war ein wichtiger Diplomat der britischen Kolonialelite und Hochkommissar für Ägypten. McMahon war Freimaurer und gründete eine Freimaurerloge in Pakistan (Quelle: 1 und 2). Er nahm den afghanischen Herrscher Habibullah Khan in die Freimaurerei auf. (Quelle) McMahon soll von den MacMahons von Oriel abstammen, ein irischer Clan, der früher über das Königreich Oriel/Airgíalla in Irland geherrscht hatte. (Quelle)

1925 wurde das Königreich Hedschas von der saudischen Herrscherfamilie eingenommen und Hussein ibn Ali musste abdanken. Seither gehört der Hedschas zu Saudi-Arabien.

Die beiden Söhne von Hussein ibn Ali stiegen nach dem Ersten Weltkrieg zu Königen auf. Der Sohn Faisal wurde 1921 König des Iraks. Seine Familie besetzte den irakischen Thron bis 1958. Faisal war 1920 auch kurzzeitig König von Syrien. Die britische Kolonialelite hatte die beiden Thronbesteigungen unterstützt. 1932 wurde der Irak unabhängig vom britischen Königreich. Das Gebiet, das die Staaten Irak und Syrien ausmacht, hatte davor lange Zeit zum Osmanischen Reich gehört.

Faisals Bruder Abdullah gründete 1921 das Königreich Jordanien und wurde zu dessen Herrscher. Seine Familie besetzt den jordanischen Thron bis heute. Seine Thronbesteigung wurde ebenfalls von der britischen Kolonialelite unterstützt. Seit 1946 ist Jordanien unabhängig vom britischen Königreich. Das Gebiet, das den Staat Jordanien ausmacht, hatte davor lange Zeit zum Osmanischen Reich gehört.

Freimaurerei

Die Freimaurerei wurde während der Kolonialisierung von Briten und Franzosen in die muslimischen Länder gebracht. Über die Freimaurerei in der islamischen Welt ist wenig bekannt und es gibt so gut wie keine Literatur darüber. Ein Freimaurer sagte im Jahr 2003 in einem Interview, die Freimaurerei sei in der Türkei, in Syrien, im Libanon und in Israel sehr gut etabliert. In Jordanien, Algerien und Tunesien hätten sie ebenfalls einen guten Stand. (Quelle) Bis zur Islamischen Revolution 1979 hatten sie grossen Einfluss im Iran (mehr dazu im Beitrag zur Kadscharen-Dynastie). Früher waren die Freimaurer vermutlich auch in Ägypten und Afghanistan sehr einflussreich, da die Könige der beiden Länder der Freimaurerei beitraten. Die Freimaurerei hat einen sehr schlechten Ruf in den muslimischen Ländern. Daher werden die meisten einflussreichen muslimischen Freimaurer sich nicht öffentlich als solche zu erkennen geben. Die jordanischen Könige haben sich auch nicht als Freimaurer geoutet, aber Freimaurer bestätigten ihre Mitgliedschaft im Freimaurerbund.

Der erste jordanische König Abdullah I. war Freimaurer. (Quelle)

Nach Angaben der Linford Lodge of Research, einer freimaurergeführten Forschungsloge in Australien, waren folgende Familienmitglieder ebenfalls Freimaurer:

  • Der dritte jordanische König Hussein I. (1935–1999). Er war Grossmeister der Freimaurer in Jordanien. Im Freimaurer-Wiki steht auch, dass er Freimaurer war. (Quelle) Freimaurer aus England bestätigten ebenfalls seine Mitgliedschaft. (Quelle)
  • Der vierte und derzeitige jordanische König Abdullah II. (*1962). Freimaurer aus England bestätigten ebenfalls seine Mitgliedschaft. (Quelle: Seite 37)
  • Prinz Hassan bin Talal (*1947). Er ist ein Bruder von Hussein I. und ein Onkel des derzeitigen Königs. Er war von 2000 bis 2006 Präsident des Club of Rome.

(Quelle)

Der irakische Prinz Abd ul-Ilah (1913–1958) aus der Haschimiten-Dynastie führte die Freimaurerei im Irak. (Quelle)

Die jordanische Königsfamilie war oder ist noch immer mit der libanesischen Politikerfamilie Chamoun befreundet. (Quelle) Der ehemalige libanesische Präsident Camille Chamoun war Freimaurer und erreichte den 33. Grad (der höchste Freimaurergrad). Chamouns Onkel Auguste Adib Pacha war Ministerpräsident des Libanons. Sie sind eine christliche Familie und Pacha war auf einer Jesuitenschule (der Libanon wird im Gegensatz zu anderen Ländern in der Region von einer multireligiösen Elite geführt). Die jordanischen Könige Abdullah I. und Hussein I. wurden von Hunein Kattini in die Freimaurerei aufgenommen. Kattini war der damalige Grossmeister der Freimaurer im Libanon und erreichte den 33. Grad. Er hatte eine Ausbildung im Jesuitismus erhalten. Kattini war Ehrengrossmeister des Grossorients von Italien (die Grossloge von Italien). In den 1960er-Jahren war Kattini die oberste Autorität des Memphis-Misraïm-Ritus für den Libanon und die arabischen Länder. Er war auch Präsident des Memphis-Misraim-Ritus in den USA und nahm an der Zeremonie teil, bei der US-Präsident Nixon mit dem 33. Freimaurergrad geehrt wurde. Der jordanische König Hussein I., der Grossmeister der jordanischen Freimaurer war, erreichte den 33. Grad im schottischen Ritus und trat dem Memphis-Misraïm-Ritus bei. Er traf Jan Onderdenwijngaard, ein hochrangiger niederländischer Freimaurer. Die hier genannten Angaben standen früher auf der Website einer libanesischen Freimaurerloge, aber inzwischen wurde die Website gelöscht. Die Loge wird von einem hochrangigen Freimaurer der muslimischen Länder geführt. Er erreichte den 33. Grad im schottischen Ritus (herkömmliche Freimaurerei) und den 96. Grad im Memphis-Misraïm-Ritus sowie den 7. Grad im Œcuménique-Ritus (ein jüdisch-christlich-muslimischer Ritus, der sich darum bemüht, mehr Muslime in die Freimaurerei einzuführen). Viele der hier genannten Angaben sind aber immer noch auf einer Facebook-Seite zu finden, die Hunein Kattini gewidmet ist. Der hier erwähnte Memphis-Misraïm-Ritus ist eine irreguläre Strömung der Freimaurerei, wird also von den Freimaurergrosslogen nicht anerkannt. Mehr Infos zum Memphis-Misraïm-Ritus gibt es im Beitrag zur Garibaldi Familie.

Der Freimaurer König Hussein I. stand dem israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin nahe, der ebenfalls Freimaurer war. (Quelle)

König Hussein I. traf mehrfach den palästinensischen Führer Jassir Arafat. (Fotos: 1, 2, 3) Der derzeitige König Abdullah II. traf ebenfalls Arafat. (Quelle) Arafat war Freimaurer. (Quelle: 1 und 2) Er gründete eine Terrororganisation, aus der sich die heutige palästinensische Partei Fatah entwickelte. 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit dem Freimaurer Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis.

König Hussein I. traf mehrfach den syrischen Diktator Hafez al-Assad. Das Verhältnis zwischen Jordanien und Syrien ist aber schon lange angespannt. Hafez war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Sein Sohn Baschar al-Assad herrscht bis heute als Diktator über Syrien.

Freimaurer engagieren sich in muslimischen Ländern für Abtreibungen, Verhütung und Familienplanung. (Quelle) Ich geh davon aus, dass es dabei nicht nur um Frauenrechte geht (die allermeisten Freimaurer sind Männer), sondern auch um Bevölkerungskontrolle. Viele muslimische Länder haben eine hohe Geburtenrate und ein hohes Bevölkerungswachstum. Die jordanische Regierung gründete den Higher Population Council und die dazu gehörende „Jordanian Association for Family Planning and Protection“. Die beiden Organisationen setzen sich für Bevölkerungsplanung in Jordanien ein. Die jordanische Prinzessin Basma bint Talal (*1951) engagiert sich bei den beiden Organisationen. Im Jahr 1996 beteiligte sich die Prinzessin an der Einführung der ersten nationalen Bevölkerungsstrategie für Jordanien. Sie ist Goodwill-Botschafter des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UN). Sie war bei weiteren Organisationen der UN, unter anderem in Gremien der WHO. Ausserdem sass sie im Kuratorium des Population Council. (Quelle: 1, 2, 3) Der Population Council ist eine internationale Organisation für Bevölkerungskontrolle mit Sitz in den USA. Die Organisation ist seit ihrer Gründung mit der Rockefeller Familie verbunden. Die Rockefellers gehören schon seit über hundert Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA.

König Hussein I. besuchte mindestens ein Treffen von Le Cercle. (Quelle) Das geheime Elitennetzwerk ist fest mit den Geheimdiensten verbunden.

Heutige Königsfamilie von Jordanien

Der derzeitige König Abdullah II. regiert wie seine Vorgänger autoritär. Der Staat ist der grösste Arbeitgeber des Landes und beschäftigt fast die Hälfte der Erwerbstätigen. Jordanien gilt als das stabilste Land in der Region. (Quelle) Die Währung des Landes ist der Jordan-Dinar, die derzeit viertstärkste Währung der Welt.

Das Vermögen von König Abdullah II. wird auf 750 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle) Er ist auch Oberbefehlshaber der Jordanischen Armee. (Quelle)

Die Medien in Jordanien werden vom Staat gelenkt. Journalisten müssen Mitglied des staatlich kontrollierten Presseverbands sein und Medien benötigen eine Lizenz vom Staat. Es gibt Nachrichtensperren zu bestimmten Themen. Medienschaffende werden vom Geheimdienst überwacht. Seit 2013 haben die Behörden Hunderte Websites gesperrt. Ein äusserst weit gefasstes Anti-Terror-Gesetz dient oft als Grundlage, um Journalisten wegen angeblicher Gefährdung der nationalen Sicherheit vor Gericht zu bringen. Ein Gesetz gegen Internetkriminalität ermöglicht Haftstrafen für Veröffentlichungen in Online-Zeitungen oder sozialen Medien. (Quelle)

Mehrere Mitglieder der Königsfamilie arbeiteten für die Vereinten Nationen (UN) und sind dort anscheinend sehr angesehen. Darunter auch Seid Al Hussein (*1964). Er war von 2014 bis 2018 Hoher Kommissar der UN für Menschenrechte (Quelle). Jedoch gibt es in Jordanien Menschenrechtsverletzungen. Kritik am König ist strafbar. (Quelle) Seid Al Hussein ist im Kuratorium des „Carnegie Endowment for International Peace“. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Im Kuratorium der Denkfabrik sind auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Oppenheimer, Tata, Birla und Pritzker. (Stand: 4.8.2021) (Quelle)

Seid Al Hussein ist Mitglied von The Elders (auf Deutsch „Die Ältesten“). Die Organisation bezeichnet sich als „eine unabhängige Gruppe globaler Führungspersönlichkeiten, die sich für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte und einen nachhaltigen Planeten einsetzen“. Sie sehen sich als einen Rat von Weisen, der die Welt zu einem besseren Ort machen möchte. Zur Gruppe gehören ehemalige Staatsoberhäupter sowie Personen, die hohe Posten bei der UN besetzten. Die Gruppe wurde vom berühmten südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela gegründet. (Mehr dazu) Mandela war Freimaurer. (Quelle: 1, 2, 3

Die jordanische Königsfamilie verfügt zwar nicht über so einen grossen Reichtum und wirtschaftlichen Einfluss wie die anderen muslimischen Monarchen, aber sie ist vermutlich die bestvernetzte Herrscherfamilie der islamischen Welt. Sie trafen Mitglieder von fast allen oder sogar allen noch amtierenden Königsfamilien der Welt und erhielten sehr viele Orden von Königsfamilien. Sie verliehen selbst viele Orden an europäische Hochadlige. Die jordanische Königsfamilie traf und trifft viele Staatschefs.

Die derzeitige Königin Rania arbeitete für den Technologiekonzern Apple und für die Citibank, eine der grössten Banken der USA. (Quelle) Sie ist Millionärin und gilt als eine der grössten Philanthropinnen der muslimischen Welt. 2008 wurde sie mit dem „David Rockefeller Bridging Leadership Award“ ausgezeichnet. Der US-amerikanische Milliardär David Rockefeller und seine Tochter Peggy überreichten ihr persönlich die Auszeichnung. (Quelle) Rania traf viele Staatschefs oder deren Frauen. Sie ist sehr gut vernetzt:

  • Rania kennt Lynn de Rothschild, die in die Rothschild Familie heiratete. Rania und Lynn kennen Christine Lagarde. (Foto) Lagarde ist derzeit Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB).
  • Rania kennt den US-amerikanischen Milliardär George Soros. (Foto) Der jordanische König traf George Soros und seinen Sohn Alexander Soros beim Weltwirtschaftsforum. (Quelle: 1 und 2)
  • Das Königspaar kennt den amerikanischen Multimilliardär Bill Gates. (Fotos: 1 und 2)
  • Das Königspaar traf den amerikanischen Multimilliardär Jeff Bezos und besprach wirtschaftliche Themen mit ihm. (Quelle)
  • Das Königspaar kennt den amerikanischen Multimilliardär Michael Bloomberg. (Fotos: 1 und 2)
  • Rania kennt Prinzessin Gabriele zu Leiningen, die in erster Ehe in den deutschen Hochadel heiratete. Gabrieles Stiefvater kam aus der deutschen Milliardärsfamilie Thyssen. In zweiter Ehe heiratete Gabriele den religiösen Führer Karim Aga Khan IV. Die Aga Khan Familie soll wie die jordanische Königsfamilie vom Propheten Mohammed abstammen. Königin Rania und Gabriele kannten die Französin Liliane Bettencourt, die zu Lebzeiten als die reichste Frau der Welt galt. (Foto)
  • Rania sitzt im Vorstand der United Nations Foundation. Diese Stiftung unterstützt die UN. Zum Vorstand gehört der US-amerikanische Milliardär Ted Turner, der 1998 eine wichtige Rolle bei der Gründung der Stiftung spielte. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Stiftung sind Emma Rothschild und die beiden früheren UN-Chefs Kofi Annan und Maurice Strong sowie Nafis Sadik. Letztere leitete den Bevölkerungsfonds der UN, der sich weltweit für die Bevölkerungskontrolle starkmacht. Der Brite Mark Malloch Brown ist im Vorstand der United Nations Foundation. (Quelle) Brown ist Präsident der Stiftung von George Soros.

Königin Rania gehört zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF) und kennt daher Klaus Schwab. Zur WEF-Führung gehören auch Andre Hoffmann (Schweiz), Mukesh Ambani (Indien), Patrice Motsepe (Südafrika), Laurence Fink von BlackRock (USA), Christine Lagarde von der EZB (Frankreich), Joe Kaeser von Siemens (Deutschland) und David Rubenstein (USA). (Stand: 13.1.2022) (Quelle)

Der derzeitige König Abdullah II. traf den marokkanischen König Mohammed VI. Jordanien und Marokko haben ein gutes Verhältnis. Die marokkanische Königsfamilie soll wie die jordanische Königsfamilie vom Propheten Mohammed abstammen. König Abdullah II. bezeichnet zudem den marokkanischen König als seinen Bruder und Cousin (Quelle). Die jordanische Königin Rania ist mit Lalla Salma befreundet, der Frau des marokkanischen Königs. (Quelle)

Neben dem Königspaar trafen auch viele der noch lebenden Prinzen und Prinzessinnen aus dem jordanischen Königshaus Mitglieder der britischen Königsfamilie. (Fotos: 1, 2, 3, 4) Mitglieder der jordanischen Königsfamilie hatten neben diplomatischen auch persönliche Kontakte zu den britischen Royals. (Quelle: 1 und 2) Übrigens hat die britische Königsfamilie womöglich ebenfalls Blut des Propheten Mohammed in sich. (Quelle) Der jordanische König Hussein I. heiratete in zweiter Ehe eine Britin.

Die jordanische Königsfamilie hat das Sorgerecht für die heiligen muslimischen Stätten in Jerusalem. Der derzeitige König Abdullah II. ist auch der Hüter der heiligen christlichen Stätten in Jerusalem. (Quelle) Die Königsfamilie traf übrigens alle Päpste der letzten 40 Jahre (Fotos findet man über Google). Die jordanische Königsfamilie ist die säkularste amtierende muslimische Herrscherfamilie.

König Abdullah II. traf den italienischen Prinzen Lorenzo Borghese. (Quelle) Dieser kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Borghese und war Botschafter des Malteserordens in Jordanien. Der Malteserorden ist ein alter vatikanverbundener Orden, der seit 900 Jahren besteht und von den Kreuzfahrern in der heiligen Stadt Jerusalem gegründet wurde.

König Abdullah II. und seine Frau besuchten die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. (Quelle) Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

König Abdullah II. besuchte 2005 ein Treffen des Economic Club von New York. (Quelle) Der Club lädt erlesene Gäste zum Essen ein, um über Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Bemerkenswerte Besucher wären Rockefeller, Botín, Roosevelt, Agnelli, Bush, Jeff Bezos und Bill Gates.

König Abdullah II. traf den US-amerikanischen Milliardär Ronald Lauder, den Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses. (Quelle)

Die ehemalige Königin Nūr (Noor) besuchte die Weston Familie, eine der reichsten Familien Kanadas. Beim Treffen war auch David Mayer de Rothschild dabei. (Quelle) Exkönigin Noor ist im Kuratorium des Aspen Institute, eine der einflussreichsten Denkfabriken der USA. Der derzeitige Vorsitzende des Aspen Institute kommt aus der Milliardärsfamilie Crown. Miguel Bezos, der Vater des Multimilliardärs Jeff Bezos, ist im Kuratorium der Denkfabrik sowie auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Lauder, Pritzker, Bass und Tisch. (Quelle) (Stand: 14.5.2022)

Prinz Hassan bin Talal (Freimaurer) war von 2000 bis 2006 Präsident des Club of Rome. (Quelle) Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Der Club setzt sich für Bevölkerungskontrolle ein und sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und die Umwelt an. (Quelle: 1, 2, 3) Prinz Hassan bin Talal war im Vorstand der International Crisis Group. (Quelle) Die Denkfabrik besteht seit 1995 und konzentriert sich auf globale Krisen. Sie wird seit Anbeginn von George Soros gefördert. (Quelle) Prinz Hassan gehörte zu weiteren internationalen Organisationen, unter anderem zur Trilateralen Kommission und zum Council on Foreign Relations, zwei der mächtigsten Denkfabriken. Prinz Hassan ist Ehrenmitglied der Royal Society von Edinburgh in Schottland. (Quelle) Prinz Hassan wurde von Alain Elkann interviewt. (Quelle) Elkann heiratete in die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Prinz Hassan und die US-Politikerin Madeleine Albright sind derzeit Ehrenvorsitzende des „World Refugee & Migration Council“.

Viele Mitglieder der jordanischen Königsfamilie studierten an britischen und US-amerikanischen Universitäten. Mehr als zehn Familienmitglieder waren an der Royal Military Academy Sandhurst in Grossbritannien. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

Prinzessin Noor bint Asem ist im internationalen Beirat der IE University, eine führende spanische Privatuniversität. Zum Beirat gehören auch Ariane de Rothschild (Frankreich), Christoph Mohn (Deutschland), Georg Habsburg-Lothringen (Österreich), António Amorim (Portugal), Emilio Azcárraga (Mexiko), Eduardo Hochschild (Peru) und Hubertus von Baumbach (Deutschland). (Stand: 18.4.2023) (Quelle)

Firouzeh Vokhshouri heiratete 1974 in die jordanische Königsfamilie. Sie ist Mitglied der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), eine christliche Bruderschaft, die von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt wird. Zur RCST gehören Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien (mehr dazu im Beitrag zur RCST).

Sharif Ali bin al-Hussein (*1956) gehört zum Familienzweig, der früher über den Irak herrschte. Nachdem 2003 der irakische Diktator Saddam Hussein gestürzt wurde, gründete er eine monarchistische Partei. Sie setzt sich dafür ein, dass Ali bin al-Hussein den irakischen Thron besteigen soll.

Bemerkenswerte Heiraten

Die Frau des ersten jordanischen Königs war eine Zwillingsschwester von Huzaima bint Nasser. Diese heiratete den ersten irakischen König Faisal I., der wie bereits erwähnt ein Bruder des ersten jordanischen Königs war.

Der letzte irakische König war Faisal II. (1935–1958). Erst wollte er eine Prinzessin aus der iranischen Herrscherfamilie Pahlavi heiraten, aber sie lehnte den Heiratsantrag ab. Dann verlobte er sich mit einer Prinzessin aus der ägyptischen Königsfamilie (Muhammad Ali Dynastie). Die Königsfamilie von Ägypten brachte mehrere Freimaurer hervor. Faisals Verlobte kam mütterlicherseits aus der osmanischen Herrscherfamilie, die ebenfalls mehrere Freimaurer hervorbrachte (darunter Sultan Murad V.). Da Faisal 1958 bei einem Putsch ermordet wurde, fand die Heirat niemals statt.

Bemerkenswerte Heiraten der jordanischen Königsfamilie

Prinzessin Haya heiratete Muhammad bin Raschid Al Maktum, den derzeitigen Herrscher von Dubai. (Quelle)

Prinz Nayef bin Abdullah (1914–1983) heiratete Mihrimah Sultan, eine Enkelin des osmanischen Herrschers Mehmed V. (Quelle: 1 und 2)

Am 1. Juni 2023 heiratete der jordanische Kronprinz eine Cousine des saudischen Herrschers. (Quelle) Zur Hochzeit kamen Mitglieder der Königsfamilien von Grossbritannien, Spanien, Niederlande, Belgien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Malaysia und Bhutan. Auch die Frau und die Tochter von US-Präsident Joe Biden waren auf der Hochzeit. (Quelle: 1 und 2)

Der Freimaurer Prinz Hassan bin Talal (*1947) heiratete Sarvath Ikramullah. Sie gilt als eine Freundin der britischen Queen. Ihr Vater Mohammed Ikramullah war an der Gründung Pakistans beteiligt und wurde der erste Aussenminister des Landes. Sein Bruder Mohammad Hidayatullah war Präsident und oberster Richter von Indien. Prinzessin Sarvath kommt mütterlicherseits aus der Suhrawardy Familie und ihr Verwandter Huseyn Shaheed Suhrawardy war Premierminister von Pakistan. Die Suhrawardy Familie stammt der Legende nach von Abu Bakr ab, dem Schwiegervater des Islamgründers Mohammed. Nach Mohammeds Tod wurde Abu Bakr der erste Kalif (rechtmässiger Nachfolger Mohammeds).

Prinz Ali bin Hussein (*1975) ist ein Schwiegersohn des algerischen Diplomaten Lakhdar Brahimi, der Aussenminister von Algerien war. Von 2012 bis 2014 war Brahimi Sondergesandter der UN für Syrien.

Prinz Muhammad bin Talal (1940–2021) heiratete in erster Ehe Firyal Irshaid, die in sehr elitären Kreisen verkehrt. Sie hatte ein romantisches Verhältnis mit dem griechischen Unternehmer Stavros Niarchos, der einer der reichsten Männer der Welt war. Firyal Irshaid war eine gute und langjährige Bekannte des US-amerikanischen Investors Lionel Pincus. (Quelle: 1 und 2) Dieser gründete zusammen mit Eric Warburg das Finanzunternehmen „Warburg Pincus“, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt. Firyal Irshaid besuchte ein Treffen der Royal Oak Foundation, bei dem der britische Baron Jacob Rothschild geehrt wurde, der auch anwesend war. Beim Treffen sagte Firyal Irshaid, sie sei nur wegen Jacob gekommen. Daher werden sie vermutlich gute Bekannte sein. Beim Treffen waren auch folgende Personen anwesend:

  • Der US-amerikanische Milliardär Henry Kravis. Er ist Gründer und Vorsitzender des gut vernetzten Finanzkonzerns KKR. In den letzten Jahren besuchte er immer das Bilderberg-Treffen.
  • Die Kanadierin Marie-Josée Kravis. Sie ist die Frau von Henry Kravis. Zurzeit ist sie die Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen.
  • Lady Henrietta Spencer-Churchill. Sie ist die Tochter eines britischen Herzogs. Der berühmte britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie.
  • Der kanadische Milliardär Galen Weston.
  • Der US-amerikanische Milliardär Sid Bass.
  • Die US-Amerikanerin Annette de la Renta. Sie ist die Tochter des deutsch-niederländischen Bankiers Fritz Mannheimer.

(Quelle)

Firyal Irshaid war auf einer Feier in London, die von Scheich Hamad bin Abdullah Al Thani veranstaltet wurde. Der Scheich kommt aus der katarischen Herrscherfamilie. Zu den Gästen der Feier gehörten:

  • Der britische Prinz Charles (der heutige König).
  • Mitglieder der berühmten Rothschild Familie.
  • Mitglieder der britischen Adelsfamilie Spencer-Churchill.
  • Der Graf von Airlie. Er ist der derzeitige Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans.
  • Graf Andrew Hope aus dem schottischen Hope Clan.
  • Der britische Graf von Derby aus der Stanley Familie.
  • Der indische Milliardär Lakshmi Mittal.
  • Die deutsche Gräfin Maya von Schönburg.

(Quelle)

Firyal Irshaid war auf einer Party, bei der folgende Personen anwesend waren:

  • Mitglieder der französischen Bankiersfamilie David-Weill.
  • Ezra Zilkha aus der irakisch-britischen Bankiersfamilie Zilkha.
  • Die US-amerikanische Milliardärin Anne Cox Chambers.
  • Blaine Trump. Sie war die Ehefrau von Robert Trump (Bruder von Donald Trump).
  • Evelyn Lauder. Sie ist die Ehefrau des US-amerikanischen Milliardärs Leonard Lauder. Ihr Schwager Ronald Lauder ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
  • Alexandra von Fürstenberg. Sie heiratete Alexander von Fürstenberg, der in den USA lebt. Er kommt aus der deutschen Uradelsfamilie Fürstenberg und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Alexandras Vater ist der britische Milliardär Robert Warren Miller. Alexandras Schwestern heirateten in die griechische Königsfamilie und in die britisch-amerikanische Milliardärsfamilie Getty.
  • Barry Diller. Der US-amerikanische Milliardär und Medienunternehmer ist der Stiefvater von Alexander von Fürstenberg.
  • Alannah Weston aus der kanadischen Milliardärsfamilie Weston.
  • Katharina Otto-Bernstein aus der deutschen Milliardärsfamilie Otto.
  • Beth Rudin DeWoody aus der US-amerikanischen Milliardärsfamilie Rudin.
  • Die US-Amerikanerin Nan Kempner. Zum Verwandtenkreis der Kempner Familie gehörten die Familien Guggenheim und Lehman.
  • Die US-Amerikanerin Annette de la Renta. Sie ist die Tochter des deutsch-niederländischen Bankiers Fritz Mannheimer.

(Quelle)

Firyal Irshaid war auf einer Hochzeit in London, bei der die griechische Unternehmerfamilie Livanos in die griechische Unternehmerfamilie Vardinogiannis heiratete. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, Spencer-Churchill, SafraHearstHambroRussell, Niarchos, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland und Serbien. (Quelle)

Prinz Muhammad bin Talal (1940–2021) heiratete in zweiter Ehe die Tochter des jordanischen Ministerpräsidenten Hazza Majali.

Prinzessin Maqbula (1921–2001) heiratete den jordanischen Ministerpräsidenten Hussein ibn Nasser.

Prinzessin Sumaya bint Hassan (*1971) heiratete den jordanischen Aussenminister Nasir Dschuda.

Prinzessin Rahma bint Hassan (*1969) heiratete den jordanischen Politiker Alaa Batayneh, der mehrere Ministerposten besetzte.

Die Frau von König Talal (1909–1972) war mit Kamil Pascha (1833–1913) verwandt, der ein hochrangiger Staatsmann im Osmanischen Reich gewesen war.

Prinz Ra’ad bin Zeid (*1936) heiratete eine Schwedin. Auf Wikipedia und ähnlichen Seiten steht, dass sie eine Nachfahrin der schwedischen Wasa-Dynastie ist, die im 16. und 17. Jahrhundert die Königsfamilie von Schweden und Polen war. Dafür fand ich aber keine Quellen.

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Smith Familie

Der US-Amerikaner Byron Laflin Smith (1853-1914) gründete 1889 eine Bank zur Vermögensverwaltung für die Reichen aus Chicago. Aus ihr entwickelte sich der heutige Finanzkonzern Northern Trust.[1] Dieser ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt.

Northern Trust verwaltete im März 2021 ein Vermögen von 1,4 Billionen US-Dollar und verwahrte ein Vermögen von 14,8 Billionen US-Dollar.[2]

Im Jahr 2007 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Northern Trust belegte Platz 17 auf der Liste.[3]

Die Smith Familie hält noch immer Anteile an Northern Trust. Byron Laflin Smith (1853-1914) gründete auch den Industriekonzern Illinois Tool Works, einer der weltweit grössten Maschinenbauer, an dem die Familie ebenfalls bis heute beteiligt ist. Im Jahr 2024 wurde das Vermögen der Smith Familie auf 19,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.[1]

Seit 2010 vertritt David Smith Jr. die Familie in Konzernführung von Northern Trust und Illinois Tool Works. Daher wird er Susan Crown kennen, die derzeit im Vorstand der beiden Unternehmen ist. Sie gehört zur Milliardärsfamilie Crown, die mit einem der weltweit grössten Rüstungskonzernen verbunden ist.

David Smith Jr. besetzte von 1996 bis 2005 hohe Positionen bei der Securities and Exchange Commission (SEC).[4] Sie ist die wichtigste US-Börsenaufsichtsbehörde und für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den USA zuständig.

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/profile/smith/?sh=34f1f536114d
  2. https://www.northerntrust.com/japan/pr/2021/1-trillion-in-defined-contribution
  3. https://web.archive.org/web/20161004225112/http://images.zeit.de/wissen/2012-05/s37-infografik-wirtschaft.pdf
  4. https://leedswestgroups.com/team/david-h-b-smith-jr-jd/

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Crown Familie

Der US-Amerikaner Henry Crown (1896-1990) wurde als Sohn litauisch-jüdischer Einwanderer geboren. Er und sein Bruder gründeten 1919 eine eigene Firma, aus der sich ein grosses Baustoffunternehmen entwickelte. 1959 fusionierte das Unternehmen mit dem US-amerikanischen Mischkonzern General Dynamics. Ab da war Henry Crown Grossaktionär von General Dynamics. Seit Ende der 60er Jahren besass er über 20 Prozent der Anteile am Konzern.[1] Er trat der Konzernführung bei und sein Sohn Lester Crown (*1925) wurde später Vizepräsident von General Dynamics.[2] Lesters Sohn James Crown (*1953) ist seit 1987 im Vorstand von General Dynamics.[3]

General Dynamics war 1899 gegründet worden und entwickelte sich rasch zu einem führenden Rüstungskonzern. 2020 war er nach Umsatz der fünftgrösste Rüstungsproduzent der Welt. Der Mischkonzern macht über die Hälfte seines Umsatzes im Rüstungssektor.

Die Crown Familie besitzt noch immer 10 Prozent von General Dynamics. 2024 wurde das Vermögen der Familie auf 14,7 Milliarden US-Dollar geschätzt.[4] Bereits in den 80er-Jahren war sie eine der reichsten Familien des Landes.[5]

Derzeit ist Phebe Novakovic Vorsitzende und CEO von General Dynamics. Sie wird daher James Crown kennen. Bevor sie zu General Dynamics kam, hatte sie für die CIA und das US-Verteidigungsministerium gearbeitet.

1955 gründete General Dynamics eine Geschäftssparte, die sich auf die Forschung von Rüstungs- und Nukleartechnologien konzentrierte. Daraus entwickelte sich der heutige Rüstungskonzern General Atomics. Seit 1986 wird General Atomics von der Blue Familie kontrolliert.[6] Das Vermögen der Blue Familie wird auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt.[7] General Atomics ist einer der weltweit führenden Hersteller von Militärdrohnen. Das Unternehmen ist eng mit der CIA und dem US-Verteidigungsministerium verbunden.

Henry Crown (1896-1990) beteiligte sich auch an Banken und Unternehmen aus verschiedensten Geschäftsbereichen: Öl, Gas, Baustoffe, Elektronik, Hotels, Versicherungen, Einzelhandel, Eisenbahnen und Schiffbau. Er war zudem als Immobilienunternehmer aktiv. Von 1951 bis 1961 war er Eigentümer des Empire State Building. Zur Zeit seines Todes gehörte er mit einem Vermögen von 2 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Amerikanern (damals gab es noch wenige Milliardäre).[1] Sein Sohn Lester war Vorstandsmitglied und Grossaktionär bei mehreren grösseren Unternehmen.

Lester Crown war einer der frühsten und wichtigsten Unterstützer und Spender des US-Präsidenten Barack Obama.[8][9] Sein Sohn James Crown gehörte zum Geheimdienstbeirat (PIAB) von Präsident Obama und beriet somit Obama bei geheimdienstlichen Themen.[10][11]

Lester Crown ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Lester gehört auch zum Aspen Institute, ebenfalls eine der einflussreichsten Denkfabriken der USA. Sein Sohn James ist derzeit Vorsitzender der Denkfabrik. Zum Kuratorium des Aspen Institut gehören Miguel Bezos (Vater des Multimilliardärs Jeff Bezos) und die ehemalige jordanische Königin Noor sowie Mitglieder der Milliardärsfamilien Lauder, Pritzker, Bass und Tisch.[12] (Stand: 14.5.2022)

Lester Crown ist derzeit im Kuratorium der Denkfabrik „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS). Das CSIS gilt ebenfalls als eine der weltweit einflussreichsten Denkfabriken. Zum Kuratorium des CSIS gehören unter anderem Mitglieder der Milliardärsfamilien Bechtel, Pritzker, Hunt und Greenberg sowie der Hedgefonds-Milliardär Ray Dalio und der ehemalige Politiker Henry Kissinger.[13] (Stand: 27.4.2022)

James Crown ist seit 2004 im Vorstand von JPMorgan Chase. Sie ist die grösste US-amerikanische Bank. James war seit 1991 im Vorstand der Bank One, die eine der grössten Banken der USA war. Sie fusionierte 2004 mit JPMorgan Chase, bei der James seither im Vorstand ist. Er besetzte auch eine führende Position bei Salomons Brothers, die bis zu ihrem Verkauf eine der grössten Investmentbanken der Welt war.[3] Zum Vorstand von JPMorgan Chase gehört derzeit auch Phebe Novakovic (Stand: Dezember 2022). Novakovic, die oben bereits erwähnt wurde, leitet General Dynamics.

James Crown war von 1998 bis 2012 im Vorstand der Sara Lee Corporation (hiess früher Consolidated Foods).[3] Der Lebensmittelkonzern wurde vom jüdischen Einwanderer Nathan Cummings gegründet, der mit Henry Crown befreundet war.[2]

Susan Crown ist derzeit im Vorstand von Northern Trust. Der US-amerikanische Finanzkonzern verwaltet über eine Billion US-Dollar. Susan wird über den Vorstand David Smith Jr. kennen. Er kommt aus der Milliardärsfamilie Smith, die den Finanzkonzern gegründet hatte. Zurzeit sind Susan Crown und David Smith auch im Vorstand des Industriekonzerns Illinois Tool Works, einer der weltweit grössten Maschinenbauer, der ebenfalls von der Smith Familie gegründet wurde.

Susan Crown ist derzeit im Kuratorium der Brookings Institution. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Zum Kuratorium gehören Mitglieder der Milliardärsfamilien Mittal, Desmarais, Bass und Tisch sowie die Milliardäre Philip Knight, David Rubenstein und Haim Saban.[14] (Stand: 14.11.2021)

Lester Crown heiratete eine Tochter von Junius Myer Schine. Der jüdische Einwanderer wurde als Hotelunternehmer zum Millionär. Sein Sohn Gerard David Schine, der Schwager von Crown, kam durch die Army-McCarthy-Anhörungen zu Bekanntheit.

Lester Crown kennt Mercedes Bass. (Foto) Sie heiratete in die US-amerikanische Milliardärsfamilie Bass.

Die Crown Familie besitzt zusammen mit der amerikanisch-jüdischen Milliardärsfamilie Speyer das Rockefeller Center, ein New Yorker Gebäudekomplex. Jerry Speyer war ein Bekannter des verstorbenen David Rockefeller.

Mehrere Mitglieder der Crown Familie sind Treuhänder von grossen Kunstmuseen in den USA. Zu den Treuhändern gehören viele Milliardäre. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Quellen:

1. https://www.latimes.com/archives/la-xpm-1990-08-16-mn-776-story.html

2. https://www.nytimes.com/1986/12/07/magazine/the-ordeal-of-lester-crown.html

3. https://www.jpmorganchase.com/about/our-leadership/james-crown

4. https://www.forbes.com/profile/crown/?sh=41eb09296044

5. https://www.latimes.com/archives/la-xpm-1985-10-15-fi-16339-story.html

6. https://www.ga.com/about

7. https://www.forbes.com/profile/neal-blue/?sh=42a1bba37028

8. https://www.salon.com/2010/08/12/lester_crown_and_israel/

9. https://www.weizmann.ac.il/WeizmannCompass/sections/people-behind-the-science/lester-crown%E2%80%99s-story

10. https://leadforsociety.uchicago.edu/2022/10/03/james-s-crown/

11. https://en.wikipedia.org/wiki/President%27s_Intelligence_Advisory_Board

12. https://www.aspeninstitute.org/team/board-of-trustees/

13. https://www.csis.org/programs/about-us/leadership-and-staff/board-trustees

14. https://www.brookings.edu/about-us/board-of-trustees/

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Krupp und Bohlen-Halbach Familie

Die Krupp Familie war eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie sind über Heiraten mit dem deutschen Adel verbunden.

Die Krupps waren eine niederländische Familie, die im 16. Jahrhundert in die deutsche Stadt Essen zog. Dort wurden sie im Handel aktiv und besetzten auch städtische Ämter. Im 18. Jahrhundert gründeten sie ein Kolonialwarengeschäft, das noch bis ins 19. Jahrhundert bestand. Friedrich Krupp (1787-1826) wurde in der Stahlindustrie aktiv. Er und sein Bruder Wilhelm wurden bei den Freimaurern aufgenommen. Sie waren Mitglied der Loge „Zu den drey Verbündeten“ in Düsseldorf (Quelle: 1 und 2). Sie ist eine der ältesten Freimaurerlogen Deutschlands. Die heutigen Logenmitglieder kommen aus etwa 15 verschiedenen Ländern. (Quelle)

Friedrichs Sohn Alfred Krupp (1812-1887) stieg zum wohl mächtigsten deutschen Industriellen auf. Sein Industriekonzern war der grösste in Europa und war auch in den USA aktiv. Alfred Krupp war der grösste Waffenhändler seiner Zeit.

Alfred Krupp gründete zusammen mit Alexander von Schoeller ein Unternehmen. Die Schoeller Familie gehörte zu den wichtigsten Industriellen in Österreich und wurde in den österreichischen Adel aufgenommen. Alfred Krupps Bruder Hermann zog nach Österreich, wo er als Industrieller aktiv wurde. Hermanns Sohn Arthur Krupp (1856-1938) gehörte zur österreichischen Elite und kannte die österreichische Königsfamilie.

Friedrich Alfred Krupp (1854-1902) hatte ein freundschaftliches Verhältnis zum deutschen Kaiser Wilhelm II.. Der Kaiser führte den Trauerzug bei Krupps Beerdigung. Der Kaiser hatte sogar eigene Gästezimmer in der Villa der Krupps. (Quelle)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Krupps eine der reichsten Familien Deutschlands (Quelle). Ihr Konzern gehörte auch im 20. Jahrhundert zu den grössten deutschen Unternehmen.

Bertha Krupp (1886-1957) heiratete den Diplomaten Gustav von Bohlen und Halbach (1870-1950). Gustavs Vater wurde geadelt und stand im Dienste des Grossherzogs Friedrich I. von Baden. Gustavs Grossvater war preussischer Konsul in den USA. Gustavs Mutter war in den USA geboren. Sie war die Tochter von Henry Bohlen, der ein General im amerikanischen Bürgerkrieg war (Quelle). Henrys Familie war von Deutschland in die USA ausgewandert. Zu den Nachkommen dieser Familie gehörte auch der US-Diplomat Charles E. Bohlen (Quelle). Charles war eng mit US-Präsident Franklin Roosevelt verbunden sowie auch mit den US-Diplomaten William Averell Harriman und George F. Kennan (Grossvater des Zeitungsunternehmers Kevin McClatchy). (Quelle)

Durch die Heirat von Bertha Krupp und Gustav entstand der Familienzweig Krupp von Bohlen und Halbach, der ab da den Krupp-Konzern kontrollierte.

Gustav war preussischer Diplomat im Vatikan (Quelle).

Krupp-Bohlen-Halbach und das Naziregime

Der Krupp-Konzern gehörte zu den wichtigsten Rüstungsherstellern im 1. Weltkrieg und Gustav war ein Befürworteter des Krieges (Quelle). Nach dem Krieg veranlassten die Siegermächte, dass Deutschland keine Rüstungsgüter mehr herstellen darf, was dem Geschäft von Krupp stark schadete. Als Hitler 1933 die Macht übernahm, startete er ein riesiges Aufrüstungsprogramm. Ab da war Krupp schnell wieder der führende Rüstungshersteller in Deutschland. Der Krupp-Konzern beschäftigte während des 2. Weltkrieges etwa 100 000 Zwangsarbeiter (Quelle). Der Krupp-Konzern engagierte sich schon im 1. Weltkrieg dafür, Arbeiter aus den besetzten Gebieten als Zwangsarbeiter einsetzen zu dürfen (Quelle).

Einzelne Mitglieder der Familie Krupp-Bohlen-Halbach waren Unterstützer von Hitler und der NSDAP.

Gustav Krupp von Bohlen und Halbach

Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, der den Krupp-Konzern führte, finanzierte die Arbeitsstelle Schacht. Sie wurde 1932 vom Bankier Hjalmar Schacht gegründet und entwarf ein Wirtschaftsprogramm für die NSDAP. Hjalmar Schacht war ein wichtiger Förderer Hitlers und leitete die Zentralbank im Naziregime. Er war ein Freund des britischen Zentralbankenchefs Montagu Norman.

Gustav und Hjalmar Schacht gehörten zu den Teilnehmern des Geheimtreffens vom 20. Februar 1933. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle 3 Millionen Reichsmark an die NSDAP. Zu den Teilnehmern gehörten die wichtigsten (nicht jüdischen) Akteure der damaligen deutschen Wirtschaftselite, darunter auch Quandt, Finck, Flick, Opel und Ludwig von Winterfeld (gehörte zum Vorstand von Siemens und hatte in die Siemens Familie geheiratet).

Gustav und Hjalmar Schacht organisierten gemeinsam Spenden für Hitler (Quelle).

Gustav war Mitglied des Generalrats der Wirtschaft, ein kurzlebiges Gremium, das nur einmal tagte (am 20. September 1933). Es bestand aus hochrangigen deutschen Bankiers und Industriellen, welche die NSDAP Führung und Hitler bei ihren Zukunftsplänen berieten. Zu den Teilnehmern gehörten auch SchröderSiemensFinck, Bosch und Thyssen.

Gustav wurde 1940 als „Pionier der Arbeit“ geehrt. Dies war die höchste wirtschaftliche Auszeichnung im Dritten Reich. Das von Hitler gestiftete Ehrenzeichen wurde an 19 Personen verliehen, darunter auch an Porsche, Bosch und Röchling.

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach

Gustavs Sohn Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (1907-1967) war ebenfalls mit der NSDAP verbunden. Er unterstützte bereits 1931 die SS finanziell, also noch vor der Machtübernahme Hitlers.

Alfried und sein Vater Gustav wurden zu Wehrwirtschaftsführern ernannt, eine Auszeichnung der NSDAP, die an Leiter rüstungswichtiger Betriebe vergeben wurde. So gut wie alle der wichtigsten Industriellen der damaligen deutschen Wirtschaftselite erhielten diese Auszeichnung, unter anderem Porsche, Siemens, Quandt, Merck, Bosch, Flick, Röchling und Henkel.

Während des 2. Weltkrieges gründeten die Nazis die „Reichsvereinigung Kohle“ und die „Reichsvereinigung Eisen“. Die beiden Verbände sollten die deutsche Kohle- und Eisenindustrie im Interesse der Nazis steuern. Alfried gehörte zur Führung der beiden Verbände. Er war auch Beiratsmitglied der „Ausfuhrgemeinschaft für Kriegsgerät“. Diese wurde von den Nazis gelenkt und befasste sich mit den deutschen Waffenexporten. Unter Hitler wurde Deutschland wieder einer der weltweit grössten Händler von Rüstungsgütern, wovon Krupp profitierte.

Nach dem 2. Weltkrieg war Deutschland von den Alliierten besetzt, die Gerichtsverfahren gegen Kriegsverbrecher eröffneten. Alfried und zehn weitere führende Mitarbeiter des Krupp-Konzerns wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Im Jahr 1951 wurden aber fast alle begnadigt, darunter auch Alfried. 1953 erhielt Alfried auch sein beschlagnahmtes Vermögen zurück. Die Begnadigung ist auf John Jay McCloy zurückzuführen. Der US-Amerikaner war einer der führenden Köpfe der Alliierten im besetzten Deutschland. Er vertrat die Interessen der US-Elite beim politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbau im Nachkriegsdeutschland. McCloy gehörte selbst zur US-amerikanischen Elite:

  • Er war von 1953 bis 1970 Vorsitzender des Council on Foreign Relations (CFR) und danach noch bis 1989 Ehrenvorsitzender (Quelle). Der CFR gilt als eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.
  • Er war Vorsitzender der Chase Manhattan Bank. Die Bank wurde von David Rockefeller kontrolliert. McCloy war ein langjähriger Bekannter der Rockefeller Familie.
  • Er war Präsident der Weltbank.
  • Er war Ehrenvorsitzender des Atlantic Institute. Die nicht mehr existente Denkfabrik war mit der NATO verbunden. Über die Denkfabrik kannte er vielleicht den britischen Grafen Rowland Baring, der aus einer bedeutenden britischen Bankiersfamilie kam.
  • Er gehörte zur Warren-Kommission, die die Hintergründe zur Ermordung von US-Präsident Kennedy untersuchen sollte.

McCloy war übrigens eng mit dem US-Diplomaten Charles E. Bohlen verbunden (Quelle). Bohlen wurde bereits am Anfang dieses Beitrages erwähnt. Er war mit der Familie Krupp-Bohlen-Halbach verwandt.

Nach Einschätzung von Benjamin Ferencz, der bei den Nürnberger Prozessen für die Anklagebehörde arbeitete, wären Alfried Krupp, Günther Quandt, Friedrich Flick und die Verantwortlichen der I.G. Farben als Hauptkriegsverbrecher angeklagt worden, wenn die heute zugänglichen Dokumente den Anklägern damals vorgelegen hätten. Die entscheidenden Dokumente zu ihrem Wirken in der NS-Diktatur lagen den Behörden in der britischen Besatzungszone vor. Die Briten hielten das Material aber zurück. (Quelle bei 56:20 bis 57:15)

Hugenberg-Konzern

Der Krupp-Konzern war 1918 der grösste Spender der „Wirtschaftsvereinigung zur Förderung der geistigen Wiederaufbaukräfte“ (Quelle). Die nationalkonservative Wirtschaftsvereinigung bestand aus Stahl- und Bergbauunternehmern. Sie finanzierten massgeblich den Medienkonzern von Alfred Hugenberg, der ebenfalls Mitglied war. Sein Medienkonzern kontrollierte die Hälfte der deutschen Presse. Mit seiner nationalistischen und antidemokratischen Propaganda gilt Hugenberg als einer der wichtigsten Förderer der Nazis zur Zeit der Weimarer Republik. Hugenberg war von 1909 bis 1918 in der Führung des Krupp-Konzerns. Somit förderte der Krupp-Konzern bereits 14 Jahre vor der Machtübernahme der Nazis rechtsradikale Bewegungen.

Verbundene Personen

Gustav Krupp von Bohlen und Halbach gehörte zur Ruhrlade, eine Vereinigung der zwölf einflussreichsten Ruhrindustriellen. Sie existierte von 1928 bis 1939. Einer der zwölf Industriellen war Karl Haniel. Die Haniel Familie hatte schon seit Ende des 18. Jahrhunderts Kontakt zur Krupp Familie (Quelle). Die Haniels sind heute noch aktiv und Milliardäre. Sie gehören schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien Deutschlands. Zur Ruhrlade gehörte auch Fritz Thyssen. Die Thyssens sind heute ebenfalls Milliardäre und gehören schon seit über 100 Jahren zu den reichsten deutschen Familien. Gustav kannte Kurt Hirschland, der bis 1934 im Aufsichtsrat von Krupp war. Er kam aus der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Hirschland. Die Hirschland Bank erbrachte bereits im 19. Jahrhundert Dienstleistungen für Krupp und Haniel (Quelle). Schon Alfred Krupp (1812-1887), der den Konzern aufgebaut hatte, kannte Moses Hirschland, der sein Arzt war.

Krupp-Bohlen-Halbach in den letzten 70 Jahren

Seit 1967 ist der Krupp-Konzern unabhängig von der Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Ab da war die „Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung“ Hauptaktionär des Unternehmens. Nachdem Alfried 1967 starb, ging sein gesamtes Vermögen an die Stiftung über.

1999 fusionierte der Krupp-Konzern mit dem Stahlkonzern der Thyssen Familie. Dadurch entstand der heutige Industriekonzern Thyssenkrupp. Dieser ist der grösste deutsche Stahlhersteller. Er ist eines der grössten deutschen Rüstungsunternehmen (Quelle). Die Krupp-Stiftung besitzt derzeit 21 Prozent des Konzerns und ist somit Hauptaktionär. Sie ist eine der reichsten deutschen Stiftungen und verwaltet über eine Milliarde Euro.

Derzeit (20.5.2021) gehören folgende Personen zum Kuratorium der Stiftung:

  • Der deutsche Politiker Armin Laschet (der meiner Meinung nach eine Marionette der Vatikanelite ist).
  • Sabine Lautenschläger: Sie war Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank und Vizepräsidentin der deutschen Zentralbank.
  • Rainer Esser: Der deutsche Medienmanager ist Geschäftsführer der ZEIT-Verlagsgruppe und der DvH Medien GmbH. Dadurch wird er vermutlich den adligen Medienunternehmer Dieter von Holtzbrinck kennen, der das Unternehmen besitzt. Zuvor war Rainer Esser Chefredakteur bei der Verlagsgruppe Bertelsmann. Daher könnte er die Mohn Familie kennen, die den Medienkonzern kontrolliert.
  • Bernd Pischetsrieder: Er war Vorstandsvorsitzender der Automobilkonzerne VW und BMW. Daher wird er vermutlich die Milliardärsfamilien Quandt und Porsche-Piëch gekannt haben. Er war Aufsichtsratsvorsitzender von Munich Re, das grösste Rückversicherungsunternehmen der Welt. Das Unternehmen wurde von der Milliardärsfamilie Finck gegründet. Er ist derzeit stellvertretender Vorsitzender des Wittelsbacher Ausgleichsfonds. Dieser ist die Stiftung der Hochadelsfamilie Wittelsbach (die ehemalige Königsfamilie von Bayern).

In der Nachkriegszeit wurde der Krupp-Konzern und die Stiftung von Berthold Beitz (1913-2013) geführt. Er war auch nach dem Jahr 2000 in der Führung des Konzerns und der Stiftung. Er gehörte zudem zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer Mitglieder der Familien RothschildRockefeller, Agnelli, Aga Khan, Oppenheimer, Loudon, Bin Laden, Astor, Ford, Siemens, Hoffmann und viele weitere elitäre Familien, darunter auch mehrere Königsfamilien. (Quelle)

Der marokkanische König Hassan II. schenkte der Familie Krupp-Bohlen-Halbach ein Schloss in Marokko (Quelle).

Harald von Bohlen und Halbach (1916-1983) war, wie andere deutsche Prominente auch, ein Kunde der ermordeten Prostituierte Rosemarie Nitribitt. Zu ihren Kunden gehörten auch die beiden Industriellen Harald Quandt und Gunter Sachs. Da der Mordfall nicht aufgeklärt werden konnte, kam es zu Vermutungen, dass einflussreiche Kreise aus Wirtschaft und Politik die Aufklärung verhindern wollten. Harald von Bohlen und Halbach war in Nitribitt verliebt. Noch kurz vor Nitribitts Tod hatte er sie besucht. Eine Flasche am Tatort trug seine Fingerabdrücke. (Quelle: 1 und 2)

Berthold (1913-1987) und sein Bruder Harald von Bohlen und Halbach (1916-1983) kontrollierten ab den 50er Jahren die WASAG, ein Unternehmen für die Herstellung von Sprengstoffen, Munition und Chemikalien. Die WASAG war zeitweise ein führender Sprengstoffhersteller in Deutschland. Die WASAG wurde 2001 Teil des heutigen Chemieunternehmens H&R, das aber unabhängig von der Familie Krupp-Bohlen-Halbach ist.

Bertholds Sohn Eckbert von Bohlen und Halbach (*1956) leitet die Bohlen Industries GmbH, die ihm vermutlich auch gehört. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Sprengstoffchemie. Das Unternehmen ist an der Fakt AG beteiligt, die sich auf Immobilien, Energie und Finanzwesen konzentriert.

Bemerkenswerte Heiraten

Eckbert von Bohlen und Halbach (*1956) heiratete in den Hochadel. Seine Frau kommt mütterlicherseits aus der schwedischen Königsfamilie und väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsdynastie Hohenzollern. (Quelle) Sie ist eine Nichte der derzeitigen schwedischen Königin Silvia (Quelle).

Mathilde Bohlen-Halbach (1823-1848) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Wartensleben. Die Familie brachte im 18. und 19. Freimaurer hervor (Quelle: 1 und 2). Mathildes Tochter Caroline heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Lippe-Biesterfeld. Caroline war die Grossmutter von Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, der Hauptgründer der Bilderbergtreffen. Bernhard heiratete in die niederländische Königsfamilie. Sein Enkel ist der derzeitige niederländische König Willem-Alexander. Dadurch ist der König ein entfernter Verwandter der Familie Bohlen-Halbach. Mathilde Bohlen-Halbach ist eine Ur-Ur-Urgrossmutter des Königs.

Arndt von Bohlen und Halbach (1938-1986) heiratete eine Gräfin aus der österreichischen Uradelsfamilie Auersperg. Die Auersperg Familie heiratete in die Königsfamilien von Österreich und Liechtenstein.

Irmgard von Bohlen und Halbach (1912-1998) heiratete in erster Ehe in die deutsche Uradelsfamilie Raitz von Frentz. Die Familie ist traditionell mit dem Vatikan verbunden. Familienmitglieder waren auch in den letzten 100 Jahren in mehreren Vatikanorden vertreten (Jesuiten, Malteser, Konstantinorden und Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem). Edmund Raitz von Frentz (1887-1964) engagierte sich als Journalist für die katholische Kirche. Er verkehrte im Vatikan, wo er auch begraben wurde.

Friedrich Alfred Krupp (1854-1902) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Ende. Ein bemerkenswertes Familienmitglied wäre der Minister Ferdinand Adolf Freiherr von Ende (1760-1817), der Mitglied des Illuminatenordens war (Quelle).

Berthold von Bohlen und Halbach (1913-1987) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Maltzahn. Sein Schwiegervater war Adolf Georg von Maltzan. Der Diplomat war deutscher Botschafter in den USA.

Barbara Krupp (1887-1972) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Wilmowski. Die Familie wurde im 16. Jahrhundert vom polnischen König in den Adel aufgenommen.

Nach Angaben von mehreren Genealogie-Internetseiten heiratete die Krupp Familie im 18. und 19. Jahrhundert zweimal in die Mallinckrodt Familie, die später in den deutschen Adel aufgenommen wurde.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Schneider Familie

Die Schneider Familie gehörte lange Zeit zu den mächtigsten Industriellen in Frankreich (etwa von 1850 bis 1960). Sie sind über Heiraten mit dem französischen Adel verbunden.

Eugène Schneider (1805–1875) und sein Bruder Adolphe (1802–1845) gründeten 1836 ein Unternehmen, das in der Stahlindustrie aktiv wurde. Die Brüder und ihr Unternehmen waren eng mit der Bank der Seillière Familie verbunden.

Eugène Schneider gehörte 1864 zu den Mitgründern der Société Générale, die sich schnell zu einer der grössten französischen Banken entwickelte. Eugène Schneider wurde der erste Präsident der Bank. (Quelle: 1 und 2) Unter den Gründern der Bank waren auch die Bankiersfamilien Rothschild, Hentsch und Bischoffsheim vertreten. (Quelle: 1, 23, 4) Die Société Générale war 2020 die drittgrösste französische Bank und gehört zu den zwanzig grössten Banken der Welt.

Eugène Schneider war von 1854 bis 1875 in der Führung der französischen Zentralbank. Sein Sohn Henri Schneider (1840–1898) war danach von 1886 bis 1897 in der Zentralbankführung. Dadurch kannten sie viele französische Bankiersfamilien, da in der Führung der Zentralbank bis zur Verstaatlichung 1936 viele Bankiersfamilien vertreten waren. Darunter Rothschild, Hottinguer, Mirabaud, Goüin, Mallet, André, Neuflize, Vernes und weitere. (Quelle) Bis zur Verstaatlichung 1936 war die französische Zentralbank eine private Zentralbank und diese Familie gehörten zu ihren Aktionären.

Eugène Schneider war 1851 Minister für Landwirtschaft und Handel. 1852 wurde er vom französischen Kaiser Napoleon III. (Haus Bonaparte) in ein hohes Staatsamt berufen. (Quelle) Sein Cousin Antoine Virgile Schneider (1779–1847) war Kriegsminister zur Herrschaftszeit des französischen Königs Louis-Philippe I. (Haus Orléans).

Eugène Schneider II. (1868–1942) war Direktor der Crédit Lyonnais, die lange Zeit eine der grössten französischen Banken war und seit 2003 zur französischen Grossbank Crédit Agricole gehört. Eugène war auch Direktor der „Banque de l’Union Parisienne“ (BUP). Die BUP war eine der führenden französischen Investmentbanken. Sie wurde von den Bankiersfamilien Hottinguer, Mirabaud, Neuflize, Mallet und Vernes gegründet. Diese Familien waren alle in der Führung der französischen Zentralbank vertreten. Die BUP wurde durch Fusionen Teil der Grossbank Société Générale, die wie gesagt von Schneider mitgegründet wurde.

Das Stahlunternehmen der Schneider Familie stieg zu einem der wichtigsten Industriekonzerne Frankreichs auf und beteiligte sich am Aufbau der französischen Eisenbahnen. Das Unternehmen gehörte zu den Pionieren des modernen Schiffbaus und der Rüstungsindustrie in Frankreich. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts konzentrierte sich das Unternehmen immer mehr auf die Elektroindustrie. Aus dem Schneider-Konzern entwickelte sich der Elektrokonzern „Schneider Electric“, der heute zu den grössten und wertvollsten französischen Unternehmen gehört. Schneider Electric ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnik. Der Konzern ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF). Die Schneider Familie kontrollierte das Unternehmen bis in die 1960er-Jahre. Dann übergaben sie das Unternehmen an die belgische Industriellenfamilie Empain, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den belgischen Adel aufgenommen worden war. Die Empain Familie kontrollierte das Unternehmen bis in die 80er-Jahre. Danach war die französische Grossbank Paribas eine Zeit lang Hauptaktionär (die Bank wurde von den jüdischen Bankiersfamilien Stern, Goldschmidt, Bischoffsheim und Fould gegründet). Inzwischen hat das Unternehmen keinen relevanten Grossaktionär mehr.

Paul Schneider (1841–1916) war Präsident der „Compagnie des mines de Douchy“, ein nicht mehr existentes Kohlebergbauunternehmen.

Jean Schneider (1896–1944) gehörte zur Führung der Air France. Sie ist die grösste französische Fluggesellschaft.

Charles Schneider (1898–1960) war Präsident des Yacht Club de France. Der Yachtclub wurde 1867 vom französischen Kaiser Napoleon III. mitgegründet. Mehrere Hochadlige gehören zum Club. (Quelle)

Bemerkenswerte Heiraten

May Schneider (1902–1999) heiratete den französischen Herzog Pierre de Cossé Brissac. Dieser war Grossmeister des Ordens des Heiligen Lazarus. Der vatikanverbundene Orden wurde 1910 gegründet und ist ein Nachfolgeorden des Lazarus-Ordens, der vom 12. bis 19. Jahrhundert aktiv gewesen war. Die Adelsfamilie Cossé-Brissac gehört zusammen mit den Hochadelsfamilien Bourbon und Orléans zur Führung des Ordens (Quelle). Die Familien Bourbon und Orléans sind zwei der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs.

Marie Pierre de Cossé Brissac (*1925), die mütterlicherseits aus der Schneider Familie kommt, war mit Simon Nora verheiratet, der zur Führung der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers gehörte.

Constance Schneider (1865–1935) heiratete einen französischen Markgrafen. Ihre Tochter Nicole (1890–1975) heiratete den Herzog Antoine de Lévis-Mirepoix aus der französischen Adelsfamilie Lévis. Herzog Antoine war wie bereits sein Vater ein Grande (der höchste Titel im spanischen Adel). Constance Schneiders Sohn Antoine (1893-1956) heiratete Geneviève d’Orléans. Diese kam väterlicherseits aus der französischen Hochadelsfamilie Orléans und mütterlicherseits aus der belgischen Königsfamilie.

Monique Schneider (1908–1995) und Zelie Schneider (1872–1969) heirateten in die Adelsfamilie Ganay, die bis heute zur französischen Elite gehört. Christine de Ganay ist die Mutter des Geschäftsmanns Olivier Sarkozy. Olivier ist ein Halbbruder des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Übrigens kommen die Sarkozys väterlicherseits aus dem ungarischen Adel. Mütterlicherseits kommt Nicolas Sarkozy aus einer jüdischen Familie. Zeile Schneiders Tochter Solange de Ganay (1902-2003) heiratete den französischen Grafen Charles de Breteuil, der als Zeitungsunternehmer aktiv war.

Marguerite Schneider (1876–1969) heiratete einen französischen Markgrafen. Ihr Sohn François (starb 1944) heiratete in die französische Adelsfamilie Faucigny-Lucinge, die über eine Heirat auch mit den französisch-jüdischen Bankiersfamilien Ephrussi und Bischoffsheim verbunden war. François Tochter Anne-Aymone (*1933) heiratete Valéry Giscard d’Estaing, der von 1974 bis 1981 Präsident von Frankreich war. Damit ist auch der Präsidentensohn und Geschäftsmann Henri Giscard d’Estaing ein Nachkomme der Schneiders.

Die Frau von Jean Schneider (1896–1944) war mit der Wendel Familie verwandt, die ebenfalls eine der wichtigsten Industriellenfamilien Frankreichs war.

Die Frau von Eugène Schneider (1805–1875) war mit der französischen Bankiersfamilie Neuflize verwandt.

Catherine Schneider (*1944) heiratete den französischen Filmregisseur Roger Vadim, der aus einer russischen Adelsfamilie stammte.

Elfride Schneider (1815–1862) heiratete den Politiker und General Viala Charon. Viala war Generalgouverneur von Algerien, das von den Franzosen kontrolliert wurde. Er wurde von Kaiser Napoleon III. zum Baron geadelt.

Marie Élisabeth Schneider (1884–1958) heiratete in die Mame Familie, die früher als Verleger und Buchhändler tätig war.

Madeleine Schneider (1879–1969) heiratete den französischen Politiker Jacques de Juigné.

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Haus Liechtenstein

Die österreichische Uradelsfamilie Liechtenstein besteht seit über 800 Jahren. Sie gehört zu den 16 Apostelgeschlechtern. Diese 16 Adelsfamilien bildeten zu Beginn des Zweiten Jahrtausends die österreichische Adelselite. Vier dieser Familien bestehen heute noch und die Familie Liechtenstein ist die wichtigste davon.

Die Familie gründete 1719 das Fürstentum Liechtenstein, über das sie fortan herrschte. Das Fürstentum besteht bis heute und das Haus Liechtenstein stellt noch immer die Fürsten des Landes.

Im Gegensatz zu anderen europäischen Monarchien hat die Fürstenfamilie von Liechtenstein nach wie vor grossen Einfluss auf die Politik des Landes. Der Monarch kann das Parlament auflösen, die Regierung entlassen, die Richter auswählen oder das Resultat einer Volksabstimmung rückgängig machen. (Quelle) Bisher hat die Fürstenfamilie natürlich kein Parlament aufgelöst. Von diesem Recht würden sie vermutlich nur im Kriegsfall oder anderen Krisensituationen Gebrauch machen.

Finanzwesen

Liechtenstein ist eines der kleinsten Länder der Welt. Das Land war lange Zeit eine der gefragtesten Steueroasen der Welt und gilt zusammen mit der benachbarten Schweiz als die Mutter aller Steueroasen in Europa (Quelle). Liechtenstein ist eng mit der Schweiz verbunden. Die beiden Länder haben dieselbe Währung, den Schweizer Franken. Dieser gilt als die stabilste Währung der Welt. Liechtenstein und Schweiz sind zwei der wenigen westeuropäischen Staaten, die sich bis heute weigern, der EU beizutreten.

Die grösste Liechtensteiner Bank ist die LGT Group. Sie wurde vor über 90 Jahren von der Fürstenfamilie gegründet und wird bis heute von ihr kontrolliert und geführt. Ende 2016 verwalteten die Liechtensteiner Banken etwa 235 Milliarden Franken (Quelle). Die LGT Group verwaltete 2016 etwa 150 Milliarden Franken (Quelle). Somit wurde 2016 mehr als die Hälfte der Vermögensverwaltung der Liechtensteiner Banken von der LGT Group bzw. der Fürstenfamilie kontrolliert. Die LGT Group stand im Zentrum der Liechtensteiner Steueraffäre.

Ende 2021 verwaltete die LGT Group 285 Milliarden Franken, also mehr als 300 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Sie ist nach eigenen Angaben die weltweit grösste Privatbank und Asset Management-Gruppe, die sich vollständig in Familienbesitz befindet. Somit ist die Fürstenfamilie auch eine erfolgreiche Bankiersfamilie. Familienmitglieder arbeiten auch für andere Banken. Das Vermögen der Fürstenfamilie wird von 5 bis auf 7,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle: 1 und 2).

Die LGT Group ist Partner des Weltwirtschaftsforums (Stand: 27.3.2023). Erbprinz Alois von Liechtenstein besuchte mehrfach das jährliche Treffen des Weltwirtschaftsforums.

Die Regierung von Liechtenstein besitzt mehr als die Hälfte der Anteile an der Liechtensteinischen Landesbank, die sich auch auf Vermögensverwaltung konzentriert. 2019 verwaltete sie 72 Milliarden Franken (etwa 80 Milliarden US-Dollar).

Maximilian von Liechtenstein (*1969) leitete die LGT Group. Er arbeitete für die US-amerikanische Grossbank JPMorgan. (Quelle)

Constantin von Liechtenstein (*1972) arbeitete für Brown Brothers Harriman. (Quelle) Sie gilt als die führende Privatbank der USA. Sie wurde 1931 von den Familien Harriman und Brown gegründet.

Bemerkenswerte Familienmitglieder

Karl Borromäus von Liechtenstein (1730-1789) war Freimaurer. Er war auch Ordensprotektor der „Asiatischen Brüder“. (Quelle: 1 und 2) Die Asiatischen Brüder, die aber keine Asiaten waren, sondern aus dem deutschsprachigen Raum kamen, waren eine Splittergruppe der Rosenkreuzer, die 1782 einen eigenen Orden bildete. Juden war der Beitritt gestattet, was zu dieser Zeit bei den deutschen Freimaurern und Rosenkreuzern kaum vorkam. Der Orden war im Gegensatz zu den Freimaurern nicht christlich orientiert, sondern wandte sich der „Echten Religion“ zu, die sie Mago Cabala nannten. Auf den beiden höchsten Ordensstufen befasste man sich mit Geisterbeschwörung. Gotteslästerern war der Eintritt aber angeblich untersagt. Genauso nahm man keine Personen mit anti-adliger Einstellung auf. „Wer die heiligen Rechte der Könige und Fürsten, die das Bild des Ewigen auf Erden sind, nur im Geringsten verletzt“ galt als nicht aufnahmefähig. (Quelle) Den Asiatischen Brüdern waren also die „heiligen Rechte“ des Hochadels sehr wichtig. Das liegt vermutlich daran, dass Hochadlige sowie sonstige Adlige die Bruderschaft führten. Neben Freimaurern waren auch mehrere Illuminaten bei den Asiatischen Brüdern vertreten.

Erbprinz Alois von Liechtenstein (*1968) war an der Royal Military Academy Sandhurst. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Viele Königsfamilien schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen.

Nach Angaben der Internetseite publicintelligence.net nahm Fürst Hans-Adam II. dreimal am Bilderberg-Treffen teil. (Quelle: 1, 2, 3)

Nach der Liste von Kevin Dowling war Fürst Hans-Adam II. und sein Vater Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung unterstützt den WWF. 

Erbprinz Alois und sein Vater, Fürst Hans-Adam II., haben Kontakt zu allen noch amtierenden europäischen Königsfamilien. Mitglieder der Fürstenfamilie trafen auch Mitglieder der Königsfamilien von Saudi-Arabien, Japan, Thailand und Kambodscha. Sie kennen auch die ehemalige österreichische Königsfamilie, mit der sie schon seit 700 Jahren eng verbunden sind. Hans-Adam II. besuchte die Queen bei ihrem 60-jährigen Jubiläum der Thronbesteigung. Es waren 58 Könige zu Gast (Quelle). Das Haus Liechtenstein heiratet immer noch in Hochadelsfamilien, was weiter unten erläutert wird.

Stefan von Liechtenstein (*1961) war liechtensteinischer Botschafter in Deutschland und der Schweiz. Er arbeitete für die Schweizer Grossbank UBS. Derzeit ist er Botschafter beim Vatikan. Er ist Vorsitzender des deutsch-amerikanischen IT-Unternehmens Augustus Intelligence, das 2021 Insolvenz meldete. Das Unternehmen konzentriert sich auf künstliche Intelligenz. Augustus Intelligence ist noch mit mindestens zwei weiteren deutschen Adligen verbunden, nämlich mit dem Expolitiker Karl-Theodor zu Guttenberg und dem Investor August François von Finck. Kai Diekmann, der ehemalige Chefredakteur der Bild-Zeitung, investierte in Augustus Intelligence. Der Jungpolitiker Philipp Amthor betrieb Lobbyarbeit für das Unternehmen. (Quelle: 1 und 2). Augustus Intelligence ist mit August Hanning und Hans-Georg Maaßen verbunden, zwei ehemalige hochrangige Geheimdienstler. (Quelle) Wolfgang Haupt, der Gründer von Augustus Intelligence, starb bei einem Helikopterabsturz. Es gibt Hinweise, die darauf hindeuten, dass es ein Attentat war. (Quelle)

Fürst Hans-Adam II. war oder ist immer noch Mitglied der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft.

Nikolaus von Liechtenstein (*1947) vertritt Liechtenstein bei der EU und bei internationalen Organisationen. Er war Botschafter im Königreich Belgien und kannte somit vielleicht die belgische Königsfamilie. Er war auch Botschafter beim Heiligen Stuhl. (Quelle)

Vatikanverbindung

Die Fürstenfamilie ist traditionell mit dem Kirchenstaat verbunden. 2017 wurde das Fürstenpaar zu einer Privataudienz im Vatikan beim derzeitigen Papst Franziskus empfangen (Mitglied des Jesuitenordens). Der Taufpate von Fürst Hans-Adam II. war Papst Pius XII. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung Liechtensteins ist katholisch. (Quelle)

Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatsreligion in Liechtenstein. Somit ist das Fürstentum eines der wenigen europäischen Länder, in denen es keine Trennung von Staat und Kirche gibt.

Im Jahr 1916 hatte der Vatikan den Plan entworfen, seinen Sitz nach Liechtenstein zu verlagern, der der neue Kirchenstaat werden sollte mit dem Papst als Herrscher. Der damalige Fürst Johann II. von Liechtenstein wäre damit einverstanden gewesen. Der Plan wurde letztendlich aber nicht umgesetzt. (Quelle)

Vatikanorden

Viele Mitglieder der Fürstenfamilie waren Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden. Viele waren Mitglied des Ordens vom Goldenen Vlies. (Quelle) Dieser gilt als einer der bedeutendsten Ritterorden. Er untersteht nicht dem Vatikan, aber er wird traditionell vom katholischen Hochadel geführt. Der Orden untersteht den Königsfamilien von Spanien und Österreich.

Mehrere der heutigen Familienmitglieder erhielten Auszeichnungen vom Malteserorden. Wilhelm von Liechtenstein (1922-2006) war von 1990 bis zu seinem Tod der Grossprior des Malteserordens in Österreich. Zu seiner Beerdigung kamen über 200 Ordensmitglieder, darunter die Führung des Ordens. (Quelle)

Der derzeitige Erbprinz traf 2011 Matthew Festing, den damaligen Grossmeister des Malteserordens. Die beiden verliehen sich gegenseitig einen Orden. Auch Politiker aus Liechtenstein haben Kontakt zum Malteserorden. (Quelle) Die Fürstenfamilie stellte 2013 dem Malteserorden den Gartenpalast für eine Veranstaltung zu Verfügung, bei der Spenden für den Orden gesammelt wurden und der Grossmeister Matthew Festing dabei war. Der damalige österreichische Bundespräsident Heinz Fischer war ebenfalls da. (Quelle) Fischer erhielt übrigens eine Auszeichnung vom Malteserorden. (Quelle)

Fürst Franz Joseph II. (1906-1989) wurde vom Papst mit dem Piusorden ausgezeichnet. (Quelle) Franz und seine Frau waren Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, ein Vatikanorden. (Quelle) Mehrere Mitglieder des Ordens sind und waren Bürger aus Liechtenstein. Auch der Lazarus-Orden, ebenfalls ein Vatikanorden, hat Mitglieder in Liechtenstein. (Quelle)

Vincenz von Liechtenstein (1950-2008) war österreichischer Politiker bei der Partei ÖVP, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss der Vatikanelite steht. Prinz Vincenz war Mitglied des Opus Dei. Übrigens galt der hochrangige ÖVP-Politiker Alois Mock als wichtiger Unterstützer des Opus Dei. Einer der wichtigsten Unterstützer in Österreich war der langjährige Wiener Erzbischof Franz König (ein Kumpel von Papst Johannes Paul II.). (Quelle) Das Opus Dei ist eine vatikanverbundene Organisation, die Teil von Verschwörungstheorien ist (mehr dazu im Beitrag zum Opus Dei).

Bemerkenswerte Heiraten

Das Haus Liechtenstein heiratete in der ersten Hälfte des Zweiten Jahrtausends in viele Adelsfamilien, aber in keine Herrscherfamilien. Erst seit dem 18. Jahrhundert heirateten sie nach und nach in mächtigere Hochadelsfamilien und fanden so Anschluss an den inneren Kreis der Hochadelselite. Sie sind über Heiraten vor allem mit der katholischen Adelselite verbunden.

Das Haus Liechtenstein heiratete in den letzten 150 Jahren dreimal in die österreichische Königsfamilie. Die Familie ist bis heute im Malteserorden (alter Vatikanorden) vertreten und gilt als sehr angesehen im Orden.

Nikolaus von Liechtenstein (*1947) heiratete in die Königsfamilie von Luxemburg. Luxemburg ist wie Liechtenstein eine gefragte Steueroase.

Stefan von Liechtenstein (*1961) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Thun und Hohenstein. Graf Galeas von Thun und Hohenstein war von 1905 bis 1931 Grossmeister des Malteserordens.

Das Haus Liechtenstein heiratete in den letzten 200 Jahren viermal in die ungarische Adelsfamilie Esterházy. Graf János Esterházy de Galántha gehört derzeit zur Führung des Malteserordens.

Der derzeitige Erbprinz Alois von Liechtenstein (*1968) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Bayern, die ebenfalls im Malteserorden vertreten ist. Die Familie kommt aus der Uradelsdynastie Wittelsbach. Die Wittelsbacher waren lange Zeit die Königsfamilie der deutschen Provinz Bayern und stellten Könige von noch weiteren Ländern. Sie sind schon seit Jahrhunderten mit dem Kirchenstaat verbunden. Die Frau von Erbprinz Alois kommt mütterlicherseits aus dem schwedischen Familienzweig des schottischen Douglas Clans.

Das Haus Liechtenstein heiratete in den letzten 350 Jahren dreimal in die Adelsfamilie Löwenstein-Wertheim, die ein Seitenzweig der Wittelsbacher ist. Die Familie Löwenstein-Wertheim war auch in den letzten 100 Jahren im Malteser- und Jesuitenorden sowie im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem vertreten, drei vatikanverbundene Orden. Die Familie stellte drei Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Das Zentralkomitee ist ein Zusammenschluss katholischer Interessensvertreter in Deutschland.

Vincenz von Liechtenstein (1950-2008), der Mitglied des Opus Dei war, heiratete in die französische Adelsfamilie Cossé-Brissac. Diese gehört zusammen mit den Hochadelsfamilien Bourbon und Orléans zur Führung des Ordens des Heiligen Lazarus. Der Vatikanorden wurde 1910 gegründet und ist ein Nachfolgeorden des Lazarus-Ordens, der vom 12. bis 19. Jahrhundert aktiv gewesen war. Die Hochadelsfamilien Bourbon und Orléans sind zwei der drei nicht amtierenden Königsfamilien von Frankreich. Gundakar von Liechtenstein (*1949) heiratete die Tochter des Oberhauptes der Hochadelsfamilie Orléans.

Barbara von Liechtenstein (*1942) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Serbien (Haus Karađorđević).

Friedrich von Liechtenstein (1871-1959) heiratete eine Gräfin aus der ungarisch-österreichischen Uradelsfamilie Apponyi. Das bekannteste Familienmitglied wäre Geraldine von Apponyi (1915-2002), die in die albanische Königsfamilie heiratete und dadurch Königin von Albanien wurde.

Charlotte von Liechtenstein (*1953) heiratete den rhodesischen Aussenminister Pieter Kenyon van der Byl. Dieser besuchte regelmässig Treffen von Le Cercle (Quelle). Das geheime Elitennetzwerk ist fest mit den Geheimdiensten verbunden und wurde von der katholischen Elite gegründet, darunter von Mitgliedern des Malteserordens.

Das Haus Liechtenstein heiratete in den letzten 50 Jahren zweimal in die deutsche Uradelsfamilie Waldburg-Zeil, die traditionell mit dem Kirchenstaat verbunden ist. Erich von Waldburg zu Zeil-Trauchburg ist das derzeitige Familienoberhaupt und Mitglied des Malteserordens. Er und seine Familie sind an deutschen Zeitungen und Radiosendern beteiligt. Im Jahr 2001 waren sie noch Milliardäre und zählten zu den 40 reichsten Deutschen (Quelle). Im Jahr 2014 wurde das Vermögen auf 650 Millionen Euro geschätzt (Quelle).

Johann von Liechtenstein (1914-2004) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Thurn und Taxis, die heute noch im Malteserorden vertreten ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte sie zu den reichsten Familien Deutschlands (Quelle). Heute sind sie Milliardäre (Quelle: 1 und 2).

Marie von Liechtenstein (1914-2011) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Eltz. Der katholische Priester Johannes zu Eltz (*1957) ist der derzeitige Stadtdekan von Frankfurt. Er war an Jesuitenuniversitäten, die eng mit dem Vatikan verbunden sind. Jakob zu Eltz (1921-2006) vertrat den Malteserorden in Deutschland. Als sich Kroatien 1991 unabhängig von Jugoslawien machte, trat Jakob zu Eltz in die kroatische Politik ein. Die katholische Kirche bzw. der Vatikan ist noch immer sehr einflussreich in Kroatien (Quelle). Jakob zu Eltz war ein Grossvater des adligen Expolitikers Karl-Theodor zu Guttenberg, der Verteidigungs- und Wirtschaftsminister von Deutschland war.

Franziska von Liechtenstein (1930-2006) heiratete einen Grafen aus der deutschen Uradelsfamilie Spee, die heute noch im Malteserorden vertreten ist.

Louisanne von Liechtenstein (1907-1994) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Galen. Der CDU-Politiker Christoph Bernhard von Galen (1907-2002) verkehrte im Vatikan.

Georg von Liechtenstein (1911-1998) heiratete die Tochter des damaligen Oberhauptes der deutschen Hochadelsfamilie Württemberg. Das Haus Württemberg war früher die Königsfamilie der deutschen Provinz Württemberg und brachte mehrere Freimaurer hervor. Karl Aloys von Liechtenstein (1878-1955) heiratete ebenfalls in das Haus Württemberg. Gundakar von Liechtensteins (*1949) Frau kam mütterlicherseits auch aus dem Haus Württemberg.

Das Haus Liechtenstein heiratete in den letzten 200 Jahren viermal in die böhmische Uradelsfamilie Lobkowitz. Der böhmische Adel ist traditionell mit der österreichischen Königsfamilie verbunden, die früher über Böhmen herrschte. Böhmen macht das heutige Tschechien aus. Mitglieder der Lobkowitz Familie sind in der tschechischen Politik. Es sind immer noch böhmische Adelsfamilien in der tschechischen Politik vertreten, manche auch in hohen Positionen. Beispielsweise der Aussenminister Karel Schwarzenberg, der das Oberhaupt der Uradelsfamilie Schwarzenberg ist. Er besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Das Haus Liechtenstein heiratete in letzten 200 Jahren zweimal in die Familie Schwarzenberg.

Adelheid von Liechtenstein (*1981) heiratete in die böhmisch-österreichische Adelsfamilie Coudenhove-Kalergi. Graf Richard Coudenhove-Kalergi gründete 1923 die Paneuropa-Union und war bis zu seinem Tod 1972 deren Präsident. Die Paneuropa-Union ist die älteste europäische Einigungsbewegung und plante die Gründung der europäischen Wirtschaftsunion. Richard war ein Vertrauter von Otto von Habsburg aus der ehemaligen Königsfamilie Österreichs (Quelle). Seit Richards Tod wird die Paneuropa-Union von den Habsburgern geführt. Richard war Freimaurer (Quelle). Der Mann von Adelheid von Liechtenstein war mütterlicherseits ein Nachfahre von einflussreichen Kolonialfamilien aus den USA. Zu seinen Vorfahren gehörten die Kolonialfamilien Lee, Vanderbilt, Carter, Calvert und Bowie.

Übrigens: Nikolaus von Liechtenstein ist derzeit Präsident der Stiftung „European Society Coudenhove Kalergi“, die mit der Paneuropa-Union verbunden ist. Derzeit gehört das Oberhaupt der Habsburger und der ehemalige spanische König Juan Carlos zur Stiftung. Weitere bemerkenswerte Mitglieder wären die ehemalige deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der Adlige Dominik Coudenhove-Kalergi und Jean-Claude Juncker, der ehemalige Präsident der EU-Kommission. (Stand: 29.1.2022) (Quelle) Der österreichische Politiker Alois Mock (mit dem Opus Dei verbunden) war Präsident der Stiftung. (Quelle)

Eugen von Liechtenstein (*1939) heiratete in die österreichische Adelsfamilie Goëss. Die österreichische Milliardärin Heidi Horten heiratete ebenfalls in die Goëss Familie (Quelle). Übrigens verkehrte Heidi im Zeitraum 2004 mit den österreichisch-deutschen Milliardärsfamilien Porsche, Piëch und Flick (Quelle).

Anna von Liechtenstein (*1970) heiratete in die österreichische Adelsfamilie Kottulinsky. Der ÖVP-Politiker Kunata Kottulinsky (1914-2004) gehörte zur Führung der österreichischen Industriellenvereinigung, welche die Interessen der österreichischen Wirtschaft vertritt. Er war auch Vizepräsident der österreichischen Zentralbank.

Karoline von Liechtenstein (1836-1885) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Schönburg. Der deutsche Journalist Graf Alexander von Schönburg-Glauchau gehörte zur Führung der Bild Zeitung, die meistgelesene Zeitung Deutschlands. Er und seine Schwester Gloria von Thurn und Taxis sind mit dem ehemaligen Bild-Journalisten Julian Reichelt befreundet.

Fürst Franz I. von Liechtenstein (1853-1938) heiratete eine Tochter des österreichisch-jüdischen Geschäftsmanns Wilhelm Gutmann, der ein führender Kohleunternehmer in Österreich-Ungarn war und in den Adel aufgenommen wurde. Die Frau von Franz hatte eine Schwester, die in die britisch-jüdische Montefiore Familie heiratete (die Montefiores heirateten auch in die Rothschild Familie). Die Gutmann Familie gründete und kontrollierte früher die Bank Gutmann. Die österreichische Privatbank verwaltet derzeit über 26 Milliarden Euro (etwa 30 Milliarden US-Dollar).

Philipp von Liechtenstein (1837-1901) heiratete eine Tochter des österreichisch-jüdischen Bankiers Moritz Todesco, der in den österreichischen Adel aufgenommen wurde.

Nora von Liechtenstein (*1950) heiratete einen spanischen Markgrafen.

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Polanco Familie

Die Polanco Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern Spaniens.

Jesús de Polanco (1929-2007) gründete 1972 den Medienkonzern Prisa und stieg zum wohl mächtigsten spanischen Medienunternehmer auf. 2007 wurde sein Vermögen auf 3 Milliarden US-Dollar geschätzt und er gehörte damit zu den reichsten des Landes. Zwei seiner Söhne sind derzeit in der Führung des Unternehmens, einer davon als Ehrenvorsitzender.

Der Medienkonzern Prisa besitzt El País, die grösste Tageszeitung Spaniens. Die Zeitung wurde 1976 von Jesús de Polanco mitgegründet. Der Konzern besitzt mehrere Radiosender, darunter auch Cadena SER, der meistgehörte Sender Spaniens. Prisa ist auch in Portugal und Südamerika aktiv.

Lange Zeit befand sich das Unternehmen in Familienbesitz. In den letzten 10 Jahren reduzierte die Familie ihre Anteile, da das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geriet und auf Geld von neuen Investoren angewiesen war. Im Januar 2021 hielt die Familie nur noch 7,6% der Anteile am Unternehmen (Quelle). Deren Wert entspricht etwa 55 Millionen US-Dollar. Hauptaktionär von Prisa ist inzwischen der Investmentfond Amber Capital, der vom französischen Geschäftsmann Joseph Oughourlian kontrolliert wird. Dessen Vater Jean-Michel Oughourlian ist Botschafter des Malteserordens (ein alter Vatikanorden) in Armenien. Auch der mexikanische Multimilliardär Carlo Slim ist derzeit mit 4% an Prisa beteiligt. Der französische Medienkonzern Vivendi (Bolloré Familie) hält knapp 10% der Anteile an Prisa.

Heutige Mitglieder der Polanco Familie kennen Javier Monzón, der bis 2020 Vorsitzender des Prisa-Konzerns war. Er besuchte 2019 das Bilderbergtreffen (Quelle). Die Polancos werden Scheich Khalid Al Thani kennen, da dieser ebenfalls zum Aufsichtsrat von Prisa gehört. Der Scheich kommt aus der katarischen Königsfamilie. Er ist derzeit mit etwa 5% am Prisa-Konzern beteiligt.

Jesús de Polanco (1929-2007) war gut vernetzt. Wie viele Mitglieder der spanischen Elite unterhielt auch er Kontakte zur mexikanischen Elite (Mexiko war früher eine spanische Kolonie):

  • Er kannte den spanischen König Juan Carlos und seine Frau Sofia (Foto). Das Königspaar besuchte das Bilderbergtreffen (Quelle).
  • Er kannte Juan Luis Cebrián und gründete mit ihm 1976 die Zeitung El País. Cebrián gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle).
  • Er kannte Emilio Botín (Quelle). Die Botín Familie führt die Banco Santander, die grösste spanische Bank. Die Bank besitzt derzeit etwa 4% des Prisa-Konzerns. Ana Botín gehört derzeit zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle).
  • Er kannte den mexikanischen Aussenminister Jorge Castañeda und den spanischen Medienunternehmer José Gutiérrez Vivó (Foto).

Jesús de Polanco besuchte 2005 ein Treffen, bei dem auch folgende Personen anwesend waren:

  • Die beiden US-amerikanischen Milliardäre David Rockefeller und George Soros.
  • Die spanische Adlige Inmaculada de Habsburgo. Sie kommt aus dem Haus Habsburg (ehemalige Königsfamilie Österreichs) und ist zudem eine nahe Verwandte der spanischen Königsfamilie.
  • Die beiden mexikanischen Milliardäre Emilio Azcárraga Jean und Roberto Hernandez Ramirez.
  • Der ehemalige mexikanische Präsident Ernesto Zedillo.
  • Der venezolanische Milliardär Gustavo Cisneros.

(Quelle)

Jesús de Polanco hatte ein gutes Verhältnis zum spanischen Bankier Carlos March Delgado. (Quelle)

Ignacio Polanco (*1954) ist Ehrenvorsitzender des Prisa-Konzerns und Mitglied der Trilateralen Kommission. (Quelle) Die Trilaterale Kommission ist eine international einflussreiche Denkfabrik, die vom Milliardär David Rockefeller gegründet wurde.

Die Polanco Familie ist schon lange mit Felipe Gonzalez verbunden, der bis noch vor kurzem zur Führung des Prisa-Konzerns gehörte. Felipe Gonzalez war von 1982 bis 1996 Präsident von Spanien. Er führte die spanische Partei PSOE. Der Prisa-Medienkonzern gilt schon lange als ein Unterstützer der Partei. Felipe Gonzalez gründete mit weiteren Politikern die „Grupos Antiterroristas de Liberación“ (GAL). Diese verdeckt agierenden paramilitärischen Gruppen waren in den 80er Jahren in Spanien und Frankreich aktiv. Sie waren eine Antiterroreinheit, die die baskische Untergrundterrororganisation ETA bekämpfen sollte, dabei aber selbst terroristische Mittel einsetzte und Morde beging. Die GAL war mit hochrangigen Polizisten verbunden. Eine der grössten spanischen Zeitungen schrieb, dass die Truppe mit dem spanischen Geheimdienst Cesid verbunden war (Vorgänger des heutigen spanischen Geheimdienstes CNI). Sie waren für die Morde an 28 ETA-Mitgliedern oder Sympathisanten verantwortlich, von denen jedoch nachweislich etwa ein Drittel keinerlei Beziehung zur ETA hatte. (Quelle) Das könnte bedeuten, dass die spanischen Geheimdienste, unter dem Vorwand den Terrorismus zu bekämpfen, eine Truppe von Auftragskillern bildeten, damit sie im Geheimen auch unliebsame Personen ausschalten konnten, die eigentlich keine Verbindungen zu Terroristen hatten. Es gibt Verschwörungstheorien, die besagen, dass solche geheime paramilitärische Untergrundorganisationen bis heute in Spanien und weiteren Ländern bestehen. Übrigens wurde 2016 ein ehemaliges GAL-Mitglied verhaftet, das einen Terroranschlag plante. Er hatte Kontakte zur dschihadistischen Szene und bereiste Afghanistan, Syrien und Palästina (Quelle). Mich würde es nicht überraschen, wenn er mit Geheimdiensten in Verbindung stand.

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Forrest Familie

Der Schotte William Forrest (1819-1899) emigrierte in die britische Kolonie Australien. Seine Söhne wurden dort politisch aktiv. Der Sohn John Forrest (1847-1918) wurde 1890 der erste Premierminister von Westaustralien. 1901 wurde Australien unabhängig von Grossbritannien und John Forrest wurde Mitglied der ersten Regierung des australischen Staates. Er wurde der zweite Verteidigungsminister des Landes. Er erhielt Orden von der britischen Königsfamilie und trat 1897 dem Privy Council bei (Quelle), welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Kurz vor seinem Tod 1918 wurde er vom britischen König zum Baron geadelt und war damit der erste in Australien geborene britische Adlige. Er heiratete in die Hamersley Familie, die ebenfalls zur westaustralischen Kolonialelite gehörte.

Sein Bruder Alexander Forrest (1849-1901) war Bürgermeister der westaustralischen Hauptstadt Perth. Alexander erhielt einen Orden vom britischen Hochadel. Der Bruder David Forrest (1852-1917) war auch in der westaustralischen Politik. Manche der Söhne der Brüder gingen ebenfalls in die Politik. David Forrest ist ein Urgrossvater des Bergbaumilliardärs Andrew Forrest (*1961).

Der Bergbauunternehmer Andrew Forrest gilt mit seinem derzeitigen Vermögen von 21 Milliarden US-Dollar als einer der reichsten Australier (Quelle). 1994 gründete er das Bergbauunternehmen Anaconda Nickel, das heute den Namen Minara Resources trägt. Es ist einer der grössten Nickel- und Kobaltproduzenten Australiens. Australien ist das Land mit den zweitgrössten Nickel- und Kobaltreserven. Seit 2011 gehört das Unternehmen zu Glencore, einer der grössten Bergbaukonzerne und Rohstoffhändler der Welt.

2003 gründete Andrew Forrest die Fortescue Metals Group. Sie hat sich zu einem der grössten australischen Unternehmen entwickelt. Sie war 2020 der viertgrösste Eisenerzproduzent der Welt. Eisenerz wird zur Herstellung von Stahl benötigt und ist somit systemrelevant. Australien ist das Land mit den grössten Eisenerzreserven. Der grösste Teil des Eisenerzes der Fortescue Metals Group wird an China verkauft (Quelle). Andrew Forrest ist derzeit immer noch Vorsitzender und Hauptaktionär des Unternehmens. Er ist gut vernetzt:

  • Er traf Mitglieder der britischen Königsfamilie (Quelle: 1 und 2). Die britische Königsfamilie stellt immer noch das Staatsoberhaupt von Australien.
  • Er und seine Tochter trafen den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Foto).
  • Er ist mit John Howard befreundet (Quelle). Howard war von 1996 bis 2007 australischer Premierminister und war langjähriger Vorsitzender der Liberalen Partei von Australien.
  • Er kennt die australische Bergbauunternehmerin Gina Rinehart, die mit einem Vermögen von 23 Milliarden US-Dollar ebenfalls zu den reichsten des Landes gehört. Auch ihr Vermögen stammt grösstenteils aus der Eisenerzindustrie. Forrest und Rinehart engagierten sie sich gegen die Bergbausteuer und hetzten die Bergbauarbeiter gegen die Regierung auf. (Quelle)
  • Er kennt den australischen Milliardär James Packer (Quelle). Er hatte ihn schon gekannt, bevor er die Fortescue Metals Group gründete (Quelle). Packer ist über seine Kasinos mit einem Netzwerk von Chinesen verbunden, das Interessen der Kommunistischen Partei Chinas in Australien vertritt. Zudem bestehen Verbindungen zu den Triaden (chinesische Mafia), die vermutlich auch Geld über Packers Kasino gewaschen haben. Mehr dazu im Beitrag zur Packer Familie.
  • Er hat geschäftlichen Kontakt zum australischen Milliardär Kerry Stokes (Quelle). Forrest und Stokes setzen sich für wirtschaftliche Interessen Chinas in Australien ein. Ihnen wurde vorgeworfen, dass sie sich China gegenüber loyaler verhalten als der australischen Regierung gegenüber. Die beiden investieren stark in China. (Quelle: 1 und 2) Wie oben bereits erwähnt wurde, ist China der wichtigste Kunde von Forrests Eisenerzkonzern (Quelle).

Andrew Forrest heiratete 1991 Nicola Maurice. Ihre Eltern waren Mitglieder der Australian League of Rights (Liga der Rechten), eine rechtsextreme Bewegung in Australien. Die Maurice Familie hatte bereits seit den 1970er Jahren Treffen für die Liga veranstaltet. Die Liga vertritt christliche Werte, ist gegen Einwanderung und verbreitet Verschwörungstheorien, darunter auch die Theorie der jüdischen Weltverschwörung. Die Anhängerschaft der Liga besteht aus konservativen Christen, Einwanderungsgegnern, Rassisten und Verschwörungstheoretikern. In den 1990er Jahren wurde sie in einem Bericht der australischen Menschenrechtskommission als „zweifellos die einflussreichste und effektivste sowie die am besten organisierte und am besten finanzierte rassistische Organisation in Australien“ bezeichnet. Andrew Forrests Frau hatte eine Schwester, die David Thompson heiratete, der zur Führung der Liga gehörte. David Thompson hatte ein gutes Verhältnis zu Andrew Forrest und arbeitete als Manager für das Bergbauunternehmen Anaconda Nickel, das damals von Andrew Forrest gegründet und kontrolliert wurde. (Quelle) Forrest fiel selbst schon mit rechtspopulistischen Aussagen auf. So sagte er, Premierminister Rudd habe Australien in eine kommunistische Diktatur verwandelt (Quelle). Dass sein wichtigster Geschäftspartner China im Gegensatz zu Australien tatsächlich eine kommunistische Diktatur ist, scheint ihn aber nicht zu stören. Forrest ist teilweise bei den Rechten in Australien beliebt und hat den Ruf eines patriotischen Geschäftsmanns.

Die Liga ist zudem monarchistisch eingestellt und ihr Werteslogan ist: “Loyalität zu Gott, Königin und Land. Sie bildete Ablegerorganisationen in den ehemaligen britischen Kolonien Neuseeland und Kanada. Ihre Botschaften sprechen vor allem Verschwörungstheoretiker und Rechtsextreme an. Sie verbreiten ebenfalls Theorien einer jüdischen Weltverschwörung. Sie setzen sich ebenfalls für monarchistische Interessen ein. Das erscheint mehr als paradox, da die britische Königsfamilie mit den Rothschilds und weiteren einflussreichen Juden verkehrt. Die jüdischen Bankiers kamen erst im 19. Jahrhundert zu internationalem Einfluss, als sie sich mit britischen Adligen anfreundeten, die damals das grösste Kolonialreich kontrollierten, was den jüdischen Bankiers ermöglichte ihr Geschäft weltweit auszuweiten. Die Queen ist noch immer das Staatsoberhaupt von Australien, Neuseeland und Kanada. Ich könnte mir vorstellen, dass die britische Adelslobby versucht in den drei Ländern die rechtsextreme Szene sowie die Szene der Verschwörungstheoretiker unter ihren Einfluss zu bringen. Die Liga wurde 1946 vom Australier Eric Butler (1916-2006) gegründet, der sie bis 1992 führte. Er wird daher Andrew Forrests Schwager David Thompson gekannt haben. Eric Butler war promonarchistisch eingestellt. Er gründete die Liga ursprünglich, um sich gegen die geplante Verstaatlichung der australischen Banken zu engagieren (die australischen Grossbanken werden meiner Meinung nach von der britischen Kolonialelite kontrolliert). Eric Butler hatte Verbindungen zur John Birch Society.

Die John Birch Society ist eine 1958 gegründete Organisation aus den USA. Sie bildet ein wichtiges Netzwerk innerhalb der Szene der Rechtsextremen und Verschwörungstheoretiker der USA. Dennoch gibt es Verschwörungstheoretiker, die der Meinung sind, dass die John Birch Society von Geheimdiensten und der Elite gesteuert werden. Die Gesellschaft hatte Mitglieder und Unterstützer, die aus sehr einflussreichen US-amerikanischen Familien kommen (mehr dazu im Beitrag zur Koch Familie).

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Guggenheim und Lawson-Johnston Familie

Meyer Guggenheim (1828–1905) wurde in eine jüdische Familie in der Schweiz geboren. Er emigrierte in die USA und wurde dort zum erfolgreichsten Bergbauunternehmer des Landes. Seine Nachkommen gehören seither zur Elite der USA.

Ab dem Jahr 1901 kontrollierte die Guggenheim Familie die American Smelting and Refining Company (ASARCO). ASARCO war der grösste US-amerikanische Bergbaukonzern und war 1917 nach Umsatz das viertgrösste Unternehmen der USA (Quelle). ASARCO wurde 1888 gegründet. Einer der Gründer war William Rockefeller Jr., der zusammen mit seinem Bruder und der Harkness Familie den damals weltweit grössten Ölkonzern Standard Oil gegründet hatte.

Die Guggenheim Familie war bis in die 1920er-Jahre in der Bergbauindustrie aktiv. Zeitweise kontrollierten sie mehr als 80 Prozent der weltweiten Vorkommen für Kupfer, Blei und Silber (Quelle).

Daniel Guggenheim (1856–1930) galt 1918 als einer der 15 reichsten US-Amerikaner. (Quelle)

Simon Guggenheim (1867–1941) ging in die Politik und wurde Senator.

Meyer Robert Guggenheim (1885–1959) war US-Botschafter in Portugal. Sein Bruder Harry (1890–1971) war US-Botschafter in Kuba. Harry war Polospieler und gehörte zu einem Polo-Club, in dem viele Akteure der damaligen US-Elite vertreten waren, darunter Cornelius Vanderbilt, John Mortimer Schiff, William Averell Harriman, Vincent Astor, die Frau von William Randolph Hearst, Robert Lehman, Walter Chrysler und John Hay Whitney (Quelle: Seite 134).

Peter Lawson-Johnston II. ist ein Urenkel von Solomon Guggenheim (1861–1949). Er gründete 1999 das Finanzunternehmen Guggenheim Partners, das zu Ehren der Guggenheims benannt wurde. (Quelle) Er ist noch immer in der Führung des Unternehmens. Guggenheim Partners verwaltet 330 Milliarden US-Dollar. (Stand: 30.09.2021)

Guggenheim Partners gehört zu den Partnern des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Peters Vater Peter Lawson-Johnston I. (*1927) kommt mütterlicherseits aus der Guggenheim Familie. Vater und Sohn gehören derzeit zur Führung der beiden Guggenheim-Stiftungen. Die beiden sind Mitglieder der Pilgrims Society. Der Vater war von 2010 bis 2022 Schatzmeister der amerikanischen Gruppe der Pilgrims Society. (Quelle: 1, 2) Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Der britische Monarch ist der Schirmherr der Gesellschaft.

Guggenheim-Stiftung

1929 gründete die Guggenheim Familie die „Harry Frank Guggenheim Foundation“. Die Stiftung besitzt derzeit ein Vermögen von 57 Millionen US-Dollar. 1937 gründete die Familie die „Solomon R. Guggenheim Foundation“, die derzeit ein Vermögen von 211 Millionen US-Dollar besitzt (Quelle). Sie ist eine international angesehene Kunststiftung. Peter Lawson-Johnston I. ist Ehrenvorsitzender der Stiftung. Er und sein gleichnamiger Sohn gehören derzeit zu den Treuhändern der Stiftung. Dadurch werden sie Kontakt zu vielen wohlhabenden Kunstliebhabern und Kunstphilanthropen haben. Über die Stiftung werden sie zudem folgende Personen kennen:

  • Mark Walter (Treuhänder der Stiftung): Der Milliardär ist CEO von Guggenheim Partners und kennt daher Peter Lawson-Johnston II.
  • Vladimir Potanin (Treuhänder der Stiftung): Er gilt derzeit als der zweitreichste Russe mit einem Vermögen von 30 Milliarden US-Dollar. Er machte sein Vermögen in der Bergbauindustrie (wie die Guggenheims) und kontrolliert den russischen Bergbaukonzern Nornickel. 2020 war Nornickel der zweitgrösste Nickelproduzent der Welt und der fünftgrösste Palladiumproduzent. Nornickel fördert auch Gold, Silber und Kupfer. Vladimir Potanin hat ein gutes Verhältnis zum russischen Präsidenten Putin. Er war mit ihm Skifahren, was auf eine persönliche Freundschaft hindeutet (Quelle). Potanin diente unter Boris Jelzin (Vorgänger Putins) als stellvertretender Ministerpräsident. Potanins eigene Stiftung ist ebenfalls mit der Guggenheim-Stiftung verbunden (Quelle).
  • Brian Robinson (Treuhänder der Stiftung): Er ist derzeit Partner bei der führenden Investmentbank Goldman Sachs und war zuvor Partner der russischen Investmentbank Renaissance Capital.
  • James Tomilson Hill (Vizepräsident und Treuhänder der Stiftung): Der Milliardär war Partner von Lehman Brothers, die bis zu ihrem Zusammenbruch eine der grössten Investmentbanken der Welt war. Bei Lehman Brothers lernte er Stephen Schwarzman und Peter Peterson kennen, die später die Blackstone Group gründeten. James Tomilson Hill trat dann ebenfalls der Führung der Blackstone Group bei. Die Blackstone Group ist derzeit das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt und verwaltet über 600 Milliarden US-Dollar. Durch das Unternehmen wurden James Tomilson Hill, Stephen Schwarzman und Peter Peterson zu Milliardären. Peter Peterson war langjähriger Vorsitzender des Council on Foreign Relations. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. James Tomilson Hill und Stephen Schwarzman sind zurzeit Mitglied der Denkfabrik. Schwarzman ist zudem Mitglied bei Skull and Bones.
  • John Wilmerding (Treuhänder der Stiftung): Der Kunstprofessor hatte eine Urgrossmutter, die aus der Vanderbilt Familie kam. Die Vanderbilts waren im 19. Jahrhundert die reichste Familie der USA.
  • Stephen Robert (Schatzmeister und Treuhänder der Stiftung): Er war eine Zeit lang Haupteigentümer der US-amerikanischen Investmentbank Oppenheimer & Co. Er ist Mitglied der Brookings Institution und des Council on Foreign Relations, beides einflussreiche Denkfabriken.
  • John S. Wadsworth Jr. (Treuhänder der Stiftung): Er ist Ehrenvorsitzender der asiatischen Abteilung der führenden Investmentbank Morgan Stanley.
  • Thomas R. Ellis (Treuhänder der Stiftung): Er ist Mitgründer von Cantillon Capital Management und arbeitete für die Lazard Bank.
  • Linda Macklowe (Vizepräsidentin und Treuhänderin der Stiftung): Sie war mit dem Immobilienunternehmer Harry Macklowe verheiratet, ein Multimillionär und ehemaliger Milliardär.
  • Dimitris Daskalopoulos (Vizepräsident und Treuhänder der Stiftung): Der griechische Unternehmer war von 1998 bis 2008 Mitglied des European Round Table of Industrialists (ERT). Über den ERT kannte er über 50 wichtige Konzernchefs der EU.
  • Jon Imanol Azua (Treuhänder der Stiftung): Er ist ein spanischer Politiker.

(Quelle)

Cédric Guggenheim (*1981) arbeitet seit mehr als 11 Jahren für die Guggenheim-Stiftung. (Quelle) Daher könnte er die Treuhänder der Stiftung und die Lawson-Johnston Familie kennen (die ja auch mit ihm verwandt ist).

Bemerkenswerte Heiraten

Harry Guggenheim (1890–1971) heiratete in dritter Ehe Alicia Patterson. Alicia kam aus einer einflussreichen Familie von Zeitungsunternehmern. Sie war Gründerin und Herausgeberin von Newsday, die heute eine der meistgelesenen Zeitungen der USA ist. Harry Guggenheim gehörte ebenfalls zur Führung der Zeitung. Seit den 70er-Jahren ist die Zeitung unabhängig von der Guggenheim Familie.

Nancy Guggenheim (1916–1973) heiratete einen Enkel von Charles Anderson Dana. Charles war massgeblich am Aufbau von Dana Incorporated beteiligt, einer der grössten Automobilzulieferer der USA. Sein gleichnamiger Onkel war Redakteur der nicht mehr existenten New-York Tribune, die damals eine der wichtigsten Zeitung der USA war.

Eleanor Guggenheim (1896–1992) heiratete Arthur Stuart, der 7. Graf von Castle Stewart. Die Familie des Grafen kommt aus dem schottischen Stewart Clan und stammt vom schottischen König Robert II. (1316–1390) ab.

Rose Guggenheim (1871–1945) heiratete in die amerikanisch-jüdische Loeb Familie, die Mitgründer der Investmentbank „Kuhn, Loeb & Co.“ war. Diese war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eine der grössten Investmentbanken der USA. Die jüdischen Bankiersfamilien Schiff und Warburg waren auch Teilhaber der Bank.

Benjamin Guggenheim (1865–1912) heiratete in die amerikanisch-jüdische Seligman Familie. Die Seligmans gründeten und führten „J. & W. Seligman & Co.“, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der führenden Investmentbanken der USA war.

Barbara Guggenheim (1903–1995) heiratete den amerikanisch-jüdischen Investmentbanker Sigmund Marshall Kempner. Er war Gründer und Vorsitzender der French Bank of California, die heute unter dem Namen Bank of the West firmiert. Die Bank of the West gehört derzeit zu den 40 grössten Banken der USA. Sie ist im Besitz der französischen Grossbank BNP Paribas. Sigmunds zweite Ehefrau gehörte zum Verwandtenkreis der amerikanisch-jüdischen Lehman Familie, die 1850 Lehman Brothers gegründet hatte, eine der grössten Investmentbanken des 20. Jahrhunderts.

Gladys Guggenheim (1895–1980) heiratete den Sohn von Oscar Straus. Oscar war der erste Jude in einem Regierungskabinett der USA. Gladys Guggenheims Sohn Roger Straus (1917–2004) war Gründer und Vorsitzender von „Farrar, Straus und Giroux“, ein erfolgreicher Buchverlag. Der Verlag gehört inzwischen zum britischen Grossverlag Macmillan Publishers, der wiederum der deutschen Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört.

Solomon Guggenheim (1861–1949) heiratete die Tochter des deutsch-jüdischen Einwanderers Victor Henry Rothschild. Er ist, soviel bekannt ist, nicht mit der berühmten Rothschild Familie verwandt. Cora Guggenheim (1873–1956) heiratete den Investmentbanker Louis Frank Rothschild, der ebenfalls nicht mit der Rothschild Familie verwandt sein soll. Sein Vater war aus Deutschland eingewandert.

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Bevan Familie

Die Bevan Familie aus Grossbritannien ist mit der Barclays Bank verbunden, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt.

Der Quäker Silvanus Bevan (1661-1725) war der Stammvater der Familiendynastie.

1. Generation

Der gleichnamige Sohn Silvanus Bevan (1691-1765) gründete 1715 in London eine Apotheke, die mit der Zeit auch medizinische Waren ins Ausland verkaufte. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts übernahm die Quäkerfamilie Hanbury das Geschäft. Ab da entwickelte sich das Geschäft zu einem erfolgreichen Pharmaunternehmen, das unter dem Namen „Allen & Hanburys“ bekannt war. 1958 wurde das Unternehmen vom britischen Pharmakonzern Glaxo übernommen. Dieser ist einer der wichtigen Vorläufer von GlaxoSmithKline, der heute einer der grössten Pharmakonzerne der Welt ist. Quäker spielten eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Pharmazie (Quelle). Die Bevan Familie kannte mehrere bekannte Pharmawissenschaftler aus Quäkerfamilien.

Silvanus heiratete in zweiter Ehe die Tochter eines Quäkers, der ein Arzt des britischen Königs Wilhelm/William III. war. Wilhelm kam aus der niederländischen Königsfamilie und war auch König der Niederlande. Er und seine Verbündeten hatten 1689 den britischen König Jakob II. gestürzt, worauf Wilhelm den Thron bestieg. Jakob war der letzte katholische König Britanniens und er stand mit dem protestantischen Adel im Konflikt. Unter seiner Herrschaft wurde die Religionsfreiheit stark eingeschränkt, worunter auch die Quäker zu leiden hatten. Als Wilhelm die Macht übernahm, verabschiedeten er und das englische Parlament den Toleration Act, der Religionsfreiheit für Quäker und andere christliche Gemeinschaften garantierte (dafür waren ab da Katholiken Diskriminierungen ausgesetzt). Die niederländische Königsfamilie hatte Kontakt zu wohlhabenden Quäkerfamilien und die quäkerische Bankiersfamilie Hope übernahm eine wichtige Rolle bei der Verwaltung und Finanzierung des niederländischen Kolonialimperiums (die Niederlande waren damals eine führende Kolonialmacht).

Silvanus Bruder Timothy Bevan (1704-1786) heiratete in zwei der bedeutendsten Quäkerfamilien. Erst heiratete er in die Quäkerfamilie Barclay. Der Bruder seiner Frau gründete die Barclays Bank. Der Vorläufer der Bank existierte schon seit 1690 und wurde von der Quäkerfamilie Freame gegründet. Somit ist sie eine der ältesten (noch bestehenden) Banken der Welt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Bank unabhängig von der Barclay Familie. Allerdings waren ab da mehrere Familien in der Führung der Bank, die im 19. Jahrhundert mit den Barclays befreundet waren. So waren in den letzten 70 Jahren mehrere Mitglieder der Quäkerfamilien Bevan, Pease und Tuke in leitenden Positionen der Bank sowie auch die Buxton Familie (Verwandte der Quäkerfamilie Gurney). Die Barclays Bank gehört heute zu den mächtigsten Banken der Welt. 2019 belegte sie Platz 20 auf der Liste der grössten Banken weltweit. 2010 belegte sie noch Platz 10 und 1970 war sie sogar auf Platz 4 (Quelle). Im Jahr 2011 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Die Barclays Bank belegte Platz 1 auf der Liste (Quelle). Quäker waren massgeblich am Aufbau des britischen Bankwesens beteiligt (Quelle). Das Londoner Bankenviertel war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert der mächtigste Finanzplatz der Welt und gilt heute noch als der wichtigste neben der Wall Street in New York. Quäker spielten auch eine wichtige Rolle bei der Industrialisierung Grossbritanniens (Quelle). Die Industrielle Revolution begann in Grossbritannien und gilt als eines der wichtigsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte und hat die ganze Welt von Grund auf verändert.

Timothy Bevan (1704-1786) heiratete in zweiter Ehe in die Quäkerfamilie Gurney. Die Gurney Familie gründete 1770 die Gurneys Bank, die 1896 Teil von Barclays wurde. Die Barclay Familie heiratete ebenfalls in die Gurney Familie.

2. Generation

Timothys Sohn Silvanus Bevan (1743-1830) begann für die Barclays Bank zu arbeiten. Silvanus heiratete in die Quäkerfamilie Wakefield, die ebenfalls mit der Barclay Familie verwandt war. Ein bemerkenswertes Familienmitglied wäre Edward Gibbon Wakefield (1796-1862), der eine wichtige Rolle bei der Gründung der britischen Kolonien Südaustralien und Neuseeland spielte.

3. Generation

David und sein Bruder Richard Bevan wurden Partner der Barclays Bank.

4. Generation

Robert Cooper Lee Bevan (1809-1890) war ebenfalls Partner der Barclays Bank. Er heiratete die Tochter von Joseph Sydney Yorke, ein britischer Offizier. Joseph war ein Enkel von Philip Yorke, ein hochrangiger Staatsmann, der zum Grafen geadelt wurde. Ab da war die Bevan Familie mit britischen Adligen verbunden.

5. Generation

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Barclays Bank von einer Privatbank zu einer Aktiengesellschaft umgewandelt. Francis Bevan (1840-1919) wurde der erste Vorsitzende der Barclays Bank. Francis erste Ehefrau war die Enkelin eines Herzogs aus der Russell Familie. Seine zweite Ehefrau war die Tochter von Baron James Hogg, der zur Führung der East India Company gehörte, das vermutlich mächtigste Unternehmen der Menschheitsgeschichte.

Gwendolen Bevan (1866-1937) heiratete Ion Keith-Falconer. Ion war ein Bruder von Graf Algernon von Kintore. Dieser war der damalige Clan-Chef des schottischen Keith Clans. Graf Algernon war hochrangiger Freimaurer, Templer und Rosenkreuzer.

Edith Agneta Bevan (1850-1929) heiratete William Middleton Campbell, der Gouverneur der Bank of England war (britische Zentralbank). Er kam aus dem schottischen Campbell Clan.

Roland Bevans (1848-1923) Frau kam mütterlicherseits aus der Bankiersfamilie Hoare. Die Hoare Familie gründete 1672 die britische Privatbank „C. Hoare & Co“ und kontrolliert sie bis heute. Damit ist sie die zweitälteste britische Bank und die zweitälteste Familienbank der Welt. Roland Bevans Frau war die Tochter von Arthur Kinnaird, der 10. Lord von Kinnaird aus Schottland. Dessen Grossvater mütterlicherseits war das Oberhaupt der FitzGerald-Dynastie. Die irische Adelsfamilie bildete sich vor 900 Jahren. Sie stammen von der Dinefwr-Dynastie ab, eine walisische Herrscherfamilie aus dem ersten Jahrtausend. Sie stammen zudem der Legende nach von der italienischen Adelsfamilie Gherardini ab, die bis zum 14. Jahrhundert zu den mächtigsten Familien der italienischen Stadt Florenz gehörte.

Edwyn Bevan (1870-1943) heiratete die Tochter eines britischen Barons.

Nesta Bevan Webster (1876-1960) wurde eine bekannte Verschwörungstheoretikerin.

6. Generation

Gerard Lee Bevan (1869-1936) musste wegen Finanzbetrug mehrere Jahre ins Gefängnis.

8. Generation

Timothy Hugh Bevan (1927-2016) war fast 30 Jahre lang im Aufsichtsrat der Barclays Bank. Von 1968 bis 1974 war er stellvertretender Vorsitzender der Bank. Von 1981 bis 1987 war er Vorsitzender und leitete somit eine der mächtigsten Banken der Welt. Er wurde zum Ritter geschlagen.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Adams Familie

Cedric Adams (1902–1961) arbeitete als Radiosprecher und Zeitungsjournalist. Sein Sohn Stephen Adams (*1937) ist als Privat Equity-Investor aktiv, investiert also in nicht börsennotierte Unternehmen. Er gründete 2013 zusammen mit seinem Sohn Mark die „Adams Publishing Group“. Das Medienunternehmen erwarb innerhalb von paar Jahren dutzende Zeitungen und besitzt inzwischen über 120 kleinere Zeitungen in den USA. Das Unternehmen befindet sich in Familienbesitz und wird derzeit von Mark Adams geführt. Das Vermögen der Familie wurde auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt.[1]

Stephen Adams wurde bei Skull and Bones aufgenommen. Diese Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die Elite der USA. Stephen Adams unterstützte den Wahlkampf von George W. Bush bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 mit einer Million US-Dollar. Bush gewann die Wahl und wurde Präsident. Er war ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones, wie bereits sein Vater und Grossvater (sein Vater war zudem ebenfalls US-Präsident).[2] Stephen Adams sagte sogar in einem Interview, dass er Bush unter anderem unterstützt hatte, weil dieser Mitglied bei Skull and Bones war.[3] Nachdem Bush die Wahl gewonnen hatte, lud er seine Kameraden von Skull and Bones ins Weisse Haus ein. Zehn davon verdankten ihm gar einen neuen Job.[4] Die Mitglieder bei Skull and Bones sind dazu verpflichtet, sich gegenseitig bei ihren beruflichen Karrieren zu helfen.[5] Stephen Adams spendete über 100 Millionen US-Dollar an Einrichtungen der Yale Universität, wo Skull and Bones wie gesagt Mitglieder anwirbt.

Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken.[5][6][7] Bei Skull and Bones waren neben der Bush Familie noch weitere bekannte Familien der US-amerikanischen Elite vertreten, wie Rockefeller, Vanderbilt, Harriman, Taft und Whitney.[2]

Quellen:

  1. https://www.poynter.org/business-work/2017/who-are-the-adams-family-and-why-are-they-buying-newspapers-by-the-dozen/
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Skull_and_Bones_members
  3. https://yalealumnimagazine.org/articles/2247-anonymous-donors-tell-all
  4. https://www.focus.de/kultur/leben/die-totenkopf-connection-karriere_id_2001986.html
  5. https://www.sueddeutsche.de/wissen/serie-geheimbuende-skulls-bones-1.290800
  6. https://www.srf.ch/radio-srf-virus/aktuell/skurriles-die-bizarrsten-aufnahmerituale-von-studentenverbindungen
  7. https://archive.org/details/secretsoftombsku00robb/page/134/mode/2up?q=blood

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McClatchy Familie

Die McClatchy Familie gehört zu den mächtigsten Zeitungsunternehmern der USA. Im Zeitraum 2005 wurde das Familienvermögen auf 2,7 Milliarden US-Dollar geschätzt.[1]

Der Ire James McClatchy (1824-1883) emigrierte in die USA. Dort arbeitete er als Journalist und wurde Herausgeber der Zeitung The Sacramento Bee. Die Zeitung wurde seither von der McClatchy Familie kontrolliert und gehört bis heute zur McClatchy Company. Die Nachkommen von James erwarben nach und nach weitere Zeitungen. 2006 kaufte die McClatchy Company das Medienunternehmen Knight Ridder, das über 30 Zeitungen in den USA besass. Dadurch wurde die McClatchy Company zu einem der grössten Zeitungsunternehmen der USA.

Wegen des Aufkommens der digitalen Medien lesen immer weniger Leute Zeitungen. Wie viele Zeitungsunternehmen geriet auch McClatchy dadurch in finanzielle Schwierigkeiten. Im Februar 2020 beantragte das Unternehmen Insolvenz, aber die Zeitungen werden weitergeführt. Seither befindet sich das Unternehmen hauptsächlich im Besitz des Hedgefonds Chatham Asset Management, der das Unternehmen wieder aufpäppeln soll. Der Hedgefonds ist auch am Boulevardverlag A360media beteiligt.

Heute besitzt die McClatchy Company etwa 30 Zeitungen. Nach Angaben der McClatchy Company haben ihre Zeitungen 54 Pulitzer-Preise gewonnen und haben über 65 Millionen monatliche Leser.[2]

Kevin McClatchy (*1963) ist derzeit Vorsitzender der McClatchy Company. Mütterlicherseits ist er ein Enkel von George F. Kennan (1904-2005).[3] Kennan war einer der wichtigsten US-Diplomaten seiner Zeit und war eng mit William Averell Harriman und US-Präsident Franklin Roosevelt verbunden.[4]

Kevin McClatchy besass früher die Pittsburgh Pirates, ein Baseballteam. Dadurch hatte er Kontakt zu Robert Nutting, der inzwischen das Baseballteam besitzt.[5] Robert kommt aus der Ogden-Nutting Familie. Die Familie gründete, besitzt und führt das Medienunternehmen Ogden Newspapers, das derzeit über 40 Zeitungen in den USA besitzt.

Laut einem Artikel des Satiremagazins Spy aus dem Jahr 1989 gehört die McClatchy Familie zum Bohemian Club.[6] Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/sites/noahkirsch/2020/02/14/from-billionaires-to-bust-the-storied-start-and-rapid-fall-of-the-mcclatchy-newspaper-empire/?sh=2437c45b688b
  2. https://www.mcclatchy.com/our-impact
  3. https://en.wikipedia.org/wiki/Kevin_McClatchy
  4. https://en.wikipedia.org/wiki/The_Wise_Men_(book)
  5. https://www.post-gazette.com/sports/pirates/2007/01/13/Nutting-becomes-Pirates-principal-owner/stories/200701130123
  6. https://whorulesamerica.ucsc.edu/power/bohemian_grove_spy.html

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Schiff Familie

Die deutsch-jüdische Familie Schiff lebte seit dem 17. Jahrhundert in der Judengasse der deutschen Stadt Frankfurt. Die Familie lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Sie brachte mehrere Rabbiner hervor. Darunter auch Tevele Schiff (starb 1792), der nach London zog und dort Oberrabbiner der Grossen Synagoge von London wurde. (Quelle) Die Schiff Familie war durch Heiraten mit den Familien Goldschmidt, Oppenheim, Wertheimer und Haas verbunden, die zu den reichsten Familien der Frankfurter Judengasse gehörten.

Jacob Schiff

Jacob Schiff (1847-1920) emigrierte in die USA und wurde dort schnell zu einem einflussreichen Bankier. Der von ihm gegründete Familienzweig gehört seither zur US-Elite. Jacobs Vater war als Makler für die Rothschild Familie tätig (Quelle).

Jacob Schiff heiratete 1875 eine Tochter von Solomon Loeb. Dieser war ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer. Loeb gründete 1867 die Investmentbank „Kuhn, Loeb & Co.“. Sie wurde schnell zu einer der grössten Investmentbanken der USA und galt als die mächtigste neben der Bank der Morgan Familie. 1977 wurde „Kuhn, Loeb & Co.“ Teil der Bank Lehman Brothers, die bis zu ihrem Zusammenbruch 2008 eine der grössten Investmentbanken der Welt war. Lehman Brothers wurde 1850 von der Lehman Familie gegründet, ebenfalls eine Familie von deutsch-jüdischen Einwanderern.

Jacob Schiff führte „Kuhn, Loeb & Co.“ und wurde zu einem der wichtigsten Finanziers der Eisenbahnindustrie in den USA. 1918 gehörte er zu den 30 reichsten US-Amerikanern (Quelle). Er unterstützte das japanische Kaiserreich mit Kriegskrediten. Dafür erhielt er von japanischen Kaiser einen Orden. Er traf den britischen König Edward VII., der übrigens hochrangiger Freimaurer war (Quelle).

Jacob Schiff kannte Paul Warburg, ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer. Paul Warburg gehörte wie Schiff zur Führung von „Kuhn, Loeb & Co.“ und heiratete ebenfalls eine Tochter des Bankengründers Solomon Loeb. Schiffs Tochter heiratete wiederum einen Bruder von Paul Warburg. Jacob Schiff und Paul Warburg hatten geschäftlichen Kontakt zum Eisenbahnunternehmer Edward Harriman (Freimaurer). Dieser kontrollierte die US-amerikanische Grossbank Wells Fargo. Heute ist Wells Fargo eine der vier grössten Banken der USA. Nach Harrimans Tod waren Paul Warburg und Jacob Schiff im Vorstand von Wells Fargo. Dadurch werden sie Isaias Hellman (Freimaurer) gekannt haben, da dieser nach Harrimans Tod die Führung der Bank übernahm. Isaias war ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer und galt zeitweise als der reichste Jude der USA.

Jacob Schiff war Direktor von mehreren Eisenbahn- und Finanzunternehmen. Er war Direktor der National City Bank. Sie trägt heute den Namen Citigroup und gehört ebenfalls zu den vier grössten Banken der USA. Jacob Schiff kannte dadurch vermutlich James Stillman, der damals die Bank führte. Stillman hatte zwei Töchter, die in die berühmte Rockefeller Familie heirateten.

Jacob Schiff war 1870 Mitgründer der Continental Bank and Trust Company. 1948 fusionierte sie mit der Chemical Bank (war mit der Roosevelt Familie verbunden). Die Chemical Bank gehörte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den grössten Banken der Welt. Ende des Jahrhunderts fusionierte sie mit zwei Grossbanken der Familien Rockefeller und Morgan. Dadurch entstand JPMorgan Chase, die heute die grösste Bank der USA ist.

Jacob Schiff gehörte zum Gründerkreis der Pilgrims Society. (Quelle) Die Pilgrims Society ist eine seit 1902 bestehende Gesellschaft, die dem Austausch der britischen und der US-amerikanischen Elite dient. Der britische Monarch ist der Schirmherr der Gesellschaft. Die Schiff Familie gehört bis heute zur Pilgrims Society (siehe unten).

Jacobs Nachkommen

Jacobs Sohn Mortimer Loeb Schiff (1877-1931) war bis zu seinem Tod Partner der Bank „Kuhn, Loeb & Co.“. Darauf wurde er von seinem Sohn John Schiff (1904-1987) abgelöst. John war langjähriger Treuhänder der „John Simon Guggenheim Memorial Foundation“. Die Stiftung wurde von der amerikanisch-jüdischen Guggenheim Familie gegründet, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Amerikanern gehörte. John Schiff heiratete eine Enkelin von George Fisher Baker, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts der reichste Bankier der USA war. Zu dieser Zeit kannten sich viele der reichsten US-Amerikaner persönlich und viele waren auch familiär miteinander verbunden. Hier die Reichenliste von 1918.

John Schiff war Polospieler und gehörte zu einem Polo-Club, in dem viele Akteure der damaligen US-Elite vertreten waren. Darunter Vincent Astor, Cornelius Vanderbilt, Robert Lehman, William Averell Harriman, die Frau von William Randolph Hearst, Harry Guggenheim, Walter Chrysler und John Hay Whitney. (Quelle: Seite 134)

John Schiff war von 1968 bis 1985 Schatzmeister der amerikanischen Gruppe der Pilgrims Society. Sein Sohn David Schiff (*1936) gehört zur Führung der Elitengesellschaft. (Quelle: 1, 2). David Schiff war geschäftsführender Gesellschafter von „Kuhn, Loeb & Co.“.

David Schiff ist Treuhänder des Metropolitan Museum of Art in New York, das grösste Kunstmuseum der USA. Zu den Treuhändern gehören Mitglieder der Milliardärsfamilien Ambani (Indien), David-Weill (Frankreich), Koç (Türkei), Al Sabah (Kuwait) und Santo Domingo (Kolumbien) sowie Mitglieder der amerikanisch-jüdischen Milliardärsfamilien Lauder, Pritzker, Greenberg, Tisch und Rudin. (Stand: Juli 2021) Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Davids Sohn Andrew Schiff (*1966) heiratete 1997 eine Tochter des berühmten Politikers Al Gore und hat drei Kinder mit ihr (Quelle). Al Gore war von 1993 bis 2001 Vizepräsident der USA und erhielt 2007 den Friedensnobelpreis. Er ist Partner des Venture Capital-Unternehmens „Kleiner Perkins“. Finanzunternehmen im Bereich Venture Capital finanzieren in kleine Unternehmen und machen Gewinn, wenn diese wachsen. Kleiner Perkins unterstützte den Aufbau vieler Unternehmen, darunter auch Google und Amazon. Al Gore ist seit 2003 im Aufsichtsrat des Technologiekonzerns Apple. Er war Berater bei Google. 2013 wurde sein Vermögen auf 200 Millionen US-Dollar geschätzt (Quelle). Al Gore besuchte den Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien. Al Gore gehört zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Dorothy Schiff (1903-1989) war fast 40 Jahre lang Eigentümerin und Herausgeberin der New York Post, die bis heute zu den wichtigsten Zeitungen der USA gehört. 1976 verkaufte sie die Zeitung an den Medienunternehmer Rupert Murdoch, der sie bis heute besitzt. Dorothy Schiff hatte angeblich eine Affäre mit dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (Freimaurer). Sie blieb aber dennoch eine langjährige und enge Freundin von Franklins Ehefrau Eleanor (Quelle). Ihre Tochter Adele Schiff Hall heiratete Robert W. Sweet, ein hochrangiger Richter.

Felicia Schiff Warburg (*1927), eine Urenkelin des Einwanderers Jacob Schiff, heiratete Franklin Roosevelt Jr. (Freimaurer). Er war ein Sohn von US-Präsident Franklin Roosevelt. Roosevelt Junior hatte in erster Ehe in die Du Pont Familie geheiratet, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. Felicia Schiff Warburg hatte in erste Ehe in die jüdische Sarnoff Familie geheiratet. (Quelle: 1, 2) David Sarnoff gründete den Medienkonzern NBC.

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Aga Khan Familie

Die Aga Khan Familie ist die vielleicht mächtigste persische Aristokratenfamilie der heutigen Zeit. Die Familie stellt das geistliche Oberhaupt der Nizariten/ Ismailiten. Die Nizariten sind die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft und haben 15 bis 20 Millionen Anhänger in vielen Ländern, hauptsächlich in Zentral- und Südasien und im Nahen Osten.

Der Legende nach stammt die Aga Khan Familie vom Propheten Mohammed ab, der im 7. Jahrhundert den Islam gegründet hatte. Zu ihren Vorfahren sollen auch die Fatimiden gehören, eine der mächtigsten Herrscherfamilien des 11. Jahrhunderts. Die Vorfahren der Aga Khan Familie waren mit den Assassinen verbunden. (Quelle) Die Vorfahren der Khans werden ganz unten in diesem Beitrag erläutert.

Trotz ihres kulturellen Hintergrunds gehören die heutigen Familienmitglieder hauptsächlich zur angloamerikanischen und französischen High Society. Sie unterhalten Kontakte zur politischen Elite von Pakistan und Indien. Obwohl sie religiöse Führer sind, nehmen sie es mit der Religion nicht so ernst (sie servieren ihren Gästen Alkohol, sie haben romantische Beziehungen mit nicht Muslimen, begingen Ehebruch, liessen sich scheiden, drei Familienmitglieder heirateten Models).

Der Perser Hasan Ali Shah (1804-1881) war das 46. Oberhaupt der Nizariten. Er heiratete eine Tochter des persischen Herrschers Fath Ali Schah aus der Dynastie der Kadscharen. Die Kadscharen herrschten von 1794 bis 1925 über Persien (der heutige Iran). Der persische Herrscher verlieh Hasan den Titel des Aga Khan, worauf sich Hasan in Aga Khan I. umbenannte. Seither besitzt das Oberhaupt der Nizariten gleichzeitig den Titel des Aga Khan.

Aga Khan I. half den Briten im anglo-afghanischen Krieg. Später lebte er in der indischen Stadt Bombay, die damals von den Briten kontrolliert wurde. Der spätere britische König Edward VII. besuchte Aga Khan I. in Indien. Übrigens war König Edward VII. Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle). Der Aga Khan lernte auch den britischen Offizier Charles James Napier kennen. Napiers Grossvater väterlicherseits war der Clan-Chef des schottischen Napier Clans. Sein Grossvater mütterlicherseits war Charles Lennox, der zweite Herzog von Richmond und Enkel des britischen Königs Karl II. aus dem schottischen Stewart Clan. Charles Lennox war ebenfalls Grossmeister der Freimaurer in England (Quelle). Zur britischen Kolonialelite in Bombay gehörten schottische Aristokraten. Donald Mackay, der Clan-Chef des schottischen Mackay Clans, war von 1885 bis 1890 Gouverneur von Bombay.

Aga Khan II. (1830-1885) war das 47. Oberhaupt der Nizariten. Er freundete sich in Bombay mit Briten an. Sein Sohn Aga Khan III. (1877-1957) wurde das 48. Oberhaupt der Nizariten. Nach Angaben einer Freimaurerloge aus England war Aga Khan III. Freimaurer (Quelle). Auch The News International, die grösste englischsprachige Zeitung in Pakistan, schrieb, dass er Freimaurer war, aber der Artikel ist inzwischen von der Internetseite der Zeitung entfernt worden.

Aga Khan III. studierte an der University of Cambridge. Die britische Universität besteht seit dem 13. Jahrhundert und ist damit eine der ältesten der Welt. Aga Khan III. war 1906 Gründungsmitglied und erster Präsident der Muslimliga, eine indische Partei, welche die Interessen der indischen Muslime vertrat. (Quelle) Die Partei war massgeblich an den Vorbereitungen zur Gründung eines unabhängigen Staates der Muslime in Indien beteiligt, was 1947 zur Gründung des Staates Pakistan führte. Zu Beginn der 30er Jahren fanden in London drei Konferenzen statt, die von der britischen Regierung einberufen wurden, um die Verfassungsreformen Indiens zu erörtern (Indien war bis 1947 eine britische Kolonie). Aga Khan III. übernahm eine führende Rolle bei den Konferenzen, bei denen britische und indische Aristokraten zusammenkamen (Quelle). Die britische Königsfamilie verlieh dem Aga Khan mehrere Orden und nahm ihn in den Privy Council auf (Geheimrat der britischen Königsfamilie). Von 1932 bis 1937 vertrat der Aga Khan Indien beim Völkerbund und anschliessend war er ein Jahr lang Präsident des Völkerbundes. Der Völkerbund bestand von 1920 bis 1946 und war ein Vorläufer der heutigen Vereinten Nationen (UNO). Aga Khan III. war zudem auch ein sehr wohlhabender Geschäftsmann. (Quelle: 1 und 2)

Aly Khan

Aly Khan (1911-1960) war ein Sohn von Aga Khan III.

Aly diente als pakistanischer Botschafter bei den Vereinten Nationen und wurde Vizepräsident der UNO-Generalversammlung. Er heiratete in erster Ehe Joan Yarde-Buller, die Tochter eines britischen Barons. Sie hatte in erster Ehe in die Guinness Familie geheiratet, die zur britischen Wirtschafts- und Adelselite gehört und in die Rothschild Familie heiratete. Joan Yarde-Buller heiratete in dritter Ehe den britischen Vizegrafen Seymour Berry, ein Zeitungsbesitzer.

Aly Khan führte ein romantisches Verhältnis mit Pamela Digby, ebenfalls die Tochter eines britischen Barons. Pamela hatte auch romantische Beziehungen mit den Wirtschaftsbossen Élie de Rothschild, Gianni Agnelli und Stavros Niarchos. Sie heiratete in erster Ehe Randolph Churchill, der Sohn des britischen Premierministers Winston Churchill (Freimaurer). In dritter Ehe heiratete sie William Averell Harriman, der einer der mächtigsten Akteure der US-amerikanischen Elite war. (Quelle)

Aly Khan hatte ein romantisches Verhältnis mit Margaret Whigham. Diese hatte viele Liebhaber, angeblich mehr als 80. Darunter sollen auch drei Mitglieder der britischen Königsfamilie, zwei Minister und ein ehemaliger Nazi gewesen sein. Margaret hatte auch ein romantisches Verhältnis mit einem Sohn des geadelten Zeitungsverlegers Max Aitken. Sie heiratete Herzog Ian Campbell, der Clan-Chef des schottischen Campbell Clans. (Quelle: 1 und 2)

Karim Aga Khan

Alys Sohn Karim Aga Khan IV. (*1936) ist das derzeitige religiöse Oberhaupt der Nizariten. Sein Vermögen wurde auf 10 Milliarden Euro geschätzt (Quelle). Seine Anhänger müssen einen Prozentsatz ihres Vermögens an Karim abgeben, viele spenden aber auch freiwillig mehr. Das erhaltene Geld soll Karim an Wohltätigkeitsorganisationen spenden.

Karim Aga Khan IV. gründete und führt das „Aga Khan Development Network“ (AKDN), die grösste private Entwicklungsorganisation der Welt. Das AKDN ist eine der wichtigsten Entwicklungsorganisationen in afrikanischen und asiatischen Ländern mit hoher Armut. Karims Kinder arbeiten ebenfalls für die Organisation. Zu den derzeitigen Partnern des AKDN gehören unter anderem die Stiftungen von Rockefeller, Mellon, Bill Gates und Tata sowie der Agrarkonzern Cargill (Quelle).

Karim gründete und kontrolliert die Nation Media Group. Diese ist das grösste Medienunternehmen in Kenia und besitzt dort mehrere der grossen Zeitungen. Das Unternehmen ist noch in weiteren afrikanischen Ländern in der Medienlandschaft aktiv.

Karim ist Freimaurer. Er hat sich zwar nie als einer geoutet und Vertreter der Nizariten streiten ab, dass die Aga Khan Familie mit der Freimaurerei verbunden ist, aber englische Freimaurer waren so nett und bestätigten Karims Mitgliedschaft im Freimaurerbund (Quelle: Seite 37).

Karim lebt hauptsächlich in seinem Schloss in Frankreich. Er besitzt die britische Staatsbürgerschaft. Dank einer Adelstitelverleihung der britischen Queen kann sich Karim als „Seine Hoheit“ bezeichnen. (Quelle) Die Queen veranstaltete 2018 in ihrem Palast ein Abendessen für Karim, der sein 60-jähriges Jubiläum als religiöser Führer feierte (Quelle). Karim kennt auch die britischen Prinzen Charles und Philip (Fotos: 1, 2, 3). Übrigens hat die britische Königsfamilie womöglich ebenfalls Blut des Propheten Mohammed in sich. Auch die jordanische und die marokkanische Königsfamilie sollen von Mohammed abstammen. (Quelle)

Als Nicolas Sarkozy Präsident von Frankreich war, veranlasste er im Geheimen, dass der in Frankreich ansässige Karim Aga Khan von allen Steuern befreit wurde. (Quelle)

Karim heiratete in erster Ehe das Model Sarah Poole. Sie war zuvor mit dem britischen Aristokraten James Crichton-Stuart verheiratet gewesen. James Mutter kam aus der Grafenfamilie aus dem schottischen Forbes Clan und sein Vater war ein Markgraf aus der Crichton-Stuart Familie. (Quelle) James war dadurch ein Nachkomme des schottischen Königs Robert II. aus dem Stewart Clan.

Karim heiratete in zweiter Ehe Gabriele Thyssen. Ihr Stiefvater kam aus der Thyssen Familie, die zu den reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts gehörte. Die Thyssens sind mit vielen Adelsfamilien verbunden. Gabriele hatte in erster Ehe in den deutschen Hochadel geheiratet. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Oldenburg und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der russischen Kaiserfamilie

Karim ist sehr gut vernetzt:

  • Über seine philanthropischen Aktivitäten hatte er Kontakt zu den Rockefellers. Er traf den berühmten Milliardär David Rockefeller und dessen Tochter Peggy Rockefeller Dulany (Fotos: 1 und 2).
  • Er kannte den verstorbenen Franzosen Guy de Rothschild sowie Édouard de Rothschild (Fotos: 1 und 2).
  • Er traf die US-amerikanischen Multimilliardäre Bill Gates und Michael Bloomberg (Fotos: 1 und 2).
  • Er ist mit der Familie des derzeitigen kanadischen Premierministers Justin Trudeau befreundet (Quelle). Justins Vater Pierre Trudeau war von 1968 bis 1984 ebenfalls kanadischer Premierminister. Vater und Sohn gehörten zum Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie). Kanada war früher eine britische Kolonie und die Queen ist heute noch das Staatsoberhaupt von Kanada. Karim ist seit 2009 kanadischer Ehrenbürger.
  • Er war mit dem verstorbenen James „Jim“ Wolfensohn befreundet (Quelle). Der australisch-amerikanische Ökonom war von 1995 bis 2005 Präsident der Weltbank.
  • Karim und sein Bruder Amyn kennen Laurent Dassault (Foto). Die Dassault Familie gehört zu den reichsten Familien Frankreichs und sind Bekannte der Rothschilds.
  • Über die Google-Suche findet man Fotos von Karim mit Mitgliedern mehrerer Königsfamilien aus Europa und der arabischen Welt.
  • Er traf Staatsoberhäupter wie Wladimir Putin, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Nursultan Nazarbayev und Lee Hsien Loong.
  • Er kennt Bill Clinton und seine Frau Hillary.
  • Er traf Ratan Tata, der zu den mächtigsten Akteuren der indischen Elite gehört (Foto).
  • Er traf mehrfach den Milliardär und Politiker Silvio Berlusconi aus Italien und den Politiker Joschka Fischer aus Deutschland (Quelle).
  • Er kennt Michel David-Weill, einer der einflussreichsten Akteure der französischen Finanzelite (Quelle).
  • Er war auf der Hochzeit von Edmond und Lily Safra (Quelle). Der libanesisch-brasilianische Bankier Edmond Safra galt als einer der reichsten Bankiers der Welt.
  • Er kennt den belgischen Adligen Guillaume de Spoelberch, der Direktor von Aga Khans Stiftung war (Quelle: 1 und 2). Die Milliardärsfamilie Spoelberch ist mit dem weltweit grössten Bierkonzern Anheuser-Busch InBev verbunden.
  • Er kennt die US-Politikerin Madeleine Albright (Foto).

Die Aga Khan Familie hatte über ihre Pferdezucht Kontakt zu Jean-Luc Lagardère (Quelle). Die französische Lagardère Familie kontrolliert einen der grössten Medienkonzerne Frankreichs.

Die Aga Khan Familie kennt Farah Pahlavi (Fotos: 1, 2, 3). Sie hatte in die persische Herrscherfamilie Pahlavi geheiratet und wurde dadurch die Kaiserin von Persien (heutiger Iran). Die Pahlavi-Dynastie war die letzte Herrscherfamilie von Persien. Sie herrschte von 1925 bis 1979 über den Iran.

Karim Aga Khan IV. besuchte Le Rosey, ein Eliteinternat in der Schweiz. Es ist vermutlich das elitärste Internat der Welt. Viele Königsfamilien schicken ihre Kinder dorthin. Aber auch Kinder aus Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Rothschild, Botin, Niarchos, Du Pont, Molson, Thyssen, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. Im Zeitraum 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als „die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens, in dem sich das Internat befindet, als „die Bauern“ bezeichnet wurden. Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hochelitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann. (Quelle)

Karim gehörte oder gehört noch immer zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer Mitglieder der Familien RothschildRockefellerOppenheimerLoudon, Bin Laden, Astor, Ford, Siemens, AgnelliHoffmann und viele weitere elitäre Familien, darunter auch mehrere Königsfamilien. (Quelle)

Karims Onkel Sadruddin Aga Khan (1933-2003) war eine führende Persönlichkeit bei den Vereinten Nationen (UNO). Nach Angaben von Wikipedia erhielt er einen Orden vom Papst. In erster Ehe heiratete er das britische Model Nina Dyer, die zuvor in die deutsche Industriellenfamilie Thyssen geheiratet hatte. Sadruddin heiratete in zweiter Ehe in die Sursock Familie, die im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien des Libanons war und Freimaurer hervorbrachte. Die internationale Familie heiratete in die italienische, irische, muslimische und thailändische Aristokratie.

Karims Halbschwester Yasmin Aga Khan (*1949) kannte die US-Amerikanerin Estée Lauder, Gründerin des gleichnamigen Kosmetikkonzerns. (Foto) Yasmin besuchte 1985 eine Party in New York. Zu den Gästen gehörten der britische Adlige Charles Spencer-Churchill, der US-amerikanische Erdölunternehmer Nelson Bunker Hunt und der kanadische Wirtschaftsboss Edgar Bronfman (damaliger Präsident des Jüdischen Weltkongresses). (Quelle)

Mitglieder der Aga Khan Familie waren auf mehreren Hochzeiten von Königsfamilien. 1994 waren sie auf einer Hochzeit in London, bei der sich die griechischen Unternehmerfamilien Livanos und Vardinogiannis über eine Heirat verbanden. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Safra, Spencer-Churchill, Hambro, Hearst, Russell, Niarchos, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland, Jordanien und Serbien. (Quelle)

Mitglieder der Aga Khan Familie waren 2012 bei einer Veranstaltung von Sotheby’s. Zu den Gästen gehörten britische Adlige und Mitglieder der Familien Rothschild, Spencer-Churchill, Goldsmith und Hambro sowie die Ehefrau des britischen Milliardärs Anthony Bamford. Graf Leopold von Bismarck und Chantal von Hannover aus dem deutschen Hochadel waren auch da. (Quelle)

Vorfahren

Die Aga Khan Familie stammt wie bereits erwähnt der Legende nach vom Propheten Mohammed ab, der im 7. Jahrhundert den Islam gegründet hatte. Nach Mohammeds Tod spaltete ein Streit seine Familie, die geteilter Meinung war, wer der Nachfolger Mohammeds sein sollte. Dadurch teilte sich die Familie in zwei Zweige auf, die ihre eigenen Glaubensgemeinschaften führten. So spalteten sich die Muslime in Sunniten und Schiiten auf, die heute noch die beiden wichtigsten Strömungen der muslimischen Glaubensgemeinschaft sind. Im Familienzweig, der die Schiiten führte, kam es im 9. Jahrhundert zu einem weiteren Streit um die Nachfolge, worauf sich ein Teil der Schiiten abspaltete, der die heutigen Ismailiten/Nizariten ausmacht, die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft.

Die Aga Khan Familie soll von dem Familienzweig abstammen, der die Gemeinschaft der Ismailiten begründete und führte. Abdallāh al-Akbar (lebte im 9. Jahrhundert) gilt als der Begründer der Ismailiten. Seine Nachkommen führen seither die Ismailiten/Nizariten. Sein Nachkomme Abdallah al-Mahdi (873-934) war nicht nur das religiöse Oberhaupt, sondern auch der erste Kalif aus der Dynastie der Fatimiden, die zu den angeblichen Vorfahren der heutigen Aga Khan Familie gehört. Die Fatimiden wurden zu einer der mächtigsten Herrscherfamilien der damaligen Zeit und herrschten vom 10. bis 12. Jahrhundert. Sie herrschten zeitweise über das Gebiet der heutigen Staaten Ägypten, Tunesien, Marokko, Israel, Jordanien, Syrien, Libanon und auch über grosse Teile von Saudi-Arabien, Libyen, Algerien und Sudan. Die Fatimiden gründeten die ägyptische Stadt Kairo, die das Machtzentrum ihres Reiches wurde.

Muhammad al-Muhtadi (lebte im 11. und 12. Jahrhundert) war das 21. Oberhaupt der Nizariten und angeblicher Vorfahre der heutigen Aga Khan Familie. Sein Grossvater soll ein Prinz aus der Kalifenfamilie der Fatimiden gewesen sein. Al-Muhtadi lebte in Persien und kannte Hassan-i Sabbāh, ein wichtiger Führer der Nizariten und Gründer der sagenumwobenen Assassinen. Ab da lebte al-Muhtadis Familie bis ins 13. Jahrhundert in der Bergfestung Alamut und ab Mitte des 12. Jahrhunderts war das Oberhaupt der Nizariten gleichzeitig der Herrscher von Alamut.

Die Bergfestung Alamut war der Hauptsitz der Assassinen (Quelle). Die Vorfahren der Aga Khan Familie waren bekanntermassen Assassinen (Quelle). Die Assassinen waren ein Orden bestehend aus Nizariten und waren vor allem für ihre Auftragskiller bekannt, die angeblich Dutzende Sultane, Kalifen und Kreuzritter ermordeten. Der Orden geriet mit den Mongolen in Konflikt (das Mongolische Reich war damals die führende Grossmacht). Darauf wurde der Orden von den Mongolen ausgelöscht. Als die Mongolen die Bergfestung Alamut eroberten (Hauptsitz der Assassinen) wurden fast alle Dokumente und Bücher der Assassinen verbrannt. Daher weiss man bis heute so gut wie nichts über den Orden. (Quelle) Es wurde spekuliert, dass die Assassinen ein Geheimorden mit grossem Einfluss im Nahen Osten waren. Zur Zeit der Assassinen eroberten die vom Vatikan gesteuerten Kreuzfahrer Teile des Nahen Ostens (Kreuzzüge). Die Nizariten gingen Bündnisse mit den Kreuzfahrern ein. (Quelle) Als die Kreuzfahrer Jerusalem besetzten, gründete die dortige Kreuzfahrerelite mehrere Orden, von denen manche bis heute bestehen. Damals wurde auch der berühmte Templerorden gegründet, der als möglicher Vorläufer der Freimaurerei gilt. Die Assassinen hatten Kontakt zu den Tempelrittern und zahlten sogar eine Weile Geld an den Templerorden (Quelle).

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Campbell Clan

Der schottische Clan Campbell ist über 700 Jahre alt. Niall Mac Cailein Campbell (starb 1316) heiratete eine Schwester des schottischen Königs Robert I. König Robert kam aus dem schottischen Bruce Clan. Im 16. Jahrhundert heirateten die Campbells zweimal in die schottische Königsfamilie aus dem Stewart Clan. Die Clans Campbell und Stewart waren auch in den letzten 300 Jahren über Heiraten familiär verbunden.

Der Campbell Clan wurde zu einer der wichtigsten Familien des schottischen Adels und ist heute eine der wichtigsten Adelsfamilien Grossbritanniens. Der Clan stellte Barone, Vizegrafen, Grafen, Markgrafen und Herzöge. Der Campbell Clan heiratete in den letzten 700 Jahren in viele schottische Clans sowie in englische und irische Adelsfamilien. Der Clan brachte viele britische Politiker, Juristen und Militärs hervor. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die Verbindungen des Clans zur Freimaurerei sowie auf die Verbindungen zu elitären Kreisen.

Campbell Clan und die Freimaurerei

Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. 1736 gründeten die schottischen Freimaurer die Grossloge von Schottland. Der grösste Teil der Grossmeister der Grossloge stammten aus schottischen Clans und waren Adlige. Viele davon waren Clan-Chefs. (Quelle) Der Campbell Clan stellte mehrere Grossmeister der schottischen Grossloge:

Herzog George Campbell (1768-1839) war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle: 1, 2). Er war in der Politik und gehörte zum Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Er war „Lord Steward of the Household“ und somit Beamter des Königlichen Haushaltes. Zudem war er Hüter des Grossen Siegels von Schottland.

John Campbell (1796-1862), der 2. Markgraf von Breadalbane, war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er war 1827 auch der erste Grossmeister der Provinzgrossloge von Perthshire West in Schottland und hatte das Amt bis 1862 inne. Danach wurde der Herzog von Atholl (Clan-Chef des Murray Clans) Grossmeister der Provinzgrossloge. (Quelle) Markgraf John Campbell war in der Politik und gehörte zum Privy Council. Er war „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte der königlichen Haushalte. Er war Gouverneur der Bank of Scotland, die seit ihrer Gründung 1695 mit schottischen Clans verbunden ist. Die Bank besteht bis heute und ist damit eine der ältesten Banken der Welt. Heute gehört sie zur britischen Grossbank Lloyds. Die Frau von Markgraf John Campbell war eine Tante von Graf George Baillie-Hamilton-Arden, der ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer und Gouverneur der Bank of Scotland war. Noch weitere Verwandte der Campbells waren Grossmeister der schottischen Grossloge. Markgraf John Campbell erhielt den Schwarzen Adlerorden, der höchste Orden der preussischen Königsfamilie.

Baron Archibald Campbell Douglas (1835-1908) und sein gleichnamiger Neffe (1870-1929) waren ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge. (Quelle)

Gavin Campbell (1851-1922), der Markgraf von Breadalbane, war in der Politik und gehörte zum Privy Council. Er war „Lord Steward of the Household“ und der letzte Hüter des Geheimsiegels von Schottland. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans (Quelle). Markgraf Gavin Campbell heiratete die Tochter des damaligen Clan-Chefs des Graham Clans. Gavin Campbell war von 1892 bis 1905 Grossmeister des schottischen Templerordens. Mehrere Grossmeister des Templerordens in Schottland waren gleichzeitig die Oberhäupter von schottischen Clans. (Quelle) Hierbei handelt es sich um den freimaurerischen Templerorden. Es gibt noch weitere Orden, die sich als Templer bezeichnen, aber die Templer in der britischen Freimaurerei sind aus meiner Sicht der interessanteste Templerorden in der heutigen Zeit. Über diesen Orden ist nur wenig bekannt und es ist unklar, ob eine Verbindung zum Templerorden aus dem 12. Jahrhundert besteht. Der Templerorden von damals war unter anderem in Schottland aktiv. (Quelle) Er gilt als möglicher Vorläufer der Freimaurerei. Der heutige Templerorden nimmt nur christliche Master Masons und Royal Arch Masons auf (Quelle). Das bedeutet, dass man den 4. Grad im York-Ritus und den 3. Grad im schottischen Ritus erreicht haben muss. Wer diese Grade erreicht, kann dem Templerorden beitreten. Wenn man noch Mark Master Mason wird, hat man Anspruch auf eine Mitgliedschaft im „Order of Royal and Select Masters“ (Orden der königlichen und auserwählten Meister), auch bekannt als kryptische Freimaurer. Die Mitgliedschaft bei den britischen Tempelrittern ermöglicht einem Beitritte in noch weitere Orden. Die obersten beiden Orden in der Hierarchie sind die „Knights Beneficent of the Holy City“ und der „Order of Holy Wisdom“. (Quelle) Hier sollte noch erwähnt werden, dass der Grossteil der Freimaurer keine Hochgrad-Maurer sind. Genaue Zahlen gibt es z. B. in der Schweiz. Von den schweizerischen Freimaurern, die den schottischen Ritus praktizieren, befinden sich derzeit 3500 Mitglieder auf dem 1. bis 3. Grad, während derzeit nur 900 Mitglieder den 4. Grad erreichten (Quelle). In der Schweiz darf der Kreis aus Freimaurern, die den 33. Grad (der höchste Grad) erreichen, aus maximal 99 Personen bestehen. Der Oberste Rat der schweizerischen Freimaurer darf aus maximal 33 Personen bestehen (Quelle). Derzeit sind in der Führung des schottischen Templerordens zwei Personen mit Familiennamen Campbell vertreten und weitere Personen mit Familiennamen schottischer Clans (Quelle).

General John Campbell (1705-1782), der Graf von Loudon, war Gouverneur der englischen Kolonie Virginia in Nordamerika. Er war Grossmeister der „Premier Grand Lodge of England“, welche die erste Freimaurergrossloge der Welt war und 1717 gegründet wurde (Quelle: 1, 2). 1813 wurde sie zur heutigen Grossloge von England umgewandelt.

Der Campbell Clan besass früher den Barr Tower, der heute als Freimaurerhalle dient (Quelle).

Der Familienlegende nach stammt der Campbell Clan von Diarmuid ab, ein Held aus der irisch-keltischen Mythologie. Sein Pflegevater war Angus, der Sohn von Dagda. Dagda ist einer der wichtigsten Götter in der irisch-keltischen Mythologie und war ein Druide. Die Druiden gehörten in der Zeit vor Christus zur keltischen Elite. Die Gesellschaftsschicht der Druiden war vermutlich eine Mischung aus Aristokraten und religiösen Führern und sie waren womöglich die gebildetsten Mitteleuropäer ihrer Zeit. Das Zentrum des Druidentums war, genau wie heute, die britische Insel. „Diejenigen, die tiefer in ihre Lehre eindringen wollen, gehen gewöhnlich nach Britannien“, schrieb der römische Herrscher Julius Cäsar. Dort sei der Ursprungsort des Druidensystems (Quelle). Diarmiud wurde der Legende nach beim Steinkreis von Strontoiller in Schottland begraben. Auf der britischen Insel befinden sich viele alte Steinkreise, von denen mache älter als die Pyramiden sind. Diese Steine werden mit den Druiden und den Freimaurern in Verbindung gebracht. Der heutige Druidenorden (Ancient Order of Druids) ist mit der Freimaurerei verbunden und hatte britische Adlige als Mitglieder (Quelle). Übrigens hält der Ancient Order of Druids auch Rituale beim Stonehenge ab (Quelle).

Die Herzöge von Argyll

Seit dem Jahr 1701 stellt ein Zweig des Clans Herzöge und steht somit in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Der Herzog ist auch gleichzeitig der Clan-Chef des Campbell Clans. Herzog George Campbell (1768-1839) war wie bereits erwähnt Grossmeister der schottischen Freimaurer.

Herzog Archibald Campbell (1682-1761) war in der Politik und Hüter des Grossen Siegels von Schottland. Er wurde als der mächtigste Mann Schottlands angesehen. 1727 war er Mitgründer und erster Gouverneur der Royal Bank of Scotland (nicht zu verwechseln mit der Bank of Scotland), eine der ältesten Grossbanken der Welt. (Quelle) John Campbell* (starb 1777), der Enkel eines Grafen, arbeitete in der Gründungszeit auch für die Bank und verwaltete die Konten seines Onkels, ebenfalls ein Graf. (Quelle) Vor der Finanzkrise 2008 war die Royal Bank of Scotland die grösste Bank der Welt. (Quelle: 1, 2) Sie benannte sich 2020 in NatWest Group um. 2021 war sie die viertgrösste britische Bank. Herzog Archibald Campbell war auch Mitgründer der British Linen Bank. Diese gehört seit 1971 zur Bank of Scotland.

* John Campbell war der Schwiegervater des erfolgreichen schottischen Fabrikbesitzers David Dale, der ebenfalls für die Royal Bank of Scotland arbeitete. Dales Schwiegersohn Robert Owen war auch ein Fabrikbesitzer. (Quelle) Robert Owen kannte über seine Frau Mitglieder der Campbell Familie. Er war der wichtigste Frühsozialist Grossbritanniens und gilt als Vater des britischen Sozialismus. (Mehr dazu) Karl Marx, der bedeutendste Theoretiker des Sozialismus, heiratete 1843 Jenny von Westphalen, mit der er bis zu ihrem Tod 1881 zusammen war. Zufälligerweise war sie wie Owens Frau eine Verwandte der Herzöge von Argyll (die Oberhäupter des Campbell Clans). Jenny war die Tochter des deutschen Adligen Ludwig von Westphalen, dessen Grossmutter mütterlicherseits aus dem Campbell Clan kam. (Quelle: 123456) Marx und Jenny lebten ab 1849 in England. Vielleicht hatten sie Kontakt zu ihren schottischen Verwandten. Karl Marx lernte den schottischen Politiker und Diplomaten David Urquhart kennen. (Quelle: 1, 2) Dieser kam aus der Familie Urquhart von Braelangwell, stammte somit aus dem schottischen Urquhart Clan. (Quelle) Marx war mit dem deutschen Sozialisten Peter Imandt befreundet, der seit den 1850er-Jahren in Schottland lebte. (Quelle: 1, 2) Jennys Bruder Ferdinand von Westphalen war Innenminister von Preussen. Der Grossvater Philipp von Westphalen wurde geadelt und genoss das unbeschränkte Vertrauen des deutschen Herzogs Ferdinand von Braunschweig. (Quelle: 1, 2) Der Herzog war hochrangiger Freimaurer und Illuminat. (Quelle: 123)

Herzog John Campbell (1845-1914) heiratete in die britische Königsfamilie und war Mitglied des Privy Council. Er war Generalgouverneur von Kanada und somit oberster Kolonialbeamte der britischen Kolonie Kanada. Er gründete die Royal Society of Canada, die nach dem Vorbild der Royal Society in London gegründet wurde. Sein Vater, der vorherige Herzog, war Präsident der Royal Society von Edinburgh in Schottland gewesen.

Herzog Ian Campbell (1903-1973) war ein Cousin der Queen. Er heiratete in erster Ehe Janet Gladys Aitken. Sie war eine Tochter von Max Aitken, der einer der mächtigsten britischen Zeitungsverleger war und zum Baron geadelt wurde. Janet war eine Freundin von William Averell Harriman, der zur US-amerikanischen Elite gehörte.

Lady Jeanne Campbell (1928-2007) war die Tochter von Janet und Ian Campbell. Jeanne heiratete in zweiter Ehe den US-Amerikaner John Sergeant Cram III., der mütterlicherseits aus der Drexel Familie kam. Die Drexels waren im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Bankiersfamilien der USA. Jeanne Campbell hatte viele Liebhaber, darunter Randolph Churchill, der Verleger Henry Luce, der Faschist Baron Oswald Mosley und angeblich auch der US-Präsident John F. Kennedy, der kubanische Diktator Fidel Castro sowie der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Herzog Ian Campbell heiratete in dritter Ehe Margaret Whigham. Sie hatte ebenfalls viele Liebhaber (angeblich mehr als 80). Darunter sollen auch drei Mitglieder der britischen Königsfamilie, zwei Minister und ein ehemaliger Nazi gewesen sein (Quelle). Ein weiterer mutmasslicher Liebhaber war Duncan Sandys (Schwiegersohn von Winston Churchill). Margaret hatte ein romantisches Verhältnis mit dem persischen Aristokraten Aly Khan. Die Khan Familie stellt das geistliche Oberhaupt der Nizariten und stammt der Legende nach vom Islamgründer Mohammed ab. Margaret hatte auch ein romantisches Verhältnis mit einem Sohn des britischen Zeitungsverlegers Max Aitken. Sie kannte Jean Paul Getty, der in den 50er Jahren als der reichste Amerikaner galt. (Quelle)

Herzog Ian Campbell heiratete in zweiter Ehe Louise Clews, eine US-Amerikanerin. Die Clews Familie war über Heiraten mit Familien der britischen und der amerikanischen Elite verbunden. Louise Clews hatte in erster Ehe einen Bruder des britischen Barons William Vanneck geheiratet. Der Baron war ein angesehener Freimaurer und Gouverneur des australischen Bundesstaats Victoria (Australien war früher eine britische Kolonie). Louise Clews heiratete in dritter Ehe in die Livingston Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte und bereits vor der Gründung der USA Teil der Elite des Landes war. (Quelle) Die Familie stammt aus dem schottischen Livingstone Clan.

Herzog Ian Campbell heiratete in vierter Ehe Mathilda Coster Mortimer. Sie war eine Enkelin des US-amerikanischen Bankers William Bay Coster. Dieser verkehrte mit bekannten Familien der US-Elite, wie Astor, Livingston, Winthrop, Vanderbilt und Van Rensselaer (Quelle).

Der derzeitige Clan-Chef und Herzog ist Torquhil Campbell (*1968). Seine Mutter war die Tochter des damaligen Clan-Chefs des Colquhoun Clans. Torquhil arbeitet für den französischen Alkoholkonzern Pernod Ricard. Sein Vater war 1975 einer der reichsten Briten mit einem Vermögen von 87 Millionen Pfund/120 Millionen US-Dollar (damals gab es noch wenige Milliardäre) (Quelle).

Herzog Torquhil Campbell heiratete in die Cadbury Familie. Die britische Quäkerfamilie Cadbury hatte 1824 den heutigen Süsswarenkonzern Cadbury gegründet. Torquhils Schwiegervater war Peter Hugh George Cadbury. Dieser arbeitete 27 Jahre für die Londoner Investmentbank Morgan Grenfell und wurde stellvertretender Vorsitzender der Bank. Er war auch Vorsitzender der britischen Bank Close Brothers.

Weitere bemerkenswerte Personen aus dem Campbell Clan

Verwandte der Campbell-Herzöge gründeten und führten die britische Coutts Bank. Lord Archibald Campbell (1846-1913), der Vater eines Campbell-Herzogs, war das letzte Familienmitglied, das bekanntermassen mit der Bank verbunden war. (Quelle) Die Bank war 1692 gegründet worden und gehört damit zu den ältesten Banken der Welt. Ab den 1760er Jahren wurde sie vom schottischen Bankier James Coutts und seiner Familie kontrolliert. James Coutts heiratete eine Enkelin des Bankengründers John Campbell. Somit hat die heutige Coutts Familie Blut des Campbell Clans in sich. Die Coutts Familie war noch bis spätestens in die 1990er Jahre in der Führung der Bank. Im 19. Jahrhundert war die Coutts Bank eine führende Privatbank. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser.

William Middleton Campbell (1849-1919) stammte aus dem Campbell Clan. Er war Gouverneur der Bank of England (britische Zentralbank), die damals noch die mächtigste Zentralbank der Welt war. Er heiratete in die Quäkerfamilie Bevan, eine bedeutende britische Bankiersfamilie. (Quelle)

James Campbell (1660-1713), der Sohn eines Grafen, war Direktor der Bank of Scotland (Quelle). Diese besteht seit 1695 und gehört damit zu den ältesten Banken der Welt.

Graf John Campbell (1900-1970) heiratete in die Vickers Familie, die das Rüstungsunternehmen Vickers gründete und führte. Sein Schwiegervater Vincent Cartwright Vickers gehörte zur Führung der Bank of England (britische Zentralbank).

Baron Edward Taswell Campbell (1879-1945) hatte eine Enkelin, Fiona Campbell-Walter, die in die Thyssen Familie heiratete. Die Thyssens gehörten zu den reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts und sind mit vielen Adelsfamilien verbunden. Fionas Tochter Francesca heiratete das derzeitige Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Österreichs. (Quelle) Dadurch haben auch ein österreichischer Prinz und zwei Prinzessinnen Blut des Campbell Clans in sich. Fiona hatte Gerüchten zufolge ein romantisches Verhältnis mit dem Griechen Alexander Onassis, dessen Vater zu den reichsten Männern der Welt gehörte (Quelle). Fiona verkehrte mit der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli und mit der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (Quelle).

Liza Campbell (*1959), die Tochter eines Grafen, hatte eine romantische Beziehung mit Imran Khan (Quelle). Dieser ist derzeit Premierminister von Pakistan. Er heiratete in die britisch-jüdische Goldschmidt Familie (Freunde und Verwandte der Rothschilds).

Michael Campbell Devas (starb 2007) kam über seine Grossmutter väterlicherseits aus dem Campbell Clan. Er heiratete in die jüdische Bankiersfamilie Stern. (Quelle)

Elizabeth Campbell (1822-1898), die Tochter eines Grafen, hatte einen Sohn, der in die jüdische Bankiersfamilie Bischoffsheim heiratete. (Quelle)

Lady Mary Emma Campbell (1859-1947) heiratete einen Baron aus der Bankiersfamilie Glyn, eine der ältesten Familien der britischen Finanzelite. Der Baron kam mütterlicherseits aus der Grenfell Familie. (Quelle) Diese war in der Führung der britischen Zentralbank vertreten und war Mitgründer der Investmentbank Morgan Grenfell.

Der Kaufmann Colin Campbell (1686-1757) war 1731 Mitgründer der Schwedischen Ostindien-Kompanie. Die schwedische Handelskompanie konzentrierte sich auf den ostasiatischen Handel. Colin Campbell war schwedischer Botschafter in China und traf die chinesische Kaiserfamilie.

Der Politiker John Gordon Drummond Campbell (1864-1935) war pädagogischer Berater des thailändischen Königs. (Quelle)

Lord William Campbell (1730-1778) und Colin Campbell (1776-1847) waren Gouverneure der britischen Kolonie Novia Scotia in Kanada. William war Freimaurer (Quelle). Colin war auch Gouverneur der britischen Kolonie Ceylon (das heutige Sri Lanka). James Campbell (starb 1835) war ebenfalls Gouverneur von Ceylon.

Archibald Campbell (1739-1791) war Gouverneur der britischen Kolonie Georgia in Nordamerika, die den heutigen US-amerikanischen Bundesstaat Georgia ausmacht. Er war auch Gouverneur der britischen Kolonien Jamaika und Madras. Viele Verwandte des Campbells Clans waren ebenfalls als Kolonialverwalter aktiv.

Der Bankier Colin Campbell (1866-1954) wurde zum Baron geadelt und war Präsident der British Bankers Association, die vermutlich wichtigste Lobbyorganisation der britischen Banken. Er war 30 Jahre lang Direktor und 13 Jahre Vorsitzender der National Provincial Bank. (Quelle) Die britische Grossbank war mit der Bankiersfamilie Smith verbunden. Colins Sohn, Baron Donald Campbell (1891-1973), war Vorsitzender der Grindlays Bank, ebenfalls eine britische Grossbank. Donalds Sohn, Baron David Campbell (1920-2008), war Manager bei der Grindlays Bank und Direktor der britischen Bank „Antony Gibbs & Sons“. Davids Sohn, Baron Alastair Campbell (*1951), heiratete Annabel Warrender. Deren Mutter kam mütterlicherseits aus der Oppenheimer Familie. (Quelle: 1, 2) Die Oppenheimer Familie ist mit dem grössten Diamantkonzern De Beers und dem grössten Platinproduzent Anglo American verbunden.

Die niederländische Adelsfamilie Loudon stammt womöglich vom Campbell Clan ab. Die Loudons sind mit dem führenden Öl- und Gaskonzern Shell verbunden.

Campbell Clan in Australien und Neuseeland

Der Campbell Clan unterhält bis heute Kontakte zu Verwandten in Australien und Neuseeland (Quelle).

John Logan Campbell (1817-1912), der Enkel eines Campbell-Barons, emigrierte nach Neuseeland und gehörte zu den führenden Köpfen der dortigen britischen Kolonialelite. Er war in der Führung mehrerer neuseeländischer Finanzunternehmen, darunter bei der Bank of New Zealand, die heute noch zu den grössten Banken Neuseelands gehört. (Quelle: 1, 2) Schottische Einwanderer spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau der australisch-neuseeländischen Finanzindustrie.

Charles James Fox Campbell (1807-1859) emigrierte in die britische Kolonie Australien. Sein Grossneffe Walter Campbell (1921-2004) war Gouverneur des australischen Bundesstaates Queensland und oberster Richter am Obersten Gerichtshof von Queensland. Er setzte sich für die Monarchie in Australien ein. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt von Australien und Neuseeland. Die ehemaligen britischen Kolonien gehören heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Dieser Familienzweig der Campbells war mit dem schottischen Kolonialbeamten Lachlan Macquarie (1762-1824) verwandt. Dieser war Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales in Australien (der heutige australische Bundesstaat New South Wales). Er war Freimaurer, wie viele weitere australische Gouverneure (Quelle). Lachlan kam aus dem schottischen MacQuarrie Clan.

Robert Campbell (1789-1851) war das erste Mitglied des Clans, das sich in Australien niederliess. Er betätigte sich dort als Politiker und Geschäftsmann. Zu seinem Familienzweig gehörten Politiker und Geschäftsleute in Australien und Neuseeland. Einer davon war Robert Campbell (1811-1887). (Quelle: 1 und 2) Seine Tochter heiratete den britischen Baron Herbert de Reuter. Herbert gehörte zur Führung der Nachrichtenagentur Reuters, die von seinem Vater gegründet wurde. (Quelle) Die Reuters-Agentur war ein unverzichtbarer Teil im Kommunikationsnetz des britischen Empire. (Quelle) Sie ist bis heute eine der grössten und wichtigsten Nachrichtenagenturen der Welt (mehr dazu).

Campbell Clan in den USA

Der Campbell Clan unterhält bis heute Kontakte zu Verwandten in Nordamerika (Quelle).

Nach Angaben von wikitree.com stammte der US-amerikanische Soldat William Campbell (1745-1781) aus dem Campbell Clan. Er und sein Sohn gehörten zu den Unterzeichnern der Fincastle Resolutions und unterstützten somit die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung. Er heiratete eine Schwester von Patrick Henry. Dieser wurde nach der Gründung der USA der erste Gouverneur des Bundesstaates Virginia und war der Sohn eines schottischen Einwanderers. Der Politiker William Bowen Campbell (1807-1867) kam ebenfalls aus diesem Familienzweig der Campbells. Er war Freimaurer (Quelle). Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Tennessee und sein Verwandter David Campbell (1779-1859) war Gouverneur von Virginia.

Im englischsprachigen Raum gibt es abertausende Personen mit Familiennamen Campbell, bei denen aber meist unklar ist, ob sie mit dem Clan verwandt sind. Auch wenn eine Verwandtschaft besteht, ist unklar, ob diese Personen auch Kontakt zur adligen Clan-Führung haben. Die Adligen aus dem Campbell Clan unterhalten über Familienverbände weltweit Kontakte zu Tausenden von Verwandten. Natürlich wird nicht jeder Verwandte in die Familiengeheimnisse des Clans eingeweiht, aber ich geh davon aus, dass die Clans viele Verwandte in ehemaligen britischen Kolonien rekrutieren, die sich dann für die Ziele und Interessen der britischen Aristokratie in den ehemaligen Kolonien einsetzen. Da die adligen Zweige der schottischen Clans ziemlich offensichtlich am Aufbau internationaler freimaurerischer Netzwerke beteiligt waren, könnte ich mir vorstellen, dass die Clans ihre Verwandten dazu ermuntern, der Freimaurerei beizutreten.

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Lambert Familie

Die Lambert Familie gehörte zu den wichtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts. Sie wurde in den belgischen Adel aufgenommen.

Samuel Lambert (1806-1875) kam aus einer französisch-jüdischen Familie. Er zog mit seiner Frau nach Belgien. Dort leitete er gemeinsam mit seinem Schwiegervater Lazare Richtenberger die belgische Niederlassung der französischen Rothschild Bank. Lazare Richtenberger unterhielt gute Beziehungen zum belgischen Königshaus. Samuel gründete auch eine eigene Bank, die Banque Lambert. Nach Samuels Tod übernahm sein Sohn Léon Lambert (1851-1919) das Geschäft. Léon heiratete in die Rothschild Familie. Seine Töchter heirateten in die Familien Stern und Goldschmidt-Rothschild. Dadurch waren die Lamberts mit drei der wichtigsten jüdischen Bankiersfamilien verbunden. Léon Lamberts Schwester heiratete den deutsch-jüdischen Einwanderer Raphaël de Bauer, der zu einem bedeutenden Bankier in Belgien wurde. Bauer hatte geschäftlichen Kontakt zu den jüdischen Bankiersfamilien Bischoffsheim, Hirsch, Stern und Montefiore.

Léon Lambert war der persönliche Bankier des belgischen Königs Leopold II. und wurde vom König zum Baron geadelt. Seine Nachkommen tragen seither den Titel eines Barons.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Banque Lambert zu den führenden Banken Belgiens auf. 1975 fusionierte sie mit der Banque de Bruxelles. Die belgische Bank wurde 1871 von dem belgischen Familienzweig der deutsch-jüdischen Oppenheim Familie gegründet. Auch die Bankiersfamilie Stern war in der Führung der Bank vertreten. Die Banque de Bruxelles war 1972 die zweitgrösste belgische Bank und die Lambert Familie besass 10 Prozent der Anteile. Durch die Fusion entstand die BBL, die 1998 von der niederländischen Grossbank ING erworben wurde.

1972 gründete die Lambert Familie die Groupe Bruxelles Lambert (GBL). Diese ist eine der wichtigsten Beteiligungsgesellschaften Europas. Die Holding ist Hauptaktionär mehrerer Grosskonzerne. Sie besitzt zwar die Konzerne nicht ganz, ist aber bei fast allen der grösste Aktionär und platziert GBL-Mitarbeiter in den Aufsichtsräten der Konzerne. Die GBL hält derzeit folgende Anteile:

  • Umicore (18 Prozent). Umicore ist eines der grössten belgischen Unternehmen. Der Konzern ist in der Verarbeitung und Recycling von Edel- und Nichtedelmetallen tätig. Die GBL ist der mit Abstand grösste Aktionär des Unternehmens.
  • LafargeHolcim (7,6 Prozent). Der Baustoffkonzern ist der weltweit grösste Zementproduzent und gehört zu den grössten Unternehmen der Schweiz. Die GBL ist der grösste Aktionär des Unternehmens.
  • Adidas (6,8 Prozent). Das deutsche Unternehmen ist einer der umsatzstärksten Bekleidungskonzerne der Welt. Die GBL ist der grösste Aktionär des Unternehmens.
  • Imerys (54 Prozent Anteil und 67 Prozent Stimmrechte). Der französische Bergbaukonzern wurde 1880 von der Rothschild Familie gegründet.
  • Pernod Ricard (7,6 Prozent). Das französische Unternehmen gehört zu den weltweit grössten Alkoholkonzernen. Die Alkoholindustrie macht ein Grossteil ihres Geldes mit Süchtigen. Die GBL ist der grösste Aktionär des Unternehmens neben der französischen Milliardärsfamilie Ricard, die das Unternehmen gegründet hatte.
  • GEA (8,5 Prozent). Der deutsche Technologiekonzern erbringt Dienstleistungen für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Das Unternehmen war ursprünglich ein Metall- und Bergbaukonzern, der 1881 von der deutschen Merton Familie gegründet wurde. Die Mertons waren britisch-jüdische Einwanderer, die mit deutschen Geschäftspartnern das Unternehmen aufbauten. Die GBL ist der zweitgrösste Aktionär der GEA. Der grösste Aktionär ist derzeit der Staatsfonds der Königsfamilie von Kuwait.
  • SGS (18,9 Prozent). Das schweizerische Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Warenprüfkonzernen. Die GBL ist der mit Abstand grösste Aktionär des Unternehmens. Auch die deutsche Unternehmerfamilie Finck gehört zu den Hauptaktionären.
  • Webhelp (61,4 Prozent). Das französische Unternehmen berät Grosskonzerne bezüglich Outsourcing.
  • Mowi (5,8 Prozent). Das norwegische Unternehmen ist der weltweit grösste Lachsproduzent.
  • Ontex (20 Prozent). Das belgische Unternehmen ist ein führender Windelkonzern.
  • Parques Reunidos (23 Prozent). Das spanische Unternehmen betreibt über 60 Vergnügungsparks in verschiedenen Ländern.

(Quelle)

Inzwischen befindet sich die GBL im Besitz der Familien Desmarais und Frère. Die Desmarais Familie gehört zu den reichsten und mächtigsten Familien Kanadas. Die Frère Familie gehört zu den reichsten und mächtigsten Familien Belgiens. Die beiden Familien sind in der Führung der mit der GBL verbundenen Unternehmen vertreten.

Die GBL investierte lange Zeit in die Öl- und Gasindustrie. Die GBL war früher Hauptaktionär des belgischen Ölkonzerns Petrofina. 1999 fusionierte Petrofina mit dem französischen Ölkonzern Total, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Bis 2013 war GBL einer der Hauptaktionäre von Total. GBL war früher Hauptaktionär des französischen Energiekonzerns Engie, ebenfalls einer der weltweit grössten Öl- und Gaskonzerne. GBL war schon zuvor Hauptaktionär des belgischen Energieunternehmens Tractebel, das zu den Vorläufern von Engie gehörte.

Die GBL war von 2001 bis 2006 am deutschen Medienkonzern Bertelsmann beteiligt und besass 25 Prozent des Unternehmens. Bertelsmann ist einer der grössten Medienkonzerne der Welt und wird von der deutschen Milliardärsfamilie Mohn kontrolliert.

1976 schloss sich die amerikanische Abteilung der GBL mit einer US-amerikanischen Investmentbank zusammen, die auf die Familien Drexel und Harriman zurückging, die früher zu den mächtigsten Bankiers der USA gehörten. Durch die Fusion entstand Drexel Burnham Lambert, die zu 26 Prozent der GBL gehörte. Drexel Burnham Lambert stieg innerhalb weniger Jahre zu einer der fünf grössten Investmentbanken der USA auf. Sie war bekannt für ihre „aggressive Unternehmenskultur“ und war an vielen Übernahmen grosser Unternehmen beteiligt. 1990 ging die Bank Konkurs.

Baron Leon Lambert (1928-1987) war Partner der Investmentbank Drexel Burnham Lambert. Auf seiner Beerdigung hielten David Rockefeller und Henry Kissinger Lobreden. (Quelle) Die beiden gehörten zu den wichtigsten Akteuren der US-Elite. Leon Lambert war in Vorständen vieler Unternehmen. Er gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen (Quelle).

Baron Philippe Lambert (1930-2011) war Präsident der GBL und kannte dadurch die Frère Familie. Er war Direktor und Anteilseigner der britischen Investmentgesellschaft RIT Capital Partners, die vom britischen Baron Jacob Rothschild gegründet wurde und ein Grossteil von dessen Vermögen verwaltet. (Quelle)

Henri Lambert (1887-1933) heiratete in die österreichische Unternehmerfamilie Reininghaus.

Die Tochter von Baron Philippe (1930-2011) und Marion Lambert beging Selbstmord, kurz nachdem sie sich entschlossen hatte, rechtlich gegen Vincent Meyer (ein Enkel des Bankiers André Meyer) vorzugehen, der sie im Alter von 12 bis 14 sexuell missbraucht hatte. Vincent Meyer wurde nicht verurteilt, wie es halt üblich ist bei elitären Kreisen. Die Mutter der Tochter, Marion Lambert, wurde nicht nur von der Justiz enttäuscht, die Meyer ungeschoren davon kommen liess, sondern auch von ihrem Bekanntenkreis, der High Society, die sich nicht von Meyer abwandte und ihn teilweise auch in Schutz nahm. Baronin Liliane de Rothschild höchstpersönlich bat Marion Lambert, die Sache ruhen zu lassen. (Quelle: 1 und 2)

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Møller Familie

Die Møller Familie gilt als die wichtigste Unternehmerfamilie Dänemarks. Die Familie kontrolliert die Maersk Group. Der Schifffahrtskonzern ist das grösste dänische Unternehmen und eines der grössten Familienunternehmen der Welt.

Die Schätzungen zu ihrem Familienvermögen unterscheiden sich stark, da Teile ihres Vermögens und ihrer Beteiligungen einer Familienstiftung gehören. In den letzten zehn Jahren wurde die Familie nicht mehr auf der Forbes-Liste der Milliardäre aufgeführt, da Forbes Stiftungsgelder nicht mitzählt (Quelle). 2008 und 2013 wurde das Vermögen auf über 20 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle: 1 und 2). 2019 wurde das Familienvermögen auf 8,9 Milliarden DKK geschätzt, also etwa 1,4 Milliarden US-Dollar (Quelle). 2016 hielt die Familienstiftung Anteile im Wert von 17,2 Milliarden US-Dollar (Quelle).

Das Familienunternehmen wurde 1904 von AP Møller (1876-1965) gegründet. AP Møller unterstützte 1939 den dänischen Politiker Victor Pürschel finanziell. Victor Pürschel war ein Antidemokrat und Antisemit, der 1939 eine rechtsradikale Partei in Dänemark gründete. AP Møller sympathisierte mit Adolf Hitler oder lehnte ihn zumindest nicht ab. Er kontrollierte zu dieser Zeit den dänischen Waffenhersteller DISA, der Waffen in grossen Mengen an Hitler-Deutschland lieferte. (Quelle)

Mehrere Familienmitglieder erhielten Orden von der dänischen Königsfamilie. Mærsk Mc-Kinney Møller (1913-2012) kannte die dänische Königin Margrethe II. (Foto). Die dänische Königsfamilie war auf seiner Beerdigung (Quelle). Der dänische Prinz Joachim arbeitete für die Maersk Group.

Mærsk Mc-Kinney Møller gehörte zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer Mitglieder der Familien Rothschild, Rockefeller, Oppenheimer, Loudon, Bin Laden, Agnelli, Astor, Aga Khan, Ford, Siemens, Hoffmann und viele weitere elitäre Familien, darunter auch mehrere Königsfamilien. (Quelle)

Maersk Group

Die Maersk Group ist schon seit 25 Jahren das führende Unternehmen in der weltweiten Schifffahrtsindustrie und ist das grösste Unternehmen in der Containerschifffahrt.

Die Maersk Group besitzt APM-Terminals, einer der weltweit grössten Betreiber von Häfen und Containerterminals. Die Maersk Group besitzt das Frachtflugunternehmen Star Air.

Derzeit ist die Maersk Group mit 20 Prozent Hauptaktionär der Danske Bank. Sie ist die grösste dänische Bank und eines der grössten Unternehmen Dänemarks. Die Maersk Group ist schon seit 1928 Hauptaktionär der Bank. Die Bank war in den letzten Jahren für einen Geldwäscheskandal in Höhe von 230 Milliarden Euro verantwortlich (Quelle).

1962 gründete die Familie das Öl- und Gasunternehmen Maersk Oil, das weltweit aktiv wurde. 2017 verkauften sie das Unternehmen an den französischen Öl- und Gaskonzern Total.

1972 gründete die Familie den Ölbohrplattformenbetreiber Maersk Drilling, der seit 2019 ein eigenständiges Unternehmen ist.

Von 1964 bis 2017 hielt die Maersk Group grosse Anteile an der Salling Group, die der grösste Einzelhändler Dänemarks ist.

1969 gründete die Familie die dänische Fluggesellschaft Maersk Air, die bis 2005 bestand.

Der derzeitige CEO der Maersk Group ist Søren Skou. Er ist derzeit Mitglied des European Round Table of Industrialists (ERT), die wohl mächtigste Instanz der EU-Wirtschaftselite mit direktem Einfluss auf die EU-Kommission. Über den ERT kennt er über 50 wichtige Konzernchefs der EU (Quelle).

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Packer Familie

Die Packer Familie gehört zu den reichsten Familien Australiens. Früher waren sie die mächtigsten Unternehmer in der australischen Medienlandschaft. In den letzten Jahren war die Familie in der Glücksspielindustrie aktiv. Der Milliardär James Packer hat persönlichen Kontakt zu Personen, die mit dem israelischen Geheimdienst verbunden sind. Über seine Kasinos ist er mit Personen verbunden, die Teil der organisierten Kriminalität sind.

Der australische Journalist Robert Clyde Packer (1879-1934) war Herausgeber grosser Zeitungen in Australien. Sein Sohn Frank Packer (1906-1974) wurde zu einem einflussreichen Medienunternehmer des Landes und kontrollierte Zeitungen, Magazine und Fernsehsender. Frank Packer wurde von der Queen zum Ritter geschlagen und erhielt von ihr einen Orden. Australien war bis 1901 eine britische Kolonie und gehört bis heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt von Australien.

Franks Sohn Kerry Packer (1937-2005) war der vermutlich mächtigste Medienunternehmer Australiens. Spätestens ab den 80er-Jahren war er einer der reichsten Australier. 2005 wurde sein Vermögen auf 5 Milliarden US-Dollar geschätzt und er galt damit als der reichste des Landes (Quelle).

Kerry Packer kannte die britischen Geschäftsmänner James Goldsmith und Baron Jakob Rothschild. (Foto) Sie waren Freunde und gemeinsam geschäftlich aktiv. (Quelle) Kerry kannte die britische Prinzessin Diana und Queen Elisabeth. (Fotos: 1 und 2)

In den 80er-Jahren wurde die Costigan-Kommission von der australischen Regierung eingerichtet. Sie sollte gegen die organisierte Kriminalität ermitteln. Es bestand der Verdacht, dass die Federated Ship Painters and Dockers Union (FSPDU), eine australische Gewerkschaft der Schifffahrtsindustrie, in organisierte Kriminalität verwickelt war, unter anderem in Auftragsmorde, Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Erpressung, Pornografie sowie Drogen- und Waffenhandel. Die Kommission vermutete, dass Kerry Packer mit diesem Mafianetzwerk verbunden war, was aber nie bewiesen werden konnte. (Quelle) Manchmal wird behauptet, dass die Vorwürfe gewerkschaftsfeindliche Propaganda der Regierung waren. Natürlich hatte die Regierung die Gelegenheit genutzt, die Gewerkschaften schlecht zu machen, aber dennoch waren die Vorwürfe der Mafiakontakte nicht unwahrscheinlich. Die Mitglieder der FSPDU waren Hafenarbeiter und Handelsschifffahrtsarbeiter. Die organisierte Kriminalität wirbt seit Anbeginn Hafenarbeiter an, die beim Drogenschmuggel helfen sollen. Zur Zeit der FSPDU mussten viele australische Hafenarbeiter für einen Hungerlohn schuften. Da war es für die organisierte Kriminalität einfach Leute zu finden, die bereit waren am Drogenhandel teilzunehmen, da die Drogenhändler vermutlich besser bezahlten als der Arbeitgeber. Die FSPDU könnte also eine Tarnorganisation der organisierten Kriminalität gewesen, mit der man unzufriedene und schlecht bezahlte Hafenarbeiter anwarb. Australien ist von Meer umgeben. Daher wird in Australien der Grossteil des Kokains und Heroins, das im Ausland produziert wird, über Schiffshäfen ins Land geschmuggelt.

Die Packers waren die grossen Konkurrenten des australischen Medienmoguls Rupert Murdoch. Dieser ist heute einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt und vermutlich der mächtigste in der australischen Medienlandschaft. Kerry Packer prügelte sich 1960 mit einem Schläger, der von Murdoch geschickt wurde. (Quelle)

Kerrys Kinder gehören zu den reichsten Australiern. 2022 wurde das Vermögen von James Packer auf 3,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Das Vermögen seiner Schwester Gretel wurde im selben Jahr auf 1,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Seit 2006 zogen sie sich aus der Medienindustrie zurück und verkauften ihre Medienprodukte. Sie konzentrierten sich seither auf die Glücksspielindustrie. Aus dem Medienimperium der Packers entwickelte sich die heutige Nine Entertainment Co., eines der wichtigsten Medienunternehmen Australiens. Es besitzt mehrere australische Zeitungen sowie Fernseh- und Radiosender. Nach offiziellen Angaben ist das Unternehmen heute unabhängig von der Packer Familie.

James Packer ist mit dem israelischen Milliardär Arnon Milchan befreundet. Milchan gründete Regency Enterprises, ein erfolgreiches Film- und Fernsehunternehmen aus den USA. Milchan war zeitweise für die israelischen Geheimdienste tätig. James Packer freundete sich auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu an. (Quelle: 1 und 2) Packer und Milchan sollen Netanjahu und seiner Frau Geschenke im Wert von fast 200 000 US-Dollar geschenkt haben. Daher gibt es den Vorwurf der Bestechung. Packer hat auch persönlichen Kontakt zu Netanyahus Sohn Yair. (Quelle) Packer und Milchan sind Freunde von Yossi Cohen, der damals Direktor (Chef) des israelischen Geheimdienstes Mossad war. (Quelle: 1 und 2)

Der ehemalige australische Senator und Minister Mark Arbib arbeitete für den Medienkonzern der Packers und ist im Vorstand der Packer-Familienstiftung. (Quelle) Er versorgte die US-Botschaft in Australien mit Insiderinformationen über seine Partei und die australische Regierung. (Quelle) Daher könnte es sein, dass er ein Auslandsinformant der amerikanischen Geheimdienste war.

James Packer kennt den australisch-israelischen Milliardär Frank Lowy und Prinzessin Mary aus dem dänischen Königshaus. (Foto)

Glücksspielindustrie und Mafiakontakte

In den 80er-Jahren gab es wie gesagt Gerüchte, dass Kerry Packer mit der organisierten Kriminalität verbunden sei. Sein Sohn James Packer ist über seine Kasinos mit Personen verbunden, die Teil der organisierten Kriminalität sind.

James Packer war bis Mitte 2022 Hauptaktionär von Crown Resorts. Das Unternehmen besitzt Hotels und Kasinos. Es ist das grösste australische Glücksspielunternehmen und der Jahresumsatz liegt bei mehr als einer Milliarde US-Dollar. Crown Resorts hatte früher zum Medienkonzern der Packers gehört. Im Juni 2022 wurde Crown Resorts an den US-amerikanischen Finanzkonzern Blackstone verkauft.

Crown Resorts besitzt das australische Kasino Crown Perth. Anfang 2021 wurde bekannt, dass das Kasino seit 2014 von internationalen kriminellen Organisationen zur Geldwäsche genutzt wurde. Sie sollen über das Kasino mehrere Hunderte Millionen Dollar gewaschen haben. Das Kasino war mit zwei Banken verbunden, die von Kriminellen infiltriert waren oder ganz von ihr kontrolliert wurden. (Quelle)

Crown Resorts besitzt das australische Kasino Crown Melbourne. 2019 wurde bekannt, dass der ernste Verdacht besteht, dass das Kasino Geldwäsche für die organisierte Kriminalität betreibt. Zu den High Roller (wohlhabende Glücksspieler, die um besonders hohe Summen spielen) des Kasinos gehörten Chinesen, von denen einige mit den Triaden (chinesische Mafia) verbunden sind. (Quelle) Jahrelang erhielten chinesische Besucher des Kasinos von den australischen Behörden Visa und es besteht der Verdacht, dass Grenzschutzbeamte und Politiker wussten, dass Kriminelle darunter waren. (Quelle) Schon bevor die Machenschaften aufflogen, hatte der australische Politiker Andrew Wilkie die Polizei gebeten, gegen Crown zu ermitteln. Die Polizei weigerte sich aber. Mehrere Mitarbeiter von Crown Resorts waren in der australischen Politik. Andrew Wilkie sagte, Crown habe Politiker rekrutiert. Er sagte auch: „Es gibt eine sehr ungesunde Beziehung zwischen dem Crown Casino und dem politischen Establishment und der Strafverfolgung und anderen Einrichtungen“. (Quelle)

Einer der wichtigsten VIPs des Kasinos war der Chinese Tom Zhou. Interpol fahndet nach ihm wegen Finanzkriminalität. Er soll für Erpressung und ein Säureattentat verantwortlich sein. Er brachte viele wohlhabende Chinesen in das Kasino, wovon Crown finanziell profitierte. Als Gegenleistung erhielt Zhou Zugang zu Privatjets und Luxushotelsuiten, verschwenderische Geschenke und Eintrittskarten für Konzerte von James Packers damaliger Freundin Mariah Carey, eine berühmte Sängerin aus den USA. Dies könnte bedeuten, dass Zhou Kontakt zu James Packer hatte. Ein Mitarbeiter von Zhou war ein hochqualifizierter australischer Polizist. Zhou gehörte zur Führung chinesischer Organisationen, die Interessen Chinas in Australien vertreten. Eine Reihe von Geschäftspartnern und VIPs des Kasinos leiten Organisationen, die von der Kommunistischen Partei Chinas kontrolliert werden. Der australische Regierungsberater John Garnaut befasste sich mit Verbindungen zwischen Triaden und chinesischen Organisationen in Australien. Er verfasste dazu einen Bericht für die australische Regierung, der aber nie veröffentlicht wurde. 2011 sagte er, dass chinesische Sicherheitsbeamte ihm mitgeteilt hatten, dass die Kommunistische Partei und die Triaden bei ihren Aktivitäten in Australien zusammenarbeiten. (Quelle) Der Mafioso Tom Zhou hatte persönlichen Kontakt zu Ming Chai, der ebenfalls VIP des Kasinos war. Chai ist ein Cousin des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Sein Vater, der Onkel des Präsidenten, ist ein ehemaliger hochrangiger Polizeibeamter. (Quelle) Übrigens traf sich Jinpings Vorgänger, Präsident Hu Jintao, mit dem chinesischen Mafioso Gao Ping. Gao Ping traf auch den spanischen König Juan Carlos. Gao Ping betrieb ein Geldwäschenetzwerk in Spanien, das angeblich mit Mitgliedern der Hochadelsfamilie Bourbon-Sizilien verbunden war. (Quelle: 123)

Crown Resorts bezahlte Simon Pan, einen Bordellbesitzer und mutmasslichen Geldwäscher, um wohlhabende Bordellkunden in seine australischen Kasinos zu locken. Womöglich hatte Crown auch wohlhabende Glücksspieler dazu ermuntert, die Bordelle von Pan zu besuchen. Die Bordelle von Pan sollen enge Beziehungen zur organisierten Kriminalität unterhalten. Pans Bordelle beschäftigen hauptsächlich Asiatinnen, die vermutlich von Menschenhändlern der Triaden ins Land gebracht wurden. Gegen Pan und seine Bordelle wurde mehrfach polizeilich ermittelt, weil er in Menschenhandel und Ausbeutung von Prostituierten verwickelt war. Es wurde keine Anklage wegen Menschenhandels erhoben, angeblich weil die Sexarbeiterinnen zu ängstlich waren, um auszusagen. Insider des Crown-Netzwerkes sagten, dass asiatische Sexarbeiterinnen auf Flügen gereist waren, auf denen die superreichen Glücksspieler transportiert wurden. Es besteht der Verdacht, dass Menschenhändler und Zuhälter ihr Geld über das Kasino gewaschen haben. (Quelle) Was von den Medien nicht beachtet wurde, ist die Möglichkeit, dass das Mafia-Netzwerk rund um das Crown Kasino es geschafft hatte, Mitglieder des australischen Establishments erpressbar zu machen. Angenommen zu den Bordellkunden gehörten auch Politiker, Geschäftsleute, Juristen und hochrangige Polizisten, wären diese, nachdem die Machenschaften aufgeflogen waren, in einer sehr unangenehmen Situation gewesen. Sie mussten Angst haben, dass auch gegen sie ermittelt wird oder dass ihr Name in den Zeitungen erscheint im Zusammenhang mit Zwangsprostitution und der organisierten Kriminalität. Das wäre schädlich für den eigenen Ruf und die Karriere. Auch die eigene Ehefrau und Familie wäre nicht erfreut. Das könnte erklären, warum Teile des australischen Establishments ein Interesse daran haben, dass der kriminelle Sumpf nicht vollständig ausgetrocknet wird.

Zu den VIPs des Kasinos gehörte der chinesische Milliardär Huang Xiangmo. Huang förderte australisch-chinesische Beziehungen. Er lebte zeitweise in Australien und knüpfte Kontakte zur dortigen politischen Elite. Einer von Huangs Beratern arbeitete für Crown Resorts. Der australische Politiker Karl Bitar gehört zu den leitenden Angestellten von Crown Resorts. Als Crown mit der chinesischen Justiz in Konflikt geriet, wurde Karl Bitar von Huang Xiangmo dabei beraten, wie man mit den chinesischen Beamten umgehen sollte. Seit 2019 darf sich Huang Xiangmo nicht mehr in Australien aufhalten und es besteht ein Einreiseverbot. (Quelle)

2018 war James Packer aus dem Vorstand von Crown Resorts ausgetreten. Er spielte aber weiterhin eine Schlüsselrolle bei Crown und wurde regelmässig vom Management informiert. (Quelle) Er kennt den australischen Bergbaumilliardär Andrew Forrest. (Quelle) Forrest setzt sich für wirtschaftliche Interessen Chinas in Australien ein. Ihm wurde vorgeworfen, dass er sich China gegenüber loyaler verhaltet als der australischen Regierung gegenüber. (Quelle: 1 und 2) Forrest kontrolliert einen der weltweit grössten Eisenerzproduzenten. Der grösste Teil seines Eisenerzes wird an China verkauft. (Quelle)

2004 gründete Crown Resorts gemeinsam mit dem Hongkonger Glücksspielkonzern Melco das Unternehmen „Melco Resorts & Entertainment“, das Kasinos in Macau besitzt. Die Sonderverwaltungszone Macau gehört zur Volksrepublik China und war bis 1999 eine portugiesische Kolonie. Macau ist nur 30km² gross. In der Volksrepublik China ist Glücksspiel verboten, mit Ausnahme der staatlichen Lotterien. In Macau hingegen ist Glücksspiel legal. Deshalb läuft die chinesische Glücksspielindustrie über Macau. Inzwischen ist Macau der grösste Glücksspielplatz der Welt und macht siebenmal mehr Umsatz als Las Vegas (Quelle). Laut dem Internationalen Währungsfonds beläuft sich der Beitrag der Kasinobranche an der Wirtschaftsleistung Macaus auf fast 90 Prozent. (Quelle) Macau gilt als eines der reichsten Länder der Welt und ist, genau wie die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong, eine wichtige Steueroase. Die beiden Städte waren bis in die 90er-Jahre europäische Kolonien und wurden dann an die Volksrepublik China übergeben. Sie wurden aber nicht in die Republik integriert, sondern wurden zu Sonderverwaltungszonen und dienen seither als Steueroasen für die chinesische Elite. Macau und Hongkong sind schon seit Kolonialzeiten zwei Hauptsitze der Triaden. Die Triaden sind fest mit der macauischen Glücksspielindustrie verbunden (Quelle). Über „Melco Resorts & Entertainment“ war Crown Resorts mit dem Glücksspielkonzern Melco verbunden, der macauische Kasinos besitzt. Melco wird von der Hongkonger Milliardärsfamilie Ho kontrolliert. Stanley Ho war lange Zeit der wichtigste Unternehmer der macauischen Glücksspielindustrie. Er und seine Kasinos galten als mit den Triaden verbunden (Quelle). Die Ho Familie ist schon seit 130 Jahren mit der britischen Kolonialelite in Hongkong und dem Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson verbunden, der von der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kontrolliert wird (langjährige Freunde der Rothschilds). Jardine Matheson war früher einer der grössten Opiumhändler der Welt. Heute wird der Opium- und Heroinhandel in Asien von den Triaden dominiert. Die Ho Familie hat neben asiatischen auch niederländisch-jüdische Vorfahren.

Crown Resorts besitzt den Glücksspielclub Aspinalls in London, der vom Briten John Aspinall gegründet wurde. Zu Aspinalls Freundeskreis gehörten die Briten James Goldsmith und Graf John Bingham. James Goldsmith war wie bereits erwähnt mit Kerry Packer befreundet. Graf Bingham ist seit 1974 spurlos verschwunden. Er verschwand kurz nachdem sein Kindermädchen ermordet aufgefunden worden war. Es gibt die Theorie, dass der Graf der Mörder war und daher untertauchen musste. Nach einer Zeugenaussage war der Graf in Afrika untergetaucht und hatte weiterhin Kontakt zu John Aspinall und James Goldsmith (Quelle).

Crown Resorts besitzt Betfair Australia, eine australische Internetwettbörse.

Verbindungen zwischen organisierter Kriminalität und Glücksspielindustrie lassen sich weltweit beobachten. Auch die Glücksspielindustrie im deutschsprachigen Raum ist mit der Mafia verbunden und wird von ihr zur Geldwäsche genutzt, was auch für die Onlineglücksspielindustrie gilt (Quelle). Übrigens hatte der deutsche Skandalkonzern Wirecard neben Kontakten zu Geheimdiensten, Politikern und mehreren deutschen Adligen auch Kontakte zur Glücksspielindustrie und der italienischen Mafia (Quelle).

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Lee Familie aus Singapur

Die Lee Familie gilt als die einflussreichste Familie Singapurs. Der asiatische Stadtstaat Singapur ist nur 728 Quadratkilometer gross und damit fünfundfünfzigmal kleiner als die Schweiz. Trotzdem gehört Singapur zu den grössten Exportnationen und Wirtschaften Asiens. Singapur ist eines der reichsten Länder der Welt. Zurzeit ist Singapur neben Hongkong und Shanghai der wichtigste Finanzplatz Asiens. Singapur gilt als eine der grössten Steueroasen der Welt und belegte 2020 den fünften Platz auf dem Schattenfinanzindex. Bis vor wenigen Jahren gab es noch ein Bankgeheimnis in Singapur, das inzwischen eingeschränkt wurde. Nach Angaben einer Offshore-Internetberatungsseite wird rund 5 Prozent des gesamten privaten Vermögens der Welt von Banken in Singapur verwaltet.

Die Stadt Singapur wurde 1819 vom britischen Kolonialverwalter Thomas Stamford Raffles gegründet, der auch die erste Verfassung entwarf. Er war 1812 den Freimaurern beigetreten (Quelle). Die Stadt wurde zu einem wichtigen Handelsstützpunkt der Briten und war ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine britische Kronkolonie. 1965 wurde Singapur unabhängig von Grossbritannien, aber gehört seither zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind.

Lee Kuan Yew

Lee Kuan Yew (1923-2015) wurde 1959 der erste Premierminister des Landes. Er hatte das Amt bis 1990 inne und war anschliessend noch bis 2011 in der Politik aktiv. Unter seiner Führung wurde aus einem Entwicklungsland eines der weit entwickeltesten Länder Asiens. Er hatte in England studiert und seine Muttersprache war Englisch. (Quelle) Er war ein Unterstützer und Befürworter des Vietnamkrieges auf der Seite der Amerikaner. 1967 stammten 15 Prozent des Einkommens Singapurs aus US-Militärbeschaffungen für den Vietnamkrieg. Schon vor dem Vietnamkrieg machten die Militärstützpunkte der Briten 20 Prozent des Einkommens Singapurs aus und stellten viele Arbeitsplätze sicher. (Quelle) So betrachtet war der Kalte Krieg sehr wichtig für die Wirtschaft des Landes, was auch erklären könnte, warum Lee Kuan Yew ein starker Befürworter der militärischen Interventionen der USA in Asien war.

Lee Kuan Yew hatte viel Kontakt zur britischen Elite, die vor ihm über Singapur geherrscht hatte. Er wurde ein Freund der britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Die Freundschaft hielt sein Leben lang. (Quelle)

Lee Kuan Yew traf als langjähriger Premierminister viele Staatschefs, darunter mehrere US-Präsidenten. Auch nachdem er ab 1990 nicht mehr Premierminister war, traf er weiterhin Staatschefs. Er war Teil eines Freundeskreises, zu dem der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt sowie die US-Politiker Henry Kissinger und George Shultz gehörten (Quelle: 1:07:50 bis 1:08:12).

Lee Kuan Yew traf 1971 David Rockefeller, der einer der wichtigsten Akteure der US-amerikanischen Elite war (Quelle). Lee traf den langjährigen Papst Johannes Paul II. (Quelle). Er traf Mitglieder der britischen Königsfamilien (Fotos: 1, 2, 3, 4, 5). Er traf noch weitere Königsfamilien. Er erhielt Orden von den Königsfamilien von Grossbritannien, Japan, Brunei und Johor (Quelle).

Lee Kuan Yew war im internationalen Beirat von JPMorgan Chase, die grösste Bank der USA. Er war zur selben Zeit im internationalen Beirat wie Henry Kissinger (USA), Ratan Tata (Indien), André Desmarais (Kanada), Mustafa Koç (Türkei), Riley Bechtel (USA), Tony Blair (Grossbritannien), Jürgen Grossmann (Deutschland) und Martin Feldstein (USA) (Quelle). So gut wie alle internationalen Grossbanken haben sich in der Steueroase Singapur niedergelassen (Quelle). Lee war im internationalen Beirat des französischen Grosskonzerns Total (Quelle: 1 und 2). Total ist einer der weltweit grössten Öl- und Gaskonzerne und eines der grössten Unternehmen Frankreichs.

Lee Kuan Yew besuchte den Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Lee Kuan Yew besuchte den Economic Club von New York und hielt dort eine Rede (Quelle). Der Club lädt erlesene Gäste zum Essen ein, um über Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Bemerkenswerte Mitglieder wären Rockefeller, Botín, Roosevelt, Agnelli und Bush.

Pressefreiheit existiert nicht in Singapur. Alle Medien werden vom Staat gelenkt. Online-Nachrichtenportale werden überwacht und benötigen eine Lizenz vom Staat. Kritische Blogger und Journalisten werden mit Verleumdungsklagen oder Vorwürfen wie „Störung der öffentlichen Ordnung“ zum Schweigen gebracht. Lee Kuan Yew ging persönlich gegen kritische Journalisten vor. Auf der Rangliste der Länder nach Pressefreiheit liegt Singapur derzeit auf Platz 158 von 180.

Lee Kuan Yew war bis 1990 Premierminister. Ab da war Goh Chok Tong Premierminister und Lee war in dessen Kabinett. Tong gehörte genau wie Lee zur People’s Action Party, die bereits seit 1959 die Regierungspartei ist. Lee war massgeblich an der Gründung und der Etablierung der Partei beteiligt gewesen. Tong war noch bis 2004 Premierminister. Seither ist Lee Hsien Loong Premierminister. Er ist ein Sohn des ersten Premiers Lee Kuan Yew.

Lee Hsien Loong

Der derzeitige Premierminister Lee Hsien Loong (*1952) studierte in England und den USA. Er war auch Finanzminister und leitete sechs Jahre lang die singapurische Zentralbank. Er ist derzeit Vorsitzender des singapurischen Staatsfonds GIC. Die GIC ist einer der grössten Staatsfonds der Welt und verwaltet ein geschätztes Vermögen von 800 Milliarden US-Dollar (Stand: April 2022). Die GIC war 1981 von der singapurischen Regierung gegründet worden und wird bis heute von ihr kontrolliert.

In der Gründungszeit wurde die GIC von der Rothschild Bank beraten. Vertreter der Rothschild Bank trafen den damaligen Premierminister Lee Kuan Yew (Quelle). Goh Keng Swee, der ehemalige stellvertretende Premierminister von Singapur, leitete die singapurische Niederlassung der Rothschild Bank. Er leitete auch fünf Jahre lang die singapurische Zentralbank. (Quelle)

Lee Hsien Loong ist mit Ho Ching verheiratet. Sie studierte in den USA. Sie war von 2004 bis 2021 CEO der Temasek Holdings, ebenfalls einer der weltweit grössten Staatsfonds. Temasek verwaltet ein Vermögen von fast 500 Milliarden US-Dollar (Stand: September 2022). Somit verwaltete das Ehepaar zusammen über eine Billion US-Dollar. Temasek wird von der Regierung kontrolliert, die den Staatsfonds 1974 gegründet hatte.

Temasek ist mit einem Anteil von 29 Prozent Hauptaktionär der DBS Bank. Sie ist die grösste singapurische Bank und war 1968 von der Regierung gegründet worden. Wenn man die chinesischen und japanischen Grossbanken beiseitelässt, dann wäre die DBS Bank eine der grössten asiatischen Banken. Temasek kontrolliert noch weitere grosse Unternehmen in Singapur.

Bis vor wenigen Jahren investierte Temasek stark in China und war der grösste ausländische Investor chinesischer Banken. Temasek war mit 8 bis 10 Prozent Grossaktionär der ICBC, der Bank of China und der China Construction Bank, drei der vier grössten chinesischen Banken. Temasek war bis 2021 mit 16 Prozent Grossaktionär des chinesischen Grosskonzerns Alibaba.

Seit 2020 ist Temasek einer der Hauptaktionäre des US-amerikanischen Finanzkonzerns BlackRock, der grösste Vermögensverwalter der Welt. Der US-Amerikaner Laurence Fink, Gründer und Chef von BlackRock, gehört zum internationalen Beratungsgremium der singapurischen Zentralbank. (Stand: 12.10.2022)

Mitglieder aus der Führung von Temasek arbeiteten auch für Banken aus der westlichen Welt, wie Goldman Sachs, Credit Suisse, UBS, Citigroup, Bank of America, BNP Paribas, Morgan Stanley, Warburg Pincus und Alex Brown & Sons.

Der führende indische Wirtschaftsboss Ratan Tata war im internationalen Beirat von Temasek und der singapurischen Zentralbank (Quelle). Marcus Wallenberg aus der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg war im Vorstand von Temasek (Quelle).

Premierminister Lee Hsien Loong galt 2017 als der bestbezahlte Regierungschef der Welt. Sein Jahresgehalt liegt bei mehr als einer Million US-Dollar. (Quelle)

Lee Hsien Loong besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA (Quelle). Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Lee Hsien Loong gehört zum Weltwirtschaftsforum (WEF) (Quelle).

Lee Hsien Loong gilt wie sein Vater schon als einer der wichtigsten Verbündeten der USA im ostasiatischen Raum. Singapur hat einen Verteidigungspakt mit den USA (Quelle). Lee Hsien Loong traf viele Staatschefs. Er traf Mitglieder der Königsfamilien folgender Länder:

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Lee Hsien Yang (*1957) ist der Bruder von Premierminister Lee Hsien Loong. Er studierte ebenfalls in England und den USA. Er war neun Jahre lang im Verwaltungsrat der ANZ (Australia and New Zealand Banking Group) (Quelle). Die ANZ ist eine der vier führenden australischen Grossbanken. Lee Hsien Yang war Direktor der Singapore Exchange (die singapurische Börse). Er war elf Jahre lang CEO von Singapore Telecommunications (Singtel). Der Telekommunikationskonzern ist eines der grössten singapurischen Unternehmen. Lee war im Verwaltungsrat des britischen Industrie- und Rüstungskonzerns Rolls-Royce. (Quelle) Sein Cousin Edmund Lee leitet die singapurische Abteilung der US-amerikanischen Grossbank JPMorgan (Quelle). Edmunds Vater Freddy Lee (starb 2012), der Bruder des ersten Premierministers Lee Kuan Yew, war als Börsenmakler tätig. Er verbrachte regelmässig Zeit mit seinen Enkelkindern, von denen drei in den USA leben (Quelle).

Lee Chin Koon (1903-1997), der Vater des ersten Premierministers Lee Kuan Yew, arbeitete für den britisch-niederländischen Öl- und Gaskonzern Shell, eines der grössten Unternehmen der Welt. (Shell ist mit den Familien Samuel, Nassau und Loudon verbunden). Lee Chin Koon war ein Vertrauter von Oei Tiong Ham und arbeitete für eines seiner Unternehmen. (Quelle) Der chinesisch-indonesische Unternehmer Oei gehörte zu den reichsten Männern Südostasiens und war ein erfolgreicher Opiumhändler.

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Haus Romanow

Die russische Adelsfamilie Romanow wurde 1613 zur herrschenden Zarenfamilie Russlands. 1721 gründeten sie das Russische Kaiserreich und waren ab da bis 1917 die Kaiserfamilie. Das Russische Kaiserreich war auf seinem Höhepunkt das drittgrösste Reich der Weltgeschichte und machte fast ein Sechstel der Landmasse der Erdoberfläche aus.

Der letzte Kaiser Nikolaus II. gilt als einer der reichsten Männer aller Zeiten und der heutige Wert seines Vermögens wird auf bis 300 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Der erste Kaiser Peter der Grosse verheiratete seine Tochter Anna mit dem Herzog Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf. So entstand die Linie Romanow-Holstein-Gottorp. Mit dem Tod der russischen Kaiserin Elisabeth 1762 starb die Hauptlinie der Romanows aus. Ab da stellte die Familie Romanow-Holstein-Gottorp die russischen Kaiser. Der Gründer der neuen Romanow-Dynastie, Herzog Karl Friedrich, kam aus der Familie Schleswig-Holstein-Gottorf, eine Nebenlinie des deutschen Uradelsgeschlechts Oldenburg. Mütterlicherseits gehörte er zum schwedischen Königshaus. Damals stellte die deutsche Uradelsfamilie Wittelsbach die Königsfamilie von Schweden. Oldenburg und Wittelsbach, die zu den wichtigsten Hochadelsfamilien zählen, sind somit Vorfahren der heutigen Romanows.

In ihrer Zeit als Herrscherfamilie Russlands (1613–1917) heirateten sie in folgende Hochadelsgeschlechter (in die meisten davon mehrfach): Sachsen-Coburg-Gotha, Nassau, Glücksburg, Habsburg, Bernadotte, Hohenzollern, Braunschweig, Sachsen-Weimar-Eisenach, Oldenburg, Hessen, Mountbatten, Karađorđević, Württemberg, Sachsen-Altenburg, Petrović-Njegoš und Baden. Dadurch waren und sind sie mit vielen europäischen Königsfamilien verwandt. (Quelle: 1, 2)

Romanow und die Freimaurerei

Der erste russische Kaiser Peter der Grosse (1672–1725) war der Legende nach auch der erste russische Freimaurer, was aber nicht bewiesen ist. Die Legende besagt, dass er 1698 während eines Besuches in England vom britischen Freimaurer Christopher Wren in eine Freimaurerloge aufgenommen wurde. (1, 2) Christopher Wren gehörte zu den Gründern der Royal Society.

Die Freimaurerei wurde von Briten nach Russland gebracht. Einer der ersten Grossmeister der russischen Freimaurer war James Keith, der Sohn eines Grafen aus dem schottischen Keith Clan. Er war ein Cousin des Grafen John Keith. Dieser war Grossmeister der Freimaurer in England und Schottland. (1, 2) Patrick Gordon, der aus dem schottischen Gordon Clan stammte, emigrierte nach Russland und wurde ein Freund von Peter dem Grossen. Der Legende nach waren die beiden Aufseher der ersten Freimaurerloge in Russland. (1) James Keith und Patrick Gordon gehörten zum Netzwerk der Jakobiten, also zum Netzwerk der stuardistischen Freimaurerei. Zu dieser Zeit wurden Familienzweige der schottischen Clans Bruce, Armstrong und Barclay, die nach Russland emigrierten, in den russischen Adel aufgenommen. (1) Gustav Otto Douglas aus dem schottischen Douglas Clan fand ebenfalls Anschluss an die russische Elite.

Der russische Kaiser Peter III. (1728–1762) soll Freimaurer gewesen sein. Er war zumindest Protektor der russischen Freimaurer, die somit unter seinem königlichen Schutz standen. (1) Im 18. Jahrhundert traten viele russische Adlige den Freimaurern bei, darunter auch Mitglieder der Trubezkoi Familie.

Die russische Kaiserin Katharina II. (1729–1796) war eine Geliebte des polnischen Adligen Stanisław Poniatowski. Dieser wurde 1764 mit der Unterstützung von Katharina zum König von Polen und Grossfürsten von Litauen gewählt. Polen war damals eine Wahlmonarchie. (12) Stanisław war Freimaurer und Rosenkreuzer. (1)

Katharinas Sohn war der darauffolgende Kaiser Paul I. (1754–1801). Paul wurde Freimaurer und interessierte sich für die Rosenkreuzer. (1) Im Jahr 1791 erliess er aber ein Freimaurerverbot. Das liegt vermutlich daran, dass er ein Bündnis mit dem Kirchenstaat einging, der damals der Erzfeind der Freimaurer war. Zu seiner Zeit konnte der Jesuitenorden, der im Dienste des Papstes steht, seinen Einfluss in Russland ausweiten. (1) Kaiser Paul war von 1799 bis 1801 Grossmeister des Malteserordens, ein Orden der römisch-katholischen Kirche, der im 11. Jahrhundert entstand. (1) Pauls Schwiegervater war der deutsche Hochadlige Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt. Ludwig war wie bereits sein Vater Freimaurer. (1) Nach Pauls Tod bestieg sein Sohn als Kaiser Alexander I. (1777–1825) den Thron. Alexander hielt das Freimaurerverbot zunächst aufrecht. 1803 hob er das Verbot auf und wurde Mitglied des Bundes. Jedoch liess er 1821 die Freimaurerei erneut verbieten. (1, 2)

Alexanders Bruder Konstantin Pawlowitsch Romanow (1779–1831) war Freimaurer. (1) Er heiratete Juliane von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Ihr Bruder Leopold war Freimaurer und wurde der erste König Belgiens. (1) Ihre Schwester Victoire heiratete den britischen Prinzen Edward Augustus aus dem Haus Hannover. Der Prinz war Freimaurer, so wie viele Mitglieder des britischen Königshauses. (1) Victoire und Edward waren die Eltern von Queen Victoria.

Alexanders Schwester Maria Romanow (1786–1859) heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Sachsen-Weimar-Eisenach. Der Vater ihres Ehemannes, Carl August, war Freimaurer und Illuminat. (1) Marias Tochter Augusta heiratete den deutschen Kaiser Wilhelm I., ebenfalls ein Freimaurer. (1)

Alexanders Schwester Anna Romanow (1795–1865) heiratete den niederländischen König Wilhelm II., der Freimaurer war. (1) Sein Bruder Wilhelm Friedrich war 60 Jahre lang Grossmeister der niederländischen Freimaurer. (1)

Olga Romanow (1851–1926) heiratete den griechischen König Georg I. Die beiden waren über ihren Sohn Andreas die Grosseltern von Prinz Philip, der langjährige Ehemann der britischen Queen Elizabeth II. Prinz Philip war fast 70 Jahre lang Mitglied bei den Freimaurern. (Quelle) Er ist der Vater des heutigen Königs Charles.

Die Romanow Familie heiratete mehrfach in die Hochadelsfamilien Hessen-Darmstadt, Hohenzollern und Württemberg sowie in Familienzweige der Wettiner. Dadurch waren die Romanows mit noch vielen weiteren Freimaurern verwandt, da diese Dynastien viele Freimaurer hervorbrachten.

Alexander Michailowitsch Romanow (1866–1933) war Freimaurer und soll das Oberhaupt der russischen Rosenkreuzer gewesen sein. (1, 2) Nach der Russischen Revolution ging er nach Frankreich ins Exil. Sein Sohn Dmitri Romanow (1901–1980) heiratete in zweiter Ehe die Australierin Sheila Chisholm. Diese hatte in erster Ehe in die Adelsfamilie St. Clair-Erskine geheiratet, die aus den schottischen Clans Sinclair und Erskine hervorging. Die Familie St. Clair-Erskine brachte hohe Freimaurer hervor und ist mit den Rothschilds verschwägert. Sheila hatte schottische Vorfahren und stammte womöglich aus dem Chisholm Clan.

Nikolai Nikolajewitsch Romanow (1856–1929), der ebenfalls nach Frankreich ins Exil ging, war Mitglied des Martinistenordens. (123) Der Martinismus ist eine bis heute bestehende okkulte Strömung, die im 18. Jahrhundert in Frankreich entstand. Martinisten hatten und haben noch immer Verbindungen zu Freimaurern und Rosenkreuzern.

Der führende Martinist Papus, der die russische Kaiserfamilie kannte, hatte eine Martinistenloge in Russland gegründet, die angeblich den letzten Kaiser Nikolaus II. als Mitglied hatte. (12) Die Webseite eines Martinistenordens schreibt, dass Papus Freund Nizier Anthelme Philippe den Kaiser in den Martinismus eingeweiht hatte. (1)

Russische Revolution

1917 wurde die Kaiserfamilie bei der Februarrevolution von Aufständischen gestürzt. Daraufhin übernahm das Parlament die Macht und bildete eine provisorische Regierung. Deren erster Regierungschef war der Fürst Georgi Lwow. Seine Familie entstammte der hochadligen Blutlinie der Rurikiden, die auf den Fürsten Rurik aus dem 9. Jahrhundert zurückgeht, den Urvater des russischen Hochadels. Die Rurik-Dynastie hatte vor den Romanows den Zarenthron besetzt. Der Grossfürst Wladimir I. (starb im Jahr 1015), der aus der Rurik-Dynastie kam, hatte das Christentum in Russland eingeführt und wird in der Russisch-Orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt.

Der Nachfolger von Fürst Lwow als Chef der provisorischen Regierung war Alexander Kerenski. Dieser hatte sich einige Jahre zuvor den Freimaurern angeschlossen und soll auch Rosenkreuzer gewesen sein. Er wurde Generalsekretär des obersten Rates des Grossorients der Völker Russlands. Diese irreguläre Freimaurerloge bestand von 1912 bis 1917. Noch weitere Politiker in der provisorischen Regierung gehörten zu dieser Loge, unter anderem die Minister Schingarew, Gutschkow, Konowalow, Nekrassow und Tereschtschenko. (1, 2, 3, 4, 5) Mitglieder der Loge hatten Verbindungen zu den französischen Freimaurern. Vor der Logengründung stand der Grossteil der russischen Freimaurer unter dem Einfluss der Freimaurer aus Frankreich. Jekaterina Kuskowa, die zu diesem Freimaurernetzwerk gehörte, schrieb vierzig Jahre später im Exil einen Brief an einen anderen Freimaurer, in dem stand: „Wir hatten unsere Leute überall. Solche Organisationen wie die Gesellschaft für freie Wirtschaft und die Gesellschaft für Technologie wurden von innen von ihnen durchdrungen. Bisher wurden die Geheimnisse dieser Organisation nicht gelüftet, obwohl es sich um eine riesige Organisation handelte. Als die Februarrevolution ausbrach, war ganz Russland von einem dichten Netzwerk von Freimaurerlogen bedeckt. Viele ihrer Mitglieder sind jetzt hier, in der Emigration, aber sie alle schweigen. Sie werden schweigen, bis alle Menschen, die in Russland leben und an den Freimaurerlogen teilgenommen haben, verstorben sind.“ Einer der führenden Freimaurer in diesem Netzwerk war ein Fürst aus der russischen Adelsfamilie Obolenski. (1, 2) Diese gehört zur Dynastie der Rurikiden. Ein Mitglied der Obolenski Familie, das weiter unten in diesem Beitrag erwähnt wird, war von 1996 bis 2014 Hauptrepräsentant der heutigen Grossloge von Russland.

Freimaurer des Grossorients der Völker Russlands trafen sich mit dem französischen Botschafter Maurice Paléologue und dem britischen Botschafter George Buchanan. (1) Pawel Miljukow, der kurze Zeit Minister in der provisorischen Regierung war, behauptete, dass Kerenski unter dem Einfluss von George Buchanan steht. (1) George Buchanan war der Sohn eines Baronets aus dem schottischen Buchanan Clan. (1) Vater und Sohn gehörten zum Privy Council (PC), welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Einige Monate nach der Februarrevolution kam es zur Oktoberrevolution, bei der die kommunistischen Bolschewiki mit Gewalt die Macht ergriffen. Sie lösten die provisorische Regierung auf und errichteten eine kommunistische Diktatur. Es kam zu einem mehrjährigen brutalen Bürgerkrieg, aus dem die Bolschewiki als Sieger hervorgingen, die schliesslich die Sowjetunion gründeten.

Durch die Oktoberrevolution kam der Bolschewiki-Führer Wladimir Lenin an die Macht, der als der Begründer der Sowjetunion gilt. Übrigens waren die Väter von Kerenski und Lenin befreundet und als Lenins Vater starb, wurde Kerenskis Vater Vormund der Lenin Familie. (1)

Nach der Machtübernahme der Bolschewiki gingen Alexander Kerenski, Fürst Obolenski und weitere Freimaurer des russischen Grossorients nach Paris ins Exil. Ich vermute, dass sie dort Kontakt zu den französischen Freimaurern hatten. Auch die Romanow Familie ging ins Exil. Einige Mitglieder der Familie, darunter der letzte Kaiser Nikolaus II., wurden von den Bolschewiki ermordet. Seither lebten die Familienmitglieder in Spanien, USA, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien.

Die Freimaurerei war in der Sowjetunion verboten. Erst seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 sind die Freimaurer wieder offiziell in Russland aktiv. Die heutige Grossloge von Russland wurde von der französischen Grossloge GLNF gegründet. (12) Seit dem Ende der Sowjetunion sind auch russische Adlige wieder in Russland präsent. Auch die Russisch-Orthodoxe Kirche kam wieder zu grossem Einfluss und ist das führende Gotteshaus in Russland. Der osteuropäische Adel ist bis heute mit der Christlich-Orthodoxen Kirche verbunden, was auch bei den Romanows der Fall ist.

Romanow und die Nazis

Kyrill Romanow (1876–1938) nannte sich Kaiser im Exil. Er heiratete Victoria von Sachsen-Coburg und Gotha aus der britischen Königsfamilie. Victoria traf sich 1923 mit Adolf Hitler, wovon es ein Foto gibt. Einige Wochen später führte Hitler seinen Hitlerputsch durch, der aber scheiterte und Hitler ins Gefängnis brachte. In der Nacht des Putschversuches hielt sich Victoria im Haus von Max Erwin von Scheubner-Richter auf, der damals Hitlers wichtigster aussenpolitischer Berater war und Spenden für die NSDAP organisierte. Er wurde im Russischen Kaiserreich geboren. Kyrill Romanow unterstützte Hitler heimlich mit grossen Geldsummen. Sein Berater Nikolai Snessarew traf sich mit Hitler. Snessarew und vermutlich auch Kyrill Romanow wurden von der Idee angetrieben, dass ein Deutschland unter der Führung der Nazis dabei helfen könnte, Russland von den Bolschewisten zu befreien und die Monarchie wiedereinzuführen. Somit hatte Kyrill Romanow Hitler bereits zehn Jahre vor seiner Machtübernahme 1933 unterstützt. Seine Frau sammelte Gelder für die SA, die Schlägertruppe der NSDAP. (1, 2, 3) Ihr Cousin Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha war einer der wichtigsten frühen Unterstützer der Nazis und blieb ihnen auch während der Nazidiktatur treu. Es gab das Gerücht, dass die NSDAP im Jahr 1920 die berüchtigte Zeitung „Völkischer Beobachter“ teilweise mit Geld russischer Monarchisten kaufte. Der führende Nazi-Ideologe Alfred Rosenberg, der in Estland (gehörte zum Russischen Kaiserreich) geboren wurde, schreibt in seinen Memoiren, dass „die Partei (NSDAP) die reichste finanzielle Unterstützung von weissen russischen Emigranten erhielt, die ihre antisowjetische Propaganda um jeden Preis verbreiten wollten.“ Rosenberg hatte Kontakt zum oben erwähnten Max Erwin von Scheubner-Richter, der wiederum mit dem russischen Monarchisten Wassili Biskupski vernetzt war. Wassili Biskupski war ebenfalls ein Vertrauter von Kyrill Romanow und hatte sich an der Finanzierung des Aufbaus der NSDAP beteiligt. Hitler soll sich nach seinem gescheiterten Putschversuch 1923 in der Wohnung von Biskupski versteckt haben. Nach Hitlers Machtübernahme unterhielt Biskupski immer noch beste Kontakte zu den Nazis und arbeitete mit ihrem Militärgeheimdienst zusammen. So viel bekannt ist, hatte Hitler als Diktator keinen Kontakt mehr zu Kyrill Romanow. Sein Sohn Wladimir Romanow (1917–1992) war 1941 immer noch der Meinung, dass Nazideutschland Russland vom kommunistischen Regime befreien soll. Auch Gabriel (Gawriil) Romanow (1887–1955) sympathisierte mit Hitler und war offenbar Antisemit. Kyrill Romanow hatte zu Beginn der 20er-Jahre Kontakt zu Erich Ludendorff, ein wichtiger Förderer der Theorie einer jüdischen Weltverschwörung, die sich gegen Deutschland verschworen habe. Zu diesem Netzwerk von russischen Emigranten gehörte Pjotr Schabelski-Bork. (1) Dieser verbreitete als einer der ersten in Deutschland die Protokolle der Weisen von Zion, eine antisemitische Fälschung. (1) Es gibt schon lange die Theorie, dass die Protokolle vom Geheimdienst des Zaren in die Welt gesetzt wurden. (1) Schabelski-Bork und Scheubner-Richter kannten den russischen Emigranten Fjodor Winberg, ebenfalls ein Monarchist, der in Deutschland die Theorie der bolschewistisch-jüdischen Verschwörung verbreitete und sich mit Hitler traf. Winberg und seine Freunde forderten öffentlich die Vernichtung der Juden. (1) Der russische Monarchist Boris Brazol war der erste, der die Protokolle der Weisen von Zion in den USA einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte. Er hatte Verbindungen zu Nazis in Deutschland und zum US-amerikanischen Unternehmer Henry Ford (Freimaurer), der einer der reichsten Männer der Welt und der wohl mächtigste Förderer der Theorie der jüdischen Weltverschwörung war. Brazol diente bis in die 30er-Jahre als Vermittler zwischen Henry Ford und Kyrill Romanow. (1, 2, 3)

Maria Wladimirowna Romanowa

Die Grossherzogin Maria Romanowa (*1953) beansprucht, das Oberhaupt der Romanows zu sein. Sie ist eine Enkelin von Kyrill Romanow und kommt mütterlicherseits aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Georgien.

Maria Romanowa studierte an der Oxford Universität in England (besteht seit über 900 Jahren), wie viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser. Maria war im Westen geboren und aufgewachsen. Trotzdem fühlt sie sich sehr mit Russland verbunden und besucht das Land regelmässig. Sie hat das Wohlwollen des Patriarchen Kyrill I., der das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche ist. Patriarch Kyrill schrieb in einer Glückwunschbotschaft zum 55. Geburtstag der Grossherzogin: „Sie sind die Verkörperung einer russischen Grossfürstin: edel, weise, mitfühlend und erfüllt von einer echten Liebe zu Russland. (…) Die Russisch-Orthodoxe Kirche bleibt die Bewahrerin des historischen Gedächtnisses des russischen Volkes und unterhält, wie sie es schon immer getan hat, die wärmsten Beziehungen zum russischen Zarenhaus.“ Kyrills Vorgänger Alexei II. (Alexis) verlieh der Grossherzogin einen Orden, die ihm wiederum einen Orden des Kaiserhauses verlieh. (1) Alexei stammte selbst aus dem Adel. (1, 2) Patriarch Kyrill hat ein gutes Verhältnis zu Präsident Putin und heisst den Überfall auf die Ukraine gut. (1) Kyrill und sein Vorgänger Alexei II. arbeiteten früher für den KGB. Kyrill war sogar als KGB-Spion in der Schweiz aktiv. (1, 2, 3) Er soll ein Vermögen von 4 Milliarden US-Dollar besitzen. (1) Im Klerus der Russisch-Orthodoxen Kirche gibt es viele, die eine Wiedereinführung der Monarchie begrüssen würden. Bischof Tichon, der als Putins Beichtvater gilt, war in den 90er-Jahren ein überzeugter Monarchist. (1) Er meint in seinem 2023 veröffentlichten Buch über den Untergang des Kaiserreiches, dass der letzte Zar und Kaiser Nikolaus II. „die am meisten verleumdete Persönlichkeit in der Geschichte Russlands“ sei. (1)

Maria Romanowa und ihr Vater erhielten Auszeichnungen vom Malteserorden und verliehen Orden an die Oberhäupter des Malteserordens. Die Malteser sind ein alter Ritterorden der römisch-katholischen Kirche, zu dem viele Adlige gehören. Das russische Kaiserhaus unterhält seit mehr als zwei Jahrhunderten freundschaftliche Beziehungen zum Malteserorden. Wie anfangs bereits erwähnt wurde, war der russische Kaiser Paul I. Grossmeister des Ordens. Fünf russische Kaiser waren Mitglied des Ordens. (1)

Maria heiratete 1976 Prinz Franz-Wilhelm von Preussen aus der deutschen Kaiserfamilie. Bei ihrer Hochzeit waren Mitglieder der Königsfamilien von Spanien, Bulgarien, Italien, Ägypten und Albanien anwesend. (1) Die Romanows pflegen seit mehr als 200 Jahren ein freundschaftliches Verhältnis zur portugiesischen Königsfamilie. (1) Maria sagte 2018: „Von den europäischen Dynastien haben wir die engsten Beziehungen zum spanischen, belgischen, monegassischenportugiesischendeutschen und preussischen, Leininger, italienischenfranzösischenrumänischen, georgischen, albanischen und bulgarischen Königshaus.“ Marias Familie kommuniziert auch mit den anderen Königshäusern, bei denen aber etwas formeller. (1) Zudem kennt Maria Personen aus dem päpstlichen Adel.

Im Jahr 2010 traf sich Maria in der Türkei mit Mitgliedern der Osman-Dynastie. Sie konnte auch ein Barthaar des Propheten Mohammed bestaunen, das sich im Topkapı-Palast befindet, der früheren Residenz der osmanischen Herrscherfamilie. (1) Die Osman-Dynastie gründete Ende des 13. Jahrhunderts das Osmanische Reich, über das sie bis 1922 herrschte. Nach ihrer Absetzung lebten sie im Exil. 1991 wurde die Verbannung offiziell aufgehoben. Auf Initiative des heutigen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wurde 2004 dem Oberhaupt der Osmans die türkische Staatsbürgerschaft verliehen (1). Erdogan und seine AKP-Partei verfolgen eine neoosmanische Politik. Ihr Aufstieg in den letzten Jahren wird vielleicht dazu beitragen, dass sich die Osman-Dynastie wieder in der politischen Elite der Türkei etablieren kann.

Maria Romanowa traf den russischen Präsidenten Putin. (Foto) Sie hat den russischen Überfall auf die Ukraine weder verurteilt noch befürwortet. Das Zarenhaus möchte diesbezüglich „keine Äusserungen politischer Natur“ abgeben. (1) Maria hatte 2014 die Annexion der Krim nicht verurteilen wollen. Damals sagte sie voraus, dass wenn jemand Sanktionen gegen Russland verhängen sollte, der Schaden nicht für Russland, sondern für die Sanktionierer entstehen wird. (1) 2018 sagte sie: „Leider erleben wir gerade einen Anstieg der antirussischen Stimmung, die durch Propaganda angeheizt wird. Dies wirkt sich zwangsläufig auf die Beziehungen zwischen den Dynastien (den Königshäusern) aus. Natürlich vergessen wir nie die Tatsache, dass wir verwandt sind, und wir kommunizieren und führen den Dialog weiter.“ (1)

Maria kennt Sergei Stepaschin, der die „Kaiserliche Orthodoxe Palästina-Gesellschaft“ leitet. (Foto) Stepaschin war in den 90er-Jahren für drei Monate Ministerpräsident von Russland und über ein Jahr lang Chef des FSB-Geheimdienstes. (1) 2017 half er Maria bei der Organisierung eines Besuches in Malta. Die Grossherzogin traf bei ihrem Besuch die maltesische Präsidentin Marie Louise Coleiro Preca und wurde dabei von russischen Beamten begleitet, darunter von Wladimir Malygin, der damals Russlands Botschafter in Malta war. (1) Maria verlieh Stepaschin den Orden des Heiligen Wundertäters Nikolaus. (1, 2)

Maria verlieh Nikolai Patruschew einen Orden und erhob ihn und seine Familie in den erblichen Adel. (1234) Patruschew, eine der mächtigsten Personen der Staatselite Russlands, ist ein alter Weggefährte von Putin. Er leitete den FSB-Geheimdienst und war für den KGB tätig gewesen.

Es ist vermutlich nur ein Zufall, aber eine von Putins Töchtern trägt auch den Namen Marija Wladimirowna (auf Englisch Vladimirovna), also denselben Namen wie die russische Grossherzogin. (1) Laut dem Pressesprecher des Präsidenten, Dmitri Peskow, hat Putin kein Interesse an einer Wiederherstellung der Monarchie. (1) Übrigens heiratete Dmitri Peskow eine Enkelin des sowjetischen Militärbefehlshaber Semjon Budjonny (war ein Vertrauter des Diktators Josef Stalin). (1)

Marias Sohn Georg Michailowitsch Romanow (*1981) studierte ebenfalls an der Oxford Universität. Bei seiner Taufe waren das spanische und das bulgarische Königspaar anwesend. Sein Pate war der griechische König. 1997 ging Georg Romanow mit seiner Familie auf eine Pilgerreise ins Heilige Land nach Jerusalem. Dort legte er in Anwesenheit von Diodoros einen Eid ab, der ihm seinen Segen gab. Diodoros war von 1981 bis 2000 der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem. Georg Romanow traf auch den russischen Patriarchen Alexei II. Georg arbeitete im EU-Parlament und war ein Assistent der EU-Kommissarin Loyola de Palacio. (1) Diese kam aus dem spanischen Adel und war im Vorstand der Rothschild Bank sowie im Vorstand der französischen Grossbank BNP Paribas. (1) Georg Romanow gründete in Brüssel eine eigene PR-Beratungsfirma, die russische und osteuropäische Unternehmen in der Europäischen Union vertritt. Ab 2008 war Georg als Berater und Lobbyist für den Bergbaukonzern Norilsk Nickel (Nornickel) tätig. (1) Norilsk Nickel gehört zu den grössten russischen Unternehmen und war in den letzten Jahren der zweitgrösste Nickelproduzent der Welt. Derzeit wird der Konzern von den russischen Milliardären Wladimir Potanin und Oleg Deripaska (Freund von Nat Rothschild) kontrolliert.

Wladimir Potanin erhielt 2009 einen Orden von der Grossherzogin Maria. (1) Potanin ging mit Präsident Putin Skifahren. (1) Andrei Klischas, ein Politiker und ehemaliger Chef von Norilsk Nickel, erhielt 2010 auch einen Orden von der Grossherzogin. (1) 2009 verlieh sie einen Orden an Wladimir Strschalkowski (Strzhalkovsky). (1) Dieser war ebenfalls Chef von Norilsk Nickel und ist ein ehemaliger KGB-Agent. (1) Er ist adliger Abstammung. (1) Ihm wird ein gutes Verhältnis zu Putin nachgesagt. Strschalkowski war angeblich als Zuhälter aktiv. (Mehr dazu)

Georg Romanow veranstaltete 2021 seine Hochzeit in Russland. Es war die erste Hochzeit der Kaiserfamilie in Russland seit über 100 Jahren. Viele europäische Königshäuser kamen zur Hochzeit. Auch der berüchtigte russische Philosoph Alexander Dugin war bei der Hochzeit dabei. Er meinte, dass die Kaiserfamilie eine gute Gelegenheit für die russische Staatselite wäre, „Brücken zu den europäischen Konservativen zu schlagen“ (womit er recht hat). Über die Hochzeit sagte Dugin: „Es ist eine Art kaiserliche Hochzeit. Eine Erinnerung an das ewige Russland – an heilige Zaren und Patriarchen und Kirche. In einer Zeit der ‚cancel culture‘, in der man im Westen versucht, die eigene Identität – die eigene Geschichte – zu vergessen, bietet Russland einen alternativen Prozess. Wir versuchen, zu unseren Wurzeln zurückzukehren.“ (1, 2) Dugin ist ein prominenter Vertreter des Eurasismus und der rechtsextremen Bewegungen in Russland. Er verbreitet ein antiwestliches Weltbild. Im Jahr 2014 rief er die Russen dazu auf, die Ukrainer zu „töten, töten, töten“. Die Medien aus dem Westen haben Alexander Dugin grosse Aufmerksamkeit geschenkt und behaupten teils, dass Dugins Philosophie Personen aus der russischen Staatselite inspiriert hat.

Alexander Dugin meinte, die Monarchie sei die beste Regierungsform für Russland. Jedoch müsste die Wiederherstellung der Monarchie im Kontext einer globalen konservativen Revolution stattfinden. Er ist der Auffassung, dass die Russen zur orthodoxen Kirche und zur Klassengesellschaft (also zum Adel und zum Klerus) zurückfinden müssen. (1) Dugin sagte 2021 in einem Interview, die Monarchie werde früher oder später wiederhergestellt. (1) Nachdem Dugins Tochter ermordet wurde, drückte Maria Romanowa schriftlich ihr Beileid aus. (1) Die britische Zeitung The Guardian schrieb, dass Dugins Vater ein KGB-Offizier war. (1)

Bei der Hochzeit der Kaiserfamilie, bei der Alexander Dugin teilnahm, war laut russischen Medien der umtriebige Jewgeni Prigoschin, Chef der Söldnergruppe Wagner, für das Catering zuständig. (1) Der Geschäftsmann Konstantin Malofejew (auf Englisch Malofeev) hatte die grosse Ehre, der Trauzeuge des Hochadligen zu sein. Malofejew ist demnach ein Freund von Maria Romanows Familie. Bereits als Student interessierte er sich für die Monarchie und schrieb seine Dissertation über rechtliche Möglichkeiten zur Wiederherstellung des russischen Kaisertums. Die Medien bezeichnen Malofejew als Oligarchen. (123) Er möchte das Kaiserreich wiederbeleben und die Ukraine soll natürlich zu diesem Reich gehören. Er hat viel Kontakt zu Alexander Dugin und hat ein gutes Verhältnis zu mehreren russischen Adligen. Zudem leitet er eine monarchistische Gesellschaft mit engen Verbindungen zu russischen Adligen. Der Gesellschaft wird vorgeworfen, den russischen Geheimdiensten bei der Auslandsspionage geholfen zu haben. Der Gründer der Gesellschaft ist ein hoher, umtriebiger Geheimdienstler und ehemaliger KGB-Agent. Mehr Infos zu Malofejew und seinem Netzwerk sind im Beitrag zu Russlands Monarchisten aufgeführt.

In einem Artikel der russischen Zeitung Nasha Versia wird behauptet, dass es in der russischen Staatselite viele Monarchisten gibt. (1) Wladimir Schirinowski (Zhirinovsky), der 2022 verstarb, war einer der wenigen hohen Politiker, der öffentlich eine Wiedereinführung der Monarchie forderte. Seiner Vorstellung nach sollte alle Macht beim Kaiser liegen. (12) Schirinowski führte seit 30 Jahren die rechtspopulistische Partei LDPR an, die bei den Wahlen 2021 die drittstärkste Partei war. Ein weiterer Monarchist ist Sergei Aksjonow, der sich öffentlich für die Wiederbelebung der Monarchie aussprach. (1, 2) Seit Russland 2014 die Krim annektiert hat, ist Aksjonow Gouverneur der Halbinsel und regiert dort im Interesse der russischen Führung. Ihm wird vorgeworfen, dass er in den 90er-Jahren einer Bande der organisierten Kriminalität angehörte. (1) Ausserdem soll er eine eigene Söldnertruppe besitzen, die Verbindungen zur berüchtigten Wagner-Gruppe hat. (1) Er kennt den Monarchisten Konstantin Malofejew. (1)

Die Politikerin und Juristin Natalja Poklonskaja ist eine Anhängerin der Monarchie. Sie erhielt einen Adelstitel von der Grossherzogin Maria, den sie später aber wieder ablegte. (12) Poklonskaja war eines der bekanntesten Gesichter der russischen Staatspropaganda. Als sie 2022 jedoch den Überfall auf die Ukraine kritisierte, hat sich ihr Verhältnis zur Staatselite anscheinend stark verschlechtert. (1)

Die Familie von Maria Romanowa hatte in den frühen 90er-Jahren ein gutes Verhältnis zu Anatoli Sobtschak und seiner Frau Lyudmila Narussowa aufgebaut. (1) Anatoli Sobtschak war Bürgermeister von Sankt Petersburg und gilt als Wladimir Putins politischer Ziehvater. (1) Seine Frau Lyudmila Narussowa ist eine zum Christentum konvertierte Jüdin und war im Vorstand des Russisch-Jüdischen Kongresses. (1) Maria Romanowa hat Lyudmila in den Adelsstand erhoben. (1, 2) Anatoli Sobtschak freundete sich auch mit dem russischen Grafen Serge de Pahlen an. (12) Dieser lebt in der Schweiz. Er ist seit über 30 Jahren mit Wladimir Putin befreundet, hat ein sehr gutes Verhältnis zum Monarchisten Konstantin Malofejew und kennt Mitglieder der russischen Kaiserfamilie. Serge de Pahlen ist mit der Milliardärin Margherita Agnelli verheiratet. Sie kommt aus der Agnelli Familie, der wohl mächtigsten Familien der italienischen Wirtschaftselite. (123) Mehr Infos zu Serge de Pahlen und seinem Netzwerk sind im Beitrag zur Trubezkoi Familie aufgeführt.

Maria Romanowa und ihr Sohn nahmen an einem Treffen teil, bei dem Matthew Festing, der Grossmeister des Malteserordens, und der Diplomat Alexander Awdejew (Avdeev/Avdeyev) dabei waren. (Foto) Awdejew vertrat Russland als Botschafter beim Vatikan und beim Malteserorden. Er war auch Kulturminister und Botschafter in Frankreich und Bulgarien. Er war bereits Diplomat der Sowjetunion gewesen und war ihr Botschafter in Luxemburg. (1) Als in der sowjetischen Botschaft in Frankreich arbeitete, wurde er wegen Verdacht auf Spionage ausgewiesen. Er freundete sich mit dem russischen Fürsten Alexander Trubezkoi an, der in Frankreich lebt. (12)

Maria Romanowa verleiht den St.-Anna-Orden. 2009 erhielt der Politiker Sergei Naryschkin den Orden. (12) Naryschkin ist einer der führenden Köpfe der Staatselite und ist seit 2016 Chef des Auslandsgeheimdienstes SVR. Er ist ein Verbündeter Putins und Berichten zufolge hatten sie sich beim KGB kennengelernt. (1) Aufgrund seines Namens wurde in russischen Medien spekuliert, ob Sergei Naryschkin aus der Adelsfamilie Naryschkin kommt. Ein Mitglied der Familie war Natalja Naryschkina (1651–1694), eine Gemahlin des russischen Zaren Alexei I. (1) Sergei Naryschkin erzählte, dass er einmal ein Mitglied der Adelsfamilie Naryschkin, das in Frankreich lebt, getroffen hatte. (1) Er traf auch den russischen Fürsten Alexander Trubezkoi. (12) 2013 besuchte Sergei Naryschkin die Ausstellung zum 400. Jahrestag des Hauses Romanow und traf dabei den monarchistischen Oligarchen Konstantin Malofejew. (Foto) Malofejews Kollege Alexander Dugin war ein Berater von Naryschkin. (1) Naryschkin wird sich gut mit der Geschichte des russischen Adels auskennen, denn er ist seit 2012 Vorsitzender der „Russischen Historischen Gesellschaft“, deren Vorläufer auf den Adel zurückgeht. (12)

Maria Romanowa verleiht den Orden des Heiligen Wundertäters Nikolaus. Viele russische Militärs haben diesen Orden von der Grossherzogin erhalten (von denen einige inzwischen auf Sanktionslisten stehen), darunter folgende Personen:

  • Anatoli Kwaschnin (Kvashnin). Er war von 1997 bis 2004 Chef der Streitkräfte. Dem Namen nach könnte er aus der Adelsfamilie Kwaschnin stammen.
  • Juri Balujewski (Baluyevsky). Er war von 2004 bis 2007 Chef der Streitkräfte.
  • Waleri Gerassimow. Er ist seit 2012 Chef der Streitkräfte.
  • Walentin Korabelnikow. Er war von 1997 bis 2009 Chef des Militärgeheimdienstes GRU.
  • Dmitri Bulgakow. Er war von 2008 bis 2022 stellvertretender Verteidigungsminister.
  • Junus-bek Jewkurow. Er ist seit 2019 stellvertretender Verteidigungsminister. Zuvor war er seit 2008 das Oberhaupt der russischen Republik Inguschetien gewesen.
  • Boris Gromow. Er war von 2000 bis 2012 Gouverneur von Moskau.
  • Alexander Korschakow (Korzhakov). Der KGB-Mann war der Sicherheitschef von Präsident Boris Jelzin.

(1, 23456)

Maria Romanowa verleiht auch den St. Anna-Orden. Fürst Andrei Obolenski, der aus einer der führenden Familien des russischen Adels kommt und in der Sowjetunion lebte, war Mitglied des Ritterrates des St. Anna-Ordens. (1) Zu den Empfängern des Ordens gehörten Politiker, Beamte, Militärs und Geistliche der Russisch-Orthodoxen Kirche, darunter folgende Personen:

  • Wladimir Tschurow (Churov). Er war neun Jahre lang Vorsitzender der Zentralen Wahlkommission und soll für den KGB gearbeitet haben.
  • Alischer Usmanow. Der Milliardär ist einer der mächtigsten Unternehmer des Landes. Er war oder ist noch immer mit Mitgliedern der russischen Mafia und ehemaligen Mitarbeitern des KGB verbunden. (1)
  • Dmitri Kosak. Er arbeitete für die sowjetischen Geheimdienste und war von 2008 bis 2020 stellvertretender Ministerpräsident.
  • Patriarch Kyrill. Der ehemalige KGB-Agent ist seit 2009 das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche. Auch sein Vorgänger Alexei, ebenfalls ein Mitarbeiter des KGB, erhielt den St. Anna-Orden. Wie bereits erwähnt stammte Alexei aus dem Adel.
  • Mintimer Schaimijew (Shaimiev). Er war von 1991 bis 2010 Präsident der russischen Republik Tatarstan.
  • Rustam Minnichanow. Er ist seit 2010 Präsident von Tatarstan. Noch weitere Oberhäupter von russischen Republiken erhielten den St. Anna-Orden.
  • Anatolij Mohiljow. Der ukrainische Politiker war der letzte Premierminister der Krim vor der Annexion. Noch weitere Politiker der Ukraine erhielten den St. Anna-Orden, darunter Wladimir Konstantinow, der im Dienste der russischen Führung steht, und Andrij Kljujew (Klyuyev), dem die Briten vorwarfen, dass er zusammen mit russischen Geheimdiensten daran arbeitete, die Ukraine zu „untergraben“.
  • Serhij Taruta. Der ukrainische Politiker ist ehemaliger Milliardär.
  • Georgi Poltawtschenko (Poltavchenko). Er war von 2011 bis 2018 Gouverneur von Sankt Petersburg.
  • Wjatscheslaw Lebedew. Er war von 1992 bis 2024 oberster Richter der Russischen Föderation.

(1234)

Dimitri Romanowitsch Romanow

Dimitri Romanow (1926–2016) lebte unter anderem in Dänemark. Er arbeitete 32 Jahre lang für eine dänische Grossbank. (1) Er war ein enger Freund von Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha. Ihre Grossmütter waren Schwestern. Simeon ist der nicht amtierende Zar von Bulgarien. Von 2001 bis 2005 war er Bulgariens Ministerpräsident. Dimitri und Simeon trafen Patriarch Maxim, das Oberhaupt der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche. (1) Die Bulgarisch-Orthodoxe Kirche ist das führende Gotteshaus in Bulgarien.

Dimitri Romanow traf den russischen Patriarchen Kyrill I. (1) Er traf auch Präsident Putin. (Foto) Als Dimitri 2016 starb, sprach Putin in einer Botschaft an eine russische Prinzessin sein Beileid aus. Darin lobte Putin den Prinzen und schrieb: „Russland ist stolz auf unseren bemerkenswerten Landsmann. Alle, die Dimitri Romanov kannten und sich um ihn kümmerten, werden die Erinnerung an diese bemerkenswerte Person immer in Ehren halten.“ (12) Dimitri Romanow erhielt 2016 vom damaligen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew einen Orden. (1)

Dimitris Frau Dorrit Reventlow kommt aus einer deutsch-dänischen Adelsfamilie. Sie war oder ist noch immer Ehrenpräsidentin der ACRN, einer Vereinigung zur Förderung der Beziehungen zwischen Frankreich und Russland. Die ACRN wird vom russisch-orthodoxen Milliardär Dmitri Rybolowlew unterstützt, den die Medien als Oligarchen bezeichnen. Im Jahr 2022 wollte die ACRN ihren Galaabend in der Villa Ephrussi de Rothschild in Frankreich abhalten (die Ephrussi Familie gehörte im 19. Jahrhundert zu den reichsten russischen Juden und ist mit Adligen verschwägert). (1) Zur ACRN gehört der Fürst Alexander Trubezkoi. Prinz George Yourievsky ist Ehrenmitglied und soll angeblich eine politische Brücke zwischen dem Kreml und dem britischen Königshaus schlagen. (1) Prinz Yourievsky lebt in der Schweiz. Er ist ein Urenkel des russischen Kaisers Alexander II. Er würde die Wiederherstellung der russischen Monarchie begrüssen. Zudem meint er, dass das Modell der westlichen Demokratien nicht zu Russland passt. Er sagte: „Russland braucht ohne Zweifel eine starke Führung, egal in welchem System, egal ob Zar oder Präsident. Ein so komplexes, heterogenes und grosses Land kann man nicht führen ohne eine Position der Machtfülle und eine starke Persönlichkeit. Wir reden von unzähligen Sprachen und Ethnien, sämtliche Weltreligionen sind vertreten, es gibt elf Zeitzonen – da kann man keine gemütliche Plauderdemokratie haben.“ (1)

Nachkommen der Romanow Familie in den USA

Rostislaw Romanow (1938–1999) heiratete die US-Amerikanerin Christia Ipsen, die in zweiter Ehe den Sohn eines Barons aus der britischen Adelsfamilie Russell heiratete. (1, 2) Rostislaw war in den USA geboren. Er arbeitete viele Jahre als Banker in London und Chicago. Er besetzte eine hohe Position beim US-amerikanischen Finanzkonzern Northern Trust, der derzeit über eine Billion US-Dollar verwaltet. Rostislaw war Geschäftsführer der Londoner Niederlassung der Bank von Liechtenstein. (1)

Nina Romanowa (1901–1974), die mütterlicherseits aus der griechischen Königsfamilie kam, heiratete in die georgische Adelsfamilie Tschawtschawadse (Chavchavadze). Ihr Sohn David Chavchavadze (1924–2014) arbeitete für die CIA. Zu seinen Aufgaben gehörte die Rekrutierung sowjetischer Agenten. Er reiste um die Welt, um Überläufer aus der Sowjetunion zu treffen. Er war auf der Yale University gewesen. Väterlicherseits war er ein Nachkomme des georgischen Königs George XII. (12)

Paul Romanovsky-Ilyinsky (1928–2004) war Bürgermeister der Stadt Palm Beach in Florida, USA. Er war ein Urenkel des russischen Kaisers Alexander II. (1) Seine Mutter Audrey Emery kam aus einer sehr wohlhabenden Familie, zu deren Schwäger Adlige sowie die Familien Vanderbilt und Astor gehörten.

Catherine Yurievskaya (1878–1959) war eine Tochter des russischen Kaisers Alexander II. und seiner Geliebten. Catherine lebte in Frankreich und Grossbritannien. Sie kannte Mitglieder der britischen Königsfamilie. In erster Ehe heiratete sie in die russische Fürstenfamilie Barjatinski, die zur Dynastie der Rurikiden gehört. Ihr zweiter Ehemann war Fürst Serge Obolensky. (1) Die Obolenski Familie zählt ebenfalls zur Dynastie der Rurikiden. Serge Obolensky war ein Cousin des Fürsten Felix Jussupow (Youssoupoff), der den berühmten Rasputin ermorden liess. Serge lebte in den USA. Er hatte viele Freunde und Bekannte aus den Eliten von Amerika und Europa, darunter Mitglieder der Familien Rothschild, Vanderbilt, Whitney, Drexel und Thyssen, aber auch Mitglieder der Königsfamilien von Italien und Frankreich sowie viele weitere Adlige, etwa die Herzogin Margaret von Argyll (Ehefrau des Clan-Chefs des schottischen Campbell Clans). Serge Obolensky hatte sich in Oxford mit dem Prinzen von Wales (der spätere britische König Edward VIII.) angefreundet. Serge verliebte sich in die bereits erwähnte Australierin Sheila Chisholm, die wie gesagt in die russische Kaiserfamilie heiratete. Serge war mit Millicent Rogers verlobt. (1) Millicent heiratete den österreichischen Grafen Ludwig von Salm, der mütterlicherseits aus der geadelten jüdischen Bankiersfamilie Erlanger kam. Millicents Grossvater Henry Huttleston Rogers war einer der reichsten Amerikaner gewesen und war ein Partner der Rockefeller Familie im Erdölgeschäft. (1, 2) Serge Obolensky heiratete in zweiter Ehe in die Astor Familie. Die Astors gehörten zu den reichsten Amerikanern des 19. Jahrhunderts und wurden im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Als Serge in die Astor Familie heiratete, stieg er ins Immobiliengeschäft ein und arbeitete mit seinem Schwager aus der Astor Familie zusammen. Er war leitender Angestellter bei der Hotelkette Hilton. Ausserdem gründete er eine eigene PR-Firma. Er war Soldat in den beiden Weltkriegen. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete er für das OSS (Vorläufer der CIA). Er und Ava Astor hatten eine Tochter, Sylvia Obolensky, die aber anscheinend nicht seine leibliche Tochter war. Sylvia heiratete in die Giray-Dynastie, die der Legende nach vom mongolischen Herrscher Dschingis Khan (1162–1227) abstammt. (1, 2, 3, 4) Serges und Ava Astors Sohn, Ivan Obolensky, gehörte ebenfalls zur Elite der USA und arbeitete als Finanzanalyst an der Wall Street. Er war Schatzmeister der „Russian Nobility Association in America“ (RNA), eine Organisation von russischen Adligen in den USA. (1) Die RNA hat Verbindungen zu Mitgliedern der russischen Kaiserfamilie und zu ihrem internationalen Komitee gehören Hochadlige aus verschiedenen Ländern. (1) Ivan Obolensky war Freimaurer im 33. Grad und Mitglied der Holland Lodge Nr. 8, eine elitäre Freimaurerloge in New York. (1) Diese Loge besteht seit 1787 und gilt als eine der führenden Freimaurerlogen der USA. Bemerkenswerte Mitglieder der Loge waren US-Präsident Franklin Delano Roosevelt sowie Edward Henry Harriman, John Jacob Astor und elf Mitglieder der Livingston Familie. (1, 2) Ivan Obolensky erhielt 2010 eine Auszeichnung von der Grossloge von New York. Von 1996 bis 2014 war er Hauptrepräsentant der russischen Grossloge. (Quelle ist nicht mehr abrufbar) Wie bereits erwähnt wurde, hatte ein Mitglied der Obolenski Familie zur Führung jener russischen Grossloge gehört, die sich an der Februarrevolution beteiligt hatte.

Xenija Romanowa (1903–1965) lebte in den USA. Ihr Schwiegervater war der Geschäftsmann William Leeds, der die Weissblechindustrie in den USA dominierte. Seine Frau Nonnie May Stewart heiratete danach in die griechische Königsfamilie. (1, 2)

Das Model und Schauspielerin Natalia Pawlowna Paley (1905–1981) war eine Enkelin von Kaiser Alexander II. Sie lebte in den USA und in Frankreich.

Weitere bemerkenswerte Romanows der letzten 100 Jahre

Irina Romanowa (1895–1970) heiratete den Fürsten Felix Jussupow, der einer der reichsten Männer im Kaiserreich gewesen war und den berühmten Rasputin ermorden liess.

Der deutsche Fürst Karl Emich von Leiningen (*1952) hatte eine Grossmutter, die aus der russischen Kaiserfamilie kam. Väterlicherseits kommt er aus der Uradelsfamilie Leiningen und mütterlicherseits aus der Uradelsfamilie Oldenburg. Leiningen und Oldenburg gehören zum deutschen Hochadel. Karl Emich und der russische Politiker Anton Bakow haben sich das Ziel gesetzt, in Russland die Monarchie wiedereinzuführen mit Karl Emich als König (1). Karl Emich heiratete in die Thyssen Familie, eine der reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Karl Emichs Frau Gabriele heiratete später den religiösen Führer Karim Aga Khan IV. (1) Die Aga Khan Familie stammt der Legende nach vom Islamgründer Mohammed und den Fatimiden ab. (1) Die Fatimiden waren eine der mächtigsten muslimischen Herrscherfamilien des 11. Jahrhunderts. Übrigens ist Karl Emich ein Cousin der adligen Politikerin Beatrix von Storch.

Anastasia de Torby (1892–1977) kam aus der russischen Kaiserfamilie. Sie lebte in Grossbritannien und heiratete den britischen Baronet Harold Wernher. (1) Harolds Vater Julius Wernher, der in Deutschland geboren wurde, war ein führender Unternehmer in der südafrikanischen Bergbauindustrie und wurde in den britischen Adel aufgenommen. Er galt als einer der reichsten Männer in Grossbritannien. (1)

Wsewolod Romanow (1914–1973) heiratete Lady Mary Lygon aus den britischen Adelsfamilien Lygon und Grosvenor. (1)

Andrej Romanow (1897–1981) heiratete erst in die italienische Adelsfamilie Ruffo. Seine zweite Ehefrau war die Britin Nadine McDougall, die laut Wikipedia aus dem schottischen MacDougall Clan kam.

Das faschistische Italien wollte Nicholas Romanow (1922–2014) zum König von Montenegro machen, aber er lehnte ab. (1) Er heiratete eine Gräfin aus der italienischen Uradelsfamilie Gherardesca. (1, 2) Die Familie besteht seit 1000 Jahren und gehörte früher zu den führenden Familien der Stadt Pisa. Ugo della Gherardesca, der im 16. Jahrhundert lebte, heiratete die Schwester von Papst Leo XI., der aus der berühmten Medici Familie kam. Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Sie brachten drei Päpste hervor.

Alexander Romanow (1929–2002) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Valguarnera. (1, 2)

Wladimir Kirillowitsch Romanow (1917–1992) galt als das Oberhaupt der Romanow-Dynastie. Im November 1991 besuchte er Russland zum ersten Mal. Er wurde vom Bürgermeister von Sankt Petersburg, Anatoli Sobtschak, eingeladen. 1948 heiratete er Leonida Bagration von Mukhrani. (1) Die Mukhrani Familie gehört zur Dynastie der Bagratiden, die vom 9. bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts über Georgien herrschte. Der Legende nach zogen die Vorfahren der Bagratiden im 6. Jahrhundert von Palästina in den Kaukasus, wo sie in Herrscherfamilien heirateten und selbst zur georgischen Königsfamilie aufstiegen. Das Königreich Iberien, der Vorläufer von Georgien, machte im 4. Jahrhundert das Christentum zur Staatsreligion und war damit eines der ersten christlichen Länder. Die Bagratiden sind bis heute mit der Führung der Georgisch-Orthodoxen Kirche verbunden, dem führenden Gotteshaus in Georgien. Sie kennen Patriarch Ilia II., das derzeitige Oberhaupt der Kirche. Patriarch Ilia schlug sogar vor, die Monarchie wiederzubeleben, mit den Bagratiden als Königsfamilie (1). Die Mukhrani Familie heiratete 1977 in die italienische Uradelsfamilie Orsini, die zum päpstlichen Adel gehört und drei Päpste hervorbrachte. (1) In ihrer Zeit als Herrscher von Georgien behaupteten die Bagratiden, von König David abzustammen. Der mythologische König David soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt. Er war König von Juda, zu dem auch die heilige Stadt Jerusalem gehörte. Seine Familie, die Dynastie der Davididen, soll noch bis ins 6. Jahrhundert vor Christus über Juda geherrscht haben. Davids Sohn König Salomo war der Legende nach der Erbauer des salomonischen Tempels, der bis zu seiner Zerstörung im 6. Jahrhundert vor Christus auf dem bis heute heiligen Tempelberg in Jerusalem stand. Die Freimaurer, die Templer und die Rosenkreuzer führen ihre Ursprünge auf den Tempelbau zurück. Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen.

Mitglieder der russischen Kaiserfamilie waren 2022 auf einer Hochzeit der päpstlichen Adelsfamilie Ruspoli. Bei der Hochzeit waren neben hohen Adligen auch Mitglieder der Königsfamilien von Libyen und Iran anwesend. (1)

Ein Prinz aus der russischen Kaiserfamilie war 2012 auf einem Ball in Monaco. Der Ball stand unter der Schirmherrschaft des monegassischen Fürsten Albert II. Zu den Gästen gehörten unter anderem:

  • Columba Bush aus der US-amerikanischen Präsidentenfamilie Bush
  • Der armenische Fürst Rudolf Kniase Melikoff/Melikow
  • Der tschechische Graf Adrien Kamenicky
  • Marie Laurence de Rochefort aus dem französischen Adel
  • Marc Sursock aus der internationalen Sursock Familie, die in die italienische, irische, muslimische und thailändische Aristokratie heiratete
  • Der indische Milliardär Ravi(kant) Ruia
  • Mitglieder der indischen Aristokratenfamilien Mewar (aus der Sisodia-Dynastie) und Rathore

(Quelle)

Die Familien Sisodia und Rathore hatten im letzten Jahrtausend zu den indischen Herrscherfamilien gehört. Sie sollen von indischen Königen aus dem ersten Jahrtausend abstammen. Sie behaupten, von der Sonnendynastie abzustammen, eine Königsdynastie aus der indischen Mythologie. Der Legende nach stammte auch Siddhartha Gautama (Buddha) aus der Sonnendynastie. Er begründete Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus den Buddhismus. Der Stammvater der Sonnendynastie ist der mythologische König Ikshvaku. Dieser war ein Enkel des hinduistischen Sonnengottes Surya. Der Sonnengott war wiederum ein Urenkel von Brahma, einer der Hauptgötter im Hinduismus. 

Der Ball in Monaco wurde von Catherine Colonna di Stigliano organisiert. (1) Sie kommt aus der italienischen Uradelsfamilie Colonna, einer der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels. Die Colonna Familie behauptete, von den Juliern abzustammen, die vom 5. Jahrhundert vor Christus bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus zur römischen Elite gehörten. Das bekannteste Familienmitglied der Julier ist Gaius Iulius Caesar (bekannt als Julius Cäsar). Er herrschte im ersten Jahrhundert vor Christus als Diktator über Rom. Die Colonna Familie und die Julier stammen der Legende nach von Aeneas ab, dem mythologischen Stammvater der Römer. Aeneas war über seinen Vater Anchises ein Nachkomme der trojanischen Herrscherfamilie aus der griechischen Mythologie. Seine Mutter war die griechische Göttin Aphrodite, eine Tochter von Zeus.

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Holtzbrinck Familie

Stefan und sein Bruder Dieter von Holtzbrinck gehören zu den wichtigsten Medienunternehmern Deutschlands. Sie kommen aus der deutschen Adelsfamilie Holtzbrinck (Quelle). Dieter traf Angela Merkel (Quelle).

Dieter von Holtzbrinck (*1941) kontrolliert das Medienunternehmen DvH Medien. Sein Vermögen wird auf 400 Millionen Euro geschätzt (Quelle). 2010 wurde sein Vermögen noch auf 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Zu DvH Medien gehören unter anderem die Zeitungen Tagesspiegel und Handelsblatt sowie die Zeitschrift Wirtschaftswoche. DvH Medien besitzt zur Hälfte Die Zeit, eine der wichtigsten Zeitungen Deutschlands. Die andere Hälfte gehört der „Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck“, die von Dieters Bruder Stefan kontrolliert wird.

Dieters Bruder Stefan von Holtzbrinck (*1963) gehört mit einem geschätzten Vermögen von 2,8 Milliarden US-Dollar zu den reichsten deutschen Medienunternehmern (Quelle). Er besitzt die „Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck“. Das Unternehmen besitzt unter anderem MacMillan Publishers, ein grosser britischer Buchverlag. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck besitzt 53 Prozent des deutschen Verlags „Springer Nature“, einer der grössten Wissenschaftsverlage der Welt.

Die beiden Brüder sind die Söhne von Georg von Holtzbrinck (1909-1983). Er war in der Zeit der Nazidiktatur als Verleger tätig. Er trat 1933 der NSDAP bei, also in dem Jahr der Machtübernahme Hitlers. Nach dem Krieg gründete er 1948 die „Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck“. Er gründete eine Schule für Wirtschaftsjournalisten. (Quelle) Er war mit dem israelischen Politiker Teddy Kollek befreundet, der fast 30 Jahre lang Bürgermeister von Jerusalem war (Quelle).

Die Holtzbrinck Familie wurde Ende des 17. Jahrhunderts vom römisch-deutschen Kaiser Leopold I. (Haus Habsburg) geadelt. Im 18. und 19. Jahrhundert waren einige Familienmitglieder in der preussischen Politik. Arnold Ludwig von Holtzbrinck (1811-1886) erhielt zwei Orden von der preussischen Königsfamilie aus dem Haus Hohenzollern. Er war Ehrenritter des Johanniterordens. (Quelle) Der Johanniterorden ist ein protestantischer Ritterorden und wird bis heute von den Hohenzollern geführt.

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Oppenheimer Familie

Ernest Oppenheimer (1880-1957) wurde in eine jüdische Familie in Deutschland geboren. Er emigrierte nach Südafrika, wo er mit finanzieller Unterstützung der Bank der Morgan Familie das Bergbauunternehmen Anglo American gründete. (Quelle)

Anglo American entwickelte sich schnell zu einem führenden Bergbaukonzern und ist heute noch einer der grössten der Welt. Anglo American ist der grösste Platinproduzent, der fast 40 Prozent der weltweiten Platinproduktion umfasst (Stand: 2017) (Quelle). Anglo American gehört auch zu den weltweit grössten Produzenten von Kohle, Nickel und Eisenerz (wird zur Herstellung von Stahl benötigt). Anglo American fördert auch Diamanten, Kupfer und Mangan. Das Unternehmen war seit seiner Gründung im Goldbergbau aktiv. 2004 trennte sich Anglo American von seinem Goldgeschäft. Die ausgegliederte Tochterfirma fusionierte mit einem anderen Unternehmen zum heutigen Goldkonzern AngloGold Ashanti. Dieser war in den letzten Jahren der drittgrösste Goldproduzent der Welt.

Der Unternehmensgründer Ernest Oppenheimer (1880-1957) war auch im Vorstand des Bergbaukonzerns De Beers, der schon seit über 100 Jahren der grösste Diamantproduzent der Welt ist. Seit den 20er Jahren waren die Oppenheimer Hauptaktionär von De Beers und blieben es bis 2011. Seit 2012 befindet sich De Beers mehrheitlich in Besitz von Anglo American. Die beiden Unternehmen sind inzwischen unabhängig von der Familie (zumindest nach offiziellen Angaben).

Der Diamanthändler Bernard Oppenheimer (1866-1921) wurde in England zum Baron geadelt. Er war der Bruder von Ernest Oppenheimer. Ernest wurde vom britischen Hochadel zum Ritter ernannt. Er heiratete in zweiter Ehe Caroline Magdalen Harvey. Ihr Vater war ein englischer Baron. Ihre Mutter war die Tochter eines Vizegrafen aus dem schottischen Murray Clan.

Ernests Sohn Harry Oppenheimer (1908-2000) leitete ebenfalls Anglo American und De Beers. Harry wurde oft als einer der reichsten Menschen der Welt eingestuft. Ernest und sein Sohn Harry waren Mitglied der südafrikanischen Freimaurer (Quelle). Die Freimaurerei wurde von britischen und niederländischen Kolonialisten nach Südafrika gebracht. Der Diamantkonzern De Beers wurde übrigens 1888 vom Briten Cecil Rhodes gegründet, der Mitglied bei den britischen Freimaurern war. (Quelle)

Harry Oppenheimer war Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zu den Mitgliedern gehörten oder gehören noch immer Rockefeller, Rothschild, Loudon, Agnelli, Aga Khan, Astor, Ford, Siemens, Hoffmann, Bin Laden sowie einige Königsfamilien. (Quelle) Harrys Tochter Mary war Treuhänderin des WWF. (Quelle)

Harry Oppenheimer war mit dem südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela befreundet. (Quelle) Nelson Mandela war ebenfalls Freimaurer. (Quelle: 1, 2)

Harrys Sohn Nicky (Nicholas) Oppenheimer (*1945) war Vorsitzender von De Beers und stellvertretender Vorsitzender von Anglo American. Nicky gehört mit seinem derzeitigen Vermögen von 8 Milliarden US-Dollar zu den Reichsten des afrikanischen Kontinents. (Quelle)

Nicky traf sich 2006 mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, um sich über Diamantgeschäfte zu unterhalten. Der Diamantkonzern De Beers arbeitet seit 45 Jahren mit Russland zusammen. (Quelle) Geschätzt 52 Prozent der weltweiten Diamantenreserven liegen in Russland. (Quelle)

Auch Nickys Sohn Jonathan Oppenheimer (*1969) gehörte zu den Führungskräften von De Beers und Anglo American. Seine berufliche Laufbahn begann bei der britischen Rothschild Bank. (Quelle) Die Rothschild Bank finanzierte 1888 die Gründung von De Beers mit. (Quelle: 1, 2)

Jonathan Oppenheimer ist seit 2018 im Kuratorium des „Carnegie Endowment for International Peace“. (Quelle) Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Im Kuratorium der Denkfabrik sind derzeit auch Mitglieder der indischen Milliardärsfamilien Tata und Birla sowie ein Mitglied der jordanischen Königsfamilie. Die derzeitige Vorsitzende des Kuratoriums ist Penny Pritzker, deren Familie zu den reichsten der USA gehört (Stand: 2021).

Jonathan Oppenheimer besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. (Quelle) Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Die Oppenheimer sind zudem gut mit der britischen Elite vernetzt (Südafrika war/ist eine britische Kolonie). Anglo American und De Beers haben ihren Sitz in London und sind britische Unternehmen.

Der britische Geschäftsmann Julian Baring arbeitete für Anglo American und wurde ein Freund der Oppenheimer Familie. Julian Baring, ein Goldfondsmanager, war in London als „Gold-Guru“ bekannt. Er kam aus der Baring Familie, eine der mächtigsten Familien der britischen Elite. (Quelle) Die Oppenheimer Familie kennt auch Chips Keswick, der für ihre Holding arbeitete und im Vorstand von Anglo American und De Beers sass. (Quelle: 1, 2) Chips Keswick kommt aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick.

Emily Oppenheimer lebt in Grossbritannien und kommt aus derselben Oppenheimer Familie. Sie ist eine enge Freundin von Elisabeth Murdoch. Diese kommt aus der Milliardärsfamilie Murdoch, die zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt gehört. Emily Oppenheimer lernte auch Elisabeths Exmann Matthew Freud kennen. (Quelle: 1, 2, 3) Matthew kommt aus der britisch-jüdischen Freud Familie und der berühmte Sigmund Freud war sein Urgrossvater. Er ist mit britischen Politikern wie David Cameron und George Osborne befreundet. Matthews erste Ehefrau heiratete nach der Scheidung den Bruder von Prinzessin Diana aus der Adelsfamilie Spencer. (Quelle)

Xanthe Oppenheimer (*1958) aus dem britischen Zweig der Oppenheimer heiratete Ivo Mosley. Dessen Grossvater war der Adlige Oswald Mosley. (Quelle: 1, 2) Oswald Mosley war in den 30-Jahren der Anführer der britischen Faschisten.

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Nazarbayev Familie

Die Nazarbayev Familie gilt als die mächtigste und reichste Familie Kasachstans. Zusammen mit ihren Freunden und Bekannten kontrollieren sie den kasachischen Staat sowie die Wirtschaft und die Leitmedien des Landes. Nursultan Nazarbayev/Nasarbajew (*1940) regierte das Land als Präsident von 1991 bis 2019. Trotz seines Rücktritts gilt er immer noch als der inoffizielle Staatschef.

Anmerkung: Dieser Beitrag wurde im März 2021 verfasst. Der neue Präsident Toqajew/Tokayev hat im Jahr 2022 Nursultan Nazarbayev entmachtet. Nach offiziellen Angaben hat Nursultan nun keinen Einfluss auf die Regierung mehr. Im September 2022 wurde Kairat Satybaldy, ein Neffe von Nursultan, zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Gelder von staatlichen Unternehmen veruntreut haben soll. Da dieser Beitrag noch vor Nursultans Entmachtung verfasst wurde, sind einige Angaben im Beitrag nicht mehr aktuell. Der Beitrag wird in ferner Zukunft aktualisiert werden.

Nursultan Nazarbayev

Nursultan Nazarbayev wurde in den 80er-Jahren Teil der politischen Elite Kasachstans. Das Land gehörte damals zur kommunistischen Sowjetunion. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 erlangte Kasachstan die Unabhängigkeit von Russland. Nursultan Nazarbayev wurde daraufhin zum Präsidenten des Landes. Er regierte diktatorisch. 2019 trat er als Präsident zurück.

Nursultan Nazarbayev wurde immer wieder der Korruption beschuldigt. Sein Vermögen wird auf 8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Schätzungen zufolge floss im ersten Jahrzehnt nach dem Fall der Sowjetunion rund ein Viertel des kasachischen BIP aus dem Land. (Quelle) Nursultan soll sein Vermögen über eine Firma in Grossbritannien kontrolliert haben. (Quelle) Er besass ein Konto bei der Schweizer Privatbank Pictet in Genf. (Quelle)

Kasachstan ist reich an Rohstoffen und besitzt die weltweit grössten Chromreserven sowie die zweitgrössten Uranreserven. Zurzeit belegt Kasachstan Platz 12 auf der Liste der Länder mit den grössten Ölreserven und Platz 15 der Länder mit den grössten Gasreserven. Kasachstan besitzt grössere Vorkommen an Gold, Zink, Eisenerz und Kupfer. Ein grosser Teil von Kasachstans Rohstoffindustrie wird von zwei grossen Staatsfonds kontrolliert, dem Kazakhstan National Fund und Samruk-Kazyna. Die beiden Fonds wurden von Nursultan Nazarbayev gegründet und befinden sich in Besitz des Staates. Nazarbayevs Schwiegersohn Timur Kulibayev leitete den Samruk-Kazyna-Fond (Quelle). Zurzeit verwalten die beiden Staatsfonds ein Vermögen im Wert von über 100 Milliarden US-Dollar. Nursultan Nazarbayev soll ein Vermögen von 200 Milliarden Dollar kontrollieren (Quelle).

Nursultan Nazarbayev traf den Papst, der ihm den Piusorden verlieh, den dritthöchsten Verdienstorden des Vatikans. (Quelle) Als Präsident traf er viele Staatsoberhäupter, darunter Putin, Obama, Merkel und Xi Jinping. Er traf fast alle Königsfamilien dieser Welt.

2017 traf sich Nursultan Nazarbayev mit der Führung der Rothschild Bank, darunter mit dem französischen Bankier Éric de Rothschild. (Quelle) Die Rothschild Bank berät die Zentralbank von Kasachstan. (Quelle) Nazarbayev traf 2015 bei einem Besuch in London den britischen Baron Jacob Rothschild sowie das britische Königspaar, den indischen Milliardär Lakshmi Mittal, den niederländischen Manager Ben van Beurden (CEO des Ölkonzerns Shell) und den Briten Sam Walsh (gehört zur Führung von Mitsui und Rio Tinto). (Quelle)

Nursultan Nazarbayev unterhält eine gute Beziehung zu Bulat Utemuratov. (Quelle) Der kasachische Geschäftsmann ist mit einem Vermögen von über 3 Milliarden US-Dollar einer der Reichsten des Landes. (Quelle)

Nursultan Nazarbayev hat Kontakt zu Alexander Mashkevitch. (Quelle: 1 und 2) Dieser gehört zu den reichsten Geschäftsleuten Kasachstans. 2019 wurde sein Vermögen auf 2,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Sein Hauptgeschäftsfeld ist die Bergbauindustrie. Er besitzt zusammen mit den Milliardären Patokh Chodiev und Alijan Ibragimov die Eurasian Bank, eine der führenden Banken Kasachstans. Im Jahr 2002 wurde geschätzt, dass etwa ein Viertel der Wirtschaft Kasachstans unter dem Einfluss von Mashkevitch steht. Er ist Jude und besitzt die israelische Staatsbürgerschaft. Er war Präsident des von ihm gegründeten und unterstützten Eurasischen Jüdischen Kongresses, der die Interessen der jüdischen Gemeinden der ehemaligen Sowjetunion, Japan, China und der Ländern Ozeaniens vertritt, insgesamt 28 Staaten. In dieser Funktion hatte Mashkevitch Kontakt zur politischen Elite Israels. (Quelle) Er besuchte den Papst in Rom. (Quelle) Er wurde verdächtigt, im Jahr 2010 eine Sexparty auf einer von der türkischen Polizei beschlagnahmten Luxusyacht organisiert zu haben. Zehn Verdächtige, darunter zwei türkische Milliardäre, wurden auf der Yacht verhaftet. Die Polizei führte Ermittlungen gegen Menschenhändler. Auf der Yacht waren mehrere junge Frauen, darunter auch Minderjährige. Sie wurden über Modelagenturen aus Russland und der Ukraine in die Türkei gebracht. Der Eigentümer der Yacht war der türkische Milliardär Kahraman Sadıkoğlu, der aber nicht an Bord war. (Quelle) Als Verschwörungstheoretiker könnte man auf die Idee kommen, dass Mashkevitch zusammen mit Geheimdiensten und/oder der organisierten Kriminalität daran arbeitete, Mitglieder der türkischen Elite erpressbar zu machen.

Die Nazarbayev-Schwestern

Nursultan Nazarbayev hat drei Töchter, die alle einflussreiche Männer heirateten.

Dinara Nazarbayev Kulibayev

Die Tochter Dinara Nazarbayev (*1967) gilt als die reichste Frau Kasachstans. 2022 wurde ihr Vermögen auf 3,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Sie ist mit Timur Kulibayev verheiratet. Dessen Vermögen wird ebenfalls auf 3,8 Milliarden Dollar geschätzt. Das Ehepaar besitzt mehrheitlich die Halyk Bank, die grösste kasachische Bank. (Quelle) Kulibayev war von 2008 bis 2012 Vorsitzender des kasachischen Bergbaukonzerns Kazatomprom, der zurzeit der grösste Uranproduzent der Welt ist und weltweit Atomkraftwerke mit Uran versorgt (die jährlich tonnenweise davon benötigen). Kazatomprom wird vom Staat kontrolliert. Von 2011 bis 2022 war Kulibayev im Vorstand des russischen Gaskonzerns Gazprom, der weltweit grösste Erdgasproduzent. Kulibayev besetzte mehrere hohe Positionen in der Öl- und Gasindustrie von Kasachstan. Er leitete 10 Jahre lang den oben erwähnten milliardenschweren Staatsfonds Samruk-Kazyna. Von 1995 bis 1997 war er Vorsitzender der ATFBank, eine kasachische Grossbank. (Quelle)

Timur Kulibayev hatte Kontakt zum britischen Prinzen Andrew. (Quelle)

Timur Kulibayev hatte eine romantische Beziehung mit Goga Ashkenazi und hat auch zwei Kinder mit ihr. Die kasachische Geschäftsfrau war ebenfalls in der Öl-, Gas- und Bergbauindustrie aktiv. Sie verkehrt in der britischen High Society:

  • Sie ist eine gute Freundin des britischen Prinzen Andrew.
  • Sie ist mit dem britischen Geschäftsmann Nat Rothschild befreundet.
  • Sie ging mit Saif Gaddafi auf die Jagd. Er ist der Sohn des libyschen Diktators Muammar Gaddafi.
  • Zu ihren Geschäftspartnern gehört Robert Friedland. Der kanadische Milliardär ist in der Bergbauindustrie aktiv. Er gilt als der Mentor des Apple-Gründers und Milliardärs Steve Jobs (Quelle).
  • Sie ist mit Edward Spencer-Churchill befreundet, der aus einer britischen Herzogsfamilie kommt.
  • Sie ist mit Nick Candy befreundet. Der britische Milliardär ist ein Luxusimmobilienentwickler.

(Quelle: 1 und 2)

Goga Ashkenazi hat Kontakt zu Lapo Elkann, der mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli kommt. (Quelle) Goga Ashkenazi arbeitete für die Grossbanken Merrill Lynch und Morgan Stanley aus den USA sowie für die niederländische Grossbank ABN AMRO. (Quelle)

Aliya Nazarbayeva

Die Tochter Aliya Nazarbayeva (*1980) führt mehrere Unternehmen. Ihr Ehemann Dimash Dosanov ist Generaldirektor von KazTransOil, ein staatlicher Öltransportkonzern in Kasachstan. Aliya war in erster Ehe mit dem kirgisischen Geschäftsmann Aidar Akayev verheiratet. Dessen Vater Askar Akayev war von 1990 bis 2005 Präsident von Kirgistan, ein Nachbarland von Kasachstan. (Quelle: 1 und 2) Kirgistan gehörte ebenfalls zur Sowjetunion. Kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion fand Askar Akayev Anschluss an die politische Elite Kirgistans. Nach dem Zusammenbruch wurde Kirgistan unabhängig von Russland, worauf Askar Akayev und seine Kumpels die Macht im Land übernehmen konnten. Kirgistan gilt als ein Mafiastaat (Quelle). Nach einem Bericht des Schweizer Geheimdienstes sind die Geheimdienste der ehemaligen Sowjetländer eng mit der organisierten Kriminalität verbunden. (Quelle)

Dariga Nazarbayeva

Die Tochter Dariga Nazarbayeva (*1963) ist in der Politik und war stellvertretende Premierministerin. Ihr Vermögen wird auf über eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt (Quelle). Sie arbeitete beim staatlichen Fernsehsender Qazaqstan und gründete den Fernsehsender Khabar Agency. In Kasachstan werden die Leitmedien vom Staat kontrolliert.

Dariga Nazarbayeva war mit Rakhat Aliyev verheiratet. Dieser besetzte hochrangige Positionen beim kasachischen Geheimdienst und war Chef der Steuerpolizei. Rakhat Aliyev betrieb Geldwäsche und soll für Morde, Folter und Entführungen verantwortlich sein. 2007 verschlechterte sich sein Verhältnis zur Elite Kasachstans. Er liess sich von Dariga Nazarbayeva scheiden und verliess das Land. 2014 wurde er in Österreich von den dortigen Behörden wegen Entführung und Mordes in Gewahrsam genommen. Nach offiziellen Angaben beging er im österreichischen Gefängnis Selbstmord. (Quelle: 1 und 2) Ein Gutachten eines Rechtsmediziners sagt allerdings, dass Rakhat Aliyev mit Sicherheit ermordet wurde (Quelle).

Darigas und Rakhats gemeinsamer Sohn Aisultan (1990–2020) arbeitete ebenfalls für den kasachischen Geheimdienst. Er war an der Royal Military Academy Sandhurst in Grossbritannien, die wohl elitärste Militärakademie der Welt. (Quelle) Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Aisultan starb 2020 in London, nach offiziellen Angaben an einem Herzstillstand. Paar Monate zuvor veröffentlichte er auf Facebook die Behauptung, dass Ex-Präsident Nursultan Nazarbayev sein wahrer Vater sei. Dariga sei nur seine Adoptivmutter. Er schrieb auch, er habe Angst von ihr. (Quelle)

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Luksic Familie

Die Luksic Familie gilt als die reichste Familie Chiles und als eine der reichsten Familien Südamerikas. Ihr Vermögen wird derzeit auf 23 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das ist fast ein Zehntel des jährlichen Bruttoinlandsprodukts Chiles. Die Familie kontrolliert Antofagasta und Quiñenco, zwei der grössten chilenischen Unternehmen.

Antofagasta

Ab dem Jahr 1980 erlangte die Luksic Familie die Kontrolle über den chilenischen Bergbaukonzern Antofagasta. Sie besitzt noch heute mehr als die Hälfte der Stimmrechte am Unternehmen. Die Familie ist derzeit in der Konzernführung vertreten. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London. Antofagasta war 2018 der sechstgrösste Kupferproduzent der Welt. Kupfer ist in fast allen Kabeln und Elektrogeräten vorhanden und ist daher ein wichtiger Rohstoff.

Chile ist das Land mit den grössten Kupferreserven und besitzt mehr als doppelt so viel wie Peru, das Land mit den zweitgrössten Kupferreserven. Mehr als 20 Prozent der weltweiten Kupferreserven befinden sich in Chile. Die Kupferindustrie macht schätzungsweise 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von Chile aus. (Quelle) Antofagasta ist auch in Peru im Kupferbergbau aktiv.

Die chilenische Kupferindustrie wird von Antofagasta und Codelco dominiert. Der Bergbaukonzern Codelco befindet sich in Besitz des chilenischen Staates. Codelco ist schon seit Jahren der grösste Kupferproduzent der Welt. Jean-Paul Luksic (*1964) ist mit Maximo Pacheco Matte befreundet, der chilenischer Energieminister war (Quelle). Im März 2022 wurde Maximo Vorsitzender von Codelco und er war bereits in den 90er Jahren Vizepräsident des Kupferkonzers gewesen. (Quelle) Somit hat die Luksic Familie auch einen Draht zur staatlichen Kupferindustrie Chiles. Maximo ist Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF), zu dem auch das Familienunternehmen der Luksic Familie gehört. Maximos gleichnamiger Vater war Bildungsminister und vertrat Chile als Botschafter beim Papst und der Sowjetunion.

Quiñenco

Die Luksic Familie gründete 1957 Quiñenco, ein Mischkonzern, der sich bis heute mehrheitlich in Familienbesitz befindet. Die Familie führt den Vorstand des Konzerns. Quiñenco verwaltet Vermögenswerte in Höhe von rund 105 Milliarden US-Dollar. Quiñenco ist an mehreren wichtigen Unternehmen beteiligt, bei denen die Luksic Familie auch im Vorstand vertreten ist:

  • Quiñenco besitzt zur Hälfte LQ Inversiones Financieras. Die andere Hälfte gehört der US-amerikanischen Citigroup, eine der grössten Banken der Welt. LQ Inversiones Financieras wiederum besitzt zur Hälfte die Banco de Chile, eine der grössten chilenischen Banken.
  • Quiñenco besitzt den chilenischen Treibstoffkonzern Enex. Dieser ist der zweitgrösste Treibstoffverteiler in Chile mit einem Marktanteil von 21 Prozent am Gesamtvolumen und einem Anteil von 24,5 Prozent im Tankstellensegment. Enex ist auch in den USA und Paraguay aktiv.
  • Quiñenco besitzt die Tochterfirma Invexans. Diese besitzt wiederum 28,8 Prozent des französischen Konzern Nexans, einer der weltweit grössten Kabelhersteller.
  • Quiñenco besitzt zur Hälfte Inversiones y Rentas. Die andere Hälfte gehört dem niederländischen Bierkonzern Heineken, der von der Milliardärsfamilie Heineken kontrolliert wird. Inversiones y Rentas besitzt zur Hälfte den chilenischen Alkoholkonzern CCU.
  • Quiñenco besitzt 61,8 Prozent der CSAV, ein chilenischer Schifffahrtskonzern. CSAV besitzt 30 Prozent des deutschen Schifffahrtskonzerns Hapag-Lloyd. Hapag-Lloyd ist eines der grössten Unternehmen in der weltweiten Containerschifffahrt. Die Hapag wurde 1847 von der Hamburger Elite gegründet und aufgebaut. Darunter waren die Hamburger Familien Berenberg und Merck.
  • Quiñenco besitzt zur Hälfte SAAM. Das chilenische Unternehmen besitzt Containerterminal in Süd- und Nordamerika.

Im Jahr 2010 erwarb die Luksic Familie knapp 70 Prozent des chilenischen Fernsehsenders Canal 13 und besitzt seit 2017 den Fernsehsender vollständig. (Quelle) Dieser ist einer der vier meistgesehenen Sender Chiles. (Quelle) Vor dem Verkauf an die Luksic Familie wurde der Sender von der „Päpstlichen Katholischen Universität von Chile“ kontrolliert, die ihn 1959 gegründet hatte. Die päpstliche Universität wurde Ende des 19. Jahrhunderts von einem Erzbischof und weiteren katholischen Geistlichen gegründet. Der oben erwähnte Politiker Maximo Pacheco Matte, ein Bekannter der Luksic Familie, gehört zur Führung der Päpstlichen Universität.

Der Vatikan ist mit vielen katholischen Universitäten in Südamerika vernetzt und hat seit Beginn der Kolonialisierung viel Einfluss in Südamerika. Nirgendwo sonst ist die katholische Kirche auch heute noch so einflussreich wie in Lateinamerika. Der Jesuitenorden hatte früher in Argentinien und Paraguay sogar eine Art eigenen Staat errichtet. (Quelle)

Die Familie

Der Kroate Policarpo Luksić emigrierte nach Chile. Sein Sohn Andrónico Luksic (1926-2005) wurde in der Kupferindustrie aktiv und stieg zum reichsten Mann Chiles auf. Andrónico hatte Kontakte in seinem Herkunftsland Kroatien, wo er auch geschäftlich aktiv war. Er unterhielt eine enge Beziehung zu Franjo Tuđman, welcher der erste Präsident der Republik Kroatien war. (Quelle) Unter Tuđmans Führung machte sich Kroatien unabhängig von Jugoslawien. Er war mit dem Vatikan verbunden und seine Regierung handelte die vier umstrittenen Verträge zwischen dem Vatikan und Kroatien aus. Die katholische Kirche bzw. der Vatikan ist noch immer sehr einflussreich in Kroatien. (Quelle) Chile war eines der ersten Länder, welche die Unabhängigkeit Kroatiens anerkannten, was auch auf Luksic und sein Engagement bei der Förderung der Beziehungen der beiden Länder zurückzuführen ist. (Quelle)

Die Luksic Familie hatte in die Hiriart Familie geheiratet und war somit mit dem chilenischen Diktator Augusto Pinochet verschwägert. (Quelle: 1, 2) Pinochet führte eine der brutalsten Diktaturen in der Geschichte Lateinamerikas. Er war Freimaurer. (Quelle: 12)

Guillermo Luksic (1956-2013) führte ein Weinprojekt mit dem französischen Milliardär Laurent Dassault. (Quelle) Dieser führt auch Weinprojekte mit dem französischen Zweig der Rothschild Familie.

Andrónico Luksic (*1954) nahm 2009 an einem Treffen teil, bei dem die reichsten Lateinamerikaner zusammenkamen. Darunter waren auch Antonio Moreira Salles (Brasilien), Carlos Slim (Mexiko), Paolo Rocca (Argentinien) und Joao Roberto Marinho (Brasilien). (Quelle)

Andrónico Luksic ist im internationalen Beirat des kanadischen Bergbaukonzerns Barrick Gold, der einer der weltweit grössten Goldproduzenten ist. Er ist im internationalen Beirat der US-amerikanischen Denkfabriken Brookings Institution und Council of the Americas. Letztere wurde von David Rockefeller gegründet. Andrónico wird über seinen Beiratsposten beim Council of the Americas vermutlich den mexikanischen Milliardär Alejandro Baillères und den kanadischen Wirtschaftsführer André Desmarais kennen, die ebenfalls Beiratsmitglied sind. Andrónico könnte über seinen Posten im internationalen Beirat der Brookings Institution Paul Desmarais und den schwedischen Bankier Marcus Wallenberg kennen. (Stand: März 2023)

Andrónico Luksic ist im Beratungskomitee des „David Rockefeller Center for Latin American Studies“ an der Harvard Universität. Das Studiencenter wurde ebenfalls von David Rockefeller gegründet. Zum Beratungskomitee gehören auch die südamerikanischen Milliardäre Jorge Paulo Lemann und Alejandro Santo Domingo (heiratete in den britischen Adel). (Stand: 15.9.2022)

Andrónico Luksic ist im internationalen Beirat der Blavatnik School of Government an der Oxford Universität. Zum Beirat gehören einflussreiche Personen. Die Gründung der Blavatnik Schule wurde 2010 vom US-amerikanischen Milliardär Len Blavatnik finanziert. Blavatnik wuchs in Russland auf und hat Kontakte zu mehreren russischen Milliardären.

Andrónico Luksic ist im internationalen Beirat der Fudan University, eine der renommiertesten und führenden Universitäten in China. Zum Beirat gehört auch der thailändische Milliardär Dhanin Chearavanont. (Stand: 21.3.2023)

Die Luksic Familie gehört derzeit zu den Förderern des „Council on Foreign Relations“ (CFR), eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. Andrónico Luksic ist im globalen Beirat des CFR zusammen mit Paul Desmarais (Kanada), Ali Koç (Türkei), Suzan Sabancı Dinçer (Türkei), Gustavo Cisneros (Venezuela), Frank Lowy (Australien), Victor Pinchuk (Ukraine) und weitere. (Stand: 23.9.2022)

Jean-Paul Luksic (*1964) arbeitete für die französische Grossbank BNP Paribas, die zu den weltweit grössten Banken gehört.

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Chiang Familie

Der Chinese Kai-shek Chiang (1887-1975) gehörte zu den Revolutionären, die 1911 die chinesische Kaiserfamilie stürzten und die Republik China gründeten, die von 1912 bis 1949 bestand. In dieser Zeit war Kai-shek Chiang einer der mächtigsten Politiker und Militärs in China. Er gilt als ein brutaler nationalistischer Militärführer und soll für den Tod von mehreren Millionen chinesischer Zivilisten verantwortlich sein. Er kam aus einer Familie von wohlhabenden Salzhändlern.

Kai-shek Chiang

Kai-shek Chiang heiratete 1927 Mei-ling Soong. Ihre Schwester Ching-ling Soong heiratete Yat-sen Sun. Dieser war der führende Kopf der chinesischen Revolutionäre. Nach dem Sturz der Kaiserfamilie wurde er der erste provisorische Präsident der Republik China. Er gilt als der Gründervater der chinesischen Republik. Die dritte Schwester der Soong Familie heiratete H.H. Kung, der sich ebenfalls am Sturz der Kaiserfamilie beteiligte und zu einem der einflussreichsten Politiker der darauffolgenden Republik wurde. Die Soong Geschwister trafen führende Politiker der westlichen Welt, darunter die US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt und Harry Truman sowie den britischen Premierminister Winston Churchill (Quelle). Die drei Staatsmänner waren übrigens Freimaurer. Die Geschwister hatten alle in den USA studiert. (Mehr dazu im Beitrag zur Soong Familie).

Chiang, Kung und die Soong Geschwister waren zur Zeit der Republik (1912 bis 1949) die führende Familie der chinesischen Elite. Die Kung Familie stammt von chinesischen Aristokraten aus dem ersten Jahrtausend vor Christus ab. Die Chiang Familie glaubte, dass sie vom chinesischen Herzog von Zhou abstammt (Quelle). Der Herzog lebte im 11. Jahrhundert vor Christus. Er kam aus der Zhou-Dynastie, die im ersten Jahrtausend vor Christus über Teile von China herrschte.

Kai-shek Chiang und viele weitere Revolutionäre erhielten ihre militärische Ausbildung in Japan. Teile der japanischen Elite unterstützen den Sturz der chinesischen Kaiserfamilie. Der Revolutionsführer Yat-sen Sun hatte persönlichen Kontakt zu Mitgliedern der japanischen Elite. Im 2. Weltkrieg verbündete sich Chiang mit den Alliierten und führte Krieg gegen die Japaner, aber schon damals kursierten in ganz China Gerüchte, dass er sich heimlich mit den Japanern austauschte und geheime Abkommen mit ihnen schloss. 1942 erhielt er einen Orden vom britischen Hochadel. 1943 traf er US-Präsident Franklin Roosevelt und den britischen Premierminister Winston Churchill. (Quelle)

1949 übernahmen die Kommunisten die Macht in China, die mit Kai-shek Chiang verfeindet waren. Die Kommunisten gründeten die bis heute bestehende Volksrepublik China. Daraufhin zogen sich Chiang und seine Verbündeten auf den Inselstaat Taiwan zurück, über den sie fortan herrschten. Davor war Taiwan seit 1895 eine japanische Kolonie gewesen. Taiwan trägt bis heute den Namen Republik China, die ursprünglich auf dem chinesischen Festland von Chiang und seinen Verbündeten gegründet wurde. Taiwan gehört nach BIP zu den zehn grössten Wirtschaften Asiens.

Kai-shek Chiang war führendes Mitglied der Partei Kuomintang, die bis zur kommunistischen Machtübernahme 1949 die führende Partei Chinas war. Sie ist noch immer eine der führenden Parteien Taiwans. Aus der Kuomintang ging auch das Komitee der Kuomintang hervor, eine der wenigen Parteien in China, die von der herrschenden Kommunistischen Partei geduldet werden.

Kai-shek Chiang herrschte, teilweise diktatorisch, bis zu seinem Tod 1975 über Taiwan. Er und seine Regierung waren weiterhin mit den Kommunisten vom chinesischen Festland verfeindet. Die Schwester seiner Ehefrau, mit der er noch immer zusammen war, war Ching-ling Soong. Sie war auch in der kommunistischen Diktatur von Zedong Mao eine hochrangige Politikerin und war zweimal Staatsoberhaupt. (Quelle)

Die kommunistische Diktatur von Zedong Mao war für den Tod von Millionen chinesischer Zivilisten verantwortlich, genau wie die vorherige nationalistische Diktatur von Chiang. Im 2. Weltkrieg ermordete das japanische Militär ebenfalls Millionen von chinesischen Zivilisten.

Vor der Ehe mit Soong war Chiang mit Fumei Mao (1882-1939) verheiratet. Ihr Bruder Maoqing Mao (1876-1969) gehörte auch nach der Machtübernahme der Kommunisten zur politischen Elite Chinas (Quelle). Soviel bekannt ist, sind sie nicht mit dem Diktator Zedong Mao verwandt. Dieser Familienkreis, der 1912 die Macht in China übernommen hatte, war nach 1949 also auf beiden Seiten vertreten. Da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder dieser Familienkreis hatte sich zerstritten und teilte sich in zwei Lager (das ist die offizielle Version). Die andere Möglichkeit wäre, dass sie beide Seiten kontrollierten und so sicher gehen wollten, dass auch ein Umsturz nicht zu ihrer Entmachtung führt und ihnen so egal sein konnte, wer als Gewinner aus dem chinesischen Bürgerkrieg von 1927 bis 1949 hervorging.

Kai-shek Chiang herrschte noch bis zu seinem Tod 1975 über Taiwan. Nelson Rockefeller besuchte seine Beerdigung (Quelle). Seine Hochzeit mit Mei-ling Soong fand in Shanghai im Majestic Hotel der Kadoorie Familie statt (Quelle). Die britische Kadoorie Familie sind Milliardäre. Sie sind mit den britischen Familien Sassoon, Keswick und Swire verbunden. Diese Familien sind seit über 150 Jahren in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv. Sassoon und Kadoorie waren ursprünglich irakische Juden, die nach Indien emigrierten und dort mit der britischen Kolonialelite in Kontakt kamen. Sassoon, Keswick und Swire kennen sich bis heute. Die Sassoons heirateten in die Rothschild Familie und die Keswicks sind seit vielen Jahren mit den Rothschilds befreundet. (Quelle) John Keswick war auch mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhou Enlai befreundet (Quelle: 1 und 2). Enlai war ein enger Vertrauter des kommunistischen Diktators Mao Zedong und kannte Ching-Ling Soong.

Nach Chiangs Tod lebte seine Frau Mei-ling Soong zeitweise in den USA und hatte Kontakt zu dortigen politischen Elite. Sie war Christin und sprach fliessend Englisch. (Mehr dazu im Beitrag zur Soong Familie).

Kai-sheks Nachkommen

Nach Kai-sheks Tod wurde sein Sohn Ching-kuo Chiang (1910-1988) zum führenden Politiker Taiwans. Seine biologische Mutter war Chiangs erste Ehefrau Fumei Mao und Mei-ling Soong war seine Adoptivmutter. Er und Taiwans Regierung waren weiterhin mit den chinesischen Kommunisten verfeindet, aber sein biologischer Onkel Maoqing Mao und die Schwester seiner Stiefmutter waren wie gesagt Teil der kommunistischen Elite.

Sein Adoptivbruder war Wei-kuo Chiang/ Weiguo Jiang (1916-1997), der ebenfalls zur taiwanesischen Elite gehörte. Er hatte seine Militärausbildung in den 1930er Jahren in Nazideutschland gemacht. In der Nachkriegszeit pflegte er Kontakte zum deutschen Militär und zum deutschen Geheimdienst BND. Er war Freimaurer. (Quelle) Er war Präsident der taiwanesischen Freimaurer (Quelle: Videobeschreibung übersetzen). Sein Sohn Hsiao-kang Chiang/Xiaogang Jiang (*1963) ist in New York als Anwalt tätig.

Hsiao-chang Chiang/Xiaozhang Jiang (*1937) heiratete den Sohn von Dawei Yu. Dawei Yu war ein hochrangiger Politiker in Taiwan und studierte an der Harvard Universität in den USA. Er kommt aus der Yu Familie. Ein Familienzweig der Yu Familie gehört zur taiwanesischen Elite und der andere gehört bis heute zur Elite der kommunistischen Volksrepublik China. Zhengsheng Yu ist einer der hochrangigsten Politiker der Volksrepublik China. (Quelle)

Hsiao-wu Chiang/Xiaowu Jiang (1945-1991) leitete den stattlichen Rundfunk in Taiwan. Er heiratete in zweiter Ehe in die Cai Familie, die zur taiwanesischen Elite gehört. Sein Sohn Yo-sung Chiang/Yousong Jiang (*1973) arbeitet für Private Equity Unternehmen in Taiwan. Yo-sung studierte in den USA, wie weitere Familienmitglieder. (Quelle)

Yo-mei Chiang/Youmei Jiang (*1961) lebt in Grossbritannien. Sie heiratete den Briten Ian MacLellan. Dem Namen nach könnte er aus dem schottischen MacLellan Clan stammen. Er war Meister der Worshipful Company of Fletchers (Gilde der Pfeilmacher). (Quelle) Diese besteht spätestens seit dem 14. Jahrhundert. Sie gehört zu den Londoner Gilden (Livery Companies), die traditionell mit dem britischen Adel und dem Londoner Bankenviertel verbunden sind. Ian MacLellan war Senior Vizepräsident von Marsh & McLennan Companies (Quelle). Das Finanz- und Beratungsunternehmen gehört nach Umsatz zu den 25 grössten New Yorker Unternehmen. Es wurde 1905 vom US-Amerikaner Donald Roderick McLennan gegründet. Dem Namen nach könnte er aus dem schottischen MacLennan Clan stammen.

Mafiakontakte

Als Kai-shek Chiang und Yat-sen Sun 1911 die chinesische Kaiserfamilie stürzten, wurden sie dabei von der Green Gang unterstützt, eine kriminelle Vereinigung aus Shanghai (Quelle). Chiang arbeitete noch spätestens bis in die 1940er Jahren mit der Green Gang zusammen (Quelle). Die Green Gang brachte tausende Kommunisten im Auftrag von Chiang um. Als Gegenleistung duften sie ungestraft Opiumhandel und Bordelle in China betreiben (Quelle).

Die Chiang Familie ist wie gesagt mit der Partei Kuomintang verbunden. Mitglieder der Kuomintang gründeten in den 1940er Jahren die 14K-Triade, die heute als eine der mächtigsten Triaden (chinesische Mafia) gilt und weltweit aktiv ist (Quelle). Zu dieser Zeit wurde die Kuomintang von Kai-shek Chiang geführt. Die 14K-Triade soll heute gute Beziehungen zum chinesischen Geheimdienst pflegen. Die Triaden gelten als führend im Opium- und Heroinhandel. Sie sind berüchtigt für ihre brutalen Bestrafungsmethoden (sie haben Menschen lebendig gehäutet). Sie haben eigene Rituale, darunter auch Tieropfer und Blut trinken (Quelle).

Der Chiang Familie und der heutigen Kuomintang auf Taiwan wurden mehrfach Kontakte zur Bambus Union nachgesagt, eine führende Triade aus Taiwan (Quelle).

Einzelne Mitglieder der Kuomintang flohen nach der kommunistischen Machtübernahme nach Burma, wo sie mit Unterstützung der CIA im Opiumhandel aktiv wurden. Sie kontrollierten die Opiumproduktion im Goldenen Dreieck, eine Region im Grenzgebiet der Staaten Laos, Thailand und Myanmar (Burma), in der bis heute viel Opium sowie Heroin produziert und geschmuggelt wird. Neben der CIA bekamen die Opiumhändler der Kuomintang in Burma auch Unterstützung von Phao Siyanon, ein hochrangiger Polizist aus Thailand, der Teil der organisierten Kriminalität war und selbst am Opiumhandel mitverdiente. (Quelle) Phao Siyanon bildete einen eigenen Kreis von Polizisten, der mehrere Oppositionelle in Thailand ermordete und vermutlich ebenfalls mit der Mafia verbunden war. Phao Siyanon wurde von der thailändischen Königsfamilie geduldet (Quelle). Zu dieser Zeit wurde die Kuomintang von Kai-shek Chiang geführt.

Kai-shek Chiang und Yat-sen Sun wurden bei ihrer Revolution auch vom chinesischen Geheimbund Tiandihui unterstützt (auch Hongmen genannt). Sun soll Mitglied gewesen sein. Die Tiandihui hatten sich schon mehr als 200 Jahre zuvor das Ziel gesetzt, die chinesische Kaiserfamilie zu stürzen. Es gibt die Verschwörungstheorie, dass aus diesem Netzwerk die heutigen Strukturen der Triaden hervorgingen, die noch immer von einer Geheimgesellschaft gesteuert werden. Dass die Triaden aus politisch aktiven Geheimbünden entstanden, ist zwar bekannt (Quelle), aber es ist unklar, wie wichtig die Tiandihui dabei waren. Die Tiandihui sind offiziell nicht kriminell. In Hongkong sind sie aber dennoch verboten. Sie sollen gute Beziehungen zur politischen und wirtschaftlichen Elite Taiwans unterhalten, zu der wie gesagt die Chiang Familie gehört. Sie werden oft als chinesische Freimaurer bezeichnet, aber nach Angaben von Freimaurern soll es keine Verbindung zwischen den beiden Geheimbünden geben. Die Tiandihui besitzen Logen in Taiwan, Philippinen, USA und vor allem Kanada (Quelle). Die Tiandihui sind von Asien aus mit ihren Mitgliedern aus den Chinatowns in Kanada und USA vernetzt (in den beiden Ländern leben viele Asiaten). Auch die Triaden in der westlichen Welt sind überall dort, wo über lange Zeit grosse Chinatowns gewachsen sind (Quelle). Der Gründer der China Zhi Gong Partei war Mitglied der Tiandihui (Quelle: 1 und 2). Sie ist eine der wenigen Parteien in China, die von der herrschenden Kommunistischen Partei geduldet werden.

Kai-shek Chiang und Yat-sen Sun trafen in ihrer Zeit in Japan die Gründer der Black Dragon Society und Black Ocean Society, zwei japanische Geheimbünde (Quelle: 1, 2, 3). Sie waren in erster Linie politisch aktive Organisationen, waren aber auch mit der organisierten Kriminalität verbunden, vor allem die Black Ocean Society. Beide unterstützten den Sturz der chinesischen Kaiserfamilie und kooperierten dabei mit Triaden und Yakuza. Die Black Dragon Society unterstützte den Aufbau der nationalistischen Diktatur in Japan in den 1930er Jahren. (Mehr dazu in meinem Beitrag zur Mitsui Familie). Es gibt die Verschwörungstheorie, dass aus diesem Netzwerk die heutigen Strukturen der Yakuza hervorgingen, die noch immer von einer Geheimgesellschaft gesteuert werden.

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Soong und Kung Familie

Die beiden chinesischen Familien gehörten zu den Revolutionären, die 1911 die chinesische Kaiserfamilie stürzten und die chinesische Republik gründeten, die von 1912 bis 1949 bestand. In dieser Zeit gehörten sie zu den mächtigsten Familien Chinas und kamen zu grossem Reichtum. Die Soong Familie ist vor allem für die drei Soong Schwestern bekannt. Eine der Schwestern heiratete in die Kung Familie, eine andere heiratete Yat-sen Sun, der als der Gründervater der chinesischen Republik gilt. Die dritte Schwester heiratete Kai-shek Chiang, der bis 1949 über China herrschte und dann noch bis 1975 über den Inselstaat Taiwan. Die drei Schwestern studierten in den USA. Die Soong Geschwister trafen führende Politiker der westlichen Welt, darunter die US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt und Harry Truman sowie den britischen Premierminister Winston Churchill (Quelle). Die drei Staatsmänner waren übrigens Freimaurer.

Chiang, Kung und die Soong Geschwister waren die führende Elite des nationalistischen Regimes in China, das für den Tod von mehreren Millionen chinesischer Zivilisten verantwortlich ist. 1949 übernahmen die Kommunisten die Macht in China, die mit den Nationalisten verfeindet waren. Die Kommunisten gründeten die bis heute bestehende Volksrepublik China. Sie wurde in der Anfangszeit vom Diktator Zedong Mao geführt. In der kommunistischen Diktatur von Mao starben ebenfalls Millionen von chinesischen Zivilisten. Im 2. Weltkrieg ermordete das japanische Militär ebenfalls Millionen von chinesischen Zivilisten.

Nach der kommunistischen Machtübernahme 1949 zogen sich Soong, Kung und Chiang auf den Inselstaat Taiwan zurück, über den sie fortan herrschten. Kung und Chiang gehören bis heute zur taiwanesischen Elite. Taiwan trägt bis heute den Namen Republik China, die ursprünglich auf dem chinesischen Festland von Chiang und seinen Verbündeten gegründet wurde. Heute gehört Taiwan nach BIP zu den zehn grössten Wirtschaften Asiens.

Obwohl Chiang, Soong und Kung mit den Kommunisten verfeindet waren, gehörte eine der Soong Schwestern zur chinesisch-kommunistischen Elite. Im Familien- und Bekanntenkreis der Chiang Familie, der Taiwan kontrolliert, waren und sind mehrere Personen, die nahe Verwandte in der kommunistischen Elite in China haben. Es gibt die Verschwörungstheorie, dass dieser Familienkreis beide Seiten kontrollierte oder noch immer kontrolliert. Der Theorie nach wollten sie so sicher gehen, dass auch ein Umsturz nicht zu ihrer Entmachtung führt und ihnen so egal sein konnte, wer als Gewinner aus dem chinesischen Bürgerkrieg von 1927 bis 1949 hervorging.

Diese Familien gründeten und führten die Partei Kuomintang, die bis 1949 über China herrschte. Sie ist bis heute eine der führenden Parteien Taiwans. Aus der Kuomintang ging auch das Komitee der Kuomintang hervor, eine der wenigen Parteien in China, die von der herrschenden Kommunistischen Partei geduldet werden.

Die Kung Familie stammt von alten chinesischen Aristokraten ab, was ganz unten erläutert wird.

Charlie Soong

Der Chinese Charlie Soong (1861-1918) kam als Jugendlicher in die USA und lebte bei einem Verwandten, der dort ein Tee- und Seidengeschäft betrieb. Charlie Soong studierte dort und lernte Julian Carr kennen. Es entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft (Quelle). Der Industrielle Julian Carr gehörte zu den reichsten Männern des US-Bundesstaates North Carolina.

Charlie Soong konvertierte zum Christentum. In den 1880er Jahren kehrte er nach China zurück, wo er als christlicher Missionar aktiv war und eine kleine Druckerei gründete, die auch Bibeln druckte. Damals wurde China von der Kaiserfamilie aus der Qing-Dynastie beherrscht. Die Qing-Dynastie herrschte von 1644 bis 1911 über China. Charlie Soong knüpfte Kontakte zur im Geheimen aktiven chinesischen Widerstandsbewegung, die den Sturz der Kaiserfamilie plante. Charlie Soong half politische Traktate für die Revolution zu drucken und zu finanzieren. Er lernte Yat-sen Sun kennen, der einer der wichtigsten Köpfe der Widerstandsbewegung war und wie Soong zum Christentum konvertiert war. (Quelle)

Nach der erfolgreichen Revolution 1911 und dem Sturz der Kaiserfamilie erlangte Yat-sen Sun und seine Verbündeten die Macht in China. Im Januar 1912 wurde er der erste provisorische Präsident der Republik China. Er gilt als der Gründervater der chinesischen Republik. 1915 heiratete Sun eine Tochter von Charlie Soong. Die Kinder von Charlie Soong stiegen darauf zur mächtigsten und reichsten Familie Chinas auf.

Die Mutter der Kinder war Guizhen Ni/Kwei-tseng Ni. Sie kam aus einer chinesischen Familie, die traditionell Christen und Missionare hervorbrachte. Sie war eine Nachfahrin von Guangqi Xu. (Quelle: 1 und 2) Dieser lebte von 1562 bis 1633 und war ein chinesischer Gelehrter und Minister. Er konvertierte zum katholischen Christentum und hatte Kontakt zum Italiener Matteo Ricci, der wichtigste katholische Missionar in China zur damaligen Zeit. Ricci war Mitglied des Jesuitenordens, der im Dienste des Papstes steht.

Die Soong-Geschwister

Tse-vung Soong

Charlies Sohn Tse-vung Soong (1894-1971) war der erste Gouverneur der chinesischen Zentralbank, die von Yat-sen Suns Regierung gegründet wurde. Er wurde Finanzminister und Ministerpräsident. Er hatte an der nicht mehr existenten St. John’s University in Shanghai studiert, die von christlichen Missionaren gegründet wurde. Danach war er an der Harvard Universität in den USA. Er engagierte sich in der chinesischen Diplomatie. Er hatte Kontakte in die USA und traf den russischen Diktator Stalin. Bis zur Machtübernahme der Kommunisten 1949 gehörte er zur politischen Elite Chinas. Da Tse-vung Soong kein gutes Verhältnis zu den Kommunisten hatte, verliess er China und lebte bis zu seinem Tod 1971 in den USA. (Quelle) Er war auch Geschäftsmann und galt als einer der reichsten Männer der Welt (Quelle).

Ching-ling Soong

Die Schwester Ching-ling Soong (1893-1981) studierte in den USA. Sie heiratete 1915 Yat-sen Sun, der als der Gründervater der chinesischen Republik gilt.

Kurzfassung von Yat-sen Suns Werdegang: Der Chinese Yat-sen Sun (1866-1925) zog als Jugendlicher in das Königreich Hawaii. Er studierte dort und lernte Englisch. Zu Beginn der 1880er Jahren kehrte er nach China zurück. Dann ging er nach Hongkong, das damals von der britischen Kolonialelite kontrolliert wurde. Dort studierte er an von Briten kontrollierten Universitäten. Er konvertierte zum Christentum und wurde 1884 getauft. In seiner Zeit in Hongkong knüpfte er Kontakte zu revolutionären Kreisen. Viele Widerständler lebten in Hongkong, da sie dort den Schutz der Briten hatten, während es im chinesischen Kaiserreich gefährlich für Revolutionäre war. Yat-sen Sun ging zurück nach Hawaii und gründete dort die Revive China Society, eine prorevolutionäre Gesellschaft. Über die Gesellschaft und Verbündete organisierte er Aufstände in China, die aber keinen Erfolg hatten. Er ging nach Japan und baute Kontakte zur dortigen Elite auf. Er bereiste Europa, die USA und Kanada, um Unterstützer für seine Revolution zu suchen. 1896 wurde er in der chinesischen Botschaft in London vom chinesisch-kaiserlichen Geheimdienst festgenommen. Die britische Regierung veranlasste seine Freilassung. Die Freilassung wurde von den britischen Medien und James Cantlie unterstützt. James Cantlie war ein schottischer Arzt und Freund von Sun. Er war Suns Lehrer gewesen, als dieser in Hongkong studiert hatte. 1811 gelang es Sun mit seinen Verbündeten die chinesische Kaiserfamilie zu stürzen. Im Januar 1912 wurde er der erste provisorische Präsident der Republik China.

Yat-sen Sun starb 1925. Seine noch junge Frau Ching-ling Soong gehörte noch bis zu ihrem Tod 1981 zur politischen Elite Chinas. Im Gegensatz zu ihren Geschwistern unterstütze sie die Kommunisten und hatte Kontakte zum kommunistischen Stalinregime. Nach Errichtung der kommunistischen Diktatur von Zedong Mao in China 1949 wurde sie zur vermutlich mächtigsten Frau des Landes. Sie wurde hochrangige Politikerin und war in den 60er und 70er Jahren zweimal Staatsoberhaupt. (Quelle)

Mei-ling Soong

Die Schwester Mei-ling Soong (1898-2003) studierte ebenfalls in den USA. Sie war Christin und sprach fliessend Englisch. 1927 heiratete sie Kai-shek Chiang (1887-1975). Er war einer der mächtigsten Politiker und Militärs in China. Er gehört zum revolutionären Kreis um Yat-sen Sun.

Chiang und viele seiner Verbündeten Militärs wurden in Japan ausgebildet. Er und der Revolutionär Yat-sen Sun, der ebenfalls in die Soong Familie heiratete, trafen in ihrer Zeit in Japan die Gründer der Black Dragon Society und Black Ocean Society, zwei japanische Geheimbünde (Quelle: 1, 2, 3) Sie waren in erster Linie politisch aktive Organisationen, waren aber auch mit der organisierten Kriminalität verbunden, vor allem die Black Ocean Society. Beide unterstützten den Sturz der chinesischen Kaiserfamilie und kooperierten dabei mit Triaden und Yakuza. Die Black Dragon Society unterstützte den Aufbau der nationalistischen Diktatur in Japan in den 1930er Jahren. (Mehr dazu im Beitrag zur Mitsui Familie).

Im 2. Weltkrieg verbündete sich Chiang mit den Alliierten und führte Krieg gegen Japan, aber schon damals kursierten in ganz China Gerüchte, dass er sich heimlich mit den Japanern austauschte und geheime Abkommen mit ihnen schloss. Er erhielt 1942 einen Orden vom britischen Hochadel. Nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 musste er in China die Macht abgeben. Ab da herrschte er, teilweise diktatorisch, bis zu seinem Tod 1975 über den Inselstaat Taiwan. Davor war Taiwan seit 1895 eine japanische Kolonie gewesen. Chiang und seine Regierung waren weiterhin mit den Kommunisten verfeindet, aber die Schwester seiner Frau, Ching-ling Soong, gehörte zur selben Zeit wie gesagt zur chinesisch-kommunistischen Elite. Der Bruder seiner ersten Ehefrau gehörte auch nach der Machtübernahme der Kommunisten zur politischen Elite Chinas. Nach Chiangs Tod übernahm sein Sohn die Macht in Taiwan. Sein Adoptivsohn wurde führender Freimaurer in Taiwan. (Mehr dazu im Beitrag zur Chiang Familie).

Nach Chiangs Tod lebte seine Frau Mei-ling zeitweise in den USA. Sie war ein „Promi“ und erschien zweimal auf dem Cover des Time Magazins. Sie setzte sich für Demokratie in China ein und wurde in der westlichen Medienwelt als Demokratin gefeiert. Sie traf schon zur Zeit des 2. Weltkrieges hochrangige Politiker in den USA. Sie traf die niederländische Königin (Quelle). Nach ihrem Tod 2003 veröffentlichte das Weisse Haus eine Erklärung:

Madame Chiang war zeitlebens eine enge Freundin der Vereinigten Staaten, insbesondere während der entscheidenden Kämpfe des letzten Jahrhunderts. Generationen von Amerikanern werden sich immer an ihre Intelligenz und Charakterstärke erinnern und diese respektieren. Im Namen des amerikanischen Volkes möchte ich Madame Chiang’s Familienmitgliedern und vielen Bewunderern auf der ganzen Welt mein Beileid aussprechen.

Was die Medien weniger erwähnten: Von den vielen Spenden, die sie eingesammelt hatte für die demokratische Bewegung in China, landeten viele in den Händen von Korrupten. Zusammen mit ihrer Schwester Ai-ling Soong bildete sie eine einflussreiche Lobby in den USA. Ihre Aktivitäten trugen mehr als zwei Jahrzehnte lang zur Isolation des kommunistischen China bei und verschärften den Kalten Krieg in Asien. Bei einem Abendessen mit US-Präsident Franklin Roosevelt fragte dieser Mei-ling, wie man mit dem Streik der amerikanischen Bergarbeiter während des Krieges umgehen sollte. Als Antwort fuhr sie mit ihrem Finger über ihren Hals, also die Kopf-ab-Geste. (Quelle)

Die Hochzeit von Mei-ling Soong und Kai-shek Chiang fand in Shanghai im Majestic Hotel der Kadoorie Familie statt (Quelle). Die britische Kadoorie Familie sind Milliardäre. Sie sind mit den britischen Familien Sassoon, Keswick und Swire verbunden. Diese Familien sind seit über 150 Jahren in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv. Sassoon und Kadoorie waren ursprünglich irakische Juden, die nach Indien emigrierten und dort mit der britischen Kolonialelite in Kontakt kamen. SassoonKeswick und Swire kennen sich bis heute. Die Sassoons heirateten in die Rothschild Familie und die Keswicks sind seit vielen Jahren mit den Rothschilds befreundet. (Quelle) John Keswick war auch mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhou Enlai befreundet (Quelle: 1 und 2). Enlai war ein enger Vertrauter des kommunistischen Diktators Mao Zedong und kannte Ching-Ling Soong.

Ai-ling Soong

Die Schwester Ai-ling Soong (1888-1973) studierte ebenfalls in den USA. Sie heiratete 1914 den Bankier H.H. Kung. Dieser beteiligte sich zusammen mit Yat-sen Sun am Sturz der chinesischen Kaiserfamilie und wurde einer der einflussreichsten Politiker in der darauffolgenden Republik. Er war wie Sun und Charlie Soong zum Christentum konvertiert. Er studierte an der Yale Universität in den USA. Er war unter anderem Finanzminister und leitete jahrelang die chinesische Zentralbank. Als Diplomat traf unter anderem die Diktatoren Adolf Hitler und Benito Mussolini. Er schätzte die Beiden und sah sie als nützlichen Partner an. Kung galt als der reichste Chinese und als einer der reichsten Männer der Welt. In den 1940er Jahren verliess er China zusammen mit seiner Frau Ai-ling Soong und sie gingen in die USA, wo sie den Rest ihres Lebens verbrachten. (Quelle: 1 und 2)

Ai-ling Soong und H.H. Kung/Xiangxi Kong hatten Kontakt zu Chaoding Ji (Quelle). Da dieser Kommunist war, misstrauten ihm die Nationalisten, aber Kung hielt seine schützende Hand über ihn. Ji studierte in den USA und wurde Mitglied der CPUSA, der führenden kommunistischen Partei der USA. Er war in den 1930er Jahren Mitglied des Institute of Pacific Relations, eine US-amerikanische NGO und Denkfabrik, die mit kommunistischen Bewegungen verbunden war. (Quelle) Die NGO wurde von der Rockefeller Familie und der Carnegie Stiftung mitgegründet, also paradoxerweise von der kapitalistischen Elite. Zur Führung der NGO gehörte Frederick Vanderbilt Field, der aus der berühmten Vanderbilt Familie kam, die im 19. Jahrhundert die reichsten Amerikaner waren. Frederick hatte ebenfalls Verbindungen zu kommunistischen Bewegungen. (Quelle) Ji erhielt in den 1930er Jahren Geld von der Rockefeller Stiftung. Er gehörte nach der Machtübernahme der Kommunisten in China 1949 zur dortigen Elite. Ji hatte Kontakt zu Solomon Adler. (Quelle) Dieser arbeitete als Vertreter des US-Finanzministeriums in China. Er war heimlich für die chinesischen Kommunisten und deren Geheimdienste tätig. Solomon Adler hatte Kontakt zu Harry Dexter White. (Quelle) White war ein hochrangiger US-Regierungsbeamter. Er hatte Informationen an die sowjetische Geheimdienste weitergeleitet. (Quelle) White wurde auch vorgeworfen, er habe indirekt die Machtübernahme der Kommunisten in China begünstigt, indem er Kredite blockierte, die für die antikommunistischen Regierung in China bestimmt waren. (Quelle) Harry Dexter White übernahm 1944 eine führende Rolle bei der Bretton Woods Konferenz, bei der der US-Dollar zur globalen Leitwährung erhoben wurde. Die Konferenz führte zur Gründung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds. H.H. Kung vertrat China auf der Konferenz.

Kung Familie

Ai-ling Soong und H.H. Kung hatten vier Kinder, die ebenfalls in den USA lebten. Der Sohn Ling Kung (1921-1996) heiratete die US-amerikanische Schauspielerin Debra Paget, die auch eine romantische Beziehung mit Howard Hughes hatte (Quelle). Hughes war einer der reichsten Amerikaner (Quelle). Er gründete das Luftfahrtunternehmen Hughes Aircraft, das zu einem der grössten Rüstungskonzerne wurde.

H.H. Kung war ein Verwandter von Te-cheng Kung (1920-2008) und traf ihn auch (Quelle). Die beiden stammen von chinesischen Aristokraten ab und Konfuzius gehört zu ihren Vorfahren. Te-cheng Kung trug den Titel des Herzogs von Yansheng, ein alter chinesischer Adelstitel, der für die Nachkommen von Konfuzius geschaffen wurde. (Quelle) Konfuzius war ein chinesischer Philosoph, der im 5. und 6. Jahrhundert vor Christus lebte. Die Lehren des Konfuzianismus haben bis heute viel Einfluss auf die Kultur in China, Japan, Korea, Singapur und Taiwan. Vom 2. Jahrhundert vor Christus bis zum Jahr 1912 war der Konfuzianismus eine Art Staatsreligion in China (Quelle). Der Philosoph Konfuzius stammte der Überlieferung nach von der Shang-Dynastie ab, die im 2. Jahrtausend vor Christus über China herrschte. Der Legende nach stammte die Shang-Dynastie vom chinesischen Kaiser Ku ab, der wiederum vom mythologischen Kaiser Huangdi abstammen soll. Die beiden Kaiser lebten im 3. Jahrtausend vor Christus.

Herzog Te-cheng Kung (1920-2008) beriet die taiwanesische Regierung und hatte Kontakt zur Chiang Familie, deren Familien- und Bekanntenkreis Taiwan kontrolliert. Er traf den Papst (Quelle). Sein Enkel Tsui-chang Kung/Chuichang Kong (*1975) berät ebenfalls die taiwanesische Regierung. Er gründete und führt die „Konfuzius-Vereinigung des grössten und heiligsten Meisters Chinas“ (Quelle). Übrigens glaubte die Chiang Familie, dass sie vom chinesischen Herzog von Zhou abstammt (Quelle). Der Herzog lebte im 11. Jahrhundert vor Christus. Er kam aus der Zhou-Dynastie, die im ersten Jahrtausend vor Christus über Teile von China herrschte.

Dongmei Kong (*1972) , die in China lebt, ist väterlicherseits eine Nachkommin von Konfuzius. Mütterlicherseits ist eine Enkelin des chinesischen Diktators Mao Zedong, der 1949 die kommunistische Volksrepublik China gegründet hatte. 2009 besuchte Kong Dongmei Taiwan und traf dabei einen Enkel von Kai-shek Chiang. Kong Dongmei ist mit dem chinesischen Milliardär Dongsheng Chen verheiratet, der einen der grössten chinesischen Vermögensverwalter kontrolliert (Mehr dazu im Beitrag zur Mao Familie).

Übrigens: Die Familien Kung und Soong waren mit der „Shanghai Commercial Savings Bank“ (SCSB) verbunden. Die Bank wurde 1915 in Shanghai gegründet und stand unter dem Einfluss der Kuomintang-Elite. Eine Zeit lang war sie die grösste private Bank in China. Nach der Machtübernahme der Kommunisten verlegte die SCSB ihren Sitz nach Taiwan. Heute ist sie eine der grössten taiwanesischen Banken. Zu den frühen Aktionären der Bank gehörten T. V. Soong, H. H. Kung und Sun Yat-sen. Ihre Nachkommen waren noch bis spätestens in die 90er-Jahre an der SCSB beteiligt. Seit 1920 gehörte die Rong Familie, eine reiche Unternehmerfamilie, zu den Anteilseignern der SCSB. Die Rong Familie ist eine der wichtigsten Familien in der Geschichte der chinesischen Wirtschaft. Ein Zweig der Familie gehört zur Elite der kommunistischen Volksrepublik China, während ein anderer Familienzweig zur Elite von Taiwan gehört. Der taiwanesische Familienzweig ist bis heute mit der SCSB verbunden. (Mehr dazu im Beitrag zur Rong Familie)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Disney Familie

Der US-Amerikaner Walt Disney (1901-1966) gründete 1923 ein Filmstudio, das Zeichentrickfilme produzierte. Daraus entwickelte sich die heutige Walt Disney Company, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.

Die Walt Disney Company ist inzwischen das grösste Filmunternehmen der Welt. Im Jahr 2016 kontrollierte Disney ein Viertel des Filmmarktes.[1] 2019 kaufte Disney das viertgrösste Filmunternehmen 21st Century Fox und wird somit inzwischen noch mehr als ein Viertel des Marktes kontrollieren. 21st Century Fox wurde vor dem Verkauf von der Murdoch Familie kontrolliert. Disney besitzt Fernseh- und Radiosender sowie Unternehmen im Bereich Pay-TV und Streaming. Seit 1996 gehört der Medienkonzern ABC zu Disney. ABC ist einer der meistgesehenen Fernsehsender der Welt. Disney besitzt zur Hälfte das Rundfunkunternehmen A & E-Networks (die andere Hälfte gehört der Hearst Familie). Der Disney-Konzern ist auch auf anderen Kontinenten aktiv und besitzt beispielsweise die Hälfte des deutschen Kinderfernsehsenders Super RTL sowie den meistgesehenen indischen Fernsehsender Star India.

Walt Disney führte das Unternehmen bis 1960 und wurde dann von seinem Bruder Roy Oliver Disney (1893-1971) abgelöst, der bis 1971 die Führung übernahm. Ron Miller, ein Schwiegersohn von Walt Disney, gehörte ebenfalls zur Konzernführung. Walt Disneys Enkel Roy Edward Disney (1930-2009) war fast 20 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender der Walt Disney Company sowie Berater des Unternehmens.[2] 2006 wurde Roys Vermögen auf 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.[3] Er erhielt vom Papst den Gregoriusorden, die vierthöchste Auszeichnung des Vatikans. Der Orden wird denjenigen verleiht, welche die Interessen der Kirche und des Heiligen Stuhls gefördert haben.[4]

Die Höhe des heutigen Vermögens der Disney Familie ist unbekannt. Nach eigenen Angaben besitzt die Familie heute weniger als drei Prozent der Firmenanteile. Das bedeutet womöglich, dass sie mehr als zwei Prozent besitzt. Das Nettovermögen des Unternehmens wird auf 130 Milliarden US-Dollar geschätzt.[5] Zwei Prozent hätten also einen Wert von 2,6 Milliarden US-Dollar. Abigail Disneys (*1960) Vermögen wird auf eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt.[6]

Der Filmproduzent Tim Disney (*1961) kennt den Filmproduzenten Jeffrey Soros, ein Neffe des berühmten Investors George Soros.[7][8]

Walt Disney kannte die thailändische Königsfamilie.[9]

Es gibt Quellen, die besagen, dass Walt Disney Freimaurer war.[10] Nach Angaben von Freimaurern ist kein Logenbeitritt dokumentiert. Er war zumindest Mitglied des DeMolay Ordens (DeMolay International), ein mit der Freimaurerei verbundener Jugendorden. Der Orden nimmt Freimaurersöhne und nahe Verwandte von Freimaurern und deren Freunde im Alter von 16 bis 21 Jahren auf[11]. Daher kann man davon ausgehen, dass der DeMolay Orden Jugendliche auf ihre spätere Freimaurerkarriere vorbereitet. Der Orden ist nach dem Templerorden-Grossmeister Jacques de Molay benannt. Der US-Präsident William „Bill“ Clinton wurde bereits mit 15 oder 16 Jahren Mitglied im DeMolay Orden[12]. US-Präsident Franklin Delano Roosevelt wurde als Erwachsener Ehrengrossmeister des Ordens.[13] Walt Disney war noch als Erwachsener Mitglied des Ordens. Er schrieb: „Ich fühle mich dem Orden gegenüber sehr verpflichtet und dankbar für die Rolle, die er bei meinen Bemühungen gespielt hat“.[14]

Quellen:

  1. https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article161720099/Die-Filmstudios-mit-den-groessten-Marktanteilen.html
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/The_Walt_Disney_Company#Past_leadership
  3. https://images.forbes.com/lists/2006/10/RJ9O.html
  4. https://www.latimes.com/archives/la-xpm-1998-jan-03-me-4508-story.html
  5. https://www.businessinsider.com/disney-family-net-worth-fortune-media-walt-2019-6?r=US&IR=T
  6. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/abigail-disney-bitte-besteuert-uns-superreiche-staerker/24495370.html
  7. https://www.gettyimages.ch/detail/nachrichtenfoto/jeffrey-soros-steven-lavine-edgar-arceneaux-and-tim-nachrichtenfoto/141521592
  8. https://www.gettyimages.ch/detail/nachrichtenfoto/jeffrey-soros-catharine-soros-and-neda-disney-tim-nachrichtenfoto/513966560
  9. https://disneyandmore.blogspot.com/2016/10/king-of-thailand-bhumibol-adulyadej_13.html
  10. https://www.nzz.ch/feuilleton/freimaurer-john-dickie-seziert-mythen-rund-um-den-geheimbund-ld.1584563?reduced=true
  11. https://freimaurer-wiki.de/index.php/De_Molay
  12. https://archive.ph/28bQ4
  13. https://fdr.blogs.archives.gov/2011/09/08/found-in-the-archives-12/
  14. https://demolay.org/the-most-famous-demolay-of-all-walt-disney/

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Soros Familie

Der US-Amerikaner George Soros gilt als einer der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager aller Zeiten. Er wurde in eine ungarisch-jüdische Familie geboren und zog als junger Mann nach England, wo er an der „London School of Economics and Political Science“ studierte, eine der elitärsten Universitäten der Welt. Später emigrierte er in die USA.

Das Vermögen von George Soros wurde im Jahr 2020 auf 8,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. 2017 wurde sein Vermögen noch auf 25 Milliarden Dollar geschätzt. (Quelle) Sein Sohn Jonathan Soros ist ebenfalls als Fondsmanager aktiv. Die beiden sind derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations. (Quelle) Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt. Von 1995 bis 2004 war George Soros im Vorstand der Denkfabrik. (Quelle)

George Soros kannte den verstorbenen David Rockefeller, der zu den mächtigsten Akteuren der US-amerikanischen Elite gehörte. Die beiden trafen Ted Turner (gründete den Fernsehsender CNN), Brooke Astor, William Gates Sr. (der Vater von Bill Gates) und Leonore Annenberg (Ehefrau des Medienunternehmers Walter Annenberg). (Foto)

George Soros nahm 2009 mit weiteren Milliardären an einem geheimen Treffen in New York teil. Beim Treffen diskutierten sie unter anderem darüber, wie sie ihr Vermögen verwenden könnten, um das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen. Das Treffen fand auf Initiative von David Rockefeller Jr., Bill Gates und Warren Buffett statt. Die Milliardäre Ted Turner und Michael Bloomberg waren ebenfalls anwesend. (Quelle: 1, 2)

Peter Soros ist ein Neffe von George Soros. Er war mit Flora Fraser verheiratet, eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Fraser von Lovat Clans. Peter Soros kennt Baronin Arielle de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie. (Foto) Seine Mutter Daisy Soros kennt David Rockefeller Jr. und Valerie Rockefeller aus der berühmten Rockefeller Familie. (Foto) Daisy Soros kennt auch Veronica Hearst und Christine Schwarzman. (Foto) Die beiden Frauen heirateten in die Milliardärsfamilie Hearst und Christine ist zurzeit mit dem Multimilliardär Stephen Schwarzman verheiratet.

Alex Soros ist ein Sohn von George Soros. Er kennt Chelsea Clinton, die Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und seiner Frau Hillary. (Foto) George Soros kennt ebenfalls die Clinton Familie. (Fotos: 1, 2) Soros war Grossspender von Hillary Clintons Wahlkampf 2016. (Quelle) Im Juli 2024 wurde bekannt, dass Alex Soros sich mit Huma Abedin verlobt hat. Abedin ist Muslimin und wuchs in Saudi-Arabien auf. Sie war eine langjährige Mitarbeiterin und persönliche Assistentin von Hillary Clinton, bei der sie 1996 als Praktikantin anfing. 2009 wurde sie stellvertretende Stabschefin von Hillary, als diese Aussenministerin war. Abedin war stellvertretende Vorsitzende von Hillarys Präsidentschaftskampagne 2016. Abedin heiratete 2010 den jüdischen Kongressabgeordneten Anthony Weiner. Die Trauung wurde von Bill Clinton durchgeführt. Ende August 2016 trennte sich das Paar. Im darauffolgenden Monat wurde öffentlich bekannt, dass Weiner Sexting mit einer 15-Jährigen hatte. Deswegen wurde er 2017 zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5)

Ergänzung: Alex Soros und Huma Abedin haben im Juni 2025 geheiratet. Zu den Gästen der Hochzeit gehörten führende Politiker der Demokratischen Partei, darunter Bill und Hillary Clinton sowie Kamala Harris. Weitere bemerkenswerte Gäste der Hochzeit waren der albanische Ministerpräsident Edi Rama*, der Milliardär Barry Diller und seine Frau Diane von Fürstenberg (heiratete in erster Ehe in den deutschen Adel), Daniel Sachs (ist mit der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg verschwägert) sowie James und Nicky Rothschild. Alex Soros und Huma Abedin hatten sich im Oktober 2023 auf einer Geburtstagsfeier von Nicky Rothschild kennengelernt. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Nicky heiratete in den britischen Familienzweig der Rothschilds und ist die Schwester von Paris Hilton. Der Bruder Barron Hilton heiratete in den deutschen Adel. Die Hilton Familie hatte die gleichnamige Hotelkette gegründet. (Quelle)

* Mehrere derzeitige und ehemalige Regierungschefs in Osteuropa sehen George Soros sehr kritisch, aber der Sozialist Edi Rama hat hingegen ein freundschaftliches Verhältnis zu Soros.

Alex und sein Vater George Soros trafen den jordanischen König beim Weltwirtschaftsforum. (Quelle: 1, 2) George Soros kennt auch die jordanische Königin Rania. (Fotos)

Paul Soros (1926–2013) war der Bruder von George Soros. Er besuchte 2005 die Geburtstagsfeier von John Loeb Jr., der mütterlicherseits aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman kommt. Die Feier fand im Blenheim Palace statt, eines der grössten Schlösser Englands. Das Schloss gehört der Herzogsfamilie Spencer-Churchill. Zu den Gästen zählten mehrere ehemalige US-Botschafter, britische Adlige sowie Christopher „Kip“ Forbes und Anne Hearst aus den USA. Bemerkenswerte Gäste aus dem jüdischen Establishment waren Michel David-Weill, Ezra Zilkha, Beth Rudin DeWoody und Denise Eisenberg Rich (war mit dem Glencore-Gründer Marc Rich verheiratet). (Quelle)

Jeffrey Soros ist ein Neffe von George Soros. Er ist als Filmproduzent tätig und kennt Tim Disney. (Fotos: 1, 2) Die Disney Familie gründete die Walt Disney Company, die das weltweit grösste Filmunternehmen und einer der grössten Medienkonzerne ist.

George Soros kennt den britischen Geschäftsmann Crispin Odey und finanzierte die Gründung von dessen Investmentfirma Odey AM mit. (Quelle) Crispin Odey heiratete erst in die Murdoch Familie, die zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt gehört. Später heiratete er in die Pease Familie, eine bedeutende britische Bankiersfamilie.

George Soros war von 1963 bis 1973 Vizepräsident der New Yorker Investmentbank „Arnhold and S. Bleichroeder“. (Quelle) Soros gründete in dieser Zeit seinen Hedgefonds Soros Fund Management zusammen mit Jim Rogers. Soros und Rogers arbeiteten gemeinsam bei Arnhold and S. Bleichroeder. Die Bank geht auf das 1803 gegründete deutsche Bankhaus S. Bleichröder zurück. Dieses wurde von der deutsch-jüdischen Bleichröder Familie geführt, die eng mit den Rothschilds zusammenarbeitete. Der andere Vorläufer der New Yorker Bank war das 1864 gegründete deutsche Bankhaus Gebrüder Arnhold, das von der deutsch-jüdischen Arnhold Familie geführt wurde. Max Arnhold war hochrangiger Freimaurer in Dresden, Deutschland (Quelle). Sein Bruder Eduard Arnhold kannte Carl Friedrich von Siemens und Felix Deutsch, die damals die deutsche Elektroindustrie kontrollierten. Da George Soros Vizepräsident der Investmentbank „Arnhold and S. Bleichroeder“ war, lernte er Henry Arnhold kennen, den damaligen Vorsitzenden der Bank (Quelle). Henrys Grossvater war einer der Brüder gewesen, die das Bankhaus Gebrüder Arnhold gegründet hatten.

George Soros besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. (Quelle) Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Robert Soros ist ein Sohn von George Soros. Er kennt den US-amerikanischen Milliardär Anthony Pritzker. (Foto) Robert Soros ist Treuhänder des Museum of Modern Art (MoMa) in New York, eines der wichtigsten Kunstmuseen der USA. Zu den Treuhändern des Museums gehören viele Milliardäre, darunter Mitglieder der Familien RockefellerOeri, Elkann-AgnelliLauderNiarchos, Wittelsbach, Bronfman, Bass, Greenberg, Stryker, Haas, Cisneros, Arison und Tisch. Die Kanadierin Marie-Josée Kravis ist die Vorsitzende des Museums. Sie leitet auch das Bilderberg-Treffen und heiratete den Milliardär Henry Kravis. (Stand: 14.6.2022) Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Open Society Foundations

Seit 1984 spendete George Soros 32 Milliarden US-Dollar. 1993 gründete er die Open Society Foundations, die in den letzten Jahren eine der wichtigsten Elitestiftungen der Welt war. Er und sein Sohn Alex gehören noch immer zum Vorstand der Stiftung. Die Stiftung besitzt derzeit um die 18 Milliarden US-Dollar. Sie gehörte in den letzten Jahren zu den grössten Spendern mehrerer einflussreicher Denkfabriken. Die Stiftung finanzierte auch Gründungen von Denkfabriken mit, darunter die Gründung des „Quincy Institute for Responsible Statecraft“. Die Soros Stiftung gründete das Institut gemeinsam mit der Stiftung der superreichen Koch Familie (Quelle). Das ist daher bemerkenswert, da Soros und Koch unterschiedliche Interessen vertreten. Während die Koch Familie rechts-konservative Bewegungen fördert, unterstützt Soros das linke Lager.

Die Gruppe der Open Society Foundations ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Mabel Wisse Smit, die in die niederländische Königsfamilie heiratete, besetzte hohe Positionen bei der Open Society Foundations. Soros nahm an ihrer königlichen Hochzeit teil. Mabel gründete mit Unterstützung der Soros-Stiftung den „European Council on Foreign Relations“, eine Denkfabrik, die sich auf die europäische Aussenpolitik konzentriert. Mabel war Vorsitzende dieser Denkfabrik. Ausserdem ist sie ein Young Global Leader des WEF. Sie war im Vorstand der Stiftung von Sigrid Rausing aus der schwedischen Milliardärsfamilie Rausing. (Quelle: 12)

Derzeitiges Vorstandsmitglied der Open Society Foundations ist Daniel Sachs. Er kommt aus der schwedischen Unternehmerfamilie Sachs, die in die Wallenberg Familie heiratete, die mächtigste Familie der schwedischen Wirtschaftselite.

Seit kurzem ist der Brite Mark Malloch Brown Präsident der Soros-Stiftung. Er ist ein guter Freund von Soros und gehörte zur Führung von Soros’ Hedgefonds Quantum. Das wichtigste zu Mark Malloch Brown:

  • Brown war stellvertretender Chef der Vereinten Nationen (UN) und leitete ihr Entwicklungsprogramm.
  • Er war Vice President der Weltbank und war für ihre Aussenbeziehungen zuständig.
  • Er ist beim WEF aktiv.
  • Er war Politiker der Labour-Partei. Von 2007 bis 2009 war er in der britischen Regierung Minister für Afrika und die UN. Er wurde 2007 zum Ritter und Baron geadelt. Er war Vorsitzender der Royal Africa Society, einer britischen Gesellschaft, die seit über 100 Jahren die Beziehungen zwischen Grossbritannien und Afrika fördert.

(Quelle: 12345)

  • Er sitzt im Vorstand der United Nations Foundation. Diese Stiftung unterstützt die UN. Zum Vorstand gehören die jordanische Königin und der Milliardär Ted Turner. Letzterer spielte 1998 eine wichtige Rolle bei der Gründung der Stiftung. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Stiftung sind Emma Rothschild und die beiden früheren UN-Chefs Kofi Annan und Maurice Strong sowie Nafis Sadik. (Quelle) Sadik leitete den Bevölkerungsfonds der UN, der sich auf der ganzen Welt für die Bevölkerungskontrolle starkmacht.
  • Er ist über seine Mutter ein Nachkomme der Quäkerfamilien Fry und Gurney sowie ein Nachkomme von John Pelly (1777–1852), der Chef der britischen Zentralbank war und 30 Jahre lang die Hudson’s Bay Company leitete. (Quelle)
  • Er gehörte zu einem Gremium des kanadischen Medienkonzerns Thomson Reuters, über das er Kontakt zur Konzernführung hatte. Er war zur selben Zeit im Gremium wie der deutsche Politiker und Journalist Michael Naumann. (Quelle) Dieser heiratete in die einflussreiche Bankiersfamilie Warburg.
  • Er war von 2014 bis Dezember 2020 Vorsitzender von Smartmatic. (Quelle: 12) Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Wahltechnologien und schreibt auf seiner Webseite: „Wir decken jeden Schritt im Wahlzyklus ab: von der Wählerregistrierung, Verifizierung, Ergebnisauszählung und Wahllokalinnovation bis hin zur zentralen Auszählung, Wahllokalauszählung, elektronischen Stimmabgabe und Online-Stimmabgabe.“ (Quelle)
  • Er gründete 1995 mit finanzieller Unterstützung von Soros die International Crisis Group (ICG). Die ICG ist eine internationale Denkfabrik, die sich weltweit auf Krisen konzentriert und zu deren Lösung beitragen möchte. Brown war ihr Vorsitzender und gehört noch immer zu ihrer Führung. Der jordanische Prinz Hassan bin Talal sass im Vorstand der ICG. Der erste Vorsitzende der ICG war der US-Senator George Mitchell. (Quelle: 123) Mitchell wurde von Präsident Obama zum Sonderbeauftragten für den Nahen Osten ernannt. Nach der Aussage von Virginia Giuffre war Mitchell Mitglied des mit Jeffrey Epstein verbundenen Missbrauchsrings. Mitchell war Vorsitzender des Walt Disney-Konzerns sowie Vorsitzender von DLA Piper, einer der grössten Anwaltskanzleien der Welt. (Quelle) Mitchell sass im Führungsgremium der Bilderbergtreffen. (Quelle) Er nahm mindestens einmal an einem Treffen von Le Cercle teil. (Quelle) Für kurze Zeit war er im Untersuchungsgremium, das die Hintergründe zu den Anschlägen am 11. September 2001 untersuchte. (Quelle) Er erhielt 2015 eine Auszeichnung der einflussreichen Pilgrims Society. (Quelle)

Browns Vorgänger als Präsident der Soros-Stiftung war Patrick Gaspard. Dieser diente Obama als Botschafter in Südafrika und als politischer Direktor des Weissen Hauses. Gaspard gehörte zur Führung der Demokratischen Partei. Er ist ein langjähriger Freund von Bill de Blasio. (Quelle: 12) Blasio war von 2014 bis 2021 Bürgermeister von New York. Soros unterstützte ihn. (Quelle) Gaspard ist Präsident und CEO des Center for American Progress, eine Denkfabrik, die der Demokratischen Partei nahesteht. (Quelle) Zu den grössten Spendern der Denkfabrik gehören derzeit die Open Society Foundations von Soros sowie die Ford Foundation. Es gibt auch ein paar anonyme Grossspender. (Quelle) Die Denkfabrik wurde 2003 von John Podesta gegründet. (Quelle) Podesta ist eine zentrale Figur in der Pizzagate-Verschwörungstheorie.

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Landolt und Sandoz Familie

Pierre Landolt und seine Familie gehören zu den reichsten Schweizern. 2020 wurde das Familienvermögen auf 8,5 Milliarden Schweizer Franken geschätzt, also etwa 9,5 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Pierre Landolt kommt väterlicherseits aus der Bankiersfamilie Landolt. Mütterlicherseits kommt er aus der Sandoz Familie, die mit dem Pharmakonzern Novartis verbunden ist.

Edouard Sandoz gründete 1886 das Chemieunternehmen Sandoz. Dieses entwickelte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem grossen Pharmaunternehmen. Aus Sandoz entwickelte sich die heutige Novartis, einer der weltweit grössten Pharmakonzerne und eines der grössten Unternehmen der Schweiz.

Die Pharmaindustrie machte 2020 die Hälfte der Exporteinnahmen der Schweiz aus (Quelle).

Die Sandoz Familie hält inzwischen nur noch 3,6 Prozent der Anteile an Novartis über ihre Familienstiftung, ist aber damit noch immer der grösste Aktionär. Pierre Landolt war Präsident der Sandoz Familienstiftung. Er war fast zwanzig Jahre im Verwaltungsrat der Novartis. Er war auch im Verwaltungsrat von Syngenta, eines der grössten Unternehmen der Schweiz. Syngenta ist einer der weltweit grössten Produzenten von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Syngenta entstand aus dem Agrargeschäft der Pharmakonzerne Novartis und AstraZeneca.

Pierre Landolt ist ein guter Freund von André Hoffmann und ist auch entfernt mit ihm verwandt (Quelle). André Hoffmann und seine Familie (Multimilliardäre) kontrollieren das Schweizer Pharmaunternehmen Roche, das in den letzten Jahren der zweitgrösste Pharmakonzern der Welt war. Die Hoffmann Familie ist mit der Merian Familie verwandt, die in die Geigy Familie heiratete, die den Novartis-Vorläufer Geigy gründete.

Novartis entstand 1996 aus der Fusion der Schweizer Firmen Sandoz und Ciba-Geigy. An der Gründung war auch Louis von Planta beteiligt, der Ehrenpräsident der Novartis wurde. Er kam aus der Schweizer Uradelsfamilie Planta. Er gehörte zum Bankrat der SNB (Führung der Schweizer Zentralbank). Louis starb 2003, aber seit 2006 ist Andreas von Planta im Vorstand von Novartis. Andreas war in Vorständen der Grosskonzerne AP Møller (weltweit grösster Schifffahrtskonzern), Holcim (weltweit grösster Zementproduzent) und Helvetia (Versicherung). Er war oder ist noch immer Präsident der Schweizer Tochterfirma der britischen Grossbank HSBC (die derzeit grösste europäische Bank).

Die Landolt Familie hatte 1780 die Privatbank Landolt & Cie. gegründet, eine der ältesten Banken der Schweiz. Die Bank bestand bis 2021 und wurde durchgehend von der Landolt Familie kontrolliert. Die Bank war auf Vermögensverwaltung spezialisiert.

2015 schloss sich die Landolt Familie mit der Bankiersfamilie Lombard zusammen. 2020 besass die Lombard Familie zur Hälfte die Landolt Bank. (Quelle) Die Lombards sind eine der reichsten Schweizer Bankiersfamilien.

2021 wurde die Landolt Bank Teil der deutsch-französischen Privatbank Oddo BHF. Pierre Landolt und Thierry Lombard wurden Aktionäre und Partner in den Gremien der ODDO BHF Gruppe (Quelle). Die Finanzgruppe wird von der französischen Bankiersfamilie Oddo kontrolliert. Deren Vermögen wurde 2021 auf 850 Millionen Euro (etwa 960 Millionen US-Dollar) geschätzt (Quelle). ODDO BHF verwaltet derzeit ein Vermögen im Wert von 125 Milliarden Euro (etwa 140 Milliarden US-Dollar) (Quelle).

Pierre Landolt sowie die erwähnten Familien Hoffmann und Lombard gehören zum 1001 Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. (Quelle)

Édouard-Marcel Sandoz (1881-1971), der Sohn des Sandoz-Gründers, heiratete in die Schweizer Bankiersfamilie Passavant (Quelle). Ihre Bank Passavant & Cie bestand von 1800 bis 1923. Die Bank gehörte 1854 zu den Gründern des Basler Bankiervereins, ein Vorläufer der heutigen Schweizer Grossbank UBS. Die UBS war in den letzten Jahren die weltweit grösste Bank nach Vermögensverwaltung. Emanuel Passavant (1843-1922) war Präsident des Novartis-Vorläufers Ciba (Quelle). Die Ehefrau von Fritz Hoffmann (Gründer des Pharmakonzerns Roche) kam mütterlicherseits aus der Passavant Familie (Quelle).

Die Sandoz Stiftung besitzt mehrere Fünfsternehotels und die Schweizer Luxusuhrenmarke Parmigiani Fleurier. 2016 erwarb die Familie 14 Prozent des Schweizer Bekleidungsunternehmens Charles Vögele und besitzt auch 20 Prozent der Nachfolgerfirma Sempione Retail über ihren Elarof Trust.

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Haus Bonaparte

Die italienische Familie Buonaparte wurde 1771 in den französischen Adel aufgenommen und benannte sich in Bonaparte um. Durch die Französische Revolution (1789-1799) stiegen die Bonapartes zur französischen Herrscherfamilie auf. Sie gehören bis heute zum Hochadel.

Italienische Herkunft

Giovanni Buonaparte (lebte im 14. Jahrhundert) war Bürgermeister der italienischen Stadt Sarzana. Er heiratete Isabella Calandrini, eine Cousine des Kardinals Filippo Calandrini. Filippo war ein Halbbruder von Papst Nikolaus V. Giovannis Sohn heiratete in die italienische Uradelsfamilie Malaspina. (Quelle: 1, 2) Die Malaspinas stammen von den Obertenghi ab, eine einflussreiche italienische Adelsdynastie, die sich im 10. Jahrhundert bildete. Aus den Obertenghi ging das Adelsgeschlecht Este hervor, das durch eine Heirat in die Welfendynastie zu den Vorfahren der heutigen Welfen gehört und somit auch zu den Vorfahren der heutigen britischen Königsfamilie. Da Cesare Buonaparte und Apollonia Malaspina die Vorfahren der heutigen Adelsfamilie Bonaparte waren, hat diese auch Blut der Familien Este und Obertenghi in sich.

Ab dem 16. Jahrhundert lebten die Buonapartes in Ajaccio, der Hauptstadt der Mittelmeerinsel Korsika. Die Familie fand schnell Anschluss an die dortige Elite. Mitglieder der Familie arbeiteten dort für die Banco di San Giorgio (Quelle). Soviel man weiss, war sie eine der ersten Banken der Welt. Sie bestand von 1407 bis 1805. Die Bank finanzierte Päpste, Könige und Kaiser. Neben europäischen Herrschern hatte auch der berühmte Seefahrer Christoph Kolumbus ein Konto bei der Bank. Die bis heute bestehende Grimaldi Familie, die inzwischen zum Hochadel gehört, war Mitgründer der Bank.

Damals gehörte Korsika zur italienischen Provinz Genua. 1768 verkaufte Genua die Insel Korsika an Frankreich, zu dem sie bis heute gehört. Genua war stark verschuldet bei der französischen Elite. Korsika wurde gewissermassen verpfändet. Zudem gab es seit den 1730er Jahren eine korsische Unabhängigkeitsbewegung, die mit militärischen Mitteln versuchte unabhängig von Genua zu werden. Carlo Buonaparte (1746-1785) engagierte sich als Diplomat für die Unabhängigkeit Korsikas. Der führende Kopf der korsischen Unabhängigkeitsbewegung war Pasquale Paoli, der die Buonapartes kannte. Pasquale Paoli gehörte 1755 zu den Verfassern der korsischen Verfassung, welche die erste moderne Verfassung der Welt war. Als Genua 1768 Korsika an Frankreich übergab, wehrten sich Paoli und Carlo Buonaparte militärisch dagegen. 1769 schloss Carlo Buonaparte Frieden mit den Franzosen. Er gehörte ab da zu den führenden Köpfen der korsischen Elite und kooperierte mit den Franzosen. 1771 wurde er in den französischen Adel aufgenommen. 1779 besuchte er Frankreich und traf den französischen König Ludwig XVI. (ein Freimaurer). Der andere Revolutionsführer Pasquale Paoli ging nach England ins Exil, nachdem 1769 die Franzosen seine Armee besiegt hatten. Dort knüpfte er Kontakte zum englischen Adel und traf auch den britischen König Georg III. Ab 1778 war er Mitglied einer Freimaurerloge in London, die von Bartholomäus Ruspini gegründet wurde (Quelle). Der Italiener Ruspini war nach England emigriert und seine Loge warb weitere Auswanderer aus Italien an.

Carlo Buonapartes Sohn Napoleon stieg durch die Französische Revolution (1789-1799) zum französischen Kaiser auf.

Kaiser Napoleon I.

Napoleon Bonaparte (1769-1821) wurde ein hochrangiger Militärführer während der Französischen Revolution auf der Seite der Revolutionäre. 1799 übernahm Napoleon mit seinen Verbündeten die Macht in Frankreich. 1804 krönte er sich zum Kaiser und herrschte noch bis 1815 über Frankreich.

Napoleon war eventuell Freimaurer, wie sein Vater. In einem freimaurerischen Bericht von damals wird behauptet, dass Napoleon „auf seinem ägyptischen Feldzug das maurerische Licht gesucht und empfangen habe, in Ägypten, dem Lande, auf das die Uranfänge der Freimaurerei zurückgehen“. (Quelle) Ob er es nun war oder nicht, er hatte sicher Kontakt zur französischen Freimaurerführung und mehrere seiner Verwandten waren führende Freimaurer.

Sein Bruder Joseph Bonaparte (1768-1844) war von 1805 bis 1814 Grossmeister der französischen Freimaurer (Quelle). Er wurde von Napoleon zum König von Spanien und Neapel ernannt, da die beiden Länder unter französische Herrschaft gerieten. Joseph Bonaparte war bis 1808 König von Neapel und wurde dann von Joachim Murat abgelöst. Dieser war ein Vertrauter der Bonaparte-Brüder und heiratete ihre Schwester Caroline. Er war Freimaurer und gehörte zur Führung des französischen und italienischen Grossorients, die führenden Grosslogen der beiden Länder. Als König wurde er auch Grossmeister der Grossloge von Neapel. (Quelle)

Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte (1784-1860) war ebenfalls Freimaurer (Quelle). Er wurde König von Westphalen, da auch Teile von Deutschland unter die Kontrolle Napoleons gerieten. Nach Napoleons Absetzung ging er nach Österreich ins Exil. Er hatte 1807 in zweiter Ehe die Tochter des ersten württembergischen Königs Friedrich geheiratet, der Freimaurer war (Quelle). Jérômes Sohn Napoleon Joseph Bonaparte (1822-1891) war Freimaurer und Ehrenmitglied der Grossloge von Dänemark (Quelle). Diese wurde zu dieser Zeit von der dänischen Königsfamilie geführt. Napoleon Joseph Bonaparte heiratete in die italienische Hochadelsfamilie Savoyen, die von 1861 bis 1946 die Königsfamilie Italiens war. Seine Tochter Maria Letizia Bonaparte (1866-1926) heiratete ihren Onkel Amadeus I., der ebenfalls aus der Savoyen Familie kam und Freimaurer war. Amadeus war kurzzeitig König von Spanien und hob das bis dahin geltende Freimaurer-Verbot in Spanien auf (Quelle).

Kaiser Napoleons Bruder Lucien Bonaparte (1775-1840) war vermutlich Freimaurer (Quelle). Nach Napoleons Absetzung lebte er in Italien. Er wurde in den päpstlichen Adel aufgenommen und erhielt den Titel eines Prinzen/Fürsten. Dieser ist der höchste Adelstitel, den der Papst verleihen kann und zugleich der höchste Titel im italienischen Adel. Sein Enkel Fürst Lucien-Louis Bonaparte (1828-1895) wurde Kardinal, gehörte zur Vatikanelite und hatte persönlichen Kontakt zum Papst. Fürst Napoléon Charles Bonaparte (1839-1899) heiratete in die päpstliche Adelsfamilie Ruspoli. Da er keine Söhne hatte, starb der päpstlich-adlige Familienzweig der Bonaparte Familie aus.

Kaiser Napoleons Bruder Louis Bonaparte (1778-1846) wurde ebenfalls führender Freimaurer in Frankreich (Quelle). Von 1806 bis 1810 war er König von Holland, das ebenfalls unter französische Herrschaft geriet. Da sich sein Verhältnis zu Napoleon verschlechterte, musste er 1810 die niederländische Krone aufgeben und ging nach Österreich, wo ihm die österreichische Königsfamilie Asyl gewährte. Dort lernte er auch den berühmten Dichter Johann Wolfgang von Goethe kennen, der Freimaurer und Illuminat war (Quelle). Goethe war ein grosser Bewunderer Napoleons, traf ihn mehrfach und erhielt von ihm das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion, die von Napoleon gestiftet wurde (Quelle). Als Napoleon 1815 gestürzt wurde, bot Papst Pius VII. der Bonaparte Familie Asyl in Rom an, worauf auch Louis Bonaparte nach Rom ging und bis zu seinem Tod in Italien lebte. Er hatte 1802 Hortense de Beauharnais geheiratet. Sie kam aus der französischen Adelsfamilie Beauharnais und war eine Stieftochter Napoleons (ihre Mutter heiratete in zweiter Ehe Napoleon). Ihr leiblicher Vater war Alexandre de Beauharnais, der zu den führenden Köpfen der französischen Revolutionäre gehörte. Alexandres Sohn Eugène de Beauharnais war daher ein Stiefsohn Napoleons. Eugène wurde 1805 Vizekönig von Italien, das ebenfalls unter Napoleons Herrschaft geriet. Eugène war Freimaurer. Er war Mitgründer und erster Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende Grossloge der italienischen Freimaurer ist (Quelle: 1, 2). Eugène war Mitgründer und erster Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat (Supreme Council), der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Eugène de Beauharnais heiratete in die bayerische Königsfamilie und seine sechs Kinder heirateten alle in Hochadelsfamilien, darunter in die Königsfamilien von Schweden, Russland, Portugal und Brasilien.

Mindestens 16 der 26 Marschälle Napoleons waren Freimaurer und führten in ganz Europa Schlachten (Quelle). Der wohl wichtigste wäre Jean-Baptiste Bernadotte, der sich später gegen Napoleon stellte. Er war der Begründer der heutigen schwedischen Königsfamilie. Sein Sohn, der schwedische König Oskar I., war ebenfalls Freimaurer und heiratete eine Tochter des oben erwähnten Eugène de Beauharnais (Freimaurer und Stiefsohn Napoleons).

Obwohl die französischen Freimaurer Napoleon nahe standen oder ihn womöglich gar an die Macht gebracht hatten, unternahmen die Siegermächte nach Napoleons Absetzung anscheinend nichts, um deren Einfluss einzuschränken. Nach Napoleon bestieg Ludwig XVIII. aus dem Haus Bourbon den Thron Frankreichs. Er war Freimaurer (Quelle). Die Bourbon Familie war schon vor Napoleon die Königsfamilie Frankreichs gewesen. Mehrere der ehemaligen Marschälle Napoleons, die wie gesagt Freimaurer waren, wurden von den Bourbonen nicht entmachtet, sondern durften viele Schlüsselpositionen im neuen Frankreich einnehmen und waren weiterhin als führende Freimaurer in Frankreich aktiv. Der Marschall Jacques MacDonald wurde sogar Grossmeister der französischen Freimaurer (Quelle). Als Napoleon 1804 zum Kaiser ernannt worden war, wurde im selben Jahr der Oberste Freimaurerrat von Frankreich (Suprême Conseil de France) gegründet. Herzog Jean-Jacques-Régis de Cambacérès, ein Vertrauter von Napoleon, war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Freimaurerrates. Auch nach Napoleons Sturz und der Machtübernahme der Bourbonen leitete Cambacérès weiterhin den Obersten Rat. Der Oberste Rat von Frankreich besteht bis heute. Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichten (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. (Quelle)

Im Jahr 1800 hatte Napoleon die Banque de France gegründet, die bis heute die französische Zentralbank ist (viele europäische Zentralbanken wurden vom Hochadel gegründet). Zu den Mitgründern der Zentralbank gehörten auch die französisch-adlige Bankiersfamilie Le Couteulx und die schweizerisch-französische Bankiersfamilie Hottinguer. Letztere wurde von Napoleon in den französischen Adel aufgenommen. Die beiden Familien gehörten auch zur Führung der Zentralbank, in der noch weitere wichtige französische Bankiersfamilien vertreten waren, darunter Rothschild, Schneider, Mirabaud, Goüin, Mallet, Neuflize, Vernes und Eichthal (Quelle).

Kaiser Napoleon III.

1848 konnte Louis-Napoléon Bonaparte (1808-1873) mit einem Putsch die Macht in Frankreich erlangen und regierte von 1852 bis 1870 als Kaiser Napoleon III. Er war der Sohn des oben erwähnten Freimaurers Louis Bonaparte und ein Neffe von Kaiser Napoleon I. Genau wie sein Onkel führte auch er Frankreich diktatorisch. Er war, soviel bekannt ist, kein Freimaurer. Er versuchte aber auf diese Einfluss zu nehmen. 1852 nötigte er die französischen Freimaurer Lucien Murat als ihren Grossmeister anzuerkennen (Quelle). Luciens Mutter war eine Schwester des ersten Napoleons. Luciens Vater war der oben erwähnte führende Freimaurer Joachim Murat. Luciens Tochter Ana heiratete in die Noailles Familie, die bis heute zu den wichtigsten Familien der französischen Adelselite gehört. Sein Sohn Achille heiratete in die georgische Adelsfamilie Dadiani.

Nach der Revolution von 1848 waren fast alle Mitglieder der provisorischen Regierung Freimaurer. (Quelle)

Kaiser Napoleon III. war Grosskommandant des „Order of the Fleur de Lys“ (Quelle). Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden

1870 wurde schliesslich auch Napoleon III. abgesetzt. Er war der letzte Monarch Frankreichs. Seither wird das Land von Politikern geführt.

Die Bonapartes in den letzten 50 Jahren

Jean-Christophe Bonaparte (*1986) ist das derzeitige Oberhaupt der Bonapartes. Er ist im Finanzwesen tätig:

  • Er arbeitete für Morgan Stanley in New York und London. Die US-amerikanische Bank ist eine der grössten Investmentbanken der Welt.
  • Er arbeitete in London für Lazard. Diese ist eine US-amerikanische Investmentbank, die aber traditionell mit der französischen Elite verbunden ist. Sie wurde von den französisch-jüdischen Familien Lazard und Weill gegründet, die in viele Familien der französischen Elite heirateten.
  • Er arbeitete in London für die US-amerikanische Blackstone Group, die derzeit das grösste Private-Equity Unternehmen der Welt ist.
  • Er arbeitete in London für Advent International, ebenfalls ein grosses Private-Equity Unternehmen aus den USA.

(Quelle)

Jean-Christophe Bonaparte wurde 2015 zum Vizepräsidenten der königlichen Deputation des Konstantinordens ernannt. Der Orden veranstaltete im Londoner Bankenviertel ein Bankett zu Ehren von Jean-Christophe Bonaparte, bei dem Hochadlige, Staatsmänner und Diplomaten zusammenkamen. (Quelle) Der Konstantinorden ist ein alter Vatikanorden, der der Legende nach bereits seit dem 4. Jahrhundert bestehen soll. Der Orden untersteht der italienischen Hochadelsfamilie Bourbon-Sizilien. Jean-Christophes Mutter kommt aus der Familie Bourbon-Sizilien.

Jean-Christophe Bonaparte kennt Jean d’Orléans (Quelle). Dieser ist das derzeitige Oberhaupt der französischen Hochadelsfamilie Orléans. Die Orléans stellten einen französischen König (dessen Vater Grossmeister der französischen Freimaurer war). Die Orléans und die Bonapartes sind zwei der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs. Die dritte nicht amtierende Königsfamilie ist das Haus Bourbon, das sieben französische Könige stellte. Bourbon und Orléans stammen von der Uradelsdynastie der Kapetinger ab. Alle französischen Könige der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab. Somit stellten die Kapetinger 39 französische Könige (Quelle). Das derzeitige Familienoberhaupt der Bonapartes hat über seine Mutter ebenfalls Blut der Kapetinger in sich.

Das vorherige Familienoberhaupt war Charles Bonaparte (*1950). Er arbeitete für die Crédit Lyonnais (Quelle: Seite 58). Diese war damals eine der grössten Banken der Welt und gehört inzwischen zur französischen Grossbank Crédit Agricole. Charles Bonaparte engagiert sich politisch in der korsischen Hauptstadt Ajaccio. Wie anfangs bereits erwähnt wurde, hatten die Bonapartes in Ajaccio gelebt, bevor sie nach Frankreich kamen. Korsika gehört noch immer zu Frankreich. Sein Vater Louis Napoleon Bonaparte (1914-1997) wurde wie weitere Mitglieder der Familie in der Kaiserlichen Kapelle in Ajaccio bestattet.

Bonapartes in den USA

Kaiser Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte (1784-1860), der wie bereits erwähnt Freimaurer war, besuchte 1803 die USA und lernte dort Elizabeth Patterson kennen, die er dann heiratete. Ihr Vater, William Patterson, war ein wohlhabender irischer Geschäftsmann aus Maryland in den USA. Seine Familie war mit irischen Adligen verbunden (die Familien Calvert, Caroll und Wellesley), die vor der Gründung der USA die Kolonie Maryland kontrollierten. Die Carrolls gehörten zu den Gründervätern der USA. Jérôme und Elizabeth hatten einen Sohn. So entstand der amerikanische Familienzweig der Bonapartes. Der Sohn Jérôme Bonaparte-Patterson (1805-1870) war Mitgründer und erster Präsident des Maryland Club, ein exklusiver Männerclub in Maryland. Er hatte zwei Söhne. Der Sohn Charles Joseph Bonaparte (1851-1921) ging in die Politik und war Minister im Kabinett des US-Präsidenten Theodore Roosevelt, der übrigens Freimaurer war. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten waren Freimaurer (Quelle). Charles Joseph Bonaparte gründete den Vorläufer des heutigen FBI, eine der wichtigsten Sicherheitsbehörden der USA. Ein Mitgründer des FBI war John Edgar Hoover, der die Behörde viele Jahre leitete. Hoover war Freimaurer und erreichte den 33. Grad (den höchsten Freimaurergrad). Er sprach vor dem obersten Freimaurerrat in Washington, der ihm einen Verdienstorden verlieh. (Quelle: 123) Auch die einflussreiche Grossloge von New York sowie die Royal Arch-Freimaurer verliehen ihm Auszeichnungen. Hoover war Royal Arch-Freimaurer, gehörte zum obersten Rat des Freimaurerordens DeMolay und war Mitglied der Shriners, ebenfalls ein Freimaurerorden. (Quelle: 12) Der Autor Anthony Summers behauptet in einem Buch, dass Hoover homosexuell war und von zwei Mafiabossen erpresst wurde, die belastende Fotos von Hoover besassen und so sicherstellen wollten, dass das FBI nicht gegen sie ermittelt. Die Mafiosi sollen Frank Costello (Vertreter der italienischen Mafia in den USA) und Meyer Lansky (führender Kopf der amerikanisch-jüdischen Mafia) gewesen sein. Summers schreibt, dass die Mafia die Fotos möglicherweise vom OSS erhalten hat, dem Vorläufer der CIA. (Quelle)

Charles Joseph Bonapartes Bruder war Jerome Bonaparte II. (1830-1893), der im Dienste des amerikanischen und französischen Militärs stand. Er erhielt einen Orden vom osmanischen Sultan und einen Orden vom britischen Königshaus sowie die von Napoleon gestiftete Ehrenlegion (Quelle). Seine Frau war mütterlicherseits eine Enkelin von Daniel Webster. Dieser war Aussenminister der USA und Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati. Die Gesellschaft wurde 1783 von den US-Gründervätern gegründet und besteht bis heute. Die Gesellschaft nahm mehr als 15 US-Präsidenten auf sowie Mitglieder der Familien Du Pont, Livingston, Rockefeller und Mitglieder der niederländischen Kolonialfamilien Roosevelt, Van Rensselaer, Vanderbilt, Van Cortland und Schuyler, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörten.

Jerome Bonaparte II. hatte eine Tochter, Louise-Eugénie (1873-1923), die in den dänischen Adel heiratete.

Weitere erwähnenswerte Heiraten

Die Bonapartes heirateten in viele Adelsfamilien. Ich hab hier nur die wichtigsten aufgelistet.

Kaiser Napoleons Schwester Pauline Bonaparte (1780-1825) heiratete in zweiter Ehe Camillo Borghese. Er kam aus der italienischen Adelsfamilie Borghese, die zum päpstlichen Adel gehört.

Charlotte Bonaparte (1795-1865) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Gabrielli, die zur Vatikanelite gehört. Ihr Sohn Placido Gabrielli war Gründungsmitglied und erster Präsident der Banco di Roma, die zu einer der wichtigsten Banken Italiens wurde. Sie gehört inzwischen zur UniCredit. Diese ist eine der beiden führenden italienischen Grossbanken und ist weltweit aktiv.

Die Ehefrau von Victor Bonaparte (1862-1926) kam väterlicherseits aus der belgischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der österreichischen Königsfamilie.

Der Ehemann von Marie Bonaparte (1882-1962) kam väterlicherseits aus der griechischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der russischen Zarenfamilie.

Kaiser Napoleon I. heiratete 1810, also während seiner Zeit als Herrscher, in zweiter Ehe in die österreichische Königsfamilie.

Christine Charlotte Alexandrine Egypta Bonaparte (1798-1847) heiratete erst in die schwedische Adelsfamilie Posse. In zweiter Ehe heiratete sie den Briten Dudley Coutts Stuart, der Sohn eines Markgrafen aus dem schottischen Stewart Clan. (Quelle) Der Markgraf gehörte zum Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie) und war einer der reichsten Briten. Dudley kam mütterlicherseits aus der Bankiersfamilie Coutts, die damals noch die britische Bank Coutts kontrollierte. Die Privatbank Coutts besteht bis heute. Sie wurde 1692 gegründet und ist damit eine der ältesten Banken der Welt. Im 19. Jahrhundert war Coutts eine führende Privatbank. Zu den Kunden der Bank gehörten die britische Königsfamilie und weitere europäische Königshäuser.

Kaiser Napoleon III. heiratete Eugénie de Montijo. Väterlicherseits kam sie aus dem spanischen Adel. Mütterlicherseits stammte sie aus dem schottischen Kirkpatrick Clan. Napoleons Halbbruder Charles de Morny heiratete in die russische Fürstenfamilie Trubezkoi, die einige Freimaurer hervorbrachte.

Laetitia Bonaparte (1804-1871) heiratete den britischen Diplomaten Thomas Wyse. Aus einer Affäre Laetitias ging die Tochter Adelina Bonaparte Wyse (1838-1899) hervor. Adelina heiratete den ungarischen Revolutionär István (Stephan) Türr. Dieser war Freimaurer (Quelle). Er kannte Giuseppe Garibaldi, der kurzzeitig Grossmeister des italienischen Grossorients war, die führende Grossloge Italiens, die wie bereits erwähnt von Napoleons Stiefsohn Eugène de Beauharnais mitgegründet worden war. István Türr und Giuseppe Garibaldi gehörten zusammen mit weiteren Freimaurern zu einem revolutionären Kreis, der die Einigung der italienischen Provinzen zu einem Staat plante, was 1861 auch umgesetzt wurde. Daraufhin wurde das Haus Savoyen zur Königsfamilie Italiens und profitierte somit von der freimaurergeführten Revolution. Giuseppe Garibaldi war einer der wichtigsten Akteure der italienischen Einigungsbewegung und einer der obersten Freimaurer Italiens. Mehr dazu im Beitrag zur Garibaldi Familie

Laetitia Wyse-Bonaparte (1831-1902) heiratete den italienischen Politiker Urbano Rattazzi. Er war Freimaurer (Quelle).

Mathilde Bonaparte (1820-1904) heiratete in die russische Adelsfamilie Demidow, die im 18. und 19. Jahrhundert führende Unternehmer im russischen Bergbau und der Eisenherstellung waren.

Marie Clotilde Bonaparte (1912-1996) heiratete einen russischen Adligen. Ihre Tochter Marie-Eugénie de Witt heiratete Graf Peter Scheremetew, der zu einem Netzwerk von russischen Adligen gehört, das sich in den letzten Jahrzehnten mit Personen aus der Elite Russlands vernetzt hat. Mehr dazu im Beitrag zur Trubezkoi Familie.

Achille Murat (1801-1847), der mütterlicherseits aus der Bonaparte Familie kam, heiratete Catherine Willis, eine US-Amerikanerin. Sie war eine Urgrossnichte des ersten US-Präsidenten George Washington (Freimaurer).

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Lee Familie aus den USA

Die Lee Familie ist eine der historisch bedeutendsten Familien der politischen Elite der USA. Zwei Familienmitglieder gehörten zu den Gründervätern der USA. Die Lee Familie war schon in den 100 Jahren vor der Gründung der USA Teil der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste. Die Familie und ihre Verwandtschaft sind traditionell in der Politik der US-Bundesstaaten Maryland und Virginia vertreten.

Richard Lee (1617-1664) ist der Stammvater der Familie. Der Engländer emigrierte 1639 nach Nordamerika in die englische Kolonie Virginia. Deren Gebiet umfasste die heutigen US-Bundesstaaten Virginia, West Virginia und Kentucky. Richard Lee fand schnell Anschluss an die dortige politische Elite und wurde Generalstaatsanwalt der Kolonie. Zum Zeitpunkt seines Todes war er der grösste Landbesitzer der Kolonie. Er kannte William Berkeley, der Kolonialgouverneur von Virginia war. Williams Bruder war der englische Baron John Berkeley, der die englische Kolonie New Jersey in Nordamerika gründete.

Richard Lee hatte zehn Kinder. Der Sohn Hancock Lee (1653-1709) heiratete in zweiter Ehe Sarah Allerton, eine Enkelin von Isaac Allerton Sr. Isaac war einer der führenden Pilgerväter der USA. (Quelle: 1, 2, 3) Die Pilgerväter waren frühe englische Siedler, die 1620 in Nordamerika ankamen. Der Feiertag Thanksgiving, der in den USA und Kanada gefeiert wird, geht unter anderem auf die Pilgerväter zurück.

Thomas Lee (starb 1750) wurde Kolonialgouverneur von Virginia. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der Harrison Familie, die ebenfalls zur Elite der Kolonie gehörte. Ein Mitglied der Harrison Familie gehörte später zu den Gründervätern der USA und im 19. Jahrhundert dienten zwei Familienmitglieder als Präsidenten der USA. Auch im 20. Jahrhundert brachte die Harrison Familie erfolgreiche Politiker hervor. (Quelle)

Die Frau von Henry Lee (1691-1747) kam mütterlicherseits aus der Randolph Familie, ebenfalls eine führende Kolonialfamilie in Virginia. Das Familienmitglied Peyton Randolph war später einer der führenden Köpfe der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung, die zur Gründung der USA führte. Die Nachkommen der Randolphs gehören bis heute zur Elite der USA. (Quelle)

Noch weitere Mitglieder der Lee Familie waren in den Kolonien als Politiker, Juristen und Diplomaten aktiv.

Die Lee Familie bei der Gründung der USA

Zwei Mitglieder der Lee Familie gehörten zu den Gründervätern der USA:

  • Francis Lightfoot Lee (1734-1797) war einer der Unterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung sowie Unterzeichner des Konföderationsartikels, der ein Vorläufer der amerikanischen Verfassung war. Francis vertrat die Kolonie Virginia als Delegierter beim Kontinentalkongresses. Dieser Kongress bestand aus der Elite der 13 Kolonien der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses gründeten daraufhin die USA.
  • Richard Henry Lee (1732-1794) war einer der wichtigsten Gründerväter und Präsident des Kontinentalkongresses. Er unterzeichnete die amerikanische Unabhängigkeitserklärung und den Konföderationsartikel. Nach ihm ist die Lee Resolution benannt, die er in den Kongress einbrachte. Die Resolution war ein Vorläufer der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. (Quelle) Richard war Freimaurer und Mitglied einer Loge in Virginia. (Quelle: 1 und 2). Vor dem Unabhängigkeitskrieg war er in England an der Queen Elizabeth Grammar School ausgebildet worden. Die Schule wurde 1591 von der britischen Königsfamilie gegründet. (Quelle)

Noch weitere Mitglieder der Lee Familie beteiligten sich an der Unabhängigkeitsbewegung:

  • Henry Lee III. (1756-1818) war Offizier der Kontinentalarmee und wurde der neunte Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia. Wie oben bereits erwähnt wurde, war Thomas Lee (1690-1750) Kolonialgouverneur von Virginia gewesen. Viele der frühen Gouverneure der US-Bundesstaaten kamen aus einflussreichen Kolonialfamilien. Henry Lee III. heiratete in die Kolonialfamilie Carter. Seine Frau war eine Urenkelin von Robert Carter I., der Kolonialgouverneur von Virginia gewesen war. Henry Lee III. trat den Freimaurern bei und war Mitglied derselben Loge wie der Gründervater Richard Henry Lee (Quelle: 1 und 2). Henry Lee III. gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Society of the Cincinnati (Quelle). Die Elitegesellschaft besteht bis heute. Neben mehr als 15 US-Präsidenten wurden auch Mitglieder aus einflussreichen Familien der US-Elite aufgenommen, darunter Rockefeller, Du Pont, Roosevelt, Vanderbilt, Livingston und Van Rensselaer. Die Nachfahren der Gründer haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft, was demnach auch für Henry Lees Nachfahren gelten sollte.
  • Thomas Sim Lee (1745-1819) wurde der zweite Gouverneur des US-Bundesstaates Maryland und war mit dem ersten US-Präsidenten George Washington befreundet. George Washington war Freimaurer (Quelle). Er hatte engen Kontakt zur Lee Familie (Quelle). Thomas Sim Lee heiratete Mary Digges, deren Vorfahren zur Elite der Kolonie Maryland gehörten (wie die Lee Familie). Ihr Vorfahre Edward Digges (1620-1675) war Kolonialgouverneur von Maryland gewesen.
  • Arthur Lee (1740-1792) studierte in England und Schottland. Als Diplomat vertrat er die Kolonien in Europa.

Charles Lee (1758-1815) wurde einer der ersten United States Attorney General (Justizminister der USA).

John Adams, der zweite Präsident der USA, meinte drei Jahre nach der Gründung der USA: „The family of Lee has more men of merit in it than any other family“. Übersetzt: „Die Familie Lee hat mehr verdienstvolle Männer in ihr als jede andere Familie“. (Quelle)

Die Lee Familie im 19. Jahrhundert

John Lee Carroll (1830-1911) kam mütterlicherseits aus der Lee Familie. Er war Gouverneur von Maryland, wie sein Urgrossvater Thomas Sim Lee. John kam väterlicherseits aus der irischen Kolonialfamilie Carroll. Sein Vorfahre Charles Carroll gehörte zu den Gründervätern. Die Caroll Familie stammt von der irischen Adelsfamilie Caroll ab, die wiederum der Legende nach von irischen Königen aus dem ersten Jahrtausend abstammt. John Lee Carroll hatte zwei Töchter, die in den französischen Adel heirateten. (Quelle)

Fitzhugh Lee (1835-1905) war Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia, wie sein Grossvater Henry Lee III. Somit stellte die Lee Familie zwei Gouverneure und einen Kolonialgouverneur von Virginia.

Der Offizier Samuel Phillips Lee (1812-1897) war ein Schwiegersohn des einflussreichen Zeitungsredakteurs Francis Preston Blair Sr., der mehrere US-Präsidenten beriet. Samuel wurde ein Nachbar von Blair in Washington. Ihre beiden Häuser sind heute das Gästehaus des jeweiligen US-Präsidenten. (Quelle)

Zachary Taylor (1784-1850) war der zwölfte Präsident der USA. Er war ein Verwandter der Lee Familie, da seine Grossmutter väterlicherseits aus der Lee Familie kam. Zu seinen Vorfahren gehörten die führenden Pilgerväter William Brewster und Isaac Allerton. Zu Taylors Cousins zählte auch der vierte US-Präsident James Madison. Taylor war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati. (Quelle: 1 und 2) Taylors Tochter heiratete Jefferson Davis. Dieser war der einzige Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika und damit Führer der Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg. Der von Jefferson Davis angeordnete Angriff auf Fort Sumter löste den Amerikanischen Bürgerkrieg aus (der aber früher oder später vermutlich ohnehin ausgebrochen wäre). Die Lee Familie gehörte zur Elite der Südstaaten. Robert Edward Lee (1807-1870) war ein hochrangiger und erfolgreicher Militärführer im Amerikanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Südstaaten. Sein Sohn William Henry Fitzhugh Lee diente ebenfalls als General im Bürgerkrieg. Robert Edward Lee heiratete Mary Anna Randolph Custis. Ihre Familie war mit dem ersten US-Präsidenten George Washington verwandt. Zu Marys Vorfahren gehörten britische Adlige. (Quelle) Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Randolph Familie (Quelle). Die Familie wurde oben bereits erwähnt und hatte zur politischen Elite der Kolonie Virginia gehört, wie die Lee Familie. In den 50 Jahren nach der Gründung der USA stellten die Randolphs vier Gouverneure des Bundesstaates Virginia (Quelle).

Noch viele weitere Mitglieder und Verwandte der Lee Familie waren im 19. Jahrhundert in der Politik oder besetzten hohe Positionen beim Militär.

Die Lee Familie im 20. Jahrhundert

Blair Lee III. (1916-1985) war in den 1970er Jahren Gouverneur des Bundesstaates Maryland. Somit stellte die Lee Familie drei Gouverneure von Maryland.

Blair Lee I. (1857-1944) vertrat von 1914 bis 1917 den Bundesstaat Maryland im US-Senat. Sein Sohn Edward Brooke Lee (1892-1984) gehörte ebenfalls zur politischen Elite Marylands.

Auch der Geheimdienstler Duncan Chaplin Lee (1913-1988) gehörte zu den Nachkommen der Lee Familie. Er war ein Assistent von Generalmajor William Donovan, der das OSS leitete (der Vorgänger der CIA). Duncan Chaplin Lee arbeitete als Doppelagent für den sowjetischen Geheimdienst. Obwohl dies Ende des Zweiten Weltkrieges aufflog, gab es für ihn keine juristischen Konsequenzen. Er gilt als der allererste Informant der Sowjets innerhalb der US-Geheimdienste. 1949 vertrat er eine CIA-Frontfirma in Asien und war demnach vermutlich noch immer für die US-Geheimdienste tätig. (Quelle: 1, 2, 3)

Edward Douglass White (1845-1921) war ein Nachkomme der Lees, da seine Grossmutter mütterlicherseits aus der Lee Familie kam. Er war Senator und von 1910 bis zu seinem Tod oberster Richter der Vereinigten Staaten. Sein gleichnamiger Vater war Gouverneur des US-Bundesstaates Louisiana. (Quelle: 1 und 2)

1921 gründeten Mitglieder der Familie die „Society of the Lees of Virginia“. Nur Nachkommen des Einwanderers Richard Lee I. (1617-1664) können beitreten. Die Gesellschaft wurde mit dem Ziel gegründet, die zerstreuten Familienmitglieder zusammenzubringen und durch Versammlungen, gesellschaftliche Zusammenkünfte, Pilgerfahrten und Gedenkübungen ein tieferes Gefühl der Gemeinschaft unter ihnen zu fördern. (Quelle)

Lee Harvey Oswald (1939-1963) war ein Verwandter der Lee Familie (er war mit Robert Edward Lee verwandt). (Quelle) Lee Harvey Oswald erschoss den US-Präsidenten John Kennedy (so lautet zumindest die offizielle Version). Oswald war zudem mit der Roosevelt Familie verwandt (Quelle). Die Familie brachte im 20. Jahrhundert zwei US-Präsidenten hervor. Die Roosevelts sind ebenfalls eine Kolonialfamilie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite der Kolonien gehörte. Oswald hatte persönlichen Kontakt zu Michael Paine, der mütterlicherseits aus der Forbes Familie kam, ebenfalls eine einflussreiche Familie der US-Elite.

Weitere bemerkenswerte Heiraten und Nachkommen

Ann Mary Lee (1683-1732) heiratete den Sohn des irischen Einwanderers Dennis McCarty, der in die Kolonie Virginia emigrierte. Mehrere Genealogie-Internetseiten geben an, dass Dennis ein Sohn des irischen Grafen Donagh MacCarthy war. Der Graf kam aus der irischen MacCarthy-Dynastie, die im Mittelalter über ein irisches Königreich geherrscht hatte.

Ann Matilda Lee (1799-1880) heiratete Bailey Washington (Quelle). Er war mit dem Freimaurer George Washington verwandt, welcher der erste Präsident der USA war. Ihr gemeinsamer Vorfahre war der Engländer John Washington (lebte im 17. Jahrhundert), der in die Kolonie Virginia emigrierte.

Sydney Smith Lee (1802-1869) heiratete in die Kolonialfamilie Mason, die zur politischen Elite der Kolonie Virginia gehört hatte, wie die Lee Familie. Sidneys Frau war eine Enkelin von George Mason (1725-1792) (Quelle). Dieser war an der Gründung der USA beteiligt. Da er sich weigerte, die Verfassung der USA zu unterzeichnen, wird er nicht zu den Gründervätern gezählt.

Lucy Grymes Lee (1786-1860) heiratete in die Carter Familie. Diese war eine der reichsten und mächtigsten Familien der Kolonie Virginia gewesen. Lucys Sohn, Charles Henry Carter (1804-1872), heiratete in Calvert Familie. (Quelle) Die Calvert Familie hatte die Kolonie Maryland gegründet und dort mehrere Kolonialgouverneure gestellt. Die Calverts wurden für ihren Beitrag zur Kolonialisierung Nordamerikas in den irischen Adel aufgenommen. Der Kolonialgouverneur Baron Charles Calvert (1699-1751) war Freimaurer und Mitglied der Freimaurergrossloge von England (Quelle: 1 und 2).

Durch diese Heiraten zwischen den Kolonialfamilien Lee, Carter und Calvert entstand eine besonders bemerkenswerte Blutlinie, die inzwischen im Hochadel angekommen ist:

Alice Carter (1833-1903) heiratete Oden Bowie, den 34. Gouverneur des US-Bundesstaates Maryland (Quelle: 1 und 2). Oden Bowie war Freimaurer (Quelle). Die schottische Kolonialfamilie Bowie gehört bis heute zur Elite Marylands, wie die Lee Familie. Robert Bowie war der 11. Gouverneur des Bundesstaates Maryland gewesen. Alice Carters Enkel, Eugene Bowie Roberts (1898-1983), heiratete die ungarische Gräfin Cornelia Széchényi. Die Gräfin kam mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie. (Quelle: 1 und 2) Die Vanderbilts waren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die reichsten Amerikaner und sie stammen aus einer niederländischen Kolonialfamilie. Eugene Bowie Roberts Tochter, Cornelia Carter Roberts (1936-1982), heiratete Hans-Heinrich aus der böhmischen Adelsfamilie Coudenhove-Kalergi (Quelle: 1 und 2). Dessen Onkel war der österreichische Graf Richard Coudenhove-Kalergi. Richard gründete 1923 die Paneuropa-Union und war bis zu seinem Tod 1972 deren Präsident. Die Paneuropa-Union ist die älteste europäische Einigungsbewegung und sie plante die Gründung der europäischen Wirtschaftsunion. Richard war ein Vertrauter von Otto von Habsburg aus der ehemaligen Königsfamilie Österreichs (Quelle). Seit Richards Tod wird die Paneuropa-Union von den Habsburgern geführt. Richard war Freimaurer (Quelle). Cornelia Carter Roberts (1936-1982) Sohn, Dominik Coudenhove-Kalergi, heiratete in die Fürstenfamilie von Liechtenstein (Quelle). Sie haben drei Kinder. Somit ist das Blut der Kolonialfamilien Lee, Carter, Calvert, Bowie und Vanderbilt inzwischen in der liechtensteinischen Fürstenfamilie angekommen (Quelle).

Es gibt noch eine weitere Blutlinie der Lees, die im Hochadel angekommen ist, die wie die oben erläuterte mit Charles Henry Carter (1804-1872) beginnt, der mütterlicherseits aus der Lee Familie kam. Sein Enkel John Ridgeley Carter (1864-1944) vertrat die USA als Botschafter in Rumänien und Serbien. Johns Frau Alice Morgan war womöglich mit der führenden Bankiersfamilie Morgan verwandt, da John Partner der französischen Morgan-Bank wurde. (Quelle) Johns Sohn Bernard Carter (1893-1961) arbeitete für Banken der Morgans in New York, London und Paris (Quelle). Johns Tochter, Caroline Mildred Carter (1888-1965), heiratete den britischen Grafen Archibald Acheson. Dieser kam mütterlicherseits aus der Montagu Familie, eine der wichtigsten Familien der britischen Adelselite. Lady Camilla Acheson (1917-1965), eine Tochter von Caroline und Graf Archibald, heiratete zweimal in den deutschen Adel. In erster Ehe heiratete sie in die deutsche Uradelsfamilie Stauffenberg. Die Stauffenbergs sind vor allem für Graf Claus Schenk von Stauffenberg bekannt, der federführend am Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 beteiligt war. Camilla Acheson heiratete in zweiter Ehe in die deutsche Uradelsfamilie Bussche. (Quelle: 1 und 2) Ihr Mann Axel von dem Bussche war ebenfalls in das Attentat auf Hitler involviert. Ihre Schwester Lady Mary Acheson (1919-1996) hatte einen Sohn, Jaime Corcuera Acheson (*1955), der in die österreichische Königsfamilie Habsburg heiratete (Quelle: 1 und 2). Er hat vier Kinder. Somit ist das Blut der Kolonialfamilien Lee, Carter und Calvert inzwischen in der ehemaligen Königsfamilie von Österreich angekommen (Quelle).

Eine weitere Blutlinie der Lees ist ebenfalls im britischen Adel angekommen:

Mary Lee (1764-1827) heiratete den Bankier Philip Richard Fendall I., der mütterlicherseits ebenfalls aus der Lee Familie kam. Philip war mit dem ersten US-Präsidenten George Washington befreundet. (Quelle: 1 und 2) Er kam aus der Kolonialfamilie Fendall, die zur politischen Elite der Kolonie Maryland gehörte hatte, wie die Lee Familie. Der Einwanderer Josias Fendall (lebte im 17. Jahrhundert) war einer der ersten Kolonialgouverneure von Maryland gewesen. Mary Lees Urenkelin war Marian Fendall (1870-1949) (Quelle). Die beiden Töchter von Marian heirateten in den britischen Adel. Die Tochter Philippa Fendall Wendell (1905-1974) heiratete Randolph Stewart, den 12. Grafen von Galloway (Quelle). Der Graf kam aus dem schottischen Stewart Clan und war ein hochrangiger Freimaurer. Er war Grossmeister der schottischen Freimaurer und leitete den Obersten Rat der Freimaurer in Schottland (Quelle). Marian Fendalls andere Tochter war Anne Wendell (1900-1977). Sie heiratete erst Henry Herbert, den 6. Grafen von Carnarvon (Quelle). Henrys Grossmutter mütterlicherseits, Marie Wombwell, hatte eine Affäre mit dem britischen Bankier Alfred de Rothschild und Henry könnte eventuell Alfred Rothschilds Enkel sein. Henry und seine Mutter Almina waren die Erben von Alfred Rothschild, was ebenfalls dafür spricht, dass sie seine Nachkommen waren. (Quelle: 1 und 2) Anne Wendell (1900-1977) heiratete in zweiter Ehe in die Grenfell Familie, die Politiker und Geschäftsleute hervorbrachte, von denen mehrere in den britischen Adel heirateten. Ein bemerkenswertes Familienmitglied wäre Edward Grenfell, der zum Baron geadelt wurde und zusammen mit der US-amerikanischen Bankiersfamilie Morgan die führende Londoner Investmentbank Morgan, Grenfell & Co. gründete (wurde 1990 von der Deutschen Bank übernommen). Edward war 35 Jahre lang Direktor der Bank of England (die britische Zentralbank) und sein Vater Henry Grenfell war Gouverneur der Bank of England.

Die Nachkommen der Lee Familie haben theoretisch Anspruch auf eine Mitgliedschaft in Gesellschaften von Kolonialfamilien und die Nachkommen von Henry Lee III. (1756-1818) haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft in der Society of the Cincinnati. Die Lee Familie war auch bei den Sons of the American Revolution vertreten, ebenfalls eine erbliche Elitengesellschaft.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Shamalov Familie

Der russische Zahnarzt Nikolai Shamalov (*1950) und seine beiden Söhne gehören zum persönlichen Bekanntenkreis des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Nikolai Shamalov ist ein langjähriger Freund von Putin.[1] Von 1992 bis 2008 arbeitete er als Vertreter von Siemens in Russland. Siemens ist einer der mächtigsten deutschen Grosskonzerne. Nikolais Vermögen wurde 2011 auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt.[2]

Sein Sohn Kirill Shamalov heiratete eine von Putins Töchter.[3] Kirills Vermögen wurde 2018 auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Er war stellvertretender Vorstandsvorsitzender von SIBUR, eines der grössten russischen Unternehmen. SIBUR konzentriert sich auf die chemische Verarbeitung von Erdöl und Erdgas. Kirill Shamalov besass 2018 rund 4 Prozent der Anteile an SIBUR und zuvor gehörten ihm mehr als 20 Prozent der Anteile.[1] Das Unternehmen befindet sich nun mehrheitlich in Besitz von Leonid Mikhelson und Gennady Timchenko, die beide zu den reichsten Russen gehören. Kirill Shamalov kennt die beiden über den Vorstand von SIBUR. Gennady Timchenko war schon mit Putin befreundet, bevor dieser Präsident wurde[4].

Kirill Shamalov war leitender Rechtsberater für Aussenhandel beim russischen Gaskonzern Gazprom, welcher der weltweit grösste Gasproduzent ist. Kirill war auch führender Rechtsberater bei der Gazprombank, die derzeit drittgrösste russische Bank.[3]

Kirills Bruder Yuri Shamalov arbeitete wie sein Vater als Vertreter für Siemens. Er ist seit 2007 stellvertretender Vorsitzender der Gazprombank und leitet seit 2003 den Gazfond, der an der Gazprombank beteiligt ist. Seit 2008 ist Yuri Shamalov im Vorstand von Gazprom-Media, der grösste Medienkonzern Russlands. Gazprom-Media ist eine Tochterfirma der Gazprombank.[3][5][6]

Kirill Shamalov besuchte 2016 das Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF).[7]

1996 liess Putin ein Wochenendhaus bauen. Zu seinen dortigen Nachbarn gehört Nikolai Shamalov. Zusammen mit Kumpels führen sie eine Art Wohngemeinschaft, die sie Ozero nennen. Zur Ozero-Gemeinschaft gehören neben Putin und Shamalov weitere Personen der russischen Elite.[8][9]

Seit 2004 ist Nikolai Shamalov Mitinhaber der Rossiya Bank.[2] Zur Führung der russischen Bank gehört Yury Kovalchuk, der als der persönliche Bankier von Putin gilt und Teil der Ozero-Gemeinschaft ist. Die Rossiya Bank wurde 1990 gegründet und stand unter der Kontrolle der Kommunistischen Partei und des KGB-Geheimdienstes. 1991 übernahmen Geschäftsleute die Führung der Bank. Spätestens ab da war die Bank mit der russischen Mafia und der Glücksspielindustrie verbunden.[10]

Nach Ansicht von Grinda González, ein spanischer Sonderstaatsanwalt für Korruption und organisiertes Verbrechen, wird die russische Mafia noch heute von russischen Geheimdiensten kontrolliert.[11] Auch den Geheimdiensten von anderen ehemaligen Sowjetstaaten wird nachgesagt, sie würden mit der organisierten Kriminalität zusammenarbeiten.

Die russischen Mafiosi Gennady Petrov und Alexander Malyshev waren mit der oben erwähnten Rossiya Bank verbunden.[10] Die beiden sind heute noch aktiv. Sie gehören zur Führung der Tambov Gang, eine gut organisierte Mafia aus Sankt Petersburg. Die Tambov Gang war in den 90er-Jahren in der russischen Wirtschaft aktiv (die russische Mafia tätigt auch legale Geschäfte) und gilt als mit der russischen Wirtschaftselite verbunden. Nach Angaben der spanischen Justiz sei die Bande „eindeutig in Schichten des Staatsapparats eingedrungen“ und habe „Verbindungen zur russischen wirtschaftlichen, politischen, justiziellen und polizeilichen Macht“.[12][13] Die Tambov Gang und Yakuza aus Japan waren zu Beginn der 90er-Jahre fest mit der Glücksspielindustrie in Sankt Petersburg verbunden. Putin war damals hochrangiger Beamter in Sankt Petersburg und dabei unter anderem für den Glücksspielsektor zuständig. Putin gründete eine Firma, die sich an Kasinos beteiligte.[14] Nach Angaben eines Yakuza wurden die Kasinos von der Tambov Gang kontrolliert und der Bandenboss Gennady Petrov soll Putin gekannt haben.[15] Nach Angaben der spanischen Justiz war Gennady Petrov seit Ende der 80er-Jahren mit dem KGB verbunden.[16] Er betrieb in Spanien Geldwäsche für die russische Mafia. Petrov hatte ein Haus auf Mallorca. Seine dortige Nachbarin war die Schwester des spanischen Königs Juan Carlos.[17] Übrigens hatte Juan Carlos und drei seiner Verwandten Kontakte zu chinesischen Mafiosi, die in Spanien Geldwäsche betrieben.[18][19][20]

Anmerkung: Auch die Glücksspielindustrie im deutschsprachigen Raum ist mit der organisierten Kriminalität verbunden und wird von ihr zur Geldwäsche genutzt, was auch für die Onlineglücksspielindustrie gilt.[21] Verbindungen zwischen organisierter Kriminalität und Glücksspielindustrie lassen sich weltweit beobachten. Übrigens hatte der deutsche Skandalkonzern Wirecard neben Kontakten zu Geheimdiensten, Politikern und mehreren deutschen Adligen auch Verbindungen zur Glücksspielindustrie und der italienischen Mafia[22]. Wirecard-Vorstandsmitglied Jan Marsalek hatte Kontakte zu russischen Geheimdienstlern und besass streng vertrauliche Dokumente über den Anschlag auf Sergei Wiktorowitsch Skripal.[23] Skripal arbeitete früher für die russischen Geheimdienste, war aber zugleich für die britischen Geheimdienste tätig. Nachdem Skripal begonnen hatte, den spanischen Geheimdienst mit Informationen zur russischen Mafia versorgen, wurde er vergiftet. Ich halte es für möglich, dass Teile des britischen Geheimdienstes Skripals Vergiftung in England absegneten, da ich selbst glaube, dass Teile des britischen MI6 die russische Mafia und den russischen Geheimdienst dabei unterstützen, eine Schattenregierung zu bilden. Viele russische Milliardäre haben persönliche Kontakte zur britischen Elite, darunter sogar zu den Rothschilds höchstpersönlich (Mehr zur britisch-russischen Connection). Zudem verkehren die russische Zarenfamilie und weitere russische Adlige mit der westlichen Elite.

Falls die Rossiya Bank noch immer mit der russischen Mafia in Verbindung steht, dann könnte somit auch Nikolai Shamalov Kontakt zu dieser haben. Sein Sohn Kirill Shamalov war an einem Offshore-Unternehmen beteiligt, an dem, laut eines oppositionellen russischen Fernsehsenders, auch die Tambov Gang Anteile hielt[24]. Der Chef der russischen Abteilung für Wirtschaftsverbrechen sagte vor 20 Jahren, dass etwa 500 000 Unternehmen in Russland von der organisierten Kriminalität kontrolliert werden.[25] Inzwischen werden es noch mehr sein.

Übrigens: Semion Mogilevich gilt als der mächtigste russische Mafioso. Spätestens seit den 90er-Jahren hatte er Kontakte zur politischen und wirtschaftlichen Elite Russlands. Er gilt als international vernetzt und lebte zeitweise in Israel, wie viele russisch-jüdische Mafiosi. Israel entwickelt sich übrigens immer mehr zu einem Mafiastaat[26]. Im Zeitraum 2004 wurde geschätzt, dass israelische Kriminelle 75 Prozent des Marktes für Ecstasy in den USA kontrollieren[27]. Mogilevich tätigte Geldwäsche an der US-amerikanischen und kanadischen Börse. Sein Vermögen wurde auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt. Er lebt bis heute in Moskau, unbehelligt von der russischen Justiz.[28] Das spricht schon stark dafür, dass er mit den russischen Geheimdiensten zusammenarbeitet.

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/profile/kirill-shamalov/?sh=4c54c9bc2867
  2. https://www.forbes.ru/profile/nikolai-shamalov
  3. https://www.reuters.com/investigates/special-report/russia-capitalism-shamalov/
  4. https://www.theguardian.com/world/2009/jul/30/russian-billionaire-timchenko-libel-economist
  5. https://en.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Shamalov#Yuri_Shamalov
  6. https://www.marketscreener.com/business-leaders/Yury-Shamalov-06YYB2-E/biography/
  7. http://nzz-files-prod.s3-website-eu-west 1.amazonaws.com/files/8/2/2/am16 participants+(1) 1.18679822.pdf
  8. https://en.wikipedia.org/wiki/Ozero
  9. https://www.theatlantic.com/international/archive/2013/02/how-the-1980s-explains-vladimir-putin/273135/
  10. https://en.wikipedia.org/wiki/Rossiya_Bank
  11. https://www.theguardian.com/world/2010/dec/01/wikileaks-cable-spain-russian-mafia
  12. https://www.bbc.com/news/world-europe-43112443
  13. https://en.wikipedia.org/wiki/Tambov_Gang
  14. https://web.archive.org/web/20181030090345/https://novayagazeta.ru/articles/2011/09/01/45715-kto-takoy-prigozhin
  15. https://web.archive.org/web/20180408220516/https://novayagazeta.ru/articles/2012/02/08/48148-komu-neva-dala-shans
  16. https://theins.ru/korrupciya/10407
  17. https://www.theguardian.com/world/2008/jun/16/spain.russia
  18. https://www.thetimes.co.uk/article/spanish-royals-relatives-linked-to-mafia-racket-vhs3rxsdq55
  19. https://www.bangkokpost.com/world/354479/court-probes-relatives-of-spanish-king
  20. https://www.reuters.com/investigates/special-report/icbc-spain-chinese/
  21. https://www.dw.com/de/online-gl%C3%BCcksspiel-wie-die-mafia-geld-w%C3%A4scht/a-16553184
  22. https://www.finews.ch/news/finanzplatz/42366-wirecard-geldwaescherei-mafia-ndrangheta-malta-kasino
  23. https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Marsalek
  24. https://www.dw.com/en/ex-rosneft-boss-eduard-khudainatov-reportedly-tied-to-mafia/a-40246944
  25. https://www.welt.de/print-welt/article507336/Monaco-im-Visier-der-Fahnder.html
  26. https://www.timesofisrael.com/is-israel-becoming-a-mafia-state/
  27. https://www.haaretz.com/2004-09-14/ty-article/the-agony-of-the-ecstasy/0000017f-e383-d568-ad7f-f3ebe1a90000
  28. https://www.thesun.co.uk/news/12243548/who-semion-mogilevich-most-wanted-netflix/

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Alawiden

Die Dynastie der Alawiden (manchmal auch Alaouiten genannt) ist seit dem Jahr 1664 die herrschende Königsfamilie von Marokko. Ihnen gelang es, die vorherige Königsfamilie, die Saadier, zu stürzen und besetzten den Thron. Sie stellen bis heute das marokkanische Staatsoberhaupt. Der Überlieferung nach stammt die Dynastie der Alawiden vom Propheten Mohammed ab, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Die marokkanische Königsfamilie behauptet bis heute, dass sie Nachkommen des Propheten sind. Die Alawiden sollen ursprünglich aus dem Hedschas stammen, von wo sie Ende des 13. Jahrhunderts nach Marokko zogen. Im Hedschas liegen Mekka und Medina, die beiden heiligen Stätte des Islams. Der Hedschas gehört zum heutigen Saudi-Arabien.

Marokko ist zwar eine konstitutionelle Monarchie, aber dennoch ist Kritik am König verboten und wird als „Angriff auf die heiligen Werte der Nation“ mit Gefängnis bestraft, was auch für Journalisten gilt (Quelle).

Auslandskontakte

Die Alawiden haben Kontakt zu allen noch amtierenden arabischen Königsfamilien (Fotos findet man über die Google-Suche). Darunter auch zur jordanischen Königsfamilie. Diese soll der Legende nach ebenfalls von Mohammed abstammen. Jordanien und Marokko haben ein gutes Verhältnis. Der derzeitige jordanische König bezeichnet zudem den marokkanischen König als seinen Bruder und Cousin (Quelle). Lalla Salma, die Frau des derzeitigen Königs, ist mit der jordanischen Königin Rania befreundet (Quelle).

Die Alawiden und die jordanischen Königsfamilie haben, so wie alle Könige, Kontakt zur britischen Königsfamilie. Übrigens hat die britische Königsfamilie womöglich ebenfalls Blut des Propheten Mohammed in sich (Quelle). Auch die Aga Khan Familie (Bekannte der britischen Königsfamilie) soll von Mohammed abstammen.

Seit Ende des 17. Jahrhunderts unterhielt die marokkanische Königsfamilie über Diplomaten Kontakt zur französischen Königsfamilie. Da die Alawiden mit der französischen Kolonialelite kooperierten, konnten sie während der Kolonialzeit ein Mass an Autonomie wahren. 1880 schlossen die Alawiden mit den europäischen Kolonialmächten eine Vereinbarung (Madrider Konvention). Bei dieser garantierten die Kolonialmächte den Alawiden die Souveränität Marokkos. Als Gegenleistung öffneten die Alawiden den marokkanischen Markt für die Kolonialmächte. 1912 schlossen die Alawiden mit Frankreich ein Vereinbarung (Vertrag von Fès). Durch diese wurde Marokko zu einem französischen Protektorat (Kolonie mit selbständiger Verwaltung). Als Gegenleistung durften die Alawiden Staatsoberhaupt bleiben und die französische Armee unterstützte die Niederschlagung der aufständischen marokkanischen Stämme, die versuchten, die Königsfamilie zu stürzen.

1956 wurde Marokko und die Alawiden unabhängig von Frankreich. Die marokkanisch-französische Freundschaft hat aber bis heute bestand und die beiden Länder sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden (Quelle).

Franzosen brachten die Freimaurerei nach Marokko. Möglicherweise war der marokkanische König Mohammed V (1909-1961) Freimaurer, was sich aber bisher nicht beweisen liess. (Quelle) Moulay Ahmed Alaoui (1919-2002), ein Cousin von König Hassan II., war Freimaurer. Weitere einflussreiche marokkanische Freimaurer waren der Innenminister Driss Basri, der als die rechte Hand von König Hassan II. galt, und der Minister Ahmed Reda Guedira, ein Berater von König Hassan II. (Quelle: 1 und 2)

Marokko gehört zu den ältesten und engsten Verbündeten der USA in Afrika (Quelle). Marokko hatte bereits 1777 die Vereinigten Staaten von Amerika anerkannt, also ein Jahr nach deren Gründung (Quelle). Der marokkanische König Hassan II. (1929-1999) war mit dem Milliardär David Rockefeller befreundet, der einer der wichtigsten Akteure der US-Elite war (Quelle).

König Hassan II. war Präsident der „Organisation für Afrikanische Einheit“ (OAU). Diese war der Vorläufer der heutigen Afrikanischen Union, bei der 55 afrikanische Staaten Mitglied sind.

Zur Beerdigung von König Hassan II. kamen viele Könige, Prinzen, Präsidenten und Premierminister aus der arabischen Welt, Europa, Afrika und Israel. Auch Delegierte des Vatikans waren anwesend. Zu den Besuchern der Beerdigung gehörten unter anderem die Clinton Familie, der ehemalige Präsident George Bush Senior, der britische Prinz Charles, der spanische König Juan Carlos und der israelische Staatspräsident Ezer Weizmann. (Quelle)

Die Mitglieder der marokkanischen Königsfamilie wurden mit sehr vielen Orden der europäischen Königsfamilien ausgezeichnet. Sie trafen in den letzten 50 Jahren alle noch amtierenden Königsfamilien Europas. Sie trafen auch Mitglieder der nicht amtierenden französischen Königsfamilie Orléans (Foto: 1 und 2). Der derzeitige König von Marokko, Mohammed VI., traf den japanischen Kaiser (Foto). Seine Frau, Prinzessin Lalla Salma, traf den thailändischen König (Foto).

Der marokkanische Prinz Moulay Abdallah (1935-1983) heiratete eine Tochter von Riad Al Solh. Riad war der erste Ministerpräsident des Libanons. Er heiratete eine Schwester von Saadallah al-Jabiri, der zweimal Ministerpräsident von Syrien war. Eine weitere Tochter von Riad heiratete in die saudische Königsfamilie. Dadurch ist der marokkanische Prinz Moulay Hicham (*1964) ein Cousin des saudischen Investors und Milliardärs Al Waleed bin Talal, der zur saudischen Königsfamilie gehört. (Quelle)

Ein Berater des derzeitigen Königs ist André Azoulay, der schon den vorherigen König beraten hatte. Azoulay hatte in Paris studiert und war leitender Vizepräsident der Paribas Bank, eine der grössten französischen Banken. Seine Tochter Audrey Azoulay besuchte das Bilderbergtreffen und ist Generaldirektorin der UNESCO (Quelle). André Azoulay kennt den Franzosen Eric de Rothschild (Foto). Azoulay kommt aus einer marokkanisch-jüdischen Familie. Dies ist daher bemerkenswert, da fast alle anderen noch amtierenden arabischen Königsfamilien sich nicht besonders darum bemühen, den Stand der Juden in ihren Ländern zu verbessern. Der marokkanische König Mohammed V. (1909-1961) galt ebenfalls als Philosemit und sagte einst „Die Juden sind alle meine Kinder“. Bereits im 17. Jahrhundert hatte es jüdische Höflinge an Marokkos Königshof gegeben. Der derzeitige König Mohammed VI. verlieh dem marokkanischen Juden Sidney Toledano einen Orden. Toledano kennt Mitglieder der französischen Rothschild Familie (Fotos: 1 und 2). Er gehört zur Führung des Luxusgüterkonzerns LVMH und kennt dadurch den französischen Multimilliardär Bernard Arnault.

Die marokkanische Königsfamilie setzt sich im Gegensatz zu anderen arabischen Monarchen für die Sicherheit und Akzeptanz der Christen in ihrem Land ein. Die Königsfamilie unterhält diplomatischen Kontakt zum Vatikan und traf den Papst (Quelle).

König Hassan II. schenkte der Familie Krupp-Bohlen-Halbach ein Schloss in Marokko (Quelle). Die deutsche Familie gehörte zu den wichtigsten Industriellen des 19. und 20. Jahrhunderts.

Der marokkanische Prinz Moulay Hicham (*1964) lebt hauptsächlich in den USA. Er ist mit zahlreichen westlichen Eliteuniversitäten, NGOs und Stiftungen verbunden und ist Mitglied des „Carnegie Endowment for International Peace“, eine der einflussreichsten Denkfabriken der Welt. (Quelle)

Marokkanische Industrie

Das Vermögen des derzeitigen Königs Mohammed VI. wurde auf 5,7 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Er ist damit einer der reichsten Männer Afrikas. Nach Angaben des Forbes-Magazins gab es 2018 nur 23 afrikanische Milliardäre.

Im Zeitraum 2009 machten die Geschäfte des Königs 6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes von Marokko aus (Quelle). Über seine Holding besitzt er mehrere Unternehmen, die in verschiedenen Bereichen tätig sind, unter anderem im Finanzwesen, Bergbau, Energie, Telekommunikation und Einzelhandel.

Die marokkanische Prinzessin Lalla Meryem heiratete 1984 Fuad Filali, der die Holding der Königsfamilie leitete. Sein Vater Abdellatif Filali war von 1994 bis 1998 Premierminister von Marokko. (Quelle: 1 und 2) Prinzessin Lalla Asma heiratete 1963 Ahmed Osman, der von 1972 bis 1979 ebenfalls Premierminister von Marokko war (Quelle: 1 und 2).

König Mohammed VI. kennt den marokkanischen Geschäftsmann Aziz Akhannouch, der seit Oktober 2021 Premierminister von Marokko ist. Sein Vermögen wird auf 2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Eine von Aziz Cousinen heiratete in die marokkanische Königsfamilie (Quelle). Aziz kontrolliert die Akwa Group, ein Mischkonzern, der sich hauptsächlich auf die Öl- und Gasindustrie konzentriert. Die Akwa Group ist neben der Holding der Königsfamilie das grösste marokkanische Familienunternehmen.

Office Chérifien des Phosphates (OCP) ist das grösste marokkanische Unternehmen. OCP kontrolliert ein Grossteil des Phosphatbergbaus und der Phosphatdüngerproduktion in Marokko. Im Jahr 2015 lagen 70 Prozent der weltweit bekannten Phosphatreserven in Marokko (Quelle). Die Phosphatindustrie macht fast ein Viertel von Marokkos BIP und Exporthandel aus. OCP befindet sich in Besitz des Staates und wird demnach unter dem Einfluss der Königsfamilie stehen. Der marokkanische Staat besitzt noch weitere Grossunternehmen in Marokko.

Marokkanisches Finanzwesen

Prinz Moulay Hassan Ben El Mehdi (1912-1984) leitete von 1969 bis 1984 die marokkanische Zentralbank. Er war Botschafter in London und Rom.

Marokko gehört zusammen mit Südafrika, Nigeria, Ägypten und Algerien zu den fünf grössten Wirtschaften Afrikas, die zugleich die grössten afrikanischen Banken besitzen (Quelle).

Die Königsfamilie hält ihre Anteile über ihre Holding Al Mada (SNI). Zu den Beratern der SNI gehörten die Rothschild Bank sowie die US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs (Quelle). SNI und deren Tochterfirma Wafa Assurance besitzen derzeit über die Hälfte der Anteile an der Attijariwafa Bank. Diese ist die grösste marokkanische Bank und eine der zehn grössten afrikanischen Banken.

Der derzeitige König Mohammed VI. kennt den marokkanischen Geschäftsmann Othman Benjelloun (Foto). Benjelloun ist im Vorstand der Mohammed V-Stiftung, die von der Königsfamilie gegründet wurde. Zum Vorstand der Stiftung gehören neben dem König die führenden Bankmanager Marokkos. (Quelle) Othmans Vermögen wird 1,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Er traf David Rockefeller, der ihm den „Rockefeller Bridging Leadership Award“ überreichte, eine Auszeichnung für Philanthropen (Foto). Benjelloun ist derzeit CEO und Hauptaktionär der BMCE Bank of Africa, eine der grössten Banken des afrikanischen Kontinents. Die marokkanische Bank konzentriert sich auf den Aussenhandel und ist in mehr als 20 afrikanischen Ländern vertreten sowie in Europa, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der zweitgrösste Aktionär der Bank ist die Crédit Mutuel, eine der grössten französischen Banken. Französische Banken nehmen seit der Kolonialisierung eine führende Rolle im marokkanischen Finanzwesen ein, was auch noch heute der Fall ist:

  • Die „Societe Generale Marocaine de Banques“ ist eine der führenden Banken Marokkos. Sie ist eine Tochtergesellschaft der französischen Société Générale, die zu den weltweit grössten Banken gehört.
  • Die „Banque Marocaine pour le Commerce et l’Industrie“ ist eine der führenden Banken Marokkos. Sie befindet sich mehrheitlich in Besitz der französischen BNP Paribas, die zu den weltweit grössten Banken gehört.
  • Die „Credit du Maroc“ ist eine der führenden Banken Marokkos. Sie war bis 2022 eine Tochtergesellschaft der französischen Crédit Agricole, die zu den weltweit grössten Banken gehört. Inzwischen wird die Credit du Maroc vom marokkanischen Geschäftsmann Mohamed Hassan Bensalah kontrolliert, der vom König zum Ritter geschlagen wurde. Sein Vermögen wurde 2015 auf 800 Millionen US-Dollar geschätzt.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Lee Familie aus Südkorea

Die Lee Familie gilt als die mächtigste und reichste Familie Südkoreas. Der Geschäftsmann Lee Byung-chul (1910–1987) gründete im Jahr 1938 ein Unternehmen, aus dem sich die heutige Samsung Group entwickelte, eines der grössten Familienunternehmen der Welt. Die Samsung Group gehört zu den sogenannten Jaebeol, mächtige Unternehmensgruppen aus Südkorea. Samsung ist das grösste Jaebeol. Lee Byung-chul gründete auch die JoongAng Ilbo, eine der wichtigsten Zeitungen in Südkorea.

2017 wurde das Vermögen der Lee Familie auf 40,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Die Wirtschaft Südkoreas ist eine der grössten der Welt und die viertgrösste in Asien. Samsung-Firmen erwirtschaften rund 20 Prozent von Südkoreas Bruttoinlandsprodukt. (Quelle) Das Vermögen der Familie könnte demnach noch um einiges grösser als 40 Milliarden sein.

Die wichtigsten Unternehmen der Samsung Group wären folgende:

  • Samsung Electronics: Der Elektronikkonzern ist das mit Abstand grösste Unternehmen Südkoreas und eines der zehn grössten asiatischen Unternehmen. Er ist der weltweit grösste Hersteller von Smartphones und Fernsehern sowie einer der grössten Produzenten von Halbleitern. Der Konzern ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).
  • Samsung Life Insurance: Einer der grössten asiatischen Versicherungskonzerne. Die Tochterfirma Samsung Asset Management ist der grösste koreanische Vermögensverwalter und verwaltet ein Vermögen von über 250 Milliarden US-Dollar (Stand: August 2021).
  • Samsung Heavy Industries: Eines der grössten Schiffbauunternehmen der Welt.
  • Samsung Biologics: Eines der grössten Biotechnologie-Unternehmen der Welt.
  • Samsung SDI: Ein führender Hersteller von Bildschirmen, Batterien und Akkus.
  • Samsung Electro-Mechanics: Ein grosser Hersteller von Elektronikteilen.
  • Samsung SDS: Ein grosses IT-Unternehmen.
  • Samsung C&T Corporation: Ein grosses Bauunternehmen
  • Samsung Engineering: Ein grosses Ingenieurunternehmen.

Der Gründer der Samsung Group gründete auch die CJ Group, die bis heute von der Lee Familie kontrolliert wird. Die CJ Group ist nach Umsatz eines der grössten Unternehmen des Landes. Zur CJ Group gehört unter anderem CheilJedang, das derzeit grösste koreanische Lebensmittelunternehmen. Die CJ Group besitzt ENM Entertainment, einer der wichtigsten Medienkonzerne Südkoreas, der Fernsehsender besitzt und in der Film- und Musikindustrie aktiv ist.

Die Lee Familie heiratete in die Koo Familie. (Quelle: 1, 2) Die Milliardärsfamilie Koo kontrolliert die LG Group, die drittgrösste koreanische Unternehmensgruppe. Der Gründer der LG Group und der Gründer der Samsung Group besuchten dieselbe Schule, wo sie Klassenkameraden waren. Später wurden sie gemeinsam als Unternehmer aktiv. (Quelle: 12) Ihre beiden Unternehmensgruppen dominieren inzwischen zusammen den Weltmarkt für Smartphones, Fernseher und Akkus.

Übrigens heiratete die Koo Familie auch in die Chung Familie. (Quelle) Die Milliardärsfamilie Chung kontrolliert die zweitgrösste koreanische Unternehmensgruppe. Somit sind die drei mächtigsten Unternehmerfamilien Südkoreas familiär verbunden.

Die Samsung Group wird bis heute von der Lee Familie geführt. Zurzeit ist Lee Jae-yong (*1968) Vorsitzender der Samsung Group. Der berühmte Milliardär Bill Gates besuchte ihn zu einem gemeinsamen Abendessen. (Quelle) Lee Jae-yong traf mehrfach den derzeitigen Präsidenten Südkoreas Moon Jae-in. Die Lee Familie hatte Kontakt zu mehreren südkoreanischen Präsidenten. Lee Jae-yong traf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping und den indischen Premierminister Narendra Modi sowie den US-amerikanischen Multimilliardär Larry Page (Mitgründer und langjähriger CEO von Google). (Quelle) Er traf auch den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. (Quelle)

Lee Jae-yong besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. (Quelle) Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Lee Jae-yong war im Vorstand von Exor und lernte dadurch die italienische Milliardärsfamilie Agnelli kennen. (Quelle)

Lee Seo-Hyun ist derzeit im Kuratorium der Dia Art Foundation, eine Kunststiftung in New York. Zum Kuratorium gehören auch James Murdoch aus der Milliardärsfamilie Murdoch und Isha Ambani aus der indischen Milliardärsfamilie Ambani. Vorsitzende des Kuratoriums ist Nathalie de Gunzburg. (Stand: 19.12.2021) Nathalies Ehemann kommt aus den Familien Günzburg und Bronfman.

Die Lee Familie war mehrfach in Skandale verwickelt, wobei es unter anderem um Steuerhinterziehung und Bestechung ging. Mitglieder der Familie wurden verurteilt, weil sie sogar die südkoreanischen Präsidenten Roh Tae-woo und Park Geun-hye bestochen hatten. (Quelle: 1, 2, 3)

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Ochs-Sulzberger Familie

Der US-Amerikaner Adolph Ochs (1858–1935) wurde in eine Familie von deutsch-jüdischen Einwanderern geboren. 1896 brachte er die Zeitung The New York Times unter seine Kontrolle, die 1851 gegründet worden war. Seine Tochter heiratete Arthur Hays Sulzberger (1891–1968), dessen Eltern ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer waren. Die beiden Männer waren Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk (Quelle: 1 und 2). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt. Arthur Hays Sulzberger war im Exekutivkomitee der Rockefeller Foundation (Quelle).

Die New York Times wird bis heute von der Familie Ochs-Sulzberger kontrolliert. Sie gilt als eine der wichtigsten Zeitungen der Welt und ist eine der meistgelesenen Zeitungen in den USA. Die Familie und ihre Verwandtschaft brachte mehrere Journalisten hervor. Sie sind Millionäre.

Die New York Times ist derzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Orvil Dryfoos (1912–1963) heiratete eine Tochter von Arthur Hays Sulzberger. Dryfoos war Treuhänder der Rockefeller Foundation und Mitglied der Pilgrims Society. (Quelle) Zu seiner Beerdigung kamen zweitausend Leute, darunter die Rockefeller Familie sowie Newhouse, Hearst und Schiff. (Quelle: 1 und 2)

Julius Ochs Adler (1892–1955) kam mütterlicherseits aus der Ochs Familie. Er war Journalist, Verleger und Offizier der US-Armee. (Quelle) Er gehörte zur Pilgrims Society. (Quelle) Zudem trat er den Freimaurern bei und war Mitglied einer Freimaurerloge in New York. (Quelle). Bei der New York Times war er Vizepräsident und Geschäftsführer. Die Schwester seiner Frau heiratete den Bankier Paul F. Warburg, ein Mitglied einer sehr einflussreichen jüdischen Bankiersfamilie. (Quelle: 1 und 2) Julius Ochs Adler wurde durch seine Ehe der Schwiegersohn des Geschäftsmanns Walter Stettheimer. Stettheimer war ebenfalls Freimaurer. (Quelle)

Der Journalist Cyrus Leo Sulzberger (1912–1993) arbeitete eng mit der CIA zusammen. Sein Onkel Arthur Hays Sulzberger unterzeichnete eine Geheimhaltungsvereinbarung, damit die CIA ihm geheime Informationen anvertrauen konnte. Laut einem hochrangigen CIA-Beamten hatte auch Cyrus eine solche Vereinbarung unterschrieben. Cyrus kannte den CIA-Mitgründer Frank Wisner sowie die CIA-Chefs Richard Helms und John McCone. Mit letzterem hatte er auch Golf gespielt. Laut CIA-Beamten sah die CIA die Beziehungen zur New York Times als die wertvollste unter allen Zeitungen an. Ein hochrangiger CIA-Beamter sagte, dass bei der New York Times zwischen 1950 und 1966 etwa zehn CIA-Agenten beschäftigt waren. Zu dieser Zeit kooperierten noch weitere grosse Medienunternehmen mit der CIA, darunter ABC, NBC, Reuters, Associated Press, Hearst Newspapers, Scripps und Times Inc. von Henry Luce. (Quelle)

Ellen Sulzberger (1925–1995) heiratete den Medienunternehmer Ronald Peter Straus. Die Straus Familie gehörte bereits im 19. Jahrhundert zur amerikanisch-jüdischen Elite. Das Familienmitglied Oscar Straus war 1906 der erste jüdische Minister in einer US-Regierung. Die Familie Straus heiratete in die Familien Guggenheim und Lehman, die zur jüdischen Elite der USA gehören. Ronald Peter Straus kam mütterlicherseits aus der Sachs Familie. Diese war im 19. Jahrhundert eine der beiden Gründerfamilien der Investmentbank Goldman Sachs, die heute als die mächtigste jüdische Bank gilt.

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Haus Chakri

Die Chakri-Dynastie besetzt seit 1782 den Thron von Thailand. Thailand war das einzige Land Südostasiens, das nicht unter europäische Kolonialherrschaft geriet. Im 19. Jahrhundert war Thailand noch grösser als heute. Die thailändische Königsfamilie herrschte damals auch zeitweise über Kambodscha und Laos sowie über Teile von Malaysia, Myanmar und Vietnam. Die Königsfamilie musste diese Teile ihres Reiches an das britische und französische Kolonialreich abgeben. Als Gegenleistung durfte die Chakri-Dynastie weiterhin über Thailand herrschen. Seit dem späten 19. Jahrhundert hatte Thailand engen Kontakt zur britischen Kolonialelite, die sich an der Industrialisierung Thailands beteiligte.

Bhumibol Adulyadej (1927-2016) war von 1946 bis zu seinem Tod König von Thailand. Somit herrschte er 70 Jahre über das Land. Er war ein langjähriger Freund der japanischen Kaiserfamilie. (Quelle: 1 und 2) Er traf Mitglieder der Königsfamilien folgender Länder (die meisten davon mehrfach):

Als König traf Adulyadej auch viele hochrangige Politiker sowie mehrere Päpste.

Adulyadej traf sich 1967 mit dem US-Amerikaner John D. Rockefeller III. (Foto)

Adulyadej traf die US-Politikerin Madeleine Albright. (Foto)

Adulyadej kannte den US-Amerikaner Walt Disney. (Quelle) Dieser gründete die Walt Disney Company, einer der grössten Medienkonzerne der Welt.

Adulyadejs Sohn Vajiralongkorn (*1952) ist derzeit König von Thailand. Wie sein Vater kennt auch er fast alle oder sogar alle Königsfamilien dieser Welt. Er besuchte das diamantene Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. Es waren 58 Könige zu Gast (Quelle).

König Vajiralongkorn lebt die meiste Zeit in Deutschland. (Quelle) Sein Vermögen wird von 40 Milliarden bis auf über 100 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

König Vajiravudh (1881-1925) war an der britischen „Royal Military Academy Sandhurst“. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Viele Königsfamilien schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Neben den Königsfamilien waren auch viele britische Adlige an der Akademie vertreten. Hier eine Liste der bemerkenswerten Absolventen. König Vajiravudh war auch auf dem Christ Church College der britischen Oxford Universität. Viele Mitglieder der international vernetzten Königshäuser studierten an der Oxford Universität, die seit über 900 Jahren besteht. Seit Vajiravudh wurden alle Könige von Thailand im Westen ausgebildet.

1874 gründete die thailändische Königsfamilie den Privy Council von Thailand. Dieser ist bis heute der Geheimrat des thailändischen Monarchen. Der Rat wurde nach dem Vorbild des britischen Privy Council gegründet, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Der Privy Council von Thailand besteht aus hochrangigen thailändischen Politikern, Militärs, Geheimdienstlern und Juristen, welche die thailändische Königsfamilie beraten. Darunter waren auch mehrere Ministerpräsidenten, die in Thailand die Regierung führen. (Quelle)

Eine thailändische Prinzessin heiratete in die libanesische Sursock Familie. (Quelle: 1 und 2) Diese war früher die reichste Familie des Libanons. Die internationale Familie heiratete auch in die italienische, irische und muslimische Aristokratie.

Die thailändische Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn war 2011 auf einer Hochzeit der britischen Königsfamilie. (Quelle)

König Prajadhipok traf 1934 Adolf Hitler. (Foto)

Thailändische Wirtschaft

Thailand gehört nach BIP zu den zehn grössten Wirtschaften Asiens.

Prinz Vivadhanajaya Jayanta (1899-1960) gründete als Finanzminister 1942 die thailändische Zentralbank und wurde deren erster Gouverneur.

Die Königsfamilie kontrolliert das Crown Property Bureau (CPB), das für die Vermögensverwaltung der thailändischen Krone zuständig ist. CPB ist derzeit mit 33 Prozent Hauptaktionär des Zement- und Baustoffkonzerns Siam Cement, eines der grössten thailändischen Unternehmen. CPB ist zurzeit mit 23 Prozent Hauptaktionär der Siam Commercial Bank, eine der grössten thailändischen Banken. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Königsfamilie gegründet und ist die älteste Bank des Landes. Das thailändische Finanzministerium und die Zentralbank sind ebenfalls Hauptaktionär von grossen thailändischen Unternehmen. Da man davon ausgehen kann, dass auch das Finanzministerium unter dem Einfluss der Königsfamilie steht, hat diese somit auch indirekt die Kontrolle über weitere grosse Unternehmen in Thailand. Die derzeit wichtigsten Beteiligungen des thailändischen Staates wären:

  • PTT (51 Prozent). PTT ist das grösste thailändische Unternehmen und gehört zu den weltweit grössten Öl- und Gaskonzernen. PTT besitzt 45 Prozent von PTT Global Chemical, einer der grössten asiatischen Chemiekonzerne.
  • Krung Thai Bank (55 Prozent). Eine der grössten thailändischen Banken.
  • TMB Bank (11,8 Prozent). Ebenfalls eine der grössten thailändischen Banken. Sie ist traditionell mit dem thailändischen Militär verbunden. Bis vor ein paar Jahren wurde sie noch vom Staat kontrolliert. Derzeit ist die niederländische Grossbank ING Hauptaktionär.
  • Airports of Thailand (70 Prozent). Das Unternehmen betreibt Flughäfen in Thailand. 2018 war es der wertvollste Flughafenbetreiber der Welt.
  • Thai Airways International (47,8 Prozent). Die grösste thailändische Fluggesellschaft.

Die thailändische Königsfamilie kennt Dhanin Chearavanont. (Foto) Dieser gilt als der reichste und mächtigste Unternehmer Thailands. Dhanin Chearavanont spendete zusammen mit anderen thailändischen Milliardären Geld an das Königshaus. (Quelle)

Vorfahren

Der erste König aus der Chakri-Dynastie war Chulalok (1736-1809). Die Schwester seiner Frau heiratete in die Bunnag Familie, eine einflussreiche thailändische Aristokratenfamilie. Chulaloks Vater war ein Höfling des vorherigen Königs Taksin.

Ein Vorfahre von König Chulalok war Kosa Pan (1633-1699). Dieser war Botschafter im Dienste des siamesischen (thailändischen) Königs Narai. Er wurde vom König nach Frankreich geschickt, um diplomatischen Kontakt zur französischen Kolonialelite herzustellen. Kosa Pan hatte Kontakt zum Franzosen Guy Tachard, der zweimal den königlichen Hof in Siam (Thailand) besuchte. Guy Tachard war Mitglied des Jesuitenordens, ein katholischer Orden, der im Dienste des Papstes steht. Guy Tachard überbrachte Papst Innozenz XI. einen Brief von König Narai und übersetzte ihn für den Papst.

Der Botschafter Kosa Pan war ein Neffe von König Ekathotsarot (1556-1620), der über das Königreich Ayutthaya (Thailand) herrschte. Der König kam aus der Sukhothai-Dynastie, die somit zu den Vorfahren der heutigen Chakri-Dynastie gehört. Die Sukhothais herrschten von 1569 bis 1630 über Ayutthaya.

Die Sukhothai-Dynastie soll von der Phra Ruang-Dynastie abstammen, die von 1238 bis 1438 über das Königreich Sukhothai (Thailand) herrschte und somit mögliche Vorfahren der heutigen Chakri-Dynastie sind.

Buddhismus 

Der Buddhismus ist die dominierende Religion in Thailand. Fast 94 Prozent der Thailänder bekennen sich zu ihm. Der Buddhismus wird vom Staat und der Königsfamilie besonders gefördert, ist aber keine offizielle Staatsreligion.

König Bhumibol Adulyadej traf sich mit dem Dalai Lama, dem spirituellen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten. (Quelle) Der Titel des Dalai Lama wurde erstmal 1578 vom mongolischen Fürsten Altan Khan verliehen und kann daher als Adelstitel betrachtet werden (es gab vorher schon zwei Dalai Lamas, die aber erst nach ihrem Tod zu solchen ernannt wurden). Der Urenkel des Fürsten, Yönten Gyatsho, wurde zudem der vierte Dalai Lama. Altan Khan kam aus der mongolischen Herrscherdynastie der Nördlichen Yuan. Diese stammten von Dschingis Khan (circa 1158-1227) ab, der als der reichste und mächtigste Herrscher seiner Zeit galt. Er gründete das Mongolische Reich, das zweitgrösste Reich in der Weltgeschichte. Nur das britische Kolonialreich war grösser. Der Überlieferung nach ging aus der Familie Dschingis Khans die heutige russische Adelsfamilie Giray und die persische Herrscherdynastie der Kadscharen sowie die Familie der indischen Grossmoguln hervor.

Anmerkung: Der Religionsgründer Buddha (eigentlicher Name Siddhartha Gautama), der Mitte des Ersten Jahrtausends vor Christus lebte, kam aus einer indischen Aristokratenfamilie. Der Überlieferung nach stammte er aus der Sonnendynastie. Die Dynastie wurde vom mythologischen König Ikshvaku gegründet. Dieser war ein Enkel des hinduistischen Sonnengottes Surya/Vivasvat (die alten indischen Königsfamilien sind Nachkommen von Gottheiten). Der Sonnengott war wiederum ein Urenkel von Brahma, einer der Hauptgötter im Hinduismus. Mehrere der heutigen nicht amtierenden Herrscherfamilien in Indien führen ihre Abstammung zur Sonnendynastie zurück, darunter die Rathore Dynastie und die Sisodia Dynastie (unterhalten beide Kontakte zum europäischen Hochadel). Alle grossen Religionen sind auf Königsfamilien zurückzuführen:

  • Aristokraten aus Japan, darunter die japanische Kaiserfamilie, behaupten von Göttern aus dem Shintoismus abzustammen. Der Shintoismus ist zusammen mit dem Buddhismus die wichtigste Religion in Japan und wird von der Kaiserfamilie geführt.
  • In China und weiteren ostasiatischen Ländern war der Konfuzianismus lange Zeit die wichtigste Religion. Der Begründer Konfuzius, der im 5. und 6. Jahrhundert vor Christus lebte, stammte der Überlieferung nach von der Shang-Dynastie ab, die im zweiten Jahrtausend vor Christus über China herrschte. Der Legende nach stammte die Shang-Dynastie vom chinesischen Kaiser Ku ab, der wiederum vom mythologischen Kaiser Huangdi abstammen soll. Die beiden Kaiser lebten im dritten Jahrtausend vor Christus. Die bis heute bestehende chinesische Aristokratenfamilie Kung, die zur taiwanesischen Elite gehört, stammt von Konfuzius ab und ist noch immer mit dem Konfuzianismus verbunden.
  • Der Islam wurde von Mohammed begründet, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte. Durch Mohammeds Erfolge stiegen seine Nachkommen zu Aristokraten auf. Die heutigen Königsfamilien von Jordanien und Marokko sowie die Aga Khan Familie und weitere muslimische Aristokratenfamilien behaupten von Mohammed abzustammen.
  • Mohammed war der Legende nach ein Nachkomme von Abraham, welcher der Stammvater der Juden war. Zu Abrahams Nachkommen gehörte die jüdische Königsdynastie der Davididen, die im ersten Jahrtausend vor Christus über die heilige Stadt Jerusalem herrschte. Der Legende nach stammen die nicht amtierenden Königsfamilien von Äthiopien und Georgien (mit dem Vatikan verbunden) sowie mehrere Rabbidynastien von den Davididen ab.
  • Nach Angaben der Bibel war Jesus Christus ein Nachkomme der Davididen. Laut Bibel bezeichnete sich Jesus selbst als König und sagte, er sei dazu geboren. Jesus wird in der Bibel als „König aller Könige“ bezeichnet. Der Vatikan ist bis heute eng mit dem katholischen und christlich-orthodoxen Hochadel verbunden. Während der Reformation gründeten einige Hochadelsfamilien protestantische Kirchen, um von Vatikan unabhängig zu werden, darunter die Königsfamilien von Grossbritannien, Dänemark, Norwegen und Schweden, die bis heute ihre Kirchen anführen.
  • Bevor die ersten Päpste im ersten Jahrtausend das Christentum in Rom etablieren konnten, war dort seit mindestens tausend Jahren die Römische Religion die wichtigste Religion gewesen. Die römischen Herrscher in der Zeit vor Christus stammen der Legende nach von Mitgliedern der römisch-griechischen Götterfamilie ab, nach denen unsere Nachbarplaneten und unsere Monate benannt sind. Mehrere italienische Adelsfamilien führten ihre Abstammung zu diesen römischen Herrschern und Gottheiten zurück, darunter die bis heute bestehenden Familien Colonna und Massimo (eng mit dem Vatikan verbunden). Bei der römisch-griechischen Götterfamilie handelt es sich womöglich um eine Aristokratenfamilie. Die griechische Göttin Aphrodite (die Göttin Venus in der Römischen Religion) heiratete Anchises aus der trojanischen Königsfamilie. Ihr gemeinsamer Sohn war Aeneas, der mythologische Stammvater der Römer. Mehrere Adelsfamilien behaupteten von Aeneas abzustammen, darunter die bis heute bestehenden Hochadelsfamilien Habsburg, Colonna, Hohenzollern und Anhalt. Bereits im ersten Jahrtausend vor Christus gab es Königsfamilien, die der Legende nach von der griechischen Götterfamilie abstammten, darunter die Julier (Familie von Julius Cäsar), Ptolemäer (Familie von Kleopatra), Argead (Familie von Alexander dem Grossen) und die Achämeniden (persische Herrscherfamilie).
  • Mehrere afrikanische Aristokratenfamilien sind mit afrikanischen Religionen verbunden.

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Schaeffler Familie

Die Schaeffler Familie aus Deutschland kontrolliert die Schaeffler-Gruppe, ein deutscher Automobil- und Maschinenbauzulieferer. Die Schaeffler-Gruppe gehört zu den 15 grössten Familienunternehmen Deutschlands. Die Schaeffler-Gruppe besitzt derzeit 46 Prozent der Anteile an der Continental AG. Diese ist der weltweit zweitgrösste Automobilzulieferer und versorgt Autokonzerne mit Bauteilen. 2018 besetzte Continental Platz 12 der grössten deutschen Unternehmen auf der Forbes-Liste. Durch eine Abspaltung vom Continental-Konzern entstand Vitesco Technologies, ebenfalls ein grosser Automobilzulieferer. Die Schaeffler Familie besitzt knapp die Hälfte der Stimmrechte an Vitesco Technologies.

2018 wurde das Vermögen der Schaeffler Familie noch auf 35 Milliarden Euro (circa 42 Milliarden US-Dollar) geschätzt und sie war somit eine der reichsten Familien Deutschlands (Quelle). Inzwischen ist das Vermögen stark geschrumpft. 2023 wurde das Vermögen von Georg Schaeffler auf 10,2 Milliarden US-Dollar geschätzt und das Vermögen von Maria-Elisabeth Schaeffler auf 2,6 Milliarden Dollar (Quelle: 1 und 2).

Der wirtschaftliche Aufstieg der Familie ist eng mit der Politik der NS-Regierung verbunden. Nach der Errichtung der antisemitischen NS-Diktatur unter Hitler wurden jüdische Unternehmen arisiert, also enteignet. Wilhelm Schaeffler (1908-1981) konnte so 1940 das deutsche Textilunternehmen Davistan übernehmen, das von einer jüdischen Familie geführt worden war. Das Unternehmen wurde in Wilhelm Schaeffler AG umbenannt und produzierte Textilgüter für die deutsche Wehrmacht. Ab 1943 stieg Schaeffler ins Rüstungsgeschäft ein. Es wurden Zwangsarbeiter beschäftigt. Nach Ende des Krieges 1945 war Wilhelm Schaeffler bis 1951 in Haft, aufgrund seiner Verstrickungen mit dem NS-Regime.

Maria-Elisabeth Schaeffler (*1941) heiratete in die Schaeffler Familie. Ihr Mann starb 1996. 2014 heiratete sie Jürgen Thumann (Quelle). Dieser war Präsident des BDI und somit deutscher Cheflobbyist. Er war im Aufsichtsrat des deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp.

Maria-Elisabeth Schaeffler war in Wien aufgewachsen. Ihr Vater arbeitete dort zunächst als Finanzberater im amerikanischen Hauptquartier der alliierten Besatzern und später als Generaldirektor bei einem grossem österreichischen Versicherungsunternehmen. Maria-Elisabeths Urgrossvater gehörte zu den Mitgründern des tschechischen Automobilherstellers Skoda. (Quelle)

Zu den finanziellen Dienstleistern der Schaeffler-Gruppe gehörten oder gehören noch immer die Banken M.M. Warburg und Metzler (Quelle), die von zwei alten deutschen Bankiersfamilien geführt werden.

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Azcárraga Familie

Der Mexikaner Emilio Azcárraga (1895–1972) gründete mehrere mexikanische Fernsehsender. Seine Nachkommen bauten daraus den Medienkonzern Televisa auf, der derzeit nach Umsatz der grösste lateinamerikanische Medienkonzern ist. Televisa ist im gesamten spanischsprachigen Raum aktiv. Der Konzern besitzt viele Fernsehsender und mehrere Magazine. Zurzeit ist Televisa das zweitgrösste Unternehmen in der Telekommunikationsindustrie Mexikos.

2014 kontrollierte Televisa 70 Prozent des mexikanischen Fernsehens. (Quelle)

Emilio Azcárraga Milmo (1930–1997), auch bekannt unter dem Spitznamen El Tigre, war mit dem US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller und dem spanischen König Juan Carlos befreundet. (Quelle) Emilios Schwester Gina Díez Barroso Azcárraga (*1955) ist derzeit im Vorstand der spanischen Grossbank Santander und die Schwester Laura leitet das Bankgeschäft der Banco Santander in Mexiko. Die Banco Santander ist die grösste spanische Bank und die zweitgrösste Bank in Mexiko. Die derzeit grösste mexikanische Bank ist Bancomer, die zur spanischen Grossbank BBVA gehört. Somit kontrolliert die spanische Finanzelite also die zwei grössten Banken Mexikos. Mexiko war früher eine spanische Kolonie.

Im Jahr 2003 besass der US-Milliardär Bill Gates 7 Prozent des Televisa-Konzerns. (Quelle)

Die Azcárraga Familie gründete und führt die Grupo Posadas, eine mexikanische Hotelkette. Die Rothschild Bank erbrachte Dienstleistungen für die Grupo Posadas. (Quelle)

Derzeit führt Emilio Azcárraga (*1968) den Televisa-Konzern und besitzt die Mehrheit der Stimmrechte am Konzern. Sein Vermögen wird zurzeit auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt und 2015 waren es noch 3,1 Milliarden. Er ist gut vernetzt:

  • Er traf mehrere mexikanische Präsidenten, darunter auch Felipe Calderón, der von 2006 bis 2012 Präsident war. Sie schauten gemeinsam ein Fussballspiel (Quelle).
  • Emilio Azcárraga besuchte 2003 in Mexiko ein Treffen von Geschäftsleuten und Philanthropen aus Lateinamerika. Das Treffen wurde vom mexikanischen Multimilliardär Carlos Slim veranstaltet. Zu den Teilnehmern des Treffens gehörten unter anderem João Roberto Marinho und Joseph Safra aus Brasilien sowie Julio Santo Domingo aus Kolumbien, Gustavo Cisneros aus Venezuela und Alberto Baillères aus Mexiko. (Quelle) Der mexikanische Milliardär Alberto Baillères war Vorstand des Televisa-Konzerns. (Quelle)
  • Emilio Azcárraga kennt den mexikanischen Geschäftsmann Germán Larrea Mota-Velasco, da dieser zum Vorstand von Televisa gehörte. Die beiden hatten später aber anscheinend einen Streit. (Quelle) Mota-Velasco ist einer der reichsten Lateinamerikaner. Er kontrolliert über seine Grupo México die Southern Copper Corporation, einer der grössten Kupferproduzenten der Welt.
  • Emilio Azcárraga kennt die mexikanische Milliardärin María Asunción Aramburuzabala. (Quelle) Sie kontrolliert die Grupo Modelo, ein Bierkonzern.
  • Emilio Azcárraga leitet das Medienunternehmen Univision Communications. Er kontrolliert das Unternehmen gemeinsam mit Eric Zinterhofer, der in die US-amerikanisch Milliardärsfamilie Lauder heiratete.
  • Emilio Azcárraga kennt den US-Amerikaner David Zaslav, der im Vorstand von Televisa ist. Zaslav leitet Warner Bros. Discovery, einer der grössten Medienkonzerne der Welt, der unter dem Einfluss der Milliardärsfamilie Newhouse steht.
  • Emilio Azcárraga leitet derzeit Endeavor in Mexiko, eine gemeinnützige Organisation aus New York, die in Schwellenländern (wie Mexiko) nach fähigen Unternehmern sucht und ihnen dabei hilft, Unternehmen zu gründen und aufzubauen. Endeavor wurde von der US-Amerikanerin Linda Rottenberg gegründet. Emilio Azcárraga wird über Endeavor Edgar Bronfman Jr. kennen, der die Organisation führt und aus der kanadischen Milliardärsfamilie Bronfman kommt. Linda Rottenberg und Edgar Bronfman Jr. sind Mitglied des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt.
  • Emilio Azcárraga ist derzeit im Vorstand von Banamex, die zu den grössten mexikanischen Banken gehört und von der französischen Bankiersfamilie Stern mitgegründet wurde. Er war auch Co-Präsident der mexikanischen Tochterfirma des führenden US-amerikanischen Telekommunikationskonzerns AT&T.
  • Er besuchte das Weltwirtschaftsforum (WEF).
  • Er besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Emilio Azcárraga kennt den mexikanischen Bankier und Milliardär Roberto Hernandez Ramirez, der viele Jahre im Vorstand von Televisa war. Die beiden besuchten 2005 ein Treffen, bei dem auch folgende Personen anwesend waren:

  • Die beiden US-amerikanischen Milliardäre David Rockefeller und George Soros.
  • Die spanische Adlige Inmaculada de Habsburgo. Sie kommt aus dem Haus Habsburg (ehemalige Königsfamilie Österreichs) und ist zudem eine nahe Verwandte der spanischen Königsfamilie.
  • Jesús de Polanco, der mächtigste Medienunternehmer Spaniens.
  • Der ehemalige mexikanische Präsident Ernesto Zedillo.
  • Der venezolanische Milliardär Gustavo Cisneros.

(Quelle)

Emilio Azcárraga ist im internationalen Beirat der IE University, eine führende spanische Privatuniversität. Zum Beirat gehören auch die jordanische Prinzessin Noor bint Asem, Ariane de Rothschild (Frankreich), Christoph Mohn (Deutschland), Georg Habsburg-Lothringen (Österreich), Eduardo Hochschild (Peru), António Amorim (Portugal) und Hubertus von Baumbach (Deutschland). (Stand: 18.4.2023) (Quelle)

Der Gründer des Medienimperiums war Emilio Azcárraga (1895–1972). Laut dem spanischen Wikipedia war seine Frau mit Santiago Vidaurri (1809–1867) verwandt. Vidaurri war Gouverneur der mexikanischen Staaten Nuevo León und Coahuila. Er unterstützte Maximilian I., der von 1864 bis 1867 Kaiser von Mexiko war. Maximilian wurde vom französischen Kaiser Napoleon III. installiert und sollte im Interesse Frankreichs über Mexiko herrschen. Maximilian kam aus der österreichischen Königsfamilie. 1867 wurde er gestürzt und hingerichtet. Seine Verbündeten wurden ebenfalls zum Tode verurteilt, darunter auch Santiago Vidaurri. Daraufhin wurde Benito Juárez Präsident von Mexiko. Juárez war Freimaurer (Quelle). Er gilt als einer der bedeutendsten Staatsmänner in der Geschichte Mexikos.

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Sumitomo Familie

Die Sumitomo Familie ist eine der wichtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite. Sie wurde in den japanischen Adel (Kazoku) aufgenommen und zu Baronen geadelt.

Masatomo Sumitomo (1585-1652) gilt als der Begründer der Familiendynastie. Er war als Unternehmer im Kupferbergbau tätig. Die Familie hatte womöglich aristokratische Vorfahren. Auch in den darauffolgenden zwei Jahrhunderten war die Familie im japanischen Bergbau aktiv.

Japan war das erste asiatische Land, in dem die Industrielle Revolution begann. Daraufhin weitete die Sumitomo Familie ihr Geschäft auf alle möglichen Bereiche aus. Ihr Unternehmen entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem der drei führenden japanischen Grosskonzerne (die anderen beiden waren Mitsubishi und Mitsui).

1932 wurde der japanische Premierminister Inukai Tsuyoshi bei einem Attentat ermordet. Ab da gelangte die japanische Politik immer mehr unter den Einfluss des Militärs, das in den folgenden Jahren einen autoritären Staat aufbaute (mit dem Wohlwollen des japanischen Kaisers Hirohito, der immer noch Staatsoberhaupt war). Die führenden Industriellenfamilien Japans, darunter auch Sumitomo, kooperierten mit der Militärregierung und profitierten auch wirtschaftlich von ihr. Nach dem 2. Weltkrieg war Japan von den Alliierten besetzt. Da die japanischen Industriellenfamilien mit der Militärdiktatur verbunden waren, wurden sie von den Alliierten angeblich entmachtet. Ihre Grosskonzerne, darunter auch der Sumitomo-Konzern, wurden in kleinere Unternehmen zerlegt. Bereits wenige Jahre später schlossen sich die Sumitomo-Unternehmen zu einem sogenannten Keiretsu zusammen. Die Keiretsu sind mächtige Unternehmensgruppen aus Japan.

Ende des 17. Jahrhunderts war die Sumitomo Familie bereits als Geldwechsler aktiv. 1895 gründete sie die Sumitomo Bank. Sie entwickelte sich in den folgenden zwei Jahrzehnten zu einer der grössten Banken Japans. Seit Ende des 2. Weltkrieges ist sie nach offiziellen Angaben unabhängig von der Sumitomo Familie und wurde Teil des Sumitomo-Keiretsu. In der Nachkriegszeit wurde die Bank weltweit aktiv und wuchs zu einer führenden Grossbank heran. 1990 war sie die grösste Bank der Welt (Quelle). 2001 fusionierte sie mit der Sakura Bank, die von der Mitsui Familie aufgebaut wurde und ebenfalls zu den weltweit grössten Banken gehörte. Durch die Fusion entstand die heutige Sumitomo Mitsui Financial Group, die 2020 die zwölftgrösste Bank der Welt war (Quelle).

1925 gründete die Sumitomo Familie die Treuhandbank Sumitomo Trust. 2012 fusionierte sie mit der Mitsui Trust Company, die 1924 von der Mitsui Familie gegründet wurde. Durch die Fusion entstand die heutige Sumitomo Mitsui Trust Holdings, ebenfalls eine der grössten Banken Japans. Die Sumitomo Familie heiratete in die Mitsui Familie (Quelle: 1 und 2).

Das heutige Sumitomo-Imperium

Sumitomo gehört zu den sogenannten Keiretsu, mächtige Unternehmensgruppen aus Japan. Zum Sumitomo-Keiretsu gehören viele verschiedenen Unternehmen. Diese sind unabhängig voneinander. Jedoch trifft sich die Führung aller Sumitomo-Unternehmen regelmässig und arbeitet als Team. Die Sumitomo Bank ist der finanzielle Dienstleister der Sumitomo-Unternehmen. Die wichtigsten Unternehmen des Sumitomo-Keiretsu wären:

  • Wie bereits erwähnt die Grossbank Sumitomo Mitsui Banking Corporation, die gleichzeitig zum Mitsui-Keiretsu gehört.
  • Wie bereits erwähnt die Grossbank Sumitomo Mitsui Trust Holdings, die gleichzeitig zum Mitsui-Keiretsu gehört.
  • Sumitomo Life, einer der weltweit grössten Versicherungskonzerne.
  • Sumitomo Chemical, einer der weltweit grössten Chemiekonzerne. Der Konzern gehört zu den zehn weltweit führenden Unternehmen im Bereich Petrochemie (Herstellung von chemischen Produkten aus Erdgas und Erdöl).
  • Sumitomo Electric Industries, einer der weltweit führenden Hersteller von Kabeln, Drähten und Glasfaserkabeln.
  • NEC Corporation, einer der grössten Elektrokonzerne Japans. NEC entstand aus der 1899 gegründeten Nippon Electric Company. Deren Gründung wurde zur Hälfte vom US-amerikanischen Elektrokonzern Bell (heute AT&T) finanziert.
  • Sumitomo Metal Mining, einer der grössten Bergbaukonzerne Japans. Er war in den letzten Jahren einer der grössten Nickelproduzenten der Welt und ein bedeutender Produzent von Zink. Weitere Bergbauaktivitäten sind die Förderung von Kupfer und Gold.
  • Sumitomo Dainippon Pharma, einer der grössten Pharmakonzerne Japans.
  • Sumitomo Realty & Development, einer der grössten Immobilienkonzerne Japans.
  • Sumitomo Corporation, ein grosser Mischkonzern.
  • Nippon Sheet Glass, einer der weltweit grössten Glashersteller.
  • Sumitomo Rubber Industries, einer der weltweit grössten Hersteller von Fahrzeugreifen.
  • Japan Research Institut, eine Mischung aus Denkfabrik und Beratungsunternehmen. Es ist auch als IT-Dienstleister in der Finanzindustrie aktiv.

(Quelle: 1 und 2)

Das Sumitomo-Keiretsu ist mit dem japanischen Automobilkonzern Mazda verbunden und war früher dessen Hauptaktionär.

Früher gehörte auch der Stahlkonzern Sumitomo Metal Industries zum Keiretsu. Dieser fusionierte 2012 zu Nippon Steel und war in den letzten Jahren der drittgrösste Stahlproduzent der Welt. Sumitomo Metal Industries wurde in den 1970er Jahren von Motoo Sumitomo (*1912) geführt. In den letzten 70 Jahren arbeiteten Mitglieder der Sumitomo Familie weiterhin für Unternehmen des Sumitomo-Keiretsu (Quelle).

Die Sumitomo Familie besitzt einen Familienrat bestehend aus hochrangigen Führungskräften von Sumitomo-Unternehmen und angesehen Professoren, welche die Familie beraten. Das derzeitige Oberhaupt der Sumitomo Familie ist Vorsitzender des Rates. (Quelle: 1 und 2).

Das Oberhaupt der Sumitomo Familie ist derzeit Präsident der Sumitomo Foundation, die von den Sumitomo-Unternehmen finanziert wird. Vorsitzender ist Ryōji Noyori, der 2001 den Nobelpreis für Chemie erhielt. (Quelle: oben links auf „Establishment of the Foundation“ klicken)

Führungskräfte von Sumitomo-Unternehmen sind mit weiteren Japanern in der Trilateralen Kommission vertreten (Quelle). Diese einflussreiche Denkfabrik dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan. Sie wurde 1973 vom US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller gegründet, der bis 2017 ihr Ehrenvorsitzender war. Yoshihiro Hyakutome und Masaki Nakajima, die derzeit US-amerikanische Abteilungen von Sumitomo-Unternehmen leiten, sind zurzeit im Vorstand der Japan Society in New York. Sie könnten daher Justin Rockefeller kennen, der ebenfalls zum Vorstand der Gesellschaft gehört. Die Japan Society besteht seit 1907 und fördert amerikanisch-japanische Beziehungen. Die Gesellschaft wurde von den 50er bis Ende der 70er Jahren von John Rockefeller III. geleitet. Er traf den japanischen Kaiser Hirohito und seinen Nachfolger Kaiser Akihito (Fotos: 1 und 2).

Verwandtschaft

Die Sumitomos heirateten, wie bereits erwähnt, in die Mitsui Familie, eine der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite (Quelle: 1 und 2).

Tomoito Tokudaiji (1865-1926) wurde von der Sumitomo Familie adoptiert und nahm ihren Familiennamen an. Die Familien der japanischen Elite verbinden sich nicht nur mit Heiraten, sondern auch traditionell mit Adoptionen. Tomoito kam aus einer Adelsfamilie und hatte Blut der japanischen Kaiserfamilie in sich, die bis heute die japanischen Monarchen stellt und der Legende nach seit über 2600 Jahren besteht. Tomoito übernahm den Titel des Barons und wurde das 15. Oberhaupt der Sumitomo Familie. Somit haben auch heute einige Familienmitglieder Blut der Kaiserfamilie in sich. (Quelle) Er gründete und führte die Sumitomo Bank. 1897 unternahm er eine Reise nach Europa und USA. Dort besuchte er Kunstgalerien und Museen. Er sei von den reichen Europäern und Amerikanern beeindruckt gewesen, die als Philanthropen an öffentliche Einrichtungen wie Museen spendeten. Als er nach Japan zurückkehrte, wurde er dort als Kunstphilanthrop aktiv. Zudem schickte er führende Mitarbeiter des Sumitomo-Konzerns auf Studienreisen in die westliche Welt.

Masaru Sumitomo (*1920) heiratete eine Enkelin des Industriellen Soichiro Asano. Soichiro beteiligte sich massgeblich am Aufbau von Tokyo Gas (führender Gaskonzern Japans) und Oki Electric Industry (ein Elektrokonzern). Masaru Sumitomos Frau hatte eine Schwester, die in die Mitsui Familie heiratete, und einen Bruder, der in die Yasuda Familie heiratete. (Quelle: 1 und 2) Mitsui und Yasuda sind zwei der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite. Sie bauten mehrere Grossbanken und zahlreiche Grossunternehmen auf. Keizo Yoneyama (*1906) heiratete in die Sumitomo Familie. Sein Vater Umekichi Wada Yoneyama gehörte zur Führungsclique der Mitsui-Unternehmen (Quelle). Hiroko Sumitomo (nach 1930 geboren) heiratete in die Anzai Familie, die in den letzten 70 Jahren zur Führungsclique von Tokyo Gas gehörte (Quelle).

Motoo Sumitomo (*1912) heiratete in die Sakai Familie. Der Sakai Klan gehört schon seit 500 Jahren zur japanischen Aristokratie. Die Sakai Familie heiratete zudem in die Familien Iwasaki und Yasuda. (Quelle: 1, 23) Der Sakai Klan hat somit in drei der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite geheiratet.

Yoshio Sumitomo (*1943) heiratete eine Frau, deren Verwandtschaft zum inneren Kreis der japanischen Adelselite gehört. Yoshios Schwiegervater war Priester des Yasukuni-Schreins. (Quelle) Kuniko Sumitomo (nach 1930 geboren) heiratete den Sohn eines japanischen Markgrafen (Quelle). Atsushi Sumitomo (1909-1993) heiratete die Tochter eines Herzogs (Quelle). Die Herzöge (Kōshaku) stehen in der japanischen Adelshierarchie direkt unter der Kaiserfamilie.

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Peugeot Familie

Die Peugeot Familie aus Frankreich gründete 1810 ein Unternehmen, das ab Ende des 19. Jahrhunderts im Automobilbau aktiv wurde. Daraus entwickelte sich der Automobilkonzern Groupe PSA, eines der grössten französischen Unternehmen.

Das Vermögen der Peugeot Familie wurde im Jahr 2023 auf 5,4 Milliarden Euro geschätzt, also etwa 6 Milliarden US-Dollar.[1]

Zur Groupe PSA gehören neben Peugeot auch die Automobilhersteller Citroën und Opel.

  • Citroën: Der französische Autohersteller wurde 1919 von André Citroën gegründet. André war Freimaurer.[2] Er kam aus einer jüdischen Familie und sein Sohn heiratete in die französisch-jüdische Bankiersfamilie Weill.
  • Opel: Der deutsche Autohersteller wurde 1862 von der Opel Familie gegründet, die in den Adel aufgenommen wurde. Fritz von Opel unterstützte die Machtübernahme Adolf Hitlers.[3] Das heutige Vermögen der Opel Familie wird auf mehr als eine Milliarde US-Dollar geschätzt.[4]

Anfang 2021 fusionierte die Groupe PSA mit dem Automobilkonzern Fiat Chrysler Automobile, der von der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli Familie kontrolliert wurde. Durch die Fusion entstand Stellantis, einer der grössten Autokonzerne der Welt. Die Peugeot Familie besitzt 7,2 Prozent von Stellantis. Die Agnelli Familie ist über ihre Holding Exor Hauptaktionär von Stellantis und besitzt 14,4 Prozent der Anteile. (Stand: April 2021)

Robert Peugeot (*1950) ist derzeit stellvertretender Vorsitzender von Stellantis. Zum Vorstand von Stellantis gehört momentan auch Henri de Castries, der ehemalige Vorsitzende der Bilderberg-Treffen.

Robert Peugeot ist und war noch bei anderen grossen Unternehmen:

  • Er ist derzeit im Vorstand von Faurecia. Der französische Konzern ist einer der grössten Automobilzulieferer der Welt. Die Familien Peugeot und Agnelli sind zurzeit Hauptaktionäre von Faurecia. Das Unternehmen wird seit seiner Gründung 1999 von der Peugeot Familie kontrolliert.
  • Er war im Vorstand des französischen Luxusgüterkonzerns Hermès. Dadurch wird er die Dumas Familie kennen, die den Konzern kontrolliert und derzeit als eine der reichsten Familien der Welt gilt.
  • Er war im Vorstand des französischen Bergbaukonzerns Imerys und wurde dort der Nachfolger von David de Rothschild.[5] Imerys wurde von der Rothschild Familie gegründet. Derzeit wird Imerys von den Milliardärsfamilien Desmarais und Frère kontrolliert, die beide Mitglieder der Rothschild Familie kennen. Die Desmarais Familie unterhält Kontakte zur Peugeot Familie[6].
  • Er gehört derzeit zum Vorstand der Rothschild Bank.
  • Er ist derzeit im Vorstand des französischen Luftfahrt- und Technologiekonzerns Safran. Dieser ist einer der grössten europäischen Rüstungskonzerne.
  • Er ist derzeit im Vorstand der belgischen Investmentgesellschaft Sofina, die an mehreren Grosskonzernen beteiligt ist. Robert Peugeot wird daher Mitglieder der belgischen Milliardärsfamilie Boël kennen, die Sofina kontrolliert. Er wird auch den belgischen Politiker Etienne Davignon kennen, da dieser Ehrendirektor von Sofina ist. Davignon war Vorsitzender der Bilderberg-Konferenz.
  • Er war im Vorstand des Schweizer Mischkonzerns DKSH. Dieser ist eines der grössten Familienunternehmen der Schweiz und wird von der Milliardärsfamilie Keller kontrolliert.

Eric Peugeot war 2011 auf der Hochzeit von Fürst Albert II. von Monaco.[7]

Die Peugeot Familie ist mit der Wendel Familie verwandt, die ebenfalls zur französischen Wirtschaftselite gehört.[8]

Eugène Peugeot (1844–1907) heiratete in die schweizerisch-französische Koechlin Familie, die damals eine bedeutende Industriellenfamilie in Frankreich war.

Quellen:

  1. https://www.challenges.fr/classements/fortune/robert-peugeot-et-sa-famille_26554
  2. http://www.masonrytoday.com/search/index.php?mason=546&search=citroen
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Geheimtreffen_vom_20._Februar_1933
  4. https://www.forbes.com/profile/georg-von-opel/?sh=4b9dd937db55
  5. https://www.lesechos.fr/2002/11/gerard-buffiere-702862
  6. https://web.archive.org/web/20220630035019/https://www.campdenfb.com/article/canadian-family-business-patriarch-paul-desmarais-dies
  7. https://www.alamy.de/stockfoto-eric-peugeot-kommt-zur-hochzeit-von-prinz-albert-ii-von-monaco-und-charlene-wittstock-am-place-du-palais-in-monte-carlo-an-106009882.html
  8. https://www.vanityfair.fr/pouvoir/politique/articles/l-enquete-le-baron-ernest-antoine-seilliere/14119

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Pictet Familie

Die Pictet Familie gilt als die reichste Schweizer Bankiersfamilie. 2024 wurde ihr Vermögen auf 12 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. (Quelle: Reichenliste des Bilanz-Magazins) Das entspricht zurzeit einem Wert von 13,2 Milliarden US-Dollar.

Die Familie kontrolliert die Pictet-Bank, einen der führenden Vermögensverwalter der Schweiz. Die Bank konzentriert sich auf die Vermögensverwaltung von wohlhabenden Kunden. Mehr als die Hälfte aller Kunden besitzt ein Vermögen von mehr als 100 Millionen Franken. Die Handelszeitung nennt sie die erfolgreichste Privatbank der Welt. (Quelle) Die Bank verwaltete Mitte 2024 ein Vermögen im Wert von 694 Milliarden Schweizer Franken (etwa 760 Milliarden US-Dollar).

Die Schweiz gilt als eine der gefragtesten Steueroasen der Welt und belegte 2020 Platz 3 auf dem Schattenfinanzindex. Die Schweizer Banken verwalteten 2019 mehr als 27 Prozent der weltweiten grenzüberschreitenden Vermögenswerte und sind damit weltführend (Quelle). Die Schweizer Banken verwalten inzwischen über 8 Billionen US-Dollar. (Quelle)

Die Pictet-Bank hat ihren Sitz in der Stadt Genf in der Schweiz. Der Vorläufer der Bank bestand bereits seit 1805. Edouard Pictet trat 1841 der Bank bei. Seitdem ist die Pictet Familie mit der Bank verbunden. Die Stadt Genf ist im Finanzwesen bekannt für ihre Privatbankiersfamilien. Dazu gehören schon seit über 150 Jahren die Familien Pictet, Lombard, Odier, Hentsch, Mirabaud und Bordier. Seit den 1960er Jahren hat sich auch die Rothschild Familie dazugesellt.

Der Ehemann von Hélène Gabrielle Pictet (1888-1973) kam mütterlicherseits aus der Genfer Bankiersfamilie Hentsch. (Quelle) Aymon Pictet (1886-1928) heiratete in die Genfer Bankiersfamilie Mirabaud. (Quelle)

Die Pictet Familie lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Sie gehörte zum Bürgertum der Stadt Genf. Sie brachte Politiker, Beamte, Offiziere und Gelehrte hervor. (Quelle)

Guillaume Pictet (1860-1926) war im Bankrat der Schweizerischen Nationalbank (Führung der Schweizer Zentralbank). (Quelle: Seite 5)

Die Pictet-Bank wird von einem kleinen Kreis von Teilhabern kontrolliert. Die Familie Pictet ist in der achten Generation unter den Teilhabern vertreten. Sie kennen Renaud de Planta, den derzeitigen Senior Partner der Bank. Auf Wikipedia steht, dass er aus der schweizerischen Adelsfamilie Planta kommt, wofür ich aber keine Quellen fand. Er arbeitete für die Schweizer Grossbank UBS, die Anfang 2024 ein Vermögen von 5,8 Billionen US-Dollar verwaltete und damit die weltweit grösste Bank nach Vermögensverwaltung ist. Renaud de Planta arbeitete in London für die Bank Warburg Dillon Read, die zur UBS gehörte und aus Banken der Familien Warburg und Dillon entstand. Renaud de Plantas Grossmutter väterlicherseits kam aus den Genfer Bankiersfamilien Lombard und Odier (Quelle). Die beiden Familien sind mit der Schweizer Privatbank Lombard Odier & Co verbunden.

Bis 2021 war Boris Collardi Teilhaber der Pictet-Bank. Er war neun Jahre CEO der Schweizer Bank Julius Bär, ebenfalls ein grosser Vermögensverwalter. Die Bank wurde lange Zeit von der Schweizer Bankiersfamilie Bär kontrolliert.

Laut einer Liste der Webseite isgp-studies.com wurden Angehörige der Familien Pictet, Lombard und Bär sowie Renaud de Planta Mitglied des 1001 Trusts. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung unterstützt den WWF. (Quelle)

Guillaume Pictet (*1950) war von 2010 bis 2024 im Vorstand des Schweizer Luxusgüterkonzerns Richemont, der von der südafrikanischen Milliardärsfamilie Rupert kontrolliert wird.

Marc Pictet (*1973) ist derzeit im Stiftungsrat der Avenir Suisse, eine wirtschaftsliberale Schweizer Denkfabrik.

Ivan Pictet (*1944) war Partner der Pictet-Bank. Er sass im Vorstand des russischen Erdölkonzerns Lukoil und im internationalen Beirat der Blackstone Group. Der US-amerikanische Finanzkonzern ist das grösste Private-Equity-Unternehmen der Welt. Ivan Pictet war zur selben Zeit im internationalen Beirat wie der britische Baron Jacob Rothschild, der schwedische Bankier Jacob Wallenberg und die türkische Geschäftsfrau Suzan Sabanci Dincer. Ivan Pictet war Vorstandsmitglied von PSA International. Das singapurische Unternehmen ist einer der weltweit grössten Hafenterminalbetreiber. Ivan Pictet gehörte zum Führungsgremium des Weltwirtschaftsforums (WEF). (Quelle: 1, 2) Die Pictet-Bank ist Partner des WEF.

Pierre Pictet (1923-2016) heiratete die US-amerikanische Milliardärin Marion Hamilton MacMillan. (Quelle: 1, 2) Die MacMillans sind eine der reichsten Familien der USA und kontrollieren den weltweit grössten Agrarkonzern Cargill.

Anna Lullin (1793-1868) kam mütterlicherseits aus der Pictet Familie. Sie heiratete Jean-Gabriel Eynard. (Quelle) Dieser war Finanzberater von Marie-Louise von Bourbon, die aus der spanischen Königsfamilie kam und Königin von Etrurien war. Er war auch Finanzberater der italienischen Grossherzogin Elisa Baciocchi, die aus der Bonaparte Familie kam (die Familie von Kaiser Napoleon). Jean-Gabriel Eynard war 1841 Mitgründer der griechischen Nationalbank (die Zentralbank von Griechenland). Er war mit dem griechischen Grafen Ioannes Antonios Kapodistrias befreundet. Graf Kapodistrias und sein Bruder waren die ersten beiden Staatsoberhäupter von Griechenland nach dessen Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich im Jahr 1830. Jean-Gabriel Eynard wurde ein Finanzberater des neuen griechischen Staates. (Quelle)

Anmerkung: Graf Kapodistrias war Freimaurer, wie viele der führenden Köpfe der griechischen Unabhängigkeitsbewegung. Ioannis Kapodistrias war bereits 1811 an der Gründung einer Freimaurerloge in Russland beteiligt. 1813 war er in Paris, wo er zusammen mit Freimaurern die „Befreiung Griechenlands“ plante. 1821 begann schliesslich der Unabhängigkeitskrieg der Griechen gegen die fast 400-jährige Fremdherrschaft des Osmanischen Reiches. Die Freimaurer unterstützten die Revolution über ihr Netzwerk und mehrere Freimaurerlogen unterstützten die Revolutionäre finanziell. Die erste griechische Loge sowie die erste griechische Grossloge wurden von den italienischen Freimaurern gegründet. (Quelle)

Die Pictet Familie und ihre Bank sind Mitglied des „Cercle du Grand Théâtre de Genève“, dessen Mitglieder das Opernhaus in der Stadt Genf unterstützen. Zum Opern-Cercle gehören Mitglieder der Schweizer Milliardärsfamilien Hoffmann, Odier und Maus sowie mehrere Banker aus Genf. Hinzu kommen ein französischer Herzog, die Ehefrau des französischen Multimilliardärs Gerard Wertheimer, die Ehefrau des französischen Barons Ernest-Antoine Seillière, Prinz Amyn Aga Khan, ein Markgraf aus der italienischen Adelsfamilie Spinola und eine Gräfin aus der italienischen Adelsfamilie Brandolini d’Adda sowie Eva Lundin (sie ist die Witwe des schwedischen Rohstoffunternehmers Adolf Lundin und ist mit der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg verschwägert). (Stand: 20.8.2022) (Quelle)

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Bonnier Familie

Die schwedische Bonnier Familie besitzt Bonnier AB, der zu den grössten Medienkonzernen Europas gehört. Das Vermögen der Familie wurde 2016 auf 5,9 Milliarden SEK geschätzt, also etwa 700 Millionen US-Dollar (Quelle).

Neben Buchverlagen und Magazinen besitzt die Familie auch mehrere der schwedischen Leitzeitungen. Bis 2019 besassen sie auch einen der meistgesehenen Fernsehsender Schwedens.

Gutkind Hirschel (1778-1862) wurde in eine deutsch-jüdische Familie in Dresden geboren. 1801 zog er nach Dänemark und änderte seinen Namen zu Gerhard Bonnier. In Dänemark eröffnete er eine Buchhandlung. Seine Nachkommen bauten daraus den heutigen Medienkonzern Bonnier AB auf. Dieser befindet sich noch immer vollständig in Familienbesitz. Sie konvertierten zum Christentum.

Mitglieder der Familie und ihre Ehepartner waren und sind in der Führung der Bonnier-Zeitungen und schreiben auch als Journalisten für diese.

Jonas Bonnier (*1963), der den Medienkonzern leitete, besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle).

Åke Bonnier gilt zurzeit als das reichste Familienmitglied. Er ist Bischof der Schwedischen Kirche. Die Schwedische Kirche ist das führende Gotteshaus von Schweden. In Schweden beträgt der Anteil der römisch-katholischen im Volk lediglich 1,7 Prozent. Åke Bonnier kennt die schwedische Königsfamilie und gehört wie viele Bischöfe der Schwedischen Kirche zu den Höflingen der Royals. Er war bei der Taufe von Prinzessin Estelle dabei (Quelle). Er war bei der Heirat der Kronprinzessin Victoria dabei und plante die Hochzeit mit (Quelle). Wie viele Bischöfe protestantischer Kirchen unterhält er diplomatischen Kontakt zum Vatikan. 2008 verlieh ihm der Papst den Gregoriusorden, die vierthöchste Auszeichnung des Vatikans (Quelle).

Peder Bonnier heiratete die Stieftochter von Marcus Wallenberg (Quelle). Die Wallenberg Familie ist die vermutlich mächtigste Familie der schwedischen Wirtschaftselite.

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Johnson Familie (Franklin Templeton)

Der US-Amerikaner Rupert Harris Johnson (1899-1989) gründete 1947 in New York ein Finanzunternehmen. Daraus entwickelte sich der heutige Finanzkonzern Franklin Templeton Investments (auch bekannt als Franklin Resources). Der Konzern ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit 1,4 Billionen US-Dollar. Im Jahr 2007 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Franklin Resources belegte Platz 8 auf der Liste.

Das Unternehmen wird bis heute von der Johnson Familie geführt. Derzeit besitzen sie 40 Prozent des Unternehmens. Im Jahr 2024 wurde das Familienvermögen auf 10,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Jennifer Johnson, eine Enkelin des Unternehmensgründers, ist derzeit Präsident und CEO von Franklin Templeton Investments. Sie sitzt im internationalen Beratungsgremium der Monetary Authority of Singapore (die Zentralbank von Singapur). Sie könnte daher Laurence „Larry“ Fink kennen, der auch im Beratungsgremium ist. (Stand: 10.8.2023) Laurence Fink ist Gründer und Chef des US-amerikanischen Finanzkonzerns BlackRock, der zurzeit der grösste Vermögensverwalter der Welt ist und über 9 Billionen US-Dollar verwaltet.

Ein bemerkenswertes Vorstandsmitglied von Franklin Templeton Investments war Thomas Kean. Er war Gouverneur von New Jersey und Vorsitzender der 9/11-Kommission, die die Hintergründe zu den Anschlägen am 11. September 2001 untersuchte. (Quelle)

Der Milliardär Charles B. Johnson (*1933) ist Anteilseigner der Baseballmannschaft San Francisco Giants. Dadurch kannte er den 2019 verstorbenen Peter Magowan, da dieser geschäftsführender Gesellschafter der San Francisco Giants war. Magowan war CEO der Supermarktkette Safeway, die von seinem Grossvater Charles Merrill mitgegründet wurde. Charles Merrill war zudem Gründer des Finanzkonzerns Merrill Lynch. Dieser steht ebenfalls ganz oben auf der, von der ETH erstellten, Liste der mächtigsten Unternehmen. Merrill Lynch verwaltet derzeit über eine Billion US-Dollar und gehört seit 2009 zur Bank of America, eine der weltweit grössten Banken. Peter Magowans Witwe Deborah ist Anteilseignerin der San Francisco Giants. Deborah Magowan und Charles B. Johnson unterstützten den Wahlkampf von Donald Trump.

Charles B. Johnson war auf dem 85. Geburtstag des Multimillionärs Wilbur Ross. Es waren folgende Leute zu Gast: Donald Trump, Blaine Trump, Luce Churchill sowie die Milliardäre Stephen Schwarzman (Grossspender und langjähriger Bekannter von Trump), Woody Johnson (Freund und Grossspender von Trump) und Robert „Bob“ Kraft (ehemaliger Freund von Trump). (Quelle) Wilbur Ross war in Trumps erster Amtszeit Handelsminister. Er arbeitete 24 Jahre für die britische Rothschild Bank. In seiner Funktion als Rothschild-Banker hatte er in den 90er-Jahren Trump vor einer Privatinsolvenz gerettet. Wilbur Ross war das Oberhaupt einer elitären Geheimgesellschaft, bestehend aus Geschäftsleuten von der Wall Street. (Mehr zu Wilbur Ross)

Charles B. Johnson war oder ist noch immer Mitglied des Bohemian Club. (Quelle) Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Charles B. Johnson und sein Sohn Gregory E. Johnson sind im Aufsichtsgremium der Hoover Institution, eine der einflussreichsten konservativen Denkfabriken. Zum Aufsichtsgremium gehören unter anderem folgende Personen:

  • Allan Hoover: Er ist ein Urenkel des US-Präsidenten Herbert Hoover, der die Hoover Institution gegründet hatte.
  • Rupert Murdoch: Der Milliardär ist einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt.
  • Harold McGraw III: Er kommt aus der Milliardärsfamilie McGraw.
  • David Booth: Der Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von Dimensional Fund Advisors. Der Finanzkonzern verwaltet derzeit über 650 Milliarden US-Dollar.
  • Rebekah und Jennifer Mercer: Die beiden Schwestern sind Töchter des Multimillionärs und Hedgefonds-Managers Robert Mercer. Robert Mercer unterstützte den Wahlkampf von Trump und die rechtspopulistische Nachrichtenseite Breitbart News sowie das Unternehmen Cambridge Analytica, das Dienstleistungen für Donald Trumps Wahlkampf erbrachte. (Mehr dazu)
  • Jerry Yang: Der Milliardär war Mitgründer und CEO von Yahoo.
  • Susan McCaw: Sie war US-Botschafterin in Österreich. Sie war mit dem Milliardär Craig McCaw verheiratet.
  • Jerry Grundhofer: Der Bankmanager baute eine angeschlagene Bank zur heutigen U.S. Bancorp auf, eine der grössten Banken der USA. Er besetzte Vorstandsposten bei der Citigroup, Bank of America und Lehman Brothers, ebenfalls drei der grössten US-Banken. Er leitete die Geschäfte der spanischen Grossbank Santander in den USA.
  • Richard Kovacevich: Er leitete Wells Fargo, eine der grössten Banken der Welt.
  • Henry A. McKinnell: Er leitete Pfizer, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Er war Vorsitzender von Moody’s, eine der drei grössten Ratingagenturen der Welt. Er war im Vorstand der Trilateralen Kommission und Mitglied des Economic Club of New York.
  • William C. Steere, Jr.: Er leitete ebenfalls den Pharmakonzern Pfizer.
  • Shari Glazer: Sie heiratete in die Milliardärsfamilie Glazer.
  • Lawrence Golub: Der Milliardär machte sein Vermögen mit der Vergabe von Krediten.
  • Mark A. Stevens: Der Risikokapitalgeber aus dem Silicon Valley ist Milliardär.

Stand: 22.6.2022

(Quelle)

Der Firmengründer Rupert Harris Johnson war Präsident einer Saint Andrew’s Society. (Quelle) Leider ist nicht bekannt welche, da es viele davon gibt. Saint Andrew’s Societies gibt es in vielen ehemaligen britischen Kolonien (USA, Kanada, Australien und weitere) und werden von schottischen Clans geführt. Sie dienen unter anderem dazu, Kontakte zwischen den schottischen Kolonialfamilien zu fördern. Die Mitglieder haben schottische Wurzeln und viele stammen aus schottischen Clans. Somit wird die Johnson Familie vermutlich mit schottischen Kolonialfamilien verwandt sein.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Getty Familie

Der US-Amerikaner George Getty (1855–1930) stieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Erdölgeschäft ein. Sein Sohn Jean Paul Getty (1892–1976) gründete 1942 den Öl- und Treibstoffkonzern Getty Oil und wurde dadurch zu einem der reichsten Männer der Welt. Mitte der 50er-Jahre galt er als der reichste Amerikaner (Quelle). In den 80er-Jahren verkaufte die Getty Familie ihr Unternehmen an den Ölkonzern Texaco. Dieser gehört seit 2001 zur Chevron Corporation, die zurzeit der zweitgrösste Öl- und Gaskonzern der USA ist. Zu den Vorläufern der Chevron Corporation gehören auch Ölkonzerne der Familien Rockefeller und Mellon.

In den 30er-Jahren hatte Jean Paul Getty geschäftliche und persönliche Kontakte nach Nazideutschland. Nachdem 1939 der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war, verkaufte Getty eine Million Barrel Öl an Nazideutschland. Da eine britische Blockade bestand, wurde das Öl über das von Stalin geführte Russland nach Deutschland geliefert. Die Lieferungen von Öl und Treibstoff wurden fortgesetzt, bis Deutschland im Juni 1941 Russland angriff. (Quelle)

2015 wurde das Vermögen der Getty Familie auf 5,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Jean Paul Getty hatte 1953 den „J. Paul Getty Trust“ gegründet, eine Kunststiftung, die bis heute zu den reichsten Stiftungen der Welt gehört. 2022 verwaltete der Getty Trust 9,2 Milliarden US-Dollar und ist damit die reichste Kunstinstitution der Welt (Quelle).

Jean Paul Getty wurde nach seinem Aufstieg in Grossbritannien sesshaft. Von seinen Nachkommen lebt ein Teil in Grossbritannien und der andere Teil in den USA. Einige leben inzwischen auch in Italien.

Freunde, Familie und Verwandtschaft der Familie Getty

In den 90er-Jahren hatten die Gettys geschäftlichen Kontakt zu den britischen Bankiersfamilien Rothschild und Hambro. (Quelle)

Gavin Newsom, der derzeitige Gouverneur von Kalifornien, ist eng mit den amerikanischen Gettys befreundet und ist der Pate von Nats Getty. (Quelle)

Mark Getty (*1960) gründete 1995 Getty Images, eine der grössten Bildagenturen der Welt, und ist bis heute Vorsitzender des Unternehmens. Er arbeitete für die britische Hambros Bank und für das US-Finanzunternehmen Kidder Peabody. 2016 erhielt er einen britischen Ritterorden. (Quelle) Mark war in Grossbritannien aufgewachsen und lebt teilweise in Italien. Seine Exfrau Domitilla Harding kommt mütterlicherseits aus der italienischen Adelsfamilie Della Rovere (Quelle: 1 und 2). Die Della Rovere Familie brachte im 15. und 16. Jahrhundert zwei Päpste und mehrere Kardinäle hervor. Noch heute gehört sie zu den führenden Adelsfamilien des Vatikans. Ludovico della Rovere war von 1931 bis 1951 Grossmeister des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (Quelle).

Aileen Getty (*1957) heiratete den Sohn des italienischen Fürsten Alessandro Ruspoli. (Quelle: 1 und 2) Die Ruspoli Familie gehört zum päpstlichen Adel. Aileen Getty gründete den Climate Emergency Fund, der Geld an Klima-Aktivisten spendet. Der Climate Emergency Fund ist der grösste Spender der „Letzten Generation“, eine Gruppe von Klima-Aktivisten in Deutschland.

Joseph Getty heiratete 2015 Sabine Ghanem. Sabine kennt das Model Nicky Hilton, die in die Rothschild Familie heiratete. (Quelle) Nickys Schwester ist der Promi Paris Hilton. Die Schwestern kommen aus der US-amerikanischen Multimillionärsfamilie Hilton, welche die gleichnamige Hotelkette gegründet hatte.

Die Trauung von Joseph Getty und Sabine fand in der Basilika Santi XII Apostoli (Church of the Twelve Holy Apostles) in Rom statt. Die Basilika besteht seit dem 6. Jahrhundert und ist die Grabstätte von Papst Clemens XIV. Zudem gab es eine Hochzeitparty im Castello Odescalchi. Das Schloss wird bis heute von der päpstlichen Adelsfamilie Odescalchi bewohnt. Zu den Gästen der Hochzeit gehörten:

  • Daphne Guinness: Ihr Exmann kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Daphne war oder ist noch immer in einer romantischen Beziehung mit dem französischen Publizisten Bernard-Henri Lévy, ein Bekannter der französischen Rothschilds. Daphne kommt aus der Guinness Familie. Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige Kaiserfamilie von Deutschland sowie in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.
  • Elisabeth von Thurn und Taxis: Die Journalistin kommt aus der deutschen Adelsfamilie Thurn und Taxis. Diese gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Familien Deutschlands (Quelle). Heute sind sie Milliardäre. (Quelle: 1 und 2) Elisabeth engagiert sich für den Vatikan und gehört wie weitere Familienmitglieder zum Malteserorden, ein alter Vatikanorden. Sie lernte den Popstar Michael Jackson schon als kleines Kind kennen und war auf seiner Neverland-Ranch. Übrigens wurde 2016 von der Polizei bestätigt, dass Michael Jackson pädophil war (Quelle). Er musste sich schon zu Lebzeiten vor Gericht wegen Kindesmissbrauch verantworten, wurde aber freigesprochen.
  • Bettina Santo Domingo: Sie kommt aus der kolumbianischen Milliardärsfamilie Santo Domingo, die in die Fürstenfamilie von Monaco heiratete (steht dem Vatikan nahe).
  • Pierre Casiraghi: Er kommt mütterlicherseits aus der Fürstenfamilie von Monaco und heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. Die Borromeos waren früher eine bedeutende Bankiersfamilie und brachten mehrere Kardinäle hervor.
  • Bianca Brandolini d’Adda: Sie kommt aus einer italienischen Uradelsfamilie. Die Brandolini d’Adda Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die Milliardärsfamilie Agnelli, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite.
  • Eugenie Niarchos: Sie kommt aus einer griechischen Milliardärsfamilie.

(Quelle: 1 und 2)

Christopher Getty (*1965) heiratete Pia Miller, eine Tochter des britischen Milliardärs Robert Warren Miller. Dieser war Mitgründer der DFS Group, die mit Luxusprodukten handelt. DFS befindet sich inzwischen mehrheitlich im Besitz der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault. Pias Schwester Marie-Chantal heiratete in die griechische Königsfamilie und die andere Schwester Alexandra heiratete Alexander von Fürstenberg, der in den USA lebt. Er kommt aus der deutschen Uradelsfamilie Fürstenberg und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Christopher Gettys Tochter Isabel (*1993) hat ein gutes Verhältnis zu ihren adligen Cousinen (Quelle).

Ariadne Getty (*1962) war Mitgründerin des „Better World Fund“, eine gemeinnützige Organisation der Vereinten Nationen. Zu den Mitgründern gehörten auch die jordanische Königin Rania, Ted Turner (Gründer des US-Senders CNN), Kofi Annan (Generalsekretär der Vereinten Nationen) und Muhammad Yunus (gründete die bangladeschische Mikrofinanzbank Grameen und erhielt 2006 den Friedensnobelpreis). (Quelle)

John Paul Getty Jr. (1932–2003) galt als Grossbritanniens grosszügigster Philanthrop. 1986 wurde er deswegen von der Queen zum Ritter ernannt. Da er aber kein britischer Staatsbürger war, durfte er sich nicht „Sir“ nennen. 1998 erhielt er die britische Staatsbürgerschaft und wurde erneut zum Ritter geschlagen. Die Queen sagte zu ihm: „Jetzt können Sie Ihren Titel verwenden. Ist das nicht schön?“. Getty sagte: „Es bedeutet mir sehr viel. Ich bin stolz, ein Untertan Ihrer Majestät zu sein.“ (Quelle) Er heiratete in dritter Ehe Victoria Holdsworth. Die Britin hatte zuvor einen Sohn von Anthony Brooke geheiratet. (Quelle) Anthonys Onkel Charles Vyner Brooke war der letzte Herrscher des Königreichs Sarawak in Asien. Die britische Brooke Familie hatte ihr Königreich mit der Erlaubnis des bruneiischen Sultans Omar Ali Saifuddin II. gründen dürfen.

Ann Getty (1941–2020) kaufte 1985 zusammen mit dem britischen Verleger George Weidenfeld den US-amerikanischen Verlag Grove Press. (Quelle) Weidenfeld wurde zum Baron geadelt.

Jean Paul Getty (1892–1976), der wie gesagt einer der reichsten Männer der Welt war, kannte den kanadischen Zeitungsunternehmer Roy Thomson persönlich. (Quelle) Roy Thomson lebte wie Getty in Grossbritannien. Die Thomson Familie gilt als die reichste Familie Kanadas und wurde in den britischen Adel aufgenommen. Seit 2008 kontrollieren sie Reuters, eine der wichtigsten Nachrichtenagenturen der Welt.

Jean Paul Getty kannte Max Aitken (Lord Beaverbrook). (Quelle) Der einflussreiche Zeitungsverleger wurde in den britischen Adel aufgenommen.

Jean Paul Getty kannte Prinz Massimo. (Foto) Dieser kam aus der italienischen Uradelsfamilie Massimo, die seit über 1000 Jahren besteht und zur Vatikanelite gehört. Der Legende nach zählen die Päpste Anastasius I. (lebte im 4. Jahrhundert) und Paschalis I. (lebte im 9. Jahrhundert) zu ihren Vorfahren. Die Massimos stammen der Legende nach von der römischen Aristokratenfamilie Fabia ab. Die Fabier gehörten in den 500 Jahren vor Christus zu den führenden Familien Roms und brachten viele Konsuln und Senatoren hervor. Quintus Fabius Maximus Verrucosus (lebte im 3. Jahrhundert vor Christus) war Diktator von Rom. Auch der Papst Fabianus (lebte im 3. Jahrhundert) kam womöglich aus dieser Familie. Einer Legende nach stammten die Fabier vom griechischen Helden Herkules/Herakles ab.

Jean Paul Getty kannte die Gräfin Marianne von Alvensleben aus Deutschland und hatte vermutlich ein romantisches Verhältnis mit ihr. (Quelle) Sie kam aus der deutschen Uradelsfamilie Alvensleben. Bemerkenswerte Familienmitglieder wären der Freimaurer Johann Ernst von Alvensleben (1758–1827) oder der Nazi-Kriegsverbrecher Ludolf-Hermann von Alvensleben (1901–1970) und Friedrich von Alvensleben (circa 1265–1313), der letzte Meister des Templerordens in Alemannien und Slawien.

Jean Paul Getty lebte zeitweise polygam und zu seinen Frauen gehörte Mary Teissier, die Enkelin einer Cousine eines russischen Zaren. Eine weitere Geliebte war Lady Ursula d’Abo. (Quelle) Sie war die Tochter eines britischen Markgrafen und eine Hofdame der britischen Königsfamilie. Nach Aussagen einer Geliebten mochte Jean Paul Getty englische Aristokratinnen besonders. (Quelle)

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Murray Clan

Der schottische Clan Murray ist über 800 Jahre alt und gehörte seit Anbeginn zur Elite Schottlands. Der Stammvater des Clans war Lord Freskin, der im 12. Jahrhundert lebte. Er war ein flämischer (niederländischer) Adliger, der nach Schottland emigrierte. Freskin ist zugleich der Stammvater des Sutherland Clans. Seit der Gründung des britischen Königreiches 1707 gehört der Murray Clan zu den wichtigsten britischen Adelsfamilien. Der Clan brachte viele britische Politiker, Diplomaten, Juristen, Militärs und Bischöfe hervor. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf Verbindungen zur Freimaurerei, zur britischen Kolonialherrschaft und zur Wirtschaftselite.

Freimaurerei

Die Herzöge

Seit dem Jahr 1703 stellt ein Zweig des Clans Herzöge und steht somit in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Der Herzog ist zugleich der Clan-Chef des Murray Clans. In den 1990er Jahren wurde das Vermögen des Herzogs auf über 200 Millionen US-Dollar geschätzt (Quelle).

James Murray (1690-1764), der 2. Herzog von Atholl, war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Er war Freimaurer und Grossmeister der schottischen Freimaurerloge „Lodge of Dunkeld St John No. 14“. Fünf der Grossmeister der Loge waren zugleich Clan-Chef des Murray Clans (Quelle). Herzog James Murray kam mütterlicherseits aus den Clans Hamilton und Douglas. Er heiratete in zweiter Ehe in den Drummond Clan. (Quelle) Die drei Clans brachten hochrangige Freimaurer hervor.

John Murray (1729-1774), der 3. Herzog von Atholl, war ebenfalls Mitglied des Privy Council. Er war Grossmeister der Freimaurergrossloge von Schottland. Die schottische Grossloge besteht seit 1736. Fast alle Grossmeister der Loge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. (Quelle) Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Herzog John Murray war auch Grossmeister der „Antient Grand Lodge of England“ (Quelle). Diese war eine englische Grossloge, die von 1751 bis 1813 bestand. 1813 vereinigte sie sich mit der „Premier Grand Lodge of England“, die seit 1717 existierte und als die älteste Grossloge der Welt gilt. Durch die Vereinigung der beiden Logen entstand die „United Grand Lodge of England“, die bis heute die führende Grossloge Englands ist und vom britischen Hochadel geführt wird (Quelle).

Sein gleichnamiger Sohn John Murray (1755-1830) wurde der 4. Herzog von Atholl. Er war wie sein Vater Mitglied des Privy Council und Grossmeister der schottischen Grossloge und Grossmeister der Antient Grand Lodge of England (Quelle: 1 und 2). Er und sein Vater waren auch Grossmeister der indischen Freimaurer (Quelle: Seite 26). Die Freimaurerei wurde von britischen Kolonialisten nach Indien gebracht. Da er und sein Vater die Antient Grand Lodge führten, wurden deren Tochterlogen als „Atholl-Logen“ bekannt. Deren Mitglieder wurden auch Atholl-Maurer oder Antienten genannt. Die Vereinigung der Atholl-Maurer ist bis heute aktiv und besteht aus 122 Logen, von denen sich der Grossteil in Grossbritannien befindet (Quelle). Herzog John Murray heiratete in zweiter Ehe die Tochter des damaligen Clan-Chefs des Forbes Clans.

George Augustus Murray (1814-1864), der 6. Herzog von Atholl, war über 20 Jahre lang Grossmeister der schottischen Grossloge und hatte somit das Amt aussergewöhnlich lange inne (Quelle). Von 1850 bis 1864 war er Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der schottischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Der Oberste Rat in Schottland besteht aus neun Personen. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat, der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt.

Herzog George Augustus Murray war von 1845 bis 1863 auch Grossmeister des schottischen Templerordens. Mehrere Grossmeister der schottischen Templerritter waren gleichzeitig die Oberhäupter von schottischen Clans. (Quelle: 1 und 2)  Hierbei handelt es sich um den freimaurerischen Templerorden. Es gibt noch weitere Orden, die sich als Templer bezeichnen, aber die Templer in der britischen Freimaurerei sind aus meiner Sicht der interessanteste Templerorden in der heutigen Zeit. Über diesen Orden ist nur wenig bekannt und es ist unklar, ob eine Verbindung zum Templerorden aus dem 12. Jahrhundert besteht. Der Templerorden von damals war unter anderem in Schottland aktiv. (Quelle) Er gilt als möglicher Vorläufer der Freimaurerei.

Anmerkung: Der heutige Templerorden nimmt nur christliche Master Masons und Royal Arch Masons auf (Quelle). Das bedeutet, dass man den 4. Grad im York Ritus und den 3. Grad im schottischen Ritus erreicht haben muss. Wer diese Grade erreicht, kann dem Templerorden beitreten. Wenn man noch Mark Master Mason wird, hat man Anspruch auf eine Mitgliedschaft „Order of Royal and Select Masters“ (Orden der königlichen und auserwählten Meister), auch bekannt als kryptische Freimaurer. Die Mitgliedschaft bei den britischen Tempelrittern ermöglicht einem Beitritte in noch weitere Orden. Die obersten beiden Orden in der Hierarchie sind die „Knights Beneficent of the Holy City“ und der „Order of Holy Wisdom“ (Quelle). Hier sollte noch erwähnt werden, dass der Grossteil der Freimaurer keine Hochgrad-Maurer sind. Genaue Zahlen gibt es z. B. in der Schweiz. Von den schweizerischen Freimaurern, die den schottischen Ritus praktizieren, befinden sich derzeit 3500 Mitglieder auf dem 1. bis 3. Grad, während derzeit nur 900 Mitglieder den 4. Grad erreichten (Quelle). In der Schweiz darf der Kreis aus Freimaurern, die den 33. Grad (der höchste Grad) erreichen, aus maximal 99 Personen bestehen. Der Oberste Rat der schweizerischen Freimaurer darf aus maximal 33 Personen bestehen (Quelle).

Herzog George Augustus Murray leitete von 1847 bis 1850 das „Supreme Grand Royal Arch Chapter of Scotland“ (Quelle). Die ist sowas, wie die Grossloge der schottischen Royal Arch-Freimaurer. Dieser Zweig der Freimaurerei bildete sich vermutlich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Irland. Die irischen Royal Arch-Freimaurer hatte anfangs ein schlechtes Verhältnis zu den englischen Freimaurern, dafür aber ein gutes zu den Antienten-Freimaurern. Die Antienten wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von den Murray-Herzögen geführt (siehe oben).

Herzog George Augustus Murray heiratete in die Familie Home-Drummond, die aus den Clans Home und Drummond hervorging.

John Stewart-Murray (1871-1942), der 8. Herzog von Atholl, war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Er war Mitglied des Privy Council und Militärführer im Zweiten Burenkrieg. Er war „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte der königlichen Haushalte. Er heiratete in den Ramsay Clan. 1921 wurde er vom japanischen Kaiser Hirohito besucht. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans (Quelle). Mehrere davon waren Freimaurer. John Murray (1660-1724), der erste Herzog von Atholl, hatte das Amt ebenfalls inne.

Die Grafen

Seit 1686 stellt der Murray Clan die Grafen von Dunmore. Von den zwölf Grafen der Adelslinie waren zehn Freimaurer (Quelle: Seite 12).

Graf Alexander Murray (1804-1845) war Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Eine seiner Töchter heiratete den Clan-Chef des Elphinstone Clans, eine andere heiratete einen Grafen aus dem Carnegie Clan.

Malcolm Murray (*1946), der 12. und derzeitige Graf von Dunmore, lebt auf der Insel Tasmanien (ist grösser als die Schweiz, gehört zu Australien und war früher eine britische Kolonie). Er nahm 2002 an der Feier zum Goldenen Jubiläum der britischen Queen Elisabeth II. teil und sass direkt hinter ihr. Er war Grossmeister der „Lodge Amalthea“ in Melbourne (Australien) und Grossmeister der „Devonport Masonic Lodge“ in Tasmanien. Ein Verwandter, Keith Murray, war stellvertretender Grossmeister der Grossloge des australischen Bundesstaates Victoria. (Quelle: Seite 12) Keith Murray wurde 2018 Grossmeister der Freimaurer in Victoria (Quelle). Er ist auch Mitglied einer Loge in Schottland, wo er aufgewachsen ist, und ist Mitglied einer australischen Loge, die nach den Grafen von Dunmore benannt wurde (Quelle).

Augusta Murray (1761-1830), die Tochter eines Grafen, heiratete den britischen Prinzen Augustus Frederick aus dem Haus Hannover. Der Prinz war von 1813 bis 1843 Grossmeister der englischen Grossloge (Quelle).

Es gibt noch eine weitere Grafenblutlinie der Murrays, welche die Grafen von Mansfield stellt. William Murray (1806-1898), der 4. Graf von Mansfield, war Freimaurer (Quelle). Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Die Mansfield-Grafen besitzen seit über 400 Jahren den Scone Palace. Zum Gelände des schottischen Schlosses gehört der Moot Hill, ein Hügel, auf dem sich die Scone Abbey befindet. In dieser Abtei wurde vom 9. bis 13. Jahrhundert der Stein von Scone aufbewahrt. Dieser war Teil des schottischen Königsrituals und der Moot Hill war der Krönungsort der schottischen Könige. Der Stein wurde zuletzt 1953 bei der Krönung der heutigen Queen Elisabeth II. verwendet. Der Stein ist eng mit der Geschichte und Tradition der Freimaurer verbunden. Der Legende nach soll der Stein vor langer Zeit von einer ägyptischen Pharaonenprinzessin von Ägypten auf die britische Insel gebracht worden sein. Ihr Sohn war Goídel Glas, der zu den mythologischen Vorfahren der alten irischen Könige gehört. Die alten irischen Könige sind wiederum die mythologischen Vorfahren mehrerer schottischer Clans und irischer Adelsfamilien. Goídel Glas war ein Enkel von Fénius Farsaid, der das hebräische, griechische und lateinische Alphabet sowie das Ogham-Alphabet erfunden haben soll. Legenden zufolge stammte der Stein von Scone ursprünglich aus Jerusalem und war der Krönungsstein der Davididen, die vom mythologischen König David abstammten. David soll vor 3000 Jahren gelebt haben und er wird in den heiligen Schriften des Christen- und Judentums sowie im Koran erwähnt.

Frühe Freimaurer

Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland.

Graf John Murray (starb 1640) heiratete Elizabeth Schaw, eine Nichte von William Schaw. Dieser spielte eine wichtige Persönlichkeit bei der Entwicklung der Freimaurerei in Schottland. Er kam aus dem Schaw Clan. Er war Architekt des schottischen Königs James VI. und ein Diener der schottischen Königin Anne, die aus der damaligen dänischen Königsfamilie (Haus Oldenburg) kam. König James VI. gilt als der erste König, der Freimaurer war. (Mehr dazu)

Robert Moray (1609-1673) gehörte ebenfalls zu den frühen Freimaurern. Die schottische Moray Familie ging aus der Familie von Lord Freskin hervor, genau wie die Clans Murray und Sutherland. Robert Morays Grossmutter väterlicherseits kam zudem aus dem Murray Clan. Zur Verwandtschaft gehörten noch weitere Clans. Robert Moray gilt als der erste belegte Freimaurer, der auf englischem Boden in die Freimaurerei aufgenommen wurde (die vorherigen belegten Freimaurer wurden alle in Schottland initiiert). Er war auch Rosenkreuzer und war Mauermeister der Mary’s Chapel Loge in Schottland, die seit spätestens 1599 existiert und somit als die zweitälteste Freimaurerloge der Welt gilt. Robert Moray war Soldat, Staatsmann, Richter, Diplomat und Universalgelehrter. Er gehörte 1660 zu den Gründungsmitgliedern der Royal Society. Die Gelehrtengesellschaft gilt bis heute als eine der angesehensten wissenschaftlichen Gesellschaften der Welt. Der Historiker Gilbert Burnett (aus dem Burnett Clan), der ebenfalls im 17. Jahrhundert lebte, bezeichnete Moray als den „klügsten und wertvollsten Menschen seiner Zeit“. (Quelle) Robert Moray hatte Kontakt zur schottischen Königsfamilie Stuart, die damals auch über England und Irland herrschte und aus dem Stewart Clan kam. Robert Moray heiratete in den Lindsay Clan.

John Murray (1715-1777), der 7. Baron von Stanhope, wurde 1737 Mitglied einer Freimaurerloge in Rom (Quelle: Seite 314). Die erste dokumentierte Loge Italiens wurde 1731 von britischen Adligen gegründet (Quelle: 1 und 2). Somit gehörte John Murray zu den frühen italienischen Freimaurern. Bereits sieben Jahre nach der ersten Logengründung in Italien begann ein lang andauernder Konflikt zwischen der Freimaurerei und dem Vatikan. John Murray war Mitglied der schottischen Freimaurerloge „Canongate Kilwinning Lodge, No 2.“ (Quelle). Die Loge wurde 1677 gegründet und gehört damit zu den ältesten Freimaurerlogen der Welt (Quelle).

Weitere bemerkenswerte

Mitglieder des Murray Clans

Graf David Murray (1727-1796) war Präsident des Privy Council. Der Privy Council ist der Geheimrat der britischen Königsfamilie.

Vizegraf Montolieu Murray (1840-1927) hatte eine Enkelin, Caroline Magdalen Harvey (1899-1971), die Ernest Oppenheimer heiratete (Quelle). Der Deutsche wanderte nach Südafrika aus und wurde dort in der Bergbauindustrie aktiv. Seine Nachkommen sind Milliardäre und haben über Caroline Blut des Murray Clans in sich. Die Oppenheimer Familie ist mit dem grössten Diamantkonzern De Beers und dem grössten Platinproduzent Anglo American verbunden. Ernest und sein Sohn Harry Oppenheimer waren Mitglied bei den südafrikanischen Freimaurern (Quelle). Die Freimaurerei wurde von britischen und niederländischen Kolonialisten nach Südafrika gebracht.

Mildred Murray (1878-1969), die Tochter eines Grafen, heiratete in die irische Uradelsfamilie FitzGerald. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus der jüdischen Bankiersfamilie Bischoffsheim. (Quelle)

Evelyn Murray (1867-1963) war die Tochter eines Murray-Grafen. Ihre Tochter Pamela heiratete in die Hambro Familie (Quelle). Die Hambros waren im 20. Jahrhundert eine der führenden britischen Bankiersfamilien.

Athole Murray (1881-1962) heiratete eine Schwester von Frank Cyril Tiarks (Quelle). Dieser war Partner der Schroders Bank und Direktor der Bank of England (britische Zentralbank). Frank Cyril Tiarks gehörte zur Führung der Anglo-Persian Oil Company (heutiger Ölkonzern BP) und war Mitglied der Anglo-German Fellowship, ein britisch-deutsches Elitennetzwerk, das in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg aktiv war.

Die Ehefrau von Anthony Murray (1914-1993) kam mütterlicherseits aus den quäkerischen Bankiersfamilien Hoare, Barclay und Gurney (Quelle).

Der britische Politiker Baron Alexander Murray (1870-1920) war Mitglied des Privy Council. Er war eine der Hauptfiguren im Marconi Skandal (Quelle). Er war Partner des Verlags „S. Pearson & Son“, der heute zu den weltweit grössten Buchverlagen gehört. Der Verlag versorgt Schulen und Universitäten im angloamerikanischen Raum mit Lehrbüchern und hat somit Einfluss auf die dortige Bildung. Der Verlag wurde von der geadelten Unternehmerfamilie Pearson gegründet. Der Clan-Chef Iain Murray (1931-1996) kam mütterlicherseits aus der Pearson Familie.

James Murray (1721-1794) war Gouverneur der britischen Kolonie Quebec in Kanada und Gouverneur der Mittelmeerinsel Menorca, die damals ebenfalls eine britische Kolonie war.

Herbert Harley Murray (1829-1904) war Gouverneur der britischen Kolonie Neufundland. Noch weitere Mitglieder des Murray Clans waren als Kolonialbeamte tätig.

Charles Murray (1806-1895), der Sohn eines Grafen, war britischer Botschafter bei den Königen von Portugal, Iran und Sachsen. Er war auch Botschafter in der Schweiz.

Ralph Murray (1908-1983) war britischer Botschafter in Griechenland und wurde zum Ritter geschlagen. Er war Gouverneur der BBC, einer der wichtigsten Fernsehsender der Welt. Ralph Murray gehörte zur Führung des Information Research Department, eine geheime Propagandaabteilung des britischen Aussenministeriums im Kalten Krieg. Ralph Murray heiratete in die österreichische Uradelsfamilie Kuenburg. (Quelle: 1 und 2)

Baron Joseph Murray (1718-1802) war ein hochrangiger Militär im Dienste der österreichischen Königsfamilie, von der er schliesslich zum Grafen geadelt wurde. Seine Tochter Cristina heiratete einen Grafen aus dem Ogilvy Clan. Der Murray Clan heiratete in viele weitere schottische Clans.

Murray Clan in den USA

Graf John Murray (1730-1809) war Gouverneur der britischen Kolonien New York, Virginia und Bahamas. Er war Präsident der „Saint Andrew’s Society of the State of New York“. Diese wurde 1756 gegründet und besteht bis heute. Sie ist somit die älteste Wohltätigkeitsorganisation von New York. Die Gesellschaft ist seit ihrer Gründung mit schottischen Clans verbunden. St. Andrew’s Societies gibt es in vielen ehemaligen britischen Kolonien und werden von schottischen Kolonialfamilien geführt. Sie dienen unter anderem dazu, Kontakte zwischen den schottischen Kolonialfamilien zu fördern.

Der Schotte James Murray (1713-1781) emigrierte 1735 in die britische Kolonie North Carolina in den heutigen USA. Zu seiner Verwandtschaft gehörten viele Clans. In der Kolonie war er als Kaufmann, Pflanzer und Regierungsbeamter tätig. 1775 begann der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. James Murray war Loyalist, blieb also der britischen Krone treu. Dennoch gehörte seine Verwandtschaft zur Elite der darauf gegründeten USA:

  • Seine Tochter Dorothy Murray heiratete den Schotten John Forbes aus dem Forbes Clan. Ihre gemeinsamen Nachkommen gehörten zur US-Elite. Sie beteiligten sich am Aufbau der Eisenbahn in den USA, brachten das Telefon auf den Markt und gehörten zu den grössten Opiumhändlern der Welt. Auch der bekannte US-Politiker John Kerry gehört mütterlicherseits zu ihren Nachkommen. Mehr dazu im Beitrag zum Forbes Clan.
  • Seine Tochter Elizabeth Murray heiratete Edward Robbins, welcher der sechste Vizegouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts war.
  • Seine Schwester Barbara Murray heiratete den Kaufmann Thomas Clark Senior. Ihr gleichnamiger Sohn Thomas Clark war Offizier im Unabhängigkeitskrieg auf der Seite der Revolutionäre. Thomas Schwester Ann heiratete William Hooper. Dieser gehörte zu den Unterzeichnern der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten und ist somit einer der Gründerväter der USA.

Es gibt noch eine weitere bemerkenswerte Murray Familie aus den USA, die nach eigenen Angaben ebenfalls vom Murray Clan abstammt (Quelle). Das Familienmitglied James Boyles Murray (1789-1866) gehörte zur New Yorker Elite. Er heiratete eine Tochter des Bankiers Isaac Bronson, der einer reichsten Männer New Yorks war. Bronson war Mitglied der Society of the Cincinnati. James Enkelin Olivia Peyton Murray (1855-1949) heiratete den erfolgreichen Geschäftsmann William Bayard Cutting. Dieser kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Bayard. Zu seinen Vorfahren zählten auch die führenden niederländischen Kolonialfamilien Van Rensselaer, Schuyler und Van Cortlandt sowie die Kolonialfamilie Livingston, die aus dem schottischen Livingstone Clan stammt. Diese Familien gehörten bereits vor der Gründung zur Elite des Landes. Olivia Peyton Murray und William Bayard Cutting gehörten zu den Four Hundred. Die 400 machten Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite aus. Zu den 400 gehörten auch die Familien Astor, Vanderbilt, Winthrop, Van Rensselaer, Livingston und Schuyler. William Bayard Cutting war Mitglied des nicht mehr existenten Jekyll Island Club. Der Eliteclub bestand aus Millionären, wie Rockefeller, Morgan und Vanderbilt. Im Jekyll Island Club wurde 1910 die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant. Olivias und Williams Sohn war der US-Diplomat William Bayard Cutting Junior. Dieser heiratete in London die Tochter des britischen Grafen Hamilton Cuffe, der zum Geheimrat der britischen Königsfamilie gehörte. Die Mutter des Grafen kam aus dem schottischen Campbell Clan.

Der Murray Clan hat viele Verwandte in den USA und pflegt immer noch Kontakte zu diesen (Quelle). Es gab und gibt mehrere US-Politiker mit Familiennamen Murray, bei denen aber unklar ist, ob sie aus dem Clan stammen (z. B. Ed Murray).

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Rotenberg Familie

Die Rotenberg Familie ist eine russisch-jüdische Unternehmerfamilie.[1] Sie gilt derzeit mit einem Vermögen von 5,45 Milliarden US-Dollar als die reichste Familie Russlands.[2]

Der Milliardär Arkady Rotenberg ist ein Jugendfreund des russischen Präsidenten Wladimir Putin.[3][4] Sie machten zusammen Judo und spielten miteinander Eishockey.[5] Arkady Rotenberg ist Mitglied eines Judoklubs, dessen Ehrenpräsident Putin ist. Der Klub wurde vom russischen Milliardären Gennady Timchenko mitgegründet.[3] Timchenko lebt in der Schweiz und sein Hauptgeschäftsfeld ist die russische Gas- und Ölindustrie. Er war schon mit Putin befreundet, bevor dieser Präsident wurde.[6] Timchenko und die Rotenberg Familie sind in den Panama-Papers aufgeführt.[7]

Arkadys Bruder Boris Rotenberg ist ebenfalls Milliardär.[8] Auch Arkadys Sohn Igor Rotenberg gilt als Milliardär.[9]

Arkady Rotenberg nutzte die Barclays Bank in London für Geldwäsche.[10] Die britische Barclays Bank gehört zu den ältesten und grössten Banken der Welt.

Die Rotenberg Familie ist mit dem russischen Erdgaskonzern Gazprom verbunden. Dieser ist zurzeit der grösste Gasproduzent der Welt und befindet sich zur Hälfte im Besitz der russischen Regierung. Russland ist das Land mit den grössten Erdgasreserven und auch eines der Länder mit den grössten Erdölreserven. 2008 gründete die Rotenberg Familie das Unternehmen Stroygazmontazh (SGM Group). Die SGM Group entwickelte sich zum führenden privaten Gas- und Ölpipelinekonzern Russlands. Russland ist neben der USA das Land mit dem weltweit grössten Pipelinesystem. Die SGM Group erhielt Aufträge von Gazprom. Zudem entstand die SGM Group aus Teilen von Gazprom, welche die Rotenberg Familie dem Konzern abgekauft hatte. 2019 verkaufte die Rotenberg Familie die SGM Group an ein Unternehmen, das von Gazprom kontrolliert wird.

Die Rotenberg Familie besitzt den Baukonzern Mostotrest, der sich auf den Bau von Strassen, Schienen, Brücken und Autobahnen konzentriert. 2001 gründete die Familie die SMP-Bank und ist bis heute Miteigentümer.

Quellen:

  1. https://www.timesofisrael.com/even-as-russian-jews-emigrate-a-ritzy-jcc-opens-near-moscow/
  2. https://www.rbth.com/business/332680-russias-list-richest-families
  3. https://www.nzz.ch/folio/gezahmter-oligarch-ld.1621980?reduced=true
  4. https://www.stern.de/politik/deutschland/putin-freund-rotenberg-machte-trotz-sanktionen-millionendeal-in-berlin-9528258.html
  5. https://www.forbes.com/profile/arkady-rotenberg/?sh=b1be1272baa1
  6. https://www.theguardian.com/world/2009/jul/30/russian-billionaire-timchenko-libel-economist
  7. https://panamapapers.sueddeutsche.de/articles/56fe71aaa1bb8d3c3495ac71/
  8. https://www.forbes.com/profile/boris-rotenberg/?sh=a719e81126a1
  9. https://www.forbes.com/profile/igor-rotenberg/?sh=14cd8d5d1ef8
  10. https://www.bbc.com/news/uk-54225577

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Russische Milliardäre und ihre Auslandskontakte

Russland hat erst seit 30 Jahren eine Privatwirtschaft, davor herrschte 70 Jahre Kommunismus. Somit kamen die heutigen russischen Milliardäre erst nach 1990 zu Reichtum und wirtschaftlichem Einfluss. Die allermeisten sind erst seit der Jahrtausendwende Milliardäre. Bei den russischen Oligarchen handelt es sich also um ein noch sehr junges Elitennetzwerk.

Russland ist das Land mit den grössten bekannten Reserven an Bodenschätzen. Viele der russischen Milliardäre haben ihnen ihren Reichtum zu verdanken.

Russland ist das Land:

  • mit den grössten Gasreserven
  • mit den grössten Kohlereserven
  • mit den sechstgrössten Ölreserven
  • mit den drittgrössten Eisenerzreserven (zur Herstellung von Stahl benötigt man Eisenerz, das somit systemrelevant ist)
  • mit den zweitgrössten Goldreserven (damit sind die Goldreserven aus der Natur gemeint und nicht die Goldreserven der Zentralbank)
  • mit den grössten Diamantreserven (geschätzt 52% der weltweiten Reserven)
  • mit den grössten Kalisalzreserven (wird zur Massenherstellung von Dünger verwendet. Russland gehört zu den grössten Düngerproduzenten der Welt)
  • mit den zweitgrössten Platinreserven (wird sehr vielfältig verwendet)
  • mit den drittgrössten Uranreserven (wird in Kernkraftwerken und bei der Herstellung von Atomwaffen verwendet)
  • mit den drittgrössten Nickelreserven (wird zum grössten Teil zur Stahlveredelung verwendet)
  • mit den drittgrössten Bleireserven (wird heute vor allem in der Herstellung von Akkus, Batterien und Munition verwendet)
  • mit den viertgrössten Kupferreserven (kommt in fast allen Stromkabeln und Elektrogeräten vor)
  • mit den viertgrössten Silberreserven (die Nachfrage wird durch den Einsatz in Zukunftstechnologien steigen)
  • mit den viertgrössten Reserven an seltenen Erden (werden immer wichtiger)
  • mit den fünfgrössten Kobalt Reserven (wichtigstes Anwendungsfeld ist die Batterien- und Akkuherstellung)
  • Russland ist der drittgrösste Produzent von Aluminium (wird aus Bauxit hergestellt, von dem Russland die zehntgrössten Reserven besitzt)
  • Russland ist der grösste Palladiumproduzent (das seltene Edelmetall wird meist aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen, wovon Russland grosse Reserven besitzt)

(Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum 2018 bis 2020 und nur auf die bisher bekannten Reserven)

Mehrere russische Milliardäre sind mit der westlichen Elite verbunden, vor allem mit der britischen Elite. Manche leben ganz oder zeitweise in Grossbritannien und fühlen sich vor allem in London wohl. Zudem haben mehrere Kontakte nach Israel, da 2014 fast ein Viertel der 200 reichsten Russen jüdischer Abstammung war (Quelle). Präsident Putin ist, was das angeht, tolerant und hat kein Problem damit (Quelle). In diesem Beitrag wird erwähnt, wenn eine Person jüdisch ist. Ich selbst glaube nicht, dass die jüdische Elite die Welt beherrscht oder eine Alleinherrschaft anstrebt, sondern dass sie eine von mehreren Machtcliquen ist, die auch eng mit anderen Cliquen zusammenarbeitet (z. B. mit dem britischen Adel und dem Rockefeller-Bekanntenkreis).

Dieser Beitrag konzentriert sich eher auf die Auslandskontakte als auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der russischen Milliardäre. Im englischen und russischen Wikipedia findet man genügend Infos zu ihren Beteiligungen und Unternehmen. Hier hab ich die wichtigsten russischen Milliardäre (und ehemalige Milliardäre) in Bezug auf ihre Auslandskontakte aufgelistet. Zudem kennen sich viele der hier aufgelisteten gegenseitig.

Anmerkung: Dieser Beitrag wurde noch vor dem Angriffskrieg auf die Ukraine verfasst. Daher sind mehrere Angaben in diesem Beitrag nicht mehr aktuell. Der Beitrag wird nach dem Krieg aktualisiert werden.

Oleg Deripaska

Derzeitiges Vermögen: 4,6 Milliarden USD

Ehemaliges Vermögen: 28 Milliarden USD im Jahr 2008

Hauptgeschäftsfeld: Aluminium- und Wasserkraftindustrie

Oleg Deripaska gründete Rusal, einer der weltweit grössten Aluminiumproduzenten und eines der grössten russischen Unternehmen. Deripaska ist mit dem Briten Nathaniel Rothschild befreundet (Quelle). Die Rothschild Bank erbrachte Dienstleistungen für Deripaska (Quelle). Deripaska kommt aus einer jüdischen Familie und hatte Kontakte nach Israel (Quelle).

Weitere Kontakte zur westlichen Elite:

  • Der US-amerikanische Lobbyist und Politikberater Paul Manafort gehört zu den Verbündeten in den USA (Quelle). Er war Wahlkampfmanager von Donald Trump.
  • Der britische Politiker Baron Greg Barker gehört zu den britischen Verbündeten (Quelle).
  • Die britischen Politiker George Osborne (jüdische Grossmutter und jüdische Schwäger) und Peter Mandelson (jüdisch) besuchten eine Privatparty auf Deripaskas Yacht, die von Nathaniel Rothschild mit organisiert wurde (Quelle). Peter Mandelson war von 2009 bis 2010 Präsident des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Peter Mandelson wurde zum Baron geadelt. Peter Mandelson, Nathaniel Rothschild und Oleg Deripaska waren zusammen in einer sibirischen Sauna. Auf ihrer Reise wurden sie auch vom kanadisch-jüdischen Geschäftsmann Peter Munk begleitet. (Quelle) Dieser gründete den kanadischen Bergbaukonzern Barrick Gold, der zu den grössten Goldproduzenten der Welt gehört. Nathaniel Rothschild war im Vorstand von Barrick Gold (Quelle). Zu Peter Munks Freunden gehörten übrigens auch der britische Prinz Charles, der kanadische Premierminister Brian Mulroney, der arabische Waffenhändler Adnan Khashoggi sowie der französische Multimilliardär Bernard Arnault (Quelle).

Deripaska war mit der Tochter von Valentin Umashev verheiratet, dem ehemaligen Stabschef und derzeitigen Schwiegersohn des ehemaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin (Putins Vorgänger). (Quelle: runterscrollen zu „wusstest du schon“)

Deripaskas Verhältnis zu Putin wird in Medienberichten von schlecht, neutral bis gut eingeschätzt (es scheint also niemand genau zu wissen). Im Zeitraum 2006 soll er zu den drei Oligarchen gehört haben, an die sich Putin regelmässig wendete (Quelle). Über Google findet man mehrere Fotos, auf denen sie gemeinsam abgebildet sind.

Roman Abramovich

Derzeitiges Vermögen: 15,2 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Stahl-, Eisenerz-, Nickel- und Palladiumindustrie

Ehemaliges Geschäftsfeld: Öl- und Aluminiumindustrie

Roman Abramovich/Abramowitsch hat zusammen mit Oleg Deripaska den russischen Aluminiumkonzern Rusal aufgebaut. Genau wie Deripaska liess er sich von dem Briten Nathaniel Rothschild in Finanzangelegenheiten beraten (Quelle)

Er war von 2000 bis 2008 Gouverneur der russischen Region Tschukotka. Er hat ein gutes Verhältnis zu Putin (Quelle). Er hatte schon ein gutes Verhältnis zu Präsident Jelzin (Putins Vorgänger) (Quelle).

Er kommt aus einer litauisch-jüdischen Familie und wuchs in Russland auf (Quelle). Seit der Jahrtausendwende lebt er zeitweise in London. Er ist seit 2003 am britischen Fussballclub Chelsea beteiligt. Inzwischen lebt er auch noch zeitweise in Israel. Er besitzt neben der russischen auch die israelische und zyprische Staatsbürgerschaft.

Er ist derzeit Hauptaktionär von Evraz, der 2019 der drittgrösste Stahlproduzent Europas war und über viel eigenes Eisenerz verfügt. Das russische Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London.

Im Jahr 2000 kaufte er das Aluminiumgeschäft der Trans-World Group, die damals grosse Teile der russischen Aluminiumindustrie kontrollierte. Die Trans-World Group wurde von den indisch-britisch-jüdischen Reuben Brüdern gegründet. Die Reuben Brüder sind Milliardäre und womöglich mit der Sassoon Familie verwandt (Bekannte der Rothschilds).

Er war mit Dasha Zhukova verheiratet. Zhukovas derzeitiger Ehemann kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Zum Freundeskreis von Dasha Zhukova und Niarchos gehören Mitglieder der Familien Trump, Agnelli, Brandolini d’Adda, Borromeo, Hannover, Thurn und Taxis, Santo Domingo sowie Mitglieder der Königsfamilien von Grossbritannien, Griechenland, und Monaco.

Lev Leviev

Derzeitiges Vermögen: Unbekannt

Ehemaliges Vermögen: 4,5 Milliarden USD im Jahr 2008

Hauptgeschäftsfeld: Diamantindustrie

Lev Leviev wurde in eine usbekisch-jüdische Familie geboren und wanderte in den 70er Jahren nach Israel aus. Nach der Öffnung des russischen Marktes in den 90er Jahren lebte er teilweise in Russland und machte dort ein Vermögen in der Diamantindustrie. Geschätzt 52% der weltweiten Diamantenreserven liegen in Russland. Seit 2007 lebt er auch noch in London.

Leviev ist mit Putin befreundet und ist mit Jared Kushner verbunden, der Schwiegersohn von Trump (Quelle). Leviev kennt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (Quelle).

Leviev traf Nathaniel Rothschild mindestens einmal persönlich (Foto). Somit kennt Nathaniel Rothschild mindestens drei russische Milliardäre, die Putin nahestehen.

Leviev ist auch in der Diamantindustrie Angolas aktiv und liess in der Vergangenheit angolanische Diamantminen von ehemaligen israelischen Geheimdienstagenten bewachen (Quelle). Er traf sich mit dem langjährigen angolanischen Präsidenten José Eduardo dos Santos (Quelle). Die dos Santos Familie sind Milliardäre und gehört somit zu den reichsten afrikanischen Familien. Man wirft ihnen vor, dass ihr Reichtum auf Korruption beruht.

Mikhail Khodorkovsky

Ehemaliges Vermögen: 5 Milliarden USD im Jahr 2004

Ehemaliges Geschäftsfeld: Ölindustrie

Mikhail Khodorkovsky kontrollierte den nicht mehr existenten Ölkonzern Yukos, der zu den grössten Ölproduzenten Russlands gehörte. Nach der Jahrtausendwende galt Khodorkovsky als der reichste Russe. Er geriet mit der russischen Justiz in Konflikt und war seit 2003 im russischen Gefängnis. 2013 wurde er von Putin begnadigt, aber die Beiden sind nach offiziellen Angaben verfeindet (Quelle). Nach seiner Freilassung lebte er in der Schweiz. Seit 2016 lebt er in London. Seit 2015 ermittelt die russische Justiz erneut gegen ihn, nun wegen Mordes am ehemaligen Bürgermeister Vladimir Petukhov.

Nachdem Khodorkovsky 2003 ins Gefängnis kam, übernahm der britische Baron Jacob Rothschild höchstpersönlich seine Stimmrechte am Ölkonzern Yukos und fungierte als sein Treuhänder (Quelle). Jacob ist der Vater des oben erwähnten Nathaniel Rothschild. Khodorkovsky ist Jude (Quelle).

Alexei Mordashov

Derzeitiges Vermögen: 33 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Eisenerz- und Stahlindustrie

Alexei Mordashov besuchte 2011 das Bilderbergtreffen, ein Forum der westlichen Elite (Quelle). Soviel ich weiss, war er bisher der einzige russische Milliardär, der das Treffen besuchte.

Er studierte an der britischen Northumbria University (Quelle: runterscrollen zu Bildung). Mordashov war auch in der US-amerikanischen Stahlindustrie aktiv und erhielt 2011 ein Darlehen vom US-amerikanischen Energieministerium in Höhe von 730 Millionen USD (Quelle). Eines seiner Unternehmen unterhält ein Joint Venture mit Siemens, der zu den mächtigsten deutschen Grosskonzernen gehört. Er war und ist an mehreren Unternehmen aus der westlichen Welt beteiligt. Sein Verhältnis zu Putin wird als neutral bis gut eingeschätzt.

Alexander Lebedev

Ehemaliges Vermögen: 3,7 Milliarden USD im Jahr 2007

Hauptgeschäftsfeld: Britische Medien

Ehemaliges Geschäftsfeld: Russische Finanzindustrie

Der ehemalige KGB-Agent Alexander Lebedev kontrollierte früher eine der führenden Banken Russlands. 2012 zog er nach London, wo er seither lebt. Er hatte schon zuvor ein gutes Verhältnis zur britischen Elite aufgebaut. 2009 und 2010 erwarb er zwei der grössten britischen Zeitungen (Evening Standard und The Independent), die er und sein Sohn bis heute besitzen. Sein Verhältnis zu Putin gilt als angespannt. Dafür hat er ein gutes Verhältnis zu Michail Gorbatschow, welcher der letzte Präsident der Sowjetunion war. Lebedev war eng mit Boris Jelzin verbunden. Jelzin war von 1991 bis 1999 der erste Präsident Russlands. In meinem Beitrag zur Lebedev Familie wird das Ganze ausführlicher erläutert.

Mikhail Fridman

Derzeitiges Vermögen: 15,5 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Öl-, Gas und Finanzindustrie

Mikhail Fridman kommt aus einer ukrainisch-jüdischen Familie und besitzt die israelische Staatsbürgerschaft. Er lebt hauptsächlich in London. Er war einer von sieben Bankern, die bekanntermassen Jelzins (Putins Vorgänger) Wiederwahl 1996 sicherstellten. Sein Verhältnis zu Putin wird als neutral bis gut eingeschätzt. (Quelle)

Fridman arbeitete jahrelang mit dem Briten John Browne (mütterlicherseits jüdisch) zusammen. Browne führte den britischen Ölkonzern BP und wurde zum Baron geadelt. Fridman und Browne gründeten TNK-BP, der zum grössten Ölproduzenten Russlands wurde. TNK-BP wurde 2013 von Rosneft übernommen, der heute der grösste Ölkonzern Russlands ist. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder ist heute Aufsichtsratsvorsitzender von Rosneft. Schröder war 10 Jahre lang Berater der Rothschild Bank (Quelle). Zudem hat Schröder schon seit 20 Jahren persönlichen Kontakt zu Putin (Quelle). Eines von Fridmans Unternehmen ist an Wintershall Dea beteiligt, dem grössten deutschen Ölkonzern. Deutschland ist übrigens der weltweit grösste Käufer von russischem Erdgas und deutsche Unternehmen setzen zahlreiche Projekte gemeinsam mit der russischen Gazprom-Gruppe (grösster Gaskonzern der Welt) um (Quelle). 2008 hielt auch der deutsche Energiekonzern E.ON knapp 6,5 Prozent der Gazprom-Aktien (Quelle).

Fridman führt das Investmentunternehmen LetterOne mit Sitz in der Steueroase Luxemburg. Die Rothschild Bank beriet das Unternehmen und soll, laut einer Quelle von Reuters, auch Lobbyarbeit für LetterOne betrieben haben. (Quelle)

Über den derzeitigen Vorstand von LetterOne kennt Fridman den britischen Bankier Baron Mervyn Davies und den US-Diplomaten Richard Burt sowie den deutschen Manager Wulf von Schimmelmann aus der deutsch-dänischen Adelsfamilie Schimmelmann (Quelle). Das LetterOne-Team besteht zum Grossteil aus Nichtrussen und kommt aus Westeuropa, USA und Brasilien (Quelle).

2018 besuchte Fridman zusammen mit seinem russischen Geschäftskollegen Petr/Pyotr Aven ein Treffen des Atlantic Council in Washington (Quelle). Der Atlantic Council ist eine einflussreiche US-amerikanische Denkfabrik.

Petr/Pyotr Aven

Derzeitiges Vermögen: 5,3 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Finanzindustrie

Pyotr Aven gehört wie Mikhail Fridman zur Führung von LetterOne. Daher kennt er dieselben Manager wie Mikhail Fridman (siehe oben). Er gehört zum „President’s Council on International Activities“ der Yale Universität, eine der wichtigsten Eliteuniversitäten der USA. Petr ist Treuhänder des Centre for Economic Policy Research, ein britisches Forschungsinstitut, das sich auf Wirtschafts- und Politikberatung konzentriert. (Quelle)

Er ist Jude und gründete mit Mikhail Fridman die „Genesis Philanthropy Group“, eine russisch-jüdische philanthropische Organisation (Quelle). Zu den Mitgründern gehört auch German Khan.

German Khan

Derzeitiges Vermögen: 10 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Öl- und Finanzindustrie

German Khan gehört wie Mikhail Fridman zur Führung von LetterOne. Daher kennt er dieselben Manager wie Mikhail Fridman (siehe oben). Er lebt zeitweise in London. Er kommt aus einer jüdischen Familie (Quelle).

Alexey Kuzmichev

Derzeitiges Vermögen: 7,8 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Öl- und Finanzindustrie

Alexey Kuzmichev gehört wie Mikhail Fridman zur Führung von LetterOne. Daher kennt er dieselben Manager wie Mikhail Fridman (siehe oben). Er lebt hauptsächlich in London (Quelle: siehe Residence). Er war 2014 bei einem Abendessen, das von der Schweizer Grossbank Credit Suisse mit veranstaltet wurde. Zu den Gästen gehörten unter anderem:

  • Nathaniel Rothschild
  • Dasha Zhukova: Die Russin war Mitveranstalterin des Abendessens. Sie ist die Exfrau des Milliardärs Roman Abramovich und wurde oben bereits erwähnt.
  • Maja Oeri und Maja Hoffmann: Die Schweizer Familien Hoffmann und Oeri sind Multimilliardäre und kontrollieren einen der grössten Pharmakonzerne der Welt.
  • Nina Flohr: Sie ist die Tochter des Schweizer Milliardärs Thomas Flohr. Sie heiratete in die griechische Königsfamilie.
  • Daphne Guinness: Sie war Mitveranstalterin des Abendessens. Sie hatte in die griechische Milliardärsfamilie Niarchos geheiratet. Sie war oder ist noch immer in einer romantischen Beziehung mit dem französisch-jüdischen Publizisten Bernard-Henri Lévy, ein Bekannter der französischen Rothschilds. Daphne kommt aus der Guinness Familie. Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.
  • Eli Broad: Der amerikanisch-jüdische Milliardär war Mitveranstalter des Abendessens. Zu seinem Bekanntenkreis gehören David Rockefeller, Jerry Speyer und Bilderberger-Chefin Marie-Josee Kravis.
  • Nicolas Berggruen: Der amerikanisch-jüdische Milliardär kennt Mitglieder der Familien Rockefeller und Rothschild sowie George Soros.
  • Steven Cohen: Der amerikanisch-jüdische Milliardär ist ein erfolgreicher Hedgefonds-Manager.

(Quelle)

Suleyman Kerimov

Derzeitiges Vermögen: 17,3 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Gold- und Finanzindustrie

Ab dem Jahr 2006 gehörte Suleyman Kerimov zu den reichsten Russen. Im selben Jahr begann er Kontakte zur US-Elite zu knüpfen. Dabei half ihm sein Mitarbeiter Allen Vine, der zuvor Leiter der russischen Niederlassung der US-Grossbank Merrill Lynch war. Vine brachte Kerimov nach New York, wo er ihn gleich mit hohen Tieren bekannt machte, wie mit Bill Gates und John Mack. (Quelle) Letzterer war damals CEO der US-Investmentbank Morgan Stanley und arbeitete auch bei der schweizerischen Grossbank Credit Suisse sowie bei der US-Beteiligungsgesellschaft KKR. John Mack profitierte womöglich von dem neuen russischen Kollegen. 2013 wechselte Mack zum grössten russischen Ölkonzern Rosneft.

2008 verkaufte Kerimov fast seine gesamten russischen Vermögenswerte. Er nutzte das erhaltene Geld, um Anteile an ausländischen Unternehmen wie BP, Boeing und der Deutschen Bank zu kaufen. Er wurde der grösste Anteilseigner der US-Bank Morgan Stanley, die zu den weltweit grössten Investmentbanken gehört (deren CEO hatte er wie gesagt bereits zwei Jahre zuvor kennengelernt). (Quelle) Er investierte auch stark in die führende US-Investmentbank Goldman Sachs (Quelle). Inzwischen konzentriert er sich wieder auf den russischen Markt. Zusammen mit seinem Sohn kontrolliert er den russischen Goldbergbaukonzern Polyus, der zurzeit zu den weltweit grössten Goldproduzenten gehört.

Kerimov stammt aus der russischen Republik Dagestan. Als Politiker vertritt er die russische Provinz Dagestan im Russischen Föderationsrat. Putin verlieh ihm ein Verdienstorden. (Quelle)

Len (Leonard) Blavatnik

Derzeitiges Vermögen: 33 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Westliche Unterhaltungs- und Chemieindustrie

Ehemaliges Geschäftsfeld: Russische Öl- und Aluminiumindustrie

Len Blavatnik kommt aus einer ukrainisch-jüdischen Familie und wuchs in Russland auf (Quelle). Als junger Mann zog er mit seiner Familie in die USA, wo er weiter studierte und seither lebt. Er besitzt neben der US-amerikanischen auch die britische Staatsbürgerschaft und lebt inzwischen hauptsächlich in London (Quelle).

Len Blavatnik ist mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu befreundet (Quelle). Er unterhält Kontakte in die US-Politik (Quelle). Er spendete an den „Council on Foreign Relations“, einer der mächtigsten Think Tanks der USA (Quelle). 2017 wurde er von Queen Elisabeth II. zum Ritter geschlagen (Quelle).

Len Blavatnik ist inzwischen an mehreren Unternehmen aus der westlichen Welt beteiligt. Er besitzt die Warner Music Group, eines der grössten Musikunternehmen der Welt. Über seinen Aufsichtsratsposten bei der Warner Music Group wird er Mathias Döpfner kennen, der zu den mächtigsten deutschen Medienmanagern gehört und ein Vertrauter von Friede Springer ist. Springer und Döpfner kontrollieren einen der grössten Medienkonzerne Deutschlands.

Früher war Len Blavatnik stark in Russland aktiv. Er hielt Anteile an TNK-BP und Rusal, die von den Oligarchen Mikhail Fridman und Oleg Deripaska (siehe oben) aufgebaut wurden. Er war oder ist noch immer mit Viktor Vekselberg befreundet, der Putin nahesteht.

Viktor Vekselberg

Derzeitiges Vermögen: 9,8 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Schweizerische Technologieindustrie

Ehemalige Geschäftsfelder: Russische Öl- und Aluminiumindustrie

Viktor Vekselberg war geschäftlich mit Mikhail Fridman, Len Blavatnik und Oleg Deripaska verbunden (Quelle) und kommt wie sie aus einer jüdischen Familie (Quelle). Heute lebt er in der Schweiz und ist an mehreren schweizerischen Unternehmen beteiligt. Er gilt als ein Vertrauter von Putin (Quelle). Interessanterweise hatte er der Clinton Foundation zwischen 50.000 und 100.000 US-Dollar gespendet (Quelle). Die Clintons gelten eigentlich als Putingegner.

Er wird den österreichischen Manager Peter Löscher kennen, da dieser zum Verwaltungsrat von Vekselbergs Holding gehört. Löscher war von 2007 bis 2013 Vorsitzender von Siemens, einer der mächtigsten deutschen Grosskonzerne. Peter Löscher besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Löscher arbeitete auch für die Pharmaunternehmen Merck & Co. (USA) und Höchst (Deutschland) sowie für den Mischkonzern General Electric (USA). Löscher besuchte den 70. Geburtstag von Hubert Burda, der zu den mächtigsten Medienunternehmern Deutschlands gehört.

Gennady Timchenko

Derzeitiges Vermögen: 23 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Gas- und Ölindustrie

Gennady Timchenko gründete 1997 zusammen mit dem Schweden Torbjörn Törnqvist den Rohstoffkonzern Gunvor, der inzwischen zu den grössten Rohstoffhändlern der Welt gehört. Timchenko war noch bis 2014 an Gunvor beteiligt. Gunvor wird noch immer vom Schweden Törnqvist geleitet und hat seinen Sitz in der Schweiz. Törnqvist ist eng mit Jacob Wallenberg aus der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg verbunden, die zum inneren Kreis der westlichen Wirtschaftselite gehört. Die Wallenbergs kennen die schwedische Königsfamilie. Übrigens: Als sich Ende des 19. Jahrhunderts die internationale Erdölindustrie bildete, wurde das russische Öl noch bis zur Oktoberrevolution 1918 von einer schwedischen Familie kontrolliert, nämlich der Nobel Familie (Gründer und Stifter des Nobelpreises).

Timchenko lebt in der Schweiz und in Finnland. Sein Hauptgeschäftsfeld ist nach wie vor die russische Gas- und Ölindustrie. Er war schon mit Putin befreundet, bevor dieser Präsident wurde (Quelle). Timchenko war Mitgründer und Spender eines Judoklubs, dessen Ehrenpräsident Putin ist (Putin macht Judo). Mitglied des Clubs ist auch Arkady Rotenberg, ein Jugendfreund Putins (Quelle). Die russisch-jüdische Rotenberg Familie gilt derzeit als die reichste Familie Russlands. Gennady Timchenko und die Rotenberg Familie sind in den Panama-Papers aufgeführt (Quelle). Arkady Rotenberg nutzte die Barclays Bank in London für Geldwäsche (Quelle). Die britische Barclays Bank gehört zu den ältesten und grössten Banken der Welt.

Gennady Timchenko kennt über seinen Aufsichtsratsposten bei SIBUR Kirill Shamalov, der eine von Putins Töchter heiratete (Quelle). Sein Vater Nikolai Shamalov ist ein langjähriger Freund von Putin (Quelle). Nikolai und sein Sohn Yuri Shamalov arbeiteten als Vertreter für Siemens in Russland. Siemens ist einer der mächtigsten deutschen Grosskonzerne.

Vagit Alekperov

Derzeitiges Vermögen: 24,4 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Öl- und Gasindustrie

Vagit Alekperov war stellvertretender Minister für die Ölindustrie in der Sowjetunion. Seine Mutter war russisch-orthodox und sein Vater aserbaidschanischer Muslim. Alekperov engagiert sich bei der Förderung der Beziehungen zwischen der aserbaidschanischen und der russischen Elite. Dafür erhielt er mehrere Verdienstorden der aserbaidschanischen Regierung.

2008 erwarb Alekperov 156 belgische Tankstellen. 2011 traf er sich mit dem damaligen Kronprinzen Philippe, der seit 2013 König von Belgien ist. Der Prinz beehrte Alekperov mit dem Kronenorden der belgischen Königsfamilie. (Quelle)

Alekperovs Ölkonzern war 2009 der grösste russische Investor in Italien und arbeitete mit dem italienischen Energiekonzern ERG zusammen. Dafür erhielt Alekperov den Verdienstorden der Italienischen Republik. (Quelle) Er traf Putin, der ihm ein Orden verlieh (Quelle).

Alisher Usmanov

Derzeitiges Vermögen: 18,5 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Eisenerz- und Stahlindustrie

Alisher Usmanov lebt teilweise in London und war Anteilseigner des englischen Fussballclubs Arsenal. Er war oder ist noch immer mit der russischen Mafia verbunden. Er war oder ist noch immer mit ehemaligen Mitarbeitern des KGB verbunden (sowjetischer Geheimdienst). (Quelle) Es gibt die Theorie, dass die KGB-Elite während des Zusammenbruchs der Sowjetunion die russische Mafia mit aufgebaut hatte.

Usmanov hat ein gutes Verhältnis zu Putin und bekennt sich offen zu ihm (Quelle: runterscrollen zum Zitat). 2013 nahm er an einem Treffen teil, bei dem Putin und Scheich Mohammed bin Zayed al-Nahyan anwesend waren (Quelle). Der Scheich ist der derzeitige Kronprinz der Königsfamilie Abu Dhabis.

Usmanov erhielt den St. Anna-Orden, der von der Grossherzogin aus der russischen Kaiserfamilie verleiht wird. (Quelle)

Usmanov kommt aus einer usbekisch-muslimischen Familie und heiratete eine Jüdin (Quelle). Er traf sich 2012 mit dem amerikanisch-jüdischen Investmentbanker Lloyd Blankfein (Quelle). Dieser gehört seit 15 Jahren zu den führenden Köpfen von Goldman Sachs, eine der weltweit grössten Investmentbanken.

Usmanov war geschäftlich mit Yuri Milner verbunden.

Yuri Milner

Derzeitiges Vermögen: 4,8 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Digitale Medien

Yuri Milner kommt aus einer russisch-jüdischen Familie, besitzt die israelische Staatsbürgerschaft und lebt teilweise in den USA, wo er auch studierte. Er gilt als Russlands einflussreichster Technologieinvestor und gehörte zu den frühen Investoren von Facebook und Twitter (Quelle). Er kennt Facebook-Gründer Mark Zuckerburg (Quelle) sowie Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (Quelle), die beide ebenfalls aus jüdischen Familien kommen.

Aras Agalarov

Derzeitiges Vermögen: 1,3 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Immobilien

Aras Agalarov lebt in Russland und kommt aus einer aserbaidschanisch-muslimischen Familie. Sein Sohn Emin studierte in den USA und war mit der Tochter des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev verheiratet. Aserbaidschan ist ein Mafiastaat.

Agalarov hatte das Treffen 2016 im Trump Tower zwischen Vertretern der Trump-Kampagne und russischen Lobbyisten arrangiert (Quelle). Die Familien Trump und Agalarov kennen sich seit Jahren (Quelle).

Nach Angaben des Geheimdienstausschusses des US-Senats habe Agalarov erhebliche Verbindungen zur russischen Mafia und sei eng mit Personen verbunden, die an Mord, Prostitution, Waffenhandel, Entführung, Erpressung, Drogenhandel und Geldwäsche beteiligt sind.(Quelle)

Semion Mogilevich

Hauptgeschäftsfeld: Organisierte Kriminalität

Semion Mogilevich gilt als der mächtigste russische Mafioso. Er ist mit Gazprom verbunden und hat spätestens seit den 90er Jahren Kontakte zur politischen und wirtschaftlichen Elite Russlands. Er gilt als international vernetzt. Er lebte zeitweise in Israel, wie viele russisch-jüdische Mafiosi. Israel entwickelt sich übrigens immer mehr zu einem Mafiastaat (Quelle: 1 und 2). Im Zeitraum 2004 wurde geschätzt, dass israelische Kriminelle 75 Prozent des Marktes für Ecstasy in den USA kontrollieren (Quelle).

Mogilevich tätigte Geldwäsche an der US-amerikanischen und kanadischen Börse. Sein Vermögen wurde auf mehrere Milliarden US-Dollar geschätzt. Er lebt bis heute in Moskau unbehelligt von der russischen Justiz (Quelle). Das spricht schon stark dafür, dass er mit den russischen Geheimdiensten zusammenarbeitet.

Der Chef der russischen Abteilung für Wirtschaftsverbrechen sagte vor 20 Jahren, dass etwa 500 000 Unternehmen in Russland von der Mafia kontrolliert werden (Quelle). Inzwischen werden es noch mehr sein.

Vladimir Potanin

Derzeitiges Vermögen: 30,8 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Nickel-, Gold- und Palladiumindustrie

Vladimir Potanin hat ein gutes Verhältnis zu Putin. Er war mit ihm Skifahren, was auf eine persönliche Freundschaft hindeutet (Quelle).

Potanin diente unter Boris Jelzin (Vorgänger Putins) als stellvertretender Ministerpräsident (Quelle: runterscrollen zu wusstest du schon).

Potanin erhielt 2017 die Ehrenlegion, die höchste französische Auszeichnung (Quelle).

Potanin erhielt 2009 einen Orden von der Grossherzogin Marija Wladimirowna. Die Grossherzogin kommt aus der russischen Kaiserfamilie. (Quelle

Er ist derzeit Treuhänder der „Solomon R. Guggenheim Foundation“ (Quelle). Seine eigenen Stiftung ist ebenfalls mit der Solomon R. Guggenheim Foundation verbunden (Quelle). Die New Yorker Stiftung wurde 1937 von der amerikanisch-jüdischen Guggenheim Familie gegründet, die wie Potanin ein Vermögen in der Bergbauindustrie machte.

Elena Baturina

Derzeitiges Vermögen: 1,3 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Immobilien

Elena Baturina gilt derzeit als die reichste russische Frau. Sie ist mit Yury Luzkhkov verheiratet, der jahrelang Bürgermeister von Moskau war. Seit 2010 ist das Verhältnis der Familie zur russischen Regierung angespannt. Baturina und ihre Töchter zogen daraufhin nach London, wo sie bis heute leben. Sie verkaufte ihre Immobilien in Russland. Ihre heutigen Immobilien liegen in der westlichen Welt.

2014 zahlte Baturina 3,5 Millionen USD an eine Investmentfirma von Hunter Biden (Sohn von Joe Biden). Hunter Biden hatte übrigens Kontakte zum ukrainischen Oligarchen und Politiker Mykola Zlochevsky. Hunter Biden und seine Mitarbeiter waren über Transaktionen mit ukrainischen, russischen, kasachischen und chinesischen Staatsangehörigen verbunden. In Aufzeichnungen des US-Finanzministeriums gibt es Hinweise auf kriminelle Aktivitäten. Einige dieser Transaktionen waren mit einem osteuropäischen Prostitutionsring oder gar einem Menschenhändlerring verbunden. (Quelle)

Einer von Baturinas Geschäftspartnern war Shalva Chigirinsky.

Shalva Chigirinsky

Ehemaliges Vermögen: 2,3 Milliarden USD im Jahr 2008

Ehemaliges Geschäftsfeld: Ölindustrie und Immobilien

Er geriet 2008 mit der russischen Justiz in Konflikt, worauf er das Land verliess. Er lebte zuerst in London und später in Israel. Er ist Jude. (Quelle)

Viatcheslav Kantor

Derzeitiges Vermögen: 4,6 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Düngerherstellungsindustrie

Viatcheslav Kantor besitzt die russische, britische und israelische Staatsbürgerschaft. Er lebt hauptsächlich in London. (Quelle: siehe Residence)

Kantor ist Vorsitzender des Europäischen Jüdischen Kongresses, welcher der europäische Zweig des Jüdischen Weltkongresses ist. Er gehört bereits seit 2007 zur Führung und kannte somit wahrscheinlich die Deutsche Charlotte Knobloch, die bis 2010 Vizepräsidentin war. Knobloch war Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und ist seit vielen Jahren mit Angela Merkel befreundet (Quelle).

Kantor traf sich mehrfach mit Putin (Fotos auf Google) und gilt als eng mit dem Kreml verbunden (Quelle). Putin verlieh ihm einen Orden (Quelle). Der Präsident des belgischen Senats, Armand de Decker, verlieh Kantor im Namen des belgischen Königs Albert II. einen Orden. (Quelle) 2012 verlieh ihm der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy die Ehrenlegion, die höchste französische Auszeichnung. (Quelle)

Dmitry Rybolovlev

Derzeitiges Vermögen: 6,7 Milliarden USD

Ehemaliges Vermögen: 12,8 Milliarden USD im Jahr 2008

Hauptgeschäftsfeld: Kalisalzindustrie

2010 wurde er Hauptaktionär der Bank of Cyprus, welche die grösste Bank der Mittelmeerinsel Zypern ist. Die Bank ist auch in Griechenland aktiv und hat eine wachsende Präsenz in Russland. (Quelle) Er besitzt die zyprische Staatsbürgerschaft.

Er kommt aus einer christlich-orthodoxen Familie. Er spendete für den Bau eines Klosters in Russland und für eine Kirche in Zypern. Die christlich-orthodoxe Kirche ist das führende Gotteshaus in Russland und Zypern. 2010 verlieh ihm Patriarch Kyrill I. (Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche) einen Orden der orthodoxen Kirche (Quelle).

2008 kaufte er Donald Trump eine Villa in Florida ab (Quelle: runterscrollen zu „wusstest du schon“).

Er besitzt zwei Drittel des Fussballclubs AS Monaco. Der andere Drittel gehört der monegassischen Fürstenfamilie. Seine Tochter Ekaterina heiratete den uruguayischen Geschäftsmann und Politiker Juan Sartori.

God Nisanov

Derzeitiges Vermögen: 3,6 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Immobilien

God Nisanov kommt aus einer aserbaidschanisch-jüdischen Familie. Er war Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses (Quelle). Er traf den US-amerikanischen Milliardär Ronald Lauder. Dieser ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses. (Quelle) Ronald kannte den verstorbenen David Rockefeller und die Rothschilds (Quelle: 1 und 2).

Alexander Mamut

Derzeitiges Vermögen: 2,3 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Gold-, Silber- und Kupferindustrie sowie digitale Medien

Alexander Mamut stand in den 90er Jahren dem russischen Präsidenten Boris Jelzin nahe und war als „Bankier der Familie Jelzin“ bekannt. Er besitzt die britische Buchhandelskette Waterstones, die vom Briten Tim Waterstone gegründet wurde, mit dem er befreundet ist. (Quelle: runterscrollen zu „wusstest du schon“). Waterstone wurde von der Queen zum Ritter geschlagen. Mamut besass oder besitzt noch immer ein Haus in London (Quelle).

Pavel Durov

Derzeitiges Vermögen: 17,2 Milliarden

Hauptgeschäftsfeld: Digitale Medien

Pavel Durov gründete den Messenger Telegram sowie Vkontakte, Russlands grösstes soziales Netzwerk. Er lebt in Dubai. Nach offiziellen Angaben ist sein Verhältnis zu Putin angespannt.

Sergei Pugachev

Ehemaliges Vermögen: 2 Milliarden USD im Jahr 2008

Hauptgeschäftsfeld: Immobilien

Ehemaliges Geschäftsfeld: Schiffbau und Finanzwesen

Er war bereits zu Beginn der 90er Jahren mit der politischen Elite Russlands verbunden und gehörte zum Kreis um Boris Jelzin, der von 1991 bis 1999 russischer Präsident war. Pugachev war von 1991 bis 1994 in den USA und dann in Frankreich ansässig. Er unterstützte auch Putins Machtübernahme 1999. Im Jahr 2011 zerstritt er sich mit Putin und musste seine Geschäfte in Russland aufgeben. Seither lebt er in London und Frankreich.

2015 behauptete er in einem Interview, dass er persönlich Putin an die Macht gebracht hatte. Er sei der Erste gewesen, der sich dafür ausgesprochen habe, Putin als möglichen Nachfolger Jelzins zu installieren und soll Jelzin zu seinem frühen Ausscheiden aus der Präsidentschaft inspiriert haben. (Quelle)

Er heiratete die Gräfin Alexandra Tolstoi, die in Grossbritannien lebt und aus der russischen Adelsfamilie Tolstoi kommt. Alexandras Schwester heiratete in die britische Grafenfamilie Sackville. (Quelle)

Boris Mints

Ehemaliges Vermögen: 1,3 Milliarden im Jahr 2017

Hauptgeschäftsfeld: Finanzindustrie

Er ist derzeit Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC). Er ist Vorsitzender des Gönnerrates der Europäischen Rabbinerkonferenz. Er ist Honorarprofessor der Tel Aviv University, eine der grössten Universitäten Israels. (Quelle)

Gutseriyev Familie

Derzeitiges Vermögen: 4 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Öl- und Kohleindustrie sowie Einzelhandel

Said Gutseriev studierte in London. Dort arbeitete er auch als Analyst für den Rohstoffkonzern Glencore (Quelle) Glencore ist einer der grössten Rohstoffhändler der Welt und wird von der westlichen Elite geführt. Der derzeitige CEO von Glencore, Ivan Glasenberg (jüdisch), ist mit Nathaniel Rothschild befreundet (Quelle). Zur Führung von Glencore gehört auch der US-Amerikaner John Mack, der den russischen Milliardär Suleyman Kerimov kennt (siehe oben).

Andrei Guriev

Derzeitiges Vermögen: 6,6 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Düngerherstellungsindustrie

Andrei Guriev machte seinen Bachelor an der University of Greenwich in London (Quelle). Guriev besitzt das Witanhurst-Anwesen, das nach dem Buckingham Palace das zweitgrösste in London ist. Sein ehemaliger Chef war Mikhail Khodorkovsky (siehe oben) (Quelle). Dessen Treuhänder war der britische Baron Jacob Rothschild (Quelle).

Andrey Guryev und seine Familie besitzen derzeit 43,7% des Düngerkonzerns PhosAgro. Weitere 21% gehören Vladimir Litvinenko. Dieser war Putins politischer Kampagnenmanager.

Mikhail Prokhorov

Derzeitiges Vermögen: 11,4 Milliarden USD

Ehemaliges Vermögen: 19,5 Milliarden USD im Jahr 2008

Hauptgeschäftsfeld: Nickel-, Palladium- und Goldindustrie

Mikhail Prokhorov besass früher das US-amerikanische Basketballteam Brooklyn Nets. Er traf Putin (Quelle). Prokhorov war ein langjähriger Geschäftspartner von Vladimir Potanin (siehe oben), der ein sehr gutes Verhältnis zu Putin hat. Prokhorov kommt aus einer jüdischen Familie (Quelle). Prokhorov erhielt 2011 die Ehrenlegion, die höchste französische Auszeichnung (Quelle). Er kontrolliert derzeit die russische Investmentbank Renaissance Capital. Zu deren Mitgründern und Anteileignern gehört Boris Jordan.

Boris Jordan

Derzeitiges Vermögen: 2,3 Milliarden

Hauptgeschäftsfeld: Cannabis und Finanzwesen

Boris Jordan war in den USA geboren und der Enkel russischer Einwanderer. In den 90er Jahren zog er nach Moskau und wurde dort geschäftlich aktiv. Er leitete zeitweise russische Medienunternehmen. 2012 kehrte er in die USA zurück. Er gründete und kontrolliert Curaleaf, das nach der Legalisierung von Cannabis in vielen US-Bundesstaaten zu einem der grössten Cannabisunternehmen wurde. Er ist Mitglied des Council on Foreign Relations, einer der mächtigsten Think Tanks der USA.

Vladimir Lisin

Derzeitiges Vermögen: 29,8 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Eisenerz- und Stahlindustrie

Vladimir Lisin leitete Fabriken der Trans-World Group, die damals grosse Teile der russischen Aluminiumindustrie kontrollierte. Die Trans-World Group wurde von den indisch-britisch-jüdischen Reuben Brüdern gegründet. Die Reuben Brüder sind Milliardäre und womöglich mit der Sassoon Familie verwandt (Bekannte der Rothschilds). Lisin kennt Putin von Treffen.

Leonid Mikhelson

Derzeitiges Vermögen: 25,8 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Gas- und Chemieindustrie

Leonid Mikhelson ist geschäftlich mit Gennady Timchenko (siehe oben) verbunden, der ein langjähriger Freund von Putin ist, aber gleichzeitig Kontakte zur westlichen Elite hat. Mikhelson Tochter studierte Kunstgeschichte in New York und London (Quelle). Mikhelson kommt aus einer jüdischen Familie (Quelle). Über seinen Aufsichtsratsposten bei SIBUR kennt er Kirill Shamalov, der eine von Putins Töchter heiratete (Quelle). Sein Vater Nikolai Shamalov ist ein langjähriger Freund von Putin (Quelle). Nikolai und sein Sohn Yuri Shamalov arbeiteten als Vertreter für Siemens in Russland. Siemens ist einer der mächtigsten deutschen Grosskonzerne.

Igor Altushkin

Derzeitiges Vermögen: 7,3 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Kupferindustrie

2017 verlieh ihm Putin einen Orden (Quelle). Altushkin besitzt eines von Madonnas ehemaligen Häusern in London. (Quelle: runterscrollen zu „wusstest du schon“)

Aleksandr Frolov

Derzeitiges Vermögen: 3,6 Milliarden USD

Hauptgeschäftsfeld: Eisenerz- und Stahlindustrie

Aleksandr Frolov ist derzeit CEO von Evraz, der 2019 der drittgrösste Stahlproduzent Europas war und über viel eigenes Eisenerz verfügt. Das russische Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London. Sein Sohn Alexander studierte und arbeitete in London (Quelle).

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Lebedev Familie

Der Geschäftsmann Alexander Lebedev (*1959) stieg nach der Jahrtausendwende zu den reichsten Russen auf. 2007 wurde sein Vermögen auf 3,7 Milliarden US-Dollar geschätzt.[1] 2012 wurde das Vermögen noch auf 1,1 Milliarden geschätzt.[2] Seither war er nicht mehr auf der Forbes-Liste der Milliardäre.

Alexander Lebedev verliess 2012 Russland und zog nach Grossbritannien, wo er seither lebt. Seinen Aussagen nach würde er vom russischen Geheimdienst bedroht und erpresst werden. Er gilt als ein Gegner Putins. Heute besitzt er zusammen mit seinem Sohn Evgeny mehrheitlich die Zeitungen Evening Standard und The Independent, zwei der wichtigsten britischen Zeitungen. Alexander hatte die beiden Zeitungen bereits 2009 und 2010 erworben, als er noch in Russland lebte und den Ruf eines Oligarchen hatte. Das deutet darauf hin, dass er schon damals ein gutes Verhältnis zur britischen Elite hatte, da diese sonst wohl kaum zugelassen hätte, dass er wichtige britische Zeitungen übernahm. Bevor er die Zeitungen kaufte, hatte er sich mit dem britischen Medienbesitzer Baron Rothermere abgesprochen[3]. Der Baron kommt aus der Harmsworth Familie, die schon seit über 100 Jahren die mächtigsten Zeitungsbesitzer Grossbritanniens sind.

Nach seinem Studium begann Alexander Lebedev in den 80er-Jahren für den KGB zu arbeiten, den sowjetischen Geheimdienst. Er war in London als Agent aktiv. Er blieb bis 1992 für den KGB und einen seiner Nachfolger tätig.[4]

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde Alexander Lebedev wirtschaftlich aktiv. Während der Sowjetzeit war die russische Wirtschaft komplett vom Staat kontrolliert worden. Nach dem Zusammenbruch konnten private Unternehmen die Wirtschaft übernehmen. 1995 kaufte Alexander die National Reserve Bank/National Reserve Corporation, die sich ab da schnell zu einer der grössten Banken Russlands entwickelte. Sie war eine von nur zwei Grossbanken, welche die Finanzkrise von 1998 in Russland überlebten.[4]

Alexander Lebedev war 2009 mit 29 Prozent an Aeroflot beteiligt, die bis heute die grösste russische Fluggesellschaft ist. Er war auch Hauptinhaber der nicht mehr existenten deutschen Fluggesellschaft Blue Wings.[3] Seine Anteile an Aeroflot hatte er dem russischen Milliardär Roman Abramovich abgekauft.[5]

Alexander Lebedev gehörte zu den grössten Einzelaktionären von Gazprom, welcher der derzeit grösste Erdgaskonzern der Welt und das grösste russische Unternehmen ist. Alexander war auch einer der grössten Einzelaktionäre der Sberbank, welche die grösste russische Bank ist.[5]

Alexander Lebedev ist mit Michail Gorbatschow/Gorbachev verbunden, der das letzte Staatsoberhaupt der Sowjetunion war. Die beiden versuchten 2007/2008 eine eigene russische Partei zu gründen. Der Plan wurde letztendlich nicht umgesetzt. Lebedev und Gorbatschow finanzierten die Novaya Gazeta, Russlands führende Oppositionszeitung.[6] Michail Gorbatschow „beendete“ den Kalten Krieg und erhielt dafür den Friedensnobelpreis. In seiner Amtszeit brach die Sowjetunion zusammen.

Alexander Lebedev war eng mit Boris Jelzin/Yeltsin verbunden.[7] Jelzin war von 1991 bis 1999 der erste Präsident der heutigen Föderation Russland.

2011 schlug Alexander Lebedev dem Geschäftsmann Sergei Polonsky in einer russischen Talkshow ins Gesicht (hier die Aufnahme).

Alexander Lebedev kennt Edward Spencer-Churchill. (Foto) Edward kommt aus der Herzogsfamilie Spencer-Churchill, eine sehr einflussreiche Familie des britischen Adels. Der berühmte britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie.

Alexanders Sohn Evgeny Lebedev (*1980) verkehrt ebenfalls in der britischen High Society. Er wurde 2020 ins House of Lords (Oberhaus des britischen Parlaments) aufgenommen und zum Baron geadelt. Er ist mit dem derzeitigen britischen Premierminister Boris Johnson befreundet.[8][9] Boris Johnson ist übrigens auch mit Alexander Temerko befreundet, ein wohlhabender britischer Geschäftsmann, der in der sowjetischen Ukraine geboren war.[10] Temerko gilt als Putingegner und gehörte zum Kreis um Boris Jelzin, der vor Putin Präsident war. In Jelzins Amtszeit arbeitete Temerko im russischen Verteidigungsministerium. Temerko gehörte zur Führung des nicht mehr existenten russischen Ölkonzerns Yukos, der einer der grössten Ölkonzerne der Welt war.[11] Temerko hat ein gutes Verhältnis zum russischen Exmilliardär Mikhail Khodorkovsky, der Yukos kontrolliert hatte.[12] Khodorkovsky lebt heute ebenfalls in London. Er ist ein Bekannter des britischen Barons Jacob Rothschild.[13]

Übrigens leben noch weitere russische Milliardäre in London. Manche davon haben ein gutes Verhältnis zu Präsident Putin. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den russischen Milliardären und ihren Auslandskontakten.

Quellen:

  1. https://stats.areppim.com/listes/list_billionairesx07xwor.htmhttps://stats.areppim.com/listes/list_billionairesx07xwor.htm
  2. https://www.forbes.com/profile/alexander-lebedev/?sh=2d054c3c1f53
  3. https://www.theguardian.com/business/2009/apr/03/alexander-lebedev-airline-blue-wings
  4. https://www.reuters.com/article/independentnews-lebedev-idUSLDE62O26Q20100325
  5. https://www.institutionalinvestor.com/article/b150qb1sgvk3ys/russian-oligarch-alexander-lebedev-displays-his-czar-survival-skills
  6. https://www.forbes.com/profile/alexander-lebedev/?sh=5519ba0e1f53
  7. https://www.theguardian.com/world/2009/jan/11/alexander-lebedev-russia-oligarch
  8. https://en.wikipedia.org/wiki/Evgeny_Lebedev
  9. https://www.theguardian.com/media/2012/may/05/evgeny-lebedev-evening-standard-oligarch
  10. https://www.reuters.com/investigates/special-report/britain-eu-johnson-russian/
  11. https://en.wikipedia.org/wiki/Alexander_Temerko
  12. https://www.alexandertemerko.co.uk/en/news/mikhail-khodorkovsky-supports-his-friend-alexander/
  13. https://www.thetimes.co.uk/article/rothschild-is-the-new-power-behind-yukos-9wtmr3d90nz

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Louis-Dreyfus Familie

Die französische Familie Louis-Dreyfus kontrolliert die „Louis Dreyfus Company“, einer der weltweit grössten Agrarkonzerne. Derzeit wird das Familienvermögen auf 3,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.[1] 2014 besass Margarita Louis-Dreyfus laut Schätzungen noch 8,1 Milliarden und Monique Louis-Dreyfus 1,5 Milliarden.[2]

Der französisch-jüdische Geschäftsmann Léopold Louis-Dreyfus (1833–1915) gründete 1851 ein Unternehmen, das mit Getreide handelte. Daraus entwickelte sich der heutige Agrarkonzern „Louis Dreyfus Company“ (LDC). Die LDC gehört zu den fünf führenden Agrarkonzernen, die inzwischen einen grossen Teil des Welthandels mit Agrarprodukten kontrollieren. Die anderen vier sind Cargill, Archer Daniels Midland, Bunge und COFCO.[3]

Die LDC gehört zu den weltweit grössten Händlern von Weizen, Getreide, Zucker, Reis, Sojaprodukten, Kaffee und Baumwolle. Das Unternehmen ist bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts einer der führenden Agrarkonzerne. Die LDC ist auch in der Frachtschifffahrt aktiv.

Nach eigenen Angaben trägt die LDC jedes Jahr dazu bei, etwa 500 Millionen Menschen zu ernähren und zu kleiden, indem sie etwa 80 Millionen Tonnen Produkte erzeugt, verarbeitet und transportiert.[4]

Die Louis-Dreyfus Familie besass 90 Prozent der Anteile an der LDC, bis sie im September 2021 die Hälfte ihrer Anteile an ADQ verkaufte, eine Holding aus Abu Dhabi.[4] Der derzeitige Vorsitzende von ADQ kommt aus der Königsfamilie von Abu Dhabi.

Die LDC hat ihren Sitz in den Niederlanden. Die Niederlande besetzten 2020 Platz 8 auf dem Schattenfinanzindex und entwickelte sich in den letzten zehn Jahren immer mehr zu einer Steueroase.

Die LDC ist derzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Über die Tochterfirma LDC Metals mit Sitz in der Schweiz stieg der Konzern 2006 in den Metallhandel ein. 2016 gehörte LDC Metals zu den fünf grössten Metallhändlern der Welt.[5] 2018 wurde die Tochterfirma in IXM umbenannt und an CMOC verkauft, einer der grössten chinesischen Bergbaukonzerne. IXM handelt mit Kupfer, Zink, Blei, Aluminium, Nickel, Kobalt und Niob.

Über die 1997 gegründete Tochterfirma „Castleton Commodities International“ war die Louis-Dreyfus Familie auch in der Öl- und Gasindustrie aktiv. Nach der Jahrtausendwende gehörte die Tochterfirma zu den zehn grössten Vermarktern von Erdgas in den USA.[6] 2012 wurde diese Tochterfirma an eine Gruppe Investoren verkauft, angeführt von den beiden US-amerikanischen Hedgefonds-Managern Glenn Dubin und Paul Tudor Jones.

Übrigens: Der Milliardär Glenn Dubin soll aktives Mitglied des mit Jeffrey Epstein verbundenen Missbrauchsrings gewesen sein.[7] Seine Frau Eva hatte vor ihrer Ehe eine romantische Beziehung mit Jeffrey Epstein. Eva war oder ist noch immer mit Ghislaine Maxwell befreundet, die als Epsteins beste Freundin galt und für ihn Mädchen beschaffte. Maxwell ist übrigens die Tochter des verstorbenen britischen Politikers und Medienunternehmers Robert Maxwell (war höchstwahrscheinlich ein Agent des Mossad). Nachdem Epstein 2010 aus dem Gefängnis entlassen wurde, hatte Eva Dubin weiterhin Kontakt zu ihm. In einer E-Mail an Epsteins Bewährungshelfer schrieb Eva: „Ich fühle mich mit Jeffrey Epstein um meine Kinder zu 100 Prozent wohl“. Die Dubin Familie kennt auch den Milliardär Leslie Wexner, der engen Kontakt zu Epstein hatte.[8][9]

Bemerkenswerte Familienmitglieder

Robert Louis-Dreyfus (1946–2009) gehörte zur Führung des Familienunternehmens. 1993 kaufte er den damals angeschlagenen deutschen Sportartikelkonzern Adidas und war ab da bis 2001 Vorsitzender von Adidas. Zur selben Zeit war Robert Hauptaktionär und Präsident des französischen Fussballclubs Olympique Marseille.[10] Adidas ist fest mit dem Fussball verbunden. Nach einer Recherche des Spiegels war Robert die zentrale Figur beim mutmasslichen Kauf der WM 2006.[11] Auch wenn es bis heute nicht eindeutig bewiesen ist, kann man davon ausgehen, dass Bestechungsgelder Einfluss darauf hatten, als sich die FIFA dafür entschied, die WM 2006 in Deutschland abzuhalten.

Der britische Bankier Siegmund Warburg war der Mentor von Robert Louis-Dreyfus.[12] Siegmund kam aus der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Warburg.

Robert war CEO von Saatchi & Saatchi[12], eine international tätige Werbeagentur aus den USA, zu deren Kundschaft viele Grosskonzerne gehören. Sie wurde von den irakisch-jüdischen Saatchi Brüdern gegründet, die in die britische Elite aufgenommen wurden.

Robert Louis-Dreyfus kannte Arnaud Lagardère.[13] Die Lagardère Familie führt einen der grössten französischen Medienkonzerne.

Robert lebte auch in der Schweiz. Er war in den Panama Papers aufgeführt[14].

Robert heiratete Margarita (*1962). Sie ist die derzeitige Vorsitzende der Louis Dreyfus Company. Sie lebt in der Schweiz und ist seit 2013 in einer romantischen Beziehung mit dem Schweizer Philipp Hildebrand. Philipp Hildebrand ist ein führender Kopf der Schweizer Finanzelite:

  • Er ist zurzeit stellvertretender Vorsitzender von BlackRock. Der US-amerikanische Finanzkonzern ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltete Anfang 2022 über 9 Billionen US-Dollar.
  • Er war Präsident der Schweizer Zentralbank SNB und Direktor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die BIZ hat ihren Sitz in der Schweiz und gilt als Zentralbank aller Zentralbanken.
  • Er war Schweizer Gouverneur des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Vizevorsitzender des Financial Stability Board, beides einflussreiche Finanzorganisationen.
  • Er ist zurzeit Mitglied der Group of Thirty, eine einflussreiche Interessensvereinigung der Zentralbanken (wurde von den Rockefellers gestiftet).
  • Er war CIO der Schweizer Bank Vontobel, die sich auf Vermögensverwaltung konzentriert.
  • Er ist zurzeit im internationalen Beirat der Blavatnik School of Government an der Oxford Universität. Zum Beirat gehören einflussreiche Personen aus verschiedensten Ländern.

[15][16]

Philipp Hildebrand war als Chef der Schweizer Zentralbank die Hauptfigur in der Affäre Hildebrand. Bevor er 2003 in die Führung der Schweizer Zentralbank aufgenommen wurde, hatte er drei Jahre für die Schweizer Privatbank „Union Bancaire Privée“ gearbeitet.[17] Diese gehört zu den weltweit führenden Privatbanken und konzentriert sich auf wohlhabende Kunden. Die Schweiz gilt als die gefragteste Steueroase und als einer der wichtigsten Schattenfinanzplätze der Welt. Die Union Bancaire Privée wird von der jüdischen Milliardärsfamilie Picciotto kontrolliert.

Philipp Hildebrand begann seine Karriere beim Weltwirtschaftsforum (WEF) und arbeitete für Klaus Schwab (Gründer und Vorsitzender des WEF). Schwab beauftragte Hildebrand den berühmten Finanzinvestor George Soros für das Forum zu gewinnen, was ihm auch gelang. Hildebrand lernte dadurch Rob Johnson kennen, der Manager bei Soros Hedgefonds Quantum war. Philipp Hildebrand und Rob Johnson arbeiteten später gemeinsam beim Hedgefonds „Moore Capital Management“, wo Hildebrand schliesslich Partner wurde. Der Gründer und Chef des Hedgefonds, der US-amerikanische Milliardär Louis Bacon, schätzte Hildebrand sehr.[18]

Philipp Hildebrand besuchte das Bilderberg-Treffen.[19][20]

Philipp Hildebrand ist derzeit im Kuratorium des British Museum. Zum Kuratorium, das sich viermal im Jahr trifft, gehören Mitglieder der britischen Elite sowie Mitglieder der Milliardärsfamilien Weston und Santo Domingo. (Stand: Oktober 2022)

Die Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus (*1961) lebt in den USA. Sie besuchte ein Staatsdinner im Weissen Haus zu Ehren des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.[21] Julia und ihr Vater kamen auch zu einem Staatsdinner für den französischen Präsidenten François Hollande im Weissen Haus.[22] Margarita Louis-Dreyfus kennt den französischen Expräsidenten Nicolas Sarkozy.[23]

Louis Louis-Dreyfus (1867–1940) war in der französischen Politik und besass die nicht mehr existente Zeitung L’Intransigeant. Nach Angaben von Geni.com kam seine Frau mütterlicherseits aus der deutsch-jüdischen Worms Familie, die in den österreichischen und britischen Adel aufgenommen wurde. Der erste Baron aus der Worms Familie war Solomon Benedict Worms (1801–1882) und kam mütterlicherseits aus der Rothschild Familie.

Danièle Louis-Dreyfus heiratete einen Sohn des französischen Politikers Pierre Sudreau, der Ministerposten besetzte.

Philippe Louis-Dreyfus (*1945) heiratete die Tochter des französischen Politikers Jean Boinvilliers.

Der Ehemann von Monique Louis-Dreyfus (*1940) war zuvor mit einer Prinzessin verlobt, die väterlicherseits aus der bulgarischen Zarenfamilie und mütterlicherseits aus der italienischen Königsfamilie kam.

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/profile/margarita-louis-dreyfus/?sh=69780f0d3b9a
  2. https://stats.areppim.com/listes/list_billionairesx14xwor.htm
  3. https://www.boell.de/de/2017/01/10/fuenf-agrarkonzerne-beherrschen-den-weltmarkt
  4. https://www.ldc.com/press-releases/louis-dreyfus-company-completes-strategic-partnership-agreement-with-adq/
  5. https://www.bloomberg.com/news/articles/2016-11-02/top-five-metals-trader-is-hiding-inside-food-giant-louis-dreyfus#xj4y7vzkg
  6. https://www.nytimes.com/2007/01/08/business/08deal.html
  7. https://nypost.com/2019/08/09/jeffrey-epsteins-alleged-sex-slave-reveals-the-men-she-claims-she-was-forced-to-sleep-with/
  8. https://www.vanityfair.com/news/2019/09/glenn-dubin-epstein-questions
  9. https://www.thedailybeast.com/jeffrey-epstein-scandal-butler-for-glenn-and-eva-dubin-says-swedish-teen-told-him-she-was-pressured-for-sex
  10. https://fr.wikipedia.org/wiki/Robert_Louis-Dreyfus
  11. https://www.spiegel.de/sport/fussball/robert-louis-dreyfus-der-mann-hinter-der-dfb-affaere-um-die-wm-2006-a-1057927.html
  12. https://www.independent.co.uk/news/obituaries/robert-louisdreyfus-businessman-who-helped-resurrect-olympique-marseille-football-club-1749706.html
  13. https://www.imago-images.de/sp/0001848243
  14. https://www.ouest-france.fr/economie/impots-fiscalite/panama-papers/panama-papers-robert-louis-dreyfus-egalement-cite-4148859
  15. https://www.blackrock.com/corporate/about-us/leadership/philipp-hildebrand
  16. https://www.fuw.ch/article/zur-person-25609
  17. https://www.dasinvestment.com/ex-notenbankchef-philipp-hildebrand-geht-in-die-freie-wirtschaft/
  18. https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/philipp-hildebrand-ein-kind-des-glucks
  19. https://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/super-hubs-von-sandra-navidi-die-bilderberg-konferenz-a-1087146.html
  20. https://www.blick.ch/wirtschaft/bilderberg-tagung-diese-schweizer-sind-an-der-geheim-konferenz-dabei-id3849717.html
  21. https://wwd.com/fashion-news/fashion-scoops/julia-louis-dreyfus-charlie-hall-white-house-state-dinner-1235436408/
  22. https://www.voanews.com/a/hollande-us-visit/1849712.html
  23. https://www.alamy.de/nicolas-sarkozy-vincent-labrune-und-margarita-louis-dreyfus-bei-ihrem-fussballspiel-der-franzosischen-liga-1-im-stadion-parc-des-princes-in-paris-sonntag-2-marz-2014foto-von-christianliewi-image393559204.html

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Koç Familie

Die Koç Familie gilt mit einem Vermögen von mehr als 8 Milliarden US-Dollar als die reichste Familie der Türkei. (Quelle) Sie kontrollieren die von ihnen gegründete Koç Holding. Diese ist nach Umsatz das mit Abstand grösste türkische Unternehmen. Die Koç Familie hat viele Kontakte zu Eliten aus Europa und den USA. Ihre Unternehmensgruppe sagt, sie habe „das grösste internationale Netzwerk türkischstämmiger Herkunft mit Aktivitäten in mehr als 25 Ländern“ (Quelle).

Koç Holding

Die Familie besitzt über 60 Prozent der Anteile an der Koç Holding. Über die Holding sind sie an wichtigen türkischen Unternehmen beteiligt:

  • Tüpraş (53 Prozent): Der Ölkonzern ist eines der grössten türkischen Unternehmen. Die Koç Familie führt den Vorstand.
  • Yapı Kredi (61 Prozent): Eine der grössten Banken der Türkei. Ali Koç ist derzeit Vorsitzender der Bank.
  • Tofaş (37 Prozent): Der Automobilhersteller gehört zu den grössten türkischen Unternehmen. Der italienische Automobilkonzern Fiat (Agnelli Familie) besitzt ebenfalls 37 Prozent der Anteile. Tofaş wurde 1968 von der Koç Familie gegründet. Die Familie führt gemeinsam mit Italienern den Vorstand.
  • Ford Otosan (41 Prozent): Der Automobilhersteller gehört zu den grössten türkischen Unternehmen. Der US-amerikanische Automobilkonzern Ford besitzt ebenfalls 41 Prozent der Anteile. Koç und Ford gründeten 1959 das Unternehmen gemeinsam. Die Koç Familie führt den Vorstand, in dem auch US-Amerikaner vertreten sind.
  • Arçelik (57 Prozent): Der Hersteller von Haushaltsgeräten ist inzwischen weltweit aktiv. Arçelik ist in den letzten paar Jahren zu einem der umsatzstärksten Unternehmen der Türkei herangewachsen. Es wurde 1955 von der Koç Familie gegründet, die bis heute den Vorstand führt.
  • Otokar (45 Prozent): Produziert Busse sowie Fahrzeuge fürs Militär, darunter auch Kampfpanzer. Ali Koç führt den Vorstand.

Stand: 2023

Die Koç Familie ist noch an vielen weiteren kleineren Unternehmen aus der Türkei beteiligt. Die Koç Holding ist zurzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Verbindungen zu den Eliten der westlichen Welt

Die Familie ist seit Beginn ihres wirtschaftlichen Aufstieges mit Geschäftsleuten aus der westlichen Welt verbunden. Vehbi Koç (1901–1996) war der Begründer der Unternehmerfamilie. Er wurde zu einem der reichsten Männer der Türkei. In seiner Anfangszeit als Unternehmer arbeitete er als lokaler Vertreter für den US-amerikanischen Automobilkonzern Ford. Er war auch als Vertreter des US-Ölkonzerns Standard Oil (Rockefeller Familie) für den türkischen Raum tätig. (Quelle)

Die Koç Familie hat Kontakt zur Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Die beiden Familien sind schon seit drei Generationen Geschäftspartner. (Quelle: 1 und 2)

Ömer Koç (*1962) besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderbergtreffen. (Quelle) Er ist derzeit im Lenkungsausschuss (Führungsgremium) der Bilderbergtreffen. (Quelle) Er studierte in den USA. (Quelle) Inzwischen lebt er grösstenteils in London. (Quelle)

Die Milliardärin Suna Koç Kıraç (1941–2020) war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. (Quelle)

Levent Çakıroğlu, der CEO der Koç Holding, besuchte 2017 das Bilderbergtreffen. (Quelle) Am Treffen 2019 waren auch zwei Professoren der Koç University. (Quelle) Die private türkische Universität wurde 1993 von der Stiftung der Koç Familie gegründet.

Der Milliardär Mustafa Koç (1960–2016) gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. (Quelle) Er studierte in den USA und war auf der Internatsschule Lyceum Alpinum Zuoz in der Schweiz, wo Schüler aus 30 verschiedenen Ländern zusammenkommen. Mustafa Koç war türkischer Honorarkonsul für Finnland und Ehrenvorsitzender des TÜSİAD, einer der wichtigsten Unternehmerverbände der Türkei. (Quelle) Mustafa Koç war im internationalen Beirat des britischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Rolls-Royce. (Quelle) Er war auch im internationalen Beirat der US-amerikanischen Grossbank JPMorgan Chase. Er sass zur selben Zeit im internationalen Beirat wie Henry Kissinger (USA), Ratan Tata (Indien), André Desmarais (Kanada), Riley Bechtel (USA), Xi-Qing Gao (China), Lee Kuan Yew (Singapur), Tony Blair (UK), Jürgen Grossmann (Deutschland) und Martin Feldstein (USA). (Quelle)

Der Milliardär Rahmi Koç (*1930) ist Ehrenvorsitzender des TÜSİAD und ehemaliger Präsident des Türkisch-Griechischen Wirtschaftsrats sowie Gründungsvorsitzender des Global Relations Forums, ein Verband der türkischen Elite für internationale Beziehungen. Rahmi Koç war in den internationalen Beiräten von JPMorgan (eine führende US-amerikanische Grossbank), Allianz (der deutsche Versicherungskonzern ist einer der grössten der Welt) und Council on Foreign Relations (die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt). Rahmi Koç erhielt für seine Beiträge zur Förderung der britisch-türkischen Beziehungen einen Orden vom britischen Hochadel. Er studierte an der Johns Hopkins Universität in den USA, von der er auch einen Ehrendoktortitel erhielt. (Quelle) Rahmi Koç soll Mitglied des 1001 Trusts sein. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. (Quelle)

Ali Koç (*1967) studierte in London und den USA. Er arbeitete für die US-amerikanischen Grossbanken Morgan Stanley und American Express. (Quelle) Er ist im internationalen Beirat der Bank of America, eine der grössten Banken der Welt. Zudem ist er auch im internationalen Beirat der Harvard Universität und des Council on Foreign Relations (CFR). (Quelle) Zum Beirat des CFR gehören auch Paul Desmarais (Kanada), Andrónico Luksic (Chile), Gustavo Cisneros (Venezuela), Suzan Sabancı Dinçer (Türkei), Frank Lowy (Australien), Victor Pinchuk (Ukraine) und weitere. (Stand: September 2023) (Quelle) Ali Koç ist Senior-Berater des Chatham House. (Quelle) Das Chatham House gilt als die mächtigste britische Denkfabrik.

Die Koç Familie erhielt die „Carnegie Medal of Philanthropy“, eine Auszeichnung für wohltätige Spender. Der US-Amerikaner David Rockefeller höchstpersönlich übergab Rahmi Koç die Auszeichnung. David sagte, er kenne Rahmi Koç schon seit langem. (Quelle) Weitere Empfänger der Medaille waren unter anderem die Milliardärsfamilien Rockefeller, Mellon, Tata, Crown, Gates, Lauder, Pritzker sowie George Soros, Aga Khan, Michael Bloomberg, Brooke Astor, Bilderberger-Chefin Marie-Josée Kravis und Moza bint Nasser aus der katarischen Königsfamilie. (Quelle)

Die Koç Familie gehört zur American Turkish Society, eine Gesellschaft, die amerikanisch-türkische Beziehungen fördert. Die Gesellschaft verlieh der Koç Stiftung eine Auszeichnung für ihr Engagement in türkisch-amerikanischen Beziehungen. Die Auszeichnung wurde von Peggy Rockefeller an Semahat Koç Arsel überreicht. (Quelle)

Rahmi Koç kennt Muhtar Kent, der Vorsitzender und CEO des Getränkekonzerns Coca-Cola war. (Quelle) Muhtar Kent lebt in den USA und kommt aus einer türkischen Familie. Sein Vater Necdet Kent war ein türkischer Diplomat. Muhtar besuchte 2009 das Bilderbergtreffen (Quelle). Er besuchte auch die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. (Quelle)

Semahat Koç (*1928) heiratete Nusret Arsel. Dieser arbeitete bei Unternehmen der Koç-Gruppe und für den deutschen Elektrokonzern Siemens. (Quelle)

Seit 2022 ist der britische Banker Michel de Carvalho im Vorstand der Koç Holding. (Quelle) Er heiratete in die niederländische Milliardärsfamilie Heineken, die den gleichnamigen Bierkonzern kontrolliert. Er arbeitete für die Rothschild Bank. (Quelle)

Zum Vorstand der Koç Holding gehörte der 2018 verstorbene irische Manager Peter Sutherland. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen und Ehrenvorsitzender der Trilateralen Kommission sowie stellvertretender Vorsitzender des „European Round Table of Industrialists“ (ERT). Des Weiteren sass er im Führungsgremium des Weltwirtschaftsforums (WEF). Er war ein Mentor des WEF-Chefs Klaus Schwab und war für den Aufbau des Forums zu einer internationalen Organisation mit globaler Wirkung von entscheidender Bedeutung. Peter Sutherland gilt als Vater der Globalisierung. Er war Finanzberater des Papstes und EU-Kommissar sowie Generaldirektor (Chef) der Welthandelsorganisation (WTO). Zudem besetzte er hohe Positionen bei wichtigen Unternehmen, unter anderem bei BP und Goldman Sachs. (Mehr zu Sutherland)

Derzeit ist Jacques Nasser im Vorstand der Koç Holding. Der libanesisch-australische Manager war Vorsitzender von BHP, das grösste australische Unternehmen und einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt. Jacques Nasser ist derzeit im Vorstand der Fox Corporation und kennt dadurch die australisch-amerikanische Milliardärsfamilie Murdoch. Als CEO des Ford-Konzerns lernte er die US-amerikanische Milliardärsfamilie Ford kennen. (Quelle)

Zum Vorstand der Koç Holding gehörte der amerikanisch-jüdische Milliardär Sanford Weill. Dieser leitete die Citigroup, eine der grössten Banken der USA. Weitere Vorstandsposten hatte er bei der New Yorker Abteilung der US-Zentralbank FED und bei den US-amerikanischen Grosskonzernen AT&T und Du Pont. (Quelle)

Rahmi Koç ist Treuhänder des Metropolitan Museum of Art in New York, das grösste Kunstmuseum der USA. Zu den Treuhändern gehören auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Ambani (Indien), Al Sabah (Kuwait), David-Weill (Frankreich) und Santo Domingo (Kolumbien) sowie Mitglieder der amerikanisch-jüdischen Familien LauderSchiffPritzker, Greenberg, Tisch und Rudin. (Stand: Juli 2021) Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

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Thyssen Familie

Die Thyssen Familie war eine der reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Über Heiraten gehören heute Teile der Familie zum Adel und sind unter anderem mit dem österreichisch-ungarischen Adel verbunden. Durch die Heiraten waren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Hauptaktionäre des Thyssenkonzerns zugleich ungarische Adlige.

Friedrich Thyssen (1804-1877) ist der Stammvater der Unternehmerdynastie. Er gründete mit Bekannten eine Drahtfabrik. Später gehörte er zu den Mitgründern des Bergbau- und Metallunternehmens Stolberger Zink AG. Zu dessen Gründern gehörte auch die Bank der Oppenheim Familie sowie die Familien Suermondt und Cockerill. Die beiden letzteren waren erfolgreiche Unternehmerfamilien, die auch familiär miteinander verbunden waren. Beide heirateten in die Unternehmerfamilie Haniel, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Deutschen gehört.

Friedrich Thyssens Söhne wurden einflussreiche Industrielle. Sie machten ein Vermögen in der deutschen Stahl- und Kohleindustrie. Die Familie gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Familien Deutschlands (Quelle). Früher war Stahl wertvoller als heute und die führenden Stahlunternehmer gehörten zu den reichsten der Welt. Stahl ist aber nach wie vor systemrelevant, allein schon wegen der Rüstungsindustrie.

Thyssen in der NS-Diktatur

Fritz Thyssen

Fritz Thyssen (1873-1951) war ein Förderer der NSDAP:

  • Er war bereits 1923 mit Adolf Hitler und der NSDAP verbunden und förderte diese finanziell, also bereits zehn Jahre vor der Machtübernahme Hitlers.
  • 1931 trat er der NSDAP bei und nahm am Treffen der Harzburger Front teil, ein Bündnis antidemokratischer Nationalisten und Rechtsextremisten.

(Quelle)

  • Zu den Teilnehmern der Harzburger Front gehörte auch Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha. Er war ein Enkel der britischen Queen Victoria. Sein Vater, der britische Prinz Leopold, war Freimaurer und Provinzial-Grossmeister von Oxfordshire sowie Senior Grand Warden der englischen Freimaurergrossloge (Quelle). Wenige Wochen nach dem Treffen gründete Carl Eduard die Gesellschaft zum Studium des Faschismus. Diese Organisation hatte sich das Ziel gesetzt, die Erfahrungen des italienischen Faschismus auf Deutschland zu übertragen und eine Einheit der politischen Rechten zu organisieren. Fritz Thyssen wurde Mitglied der Gesellschaft sowie auch der Industrielle Günther Quandt und der Bankier Hjalmar Schacht (Freimaurer und Freund des britischen Zentralbankchefs Montagu Norman).

(Quelle)

  • Fritz Thyssen ermöglicht es Hitler, 1932 im Industrieklub Düsseldorf eine Rede zu halten vor den führenden Repräsentanten der deutschen Wirtschaft, um für sein politisches Programm zu werben.
  • Fritz Thyssen war einer der Unterzeichner der Industrielleneingabe, ein an den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg gerichteter Brief, der von zwanzig führenden Vertretern der deutschen Industrie und Finanzwirtschaft unterzeichnet war. Darin forderten sie den Reichspräsidenten auf, Adolf Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Zu den Unterzeichnern gehörten auch Hjalmar Schacht, Kurt von Schröder und Erwin Merck.
  • Fritz Thyssen war Mitglied des Generalrats der Wirtschaft, ein kurzlebiges Gremium, das nur einmal tagte (am 20. September 1933). Es bestand aus hochrangigen deutschen Industriellen und Bankiers, welche die NSDAP-Führung und Hitler bei ihren Zukunftsplänen berieten. Zu den Teilnehmern gehörten auch Schröder, SiemensBosch, Krupp und Finck.

(Quelle)

Bereits nach der Machtübernahme der Nazis 1933 verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Fritz Thyssen und Hitler. 1939 wandte sich Thyssen endgültig von Hitler ab. 1940 wurde er verhaftet und war bis Kriegsende interniert. Anschliessend wurde er noch bis 1948 von den Alliierten gefangen gehalten und wurde dann bei der Entnazifizierung als Minderbelasteter eingestuft.

Vereinigte Stahlwerke

Die Thyssen Familie war 1926 Mitgründer der „Vereinigte Stahlwerke AG“ und besass 26 Prozent des Konzerns. Ab den 1930er Jahren gehörten die Vereinigten Stahlwerke zu den grössten deutschen Unternehmen und wuchsen zum weltweit zweitgrössten Stahlkonzern heran. Das Unternehmen wurde der grösste Kohleproduzent Deutschlands. Als Stahl- und Kohlekonzern profitierten die Vereinigten Stahlwerke von der Aufrüstungspolitik der Nazis (die Nazis stellten Treibstoff aus Kohle her, da sie kaum Öl hatten).

Fritz Thyssen war von 1926 bis 1939 Aufsichtsratsvorsitzender des Konzerns. Sein Bruder Heinrich war ebenfalls im Aufsichtsrat. Der Vorstand wurde in der NS-Zeit von Albert Vögler und Ernst Poensgen geführt. Ernst kam aus der Poensgen Familie, die bereits seit dem 15. Jahrhundert als Eisenhersteller tätig war. Albert Vögler war ein Naziunterstützer:

  • Er beteiligte sich 1919 zusammen mit anderen deutschen Industriellen an der Gründung des Antibolschewistenfonds. Somit finanzierte er bereits 14 Jahre vor Hitlers Machtübernahme rechtsradikale und antikommunistische Netzwerke.
  • Er wurde 1919 Mitglied der Wirtschaftsvereinigung zur Förderung der geistigen Wiederaufbaukräfte. Die nationalkonservative Wirtschaftsvereinigung bestand aus Stahl- und Bergbauunternehmern. Sie finanzierte massgeblich den Medienkonzern von Alfred Hugenberg, der ebenfalls Mitglied war. Sein Medienkonzern kontrollierte die Hälfte der deutschen Presse. Mit seiner nationalistischen und antidemokratischen Propaganda gilt Hugenberg als einer der wichtigsten Förderer der Nazis zur Zeit der Weimarer Republik.
  • Albert Vögler war im Vorstand des 1922 gegründeten Vereins Gäa. Dieser bestand zum Grossteil aus deutschen Adligen. Auch Alfred Hugenberg war Mitglied. Der Verein finanzierte rechte Propaganda. Er wurde nach Hitlers Machtübernahme aufgelöst.
  • Ab 1931 spendete Albert Vögler persönlich an die NSDAP.
  • Er gehörte zum Keppler-Kreis, eine Gruppe von deutschen Industriellen und Bankern mit dem Ziel, Einfluss auf die Wirtschaftspolitik von Hitlers Regierung zu nehmen. Auch der Bankier Kurt von Schröder war Mitglied, der ebenfalls ein wichtiger Förderer Hitlers war.
  • Albert Vögler nahm am Geheimtreffen vom 20. Februar 1933 teil. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle drei Millionen Reichsmark an die NSDAP. Zu den Teilnehmern gehörten einflussreiche Akteure der damaligen deutschen Wirtschaftselite, darunter auch KruppQuandt, Finck, Flick, Opel, Schnitzler sowie Hjalmar Schacht. Letzterer war ein bekennender Freimaurer, der unter Hitler die deutsche Zentralbank leitete und mit dem britischen Zentralbankchef Montagu Norman befreundet war. Ludwig von Winterfeld, der in die Siemens Familie geheiratet hatte, war ebenfalls beim Treffen anwesend.
  • Albert Vögler war von 1941 bis 1945 Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. In dieser Zeit betrieb die Gesellschaft Rüstungsforschung und war in die Menschenversuche in den Konzentrationslagern involviert (Quelle).

Albert Vögler beging 1945 zu Kriegsende Suizid, wie viele Mitglieder der Nazielite.

Die Vereinigte Stahlwerke AG wurde wie gesagt von Fritz Thyssen, Albert Vögler und Ernst Poensgen geführt. Die drei gehörten zur Ruhrlade, einer Vereinigung der zwölf einflussreichsten Ruhrindustriellen. Sie existierte von 1928 bis 1939.

Die Vereinigte Stahlwerke AG sowie Thyssens eigenes Unternehmen beschäftigten Zwangsarbeiter. Die Anzahl ist anscheinend unbekannt (ich hab zumindest keine Zahlen gefunden). Bei den anderen Grosskonzernen ist die ungefähre Anzahl der Zwangsarbeiter bekannt. Die Vereinigten Stahlwerke waren damals eines der grössten deutschen Unternehmen, daher erscheint es seltsam, dass es keine genauen Zahlen gibt. Auf den Werksgeländen von Thyssen in Duisburg gab es 22 „Ausländerlager“ (Quelle).

RWE

August Thyssen (1842-1926) arbeitete viel mit Hugo Stinnes zusammen, der als einer der mächtigsten Industriellen der Weimarer Republik galt. Gemeinsam gründeten sie 1898 ein Elektrizitätswerk, aus dem sich der heutige Energieversorgungskonzern RWE entwickelte. Hugo Stinnes war eng mit dem oben erwähnten Albert Vögler verbunden, der auch zum Aufsichtsrat von RWE gehörte.

RWE beschäftigte Zwangsarbeiter und profitierte von der Aufrüstungspolitik der Nazis. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehört RWE zu den grössten deutschen Unternehmen.

Bremer Vulkan

Von 1919 bis in die 1970er Jahren war die Thyssen Familie Aktionär des deutschen Schiffbaukonzerns Bremer Vulkan. Das Unternehmen bestand bis 1997 und stellte auch Schiffe fürs Militär her. In den 1930er Jahren besass Heinrich Thyssen-Bornemisza 80 Prozent der Vulkan-Aktien. Bremer Vulkan stellte Kriegsschiffe und U-Boote für die Nazis her. 1943 erklärten die Nazis das Unternehmen zum „nationalsozialistischen Musterbetrieb“, das zu der Zeit auch Zwangsarbeiter beschäftigte. (Quelle)

Verbindungen in die USA

Fritz Thyssen war 1926 einer der Hauptgründer eines Wirtschaftskartells der Stahlindustrie, das als Internationales Stahlkartell bekannt wurde und bis zum Kriegsausbruch 1939 bestand. Zum Kartell gehörten auch die führenden Stahlkonzerne der USA.

Die Thyssen Familie hatte in den 1930er Jahren engen geschäftlichen Kontakt zur Union Banking Corporation (UBC), eine US-amerikanische Bank. Zu dessen Führung gehörte in dieser Zeit Prescott Bush. Sein Sohn und Enkel waren die beiden US-Präsidenten aus der Bush Familie. Prescott Bush kannte die US-amerikanische Harriman Familie und gehörte zur Führung ihrer Privatbank „Brown Brothers Harriman & Co.“ (BBH), die mit der UBC verbunden war. Ausschnitte aus einem 2004 erschienen Artikel im Guardian:

Der Guardian hat Beweise dafür gesehen, dass Bush der Direktor der in New York ansässigen Union Banking Corporation (UBC) war, die Thyssens US-Interessen vertrat, und er arbeitete nach dem Kriegseintritt Amerikas weiter für die Bank. Bush war auch im Vorstand von mindestens einem der Unternehmen, die Teil eines multinationalen Netzwerks von Frontunternehmen waren, damit Thyssen Vermögenswerte auf der ganzen Welt bewegen konnte. Thyssen besaß das größte Stahl- und Kohleunternehmen in Deutschland und wurde reich an Hitlers Bemühungen, sich zwischen den beiden Weltkriegen wieder zu bewaffnen. Eine der Säulen im internationalen Unternehmensnetz von Thyssen, UBC, arbeitete ausschließlich für eine von Thyssen kontrollierte Bank in den Niederlanden und war im Besitz dieser. Verlockender sind Bushs Verbindungen zur Consolidated Silesian Steel Company (CSSC) mit Sitz im mineralreichen Schlesien an der deutsch-polnischen Grenze. Während des Krieges nutzte das Unternehmen die Sklavenarbeit der Nazis aus den Konzentrationslagern, einschließlich Auschwitz. Das Eigentum an CSSC wechselte in den 1930er Jahren mehrmals den Besitzer, aber Dokumente aus dem im letzten Jahr freigegebenen US-Nationalarchiv verbinden Bush mit CSSC, obwohl nicht klar ist, ob er und UBC noch in das Unternehmen involviert waren, als Thyssens amerikanische Vermögenswerte 1942 beschlagnahmt wurden.

Margit von Batthyány

Gräfin Margit von Batthyány (1911-1989) kam väterlicherseits aus der Thyssen Familie. Sie heiratete wie ihr Vater in eine ungarische Adelsfamilie. In ihrem Schloss in Österreich beherbergte Gräfin Margit im Zweiten Weltkrieg Mitglieder der Waffen-SS zur Erholung. Sie hatte Affären mit ranghohen Nazis. Vom 24. auf den 25. März 1945 veranstaltete sie eine Party. Mehrere Partygäste beteiligten sich noch in derselben Nacht persönlich am Massaker von Rechnitz. Sie ermordeten etwa 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in der Nähe des Schlosses. (Quelle)

Thyssen in den letzten 70 Jahren

Auch in der Nachkriegszeit war der Thyssen-Konzern eines der grössten deutschen Unternehmen (Quelle). Seit 1997 war der Stahlkonzern unabhängig von der Familie. 1999 fusionierte der Konzern mit der Friedrich Krupp AG. Diese wurde früher von der Krupp Familie kontrolliert, die im 20. Jahrhundert neben der Thyssen Familie die mächtigsten deutschen Stahlunternehmer waren. Durch die Fusion entstand Thyssenkrupp, der heute der grösste deutsche Stahlhersteller ist. Thyssenkrupp ist zudem eines der grössten deutschen Rüstungsunternehmen. Derzeit besitzt die Krupp-Stiftung 21 Prozent des Konzerns und ist somit Hauptaktionär.

Heinrich Thyssen (1875-1947) heiratete in die ungarische Adelsfamilie Bornemisza de Kászon. Er liess sich von seinem Schwiegervater adoptieren, nahm dessen Familiennamen an und war ab da Baron. So entstand der Familienzweig Thyssen-Bornemisza.

Die letzten beiden Familienmitglieder, die an der Thyssen AG beteiligt waren (Frederico und Claudio), kamen väterlicherseits aus der ungarischen Adelsfamilie Zichy. Somit wurde die Thyssen AG in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von ungarischen Adligen kontrolliert.

1987 wurde Baron Hans Heinrich Thyssen-Bornemiszas (1921-2002) Vermögen auf 1 bis 2 Milliarden US-Dollar geschätzt und er gehörte damit zu den reichsten Deutschen. Damals besass offiziell noch niemand mehr als 20 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Er lebte seit 1950 in der Schweiz.

2020 wurde das Vermögen der Familie Thyssen-Bornemisza auf 3,25 Milliarden Schweizer Franken geschätzt, also etwa 3,6 Milliarden US-Dollar. (Quelle)

1959 gründete die Familie die „Fritz Thyssen Stiftung“. Diese gehört heute zu den reichsten deutschen Stiftungen und besitzt ein Vermögen von 550 Millionen Euro (Quelle). Derzeit ist Georg Thyssen im Kuratorium der Stiftung zusammen mit der deutschen Gräfin Carola von Schmettow. (Stand: 4.10.2021). Die Gräfin war im Aufsichtsrat von Thyssenkrupp und leitete die deutsche Abteilung der britischen Grossbank HSBC.

Baron Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza (1921-2002) war Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“, die den WWF kontrolliert. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer Mitglieder der Familien Rockefeller, Rothschild, Loudon, Oppenheimer, Agnelli, Astor, Ford, Siemens, Hoffmann, Bin Laden und weitere Superreiche sowie einige Königsfamilien. (Quelle)

Die August-Thyssen-Bank, die bis 1961 existierte, war 1956 Mitgründer der DWS Group, die derzeit der zweitgrösste deutsche Vermögensverwalter ist. Zu den Mitgründern gehörten auch die Deutsche Bank, Oppenheim, Metzler, Donner, Delbrück und Schröder. Die DWS Group verwaltet 859 Milliarden Euro, also etwa eine Billion US-Dollar (Stand: 30.6.2021).

Baron Georg Thyssen-Bornemisza (*1950) ist Vorsitzender der schweizerischen Holding „Thyssen-Bornemisza Group“, die Wetter- und Datenanalyseunternehmen besitzt. Franz Markus Haniel arbeitete für die Holding (Quelle). Er kommt aus der Haniel Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Deutschen gehört.

Baron Lorne Thyssen-Bornemisza (*1963) führt ein eigenes kleines Ölunternehmen (Thyssen Petroleum) mit Sitz in Texas. Er lebt in Grossbritannien. (Quelle) Er war auf dem Eliteinternat Le Rosey in der Schweiz. Es ist vermutlich das elitärste Internat der Welt. Viele Königsfamilien schicken ihre Kinder dorthin. Zu Lornes Schulfreunden gehörten Kinder aus der iranischen Herrscherfamilie sowie Kinder aus den Milliardärsfamilien Agnelli und Niarchos. Lorne drehte einen Film, in dem Nabila Khashoggi (Tochter des saudischen Milliardärs Adnan Khashoggi) eine Hauptrolle spielte. (Quelle)

Heiraten und Verbindungen zum Adel

Die Familie heiratete in mehrere Adelsfamilien. Sie sind vor allem mit dem österreichisch-ungarischen Adel verbunden.

Heinrich Thyssen (1875-1947) heiratete, wie bereits erwähnt, in die ungarische Adelsfamilie Bornemisza de Kászon.

Francesca Thyssen-Bornemisza (*1958) war mit Karl Habsburg-Lothringen verheiratet, dem derzeitigen Oberhaupt der österreichischen Königsfamilie.

Bodo Thyssens (1918-2004) Stieftochter Gabriele (*1963) heiratete erst Prinz Karl Emich von Leiningen-Romanov. Väterlicherseits kommt er aus der Uradelsfamilie Leiningen und mütterlicherseits aus der Uradelsfamilie Oldenburg. Leiningen und Oldenburg gehören zum deutschen Hochadel. Karl Emich ist ein Nachkomme der russischen Zarenfamilie. Karl Emich und der russische Politiker Anton Bakow haben sich das Ziel gesetzt in Russland die Monarchie wiedereinzuführen mit Karl Emich als König (Quelle).

Gabriele heiratete in zweiter Ehe Karim Aga Khan IV., das derzeitige geistliche Oberhaupt der Nizariten (die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft). Gabriele kennt die jordanische Königin Rania. Die jordanische Königsfamilie und die Aga Khan Familie sollen vom Propheten Mohammed abstammen, der im 6. und 7. Jahrhundert lebte und den Islam gründete. Gabriele und Königin Rania kannten auch die Französin Liliane Bettencourt, die zu Lebzeiten als die reichste Frau der Welt galt (Foto).

Gabriele und ihre Mutter Renate Thyssen-Henne kennen viele Personen aus der deutschen Elite:

  • Die beiden kennen die Milliardärin Liz Mohn (Foto). Die Mohn Familie kontrolliert den grössten deutschen Medienkonzern.
  • Über die Google-Suche findet man mehrere Fotos, auf denen Renate Thyssen-Henne mit der Milliardärin Friede Springer abgebildet ist. Den Fotos nach haben die beiden ein gutes Verhältnis zueinander. Friede Springer kontrolliert einen der grössten deutschen Medienkonzerne.
  • Gabriele und ihre Mutter Renate Thyssen-Henne besuchten den 70. Geburtstag des deutschen Milliardärs Hubert Burda. Burda kontrolliert eines der grössten Medienunternehmen Deutschlands. Auf der Geburtstagsparty waren auch Kanzlerin Angela Merkel sowie die deutschen Milliardäre Wolfgang Porsche, Ferdinand Piëch und Friede Springer. (Quelle: Auf den Fotos)
  • Gabriele und ihre Mutter kennen Wolfgang Porsche (Foto). Die Milliardärsfamilie Porsche kontrolliert den Automobilkonzern VW, das grösste deutsche Unternehmen.
  • Gabriele und ihre Mutter kennen den Verleger Florian Langenscheidt (Foto). Florian heiratete in die Milliardärsfamilie Quandt, die den Automobilkonzern BMW kontrolliert. Florian war Präsidiumsmitglied des WWF und war im Kuratorium der Atlantik-Brücke, eine der mächtigsten Denkfabriken Deutschlands.
  • Gabriele und ihre Mutter kennen Klaus Wowereit (Foto). Er war Bürgermeister von Berlin und gehörte zur Parteispitze der SPD.
  • Gabriele kennt den indischen Milliardär Lakshmi Mittal (das sechste Foto).

Gabriella Thyssen-Bornemisza (*1915) heiratete Baron Adolph Bentinck van Schoonheten aus der niederländischen Uradelsfamilie Bentinck. Adolph war stellvertretender Chef der NATO und vertrat die Niederlande als Botschafter in Frankreich, Grossbritannien, Island und der Schweiz. Ein Familienzweig der Bentincks gehört seit 1689 auch zum britischen Adel. Gabriellas Tochter Henrietta (1949-2010) heiratete erst den britischen Markgrafen Spencer Compton. Der Markgraf ist Freimaurer. Er war von 2001 bis 2009 Pro-Grossmeister der Freimaurergrossloge von England. Ein Pro-Grossmeister wird ernannt, wenn der Grossmeister aus der Königsfamilie kommt. Der Pro-Grossmeister übernimmt die Rolle des Grossmeisters, wenn dieser aufgrund seiner königlichen Pflichten nicht zur Verfügung steht. Spencer Compton war somit der Stellvertreter von Prinz Edward von Kent, der immer noch der Grossmeister der englischen Freimaurer ist (Quelle). Henrietta heiratete auch in die Boissevain Familie, die zur niederländischen Elite gehört und von Hugenotten abstammt. Henriettas Bruder Steven-Carel (*1957) heiratete Nora Picciotto, die zuvor mit dem Oberhaupt der alten polnischen Hochadelsfamilie Czartoryski verheiratet war. Nora Picciotto soll eine Verwandte der jüdischen Bankiersfamilie Picciotto sein, die ein Milliardenvermögen und die Schweizer Privatbank UBP besitzt. Laut Geni.com haben Noras Vater Fernand Picciotto (1914–1996) und der Bankengründer Edgar de Picciotto denselben Urgrossvater, nämlich Illel di Elia de Picciotto (starb 1884).

Joseph Thyssen (1844-1915) heiratete in die Bagel Familie, eine hugenottische Einwandererfamilie. Die Bagel Familie besitzt bis heute die Druckerei- und Verlagsgruppe Bagel. Die Bagel Familie heiratete in die Milliardärsfamilie Henkel und Simone Bagel-Trah leitet derzeit den Aufsichtsrat des Henkel-Konzerns. Die Bagel Familie war über eine Heirat auch mit der Haniel Familie verbunden, die heute ebenfalls Milliardäre sind.

Hedwig Thyssen (1878-1960) heiratete zweimal in den deutschen Adel. Ihre Tochter Mignon (1917-1958) heiratete in die österreichische Uradelsfamilie Wurmbrand-Stuppach. Die Tochter Maximiliane (1908-2004) war viermal verheiratet. Sie heiratete in die österreichische Adelsfamilie Sessler und in die deutsche Uradelsfamilie Hanstein. Ihre Enkelin Diana heiratete den Sohn des tschechischen Politikers Karel (Karl VII.) Schwarzenberg. Karel war Aussenminister der Tschechischen Republik. Von 2009 bis 2015 war er Vorsitzender der 2009 gegründeten Partei TOP 09, die 2010 die drittstärkste Partei Tschechiens war. Karel ist das derzeitige Oberhaupt der böhmischen Uradelsfamilie Schwarzenberg. Das ist daher interessant, da das Königreich Böhmen das heutige Tschechien ausmacht. Der böhmische Adel ist traditionell mit dem österreichischen Hochadel verbunden, der früher über Böhmen herrschte. Karel ist Multimillionär und sein Vermögen wird auf über 300 Millionen US-Dollar geschätzt (Quelle). Er besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle).

Margit Thyssen-Bornemisza (1911-1989) heiratete einen Grafen aus der ungarischen Uradelsfamilie Batthyány. Ihr Grossneffe ist der Schweizer Journalist und Autor Sacha Batthyany. Er war Redaktor bei der NZZ, eine der wichtigsten Zeitungen der Schweiz. Er arbeitete auch für den Tages-Anzeiger und für die Süddeutsche Zeitung.

Anita Thyssen (1909-1990) heiratete einen Grafen aus der ungarischen Uradelsfamilie Zichy. Anita war Hauptaktionärin der Thyssen AG. Ihre Söhne (somit ebenfalls Adlige) waren die letzten Familienmitglieder, die an der Thyssen AG beteiligt waren.

Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza (1921-2002) war fünfmal verheiratet. Er heiratete in erster Ehe in die deutsche Uradelsfamilie Lippe. Er und seine Frau kannten Eduard Prinz von Anhalt (Foto), das derzeitige Oberhaupt der deutschen Uradelsdynastie der Askanier. Hans heiratete in zweiter Ehe das britische Model Nina Dyer. Nina heiratete in zweiter Ehe in die persische Milliardärsfamilie Aga Khan. Diese sind die geistlichen Oberhäupter der Nizariten (die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft). Hans heiratete in dritter Ehe das Model Fiona Campbell-Walter. Ihr Grossvater mütterlicherseits war ein Baron aus dem schottischen Campbell Clan. Fiona hatte Gerüchten zufolge ein romantisches Verhältnis mit dem Griechen Alexander Onassis, dessen Vater zu den reichsten Männern der Welt gehörte (Quelle). Fiona verkehrte mit der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli und mit der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (Quelle). Hans heiratete in vierter Ehe die Tochter eines brasilianischen Bankiers. In fünfter Ehe heiratete er Carmen Cervera, die mit einem Vermögen von 900 Millionen Euro (Stand: 2015) eine der reichsten Frauen Spaniens ist.

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Haus Hannover (Welfen)

Die Dynastie der Welfen lässt sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen und ist damit eine der ältesten Familien des Hochadels. Der Familienlegende nach stammen die Welfen vom Fürsten Edekon ab, der im 5. Jahrhundert lebte. Sein Sohn Odoaker wurde nach dem Untergang des Römischen Reiches der erste König von Italien.

Aus der Dynastie der Welfen bildete sich im 13. Jahrhundert die Braunschweig Familie. Das Haus Braunschweig war eine der führenden Familien des deutschen Adels. Sie stellten Fürsten und Herzöge. Aus dem Haus Braunschweig ging im 17. Jahrhundert der Familienzweig Hannover hervor. Das Haus Hannover besetzte von 1714 bis 1901 den britischen Thron. In diesem Zeitraum war Grossbritannien, vor allem im 19. Jahrhundert, die führende Kolonialmacht. Das britische Königreich machte auf seinem Höhepunkt ein Viertel der Erdoberfläche aus. Das Haus Hannover war dadurch die womöglich mächtigste Herrscherfamilie der Welt. Heute ist der grösste Teil der Familie in Deutschland sesshaft. Die Familien Hannover und Braunschweig brachten hochrangige Freimaurer hervor, was weiter unten erläutert wird.

Die Welfen

Die Kinder des Grafen Welf I. heirateten im 9. Jahrhundert in wichtige Hochadelsfamilien der damaligen Zeit:

  • Die Tochter Judith heiratete 819 Ludwig den Frommen. Ludwig war König des Fränkischen Reiches, aus dem später Frankreich wurde. Ludwigs Vater war König Karl der Grosse, einer der wichtigsten Herrscher der damaligen Zeit. Sie kamen aus der Dynastie der Karolinger, die von den Pippiniden aus dem 7. Jahrhundert abstammten. Die Karolinger herrschten von 751 bis 987 über das Fränkische Reich. Sie stellten in dieser Zeit auch Römische Kaiser und Könige von Italien. Als römische Kaiser wurden sie von Päpsten gekrönt. Der letzte Familienzweig der Karolinger im Mannesstamm starb im 11. Jahrhundert aus.
  • Die Tochter Hemma heiratete 827 Ludwig den Deutschen, der über Baiern (heutiges Bayern) und Ostfrankenreich (heutiges Deutschland) herrschte. Er war der Sohn von König Ludwig dem Frommen und war also ebenfalls ein Karolinger.
  • Der Sohn Konrad I. heiratete Adelheid von Tours. Sie kam aus der Adelsdynastie der Etichonen, die vom 7. bis 13. Jahrhundert bestand. Papst Leo IX. (1002–1054) stammte von den Etichonen ab. Auch das Haus Habsburg, eine der mächtigsten Dynastien, stammt womöglich von den Etichonen ab. (Quelle: 1, 2) Nach Konrads Tod heiratete seine Frau den Grafen Robert der Tapfere. Dieser kam aus der Dynastie der Robertiner, aus der wiederum die Kapetinger hervorgingen. Alle Könige Frankreichs der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab (Quelle). Das Haus Bourbon, das bis heute eine der mächtigsten Familien des Hochadels ist, stammt im Mannesstamm von den Kapetingern ab.

Im 10. Jahrhundert stellten die Welfen vier Könige von Hochburgund. Damit herrschten sie über einen kleineren Teil des heutigen Frankreichs sowie über die heutige Schweiz. Einer der vier Könige war Rudolf II., der gleichzeitig den Thron von Italien besetzte. Die Welfen heirateten weiterhin in Hochadelsfamilien, darunter auch Kapetinger. Der Welfe Otto IV. (1175–1218) war römisch-deutscher Kaiser und somit einer der mächtigsten Herrscher seiner Zeit.

Ab dem 13. Jahrhundert benutzten die Welfen den Namen Braunschweig.

Haus Hannover

1692 wurde das deutsche Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg gegründet. Der erste Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Calenberg war der Gründer der Hochadelslinie Hannover. Er kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Hessen und seine Grossmutter väterlicherseits war eine dänische Prinzessin aus dem Haus Oldenburg. Seine Frau Sophie kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Wittelsbach und mütterlicherseits aus dem Haus Stuart, das von 1603 bis 1714 den britischen Thron besetzt hatte. Durch diese Ehe wurde die Familie Hannover Thronfolger des britischen Königreiches.

Der älteste Sohn von Kurfürst Ernst August bestieg 1714 als Georg I. den britischen Thron. Ab da stellte das Haus Hannover bis 1901 den König des britischen Königreiches. Grossbritannien war in dieser Zeit die führende Weltmacht. Der britische Zweig hatte weiterhin Kontakt zu seinen Verwandten in Deutschland, darunter auch zum Haus Braunschweig. Nach dem Wiener Kongress wurde ihr deutsches Kurfürstentum 1814 zum Königreich Hannover umgewandelt, das bis 1866 bestand. Bis 1837 war der König von Hannover gleichzeitig der König von Grossbritannien.

Die Welfen und die Freimaurerei

Prinz Frederick/Friedrich von Hannover (1707–1751) gilt als das erste Mitglied des britischen Königshauses, das in die Freimaurerei aufgenommen wurde. (Quelle: ,) Sein Sohn Henry/Heinrich von Hannover war das erste Mitglied der britischen Königsfamilie, das Grossmeister der Freimaurer in England war. Er hatte das Amt von 1782 bis 1790 inne. Anschliessend war George von Hannover bis 1812 Grossmeister. Georg war zudem von 1806 bis 1813 Grossmeister der Freimaurer in Schottland. Später regierte er von 1820 bis 1830 als König Georg IV. über Grossbritannien. (Quelle: 1, 2, 3) Er war mit dem französischen Hochadligen Louis-Philippe II. von Orléans befreundet. Dieser war Grossmeister der Freimaurer in Frankreich. (Quelle: 1, 2)

Nach Georg war William IV. König von Grossbritannien. Er trat ebenfalls den Freimaurern bei. (Quelle: 1, 2, 3)

Von 1813 bis 1843 war Prinz Augustus Frederick von Hannover Grossmeister der englischen Freimaurer. (Quelle) Er heiratete in erster Ehe die Tochter eines Grafen aus dem schottischen Murray Clan, eine der wichtigsten britischen Freimaurerfamilien der letzten 300 Jahren.

Queen Victoria heiratete 1840 ihren Cousin Albert aus der deutschen Hochadelsfamilie Sachsen-Coburg-Gotha. Dadurch wurde das Haus Sachsen-Coburg-Gotha zur britischen Königsfamilie und besetzt den Thron bis heute. Somit haben die heutigen Royals Blut der Familie Hannover in sich.

Es waren noch mehr als 15 weitere Mitglieder des britischen Königshauses Freimaurer. (Quelle) Etwa die Hälfte davon kam aus dem Haus Hannover und die andere Hälfte aus dem Haus Sachsen-Coburg-Gotha. Heute sind nach offiziellen Angaben nur noch drei britische Royals Freimaurer. Einer davon ist der Herzog von Kent, der derzeitige Grossmeister der englischen Freimaurer (Quelle). Sein Bruder Michael von Kent ist ebenfalls Freimaurer. (Quelle) Prinz Philip, der Ehemann der Queen aus dem Haus Glücksburg, ist bereits seit 67 Jahren Mitglied bei den Freimaurern. (Quelle)

Die britische Prinzessin Anna von Hannover (1709–1759) heiratete den niederländischen Herrscher Wilhelm IV. aus der Uradelsfamilie Nassau. Er war Freimaurer. (Quelle: 1, 2) Das Haus Hannover heiratete in seiner Zeit als britische Königsfamilie in die deutschen Hochadelsfamilien Mecklenburg, Sachsen-Meiningen und Sachsen-Altenburg, die damals als führende Freimaurer in Deutschland aktiv waren.

Der britische Prinz Ernst August war ab 1837 König der deutschen Provinz Hannover. 1828 hatte er die Freimaurergrossloge von Hannover gegründet und wurde ihr erster Grossmeister. Sein Sohn Georg V. war der letzte König von Hannover und ebenfalls Grossmeister der Freimaurer in Hannover. (Quelle) Heute sind in Hannover 108 Strassen nach Freimaurern benannt. (Quelle)

Auch nachdem die Hannover Familie in Grossbritannien sesshaft geworden war, hatte sie Kontakt zu ihren Verwandten aus dem Haus Braunschweig, das wie gesagt ebenfalls zu der Dynastie der Welfen gehört. Die britischen Könige Georg I. und Georg IV. heirateten in die Braunschweig Familie.

Der Welfe Herzog Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel (1721–1792) war Grossmeister der dänischen Freimaurer. (Quelle) Seine Schwester war durch ihre Heirat Königin von Dänemark und Norwegen. Ferdinand wurde von seinem Schwager, dem preussischen König Friedrich II., in dessen Freimaurerloge aufgenommen. Ferdinand stand als Feldmarschall im Dienste Preussens und auch im Dienste der Hannover Familie. Er führte als Provinzial-Grossmeister die Logen in der deutschen Stadt Braunschweig im Dienste der englischen Freimaurer. Er war Mitglied des Illuminatenordens und General-Obermeister der „Asiatischen Brüder“. (Quelle: 1, 2) Die Illuminaten und die Asiatischen Brüder waren zwei Geheimorden, die heute nach offiziellen Angaben nicht mehr existieren. Die Asiatischen Brüder, die aber keine Asiaten waren, sondern aus dem deutschsprachigen Raum kamen, waren eine Splittergruppe der Rosenkreuzer, die 1782 einen eigenen Orden bildete. Juden war der Beitritt gestattet, was zu dieser Zeit bei den deutschen Freimaurern und Rosenkreuzern kaum vorkam. Der Orden war im Gegensatz zu den Freimaurern nicht christlich orientiert, sondern wandte sich der „Echten Religion“ zu, die sie Mago Cabala nannten. Auf den beiden höchsten Ordensstufen hatte man sich mit Geisterbeschwörung befasst. Gotteslästerern war der Eintritt aber angeblich untersagt. Genauso nahm man keine Personen mit anti-adliger Einstellung auf. „Wer die heiligen Rechte der Könige und Fürsten, die das Bild des Ewigen auf Erden sind, nur im geringsten verletzt“ galt als nicht aufnahmefähig. (Quelle) Den Asiatischen Brüdern waren also die „heiligen Rechte“ des Hochadels sehr wichtig.

Herzog Ferdinand war das Oberhaupt des „Rektifizierten Schottischen Ritus“ und leitete damit den Nachfolger der Strikten Observanz. (Quelle) Er war somit auch einer der obersten Freimaurer in Deutschland.

Ferdinands Neffe Herzog Friedrich August von Braunschweig-Lüneburg-Oels (1740–1805) war von 1772 bis 1799 National-Grossmeister der Grossloge „Zu den drei Weltkugeln“. Sie ist die älteste deutsche Freimaurergrossloge und wurde 1740 gegründet. Sie ist bis heute aktiv. Herzog Friedrich August war auch Rosenkreuzer. (Quelle: 1, 2) In seiner Familie gab es weitere Freimaurer:

  • Seine Brüder Wilhelm Adolf und Maximilian waren Freimaurer. Ihr Vater Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel war, so viel bekannt ist, kein Freimaurer, aber er hatte ein gutes Verhältnis zu diesen. Er war Protektor der Freimaurer in der deutschen Stadt Braunschweig. Somit standen die Braunschweiger Freimaurer unter seinem Schutz. (Quelle)
  • Seine Schwester Elisabeth Christine heiratete den späteren preussischen König Friedrich Wilhelm II. aus dem Haus Hohenzollern. Dieser war Freimaurer, Rosenkreuzer und Okkultist (Quelle).
  • Seine Schwester Anna Amalie heiratete Herzog Ernst August II. von Sachsen-Weimar-Eisenach. Der Herzog kam aus der Uradelsdynastie der Wettiner. Sie hatten zwei Söhne. Der Sohn Carl August (1757–1828) war Freimaurer (Quelle). Er trat zudem dem Illuminatenorden bei. (Quelle: 1, 2) Der andere Sohn Friedrich Ferdinand Constantin (1758–1793) war ebenfalls Illuminat. (Quelle)
  • Seine Schwester Sophie heiratete den Markgrafen Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth aus der Uradelsdynastie Hohenzollern. Der Markgraf war Freimaurer (Quelle).
  • Sein Onkel Albrecht von Braunschweig-Wolfenbüttel (1725–1745) war Freimaurer. (Quelle)
  • Seine Tante Elisabeth Christine heiratete den preussischen König Friedrich II. aus dem Haus Hohenzollern. Er war Freimaurer und spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung der Freimaurerei in Deutschland (Quelle).
  • Seine Tante Luise Amalie heiratete den preussischen Prinzen August Wilhelm, ebenfalls ein Freimaurer.

Auguste Karoline von Braunschweig-Wolfenbüttel (1764–1788) heiratete Friedrich I., der erste König des Königreiches Württemberg in Deutschland. Er war Freimaurer. (Quelle)

Die Braunschweig Familie heiratete auch in die Königsfamilien von Österreich, Niederlande und Russland.

Welf VI. (1115–1191) unternahm eine Pilgerfahrt in das von den Kreuzfahrern besetzte Jerusalem. Dort kam er mit dem Templerorden in Kontakt. (Quelle) Der Templerorden wurde von Kreuzfahrern in Jerusalem gegründet. Der Orden bestand von 1118 bis 1312. Er gilt als möglicher Vorläufer der Freimaurerei. Zu dieser Zeit wurden in Jerusalem mehrere Orden gegründet, die bis heute bestehen, darunter auch der Deutsche Orden. Der Welfe Luther von Braunschweig (1275–1335) war Hochmeister des Deutschen Ordens. Der Orden ist traditionell mit der österreichischen Königsfamilie verbunden.

Die Welfen in den letzten 100 Jahren

Der deutsche Zweig der Welfen war mit der NS-Diktatur verbunden und profitierte finanziell von den Nazis. Sie kontrollierten ein Rüstungsunternehmen, das an der geheimen Produktion von Hitlers „Wunderwaffen“ beteiligt war. (Quelle: 1, 2)

Das heutige Vermögen der Hannover Familie wird auf 400 Millionen Euro (etwa 470 Millionen US-Dollar) geschätzt und sie ist damit eine der reichsten Familien des deutschen Hochadels. (Quelle)

Alexandra von Hannover besuchte 2013 eine Veranstaltung, bei der die deutsche Milliardärin Friede Springer mit einem Toleranzpreis geehrt wurde (das dritte Foto). Bei der Verleihung erhielten auch der britische Bankier Evelyn de Rothschild und der irakisch-britische Investor Nemir Kirdar einen Preis für Toleranz. (Quelle)

Ernst August von Hannover (*1983) war auf der Hochzeit von Stavros Niarchos und Dasha Zhukova. (Quelle) Stavros kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Die Russin Dasha Zhukova war zuvor mit dem russischen Milliardär Roman Abramovich verheiratet. Dasha Zhukova ist seit vielen Jahren mit der britischen Prinzessin Beatrice befreundet. (Quelle) Auf der Hochzeit von Niarchos und Zhukova waren Mitglieder der Fürstenfamilie von Monaco sowie Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilie von Griechenland. (Quelle: 1, 2) Lapo Elkann, der mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli kommt, war auch da. (Quelle) Zum Freundeskreis des Ehepaares gehören Joshua Kushner und Ivanka Trump (Tochter von US-Präsident Donald Trump). (Quelle) Chantal, die Exfrau von Ernst August von Hannover, war 2012 bei einer Veranstaltung von Sotheby’s. Zu den Gästen gehörten britische Adlige und Mitglieder der Familien Rothschild, Goldsmith, Spencer-Churchill, Aga Khan und Hambro sowie die Ehefrau des britischen Milliardärs Anthony Bamford. (Quelle)

Ernst August von Hannover (*1954) heiratete in die Fürstenfamilie von Monaco. Er war ein langjähriger Vertrauter von Prinz Michael aus der Fürstenfamilie von Liechtenstein, der auch sein Vermögensverwalter war. (Quelle) Ernst kennt Edward Spencer-Churchill. (Foto) Edward kommt aus der Herzogsfamilie Spencer-Churchill, eine sehr einflussreiche Familie des britischen Adels. Der berühmte britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie.

Ernst August von Hannover war bei einem Hochzeitsdinner in London, das nach einer Hochzeit der griechischen Unternehmerfamilien Livanos und Vardinogiannis stattfand. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Safra, Aga Khan, Spencer-Churchill, Niarchos, HearstHambroRussell, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von GriechenlandJordanien und Serbien. (Quelle)

Das Haus Braunschweig ist inzwischen ausgestorben, aber Nachfahren findet man in mehreren Königsfamilien. Das Haus Hannover benutzt bis heute zusätzlich den Familiennamen Braunschweig. Die Familie heiratete auch in den letzten 100 Jahren immer noch in Königsgeschlechter:

Friederike von Hannover (1917–1981) heiratete den griechischen König Paul I. Ihre Tochter Sophia heiratete den spanischen König Juan Carlos I.

Georg Wilhelm von Hannover (1915–2006) heiratete ebenfalls in das griechische Königshaus. Seine Frau war die Schwester von Prinz Philip (Ehemann der britischen Queen). Georg leitete das deutsche Eliteinternat Schloss Salem. Zu den Mitgründern der 1920 gegründeten Schule gehörte der hochadlige Max von Baden, der letzte Reichskanzler des Deutschen Kaiserreiches. Max heiratete in die Hannover Familie.

Friederike von Hannover (*1954) ist ein Patenkind von Queen Elizabeth II. (Quelle)

Ernst August von Hannover (1914–1987) heiratete in den deutschen Zweig der Hochadelsfamilie Glücksburg, zu der auch die Königsfamilien von Dänemark, Norwegen und Griechenland gehören.

Das Haus Hannover heiratete in den letzten 100 Jahren in die Uradelsfamilien Leiningen, Hochberg, Thurn und Valsassina, Westernhagen und Isenburg/Ysenburg.

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Bischoffsheim und Bamberger Familie

Die deutsch-jüdische Bischoffsheim Familie gehörte im 19. Jahrhundert zu den wichtigsten Bankiers in Frankreich, wo sie schliesslich auch sesshaft wurde.

Der Deutsche Raphaël Nathan Bischoffsheim (1773-1814) war Hofbankier und Heereslieferant der mainzischen Kurfürsten. Seine Tochter Amelie Bischoffsheim (1802-1877) heiratete den deutsch-jüdischen Bankier August Bamberger. Zwei ihrer Söhne wurden ebenfalls einflussreiche Bankiers. Die beiden Familien arbeiteten eng zusammen und gründeten mehrere Banken mit. Darunter die Société Générale und die BNP Paribas in Frankreich sowie die Deutsche Bank in Deutschland. Die drei gehören heute zu den grössten Banken der Welt.

Bankengründungen

Der Sohn Louis-Raphaël Bischoffsheim (1800-1873) machte eine Lehre bei der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Goldschmidt, in die er dann auch heiratete. Er war in Westeuropa unterwegs und gründete je eine Bank in den Niederlanden, Belgien und England für die Familiengeschäfte.

Sein Bruder Jonathan und dessen Tochter Regine heirateten ebenfalls in die Goldschmidt Familie. Jonathan war in der belgischen Politik und Freimaurer. (Quelle) Er erhielt einen Orden vom belgischen König. Jonathan war der erste Direktor der belgischen Zentralbank. Er war Mitgründer der Crédit Communal, aus der sich die heutige Belfius Bank entwickelte, eine der grössten belgischen Banken. (Quelle)

Société Générale

Louis-Raphaël Bischoffsheim war 1864 Mitgründer der Société Générale, die sich schnell zu einer der grössten französischen Banken entwickelte (Quelle). Die berühmte Rothschild Familie war massgeblich an der Gründung der Bank beteiligt (Quelle: 1 und 2). Auch der schweizerisch-französische Bankier Édouard Hentsch gehörte zu den Mitgründern (Quelle). Der erste Präsident der Bank kam aus der Schneider Familie (Quelle).

Die Société Générale war 2020 die drittgrösste französische Bank und gehört zu den zwanzig grössten Banken der Welt.

BNP Paribas

Mitte des 19. Jahrhunderts gründeten die Familien Bischoffsheim und Goldschmidt in Paris die Bank „Bischoffsheim, Goldschmidt et Cie“. Diese gründete 1863 auf Initiative von Louis-Raphaël Bischoffsheim die „Nederlandsche Credit en Deposito Bank“ (NCDB), eine niederländische Bank. Die Bank wurde von Henri Bamberger (1826-1909) geleitet, der ein Neffe von Louis-Raphaël Bischoffsheim war.

Anmerkung: Zu den Mitgründern der NCDB gehörten auch die adlig-jüdischen Bankiers Meyer-Joseph Cahen d’Anvers und Maurice de Hirsch sowie die christlichen Bankiers Édouard Hentsch und Alphonse Pinard. Zu den Gründungsaktionären der NCDB gehörten die Banken von Bischoffsheim, Goldschmidt, Pinard, Hentsch und die Bank der jüdisch-adligen Königswärter Familie. Der niederländisch-jüdische Freimaurer Abraham Carel Wertheim war in der Führung der NCDB. (Quelle)

Hernri Bamberger war Direktor der 1869 gegründeten „Banque de Paris“, die von den Bankiersfamilien Stern, Fould und Goüin kontrolliert wurde. 1872 fusionierte die NCDB mit der Banque de Paris. Durch die Fusion entstand die Paribas Bank, die sich zu einer der führenden Banken Frankreichs entwickelte. Louis-Raphaël Bischoffsheim spielte eine Schlüsselrolle bei der Gründung der Paribas Bank (Quelle). Der Neffe Henri Bamberger gehörte zu den ersten Direktoren der Bank. Unter den ersten Direktoren waren auch Mitglieder der Bankiersfamilien Stern, Hentsch, Fould und Goüin (Quelle).

Im Jahr 2000 fusionierte die Paribas mit der französischen Bank BNP zur heutigen BNP Paribas. 2020 war die BNP Paribas die grösste französische Bank und die neuntgrösste der Welt.

Die Bischoffsheim Familie gründete 1870 die „Banque franco-égyptienne“, eine französisch-ägyptische Bank. Die Gründung wurde von Ismail Pascha unterstützt, dem damaligen Vizekönig der osmanischen Provinz Ägypten. Ismail Pascha wurde von den Franzosen in die Freimaurerei aufgenommen (Quelle). Die Banque franco-égyptienne fusionierte 1901 mit der „Banque française d’Afrique du Sud“, eine französische Bank, die sich auf die Goldförderung in Südafrika konzentrierte. Die Bank wurde von der Günzburg Familie gegründet. Die jüdische Bankiersfamilie spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau der russischen Finanzindustrie. Durch die Fusion entstand die „Banque française pour le commerce et l’industrie“. Diese entwickelte sich zur „Banque Nationale de Paris“ (BNP). 1980 war die BNP die viertgrösste Bank der Welt. Im Jahr 2000 fusionierte die BNP mit der Paribas Bank zur heutigen BNP Paribas.

Die Bischoffsheim Familie gründete 1889 die Investmentbank „Banque internationale de Paris“, ebenfalls ein Vorläufer der BNP.

Somit wurden vier der Vorläufer der heutigen Grossbank BNP Paribas von verwandten und verschwägerten Bankiers gegründet. Ich könnte mir vorstellen, dass die BNP Paribas noch immer von einem familiären Kreis kontrolliert wird, bestehend aus den Familien Bischoffsheim, Stern, Goldschmidt, Fould, Günzburg, Rothschild, Lazard und Weill. Diese Familien gehören seit 150 bis 200 Jahren zur Elite der Stadt Paris und sind über Heiraten miteinander verbunden.

Der französische Politiker und Ökonom Raphael-Georges Lévy (1853-1933) kam mütterlicherseits aus den Familien Bischoffsheim und Bamberger. Er erhielt Orden von mehreren europäischen Königsfamilien. Er arbeitete für die Paribas Bank und war Vizepräsident der Crédit Mobilier. Die Crédit Mobilier wurde 1852 von der jüdischen Pereire Familie gegründet. Die französische Bank war bis zu ihrem Zusammenbruch 1867 einer der grössten Kreditgeber und Investoren Europas. Der Nachfolger der Crédit Mobilier wurde durch Fusionen Teil der Société Générale, die wie bereits erwähnt von der Bischoffsheim Familie mitgegründet wurde. Zur Führung der Crédit Mobilier gehörten Mitglieder aus einflussreichen französischen Bankiersfamilien, wie Seillière, André, Günzburg, Fould und Goüin.

Deutsche Bank

Ludwig Bamberger (1823-1899), der mütterlicherseits aus der Bischoffsheim Familie kam, war 1970 Mitgründer der Deutschen Bank. Sie entwickelte sich schnell zur führenden Bank in Deutschland. Heute ist sie die mit Abstand grösste deutsche Bank. Zu den Mitgründern gehörten auch die Bankiersfamilien Delbrück und Magnus sowie Georg von Siemens. Ludwig Bamberger war als Finanzpolitiker einer der Gründer der 1871 eingeführten Goldmark sowie Mitgründer der Reichsbank, die bis 1945 die deutsche Zentralbank war.

Bemerkenswerte Heiraten

Die Familie Bischoffsheim heiratete, wie bereits erwähnt wurde, mehrfach in die Familie Goldschmidt.

Régine Bischoffsheim (1825-1893) heiratete Julius Alfred Beer. Dessen Schwester Elise heiratete in die deutsch-jüdische Bankiersfamilie Oppenheim. Die Schwester Julie Angelika heiratete einen Sohn des geadelten deutsch-jüdischen Hofbankiers Salomon von Haber. (Quelle)

Régine Bischoffsheims Tochter Amélie (1850-1924) heiratete in die russisch-jüdische Ephrussi Familie, die europaweit aktiv war (Quelle: 1 und 2). Amélies Tochter Marie (1880-1964) heiratete in die französische Adelsfamilie Faucigny-Lucinge (Quelle: 1 und 2). Maries Kinder heirateten ebenfalls in den französischen Adel.

Régine Bischoffsheims Sohn Guillaume (1854-1913) heiratete in die Goldschmidt Familie. Sein Bruder Edmond hatte zwei Töchter (Marie und Gabrielle), die in die Rothschild Familie heirateten. (Quelle: 1 und 2)

Henri Louis Bischoffsheim (1829-1908) heiratete eine Enkelin von Michael Lazar Biedermann (Quelle: 1 und 2). Der jüdische Bankier war Hofjuwelier der österreichischen Königsfamilie. Er war einer der Gründer und ersten Aktionäre der österreichischen Zentralbank (Quelle). Die beiden Töchter von Henri heirateten in den britischen Adel. Die Tochter Ellen Bischoffsheim (1857-1933) heiratete einen Grafen, der mütterlicherseits aus dem schottischen Campbell Clan kam. Die Tochter Amelia Bischoffsheim (starb 1947) heiratete in die irische Uradelsfamilie FitzGerald. (Quelle: 1 und 2) Amelias Kinder heirateten ebenfalls in den britischen Adel. Ihr Sohn John (1884-1957) heiratete in die Grafenfamilie von Dunmore aus dem schottischen Murray Clan. (Quelle) Die Grafen von Dunmore sind eine Freimaurerfamilie. Von den zwölf Grafen der Adelslinie waren zehn Freimaurer (Quelle: auf Seite 12).

Raphael-Georges Lévy (1853-1933) kam mütterlicherseits aus den Familien Bischoffsheim und Bamberger. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der jüdischen Bankiersfamilie Stern und hatte eine Nichte, die in die Rothschild Familie heiratete. (Quelle: 1 und 2)

Ludwig Bamberger (1823-1899), der mütterlicherseits aus der Bischoffsheim Familie kam, heiratete in die deutsch-jüdische Belmont Familie. Seine Frau Anna war eine Nichte von Simon Belmont (Quelle). Simons Sohn August Belmont emigrierte in die USA und war dort der Interessenvertreter der Rothschild Familie. August und seine Nachkommen wurden Teil der US-Elite.

Ernst Landsberg (1860-1927), der mütterlicherseits aus den Familien Bischoffsheim und Bamberger kam, heiratete in die deutsch-jüdische Silverberg Familie. Sein Schwager Paul Silverberg war einer der mächtigsten deutschen Kohleunternehmer. (Quelle). Silverbergs Unternehmen ist ein Vorläufer des heutigen Energiekonzerns RWE, der grösste Betreiber von Kohlekraftwerken in Deutschland.

Henri Bamberger (1826-1908), der mütterlicherseits aus der Bischoffsheim Familie kam, heiratete eine Schwester des Bankiers Maurice/Moritz von Hirsch. Maurice heiratete Clara Bischoffsheim (1833-1899). (Quelle: 1 und 2) Die Hirsch Familie war die erste jüdische Familie, die in den bayerischen Adel aufgenommen wurde.

Clara Bischoffsheim (1810-1876) heiratete Meyer Joseph Cahen d’Anvers. Der jüdische Bankier gründete gemeinsam mit den Familien Bischoffsheim, Bamberger und Hirsch die NCDB, der niederländische Vorläufer der Paribas Bank. (Quelle: 1 und 2) Meyer war von der italienischen Hochadelsfamilie Savoyen zum Grafen geadelt worden. Der Sohn von Clara und Meyer, Louis Cahen d’Anvers (1837-1922), hatte geschäftlichen Kontakt zu den Rothschilds. Louis Tochter Irène (1872-1963) heiratete Moïse de Camondo, ein jüdischer Graf und Bankier. Louis Enkelin Yvonne (1899-1977) heiratete in die Rothschild Familie. (Quelle: 1 und 2)

Hortense Bischoffsheim (1843-1901) heiratete in die jüdische Montefiore Familie (Quelle: 1 und 2).

Die Ehefrau von Maurice Bischoffsheim (1875-1904) kam mütterlicherseits aus der französischen Adelsfamilie Sade und sie war eine Nachkommin des berühmten Marquis de Sade. Maurices Tochter Marie-Laure Bischoffsheim (1902-1970) heiratete einen Vizegrafen aus der französischen Adelsfamilie Noailles. (Quelle: 1, 2, 3) Marie-Laure kannte Evangeline Bruce, die als eine der einflussreichsten Frauen Washingtons galt. (Quelle) Zu Evangelines Netzwerk gehörten britische Adlige und einflussreiche Amerikaner, darunter Henry Kissinger, Rockefeller, Mellon, Katharine Graham und Mitarbeiter der US-Geheimdienste (mehr dazu).

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Finck Familie

Der deutsche Bankier Wilhelm Finck (1848-1924) war Mitgründer der Allianz und der Münchener Rück. Die beiden sind heute grössten deutschen Finanzunternehmen neben der Deutschen Bank. Wilhelm Finck trug massgeblich zum Ausbau des Eisenbahnnetzes und der Wasserkraftwerke im Deutschen Kaiserreich bei. Für seine Verdienste wurde er 1911 von der bayerischen Königsfamilie in den erblichen Adelsstand erhoben. Noch bis in die 1970 Jahre galt der bayerische Adel als Stammkunde der Finck Bank (Quelle).

Die Verwandtschaft von Wilhelm Fincks Frau gehörte zur politischen Elite Bayerns. Seine Frau war mütterlicherseits eine Enkelin von Carl Albert Leopold von Stengel. Dessen Vater Stephan von Stengel (1750-1822) war Mitglied des Illuminatenordens (Quelle). Die Stengel Familie wurde im 18. Jahrhundert in den bayerischen Adel aufgenommen.

Wilhelms Sohn August von Finck (1898-1980) war mit Hitler und der NSDAP verbunden. Seit der Nachkriegszeit gehören die Fincks zu den reichsten deutschen Familien. Heute ist August von Finck Junior (*1930) mit der deutschen Partei AFD verbunden.

Unternehmensgründungen

Wilhelm Finck (1848-1924) wurde 1871 zusammen mit weiteren Familienmitgliedern Teilhaber einer Privatbank, die ein Jahr zuvor gegründet worden war und die sie dann in „Merck Finck & Co.“ umbenannten. Zu den ursprünglichen Gründern gehörte die „Darmstädter Bank für Handel und Industrie“, die vom geadelten Bankier Abraham Oppenheim gegründet wurde.

Münchener Rück

Theodor von Cramer-Klett war einer der Mitgründer der Finck Bank und ein Freund von Wilhelm Finck. Der Industrielle und Finanzier wurde in den deutschen Adel aufgenommen. Die beiden gründeten 1880 zusammen mit der oben erwähnten Darmstädter Bank die „Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft“, die sich zur führenden deutschen Rückversicherungsbank entwickelte. Heute trägt sie den Namen Münchener Rück (Munich Re) und gehört zu den grössten deutschen Unternehmen (Quelle). 2019 war sie das grösste Rückversicherungsunternehmen der Welt (Quelle). Auch der Versicherungskonzern Ergo gehört zur Münchener Rück. Wilhelm Finck war 44 Jahre lang Aufsichtsratsvorsitzender der Münchener Rück (Quelle).

Hypo Real Estate

Wilhelm Finck und Theodor von Cramer-Klett gründeten 1871 die „Süddeutsche Bodencreditbank“, die sich zu einer führenden Hypothekenbank entwickelte. Sie wurde von 1902 bis 1972 von der Finck Familie geführt. In der Anfangszeit wurde sie von deutschen Adligen geführt. (Quelle) 2001 fusionierte sie zur Hypo Real Estate. Sie war bis zur Finanzkrise 2007/2008 eine der grössten Hypothekenbanken Europas. Infolge der Krise musste sie gerettet werden und wurde verstaatlicht. Dies war die teuerste Rettung eines deutschen Unternehmens in der Krise und kostete Deutschland 20 Milliarden Euro Steuergelder. Ein Drittel der Kosten für die Bankenrettung in Deutschland ist auf die Hypo Real Estate zurückzuführen. (Quelle)

Allianz

1890 war Wilhelm Finck zusammen mit seiner Familienbank Mitgründer des Versicherungsunternehmens Allianz. Wilhelm Finck war 34 Jahre lang Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz (Quelle). Sie ist heute einer der grössten Versicherungskonzerne der Welt und eines der grössten deutschen Unternehmen. Seit dem Jahr 2000 besitzt die Allianz den US-amerikanischen Finanzkonzern PIMCO. Dieser ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet ein Vermögen im Wert von 2,2 Billionen US-Dollar. Die Allianz verwaltet insgesamt fast 3 Billionen US-Dollar. (Stand: September 2021) (Quelle)

Finck in der NS-Diktatur

Nach dem Tod von Wilhelm von Finck übernahm sein Sohn August von Finck (1898-1980) die Führung der Bank „Merck Finck & Co“. Er war in der Führung mehrerer Finanzunternehmen, darunter auch bei den drei oben erwähnten, die wie gesagt von seinem Vater mitgegründet wurden.

August von Finck war mit Hitler und der NSDAP verbunden:

  • Er trat nach der Machtübernahme Hitlers 1933 in die NSDAP ein.
  • Er nahm am Geheimtreffen vom 20. Februar 1933 teil. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle 3 Millionen Reichsmark an die NSDAP. Zu den Teilnehmern gehörten einflussreiche Akteure der damaligen deutschen Wirtschaftselite, darunter Quandt, Krupp, Flick, Opel, Schnitzler sowie Hjalmar Schacht. Letzterer war ein bekennender Freimaurer, der unter Hitler die deutsche Zentralbank leitete und mit dem britischen Zentralbankchef Montagu Norman befreundet war. Ludwig von Winterfeld, der in die Siemens Familie geheiratet hatte, war ebenfalls beim Treffen anwesend. (Quelle)
  • Er war Mitglied des Generalrats der Wirtschaft. Das kurzlebige Gremium tagte nur einmal (am 20. September 1933). Es bestand aus hochrangigen deutschen Bankiers und Industriellen, welche die NSDAP Führung und Hitler bei ihren Zukunftsplänen berieten. Zu den Teilnehmern gehörten Schröder, SiemensBosch, Krupp und Thyssen.
  • Er war Präsidiumsmitglied der Akademie für Deutsches Recht, eine Justizforschungseinrichtung der NSDAP.
  • Er war Senator der Deutschen Akademie, die ein wichtiger Teil des NS-Propagandaapparats war.
  • Er organisierte „Hermann Göring-Geburtstagsspenden“ in sechsstelligen Grössenordnungen.
  • Hitler sagte zu ihm: „Sie sind mein Mann. Sie müssen mir ein Haus der Deutschen Kunst bauen.“ Finck war dann der Hauptfinanzierer des Museums „Haus der Kunst“ (Hitler war Kunstliebhaber).
  • Im NS-Regime wurde alle jüdischen Banken und Firmen arisiert, also enteignet. Infolge der Arisierung übernahm die Bank der Finck Familie die Berliner Bank „J. Dreyfus & Co.“ und die „S. M. v. Rothschild“ in Wien.

(Quelle)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde August von Finck als Mitläufer eingestuft. Ursprünglich wollten mehrere Personen beim Gerichtsverfahren gegen Finck aussagen. Am Tag der Verhandlung erschienen sie aber nicht. Ein Versicherungsmann, der den Alliierten gegenüber belastendes über Finck erzählt hatte, änderte seine Aussagen bei der Verhandlung. Seine ursprünglichen Aussagen seien „entsetzliche Missverständnisse, Irrtümer und Hörfehler“. Ein ehemaliger Vertrauter Fincks sagte dem Spiegelmagazin: „Zunächst muß man bedenken, daß Finck schon vor der Verhandlung über jeden‘ aber tatsächlich über jeden Schritt, jedes Vorhaben des Anklägers prompt unterrichtet wurde; er war jederzeit imstande, Gegenmaßnahmen zu überlegen und zu treffen; nichts konnte ihn überraschen. Äußerst gefährlich konnte ein potentieller Belastungszeuge werden, der sehr viel wußte und Finck haßte. Es wurde eine für damalige Begriffe ungeheure Summe transferiert, ich meine mich an 500 000 Mark zu erinnern — Finck selber war darüber nicht orientiert -, und damit war der Fall erledigt.“

Finck bekam eine Geldbusse von 1000 Mark. Er wehrte sich juristisch dagegen und musste letztendlich kein Bussgeld zahlen.

(Quelle)

Finck in der Nachkriegszeit

In der Nachkriegszeit sass August von Finck in elf Aufsichtsräten, sieben davon als Vorsitzender. Die Familienbank „Merck Finck & Co“ gehörte 1970 zu den fünf grössten Privatbanken Deutschlands und hatte immer noch bayerische Adlige als Stammkundschaft. Finck hatte bekanntermassen Einfluss auf die bayerische Politik. Über dubiose Wege wurde Finck ein mächtiger Landbesitzer Bayerns. Die SPD warf der bayerischen Politik (CSU) vor, sie habe Finck „50 Millionen in den Rachen geworfen“. 1970 galt Finck als der reichste Deutsche neben Friedrich Flick, der übrigens ebenfalls ein Naziunterstützer gewesen war. (Quelle)

1980 starb August. Daraufhin übernahm sein Sohn August von Finck Junior (*1930) die Führung der „Merck Finck & Co“. Er erbte auch Anteile am deutschen Bierkonzern Löwenbräu. Sein Grossvater Wilhelm von Finck war in den 1920er Jahren dem Aufsichtsrat von Löwenbräu beigetreten. Heute gehört Löwenbräu zu Anheuser-Busch InBev, der grösste Bierkonzern der Welt.

1990 verkaufte die Familie ihre Bank an die britische Barclays Bank. Heute ist sie Teil der Quintet Private Bank in Luxemburg (Steueroase), die von der katarischen Königsfamilie kontrolliert wird. Trotz des Verkaufs wird die Privatbank bis heute von Deutschen geführt. Seit 2010 ist Georg von Boeselager in der Führung der Bank. Er kommt aus der deutschen Adelsfamilie Boeselager, die bis heute politisch aktiv ist.

1987 gehörte die Finck Familie mit einem Vermögen von über 2 Milliarden US-Dollar zu den reichsten der Welt. Damals besass offiziell noch niemand mehr als 20 Milliarden US-Dollar (Quelle).

Finck in den letzten 30 Jahren

August von Finck Junior (*1930) lebt seit 1999 in der Schweiz. Sein Vermögen wird derzeit auf 8,3 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Er gehört damit zu den reichsten Männern der Schweiz. Er heiratete in die preussische Adelsfamilie Le Tanneux von Saint Paul, die von eingewanderten Hugenotten abstammt.

Die Fincks sind noch immer wirtschaftlich aktiv:

  • Die Familie ist derzeit Hauptaktionär des Schweizer Industriekonzerns Von Roll. Das Unternehmen wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der Schweizer Adelsfamilie Roll gegründet.
  • Sie sind mehrheitlich im Besitz der „Bank von Roll“. Die Schweizer Privatbank wurde 2009 gegründet. Die Schweiz gilt als die gefragteste Steueroase der Welt.
  • Von 1992 bis 2018 kontrollierten sie den Schweizer Mövenpick-Konzern, der Hotel- und Restaurants betreibt und in der Wein- und Lebensmittelindustrie tätig ist.
  • Sie waren eine Zeit lang Hauptaktionär (25%) des deutschen Baukonzerns Hochtief. Seit dem Jahr 2000 ist Hochtief einer der grössten Baukonzerne der Welt.
  • Sie sind derzeit mit 3% am Schweizer Warenprüfkonzern SGS beteiligt. Hauptaktionär ist die belgische Holding Groupe Bruxelles Lambert, die von den Familien Desmarais und Frère kontrolliert wird.
  • Sie besitzen das 2010 von ihnen gegründete Edelmetall-Handelshaus Degussa Sonne.

Bürgerkonvent, die AFD und ihre Verbindung zum deutschen Adel

August von Finck Junior spendete in der Vergangenheit an die deutschen Parteien CSU und FDP. Er ist auch mit der AFD verbunden:

Für die Leser aus dem Ausland: Die AFD ist eine einwanderungskritische und neoliberale Partei. Sie besteht erst seit 2013, ist aber jetzt schon die drittstärkste Partei im deutschen Parlament. Die Partei gibt sich selbst als sehr oppositionell und fällt immer wieder mit provokativen Aussagen auf. Sie versucht gezielt Verschwörungstheoretiker als Wähler zu gewinnen.

  • Finck war am Goldhandel beteiligt, mit dem die AfD in den ersten Jahren ihre finanzielle Basis stärkte. Seine Firma Degussa war einer der Hauptlieferanten des Goldes.
  • Es gibt Hinweise, die darauf hindeuten, dass er die Gründung des Deutschland Kuriers mitfinanzierte. Der Deutschland Kurier ist eine seit 2017 erscheinende rechtspopulistische Zeitung, die offensichtlich Werbung für die AFD macht.
  • Eine Münchner PR-Agentur, die Finck nahe steht, hatte AfD-Veranstaltungen gesponsert.
  • Er unterstützte mit 4,3 Millionen Euro bereits den „Bund freier Bürger“, eine von 1994 bis 2000 bestehende deutsche Kleinpartei. Sie wurde als rechtsextrem eingestuft. Einzelne Mitglieder traten später in die AFD ein.
  • Er unterstütze auch den „Bürgerkonvent“ mit einer Millionensumme.

(Quelle)

Der „Bürgerkonvent“ war ein politischer Verein, der von 2003 bis 2015 bestand. In den Jahren vor der Auflösung wurde der Verein von Personen geführt, die man dem rechts-neoliberalen Lager Deutschlands zuordnen könnte. Darunter war auch die Adlige Beatrix von Storch, die zur Führung der AFD gehört. Die AFD ist mit mehreren Adligen verbunden.

Beatrix von Storch

Beatrix von Storch kommt väterlicherseits aus der Uradelsfamilie Oldenburg, eines der bedeutendsten Geschlechter des europäischen Hochadels. Das Haus Oldenburg wirkte massgeblich bei der Etablierung der Freimaurerei in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland mit (mehr dazu in den Beiträgen zum Haus Glücksburg und Haus Bernadotte).

Mütterlicherseits kommt Beatrix aus der Uradelsfamilie Krosigk. Ihr Grossvater Graf Johann Ludwig von Krosigk war Finanzminister zur Zeit des deutschen Naziregimes und wurde 1949 als Kriegsverbrecher zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er wurde aber bereits 1951 aus der Haft entlassen. Weitere bemerkenswerte Mitglieder der Krosigk Familie wären die Brüder Heinrich von Krosigk (1778-1813) und Dedo von Krosigk (1776-1857), die Freimaurer waren.

Einer von Beatrix Cousins ist Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe (Quelle). Sein Vorfahre Albrecht Wolfgang (1699-1748) gilt als der erste deutsche Freimaurer (Quelle).

Beatrix heiratete in die deutsche Adelsfamilie Storch. Ein bemerkenswertes Familienmitglied wäre Heinrich Friedrich von Storch (1766-1835). Er stand der russischen Zarenfamilie nahe und war Mitglied des Illuminatenordens (Quelle).

Beatrix und ihr Mann Sven von Storch leiten den Verein „Zivile Koalition“, der die AFD mit Kampagnen unterstützt. Der Verein ist aber nicht nur mit dem rechten Lager verbunden, sondern auch mit der „Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft“, die zu einem neoliberalen Netzwerk gehört (Mont Pèlerin Society), das in allen Parteien Leute anwirbt oder dort platziert. Die Zivile Koalition war auch mit dem Bürgerkonvent verbunden.

Lambsdorff

In den Jahren vor der Auflösung wurde der Bürgerkonvent, wie bereits erwähnt, von Rechts-Neoliberalen geführt. Ursprünglich war es aber ein überparteilicher Verein. Einer der Mitgründer des Vereins war der inzwischen verstorbene Graf Otto Lambsdorff (Quelle). Er war einer der führenden Köpfe der FDP und war Wirtschaftsminister. Aber noch viel wichtiger: Er gründete den deutschen Zweig der Trilateralen Kommission (Quelle). Diese ist eine international einflussreiche Denkfabrik, die vom US-Amerikaner David Rockefeller gegründet wurde, der bis 2017 ihr Ehrenvorsitzender war. Da Lambsdorff Vorsitzender der deutschen Abteilung der Denkfabrik war, wird er David Rockefeller mit Sicherheit gekannt haben. Sein Neffe Graf Alexander Lambsdorff ist Mitglied der Trilateralen Kommission und war im Vorstand der Atlantik Brücke, die wohl mächtigste deutsche Denkfabrik. Alexander war zu selben Zeit im Vorstand wie Max Warburg. Die Warburg Familie gehörte zu den Mitgründern der Atlantik Brücke.

Hans-Olaf Henkel

Einer der Hauptgründer des Bürgerkonvents war Hans-Olaf Henkel (Quelle). Er gehörte ein Jahr lang (von 2014 bis 2015) zur Führung der AFD. Er war in Aufsichtsräten deutscher Grosskonzerne sowie Präsident des BDI und somit deutscher Cheflobbyist. Er war Manager der deutschen Abteilung des US-amerikanischen IT-Konzerns IBM. Er war Berater der Bank of America (eine der grössten Banken der Welt) für den deutschsprachigen Raum. Er gehört zum OMFIF, eine Denkfabrik, die sich auf Zentralbanken, Wirtschaftspolitik und öffentliche Investitionen konzentriert. In Talkshows und in seinen Büchern kritisierte er vereinfacht gesagt die „Elite“ (dabei gehört er selbst zu elitären Kreisen). Er kritisierte vor allem den Euro. Ursprünglich war er aber ein starker Eurobefürworter (Quelle). Die Milliardärinnen Johanna Quandt und Friede Springer waren auf seiner Geburtstagsparty (Quelle).

Alice Weidel und Peter Boehringer

Alice Weidel und Peter Boehringer, die zur AFD-Führung gehören, sind Mitglied der bereits erwähnten Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft, die mit der Mont Pèlerin Society verbunden ist, die wiederum in der Anfangszeit stark von Habsburg und Rockefeller gefördert wurde. Alice Weidel arbeitete für die führende US-Investmentbank Goldman Sachs. Während Weidel nur Kritik an der deutschen Politik übt, geht Peter Boehringer noch einen Schritt weiter und gibt sich als Verschwörungstheoretiker aus. Er redet von der NWO, den Freimaurern und der Umvolkung Deutschlands. Er ist Vorsitzender des Haushaltsausschusses des deutschen Bundestages. Er arbeitete bei dem britischen Private Equity-Unternehmen 3i (Quelle: ganz unten). Deren Führungskräfte arbeiteten auch bei den britischen Banken Rothschild, Baring, Lloyds, S. G. Warburg und Morgan Grenfell.

Boehringer arbeitete mehrere Jahre für Booz Allen Hamilton (Quelle: 1 und 2). Das US-Beratungsunternehmen steht ziemlich offensichtlich den US-Geheimdiensten nahe. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienst-Mitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten). Seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es „die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle)

Wilhelm von Gottberg

Ein weiterer adliger AFD-Politiker ist Wilhelm von Gottberg. Zuvor gehörte er 40 Jahre zur CDU. Er ist seit über 50 Jahren Mitglied des Johanniterordens (Quelle). Der Ritterorden untersteht der preussischen Königsfamilie, die mehrere führende deutsche Freimaurer hervorbrachte. Bis 1948 wurden nur Adlige in den Johanniterorden aufgenommen. Seitdem gilt nur noch eine „adlige Gesinnung“ als Aufnahmekriterium (Quelle).

Die Familie Gottberg wurde 1595 in den Adel aufgenommen. Ein bemerkenswertes Familienmitglied wäre Curt von Gottberg (1896-1945), der ein hochrangiges Mitglied von Hitlers SS war. Otto von Gottberg (1831-1913) war Ehrenritter des Johanniterordens.

Wilhelm von Gottberg kommt mütterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Goltz. Mehrere Familienmitglieder gehörten zum Johanniterorden. Bemerkenswerte Familienmitglieder wären:

  • Graf Karl Alexander von der Goltz (1739-1818) stand als Militärführer im Dienste der preussischen, der dänischen und der portugiesischen Königsfamilie. Er war Landesgrossmeister der Grossen Landesloge, die bis heute eine der führenden Freimaurergrosslogen Deutschlands ist (Quelle).
  • Graf Hans von der Goltz (1926-2018) war mit der Industriellenfamilie Quandt verbunden und besetzte hohe Positionen bei den Unternehmen der Quandts, darunter auch bei BMW. Sein Vater, Graf Rüdiger (1894-1976), war NSDAP-Mitglied und Mitgründer der Akademie für Deutsches Recht, eine Justizforschungseinrichtung der NSDAP. August von Finck (1898-1980) war Präsidiumsmitglied der Nazi-Akademie.
  • Graf Rüdiger von der Goltz (1865-1946) war bereits ab 1920 Teil eines rechtsradikalen Netzwerkes, das in der Weimarer Republik aktiv war und Verbindungen zur NSDAP hatte.

Mortimer von Zitzewitz

Einer der Spender der AFD ist der in Thailand sesshafte Mortimer von Zitzewitz. Die Zitzewitz Familie besteht seit dem 12. Jahrhundert und gehört damit zum deutschen Uradel. Ein Unternehmer namens Mortimer von Zitzewitz machte Ende der Siebzigerjahre Schlagzeilen, weil seine Firma verdächtigt wurde, für den deutschen Geheimdienst BND internationale Waffengeschäfte getätigt zu haben, unter anderem in Krisengebieten. Ob es sich bei dem AfD-Spender und dem Geheimdienstwaffenhändler um dieselbe Person handelt, ist unklar. (Quelle)

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war die Zitzewitz Familie Teil der preussischen Elite. Mehrere Familienmitglieder traten dem bereits erwähnten Johanniterorden bei.

Markus Krall

Der Unternehmensberater und Autor verbreitet „rechte Stimmung“. Er kritisiert bei jeder Gelegenheit die politische Elite. Er vertritt auch radikale libertäre Meinungen (z. B. Sozialhilfeempfängern das Wahlrecht entziehen). Er ist CEO des Edelmetallunternehmens Degussa, das wie gesagt von Finck kontrolliert wird. Markus Krall war im Vorstandsstab des Finanzkonzerns Allianz, der wie gesagt von Fincks Grossvater mitgegründet worden war. Krall arbeitete für McKinsey und die Boston Consulting Group. (Quelle) Die beiden US-amerikanischen Beratungskonzerne gelten als die grössten und mächtigsten im Bereich Unternehmensberatung.

Markus Krall ist Mitglied des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. (Quelle: 1 und 2)

Augustus Intelligence

Fincks Sohn August François von Finck (*1968) ist als Investor tätig. Er investierte mehr als 10 Millionen Euro in das deutsch-amerikanische IT-Unternehmen Augustus Intelligence, das 2021 Insolvenz meldete. Das Unternehmen konzentriert sich auf künstliche Intelligenz. Augustus Intelligence ist noch mit weiteren Adligen verbunden. Der Vorsitzende des Unternehmens ist ein Prinz aus der Fürstenfamilie von Liechtenstein. Enge Verbindungen gab es zum Expolitiker Karl-Theodor zu Guttenberg, der aus der deutschen Uradelsfamilie Guttenberg kommt. (Quelle: 1 und 2) Übrigens waren zwei Mitglieder der Guttenberg Familie in den 1920er Jahren Mitglied des Vereins Gäa. Dieser bestand zum Grossteil aus deutschen Adligen. Der Verein finanzierte rechte Propaganda. Auch der Medienunternehmer Alfred Hugenberg war Mitglied. Hugenbergs Medienkonzern gilt als einer der wichtigsten Förderer der Nazis zur Zeit der Weimarer Republik.

Kai Diekmann, der ehemalige Chefredakteur der Bild-Zeitung, investierte in Augustus Intelligence. Der Jungpolitiker Philipp Amthor betrieb Lobbyarbeit für das Unternehmen. (Quelle: 1 und 2).

Wolfgang Haupt, der Gründer von Augustus Intelligence, starb bei einem Helikopterabsturz. Es gibt Hinweise, die darauf hindeuten, dass es ein Attentat war (Quelle).

Augustus Intelligence ist mit August Hanning und Hans-Georg Maaßen verbunden, zwei ehemalige hochrangige Geheimdienstler (Quelle). Hans-Georg Maaßen traf Mitglieder der AFD-Führung zu Gesprächen (Quelle). Er äusserte mehrfach Aussagen, die vor allem rechte Verschwörungstheoretiker ansprechen werden. Maaßen war von 2012 bis 2018 Präsident des BfV, welcher der deutsche Inlandsgeheimdienst ist. In seiner Zeit als Geheimdienstchef wurde er mehrfach kritisiert:

  • Maaßen hatte der NSA (der grösste Auslandsgeheimdienst der USA) versichert, dass das BfV seine Erkenntnisse und Daten mit der NSA teilen werde (Quelle )
  • Er solidarisierte sich mit der NSA, beim Fall um den Whistleblower Edward Snowden.
  • Er zeigte zwei Blogger von Netzpolitik.org wegen Landesverrates an, die geheime Informationen veröffentlichten.
  • Er versuchte die Berichterstattung zum Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016 zu unterdrücken. Der islamistische Attentäter Anis Amri wurde von einem V-Mann des BfV zum Anschlag angestachelt (also womöglich ein Agent Provocateur). Nach einer Aussage einer Person, die zum Umfeld von Amri gehörte, hatte der V-Mann ihm gesagt, dass er nach einem zuverlässigen Mann für einen Anschlag mit einem LKW suche (Quelle). Die islamistischen Terroranschläge in Europa im Zeitraum 2015 und 2016 haben dazu beigetragen, dass europaweit rechtspopulistische Parteien mit islamkritischen Botschaften Wähler gewinnen konnten.
  • Er stellte drei Anzeigen wegen Geheimnisverrats gegen Personen, die geheime Informationen an die Medien weitergaben. Eine der drei Anzeigen bezog sich auf den V-Mann Corelli, der als einer der wichtigsten Geheimdienstinformanten der rechtsextremen Szene in Deutschland galt. Er kannte das NSU-Trio. Corellis Tod und die Aufarbeitung seiner Rolle im NSU-Fall werfen Fragen auf.
  • Er setzte sich dafür ein, dass niemand die Geheimdienstakten Akten zu Alois Brunner einsehen konnte. Alois Brunner war zur Nazizeit Mitglied der SS und an der Umsetzung des Holocausts beteiligt. Viele Nazis, die in die Judenermordung involviert waren, konnten nach dem Krieg untertauchen und bis heute gibt es Gerüchte, dass ihnen der deutsche Geheimdienst BND half im Untergrund oder Exil zu leben. Der BND hatte zur Gründungszeit viele Mitarbeiter, die noch ein Jahrzehnt zuvor für den Geheimdienst von Nazideutschland gearbeitet hatten (der bekannteste wäre der Geheimdienstchef Reinhard Gehlen).

Quelle

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Douglas Clan

Der schottische Clan Douglas ist mindestens 800 Jahre alt und gehört seit Anbeginn zum schottischen Adel. Im 15. Jahrhundert heirateten sie mehrfach in die damalige schottische Königsfamilie aus dem Stewart Clan. Heute ist der Douglas Clan eine der wichtigsten britischen Adelsfamilien. Sie stellten Barone, Vizegrafen, Grafen, Markgrafen und Herzöge.

Der Überlieferung nach stammen sie vom Schotten Sholto Douglas ab, der im 8. Jahrhundert gelebt haben soll. Sein Verwandter Marius Scotus soll sich mit Karl dem Grossen verbündet haben. Marius wurde in Italien sesshaft und nahm den Namen Mario Scoto an. Er soll den entführten Papst Leo III. gerettet haben (Quelle). Er heiratete in den italienischen Adel und aus seiner Familie entstand höchstwahrscheinlich die Adelsfamilie Marescotti, aus der wiederum die Ruspoli Familie hervorging, die noch heute zu den wichtigsten italienischen Adelsfamilien gehört. Die Ruspoli Familie wird in diesem Beitrag aber nicht behandelt.

Nachdem 1329 der schottische König Robert I. (aus dem Bruce Clan) starb, wurden sein Körper und seine Eingeweide sowie sein Herz getrennt bestattet, wie es damals für Monarchen üblich war. James Douglas (starb 1330), der mütterlicherseits aus dem Stewart Clan kam, wurde beauftragt das Herz des Königs in die Grabeskirche in der heiligen Stadt Jerusalem zur bringen, was sich der verstorbene König gewünscht hatte. Die Grabeskirche steht seit über 1500 Jahren an dem Ort, an dem angeblich Jesus gekreuzigt und begraben wurde. James Douglas scheiterte allerdings bei seinem Auftrag und das Herz gelangte, soviel bekannt ist, nie nach Jerusalem. Das Herz befindet sich heute im unbewohnten Melrose Kloster in Schottland, das seit fast 900 Jahren besteht und wo mehrere Mitglieder des Douglas Clans bestattet wurden.

Der Douglas Clan brachte viele britische Politiker und hochrangige Militärs hervor. Sie brachten auch Künstler, Autoren, Philosophen usw. hervor und besetzten Ämter bei schottischen Kirchen. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf Verbindungen des Clans zur Wirtschaftselite und zur Freimaurerei.

Douglas Clan in Grossbritannien

Freimaurerei

Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Die schottische Freimaurergrossloge besteht seit 1736 und wurde seit Anbeginn von schottischen Clans geführt. Mehrere Mitglieder des Douglas Clans waren Grossmeister der schottischen Grossloge:

  • James Douglas (1702-1768), der 14. Graf von Morton, war der vierte Grossmeister der schottischen Grossloge. Zudem war er Präsident der Royal Society.
  • James Sohn Sholto Douglas (1732-1774), der 15. Graf von Morton, war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge. Er heiratete in den Hamilton Clan, der mehrere schottische Grossmeister stellte.
  • Sholtos Sohn George Douglas (1761-1827), der 16. Graf von Morton, wurde ebenfalls schottischer Grossmeister. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans. Mehrere davon waren Freimaurer.
  • Archibald Campbell Douglas (1835-1908), der 1. Baron Blythswood aus dem Familienzweig der Douglas von Mains, und sein gleichnamiger Neffe (1870-1929) waren ebenfalls schottische Grossmeister.

(Quelle)

Die schottischen Grossmeister James und Sholto (Vater und Sohn) waren auch Grossmeister der indischen Freimaurer (Quelle: auf Seite 26). Die Freimaurerei wurde von britischen Kolonialisten nach Indien gebracht.

Der schottische Grossmeister James Douglas war auch Grossmeister der Premier Grand Lodge of England. Sie war die erste Freimaurergrossloge der Welt und wurde 1717 gegründet. (Quelle) 1813 wurde sie zur United Grand Lodge of England umgewandelt, die bis heute als eine der wichtigsten Logen der Welt gilt. Sie wird traditionell von der britischen Königsfamilie geführt (Quelle). Das britische Königshaus brachte über 20 Freimaurer hervor, darunter auch hochrangige (Quelle).

Mary Victoria Douglas-Hamilton (1850-1922) heiratete in die monegassische Fürstenfamilie. In zweiter Ehe heiratete sie in den ungarischen Adel. Ihr Vater Herzog William Hamilton war Grossmeister der schottischen Grossloge. Die Herzöge von Hamilton sind die Clan-Chefs des Hamilton Clans. Sie haben auch Blut des Douglas Clans in sich und tragen seit dem 19. Jahrhundert den Familiennamen Douglas-Hamilton. Noch weitere Grossmeister der schottischen Freimaurer waren mit dem Douglas Clan verwandt.

Der Douglas Clan war auch in schottischen Provinzlogen vertreten.

Der Familienzweig Montagu-Douglas-Scott

Jane Douglas (1701-1729), die Tochter eines Herzogs, heiratete Francis Scott, der 2. Herzog von Buccleuch. Francis war Freimaurer und einer der ersten Grossmeister der englischen Freimaurergrossloge (Quelle). Francis kam aus dem schottischen Scott Clan und sein Urgrossvater war der britische König Karl/Charles II. aus dem schottischen Stewart Clan. Francis Enkel, Herzog Henry Scott (1746-1812), heiratete in die Montagu Familie, eine der wichtigsten Familien des englischen Adels. Henrys Frau war eine Enkelin von Herzog John Montagu, einer der ersten Grossmeister der englischen Freimaurergrossloge (Quelle). Durch diese Heiraten entstand der Familienzweig Montagu-Douglas-Scott. Dieser Familienzweig hat persönlichen Kontakt zu den britischen Royals. Alice Montagu-Douglas-Scott (1901-2004) heiratete in die britische Königsfamilie.

Herzog William Montagu-Douglas-Scott (1831-1914) heiratete eine Tochter des irischen Herzogs James Hamilton von Abercorn aus dem schottischen Hamilton Clan. Herzog James und sein gleichnamiger Sohn waren Freimaurer und Grossmeister der irischen Grossloge (Quelle).

Der derzeitige Herzog von Buccleuch ist Richard Montagu-Douglas-Scott (*1954). Er ist der Clan-Chef des Scott Clans. Sein Vermögen wurde auf 213 Millionen Pfund (etwa 290 Millionen US-Dollar) geschätzt (Quelle). Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland. Seine Patentante war Prinzessin Margaret (Schwester der heutigen Queen). Er heiratete eine Tochter des Clan-Chefs des schottischen Kerr Clans.

Viele Mitglieder des Douglas Clans wurden in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Herzog Walter Montagu-Douglas-Scott (1806-1884) war Präsident des Privy Council.

Der Familienzweig Douglas-Home

Lucy Elizabeth Montagu-Scott (1805-1877), die mütterlicherseits aus dem Douglas Clan kam, heiratete einen Grafen aus dem schottischen Home Clan. So entstand der Familienzweig Douglas-Home. Dieser Familienzweig ging wie der obere aus den Familien Douglas, Montagu, Scott und Stuart hervor. Dieser Familienzweig stellt den Clan-Chef des Home Clans. Die Familie Douglas-Home heiratete in die schottischen Clans Fraser, Murray, Dundas und Boyle sowie in die englischen Adelsfamilien Spencer, Grey und Somerset von Beaufort sowie in die Familie Montagu-Douglas-Scott.

Baron Alec Douglas-Home (1903-1995) war Präsident des Privy Council und zudem britischer Premierminister sowie Clan-Chef des Home Clans. Er war auch britischer Aussenminister und Staatssekretär für Commonwealth-Beziehungen sowie Parteichef der Konservativen Partei. Er war Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitete somit das Elitetreffen (Quelle). Er besuchte den Economic Club von New York und hielt dort eine Rede (Quelle). Der Club lädt erlesene Gäste zum Essen ein, um über Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Bemerkenswerte Mitglieder wären Rockefeller, Botín, Roosevelt, Agnelli und Bush.

Alec Douglas-Home sass im House of Lords, dem Oberhaus des britischen Parlaments, dem bis heute viele Adlige angehören (die erblichen Peers). In den 50er-Jahren fanden im House of Lords mehrere Debatten zum Thema Weltregierung statt. Bei einer hielt Alec Douglas-Home eine Rede, in der er sich für die Errichtung einer Weltregierung aussprach, die aus den Vereinten Nationen (UN) hervorgehen soll. Er sagte: „Der beste Beitrag und das überzeugendste Beispiel für die Möglichkeit einer zukünftigen Weltregierung ist vielleicht das Beispiel des Commonwealth.“ Der Commonwealth ist gewissermassen der Nachfolger des britischen Weltreiches. Bei der Debatte im House of Lords zum Thema Weltregierung befürwortete auch Vizegraf William Astor, der aus einer sehr einflussreichen Familie kam, die Gründung einer Weltregierung. Er sagte in seiner Rede, es bräuchte eine Weltpolizei, die das Weltrecht durchsetzen könnte. Astor sah die UN als Grundstein der zukünftigen Weltregierung. Er wies in seiner Rede darauf hin, dass die britische Queen Elizabeth der Gründung einer Weltregierung offen gegenübersteht und es auch im Ausland viele Leute gibt, die das Vorhaben unterstützen würden. Auch William Beveridge hielt bei der Debatte im House of Lords eine Rede, in der er erklärte, dass Grossbritannien am besten geeignet sei, die Weltregierung anzuführen. Er sagte: „In der Vergangenheit hat Grossbritannien die Welt in vielen Dingen angeführt, und obwohl es nicht die Macht hat, die Welt physisch anzuführen oder sie physisch zu beherrschen, wie es in der Vergangenheit der Fall war, könnte Grossbritannien führend sein. (…) Wenn die Regierung meinen Appell in Betracht ziehen würde, könnte Grossbritannien die Welt wieder anführen und uns schneller aus dieser grauenhaften Gefahr eines nuklearen dritten Weltkriegs befreien.“ Er wollte also eine britische Weltdominanz zum Wohle der Menschheit. In seiner Rede bezeichnete er das House of Lords als das „intelligenteste und wichtigste Publikum“, das man haben kann. Diese Art von Grössenwahn gab es in der britischen Elite schon seit dem 19. Jahrhundert. (Quelle: Alec Douglas-Home wird in der Quelle Graf von Home genannt)

Charles Douglas-Home (1937-1985) schrieb als Journalist für britische Zeitungen. Er kannte Baron Evelyn Baring und schrieb seine Biographie. Evelyn kam aus der Baring Familie, die schon seit 250 Jahren eine der wichtigsten britischen Bankiersfamilien ist. Nachdem der Medienmogul Rupert Murdoch 1981 die britische Zeitung The Times übernommen hatte, ernannte er 1982 Charles Douglas-Home zum Herausgeber. Charles führte die Zeitung noch bis zu seinem Tod 1985. Unter seiner Führung setzte die Times verstärkt auf Adelsklatsch.

Der Journalist Mark Douglas-Home (*1951) besetzte leitende Positionen bei schottischen Zeitungen.

Graf David Douglas-Home (*1943) ist der derzeitige Clan-Chef des Home Clans. Der Politiker war Vorsitzender der britischen Privatbank Coutts, die seit 1692 besteht und damit zu den ältesten Banken der Welt gehört. Sie wurde von der Bankiersfamilie Coutts gegründet, die noch bis spätestens in die 1990er Jahre in der Führung der Bank war. Die Coutts Familie ist familiär mit vielen schottischen Clans verbunden. Graf David Douglas-Home war Direktor der britischen Investmentbank Morgan Grenfell. Er war Vorsitzender der Grosvenor Group, das Immobilienunternehmen der britischen Milliardärs- und Herzogsfamilie Grosvenor. Graf David Douglas-Home gehört zur britischen Kolonialelite. Er war im Gouverneursrat des Commonwealth Institute, war Patron der Britisch-Malaysischen Gesellschaft und hatte Kontakte nach Dubai.

Bemerkenswerte Heiraten

Der Douglas Clan heiratete in sehr viele schottische Clans sowie in englische und irische Adelsfamilien. Sie heirateten auch in Familien, die wirtschaftlich aktiv waren.

David Montagu-Douglas-Scott (1945-2001) heiratete in die Harmsworth Familie (Quelle: 1 und 2). Die Harmsworths sind schon seit 100 Jahren die mächtigsten britischen Zeitungsverleger.

John Douglas (1865 geboren) heiratete Olga Edith Reuter (Quelle: 1, 2, 3). Die Reuter Familie gründete die weltweit führende Presseagentur Reuters.

Caroline Douglas-Scott-Montagu (1925-2017) heiratete in die kanadische Unternehmerfamilie Weston (Quelle: 1 und 2). Heute sind die Westons eine der reichsten Familien Kanadas. Sie sind Freunde der britischen Königsfamilie.

David Douglas (*1929), der Markgraf von Queensberry, ist der Vater von Ambrose Carey. Dieser war Betriebsleiter der Armor Holdings Group, ein Unternehmen mit Verbindungen zum britischen Geheimdienst und Militär. Die Schwester von Ambrose heiratete zweimal in die saudische Unternehmerfamilie Bin Laden. (Quelle: 1 und 2) Das Vermögen der Bin Laden Familie wurde 2009 auf sieben Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie galt damit als eine der reichsten Familien Saudi-Arabiens. (Quelle) Das bekannteste Mitglied der Familie ist Osama bin Laden, das ehemalige Oberhaut der Al-Qaida. (Mehr zur Bin Laden Familie)

Lord Francis George Montagu-Douglas-Scott (1879-1952), der mütterlicherseits aus dem Hamilton Clan kam, heiratete in die Adelsfamilie Elliot-Murray-Kynynmound, die aus dem Elliot Clan hervorging. Seine Frau Eileen hatte zwei Schwestern. Die Schwester Ruby heiratete Graf Rowland Thomas Baring. Der Graf kam aus der Baring Familie, die schon seit 250 Jahren eine der wichtigsten britischen Bankiersfamilien ist. Die Schwester Violet heiratete in die Astor Familie, die im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten und reichsten Familien der USA war und im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen wurde. (Quelle: 1, 2, 3) Die Ehefrau von Henry Douglas-Home (1907-1980) kam mütterlicherseits ebenfalls aus der Bankiersfamilie Baring (Quelle: 1 und 2).

Dorothy Forster (1891-1983), die mütterlicherseits aus der Familie Douglas-Scott-Montagu kam, heiratete in die Quäkerfamilie Pease (Quelle: 1 und 2). Diese ist eine der wichtigsten britischen Bankiersfamilien und gehörte früher zu den Pionieren der Eisenbahn. Hugh Douglas-Pennant (*1951) heiratete in die Gurney Familie (Quelle). Die Gurneys waren früher ebenfalls Quäker und erfolgreiche Bankiers.

Claud Douglas-Pennant (1867-1955) heiratete die Tochter des britischen Bankiers und Barons Harry Goschen (Quelle). Harrys Onkel George Goschen war Vizegraf und Direktor der Bank of England (britische Zentralbank).

Der Ehemann von Frances Montagu-Douglas-Scott (1940-2000) kam mütterlicherseits aus der geadelten, britischen Unternehmerfamilie Pearson (Quelle). Die Familie gründete das britische Unternehmen Pearson, einer der grössten Buchverlage der Welt.

Kolonialverwalter

Wie viele Clans kamen sie während der britischen Kolonialherrschaft weltweit zu Einfluss.

Sir John Douglas (1836-1885) war Gouverneur der britischen Kolonie Ceylon (das heutige Sri Lanka). Sri Lanka gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind.

Baron Howard Douglas (1776-1861) war Vizegouverneur der kanadischen Provinz New Brunswick in Kanada. Sein Sohn Baron Robert Percy Douglas (1805-1891) war Vizegouverneur der Kanalinsel Jersey. Die ehemaligen britischen Kolonien Kanada und Jersey gehören heute zu den Commonwealth-Staaten und die britische Königsfamilie stellt noch immer das Staatsoberhaupt der beiden Länder.

Baron Henry Forster (1866-1936), der in die Familie Douglas-Scott-Montagu heiratete, war Generalgouverneur von Australien. Die ehemalige britische Kolonie Australien gehört heute zu den Commonwealth-Staaten und die britische Queen ist das Staatsoberhaupt.

Noch weitere Verwandte des Douglas Clans waren als Kolonialverwalter tätig

Douglas Clan in Europa

Der Schotte Robert Douglas (1611-1662) war Feldmarschall im Dienste der schwedischen Königsfamilie und wurde von ihr zum Grafen geadelt. Dieser Familienzweig brachte schwedische Politiker und Militärs hervor. Sie heirateten in schwedische Adelsfamilien. Graf Ludvig Douglas (1849-1916) war schwedischer Aussenminister. Sein Grossvater mütterlicherseits war der deutsche Grossherzog Ludwig I. von Baden.

Graf Gustaf Douglas (*1938) und seine beiden Söhne sind wirtschaftlich aktiv. Im Dezember 2021 wurde ihr Familienvermögen auf 20,6 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie gehören damit zu den reichsten Schweden (Quelle). Sie besitzen knapp 80 Prozent der Investmentgesellschaft „Investment AB Latour“. Latour besitzt mehrere kleinere Unternehmen, deren jährliche Umsätze bei 10 bis 500 Millionen US-Dollar liegen. Latour ist auch an grösseren Unternehmen beteiligt. Die wichtigsten wären:

  • Securitas AB (11% Anteil und 30% Stimmrechte). Latour ist der mit Abstand grösste Aktionär von Securitas. Das schwedische Unternehmen ist einer der grössten Sicherheitskonzerne der Welt. Die Dienstleistungen umfassen Wachen und Patrouillen, Ermittlungen, Videoüberwachung, Hausalarmsysteme, Sicherheitsberatung und Versorgung mit Wachhunden. Zum Securitas-Konzern gehört auch die US-amerikanische Sicherheitsfirma Pinkerton. Diese besitzt „hochqualifizierte Agenten“, die vermögende Privatpersonen, Promis, königliche Familien und Diplomaten schützen (Quelle). Seit mehreren Jahrzehnten gibt es weltweit eine schleichende Privatisierung der Sicherheitskräfte. Laut einer Guardian-Analyse von 2007 lebt mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung in Ländern, in denen mehr private Sicherheitskräfte als öffentliche Polizisten beschäftigt sind. Auch vermehrt Reiche und Superreiche gehören zu den Kunden der Sicherheitsindustrie. Auch die Ölindustrie setzt auf private Sicherheitskräfte, die Ölpipelines bewachen. Seit der Jahrtausendwende gibt es immer mehr private Sicherheitsfirmen, die Soldaten und Geheimdienste zur Verfügung stellen, die inzwischen weltweit in Kriegs- und Konfliktgebieten aktiv sind (Quelle).
  • Assa Abloy (9,5% Anteil und 29,4% Stimmrechte). Der weltweit aktive schwedische Konzern hat sich auf die Sicherheit von Türen, Toren und Eingängen spezialisiert. Das reicht von einfachen Türschlössern bis hin zu Hightech-Türen, die sich nur mit Karten oder den richtigen biometrischen Daten öffnen lassen. Auch die Sicherung von Villen ist ein Geschäftsfeld und somit werden auch Reiche zur Kundschaft gehören. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Sicherung von Eingängen von militärischen und staatlichen Einrichtungen (Quelle). Assa Abloy ist eines der grössten schwedischen Unternehmen. Latour ist der mit Abstand grösste Aktionär von Assa Abloy.
  • Sweco (27% Anteil und 21 Prozent%). Das schwedische Unternehmen ist eines der grössten Architekturbüros der Welt.
  • Fagerhult AB (Anteil und Stimmrechte 47,8%). Der schwedische Konzern gehört zu den führenden Beleuchtungsherstellern Europas. Latour ist der mit Abstand grösste Aktionär von Fagerhult.

Der Schwede Melker Schörling ist ein Geschäftspartner von Graf Gustaf Douglas. Neben der Douglas Familie besitzt er die meisten Stimmrechte von Securitas und Assa Abloy. Das Vermögen von Melker und seiner Familie wird auf 12,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Graf Gustaf Douglas leitete den staatlichen Fernsehsender SVT2 und die Dagens Nyheter, eine der wichtigsten schwedischen Zeitungen, die sich im Besitz der Bonnier Familie befindet.

Graf Archibald Douglas (1883-1960) gehörte zur Führung des schwedischen Militärs. Auf seinen Befehl wurde im Zweiten Weltkrieg ein Konzentrationslager für Kommunisten errichtet (Quelle).

Bemerkenswerte Heiraten des schwedischen Zweiges

  • Archibald Douglas (*1949) heiratete in die österreichische Königsfamilie. (Quelle)
  • Gräfin Elisabeth Douglas (*1940) heiratete in die bayrische Königsfamilie. Ihre Tochter heiratete den derzeitigen Erbprinzen der liechtensteinischen Fürstenfamilie. (Quelle)
  • Gräfin Rosita Douglas (*1943) heiratete Herzog John Spencer-Churchill, ein Verwandter des britischen Premierministers und Freimaurers Winston Churchill. (Quelle)
  • Graf Charles Robert Douglas (1880-1955) heiratete in die Hochadelsfamilie Hohenzollern, die früher den Thron von Preussen und Rumänien besetzte. Seine Frau war in erster Ehe mit dem letzten portugiesischen König Manuel II. verheiratet gewesen. (Quelle: 1 und 2) Manuel kam aus der Hochadelsfamilie Sachsen-Coburg-Gotha, zu der auch die heutigen Königsfamilien von Grossbritannien und Belgien gehören.

Der schwedische Zweig des Douglas Clans heiratete in mehrere deutsche Adelsfamilien und einzelne Teile der Familie leben seither in Deutschland. Der deutsche Graf Christoph Douglas (1948-2016) hatte Kontakt zum deutschen Hochadel. Er heiratete in die deutsche Milliardärsfamilie Oetker, die den Lebensmittelkonzern „Dr. August Oetker“ besitzt (Quelle).

Es gab oder gibt noch einen weiteren deutschen Familienzweig, der früher in der deutschen Bergbauindustrie aktiv war. Zu diesem Familienzweig gehörte Hugo Sholto Oskar Georg von Douglas (1837-1912). (Quelle) Er stand dem deutschen Kaiser Wilhelm II. nahe, der ihn zum Grafen adelte (Quelle). Er hatte geschäftlichen Kontakt zu den deutschen Industriellen August Thyssen und Hugo Stinnes (Quelle).

Gustav Otto Douglas (1687-1771) stand im Dienste der schwedischen Armee. Er geriet 1709 in russische Kriegsgefangenschaft. 1714 trat er als Oberst in russische Dienste und wurde 1717 zum russischen Generalgouverneur von Finnland ernannt. 1738 wurde er russischer Generalgouverneur von Estland. Das ein Kriegsgefangener innerhalb weniger Jahre in die russische Elite aufgenommen wurde, scheint mir schon äussert bemerkenswert. Zum russischen Adel gehörte zu der Zeit auch ein Familienzweig des schottischen Bruce Clans, der führende Positionen bei der russischen Armee besetzte (Quelle). In den folgenden Jahrzehnten wurden auch Zweige der schottischen Clans Armstrong und Barclay in den russischen Adel aufgenommen (Quelle). Patrick Gordon (1635-1699), aus dem Gordon Clan, fand ebenfalls Anschluss an die russische Elite. James Francis Edward Keith, der Sohn eines britischen Grafen aus dem Keith Clan, wurde 1740 der zweite Grossmeister der russischen Freimaurer. Er war ein Cousin des schottischen Grafen John Keith. Dieser war Grossmeister der englischen und schottischen Freimaurer. (Quelle)

Douglas Clan in Australien

John Douglas (1828-1904), der Neffe eines Markgrafen aus dem Douglas Clan, emigrierte von Grossbritannien nach Australien, wo er in die Politik ging. Er wurde Premierminister des australischen Bundesstaates Queensland. Er war Freimaurer und wurde Grossmeister seines Bezirkes. (Quelle) Zwei seiner Söhne waren Richter am Obersten Gerichtshof von Queensland (Quelle). Ein weiterer Sohn heiratete die Tochter von Thomas Beirne. Der Ire Thomas Beirne gehörte zu den reichsten Geschäftsmännern der australischen Kolonialzeit. Er war einer der wenigen Millionäre in Australien. Papst Pius XI. verlieh ihm den Gregoriusorden, da er katholische Interessen in der Kolonie Australien vertrat. (Quelle)

Ein Urenkel des Einwanderers John ist der australische Politiker Alex Douglas (*1958).

Australien war früher eine britische Kolonie. Heute gehört Australien zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt von Australien.

Der Douglas Clan unterhält bis heute Kontakte zu seinen Verwandten in Australien (Quelle).

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Duncan Familie

Die Duncan Familie kontrolliert Enterprise Products, eines der grössten Familienunternehmen der USA.

Enterprise Products ist einer der grössten Öl- und Gaspipelinekonzerne der Welt. Der Transport von Öl und Gas über Pipelines ist billiger als der Transport mit Lastwagen oder Zügen. In den USA verlaufen mehr Energiepipelines als in jedem anderen Land der Welt und zwar mit grossem Abstand. Das Pipelinesystem der USA von 1,38 Millionen Meilen ist mehr als achtmal länger als das von Russland, das Land mit dem zweitgrössten Pipelinesystem. (Quelle)

2024 wurde das Familienvermögen auf 43,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Die Familie hält etwa 30 Prozent der Anteile an Enterprise Products.

Dan Duncan (1933-2010) gründete das Unternehmen 1968. Seine Tochter Randa Duncan Williams ist derzeit in der Konzernführung. 2019 kaufte sie Texas Monthly, ein viel gelesenes amerikanisches Magazin. (Quelle)

Da die Familie den Namen Duncan trägt, könnte sie möglicherweise aus dem schottischen Duncan Clan stammen.

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Walton Familie

Der US-Amerikaner Sam Walton (1918-1992) gründete 1962 Walmart, der sich zum führenden Einzelhändler der USA entwickelte. Sam galt eine Zeit lang als der reichste Amerikaner. Im Jahr 2024 wurde das Vermögen der Walton Familie auf 432 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie gilt damit als die reichste Familie der USA. (Quelle)

Walmart ist inzwischen weltweit aktiv und ist das umsatzstärkste Unternehmen der Welt. Walmart ist der grösste Arbeitgeber in der weltweiten Privatwirtschaft und beschäftigt über zwei Millionen Angestellte. Die Familie besitzt 46 Prozent der Anteile an Walmart. Familienmitglieder sind im Vorstand von Walmart.

Walmart ist einer der grössten Betreiber von Apotheken in den USA. Walmart wurde vorgeworfen, zur Opioidkrise in den USA beigetragen zu haben. Das Justizministerium reichte eine Zivilklage ein, in der behauptet wurde, Walmart habe „Tausende und Abertausende ungültige Rezepte für kontrollierte Substanzen unrechtmässig ausgefüllt“. Im Zeitraum von 2006 bis 2012 lieferte Walmarts Lager- und Vertriebsnetz mehr als 5,2 Milliarden Opioid-Pillen an Apotheken. Viele Apotheker warnten Führungskräfte von Walmart, dass ihre Apotheken den Schwarzmarkt für Opioide versorgen, was aber ignoriert wurde. Ein Apotheker wurde von Walmart entlassen, weil er die verantwortungslose Medikamentenabgabe mehrfach kritisiert hatte. Ehemalige Walmart-Apotheker sagten, es bestehe ein starker Druck, Opioide zu verkaufen und Rezepte schnell und ohne viele Fragen auszustellen. (Quelle) In einer internen E-Mail hatte ein leitender Angestellter von Walmart vorgeschlagen, der Fokus des Unternehmens sollte darauf liegen, den Verkauf von Opioiden zu fördern, anstatt zu reduzieren. In weiteren E-Mails von Walmart-Mitarbeitern stand, dass Rezepte für Opioide in Walmart-Apotheken möglichst schnell und unkompliziert ausgestellt werden sollten, da die Kunden (darunter viele Tablettensüchtige und Dealer) sonst zu den Apotheken der Konkurrenz wechseln würden. (Quelle)

Die Walton Familie besitzt die Arvest Bank, die mehr als 260 Banken in mehr als 100 Gemeinden in den USA betreibt.

Die Milliardärin Ann Walton (*1948) heiratete den Milliardär Stan Kroenke, einer der mächtigsten Sportmogule der Welt.

Der Milliardär John Walton (1946-2005) war mit dem Milliardär Ted Forstmann befreundet (Quelle). Teds Bruder Julius heiratete in die Milliardärsfamilie Ford. Die Ford Familie kontrolliert den Automobilkonzern Ford, eines der grössten Familienunternehmen der USA.

Die Walton Familie gründete 2011 das „Crystal Bridges Museum of American Art“, ein Kunstmuseum. Die Familie führt bis heute den Vorstand des Museums. Zum Vorstand gehört auch der Milliardär John H. Tyson (Stand: 22.11.2022). Tyson und seine Familie kontrollieren den Fleischkonzern Tyson Foods, eines der grössten Familienunternehmen der USA.

Carrie Walton (*1970) heiratete Gregory Penner, ein Investor. Penner ist derzeit Vorsitzender von Walmart. Er arbeitete als Finanzanalyst bei der führenden Investmentbank Goldman Sachs und war von 2004 bis 2017 im Vorstand des chinesischen Medienkonzerns Baidu. Von 2007 bis 2014 war er im Vorstand von Hyatt, eines der grössten Hotelunternehmen der Welt. Dadurch wird er die Pritzker Familie kennen, die Hyatt kontrolliert und eine der reichsten Familien der USA ist.

Carrie Walton Penner ist im Vorstand des KIPP, das viele Charterschulen in den USA betreibt. Zum Vorstand gehört auch Emma Bloomberg (Tochter des Multimilliardärs Michael Bloomberg), der Milliardär Reed Hastings (Gründer und Chef von Netflix), Abigail S. Wexner (Ehefrau des Milliardärs Les Wexner) und John J. Fisher aus der Milliardärsfamilie Fisher. (Stand: 22.11.2022)

Seit 2022 besitzt die Walton Familie die Denver Broncos, eines der erfolgreichsten Teams im American Football. Zu den Eigentümern der Denver Broncos gehören auch die Politikerin Condoleezza Rice und die Managerin Mellody Hobson (Vorsitzende von Starbucks). (Stand: August 2022)

Alice Walton (*1949) gilt als eine der reichsten Frauen der Welt. Sie kennt den Kunstprofessor John Wilmerding (Foto). Er ist im Kuratorium der Stiftung der Guggenheim Familie. Wilmerding hatte eine Urgrossmutter, die aus der Vanderbilt Familie kam. Die Vanderbilts waren im 19. Jahrhundert die reichste Familie der USA.

Steuart Walton (*1981) arbeitete in London für Allen & Overy, eine der grössten britischen Anwaltskanzleien.

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Desmarais Familie

Die Desmarais Familie ist eine der reichsten Familien Kanadas. 2018 wurde das Familienvermögen auf 8,38 Milliarden Kanadische Dollar geschätzt, also etwa 6,5 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Sie sind geschäftlich vor allem mit der Frère Familie verbunden, eine der reichsten Familien Belgiens.

Power Corporation of Canada

Die Desmarais Familie kontrolliert den Finanzkonzern „Power Corporation of Canada“ (PCC), eines der grössten kanadischen Unternehmen. PCC verwaltete Ende 2021 ein Vermögen von fast einer Billion US-Dollar und verwahrte ein Vermögen von zwei Billionen US-Dollar. (Quelle) Die wichtigste Tochterfirma der PCC ist die „Power Financial Corporation“ (PFC). Familienmitglieder führen die Vorstände der PCC und PFC. Die PFC ist an folgenden Unternehmen beteiligt (stand 2019):

  • Great-West Lifeco (66,9 Prozent). Der Finanzkonzern gehört zu den grössten Unternehmen Kanadas und konzentriert sich auf die Versicherungsindustrie. Ende 2020 verwaltete Great-West Lifeco ein Vermögen von 2 Billionen US-Dollar. Eine Tochterfirma ist der US-amerikanische Finanzkonzern Putnam Investments. Putnam investiert in US-Grosskonzerne und verwaltete 2020 ein Vermögen von 192 Milliarden US-Dollar.
  • IGM Financial (62,1 Prozent). Der Finanzkonzern verwaltete im Mai 2022 ein Vermögen von 256 Milliarden US-Dollar. IMG und PCC besitzen fast 28 Prozent von China AMC, einer der wichtigsten Finanzdienstleister Chinas.
  • Pargesa Holding (27,8 Prozent). Die Pargesa Holding hat ihren Sitz in der Steueroase Schweiz. Die Desmarais Familie ist derzeit im Verwaltungsrat der Pargesa Holding zusammen mit der belgischen Frère Familie (ebenfalls Milliardäre). Über Pargesa kontrollieren die Familien 50 Prozent der belgischen Holding „Groupe Bruxelles Lambert“ (GBL). GBL ist wiederum Hauptaktionär von mehreren europäischen Grosskonzernen, darunter Adidas, Umicore und LafargeHolcim. Die Familien Desmarais und Frère sind im Vorstand der GBL vertreten. GBL wurde von der belgischen Bankiersfamilie Lambert gegründet (Verwandte und Bekannte der Rothschilds).

Bis 2015 besass die Desmarais Familie über ihr Medienunternehmen Gesca mehrere kanadische Regionalzeitungen. Bis 2018 besass sie die kanadische Internetzeitung La Presse.

Öl- und Gasindustrie

Bis 2013 gehörte GBL zu den grössten Aktionären (3,9 Prozent) des französischen Ölkonzerns Total. Die Frère Familie war über eine weitere Holding bis 2014 mit weiteren 0,9 Prozent an Total beteiligt. Total ist einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt und eines der grössten europäischen Unternehmen. Paul Desmarais Junior (*1954) war im Vorstand von Total (Quelle). Interessanterweise war der frühste Vorläufer von Total das 1861 gegründete französische Unternehmen „Desmarais frères“, das massgeblich am Aufbau der französischen Ölindustrie beteiligt war. (Quelle) Das Unternehmen wurde von einer französischen Familie gegründet und geführt, die ebenfalls Desmarais hiess. Ihr Nachkomme Stéphane Desmarais war von 1965 bis 1968 CEO und danach Vizepräsident von Total. Zu seiner Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einem Grosskonzern. (Quelle) Leider ist nicht bekannt, ob die französische und die kanadische Desmarais Familie verwandt sind. Die kanadische Desmarais Familie hat französische Wurzeln, wie viele Kanadier.

Familienmitglieder, Freunde und Bekannte

Der Milliardär Paul Desmarais Senior (1927-2013) war der Begründer der Unternehmerfamilie. Er wurde 1992 Mitglied des kanadischen Privy Council. (Quelle) Dieser ist der kanadische Geheimrat der britischen Königsfamilie. Kanada ist seit 1931 unabhängig von Grossbritannien, gehört aber seither zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt Kanadas. Die beiden Brüder von Paul gingen in die kanadische Politik.

Zu Beerdigung von Paul Desmarais kamen vier kanadische Premierminister und fünf Ministerpräsidenten von Quebec sowie der französische Präsident Sarkozy, der mit ihm befreundet war. Jean Chrétien, der von 1993 bis 2003 Premierminister Kanadas war, stand Desmarais ebenfalls nahe. Seine Tochter France heiratete in die Desmarais Familie. Auf der Beerdigung erzählte er davon, wie er sich mit Desmarais getroffen hatte, nachdem er im Finanzministerium zu arbeiten begann: „Ich sagte Paul, dass ich niemanden in der Welt der grossen Unternehmen kenne. Achtundvierzig Stunden später assen wir mit dem Präsidenten der Royal Bank, Earle McLaughlin, zu Mittag.“ Die US-Präsidenten Bill Clinton und George Bush besuchten eine Party von Paul Desmarais. (Quelle)

Der Politiker Donald Mazankowski gehörte zum Vorstand der Power Corporation der Desmarais Familie. Mazankowski war von 1986 bis 1993 stellvertretender Premierminister von Kanada. Er war auch Finanz- und Verkehrsminister sowie Präsident des kanadischen Privy Council. Nachdem er die Politik verlassen hatte, besetzte er viele Vorstandsposten in der kanadischen Wirtschaft, unter anderem bei Shaw Communications, dem Unternehmen der Shaw Familie. (Quelle: 1, 2, 3) Mazankowski war mit dem Unternehmensgründer JR Shaw befreundet. (Quelle)

Die Desmarais Familie unterhält Kontakte zur französischen Elite, darunter zu den Familien Rothschild und Peugeot. (Quelle) Die Desmarais Familie gründete 2002 gemeinsam mit europäischen Unternehmerfamilien den alternativen Vermögensverwalter Sagard. Paul Desmarais III. ist Vorsitzender und CEO von Sagard. Zur Unternehmensführung gehört auch Arielle de Rothschild, die in die Rothschild Familie heiratete. (Stand: 19.6.2022)

Der französische Milliardär Laurent Dassault gehörte 17 Jahre lang zur Konzernführung des Desmarais-Konzerns. (Quelle)

Paul Desmarais kannte Baron Ernest-Antoine Seillière. (Quelle) Dessen Familienkreis gehört schon seit über 200 Jahren zur französischen Wirtschaftselite.

André Desmarais (*1956) ist Mitglied der Trilateralen Kommission. (Quelle) Die Trilaterale Kommission ist eine einflussreiche Denkfabrik und wurde 1973 von David Rockefeller gegründet, der bis 2016 ihr Ehrenvorsitzender war. André Desmarais ist im internationalen Beirat des Council of the Americas, eine Denkfabrik, die ebenfalls von David Rockefeller gegründet wurde. André Desmarais wird über seinen Beiratsposten beim Council of the Americas vermutlich den Chilenen Andrónico Luksic und den Mexikaner Alejandro Baillères kennen, da diese ebenfalls Beiratsmitglied sind. (Stand: März 2023) Die Familien Luksic und Baillères sind zwei der reichsten Familien Lateinamerikas.

André Desmarais war im internationalen Beirat von JPMorgan Chase, die grösste Bank der USA. Er war zur selben Zeit im internationalen Beirat wie Henry Kissinger (USA), Ratan Tata (Indien), Mustafa Koç (Türkei), Riley Bechtel (USA), Lee Kuan Yew (Singapur), Tony Blair (Grossbritannien), Jürgen Grossmann (Deutschland) und Martin Feldstein (USA). (Quelle)

André Desmarais kennt die Weston Familie, eine der reichsten Familien Kanadas. (Quelle)

André Desmarais sass im Vorstand des Mischkonzerns Seagram. (Quelle) Er hatte dadurch vermutlich Kontakt zu Mitgliedern der kanadischen Milliardärsfamilie Bronfman, die den Konzern kontrolliert hatte.

André Desmarais besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. (Quelle) Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Paul Desmarais Junior (*1954) besuchte das Bilderberg-Treffen. (Quelle) Er kennt den US-amerikanischen Milliardär Henry Kravis und seine Frau Marie-Josée Kravis, eine Kanadierin. (Foto) Marie-Josée ist derzeit Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitetreffen. (Quelle) Ihr Mann Henry Kravis besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen. (Quelle)

Paul Desmarais Junior kennt den Franzosen Bernard Arnault, einer der reichsten Menschen der Welt. (Foto) Bernard Arnault war 35 Jahre lang mit dem verstorbenen Albert Frère befreundet. (Quelle) Dieser hatte wiederum viel mit der Desmarais Familie zusammengearbeitet.

Paul Desmarais Junior kennt Andrew Molson aus der kanadischen Milliardärsfamilie Molson. (Quelle)

Paul Desmarais Junior führte viele Unternehmen in Kanada und Frankreich, die mit dem Desmarais-Konzern verbunden sind. Er gehörte zum Vorstand von Total, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Er war stellvertretender Vorsitzender des französischen Bergbaukonzerns Imerys. Dieser entstand aus einem Unternehmen der Rothschilds und wird heute von der GBL-Holding kontrolliert, die wiederum von Desmarais und Frère kontrolliert wird. Paul arbeitete auch für die Investmentbank „SG Warburg & Co“ in London. (Quelle) Er erhielt zwei Medaillen von der britischen Queen. (Quelle)

Paul Desmarais Junior ist im globalen Beirat des Council on Foreign Relations (CFR). Die US-amerikanische Denkfabrik ist eine der mächtigsten der Welt. Zum globalen Beirat des CFR gehören auch Ali Koç (Türkei), Andrónico Luksic (Chile), Gustavo Cisneros (Venezuela), Suzan Sabancı Dinçer (Türkei), Frank Lowy (Australien), Victor Pinchuk (Ukraine) und weitere. (Stand: 23.9.2022)

Paul Desmarais Junior gehört zur Brookings Institution, ebenfalls eine einflussreiche Denkfabrik aus den USA. Über seinen Posten im internationalen Beirat der Brookings Institution könnte er Andrónico Luksic (oben bereits erwähnt) sowie die Bankiers Marcus Wallenberg und Philip von Mallinckrodt kennen. Über seinen Posten im Kuratorium der Brookings Institution könnte er Mitglieder der der Milliardärsfamilien Mittal, Crown, Bass und Tisch sowie die Milliardäre Philip Knight, David Rubenstein und Haim Saban kennen. (Stand: 17.6.2022)

Paul Desmarais Junior ist auch Mitglied mehrerer Handelsorganisationen und ist derzeit Vorsitzender des „Internationalen Wirtschaftsforums für Amerika“ (IEFA).

Der Konzern der Desmarais Familie war Mitgründer des kanadischen Wirtschaftsverbands „Canada China Business Council“ (CCBC). Der CCBC fördert Geschäfte, Handel und Investitionen zwischen Kanada und China. Derzeit ist Olivier Desmarais Vorsitzender des CCBC.

In den letzten Jahren arbeitete der Chinese Bo Guagua für den Konzern der Desmarais Familie. Sein Vater Bo Xilai war von 2007 bis 2012 einer der obersten Politiker in China. Die Familien Desmarais und Bo sind schon seit drei Familiengenerationen miteinander verbunden. Das erste Treffen soll in den 70er-Jahren in Kanada mit Bo Yibo und Paul Desmarais Sr. stattgefunden haben. (Quelle) Bo Xilai wurde 2013 wegen Korruption zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Frau bekam ebenfalls lebenslänglich, weil sie für die Ermordung des britischen Geschäftsmanns Neil Heywood verantwortlich sein soll. (Quelle) Neil Heywood arbeitete in China und hatte Kontakt zur Bo Familie. Er arbeitete regelmässig für das britische Beratungsunternehmen Hakluyt & Company, das 1995 von Beamten der britischen Geheimdienste gegründet wurde. (Quelle) Bo Xilai galt bis zu seiner Verhaftung als der grösste Konkurrent des heutigen Präsidenten Xi Jinping. Mindestens ein Mitglied der Bo Familie hat ein gutes Verhältnis zur Mao Familie. Der Begründer der Mao-Dynastie war der chinesische Diktator Mao Zedong, der 1949 die Volksrepublik China gründete. Zudem hatte Bo Guagua ein romantisches Verhältnis mit Chen Xiaodan. Diese kommt aus der Chen Familie, die ebenfalls zur chinesischen Elite gehört.

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Ambani Familie

Die indische Ambani Familie gehört zu den reichsten Familien der Welt. 2024 wurde ihr Vermögen auf 99,6 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Der Ambani-Konzern

Die Familie kontrolliert den Grosskonzern Reliance Industries. Dieser ist seit 2022 das grösste indische Unternehmen neben der Tata Group. 2020 hielt die Ambani Familie knapp die Hälfte der Anteile am Unternehmen.

Reliance Industries konzentriert sich auf Förderung und Verarbeitung von Erdöl sowie auf den Bau von Ölpipelines. Indien war 2021 der drittgrösste Erdölimporteur der Welt und ist somit einer der wichtigsten Kunden der Ölindustrie. Das Land besitzt im Verhältnis zu seiner Grösse keine grossen Ölreserven. Reliance Industries besitzt auch Jio (das grösste indische Telekommunikationsunternehmen) und Reliance Retail (der grösste indische Einzelhändler) sowie Network18 (eines der grössten indischen Medienunternehmen). Reliance Industries ist einer der weltweit grössten Produzenten von Plastik und Polyster. Ein weiteres Geschäftsfeld des Ambani-Konzerns ist die Industrie für Solarenergie.

Weil Anil Ambani (*1959) Streitigkeiten mit seinem Bruder hatte, spaltete sich ein Teil vom Familienkonzern ab, der seither von Anil Ambani kontrolliert wird und die heutige Reliance ADA Group ausmacht. Diese konzentriert sich auf die Erzeugung und Verteilung von Strom und besitzt Reliance Capital. Neben den indischen Grossbanken ist Reliance Capital eines der führenden indischen Finanzunternehmen. Die Reliance ADA Group besitzt auch Reliance Entertainment, ein Medienunternehmen, das an Amblin Partners beteiligt ist. Amblin Partners besitzt wiederum DreamWorks Pictures, ein grosses Filmstudio aus den USA. Reliance Entertainment besitzt Amblin Partners gemeinsam mit den Medienunternehmen Universal Pictures (Comcast), Entertainment One (Hasbro) und Alibaba Pictures (Alibaba Group).

Das Netzwerk der Familie

Die Ambani Familie ist seit 20 Jahren mit der US-amerikanischen Politikerfamilie Clinton verbunden. Hillary Clinton war auf einer Hochzeit der Ambani Familie. Weitere Gäste der Hochzeit waren John Kerry, James Murdoch, Lakshmi Mittal, Arianna Huffington und Beyoncé. (Quelle: 1 und 2) Bei einer weiteren Hochzeit der Ambani Familie waren folgende Leute dabei: der britische Premierminister Tony Blair, der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der Google-CEO Sundar Pichai sowie die indischen Milliardäre Ratan Tata und Lakshmi Mittal. (Quelle)

Derzeit wird Reliance Industries von Mukesh Ambani (*1957) geführt. Der britische Prinz Charles verbrachte seinen 71. Geburtstag in Indien und Mukesh Ambani war auf der Geburtstagsfeier dabei. Unter den Gästen waren auch Ratan Tata und Adar Poonawalla, deren Familien zu den mächtigsten in Indien gehören. (Quelle) Prinz Charles kennt noch weitere indische Milliardäre, darunter Mittal, Hinduja, Godrej, Mahindra, Bajaj und Vandrevala (Quelle: 123456). Indien war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute noch zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind.

Mukesh Ambani gehört zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF) und kennt dadurch Klaus Schwab. Zur Führung gehören derzeit auch die jordanische Königin, der Schweizer Milliardär André Hoffmann, Laurance Fink von BlackRock, Christine Lagarde von der Europäischen Zentralbank, der südafrikanische Milliardär Patrice Motsepe, der amerikanische Milliardär David Rubenstein sowie Al Gore, der ehemalige Vizepräsident der USA und Schwiegervater von Andrew Schiff. (Stand: 21.9.2022) (Quelle)

Mukesh Ambani war im Vorstand und im globalen Beirat der Bank of America (Quelle). Die US-amerikanische Bank ist eine der grössten der Welt.

Nina Ambani (*1962), eine Schwester von Mukesh, heiratete Shyam Kothari. Dieser besass das indische Zucker- und Chemieunternehmen „Kothari Sugars and Chemicals“. Seit seinem Tod wird das Unternehmen von Nina und ihrem Sohn Arjun geführt. (Quelle) Shyam Kotharis Grossvater war Gründungspräsident der indischen Börse „Madras Stock Exchange“ (Quelle). Dem Namen nach könnten sie aus der indisch-parsischen Kothari Familie kommen. Der indische Kaufmann Jehangir Kothari (1857-1934) stand in engem Kontakt zur britischen Kolonialelite und wurde vom britischen Hochadel zum Ritter geschlagen.

Nina Ambanis Tochter Nayantara heiratete Shamit Bhartia. Dessen Mutter Shobhana Bhartia ist Vorsitzende und Redaktionsleiterin der Hindustan Times, die eine der grössten indischen Zeitungen ist. Shobhanas Vater war der Geschäftsmann Krishna Birla. (Quelle) Die Birla Familie gehört zu den reichsten Familien Indiens.

Isha Ambani (*1991) ist derzeit im Kuratorium der Dia Art Foundation, eine Kunststiftung in New York. Zum Kuratorium gehören auch SeoHyun Lee aus der südkoreanischen Multimilliardärsfamilie Lee und James Murdoch, der Sohn des australisch-amerikanischen Medienmoguls Rupert Murdoch. Vorsitzende des Kuratoriums ist Nathalie de Gunzburg. (Stand: 22.9.2022) Nathalies Ehemann kommt aus den Familien Günzburg und Bronfman.

Mukesh Ambani war im internationalen Beirat der Brookings Institution, eine sehr einflussreiche Denkfabrik aus den USA. Zur selben Zeit waren folgende Personen im Beirat: John Elkann (Italien), Marcus Wallenberg (Schweden), Paul Desmarais Junior (Kanada), Andrónico Luksic (Chile), Rahul Bajaj (Indien) und Nicolas Berggruen (USA). (Quelle)

Mukesh Ambani ist Mitglied des Business Council, eine Organisation von Wirtschaftsbossen mit Hauptsitz in Washington.

Anil Ambani (*1959) ist im Verwaltungsrat der Indian School of Business. Zum Verwaltungsrat gehören indische Milliardäre sowie die ausländischen Wirtschaftsbosse Jacob Wallenberg, James Murdoch, Bernard Arnault, Michael Dell und Lloyd Blankfein. (Stand: 1.5.2023)

Nita Ambani (*1963) ist Treuhänderin des Metropolitan Museum of Art in New York, das grösste Kunstmuseum der USA. Zu den Treuhändern gehören unter anderem Mitglieder der Milliardärsfamilien Al Sabah (Kuwait), Lauder (USA), Koç (Türkei), David-Weill (Frankreich), Santo Domingo (Kolumbien) und Pritzker (USA). (Stand: Juli 2021) Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Dhirubhai Ambani

Dhirubhai Ambani (1932-2002) gründete 1966 ein Unternehmen, das mit Polyester und Textilien handelte. Aus diesem entwickelte sich der heutige Grosskonzern Reliance Industries der Ambani Familie.

Bevor Dhirubhai ein eigenes Unternehmen gründete, hatte er im Jemen für „A. Besse & Co“ gearbeitet (Quelle). Das Unternehmen wurde vom Franzosen Antonin Besse geführt. Besse lebte den grössten Teil seines Lebens in Aden (Teil von Jemen), wo er ein bedeutender Geschäftsmann war. Er arbeitete als Vertreter für die Ölkonzerne Shell und BP. Er wurde vom britischen Hochadel zum Ritter geschlagen. (Quelle) Aden war noch bis 1963 eine britische Kronkolonie (wurde also von der britischen Königsfamilie kontrolliert).

Dhirubhai Ambani arbeitete in Aden als Angestellter einer örtlichen Tochtergesellschaft des Ölkonzerns Burmah Shell (Quelle). Der Ölkonzern war massgeblich am Aufbau der indischen Ölindustrie beteiligt. Aus Burmah Shell entwickelte sich Bharat Petroleum, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne Asiens. Bharat Petroleum befindet sich zur Hälfte im Besitz des indischen Staates. Die Gründer von Burmah Shell waren Royal Dutch, Shell, Burmah Oil und Rothschild (Quelle).

Auftragsmord

Die Führung von Reliance Industries soll Ende der 80er Jahren einen Auftragsmord angeordnet haben (Quelle). Ziel soll Nusli Wadia gewesen sein, der aus einer wohlhabenden indisch-parsischen Familie kommt. Nusli ist in Grossbritannien sesshaft und seine Familie war schon zu Kolonialzeiten mit Briten befreundet. Sein Grossvater Muhammad Ali Jinnah war der Gründer Pakistans und war ebenfalls persönlich mit der britischen Elite verbunden. Obwohl die Familie des Milliardärs Nusli Wadia höchst elitären Kreisen angehört, scheint er mit mehreren Akteuren der indischen Elite verfeindet zu sein. Gerade von ein paar Jahren hatte Nusli anscheinend einen Streit mit der parsischen Tata Familie (die womöglich mächtigste Familie Indiens).

Ambani und Nusli Wadia gelten als Konkurrenten. Ende der 80er Jahren soll die Reliance Industries Führung einen Auftragskiller engagiert haben, der Nusli Wadia ausschalten sollte. Der Auftragsmord konnte allerdings vor der Ausführung von der Polizei vereitelt werden. Die ursprünglichen Ermittler der Polizei waren der Meinung, dass Kirti Ambani den Auftragsmord angeordnet hatte. Die Ermittler mussten ihre Arbeit aber niederlegen, weil das „Central Bureau of Investigation“ (CBI) die Ermittlungen übernahm. Das CBI ist vergleichbar mit dem FBI in den USA oder dem BKA in Deutschland. Das CBI ist auch die offizielle Koordinationsstelle von Interpol in Indien. Zur Zeit der Ermittlungen war Mohan Katre Chef des CBI. Dieser hatte bekanntermassen ein gutes Verhältnis zu den Ambanis und war zu der Zeit sogar Aktionär des Ambani-Konzerns. (Quelle) Das CBI konnte oder wollte keine Beweise für einen Auftragsmord liefern.

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Bosch Familie

Der Deutsche Robert Bosch (1861-1942) gründete 1886 ein eigenes Unternehmen, aus dem sich die heutige Robert Bosch GmbH entwickelte, ein weltweit aktiver Elektro- und Zulieferungskonzern. Der Konzern gehörte in den letzten Jahren zu den zehn umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands.

Das wichtigste Geschäftsfeld des Konzerns ist die Produktion von Bauteilen für die Automobilindustrie. Er ist der grösste Automobilzulieferer der Welt und ist traditionell mit dem Automobilkonzern VW verbunden. Die beiden Unternehmen sind über Milliardenumsätze miteinander verbunden. (Quelle) Die Robert Bosch GmbH war in den Dieselskandal verwickelt. Eine deutsch-amerikanische Studie kam zum Schluss, dass die Robert Bosch GmbH die Software für sogenannte Defeat Devices bei Dieselmotoren von VW und Fiat Chrysler geschrieben habe und somit federführend an der Abgasmanipulation beteiligt war (Quelle).

Die Bosch-Tochterfirma „BSH Hausgeräte“ ist einer der weltweit grössten Produzenten von Haushaltgeräten. BSH wurde 1967 von Bosch gegründet in Zusammenarbeit mit dem führenden deutschen Elektrokonzern Siemens.

Das Vermögen der Bosch Familie wird auf 4 Milliarden Euro (etwa 4,5 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle: Seite 25). Die Bosch Familie gehörte bereits 1913 zu den reichsten Familien Deutschlands (Quelle).

Die Robert Bosch GmbH gehört zu den weltweit grössten nicht börsennotierten Unternehmen und ist daher unabhängig von Aktionären. Die Bosch Familie besitzt 5 Prozent der Anteile am Unternehmen, während die restlichen Anteile der Robert Bosch Stiftung gehören. Die Stiftung wurde 1964 gegründet und entstand aus der Vermögensverwaltung der Bosch Familie. Die Stiftung hat aber keine Stimmrechte am Konzern. 7 Prozent der Stimmrechte gehören der Bosch Familie. Die restlichen 93 Prozent gehören der „Robert Bosch Industrietreuhand KG“, die von Managern der Robert Bosch GmbH geführt wird. (Quelle) Die Robert Bosch Stiftung ist derzeit die reichste deutsche Stiftung und besitzt mehr als 5 Milliarden Euro (Quelle). Christof Bosch ist seit 2017 Vorsitzender der Stiftung (Quelle).

Die Robert Bosch Stiftung war in den letzten Jahren einer der grössten Spender des Chatham House (Quelle: 1 und 2). Das Chatham House gilt als die mächtigste britische Denkfabrik.

Die Robert Bosch Stiftung ist auch mit der Brookings Institution verbunden, eine der mächtigsten Denkfabriken der USA. Gemeinsam fördern sie deutsch-amerikanische Beziehungen (Quelle).

Robert Bosch

Das Unternehmen wurde 1886 von Robert Bosch (1861-1942) gegründet. Er wurde zu einem der wichtigsten Industriellen Deutschlands. Sein Vater Servatius Bosch (1816-1880) war Gastwirt, Freimaurer und Gründungsmitglied der Demokratischen Volkspartei DVP (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Deutschen Volkspartei). (Quelle) Die DVP wurde nach dem 2. Weltkrieg in die heutige FDP Baden-Württemberg integriert.

Knights of Labor

In den Jahren bevor Robert Bosch das Unternehmen gründete, arbeitete er für Siemens Brothers in London und für Edison in den USA (Quelle). Die beiden Konzerne gelten als die Pioniere der Elektrotechnik. In den USA schloss sich Bosch den „Knights of Labor“ an (Quelle: Seite 24). Diese waren eine bedeutende Arbeiterorganisation in den USA, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aktiv war. Sie war zudem eine Art Bruderschaft und hatte Ähnlichkeiten mit der Freimaurerei. Sie hatte mehrere 100 000 Mitglieder. Der Gründer war Uriah Smith Stephens, der die Gewerkschaft auch mitführte. Stephens war Freimaurer. Er war zudem Mitglied der Odd Fellows und der Knight of Pythias, zwei freimaurerähnliche Orden. (Quelle)

Paneuropa Union

Robert Bosch war einer der ersten Förderer der Paneuropa-Union. Sie ist die älteste europäische Einigungsbewegung und plante die Gründung der europäischen Wirtschaftsunion. Der erste Spender der Union war der Bankier Max Warburg aus der Bankiersfamilie Warburg. (Quelle)

Die Paneuropa-Union wurde 1923 vom österreichischen Grafen Richard von Coudenhove-Kalergi gegründet, der bis zu seinem Tod 1972 der Präsident der Bewegung war. Seither wird sie vom Haus Habsburg geführt, der ehemaligen Königsfamilie Österreichs. Der Gründer Richard war ein Vertrauter von Otto von Habsburg (Quelle). Richard stammte aus der böhmischen Adelsfamilie Coudenhove, die Teil des österreichischen Adels ist. Er war Freimaurer (Quelle).

Zweiter Weltkrieg

Nach Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Boschs Unternehmen weltweit aktiv. Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 begann der Bosch-Konzern zusammen mit den NS-Behörden an geheimer Rüstungsproduktion zu arbeiten. Da der Konzern Einzelteile für Flugzeuge, Züge und Fahrzeuge herstellte, profitierte er von der Aufrüstungspolitik der Nazis. Er stieg zu den grössten Unternehmen Deutschlands auf. Während des Krieges war der Konzern ein führender Zulieferer der deutschen Panzerproduktion. (Quelle)

1941 wurde Robert Bosch als „Pionier der Arbeit“ geehrt und erhielt damit die höchste wirtschaftliche Auszeichnung im Nazireich. Das von Hitler gestiftete Ehrenzeichen wurde an 19 Personen verliehen, darunter auch an Porsche, Krupp und Röchling.

Während des 2. Weltkrieges beschäftigte der Bosch-Konzern mindestens 20000 Zwangsarbeiter. Bereits 1940 bestand die Belegschaft des Unternehmens zu einem Drittel aus Zwangsarbeitern. (Quelle) Auch wenn Robert Bosch von den Nazis wirtschaftlich profitierte, mochte er sie dennoch nicht. Er war auch kein Antisemit und rettete mehrere Juden vor der Verfolgung.

Robert Bosch starb 1942. In der Zeit zuvor unterhielt er Kontakt zu Carl Friedrich Goerdeler (Quelle). Dieser gehörte zu den führenden Köpfen des Widerstands im Naziregime. Er plante das Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944.

Hans Walz, der ursprünglich ein Sekretär von Bosch gewesen war, gehörte in der NS-Zeit zur Führung des Bosch-Konzerns. Walz trat der NSDAP und der SS bei. Er gehörte zum Keppler-Kreis, eine Gruppe von deutschen Industriellen und Bankiers mit dem Ziel, Einfluss auf die Wirtschaftspolitik der Naziregierung zu nehmen. Zu den Mitgliedern gehörten auch Kurt von Schröder, Friedrich Flick und Hjalmar Schacht, die wichtige Unterstützer der Nazis waren. In der Nachkriegszeit durfte Hans Walz den Bosch-Konzern weiterführen, obwohl während des Krieges unter seiner Führung viele Zwangsarbeiter beschäftigt wurden.

Carl Bosch

Carl Bosch (1874-1940) war ein Neffe von Robert Bosch. Der Chemiker war der Erfinder des Haber-Bosch-Verfahrens, ein Chemieverfahren zur Synthese von Ammoniak. 1931 erhielt er dafür den Nobelpreis für Chemie. Er entwickelte das Verfahren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als er beim deutschen Chemiekonzern BASF arbeitete, wo er dem Vorstand beitrat. Die BASF beschäftigte während des 1. Weltkrieges etwa 1500 Zwangsarbeiter (Quelle). Die BASF ist heute der grösste Chemiekonzern der Welt.

Nach dem 1. Weltkrieg nahm Carl Bosch 1919 als Wirtschaftsberater an den Waffenstillstandsverhandlungen von Versailles teil. Im selben Jahr wurde er Vorstandsvorsitzender der BASF.

I.G. Farben

Carl Bosch war 1925 massgeblich an der Gründung der I.G. Farben beteiligt. Der Chemie- und Pharmakonzern war ein gemeinsames Projekt von mehreren deutschen Unternehmen, darunter auch der BASF. Carl Bosch war der erste Vorstandsvorsitzende der I.G. Farben und führte den Vorstand noch bis 1935. Danach war er noch bis zu seinem Tod 1940 Vorsitzender des Aufsichtsrats. Auch der Bankier Max Warburg gehörte in der Gründungszeit zum Vorstand der I.G. Farben.

Die I.G. Farben stieg in den 1930er Jahren zu den grössten Unternehmen Deutschlands auf (Quelle). Zu der Zeit kamen auch die Nazis an die Macht und die I.G. Farben profitierte davon, da sie den Auftrag bekam, möglichst viel synthetischen Treibstoff herzustellen als Vorrat für einen möglich kommenden Krieg. Bereits 1934 gründete die I.G. Farben eine Tarnfirma im geheimen Auftrag der Nazis für den Bau von Grosstanklagern für Heer und Luftwaffe. Die I.G. Farben war zudem mit dem US-amerikanischen Ölkonzern Standard Oil der Rockefeller Familie verbunden. Der Ölkonzern half der I.G. Farben in den Jahren vor dem Krieg bei der Herstellung von Flugzeugbenzin, gegen den Willen der US-Regierung. (Quelle)

Carl Bosch war Mitglied des Generalrats der Wirtschaft, ein kurzlebiges Gremium, das nur einmal tagte (am 20. September 1933). Es bestand aus hochrangigen deutschen Bankiers und Industriellen, welche die NSDAP-Führung und Hitler bei ihren Zukunftsplänen berieten. Zu den Teilnehmern gehörten auch Schröder, Siemens, Finck, Krupp und Thyssen. (Quelle)

Carl Bosch wurde zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. Diese Auszeichnung der NSDAP wurde an Leiter rüstungswichtiger Betriebe vergeben. Viele der führenden Industriellen der damaligen deutschen Wirtschaftselite erhielten diese Auszeichnung, unter anderem Porsche, SiemensQuandtMerck, Krupp, Flick, Röchling und Henkel.

Aufgrund der antisemitischen Politik der Nazis wurden 1937 alle jüdischen Manager und Aufsichtsratsmitglieder der I.G. Farben entlassen. Soviel bekannt ist, hatte Carl Bosch kein Problem damit, dass Juden in der Konzernführung vertreten waren. Er trat nie der NSDAP bei. Mehrere andere Vorstandsmitglieder traten Hitlers Partei bei. Darunter auch Georg von Schnitzler. Er war einer der Teilnehmer des Geheimtreffens vom 20. Februar 1933. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle 3 Millionen Reichsmark an die NSDAP. Zu den Teilnehmern gehörten einflussreiche Akteure der damaligen deutschen Wirtschaftselite, darunter auch Quandt, Krupp, Finck, Flick, Opel und Hjalmar Schacht. Letzterer war ein bekennender Freimaurer, der unter Hitler die deutsche Zentralbank leitete und mit dem britischen Zentralbankchef Montagu Norman befreundet war. Ludwig von Winterfeld, der in die Siemens Familie geheiratet hatte, war ebenfalls beim Treffen anwesend.

Georg von Schnitzler war 1913 in den deutschen Adel aufgenommen worden. Die Schnitzler Familie war zu der Zeit über Heiraten mit den Bankiersfamilien Schröder und Stein verbunden, die zu den wichtigsten Bankiers des Naziregimes gehörten. Georg von Schnitzler heiratete in die Adelsfamilie Mallinckrodt.

Ein weiteres Vorstandsmitglied der I.G. Farben war Max Ilgner, der ebenfalls der NSDAP beitrat. Er gehörte zum F-Kreis, eine Organisation von Industriellen zur Beratung des deutschen Propaganda-Ministeriums zu Fragen der deutschen Auslandspropaganda. Die Mitglieder trafen sich regelmässig mit Propagandaminister Goebbels. Ein Berater des F-Kreises war der US-Amerikaner Ivy Lee, der auch PR-Manager der Rockefeller Familie war. Georg von Schnitzler und Max Ilgner waren Mitglied der Deutsch-Englischen Gesellschaft, die in den 1930er Jahren dem diplomatischen Austausch zwischen der deutschen und britischen Elite diente. Die Gesellschaft wurde vom deutschen Hochadligen Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha geführt. Er war ein Enkel der britischen Königin Victoria. Sein Vater, der britische Prinz Leopold, war Freimaurer und Provinzial-Grossmeister von Oxfordshire sowie Senior Grand Warden der englischen Freimaurergrossloge (Quelle).

Nachdem die Konzernführung der I.G. judenfrei war, begann das Unternehmen von der Arisierung zu profitieren. Die I.G. konnte jüdische Chemie- und Pharmaunternehmen übernehmen und wurde systemrelevant für Hitlers Krieg (Quelle). Die I.G. wurde zum grössten Unternehmen Europas. Bosch war noch bis zu seinem Tod 1940 im Aufsichtsrat der I.G.

Unter der Führung von Ilgner und Schnitzler (wurden oben erwähnt) setzte die I.G. Zwangsarbeiter ein, wie viele deutsche Grosskonzerne. 1942 gründete sie das „KZ Auschwitz III Monowitz“, das erste private Konzentrationslager (Quelle). Es hatte geschätzt 41 000 Häftlinge, wovon etwa 30 000 starben. Viele starben an unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Arbeitsunfähige wurden ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gebracht und ermordet. (Quelle)

Nach dem Krieg wurden dreizehn leitende Angestellte der I.G. zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die I.G. wurde aufgelöst. Die Konzernteile wurden an die Gründerfirmen zurück verteilt. Das was früher der Grosskonzern I.G. war, ist heute Teil von BASF, Bayer, Sanofi und Wacker Chemie.

Weitere Familienmitglieder

Robert Bosch Junior (1928-2004) wurde 1954 Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. 1971 wechselte er in den Aufsichtsrat, dem er bis 1978 angehörte. Er heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Graevenitz. Sein Schwiegervater war Fritz von Graevenitz. Der Künstler porträtierte 1935 Adolf Hitler. Seine Schwester heiratete den adligen Politiker Ernst von Weizsäcker, der zur Führung des Naziregimes gehörte. Dessen Sohn Richard von Weizsäcker war von 1984 bis 1994 Bundespräsident von Deutschland und war somit das Staatsoberhaupt (der Kanzler führt in Deutschland die Regierung, ist aber nicht Staatsoberhaupt). Der Vater von Fritz war Friedrich von Graevenitz, einer der obersten deutschen Militärführer im 1. Weltkrieg.

Eva Bosch (*1931) heiratete Gero Madelung. Von 1983 bis 2003 war er Mitglied des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH. Der Luftfahrtingenieur arbeitete für den Flugzeughersteller Messerschmitt AG. Das Unternehmen wurde von Geros Onkel Willy Messerschmitt gegründet, der als einer der Pioniere der Luftfahrt gilt. Sein Unternehmen entwickelte sich zu einem der grössten deutschen Luftfahrt- und Rüstungskonzernen. Für seine Verdienste in der Rüstungsindustrie wurde Willy Messerschmitt von den Nazis zum Wehrwirtschaftsführer geehrt. Die Messerschmitt AG beschäftigte Zwangsarbeiter. Gero Madelung leitete von 1978 bis 1983 den Messerschmitt-Konzern. Der Konzern ist einer der wichtigen Vorläufer der heutigen Airbus Group, einer der weltweit grössten Luftfahrt- und Rüstungskonzerne.

Christof Bosch, der derzeitige Vorsitzende der Robert Bosch Stiftung, kennt den jüdischen Museumsdirektor Michael Blumenthal (Foto). Blumenthal war in Deutschland geboren und emigrierte in die USA, wo er in die Politik ging und Finanzminister wurde. Er war Partner und leitender Berater bei der US-amerikanischen Investmentbank Lazard. Er ist Mitglied des Council of Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. (Quelle) Er war Mitglied der Trilateralen Kommission, ebenfalls eine einflussreiche Denkfabrik, die von David Rockefeller gegründet wurde (Quelle). Er führte das jüdische Museum in Berlin, das 2009 Christof Bosch den „Preis für Verständigung und Toleranz“ verlieh (Quelle). Bei der Verleihung hielt der ehemalige US-Aussenminister Henry Kissinger eine Lobrede. Bei der Verleihung waren mehrere hochrangige deutsche Politiker anwesend sowie der Bankier Friedrich von Metzler. (Quelle)

Paula Bosch (1889-1974) heiratete Friedrich Zundel. Er war zuvor mit Clara Zetkin verheiratet gewesen. Clara Zetkin war zur Zeit der Weimarer Republik eine hochrangige kommunistische Politikerin. Nach der Machtübernahme der Nazis ging sie in die kommunistische Sowjetunion und lebte dort im Exil.

Margarete Bosch (1888-1972) trat nach dem 2. Weltkrieg der deutschen Partei DVP bei, zu deren Mitgründern auch ihr Grossvater Servatius Bosch gehörte. Die DVP wurde in der Nachkriegszeit in die FDP integriert, der Margarete Bosch ebenfalls beitrat. Margarete Bosch war im Beirat der Friedrich-Naumann-Stiftung, die der FDP nahesteht.

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Stern Familie

Die deutsch-jüdische Stern Familie war im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine der wichtigsten Bankiersfamilien. Teile der Familie emigrierten nach Frankreich und Grossbritannien und wurden dort als Bankiers tätig. Für ihre Verdienste erhielten sie britische und portugiesische Adelstitel.

Stern in Deutschland

Der Deutsche Süsskind Stern (starb 1686) war der Stammvater der Familiendynastie. Der Schmuckhändler und Geldwechsler gehörte zu den reichsten Männern der Frankfurter Judengasse. (Quelle) Er kam aus der Kann Familie, die über zwei Jahrhunderte (von etwa 1550 bis 1750) als die reichste und mächtigste Familie unter Frankfurts Juden galt. (Quelle) Die Familien Stern und Kann gingen aus der Familie Haas hervor. Die Haas Familie ist vielleicht die wichtigste Familie in der 350-jährigen Geschichte der Frankfurter Judengasse, da sie über Heiraten mit so gut wie allen wichtigen jüdischen Frankfurter Geschäftsleuten verbunden war. (Quelle)

Samuel Hayum Stern (1760-1819) gründete 1778 eine Weinhandlung in Frankfurt. Diese entwickelte sich nach Beginn des 19. Jahrhunderts zu der Bank „Jacob S.H. Stern“, die zu einer der grössten deutschen Privatbanken wurde. Im Jahr 1800 hatte Samuels Tochter Caroline Stern (1782-1854) in die Rothschild Familie geheiratet. Ihr Schwiegervater war Mayer Amschel Rothschild, der Gründer der Rothschild-Bankendynastie.

In den 1830er und 1840er Jahren emigrierten mehrere Mitglieder der Stern Familie nach England und Frankreich und gründeten dort je eine Bank. Ab da weiteten sie ihre Geschäfte weltweit aus. Die drei Bankhäuser besassen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für 15 Jahre ein Monopol auf die italienische Tabakindustrie (Quelle).

Die Stern Familie war 1889 Mitgründer der Deutsch-Asiatischen Bank, eine deutsche Bank, die in China aktiv war. Sie wurde von dreizehn deutschen Banken gegründet. Darunter waren neben der Bank der Stern Familie auch die Banken der deutsch-jüdischen Familien Rothschild, Oppenheim, Bleichröder und Mendelssohn. (Quelle)

Es steht zwar nicht auf Wikipedia und ähnlichen Seiten, aber die Stern Familie war nach eigenen Angaben auch Mitgründer und Hauptaktionär der Deutschen Bank (grösste Bank Deutschlands) und Banamex (eine der grössten Banken Mexicos). (Quelle)

Auch nach Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte „Jacob S.H. Stern“ zu den führenden Privatbanken Deutschlands. Dies änderte sich erst mit dem Aufstieg der antisemitischen Nationalsozialisten. Nach der Machtübernahme der Nazis in den 1930er Jahren wurden die jüdischen Banken arisiert, also enteignet. Auch das deutsche Bankhaus der Stern Familie wurde arisiert. 1938 wurde es von der Bank der Metzler Familie übernommen, die infolge der Arisierung mehrere jüdische Banken übernahm. Seither war die Stern Familie nicht mehr wirtschaftlich in Deutschland aktiv.

Stern in Frankreich

Antoine Jacob Stern (1805-1886) zog nach Paris und gründete dort 1832 die Bank Stern & Cie (trug später den Namen Banque Stern), die bis 1985 bestand. Antoine fand schnell Anschluss an die französische Wirtschaftselite und gehörte zur Führung mehrerer französischer Grossunternehmen.

Die Stern Familie gehörte zu den Mitgründern der Ottomanischen Bank (Quelle). Diese war die Zentralbank des Osmanischen Reiches. Sie war zudem die erste moderne Bank im Osmanischen Reich. Sie wurde 1856 mit britischem Kapital gegründet und hatte ihren Hauptsitz in London. 1863 stiegen auch die Franzosen ein (darunter die Stern Familie) und stellten weiteres Kapital zu Verfügung. Die Bank wurde fast komplett von den Briten und Franzosen finanziert (Quelle: 1 und 2). Seit den 1930er Jahren war sie nicht mehr die Zentralbank, aber sie war weiterhin privatwirtschaftlich aktiv. Sie ist heute Teil der Garanti BBVA, eine der grössten türkischen Banken.

Jacques Stern (1839-1902) war 1869 Mitgründer und grösster Anteilseigner der Banque de Paris, eine französische Bank (Quelle). Er war einer der Direktoren der Bank, zu denen auch Bankiers aus den Familien Fould, Bamberger und Goüin gehörten. Die französisch-jüdische Fould war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Bankiersfamilien in Frankreich. Edgard Stern (1854-1937) heiratete in die Fould Familie.

Die Banque de Paris fusionierte 1872 mit der „Nederlandsche Credit en Deposito Bank“(NCDB), eine niederländische Bank.

Anmerkung: Die NCDB war 1863 auf Initiative des deutsch-jüdischen Bankiers Louis-Raphaël Bischoffsheim gegründet worden und sein Neffe Henri Bamberger leitete sie. Bischoffsheim und Bamberger waren in Frankreich aktiv und standen in engem Kontakt zur jüdischen Bankiersfamilie Goldschmidt in Deutschland. Maurice Stern (1888-1962) und Jérôme Stern (*1969) heirateten später in die Goldschmidt Familie. Die NCDB war auch mit den geadelten jüdischen Bankiersfamilien Hirsch, Cahen d’Anvers und Königswärter verbunden sowie mit den christlichen Bankiers Édouard Hentsch und Alphonse Pinard. Der niederländisch-jüdische Freimaurer Abraham Carel Wertheim war in der Führung der NCDB. (Quelle)

Durch die Fusion der Banque de Paris und der NCDB entstand die „Banque de Paris et des Pays-Bas“ (Paribas). Die Stern Familie war an der Gründung der Paribas beteiligt und wurde Hauptaktionär der Bank (Quelle). Jacques Stern war einer der ersten Direktoren der Bank. Zu den ersten Direktoren gehörten auch Mitglieder der Bankiersfamilien Hentsch, Bamberger, Goüin und Fould (Quelle). Die Paribas wurde schnell zu einer der führenden französischen Banken. Aus der Paribas entwickelte sich die heutige BNP Paribas. 2020 war sie die grösste französische Bank und die neuntgrösste der Welt.

Die französische Bank der Stern Familie (Banque Stern) war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine der führenden französischen Banken. 1981 war sie einige der wenigen Geschäftsbanken, die nicht von Präsident François Mitterrand verstaatlicht wurden. (Quelle)

Der Bankier Édouard Stern (1954-2005) hatte ein Vermögen von 600 Millionen Euro, also mehr als 600 Millionen US-Dollar (Quelle). Er belegte Platz 38 auf der Liste der reichsten Personen Frankreichs (Quelle). Er war ein persönlicher Freund des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy (Quelle). Édouard Stern verkaufte 1985 die seit 1832 bestehende Pariser Bank der Stern Familie. Er gründete darauf eine weitere Bank, die er bereits 1989 an die Schweizer Grossbank SBS (Vorläufer der UBS) verkaufte und dadurch zu einem der reichsten Franzosen wurde. Die SBS verkaufte die Bank 1992 an ein Unternehmen von Gerhard Eskenazi. Darauf schloss sich die Bank mit der Banque Pallas France zusammen, die von Pierre Moussa kontrolliert wurde. Durch den Zusammenschluss entstand die Banque Pallas Stern. Sie ging Konkurs und wurde 1997 liquidiert. Die französischen Geschäftsmänner Pierre Moussa und Gerhard Eskenazi gehörten zur Führung der Paribas Bank, die früher wie gesagt mit der Stern Familie verbunden war.

Édouard Stern kannte Claude Pierre-Brossolette und Jean Peyrelevade, die für die Banque Stern arbeiteten (Quelle). Die beiden waren Vorsitzende der Crédit Lyonnais, die eine der grössten französischen Banken war und seit 2003 zur französischen Grossbank Crédit Agricole gehört.

Édouard Stern heiratete 1983 in die französisch-jüdische David-Weill Familie, die mit der Lazard Bank verbunden ist. Lazard ist eine führende US-amerikanische Investmentbank, die sich aber traditionell auf Frankreich konzentriert. Sie wurde von den französisch-jüdischen Familien Lazard und Weill gegründet. Édouard Sterns Schwiegervater war der Vorsitzende der Lazard Bank. Édouard war von 1992 bis 1997 in der Führung der Lazard Bank. Danach gründete und führte er den Investmentfonds „Investment Real Returns“, der bis 2005 bestand. Édouard wurde 2005 von seiner Liebhaberin erschossen.

Stern in Grossbritannien

Die Brüder David (1807-1877) und Hermann Stern (1815-1887) emigrierten 1844 von Deutschland nach England und gründeten in London die Bank Stern Brothers. Die Bank machte sich einen Namen im portugiesischen Finanzwesen. Für ihre Verdienste wurden die beiden Brüder vom portugiesischen König geadelt. Hermann erhielt den Titel eines Barons und David den Titel eines Vizegrafen. Zu den Kunden von Stern Brothers gehörten auch die Königreiche Spanien und Italien, die Fürstentümer Moldau und Walachei sowie die Republiken Argentinien und Peru. Die Bank bestand bis 1964.

Die beiden Brüder heirateten in die britisch-jüdische Goldsmid Familie (nicht zu verwechseln mit der Familie Goldschmidt). Die Goldsmid Familie führte seit Ende des 18. Jahrhunderts gemeinsam mit der britisch-jüdischen Mocatta Familie das Edelmetallunternehmen Mocatta & Goldsmid, das Dienstleistungen für die britische Zentralbank in Goldangelegenheiten erbrachte. Das Unternehmen war 1684 von der Mocatta Familie gegründet worden. Das Unternehmen bestand bis 2019 als ScotiaMocatta.

Davids Sohn Sydney Stern (1844-1912) war ebenfalls Bankier in London und ging zudem in die britische Politik. Er wurde vom britischen Hochadel zum Baron geadelt. Hermanns Sohn Herbert Stern (1851-1919) wurde ebenfalls zum Baron geadelt.

Seit 2012 ist die Familie mit ihrem neuen Unternehmen „J Stern & Co.“ in London wieder im Finanzgeschäft aktiv. Ein Partner der Firma ist Jérôme Stern. Er arbeitete für die amerikanisch-jüdischen Investmentbanken Lehman Brothers und Salomon Brothers sowie für die führende Schweizer Grossbank Credit Suisse und den japanischen Finanzkonzern Nomura.

Heiraten

Die Stern Familie heiratete, wie bereits erwähnt, in die Familien Rothschild, Goldschmidt, Goldsmid, David-Weill und Fould.

Heiraten des französischen Familienzweiges

Die Frau von Jean Stern (1875-1962) kam mütterlicherseits aus der Rothschild Familie und väterlicherseits aus der jüdischen Lambert Familie, eine der wichtigsten belgischen Bankiersfamilien.

Die Ehefrau von Antoine Stern (1925-1995) hatte zuvor in die französische Servan-Schreiber Familie geheiratet, die mehrere Journalisten hervorbrachte und deutsch-jüdischer Abstammung ist. Sie gründeten Les Échos und L’Express, zwei viel gelesene französische Zeitungen.

Gérard Stern (*1927) heiratete eine Enkelin des Schweizer Bankiers Édouard Noetzlin. Dieser war in der Leitung der Banque de Paris, die wie gesagt von der Stern Familie kontrolliert wurde. Aus ihr entwickelte sich die Paribas Bank, die von 1911 bis 1914 von Édouard Noetzlin geführt wurde. Noetzlin war auch in der Führung der „Banque russo-asiatique“, die russisch-chinesische Geldgeschäfte förderte. Die Bank befand sich zum Grossteil im Besitz der Paribas Bank. Noetzlin war Mitgründer und Geschäftsführer der „National Bank of Mexico“ (Banamex), die heute eine der grössten mexikanischen Banken ist. Die Stern Familie war, wie bereits erwähnt, ebenfalls Mitgründer der Banamex. Édouard Noetzlin war zudem in der Führung der „Banque franco-égyptienne“, die französisch-ägyptische Geldgeschäfte förderte. Die Bank wurde von der bereits erwähnten Bankiersfamilie Bischoffsheim gegründet.

Heiraten des deutschen Familienzweiges

James Julius Stern (1835-1901) heiratete eine Enkelin von Michael Lazar Biedermann. Der jüdische Bankier Biedermann war Hofjuwelier der österreichischen Königsfamilie. Er war einer der Mitgründer und ersten Aktionäre der österreichischen Zentralbank (Quelle). Biedermann hatte auch zwei Enkelinnen, die in die Bankiersfamilien Goldschmidt und Bischoffsheim heirateten.

Charlotte Stern (1824-1906) heiratete einen Bruder von Lazarus Joseph Speyer, der die deutsche Bank „Lazard Speyer-Ellissen“ gründete. Die deutsch-jüdische Bankiersfamilie Speyer gehörte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den wichtigsten Bankiers der USA.

Saly Wilhelm Stern (1832-1904) heiratete die Tochter von Otto Bemberg. Otto emigrierte nach Argentinien und spielte eine führende Rolle beim Aufbau der dortigen Industrie. Die deutsch-argentinische Bemberg Familie besitzt heute ein Milliardenvermögen und ist auch in der Schweiz sesshaft.

Louise Maria Stern (1874-1933) heiratete Rudolf Kaulla, der Teilhaber der deutschen Stern-Bank war. Die Stammmutter der deutsch-jüdischen Kaulla Familie war die Hoffaktorin Karoline Kaulla (1739-1809). Sie galt als die reichste Frau Deutschlands.

Heiraten des britischen Familienzweiges

Laura Stern (1855-1935) heiratete den jüdischen Baron David Salomons. Sein gleichnamiger Onkel David Salomons war Lord Mayor (Oberbürgermeister) der City of London (Londoner Bankenviertel). London war damals der weltweit führende Finanzplatz und gilt heute noch als der wichtigste neben New York. Bürgermeister David Salomons war Mitgründer der Westminster Bank. Diese war zeitweise eine der grössten Banken der Welt. Aus ihr entwickelte sich die heutige britische Grossbank NatWest.

Edward Stern (1854-1933) heiratete eine Tochter von George Jessel. Dieser war der erste jüdische Richter, der in Grossbritannien ein hohes Justizamt innehatte. Er war zudem der erste Jude, der in den Privy Council aufgenommen wurde, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Patience Merryday Stern (starb 2019) heiratete Michael Campbell Devas. Dessen Grossmutter väterlicherseits kam aus dem schottischen Campbell Clan.

Emily Theresa de Stern (1846-1905) heiratete Baron Edward Dutton, ein britischer Diplomat. Er kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Howard, die Herzöge und Grafen stellt.

Die Frau von David Gerald Stern (nach 1930 geboren) war eine Nachkommin eines Herzogs aus der englischen Uradelsfamilie Percy.

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Lagardère Familie

Die französische Lagardère Familie kontrolliert das gleichnamige Unternehmen Lagardère, einer der grössten Medienkonzerne Europas. Das Unternehmen wurde 1992 von Jean-Luc Lagardère (1928-2003) gegründet, der auch die Führung übernahm. Derzeit wird der Konzern von seinem Sohn Arnaud (*1961) geleitet.

Der Konzern besitzt derzeit:

  • „Paris Match“ und „Journal du Dimanche“, zwei vielgelesene französische Zeitungen.
  • Die französischen Radiosender Europe 1, RFM und Virgin Radio.
  • Hachette Livre, einer der weltweit grössten Buchverlage.
  • Lagardère Travel Retail, betreibt Einzelhändler an Flughäfen und Bahnhöfen.
  • Der Konzern besass früher noch weitere Zeitungen, Magazine, Fernseh- und Radiosender, die inzwischen verkauft oder aufgelöst wurden.

Bis 2013 hielt Lagardère 7,4% der Anteile am Luftfahrtkonzern Airbus (EADS) (Quelle). Dieser gehört auch zu den weltweit grössten Rüstungskonzernen. Einer der Vorläufer von Airbus war das französische Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen Matra, das seit 1977 von Jean-Luc Lagardère kontrolliert wurde. Er gehörte bereits seit 1962 zur Führung von Matra.

Arnaud Lagardère besitzt derzeit 7,26% der Anteile am Lagardère-Konzern. Deren Wert entspricht mehr als 200 Millionen US-Dollar (Quelle). Derzeit ist Vivendi der grösste Anteilseigner des Lagardère-Konzerns (Quelle). Vivendi ist der grösste Medienkonzern Frankreichs und wird von der Bolloré Familie geführt. Auch die katarische Königsfamilie gehört über ihre „Qatar Investment Authority“ zu den grössten Aktionären von Lagardère.

Arnaud Lagardère ist ein Freund des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy (Quelle). Sarkozy ist derzeit Direktor des Lagardère-Konzerns.

Die Lagardère Familie unterhält eine langjährige und gute Beziehung zu Bernard Arnault, der als der reichste Franzose gilt (Quelle). Bernard und sein Sohn Antoine waren Direktoren des Lagardère-Konzerns, während Arnaud Lagardère wiederum Direktor beim LVMH-Konzern der Arnault Familie war (Quelle).

Arnaud Lagardère kannte den verstorbenen Serge Dassault, der einer der reichsten Franzosen war (Foto). Die Dassault Familie ist in der Rüstungsindustrie aktiv und besitzt eine der wichtigsten Zeitungen Frankreichs.

Arnaud Lagardère kannte den verstorbenen Robert Louis-Dreyfus (Foto). Die Louis-Dreyfus Familie gehört zu den reichsten Franzosen und kontrolliert einen der weltweit grössten Agrarkonzerne.

Arnaud Lagardère kennt Fürst Albert II. von Monaco (Foto).

Jean-Luc Lagardère hatte über seine Pferdezucht Kontakt zur Aga Khan Familie (Quelle). Die persische Milliardärsfamilie Aga Khan sind die geistlichen Oberhäupter der Nizariten (die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft).

Jean-Luc Lagardère kannte Baron Ernest-Antoine Seillière (Foto). Dessen Familienkreis gehört schon seit über 200 Jahren zur französischen Wirtschaftselite.

Jean-Luc Lagardères Frau Betty hatte Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (Quelle).

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Hottinger/Hottinguer Familie

Die schweizerisch-französische Familie Hottinger/Hottinguer war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Bankiersfamilien Frankreichs. Sie wurden 1810 in den französischen Adel aufgenommen und stellen seither Barone. Der französische Zweig trägt den Namen Hottinguer und der schweizerische Zweig den Namen Hottinger.

Die Familie gehörte bereits im 16. Jahrhundert zur gesellschaftlichen Elite der Stadt Zürich in der Schweiz. Ab dem 18. Jahrhundert stieg die Familie in den Handel ein und war über Heiraten mit weiteren Zürcher Händlern verbunden.

Hans Konrad Hottinger (1764-1841) machte eine Bankenausbildung bei der Genfer Bank der hugenottischen Familie Passavant. Als die Hugenotten (Protestanten) im 17. Jahrhundert in Frankreich verfolgt wurden, flohen viele in die Schweiz. Die hugenottischen Geschäftsleute spielten eine wichtige Rolle bei der Gründung des Bankwesens und der Uhrmacherei in der damals noch armen Schweiz. Die Hottinger waren ebenfalls Protestanten. Klaus Hottinger (starb 1524) gilt als der erste Märtyrer der Reformation in der Schweiz (Quelle). Der Familienzweig der Hugenottenfamilie Passavant in Basel gründete zusammen mit anderen Baslern Bankiers den Basler Bankierverein, der ein Vorläufer der heutigen Schweizer Grossbank UBS war. Auch die Bank der Merian Familie gehörte zu den Mitgründern. (Quelle)

Französische Zentralbank

1784 zog Hans Konrad Hottinger nach Paris und gründete dort 1786 die erste Bank der Familie. Er änderte seinen Namen zu Jean-Conrad Hottinguer. Nach seiner Ankunft in Paris hatte er zuerst noch für die Pariser Bank „Le Coulteux & Cie“ gearbeitet (Quelle). Die Bank hatte Kontakt zum US-Gründervater Thomas Jefferson (Quelle). Geführt wurde die Bank von Graf Jean-Barthélemy aus der geadelten Bankiersfamilie Le Couteulx. Jean-Barthélemy war im Jahr 1800 Mitgründer der Banque de France, die bis heute die Zentralbank Frankreichs ist. Von 1800 bis 1804 gehörte er zu den Regenten, welche die Zentralbank führten. Auch die Hottinguer Familie war Mitgründer der Banque de France (Quelle). Sie stellte zudem vier Regenten der Zentralbank, darunter auch Jean-Conrad Hottinguer, der 30 Jahre lang in der Führung der Zentralbank war (Quelle). 1810 wurde er zum Baron geadelt. Über ihre Posten als Regenten kannten sie auch die bekannte Rothschild Familie, die ebenfalls zwei Regenten stellte (Quelle).

Osmanische Zentralbank

Die Hottinguer waren mit der Ottomanischen Bank verbunden, welche die Zentralbank des Osmanischen Reiches war. Sie war zudem die erste moderne Bank im Osmanischen Reich. Sie wurde 1856 mit britischem Kapital gegründet und hatte ihren Sitz in London. Einer der Hauptgründer war der Brite Austen Henry Layard, der von einer hugenottischen Flüchtlingsfamilie abstammte. 1863 stiegen auch die Franzosen ein (darunter Hottinguer) und stellten weiteres Kapital zu Verfügung. Die Bank wurde fast komplett von den Briten und Franzosen finanziert (Quelle: 1 und 2). Rodolphe Hottinguer (1835-1920) war von 1902 bis 1919 Präsident der französischen Abteilung der Osmanischen Zentralbank (Quelle). Seit den 1930er Jahren war sie nicht mehr die Zentralbank, aber sie war weiterhin privatwirtschaftlich aktiv. Sie ist heute Teil der Garanti BBVA, eine der grössten türkischen Banken.

Aufbau der französischen Finanzindustrie

Die Hottinguer und ihre Bank war in die Gründung von wichtigen französischen Finanzunternehmen involviert:

  • Sie gründeten 1818 gemeinsam mit der Bankiersfamilie Delessert die Caisse d’Epargne, die sich zu einer der grössten französischen Banken entwickelte (Quelle). Mitglieder der Familien Hottinguer und Delessert waren im 19. Jahrhundert in der Führung der Bank. Die Hottinguer heirateten in die Delessert Familie. Die Delessert Familie war auch in der Führung der französischen Zentralbank vertreten. Sie sind wie die Hottinguer französisch-schweizerische Protestanten. 2009 fusionierte die Caisse d’Epargne zur heutigen Groupe BPCE. Diese war 2020 die viertgrösste französische Bank und gehört zu den zwanzig grössten Banken der Welt. Sie besitzt die Investmentbank Natixis. Im Jahr 2007 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Darauf belegte Natixis den elften Platz. Natixis verwaltet 1,4 Billionen US-Dollar.
  • Die Hottinguer gründeten Drouot (Quelle). Drouot war das führende private Versicherungsunternehmen in Frankreich (Quelle). 1982 fusionierte Drouot mit der Mutuelles Unies und änderte 1985 den Namen in AXA um. Seither ist das Unternehmen unabhängig von der Familie. Die AXA ist inzwischen einer der drei grössten Versicherungskonzerne der Welt und eines der grössten Unternehmen Frankreichs. Auf der oben erwähnten Liste der mächtigsten Unternehmen belegte die AXA Platz 2. Inzwischen verwaltet die AXA ein Vermögen im Wert von einer Billion US-Dollar. In den letzten 20 Jahren waren Baron Henri Hottinguer (1934-2015) und sein Sohn Rodolphe Hottinger (*1956) in Vorständen von Tochterfirmen der AXA (Quelle: 1 und 2).
  • Die Hottinguer waren 1904 Mitgründer der „Banque de l’Union parisienne“ (BUP). Die BUP wurde zu einer der grössten französischen Investmentbanken. Zu den Mitgründern gehörten auch die französischen Bankiersfamilien Mirabaud, Neuflize, Mallet und Vernes, die alle Teil der protestantischen High Society Frankreichs waren. Die Familien Mallet, Vernes und Mirabaud waren Hugenotten, die in die Schweiz nach Genf flüchteten und dort das Genfer Bankwesen mit aufbauten. Die Familie Mirabaud ist bis heute eine der wichtigsten und reichsten Genfer Bankiersfamilien. Die Familien Mirabaud, Neuflize und Vernes stellten je zwei Regenten der französischen Zentralbank und die Familie Mallet stellte vier Regenten der Zentralbank (Quelle). Die BUP wurde durch Fusionen Teil der französischen Grossbank Société Générale, eine der weltweit grössten Banken.

Familienbanken

Wie bereits erwähnt wurde, gründete die Familie 1786 in Paris ihre erste Bank, die heute nicht mehr besteht. 1968 gründeten sie in Zürich die familiengeführte Privatbank Hottinger & Cie. Wie viele Privatbanken der Schweiz konzentrierte sie sich auf Anlageberatung und Vermögensverwaltung wohlhabender Kunden. Die Schweiz gilt als die gefragteste Steueroase der Welt. 2015 ging die Bank Konkurs. Sie besitzen bis heute die 1790 gegründete Banque Hottinguer in Frankreich (Quelle). Sie besitzen noch kleine Banken in Grossbritannien, USA und der Schweiz (Quelle). Die Hottinger hatten elf Unternehmen in der Steueroase Panama, die mit dem Offshore-Dienstleister Mossack Fonseca verbunden waren (Quelle). Vertrauliche Unterlagen von Mossack Fonseca, die ungewollt den Weg in die Medien fanden, sind heute als Panama Papers bekannt.

Die Hottinguer und ihre Bank sind mit der französischen Millliardärsfamilie Bolloré verbunden (Quelle).

Im Jahr 2012 wurde das Vermögen der Hottinger Familie auf 200 bis 300 Millionen Schweizer Franken geschätzt, also mehr als 300 Millionen US-Dollar. (Quelle)

Bemerkenswerte Familienmitglieder:

François Hottinger (starb 2018) war fast 50 Jahre lang Vorstandsmitglied der Genfer Rothschild Bank. (Quelle) Im Februar 2025 wurde die Genfer Rothschild Bank Mehrheitsaktionär des britischen Finanzunternehmens Hottinger & Co. (Quelle: 1 und 2)

Rodolphe Hottinguer (1835-1920) war 50 Jahre lang in der Führung der französischen Zentralbank (Quelle). Er gehörte auch zur Führung der PLM, die damals eine der wichtigsten französischen Eisenbahngesellschaften war. Er war von 1902 bis 1919 Präsident der französischen Abteilung der Osmanischen Zentralbank (Quelle).

Baron Jean-Henri Hottinguer (1803-1866) war in der Führung der französischen Zentralbank (Quelle). Er arbeitete für die britische Lloyds Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt. Er kannte daher vielleicht die Lloyd Familie, die damals noch die Bank führte. Er heiratete in die Bankiersfamilie Delessert, die zwei Regenten der französischen Zentralbank stellte.

Baron Rodolphe Hottinger (*1956) war über 20 Jahre in Vorständen von Tochterfirmen der AXA in den USA und 13 Jahre in Vorständen von AXA-Firmen in der Schweiz (Quelle). Wie oben bereits erwähnt wurde, gründete die Hottinguer Familie den Vorläufer des heutigen Versicherungskonzerns AXA.

Frederic Hottinger (*1961) arbeitete für die britische Barings Bank und für „Brown Brothers & Harriman“ in den USA. (Quelle)

Philippe Hottinguer heiratete 1931 eine Enkelin des US-Amerikaners James Lent Barclay (1848-1925). Er stammte vermutlich aus dem schottischen Barclay Clan. Er verkehrte mit den Familien AstorVanderbilt, Livingston und Van Rensselaer sowie mit weiteren Familien der US-Elite.

Der Schweizer Historiker Johann Jakob Hottinger (1783-1860) war 1844 Mitgründer der schweizerischen Freimaurergrossloge Alpina und wurde ihr erster Grossmeister (Quelle). Es ist allerdings unklar, ob und wie eng er mit der Bankiersfamilie Hottinger verwandt war. Sein Vater war Kaufmann in Zürich. Seine Mutter hatte den Familiennamen Landolt. Sie könnte demnach aus der Schweizer Bankiersfamilie Landolt kommen. Johann Jakob Hottinger heiratete in die Escher vom Glas Familie. (Quelle) Diese war vom 14. bis zum 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien der Schweiz. Alfred Escher vom Glas war der Gründer der Credit Suisse, die heute einer der grössten Vermögensverwalter der Welt ist. Sein Vater arbeitete für die französische Bank der Hottinger Familie (Quelle).

Die Alpina Loge gilt bis heute als die führende Freimaurergrossloge der Schweiz. Auch Jonas Furrer gehörte 1844 zu den Mitgründern der Grossloge Alpina. Nachdem 1848 der Schweizer Staat gegründet worden war, wurde Jonas Furrer der erste Bundespräsident der Schweiz (Quelle). Auch der zweite Bundespräsident Henri Druey war Freimaurer (Quelle).

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Moreira Salles, Villela, Setúbal und Sousa Aranha Familie

Die brasilianischen Familien Moreira Salles, Villela, Setúbal und Sousa Aranha kontrollieren die Itaú Unibanco, die derzeit grösste lateinamerikanische Bank. Die Bank ist inzwischen weltweit aktiv, aber konzentriert sich hauptsächlich auf südamerikanische Länder. Derzeit sind die Familien Moreira Salles, Villela und Setúbal im Vorstand der Bank vertreten.

Villela und Setúbal sind mit der Sousa Aranha Familie verwandt. Zusammen kontrollieren sie Itaúsa, eines der grössten Unternehmen Brasiliens. Die Moreira Salles Familie kontrolliert über ihr Bergbauunternehmen CBMM den grössten Teil der weltweiten Niobproduktion.

2014 wurde das Vermögen der Moreira Salles Familie auf 12,4 Milliarden US-Dollar geschätzt, das Vermögen der Villela Familie auf 5 Milliarden und das der Setubal Familie auf 3,3 Milliarden. Sie gehören damit zu den reichsten Familien Brasiliens. (Quelle)

Die Itaú Unibanco entstand 2008 aus einer Fusion der brasilianischen Banken Unibanco und Banco Itaú. Die Unibanco war 1924 von der Moreira Salles Familie gegründet worden.

Moreira Salles Familie

Der Bankenchef Walther Moreira Salles (1912-2001) war brasilianischer Finanzminister und Botschafter in den USA. Er war ein Freund von Nelson und David Rockefeller. Die beiden kamen aus der Rockefeller Familie, eine der mächtigsten Familien der USA. Walther Moreira Salles und David Rockefeller wurden zu einem Abendessen in der New Yorker Wohnung des Italieners Giovanni Agnelli eingeladen. (Quelle) Die Agnelli Familie ist die mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite.

Antonio Moreira Salles nahm 2009 an einem Treffen teil, bei dem die reichsten Lateinamerikaner zusammenkamen. Darunter waren auch Carlos Slim (Mexiko), Joao Roberto Marinho (Brasilien), Andrónico Luksic (Chile) und Paolo Rocca (Argentinien). (Quelle)

1967 fusionierte die Unibanco mit der Banco Agrícola Mercantil, ebenfalls eine brasilianische Bank. Zu den Mitgründern der Agrícola Mercantil gehörte Theodor Amstad. Der brasilianische Pfarrer war aus der Schweiz eingewandert. Er war Mitglied des Jesuitenordens. (Quelle) Der Jesuitenorden besteht seit 480 Jahren und steht im Dienste des Papstes. Der Vatikan hatte seit Beginn der Kolonialisierung viel Einfluss in Südamerika. Nirgendwo sonst ist die katholische Kirche auch heute noch so einflussreich wie in Lateinamerika. Der Jesuitenorden hatte früher in Argentinien und Paraguay sogar eine Art eigenen Staat errichtet. (Quelle)

Pedro Moreira Salles (*1959) ist derzeit Vorsitzender der heutigen Itaú Unibanco. Er und sein Bruder Walter Junior studierten an der „Päpstlichen Katholischen Universität von Rio de Janeiro“ (Quelle: 1 und 2). Die Universität wurde 1940 vom Jesuitenorden gegründet (Quelle). Der Vatikan ist mit vielen katholischen Universitäten in Südamerika vernetzt.

Seit 1965 besitzt die Moreira Salles Familie das Bergbauunternehmen „Companhia Brasileira de Metalurgia e Mineração“ (CBMM). Bis 2013 kontrollierte CBMM 85 Prozent der weltweiten Niobproduktion (Quelle). Etwa 98 Prozent der weltweit bekannten Niobreserven befinden sich in Brasilien (Quelle). Niob ist ein chemisches Element, das für verschieden Dinge verwendet werden kann. Mit Niob wird Stahl verstärkt und es wird vor allem in der Rüstungs- und Luftfahrtindustrie eingesetzt. Niob gilt daher als strategisch wertvolles Metall (Quelle).

2008 fusionierte die Unibanco mit der Banco Itaú zur heutigen Itaú Unibanco. Die Banco Itaú war 1945 von der Sousa Aranha Familie gegründet worden.

Sousa Aranha Familie

Die Banco Itaú wurde 1945 von Alfredo de Sousa Aranha (1894-1961) gegründet. Seine Familie und Verwandtschaft waren Teil der politischen Elite des Kaiserreichs Brasilien und mehrere wurden von der Kaiserfamilie in den Adel aufgenommen (Quelle). Bis 1822 war Brasilien eine portugiesische Kolonie und wurde von der Königsfamilie Portugals (Haus Braganza) kontrolliert. Auch nach der „Unabhängigkeit“ stellte das Haus Braganza noch bis 1889 die brasilianische Kaiserfamilie. Auch nach Abschaffung der Monarchie brachte die Sousa Aranha Familie Politiker hervor, wovon Osvaldo Aranha (1894-1960) der bekannteste wäre.

Die Schwester von Alfredo de Sousa Aranha heiratete den Rechtsanwalt und Journalisten Paulo Setúbal (1893-1937) und seine Tochter heiratete den Bankier Eudoro Libânio Villela (1907-2001). Die Familien Setúbal und Villela übernahmen die Führung der Banco Itaú, während die Sousa Aranha Familie und ihre adligen Freunde sich in den Hintergrund zurückzogen.

Setúbal und Villela Familie

Olavo Setúbal (1923-2008) war Bürgermeister von São Paulo, Aussenminister und Vorsitzender der Banco Itaú.

Roberto Setubal (*1954) war Präsident der Itaú Unibanco. Er ist derzeit im Internationalen Beratungskomitee der New Yorker Abteilung der US-amerikanischen Zentralbank FED (Stand: 7.6.2022). Er und Ricardo Villela Marino (*1974) sind derzeit Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF). Die Itaú Unibanco ist Partner des WEF.

Die Familien Setúbal und Vilella sind Hauptaktionär des Mischkonzerns Itaúsa, eines der grössten brasilianischen Unternehmen. Itaúsa hält Anteile an mehreren Unternehmen, die in den Bereichen Bekleidung, Sanitärtechnik, Flüssig- und Erdgas aktiv sind. Itaúsa kontrolliert derzeit über Beteiligungen indirekt mehr als 45 Prozent der Anteile an der Grossbank Itaú Unibanco. Der Vorstand von Itaúsa wird bis heute von den Familien Setúbal und Villela geführt.

Maria de Lourdes Egydio Villela (*1943) war im Vorstand von Itaúsa. Sie studierte an der Päpstlichen Katholischen Universität von São Paulo (Quelle).

Derzeit ist Candido Botelho Bracher (*1958) Präsident und CEO der Itaú Unibanco. Sein Vater war Präsident der brasilianischen Zentralbank. Sein Ururgrossvater war der Graf Antônio Carlos de Arruda Botelho (1827-1901), der wie viele brasilianische Adlige durch Kaffeeplantagen zu Wohlstand kam.

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Haus Orléans

Das Hochadelsgeschlecht Orléans wurde vom französischen Herzog Philippe I. de Bourbon (1640-1701) begründet. Er war der Sohn des französischen Königs Ludwig XIII. aus dem Haus Bourbon. Das Haus Orléans ist somit eine Nebenlinie der Bourbonen. Orléans und Bourbon stammen vom Adelsgeschlecht der Kapetinger ab, das sich im 10. Jahrhundert bildete. Die Kapetinger stammen wiederum von den Robertinern ab, deren adlige Blutlinie sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen lässt.

Alle französischen Könige der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab. Somit stellten die Kapetinger 39 französische Könige. Das Haus Bourbon selbst stellte sieben französische Könige. Das Haus Orléans stellte einen König. (Quelle)

Die Orléans gehörten zu den reichsten Familien Frankreichs (Quelle). Louis-Philippe von Orléans war von 1830 bis 1848 König von Frankreich. Sein gleichnamiger Vater war von 1771 bis 1792 Grossmeister der französischen Freimaurer (Quelle).

Herzog Philippe I. de Bourbon (1640-1701), der Stammvater der Orléans, kam mütterlicherseits aus dem Haus Habsburg. Seine erste Ehefrau kam aus der britischen Königsfamilie Stuart. Seine zweite Ehefrau kam aus den deutschen Hochadelsfamilien Wittelsbach und Hessen.

Eine Nebenlinie der Orléans Familie ist die nicht amtierende brasilianische Kaiserfamilie Orléans-Braganza, die zum grössten Teil noch immer in Brasilien sesshaft ist.

Französische Freimaurerei

Seit Beginn des 18. Jahrhunderts konnte sich die Freimaurerei allmählich im französischen Adel etablieren. Man kann schwer davon ausgehen, dass britische Freimaurer den Geheimbund nach Frankreich ausweiteten. Eine der ersten bekannten Freimaurerlogen Frankreichs wurde von John Theophilus Desaguliers gegründet. Er wurde in Frankreich in eine Familie von Hugenotten geboren. Aufgrund der Verfolgung der Hugenotten flüchtete er nach England. Dort studierte er an der Oxford Universität, wo er vermutlich mit den Freimaurern in Kontakt kam (Oxford hat übrigens eigene Freimaurerlogen, die Studenten rekrutieren). Desaguliers wurde 1719 einer der ersten Grossmeister der Freimaurer in England. 1735 besuchte er Adlige in Frankreich und gründete mit ihnen eine Loge (Quelle).

Die erste französische Freimaurergrossloge wurde 1728 gegründet. Der erste Grossmeister der Loge war der britische Herzog Philip Wharton, der zuvor bereits Grossmeister der Freimaurer in England gewesen war. Die beiden darauffolgenden Grossmeister der französischen Freimaurer waren ebenfalls Briten. Einer davon kam womöglich aus dem schottischen MacLean Clan und der andere war der englische Graf Charles Radclyffe. Danach waren alle Grossmeister Franzosen. (Quelle) Graf Charles Radclyffe war zudem Grosskommandant des Order of the Fleur de Lys (Quelle). Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. 

Herzog Louis-Philippe II. (1747-1793) aus der Orléans Familie wurde 1771 Grossmeister der französischen Freimaurer. 1773 wandelte er die alte Grossloge zum Grand Orient de France um, der bis heute als die führende Grossloge der französischen Freimaurer gilt. Der Herzog war bis in die 1790er-Jahre Grossmeister und leitete damit die Freimaurerei zu Beginn der Französischen Revolution. (Quelle: 123)

1774 wurde Ludwig XVI. aus der Hochadelsfamilie Bourbon König von Frankreich. Er war ein Cousin von Louis-Philippe, aber die beiden mochten sich nicht. Ludwig war ebenfalls Freimaurer, aber soviel bekannt ist kein hochrangiger (Quelle). Er verlangte von den Freimaurern, dass Louis-Philippe das Amt als Grossmeister niederlegen soll. Die Freimaurer kamen dem aber nicht nach.

Louis-Philippe II. war zwar mit der damaligen französischen Königsfamilie Bourbon verwandt, dennoch hatten sie kein besonders gutes Verhältnis zueinander, was anscheinend mit politischen Meinungsverschiedenheiten zu tun hatte. Da er an Frankreichs Königshof nicht erwünscht war, trieb er sich oft in England rum und freundete sich mit dem britischen Hochadel an. Er wurde ein Vertrauter von Prinz Georg August Friedrich aus dem Haus Hannover, der später von 1820 bis 1830 den britischen Thron besetzte. Prinz Georg war von 1792 bis 1812 Grossmeister der englischen Freimaurer (Quelle).

Louis-Philippe II. war Jakobiner und unterstützte die Französische Revolution, die zum Sturz des französischen Königs Ludwig XVI. führte, den er wie gesagt nicht mochte. Ausserdem erhoffte er sich selbst König zu werden. Die Revolutionsführer stimmten darüber ab, ob König Ludwig die Todesstrafe erhalten sollte. Die Mehrheit und auch Louis-Philippe stimmte für die Hinrichtung Ludwigs. 1793 wurde Ludwig hingerichtet.

Ein paar Monate später wurde Louis-Philippe II. auf Geheiss der Revolutionsführer verhaftet und ebenfalls hingerichtet, weil sie ihn des Hochverrats beschuldigten. Die Jahre 1793 und 1794 sind als Terrorherrschaft bekannt. In dieser Zeit wurden viele Personen der französischen Elite ermordet, weil sie von den Revolutionsführern beschuldigt wurden, dem antirevolutionären Widerstand anzugehören. Die restlichen Mitglieder der Familie Orléans gingen ins Exil und lebten fortan in der Schweiz und in den USA.

1804 ernannten die Revolutionsführer Napoleon Bonaparte zum Kaiser von Frankreich. Sein Bruder Joseph Bonaparte war ab 1805 Grossmeister der französischen Freimaurer (Quelle). Napoleon war eventuell Freimaurer, wie sein Vater. In einem freimaurerischen Bericht von damals wird behauptet, dass Napoleon „auf seinem ägyptischen Feldzug das maurerische Licht gesucht und empfangen habe, in Ägypten, dem Lande, auf das die Uranfänge der Freimaurerei zurückgehen“. (Quelle) Ob er nun Freimaurer war oder nicht, er hatte sicher Kontakt zur französischen Freimaurerführung und mehrere seiner Verwandten waren führende Freimaurer (Quelle). Mindestens 16 der 26 Marschälle Napoleons waren Freimaurer und führten in ganz Europa Schlachten (Quelle). Die feindlichen Armeen wurden aber teilweise ebenfalls von Freimaurern geführt: Jean-Baptiste Bernadotte, Arthur Wellesley, Gebhard Leberecht von Blücher, Albert Kasimir von Sachsen-Teschen, Bogislav von Tauentzien und noch weitere Befehlshaber, die gegen Napoleons Armee Schlachten führten, waren Freimaurer.

Nachdem Napoleon gestürzt wurde, bestieg 1815 Ludwig XVIII. aus dem Haus Bourbon den französischen Thron. Er war Freimaurer (Quelle). Ab da war sein Vertrauter Pierre Riel de Beurnonville Grossmeister der französischen Freimaurer (Quelle). Mit Napoleons Sturz kehrte auch die Orléans Familie aus dem Exil zurück nach Frankreich.

Nach Ludwigs Tod 1824 wurde sein Bruder Karl X. König von Frankreich. Er war Freimaurer (Quelle). Unter ihm wurde die Freimaurerei von Étienne Jacques MacDonald geführt (Quelle). Paradoxerweise war dieser einer der wichtigsten Marschälle Napoleons gewesen und wurde von diesem zum Herzog geadelt. Er war schottischer Abstammung und seine Familie hatte Kontakt zu Mitgliedern der schottischen Königsfamilie Stuart gehabt, die im 18. Jahrhundert in Frankreich im Exil lebten. Als Napoleon 1804 zum Kaiser ernannt worden war, wurde im selben Jahr der Oberste Freimaurerrat von Frankreich (Suprême Conseil de France) gegründet. Herzog Jean-Jacques-Régis de Cambacérès, ein Vertrauter von Napoleon, war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Freimaurerrates. Auch nach Napoleons Sturz und der Machtübernahme der Bourbonen leitete Cambacérès weiterhin den Obersten Rat. Der Oberste Rat von Frankreich besteht bis heute. Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichten (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. (Quelle) Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat, der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt.

1830 musste König Karl X. aufgrund eines Aufstandes abdanken. Der nachfolgende König war Louis-Philippe I. (1773-1850) aus der Orléans Familie. Er versuchte mit Reformen den aufständischen Pöbel zu beruhigen. Er war der Sohn des oben erwähnten Freimaurergrossmeisters Louis-Philippe.

Louis-Philippe I. war aufgrund der Französischen Revolution ins Exil gegangen. Er reiste in die USA, wo er die Gründerväter der USA kennenlernte. Er war eine Zeit lang ein Nachbar des ersten US-Präsidenten George Washington (Quelle). Washington war Freimaurer. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten waren Freimaurer. (Quelle) Louis-Philippe I. ging auch nach Kanada. Dort lernte er den Herzog von Kent aus der britischen Königsfamilie (damals die Hannover-Dynastie) kennen und freundete sich mit ihm an. (Quelle: 1, 2) Der 1820 verstorbene Herzog war Freimaurer und letzter Grossmeister der Antient-Freimaurer. Er war der Vater von Queen Victoria. (Quelle: 12) Im Jahr 1800 zog Louis-Philippe I. nach England, wo er in den folgenden Jahren sesshaft war. Er wurde mit Geldern vom britischen Geheimdienst unterstützt. Auch nachdem er ab 1830 König war, unterhielt er weiterhin Kontakt zum britischen Königshaus. (Quelle: 1, 2)

Louis-Philippe I. heiratete in den italienischen Familienzweig der Hochadelsfamilie Bourbon. Seine Kinder heirateten ebenfalls in Hochadelsfamilien:

  • Die Tochter Louise heiratete Leopold I., der erste König von Belgien. Er war Freimaurer. Zwei Jahre nach seiner Thronbesteigung wurde die belgische Freimaurergrossloge gegründet und Leopold wurde Protektor der belgischen Freimaurer. (Quelle) Die belgischen Freimaurer unterstanden somit seinem königlichen Schutz.
  • Der Sohn Antoine heiratete in die spanische Königsfamilie, die ebenfalls zum Haus Bourbon gehört.
  • Der Sohn François heiratete in die portugiesische Königsfamilie (Haus Braganza). Sein Schwiegervater Pedro/Peter I. war auch Kaiser von Brasilien. Kaiser Pedro war Freimaurer und Grossmeister der brasilianischen Freimaurer (Quelle: 1, 2).
  • Die Tochter Clementine und der Sohn Louis heirateten in den deutschen Familienzweig der Hochadelsfamilie Sachsen-Coburg-Gotha.
  • Der Sohn Henri heiratete wie sein Vater in den italienischen Familienzweig der Hochadelsfamilie Bourbon.
  • Die Tochter Marie heiratete in die Königsfamilie von Württemberg, die zu dieser Zeit eine Freimaurerfamilie war (Quelle).
  • Der Sohn Ferdinand Philippe heiratete in die Herzogsfamilie von Mecklenburg. Seine Frau war mütterlicherseits eine Enkelin des deutschen Hochadligen Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach. Dieser war Freimaurer und Illuminat (Quelle: 123). Seine Familie war mit vielen Freimaurern und mehreren Illuminaten verwandt oder verschwägert.

1848 führten Aufstände zum Sturz von Louis-Philippe I. und er ging erneut nach England ins Exil. Er lebte bis zu seinem Tod in England. Erst nach dem Zweitem Weltkrieg wurde die Orléans Familie wieder in Frankreich sesshaft.

Louis-Philippe war ein geschätzter Kunde der Rothschild Familie, die auch nach seinem Sturz der Orléans Familie treu blieb. (Quelle)

Nach der Revolution von 1848 waren fast alle Mitglieder der provisorischen Regierung Freimaurer. (Quelle)

Durch den Umsturz 1848 kam Napoleon III. an die Macht. Er war ein Neffe des ersten Napoleons. Soviel bekannt ist, war er kein Freimaurer. Er versuchte aber auf diese Einfluss zu nehmen. 1852 nötigte er die Freimaurer Lucien Murat als ihren Grossmeister anzuerkennen (Quelle). Luciens Mutter war eine Schwester von Napoleon I. gewesen. 1870 wurde schliesslich auch Napoleon III. abgesetzt. Er war der letzte Monarch Frankreichs. Seither wird das Land von Politikern geführt.

1894 gründete der Oberste Freimaurerrat von Frankreich die „Grande Loge de France“, eine Grossloge, die unabhängig vom „Grand Orient de France“ ist und nicht mit ihm verwechselt werden sollte. Seit 1913 gibt es auch noch die „Grande Loge nationale française“, ebenfalls eine Grossloge.

Die Rückkehr nach Frankreich

Nachdem Nazideutschland 1940 Frankreich besetzt hatte, wurde dort das autoritäre Vichy-Regime errichtet, das bis Kriegsende bestand und mit Hitler kooperierte. Die führenden Köpfe des Vichy-Regimes waren Philippe Pétain und Pierre Laval. Graf Henri d’Orléans (1908-1999) traf die beiden 1942 persönlich. Laval bot ihm auch ein Ministerposten an, was Henri aber ablehnte. (Quelle: 1, 2)

Einer der wichtigsten Führer des Widerstands gegen das Vichy-Regime und Hitler war Charles de Gaulle. Nach dem Sturz des Vichy-Regimes 1944 wurde Gaulle Vorsitzender der provisorischen Regierung Frankreichs. Eine seiner ersten Handlungen war die Aufhebung des Freimaurerverbots in Frankreich, das von der Vichy-Regierung erlassen worden war (Quelle). Von 1959 bis 1969 war Gaulle Präsident von Frankreich. Spätestens seit den 50er Jahren hatten Gaulle und Henri d’Orléans persönlichen Kontakt zueinander (Quelle). Die beiden wurden Freunde (Quelle).

Seit Kriegsende waren die Orléans wieder in Paris sesshaft. Zu ihren regelmässigen Gästen gehörten mehrere französische Politiker, darunter auch:

  • Antoine Pinay: Er war Aussen- und Premierminister von Frankreich. Pinay gründete Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk, das fest mit den Geheimdiensten verbunden ist.
  • Pierre Mendès France: Er war ebenfalls Aussen- und Premierminister von Frankreich. Er war Freimaurer und Mitglied des Grand Orient de France (Quelle).
  • Maurice Schumann: Er war Aussenminister.
  • Gaston Palewski: Er war Botschafter in Italien. Von 1965 bis 1974 war er Präsident des französischen Verfassungsgerichts.

(Quelle: 1, 2)

Das Haus Orléans in den letzten Jahrzehnten

Auch heute noch unterhält die Orléans Familie Kontakte zur politischen Elite Frankreichs, unter anderem zum derzeitigen Präsidenten Macron (Quelle).

Der aktuelle Graf von Paris Jean d’Orléans (*1965) ist das Oberhaupt der Orléans. Er arbeitete für die Lazard Bank. Lazard ist eine US-amerikanische Investmentbank, die sich aber traditionell auf Frankreich konzentriert. Die Bank wurde lange Zeit von den französischen Familien Lazard und Weill geführt. Jean d’Orléans arbeitete auch für die Banque Populaire, die eine der grössten französischen Banken war. Er arbeitete als Berater für Deloitte, einer der vier grössten Wirtschaftsprüfer der Welt. (Quelle: 1, 2) Er traf viele amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa sowie einen marokkanischen Prinzen und die ehemalige iranische Herrscherin Farah Pahlavi. Jean d’Orléans und seine Frau sind Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der Vatikanorden besteht der Legende nach seit dem 4. Jahrhundert. Der Orden wird von der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien geführt, die seit vielen Jahren mit den Orléans befreundet ist. (Quelle) Jean d’Orléans kennt Jean-Christophe Bonaparte (Quelle). Dieser ist das derzeitige Oberhaupt der Bonaparte Familie (die Familie von Napoleon). Ich geh davon aus, dass die ehemaligen französischen Königsfamilien Orléans, Bourbon und Bonaparte sich heute nicht mehr als Feinde betrachten.

Graf Henri d’Orléans (1933-2019) war Protektor des Ordens des Heiligen Lazarus (Quelle). Der Vatikanorden wurde 1910 gegründet und ist ein Nachfolgeorden des Lazarus-Ordens, der vom 12. bis 19. Jahrhundert aktiv gewesen war. Herzog Charles-Philippe d’Orléans (1905-1970) war Grossmeister des Ordens. Herzog Charles-Philippe d’Orléans (*1973) war von 2004 bis 2010 ebenfalls Grossmeister des Ordens. (Quelle) Der Lazarus-Orden ist in zwei Obedienzen aufgeteilt. Eine wird von der Orléans Familie geführt und die andere wird von Mitgliedern des spanischen Familienzweiges der Hochadelsfamilie Bourbon geleitet.

Michel d’Orléans (*1941) kennt Olivier Dassault (Foto). Die Milliardärsfamilie Dassault ist in der französischen Rüstungsindustrie aktiv und besitzt eine der wichtigsten französischen Zeitungen. Michels Zwillingsbruder Jacques d’Orléans heiratete die französische Adlige Gersende Sabran-Pontevès. Sie kannte Guy und Marie de Rothschild, Bernadette Chirac (Ehefrau des französischen Präsidenten Jacques Chirac) und Liliane Bettencourt (galt zu Lebzeiten als die reichste Frau der Welt). (Foto) Gersende kennt den religiösen Führer und Milliardär Karim Aga Khan (Foto).

Charles-Louis d’Orléans (*1972) arbeitete für die US-amerikanischen Grossbanken JPMorgan, Lazard und Goldman Sachs. Er war Vizepräsident bei Lazard in der Abteilung für Fusionen und Übernahmen. Sein Netzwerk war für die Grossbank JPMorgan nützlich bei den Geschäften mit den superreichen Kunden aus Frankreich. Er war zudem Vermögensberater bei der Rothschild Bank. (Quelle: 1, 2)

Beatrix D’Orléans kennt die Geschwister Delphine und Antoine Arnault (Quelle). Die französische Arnault Familie ist mit ihrem derzeitigen Vermögen von über 100 Milliarden US-Dollar eine der reichsten Familien der Welt.

Haus Orléans-Braganza

Graf Gaston d’Orléans (1842-1922) heiratete in die brasilianische Kaiserfamilie, die aus dem Haus Braganza kam. Die portugiesische Hochadelsfamilie Braganza war über 200 Jahre lang die Königsfamilie Portugals. Durch die Heirat entstand die Linie Orléans-Braganza. Der grösste Teil der Familie Orléans-Braganza ist heute immer noch in Brasilien sesshaft und manche unterhalten Kontakte in die brasilianische Politik, unter anderem zum derzeitigen Präsidenten Bolsonaro. Mehr dazu im Beitrag zur Braganza Familie.

Erwähnenswerte Heiraten in den letzten 100 Jahren

Die Kinder der Herzogin Isabelle d’Orléans (1878-1961) heirateten in die griechische Königsfamilie (Haus Glücksburg), in die italienische Königsfamilie (Haus Savoyen) und in die brasilianische Kaiserfamilie (Haus Orléans-Braganza). Ihre gleichnamige Tochter Isabelle d’Orléans (1900-1983) heiratete einen Grafen aus der Hartcourt Familie. Die Hartcourts sind eine der wichtigsten französischen Adelsfamilien und ein Familienzweig gehört auch zum britischen Adel. Sie brachte viele Politiker, Diplomaten und Generäle hervor. Der Überlieferung nach stammen sie vom adligen Wikinger Bernard der Däne ab, der in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts lebte. Eine Tochter der jüngeren Isabelle d’Orléans heiratete in französische Adelsfamilie Murat, die mit der Bonaparte Familie (Napoleons Familie) verwandt ist. Lucien Murat war von 1852 bis 1861 Grossmeister der französischen Freimaurer (er wurde von Napoleon III. als Grossmeister installiert). Eine weitere Tochter von Isabelle war Monique (*1929). Deren Tochter Laure hatte eine romantische Beziehung mit dem Investor James Goldsmith. Die Goldsmith Familie ist schon seit über 200 Jahren eng mit den Rothschilds verbunden.

Marie d’Orléans (*1959) heiratete in die liechtensteinische Fürstenfamilie.

Graf Henri d’Orléans (1933-2019) heiratete in die nicht amtierende Königsfamilie von Württemberg.

Der Ehemann von Geneviève d’Orléans (1901-1983) kam mütterlicherseits aus der Schneider Familie. Diese war früher eine der mächtigsten Industriellen- und Bankiersfamilien in Frankreich.

Pilar de Orléans-Borbón (*1975) heiratete Nicholas Henderson-Stewart. Nicholas ist der Sohn eines britischen Baronets. Sein Onkel mütterlicherseits ist der russische Graf Serge de Pahlen, der seit über 30 Jahren mit Wladimir Putin befreundet ist und russische Adlige kennt, die Kontakte zu Personen aus der Elite Russlands unterhalten. Mehr dazu im Beitrag zur Trubezkoi Familie.

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Mitsui Familie

Die Mitsui Familie ist eine der wichtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite. Japan hatte 2020 die drittgrösste Wirtschaft der Welt und war in den letzten Jahren meist das viert- oder fünftgrösste Exportland. Im 20. Jahrhundert war Japan die wirtschaftlich einflussreichste Grossmacht in Asien. Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde China zur führenden Wirtschaftsmacht Asiens. Die Mitsui Familie wurde in den japanischen Adel (Kazoku) aufgenommen und heiratete in mehrere japanische Adelsfamilien.

Takatoshi Mitsui (1622-1694) gründete 1673 ein Kaufhaus und 1683 die erste Bank der Familie. Seine Läden stellten unter anderem Kleider für Shogun Tokugawa her, der damals der mächtigste Herrscher Japans war. Die Mitsui Familie wurde zu den persönlichen Bankiers der Tokugawa Familie. Als offizieller Geldwechsler der Regierung kontrollierte Mitsui bald die Finanzströme zwischen den japanischen Metropolen. (Quelle) Auch in den beiden darauffolgenden Jahrhunderten galt die Mitsui Familie als die mächtigste Bankiersfamilie Japans (Quelle).

1868 führte die Meiji-Revolution zur Entmachtung der Shogunsfamilie Tokugawa und die Kaiserfamilie übernahm wieder die Macht in Japan, die bereits vor den Tokugawa-Shogunen über Japan geherrscht hatte. Mitsui unterstützte die Revolutionäre finanziell. (Quelle) Die neue Regierung suchte im selben Jahr Kontakt zur Mitsui Familie und beauftragte sie staatliche Banken zu gründen für die Geschäfte der Regierung (Quelle). Die Kaiserfamilie öffnete den bis dahin isolierten japanischen Markt für westliche Kolonialmächte. Zu dieser Zeit bildete sich der Kazoku, ein japanisches Adelssystem nach britischem Vorbild. Ein paar Jahrzehnte später wurden die Mitsuis zu Baronen geadelt. Zudem bildete sich ein Parlament nach britischem Vorbild und die Regierung wurde von einem Premierminister geführt. Staatsoberhaupt war aber immer noch die Kaiserfamilie. Die japanische Kaiserfamilie traf sich in den letzten 100 Jahren mehrfach mit der britischen Königsfamilie.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die japanische Industrialisierung. Japan war das erste asiatische Land, in dem die Industrielle Revolution begann. Daraufhin weitete die Mitsui Familie ihr Geschäft auf alle möglichen Bereiche aus: Kohle, Bergbau, Stahl, Schiff- und Maschinenbau, Baumwolle, Chemie und noch mehr. Baron Takanori Mitsui (1874-1937) galt als der reichste Japaner (Quelle).

Baron Takaharu Mitsui (1900-1983) förderte in den 30er und 40er Jahren persönlich deutsch-japanische Beziehungen. Deutschland und Japan waren im Zweiten Weltkrieg Verbündete. Er pflegte auch Kontakte zu österreichischen Faschisten. In der Nachkriegszeit förderte er weiterhin österreichisch-japanische Beziehungen. (Quelle) Von 1965 bis zu seinem Tod war er Präsident der Japanisch-Deutschen Gesellschaft in Tokyo, welche die grösste japanisch-deutsche Gesellschaft ist (Quelle: 1 und 2).

Zwangsarbeit

Infolge des Zweiten Weltkrieges besetzte Japan unter anderem Malaysia, die Philippinen und Teile Chinas. Das japanische Militär beging in den besetzten Gebieten und Kolonien zahlreiche Kriegsverbrechen. Es gibt keine genauen Zahlen, aber es sollen mehr als 25 Millionen Zivilisten getötet worden sein (Quelle). Die Kriegsverbrechen der japanischen Diktatur sind auch bekannt als „Asiatischer Holocaust“ und fanden zur gleichen Zeit wie die Verbrechen des Hitler- und Stalinregimes in Europa statt. Genau wie unter Hitler und Stalin wurden auch in den japanischen Lagern im grossen Stil Zwangsarbeiter für die Industrie beschäftigt. Es weiss niemand, wie viele Zwangsarbeiter beschäftigt wurden, aber es sollen mehr als 10 Millionen gewesen sein (Quelle). Mitsui beschäftigte Zwangsarbeiter. Es gibt aber keine genauen Zahlen. Es sollen mehrere 10 000 gewesen sein (Quelle). In Deutschland ist die ungefähre Anzahl der Zwangsarbeiter, die von deutschen Grosskonzernen beschäftigt wurden, bekannt. In Japan gab es diese Aufarbeitung anscheinend nicht.

Opiumhandel

Mitsui war in den 1930er Jahren zusammen mit dem japanischen Grosskonzern Mitsubishi (Iwasaki Familie) im chinesischen Opiumhandel aktiv (Quelle: 1, 2, 3). Es gibt die Theorie, dass die japanische Elite die Anzahl der Opiumsüchtigen in China erhöhen wollte, um das Land zu destabilisieren. Nachdem Japan Teile von China besetzt hatte, handelten dort japanische Firmen hunderte Tonnen von Opium (Quelle). Nach dem Krieg befand das Internationale Militärgericht für den Fernen Osten (IMTFE) Japan für schuldig, den Drogenmissbrauch absichtlich als Waffe zur Förderung seiner imperialistischen Ziele in Asien gefördert zu haben (Quelle).

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges verkaufte der Mitsui-Konzern die beliebten japanischen Golden Bat Zigaretten. Japanische Geheimdienste hatten damals die Kontrolle über die Verteilung der Golden Bat Zigaretten in China und der Mandschurei. In den Filter dieser Zigaretten war je eine kleine Dosis Opium oder Heroin verborgen, was die Konsumenten aber nicht wussten. So wurden viele Chinesen süchtig nach diesen Zigaretten. Geführt wurde die Aktion vom japanischen Geheimdienstoffizier Kenji Doihara (Quelle: 1 und 2). Unter Kenji Doiharas Führung entwickelten sich japanische Geheimdienstzellen immer mehr zu kriminellen Organisationen. Sie bauten Netzwerke von Opiumhändlern auf, verübten Auftragsmorde und betrieben Bordelle, in denen Zwangsprostituierte beschäftigt wurden, darunter auch viele Minderjährige (Quelle: 1 und 2). Während des Zweiten Weltkrieges organisierte das japanische Militär Bordelle für die Soldaten. Zehntausende oder gar hunderttausende Frauen und Mädchen aus den besetzten Gebieten gerieten in die Zwangsprostitution. Diese mussten täglich bis zu 30 Männern zu Diensten stehen. Viele wurden vor Kriegsende ermordet (Mehr dazu auf Wiki). Bei den Kriegsverbrecherprozessen in Tokio nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Zwangsprostitution nicht thematisiert.

Black Dragon Society und Black Ocean Society

Der oben erwähnte Geheimdienstoffizier Kenji Doihara war Mitglied der Black Dragon Society (Quelle). Auch der Mitsui-Konzern war während des Zweiten Weltkriegs mit der Black Dragon Society verbunden. Tochterfirmen sollen im Ausland für Spionagezwecke missbraucht worden sein (Quelle).

Die Black Dragon Society (auch Amur-Bund genannt) war eine japanische paramilitärische und radikal-nationalistische Gruppierung. Sie war Teil eines Netzwerkes von nationalistischen Politikern, Militärs und Geheimdienstlern in Japan. Der Bund wurde 1901 gegründet, also noch 30 Jahre bevor die radikalen Nationalisten in Japan die Macht erlangten. Der chinesische Revolutionär Yat-sen Sun traf noch vor der Gründung mehrere Mitglieder des Bundes, darunter auch den Gründer Ryōhei Uchida (Quelle). Zusammen beteiligten sie sich 1911 am Sturz der chinesischen Kaiserfamilie und kooperierten dabei auch mit Yakuza und Opiumhändlern. Nach dem Sturz der chinesischen Kaiserfamilie 1912 gründete Yat-sen Sun die Republik China und wurde deren erster provisorischer Präsident. Er heiratete in die chinesische Soong Familie, die ab 1912 eine der führenden Familien der chinesischen Elite war. Die Mitsui Familie unterstütze Yat-sen Sun mit Geld und Waffen (Quelle).

Der Vorgänger der Black Dragon Society war die Black Ocean Society (Gen’yōsha). Yamamoto Jōtarō, der zur Führung des Mitsui-Konzerns gehörte, unterstützte die beiden Gruppen finanziell. Zu den Förderern gehörte auch die Yasuda Familie, eine der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite. (Quelle ist auf Seite 10 des Dokuments und auf Seite 24 der PDF-Datei)

Die Black Ocean Society wurde 1881 von japanischen Samurais gegründet. Der Mitgründer Tōyama Mitsuru kannte ebenfalls den chinesischen Revolutionär Yat-sen Sun (Quelle). Er kannte auch den chinesischen Revolutionär Kai-shek Chiang (Quelle). Dieser regierte von 1928 bis 1949 über China und ab da noch bis 1975 über den Inselstaat Taiwan. Er heiratete in die chinesische Soong Familie, genau wie sein Verbündeter Yat-sen Sun.

Die Black Ocean Society wollte ebenfalls die chinesische Kaiserfamilie stürzen und kooperierte dabei mit den Yakuza (japanische Mafia) und den Triaden (chinesische Mafia). Die Black Ocean Society baute selbst organisierte, kriminelle Strukturen auf. Sie bauten in China und Südostasien ein Netzwerk von Bordellen auf. Dabei ging es nicht nur um Geld, sondern auch darum Kunden erpressbar zu machen. Es wurden auch Prostituierte eingesetzt, die darauf spezialisiert waren, den Kunden im Gespräch Geheimnisse zu entlocken (besonders nützlich wenn unter den Kunden Politiker, Militärs oder Juristen vertreten sind). (Quelle)

Wie oben bereits erwähnt wurde, leitete das japanische Militär während des Zweiten Weltkrieges eines der grössten historisch bekannten systematisch aufgebauten Netzwerke von Zwangsprostitution. Da die Bordellbesucher aus dem Militär kamen, könnte es sein, dass ranghohe Militärs darunter waren. Diese wären in dem Fall nach dem Krieg erpressbar gewesen. Nur mal angenommen unter den Bordellbesuchern wären auch Politiker und Juristen gewesen, wären diese nach dem Krieg erpressbar gewesen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan von den Alliierten besetzt, die Verfahren gegen Kriegsverbrecher eröffneten. Als Hauptkriegsverbrecher gelten die damaligen Chefs des japanischen Militärs, die lebenslange Haftstrafen oder die Todesstrafe erhielten. Die japanische Kaiserfamilie und weitere Aristokraten (die damals noch zahlreich in der Politik vertreten waren) sowie die führenden Industriellenfamilien mussten sich nicht vor Gericht verantworten. Zwar geschahen die Kriegsverbrechen auf Befehl oder mit der Duldung des Militärs, jedoch wurde aus meiner Sicht die Machtübernahme der Militärs und deren Expansionspolitik von Kaiser, Adel und Wirtschaftsführern abgesegnet. Die Kaiserfamilie und ihre Vertrauten hatten sich bereits vor Beginn des 20. Jahrhunderts das Ziel gesetzt, ein Kolonialreich zu werden. 1895 annektierten sie Taiwan und 1910 Korea, die zu japanischen Kolonien wurden. Dies geschah also bereits Jahrzehnte vor der Machtübernahme der expansionswütigen Nationalisten, die zudem die Kolonien in Diktaturen verwandelten. Industriellenfamilien wie Mitsui profitierten wirtschaftlich von der Expansions- und Aufrüstungspolitik der Nationalisten und könnten diese daher als nützlich betrachtet haben, auch wenn sie deren Ideologien vermutlich nicht teilten.

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges sollen die Black Dragon Society und die Black Ocean Society nicht mehr existieren. Einzelne Mitglieder waren in der Nachkriegszeit als Kriminelle bei den Yakuza tätig. Der bekannteste wäre Kodama Yoshio, der als Bindeglied zwischen der organisierten Kriminalität und der politischen Elite Japans fungierte und auch Kontakte zum amerikanischen Geheimdienst CIA hatte.

Nachkriegszeit

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan von den Alliierten besetzt. Da die Mitsui Familie und weitere japanische Industriellenfamilien mit der Militärdiktatur verbunden waren, wurden sie von den Alliierten angeblich entmachtet. Der Mitsui-Konzern wurde in kleinere Unternehmen zerlegt. Auch der japanische Adel sowie die Kaiserfamilie wurden angeblich entmachtet. Eine wichtige Rolle dabei spielte der US-Offizier Douglas MacArthur, der die Aufgabe bekam, die Kriegsverbrecher auf japanischer Seite auszumachen. MacArthur war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati und Mitglied der Sons of the American Revolution, zwei alte elitäre Gesellschaften aus den USA (Quelle: 1 und 2). Nachdem der Mitsui-Konzern in verschiedene Einzelunternehmen aufgeteilt wurde, schlossen sich diese zu einem Verband zusammen, der das heutige Mitsui-Keiretsu ausmacht. Die Keiretsu sind mächtige Unternehmensverbände aus Japan. Das Mitsui-Keiretsu ist seither unabhängig von der Familie (zumindest nach offiziellen Angaben).

Banken

1876 gründete die Familie die Mitsui Bank, die sich zu einer der führenden Banken Japans entwickelte. 1992 wurde sie in Sakura Bank umbenannt. Im Jahr 2000 war sie die achtgrösste Bank der Welt (Quelle). 2001 fusionierte sie mit der Sumitomo Bank, die 1895 von der Sumitomo Familie gegründet worden war. Die Sumitomo Bank war 1990 die grösste Bank der Welt (Quelle). Durch die Fusion entstand die heutige Sumitomo Mitsui Banking Corporation (SMBC). Die SMBC war 2020 die zwölftgrösste Bank der Welt (Quelle).

1924 gründete die Familie die Bank Mitsui Trust Company. 2012 fusionierte sie mit der Sumitomo Trust, die 1925 von der Sumitomo Familie gegründet worden war. Durch die Fusion entstand die heutige Sumitomo Mitsui Trust Holdings, die ebenfalls zu den grössten japanischen Banken gehört. Die Mitsui Familie heiratete in die Sumitomo Familie (Quelle: 1 und 2).

Toyota

Zum heutigen Mitsui-Keiretsu gehört auch Toyota, einer der weltweit grössten Automobilkonzerne. Toyota ist nach Umsatz eines der grössten Unternehmen der Welt. Toyota wurde 1937 von der Toyoda Familie gegründet, die das Unternehmen bis heute führt. Der erste Präsident von Toyota war Risaburo Toyoda, der von der Toyoda Familie adoptiert wurde. Die Familien der japanischen Elite verbinden sich nicht nur mit Heiraten, sondern auch traditionell mit Adoptionen. Sein leiblicher Bruder Ichizo Kodama gehörte zur Führung des Mitsui-Konzerns (Quelle). Sein Adoptivvater Sakichi Toyoda war in der Webstuhlindustrie aktiv und wurde dabei vom Mitsui-Konzern unterstützt (Quelle). Der ehemalige Toyota-Vorsitzende Shoichiro Toyoda heiratete in die Mitsui Familie (Quelle: 1, 2, 3). Sein Sohn Akio, der derzeitige Toyota-Präsident, kommt somit mütterlicherseits aus der Mitsui Familie. In der Konzernführung Toyotas waren mehrere Mitarbeiter der Mitsui Bank.

Das heutige Mitsui-Imperium

Mitsui gehört zu den sogenannten Keiretsu, mächtige Unternehmensgruppen aus Japan. Zum Mitsui-Keiretsu gehören viele verschiedenen Unternehmen. Diese sind unabhängig voneinander. Jedoch trifft sich die Führung aller Mitsui-Unternehmen regelmässig und arbeitet als Team. Die SMBC Bank ist der finanzielle Dienstleister der Mitsui-Unternehmen. Wen man alle Mitsui-Firmen als ein Unternehmen betrachten würde, wäre es eines der grössten der Welt. Die wichtigsten Unternehmen des Mitsui-Keiretsu wären:

  • Wie bereits erwähnt die SMBC, eine der grössten Banken der Welt. Sie gehört auch gleichzeitig zum Sumitomo-Keiretsu.
  • Wie bereits erwähnt die Sumitomo Mitsui Trust Holdings, eine der grössten Banken Japans. Sie gehört gleichzeitig zum Sumitomo-Keiretsu.
  • Wie bereits erwähnt Toyota, das umsatzstärkste japanische Unternehmen.
  • Toray Industries, einer der grössten Chemiekonzerne der Welt.
  • Mitsui Chemicals, einer der grössten Chemiekonzerne Japans.
  • Toshiba, einer der grössten Elektrokonzerne der Welt.
  • Tokyo Broadcasting Holdings, einer der wichtigsten Medienkonzerne Japans.
  • Der Mischkonzern Mitsui & Co. ( auf Japanisch Mitsui Bussan), eines der grössten Unternehmen Japans. Zu den Geschäftsfeldern gehören Öl, Gas, Stahl, Kohle, Energie, Chemie, Maschinenbau, Einzelhandel und noch mehr.
  • Mitsui Kinzoku Kōgyō, einer der grössten Bergbaukonzerne Japans.
  • Mitsui Fudōsan, einer der grössten Immobilienkonzerne Japans.
  • Taiheiyo Cement, der grösste Zementhersteller Japans. Er gehört gleichzeitig zum Fuyo-Keiretsu.
  • Der Mischkonzern IHI Corporation, der auch Schiffe für die japanische Marine herstellt.
  • Die Isetan Mitsukoshi Holding, die zwei der grössten japanischen Warenhausketten besitzt.
  • Sapporo Breweries, einer der führenden Bierkonzerne Japans. Er gehört gleichzeitig zum Fuyo-Keiretsu.
  • Fuji Film Holdings, die den Mischkonzern Fujifilm besitzt.

(Quelle: 1 und 2)

Die Mitsui Familie unterstützte in den 1880er Jahren den Zeitungsverleger Ryuhei Murayama finanziell. Die Murayama Familie baute den grössten Medienkonzern Japans auf.

Das Mitsui-Keiretsu war 2008 Mitgründer der MS&AD Insurance Group, einer der grössten Versicherungskonzerne Japans.

Die Reederei Mitsui O.S.K. Lines gründete 2017 zusammen mit dem Mitsubishi-Keiretsu das Schifffahrtunternehmen Ocean Network Express (ONE). ONE ist eines der grössten Unternehmen in der weltweiten Containerschifffahrt.

Erwähnenswerte Heiraten

Sie heirateten, wie bereits erwähnt, in die Familien Sumitomo und Toyoda.

Die Mitsui Familie heiratete in mehrere japanische Adelsfamilien. Sie heirateten zweimal in die Adelsfamilie Terashima. Durch diese Ehen waren sie mit der Yasuda Familie verschwägert, eine der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite. (Quelle)

Kojo Mitsui (*1930) heiratete eine Enkelin des Industriellen Soichiro Asano. Soichiro beteiligte sich massgeblich am Aufbau von Tokyo Gas (führender Gaskonzern Japans) und Oki Electric Industry (ein Elektrokonzern). Die Frau von Kojo Mitsui hatte eine Schwester, die in die Sumitomo Familie heiratete und einen Bruder, der in die Yasuda Familie heiratete. (Quelle: 1 und 2)

Die Mitsui Familie heiratete zweimal in die Tokudaiji Familie (Quelle). Diese gehört schon seit 1000 Jahren zur japanischen Aristokratie. Sie sind Verwandte der japanischen Kaiserfamilie. Auch Teile der Sumitomo Familie haben Blut der Tokudaiji Familie in sich. Die Tokudaiji Familie bildete sich aus der Fujiwara Familie, die eine der mächtigsten japanischen Aristokratenfamilien in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends war. Sie bildete sich aus dem Nakatomi Klan. Dieser stammt der Legende nach von Ame-no-Koyane ab, ein Gott aus der japanischen Mythologie. Er war ein Diener der Sonnengöttin Amaterasu, die wichtigste japanischen Göttin. Amaterasu ist der Legende nach die Stammmutter der japanischen Kaiserfamilie, die noch heute den Thron von Japan besetzt.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Arnault Familie

Die französische Arnault Familie ist eine der weltweit reichsten Familien. Nach Schätzungen von Forbes war Bernard Arnault 2019, 2020 und 2021 zeitweise der reichste Mensch der Welt. Im Jahr 2023 wurde sein Vermögen auf über 200 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Bernard Arnault (*1949) leitet LVMH und Christian Dior, zwei der grössten Luxusgüterkonzerne. Die beiden gehören zu den umsatzstärksten französischen Unternehmen. Derzeit ist LVMH das mit Abstand wertvollste Unternehmen Frankreichs und der grösste Luxusgüterkonzern der Welt. Zwei von Bernard Arnaults Kinder sind ebenfalls in der Konzernführung. Die Familie besitzt knapp die Hälfte der Anteile an LVMH und besitzt Christian Dior fast vollständig.

Neben Mode-, Schmuck- und Uhrenmarken besitzt LVMH auch Spirituosen wie den Belvedere Wodka, den Hennessy Cocnag, den Dom Pérignon Champagner und noch weitere. Die Alkoholindustrie macht ein Grossteil ihres Geldes mit Süchtigen.

LVMH ist zudem in der Medienindustrie aktiv. Der Konzern besitzt seit 2015 Le Parisien, eine der meistgelesen Tageszeitungen Frankreichs. Die vielgelesene Wirtschaftszeitung Les Échos gehört seit 2007 zum Konzern. LVMH besitzt auch die etwas kleinere Wirtschaftszeitung Investir und den viel gehörten Radiosender Radio Classique.

LVMH ist zurzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Bis September 2021 war Bernard Arnault mit 5,7 Prozent Grossaktionär des Einzelhandelskonzerns Carrefour, eines der grössten französischen Unternehmen. Bernard Arnault war 14 Jahre lang an Carrefour beteiligt. Seit 2010 war LVMH Grossaktionär des französischen Luxusgüterkonzerns Hermès und besass bis 2014 fast 25 Prozent der Anteile. Danach verkaufte LVMH seine Anteile. Über Investmentfonds investierte Bernard Arnault zudem in Start-up-Unternehmen. 1999 investierte er 30 Millionen US-Dollar in Netflix, das damals noch ein kleines, unbekanntes Unternehmen war.

Freunde und Bekannte der Familie Arnault

Delphine Arnault ist Bernards Tochter. Sie hat persönlichen Kontakt zu Brigitte Macron, der Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Brigitte Macron ist Lehrerin und unterrichtete Frédéric und Jean Arnault, beides Söhne von Bernard Arnault. (Quelle)

Die Arnault Familie kennt die Politikerin Bernadette Chirac, die von 2010 bis 2019 im Vorstand von LVMH sass. (Quelle) Ihr verstorbener Ehemann Jacques Chirac war von 1995 bis 2007 Präsident von Frankreich. Bernadette besuchte 2005 die Hochzeit von Delphine Arnault. Der spätere Präsident Nicolas Sarkozy war ebenfalls auf der Hochzeit sowie auch der ehemalige Präsident Valéry Giscard d’Estaing. (Quelle)

Langjähriges Mitglied des LVMH-Vorstands ist Nicolas Bazire. Er war geschäftsführender Gesellschafter der „Rothschild et Cie Banque“, eine französische Bank der Rothschild Familie. (Quelle) Nicolas Bazire besuchte das Bilderberg-Treffen. (Quelle) 2008 war er Trauzeuge bei der dritten Heirat des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. (Quelle) Bernard Arnault war bei Sarkozys zweiter Heirat 1996 Trauzeuge gewesen. (Quelle) Demnach hat Bernard ein gutes Verhältnis zu Sarkozy und kannte ihn schon mindestens elf Jahre, bevor dieser Präsident wurde.

Bernard Arnault kannte den verstorbenen Guy de Rothschild. (Fotos: 1 und 2) Er kannte auch Philippine de Rothschild. (Foto)

Delphine Arnault ist die Lebenspartnerin des französischen Milliardärs Xavier Niel. Dieser gründete und kontrolliert den Internet- und Telekommunikationskonzern Iliad. Er ist auch Mitinhaber von Le Monde, eine der grössten französischen Zeitungen. (Quelle: 1 und 2) Als Jugendlicher hatte er im Auftrag des französischen Geheimdienstes das Mobiltelefon des französischen Präsidenten François Mitterrand gehackt. (Quelle)

Antoine Arnault ist seit 2020 mit dem russischen Model Natalia Vodianova verheiratet. Ihr erster Ehemann war der Sohn eines Vizegrafen aus der britischen Portman Familie. (Quelle) Das Vermögen der Portman Familie wurde 2023 auf 1,8 Milliarden Pfund geschätzt, also mehr als 2 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Natalia Vodianova ist Goodwill-Botschafter des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). (Quelle) Diese Organisation setzt sich weltweit dafür ein, die Überbevölkerung zu bekämpfen. (Mehr dazu

Der Bruder von Alexandre Arnaults Frau heiratete die Tochter des französischen Milliardärs Martin Bouygues. (Quelle) Martin Bouygues ist mit dem ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy befreundet. (Quelle) Martins Nichte Chloé Bouygues heiratete in die französische Milliardärsfamilie Bolloré. (Quelle)

Delphine und Antoine Arnault kennen Beatrix D’Orléans aus dem französischen Hochadel. (Foto) Das Haus Orléans ist eine der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs. Antoine Arnault kennt die griechische Prinzessin Maria-Olympia und Electra Niarchos aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos sowie Bianca Brandolini d’Adda aus dem italienischen Uradel. (Foto) Delphine und Antoine Arnault kennen auch Baron Ernest-Antoine Seillière. (Fotos: 1 und 2) Dessen Familienkreis gehört schon seit über 200 Jahren zur französischen Wirtschaftselite.

Bernard Arnault wurde 2012 von der britischen Königsfamilie zum Ritter ernannt. (Quelle)

Bernard Arnault war auf der Hochzeit von Fürst Albert II. von Monaco. (Quelle)

Bernard Arnaults Ehefrau kennt die italienische Prinzessin Alessandra Borghese. (Foto) Die Borghese Familie gehört zum päpstlichen Adel.

Die Arnault Familie kennt die Kanadierin Marie-Josée Kravis, da diese zur Konzernführung von LVMH gehört. Sie ist derzeit Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle). Ihr Mann ist der amerikanisch-jüdische Milliardär Henry Kravis, der in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen besuchte. (Quelle) Er ist Gründer und Vorsitzender des US-amerikanischen Finanzkonzerns KKR. Bernard Arnaults Sohn Alexandre arbeitete für KKR. 2014 erhielt Bernard Arnault den David Rockefeller Award. Bei der Verleihung in New York waren neben Bernard und seiner Frau auch Personen aus der US-amerikanischen Elite dabei, darunter:

  • Henry Kravis und seine Frau Marie-Josée.
  • Mitglieder der berühmten Rockefeller Familie.
  • Der jüdische Milliardär Ronald Lauder. Er ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
  • Der jugoslawische Prinz Dimitri.
  • Der jüdische Milliardär Stephen (Steve) Schwarzman. Er ist Mitgründer und Chef der Blackstone Group. Die Blackstone Group ist derzeit das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Schwarzman ist Mitglied bei Skull and Bones.
  • Der jüdische Immobilienunternehmer und Milliardär Jerry Speyer. Er nahm 2012 am Bilderberg-Treffen teil.
  • Jamie Tisch. Sie heiratete in die jüdische Milliardärsfamilie Tisch.

(Fotos: 1 und 2)

Bernard Arnault war 35 Jahre lang mit dem verstorbenen Albert Frère befreundet. (Quelle) Der Milliardär Albert Frère zählte zu den wichtigsten Akteuren der belgischen Elite. Die Frère Familie ist eng mit der Desmarais Familie verbunden, die zu den mächtigsten und reichsten Kanadiern gehört. Bernard Arnault kennt Paul Desmarais Junior (Foto). Pauls Frau Hélène ist derzeit zusammen mit der Arnault Familie im Vorstand von Christian Dior.

Bernard Arnault war mit dem verstorbenen Peter Munk befreundet. Der kanadisch-jüdische Geschäftsmann gründete den Bergbaukonzern Barrick Gold, einer der grössten Goldproduzenten der Welt. Zu Peter Munks Freunden gehörten übrigens auch der britische Prinz Charles (der heutige König) und der kanadische Premierminister Brian Mulroney sowie der arabische Waffenhändler Adnan Khashoggi. (Quelle) Munk war auf einer Russlandreise zusammen mit Nathaniel Rothschild, Baron Peter Mandelsohn (britisch-jüdischer Politiker) und Oleg Deripaska (russisch-jüdischer Milliardär). (Quelle)

Bernard Arnault unterhält eine langjährige und gute Beziehung zur Lagardère Familie, die einen der grössten französischen Medienkonzerne kontrolliert. (Quelle) Bernard und sein Sohn Antoine sassen im Vorstand des Lagardère-Konzerns, während Arnaud Lagardère wiederum im Vorstand beim LVMH-Konzern der Arnault Familie war. (Quelle)

Bernard Arnaults Exfrau Anne Dewavrin heiratete danach den Adligen Patrice de Maistre. Mütterlicherseits kommt Patrice aus der Japy Familie, eine französische Industriellenfamilie des 19. Jahrhunderts. Patrice hat ein gutes Verhältnis zur Milliardärsfamilie Peugeot und war der Vermögensverwalter der verstorbenen Liliane Bettencourt, die zu Lebzeiten als die reichste Frau der Welt galt. (Quelle: 1 und 2) Bernard Arnault kannte Liliane Bettencourt. (Foto)

Die Arnault Familie kennt Veronica Hearst, die in die US-amerikanische Milliardärsfamilie Hearst heiratete. (Fotos: 123)

Bernard Arnault hat seit den 80er-Jahren Kontakt zu Donald Trump. Arnaults Kinder haben ein gutes Verhältnis zu Trumps Kindern. Arnault kannte jeden US-Präsidenten seit Ronald Reagan. (Quelle: 1 und 2)

Bernard Arnault war im International Council der führenden US-amerikanischen Grossbank JPMorgan Chase. Er war zur selben Zeit im Council wie Henry Kissinger (USA), Tony Blair (UK), Herman Gref (Russland), Ratan Tata (Indien), John Elkann (Italien), Jorge Paulo Lemann (Brasilien), Paolo Rocca (Argentinien) und Joe Kaeser von Siemens (Deutschland). (Quelle)

Delphine Arnault war im Vorstand von 21st Century Fox, eines der grössten Filmstudios der Welt. Sie war zur selben Zeit im Vorstand wie die Milliardärsfamilie Murdoch, die den Filmkonzern kontrollierte. Delphine Arnault sass auch im Vorstand von M6, einer der meistgesehenen französischen Fernsehsender. (Quelle) Zudem gehörte Delphine Arnault zum Vorstand von Havas, eine der grössten Werbeagenturen der Welt. Sie war zur selben Zeit im Vorstand wie die französische Milliardärsfamilie Bolloré, die Havas kontrolliert. Zurzeit ist Delphine Arnault im Vorstand des Automobilunternehmens Ferrari. Sie könnte daher die italienischen Milliardärsfamilien Agnelli und Ferrari kennen, die das Unternehmen kontrollieren. Sie wird auch Adam Keswick aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kennen, da dieser ebenfalls zum Vorstand Ferrari gehört. (Stand: 8.1.2024) (Quelle)

Ein Mitglied der Arnault Familie war 2003 bei einer Veranstaltung zur Taufe einer Prinzessin aus der sizilianischen Königsfamilie (mit dem Vatikan verbunden). Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige, darunter Mitglieder der Familien ColonnaOrsini und Borghese
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens (ein alter vatikanverbundener Orden)
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Bernard Squarcini war oder ist noch immer Berater von LVMH. Er war von 2007 bis 2012 einer der obersten Geheimdienstler Frankreichs. 2013 gründete er eine eigene Geheimdienstfirma. Er betrieb im Auftrag von LVMH Spionage und wurde dabei von Polizisten und Geheimdienstlern unterstützt. Der französische Journalist und Politiker François Ruffin, der einen kritischen Film zum LVMH-Konzern drehte, wurde von Squarcini überwacht. Squarcini stand in den letzten Jahren mit der Justiz in Konflikt wegen seiner Aktivitäten. (Quelle: 1, 2, 3)

Hubert Védrine gehört zum Vorstand von LVMH. Der französische Politiker war zwischen 1997 und 2002 Aussenminister. Er war Generalsekretär des Élysée-Palastes als der Völkermord in Ruanda stattfand. Auszug aus Wikipedia: „Im Verlauf und im Nachgang der Ereignisse wurden die Vereinten Nationen (UN) und Staaten wie die USA, Großbritannien und Belgien wegen ihrer Untätigkeit kritisiert. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, aus welchen Gründen eine frühzeitige humanitäre Intervention nicht erfolgte, beziehungsweise warum die vor Ort stationierten Friedenstruppen der Vereinten Nationen, die United Nations Assistance Mission for Rwanda (UNAMIR), bei Ausbruch der Gewalt nicht gestärkt, sondern verkleinert wurden. Gegen Frankreich wurde überdies der Vorwurf erhoben, sich an den Verbrechen beteiligt zu haben.“ Hubert Védrine war in dieser Zeit wie gesagt ranghoher Beamter. Monate nachdem der Völkermord begonnen hatte, bekamen einzelne französische Soldaten den Auftrag, diejenigen zu bewaffnen, die gerade einen Völkermord begingen. Hubert Védrine wusste von dem Befehl und bestätigte ihn schriftlich. (Quelle: 1 und 2)

Die Lazard Bank war als Finanzier und Berater am Aufbau von LVMH beteiligt. (Quelle) Lazard ist eine US-amerikanische Bank, die aber traditionell mit der französischen Elite verbunden ist. Sie wurde von den französisch-jüdischen Familien Lazard und Weill gegründet, die in viele Familien der Elite Frankreichs heirateten. Bernard Arnault kannte Michel David-Weill, dessen Familie lange Zeit die Lazard Bank führte (Quelle). Der Lazard-Bankier Antoine Bernheim half beim Aufbau des LVMH-Konzerns. Er kannte Bernard Arnault persönlich (Foto). Bernheim unterstütze auch den Aufbau des Konzerns der französischen Milliardärsfamilie Bolloré. Er begann seine Karriere beim Unternehmen der französisch-jüdischen Milliardärsfamilie Wertheimer, mit der er auch verwandt war. Die Lazard Familie, die die Lazard Bank gegründet hatte, gehörte zu den Vorfahren der heutigen Wertheimer Familie. Bernheims Tochter heiratete in die päpstliche Adelsfamilie Orsini, die drei Päpste hervorbrachte.

Die deutsche Iris Knobloch, die derzeit im Vorstand der Lazard Bank sitzt, gehörte zum Vorstand von LVMH. Ihre Mutter Charlotte Knobloch war Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses und des Europäischen Jüdischen Kongresses sowie Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Der ehemalige EU-Kommissar Yves-Thibault de Silguy ist zurzeit im Vorstand von LVMH. Er war im Vorstand der VTB Bank. Diese ist eine der grössten russischen Banken.

Der italienische Milliardär Diego Della Valle ist im Beirat von LVMH.

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Forbes Clan

Der schottische Clan Forbes ist über 700 Jahre alt. Der Familienüberlieferung nach sind sie Nachkommen des ersten schottischen Königs Kenneth MacAlpin (lebte im 9. Jahrhundert). (Quelle)

Die Clan-Chefs sind die Lords von Forbes. Teile des Clans gehören zum britischen Adel. Zwei Familienzweige gehören zur US-Elite.

Forbes Clan in Grossbritannien

Freimaurerei

James Forbes (1724-1804), der 16. Lord von Forbes und Clan-Chef, war Freimaurer. Er war Grossmeister der Freimaurergrossloge von Schottland. Die schottische Grossloge besteht seit 1736 und wurde seit Anbeginn von schottischen Clans geführt. (Quelle) Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland.

Lord James Forbes war ein naher Verwandter von Baron William Forbes (1739-1806). Dieser war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Die beiden Männer waren mit vielen Clans verwandt. Nahe Verwandtschaft bestand zu den Clans Hamilton, Keith, Erskine und Mackenzie. Die Kinder der beiden Männer heirateten in die Clans Mackenzie, MacDonell, Hay und Grant.

Baron William Forbes war auch Mitglied der schottischen Freimaurerloge Canongate Kilwinning (Quelle). In dieser Loge waren viele schottische Clans vertreten. Die Loge wurde 1677 gegründet und ist damit eine der ältesten Freimaurerlogen der Welt (Quelle).

Baron William Forbes war zudem einer der wichtigsten Bankiers im Schottland des 18. Jahrhunderts. Er begann seine Karriere bei der britischen Coutts Bank, die seit 1692 besteht und damit zu den ältesten Banken der Welt gehört (wurde vom Campbell Clan gegründet). Später führte er eine eigene Bank, die nach seinem Tod mit weiteren schottischen Banken zur Union Bank Of Scotland fusionierte. Diese gehörte zu führenden Banken Schottlands, bis sie 1955 mit der Bank of Scotland fusionierte, die seit 1695 besteht und damit eine der ältesten Banken der Welt ist. Seit 2009 ist sie Teil der britischen Lloyds Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt.

Alexander Forbes, der 4. Lord Forbes von Pitsligo (1678-1762), war Freimaurer (Quelle).

Die Grafen

Seit 1684 stellt ein Familienzweig irische Grafen, von denen mehrere in der Politik waren.

Graf George Arthur Hastings Forbes (1833-1889) erhielt vom Papst den Gregoriusorden, den vierthöchsten Verdienstorden des Vatikans. Graf George war von 1875 bis zu seinem Tod Präsident der britischen Vereinigung des Malteserordens. (Quelle) Der Vatikanorden besteht seit dem 11. Jahrhundert.

Georges Sohn, Graf Bernard Forbes (1874-1948), wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. (Quelle) Seine Frau Beatrice war US-Amerikanerin und ihre Familie war Teil der US-Elite. Ihr Bruder Ogden Livingston Mills war Finanzminister der USA. Ihre Schwester heiratete in die Phipps Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. Graf Bernards Frau Beatrice kam mütterlicherseits aus der Livingston Familie. (Quelle) Die Livingstons gehörten zu den Gründervätern der USA und waren schon davor Teil der kolonialen Elite des Landes. Sie stammen aus dem schottischen Livingstone Clan.

Graf Bernard und Beatrice hatten eine Tochter, Eileen, die einen Markgrafen aus der Crichton-Stuart Familie heiratete, die vom schottischen König Robert II. (lebte im 14. Jahrhundert) aus dem Stewart Clan abstammt.

Bernards Sohn, Graf Arthur Forbes (1915-1992), war von 1972 bis 1990 Direktor von Texaco. Texaco war einer der grössten Ölkonzerne der USA und gehört seit 2001 zur Chevron Corporation. Graf Arthurs Tochter heiratete in den französischen Adel.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Baron William Forbes-Sempill (1893-1965) war ein Pilot des britischen Militärs. Er erhielt 1921 den Auftrag nach Japan zu gehen und dort die neusten britischen Flugzeuge vorzustellen. In den folgenden Jahren unterstütze er die japanische Marine beim Aufbau ihrer Luftwaffe. Mit der Zeit begann er, militärische Geheimnisse an die Japaner zu verraten. Der britische Geheimdienst wusste davon, griff aber nicht ein. Später wurde William Berater des japanischen Rüstungskonzerns Mitsubishi Heavy Industries, der von der Iwasaki Familie kontrolliert wurde. In den 1930er Jahren vertrat William japanische Unternehmen in Europa. Nach dem Angriff auf Pearl Habor 1941 wurde sein Büro durchsucht. Man fand Beweise, dass er kurz vor dem Angriff geheimes Material nach Tokio weitergab. Auch hier wurde er nicht wegen Hochverrat angeklagt, aber er musste aus dem Militär austreten. (Quelle)

Der Schotte Alexander Forbes-Leith (1847-1925) war in der US-amerikanischen Stahlindustrie tätig. Das von ihm geführte Stahlunternehmen wurde Teil von US Steel, der damals einer der grössten Stahlkonzerne der Welt war und heute noch der zweitgrösste Stahlproduzent der USA ist. Der Hauptgründer von US Steel war der Bankier JP Morgan. Alexander Forbes-Leith wurde schliesslich Direktor von US Steel. 1905 wurde er in Grossbritannien zum Baron geadelt.

Der britische Armeeoffizier Baron Hamish Forbes (1916-2007) arbeitete für „Shell-Mex & BP“, eine Unternehmenskooperation von BP und Shell, zwei der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Er war Mitglied der Pilgrims Society. Der derzeitige Clan-Chef Lord Malcolm Forbes (*1946) ist seit 2001 Mitglied der Pilgrims Society. (Quelle) Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt.

James Forbes (1765-1843), der 17. Lord von Forbes und Clan-Chef, war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans. (Quelle)

William Forbes von Callendar (1756-1823) aus dem schottischen Landadel war ein reicher Kupferbergbau-Unternehmer.

Der Neuseeländer George Forbes (1869-1947) war Premierminister von Neuseeland. Es stammte womöglich aus dem Forbes Clan, zumindest ist er auf der Website des Clans zu finden (Quelle). George Forbes wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Die ehemalige britische Kolonie Neuseeland gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt von Neuseeland.

Forbes Clan in den USA

John Forbes (1608-1661) kannte die Pilgerväter der USA und reiste nach ihnen ebenfalls in die Plymouth Colony. Mehr dazu auf der Website des Clans.

Der Familienzweig von Bertie Forbes

Bertie Charles Forbes (1880-1954) war der Gründer des berühmten Wirtschaftsmagazins Forbes, das seine Nachkommen bis heute besitzen. Die Familientradition besagt, dass sie aus dem Forbes Clan stammen (Quelle).

Bertie Charles Forbes emigrierte von Schottland in die USA. Dort arbeitete er zunächst für das Zeitungsunternehmen der Hearst Familie, die bis heute zu den reichsten und mächtigsten Medienunternehmern der USA gehört. 1917 gründete Bertie das Forbes-Magazin und war noch bis zu seinem Tod Chefredakteur. Seither führen und besitzen seine Nachkommen das Magazin. Bertie wurde in den USA begraben, aber er wurde ausgegraben und schliesslich in Schottland bestattet. (Quelle)

Sein Sohn Macolm (1919-1990) sowie dessen Söhne Christopher und Steve waren Mitglieder der Pilgrims Society. Christopher gehörte zum Exekutivkomitee der amerikanischen Gruppe der Pilgrims Society. (Quelle: 1 und 2) Wie oben bereits erwähnt wurde, ist der Clan-Chef des Forbes Clan ebenfalls Mitglied der Gesellschaft. Nach Angaben des Satiremagazins Spy war Malcolm Forbes Besucher des Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Christopher „Kip“ Forbes (*1951) besuchte 2005 die Geburtstagsfeier von John Loeb Jr., der mütterlicherseits aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman kommt. Die Feier fand im Blenheim Palace statt, eines der grössten Schlösser Englands. Das Schloss gehört der Herzogsfamilie Spencer-Churchill. Zu den Gästen der Feier zählten mehrere ehemalige US-Botschafter, britische Adlige und Anne Hearst. Bemerkenswerte Gäste aus dem jüdischen Establishment waren Michel David-Weill, Paul Soros (Bruder von George Soros), Ezra Zilkha, Beth Rudin DeWoody und Denise Eisenberg Rich (war mit dem Glencore-Gründer Marc Rich verheiratet). (Quelle)

Steve Forbes (*1947) kandidierte bei den US-Präsidentschaftswahlen. Sein Vermögen wurde 2017 auf 430 Millionen US-Dollar geschätzt. Er ist ein Freund von Donald Trump und sah ihn bereits im März 2015 als möglichen zukünftigen US-Präsidenten (zu dem Zeitpunkt hätte niemand geglaubt, dass Trump tatsächlich Präsident wird) (Quelle).

Steve Forbes ist seit 20 Jahren Treuhänder der Heritage Foundation, eine der wichtigsten rechtskonservativen Denkfabriken der USA (Quelle). Sie wurde von der Milliardärsfamilie Coors mitgegründet (Geschäftspartner der kanadischen Milliardärsfamilie Molson).

Steve Forbes ist Mitglied der konservativen Denkfabrik FreedomWorks und im Vorstand der Foundation for Defense of Democracies (FDD). (Quelle) Letztere konzentriert sich auf US-amerikanische Sicherheitspolitik und wird der Israel Lobby zugeordnet.

Steve Forbes ist Mitglied des Alfalfa Club in Washington (Quelle). Zu den Mitgliedern gehörten oder gehören noch immer: BushRockefeller, Warren Buffett, Brendan Bechtel, Madeleine Albright und viele weitere.

Steve Forbes heiratete eine Frau mit Familiennamen Beekman. Sie könnte also aus der niederländischen Kolonialfamilie Beekman stammen, die seit dem 17. Jahrhundert zur US-Elite gehört. Der Mann seiner Schwester trägt den Familiennamen Hamilton und könnte daher aus dem schottischen Hamilton Clan stammen.

Der Familienzweig von John Forbes

Der Schotte John Forbes (1740-1783) emigrierte in die USA und war der Begründer einer einflussreichen Familiendynastie. In den USA heiratete er in einen Familienzweig des Murray Clans, der dort sesshaft geworden war. Seine Enkel und deren Nachkommen gehörten zu den mächtigsten Männern des Landes. Der bekannte US-Politiker John Kerry (*1943) kommt mütterlicherseits aus dieser Familie und ist somit ein Nachkomme des Forbes Clan (Quelle).

Forbes und die Eisenbahn

Der Enkel John Murray Forbes (1813-1898) gehörte zu den wichtigsten Eisenbahnunternehmern der USA. In der Zeit der Industrialisierung der USA (1850-1890) waren die führenden Eisenbahnunternehmer die reichsten Männer des Landes. Die wichtigsten waren Vanderbilt, Harriman, Gould und eben Forbes. John Murray Forbes war auch in der Politik und kannte US-Präsident Abraham Lincoln.

Forbes und das Telefon

Johns Sohn William Hathaway Forbes (1840-1897) investierte in die Bell Telephone Company, welche die erste Telefongesellschaft der Welt war und 1877 gegründet wurde. Von 1879 bis 1887 war er Präsident des Unternehmens. Er kannte Gardiner Greene Hubbard, der die Bell Telephone Company gegründete hatte. Hubbard kam aus einer wohlhabenden Familie, die von Lion Gardiner (1599-1663) abstammt. Lion emigrierte von England nach Nordamerika und gründete dort die erste englische Siedlung in New York. Von seinen Nachkommen waren viele Teil der US-Elite.

Hubbard war zudem der Schwiegervater von Alexander Graham Bell, der berühmt dafür wurde, dass er das Telefon auf den Markt brachte. Unterstützt wurde er dabei von der Bell Telephone Company, die wie gesagt von seinem Schwiegervater und William Hathaway Forbes kontrolliert wurde.

Der Telefon-Pionier Alexander Graham Bell war aus Schottland eingewandert. Der Familienname Bell ist der Namen eines schottischen Clans. Sein Zweitname Graham und der Zweitname seines Vaters (Melville) sind ebenfalls Namen schottischer Clans. Es gibt Clanmitglieder, die behaupten, dass Alexander Graham Bell aus dem Bell Clan kam (Quelle: 1 und 2).

Aus der Bell Telephone Company entwickelte sich die heutige AT&T, der grösste Telekommunikationskonzern der Welt. AT&T ist eines der weltweit grössten Unternehmen.

Forbes und das Opium

Robert Forbes (1804-1889) reiste nach China und stieg dort in den Opiumhandel ein. Er arbeitete für das Handelshaus Russell & Co., das im ostasiatischen Handel aktiv. Es war im 19. Jahrhundert das grösste amerikanische Handelsunternehmen in Ostasien und zudem einer der grössten Opiumhändler der Welt. Robert Forbes besuchte China mehrfach und wurde amerikanischer Vizekonsul in der chinesischen Stadt Guangzhou. Francis Forbes (1839-1908) kam ebenfalls nach China und arbeitete für Russell & Co. Er war Botaniker in der chinesischen Saatgut-Produktion.

William Forbes (1837-1896) lebte in Hongkong und gehörte zur Führung von Russell & Co. Er war Vorsitzender der britischen Bank HSBC, die damals den Opiumhandel finanzierte. Heute ist die HSBC eine der grössten Banken der Welt. William Forbes heiratete die Tochter von Warren Delano Jr., der zur Führung von Russell & Co. gehörte. Die Delano Familie stammt von den Pilgervätern der USA ab. Die Schwester von Forbes Frau war die Mutter von US-Präsident Franklin Roosevelt. Der Onkel von Williams Frau heiratete in die Astor Familie.

Henry De Courcy Forbes (1849-1920) arbeitete ebenfalls für Russell & Co. Er gehörte zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Die Astor Familie war oft der Gastgeber. Zu den 400 gehörten alte Kolonialfamilien, wie Winthrop, Bayard, Van Rensselaer, Livingston, Schuyler und Peyster. Diese Familien waren schon vor der Gründung der USA Teil der kolonialen Elite des Landes.

Das Handelshaus Russell & Co. wurde von Samuel Russell gegründet, der die Forbes Familie über das Unternehmen kannte. Samuels Cousin William Huntington Russell war Mitgründer von Skull & Bones. Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität rekrutiert Studenten für die US-Elite. Skull and Bones ist Gegenstand verschiedener Verschwörungstheorien.

John Kerry

Der bekannte US-Politiker John Kerry (*1943) kommt mütterlicherseits aus der Forbes Familie. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Kolonialfamilie Winthrop, die schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte.

John Kerry gehört derzeit zum Kabinett von US-Präsident Joe Biden. Sein Vermögen wurde auf 250 Millionen US-Dollar geschätzt. Er war Mitglied bei Skull & Bones. 2004 war er Hauptkandidat der Demokraten bei der US-Wahl, bei der er gegen George W. Bush antrat, der die Wahl gewann. Bush war ebenfalls Mitglied bei Skull & Bones. Unter den Mitgliedern von Skull & Bones waren auch bekannte Namen wie Rockefeller, Harriman und Vanderbilt. (Quelle) John Kerry hat anscheinend ein gutes Verhältnis zu Jay Rockefeller (Foto).

John Kerry war Präsident des Alfalfa Club in Washington (Quelle). Wie bereits erwähnt wurde, gehört auch Steve Forbes zum Club.

John Kerry nahm am Bilderberg-Treffen teil (Quelle: 1 und 2).

John Kerry traf die Milliardäre Bill Gates und Jeff Bezos (Foto: 1 und 2). Kerry traf europäische und arabische Königsfamilien (Fotos auf Google). Er traf den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Quelle). Kerry traf die jüdischen Milliardäre Lloyd Blankfein, Mark Zuckerburg, Michael Bloomberg, George Soros und David Rubenstein (Fotos: 1, 2, 3, 4, 5). Kerry hat väterlicherseits jüdisches Blut. Sein Bruder, der Politiker Cameron Kerry, konvertierte zum Judentum und heiratete eine Jüdin.

John Kerrys Frau Teresa ist ebenfalls Multimillionärin. Ihr Vermögen wurde 2004 auf eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt. Sie hatte zuvor in die Heinz Familie geheiratet, die den gleichnamigen Lebensmittelkonzern gegründet hatte. Teresa ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations und ist im Kuratorium der Brookings Institution. Die beiden US-amerikanischen Denkfabriken gelten als zwei der mächtigsten der Welt. Derzeit sind im Kuratorium der Brookings Institution auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Desmarais, Mittal, Crown und Bass sowie die Milliardäre Philip Knight, David Rubenstein und Haim Saban (Stand: 14.11.2021). Zu den grossen Spendern der Brookings Institution im Jahr 2021 gehörten Philip Knight und der Grosskonzern Walmart sowie die Stiftungen der Milliardärsfamilien Rockefeller, Soros, Johnson, Tisch und Bill Gates.

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Der Kunsthistoriker Edward Forbes (1873-1969) leitete ein Museum zusammen mit Paul Sachs. Dessen Vater Samuel Sachs war Mitgründer von Goldman Sachs. Goldman Sachs gehört schon seit über 100 Jahren zu den grössten Investmentbanken der Welt.

Von 1898 bis 1942 standen die Philippinen unter der Kontrolle der USA und waren de facto eine amerikanische Kolonie. William Forbes (1870-1959) war Generalgouverneur der Philippinen (das höchste Amt). Er war Botschafter der Vereinigten Staaten in Japan.

Michael Paine (1928-2018) kam mütterlicherseits aus der Forbes Familie. Er war ein Bekannter von Lee Harvey Oswald, der den US-Präsidenten John Kennedy erschoss (so lautet zumindest die offizielle Version). Oswald war mit der Lee Familie verwandt (er war mit Robert Edward Lee verwandt). Die Kolonialfamilie Lee gehört seit mehr als 350 Jahren zur US-Elite. Zwei Mitglieder der Lee Familie gehörten zu den Gründervätern der USA. Richard Henry Lee war einer der führenden Köpfe der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung.

Der Franzose Brice Lalonde (*1946) kommt mütterlicherseits aus der Forbes Familie. Er gehörte zur Führung der Grünen in Frankreich und war Umweltminister.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Bolloré Familie

Die Bolloré Familie ist eine der reichsten Familien Frankreichs. Anfang 2022 wurde das Familienvermögen auf neun Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Familie kontrolliert den Mischkonzern Bolloré, eines der grössten französischen Familienunternehmen. Die Familie ist zudem seit einigen Jahren mit dem französischen Medienkonzern Vivendi verbunden.

Vivendi

Vivendi ist der grösste französische Medienkonzern. Das Unternehmen besteht seit 1853, wurde aber erst in den 1980er Jahren in der Medien- und Telekommunikationsindustrie aktiv. Am Aufbau des Medienkonzerns war die US-amerikanische Investmentbank Lazard beteiligt (Quelle). Lazard ist traditionell mit der französischen Elite verbunden. Die Bankengründer Lazard und Weill sind in Frankreich sesshaft.

Ende 2020 hielt der Bolloré-Konzern 27 Prozent der Anteile an Vivendi und ist damit der mit Abstand grösste Aktionär.

Von 2014 bis 2018 war Vincent Bolloré (*1952) Vorsitzender des Aufsichtsrats von Vivendi (Quelle). Derzeit ist sein Sohn Yannick Bolloré (*1980) Aufsichtsratsvorsitzender von Vivendi. Zum Aufsichtsrat gehören auch Cyrille Bolloré (*1985) und der französische Milliardär Laurent Dassault. (Stand: 15.1.2022) (Quelle)

Zu Vivendi gehört Havas, eine der grössten Werbeagenturen der Welt. Deren Vorstand wird von der Bolloré Familie geführt. Havas entstand aus einer französischen Nachrichtenagentur. Sie wurde 1835 vom französisch-jüdischen Publizist Charles-Louis Havas gegründet. Aus ihr entwickelte sich die heutige Agence France-Presse, eine der grössten Nachrichtenagenturen, die Medien auf der ganzen Welt mit den neusten Nachrichten versorgt. Zu den Mitarbeitern von Charles-Louis Havas gehörte der deutsch-jüdische Unternehmer Paul Reuter, der die weltweit führende Nachrichtenagentur Reuters gründete. Auch der deutsch-jüdische Journalist Bernhard Wolff arbeitete für Charles-Louis Havas. Wolff gründete 1849 die erste deutsche Nachrichtenagentur. (Quelle)

Bolloré-Konzern

Die Bolloré Familie besitzt über die Hälfte der Anteile des Mischkonzerns Bolloré, der von der Familie geführt wird. Der Konzern konzentriert sich auf Transport, Logistik und Kunststoff, aber auch weitere Bereiche. Der Bolloré-Konzern und Vivendi besitzen derzeit zusammen 28 Prozent der Universal Music Group, das grösste Musikunternehmen der Welt.

Der Bolloré-Konzern ist auch in Afrika aktiv, wie viele französische Grossunternehmen. Frankreich kontrollierte im 19. Jahrhundert durch die Kolonialisierung grosse Teile des afrikanischen Kontinents. Der Bolloré-Konzern soll in Afrika mehrfach gegen Gesetze und Moral verstossen haben:

  • Bolloré ist in der Landwirtschaft afrikanischer Länder tätig. Er soll in Kamerun und Liberia gegen diverse Gesetzte verstossen haben, darunter Kinderarbeit, Landraub, Vertreibung, Verwendung von Karzinogenen, Verbot von Gewerkschaften und Aufrechterhaltung der Ordnung durch private Milizen.
  • Dem Konzern wird vorgeworfen in Guinea und Togo hochrangige Politiker bestochen zu haben.
  • Ein Betrugsfall in Senegal.
  • Illegale Ausbeutung von natürlichen Ressourcen.
  • Die UN warf dem Konzern vor, dass Waffenhändler in Afrika von seinen Geschäften profitiert haben.

(Mehr dazu auf Wikipedia)

Diverse Leitmedien haben auf die Vorwürfe aufmerksam gemacht. Der Bolloré-Konzern und die Bolloré Familie gingen mit Verleumdungsklagen gegen die Kritiker vor (Mehr dazu auf Wikipedia). Ungefähr fünfzig Journalisten, Anwälte, Fotografen, NGO-Manager und Mediendirektoren wurden von Bolloré und seinen Partnern ins Visier genommen (Quelle).

Bolloré Familie

Jean-Rene Bolloré (1818-1881) leitete ab den 1860er Jahren ein eigenes Papierherstellungsunternehmen, das ab da von der Bolloré Familie kontrolliert wurde. Unter der Führung von Vincent Bolloré (*1952) entwickelte sich das Unternehmen zu einem internationalen Konzern. Seine Grossmutter mütterlicherseits kam aus dem französischen Zweig der Goldschmidt Familie (Quelle: 1 und 2). Die Goldschmidts sind eine bedeutende jüdische Familiendynastie. Vincent Bolloré begann seine Karriere bei der Edmond de Rothschild Bank (Quelle). Sein Sohn Yannick Bolloré (*1980) kennt Stephanie de Rothschild (Quelle). Yannick heiratete eine Nichte des französischen Milliardärs Martin Bouygues (Quelle).

Vincent Bolloré wurde beim Aufbau des Bolloré-Konzerns vom französisch-jüdischen Bankier Antoine Bernheim unterstützt, der auch beim Aufbau des Grosskonzerns des französischen Multimilliardärs Bernard Arnault half. Bernheim begann seine Karriere beim Unternehmen der französisch-jüdischen Wertheimer Familie, die auch mit ihm verwandt war und heute eine der reichsten Familien Frankreichs ist. Antoine Bernheim gehörte zur Führungsclique der bereits erwähnten Lazard Bank. Die französisch-jüdische Lazard Familie, welche die Bank gegründet hatte, gehört zu den Vorfahren der heutigen Wertheimer Familie. Berheims Tochter heiratete in die italienische Uradelsfamilie Orsini, die zum päpstlichen Adel gehört und drei Päpste hervorbrachte.

Vincent Bolloré gilt als ein Freund des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Sarkozy verbrachte seine ersten Ferien als Staatschef auf Bollorés Yacht. (Quelle) Bereits Vincents Eltern hatten persönlichen Kontakt zu den Präsidenten François Mitterrand und Georges Pompidou (Quelle).

Die Bolloré Familie und ihr Unternehmen sind mit der Bank der Hottinguer Familie verbunden (Quelle).

Thierry Bolloré (*1963) ist ein entfernter Cousin von Vincent. Er arbeitete sieben Jahre für den französischen Automobilkonzern Renault, zehn Monate davon als CEO. Renault ist eines der grössten französischen Unternehmen. Thierry Bolloré war Vizepräsident von Faurecia. Das französische Unternehmen ist einer der weltweit grössten Automobilzulieferer.

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Burda Familie

Die Burda Familie kontrolliert „Hubert Burda Media“, einer der wichtigsten Medienkonzerne Deutschlands. Das Unternehmen befindet sich vollständig in Familienbesitz. Zum Konzern gehören unter anderem das Nachrichtenmagazin Focus, die Bunte und weitere Klatschblätter sowie mehrere Zeitschriften und Radiosender. Hier eine Liste von Burda Medienprodukten.

Im Jahr 2022 wurde Hubert Burdas Vermögen auf 3,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Franz Burda (1903–1986) begann als Kleinunternehmer und übernahm die Druckerei seines Vaters. 1938 trat er in die NSDAP ein. Im selben Jahr profitierte er von der Arisierung und konnte eine der grössten deutschen Druckereien übernehmen, die sich bis dahin in Besitz von jüdischen Unternehmern befand. Bereits 1933 hatte Franz in seiner Zeitung betont, dass sein Unternehmen keine jüdischen Angestellten und Anteilseigner hat. (Quelle: 1, 2) Seine Berichterstattung unterstützte die NSDAP. Hier muss allerdings daran gedacht werden, dass man als Zeitungsverleger im nationalsozialistischen Deutschland keine andere Wahl hatte, wenn man das Geschäft weiter führen wollte.

Nach dem Krieg war Deutschland von den Alliierten besetzt und Burda passte sich schnell den neuen Umständen an. Seine Berichterstattung unterstütze ab da die westliche Wertegemeinschaft (USA und Westeuropa).

Die Söhne von Franz führten das Medienunternehmen weiter. Der Sohn Frieder Burda (1936–2019) war in den 80er-Jahren auch Grossaktionär beim Axel Springer Verlag, ebenfalls einer der wichtigsten deutschen Medienkonzerne.

Heute wird das Familienunternehmen von Hubert Burda (*1940) kontrolliert und trägt inzwischen den Namen „Hubert Burda Media“. Hubert und seine Frau Maria Furtwängler kennen Bundeskanzlerin Angela Merkel (Quelle). Merkel hat ein gutes Verhältnis zu Friede Springer und Liz Mohn. (Quelle: 1, 2) Die beiden Frauen sind die mächtigsten deutschen Medienbesitzer. Sie kennen Hubert Burda. Fotos, auf denen sie gemeinsam abgebildet sind, findet man über Google. Einfach immer zwei Namen der vier Personen eingeben und man wird fündig. Die Familien Mohn, Springer und Burda kontrollieren zusammen einen Grossteil der überregionalen Medien Deutschlands. Dies ist vielleicht einer der Gründe, warum die deutschen Medien Merkel in den letzten 15 Jahren so gut wie nie kritisiert haben.

Bei Huberts 70. Geburtstag waren bemerkenswerte Persönlichkeiten der deutschen und österreichischen Elite zu Gast:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel
  • Horst Seehofer: Ehrenvorsitzender der CSU.
  • Edmund Stoiber: Ehemaliger Vorsitzender der CSU.
  • Friede Springer: Die Milliardärin kontrolliert den Medienkonzern „Axel Springer“.
  • Ferdinand Piëch und Wolfgang Porsche: Die österreichisch-deutschen Familien Porsche und Piëch sind Milliardäre und kontrollieren den Volkswagen-Konzern, das grösste deutsche Unternehmen.
  • Peter Löscher: Der Österreicher besuchte das Bilderberg-Treffen. Er war Vorstandsvorsitzender des deutschen Grosskonzerns Siemens, gehörte zur Führung der Grosskonzerne Merck & Co und General Electric aus den USA und war Aufsichtsratsvorsitzender des österreichischen Öl- und Gaskonzerns OMV. Zudem arbeitete Peter Löscher für die Schweizer Holding des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg, der ein gutes Verhältnis zu Präsident Wladimir Putin hat.
  • Mark Wössner: Ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann (der grösste deutsche Medienkonzern). Er war bei der Deutschen Bank und leitete die deutsche Abteilung der Citigroup, eine der grössten Banken der USA.
  • Gabriele Prinzessin zu Leiningen: Sie heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. In zweiter Ehe heiratete Gabriele den religiösen Führer Karim Aga Khan IV. Ihre Mutter Renate Thyssen-Henne war ebenfalls auf Burdas Geburtstagsparty. Renate heiratete in die Thyssen Familie, eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. 
  • Paul Achleitner: Er ist seit 2012 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank (eine der grössten Banken der Welt). Seine Frau ist seit 2021 Direktor der US-amerikanischen Lazard Bank.
  • Ulrich Lehner: Er sass in den Aufsichtsräten von ThyssenKrupp, Porsche, E.ON, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Henkel, Deutsche Telekom und Novartis.
  • Wolfgang Reitzle: Er ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender der Continental AG. Er arbeitete unter anderem für BMW und Ford und war im Aufsichtsrat von Axel Springer.
  • Heinrich von Pierer: Er war langjähriger Vorstandsvorsitzender von Siemens.
  • Franz Beckenbauer: Der ehemalige Profifussballspieler war von 2007 bis 2011 Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees.
  • Fürstin Gloria von Thurn und Taxis: Sie heiratete in eine deutsche adlige Milliardärsfamilie und kommt selbst aus einer Adelsfamilie.
  • Joachim Hunold: Er baute die Air Berlin zu einer grossen Fluggesellschaft auf.
  • Günther Beckstein: Ehemaliger Ministerpräsident von Bayern.

(Quelle: Auf den Fotos)

Hubert Burda gehörte zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF). (Quelle) Die Burda Familie veranstaltet den Burda DLD Nightcap, eine jährlich stattfindende Party in Davos. Sie ist eine der bekanntesten Partys während des jährlichen Treffens des WEF in Davos. (Quelle) Das Medienunternehmen der Burda Familie zählt zu den Partnern des WEF.

2011 traf Hubert Burda bei der Party den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. (Foto) Bei der Party 2013 traf er den indischen Milliardär Lakshmi Mittal und Franz Markus Haniel aus der deutschen Milliardärsfamilie Haniel. (Fotos: Man muss die Pfeiltasten auf der Tastatur benutzen, um die Fotos durchzugehen)

Hubert Burda lernte 1996 den US-amerikanischen Milliardär Bill Gates kennen. (Quelle) 2009 traf er den US-Milliardär Mark Zuckerberg. (Foto) 2005 traf er in London den britischen Baron Jacob Rothschild. (Foto) Hubert traf noch viele weitere einflussreiche Persönlichkeiten.

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Haus Al Thani

Die Al Thani Familie ist seit 160 Jahren die Königsfamilie von Katar. Obwohl Katar fast viermal so klein wie die Schweiz ist, gehört es zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Es ist das Land mit den drittgrössten Gasreserven der Welt. 2012 lagen rund 13% der weltweiten Erdgasreserven in Katar (Quelle). Zurzeit belegt Katar trotz seiner geringen Grösse Platz 13 auf der Liste der Länder mit den grössten Erdölreserven. Katar gilt als eines der reichsten Länder der Welt.

Im Jahr 2024 wurde das Vermögen der Familie auf 173 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Genau wie die anderen arabischen Monarchen ist auch die Al Thani Familie ein militärischer Verbündeter der westlichen Elite. Genau wie die Eliten in anderen arabischen Monarchien fördert auch die katarische Elite Terrorismus (Quelle). Die katarische Elite gilt als einer der Hauptfinanziers und Strippenzieher der Muslimbruderschaft, eine islamistische Organisation, die über viel Einfluss im Nahen Osten und Afrika verfügt (Quelle: 1, 2, 3).

Die Al Thani Familie gründete 1996 den staatlichen Medienkonzern Al Jazeera Media Network und führt seither den Vorstand. Al Jazeera ist einer der wichtigsten Medienkonzerne im arabischen Raum. Al Jazeera förderte über seine Berichterstattung den Arabischen Frühling. Der Medienkonzern wurde von Journalisten und Politikern aus verschiedensten Ländern dafür kritisiert, dass er Aufstände und ethnische Konflikte anheize (Quelle).

2005 gründete die Al Thani Familie den Staatsfonds „Qatar Investment Authority“ (QIA), der heute etwa 300 Milliarden US-Dollar verwaltet. Der Staatsfonds ist Hauptaktionär mehrerer grosser Unternehmen und Banken in Katar, bei denen die Al Thani Familie auch Vorstandsposten besetzt. Ihr Staatsfonds hält weltweit Beteiligungen an grossen Unternehmen. Zu den wichtigsten Beteiligungen gehören derzeit:

  • Volkswagen AG (14,6%). Der Automobilkonzern ist das grösste Unternehmen Deutschlands. Hauptaktionär (31%) sind die Milliardärsfamilien Porsche und Piëch.
  • London Stock Exchange (10,3%). Die Londoner Börse, eine der ältesten und grössten Börsen der Welt.
  • Barclays (5,87%). Die britische Grossbank gehört zu den ältesten und mächtigsten der Welt.
  • Agricultural Bank of China (7,84%). Die chinesische Grossbank war 2020 die drittgrösste Bank der Welt.
  • Credit Suisse (5,21%). Sie ist die grösste Schweizer Bank neben der UBS.
  • Glencore (9,17%). Einer der grössten Rohstoffhändler der Welt. Glencore ist nach Umsatz eines der weltweit grössten Unternehmen.
  • Lagardère (13,0%). Einer der grössten Medienkonzerne Frankreichs, der von der Lagardère Familie kontrolliert wird.

Der katarische Herrscher Khalifa bin Hamad Al Thani (1932-2016) heiratete in die Herrscherfamilie von Dubai (Quelle).

Beziehung zu Grossbritannien

Das heutige Staatsgebiet Katars stand seit den 1780er Jahren unter der Kontrolle der Al Chalifa Familie, die bis heute die Königsfamilie von Bahrain ist. In den 1860er Jahren kam es in Katar zu einem Krieg zwischen der Al Chalifa Familie und der Al Thani Familie, die beide das Gebiet für sich beanspruchten. Die britische Elite (damals herrschende Kolonialmacht) intervenierte und erzwang einen Frieden zwischen den beiden Familien. So wurde Katar 1868 mit der Hilfe der Briten unabhängig von der Al Chalifa Familie. Seither ist die Al Thani Familie die Herrscherfamilie Katars. Somit wurde die katarische Monarchie mit Unterstützung der Briten gegründet.

Der erste Herrscher von Katar war Mohammed bin Thani. 1868 traf er sich mit dem Briten Lewis Pelly (1825-1892) und legte den Grundstein für die katarisch-britische Diplomatie. Lewis war Offizier der East India Company, welche die wichtigste britische Handelskompanie war. Sein Onkel, der britische Baron John Pelly, war Gouverneur der Bank of England (britische Zentralbank). Lewis traf sich in den 1860er Jahren auch mit Mubarak Al-Sabah, der aus der kuwaitischen Königsfamilie kam. 1896 ermordete Mubarak mit weiteren Familienmitgliedern seinen Halbbruder, der damals Herrscher von Kuwait war und die Briten nicht mochte. Nach seinem Tod bestieg Mubarak den Thron. Er legte den Grundstein für die britisch-kuwaitische Freundschaft, die bis heute Bestand hat.

Von 1871 bis 1915 war Katar von den Osmanen besetzt, was den britischen Einfluss kurzzeitig unterbrach. Nachdem Katar wieder unabhängig von der osmanischen Elite war, wurde es 1916 zu einem britischen Protektorat. Seit 1971 ist Katar unabhängig von Grossbritannien. Die britische Königsfamilie traf sich in den letzten 10 Jahren 25mal mit Mitgliedern der katarischen Königsfamilie (Quelle).

Scheich Hamad bin Abdullah Al Thani veranstaltete 2016 eine Party in London, bei der die Eröffnung seiner Schmuckausstellung gefeiert wurde. Anwesend waren:

  • Der britische Prinz Charles.
  • Mitglieder der berühmten Rothschild Familie.
  • Mitglieder der britischen Adelsfamilie Spencer-Churchill. Der berühmte britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie.
  • Der Graf von Airlie. Er ist der derzeitige Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans.
  • Graf Andrew Hope aus dem schottischen Hope Clan.
  • Der britische Graf von Derby aus der Stanley Familie.
  • Der indische Milliardär Lakshmi Mittal.
  • Firyal Irshaid. Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie.
  • Die deutsche Gräfin Maya von Schönburg.

(Quelle)

Mehrere hochrangige Mitglieder der Al Thani Familie waren an der „Royal Military Academy Sandhurst“. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen.

Weitere Kontakte zur westlichen Elite

Die Al Thanis trafen Mitglieder der Königsfamilien von Spanien, Niederlande, Schweden, Dänemark, Norwegen, Belgien und Thailand (Fotos: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7). Hamad bin Jassim Al Thani war 2012 Gast bei einer Hochzeit der luxemburgischen Königsfamilie, bei der sehr viele europäische Hochadelsfamilien anwesend waren (Quelle).

Moza bint Nasser, die in die katarische Herrscherfamilie heiratete, traf 2016 im Vatikan den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus (Foto).

Der derzeitige Herrscher von Katar traf den US-Milliardär Bill Gates zu einem Gespräch (Quelle).

Abdullah Bin Khalifa Al Thani traf mindestens zweimal Edouard De Rothschild (Fotos: 1 und 2).

Hind bint Hamad Al Thani traf Ana Botín (Foto). Die Botín Familie gilt als die mächtigste spanische Bankiersfamilie.

Khalifa bin Jassim Al Thani ist im Führungsgremium der Internationalen Handelskammer (ICC), die mit der Welthandelsorganisation (WTO) verbunden ist (Quelle).

Al-Mayassa bint Hamad bin Khalifa Al Thani (*1983) ist Treuhänderin des Los Angeles County Museum of Art, eines der grössten Kunstmuseen der USA. Zu den Treuhändern des Museums gehören mehrere Milliardäre und Mitglieder aus Milliardärsfamilien. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Dassault Familie

Die Dassault Familie gehört zu den reichsten Familien Frankreichs. 2021 wurde ihr Vermögen auf 41,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Die Familie hält folgende Anteile:

  • Dassault Aviation (62,3 Prozent). Der französische Flugzeughersteller produziert auch Militärflugzeuge und Militärdrohnen. Er ist nach Umsatz einer der grössten Rüstungshersteller Europas.
  • Dassault Aviation besitzt wiederum knapp 25 Prozent der Anteile und 30 Prozent der Stimmrechte an der Thales Group. Thales ist der grösste französische Rüstungskonzern und gehört zu den grössten der Welt. Dassault Aviation ist der zweitgrösste Aktionär von Thales. Der grösste Aktionär ist der französische Staat mit 35 Prozent der Stimmrechte. Führende Mitarbeiter der Dassault-Unternehmen waren und sind im Vorstand von Thales vertreten. Thales ist auch in der Entwicklung von „Smart Cities“ aktiv.
  • Figaro Group (100 Prozent). Das Unternehmen besitzt Le Figaro, eine der drei wichtigsten Zeitungen Frankreichs.
  • Dassault Systèmes (40 Prozent). Einer der grössten Softwarekonzerne der Welt und einer der grössten europäischen Tech-Konzerne. Dassault Systèmes ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

(Stand: Dezember 2022)

Der französisch-jüdische Geschäftsmann Marcel Bloch (1892-1986) gründete 1929 den Flugzeughersteller „Société des Avions Marcel Bloch“, der später in Dassault Aviation umbenannt wurde. Marcel änderte seinen Nachnamen ebenfalls zu Dassault und konvertierte zum Katholizismus.

Die Mutter von Marcel Bloch/Dassault kam aus der sephardisch-jüdischen Allatini Familie. Ihr Onkel war Moses Allatini (1809-1882), der im 19. Jahrhundert ein Vermögen in der Mehlproduktion machte und die Rothschilds kannte.

Marcel Bloch/Dassault war während seines Studiums ein Klassenkamerad von Mikhail Gurevich. (Quelle) Dieser kam aus einer russisch-jüdischen Familie und wurde später ein bedeutender Flugzeugkonstrukteur der sowjetischen Rüstungsindustrie. (Quelle)

Nach Marcel übernahm sein Sohn Serge Dassault (1925-2018) die Führung des Familienunternehmens. Serge ging in die französische Politik. Er stand mehrfach mit der Justiz in Konflikt und bekam zwei Jahre Bewährung und eine Geldstrafe wegen Korruption, da er in die Agusta-Affäre verwickelt war. Er stand noch in weiteren Fällen vor Gericht und wurde zu Geldstrafen verurteilt. Es ging dabei um Geldwäsche und Stimmenkauf. (Quelle)

Seit Serges Tod führen seine Söhne das Unternehmen. Der Sohn Laurent Dassault (*1953) kennt Baron Éric de Rothschild (Foto). Sie sind zusammen in der Weinproduktion tätig. Ihr gemeinsames Weinprojekt soll nach eigenen Angaben auch dazu dienen, eine langfristige Freundschaft der Familien Rothschild und Dassault zu fördern. Dies stand bis vor kurzem auf der Website von Dassault Wine Estates, wurde aber inzwischen entfernt (vielleicht weil ich es verlinkt hatte). Aber ich hatte wie immer einen Screenshot gemacht.

Screenshot vom 16. Dezember 2020 (der letzte Satz unten rechts):

Laurent Dassault führte auch Weinprojekte mit dem Milliardär Benjamin de Rothschild. (Quelle) Laurent Dassault war Direktor der Genfer Rothschild Bank, die von Benjamin kontrolliert wurde. (Quelle)

Laurent Dassault führte ein Weinprojekt mit Guillermo Luksic. (Quelle) Die chilenische Luksic Familie gehört zu den reichsten und mächtigsten Familien Südamerikas.

Laurent Dassault kennt die Aga Khan Familie. (Foto)

Laurent Dassault ist zurzeit im Vorstand von Vivendi, der grösste französische Medienkonzern. Er kennt daher die Milliardärsfamilie Bolloré, die den Konzern führt.

Laurent Dassault gehörte 17 Jahre lang zum Vorstand der Power Corporation of Canada und kennt dadurch die Desmarais Familie, eine der reichsten und mächtigsten Familien Kanadas. (Quelle)

Olivier Dassault (1951-2021) war in der französischen Politik. Er kannte Graf Michel d’Orléans (Foto). Das Haus Orléans ist eine der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs. Olivier Dassault war ein langjähriger Freund von Albert II., der derzeitige Fürst von Monaco (Quelle).

Olivier und Laurent Dassault kannten Liliane Bettencourt, die zu Lebzeiten als die reichste Frau der Welt galt. (Fotos: 1 und 2)

Laurent Dassault war auf einer Feier der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien. Auf der Feier waren Mitglieder der Königsfamilien von Belgien, Luxemburg, Liechtenstein und Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Tunesien und Württemberg sowie Mitglieder der Hochadelsgeschlechter Orléans, BonaparteBourbon-Parma, Fürstenberg und Hohenberg. Prinz Domenico Napoleone Orsini aus der päpstlichen Uradelsfamilie Orsini war auch dabei. (Quelle)

Laurent Dassault war bei einem Mittagessen des „Club des Leaders“, ein französischsprachiger Eliteclub. Weitere bemerkenswerte Gäste waren der letzte ägyptische König Fuad II., Prinz Michel aus der nicht amtierenden Königsfamilie von Jugoslawien, Baron Mark de Günzburg aus dem jüdischen Adel und Prinzessin Noëlle del Drago aus dem päpstlichen Adel. (Quelle)

Serge Dassault kannte Arnaud Lagardère. (Foto) Dieser führt einen der grössten Medienkonzerne Europas.

Serge Dassault kannte Baron Ernest-Antoine Seillière. (Quelle) Dessen Familienkreis gehört schon seit über 200 Jahren zur französischen Wirtschaftselite.

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Mittal Familie

Die Mittal Familie gehört zu den reichsten Indern. 2024 wurde ihr Vermögen auf 16,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Lakshmi Mittal war von 2005 bis 2012 einer der reichsten Männer der Welt. 2008 wurde sein Vermögen auf 45 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Lakshmi Mittal ist inzwischen in Grossbritannien sesshaft. Er hat bereits die Queen kennengelernt (Foto). Er kennt auch den britischen Prinzen Charles (Foto). Prinz Charles kennt viele indische Milliardäre, darunter Tata, Ambani, Poonawalla, Hinduja, Godrej, Mahindra, Bajaj und Vandrevala  (Quelle: 1, 2, 3, 4, 5, 6). Indien war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind.

Lakshmi Mittal hatte 1989 die Mittal Steel Company gegründet, die sich zu einem international führenden Stahlkonzern entwickelte. Bereits sein Vater und seine Brüder waren als Unternehmer in der indischen Stahlindustrie tätig. 2004 wurde die Mittal Steel Company zum grössten Stahlkonzern der Welt. Das Familienunternehmen fusionierte 2006 mit dem europäischen Stahlkonzern Arcelor, der ebenfalls zu den weltweit grössten Stahlproduzenten gehörte. Durch die Fusion entstand schliesslich ArcelorMittal. ArcelorMittal war 2021 der zweitgrösste Stahlhersteller der Welt. Der Konzern besitzt auch Eisenerzminen (Stahl wird aus Eisenerz hergestellt). 2021 war er der fünftgrösste Eisenerzproduzent der Welt. Der Konzern hat seinen Sitz in Luxemburg, eine der grössten Steueroasen.

Lakshmi Mittal ist seit 2006 Vorsitzender von ArcelorMittal. Im August 2022 hielt die Mittal Familie knapp 40 Prozent der Anteile an ArcelorMittal. Die Familie besass im April 2022 auch 40 Prozent des Stahlkonzerns Aperam, der von Lakshmi Mittal geführt wird.

Lakshmi Mittal ist seit 2008 Direktor der US-amerikanischen Grossbank Goldman Sachs, die schon seit über 100 Jahren zu den grössten Investmentbanken der Welt gehört. Lakshmi Mittal war auch Direktor des europäischen Flugzeugherstellers Airbus, einer der grössten Rüstungskonzerne der Welt. Er ist zudem Mitglied in einflussreichen Organisationen:

  • Weltwirtschaftsforum (WEF)
  • Er ist im Exekutivkomitee der World Steel Association, die wohl mächtigste Lobbyorganisation der internationalen Stahlindustrie. Die Mitglieder der Handelsorganisation repräsentieren rund 85 Prozent der weltweiten Stahlproduktion.
  • Er ist derzeit Mitglied des European Round Table of Industrialists (ERT) und hat daher Kontakt zu 50 Konzernchefs aus ganz Europa. Der ERT ist bekannt dafür, dass er direkten Einfluss auf die EU-Kommission hat.

(Quelle)

Lakshmi Mittal traf sich mit Nursultan Nazarbayev, dem langjährigen Präsidenten Kasachstans (Quelle). Lakshmi ist Mitglied des Foreign Investment Council in Kasachstan (Quelle). Er traf auch Staatschefs, darunter Angela Merkel, Emmanuel Macron und Boris Johnson (Fotos findet man über Google).

Lakshmi Mittal nahm 2011 in England an einem Treffen im Blenheim Palace teil. Der Blenheim Palace ist eines der grössten Schlösser in England. Das Schloss gehört der Spencer-Churchill Familie, einer der einflussreichsten Familien des britischen Adels. Der berühmte Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie. Lakshmi Mittal hat die Familie also kennengelernt. Bei dem Treffen im Blenheim Palace, an dem Mittal teilnahm, waren auch einflussreiche US-Amerikaner dabei, darunter der Multimilliardär David Koch, der Milliardär Daniel Ziff, die Frau des Multimilliardärs Stephen Schwarzman, Donald Trumps Schwägerin Blaine und der Multimillionär Wilbur Ross. (Quelle) Wilbur Ross war Handelsminister in der Regierung von Donald Trump.

Lakshmi Mittal war 2016 auf einer Feier in London, die von Scheich Hamad bin Abdullah Al Thani veranstaltet wurde. Der Scheich kommt aus der katarischen Herrscherfamilie. Zu den Gästen der Feier gehörten:

  • Der britische Prinz Charles.
  • Mitglieder der berühmten Rothschild Familie.
  • Mitglieder der Adelsfamilie Spencer-Churchill.
  • Der Graf von Airlie. Er ist der derzeitige Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans.
  • Graf Andrew Hope aus dem schottischen Hope Clan.
  • Der britische Graf von Derby aus der Stanley Familie.
  • Firyal Irshaid. Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie.
  • Die deutsche Gräfin Maya von Schönburg.

(Quelle)

Lakshmi Mittal war auf zwei Hochzeiten der indischen Multimilliardärsfamilie Ambani (Quelle: 1 und 2)

Lakshmi Mittals Schwester Seema heiratete den indischen Milliardär Sri Prakash Lohia. Die Lohia Familie kontrolliert Indorama Ventures, einer der weltweit grössten Hersteller von Plastik und Polyester. 2017 wurde das Vermögen der Lohia Familie auf 8,68 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Lakshmi Mittals Bruder Pramod besitzt mehrere Unternehmen auf dem Balkan. Er wurde in Bosnien wegen des Verdachts der organisierten Kriminalität verhaftet, insbesondere der Wirtschaftskriminalität. Er sei an der Spitze einer organisierten kriminellen Gruppe gewesen. (Quelle) Er ist in den Pandora Papers aufgelistet (Quelle).

Lakshmis Kinder, Aditya Mittal und Vanisha Mittal, sind zurzeit ebenfalls im Vorstand von ArcelorMittal.

Vanisha Mittal kennt Kate und Nicky Rothschild (Foto). Kate kommt aus der berühmten Rothschild Familie und war mit Ben Goldsmith verheiratet. Nicky heiratete in die Rothschild Familie ein. Sie ist die Schwester von Paris Hilton. Die Schwestern kommen aus der US-amerikanischen Multimillionärsfamilie Hilton, welche die gleichnamige Hotelkette gründete.

Vanisha Mittal heiratete Amit Bhatia, ein indischstämmiger Brite. Er arbeitete für die Grossbanken Merrill Lynch, Morgan Stanley und Credit Suisse First Boston. Er ist Vorsitzender des britischen Zementunternehmens Breedon Cement und ist Gründungspartner von Swordfish Investments, ein Investmentunternehmen. Er ist Unterstützer des Chatham House, die wohl mächtigste britische Denkfabrik.

Aditya Mittal ist Absolvent des Young Global Leader-Programms des Weltwirtschaftsforums, ein Programm des WEF, das Nachwuchs für die Wirtschafts- und Politelite rekrutiert. Aditya Mittal ist derzeit im Kuratorium der Brookings Institution. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Zum Kuratorium gehören derzeit auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Crown, Desmarais, Bass und Tisch sowie die Milliardäre Philip Knight, David Rubenstein und Haim Saban (Stand: 17.6.2022). Zu den grossen Spendern der Brookings Institution im Jahr 2021 gehörten Philip Knight und der Grosskonzern Walmart sowie die Stiftungen der Milliardärsfamilien Rockefeller, Soros, Johnson, Tisch und Bill Gates.

Adityas Frau Megha arbeitete wie ihr Schwiegervater für Goldman Sachs. Von 2009 bis 2019 besass sie das deutsche Luxusmodeunternehmen Escada. Sie besuchte regelmässig das jährliche Treffen des Weltwirtschaftsforums. (Quelle) Sie ist im Kuratorium der Serpentine Galleries in England. Zum Kuratorium gehört auch die Schweizer Milliardärin Maja Hoffmann. Der Vorsitzende des Kuratoriums ist der US-Amerikaner Michael Bloomberg, der als einer der reichsten der Welt gilt. (Quelle)

Die Mittal Familie war 2013 beim Burda DLD Nightcap, eine jährlich stattfindende Party in Davos. Die Party wird von der deutschen Milliardärsfamilie Burda veranstaltet. Lakshmi Mittal traf auf der Party den Medienunternehmer Hubert Burda und Gabriele Aga Khan. Gabriele heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. Gabriele heiratete in zweiter Ehe den religiösen Führer Karim Aga Khan IV. Ihre Mutter heiratete in die Thyssen Familie, eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Es waren noch weitere Personen aus der deutschen Wirtschafts- und Politelite auf der Party, darunter der Unternehmer Franz Markus Haniel. Auf der Party waren auch US-Amerikaner, die leitende Positionen bei Google, Facebook und Twitter einnehmen, darunter der YouTube-Gründer Chad Hurley. (FotosMan muss die Pfeiltasten auf der Tastatur benutzen, um die Fotos durchzugehen)

Lakshmis Frau Usha Mittal ist Treuhänderin des Art Institute of Chicago, eines der grössten Kunstmuseen der USA. Zu den Treuhändern des Museums gehören sieben Mitglieder aus Milliardärsfamilie und fünf Milliardäre sowie vier Ehefrauen von Milliardären. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Lakshmi Mittal ist im Verwaltungsrat der Indian School of Business. Zum Verwaltungsrat gehören indische Milliardäre sowie die ausländischen Wirtschaftsbosse Jacob Wallenberg, James Murdoch, Bernard Arnault, Michael Dell und Lloyd Blankfein. (Stand: 1.5.2023)

So viel bekannt ist, ist die Mittal Familie nicht mit dem indischen Milliardär Sunil Mittal verwandt. Sunil kontrolliert den indischen Mischkonzern Bharti Enterprises. Zu dem gehört auch Bharti Airtel, einer der grössten indischen Telekommunikationskonzerne.

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Iwasaki Familie

Die Iwasaki Familie ist eine der wichtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite. Japan hatte 2020 die drittgrösste Wirtschaft der Welt und war in den letzten Jahren meist das viert- oder fünftgrösste Exportland. Im 20. Jahrhundert war Japan die wirtschaftlich einflussreichste Grossmacht in Asien. Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde China zur führenden Wirtschaftsmacht Asiens. Die Iwasaki Familie wurde in den japanischen Adel (Kazoku) aufgenommen und heiratete mehrfach in japanische Adelsfamilien.

Japan war das erste asiatische Land, in dem die Industrielle Revolution begann. Die Iwasaki Familie nahm dabei eine wichtige Rolle ein. Yataro Iwasaki (1835-1885) gründete 1870 das Unternehmen Mitsubishi, das sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der grössten Industriekonzerne Japans entwickelte.

1880 gründete Yataro Iwasaki die Mitsubishi Bank, die seither mit dem Mitsubishi-Konzern verbunden war. Sie entwickelte sich zu einer der grössten Banken Japans. Ab den 80er Jahren war sie eine der grössten Banken der Welt. Ihr Nachfolger, die MUFG Bank, war 2020 die fünftgrösste Bank der Welt.

Yataro Iwasaki war schon vor der Gründung seiner Unternehmen mit japanischen Adligen verbunden und arbeitete für sie. Seine Kinder heirateten in Adelsfamilien. Die Iwasaki Familie erhielt daraufhin den Adelstitel Danshaku (Baron).

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist das Mitsubishi Imperium unabhängig von der Iwasaki Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Familienmitglieder arbeiteten aber weiterhin für Mitsubishi-Unternehmen (wird unten genauer erläutert).

Baron Yanosuke Iwasaki (1851-1908) war zwei Jahre lang Gouverneur der japanischen Zentralbank (Quelle). Weitere Verwandte führten ebenfalls die Zentralbank und auch der Gründer der Bank war mit der Iwasaki Familie verschwägert (wird unten genauer erläutert).

Das heutige Mitsubishi Imperium

Durch mehrere Fusionen der Mitsubishi Bank entstand 2005 schliesslich die Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG). 2020 war die MUFG die fünfgrösste Bank der Welt. Die MUFG ist derzeit Hauptaktionär der US-amerikanischen Grossbank Morgan Stanley mit einem Anteil von 20 Prozent. Morgan Stanley ist eine der weltweit grössten Investmentbanken und wurde von der Morgan Familie gegründet. Es sind zurzeit auch Japaner im Vorstand von Morgan Stanley, die zuvor für die MUFG gearbeitet haben.

1931 stiegen die Iwasakis ins Ölgeschäft ein und gründeten Mitsubishi Oil. Durch Fusionen entstand die heutige JXTG Holdings (ENEOS). ENEOS ist der grösste japanische Ölkonzern und war in den letzten Jahren einer der 15 grössten Ölkonzerne der Welt.

Mitsubishi gehört zu den sogenannten Keiretsu, mächtige Unternehmensgruppen aus Japan. Zum Mitsubishi-Keiretsu gehören über 200 verschiedene Unternehmen. Diese sind unabhängig voneinander. Jedoch trifft sich die Führung aller Mitsubishi-Unternehmen regelmässig und arbeitet als Team. Die MUFG Bank ist der finanzielle Dienstleister der Mitsubishi-Firmen. Wen man alle Mitsubishi-Firmen als ein Unternehmen betrachten würde, wäre es eines der grössten Unternehmen der Welt (oder sogar das grösste). Die wichtigsten Unternehmen des Mitsubishi-Keiretsu wären:

  • Wie bereits erwähnt die MUFG, eine der mächtigsten Banken der Welt.
  • Wie bereits erwähnt ENEOS, der grösste Ölkonzern Japans.
  • Mitsubishi Corporation, ein Mischkonzern. Er ist eines der grössten Unternehmen des Landes.
  • Mitsubishi Heavy Industries, ein Industriekonzern. Er ist der grösste Rüstungshersteller Japans und einer der grössten Maschinenbauer der Welt.
  • Mitsubishi Chemical, einer der grössten Chemiekonzerne der Welt.
  • Mitsubishi Electric, einer der grössten Elektrokonzerne der Welt. Mitsubishi Electric ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnik.
  • Der Automobilhersteller Mitsubishi Motors.
  • Tokio Marine Holdings, einer der grössten asiatischen Versicherungskonzerne.
  • Meiji Yasuda Life, ebenfalls einer der grössten asiatischen Versicherungskonzerne. Das Unternehmen gehört gleichzeitig zum Fuyo-Keiretsu.
  • Mitsubishi Tanabe Pharma, einer der grössten Pharmakonzerne Japans.
  • Mitsubishi Estate, einer der grössten Immobilienkonzerne Japans.
  • Nikon, einer der weltweit grössten Hersteller von Kameras.
  • AGC, einer der weltweit grössten Glashersteller.
  • Kirin, einer der grössten Bierkonzerne der Welt.
  • NYK Line/Nippon Yusen, ein Schifffahrtunternehmen. NYK Line gründete 2017 zusammen mit dem Mitsui-Keiretsu das Schifffahrtunternehmen Ocean Network Express (ONE). ONE ist eines der grössten Unternehmen in der weltweiten Containerschifffahrt.

(Quelle: 1 und 2)

Führungskräfte von Mitsubishi-Unternehmen sind mit weiteren Japanern in der Trilateralen Kommission vertreten (Quelle). Diese einflussreiche Denkfabrik wurde 1973 vom US-Amerikaner David Rockefeller gegründet, der bis 2017 ihr Ehrenvorsitzender war. Die Trilaterale Kommission dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan. Kazuo Koshi und Hidenori Takaoka, die derzeit US-amerikanische Abteilungen von Mitsubishi-Unternehmen leiten, sind zurzeit im Vorstand der Japan Society in New York. Sie könnten daher Justin Rockefeller kennen, der ebenfalls zum Vorstand der Gesellschaft gehört. Die Japan Society besteht seit 1907 und fördert amerikanisch-japanische Beziehungen. Die Gesellschaft wurde von den 50er bis Ende der 70er Jahren von John Rockefeller III. geleitet. Er traf den japanischen Kaiser Hirohito und seinen Nachfolger Kaiser Akihito (Fotos: 1 und 2).

Die Iwasaki Familie von 1900 bis 1945

Rüstungsindustrie

1932 wurde der japanische Premierminister Inukai Tsuyoshi bei einem Attentat ermordet. Ab da gelangte die japanische Politik immer mehr unter den Einfluss des Militärs, das in den folgenden Jahren einen autoritären Staat aufbaute (mit dem Wohlwollen des japanischen Kaisers Hirohito, der immer noch Staatsoberhaupt war). Das Militär wollte unter anderem die Rüstungsindustrie ausbauen. In den 1930er und 1940er Jahren war Mitsubishi, genau wie heute, der führende Rüstungskonzern Japans. Die Iwasaki Familie gehörte daher zu den grössten wirtschaftlichen Profiteuren der Militärdiktatur. Sie profitierten bereits vom Ersten Weltkrieg.

Mitsubishi bzw. die Iwasaki Familie profitierte auch von der imperialistischen Aussenpolitik Japans in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die japanische Kaiserfamilie hatte sich in dieser Zeit das Ziel gesetzt, ein Kolonialreich zu werden. Taiwan und Korea wurden annektiert und zu japanischen Kolonien. So konnten Iwasaki und andere Industriellenfamilien ihr Geschäft über die Landesgrenzen ausweiten. Übrigens unterstützte die britische Kolonialelite die japanische Expansion bis in die 1920er Jahren (oder tolerierte diese zumindest).

Zwangsarbeit

Infolge des Zweiten Weltkrieges besetzte Japan unter anderem Malaysia, die Philippinen und Teile Chinas. Das japanische Militär beging in den besetzten Gebieten und Kolonien zahlreiche Kriegsverbrechen. Es gibt keine genauen Zahlen, aber es sollen mehr als 25 Millionen Zivilisten getötet worden sein (Quelle). Die Kriegsverbrechen der japanischen Diktatur sind auch bekannt als „Asiatischer Holocaust“ und fanden etwa zur gleichen Zeit wie die Verbrechen des Hitler- und Stalinregimes in Europa statt. Genau wie unter Hitler und Stalin wurden auch in den japanischen Lagern im grossen Stil Zwangsarbeiter für die Industrie beschäftigt. Es weiss niemand wie viele Zwangsarbeiter beschäftigt wurden, aber es sollen mehr als 10 Millionen gewesen sein (Quelle). Mitsubishi beschäftigte Zwangsarbeiter. Es gibt aber keine genauen Zahlen. Es sollen mehrere 10 000 gewesen sein (Quelle). In Deutschland ist die ungefähre Anzahl der Zwangsarbeiter, die von deutschen Grosskonzernen beschäftigt wurden, bekannt. In Japan gab es diese Aufarbeitung anscheinend nicht.

Opium

Mitsubishi war in den 1930er Jahren zusammen mit dem japanischen Grosskonzern Mitsui im Opiumhandel aktiv (Quelle: 1 und 2). Es gibt die Theorie, dass die japanische Elite die Anzahl der Opiumsüchtigen in China erhöhen wollte, um das Land zu destabilisieren. Nachdem Japan Teile von China besetzte, handelten dort japanische Firmen hunderte von Tonnen Opium (Quelle). Nach dem Krieg befand das Internationale Militärgericht für den Fernen Osten (IMTFE) Japan für schuldig, den Drogenmissbrauch absichtlich als Waffe zur Förderung seiner imperialistischen Ziele in Asien gefördert zu haben (Quelle).

US-Besatzungszeit

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Japan von den Alliierten besetzt. Da die Iwasaki Familie und weitere japanische Industriellenfamilien mit der Militärdiktatur verbunden waren, wurden sie von den Alliierten angeblich entmachtet. Der Mitsubishi-Konzern wurde in kleinere Unternehmen zerlegt. Auch der japanische Adel sowie die Kaiserfamilie wurden angeblich entmachtet. Eine wichtige Rolle dabei spielte der US-Offizier Douglas MacArthur, der die Aufgabe bekam, die Kriegsverbrecher auf japanischer Seite auszumachen. MacArthur war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati und Mitglied der Sons of the American Revolution, zwei alte elitäre Gesellschaften aus den USA (Quelle: 1 und 2). Nachdem der Mitsubishi-Konzern in verschiedene Einzelunternehmen aufgeteilt wurde, schlossen sich diese zu einem Verband zusammen, der das heutige Mitsubishi-Keiretsu ausmacht. Kaiser Hirohito war noch bis zu seinem Tod 1989 das Staatsoberhaupt Japans (angeblich ohne politischen Einfluss). Er traf in der Nachkriegszeit die britische Königsfamilie (Foto). Er hatte sie schon in seiner Jugend kennengelernt, also noch vor dem Zweiten Weltkrieg (Quelle: 1 und 2). Auch die darauffolgenden Kaiser Akihito und Naruhito trafen die britische Königsfamilie.

Der US-Offizier MacArthur wurde später dafür kritisiert, dass er den japanischen Kaiser Hirohito und Industriellenfamilien wie Iwasaki nicht härter zur Verantwortung zog. Nach der Ansicht von MacArthur war der Hauptschuldige Hideki Tojo, der von 1941 bis 1944 Premier- und Kriegsminister von Japan war. Nach dem Krieg erhielt Hideki Tojo und weitere hochrangige Mitglieder des Militärs die Todesstrafe.

Teruo Tojo (1914-2012) war der Sohn von Hideki Tojo. Während des Krieges arbeitete er als Luftfahrtingenieur beim Rüstungskonzern der Iwasaki Familie. Ab den 80er Jahren gehörte er zur Konzernführung von Mitsubishi Motors. (Quelle)

Die Iwasaki Familie in den letzten 70 Jahren

Die Iwasakis galten nach dem Krieg als entmachtet und sie traten aus der Konzernführung aus. Manche ihrer Nachkommen arbeiteten aber weiterhin für Mitsubishi-Unternehmen:

  • Tadao Iwasaki (1909-1990) war in der Nachkriegszeit Präsident der Mitsubishi Monsanto Chemical Company. Der Bruder seines Adoptivsohns heiratete eine Nichte von Toyo Tate. Toyo gehörte in der Nachkriegszeit zur Führung des Mitsubishi-Keiretsu. (Quelle: 1 und 2)
  • Toru Iwasaki (*1950) arbeitete für die Mitsubishi Corporation. Er war mehrere Jahre in Brasilien und förderte dort japanisch-brasilianische Handelsbeziehungen. (Quelle: 1 und 2)
  • Hiroya Iwasaki (1930-2008) war in den 80er und 90er Jahren im Vorstand der Mitsubishi Bank (Quelle: 1 und 2).
  • Toshio (Hisao) Iwasaki (1914-2005) war in den 70er Jahren im Vorstand von Mitsubishi Motors (Quelle). Sein Sohn Toshio Iwasaki (*1946) war Manager bei der Grossbank MUFG (Quelle), die aus der Mitsubishi Bank hervorging.
  • Hiroshi Kiuchi (*1930) arbeitete mehr als 40 Jahre für den Elektrokonzern Mitsubishi Electric und war in den 90er Jahren in dessen Aufsichtsrat. Seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der Iwasaki Familie. (Quelle)
  • Minoru Makihara (1930-2020) heiratete in die Iwasaki Familie. Er begann ab 1956 für die Mitsubishi Corporation zu arbeiten. In den 90er Jahren war er Präsident und Vorsitzender des Mischkonzerns. Sein Sohn arbeitete für die US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs. (Quelle: 1 und 2)

Erwähnenswerte Heiraten

Die Iwasaki Familie heiratete japanische Politiker, Militärs und Diplomaten. Mehrere Ehepartner gehörten zur Führung von Mitsubishi-Unternehmen. Ich hab hier nur die wichtigsten Heiraten aufgelistet.

Haruji Iwasaki heiratete Graf Takaaki Kato (1860-1926), der Premierminister von Japan war. Ihre gemeinsame Tochter heiratete Nagakage Okabe, der aus der japanischen Adelsfamilie Okabe kam. (Quelle) Dessen Bruder Nagataka wurde von der Murayama Familie adoptiert. (Quelle) Die Familien der japanischen Elite verbinden sich nicht nur mit Heiraten, sondern auch traditionell mit Adoptionen. Die Murayama Familie gehört schon seit über 100 Jahren zu den führenden Medienunternehmern Japans.

Masako Iwasaki heiratete Baron Shidehara Kijuro (1872-1951). Dieser war vom 9. Oktober 1945 bis 22. Mai 1946 Premierminister, also während der Besatzungszeit. (Quelle: 1 und 2)

Shigeko Iwasaki heiratete den Sohn des Premierministers Masayoshi Matsukata (1835-1924). Masayoshi war der Gründer der japanischen Zentralbank. Er wurde zum Herzog (Kōshaku) geadelt. (Quelle: 1 und 2)

Takaya Iwasaki (1896-1983) heiratete die Tochter des japanischen Politikers Shigeaki (Seihin) Ikeda. Ikeda war einige Monate Gouverneur der japanischen Zentralbank und gehörte zur Führung der Mitsui Bank (ebenfalls eine mächtige Bank). (Quelle: 1 und 2) Takaya Iwasakis Frau war zudem eine Cousine von Makoto Usami. Dieser war von 1964 bis 1969 Gouverneur der japanischen Zentralbank und gehörte zur Führung der Mitsubishi Bank. (Quelle)

Kimiko Iwasaki heiratete Sukemasa Irie (1905-1985). Dieser war ein persönlicher Diener der japanischen Kaiserfamilie. Seine Nichte Yuriko heiratete Prinz Takahito aus der Kaiserfamilie. Sukemasa Irie war ein Enkel von Sakimitsu Yanagihara, der wiederum ein Onkel des japanischen Kaisers Taishō war. (Quelle)

Tadao Hayashi (1909-1990) heiratete in die Iwasaki Familie und wurde von ihr adoptiert. Seine biologische Mutter war von der Kawasaki Familie adoptiert worden, die den Industriekonzern Kawasaki Heavy Industries gegründet hatte. Tadaos Grossvater Graf Hayashi Tadasu war japanischer Botschafter in Grossbritannien. (Quelle) Hayashi Tadasu wurde in London bei den Freimaurern aufgenommen (Quelle: 1 und 2).

Takayuki Takashima (1931-1981) heiratete in die Iwasaki Familie. In der Nachkriegszeit arbeitete er für Mitsubishi Oil, der Ölkonzern der Iwasaki Familie. Sein Bruder wurde von der Toyoda Familie adoptiert. (Quelle) Die Toyoda Familie gründete den Automobilkonzern Toyota und führt das Unternehmen bis heute.

Seiichiro Iwasaki (*1907) heiratete in die Sakai Familie. Der Sakai Klan gehört schon seit 500 Jahren zur japanischen Aristokratie. Die Sakai Familie heiratete zudem in die Familien Sumitomo und Yasuda. (Quelle: 123) Der Sakai Klan hat somit in drei der mächtigsten Familien der japanischen Wirtschaftselite geheiratet.

Baron Hisaya Iwasaki (1865-1955) heiratete in den Hoshina Klan, eine alte japanische Aristokratenfamilie. Der Bruder seiner Frau war Masaaki Hoshina, das Oberhaupt des Klans. Masaaki heiratete in die Kitashirakawa Familie, eine Nebenlinie der japanischen Kaiserfamilie. Masaakis Sohn heiratete in den Tokugawa Klan, ebenfalls eine der wichtigsten Familien der japanischen Aristokratie. (Quelle)

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Boehringer und Baumbach Familie

Die deutschen Familien Boehringer und Baumbach besitzen den Pharmakonzern Boehringer Ingelheim. Dieser ist der grösste sich vollständig in Familienbesitz befindende Pharmakonzern der Welt. Das Vermögen der beiden Familien wird auf 43 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Boehringer Familie

Das Unternehmen wurde 1885 von Albert Boehringer (1861–1939) und seinem Bruder gegründet. Bereits ihr Vater war Apotheker und Fabrikant. Ihr Grossvater war Kaufmann.

Die Boehringer Familie gründete 1859 auch das Pharmaunternehmen Boehringer Mannheim, das sich aber ab den 1890er-Jahren im Besitz der Engelhorn Familie befand. Die beiden Familien waren verwandt. Die Engelhorns sind heute ebenfalls Milliardäre.

Christian Boehringer (*1965) arbeitete für den Henkel-Konzern. Er wird dadurch vermutlich Mitglieder der deutschen Milliardärsfamilie Henkel kennen. Seine Grossmutter Ruth Boehringer kam aus der Dyckerhoff Familie, die 1864 das grosse Zementunternehmen Dyckerhoff gegründet hatte. (Quelle) Es gehört heute zum italienischen Zementkonzern Buzzi Unicem. 2023 wurde das Vermögen der Dyckerhoff Familie auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt. (Quelle: Seite 31)

Ulrike Boehringer heiratete im 20. Jahrhundert in die deutsche Adelsfamilie Baumbach, die seither auch am Unternehmen beteiligt ist.

Baumbach Familie

Ulrike Boehringers Sohn Hubertus von Baumbach (*1967) ist zurzeit Vorsitzender von Boehringer Ingelheim. Er studierte am renommierten Massachusetts Institute of Technology in den USA. Er arbeitete auch für andere Unternehmen:

  • Er war im Beirat der Deutschen Bank (grösste Bank Deutschlands) und im Beirat der Landesbank Baden-Württemberg (grösste Landesbank Deutschlands).
  • Er war im Aufsichtsrat von KWS Saat. Das deutsche Unternehmen ist einer der weltweit grössten Produzenten von Saatgut.
  • Er arbeitete für den führenden Schweizer Pharmakonzern Roche.

Quelle: 1, 2, 3

Hubertus von Baumbach begleitete Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Delegationsreisen im Ausland. (Quelle) Er war Vorsitzender des Ausschusses für Aussenhandel des BDI. (Quelle) Der BDI ist der führende Lobbyverband der deutschen Industrie. Derzeit ist Hubertus im Präsidium des BDI sowie auch im Präsidium des VCI, der Lobbyverband der deutschen Chemieindustrie (Stand: 19.4.2023).

Hubertus von Baumbach ist im internationalen Beirat der IE University, eine führende spanische Privatuniversität. Zum Beirat gehören auch die jordanische Prinzessin Noor bint Asem, Ariane de Rothschild (Frankreich), Georg Habsburg-Lothringen (Österreich), Christoph Mohn (Deutschland), Emilio Azcárraga (Mexiko), Eduardo Hochschild (Peru) und António Amorim (Portugal). (Stand: 18.4.2023) (Quelle)

Friedrich von Baumbach, ein Cousin von Hubertus, heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Wittgenstein. Der deutsche Politiker Gottfried Treviranus (1891–1971) war ein Grossonkel von Hubertus. (Quelle)

Das Adelsgeschlecht Baumbach besteht seit mindestens 750 Jahren und gehört damit zum deutschen Uradel. Im 18. Jahrhundert traten mindestens drei Familienmitglieder dem Illuminatenorden bei (Quelle). Einer der drei Illuminaten war Ludwig Wilhelm von Baumbach (1755–1811). Sein Bruder Wilhelm Lebrecht von Baumbach (1757–1826) war ein Hofbeamter und Offizier, der im Dienste der niederländischen Königsfamilie stand.

Henriette von Baumbach (1749–1808) heiratete Adolph Knigge, der ebenfalls aus einer Uradelsfamilie kam. Adolph Knigge war einer der führenden Illuminaten. (Quelle) Knigge war schon zuvor den Freimaurern beigetreten und hatte Kontakte zur Führung der deutschen Rosenkreuzer. (Quelle) Er war kurze Zeit ein Höfling des Fürsten Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach. Carl August trat wenige Jahre später ebenfalls den Freimaurern und den Illuminaten bei. (Quelle: 1, 2, 3) Der Fürst stammte aus dem Haus Wettin, das mit über 1000 Jahren Familiengeschichte zum Uradel gehört. Auch die britische und belgische Königsfamilie sowie die nicht amtierenden Königsfamilien von Bulgarien und Sachsen stammen ursprünglich aus dem Haus Wettin.

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Marinho Familie

Die brasilianische Marinho Familie besitzt den Medienkonzern Grupo Globo. Dieser ist zurzeit nach Umsatz der zweitgrösste lateinamerikanische Medienkonzern. 2014 wurde das Vermögen der auf Marinho Familie 28,9 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie war damit die reichste Familie Brasiliens (Quelle). Die Grupo Globo befindet sich vollständig in Familienbesitz.

Das Unternehmen besitzt mehrere Magazine, Fernseh- und Radiosender sowie Zeitungen, darunter die O Globo, die zurzeit zweitgrösste brasilianische Zeitung. Zum Konzern gehört auch Globo.com, das meistbesuchte brasilianische Internetportal.

Der Journalist Irineu Marinho (1876-1925) gründete 1911 eine Zeitung, aus der sich später der heutige Medienkonzern Grupo Globo entwickelte. Sein Vater war ein Portugiese, der nach Brasilien ausgewandert war.

1964 putschte das brasilianische Militär mit Unterstützung der CIA den brasilianischen Präsidenten Joao Goulart, worauf eine Militärdiktatur errichtet wurde, die bis 1985 bestand (Quelle). Der Aufstieg des Unternehmens zum führenden Medienkonzern Brasiliens fand zur Zeit der Diktatur statt. Roberto Pisani Marinho (1904-2003) stieg in dieser Zeit zu einem der reichsten und mächtigsten Männern Brasiliens auf. Die Globo-Medien unterstützten das Militärregime über seine Berichterstattung (Quelle).

Die Marinho Familie pflegt ein gutes Verhältnis zur dänischen Königsfamilie. Roberto Marinho (1904-2003) veranstaltete 1986 in seinem Haus ein Abendessen für 200 Personen zu Ehren der britischen Prinzessin Anne, die ihre erste Reise nach Südamerika unternahm. Im folgenden Jahr traf Roberto Marinho den spanischen Kronprinzen und 1991 veranstaltete er ein Abendessen für den britischen Prinzen Philip (Ehemann der Queen). Roberto lernte auch einen Prinzen aus dem norwegischen Königshaus kennen. (Quelle) Robertos Frau Lily (1921-2011) kannte ebenfalls Hochadlige aus Europa. Lily war mit Mitgliedern der nicht amtierenden Kaiserfamilie Brasiliens befreundet und ihr erster Ehemann war ein brasilianischer Adliger. Sie kannte Lily Safra, die mit Edmond Safra, dem reichsten Bankier Brasiliens, verheiratet war. (Quelle)

Joao Roberto Marinho (*1953) nahm 2009 an einem Treffen teil, bei dem die reichsten Lateinamerikaner zusammenkamen. Darunter waren auch Carlos Slim (Mexiko), Antonio Moreira Salles (Brasilien), Andrónico Luksic (Chile) und Paolo Rocca (Argentinien). (Quelle)

Joao Roberto Marinho besuchte 2003 in Mexiko ein Treffen von Geschäftsleuten und Philanthropen aus Lateinamerika. Das Treffen wurde vom mexikanischen Multimilliardär Carlos Slim veranstaltet. Zu den Teilnehmern des Treffens gehörten unter anderem Alberto Baillères (Mexiko), Joseph Safra (Brasilien), Julio Santo Domingo (Kolumbien), Gustavo Cisneros (Venezuela) und Emilio Azcárraga (Mexiko). (Quelle)

José Roberto Marinho (*1955) studierte an der „Päpstlichen Katholischen Universität von Rio de Janeiro“ (Quelle). Die Universität wurde 1940 vom Jesuitenorden gegründet. Der Jesuitenorden besteht seit 480 Jahren und steht im Dienste des Papstes. Der Vatikan hatte seit Beginn der Kolonialisierung viel Einfluss in Südamerika. Nirgendwo sonst ist die katholische Kirche auch heute noch so einflussreich wie in Lateinamerika. Der Jesuitenorden hatte früher in Argentinien und Paraguay sogar eine Art eigenen Staat errichtet. (Quelle) Der Vatikan ist mit vielen katholischen Universitäten in Südamerika vernetzt.

Der Familienerbe Roberto Marinho Neto, der CEO von Globo Ventures ist, besuchte 2022 die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA (Quelle). Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

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Murayama und Ueno Familie

Die beiden japanischen Familien Murayama und Ueno kontrollieren schon seit 140 Jahren das Medienunternehmen Asahi Shimbun. Heute ist es der grösste Medienkonzern Japans. 2016 war es der zweitgrösste Medienkonzern in Asien. Die zum Konzern gehörende Zeitung „The Asahi Shimbun“ ist heute die älteste und zweitgrösste japanische Tageszeitung. 2018 war sie nach Auflagen auch zugleich die zweitgrösste Zeitung der Welt. Das Unternehmen besitzt heute auch viele japanische Magazine und ist Hauptaktionär der TV Asahi Holdings, die mehrere japanische Fernsehsender besitzt.

Da man über die deutsche Google-Suche die japanischen Wiki-Einträge nicht findet, hab ich sie verlinkt.

Ryuhei Murayama (1850-1933) gründete 1879 die Zeitung „The Asahi Shimbun“, aus deren Verlag sich später der heutige Medienkonzern entwickelte. Ein Jahr nach der Gründung der Zeitung kam Riichi Ueno (1848-1919) dazu. Seither wurde das Unternehmen von den Nachkommen der beiden Männer kontrolliert. Ryuhei Murayama war auch in der japanischen Politik.

Michiko Murayama (1920-2020) war seit den 1960er Jahren in der Konzernführung von Asahi Shimbun vertreten. Bis vor ihrem Tod hielt sie zusammen mit der Ueno Familie über 20% der Anteile an Asahi Shimbun. Weitere 10% gehören dem Koyuki Museum, das von der Murayama Familie gegründet wurde. Sie werden demnach Multimillionäre oder sogar Milliardäre sein, auch wenn ich keine Angaben zu ihrem Vermögen fand.

Verbindungen zu anderen Familien der japanischen Elite

Wenige Jahre nach dem Ryuhei Murayama die Zeitung gegründet hatte, erhielt er und sein Verlag finanzielle Unterstützung von der Mitsui Familie, eine der bedeutendsten Familien der japanischen Wirtschaftselite.

Ryuhei Murayama adoptierte Nagataka Okabe (1894-1977), der auch eine Tochter von Murayama heiratete und den Familiennamen Murayama annahm. Die Familien der japanischen Elite verbinden sich nicht nur mit Heiraten, sondern auch traditionell mit Adoptionen. Nagataka Okabe führte lange Zeit das Familienunternehmen. Okabe ist eine japanische Adelsfamilie. Nagataka biologischer Vater war der Shishaku (Vizegraf) Nagamoto Okabe (1855-1925). Dieser war Politiker, Diplomat und Gouverneur von Tokio. Er arbeitete auch für die britische Botschaft und besuchte Europa. Sein Sohn Nagakage Okabe (1884-1970), also der Bruder von Nagataka Okabe, war ebenfalls Politiker und Diplomat. Er heiratete die Tochter des japanischen Premierministers Graf Katō Takaaki (1860-1926). Mütterlicherseits kam sie aus der Iwasaki Familie, der vermutlich mächtigsten Familie der japanischen Wirtschaftselite.

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Johnson Familie (Fidelity)

Die US-amerikanische Johnson Familie gehört mit einem Vermögen von 72,4 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien der Welt. (Quelle)

Die Familie gründete und führt Fidelity Investments (FMR), einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. Die Familie hält knapp die Hälfte der Anteile am Unternehmen. Fidelity Investments war 2021 der viertgrösste Vermögensverwalter der Welt. Der Konzern verwaltet ein Vermögen im Wert von 4,2 Billionen US-Dollar und verwahrt ein Vermögen von 11,1 Billionen Dollar (Stand: September 2021).

Im Jahr 2011 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Fidelity Investments (FMR) belegte Platz 3 auf der Liste. (Quelle)

Fidelity Investments gehört zu den grossen Finanzdienstleistern, die auch als Schattenbanken bekannt sind. Die wichtigsten neben Fidelity Investments wären derzeit folgende: BlackRock, Vanguard, State Street, Capital Group, Pimco, Invesco, Franklin Templeton und Northern Trust. Diese neun Unternehmen haben ihren Sitz in den USA und verwalten zusammen 35 Billionen US-Dollar (Stand: September 2021). (Quelle) Zu ihren Kunden gehören Superreiche, Versicherungen, Stiftungen, Staatsfonds, Finanzabteilungen von Unternehmen und Pensionskassen. Diese Unternehmen kamen in den letzten 30 Jahren zu grossem Einfluss. Sie sind weltweit an Unternehmen beteiligt und besitzen oft mehrere Prozent aller Aktien eines Unternehmens. Angenommen diese Finanzkonzerne würden ihren Einfluss bündeln, dann wären sie bei sehr vielen börsennotierten Grosskonzernen und Grossbanken in den USA Hauptaktionär mit einem gemeinsamen Anteil von 10 bis 30 Prozent. Aber auch im Ausland wären diese Finanzkonzerne Hauptaktionär vieler grosser Unternehmen. In Deutschland und Grossbritannien beispielsweise besitzen diese Finanzkonzerne zusammen oft mehr als 10 Prozent eines börsennotierten Unternehmens. Dadurch besitzen sie in den meisten Fällen auch Stimmrechte und können so weltweit Einfluss auf Unternehmen ausüben. Diese Finanzkonzerne sind über Beteiligungen untereinander verbunden. So besitzen Fidelity, Vanguard und die Capital Group derzeit zusammen 15 Prozent vom weltweit grössten Vermögensverwalter BlackRock.

Fidelity Investments wurde 1946 von Edward C. Johnson II. (1898-1984) gegründet. Sein Sohn Edward Johnson III. (*1930) war 37 Jahre lang CEO von Fidelity Investments und dessen Tochter Abigail Johnson (*1961) ist derzeit Vorsitzende, Präsidentin und CEO des Unternehmens. Die Zeitschrift Forbes zählt sie zu den mächtigsten Frauen der Welt.

Abigail Johnson arbeitete beim Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton, das ziemlich offensichtlich den Geheimdiensten nahesteht. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es „die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle) Bei Booz Allen Hamilton lernte Abigail ihren Ehemann kennen. (Quelle)

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Buffett Familie

Der US-Amerikaner Warren Buffett (*1930) gilt als einer der erfolgreichsten Finanzinvestoren aller Zeiten. Im Jahr 2023 wurde sein Vermögen auf 106 Milliarden US-Dollar geschätzt und er ist damit einer der reichsten Männer der Welt. (Quelle) 2008 belegte er Platz 1 auf der Forbes-Liste der Milliardäre. (Quelle)

Warren Buffett nahm 2009 mit weiteren Milliardären an einem geheimen Treffen in New York teil. Beim Treffen diskutierten sie unter anderem darüber, wie sie ihr Vermögen verwenden könnten, um das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen. Das Treffen fand auf Initiative von Warren Buffett, David Rockefeller Jr. und Bill Gates statt. Die Milliardäre George Soros, Ted Turner und Michael Bloomberg waren ebenfalls anwesend. (Quelle: 1, 2)

Warren Buffett ist seit über 30 Jahren mit Bill Gates befreundet, ebenfalls einer der reichsten Männer der Welt. (Quelle: 1, 2) Buffett war von 2006 bis 2021 im Führungsgremium der „Bill & Melinda Gates Foundation“ (die Stiftung von Bill Gates). Bis 2022 spendete Buffett 36 Milliarden US-Dollar an die Stiftung. (Quelle)

Warren Buffett kennt den britischen Baron Jacob Rothschild. (Foto)

Warren Buffett war ein langjähriger Vertrauter von Katharine Graham, die als eine der mächtigsten Frauen der USA galt. Buffett hielt 40 Jahre lang Anteile am Unternehmen der Graham Familie. (Quelle)

Warren Buffett ist Mitglied des Alfalfa Club, ein elitärer Club in Washington. (Quelle) Zu den Mitgliedern gehörten oder gehören noch immer: Bush, Rockefeller, Brendan Bechtel, Michael Bloomberg, David Rubenstein, Madeleine Albright und viele weitere.

Warren Buffett besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. (Quelle: 1, 2) Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Warren Buffett war in den 90er-Jahren Vorsitzender und Hauptaktionär von Salomon Brothers, die eine der grössten Investmentbanken der Welt war. (Quelle: 1, 2)

Berkshire Hathaway

Warren Buffett ist Vorsitzender und CEO der Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway. 2023 war Berkshire Hathaway nach Umsatz das siebtgrösste Unternehmen der USA und eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Es wird schon seit 1965 von Warren Buffett kontrolliert. Unter seiner Führung entwickelte sich Berkshire Hathaway zu einem der weltweit grössten Unternehmen. 2023 besass er knapp 32 Prozent der Stimmrechte an Berkshire Hathaway.

Bill Gates sass von 2004 bis 2020 im Vorstand von Berkshire Hathaway. (Quelle: 1, 2)

Die Berkshire Hathaway A-Aktie ist mit Abstand die teuerste der Welt und kostet 537 000 US-Dollar (Stand: 2023). (Quelle)

Berkshire Hathaway besitzt viele verschiedene Firmen, deren Aktivitäten sich über eine Vielzahl von Geschäftsfeldern erstrecken, darunter Energie, Einzelhandel, Bekleidung und Luxusgüter. Zudem ist Berkshire Hathaway eines der grössten Versicherungsunternehmen der Welt.

Berkshire Hathaway ist auch an vielen grossen Unternehmen beteiligt. Die wichtigsten Beteiligungen habe ich hier aufgelistet. Bei den Unternehmen, die mit einem Sternchen markiert sind, ist Berkshire Hathaway der grösste Aktionär.

  • Moody’s* (13,4 Prozent): Eine der drei wichtigsten Ratingagenturen der Welt. Ratingagenturen nehmen eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft ein. Hier eine kritische Doku zu den grossen Ratingagenturen.
  • Bank of America* (12,9 Prozent): Sie ist derzeit die zweitgrösste Bank der USA.
  • US Bancorp* (9,2 Prozent): Sie ist eine der zehn grössten Banken der USA.
  • Bank of New York Mellon* (9,2 Prozent): Sie ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt.
  • Paramount Global* (12,9 Prozent): Einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Die Stimmrechte am Konzern gehören aber der Redstone Familie.
  • Chevron Corporation* (8,4 Prozent): Einer der grössten Erdöl- und Erdgaskonzerne der Welt.
  • Occidental Petroleum* (20,9 Prozent): Einer der grössten Erdöl- und Erdgaskonzerne der USA.
  • Apple (5,7 Prozent): Zurzeit der grösste Technologiekonzern der Welt. Berkshire Hathaway ist der zweitgrösste grösste Aktionär des Konzerns.
  • BYD* (18,9 Prozent): Ein chinesischer Mischkonzern.
  • Kraft Heinz* (26,6 Prozent): Einer der grössten Lebensmittelkonzerne der Welt.
  • Coca-Cola* (9,2 Prozent): Einer der grössten Getränkekonzerne der Welt.
  • HP* (12 Prozent): Einer der weltweit grössten Hersteller von PCs.
  • Activision Blizzard* (8,7 Prozent): Einer der grössten Videospielkonzerne der Welt.
  • Kroger (7,3 Prozent): Einer der grössten Einzelhändler der Welt.
  • General Motors (3,6 Prozent): Der grösste Automobilkonzern der USA.
  • American Express* (20,2 Prozent): Eine US-amerikanische Grossbank.
  • Ally Financial (9,7 Prozent): Ein grosser Finanzdienstleister. Berkshire Hathaway ist der zweitgrösste Aktionär.
  • Globe Life (6,5 Prozent): Ein grosser Finanzdienstleister.
  • Markel Corporation (3,5 Prozent): Ein Versicherungskonzern.
  • DaVita* (39,5 Prozent): Einer der grössten Dialyseanbieter der Welt.
  • Celanese Corporation (8,5 Prozent): Ein Chemiekonzern. Berkshire Hathaway ist der zweitgrösste Aktionär.
  • RH* (9,1 Prozent): Ein grosser Einzelhändler.

Berkshire Hathaway hält zudem kleinere Anteile (weniger als 3 Prozent) bei den Grossunternehmen Amazon, Citigroup, McKesson, Visa, Mastercard, Charter Communications, Marsh & McLennan, T-Mobile US und Aon.

(Stand: 2022)

Weitere bemerkenswerte Familienmitglieder

Warrens Vater Howard Buffett (1903–1964) war in der Politik und sass im Repräsentantenhaus der USA. Howard Buffett war Freimaurer. (Quelle)

Warrens Sohn Howard Graham Buffett (*1954) ist seit 1993 im Vorstand von Berkshire Hathaway. Er gilt als möglicher Nachfolger von Warren Buffett. Von 2010 bis 2017 war er im Vorstand des Getränkekonzerns Coca-Cola. Er gehörte zum Vorstand von Archer Daniels Midland (einer der weltweit grössten Agrarkonzerne) und zum Vorstand von Conagra Brands (einer der grössten Lebensmittelkonzerne der USA). (Quelle: 1, 2) Sein Sohn Howard Warren Buffett (*1983) war politischer Berater in der Regierung von Barack Obama und leitete wirtschaftliche Entwicklungs- und Stabilisierungsprogramme für das US-Verteidigungsministerium in Afghanistan und im Irak. Howard Warren Buffett arbeitet für die US-amerikanische Tochterfirma des japanischen Automobilkonzerns Toyota. (Quelle: 1, 2) Er ist derzeit im Vorstand von CNH Industrial, einer der grössten Maschinenbauer der Welt. Hauptaktionär von CNH Industrial ist die Holding der italienischen Agnelli Familie.

Howard Warren Buffett arbeitete für die Stiftung von Bill Gates und für die Vereinten Nationen (UN). Er gehört zum Weltwirtschaftsforum (WEF). (Quelle)

Die Buffetts sind Nachfahren des französischen Hugenotten Mareen Duvall (1625–1694), der nach Nordamerika in die englische Kolonie Maryland emigrierte. Zu seinen Nachkommen gehören neben Buffett auch Vizepräsident Dick Cheney und die beiden US-Präsidenten Barack Obama und Harry Truman (ein Freimaurer) sowie Wallis Simpson, die Ehefrau des britischen Königs Edward VIII. (Freimaurer). (Quelle 1, 2, 3)

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Haus Hohenzollern

Das deutsche Hochadelsgeschlecht besteht seit über 900 Jahren und gehört damit zum Uradel. Vom 14. bis 18. Jahrhundert stellte die Familie mehrere deutsche Markgrafen, Herzöge und Kurfürsten. Der Herzog und Kurfürst Friedrich von Hohenzollern krönte sich 1701 selbst zum ersten König des Königreichs Preussen. Das Königreich wurde mit der Erlaubnis der römisch-deutschen Kaiserfamilie Habsburg gegründet, die damals die mächtigste Herrscherfamilie im deutschsprachigen Raum war. Preussen stieg zu einer Grossmacht auf. 1871 gründete die preussische Königsfamilie Hohenzollern das Deutsche Kaiserreich, über das sie fortan als Kaiserfamilie herrschte. Die Familie regierte bis 1918, als nach dem Ersten Weltkrieg die Monarchie in Deutschland abgeschafft wurde. Von 1881 bis 1947 war der Familienzweig Hohenzollern-Sigmaringen auch die Königsfamilie von Rumänien.

Freimaurerei

Von 1740 bis Ende des 19. Jahrhunderts war das Haus Hohenzollern eine der wichtigsten deutschen Freimaurerfamilien.

Friedrich II. (1712-1786) war der erste Hohenzollern, welcher der Freimaurerei beitrat. Seine Mutter kam aus der damaligen Königsfamilie von Grossbritannien (Haus Hannover). Sein Vater, der preussische König Friedrich Wilhelm I., lehnte die Freimaurer ab. Friedrich II. wurde 1738 ohne das Wissen seines Vaters durch Graf Albrecht Wolfgang zu Schaumburg-Lippe in den Geheimbund aufgenommen. (Quelle) Albrecht gilt als der erste deutsche Freimaurer. Er kam 1725 bei einem Aufenthalt in England mit den dortigen Freimaurern in Kontakt und wurde Mitglied.

Als Friedrich II. 1740 König wurde, konnte sich die Freimaurerei im deutschen Adel etablieren. Er hatte eigene Logen, nahm selber Freimaurer auf und übernahm das Protektorat über die Logen in seinen Provinzen. Seine Hofloge nahm nur Adlige auf. Er gründete 1770 zusammen mit anderen deutschen Adligen die Freimaurerloge „Zu den drei Weltkugeln“, die auch Nichtadlige aufnahm. Sie ist die älteste Grossloge Deutschlands und ist bis heute aktiv. (Quelle)

Friedrich II. heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Braunschweig-Wolfenbüttel. Die Familie gehörte zur Uradelsdynastie der Welfen, eine der ältesten Dynastien des europäischen Adels. Friedrich II. nahm seinen Schwager Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel in seine Loge auf. Ferdinand war einer der führenden Freimaurer Europas. Er war Grossmeister der dänischen Freimaurer. Er war auch Mitglied des Illuminatenordens und General-Obermeister der Asiatischen Brüder (Quelle). Beides waren Geheimbünde, die heute nicht mehr existieren sollen.

Mindestens drei der Brüder von Friedrich II. waren ebenfalls Freimaurer:

  • Prinz August Wilhelm (1722-1758)
  • Prinz Heinrich (1726-1802). Er heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Hessen, eine der wichtigsten deutschen Freimaurerfamilien.
  • Prinz August Ferdinand (1730-1813)

(Quelle)

Nach Friedrich II. bestieg 1786 Friedrich Wilhelm II. (1744-1797) den Thron. Er war der Sohn des Freimaurers Prinz August Wilhelm und hatte somit väterlicherseits drei Freimaurer als Onkel. Der Onkel mütterlicherseits, Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel, war wie gesagt Freimaurer und Illuminat. König Friedrich Wilhelm II. wurde ebenfalls Freimaurer. 1781 wurde er in die Mysterien des „Ordens der Gold- und Rosenkreuzer“ eingeweiht. Dieser esoterische Rosenkreuzerorden war im 18. Jahrhundert aktiv. Friedrich Wilhelm II. interessierte sich auch für Okkultismus und Spiritismus. Mit Hilfe von Rosenkreuzern hielt er eine spiritistische Sitzung ab, bei der er mit seinen verstorbenen Vorfahren sprach und sie um Rat bat. (Quelle) Der Orden der Gold- und Rosenkreuzer verbündete sich mit den Jesuiten im Kampf gegen den Illuminatenorden, der damals ein konkurrierender Geheimorden in Deutschland war.

Der nachfolgende König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) war kein Mitglied der Freimaurer, aber die preussischen Freimaurer hatten sein Wohlwollen. Er sagte, er werde „den Freimaurerbund immer schützen, weil er wisse, dass diejenigen seiner Diener, die Maurer seien, zu den vorzüglichsten Staatsdienern gehörten“. (Quelle)

Der nächste König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) war, soviel bekannt ist, kein Freimaurer.

Der nächste König war Wilhelm I. (1797-1888). Er gründete 1871 das deutsche Kaiserreich und war dessen erster Kaiser. Er war 1840 den Freimaurern beigetreten. Er wurde von Graf Wilhelm Henckel von Donnersmarck in den Bund aufgenommen. Der Graf war ein hochrangiger Freimaurer. (Quelle) Die österreichisch-deutsche Adelsfamilie Henckel von Donnersmarck war im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in der Bergbauindustrie aktiv. Sie war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten deutschen Familien und war fast so reich wie die deutschen Rothschilds. Als Kaiserfamilie gehörten auch die Hohenzollern zu den reichsten Deutschen. (Quelle) Kaiser Wilhelm I. heiratete Augusta, die mütterlicherseits aus der russischen Zarenfamilie kam. Ihr Grossvater väterlicherseits war der deutsche Grossherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828), der Freimaurer war und dem Illuminatenorden beitrat (Quelle: 1 und 2).

Der nächste König und Kaiser Friedrich III. (1831-1888) wurde von seinem Vater, dem vorherigen Kaiser, in die Freimaurerei aufgenommen. Friedrich III. wurde 1860 zum Ordensmeister der Grossen Landesloge ernannt. (Quelle) Diese ist eine der wichtigsten deutschen Grosslogen und ist bis heute aktiv. Sie wurde 1770 gegründet und stand seit 1774 unter dem königlichen Schutz der Hohenzollern. Bis zur Abschaffung der deutschen Monarchie 1918 wurde die Loge von Adligen geführt. (Quelle) Kaiser Friedrich III. heiratete in das britische Königshaus. Seine Frau war die Tochter von Queen Victoria aus dem Haus Hannover und ihr Vater Albert kam aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha, das heute den britischen Thron besetzt.

Prinz Friedrich Leopold (1865-1931) war der letzte preussische Hohenzollern, von dem bekannt ist, dass er der Freimaurerei beitrat. Von 1895 bis 1918 war er Ordensmeister der Grossen Landesloge. (Quelle) Seine Schwester Luise Margareta heiratete den britischen Prinzen Arthur, der Herzog von Connaught. Prinz Arthur war von 1901 bis 1939 Grossmeister der englischen Freimaurer (Quelle). Er war von 1878 bis 1942 Grossmeister der irischen Tempelritter und führte somit über 60 Jahre lang den Templerorden in Irland (Quelle).

Wilhelm II.

Der nächste und letzte Kaiser war Wilhelm II. (1859-1941). Er war nie den Freimaurern beigetreten und wurde demnach nie in ihre Geheimnisse eingeweiht. Unter seiner Herrschaft erklärte Deutschland im August 1914 Frankreich den Krieg und marschierte in Belgien ein, das unter dem Schutz des britischen Königreiches stand. Damit brach der Erste Weltkrieg in Europa aus. (Quelle)

Nach dem Weltkrieg 1918 führte die Novemberrevolution zum Sturz der deutschen Monarchie und Wilhelm II. wurde abgesetzt. Nach seinem Sturz ging er in die Niederlande ins Exil, wo ihm die niederländische Königsfamilie Asyl gewährte. Er durfte sein Haus aber nur kurze Zeit und in Begleitung verlassen. Er verblieb dort bis zu seinem Tod 1941, ohne jemals wieder deutschen Boden betreten zu haben.

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Abschaffung der Monarchie glaubte Wilhelm II. immer mehr, dass eine Weltverschwörung von Juden, Freimaurern und Jesuiten für seinen Sturz und Deutschlands Niederlage im Ersten Weltkrieg verantwortlichen wäre. Er behauptete, der Weltkrieg sei durch jüdische Freimaurerlogen in Frankreich, England und Italien angezettelt worden. (Quelle: Seite 10)

Wilhelm II. schrieb 1927 in einem Brief: „Die hebräische Rasse ist mein Erz-Feind im Inland wie auch im Ausland; sind was sie sind und immer waren: Lügenschmiede und Drahtzieher von Unruhen, Revolution und Umsturz, indem sie mit Hilfe ihres vergifteten, ätzenden, satirischen Geistes Niederträchtigkeit verbreiten. Wenn die Welt einmal erwacht, muss ihnen die verdiente Strafe zugemessen werden.“ Im selben Jahr schrieb er an denselben Adressaten: „Die Presse, Juden und Mücken (…) seien eine Pest, von der sich die Menschheit so oder so befreien muss“. Dabei fügte er hinzu: „Ich glaube, das Beste wäre Gas“. Wilhelm II. hatte also schon vor der Machtübernahme Hitlers die Idee der Judenvergasung. (Quelle: Seite 12) Bereits 1919 schrieb er in einem Brief, man solle nicht ruhen, bis die Juden „vom Deutschen Boden vertilgt und ausgerottet sind“. (Quelle: Seite 11)

1934 schrieb er: „Blut muß fließen, viel Blut (…) bei allen, die mich verlassen haben.“ (Quelle)

Wilhelm II. gratulierte 1940 Adolf Hitler per Telegramm zu seinem Sieg über Frankreich (Quelle).

1941 schrieb Wilhelm II.: „Die Taten unserer tapferen Truppen sind herrlich, Gott gab ihnen den Erfolg. Möge Er ihnen weiterhin zu einem Frieden in Ehren & zum Sieg über Juda & den Antichrist in britischem Gewand verhelfen.“ (Quelle)

Nach Einschätzung des Historikers John Röhl sah Wilhelm in Hitler seinen Vollstrecker (Quelle).

Nach seinem Tod 1941 wurde sein gleichnamiger Sohn Wilhelm (1882-1951) das Familienoberhaupt der Hohenzollern. Die beiden waren bereits 1924 der Auffassung gewesen, dass zunächst „ein Diktator den Karren aus dem Dreck ziehen“ müsse (Quelle).

Wilhelm Junior hatte ähnliche Ansichten wie sein Vater. 1928 schrieb er seinem Vater aus Italien, wo der faschistische Diktator Benito Mussolini herrschte: „Sozialismus, Kommunismus, Demokratie und Freimaurerei sind ausgerottet, und zwar mit Stumpf und Stiel; eine geniale Brutalität hat dies zuwege gebracht.“ Der italienische Faschismus sei eine „fabelhafte Einrichtung“. Spätestens seit 1932 unterstützte er Adolf Hitlers Kandidatur. Er protestierte bei Reichsinnenminister Wilhelm Groener gegen das erlassene Verbot der SA und SS: „Ich kann diesen Erlass nur als schweren Fehler bezeichnen. Es ist mir auch unverständlich, wie gerade Sie als Reichswehrminister das wunderbare Menschenmaterial, das in der SA und SS vereinigt ist und das dort eine wertvolle Erziehung genießt, zerschlagen helfen.“ Ab 1934 verschlechterte sich das Verhältnis von Wilhelm Junior zu Hitler. Dennoch gratulierte er Hitler 1940 per Telegramm zu der Eroberung der Niederlande und Belgiens mit den Worten: „Gott schütze Sie und unser deutsches Vaterland!“. (Quelle)

Ein weiterer Sohn von Kaiser Wilhelm II. war August Wilhelm (1887-1949). Er unterstützte Hitlers Machtübernahme. Er trat der NSDAP, der SA und dem Stahlhelmbund bei. Er war von 1933 bis 1946 Senator der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. (Quelle) Nach 1933 begann die wissenschaftliche Gesellschaft zu korrumpieren, orientierte sich immer mehr auf Rüstungsforschung und war letztendlich auch an den Menschenversuchen in den Konzentrationslagern beteiligt (Quelle).

Kaiser Wilhelms Tochter Viktoria (1892-1980) unterstützte die Nazis (Quelle). Sie heiratete den deutschen Herzog Ernst August von Hannover. Dieser kam väterlicherseits aus dem britischen Königshaus und mütterlicherseits aus der dänischen Königsfamilie.

Auch Hermine Reuß, die zweite Ehefrau von Wilhelm II., begrüsste Hitlers Machtübernahme. Sie kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Schaumburg-Lippe. (Quelle)

Während seiner Zeit als Kaiser hatte Wilhelm II. mehrere freundschaftliche Beziehungen zu Zeitgenossen der deutsch-jüdischen Elite, darunter auch zu Walther Rathenau. Später bezeichnete er Rathenau als „gemeinen, hinterlistigen, niederträchtigen Verräter“, der zum inneren Ring der zweihundert Juden gehört habe, die die Welt regierten, und der mit Recht ermordet worden sei. (Quelle: Seite 205)

Dennoch gibt es auch Indizien, die dafür sprechen, dass Wilhelm II. kein Problem mit allen Juden hatten. Die Reichskristallnacht 1938 (Judenpogrome) bezeichnete er als „Schande“ und „Gangstertum“ und erklärte, „die alten Offiziere und alle anständigen Deutschen müßten protestieren.“ Ebenfalls äusserte er: „Zum ersten Mal schäme ich mich, ein Deutscher zu sein.“ An die britische Queen Mary schrieb er: „Ich bin vollkommen entsetzt über die jüngsten Ereignisse zu Hause!“. (Quelle)

Viele Historiker sind verwirrt durch diese Aussagen, da sie nicht mit Wilhelms antisemitischen Aussagen zusammenpassen. Dabei widersprechen sich die Aussagen ja eigentlich nicht. Wilhelm II. hatte anscheinend nur ein Problem mit einflussreichen Juden, von denen er glaubte, dass sie die Weltherrschaft anstreben und an seinem Sturz mitgewirkt hatten. Vermutlich war er auch kein Fan von Hitler. 1933 meinte er: „Die Führer der nationalsozialistischen Republik unterscheiden sich von den bisherigen dadurch, daß sie noch radikaler sind als die Novembermänner, nur haben sie sich den Mantel Friedrichs des Großen umgehängt. Alles wird von den Leuten ja beseitigt: die Fürsten, der Adel, die Offiziere, die Stände usw.; aber das wird sich rächen, man wird die einzige Fahne, die sie noch übriggelassen haben, die mit dem Hakenkreuz, noch einmal verfluchen, und die Deutschen selber werden sie eines Tages verbrennen.“ (Quelle) Vermutlich war Hitler für ihn einfach das kleinere Übel verglichen mit der Weimarer Republik, den Kommunisten, „den Juden“, den Freimaurern usw.

Wilhelm II. war ein Cousin des deutschen Herzogs Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha. Aus meiner Sicht spielte der Herzog eine wichtige Rolle beim Aufstieg des deutschen Faschismus. Wilhelms Neffe Philipp von Hessen war bereits seit 1924 mit dem führenden Nazi Herman Göring befreundet.

Wilhelm II. war mit der Krupp Familie befreundet. Er führte den Trauerzug bei Friedrich Alfred Krupps Beerdigung. Der Kaiser hatte sogar eigene Gästezimmer in der Villa der Krupps. (Quelle) Die Krupps waren die grössten deutschen Rüstungsproduzenten während der beiden Weltkriege. Einzelne Familienmitglieder unterstützten Hitler und die NSDAP.

Haus Hohenzollern-Sigmaringen

Der Familienzweig Hohenzollern-Sigmaringen bildete sich Ende des 16. Jahrhunderts und gehört ebenfalls zum Hochadel. Im Gegensatz zu den preussischen Hohenzollern blieben sie katholisch.

Karl von Hohenzollern-Sigmaringen (1839-1914) wurde 1866 regierender Fürst von Rumänien und herrschte ab 1881 als König Karl I. über das osteuropäische Land. Vor ihm herrschte Fürst Alexandru Ioan Cuza ein paar Jahre über Rumänien. Cuza war Freimaurer (Quelle). Zu seiner Zeit konnte sich die Freimaurerei in Rumänien etablieren. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatten die Freimaurer grossen Einfluss in Rumänien. Sie wollten König Karl I. in den Bund aufnehmen, aber er wollte nicht beitreten. Der rumänische Prinz Nikolaus (1903-1978) wurde ein hochrangiger Freimaurer und gehörte zum Obersten Rat der rumänischen Freimaurer. (Quelle) Der rumänische König Carol/Karl II. (1893-1953) war ebenfalls Freimaurer (Quelle: 1, 2, 3). Seine Mutter kam aus dem britischen Königshaus und seine Frau aus dem griechischen Königshaus. Von 1938 bis 1940 führte er Rumänien als Königsdiktatur, da er einen Putsch befürchtete. Ab 1940 übergab er die Macht an den rumänischen General Ion Antonescu, der als Diktator stellvertretend für den König herrschen sollte. Schon kurz darauf verschlechterte sich das Verhältnis der beiden (zumindest nach der offiziellen Geschichtsschreibung) und Carol II. wurde abgesetzt. Daraufhin wurde er durch seinen Sohn Michael I. (1921-2017) ersetzt, der noch bis 1947 den Thron besetzte und somit der letzte König Rumäniens war. Ab 1940 errichtete Ion Antonescu eine brutale Militärdiktatur, in der diverse Verbrechen begangen wurden und die sich auch an der von Hitler initiierten Judenermordung beteiligte. Ende 1940 trat Rumänien an der Seite der Achsenmächte (Deutschland, Italien und Japan) in den Krieg ein. 1944 organisierte König Michael I. einen Putsch, der zum Sturz von Ion Antonescu führte. Daraufhin erklärte der König dem bis eben noch verbündeten Nazideutschland den Krieg und verbündete sich mit den Alliierten.

Die Ehefrau von König Michael I. kam mütterlicherseits aus dem dänischen Königshaus und väterlicherseits aus der Hochadelsfamilie Bourbon-Parma.

Nach dem Krieg wurde Rumänien zu einer kommunistischen Diktatur und die Königsfamilie war in dieser Zeit im Exil. Erst 1989 nach Ende der Diktatur kehrte die Familie zurück. Seit König Carol II. gehört die Familie der Rumänisch-Orthodoxen Kirche an.

Der letzte König Michael I. war Ehrenmitglied der „Guild of Freemen of the City of London“ (Quelle: Seite 2). Die Gilde wurde 1908 gegründet und ist damit eine sehr junge Gilde. Die ersten Londoner Gilden, die sogenannten Livery Companies, bildeten sich im 14. Jahrhundert und bestehen bis heute. Sie sind traditionell mit dem britischen Adel und der City of London (Londoner Bankenviertel) verbunden.

Margarita Hohenzollern-Sigmaringen (*1949) ist die aktuelle Thronprätendentin des rumänischen Königshauses. Sie war schon als kleines Kind bei der britischen Königsfamilie in den Ferien und hat noch heute Kontakt zu mehreren Königsfamilien. Als sie studierte, hatte sie eine fünfjährige romantische Beziehung mit Gordon Brown, der von 2007 bis 2010 Premierminister von Grossbritannien war. Margarita arbeitete bei den Vereinten Nationen und bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ihr Mann ist Patron der britisch-rumänischen Handelskammer und stand im Verdacht, Bestechungsgelder vom britischen Rüstungskonzern BAE Systems angenommen zu haben. (Quelle) Margarita und ihr Mann trafen 2019 den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus. Das Treffen wurde von Daniel Ciobotea geleitet, dem Patriarch der Rumänisch-Orthodoxen Kirche. (Quelle) Margarita, die der Orthodoxen Kirche angehört, traf die Patriarchen der Orthodoxen Kirchen von Serbien, Georgien, Konstantinopel, Alexandria und Jerusalem (Quelle).

Margaretas Schwester Elena (*1950) nahm 2012 an einem Treffen des Konstantinordens teil. Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Bei dem Treffen, das Elena besuchte, kamen über 250 Ritter, Damen und Medaillengewinner des Ordens zusammen, darunter neun hochrangige Staatsmänner aus Europa, Lateinamerika, Asien und der Karibik sowie mehrere Adlige. (Quelle)

Das Vermögen des deutschen Zweiges der Familie Hohenzollern-Sigmaringen wurde im Zeitraum 2008 auf 500 Millionen Euro geschätzt, also mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar (Quelle). Das derzeitige Familienoberhaupt des Familienzweiges ist Karl Friedrich von Hohenzollern (*1952). Er ist Beiratsvorsitzender der Zollern GmbH, ein deutsches Metallverarbeitungsunternehmen. Das Unternehmen wird seit 300 Jahren von der Familie Hohenzollern-Sigmaringen kontrolliert. 2019 lag der Umsatz bei über einer halben Milliarde US-Dollar. Karl Friedrich von Hohenzollern kennt über den Beirat den deutschen Milliardär Ludwig Merckle. Seit 1989 besitzt die Merckle Familie 50 Prozent des Unternehmens. Zum Beirat gehören mehrere Adlige. Karl Friedrich von Hohenzollern ist derzeit im Bundesvorstand des Wirtschaftsrates der Partei CDU. Der Lobbyverband setzt sich bei der CDU für die Interessen der Wirtschaft ein. Karl Friedrich von Hohenzollern ist im Kuratorium der „Stiftung Familienunternehmen“. Die Stiftung vertritt die Interessen von grossen deutschen Familienunternehmen. Zum Kuratorium der Stiftung gehören unter anderem Frank Stangenberg-Haverkamp aus der Milliardärsfamilie Merck und Simone Bagel-Trah aus der Milliardärsfamilie Henkel. (Stand: 22.3.2022)

Bemerkenswerte Heiraten

In den letzten 800 Jahren heiratete das Haus Hohenzollern in die Königsgeschlechter Sachsen-Coburg-Gotha, Nassau, Bourbon, Habsburg, Glücksburg, Bernadotte, Hannover, Romanow, Karađorđević und Wittelsbach (Quelle).

Die Hohenzollern heirateten in den letzten 100 Jahren immer noch in Adelsfamilien. Die wichtigsten Heiraten wären:

  • Franz Wilhelm Hohenzollern (*1943) heiratete Marija Wladimirowna Romanowa aus der russischen Zarenfamilie.
  • Stephanie Hohenzollern (1895-1975) heiratete den CSU-Politiker Joseph-Ernst Fugger von Glött. Dieser kam aus der Fugger Familie, die im 16. Jahrhundert die reichste und mächtigste Bankiersfamilie Europas war und in den deutschen Adel aufgenommen wurde. Jakob Fugger (1459-1525) gilt als der reichste Mensch der Neuzeit. Auf heutige Verhältnisse hochgerechnet betrug sein Vermögen rund 400 Milliarden US-Dollar (Quelle).
  • Désirée von Hohenzollern-Sigmaringen (*1963) kommt mütterlicherseits aus der schwedischen Königsfamilie. Sie heiratete den deutschen Unternehmer Eckbert von Bohlen und Halbach. Die Familie Krupp-Bohlen-Halbach war lange Zeit die wichtigste Industriellenfamilie der deutschen Rüstungsindustrie.
  • Auguste Viktoria Hohenzollern (1890-1966) heiratete den letzten portugiesischen König Manuel II. Sie heiratete in zweiter Ehe in den schwedischen Familienzweig des schottischen Douglas Clans, der heute eine der reichsten Familien Schwedens ist.
  • Friedrich Karl Hohenzollern (1919-2006) heiratete die Britin Hermione Stuart aus dem schottischen Stewart Clan.
  • Friedrich Hohenzollern (1911-1966) heiratete eine Tochter des britischen Grafen Rupert Guinness. Die irische Guinness Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Friedrichs Tochter Antonia Hohenzollern (*1955) heiratete den britischen Herzog Charles Wellesley. Antonias Tochter Charlotte Wellesley (*1990) heiratete den kolumbianisch-amerikanischen Milliardär Alejandro Santo Domingo. Die Santo Domingo Familie gehört zu den reichsten Familien Südamerikas und heiratete in die monegassische Fürstenfamilie. Friedrichs Enkelin Florence Hohenzollern (*1983) lebt in England und hatte ein romantisches Verhältnis mit dem britischen Geschäftsmann Nat Rothschild.
  • Die Ehefrau von Louis Ferdinand Hohenzollern (1907-1994) kam väterlicherseits aus der russischen Zarenfamilie und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie. Seine Tochter Marie-Cécile Kira Viktoria Luise (*1942) heiratete einen deutschen Herzog aus dem Haus Oldenburg, eines der historisch bedeutendsten Geschlechter des europäischen Hochadels. Sein gleichnamiger Sohn Louis Ferdinand (1944-1977) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Castell, die auch als Unternehmer und Bankiers aktiv sind. Das Vermögen aller Familienzweige der Castells zusammengezählt macht vermutlich mehr als eine Milliarde Euro aus.

Johanniterorden

Das Haus Hohenzollern führt schon seit über 300 Jahren den Johanniterorden, ein protestantischer Ritterorden. Seit 1693 kamen alle Herrenmeister (Grossmeister) des Ordens aus dem preussischen Familienzweig der Hohenzollern (Quelle). Der derzeitige Herrenmeister Prinz Oskar (*1959) ist auch Medienmanager und arbeitete für den deutschen Medienkonzern Burda.

Der Johanniterorden war ursprünglich katholisch. Er wurde im 11. Jahrhundert von den Kreuzfahrern in Jerusalem gegründet. Im eroberten Jerusalem wurde zu der Zeit auch der Templerorden, der Malteserorden und der Deutsche Orden gegründet. Im Jahr 1538 wurde der Johanniterorden zu einem protestantischen Ritterorden umgewandelt. Heute hat der Orden etwa 4000 Mitglieder, die aus verschiedenen Nationen kommen, auch wenn die Führung traditionell deutsch ist. Bis 1948 wurden nur Adlige aufgenommen. Seitdem gilt nur noch eine „adlige Gesinnung“ als Aufnahmekriterium (Quelle).

Franz Wilhelm Hohenzollern (*1943) ist Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Noch zwei weitere Hohenzollern sind Mitglied des Ordens (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. 

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Haus Al Sabah

Die arabische Dynastie Al Sabah herrscht seit fast 270 Jahren über Kuwait. Die Al Sabah Familie bzw. Kuwait ist schon seit 120 Jahren mit der britischen Elite verbündet.

Der Staat Kuwait ist nur halb so gross wie die Schweiz. Trotzdem ist Kuwait derzeit das Land mit den sechstgrössten Ölreserven der Welt. Es ist also sehr viel Öl auf kleinem Raum. Kuwait war einer der grössten Ölexporteure der letzten Jahre. Die Währung des Landes ist der Kuwait-Dinar, der die wertvollste Währung der Welt ist.

Mehrere arabische Königsfamilien kontrollieren Staatsfonds, von denen einige dreistellige Milliardenbeträge verwalten. Der erste Staatsfonds der Welt war die „Kuwait Investment Authority“. Sie wurde 1953 vom kuwaitischen Herrscher gegründet. Sie hat ihren Sitz seit ihrer Gründung im Londoner Bankenviertel. (Quelle) Im Jahr 2024 war die Kuwait Investment Authority der fünftgrösste Staatsfonds der Welt mit einem verwalteten Vermögen im Wert von 980 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Ein grosser Teil ihres Vermögens stammt aus dem Ölgeschäft. Sie hält Anteile an fast allen der grossen Unternehmen (inklusive Banken) in Kuwait und ist oft Hauptaktionär. Die Kuwait Investment Authority ist inzwischen weltweit aktiv. Zurzeit ist sie mit 5,5 Prozent am deutschen Automobilkonzern Daimler beteiligt.

Der Staatsfonds untersteht dem kuwaitischen Finanzministerium. Ahmad Al Abdullah Al Sabah (*1952) und Salem Abdulaziz Al Sabah (*1951) leiteten das Finanzministerium. Salem war Gouverneur der kuwaitischen Zentralbank, stellvertretender Premierminister und im Vorstand des Staatsfonds. Ahmad war Ölminister und Vorsitzender der Burgan Bank, eine der grössten Banken Kuwaits. Die Familie besetzt noch viele weitere Positionen in der kuwaitischen Politik und Wirtschaft.

Sabah bin Jaber (circa 1700-1762) war der Begründer der Familiendynastie. Er war der erste Herrscher der Stadt Kuwait und regierte sie von 1752 bis 1762. Die Stadt wurde damals vom Osmanischen Reich kontrolliert. Nachdem Sabah bin Jaber dem osmanischen Sultan seine Treue erklärte, durfte er und seine Familie die Stadt selbständig regieren. Das war die Gründung des Scheichtums Kuwait. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Kuwait zu einer wohlhabenden Hafenstadt.

Muhammad Al-Sabah (1838-1896) herrschte von 1893 bis 1896 über Kuwait und hielt die Freundschaft zur osmanischen Elite aufrecht. Er lehnte die britische Kolonialelite ab, die im 19. Jahrhundert zu grossem Einfluss im Nahen Osten kam. Sein Halbbruder Mubarak Al-Sabah (1837-1915) und weitere Verwandte wollten hingegen die damalige Weltmacht Grossbritannien als Partner. Muhammad wurde von seinen Familienangehörigen ermordet und der Halbruder Mubarak bestieg den Thron.

Mubarak Al-Sabah herrschte von 1896 bis 1915 über Kuwait. Er legte den Grundstein für die britisch-kuwaitische Freundschaft, die bis heute Bestand hat. Er hatte bereits in den 1860er Jahren Kontakte zur britischen Kolonialelite geknüpft und lernte Lewis Pelly kennen. Lewis war Offizier der East India Company, welche die wichtigste britische Handelskompanie war. Sein Onkel, der britische Baron John Pelly, war Gouverneur der Bank of England (britische Zentralbank).

Nach seiner Machtübernahme hielt Mubarak den Kontakt zur osmanischen Elite aufrecht. Diese misstraute ihm aber. Scheinbar zurecht: 1899 schloss Mubarak im Geheimen einen Vertrag mit den Briten, durch den Kuwait de facto zu einem britischen Protektorat umgestaltetet wurde. Im 1. Weltkrieg verbündete sich die Al Sabah Familie mit den Briten gegen das Osmanische Reich. Mubarak wurde mit zwei Orden vom britischen Königshaus geehrt.

Kuwait war noch bis 1961 ein britisches Protektorat und wurde dann zu einer unabhängigen Monarchie. Es war zugleich die Gründung des heutigen Staates Kuwait. Seither hatte das Land acht Premierminister, die neben dem jeweiligen Emir (König) die Regierung führen. Alle acht Premierminister kamen aus der Al Sabah Familie (Quelle).

Trotz der erlangten Unabhängigkeit war die Familie weiterhin mit dem britischen Königshaus verbunden. In den letzten 10 Jahren traf sich die Al-Sabah Familie 22-mal mit der britischen Königsfamilie (Quelle). Die Al-Sabahs trafen noch viele weitere Königsfamilien.

Prinz Khaled Al-Sabah besuchte 2008 ein Mittagessen in London, das von der Pilgrims Society veranstaltet wurde. Die Pilgrims Society ist ein angloamerikanisches Elitennetzwerk, das seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen fördert und von der britischen Königsfamilie geführt wird. Beim Mittagessen war auch Susan Baring aus der britischen Bankiersfamilie Baring dabei. (Quelle)

Mehrere Prinzen aus der Al-Sabah Familie waren an der „Royal Military Academy Sandhurst“. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Alle Königsfamilien der ölreichen Monarchien schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen.

Prinz Mubarak Fahd Al Sabah kennt französische Adlige und Philippine De Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie (Foto).

Sheikha Rima Al-Sabah ist die Ehefrau von Prinz Salem Al-Sabah, der seit 2001 kuwaitischer Botschafter in den USA ist. Sheikha Rima kennt Nicky Hilton Rothschild, die in die Rothschild Familie heiratete und aus der Multimillionärsfamilie Hilton kommt (Foto).

Paula Shaikha Al Sabah, eine gebürtige New Yorkerin, heiratete in die kuwaitische Herrscherfamilie ein. Sie war 2017 bei einem Treffen des Konstantinordens. Der Vatikanorden besteht der Legende nach seit dem 4. Jahrhundert und wird vom europäischen Hochadel geführt. Bei dem Treffen, das Paula besuchte, waren Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Österreich, Sizilien und Jugoslawien dabei sowie Mitglieder der französischen Hochadelsfamilie Orléans. (Quelle)

Hussa Sabah al-Salem al-Sabah ist Treuhänderin des Metropolitan Museum of Art in New York, das grösste Kunstmuseum der USA. Zu den Treuhändern gehören Mitglieder der Milliardärsfamilien Ambani (Indien), Koç (Türkei), David-Weill (Frankreich) und Santo Domingo (Kolumbien) sowie Mitglieder der amerikanisch-jüdischen Familien Lauder, Schiff, Pritzker, Greenberg, Tisch und Rudin. (Stand: Juli 2021) Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Dem Staat Kuwait wurde mehrfach vorgeworfen, dass er zu wenig gegen Terrorfinanzierung im eigenen Land unternimmt. Wohlhabende Kuwaiter spendeten an ISIS und Al-Qaida. Auch staatliche Gelder aus Kuwait sollen zu radikalen Islamisten geflossen sein. Kuwait gilt als einer der weltweit wichtigsten Finanziers des islamistischen Terrors (Quelle). Bis 2014 war Terrorfinanzierung legal in Kuwait (Quelle: 1 und 2). Dennoch ist Kuwait ein wichtiger Verbündeter der Westlichen Welt und paradoxerweise auch ein Partner der USA im Krieg gegen den internationalen Terror. In Kuwait kam es auch zu islamistischen Anschlägen. Die kuwaitische Regierung führte daher 2015 neue Gesetze zur Terrorbekämpfung ein, darunter folgende: Alle kuwaitischen Bürger müssen eine DNA-Probe an eine vom Innenministerium kontrollierte Datenbank abgeben (die Vereinten Nationen hatten das Gesetz verurteilt), kuwaitische Geschäftsinhaber sind dazu verpflichtet, Überwachungskameras in ihren Geschäften zu installieren, alle kuwaitischen Männer sind ab dem 19. Lebensjahr zum Militärdienst verpflichtet. (Quelle) Ich denke, dass die kuwaitische Elite unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung den Überwachungsstaat und die Militarisierung des Landes ausbaut. Auch andere arabische Monarchien missbrauchen Anti-Terror-Gesetze zur Unterdrückung von Opposition und friedlichen Protesten, zur Massenüberwachung, zur Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit sowie zur Abschaffung der Rechte von inhaftierten Personen (Quelle).

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Tuke Familie

Die britische Familie stammt vom Teehändler William Tuke (1732-1822) ab. Sie war eine Familie von Quäkern (christliche Minderheit) und heiratete in mehrere wohlhabende Quäkerfamilien. Im 18. und 19. Jahrhundert waren in der britischen Wirtschafts- und Finanzelite zahlreiche Quäkerfamilien vertreten. Die wichtigsten wären wohl Barclay, Hope, Pease und Lloyd. Die Tuke Familie war in dieser Zeit im Tee- und Kaffeehandel tätig, stand aber stets im Schatten von anderen mächtigen Quäkerfamilien. Die Familie erlangte dafür Bekanntheit, dass sie zu den ersten Reformern der Behandlung von psychisch Kranken gehörte und sich für eine humanere Behandlung in psychiatrischen Anstalten einsetzte.

Die Tuke Familie ist seit dem 20. Jahrhundert mit der Barclays Bank verbunden, eine der ältesten und mächtigsten Banken der Welt. Sie gehört schon seit dem 19. Jahrhundert zu den grössten Banken der Welt. 2019 belegte sie Platz 20 auf der Liste der grössten Banken weltweit. 2010 belegte sie noch Platz 10 und 1970 war sie sogar auf Platz 4 (Quelle). Im Jahr 2011 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Die Barclays Bank belegte Platz 1 auf der Liste (Quelle).

Die Barclays Bank wurde 1736 von der Quäkerfamilie Barclay gegründet, die aus dem schottischen Barclay Clan stammte. Der Vorläufer der Bank existierte schon seit 1690 und wurde von der Quäkerfamilie Freame gegründet. Somit ist sie eine der ältesten (noch bestehenden) Banken der Welt. Im 19. Jahrhundert verkauften mehrere Quäkerfamilien ihre Banken an die Barclays Bank. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Barclays Bank unabhängig von der Barclay Familie. Allerdings waren ab da mehrere Familien in der Führung der Bank, die im 19. Jahrhundert mit den Barclays befreundet waren. So waren in den letzten 70 Jahren mehrere Mitglieder der Quäkerfamilien Pease, Bevan und Tuke in leitenden Positionen der Bank sowie auch die Buxton Familie (Verwandte der Quäkerfamilie Gurney). Die Tuke Familie stellte drei Vorsitzende der Bank:

  • William Favill Tuke (1863-1940) war von 1934 bis 1936 Vorsitzender der Barclays Bank. Er war bereits seit 1920 Vorstandsmitglied. (Quelle)
  • Sein Sohn Anthony William Tuke (1897-1975) war von 1951 bis 1962 Vorsitzender der Barclays Bank. Er war noch bis 1972 Vorstandsmitglied. Er arbeitete seit 1919 für die Bank und war seit 1946 Vorstandsmitglied. (Quelle)
  • Dessen Sohn Anthony Favill Tuke (1920-2001) war von 1973 bis 1981 Vorsitzender der Bank. Er war noch bis 1990 Vorstandsmitglied. (Quelle)

Ich selbst geh davon aus, dass die Tuke Familie die Interessen der Barclay Familie im Vorstand der Bank vertrat.

Der Barclays-Vorsitzende Anthony Favill Tuke (1920-2001) war Vizepräsident der British Bankers Association, ein britischer Lobbyverband von Grossbanken. 1977 wurde er Präsident der International Monetary Conference, ein jährliches Treffen von etwa 200 der weltweit einflussreichsten Banker. Er arbeitete auch für Rio Tinto, eines der grössten Bergbauunternehmen der Welt (wurde früher von den Familien Matheson und Rothschild kontrolliert). Er wurde 1979 vom britischen Hochadel zum Ritter geschlagen. (Quelle) Er war Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk. (Quelle) Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt. 

Der Quäker Henry Isaac Rowntree (1837-1883) arbeitete für das Geschäft der Tuke Familie. Henry gründete 1862 das Süsswarengeschäft Rowntree’s. Dieses gehörte im 19. und 20. Jahrhundert zusammen mit Fry und Cadbury zu den drei grössten Süsswarenkonzernen Grossbritanniens. Fry und Cadbury wurden ebenfalls von Quäkerfamilien gegründet und geführt.

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Hoffmann, La Roche, Oeri und Merian Familie

Die Familien Hoffmann und Oeri kontrollieren den Schweizer Pharmakonzern Roche. Dieser war in den letzten Jahren einer der drei grössten Pharmakonzerne der Welt. Roche ist eines der grössten europäischen Familienunternehmen. Die Tochterfirma Genentech aus den USA ist eines der grössten Biotechnologie-Unternehmen der Welt.

Die Familie besitzt 72,5 Prozent der Stimmrechte an Roche. (Quelle) Das Vermögen der Familien Hoffmann und Oeri wird auf 53,8 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie gelten damit als die reichsten Schweizer. (Quelle) 2020 machte die Pharmaindustrie die Hälfte der Exporteinnahmen der Schweiz aus. (Quelle)

Die Familie gründete 1968 die Scobag, eine eigene Privatbank zur Verwaltung ihres Vermögens. Barbara Vannotti-Holzrichter ist die derzeitige Geschäftsführerin der Scobag Privatbank. Sie arbeitete neun Jahre für die britisch-französische Bank Rothschild & Co. und über vier Jahre lang für die Rothschild Bank AG in Zürich sowie für die Schweizer Grossbank Credit Suisse und für den US-amerikanischen Finanzkonzern Fidelity Investments. (Quelle)

Das Pharmaunternehmen Roche wurde 1896 von Fritz Hoffmann (1868–1920) gegründet. Fritz kam mütterlicherseits aus der Merian Familie. (Quelle) Die Merian Familie ist bereits seit 500 Jahren Teil der gesellschaftlichen Elite der Schweizer Stadt Basel. Sie gehörte zum sogenannten Daig, der aus den führenden Familien der Stadt Basel im 19. Jahrhundert bestand, die auch durch Heiraten miteinander verbunden waren.

Merian Familie

Die Merian Familie brachte Politiker, Kaufleute und Verleger hervor. Über ihr Unternehmen Frères Merian (bestand von 1788 bis 1831) war die Familie im internationalen Handel und in Bankgeschäften tätig. Ein enger Geschäftspartner war die Speyr Familie. Merian und Speyr gründeten 1854 zusammen mit anderen Basler Bankiers den Basler Bankierverein, ein Vorläufer der heutigen Schweizer Grossbank UBS. In den letzten Jahren war die UBS die weltweit grösste Bank nach Vermögensverwaltung und verwaltete 2021 über 4 Billionen US-Dollar. Die Basler Bankiersfamilie Passavant war ebenfalls Mitgründer des Basler Bankiervereins. (Quelle) Ihre Bank Passavant & Cie bestand von 1800 bis 1923. Die Ehefrau des Roche-Gründers Fritz Hoffmann kam mütterlicherseits aus der Passavant Familie. (Quelle)

Christoph Merian Sr. (1769–1849) war einer der reichsten Schweizer. (Quelle)

Maria Merian (1837–1912) heiratete den Unternehmer Johann Rudolf Geigy. Die Geigy Familie gründete und führte das Chemie- und spätere Pharmaunternehmen J. R. Geigy. (Quelle) Das Unternehmen war ein Vorläufer des heutigen Schweizer Pharmakonzerns Novartis, der wie Roche einer der grössten Pharmakonzerne der Welt ist. Die anderen beiden Vorläufer von Novartis waren die Schweizer Unternehmen Sandoz und Ciba. (Quelle) Édouard-Marcel Sandoz (1881–1971), der Sohn des Sandoz-Gründers, heiratete in die oben erwähnte Bankiersfamilie Passavant. (Quelle) Emanuel Passavant (1843-1922) war zudem Präsident des Novartis-Vorläufers Ciba. (Quelle)

Die Ehefrau des Roche-Gründers Fritz Hoffmann kam väterlicherseits aus der La Roche Familie, die ebenfalls zu den einflussreichsten Familien Basels gehörte. (Quelle)

La Roche Familie

Johann Jakob La Roche (1654–1717) stand im Dienste des französischen Königs Ludwig XIV. Später wurde seine Familie im Basler Bankwesen und dem dortigen Handel aktiv. Benedikt La Roche (1762–1807) gründete 1787 die Basler Bank „La Roche & Co.“. Ab den 1970er-Jahren konzentrierte sich die Bank ausschliesslich auf Vermögensverwaltung und Anlageberatung von wohlhabenden Kunden. Die Bank befand sich durchgehend in Familienbesitz. 2015 schloss sich die Bank mit der Notenstein Privatbank zusammen, ebenfalls eine alte Privatbank aus der Schweiz. Übrigens gilt die Schweiz als die gefragteste Steueroase und einer der wichtigsten Schattenfinanzplätze der Welt.

Hermann La Roche (1842–1921) war Mitgründer und Präsident des Schweizerischen Bankvereins, ein Vorläufer der heutigen Schweizer Grossbank UBS. Robert La Roche (1877–1946) war Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung. (Quelle) Sie ist der Dachverband der Schweizer Banken.

Hoffmann Familie

Wie gesagt gründete und führte die Hoffmann Familie den Pharmakonzern Roche.

Luc Hoffmann (1923–2016) sass über 40 Jahre lang im Verwaltungsrat des Pharmakonzerns Roche. Er war 1961 einer der Hauptgründer des WWF und war bis 1998 dessen Vizepräsident (Quelle). Der WWF hat seinen Hauptsitz in der Schweiz. Luc Hoffmann wird als langjähriger Vizepräsident die Präsidenten des WWF gekannt haben. Die drei Präsidenten in diesem Zeitraum waren:

  • Der deutsche Adlige Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, der in die niederländische Königsfamilie heiratete. Er war Gründer und langjähriger Vorsitzender der Bilderberg-Treffen.
  • John Hugo Loudon aus der niederländischen Adelsfamilie Loudon. Er leitete Shell, einer der grössten Ölkonzerne der Welt. Er pflegte enge Freundschaften mit David Rockefeller und Henry Ford II., zwei Wirtschaftsbosse aus den USA.
  • Der britische Prinz Philip. Ehemann der Queen und langjähriger Freimaurer.

Luc Hoffmann war Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer die Familien Rockefeller, Rothschild, Aga Khan, Oppenheimer, Agnelli, Astor, Siemens, Bin Laden und viele weitere. (Quelle)

Luc Hoffmann gründete die MAVA Foundation. (Quelle) Die Stiftung wird bis heute von der Hoffmann Familie geleitet. (Quelle) In den letzten Jahren war die Stiftung einer der grössten Spender des Chatham House und im Frühjahr 2021 war sie der grösste Spender. (Quelle) Das Chatham House gilt als die mächtigste britische Denkfabrik.

Luc Hoffmann heiratete die ukrainische Gräfin Daria Razumovsky. (Quelle) Die Gräfin kam mütterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Sayn-Wittgenstein. (Quelle) Ihre Kinder, die somit auch adliges Blut haben, sind Anteilseigner des Roche-Konzerns. Der Sohn André Hoffmann (*1958) ist seit 1996 im Verwaltungsrat des Konzerns. Er war von 1998 bis 2017 im Vorstand des WWF, seit 2007 als Vizepräsident. (Quelle) Er ist gut vernetzt:

  • Er ist ein guter Freund von Pierre Landolt und ist auch entfernt mit ihm verwandt. (Quelle) Pierre Landolt und seine Verwandtschaft ist mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis verbunden und führte eine der ältesten Banken der Schweiz.
  • André Hoffmann gehört zur Führung des Weltwirtschaftsforums (WEF) und kennt dadurch Klaus Schwab. Zur WEF-Führung gehören auch der indische Multimilliardär Mukesh Ambani, die jordanische Königin, der südafrikanische Milliardär Patrice Motsepe, Laurance Fink von BlackRock, Christine Lagarde von der Europäischen Zentralbank, Joe Kaeser von Siemens sowie Al Gore, der ehemalige Vizepräsident der USA und Schwiegervater von Andrew Schiff. (Quelle) Der Roche-Konzern ist Partner des WEF. (Stand: 12.4.2023)
  • André Hoffmann ist Senior Berater des Chatham House. (Quelle)
  • Er war Vizevorsitzender von Givadaun. (Quelle) Das Schweizer Unternehmen ist einer der weltweit grössten Hersteller von Aromen und Duftstoffen.
  • Er ist Mitglied des Club of Rome. (Quelle) Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit stark macht. Der Club setzt sich seit seiner Gründung für Bevölkerungskontrolle ein und sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und Umwelt an. (Quelle: 1, 2, 3) Die MAVA-Stiftung der Hoffmann Familie zählte 2022 zu den grössten Spendern des Club of Rome. (Quelle)
  • Er wurde 2024 in den Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen aufgenommen. (Quelle)

Emanuel Hoffmann (1896–1932) heiratete Maja Stehlin. Ihr Urgrossvater, Johann Jakob Stehlin der Ältere, war Bürgermeister der Stadt Basel. Maja heiratete nach Emanuels Tod den Dirigenten Paul Sacher. Dieser war 60 Jahre lang im Verwaltungsrat des Roche-Konzerns. Paul Sacher wurde Grossaktionär von Roche und war dadurch einer der reichsten Männer der Welt. (Quelle) Er hatte auch eine romantische Beziehung mit einer Gräfin aus der deutschen Adelsfamilie Faber-Castell (Multimillionäre) und sie haben zwei gemeinsame Kinder. (Quelle)

Vera Hoffmann (1924–2003) heiratete den Basler Politiker Jakob Oeri, der 30 Jahre lang im Verwaltungsrat des Roche-Konzerns war. Er kam aus der Patrizierfamilie Oeri (Quelle). Die Schweizer Patrizier waren Familien, die ab dem 15. Jahrhundert in mehreren Kantonen der Schweiz die Macht monopolisierten. Die Oeri Familie ist heute ebenfalls am Pharmakonzern Roche beteiligt.

Oeri Familie

Bereits der Zunftmeister Rudolf Oeri aus Zürich gehörte zu den reichsten Schweizern des 14. Jahrhunderts. Die Familie stellte mehrere Landvögte. Die Schweizer Landvögte waren für gewöhnlich mit dem Haus Habsburg verbunden. Im 19. Jahrhundert starb der Zürcher Zweig der Oeris aus. Dafür bildete sich ein Familienzweig in Basel, der von Johann Jakob Oeri (1817–1898) gegründet wurde. Der Politiker Albert Oeri (1875–1950) war langjähriger Chefredakteur der Basler Nachrichten. (Quelle: 1, 2)

Gisela Oeri (*1955) war von 2006 bis 2012 Präsidentin des Fussballvereins FC Basel.

Maja Oeri (*1955) und Maja Hoffmann (*1956) waren 2014 bei einem Abendessen, das von der Schweizer Grossbank Credit Suisse mit veranstaltet wurde. Zu den Gästen gehörten unter anderem:

  • Nathaniel Rothschild
  • Dasha Zhukova: Die Russin war Mitveranstalterin des Abendessens. Ihr Exmann ist der russisch-jüdische Milliardär Roman Abramovich. Ihr derzeitiger Ehemann kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Zum Freundeskreis des Ehepaares gehören Mitglieder der Familien Trump, Agnelli, Hannover, Thurn und Taxis, Borromeo, Brandolini d’Adda, Santo Domingo sowie Mitglieder der Königsfamilien von Grossbritannien, Griechenland und Monaco.
  • Nina Flohr: Sie ist die Tochter des Schweizer Milliardärs Thomas Flohr und heiratete in die griechische Königsfamilie.
  • Daphne Guinness: Sie war Mitveranstalterin des Abendessens. Ihr Exmann kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Daphne war oder ist noch immer in einer romantischen Beziehung mit dem französisch-jüdischen Publizisten Bernard-Henri Lévy, ein Bekannter der französischen Rothschilds. Daphne kommt aus der Guinness Familie. Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige Kaiserfamilie von Deutschland sowie in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.
  • Eli Broad: Der amerikanisch-jüdische Milliardär war Mitveranstalter des Abendessens. Zu seinem Bekanntenkreis gehören David Rockefeller, Jerry Speyer und Bilderberger-Chefin Marie-Josee Kravis.
  • Nicolas Berggruen: Der amerikanisch-jüdische Milliardär kennt Mitglieder der Familien Rockefeller und Rothschild sowie George Soros.
  • Steven Cohen: Der amerikanisch-jüdische Milliardär gilt als einer der reichsten Hedgefonds-Manager.
  • Alexey Kuzmichev: Ein russischer Milliardär.

(Quelle)

Maja Hoffmann ist im Kuratorium der Serpentine Galleries in England. Zum Kuratorium gehört auch die Schwiegertochter des indischen Milliardärs Lakshmi Mittal. Der Vorsitzende des Kuratoriums ist der amerikanisch-jüdische Multimilliardär Michael Bloomberg. (Quelle)

Maja Oeri ist derzeit Vizevorsitzende des Museum of Modern Art in New York, eines der wichtigsten Kunstmuseen der USA. Zu den Treuhändern des Museums gehören viele Milliardäre, darunter Mitglieder der Familien Rockefeller, Soros, Elkann-Agnelli, Lauder, Niarchos, Wittelsbach, Bronfman, Bass, Greenberg, Stryker, Haas, Cisneros, Arison und Tisch. Die Kanadierin Marie-Josée Kravis ist die Vorsitzende des Museums. Sie leitet auch das Bilderberg-Treffen und heiratete den amerikanisch-jüdischen Milliardär Henry Kravis. (Stand: 14.6.2022) Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

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Stillman Familie

Charles Stillman (1810-1875) war ein US-amerikanischer Geschäftsmann, der im Silberbergbau und Baumwollhandel sowie im Immobiliengeschäft tätig war und eine erfolgreiche Transportfirma gründete. Er galt als einer der reichsten Amerikaner und war der Gründer der Stadt Brownsville in Texas. Er hatte viel in die National City Bank investiert, die später von seinem Sohn kontrolliert wurde. (Quelle)

1. Generation

Charles Sohn James Stillman (1850-1918) war ebenfalls einer der reichsten Amerikaner (Quelle). James war von 1891 bis 1909 Präsident und danach noch bis 1918 Vorsitzender der National City Bank. Diese entwickelte sich unter seiner Führung innerhalb von paar Jahren zur grössten Bank der USA. Heute trägt die Bank den Namen Citigroup und ist eine der grössten Banken der Welt. 2020 war sie die drittgrösste US-amerikanische Bank. Die National City Bank wurde 1812 gegründet. Der zweite Präsident der Bank war William Few, einer der Gründerväter der USA. Von Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts stand die Bank unter dem Einfluss der Winthrop Familie, eine der ältesten Familien der US-amerikanischen Elite.

James Stillman war geschäftlich und persönlich mit der Rockefeller Familie verbunden. Zwei seiner Töchter heirateten in die Rockefeller Familie.

Nach James Stillman war Frank Vanderlip zehn Jahre lang Präsident der National City Bank. Vanderlip nahm 1910 an einem geheimen Treffen im Jekyll Island Club teil, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde. 1913 wurde das Vorhaben umgesetzt und die FED ist seither die Zentralbank der USA. Der nicht mehr existierende Jekyll Island Club galt als einer der elitärsten Clubs der USA und bestand aus Millionären wie Rockefeller, Morgan und Vanderbilt. Am Geheimtreffen 1910 nahmen neben Vanderlip folgende Personen teil:

  • Der Bankier Paul Warburg. Er kam aus der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Warburg und arbeitete mit weiteren Familienmitgliedern für die damals führende US-amerikanische Investmentbank Kuhn, Loeb & Co.
  • Der Politiker Nelson Aldrich. Er war ein hochrangiger Freimaurer. Seine Tochter heiratete in die Rockefeller Familie.
  • Der Bankier Henry Pomeroy Davison. Er war Partner der Bank der Morgan Familie. Sein Sohn Henry heiratete in die Stillman Familie. Sein Sohn Frederick war Personaldirektor der CIA und Mitglied bei Skull and Bones. Seine Tochter heiratete den Geschäftsmann Artemus Gates, der ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones war.

2. Generation

Nach Frank Vanderlip wurde James Alexander Stillman (1873-1944) Vorsitzender der National City Bank. Seine beiden Schwestern heirateten in die Rockefeller Familie:

Isabel Stillman (1876-1935) heiratete Percy Avery Rockefeller.

Sarah Stillman (1872-1935) heiratete William Goodsell Rockefeller.

William und Percy Rockefeller waren Brüder.

3. Generation

Die drei Söhne von James Alexander Stillman arbeiteten für das US-Militär. Seine Tochter Anne Stillman (1902-1987) heiratete einen Sohn des Bankiers Henry Pomeroy Davison, der wie bereits erwähnt an der Gründung der US-Zentralbank beteiligt war.

Durch die beiden Heiraten in die Rockefeller Familie entstand der Familienzweig Stillman Rockefeller. James Stillman Rockefeller (1902-2004) war von 1952 bis 1967 Vorsitzender der National City Bank und war in den 50er Jahren auch Präsident der Bank. Somit stand die heutige Citigroup noch bis in die 60er Jahre unter dem Einfluss der Familien Stillman und Rockefeller. James arbeitete auch für die US-amerikanische Investmentbank Brown Bros. & Co., die von der Bankiersfamilie Brown kontrolliert wurde. Die Brown Familie gründete im Jahr 1800 die erste Investmentbank der USA (Alex. Brown & Sons). Ein Zweig der Brown Familie gehört bis heute zum britischen Adel. Im 20. Jahrhundert war die Brown Familie geschäftlich eng mit der Harriman Familie verbunden.

James Stillman Rockefeller heiratete eine Grossnichte von Andrew Carnegie, der zeitweise als der reichste Mann der Welt galt.

Chauncey Stillman (1907-1989) war im Vorstand des Bergbaukonzerns Freeport Company. Aus diesem entwickelte sich der heutige Bergbaukonzern Freeport-McMoRan, der 2020 der drittgrösste Kupferproduzent der Welt war. Chauncey Stillman war Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: Seite 21). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt. 

John Sterling Stillman (1918-2010) war US-Marineoffizier, Anwalt und Politiker. Er war 1960 Kampagnenkoordinator von John F. Kennedy und arbeitete während dessen Präsidentschaft im Handelsministerium. (Quelle)

Avery Rockefeller (1903-1986), der mütterlicherseits aus der Stillman Familie kam, war Direktor der britischen Bank Schroders und kannte dadurch die Schröder Familie, eine der mächtigsten britischen Bankiersfamilien.

Isabel Stillman Rockefeller (1902-1980) heiratete Frederic W. Lincoln Jr., dessen Vater ein entfernter Cousin des US-Präsidenten Abraham Lincoln war.

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Johnson Familie (Johnson & Johnson)

Die US-amerikanische Johnson Familie gründete das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson. Der Konzern war in den letzten Jahren am Umsatz gemessen der weltweit grösste Pharmaproduzent. In den 2010er-Jahren gehörte Johnson & Johnson nach Marktkapitalisierung zu den zehn grössten Unternehmen der Welt. Der Konzern ist einer der grössten Hersteller von medizinischen Geräten. Derzeit ist Johnson & Johnson Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

2024 wurde das Vermögen der Johnson Familie auf 16 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Johnson & Johnson wurde 1886 von drei Brüdern gegründet. Einer der Brüder war Robert Wood Johnson (1845–1910). Seine Tochter Evangeline heiratete den Dirigenten Leopold Stokowski. Stokowski heiratete später in die Vanderbilt Familie. Diese war im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA.

Robert Wood Johnson II. (1893–1968) baute das Unternehmen zu einem internationalen Konzern auf. An seinem Lebensende besass er mehr als eine Milliarde US-Dollar. Damit gehörte er zu den reichsten der Welt, da es damals noch wenige Milliardäre gab.

Johnson & Johnson war bis 1944 vollständig in Familienbesitz. Die Johnson Familie leitete das Unternehmen bis 1963. Die Familie war 1971 immer noch Hauptaktionär des Unternehmens mit einem Anteil von 45 Prozent. In den folgenden Jahren verkaufte die Familie einen Grossteil ihrer Anteile. Seither ist das Unternehmen unabhängig von der Familie, zumindest nach offiziellen Angaben. Heutige Mitglieder der Familie besitzen aber immer noch Anteile im Wert von mehr als 200 Millionen US-Dollar.

Übrigens: Seit 2013 ist Mark McClellan im Vorstand von Johnson & Johnson. Er war von 2002 bis 2004 Chef der FDA, jener Behörde des Gesundheitsministeriums, die dafür zuständig ist, die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten zu überwachen. McClellan war von 2001 bis 2002 leitender Direktor für Gesundheitspolitik im Weissen Haus. Von 2004 bis 2006 leitete er die Centers for Medicare & Medicaid Services, eine Behörde, die einkommensschwachen Amerikanern bei der Bezahlung medizinischer Kosten hilft. McClellan sitzt seit 2018 im Vorstand von CIGNA. CIGNA ist eines der grössten Krankenversicherungsunternehmen und gehörte 2024 zu den zwanzig umsatzstärksten Unternehmen der USA.

Die Johnson Familie gründete 1936 die „Robert Wood Johnson Foundation“. Die Stiftung konzentriert sich auf das Gesundheitswesen. Zu Beginn der 70er-Jahre war sie neben der Ford Foundation die reichste Stiftung. Sie ist bis heute eine der grössten Stiftungen der Welt. 2023 verfügte sie über ein Vermögen von 13,6 Milliarden US-Dollar. (Quelle: 2023 Audited Financial Statements PDF)

Ralph Larsen, der von 1989 bis 2002 Johnson & Johnson leitete, gehörte zum Kuratorium der Johnson-Stiftung. Ein bemerkenswerter Vorsitzender der Stiftung war Thomas Kean. Dieser war Gouverneur von New Jersey und Vorsitzender der 9/11-Kommission, die die Hintergründe zu den Anschlägen am 11. September 2001 untersuchte.

Robert „Woody“ Johnson (*1947) ist Milliardär. 2024 wurde sein Vermögen auf acht Milliarden US-Dollar geschätzt. Er sass im Kuratorium der Johnson-Stiftung. Zurzeit ist er Mitglied des Council on Foreign Relations. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Beim 9/11 Memorial & Museum gehörte Woody Johnson zum ersten Kuratorium, dem unter anderem der einflussreiche Milliardär Peter Peterson angehörte. Peter Peterson war über 20 Jahre Vorsitzender des Council on Foreign Relations. Woody Johnson hatte oder hat noch immer ein gutes Verhältnis zum Multimilliardär Michael Bloomberg, der Bürgermeister von New York war. Woody Johnson traf den britischen Baron Jacob Rothschild.

Woody Johnson spendete 1,5 Millionen US-Dollar an Donald Trump bei seiner ersten Amtszeit. 2024 unterstützte er Trump mit 2,7 Millionen Dollar. Er war von 2017 bis Anfang 2021 Trumps Botschafter in Grossbritannien. In diesem Amt hat man automatisch Kontakt zur britischen Königsfamilie und zur Pilgrims Society, einem angloamerikanischen Elitennetzwerk, das seit über 100 Jahren die Beziehungen zwischen Grossbritannien und den USA fördert. Bei einem Treffen der Pilgrims Society erzählte Woody Johnson, er kenne Trump und seine Familie seit über 30 Jahren. Er sagte zum britischen Publikum: „Unsere Beziehung ist langjährig, persönlich und eng. Und ich kann ihnen versprechen, wenn sie ihn kennenlernen, werden sie ihn mögen.“ Woody Johnson war, bereits bevor er Botschafter wurde, langjähriges Mitglied der Pilgrims Society. Er kennt mehrere einflussreiche Leute aus Trumps persönlichem Umfeld. (Mehr dazu) Der oben erwähnte Thomas Kean ist Vizepräsident des amerikanischen Zweigs der Pilgrims Society.

Alex Gorsky, der von 2012 bis 2022 CEO von Johnson & Johnson war, gehörte 2017 zu einem Beratungsgremium von Trump.

Elizabeth „Libet“ Ross Johnson, die 2017 verstarb, war die Schwester von Woody Johnson. Elizabeth kannte den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Epstein war 1998 Mitverwalter von vierzehn Immobilien im Dutchess County im Bundesstaat New York. Diese Immobilien gehörten Elizabeth Johnson. Was bisher offenbar übersehen wurde, ist, dass Elizabeth Johnson zu dieser Zeit eine Liebesbeziehung mit dem Star-Friseur Frederic Fekkai hatte. Laut der eidesstattlichen Erklärung von Johanna Sjoberg wollte Epstein „Girls“ für Frederic Fekkai beschaffen. Dabei ist unklar, ob mit Girls junge Frauen oder Minderjährige gemeint waren. Fekkai flog mindestens zweimal in Epsteins Privatflugzeug, nämlich im Jahr 2000 und 2002. Beim Flug waren Ghislaine Maxwell und Jean-Luc Brunel dabei, die zu Epsteins Missbrauchsring gehörten. Fekkai war der Friseur von Hillary Clinton. Zu seinen Kunden zählten berühmte Hollywoodstars.

Eines von Elizabeth Johnsons Häusern im Dutchess County (die wie gesagt von Epstein mitverwaltet wurden) war eine Farm, wo sie legendäre Halloween-Partys veranstaltete. Die Partys wurden von Stars und einflussreichen Personen, wie David Rockefeller und Bobby Kennedy Jr., besucht.

Elizabeth Johnson adoptierte ein Waisenkind aus Kambodscha, obwohl es damals in den USA verboten war, Kinder aus Kambodscha zu adoptieren. Sie besuchte Kambodscha regelmässig. Mitte der 2000er-Jahre half sie dem Kambodschaner Arun Sothea bei der Gründung eines Waisenhauses im von Armut geplagten Kambodscha, wo es viele Waisenkinder gibt. Das Waisenhaus trägt den Namen Sovann Komar. Arun Sothea sagte: „Ich liebe die Waisen, weil ich selbst ein Waisenkind war. Ich weiss, was die Kinder brauchen: Liebe.“ Inzwischen weiss man, dass Arun Sothea ein Kinderschänder ist. Er vergewaltigte Kinder aus dem Waisenhaus Sovann Komar. Im Juli 2024 wurde Sothea in Abwesenheit zu 22 Jahren Gefängnis wegen Kindesmissbrauch verurteilt. Er ist auf der Flucht. Die Polizei wird kritisiert, dass sie ihn nicht festgenommen hatte. Eine Person, die mit dem Fall vertraut ist, sagte: „Wir sind entsetzt über das Verhalten und die Inkompetenz der Polizei, die es nicht schafft, die verurteilten Kriminellen festzunehmen. Wir haben den Innenminister aufgefordert, Massnahmen zu ergreifen, und leider sind viele Monate vergangen, ohne dass den Kindern von Sovann Komar Gerechtigkeit widerfahren ist. Die einzige Antwort der Polizei war, dass der Angeklagte, Sothea Arun, nach Thailand geflohen sei, aber sie konnte kein Datum seiner Abreise nennen.“ Weitere Mitarbeiter des Kinderheims stehen im Verdacht, sich am Missbrauch beteiligt zu haben. Die Wachleute des Heimes wurden entlassen. Arun Sothea besass hunderttausende US-Dollar. Bei einer Transaktion erhielt er über vierhunderttausend Dollar. Ich könnte mir vorstellen, dass er von einem Pädophilennetzwerk bezahlt wurde. Er hat noch weitere Kinderheime in Kambodscha eröffnet. Die Johnson Familie ist derzeit immer noch der grösste Unterstützer des Kinderheims Sovann Komar. In den kambodschanischen Medien wurde über diesen Fall geschrieben. In den USA haben es die Medien offenbar nicht mitbekommen, denn ich fand im Internet keine amerikanischen Medienberichte dazu.

Casey Johnson war die Nichte von Elizabeth Johnson. Casey starb 2010 an einer Überdosis Medikamente. Sie hatte vor ihrem Tod einen Streit mit ihrer Tante, weil sie glaubte, dass ihr Freund John Dee etwas „unkoscheres“ mit Elizabeth Johnson am Laufen hat. John Dee, Casey und Elizabeth Johnson besuchten 2010 das Kinderheim Sovann Komar in Kambodscha (das wie gesagt von einem Pädophilen geleitet wurde). John Dee ist ein Musik-Manager. Er hatte mit der Metal-Band Megadeth zu tun. Ein Mitglied der Band wurde 2021 vorgeworfen, dass er sich über das Internet an eine Minderjährige heranmachte. John Dee ist ein Cousin des Fernsehmoderators Anderson Cooper. Cooper kommt mütterlicherseits aus der einflussreichen Vanderbilt Familie.

Casey Johnson adoptierte 2007 ein Kind aus Kasachstan. Ihre Freundin Nicky Hilton (heiratete in die Rothschild Familie) wurde die Patentante.

Mary Johnson (1926–1990), ein Mitglied der Jonsohn Familie, behauptete, dass sie im Kindes- und Teenageralter von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde. Sie beschuldigte ihren zweiten Ehemann Vincent D’Arc, dass er seinen homosexuellen Liebhaber dazu anstiften wollte, sie zu ermorden. Mary heiratete in dritter Ehe den Filmproduzenten Martin Richards. Obwohl Martin Richards ein bekennender Homosexueller war, wollte er trotzdem eine Ehe mit ihr führen. Er arbeitete mit dem erfolgreichen Filmemacher Stanley Kubrick* zusammen. Richards gründete das New York Center for Children, das Kinder betreut, die Opfer von sexuellem Missbrauch wurden. Der Nachrichtendienst Law360 schrieb 2024, dass Mary Johnsons Söhnen vorgeworfen wird, dass sie ihre minderjährige Stiefschwester sexuell missbraucht hatten. Ich finde im Internet keine Medienberichte dazu.

* Kubrick schuf den Film Eyes Wide Shut, der für Verschwörungstheoretiker interessant sein kann. In dem Film nehmen Personen aus der Elite an einer Orgie teil.

An dieser Stelle möchte ich noch sagen, dass für alle Personen die Unschuldsvermutung gilt. Es ist auch nicht meine Absicht, die Johnson Familie schlecht zu machen. Selbst wenn ein paar Familienmitglieder pädophile Straftäter sind, bedeutet das nicht, dass die ganze Familie in solche Dinge involviert ist.

John S. Johnson (*1966) ist Gründer und Vorsitzender von Harmony Labs, einer Medienforschungseinrichtung. Unter anderem wird über den Einfluss der digitalen Medien auf die Menschen, Politik und Kultur geforscht. Zu den Unterstützern von Harmony Labs gehören die Atlantic Foundation und die Robert Wood Johnson Foundation, zwei Stiftungen, die von der Johnson Familie gegründet wurden. Weitere Unterstützer sind die Mellon Foundation und Google sowie die Stiftungen der Milliardäre George Soros, Bill Gates, Ray Dalio und Pierre Omidyar.

John S. Johnson war 2006 Mitgründer des Internetmedienunternehmens BuzzFeed. Die Seite Buzzfeed wird monatlich von dutzenden Millionen Menschen besucht. Der Hauptgründer von BuzzFeed war Jonah Peretti, der das Unternehmen bis heute leitet. Peretti arbeitete vor der Gründung bei Eyebeam, einer Medienkunstorganisation. Eyebeam wurde von John S. Johnson gegründet. Zu den grössten Spendern von Eyebeam gehören die Atlantic Foundation von John S. Johnson sowie die Mellon Foundation und die Ford Foundation. Peretti war 2005 auch Mitgründer der Huffington Post, einer vielgelesenen Onlinezeitung. Seit 2020 befindet sie sich im Besitz von BuzzFeed. Übrigens zählte Andrew Breitbart zu den Gründern der Huffington Post. Er gründete 2007 die rechtspopulistische Nachrichtenseite Breitbart. Das ist bemerkenswert, da die Huffington Post politisch links zu verorten ist und Donald Trump sehr kritisch gegenübersteht, während die Breitbart-Seite als rechtsextrem eingestuft wird und über seine Berichterstattung Trump unterstützt.

John S. Johnson war von 2005 bis 2011 Gründungsinvestor der Huffington Post. Er ist bis heute Mitwirkender bei der Huffington Post.

John S. Johnson ist ein Fellow der Henry Crown Fellowship am Aspen Institute. Das Aspen Institute ist eine einflussreiche Denkfabrik in den USA. 2022 gehörte die Robert Wood Johnson Foundation zu den grossen Spendern des Aspen Institute. Die Stiftung wurde wie gesagt von der Johnson Familie gegründet.

Die Johnson Familie ist mit dem preisgekrönten Hollywood-Schauspieler Michael Douglas verschwägert.

Jane Johnson unterstützte den Briten Andrew Wakefield. Sie verschaffte ihm einen sehr gut bezahlten Job. Andrew Wakefield ist einer der prominentesten Impfgegner und hat der Pharmaindustrie den Kampf angesagt. Er verbreitet absichtlich oder unabsichtlich Desinformationen.

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Merck Familie

Die Merck Familie aus Darmstadt in Deutschland waren die Pioniere und Begründer der Pharmaindustrie. Der Hamburger Zweig der Familie brachte Bankiers, Politiker sowie Freimaurer hervor und wurde in den deutschen Adel aufgenommen. In den letzten 150 Jahren heirateten beide Familienzweige der Mercks in deutsche Adelsfamilien.

Ein Familienzweig, der in die USA emigrierte, gründete dort das Pharmaunternehmen Merck & Co. 2020 war es nach Umsatz der fünftgrösste Pharmakonzern der Welt. Merck & Co. ist einer der weltweit grössten Impfstoffhersteller. Der Konzern ist heute aber unabhängig von der Merck Familie (zumindest nach offiziellen Angaben).

2024 wurde das Vermögen der Familie auf 33,8 Milliarden Euro (etwa 37 Milliarden US-Dollar) geschätzt. Sie gehört damit zu den reichsten Familien Deutschlands. (Quelle) Sie hält etwa 70 Prozent der Anteile an der Merck KGaA, eines der grössten deutschen Pharma- und Chemieunternehmen. (Quelle) Im 19. Jahrhundert war Merck eines der grössten Pharmaunternehmen der Welt. Derzeit gehört die Merck KGaA zu den zehn grössten deutschen Unternehmen nach Marktkapitalisierung (Quelle).

Pharmaindustrie

Deutschland

Das Unternehmen wurde 1668 als Apotheke von Friedrich Jacob Merck (1621-1678) gegründet. Unter der Führung von Emanuel Merck (1794-1855) begann man ab 1827 Alkaloide (wirksame Pflanzenstoffe) zu isolieren und zu verkaufen, unter anderem Morphin. Somit ist Merck das älteste Pharmaunternehmen der Welt. Ab 1862 begann Merck mit der kommerziellen Produktion von Kokain (Quelle). In den folgenden 30 Jahren war Merck der weltweit führende pharmazeutische Hersteller von Kokain (Quelle). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Kokain das wichtigste Produkt im weitverzweigten Portfolio von Merck. Der Anteil am Gesamtumsatz lag bei etwa sieben Prozent. (Quelle) In den 1920er Jahren kontrollierten die deutschen Firmen Merck, Boehringer und Knoll 80 Prozent des Weltmarktes für Kokain. Deutschland war damals auch der grösste Morphinproduzent und der grösste Heroinexporteur. (Quelle) Das Heroin wurde 1889 von den Pharmaunternehmen Merck und Bayer auf den Markt gebracht. Merck und Bayer brachten 1903 auch das erste Barbiturat als Schlafmittel auf den Markt.

USA

George Friedrich Merck (1867-1926) emigrierte in die USA und wurde US-Staatsbürger. Er gründete 1891 eine Tochterfirma des deutschen Pharmaunternehmens Merck. 1917 wurde das Unternehmen unabhängig vom deutschen Mutterkonzern und entwickelte sich zum heutigen Pharmakonzern Merck & Co. George Friedrich Merck blieb nach 1917 weiterhin Grossaktionär und Geschäftsführer von Merck & Co. Sein Sohn George Wilhelm Merck (1894-1957) leitete während des 2. Weltkrieges den War Research Service. Die US-Behörde führte Forschungen im Bereich biologische Kriegsführung durch. Über den War Research Service gehörte Merck zu den In­i­ti­a­toren des United States biological weapons program, ein US-Forschungsprogramm zur biologischen Kriegsführung. George Wilhelm Merck war noch bis 1950 Präsident von Merck & Co. (Quelle) Seither ist der Konzern unabhängig von der Familie. Sein Sohn Albert Merck (1920-2014) war aber noch viele Jahre im Vorstand des Konzerns und ging 1993 in den Ruhestand (Quelle). Merck & Co. ist derzeit der drittgrösste Pharmakonzern der USA.

Es ist leider nicht bekannt, ob der deutsche und der amerikanische Zweig der Familie heute noch Kontakt zueinander haben. Stefan Oschmann leitete von 2016 bis April 2021 die deutsche Merck KGaA. Es ist vielleicht nur ein Zufall, aber zuvor arbeitete er über 20 Jahre lang für die amerikanische Merck & Co. und besetzte dort leitende Positionen (Quelle). Er kennt zudem Franz Haniel aus der deutschen Milliardärsfamilie Haniel (Foto).

Der Hamburger Zweig

Heinrich Johann Merck (1770-1853) zog 1793 nach Hamburg und handelte dort zunächst mit englischem Baumwollgarn. 1799 gründete er das Handelshaus H. J. Merck & Co., das sich später zu einer der führenden Hamburger Banken entwickelte.

Im Jahr 1800 wurde Heinrich bei den Freimaurern aufgenommen und wurde Mitglied einer Hamburger Loge. Ab 1838 vertrat er als Repräsentant (Botschafter) die Grossloge von England bei der Grossloge von Hamburg. Die Grossloge von England wird von der britischen Königsfamilie geführt (Quelle). Heinrich stand somit mit den britischen Freimaurern in Kontakt. Ab 1850 war er Ehrengrossmeister der Grossloge von Hamburg. (Quelle)

Während der Verhängung der Kontinentalsperre (1806-1813) engagierte sich Heinrich erfolgreich im Schmuggelhandel über Helgoland und galt bald als einer der reichsten Männer Hamburgs. Später gründete er eine Tochtergesellschaft in England. 1820 wurde er in den Hamburger Senat gewählt. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts stand die Hamburger Elite eng im Kontakt mit der britischen Elite.

Sein Sohn Ernst Merck (1811-1863) führte das Geschäft weiter und trat ebenfalls den Freimaurern bei (Quelle). Ernst leitete 1847 die Gründung der deutschen Reederei Hapag. Zu den Mitgründern gehörte auch die hugenottische Godeffroy Familie, die zu den führenden Kaufleuten der Hamburger Elite gehörte. Der Bruder von Ernst, der einflussreiche Hamburger Politiker Carl Hermann Merck, heiratete eine Frau mit dem Familiennamen Godeffroy. Die Hapag entwickelte sich ab den 1890er Jahren zur führenden deutschen Reederei unter der Führung von Albert Ballin, ein Urenkel von Ester Warburg (die Bankiersfamilie Warburg gehört ebenfalls zur Hamburger Elite). Heute ist die Hapag Teil des deutschen Logistik- und Transportunternehmens Hapag-Lloyd, das noch immer zu den grössten Schifffahrtsunternehmen der Welt gehört. Die derzeitigen Hauptaktionäre der Hapag-Lloyd wären folgende: die chilenische Milliardärsfamilie Luksic und die deutsche Milliardärsfamilie Kühne mit je 30 Prozent, die Stadt Hamburg mit knapp 14 Prozent, die katarische Königsfamilie mit 12,3 Prozent und die saudische Königsfamilie mit 10,2 Prozent (Stand: 30. Juni 2022).

Ernst Merck war 1856 Mitgründer der Norddeutschen Bank. Die Bank der Merck Familie und die bereits erwähnte Godeffroy Familie finanzierten das Gründungskapital mit. Die Norddeutsche Bank wurde zur grössten Bank Hamburgs. 1929 wurde sie Teil der Deutschen Bank, die heute die grösste Bank Deutschlands ist.

1860 wurde Ernst Merck vom österreichischen Kaiser Franz Joseph I. in den Adelstand erhoben.

Ernst Merck arbeitete mit Johann Heinrich Schröder zusammen. Johann war der Stammvater der Bankiersfamilie Schröder, die eine der grössten Londoner Banken kontrollierte.

Sein Sohn Carl Heinrich Johann von Merck (1843-1920) erbte den Adelstitel und führte die Bank weiter. Er heiratete in den deutschen Zweig der geadelten Bankiersfamilie Schröder. Seine zweite Ehefrau hatte in erster Ehe ebenfalls in die Schröder Familie geheiratet. Ein Sohn aus ihrer ersten Ehe war Kurt von Schröder (Quelle). Dieser war einer der wichtigsten Unterstützter der Machtübernahme Hitlers.

Merck in der NS-Diktatur

Der Hamburger Zweig

Kurt von Schröder und Erwin Johannes Merck (1900-1947), der damalige Chef der Bank H. J. Merck & Co., gehörten 1932 zu den Unterzeichnern der Industrielleneingabe. Dieser an den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg gerichteter Brief war von 20 führenden Vertretern der deutschen Industrie und Finanzwirtschaft unterzeichnet, die darin den Reichspräsidenten aufforderten, Adolf Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Am 4. Januar 1933 arrangierte Schröder ein Treffen zwischen Adolf Hitler und dem adligen Politiker Franz von Papen, bei dem Schröder auch dabei war. Bei einem mehrstündigen Gespräch zu dritt einigte man sich auf eine Reichskanzlerschaft Hitlers. Somit kann man das Treffen als die Geburtsstunde des Dritten Reiches betrachten. (Quelle)

Der Darmstädter Zweig

Karl Merck (1886-1968) führte das deutsche Pharmaunternehmen Merck KGaA in der Zeit des Naziregimes und in der Nachkriegszeit. Ab dem Jahr 1942 wurden Zwangsarbeiter beschäftigt (Quelle). Karl Merck trat 1933 der NSDAP bei. Er wurde zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. Diese Auszeichnung der NSDAP wurde an Leiter rüstungswichtiger Betriebe vergeben. Viele der führenden Industriellen der damaligen deutschen Wirtschaftselite erhielten diese Auszeichnung, unter anderem Porsche, Siemens, Quandt, Krupp, Bosch, Flick, Röchling und Henkel.

Willy Merck (1860-1932) gehörte ebenfalls zur Führung des Pharmaunternehmens. Seine Frau Mathilde unterstützte die Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe finanziell (Quelle). Die Forschungseinrichtung der SS konzentrierte sich in erster Linie auf archäologische, anthropologische und geschichtliche Forschungen und Expeditionen. Sie sollte unter anderem die pseudowissenschaftlichen Thesen der Nazi-Führung beweisen (z. B. der Arier sei die Urrasse der Menschen und lebte früher in Atlantis). Die Forschungsgemeinschaft wurde von Heinrich Himmler gegründet (kontrollierte den Inlandsgeheimdienst, die Polizei und die Konzentrationslager im Naziregime). Die Forschungsgemeinschaft führte auch tödliche Menschenversuche an KZ-Häftlingen durch (Quelle).

Mathilde Merck gehörte 1925 zu den Mitgründern der Edda Gesellschaft, eine ariosophische Gesellschaft (Quelle: Seite 202). Der Hauptgründer war der Ariosoph Rudolf John Gorsleben, der mit mehreren deutschen ariosophisch orientierten Okkultisten verbunden war. Er war Mitglied der Thule-Gesellschaft, ein völkischer, antisemitischer und ariosophischer Geheimbund, der bereits 1918 die Errichtung einer Diktatur in Deutschland plante. Nach 1919 verlor die Thule-Gesellschaft schnell an Bedeutung und löste sich 1925 auf. Die Mitglieder wurden daraufhin in faschistischen und rechtskonservativen Bewegungen aktiv und verbreiteten dort Antisemitismus und völkische Ideologien. Mehrere Mitglieder der Thule-Gesellschaft waren in die Gründung der NSDAP verwickelt und wurden Jahre später führende Politiker im Naziregime (unter anderem Alfred Rosenberg, Rudolf Hess und Hans Frank).

Merck in den letzten 50 Jahren

Deutschland

Die Bank H. J. Merck & Co. wurde in den 80er Jahren von der niederländischen Bank Mees & Hope übernommen.

Frank Stangenberg-Haverkamp (*1948) kommt mütterlicherseits aus der Merck Familie. Er gilt als der oberste Repräsentant der Unternehmerfamilie Merck und gehört zur Führung der deutschen Merck KGaA. Zuvor war er Investmentbanker bei den britischen Banken Barings und Hambros. Damit arbeitete er für zwei der mächtigsten Bankiersfamilien der Welt. Er war auch bei der deutschen Commerzbank. (Quelle) Er traf Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto). Nach Angaben einer Recherche des WDR verkehrt sein Sohn, ebenfalls ein Anteilseigner von Merck, seit Jahren in rechtsextremen Kreisen. Der Sohn soll mit dem Deutschen Kolleg verbunden sein, eine rechtsextreme Vereinigung. (Quelle)

USA

Der amerikanische Zweig der Familie gründete 1954 die Merck Family Fund, eine philanthropische Stiftung. Sie sollte nicht mit der Merck Family Foundation aus Deutschland verwechselt werden, die vom deutschen Zweig gegründet wurde. Wilhelm/Wil Merck, der Sohn von Albert Merck (1920-2014), ist seit vielen Jahren Treuhänder der amerikanischen Merck Family Fund (Quelle). Diese spendete unter anderem an das Chatham House. Das Chatham House gilt als die mächtigste britische Denkfabrik. Auch die deutsche Merck KGaA gehörte zu den Spendern. Unter den Spendern waren neben vielen Grosskonzernen und Grossbanken auch Rockefeller, Rothschild, Bill Gates, Bosch, Soros und Safra. (Quelle)

Hier die aktuellen Spender des Chatham House.

Erwähnenswerte Heiraten

Wie bereits erwähnt wurde, heiratete der Hamburger Familienzweig in die Bankiersfamilie Schröder.

Eva Merck (1831-1899) heiratete den Mediziner Alfred Hegar. Dieser war Eugeniker und Sozialdarwinist. Er gilt als einer der Vordenker der Rassenhygiene, die später von den Nazis in Deutschland eingeführt wurde.

Elisabeth Merck (1890-1970) heiratete den deutsch-jüdischen Verleger Kurt Wolff.

Die Merck Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die Familien Rogalla von Bieberstein, Kalckreuth und Puttkamer, drei alte deutsche Adelsfamilien.

Magdalene Merck (1828-1907) heiratete den Politiker Georg von Wedekind. Er kam aus der deutschen Adelsfamilie Wedekind zur Horst. Sein gleichnamiger Vater und sein Grossvater waren Freimaurer.

Emanuel Mercks (1855-1923) Ehefrau war eine Urgrossnichte des Dichters Friedrich Maximilian Klinger. Dieser war Freimaurer und wurde von der russischen Zarenfamilie geadelt.

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Cox Familie

Die Cox Familie kontrolliert Cox Enterprises, der grösste sich vollständig in Familienbesitz befindende Telekommunikations- und Medienkonzern der USA.

Das Vermögen der Cox Familie wird auf 38,6 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie gehört damit zu den reichsten Familien der USA. (Quelle) Bereits in den 80er-Jahren war sie eine der reichsten Familien des Landes. (Quelle)

Das Familienunternehmen wurde 1898 von James Cox (1870-1957) gegründet und erwarb in den folgenden Jahrzehnten mehrere Zeitungen. James Cox war auch in der Politik und war zweimal Gouverneur von Ohio. Er war Freimaurer (Quelle). 1920 war er Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Sein politischer Mitstreiter war der spätere US-Präsident Franklin D. Roosevelt, ebenfalls ein Freimaurer. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten waren Freimaurer (Quelle).

Bis 2019 kontrollierte Cox Enterprises die Tochterfirma Cox Media Group. Diese besitzt mehrere Fernseh- und Radiosender sowie Zeitungen in den USA. Seit 2019 ist der Finanzkonzern Apollo Global Management Haupteigentümer der Cox Media Group. Cox Enterprises besitzt aber immer noch fast ein Drittel der Unternehmensanteile.

Cox Enterprises kontrolliert die Tochterfirma Cox Communications, einer der grössten Telekommunikationskonzerne der USA. Die Tochterfirma Cox Automotive ist in der Automobilbranche tätig.

Anne Cox (1919-2020) galt mit einem Vermögen von 17 Milliarden US-Dollar als eine der reichsten Frauen der USA. Sie war von 1977 bis 1981 Botschafterin der USA in Belgien und wurde mit der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet. In den 80er Jahren war sie auch im Vorstand des Getränkekonzerns Coca Cola. Ihre Kinder sind ebenfalls Milliardäre. Anne Cox war auf einer Party, bei der folgende Personen anwesend waren:

  • Mitglieder der französischen Bankiersfamilie David-Weill.
  • Ezra Zilkha aus der irakisch-britischen Bankiersfamilie Zilkha.
  • Die jordanische Prinzessin Firyal.
  • Blaine Trump. Sie war die Ehefrau von Robert Trump (Bruder von Donald Trump).
  • Evelyn Lauder. Sie ist die Ehefrau des US-amerikanischen Milliardärs Leonard Lauder. Ihr Schwager Ronald Lauder ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
  • Alexandra von Fürstenberg. Sie heiratete Alexander von Fürstenberg, der in den USA lebt. Er kommt aus der deutschen Hochadelsfamilie Fürstenberg und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Alexandras Vater ist der britische Milliardär Robert Warren Miller. Alexandras Schwestern heirateten in die griechische Königsfamilie und in die britisch-amerikanische Milliardärsfamilie Getty.
  • Barry Diller. Der US-amerikanische Milliardär und Medienunternehmer ist der Stiefvater von Alexander von Fürstenberg.
  • Alannah Weston aus der kanadischen Milliardärsfamilie Weston.
  • Katharina Otto-Bernstein aus der deutschen Milliardärsfamilie Otto.
  • Beth Rudin DeWoody aus der US-amerikanischen Milliardärsfamilie Rudin.
  • Die US-Amerikanerin Nan Kempner. Zum Verwandtenkreis der Kempner Familie gehörten die Familien Guggenheim und Lehman.
  • Annette de la Renta. Sie ist die Tochter des deutsch-niederländischen Bankiers Fritz Mannheimer.

(Quelle)

James Cox Chambers (*1956) heiratete in zweiter Ehe die Tochter des saudischen Geschäftsmanns Adnan Khashoggi (ein Onkel des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi). Adnan spielte eine wichtige Rolle als Vermittler bei Rüstungsgeschäften von US-amerikanischen Rüstungskonzernen mit der saudischen Regierung. Er war in die Iran-Contra-Affäre verwickelt. Sein Vater war der persönliche Arzt des saudischen Königs Abd al-Aziz ibn Saud.

Der Vater von Barbara Coxs (1922-2007) Ehemann war Stanley Carmichael Kennedy Senior. Dieser gründete und führte die Fluggesellschaft Hawaiian Airlines. Seine Eltern kamen aus Schottland. Über seine Abstammung ist nicht bekannt, aber Carmichael und Kennedy sind Familiennamen schottischer Clans. Zudem heiratete James Cox Chambers in erster Ehe eine Frau mit Familiennamen Hamilton, die demnach vielleicht aus dem schottischen Hamilton Clan stammte.

Zurzeit wird Cox Enterprises von James Cox Kennedy (Vorsitzender) und Alexander Taylor (CEO) geführt. James ist ein Enkel und Alexander ein Urenkel des Firmengründers James Cox.

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Siemens Familie

Die Siemens Familie ist eine der bedeutendsten deutschen Unternehmerfamilien. Sie gründete 1847 ein eigenes Unternehmen, das sich innerhalb von paar Jahrzehnten zu einem der weltweit grössten Elektrounternehmen entwickelte. Der Siemens-Konzern war der Pionier der Elektroindustrie und einer der ersten multinationalen Industriekonzerne. Auch im 20. Jahrhundert gehörte Siemens zu den führenden deutschen Grosskonzernen und ist bis heute eines der grössten und wertvollsten deutschen Unternehmen.

Die Siemens Familie wurde Ende des 19. Jahrhunderts in den Adel aufgenommen. Mehrere Familienmitglieder heirateten in deutsche Adelsfamilien.

Die Siemens Familie gehörte bereits im Jahr 1913 zu den reichsten Deutschen. (Quelle) Das heutige Familienvermögen wird auf 7, 5 Milliarden Euro (etwa 8 Milliarden US-Dollar) geschätzt. (Quelle: Seite 23) Derzeit hält die Familie 6 Prozent der Anteile am Siemens-Konzern und ist damit immer noch der grösste Aktionär. (Quelle) Ihr Vermögen ist auf etwa 350 Familienmitglieder aufgeteilt. (Quelle) Viele davon tragen nicht den Namen Siemens und es werden vermutlich mehrere Adlige darunter sein.

Seit 2008 war erstmal kein Mitglied der Siemens Familie in der Konzernführung vertreten. Ab da vertrat Gerd von Brandenstein die Interessen der Familie im Aufsichtsrat. Er leitete die Vermögensverwaltung der Siemens Familie. Dem Namen nach kommt er aus der deutschen Uradelsfamilie Brandenstein. Er ist ein Ururenkel von Carl Heinrich von Siemens (1829–1906) und somit auch familiär mit den Siemens verbunden. Nachdem Gerd 2015 den Aufsichtsrat von Siemens verliess, wurde er durch Nathalie von Siemens (*1971) ersetzt. Nathalie kennt Kanzlerin Angela Merkel (Foto). Alexander von Brandenstein, ebenfalls ein Verwandter der Siemens Familie, ist im Beirat der Werner Siemens-Stiftung.

Nathalie von Siemens ist im Kuratorium der Haniel Stiftung (Stand: 11.4.2023). Sie wird daher Franz Markus Haniel kennen. Die Haniel Familie gehört schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Deutschen.

Nathalie von Siemens ist im Aufsichtsrat der Messer Group, ein Chemiekonzern. Über den Aufsichtsrat wird sie Stefan Messer und Jürgen Heraeus kennen, die aus Milliardärsfamilien kommen. Nathalie ist auch Direktor von EssilorLuxottica, der weltweit grösste Brillenhersteller. Dadurch könnte sie die italienische Milliardärsfamilie Del Vecchio kennen, die Hauptaktionär von EssilorLuxottica ist. (Stand: 11.4.2023)

Siemens ist als grosser Elektronikkonzern mit der Rüstungsindustrie verbunden. Auch das US-Verteidigungsministerium gehört zu Siemens Kunden (Quelle). Siemens ist in der Entwicklung von „Smart Cities“ aktiv. Neben Verschwörungstheoretikern befürchten auch viele Datenschützer und Menschenrechtsexperten, dass Smart Cities den Weg für einen digitalen Überwachungsstaat ebnen.

Siemens ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnik.

Siemens Healthineers, eine Tochterfirma des Siemens-Konzerns, ist einer der weltweit grössten Hersteller von medizinischen Geräten. 1999 gliederte der Siemens-Konzern sein Geschäft mit Halbleitern aus, wodurch das Unternehmen Infineon entstand, das heute einer der grössten europäischen Hersteller von Halbleitern ist. 2020 entstand durch eine weitere Abspaltung der Energiekonzern Siemens Energy. Der Siemens-Konzern ist Hauptaktionär von Siemens Energy und auch die Siemens Familie hält Anteile. Siemens Energy besitzt wiederum Siemens Gamesa, einer der weltweit grössten Produzenten von Ökostrom.

Der Siemens-Konzern, Siemens Energy, Siemens Gamesa und Siemens Healthineers sind derzeit alle Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF). (Stand: 11.4.2023) (Quelle)

Der Siemens-Konzern wird von gut vernetzten Personen geführt:

  • Joe Kaeser war von 2013 bis 2021 Vorstandsvorsitzender von Siemens. Er besuchte das Bilderberg-Treffen, gehört zur Führung des Weltwirtschaftsforums und ist Mitglied der Trilateralen Kommission (eine international einflussreiche Denkfabrik). Joe Kaeser war Mitglied des European Round Table of Industrialists (ERT) und hatte daher Kontakt zu über 50 Konzernchefs aus ganz Europa. Er begleitete Angela Merkel mehrfach bei Delegationsreisen ins Ausland. Derzeit ist er im International Council der führenden US-amerikanischen Grossbank JPMorgan Chase.
  • Der Däne Jim Hagemann Snabe ist seit 2018 Vorsitzender des Aufsichtsrats von Siemens. Er gehört zusammen mit Joe Kaeser zur Führung des Weltwirtschaftsforums (Stand: 11.4.2023). Die beiden kennen daher den WEF-Chef Klaus Schwab. Snabe war im Vorstand des dänischen Grosskonzerns Møller-Mærsk.
  • Der Österreicher Peter Löscher war von 2007 bis 2013 Vorstandsvorsitzender von Siemens. Er besuchte das Bilderberg-Treffen, gehörte zur Führung der Grosskonzerne Merck & Co und General Electric aus den USA und war Aufsichtsratsvorsitzender des österreichischen Öl- und Gaskonzerns OMV. Zudem arbeitete Peter Löscher für die Schweizer Holding des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg, der ein gutes Verhältnis zu Präsident Wladimir Putin hat. Löscher besuchte den 70. Geburtstag von Hubert Burda (ein deutscher Medienunternehmer und Milliardär).
  • Klaus Kleinfeld war von 2005 bis 2007 Vorstandsvorsitzender von Siemens. Er gehörte zum Führungsgremium des WEF und der Bilderberg-Treffen. In den USA besetzte er Vorstandsposten bei Grossbanken und Grosskonzernen. Er ist ein Wirtschaftsberater der saudischen Königsfamilie.

Peter von Siemens (1911–1986) war Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer Rothschild, Rockefeller, Astor, Agnelli, Aga Khan, Oppenheimer, Bin Laden und viele weitere. (Quelle)

Die Siemens Familie gehörte bereits im 16. Jahrhundert zur gesellschaftlichen Elite der deutschen Stadt Goslar. Die Familie brachte Landwirte und angesehene Handwerksmeister hervor, die in den Goslarer Gilden leitende Stellungen einnahmen. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts brachten sie auch erfolgreiche Kaufleute hervor. Mehrere wurden Ratsherren und vier wurden Bürgermeister von Goslar.

Siemens im 19. Jahrhundert

Der Erfinder Werner Siemens (1816–1892) gilt als der Begründer der modernen Elektrotechnik. Er gründete Siemens und führte das Unternehmen mit seinen Brüdern. 1888 wurde er vom deutschen Kaiser Friedrich III. in den Adelsstand erhoben. Friedrich III. war übrigens Grossmeister der deutschen Freimaurer (Quelle).

Werner heiratete eine entfernte Nichte. Ihr Vater, Carl Georg Siemens (1809–1885), wurde von der württembergischen Königsfamilie geadelt.

Carl Wilhelm Siemens (1823–1883), ein Bruder von Werner, gründete die britische Niederlassung des Siemens-Konzerns. 1859 nahm er die britische Staatsbürgerschaft an und 1883 wurde er von der britischen Königsfamilie zum Ritter geschlagen.

Ein weiterer Bruder war Carl Heinrich Siemens (1829–1906). Er errichtete im Auftrag des Russischen Kaiserreiches ein landesweites Telegraphennetz. Als Anerkennung für seine unternehmerischen Verdienste wurde Carl 1895 vom russischen Kaiser Nikolaus II. in den Adelsstand erhoben.

Der Politiker und Bankier Georg Siemens (1839–1901) gehörte 1870 zu den Gründungsdirektoren der Deutschen Bank und war bis 1900 ihr Vorstandssprecher. Sie entwickelte sich schnell zur führenden Bank Deutschlands und ist bis heute die grösste deutsche Bank. Georg Siemens wurde 1899 in den preussischen Adelsstand erhoben. Sein Schwager Adolf Görz war als Unternehmer in der südafrikanischen Bergbauindustrie aktiv und erhielt dabei finanzielle Unterstützung von Georg Siemens.

Siemens in der NS-Diktatur

Siemens profitierte von der Aufrüstungspolitik der NSDAP. Als Branchenführer der deutschen Elektroindustrie verzeichnete Siemens ab 1934 anhaltend wachsende Umsätze, die während der Kriegsjahre ihre Höchstwerte erreichten. Von 1940 bis 1945 beschäftigte Siemens mindestens 80 000 Zwangsarbeiter. (Quelle)

Hermann von Siemens

Hermann von Siemens (1885–1986) war von 1941 bis 1945 Vorsitzender des Aufsichtsrats von Siemens, also während des Zweiten Weltkrieges. Er sass während des Krieges auch im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sowie im Aufsichtsrat von Krupp und der Vereinigten Stahlwerke. Dadurch hatte er höchstwahrscheinlich Kontakt zu den Familien Thyssen und Krupp, die ebenfalls grosse Profiteure der NS-Aufrüstungspolitik waren und viele Zwangsarbeiter einsetzten.

Hermann von Siemens wurde während des Krieges zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. Diese Auszeichnung der NSDAP wurde an Leiter rüstungswichtiger Betriebe vergeben. Viele der führenden Industriellen der damaligen deutschen Wirtschaftselite erhielten diese Auszeichnung, unter anderem Porsche, Merck, Quandt, Krupp, Bosch, Flick, Röchling und Henkel.

Carl Friedrich von Siemens

Carl Friedrich von Siemens (1872–1941) leitete von 1919 bis 1941 den Aufsichtsrat von Siemens. Er beteiligte sich 1919 zusammen mit anderen deutschen Industriellen an der Gründung des Antibolschewistenfonds (Quelle). Somit finanzierte er bereits 14 Jahre vor Hitlers Machtübernahme rechtsradikale und antikommunistische Netzwerke.

Carl war Mitglied des Generalrats der Wirtschaft, ein kurzlebiges Gremium, das nur einmal tagte (am 20. September 1933). Es bestand aus hochrangigen deutschen Bankiers und Industriellen, welche die NSDAP-Führung und Hitler bei ihren Zukunftsplänen berieten. Zu den Teilnehmern gehörten auch Schröder, Finck, Krupp, Thyssen und Bosch. (Quelle)

Trotz seiner Nähe zur antisemitischen NSDAP war Carl Friedrich von Siemens vermutlich kein Antisemit. Zur Zeit der Weimarer Republik war er Mitglied der Gesellschaft der Freunde (Quelle). Die Gesellschaft bestand aus der damaligen deutsch-jüdischen Elite der Stadt Berlin. Darunter waren auch die erfolgreichen Bankiersfamilien Mendelsson und Bleichröder. Die Gesellschaft bestand von 1792 bis zu ihrem Verbot 1935 durch die Nazis. Neben Siemens waren Hjalmar Schacht und Emil Georg von Stauss zwei der wenigen nicht jüdischen Mitglieder. Die beiden Banker pflegten sehr enge Kontakte zur NSDAP. Hjalmar Schacht war bekennender Freimaurer und ein Freund des britischen Zentralbankenchefs Montagu Norman. Obwohl Hitler und die NSDAP-Führung die Freimaurer und die jüdischen Bankiers als ihren Erzfeind betrachteten, nahm Hjalmar Schacht bis 1937 führende Positionen im Naziregime ein.

Carl Friedrich von Siemens gründete 1918 das Kuratorium für den Wiederaufbau des deutschen Wirtschaftslebens, über die Spenden an die damaligen Parteien DDP, DVP und DNVP gingen. Zu den führenden Köpfen des Kuratoriums gehörten auch:

  • Der jüdische Unternehmer Felix Deutsch. Er gehörte zu den Mitgründern und der Führung der AEG, die damals wie Siemens einer der weltweit grössten Elektrokonzerne war. Vor und während des Ersten Weltkrieges war die AEG nach Krupp der zweitgrösste Rüstungsproduzent im Deutschen Reich. Felix war ein Schwager von Otto Hermann Kahn, der in die USA emigrierte und dort zusammen mit den Familien Warburg und Schiff (ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer) eine der grössten Investmentbanken führte.
  • Der jüdische Kohlehändler und Bankier Eduard Arnhold. Er war im Aufsichtsrat der Dresdner Bank und kam aus der führenden Dresdner Bankiersfamilie Arnhold. Sein Bruder Max war hochrangiger Freimaurer in Dresden.
  • Ernst Borsig, ein führender Industrieller und Lobbyist. Das Unternehmen der Borsig Familie war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer der weltweit grössten Hersteller von Dampflokomotiven.

(Quelle: Seite 336)

Ludwig von Winterfeld

Ludwig von Winterfeld (1880–1958) gehörte zur Führung des Siemens-Konzerns und heiratete eine Enkelin von Werner Siemens. Ludwig kam aus der deutschen Uradelsfamilie Winterfeld.

Ludwig von Winterfeld nahm am Geheimtreffen vom 20. Februar 1933 teil. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle 3 Millionen Reichsmark an die NSDAP. Wolf-Dietrich von Witzleben, der ebenfalls in der Konzernführung von Siemens war, nahm auch am Treffen teil. Er kam aus der Uradelsfamilie Witzleben. Zu den Teilnehmern des Treffens gehörten einflussreiche Akteure der damaligen deutschen Wirtschaftselite, darunter Quandt, Krupp, Finck, Flick, Opel, Schnitzler und Hjalmar Schacht.

Ludwig von Winterfeld gehörte zum F-Kreis, eine Organisation von Industriellen zur Beratung des deutschen Propagandaministeriums zu Fragen der deutschen Auslandspropaganda. Die Mitglieder trafen sich regelmässig mit Propagandaminister Joseph Goebbels. Ein Berater des F-Kreises war der US-Amerikaner Ivy Lee, der PR-Manager der Rockefeller Familie.

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Quandt Familie

Die deutsche Quandt Familie kontrolliert den Automobilkonzern „Bayerische Motoren Werke“ (BMW). Dieser gehörte in den letzten Jahren zu den fünf grössten Unternehmen Deutschlands. BMW ist eines der grössten Familienunternehmen der Welt. Die Familie hält derzeit 48 Prozent der Anteile an BMW.

Im Jahr 2024 wurde das Vermögen der Familie auf 46 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Die Familie war früher auch mit dem Automobilkonzern Daimler verbunden, der in den letzten Jahren nach Umsatz das zweitgrösste Unternehmen Deutschlands war.

Quandt in der NS-Diktatur

Die Quandt Familie waren ursprünglich Niederländer, die um das Jahr 1700 nach Deutschland emigrierten. Emil Quandt (1849-1925) wurde als Unternehmer in der Textilindustrie aktiv. Sein Sohn Günther Quandt (1881-1954) stieg zu einem der wichtigsten deutschen Industriellen auf. Während des 1. Weltkrieges waren seine Firmen Hauptlieferant der deutschen Armee für Textilien und Leder.

Günther Quandt war mit der NSDAP verbunden und unterstütze sie bereits vor ihrer Machtübernahme 1933:

  • Günther Quandt war bereits 1931 Mitglied der Gesellschaft zum Studium des Faschismus. Die Gesellschaft wurde 1931 gegründet und hatte sich das Ziel gesetzt, eine faschistische Diktatur in Deutschland zu errichten. Zu den Mitgliedern gehörten auch Hjalmar Schacht und der Industrielle Fritz Thyssen. Die Gesellschaft wurde von Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha gegründet. Er war ein Enkel der britischen Queen Victoria. Sein Vater, der britische Prinz Leopold, war Freimaurer und Provinzial-Grossmeister von Oxfordshire sowie Senior Grand Warden der englischen Freimaurergrossloge (Quelle).
  • Günther Quandt trat 1933 der NSDAP bei.
  • Günther Quandt nahm zusammen mit seinem Geschäftspartner August Rosterg am Geheimtreffen vom 20. Februar 1933 teil. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle 3 Millionen Reichsmark an die NSDAP. Zu den Teilnehmern gehörten einflussreiche Akteure der damaligen deutschen Wirtschaftselite, darunter auch Krupp, Finck, Flick, Opel, Schnitzler sowie Hjalmar Schacht. Letzterer war ein bekennender Freimaurer, der unter Hitler die deutsche Zentralbank leitete und mit dem britischen Zentralbankchef Montagu Norman befreundet war. Ludwig von Winterfeld, der in die Siemens Familie geheiratet hatte, war ebenfalls beim Treffen anwesend.
  • Günther Quandt wurde 1937 zum Wehrwirtschaftsführer ernannt, eine Auszeichnung der NSDAP. Sie wurde an die Leiter rüstungswichtiger Betriebe vergeben. Viele der führenden Industriellen der deutschen Wirtschaftselite erhielten diese Auszeichnung, unter anderem Porsche, Siemens, Merck, Krupp, Bosch, Flick, Röchling und Henkel.

Während des 2. Weltkrieges beschäftigte Günther Quandt in seinen Firmen rund 50 000 Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene. Er profitierte auch von der Arisierung und konnte jüdische Firmen weit unter dem üblichen Preis kaufen. (Quelle) Er wird von den Historikern nicht als überzeugter Nationalsozialist oder Antisemit eingeschätzt. Er unterstützte die NSDAP vermutlich aus rein wirtschaftlichen Interessen. (Quelle)

Seit 1922 war Günther Quandt in der Kaliindustrie aktiv. Von den 20er Jahren bis nach dem 2. Weltkrieg kontrollierte Günther Quandt zusammen mit August Rosterg das Kalibergbauunternehmen Wintershall. Ab den 30er Jahren stieg Wintershall ins Ölgeschäft ein. Das Unternehmen profitierte von der Arisierung und beschäftigte Zwangsarbeiter. 1969 wurde Wintershall vom deutschen Grosskonzern BASF übernommen und entwickelte sich zum grössten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten.

Von den 20er Jahren bis Ende des 2. Weltkrieges kontrollierte Günther Quandt den Batteriekonzern AFA (heutige Varta AG). Die AFA bzw. Quandt profitierte von der Aufrüstungspolitik der Nazis und produzierte Batterien für U-Boote, Torpedos und Raketen. 1928 erlangte Quandt die Kontrolle über die Metallpatronen AG, die Munition und Waffen für das deutsche Militär herstellte. Die beiden Unternehmen beschäftigten Zwangsarbeiter.

Günther Quandt bekleidete zahlreiche Vorstands- und Aufsichtsratsposten, unter anderem bei AEG (damals einer der weltweit grössten Elektrokonzerne), Daimler-Benz und der Deutschen Bank (grösste deutsche Bank). (Quelle)

In Quandts Firmen mussten einige Zwangsarbeiter ohne ausreichend Schutz in bleivergifteter Umgebung oder mit ätzenden Säuren arbeiten. Diese Arbeitsbedingungen forderten durchschnittlich 80 Tote pro Monat, die im Voraus mit eingeplant und bewusst als zu erwartende Fluktuation kalkuliert wurden. Hunderte nicht mehr arbeitsfähige Zwangsarbeiter wurden am 13. April 1945 erschossen. (Quelle)

Günther Quandt wurde erst im Juli 1946 wegen seiner Rolle in der Kriegswirtschaft verhaftet. Nach seiner Freilassung im Januar 1948 wurde er im Juli 1948 in einem Gerichtsverfahren als Mitläufer eingestuft.

Sein Sohn Herbert Quandt (1910-1982) trat 1940 der NSDAP bei. Er gehörte ebenfalls zur Führungsclique der AFA. Nach Einschätzung von Benjamin Ferencz, der bei den Nürnberger Prozessen für die Anklagebehörde arbeitete, wären Herbert Quandt und sein Vater Günther ebenso wie Alfried Krupp, Friedrich Flick und die Verantwortlichen der I.G. Farben als Hauptkriegsverbrecher angeklagt worden, wenn die heute zugänglichen Dokumente den Anklägern damals vorgelegen hätten. Die entscheidenden Dokumente zu ihrem Wirken in der NS-Diktatur lagen den Behörden in der britischen Besatzungszone vor. Die Briten hielten das Material aber zurück. (Quelle bei 56:20 bis 57:15)

Günther Quandt hielt in der Nachkriegszeit Geschäftsbeziehungen zu den Briten und verkaufte Batterien an die britischen Besatzer (Quelle).

Günther Quandts zweite Ehefrau war Magda Ritschel, die er 1921 geheiratet hatte. 1929 liessen sie sich scheiden. Magda heiratete dann 1931 Joseph Goebbels, der ein führender Politiker im Naziregime wurde und einer der engsten Vertrauten von Adolf Hitler war. Hitler schätzte Magda sehr und war womöglich in sie verliebt. Magdas Vater Oskar Ritschel war Bauunternehmer und Freimaurer. Er war Mitglied der Freimaurerloge Eos in Krefeld, die 1853 gegründet wurde (Quelle). Magda hatte während ihrer Schulzeit eine Beziehung mit dem jüdischen Haim Arlosoroff, der später ein bedeutender Führer der linken Zionisten wurde. Er wurde 1933 bei einem Attentat in Tel Aviv ermordet, das nie aufgeklärt werden konnte. Magdas jüdischer Stiefvater Richard Friedländer starb 1939 in einem Konzentrationslager der Nazis. Übrigens hatte Josef Goebbels Exfreundin, mit der er bis 1925 zusammen war, eine jüdische Mutter. Der antisemitische Goebbels trennte sich deswegen von ihr, obwohl er sie immer noch liebte. (Quelle: 1 und 2)

Günther Quandt und Magda hatten einen gemeinsamen Sohn, nämlich Harald Quandt (1921-1967). Nach der Scheidung lebte Harald bei Magda und der führende Nazi Joseph Goebbels wurde sein Stiefvater. Harald Quandt und Goebbels standen sich sehr nahe. Goebbels schrieb in seinem Abschiedsbrief an Harald: Du kannst stolz darauf sein, eine Mutter wie die Deine zu besitzen. Der Führer hat ihr gestern abend das Goldene Parteiabzeichen, das er jahrelang an seinem Rock trug, gegeben, und sie hat es auch verdient. Laß Dich nicht vom Lärm der Welt, der nun einsetzen wird, verwirren. Die Lügen werden eines Tages in sich zusammenbrechen und über ihnen wieder die Wahrheit triumphieren. Es wird die Stunde sein, da wir über allem stehen, rein und makellos, so wie unser Glaube und Streben immer gewesen ist. Leb wohl, mein lieber Harald! Ob wir uns jemals wiedersehen werden, das steht bei Gott. Dein Papa

(Quelle)

Harald Quandt hatte übrigens schon als kleines Kind Hitler kennengelernt (Foto).

Quandt in der Nachkriegszeit

Wie gesagt wurde Günther Quandts wirtschaftlicher Einfluss von den Alliierten nicht eingedämmt. Nach dem Krieg übernahm er die Kuka AG, ein Maschinenbau- und Technologieunternehmen. Er starb 1954. Seine Söhne führten das Wirtschaftsimperium weiter.

Harald Quandt (1921-1967), der Stiefsohn von Goebbels, war Aufsichtsratsvorsitzender der AFA (später umbenannt in Varta) und war im Aufsichtsrat des Automobilkonzerns Daimler. Er war in der Rüstungsindustrie tätig über seine Vorstandsposten bei Mauser und der Kuka AG.

Harald Quandt war am Bau von Prototypen für Panzer und Landminen für die gerade gegründete Bundeswehr beteiligt. Er starb bei einem Absturz seines firmeneigenen Jets. (Quelle)

Herbert Quandt (1910-1982) besetzte leitende Positionen bei mehreren deutschen Unternehmen, darunter auch bei Daimler, AFA, Gerling und der Frankfurter Bank. Ab den 1960er Jahren erlangte er die Kontrolle über den Automobilkonzern BMW, den seine Kinder bis heute kontrollieren.

Die heutigen Quandts

Susanne Klatten (*1962) ist die Tochter von Herbert Quandt. 2017 besuchte sie das Bilderberg-Treffen (Quelle). Sie gilt als die reichste Frau Deutschlands. Ihre Mutter Johanna Quandt (1926-2015) war ebenfalls eine der reichsten deutschen Frauen. Johanna Quandt kannte die Milliardärin Friede Springer (Foto). Springer kontrolliert einen der grössten Medienkonzerne Deutschlands.

Susanne besitzt über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion den Chemiekonzern Altana. Dieser wurde 1977 gegründet und Herbert Quandt war der erste Vorstandsvorsitzende. Susanne hält über SKion eine kleinere Beteiligung am Windkraftunternehmen Nordex. Über SKion ist sie Hauptaktionärin von SGL Carbon, ein Hersteller von Carbonfasern. Das Unternehmen wurde ursprünglich von der Siemens Familie gegründet.

Die Quandts gehören zu den grössten Parteispendern Deutschlands. Ausschnitt aus einem SZ-Artikel:

Die BMW-Großaktionäre haben der CDU 690.000 Euro gespendet, kurz nach der Wahl, beinahe gleichzeitig zu einer politischen Entscheidung über strengere Abgasnormen für Autos in Europa.

Doch weder ist das die erste Spende der Quandts, noch dürfte es die letzte sein. Die Familie spendet regelmäßig an zwei Parteien, die CDU und die FDP. Zwischen 2002 und 2013 hat Johanna Quandt 830.000 Euro an die CDU und 70.000 Euro an die FDP gespendet. Susanne Klatten und Stefan Quandt kommen auf je 820.000 Euro (CDU) und 80.000 Euro (FDP).

Auch Quandt-Firmen spenden. Der Chemiekonzern Altana ist zu 100 Prozent im Besitz von Susanne Klatten und spendete im Zeitraum von 2002 bis 2013 insgesamt 920.000 Euro an die CDU. Im selben Zeitraum verteilte auch BMW Spenden an Parteien: mehr als zwei Millionen Euro an CDU/CSU, ungefähr eine Million Euro an die SPD und etwa eine halbe Million Euro an die FDP.

Susannes Cousine Gabriele Quandt (*1952) kennt Mafalda von Hessen aus dem deutschen Hochadel (Foto). Übrigens sind bei den beiden Quandt-Stiftungen derzeit mehrere Adlige präsent. Gabriele Quandt war mit Florian Langenscheidt verheiratet. Florian und seine Familie führen in vierter Generation den Langenscheidt-Verlag. Florian war Präsidiumsmitglied des WWF und war im Kuratorium der Atlantik-Brücke, eine der mächtigsten Denkfabriken Deutschlands. Florian war Mitglied im Münchener Herrenclub. (Quelle) Im Club sind mehrere Adlige vertreten und Ruprecht Graf zu Castell-Rüdenhausen ist der derzeitige Vorsitzende (Quelle). Florian kennt Renate Thyssen-Henne und ihre Tochter Gabriele (Foto). Renate heiratete in die Thyssen Familie, eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Ihre Tochter Gabriele heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. Gabriele heiratete in zweiter Ehe den religiösen Führer Karim Aga Khan IV.

Gabriele Quandt ist Vorsitzende des Kunstvereins „Freunde der Nationalgalerie“. Derzeit sind im Kuratorium des Vereins zwei Adlige sowie die Milliardärin Julia Stoschek (Stand: 23.10.2021). Die Stoschek Familie besitzt den deutschen Automobilzulieferungskonzern „Brose Fahrzeugteile“. Julia Stoschek hat einen gemeinsamen Sohn mit Mathias Döpfner. Döpfner leitet Axel Springer, einer der wichtigsten Medienkonzerne Deutschlands. Bemerkenswerte ehemalige Mitglieder des Kuratoriums der „Freunde der Nationalgalerie“ wären Franz Markus Haniel und Regine Leibinger, die ebenfalls aus Milliardärsfamilien kommen. (Quelle: 1 und 2) Franz Markus Haniel ist ein Bekannter der Quandts und wurde von ihnen in den Aufsichtsrat von BMW berufen (Quelle). Er kommt aus der Haniel Familie, eine der wichtigsten deutschen Unternehmfamilien der letzten 150 Jahren. Die Haniel Stiftung förderte gemeinsam mit einer Stiftung der Quandt Familie die Atlantische Initiative, ein Verein zur Förderung von deutsch-amerikanischen Beziehungen (Quelle). 

Die Quandt Familie traf sich im Jahr 2000 mit Ferdinand Piëch zu einem Gespräch. Ferdinands Familie kontrolliert den deutschen Automobilkonzern VW. (Quelle)

Stefan Quandt (*1966) kennt die Metzler Familie, die als die reichste Bankiersfamilie Deutschlands gilt (Quelle).

Stefan Quandt besitzt über seine Holding Delton den Logistikdienstleister Logwin AG mit Sitz in Luxemburg. Stefan und seine Schwester Susanne sind im Aufsichtsrat von BMW. Die beiden trafen Kanzlerin Angela Merkel (Foto: 1 und 2).

Homöopathie-Industrie

Stefan Quandt besitzt über seine Holding Delton das Unternehmen „Biologische Heilmittel Heel“, einer der weltweit grössten Hersteller von homöopathischen Arzneimitteln. Die globale Homöopathie-Industrie wird nicht von esoterischen Hippies geführt, auch wenn man das zuerst denken könnte. Die europäische Homöopathie-Industrie wird von wenigen wohlhabenden Familien kontrolliert, wie Boiron (besitzt mehr als 480 Millionen Euro) und Batteur (370 Millionen Euro) aus Frankreich sowie Schwabe (400 Millionen Euro), Hevert (vermutlich Millionäre) und Quandt aus Deutschland. Das führende britische Homöopathie-Unternehmen Nelsons wird vom britischen Prinzen Charles höchstpersönlich gefördert und wird von der Wilson Familie kontrolliert (besitzt 293 Millionen Euro).

Die grossen Homöopathie-Unternehmen werden nicht von der Pharmalobby bekämpft, da diese selbst in der Pharmalobby vertreten sind.

Lobbyverbände der Pharmaindustrie vertreten auch Interessen der Homöopathie-Industrie (Quelle). In Deutschland der BAH (Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller), der mitgliederstärkste Branchenverband der Arzneimittelindustrie in Deutschland. Die Mitglieder stellen fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien (darunter auch homöopathische Produkte) und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Grossteil der stofflichen Medizinprodukte für Patienten in Deutschland bereit (Quelle). Zum BAH gehören auch die Pharmakonzerne Johnson & Johnson, AstraZeneca, Novartis, Boehringer Ingelheim, GlaxoSmithKline, AbbVie und noch weitere (Quelle).

Auch der BPI (Bundesverband der pharmazeutischen Industrie) macht aktiv Werbung für Homöopathie. Zum BPI gehören die Pharmakonzerne Novartis, Johnson & Johnson, AstraZeneca und weitere (Quelle).

Der BAH und der BPI nimmt die Homöopathie-Industrie vor Kritik aus der Politik in Schutz (Quelle: 1 und 2).

In Österreich vertritt der Pharmaverband Pharmig die Interessen der Homöopathie-Industrie. Auch bei Pharmig sind grosse Pharmakonzerne wie Merck, Novartis, AstraZeneca usw. vertreten (Quelle).

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Porsche und Piëch Familie

Die österreichisch-deutschen Familien Porsche und Piëch kontrollieren den Automobilkonzern Volkswagen (VW). Dieser ist mit Abstand das grösste deutsche Unternehmen. 2020 war VW nach Umsatz das siebtgrösste Unternehmen der Welt.

Zum Volkswagenkonzern gehören neben den Automobilherstellern VW und Porsche inzwischen auch SEAT (Spanien), Škoda (Tschechien), Audi (Deutschland), Bentley (Grossbritannien), Bugatti (Frankreich), Lamborghini (Italien) und Scania (Schweden).

2023 wurde das Vermögen der Familien Porsche und Piëch auf 38,8 Milliarden Euro geschätzt, also etwa 40 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Die Familie besitzt etwas mehr als die Hälfte der Stimmrechte und 31 Prozent der Anteile an VW. Zurzeit ist die Königsfamilie von Katar über ihre Qatar Holding der zweitgrösste Aktionär von VW. (Quelle)

Ferdinand Piëch (1937–2019) war von 1993 bis 2015 Chef von VW. Er kannte die Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto). Ferdinand war eng mit Peter Hartz verbunden, der zur Führungsclique von VW gehörte (Quelle). Peter Hartz arbeitete zusammen mit der Bertelsmann Stiftung der Mohn Familie das Hartz4-Konzept aus. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder galt als ein Freund von Ferdinand Piëch (Quelle). Schröders Regierung führte das Hartz4-Konzept ein.

Wolfgang Porsche (*1943), der zur Konzernführung von VW gehört, kennt Liz Mohn (Quelle). Die Milliardärin kontrolliert die Bertelsmann Stiftung und den Bertelsmann-Konzern, der grösste deutsche Medienkonzern. Hans Dieter Pötsch, ein weiteres Mitglied der VW-Führungsclique, ist seit 2011 im Aufsichtsrat des Bertelsmann-Konzerns und kennt daher Liz Mohn.

Wolfgang Porsche und Liz Mohn kennen Gabriele und ihre Mutter Renate Thyssen-Henne (Foto). Renate heiratete in die Thyssen Familie, eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Ihre Tochter Gabriele heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. Gabriele heiratete in zweiter Ehe den religiösen Führer Karim Aga Khan IV.

Ferdinand Piëch kannte die Milliardärin Friede Springer, die einen der grössten Medienkonzerne Deutschlands kontrolliert. (Foto)

Ferdinand Piëch und Wolfgang Porsche besuchten den 70. Geburtstag des Milliardärs Hubert Burda, der ebenfalls einen der grössten Medienkonzerne Deutschlands kontrolliert. Gabriele und ihre Mutter Renate Thyssen-Henne sowie Friede Springer waren ebenfalls auf der Party. (Quelle: Auf den Fotos)

Ferdinand Piëch hatte persönlichen Kontakt zu Peter Wallenberg. (Quelle) Die Bankiersfamilie Wallenberg gilt als die mächtigste Familie der schwedischen Wirtschaftselite. VW besitzt den Fahrzeughersteller Scania, eines der grössten schwedischen Unternehmen. Die Wallenbergs waren bis 2008 Grossaktionär von Scania und verkauften dann ihre Anteile an VW. (Quelle) Peter Wallenberg Jr. ist momentan im Vorstand von Scania zusammen mit Mitgliedern der Familien Piëch und Porsche. (Quelle)

Ferdinand Piëch traf sich mit der deutschen Milliardärsfamilie Quandt, die den Automobilkonzern BMW kontrolliert. (Quelle)

Ferdinand Piëch gehörte zu den frühen Mitgliedern des Weltwirtschaftsforums (WEF) und war eng mit Klaus Schwab vernetzt. (Quelle) Der VW-Konzern ist derzeit Partner des WEF.

Porsche und Piëch in der NS-Diktatur

Ferdinand Porsche (1875–1951) gründete 1931 das Konstruktionsbüro Porsche, das sich nach 1945 zu einem Automobilhersteller entwickelte. Zu den Mitgründern gehörte Anton Piëch (1894–1952). Er heiratete die Tochter von Ferdinand Porsche. Seitdem sind die beiden Familien miteinander verbunden.

Auf Adolf Hitlers Initiative wurde 1937 die Volkswagen AG gegründet. Der Automobilkonstrukteur Ferdinand Porsche erhielt die Aufgabe Prototypen zu entwerfen. Neben Zivilfahrzeugen produzierte VW auch Militärfahrzeuge und weitere Rüstungsgüter für die deutsche Wehrmacht, darunter Landminen, Marschflugkörper und Panzerfäuste.

Während der NS-Diktatur beschäftigte VW rund 20 000 Zwangsarbeiter, davon etwa 5000 KZ-Häftlinge. Im Jahr 1944 arbeiteten zwei Drittel der Arbeiter gegen ihren Willen. (Quelle) Ferdinand Porsche und Anton Piëch gehörten in dieser Zeit zur VW-Führung.

Im Mai 1933 wurde Anton Piëch Mitglied der damals illegalen NSDAP Österreichs. Anton war Rechtsanwalt und verteidigte österreichische Nazis vor Gericht. Später trat er der SS bei. (Quelle: 1 und 2)

Ferdinand Porsche trat 1937 der NSDAP bei. Die Nazis mochten ihn:

  • 1938 erhielt er den „Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft“. Die Auszeichnung wurde von Hitler persönlich gestiftet.
  • 1939 wurde er zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. Diese Auszeichnung der NSDAP wurde an die Leiter rüstungswichtiger Betriebe vergeben. Viele der führenden Industriellen der deutschen Wirtschaftselite erhielten diese Auszeichnung, unter anderem Siemens, Quandt, Merck, Krupp, Bosch, Flick, Röchling und Henkel.
  • Im Mai 1942 wurde er als „Pionier der Arbeit“ geehrt und erhielt damit die höchste wirtschaftliche Auszeichnung im Dritten Reich. Das Ehrenzeichen wurde an 19 Personen verliehen, darunter auch an Krupp, Bosch und Röchling.
  • Er war Oberführer und Offizier der SS. 1944 erhielt er den SS-Totenkopfring, eine der höchsten Auszeichnungen der SS.

(Quelle: 1 und 2)

Ferdinand Porsche arbeitete von 1906 bis 1923 auch für das österreichische Tochterunternehmen des deutschen Automobilkonzerns Daimler. Danach war er bis 1928 in der Führung von Daimler. Heute ist Daimler das umsatzstärkste deutsche Unternehmen neben VW. Daimler gehörte zu den grossen Profiteuren der Aufrüstungspolitik der Nazis. Von 100 000 Daimler-Beschäftigten waren 1944 die Hälfte Zwangsarbeiter (Quelle).

Anton Piëch und Ferdinand Porsche wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Haft genommen. Vor Gericht wurden sie allerdings freigesprochen und 1947 aus der Haft entlassen.

Bemerkenswerte Heiraten

Ernst Piëch (*1929) heiratete die Tochter von Heinrich Nordhof (1899–1968). Dieser gehörte zu den wichtigsten Akteuren der Führungsclique von VW in der Nachkriegszeit. Während des Zweiten Weltkrieges war er im Vorstand des deutschen Automobilkonzerns Opel und wurde zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. In der Nachkriegszeit pflegte Heinrich Nordhof Kontakte zum Vatikan. 1956 empfing ihn Papst Pius XII. zu einer Privataudienz. Er erhielt vom Papst den Gregoriusorden, den vierthöchsten Verdienstorden des Vatikans. Zudem wurde Heinrich Nordhof zum Ritter des „Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ ernannt, ein vatikanverbundener Orden. (Quelle)

Ferdinand Piëch (1937–2019) heiratete in erster Ehe Corina von Planta. Dem Namen nach könnte sie aus der Schweizer Adelsfamilie Planta kommen. Das Adelsgeschlecht besteht seit dem 12. Jahrhundert und gehört damit zum Uradel der Schweiz. Einzelne Familienmitglieder sind heute mit der Schweizer Wirtschafts- und Finanzelite verbunden.

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Roosevelt Familie

Die Roosevelt Familie ist vor allem für die beiden US-Präsidenten Theodore Roosevelt und Franklin Roosevelt bekannt, die beide Freimaurer waren. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten waren Freimaurer (Quelle). Die Roosevelt Familie gehörte aber schon vor der Gründung der USA zur Elite der 13 Kolonien an der Ostküste.

Der Stammvater der Familie ist der Niederländer Claes van Rosenvelt, der im 17. Jahrhundert lebte. Er emigrierte in die niederländische Kolonie New Netherland (das heutige New York). Die Niederlande waren im 17. Jahrhundert eine führende Kolonialmacht (Goldenes Zeitalter). 1667 wurde die Kolonie New Netherland von den Engländern übernommen, die sie in New York umbenannten. Die niederländischen Kolonialherren wurden aber nicht entmachtet, sondern führten ab da gemeinsam mit den englischen Kolonialfamilien die Kolonie.

Claes Sohn Nicholas (1658-1742) änderte seinen Familiennamen zu Roosevelt. Er wurde politisch aktiv und fand Anschluss an die politische Elite der Kolonie. Seither brachte die Familie viele Politiker und Geschäftsleute hervor oder besetzte leitende Positionen beim Militär und Geheimdienst. Eine Liste aller wichtigen Roosevelts findet man im englischen Wiki. Die Familie heiratete in mehrere alte Kolonialfamilien.

Freimaurerei

Mindestens sieben Mitglieder der Familie waren Freimaurer.

Theodore Roosevelt

Theodore Roosevelt (1858-1919) war von 1901 bis 1909 Präsident der USA. Er wurde im Jahr 1900 in die New Yorker Freimaurerloge Matinecocke Lodge aufgenommen, also ein Jahr bevor er Präsident wurde (Quelle). Er war Mitglied der „Lodge of King Solomon’s Temple No. 3464“, eine Freimaurerloge in England (Quelle). Weitere bemerkenswerte Mitglieder der Loge waren:

  • Prinz Arthur, der Herzog von Connaught, aus dem Haus Sachsen-Coburg-Gotha. Er war der Grossmeister der Loge. Er war ein Sohn der britischen Queen Victoria. Er war von 1901 bis 1939 Grossmeister der englischen Freimaurer (Quelle). Er war von 1878 bis 1942 Grossmeister der irischen Tempelritter und führte somit über 60 Jahre lang den Templerorden Irlands (Quelle). 
  • William Howard Taft. Er wurde nach Theodore Roosevelt US-Präsident.
  • Der dänische König Friedrich VIII. aus dem Haus Glücksburg. Er war Grossmeister der dänischen Freimaurer.
  • Der schwedische König Gustav V. aus dem Haus Bernadotte.

(Quelle)

  • Der dänische König Christian X. aus dem Haus Glücksburg. Er war Grossmeister der dänischen Freimaurer (Quelle).

(Quelle)

  • Der preussische Prinz Friedrich Leopold aus dem Haus Hohenzollern. Er war ein hochrangiger Freimaurer in Deutschland.

(Quelle)

Theodore Roosevelt war Ehrenmitglied der Freimaurerloge „Rienzi“ in Rom (Quelle). Über die Loge hatte Theodore demnach Kontakt zu den italienischen Freimaurern.

Die Rienzi-Loge wurde 1881 vom Italiener Giuseppe Petroni (1812-1888) gegründet, der auch der erste Grossmeister der Loge wurde (Quelle). Petroni war Hochgrad-Freimaurer und erreichte den 33. Grad, den höchsten Freimaurergrad (Quelle). Von 1880 bis 1885 war er Grossmeister der italienischen Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Petroni hatte Kontakt zu Giuseppe Mazzini und Giuseppe Garibaldi, beides hochrangige italienische Freimaurer. Die drei Giuseppes gehörten zu einem revolutionären Kreis, der die Einigung der italienischen Provinzen zu einem Staat plante, was 1861 auch umgesetzt wurde. Daraufhin wurde das Haus Savoyen zur Königsfamilie Italiens und profitierte somit von der freimaurergeführten Revolution. Giuseppe Garibaldi war einer der wichtigsten Akteure der italienischen Einigungsbewegung und einer der obersten Freimaurer Italiens (mehr dazu im Beitrag zur Garibaldi Familie). James Roosevelt I. (1828-1900) lernte Garibaldi persönlich kennen (Quelle: Seite 5).

Franklin Delano Roosevelt

Franklin Delano Roosevelt (1882-1945) war von 1933 bis zu seinem Tod 1945 US-Präsident. Er wurde 1911 in die Holland Lodge No. 8 aufgenommen (Quelle). Die Loge besteht seit 1787 und gilt als eine der führenden Freimaurerlogen der USA. Die Loge wurde von niederländischen Kolonialfamilien gegründet. Die Roosevelts sind wie gesagt selbst eine niederländische Kolonialfamilie. Bemerkenswerte Mitglieder der Holland Lodge waren John Jacob Astor und Edward Henry Harriman (zwei der reichsten Amerikaner des 19. Jahrhunderts) sowie elf Mitglieder der Livingston Familie (gehörte zu den Gründervätern der USA). (Quelle: 1 und 2)

Franklin Roosevelts Freimaurer-Karriere:

  • Er erreichte 1929 den 32. Grad, den zweithöchsten Grad der herkömmlichen Freimaurerei.
  • Er war Ehrenmitglied in mehreren Freimaurerlogen, darunter in der „Architect’s Lodge Nr. 519“ in New York, in der auch seine drei Söhne Mitglied wurden.
  • Er wurde 1934 zum Ehrengrossmeister des DeMolay Ordens (DeMolay International) ernannt, ein mit der Freimaurerei verbundener Jugendorden. Der Orden nimmt Freimaurersöhne und nahe Verwandte von Freimaurern und deren Freunde im Alter von 16 bis 21 Jahren auf (Quelle). Daher kann man davon ausgehen, dass der DeMolay Orden Jugendliche auf ihre spätere Freimaurerkarriere vorbereitet. Der Orden ist nach dem Templerorden-Grossmeister Jacques de Molay benannt. Übrigens wurde US-Präsident Bill Clinton mit 15 oder 16 Jahren Mitglied des DeMolay Ordens (Quelle).
  • 1931 wurde er zum Propheten des „Mystic Order of Veiled Prophets of the Enchanted Realm“ ernannt, ein Freimaurerorden.
  • Er war Mitglied des „Ancient Arabic Order of the Nobles of the Mystic Shrine“ und des „Tall Cedars of Lebanon in Warwick“, ebenfalls Freimaurerorden.

(Quelle)

Die Brüder Elliott, James und Franklin Delano Roosevelt Jr.

Die drei Roosevelt Brüder waren die Söhne von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt und waren Freimaurer.

Franklin Roosevelt Jr. (1914-1988) war Anwalt, Politiker und Geschäftsmann. Er war für den italienischen Automobilkonzern Fiat (Agnelli Familie) in den USA tätig. Er war mit US-Präsident Kennedy befreundet und kannte den britischen Premierminister Winston Churchill persönlich, der übrigens ebenfalls Freimaurer war. Franklin Roosevelt Jr. war Mitglied der „Architect’s Lodge Nr. 519“, eine Loge in New York. (Quelle) Er heiratete in die Du Pont Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. Seine dritte Ehefrau kam aus den jüdischen Bankiersfamilien Warburgund Schiff und war zuvor mit dem jüdischen Unternehmer Robert Sarnoff verheiratet gewesen. (Quelle) Ein Bankier aus der Warburg Familie diente Präsident Franklin D. Roosevelt als Finanzberater. (Quelle)

Sein Bruder James Roosevelt II. (1907-1991) war ebenfalls Geschäftsmann und Politiker. Die beiden Brüder wurden 1935 von ihrem Vater Franklin Delano Roosevelt in die Freimaurerei aufgenommen (Quelle).

Der dritte Bruder Elliott Roosevelt (1910-1990) war Kriegsoffizier der US-Luftstreitkräfte. Als Luftfahrtbeamter war er in zwei Korruptionsskandale verwickelt. Beim zweiten Skandal war er die Hauptfigur, die sich hat bestechen lassen. Er arbeitete für den Medienkonzern der Hearst Familie. Er war wie seine beiden Brüder Mitglied der „Architect’s Lodge Nr. 519“ in New York. (Quelle)

Weitere Freimaurer

Das erste Familienmitglied, das den Freimaurern beitrat, war Nicholas Roosevelt (1767-1854). Theodore Roosevelt Junior (1887-1944), der Sohn des US-Präsidenten Theodore Roosevelt, war ebenfalls Freimaurer. (Quelle)

Elitäre Gesellschaften

US-Präsident Theodore Roosevelt war Ehrenmitglied des Bohemian Club (Quelle). Der Club besteht seit 1872 und ist Gegenstand von Verschwörungstheorien.

Die Roosevelt Familie gehörte oder gehört noch immer zu den Sons of the American Revolution. Die Elitegesellschaft besteht seit 1876. 16 US-Präsidenten waren Mitglied sowie mehrere elitäre Familien, darunter Rockefeller, Lee, Vanderbilt und Hearst. Mehrere Mitglieder waren Freimaurer.

Die US-Präsidenten Theodore und Franklin Roosevelt waren Ehrenmitglieder der Society of the Cincinnati (Quelle: 1 und 2). Die Elitegesellschaft besteht seit 1783 und wurde von führenden Köpfen der Amerikanischen Revolution gegründet. Sie ist eng mit den Sons of the American Revolution verbunden.

Franklin Roosevelts Ehefrau Eleanor (1884-1962) kam väterlicherseits ebenfalls aus der Roosevelt Familie. Mütterlicherseits kam sie aus der schottischen Kolonialfamilie Livingston. Sie gilt neben Hillary Clinton als eine der einflussreichsten Frauen in der US-Politik des 20. Jahrhunderts. Eleanor Roosevelt kannte den höchst einflussreichen David Rockefeller (Foto). Eleanor war Mitglied der Pilgrims Society (Quelle). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Der britische Monarch ist der Schirmherr der Gesellschaft. Übrigens brachte das britische Königshaus in den letzten 200 Jahren mehrere hochrangige Freimaurer hervor (Quelle). Mitglieder der Roosevelt Familie sollen auch nach dem Jahr 2000 zur Pilgrims Society gehört haben (Quelle: 1 und 2). Eine Frau, die in die Roosevelt Familie heiratete, wurde 2024 Sekretärin der amerikanischen Pilgrims (Quelle).

Weitere bemerkenswerte Roosevelts der letzten 100 Jahren

Der CIA-Offizier Kermit Roosevelt Jr. (1916-2000) beteiligte sich am Sturz der Regierung des iranischen Premierministers Mohammad Mosaddegh. Roosevelt war damals der oberste CIA-Offizier im Iran. Anfangs unterstützte die CIA den Putsch gegen Mosaddegh, aber nachdem er zu scheitern drohte, sagte sie ihn ab. Die CIA-Zentrale schrieb Roosevelt, dass alle Aktionen gegen Mossadegh eingestellt werden sollten. Doch Roosevelt sagte: „Wir sind hier noch nicht fertig“. Einen Tag darauf wurde Premierminister Mosaddegh gestürzt. (Quelle)

Archibald Bulloch Roosevelt Jr. (1918-1990) war ein führender CIA-Offizier im Nahen Osten. Er lernte über 20 Sprachen. Er war Direktor für internationale Beziehungen der Chase Manhattan Bank (Rockefeller Familie). (Quelle)

Theodore Roosevelt III. (1914-2001) arbeitete fünf Jahre für den Chemiekonzern DuPont (Quelle). Sein Sohn Theodore Roosevelt IV. (*1942) ist Manager bei Barclays, eine der ältesten Grossbanken der Welt. Davor besetzte er führende Positionen bei Lehman Brothers, die zu den grössten Investmentbanken der Welt gehörte und inzwischen Teil von Barclays ist. Er ist Mitglied des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. Er ist auch Mitglied des Economic Club of New York. (Quelle) Der Club lädt erlesene Gäste zum Essen ein, um über Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Bemerkenswerte Besucher waren unter anderem Rockefeller, Botín, Agnelli, Harriman, Bush, Jeff Bezos und Bill Gates.

Theodore Roosevelt IV. ist ebenfalls Mitglied des Council on Foreign Relations. (Quelle) Er traf folgende Personen:

  • Der Multimilliardär Michael Bloomberg und der Schweizer Milliardär Hansjorg Wyss sowie David Rockefeller Junior (Foto).
  • Der Milliardär Ted Turner, Gründer des Fernsehsenders CNN (Foto).
  • Herbert Fisk Johnson III., seine Familie ist eine der reichsten der USA (Foto).

Sein Sohn Theodore Roosevelt V. (circa 1976 geboren) ist als Fondsmanager tätig. Er arbeitete wie sein Vater für Barclays und Lehman Brothers. Er wurde zum Senior Vizepräsidenten der beiden Grossbanken. Er war Geschäftsführer des Finanzunternehmens GoldenTree Asset Management, das derzeit über 40 Milliarden US-Dollar verwaltet. (Quelle)

Cornelius Van Schaack Roosevelt III. (1915-1991) arbeitete für die CIA und für das Bergbauunternehmen Asarco (wurde von der Rockefeller Familie mitgegründet) (Quelle)

Finanzwesen

Die Roosevelt Familie war auch am Aufbau der US-amerikanischen Finanzindustrie beteiligt. James Jacobus Roosevelt (1759-1840) gründete 1797 „Roosevelt & Son“, eine der frühen Wall Street Banken. Sie war bis 1934 in Betrieb. Die Familie war auch mit der Chemical Bank verbunden, eine der grössten US-Banken des 20. Jahrhunderts.

Chemical Bank

1823 gründeten ein paar Geschäftsleute ein Chemieunternehmen in New York. 1844 wurde es in eine Bank umgewandelt und bekam den Namen „Chemical Bank of New York“. Cornelius Roosevelt (1794-1871) war einer der Mitgründer und ersten Direktoren der Bank. Er war einer der reichsten New Yorker. (Quelle: 1 und 2)

Sein Sohn James Alfred Roosevelt (1825-1898) war Vizepräsident der Chemical Bank und besetzte leitende Positionen bei diversen Unternehmen. Er arbeitete für die Familienbank Roosevelt & Son, die von seinem Grossvater gegründet wurde. James war in mehreren elitären New Yorker Clubs vertreten, darunter der Knickerbocker Club und der New York Yacht Club. (Quelle) Zusammen mit Morgan, Vanderbilt, Lorillard und weiteren Mitgliedern der US-Elite gründete er 1891 den Metropolitan Club, ein elitärer New Yorker Club, der bis heute besteht (Quelle).

Sein Sohn William Emlen Roosevelt (1857-1930) war Präsident von Roosevelt & Son. Er war unter anderem Direktor der Chemical Bank und der Astor National Bank. Er war Mitglied des Metropolitan Clubs, zu dessen Gründern wie gesagt sein Vater gehörte. Er war auch Mitglied der Sons of the American Revolution. (Quelle)

Sein Sohn George Emlen Roosevelt (1887-1963) arbeitete ebenfalls für die Familienbank Roosevelt & Son und war ein bedeutender Finanzier der Eisenbahnindustrie in den USA. Er war im Vorstand der Chemical Bank und der Guarantee Trust Company (Morgan Familie). (Quelle) Somit war die Roosevelt Familie noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts mit der Chemical Bank verbunden. Die Chemical Bank entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer der grössten Banken der USA. 1970 war sie die zehntgrösste Bank der Welt (Quelle). 1996 erwarb sie die Chase Manhattan Bank (Rockefeller Familie) und nahm ihren Namen an. Der CIA-Offizier Archibald Bulloch Roosevelt Jr. (1918-1990) war zudem Direktor für internationale Beziehungen der Chase Manhattan Bank (Quelle).

Im Jahr 2000 fusionierte sie mit J.P. Morgan & Co. (Morgan Familie) und es entstand JPMorgan Chase, die heute die grösste Bank der USA ist.

The Bank of New York

Der Geschäftsmann Isaac Roosevelt (1726-1794) besass Zuckerraffinerien in New York. Er unterstützte die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung und gehörte zum New Yorker Provinzkongress, eine provisorische Regierung von New York, die von den Revolutionsführern gegründet wurde. Im Kongress waren die niederländischen Kolonialfamilien Van Rensselaer, Van Cortland, Schuyler und Beekman vertreten. Diese gehörten im 17. Jahrhundert zu den führenden Familien der niederländischen Kolonie New Netherland (das heutige New York) und hatten schon damals Kontakt zu den Roosevelts. Im New Yorker Provinzkongress war auch die schottische Kolonialfamilie Livingston vertreten, die zu den Gründervätern der USA gehörte.

Isaac Roosevelt gründete 1784 zusammen mit Alexander Hamilton die Bank of New York, die älteste noch existente Bank der USA. Alexander Hamilton war einer der Gründerväter der USA. Er gründete die erste US-Zentralbank und gilt allgemein als Gründer des Finanzsystems der USA. Hamilton war über seine Ehe mit mehreren niederländischen Kolonialfamilien verbunden.

Isaac Roosevelt war der zweite Präsident der Bank of New York. Er gehörte zu den ersten Direktoren der Bank. Unter diesen war auch ein John Vanderbilt, zu dem ich aber keine Infos fand. (Quelle) Vielleicht stammte er aus der Vanderbilt Familie, die später im 19. Jahrhundert zu den reichsten Amerikanern aufstieg und mit der Roosevelt Familie verkehrte. Die Vanderbilts sind ebenfalls eine niederländische Kolonialfamilie aus dem 17. Jahrhundert.

2007 fusionierte die Bank of New York mit der Bank der Mellon Familie zu „The Bank of New York Mellon“. Im März 2021 war sie die neuntgrösste Bank der USA (Quelle). Sie ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit über 2 Billionen US-Dollar. Sie war in den letzten Jahren die grösste Depotbank der Welt und verwahrt ein Vermögen von über 40 Billionen US-Dollar. (Quelle)

Erwähnenswerte Heiraten

Heiraten mit Kolonialfamilien

Da das heutige New York ursprünglich eine niederländische Kolonie war, kamen viele der dort politisch aktiven Personen aus wohlhabenden niederländischen Kolonialfamilien. Die wichtigsten wären wohl Van Rensselaer, Stuyvesant, Schuyler, Van Cortland und eben die Roosevelt Familie.

Johannes Roosevelts (1751-1820) Frau kam väterlicherseits aus der Schuyler Familie und mütterlicherseits aus der Van Rensselaer Familie (Quelle: 1 und 2). Die Van Rensselaer Familie war massgeblich an der Gründung der Kolonie New Netherland beteiligt.

James Jacobus Roosevelt (1759-1840) heiratete in die niederländische Kolonialfamilie Van Schaack (Quelle). Die Van Schaack Familie war mit den Schuylers verwandt. Sie war zudem mit den Kolonialfamilien Livingston, Jay und Morris verbunden, die zu den Gründervätern der USA gehörten.

Die Ehefrau von Elliott Bulloch Roosevelts (1860-1894) kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Livingston (Quelle), die zu den Gründervätern der USA gehörte und aus dem schottischen Livingstone Clan stammt.

Emlen Roosevelt (1857-1930) heiratete in die Kean Familie, die mehrere bedeutende US-Politiker hervorbrachte (Quelle). Der Stammvater der Keans war John Kean (1756-1795), der in die schottische Kolonialfamilie Livingston heiratete.

James Roosevelt II. (1907-1991) heiratete Betsey Cushing, die später in die Whitney Familie heiratete (Quelle). Die Whitneys sind Nachfahren der Pilgerväter. Quentin Roosevelts (1897-1918) Verlobte kam väterlicherseits aus der Whitney Familie und mütterlicherseits aus der Vanderbilt Familie (Quelle). Die Vanderbilts sind ebenfalls eine niederländische Kolonialfamilie aus dem 17. Jahrhundert und waren im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der Welt.

Der Ehemann von Corinne Roosevelt (1861-1933) kam mütterlicherseits aus der schottischen Kolonialfamilie Monroe. (Quelle) James Monroe war US-Präsident und einer der Gründerväter der USA. Er war Freimaurer (Quelle). Seine Familie stammt aus dem schottischen Munro Clan (Quelle).

Margreta Roosevelt (1709-1776) und Mary Roosevelt (1789-1837) sowie weitere Verwandte der Familie heirateten in die De Peyster Familie (Quelle). Die hugenottische De Peyster Familie gehörte zu den führenden Familien der Kolonie. Sie waren erst von Frankreich in die Niederlande geflüchtet (die Hugenotten wurden damals in Frankreich verfolgt) und emigrierten dann Ende des 17. Jahrhunderts nach Nordamerika.

Elbert Roosevelts (1767-1857) Frau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Goelet (Quelle). Die Goelets waren ebenfalls Hugenotten, die in die Niederlande flüchteten und dann Ende des 17. Jahrhunderts nach Nordamerika emigrierten. Die Goelet Familie heiratete in die Familien Livingston und Gerry, die zu den Gründervätern gehörten.

Julian Roosevelts (1924-1986) erste Ehefrau war eine Nachfahrin von William Bradford. (Quelle) Bradford war einer der Pilgerväter und Mitgründer der englischen Plymouth-Kolonie .

Weitere erwähnenswerte Heiraten:

  • Franklin Delano Roosevelt Jr. (1914-1988) heiratete in erster Ehe in die Du Pont Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. Seine dritte Ehefrau stammte aus den Bankiersfamilien Warburg und Schiff. (Quelle)
  • James Roosevelt Roosevelt (1854-1927) heiratete in die Astor Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA war (Quelle).
  • Frederick Roosevelt Scovel (1880-1930) heiratete eine Enkelin des US-Präsidenten Ulysses Grant (Quelle).
  • Susan Roosevelt heiratete 1975 William Floyd Weld, der in den 90er Jahren Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts war (Quelle).
  • Granville Roland Fortescue Roosevelt (1875-1952) heiratete eine Nichte des schottischen Einwanderers Alexander Graham Bell (Quelle). Bell brachte das Telefon auf den Markt. Er gründete gemeinsam mit William Hathaway Forbes und Gardiner Greene Hubbard (aus der Kolonialfamilie Gardiner) die Bell Telephone Company, das erste Telefonunternehmen. Aus diesem entwickelte sich die heutige AT&T, der weltweit grösste Telekommunikationskonzern. Eine Tochter von Granville Roland Fortescue Roosevelt heiratete in die Reynolds Familie (Quelle). Die Reynolds Familie kontrollierte früher eines der grössten Tabakunternehmen und einen der grössten Aluminiumproduzenten.
  • Christopher du Pont Roosevelt (*1941) heiratete in die Havemeyer Familie, die früher das grösste Zuckerunternehmen der USA kontrollierte (Quelle). Die Havemeyers heirateten auch in die niederländischen Kolonialfamilien Vanderbilt und Frelinghuysen.
  • James Roosevelt I. (1828-1900) heiratete die Tochter des Kaufmanns Warren Delano Jr., der im chinesischen Opiumhandel tätig war (Quelle).
  • Elfrida Roosevelt (1883-1963) heiratete einen britischen Baron (Quelle: 1 und 2).

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Harriman Familie

Edward Henry Harriman (1848-1909) war einer der wichtigsten Eisenbahnunternehmer der USA. In der Zeit der Industrialisierung der USA (1850-1890) waren die führenden Eisenbahnunternehmer die reichsten Männer des Landes. Auch Edward Henry Harriman gehörte zu den reichsten US-Amerikanern. (Quelle) Er kontrollierte auch die Grossbank Wells Fargo. (Quelle) Er hatte geschäftlichen Kontakt zu Isaias Hellman, Paul Warburg und Jacob Schiff, drei einflussreiche Bankiers. Nach Harrimans Tod übernahmen sie die Führung von Wells Fargo. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt.

Nach Angaben der Freimaurerloge Holland Lodge in New York war Edward Henry Harriman Mitglied ihrer Loge und somit Freimaurer. Die Loge besteht seit 1787 und gilt als eine der führenden Freimaurerlogen der USA. Bemerkenswerte Mitglieder waren US-Präsident Franklin Delano Roosevelt und John Jacob Astor (einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten) sowie elf Mitglieder der Livingston Familie (gehörte zu den Gründervätern der USA). (Quelle: 1 und 2)

Seine Frau Mary Harriman (1851-1932) galt 1918 als die reichste Frau der USA (Quelle). Sie war eine wichtige finanzielle Unterstützerin des Eugenics Record Office. Das Forschungsinstitut sammelte biologische, medizinische und soziale Daten der US-Bevölkerung, um diese für die Eugenik- und Vererbungsforschung auszuwerten. Damals interessierten sich Teile der US-Elite für Eugenik-Forschung und sahen diese als fortschrittlich an. Mehr dazu auf Wiki. Seit dem 2. Weltkrieg und Hitler distanziert sich die US-Elite von der Eugenik (zumindest nach offiziellen Angaben).

Ihr gemeinsamer Sohn William Harriman (1891-1986) war Handelsminister unter Präsident Truman. Truman war übrigens Hochgrad-Freimaurer und erreichte den 33. Grad (den höchsten Freimaurergrad) (Quelle). William Harriman war Diplomat und einer der wichtigsten Akteure der US-Aussenpolitik (mehr dazu auf Wiki). Er war Gouverneur von New York. Er war 63 Jahre lang Mitglied des „Council on Foreign Relations“ (Quelle). Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. William Harriman war auch 5 Jahre lang Direktor der Denkfabrik (Quelle). Er war Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk (Quelle). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt. William Harriman war Multimillionär. 1957 wurde sein Vermögen auf 75 bis 100 Millionen US-Dollar geschätzt. Zu dieser Zeit gab es noch wenige Milliardäre, wodurch auch Harriman einer der 100 reichsten der USA war (Quelle). Er war Vorsitzender des Business Council, eine bis heute bestehende Organisation von Wirtschaftsbossen mit Hauptsitz in Washington (Quelle).

William Harriman war Polospieler und gehörte zu einem Polo-Club, in dem viele Akteure der damaligen US-Elite vertreten waren, darunter Vincent Astor, John Mortimer Schiff, Cornelius Vanderbilt, Robert Lehman, die Frau von William Randolph Hearst, Harry Guggenheim, Walter Chrysler und John Hay Whitney (Quelle: Seite 134).

William Harriman und sein Bruder Edward Roland Harriman (1895-1978) waren Mitglied bei Skull and Bones (Quelle). Diese Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Sie ist Gegenstand diverser Verschwörungstheorien. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken (Quelle: 1, 2, 3).

Die beiden Brüder führten eine eigene Bank. Sie fusionierte 1931 mit der US-amerikanischen Bank „Brown Bros. & Co.“. Diese wurde 1818 von der britisch-amerikanischen Bankiersfamilie Brown gegründet, die schon zuvor im Jahr 1800 die erste Investmentbank der USA gegründet hatte. Ein Familienzweig der Browns gehört seit 1863 zum britischen Adel und stellt Barone. Durch die Fusion der Banken der Familien Harriman und Brown entstand „Brown Brothers Harriman & Co.“ (BBH). Nach der Fusion waren mehrere Partner der BBH Mitglied bei Skull and Bones, unter anderem die Harriman Brüder sowie der Bankier Prescott Bush. Dessen Sohn und Enkel waren die beiden US-Präsidenten aus der Bush Familie, die beide ebenfalls Mitglied bei Skull and Bones waren (Quelle). Bei der BBH wird heute ein Vermögen im Wert von 5,4 Billionen US-Dollar verwahrt (Stand: Juni 2022) (Quelle).

Die BBH war mit der Union Banking Corporation (UBC) verbunden, zu deren Führung auch Prescott Bush gehörte. In den 1930er Jahren hatte die UBC engen geschäftlichen Kontakt zur deutschen Industriellenfamilie Thyssen, die zu den wichtigsten Förderern Hitlers gehörte. Ausschnitte aus einem 2004 erschienen Artikel im Guardian:

Der Guardian hat Beweise dafür gesehen, dass Bush der Direktor der in New York ansässigen Union Banking Corporation (UBC) war, die Thyssens US-Interessen vertrat, und er arbeitete nach dem Kriegseintritt Amerikas weiter für die Bank. Bush war auch im Vorstand von mindestens einem der Unternehmen, die Teil eines multinationalen Netzwerks von Frontunternehmen waren, damit Thyssen Vermögenswerte auf der ganzen Welt bewegen konnte. Thyssen besaß das größte Stahl- und Kohleunternehmen in Deutschland und wurde reich an Hitlers Bemühungen, sich zwischen den beiden Weltkriegen wieder zu bewaffnen. Eine der Säulen im internationalen Unternehmensnetz von Thyssen, UBC, arbeitete ausschließlich für eine von Thyssen kontrollierte Bank in den Niederlanden und war im Besitz dieser. Verlockender sind Bushs Verbindungen zur Consolidated Silesian Steel Company (CSSC) mit Sitz im mineralreichen Schlesien an der deutsch-polnischen Grenze. Während des Krieges nutzte das Unternehmen die Sklavenarbeit der Nazis aus den Konzentrationslagern, einschließlich Auschwitz. Das Eigentum an CSSC wechselte in den 1930er Jahren mehrmals den Besitzer, aber Dokumente aus dem im letzten Jahr freigegebenen US-Nationalarchiv verbinden Bush mit CSSC, obwohl nicht klar ist, ob er und UBC noch in das Unternehmen involviert waren, als Thyssens amerikanische Vermögenswerte 1942 beschlagnahmt wurden.

Weitere bemerkenswerte Mitarbeiter der BBH Bank waren:

  • Mehrere Mitglieder der Bankiersfamilie Brown, die wie gesagt Mitgründer der Bank war.
  • Robert A. Lovett (1895-1986). Er war US-Verteidigungsminister und im Kabinett von Präsident Truman und leitete in dieser Funktion den Nordkoreakrieg. Er heiratete in die Bankiersfamilie Brown. Er war eng mit William Harriman verbunden. Er war Mitglied bei Skull and Bones.
  • Percy Avery Rockefeller (1878-1934). Er war Mitglied bei Skull and Bones.
  • Prinz Constantin (*1972) aus der Fürstenfamilie von Liechtenstein.
  • Montagu Norman (1871-1950) aus der britischen Bankiersfamilie Norman. Er war langjähriger Chef der britischen Zentralbank.
  • Alan Greenspan (*1926). Er war langjähriger Chef der US-amerikanischen Zentralbank FED. Er arbeitete für viele Grosskonzerne. Er war oder ist noch immer Mitglied des Bohemian Club. Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien. Alan Greenspan hielt eine Rede bei Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk.
  • Robert Roosa (1918-1993). Er arbeitete ebenfalls für die FED und war unter Kennedy für Währungsangelegenheiten zuständig. Er war 11 Jahre lang Vorsitzender der Brookings Institution, die als eine der einflussreichsten Denkfabriken der Welt gilt. Er war 15 Jahre lang Direktor des „Council on Foreign Relations“, ebenfalls eine der mächtigsten Denkfabriken. Er war Treuhänder der Rockefeller Foundation.
  • Richard W. Fisher (*1949). Er war 10 Jahre lang Präsident und CEO der Abteilung der FED in Dallas.
  • Frederic Hottinger (*1961). Er kommt aus einer Schweizer Bankiersfamilie, die im 19. Jahrhundert zu den mächtigsten Bankiers in Frankreich gehörte.

Die Harriman Brüder gründeten 1933 die Investmentbank „Harriman, Ripley and Company“. 1965 fusionierte sie mit einer Bank, die auf die Drexel Familie zurückging. Die Drexels waren eine der wichtigsten Bankiersfamilien des 19. Jahrhunderts. Nach einer weiteren Fusion 1976 mit einer Bank der belgischen Bankiersfamilie Lambert (Bekannte und Verwandte der Rothschilds) entstand „Drexel Burnham Lambert“. Diese wurde zu einer der grössten Investmentbanken der Welt, ging aber 1990 Konkurs.

Ein Cousin der Harriman Brüder war Joseph Wright Harriman (1867-1949). Er war ebenfalls Bankier und gründete eine eigene Bank. 1934 wurde er wegen Bankbetrug zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt. Nach zwei Jahren kam er auf Bewährung frei.

Joseph Wright Harriman und Oliver Harriman (1829-1904) waren Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: Seite 8/11). Oliver war ebenfalls im Finanzwesen tätig. Sein Sohn Oliver Harriman Jr. (1862-1940) war in vielen elitären Clubs vertreten, darunter der Knickerbocker Club, der Metropolitan Club, der New York Yacht Club und der Ivy Club an der Princeton Universität (Quelle).

Die Harriman Familie gründete 1968 zusammen mit den Familien RockefellerMellon und Warburg das Private Equity-Unternehmen AEA Investors (Quelle).

Verbindungen zu alten Kolonialfamilien

Die Harriman Familie war mit mehreren alten Kolonialfamilien der US-Elite verbunden, also mit jenen Familien, die schon vor der Gründung der USA zur Elite der 13 Kolonien gehörten.

Ein früher Vorfahre der Harrimans war der Niederländer Wolfert Gerritse van Kouwenhoven (1579-1662). Er war einer der Hauptgründer der niederländischen Kolonie New Netherland, die das heutige New York ausmacht. Kouwenhoven hatte einen Knecht namens Jan Aertszoon (1620-1705). Dieser war der Stammvater der Vanderbilt Familie, die später ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu den reichsten Eisenbahnunternehmern der USA aufstieg. Die Harrimans stiegen in dieser Zeit ebenfalls zu reichen Eisenbahnunternehmern auf. Anne Harriman (1861-1940) heiratete in dritter Ehe in die Vanderbilt Familie.

Zu den frühen Vorfahren der Harrimans gehört wie gesagt die niederländische Kouwenhoven Familie. Interessanterweise waren die Harrimans im 20. Jahrhundert mit zwei Personen verbunden, die den Familiennamen Kouwenhoven hatten:

  • John Atlee Kouwenhoven (1909-1990) arbeitete bei der Bank „Brown Brothers Harriman and Co.“ und schrieb ein Buch über die Bank (Quelle).
  • Hendrik Jozef Kouwenhoven leitete eine niederländische Bank, die zusammen mit der Union Banking Corporation von Bush und Harriman zu einem Netzwerk gehörte, das finanzielle Dienstleistungen für die Thyssen Familie erbrachte (wurde oben schon erläutert) (Quelle). Hendrik Jozef Kouwenhoven regelte persönlich finanzielle Angelegenheiten der Thyssen Familie zur Nazizeit (Quelle: 1 und 2).

Anne Harriman (1861-1940) heiratete in zweiter Ehe Lewis Morris Rutherfurd Jr. (1859-1901). Dessen Mutter kam aus der niederländischen Kolonialfamilie Stuyvesant. Sie sind Nachfahren von Peter Stuyvesant (1592-1672), der zu den führenden Köpfen der niederländischen Kolonie New Netherland gehörte. Lewis hatte auch Blut der Kolonialfamilie Winthrop in sich. Die Winthrops waren Mitgründer der englischen Kolonien Connecticut und Massachusetts, aus denen die heutigen gleichnamigen US-Bundesstaaten hervorgingen.

Ein Bruder von Lewis, Winthrop Rutherfurd (1862-1944), hatte eine romantische Beziehung mit Consuelo Vanderbilt. Später heiratete er Lucy Mercer, die eine langjährige Geliebte von US-Präsident Franklin Roosevelt war. Die Roosevelt Familie ist ebenfalls eine niederländische Kolonialfamilie, die schon seit Ende des 17. Jahrhunderts zur New Yorker Elite gehört. Ein weiterer Bruder von Lewis war Stuyvesant Rutherfurd (1843-1909). Dessen erste Ehefrau war eine Urenkelin von John Jay, der zu den Gründervätern der USA gehörte. Die zweite Ehefrau von Stuyvesant Rutherfurd heiratete auch in den belgischen und niederländischen Adel.

Anne Harrimans Ehemann Lewis stammte väterlicherseits aus einem Zweig des schottischen Rutherfurd/Rutherford Clans. Der Familienzweig wurde vom schottischem Kaufmann Walter Rutherfurd (1723-1804) gegründet, der nach Nordamerika emigrierte. Dort gründete er 1756 in New York zusammen mit anderen Schotten die Saint Andrew’s Society of the State of New York, die bis heute besteht. Sie ist die älteste Wohltätigkeitsorganisation von New York. Saint Andrew’s Societies gibt es heute noch in vielen ehemaligen britischen Kolonien (USA, Kanada, Australien und weitere). Sie dienen unter anderem dazu, Kontakte zwischen den schottischen Kolonialfamilien zu fördern. In den Gesellschaften sind schottische Clans vertreten. Auch Walter Rutherfurd war Präsident der Saint Andrew’s Society von New York. Sein Sohn John Rutherfurd (1760-1840) heiratete sechs Jahre nach der Gründung der USA die Tochter des US-Gründervaters Lewis Morris. Der Gründervater Lewis Morris kam selbst aus einer Kolonialfamilie.

Eine Tochter von Anne Harriman und Lewis war Margaret Stuyvesant Rutherfurd (1891-1976). Sie heiratete in dritter Ehe in die französische Hochadelsfamilie Murat/Bonaparte (die Familie von Kaiser Napoleon). Ihr zweiter Ehemann war ein Offizier des britischen Geheimdienstes MI6. Ihr erster Ehemann war der US-Finanzminister Ogden Livingston Mills (1884-1937). Dieser stammte aus der Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern der USA gehörte und vom schottischen Livingstone Clan abstammt. Der Gründervater Philip Livingston (1716-1778) war der erste Präsident der oben erwähnten „Saint Andrew’s Society of the State of New York“. Ogden Livingston Mills hatte zwei Schwestern. Eine heiratete einen Grafen aus dem schottischen Forbes Clan und die andere heiratete in die Industriellenfamilie Phipps (sind heute Milliardäre). Die Phipps Familie war mit dem führenden Stahlunternehmer Andrew Carnegie befreundet, der ebenfalls Präsident der Saint Andrew’s Society von New York war.

Cornelia Averell Harriman (1884-1966) heiratete Robert Livingston Gerry Sr., der ebenfalls aus der schottischen Kolonialfamilie Livingston stammte. Sein Urgrossvater Elbridge Gerry (1744-1814) gehörte zu den Gründervätern der USA. Roberts Sohn Elbridge arbeitete für die Bank der Harriman Familie. (Quelle) Roberts Sohn Edward heiratete Martha Farish. Deren Vater William war in den 30er-Jahren Präsident von Standard Oil of New Jersey und hatte dabei geschäftlichen Kontakt nach Nazideutschland. Standard Oil war dazumal der grösste Erdölkonzern der Welt und wurde von der berühmten Rockefeller Familie kontrolliert. Martha Farish war die Tante von William Farish III. (*1939). Dieser ist ein enger Freund des US-Präsidenten George W. Bush. William diente Präsident Bush von 2001 bis 2004 als Botschafter in Grossbritannien. William wurde auf seiner Farm mehrmals von der britischen Queen Elizabeth besucht. Seine Frau war eine Nachkommin der Du Pont Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört. (Quelle: 1, 2, 3)

Lillie Harriman (1870 geboren) heiratete in die Havemeyer Familie, die früher das grösste Zuckerunternehmen der USA kontrollierte. Die Havemeyer Familie war über Heiraten mit den niederländischen Kolonialfamilien Roosevelt, Vanderbilt und Frelinghuysen verschwägert sowie auch mit der Du Pont Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gehört.

Emmeline Harriman (1860-1938) heiratete in zweiter Ehe Stephen Henry Olin. Dieser hatte eine Tochter aus einer anderen Ehe, die Lewis Stuyvesant Chanler heiratete, ein Nachkomme der Kolonialfamilien Stuyvesant, Ward und Winthrop. Er war auch mit der Astor Familie verwandt, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts.

Weitere erwähnenswerte Heiraten

Jefferson Borden Harriman (1864-1914) heiratete Florence Jaffray Hurst. Zu ihrer Hochzeit kamen US-Präsident Grover Cleveland, JP Morgan, John Jacob Astor IV. und Cornelius Vanderbilt. (Quelle) Seine Frau gründete 1903 den Colony Club, ein elitärer New Yorker Club für Frauen. Zu den Mitgliedern gehörten die mächtigsten Frauen des Landes, unter anderem Madeleine Astor, Abby Aldrich Rockefeller, Anne Harriman Vanderbilt und Anne Morgan. (Quelle)

William Harriman (1891-1986) heiratete in zweiter Ehe Marie Norton, die zuvor mit Cornelius Vanderbilt Whitney verheiratet war. Die Whitneys sind Nachfahren der Pilgerväter. William Harriman heiratete in dritter Ehe Pamela Digby. Ihr Vater war ein Baron aus der britischen Adelsfamilie Digby. Pamela Digby war zuvor mit Randolph Frederick Churchill verheiratet, dem Sohn des britischen Premierministers Winston Churchill. Pamela führte auch romantische Beziehungen mit Élie de Rothschild, Aly Khan, Gianni Agnelli und Stavros Niarchos (Quelle).

Emmeline Harriman (1860-1938) heiratete in die Dodge Familie, die das Bergbauunternehmen Phelps Dodge Corporation gründete und führte. Es wurde zu einem der grössten Kupferproduzenten der Welt. Seit 2007 gehört das Unternehmen zu Freeport-McMoRan, der derzeit einer der grössten Kupferproduzenten ist. Die Dodge Familie heiratete auch in die berühmte Rockefeller Familie.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Ford Familie

Die US-amerikanische Familie Ford gründete und kontrolliert den Automobilkonzern Ford, der schon seit über 100 Jahren zu den grössten Automobilherstellern der Welt gehört. Mitte des 20. Jahrhunderts war die Ford Familie vermutlich die reichste Familie der USA, neben Rockefeller, Mellon und Du Pont (Quelle). Das heutige Vermögen der Ford Familie wurde im Jahr 2015 auf zwei Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Ford ist eines der grössten Familienunternehmen der Welt. 2020 war Ford nach Umsatz das zwölftgrösste Unternehmen der USA. 2018 besass die Ford Familie vierzig Prozent der Stimmrechte, aber kaum Unternehmensanteile. Für die Familie ist die Kontrolle über den Konzern wichtiger als das Geld.

Bemerkenswerte Familienmitglieder

Henry Ford (1863–1947) gründete 1903 die Ford Motor Company. Er gilt als der Hauptentwickler der Fliessbandproduktion. Bereits nach einem Jahrzehnt gehörte Ford zu den grössten Unternehmen der USA (Quelle). Seit dem Börsengang des Konzerns 1956 gehörte Ford bis zum Jahr 2005 stets zu den zehn umsatzstärksten Unternehmen der USA. (Quelle)

Henry Ford war zeitweise der reichste Amerikaner und man zählt ihn heute noch zu den reichsten Amerikanern aller Zeiten. (Quelle)

Der Ford-Konzern unterhielt in den 30er-Jahren geschäftliche Beziehungen zum deutschen Naziregime und unterstützte die Rüstungsproduktion der Nazis. (Quelle: 1, 2) Die deutsche Tochterfirma des Ford-Konzerns beschäftigte während des Zweiten Weltkrieges etwa 1350 Zwangsarbeiter. (Quelle) Henry Ford war in den 20er-Jahren als Verleger mitverantwortlich für die Herausgabe einer Zeitung, die antisemitische Verschwörungstheorien verbreitete. (Quelle) Die Publikationen hatten Einfluss auf führende deutsche Nazis, wie Adolf Hitler und Joseph Goebbels. Hitler hatte ein Porträt von Henry Ford in seinem Münchner Büro und sah ihn als eine Inspiration an. 1938 erhielt Henry Ford von Hitler das Grosskreuz des deutschen Adlers, der höchste Verdienstorden von Nazideutschland für Ausländer. Der Nazi-Politiker Baldur von Schirach sagte beim Nürnberger Prozess: „Das ausschlaggebende antisemitische Buch, das ich damals las und das Buch, das meine Kameraden beeinflusste […], war das Buch von Henry Ford ‚Der internationale Jude‘. Ich las es und wurde Antisemit.“ (Quelle: 1, 2) Die heutigen Mitglieder der Ford Familie sind anscheinend keine Antisemiten und kennen jüdische Manager über die Konzernführung und ihre Stiftung. Sidney Weinberg, der einer der mächtigsten Juden der Wall Street war, leitete 1956 im Auftrag der Ford Familie den Börsengang des Ford-Konzerns. Sein Enkel John Weinberg ist zurzeit im Vorstand des Ford-Konzerns.

Henry Ford war Freimaurer und erreichte den 33. Grad (der höchste Freimaurergrad). (Quelle) Er war Mitglied der US-amerikanischen Freimaurerlogen „Zion Lodge No. 1“ und „Palestine Lodge No. 357“. (Quelle) Die wichtigsten Automobilkonzerne der USA sind schon seit hundert Jahren General Motors, Ford und Chrysler. Letzterer wurde von Walter Chrysler gegründet, der ebenfalls Freimaurer war. (Quelle) General Motors war in den 30er-Jahren ebenfalls am Aufbau der deutschen Rüstungsindustrie beteiligt. (Quelle: 1, 2, 3) In dieser Zeit wurde General Motors von der Du Pont Familie kontrolliert.

Henrys Sohn Edsel Ford (1893–1943) leitete den Ford-Konzern. Edsel war mit John D. Rockefeller Jr. befreundet. (Quelle)

Henry Ford II. (1917–1987) leitete den Ford-Konzern und die Ford Foundation. Er war ein enger Freund von John Hugo Loudon, der auch mit David Rockefeller befreundet war. (Quelle) John kam aus der niederländischen Adelsfamilie Loudon. Henry Ford II. war Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Loudon und Rockefeller gehörten ebenfalls zur Stiftung. (Quelle) Henry Ford II. war Mitglied des Bohemian Club. (Quelle) Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

William Clay Ford Sr. (1925–2014) heiratete eine Enkelin von Harvey Samuel Firestone. Harvey war ein Freund von Henry Ford und gründete die Firestone Tire and Rubber Company, einer der ersten grossen Hersteller von Autoreifen. Sein Sohn Leonard Firestone war Mitglied des Bohemian Club (Quelle).

Charlotte Ford (*1941) heiratete 1965 den griechischen Unternehmer Stavros Niarchos, der einer der reichsten Männer der Welt war. 1973 heiratete sie den Investor Julius Anthony Forstmann. (Quelle) Julius verstorbener Bruder Theodore Forstmann war Milliardär. Theodore war mit dem Milliardär John Walton befreundet. Die Walton Familie gilt als die reichste Familie der USA.

William Clay Ford Jr. (*1957) ist derzeit Vorsitzender des Ford-Konzerns. Er war von 2005 bis 2015 Vorstandsmitglied von eBay. Zurzeit ist er im binationalen Aufsichtsrat der US-Mexico Handelskammer (USMCOC). Der Wirtschaftsverband setzt sich für Handelsbeziehungen zwischen den USA und Mexico ein. William war Präsident des Ivy Clubs an der Princeton Universität. Princeton ist eine der reichsten und elitärsten Privatuniversitäten der Welt. Zum Ivy Club gehörten auch Mitglieder der Familien Rockefeller, Mellon, Harriman und Lee.

Bemerkenswerte Personen, die zur Führung des Ford-Konzerns gehörten, wären:

  • Robert McNamara (1916–2009) war Präsident von Ford. Er war Verteidigungsminister der USA und Präsident der Weltbank.
  • Robert Rubin (*1938) sass im Vorstand von Ford. Er war Finanzminister der USA und gehörte zum Vorstand von Goldman Sachs und Citigroup, zwei der grössten Banken der USA. Er war Vorsitzender des Council on Foreign Relations (CFR), eine der mächtigsten Denkfabriken der USA.
  • Marie-Josée Kravis (*1949) war im Vorstand von Ford. Sie ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen. Ihr Ehemann ist der Milliardär Henry Kravis, der in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen besuchte. Marie-Josée kennt über den Vorstand des LVMH-Konzerns den französischen Multimilliardär Bernard Arnault.
  • Jorma Ollila (*1950), einer der mächtigsten Wirtschaftsführer Finnlands, war im Vorstand von Ford. Er war Vorsitzender von Nokia und Shell. Er sitzt im Vorstand von Perella Weinberg Partners. Er gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen und war Vorsitzender des European Round Table for Industry (ERT). Der ERT gilt als eine der mächtigsten Instanzen der Wirtschaftselite der EU-Staaten und hat direkten Einfluss auf die EU-Kommission. Zum ERT gehören über 50 Konzernchefs aus Europa.
  • Sir John Bond (*1941) war im Vorstand von Ford. Der Brite wurde zum Ritter geschlagen. Er war Vorsitzender von HSBC, Vodafone und Xstrata sowie Vorsitzender des Institute of International Finance.
  • Ernest Breech (1897–1978) war Vorsitzender von Ford. Er war wie Henry Ford Freimaurer im 33. Grad. (Quelle)
  • Jacques Nasser (*1947) war Präsident und CEO von Ford. Der libanesisch-australische Manager war Vorsitzender von BHP, einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt. Er sitzt derzeit im Vorstand der Fox Corporation und kennt dadurch die australisch-amerikanische Milliardärsfamilie Murdoch. Über seinen Vorstandsposten beim Koç-Konzern wird er die türkische Milliardärsfamilie Koç kennen.
  • Alan Mulally (*1945) war Präsident und CEO von Ford. Er war Vorstandsmitglied von Google sowie Vizepräsident des Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns Boeing.
  • Jon Huntsman Jr. (*1960) gehört derzeit zum Vorstand von Ford. Er war Gouverneur des US-Bundesstaates Utah. Von 2017 bis 2019 war er US-Botschafter in Russland. Er vertrat die USA als Botschafter auch in China und Singapur. Er war Vorsitzender des Atlantic Council, eine einflussreiche Denkfabrik.

Ford Foundation

1936 gründete die Familie die Ford Foundation. Diese ist bis heute eine der reichsten Stiftungen der Welt und verwaltet 16 Milliarden US-Dollar. Zu den Treuhändern der Stiftung gehören neben Henry Ford III. auch George H. Walker (ein Verwandter von US-Präsident George W. Bush) und die Milliardärin Laurene Powell Jobs. (Stand: 16.7.2024) Laurene ist die Witwe von Steve Jobs, der Apple gegründet hatte, eines der grössten Unternehmen der Welt. Ein bemerkenswerter ehemaliger Treuhänder der Ford Foundation ist Tim Berners-Lee, der Begründer des World Wide Web.

Wie alle Elitestiftungen spendet die Ford Foundation in erster Linie Geld für wohltätige Zwecke. Aber eben nicht nur für wohltätige Zwecke. Die Ford Foundation gründete und stiftete 1948 zusammen mit dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern Douglas Aircraft die RAND Corporation. (Quelle) Die RAND Corporation gilt als einer der einflussreichsten Think Tanks der Welt. Die Denkfabrik berät unter anderem das US-Militär und konzentriert sich traditionell auf den strategisch-militärischen Bereich. Mehrere führende Mitglieder arbeiteten für die Rüstungsindustrie. Der Gründer-Konzern Douglas Aircraft ist heute Teil des Boeing-Konzerns, der neben Zivilflugzeugen auch Rüstungsgüter herstellt und einer der grössten Rüstungskonzerne der Welt ist.

Die Ford Foundation spendete von 2006 bis 2014 über 800 000 US-Dollar an die RAND Corporation. (Quelle)

Die Ford Foundation spendete in den letzten Jahren Millionenbeträge an einflussreiche Denkfabriken, darunter an das Chatham House, Brookings Institution, Center for American Progress, Carnegie Endowment for International Peace, Center for Strategic and International Studies und noch weitere.

Die Ford Foundation spendet traditionell an Organisationen, die sich für Familienplanung und Bevölkerungskontrolle einsetzen. Die Ford Familie spendete Millionen für von den Vereinten Nationen unterstützte Familienplanungsprojekte weltweit. (Quelle) In den letzten 14 Jahren spendete sie mehr als 17 Millionen Dollar an die „Planned Parenthood Federation of America“. (Quelle) Mehrere Millionen gingen auch an den Population Council. (Quelle) Der Population Council wurde von der Rockefeller Familie gegründet.

In den letzten 14 Jahren spendete die Ford Foundation über 80 Millionen Dollar an Rockefeller-Stiftungen. (Quelle) Die Familien Rockefeller und Ford kennen sich schon spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihre Stiftungen sind seit über 50 Jahren ein wichtiger Knotenpunkt im internationalen Netzwerk der Bewegung für Bevölkerungskontrolle. (Mehr dazu)

Von 1966 bis 1979 war McGeorge Bundy Präsident der Ford Foundation. Er gehörte zu den Architekten des Vietnamkriegs. Er und sein Bruder sowie der Vater waren Mitglied der berüchtigten Geheimgesellschaft Skull and Bones und übernahmen eine führende Rolle bei mächtigen Denkfabriken. Der Bruder war Generalsekretär der Bilderberg-Treffen. (Mehr dazu)

Von 1958 bis 1965 war John McCloy Vorsitzender der Ford Foundation. (Quelle: 1, 2) Er gehörte zur obersten Riege der US-amerikanischen Elite. Er war Chef der Weltbank und Vorsitzender der Chase Manhattan Bank, die eine der grössten Banken der Welt war. Nach McCloy leitete der höchst einflussreiche David Rockefeller die Bank weiter. McCloy war auch David Rockefellers Vorgänger als Vorsitzender des Council on Foreign Relations, der als eine der einflussreichsten Denkfabriken gilt. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete McCloy die US-Besatzungsmacht in Deutschland. Seine Frau war mit der Ehefrau von Konrad Adenauer verwandt. Adenauer wurde nach dem Krieg zum ersten Bundeskanzler (Regierungschef) der Bundesrepublik Deutschland. In der Nachkriegszeit gründete McCloy zusammen mit seinem Freund Eric Warburg (ein einflussreicher Bankier) die Atlantik-Brücke und den American Council on Germany, zwei Organisationen, die die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland fördern. (Mehr dazu)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Keswick Familie

Die schottische Keswick Familie ist seit über 150 Jahren in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv und gehört zur britischen Kolonialelite in Hongkong. Hongkong war von 1843 bis 1997 eine britische Kolonie. Mit einer Landesfläche von etwa 1100 Quadratkilometern ist Hongkong vierzigmal kleiner als die Schweiz. Dennoch gehört Hongkong zu den zehn grössten Exportnation der Welt. Hongkong war in den letzten 150 Jahren der führende Finanzplatz Asiens. Das Hongkonger Finanzwesen wurde allerdings nicht von Asiaten aufgebaut, sondern von britischen Bankiers, darunter auch von der Keswick Familie. Heute gilt Hongkong als eine der fünf grössten Steueroasen der Welt. 2020 belegte das Land Platz 4 auf dem Schattenfinanzindex.

Das Vermögen der Keswick Familie wurde 2024 auf 4,5 Milliarden Pfund geschätzt. (Quelle) Dies entspricht derzeit 5,6 Milliarden US-Dollar. 

Die Keswick Familie ist kein schottischer Clan, aber sie ist familiär mit vielen schottischen Clans verbunden, darunter auch mit mehreren adligen Clan-Chefs, welche die Oberhäupter der schottischen Aristokraten sind.

Die Keswick Familie kontrolliert den Hongkonger Grosskonzern „Jardine Matheson“. Laut companiesmarketcap.com war Jardine Matheson im August 2023 nach Umsatz und Marktkapitalisierung eines der fünf grössten Unternehmen Hongkongs. Nach Anzahl der weltweiten Angestellten ist es das grösste Unternehmen des Landes. Es ist in ganz Asien und auch in Grossbritannien aktiv. Jardine Matheson ist ein Mischkonzern. Zu den Geschäftssparten gehören unter anderem Einzelhandel, Immobilien, Autohäuser, Hotels, Logistik und Bauwesen. Die Tochterfirma „Jardine Cycle & Carriage“ besitzt zur Hälfte Astra International, einer der grössten Konzerne Indonesiens. Jardine Cycle & Carriage ist einer der Hauptaktionäre des vietnamesischen Milchkonzerns Vinamilk. Jardine Matheson hat seinen Sitz in der Steueroase Bermuda.

Jardine Matheson wurde im 19. Jahrhundert als britisches Handelshaus gegründet, das sich auf den ostasiatischen Handel konzentrierte. Es war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts das grösste ausländische Handelsunternehmen in Ostasien und war einer der grössten Opiumhändler der Welt.

Die Keswick Familie ist zudem traditionell mit der britischen Grossbank HSBC und deren Führungskräften verbunden.

Die Keswicks sind seit vielen Jahren mit der Rothschild Familie befreundet. (Quelle) Die Rothschilds sind bereits seit 1838 geschäftlich mit dem Grosskonzern Jardine Matheson verbunden. (Quelle) Adam Keswick ist seit 2018 im Aufsichtsrat der Rothschild Bank.

2013 trat Baron James Sassoon dem Vorstand von Jardine Matheson bei und kennt somit die Keswick Familie. (Quelle) Die Sassoon Familie ist wie die Keswicks seit dem 19. Jahrhundert im ostasiatischen Handel aktiv und war ebenfalls ein bedeutender Opiumhändler. Sie hatte schon damals Kontakt zur Keswick Familie, was unten genauer erläutert wird.

1. Generation

William Keswick (1834–1912) war der Gründer der Familiendynastie. Seine Grossmutter, Jean Jardine Johnstone, war eine Schwester von William Jardine. Dieser gründete 1832 zusammen mit James Matheson das Handelshaus „Jardine Matheson & Co.“, das sich auf den ostasiatischen Handel konzentrierte und zu einem der grössten Opiumhändler wurde. Matheson und Jardine stammten aus schottischen Clans (Quelle: 1 und 2).

William Keswick war in Schottland aufgewachsen. Er reiste nach Hongkong und arbeitete für das Handelshaus Jardine Matheson & Co. 1862 wurde er Partner des Unternehmens und gehörte zu dessen Führung. 1886 reiste er zurück nach Grossbritannien. Dort gehörte er zur Führung des Londoner Handelshauses „Matheson & Company“ und war somit weiterhin mit den Familien Matheson und Jardine verbunden. Zudem ging er in die britische Politik.

William Keswick war Vorsitzender der britischen Handelsvereinigung „China Association“. Die Handelsvereinigung wurde 1889 gegründet und vertrat Interessen britischer Unternehmen, die im ostasiatischen Handel aktiv waren. Darunter waren die Handelshäuser „Jardine Matheson & Co.“, „Dent & Co.“ und „Swire & Sons“ (Swire Familie) sowie das Erdölunternehmen Shell (Samuel Familie). Die Mitgliederbeiträge und Spenden der China Association wurden von der „Hong Kong and Shanghai Banking Corporation“ (HSBC) verwaltet. (Quelle) Die britische Bank wurde 1865 in Hongkong von schottischen Bankiers gegründet. Die Bank finanzierte den britisch-ostasiatischen Handel. In ihrer Anfangszeit spielte sie eine wichtige Rolle in der Finanzierung des Opiumhandels und profitierte davon. (Quelle: 1 und 2) William Keswick war Vorsitzender der HSBC. Heute ist die HSBC eine der grössten Banken der Welt.

Der Nachfolger der China Association war die Hong Kong Association, die bis heute besteht. (Quelle) Zu den aktuellen Ausschussmitgliedern der Hong Kong Association gehören:

  • Adam Keswick ist Vorsitzender des Ausschusses.
  • Sir Douglas Jardine Flint. Der Brite war von 2010 bis 2017 Vorsitzender der HSBC. Dem Namen nach könnte er aus der bereits erwähnten Jardine Familie kommen. Er besuchte das Bilderberg-Treffen.
  • Mark Tucker. Der Brite ist seit 2017 Vorsitzender der HSBC. Er besuchte das Bilderberg-Treffen.
  • Baron James Sassoon aus der bereits erwähnten Sassoon Familie.
  • Barnaby und Merlin Swire aus der britischen Milliardärsfamilie Swire, die schon seit über 150 Jahren in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv ist.
  • José Viñals. Der Spanier ist seit 2019 Vorsitzender der Standard Chartered Bank, eine der grössten britischen Banken. Die Bank konzentriert sich wie die HSBC auf den asiatischen Raum. Sie entstand aus der Chartered Bank, die 1853 durch eine Royal Charter von Queen Victoria gegründet wurde, um Finanzdienstleistungen für die Kolonialelite in britischen Kolonien in Asien und Australien zu erbringen. Heute macht die Bank rund 90 Prozent ihrer Einnahmen und Gewinne in Asien, Afrika und dem Nahen Osten.
  • Sir Sebastian Wood. Er war britischer Botschafter in China und Deutschland. Inzwischen ist er Vorsitzender der chinesischen Abteilung des britischen Finanzkonzerns Schroders, der schon seit dem 19. Jahrhundert in Hongkong aktiv ist.

(Stand: August 2023) (Quelle)

Die Handelsvereinigung wird somit noch immer vom selben Kreis geleitet wie vor 150 Jahren.

William Keswicks jüngerer Bruder James Johnstone Keswick (1845–1914) gehörte auch zur Führungsclique von „Jardine Matheson & Co.“ und lebte in Hongkong, China und Japan. Er war ebenfalls Vorsitzender der HSBC. Die HSBC war in ihrer Anfangszeit auch mit den Familien Sassoon, Berenberg-Gossler, Donner und Forbes verbunden.

Anmerkung zur HSBC: Die HSBC gehört seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den weltweit grössten Banken. Im Jahr 2023 war sie die achtgrösste Bank. (Quelle) Sie besass Ende 2023 ein Vermögen im Wert von drei Billionen US-Dollar. (Quelle) Im Juni 2024 überstiegen die gesamten verwahrten Vermögenswerte neun Billionen US-Dollar. (Quelle) Sie ist zwar eine britische Bank, konzentriert sich aber auf das Ausland und ist auf allen Kontinenten führend. Global gesehen ist sie derzeit die vielleicht mächtigste Bank der Welt. Die HSBC war bis in die 1920er-Jahre die führende ausländische Bank in China und die führende Bank in Asien. Nach der Machtübernahme der Kommunisten in China im Jahr 1949, die zur Gründung der Volksrepublik China führte, gab die HSBC ihre Geschäfte in China auf, mit Ausnahme der Niederlassung in Shanghai. Ab Ende der 70er-Jahre begann sich China wieder für ausländische Investitionen zu öffnen. 1984 erhielt die HSBC als erste ausländische Bank seit 1949 eine Banklizenz in China. (Quelle: 1 und 2) Heute ist die HSBC der grösste ausländische Kreditgeber in China und arbeitet mit mehr als 1200 Unternehmen aus China zusammen (Stand: 2021). (Quelle) Die HSBC besitzt 19 Prozent der Bank of Communications (Stand: 2024). (Quelle) Diese ist eine der grössten chinesischen Banken und eine der grössten der Welt. In den letzten 25 Jahren wurde der HSBC mehrfach vorgeworfen, dass sie finanzielle Dienstleistungen für Terroristen und die organisierte Kriminalität, darunter Drogenkartelle, erbringt und ihnen bei der Geldwäsche half. Sie hatte auch unerlaubterweise einflussreiche Kunden aus sanktionierten Ländern. (Quelle: 1234) In manchen Fällen wurde sie deswegen zu Geldstrafen verurteilt. Die Triaden (chinesische Mafia) kontrollieren seit der Illegalisierung einen grossen Teil des Opium- und Heroinhandels in Asien und ihre Führung gehört zu den mächtigsten Geschäftsleuten der globalen Schattenwirtschaft. Man geht davon aus, dass ein grosser Teil der Vermögensverwaltung und Geldwäsche der Triaden im Hongkonger Finanzwesen stattfindet. Die HSBC ist bis heute die grösste Bank Hongkongs. Zudem machte die HSBC Geschäfte mit Personen, welche die al-Qaida finanzieren oder ihr nahe stehen, darunter Mitglieder des saudischen Königshauses (Quelle: 1 und 2). Die al-Qaida und die Taliban waren oder sind noch immer der grösste Opiumproduzent der Welt. (Quelle: 1 und 2) Die HSBC ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

James Johnstone Keswick war Mitglied des Exekutivrates von Hongkong, der seit über 170 Jahren besteht. Ursprünglich wurde der Rat von Briten geführt und vertrat die Interessen der britischen Kolonialelite in Hongkong. 1997 wurde Hongkong unabhängig von Grossbritannien und an China übergeben. Seither wird der Rat von Asiaten geführt, die aber diplomatischen Kontakt zur britischen Kolonialelite haben.

Die Brüder William Keswick und James Johnstone Keswick waren Mitglieder des Hongkonger Legislativrats. Dieser wurde 1843 von den Briten als Rat von Kolonial-Gesetzgebern gegründet. Er wurde ebenfalls bis 1941 fast nur von Briten geführt, darunter mehreren Mitarbeitern von Jardine Matheson und HSBC. Auch Frederick David Sassoon und weitere Interessenvertreter der Sassoon Familie waren im Legislativrat. Viele Ratsmitglieder waren Schotten und mehrere davon waren Häuptlinge der Saint Andrew’s Society of Hong Kong. Saint Andrew’s Societies gibt es in vielen ehemaligen britischen Kolonien (USA, Kanada, Australien und weitere). Sie dienen unter anderem dazu, Kontakte zwischen den schottischen Kolonialfamilien zu fördern. James Johnstone Keswick war einer der ersten Häuptlinge der Saint Andrew’s Society von Hong Kong.

James Johnstone Keswick heiratete eine Tochter von Harry Smith Parkes. Harry war britischer Diplomat in Ostasien und dabei mitverantwortlich für den Ausbruch des zweiten Opiumkriegs. (Quelle)

William Keswick war der erste Vorsitzende der Imperial Bank of Persia. Sie war die erste wichtige Bank im Iran, wo bis dahin aufgrund der Religion Kredite vergeben mit Zinsen verboten war und es somit noch keine Finanzindustrie gab. Die Imperial Bank of Persia kontrollierte von ihrer Gründung 1889 bis 1930 die iranische Finanzindustrie und fungierte als Zentralbank. Ihr Hauptsitz lag in Grossbritannien. In den 50er-Jahren gab die Bank den iranischen Markt auf und wurde Teil der HSBC. Die Imperial Bank of Persia wurde (zumindest anfangs) von den Familien Keswick, Sassoon und Reuter kontrolliert. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Ein weiterer Bruder war John Johnstone Jardine Keswick (1842–1904). Er arbeitete für den britischen Bergbaukonzern Rio Tinto und kannte dessen Gründer Hugh Matheson persönlich (Quelle). Rio Tinto gehört schon seit über 100 Jahren zu den grössten Bergbaukonzernen der Welt. Hugh Mathesons Onkel war Mitgründer von Jardine Matheson und kannte somit die Keswick Familie.

2. Generation

Henry Keswick (1870–1928) war ebenfalls Mitglied des Exekutiv- und Legislativrats. Er war Vorsitzender der HSBC und leitete mehrere Hongkonger Unternehmen. Als er nach Grossbritannien zurückkehrte, war er dort in London für die HSBC tätig.

3. Generation

William Johnstone „Tony“ Keswick (1903–1990) arbeitete für Jardine Matheson. Er war in der Führung der Bank of England (britische Zentralbank) und im Vorstand des Öl- und Gaskonzerns British Petroleum (BP). BP ist schon seit über 100 Jahren eines der grössten britischen Unternehmen und einer der grössten Erdölproduzenten der Welt. Während des Zweiten Weltkrieges war William Johnstone Keswick für die britischen Geheimdienste tätig. Er wurde zum Ritter geschlagen. Zudem gehörte er zur „Royal Company of Archers“, welche die traditionelle Leibwache der schottischen Monarchen ist. (Quelle: 1 und 2) Sie wird von Adligen aus schottischen Clans geführt.

William Johnstone Keswick war Govenor der Hudson’s Bay Company. (Quelle) Das Unternehmen wurde 1670 durch eine königliche Urkunde des britischen Königs gegründet. Die Hudson’s Bay Company kontrollierte den Pelzhandel in den britischen Kolonien in Kanada. Das Unternehmen ist bis heute im kanadischen Einzelhandel tätig und der Jahresumsatz liegt bei mehreren Milliarden US-Dollar.

William Johnstone Keswick gehörte zum Exekutivkomitee der Pilgrims Society. (Quelle: Seite 27/36) Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren die Freundschaft zwischen den Eliten Grossbritanniens und der USA.

William Johnstone Keswick heiratete Mary Lindley. Marys Vater Francis Oswald Lindley war britischer Botschafter in Japan, Portugal, Norwegen, Griechenland und Österreich. Marys Grossvater mütterlicherseits war Baron Simon Fraser, der 13. Lord Lovat und damalige Clan-Chef des schottischen Fraser von Lovat Clans. Marys Schwester Bridget heiratete einen Baronet aus dem schottischen McEwen Clan. Marys Schwester Sarah heiratete einen Grafen aus der englischen Adelsfamilie Yorke. Die Schwester Alice heiratete den Diplomaten Oscar Morland, der britischer Botschafter in Japan und Indonesien war. (Quelle: 1 und 2) Jardine Matheson ist in Japan und Indonesien geschäftlich aktiv.

John Keswick (1906–1982) arbeitete während des Zweiten Weltkrieges ebenfalls für britische Geheimdienste. 1950 erhielt er einen britischen Ritterorden. Er war Präsident der bereits erwähnten China Association. Er war mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhou Enlai befreundet, der ein enger Vertrauter des kommunistischen Diktators Mao Zedong war und Soong Ching-ling nahe stand, die damals mächtigste Frau Chinas. John Keswick freundete sich auch mit Soong Ching-ling an. (Quelle: 1, 2, 3) Johns Frau war mütterlicherseits die Enkelin eines Grafen aus der englischen Adelsfamilie Feilding. (Quelle)

4. Generation

Der Milliardär Henry Keswick (*1938) war Vorsitzender von Jardine Matheson und gilt als einer der mächtigsten Männer Hongkongs. Er wurde zum Ritter geschlagen. Eine Zeit lang besass er das britische Magazin The Spectator. Er heiratete wie sein Vater in den schottischen Fraser Clan. Sein Schwiegervater war der damalige Clan-Chef des Fraser von Lovat Clans. Henrys Frau war zuvor mit Baron Hugh Mackay (der 14. Lord Reay) verheiratet gewesen, dem damaligen Clan-Chef des MacKay Clans. (Quelle: 1 und 2) Henry Keswick war oder ist noch immer Mitglied der Pilgrims Society und des 1001 Trusts (WWF-Stiftung). (Quelle: 1 und 2) Er unterhielt in den letzten 10 Jahren noch immer diplomatischen Kontakt zur chinesischen Regierung. (Quelle: 1 und 2)

John Chippendale Keswick (*1940), bekannt als Chips Keswick, war Mitglied der Pilgrims Society. (Quelle) Er gehörte zur Führung der Bank of England (britische Zentralbank). Als Vorsitzender der Hambros Bank hatte er Kontakt zur britischen Bankiersfamilie Hambro. Er war im Vorstand der britischen Bergbaukonzerne De Beers und Anglo American, die früher von der Milliardärsfamilie Oppenheimer kontrolliert wurden. Chips Keswick wird die Oppenheimer kennen, da er für ihre Holding „E. Oppenheimer & Son Ltd.“ arbeitete. Darüber hinaus sass Chips Keswick im Vorstand des britischen Ingenieurkonzerns IMI und im Vorstand des britischen Baukonzerns Persimmon sowie im Vorstand der britischen Investec Bank, die zur südafrikanischen Finanzgruppe Investec gehört. Chips Keswick war Vorsitzender von Arsenal, einer der erfolgreichsten Fussballclubs Englands. (Quelle: 1, 2, 3)

Chips Keswick heiratete Lady Sarah Ramsay. Sie ist eine der ältesten Freundinnen von Queen Camilla. Die Keswick Familie hat dadurch einen direkten Draht zum Königshaus. (Quelle) Sarah kommt mütterlicherseits aus dem schottischen Stirling Clan und ihre Grossmutter war die Tochter des Clan-Chefs des Fraser von Lovat Clans. Sarahs Vater, Graf Simon Ramsay, war der Clan-Chef des Ramsay Clans und stammte mütterlicherseits aus dem Drummond Clan. (Quelle)

Simon Keswick (*1942) war im Vorstand von Jardine Matheson. Er nahm an einem Treffen in Hongkong teil, bei dem die Hongkonger Multimilliardäre Li Ka-shing und Lee Shau Kee dabei waren. Auch der chinesische Wirtschaftsboss Rong Zhijian kam zum Treffen. (Quelle) Rong Zhijian kommt aus der Rong Familie, die seit über 120 Jahren zu den mächtigsten Geschäftsleuten in China gehört.

Simon Keswicks Schwiegermutter war die Tochter eines Grafen aus der Familie Elliot-Murray-Kynynmound, die aus dem Elliot Clan hervorging. (Quelle)

5. Generation

Edward Percy Keswick Weatherall (*1957) kommt mütterlicherseits aus der Keswick Familie. Er ist im Vorstand von Jardine Matheson. Seine Schwester Isobel Weatherall heiratete den Grafen Michael Fergus Bowes-Lyon, der damalige Clan-Chef des Lyon Clans (Quelle). Der Graf war mit dem britischen Königshaus verwandt. Queen Elisabeth II. kam mütterlicherseits aus dem schottischen Lyon Clan. Edwards Schwester Catherine heiratete den einflussreichen Politiker Nicholas Soames, der mütterlicherseits ein Enkel des britischen Premierministers Winston Churchill ist. Nicholas Soames heiratete in zweiter Ehe in die alte Bankiersfamilie Smith. Seine Schwester Charlotte heiratete in die Bankiersfamilie Hambro. (Quelle: 1 und 2) Smith und Hambro sind zwei der wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

Adam Keswick (*1973) ist im Vorstand von Jardine Matheson. 2018 trat er dem Aufsichtsrat der Rothschild Bank bei (Quelle). Er sitzt auch im Vorstand des Automobilunternehmens Ferrari. Er könnte daher die italienischen Milliardärsfamilien Agnelli und Ferrari kennen, die das Unternehmen kontrollieren. Er könnte auch Delphine Arnault kennen, da diese ebenfalls Direktorin von Ferrari ist. (Stand: 31.10.2021) Sie kommt aus der Arnault Familie, die zurzeit als die reichsten Franzosen gelten.

Adam Keswick ist im Vorstand des Industriekonzerns Schindler und wird daher die Schweizer Milliardärsfamilie Schindler-Bonnard kennen.

Derzeit ist der Brite Stuart Gulliver im Vorstand von Jardine Matheson und kennt daher die Keswick Familie. Er führte von 2010 bis 2018 die Grossbank HSBC, die wie gesagt mit den Keswicks verbunden ist. Stuart Gulliver nahm am Bilderberg-Treffen teil.

David Keswick (*1968) ist mit Samantha Shaw verheiratet. Sie entwarf das Hochzeitkleid der Ehefrau von Prinz Edward. (Quelle)

Willa Keswick (*1984) ist eine Freundin der berühmten Sängerin Rita Ora, die auch mit Lady Lola Bute (aus der Adelsfamilie Crichton-Stuart) befreundet ist. (Quelle)

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Agnelli Familie

Die Agnelli Familie gilt als die wichtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Italien war 2020 das achtgrösste Exportland und hatte nach BIP die achtgrösste Wirtschaft der Welt. Die Agnelli Familie hat in mehrere italienische Adelsfamilien geheiratet und die heutigen Familienmitglieder haben adliges Blut, was ganz unten genauer erläutert wird.

Es gibt keine genauen Angaben zu ihrem Vermögen, aber es sollen mehr als 10 Milliarden sein. Im Jahr 2017 besass die Familie Anteile im Wert von 143 Milliarden Euro, also etwa 175 Milliarden US-Dollar (Quelle). Sie kontrolliert die Holdinggesellschaft Exor, die 2020 nach Umsatz das siebtgrösste europäische Unternehmen war. Exor hat seinen Sitz in den Niederlanden. Übrigens besetzten die Niederlande 2020 Platz 8 auf dem Schattenfinanzindex und entwickelte sich in den letzten zehn Jahren immer mehr zu einer Steueroase.

Giovanni (1921–2003) und Umberto Agnelli (1934–2004) gehörten zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. (Quelle)

Giovanni/Gianni Agnelli (1921–2003) kannte den ehemaligen italienischen Präsidenten Silvio Berlusconi. Dieser gilt als der reichste und mächtigste Medienunternehmer Italiens. Der bekannte italienische Geschäftsmann Carlo De Benedetti sagte, dass Agnelli eine inspirierende Vaterfigur für Berlusconi war. (Quelle)

Giovanni Agnelli traf viele US-Präsidenten. (Quelle) Er hatte viel Kontakt zum US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller und der US-Politiker Henry Kissinger war ein enger Freund. (Quelle) Henry Kissinger schrieb: „Während der letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens war mir niemand näher als Giovanni Agnelli. Wir telefonierten drei- oder viermal pro Woche und immer dann, wenn in unserem Leben etwas Interessantes passierte. Wir verbrachten Zeit miteinander, wenn einer von uns in das Land des anderen reiste, was etwa jeden Monat der Fall war.“ (Quelle) Giovanni war Mitglied der Trilateralen Kommission, eine einflussreiche internationale Denkfabrik, die von David Rockefeller gegründet wurde. (Quelle)

Giovanni Agnelli lud den brasilianischen Bankier Walther Moreira Salles zu einem Abendessen in seiner New Yorker Wohnung ein. Bei dem Abendessen war auch David Rockefeller dabei, der ein langjähriger Freund von Walther war. (Quelle) Die Moreira Salles Familie kontrolliert die grösste südamerikanische Bank und den Grossteil der weltweiten Niobproduktion.

Giovanni Agnelli und David Rockefeller trafen den Inder JRD Tata. (Quelle) Die Tata Familie ist die mächtigste Familie der indischen Wirtschaftselite.

Der Franzose André Meyer von der Lazard Bank galt als der Finanzmentor von Giovanni Agnelli. (Quelle) Die Agnellis kennen den Franzosen Michel David-Weill, dessen Familie lange Zeit die Lazard Bank führte. (Quelle)

Giovanni Agnelli gehörte zur Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung unterstützt den WWF. (Quelle)

Giovannis Schwester Susanna Agnelli (1922–2009) war Präsidentin der italienischen Abteilung des WWF. (Quelle) Susanna war Aussenministerin von Italien und Mitglied des Europäischen Parlaments. Sie kannte viele aus den globalen Eliten, darunter Henry Kissinger und den Aga Khan. (Quelle)

Die Agnellis haben Kontakt zur türkischen Milliardärsfamilie Koç. Die beiden Familien sind schon seit drei Generationen Geschäftspartner. (Quelle: 1, 2)

Der Milliardär John Elkann (*1976) ist ein Enkel und Erbe von Giovanni Agnelli. Zurzeit ist John Elkann Vorsitzender und CEO von Exor. Er war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle). Er traf den britischen Prinzen Charles. (Quelle)

John Elkann trat Anfang 2025 dem Vorstand des Meta-Konzerns (Facebook) bei. (Quelle)

John Elkann war im internationalen Beirat der Brookings Institution, eine einflussreiche Denkfabrik aus den USA. Zur selben Zeit waren folgende Personen im Beirat: Marcus Wallenberg (Schweden), Mukesh Ambani (Indien), Paul Desmarais Junior (Kanada), Andrónico Luksic (Chile), Victor Pinchuk (Ukraine) und Philip Mallinckrodt (UK). (Quelle)

John Elkann arbeitete für den US-amerikanischen Grosskonzern General Electric. Er war Vizevorsitzender der italienischen Abteilung des Aspen Institute, ebenfalls eine mächtige Denkfabrik aus den USA. (Quelle)

John Elkann ist im International Council von JPMorgan Chase (die grösste Bank der USA). Zum Council gehören führende Politiker, Milliardäre und Manager aus verschiedensten Ländern, darunter Henry Kissinger (USA), Tony Blair (UK), Ratan Tata (Indien), Paolo Rocca (Argentinien) und Joe Kaeser von Siemens (Deutschland). (Stand: März 2022) (Quelle)

John Elkann war im Vorstand der News Corp, einer der wichtigsten Medienkonzerne der Welt. (Quelle) Dadurch wird er den Milliardär Rupert Murdoch kennengelernt haben.

John Elkann besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. (Quelle) Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

John Elkann ist derzeit Mitglied des Economic Club of New York. (Quelle) Der Club lädt erlesene Gäste zum Essen ein, um über Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Bemerkenswerte Besucher waren unter anderem Rockefeller, Botín, Roosevelt, Harriman, Bush, Jeff Bezos und Bill Gates.

John Elkann ist Treuhänder des Museum of Modern Art (MoMa) in New York, eines der wichtigsten Kunstmuseen der USA. Zu den Treuhändern des Museums gehören viele Milliardäre und Mitglieder aus Milliardärsfamilien. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

John Elkanns Vater ist der Schriftsteller Alain Elkann, der in die Agnelli Familie heiratete. Alain führte ein Interview mit dem britischen Baron Jacob Rothschild und interviewte noch viele weitere einflussreiche Persönlichkeiten. (Quelle) Alain kommt mütterlicherseits aus der italienisch-jüdischen Bankiersfamilie Ovazza. (Quelle)

Die Agnelli Familie kannte den 1984 verstorbenen Aurelio Peccei, der führende Positionen bei ihrem Autokonzern Fiat besetzte. Peccei gründete 1968 zusammen mit dem Schotten Alexander King den Club of Rome und war der erste Präsident des Clubs. Das erste Treffen des Club of Rome und seine ersten Forschungen wurden von der Agnelli-Stiftung finanziert. In der Anfangszeit war auch die Volkswagenstiftung aus Deutschland ein wichtiger Geldgeber. (Quelle: 1, 2, 3) Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit stark macht. Der Club setzt sich seit seiner Gründung für Bevölkerungskontrolle ein und sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und Umwelt an. (Quelle: 123)

Beteiligungen

Giovanni Agnelli (1866–1945) hatte 1899 den Automobilkonzern Fiat gegründet, der seither von der Agnelli Familie kontrolliert wird. Auch die italienischen Automobilhersteller Lancia und Alfa Romeo wurden Teil von Fiat. 2014 fusionierte Fiat mit dem US-amerikanischen Automobilkonzern Chrysler, wodurch Fiat Chrysler Automobile entstand. Chrysler war 1925 von Walter Chrysler gegründet worden. Übrigens war Walter Chrysler Freimaurer (Quelle). Anfang 2021 fusionierte Fiat Chrysler Automobile mit dem französischen Automobilkonzern PSA, der mit der Peugeot Familie verbunden war. Durch die Fusion entstand Stellantis, einer der grössten Automobilkonzerne der Welt. Exor bzw. die Agnelli Familie besitzt 15 Prozent von Stellantis und ist damit der grösste Aktionär. Die Peugeot Familie besitzt 7 Prozent. Momentan sind John Elkann und Robert Peugeot im Vorstand von Stellantis, zu dem auch Henri de Castries gehört, der ehemalige Vorsitzende der Bilderberg-Treffen.

Über Exor hält die Agnelli Familie zudem Anteile an folgenden Unternehmen:

  • Ferrari (22,9% Anteil und 36% Stimmrechte). Der italienische Automobilhersteller wurde 1947 von Enzo Ferrari gegründet. Sein Sohn Piero Ferrari ist noch immer am Konzern beteiligt und ist Milliardär. Zum Vorstand von Ferrari gehören neben John Elkann und Piero Ferrari auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Keswick und Arnault (Stand: 14.7.2022).
  • GEDI (89,6% Anteil und Stimmrechte). GEDI ist eines der wichtigsten Medienunternehmen Italiens. Die Agnelli Familie besitzt über GEDI mehrere italienische Zeitungen, Magazine und Radiosender. Zu GEDI gehören La Repubblica und La Stampa, zwei der meistgelesenen Zeitungen des Landes.
  • Economist Group (43,4% Anteil und 20% Stimmrechte). Das Medienunternehmen besitzt die Wochenzeitung The Economist. Auch die Rothschild Familie ist an dem Unternehmen beteiligt (Quelle).
  • PartnerRe (100% Anteil und Stimmrechte). PartnerRe ist eines der weltweit grössten Rückversicherungsunternehmen und hat seinen Sitz auf den Bermuda Inseln (Steueroase).
  • CNH Industrial (26,9% Anteil und 42,5% Stimmrechte). Produziert Nutzfahrzeuge wie Landwirtschaftsfahrzeuge und Baumaschinen. CNH Industrial ist einer der grössten Maschinenbauer der Welt.
  • Iveco (27,1% Anteil und 42,5% Stimmrechte). Einer der weltweit grössten Hersteller von Lastkraftwagen. Iveco produziert auch Militärfahrzeuge.
  • Juventus F.C. (63,8% Anteil und Stimmrechte). Das italienische Fussballunternehmen ist mit der Mafia verbunden. Der Kontaktmann von Juventus zur Mafia war Raffaello Bucci. 2016 starb er unter mysteriösen Umständen. Zudem war er Informant des italienischen Geheimdienstes. (Quelle) Alessandro d’Angelo, der Sicherheitsbeauftragte von Juventus, war der Ansprechpartner für die Mafiosi. Er ist ein Jugendfreund von Juventus-Chef Andrea Agnelli. (Quelle)

(Stand: Februar 2022)

Im Mai 2022 wurde Axel Dumas in den Vorstand von Exor aufgenommen. (Quelle) Die französische Dumas Familie gilt als eine der reichsten Familien der Welt.

Zum Vorstand von Exor zählten auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Lee (Südkorea), Speyer (USA), Wertheimer (Israel) und Van Vlissingen (Niederlande). (Quelle: 1, 2, 3, 4) Exor hat einen Partners Council, dem derzeit mehrere Milliardäre aus verschiedenen Ländern angehören.

Zur Führung des Autokonzerns Fiat gehörten einflussreiche Italiener, darunter Renato Ruggiero (Chef der Welthandelsorganisation), Tommaso Padoa-Schioppa (hoher Zentralbanker) und Paolo Zannoni (hoher Manager). (Quelle: 1, 2, 3) Der 1967 verstorbene Vittorio Valletta, der Präsident von Fiat war, gehörte den Freimaurern an. (Seite 75) Diese vier Männer sassen im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. (Quelle)

Tadeusz Cegielski, der Grossmeister einer polnischen Freimaurergrossloge war, erzählte, dass in den 90er-Jahren ein Präsident von Fiat Freimaurer war. (Quelle

Die Agnelli Familie finanzierte 2006 die Gründung von Perella Weinberg Partners mit, ein Finanzunternehmen in den USA. (Quelle)

Rüstungsindustrie

Der italienische Automobilkonzern Fiat wurde 1899 von Giovanni Agnelli (1866–1945) gegründet. Seither besetzen Familienmitglieder leitende Positionen bei Fiat und halten Anteile. Giovanni Agnelli war Anhänger des italienischen Diktators Benito Mussolini. 1923 wurde er vom faschistischen Diktator in den Senat berufen. Er war vor und während dieser Zeit ein Hauptmobilisierer der italienischen Kriegsindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Abschaffung der Diktatur entfernte ihn das italienische Komitee für nationale Befreiung jedoch von der Kontrolle über Fiat, aufgrund seiner Verbindungen zur Diktatur. Die Kontrolle kehrte erst 1966 zur Familie Agnelli zurück. (Quelle)

Der Fiat-Konzern bzw. die Agnelli Familie spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau der italienischen Rüstungsindustrie. 1912 gründeten sie das Luftfahrtunternehmen Avio, das auch in der Rüstungsindustrie aktiv war. Das Unternehmen ist heute in der Raumfahrtindustrie tätig. (Quelle) Hauptaktionär von Avio ist der italienische Luft- und Raumfahrtkonzern Leonardo. Dieser ist auch einer der weltweit grössten Rüstungskonzerne. Mehr als die Hälfte der Einnahmen des Unternehmens stammen aus dem Rüstungssektor. Der wichtigste Vorläufer von Leonardo ist auf Fiat bzw. die Agnelli Familie zurückzuführen. Giovanni Agnelli gründete 1908 den Flugzeughersteller Fiat Aviazione, der unter anderem Militärflugzeuge produzierte. Durch eine Fusion mit einem kleineren Unternehmen wurde Fiat Aviazione 1969 zu Aeritalia (Quelle). Die Agnelli Familie übergab das Unternehmen an den Finmeccanica-Konzern, aus dem sich der heutige Leonardo-Konzern entwickelte. Damals gehörte auch der Autohersteller Alfa Romeo zu Finmeccanica/Leonardo, der später an Fiat verkauft wurde bzw. an die Agnelli Familie. (Quelle)

Der Aufstieg der Familie und ihre Kontakte

zum italienischen Adel

Giuseppe Francesco Agnelli (1789–1865), ein Unternehmer in Turin, war im Gewürz- und Zuckerhandel sowie in der Landwirtschaft tätig. So fand er Anschluss an die gesellschaftliche Elite Turins, die damals noch vom piemontesischen Adel dominiert wurde (der Adel des Nordwestens Italiens).

Sein Sohn Edoardo Agnelli (1831–1871) heiratete Aniceta Frisetti aus einer befreundeten, wohlhabenden Familie. Aniceta verkehrte mit dem piemontesischen Adel, unter anderem mit der Gräfin Sofia Cacherano von Bricherasio. (Quelle: 1, 2) Diese kam aus der Adelsfamilie Cacherano, die später zusammen mit der Agnelli Familie Fiat gründete. Die Cacheranos gehörten spätestens seit dem 12. Jahrhundert zur piemontesischen Elite. Bis Mitte des 13. Jahrhunderts führten sie einige Bankhäuser, die zu den sogenannten Casane Astigiane gehörten. Diese Bankhäuser betrieben im 12. und 13. Jahrhundert Kreditgeschäfte. Sie hatten ihren Sitz in der piemontesischen Stadt Asti.

Edoardos Sohn Giovanni Agnelli (1866–1945) gründete 1899 zusammen mit Graf Emanuele Cacherano das Automobilunternehmen Fiat, durch das die Agnelli Familie zu ihrem Reichtum und Einfluss kam. Graf Emanuele Cacherano hatte weniger Glück. Er starb unter seltsamen Umständen. Ein frei übersetzter Auszug von der Website der italienischen Stiftung „Fondazione Emanuele Cacherano di Bricherasio“ (die von der bereits erwähnten Sofia Cacherano gegründet wurde):

Unter den Augen von Emanuele Cacherano wuchsen schmutzige Geschäfte bei Fiat. (…) Nachdem er angekündigt hatte, er wolle „alle Karten sehen“ und begangene Straftaten melden, wurde er zum Haus von Herzog Tommaso von Savoyen-Genua (Cousin des Königs) gerufen, wo er sich laut offizieller Version mit einer Pistole umbringt und sich selbst in den Kopf und den Hals (!) schiesst.

Es gab keine Autopsie, keine Untersuchung und keine öffentliche Erklärung.

Federigo Caprilli, der einzige, der seinen Körper vor der Beerdigung sah, berichtete, dass das Gesicht und die Schläfen des Grafen intakt waren.

Die Schwester des Grafen Emanuele Sofia (wurde oben bereits erwähnt), die mehrmals von mysteriösen „hohen Beamten“ besucht wurde, hatte Angst und Sorge und fürchtete vielleicht um ihre eigene Sicherheit. Sie vertraute Caprilli die Papiere ihres toten Bruders an, um sie zu schützen.

Drei Jahre später wird der berühmte Ritter auch ohne Zeugen sterben. Sein Schädel wird nachts durch einen unwahrscheinlichen Sturz vom Pferd in einer Straße im Zentrum von Turin gebrochen.

Auch für Caprilli wird es keine Autopsien, Untersuchungen und Erklärungen geben: nur eine hastige Beerdigung.

Inzwischen war die Handhabung in Fiat zu offensichtlich geworden. In dem Bericht der Behörde für öffentliche Sicherheit von 1908 wurden betrügerische Börsenmanöver gemeldet, die den gesamten Wertpapiermarkt gestört und den Aktionären erheblichen Schaden zugefügt hatten.“

(Quelle)

Eine weitere Quelle, die das Thema behandelt. Da könnte man schon auf den Gedanken kommen, dass Graf Emanuele Cacherano ermordet wurde auf Geheiss von Giovanni Agnelli und Angehörigen der Savoyen Familie. Das Haus Savoyen war von 1861 bis 1946 die Königsfamilie Italiens. Sie waren auch in den letzten 50 Jahren mehr als verhaltensauffällig. Viktor Emanuel von Savoyen war Mitglied der kriminellen Freimaurerloge P2 und hatte dadurch Kontakte zu Kreisen (unter anderem zur Mafia), die im Verdacht stehen, Auftragsmorde angeordnet zu haben. Viktor Emanuel von Savoyen hat gar selbst mal jemanden erschossen. Er wurde allerdings freigesprochen. Mehr dazu im Beitrag zum Haus Savoyen.

Die Savoyens waren über eine Taufpatenschaft mit der Agnelli Familie verbunden. (Quelle)

Edoardo Agnelli (1954–2000) beging angeblich Selbstmord, aber es spricht vieles gegen die Selbstmordtheorie. Nach Angaben des Journalisten und Schriftstellers Antonio Parisi starb auch Giorgio Agnelli (1929–1965) unter mysteriösen Umständen. (Quelle) Edoardo Agnelli (1892–1935) starb bei einem Absturz mit seinem Wasserflugzeug. Seine Frau starb zehn Jahre später, als sie in Italien bei einem Autounfall mit einem Lastwagen des US-Militärs zusammenprallte (es war 1945 zur US-Besatzungszeit).

Familiäre Verbindungen zum Adel

Edoardo Agnelli (1892–1935) heiratete Virginia Bourbon del Monte. Sie kam aus der Adelsfamilie Bourbon del Monte Santa Maria. (Quelle: 1, 2) Diese gehört seit 1000 Jahren zu den wichtigsten Adelsfamilien der Toskana (Teil von Italien). Die Toskana war mit ihrer Stadt Florenz lange Zeit der führende Finanzplatz Europas. Im 14. und 15. Jahrhundert dominierten florentinische Bankiersfamilien die Kreditgeschäfte in Europa. Die wichtigste war die Medici Familie, die zudem drei Päpste hervorbrachte. Sie galt als die reichste Familie ihrer Zeit und wurde in den Adel aufgenommen. Kardinal Francesco Maria Bourbon Del Monte stand im Dienste der Medici Familie. Gemeinsam finanzierten und unterstützten sie den berühmten Galileo Galilei, der Hofmathematiker der Medicis war. Die Medicis waren auch die wichtigsten Förderer Leonardo Da Vincis. Das Haus Savoyen heiratete übrigens in die Medici Familie.

Ginevra Elkann (*1979), die mütterlicherseits aus der Agnelli Familie kommt, heiratete in die Familie Gaetani d’Aragona. (Quelle: 1, 2) Die italienische Uradelsfamilie gehört zum päpstlichen Adel.

Clara Agnelli (1920–2016) heiratete Tassilo Fürstenberg, der aus einer deutschen Uradelsfamilie kam. (Quelle: 1, 2) Tassilos Grossmutter mütterlicherseits, Mary Victoria Douglas-Hamilton, heiratete in die Herrscherfamilie von Monaco. Mary kam aus einer britischen Herzogsfamilie, die aus den schottischen Clans Douglas und Hamilton hervorging. Ihr Vater, Herzog William Hamilton, war Grossmeister der Freimaurer in Schottland (Quelle).

Nachdem sich Tassilo Fürstenberg von Clara Agnelli getrennt hatte, heiratete er die US-Amerikanerin Cecil Amelia Blaffer. Deren Vater Robert Lee Blaffer gehörte zu den Gründern des Ölunternehmens Humble Oil, das später vom Ölkonzern der Rockefeller Familie übernommen wurde. Cecils Grossvater mütterlicherseits war ein Mitgründer des Ölkonzerns Texaco. (Quelle) Texaco entwickelte sich zu einem der grössten Ölkonzerne der Welt.

Egon von Fürstenberg (1946–2004), der Sohn von Tassilo und Clara Agnelli, heiratete die belgisch-jüdische Modedesignerin Diane Halfin. Seit 2001 ist Diane mit dem amerikanisch-jüdischen Milliardär Barry Diller verheiratet, ein einflussreicher Medienunternehmer.

Giovanni Agnelli (1921–2003), der als das Familienoberhaupt galt, heiratete in die italienische Uradelsfamilie Caracciolo. (Quelle) Umberto Agnelli (1934–2004) heiratete in zweiter Ehe ebenfalls in die Caracciolo Familie und seine Frau kam mütterlicherseits aus der italienischen Uradelsfamilie Visconti. (Quelle) Umbertos erste Ehefrau kam mütterlicherseits aus der italienischen Uradelsfamilie Antonelli. (Quelle) Die Agnellis waren mit Fürst Carlo Caracciolo (1925–2008) verschwägert, der einer der mächtigsten Zeitungsbesitzer Italiens war. Er war Mitgründer von La Repubblica, eine der wichtigsten Zeitungen des Landes, die inzwischen von der Agnelli Familie kontrolliert wird.

Giovanni Agnelli kannte Guido Colonna di Paliano aus der Colonna Familie, eine der wichtigsten Familien des päpstlichen Adels. Guido sass im Vorstand von Fiat und war gemeinsam mit Giovanni Agnelli bei der Trilateralen Kommission aktiv. (Quelle: 1, 2) Giovanni Agnelli war Mitglied des Malteserordens. (Quelle) Der vatikanverbundene besteht seit 900 Jahren und viele katholische Adelsfamilien sind darin vertreten.

Cristiana Agnelli (*1927) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Brandolini. (Quelle) Tiberto Brandolini d’Adda ist derzeit im Vorstand von Exor.

Maria Sole Agnelli (*1925) heiratete zwei italienische Grafen. (Quelle) Ihre beiden Enkelinnen aus erster Ehe, Margherita und Angelica Campello della Spina, haben Blut der päpstlichen Adelsfamilien Ruspoli und Boncompagni-Ludovisi in sich sowie Blut der Hochadelsfamilie Bonaparte (Familie von Kaiser Napoleon). (Quelle) Marias zweiter Ehemann war Graf Pio Teodorani. Dieser war 1987 auf einer Beerdigung der päpstlichen Adelsfamilie Colonna. Auf der Beerdigung kam der päpstliche Adel zusammen, darunter Mitglieder der Familien Borghese, Gaetani, Ruspoli, Torlonia, Massimo, del Drago, Odescalchi und Pallavicini. (Quelle)

Lapo Elkann (*1977), der mütterlicherseits aus der Agnelli Familie kommt, ist mit der Adligen Flaminia Orsini befreundet. (Quelle) Die italienische Uradelsfamilie Orsini brachte drei Päpste hervor und gehört zum päpstlichen Adel.

Der Milliardär John Elkann (*1976), der mütterlicherseits aus der Agnelli Familie kommt, heiratete in die italienische Adelsfamilie Borromeo. (Quelle) Die Borromeos waren im 14. und 15. Jahrhundert eine bedeutende Bankiersfamilie. Die Familie brachte mehrere Kardinäle hervor. Agostino Borromeo gehört derzeit zur Führung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (ein Vatikanorden). Zum Freundes- und Bekanntenkreis der Familien Elkann-Agnelli und Borromeo gehören Mitglieder der Familien Trump, Niarchos, Brandolini d’Adda, Hannover, Thurn und Taxis, Fürstenberg, Santo Domingo, Peretti sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland und Monaco.

Susanna Agnelli (1922–2009) heiratete Urbano Rattazzi, einen italienischen Grafen. Sein gleichnamiger Vorfahre war im 19. Jahrhundert einer der ersten Ministerpräsidenten des Königreichs Italien gewesen. (Quelle)

Die Milliardärin Margherita Agnelli (*1955) ist mit Graf Serge de Pahlen verheiratet, ein russischer Adliger, der in der Schweiz lebt. Pahlen hat seit über 30 Jahren ein gutes Verhältnis zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. (Quelle) Pahlen kennt noch weitere russische Adlige, die Kontakte zu Personen aus der Elite Russlands unterhalten. Mehr dazu im Beitrag zur Trubezkoi Familie.

Zum Kuratorium der Agnelli-Stiftung gehört Simone Avogadro di Collobiano. (Stand: August 2024) (Quelle) Er kommt aus der alten piemontesischen Adelsfamilie Avogadro.

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Haus Habsburg-Lothringen

Das Hochadelsgeschlecht Habsburg ist über 1000 Jahre alt und gehört damit zum Uradel. Ende des 13. Jahrhunderts stellte das Haus Habsburg zwei römisch-deutsche Könige, die damals über das Heilige Römische Reich (Mitteleuropa) herrschten. Nach hundert Jahren Pause besetzte die Familie ab dem Jahr 1438 wieder den römisch-deutschen Thron. Ab da kamen 18 der 19 römisch-deutschen Könige und Kaiser aus der Habsburg Familie. Franz II. aus dem Haus Habsburg war der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Das Reich wurde 1806 infolge der napoleonischen Kriege aufgelöst. Von da an waren sie nur noch die Kaiser von Österreich, bis 1918 die Monarchie in Österreich aufgelöst wurde. Bis zum Ersten Weltkrieg war Österreich noch um einiges grösser als heute. Die Familie stellte im letzten Jahrtausend noch weitere Könige:

  • Von 1516 bis 1700 waren sie die Königsfamilie von Spanien. Sie herrschten in der Zeit auch über die spanischen Kolonien sowie über Neapel, Sizilien und Sardinien, die zum heutigen Italien gehören und damals noch der spanischen Krone unterstanden.
  • Von 1580 bis 1640 waren sie die Königsfamilie von Portugal. Sie herrschten in der Zeit auch über die portugiesischen Kolonien.
  • Maximilian I. war von 1864 bis 1867 König von Mexiko.
  • Bereits im 14. und 15. Jahrhundert stellten sie Könige des Königreiches Böhmen (das heutige Tschechien). Von 1526 bis zur Auflösung des böhmischen Königreiches 1918, kamen 17 der 19 Könige aus dem Haus Habsburg.
  • Im 15. Jahrhundert stellten sie zwei Könige von Ungarn. Von 1526 bis zur Auflösung des Königreiches Ungarn 1918 kamen alle Könige Ungarns aus dem Haus Habsburg.
  • Im 15. Jahrhundert stellten sie zwei Könige von Kroatien. Von 1527 bis 1918 waren sie durchgehend die Königsfamilie von Kroatien.

Das Haus Habsburg und die Freimaurer, Illuminaten und Rosenkreuzer von 1700 bis 1820

Franz Stephan von Lothringen (1708-1765) heiratete 1736 die Erzherzogin Maria Theresia aus dem Haus Habsburg. Dadurch entstand der Familienzweig Habsburg-Lothringen, der ab da die Herrscher stellte. Franz bestieg 1745 den römisch-deutschen Thron. Er war der einzige römisch-deutsche Kaiser, von dem bekannt ist, dass er Freimaurer war. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung der Freimaurerei im österreichischen Adel (Quelle).

Franz kam aus dem Haus Vaudémont (auch Haus Lothringen genannt), das von 1473 bis 1736 die Herzöge von Lothringen in Frankreich stellte. Seine Mutter kam aus dem Haus Orléans, eines der wichtigsten französischen Hochadelsgeschlechter. Er hatte auch habsburgische Vorfahren. Als Jugendlicher zog er von Frankreich an den österreichischen Königshof, wo er fortan von Kaiser Karl VI. aus dem Haus Habsburg erzogen wurde, der 1736 sein Schwiegervater werden sollte.

Im März 1731 wurde der Zweite Wiener Vertrag ausgehandelt, der zu einer Allianz zwischen der habsburgischen und der britischen Monarchie führte. Eine wichtige Rolle spielte dabei der britische Graf Philip Stanhope (1694-1773), der Freimaurer war. Weniger als drei Monaten später wurde Franz auf einer Auslandsreise in Den Haag von den britischen Freimaurern in die Bruderschaft aufgenommen. Die Aufnahme wurde von Graf Philip Stanhope angeregt, der wie gesagt kurz zuvor federführend am Zweiten Wiener Vertrag beteiligt gewesen war. Zur Aufnahme reiste sogar extra John Theophilus Desaguliers aus England an, der damalige Grossmeister der englischen Freimaurer. Franz besuchte daraufhin Grossbritannien, wo er weitere Freimaurer kennenlernte. (Quelle)

1737 wurde Franz Grossherzog der italienischen Region Toskana. Er und seine Nachkommen lösten die Medici Familie ab, die zuvor 200 Jahre lang die Herzöge der Toskana stellte. Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Zudem brachten sie drei Päpste hervor. Das Haus Habsburg heiratete fünfmal in die Medici Familie (Quelle).

Erzherzog Maximilian von Habsburg-Lothringen (1756-1801), ein Sohn von Franz, war Grosskommandant des „Order of the Fleur de Lys“ (Quelle). Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Ein Mitglied der Medici Familie war Mitgründer des Fleur de Lys-Ordens. Der Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden)

Kaiser Franz war zwar Freimaurer, aber seine Frau Maria Theresia war diesen gegenüber misstrauisch und sorgte dafür, dass die Freimaurer nicht innerhalb von Österreich aktiv werden konnten (sie hatte allerdings mehrere Berater und Vertraute am Hof, die Freimaurer waren). Als 1765 ihr gemeinsamer Sohn Joseph II. (1741-1790) den Thron bestieg, erlebte die Freimaurerei bedeutenden Aufschwung. Unter ihm durften viele Logen in Österreich gegründet werden (Quelle). 1785 regulierte er jedoch die Logen so, dass ihre Anzahl eingeschränkt wurde. Dies geschah als Reaktion auf die Umtriebe der Illuminaten in Bayern (Quelle). Er hatte aber selbst Kontakt zu den führenden Illuminaten:

  • Ignaz Edler von Born war einer der führenden Freimaurer und Illuminaten in Wien (Quelle). Ignaz war in seinen jungen Jahren für 16 Monate Mitglied des Jesuitenordens (Quelle). Der Jesuitenorden ist ein Vatikanorden, der ähnlich wie die Freimaurer und Illuminaten schon seit über 200 Jahren Teil von Verschwörungstheorien ist.
  • Joseph von Sonnenfels war einer der führenden Freimaurer und Illuminaten in Wien. Er war ein bedeutender Berater am Königshof unter Joseph II. und seiner Mutter Maria Theresia. (Quelle) 1746 wurde er zum Freiherrn geadelt. Das ist bemerkenswert, da er aus einer jüdischen Familie kam und zu der Zeit die Juden noch von den deutschsprachigen Freimaurern und Adligen ausgegrenzt wurden. Er konvertierte zum Katholizismus.
  • Der Herzog Ferdinand Braunschweig-Wolfenbüttel bat Joseph II. vergeblich der Freimaurerei beizutreten (Quelle). Ferdinand war familiär mit dem dänischen Königshaus verbunden und war der erste Grossmeister der dänischen Freimaurer sowie Mitglied bei den Illuminaten und den Asiatischen Brüdern (Quelle). Er kam aus der Uradelsdynastie der Welfen.
  • Fürst Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg hatte ebenfalls Kontakt zu Joseph II. (Quelle). Ernst war Grossmeister der Berliner Freimaurer und Illuminat. Er gewährte dem verfolgten Adam Weishaupt Asyl. Adam war der Gründer des Illuminatenordens. (Quelle) Ernst kam aus der Uradelsdynastie der Wettiner.

Weitere Freimaurer, die zu dieser Zeit am österreichischen Königshof verkehrten, waren:

  • Wenzel Fürst von Kaunitz war Hof- und Staatskanzler unter Maria Theresia und bekam die Vollmacht über die Aussenpolitik. Das zeigt, dass die weit verbreitete Behauptung, Maria Theresia habe die Freimaurer strikt abgelehnt, nicht zutrifft. (Quelle)
  • Der Freimaurer Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen heiratete eine Tochter von Franz I. und Maria Theresia. Er war der Sohn des polnischen Königs August III. (Quelle)
  • Graf Philipp Joseph Kinsky war ein Berater von Maria Theresia. 1731 wurde er in England zusammen mit dem britischen Premierminister Robert Walpole in die Freimaurerei aufgenommen. 10 Jahre später gründete Kinsky die erste dokumentierte Freimaurerloge der Stadt Prag im heutigen Tschechien. (Quelle) Sein Verwandter Franz Joseph Kinsky war Mitglied des Illuminatenordens. (Quelle)
  • Johann Fürst von Dietrichstein war ein Freund von Kaiser Joseph II. Er war der erste Grossmeister der Grossloge Österreichs. Er war auch Mitglied bei den Rosenkreuzern und den Asiatischen Brüdern. (Quelle)
  • Der Freimaurer Gerard van Swieten war der Leibarzt von Maria Theresia (Quelle). Sein Sohn Gottfried van Swieten war Diplomat im Dienste der Habsburger. Gottfried war Mitglied des Illuminatenordens (Quelle).
  • Der Freimaurer Samuel von Brukenthal stand im Dienste der Habsburger. Sein Vater wurde vom Haus Habsburg geadelt. (Quelle)
  • Der Freimaurer Wenzel Tobias Epstein wurde von Joseph II. geadelt. Er kannte den Illuminaten Joseph von Sonnenfels. Epstein wurde wie Sonnenfels in eine jüdische Familie geboren. (Quelle)
  • Der Freimaurer Franz Anton von Zauner wurde vom Haus Habsburg geadelt. Er war Bildhauer und fertigte mehrere Bauwerke für die Habsburger. (Quelle)

Auch Josephs Bruder und Thronfolger Kaiser Leopold II. (1747-1792) war freimaurerfreundlich und erlaubte ihnen Logen in Ungarn zu gründen. Auch die Rosenkreuzer, die Illuminaten und die Asiatischen Brüder wurden im österreichisch-ungarischen Raum aktiv (Quelle).

Der Nachfolger war sein Sohn Franz Joseph Karl (1768-1835). 1792 bestieg er als Franz II. den römisch-deutschen Thron. 1794 liess er die Freimaurerei verbieten, weil er glaubte, dass die Französische Revolution von Freimaurern angezettelt wurde und er dasselbe in Österreich befürchtete. (Quelle)

Infolge der napoleonischen Kriege wurde das Heilige Römische Reich aufgelöst. Franz gründete 1804 das Kaisertum Österreich und wurde als Franz I. zum Kaiser. Unter ihm galt weiterhin ein Freimaurer-Verbot innerhalb Österreichs, trotz persönlicher Kontakte zu Freimaurern.

Der Wiener Kongress

Nach den napoleonischen Kriegen fand in Österreich der Wiener Kongress statt, bei dem Vertreter des Hochadels und des Vatikans zusammenkamen, um Europa neu zu ordnen und aufzuteilen. Der Kongress wurde vom österreichischen Fürsten Klemens von Metternich geleitet, der dem österreichischen Kaiser Franz nahestand. Klemens Vater war Freimaurer und Illuminat (Quelle). Klemens Stellvertreter am Wiener Kongress war der Adlige Johann von Wessenberg, dessen Bruder Ignaz Freimaurer war (Quelle). Klemens verkehrte mit Salomon von Rothschild und war ein Kunde der Rothschilds (Quelle).

Viele Teilnehmer des Wiener Kongresses waren Freimaurer:

  • Die Delegation aus Frankreich wurde angeführt von den Adligen Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord und Emmerich Joseph von Dalberg. Sie setzten sich für die Interessen der französischen Bourbonen ein. Charles-Maurice war Freimaurer (Quelle). Er stammte aus dem französischen Adelsgeschlecht Périgord. Armand de Périgord (circa 1178-1247) war Grossmeister des Templerordens (Quelle). Der Templerorden gilt als ein möglicher Vorläufer der Freimaurerei. Der Delegierte Emmerich Joseph von Dalberg war Freimaurer, wie sein Vater und sein Onkel. Der Onkel war zudem Illuminat. (Quelle)
  • Die britische Delegation wurde angeführt von Herzog Arthur Wellesley. Er war der Sieger der bekannten Schlacht von Waterloo gegen Napoleon. Später war er zweimal britischer Premierminister. Er war Freimaurer. Sein Bruder und sein Vater waren Grossmeister der irischen Freimaurer. (Quelle)
  • Die portugiesische Delegation wurde von den Adligen Pedro de Sousa Holstein und António de Saldanha da Gama angeführt. Auf Wikipedia steht, dass António Freimaurer war, wofür ich aber keine Quellen fand. Pedro war, soviel bekannt ist, kein Freimaurer. Doch sein Familiengrab (das grösste Familiengrab Europas) ist ziemlich offensichtlich freimaurerisches Handwerk, inspiriert vom Tempel Salomons und ägyptischen Pyramiden (Quelle: 1 und 2).
  • Die preussische Delegation vertrat die Interessen des preussischen Königs Friedrich Wilhelm III. Dieser war eventuell Freimaurer, zumindest hatten die preussischen Grosslogen sein Wohlwollen (Quelle). Sein Vater König Friedrich Wilhelm II. war Freimaurer, Rosenkreuzer und Okkultist (Quelle). Die preussische Delegation wurde von Karl August von Hardenberg angeführt, der Freimaurer und Illuminat war (Quelle: 1 und 2). Der Delegierte Karl August Varnhagen von Ense war ebenfalls Freimaurer (Quelle).
  • Die schwedische Delegation wurde von Carl Axel Löwenhielm angeführt. Dieser war Freimaurer und Mitglied des Orden Karls XIII., welcher der hauseigene Freimaurerorden der schwedischen Königsfamilie ist und dem nur Hochgrad-Freimaurer beitreten können.
  • Der russische Kaiser Alexander war auch beim Wiener Kongress dabei. Er gehörte den Freimaurern an. (Quelle) Er hatte viele Freimaurer in seiner Verwandtschaft.

Ein Jahr nach dem Kongress gründete Kaiser Franz die österreichische Zentralbank, die von vertrauten Bankiers des Kaisers geführt wurde. Viele der europäischen Zentralbanken wurden vom Hochadel gegründet.

Es galt weiterhin ein Freimaurer-Verbot in Österreich, das bis Ende des 1. Weltkrieges 1918 anhielt. Zur gleichen Zeit wurde die österreichische Monarchie aufgelöst und das Haus Habsburg-Lothringen galt als entmachtet (nach der offiziellen Geschichtsschreibung). Trotzdem waren einzelne Familienmitglieder der letzten 100 Jahren weiterhin mit einflussreichen Personen und Familien verbunden, darunter auch mit mehreren Freimaurern.

Die Paneuropa-Union

Otto von Habsburg (1912-2011) war seit den 1930er Jahren aktives Mitglied der Paneuropa-Union. Sie wurde 1925 gegründet und ist die älteste europäische Einigungsbewegung. Sie plante die Gründung der europäischen Wirtschaftsunion. 1957 wurde Otto von Habsburg Vizepräsident der Paneuropa-Union. Von 1973 bis 2004 war er schliesslich Präsident. Sein Sohn Karl (*1961), das derzeitige Familienoberhaupt, ist ebenfalls führendes Mitglied und leitet die österreichische Abteilung. Das Zentralbüro der Paneuropa-Union hatte früher seinen Sitz in der Wiener Hofburg, der ehemaligen Residenz der Habsburger.

Die Paneuropa-Union wurde 1925 vom österreichischen Grafen Richard von Coudenhove-Kalergi gegründet, der bis zu seinem Tod 1972 der Präsident der Bewegung war. Graf Richard war ein Vertrauter von Otto von Habsburg (Quelle). Er kam aus der böhmischen Adelsfamilie Coudenhove, die Teil des österreichischen Adels ist. Graf Richard war Freimaurer (Quelle). Er glaubte, dass eine gut funktionierende Gesellschaft Aristokraten braucht, welche die Gesellschaft anführen. Daher meinte er, auch das zukünftige vereinigte Europa müsse von einer Aristokratie geführt werden, die er Zukunftsadel nannte. Graf Richard forderte, dass man die Juden in diesen Zukunftsadel aufnehmen sollte, da in Europa die Juden die Einzigen seien, die dem Adel ebenbürtig wären. Er schrieb in Europa gebe es zwei Qualitätsrassen, die sich von der Mehrheit abheben, nämlich der Adel und die Juden. In diesen beiden Vorzugsrassen läge der Kern des europäischen Zukunftsadels. (Quelle: Seite 35)

Der erste Spender der Paneuropa-Union war der deutsche Bankier Max Warburg, der aus der deutsch-jüdischen Bankiersfamilie Warburg kam. Einer der ersten Förderer war Robert Bosch, der zu den wichtigsten deutschen Industriellen gehörte und der Sohn eines Freimaurers war. (Quelle)

Ein späterer Förderer war Winston Churchill, der britische Premierminister zur Zeit des 2. Weltkrieges. Er war Freimaurer (Quelle). Er kannte Otto von Habsburg persönlich. Während des 2. Weltkrieges hatte Otto intensiven Kontakt zu Winston Churchill und zum damaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (Quelle). US-Präsident Roosevelt war übrigens ebenfalls Freimaurer (Quelle). Zusammen engagierten sich die drei im Krieg gegen Deutschland und nahmen an der Zweiten Québec-Konferenz teil. Interessanterweise war das Haus Habsburg nach der offiziellen Geschichtsschreibung im 1. Weltkrieg mit der angloamerikanischen Elite verfeindet. Das Haus Habsburg stellte sich im Krieg auf die Seite von Deutschland im Kampf gegen die Alliierten. Jedoch hatte der österreichische Kaiser Karl I. während des Krieges hinter dem Rücken von Deutschland heimlich Verhandlungen mit den Franzosen geführt. Die Verhandlungen wurden in seinem Auftrag von seinen beiden Schwägern geführt. Diese kamen aus dem Haus Bourbon-Parma, ein bedeutendes Hochadelsgeschlecht. Mehr dazu auf Wiki. Das britische Königshaus ordnete zudem Personenschutz für die Familienmitglieder des Hauses Habsburg an, nachdem es 1918 in Österreich zu anti-monarchistischen Unruhen gekommen war (Quelle). Das britische Königshaus ist schon seit über 200 Jahren eine Freimaurerfamilie (Quelle).

Ein weiterer bedeutender Förderer der Paneuropa-Union war Franz Josef Strauss (Quelle). Er war eine der dubiosesten Gestalten in der deutschen Politik der damaligen Zeit und war fest mit den internationalen Geheimdiensten verbunden. Strauss und Otto von Habsburg kannten sich gut (Quelle). Strauss war der damalige Führer der bayrischen Partei CSU. Nachdem Otto die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatte, trat er der CSU bei und war für sie von 1979 bis 1999 im Europäischen Parlament. Strauss und Otto von Habsburg waren Mitglied des geheimen Elitennetzwerkes Le Cercle, das fest mit den Geheimdiensten verbunden ist (Quelle: 1 und 2). Otto Sohn Karl von Habsburg (*1961), das derzeitige Oberhaupt der Habsburger, besucht regelmässig Treffen des Cercle (Quelle).

Neben der Paneuropa-Union war die Mont Pèlerin Society ein weiteres wichtiges Netzwerk bei der Gründung der europäischen Wirtschaftsunion. Sie wurde 1947 gegründet und ist seither ein zentraler Knotenpunkt neoliberaler Netzwerke. Die Gesellschaft wurde von Ökonomen gegründet. Otto von Habsburg war der erste Nichtökonom, der in die Gesellschaft aufgenommen wurde (Quelle). Der Hauptgründer war der österreichische adlige Ökonom Friedrich August von Hayek. Der Aufbau des Netzwerkes wurde unter anderem von der Rockefeller Foundation finanziert (Quelle: Seite 32).

Otto von Habsburg war 1971 beim allerersten Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) dabei (Quelle).

Otto von Habsburg war eng mit dem spanischen Diktator Franco verbunden. Der Diktator soll Otto sogar einmal die spanische Krone angeboten haben. Auf Geheiss von Otto wurde Franco die Goldmedaille des Stiftes Mariazell verliehen (was aber im geheimem geschah). Otto war Mitgründer des Europäisches Dokumentations- und Informationszentrum (CEDI). Die Organisation leistete viel diplomatischen Kontakt zum sonst isolierten Spanien unter Diktator Franco. Otto hatte den Elitezirkel 1952 mit finanzieller Unterstützung der Franco-Regierung in Madrid gegründet und führte den Vorsitz. (Quelle) Die spanische Königsfamilie war ebenfalls mit Franco verbunden (sogar familiär).

Otto und die Paneuropa-Union planten und führten das Paneuropäische Picknick, eine Friedensdemonstration ungarischer Oppositioneller. Das Paneuropäische Picknick gilt als wesentlicher Meilenstein der Vorgänge, die zum Ende der DDR, zur deutschen Wiedervereinigung und zum Zerbrechen des Ostblocks führte. Bei diesem „Picknick“ konnten etwa 600 bis 700 DDR-Bürger die Grenze zum Westen überqueren, was die grösste Fluchtbewegung aus Ostdeutschland seit dem Bau der Berliner Mauer war. Die ungarischen Grenzwächter liessen auf Anweisung ihres Grenzoffiziers Árpád Bella die Flüchtlinge passieren. Der ungarische Geheimdienst und die Stasi (DDR-Geheimdienst) waren im Voraus über die Pläne Ottos informiert. Sie hatten aber seltsamerweise nichts dagegen unternommen. Zu den Organisatoren des Picknicks gehörte auch der ungarische Politiker Imre Pozsgay, der später eine wichtige Rolle bei der „Demokratisierung“ Ungarns spielte.

Ottos Sohn Georg Habsburg-Lothringen (*1964) war in der deutschen und ungarischen Medienlandschaft tätig. Er war seit 1996 Sonderbotschafter Ungarns für EU-Verhandlungen und unterstützte den EU-Beitritt Ungarns 2004. Ungarn gehörte früher zu Österreich und wurde vom Haus Habsburg kontrolliert. 2022 wurde Georg zum ungarischen Botschafter in Frankreich ernannt.

Georg Habsburg-Lothringen ist im internationalen Beirat der IE University, eine führende spanische Privatuniversität. Zum Beirat gehören auch die jordanische Prinzessin Noor bint Asem, Ariane de Rothschild (Frankreich), Christoph Mohn (Deutschland), Emilio Azcárraga (Mexiko), Eduardo Hochschild (Peru), António Amorim (Portugal) und Hubertus von Baumbach (Deutschland). (Stand: 18.4.2023) (Quelle)

Ottos Tochter Walburga (*1958) war Co-Organisatorin des Paneuropäischen Picknicks. Sie besetzt seit 40 Jahren führende Positionen in der Paneuropa-Union. Walburga und das derzeitige Familienoberhaupt Karl gehören zur Stiftung „European Society Coudenhove Kalergi“, die mit der Paneuropa-Union verbunden ist. Der derzeitige Präsident der Stiftung kommt aus der Fürstenfamilie Liechtenstein und der ehemalige spanische König Juan Carlos ist im Ehrenbeirat der Stiftung. Weitere bemerkenswerte Mitglieder wären die ehemalige deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der Adlige Dominik Coudenhove-Kalergi und Jean-Claude Juncker, der ehemalige Präsident der EU-Kommission. (Stand: 29.1.2022) (Quelle)

Weitere bemerkenswerte noch lebende Familienmitglieder

Lorenz Habsburg-Lothringen (*1955) ist Bankier und Teilhaber der Schweizer Privatbank „E. Gutzwiller & Cie. Banquiers“. Er betreibt somit Vermögensverwaltung in der gefragtesten Steueroase der Welt. Er war Berater bei SWIFT, die wichtigste Finanztransaktionsorganisation der Welt. Sie betreibt ein besonders sicheres Telekommunikationsnetzwerk, das insbesondere von mehr als 11 000 Banken weltweit genutzt wird. Er war auch Berater des Vorstands der französischen Bank BNP Paribas, eine der weltweit grössten Banken. Er war im Vorstand von Zweigunternehmen des Suez-Konzerns, der den heutigen Energiekonzern Engie ausmacht, eines der grössten französischen Unternehmen.

Inmaculada Habsburgo (*1945) lebt in Spanien und ist eine entfernte Cousine des ehemaligen spanischen Königs Juan Carlos (Quelle). Sie ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations (Quelle). Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt. Inmaculada Habsburgo soll Mitglied der amerikanischen Gruppe der Pilgrims Society sein (Quelle). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Inmaculada Habsburgo besuchte 2005 ein Treffen der Hispanic Society, bei dem auch folgende Personen anwesend waren:

  • Die beiden US-amerikanischen Milliardäre David Rockefeller und George Soros.
  • Jesús de Polanco, der mächtigste Medienunternehmer Spaniens.
  • Die beiden mexikanischen Milliardäre Emilio Azcárraga Jean und Roberto Hernandez Ramirez.
  • Der ehemalige mexikanische Präsident Ernesto Zedillo.
  • Der venezolanische Milliardär Gustavo Cisneros.

(Quelle)

Julian Lorenz Pedro Habsburg-Lothringen (*1994) arbeitete für die US-amerikanische Investmentbank Lazard und für den führenden Wirtschaftsprüfer Ernst & Young (Quelle).

Das heutige Familienvermögen der Habsburger wurde auf 100 Millionen Euro geschätzt (Quelle). Die Verwandtschaft lebt auf allen Kontinenten (Quelle).

Andreas Salvador von Habsburg-Lothringen ist derzeit Grand Bailiff der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), eine christliche Bruderschaft, die von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt wird. Zur RCST gehören Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien (mehr dazu im Beitrag zur RCST).

Kontakte zum Vatikan

Das Haus Habsburg ist traditionell katholisch. Otto von Habsburg war seit 1932 Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden. Der Orden ist wie die Freimaurer eine philanthropische Organisation, die aber Gegenstand von Verschwörungstheorien ist. Otto war ein sehr angesehenes Mitglied. An seiner Beerdigung nahmen über 200 Ritter und Damen des Malteserordens teil. (Quelle) Auch das derzeitige Familienoberhaupt Karl Habsburg-Lothringen und seine Schwester Walburga sind Mitglieder des Malteserordens.

Michael Habsburg-Lothringen war Botschafter des Malteserordens in Ungarn (Quelle).

Der Malteserorden hat wie die anderen Vatikanorden seine Ursprünge in den Kreuzzügen des 11. und 12. Jahrhunderts und wurde im eroberten Jerusalem von der Kreuzfahrer-Elite gegründet. Im Jahr 1113 wurde der Orden vom Papst anerkannt. Der Orden wird bis heute von italienischen Adligen geführt, die dem Vatikan nahe stehen oder dort selbst wichtige Positionen besetzen.

Mehrere Mitglieder der Familie Habsburg gehören zum Konstantinorden (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. 

Der Orden vom Goldenen Vlies gilt als einer der bedeutendsten Ritterorden. Er untersteht nicht dem Vatikan, aber er wird traditionell vom katholischen Adel geführt. Der Orden untersteht dem spanischen Königshaus und den Habsburgern.

Ein weiterer wichtiger Vatikanorden ist der „Deutsche Orden“. Er wurde im von den Kreuzfahrern besetztem Jerusalem gegründet. Der Orden wurde und wird noch immer von deutsch-katholischen Adligen geführt. Vom Jahr 1590 bis 1923 kamen mehrere Grossmeister des Ordens aus dem Haus Habsburg (Quelle). Die anderen Grossmeister in diesem Zeitraum waren alle Teil der Elite des Heiligen Römischen Reiches, das wie gesagt von den Habsburgern geführt wurde. Bemerkenswerte Mitglieder des Ordens in den letzten 70 Jahren wären:

  • Otto von Habsburg und sein Sohn Karl (das derzeitige Familienoberhaupt).
  • Konrad Adenauer: Er war der erste Bundeskanzler der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland. Adenauer gründete mit Kollegen die deutsche Partei CDU, welche die vom Vatikan gesteuerte Zentrumspartei ersetzen sollte. 1963 erhielt Adenauer vom Papst den Christusorden, der höchste Verdienstorden des Vatikans. (Quelle)
  • Franz Josef Strauß: Er führte lange Zeit die deutsche Partei CSU, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss des Vatikans steht. Strauss war ein Freund der deutschen Adelsfamilie Thurn und Taxis (Quelle), die zur Vatikanelite gehört und zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien Deutschlands war (Quelle). Heute sind sie Milliardäre. Strauss und Otto von Habsburg kannten sich gut (Quelle).
  • Edmund Stoiber: Er war von 1999 bis 2007 Vorsitzender der CSU. Stoiber und Otto von Habsburg haben sich oft getroffen (Quelle).
  • Norbert Feldhoff: Der hochrangige Priester war nach einem Gutachten anscheinend an der Vertuschung von Kindesmissbrauch in der Kirche beteiligt. Er kennt Kardinal Rainer Maria Woelki (Foto), der ziemlich offensichtlich in die Vertuschung von Missbrauch involviert war.
  • Joachim Meisner: Der Erzbischof und Kardinal war der Vorgänger von Woelki. Auch er beteiligte sich an der Vertuschung des Missbrauchs. Er war mit dem Opus Dei verbunden, wie Kardinal Woelki (Quelle: 1 und 2). Weihbischof Dominikus Schwaderlapp, der sich ebenfalls an der Vertuschung beteiligte, steht auch dem Opus Dei nahe (Quelle). Nach einer Aussage eines Missbrauchsopfers, die vom Gericht als glaubwürdig eingestuft wurde, gab es ein Missbrauchsnetzwerk bestehend aus Priestern, Politikern und Richtern (Quelle: 20:30 bis 24:30). Der vielfache Missbrauch sei mit dem Wissen von „Polizei, Justiz, Jugendamt und Bischof“ geschehen. (Quelle) Die kritische (aber seriöse) Nachrichtenplattform The Daily Beast aus den USA veröffentlichte einen Artikel, der auf einen Bericht verweist, der seltsamerweise von den meisten deutschen Leitmedien ignoriert wird. Nach dem Bericht hatten Nonnen, die Waisenkinder betreuten, die Kinder den Pädophilen zu Verfügung gestellt und erhielten dafür Geld. Zu den Kunden sollen auch Geschäftsleute gehört haben. Es soll auch zu Orgien gekommen sein. (Quelle) Nach einer Aussage eines weiteren Opfers soll sich auch eine Nonne aktiv am Missbrauch beteiligt haben. Ein anscheinend pädophiler Münchner Stadtrat war regelmässig zu Besuch im Heim. Nach Aussagen weiterer Opfer war der Pädophilenring mit mehreren Kinderheimen in Deutschland verbunden. (Quelle: 1, 2, 3) Michael Habsburg-Lothringen besuchte eine Messe von Kardinal Joachim Meisner (Quelle). Kardinal Meisner besass zeitweise den Bischofsring des heiligen Franz von Sales. Der erste bekannte Besitzer des Rings war der adlige Bischof Franz von Sales (1567-1622). Später war der Ring im Besitz der Habsburg Familie. Kardinal Joachim Meisner erhielt den Ring von Kardinal Hans Hermann Groër, der von 1986 bis 1995 Erzbischof von Wien war. (Quelle) In den 90er Jahren sagten mehrere seiner Exschüler, dass Groër sie sexuell missbraucht hatte. Kardinal Joachim Meisner verteidigte Groër. Groër leitete die Trauungszeremonie einer Hochzeit der Habsburg Familie (Quelle).

Heiraten

Die Habsburger waren bereits in der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends mit zahlreichen Herrscherfamilien verheiratet. Darunter waren auch alte Hochadelsdynastien, wie die Kapetinger, Wettiner, Savoyen, Stuart, Avis, Hohenzollern, Wittelsbacher, Oldenburger, Přemysliden, Árpáden, Piasten, Luxemburger, Jagiellonen und die Askanier. (Quelle) Der Grossteil dieser Dynastien hat noch heute Nachfahren, die noch immer zum europäischen Hochadel gehören.

Später heirateten die Habsburger in die Königsgeschlechter Sachsen-Coburg und Gotha, Bourbon, Savoyen, Nassau, Orléans, Bonaparte, Braganza, Liechtenstein, Wittelsbach, Wasa, Württemberg, Oldenburg und Sachsen. (Quelle: 1 und 2)

Das Haus Habsburg heiratete fünfmal in die italienische Adelsfamilie Medici (Quelle). Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die reichste und mächtigste Bankiersfamilie und stellten drei Päpste.

Bemerkenswerte Heiraten in den letzten 100 Jahren:

Das aktuelle Oberhaupt Karl (*1961) heiratete in die Thyssen Familie, eine der reichsten und mächtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Karls Frau kommt mütterlicherseits aus dem schottischen Campbell Clan.

Karls Schwester Walburga (*1958) war von 2006 bis 2014 Mitglied des schwedischen Reichstags. Sie heiratete den schwedischen Grafen Archibald Douglas. Dieser stammt aus dem schottischen Douglas Clan, der mehrere hochrangige schottische Freimaurer hervorbrachte. Der schwedische Zweig des Clans kontrolliert die Holdinggesellschaft Investment AB Latour und besitzt ein Milliardenvermögen.

Sophie Habsburg-Lothringen (*1959) heiratete Fürst Mariano Hugo, das derzeitige Oberhaupt der österreichischen Uradelsfamilie Windisch-Graetz. Mariano Hugo war Botschafter des Malteserordens in Slowenien (Quelle). 

Lorenz Habsburg-Lothringen (*1955) heiratete in die belgische Königsfamilie (Haus Sachsen-Coburg und Gotha).

Robert Habsburg-Lothringen (1915-1996) heiratete in die ehemalige Königsfamilie Italiens (Haus Savoyen).

Carl Christian Habsburg-Lothringen (*1954) heiratete in die Königsfamilie Luxemburgs (Haus Nassau).

Elisabeth Charlotte (1922-1993) und Elisabeth Amalie Habsburg-Lothringen (1878-1960) heirateten in die Königsfamilie Liechtensteins (Haus Liechtenstein).

Anton Habsburg-Lothringen (1901-1987) heiratete in die ehemalige Königsfamilie Rumäniens (Haus Hohenzollern).

Abstammungslegenden

Das Haus Habsburg ist mindestens 1000 Jahre alt. Die Familie könnte von der Adelsdynastie der Etichonen abstammen, die vom 7. bis 13. Jahrhundert bestand. Papst Leo IX. (1002-1054) stammte ebenfalls von den Etichonen ab. (Quelle)

Die belegten Stammlisten der heutigen Hochadelsdynastien reichen 1000 Jahre zurück. Einzelne gehen auch bis ins 8. Jahrhundert zurück. Viele Adelsdynastien behaupteten von Aristokraten abzustammen, die vor mehr als 1500 Jahren gelebt hatten. Für diese Abstammungslegenden gibt es aber keine Beweise und die Mehrheit der Historiker zweifeln diese Legenden an. Man geht davon aus, dass Adelsdynastien selbst Abstammungslegenden konstruierten, um ihren Herrschaftsanspruch zu legitimieren oder um Anerkennung im Hochadel zu erlangen. Einer Abstammungslegende nach stammen die Habsburger von der Dynastie der Julier ab. Die Julier gehörten vom 5. Jahrhundert vor Christus bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus zur römischen Elite. Sie brachten mehrere Politiker hervor und heirateten in weitere römische Politikerfamilien der damaligen Zeit. Das bekannteste Familienmitglied der Julier ist Gaius Iulius Caesar (bekannt als Julius Cäsar). Er herrschte im ersten Jahrhundert vor Christus als Diktator über Rom. Die Habsburg Familie und die Julier sollen von Aeneas abstammen. (Quelle) Aeneas gilt als der mythologische Stammvater der Römer. Aeneas war über sein Vater Anchises ein Nachkomme der trojanischen Herrscherfamilie aus der griechischen Mythologie. Seine Mutter war die griechische Göttin Aphrodite, eine Tochter von Zeus (die griechische Götterfamilie heiratete der Legende nach in mehrere mythologische Königsfamilien). Die Abstammungslegende der Habsburger besagt, dass sie vom römischen Gott Jupiter abstammen. Jupiter ist identisch mit dem griechischen Gott Zeus. Man geht davon aus, dass es sich bei der römischen und der griechischen Götterfamilie um dieselbe Familie handelt. Auch die bis heute bestehenden Hochadelsfamilien Colonna, Hohenzollern und Anhalt behaupteten früher von Aeneas bzw. von der trojanischen Königsfamilie und der griechisch-römischen Götterfamilie abzustammen. Übrigens gab es bereits im ersten Jahrtausend vor Christus Königsfamilien, die der Legende nach von der griechischen Götterfamilie abstammten, darunter die Julier (Familie von Julius Cäsar), Ptolemäer (Familie von Kleopatra), Argead (Familie von Alexander dem Grossen) und die Achämeniden (persische Herrscherfamilie).

Eine weitere Abstammungslegende der Habsburger besagt, dass sie von den Karolingern und Merowingern abstammen. Die beiden Adelsdynastien herrschten in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends über das Fränkische Reich. Die beiden Dynastien waren der Legende nach ebenfalls Nachkommen der trojanischen Königsfamilie. Die Habsburger sollen vom ägyptischen Totengott Osiris abstammen. (Quelle) Osiris kam aus einer Götterfamilie der ägyptischen Mythologie. Seine Familie herrschte über Ägypten. Wenn es diese Götterfamilie wirklich gab, dann wäre sie also eine ägyptische Herrscherfamilie gewesen und gehörte demnach zu den frühen Pharaonen. Es wurde vermutet, dass Osiris identisch mit Nimrod ist. Nimrod, ein Urenkel des Archebauers Noah, wird in der Bibel und dem Koran erwähnt. Nach ausserbiblischen Überlieferungen war Nimrod ein König. Der bereits erwähnte römische Gott Jupiter könnte identisch mit Ham sein, ein Sohn des Archebauers Noah. Daher führten die Habsburger und weitere Aristokratenfamilien ihre Abstammung auf Noah zurück. Die Legende von Noah und der Sintflut ist viel älter als die Bibel. Im Hinduismus ist Manu der Archebauer. Er kam aus der hinduistischen Götterfamilie, aus der die Königsfamilien der hinduistischen Mythologie hervorgingen. Zu deren angeblichen Nachkommen gehörte Siddhartha Gautama (Buddha), der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus den Buddhismus begründete. Mehrere der heutigen indischen Aristokratenfamilien (darunter Rathore und Wadiyar) behaupten, von dieser Familie abzustammen. Mit Deukalion baute auch ein Mitglied der griechischen Götterfamilie eine Arche, um die Sintflut zu überleben. Die älteste Überlieferung einer Sintflut bezieht sich auf den sumerischen König Ziusudra. Das Volk der Sumerer gilt nach derzeitigem Wissensstand als die erste Hochkultur.

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Newhouse Familie

Die Newhouse Familie gehört zu den mächtigsten Medienunternehmern der USA. Im Jahr 2024 wurde ihr Vermögen auf 38,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie zählen damit zu den reichsten Amerikanern. (Quelle) Bereits in den 80er-Jahren war sie eine der reichsten Familien des Landes. (Quelle)

Samuel Newhouse Sr. (1895–1979) gründete 1922 das Zeitungsunternehmen Advance Publications. Er baute das Unternehmen zu einem grossen Medienkonzern auf, der sich bis heute in Besitz der Newhouse Familie befindet. Samuels Eltern waren jüdische Einwanderer aus Russland und Österreich.

Über Advance Publications besitzt die Newhouse Familie unter anderem die Magazine Vogue, The New Yorker und Vanity Fair sowie den Zeitungsverlag ACBJ, der Herausgeber von 44 Wirtschaftszeitungen ist.

Die Newhouse Familie kontrolliert seit 2006 die Internetseite Reddit. (Quelle) In den letzten Jahren gehörte Reddit zu den meistbesuchten Webseiten der Welt.

In den 2010er-Jahren war die Newhouse Familie Hauptaktionär des Medienkonzerns Discovery, der viele Fernsehsender besitzt, darunter TLC und Discovery Channel, zwei der meistgesehenen Sender der USA. Zum Konzern gehören auch Sender, die im deutschsprachigen Raum laufen (Discovery Channel, DMAX, Tele 5 und Eurosport). Im April 2022 fusionierte Discovery mit dem Medienkonzern WarnerMedia. Dieser besitzt unter anderem die Fernsehsender CNN und HBO sowie das Filmstudio Warner Bros, eines der grössten Filmunternehmen der Welt. Durch die Fusion von Discovery und WarnerMedia entstand „Warner Bros Discovery“, der nun einer der grössten Medienkonzerne der Welt ist. Die Fusion war von der Newhouse Familie abgesegnet worden. Seit der Fusion sitzt Steven Newhouse im Vorstand von Warner Bros Discovery und die Familie ist immer noch Grossaktionär des Konzerns. Steven Newhouse kennt den Milliardär John Malone, der ebenfalls zum Vorstand von Warner Bros Discovery gehört. John Malone zählt zu den mächtigsten Medienunternehmern der USA und war schon vor der Fusion geschäftlich mit der Newhouse Familie verbunden. Er gründete und kontrolliert den Medienkonzern Liberty Media.

Die Newhouse Familie gründete 2003 das Telekommunikationsunternehmen Bright House Networks, das sich zu einem der führenden Internetanbieter in den USA entwickelte. Die Familie kontrollierte das Unternehmen bis 2016, als es von Charter Communications gekauft wurde. Seither ist Michael Newhouse im Vorstand von Charter Communications und die Newhouse Familie besitzt 13 Prozent des Unternehmens. Charter Communications ist einer der grössten Telekommunikationskonzerne und Internetanbieter der USA. Zum Vorstand des Konzerns gehört auch der oben erwähnte Milliardär John Malone. Sein Medienkonzern ist der grösste Anteilseigner von Charter Communications. Zurzeit sitzt Eric Zinterhofer im Vorstand von Charter Communications. Zinterhofers Schwiegervater ist der Milliardär Ronald Lauder, der seit 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses ist. Ronalds Bruder Leonard Lauder, ebenfalls Milliardär, überreichte dem Milliardär Donald Newhouse eine Auszeichnung.

Michael Newhouse ist derzeit Vorstandsmitglied bei der Associated Press, eine der grössten und wichtigsten Nachrichtenagenturen der Welt.

Der Milliardär Samuel „Si“ Newhouse Jr. (1927–2017) galt im Jahr 1990 als einer der reichsten der Welt. (Quelle) Er kannte Rupert Murdoch, einen der mächtigsten Medienunternehmer der Welt. (Foto) Samuel kannte auch den späteren US-Präsidenten Donald Trump. (Foto) Ausserdem war Samuel ein langjähriger Freund des Rechtsanwalts Roy Cohn. (Quelle) Sie waren Klassenkameraden auf der Elite-High School Horace Mann in New York gewesen. (Quelle) Zu den Kunden des Anwalts gehörten Rupert Murdoch und Donald Trump sowie ein paar Mafiabosse. (Quelle: 1, 2, 3) Roy Cohn soll Mitglied eines Pädophilenrings gewesen sein und sich an einem Pädophilenring in Nordirland beteiligt haben, der hinter dem Kincora-Missbrauchsskandal stand. (Quelle) Der Politiker John DeCamp schrieb in seinem Buch, dass Roy Cohn zu einem einflussreichen Pädophilenring in Nebraska gehörte. Er gehörte vielleicht zum selben Pädophilennetzwerk wie Jeffrey Epstein, eine These, die auch im Buch One Nation Under Blackmail vertreten wird.

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Berlusconi Familie

Die Berlusconi Familie ist eine der reichsten Familien Italiens. Derzeit wird ihr Vermögen auf 7,7 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Silvio Berlusconi (*1936) war viermal Ministerpräsident von Italien (1994-1995, 2001-2005, 2005-2006 und 2008-2011). Er war auch Aussen-, Wirtschafts- und Gesundheitsminister. Seit 2019 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments.

Silvio Berlusconi gründete 1987 Fininvest. Über die Holdinggesellschaft besitzt die Berlusconi Familie die Verlagsgruppe „Arnoldo Mondadori Editore“. Dadurch besitzt sie mehrere italienische Buchverlage und viele Zeitschriften (aber keine Zeitungen). Die Berlusconis sind über Fininvest der grösste Anteilseigner von Mediaset und besitzen dadurch mehrere italienische Fernsehsender. Mediaset ist das grösste Medienunternehmen Italiens und eines der grössten Europas. Das Unternehmen wurde von Silvio Berlusconi gegründet. Mediaset ist seit 2020 Hauptaktionär des deutschen Fernsehunternehmens „ProSiebenSat.1 Media“ und besitzt ein Viertel der Anteile. Fininvest und Mediaset werden derzeit von Silvios Kindern geführt. Die Berlusconis sind zurzeit mit 30 Prozent an der Banca Mediolanum beteiligt, eine der grössten italienischen Banken.

Silvio Berlusconi kennt Rupert Murdoch, einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt (Quelle). Silvio hatte Kontakt zum britischen Prinzen Charles (Quelle). Er traf auch die Oberhäupter der Königsfamilien von Katar, Kuwait und Japan. (Quelle: 1, 2, 3). Er hatte oder hat noch immer Kontakt zum religiösen Führer Karim Aga Khan IV. (Quelle). Er hat ein gutes Verhältnis zum russischen Präsidenten Wladimir Putin (Quelle: 1 und 2).

Silvio Berlusconi kannte Gianni Agnelli, das verstorbene Oberhaupt der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Der bekannte italienische Geschäftsmann Carlo De Benedetti sagte, dass Agnelli eine inspirierende Vaterfigur für Berlusconi war. (Quelle)

P2 Loge und die italienische Mafia

Silvio Berlusconi wurde schon oft mit der italienischen Mafia in Verbindung gebracht (Quelle). Es ist bis heute nicht möglich, die Herkunft der umfangreichen Finanzmittel zu klären, über die Berlusconi bereits als junger Unternehmer verfügte. Auch hier gab es ziemlich sicher Verbindung zur Mafia (Quelle). Marcello Dell’Utri, ein ehemaliger italienischer Politiker und enger Geschäftspartner von Berlusconi, wurde 2004 zu neun Jahren Haft verurteilt, weil er mit der Mafia zusammenarbeitete. Ihm war vorgeworfen worden, als Bindeglied zwischen der Mafia und der politischen und wirtschaftlichen Elite Italiens gewirkt zu haben. (Quelle) 2018 wurde er zu 12 Jahren Haft verurteilt. Marcello Dell’Utris hatte Kontakt zu hochrangigen Mitgliedern der sizilianischen Mafia. (Quelle)

Silvio Berlusconi war Mitglied der italienischen Freimaurerloge Propaganda Due (P2) (Quelle: 1 und 2). Die P2-Loge wurde 1877 gegründet und 1982 aufgelöst und verboten. Die Loge hatte Pläne für einen Staatsstreich entwickelt und war mit den Terroranschlägen in den 1970er Jahren in Italien verbunden, was in gerichtlichen Untersuchungen bestätigt wurde. Dies führte zum Verbot der Loge. Einzelne Mitglieder der Loge waren eng mit der italienischen Mafia verbunden. (Mehr zur P2-Loge)

Silvio Berlusconi kennt die Savoyen Familie, die ehemalige Königsfamilie Italiens (Quelle). Das ehemalige Oberhaupt der italienischen Königsfamilie, Viktor Emanuel von Savoyen, war Mitglied der P2-Loge (Quelle: 1 und 2).

Licio Gelli war der Grossmeister der P2-Loge. Er traf Herzog Domenico Napoleone Orsini (Quelle). Der Herzog kommt aus der italienischen Uradelsfamilie Orsini, die zum päpstlichen Adel gehört und drei Päpste hervorbrachte. Der Herzog hatte Kontakt zu Silvio Berlusconi und dem verurteilten Mafiapolitiker Marcello Dell’Utris, der anfangs bereits erwähnt wurde (Quelle). Silvio Berlusconi ist der Patenonkel von Isabella Orsini, bei der aber unklar ist, ob sie aus der Adelsfamilie Orsini kommt. Isabella Orsini heiratete in die belgische Uradelsfamilie Ligne. (Quelle)

Silvio Berlusconi kennt die päpstliche Adelsfamilie Borghese (Quelle: 1 und 2).

Die italienischen Behörden ermittelten auch gegen die angebliche Nachfolgerloge P3. Mehrere der mutmasslichen Mitglieder waren mit der Mafia und Korruption verbunden. Der oben erwähnte Mafia-Politiker Marcello Dell’Utri soll der P3-Loge angehört haben. (Quelle)

Weitere Mitglieder der Berlusconi Familie

Silvios Vater war Luigi Berlusconi (1908-1989). Er arbeitete für die Banca Rasini, eine nicht mehr existente kleine Bank in Mailand. Man geht davon aus, dass die Bank Berlusconis Unternehmen mit Geld aus nicht auffindbaren Quellen (Mafia) unterstützte. Zu den Hauptkunden der Bank gehörten führende Köpfe der italienischen Mafia. (Quelle)

Paolo Berlusconi (*1949) ist der Bruder von Silvio. Er besitzt Il Giornale, eine der wichtigsten italienischen Zeitungen. Paolo wurde wegen Korruption verurteilt (Quelle: 1 und 2).

Pier Silvio Berlusconi (*1969) ist einer der Söhne von Silvio. Er besetzt leitende Positionen bei den Fernsehsendern der Familie. Auch er stand schon mit der Justiz in Konflikt (Quelle). Zwei Töchter von Silvio sind ebenfalls als Unternehmer über Fininvest tätig.

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Springer Familie

Die deutsche Milliardärin Friede Springer kontrolliert den Medienkonzern „Axel Springer SE“, einer der grössten Medienkonzerne Europas. Zum Konzern gehören unter anderem Bild und Welt, zwei der wichtigsten Zeitungen Deutschlands. Der Konzern ist an deutschen Radiosendern beteiligt und besitzt den Fernsehsender N24/Welt. Seit 2015 besitzt der Springer-Konzern die US-amerikanische Nachrichtenseite Business Insider, die sich auf Wirtschafts- und Finanznachrichten konzentriert. Der Springer-Konzern besitzt seit 2021 Politico, eine Zeitung in den USA.

2010 gründete der Springer-Konzern zusammen mit dem Schweizer Medienkonzern Ringier die „Ringier Axel Springer Media AG“, die in der Medienlandschaft von Polen, Slowakei, Ungarn und Serbien aktiv ist. Die Tochterfirma „Ringier Axel Springer Polska“ ist eines der grössten Medienunternehmen Polens.

Axel Springer

Das Unternehmen wurde 1946 von Axel Springer (1912–1985) gegründet. Bereits sein Vater war Verleger und Druckereibesitzer gewesen. Nachdem der Zweite Weltkrieg 1945 zu Ende war, stand Deutschland unter der Besatzung der Alliierten. Axel Springer erhielt von den Alliierten die Erlaubnis zur Publikation von Medien. In der Besatzungszeit wurde die gesamte deutsche Medienlandschaft lahmgelegt, unter dem Vorwand, den medialen Einfluss der Nazis einzudämmen. Die Alliierten konnten so massgeblich mitbestimmen, welche Medienunternehmen in der Nachkriegszeit in Deutschland zu Einfluss gelangten. Der Springer Verlag war von Anfang an einer ihrer Lieblinge, was sicherlich zum Aufstieg des Verlags beitrug. Für alle Angestellten von Springer weltweit gelten folgende fünf Grundsätze:

  1. Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa.
  2. Wir unterstützen das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel.
  3. Wir befürworten das transatlantische Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Europa.
  4. Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein.
  5. Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus und jede Art von Rassismus und sexueller Diskriminierung ab.

Quelle

Axel Springer war Freimaurer. (Quelle) Er wurde 1958 in die Hamburger Freimaurerloge „Die Brückenbauer“ aufgenommen. Die Loge war 1952 auf Initiative des FDP-Politikers Thomas Dehler gegründet worden. In einer Festschrift der Brückenbauer wird Dehler in einem Gespräch mit Theodor Vogel (der spätere Grossmeister der deutschen Freimaurer) zitiert:

„Es müssen Wege gefunden werden, um die DIE Persönlichkeiten für den Bund zu gewinnen, die hohe Verantwortung in Staat und Wirtschaft trügen. Dies sei für das Land nach der Zeit des NS-Regimes notwendig. Wir müssen in den Aufbau der Bundesrepublik freimaurerisches Gedankengut einbringen. Am besten wäre, wir würden unsere Verantwortlichen in einer Loge zusammenschliessen.“

Quelle

Weitere Mitglieder der „Brückenbauer“ waren:

  • Theodor Vogel (1901–1977): Er war der erste Meister der Brückenbauer. Er war federführend an der Gründung der „Vereinigten Grosslogen von Deutschland“ beteiligt und war deren erster Grossmeister. Diese ist der Dachverband der fünf Grosslogen von Deutschland. (Quelle) Dadurch hatte Theodor Vogel Kontakt zu den angloamerikanischen Freimaurern, die während der Besatzungszeit der Alliierten eigene Logen in Deutschland gründeten, die bis heute von Angloamerikanern geführt werden. (Quelle: 1 und 2) Theodor Vogel bereiste die Grosslogen der Welt. Er traf US-Präsident Harry Truman (Hochgrad-Freimaurer), die niederländische Königin Juliana, den Schah von Persien und Herzog Edward von Kent aus der britischen Königsfamilie (er ist der derzeitige Grossmeister der englischen Freimaurer). Vogel war als Unternehmer in der Stahlindustrie tätig und war Präsident des Deutschen Stahlbauverbandes, ein Lobbyverband der Stahlindustrie. (Quelle)
  • Fritz Sänger (1901–1984): Der SPD-Politiker war der erste Geschäftsführer der Deutschen Presse-Agentur (grösste deutsche Nachrichtenagentur) und Mitglied des deutschen Presse- und Rundfunkrats.
  • Rolf Dahlgrün (1908–1969): Der FDP-Politiker war von 1962 bis 1966 deutscher Finanzminister. Er war von 1933 bis 1945 Mitglied der NSDAP und NS-Offizier während des Zweiten Weltkrieges. Zudem war er Vizepräsident des Deutschen Fördervereins der Internationalen Stiftung „World Wildlife Fund“ (WWF). Für die es nicht wissen sollten: Der WWF wird von höchst elitären Kreisen gestiftet, darunter Königsfamilien, Rockefeller, Rothschild und viele mehr (Quelle).
  • Ernst Fromm (1917–1992): Der Mediziner war zur Nazizeit Mitglied der SA und der SS. Da er im Dritten Reich zur Ärzteschaft gehörte, könnte es sein, dass er von den Menschenversuchen in den Konzentrationslagern gewusst hatte, die im Interesse der Wissenschaft und der Pharmaindustrie stattfanden. Von 1959 bis 1973 war er Präsident der Bundesärztekammer. Er war auch Schatzmeister des Weltärztebundes.
  • Rolf Appel (1920–2019): Er hatte grosses Ansehen in der Freimaurer-Community und war von 1990 bis 1994 Grossmeister der Brückenbauer. Er spielte eine wichtige Rolle beim diplomatischen Kontakt zwischen den Freimaurern und dem Vatikan. (Quelle)
  • Paul Sethe (1901–1967): Er war als Journalist und Zeitungsredakteur im Dritten Reich tätig und Mitglied der Propagandakompanie der SS. Er arbeitete für die Nazi-Propagandazeitung Völkischer Beobachter. Nach dem Weltkrieg wurde er ein führender Journalist und arbeitete unter anderem beim Axel Springer-Verlag. 1965 schrieb er in einem Leserbrief im Spiegel: „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Journalisten, die diese Meinung teilen, finden sie immer. Ich kenne in der Bundesrepublik keinen Kollegen, der sich oder seine Meinung verkauft hätte. Aber wer nun anders denkt, hat der nicht auch das Recht, seine Meinung auszudrücken? Die Verfassung gibt ihm das Recht, die ökonomische Wirklichkeit zerstört es. Frei ist, wer reich ist. (…) Und da Journalisten nicht reich sind, sind sie auch nicht frei. (…) Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer grösseres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer grösser und immer gefährlicher.“ (Quelle)

Quelle

Axel Springer galt immer als grosser Unterstützer und Freund von Israel und dem jüdischen Volk. Was ziemlich paradox erscheint. Auszüge aus einem im Deutschlandfunk Kultur veröffentlichten Artikel:

„Springer beschäftigte sogar mehrere Mitarbeiter, die einst überzeugte Nazis waren. Wie Paul Karl Schmidt, der die NS-Propaganda des Auswärtigen Amtes steuerte. Schmidt hatte zum Beispiel 1944 Anregungen geschrieben, wie eine Juden-Deportation in Budapest nach aussen verharmlost werden könnte. Nach dem Krieg veröffentlichte er unter dem Namen Paul Carell Bücher, die die Wehrmacht verherrlichten. Zudem arbeitete er als Sicherheitschef und Redenschreiber – für Axel Springer. Der Hamburger Medienmacher wollte offenbar nicht auf das „Experten“-Wissen von Ex-Nazis verzichten.“

„Springer beschäftigte in seiner Hausleitung auch einen Holocaust-Überlebenden: Ernst Cramer, der im KZ Buchenwald gefoltert worden war. So arbeiteten im Bildzeitungs-Verlag Ex-Nazis, Ex-Mitläufer und Ex-Verfolgte zusammen. Der Verleger setzte auf Versöhnung – aber zugleich auf eine Aufarbeitung der deutschen Schuld. Allerdings nur, soweit es ihn nicht selbst betraf. Springer war nämlich in der NS-Zeit für antisemitische Propaganda mitverantwortlich gewesen – unter anderem als Mitarbeiter der Altonaer Nachrichten. 1979 wollte Verleger-Konkurrent Rudolf Augstein dieses dunkle Kapitel veröffentlichen. Doch Springer intervenierte persönlich – und konnte einen Artikel im Spiegel-Magazin verhindern.“

Axel Springer heiratete 1953 in dritter Ehe Rosemarie Lorenz. Ihr Vater Werner Lorenz hatte sich als SS-Funktionär an Kriegsverbrechen beteiligt und wurde deswegen 1948 zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Jedoch wurde er 1955 frühzeitig entlassen. Vielleicht hatte die Heirat seiner Tochter seine frühzeitige Entlassung begünstigt. Zudem kannte Axel Springer über die Freimaurerei weitere Personen mit NS-Vergangenheit.

Friede Springer und Mathias Döpfner

Friede (*1942) war Axel Springers fünfte Ehefrau. Nach seinem Tod wurde sie Hauptaktionärin des Medienunternehmens „Axel Springer SE“. Im Jahr 2022 wurde ihr Vermögen auf 3,5 Milliarden geschätzt (Quelle). Damit gehört sie zu den reichsten Frauen Deutschlands.

Friede Springer pflegt ein gutes Verhältnis zu Angela Merkel. Merkel hat auch ein gutes Verhältnis zu Liz Mohn, die den grössten deutschen Medienkonzern kontrolliert. (Quelle: 1 und 2) Friede und Liz kennen sich ebenfalls. Angela Merkel, Liz Mohn und Friede Springer kennen auch Hubert Burda, der drittmächtigste Medienunternehmer Deutschlands. Fotos, auf denen sie gemeinsam abgebildet sind, findet man über Google. Einfach zwei Namen der vier Personen eingeben und man wird fündig. Die Familien Mohn, Springer und Burda kontrollieren zusammen einen Grossteil der überregionalen Medien Deutschlands. Vielleicht einer der Gründe, warum die deutschen Medien Merkel in den letzten 15 Jahren so gut wie nie kritisiert haben.

Derzeitiger Vorsitzender des Springer-Konzerns ist Mathias Döpfner. Er besuchte in den letzten Jahren stets das Bilderbergtreffen. (Quelle) Derzeit ist er im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen. (Quelle) Er war jahrelang im Kuratorium der deutschen Abteilung des Aspen Institute. (Quelle) Das Aspen Institute ist eine international einflussreiche Denkfabrik aus den USA.

Mathias Döpfner besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz in den USA. (Quelle) Zu den Teilnehmern gehören führende Milliardäre, darunter vor allem Unternehmer aus dem Bereich digitale Medien und Internet. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

2018 wurde Mathias Döpfner Direktor von Netflix. Er war Direktor bei WarnerMedia/TimeWarner, ein grosser Medienkonzern aus den USA. (Quelle) Derzeit ist Döpfner Direktor der Warner Music Group aus den USA, eines der grössten Musikunternehmen der Welt. (Quelle) Dadurch wird er Len Blavatnik kennen, den derzeitigen Vizevorsitzenden und Besitzer der Warner Music Group. Der US-amerikanische Milliardär Len Blavatnik wuchs in Russland auf und hat Kontakte zu mehreren russischen Milliardären.

Mathias Döpfner wurde vom Weltwirtschaftsforum (WEF) zum „Global Leader for Tomorrow“ ernannt (heute bekannt als Young Global Leaders). (Quelle)

Mathias Döpfner hat einen Sohn mit Julia Stoschek. Julia ist eine Tochter des deutschen Milliardärs Michael Stoschek. (Quelle) Die Stoschek Familie besitzt den deutschen Automobilzulieferungskonzern „Brose Fahrzeugteile“.

Friede Springer schätzt Döpfner sehr. 2020 schenkte sie ihm Aktien von „Axel Springer SE“ im Wert von einer Milliarde Euro. Friede Springer und Mathias Döpfner besitzen jeweils 22 Prozent der Aktien. Weitere 47,6 Prozent gehören der US-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft KKR. (Stand: 2020). (Quelle) KKR ist seit 2020 der grösste Aktionär des Medienunternehmens. Die Übernahme war aber freiwillig und nicht feindlich. KKR wird vom US-amerikanischen Milliardär Henry Kravis geführt, der in den letzten Jahren immer das Bilderbergtreffen besuchte (Quelle). Seine Frau Marie-Josée Kravis ist derzeit Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderbergtreffen und leitet somit das Elitentreffen. (Quelle)

Mathias Döpfner hatte 2006 erstmals Aktien des Springer-Konzerns erworben. Er kaufte die Aktien mit einem Kredit von über 60 Millionen Euro, den er von der Warburg Bank erhielt. (Quelle)

Mathias Döpfner war mit dem britischen Verleger Georg Weidenfeld befreundet. (Quelle) Weidenfeld erhielt den britischen Adelstitel eines Barons.

Friede Springer und Mathias Döpfner kannten den verstorbenen Ferdinand Piëch. (Foto) Seine Familie kontrolliert den Automobilkonzern VW, das grösste deutsche Unternehmen.

Friede Springer kannte die verstorbene Johanna Quandt, die eine der reichsten Frauen Deutschlands war. (Foto) Die Quandt Familie kontrolliert den Automobilkonzern BMW.

Friede Springer kennt Friedrich von Metzler. (Foto) Die Metzler Familie gilt als die reichste Bankiersfamilie Deutschlands.

Die „Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste“ verlieh Friede Springer 2013 einen Toleranzpreis. Bei der Verleihung wurden auch der britische Bankier Evelyn de Rothschild und der irakisch-britische Investor Nemir Kirdar mit einem Preis für Toleranz geehrt. (Quelle) Bei der Verleihung waren Alexandra von Hannover und Gräfin Isa von Hardenberg aus dem deutschen Uradel anwesend. (das dritte Foto) Isa von Hardenberg und Friede Springer kennen Renate Thyssen-Henne. (Fotos: 1 und 2) Renate heiratete in die Thyssen Familie, eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Ihre Tochter Gabriele, die Springer ebenfalls kennt, heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. Gabriele heiratete in zweiter Ehe den religiösen Führer Karim Aga Khan IV.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Redstone Familie

Die amerikanisch-jüdische Unternehmerfamilie Redstone gehört zu den mächtigsten Medienbesitzern der USA. Sie besitzt etwa 80 Prozent der stimmberechtigten Aktien des Medienkonzerns Paramount Global (ViacomCBS).[1][2] Paramount Global ist einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Dadurch kontrolliert die Redstone Familie viele Fernsehsender. Zum Konzern gehören unter anderem die Fernsehsender CBS, MTV, Comedy Central und Nickelodeon. CBS ist einer der meistgesehenen Sender der Welt. Der Paramount-Konzern besitzt Telefe, den meistgesehenen Sender Argentiniens. Der Konzern besitzt führende Sender in Grossbritannien (Channel 5), in Australien (Network 10) und in Chile (Chilevisión). Paramount Pictures, eines der grössten Filmunternehmen, gehört auch zum Paramount-Konzern. (Stand: 2022) Nach eigenen Angaben erreichen die Sender des Konzerns über vier Milliarden Menschen in mehr als 180 Ländern.[3][4]

Michael Redstone (1902–1987) gründete 1936 das Kinounternehmen National Amusements. Als er 1934 sein erstes Autokino kaufte, geschah dies mit finanzieller Unterstützung des jüdischen Verbrecherbosses Harry Sagansky.[5][6] Sein Sohn Sumner Redstone (1923–2020) baute das Unternehmen zu einem der grössten Medienkonzerne auf. Im Jahr 2001 zählte er mit einem Vermögen von 12,6 Milliarden US-Dollar zu den zwanzig Reichsten auf der Forbes-Liste.[7] 2020 wurde sein Vermögen auf 2,6 Milliarden US-Dollar geschätzt.[8] Er kannte Rupert Murdoch, der ebenfalls zu den mächtigsten Medienunternehmern der Welt gehört.[9]

Seine Tochter Shari Redstone (*1954) ist derzeit Vorsitzende von Paramount Global. Sie war mit dem Rabbiner Yitzhak Aharon (Ira) Korff verheiratet. Dessen Onkel war der Rabbiner Baruch Korff, der US-Präsident Richard Nixon nahestand.[10][11] Yitzhak stammt aus einer wichtigen Rabbinerdynastie des chassidischen Judentums. Er soll von Israel ben Elieser (Baal Shem Tov) abstammen, der im 18. Jahrhundert der Begründer des Chassidismus war.[12]

Shari Redstone besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz.[13][14] Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Quellen:

  1. https://variety.com/2024/tv/news/skydance-investors-paramount-global-meger-national-amusements-takeover-1235868005/
  2. https://www.cnbc.com/2020/08/12/shari-redstone-now-fully-controls-the-fate-of-viacomcbs.html
  3. https://www.paramount.com/brands
  4. https://en.wikipedia.org/wiki/Paramount_Global
  5. https://www.nytimes.com/2020/08/12/business/media/sumner-redstone-legacy.html
  6. https://www.haaretz.com/jewish/2016-04-11/ty-article/.premium/1902-patriarch-of-lawsuit-happy-redstone-family-is-born/0000017f-f622-d044-adff-f7fb5f8b0000
  7. https://stats.areppim.com/listes/list_billionairesx01xwor.htm
  8. https://www.forbes.com/profile/sumner-redstone/?sh=1154534c4dcb
  9. https://www.gettyimages.ch/detail/nachrichtenfoto/rupert-murdoch-chairman-and-ceo-of-the-news-nachrichtenfoto/94885869
  10. https://en.wikipedia.org/wiki/Yitzhak_Aharon_Korff
  11. https://www.jewishpress.com/news/us-news/israel-deports-son-of-cbs-chairwoman-and-mezhbizh-rebbe-for-violating-coronavirus-rules/2020/06/15/
  12. https://www.youtube.com/watch?v=oabdJucS3Go
  13. https://variety.com/2019/biz/news/sun-valley-scene-more-fun-less-friction-as-moguls-gather-for-allen-co-conference-1203263054/
  14. https://www.cnbc.com/2016/07/05/sun-valley-hosts-ceos-of-media-and-tech-with-ma-politics-in-focus.html

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Van Rensselaer Familie

Die Van Rensselaer Familie gehörte bereits im 17. Jahrhundert zu den führenden Familien der heutigen USA. Im 18. Jahrhundert war sie in die Gründung der USA involviert. Im 19. und 20. Jahrhundert war sie mit wichtigen Industriellen- und Bankiersfamilien verbunden, welche die Industrie und das Finanzwesen der USA aufgebaut haben.

Die Van Rensselaer Familie als Kolonialherren

Der niederländische Kaufmann Kiliaen Van Rensselaer (1586-1643) war in Amsterdam als Perlen- und Diamanthändler tätig. Er gehörte zu den Gründern und Direktoren der „Niederländischen Westindien Kompanie“, die von 1621 bis 1792 bestand und führend im atlantischen Sklavenhandel war. Zusammen mit anderen Direktoren der Kompanie war Kiliaen massgeblich an der Gründung der niederländischen Kolonie New Netherland beteiligt, die das heutige New York ausmacht. Zu dieser Zeit waren die Niederlande eine führende Kolonialmacht (Goldenes Zeitalter).

Kiliaen Van Rensselaer kannte den Niederländer Wolfert Gerritse van Couwenhoven, der Mitgründer der Kolonie New Netherland war. Couwenhoven hatte einen Knecht namens Jan Aertszoon. Dieser war der Stammvater der Vanderbilt Familie, die später im 19. Jahrhundert zu den wichtigsten und reichsten Industriellen der USA aufstieg. Die Vanderbilts hatten Ende des 19. Jahrhunderts Kontakt zur Van Rensselaer Familie.

Weitere wichtige niederländische Kolonialfamilien des 17. Jahrhunderts waren die Familien Roosevelt, Stuyvesant, Schuyler und Van Cortland. Sie heirateten mehrfach untereinander und alle heirateten in die Van Rensselaer Familie. Auch im 19. Jahrhundert kannten sie sich und es kam zu Heiraten. Die Roosevelt Familie gehört heute noch zur US-Elite und stellte im 20. Jahrhundert zwei US-Präsidenten. Sie hatte auch im 20. Jahrhundert Kontakt zur Van Rensselaer Familie (Quelle). Das deutet darauf hin, dass sie seit über 300 Jahren durchgehend Kontakt zueinander hatten.

Die Nachkommen von Kiliaen Van Rensselaer (1586-1643) wurden in New Netherland sesshaft und waren fortan die führende Familie der Kolonie. Sie waren Patroone (Landbesitzer) und vermieteten ihr Land an Einwanderer. Die Mieter mussten alle einen Treueid gegenüber der Van Rensselaer Familie und ihrer Kolonie leisten.

1667 wurde die Kolonie New Netherland aufgelöst und von den Engländern übernommen, die sie in New York umbenannten. Trotzdem konnten die niederländischen Kolonialfamilien ihren Status beibehalten und erhielten Einbürgerungspapiere von der englischen Kolonialregierung. Kiliaen Van Rensselaer erhielt sogar von der damaligen Queen Anne ein Sonderpatent, um seinen Status als Patroon zu erhalten. Zudem heirateten die Van Rensselaers im 18. und 19. Jahrhundert in die Familien Livingston, Winthrop und Carroll, die drei der mächtigsten britischen Kolonialfamilien an der Ostküste Nordamerikas waren. Die Familien Livingston und Carroll gehörten zu den Gründervätern der USA. Die Livingstons sind bis heute politisch aktiv (Bob Livingston ist mit Donald Trump verbunden und die beiden US-Präsidenten aus der Bush Familie sind Nachkommen der Livingstons). Die Winthrops waren spätestens bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch Teil der US-Elite und hatten Kontakt zu den Familien Van Rensselaer, Livingston und Carroll (Quelle). Das deutet darauf hin, dass sie seit 300 Jahren durchgehend Kontakt zueinander hatten.

Die Van Rensselaers heirateten im 18. und 19. Jahrhundert in die Kolonialfamilien Bayard und Peyster. Die beiden hugenottischen Einwandererfamilien gehörten zu den mächtigsten Familien der Kolonien. Die beiden Familien hatten bis spätestens ins 20. Jahrhundert Kontakt zu den Van Rensselaers (Quelle).

Ausschnitte der Stammbäume dieser Kolonialfamilien findet man im englischen Wikipedia. Ausführlichere Stammbäume findet man auf Genealogieseiten.

Nicholas Van Rensselaer (1636-1678), der in den Niederlanden aufgewachsen war, traf den britischen König Karl II. aus dem schottischen Stewart Clan.

Die Van Rensselaer Familie bei der Gründung der USA

Die treibende Kraft hinter dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg war der Kontinentalkongress. Dieser bestand aus der Elite der 13 Kolonien der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses gründeten daraufhin die USA. Die Van Rensselaer Familie war nicht im Kontinentalkongress vertreten und gehörte auch nicht zu den Gründervätern. Dafür waren die befreundeten und verwandten Kolonialfamilien Livingston, Bayard und Schuyler im Kontinentalkongress vertreten. Drei Livingstons gehörten zu den Gründervätern der USA. Stephen van Rensselaer II. (1742-1769) heiratete eine Tochter des Gründervaters Philip Livingston.

Einer der wohl wichtigsten Gründerväter war Alexander Hamilton. Er gilt als der Gründer des Finanzsystems der USA. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der Van Rensselaer Familie und väterlicherseits aus der Schuyler Familie. Die Nachkommen von Alexander Hamilton, die bis spätestens Ende des 20. Jahrhundert noch zur US-Elite gehörten, haben somit Blut der Van Rensselaer Familie in sich.

Mehrere Mitglieder der Van Rensselaer Familie nahmen aktiv am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teil, wie der Brigadegeneral Robert Van Rensselaer (1740-1802) und der Oberst Henry Van Rensselaer (1744-1816). Letzterer war Freimaurer (Quelle). Auch die befreundeten Familien Schuyler und Van Cortland besetzten hochrangige Positionen in der Kontinentalarmee, die den Unabhängigkeitskrieg führte.

Die Van Rensselaer Familie im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert gehörten die Van Rensselaers weiterhin zu den führenden Familien des Landes. Der Politiker und Geschäftsmann Stephen Van Rensselaer III. (1764-1839) galt in den 1830er Jahren als der reichste US-Amerikaner. 2014 veröffentlichte CNN Money eine Liste der reichsten US-Amerikaner aller Zeiten basierend auf dem Verhältnis des Vermögens zum heutigen BIP. Auf dieser besetzte Stephen Van Rensselaer den siebten Platz. Auf einer 2011 veröffentlichten Liste von Business Insider lag Stephen auf Platz zehn. (Quelle)

Stephen Van Rensselaer besass viel Land und war Vermieter von 80 000 Mietern. Dazu muss man beachten, dass es im Jahr 1800 erst 5,3 Millionen Menschen in den USA gab. Bis zu Stephens Tod stieg die Bevölkerungszahl auf 17 Millionen. 1845 wurde das Land der Van Rensselaer Familie aufgrund eines Aufstands der Mieter aufgelöst.

Stephen heiratete in erster Ehe in die Schuyler Familie und in zweiter Ehe eine Tochter von William Paterson. Paterson war Freimaurer und gehörte zu den Gründervätern der USA (Quelle).

Stephen war in der Politik und diente als Vizegouverneur von New York. Seine Vorfahren waren, wie bereits erwähnt wurde, massgeblich an der Gründung von New York beteiligt gewesen. Stephen trat den Freimaurern bei. Von 1825 bis 1829 war er Grossmeister der Freimaurergrossloge von New York (Quelle: 1 und 2). Sein Nachfolger als Vizegouverneur von New York wurde Jeremiah Van Rensselaer (1741-1810). Jeremiah war ebenfalls Freimaurer (Quelle). Die Familie brachte im 19. Jahrhundert noch weitere New Yorker Politiker und Freimaurer hervor. Es gibt in den USA mehrere Freimaurerlogen, die nach der Van Rensselaer Familie benannt sind.

Stephen gehörte zu den ersten Aktionären der 1799 gegründeten Manhattan Company, eine New Yorker Bank. Sie war eine der ältesten Banken der USA und fusionierte 1955 mit der Bank der Rockefeller Familie. Durch spätere Fusionen entstand die heutige Grossbank JPMorgan Chase, die derzeit grösste US-amerikanische Bank.

Stephen war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati. Die Gesellschaft wurde 1783 von den Gründervätern gegründet und besteht bis heute. Neben mehr als 15 US-Präsidenten gehörten Mitglieder der Familien Du Pont, Rockefeller und Livingston zur Gesellschaft sowie auch die niederländischen Kolonialfamilien Vanderbilt, Roosevelt, Van Cortland und Schuyler.

Killian Henry Van Rensselaer (1800-1881) war „Sovereign Grand Commander“ (Vorsitzender) des Obersten Rates der Freimaurer in den USA (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat, der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Die USA besitzen zwei Oberste Räte. Killian Henry Van Rensselaer leitete den Obersten Rat der Northern Jurisdiction. Dieser führt die Freimaurerei in den US-Bundesstaaten Ohio, Michigan, Indiana, Illinois, Wisconsin sowie Pennsylvania und alle Staaten östlich davon, darunter auch New York. Die Freimaurerei in den restlichen Bundesstaaten untersteht dem Obersten Rat der Southern Jurisdiction.

Henry Bell Van Rensselaer (1810-1864) heiratete eine Tochter von John Alsop King, der Gouverneur von New York war. Johns Vater Rufus King gehörte zu den Gründervätern der USA. Rufus Bruder William King war der erste Gouverneur des US-Bundesstaates Maine und der erste Grossmeister der Freimaurergrossloge von Maine (Quelle: 1 und 2).

Die Van Rensselaer Familie gehörte zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Die Gesellschaft wurde von der Astor Familie geleitet, die oft der Gastgeber war. Zu den 400 gehörten auch die bereits erwähnten Kolonialfamilien Vanderbilt, Bayard, Winthrop, Livingston, Schuyler, Peyster, Carroll und weitere Nachkommen von Kolonialfamilien.

Alexander Van Rensselaer (1850-1933) heiratete 1898 in die Drexel Familie, die damals ein enger Geschäftspartner der Bankiersfamilie Morgan war. Morgan und Drexel waren in dieser Zeit zwei der mächtigsten Bankiersfamilien der USA.

Harriet Van Rensselaer (1838-1911) heiratete den Militäroffizier John Schuyler Crosby, der mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Schuyler kam. Sein Vorfahre William Floyd gehörte zu den Gründervätern der USA. Harriets Sohn Stephen Van Rensselaer Crosby (1868-1959) heiratete Henrietta Grew, die mit der Bankiersfamilie Morgan verschwägert war.

Kiliaen Van Rensselaer (1845-1905) heiratete Olivia Phelps Atterbury. Sie war eine Enkelin von Anson Green Phelps. Der Geschäftsmann stammte von englischen Kolonialfamilien ab, die in Nordamerika die Kolonie Connecticut gegründet hatten. Anson gründete 1834 die Handelsfirma Phelps Dodge, die zunächst mit Kupfer handelte und sich dann zu einem führenden Bergbauunternehmen mit eigenen Kupferminen entwickelte. 2007 wurde Phelps Dodge vom Bergbaukonzern Freeport-McMoRan übernommen. Freeport-McMoRan ist derzeit einer der grössten Kupferproduzenten der Welt.

Cornelia Van Rensselaer (1836-1864) heiratete einen Sohn des schottisch-amerikanischen Bankiers David Sproat Kennedy (1791-1853). Er stammte vermutlich aus den schottischen Clans Kennedy und Lenox. Er war Präsident der Saint Andrew’s Society of the State of New York und war somit mit schottischen Clans verbunden.

Die Van Rensselaer Familie im 20. Jahrhundert

Die Van Rensselaer Familie schloss sich dem 1911 gegründeten Order of colonial Lords of Manors in America an. Der Orden besteht bis heute. Nur Nachfahren von bedeutenden Kolonialfamilien können beitreten. (Quelle)

Charles Augustus Van Rensselaer (1867-1950) und William Stephen Van Rensselaer (1886-1930) waren Mitglied der 1902 gegründeten Pilgrims Society (Quelle: Seite 11/14). Das Elitennetzwerk bezeichnet sich selbst als die älteste und angesehenste angloamerikanische Organisation auf beiden Seiten des Atlantiks. Die Gesellschaft wird von der britischen Königsfamilie geführt. William Stephen Van Rensselaer arbeitete in der US-Botschaft in Lissabon und Rom. Die Mutter von Charles Augustus Van Rensselaer kam aus der deutschen Einwandererfamilie Heckscher. Marcus Abraham Heckscher gründete 1797 zusammen mit Salomon Heine die deutsche Bank Heckscher & Co. Die beiden Geschäftsmänner gehörten zu den reichsten Bankiers der deutschen Stadt Hamburg. Einige Mitglieder der Heckscher Familie emigrierten in die USA, darunter auch August Heckscher (1848-1941), der dort ein Vermögen in der Zinkindustrie machte. Seine Tochter heiratete in den britischen Adel.

Cornelia Van Rensselaer Thayer (1881-1960) heiratete den dänischen Grafen Carl Moltke. Der Graf war dänischer Aussenminister. Cornelias Enkelin Alexandra Moltke (*1945) heiratete Philip Henry Isles II. Philips Grossmutter kam aus Lehman Familie, die im 20. Jahrhundert eine der mächtigsten Bankiersfamilien der USA war.

Ein Mann namens Edwin Van Rensselaer Milbury heiratete 1979 in die Mellon Familie. Es ist allerdings unklar, ob er mit der Van Rensselaer Familie verwandt ist. Die Mellon Familie gehört schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA und gilt als eine der bedeutendsten Wirtschaftsdynastien.

Die Van Rensselaer Familie war auch nach dem Jahr 2000 in der Society of the Cincinnati vertreten (Quelle).

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Vanderbilt Familie

Die Vanderbilt Familie war die wohl wichtigste Familie der Industrialisierung der USA. Die Industrialisierung der USA fand von 1850 bis 1890 statt und die Vanderbilts waren in diesem Zeitraum die reichste Familie des Landes (Quelle). Cornelius Vanderbilt (1794-1877) gilt als einer der reichsten Menschen aller Zeiten. Das von ihm erlangte Vermögen hätte auf heutige Verhältnisse hochgerechnet einen geschätzten Wert von 200 Milliarden US-Dollar (Quelle). Sein Enkel William Kissam Vanderbilt (1849-1920) galt 1918 als einer der zehn reichsten US-Amerikaner (Quelle).

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Familie nicht mehr wirtschaftlich aktiv. Sie war in den letzten 100 Jahren aber weiterhin mit elitären Familien verbunden. Nachdem sie sich zurückgezogen hatten, suchten sie Anschluss an die britische Elite und Teile der Nachkommen gehören heute zum britischen Adel. Sie waren (oder sind noch immer) mit den Familien Morgan, Astor und Drexel verbunden, die früher zu den wichtigsten Familien der US-Elite gehörten und nachdem sie in den „Ruhestand“ gingen, ebenfalls familiäre Bindungen mit dem britischen Adel eingingen (die Astors wurden sogar geadelt).

Die Vanderbilt Familie hat niederländische Wurzeln. Jan Aertsen Vanderbilt (circa 1620-1705) gilt als der Stammvater der Familie. Der niederländische Bauer emigrierte in die niederländische Kolonie New Netherland an der Ostküste Nordamerikas, die das heutige New York ausmacht. Er war ein Knecht der niederländischen Van Couwenhoven Familie, die zu den Gründern der Kolonie New Netherland gehörte und mit der Van Rensselaer Familie verbunden war, eine der mächtigsten Kolonialfamilien Nordamerikas. Zu dieser Zeit waren die Niederlande eine führende Kolonialmacht (Goldenes Zeitalter).

Die Vanderbilt Familie kam erst Mitte des 19. Jahrhundert zu Bekanntheit und Reichtum. Cornelius Vanderbilt (1794-1877) wurde durch Schiff- und Eisenbahnbau zum reichsten Amerikaner. Bis zum Aufstieg der Rockefellers in den 1890er Jahren waren die Vanderbilts die reichsten Amerikaner.

Die Vanderbilts verkehrten in mehreren elitären New Yorker Clubs. Darunter der Knickerbocker Club, der Union Club of New York und der New York Yacht Club. William Kissam Vanderbilt (1849-1920) war Mitgründer des Metropolitan Club. Zu den Mitgründern gehörten auch Mitglieder der Familien Roosevelt, Morgan, Lorillard und Goelet.

Die Vanderbilt Familie gehörte zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Die Gruppe wurde von der Astor Familie geführt und es waren mehrere alte amerikanische Kolonialfamilien darin vertreten, darunter Winthrop, Bayard, Van Rensselaer, Livingston, Schuyler, Peyster und Carroll. Diese Familien waren bereits vor der Gründung der USA 1776 die führende Elite des Landes gewesen. Sie waren über Heiraten mit den Familien der US-Gründerväter verbunden und einzelne Gründerväter kamen selbst aus einflussreichen Kolonialfamilien. In der US-Elite sind bis heute Nachkommen dieser Familien vertreten.

Die Vanderbilts verkehrten im Jekyll Island Club. Der nicht mehr existierende Club bestand aus Millionären wie Morgan, Rockefeller und Gould. 1910 fand ein geheimes Treffen im Club statt, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde.

Cornelius Vanderbilt III. (1873-1942) war Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk (Quelle: Seite 11/14). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt.

George Washington Vanderbilt II. (1862-1914) war Mitglied der Sons of the American Revolution (SAR) (Quelle). Die Gesellschaft besteht seit 1889. 16 US-Präsidenten und weitere hochrangige US-Politiker waren Mitglied der SAR. Auch die berühmte Rockefeller Familie gehörte oder gehört noch immer zur Gesellschaft. Seit 2010 gibt es einen spanischen Zweig der SAR, der von der spanischen Königsfamilie geführt wird. Eliza Osgood Vanderbilt (1860-1936) heiratete William Seward Webb. Dieser war Mitgründer und zweiter Präsident der SAR.

Cornelius Vanderbilt III. (1873-1942) und sein Sohn Cornelius Vanderbilt IV. (1898-1974) waren erbliche Mitglieder der Society of the Cincinnati und ihre Nachkommen hätten somit ebenfalls Anspruch auf eine Mitgliedschaft (Quelle). Die Society of the Cincinnati ist eine seit 1783 bestehende Gesellschaft, die mehr als 15 US-Präsidenten aufgenommen hatte. Drei Präsidenten waren erbliche Mitglieder (George Washington, James Monroe und Franklin Pierce).

Alfred Gwynne Vanderbilt (1877-1915) war Mitglied bei Skull and Bones. Diese Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Sie ist Gegenstand diverser Verschwörungstheorien. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken (Quelle: 1, 2, 3).

Freunde, Familie und Verwandtschaft

Consuelo Vanderbilt (1877-1964) heiratete den britischen Herzog Charles SpencerChurchill. Dieser war ein enger Freund seines Cousins Winston Churchill, der britischer Premierminister war und als der wichtigste britische Staatsmann des 20. Jahrhunderts gilt. Winston Churchill war Freimaurer (Quelle).

Reginald Claypoole Vanderbilt (1880-1925) heiratete Gloria Morgan. Deren Zwillingsschwester war eine Geliebte des zukünftigen britischen Königs Edward VIII. (Quelle)

Gladys Vanderbilt (1886-1965) heiratete einen ungarischen Grafen. Er war ein Grossneffe von Graf István Széchenyi, der ein bedeutender ungarischer Staatsmann war. Istváns Vater Ferenc war Freimaurer (Quelle). Gladys Vanderbilt hatte fünf Töchter. Drei davon heirateten ebenfalls in den österreichisch-ungarischen Adel. Eine weitere Tochter heiratete den britischen Grafen Christopher Finch-Hatton. Dessen Mutter kam aus der Drexel Familie, die im 19. zu den mächtigsten Bankiers der USA gehörte und ein enger Geschäftspartner der Morgan Familie war. Eine weitere Tochter von Glady hatte einen Ehepartner, der von den US-amerikanischen Kolonialfamilien Lee, Carter, Calvert und Bowie abstammte, die schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörten. (Quelle)

Cornelius Vanderbilt IV. (1898-1974) war siebenmal verheiratet. Seine erste Ehefrau heiratete später in die Morgan Familie, die lange Zeit die mächtigste Bankiersfamilie der USA war. Vanderbilts vierte Ehefrau war eine Grossnichte des mexikanischen Präsidenten Porfirio Díaz. (Quelle) Díaz war Grossmeister der mexikanischen Freimaurer (Quelle).

Cornelius Vanderbilt III. (1873-1942) kannte William Rockefeller und Emanuel Lehman, da sie 1902 zusammen die „Mutual Alliance Trust Company“ gründeten und zu deren Direktoren gehörten (Quelle). Emanuel Lehman gründete mit seinen Brüdern Lehman Brothers, eine der grössten Investmentbanken des 20. Jahrhunderts. Sein Enkel Robert Lehman war Polospieler und gehörte zu einem Polo-Club, in dem viele Akteure der damaligen US-Elite vertreten waren, darunter Cornelius Vanderbilt, William Averell Harriman, Vincent Astor, John Mortimer Schiff, die Frau von William Randolph Hearst, Harry Guggenheim, Walter Chrysler und John Hay Whitney (Quelle).

Wendy Maria Vanderbilt (1939-2016) heiratete in Lehman Familie (Quelle). William Kissam Vanderbilt (1849-1920) heiratete in die Harriman Familie (Quelle). Gertrude Vanderbilt (1875-1942) heiratete in die Whitney Familie (Quelle). Die Whitneys sind Nachfahren der Pilgerväter. Im 19. Jahrhundert waren sie eine bedeutende Industriellenfamilie. Später wurden sie bekannte Pferdezüchter und waren dadurch mit zahlreichen elitären Familien verbunden, da viele dieser Familien in Pferde vernarrt sind.

William Kissam Vanderbilt (1849-1920) war in erster Ehe mit Alva Smith verheiratet, die später in die Belmont Familie heiratete (Quelle). Ihr Schwiegervater August Belmont war der Interessensvertreter der Rothschild Familie in den USA.

Gloria Vanderbilt (1924-2019) heiratete in erster Ehe Pat DiCicco. DiCicco und seine erste Ehefrau, die Schauspielerin Thelma Todd, hatten persönlichen Kontakt zum Mafioso Lucky Luciano (Quelle). Luciano gilt als der Gründervater der organisierten Kriminalität in den USA. Er vertrat die italienische Mafia in den USA und stand in engem Kontakt zu Meyer Lansky und der amerikanisch-jüdischen Mafia. Gloria Vanderbilt hatte ein romantisches Verhältnis mit Howard Hughes (Quelle). Hughes war einer der reichsten Amerikaner (Quelle). Er gründete das Luftfahrtunternehmen Hughes Aircraft, das zu einem der grössten Rüstungskonzerne wurde. Gloria Vanderbilt war mit Leopold Stokowski verheiratet. Dieser hatte zuvor in die Johnson Familie geheiratet, die damals das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson kontrollierte. (Quelle) Johnson & Johnson ist heute der grösste Pharmakonzern der Welt. Gloria Vanderbilt war mit Diane von Fürstenberg befreundet (Quelle). Diane heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Fürstenberg und ihr Mann kam mütterlicherseits aus der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. Seit 2001 ist Diane mit dem US-amerikanischen Milliardär Barry Diller verheiratet.

Gloria Vanderbilt war die Mutter des CNN-Nachrichtensprechers Anderson Cooper (*1967). Cooper besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz (Quelle). Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Emily Almira Vanderbilt (1823-1896) war die Grossmutter mütterlicherseits von Jeannette Thorn Kissel (1889-1957). Diese heiratete einen Baron aus der Pease Familie, eine der wichtigsten britischen Bankiersfamilien. Ihre gemeinsame Tochter Aline heiratete den Grafen Kenneth Mackay aus dem schottischen MacKay Clan. (Quelle) Kenneth war unter anderem Direktor von BP (einer der grössten Ölkonzerne der Welt) und Standard Chartered (eine der grössten britischen Banken).

George Washington Vanderbilt II. (1862-1914) heiratete Edith Stuyvesant Dresser. Sie war eine Nachkommin der Stuyvesant Familie, die vor der Gründung der USA eine der führenden niederländischen Kolonialfamilien war und in die Kolonialfamilien Van Rensselaer und Livingston heiratete. Ediths Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Fish Familie. Edith war zudem eine Grossnichte von Hamilton Fisch, der einer der wichtigsten US-Politiker seiner Zeit war. Seine Eltern kannten den US-Gründervater Alexander Hamilton, dessen Frau aus den niederländischen Kolonialfamilien Schuyler und Van Rensselaer kam. Die Fish Familie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts in die US-Elite aufgenommen, nachdem sie in die Kolonialfamilien Livingston und Stuyvesant geheiratet hatte. Die Fish Familie heiratete zweimal in die Politikerfamilie Kean und einmal in die Hearst Familie, die schon seit 100 Jahren zu den mächtigsten Medienunternehmern der USA gehört. Vanderbilts Ehefrau Edith heiratete in zweiter Ehe den Senator Peter Goelet Gerry. Dieser war ein Nachkomme der Kolonialfamilien Livingston und Goelet. Er war ein Urenkel von Elbridge Gerry, der zu den Gründervätern der USA gehörte.

Die Ehefrau von Cornelius Vanderbilt III. (1873-1942) hatte Geschwister, die ebenfalls in einflussreiche Familien heirateten. Die Schwester Mary heiratete in die Kolonialfamilie Goelet. Der Bruder Marshall heiratete in die Astor Familie. Die Schwester Leila heiratete in die englische Adelsfamilie Herbert. (Quelle)

Consuelo Vanderbilt (1903-2011) heiratete Earl Edward Tailer Smith, der US-Botschafter in Kuba war. (Quelle) Earls Tante Mary heiratete in die Kolonialfamilie Livingston. Sein Onkel Thomas heiratete in die Lorillard Familie, die im 19. Jahrhundert die führenden Tabakunternehmer der USA waren. Die Frau von Thomas heiratete in zweiter Ehe in die Baring Familie, eine der mächtigsten britischen Bankiersfamilien. Die zweite Frau von Thomas heiratete nach seinem Tod in die Blair Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA war. (Quelle)

Consuelo Vanderbilts (1903-2011) Tochter Iris heiratete den Zeitungsverleger Edwin Fairman Russell. Russell heiratete in dritter Ehe eine Verwandte der britischen Prinzessin Diana. Er hatte in erster Ehe in die englische Adelsfamilie Spencer-Churchill geheiratet, die ebenfalls mit Prinzessin Diana verwandt ist. Die erste Ehefrau war die Enkelin von Consuelo Vanderbilt (1877-1964). Russells Tochter Serena Churchill Russell (*1944) hatte einen Ehemann, der zuvor in die serbische Königsfamilie geheiratet hatte (Haus Karađorđević). (Quelle)

Eliza Vanderbilt (1860-1936) heiratete William Seward Webb. Dieser war Mitgründer und zweiter Präsident der Sons of the American Revolution. Ihre Kinder heirateten in die Familie des New Yorker Bürgermeisters William Jay Gaynor sowie in die Familien Havemeyer und Pulitzer. (Quelle) Die Verlegerfamilie Pulitzer stand 2015 immer noch auf der Forbes-Liste der reichsten amerikanischen Familien mit einem Vermögen von 1,6 Milliarden US-Dollar. (Quelle) Die Havemeyer Familie kontrollierte früher das grösste Zuckerunternehmen der USA. Sie war mit den Familien Roosevelt, Du Pont und Harriman verschwägert. Eliza Vanderbilts Schwiegertochter Aileen Osborn kam mütterlicherseits aus der Dodge Familie (Gründer des Kupferkonzerns Phelps Dodge) und war mit der führenden Bankiersfamilie Morgan verschwägert. Aileens Bruder Frederick Osborn gründete 1953 zusammen mit John D. Rockefeller III. den Population Council, eine Organisation, die sich bis heute auf der ganzen Welt für die Bevölkerungskontrolle einsetzt. Frederick und sein Onkel waren zwei der führenden Eugeniker der USA (mehr dazu).

Cornelia Stuyvesant Vanderbilt (1900-1976) heiratete in die englische Adelsfamilie Cecil (Quelle).

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Haus Al Nahyan

Die arabische Familiendynastie bildete sich 1761 und ist seither die Königsfamilie von Abu Dhabi. Zusammen mit fünf anderen Familien kontrollieren sie die Vereinigten Arabischen Emirate, die 1971 gegründet wurden und ein Zusammenschluss der sechs Familien und ihrer Territorien waren. Obwohl die Emirate von sechs Familien kontrolliert werden, nimmt die Al Nahyan Familie eine Führungsrolle im Staat ein. Seit 1971 stellt sie den Präsidenten, das Staatsoberhaupt der Emirate. Zayed bin Sultan Al Nahyan (1918-2004) gilt als der Gründervater der Nation.

Seit 1835 waren die heutigen Vereinigten Arabischen Emirate ein britisches Protektorat (Kolonie mit selbständiger Verwaltung). Die Scheiche kooperierten mit der britischen Kolonialelite, die ihnen als Gegenleistung militärischen Schutz versprach. Seit 1971 sind die Emirate offiziell unabhängig von Grossbritannien. Die britische Kolonialelite und die Herrscherfamilien der Emirate einigten sich auf deren Unabhängigkeit. Dies geschah interessanterweise auf Initiative der Briten (Quelle).

Das Haus Al Nahyan traf sich mehrfach mit den britischen Royals. (Fotos: 1, 2, 3, 4) Sie trafen auch Mitglieder der Königsfamilien von Spanien, Niederlande, Dänemark, Luxemburg, Norwegen und Thailand. (Fotos: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7).

Der derzeitige Kronprinz traf den US-Milliardär Bill Gates und arbeitet mit dessen Stiftung zusammen. (Quelle) Er traf 2019 den derzeitigen Papst und Jesuiten Franziskus. (Quelle)

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind das Land mit den siebtgrössten Ölreserven. Sie sind einer der grössten Ölexporteure der Welt. Der grösste Teil der Ölreserven des Landes befinden sich im Emirat Abu Dhabi, wo wie gesagt die Al Nahyan Familie herrscht. Die Emirate besitzen zudem auch die siebtgrössten Gasreserven. Die Emirate sind der fünftgrösste Aluminiumproduzent der Welt.

Im Jahr 2024 wurde das Vermögen der Al Nahyan Familie auf 324 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Die Al Nahyan Familie ist seit 1994 Grossaktionär des österreichischen Ölkonzerns OMV. Derzeit liegt ihr Anteil bei 24,9 Prozent. (Quelle) OMV ist das umsatzstärkste Unternehmen Österreichs.

Die Familie leitet die „Abu Dhabi Investment Authority“, einen der grössten Staatsfonds der Welt. Sie ist der viertgrösste Staatsfonds der Welt mit einem verwalteten Vermögen im Wert von 993 Milliarden US-Dollar. Ein Grossteil des Vermögens stammt aus dem Ölgeschäft. Der Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan ist Vorsitzender der „Mubadala Investment Company“, ebenfalls ein Staatsfonds. Er verwaltet 302 Milliarden US-Dollar. Der Scheich Tahnoun bin Zayed Al Nahyan ist Vorsitzender der Abu Dhabi Developmental Holding Company (ADQ). Dieser Staatsfonds verwaltet 225 Milliarden US-Dollar. (Quelle: Stand 2024) Die Al Nahyan Familie verwaltet also ein Vermögen von 1,5 Billionen US-Dollar. Mitglieder der Familie arbeiten auch für Banken und Unternehmen aus den Emiraten.

Die Al Nahyan Familie heiratete in den letzten 20 Jahren zweimal in die Al Maktum Familie, die über das Emirat Dubai herrscht. (Quelle: 1 und 2) Die beiden Familien waren bereits im 20. Jahrhundert über Heiraten miteinander verbunden. 

Zayed bin Sultan Al Nahyan (1918-2004), der erste Präsident der Emirate, finanzierte 1972 die Gründung der Bank BCCI und war deren grösster Anteilseigner. Auch die Bank of America finanzierte die Gründung mit. Die BCCI wurde 1991 aufgelöst, da sie in diverse illegale Aktivitäten verwickelt war, unter anderem Geldwäsche, Bestechung, Waffenhandel und Morde. Die Al Nahyan Familie war immer noch Hauptaktionär der Bank. Über die Bank wurden islamistische Terroristen unterstützt. Viele Personen aus Militär und Geheimdiensten arbeiteten für die BCCI. Die Bank war auch in den illegalen Verkauf von Nukleartechnologie verwickelt. Sie wusch Drogengeld für das kolumbianische Medellín-Kartell. Die Bank hatte mehrere Diktatoren und Rüstungskonzerne als Kunden. Die BCCI wurde vom pakistanischen Bankier Agha Hasan Abedi geführt, der Präsident Zayed bin Sultan Al Nahyan kannte und mit ihm zusammen die Bank gegründet hatte. (Quelle: 1 und 2) Abedi war mit dem US-Präsidenten Jimmy Carter und dem britischen Premierminister James Callaghan befreundet. (Quelle) Abedi war Mitglied des 1001 Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. (Quelle) Teile des Personals der BCCI waren auch als Zuhälter aktiv. Sie beschafften jungfräuliche Frauen im Alter von 16 bis 20 Jahren aus Dörfern in armen Ländern, die sie den Eltern abgekauft hatten. Zeugenaussagen zufolge wurden die jungen Frauen den Prinzen aus der Al Nahyan Familie zur Verfügung gestellt. Kunden der BCCI wurden ebenfalls mit Frauen versorgt. Einige BCCI-Mitarbeiter sagten später, dass den Prinzen auch Mädchen zur Verfügung gestellt wurden, die noch nicht die Pubertät erreicht hatten. (Quelle: 1 und 2)

Mehrere Mitlieder der Al Nahyan Familie, darunter auch Kronprinz Mohamed Al Nayhan und Präsident Khalifa Al Nahyan, waren an der „Royal Military Academy Sandhurst“. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Alle Königsfamilien der ölreichen Monarchien schicken einzelne Söhne nach England an diese Akademie. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Es waren auch Scheiche der anderen Herrscherfamilien der Emirate auf dieser Militärakademie. Zudem haben viele der Scheiche an britischen und US-amerikanischen Eliteuniversitäten studiert.

2001 wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Abteilung der Naturschutzorganisation WWF gegründet. Der Scheich Hamdan bin Zayed Al Nahyan aus der Herrscherfamilie ist seit der Gründung Patron der Abteilung. (Quelle) Der WWF hat enge Verbindungen zu Königshäusern (mehr dazu).

Prinz Issa bin Zayed Al Nahyan war Teil eines Folterskandals, bei dem er einen Mann folterte. Er benutzte einen elektrischen Viehtreiber, den er dem Opfer an die Hoden hielt und in den Anus steckte. Er goss Feuerzeugbenzin auf seine Hoden und entzündete sie. Er schlug wiederholt mit einem hervorstehenden Nagel, der an einem Holzbrett befestigt war, auf ihn ein. Er streute Salz auf seine Wunden und überfuhr ihn zum Schluss mehrfach mit einem Fahrzeug. (Quelle) Es kam zu einem Gerichtsverfahren, bei dem er allerdings nicht verurteilt wurde.

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Hambro Familie

Die Hambro Familie war eine der wichtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts. Sie wurde in den britischen Adel aufgenommen.

Calmer Joachim Levy (1747-1806) wurde in eine jüdische Familie in Schleswig-Holstein (Deutschland) geboren. Er zog nach Kopenhagen (Dänemark) und änderte seinen Nachnamen in Hambro. Er wurde dort als Kaufmann tätig und stand später als Bankier im Dienste des dänischen Königs.

Sein Sohn Joseph Hambro (1780-1848) wurde 1820 zum Hofbankier des dänischen Königs ernannt. Josephs Bruder Eduard Isaac Hambro (1782-1865) zog nach Norwegen und war dort als Kaufmann tätig. Er gründete den norwegischen Zweig der Familie.

Josephs Sohn Carl Joachim Hambro (1807-1877) zog nach Grossbritannien. Er war der Gründer des britischen Familienzweiges sowie der Gründer der Hambros Bank. Er konvertierte zum Christentum. 1839 gründete er in London die Bank „C. J. Hambro & Son“. Die Bank konzentrierte sich auf britisch-skandinavische Geschäfte. Carl Joachim Hambro erhielt einen Adelstitel vom dänischen König Friedrich VII. (hochrangiger Freimaurer).

Die Hambros Bank fusionierte 1921 mit der „British Bank of Northern Commerce“. Diese war ebenfalls eine Londoner Bank, die den Handel zwischen Grossbritannien und den skandinavischen Ländern förderte. Sie wurde von der schwedischen Wallenberg Familie gegründet, der mächtigsten skandinavischen Bankiersfamilie. Durch die Fusion wurde die Hambros Bank zur wohl wichtigsten Bank der skandinavischen Länder. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem bedeutenden Finanzier der Diamantindustrie und war zeitweise eine der grössten Banken Europas. Bis 1986 befand sich die Hambros Bank in Familienbesitz. Aber auch danach arbeiteten weiterhin Familienmitglieder für die Bank. 1998 wurde die Bank an die Société Générale verkauft, eine der grössten französischen Banken.

Mehrere Mitglieder der Hambro Familie waren in der britischen Politik und beim Militär. Mehrere Ehepartner waren ebenfalls britische Politiker und Militärs. Die Hambro Familie gründete mehrere kleinere Finanzunternehmen, die bis heute aktiv sind.

Bemerkenswerte Familienmitglieder

Everard Hambro (1842-1925) war 45 Jahre lang Direktor der Bank of England (britische Zentralbank).

Charles Jocelyn Hambro (1897-1963) war ebenfalls langjähriger Direktor der britischen Zentralbank. Er kannte Montagu Norman, der zu dieser Zeit Gouverneur der Zentralbank war. Charles Jocelyn Hambro war während des Zweiten Weltkrieges ein hochrangiger Geheimdienstoffizier. Er wurde zum Ritter geschlagen. Seine zweite Ehefrau hatte zuvor in die schwedische Bankiersfamilie Wallenberg geheiratet.

Jocelyn Hambro (1919-1994) gehörte 1970 zu den Mitgründern und Finanzierern des britischen Versicherungsunternehmens Allied Dunbar. Er war von 1979 bis 1985 Vorsitzender der Phoenix Group, ebenfalls ein britisches Versicherungsunternehmen.

Charles Hambro (1930-2002) kannte die Bankiersfamilien Wallenberg und Morgan persönlich (Quelle). Von 1993 bis 1997 war er Schatzmeister der britischen Konservativen Partei. Er wurde vom britischen Hochadel zum Baron geadelt.

Rupert Hambro (1943-2021) war Direktor von Anglo American, einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt. Er kannte dadurch vermutlich die Milliardärsfamilie Oppenheimer, die den Bergbaukonzern gründete und lange kontrollierte. Rupert war Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: Seite 4/13). Die Elitegesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt. Rupert Hambro erhielt einen Orden von der Queen. Er war Vorsitzender des Investitionsausschusses der Gilde der Goldschmiede (Worshipful Company of Goldsmiths) (Quelle). Diese wurde 1327 gegründet und gehört zu den sogenannten Livery Companies. Diese einflussreichen Händlergilden entstanden im 14. Jahrhundert und bestehen bis heute. Sie sind traditionell mit dem britischen Adel und der City of London verbunden (Londoner Bankenviertel).

Rupert Hambros Ehefrau war bei einem Hochzeitsdinner in London, das nach einer Hochzeit der griechischen Unternehmerfamilien Livanos und Vardinogiannis stattfand. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Spencer-Churchill, Safra, Aga Khan, Niarchos, Hearst, Russell, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von GriechenlandJordanien und Serbien. (Quelle)

Rupert Hambro und seine Frau waren auf der Hochzeit von Ben Goldsmith und Kate Rothschild (Quelle). Goldsmith und Rothschild sind zwei der bedeutendsten jüdischen Familiendynastien.

Rupert Hambro und seine Frau waren 2004 beim Dinner zu den Cartier Racing Awards. Zu den Gästen gehörten unter anderem:

  • Zahra Aga Khan.
  • Die Ehefrau von Anthony Oppenheimer aus der südafrikanisch-britischen Milliardärsfamilie Oppenheimer.
  • Andrew Parker Bowles. Er ist der Exmann von Camilla Shand, die jetzt mit dem britischen Prinzen Charles verheiratet ist.
  • Der Graf von Derby aus der englischen Uradelsfamilie Stanley.
  • Der Markgraf von Zetland aus dem schottischen Dundas Clan.
  • Der Herzog von Roxburghe aus dem schottischen Innes Clan.
  • Die Ehefrau des Herzogs von Bedford aus der Russell Familie.
  • John Lawrence, Baron Oaksey. Sein Vater war einer der Richter beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher.

(Quelle)

Peter Hambro (*1945) war von 1985 bis 1990 Direktor des Edelmetallunternehmens Mocatta & Goldsmid, das 1684 von der sephardisch-jüdischen Mocatta Familie gegründet wurde. Peter gründete 1994 das Bergbauunternehmen Petropavlovsk, das Goldminen in Russland besitzt und war bis 2017 dessen Vorsitzender.

Jay Hambro (*1975) war CIO von Petropavlovsk und baute das Geschäft zum zweitgrössten Goldproduzenten Russlands aus. Er war Manager bei der Rothschild Bank und der HSBC (eine der grössten Banken der Welt). Jay Hambro war CIO des Bergbau- und Energiekonzerns GFG Alliance. Jay ist Mitglied in der Gilde der Goldschmiede (Quelle).

Evy Hambro ist ein Verwandter der Bankiersfamilie Hambro. (Quelle) Er arbeitet für den US-amerikanischen Finanzkonzern BlackRock und leitet dort Fonds, die in edelmetallfördernde Bergbauunternehmen investieren. BlackRock ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet über neun Billionen US-Dollar. Evy Hambro arbeitete auch bei Lazard, Merrill Lynch und Cazenove. Julian Baring aus der britischen Bankiersfamilie Baring war einer seiner Vorgesetzten. Evy Hambro ist Mitglied in der Gilde der Fischhändler (Worshipful Company of Fishmongers). (Quelle: 1 und 2)

Clementine Hambro war Brautjungfer bei der Hochzeit von Prinz Charles und Diana.

CJ Hambro (1885-1964) kam aus dem norwegischen Zweig der Familie. Er war ein bedeutender norwegischer Politiker und Präsident der Versammlung des Völkerbundes. Der Völkerbund war der Vorläufer der Vereinten Nationen (UN). CJ Hambro wurde Delegierter der Generalversammlung der UN. Sein Sohn Edvard, ebenfalls ein norwegischer Politiker, war Präsident der UN-Generalversammlung und Norwegens Botschafter bei den UN sowie Botschafter in Frankreich.

Mitglieder der Hambro Familie waren 2012 bei einer Veranstaltung von Sotheby’s. Zu den Gästen gehörten britische Adlige und Mitglieder der Familien Rothschild, Spencer-Churchill, Goldsmith und Aga Khan sowie die Ehefrau des britischen Milliardärs Anthony Bamford. Graf Leopold von Bismarck und Chantal von Hannover aus dem deutschen Hochadel waren auch da. (Quelle)

Bemerkenswerte Heiraten

Jean Frances Hambro (1923-2017) heiratete in zweiter Ehe Andrew Elphinstone. Dessen Vater war der Clan-Chef des schottischen Elphinstone Clans. Andrews Grossvater mütterlicherseits war Claude Bowes-Lyon, der 14. Graf von Strathmore. Der Graf war der Clan-Chef des schottischen Lyon Clans und war der Grossvater der heutigen Queen Elizabeth. Der Sohn von Hambro und Elphinstone wurde Clan-Chef des Elphinstone Clans und seine Frau kam mütterlicherseits aus der Grafenfamilie Elliot-Murray-Kynynmound. Jean Frances Hambro heiratete in erster Ehe Baron Walter Gibbs. Der Baron war Direktor der Westminster Bank, eine britische Grossbank.

Clementine Hambro (*1976) heiratete einen Enkel des Clan-Chefs des Fraser von Lovat Clans. Die Hambro Familie heiratete auch in die schottischen Clans Stuart, Murray, Drummond und Leslie-Melville. Die Hambros sind also definitiv mit den schottischen Clans verbunden. Durch die Heiraten haben Teile der heutigen Hambro Familie adliges Blut. Trotz ihrer jüdischen Wurzeln sind sie also eher der britischen Adelselite zuzuordnen und nicht der jüdischen Elite oder sie dienen vielleicht als Bindeglied zwischen den beiden Gruppen.

Richard Hambro (1946-2009) heiratete Charlotte Soames. Deren Mutter war eine Tochter des britischen Premierministers Winston Churchill (Freimaurer).

Everard Hambro (1842-1925) hatte drei Kinder (Charles, Violet und Ronald), die in die Bankiersfamilie Smith heirateten. Die Smith Familie ist eine der ältesten und wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

Percival Lewis Hambro (1836-1885) heiratete in die Norman Familie, die seit dem 19. Jahrhundert in der britischen Finanzelite vertreten war. Das bekannteste Familienmitglied war der britische Zentralbankchef Montagu Norman.

Caroline Hambro (1859-1931) heiratete Uvedale Okeden. Dessen Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Glyn Familie, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts im britischen Finanzwesen aktiv ist.

Baron Charles Hambro (1930-2002) heiratete in zweiter Ehe Cherry Huggins. Ihr Vater John Huggins war von 1943 bis 1951 Gouverneur der britischen Kolonie Jamaika. 1962 wurde Jamaika unabhängig vom britischen Königreich, gehört aber seither zu den Commonwealth-Staaten, die eng mit Grossbritannien verbunden sind.

Die Ehefrau von Charles Hambro (1834-1891) kam väterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Yorke und mütterlicherseits aus dem schottischen Campbell Clan.

Bemerkenswerte Mitarbeiter der Hambros Bank und ihren Ablegern:

  • Chips Keswick (*1940). Er war der letzte Vorsitzende der Hambros Bank. Die schottische Milliardärsfamilie Keswick ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts im ostasiatischen Handel aktiv. Sie kontrolliert den Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson, der früher zu den grössten Opiumhändlern der Welt gehörte. Die Keswicks heirateten in schottische Clans.
  • Baron Peter Carington (1919-2018). Er war einer der führenden Köpfe der britischen Elite und stammte aus der Bankiersfamilie Smith, eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite. Die Smith Familie heiratete in schottische Clans.
  • Nichola Pease (*1961). Die Fondsmanagerin kommt aus der Pease Familie, eine der wichtigsten britischen Bankiersfamilien. Nichola Pease arbeitete für die britische Investmentbank Kleinwort Benson. 2016 fusionierte diese mit der SG Hambro zur heutigen Kleinwort Hambros, die sich auf Vermögensverwaltung konzentriert. Die Pease Familie heiratete in schottische Clans.
  • Baron John Jacob Astor (1886-1971). Der britische Zeitungsverleger, Bankier, Politiker und Militäroffizier kam aus der Astor Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten und mächtigsten Familien der USA war. Die Astors heirateten in schottische Clans.
  • Mark Getty (*1960). Der britische Geschäftsmann war Gründer und Vorsitzender der Bildagentur Getty Images. Sein Grossvater Jean Paul Getty machte ein Vermögen in der Erdölindustrie und galt zeitweise als einer der reichsten der Welt.
  • Frank Stangenberg-Haverkamp (*1948). Er kommt mütterlicherseits aus der deutschen Milliardärsfamilie Merck und leitet derzeit ihren Pharmakonzern.

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Tata Familie

Die Tata Familie ist vermutlich die wichtigste Unternehmerfamilie Indiens. Gemessen am BIP ist Indien die fünftgrösste Volkswirtschaft der Welt. Die Tata Familie kontrolliert die Holdinggesellschaft Tata Sons und dadurch mehrere indische Grosskonzerne. Tata Sons ist das grösste sich mehrheitlich in Familienbesitz befindende Unternehmen Asiens. Es gibt aber noch grössere familienkontrollierte Unternehmen in Asien, die sich jedoch offiziell nicht in Familienbesitz befinden, beispielsweise Samsung und Toyota.

Die Tata Familie ist seit über 150 Jahren in der indischen Industrie tätig und gehört damit zu den ältesten noch aktiven Industriellenfamilien Indiens. Jamsetji Tata (1839-1904), der Gründer der Familiendynastie, gilt auch als der Gründervater der indischen Industrie. In der Anfangszeit machte er sein Vermögen mit dem damals noch legalen Opiumhandel nach China (Quelle).

Eigentlich würde die Tata Familie die reichste Familie Indiens sein. Da sie aber den grössten Teil ihres Geldes für Wohltätiges spendet, ist dies nicht der Fall. Ratan Tatas (*1937) Vermögen beträgt nach Schätzungen eine Milliarde US-Dollar. 2010 schätzte das Forbes-Magazin Ratans eigentliches Vermögen auf 291 Milliarden US-Dollar und er wäre damit noch reicher als ein Jeff Bezos oder Bill Gates (Quelle).

Die Tata Familie ist traditionell mit der britischen Elite verbunden. Indien war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute noch zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Der Gründer der Familiendynastie Jamsetji Tata und seine Söhne liessen sich auf einem Friedhof in England begraben (Quelle). Die Tata Familie sind Parsen. Die Parsen sind eine ethnisch-religiöse Minderheit, die hauptsächlich in Indien und Pakistan lebt. Die Parsen haben beträchtliche Beiträge zur Geschichte und Entwicklung Indiens geleistet, was umso bemerkenswerter ist angesichts ihrer geringen Anzahl. Hier eine (nicht vollständige) Liste bemerkenswerter Parsen. Die wohlhabenden parsischen Familien sind traditionell mit der britischen Elite verbunden. Sie beherrschten zur Kolonialzeit die Stadt Bombay im Interesse der Briten (Quelle). Die britischen Banken in Indien während der Kolonialherrschaft hatten alle Parsen unter ihren Mitarbeitern (Quelle). Auch heute hat die Tata Familie immer noch Kontakt zu einflussreichen parsischen Familien (wird unten ausführlich erläutert).

Die Tata Familie gründete und kontrolliert über ihre Holding folgende Unternehmen:

  • Tata Motors, der grösste Automobilhersteller Indiens. Er produziert auch Militärfahrzeuge. Tata Motors ist eines der grössten Unternehmen Indiens.
  • Tata Steel, war 2019 der neuntgrösste Stahlproduzent der Welt und eines der grössten Unternehmen Indiens.
  • Tata Consultancy Services, der IT-Konzern ist eines der grössten Unternehmen Indiens.
  • Tata Power, das grösste indische Energieunternehmen.
  • Tata Chemicals, eines der grössten indischen Chemieunternehmen.

Sie besitzen noch weitere kleinere Unternehmen. Deren Geschäftsfelder umfassen Tee- und Einzelhandel, Versicherung, Telekommunikation, Uhr- und Schmuckherstellung sowie die Hotelbranche.

Sie gründeten 1919 die New India Assurance, eines der führenden Versicherungsunternehmen Indiens. (Quelle)

1932 gründeten sie Tata Airlines, der Vorgänger der heutigen Fluggesellschaft Air India.

1917 gründeten sie die Tata Industrial Bank. Sie wurde 1923 von der Central Bank of India übernommen, die bis heute in Betrieb ist (Quelle auf Seite 16). Diese ist aber nicht die Zentralbank, auch wenn ihr Name so klingt. Sie ist heute eine der grössten indischen Banken. Sie wurde 1911 gegründet und war die erste indische Geschäftsbank, die von Indern geführt wurde, da die anderen Geschäftsbanken den Briten gehörten (Quelle). Die Central Bank of India wurde vom indisch-parsischen Bankier Sorabji Pochkhanawala gegründet. Er arbeitete für die britische Chartered Bank (Quelle). Diese ist der Vorgänger der heutigen Standard Chartered, die eine der grössten britischen Banken ist und sich traditionell auf Asien konzentriert. Sorabji Pochkhanawala erhielt vom britischen König den Titel eines Ritters.

Bemerkenswerte Familienmitglieder

JRD Tata (1904-1993) war Freimaurer (Quelle: 1, 2, 3). Die Freimaurerei wurde von Briten nach Indien gebracht. Die ersten Inder, die von den Briten in die Freimaurerei aufgenommen wurden, waren Parsen (Quelle: Seite 27).

Ratan Tata (*1937) ist vermutlich einer der einflussreichsten Akteure der indischen Elite. Er führte mehrere Unternehmen der Tata Familie. Er ist Mitglied des Rates für Handel und Industrie des indischen Premierministers.

Ratan Tata war im International Council von JPMorgan Chase, die grösste Bank der USA. Er war zur selben Zeit im Council wie Henry Kissinger (USA), Gao Xiqing (China), André Desmarais (Kanada), Mustafa Koç (Türkei), Lee Kuan Yew (Singapur), Riley Bechtel (USA), Tony Blair (Grossbritannien), Jürgen Grossmann (Deutschland) und Martin Feldstein (USA). (Quelle)

Ratan Tata ist oder war im internationalen Beirat folgender Unternehmen:

  • American International Group. Der US-amerikanische Versicherungskonzern ist einer der grössten der Welt.
  • Booz Allen Hamilton. Das US-amerikanische Beratungsunternehmen steht den US-Geheimdiensten nahe.
  • Mitsubishi Corporation, ein japanischer Mischkonzern.
  • United Technologies. Ein US-amerikanischer Technologie- und Rüstungskonzern.
  • Rolls-Royce. Ein britischer Luftfahrt- und Rüstungskonzern.

Ratan Tata war im internationalen Beirat des singapurischen Staatsfonds Temasek und der Monetary Authority of Singapore (singapurische Zentralbank). Dadurch war er mit der Lee Familie aus Singapur verbunden.

(Quelle: 1 und 2)

Ratan Tata war Direktor des Aluminiumkonzerns Alcoa, des Automobilkonzerns Fiat und des Süsswarenkonzerns Mondelez. (Quelle: 1, 2, 3)

Die britische Königsfamilie verlieh Ratan Tata zwei Orden (Quelle). Er erhielt auch einen Orden vom japanischen Kaiser für sein Engagement bei der Förderung von indisch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen (Quelle). Ratan Tata erhielt einen Preis von B’nai B’rith International (Quelle: 1 und 2). B’nai B’rith ist eine jüdische Organisation und wurde 1843 in New York gegründet. B’nai B’rith hat Ähnlichkeiten mit der Freimaurerei und wird als jüdische Freimaurerei bezeichnet. Zu den Gründern von B’nai B’rith gehörten jüdische Freimaurer. (Quelle)

Ratan Tata war im Kuratorium der RAND Corporation und ist derzeit im Kuratorium des „Carnegie Endowment for International Peace“ (Quelle: 1 und 2). Die beiden US-amerikanischen Denkfabriken gehören zu den mächtigsten der Welt. Im Kuratorium des „Carnegie Endowment for International Peace“ sind derzeit auch Mitglieder der Milliardärsfamilien Oppenheimer, Birla und Pritzker sowie ein Mitglied der jordanischen Königsfamilie (Stand: 4.8.2021).

Ratan Tata ist oder war Mitglied der Atlantik-Brücke (Quelle). Sie ist die wohl einflussreichste deutsche Denkfabrik.

Dorabji Tata (1859-1932) war Freimaurer (Quelle). Er wurde vom britischen König Edward VII. (Freimaurer) zum Ritter geschlagen. Sein Cousin Shapurji Saklatvala wurde ins britische Parlament gewählt. Die indische Saklatvala Familie sind Parsen, wie die Tata Familie.

Dorabjis Bruder Ratanji Tata (1871-1918) wurde ebenfalls zum Ritter geschlagen und wurde in Grossbritannien sesshaft.

Naval Tata (1904-1989) war Direktor der Bank of Baroda, eine der grössten Banken Indiens.

Verbundene Familien und Personen

Der Freimaurer JRD Tata (1904-1993) traf sich mit David Rockefeller (USA) und Giovanni Agnelli (Italien), die beide aus sehr einflussreichen Familien kamen. (Quelle)

Die Rothschild Bank beriet den Stahlkonzern der Tata Familie (Quelle).

Ratan Tata (*1937) kennt den indischen Milliardär Azim Premji. Die beiden trafen sich mit dem US-Milliardär Bill Gates (Quelle).

Ratan Tata kennt den indischen Milliardär Cyrus Poonawalla, der wie Tata Parse ist (Quelle). Er gehört mit einem Vermögen von 11,5 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Indern. Er gründete und kontrolliert das „Serum Institute of India“. Das Biotechunternehmen ist der weltweit grösste Impfstoffhersteller, gemessen an der Anzahl der weltweit produzierten und verkauften Dosen. Poonawalla ist mit der Stiftung von Bill Gates verbunden und traf ihn auch persönlich (Quelle). Die Stiftung von Bill Gates spendete 4,7 Millionen US-Dollar an die Tata-Stiftung, damit diese eine Denkfabrik zur Förderung des indischen Gesundheitssystems einrichtet (Quelle).

Ratan Tata besuchte zusammen mit der Poonawalla Familie den 71. Geburtstag des britischen Prinzen Charles. Auch der indische Multimilliardär Mukesh Ambani war auf der Geburtstagsfeier. (Quelle) Prinz Charles kennt noch weitere indische Milliardäre, darunter Mittal, Hinduja, Godrej, Mahindra, Bajaj und Vandrevala (Quelle: 123456). Ratan Tata war auf einer Hochzeit der Ambani Familie (Quelle).

Sylla Tata heiratete Baron Dinshaw Petit (1901-1983). Die indische Petit Familie sind ebenfalls Parsen. Sie wurden 1890 in den britischen Adel aufgenommen und besitzen seither den Titel eines Barons. Die Schwester von Sylla Tatas Ehemann heiratete Muhammad Ali Jinnah (1876-1948). Dieser war der Gründer Pakistans. Pakistan gehörte davor zu Indien. Seither ist das Verhältnis der beiden Länder angespannt.

Die Familien Tata und Petit sind mit der indisch-parsischen Bhabha Familie verwandt. Homi Bhabha (1909-1966) gilt als der Gründervater des indischen Atomprogramms. Indien und Pakistan besitzen Atomwaffen.

Muhammad Ali Jinnah (der Gründer Pakistans) und seine Frau aus der Petit Familie hatten eine Tochter, die in die indisch-parsische Wadia Familie heiratete. Der indische Milliardär Nusli Wadia (*1944) kennt Ratan Tata, aber sie haben anscheinend kein gutes Verhältnis zueinander (Quelle).

Der Freimaurer JRD Tata (1904-1993) war ein guter Freund von Jawaharlal Nehru (Quelle). Nachdem sich Indien 1947 von Grossbritannien unabhängig machte, wurde Nehru der erste Premierminister des Landes. Er kam aus der Nehru-Gandhi Familie, die wohl wichtigste Politikerfamilie Indiens. Sie brachte drei indische Premierminister hervor, die alle die Tata Familie kannten. Die Nehru-Gandhi Familie hat parsische Vorfahren, da die Familie Gandhi ursprünglich Parsen waren und in die Nehru Familie heiratete, die Hindus waren. Motilal Nehru war übrigens Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Trotz ihres Familiennamens sind sie nicht mit dem berühmtem Mahatma Gandhi verwandt. Übrigens schätzte Mahatma Gandhi die Tata Familie sehr (Quelle).

Ratan Tata kennt den indisch-parsischen Milliardär Nadir Godrej (Foto).

Die Tatas kennen die indisch-parsische Mistry Familie. Bis Ende 2020 war sie neben der Tata Familie der grösste Aktionär der Tata-Gruppe. Pallonji Mistry lebt in Irland und gilt derzeit mit einem Vermögen von 14,7 Milliarden US-Dollar als der reichste Ire.

Die Tatas kannten den parsischen Bankier Ardeshir Darabshaw Shroff (1899-1965). Shroff war Vorsitzender der Bank of India, einer der grössten Banken Indiens. Er war auch Vorsitzender der Versicherungsgesellschaft „New India Assurance“, die von der Tata Familie gegründet wurde. Er war Delegierter der Bretton Woods Konferenz im Jahr 1944. Bei der Konferenz wurde der US-Dollar zur globalen Leitwährung erhoben. Die Konferenz führte zur Gründung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds.

Jamsetji Tata (1839-1904), der Gründer der Familiendynastie, gehörte zum Komitee des Parsi Lying-in Hospital und kannte dadurch höchstwahrscheinlich den Parsen Temulji Bhicaji Nariman. Dieser war Freimaurer und Grossmeister der indischen Freimaurergrossloge, die von britischen Freimaurern gegründet wurde. Die ersten Inder, die in die Freimaurerei aufgenommen wurden, waren Parsen. Dann folgten Muslime und später schliesslich die ersten Hindus. (Quelle: auf Seite 24-27) Der Parse Manockjee Cursetjee gilt als einer der Gründerväter der indischen Freimaurerei (Quelle).

Jamsetji Tata war in der indischen Stadt Navsari geboren. Dadurch könnte er wohlhabende parsische Familien aus Navsari gekannt haben. Zwei bedeutende Parsen aus Navsari wären Jamsetjee Jejeebhoy (1783-1859) und Dadabhai Naoroji (1825-1917). Jejeebhoy war der erste Inder, der in den britischen Adel aufgenommen wurde. Naoroji war der erste Inder, der ins britische Parlament gewählt wurde. (Quelle) Die beiden Männer waren Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Jejeebhoy machte ein Vermögen als Opium- und Baumwollhändler. Die Jejeebhoy Familie besitzt bis heute den Titel eines britischen Barons (Quelle). Weitere bemerkenswerte indische Freimaurer wären Rajendra Prasad und Sarvepalli Radhakrishnan, die ersten beiden Präsidenten Indiens (Quelle). Auch Mitglieder aus indischen Aristokratenfamilien traten der Freimaurerei bei (Quelle).

Ratan Tata traf Karim Aga Khan IV. (Freimaurer) (Foto). Die Aga Khan Familie sind die geistlichen Oberhäupter der Nizariten, die weltweit zweitgrösste schiitische Glaubensgemeinschaft. Der grösste Teil der Nizariten lebt wie die Parsen in Indien und Pakistan. Sie sind ebenfalls eine Minderheit. Die Aga Khan Familie lebte zu Kolonialzeiten in der indischen Stadt Bombay, in der auch viele wohlhabende Parsen lebten. Die Khans freundeten sich mit britischen Kolonialisten in Bombay an. Die Briten knüpften auch Kontakte und Freundschaften mit wohlhabenden indischen Juden aus Bombay (darunter die Familien Sassoon und Kadoorie), die heute zur britischen Elite gehören. Auch die Khans leben inzwischen in Europa und verkehren mit der britischen High Society.

Die Familien Sassoon und Tata gehörten 1906 zu den Gründern der Bank of India, eine der grössten indischen Banken. Der Parse Cowasjee Jehangir war ebenfalls ein Mitgründer. (Quelle) Die Jehangir Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen.

Indien war die wichtigste Kolonie des britischen Kolonialreiches. Viele Inder mochten die Briten aber nicht. Patriotisch eingestellte Inder wünschten sich Unabhängigkeit und auch konservative indische Hindus hatten keine Lust, sich irgendwelchen weissen Christen von der anderen Seite der Welt unterzuordnen. Daher halte ich es für vorstellbar, dass die britische Kolonialelite aus taktischen Gründen Minderheiten in Indien anwarb. Diese wurden von der hinduistischen Mehrheit diskriminiert und lebten meist in eigenen Gemeinden. Die Briten setzten sich für deren Schutz und Toleranz in Indien ein. Die Briten hatten einen guten Ruf in den Gemeinden der Parsen, der Juden und der Nizariten. Die Briten belohnten die Parsen für ihre Aufgeschlossenheit mit hochrangigen Finanz-, Handels- und Büroposten (Quelle). Viele parsische und indisch-jüdische Geschäftsleute kamen durch Geschäfte mit den Briten zu Wohlstand. Darauf spendeten sie viel Geld an ihre Gemeinden und finanzierten den Bau von Krankenhäuser, Schulen und Gotteshäuser in ihren Gemeinden. Für manche Minderheiten war die britische Kolonialherrschaft in Indien also ein Segen, während viele Hindus die Kolonialherrschaft als Übel betrachteten.

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Pease Familie

Die Pease Familie ist eine der wichtigsten Familien der britischen Finanzelite. Im 19. Jahrhundert gehörten sie zu den Eisenbahnpionieren. Sie waren Quäker (eine christliche Minderheit), wie viele der erfolgreichen britischen Bankiers- und Unternehmerfamilien des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Pease Familie ist mit der Barclays Bank und der Lloyds Bank verbunden, zwei der ältesten Grossbanken der Welt. Die beiden britischen Banken wurden lange Zeit von Quäkern geführt.

1. Generation

Der Quäker Edward Pease (1767–1858) war der Hauptförderer der „Stockton und Darlington Railway“, der ersten öffentlichen Dampflockeisenbahn. Edward Pease war auch Mitgründer der „Robert Stephenson and Company“. Diese war das erste Unternehmen, das speziell für die Herstellung von Lokomotiven gegründet wurde. Edward Pease wird manchmal als „Vater der Eisenbahnen“ bezeichnet. Zudem hatte die Pease Familie 1754 die erste Bank in Yorkshire gegründet. (Quelle: 1, 2) Quäkerische Geschäftsleute spielten eine wichtige Rolle bei der Industrialisierung Grossbritanniens. (Quelle) Die Industrielle Revolution begann in Grossbritannien und gilt als eines der wichtigsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte. Die Nachkommen von Edward Pease und seinen Geschwistern gehören seither zur britischen Elite.

Edwards Tante Ann Pease (1746–1826) heiratete den Quäker Jonathan Backhouse, der mit seiner Familie 1774 die Backhouse’s Bank gründete. Diese ist seit 1896 Teil der Barclays Bank, eine der ältesten und grössten Banken der Welt. Die Barclays Bank wurde 1690 von der Quäkerfamilie Freame gegründet und dann von der befreundeten Quäkerfamilie Barclay übernommen.

2. Generation

Edward Sohn Joseph Pease (1799–1872), ebenfalls ein Eisenbahnpionier, war der erste Quäker, der einen Sitz im britischen Parlament einnehmen durfte (die Quäker waren lange eine diskriminierte Minderheit). Er heiratete in die Bankiersfamilie Gurney, die ebenfalls Quäker waren und 1770 die Gurneys Bank gegründet hatten. 1896 wurde die Gurneys Bank Teil der Barclays Bank.

1820 gründete die Pease Familie die Bank „J & JW Pease“. Die Familie führte die Bank bis zum Jahr 1902, als sie schliesslich Teil der Barclays Bank wurde.

Henry Pease (1807–1881) heiratete in die Quäkerfamilie Lloyd. Diese hatte 1765 die britische Lloyds Bank gegründet, eine der ältesten Grossbanken der Welt.

3. Generation

Die Pease Familie war 1859 Mitgründer der Bank „Hodgkin, Barnett, Pease, Spence & Co.“, die 1903 Teil der Lloyds Bank wurde.

Joseph Whitwell Pease (1828–1903) war britischer Politiker, Bankier, Eigentümer von Kohle- und Eisenminen und eine Führungskraft der britischen Eisenbahnindustrie. Er erhielt 1882 den Adelstitel eines Baronets und war damit der erste Quäker, der in den britischen Adel aufgenommen wurde. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der Quäker-Bankiersfamilie Lloyd und väterlicherseits aus der Quäkerfamilie Fox, die Unternehmer hervorbrachte. John William Pease (1836–1901) heiratete ebenfalls in die Familie Fox-Lloyd.

Thomas Pease (1816–1884) heiratete in die Quäkerfamilie Fry, die 1761 das Schokoladenunternehmen „JS Fry & Sons“ gegründet hatte. 1919 fusionierte es mit dem britischen Süsswarenunternehmen Cadbury, das 1824 von der Quäkerfamilie Cadbury gegründet worden war.

Sophia Pease (1837–1897) heiratete ebenfalls in die Fry Familie.

4. Generation

Arthur Pease (1866–1927) war Vorsitzender mehrerer Eisenbahnunternehmen und besass Kohleminen. Er war im Vorstand der Lloyds Bank, die wie bereits erwähnt von der verwandten Quäkerfamilie Lloyd gegründet wurde. Arthur Pease wurde zum Baronet geadelt.

John Beaumont Pease (1869–1950) war von 1922 bis 1945 Vorsitzender der Lloyds Bank. In dieser Zeit war er auch Vorsitzender der „Bank of London and South America“, eine britische Bank, die sich auf Südamerika konzentrierte. Die Bank würde später Teil der Lloyds Bank. John Beaumont Pease erhielt den Titel eines Barons. Sein Schwiegervater, Baron Henry Forster, war Generalgouverneur von Australien. Australien hat bis heute einen Generalgouverneur, der dort die Interessen der britischen Königsfamilie vertritt (Australien war früher eine britische Kolonie). Johns Frau kam mütterlicherseits aus der schottischen Herzogsfamilie Douglas-Scott-Montagu. (Quelle: 1, 2)

Jack Pease (1860–1943) ging in die Politik und erhielt den Titel eines Barons. Er wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Von 1922 bis 1927 war er der erste Vorsitzende der BBC. Anschliessend war er bis 1932 stellvertretender Vorsitzender. (Quelle: 1, 2) Die BBC ist die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Grossbritanniens, die Fernseh- und Radiosender sowie Nachrichten-Webseiten bereitstellt. Die BBC wird als englischsprachiges Medium auf der ganzen Welt gelesen und gesehen und ist dadurch ein einflussreicher Medienkonzern.

Der Politiker Herbert Pease (1867–1949) wurde in den Privy Council aufgenommen und zum Baron geadelt.

Edward Pease (1857–1955) war 1884 Gründungsmitglied der bis heute bestehenden Fabian Society, eine der einflussreichsten sozialistischen Bewegungen in der westlichen Welt. Die Fabian Society wirkte zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Gründung der Labour Party mit, eine gemässigt sozialistische Partei, die schnell zu Einfluss kam. In den ersten 13 Jahren der Labour Party gehörte Edward Pease zur Führung der Partei. Im 20. Jahrhundert stellte die Labour Party mehrere Premierminister und ist derzeit die zweitstärkste Partei im Vereinigten Königreich. Die Fabian Society hatte 1895 die „London School of Economics and Political Science“ gegründet, eine der elitärsten Universitäten der Welt. Edward Pease gehörte von 1901 bis 1945 zur Führung der Universität. Er wird Graf Bertrand Russell und Baron Lionel Walter Rothschild gekannt haben, da diese zur gleichen Zeit im Führungsgremium der Universität waren. (Quelle: 1, 2, 3)

Alfred Pease (1857–1939), der 2. Baronet, war britischer Politiker und Pioniersiedler in Britisch-Ostafrika, dem heutigen Kenia.

Beatrice Mary Pease (1866–1935) heiratete einen britischen Grafen.

5. Generation

Richard Pease (1890–1969), der 2. Baronet, heiratete Jeannette Thorn Kissel. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus der Vanderbilt Familie. (Quelle: 1, 2) Die Vanderbilts waren die wichtigste Industriellenfamilie während der Industrialisierung der USA und gelten als eine der reichsten Familien aller Zeiten.

Baron William Simon Pease (1925–2019) heiratete Elizabeth Ormsby-Gore. Ihr Grossvater mütterlicherseits war ein Markgraf aus der englischen Adelsfamilie Cecil. Ihre Grossmutter väterlicherseits war eine Tochter des Markgrafen Charles Gordon. (Quelle) Der Markgraf war der Clan-Chef des schottischen Gordon Clans.

Der Ehemann von Anne Phillida Pease (*1923) stammte mütterlicherseits aus den schottischen Clans Maitland-Makgill-Crichton. (Quelle)

6. Generation

Aline Pease (1919–2010) heiratete den Grafen Kenneth Mackay. (Quelle) Kenneth stammte aus dem schottischen MacKay Clan. Bei seiner Karriere als Geschäftsmann war er unter anderem Vorstandsmitglied von BP und Standard Chartered, zwei der wichtigsten britischen Unternehmen. BP ist einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Standard Chartered ist eine der grössten britischen Banken und konzentriert sich traditionell auf Asien. Sie entstand aus der Chartered Bank, die 1853 durch eine Royal Charter von Queen Victoria gegründet wurde, um Finanzdienstleistungen für die Kolonialelite in britischen Kolonien in Asien und Australien zu erbringen. Der Gründer der Bank war James Wilson, der aus einer Quäkerfamilie kam. Zudem gründete James Wilson die bis heute bestehende Zeitung The Economist. Damit gehen drei der heutigen fünf grössten britischen Banken auf Quäker zurück: Barclays, Lloyds Bank und Standard Chartered. Die drei Banken sind derzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Ronald Walter Archer (1929–1992) kam mütterlicherseits aus der Pease Familie. Die Archer Familie gründete eine Stiftung, bei der eine Filiale der Barclays Bank als Finanzdienstleister fungiert. Ronald war stellvertretender Vorsitzender von Unilever. (Quelle: 1, 2) Unilever ist eines der grössten britischen Unternehmen und einer der grössten Lebensmittelkonzerne der Welt.

Rendel Sebastian „Bas“ Pease (1922–2004) war einer der führenden Physiker der britischen Nuklearforschung. Er wurde zum Fellow der Royal Society ernannt und war später Vizepräsident der Gesellschaft. Er war sein Leben lang Mitglied der Fabian Society, die von seinem Grossvater Edward Pease (siehe oben) mitgegründet wurde. (Quelle: 1, 2) Seine Schwester Jocelyn Pease (1925–2003) heiratete den Biophysiker und Physiologen Andrew Huxley, der den Nobelpreis für Medizin erhielt und Präsident der Royal Society war. Andrew war der Halbbruder des Autors Aldous Huxley und des WWF-Mitgründers Julian Huxley. (Quelle: 1, 2)

Die Ehefrau von Baron George Pease (1926–1922) stammte mütterlicherseits aus dem schottischen MacDonald Clan. (Quelle)

Richard Pease (1922–2021), der 3. Baronet, war stellvertretender Vorsitzender der Barclays Bank und Vorsitzender der Yorkshire Bank. (Quelle)

7. Generation

Carolyn Thorn Pease (*1957) heiratete 1981 John Varley. Dieser war von 2004 bis 2011 CEO der Barclays Bank war. Er sass bereits seit 1998 im Vorstand von Barclays. (Quelle: 1, 2, 3) Vermutlich vertrat er dort die Interessen der Pease Familie. In seiner Zeit als CEO gehörte Barclays zu den weltweit grössten Banken. Im Jahr 2022 belegte sie Platz 17 auf der Liste der grössten Banken der Welt. Im Jahr 2011 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Die Barclays Bank belegte Platz 1 auf der Liste.

John Varley war im Vorstand des US-amerikanischen Finanzkonzerns BlackRock. BlackRock ist derzeit der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet über neun Billionen US-Dollar. Laurence (Larry) Fink, der Gründer und Chef von BlackRock, sagte über John Varley: „John hat dem BlackRock-Vorstand viele Jahre lang hervorragend gedient und aussergewöhnliche Beratung geleistet. BlackRock und sein Managementteam haben von seinen Beiträgen stark profitiert und ich fühle mich geehrt, ihn zu meinen Freunden zählen zu dürfen.“ (Quelle)

John Varley war im Vorstand des Bergbaukonzerns Rio Tinto. (Quelle) Rio Tinto ist eines der grössten britischen Unternehmen und einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt. Das Unternehmen wurde früher von der Rothschild Familie kontrolliert.

John Varley war im Vorstand des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca. (Quelle) Daher könnte er die schwedische Bankiersfamilie Wallenberg kennen, die mit AstraZeneca verbunden ist.

John Varley war im internationalen Beratungsgremium der Monetary Authority of Singapore (die Zentralbank von Singapur). (Quelle)

John Varley sass im Kuratorium der „Prince of Wales Charitable Foundation“, eine Wohltätigkeitsorganisation des britischen Königs Charles III. (Quelle) Der derzeitige Vorsitzende der Stiftung ist Ian Cheshire. (Quelle) Er war im Vorstand von Barclays und Vorsitzender der britischen Abteilung der Bank. (Quelle)

Nichola Pease (*1961) ist als Fondsmanagerin tätig. Die wichtigsten Stationen ihrer Karriere waren:

  • Ihre Karriere begann bei Kleinwort Benson. Die britische Bank war 1786 von der Quäkerfamilie Benson gegründet worden.
  • Nichola Pease war zehn Jahre lang CEO von „JO Hambro Capital Management“ und kannte dadurch James Hambro aus der britischen Bankiersfamilie Hambro.
  • Nichola Pease war sieben Jahre im Vorstand von Schroders, einer der grössten britischen Vermögensverwalter. Dadurch wird sie Mitglieder der Bankiersfamilie Schröder kennengelernt haben.
  • Nichola Pease war drei Jahre Vorsitzende von Jupiter Fund Management und trat 2023 zurück. Das britische Finanzunternehmen verwaltete im Juni 2023 ein Vermögen von über 50 Milliarden US-Dollar.
  • Nichola Pease arbeitete für die Citibank, eine der grössten Banken der USA.
  • Sie war acht Jahre im Vorstand der britischen Bank Northern Rock.

Quelle: 1, 2, 3

Nichola Pease war 30 Jahre lang mit Crispin Odey verheiratet und liess sich 2021 scheiden. Der bekannte Hedgefonds-Manager profitierte vom Brexit, indem er auf fallende Aktienkurse setzte und gegen das Pfund wettete. Zuvor war er mit einer Tochter des Milliardärs Rupert Murdoch verheiratet gewesen. Murdoch ist einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt. Crispin Odey arbeitete für die britische Barings Bank. Er gründete sein Finanzunternehmen mit finanzieller Unterstützung des berühmten Investors George Soros. (Quelle: 1, 2)

Das Vermögen von Nichola Pease und Crispin Odey wurde 2020 auf 825 Millionen Pfund geschätzt, also etwa eine Milliarde US-Dollar. (Quelle)

Richard Pease (*1958), der Bruder von Nichola Pease und Carolyn Thorn Pease, ist ebenfalls als Fondsmanager tätig.

Hubert Wentworth Beaumont (*1956) ist väterlicherseits ein Enkel von Faith Pease. Hubert heiratete in die Smith Familie, eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite. (Quelle)

Mehrere Familienmitglieder heirateten in den letzten 200 Jahren britische Politiker und Militärs.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Safra Familie

Die jüdische Safra Familie gilt zurzeit mit einem Familienvermögen von über 25 Milliarden US-Dollar als die reichste Bankiersfamilie der Welt.

Jacob Safra (1891-1963) war ein syrisch-libanesischer Bankier und Goldhändler. Seine Familie war bereits zuvor im Kreditgeschäft und Goldhandel tätig. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Familie die nicht mehr existente Bank „Safra Frères et Cie.“ in Aleppo (Syrien) gegründet. Da diese schnell expandierte, gründete die Familie zusätzliche Filialen in Istanbul, Alexandria und Beirut. (Quelle)

Jacob Safra gründete in Beirut (Libanon) die „Banque Jacob E. Safra“, welche die heutige „Banque de Crédit National“ ist, eine der ältesten noch existenten Banken des Libanons (Quelle). Der Libanon ist eine der grössten Steueroasen der Welt.

1952 emigrierte Jacob Safra mit seinen vier Söhnen nach Brasilien. Dort gründeten sie 1955 die Banco Safra, die heute zu den grössten Banken Brasiliens gehört und noch immer von der Safra Familie kontrolliert wird.

Edmond Safra

Einer der Söhne war Edmond Safra (1932-1999). Er gründete 1956 in Genf (Schweiz) die „Trade Development Bank“ (TDB). Die Schweiz gilt als die grösste Steueroase und als einer der wichtigsten Schattenfinanzplätze der Welt. Beginnend mit nur einer Million US-Dollar besass die TDB in den 80erjahren Einlagen in Höhe von fast fünf Milliarden Dollar. 1983 verkaufte Edmond Safra die TDB an die US-amerikanische Grossbank American Express, bei der er dann in den Vorstand aufgenommen wurde. Allerdings verliess er die Bank nach einem Streit mit deren Führung. Die Führung von American Express soll daraufhin eine Schmutzkampagne gegen Edmond Safra gestartet haben, worauf in Zeitungen Artikel erschienen, die Safra mit der Mafia, südamerikanischen Kokainkartellen und der Iran-Contra-Affäre in Verbindung brachten. (Quelle) Ihm wurde auch vorgeworfen, Geldwäsche für den panamaischen Diktator Manuel Noriega betrieben zu haben. Es gab Vorwürfe, dass Safra Verbindungen zu Mayer Lansky hatte, der einer der führenden Köpfe der Kosher Nostra war (jüdische Mafia in den USA). Auch wenn es sicherlich eine Schmutzkampagne gegen Safra gab, muss das nicht bedeuten, dass an den Vorwürfen nichts dran ist, da man bei einer Schmutzkampagne nicht unbedingt Lügen einsetzen muss, wenn die Person tatsächlich „Dreck am Stecken“ hat. Fakt ist: Bereits 1957 (also noch vor der Schmutzkampagne) wurde Edmond Safra in einem Bericht des „Bureau of Narcotics“ in den USA als Drogenhändler genannt. Der Vorwurf wurde später zurückgezogen. (Quelle)

Die von Safra gegründete TDB wurde 1989 an die Schweizer Bank „Union Bancaire Privée“ verkauft, eine der weltweit grössten Privatbanken in Familienbesitz. Sie gehört der Picciotto Familie, die wie die Safras libanesische Juden mit sephardischen Wurzeln sind. Die Picciotto Familie ist schon seit 400 Jahren (10 Familiengenerationen) geschäftlich aktiv (Quelle). Sie sind Milliardäre (Quelle).

1966 gründete Edmond Safra in den USA die „Republic New York Corporation“. Die Zeitung The New Yorker behauptete, die Bank sei „auf der Strasse schnell als Bank bekannt geworden, die ein gepanzertes Auto schicken würde, um grosse Summen von ihren geheimeren Kunden abzuholen“. Die Bank hatte erwiesenermassen zu 50 russischen Banken Geschäftskontakt, die im Verdacht standen, von der russischen Mafia kontrolliert zu werden oder mit dieser in Verbindung zu stehen. (Quelle)

1988 gründete Edmond Safra in Luxemburg die „Safra Republic Holdings“. Luxemburg gilt als eine der grössten Steueroasen der Welt.

1996 gründete Edmond Safra zusammen mit Bill Browder den Hedgefonds Hermitage Capital Management, der sich auf den russischen Markt konzentrierte und zum drittgrössten Investmentfonds Russlands wurde. Infolge der Hermitage-Affäre verkaufte der Hedgefonds 2006 sein gesamtes russisches Vermögen. Der Hauptsitz von Hermitage Capital Management liegt in Guernsey. Die britische Kanalinsel ist eine Steueroase und gehört der britischen Königsfamilie. Übrigens gehört auch die Steueroaseninsel Jersey zum Kronbesitz der Königsfamilie.

Nach der Liste von Kevin Dowling waren Edmond Safra und seine Frau Lily Safra (*1934) Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.

Edmond Safras Tod

Edmond Safra starb 1999 in seinem Penthouse unter seltsamen Umständen, was natürlich zu Verschwörungstheorien führte.

Die offizielle Version zu Safras Tod ist folgende: Einer seiner im Haus anwesenden Pfleger, Ted Maher, hatte sich mit einem Messer selbst ins Bein und in den Bauch gestochen und daraufhin ein Feuer gelegt, bei dem Safra ums Leben kam. Nach dem Geständnis von Ted Maher stach er sich selbst mit dem Messer, um einen Einbruch auf Safras Haus vorzutäuschen und ihn dann zu retten. Er wollte damit Safra beeindrucken. Angeblich soll er neidisch auf die anderen Pfleger Safras gewesen sein, weil diese bevorzugt wurden. Mit der inszenierten Rettung Safras wollte er dessen Gunst erlangen.

Das klingt natürlich extrem unglaubwürdig. Da aber Ted Maher alles gestand, gilt dies als offizielle Version. Ted Maher wurde 2002 verurteilt und war bis 2007 in Haft. Nach seiner Entlassung widerrief er das Geständnis. Er behauptete, seine Aussagen seien erzwungen worden, als er sich wegen der Messerstiche im Krankenhaus befand und die Behörden hätten seine Familie bedroht. Die US-Politikerin Sue W. Kelly schrieb an den Fürsten von Monaco:

Wir glauben, dass die internationalen Menschenrechte und bürgerlichen Freiheiten dieses amerikanischen Bürgers und seiner Familie eindeutig verletzt wurden. Nachdem Ted Maher an Hand und Fuß gefesselt, katheterisiert, isoliert, verhört und drei Tage lang wach gehalten worden war, musste er ein Geständnis in französischer Sprache ohne englische Übersetzung unterschreiben. Seine Frau Heidi wurde ebenfalls mehrere Tage lang verhört und unter polizeilicher Überwachung gehalten. . . . Sie wurde von der Straße gepackt, von drei unbekannten Personen in ein Auto geworfen und in ihr Hotel gebracht, wo ihr Zimmer und ihr Gepäck durchsucht und ihr Reisepass genommen wurde. Ted wurde dann der Pass seiner Frau gezeigt und ihm gedroht, dass sie nicht zu ihren drei Kindern zurückkehren könne, wenn er nicht das Dokument unterschreibe, das das Verbrechen gesteht. (Quelle)

Ted Maher behauptete auch, er habe die Geschichte mitgemacht, weil seine Pflichtverteidiger ihm ausdrücklich dazu rieten. Er berief sich auf seine allererste Aussage bei der Polizei, die er noch vor seinem Geständnis gemacht hatte. In dieser sagte er aus, dass er von zwei Einbrechern angegriffen worden war, die ihn mit einem Messer verletzt hatten. Neben dem widerrufenen Geständnis gibt es zahlreiche Punkte, die gegen die offizielle Version sprechen oder ziemlich seltsam erscheinen, die aber nie gerichtlich geklärt wurden. Alle hier aufgeführten Punkte stammen aus drei Artikeln seriöser Zeitungen und Magazine (Artikel: 1, 2, 3).

  • Nachdem Ted Maher Safra von den Einbrechern berichtete, die ihn mit einem Messer angegriffen hätten, schloss sich Safra mit einer Pflegerin in ein Badezimmer mit Stahl verstärkter Türe ein, wo sie später an Rauchvergiftung starben. Warum rettete Maher Safra nicht, wenn dies doch angeblich sein Plan war?
  • Etwa 10 Minuten später waren die ersten Polizisten vor Ort. Safra und seine Pflegerin wussten, dass die Polizei im Haus ist. Sie sprachen auch durch die verschlossene Tür mit der Polizei. Trotzdem verliessen Safra und seine Pflegerin nicht das verschlossene Badezimmer. Mal angenommen Safra hatte den Verdacht, dass mächtige Leute ihn ausschalten wollen, dann hätte er der Polizei vielleicht nicht vertraut, da unter diesen der Auftragskiller sein könnte (Mafia und Geheimdienste werben gezielt Polizisten an).
  • Erst eine Stunde nach Ankunft der Polizei war die Feuerwehr bereit, das Feuer zu bekämpfen. Das Penthouse befand sich in Monte Carlo, wo eine Feuerwehr sicherlich hätte schneller aktiv werden können.
  • Erst 90 Minuten später konnte die Feuerwehr ins Badezimmer gelangen, wo sie die Leichen von Safra und seiner Pflegerin fanden. Zu dem Zeitpunkt war die Polizei schon 2 Stunden und 30 Minuten vor Ort. Nach Zeugenaussagen befanden sich in der Lobby des Penthauses viele schwer bewaffnete Sicherheitskräfte mit Schutzkleidung und Masken (darunter vielleicht auch ein paar Geheimdienstler für spezielle Aufgaben).
  • Der Autopsiebericht der Pflegerin, die gemeinsam mit Safra im Badezimmer starb, enthält Hinweise auf einen Kampf, da sie Blutergüsse am Hals hatte. Dass die Pflegerin und der alte kranke Safra im Badezimmer einen Kampf begannen, ist schon sehr unwahrscheinlich. Es deutet vielmehr auf eine dritte Person hin. Die stahlverstärkte Türe wäre für einen Killer schwierig zu öffnen gewesen und deren aufbrechen wäre der Spurensicherung sicherlich aufgefallen. Das bedeutet womöglich, dass die Pflegerin oder Safra die Türe selbst für die Person öffnete. Den Einbrechern hätten sie die Tür nicht geöffnet, somit war es vermutlich die Polizei oder eine bekannte Person der beiden.
  • Nach Angaben des Magazins Vanity Fair gibt es eine hochrangige Quelle in Monaco, die sagt, dass Safra zwei Kugeln im Körper hatte, was aber nicht im Autopsiebericht steht.
  • Obwohl der Wohnbereich vollständig videoüberwacht war, soll es keine Aufnahmen vom Tatort in der fraglichen Zeit gegeben haben.
  • Safra war spätestens ab den 90erjahren sehr um seine Sicherheit besorgt und galt als paranoid. Ein enger Freund von Safra sagte, er fühlte sich als gejagter Mann und sah (vermutlich zurecht) überall Feinde. Er gab jährlich Millionen für seine Sicherheit aus. Sein Haus hatte kugelsichere Fenster. Er legte bekanntermassen viel Wert auf seine Leibwächter, die vom Mossad ausgebildet wurden. Auch wenn Safra Freunde zu sich einlud, sollen mit Maschinengewehren bewaffnete Sicherheitskräfte anwesend gewesen sein. Diese Leibwächter, die ihn rund um die Uhr bewachten, waren aber in Safras Todesnacht nicht vor Ort.
  • Als Safras Sicherheitschef eintraf, versuchte er nach oben zu stürmen, um seinen Chef zu retten. Aber die Polizei hinderte ihn daran und legte ihm Handschellen an, angeblich weil sie dachten, er gehöre zu den Einbrechern. Er war zudem im Besitz des Schlüssels zu Safras verschlossenem Badezimmer, was die Polizei aber anscheinend nicht interessierte.
  • Die Ermittlungen ergaben, dass zwei Feuer gelegt wurden. Ted Maher hat nach seinem Geständnis nur ein Feuer gelegt. Nach seiner Entlassung sagte er, dass er nach dem Angriff der Einbrecher ein kleines Feuer gelegt hatte, um den Rauchmelder zu aktivieren, so dass die Sicherheitskräfte schnell alarmiert waren.
  • Ein Richter aus Monaco gab inzwischen zu, dass er Teil eines geheimen Treffens gewesen war, bei dem der Staatsanwalt und einer von Ted Mahers eigenen Anwälten im Voraus vereinbart hatten, wie dessen Urteil und Strafe festzulegen sei.
  • Mitglieder des Pflegepersonals von Safra sowie Butler, Sekretäre und Assistenten wurden gebeten, Vertraulichkeitseide zu unterzeichnen. Einige von ihnen erhielten bis zu 100 000 US-Dollar, weil sie nicht mit Journalisten oder Aussenstehenden gesprochen hatten.

Nach Safras Tod wurde seine Bank „Republic New York Corporation“ an die britische HSBC verkauft, was den Erben 2,8 Milliarden US-Dollar einbrachte. Den Verkauf hatte Edmond Safra wenige Tage vor seinem Tod vereinbart. Soviel ich weiss, hat kein Mitglied der Safra Familie die offizielle Version zu Edmond Safras Tod öffentlich kritisiert.

Lily Safra

Die Witwe Lily Safra (*1934) hielt sich in Safras Todesnacht im Penthouse auf, blieb aber unverletzt. Nach frühen Berichten der Staatsanwaltschaft hiess es, dass sie schlief und erst gar nichts mitbekam. Als sie das Feuer bemerkte, flüchtete sie aus einem Fenster. Dem frühen Bericht nach soll sie nach dem Aufwachen nicht mehr mit ihrem Mann gesprochen haben. Ihr Anwalt sagte später, dass sie noch mit Safra durch die verschlossene Tür gesprochen hatte. Ihr Anwalt hat sich zudem stark für die offizielle Version des Falls eingesetzt und hat diese in Interviews energisch verteidigt. Der Anwalt ist kein Geringerer als Marc Bonnant. Er ist ein bekannter Anwalt der europäischen Elite. Zu seinen Kunden gehörten unter anderem:

  • Edmond Safra
  • Licio Gelli, der Grossmeister der kriminellen Freimaurerloge P2.
  • Die Stern Familie beim Prozess um den ermordeten Bankier Edouard Stern.
  • Die belgische Bankiersfamilie Lambert (Verwandte der Rothschilds).
  • Der russische Oligarch Boris Berezovsky bei seinem Konflikt mit der russischen Justiz. Boris beging später angeblich Selbstmord. Ein angesehener Rechtsmediziner, der im Auftrag der Tochter von Boris arbeitete, sagte aber, dass dieser höchstwahrscheinlich ermordet wurde.
  • Die Ehefrau des russischen Milliardärs Dmitry Rybolovlev.
  • William Bechtel, der im Auftrag der französischen Regierung Félix-Roland Moumié vergiftete. Das Verfahren gegen Bechtel wurde eingestellt.
  • Die ehemalige Kaiserin des Irans.
  • Die Witwe von Jassir Arafat.

(Quelle: 1 und 2)

Marc Bonnant hat mehreren Personen rechtlichen Beistand geleistet, die der Steuerhinterziehung in Steueroasen beschuldigt wurden. Er hat selbst viele Stiftungen in einer Vielzahl von Steueroasen errichtet und verwaltet. Er ist zudem Schweizer. (Quelle)

Ted Mahers Frau hat behauptet, dass bei einem Telefonat mit ihrem Mann im Gefängnis die Leitung unterbrochen wurde, als dieser auf Lily Safra zu sprechen kam. Lily Safras Pressevertreter, der PR-Experte Howard J. Rubenstein, machte das Magazin Vanity Fair darauf aufmerksam, dass Lily Safra „besorgt“ darüber sei, dass das Magazin an einem Artikel über den Tod ihres Mannes arbeitet. Zu den Kunden des PR-Beraters Rubenstein gehörten übrigens auch Rupert Murdoch sowie Fred und Donald Trump.

Edmond Safra war Lilys vierter Ehepartner. Ihr zweiter Mann war der wohlhabende Alfredo Monteverde und sie lebten gemeinsam in Brasilien. Nach vier Jahren Ehe wollte sich Monteverde von ihr scheiden lassen, was sie aber nicht wollte. Schliesslich wurde Monteverde tot in seinem Schlafzimmer gefunden mit zwei Kugeln in seiner Brust. Der Polizeibericht kam zu dem Schluss, dass er sich selbst erschossen hatte. Monteverdes Mutter und Schwester glauben nicht an die Selbstmordtheorie. Lily verliess Brasilien weniger als einen Monat nach dem Tod ihres Mannes. Sie zog nach London, wo ihr zukünftiger Ehemann Edmond Safra (welcher der Bankier von Monteverde war) ihr half, die Kontrolle über das gesamte Vermögen ihres verstorbenen Mannes zu erlangen. (Quelle) Bei Monteverdes Tod wurde auch behauptet, die Ermittler hätten die beiden wichtigsten Beweisstücke verloren: die Waffe und die Kugel (Quelle).

Lily Safra kennt Albert II., den derzeitigen Fürst von Monaco (Foto).

Lily Safras Vermögen wird auf 1,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie lebt in der Schweiz und auf Monaco. Sie kennt den britischen Baron Jacob Rothschild und den Franzosen Eric de Rothschild (Fotos: 1, 2, 3). Lily ist mit dem britischen Prinzen Charles befreundet (Quelle). Jacob Rothschild war im Kuratorium einer Stiftung der Safra Familie (Quelle).

Lily und Edmond Safra waren bei einem Hochzeitsdinner in London, das nach einer Hochzeit der griechischen Unternehmerfamilien Livanos und Vardinogiannis stattfand. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, Spencer-Churchill, Niarchos, HearstHambroRussell, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von GriechenlandJordanien und Serbien. (Quelle)

Lily und Edmond Safra kannten die Aga Khan Familie. Lily war mit dem griechischen Geschäftsmann Aristoteles Onassis befreundet. (Quelle) Lily Safra kannte Lily Marinho (Quelle). Die Marinho Familie kontrolliert den grössten brasilianischen Medienkonzern.

Joseph und Moise Safra

Die beiden Brüder von Edmond Safra sind Joseph (*1938) und Moise Safra (1934-2014). Joseph gilt mit einem Vermögen von 25,2 Milliarden US-Dollar (Stand: 2019) als die zweitreichste Person Lateinamerikas. 1982 gründeten die Safras in New York die „Safra National Bank of New York“, deren Vorsitzender Joseph Safra ist.

Im Jahr 2000 gründeten die Safras in der Steueroase Schweiz die „Bank Jacob Safra Schweiz“. 2012 fusionierte diese mit der Schweizer Bank „Sarasin & Cie“ zur „J. Safra Sarasin“. Sie ist eine der grössten Privatbanken der Schweiz. Seit 2021 verwaltet die Bank ein Vermögen von 200 Milliarden Franken (etwa 218 Milliarden US-Dollar). Die Bank war an Cum-Ex-Geschäften beteiligt. Über die Bank kennen die Safras vermutlich die Schweizer Bankiersfamilie Sarasin. Die Sarasin Familie gehört mit einem Vermögen von über 800 Millionen US-Dollar zu den reichsten Bankiersfamilien der Schweiz (Quelle).

Die Safra Familie besitzt seit 2014 zusammen mit der brasilianischen Milliardärsfamilie Cutrale den Früchtehändler „Chiquita Brands International“, der vor allem für seine Chiquita-Bananen bekannt ist. 2019 wurde der Hauptsitz des Unternehmens in die Schweiz verlegt. Die Safras waren zudem am brasilianischen Papierproduzenten Fibria beteiligt.

Chella Safra, die Ehefrau von Moise Safra, ist zurzeit Schatzmeisterin des Jüdischen Weltkongresses (WJC). Über das Führungsgremium des WJC kennt sie David de Rothschild und Ronald Lauder. Die drei trafen den Papst und Jesuiten Franziskus (Foto). 

Die Safra Familie heiratete in die Milliardärsfamilie Nahmad, die ebenfalls syrisch-libanesische Juden sind (Quelle). Davids Sohn Helly Nahmad war Mitorganisator eines illegalen Glücksspielrings bestehend aus wohlhabenden Glücksspielern. Er wurde deswegen von einem US-Gericht zu einem Jahr Haft verurteilt. Ursprünglich wurde er auch wegen Erpressung, Geldwäsche und Verschwörung angeklagt, aber dies konnte nicht bewiesen werden. Er war eine von vielen einflussreichen Persönlichkeiten, die von US-Präsident Donald Trump begnadigt wurden. Helly Nahmad besass die 51. Etage des Trump Tower, der Donald Trump gehört. Vom Trump Tower aus leitete Helly Nahmad seinen illegalen Glücksspielring. (Quelle) Der Glücksspielring erstreckte sich von den USA über Russland, Zypern und die Ukraine und zog Milliardäre, russische Oligarchen, Hollywoodstars, Wall Street-Banker und Profisportler an. Hellys Vater David Nahmad soll das Netzwerk mitfinanziert haben. Einzelne Mitglieder wurden auch angeklagt wegen Geldwäsche und illegaler Kreditvergabe sowie illegalen Geschäfte über Internet-Glücksspiel und Sportwettengeschäfte. Laut US-Bundesbehörden wurde der Glücksspielring von der russischen Mafia betrieben. Der russische Mafioso Alimzhan Tokhtakhunov soll der Strippenzieher gewesen sein. Tokhtakhunov werden Kontakte zu Semion Mogilevich nachgesagt, der als der mächtigste russische Mafioso gilt. (Quelle) Die Nahmad Familie ist eine der wichtigsten Familien im internationalen Kunsthandel. Reiche und Mafiosi nutzen den Kunsthandel zur Steuervermeidung und Geldwäsche, indem sie die gekaufte Kunst in Zollfreilagern deponieren (meist in Steueroasen wie Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Singapur). Viele davon werden sich gar nicht für Kunst interessieren, sondern wollen einfach die Steuern umgehen oder Geld waschen. (Quelle: 1 und 2)

Esther Safra heiratete in die Bankiersfamilie Dayan. Die Dayans sind wie die Safras libanesische Juden, die nach Brasilien emigrierten. Sie führen die brasilianische Bank Daycoval. Sie sind Milliardäre. (Quelle: 1 und 2)

Die Safras gründeten eine Tochtergesellschaft ihrer brasilianischen Banco Safra auf den Caymaninseln. Die Caymaninseln sind eine der grösste Steueroasen der Welt und belegten 2020 Platz 1 auf dem Schattenfinanzindex.

Auch die Söhne von Joseph und Moise Safra arbeiten bei den Familienbanken. Die Unternehmensgruppe der Safra Familie ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Joseph Safra besuchte 2003 in Mexiko ein Treffen von Geschäftsleuten und Philanthropen aus Lateinamerika. Das Treffen wurde vom mexikanischen Multimilliardär Carlos Slim veranstaltet. Zu den Teilnehmern des Treffens gehörten unter anderem Alberto Baillères (Mexiko), João Roberto Marinho (Brasilien), Julio Santo Domingo (Kolumbien), Gustavo Cisneros (Venezuela) und Emilio Azcárraga (Mexiko). (Quelle)

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Loudon Familie

Die niederländische Adelsfamilie Loudon ist mit dem britisch-niederländischen Öl- und Gaskonzern Shell verbunden. Shell ist einer der weltweit grössten Produzenten von Erdöl und Erdgas. Shell war 2019 nach Umsatz das drittgrösste Unternehmen der Welt.

Die Loudon Familie stammt eventuell vom schottischen Campbell Clan ab, aber eine Abstammung ist bisher nicht belegt. Der Campbell Clan stellte früher die Grafen von Loudon und deren Familienwappen ist fast identisch mit dem Wappen der Loudon Familie.

Der Schotte Alexander Loudon (1789-1839) emigrierte in die Niederlande. Er war zuvor im indonesischen Zuckerhandel aktiv gewesen. Das heutige Indonesien war von Beginn des 17. Jahrhunderts bis 1949 eine niederländische Kolonie. Indonesien war die wichtigste Kolonie des niederländischen Königreiches. Alexander Loudon war dort mit der Kolonialelite in Kontakt gekommen sein, was ihn vermutlich in die Niederlande führte. Seine Nachkommen gehören seither zur niederländischen Elite.

1. Generation

John Francis Loudon (1821-1895) war ein Höfling der niederländischen Königsfamilie. Er gründete mit deren finanzieller Unterstützung die Billiton Society (Billiton Maatschappij), ein Bergbauunternehmen. Die Billiton Society kontrollierte die Zinn- und Erzbergbauindustrie im niederländischen Indonesien. Das Unternehmen wurde von niederländischen Adligen kontrolliert und auch die Königsfamilie besass Anteile. 1970 wurde die Billiton Society vom Öl- und Gaskonzern Shell übernommen. Die Loudons gehörten zu den Gründern von Shell, was unten genauer erläutert wird. Unter der Führung von Shell wurde die Billiton Society weltweit aktiv. 2001 fusionierte die Billiton Society mit dem australischen Bergbau- und Ölkonzern BHP. BHP war in den letzten Jahren der grösste Bergbaukonzern der Welt. Er ist einer der weltweit grössten Produzenten von Kohle, Eisenerz, Kupfer und Nickel. BHP stand seit seiner Gründung 1885 unter dem Einfluss der britischen Kolonialelite.

Sein Bruder Alexander Loudon (1822-1868) war Vizepräsident des Rates von Niederländisch-Ostindien (heutiges Indonesien). Sein Bruder James Loudon (1824-1900) war Generalgouverneur (oberster Kolonialverwalter) von Niederländisch-Ostindien. 1884 wurde James in den Adelsstand erhoben und seither gehört die Loudon Familie zum niederländischen Adel. Sie haben zudem in mehrere niederländische Adelsfamilien geheiratet.

2. Generation

Alexander Loudon (1857-1921) war Regierungskommissar für Bergbau in Niederländisch-Ostindien und somit ebenfalls Teil der niederländischen Kolonialelite.

Hugo Loudon (1860-1941) war Mitgründer und Vorsitzender der 1890 gegründeten „Koninklijke Nederlandse Petroleum Maatschappij“, ein niederländisches Ölunternehmen. Dieses fusionierte 1907 mit dem britischen Ölunternehmen „Shell Transport and Trading Company“, das von der britischen Samuel Familie gegründet und geführt wurde. Die Samuel Familie hat niederländische Vorfahren und wurde in den britischen Adel aufgenommen. Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen entstand Royal Dutch Shell. Royal Dutch Shell ist seit seiner Gründung einer der grössten Ölkonzerne der Welt und ist inzwischen auch einer der grössten Produzenten von Erdgas. Die niederländische Königsfamilie war Hauptaktionär von Royal Dutch Shell. Bis 2009 lag ihr Anteil bei 25 Prozent (Quelle). Einer der Mitgründer von Royal Dutch Shell war der Niederländer Henri Deterding, der das Unternehmen 36 Jahre lang führte. Als Hauptaktionär von Shell war er einer der reichsten Männer der Welt. Nach dem Autor Glyn Roberts unterstütze Deterding bereits 1921 Adolf Hitler mit Millionenbeträgen. Auch den Nazi Alfred Rosenberger soll er unterstützt und persönlich getroffen haben. Deterding soll Faschisten und Aufständische in der Sowjetunion und in Spanien finanziert haben. (Quelle) Diese Behauptungen sind nicht bewiesen, aber auch nicht widerlegt. Aber sicher ist, dass Deterding Kontakte zur Nazielite hatte. 1936 erwarb er ein Schloss in Deutschland. Zu seinen Nachbarn gehörte der geadelte Emil Georg von Stauss, der auch sein persönlicher Freund war. Emil war Generaldirektor der Deutschen Bank und Mitglied in über 30 Aufsichtsräten deutscher Unternehmen. Er hatte enge Beziehungen zur NSDAP und zur deutschen Wirtschaftselite, darunter auch zu Siemens und Hjalmar Schacht. Er trat in den 20er Jahren der Gesellschaft der Freunde bei, die aus der damaligen deutsch-jüdischen Elite bestand. (Quelle)

Die „Deutsche Shell AG“, eine deutsche Tochterfirma des Shell-Konzerns, beschäftigte während des Zweiten Weltkrieges etwa 2000 Zwangsarbeiter (Quelle).

John Loudon (1866-1955) war Botschafter und Aussenminister der Niederlande.

3. Generation

John Hugo Loudon (1905-1996) leitete den Shell-Konzern von 1951 bis 1965 und war danach noch elf Jahre lang Vorsitzender des Aufsichtsrats. Er arbeitete für die Chase Manhattan Bank (Bank der Rockefeller Familie). Er pflegte enge Freundschaften mit David Rockefeller und Henry Ford II., zwei einflussreiche US-Amerikaner. (Quelle) 1960 erhielt er einen Orden vom britischen Hochadel.

John Hugo Loudon war von 1976 bis 1981 Präsident des WWF und löste somit den niederländischen Prinzen Bernhard von Lippe-Biesterfeld als Präsidenten ab. Nach Loudon wurde der britische Prinz Philip (Ehemann der Queen) Präsident. (Quelle) Loudon und die beiden Prinzen gehörten zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Zum 1001 Club gehörten oder gehören noch immer Mitglieder der Familien Rothschild, Rockefeller, Oppenheimer, Bin Laden, Astor, Aga Khan, Ford, Siemens, Agnelli, Hoffmann und viele weitere elitäre Familien, darunter auch mehrere Königsfamilien. (Quelle)

Alexander Loudon (1892-1953) vertrat als Diplomat die Niederlande in den USA.

4. Generation

Francis Loudon (*1938) gehörte zur Führung der niederländischen Bank MeesPierson. Zu den Kunden der Bank soll auch die niederländische Königsfamilie gehören. Einer der Vorgänger der Bank wurde von der Quäkerfamilie Hope gegründet, die im 18. Jahrhundert die wohl wichtigste Bankiersfamilie der Niederlande war. Francis Loudon war im Aufsichtsrat der Amsterdamer Börse, eine der ältesten Börsen der Welt.

Der Politiker Aarnout Loudon (*1936) arbeitete für Mees & Hope, der Vorgänger der Bank MeesPierson. Aarnout Loudon war im Aufsichtsrat von Royal Dutch Shell und arbeitete 25 Jahre für den niederländischen Chemiekonzern AKZO (heute AkzoNobel), 12 Jahre davon als Vorsitzender. Er war auch Vorsitzender der niederländischen Grossbank ABN Amro, deren Vorläufer von der niederländischen Königsfamilie gegründet wurde. Er war im Beirat des deutschen Finanzkonzerns Allianz, einer der weltweit grössten Versicherungskonzerne.

Frederika Lydia Loudon (*1936) heiratete einen britischen Baron.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Wallenberg Familie

Die Bankiersfamilie Wallenberg gilt als die reichste und mächtigste Familie Schwedens. Das von ihnen kontrollierte Wirtschaftsimperium macht 40 Prozent des gesamten schwedischen Börsenkapitals aus. Ihr Imperium umfasst Beteiligungen im Wert von 250 Milliarden Euro, also etwa 275 Milliarden US-Dollar.

André Oscar Wallenberg (1816–1886) war der Gründer der Dynastie. Er war in Schweden als Bankier, Politiker und Marineoffizier tätig. 1856 gründete er die Stockholms Enskilda Bank. Aus ihr entwickelte sich die heutige SEB Group. Sie ist die grösste schwedische Bank und eines der grössten Unternehmen des Landes. Die Wallenberg Familie ist noch immer an der SEB beteiligt.

Andrés Sohn Knut (1853–1938) war während des Ersten Weltkrieges Aussenminister von Schweden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stockholms Enskilda Bank beschuldigt, mit dem deutschen Naziregime zusammenzuarbeiten, worauf die Bank von der US-Regierung blockiert wurde. Die Bank half den deutschen Grosskonzernen Bosch, I.G. Farben und Krupp. Damals wurde die Bank von Jacob Wallenberg (1892–1980) geleitet. Er war von 1934 bis 1944 Mitglied der schwedischen Regierungskommission für den Handel mit Deutschland. Für seine Verdienste um Deutschland erhielt er 1941 von Hitler den Deutschen Adlerorden. Er und sein Bruder Marcus Wallenberg (1899–1982) arbeiteten für die First National City Bank und für Brown Brothers, zwei einflussreiche Banken in den USA. Marcus Wallenberg war 1933 im Schiedsausschuss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Damals waren die deutschen Bankiers Kurt von Schröder und Hjalmar Schacht in der Führung der BIZ. Die beiden hatten enge Verbindungen zum Naziregime. Die BIZ ist bis heute eine der mächtigsten Instanzen der Finanzelite und gilt als „Bank der Zentralbanken“. Ihr Hauptsitz liegt seit ihrer Gründung in der Schweiz.

Das Wirtschaftsimperium der Wallenberg Familie

Die Wallenberg Familie gründete 1916 Investor AB. Die Holdinggesellschaft wird bis heute von den Wallenbergs geführt. Ihre Stiftungen besitzen die Hälfte der Stimmrechte an Investor AB. Über Investor AB sind die Wallenbergs an folgenden Unternehmen beteiligt, die alle Milliardenumsätze machen. Bei den meisten davon ist Investor AB der grösste Aktionär.

  • SEB Group (21,7% Anteil). Die schwedische Finanzgruppe entstand aus der Bank der Wallenberg Familie. Marcus Wallenberg ist Vorsitzender der SEB. Zum Vorstand gehört derzeit der Brite John Flint, der CEO der HSBC war, der grössten britischen Bank.
  • Nasdaq Inc. (10% Anteil): Der Börsenbetreiber besitzt die US-Börse Nasdaq, eine der grössten Börsen der Welt. Nasdaq Inc. besitzt weitere Börsen in nordeuropäischen Ländern, darunter die Stockholmer (schwedische) Börse. Jacob Wallenberg war im Vorstand von Nasdaq Inc.
  • EQT Partners (14% Anteil): Das schwedische Finanzunternehmen ist das drittgrösste Private-Equity-Unternehmen der Welt. Es verwaltet ein Vermögen von mehr als 240 Milliarden US-Dollar. Es wurde 1994 von der Wallenberg Familie gegründet. Das amerikanische Private-Equity-Unternehmen AEA-Investors war Mitgründer von EQT Partners. AEA-Investors wurde 1968 auf Initiative der Familien Rockefeller, Mellon, Warburg und Harriman gegründet. Marcus Wallenberg ist stellvertretender Vorsitzender von EQT Partners.
  • Saab (30,2% Anteil und 39,7% Stimmrechte): Der schwedische Luftfahrtkonzern zählt zu den grössten europäischen Rüstungsherstellern. Saab steht seit seiner Gründung 1937 unter dem Einfluss der Wallenbergs. Marcus Wallenberg ist Vorsitzender von Saab.
  • AstraZeneca (3,3% Anteil): Das britisch-schwedische Unternehmen gehört zu den grössten Pharmakonzernen der Welt. Die Wallenbergs waren bereits seit 1924 am schwedische Vorgänger Astra beteiligt. Marcus Wallenberg ist Vorstandsmitglied von AstraZeneca.
  • Ericsson (9,3% Anteil und 24,5% Stimmrechte): Das schwedische Unternehmen ist einer der grössten Telekommunikationskonzerne der Welt. Im Jahr 2018 machte Ericsson 27 Prozent des globalen Markts für 2G, 3G, 4G-Mobilfunknetzinfrastrukturen aus und belegt damit Platz zwei nach Huawei. Ericsson spielt auch eine wichtige Rolle bei der 5G-Technologie. Die Wallenberg Familie ist seit den 30er-Jahren an Ericsson beteiligt. Jacob Wallenberg ist stellvertretender Vorsitzender von Ericsson.
  • ABB ( 14,3% Anteil): Der schwedisch-schweizerische Technologiekonzern ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnik. Der schwedische Vorgänger des Unternehmens war die ASEA, die bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss der Wallenbergs stand.(Seite 69) Jacob Wallenberg war von 2015 bis 2024 stellvertretender Vorsitzender der ABB.
  • Atlas Copco (17% Anteil und 22,3% Stimmrechte): Das schwedische Unternehmen ist einer der grössten Maschinenbauer der Welt. Es ist seit seiner Gründung 1873 mit den Wallenbergs verbunden. Peter Wallenberg sitzt im Vorstand von Atlas Copco.
  • Electrolux (17,9% Anteil und 30,4% Stimmrechte): Das schwedische Unternehmen ist einer der weltweit grössten Hersteller von Haushaltsgeräten. Spätestens seit den 50er-Jahren sind die Wallenbergs an Electrolux beteiligt. Marcus Wallenberg war von 2007 bis 2014 Vorsitzender von Electrolux.
  • Wärtsilä (17,7% Anteil): Der Industriekonzern ist eines der grössten finnischen Unternehmen.
  • Epiroc (17,1% Anteil und 22,7% Stimmrechte): Das schwedische Unternehmen ist einer der führenden Hersteller von Ausrüstung für die Bergbauindustrie.
  • Husqvarna (16,8% Anteil und 33,8% Stimmrechte): Das schwedische Unternehmen ist ein führender Hersteller von Forst- und Gartengeräten.
  • Sobi (34,5% Anteil): Ein schwedisches Pharmaunternehmen, das sich auf seltene Krankheiten spezialisiert hat.

Stand 2024

(Quelle)

Investor AB besitzt noch ein paar kleinerere Unternehmen.

Mitglieder der Wallenberg Familie sind schon seit vielen Jahren Besucher des Weltwirtschaftsforums (WEF). Mehrere Unternehmen der Wallenberg-Gruppe sind Partner des WEF, nämlich folgende: EQT Partners, SEB, Nasdaq, AstraZeneca, Ericsson und ABB. (Stand 2024)

Der Schwede Percy Barnevik, der ein hoher Manager im Imperium der Wallenberg Familie war, gehörte zum Führungsgremium des WEF.

Die Wallenberg Familie besitzt die Foundation Asset Management (FAM). Über diese Holding sind die Wallenbergs Hauptaktionär von SKF (eines der grössten schwedischen Unternehmen) und von Stora Enso (eines der grössten finnischen Unternehmen). Stora Enso gilt als das zweitgrösste Forstunternehmen der Welt und ist einer der grössten privaten Waldbesitzer. Über FAM besitzt die Wallenberg Familie Kopparfors Skogar, einen der grössten privaten Waldbesitzer Schwedens.

Die Wallenberg Familie war 1905 Mitgründer von Norsk Hydro. Das norwegische Unternehmen gehört zu den zehn grössten Aluminiumproduzenten der Welt und ist der drittgrösste Produzent von Bauxit. Bauxit wird zur Herstellung von Aluminium benötigt.

Bemerkenswerte Familienmitglieder des 20. Jahrhunderts

Marcus Wallenberg (*1956) ist zurzeit im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er besetzt Vorstandsposten bei Unternehmen, die mit der Wallenberg Familie verbunden sind. Ausserdem war er Vorsitzender des Bergbaukonzerns LKAB, der dem schwedischen Staat gehört. Marcus Wallenberg arbeitete für die Grossbanken Citibank (USA), Deutsche Bank (Deutschland) und S. G. Warburg (Grossbritannien). Er sass im Vorstand des singapurischen Staatsfonds Temasek. Er war Vorsitzender der Internationalen Handelskammer (ICC). Die ICC besteht seit 1919. Sie bezeichnet sich als die grösste Wirtschaftsorganisation der Welt und ist mit der Welthandelsorganisation (WTO) verbunden. Marcus Wallenberg war stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister des Institute of International Finance (IIF). Das IIF ist der wohl wichtigste globale Verband der Finanzindustrie. Zu seinen Mitgliedern gehören Geschäfts- und Investmentbanken, Vermögensverwalter, Versicherungsunternehmen, Börsen, Staatsfonds, Hedgefonds, Zentralbanken und Entwicklungsbanken.

Marcus Wallenberg ist im Beirat des International Institute for Strategic Studies. Diese einflussreiche britische Denkfabrik konzentriert sich auf Verteidigungs- und Sicherheitsthemen.

Marcus Wallenberg sitzt im internationalen Beirat der Brookings Institution, einer einflussreichen Denkfabrik aus den USA. Zum Beirat gehören auch Paul Desmarais aus Kanada, Andrónico Luksic aus Chile und Philip von Mallinckrodt aus Grossbritannien.

Marcus Wallenberg ist Mitglied des Asia Business Council, der die Beziehungen zwischen Wirtschaftsführern aus Asien und der westlichen Welt fördert. Zu seinen Mitgliedern gehören asiatische Milliardäre, darunter Mitglieder der Familien Chung (Südkorea), Chearavanont (Thailand), Tsai (Taiwan) und Chey (Südkorea). Die amerikanische Wirtschaftselite wird unter anderem durch Penny Pritzker und David Rubenstein vertreten.

Marcus Wallenberg war ausserdem im Beirat des Asia Global Institute, einer Denkfabrik der Universität Hongkong.

Jacob Wallenberg (*1956) besetzt Vorstandsposten bei Wallenberg-Unternehmen. Von 2008 bis 2014 war er im Vorstand des Coca-Cola-Konzerns. Er gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. Er ist Ehrenvorsitzender eines internationalen Gremiums, bestehend aus Wirtschaftsführern, das den Bürgermeister der chinesischen Stadt Shanghai berät. Jacob Wallenberg ist Mitglied der Trilateralen Kommission. Die Trilaterale Kommission ist eine international einflussreiche Denkfabrik. Sie wurde von David Rockefeller gegründet und geleitet. Jacob Wallenberg ist Mitglied des „European Round Table of Industrialists“ (ERT). Der ERT gilt als eine der mächtigsten Instanzen der Wirtschaftselite der EU-Staaten und hat direkten Einfluss auf die EU-Kommission. Über den ERT kennt Jacob Wallenberg mehr als 50 Konzernchefs aus der EU. Der ERT wurde vom Wirtschaftsführer Pehr Gyllenhammar gegründet, der aus einer schwedischen Adelsfamilie kam. Er kannte die Wallenberg Familie und gehörte zum Vorstand ihrer Bank. Jacob Wallenberg ist im internationalen Beirat des Atlantic Council, einer einflussreichen transatlantischen Denkfabrik in den USA. Des Weiteren gehört Jacob Wallenberg zum internationalen Beirat der Business School der Tsinghua-Universität. Diese ist eine der führenden Universitäten in China. Zum Beirat zählen eine ganze Reihe an amerikanischen Milliardären.

Jacob Wallenberg war im internationalen Beirat der Blackstone Group. Der US-amerikanische Finanzkonzern ist das grösste Private-Equity-Unternehmen der Welt. Er war zur selben Zeit im Beirat wie der britische Baron Jacob Rothschild, der Schweizer Bankier Ivan Pictet und die türkische Geschäftsfrau Suzan Sabanci Dincer.

Peter Wallenberg (1926–2015) hatte den Vorsitz des Finanzausschusses der Internationalen Handelskammer inne. Er war unter anderem im Beirat der Swiss Bank Corporation (Vorgänger der UBS) und im Vorstand der amerikanischen Investmentbank Dillon, Read & Co. Die Dillon Familie war oder ist noch immer mit den Rockefellers verbunden und heiratete in die Königsfamilie von Luxemburg.

Der Diplomat Raoul Wallenberg (1912–1945) arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für den amerikanischen Geheimdienst OSS (Vorgänger der CIA). Raoul rettete Tausende Juden vor der Verfolgung.

Die Wallenberg Familie war 1971 Mitgründer der schwedischen Abteilung des WWF und stellte Startkapital zur Verfügung. Bis 2022 war Marcus Wallenberg im Rat des WWF Schweden, zu dem auch die schwedische Kronprinzessin Victoria gehört. Das Kuratorium wurde von 1988 bis 2022 von König Carl XVI. geleitet. Die Wallenbergs gehörten oder gehören noch immer zum 1001 Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung unterstützt den WWF.

Verbindungen zu anderen einflussreichen Familien und Personen

Die Wallenbergs kennen die schwedische Königsfamilie. Ann-Christine Wallenberg (starb 2019) war eine enge Freundin der Königsfamilie. Marcus Wallenberg (1899–1982) heiratete die Baronin Marianne de Geer, deren Exmann aus der Königsfamilie kam. 2019 nahm Jacob Wallenberg gemeinsam mit der schwedischen Prinzessin Victoria an einem Treffen der Trilateralen Kommission teil.

Der Dynastiegründer André Oscar Wallenberg (1816–1886) heiratete in zweiter Ehe in die schwedische Adelsfamilie Sydow.

Peter Wallenberg (1926–2015) hatte persönlichen Kontakt zum österreichischen Milliardär Ferdinand Piëch, dessen Familie den Automobilkonzern VW kontrolliert. VW besitzt den Fahrzeughersteller Scania, eines der grössten schwedischen Unternehmen. Die Wallenbergs waren bis 2008 Grossaktionär von Scania und verkauften dann ihre Anteile an VW. Sie hatten Scania bereits 1921 Kapital zur Verfügung gestellt. Peter Wallenberg Jr. ist momentan im Vorstand von Scania zusammen mit Mitgliedern der Familien Piëch und Porsche.

Marc Wallenberg (1924–1971) heiratete in die Wehtje Familie, die im 20. Jahrhundert erfolgreiche Geschäftsleute hervorbrachte und zu den reichsten Schweden gehörte. Die Schwester seiner Frau heiratete den Unternehmer Adolf Lundin. Die schwedische Milliardärsfamilie Lundin gründete und führt die Unternehmen Lundin Mining (Bergbau) und Lundin Energy (Öl und Gas).

Jacob Wallenberg und Ian Lundin haben enge Verbindungen zum schwedischen Ölmilliardär Torbjörn Törnqvist. Törnqvist kontrolliert Gunvor, einen der grössten Rohstoffhändler der Welt. Gunvor machte 2023 einen Jahresumsatz von über 100 Milliarden US-Dollar. Törnqvist gründete Gunvor im Jahr 2000 zusammen mit dem russischen Milliardär Gennadi Timtschenko, um mit russischem Rohöl zu handeln. Bis 2014 war Timtschenko an Gunvor beteiligt. Er war schon mit Wladimir Putin befreundet, bevor dieser Präsident wurde.

Die Wallenbergs sind mit dem schwedischen Milliardär Daniel Ek verbunden. Daniel Ek ist Mitgründer und CEO des weltweit führenden Musikstreaming-Unternehmens Spotify.

Marcus Wallenbergs (*1956) Stieftochter heiratete in die Bonnier Familie. Sie sind die mächtigsten Medienunternehmer Schwedens und besitzen mehrere grosse Zeitungen. Bei der Hochzeit waren Personen aus der schwedischen Finanzelite dabei. Marcus Wallenberg heiratete in die schwedische Unternehmerfamilie Sachs und ist dadurch mit dem Manager Daniel Sachs verschwägert. Daniel Sachs ist beim Chatham House aktiv, einer der mächtigsten britischen Denkfabriken. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Open Society Foundations, der Stiftung von George Soros. Zudem ist Daniel Sachs Gründungsmitglied des „European Council on Foreign Relations“. Diese Denkfabrik konzentriert sich auf die europäische Aussenpolitik und wurde mit der Unterstützung von Soros gegründet. Im Juni 2025 war Daniel Sachs auf der Hochzeit von George Soros’ Sohn Alex. Daniel Sachs ist ein Young Global Leader des WEF. Er sitzt im Vorstand von Wallenberg Investments zusammen mit Marcus und Jacob Wallenberg. Zum Vorstand gehört auch Jacob de Geer. Der adlige Multimillionär ist ein Nachkomme von Louis de Geer (1587–1652), der als Vater der schwedischen Industrie gilt.

Die Wallenberg Familie kennt den schwedischen Finanzinvestor und Bankengründer Sven Hagströmer. Er ist ein entfernter Verwandter der Wallenbergs und arbeitete für ihre Investmentgesellschaft. Sein Vermögen wurde 2023 auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt.

Nina Lagergren (1921–2019) war mütterlicherseits die Halbschwester von Raoul Wallenberg und kam väterlicherseits aus der schwedischen Adelsfamilie Dardel. Ninas Tochter Nane heiratete in zweiter Ehe den ghanaischen Diplomaten Kofi Annan, der von 1997 bis 2006 Generalsekretär (Chef) der Vereinten Nationen (UN) war. Nane Lagergren heiratete in erster Ehe einen Grafen aus der schwedischen Adelsfamilie Cronstedt.

Marcus Wallenberg (1899–1982) heiratete die Schottin Dorothy Mackay. Diese heiratete später den britischen Bankier und Geheimdienstoffizier Charles Jocelyn Hambro. Die Hambro Familie gehörte früher zu den mächtigsten Bankiersfamilien. Charles Jocelyn Hambro kam mütterlicherseits aus der Adelsfamilie Stuart von Bute und der einflussreichen Smith Familie. Die Bank der Hambro Familie hatte 1920 mit einer Bank der Wallenberg Familie fusioniert.

Der 2018 verstorbene irische Manager Peter Sutherland war ein Berater der Wallenberg Familie und sass in Vorständen von Unternehmen der Wallenbergs. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderbergtreffen und Ehrenvorsitzender der Trilateralen Kommission sowie stellvertretender Vorsitzender des „European Round Table of Industrialists“ (ERT). Des Weiteren sass er im Führungsgremium des WEF. Er war ein Mentor des WEF-Chefs Klaus Schwab und war für den Aufbau des Forums zu einer internationalen Organisation mit globaler Wirkung von entscheidender Bedeutung. Peter Sutherland gilt als Vater der Globalisierung. Er war Finanzberater des Papstes und EU-Kommissar sowie Generaldirektor (Chef) der Welthandelsorganisation (WTO). Zudem besetzte er hohe Positionen bei wichtigen Unternehmen, unter anderem bei BP und Goldman Sachs. (Mehr zu Sutherland)

Knut Wallenberg (1853–1938) adoptierte Jeanne Nyström. Sie war die uneheliche Tochter des rumänischen Fürsten Jean Karadja, der dem Osmanischen Reich als Diplomat diente. Jean Karadja heiratete die Tochter des schwedischen Unternehmers Lars Olsson Smith. Dieser gründete die Marke Absolut Vodka.

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Lazard und Weill Familie

Die beiden französisch-jüdischen Familien Lazard und Weill sind mit der US-amerikanischen Investmentbank Lazard verbunden. Die Bank konzentriert sich traditionell auf Frankreich und unterhält gute Kontakte zur französischen Elite. Im 20. Jahrhundert war Lazard eine der weltweit grössten Investmentbanken. Inzwischen gehört sie nicht mehr zu den führenden Banken. Sie ist aber immer noch eine Grossbank und verwaltet derzeit über 200 Milliarden US-Dollar. Sie gehört nach wie vor zu den führenden Banken im Investmentbanking Frankreichs.

Die Bank beriet Regierungen und war am Aufbau bedeutender französischer Konzerne beteiligt, darunter Vivendi (grösster französischer Medienkonzern), LVMH (grösster Luxusgüterkonzern der Welt), Danone (einer der weltweit grössten Nahrungsmittelkonzerne) und Capgemini (einer der weltweit grössten IT-Konzerne). (Quelle)

Viele bemerkenswerte Personen haben für die Bank gearbeitet, darunter Nat Rothschild und der Milliardär Johann Rupert. Auch Mitglieder der nicht amtierenden französischen Königsfamilien Orléans und Bonaparte arbeiteten für die Bank sowie ein paar britische Adlige.

Lazard ist eine traditionell jüdische Bank und wird bis heute von jüdischen Bankern geführt. Bemerkenswerte Vorstandsmitglieder wären derzeit:

  • Kenneth Jacobs: Der amerikanische Jude ist der Vorsitzende und CEO von Lazard. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle).
  • Richard Haass: Der amerikanische Jude ist seit 2003 Präsident des „Council on Foreign Relations“ (CFR), eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. Auch Kenneth Jacobs ist Mitglied des CFR.
  • Iris Knobloch: Die deutsche Jüdin war im Aufsichtsrat des deutschen Medienkonzerns Axel Springer. Ihre Mutter Charlotte Knobloch war Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses und des Europäischen Jüdischen Kongresses sowie Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.
  • Ann-Kristin Achleitner: Die deutsche Managerin ist die Frau von Paul Achleitner, der 10 Jahre lang den Aufsichtsrat der Deutschen Bank leitete. Paul Achleitner war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen (Quelle). Ann-Kristin ist Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik (Quelle).
  • Richard Parsons: Der amerikanische Manager kennt die Milliardärsfamilien Rockefeller und Lauder. Er ist Mitglied des CFR.

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Bank sagte über Lazard: „Für mich schien es der interessanteste und geheimnisvollste Ort an der Wall Street zu sein. Private Partnerschaft, überragend, klein, elitär, prestigeträchtig.“ (Quelle)

Die Lazard Bank ist zurzeit Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Die Familien Lazard und Weill leben in Frankreich. Sie sind über Heiraten mit vielen elitären Familien verbunden.

Lazard Familie

Drei Brüder aus der Lazard Familie emigrierten von Frankreich in die USA und gründeten dort 1848 die Lazard Bank. Viele ihrer Kinder wurden ebenfalls Bankiers. Obwohl die Lazards die Gründer der Bank waren, blieben sie nicht lange mit dieser in Verbindung und wurden von der verwandten Weill Familie abgelöst.

Die Schwester von Solomon Lazards (1827–1916) Ehefrau heiratete Marc Eugen Meyer, der Präsident der Lazard Bank wurde. (Quelle: 1 und 2) Er war ebenfalls ein französischer Jude, der in die USA emigriert war. Sein Sohn Eugen Meyer, der mütterlicherseits aus der Lazard Familie kam, war Gouverneur der US-Zentralbank FED und der erste Präsident der Weltbank. Er und seine Familie kontrollierten im 20. Jahrhundert die Washington Post, eine der wichtigsten Zeitungen der USA.

Claude Lazard (1907–1974) heiratete in die Hellman Familie, eine deutsch-jüdische Familie, die in die USA emigriert war. Die Hellman Familie war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der US-amerikanischen Grossbank Wells Fargo verbunden. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt.

Marie Christiane Lazard (1906–1994) heiratete einen Sohn des französischen Präsidenten Alexandre Millerand. (Quelle: 1 und 2) Alexandre Millerand war Freimaurer. (Quelle: 1 und 2)

Rosalie Rachel Lazard (1829–1894) war die Grossmutter mütterlicherseits von Germaine Revel. Germaine heiratete den französisch-jüdischen Geschäftsmann Pierre Wertheimer. (Quelle: 1, 2, 3) Ihre Nachkommen besitzen bis heute den Mode- und Kosmetikkonzern Chanel und gehören zu den reichsten Familien der Welt. Im Jahr 2022 wurde das Vermögen der Wertheimer Familie auf 79 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Esther Lazard (1878–1944) heiratete in die französisch-jüdische Fould Familie. (Quelle: 1 und 2) Diese gehörte früher zu den wichtigsten Bankiersfamilien Frankreichs. Simon Lazards (1901–2004) Schwiegermutter kam ebenfalls aus der Fould Familie. (Quelle: 1 und 2). Simon Lazard war im Aufsichtsrat des deutschen Chemiekonzerns BASF. (Quelle: 1 und 2)

Elie Lazard (1831–1897) heiratete eine Tochter von Michel Goudchaux. (Quelle: 1 und 2) Der französisch-jüdische Bankier war Finanzminister von Frankreich. Er war ein Schwager des jüdischen Kohlehändlers Hyppolite Worms. Die Familien Worms und Goudchaux führten die Banque Worms, eine kleinere französische Bank. Die Banque Worms unterhielt Kontakte zu den Banken der Familien Lazard, Rothschild, Morgan, Samuel, Harriman und Hambro (Quelle).

Thérèse Lazards (1872–1968) Tochter Geneviève heiratete Hubert Pelletier de Chambure. Dessen Schwester heiratete Philippe de Rothschild. (Quelle: 1 und 2)

Simone Lazard (1899–1991) heiratete den Sohn eines französischen Markgrafen. (Quelle: 1 und 2)

Weill Familie

Alexandre Weill (1834–1906) war ein Cousin der Lazard-Brüder und gründete mit ihnen zusammen die Lazard Bank. Seine Frau war zudem eine Halbschwester der Lazard-Brüder. (Quelle)

Alexandres Sohn David David-Weill (1871–1952) war Vorsitzender der Lazard Bank (er benannte seinen Nachnamen in David-Weill um). Er wurde 1935 Regent der französischen Zentralbank. Vom Jahr 1800 bis 1936 wurde die Zentralbank von einem Rat bestehend aus 15 Regenten geführt und David war daher ein Jahr lang einer von ihnen.

Davids Tochter Antoinette (1920–1980) heiratete den Sohn des französisch-jüdischen Industriellen André Citroën, der den Automobilkonzern Citroën gegründet hatte. Die Citroën Familie war ein Kunde der Lazard Bank. (Quelle: 1 und 2) André Citroën war Freimaurer. (Quelle)

Davids Sohn Jean (1898–1972) heiratete in die jüdische Günzburg Familie. (Quelle: 1 und 2) Diese war eine bedeutende Bankiersfamilie des 19. Jahrhunderts und spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau der russischen Finanzindustrie. Die Günzburg Familie ist über Heiraten mit den jüdischen Familien Warburg, Goldschmidt, Stern, Sassoon, Rothschild, Lambert, Bronfman, Fould und Hirsch verwandt oder verschwägert.

Davids Sohn Pierre David-Weill (1900–1975) gehörte ebenfalls zur Führung der Lazard Bank. Seine Frau war eine Nichte des französischen Industriellen Georges-Marie Haardt, der ein enger Freund des bereits erwähnten André Citroëns war. (Quelle: 1 und 2)

Pierres Sohn Michel David-Weill (1932–2022) leitete die Lazard Bank von 1977 bis 2005. Er war das letzte Mitglied der Weill Familie, das eine führende Position bei Lazard besetzte. Im Jahr 2000 wurde sein Vermögen auf 2,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Michel David-Weill war Ehrenvizepräsident von Danone, einer der grössten Lebensmittelkonzerne der Welt. Danone wurde, wie anfangs bereits erwähnt, von der Lazard Bank mitaufgebaut. Michel war Vorsitzender der französischen Investmentgesellschaft Eurazeo. Er soll Mitglied des 1001 Trust gewesen sein. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.

Michel David-Weill war Mitglied der Trilateralen Kommission, eine international einflussreiche Denkfabrik. (Quelle) Die Denkfabrik wurde von David Rockefeller gegründet und geleitet, der einer der mächtigsten Akteure der US-amerikanischen Elite war.

Michel David-Weill hatte den Ruf eines rücksichtslosen Manipulators. Er kannte die italienische Milliardärsfamilie Agnelli und traf die britische Prinzessin Diana. Michel hatte Kontakt zum französischen Multimilliardär Bernard Arnault, der den Luxusgüterkonzern LVMH kontrolliert. Michel und die Lazard Bank halfen beim Aufbau von LVMH. (Quelle)

Michel David-Weill war seit seiner Kindheit mit Baron Ernest-Antoine Seillière befreundet, der ebenfalls ein führender Kopf der französischen Wirtschaftselite ist. (Quelle)

Michel David-Weill kannte Ian Fraser, der die Lazard Bank in London leitete. (Quelle) Ian Frasers Grossvater war der Clan-Chef des schottischen Fraser von Lovat Clans.

Michel David-Weill besuchte 2005 die Geburtstagsfeier von John Loeb Jr., der mütterlicherseits aus der jüdischen Bankiersfamilie Lehman kommt. Die Feier fand im Blenheim Palace statt, eines der grössten Schlösser Englands. Das Schloss gehört der Herzogsfamilie Spencer-Churchill. Zu den Gästen der Feier zählten mehrere ehemalige US-Botschafter, britische Adlige sowie Christopher „Kip“ Forbes und Anne Hearst aus den USA. Bemerkenswerte Gäste aus dem jüdischen Establishment waren Paul Soros (Bruder von George Soros), Ezra Zilkha, Beth Rudin DeWoody und Denise Eisenberg Rich (war mit dem Glencore-Gründer Marc Rich verheiratet). (Quelle)

Michel David-Weill war Treuhänder des Metropolitan Museum of Art in New York, das grösste Kunstmuseum der USA. Zu den Treuhändern gehören Mitglieder der Milliardärsfamilien Ambani (Indien), Al Sabah (Kuwait), Koç (Türkei) und Santo Domingo (Kolumbien) sowie Mitglieder der amerikanisch-jüdischen Familien Lauder, SchiffPritzker, Greenberg, Tisch und Rudin. (Stand: Juli 2021) Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Michel David-Weill heiratete eine Enkelin des Bankiers Roger Lehideux, der für mehrere französische Grossbanken arbeitete. Rogers Neffe Francois Lehideux heiratete in die Renault Familie, die den französischen Automobilkonzern Renault gegründet hatte. Francois Lehideux war eng mit dem Vichy-Regime verbunden, das im Zweiten Weltkrieg mit Nazideutschland kooperierte. Francois Nichte Martine Lehideux war eine langjährige Aktivistin der Front National (Rassemblement National), die führende rechtsnationalistische Partei Frankreichs. Seit 2010 ist Martine Lehideux bei der Parti de la France, ebenfalls eine rechtsnationalistische Partei. Martines Bruder Bernard Lehideux war EU-Abgeordneter.

Michels Tochter Béatrice David-Weill (*1957) heiratete Édouard Stern aus der jüdischen Bankiersfamilie Stern. Édouard Stern trat der Führung der Lazard Bank bei. Béatrice heiratete auch in die französische Adelsfamilie Villeneuve. Michels Tochter Cécile David-Weill (*1960) heiratete einen Enkel des Diplomaten und Grafen Robert Renom de la Baume. Michels Tochter Nathalie David-Weill (*1961) heiratete in die Merveilleux du Vignaux Familie, die seit dem 18. Jahrhundert Juristen und Militärs hervorbrachte. Michels Schwester Éliane David-Weill (1935–2007) heiratete in die französische Adelsfamilie Solages. Ihr Mann kommt mütterlicherseits aus der Bankiers- und Industriellenfamilie Goüin. (Quelle)

Das Vermögen der Familien David-Weill und Solages wurde im Jahr 2022 auf 925 Millionen Euro geschätzt, also etwa eine Milliarde US-Dollar. (Quelle)

Die David-Weill Familie kennt den jugoslawischen Prinzen Dimitri. (Quelle)

Mitglieder der Familie David-Weill waren im Jahr 2002 auf einer Party, bei der folgende Personen anwesend waren:

  • Blaine Trump. Sie war die Ehefrau von Robert Trump (Bruder von Donald Trump).
  • Die jordanische Prinzessin Firyal.
  • Evelyn Lauder. Sie war die Ehefrau des US-amerikanischen Milliardärs Leonard Lauder. Ihr Schwager Ronald Lauder ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
  • Die US-amerikanische Milliardärin Anne Cox Chambers.
  • Alexandra von Fürstenberg. Sie heiratete Alexander von Fürstenberg, der in den USA lebt. Alexander kommt aus der deutschen Hochadelsfamilie Fürstenberg und seine Grossmutter väterlicherseits kam aus der Agnelli Familie, die wohl mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. Alexandras Vater ist der britische Milliardär Robert Warren Miller. Alexandras Schwestern heirateten in die griechische Königsfamilie und in die britisch-amerikanische Milliardärsfamilie Getty.
  • Barry Diller. Der amerikanisch-jüdische Milliardär und Medienunternehmer ist der Stiefvater von Alexander von Fürstenberg.
  • Ezra Zilkha aus der irakisch-britisch-jüdischen Bankiersfamilie Zilkha.
  • Alannah Weston aus der kanadischen Milliardärsfamilie Weston.
  • Katharina Otto-Bernstein aus der deutschen Milliardärsfamilie Otto.
  • Beth Rudin DeWoody aus der amerikanisch-jüdischen Milliardärsfamilie Rudin.
  • Annette de la Renta. Sie ist die Tochter des deutsch-niederländisch-jüdischen Bankiers Fritz Mannheimer.
  • Die US-Amerikanerin Nan Kempner. Zum Verwandtenkreis der Kempner Familie gehören die jüdischen Familien Guggenheim und Lehman.

(Quelle)

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Harmsworth Familie

Die Harmsworth Familie ist schon seit über 100 Jahren die mächtigste Zeitungsbesitzerfamilie in Grossbritannien.

Die Familie gründete und führt das britische Medienunternehmen Daily Mail and General Trust (DMGT). Die Familie besitzt derzeit etwa 28 Prozent der Anteile an DMGT. Im Dezember 2021 übernahm die Familie die restlichen Anteile und seit Januar 2022 ist das Unternehmen nicht mehr an der Börse.

Die Harmsworth Familie gründete auch das britische Medienunternehmen Reach (Trinity Mirror). DMGT und Reach kontrollieren zurzeit etwa die Hälfte aller grossen britischen Zeitungen. Der grösste Teil der anderen Hälfte ist im Besitz der Murdoch Familie.

DMGT besitzt unter anderem Metro, Daily Mail und The Mail on Sunday, drei der auflagenstärksten britischen Zeitungen.

Die Harmsworth Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen und ist auch über Heiraten mit dem britischen Adel verbunden. Die Familie besitzt Teile der britischen Boulevardpresse, die Adlige als Promis präsentieren, was dazu beiträgt, dass grosse Teile des Volkes den politischen Einfluss des Adels unterschätzen und generell ein verzehrtes Bild vom britischen Adel haben.

Die Harmsworth Brüder

Alfred Harmsworth (1865-1922) war der mächtigste britische Zeitungsunternehmer seiner Zeit. Er gilt als der Pionier des Boulevardjournalismus (tabloid journalism) in Grossbritannien. Seine Zeitungen waren die Ersten, welche die britische Königsfamilie als Promis präsentierten und ausführlich über das Privatleben der Royals berichteten. Damit leiteten sie eine Wende in der Medienindustrie ein, die zuvor meist nur im Zusammenhang mit Politik über die britische Königsfamilie berichtet hatte. Alfred Harmsworth wurde 1904 zum Baron und 1918 zum Vizegrafen geadelt.

Alfred holte seine vier Brüder zu den Zeitungen. Einer seiner Brüder war Harold Harmsworth (1868-1940). Dieser wurde 1910 zum Baron und 1919 zum Vizegrafen geadelt. Er wurde zudem in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Harold Harmsworth unterstützte in den 30er Jahren über seine Zeitungen die „British Union of Fascists“, eine britische faschistische Partei, die zu einem Netzwerk gehörte, das in den 20er und 30er Jahren europaweit faschistische und antikommunistische Bewegungen förderte. Harold Harmsworth war ein grosser Bewunderer des italienischen Diktators Benito Mussolini (Begründer des Faschismus) und seine Zeitungen berichteten wohlwollend über die italienischen Faschisten. Harold Harmsworth bezeichnete Mussolini als „die grösste Persönlichkeit seiner Zeit“. Harold sympathisierte auch mit dem faschistischen Diktator Adolf Hitler. Er traf Hitler 1933 zum ersten Mal und es gab danach noch weitere Treffen zwischen den beiden. Seiner Ansicht nach sei Hitler zwar nicht so intelligent wie Mussolini, aber dafür sehr nützlich im Kampf gegen den Kommunismus in Osteuropa. Harold Harmsworth förderte in den 30er Jahren über seine Zeitungen eine Beschwichtigungspolitik Grossbritanniens gegenüber Nazideutschland. (Quelle) 2005 wurden Dokumente des britischen Geheimdienstes freigegeben, die belegen, dass Harold Harmsworth 1939 an Hitler schrieb, ihm zur Annexion der Tschechoslowakei gratulierte und ihn zur Invasion in Rumänien ermutigte (Quelle). Er versicherte Hitler, dass die britische Regierung „keine Politik habe, die die Einkreisung Deutschlands beinhaltet, und dass es keine britische Regierung geben könne, die eine solche Politik befürworte“ (Quelle). Harold Harmsworth war erst skeptisch, was den Antisemitismus der Nazis anging. Er meinte, die Judenhetze der Nazis sei ein dummes Überbleibsel mittelalterlicher Vorurteile. Er meinte aber auch, dass sich die Juden natürlich den Unmut der Nazis zugezogen hatten, weil sie seit dem Ersten Weltkrieg „eine auffällige politische Unklugheit“ gezeigt hätten und es gäbe zwanzigmal so viele Juden in deutschen Regierungsämtern wie vor dem Krieg. Nach der Machtübernahme der Nazis förderten Harolds Zeitungen antisemitische Verschwörungstheorien. Noch weitere grosse britische Zeitungen sprangen auf den damaligen antijüdischen Hype auf. Die Daily Express von Baron Beaverbrook brachte 1933 die Schlagzeile „Judäa erklärt Deutschland den Krieg: Juden aus aller Welt vereinen sich in Aktion“. Harold Harmsworth sah die Nazis aber nicht als ungefährlich für Grossbritannien an und riet der britischen Regierung eindringlich militärisch aufzurüsten für den Fall eines kommenden Krieges. (Quelle)

Die drei anderen Brüder Leicester, Hildebrand und Cecil Harmsworth besetzten ebenfalls leitende Positionen in der britischen Medienindustrie und gingen in die britische Politik. Alle drei wurden zu Baronen geadelt.

Die Nachkommen der Brüder führen das Zeitungsimperium bis heute weiter. Zurzeit ist Vizegraf Jonathan Harmsworth (*1967) Vorsitzender und Hauptaktionär des Medienkonzerns. Sein Vermögen wurde 2016 auf 1,3 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Seine Frau Claudia ist die Schwester von Sarah Clemence. Sarah heiratete erst in die britische Herzogsfamilie Russell und ging danach eine Ehe mit Mark Thatcher ein. Mark ist der Sohn der Premierministerin Margaret Thatcher. (Quelle: 12) Er finanzierte einen Putschversuch im afrikanischen Land Äquatorialguinea mit. (Quelle: 12)

Vizegraf Vere Harmsworth (1925-1998) und Sir Geoffrey Harmsworth (1904-1980) waren Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: Seite 15/47). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Erwähnenswerte Heiraten

Esmé Mary Gabrielle Harmsworth (1922-2011) heiratete in erster Ehe Graf Rowland Baring aus der britischen Bankiersfamilie Baring, eine der mächtigsten britischen Bankiersfamilien. Rowland Baring war Gouverneur der Bank of England (britische Zentralbank). Er kam mütterlicherseits aus der Adelsfamilie Elliot-Murray-Kynynmound. (Quelle)

Laura Jane Harmsworth (1944-2009) heiratete in die Familie Montagu Douglas Scott, eine der wichtigsten Familien des britischen Adels (Quelle).

Geraldine Harmsworth (*1957) heiratete einen Sohn des Clan-Chefs des schottischen Ogilvy Clans (Quelle).

Die Frau von Stanley Harmsworth (1916-1981) war die Tochter eines Markgrafen aus dem schottischen Gordon Clan und kam mütterlicherseits aus dem Drummond Clan (Quelle).

Sarah Elizabeth Anne Harmsworth (*1941) heiratete das Oberhaupt der irischen Grafenfamilie McDonnell, die vom schottischen MacDonald Clan abstammt (Quelle).

Pollyanna Harmsworth (*1981) heiratete Timothy Montagu. Er ist ein Enkel von Alexander Montagu, der 10. Graf von Sandwich (Quelle). Die Montagu Familie ist eine der wichtigsten Familien des englischen Adels.

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Norman Familie

Mitglieder der Norman Familie sind seit dem 19. Jahrhundert in der britischen Finanzelite vertreten. Sie sind mit alten britischen Bankiers- und Adelsfamilien verbunden. Das bekannteste Familienmitglied war der Zentralbankchef Montagu Norman (1871-1950).

1. Generation

George Warde Norman (1793-1882) war von 1821 bis 1872 Direktor der Bank of England, die bis heute die britische Zentralbank ist. Er gehörte damit ein halbes Jahrhundert lang zur Führung der damals mächtigsten Zentralbank der Welt. Die Bank of England wurde 1694 auf Initiative der britischen Königsfamilie gegründet. George war von 1830 bis 1864 auch Direktor der Sun Insurance (heutige RSA Insurance), ein britisches Versicherungsunternehmen. Eines seiner Vorläufer wurde 1710 gegründet und gilt damit als das erste Versicherungsunternehmen der Welt. Der andere Vorläufer wurde von der Rothschild und der Montefiore Familie gegründet.

2. Generation

Einer seiner Söhne war Charles Norman (1833-1889). Charles war Partner bei der britischen Barings Bank, die zu der Zeit eine der grössten Banken der Welt war. Er kannte somit ziemlich sicher die geadelte Bankiersfamilie Baring.

Charles Norman heiratete Julia Hay Cameron. Sie war eine Nachkommin des 18. Clan-Chefs des schottischen Cameron Clans (Quelle).

Charles Bruder war Frederick Norman (1839-1916). Frederick war Direktor der britischen Bank Brown Shipley. Die Bank wurde 1810 von der Bankiersfamilie Brown gegründet und besteht bis heute. Die Brown Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen. Sie gründete im Jahr 1800 „Alex. Brown & Sons“, die erste Investmentbank der USA. 1818 gründeten sie in den USA „Brown Bros. & Co.“, ebenfalls eine Investmentbank. Diese fusionierte 1931 mit der Bank der US-amerikanischen Harriman Familie zu „Brown Brothers Harriman & Co.“ (BBH).

Im Jahr 2022 wurde bei der BBH ein Vermögen im Wert von 5,4 Billionen US-Dollar verwahrt. (Quelle)

Frederick Norman war Partner der nicht mehr existenten britischen Martins Bank und wird daher die britische Bankiersfamilie Martin gekannt haben, die bereits seit dem 17. Jahrhundert im Finanzwesen aktiv gewesen war. Frederick Norman heiratete die Tochter des Bankiers Mark Collet. Dieser war viele Jahre in der Führung der Bank of England (britische Zentralbank), zwei Jahre davon als Gouverneur. Der Gouverneur ist die höchste Position bei der Bank of England. Mark Collet war Partner bei der bereits erwähnten Bank Brown Shipley. Er wurde zum Baron geadelt.

Die beiden Schwestern der Norman Brüder heirateten zwei Brüder aus der Bonham Carter Familie (Quelle). Die Familie brachte seit dem 19. Jahrhundert regelmässig britische Politiker hervor. Die Bonham Carter Familie heiratete in die Bankiersfamilie Baring. Sir Maurice Bonham Carter, der mütterlicherseits aus der Norman Familie kam, heiratete eine Tochter des Premierministers H. H. Asquith.

3. Generation

Fredericks Sohn Montagu Norman (1871-1950) war das bekannteste Mitglied der Familie. Montagu arbeitete ebenfalls für die Martins Bank und Brown Shipley sowie für die US-amerikanische Brown Bros. & Co. Montagu war ab 1907 Direktor der Bank of England. Von 1920 bis 1944 war er dann Gouverneur der Bank of England und somit langjähriger Chef der britischen Zentralbank. Wie bereits erwähnt war sein Grossvater mütterlicherseits ebenfalls Gouverneur und sein Grossvater väterlicherseits Direktor der Bank of England. Das Wall Street Journal bezeichnete Montagu Norman als „Währungsdiktator Europas“. Nach Normans Tod im Jahr 1950 beschrieb ihn die Times of London als „seit vielen Jahren die grösste Persönlichkeit in der Welt der Hochfinanz“. 1923 wurde er in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. 1944 wurde er zum Baron geadelt. Als langjähriger Zentralbankchef freundete er sich mit Zentralbankern auf der ganzen Welt an, vor allem mit Benjamin Strong, der Gouverneur der US-amerikanischen Zentralbank FED war. (Quelle: 1 und 2)

Montagu Norman war ein Freund des deutschen Zentralbankpräsidenten Hjalmar Schacht. Montagu war der Pate eines Enkelkindes von Schacht. Hjalmar Schacht war von 1923 bis 1930 Chef der deutschen Zentralbank. Nach der Machtübernahme von Adolf Hitler 1933 leitete Schacht bis 1939 weiterhin die deutsche Zentralbank. Schacht war von 1934 bis 1937 Wirtschaftsminister von Nazideutschland. Er war bereits in den 20 Jahren vor der Machtübernahme Hitlers eine führende Persönlichkeit im deutschen Finanzwesen gewesen.

Hjalmar Schacht war ein wichtiger Förderer Hitlers. Er war 1932 einer der Unterzeichner der Industrielleneingabe, ein an den deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg gerichteter Brief, der von 20 führenden Vertretern der deutschen Industrie und Finanzwirtschaft unterzeichnet war. Darin forderten sie den Reichspräsidenten auf, Adolf Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Schacht war beim Geheimtreffen vom 20. Februar 1933 anwesend. Bei dem Treffen spendeten deutsche Industrielle drei Millionen Reichsmark an die NSDAP. Schacht gehörte zum Keppler-Kreis, eine Gruppe von deutschen Industriellen und Bankern mit dem Ziel, Einfluss auf die Wirtschaftspolitik der Naziregierung zu nehmen. Schacht gründete 1932 die Arbeitsstelle Schacht, die ein Wirtschaftsprogramm für die NSDAP entwarf.

Montagu Norman und Schacht gehörten in den 30er Jahren zum Leitungsgremium der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die am Goldraub der Nazis beteiligt war. Die BIZ wurde 1930 gegründet und hat ihren Hauptsitz in der Schweiz. Schacht hatte 1929 an einer Expertenkommission teilgenommen, welche die Gründung der BIZ geplant hatte. Die BIZ ist bis heute eine der einflussreichsten Instanzen der Finanzelite und gilt als Zentralbank aller Zentralbanken. Neben Montagu und Schacht war zu der Zeit auch der Kurt von Schröder in der Leitung der BIZ. Der deutsche Bankier war einer der wichtigsten Förderer Hitlers und kam aus der deutsch-britischen Bankiersfamilie Schröder. Der britische Zweig der Familie ist seit 150 Jahren mit dem britischen Königshaus verbunden. Kurt Freiherr von Schröder war wie Schacht Mitglied des Keppler-Kreises und ein Unterzeichner der Industrielleneingabe.

Die Bank of England, die damals von Montagu Norman geleitet wurde, half den Nazis kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs beim Verkauf von Gold, das die Nazis aus der damaligen Tschechoslowakei geraubt hatten. Dies geschah gegen die Anordnungen der britischen Regierung, die alle tschechischen Besitztümer eingefroren hatte, die sich zur betreffenden Zeit in London befanden. (Quelle)

Montagu Norman war Mitglied der Anglo-German Fellowship. Die britische Organisation bestand von 1935 bis 1939. Sie diente dem diplomatischen Austausch der britischen Regierung und dem deutschen Naziregime, aber auch dem Austausch der Wirtschafts- und Finanzelite der beiden Länder. Auch für Unternehmen war eine Mitgliedschaft möglich. Grosse britische Unternehmen und Banken traten der Organisation bei und unterstützten sie. Die US-amerikanische Lazard Bank war Mitglied in der Organisation sowie die britischen Grossbanken Barclays und Lloyds

Die deutsche Schwesterorganisation der Anglo-German Fellowship war die Deutsch-Englische Gesellschaft. In dieser war die deutsche Wirtschafts- und Finanzelite sowie NSDAP-Politiker vertreten. Joseph Goebbels war Ehrenmitglied. Auch der bereits erwähnte Bankier Kurt Freiherr von Schröder war Mitglied. Ehrenvorsitzender und Präsident der Gesellschaft war der deutsche Hochadlige Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha, einer der wichtigsten Förderer Hitlers und der NSDAP. Er war ein Enkel der britischen Königin Victoria. Sein Vater, der britische Prinz Leopold, war Freimaurer und Provinzial-Grossmeister von Oxfordshire sowie Senior Grand Warden der englischen Grossloge (Quelle). Carl Eduard war zudem der Gründer der Gesellschaft zum Studium des Faschismus, in der auch Hjalmar Schacht Mitglied war. Die Gesellschaft wurde 1931 gegründet und hatte sich das Ziel gesetzt, eine faschistische Diktatur in Deutschland zu errichten. Schacht war übrigens mütterlicherseits adliger Abstammung.

Hjalmar Schacht gehörte zu den Angeklagten im Nürnberger Prozess, wurde aber in allen Anklagepunkten freigesprochen. Schacht war Freimaurer und wurde 1906 in die Berliner Freimaurerloge „Urania zur Unsterblichkeit“ aufgenommen (Quelle). Urania ist eine Tochterloge der deutschen Loge „Royal York zur Freundschaft“ (Quelle). Diese wurde 1760 im Umfeld von Hochadligen gegründet (Quelle). Auch nach der zwangsweisen Auflösung der Freimaurerlogen im Dritten Reich bekannte sich Hjalmar Schacht öffentlich zur Freimaurerei. 1949 (also nach dem Krieg) trat er der Hamburger Freimaurerloge „Zur Brudertreue an der Elbe“ bei. (Quelle) Ausserdem war er 1930 der Gesellschaft der Freunde beigetreten, die aus der deutsch-jüdischen Elite bestand, darunter Mitglieder der jüdischen Bankiersfamilien Mendelsson, Bleichröder und Arnhold. Die Gesellschaft bestand von 1792 bis zu ihrem Verbot durch die Nazis 1935. Obwohl Hitler und die NSDAP-Führung die Freimaurer und die jüdischen Bankiers als ihren Erzfeind betrachteten, nahm Hjalmar Schacht bis 1939 führende Positionen im Naziregime ein. Dass er persönlichen Kontakt zu wohlhabenden Juden und Freimaurern sowie Kontakte zur britischen Finanzelite hatte, in der ja traditionell Freimaurer und Juden vertreten sind, scheint die Nazis erst nicht gross gestört zu haben und sie vertrauten ihm gar die Leitung des deutschen Finanzsystems und der deutschen Wirtschaft an. Schacht wurde erst 1944 von der Gestapo verhaftet, weil er angeblich Kontakt zu den Attentätern des Attentats vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler hatte.

Montagu Norman heiratete Priscilla Reyntiens. Ihr Grossvater mütterlicherseits war Montagu Bertie, der 7. Graf von Abingdon. Einer der Enkel des Grafen war Andrew Bertie. Dieser war von 1988 bis 2008 Grossmeister des Malteserordens, ein alter Vatikanorden. Andrew kam mütterlicherseits aus der Adelsfamilie Crichton-Stuart.

Montagu Norman hatte keine Kinder. Sein Bruder Ronald Collet Norman (1873-1963) war vier Jahre lang Vorsitzender der BBC, einer der wichtigsten Fernsehsender der Welt. Ronald heiratete Florence Bridgeman. Ihr Vater war ein Graf aus der englischen Adelsfamilie Bridgeman. Ihre Grossmutter mütterlicherseits kam aus dem schottischen Drummond Clan. (Quelle) Mitglieder des Clans gründeten 1717 die britische Drummonds Bank, eine der ältesten noch bestehenden Banken der Welt.

4. Generation

Mark Norman (1910-1994) war Geschäftsführer von Lazard, eine führende US-amerikanische Investmentbank. Er war auch Vorsitzender des britischen Tabakkonzerns Gallaher, der heute Teil von Japan Tobacco ist. Seine Schwester Sibell Margaret Norman (1908-2010) heiratete einen englischen Baron.

Die Mutter von Richard Normans (1917-1994) Frau war eine Herzogin aus der Hochadelsfamilie Bourbon. (Quelle) Sie war eine Verwandte der spanischen Königsfamilie.

Arabella Norman heiratete in die Hambro Familie (Quelle). Die Hambros waren eine der mächtigsten Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts.

5. Generation

Patricia Margaret Norman (*1940) heiratete in die Familie Crichton-Stuart, die aus den schottischen Clans Crichton und Stewart hervorging. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus dem schottischen Montgomerie Clan. Patricia heiratete in zweiter Ehe Robert Kindersley, der 3. Baron Kindersley. Der Baron war 30 Jahre lang Direktor der bereits erwähnten Lazard Bank und 30 Jahre lang Direktor des bereits erwähnten Versicherungsunternehmens Sun Alliance. Er war 15 Jahre lang Direktor des führenden dänischen Schifffahrtskonzerns Moller-Maersk. Er war Direktor von English Electric und auch Direktor der Nachfolgerfirma GEC. (Quelle) Der Industriekonzern war zeitweise ein führender britischer Rüstungshersteller. Er war ein Vorläufer des heutigen britischen Grosskonzerns BAE Systems, einer der weltweit grössten Rüstungskonzerne. Sein Vater Hugh Kindersley war 35 Jahre lang Direktor der Lazard Bank und 20 Jahre Direktor der Bank of England (britische Zentralbank). Er war 10 Jahre Vorsitzender von Rolls-Royce. (Quelle) Sein Vater, der erste Baron Kindersley, war Vorsitzender der Lazard Bank über 30 Jahre lang Direktor der Bank of England. (Quelle)

James Collet Norman heiratete in die englische Adelsfamilie Vivian (Quelle).

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Haus Lippe

Die Anfänge des deutschen Hochadelsgeschlechts Lippe reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück und gehört damit zum Uradel. Seit 1413 besass das Haus Lippe ein eigenes Territorium, das im heutigen Nordrhein-Westfalen in Deutschland liegt. Bis 1918 gehörte es zu den deutschen Fürstentümern. Aus dem Haus Lippe gingen mehrere Adelsgeschlechter hervor, die grösstenteils zum Hochadel gehören.

Haus Schaumburg-Lippe

Der Familienzweig Schaumburg-Lippe bildete sich im 17. Jahrhundert.

Graf Albrecht Wolfgang zu Schaumburg-Lippe (1699-1748) gilt als der erste deutsche Freimaurer. Er wurde 1725 während eines Aufenthalts in England in den Bund aufgenommen. Als 1728 sein Vater starb, übernahm er die Regierung der Grafschaft Schaumburg-Lippe. Er war somit der erste bekannte Freimaurer, der das Oberhaupt einer regierenden Familie war. Er trug massgeblich dazu bei, dass das Ansehen und die Attraktivität der Freimaurerei in Deutschland schlagartig zunahm. (Quelle) Sein wohl wichtigster Beitrag zur Etablierung der Freimaurerei in Deutschland leistete er, als er den preussischen Prinzen und späteren König Friedrich II. zum Beitritt in die Freimaurerei verhalf. Auszug aus dem Freimaurer-wiki:

In Minden war er zu Gast an der Tafel des preußischen “Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. Als dieser sich abfällig und ablehnend über die Freimaurerei äußerte, wagte es Graf Albrecht Wolfgang ihm zu widersprechen und sich offen zur Mitgliedschaft in der Freimaurerei zu bekennen. Kronprinz Friedrich, der spätere König Friedrich II. genannt der Große, war von diesem mutigen Eintreten für die Freimaurerei und der Darstellung ihrer Ziele und Ideale durch den Grafen so beeindruckt, dass er ihn nach der Tafel in einem Vier-Augen-Gespräch bat, ihm zum Eintritt in die Freimaurerei zu verhelfen.

Nachdem Friedrich II. den preussischen Thron bestieg, konnte sich die Freimaurerei im deutschen Adel etablieren. Die preussische Königsfamilie brachte noch weitere Freimaurer hervor (Quelle). König Friedrich Wilhelm II. war zudem Rosenkreuzer und Okkultist (Quelle).

Graf Albrecht Wolfgang zu Schaumburg-Lippe war auch Militär- und Heerführer im Dienste des Hauses Hannover, das zu dieser Zeit den britischen Thron besetzte. Seine erste Ehefrau war zudem eine aussereheliche Tochter des britischen Königs Georg I. Albrecht war in ganz Europa bekannt und hatte Kontakt zu zahlreichen Hochadelsfamilien.

Fürst Georg Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1748-1860) betrieb mit Krediten der Rothschilds An- und Verkäufe von Unternehmen. Damit machte er ein beachtliches Vermögen, nach heutigem Wert etwa 40 Milliarden Euro. Dadurch war das Haus Schaumburg-Lippe lange Zeit eine der reichsten deutschen Familien. (Quelle)

Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe (1906-1983) war ein hochrangiger NS-Funktionär und Publizist nationalsozialistischer Schriften. Er trat 1929 der NSDAP bei, also bereits vor der Machtübernahme Hitlers. Er war einer der ersten Hochadligen, die der Partei beitraten. Er war Adjutant und Redenschreiber von Propagandaminister Joseph Goebbels. “Für seine langen Verdienste um die Partei“ erhielt er von Hitler das goldene Ehrenabzeichen der NSDAP verliehen. Nach dem Krieg wurde er als Mitläufer eingestuft und erhielt keine Strafe, wie es bei vielen adligen NSDAP-Mitgliedern der Fall war. In der Nachkriegszeit war er bei rechtsradikalen Parteien aktiv, darunter auch bei der bis heute bestehenden NPD (Quelle). Das damalige Oberhaupt des Hauses Schaumburg-Lippe war Wolrad zu Schaumburg-Lippe (1887-1962), der ebenfalls der NSDAP beitrat.

Alexander zu Schaumburg-Lippe (*1958) ist das aktuelle Oberhaupt des Hauses Schaumburg-Lippe. Er ist Mitglied der deutschen Partei FDP, für die er sich in Zeitungsbeiträgen und Wahlkämpfen engagiert. Als Schirmherr oder in anderer Funktion ist Alexander für mehrere deutsche und deutsch-israelische gemeinnützige Organisationen tätig. Er ist ein Cousin von Beatrix von Storch, der stellvertretenden Vorsitzenden der AFD.

Erwähnenswerte Heiraten des Hauses Schaumburg-Lippe:

Sie heirateten dreimal in die deutsche Adelsfamilie Waldeck und Pyrmont, darunter auch Bathildis zu Schaumburg-Lippe (1873-1962). Ihr Sohn Josias zu Waldeck und Pyrmont (1896-1967) war ein hochrangiges NSDAP-Mitglied. Er trat 1929 der Partei bei. 1931 berichtete eine deutsche Zeitung, dass Josias von Hitler beauftragt wurde, den Geheimdienst der SS aufzubauen. Damit war er bereits vor der Machtübernahme Hitlers am Aufbau des Nazigeheimdienstes beteiligt. Er soll zu den Hauptverantwortlichen der Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Konzentrationslager Buchenwald gehören. 1947 wurde er deswegen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Aus (angeblich) gesundheitlichen Gründen wurde er aber schon 1950 entlassen und entnazifiziert. (Quelle)

Philipp Ernst zu Schaumburg-Lippe (1928-2003) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Tiele-Winckler, die im 19. Jahrhundert durch Bergbau und Industrie zu einer der reichsten Familien Preussens wurde. 1921 verkauften sie ihre Unternehmen an den Industriellen Friedrich Flick, der zu den wichtigsten Förderern und Profiteuren des Naziregimes gehörte.

Sie heirateten zweimal in die preussische Königsfamilie, die mehrere Freimaurer hervorbrachte und zudem wichtige Unterstützer des Naziregimes waren.

Sie heirateten mehrfach in das Haus Glücksburg, das die Königsfamilie von Dänemark und Norwegen stellt und fest mit der Freimaurerei dieser beiden Länder verbunden ist. Das Haus Glücksburg ging aus dem Haus Oldenburg hervor, das ebenfalls in die Familie Schaumburg-Lippe heiratete.

Sie heirateten fünfmal in die Königsfamilie von Württemberg, die mehrere Freimaurer hervorbrachte (Quelle).

Sie heirateten zweimal in die deutsche Adelsfamilie Sachsen-Altenburg, die mehrere Freimaurer hervorbrachte (Quelle). Sie sind ein Nebenzweig der Uradelsdynastie der Wettiner.

Philipp II. zu Schaumburg-Lippe (1723-1787) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Sachsen-Weimar-Eisenach. Sie sind ebenfalls ein Familienzweig der Wettiner und brachten ebenfalls Freimaurer hervor. Philipps Frau war eine Tante der Brüder Carl August (1757-1828) und Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach (1758-1793). Die beiden waren Mitglied des Illuminatenordens (Quelle).

Haus Lippe-Biesterfeld

Der Familienzweig Lippe-Biesterfeld bildete sich im 17. Jahrhundert.

Bernhard zur Lippe-Biesterfeld (1911-2004) heiratete in die niederländische Königsfamilie. Er gilt als der Hauptgründer der Bilderbergtreffen und war deren erster Vorsitzender (Quelle). Er war bei allen Treffen von 1954 bis 1975 anwesend. Seine Tochter Beatrix, die von 1980 bis 2013 Königin der Niederlande war, besuchte das Treffen mehrfach (Quelle). Bernhard war in den Lockheed-Skandal verwickelt. Er gehörte auch zum Johanniterorden, ein deutscher Ritterorden, der bis heute von der preussischen Königsfamilie geführt wird. Bernhard war einer der Hauptgründer des WWF und war dessen erster Präsident. Er und seine Frau finanzierten über den WWF das “Projekt Schloss“, das britische Söldner anwarb, die Wilderer in den Naturreservaten bekämpfen sollten. Die Söldner (Agenten) infiltrierten Organisationen, die vom illegalen Handel mit Elfenbein profitierten. Dieses Projekt war dann aber schnell in das Gegenteil umgeschlagen. Die Truppe von Prinz Bernhard hatte nicht nur den illegalen Handel infiltriert, sie nahm nun auch daran teil. Der irische Reporter Kevin Dowling enthüllte, dass die südafrikanische Armee ebenfalls an dem Handel beteiligt war, was darauf hindeutet, dass es Verbindungen mit dem Kampf für den Fortbestand der Apartheid gab. Dowling behauptete, dass Mitglieder der südafrikanischen Spionageabwehreinheit Koevoet, die unter dem Projekt Schloss trainiert wurden, für das Boipatong-Massaker 1992 verantwortlich seien. Der südafrikanische Präsident Mandela rief 1995 die Kumleben-Kommission ins Leben, die neben anderen Fragen auch die Rolle des WWF in der Zeit der Apartheid in Südafrika ermitteln sollte. Im Untersuchungsbericht wurde angedeutet, dass die Söldner des Projekt Schloss Anschläge auf ANC-Mitglieder (führende Anti-Apartheid Bewegung) geplant hatten. Dazu hatten sie sogar militärische Trainingscamps in den Naturschutzreservaten des WWF eingerichtet. (Quelle)

Bernhard war in 1930er Jahren Mitglied der NSDAP, der SA und der Reiter-SS im Dritten Reich. Sein Cousin Ernst Leopold Prinz zur Lippe (1902-1987) trat bereits 1928 in die NSDAP ein. Dieser war damit der erste Erbprinz eines deutschen Fürstengeschlechts, der Mitglied der NSDAP wurde.

Bernhard war ein Urenkel von Mathilde Bohlen-Halbach (1823-1848). Die Familie Krupp-Bohlen-Halbach war lange Zeit die wichtigste Industriellenfamilie der deutschen Rüstungsindustrie. Einzelne Familienmitglieder unterstützen Hitler und die NSDAP. Sie gehörten zu den grössten Profiteuren der Aufrüstungspolitik der Nazis.

Julius zur Lippe-Biesterfeld (1812-1884) heiratete in die deutsche Uradelsfamilie Castell. Die Castell Familie gründete 1774 die Fürstlich Castell’sche Bank, die somit die drittälteste (noch existente) Bank Deutschlands ist. Die Bank ist bis heute im Besitz der Castell Familie. Das Vermögen aller Familienzweige der Castells zusammengezählt macht vermutlich mehr als eine Milliarde Euro aus.

Haus Lippe-Weissenfeld

Der Familienzweig Lippe-Weissenfeld bildete sich im 18. Jahrhundert.

Elisabeth Ilka Friedrike Anna-Luise zur Lippe-Weissenfeld (*1940) heiratete ebenfalls in die Castell Familie.

Der Wiener Reichshofrat Graf Carl Christian zur Lippe-Weissenfeld (1740-1808) war Mitglied des Illuminatenordens. Die Illuminaten hatten viele Mitglieder, die aus dem deutschen Adel kamen. (Quelle) Darunter waren Mitglieder der alten Hochadelsdynastien der Wettiner, Welfen und Reginare. Mehrere Illuminaten waren persönlich und familiär mit dem dänischen Königshaus und der preussischen Königsfamilie verbunden.

Karl Christian zur Lippe-Weissenfeld (1889-1942) trat 1931 in die NSDAP ein und wurde später SS-Obersturmbannführer.

Teresa Theodora zur Lippe-Weissenfeld (1925-2008) heiratete den Baron Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza de Kászon aus der Industriellenfamilie Thyssen. Sein Onkel Fritz Thyssen war ein bedeutender Förderer von Adolf Hitler, der sich aber nach der Machtübernahme mit den Nazis zerstritt.

Isolde zur Lippe-Weissenfeld (1821-1880) heiratete den Industriellen und Bergbauunternehmer Georg Heinrich Wolf von Arnim, der aus der Uradelsfamilie Armin kam, deren Angehörige heute noch in der deutschen Politik, Wirtschaft und Finanzwesen tätig sind.

Ferdinand Clemens Christian zur Lippe-Weissenfeld (*1976) heiratete eine Prinzessin aus der bayerischen Königsfamilie (Haus Wittelsbach). Das Haus Wittelsbach ist eines der wichtigsten deutschen Hochadelsgeschlechter und stellte in den letzten 1000 Jahren Könige mehrerer Länder. Sie sind traditionell mit dem Vatikan verbunden.

Alfred zur Lippe-Weissenfeld (1848-1910) heiratete eine Gräfin aus der italienischen Uradelsfamilie Pallavicini, die traditionell mit dem Vatikan verbunden ist.

Elisabeth zur Lippe-Weissenfeld (*1957) heiratete einen Prinzen aus dem deutschen Zweig der Hochadelsdynastie Glücksburg.

Haus Lippe-Detmold

Der Familienzweig Lippe-Weissenfeld bildete sich im 17. Jahrhundert und starb zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus.

Fürst Leopold II. (1796-1851) war Freimaurer (Quelle)

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MacMillan Clan

Der schottische Clan MacMillan besteht seit mindestens 800 Jahren. Der Legende nach stammt der Clan vom Prinzen Airbertach ab, der vermutlich ein Urenkel des schottischen Königs Macbeth (lebte im 11. Jahrhundert) war. Auch die schottischen Clans MacKinnon, MacQuarrie und Macphee/Macfie sollen von diesem Prinzen abstammen. (Quelle)

MacMillan in den USA

Die US-amerikanischen Familien MacMillan und Cargill besitzen den Grosskonzern Cargill. Dieser ist einer der fünf grössten Agrarkonzerne, die inzwischen einen grossen Teil des Welthandels mit Agrarprodukten kontrollieren. Die anderen vier sind Archer Daniels Midland, Bunge, Louis Dreyfus Company und COFCO. Cargill ist der grösste der fünf Konzerne. (Quelle)

Cargill gehört zu den weltweit grössten Produzenten und Händlern von Getreide, Weizen, Mais, Fleisch, Zucker, Palmöl, Baumwolle und Sojabohnen sowie weiteren Sojaprodukten. Aus dem Düngergeschäft von Cargill entstand die Mosaic Company, eines der grössten Unternehmen in der weltweiten Düngerindustrie. Cargill ist eines der grössten Familienunternehmen der Welt. Der Konzern ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Das Unternehmen Cargill wurde 1865 von der Cargill Familie gegründet. Die MacMillan Familie heiratete dann in die Cargill Familie und seitdem besitzen sie das Unternehmen gemeinsam. Das Vermögen der Familie MacMillan-Cargill wird auf 56 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Im Jahr 2015 waren 14 Familienmitglieder Milliardäre. (Quelle) Bereits in den 80er-Jahren war sie eine der reichsten Familien des Landes. (Quelle)

Die beiden Familien stammen ursprünglich aus Schottland. Sie werden offiziell nicht mit den schottischen Clans in Verbindung gebracht. Die Familien Cargill und MacMillan hatten, seit ihrer Emigration in die USA bis heute, Verwandte und Ehepartner mit den Familiennamen Hamilton, Sutherland, Kirkpatrick, Duncan und McCrea. Dies sind Namen schottischer Clans. Familienmitglieder haben Mittelnamen wie Hamilton und Duncan. Der Familienname Cargill ging aus dem Drummond Clan hervor. Seit 2013 ist Dave MacLennan Vorsitzender und CEO des Cargill Konzerns. MacLennan ist der Name eines schottischen Clans. Da dies wohl kaum alles Zufälle sein werden, behaupte ich mal, dass die Familien Cargill und MacMillan mit schottischen Clans verbunden sind.

Die Führung des MacMillan Clans unterhält noch immer Kontakt zu Verwandten in Nordamerika und Australien. (Quelle)

Der Fast Food-Konzern McDonalds ist ein wichtiger Kunde von Cargill. (Quelle) Der Gründer von McDonalds stammte aus dem schottischen MacDonald Clan. (Quelle)

Der Milliardär Whitney MacMillan (1929–2020) war Vorsitzender und CEO des Cargill-Konzerns. Er war bei einflussreichen Denkfabriken, Instituten und Gesellschaften vertreten. Unter anderem gehörte er zur Führung der Trilateralen Kommission und des International Peace Institute. (Quelle: 1, 2)

Zum Vorstand des Cargill-Konzerns gehörte der Milliardär S. Curtis Johnson. (Quelle) Seine Familie ist ebenfalls eine der reichsten des Landes. (Quelle)

Die Milliardärin Marion Hamilton MacMillan (1932–2009) heiratete in die Schweizer Bankiersfamilie Pictet. (Quelle: 1, 2) Diese sind ebenfalls Milliardäre.

MacMillan Clan in Grossbritannien

Harold Macmillan (1894–1986) war von 1957 bis 1963 britischer Premierminister. Er stammte aus dem MacMillan Clan. (Quelle: 1, 2, 3) Von 1957 bis 1963 war er Vorsitzender der Konservativen Partei. 1984 erhielt er den Titel eines Grafen, den seine Familie bis heute besitzt. Zudem war er über 25 Jahre lang Kanzler (Chef) der Oxford Universität. Die britische Eliteuniversität besteht seit dem 13. Jahrhundert und ist damit eine der ältesten der Welt. Harolds Sohn Maurice Macmillan (1921–1984) ging ebenfalls in die Politik und wurde zum Vizegrafen geadelt.

Harold Macmillan war ein Enkel von Daniel MacMillan (1813–1857), der zusammen mit seinem Bruder den Buchverlag Macmillan Publishers gegründet hatte. Macmillan Publishers entwickelte sich zu einem internationalen Unternehmen und ist bis heute einer der grössten Buchverlage der Welt. 1995 verkaufte die Macmillan Familie ihren Buchverlag an die deutsche Verlagsgruppe Holtzbrinck, die ihn bis heute besitzt.

Die Frau von Premierminister Harold Macmillan war die Tochter eines Herzogs aus der englischen Adelsfamilie Cavendish. Ihr Grossvater mütterlicherseits war ein Markgraf aus der irischen Adelsfamilie FitzMaurice. Die Grossmutter mütterlicherseits war Lady Maud Hamilton aus dem schottischen Hamilton Clan. Mauds Vater und Bruder waren die beiden ersten Herzöge von Abercorn. (Quelle) Die beiden Herzöge waren Freimaurer und Grossmeister der Freimaurer in Irland. (Quelle)

Alexander Macmillan (*1943), der 2. Graf von Stockton, ist der Enkel von Harold Macmillan. Alexander war fünf Jahre im EU-Parlament. Im Jahr 2020 wurde sein Vermögen auf 120 Millionen Pfund (etwa 150 Millionen US-Dollar) geschätzt (Quelle).

Harold Macmillans Schwiegersohn Julian Amery besetzte mehrere Ministerposten und wurde zum Baron geadelt. Julian Amery und sein Vater waren wichtige Kolonialpolitiker. Der Vater Leopold Amery war Mitglied einer Freimaurerloge in London (Quelle: 1, 2). Julians Bruder John wurde zum Tode verurteilt, weil er während des Zweiten Weltkriegs mit Nazideutschland zusammenarbeitete. Julian Amery war mit dem albanischen Kronprinzen Leka Zogu und dem israelischen Präsidenten Shimon Peres befreundet. Julian Amery war Vorsitzender von Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk, das fest mit den Geheimdiensten verbunden ist.

Die Ehefrau von Vizegraf Maurice Macmillan (1921–1984) kam mütterlicherseits aus der englischen Adelsfamilie Cecil. Ihre Grossmutter väterlicherseits war die Tochter des Clan-Chefs des schottischen Gordon Clans. (Quelle)

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Lamont Familie

Die Lamont Familie ist seit 100 Jahren Teil der US-amerikanischen Elite.

Der Geschäftsmann Thomas Lamont (1870-1948) wurde Partner von JP Morgan & Co., eine der führenden Banken der USA. Sie war der Vorläufer der heutigen JPMorgan Chase, die derzeit die grösste US-amerikanische Bank ist. 1943 wurde Thomas Lamont Vorsitzender der Bank. Er kannte die Morgan Familie, die bis dahin die Bank geführt hatte. Er war Vorstandsmitglied bei weiteren Unternehmen. Er war 1919 US-Delegierter bei der Pariser Friedenskonferenz. Danach war an der Ausarbeitung des Dawes-Plan und des Young-Plan beteiligt.

Thomas Lamont war ein Unterstützer des italienischen Diktators Benito Mussolini und verlieh ihm 1926 über die Bank einen Kredit von 100 Millionen US-Dollar (heutiger Wert circa 1,8 Milliarden Dollar) (Quelle).

Thomas Lamont verkehrte im Jekyll Island Club. Der nicht mehr existierende Club bestand aus Millionären wie Rockefeller, Morgan und Vanderbilt. 1910 fand ein geheimes Treffen im Club statt, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde.

Thomas Lamont war während des Zweiten Weltkriegs Vorsitzender der amerikanischen Abteilung der Pilgrims Society. (Quelle) Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Der britische Monarch ist der Schirmherr der Gesellschaft. Thomas Lamont war Mitglied des Council on Foreign Relations. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt.

Thomas Lamonts Ehefrau Florence Haskell Corliss sass im Vorstand der Planned Parenthood Federation. (Quelle) Diese ist bis heute eine der wichtigsten Organisationen der Lobby für Bevölkerungskontrolle.

Thomas Stilwell Lamont (1899-1967) war Vizevorsitzender des Morgan Guaranty Trust, eine Bank der Morgan Familie. Er war Direktor von Phelps Dodge, einer der führenden Kupferproduzenten der USA. Seit 2007 gehört Phelps Dodge zum US-amerikanischen Bergbaukonzern Freeport-McMoRan, der 2021 der drittgrösste Kupferproduzent der Welt war.

Corliss Lamont (1902-1995) war Mitgründer und Vorsitzender des „National Council of American-Soviet Friendship“. Die Organisation setzte sich für ein freundschaftliches Verhältnis zwischen den USA und der Sowjetunion ein. Sie bestand bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991.

Edward Miner (Ned) Lamont (*1954) wurde 2019 Gouverneur des US-Bundesstaates Connecticut. Der berühmte Milliardär George Soros war ein finanzieller Unterstützer seines Wahlkampfes (Quelle). Edward Miner Lamont ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations (Stand: 24.2.2022) (Quelle). Er war Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: Seite 15). Seine Frau Ann Huntress Lamont ist Mitgründerin und geschäftsführende Gesellschafterin von Oak Partners, eine Private Equity Firma. Oak Partners verwaltet 3,3 Milliarden US-Dollar (Stand: Februar 2022). Die New York Times beschrieb Ann Lamont als eine der erfolgreichsten Frauen im Bereich Venture-Capital.

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Livingston Familie

Die Livingston Familie ist eine der historisch bedeutendsten Familien in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Sie gehörte zu den Gründervätern der USA. Bereits vor der Gründung der USA war die Familie Teil der kolonialen Elite in Nordamerika. Die Familie stammte ursprünglich aus dem schottischen Adel. Viele Familien der US-amerikanischen Elite haben Blut der Livingstons in sich. Zu ihren Nachkommen gehören unter anderem die bekannte Bush Familie, die zwei US-Präsidenten hervorbrachte. Auch die Politikerfamilien Kean und Fish sowie Teile der Familien Roosevelt und Astor zählen zu ihren Nachkommen. (Quelle: 1, 2)

Die Livingstons als Kolonialherren

Robert Livingston der Ältere (1654–1728) wurde in Schottland in den Livingstone Clan geboren. Mehrere Vorfahren gehörten zum schottischen Adel. Robert Livingston zog erst mit seiner Familie in die Niederlande. Später emigrierte er als junger Mann nach Boston in Nordamerika, wo er als Geschäftsmann tätig wurde. Ein Jahr nach seiner Ankunft wurde er Sekretär von Rensselaerswyck, dem Landbesitz der Van Rensselaer Familie in der englischen Kolonie New York. Die Van Rensselaer Familie war eine der mächtigsten Familien der Kolonien an der Ostküste Nordamerikas. Sie waren niederländische Einwanderer, wie viele der führenden Familien im kolonialen New York. Robert Livingston heiratete ein paar Jahre nach seiner Ankunft in New York Alida Schuyler, die Witwe von Nicholas Van Rensselaer. Alida kam aus der Schuyler Familie, ebenfalls eine niederländische Kolonialfamilie, die zur Elite von New York gehörte. (Quelle: 1, 2, 3) Womöglich wurde Robert Livingston in seiner Zeit in den Niederlanden von Kontaktleuten der Van Rensselaer Familie rekrutiert und nach Nordamerika geschickt.

Robert Livingston war ein Nachkomme des schottischen Königs James IV. (Quelle) Der König kam aus dem schottischen Stewart Clan.

Robert Livingston war der erste Lord des „Livingston Manor“, ein 650 Quadratkilometer grosses Stück Land in New York. Das Land wurde ihm 1715 vom britischen König gewährt. (Quelle)

Robert Livingstons Kinder heirateten in einflussreiche Kolonialfamilien:

  • Johannes Livingston (1680–1720) heiratete die Tochter von Fitz-John Winthrop, der Gouverneur der englischen Kolonie Connecticut war. Die Winthrop Familie beteiligte sich an der Gründung der englischen Kolonien Connecticut und Massachusetts, aus denen die heutigen gleichnamigen US-Bundesstaaten hervorgingen. Die Nachkommen der Winthrop Familie gehören bis heute zur Elite der USA.
  • Margaret Livingston (1681–1758) heiratete Samuel Vetch. Der Schotte war Kolonialgouverneur der kanadischen Provinz Nova Scotia. Er hatte zuvor in den Niederlanden gelebt.
  • Hubertus Gilbert Livingston (1690–1746) heiratete in die niederländische Kolonialfamilie Beekman, die zu den führenden Familien der Kolonie New York gehörte.
  • Philip Livingstons (1686–1749) Schwiegervater Pieter Van Brugh war der Sohn eines niederländischen Einwanderers und war Bürgermeister von Albany (ist heute die Hauptstadt des Bundesstaates New York).

(Quelle: 1, 2)

Robert war der Onkel von Robert Livingston dem Jüngeren (1663–1725). Dieser war als Kaufmann im kolonialen New York tätig und war Bürgermeister von Albany. Er heirate wie sein Onkel in die niederländische Kolonialfamilie Schuyler. Sein Schwiegervater Pieter Schuyler war der erste Bürgermeister von Albany gewesen. Roberts Kinder heirateten in die niederländischen Kolonialfamilien Van Rensselaer und Beekman. (Quelle: 1, 2) Die beiden Familien stellten ebenfalls je einen Bürgermeister von Albany.

Die Livingstons waren über Heiraten auch mit den niederländischen Kolonialfamilien Roosevelt, Stuyvesant und Van Cortlandt verbunden sowie mit den Kolonialfamilien Bayard und Peyster, die von französischen Hugenotten abstammen. (Quelle)

Die Livingstons als Gründerväter

Philip Livingston (1686–1749) war der Sohn von Robert Livingston dem Älteren. Philip war ein führender Sklavenhändler in New York. Einer seiner Söhne heiratete in die Van Rensselaer Familie. Zwei weitere Söhne und ein Grossneffe gehörten zu den Gründervätern der USA:

  • Der Sohn William Livingston (1723–1790) war einer der Unterzeichner der Verfassung der Vereinigten Staaten. Nach der Gründung der USA wurde er der erste Gouverneur des US-Bundesstaates New Jersey. Seine Tochter Sarah heiratete John Jay, einen der wichtigsten Gründerväter. (Quelle) John Jay war vermutlich Freimaurer. (Quelle)
  • Der Sohn Philip Livingston (1716–1778) war einer der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung. Seine Tochter Catherine heiratete in die Van Rensselaer Familie. (Quelle)
  • Der Grossneffe Robert Livingston (1746–1813) gehörte zu den fünf Personen, welche die Unabhängigkeitserklärung verfassten. Er wurde der erste Aussenminister der USA und der erste oberste Richter des Bundesstaates New York. Später diente er als US-Botschafter in Frankreich. (Quelle) Er trat den Freimaurern bei. Von 1784 bis 1800 war er Grossmeister der Grossloge von New York. (Quelle) Damit leitete er eine der wichtigsten Freimaurerlogen der USA. Er war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati, die 1783 von den Gründervätern gegründet wurde und bis heute besteht. Mehr als zehn US-Präsidenten waren Mitglied dieser Gesellschaft und auch die Familien Van Rensselaer und Schuyler waren darin vertreten. (Quelle)

Maturin Livingston (1769–1847) heiratete die Tochter des New Yorker Gouverneurs Morgan Lewis, der wiederum Gertrude Livingston (1757–1833) geheiratet hatte. Morgans Vater Francis Lewis gehörte zu den Gründervätern. Morgan Lewis war Freimaurer. Von 1830 bis 1843 war er Grossmeister der Grossloge von New York. Von 1839 bis 1844 war er Generalpräsident der Society of the Cincinnati und leitete damit die Gesellschaft. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Maturins Tochter Angelica Livingston (1820–1896) heiratete einen Enkel von Alexander Hamilton. (Quelle) Alexander war einer der wichtigsten Gründerväter. Er wurde der zweite Generalpräsident der Society of the Cincinnati. Der erste Generalpräsident war der Gründervater George Washington. (Quelle) George Washington, ein Freimaurer, war der erste Präsident der USA. Übrigens stammte Alexander Hamilton aus dem schottischen Hamilton Clan, also aus dem schottischen Adel. Wie gesagt stammt auch die Livingston Familie von schottischen Clans ab.

Edward Livingston (1764–1836) diente als Bürgermeister von New York und als Aussenminister der USA. Er beteiligte sich an der Gründung einer Freimaurerloge und wurde ihr erster Meister. Er war stellvertretender Grossmeister der Grossloge von New York. Zudem besetzte er auch hohe Posten bei den Royal Arch-Freimaurern. Er wurde in die Holland Lodge No. 8 aufgenommen, eine elitäre Freimaurerloge in New York. Mindestens elf Mitglieder der Livingston Familie traten dieser Loge bei. (Quelle: 1, 2) Die Loge besteht bis heute. Sie hatte noch weitere einflussreiche Mitglieder, darunter US-Präsident Franklin D. Roosevelt sowie die Geschäftsleute John Jacob Astor und Edward Henry Harriman (zwei der reichsten Amerikaner des 19. Jahrhunderts). (Quelle)

Maria Livingston (1738–1821) heiratete James Duane, der nach der Gründung der USA zum ersten Bürgermeister von New York wurde. Ihre Tochter Mary heiratete den Senator William North. (Quelle: 1, 2) William North gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Society of the Cincinnati und hatte ein gutes Verhältnis zum preussischen Baron Friedrich Wilhelm von Steuben. (Quelle) Der Baron hatte erst als Offizier im Dienste der preussischen Armee gestanden. Später emigrierte er in die USA und übernahm dort eine führende Rolle in der Kontinentalarmee, die den Unabhängigkeitskrieg gegen Grossbritannien führte. Baron Steuben war einer der Hauptgründer der Society of the Cincinnati. Zudem war er Freimaurer. (Quelle) Er war Ehrenmitglied der oben erwähnten Holland Lodge. Auch der erste US-Präsident George Washington wurde zum Ehrenmitglied dieser Loge ernannt. (Quelle: 1, 2, 3)

Henry Walter Livingston (1768–1810) vertrat New York im US-Repräsentantenhaus. Er heiratete eine Enkelin des Kaufmanns und Juristen William Allen. (Quelle) William Allen war einer der reichsten Männer Philadelphias. Er war Freimaurer und wurde der zweite Grossmeister der 1731 gegründeten Freimaurergrossloge von Pennsylvania. (Quelle: 1, 2)

Die drei Livingstons, die zu den Gründervätern gehörten, waren schon vor der Gründung der USA dem Kontinentalkongress beigetreten. (Quelle) Dieser bestand aus der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollte, worauf der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses, darunter die Livingstons, gründeten daraufhin die USA.

Susannah Livingston (1748–1840) heiratete John Cleves Symmes, ein Delegierter des Kontinentalkongresses. Symmes hatte eine Tochter aus erster Ehe, die den späteren US-Präsidenten William Henry Harrison heiratete. (Quelle: 1, 2) Symmes war Freimaurer. (Quelle: 1, 2)

Die Gründerväter Philip Livingston und Robert Livingston waren Präsidenten der Saint Andrew’s Society of the State of New York. Philip war der erste Präsident der Gesellschaft. (Quelle) Sie wurde 1756 von schottischen Einwanderern gegründet und besteht bis heute. Damit ist sie die älteste Wohltätigkeitsorganisation von New York. Die Gesellschaft unterstützt die schottischstämmige Community in New York. Viele Präsidenten der Gesellschaft stammten aus schottischen Clans. Saint Andrew’s Societies gibt es in einigen ehemaligen britischen Kolonien (USA, Kanada, Australien und weitere). Sie dienen auch dazu, Kontakte zwischen den schottischen Einwandererfamilien zu fördern. Die Livingstons, die zu den Gründervätern gehörten, waren demnach mit schottischen Clans verbunden. Der Generalmajor William Alexander, der in die Livingston Familie heiratete, war in den 1760er-Jahren Präsident der Saint Andrew’s Society von New York. Er stammte von schottischen Adligen ab.

Alida Livingston (1761–1822) heiratete John Armstrong, ein Delegierter des Kontinentalkongresses, der nach der Gründung der USA einer der frühen Kriegsminister und US-Botschafter für Frankreich wurde. Ihre Tochter heiratete in die Astor Familie, die damals eine der reichsten Familien der USA war. (Quelle) John Armstrong war Freimaurer. (Quelle) Laut Angaben der Webseite wikitree.com stammte er aus dem schottischen Armstrong Clan.

Janet Livingston (1743–1828) heiratete Richard Montgomery, einen General des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Ursprünglich hatte er in der britischen Armee gedient. (Quelle) Er war Freimaurer. Die Kontinentalarmee hatte 81 Generaloffiziere, wovon 33 Freimaurer waren, also mehr als ein Drittel. (Quelle) Laut wikitree.com stammte Richard Montgomery aus dem schottischen Montgomery Clan.

Peter Schuyler Livingston (1772–1809) heiratete nach der Gründung der USA eine Tochter von Thomas Henry Barclay, der sich im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf die Seite von Grossbritannien gestellt hatte. Nach dem Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges war Thomas Henry Barclay nach Kanada gezogen, wo er später zur Regierung der britischen Kolonie Nova Scotia gehörte. (Quelle) Womöglich stammte er aus dem schottischen Barclay Clan.

Der Gründervater Robert Livingston (1746–1813) heiratete Mary Stevens. Deren Bruder John Stevens leistete Pionierarbeit bei der Entwicklung von dampfbetriebenen Schiffen und Lokomotiven in Amerika. Seine Petition an den US-Kongress führte zur Einführung des Patentrechts. (Quelle) Sein Onkel William Alexander, der weiter oben bereits erwähnt wurde, heiratete in die Livingston Familie und stammte von schottischen Adligen ab.

Harriet Livingston (1783–1826) heiratete den Erfinder Robert Fulton. Dieser entwickelte das erste kommerziell erfolgreiche Dampfschiff. Er entwarf auch die Nautilus, das erste erfolgreiche Kampf-U-Boot, das im Jahr 1800 von den Franzosen gebaut wurde. (Quelle)

Die Livingstons im 19. Jahrhundert

Edward Philip Livingston (1779–1843) war Vizegouverneur von New York.

Van Brugh Livingston (1792–1868) war Chefdiplomat der USA in Ecuador.

Der Marineminister Smith Thompson (1768–1843) heiratete gleich zweimal in die Livingston Familie. Sein Sohn Gilbert Livingston Thompson (1796–1874) heiratete eine Tochter von Daniel Tompkins. (Quelle: 1, 2) Daniel Tompkins, ein Freimaurer, war Gouverneur von New York und Vizepräsident der USA. Im Jahr 1820 wurde er Grossmeister der Grossloge von New York. Zudem beteiligte er sich 1813 an der Gründung des Obersten Freimaurerrates der USA (Supreme Council) und war bis 1825 der erste Grosskommandant (Vorsitzender) des Freimaurerrates. (Quelle: 1, 2, 3) Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen, den höchsten Grad, können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen gibt es in vielen Ländern einen Obersten Rat, der die Freimaurerei im jeweiligen Land anführt. Die USA haben zwei Oberste Räte. Daniel Tompkins führte den Obersten Rat der Northern Jurisdiction. Dieser leitet die Freimaurerei in den US-Bundesstaaten Ohio, Michigan, Indiana, Illinois, Wisconsin, Pennsylvania und allen Staaten östlich davon, darunter auch in New York. Die Freimaurerei in den restlichen Bundesstaaten untersteht dem Obersten Rat der Southern Jurisdiction.

Gilbert Livingston Thompson war über seine Tochter Arietta (1823–1886) der Grossvater von Guy Vernor Henry. (Quelle: 1, 2) Im Jahr 1898 eroberten die USA die Insel Puerto Rico, die bis heute zu den USA gehört. Guy Vernor Henry wurde im selben Jahr zum Gouverneur von Puerto Rico ernannt.

Der hohe Richter Henry Brockholst Livingston (1757–1823) gehörte zum ersten Vorstand der Manhattan Company, eine New Yorker Bank. Sie fusionierte 1955 mit der Bank der Rockefeller Familie. Die Manhattan Company ist einer der wichtigen Vorläufer der Bank JPMorgan Chase, die heute die grösste amerikanische Bank ist. (Quelle)

Serena Eliza Livingston (1795–1884) heiratete den Soldaten George Croghan, einen Neffen des Entdeckers William Clark. (Quelle: 1, 2) William Clark beteiligte sich am Aufbau des Bundesstaates Missouri. Er war Freimaurer. (Quelle: 1, 2)

Adele Caroline Livingston (starb 1841) heiratete Joseph Sampson, ein Nachkomme der Pilgerväter der USA. Der Geschäftsmann gehörte 1823 zu den Gründungsaktionären der Chemical Bank. Diese entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer der grössten Banken der Welt und ist ein Vorläufer der heutigen Grossbank JPMorgan Chase. Adeles gleichnamige Tochter heiratete den Herzog Maurice Talleyrand-Périgord. (Quelle) Die Familie Talleyrand-Périgord gehörte bis zu ihrem Aussterben zu den führenden Familien des französischen Adels und brachte Freimaurer hervor. Ein frühes Familienmitglied war Armand de Périgord (circa 1178–1247), der Grossmeister des Templerordens war. Herzog Maurice Talleyrand-Périgord hatte auch in erster Ehe in die Elite der USA geheiratet und die Tochter aus dieser Ehe heiratete in die päpstliche Adelsfamilie Ruspoli (Quelle).

Laut Wikipedia heiratete Jasper Hall Livingston (1815–1900) die Tochter eines britischen Baronets.

Die Livingston Familie gehörte zu den „Four Hundred“, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Die Gesellschaft wurde von der Astor Familie geleitet, die oft der Gastgeber war. Zu den 400 zählten auch die Familien Bayard, Van Rensselaer, Winthrop, Schuyler und Peyster. (Quelle) Diese Familien hatten bereits vor der Gründung der USA zur Elite der Kolonien gehört.

Die Livingstons im 20. Jahrhundert

John Henry Livingston (1848–1927) war Präsident der New Yorker Niederlassung des Order of Colonial Lords of Manors in America. Der Orden wurde 1911 gegründet und besteht bis heute. Nur Nachfahren von bedeutenden Kolonialfamilien können beitreten. (Quelle)

Der Börsenmakler Robert Livingston Beeckman (1866–1935) war Gouverneur von Rhode Island und Mitglied der Freimaurer. (Quelle: 1, 2) Seine Schwester Katherine (1855–1941) heiratete in die Lorillard Familie, die zu den reichsten Amerikanern des 19. Jahrhunderts gehörte. (Quelle) Roberts Frau war die Schwester des Geschäftsmanns Edward Russell Thomas, der in die Lee Familie heiratete. (Quelle) Die Lee Familie gehörte zu den Gründervätern und war bereits vor der Gründung der USA eine der einflussreichsten Familien des Landes. Mitglieder der Familie traten den Freimaurern bei.

Der Ehemann von Elizabeth Livingston (1855–1943) kam väterlicherseits aus der britischen Herzogsfamilie Cavendish-Bentinck und mütterlicherseits aus dem schottischen Leslie Clan. Elizabeths Tochter Ruth (1883–1978) heiratete einen Neffen von JP Morgan. (Quelle: 1, 2, 3) JP Morgan galt als der mächtigste Bankier der USA.

Herbert Livingston Satterlee (1863–1947) kam durch seine Grossmutter väterlicherseits aus der Livingston Familie und heiratete eine Tochter von JP Morgan. Herbert war stellvertretender Marineminister der USA. Er war Präsident des Union League Club, ein elitärer Club in New York, der bis heute besteht. (Quelle)

Ogden Livingston Mills (1884–1937) kam mütterlicherseits aus der Livingston Familie. Er war Finanzminister der USA. Er sass in Vorständen von mehreren Unternehmen, darunter im Vorstand der Lackawanna Steel Company. (Quelle) Diese war damals einer der grössten Stahlkonzerne der Welt. Ogdens Schwester Jane heiratete einen britischen Grafen aus dem schottischen Forbes Clan*. Die Schwester Gladys heiratete in die Phipps Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA gezählt wird. (Quelle) Ogdens Frau Margaret kam aus der Rutherfurd Familie, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts zur New Yorker Elite gehörte und aus dem schottischen Rutherford Clan stammte. Margarets Mutter kam aus der Harriman Familie und heiratete in die Vanderbilt Familie. Harriman und Vanderbilt waren damals zwei der reichsten Industriellenfamilien in den USA. Margarets Stiefschwester heiratete einen Herzog aus der britischen Adelsfamilie Spencer-Churchill*. Margarets zweiter Ehemann war ein Offizier des britischen Geheimdienstes MI6. Ihr dritter Ehemann kam aus der Hochadelsfamilie Murat-Bonaparte*. (Quelle) Das bekannteste Mitglied der Adelsfamilie ist der französische Kaiser Napoleon Bonaparte.

* Diese Familien brachten hohe Freimaurer hervor.

Der Geschäftsmann Robert Livingston Gerry (1877–1957) kam mütterlicherseits aus der Livingston Familie. Sein Urgrossvater Elbridge Gerry (Freimaurer) gehörte zu den Gründervätern der USA. Robert heiratete in die Harriman Familie. (Quelle) Diese kontrollierte ab den 1930er-Jahren die „Brown Brothers Harriman & Co.“, die mit dem Gründungsjahr 1818 eine der ältesten Banken der USA ist. Roberts Sohn Elbridge Gerry (1908–1999) wurde General Partner der Bank. Während des Zweiten Weltkrieges war Elbridge Gerry als Geheimdienstoffizier im Stab von General Dwight Eisenhower. Eisenhower wurde später Präsident der USA. Elbridge Gerry leitete von 1969 bis 1986 den Vorstand der Eisenbahngesellschaft Union Pacific Railroad. Sein Schwiegersohn war CFO des französischen Finanzunternehmens Natixis. (Quelle: 1, 2) Natixis verwaltet heute mehr als eine Billion US-Dollar. Robert Livingston Gerry hatte noch drei weitere Söhne. Der Sohn Henry Gerry (1914–2000) heiratete in die einflussreiche Whitney Familie. Der Sohn Edward Harriman Gerry (1914–2003) heiratete die Tochter von William Stamps Farish, der Präsident von Standard Oil war. (Quelle) Standard Oil war dazumal der grösste Erdölkonzern der Welt und wurde von der berühmten Rockefeller Familie gegründet und kontrolliert. William Stamps Farish III., ein Enkel von William, war von 2001 bis 2004 US-Botschafter in Grossbritannien und kannte die britische Queen Elizabeth II. Er ist mit US-Präsident George W. Bush befreundet und sein Schwiegervater war ein Erbe der Du Pont Familie. (Quelle: 1, 2)

Die beiden US-Präsidenten aus der Bush Familie sind Nachkommen der Livingstons (und waren Mitglied bei Skull and Bones). Samuel Prescott Bush (1863–1948) war der Stammvater der Politikerfamilie Bush. Er heiratete Flora Sheldon, deren Grossvater aus der Livingston Familie kam. Eleanor Roosevelt, die Ehefrau von US-Präsident Franklin D. Roosevelt (Freimaurer), stammte auch aus der Livingston Familie. (Quelle: 1, 2, 3

Auch in den letzten Jahren arbeiteten Mitglieder der Livingston Familie für die oben erwähnte Bank „Brown Brothers Harriman & Co“ (BBH), darunter eine Susan Livingston. (Quelle) Es handelt sich vermutlich um Susan C. Livingston, die auf der Webseite der BBH als Partnerin aufgeführt ist. Sie gehörte zur Führung von BBH-Firmen in verschiedenen Ländern und fungiert für die BBH als globale Botschafterin und Kundenverbindung. (Quelle) Übrigens wurde im Jahr 2022 bei der BBH ein Vermögen im Wert von 5,4 Billionen US-Dollar verwahrt. (Quelle) Susan Livingston arbeitete auch für das US-Handelsministerium. (Quelle) Sie ist im Vorstand der Menschenrechtsorganisation „RFK Human Rights“ (Stand: 2023). Über den Vorstand kennt sie Mitglieder der berühmten Kennedy Familie (Familie von US-Präsident John F. Kennedy).

Der Lobbyist und ehemalige Politiker Bob Livingston (*1943) kommt aus der Livingston Familie. Er war in den 80er- und 90er-Jahren im US-Repräsentantenhaus, ein paar Jahre davon als Vorsitzender des Haushaltsausschusses. Nachdem er die Politik verlassen hatte, gründete er eine eigene Lobbyfirma. (Quelle: 1, 2, 3) Er gab Anfang 2016 bekannt, dass er Donald Trump unterstützen möchte, also noch bevor dieser Präsident wurde. (Quelle) 2019 war Bob Livingston Teil der Ukraine-Affäre und beteiligte sich aktiv am erfolgreichen Versuch, die US-Botschafterin Marie Yovanovitch loszuwerden, was im Interesse von Donald Trump stand. Bob Livingstons Lobbyfirma hatte Kontakt zu ukrainischen Unternehmen. Er lernte die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko kennen. Zu den Kunden seiner Lobbyfirma gehörten die Softwarekonzerne Oracle und Adobe sowie die US-Handelskammer. Bob Livingston betrieb auch Lobbyarbeit für die Regierungen des Irak und der Demokratischen Republik Kongo. (Quelle: 1, 2) Weitere Kunden waren die Regierungen von Aserbaidschan, Türkei und der Kaimaninseln. Im Auftrag der Türkei trug Bob Livingston dazu bei, dass in den Jahren 2000 und 2004 zwei Resolutionen des Kongresses gestoppt wurden, die darauf abzielten, den Völkermord an den Armeniern zu verurteilen. (Quelle) Bob Livingston kennt den Milliardär Steve Case. (Foto)

Cornelia Livingstons (1903–1975) Schwiegervater Seymour Cromwell war Präsident der New York Stock Exchange (New Yorker Börse). Seymours gleichnamiger Sohn heiratete in die Clews Familie, die zur Elite der USA gehört. (Quelle) Im Jahr 1935 heiratete Louise Clews den späteren Clan-Chef des schottischen Campbell Clans (der Clan brachte hohe Freimaurer hervor). Robert Timpson, der dritte Ehemann von Louise Clews, war ein Nachkomme der Livingston Familie und arbeitete als Investmentbanker. (Quelle)

Goodhue Livingston Jr. (1897–1994) heiratete eine Tochter von Albert Abraham Michelson, der den Nobelpreis für Physik erhielt. (Quelle: 1, 2) Michelson kam aus einer jüdischen Einwandererfamilie. Er war Freimaurer. (Quelle: 1, 2) Goodhue Livingston sass im Vorstand der Planned Parenthood Federation. (Quelle: 1, 2) Diese ist bis heute eine der wichtigsten Organisationen der Lobby für Bevölkerungskontrolle. Nachdem sein gleichnamiger Sohn 2011 verstorben war, bat die Familie anstelle von Blumen um Spenden in Livingstons Namen an Planned Parenthood. (Quelle)

Susan Livingston (1759–1853) heiratete den Kaufmann und Politiker John Kean. Dieser war der Stammvater der Politikerfamilie Kean, die somit ebenfalls Blut der Livingstons in sich hat. (Quelle) Das bekannteste heutige Familienmitglied ist Thomas Kean (*1935), der Gouverneur von New Jersey und Vorsitzender der 9/11-Kommission war.

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Haus Bernadotte

Das Hochadelsgeschlecht Bernadotte ist seit dem Jahr 1818 die Königsfamilie von Schweden und führt seither die schwedische Freimaurerei. Das Haus Bernadotte war von 1818 bis 1905 auch gleichzeitig die Königsfamilie von Norwegen. In dieser Zeit führten sie auch die norwegische Freimaurerei.

Die schwedische Freimaurerei

Der schwedische Graf Axel Ericson Wrede-Sparre (1708-1772) gilt als der erste schwedische Freimaurer. Er wurde 1731 in Paris bei den Freimaurern aufgenommen. 1735 gründete er die erste bekannte Freimaurerloge Schwedens. Der erste Grossmeister der schwedischen Freimaurer war Carl Fredrik Scheffer (1715-1786). Der schwedische Graf wurde 1737 ebenfalls in Paris bei den Freimaurern aufgenommen. 1753 wurde er zum Landes-Grossmeister Schwedens gewählt. Scheffer gründete daraufhin mehrere Logen in Schweden und eine in Finnland. Er gehörte zum schwedischen Reichsrat, der die schwedische Königsfamilie beriet. (Quelle)

1752 gründeten die schwedischen Freimaurer die Loge „St. Jean auxiliaire“. Sie gilt als die schwedische Mutterloge. Die führenden Freimaurer Wrede-Sparre und Scheffer traten der Loge bei. Die Loge wurde mit der Erlaubnis des französischen Grafen Louis de Bourbon gegründet, der zu dieser Zeit Grossmeister der französischen Freimaurer war. (Quelle) Er kam aus dem Haus Bourbon, das eines der wichtigsten Hochadelsgeschlechter ist.

1771 wurde Gustav III. (1746-1792) zum schwedischen König gekrönt und er trat zusammen mit seinen beiden Brüdern der Freimaurerei bei (Quelle). Sie kamen aus dem Haus Schleswig-Holstein-Gottorf, eine Nebenlinie des Uradelsgeschlechts Oldenburg. Diese Nebenlinie besetzte von 1751 bis 1818 den schwedischen Thron. Einer der Brüder war der spätere König Karl XIII. (1748-1818). Er wurde 1774 Grossmeister der schwedischen Freimaurer. Von 1774 bis 1997 kamen alle Grossmeister aus dem schwedischen Königshaus (Quelle). König Karl XIII. veranlasste, dass die schwedische Freimaurerei unter dem Schutz des Königshauses stand. Der königliche Schutz besteht bis heute. Die Freimaurer sind dafür dem Königshaus gegenüber zu Transparenz verpflichtet. (Quelle)

Der Freimaurer König Karl XIII. (1748-1818) war der letzte König aus dem Haus Schleswig-Holstein-Gottorf/Oldenburg. Nach seinem Tod wurde der Franzose Jean-Baptiste Bernadotte König. Er war der Begründer des Hauses Bernadotte, das bis heute den schwedischen Thron besetzt.

Das Haus Bernadotte und die Freimaurerei

Der Franzose Jean-Baptiste Bernadotte (1763-1844) war einer der Marschälle (Heerführer) des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte. Napoleon war eventuell Freimaurer, wie sein Vater. In einem freimaurerischen Bericht von damals wird behauptet, dass Napoleon „auf seinem ägyptischen Feldzug das maurerische Licht gesucht und empfangen habe, in Ägypten, dem Lande, auf das die Uranfänge der Freimaurerei zurückgehen“. (Quelle) Ob Napoleon nun Freimaurer war oder nicht, er hatte sicher Kontakt zur französischen Freimaurerführung und mehrere seiner Verwandten waren führende Freimaurer (Quelle). Der Marshall Jean-Baptiste Bernadotte wurde ebenfalls bei den französischen Freimaurern aufgenommen. Mindestens 16 der 26 Marschälle Napoleons waren Freimaurer und führten in ganz Europa Schlachten (Quelle). Jean-Baptiste Bernadotte wurde von Napoleon zum Fürsten geadelt. Im Jahr 1809 zerstritten sich die beiden.

1810 wurde Jean-Baptiste vom kinderlosen schwedischen König Karl XIII. (1748-1818) adoptiert, der wie gesagt Grossmeister der schwedischen Freimaurer war. Jean-Baptiste war zu dem Zeitpunkt natürlich kein Kind mehr, sondern 47 Jahre alt. Man kann davon ausgehen, dass König Karl ihn adoptiert hatte, damit Jean-Baptiste nach Karls Tod Anspruch auf den schwedischen Thron erheben konnte. Demnach vertraute König Karl dem Franzosen vollkommen und wollte, dass er sein Nachfolger wird, obwohl Jean-Baptiste noch ein Jahr zuvor für den Feind gearbeitet hatte. Jean-Baptiste wurde als Kronprinz Landes-Grossmeister der schwedischen Freimaurer (Quelle).

1813 stellte sich Jean-Baptiste mit den schwedischen Truppen gegen Napoleon und wurde Oberbefehlshaber der Nordarmee. Die Nordarmee war ein Bündnis von Schweden, Preussen, Russland und Grossbritannien, die Krieg gegen Napoleon führten. Jean-Baptiste war derjenige, der dem russischen Zaren zur Rückzugstaktik riet, die den französischen Russlandfeldzug zur Katastrophe werden liess.

Es ist nicht bekannt, ob Jean-Baptiste, seit er sich von Napoleon abgewandt hatte, noch Kontakt zu den französischen Freimaurern hatte. 1815 wurde Napoleon entmachtet. Obwohl die französischen Freimaurer Napoleon nahe standen oder ihn womöglich gar an die Macht gebracht hatten, unternahmen die Siegermächte anscheinend nichts, um deren Einfluss einzuschränken. Nach Napoleon bestieg Ludwig XVIII. aus dem Haus Bourbon den Thron Frankreichs. Er war Freimaurer wie mehrere Hochadlige aus dem Haus Bourbon (Quelle). Mehrere der ehemaligen Marschälle Napoleons wurden von den Bourbonen nicht entmachtet, sondern durften viele Schlüsselpositionen im neuen Frankreich einnehmen und waren weiterhin als führende Freimaurer in Frankreich aktiv. Der Marschall Jacques MacDonald wurde sogar Grossmeister der französischen Freimaurer (Quelle). Auch die Verwandten von Napoleon, von denen einige auch führende Freimaurer waren, wurden nicht vom Hochadel ausgegrenzt und heirateten seither in mehrere Königs- und Adelsfamilien.

1818 starb der schwedische König Karl XIII. und Jean-Baptiste Bernadotte bestieg als König Karl XIV. Johann den schwedischen Thron. Seine Familie besetzt seither den schwedischen Thron und er war somit der Stammvater des Hauses Bernadotte. Nachdem Jean-Baptiste König wurde, war er bis zu seinem Tod 1844 Grossmeister der schwedischen Freimaurer (Quelle). Sein Sohn war der nachfolgende König Oskar I. (1799-1859). Oskar wurde ebenfalls Grossmeister der schwedischen Freimaurer (Quelle). Er heiratete die Tochter von Eugène de Beauharnais, der ein Stiefsohn Napoleons war. Eugène war Freimaurer. Er war Mitgründer und erster Grossmeister des Grande Oriente d’Italia, der bis heute die führende Grossloge der italienischen Freimaurer ist (Quelle: 1 und 2). Eugène war Mitgründer und erster Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Freimaurergrad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat (Supreme Council), der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt.

Da Schweden und Norwegen seit 1818 eine Union bildeten, war das Haus Bernadotte bis 1905 auch die Königsfamilie von Norwegen. In dieser Zeit führten sie auch die norwegische Freimaurerei (Quelle).

Die Führer der schwedischen Freimaurer führen bis heute die finnische Freimaurerei. Die Freimaurerei wurde in den 1750er Jahren aus Schweden nach Finnland gebracht.

Der Orden Karls XIII.

Der Orden Karls XIII. ist ein schwedischer Ritterorden, der 1811 von König Karl XIII. gegründet wurde. Zurzeit ist der aktuelle schwedische König Carl XVI. Gustaf (*1946) der Ordensmeister. Es können nur Freimaurer aufgenommen werden, die den 11. Grad erreicht haben, den höchsten Grad der schwedischen Freimaurerei. Die schwedische Freimaurerei unterscheidet sich von der herkömmlichen Freimaurerei dadurch, dass sie anstatt 33 Grade nur 11 Grade hat. Alle schwedische Prinzen sind von Geburt an Mitglied des Orden Karls XIII . Ausländische Prinzen können als Ehrenmitglieder zugelassen werden, wenn sie auch hochrangige Freimaurer sind. Der aktuelle Grossmeister der englischen Freimaurer Prinz Edward, Duke of Kent (nicht zu verwechseln mit dem jüngeren Prinz Edward) ist ebenfalls Mitglied des Ordens.

Im Orden Karls XIII. sind zudem Priester und Bischöfe der Schwedischen Kirche vertreten. Die schwedische Freimaurerei ist traditionell mit der Schwedischen Kirche verbunden. Die Schwedische Kirche ist das führende Gotteshaus in Schweden. Sie gehört zur Porvoo-Gemeinschaft, eine 1992 gegründete Vereinigung von 13 europäischen Kirchen. Diese 13 Kirchen waren in den letzten 200 Jahren, manche auch schon länger, miteinander verbündet. Es sind 12 nicht katholische Kirchen und eine anglikanisch-katholische Kirche. Sie werden traditionell von den protestantischen Königshäusern geführt. Sie stellen somit den Gegenpol zur römisch-katholischen Kirche, die von den katholischen Königshäusern und dem päpstlichen Adel geführt wird. Viele der Führer der 13 Kirchen hatten in den letzten 300 Jahren Kontakte zu Freimaurern oder waren selbst welche. Das ist vermutlich einer der Hauptgründe, warum der Vatikan von Anfang an die Freimaurer fürchtete und bekämpfte, da diese mehrere konkurrierende Gotteshäuser steuerten. Im schwedischen Volk beträgt der Anteil der römisch-katholischen lediglich 1,7 Prozent. Der Orden Karls XIII. nimmt zudem nur Protestanten auf.

Das Königshaus in den letzten 100 Jahren

Åke Bonnier, ein Bischof der schwedischen Kirche, gehört zu den Höflingen der Königsfamilie. Er war bei der Taufe von Prinzessin Estelle dabei (Quelle). Er war bei der Heirat der Kronprinzessin Victoria dabei und plante die Hochzeit mit (Quelle). Er kommt aus der Bonnier Familie. Die Bonniers sind die mächtigsten Medienunternehmer Schwedens und besitzen mehrere der wichtigsten Zeitungen des Landes.

Mitglieder der schwedischen Königsfamilie trafen in den letzten 50 Jahren fast alle oder sogar alle noch amtierenden Königsfamilien dieser Welt (man findet viele Fotos auf Google). Sie trafen auch viele Staatschefs.

Die Königsfamilie kennt die Bankiersfamilie Wallenberg, die mächtigste Familie der schwedischen Wirtschaftselite. (Quelle: 123) Prinz Carl (1890-1977) heiratete die schwedische Baronin Marianne De Geer. Nach ihrer Scheidung heiratete sie in die Wallenberg Familie. (Quelle) Ann-Christine Wallenberg (starb 2019) war eine enge Freundin der Königsfamilie. (Quelle: 1 und 2) Die Kronprinzessin Victoria nahm 2019 gemeinsam mit Jacob Wallenberg an einem Treffen der Trilateralen Kommission teil. (Quelle) Die Trilaterale Kommission ist eine einflussreiche Denkfabrik und dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Westeuropa und Japan. Sie wurde 1973 von David Rockefeller gegründet, der bis 2016 Ehrenvorsitzender des Elitennetzwerkes war.

König Gustaf VI. (1882-1973) war Mitglied der Society of the Cincinnati. Die Elitegesellschaft besteht seit 1783 und wurde von führenden Köpfen der Amerikanischen Revolution gegründet. In der Gesellschaft waren mehrere Freimaurer vertreten. Mehr als 15 US-Präsidenten wurden in die Gesellschaft aufgenommen sowie auch Mitglieder der Familien VanderbiltDu Pont, Rockefeller, Livingston und Van Rensselaer.

König Gustaf VI. besuchte den Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien. Im Bohemian Club sind hochrangige Mitglieder der US-Elite vertreten, darunter Rockefeller, Morgan, Bechtel, Bass und viele weitere (Quelle).

König Gustaf VI. war Grossmeister der schwedischen Freimaurer (Quelle). Er heiratete Prinzessin Margaret aus dem britischen Königshaus. Ihr Vater war Prinz Arthur, der Herzog von Connaught. Prinz Arthur war von 1901 bis 1939 Grossmeister der englischen Freimaurer (Quelle). Er war von 1878 bis 1942 Grossmeister der irischen Tempelritter und führte somit über 60 Jahre lang den Templerorden Irlands (Quelle). König Gustaf VI. heiratete in zweiter Ehe in die Hochadelsfamilie Mountbatten (Freunde und Verwandte der britischen Königsfamilie).

Der heutige König Carl XVI. hatte 1970 Arabella Churchill gedatet, eine Enkelin des britschen Premierministers Winston Churchill. (Quelle) Winston Churchill war Freimaurer und kam aus einer hohen Familie des britischen Adels (mehr dazu).

König Carl XVI. leitete von 1988 bis 2022 das Kuratorium der schwedischen Abteilung des WWF. (Quelle: 123) Die Kronprinzessin Victoria und Marcus Wallenberg sind derzeit im Rat des WWF-Schweden. (Quelle) Der WWF ist seit seiner Gründung mit Königshäusern verbunden (mehr dazu).

Weitere erwähnenswerte Heiraten

Durch Heiraten sind die Bernadottes inzwischen mit allen europäischen Königsfamilien verwandt. Am engsten sind sie mit dem Haus Glücksburg verbunden, in das sie mindestens fünfmal heirateten. Alle noch amtierenden europäischen Königsfamilien sind inzwischen miteinander verwandt (Quelle).

Sie heirateten in die Königsgeschlechter Sachsen-Coburg-Gotha, Glücksburg, Nassau, Hohenzollern und Romanow (Quelle).

Die Tochter von Prinzessin Birgitta (*1937) heiratete den deutschen Unternehmer Eckbert von Bohlen und Halbach (Quelle: 1 und 2). Die Familie Krupp-Bohlen-Halbach war lange Zeit die wichtigste Industriellenfamilie der deutschen Rüstungsindustrie.

Prinzessin Madeleine (*1982) heiratete den britisch-amerikanischen Banker Christopher O’Neill. Dieser arbeitete in der Abteilung für Fusionen und Übernahmen der Rothschild Bank. Sein Vater gründete die europäische Zentrale der US-amerikanischen Investmentbank Oppenheimer & Co. (Quelle) Prinzessin Madeleine hatte ein romantisches Verhältnis mit Stavros Niarchos Junior aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (Quelle).

Folke Bernadotte (1895-1948), der von der jüdischen Terrororganisation Lechi ermordet wurde, heiratete Estelle Romaine Manville. Sie kam aus der US-amerikanischen Industriellenfamilie Manville, die den führenden Asbestkonzern „Johns Manville“ gegründet hatte (Quelle).

Die derzeitige Königin Silvia (*1943) ist eine Tochter des deutschen Geschäftsmanns Walther Sommerlath. Dieser trat 1934 in die NSDAP ein. In den 1920er Jahren war er für das deutsche Unternehmen Röchling in Brasilien tätig. (Quelle) Damals war Röchling ein grosser Stahlkonzern. Der Konzern ist heute in der Kunststoffverarbeitung tätig. Er wird von der Röchling Familie und der adligen Salmuth Familie kontrolliert.

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Lehman Familie

Die drei jüdischen Brüder Henry, Emanuel und Mayer Lehman emigrierten von Deutschland in die USA und gründeten dort im Jahr 1850 die Bank Lehman Brothers. Diese war bis 2008 in Betrieb, als sie infolge der Finanzkrise zusammenbrach. Vor ihrem Zusammenbruch war sie eine der grössten Investmentbanken der Welt. Seit dem Jahr 1969 war die Bank unabhängig von der Lehman Familie (zumindest nach offiziellen Angaben).

Lehman Brothers fusionierte 1977 mit der Investmentbank „Kuhn, Loeb & Co“, die von den Bankiersfamilien Warburg und Schiff kontrolliert wurde (ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer).

Emanuel Lehman (1827-1907) war einer der Gründer von Lehman Brothers. Spätestens ab dem Jahr 1902 kannte er William Rockefeller und Cornelius Vanderbilt III. persönlich, da sie 1902 zusammen die „Mutual Alliance Trust Company“ gründeten und zu deren Direktoren gehörten.

Emanuels Sohn Philip Lehman (1861-1947) war ein Freund von Samuel Sachs, ein Mitgründer der führenden Investmentbank Goldman Sachs (Quelle). Samuel Sachs war der Sohn eines deutsch-jüdischen Einwanderers.

Philips Sohn Robert Lehman (1891-1969) leitete lange Zeit Lehman Brothers. Robert war Polospieler und gehörte zu einem Polo-Club, in dem viele Akteure der damaligen US-Elite vertreten waren, darunter William Averell Harriman, Vincent Astor, Harry Guggenheim, Cornelius Vanderbilt, die Frau von William Randolph Hearst, John Mortimer Schiff, Walter Chrysler und John Hay Whitney. (Quelle) Robert Lehman war Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk (Quelle: Seite 15/16). Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt. 

Der letzte Nachkomme, der bei Lehman Brothers arbeitete, war Robert Arthur Bernhard (1928-2019). Seine Mutter kam aus der Lehman Familie. 1972 verliess er die Bank und wurde Partner bei Salomon Brothers, die ebenfalls eine der weltweit grössten Investmentbanken war. Bernhard war ein Freund der amerikanisch-jüdischen Familien Tishman und Speyer, die das gleichnamige Immobilienunternehmen kontrollieren (Quelle).

Der Jurist Arthur Lehman Goodhart (1891-1978) kam mütterlicherseits aus der Lehman Familie. Er war Vizepräsident der Pilgrims Society (Quelle: Seite 16/18). Er wurde zum King’s Counsel ernannt und war somit Kronanwalt des britischen Königshauses. Er wurde zum Ritter geschlagen. Zwei seiner Söhne gingen in die britische Politik. Einer davon war Philip Goodhart, der Mitglied bei Le Cercle war, ein geheimes Elitennetzwerk (Quelle). Ein weiterer Sohn, Charles Goodhart, war einer der führenden Berater der Bank of England (britische Zentralbank).

John Loeb Jr. (*1930) kommt mütterlicherseits aus der Lehman Familie. Er war Mitglied der Pilgrims Society (Quelle: Seite 15). Er war US-Botschafter in Dänemark und Delegierter bei den Vereinten Nationen. Derzeit ist er Vorsitzender des Kuratoriums der Winston Churchill Foundation. Dadurch wird er den britischen Prinzen Philip (Mann der Queen) kennen sowie Randolph L.S. Churchill und den inzwischen verstorbenen britischen Bankier Bruno Schroder (Quelle). John Loeb Jr. feierte 2005 seinen Geburtstag im Blenheim Palace, eines der grössten Schlösser Englands. Das Schloss gehört der Herzogsfamilie Spencer-Churchill. Zu den Gästen zählten mehrere ehemalige US-Botschafter, britische Adlige sowie Christopher „Kip“ Forbes und Anne Hearst aus den USA. Bemerkenswerte Gäste aus dem jüdischen Establishment waren Michel David-Weill, Paul Soros (Bruder von George Soros), Ezra Zilkha, Beth Rudin DeWoody und Denise Eisenberg Rich (war mit dem Glencore-Gründer Marc Rich verheiratet). (Quelle)

Erwähnenswerte Heiraten

Mayer Lehman (1830-1897) war einer der drei Bankengründer. Die Schwester seiner Ehefrau heiratete den Bankier Isaias Hellman (Freimaurer), ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer. Isaias galt zeitweise als der reichste Jude der USA. Die Hellman Familie war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der US-amerikanischen Grossbank Wells Fargo verbunden. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt. Nachdem sich die Lehman Familie von ihrer Bank getrennt hatte, war die Hellman Familie in der Führung von Lehman Brothers.

Der New Yorker Beamte Orin Lehman (1920-2008) heiratete in erster Ehe eine Enkelin von RJ Reynolds. Dieser war der Gründer der „RJ Reynolds Tobacco Company“, die heute das zweitgrösste Tabakunternehmen der USA ist und inzwischen zum Tabakkonzern „British American Tobacco“ gehört. Orin Lehman heiratete in zweiter Ehe in die Vanderbilt Familie, die im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der Welt war.

Elinor Lehman Fatman (1892-1949) heiratete den US-Finanzminister Henry Morgenthau Junior. Henry war der Sohn eines deutsch-jüdischen Einwanderers. Henry war Freimaurer (Quelle).

Herbert Lehman (1878-1963) war von 1933 bis 1942 Gouverneur von New York. Er heiratete die Schwester des jüdischen Finanzmanagers Frank Altschul. Dieser heiratete wiederum Helen Goodhart (1887-1985), die mütterlicherseits aus der Lehman Familie kam. Ihr Sohn Artur Altschul war Partner der führenden Investmentbank Goldman Sachs, die von deutsch-jüdischen Einwanderern gegründet worden war.

Arthur Lehman (1873-1936) heiratete eine Tochter des deutsch-jüdischen Einwanderers Adolph Lewisohn. Adolph gründete zusammen mit seinem Bruder und William Rockefeller das Bergbauunternehmen Asarco.

Frances Lehman (1906-1996) heiratete den Investor John Langeloth Loeb. Dieser führte und gründete mit seinem Vater Carl die Brokerfirma „Loeb, Rhoades & Co.“. Carl war ein deutsch-jüdischer Einwanderer. Er leitete gemeinsam mit der Hochschild Familie die American Metal Company, ein Metallhandelsunternehmen. Die Hochschilds waren ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer. Die American Metal Company wurde von der jüdischen Merton Familie aus Deutschland gegründet, die von England nach Deutschland emigriert war. Auch das Nickelunternehmen der Rothschild Familie war Mitgründer der American Metal Company. Die Merton Familie gründete gemeinsam mit der Hochschild Familie den bis heute bestehenden deutschen Industriekonzern GEA. Carl Loeb wird über den Vorstand der American Metal Company den US-Finanzminister und Freimaurer Andrew Mellon gekannt haben.

Ann Lehman Loeb (1932-2011) heiratete in die kanadisch-jüdische Milliardärsfamilie Bronfman. Ihr Mann Edgar Bronfman war von 1979 bis 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses, der die wohl einflussreichste internationale jüdische Organisation ist.

Robert Lehman (1891-1969) heiratete in zweiter Ehe eine Enkelin von William Jennings Bryan, der US-Aussenminister war. William war Freimaurer (Quelle: 1 und 2).

Judith Lehman Loeb (1927-2010) heiratete einen Sohn des italienischen Schriftstellers Piero Chiara. Piero war Freimaurer (Quelle).

Susan Lehman (starb 1994) heiratete den jüdischen Manager Joseph Cullman, der über 20 Jahre lang CEO des Tabakkonzerns Philip Morris war.

Irving Lehman (1876-1945) war fünf Jahre lang oberster Richter am New Yorker Berufungsgericht. Er heiratete die Tochter des jüdischen Unternehmers Nathan Straus, der damals zwei der grössten New Yorker Kaufhäuser besass. Nathans Bruder Oscar war 1906 der erste jüdische Minister in einer US-Regierung. Die Familie Straus heiratete in die Familien Guggenheim und Sulzberger, die ebenfalls zur jüdischen Elite der USA gehören.

June Rossbach (1919-2007) war eine Nachkommin des Bankengründers Mayer Lehman. Sie heiratete den Politiker und Diplomaten Jonathan Brewster Bingham. Jonathan war Mitglied bei Skull and Bones. Sein Vater, der Senator Hiram Bingham III., war Freimaurer (Quelle: 1 und 2)

Philip Henry Isles II., ein Nachkomme des Bankengründers Emanuel Lehman, heiratete Alexandra Moltke (*1945). Alexandras Grossvater war der dänische Graf Carl Moltke, der Aussenminister von Dänemark war. Alexandras Grossmutter kam aus der Van Rensselaer Familie, die schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte. Philip Henry Isles ist Treuhänder des Metropolitan Museum of Art in New York, das grösste Kunstmuseum der USA. Zu den Treuhändern gehören Mitglieder der Milliardärsfamilien Ambani (Indien), Koç (Türkei), David-Weill (Frankreich), Al Sabah (Kuwait) und Santo Domingo (Kolumbien) sowie Mitglieder der amerikanisch-jüdischen Familien Lauder, Schiff, Pritzker, Greenberg, Tisch und Rudin. (Stand: Juli 2021) Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

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Lloyd Familie

Die britische Lloyd Familie gründete und führte lange Zeit die Lloyds Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt. Sie ist derzeit die drittgrösste britische Bank. Sie wurde 1765 von Sampson Lloyd (1699-1779) gegründet. Die Lloyds waren Quäker (christliche Minderheit), wie viele britische Bankiersfamilien des 18. Jahrhunderts. Sie sind mit den quäkerischen Bankiersfamilien Barclay, Pease, Bevan, Tuke, Gurney und Backhouse verbunden. Sie kontrollieren (meiner Meinung nach) zusammen die britischen Grossbanken Barclays und Lloyds, die inzwischen alle Quäkerbanken, die ihren Ursprung im 17. und 18. Jahrhundert hatten, gekauft und in sich integriert haben.

Seit dem 20. Jahrhundert unterhält die Lloyds Bank gute Beziehungen zur britischen Königsfamilie (Quelle).

Die Lloyds Bank

1765 gründete Sampson Lloyd (1699-1779) die Lloyds Bank. Seine Familie war adliger Abstammung. Sein Vater war als Eisenhersteller tätig. Seine Mutter Mary kam aus der Quäkerfamilie Crowley, die ebenfalls im Eisenhandel tätig war. Mary Schwester Sarah Crowley heiratete ebenfalls in die Lloyd Familie. Sie waren die Schwestern von Sir Ambrose Crowley III. Dieser war Direktor und Vizegouverneur der 1711 gegründeten South Sea Company. Die britische Handelskompanie bestand bis in die 1850er Jahre und war für die Südseeblase verantwortlich, eine der ersten Spekulationsblasen der Welt. Die Quäkerfamilie Crowley war familiär mit dem britischen Adel verbunden. Womöglich stammte auch der berühmte Okkultist Aleister Crowley (1875-1947) aus dieser Familie, da dessen Vater Edward Crowley aus einer wohlhabenden Quäkerfamilie kam.

Sampson Lloyds Grossonkel war Thomas Lloyd (1640-1694), der Vizegouverneur der englischen Kolonie Pennsylvania in Nordamerika war. Die Kolonie wurde vom Quäker William Penn gegründet. Thomas Lloyd war ein Prediger des Quäkertums. Da das Quäkertum Mitte des 17. Jahrhundert entstand, gehörte er zu den frühen Predigern der Quäkerbewegung. Nach Sampsons Tod führten seine Nachkommen das Bankgeschäft erfolgreich weiter und mehrere wurden zu Predigern des Quäkertums.

Im 18. Jahrhundert heiratete die Lloyd Familie zweimal die Quäkerfamilie Barclay, welche die Barclays Bank führte (Quelle: 1, 2, 3). Die britische Bank besteht bis heute und ist eine der grössten der Welt. Die Barclay Familie stammt aus dem schottischen Barclay Clan. Im 19. Jahrhundert war die Lloyd Familie über Heiraten mit den Quäkerfamilien Pease, Gurney und Fox verbunden.

Der Politiker Sampson Lloyd (1820-1889) war das letzte Familienmitglied, das die Leitung der Lloyds Bank übernahm (soviel ich weiss). Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Lloyds Bank kein Familienunternehmen mehr und unabhängig von der Lloyd Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Dafür besetzte die Quäkerfamilie Pease führende Positionen bei der Bank, die mit der Lloyd Familie verwandt ist.

Der Politiker George Lloyd (1879-1941) war Gouverneur der britischen Kolonie Bombay und Hochkommissar in Ägypten, das damals von der britischen Kolonialelite kontrolliert wurde. Als Staatssekretär für die Kolonien war er für die Verwaltung des britischen Kolonialreiches zuständig. Er wurde zum Baron geadelt und in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Er war Direktor des Stahlunternehmens „Stewarts & Lloyds“, das von der Lloyd Familie gegründet und geführt wurde. Das Unternehmen besteht bis heute und ist in Südafrika aktiv. Baron George Lloyd heiratete die Enkelin eines Grafen aus der englischen Adelsfamilie Lascelles. Sein Sohn Baron Alexander Lloyd (1912-1985) heiratete die Tochter von Graf David Ogilvy. Der Graf war der Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans. Ogilvys Sohn heiratete in die britische Königsfamilie. Ein weiterer Sohn führte die britische Schroders Bank. Dadurch wird er die Bankiersfamilie Schröder gekannt haben.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Mohn Familie

Die Mohn Familie kontrolliert schon seit 100 Jahren den deutschen Medienkonzern Bertelsmann, der inzwischen weltweit aktiv ist. Bertelsmann ist einer der grössten Medienkonzerne der Welt und der wichtigste im deutschsprachigen Raum.

Zu Bertelsmann gehören unter anderem die deutschen Fernsehsender RTL, VOX, N-TV und die Magazine Stern und Geo sowie 25 Prozent vom Spiegel. Bertelsmann besitzt seit 2020 Penguin Random House. Das US-amerikanische Unternehmen ist einer der weltweit grössten Buchverlage.

Das Vermögen von Liz Mohn wird auf 8,3 Milliarden US-Dollar geschätzt und sie ist damit eine der reichsten Frauen Deutschlands (Stand: September 2021). (Quelle)

Die Mohn Familie gründete die Bertelsmann Stiftung, eine der wichtigsten und reichsten Stiftungen der deutschen Elite. Die Familie hält 19 Prozent der Anteile am Bertelsmann-Konzern, der Rest gehört der Bertelsmann Stiftung (Quelle). Christoph Mohn (*1965) ist im Kuratorium der Stiftung und Aufsichtsratsvorsitzender des Bertelsmann-Konzerns. Die Stimmrechte am Bertelsmann-Konzern sind allesamt in Besitz des „Bertelsmann Verwaltungsrats“. In diesem sind drei Mitglieder der Mohn Familie vertreten (Quelle). (Stand: 18.4.2023)

Carl Bertelsmann (1791–1850) gründete 1835 einen Verlag, aus dem sich der heutige Medienkonzern Bertelsmann entwickelte. Carl hatte eine Enkelin, die Heinrich Mohn (1885–1955) heiratete. Heinrich Mohn übernahm ab 1921 die Führung des Bertelsmann Verlags. Seit da wird der Verlag von der Mohn Familie kontrolliert.

Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 wurde der Bertelsmann-Verlag einer der wichtigsten Verleger des deutschen Naziregimes und verbreitete dessen Propaganda. (Quelle) Heinrich Mohn unterstütze zudem die SS finanziell. Obwohl er mit seinen Medien das Naziregime massgeblich unterstütze, gab es für ihn nach Kriegsende keine juristischen Konsequenzen.

Nach dem Krieg übergab Heinrich das Verlagsgeschäft seinem Sohn Reinhard Mohn (1921–2009), der es dann zu einem multimedialen Grosskonzern ausbaute. Reinhard gründete 1977 die Bertelsmann Stiftung. Diese spielte eine wichtige Rolle bei der Einführung von Hartz 4 (Quelle). Interessanterweise ist Bertelsmann über die Sender RTL und RTL2 der wichtigste Förderer des deutschen Verblödungsfernsehens (Assi-TV), in dem oft Hartz 4-Empfänger schlecht gemacht werden.

Seit Reinhards Tod kontrolliert seine Frau Liz Mohn (*1941) den Bertelsmann-Konzern. Sie erhielt 2008 den „Vernon A. Walters Award“, eine Auszeichnung der Atlantik-Brücke. Die Atlantik-Brücke ist ein einflussreicher Think Tank, der die Beziehungen zwischen der deutschen und der US-amerikanischen Elite fördert. Sie ist eine der wichtigsten deutschen Denkfabriken und wurde von dem deutsch-amerikanischen Bankier Eric Warburg gegründet. Liz Mohn erhielt den Preis für ihr Engagement bei der Förderung des transatlantischen Verhältnisses und ihre Verdienste um die deutsch-israelischen Beziehungen. Was genau ihr Engagement war, ist unbekannt. Ich vermute, es hängt damit zusammen, dass die Bertelsmann-Medien nicht allzu kritisch über die Politik der USA und Israel berichten.

Liz Mohn hat ein gutes Verhältnis zu Angela Merkel. Zudem ist Merkel mit Friede Springer befreundet. (Quelle: 1 und 2) Angela Merkel, Liz Mohn und Friede Springer kennen auch Hubert Burda. Fotos, auf denen sie gemeinsam abgebildet sind, findet man über Google. Einfach zwei Namen der vier Personen eingeben und man wird fündig. Die Familien Mohn, Springer und Burda kontrollieren zusammen einen Grossteil der überregionalen Medien Deutschlands. Dies ist vielleicht einer der Gründe, warum die deutschen Medien Merkel in den letzten 15 Jahren so gut wie nie kritisiert haben.

Liz Mohn kennt Wolfgang Porsche. (Foto) Die Porsche Familie kontrolliert den Automobilkonzern VW, das grösste deutsche Unternehmen. Liz Mohn und Wolfgang Porsche kennen Gabriele und ihre Mutter Renate Thyssen-Henne. (Foto) Renate heiratete in die Thyssen Familie, eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts. Ihre Tochter Gabriele heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. Gabriele heiratete in zweiter Ehe den religiösen Führer Karim Aga Khan IV.

Liz Mohn traf zusammen mit dem deutsch-adligen Politiker Karl-Theodor Zu Guttenberg in Saudi-Arabien einen Prinzen aus dem saudischen Königshaus. (Foto)

Liz Mohn traf mehrfach Ursula von der Leyen. (Fotos: 1, 2, 3, 4) Ursula ist derzeit Präsidentin der Europäischen Kommission. Liz Mohn traf auch die deutschen Politiker Gerhard Schröder, Wolfgang Schäuble, Olaf Scholz, Armin Laschet, Heiko Maas, Joschka Fischer und noch weitere (Fotos auf Google).

Christoph Mohn ist im internationalen Beirat der IE University, eine führende spanische Privatuniversität. Zum Beirat gehören auch die jordanische Prinzessin Noor bint Asem, Ariane de Rothschild (Frankreich), Georg Habsburg-Lothringen (Österreich), Emilio Azcárraga (Mexiko), Eduardo Hochschild (Peru), António Amorim (Portugal) und Hubertus von Baumbach (Deutschland). (Stand: 18.4.2023) (Quelle)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Roberts Familie

Der US-Amerikaner Ralph J. Roberts (1920–2015) gründete 1963 ein Kabelfernsehunternehmen. Sein Vater war ein russisch-jüdischer Einwanderer. Aus seinem Unternehmen entwickelte sich Comcast, einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Comcast wird bis heute von Ralphs Sohn Brian Roberts geführt und ist eines der grössten Familienunternehmen der Welt.

Comcast ist das führende Unternehmen der USA im Bereich Rundfunk, Kabelfernsehen, Pay-TV und Internet für Privathaushalte. Seit 2011 gehört der US-amerikanische Medienkonzern NBCUniversal zu Comcast. NBCUniversal besitzt neben Fernseh- und Radiosender auch das führende Filmunternehmen Universal Pictures. NBC ist einer der meistgesehenen Fernsehsender der Welt. Zum NBC-Konzern zählen auch MSNBC, Telemundo, USA Network und Bravo, die zu den meistgesehenen Sendern der USA gehören. Seit 2018 besitzt Comcast die Sky Group. Das britische Unternehmen ist Europas grösster Anbieter für Pay-TV.

Der Comcast-Chef Brian Roberts ist Milliardär.[1] Im Jahr 2020 besass er 33 Prozent der Stimmrechte von Comcast und ist damit der wichtigste Aktionär des Unternehmens.[2] Er kennt den Milliardär Rupert Murdoch, einen der mächtigsten Medienunternehmer der Welt (Foto). Brian Roberts traf Shari Redstone, die ebenfalls zu den mächtigsten Medienunternehmern gehört.[3]

Brian Roberts besuchte die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz.[4][5] Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

Brian Roberts empfing US-Präsident Barack Obama in seinem Sommerhaus.[6] Er war Mitglied eines Beratungsgremiums von Präsident Obama. Zudem ist Brian Roberts Mitglied des Business Roundtable, eine Organisation von Wirtschaftsführern mit Sitz in Washington. Er ist im internationalen Beirat der Business School der Tsinghua University.[7] Diese ist eine der führenden Universitäten in China.

Brian Roberts besuchte das Weltwirtschaftsforum (WEF).[8] Das Unternehmen NBCUniversal, das wie gesagt zum Comcast-Konzern gehört, ist zurzeit Partner des WEF.[9]

Der Comcast-Gründer Ralph Roberts unterstützte jüdische Organisationen und wurde dafür von B’nai B’rith geehrt.[6] B’nai B’rith ist eine internationale jüdische Organisation, die Ähnlichkeiten mit der Freimaurerei hat.

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/profile/brian-roberts/?sh=227146d568be
  2. https://www.cnbc.com/2020/09/25/trians-comcast-investment-highlights-nbcuniversals-underperformance.html
  3. https://www.wsj.com/articles/comcast-ceo-brian-roberts-and-viacomcbs-chairman-shari-redstone-met-to-discuss-streaming-partnership-11626743478
  4. https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-07-12/comcast-ceo-speed-dates-with-apple-google-chiefs-in-sun-valley
  5. https://variety.com/2018/biz/news/sun-valley-conference-1202876396/
  6. https://forward.com/news/193521/brian-roberts-jewish-roots-and-outsized-ambition-d/
  7. https://corporate.comcast.com/news-information/leadership-overview/brian-l-roberts
  8. https://www.cnbc.com/2012/01/26/strong-demand-for-media-technology-comcast-ceo.html
  9. https://www.weforum.org/partners/#search

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Haus Glücksburg

Das Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, kurz Haus Glücksburg, ist eine Blutlinie, die 1825 entstand. Die Linie ging aus dem Haus Oldenburg hervor, das seit 1000 Jahren besteht. Seit seiner Gründung ist das Haus Glücksburg eine der wichtigsten Hochadelsfamilien. Die heutigen Königsfamilien von Dänemark und Norwegen kommen aus dem Haus Glücksburg. Bis 1964 stellte ein Familienzweig die Königsfamilie von Griechenland. Der heutige britische König Charles III. kommt väterlicherseits aus der Glücksburg Familie sowie auch die Mutter des spanischen Königs Felipe VI.

Die Glücksburg Familie und ihre Vorfahren aus dem Haus Oldenburg spielten eine wichtige Rolle in der dänischen und norwegischen Freimaurerei.

Das dänische Königshaus und die Freimaurerei

Seit dem Jahr 1863 besetzt das Haus Glücksburg den dänischen Thron. Davor hatte 400 Jahre lang das Haus Oldenburg über Dänemark geherrscht.

1743 wurde die erste bekannte Freimaurerloge Dänemarks gegründet. (Quelle) Friedrich VI. (1768–1839) aus dem Haus Oldenburg war der erste dänische König, von dem bekannt ist, dass er Freimaurer war. (Quelle: 1 und 2) Er gründete 1818 die dänische Zentralbank (viele europäische Zentralbanken wurden vom Hochadel gegründet). Sein Nachfolger König Christian VIII. (1786–1848) wurde 1836 zum Grossmeister der dänischen Freimaurer ernannt. (Quelle)

Eine wichtige Rolle bei der Etablierung der Freimaurerei in Dänemark spielte der dänische Graf Christian Conrad Danneskiold-Laurvig (1723–1783). Er wurde 1749 vom Grossmeister der englischen Freimaurer zum Provinzial-Grossmeister von Dänemark und Norwegen ernannt. Der Graf gründete mehrere Freimaurerlogen, darunter auch die erste bekannte Loge Norwegens. (Quelle) Er stammte ebenfalls aus dem Haus Oldenburg und hatte Kontakt zum dänischen Hochadel. Sein Urgrossvater war der dänische König Friedrich III. (1609–1670). Sein Grossvater war Statthalter (Gouverneur) in Norwegen gewesen. Sein Vater war Direktor der Dänischen Westindien-Kompanie. Die Handelskompanie bestand von 1671 bis 1776 und kontrollierte den Handel zu den dänischen Kolonien.

Der erste Grossmeister der dänischen Freimaurer war der deutsche Herzog Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel (1721–1792). (Quelle) Er kam aus der Dynastie der Welfen, eine der ältesten noch bestehenden Hochadelsfamilien. Seine Schwester Juliane heiratete den dänischen König Friedrich V. (1723–1766) und wurde dadurch Königin von Dänemark und Norwegen.

Herzog Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel wurde von seinem Schwager, dem preussischen König Friedrich II., in dessen Freimaurerloge aufgenommen. Ferdinand war Feldmarschall im Dienste Preussens und stand auch im Dienste der deutschen Hochadelsfamilie Hannover, die damals die Königsfamilie von Grossbritannien war und enge Verbindungen zu den britischen Freimaurern hatte. Das Haus Hannover kam wie Ferdinand aus der Uradelsdynastie der Welfen. Ferdinand führte als Provinzial-Grossmeister die Logen in der deutschen Stadt Braunschweig im Dienste der englischen Freimaurer. Zudem war er Mitglied des Illuminatenordens und General-Obermeister der „Asiatischen Brüder“. (Quelle: 1 und 2) Die Illuminaten und die Asiatischen Brüder waren zwei Geheimorden, die heute nach offiziellen Angaben nicht mehr existieren. Sie waren fest mit der Freimaurerei verbunden, da viele der Mitglieder vor dem Beitritt bereits Freimaurer waren. Die Asiatischen Brüder, die aber keine Asiaten waren, sondern aus dem deutschsprachigen Raum kamen, waren eine Splittergruppe der Rosenkreuzer, die 1782 einen eigenen Orden bildete. Juden war der Beitritt gestattet, was zu dieser Zeit bei den deutschen Freimaurern und Rosenkreuzern kaum vorkam. Der Orden war im Gegensatz zu den Freimaurern nicht christlich orientiert, sondern wandte sich der „Echten Religion“ zu, die sie Mago Cabala nannten. Auf den beiden höchsten Ordensstufen befasste man sich mit Geisterbeschwörung. Gotteslästerern war der Eintritt aber angeblich untersagt. Genauso nahm man keine Personen mit Anti-Adliger Einstellung auf. „Wer die heiligen Rechte der Könige und Fürsten, die das Bild des Ewigen auf Erden sind, nur im Geringsten verletzt“ galt als nicht aufnahmefähig. (Quelle) Den Asiatischen Brüdern waren also die „heiligen Rechte“ des Hochadels sehr wichtig. Das liegt vermutlich daran, dass Hochadlige sowie sonstige Adlige die Bruderschaft führten.

Herzog Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel leitete als General-Grossmeister des „Rektifizierten Schottischen Ritus“ den Nachfolger der Strikten Observanz. Damit war Ferdinand einer der obersten Freimaurer in Deutschland. Nach Ferdinands Tod wurde der deutsche Hochadlige Karl von Hessen-Kassel (1744–1836) zum neuen Oberhaupt des Rektifizierten Schottischen Ritus und war auch Ferdinands Nachfolger als Grossmeister der dänischen Freimaurer. Karl war wie sein Vorgänger Illuminat und Mitglied der Asiatischen Brüder. Zudem war er Rosenkreuzer. Er setzte sich für die jüdischen Freimaurer ein, die bis dahin noch von den christlichen Freimaurern ausgegrenzt wurden. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Karl heiratete in die dänische Königsfamilie und seine Mutter kam aus der damaligen britischen Königsfamilie (Haus Hannover). Er wuchs in Dänemark bei seiner Tante auf, die ebenfalls aus dem britischen Königshaus kam und den dänischen König Friedrich V. (1723–1766) heiratete. Karl kam aus der Dynastie der Reginare, eine der ältesten noch bestehenden Hochadelsfamilien.

Nach Karls Tod wurde der dänische König Christian VIII. (1786–1848) Grossmeister der dänischen Freimaurer. Sein Sohn Friedrich VII. (1808–1863) war der spätere Grossmeister und König von Dänemark. Unter diesem erlebte die dänische Freimaurerei bedeutenden Aufschwung. (Quelle) Friedrich VII. war der letzte dänische König aus dem Haus Oldenburg und nach seinem Tod 1863 bestieg das Haus Glücksburg den dänischen Thron, das wie bereits erwähnt vom Haus Oldenburg abstammt. Seither waren mindestens vier Mitglieder des dänischen Königshauses Freimaurer:

  • Der dänische König Friedrich VIII. (1843–1912). Er war Grossmeister der dänischen Freimaurer. (Quelle)
  • Der dänische König Christian X. (1870–1947). Er war ebenfalls Grossmeister der dänischen Freimaurer. (Quelle)
  • Der dänische Prinz Harald (1876–1949). Er war ebenfalls Grossmeister der dänischen Freimaurer. (Quelle)
  • Der dänische Prinz Haakon VII. (1872–1957). Er ist der Stammvater der heutigen norwegischen Königsfamilie. (Quelle)

Es gibt Quellen, die besagen, dass auch der dänische König Christian IX. (1818–1906) Freimaurer war, aber es gibt genauso Quellen, die dies verneinen.

Der Herzog Karl von Glücksburg (1813–1878) war ebenfalls Freimaurer und gründete in Schleswig (Deutschland) die Freimaurerloge „Carl zur Treue“. Die Loge besteht bis heute und hat nach eigenen Angaben nach wie vor engen Kontakt zu den dänischen und schwedischen Freimaurern. Der Herzog war ein Enkel des bereits erwähnten Freimaurers Karl von Hessen-Kassel. (Quelle)

Das heutige dänische Königshaus

Die derzeitige Königin Margrethe II. ist auch Königin von Grönland. Seit dem 18. Jahrhundert war Grönland eine dänische Kolonie und wurde 1953 Teil des dänischen Königreiches. Margrethe ist zugleich die oberste Autorität der Dänischen Volkskirche, welche die grösste Kirche in Dänemark und Grönland ist. Die Dänische Volkskirche gehört zur Porvoo-Gemeinschaft, eine 1992 gegründete Vereinigung von 13 europäischen Kirchen. Diese 13 Kirchen waren in den letzten 200 Jahren, manche auch schon länger, miteinander verbündet. Es sind 12 nicht katholische Kirchen und eine anglikanisch-katholische Kirche. Sie werden traditionell von den protestantischen Königshäusern geführt. Sie stellen somit den Gegenpol zur römisch-katholischen Kirche, die von den katholischen Königshäusern und dem päpstlichen Adel geführt wird. Viele der Führer der 13 Kirchen hatten in den letzten 300 Jahren Kontakte zu Freimaurern oder waren selbst welche. Das ist vermutlich einer der Hauptgründe, warum der Vatikan von Anfang an die Freimaurer fürchtete und bekämpfte, da diese mehrere konkurrierende Gotteshäuser steuerten. Der Anteil der Katholiken im dänischen Volk beträgt lediglich 0,8 Prozent. In Grönland gibt es etwa nur 300 Katholiken (stand 2019).

Die Königsfamilie ist eng mit der dänischen Milliardärsfamilie Jebsen befreundet. (Quelle) Die Jebsen Familie kontrolliert die Jebsen Group, ein Konzern in Hongkong, und ist schon seit über 120 Jahren im ostasiatischen Handel aktiv.

Die Königsfamilie kennt die dänische Milliardärsfamilie Møller und war an der Beerdigung von Mærsk Mc-Kinney Møller. (Quelle) Die Møller Familie kontrolliert das grösste dänische Unternehmen und die grösste dänische Bank. Der dänische Prinz Joachim arbeitete für den Familienkonzern der Møllers.

Die dänische Königsfamilie hat ein gutes Verhältnis zur brasilianischen Milliardärsfamilie Marinho. (Quelle)

Die dänische Prinzessin Mary kennt die australischen Milliardäre James Packer und Frank Lowy. (Foto) Sie traf den US-amerikanischen Milliardär David Rockefeller. (Foto) Sie ist seit 2010 Schirmherrin des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). Diese Organisation setzt sich weltweit dafür ein, die Überbevölkerung zu bekämpfen. (Mehr dazu) Mary ist zudem seit 2005 Schirmherrin der WHO in Europa. (Quelle: 1 und 2)

Das norwegische Königshaus

Wie bereits anfangs erwähnt wurde, gründete Graf Christian Conrad Danneskiold-Laurvig (1723–1783), der aus dem Haus Oldenburg stammte, die erste bekannte Freimaurerloge Norwegens.

Von 1818 bis 1905 war die schwedische Königsfamilie auch die Königsfamilie von Norwegen. Die vier Könige stellten in dieser Zeit den Grossmeister der Freimaurer in Norwegen. (Quelle)

Seit dem Jahr 1905 ist das Haus Glücksburg die Königsfamilie Norwegens. Den ersten norwegischen König, denn sie stellten, war der dänische Prinz Haakon VII. (1872–1957). Haakon war Freimaurer und ursprünglich war gedacht, dass er die Führung der norwegischen Freimaurerei übernehmen soll, aber man hatte sich dann doch umentschieden. (Quelle)

Bis 2012 war der norwegische König zugleich das Oberhaupt der Norwegischen Kirche. Die Norwegische Kirche ist das führende Gotteshaus in Norwegen. Sie gehört ebenfalls zu den 13 Kirchen der bereits erwähnten Porvoo-Gemeinschaft. Der Anteil der römisch-katholischen im norwegischen Volk beträgt lediglich 3 Prozent.

Prinz Haakon (*1973) besuchte das Bilderberg-Treffen. (Quelle: 1 und 2) Er sass im Stiftungsrat der Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums (WEF). (Quelle)

Norwegen besitzt grosse Öl- und Gasreserven. Das Land ist derzeit einer der zehn grössten Produzenten von Erdgas. Ein Grossteil der norwegischen Öl- und Gasindustrie wird von Equinor kontrolliert. Equinor gehört zu den weltweit grössten Öl- und Gaskonzernen. Mehr als die Hälfte der Anteile an Equinor gehören dem norwegischen Staat. Die Einnahmen aus dem Rohstoffgeschäft werden vom staatlichen Pensionsfonds verwaltet, der ebenfalls dem norwegischen Staat gehört. Er ist der grösste Staatsfonds der Welt und verwaltet ein Vermögen im Wert von mehr als einer Billion US-Dollar. Der norwegische Staat und sein Staatsfonds sind noch an weiteren grossen norwegischen Unternehmen beteiligt:

  • Norsk Hydro (Anteil von 41 Prozent). Norsk Hydro gehört zu den zehn grössten Aluminiumproduzenten der Welt und ist der drittgrösste Produzent von Bauxit (der zur Herstellung von Aluminium benötigt wird). Das Unternehmen wurde von der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg mitgegründet.
  • Yara International (Anteil von 43 Prozent). Einer der grössten europäischen Chemiekonzerne.
  • DNB (Anteil von 40 Prozent) und Storebrand (11 Prozent). Die beiden führenden norwegischen Finanzkonzerne.
  • Telenor (Anteil von 60 Prozent). Der grösste norwegische Telekommunikationskonzern.

Hydro, Yara, DNB und Telenor sind Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF). (Stand: 5.6.2023)

Norwegen und Dänemark gelten als zwei der reichsten Länder der Welt.

Das griechische Königshaus

1863 wurde der dänische Prinz Georg (1845–1913) aus dem Haus Glücksburg König von Griechenland. Er sprach kein Griechisch. Die britische Elite unterstützte seine Erhebung zum König und er war ein Garant britischer Interessen in Griechenland. Die Glücksburg Familie besetzte den Thron bis zum Jahr 1924, als die Monarchie abgeschafft wurde. Der damalige König Georg II. ging freiwillig ins Exil nach London, wo er sich mit dem britischen Premierminister Winston Churchill (Freimaurer) anfreundete. In den folgenden zwölf Jahren gab es in Griechenland elf verschiedene Regierungen, zwei Militärputsche und viele Putschversuche. Es herrschte ein grosser Konflikt zwischen Monarchisten, die König Georg II. wieder an die Macht bringen wollten, und Republikanern, die keine Monarchie wollten. 1933 kam eine monarchistische Regierung an die Macht, die es Georg II. ermöglichte, wieder den Thron zu besteigen. Der König erlaubte dem General Ioannis Metaxas 1936 einen Staatsstreich durchzuführen und eine Diktatur zu errichten, die für einige Jahre bestand. (Quelle) König Georg II. war Freimaurer und Mitglied einer Loge in England, der mehrere britische Könige angehört hatten. (Quelle)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Griechenland demokratisiert, aber dennoch wurde die Politik weiterhin vom König und rechten Militärs kontrolliert. Ab den 60er-Jahren gab es in Griechenland immer grösseren Widerstand gegen die Militärs. Die Militäroffiziere putschten sich 1967 an die Macht, errichteten eine Militärdiktatur und zerschlugen den demokratischen Widerstand. Auch der griechische König Konstantin II. (*1940) wurde vom Militär abgesetzt und war der letzte König von Griechenland. Der König vereidigte die neue Militärregierung. Er hat im Nachhinein behauptet, er sei dazu gezwungen worden. Kurz nach der Vereidigung hielt er eine Radioansprache, in der er den Putsch legitimierte. Griechenland-Experten sagen, dass dies grossen Einfluss darauf hatte, dass das griechische Volk die Machtübernahme akzeptierte. Auch hier behauptete König Konstantin später, dass er dies nur unter dem Druck der Militärs getan hatte. (Quelle) Später organisierte er einen Gegenputsch gegen die Militärs, der aber scheiterte, worauf er ins Ausland floh. Die griechische Militärdiktatur dauerte von 1967 bis 1974. Bis 1973 trug der Diktator noch den Titel des Vizekönigs. Dann schaffte man den Titel ab, um sich vom Königshaus zu distanzieren.

In der Zeit der Militärdiktatur wurden politische Gegner in Gefängnissen auf Inseln inhaftiert. Viele davon wurden gefoltert. Die Folter wurde von Mitgliedern des griechischen Geheimdienstes durchgeführt. Zu den Foltermethoden gehörten Elektroschocks, Auspeitschungen, Schläge auf die Fusssohlen und die Geschlechtsorgane, sexuelle Folter und Vergewaltigungen, Schlafentzug sowie Nahrungsverweigerung. (Quelle) Zudem durchliefen viele ein Umerziehungsprogramm. Also womöglich ein Gehirnwäscheprogramm (Mind Control). Die Medien berichteten über die Folter, sprachen aber nie die Möglichkeit an, dass diese Teil eines Gehirnwäscheprogramms sein könnte und die politischen Gefangenen als Versuchskaninchen benutzt wurden. Was bekannt ist, dass sehr viele verschiedene Foltermethoden benutzt wurden, um zu testen, welche sich am besten eignen. Wer sich mit Mind Control nicht gut auskennt, sollte den Wikipedia-Artikel zum Pitești-Experiment lesen. Auch hier wurde an politische Gefangenen mit Gehirnwäsche experimentiert. Es gab in den letzten 80 Jahren mehrere Fälle, bei denen es Indizien gibt, die dafür sprechen, dass autoritäre Regime die Gelegenheit nutzten, dass sie viele politische Gefangene hatten und somit genug Versuchskaninchen für Gehirnwäsche-Experimente. Im Internet kursieren zum Thema Mind Control Unmengen an (teils absurden) Desinformationen. Dadurch wird das Thema von vielen nicht ernst genommen.

Während der Militärdiktatur wurden viele politische Gruppen aufgelöst und verboten. Die Militärs versuchten sämtliche Gruppen, die ihnen hätten gefährlich werden können, auszuschalten. Die Freimaurer, die bekannt dafür sind, ihre Geschichte, ihre Ziele und ihren Einfluss geheim zu halten, erhielten jedoch als erster Verein eine Versammlungserlaubnis von den Militärs. Warum ein totalitäres Regime, das in seiner Paranoia überall Feinde sieht, einen dubiosen Geheimbund wie die Freimaurer akzeptierte, erscheint mir doch ziemlich seltsam. Nach Angaben von Spiegel war Stylianos Pattakos, einer der führenden Köpfe der Militärdiktatur, Freimaurer. Mit der Zeit kam es dann doch zu Spannungen zwischen dem Regime und den Freimaurern. Auch die griechisch-orthodoxe Kirche sprang auf den Zug auf und begann, sich gegen die Freimaurer zu mobilisieren. Die Kirchenleitung forderte in einer Erklärung die Exkommunikation der Freimaurer, weil sie „falschen Göttern“ huldigten. Zitat aus der Erklärung: „Werden wir diese faulen Glieder in unserer Herde weiter dulden?“. Die Vorwürfe von Justiz und Kirche lockten die Logen aus der Anonymität. Die Freimaurer übergaben der Kirchen-Führung ein Memorandum, in dem sie sich zum christlichen Glauben bekannten und die Freimaurerei als „karitative, progressive und philosophische Organisation“ priesen. Als Referenz für ihre Seriosität nannten sie die Namen von 13 griechischen Ministerpräsidenten, zwei Königen und vier Patriarchen der griechisch-orthodoxen Kirche, die Freimaurer gewesen seien. Diese waren zu dem Zeitpunkt bereits alle verstorben und Namen von lebenden Mitgliedern wollten die Freimaurer nicht preisgeben. Entspräche das Memorandum der Wahrheit, dann würde das bedeuten, dass die Freimaurerei in den letzten 150 Jahren fest mit der griechischen Elite verbunden war und sich auch unbemerkt in der Führung der griechisch-orthodoxen Kirche etablieren konnte. Trotz des Konflikts mit Justiz und Kirche blieben die Freimaurer optimistisch und hielten Sanktionen für unwahrscheinlich. Ein Freimaurer sagte zum Spiegel: „mindestens 20 Prozent des regierenden Establishments sind unsere Leute“. (Quelle) Nach Ende der Diktatur wurden die griechischen Freimaurer, so viel ich weiss, nicht mehr von der Justiz belästigt.

Nach Angaben der Website der griechischen Freimaurer-Grossloge waren zwei Patriarchen der griechisch-orthodoxen Kirche und zwei Prinzen aus der griechischen Königsfamilie Freimaurer. (Quelle)

Der griechische Milliardär Stavros Niarchos profitierte wirtschaftlich stark von der Militärdiktatur. Er kannte die griechische Königsfamilie.

Der letzte griechische König Konstantin II. starb im Januar 2023. Seine langjährige Ehefrau kommt väterlicherseits aus der dänischen Königsfamilie und mütterlicherseits aus der schwedischen Königsfamilie. Konstantins Schwester Sofia wurde durch eine Heirat Königin von Spanien. Konstantin war Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Auch seine Schwestern Irene und Sofia sind Mitglied des Ordens. (Quelle) Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Prinz Philip

Prinz Philip (1921–2021), der Ehemann der britischen Queen Elizabeth II, wurde in die griechische Königsfamilie geboren und kam somit aus dem Haus Glücksburg. Dadurch kommt auch der heutige britische König Charles III. väterlicherseits aus der Glücksburg Familie.

Prinz Philip war fast 70 Jahre lang Mitglied bei den Freimaurern. (Quelle) Er und sein Sohn Charles nahmen am Bilderberg-Treffen teil. (Quelle: 1 und 2)

Prinz Philip war von 1981 bis 1996 Präsident des WWF und danach bis zu seinem Tod Ehrenpräsident. Er leitete die britische Abteilung des WWF. Der norwegische König Harald war 20 Jahre lang Präsident des WWF-Norwegen. Der WWF-Dänemark wird seit seiner Gründung 1972 vom dänischen Königshaus geleitet. Der WWF hat enge Verbindungen zu Königshäusern. (Mehr dazu)

Prinz Philip besuchte den Bohemian Club. (Quelle) Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Prinz Philip hielt die Übervölkerung für ein grosses Problem. In einem Interview wurde er gefragt, was die grösste Bedrohung für die Umwelt sei. Er antwortete:

Das Bevölkerungswachstum ist wahrscheinlich die grösste langfristige Bedrohung für das Überleben. Wir stehen vor einer grossen Katastrophe, wenn es nicht eingedämmt wird – nicht nur für die Natur, sondern auch für die Menschen. Je mehr Menschen es gibt, desto mehr Ressourcen werden sie verbrauchen, desto mehr Umweltverschmutzung werden sie verursachen, desto mehr Kämpfe werden sie austragen. Wir haben keine andere Wahl. Wenn es nicht freiwillig gesteuert wird, wird es unfreiwillig durch eine Zunahme von Krankheiten, Hunger und Krieg gesteuert werden.

(Quelle)

Das Interview ist von 1981. Damals gab es etwa 4,5 Milliarden Menschen. Heute sind es etwa 8 Milliarden Menschen. Prinz Philip, der 2021 verstarb, wird nicht erfreut gewesen sein über diese Entwicklung. Im Jahr 1900 gab es etwa erst 1,6 Milliarden Menschen. Hinzu kommt, dass sich in Zukunft viele Schwellen- und Entwicklungsländer zu Industriestaaten entwickeln werden. Das heisst, die dortigen Industrien und Konsumenten werden noch mehr Ressourcen benötigen und noch mehr Umweltverschmutzung verursachen als heute. Da ist es verständlich, dass der Prinz sich Sorgen machte. Er ist natürlich nicht der Einzige, der das Problem erkannt hat. Auch Mitglieder aus bekannten Milliardärsfamilien wie RockefellerMellonFord und Du Pont setzten sich für Bevölkerungskontrolle ein.

Übrigens: Die US-amerikanischen Milliardäre David Rockefeller Jr., Bill Gates, George Soros, Warren Buffett, Michael Bloomberg und Ted Turner kamen 2009 zu einem Treffen zusammen. Dabei diskutierten sie unter anderem darüber, wie sie ihr Vermögen verwenden könnten, um das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen. (Quelle: 1 und 2)

1988 meinte Prinz Philip: „Für den Fall, dass ich wiedergeboren werde, möchte ich als tödliches Virus zurückkehren, um etwas zur Lösung der Überbevölkerung beizutragen.“ (Quelle)

Erwähnenswerte Heiraten

Das Haus Glücksburg hat in sehr viele Hochadelsfamilien geheiratet und ist daher inzwischen mit allen noch amtierenden Königsfamilien Europas verwandt. (Quelle) Die Glücksburg Familie heiratete in die Hochadelsgeschlechter Sachsen-Coburg-Gotha, Bourbon, Hannover, Savoyen, Orléans, Bernadotte, Hohenzollern, Bonaparte, Romanow, Karađorđević, Hessen, Mountbatten, Mecklenburg und Lippe. (Quelle)

Der dänische Prinz George Valdemar (1920–1986) heiratete in den schottischen Lyon Clan. Seine Frau war eine Enkelin von Graf Claude Bowes-Lyon. Der Graf war der Clan-Chef des Lyon Clans und war der Grossvater mütterlicherseits der britischen Queen Elizabeth II.

Der griechische Prinz Pavlos (*1967) heiratete Marie-Chantal, eine Tochter des amerikanisch-britischen Milliardärs Robert Warren Miller. Miller war Mitgründer der DFS Group, die mit Luxusprodukten handelt und ihren Sitz in Hongkong hat. Das Unternehmen gehört inzwischen der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault. Marie-Chantals Schwester Pia heiratete in die amerikanisch-britische Milliardärsfamilie Getty, die früher zu den reichsten Familien der Welt gehörte. Marie-Chantals Schwester Alexandra heiratete Alexander von Fürstenberg, der väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Fürstenberg und der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli kommt. Alexanders Mutter ist die belgisch-jüdische Modedesignerin Diane von Fürstenberg, die zurzeit mit dem amerikanisch-jüdischen Milliardär Barry Diller verheiratet ist.

Die griechische Prinzessin Maria-Olympia (*1996) ist die Tochter von Prinz Pavlos und Marie-Chantal. Maria-Olympia kennt Antoine Arnault aus der französischen Milliardärsfamilie Arnault und Electra Niarchos aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos sowie Bianca Brandolini d’Adda aus der italienischen Uradelsfamilie Brandolini. (Foto)

Die norwegische Prinzessin Ragnhild (1930–2012) heiratete den Unternehmer Erling Lorentzen, der geschäftlich in Brasilien aktiv war. Sein Vermögen wurde 2010 auf eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt. Die norwegische Unternehmerfamilie Lorentzen ist schon seit dem 19. Jahrhundert in der Schifffahrt tätig.

Der dänische Prinz Joachim (*1969) heiratete Alexandra Christina Manley. Sie trat später dem Vorstand des dänischen Pharmakonzerns Ferring Pharmaceuticals bei.

Der griechische Prinz Philippos (*1986) heiratete Nina Flohr, die Tochter des Schweizer Milliardärs Thomas Flohr. Bei ihrer Hochzeit waren Mitglieder der griechischen Milliardärsfamilien Niarchos und Vardinogiannis Ehrengäste. (Quelle) Nina Flohr war 2014 bei einem Abendessen, das von der Schweizer Grossbank Credit Suisse mit veranstaltet wurde. Zu den Gästen gehörten unter anderem:

  • Nathaniel Rothschild
  • Maja Oeri und Maja Hoffmann: Die Schweizer Familien Hoffmann und Oeri sind Multimilliardäre und kontrollieren einen der grössten Pharmakonzerne der Welt.
  • Dasha Zhukova: Die Russin war Mitveranstalterin des Abendessens. Ihr Exmann ist der russisch-jüdische Milliardär Roman Abramovich. Ihr derzeitiger Ehemann kommt aus der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos. Zum Freundeskreis des Ehepaares gehören Mitglieder der Familien Trump, Agnelli, Borromeo, Brandolini d’Adda, Hannover, Thurn und Taxis, Santo Domingo sowie Mitglieder der Königsfamilien von Griechenland, Grossbritannien und Monaco.
  • Daphne Guinness: Sie war Mitveranstalterin des Abendessens. Sie hatte in die griechische Milliardärsfamilie Niarchos geheiratet. Daphne war oder ist noch immer in einer romantischen Beziehung mit dem französisch-jüdischen Publizisten Bernard-Henri Lévy, ein Bekannter der französischen Rothschilds. Daphne kommt aus der Guinness Familie. Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige deutsche Kaiserfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel.
  • Eli Broad: Der amerikanisch-jüdische Milliardär war Mitveranstalter des Abendessens. Zu seinem Bekanntenkreis gehören David Rockefeller, Jerry Speyer und Bilderberger-Chefin Marie-Josee Kravis.
  • Nicolas Berggruen: Der amerikanisch-jüdische Milliardär kennt Mitglieder der Familien Rockefeller und Rothschild sowie George Soros.
  • Steven Cohen: Der amerikanisch-jüdische Milliardär ist ein erfolgreicher Hedgefonds-Manager.
  • Alexey Kuzmichev: Ein russischer Milliardär.

(Quelle)

Ein dänischer Prinz gehörte 1949 zu den Gästen einer Hochzeit in London des US-amerikanischen Bankiers Paul Felix Warburg. Dieser war Mitglied einer sehr einflussreichen Bankiersfamilie. An der Hochzeit nahmen auch britische Adlige teil, darunter der Markgraf von Milford Haven aus der Familie Mountbatten, der Markgraf von Blandford aus der Familie Spencer-Churchill und der Graf von Carnarvon aus der Familie Herbert. Die Braut wurde von John McCloy, dem Chef der Weltbank, zum Altar geführt. (Quelle)

Mitglieder der griechischen Königsfamilie waren 1994 auf einer Hochzeit in London, bei der die griechische Unternehmerfamilie Livanos in die griechische Unternehmerfamilie Vardinogiannis heiratete. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Aga KhanHannoverSpencer-Churchill, SafraHearstHambro, Russell, Niarchos, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von Jordanien und Serbien. (Quelle)

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Carnegie Clan

Der schottische Clan Carnegie ist über 600 Jahre alt und gehört zum britischen Adel. Seit dem Jahr 1959 stellt ein Familienzweig des Clans Herzöge und steht somit in der Rangordnung des britischen Adels direkt unter der Königsfamilie. Viele Clanmitglieder waren in der Politik und bei der Armee. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf Verbindungen des Clans zur Wirtschafts- und Finanzelite.

Der derzeitige Clan-Chef, Herzog David Carnegie (*1961), ist ein Verwandter der britischen Königsfamilie. Sein Vater hinterliess ein Vermögen von 41 Millionen Pfund (etwa 55 Millionen US-Dollar). (Quelle) David arbeitete bei der britischen Investmentbank und Brokerfirma Cazenove. Die Bank wurde fast 200 Jahre lang von der Cazenove Familie kontrolliert, die von hugenottischen Flüchtlingen abstammt. 2009 wurde ihre Bank an JPMorgan Chase verkauft, die grösste Bank der USA. Die Cazenove Bank war der persönliche Broker von Queen Elisabeth II. (Quelle)

Andrew Carnegie

Andrew Carnegie (1835–1919) war einer der wichtigsten Industriellen der USA. Er gilt als einer der reichsten Menschen der Geschichte und wurde als der zweitreichste Amerikaner aller Zeiten eingestuft. (Quelle) Das von ihm erlangte Vermögen hätte auf heutige Verhältnisse hochgerechnet einen geschätzten Wert von 370 Milliarden US-Dollar. (Quelle)

Andrew Carnegie gründete 1892 die Carnegie Steel Company, die sich schnell zu einem führenden Stahlunternehmen der USA entwickelte. 1901 verkaufte er das Unternehmen an den Bankier JP Morgan, der es in das von ihm gegründete Stahlunternehmen US Steel integrierte. US Steel war damals der weltweit grösste Stahlkonzern und eines der grössten Unternehmen der Welt. Es war das erste Unternehmen, das eine Marktkapitalisierung von einer Milliarde US-Dollar überschritt. Zurzeit ist US Steel der zweitgrösste amerikanische Stahlproduzent.

Andrew Carnegie stammte vermutlich aus dem Carnegie Clan. (Quelle) Er wurde in Schottland geboren und wanderte 1848 mit seinen Eltern in die USA aus, wo er später zum reichsten Geschäftsmann der USA aufstieg. Seine Mutter Margaret Morrison stammte dem Namen nach vielleicht aus dem schottischen Morrison Clan. Andrew Carnegie fühlte sich sehr mit Schottland verbunden. Er beschrieb seinen Geburtsort in Dunfermline als „den heiligsten Ort auf Erden für mich“. (Quelle) Dunfermline gehört zur schottischen Region Fife. Der Clan-Chef des Carnegie Clans ist zugleich der Herzog von Fife.

Nachdem Andrew Carnegie zu grossem Reichtum gekommen war, wurde er einer der grössten Philanthropen seiner Zeit. Er war nicht nur in den USA, sondern auch in Schottland als Philanthrop aktiv. Er gründete unter anderem den „Carnegie Trust for the Universities of Scotland“, der bis heute Stipendien an Studierende, Doktoranden und akademische Forscher an schottischen Hochschulen vergibt. (Quelle) Ausserdem half Andrew Carnegie in Schottland bei der Gründung von 56 öffentlichen Bibliotheken. (Quelle)

Andrew Carnegie kaufte 1898 das Skibo Castle, ein Schloss in Schottland, das früher von schottischen Clans bewohnt wurde. Andrews Familie besass das Schloss bis 1982. Sie luden oft Personen aus den Eliten der USA und Grossbritannien in ihr Schloss ein. Bemerkenswerte Gäste aus den USA waren die US-Präsidenten Theodore Roosevelt (Freimaurer) und Woodrow Wilson sowie Mitglieder der Familien Rockefeller und Vanderbilt. Zu den britischen Gästen zählten Adlige, darunter König Edward VII. (Freimaurer) und Mitglieder der Churchill Familie (Freimaurer). (1, 2, 3) Im Skibo Castle trifft sich bis heute der Carnegie Club, der sich als das „bestgehütete Geheimnis des Landes“ und als „Spielplatz für Millionäre“ bezeichnet. Der Club sagte 2017 zu einer Zeitung: „Skibos Mitglieder sind zu 40 Prozent Amerikaner, viele von ihnen sind Wirtschaftsführer, CEOs und Ölmagnaten, grösstenteils aus Texas, Boston und New York. Es gibt einen grossen Anteil amerikanischer Gäste, die schottischer Abstammung sind und sich für die schottische und britische Kultur interessieren. Der verbleibende Prozentsatz stammt grösstenteils aus Grossbritannien, viele aus London und Umgebung, sowie österreichische Aristokraten, Schweizer und Russen.“ Die Mitgliedschaft im Club kostet 8000 Pfund pro Jahr und die Aufnahmegebühr liegt bei 25 000 Pfund (etwa 30 000 US-Dollar). Im Jahr 2000 hielt die berühmte Sängerin Madonna ihre Hochzeit im Skibo Castle ab. (Quelle) Zum Club gehören auch Politiker und hohe Manager von grossen Finanzunternehmen. Bemerkenswerte Gäste aus den USA waren in den 90er-Jahren die Milliardäre Charles Schwab, George Roberts (Mitgründer von KKR) und Philip Anschutz. (Quelle) Auch US-Präsident Bill Clinton besuchte das Skibo Castle. (Quelle)

Andrew Carnegie war Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk. (Quelle) Die Gesellschaft fördert die Beziehungen zwischen den Eliten der USA und Grossbritannien. In der Gesellschaft waren mehrere schottische Clans vertreten.

Andrew Carnegie war Präsident der „Saint Andrew’s Society of the State of New York“. (Quelle) Diese wurde 1756 von schottischen Einwanderern gegründet und besteht bis heute. Damit ist sie die älteste Wohltätigkeitsorganisation von New York. Die Gesellschaft unterstützt die schottischstämmige Community in New York. Viele Präsidenten der Gesellschaft stammten aus schottischen Clans, unter anderem aus den Clans Murray, Livingston und Drummond. Saint Andrew’s Societies gibt es in einigen ehemaligen britischen Kolonien (USA, Kanada, Australien und weitere). Sie dienen auch dazu, Kontakte zwischen den schottischen Einwandererfamilien zu fördern.

Andrew Carnegie trat womöglich den Freimaurern bei. (1, 2) Er war Treuhänder des Nachlasses von William R. Smith, der Freimaurer im 32. Grad war. (Quelle) William G. Clyde, ein Präsident von Carnegies Stahlkonzern, erreichte den 33. Freimaurergrad. (Quelle) Henry Clay Frick, der als Vorsitzender von Carnegies Stahlkonzern fungierte, war Mitglied einer Freimaurerloge, die nach König Salomo benannt ist. (Quelle) Henry Clay Frick galt 1918 als der zweitreichste Amerikaner. (Quelle)

Andrew Carnegie war ein Cousin und Geschäftspartner des Schotten George Lauder, der ebenfalls in die USA eingewandert war. Ein weiterer wichtiger Partner war Henry Phipps, der seit seiner Jugend mit Carnegie befreundet war. Henry Phipps wurde in den USA geboren. Seine Eltern waren Einwanderer aus England. Die Familien Lauder und Phipps gehören bis heute zur Elite der USA. Die Phipps sind inzwischen Milliardäre. Sie heirateten in britische Adelsfamilien. Henrys Tochter Amy heiratete den britischen Politiker Freddie Guest, einen Cousin des britischen Premierministers und Freimaurers Winston Churchill. Freddie kam aus der Guest Familie, die im 18. Jahrhundert zu den Pionieren der Industrialisierung gehörte und im 19. Jahrhundert einen der grössten Eisen- und Stahlproduzenten Grossbritanniens kontrollierte. England war das erste Land, in dem die Industrialisierung begann. Die Guest Familie heiratete in den britischen Adel und erhielt einen Adelstitel.

Andrew Carnegie spendete einen grossen Teil seines Vermögens an die von ihm gegründete Stiftung „Carnegie Corporation of New York“. Sie gehört bis heute zu den reichsten Stiftungen der USA. Im Jahr 2021 besass sie ein Vermögen von 4,7 Milliarden US-Dollar. Derzeit wird die Stiftung vom Politiker Thomas Kean geleitet. Kean war Gouverneur von New Jersey und Vorsitzender der 9/11-Kommission. Er ist ein Nachkomme der Livingston Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte und vom schottischen Livingstone Clan abstammt. Thomas Kean ist Vizepräsident des amerikanischen Zweigs der bereits erwähnten Pilgrims Society.

Andrew Carnegie gründete und finanzierte das „Carnegie Endowment for International Peace“, die erste Eliten-Denkfabrik der USA. Sie gilt bis heute als eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt und konzentriert sich auf internationale Beziehungen. Derzeit sind im Kuratorium der Denkfabrik Mitglieder der Milliardärsfamilien Oppenheimer (Südafrika), Pritzker (USA), Tata und Birla (Indien) sowie ein Mitglied der jordanischen Königsfamilie. (Stand: 17.11.2021)

Andrew Carnegie gründete das „Carnegie Institute of Technology“, aus der die heutige Carnegie Mellon University hervorging, eine führende Forschungsuniversität.

Andrews Grossnichte Nancy Carnegie (1900–1994) heiratete James Stillman Rockefeller, der Präsident der Citibank (heutige Citigroup) war. (Quelle) Diese ist schon seit über 100 Jahren eine der grössten Banken der USA. James kam väterlicherseits aus der Rockefeller Familie und mütterlicherseits aus der Stillman Familie.

Bemerkenswerte Adlige aus dem Carnegie Clan

Charles Carnegie, der 11. Graf von Southesk (1893–1992), heiratete eine Enkelin des britischen Königs Edward VII. (Quelle) Der König war hochrangiger Freimaurer. (Quelle) Charles Carnegie trat dem Right Club bei, ein 1939 gegründeter Club, in dem Antisemiten aus dem britischen Establishment zusammenkamen. Der Club sympathisierte mit Adolf Hitler und forderte eine Appeasement-Politik gegenüber Nazideutschland. Zum Club gehörten mehrere Adlige. Der Gründer des Clubs war Archibald Maule Ramsay, ein Mitglied des schottischen Ramsay Clans. Er sagte über den Club: „Das Hauptziel bestand darin, die Aktivitäten des organisierten Judentums zu bekämpfen und aufzudecken.“ (1, 2, 3)

James Carnegie (starb 1669), der 2. Graf von Southesk, soll in Padua, Italien, schwarze Magie studiert haben. (Seite 271)

William Carnegie (1756–1831), der 7. Graf von Northesk, war Konteradmiral des Vereinigten Königreiches. Er war Gouverneur der British Linen Bank, die im 18. Jahrhundert gegründet wurde. (1, 2)

David Carnegie (1772–1837) war der Enkel eines Baronets aus dem Carnegie Clan. (Quelle) David zog nach Schweden und gründete dort 1803 ein erfolgreiches Handelsunternehmen. Um 1860 machte seine Zuckerfabrik 30 Prozent der schwedischen Zuckerproduktion aus. Davids Familie war noch bis Beginn des 20. Jahrhunderts am Unternehmen beteiligt. Seither wird es von schwedischen Geschäftsleuten kontrolliert. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Handelshaus zur Carnegie Investment Bank. (1, 2) Heute ist sie eine der führenden schwedischen Investmentbanken und koordinierte sehr viele Börsengänge in Schweden. 2022 wurde sie zur besten Investmentbank des Landes gekürt. (Quelle)

Mary Carnegie (1899–1996), die Tochter eines Carnegie-Grafen, heiratete in die Bankiersfamilie Smith. (Quelle) Die Smith Familie ist eine der ältesten und wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

James Carnegie (1910–1996), der Sohn eines Carnegie-Grafen, war der Schwiegersohn von Constance Bowes-Lyon. Constance kam mütterlicherseits aus der Bankiersfamilie Smith. (Quelle) Ihr Vater, der Clan-Chef des schottischen Lyon Clans, war ein Urgrossvater der heutigen Queen Elisabeth II.

Lancelot Carnegie (1861–1933) war der Sohn eines Carnegie-Grafen. Er vertrat Grossbritannien als Diplomat in mehreren Ländern, unter anderem als Botschafter in Portugal. Er wurde zum Ritter geschlagen und in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Seine Mutter kam aus dem schottischen Murray Clan und war die Tochter eines Grafen. Lancelots Frau kam väterlicherseits aus der Barclay Familie und mütterlicherseits aus der Gurney Familie. Barclay und Gurney sind zwei Quäkerfamilien, welche die britische Barclays Bank aufbauten, eine der ältesten und grössten Banken der Welt. Die Barclays stammten aus dem Barclay Clan. Die beiden Töchter von Lancelot Carnegie heirateten in die Gurney Familie und in den Murray Clan. (1, 2) Lancelots Schwager George Head Barclay heiratete eine Tochter des US-amerikanischen Bankers Henry Chapman, der Präsident der New Yorker Börse war und für die britische Barings Bank arbeitete. Die Frau von George Head Barclay kam mütterlicherseits aus der Jay Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte. Ihr Bruder John Jay Chapman heiratete Elizabeth Winthrop Chanler. Diese kam mütterlicherseits aus der Astor Familie (gehört schon seit über 200 Jahren zur Elite der USA) und väterlicherseits aus der Winthrop Familie (gehört schon seit über 350 Jahren zur Elite der USA). (Quelle)

John Fraser Carnegie (1922–2011), der Enkel eines Carnegie-Grafen, heiratete die Tochter des Clan-Chefs des Mackinnon Clans. Johns Tochter heiratete in den Bruce Clan. (Quelle) Der Carnegie Clan heiratete noch in viele weitere schottische Clans.

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Astor Familie

Die Astor Familie ist Teil der angloamerikanischen Elite. Sie war im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der USA und wurde im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Über Heiraten sind sie bis heute mit vielen elitären Familien verbunden.

Der US-amerikanische Zweig

Der in Deutschland geborene John Jacob Astor (1763-1848) wanderte als Jugendlicher nach England aus und war dort als Hersteller von Musikinstrumenten tätig. 1783 zog er in die USA und gründete 1808 die „American Fur Company“, die zum grössten Pelzhändler der USA wurde. Er war auch als Investor tätig und besass später viel Land sowie Immobilien in New York. In den 1840er Jahren galt John Jacob Astor als der reichste US-Amerikaner. Er war der erste Multimillionär der USA und gilt als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten (Quelle).

John Jacob Astor war Freimaurer. Er wurde 1790 Mitglied der Holland Lodge in New York. Die Holland Lodge besteht seit 1787 und gilt als eine der führenden Freimaurerlogen der USA. Bemerkenswerte Mitglieder waren US-Präsident Franklin Delano Roosevelt und der Industrielle Edward Henry Harriman sowie elf Mitglieder der Livingston Familie (gehörte zu den Gründervätern der USA). (Quelle: 1 und 2) Astor war auch Grossschatzmeister der Grossloge von New York (Quelle).

John Jacob Astor war kurzzeitig im Opiumhandel sowie im Opiumschmuggel aktiv und soll über 50 Tonnen Opium verkauft haben (Quelle). Er war einer der ersten Aktionäre der Manhattan Company, eine New Yorker Bank. Sie fusionierte 1955 mit der Bank der Rockefeller Familie. Sie ist ein Vorläufer der JPMorgan Chase, die heute die grösste Bank der USA ist.

Der Nachkomme Vincent Astor (1891-1959) wurde 1918 und 1957 als einer der reichsten US-Amerikaner eingestuft (Quelle: 1 und 2). Er war Polospieler und gehörte zu einem Polo-Club, in dem viele Akteure der damaligen US-Elite vertreten waren, darunter Cornelius Vanderbilt, John Schiff, William Averell Harriman, Robert Lehman, die Frau von William Randolph Hearst, Harry Guggenheim, Walter Chrysler und John Hay Whitney. (Quelle: Seite 134)

John Jacob Astor IV. (1864-1912) starb beim Untergang der Titanic. Er war der reichste Passagier auf dem Schiff und war in Begleitung weiterer Personen der angloamerikanischen Elite, die ebenfalls verstarben (Quelle). Darunter auch Benjamin Guggenheim und Isidor Straus (hatte seine Suite auf dem Schiff neben Astor). Die Titanic gehörte dem Bankier JP Morgan, der ursprünglich mitkommen wollte, aber am Tag der Abfahrt aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung absagte (Quelle). Auch George Washington Vanderbilt II. und Henry Clay Frick (einer der reichsten US-Amerikaner) wollten ursprünglich mitkommen, sagten aber schliesslich ab (Quelle).

Die Astor Familie gehörte zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Caroline Schermerhorn Astor (1830-1908) leitete die Gruppe und war oft die Gastgeberin. Zu den 400 gehörten alte Kolonialfamilien, wie Winthrop, Bayard, Van Rensselaer, Livingston, Schuyler, Peyster. Diese Familien waren bereits vor der Gründung der USA 1776 die führende Elite des Landes gewesen. Sie waren über Heiraten mit den Familien der US-Gründerväter verbunden und einzelne Gründerväter kamen selbst aus einflussreichen Kolonialfamilien. In der US-Elite sind bis heute Nachkommen dieser Familien vertreten.

Die Astors verkehrten in elitären New Yorker Clubs, darunter der Knickerbocker Club, der Union Club und der New York Yacht Club. Dadurch werden sie viele Familien der New Yorker Elite gekannt haben.

1933 wurde die erfolgreiche Zeitung Newsweek gegründet. In der Anfangszeit wurde sie von wenigen einflussreichen Geldgebern finanziert, darunter Vincent Astor, Paul Mellon und John Hay Whitney. Vincent Astor war der Hauptanteilseigner und wurde 1937 Vorsitzender der Zeitung. (Quelle) Newsweek gehört heute zu den meistbesuchten Online-Zeitungen in den USA.

Der britische Zweig

William Waldorf Astor (1848-1919) war in England als Zeitungsverleger tätig und kaufte die britischen Zeitungen The Observer und Pall Mall Gazette. 1917 wurde er zum Vizegrafen geadelt. Seine Nachkommen sind seither in der britischen Politik und Medienlandschaft tätig.

Sein Sohn John Jacob Astor (1886-1971) war 10 Jahre lang Direktor der britischen Barclays Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt. Er war über 25 Jahre lang Direktor der britischen Hambros Bank und kannte dadurch die Bankiersfamilie Hambro. Er kontrollierte zusammen mit seinem Sohn 44 Jahre lang The Times, eine der wichtigsten britischen Zeitungen. 1922 hatten sie die Zeitung der Harmsworth Familie abgekauft. 1966 verkauften sie die Zeitung an die Thomson Familie. 1956 wurde John Jacob Astor zum Baron geadelt.

Vizegraf William Astor (1907-1966) sass im House of Lords, dem Oberhaus des britischen Parlaments, dem bis heute viele Adlige angehören (die erblichen Peers). In den 50er-Jahren fanden im House of Lords mehrere Debatten zum Thema Weltregierung statt. Bei einer davon sprach sich William Astor für eine Weltregierung aus und meinte, es bräuchte eine Weltpolizei, die das Weltrecht durchsetzen könnte. Astor sagte, die Weltregierung soll aus der UN hervorgehen. Er wies darauf hin, dass die britische Queen Elizabeth der Gründung einer Weltregierung offen gegenübersteht und es auch im Ausland viele Leute gibt, die das Vorhaben unterstützen würden. Nach Astor hielt der Graf von Home* seine Rede, in der er ebenso eine Weltregierung befürwortete und die UN als ihren Grundstein sah. Er sagte: „Der beste Beitrag und das überzeugendste Beispiel für die Möglichkeit einer zukünftigen Weltregierung ist vielleicht das Beispiel des Commonwealth.“ Der Commonwealth ist gewissermassen der Nachfolger des britischen Weltreiches. Bei der Debatte im House of Lords hielt auch William Beveridge eine Rede, in der er erklärte, dass Grossbritannien am besten geeignet sei, die Weltregierung anzuführen. Er sagte: „In der Vergangenheit hat Grossbritannien die Welt in vielen Dingen angeführt, und obwohl es nicht die Macht hat, die Welt physisch anzuführen oder sie physisch zu beherrschen, wie es in der Vergangenheit der Fall war, könnte Grossbritannien führend sein. (…) Wenn die Regierung meinen Appell in Betracht ziehen würde, könnte Grossbritannien die Welt wieder anführen und uns schneller aus dieser grauenhaften Gefahr eines nuklearen dritten Weltkriegs befreien.“ Er wollte also eine britische Weltdominanz zum Wohle der Menschheit. In seiner Rede bezeichnete er das House of Lords als das „intelligenteste und wichtigste Publikum“, das man haben kann. (Quelle) Diese Art von Grössenwahn gab es in der britischen Elite schon seit dem 19. Jahrhundert.

* Der Graf von Home wurde später Premierminister und Vorsitzender der berüchtigten Bilderberg-Treffen. (Quelle)

Baron John Astor (*1946) ist britischer Politiker. Er wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist (Quelle). Neben seiner Arbeit im britischen Verteidigungsministerium war er auch Teil der britischen Kolonialregierung. Er war Oppositionssprecher für Aussen- und Commonwealth-Angelegenheiten und internationale Entwicklung, was vereinfacht bedeutet, dass er diplomatische Arbeit in den (ehemaligen) britischen Kolonien leistete. Er war Handelsbotschafter des Premierministers für Oman und Berater des Verteidigungsministers für militärische Zusammenarbeit mit Oman. Die erdölreiche Monarchie Oman stand seit Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss der britischen Kolonialelite. Astor war Vizevorsitzender des „Conservative Middle East Council“, eine Organisation, die britische Politiker berät und dafür sorgen soll, dass diese den Nahen Osten verstehen.

Der Politiker Vizegraf William Astor (*1951) ist der Stiefvater von Samantha Cameron. Sie ist die Ehefrau des ehemaligen britischen Premierministers David Cameron. 2019 wurde das Vermögen von Vizegraf William Astor auf 258 Millionen Pfund geschätzt, also etwa 320 Millionen US-Dollar (Quelle). William Astor ist im Vorstand eines Unternehmens des US-amerikanischen Multimillionärs Wilbur Ross. (Quelle) Wilbur Ross war in Donald Trumps erster Amtszeit Handelsminister. Er arbeitete 24 Jahre für die britische Rothschild Bank. In seiner Funktion als Rothschild-Banker hatte er in den 90er-Jahren Trump vor einer Privatinsolvenz gerettet. Wilbur Ross war das Oberhaupt einer elitären Geheimgesellschaft, bestehend aus Geschäftsleuten von der Wall Street. (Mehr zu Wilbur Ross)

Ein Vizegraf aus der Astor Familie besuchte den Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Baron Gavin Astor (1918-1984) gehörte zur Stiftung The 1001: A Nature Trust (Quelle). Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Die Astor Familie gehörte oder gehört noch immer zur Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk. Baron Gavin Astor war von 1967 bis 1977 Vorsitzender des Exekutivkomitees der Pilgrims Society (Quelle). Die Pilgrims Society wird von der britischen Königsfamilie geführt. Das erste Treffen der Pilgrims in den USA fand 1903 im Waldorf Astoria Hotel in New York statt. (Quelle) Das Hotel war zehn Jahre zuvor von der Astor Familie gegründet worden.

Erwähnenswerte Heiraten

Die Astors haben in viele elitäre Familien geheiratet. Ich hab hier nur die wichtigsten Heiraten aufgelistet.

Laura Eugenia Astor (1824-1902) heiratete Franklin Hughes Delano, ein US-amerikanischer Kaufmann und Diplomat. Er war ein Grossonkel des US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt (Freimaurer). Die Delano Familie sind Nachfahren der Pilgerväter. (Quelle)

Helen Schermerhorn Astor (1855-1893) heiratete den US-Diplomaten James Roosevelt. Er war ein Halbbruder des US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt. (Quelle) Die Roosevelt Familie gehörte schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes.

Michael Ramon Langhorne Astor (*1946) heiratete ein US-amerikanisches Mitglied der jüdischen Bankiersfamilie Warburg. (Quelle) Der Halbbruder von Astors Frau, Stephen Currier, heiratete in die US-amerikanische Milliardärsfamilie Mellon. Die Tante von Currier und Astors Frau heiratete einen britischen Baron aus der jüdischen Bankiersfamilie Erlanger. (Quelle)

Rachel Pauline Spender Clay (1907-1996), die mütterlicherseits aus der Astor Familie kam, heiratete David Bowes-Lyon (Quelle). Davids Schwester war die Mutter der derzeitigen Queen Elizabeth. Der Vater der Geschwister war der Clan-Chef des schottischen Lyon Clans.

Vizegraf William Astor (1907-1966) heiratete die Britin Sarah Norton, die später in die Baring Familie heiratete. Die britische Bankiersfamilie Baring gehörte im 19. Jahrhundert zu den reichsten und mächtigsten Bankiers. Sarah Norton hatte Prinz Philip (Ehemann der Queen) mit seiner ersten Freundin Osla Benning verkuppelt. (Quelle: 1 und 2)

Die Frau von Vizegraf William Waldorf Astor (1848-1919) hatte einen Bruder (James William Paul), der in die Drexel Familie heiratete (Quelle). Die Drexels waren enge Geschäftspartner der Morgan Familie. Drexel und Morgan galten damals als die mächtigsten Bankiersfamilien der USA. Jacqueline Astor (*1949) heiratete auch in die Drexel Familie (Quelle).

Caroline Schermerhorn Astor (1861-1948) heiratete den US-amerikanischen Bankier Marshall Orme Wilson. Dessen Schwester Grace heiratete in die Vanderbilt Familie. Die Vanderbilts gehörten wie die Astors zu den reichsten Amerikanern des 19. Jahrhunderts. Wilsons Schwester Leila heiratete in die englische Adelsfamilie Herbert. Wilsons Schwester Mary heiratete in die US-Kolonialfamilie Goelet, die ebenfalls in den britischen Adel heiratete. (Quelle)

Ava Astor (1902-1956) heiratete in erster Ehe Prinz Serge Obolensky. Die Obolensky Familie ist eine russische Adelsfamilie und sind Nachfahren des russischen Herrschers Rjurik (lebte im 9. Jahrhundert). Serge hatte zuvor in die russische Zarenfamilie geheiratet. Wie viele russische Adlige flohen sie 1917 während der antiadligen Revolution aus Russland in die USA (auch Mitglieder der Zarenfamilie). Als Serge Obolensky in die Astor Familie heiratete, stieg er ins Immobiliengeschäft ein und arbeitete mit seinem Schwager aus der Astor Familie zusammen. Serge wurde stellvertretender Vorsitzender von Hilton Worldwide, eine der grössten Hotelketten der Welt. Er arbeitete für das OSS (der Vorläufer der CIA). Ava Astors und Serges gemeinsame Tochter heiratete einen russischen Prinzen aus der Giray-Dynastie, die der Überlieferung nach vom mongolischen Herrscher Dschinghis Khan (1162-1227) abstammt. (Quelle) Ava Astors und Serges gemeinsamer Sohn Ivan Obolensky (1925-2019) lebte ebenfalls in den USA und war als Finanzanalyst und Verleger tätig. Er war wie die Astors Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk (Quelle). Er war US-Prior des Orthodoxen Johanniterordens, ein Orden der russisch-orthodoxen Kirche. Er war auch Schatzmeister der „Russian Nobility Association in America“, eine russisch-adlige Organisation in den USA. Er war Freimaurer und erreichte den 33. Freimaurergrad (der höchste Grad). Er war Meister der Holland Lodge. (Quelle) Grossmeister dieser Loge war auch, wie anfangs bereits erwähnt wurde, der Einwanderer John Jacob Astor (1763-1848). Ivan Obolensky erhielt 2010 eine Auszeichnung von der Grossloge von New York. Er war Hauptrepräsentant der russischen Grossloge von 1996 bis 2014. (Quelle: Seite 11 und 12)

Ava Astor heiratete in zweiter Ehe den österreichischen Adligen Raimund von Hofmannsthal. Er war ein Ur-Ur-Enkel von Isaak Löw Hofmann (1759-1849). (Quelle) Der jüdische Kaufmann war der führende Seidenhändler Österreichs und wurde für seine Dienste vom österreichischen Kaiser geadelt. Die Tochter von Ava Astor und Raimund heiratete den schottischen Künstler Rory McEwen, der Sohn eines Barons aus dem schottischen McEwen Clan. (Quelle) Dieser Familienzweig stellt seit 2020 das Oberhaupt des McEwen Clans. Ava Astor heiratete in vierter Ehe den Enkel eines britischen Grafen.

Georgina Astor (*1952) heiratete einen Sohn des Clan-Chefs des schottischen Ramsay Clans. (Quelle)

Vincent Astor (1891-1959) heiratete in erster Ehe in die englische Kolonialfamilie Huntington. Samuel Huntington war einer der Gründerväter der USA. Vincent Astor heiratete in zweiter Ehe Mary Cushing. Sie war die Schwester von Betsey Cushing, die in die Familien Roosevelt und Whitney heiratete. Vincent Astor heiratete in dritter Ehe Brooke Russell. (Quelle) Diese war schon zuvor mit zwei mächtigen Männern verheiratet. In erster Ehe heiratete sie den Politiker John Dryden Kuser, der mütterlicherseits aus der Dryden Familie kam, welche den Versicherungskonzern Prudential Financial gründete und aufbaute. Prudential Financial ist heute noch der führende Versicherungskonzern der USA und einer der grössten der Welt. Brooke Russell war in zweiter Ehe mit dem Sohn des Geschäftsmanns Charles Henry Marshall verheiratet. (Quelle) Charles war ein Bekannter der Astor Familie und war in vielen Eliteclubs vertreten. Charles Tochter heiratete in die Field Familie, die im 19. Jahrhundert zu den reichsten Amerikanern gehörte und auch noch im 20. Jahrhundert Teil der US-Elite war. (Quelle) Brooke Russell Astor (1902-2007) kannte David Rockefeller, George Soros, Ted Turner (gründete den Fernsehsender CNN), William Gates Sr. (der Vater von Bill Gates) und Leonore Annenberg (Frau des Medienunternehmers Walter Annenberg) (Foto). Brooke Russell Astor kannte Rupert Murdoch, einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt (Foto).

Emily Astor (1819-1841) heiratete in die US-amerikanische Kolonialfamilie Ward. Ihr Mann war ein Nachkomme des Kolonialgouverneurs Richard Ward (1689-1763). Ihre gemeinsame Tochter Margaret Astor Ward (1838-1875) heiratete den Politiker John Winthrop Chanler. Er kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Winthrop, die bereits im 17. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien des Landes war. (Quelle) Die Nachkommen von Margaret und John heirateten in einflussreiche Familien, darunter in die nicht amtierende portugiesische Königsfamilie (mehr dazu im Beitrag zur Familie Winthrop-Chanler).

Baron John Jacob Astor (1886-1971) heiratete Violet Elliot-Murray-Kynynmound, die Tochter eines britischen Grafen. Die Schwester seiner Frau (Ruby) heiratete in die Baring Familie, eine der wichtigsten britischen Bankiersfamilien. (Quelle)

Die Frau von William Backhouse Astor Sr. (1792-1875) kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern der USA gehörte. (Quelle)

Janet Elizabeth Astor (*1961) heiratete den britischen Herzog von Richmond (Quelle). Die Herzogsfamilie ist eine Bastardlinie der Königsfamilie Stuart aus dem schottischen Stewart Clan.

Nancy Phyllis Louise Astor (1909-1975) heiratete den britischen Grafen James Heathcote-Drummond-Willoughby. (Quelle)

Der Schwiegervater von Michael Astor (1916-1980) war Bede Clifford, ein britischer Kolonialbeamter. Clifford war Gouverneur der britischen Kolonien Bahamas, Mauritius, Trinidad und Tobago. (Quelle)

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Du Pont Familie

Die Du Pont Familie gehörte bereits vor über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA. Mitte des 20. Jahrhunderts war sie vermutlich die reichste Familie des Landes neben Rockefeller, Mellon und Ford. Auf der Liste der reichsten Amerikaner von 1985 waren etwa 30 Erben der Du Pont Familie und sie galt damit als die reichste Familie. Ihr heutiges Vermögen wird auf 18 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Das Vermögen stammt aus dem Chemieunternehmen DuPont, das in den letzten 100 Jahren meist der grösste Chemiekonzern der Welt war. Inzwischen ist der Konzern unabhängig von der Familie, zumindest nach offiziellen Angaben.

Derzeit ist Eleuthère du Pont im Vorstand des DuPont-Konzerns. Er war Präsident und CFO des Einzelhändlers Wawa.1 Dadurch wird er die Milliardärsfamilie Wood kennengelernt haben, die Wawa kontrolliert. Eleuthère du Pont sitzt momentan im Vorstand des Logistikunternehmens Burris Logistics2 sowie im Vorstand der WSFS Bank3. WSFS ist eine Bank im US-Bundesstaat Delaware. Delaware ist eine der grössten Steueroasen der Welt. Die Du Pont Familie gehört schon seit über 150 Jahren zur Elite von Delaware.

  1. Wawa machte 2024 einen Umsatz von 18,8 Milliarden US-Dollar.
  2. Burris Logistics machte 2023 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen gehört der Gründerfamilie.
  3. Die WSFS Bank verwaltete 2024 ein Vermögen von 87,2 Milliarden Dollar. Mit dem Gründungsjahr 1832 gehört sie zu den ältesten Banken der USA.

2017 fusionierte der DuPont-Konzern mit Dow Chemical, der ebenfalls einer der grössten Chemiekonzerne der USA war. In den eineinhalb Jahren nach der Fusion teilte sich der neue Konzern in drei kleinere Konzerne auf, die unabhängig voneinander sind: Corteva, Dow und DuPont. Da Teile von DuPont in Corteva und Dow integriert wurden, ist der Konzern nicht mehr so gross wie vor der Fusion. Inzwischen ist Dow der grösste Chemiekonzern der USA.

Dow war 1897 von Herbert Dow gegründet worden. Der Unternehmer war Freimaurer und zu seiner Beerdigung kamen 150 Freimaurer.

Durch eine weitere Ausgliederung des DuPont-Konzerns entstand 2015 Chemours, ein weiteres Chemieunternehmen.

Die Umsätze dieser vier Chemiekonzerne im Jahr 2023 in US-Dollar:

DuPont – 12,8 Milliarden

Dow – 53,5 Milliarden

Corteva – 17,7 Milliarden

Chemours – 6 Milliarden

Die Gründer der Dynastie

Der Franzose Pierre Samuel du Pont de Nemours (1739–1817) war der Begründer der Dynastie. Sein Vater, ein Uhrmacher, war Hugenotte. Pierres Mutter stammte aus einer verarmten Adelsfamilie. Pierre stand im Dienste des französischen Königs Ludwig XVI. (Freimaurer) und wurde geadelt. Nach der Gründung der USA half Pierre bei den Verhandlungen zum Vertrag von Paris von 1783, der zur Anerkennung der USA als unabhängiges Land führte. Pierre lernte dabei Benjamin Franklin (Freimaurer) und Thomas Jefferson kennen, die zu den Gründervätern der USA gehörten und Botschafter in Frankreich waren. Die beiden schätzten Pierre und bezeichneten ihn als den „fähigsten Mann in Frankreich“. Als ein paar Jahre später die Französische Revolution begann, war Pierre Mitglied der „Assemblée nationale constituante“, die in der Frühphase der Revolution gebildet wurde und die erste Verfassung Frankreichs entwarf. Viele Mitglieder der Versammlung kamen aus dem Adel und dem Klerus. Sie waren gemässigte Revolutionäre, die Frankreich zu einer konstitutionellen Monarchie machen wollten. Jedoch konnten sich die radikalen Revolutionäre durchsetzen, was zur Hinrichtung von König Ludwig XVI. führte. Da Pierre auf der Seite des Königs stand, wurde er verhaftet, später aber wieder freigelassen. Er war mit dem Grafen von Mirabeau (Freimaurer) befreundet, der eine führende Rolle bei der Revolution übernahm. Im Jahr 1799, das Jahr der Machtübernahme Napoleon Bonapartes (hatte viele Freimaurer in der Verwandtschaft), ging Pierre mit seiner Familie in die USA. Dort hatte er wieder Kontakt zu Thomas Jefferson, der 1801 Präsident der USA wurde. Auch Jeffersons Nachfolger James Madison korrespondierte mit Pierre und seinen Söhnen. Pierre kehrte nach Frankreich zurück und trat der Führung der Pariser Handelskammer bei. 1814 unterstützte er die Wiederherstellung der Bourbonen-Monarchie, bei der Ludwig XVIII. (Freimaurer) den Thron bestieg. Dieser war der Bruder des hingerichteten Königs Ludwig XVI. Pierre reiste 1815 wieder in die USA, wo er bis zu seinem Tod lebte. Seine Nachkommen lebten seither in den USA.

Einer seiner Söhne, Éleuthère Irénée du Pont (1771–1834), gehörte in den 1820er-Jahren zur Führung der „Second Bank of the United States“. Diese war die damalige Zentralbank der USA. Éleuthère gründete im Jahr 1802 eine Schiesspulverfirma. Der Schweizer Geschäftsmann Jacques Bidermann, ein Anhänger der Französischen Revolution, war in der Anfangszeit Hauptinvestor des Unternehmens und sein Sohn heiratete in die Du Pont Familie. Bidermanns Frau gehörte zur Schweizer Bankiersfamilie Odier.

Éleuthères Bruder, Victor Marie du Pont (1767–1827), war in der Führung der Zentralbank in Philadelphia und leitete die Wollfabriken seines Bruders. Victor war ein Adjutant des Markgrafen von Lafayette. Der reiche Adlige aus Frankreich unterstützte die Französische Revolution, aber war dem König wohlgesonnen. Lafayette spielte eine entscheidende Rolle bei der Amerikanischen Revolution. Er war in Frankreich und in den USA als Freimaurer aktiv. Er erreichte den 33. Freimaurergrad, wurde Royal Arch-Freimaurer, gehörte zu einem hohen Freimaurerrat in New York und trat den amerikanischen Templern bei. Er hatte ein gutes Verhältnis zu den Gründervätern der USA, auch zum ersten US-Präsidenten George Washington. Washington war Freimaurer, so wie viele weitere US-Präsidenten. Victor Marie du Pont, der wie gesagt Lafayette kannte, trat mehreren Freimaurerlogen bei und gründete selbst eine Loge mit. Er war Gründungsmitglied einer Loge, die nach Lafayette benannt ist. Zudem war Victor Schatzmeister der Grossloge von Delaware. Er wurde hoher Politiker im US-Bundesstaat Delaware. In den letzten 200 Jahren waren mehrere Mitglieder der Du Pont Familie Politiker in Delaware.

Es gibt eine Freimaurerloge in Washington mit dem Namen Lafayette-Dupont. Sie ist nach Lafayette und nach Samuel Francis Du Pont (1803–1865) benannt. Samuel, ein Konteradmiral der US-Marine, war der Sohn des Freimaurers Victor Marie du Pont.

Lafayette nahm an der Hochzeit von Charles du Pont (1797–1869) teil. Charles war ebenfalls ein Sohn von Victor und sass im Senat von Delaware. Sein Schwiegervater Nicholas Van Dyke war Generalstaatsanwalt von Delaware und vertrat den Bundesstaat im Senat. Nicholas’ gleichnamiger Vater war Gouverneur von Delaware. Vater und Sohn gehörten den Freimaurern an.

Alfred Victor du Pont (1833–1893) war 1850 Mitgründer von Phi Kappa Sigma, einer elitären Studentenverbindung, wie es mehrere in den USA gibt (Skull and Bones usw). Der Hauptgründer von Phi Kappa Sigma war Samuel Mitchell, ein Freimaurer. Eine ganze Reihe an Mitgliedern der Du Pont Familie gehörte zu Phi Kappa Sigma.

Es gibt eine seit 1918 bestehende Freimaurerloge mit dem Namen DuPont. Sie ist nach dem DuPont-Konzern benannt. Lloyd Jefferson, der Grossmeister der Freimaurer im Bundesstaat Virginia war, und James Byrnes, ein ehemaliger Grossmeister der Freimaurer im Bundesstaat Wisconsin, waren Mitglied der DuPont-Loge. Lloyd Jefferson arbeitete als Banker. Er gehörte vielen Logen und Freimaurerorden an. Er war Shriner, Rosenkreuzer, Royal Arch-Freimaurer sowie Mitglied des Royal Order of Scotland. Letzterer ist ein Freimaurerorden in Schottland, der von schottischen Adelsfamilien angeführt wird, die schon seit Jahrhunderten mit der Freimaurerei verbunden sind.

Das ehemalige Wirtschaftsimperium der Familie

Das Familienunternehmen der Du Ponts war im 19. Jahrhundert der grösste Pulverfabrikant der USA. Im Jahr 1889 kontrollierte das Unternehmen 95 Prozent der amerikanischen Schiesspulverproduktion und 90 Prozent der Sprengstoffherstellung. Das Unternehmen entwickelte sich später zum heutigen Chemiekonzern DuPont. Von den 1890er- bis in die 1950er-Jahre stand die Du Pont Familie 43-mal vor Gericht wegen unzulässiger Monopolisierung, also wegen Verstosses gegen den „Sherman Antitrust Act“. Das Gesetz wurde 1890 eingeführt und soll verhindern, dass sich Wirtschaftsmonopole bilden. In 28 Verfahren siegte die Du Pont Familie.

Pierre du Pont (1870–1954) leitete neben dem DuPont-Konzern auch mehrere Jahre den Automobilkonzern General Motors. Seit 1919 war die Du Pont Familie der grösste Aktionär von General Motors. In den folgenden Jahren entwickelte sich General Motors zum grössten Automobilkonzern der USA. Der Konzern war 1929 nach Umsatz das zweitgrösste Unternehmen der USA. Im Jahr 1955 war er das mit grossem Abstand umsatzstärkste Unternehmen des Landes. Die Du Pont Familie war noch bis 1957 der grösste Aktionär mit einem Anteil von über 20 Prozent. General Motors zählte zu den wichtigsten Kunden des DuPont-Konzerns. 1957 kam ein Gericht zum Entschluss, dass die Ausbreitung des Einflusses der Familie auf die Fahrzeugindustrie unzulässig sei und die Familie musste ihre Anteile an General Motors verkaufen. General Motors gehört bis heute zu den umsatzstärksten Unternehmen der USA.

Der DuPont-Konzern unterhielt in den 30er-Jahren geschäftliche Beziehungen zum deutschen Naziregime, auch nach Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939. Selbst als Deutschland den USA Ende 1941 den Krieg erklärte, wurden die Beziehungen aufrechterhalten. Die Beziehungen endeten erst im September 1943, als Deutschland die Vermögenswerte von DuPont beschlagnahmte. Irénée du Pont, der Präsident des Konzerns war, soll mit Hitler sympathisiert haben. Der DuPont-Konzern hielt Anteile an zwei Unternehmen, die das Gas Zyklon B herstellten, das in den Gaskammern der Nazis verwendet wurde. General Motors, damals unter der Kontrolle der Du Pont Familie, war in den 30er-Jahren am Aufbau der deutschen Rüstungsindustrie beteiligt. General Motors besass zu jener Zeit den deutschen Fahrzeughersteller Opel. Bis 1941 waren Amerikaner von General Motors in der Führung von Opel, aber schliesslich übernahmen die Nazis die Kontrolle über Opel.

Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete der DuPont-Konzern für das Manhattan-Projekt, bei dem das US-Militär die ersten Atombomben baute.

Von 1981 bis 1998 war Conoco, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der USA, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des DuPont-Konzerns.

Ein Mitglied der Du Pont Familie kaufte 1915 von J. P. Morgan das Versicherungsunternehmen Equitable Life Assurance und kontrollierte es bis 1925. Auch in den darauffolgenden Jahren stand das Unternehmen unter dem Einfluss der Du Pont Familie. Aus dem Unternehmen entwickelte sich die heutige Equitable Holdings. Der Finanzkonzern verwaltete und betreute 2024 ein Vermögen im Wert von einer Billion US-Dollar, ein grosser Teil davon über die Tochterfirma AllianceBernstein.

Thomas Coleman du Pont (1863–1930) war Präsident des DuPont-Konzerns und Senator für den Bundesstaat Delaware. Er gründete 1903 ein Unternehmen zur Verwaltung des Familienvermögens, aus dem sich der heutige Wilmington Trust entwickelte. Der Wilmington Trust dient vermögenden Personen und Familien als Treuhänder. 2010 wurde berichtet, dass die Du Pont Familie immer noch am Unternehmen beteiligt ist. Ein Mitglied der Familie hatte 2017 einen Rechtsstreit mit dem Wilmington Trust und war oder ist noch immer Investmentberater des Unternehmens. 2024 verwaltete der Wilmington Trust ein Vermögen von 79,4 Milliarden US-Dollar.

1929 brachte die Du Pont Familie die Florida National Bank unter ihre Kontrolle. Die Bank stand bis in die 70er-Jahre unter dem Einfluss der Familie. Sie war eine der führenden Banken im Bundesstaat Florida. In den 30er-Jahren besass die Du Pont Familie auch die National Bank of Detroit.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erwarb die Du Pont Familie mehrere Zeitungen im Bundesstaat Delaware. Schliesslich kontrollierte die Familie mehrere der grossen Zeitungen in Delaware. Bis 1978 hatte sie die Zeitungen verkauft.

Der DuPont-Konzern besass von 1933 bis 1993 die Remington Arms Company, die einer der führenden Hersteller von Handfeuerwaffen in den USA war.

Richard du Pont (1911–1943) gründete 1939 den Vorläufer der grossen Fluggesellschaft US Airways. Seit 2013 gehört sie zur American Airlines Group, einer der grössten Fluggesellschaften der Welt.

Felix du Pont Jr. und Laurance Rockefeller brachten nach dem Zweiten Weltkrieg den Helikopterhersteller Piasecki Helicopter unter ihre Kontrolle.

1935 gründete die Du Pont Familie den „Alfred I. duPont Testamentary Trust“, eine Stiftung. 2016 verwaltete sie ein Vermögen von fünf Milliarden US-Dollar. Bis 1997 war noch Alfred duPont Dent im Kuratorium der Stiftung.

Bemerkenswerte Familienmitglieder

der letzten 100 Jahren

Pete du Pont (1935–2021) war Gouverneur von Delaware und Mitglied der Republikanischen Partei. Er arbeitete für den DuPont-Konzern. Er war Vorsitzender des Hudson Institute, einer einflussreichen konservativen Denkfabrik. Sein Sohn Ben (*1964) arbeitete ebenfalls für den DuPont-Konzern. Ben ist Mitgründer und Vorstandsmitglied des Beratungsunternehmens Yet2.com. Von 2007 bis 2021 war Ben im Vorstand von MSCI, ein wichtiger Finanzdatenanbieter.

Clayton Buck (1890–1965) heiratete in die Du Pont Familie. Er war Gouverneur von Delaware und gehörte zur Republikanischen Partei.

Alexis I. du Pont Bayard (1918–1985), der mütterlicherseits aus der Du Pont Familie kam, war Vizegouverneur von Delaware. Er gehörte zur Demokratischen Partei.

Charles „Charlie“ Copeland (*1963), ein Mitglied der Du Pont Familie, war vor ein paar Jahren Vorsitzender der Republikanischen Partei in Delaware.

Pierre S. du Pont (1870–1954) und Henry A. du Pont (1838–1926) waren Mitglied der Society of the Cincinnati.(Seite 352) Die Elitengesellschaft besteht seit 1783 und wurde von führenden Köpfen der Amerikanischen Revolution gegründet. Mehr als zehn US-Präsidenten sowie weitere hochrangige US-Politiker waren Mitglied.

Der Senator Thomas Coleman du Pont (1863–1930) und Lammot du Pont Copeland (1905–1983) waren Mitglied der Pilgrims Society. Das diskrete Elitennetzwerk fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Zur Gesellschaft gehören Leute aus den Eliten der USA und Grossbritanniens. Der britische Monarch stellt den Patron der Pilgrims Society.

Lammot du Pont Copeland (1905–1983), der den DuPont-Konzern leitete, zählte zu den reichsten Männern der USA. Er engagierte sich zusammen mit William Henry Draper in der Bewegung für Bevölkerungskontrolle. Nach Angaben von Wikipedia gründete er zusammen mit Draper die internationale Organisation Population Action International, die sich unter anderem der Bevölkerungskontrolle widmet. Lammot du Pont Copeland sass im Aufsichtsgremium der elitären Harvard-Universität und war Vice President der Planned Parenthood Federation. Diese ist bis heute eine der wichtigsten Organisationen der Lobby für Bevölkerungskontrolle. Auch Pierre du Pont III. und Katharine du Pont waren Vorstandsmitglied der Planned Parenthood Federation. Alice du Pont (1912–2002), die Ehefrau des Investmentbankers James Paul Mills, gehörte ebenfalls zum Vorstand der Organisation.

Robert H. Richards IV. (*1966) ist ein Urenkel von Irénée du Pont und gehört zu den Erben des Familienvermögens. Er wurde 2009 wegen Vergewaltigung seiner dreijährigen Tochter verurteilt. Jedoch musste er seine achtjährige Haftstrafe niemals antreten, denn der Richter war der Meinung, dass es dem „Angeklagten im Gefängnis nicht gut gehen würde“ und daher wurde die Haftstrafe ausgesetzt. Robert sollte sich auf Anweisung des Richters stationär behandeln lassen. 2014 wurde berichtet, dass er dies nie getan hat. Man könnte vermuten, dass Robert nur nicht bestraft wurde, weil er aus einer sehr einflussreichen Familie kam.

John du Pont (1938–2010) erschoss 1996 einen langjährigen Freund. Er wurde wegen Mordes verurteilt. Er soll den Mord begangen haben, weil er paranoid und schizophren war. Er glaubte, dass jemand nach seinem Leben trachtet. 2010 starb er im Gefängnis.

Christopher Moseley, der in die Du Pont Familie heiratete, ordnete die Ermordung einer ehemaligen Prostituierten an. Als die Polizei ihm auf die Schliche kam, gestand er den Auftragsmord und wurde im Jahr 2000 zu 16 Jahren Haft verurteilt.

Wie bereits erwähnt wurde, soll Irénée du Pont (1876–1963) mit Adolf Hitler sympathisiert haben. Irénée du Pont beteiligte sich 1933 angeblich an einer Verschwörung gegen die Demokratie der USA. Smedley Butler, ein angesehener Generalmajor der Marine, behauptete 1933, dass reiche Geschäftsmänner einen Staatsstreich planen, um in den USA eine faschistische Diktatur zu errichten. Die Medien machten sich über die Anschuldigungen lustig, aber ein Abschlussbericht eines Sonderausschusses des Kongresses bestätigte einige von Butlers Aussagen. Zu den angeblichen Drahtziehern und Unterstützern der Putschpläne gehörten neben Irénée du Pont auch J. P. Morgan Jr. und Thomas Lamont von der Grossbank JP Morgan sowie Prescott Bush, der Vater von US-Präsident George H. W. Bush. Smedley Butler behauptete, dass man ihn angefragt hatte, einen Staatsstreich in den USA zu organisieren. Beim Militär hatte er zuvor für die USA an mehreren Staatsstreichen im Ausland mitgewirkt und hatte dabei die imperialistischen Interessen der Wall Street und der US-Grosskonzerne vertreten. Er beschrieb sich selbst als „Schläger für den Kapitalismus“ und sagte, er habe Nicaragua „gereinigt“ im Auftrag von Brown Brothers, einer der ältesten Banken der USA.

Gerret Copeland ist ein Mitglied der Du Pont Familie. Seine Frau Tatiana erhielt einen Orden von der russischen Kaiserfamilie sowie einen Orden vom schwedischen König. Sie traf US-Präsident Joe Biden. Joe Biden hatte Verbindungen zur Du Pont Familie. Tatiana war oder ist noch immer im Beratungsgremium der Tolstoy Foundation. Diese Stiftung in New York ist seit ihrer Gründung mit russischen Adligen verbunden (mehr dazu).

Mitglieder der Du Pont Familie waren auf dem Internat Le Rosey in der Schweiz. Es ist eines der elitärsten Internate der Welt. Viele Königsfamilien schickten ihre Kinder dorthin. Kinder aus Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Rothschild, Botin, Aga Khan, Niarchos, Molson, Thyssen, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. Auch der CIA-Chef Richard Helms war dort. Im Zeitraum 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als „die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens, in dem sich das Internat befindet, als „die Bauern“ bezeichnet wurden. Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hochelitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann.

Erwähnenswerte Heiraten

Ethel du Pont (1916–1965) war von 1937 bis 1949 mit dem Politiker Franklin Roosevelt Jr. verheiratet. Franklins dritte Ehefrau kam aus den jüdischen Bankiersfamilien Warburg und Schiff und war zuvor mit dem jüdischen Geschäftsmann Robert Sarnoff verheiratet. Franklin war ein Sohn von US-Präsident Franklin D. Roosevelt. Vater und Sohn gehörten den Freimaurern an. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten war Freimaurer. Die Roosevelt Familie gehörte schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes.

Elizabeth Bradford du Pont (1880–1975) heiratete Thomas Bayard. Dieser war Mitglied der Geheimgesellschaft Skull and Bones. Er kam aus der Bayard Familie, die schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte. Thomas Bayard war Senator für Delaware und sein Sohn Alexis Vizegouverneur von Delaware. Sein gleichnamiger Vater vertrat Delaware ebenfalls im Senat und war zudem Aussenminister und US-Botschafter in Grossbritannien.

Bayard Sharp (1913–2002) war ein Nachkomme und Erbe der Du Pont Familie. Sein Schwiegersohn William S. Farish ist ein enger Freund des US-Präsidenten George W. Bush (Mitglied von Skull and Bones). Auch Bayard Sharp kannte die Bush Familie. William S. Farish diente Präsident Bush von 2001 bis 2004 als Botschafter in Grossbritannien. William wurde auf seiner Farm mehrmals von der britischen Queen Elizabeth besucht. Williams Tante Martha Farish heiratete Edward Harriman Gerry, der mütterlicherseits aus der Harriman Familie kam. Väterlicherseits kam er aus den Familien Livingston und Gerry, die zu den Gründervätern der USA gehörten. Williams gleichnamiger Grossvater war in den 30er-Jahren Präsident von Standard Oil of New Jersey und hatte dabei geschäftlichen Kontakt nach Nazideutschland. Standard Oil war dazumal der grösste Erdölkonzern der Welt und wurde von der berühmten Rockefeller Familie kontrolliert. Williams anderer Grossvater war Robert E. Wood, ebenfalls ein einflussreicher Geschäftsmann.

Louise du Pont (1877–1958) heiratete in die Crowninshield Familie. Diese hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts Anschluss an die Elite der USA gefunden und brachte Politiker, Militärs und Geschäftsleute hervor. Die Crowninshield Familie heiratete in die Adams Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte und zwei US-Präsidenten stellte.

Louisa du Pont Copeland heiratete 1959 in die Biddle Familie, eine der ältesten und bedeutendsten Familien Philadelphias. Die Biddle Familie heiratete auch in die einflussreichen Familien Drexel und Duke.

Alice du Pont (1912–2002) heiratete den Investmentbanker James Paul Mills, der mütterlicherseits aus der Bankiersfamilie Drexel kam. Ihre Tochter heiratete in zweiter Ehe in den britischen Adel und in dritter Ehe William Abel-Smith, einen Nachkommen des Politikers Abel Smith (1788–1859), also ein Nachkomme der Bankiersfamilie Smith. Diese ist eine der ältesten und wichtigsten Familien der Finanzelite Grossbritanniens.

Richard du Pont hatte eine Ehefrau, die später Henry Clay Frick II. heiratete, einen Enkel des Industriellen Henry Clay Frick. Henry Clay Frick galt 1918 als der zweitreichste Amerikaner. Er war Mitglied einer Freimaurerloge, die nach König Salomo benannt ist. Sein Enkel Henry Clay Frick II. war von 1970 bis 1991 im Vorstand des Fiduciary Trust. Der Vermögensverwalter gehört seit 2001 zum Finanzkonzern Franklin Templeton. Richard du Ponts namensgleicher Sohn heiratete 1997 eine Tochter von Arthur Martinez, der damals den Einzelhandelskonzern Sears leitete. Arthur Martinez war auch Vorsitzender von Abercrombie & Fitch sowie stellvertretender Vorsitzender von Saks Fifth Avenue, ebenfalls zwei grosse Einzelhändler. Martinez war Vorsitzender der niederländischen Grossbank ABN Amro und Vorsitzender bei der Abteilung der Zentralbank FED in Chicago. Des Weiteren besetzte Martinez Vorstandsposten bei Pepsi (Getränkekonzern), Amoco (war einer der grössten Erdölkonzerne), AIG (Versicherungskonzern), IAC (Internet- und Medienunternehmen) und bei International Flavors & Fragrances (einer der grössten Aromen- und Duftstoffkonzerne).

Katharine du Pont Sanger heiratete 1989 Lewis Polk Rutherfurd, der als Finanzier in Hongkong aktiv war. Seine Familie gehörte bereits im 18. Jahrhundert zur New Yorker Elite und stammt aus dem schottischen Rutherford Clan. Lewis ist mütterlicherseits ein Enkel von Frank Polk, der Gründungspartner von Davis Polk war, einer führenden Anwaltskanzlei in New York. Lewis heiratete in erster Ehe Janet Auchincloss. Janets Vater Hugh war ein Enkel von Oliver Burr Jennings, der mit der Rockefeller Familie verschwägert und an ihrem Ölkonzern beteiligt war. Janets Schwester Nina heiratete Michael Straight, der für den sowjetischen Geheimdienst KGB spionierte und aus der einflussreichen Whitney Familie kam. Janet war die Halbschwester von Jacqueline Kennedy, der Ehefrau von US-Präsident John F. Kennedy. Jacqueline heiratete danach den Griechen Aristotle Onassis, der als einer der reichsten Männer der Welt galt. Jacquelines Schwester Caroline heiratete in zweiter Ehe in die polnische Fürstenfamilie Radziwill. Carolines erster Ehemann war der US-amerikanische Diplomat Michael Canfield, ein angeblicher Sohn des britischen Prinzen George von Kent. Übrigens war Prinz George Grossmeister der Freimaurer in England. Michael Canfield heiratete in zweiter Ehe eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Charteris Clan. Die Enkelin heiratete danach einen Herzog aus der englischen Adelsfamilie Spencer-Churchill.

Die Du Pont Familie hat verwandtschaftliche Beziehungen zum umstrittenen Fernsehmoderator Mehmet Oz, der auch als Dr. Oz bekannt ist. Die Du Ponts unterstützten seine Kandidatur für den Senat finanziell. Die Frau von Mehmet Oz kommt mütterlicherseits aus der Milliardärsfamilie Asplundh, die ebenfalls seinen Senatswahlkampf mitfinanzierte. Mehmet Oz wurde im April 2025 Leiter der Centers for Medicare & Medicaid Services, einer Behörde des US-Gesundheitsministeriums. Er war bereits in Donald Trumps erster Amtszeit Co-Vorsitzender eines Rates des Gesundheitsministeriums. Er soll ein Vermögen von bis zu 300 Millionen US-Dollar besitzen. Oz unterstützt die Make America Healthy Again-Bewegung, die von Robert F. Kennedy Jr. angeführt wird.  Kennedy ist ebenfalls mit Familien der US-amerikanischen Elite vernetzt und kommt selber aus einer Dynastie. Mehmet Oz wurde zum Global Leader of Tomorrow des Weltwirtschaftsforums (WEF) ernannt. Er ist Agenda Contributor des WEF.

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Wertheimer/Wertheim Familie

Es gibt mehrere jüdische Familien mit Namen Wertheimer oder Wertheim, bei denen aber oft nicht klar ist, ob sie miteinander verwandt sind. Ich hab hier alle bemerkenswerten Wertheimer aufgelistet.

Der Oberrabbiner Samson Wertheimer (1658-1724) galt als einer der bedeutendsten Hofbankiers seiner Zeit. Er war kaiserlicher Hoffaktor von Wien und hatte engen Kontakt zum jüdischen Wiener Hofbankier Samuel Oppenheimer. Eine seine Töchter heiratete in die Oppenheimer Familie. Samson Wertheimer heiratete in die Schiff Familie, eine jüdische Familie aus Frankfurt.

Die Wertheimer gehörten damals zu den reichsten Familien im Deutschen Reich (Quelle). Eine Tochter von Samson Wertheimer lebte in Frankfurt und war mit dem Bankier Moses Löb Isaak zur Kann verheiratet. Die Kann Familie war über zwei Jahrhunderte (von etwa 1550 bis 1750) die reichste und mächtigste Familie unter Frankfurts Juden (Quelle). 1769 zogen weitere Familienmitglieder der Wertheimer nach Frankfurt und wurden dort zu einer der einflussreichsten Bankiersfamilien. Sie haben somit die befreundete Kann Familie abgelöst. Die von ihnen gegründete Bank „E. & L. Wertheimer“ gehörte auch im 19. Jahrhundert zu den grössten Frankfurter Banken. Die Bank existiert heute nicht mehr.

Abraham Carel Wertheim (1832-1897) war ein niederländischer Bankier, Politiker und Freimaurer (Quelle). Es ist unklar, ob er mit den deutschen Wertheimer verwandt war. Seine Ausbildung erhielt er bei der Bank seines Onkels „Wertheim & Gompertz“ in Amsterdam. Somit war er mit der jüdischen Gomperz Familie verbunden, die in den Familienzweig des oben erwähnten Samson Wertheimer heiratete. Abraham war in Aufsichtsräten grosser niederländischer Banken und Unternehmen. Er gehörte zur Führung der „Nederlandsche Credit en Deposito Bank“, eine niederländische Bank. Dadurch kannte er höchstwahrscheinlich die jüdischen Bankiersfamilien Bischoffsheim, Bamberger und Goldschmidt. Er war Mitgründer der Amsterdamsche Bank, ein Vorläufer der heutigen niederländischen Grossbank ABN AMRO. Er war in der Führung der niederländischen Zentralbank. Zu seinem europaweiten Netzwerk gehörte auch die Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) in Deutschland, die von der jüdischen Bankiersfamilie Oppenheim mitgegründet wurde. (Quelle)

Abraham Carel Wertheims Neffe Philip Kohnstamm heiratete in die niederländische Kessler Familie, eine der Gründerfamilien des weltweit führenden Öl- und Gaskonzerns Shell. Wertheims Grossneffe Max Kohnstamm war einer der Gründerväter der EU sowie Mitgründer des Bilderbergtreffen und der Trilateralen Kommission.

Franz Wertheim (1814-1883) war ein österreichischer Industrieller, der von der österreichischen Königsfamilie zum Freiherrn geadelt wurde.

Die Wertheimer Familie aus Frankreich gehört mit einem geschätzten Vermögen von 88 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien der Welt. (Quelle) Die Familie besitzt den Luxusgüter- und Modekonzern Chanel. Die Milliardärsbrüder Gerard und Alain Wertheimer trafen die britische Queen (Foto). Pierre Wertheimer (1888-1965), der die Unternehmerdynastie gründete, heiratete eine Enkelin von Rosalie Rachel Lazard. (Quelle: 1, 2, 3) Die französisch-jüdische Lazard Familie war eine der wichtigsten Bankiersfamilien Frankreichs. Im Jahr 2023 wurde die Wertheimer Familie zusammen mit den französischen Milliardärsfamilien Peugeot und Dassault Grossinvestoren der Rothschild Bank. (Quelle: 1 und 2)

Der US-Amerikaner Maurice Wertheim (1886-1950) gründete 1927 die US-amerikanische Investmentbank Wertheim & Co. Die Bank wurde 1994 vollständig von der Schroders Bank gekauft und im Jahr 2000 an die Citigroup (drittgrösste Bank der USA) verkauft. Maurice heiratete in die amerikanisch-jüdische Morgenthau Familie. Seine Frau war eine Schwester des US-Finanzministers Henry Morgenthau Jr.

Der Israeli Moshe Wertheim (1930-2016) war ein Mossad-Agent, der Milliardär wurde, indem er das Recht erhielt Coca Cola in Israel abzufüllen. Er besass auch die israelischen Vertriebsrechte für Carlsberg-, Tuburg- und Guiness-Biere. Wertheim besass 20% der Anteile an der Mizrahi Bank, eine der grössten Banken Israels. Zudem besass er die Hälfte der Anteile an Keshet, eines der wichtigsten Medienunternehmen Israels. Er war auch an Kamor (der Vertreter von BMW in Israel) beteiligt. Er war im Finanzvorstand von Assia aus dem später Teva wurde, einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. (Quelle) Moshes Vermögen wurde auf 1,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sein Sohn David Wertheim ist Hauptaktionär der Mizrahi Bank und sein Vermögen wird auf über 2 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Der Israeli Stef Wertheimer (*1926) gehört mit einem Vermögen von 6,2 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Personen Israels. Er gründete das Metallbearbeitungsunternehmen ISCAR, das inzwischen zum US-Grosskonzern Berkshire Hathaway gehört.

Der deutsche Rechtsanwalt Moritz Wertheimer (1884-194?) war der dritte Meister der deutschen Freimaurerloge „Zur Wahrheit“, die zum Grand Orient de France gehört, also zur französischen Freimaurerei. Moritz starb vermutlich in einem Konzentrationslager der Nazis. (Quelle)

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Botín Familie

Die Botín Familie gilt als die mächtigste spanische Bankiersfamilie. Im Jahr 1998 gehörte sie mit einem Vermögen von 9,2 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien der Welt. (Quelle)

Die Familie kontrolliert schon seit über 100 Jahren die Banco Santander, die grösste spanische Bank. Sie war 2020 die viertgrösste europäische Bank und eine der grössten der Welt. Sie ist die wichtigste ausländische Bank in Lateinamerika und nimmt eine führende Rolle im Finanzwesen von Mexiko, Argentinien, Uruguay und Chile ein. Diese Länder waren früher alle spanische Kolonien. Die spanische Elite nimmt nach wie vor eine bedeutende Rolle in der heutigen Wirtschaft südamerikanischer Länder ein (z. B. die spanischen Grossunternehmen Banco Bilbao, Telefónica, Mapfre und Naturgy).

Die Banco Santander wurde 1857 auf königlichen Erlass gegründet und stand demnach zumindest in ihrer Anfangszeit unter dem Einfluss der spanischen Königsfamilie. Die Botín Familie hat Kontakt zur Königsfamilie. (Quelle) Der spanische König Juan Carlos und Emilio Botin sowie weitere spanische Geschäftsleute hatten engen geschäftlichen Kontakt zur argentinischen Diktatur. (Quelle) Argentinien war früher eine spanische Kolonie und wurde damals von der spanischen Königsfamilie kontrolliert.

Emilio Botín López (1866-1923) wurde 1909 Präsident der Banco Santander und war der erste aus der Botín Familie, der eine leitende Funktion bei der Bank einnahm. Seither kamen vier der sechs Präsidenten aus der Botín Familie. (Quelle) Noch weitere Familienmitglieder arbeiteten für die Bank.

Einer der Präsidenten der Bank war der Milliardär Emilio Botín (1934-2014). Er war auf dem „Colegio de la Inmaculada“, eine Jesuitenschule. (Quelle: 1, 2) Der Jesuitenorden wurde 1540 gegründet. Der Orden ist mit dem Vatikan verbunden und steht im Dienste des Papstes. Das Einflussgebiet der Jesuiten liegt traditionell in Spanien und dessen Kolonien in Südamerika. Der Vatikan hatte seit Beginn der Kolonialisierung viel Einfluss in Südamerika. Nirgendwo sonst ist die katholische Kirche auch heute noch so einflussreich wie in Südamerika. Der Jesuitenorden hatte früher in Argentinien und Paraguay sogar eine Art eigenen Staat errichtet. (Quelle)

Die Banco Santander wurde 1998 und 2010 beschuldigt, dass sie Dienstleistungen für mexikanische Drogenkartelle erbringe und zu wenig gegen Geldwäsche in ihrer mexikanischen Abteilung unternehme. (Quelle: 1, 2) Mexiko war früher eine spanische Kolonie. Die Banco Santander war mit zwei liechtensteinischen Bankiers verbunden, die im Verdacht standen, Geldwäsche für kolumbianische Drogenkartelle zu betreiben. Die beiden Bankiers sollen auch für ecuadorianische Drogenhändler Geld gewaschen haben. Kolumbien und Ecuador waren früher spanische Kolonien. Einer der beiden Bankiers kennt Emilio Botíns Ehefrau. (Quelle)

Übrigens: 2008 versuchte ein Flugzeug auf einer privaten Landebahn auf dem Landsitz des Bankiers Emilio Botín zu landen. Dabei stürzte das Flugzeug ab und die beiden Passagiere an Bord starben. Die Polizei stellte fest, dass sich im Flugzeug 220 Kilogramm Haschisch befanden. Auf Botíns Anwesen seien mehrere Fahrzeuge angekommen, die offenbar darauf warteten, das Haschisch aus dem Flugzeug zu entladen, sagte ein Polizeisprecher. Einer der beiden verstorbenen Flugzeugpassagiere war Marokkaner. (Quelle) Die marokkanische Mafia ist führend in der Produktion und Schmuggel von Haschisch. Somit war Emilio oder zumindest seine Kumpels in Drogenhandel involviert.

Emilio heiratete Paloma O’Shea, die eine Freundin der spanischen Königin Sofia ist und von der Königsfamilie zur Marquise (Markgräfin) geadelt wurde. (Quelle)

Emilio war auf der Beerdigung von Elías Masaveu. Die Masaveu Familie ist schon seit 150 Jahren mit dem spanischen Finanzwesen verbunden. Heute sind sie Milliardäre. (Quelle)

Emilio kannte Jesús de Polanco. (Quelle) Die Polanco Familie ist die mächtigste Familie der spanischen Medienlandschaft.

Emilios Bruder Jaime Botín (*1936) studierte an derselben Jesuitenschule. Jaime war langjähriger Präsident von Bankinter, eine der grössten spanischen Banken. (Quelle) Er ist derzeit mit über 20 Prozent Hauptaktionär der Bank. 2019 wurde sein Vermögen auf 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Emilios Tochter Ana Botín (*1960) ist derzeit Vorsitzende der Banco Santander. Seit 2013 ist sie im Vorstand des Getränkekonzerns Coca-Cola. Sie war auch im Vorstand des italienischen Versicherungskonzerns Assicurazioni Generali. Sie begann ihre Karriere bei JP Morgan Chase, der grössten Bank der USA. (Quelle) Ana Botíns Vermögen wird auf 800 Millionen US-Dollar geschätzt.

Ana Botín heiratete in eine spanische Adelsfamilie und ist dadurch mit einem Markgrafen verschwägert. (Quelle) Einer ihrer Söhne heiratete Julia Puig, eine Erbin des Parfum- und Modeunternehmens Puig. (Quelle) 2022 wurde das Vermögen der Puig Familie auf über 3 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Ana Botín besuchte mehrfach das Bilderberg-Treffen. (Quelle) Zurzeit gehört sie zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. (Quelle) Sie war Mitglied der Trilateralen Kommission. (Quelle) Die Trilaterale Kommission ist eine internationale, einflussreiche Denkfabrik. Sie wurde von David Rockefeller gegründet und geleitet, der einer der führenden Köpfe der US-amerikanischen Elite war.

Ana war oder ist noch immer Vorsitzende des International Business Council des Weltwirtschaftsforums (WEF). (Quelle) Die Banco Santander ist momentan Partner des WEF. (Quelle)

Ana ist Vorsitzende des Institute of International Finance. (Quelle) Es ist der wohl wichtigste globale Verband der Finanzindustrie. Zu seinen Mitgliedern gehören Geschäfts- und Investmentbanken, Vermögensverwalter, Versicherungsunternehmen, Börsen, Staatsfonds, Hedgefonds, Zentralbanken und Entwicklungsbanken. (Quelle)

Ana war von 2010 bis 2014 CEO von Santander UK, der britischen Niederlassung der Banco Santander. Aufgrund ihrer Dienste für das britische Finanzwesen erhielt sie 2015 einen Orden von der britischen Queen. (Quelle)

Ana und ihr Vater Emilio trafen Bill Gates. (Fotos: 1, 2) Ana kennt auch den US-amerikanischen Multimilliardär Michael Bloomberg. (Foto) Ana traf eine Prinzessin aus der katarischen Herrscherfamilie. (Foto)

Ana gehört zum Exekutivkomitee des Business Council, eine Organisation von Wirtschaftsbossen mit Hauptsitz in Washington. Zum Exekutivkomitee gehören unter anderem Jeff Bezos, Henry Kravis, David Solomon (Goldman Sachs), Dave MacLennan (Cargill) und Satya Nadella (Microsoft). (Stand: 2021 bis 2022)

Ana besuchte den Economic Club of New York. (Quelle) Der Club lädt erlesene Gäste zum Essen ein, um über Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Bemerkenswerte Besucher waren unter anderem Rockefeller, Roosevelt, Agnelli, Harriman, Bush, Bill Gates und Jeff Bezos.

Seit 2020 ist Gina Díez Barroso Azcárraga im Vorstand der Banco Santander und kennt daher Ana Botín. Ginas Schwester Laura leitet die Geschäfte der Banco Santander in Mexiko. Die Schwestern kommen aus der mexikanischen Milliardärsfamilie Azcárraga. Die Banco Santander ist derzeit eine der grössten Banken Mexikos.

Mitglieder der Botín Familie besuchten das Eliteinternat Le Rosey in der Schweiz. Es ist vermutlich das elitärste Internat der Welt. Viele Königsfamilien schicken ihre Kinder dorthin. Aber auch Kinder aus Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Rothschild, Aga Khan, Du Pont, Niarchos, Molson, Thyssen, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. Im Zeitraum 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als „die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens, in dem sich das Internat befindet, als „die Bauern“ bezeichnet wurden. Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hochelitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann. (Quelle)

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Warburg Familie

Die deutsch-jüdische Bankiersfamilie Warburg ist eine der bedeutendsten Dynastien der Hochfinanz. Die Familie hat ihre Wurzeln in Venedig, wo ihr Vorfahre Anselmo Asher Levi Del Banco (1480–1532), ein wohlhabender Geldverleiher, lebte. Im 16. Jahrhundert zog die Familie nach Deutschland und war weiterhin als Geldverleiher tätig. Die Familie wurde in der deutschen Stadt Warburg sesshaft. Dort übernahm sie schliesslich den Namen Warburg. Es bildete sich auch ein Familienzweig in Schweden. Simon Elias Warburg (1760–1828) gründete die erste jüdische Gemeinde in Schweden. Zudem kam die Familie im 20. Jahrhundert auch in den USA und Grossbritannien zu grossem Einfluss.

Die Familienbank der Warburgs ist schon seit über 100 Jahren eine der einflussreichsten Privatbanken Deutschlands. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Warburgs Partner von Kuhn, Loeb & Co., einer der damals grössten Investmentbanken der USA. 1946 gründete ein Mitglied der Familie S. G. Warburg, die eine der führenden britischen Investmentbanken war. Ein anderes Familienmitglied gründete das Finanzunternehmen Warburg Pincus, das heute eines der grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt ist.

Warburg-Familie in Deutschland

1798 gründete Moses Marcus Warburg (1763–1830) in der deutschen Stadt Hamburg die Familienbank M. M. Warburg & CO. Sie wurde im 19. Jahrhundert zu einer der grössten Banken Hamburgs. In den 1930er-Jahren war sie eine der grössten und bedeutendsten Privatbanken Deutschlands. Da zu dieser Zeit die judenfeindlichen Nazis an die Macht kamen, musste die Warburg-Familie die Kontrolle über ihre Bank abgeben und erhielt sie erst nach dem Ende des Naziregimes zurück. Hitler und seine Mitstreiter glaubten, dass führende jüdische Bankiers wie die Warburgs Teil einer jüdischen Weltverschwörung sind. Heute befindet sich die Bank zu einem grossen Teil noch immer im Besitz der Warburgs. Im Jahr 2000 wurde bekannt, dass die Bank dem nigerianischen Militärdiktator Sani Abacha geholfen hatte, illegale Vermögen im Wert von hunderten Millionen Euro aus Nigeria herauszuschaffen und Bestechungsgelder im Wert von über 100 Millionen Euro an die Familie von Abacha weiterzuleiten. Die Warburg-Bank nutzte dabei ihre Filialen in der Schweiz und Luxemburg, zwei Steueroasen, die damals noch ein Bankgeheimnis hatten. In den letzten Jahren stand die Bank mit der deutschen Justiz in Konflikt, da sie an Cum-Ex-Geschäften beteiligt war, einer Form des Steuerbetrugs. 2021 verwaltete die Bank ein Vermögen im Wert von etwa 79 Milliarden Euro. Also mehr als 80 Milliarden US-Dollar.

Infolge des Cum-Ex-Skandals trat Max Warburg 2019 von seinem Posten als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Bank zurück. Ein paar Jahre zuvor hatte er sich mit dem Politiker Olaf Scholz getroffen. Olaf Scholz war damals Bürgermeister von Hamburg. Man wirft ihm vor, dass er Einfluss darauf hatte, als die Stadt Hamburg sich dafür entschied, dass die Warburg-Bank die zu Unrecht erstatteten Steuergelder nicht zurückzahlen muss. Scholz gehört zur Partei SPD. Die Warburg-Bank pflegt seit Jahrzehnten enge Beziehungen zur Hamburger SPD. Scholz war von Ende 2021 bis 2025 Bundeskanzler (Regierungschef) von Deutschland.

Der Zeitungsredakteur Michael Naumann (*1941), ein Politiker der Hamburger SPD, der Kulturstaatsminister war, heiratete in die Warburg-Familie. Zuvor war er mit einer Tochter von Gerhard Wessel verheiratet. Wessel war in den 70er-Jahren Präsident des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND. Michael Naumann zählte vor ein paar Jahrzehnten zu einem Kreis ausgewählter Journalisten, die vom BND als „Presse-Sonderverbindung“ oder „Vertrauensjournalist“ eingestuft wurden. Zu jenem Zeitpunkt leitete Naumann eine Zeitschrift, die möglicherweise unter dem Einfluss der CIA stand, was weiter unten erläutert wird.

Naumanns Frau Marie Warburg sass bis 2024 im Vorstand von Human Rights Watch, einer der wichtigsten Menschenrechtsorganisationen.

Naumann gehörte zu einem Gremium des kanadischen Medienkonzerns Thomson Reuters, über das er Kontakt zur Konzernführung hatte. Er war zur selben Zeit im Gremium wie der britische Politiker Mark Malloch Brown. Dieser ist ein Freund des berühmten Milliardärs George Soros und war von 2021 bis 2024 Präsident der Soros-Stiftung.

Naumann war zusammen mit Josef Joffe Herausgeber und Chefredakteur der vielgelesenen deutschen Wochenzeitung Die Zeit. Josef Joffe war oder ist noch immer ein langjähriger Freund von Max Warburg. Er ist Jude und ein engagierter Transatlantiker, wie es auch bei Max Warburg der Fall ist. Joffe war bei einflussreichen Denkfabriken in den USA und Deutschland.

Die Warburgs und ihre Bank beteiligten sich 1870 in Hamburg an der Gründung der Commerzbank, die sich nach Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer der führenden Grossbanken Deutschlands entwickelte. Sie ist heute noch eine der grössten deutschen Banken. Zu den Mitgründern der Bank gehörten neben den Warburgs unter anderem die deutschen Bankiersfamilien Donner, Goldschmidt und Mendelssohn. Die letzteren beiden waren führende jüdische Bankiers. Damals machte die Warburg-Bank mit vielen jüdischen Bankhäusern in Europa Geschäfte, darunter mit Rothschild, Stern und Bischoffsheim & Goldschmidt.

Die Warburgs hatten oder haben noch immer Kontakt zu den alten Hamburger Bankiersfamilien Berenberg-Gossler, Schröder und Donner. Bei diesen handelt es sich um nichtjüdische Familien.

Der Botaniker Otto Warburg (1859–1938) war Mitglied der Deutschen Kolonialgesellschaft und Mitgründer des Kolonialwirtschaftlichen Komitees. Die beiden Organisationen setzten sich für deutsche Kolonialinteressen ein. Otto Warburg war von 1911 bis 1920 Präsident der Zionistischen Weltorganisation. Sein Nachfolger als Präsident war Chaim Weizmann. Dieser wurde später zum ersten Präsidenten Israels. Er hatte eine Liebesbeziehung mit Lola Warburg (1901–1989). Weizmann wurde ein Freund der Familie Warburg. Sie arbeiteten gemeinsam an der Gründung der Hebräischen Universität Jerusalem. Weizmann und die Bankiers Felix Warburg und Max Warburg hatten 1929 die damals führende zionistische Kolonie im Mandatsgebiet Palästina besucht. Als in den 30er-Jahren die Nazis an die Macht kamen, halfen die Warburgs und ihre Bank deutschen Juden, nach Palästina auszuwandern.

Max Warburg (1867–1946) wurde bei jüdischen Banken in England, Frankreich und den Niederlanden ausgebildet, unter anderem bei der britischen Rothschild-Bank.(Seite 100) Max Warburg war Teilhaber der Warburg-Bank. Er sass im Vorstand der Deutschen Kolonialgesellschaft. Im Jahr 1919 berief ihn die deutsche Regierung in den Zentralausschuss der Reichsbank (Zentralbank Deutschlands). 1924 wechselte er in den Generalrat der Reichsbank, dem er bis 1933 angehörte. Er gründete im Jahr 1914 zusammen mit Lord Alfred Milner eine britisch-deutsche Bank in Afrika. Der in Deutschland geborene Alfred Milner war ein einflussreicher Politiker in Grossbritannien. Nach der Einschätzung des Historikers Carroll Quigley gehörte Milner zu den Oberhäuptern eines verschworenen Netzwerkes, das sehr grossen Einfluss in der Welt ausübte und von Briten angeführt wurde.

Max Warburg beriet den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. gelegentlich in finanzpolitischen Fragen. Zudem gehörte er zu den engsten Beratern des hochadligen Reichskanzlers Max von Baden (Thronfolger des deutschen Grossherzogtums Baden). Dieser war der letzte Regierungschef des Deutschen Kaiserreiches und hatte das Amt im letzten Monat des Ersten Weltkrieges inne. Max Warburg riet ihm, Friedrich Ebert zum neuen Regierungschef zu machen. Friedrich Ebert war nach dem Krieg und nach der Abschaffung der Monarchie der erste Reichspräsident von Deutschland. Max Warburg wurde das Angebot gemacht, Finanzminister zu werden, aber er lehnte ab, weil er die Deutschen „kenne und wisse, dass sie nie und nimmer einen jüdischen Finanzminister hinnehmen würden“. Nach dem Ersten Weltkrieg war Max Warburg Delegierter bei den Friedensverhandlungen von Versailles. Er sprach sich gegen die Vertragsunterzeichnung aus.

Max Warburg war ein guter Freund von Albert Ballin. Die beiden waren auch verwandt. Ausserdem wurde Ballin der Patenonkel von Max’ Sohn Eric. Ballin galt als eine der bedeutendsten jüdischen Persönlichkeiten Deutschlands. Er war Generaldirektor der Hapag, die sich unter seiner Führung zur grössten deutschen Reederei entwickelte und eines der grössten Schifffahrtsunternehmen der Welt war. Max Warburg war im Aufsichtsrat der Hapag. Die Warburg-Bank vergab Kredite an die Reederei. Die Hapag war 1847 von Geschäftsleuten aus Hamburg gegründet worden. Darunter war der Hamburger Familienzweig der Merck-Familie vertreten. Heute ist die Hapag Teil des deutschen Logistik- und Transportunternehmens Hapag-Lloyd. Sein Sitz liegt nach wie vor in Hamburg. Es ist noch immer einer der grössten Schifffahrtskonzerne der Welt. Die indirekten Hauptaktionäre von Hapag-Lloyd sind folgende: die chilenische Milliardärsfamilie Luksic und die deutsche Milliardärsfamilie Kühne mit je 30 Prozent, die Stadt Hamburg mit knapp 14 Prozent, die katarische Königsfamilie mit 12,3 Prozent und die saudische Königsfamilie mit 10,2 Prozent. (Stand: Juni 2025)

Max Warburg gründete 1920 in Hamburg die Deutsche Warentreuhand (DWT), die Kreditgebern aus dem Ausland als Vertrauensorganisation diente. Zu den Gründern und ersten Anteilseignern der DWT zählten unter anderem die Banken der Hamburger Familien Warburg, Schröder, Berenberg-Gossler, Donner und Münchmeyer sowie die Bank der Familie Oppenheim aus Köln. Die DWT wurde auch als Wirtschaftsprüfer aktiv. Laut einigen Quellen war Max Warburg ihr erster Aufsichtsratsvorsitzender. Anderen Quellen zufolge war sein Bruder Fritz von 1920 bis 1933 Vorsitzender des Aufsichtsrats. Diesen Posten musste er dann aufgeben, weil die judenfeindlichen Nazis an die Macht gekommen waren. Nach dem Ende des Naziregimes war die Warburg-Bank Haupteigentümer der DWT mit einem Anteil von 50 Prozent. Die Warburg-Bank war bis Mitte der 80er-Jahre an der DWT beteiligt. Aus der DWT entwickelte sich die heutige BDO AG, einer der führenden deutschen Wirtschaftsprüfer. Die BDO AG hat ihren Sitz in Hamburg.

Max Warburg lebte ab 1938 in den USA. Wegen der Nazis war es ihm nicht möglich, zurückzukehren. Er starb 1946 im Exil. Wenigstens hatte er die Genugtuung, die Niederlage Hitlers und der Nazis mitzuerleben.

Max Warburg war in Aufsichtsräten vieler deutscher Unternehmen. Eine Zeit lang bekleidete er über 20 Aufsichtsratsmandate, während alle Teilhaber der Warburg-Bank zusammengerechnet in über 100 Aufsichtsräten waren. Max Warburg gehörte unter anderem dem ersten Aufsichtsrat der 1925 gegründeten I.G. Farben an. Die I.G. Farben war auf ihrem Höhepunkt das grösste Unternehmen Europas und der grösste Chemiekonzern der Welt. Max Warburg wird über seinen Aufsichtsratsposten bei der I.G. Farben Carl Bosch gekannt haben, da dieser den Konzern leitete. Carls Onkel Robert Bosch war zusammen mit Max Warburg einer der ersten Förderer der 1922 gegründeten Paneuropa-Union. Diese ist die älteste europäische Einigungsbewegung und plante die Gründung eines vereinten Europas. Die Paneuropa-Union hat seit den 50er-Jahren sehr enge Verbindungen zur ehemaligen österreichischen Kaiserfamilie Habsburg. Zur Paneuropa-Union gehörten und gehören hochrangige Politiker aus Europa.

Die Paneuropa-Union wurde vom österreichischen Grafen Richard von Coudenhove-Kalergi gegründet, der die Bewegung 50 Jahre lang als Präsident anführte. Nach seinem Tod 1972 wurde sein Vertrauter Otto von Habsburg Präsident der Paneuropa-Union. Graf Richard war im Jahr 1922 (dem Jahr, in dem er die Paneuropa-Union gründete) Mitglied einer Freimaurerloge in Österreich. Er schrieb: „Eine Zeit lang dachte ich daran, den Freimaurer-Orden für die Paneuropa-Idee zu gewinnen. Durch ihn hätte ich mit einem Schlag eine mächtige und reiche internationale Organisation für unsere Idee mobilisieren können.“ Soweit man weiss, gelang es ihm jedoch nicht, die Unterstützung der Freimaurer zu gewinnen, und er musste einsehen, dass freimaurerische Netzwerke ihre eigenen Ziele verfolgen. Graf Richard glaubte, dass eine gut funktionierende Gesellschaft Aristokraten braucht, welche die Gesellschaft anführen. Daher meinte er, auch das zukünftige vereinigte Europa müsse von einer Aristokratie angeführt werden, die er Zukunftsadel nannte. Graf Richard forderte, dass man die Juden in diesen Zukunftsadel aufnehmen soll, da in Europa die Juden die Einzigen seien, die dem Adel ebenbürtig sind. Er schrieb, in Europa gebe es zwei Qualitätsrassen, die sich von der Mehrheit abheben, nämlich den Adel und die Juden. In diesen beiden Vorzugsrassen läge der Kern des europäischen Zukunftsadels.

Der Biochemiker Otto Warburg (1883–1970) erhielt den Nobelpreis für Medizin. Mehr als ein Fünftel aller Nobelpreisträger war jüdischstämmig. Es gibt die Theorie, dass aschkenasische Juden im Durchschnitt einen höheren IQ haben. Juden sind bei den Profi-Schachspielern sehr stark überrepräsentiert, was auf eine höhere numerische Intelligenz hindeutet.

Ein wichtiger Teilhaber der Warburg-Bank war Carl Melchior, ein Jude aus Hamburg. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg beteiligte er sich an der Gründung der DDP, der wichtigsten linksliberalen Partei in der Weimarer Republik (die Republik bestand von 1918 bis zur Machtübernahme Hitlers 1933). Carl Melchior war nach dem Krieg der Finanzsachverständiger der deutschen Delegation bei den Verhandlungen zum Friedensvertrag von Versailles*. So wie viele Deutsche empfand auch Melchior den Versailler Vertrag als ungerecht, da der Vertrag ein Diktatfrieden war. Später war Melchior ein deutscher Repräsentant bei Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund und bei den Verhandlungen zum Young-Plan. Der Plan regelte die Reparationszahlungen, die Deutschland an die Siegermächte des Ersten Weltkrieges zahlen musste. Der Young-Plan beinhaltete die Gründung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) im Jahr 1930. Melchior war seit der Gründung stellvertretender Vorsitzender der BIZ. Diesen Posten hatte er bis 1933 inne. Die BIZ gilt bis heute als eine der einflussreichsten Instanzen der Finanzelite und wird manchmal als „Bank der Zentralbanken“ bezeichnet. Sie hat ihren Hauptsitz seit ihrer Gründung in der Schweiz. Rudolf Brinckmann, ein weiterer Teilhaber der Warburg-Bank, war von 1950 bis 1970 im Führungsgremium der BIZ.

* Auch Max Warburg gehörte zur Friedensdelegation. Er sprach sich gegen die Vertragsunterzeichnung aus. Übrigens waren Max Warburg und Carl Melchior Mitglieder der Rotarier in Hamburg. Max und sein Sohn Erich gehörten zu den Gründungsmitgliedern des Hamburger Rotarier-Clubs. Nach Angaben von Geni.com heiratete Carl Melchiors Bruder Sally in die Warburg-Familie.

Der Bankier Eric Warburg (1900–1990) war nach dem Zweiten Weltkrieg einer der Hauptgründer der Atlantik-Brücke und des American Council on Germany. Diese Denkfabriken setzen sich dafür ein, dass Deutschland und die USA ein gutes Verhältnis haben. Die Atlantik-Brücke ist eine deutsche Organisation, die die Beziehungen zu den USA fördert, während der American Council on Germany seinen Sitz in den USA hat und die Beziehungen zu Deutschland fördert.

Im Jahr 2018 war noch Erics Sohn Max Warburg (*1948) im Vorstand der Atlantik-Brücke. Max Warburg ist im Stiftungskuratorium der Atlantik-Brücke. Dadurch wird er Arend Oetker aus der Milliardärsfamilie Oetker kennen, da dieser ebenfalls zum Kuratorium gehört. (Stand: Oktober 2025) Arend Oetker war von 2000 bis 2005 Vorsitzender der Atlantik-Brücke. Er sagte damals: „Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“

Max Warburgs Frau Nagila ist im Vorstand der Atlantik-Brücke. Über den Vorstand wird sie den adligen Bankmanager James von Moltke sowie den adligen Politiker Alexander Graf Lambsdorff kennen. Der Politiker Sigmar Gabriel ist Vorsitzender der Atlantik-Brücke. (Stand: Oktober 2025) Sigmar Gabriel war von Ende 2013 bis 2018 Deutschlands Vizekanzler. Vor ihm war Friedrich Merz von 2009 bis 2019 Vorsitzender der Atlantik-Brücke. Friedrich Merz wurde 2025 Bundeskanzler von Deutschland. Max Warburg hatte Merz und den verstorbenen Kanzler Helmut Schmidt kennengelernt. Wie anfangs bereits erwähnt wurde, traf Max Warburg auch Olaf Scholz, der vor Merz Kanzler war. Vermutlich hatten die Warburgs über die Atlantik-Brücke noch weitere Kanzler getroffen.

Max Warburg ist derzeit im Aufsichtsrat von Eurokai. Das Hamburger Unternehmen der reichen Eckelmann-Familie betreibt Containerterminals in Europa. Wie bereits erwähnt wurde, hatten die Warburgs schon vor über 100 Jahren Verbindungen zu Hamburgs Schifffahrtsgeschäft.

Der Anwalt Justus Warburg stammt aus der Warburg-Familie. Er war der Anwalt der Familie von Uwe Barschel. Der deutsche Politiker starb 1987 unter mysteriösen Umständen. Die Ermittlungen ergaben, dass er Suizid beging, was aber selbst in Mainstream-Medien angezweifelt wird. Oft wird vermutet, dass er von einem oder mehreren Geheimdiensten ermordet wurde.

Warburg-Familie in den USA

Der in Deutschland geborene Paul Warburg (1868–1932) emigrierte in die USA und wurde Teil der dortigen Elite. Er gilt als der Hauptinitiator der Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED.

Paul Warburg war Teilhaber der Warburg-Bank. Er arbeitete in London für die Bank Samuel Montagu & Co., die 1853 von einem einflussreichen Juden aus Grossbritannien gegründet wurde. Paul Warburg war in Paris für eine russische Bank tätig. Als er sich 1895 in New York aufhielt, heiratete er eine Tochter von Solomon Loeb. Loeb war ein deutscher Jude, der in die USA ausgewandert war. Dort gründete er im Jahr 1867 die jüdische Bank Kuhn, Loeb & Co. Diese war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eine der grössten Investmentbanken der USA. Paul Warburg und weitere Mitglieder der Warburg-Familie wurden Partner der Bank. Sie kannten dadurch den Partner Jacob Schiff, einen weiteren deutsch-jüdischen Einwanderer, der ebenfalls eine Tochter von Solomon Loeb heiratete. Die Tochter von Jacob Schiff heiratete wiederum Felix Warburg (1871–1937), den Bruder von Paul Warburg. Auch Felix war Partner von Kuhn, Loeb & Co. Die Bank fusionierte 1977 mit Lehman Brothers. Diese Bank war 1850 von der Lehman-Familie gegründet worden, ebenfalls deutsch-jüdische Einwanderer. Lehman Brothers war vor ihrem Zusammenbruch 2008 eine der grössten Investmentbanken der Welt.

Frederick Warburg (1897–1973), ein Neffe von Paul Warburg und Enkel von Jacob Schiff, arbeitete von 1927 bis 1930 bei Lehman Brothers. Danach war Frederick bis zu seinem Lebensende Partner von Kuhn, Loeb & Co. Er half der Bank, Beziehungen zu knüpfen, und wurde als ihr „Aussenminister“ bezeichnet. Siegmund Warburg (1902–1982) arbeitete 1928 kurze Zeit für Kuhn, Loeb & Co. Er wurde in den 50er-Jahren Vorstandsmitglied und Partner der Bank. In dieser Zeit half er der Bank bei der Erweiterung ihrer Geschäfte in Europa. 1964 beendete er seine Teilhaberschaft.

Paul Warburg war Ende des Jahres 1913 Mitgründer der US-Zentralbank FED. Er wurde vom damaligen US-Präsidenten Woodrow Wilson in den ersten Vorstand der FED berufen. Von 1916 bis 1918 war Warburg stellvertretender Chef der Zentralbank. Zudem sass er von 1921 bis 1926 im Beirat der FED, in den letzten beiden Jahren als Vorsitzender. Die Gründung der FED wurde bereits 1910 bei einem geheimen Treffen im Jekyll Island Club geplant. Paul Warburg war bei dem Treffen anwesend. Weitere Teilnehmer des Treffens waren folgende:

  • Der Politiker Nelson Aldrich. Er war Freimaurer-Grosskommandant und Schatzmeister einer Grossloge. Er war also hochrangiger Freimaurer. Seine Tochter heiratete in die mächtige Rockefeller-Familie.
  • Der Bankier Frank Vanderlip. Er leitete gemeinsam mit der Stillman-Familie die National City Bank. Aus dieser entwickelte sich die heutige Citigroup, eine der grössten Banken der Welt. Die Familie Stillman heiratete zweimal in die Rockefeller-Familie.
  • Der Bankier Henry Davison. Er war Partner der Bank der Morgan-Familie. Sein Sohn Henry heiratete in die Stillman-Familie. Sein Sohn Frederick war Personaldirektor bei der CIA. Die Tochter Alice heiratete den Geschäftsmann Artemus Gates. Frederick Davison und Artemus Gates waren Mitglieder von Skull and Bones, einer Geheimgesellschaft an der Eliteuniversität Yale. Auch Fredericks Sohn Daniel, der 2010 verstarb, gehörte zu Skull and Bones. Daniel war die fünfte Generation seiner Familie, die bei der Grossbank J.P. Morgan arbeitete.

Das Treffen, bei dem die Gründung der FED geplant wurde, fand wie gesagt im Jekyll Island Club statt. Der nicht mehr existierende Club galt als einer der elitärsten in den USA. Zu seinen Gästen gehörten Mitglieder der Familien Rockefeller, Morgan und Vanderbilt, damals drei der mächtigsten Familien der USA.

Paul Warburg besuchte weitere elitäre Clubs in den USA, darunter den bis heute bestehenden Metropolitan Club.

Paul Warburg gründete 1921 die International Acceptance Bank, eine Bank zur Finanzierung des Aussenhandels der USA. Bei der Gründung befand sich fast ein Drittel ihres Kapitals im Besitz von ausländischen Banken. Dazu zählten die Rothschild-Bank und die National Provincial Bank aus England, Hope & Co. und die Handel-Maatschappij aus den Niederlanden, die Credit Suisse und die Swiss Bank Corporation aus der Schweiz sowie zwei schwedische Banken. Paul Warburg war der Vorsitzende der International Acceptance Bank. Sein Bruder Felix gehörte ebenfalls zum ersten Vorstand. Auch ihr Neffe Eric Warburg arbeitete ab 1923 für die Bank. Pauls Sohn James Warburg war von 1921 bis 1929 Vice President der Bank. 1929 wurde die Bank von der Manhattan Company erworben. Die Manhattan Company bestand seit dem Jahr 1799 und war damit eine der ältesten Banken der USA. Zu ihrem Gründerkreis gehörten die Freimaurer John Jacob Astor und Stephen Van Rensselaer, zwei der reichsten Männer der USA. Paul Warburg wurde Vorsitzender der Manhattan Company, nachdem diese seine International Acceptance Bank erworben hatte. Sein Sohn James Warburg war Präsident der Auslandsgeschäfte der Manhattan Company. Danach war James von 1932 bis 1935 stellvertretender Vorsitzender der Bank. Zu dieser Zeit war er ein Finanzberater des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (Freimaurer). Die Manhattan Company gehörte zu den wichtigen Vorläufern von JPMorgan Chase, die heute die grösste US-amerikanische Bank ist.

Paul Warburgs gleichnamiger Neffe (1904–1965) war Vice President der International Acceptance Bank und der Manhattan Company. Danach wurde der Neffe im Jahr 1940 Partner von Bache & Co. und unterhielt ab 1951 ein Büro bei Loeb, Rhoades & Co. Die Gründer der beiden New Yorker Finanzunternehmen gehörten zu deutsch-jüdischen Einwandererfamilien.

Siegmund Warburg (1902–1982) arbeitete für kurze Zeit bei der International Acceptance Bank.

Paul Warburg war im Vorstand der US-amerikanischen Grossbank Wells Fargo. Dadurch wird er den Freimaurer Isaias Hellman gekannt haben, der zu dieser Zeit die Bank anführte. Hellman war ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer. Er galt eine Zeit lang als einer der reichsten und mächtigsten Juden der USA. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt.

Paul Warburg hatte Vorstandsposten bei weiteren US-amerikanischen Finanzunternehmen inne, aber auch bei Unternehmen aus der Realwirtschaft. Er war unter anderem im Vorstand der US-Tochterfirma des deutschen Chemiekonzerns I.G. Farben. Wie bereits erwähnt wurde, gehörte Pauls Bruder Max zum Aufsichtsrat des Konzerns.

Paul Warburg war 1921 Mitgründer des Council on Foreign Relations (CFR). Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt. Paul Warburg gehörte bis 1932 zum Vorstand des CFR. Er war auch im Führungsgremium der Brookings Institution, ebenfalls eine einflussreiche Denkfabrik.

Paul Warburg und sein Bruder Felix gehörten zur Pilgrims Society. Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Zu ihren Mitgliedern zählen Leute aus den Eliten Grossbritanniens und der USA. Der britische Monarch ist der Schirmherr der Gesellschaft.

Eric Warburg (1900–1990) war Teilhaber der Warburg-Bank. Während seiner Ausbildung arbeitete er unter anderem in London bei der britischen Rothschild-Bank. In New York arbeitete er für die von Paul Warburg gegründete International Acceptance Bank. 1939 gründete Eric Warburg in New York das Finanzunternehmen E. M. Warburg & Co. Heute trägt es den Namen Warburg Pincus. Es ist eines der ältesten Unternehmen im Private-Equity-Geschäft. Im Jahr 2024 war es das neuntgrösste Private-Equity-Unternehmen der Welt. Warburg Pincus verwaltete 2025 ein Vermögen von über 85 Milliarden US-Dollar. Eric Warburg war bis 1973 Präsident des Unternehmens. Wie bereits erwähnt wurde, gründete Eric Warburg die Atlantik-Brücke in Deutschland und sein Sohn Max gehört heute zur Atlantik-Brücke. Max hatte 1976 bei Warburg Pincus gearbeitet. Danach ging er zur britischen Investmentbank S. G. Warburg, die von einem Verwandten gegründet worden war. Zuvor wurde Max in New York bei der Chase Manhattan Bank ausgebildet. Diese war damals eine der grössten Banken der Welt und wurde von David Rockefeller geleitet, der als einer der führenden Köpfe der US-amerikanischen Elite galt.

Eric Warburg und sein Onkel Paul Warburg hatten sich oft mit John Foster Dulles getroffen. Dulles war später Aussenminister der USA und sein Bruder Allen wurde Chef der CIA. Allen Dulles war bereits im Zweiten Weltkrieg, also vor der Gründung der CIA, ein hochrangiger Geheimdienstler gewesen. Zu dieser Zeit half er Eric Warburg bei der Erlernung von geheimdienstlichen Methoden. Die beiden standen auch nach dem Krieg in Kontakt. Eric Warburg war 1938 vor den Nazis in die USA geflohen. Danach diente er im Zweiten Weltkrieg als Verbindungsoffizier zwischen der britischen und der US-amerikanischen Luftwaffe und den Militärgeheimdiensten der beiden Länder. Er hatte Kontakt zu seinem Schweizer Cousin Carl Jacob Burckhardt, dem damaligen Präsidenten des Roten Kreuzes. Am Kriegsende half Eric Warburg, 160 deutsche Wissenschaftler aus Ostdeutschland herauszuholen und in die Obhut des US-Militärs zu bringen. Einer davon war Wernher von Braun. Der Adlige war ein führender Waffenentwickler der Nazis. Dabei machte er sich für den Tod von vielen Zwangsarbeitern mitverantwortlich. Nach dem Krieg wurde er in die USA gebracht, wo er eine wichtige Rolle in der dortigen Raketenentwicklung spielte. Er wirkte bei der NASA an einem Projekt mit, das zur Landung des ersten Menschen auf dem Mond führte.

Nach der Kapitulation Deutschlands war Eric Warburg einer der Ersten, die Hermann Göring verhörten, einen führenden Politiker des Naziregimes. Er verhörte auch den hochrangigen Nazigeneral Franz Halder. Eric Warburg erhielt für seine Dienste im Krieg den Orden des britischen Empire sowie auch einen US-amerikanischen und einen französischen Orden.

Eric Warburg war mit dem US-Amerikaner John McCloy befreundet. Nach dem Krieg leitete McCloy die US-Besatzungsmacht in Deutschland. Er gründete zusammen mit Eric Warburg die Atlantik-Brücke und den American Council on Germany, wie gesagt zwei Organisationen, die die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland fördern. McCloy und Warburg wollten so verhindern, dass es in Zukunft zu einer erneuten Feindschaft zwischen den beiden Nationen kommt. McCloy kannte bereits seit den 20er-Jahren Mitglieder der Warburg-Familie, darunter Eric Warburg. McCloys Frau Ellen Zinsser war mit Auguste Zinsser verwandt, der Ehefrau von Konrad Adenauer. Nach dem Krieg wurde Adenauer zum ersten Bundeskanzler (Regierungschef) der Bundesrepublik Deutschland. McCloy war in der Nachkriegszeit Präsident der Weltbank sowie Vorsitzender der Chase Manhattan Bank. Letztere war eine der grössten Banken der Welt und hatte eine enge Verbindung zur Rockefeller-Familie. McCloy kannte Mitglieder der Familie und hatte Kontakt zu weiteren Leuten aus der Wirtschaftselite der USA. Er war David Rockefellers Vorgänger als Vorsitzender des Council on Foreign Relations. Wie bereits erwähnt wurde, hatte Paul Warburg zu den Gründern dieser Denkfabrik gehört. McCloy kannte Mitglieder der Ford-Familie, da er Vorsitzender ihrer Stiftung war. Die Familien Ford und Rockefeller sind zwei der mächtigsten Dynastien der USA.

Eric Warburg hatte ein freundschaftliches Verhältnis zu Helmut Schmidt. Dieser war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler von Deutschland. Helmut Schmidt war auch mit David Rockefeller befreundet. Schmidt kannte und respektierte John McCloy.(Seite 161, 167, 295)

Eric Warburg und sein Vater waren 1929 Gründungsmitglieder des Rotarier-Clubs in Hamburg gewesen. Im folgenden Jahrzehnt lösten sich die deutschen Rotarier auf, weil die Nazis Organisationen wie die Rotarier und Freimaurer als verdächtig ansahen. 1958 wurde Eric Warburg Mitglied des neu gegründeten Rotarier-Clubs in Hamburg.

Von 1949 bis 1959 war Theodor Heuss der erste Bundespräsident (Staatsoberhaupt) der Bundesrepublik Deutschland. Er war ein Nachbar der Warburgs und hatte bis zu seinem Tod 1963 ein freundschaftliches Verhältnis zum internationalen Bankier Siegmund Warburg (1902–1982). Auch der Adlige Konstantin von Neurath war ein Nachbar und Bekannter der Warburgs. Von 1933 bis 1938 hatte er in der Regierung von Adolf Hitler das Amt des Aussenministers inne.

Der Bankier Paul F. Warburg (1904–1965) diente im Zweiten Weltkrieg in der US-Armee, wo er zum Oberstleutnant aufstieg. Im Krieg war er auch Militärattaché an der US-Botschaft in Paris sowie Verwaltungsoffizier im Geheimdienst der Task Force von General George Patton. Nachdem die US-Armee Bayern erobert hatte, wurde George Patton zum dortigen Militärgouverneur. Damit gehörte er wie John McCloy zur US-Besatzungsmacht in Deutschland. In den Jahren nach dem Krieg arbeitete Paul F. Warburg für die US-Botschaft in London. Er war dort ein Sonderassistent von W. Averell Harriman und Lewis Douglas, den damaligen US-Botschaftern in Grossbritannien. Harriman gehörte wie die Warburgs zur Hochfinanz der USA. Lewis Douglas heiratete in die Zinsser-Familie, wie es auch John McCloy und Konrad Adenauer taten. Seine Frau war die Schwester von McCloys Frau. Lewis Douglas war wie bereits sein Vater und sein Grossvater eine Führungskraft in der Bergbauindustrie der USA. Ausserdem sass er im Vorstand des Autokonzerns General Motors (war damals das grösste Unternehmen der USA und hatte die Du Pont-Familie als Hauptaktionär). Da Lewis Douglas zum Kuratorium der Rockefeller Foundation gehörte, wird er Mitglieder der Rockefeller-Familie gekannt haben. McCloy war wie gesagt auch ein Bekannter der Rockefellers.

Der Bankier James Warburg (1896–1969) diente dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt als Finanzberater. Während des Zweiten Weltkrieges war James Warburg Sonderassistent des Informationskoordinators* und besetzte eine hohe Position beim Office of War Information (OWI). Das OWI und das Büro des Informationskoordinators bestanden während des Zweiten Weltkrieges. Die beiden US-Behörden waren für Propaganda und geheimdienstliche Arbeiten zuständig.

* James Warburg hatte wohl Kontakt zu William Donovan, da dieser der Informationskoordinator war. Donovan leitete im Zweiten Weltkrieg das OSS, jenen Geheimdienst, der nach dem Krieg zur CIA umgewandelt wurde.

James Warburg war nicht nur ein Berater und Vertrauter von Franklin D. Roosevelt, sondern auch von US-Präsident John F. Kennedy. James Warburg befürwortete eine Annäherung an Sowjetrussland und das kommunistische China.

1963 wurde das Institute for Policy Studies gegründet, eine linke Denkfabrik in den USA. James Warburg gehörte in der Gründungszeit zu ihrem Kuratorium. 1967 spendete er einen hohen Betrag an die Denkfabrik. Er sprach im Jahr 1950 vor einem Ausschuss des US-Senats. In der Rede sagte er: „Wir werden eine Weltregierung haben, ob es uns gefällt oder nicht. Die Frage ist nur, ob diese Weltregierung durch Zustimmung oder durch Eroberung erreicht wird.“ Diese Aussage wird oft von Verschwörungstheoretikern zitiert.

Carola Warburg (1896–1987) hatte Kontakt zum Hochadligen Louis Mountbatten, einem nahen Verwandten der britischen Königsfamilie. Carola war im Vorstand der Planned Parenthood Association. Diese ist bis heute eine der wichtigsten Organisationen für Familienplanung.

Carola Warburgs Tochter Carol Rothschild (starb 2005) engagierte sich ebenfalls für die Familienplanung und sass im Vorstand von Planned Parenthood New York.

Der Bankier Felix Warburg (1871–1937) war der erste Präsident des 1914 gegründeten Joint Distribution Committee (JDC). Das JDC ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die weltweit Juden unterstützt. Felix Warburg leitete das JDC bis 1932. Er sagte: „Ich betrachte mich als Diener des jüdischen Volkes und meine Pflicht ist es, bei der Durchführung der von ihm gewünschten Massnahmen zu helfen.“ Sein Geschäftspartner Jacob Schiff war Mitgründer des JDC. Das JDC bezeichnet sich selbst als die „führende globale jüdische humanitäre Organisation“. Edward Warburg (1908–1992), der Sohn von Felix und Enkel von Jacob Schiff, war von 1939 bis 1965 Vorsitzender des JDC. Edward war ausserdem Mitbegründer und Kuratoriumsmitglied des Museum of Modern Art. Es gilt als das bedeutendste Museum für moderne Kunst in den USA. Edward sass auch im Kuratorium des Metropolitan Museum of Art. Es ist das grösste Kunstmuseum der USA. Zu den Kuratorien der beiden Museen gehören bis heute Personen aus einflussreichen Familien.

Die Warburgs engagierten sich in den letzten 100 Jahren noch bei weiteren jüdischen Organisationen.

Die in den USA lebende Blockchain-Expertin Bettina Warburg ist eine Enkelin von Eric Warburg, der wie gesagt die Atlantik-Brücke und den American Council on Germany (ACG)* gegründet hatte. Bettina Warburg ist im Vorstand des ACG. (Stand: November 2025) Sie ist Mitgründer und Partner von Warburg Serres. Das Unternehmen ist im Private-Equity- und Venture-Capital-Geschäft aktiv. Warburg Serres investiert in Unternehmen, die sich auf Zukunftstechnologien konzentrieren. Bettina Warburg wurde 2018 vom Finanzunternehmen J. Stern & Co. eingeladen, um einen Vortrag über die Blockchain-Technologie zu halten. J. Stern & Co. wurde von der jüdischen Bankiersfamilie Stern gegründet.

Anmerkung zum ACG: Derzeit ist John Emerson Vorsitzender des ACG. Er diente den USA als Botschafter in Deutschland. Er arbeitet seit vielen Jahren für die Capital Group (der US-amerikanische Finanzkonzern ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt). Emerson sitzt im Vorstand des Pacific Council on International Policy (konzentriert sich auf die US-Aussenpolitik). Dadurch wird er vermutlich dessen Vorsitzenden, Robert Lovelace, kennen (gehört zur Gründerfamilie der Capital Group). Emerson ist langjähriges Mitglied des Council on Foreign Relations (wurde von Paul Warburg mitgegründet). Emerson erhielt eine Auszeichnung von der CIA. Ausserdem ist er im Kuratorium des German Marshall Fund (GMF). Diese Denkfabrik aus den USA fördert die Beziehungen zur EU, insbesondere zu Deutschland. Der GMF wurde 1972 von Guido Goldman gegründet und geleitet. Sein Vater Nahum Goldmann war der Gründer und Präsident des Jüdischen Weltkongresses sowie Präsident der Zionistischen Weltorganisation. Goldmann und seine Familie waren 1940 vor den Nazis aus Europa geflohen. Er war mit Siegmund Warburg befreundet. Als Goldmann 1978 den ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat traf, wurde er von Eric Warburg und Baron Edmond de Rothschild begleitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten Juden eine führende Rolle beim Wiederaufbau der amerikanisch-deutschen Beziehungen. Ich vermute mal, dass sie so sicher gehen wollten, dass sich in der deutschen Führung nicht erneut eine antijüdische Stimmung breitmacht. Neben Eric Warburg zählten zu den Gründern der Atlantik-Brücke auch der Journalist Ernst Friedlaender und der Politiker Erik Blumenfeld. Beide waren Juden. Blumenfeld hatte die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald überlebt. Von 1977 bis 1991 war er Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

John Emersons Vorgänger als Vorsitzender des ACG war Robert Kimmitt, der bis heute der Ehrenvorsitzende ist. Kimmitt war ebenfalls US-Botschafter in Deutschland. Er arbeitete in der US-Regierung und leitete einen Beirat der CIA.

Warburg-Familie in Grossbritannien

Siegmund Warburg (1902–1982) war Teilhaber der Warburg-Bank. Er hatte eine Ausbildung bei der britischen Rothschild-Bank gemacht. In New York arbeitete er für kurze Zeit bei der von Paul Warburg gegründeten International Acceptance Bank sowie bei Kuhn, Loeb & Co., wo die Warburgs Partner waren. Nach Hitlers Machtübernahme emigrierte Siegmund Warburg nach Grossbritannien. Dort gründete er eine Investmentbank, die viele jüdische Emigranten beschäftigte. Auch der nichtjüdische Edmund Stinnes wurde Teilhaber der Bank. Dessen Vater war einer der mächtigsten Industriellen Deutschlands gewesen. Siegmund Warburg arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für den britischen Auslandsgeheimdienst SIS (allgemein bekannt als MI6). In den 50er-Jahren wurde er Vorstandsmitglied und Partner von Kuhn, Loeb & Co. In dieser Zeit half er der Bank bei der Erweiterung ihrer Geschäfte in Europa. 1964 beendete er seine Teilhaberschaft.

Siegmund Warburg war 1968 Mitgründer von AEA-Investors. Das US-amerikanische Private-Equity-Unternehmen wurde mit Kapital der Familien Rockefeller, Mellon und Harriman gegründet. Das Unternehmen besteht bis heute. Es verwaltet ein Vermögen im Wert von 18 Milliarden US-Dollar.

Siegmund Warburg gründete 1946 in London die Bank S. G. Warburg. Diese entwickelte sich zu einer der führenden britischen Investmentbanken. 1995 wurde sie vom Schweizerischen Bankverein übernommen, einem der beiden Vorläufer der UBS (grösste Schweizer Bank). Siegmund Warburg gehörte bis in die 70er-Jahre zur Führung von S. G. Warburg. Von 1967 bis 1995 war der britische Banker Eric Roll einer der führenden Köpfe von S. G. Warburg. Eric Roll wurde zum Baron geadelt. Er war Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitete somit das Elitentreffen. Zu den Mitarbeitern von S. G. Warburg gehörten Mitglieder der Familien Wallenberg (Schweden), Desmarais (Kanada) und Sassoon (Grossbritannien).

Siegmund Warburg und sein Sohn waren Mitglieder der Pilgrims Society. Wie bereits erwähnt wurde, gehörten mindestens zwei weitere Mitglieder der Warburg-Familie zu dieser angloamerikanischen Elitengesellschaft.

Siegmund Warburg wurde zum Ritter geadelt.

Zu Siegmund Warburgs Kunden gehörten unter anderem Roy Thomson und Cecil Harmsworth King, damals zwei der führenden Zeitungsbesitzer in Grossbritannien.

Siegmund Warburg stand dem britischen Premierminister Harold Wilson nahe. Er beriet den Premierminister und verfasste Reden für ihn zu wirtschaftlichen Themen.

Wie bereits erwähnt wurde, war Siegmund Warburg mit Theodor Heuss befreundet, dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

Fredrick Elias Warburg (1832–1899) gehörte zum schwedischen Zweig der Warburgs. Er ging nach Grossbritannien, wo er Mitgründer der Central London Electric Railway war. Seine Nachkommen waren Briten. Sein Enkel Fredric Warburg (1898–1981) gründete den britischen Verlag Secker & Warburg. Der Verlag veröffentlichte als Erstes die dystopischen Romane „Farm der Tiere“ und „1984“, die beiden Hauptwerke des berühmten britischen Autors George Orwell. Fredric Warburg und George Orwell waren Freunde. Übrigens hatte Orwell auch eine Freundschaft mit David Astor, der ebenfalls aus einer einflussreichen Dynastie kam.

Die CIA beteiligte sich im Geheimen an der Finanzierung der britischen Verfilmungen von „Farm der Tiere“ und „1984“, weil die antitotalitären Botschaften der beiden Geschichten die antikommunistische US-Propaganda stützten. Bei der Verfilmung von „Farm der Tiere“ war der Einfluss der CIA so gross, dass sie gegen den Willen der Filmemacher Änderungen an der Geschichte vornehmen konnte, sodass die Geschichte besser in die antikommunistische Erzählung passte. Die Behörde USIA, die für die Verbreitung von US-Propaganda im Ausland zuständig war, vertrieb den Film über ihre Auslandsbibliotheken weltweit. Der Film wurde vom britischen Juden John Halas und seiner Frau gemacht. Das Paar wurde während des Zweiten Weltkriegs vom britischen Informationsministerium (das für Propaganda zuständig war) angeworben und produzierte darauf 70 Kriegspropaganda-Cartoons.

Zudem kaufte die CIA massenweise Exemplare von „1984“, die sie dann im kommunistischen Ostblock verteilen liess. Die CIA hatte den Kauf der Filmrechte zu „Farm der Tiere“ vermittelt. Der Kauf wurde vom Office of Policy Coordination, einer Abteilung der CIA für verdeckte Regierungsoperationen, in Auftrag gegeben. Der Auftrag ging an zwei Experten für psychologische Kriegsführung. Die Operation wurde vom CIA-Offizier Howard Hunt1 geleitet. Sein Kontaktmann in Hollywood war Carleton Alsop, der dort beim Filmstudio Paramount verdeckt für die CIA arbeitete. Sein Bruder Joseph Alsop2, ein führender Journalist, war ebenfalls im Geheimen für die CIA tätig. Auch die britische Regierung nutzte Anfang der 50er-Jahre „Farm der Tiere“ für Propagandazwecke, indem sie einen auf der Geschichte basierenden Zeitungscomic finanzierte, der dann in Ländern des globalen Südens erschien.

1. Howard Hunt war ein glühender Antikommunist. Er spezialisierte sich bei der CIA auf Propaganda und Subversion. Er war massgeblich an der Watergate-Affäre beteiligt und wurde deswegen verurteilt. Zudem gehörte er zu den Anführern der CIA-Verschwörung zum Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Guatemalas, Jacobo Arbenz. Auf den Putsch folgten fast 40 Jahre Bürgerkrieg, Militärdiktaturen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter ein Völkermord. Howard Hunt beteiligte sich 1961 auch an der Planung der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht in Kuba. Er geriet in Verdacht, bei der Ermordung des US-Präsidenten Kennedy geholfen zu haben.

2. Der Journalist Joseph Alsop arbeitete wie gesagt für die CIA. Er war mit dem CIA-Chef Richard Helms und dem US-Präsidenten Kennedy befreundet und verkehrte in der Elite Washingtons. Er heiratete in die Jay-Familie (Familie des US-Gründervaters John Jay). Seine Mutter gehörte zur Roosevelt-Familie (stellte zwei US-Präsidenten). Alsop hatte im Geheimen ein homosexuelles Liebesleben. Als er die Sowjetunion besuchte, hatte er in einem Moskauer Hotelzimmer Sex mit einem Russen. Es war eine Honigfalle des sowjetischen Geheimdienstes KGB, der Fotos von Alsop beim Sex machte. Der KGB versuchte, Alsop damit zu erpressen.

Fredric Warburg war wie gesagt Orwells Verleger. In der englischen Wikipedia steht momentan, dass Warburg am Verkauf der Filmrechte an „Farm der Tiere“ an die CIA beteiligt war. Er stand mit dem britischen Geheimdienst MI6 in Kontakt. Er diente dem MI6 als Strohmann, indem er für ihn Gelder an die antikommunistische Literaturzeitschrift Encounter weiterleitete. Auch der Filmregisseur Alexander Korda und der Millionär Victor Rothschild (beide Juden) waren Strohmänner bei der geheimen Finanzierung der Zeitschrift. Die britische Zeitschrift Encounter wurde 1953 gegründet. Sie erhielt im Geheimen Geld von der CIA und dem britischen Geheimdienst. Auch die verdeckte Propagandaabteilung des britischen Aussenministeriums half bei der Finanzierung. Die Idee war, eine Zeitschrift zu haben, die zwar links ist, aber dennoch eine antikommunistische Haltung und angloamerikanische Interessen vertritt. Die Vereinbarung war, dass die Zeitschrift schreiben durfte, was sie wollte, solange sie damit amerikanischen Interessen nicht schadet. Eines der vereinbarten Grundprinzipien von Encounter war, die Freundschaft zwischen Grossbritannien und den USA zu fördern. Die Zeitschrift befolgte Anweisungen der CIA. Sie veröffentlichte nur sehr selten kritische Artikel über die USA. 1967 wurde aufgedeckt, dass die Zeitschrift Geld von der CIA erhalten hatte. Einer der beiden Hauptgründer von Encounter war Irving Kristol3, ein jüdischer Journalist aus den USA. Er gilt als der Begründer des Neokonservatismus in den USA. 1967 übergab Kristol die Führung von Encounter an seinen Freund Melvin Lasky, der spätestens seit 1963 gewusst hatte, dass die Zeitschrift von der CIA finanziert wird. Lasky war ebenfalls ein amerikanisch-jüdischer Journalist. Von 1958 bis 1990 fungierte er als Herausgeber von Encounter. Er war auch 15 Jahre lang Herausgeber von Der Monat 4. Diese deutsche Zeitschrift für Politik und Kultur erhielt ebenfalls im Geheimen Geld von der CIA. Encounter und Der Monat sowie weitere Zeitschriften in verschiedenen Ländern erhielten das Geld unter anderem vom Congress for Cultural Freedom (CCF)5, einer Organisation, deren Aufgabe es war, die kommunistischen Staaten anzuprangern. Der CCF hatte auch Mitglieder, die links waren, aber dem totalitären Kommunismus kritisch gegenüberstanden. Der CCF war insgeheim eine Frontorganisation der CIA und diente ihr als Werkzeug bei der Verbreitung von antikommunistischer Propaganda. Melvin Lasky gehörte zur Führung des CCF. Dadurch kannte er den Juden Michael Josselson, der im Auftrag der CIA den CCF gründete und leitete. Der hochrangige CIA-Beamte Ray Cline schrieb in einem Buch, dass Encounter und Der Monat ohne die Unterstützung der CIA finanziell nicht hätten überleben können. Der CCF hatte bis 1964 die Kontrolle über Encounter. Danach wurde die Zeitschrift vom Unternehmen des Briten Cecil Harmsworth King kontrolliert, der Verbindungen zu britischen und US-amerikanischen Geheimdiensten hatte. Er kam aus der Harmsworth-Familie, die bis heute zu den einflussreichsten Zeitungsbesitzern in Grossbritannien gehört. Wie bereits erwähnt wurde, war Cecil Harmsworth King ein Kunde des britischen Bankiers Siegmund Warburg.

3. Irving Kristol war der Vater des neokonservativen Kommentators William „Bill“ Kristol. Dieser gründete 1997 zusammen mit Robert Kagan (ein weiterer US-amerikanischer Jude) das Project for the New American Century (PNAC). Das PNAC war eine neokonservative Denkfabrik, die von 1997 bis 2006 bestand. Sie vertrat die Auffassung, dass die USA ihre Führungsrolle in der Welt behalten müssen und ihre Macht nutzen sollten, um die Welt nach ihren Vorstellungen zu gestalten. In Verschwörungstheorien wird behauptet, dass Mitglieder des PNAC die Anschläge vom 11. September 2001 bewusst herbeiführten, um einen Vorwand zu haben, ihre aussenpolitischen Ziele umzusetzen. Was sich mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass Mitglieder des PNAC massgeblich für den Irakkrieg 2003 und den Beginn des Krieges gegen die Taliban in Afghanistan 2001 verantwortlich waren.

4. Die deutsche Zeitschrift Der Monat erhielt wie gesagt Geld von der CIA. Nach Angaben von Wikipedia wurde die Zeitschrift 1971 eingestellt. 1978 wurde Der Monat neu gegründet, und zwar vom deutschen Journalisten Michael Naumann. In den beiden darauffolgenden Jahren war er zusammen mit Melvin Lasky Herausgeber der Zeitschrift. Lasky gehörte wie gesagt zur Führung einer Frontorganisation der CIA. Zufälligerweise soll Michael Naumann in den beiden Jahren, in denen er Herausgeber war, ein Vertrauensjournalist des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND gewesen sein. Wie am Anfang dieses Beitrages erwähnt wurde, heiratete Michael Naumann erst die Tochter eines BND-Chefs und später ein Mitglied der Warburg-Familie.

5. Der CCF wurde seit seiner Gründung im Jahr 1950 von der CIA finanziert. 1966 flog die Finanzierung durch die CIA auf. Darauf zog sich die CIA zurück und an ihre Stelle trat die Ford Foundation, eine philanthropische Stiftung, die ab da bis zur Auflösung des CCF im Jahr 1979 die Finanzierung der Organisation übernahm. Die Ford Foundation ist bis heute eine der reichsten Stiftungen. Sie ist nach wie vor mit der Ford-Familie verbunden, einer einflussreichen Dynastie. Nachdem die Ford Foundation die Finanzierung des CCF übernommen hatte, wurde Shepard Stone zum neuen Leiter des CCF ernannt. Er war zu dem Zeitpunkt bereits seit einigen Jahren Leiter des internationalen Programms der Ford Foundation. Vor ihm hatte sein Freund, der bereits erwähnte Michael Josselson, den CCF geleitet. Shepard Stone war ebenfalls Jude. Er arbeitete als Journalist. Im Zweiten Weltkrieg war er für den US-Geheimdienst tätig. Nach dem Krieg half er beim Wiederaufbau der Pressefreiheit im besetzten Deutschland. Zwischen 1949 und 1952 leitete er die dortige Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der US-Besatzungsmacht. Ein paar Jahrzehnte später gehörte er zur Führung des deutschen Ablegers des Aspen Institute. Das Aspen Institute ist eine bedeutende Denkfabrik in den USA. Shepard Stone war mit vielen einflussreichen Leuten befreundet. Zudem nahm er an zahlreichen Bilderberg-Konferenzen teil. Er gehörte zum Führungsgremium der Bilderberg-Konferenz. Der CCF finanzierte heimlich eine britische Organisation, bei der Fredric Warburg Schatzmeister war. Fredric Warburg hatte wie gesagt dem MI6 seine Dienste erwiesen.

Erwähnenswerte Heiraten

Die Warburg-Familie heiratete wie bereits erwähnt in die Bankiersfamilien Schiff und Loeb. Sie verheirateten sich noch mit vielen weiteren reichen jüdischen Familien.

Bemerkenswerte Heiraten der deutschen Warburgs:

Nach Angaben von Geni.com heirateten Elsa Warburg (1901–1960) und Adele Warburg (1847–1924) in die Familie von Benedikt Goldschmidt (1798–1873), der das deutsche Bankhaus B.H. Goldschmidt gründete. Benedikts Nachkommen sind heute Teil der Elite Grossbritanniens und sind Freunde der britischen Rothschilds. Die Familien Rothschild und Goldschmidt gelten als zwei der bedeutendsten jüdischen Dynastien.

George Warburg (1871–1923) heiratete in die Kaulla-Familie. Die Stammmutter der jüdischen Familie war die Hoffaktorin Karoline Kaulla (1739–1809), die als die reichste Frau Deutschlands galt. Georges Schwester Lilly heiratete ebenfalls in die Kaulla-Familie. Georges Frau kam mütterlicherseits aus der Goldschmidt-Familie. Ihr Bruder Rudolf Kaulla heiratete in die Stern-Familie und war Teilhaber von deren Bank. Die Stern-Familie gehörte ebenfalls zu den einflussreichsten jüdischen Bankiersfamilien.

Rosa Warburg (1870–1922) heiratete in die jüdische Günzburg-Familie, die im 19. Jahrhundert eine führende Bankiers- und Unternehmerfamilie in Russland war. Die Günzburg-Familie heiratete in viele sehr einflussreiche jüdische Familien. Rosas Tochter Vera (1898–1972) heiratete in die Dreyfus-Familie*, eine jüdische Bankiersfamilie aus der Schweiz. Die Familie besitzt bis heute die 1813 gegründete Schweizer Privatbank Dreyfus Söhne & Cie. Rosas Tochter Olga (1897–1986) heiratete den spanischen Geschäftsmann Ignacio Bauer Landauer. Dieser war drei Jahrzehnte lang Präsident der jüdischen Gemeinde Madrids. 1936 gehörte er zu den Gründern des Jüdischen Weltkongresses. Die Bauer-Familie galt als die mächtigste jüdische Bankiersfamilie im Spanien des 20. Jahrhunderts. Sie verkehrten mit Adligen und waren Freunde des spanischen Königs Alfons XIII. Ignacio Bauer war im 19. Jahrhundert der Vertreter der Rothschilds in Spanien gewesen. Er heiratete in die italienisch-jüdische Bankiersfamilie Morpurgo. Seine Frau kam mütterlicherseits aus der Parente-Familie, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts der Vertreter der österreichischen Rothschilds in Triest war und zusammen mit der Morpurgo-Familie die Bank Morpurgo & Parente gründete. Marco Parente stand auch mit der päpstlichen Bankiersfamilie Torlonia in Kontakt. Als Napoleons Frankreich Teile von Österreich besetzte, verkehrte Marco Parente mit frankreichfreundlichen Kreisen und war Mitglied einer Freimaurerloge. Diese Loge wurde nach dem Ende der französischen Besatzung von den österreichischen Behörden aufgelöst. Die Freimaurerei war damals in Österreich verboten.

* Ein Mitglied der Dreyfus-Familie gründete 1868 in Deutschland die Bank J. Dreyfus & Co., die sich zu einer der führenden deutschen Privatbanken entwickelte.

Daniel Warburg (1804–1883) heiratete in die deutsch-jüdische Beit-Familie. Diese heiratete wiederum in die Bankiersfamilien Ladenburg und Speyer, ebenfalls deutsche Juden. Das Familienmitglied Ferdinand Beit (1817–1870) war Mitgründer des bis heute bestehenden deutschen Kupferkonzerns Aurubis sowie auch Mitgründer und Präsident des deutschen Chemiekonzerns BASF (ist heute der umsatzstärkste Chemiekonzern der Welt). Ferdinands Neffe Alfred Beit, einer der reichsten Männer seiner Zeit, war Mitgründer und Hauptaktionär des Diamantkonzerns De Beers. De Beers entwickelte sich zum weltweit führenden Diamantproduzenten. Es ist ein südafrikanisches Unternehmen, das seit seiner Gründung 1888 enge Verbindungen nach Grossbritannien hat, wo Mitglieder der Beit-Familie lebten.

Mitglieder der hier genannten Familien Rothschild, Goldschmidt, Kaulla, Stern, Günzburg, Morpurgo, Beit und Speyer erhielten Adelstitel.

Der internationale Bankier Eric Warburg (1900–1990) heiratete eine Tochter von Alfons Thorsch. Dessen Familie war im 19. Jahrhundert eine der führenden jüdischen Bankiersfamilien Österreichs. Aus dieser Ehe ging der Sohn Max Warburg hervor, der heute zur Atlantik-Brücke gehört. Nach Angaben von Geni.com hat Max eine Tante, die in die Goldschmidt-Familie heiratete.

Olga Warburg (1873–1904) heiratete einen Neffen des deutsch-jüdischen Geschäftsmanns Sigismund Kohn-Speyer und war durch diese Ehe mit den deutsch-jüdischen Bankiersfamilien Goldschmidt und Sulzbach verschwägert.

Der Wissenschaftler Aby Warburg (1866–1929) heiratete Mary Hertz. Deren Eltern waren Mitglieder von zwei erfolgreichen Kaufmannsfamilien in Hamburg. Die Mutter kam aus der Gossler-Familie (keine Juden), die bis heute zur Hamburger Elite gehört. Die Familie ist Miteigentümer der Berenberg Bank, der ältesten Familienbank der Welt.

Ingrid Warburg (1910–2000) heiratete Veniero Spinelli, den Bruder des italienischen Politikers Altiero Spinelli. Altiero war ein Vordenker des vereinigten Europas. Später gehörte der kommunistische Politiker von 1970 bis 1976 zur EU-Kommission. Danach wurde er ins Europäische Parlament gewählt.

Ruth Derenberg (1906–1996) kam mütterlicherseits aus der Warburg-Familie. Nach Angaben von Geni.com heiratete sie einen Sohn des niederländischen Politikers Ferdinand Nieuwenhuis. Dieser gilt als einer der Begründer der sozialistischen Bewegung in den Niederlanden.

Lilly Melchior (1903–1966) kam mütterlicherseits aus der Warburg-Familie. Ihr Ehemann, ein deutsch-jüdischer Banker, war ein Enkel des jüdischen Bankiers Wilhelm Kuczynski. Wilhelm war auch der Grossvater der beiden Kommunisten Jürgen und Ursula Kuczynski. Letztere benannte sich später in Ruth Werner um. Sie war eine internationale Agentin des sowjetischen Geheimdienstes. Ihre beiden Ehemänner arbeiteten ebenfalls als sowjetische Agenten. Ruth Werner rekrutierte den Physiker Klaus Fuchs für den sowjetischen Geheimdienst. Klaus Fuchs war der wichtigste Spion im Manhattan-Projekt, dem Projekt der USA zum Bau der Atombombe. Dadurch half Fuchs der Sowjetunion, selbst eine Atombombe zu entwickeln. Nachdem Fuchs enttarnt worden war, flüchtete Ruth Werner in die kommunistische DDR (Ostdeutschland). 1959 kam auch Fuchs in die DDR und gehörte zur dortigen Elite. Werners Bruder Jürgen war von 1949 bis 1958 Abgeordneter der Volkskammer (Parlament der DDR). Er beriet Erich Honecker, das politische Oberhaupt der DDR, in aussenwirtschaftspolitischen Fragen. Die DDR wurde von der SED regiert, einer kommunistischen Partei. Als die DDR 1990 aufgelöst wurde, ging aus der SED die PDS hervor. Ab da gehörte Ruth Werner bis zu ihrem Tod im Jahr 2000 zum Ältestenrat der PDS. Ihr Bruder Jürgen wurde 1990 ebenfalls Mitglied des Ältestenrats. Die PDS war der Vorläufer der heutigen Partei Die Linke.

Nach Angaben von FamilySearch.org heiratete Olga Warburg (1904–1984) William Moir Calder. Der schottische Akademiker erhielt den britischen Rittertitel.

Anna Warburg heiratete Dov Biegun (starb 1980). Der in Polen geborene Dov Biegun engagierte sich seit den 30er-Jahren in der zionistischen Bewegung. Im Zweiten Weltkrieg ging er zur britischen Armee und beteiligte sich an Geheimdienstoperationen auf dem europäischen Festland. Er half beim Aufspüren von Nazifunktionären. 1951 war er Delegierter beim Zionistischen Weltkongress. Er konnte 14 Sprachen fliessend sprechen.

Bemerkenswerte Heiraten der amerikanischen Warburgs:

Carola Warburg (1896–1987) heiratete den amerikanisch-jüdischen Geschäftsmann Walter Rothschild, der aber nicht mit der berühmten Bankiersfamilie Rothschild verwandt war. Walters Onkel Louis Rothschild hatte 1899 die nicht mehr existente Bank L. F. Rothschild gegründet. Louis heiratete in die Guggenheim-Familie, damals eine der reichsten jüdischen Familien der USA. Walter kam mütterlicherseits aus der deutsch-jüdischen Einwandererfamilie Abraham, die 1865 den Einzelhändler Abraham & Straus gegründet hatte. Walters Vater Simon war Partner des Unternehmens und leitete eine Zeit lang den Vorstand. Walters Tante Edith Abraham und seine Grosstante Ida Blün heirateten in die Straus-Familie. Die deutsch-jüdische Einwandererfamilie war Miteigentümer von Abraham & Straus. Das Familienmitglied Oscar Straus war 1906 der erste jüdische Minister in einer US-Regierung. Die Straus-Familie heiratete in die Familien Guggenheim, Lehman und Sulzberger, die ebenfalls zur jüdischen Elite der USA gehören.

Carola Warburgs Sohn Walter Rothschild Jr. (1920–2003) war Präsident von Abraham & Straus. Er gehörte ausserdem zum Aufsichtsrat der Eliteuniversität Harvard. Carolas Tochter Carol (starb 2005) heiratete den Anwalt Charles Noyes, der die USA als Diplomat bei den Vereinten Nationen vertrat. Charles Noyes war ein Assistent des einflussreichen W. Averell Harriman und beriet den Rockefeller Brothers Fund. Ein Sohn von Carol aus einer anderen Ehe ist Peter Bradford, ein ehemaliges Mitglied der US-Atomaufsichtsbehörde. Peters Vater Amory war Geschäftsführer der New York Times (eine der wichtigsten Zeitungen der Welt). Amory, ein Wall-Street-Anwalt, kannte die Sulzberger-Familie, die Eigentümerfamilie der Zeitung. Er arbeitete auch für den Zeitungsverlag Scripps. Im Zweiten Weltkrieg diente er beim Geheimdienst des US-Militärs. Er war Berater der Ford Foundation für Projekte im Ausland. Als er an der Eliteuniversität Yale studiert hatte, trat er der dortigen Geheimgesellschaft Skull and Bones bei. Amorys Vater Peter Bradford war über 25 Jahre im Kuratorium der Yale-Universität. Ihre Familie stammt von William Bradford ab, dem Gouverneur der Plymouth-Kolonie. William Bradford, der im 17. Jahrhundert lebte, war einer der Anführer der Pilgerväter.

Der Bankier Paul Warburg (1904–1965) heiratete die Jüdin Jean Stettheimer. Deren Schwester war mit Julius Ochs Adler verheiratet, dem Vizepräsidenten und Geschäftsführer der New York Times. Julius kam mütterlicherseits aus der Ochs-Familie, einer deutsch-jüdischen Einwandererfamilie, deren Nachkommen bis heute die New York Times besitzen und dadurch zu den einflussreichsten Zeitungsbesitzern gehören. Julius war Mitglied einer Freimaurerloge in New York. Paul Warburg wurde durch seine Ehe der Schwiegersohn des Geschäftsmanns Walter Stettheimer. Stettheimer war ebenfalls Freimaurer. Paul Warburg heiratete in dritter Ehe die Witwe des portugiesischen Barons D’Almeida. An der Hochzeit in London nahmen neben einem dänischen Prinzen auch britische Adlige teil, darunter der Markgraf von Milford Haven aus der Familie Mountbatten, der Markgraf von Blandford aus der Familie Spencer-Churchill und der Graf von Carnarvon aus der Familie Herbert. Die Braut wurde von John McCloy, dem bereits erwähnten Chef der Weltbank, zum Altar geführt. Die Braut heiratete später den Grafen Leonardo Mercati. Dessen Familie gehört zum griechischen Adel und ist mit der Reederfamilie Goulandris verschwägert. Das Vermögen von Chryss Goulandris wurde 2015 auf über zwei Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie gehörte damit zu den reichsten Griechen. Sie heiratete Tony O’Reilly, einen der reichsten Iren. Chryss war mit Christina Onassis befreundet, die ebenfalls aus griechischen Reederfamilien kam und deren Vater die Witwe des US-Präsidenten John F. Kennedy heiratete.

Edward Warburg (1908–1992) heiratete Mary Prue. Marys Sohn aus erster Ehe heiratete in die Mellon-Familie. Edwards Tochter Daphne Warburg (*1949) heiratete in die Astor-Familie. Mellon und Astor gehören zu den mächtigsten Familien der angloamerikanischen Elite (sind aber keine Juden). Marys Schwester heiratete einen britischen Baron aus der jüdischen Bankiersfamilie Erlanger.

Felicia Schiff Warburg (*1927) heiratete Robert Sarnoff, der Präsident des Medienkonzerns NBC war. Roberts Vater David, ein russisch-jüdischer Einwanderer, hatte NBC gegründet. David war Freimaurer und Mitglied der Strict Observance Lodge in New York. Felicia Warburg heiratete danach Franklin Roosevelt Jr. Er war ein Sohn des US-Präsidenten Franklin Roosevelt. Vater und Sohn waren Freimaurer und gehörten derselben New Yorker Loge an. Roosevelt Junior hatte in erster Ehe in die Du Pont-Familie geheiratet. Diese zählt schon seit über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA. Felicia Warburg betätigt sich heute als Winzerin. Sie wurde von Gerald Baliles zur „First Lady des Virginia-Weins“ ernannt. Baliles war Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia. Felicia reiste mit Douglas Wilder, einem weiteren Gouverneur von Virginia, nach Asien.

Gerald Warburg (1901–1971) heiratete eine Tochter von Condé Nast, der den gleichnamigen Medienkonzern gegründet hatte. Das Unternehmen gehört heute zum Medienimperium der Newhouse-Familie. Diese gilt als eine der reichsten jüdischen Familien.

Leslie Nast, die Halbschwester von Gerald Warburgs Frau, heiratete den britischen Baron Peter Grenfell, Sohn des geadelten Edward Grenfell. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Edward Grenfell zusammen mit der US-amerikanischen Bankiersfamilie Morgan die Bank Morgan, Grenfell & Co. gegründet, die eine der führenden britischen Investmentbanken war. Edward Grenfell sass im Vorstand der britischen Zentralbank und sein Vater Henry war Chef der Zentralbank gewesen. Die Grenfell-Familie heiratete in den britischen Adel.

Jill Warburg (*1931) heiratete Herbert Maass. Dieser arbeitete als Finanzanalyst, unter anderem bei der führenden Investmentbank Morgan Stanley. Im Zweiten Weltkrieg war er Offizier der US-Armee in Bletchley Park in England. Dort war er an der Entschlüsselung des Nachrichtenverkehrs von Nazideutschland beteiligt. Jill Warburg heiratete später Allan Murray Cartter, der von 1966 bis 1972 Kanzler der New York University war. Sie ist eine der führenden Universitäten New Yorks. Cartter war ausserdem Vorsitzender eines Beratungsausschusses des Arbeitsministeriums und Mitglied eines Wirtschaftsberatungsgremiums des New Yorker Gouverneurs Nelson Rockefeller.

Gisela Warburg (1912–1991) war jahrzehntelang eine führende Persönlichkeit in der zionistischen Frauen- und Jugendbewegung. Sie heiratete den hohen Richter Charles Edward Wyzanski Jr. Der jüdische Jurist war Kuratoriumsmitglied der Ford Foundation und Präsident des Aufsichtsrates der Eliteuniversität Harvard.

Der Bankier James Warburg (1896–1969) heiratete Phyllis Baldwin. Deren Bruder Joseph vertrat New York im US-Repräsentantenhaus. Ihr Bruder Alexander hatte eine Frau, die in erster Ehe in die Harriman-Familie geheiratet hatte (war damals eine der reichsten Familien der USA). Phyllis’ Schwester Priscilla war die Mutter von Lewis Thompson Preston, der Präsident der Weltbank war und die Grossbank J.P. Morgan leitete. Preston heiratete in die Milliardärsfamilie Pulitzer (hatte den Pulitzer-Preis gestiftet). Prestons andere Frau hatte einen Mann, der aus den einflussreichen Familien Drexel, Biddle und Duke kam. Phyllis’ Schwester Fanny heiratete Edwin Morgan IV., einen Urenkel des gleichnamigen Gouverneurs von New York. Zu Morgans Familienkreis gehörten die Familien Winthrop-Chanler, Emmet, Astor, Ward, Jay, Stillman, Whitney und Vanderbilt. Phyllis Baldwin heiratete nach ihrer Ehe mit Warburg einen Sohn von Sir Edwin Lutyens. (Diese Angaben stammen von Geni.com und müssen daher nicht zweifelsfrei korrekt sein.) Edwin Lutyens gilt als einer der bedeutendsten britischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Er soll Freimaurer gewesen sein. Sein Schwiegervater Robert Bulwer-Lytton war Vizekönig von Indien und wurde zum Grafen geadelt. Ihre Familie hatte Verbindungen zu mehreren Geheimbünden (mehr dazu).

Bemerkenswerte Heiraten der britischen Warburgs:

Der Bankier Siegmund Warburg (1902–1982) heiratete in die schwedische Bankiersfamilie Philipson. Die Familie ist jüdischer Abstammung. Sie heiratete auch in den schwedischen Zweig der Warburg-Familie.

Nach Angaben von Geni.com heiratete Frederic Warburg (1898–1981) eine Schwester von Geoffrey Hillier-Holt. Geoffrey heiratete wiederum eine Enkelin von Saul Samuel. Der Geschäftsmann Saul Samuel war Treasurer (Finanzminister) der britischen Kolonie New South Wales in Australien. Er war der erste nicht konvertierte Jude, der einen Ministerposten im britischen Empire innehatte. Saul Samuel war generell einer der ersten einflussreichen Juden Australiens. Er wurde zum Ritter ernannt und zum Baronet geadelt.

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Haus Saud

Die arabische Saud-Dynastie entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Seit 1932 ist sie die Herrscherfamilie des Königreichs Saudi-Arabien, das im selben Jahr gegründet wurde. Aufgrund der grossen Erdölreserven wurde die Saud-Dynastie zu einer der reichsten Familien der Welt. Die saudischen Eliten sind in vielen islamischen Ländern vernetzt. Der saudische König und der Kronprinz Mohammed bin Salman gelten als zwei der einflussreichsten Männer der islamischen Welt. Mekka und Medina, die zwei wichtigsten heiligen Stätte im Islam, liegen in Saudi-Arabien. Der saudische König ist der Hüter der beiden heiligen Stätte. Mekka gilt als die Geburtsstadt des Islamgründers Mohammed.

Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie und ein autoritärer Staat. Die gesamte Macht liegt beim König. Die Königsfamilie hält bisher nichts von Menschenrechten und Pressefreiheit.

Bis heute übernehmen saudische Prinzen eine aktive Rolle in der Regierung und besetzen Ministerposten.

Das Haus Saud und seine Auslandskontakte

Grossbritannien hat seit dem Jahr 1915 ein Bündnis mit der Saud Familie. Die saudische Königsfamilie hatte in den 2010er-Jahren vierzig Treffen mit Mitgliedern der britischen Königsfamilie. Die beiden Königshäuser sind schon seit den 1930er-Jahren miteinander verbunden.

Mitglieder der saudischen Königsfamilie trafen in den letzten zwanzig Jahren öfter Hochadlige, darunter Mitglieder der Königsfamilien von Spanien, Belgien, Niederlande, Norwegen und Schweden.

Die Oberhäupter der Saud Familie trafen auch die Könige von Japan, Thailand, Brunei und Malaysia.

2023 heiratete eine Cousine des saudischen Herrschers den Kronprinzen der jordanischen Königsfamilie. Man geht davon aus, dass die Heirat das Verhältnis zwischen Saudi-Arabien und Jordanien verbessern könnte. Zur Hochzeit kamen Mitglieder der Königsfamilien von Grossbritannien, Spanien, Niederlande, Belgien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Malaysia und Bhutan. Auch die Frau und die Tochter von US-Präsident Joe Biden waren auf der Hochzeit.

Die Saud Familie hat über Heiraten eine verwandschaftliche Beziehung zur katarischen Herrscherfamilie. Inzwischen sind die beiden Königsfamilien aber Rivalen. 2011 gab es eine Heirat zwischen der saudischen und der bahrainischen Königsfamilie.

Prinz Talal bin Abdulaziz Al Saud (1931–2018) heiratete eine Tochter von Riad Al Solh. Riad war der erste Ministerpräsident des Libanons. Er heiratete eine Schwester von Saadallah al-Jabiri, der zweimal Ministerpräsident von Syrien war. Eine weitere Tochter von Riad heiratete Prinz Moulay Abdallah aus der marokkanischen Königsfamilie.

Der derzeitige saudische Kronprinz traf US-amerikanische Milliardäre wie Bill Gates, Jeff Bezos, Rupert Murdoch, Sergey Brin (von Google), Michael Bloomberg, Lloyd Blankfein (von Goldman Sachs) und Mark Zuckerberg. Der ehemalige König Abdullah traf den Milliardär Ronald Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses ist.

Prinz Bandar bin Sultan Al Saud (*1949) war von 1983 bis 2005 Botschafter in den USA. Anschliessend sass er bis 2015 in einem wichtigen Gremium der saudischen Königsfamilie. Dieses Gremium war unter anderem für die Koordinierung der Geheimdienste zuständig. Prinz Bandar war von 2012 bis 2014 Chef des Geheimdienstes. Er hatte eine Ausbildung am Royal Air Force College in England genossen. Zudem war er an mehreren Militärschulen in den USA. Er studierte in den USA internationale Politik an der Johns Hopkins University. Er besuchte den Bohemian Club in den USA. In diesem Club sind hochrangige Mitglieder der US-amerikanischen Elite vertreten, darunter Rockefeller, Morgan, Bechtel, Bass und viele weitere.

Prinz Bandar wurde mit den Anschlägen vom 11. September 2001 in Verbindung gebracht. Ihm wird vorgeworfen, zwei der Attentäter von 9/11 mit mehr als 100 000 US-Dollar finanziert zu haben. Es gibt viele Indizien, die stark darauf hindeuten, dass saudische Beamte die Attentäter von 9/11 unterstützt hatten. Es gibt sogar den Vorwurf, dass der saudische Geheimdienst massgeblich an 9/11 beteiligt war. Bandar war oder ist noch immer mit dem US-Präsidenten George W. Bush befreundet. Präsident Bush eröffnete den Krieg gegen den Terror aufgrund der Anschläge, die sein Freund Bandar womöglich unterstützt hatte. Ich habe einen ausführlichen Beitrag über die Rolle Saudi-Arabiens bei 9/11 geschrieben, in dem unter anderem erläutert wird, dass Bandar schon lange vor 9/11 der CIA bei verdeckten Operationen geholfen hatte.

Prinz Bandar war Diplomat bei Margaret Thatcher, Tony Blair, Michail Gorbatschow, Saddam Hussein und der chinesischen Regierung. Er leitete geheime Beziehungen zu Israel. Für viele Jahre traf er sich mit jüdischen Führern, Mossad-Chefs und israelischen Premierministern.

Bandars Sohn Khalid (*1977) ist seit 2019 saudischer Botschafter in Grossbritannien. Zuvor war Khalid Botschafter in Deutschland. Er hatte an der britischen Eliteuniversität Oxford studiert und war an der britischen Militärakademie Sandhurst, wo viele Königsfamilien ihre Kinder hinschicken. Khalid hatte eine romantische Beziehung mit der Amerikanerin Vanessa Pergolizzi. Diese war später mit Donald Trump Jr. verheiratet, einem Sohn des heutigen Präsidenten Donald Trump. Khalid heiratete 2011 eine Engländerin, die mütterlicherseits aus der Adelsfamilie Percy kommt und eine Nichte des Herzogs von Northumberland ist. Die Percy Familie ist eine hochrangige Familie des britischen Adels. Sie gilt als eine der reichsten Adelsfamilien des Landes.

Bandars Tochter Reema ist seit 2019 saudischer Botschafter in den USA. Sie lebte von 1983 bis 2005 in Washington, DC.

Prinz Turki bin Faisal (*1945) war Botschafter in den USA und Grossbritannien. Er hatte in den USA und England studiert. An der Georgetown University studierte er gemeinsam mit dem Präsidenten Bill Clinton. Prinz Turki hat bis heute Verbindungen zu westlichen Universitäten. Momentan ist er Vorsitzender des „Oxford Center for Islamic Studies“ an der Oxford-Universität. Zum Kuratorium gehören derzeit auch Mitglieder der Königsfamilien von Katar, Kuwait, Malaysia und Sokoto (in Nigeria). Der britische König Charles ist Schirmherr des Kuratoriums. Prinz Turki war oder ist noch immer Co-Vorsitzender der C100 Group des Weltwirtschaftsforums (WEF). Er war von 1977 bis 2001 Chef des saudischen Geheimdienstes. Er besuchte ein Treffen von Le Cercle. Das geheime, internationale Elitennetzwerk ist mit Geheimdiensten verbunden. Der saudische Prinz Abdulaziz bin Abdullah (*1962) wurde vom Cercle-Vorsitzenden Lord Lothian in einem Brief zu einem Treffen von Le Cercle eingeladen. Der Brief wurde von WikiLeaks veröffentlicht. Turki ärgerte sich über WikiLeaks und meinte, man müsse gegen die Leaks vorgehen. Turki und Lord Lothian hielten Reden bei der Pilgrims Society. Diese diskrete Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Sie hat sehr einflussreiche Mitglieder aus den Eliten Grossbritanniens und der USA. Der britische Monarch ist der Schirmherr der Gesellschaft.

Turki wurde vorgeworfen, wissentlich Geld an al-Qaida gespendet zu haben. (Mehr dazu) In den 80er-Jahren hatte er mehrfach Osama bin Laden getroffen. Zu dem Zeitpunkt waren Osama und die USA noch nicht verfeindet, sondern waren strategische Partner im Kampf gegen die Sowjetunion. Osama bin Laden kam aus einer reichen saudischen Unternehmerfamilie. Die Familie gründete und kontrolliert die Saudi Binladin Group, einen saudischen Baukonzern. Ihr Baukonzern baute Paläste, Moscheen und Städte im Auftrag des Königshauses. 2009 wurde das Vermögen der Bin Laden Familie auf sieben Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie galt damit als eine der reichsten Familien Saudi-Arabiens.

Neben Turki und Bandar leiteten noch weitere Prinzen den saudischen Geheimdienst. Von 1964 bis 1979 diente Kamal Adham (1929–1999) als Chef des Geheimdienstes. Er war ein Schwager von König Faisal. Adham war in den BCCI-Skandal verwickelt. Die BCCI war die vermutlich kriminellste Grossbank der Welt. Geheimdienste mehrerer Länder hatten Verbindungen zur BCCI. Die Herrscherfamilie von Abu Dhabi finanzierte die Gründung der Bank und war bis zu ihrer Schliessung 1991 der Haupteigentümer. (Mehr dazu im Beitrag zur Al Nahyan Familie)

Prinz Mohammed bin Faisal Al Saud (1937–2017) heiratete eine Tochter des Ägypters Abdul Rahman Azzam. Dieser war von 1945 bis 1952 der erste Generalsekretär (Chef) der Arabischen Liga, einer wichtigen Vereinigung von arabischen Staaten. Azzam war der Grossonkel von Ayman al-Zawahiri, der einer der führenden Dschihadisten Ägyptens war. Nachdem Osama bin Laden 2011 getötet wurde, war Zawahiri bis 2022 das Oberhaupt der al-Qaida. Zawahiri hatte einen Onkel, der Vorsitzender der ägyptischen Arbeitspartei war, und sein Grossvater war Grossimam der Al-Azhar-Universität.

Mehrere Prinzen aus dem Haus Saud waren an der „Royal Military Academy Sandhurst“ in Grossbritannien. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Womöglich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

Saudische Wirtschaft

Das Haus Saud besteht aus etwa 15 000 lebenden Familienmitgliedern (sie bekamen sehr viele Kinder), deren Gesamtvermögen auf bis 1,4 Billionen US-Dollar geschätzt wird. Bloomberg schätzt das Vermögen auf 140 Milliarden Dollar. Die Königsfamilie gründete und kontrolliert den Public Investment Fund, den Staatsfonds Saudi-Arabiens. Anfang 2025 besass der Staatsfonds ein Vermögen von 925 Milliarden Dollar. Der Kronprinz ist der Vorsitzende des Staatsfonds.

Saudi-Arabien ist das Land mit den zweitgrössten Erdölreserven und war der grösste Ölexporteur der letzten Jahre. Das Land besitzt geschätzt 17 Prozent der weltweiten Ölreserven. Nach Angaben von Worldometer hat Saudi-Arabien die fünftgrössten Erdgasreserven. Das führende saudische Unternehmen ist Saudi Aramco. Es ist der grösste Ölkonzern der Welt und ist auch im Gasgeschäft aktiv. 2024 war Saudi Aramco nach Umsatz das weltweit viertgrösste Unternehmen und nach Marktkapitalisierung das sechstgrösste. Zudem war Saudi Aramco in den letzten Jahren das profitabelste Unternehmen der Welt. Der Konzern befindet sich im Besitz der saudischen Regierung. Da die saudische Regierung dem König untersteht, kann man davon ausgehen, dass Saudi Aramco von der Königsfamilie kontrolliert wird. Im Vorstand von Saudi Aramco sind Minister aus der saudischen Regierung sowie der saudische Geschäftsmann Amin Nasser, der zum Vorstand des führenden US-amerikanischen Finanzkonzerns BlackRock gehört. Ausländische Manager im Vorstand von Saudi Aramco sind:

  • Stuart Gulliver: Er leitete die HSBC, die grösste britische Bank.
  • Robert Dudley: Er leitete BP, eines der grössten britischen Unternehmen und einer der grössten Ölkonzerne.
  • Mark Weinberger: Er besetzt Vorstandsposten bei der Grossbank JPMorgan Chase und beim Pharmakonzern Johnson & Johnson, zwei besonders einflussreiche Konzerne der USA.
  • Andrew Liveris: Er leitete DowDuPont, den grössten Chemiekonzern der USA.
  • Lynn Elsenhans: Sie leitete den US-amerikanischen Ölkonzern Sunoco. 

(Stand: Februar 2025)

Saudi Aramco besitzt 70 Prozent des saudischen Petrochemiekonzerns SABIC. Dieser ist einer der grössten Kunststoffproduzenten der Welt. Saudi Aramco und SABIC sowie weitere saudische Grossunternehmen sind Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF). (Stand: März 2025)

Etwa 5000 bis 7000 Prinzen stammen aus der Saud-Dynastie. Die Prinzen erhalten grosszügige Alimente vom Staat. Viele sind als Unternehmer und Investoren tätig oder arbeiten für saudische Banken und Unternehmen. Die führenden saudischen Banken gehören zu den grössten Banken des Nahen Ostens. Manche Prinzen arbeiteten auch für westliche Grossbanken. Die Mehrheit der saudischen Grossbanken wird vom Staat kontrolliert, also von der Königsfamilie. Einige sind aber auch mit westlichen Banken verbunden, die Anteile besitzen.

Die erste Bank des Königreichs war die 1926 gegründete Saudi Hollandi Bank, die anfangs auch als Zentralbank für Saudi-Arabien fungierte und die Goldreserven und Öleinnahmen verwaltete. 2016 änderte sie ihren Namen in Alawwal Bank um. Ursprünglich war sie ein Zweig der Niederländischen Handelsgesellschaft. Diese war eines der wichtigsten Unternehmen der Niederlande und wurde 1824 vom niederländischen König gegründet. Aus dieser Handelsgesellschaft ging die niederländische Grossbank ABN Amro hervor. ABN Amro war bis 2019 der grösste Aktionär der Alawwal Bank und besass 40 Prozent der Anteile. Die niederländische Elite ist traditionell mit dem Öl- und Gaskonzern Shell verbunden, der seit über 70 Jahren in Saudi-Arabien aktiv ist.

2019 wurde die Alawwal Bank Teil der Saudi Arab British Bank (SABB). Die SABB wurde von der führenden britischen Grossbank HSBC kontrolliert und diente als Kanal zwischen der britischen und saudischen Finanzelite. Durch die Fusion entstand eine der grössten saudischen Banken. Sie nennt sich inzwischen Saudi Awwal Bank (SAB) und ist nach wie vor eine der führenden Banken des Landes. Die HSBC ist immer noch Hauptaktionär. Der Brite Stuart Gulliver, der die HSBC leitete, ist im Vorstand der SAB. Wie bereits erwähnt wurde, sitzt Stuart Gulliver auch im Vorstand des Ölkonzerns Saudi Aramco. Seit 2019 ist Lubna Olayan Vorsitzende der SAB. Die Olayan Familie ist neben der HSBC der grösste Aktionär der Bank. (Stand: Februar 2025) Die Olayan Familie kontrolliert ein Milliardenvermögen und gilt als eine der reichsten saudischen Familien. Derzeit ist Lubna Olayan im Führungsgremium des Weltwirtschaftsforums (WEF). Lubna Olayan ist sehr gut mit westlichen Eliten vernetzt.

Zwei saudischen Bankiers, die zwei der grössten Banken des Landes kontrollierten, wurde vorgeworfen, den islamistischen Terror finanziell unterstützt zu haben. (Mehr dazu)

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Sutherland Clan

Der schottische Clan Sutherland ist über 800 Jahre alt. Der Stammvater des Clans war Lord Freskin, der im 12. Jahrhundert lebte. Er war ein flämischer (niederländischer) Adliger, der nach Schottland emigrierte. Freskin ist zugleich der Stammvater des Murray Clans.

Seit dem 13. Jahrhundert stellt der Sutherland Clan einen Grafen, der gleichzeitig auch der Clan-Chef ist. Der 5. Graf von Sutherland, der im 14. Jahrhundert lebte, heiratete eine Tochter des schottischen Königs Robert Bruce. Der Sutherland Clan heiratete in den letzten Jahrhunderten in viele schottische Clans sowie in englische und irische Adelsfamilien. Graf Alistair Sutherland ist der derzeitige Clan-Chef. Er arbeitete in den 70er-Jahren für die Londoner Polizei und für IBM, eines der grössten IT- und Beratungsunternehmen der Welt. Mehrere Sutherlands waren in der britischen Politik und beim Militär, darunter auch die Clan-Chefs.

Die Herzöge von Sutherland sind ebenfalls Nachkommen des Clans. Der 2. Herzog von Sutherland (1786–1861) war mütterlicherseits ein Enkel des Clan-Chefs.

Im Jahr 2020 wurde das Vermögen des derzeitigen Herzogs von Sutherland auf 585 Millionen Pfund (etwa 785 Millionen US-Dollar) geschätzt.[1]

Der 3. Herzog von Sutherland (1828–1892) nahm zusammen mit weiteren britischen Adligen an den Feierlichkeiten bei der Krönung des russischen Kaisers Alexander II. teil.[2] Die Mutter sowie auch die Frau des Herzogs waren Hofdamen und Freundinnen der britischen Queen Victoria. Der Herzog war mit dem Prinzen von Wales befreundet, dem späteren König Edward VII. Er begleitete den Prinzen bei seiner Reise nach Indien.[3][4] Der Prinz unternahm die Reise, um diplomatische Beziehungen zwischen den indischen Herrschern und der britischen Krone zu knüpfen.[5] Der Prinz war Grossmeister der Freimaurer und Templer in England.[6][7][8] Auch viele indische Königsfamilien traten der Freimaurerei bei.

Als der berühmte italienische Revolutionär Giuseppe Garibaldi England besuchte, war er beim 3. Herzog von Sutherland zu Gast. Der Herzog unterstützte Garibaldi bei seiner Heimreise, indem er ihn auf seiner Privatjacht nach Italien zurückbrachte.[9] Garibaldi war Grossmeister der italienischen Freimaurergrossloge und leitete den obersten Rat der italienischen Freimaurer. Ausserdem war er der erste Grosshierophant (Oberhaupt) des freimaurerischen Memphis-Misraïm-Ritus.[10]

Der 4. Herzog von Sutherland (1851–1913) heiratete eine Tochter des Grafen Robert St Clair-Erskine aus dem schottischen Erskine Clan. Der Graf war einer der obersten Freimaurer und Templer in Grossbritannien. Die Frau des Herzogs kam mütterlicherseits aus der Herzogsfamilie FitzRoy, eine Bastardlinie der Königsfamilie Stuart aus dem Stewart Clan.

Caroline Sutherland-Leveson-Gower (1827–1887) heiratete den 4. Herzog von Leinster aus der alten irischen Adelsfamilie FitzGerald. Sein Vater und sein Grossvater, die vorherigen Herzöge von Leinster, waren Freimaurer und Grossmeister der irischen Grossloge.[11] Der Vater war von 1836 bis 1874 der erste Grossmeister des freimaurerischen Templerordens in Irland.[12]

Der 5. Herzog von Sutherland (1888–1963) besetzte den Posten des Generalzahlmeisters, einen Ministerposten. Er war Unterstaatssekretär für Luftfahrt sowie auch Unterstaatssekretär des Kriegsministeriums. Er wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Der Herzog war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, gehörte also zur Führung der Church of Scotland.[13] Diese presbyterianische Kirche ist die anhängerreichste Religion in Schottland. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans.

Thomas Sutherland (1834–1922) begann als junger Mann für die P&O zu arbeiten, ein grosses britisches Schifffahrtsunternehmen. Grossbritannien hatte als führende Kolonialmacht ein weltweites Netz an Häfen und Schifffahrtsrouten aufgebaut. Thomas Sutherland wurde im Alter von 20 Jahren von der P&O in die britische Kolonie Hongkong geschickt, wo er eine Handelsflotte organisierte. Mit 47 Jahren leitete er die grösste und erfolgreichste Reederei der Welt. Die P&O beteiligte sich am Opiumhandel. Thomas Sutherland gründete 1865 in Hongkong die HSBC, eine Grossbank. Sutherland hatte im Jahr zuvor einen Artikel über das schottische Bankwesen gelesen, was ihn inspirierte, eine Bank in Hongkong auf Grundlage traditioneller schottischer Bankprinzipien zu gründen. Er war der erste stellvertretende Vorsitzende der HSBC. Später kehrte er nach Grossbritannien zurück und ging in die schottische Politik. 1891 wurde er zum Ritter geadelt.[14][15] Die HSBC wurde zur führenden Bank Chinas. In ihrer Anfangszeit spielte sie eine wichtige Rolle in der Finanzierung des Opiumhandels und profitierte davon.[16][17] Es ist unklar, ob Thomas Sutherland aus dem Clan stammte. In der Kolonialelite in Hongkong gab es viele Schotten, von denen mehrere aus Clans kamen. Thomas Sutherland war Mitglied des Legislativrats von Hongkong. Viele Ratsmitglieder waren Schotten. Einige davon waren Häuptlinge der Saint Andrew’s Society of Hong Kong. Saint Andrew’s Societies gibt es in vielen ehemaligen britischen Kolonien (USA, Kanada, Australien und weitere) und dienen unter anderem dazu, Kontakte zwischen den schottischen Kolonialfamilien zu fördern. Zum Hongkonger Legislativrat gehörte die schottische Keswick Familie, die über Heiraten mit mehreren Clan-Chefs verbunden ist. Die HSBC hatte mehrere Vorsitzende, die nahe Verwandte der schottischen Clans Forbes und Jardine waren. Mehrere Vorsitzende waren Häuptlinge der Saint Andrew’s Society in Hongkong. Die Keswick Familie stellte drei Vorsitzende. Die jüdische Sassoon Familie, die in den schottischen Boyle Clan heiratete, stellte ebenfalls drei Vorsitzende. Die deutschen Bankiersfamilien Berenberg-Gossler und Donner waren Mitgründer der HSBC.

Anmerkung zur HSBC: Die HSBC gehört seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den weltweit grössten Banken. Im Jahr 2023 war sie die achtgrösste Bank.[18] Sie besass Ende 2023 ein Vermögen im Wert von drei Billionen US-Dollar.[19] Im Juni 2024 überstiegen die gesamten verwahrten Vermögenswerte neun Billionen US-Dollar.[20] Sie ist zwar eine britische Bank, konzentriert sich aber auf das Ausland und ist auf allen Kontinenten führend. Global gesehen ist sie derzeit die vielleicht mächtigste Bank der Welt. Die HSBC war bis in die 1920er-Jahre die führende ausländische Bank in China und die führende Bank in Asien. Nach der Machtübernahme der Kommunisten in China im Jahr 1949, die zur Gründung der Volksrepublik China führte, gab die HSBC ihre Geschäfte in China auf, mit Ausnahme der Niederlassung in Shanghai. Ab Ende der 70er-Jahre begann sich China wieder für ausländische Investitionen zu öffnen. 1984 erhielt die HSBC als erste ausländische Bank seit 1949 eine Banklizenz in China.[21][22] Heute ist die HSBC der grösste ausländische Kreditgeber in China und arbeitet mit mehr als 1200 Unternehmen aus China zusammen (Stand: 2021).[23] Die HSBC hält einen Anteil von 19 Prozent an der Bank of Communications (Stand: 2024).[24] Diese ist eine der grössten chinesischen Banken und eine der grössten der Welt. In den letzten 25 Jahren wurde der HSBC mehrfach vorgeworfen, dass sie finanzielle Dienstleistungen für Terroristen und die organisierte Kriminalität, darunter Drogenkartelle, erbringt und ihnen bei der Geldwäsche half. Sie hatte auch unerlaubterweise einflussreiche Kunden aus sanktionierten Ländern.[25][26][27][28] In manchen Fällen wurde sie deswegen zu Geldstrafen verurteilt. Die Triaden (chinesische Mafia) kontrollieren seit der Illegalisierung einen grossen Teil des Opium- und Heroinhandels in Asien und ihre Führung gehört zu den mächtigsten Geschäftsleuten der globalen Schattenwirtschaft. Man geht davon aus, dass ein grosser Teil der Vermögensverwaltung und Geldwäsche der Triaden im Hongkonger Finanzwesen stattfindet. Die HSBC ist bis heute die grösste Bank Hongkongs. Zudem machte die HSBC Geschäfte mit Personen, welche die al-Qaida finanzieren oder ihr nahe stehen, darunter Mitglieder des saudischen Königshauses.[29][30] Die al-Qaida und die Taliban waren oder sind noch immer der grösste Opiumproduzent der Welt.[31][32] Die HSBC ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Thomas Sutherlands Tochter Helen heiratete den Politiker Richard Denman, der zum Baronet geadelt wurde. Denman gehörte zu den Church Commissioners, deren Aufgabe die Verwaltung der Vermögenswerte der Church of England ist. Die Church of England gehört auch heute noch zu den reichsten Kirchen. Denmans Bruder Thomas war Generalgouverneur von Australien und heiratete in die einflussreiche Pearson Familie.

Der Ehemann von Rosemary Sutherland-Leveson-Gower (1893–1930) kam mütterlicherseits aus Bankiersfamilie Gurney. Die Gurneys waren eine der Quäkerfamilien, die die bis heute bestehende Grossbank Barclays aufbauten.

Elizabeth Sutherland-Leveson-Gower (1824–1878) heiratete den Clan-Chef des schottischen Campbell Clans.

Der Ire Peter Sutherland (1946–2018) hatte eine beachtliche Karriere hingelegt und gehörte zur oberen Riege der britischen Elite. Es ist unklar, ob und wie eng er mit der Clan-Führung (die Grafen) verwandt war. Sein Urgrossvater William Sutherland war Schotte.[33]

  • Peter Sutherland war EU-Kommissar und Generaldirektor (Chef) der Welthandelsorganisation (WTO) sowie Sondergesandter der UN für Migration.[34][35]
  • Er gehörte zum Führungsgremium des Weltwirtschaftsforums (WEF) und gilt als „Vater der Globalisierung“.[36] Der WEF-Chef Klaus Schwab schrieb über Sutherland: „Mit dem Tod von Peter verliert das Weltwirtschaftsforum einen grossen Freund und eine Persönlichkeit, die für den Aufbau des Forums zu einer echten internationalen Organisation mit globaler Wirkung von entscheidender Bedeutung war. Er war der erste politische Führer, den ich traf, der wirklich verstand, wie wichtig die Zusammenarbeit mehrerer Interessengruppen ist, um die Herausforderungen unserer modernen Welt zu bewältigen. (…) Peter war mein Mentor.“[37]
  • Sutherland gehörte zum Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.[38] Er war Mitglied der Pilgrims Society.[39] Daher wird er die britische Königsfamilie sowie Angehörige schottischer Clans gekannt haben. Die britische Queen verlieh ihm einen Orden. Er erhielt auch Orden von den Königsfamilien von Belgien, Schweden und Marokko.[40]
  • Er war Finanzberater des Papstes.[34] Der Heilige Stuhl verlieh Sutherland einen Orden.[40]
  • Er war Ehrenvorsitzender der Trilateralen Kommission und leitete ihre europäische Abteilung. Diese einflussreiche internationale Denkfabrik wurde von David Rockefeller gegründet und angeführt. Sutherland wird dadurch David Rockefeller gekannt haben. Sutherland erhielt den „David Rockefeller International Leadership Award“.[40][34]
  • Er war zwanzig Jahre Vorsitzender von Goldman Sachs International, einer Tochterfirma der führenden US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs. Diese Tochterfirma ist für ihre internationalen Geschäfte zuständig und hat ihren Sitz in London. Sutherland war auch ein internationaler Berater von Goldman Sachs. Er hatte den Vorsitz der Allied Irish Banks inne, einer der grössten irischen Banken. Ausserdem sass er im Vorstand der Royal Bank of Scotland. Diese ist eine der ältesten Grossbanken der Welt und ist seit ihrer Gründung mit schottischen Clans verbunden. Sutherland war über zehn Jahre Vorsitzender von BP. Der britische Öl- und Gaskonzern ist eines der weltweit grössten Unternehmen. Sutherland gehörte zum Vorstand der Allianz. Der deutsche Versicherungskonzern ist einer der grössten Versicherer der Welt. Sutherland war im Beirat des US-amerikanischen Pharmakonzerns Eli Lilly. Sutherland sass im Vorstand der Koç Holding, das grösste Unternehmen der Türkei. Dadurch wird er die türkische Koç Familie gekannt haben. Er besetzte Vorstandsposten beim Technologiekonzern ABB und beim Telekommunikationskonzern Ericsson.[40][34] Die beiden Unternehmen stehen unter dem Einfluss der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg. Sutherland war im Vorstand der Holding der Wallenbergs und beriet die Familie. Er traf den schwedischen König, der ihm einen Orden verlieh.[41]
  • Er war stellvertretender Vorsitzender des „European Round Table of Industrialists“ (ERT). Der ERT ist eine der wichtigsten Instanzen der europäischen Wirtschaftselite mit direktem Einfluss auf die EU-Kommission. Sutherland war Ehrenpräsident des European Policy Centre.[42][40] Diese Denkfabrik konzentriert sich auf die EU-Politik.
  • Er war Generalstaatsanwalt von Irland.[35]
  • Er erhielt fünfzehn Ehrendoktortitel von Universitäten in Europa und Amerika.[40] Er übernahm eine führende Rolle bei der London School of Economics, einer britischen Eliteuniversität.[43]

Quellen:

  1. https://web.archive.org/web/20200601002728/https://www.thetimes.co.uk/sunday-times-rich-list#TableFullRichList
  2. https://www.rct.uk/collection/2945159/russian-and-british-noblemen-during-the-coronation-celebrations-of-alexander-ii
  3. https://victorianweb.org/gender/layton3.html
  4. https://en.wikipedia.org/wiki/George_Sutherland-Leveson-Gower, 3rd Duke of Sutherland
  5. https://www.rct.uk/collection/931210/the-duke-of-sutherland-asleep
  6. https://web.archive.org/web/20220519174328/https://www.pglglasgow.org.uk/index.php/about-the-province/97-king-edward-vii-a-monarch-and-a-freemason
  7. https://freimaurer-wiki.de/index.php/Eduard_VII
  8. https://en.wikipedia.org/wiki/United_Grand_Lodge_of_England#Grand_Masters
  9. https://www.search.sutherlandcollection.org.uk/details.aspx?ResourceID=1685
  10. https://www.grandeoriente.it/chi-siamo/la-storia/gran-maestri/giuseppe-garibaldi-24-05-1864-08-08-1864/
  11. https://en.wikipedia.org/wiki/Grand_Lodge_of_Ireland#Grand_Masters
  12. https://freemason.ie/about-grand-lodge/appendant-bodies/great-priory-of-ireland/
  13. https://en.wikipedia.org/wiki/George_Sutherland-Leveson-Gower, 5th Duke of Sutherland
  14. https://emuseum.aberdeencity.gov.uk/people/37139/sir-thomas-sutherland
  15. https://industrialhistoryhk.org/sirthomas-sutherland-chairman-hong-kong-whampoa-dockyard/
  16. https://mondediplo.com/2010/02/04hsbc
  17. https://www.scmp.com/article/689439/bank-was-built-shipping-and-opium-trade
  18. https://www.spglobal.com/market-intelligence/en/news-insights/research/the-world-s-100-largest-banks-2023
  19. https://archive.ph/ypvfU
  20. https://www.scmp.com/business/article/3284694/chinese-market-regulator-grants-hsbc-domestic-fund-custody-licence
  21. https://www.hsbc.com/who-we-are/our-history/history-timeline
  22. https://www.about.hsbc.com.cn/
  23. https://www.reuters.com/investigates/special-report/hsbc-china-politics/
  24. https://archive.ph/x8b6N
  25. https://www.zeit.de/wirtschaft/2012-07/hsbc-geldwaesche-drogen-mexiko
  26. https://www.dw.com/de/kriminelle-gesch%C3%A4fte-die-dunkle-seite-der-hsbc/a-18243994
  27. https://www.seattletimes.com/business/united-states-banks-key-role-in-mexicos-drug-gangs-and-dirty-money/
  28. https://www.zeit.de/wirtschaft/2012-07/hsbc-bank-regeln
  29. https://www.sueddeutsche.de/politik/swiss-leaks-al-qaida-und-das-geld-auf-schweizer-konten-1.2344956
  30. https://www.tagesanzeiger.ch/wie-terrorgelder-ueber-die-schweiz-flossen-565905360713
  31. https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/E-6-2008-4191_DE.html?
  32. https://www.business-standard.com/article/current-affairs/india-discusses-opium-poppy-cultivation-taliban-al-qaida-relations-at-unsc-122122100057_1.html
  33. https://de.everand.com/book/485153737/The-Globalist-Peter-Sutherland-His-Life-and-Legacy
  34. https://www.theguardian.com/business/2007/jan/19/oilandpetrol.news
  35. https://www.wto.org/english/thewto_e/dg_e/ps_e.htm
  36. https://www.weforum.org/stories/2018/01/peter-sutherland-father-of-globalisation-dies/
  37. https://www.weforum.org/stories/2018/01/in-memoriam-peter-sutherland/
  38. https://bilderbergmeetings.org/background/steering-committee/former-steering-committee-members
  39. https://www.dailymail.co.uk/debate/article-2165584/Peter-Sutherland-globes-grandee.html
  40. https://www.petersutherland.co.uk/biography/
  41. https://www.independent.ie/world-news/europe/sutherland-gets-top-honour-from-sweden/30271993.html
  42. https://cepr.org/about/people/peter-sutherland
  43. https://www.lse.ac.uk/lse-player?id=e6737293-006b-4085-8faf-fe91b56710e0

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Hope Clan

Der schottische Clan Hope ist 500 Jahre alt. Teile des Clans gehören zum britischen Adel. Der Clan brachte britische Politiker, Juristen und Militärs hervor. Die Barone von Craighall stellen den Clan-Chef.

Thomas Hope (1573-1646), der aus einer Familie von wohlhabenden schottischen Kaufleuten kam, war das erste Familienmitglied, das zum Baron geadelt wurde. Er war Lord Advocate und somit der höchste Rechtsbeamte in Schottland. Thomas Hope war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans.

Charles Hope, der 1. Graf von Hopetoun (1681-1742), und sein Sohn waren ebenfalls Lord High Commissioner der Church of Scotland. Graf Charles war Gouverneur der Bank of Scotland, die seit 1695 besteht und damit zu den ältesten noch existierenden Banken gehört. Die Bank ist traditionell mit den schottischen Clans verbunden. Sie gehört heute zur britischen Grossbank Lloyds.

John Bruce Hope, der 7. Baron von Craighall (1684-1766), war Gouverneur der britischen Kolonie Bermuda.

Henry Hope (1746-1789) war Vizegouverneur von Quebec in Kanada. Die zehn Provinzen von Kanada haben bis heute je einen Vizegouverneur, der Vertreter der britischen Königsfamilie ist. Kanada war früher eine britische Kolonie und gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt Kanadas.

John Hope, der 4. Graf von Hopetoun (1765-1823), war Gouverneur der Royal Bank of Scotland (nicht zu verwechseln mit der Bank of Scotland). Die Bank besteht seit 1727 und ist somit eine der ältesten Grossbanken der Welt. Sie ist traditionell mit den schottischen Clans verbunden. In den Jahren vor der Finanzkrise 2008 war sie eine der grössten Banken der Welt. Sie gehört heute zur NatWest Group.

John Hope, der 11. Baron von Craighall (1781-1853), war stellvertretender Gouverneur der Royal Bank of Scotland.

Im Jahr 1901 wurde die Kolonie Australien unabhängig von Grossbritannien. Trotzdem wird seither in Australien ein Generalgouverneur gestellt, welcher der Repräsentant der britischen Königsfamilie ist und somit als ein moderner Kolonialherr betrachtet werden kann. Australien ist ein Commonwealth-Staat. Die britische Königsfamilie stellt noch heute das Staatsoberhaupt Australiens. John Hope, der 1. Markgraf von Linlithgow (1860-1908), wurde 1901 der erste Generalgouverneur Australiens. Er wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. John Hope war „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte der königlichen Haushalte. Sein Sohn Victor Hope, der 2. Markgraf von Linlithgow (1887-1952), war Vizekönig der britischen Kolonie Indien und Mitglied des Privy Council. Er und sein Vater waren Lord High Commissioner der Church of Scotland. Victor Hope war Vorsitzender der Midland Bank, die eine der grössten britischen Banken des 20. Jahrhunderts war. Seit 1992 gehört sie zur HSBC, die derzeit grösste britische Bank. Die HSBC war bis Beginn des 20. Jahrhunderts mit schottischen Clans verbunden.

Arthur Hope, der 2. Baron Rankeillour (1897-1958), war Gouverneur der britischen Kolonie Madras in Indien.

Henry Hope, der 3. Baron Rankeillour (1899-1967), war Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden.

Charles Hope, der 3. Markgraf von Linlithgow (1912-1987), war Direktor der Eagle Star Insurance, die früher ein führendes britisches Versicherungsunternehmen war. Charles Hope war Partner bei der britischen Börsenmaklerfirma Joseph Sebag & Company. Die Firma wurde von der britisch-jüdischen Montefiore Familie gegründet.

Archibald Hope, der 17. Baron von Craighall (1912-1987), war leitender Angestellter der English Electric Company. Der Industriekonzern war zeitweise ein führendes britisches Rüstungsunternehmen. Baron Archibald war Vorstandsvorsitzender und Direktor von Napier Aero Engines. Der Automobil- und Flugzeugmotorenhersteller wurde vom schottischen Napier Clan gegründet. Baron Archibald war Geschäftsführer des britischen Rüstungskonzerns Airwork.

John Hope, der 1. Baron Glendevon (1912-1996), war der Sohn eines Markgrafen. Er ging in die Politik und war Mitglied des Privy Council. Seine Frau war eine Tochter von Syrie Barnardo. Syries Vater Thomas Barnardo war Freimaurer. Seine Aufnahme wurde durch einen Freimaurer angeregt, der hochrangiger Templer und Mark Master Mason war. Thomas Barnardos Tochter Syrie heiratete den amerikanisch-britischen Geschäftsmann Henry Wellcome, der ebenfalls Freimaurer war und Thomas Barnardo kannte. (Quelle) Henry Wellcome gründete ein Pharmaunternehmen, das zu den Vorläufern von GlaxoSmithKline gehört. GlaxoSmithKline ist heute einer der weltweit grössten Pharmakonzerne. Henry gründete den Wellcome Trust, eine britische Stiftung. Sie konzentriert sich auf das Gesundheitswesen und ist ein wichtiger Förderer von medizinischer Forschung. 2020 besass die Stiftung ein Vermögen von 28 Milliarden Pfund (etwa 37 Milliarden US-Dollar) und ist damit eine der reichsten Stiftungen der Welt. Henry Wellcome war ein hochrangiger Freimaurer. Er war Royal Arch Mason und Mark Master Mason. Er war auch Mitglied des Templerordens und erreichte den Rang eines Malteser-Templers (stehen in der Hierarchie über den gewöhnlichen Tempelrittern). (Quelle)

Sir Peter Hope (1912-1999), der Nachkomme eines Hope-Grafen, war britischer Geheimdienstoffizier und Diplomat. Er war Mitglied des Malteserordens, ein alter Vatikanorden.

Julian Hope, der 2. Baron Glendevon (1950-2009), war ein Patenkind von Rachel Lambert Mellon. Sie war die Ehefrau von Paul Mellon. Die Mellon Familie gehört zu den mächtigsten Familien der US-Elite.

Baron David Hope (*1938) war stellvertretender Präsident des Obersten Gerichtshofs des Vereinigten Königreichs. Er wurde in den Privy Council aufgenommen. Er war Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland. Somit stellte der Hope Clan sechs High Commissioner der Kirche.

Graf Andrew Hope (*1969) ist derzeit der Patron für Schottland des „Order of the Fleur de Lys“ (Quelle). Der Fleur de Lys-Orden ist einer der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Der Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden) Graf Andrew Hope war 2016 auf einer Party in London, bei der die Eröffnung der Schmuckausstellung des ehemaligen katarischen Königs gefeiert wurde. Anwesend waren:

  • Mitglieder der Königsfamilie von Katar.
  • Der britische Prinz Charles.
  • Mitglieder der berühmten Rothschild Familie.
  • Mitglieder der britischen Adelsfamilie Spencer-Churchill. Der berühmte britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie.
  • Der Graf von Airlie (Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans).
  • Der indische Milliardär Lakshmi Mittal.
  • Firyal Irshaid. Sie heiratete in die jordanische Königsfamilie.
  • Der britische Graf von Derby aus der Stanley Familie.
  • Die deutsche Gräfin Maya von Schönburg.

(Quelle)

Die Ehefrau von Sir James Hope (1808-1881) kam mütterlicherseits aus der irischen Uradelsfamilie FitzGerald. Ihr Grossvater und ihr Onkel, die Herzöge von Leinster, waren Freimaurer und Grossmeister der irischen Grossloge (Quelle). Der Onkel war zudem langjähriger Grossmeister des wiederbelebten Templerordens in Irland (Quelle).

George Hope Johnstone (1880-1955), der Nachkomme eines Hope-Grafen, heiratete in die Uradelsfamilie Hohenlohe, die zum deutschen Hochadel gehört.

Im 17. und 18. Jahrhundert heiratete der Hope Clan in die schottischen Clans StewartHamiltonDouglas, Erskine, MurrayCarnegieKeith, Ogilvy, Bruce, Dundas, MacDonald, Lindsay, Napier und noch weitere.

Im 19. und 20. Jahrhundert heiratete der Hope Clan in die Clans Stewart-Mackenzie, HamiltonDouglasMurrayDrummond, Bruce, Sinclair, Gordon, Dundas, Scott, Duncan, Montgomerie, Elphinstone, Boyle, Napier, MacDonald und noch weitere.

Hope & Co.

Die Bankiersfamilie Hope aus Amsterdam stammte aus dem Hope Clan (Quelle). Dieser Familienzweig wurde vom schottischen Kaufmann Archibald Hope (1664-1743) begründet, der mit seinen Söhnen in Amsterdam und Rotterdam als Kaufmann tätig war. Sie gründeten das Handelsunternehmen Hope & Co., das sich im 18. Jahrhundert zur vermutlich wichtigsten Bank der Niederlande entwickelte. Die Niederlande waren damals eine koloniale Weltmacht und einer der wichtigsten Finanzplätze. Das moderne Finanzwesen bildete sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden. Die Hope Brüder knüpften Kontakte zur niederländischen Königsfamilie. Ihre Bank finanzierte die Produktion von Zucker, Kaffee und Tabak in den niederländischen Kolonien. Die Bank vergab europaweit Kredite und erbrachte Dienstleistungen für die portugiesische Königsfamilie und die russische Kaiserfamilie. Die Bank handelte mit Edelsteinen aus den Kolonien. Die Hope Familie besass zeitweise den nach ihnen benannte Hope Diamond, einer der berühmtesten und wertvollsten Diamanten der Welt.

Einer der Brüder war Thomas Hope (1704-1779). Er war Bankier und Verwalter der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Diese wurde 1602 gegründet und bestand bis 1798. Sie war das grösste Handelsunternehmen in dieser Zeit. Sie erhielt vom niederländischen Staat Handelsmonopole sowie Hoheitsrechte in Landerwerb, Kriegsführung und Festungsbau und konnte so die privatwirtschaftliche Konkurrenz mühelos übertreffen. Man kann also davon ausgehen, dass die Händler im Dienste des niederländischen Hochadels standen oder zumindest eng mit diesem zusammenarbeiteten. Die Handelskompanie gilt als das wertvollste Unternehmen aller Zeiten und ihr heutiger Wert wird auf 7,9 Billionen US-Dollar geschätzt. Damit ist die Kompanie so viel Wert gewesen wie heute 20 moderne Grosskonzerne zusammengezählt. Sie war zudem die erste Aktiengesellschaft der Welt, bei der jeder Bürger Anteile erwerben konnte. Hope & Co war ein wichtiger Finanzdienstleister der Kompanie.

Die Hopes aus Amsterdam waren Quäker, wie viele bedeutende britische Bankiersfamilien zu dieser Zeit. Die Familie organisierte die Emigration der Quäker nach Nordamerika. Zu der Zeit hatten quäkerische Geschäftsleute Land in den britischen Kolonien in Nordamerika erworben und boten damit den Quäkern als diskriminierte Minderheit einen Zufluchtsort. Henry Hope (1735-1811) war in Boston in der britischen Kolonie Massachusetts Bay geboren. Sein Vater war aus den Niederlanden in die Kolonie emigriert und wurde bei den Freimaurern von Boston aufgenommen. Henry Hope zog Ende der 1740er Jahre nach London. Dort arbeitete er für die britische Bank Gurnell, Hoare & Harman, die von Quäkern gegründet wurde. Später arbeitete er für die Familienbank in den Niederlanden. Er gründete eine Londoner Niederlassung von Hope & Co. und freundete sich mit Francis Baring an. Die Baring Familie war von Ende des 18. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine der mächtigsten und reichsten Bankiersfamilien und wurde in den britischen Adel aufgenommen. Ein führender Angestellter von Hope & Co heiratete eine Tochter von Francis Baring. Mehrere Mitglieder der niederländischen Hope Familie gingen in die britische Politik und heirateten in britische Adelsfamilien. Der Politiker Alexander Beresford Hope (1820-1887) heiratete in die englische Adelsfamilie Cecil. Muriel Beresford-Hope (*1961) heiratete in den schottischen Murray Clan. Die Frau von Muriels Sohn kommt väterlicherseits aus der geadelten Unternehmerfamilie Pearson und mütterlicherseits aus der Adelsfamilie Spencer-Churchill.

Ein Zweig der Hope Familie, der nicht nach Grossbritannien zurückkehrte, blieb in den Niederlanden sesshaft und benannte sich in Van der Hoop um. Adriaan van der Hoop (1778-1854) leitete Hope & Co. und war einer der reichsten Männer der Niederlande. Ihre Bank war ein Vorläufer der heutigen niederländischen Privatbank MeesPierson. Zu den Kunden der Bank soll auch die niederländische Königsfamilie gehören.

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Drummond Clan

Der schottische Clan Drummond ist mindestens 700 Jahre alt und gehört zum britischen Adel. Der Legende nach stammt der Clan vom ungarischen Prinzen Georg (wird auch Yorik und György genannt) ab. Der ungarische Prinz soll nach Schottland emigriert sein. Er gilt als ein Sohn des ungarischen Königs Andreas/Andrew I., der im 11. Jahrhundert lebte und aus der Dynastie der Árpáden kam. Die Árpáden herrschten vom 10. bis 13. Jahrhundert über Ungarn und im 12. und 13. Jahrhundert auch über Kroatien. Einer Überlieferung nach stammten die Árpáden von Attila ab, der im 5. Jahrhundert lebte und König der Hunnen war.

Margaret Drummond, die im 14. Jahrhundert lebte, war Königin von Schottland durch ihre Heirat mit dem schottischen König David II. König David kam aus dem schottischen Bruce Clan.

Anabella Drummond, die ebenfalls im 14. Jahrhundert lebte, heiratete den schottischen König Robert III., der aus dem Stewart Clan kam.

Margaret Drummond, die im 15. Jahrhundert lebte, war eine Geliebte des schottischen Königs Jakob/James IV., der ebenfalls aus dem Stewart Clan kam.

Der Bankier und Goldschmied Andrew Drummond (1688-1769) gründete 1717 die Drummonds Bank, die bis heute in Betrieb ist und damit zu den ältesten Banken der Welt gehört. Andrew Drummond war ein naher Verwandter der Vizegrafen von Strathallan aus dem Drummond Clan (Quelle). Er war Mitglied der Gilde der Goldschmiede (Goldsmiths‘ Company) (Quelle). Die Gilde der Goldschmiede besteht seit 1327 und gehört zu den sogenannten Livery Companies. Diese Händlergilden entstanden im 14. Jahrhundert und bestehen bis heute. Sie sind traditionell mit dem britischen Adel und der City of London verbunden (Londoner Bankenviertel).

Die Drummonds Bank unterhielt von Anfang an Kontakt zur schottischen Elite (Quelle). Sie wurde zu einem der wichtigsten Vermögensverwalter der britischen Elite. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts gehört die britische Königsfamilie zu ihren Kunden. Die Bank ist zudem traditionell mit den britischen Streitkräften verbunden.

Die Drummonds Bank befand sich bis 1924 in Familienbesitz und wurde dann Teil der Grossbank „Royal Bank of Scotland“, die seit 1727 besteht und somit ebenfalls zu den ältesten Banken gehört. In den Jahren vor der Finanzkrise 2008 war sie eine der grössten Banken der Welt. Sie wurde ebenfalls von schottischen Clans gegründet. Der Politiker und Beamte George Drummond (1687-1766) war Gründungsdirektor der Bank (Quelle). Er war Freimaurer und Grossmeister der 1736 gegründeten Grossloge von Schottland. Der grösste Teil der Grossmeister der Loge waren Adlige aus schottischen Clans, darunter mehrere Clan-Chefs. Graf Thomas Hay-Drummond (1785-1866) war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge. (Quelle)

Alexander Drummond (1698-1769) war Provinzial-Grossmeister der Freimaurerlogen im Westen Schottlands. Er war britischer Konsul im damals osmanischen Aleppo (Syrien) und gründete dort eine Loge. (Quelle: 1 und 2). Noch weitere Mitglieder des Drummond Clans waren Freimaurer (Quelle).

Anne Home-Drummond (1814-1897) heiratete George Augustus Murray, den 6. Herzog von Atholl aus dem Murray Clan. Er war ein hochrangiger Freimaurer, der auch Grossmeister des Templerordens war (Quelle).

Graf Eric Drummond (1876-1951) war der Clan-Chef des Drummond Clans. Er war britischer Politiker und Diplomat sowie der erste Generalsekretär des 1920 gegründeten Völkerbundes. Er wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Sein Sohn Graf David Drummond (1907-2002) arbeitete für die Schroders Bank und wurde Partner der Bank. Die Schroders Bank wird von der deutsch-britischen Schröder Familie kontrolliert, die im 19. Jahrhundert zu den reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt gehörte. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete David Drummond in Paris für ein britisches Propagandabüro. Nach seiner Rückkehr nach London arbeitete er im Kriegskabinett und im Ministerium für Kriegsproduktion (Aufrüstung). 1957 wurde er in den Privy Council aufgenommen. Er war Vorsitzender der Ditchley Foundation, eine einflussreiche angloamerikanische Denkfabrik. Er war ebenfalls Clan-Chef. Zurzeit ist sein Sohn das Oberhaupt des Drummond Clans.

Gordon Drummond von Megginch Castle (1772-1854) war Generalgouverneur der britischen Kolonie Kanada und somit oberster Kolonialbeamte Kanadas. Kanada besitzt bis heute einen Generalgouverneur, der die Interessen der britischen Königsfamilie in Kanada vertritt. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt Kanadas.

Peter Drummond-Murray von Mastrick (1929-2014) war als Bankier und Börsenmakler tätig. Von 1977 bis 1989 war er Kanzler des Malteserordens (Vatikanorden) im Vereinigten Königreich. Er heiratete in den schottischen Hope Clan. Sein Sohn Andrew Drummond-Murray (*1958) wurde ein führender Gewerkschafter und kommunistischer Aktivist.

Graf James Heathcote-Drummond-Willoughby (1907-1983) heiratete in die Astor Familie. Die Astors gehörten zu den reichsten Amerikanern des 19. Jahrhunderts und wurden im 20. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Baronin Jane Heathcote-Drummond-Willoughby (*1934), die Tochter von Graf James, war ein Höfling von Queen Elisabeth II.

Frederica Drummond (starb 1907) war die Grossmutter mütterlicherseits von Florence Sibell Bridgeman. Florence heiratete Ronald Norman, der vier Jahre lang Vorsitzender der BBC war. Die BBC ist einer der wichtigsten Fernsehsender der Welt. Ronalds Bruder war der britische Zentralbankchef Montagu Norman.

Durch Heiraten ist der Drummond Clan mit vielen weiteren schottischen Clans verwandt.

Der US-amerikanische Politiker Josiah Hayden Drummond (1827-1902) war ein führender Freimaurer in den USA. Es ist aber unklar, ob er mit dem Drummond Clan verwandt war. Er war Grossmeister der Grossloge des US-Bundesstaates Maine und war Sovereign Grand Commander (Vorsitzender) des Obersten Rates der Freimaurer in den USA (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad erreichen (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Inzwischen besitzen viele Länder einen Obersten Rat, der die Freimaurerei im jeweiligen Land führt. Die USA besitzen zwei Oberste Räte. Josiah Hayden Drummond führte den Obersten Rat der Northern Jurisdiction. Dieser führt die Freimaurerei in den US-Bundesstaaten Ohio, Michigan, Indiana, Illinois, Wisconsin sowie Pennsylvania und alle Staaten östlich davon, darunter auch New York. Die Freimaurerei in den restlichen Bundesstaaten untersteht dem Obersten Rat der Southern Jurisdiction.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Matheson Clan

Der schottische Clan Matheson ist mindestens 800 Jahre alt. Der Familienüberlieferung nach waren ihre Vorfahren Anhänger des ersten schottischen Königs Kenneth MacAlpin, der im 9. Jahrhundert lebte.

Der Schotte James Matheson (1796-1878) kam aus dem Matheson Clan (Quelle: 1 und 2). Seine Mutter kam vermutlich aus dem Mackay Clan. In seiner Jugend war er ein Klassenkamerad von Anthony Keith-Falconer, der 7. Graf von Kintore und Clan-Chef des Keith Clans (Quelle).

James Matheson reiste nach Indien im Auftrag der Handelsfirma seines Onkels. Dort lernte er den schottischen Kaufmann William Jardine kennen. Dieser kam aus dem schottischen Jardine Clan (Quelle: 1 und 2). Die beiden Schotten gründeten 1832 in Hongkong das Handelshaus „Jardine Matheson & Co.“. Zu den Mitgründern gehörte auch John Abel Smith. Er kam aus der Bankiersfamilie Smith, eine der ältesten und wichtigsten Familien der britischen Finanzelite.

Zwei Jahre nach der Gründung von „Jardine Matheson & Co.“ beendete das britische Parlament das Monopol der „British East India Company“ auf den Handel zwischen Grossbritannien und China, worauf private Unternehmen das entstandene Vakuum im chinesisch-britischen Handel auffüllen konnten, darunter auch „Jardine Matheson & Co.“.

„Jardine Matheson & Co.“ war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts das grösste ausländische Handelsunternehmen in Ostasien und einer der grössten Opiumhändler der Welt. Es war ein bedeutender Händler von Baumwolle, Seide und Tee. Auch Schifffahrt und Eisenbahnbau gehörte zu seinem Geschäftsfeld. Das Unternehmen förderte über Lobbyarbeit in Grossbritannien auch militärische Interessen. William Jardine überredete den britischen Premierminister Henry Temple zu einem Krieg gegen China, der als erster Opiumkrieg bekannt werden würde, von dem Matheson und Jardine profitierten.

Das Unternehmen Jardine Matheson besteht bis heute und wird inzwischen von der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kontrolliert, die mit der Jardine Familie und mehreren Clan-Chefs verwandt ist. Jardine Matheson ist noch immer ein Grosskonzern und ist das grösste Familienunternehmen Hongkongs.

In den 1840er Jahren verliess James Matheson das Unternehmen und zog zurück nach Grossbritannien. Er wurde Gouverneur der Bank of England (britische Zentralbank) und war der zweitgrösste Landbesitzer in Grossbritannien. Er war langjähriger Vorsitzender des britischen Schifffahrtsunternehmens „Peninsular and Oriental Steam Navigation Company“. 1851 wurde er vom britischen Königshaus zum Baron geadelt.

Donald Matheson, ein Verwandter von James Matheson, war Mitglied der „Society for the Suppression of the Opium Trade“. Die britische Lobbyorganisation setzte sich für die Illegalisierung des Opiums ein. Die britische Bankiersfamilie Pease war Mitgründer der Gesellschaft.

Hugh Matheson (1821-1898) war ein Neffe von James Matheson. Er arbeitete in London für Jardine Matheson und war Senior Partner des Unternehmens. Hugh Matheson gründete 1873 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank das Bergbauunternehmen Rio Tinto und wurde dessen erster Präsident. Rio Tinto ist schon seit über 100 Jahren einer der führenden Bergbaukonzerne. Ab den 1880er Jahren übernahm die Rothschild Familie die Kontrolle über Rio Tinto. Heute sind die Rothschilds nicht mehr an Rio Tinto beteiligt, aber im Vorstand sind und waren mehrere Banker der Rothschild Bank (darunter auch der derzeitige Vorsitzende Simon Thompson). Rio Tinto ist derzeit der drittgrösste Bergbaukonzern der Welt. Rio Tinto war in den letzten Jahren einer der grössten Produzenten von Eisenerz, Aluminium, Bauxit, Kupfer, Kohle, Uran, Diamanten und Titanium.

Ein weiterer Neffe von James Matheson war Alexander Matheson (1805-1886). Dieser war Direktor der Bank of England (britische Zentralbank) und war als Eisenbahnunternehmer aktiv. Er wurde zum Baron geadelt. Er heiratete in zweiter Ehe Lavinia Stapleton. Deren Grossmutter väterlicherseits war die Tochter eines Grafen aus der englischen Adelsfamilie Bertie. Alexander Matheson heiratete in dritter Ehe Eleanor Irving Perceval, eine Enkelin des britischen Premierministers Spencer Perceval. Eleanors Mutter war eine Tochter des damaligen Clan-Chefs des schottischen McLeod Clans. (Quelle)

Einer von Alexanders Söhne war der gleichnamige Baron Alexander Matheson (1861-1929). Dieser reiste 1894 nach Westaustralien, wo gerade riesige Goldvorkommen entdeckt wurden und einen Goldrausch auslösten. Alexander wurde Senator von Westaustralien und Präsident der „Eastern Goldfields Reform League“, die sich für die Schaffung einer eigenen Kolonie auf den Goldfeldern einsetzte. Das Vorhaben wurde nie umgesetzt.

Seit dem Jahr 1975 sind die Matheson Barone gleichzeitig auch die Clan Chefs des Matheson Clans. Einige arbeiteten für das britische Militär.

Baron Kenneth Matheson von Lochalsh (1805-1886) heiratete in die sephardisch-jüdische Lousada Familie. Diese war familiär mit den jüdischen Familien Montefiore, Mocatta, Aguilar, Goldsmid, Salomons und Stern verbunden, die zur britischen Elite gehören.

Die Ehefrau von Baron Alexander Matheson (*1954) war mütterlicherseits die Enkelin eines Markgrafen aus der Adelsfamilie Cecil und ihre Grossmutter war die Tochter eines Herzogs aus der Adelsfamilie Montagu-Douglas-Scott.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Hamilton Clan

Der schottische Clan Hamilton ist seit 700 Jahren Teil der schottischen Elite und ist heute eine der wichtigsten britischen Adelsfamilien. Seit dem Jahr 1643 stellt ein Zweig der Familie Herzöge und steht somit in der britischen Adelshierarchie direkt unter der Königsfamilie. Die Herzöge sind auch gleichzeitig die Clan-Chefs des Hamilton Clans.

Lord James Hamilton, der im 15. Jahrhundert lebte, heiratete in die damalige schottische Königsfamilie aus dem Stewart Clan.

Der Hamilton Clan ist traditionell mit dem britischen Königshaus verbunden und viele wurden in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Sie stellten auch Barone, Vizegrafen, Grafen und Markgrafen. Graf George Hamilton-Gordon (1784-1860) war britischer Premierminister und Mitglied des Privy Council. Mehrere Hamiltons waren in der britischen Politik und beim Militär. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die Verbindungen des Clans zur Wirtschafts- und Finanzelite sowie zur Freimaurerei.

Durch den in Nordamerika eingewanderten Alexander Hamilton (1755-1804) entstand der amerikanische Zweig der Hamiltons, der seither zur US-Elite gehört.

Hamilton in Amerika

Alexander Hamilton (1755-1804) war einer der Gründerväter der USA und der erste Finanzminister des Landes. Er gründete die erste Zentralbank der USA und gilt als der Gründer des nationalen Finanzsystems der USA. Er wurde in Britisch-Westindien (Karibik) geboren und emigrierte 1772 nach Nordamerika. Sein Grossvater kam aus dem schottischen Landadel und war familiär mit mehreren schottischen Clans verbunden. Bereits in den ersten Jahren nach seiner Ankunft in Nordamerika begann Alexander Hamilton Kontakte zur dortigen Elite zu knüpfen. Darunter auch zu William Livingston, der später ebenfalls zu den Gründervätern der USA gehörte. William Livingston stammte aus dem schottischen Livingstone Clan und hatte zudem Blut des Hamilton Clans in sich.

Alexander Hamilton gehörte zum Kontinentalkongress, der aus der Elite der 13 britischen Kolonien an der Ostküste bestand, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses, darunter Alexander Hamilton, gründeten daraufhin die USA.

Hamilton wurde der erste Finanzminister der USA. Er gründete drei bedeutende Banken, deren Aktien zu den ersten gehörten, die an der New Yorker Börse gehandelt wurden:

  • 1791 gründete er die „First Bank of the United States“, welche die erste richtige Zentralbank der USA war und die „Bank of North America“ ersetzte
  • Die Bank of North America wurde 1781 vom Kontinentalkongress (darunter Hamilton) als Notenbank gegründet, damit sie nicht mehr von der britischen Zentralbank abhängig waren.
  • 1784 gründete Hamilton die „Bank of New York“, die bis heute besteht und damit die älteste noch existierende Bank der USA ist. Die Bank fusionierte 2007 mit der Mellon Bank und ist seither eine der grössten Banken der USA. Sie ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und verwaltet derzeit über 2 Billionen US-Dollar. Sie war in den letzten Jahren die grösste Depotbank der Welt und verwahrt ein Vermögen von über 40 Billionen US-Dollar.

Alexander Hamilton war 1783 Mitgründer der „Society of the Cincinnati“ und war ihr zweiter Präsident (Quelle: 1 und 2). Die Elitegesellschaft hatte mehr als 15 US-Präsidenten aufgenommen sowie auch Mitglieder der Familien Vanderbilt, Du Pont, Rockefeller, Livingston und Van Rensselaer. Die Nachfahren der Gründer haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft, was demnach auch für Alexander Hamiltons Nachfahren gelten sollte.

Alexander heiratete Elizabeth Schuyler, deren Mutter aus der Van Rensselaer Familie kam. Schuyler und Van Rensselaer gehörten zu der Zeit zu den mächtigsten und reichsten Familien Nordamerikas. Alexanders Nachkommen heirateten später in die Familien Schuyler und Van Cortlandt (Quelle). Diese drei Familien emigrierten im 17. Jahrhundert von den Niederlanden nach Nordamerika und gehörten zu den mächtigsten Familien der dortigen Kolonien.

Alexanders Sohn James Hamilton (1788-1878) war kurzzeitig Aussenminister der USA. Er heiratete in die Morris Familie, die schon vor der Gründung der USA zur kolonialen Elite des Landes gehörte. Lewis Morris war einer der Gründerväter der USA. (Quelle)

Alexander Hamiltons Nachkommen waren über Heiraten mit der US-Elite verbunden:

  • William Pierson Hamilton (1869-1950), ein Urenkel von Alexander Hamilton, heiratete die Tochter von JP Morgan, der damals der vermutlich mächtigste Bankier der USA war. So entstand der Familienzweig Morgan Hamilton. (Quelle)
  • Helen Morgan Hamilton (1896-1985) heiratete in zweiter Ehe Warren Randolph Burgess. Dieser war Banker und US-Diplomat. Er arbeitete für die FED (heutige US-Zentralbank) und gehörte zur Führung der Citibank (eine der grössten Banken der USA). Er war Präsident der American Bankers Association, eine der wichtigsten Lobbyorganisationen der amerikanischen Banken. Er diente als US-Botschafter bei der NATO. (Quelle)
  • Pierpont Morgan Hamilton (1898-1982) war Generaloffizier des US-Militärs. Seine Frau Marie war eine Tochter des Bankiers Clinton Ledyard Blair und eine Urenkelin des Eisenbahnindustriellen John Insley Blair, der zu den reichsten Amerikanern des 19. Jahrhunderts gehörte. (Quelle)
  • Mary Eliza Hamilton (1825-1887), eine Enkelin von Alexander Hamilton, heiratete Charles Augustus Peabody. Dieser heiratete auch zweimal in die Livingston Familie. (Quelle)

Der Nachkomme Alexander Hamilton (1847-1928) war Freimaurer und Mitglied der Society of the Cincinnati. Er war Mitglied des Order of colonial Lords of Manors in America. Der Orden wurde 1911 gegründet und besteht bis heute. Nur Nachfahren von bedeutenden Kolonialfamilien können beitreten. Alexanders Frau war eine Grossnichte von William Floyd, der zu den Gründervätern der USA gehörte. (Quelle)

Hamilton in Grossbritannien

Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. 1736 gründeten die schottischen Freimaurer die Grossloge von Schottland. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der Grossloge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs. Der Hamilton Clan stellte vier Grossmeister der schottischen Grossloge (Quelle). Die vier Grossmeister wären:

  • Der Clan-Chef Herzog Alexander Hamilton (1767-1852) und sein Sohn Herzog William Hamilton (1811-1863). Alexander kam mütterlicherseits aus dem schottischen Stewart Clan. Sein Grossvater, Graf Alexander Stewart, war ebenfalls Grossmeister der schottischen Grossloge. Herzog Alexander Hamilton wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Auf seinen Wunsch wurde er nach seinem Tod mumifiziert und in einen ägyptischen Sarkophag gelegt. Sein Sohn William, ebenfalls Clan-Chef und schottischer Grossmeister, heiratete in die deutsche Hochadelsfamilie Baden. Williams Schwiegermutter war eine Adoptivtochter des französischen Kaisers Napoleon. Williams Tochter Mary heiratete in die monegassische Fürstenfamilie. Marys Enkel, der deutsche Adlige Tassilo Fürstenberg, heiratete in die Agnelli Familie, die wohl wichtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite.
  • Graf George Baillie-Hamilton-Arden (1827-1917). Er war Gouverneur der Bank of Scotland. Die Bank besteht seit 1695 und gehört damit zu den ältesten Banken der Welt. Die Bank wurde früher von schottischen Clans geführt. Graf Georges Tante heiratete den Markgrafen John Campbell. Dieser war ebenfalls Grossmeister der schottischen Freimaurer und Gouverneur der Bank of Scotland. Er kam aus dem schottischen Campbell Clan.
  • Lord Robert Hamilton-Udny (1871-1950). Er war auch Grosskommandant des „Order of the Fleur de Lys“. Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden)

Graf James Hamilton (1686-1744) war Grossmeister der Premier Grand Lodge of England. Sie wurde 1717 gegründet und war die erste Freimaurergrossloge der Welt. (Quelle) Viele der Grossmeister der Loge waren mit dem Hamilton Clan verwandt oder verschwägert. 1813 wurde die Loge zur heutigen Grossloge von England umgewandelt. Graf James Hamilton wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

1725 gründeten die irischen Freimaurer die Grossloge von Irland. Die Grossmeister waren meist irische Adlige, darunter auch zwei Hamiltons aus dem irisch-adligen Familienzweig des Hamilton Clans (Quelle):

  • James Hamilton, Herzog von Abercorn (1811-1885). Er wurde in den Privy Council aufgenommen. Seine Mutter kam aus dem schottischen Douglas Clan. Seine Frau war die Tochter eines Herzogs aus der Russell Familie.
  • Sein gleichnamiger Sohn Herzog James Hamilton (1838-1913). Er wurde ebenfalls in den Privy Council aufgenommen. Er war Vorsitzender der 1889 gegründeten British South Africa Company (BSAC). Die BSAC nahm eine führende Rolle in der afrikanischen Bergbauindustrie sowie im afrikanischen Eisenbahnbau ein. Das Kolonialunternehmen erhielt eine Royal Charter und stand somit unter dem Einfluss des britischen Hochadels. Zudem wurde die BSAC von Freimaurern wie Cecil Rhodes, Baron Ellis Robins und eben Herzog James Hamilton geleitet. James Schwester Albertha war die Mutter des Herzogs Charles Spencer-Churchill. Dieser heiratete in die US-amerikanische Vanderbilt Familie, eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts. Charles Spencer-Churchill war ein enger Freund seines Cousins Winston Churchill, der britischer Premierminister war und als der bedeutendste britische Staatsmann des 20. Jahrhunderts gilt. Winston Churchill war Freimaurer.

Frederick Temple Blackwood (1826-1902) heiratete in den Hamilton Clan, wodurch sich die Linie Hamilton-Temple-Blackwood bildete. Frederick war zu seiner Zeit einer der wichtigsten Diplomaten der britischen Elite. Er wurde Generalgouverneur von Kanada sowie Vizekönig von Indien und war somit der oberste Kolonialbeamte der beiden britischen Kolonien. Er wurde in den Privy Council aufgenommen und zum Markgrafen geadelt.

Markgraf John Hamilton-Gordon (1847-1934) war ebenfalls Generalgouverneur von Kanada und Mitglied des Privy Council. Er gehörte zu den frühen Mitgliedern der Pilgrims Society. Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Die Pilgrims Society wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Baron Arthur Hamilton-Gordon (1829-1912) war ein bedeutender Kolonialverwalter:

  • Er war Vizegouverneur der kanadischen Provinz New Brunswick.
  • Er war Gouverneur der Inseln Trinidad, Fidschi und Mauritius.
  • Er war Gouverneur von Neuseeland.
  • Er war Gouverneur von Ceylon (heutiges Sri Lanka).

Henry Hamilton (1734-1796), der Enkel eines Vizegrafen, war Vizegouverneur der kanadischen Provinz Quebec und Gouverneur der Bermudainseln sowie Gouverneur der Insel Dominica.

Lord Archibald Hamilton (1673-1754) war Gouverneur von Jamaika.

Alexander MacDonald Alistair Hamilton (1925-2012) stammte vermutlich aus dem Hamilton Clan. Er war stellvertretender Vorsitzender der Royal Bank of Scotland. Die Bank besteht seit 1727 und ist somit eine der ältesten Grossbanken der Welt. Mehrere der ursprünglichen Inhaber der Bank kamen aus schottischen Clans, darunter auch Lord Belhaven aus dem Hamilton Clan (Quelle). In den Jahren vor der Finanzkrise 2008 war sie eine der grössten Banken der Welt. Sie gehört heute zur NatWest Group.

Vizegraf Gustavus Hamilton-Russell (1931-1995) war Direktor der National Westminster Bank, eine britische Grossbank. 1970 war sie die siebtgrösste und 1990 die achtgrösste Bank der Welt. Seit dem Jahr 2000 gehört sie zur Royal Bank of Scotland (NatWest Group).

Archie Hamilton (*1941), Baron von Epsom, ist ein britischer Politiker, der in den Privy Council aufgenommen wurde. Er war Mitglied des Intelligence and Security Committee, ein gesetzlicher Ausschuss des britischen Parlaments, der damit beauftragt ist, die Arbeit der britischen Geheimdienste zu überwachen.

James Hamilton (*1934), der 5. Herzog von Abercorn, war ein alter Freund von Queen Elizabeth II. Der neue König Charles III. ist der Pate von James Sohn. (Quelle) James ist der Schwiegersohn von Georgina Kennard. Georgina war eine Verwandte und Freundin der britischen Königsfamilie. Sie stammte mütterlicherseits aus der russischen Kaiserfamilie. Väterlicherseits war sie eine Enkelin von Julius Wernher. Der Deutsche war ein führender Unternehmer in der südafrikanischen Bergbauindustrie und wurde in den britischen Adel aufgenommen. Er galt als einer der reichsten Briten (Quelle).

Markgraf Basil Hamilton-Temple-Blackwood (1909-1945) heiratete in die Guinness Familie. Die irische Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die britisch-jüdischen Adelsfamilien Rothschild und Samuel. Markgraf Basils Tochter Caroline heiratete in erster Ehe Lucian Freud, ein Enkel des berühmten Sigmund Freud. Caroline heiratete in dritter Ehe in die US-amerikanische Kolonialfamilie Lowell, die schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte.

Moyra Hamilton und Mary Baillie-Hamilton gehörten zu den „maids of honour“ bei der Krönung von Queen Elizabeth II. Die anderen Maids waren Rosemary Spencer-Churchill, Jane Vane-Tempest-Stewart, Anne Coke und Jane Heathcote-Drummond-Willoughby (alles Adlige). (Quelle)

Der Hamilton Clan ist durch die Heiraten in den letzten Jahrhunderten mit vielen weiteren schottischen Clans verwandt. Mehrere Mitglieder des Hamilton Clans waren Lord High Commissioner der Generalversammlung der Church of Scotland, eine schottisch-presbyterianische Kirche. Das Amt des Lord High Commissioner besetzten meist Adlige, viele davon aus schottischen Clans. (Quelle) Mehrere davon waren Freimaurer.

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Haus Savoyen

Die italienische Hochadelsfamilie Savoyen ist über 1000 Jahre alt und gehört somit zum Uradel. Das Haus Savoyen stellte ab 1861 die Königsfamilie des Königreiches Italien, das im selben Jahr gegründet wurde. Davor war die Familie bereits seit 1720 die Königsfamilie der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien gewesen. Die Monarchie wurde 1946 in Italien abgeschafft.

Nach Angaben von Money, ein viel gelesenes Wirtschaftsmagazin, könnte das heutige Vermögen der Savoyen Familie mehrere hundert Milliarden US-Dollar wert sein. (Quelle)

Haus Savoyen und der Vatikan

Die Familie ist traditionell mit dem Vatikan verbunden. Die Savoyens brachten mehrere Bischöfe hervor. Felix V. (1383-1451) aus dem Haus Savoyen war der letzte Gegenpapst der katholischen Kirche. Er gründete 1434 den Orden des Heiligen Mauritius. 1572 wurde der Orden vom Vatikan offiziell anerkannt und schloss sich mit dem Lazarus-Orden zusammen, der im 12. Jahrhundert im Kreuzfahrerstaat Jerusalem gegründet worden war. Durch die Vereinigung entstand der Orden des Heiligen Mauritius und Lazarus. Seither ist er der hauseigene Ritterorden der Savoyens.

Erzbischof Philipp von Savoyen (1207-1285) arbeitete im Auftrag des Papstes mit dem Templerorden zusammen (Quelle: Seite 141). Der Templerorden war der Legende nach im Besitz des Grabtuches, in dem Jesus nach seinem Tod eingehüllt worden war. Seit dem Jahr 1453 war die Savoyen Familie im Besitz des Grabtuches. Sie besass das Tuch bis 1983, als sie es schliesslich dem Vatikan übergaben, der es bis heute besitzt. Das Grabtuch ist nach wie vor eine heilige Reliquie des Christentums. 2010 kamen über zwei Millionen Pilger aus aller Welt, um das Tuch zu sehen. (Quelle)

Viktor Emanuel III. (1869-1947) und Umberto II. (1904-1983) erhielten vom Papst den Christusorden. Dieser ist der höchste Verdienstorden des Heiligen Stuhls. (Quelle)

Haus Savoyen und die Freimaurerei

Obwohl die Savoyens dem Vatikan nahe stehen, brachten sie dennoch mindestens zwei Freimaurer hervor. Die Freimaurer und der Vatikan/Klerus waren von Anfang an verfeindet und bekämpften sich mit Propaganda, Hetze und Intrigen. Der Vatikan förderte in der Vergangenheit mehrfach die Verfolgung der Freimaurer (Quelle), während die Freimaurer die Aufklärung sowie die Trennung von Staat und Kirche förderten. Nach dem 2. Weltkrieg scheinen die beiden Gruppen eine Art Waffenstillstand ausgehandelt zu haben. Ab da konnte sich die katholische Kirche im Volk der USA und Grossbritannien etablieren. Zuvor wurden dort die Katholiken diskriminiert. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Katholiken eine kleine Minderheit in den USA. Es sind bis heute kaum Katholiken in der Elite der beiden Länder vertreten. Nur ein britischer Premierminister war katholisch getauft (Boris Johnson), aber auch der war später anglikanisch konfirmiert. Neben Joe Biden war nur ein US-Präsident Katholik, nämlich der erschossene Kennedy. Alle anderen US-Präsidenten waren Protestanten und fast ein Drittel davon waren Freimaurer (Quelle). Schon die Pilgerväter der USA waren Puritaner (Protestanten) und werden dementsprechend den Vatikan nicht gemocht haben. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts waren Katholiken von der britischen Thronfolge ausgeschlossen und Thronfolger durften keine Katholiken heiraten. 2015 wurde das Gesetz geändert. Das britische Königshaus war übrigens eine der wichtigsten Freimaurerfamilien der letzten 200 Jahren (Quelle).

Amadeus I. (1845-1890) war der erste bekannte Freimaurer aus dem Haus Savoyen. Er war von 1871 bis 1873 König von Spanien. Er hob das bis dahin geltende Freimaurer-Verbot in Spanien auf. (Quelle) Schliesslich dankte Amadeus freiwillig ab und die erste spanische Republik wurde gegründet, die fortan von Politikern regiert wurde, von denen viele Freimaurer waren. Die Republik konnte sich fast zwei Jahre halten, wurde dann aber durch eine Monarchie ersetzt und Mitglieder des Hauses Bourbon erlangten wieder die Macht in Spanien. Amadeus heiratete in zweiter Ehe Maria Letizia Bonaparte, eine Nichte des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte. Marias Vater Napoléon Joseph und ihr Grossvater Jérôme waren wie weitere Mitglieder der Bonaparte Familie Freimaurer (Quelle). Der Freimaurer Napoléon Joseph Bonaparte heiratete ebenfalls in das Haus Savoyen.

Viktor Emanuel von Savoyen (*1937) war bis 2006 das Oberhaupt des Hauses Savoyen. Er war Mitglied der italienischen Freimaurerloge Propaganda Due (P2) (Quelle: 1 und 2). Die P2-Loge wurde 1877 gegründet und 1982 aufgelöst und verboten. Die Loge hatte Pläne für einen Staatsstreich entwickelt und war mit den Terroranschlägen in den 1970er Jahren in Italien verbunden, was in gerichtlichen Untersuchungen bestätigt wurde. Dies führte zum Verbot der Loge. Einzelne Mitglieder der Loge waren eng mit der italienischen Mafia verbunden. (Mehr zur P2-Loge)

Die Savoyens kennen den ehemaligen italienischen Präsidenten Silvio Berlusconi (Quelle). Er gilt als der reichste und mächtigste Medienunternehmer Italiens. Er war ebenfalls Mitglied der P2-Loge (Quelle: 1 und 2).

Der P2 wurden Kontakte zur Geheimarmee Gladio nachgesagt (Quelle). Gladio-Strukturen waren sehr wahrscheinlich in die Terroranschläge auf den Bahnhof von Bologna in Italien und auf das Oktoberfest in Deutschland verwickelt (Quelle). Die Savoyens kannten den adligen Diplomaten Edgardo Sogno (Rata Del Vallino di Ponzone), der in die Gründung von Gladio involviert war. 1976 wurde Edgardo Sogno verhaftet und angeklagt, weil er versucht haben soll einen Staatsstreich zu organisieren. Er wurde freigesprochen. Ein paar Jahre später wurde bekannt, dass er Mitglied der P2-Loge ist. (Quelle: 1, 2, 3)

Das Haus Savoyen in den letzten 100 Jahren

Der italienische König Viktor Emanuel III. (1869-1947) duldete die Machtübernahme Mussolinis und den Aufbau der faschistischen Diktatur. Durch Mussolinis Expansionspolitik war Viktor von 1939 bis 1943 König von Albanien und von 1936 bis 1941 auch Kaiser von Äthiopien. 1943, nach Beginn der Invasion der Alliierten in Italien, wandte er sich von Mussolini ab und wirkte aktiv an dessen Sturz mit.

Aimone von Savoyen (*1967) begann seinen beruflichen Werdegang bei JPMorgan Chase, der grössten US-Bank. Danach war er für italienische Unternehmen auf dem russischen Markt tätig. Für sein Engagement in italienisch-russischen Beziehungen erhielt er von Wladimir Putin einen Orden. 2019 wurde er Botschafter des Malteserordens (alter Vatikanorden) in Russland.

Viktor Emanuel von Savoyen (*1937) traf die Päpste Paul VI., Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus. (Quelle) Er war wie gesagt Mitglied der P2 und ist zudem Mitglied des Malteserordens. Er musste schon öfters vor Gericht:

  • In den 70er-Jahren wurde wegen internationalem Waffenhandel gegen ihn ermittelt. Er vermittelte den Verkauf von 300 Kampfhubschraubern an seinen Freund, den Schah von Persien. Die Hubschrauber gelangten schliesslich in Jordanien, Taiwan und Südafrika. (Quelle: 1, 2, 3) Viktor Emanuel wurde durch diese Waffenverkäufe reich, wie ein Cousin erzählte. (Quelle)
  • 1978 gab er mehrere Gewehrschüsse ab, die den deutschen 19-Jährigen Dirk Hamer töteten. Es soll ein Versehen gewesen sein. 1991 wurde Viktor Emanuel vom Vorwurf der vorsätzlichen Tötung freigesprochen, aber wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. (Quelle) Dirk Hamer war der Sohn des verurteilten Alternativmediziners Ryke Geerd Hamer, ein Verschwörungstheoretiker, der seine eigene germanische Medizinkunde entwarf. (Quelle)
  • 2006 wurde Viktor Emanuel verhaftet. Man warf ihm vor, eine kriminelle Vereinigung gegründet zu haben, die für Korruption und Ausbeutung von Prostituierten verantwortlich ist. Dabei hatte Viktor Emanuel Kontakte in die Glücksspielindustrie. Er soll für Besucher eines Kasinos junge Prostituierte beschafft haben. Bei dieser Untersuchung wurde gegen weitere Leute wegen Korruption, Erpressung, Geldwäsche und Mafiaverbindungen ermittelt. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Einer der Verdächtigten war Viktor Emanuels Cousin Simeon Sachsen-Coburg-Gotha, das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Bulgariens. Simeon war auch Ministerpräsident von Bulgarien. Ihm wurde vorgeworfen, dass er sich bestechen liess und dafür einem italienischen Unternehmer half in Bulgarien an öffentliche Aufträge zu kommen. Viktor Emanuel diente dabei als Vermittler. (Quelle: 1, 2, 3) Es wurde auch gegen drei Carabinieri (Polizisten) ermittelt. Man verdächtigte sie, Informationen aus einer Datenbank an Viktor Emanuel und seine Leute weitergeleitet zu haben. (Quelle) Viktor Emanuel wurde letztendlich freigesprochen.

Da er über die P2-Loge womöglich Kontakte zur italienischen Mafia hatte, wird er vielleicht auch nach der Auflösung der P2 den Kontakt aufrechterhalten haben. Den Anklagepunkten nach könnte man den Eindruck bekommen, dass Viktor gar selbst Teil der italienischen Mafia ist. Auch sein Sohn Emanuele Filiberto von Savoyen (*1972) hatte Kontakt zu dubiosen Personen und ist wie sein Vater Mitglied des Malteserordens. Emanuele Filiberto bewarb sich bei den italienischen Wahlen sowie der Europawahl, scheiterte aber kläglich. Er gründete eine eigene politische Bewegung mit dem Namen „Valori e Futuro“ (Werte und Zukunft). Zu den Mitarbeitern des politischen Projekts gehörten auch:

  • Mariano Turrisi, der Vizepräsident der Bewegung, landete im Gefängnis wegen Mafiaverbindungen.
  • Enrico Giuliano war für den Wahlkampf und die Auslandskoordination zuständig. Es wurde berichtet, dass er durch Betrug über 5 Millionen Euro erbeutete, die er dann in Liechtenstein versteckte.
  • Lucio Barresi war in den Vallettopoli-Skandal involviert, bei dem es um Erpressung, Bestechung, Unterschlagung, Drogenhandel und Ausbeutung von Prostituierten ging.

(Quelle: 1, 2, 3)

Gegen den Vizepräsidenten Mariano Turrisi war mehrfach ermittelt worden, unter anderem wegen Geldwäsche und Drogenhandel. Er wurde mehrmals in den USA verhaftet. Er stand im Verdacht, an einem riesigen Drogenhandelsring beteiligt zu sein, der von den Familien der Cosa Nostra in New York kontrolliert wurde. Mariano Turrisi verfügte über Kontakte in zahlreichen europäischen Ländern und auf dem amerikanischen Kontinent. In den Jahren 2001 und 2002 telefonierte er mit dem Mafiaboss Vito Rizzuto, was von den Behörden abgehörte wurde. (Quelle) Vito Rizzuto galt als das Oberhaupt des kanadischen Zweiges der sizilianischen Mafia.

Maria Gabriella von Savoyen (*1940) hatte Berichten zufolge ein romantisches Verhältnis mit dem griechischen Unternehmer Stavros Niarchos, der einer der reichsten Männer der Welt war (Quelle).

Marie-Pia de Savoie (Maria Pia von Savoyen) war 2023 bei einem Treffen in einem Privathaus der berühmten Rothschild Familie. Beim Treffen wurde die Veröffentlichung eines Buches von Nadine de Rothschild gefeiert. Zu den Gästen gehörten unter anderem der französische Milliardär Laurent Dassault, der muslimische Aristokrat Amyn Aga Khan und eine somalische Prinzessin. (Quelle)

Die Savoyens waren über eine Taufpatenschaft mit der Agnelli Familie verbunden. (Quelle) Die Agnellis sind die wohl reichste und mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite.

Heiraten

Das Haus Savoyen heiratete in den letzten 1000 Jahre in viele Hochadelsgeschlechter, darunter Bourbon, Habsburg, Orléans, Bonaparte, Liechtenstein, Wittelsbach, Hessen, Sachsen und Petrović-Njegoš. (Quelle)

Philiberte/Filiberta von Savoyen (1498-1524) heiratete einen Herzog aus der Medici Familie (Quelle). Die Medicis galten im 15. Jahrhundert als die mächtigste und reichste Bankiersfamilie. Sie brachten drei Päpste hervor und wurden in den italienischen Adel aufgenommen. Die Medicis heirateten auch fünfmal in das Haus Habsburg (Quelle) und zweimal in das Haus Bourbon-Vendôme (Quelle), die zwei der wichtigsten Hochadelsgeschlechter sind. Die Medicis waren mit der „Banca Monte dei Paschi di Siena“ verbunden, die heute die älteste noch bestehende Bank der Welt ist. Sie gehört heute noch zu den zehn grössten Banken Italiens und ist derzeit der viergrösste italienische Vermögensverwalter. Loris Scricciolo und Giovanni Cresti, zwei Mitglieder der Freimaurerloge P2, gehörten zur Führung der Bank (Quelle).

Honorat I. von Savoyen (1538-1572) heiratete in die Strozzi Familie. Diese war ebenfalls eine sehr wohlhabende Bankiersfamilie aus Florenz, wie die Medicis. Die Strozzi Familie heiratete mehrfach in die Medici Familie.

Margarete/Margherita von Savoyen (1635-1663) heiratete in die nicht mehr existente italienische Adelsfamilie Farnese, die einen Papst stellte. Ihr Mann kam mütterlicherseits aus der Medici Familie.

Thomas II. von Savoyen (lebte im 13. Jahrhundert) heiratete in die nicht mehr existente italienische Adelsfamilie Fieschi. Diese stellte zwei Päpste und über 60 Kardinäle.

Leopoldina Savoyen-Carignan (starb 1807) kam mütterlicherseits aus der deutschen Uradelsfamilie Hessen. Leopoldina heiratete in die Familie Doria-Pamphilj-Landi, die aus drei einflussreichen italienischen Adelsfamilien hervorging. Leopoldinas Sohn Luigi heiratete in die Uradelsfamilie Orsini, die drei Päpste stellte und mit noch weiteren verwandt war. Luigis Frau kam mütterlicherseits aus der italienischen Uradelsfamilie Caracciolo.

Anna von Savoyen (1306-1365) heiratete den byzantinischen Kaiser Andronikos III. Er kam aus der nicht mehr existenten Dynastie der Palaiologen, die letzte Herrscherfamilie des Byzantinischen Reiches. Übrigens behauptete die Savoyen Familie früher, dass sie vom römisch-deutschen Kaiser Otto III. abstammt. Sollte dies wahr sein, dann hätten sie auch Blut der makedonischen Dynastie in sich, die vom 9. bis 11. Jahrhundert die Kaiserfamilie des Byzantinischen Reiches war. Die Kaiserfamilie stammte der Legende nach von der armenischen Königsfamilie aus der Dynastie der Arsakiden ab, die in den ersten fünf Jahrhunderten über Armenien herrschte. Die Arsakiden gründeten im 3. Jahrhundert vor Christus das Partherreich (befand sich im Nahen Osten), über das sie bis ins 3. Jahrhundert nach Christus herrschten.

Im 15. Jahrhundert heirateten die Savoyens zweimal in die zyprische Königsfamilie. Diese kam aus der nicht mehr existenten Lusignan-Dynastie, die zeitweise auch über Armenien und die heilige Stadt Jerusalem herrschte.

Eugen Moritz von Savoyen-Carignan (1635-1673) heiratete Olympia Mancini aus der italienischen Adelsfamilie Mancini. Sie war eine Verdächtige in der Giftaffäre. Bei dem Skandal wurden mehrere Adlige in Frankreich verdächtigt, in Giftmorde, Abtreibungen, Hexerei und Okkultismus verwickelt zu sein. Olympia Mancinis Vater war Nekromant und Astrologe. Die Mancini Familie soll der Legende nach von der römischen Aristokratenfamilie Hostilia abstammen. Der Legende nach gehörte auch der Sagenkönig Tullus Hostilius zu dieser Familie. Er soll im 7. Jahrhundert vor Christus gelebt haben und gilt als der dritte König von Rom. Seine Grossmutter war Hersilia. Diese gilt als die Gattin von Romulus. Romulus war der Gründer und erste König von Rom. Er war ein Sohn von Mars, der wiederum ein Sohn von Jupiter und Juno (Tochter von Saturn) war. Diese Familienmitglieder, nach denen auch unsere benachbarten Planeten benannt sind, wurden lange als römische Gottheiten verehrt, bis im ersten Jahrtausend die ersten Päpste das Christentum in Rom etablieren konnten. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Götterfamilie eine alte mächtige Königsfamilie war.

Caterina Savoyen-Carignan (1762-1823) heiratete in die italienische Uradelsfamilie Colonna. Die Colonna Familie behauptete von den Juliern abzustammen, die vom 5. Jahrhundert vor Christus bis in die ersten Jahrhunderte nach Christus zur römischen Elite gehörten. Das bekannteste Familienmitglied der Julier ist Gaius Iulius Caesar (bekannt als Julius Cäsar). Er herrschte im ersten Jahrhundert vor Christus als Diktator über Rom. Die Colonna Familie und die Julier stammen der Legende nach von Aeneas ab, der mythologische Stammvater der Römer. Auch die bis heute bestehenden Hochadelsfamilien HabsburgHohenzollern und Anhalt behaupteten früher von Aeneas abzustammen. Aeneas war über sein Vater Anchises ein Nachkomme der trojanischen Herrscherfamilie aus der griechischen Mythologie. Seine Mutter war die griechische Göttin Aphrodite, eine Tochter von Zeus. Aphrodite ist identisch mit der römischen Göttin Venus. Man geht davon aus, dass es sich bei der römischen und der griechischen Götterfamilie um dieselbe Familie handelt. Zeus ist beispielsweise die griechische Version des römischen Gottes Jupiter. Übrigens sind nicht nur unsere Nachbarplaneten, sondern auch viele unserer zwölf Monate nach Mitgliedern der griechisch-römischen Götterfamilie benannt.

Bemerkenswerte Heiraten in den letzten 100 Jahren

Adelaide von Savoyen-Genua (1904-1979) heiratete einen Fürsten aus der italienischen Uradelsfamilie Massimo, die seit über 1000 Jahren besteht und zur Vatikanelite gehört. Der Legende nach gehörten die Päpste Anastasius I. (lebte im 4. Jahrhundert) und Paschalis I. (lebte im 9. Jahrhundert) zu ihren Vorfahren. Die Massimos stammen der Legende nach von der römischen Aristokratenfamilie Fabia ab. Die Fabier gehörten in den 500 Jahren vor Christus zu den führenden Familien Roms und brachten viele Konsuln und Senatoren hervor. Quintus Fabius Maximus Verrucosus (lebte im 3. Jahrhundert vor Christus) war Diktator von Rom. Auch der Papst Fabianus (lebte im 3. Jahrhundert) kam womöglich aus dieser Familie. Einer Legende nach stammten die Fabier vom griechischen Helden Herkules/Herakles ab. Herkules gilt als ein Sohn des griechischen Gottes Zeus. Übrigens gab es bereits im ersten Jahrtausend vor Christus Königsfamilien, die der Legende nach von der griechischen Götterfamilie abstammten, darunter die Julier (Familie von Julius Cäsar), Ptolemäer (Familie von Kleopatra), Argead (Familie von Alexander dem Grossen) und die Achämeniden (persische Herrscherfamilie).

Umberto II. von Savoyen (1904-1983) heiratete in die belgische Königsfamilie.

Giovanna von Savoyen (1907-2000) heiratete den bulgarischen Zaren Boris III.

Aimone von Savoyen (1900-1948) und sein gleichnamiger Enkel (*1967) heirateten in die griechische Königsfamilie.

Mafalda von Savoyen (1902-1944) heiratete den hochadligen Philipp von Hessen. Dieser war eng mit der Führung des deutschen Naziregimes verbunden und war für Hitler als Botschafter in Italien tätig, wo zu der Zeit Mussolini herrschte.

Margerita von Savoyen (*1930) heiratete in die österreichische Königsfamilie.

Amadeus von Savoyen (1898-1942) und sein gleichnamiger Neffe (1943-2021) heirateten in die Hochadelsfamilie Orléans, eine der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs.

Maria Pia von Savoyen (*1934) heiratete erst in die serbische Königsfamilie aus dem Haus Karađorđević. In zweiter Ehe heiratete sie den französischen Aristokraten Michel de Bourbon-Parma.

Maria Bona von Savoyen-Genua (1896-1971) heiratete in die bayerische Königsfamilie aus dem Haus Wittelsbach.

Viktor Emanuel von Savoyen (*1937) heiratete die Schweizerin Marina Doria, die zuvor ein romantisches Verhältnis mit dem deutschen Industriellen Gunter Sachs hatte (ein Verwandter der geadelten deutschen Unternehmerfamilie Opel).

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Samuel Familie

Der britisch-jüdische Geschäftsmann Marcus Samuel (1853-1927) gründete 1897 die „Shell Transport and Trading Company“, die sich auf den Ölhandel konzentrierte. Heute ist Shell einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Shell war 2019 nach Umsatz das drittgrösste Unternehmen der Welt. Shell ist ein britisch-niederländisches Unternehmen. Die Samuel Familie wurde in den britischen Adel aufgenommen. Sie hat niederländische Vorfahren.

Marcus Samuel hatte geschäftlichen Kontakt zur Rothschild Familie (Quelle). Die berühmte Bankiersfamilie half ihm bei der Gründung von Shell (Quelle).

Shell schloss sich 1907 mit einem niederländischen Ölunternehmen zusammen, das vom niederländischen König Wilhelm III. (Haus Nassau) gegründet wurde und an dem das Königshaus eine grosse Beteiligung hatte. Die Königsfamilie war noch bis 2009 Hauptaktionär von Shell mit einem Anteil von 25 Prozent (Quelle). Die Samuel Familie war noch bis 1982 im Vorstand von Shell vertreten. Sie kannte oder kennt noch immer die niederländische Adelsfamilie Loudon, da diese ebenfalls lange im Vorstand von Shell vertreten war.

Marcus Samuel (1853-1927) gründete mit seinem Bruder Samuel Samuel (1855-1934) in Japan die Handelsgesellschaft „Samuel Samuel & Co“, die sich an der dortigen Industrialisierung beteiligte. Die beiden Brüder betrieben noch eine Handelsgesellschaft, die sie von ihrem Vater erbten und die Waren aus Asien importierte. Sie wandelte sich im Laufe der Zeit in eine Bank um und wurde 1965 zur „Hill Samuel“, die sich auf Australien konzentrierte. 1995 wurde Hill Samuel Teil der britischen Lloyds Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt. Die Samuel Familie war noch bis 1987 im Vorstand der Bank Hill Samuel vertreten. Die Bank gründete 1969 die Macquarie Group, die heute eine der grössten australischen Banken ist. Die Macquarie Group ist inzwischen der grösste australische Vermögensverwalter und verwaltet ein Vermögen im Wert von 400 Milliarden US-Dollar.

Samuel Samuel ging in die britische Politik. Sein Bruder Marcus wurde 1902 Lord Mayor (Oberbürgermeister) der City of London (das Londoner Bankenviertel). London war damals noch der weltweit führende Finanzplatz und gilt heute noch als der wichtigste neben New York. Marcus wurde bereits 1894 zum Sheriff der City of London ernannt. 1903 wurde er zum Baron und 1925 zum Vizegrafen geadelt.

Marcus Samuel kannte über Shell den Niederländer Henri Deterding. Dieser war als Hauptaktionär von Shell einer der reichsten Männer der Welt. Nach dem Autor Glyn Roberts unterstütze Deterding bereits 1921 Adolf Hitler mit Millionenbeträgen. Auch den Nazi Alfred Rosenberger soll er unterstützt und persönlich getroffen haben. Deterding soll Faschisten und Aufständische in der Sowjetunion und in Spanien finanziert haben. (Quelle) Diese Behauptungen sind nicht bewiesen, aber auch nicht widerlegt. Aber sicher ist, dass Deterding Kontakte zur Nazielite hatte. 1936 erwarb er ein Schloss in Deutschland. Zu seinen Nachbarn gehörte der geadelte Emil Georg von Stauß, der auch sein persönlicher Freund war. Emil war Generaldirektor der Deutschen Bank und Mitglied in über 30 Aufsichtsräten deutscher Unternehmen. Er hatte enge Beziehungen zur NSDAP und zur deutschen Wirtschaftselite, darunter auch zu Siemens und Hjalmar Schacht. Er trat in den 1920er Jahren der Gesellschaft der Freunde bei, die aus der damaligen deutsch-jüdischen Wirtschafts- und Finanzelite bestand. (Quelle)

Die „Deutsche Shell AG“, eine deutsche Tochterfirma des Shell-Konzerns, beschäftigte während des 2. Weltkrieges etwa 2000 Zwangsarbeiter (Quelle).

Marcus Sohn, Vizegraf Walter Samuel (1882-1948), war Vorsitzender von Shell. Während des 2. Weltkrieges war er für den britischen Geheimdienst tätig.

Walters Sohn, Vizegraf Marcus Samuel (1909-1986), war Direktor der bereits erwähnten Banken Lloyds und Hill Samuel sowie Direktor des britischen Versicherungskonzerns Sun Alliance. Sein Bruder Vizegraf Peter Samuel (1911-1996) war von 1938 bis 1982 im Vorstand von Shell. Peter war von 1965 bis 1987 im Vorstand der Bank Hill Samuel.

Peters Sohn Vizegraf Nicholas Samuel (*1950) war in der britischen Politik. Er ist als selbstständiger Unternehmer und Investor tätig.

Erwähnenswerte Heiraten

Ida Samuel (1890-1940) heiratete in die britisch-jüdische Montefiore Familie. Diese heiratete auch in die berühmte Rothschild Familie.

Vizegraf Peter Samuel (1911-1996) heiratete die Tochter des jüdischen Barons Lionel Cohen. Lionel war Rechtsanwalt und Richter. Er gehörte zum Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Peters Frau war auch mit der Montefiore Familie verwandt.

Felicity Ann Samuel (*1948) heiratete einen Sohn von Bernard Waley-Cohen. Dieser kam ebenfalls aus einer britisch-jüdischen Familie und war Lord Mayor (Oberbürgermeister) des britischen Bankenviertels.

Michael John Samuel (*1952) heiratete in die Guinness Familie. Die irische Guinness Familie gründete im 18. Jahrhundert die Guinness-Brauerei bzw. das Guinness Bier und wurde im 19. Jahrhundert in den britischen Adel aufgenommen. Die Guinness Familie heiratete im 20. Jahrhundert in die ehemalige preussische Königsfamilie und in die Rothschild Familie.

Nellie Samuel (1883-1962) heiratete in die griechische Ionides Familie, die im 19. Jahrhundert Anschluss an die britische Elite fand. Ihr Mann war ein Enkel von Alexander Constantine Ionides (1810-1890).

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Haus Bourbon (Kapetinger)

Das Hochadelsgeschlecht Bourbon besteht seit über 700 Jahren und stammt vom Adelsgeschlecht der Kapetinger ab, das im 10. Jahrhundert entstand. Die Kapetinger stammen wiederum von den Robertiner ab, deren adlige Blutlinie sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Alle französischen Könige der letzten 1000 Jahre, mit Ausnahme der beiden Napoleons, waren Kapetinger oder stammen von diesen ab. Somit stellten die Kapetinger 39 französische Könige (Quelle). Das Haus Bourbon selbst stellte sieben französische Könige und dreizehn spanische Könige sowie weitere Monarchen in Europa. Durch zahlreiche politische Hochzeiten sind sie inzwischen mit allen noch amtierenden Königsfamilien Europas verwandt (Quelle). Heute besetzt die Familie noch immer den spanischen Thron.

Aus den Kapetingern gingen die Hochadelsfamilien Valois und Anjou hervor, die inzwischen ausgestorben sind. Die beiden Familien stellten mehrere Könige in Neapel, Polen, Ungarn und Kroatien. Die Anjou Familie beanspruchte zudem erfolglos den Thron des Kreuzfahrerstaates Jerusalem. Ein weiterer Familienzweig der Kapetinger war das Haus Burgund, das ab 1139 über Portugal herrschte und aus dem die spätere portugiesische Königsfamilie Braganza hervorging. Die portugiesische Königsfamilie wird in diesem Beitrag aber nicht behandelt und hat einen eigenen Beitrag. Die Kapetinger stellten 39 Monarchen in Portugal.

Die Hochadelsfamilie Orléans, die aus dem Haus Bourbon hervorging und einen französischen König stellte, wird in diesem Beitrag nicht behandelt und hat einen eigenen Beitrag.

Die Linie Bourbon-Anjou

Der französische Herzog Philipp (1683-1746) war der Gründer der Linie Bourbon-Anjou. Er kam aus der französischen Königsfamilie aus dem Hause Bourbon. Im Jahr 1700 bestieg er als König Philipp V. den spanischen Thron. Seither besetzten seine Nachkommen mit einigen Unterbrechungen den spanischen Thron bis heute.

Das heutige spanische Königshaus

1969 setzte der spanische Diktator Franco gesetzlich fest, dass nach seinem Tod Juan Carlos (*1938) aus dem Haus Bourbon als König das Amt des Staatsoberhaupts einnehmen sollte. Der Verfassung nach sollte dies eine Königsdiktatur werden (Quelle). Zwei Tage nach Francos Tod 1975 bestieg Juan Carlos den Thron und wurde zum Staatsoberhaupt (Quelle). Francos Enkelin heiratete 1972 Alfons Jaime Bourbon, der zur spanischen Königsfamilie gehörte (Quelle).

König Juan Carlos besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Seine Frau Königin Sofia besuchte das Treffen mehrere Male (Quelle: 1 und 2). Sofia kommt aus der griechischen Königsfamilie.

Juan Carlos gehört zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung unterstützt den WWF. 1968 wurde die spanische Abteilung des WWF gegründet. Juan Carlos war der erste Präsident des WWF-Spanien. Nachdem er 1975 König von Spanien wurde, war er ab da bis 2012 Ehrenpräsident des WWF-Spanien. (Quelle) Der WWF ist seit seiner Gründung mit Königshäusern verbunden (mehr dazu).

Juan Carlos und seine Frau Sofia sind Ehrenmitglieder des Club of Rome (Quelle). Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Der Club setzt sich für Bevölkerungskontrolle ein und sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und die Umwelt an (Quelle: 1, 2, 3).

Juan Carlos ist Mitglied der Sons of the American Revolution (Quelle). Die US-amerikanische Gesellschaft besteht seit 1889 und ist eine der elitärsten der USA. 16 US-Präsidenten und weitere hochrangige US-Politiker waren Mitglied. 2010 gründete Juan Carlos den spanischen Zweig der Gesellschaft, der von der spanischen Königsfamilie geführt wird (Quelle).

Juan Carlos traf fast alle oder sogar alle noch amtierenden Königsfamilien dieser Welt (Fotos findet man über Google). Er kennt auch die nicht amtierenden Königsfamilien von Österreich, Italien, Russland, Bulgarien, Ägypten und Albanien. Er traf viele Staatschefs.

Juan Carlos kannte den verstorbenen Bankier Emilio Botín (Quelle). Die spanische Bankiersfamilie Botín kontrolliert die Banco Santander, eine der weltweit grössten Banken. Die spanische Bank wurde 1857 auf königlichen Erlass gegründet und stand demnach zumindest in ihrer Anfangszeit unter dem Einfluss der spanischen Königsfamilie. Zusammen mit Botín und anderen spanischen Geschäftsleuten pflegte Juan Carlos engen geschäftlichen Kontakt zur argentinischen Diktatur (Quelle). Argentinien war früher eine spanische Kolonie und wurde damals von Mitgliedern des Hauses Bourbon kontrolliert.

Juan Carlos war mit dem verstorbenen Emilio Azcárraga Milmo (El Tigre) befreundet (Quelle). Die mexikanische Azcárraga Familie kontrolliert den grössten Medienkonzern Südamerikas und einen grossen Teil des mexikanischen Fernsehens. Mexiko war früher eine spanische Kolonie und wurde vom Haus Bourbon kontrolliert.

Juan Carlos und seine Frau kannten den verstorbenen Jesús de Polanco (Foto). Die Polanco Familie sind die mächtigsten spanischen Medienunternehmer. Ihr Medienkonzern ist auch in der Medienlandschaft von Südamerika aktiv.

Juan Carlos Vermögen wurde 2013 auf 2 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Der aktuelle König von Spanien Felipe VI (*1968) ist mit fast allen Königsfamilien rund um den Globus vernetzt. Er vertrat Spanien bei mehreren Amtseinführungen lateinamerikanischer Präsidenten (spanische Kolonien).

Das spanische Königshaus ist traditionell mit dem Malteserorden und dem Konstantinorden verbunden (zwei alte Vatikanorden). Juan Carlos ist Mitglied des Malteserordens und sein Sohn, der derzeitige König, traf den Grossmeister des Ordens (Quelle). Juan Carlos und seine Frau sind Mitglied des Konstantinordens (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. 

Herzog Francisco de Paula de Bourbon und Escasany (*1943) ist ein Cousin von Juan Carlos. Er ist als Banker und Unternehmer tätig. Er war unter anderem Direktor der britischen Bank Hill Samuel, die von der britisch-jüdischen Adelsfamilie Samuel gegründet wurde. Er ist Mitglied der „Royal Confraternity of Saint Teotonio“ (RCST), eine christliche Bruderschaft, die von Mitgliedern des Klerus und der internationalen Hocharistokratie geführt wird. Zur RCST gehören Königsfamilien aus Europa, Afrika, Naher Osten und Asien (mehr dazu im Beitrag zur RCST).

Franciscos Vater und Grossvater führten von 1930 bis 1967 den Orden des Heiligen Lazarus (Quelle). Der Vatikanorden wurde 1910 gegründet und ist ein Nachfolgeorden des Lazarus-Ordens, der vom 12. bis 19. Jahrhundert aktiv gewesen war. 1969 teilte sich der Orden in zwei Zweige auf, die Pariser-Obedienz und die Malta-Obedienz. Herzog Francisco und sein Vater führten die Malta-Obedienz. 2008 schlossen sich die beiden Fraktionen wieder zusammen. Seit 2004 gibt es noch die Orléans-Obedienz. Diese wird von der Hochadelsfamilie Orléans geführt, die vom Haus Bourbon abstammt. Derzeit ist Franciscos Sohn Grossmeister der Pariser-Malta-Obedienz. Er arbeitete für die FIFA. Er ist als Unternehmer tätig und gründete selbst kleinere Unternehmen, darunter Alpha Trading in den USA, das sich auf Edelmetalle, Öl und Gas konzentriert. (Quelle)

Die spanische und die österreichische Königsfamilie sind die Oberhäupter des Ordens vom Goldenen Vlies. Dieser gilt als einer der angesehensten Ritterorden. Er untersteht nicht dem Vatikan, aber wird traditionell vom katholischen Hochadel geführt.

Erwähnenswerte Heiraten der Linie Bourbon-Anjou

Sie heirateten mehrfach in die Königsgeschlechter Habsburg, Savoyen, Braganza, Wittelsbach und Sachsen sowie in weitere Familienzweige der Bourbonen. Sie heirateten je einmal in die Königsgeschlechter Glücksburg und Orléans. (Quelle)

Wie bereits anfangs erwähnt wurde, heiratete die Enkelin des spanischen Diktators Franco 1972 in das spanische Königshaus.

Der spanische Prinz Gabriel Antonio (1752-1788) heiratete in die portugiesische Königsfamilie aus dem Haus Braganza. Dadurch entstand die Linie Bourbon-Braganza. Zur Zeiten der Kolonialisierung kontrollierten die beiden Königsfamilien fast das gesamte Südamerika.

María Cristina Bourbon-Braganza (1913-2002) heiratete den bolivianischen Unternehmer Antenor Patiño. Sein Vater Simón Patiño war der führende Unternehmer in der bolivianischen Zinnindustrie und gehörte zu den reichsten Männern der Welt. Bolivien war früher eine spanische Kolonie und wurde damals von Mitgliedern des Hauses Bourbon kontrolliert. Marías und Patinos Tochter heiratete den britischen Investor James Goldsmith, der mit der Rothschild Familie befreundet war. König Juan Carlos traf übrigens Ariane de Rothschild (Foto).

Herzog Louis Alphonse de Bourbon (*1974) ist der momentane legitime Thronanwärter von Frankreich. Er ist ein Urenkel des spanischen Diktators Franco. Louis Alphonse heiratete die Tochter des venezolanischen Bankiers Victor Vargas. Louis arbeitete später für die Bank von Vargas in Venezuela. Venezuela war früher eine spanische Kolonie und wurde damals von Mitgliedern des Hauses Bourbon kontrolliert. Louis arbeitete auch für die französische BNP Paribas, eine der weltweit grössten Banken.

Die spanische Prinzessin Elena (*1963) heiratete den spanischen Adligen Jaime de Marichalar. Drei Jahre nach der Heirat nahm er eine leitende Position bei der Schweizer Grossbank Credit Suisse in Madrid ein. Er kennt Veronica Hearst, die in die US-amerikanische Milliardärsfamilie Hearst heiratete (Foto).

Der erste spanische König aus dem Haus Bourbon war Philipp V. (1683-1746). Er heiratete erst in die italienische Uradelsfamilie Savoyen, die später im 19. Jahrhundert zur italienischen Königsfamilie aufstieg. Er heiratete in zweiter Ehe Elisabetta Farnese. Die nicht mehr existente italienische Adelsfamilie Farnese gehörte zum päpstlichen Adel und stellte einen Papst.

Die Frau des spanischen Königs Alfons XIII. (1886-1941) kam väterlicherseits aus der deutschen Hochadelsfamilie Battenberg und mütterlicherseits aus der britischen Königsfamilie. Seine Tochter Beatrice Isabel (1909-2002) heiratete Prinz Alessandro Torlonia. Die italienische Torlonia Familie gehört seit dem 19. Jahrhundert zum päpstlichen Adel. Im 18. und 19. Jahrhundert waren sie eine wohlhabende Bankiersfamilie und gehörten zu den wichtigsten Bankiers des Vatikans.

Beatrix de Bourbon (1874-1961) heiratete Fürst Fabrizio Massimo aus der italienischen Uradelsfamilie Massimo, die seit über 1000 Jahren besteht und zur Vatikanelite gehört. Der Legende nach gehörten die Päpste Anastasius I. (lebte im 4. Jahrhundert) und Paschalis I. (lebte im 9. Jahrhundert) zu ihren Vorfahren. Die Massimos stammen der Legende nach von der römischen Aristokratenfamilie Fabia ab. Die Fabier gehörten in den 500 Jahren vor Christus zu den führenden Familien Roms und brachten viele Konsuln und Senatoren hervor. Quintus Fabius Maximus Verrucosus (lebte im 3. Jahrhundert vor Christus) war Diktator von Rom. Auch der Papst Fabianus (lebte im 3. Jahrhundert) kam womöglich aus dieser Familie. Einer Legende nach stammten die Fabier vom griechischen Helden Herkules/Herakles ab.

Die Ehefrau von Jaime de Bourbon (1908-1975) kam mütterlicherseits aus der päpstlichen Adelsfamilie Ruspoli.

Bourbon-Anjou und die spanische Freimaurerei

Der spanische König Karl III. (1716-1788) aus dem Haus Bourbon war vermutlich Freimaurer. Er förderte die Freimaurerei, die bis dahin in Spanien unterdrückt worden war. Während seiner Zeit als König wurde die erste Freimaurer-Grossloge von Spanien gegründet. Deren erster Grossmeister war Graf von Aranda, der zugleich einer der Minister von König Karl III. war. (Quelle) König Karl III. war zudem der Gründer der spanischen Zentralbank (viele europäische Zentralbanken wurden von Königsfamilien gegründet).

Der spanische Prinz Francisco de Paula de Bourbon (1794-1865) war Grossmeister der spanischen Freimaurer (Quelle). Er war auch Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der spanischen Freimaurer (Quelle). Nur Freimaurer, die den 33. Grad im schottischen Ritus erreicht haben (der höchste Grad), können dem Obersten Rat beitreten. Paradoxerweise lies Franciscos Bruder Fernando VII. (1784-1833), als er König wurde, die Freimaurer verfolgen.

1833 bestieg Fernandos Tochter Isabella II. (1830-1904) den spanischen Thron. Auch unter ihr war die Freimaurerei verboten, obwohl ihr Mann Francisco de Asissi angeblich Freimaurer war. Er war der Sohn des oben erwähnten Freimaurers Francisco. Sein Bruder Enrique de Bourbon (1823-1870) war Freimaurer und Mitglied einer Loge in Paris. Enrique wurde wegen seiner Gesinnung des Landes verwiesen. (Quelle) Er erreichte wie sein Vater den 33. Grad des schottischen Ritus (Quelle).

Das Verbot der Freimaurerei hielt bis 1870 an. Da bestieg Amadeus I. (aus dem Haus Savoyen) den spanischen Thron. Er war selbst Freimaurer und hob das Freimaurer-Verbot auf. Drei Jahre später dankte Amadeus I. freiwillig ab und die Monarchie wurde abgeschafft. Die erste spanische Republik wurde gegründet und wurde fortan von Politikern regiert, von denen viele Freimaurer waren. (Quelle) Die Republik konnte sich fast zwei Jahre halten, wurde dann aber durch eine Monarchie ersetzt und Mitglieder des Hauses Bourbon erlangten wieder die Macht in Spanien.

In den 1920er Jahren errichtete die Königsfamilie eine Diktatur, die vom adligen General Miguel Primo de Rivera angeführt wurde. Nach Ende der Diktatur wurde 1931 die Monarchie aufgelöst und die zweite Spanische Republik gegründet. Republikaner und Sozialisten hatten die Monarchie abgeschafft und wollten auch den Einfluss der katholischen Kirche einschränken (Spanien ist bis heute mehrheitlich katholisch). 1936 kam es zum Spanischen Bürgerkrieg. Ein Bündnis aus Monarchisten, Konservativen und Faschisten unter der Führung von General Francisco Franco ging 1939 als Sieger aus dem Bürgerkrieg hervor. Ab da herrschte Francisco Franco bis zu seinem Tod 1975 als Diktator über Spanien. Nach seiner Machtübernahme 1939 verloren die antimonarchistischen und antiklerikalen Republikaner und Sozialisten ihren Einfluss in Spanien. Franco stärkte den Stand der katholischen Kirche und 1947 veranlasste er, dass Spanien wieder ein Königreich wird. Allerdings besetzte die Königsfamilie erst nach Francos Tod im Jahr 1975 wieder offiziell den Thron. Ich bin ein Anhänger der Theorie, dass der spanische Hochadel und die katholische Kirche Franco als ein Werkzeug benutzten, mit dem Ziel, die Republikaner und Sozialisten zu beseitigen.

Nach der Machtübernahme Francos wurden die spanischen Freimaurer wieder verfolgt. Zu der Zeit gab es etwa 5000 bis 6000 Freimaurer in Spanien. Es sind allerdings 80 000 Anzeigen gegen angebliche Freimaurer dokumentiert und es wurden 18 000 Prozesse gegen solche eröffnet. (Quelle) Wer rechnen kann, weiss was das bedeutet: Der grösste Teil der Opfer der Freimaurerverfolgung unter Franco waren gar keine Freimaurer. Nach Francos Tod und der Machtübernahme des Hauses Bourbon wurde das Freimaurer-Verbot aufgehoben.

Die Linie Bourbon-Vendôme

Die Linie wurde vom französischen Grafen Louis I. de Bourbon (1376-1446) begründet. Von 1589 bis 1792 besetzte die Familie den französischen Thron. Im Zeitraum 1815 bis 1830 herrschten sie ebenfalls über Frankreich. Sie waren traditionell mit mehreren Vatikanorden verbunden. Eine Zeit lang waren sie auch im Freimaurerorden vertreten. Die Linie Bourbon-Vendôme ist inzwischen ausgestorben, aber aus ihr ging die spanische Königsfamilie und das Haus Orléans hervor, die somit zu ihren Nachfahren gehören.

Bourbon-Vendôme und die französische Freimaurerei

Louis de Bourbon (1709-1771), Graf von Clermont, war von 1743 bis zu seinem Tod einer der ersten Grossmeister der französischen Freimaurer (Quelle). Es ist vielleicht nur Zufall, aber die französischen und die spanischen Bourbonen traten zur selben Zeit den Freimaurern bei und ab da konnte sich die Freimaurerei in den beiden Ländern etablieren.

Ein Jahr nachdem der französische König Ludwig XVI. (1754-1793) den Thron bestieg, wurde er 1775 mit seinen beiden Brüdern in die Freimaurerei aufgenommen. Die beiden Brüder waren die späteren französischen Könige Karl X. und Ludwig XVIII. Für die drei Brüder aus dem Haus Bourbon wurde eine eigene Loge gegründet (Quelle). Der Sohn von König Karl X., Charles Ferdinand d’Artois , war Grossmeister des französischen Grossorients (Grossloge) (Quelle).

Der Freimaurer Ludwig XVI. war einer der wichtigsten Unterstützer der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Nach Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1775 war Frankreichs Unterstützung für die Aufständischen anfangs auf geheimen Waffenschmuggel beschränkt. Nachdem sich Frankreich 1778 ganz offiziell mit den Aufständischen verbündet hatte, schickte Ludwig Tausende von Soldaten über den Atlantik. Dies entschied letztlich den Ausgang des Krieges mit der Kapitulation der Briten im Jahr 1781. Viele Schlüsselpersonen der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung und der darauf folgenden Regierung unter George Washington waren Freimaurer. Diese gründeten 1783 die Society of the Cincinnati, eine bis heute bestehende Gesellschaft. Ludwig XVI. war Mitglied und leitete den französischen Zweig der Gesellschaft (Quelle: 1 und 2). Die Gesellschaft ist eng mit den bereits anfangs erwähnten Sons of the American Revolution verbunden, bei denen auch der spanische König Juan Carlos Mitglied ist. Herzog Louis Alphonse de Bourbon (*1974), der derzeitige legitime Thronanwärter von Frankreich, ist Mitglied der Society of the Cincinnati (Quelle).

Erwähnenswerte Heiraten der Linie Bourbon-Vendôme

Sie heirateten mehrfach in die Königsgeschlechter Savoyen, Habsburg und Stewart sowie in weitere Familienzweige der Bourbonen. Sie heirateten einmal in die Hochadelsfamilie Wittelsbach. (Quelle)

Der französische König Heinrich IV. (1553-1610) und seine Enkelin Marguerite Louise heirateten in die italienische Adelsfamilie Medici (Quelle). Die Medici Familie galt im 15. Jahrhundert als die reichste und mächtigste Bankiersfamilie. Die Familie brachte drei Päpste hervor.

Die Linie Bourbon-Sizilien

Die italienische Nebenlinie der spanischen Bourbonen war von 1816 bis 1860 die Königsfamilie von Sizilien. Danach war Sizilien Teil des 1861 gegründeten Königreichs Italien und stand fortan unter der Herrschaft der italienischen Königsfamilie (Haus Savoyen). Das Haus Bourbon-Sizilien ist traditionell mit den katholischen Königsfamilien und dem Vatikan verbunden. Sie führen seit fast 300 Jahren den Konstantinorden (Quelle). Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. 

Pedro de Borbón-Dos Sicilias (*1968) ist seit 2015 Grossmeister des Konstantinordens (Quelle). Er traf die Führung des Malteserordens (Quelle). Er erhielt eine Auszeichnung vom Ritterorden vom Heiligen Grab von Jerusalem (Quelle). Die beiden Orden sind eng mit dem Vatikan verbunden. Seit 2014 ist er Präsident des königlichen Rates der spanischen Militärorden (Quelle). Der derzeitige spanische König Felipe VI. ist Grossmeister der spanischen Militärorden (Quelle).

Carlos Borbón-Dos Sicilias (1938-2015) war in der Führung von mehreren grossen spanischen Unternehmen, darunter bei Repsol und Cepsa (zwei der grössten europäischen Ölkonzerne) sowie bei Telefónica, Abertis und Abengoa. Wie viele spanische Grossunternehmen sind auch diese in Lateinamerika aktiv. Carlos arbeitete in New York sowie in Peru und Mexiko (ehemalige spanische Kolonien) für die US-amerikanische Chase Manhattan Bank der Rockefeller Familie, die damals zu den weltweit grössten Banken gehörte. (Quelle) Carlos war von 1964 bis 2015 Grossmeister des Konstantinordens (Quelle). Er war zudem Präsident der „Königlichen Vereinigung der Hidalgos von Spanien“ (Real Asociación de Hidalgos de España), eine Verein bestehend aus spanischen Adligen. Vor ihm war Herzog Christoph Kolumbus, ein Nachfahre des berühmten Seefahrers Christoph Kolumbus, Präsident der Vereinigung (die Kolumbus Familie wurde in den spanisch-portugiesischen Adel aufgenommen). (Quelle)

Mitglieder der Familie Bourbon-Sizilien, die als Geschäftsleute tätig sind, wurden vor paar Jahren verdächtigt, mit einem Geldwäschenetzwerk verbunden zu sein. Drei Familienmitglieder sollen Geld aus einem chinesischen Mafia-Ring erhalten haben. Das Geldwäschenetzwerk wurde vom Chinesen Gao Ping betrieben und hat in Spanien Hunderte Millionen Euro gewaschen. Gao Ping traf den spanischen König Juan Carlos persönlich. Ping traf auch Hu Jintao, der von 2003 bis 2013 Präsident von China war. (Quelle: 1, 2, 3) Auch zwei spanische Adlige standen mit diesem Geldwäschenetzwerk in Kontakt. (Quelle) Es gibt erstaunlich wenig Medienberichte darüber. Die Adelsklatschblätter, die Skandale mit Adligen eigentlich lieben, schrieben nicht über diesen Fall. Es ist vielleicht nur ein Zufall, aber die Schwester von König Juan Carlos hatte ein Haus auf Mallorca und ihr dortiger Nachbar war der russische Mafioso Gennady Petrov (Quelle). Er betrieb in Spanien Geldwäsche für die russische Mafia. Er gibt Gerüchte, dass er Wladimir Putin persönlich kennengelernt hatte, bevor dieser Präsident wurde (mehr dazu). Iñaki Urdangarin, ein Schwiegersohn von König Juan Carlos, sitzt im Gefängnis wegen Korruption. (Quelle) Juan Carlos stand in den letzten Jahren ebenfalls mit der Justiz in Konflikt. (Quelle)

Sechs Verwandte der Familie Bourbon-Sizilien waren Gross-Hierophanten (Grossmeister) der Ägyptischen Freimaurerei. Die sechs Verwandten waren zudem alle Grossmeister des Martinistenordens in Neapel, ein okkulter Rosenkreuzerorden. Die Ägyptische Freimaurerei wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vom italienischen Fürsten Raimondo di Sangro gegründet und ist bis heute aktiv. (Quelle: 1 und 2) Der Fürst kam mütterlicherseits aus der päpstlichen Adelsfamilie Gaetani. Er war Grossmeister der Freimaurer in Neapel.

Luigi Petriccione (1928-1995), ein Urenkel des sizilianischen Königs Ferdinand II., war Gross-Hierophant der Ägyptischen Freimaurerei und Grossmeister des Martinistenordens in Neapel. Er praktizierte auch den schottischen Ritus (herkömmliche Freimaurerei) und erreichte den 33. Grad (der höchste Grad). Er war Grosskommandant (Vorsitzender) des Obersten Rates der italienischen Freimaurer. Nur Freimaurer, die den 33. Grad im schottischen Ritus erreicht haben, können dem Obersten Rat beitreten. Luigi Petriccione war Imperator (Oberhaupt) der italienischen Rosenkreuzer. Er war Bischof einer gnostischen Kirche in Italien und Grossmeister einer hermetischen Bruderschaft. (Quelle) Sein Vater und sein Grossvater waren ebenfalls Gross-Hierophanten der Ägyptischen Freimaurerei und Grossmeister des Martinistenordens in Neapel.

Mitglieder der Familie Bourbon-Sizilien veranstalteten 2012 eine Feier in Paris. Auf der Feier waren Mitglieder der Königsfamilien von Belgien, Luxemburg, Liechtenstein und Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilien von Tunesien und Württemberg sowie Mitglieder der Hochadelsgeschlechter Orléans, Bonaparte, Bourbon-Parma, Fürstenberg und Hohenberg. Der französische Milliardär Laurent Dassault und ein Mitglied der päpstlichen Uradelsfamilie Orsini waren auch da. (Quelle)

2003 fand die Taufe einer Prinzessin aus der Familie Bourbon-Sizilien statt. Die Taufpaten sind ein belgischer Prinz, ein Mitglied der Hochadelsfamilie Arenberg, die Ehefrau des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu und die Schauspielerin Ines Sastre. Zu den Gästen der Taufveranstaltung gehörten:

  • Mehrere amtierende und nicht amtierende Königsfamilien aus Europa
  • Mehrere päpstliche Adelsfamilien und viele weitere italienische Adlige, darunter Mitglieder der Familien Colonna, Orsini und Borghese
  • Drei Kardinäle und mehrere Bischöfe
  • Hochrangige Offiziere des Malteserordens (alter Vatikanorden)
  • Mehrere Botschafter und Militärs
  • Mitglieder der italienischen Unternehmerfamilien Ferragamo, Brachetti Peretti und Beretta (letztere kontrolliert den gleichnamigen Waffenhersteller)
  • Ein Mitglied der französischen Multimilliardärsfamilie Arnault
  • Ein Ehepaar aus der deutschen Milliardärsfamilie Oetker

(Quelle)

Die Familie Bourbon-Sizilien führt den Januariusorden, ein katholischer Ritterorden. Der Orden wurde 1738 von der Familie gegründet. Die Höchstanzahl der Mitglieder ist auf 20 Ritter beschränkt. Neben der Familie Bourbon-Sizilien waren 2012 auch folgende Personen Mitglied des Ordens:

  • Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto. Er ist seit 2018 Grossmeister des Malteserordens.
  • Matthew Festing. Er war von 2008 bis 2017 Grossmeister des Malteserordens.
  • Fürst Carlo Marullo di Condojanni. Er war Grosskanzler des Malteserordens.
  • Fürst Ferdinando Gaetani dell’Aquila d’Aragona. Er kam aus der päpstlichen Adelsfamilie Gaetani.
  • Fürst Giovanni Battista de’Medici. Er ist ein Nachkomme der berühmten päpstlichen Adelsfamilie Medici, die im 15. Jahrhundert die mächtigste und reichste Bankiersfamilie war.
  • Herzog Viktor Emanuel von Savoyen. Er war das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Italiens.
  • Herzog Duarte von Braganza. Er ist das Oberhaupt der nicht amtierenden Königsfamilie Portugals.
  • Prinz Jean-Christopher Napoleon Bonaparte. Er kommt aus einer der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs.
  • Renato Raffaele. Der Kardinal war ein wichtiger Diplomat des Vatikans.
  • Fürst Filippo Massimo. Er kommt aus der päpstlichen Adelsfamilie Massimo.
  • Mitglieder aus weiteren italienischen Adelsfamilien.

(Quelle)

Erwähnenswerte Heiraten der Linie Bourbon-Sizilien

Das Haus Bourbon-Sizilien heiratete mehrfach in die Königsgeschlechter Savoyen, Habsburg, Orléans, Braganza und Wittelsbach sowie in weitere Familienzweige der Bourbonen. Sie heirateten je einmal in die Königsgeschlechter Hohenzollern, Bonaparte, Sachsen, und Württemberg. (Quelle)

Die Linie Bourbon-Parma

Die ursprünglich italienische Nebenlinie der spanischen Bourbonen hat inzwischen in viele Königsfamilien geheiratet und gehört somit auch zum Hochadel. Sie stehen traditionell dem Vatikan nahe.

Sixtus Bourbon-Parma (1886-1934) und sein Bruder Franz Xaver (1889-1977) waren in die Sixtus-Affäre während des Ersten Weltkriegs verwickelt. Im Auftrag des österreichischen Königs Karl I. (Haus Habsburg) führten sie Verhandlungen mit Frankreich hinter dem Rücken des verbündeten Deutschlands.

Carlos Hugo Bourbon-Parma (1930-2010) war der Sohn von Franz Xaver. Er arbeitete mehrere Jahre in Deutschland für die Deutsche Bank, eine der grössten Banken der Welt (Quelle). Er traf Papst Paul VI. (Quelle). Carlos heiratete Prinzessin Irene aus der niederländischen Königsfamilie. Ihr Vater Bernhard zur Lippe-Biesterfeld gilt als der Hauptgründer der Bilderberg-Treffen.

Carlos und Irenes gemeinsamer Sohn ist Jaime Bourbon-Parma (*1972). Er war niederländischer Botschafter beim Heiligen Stuhl (Vatikan Führungsebene) und für das niederländische Aussenministerium tätig. Er arbeitete mit der niederländischen EU-Kommissarin Neelie Kroes zusammen, die mehrfach das Bilderberg-Treffen besuchte. Derzeit arbeitet er bei der UNHCR, der Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen.

Jaime Bourbon-Parma ist zusammen mit Klaus Schwab im Vorstand des Young Global Leader-Forums (Stand: 25.9.2022). Das Forum der Young Global Leader ist ein Programm des Weltwirtschaftsforums, das Nachwuchs für die Wirtschafts- und Politelite rekrutiert.

Michel Bourbon-Parma (1926-2018) war für das französische Unternehmen „Zodiac Marine & Pool“ tätig. Er spielte eine Vermittlerrolle zwischen der Regierung des Schahs des Irans und französischen Unternehmen. Er war auf einer Jesuitenschule. (Quelle) Einer seiner Söhne, Charles-Emmanuel, ist Mitglied des Konstantinordens (Quelle).

Sixtus-Heinrich „Sixto“ von Bourbon-Parma (*1940) nahm 2014 an einem Treffen in Österreich teil, das vom russischen Monarchisten Konstantin Malofejew veranstaltet wurde. (Quelle) Malofejew kennt mehrere russische Adlige, die Kontakte zu Personen aus der Elite Russlands unterhalten. Mehr dazu im Beitrag zur Trubezkoi Familie.

Erwähnenswerte Heiraten der Linie Bourbon-Parma

Das Haus Bourbon-Parma heiratete mehrfach in die Königsgeschlechter Sachsen-Coburg und Gotha, Habsburg, Nassau, Savoyen, Hohenzollern und Sachsen sowie in weitere Familienzweige der Bourbonen. Sie heirateten einmal in das Haus Glücksburg. (Quelle)

Maria Carolina Bourbon-Parma (*1974) gehört zur niederländischen Königsfamilie. Sie heiratete den Unternehmer Albert Brenninkmeijer. Die niederländische Unternehmerfamilie Brenninkmeijer gründete und kontrolliert das Bekleidungsunternehmen C&A. Mit einem Vermögen von über 20 Milliarden US-Dollar gehört sie zu den reichsten Familien Europas. Mitglieder der Familie sind im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem vertreten.

Felix Bourbon-Parma (1893-1970) war der Grossvater von Grossherzog Henri, der derzeitige Monarch von Luxemburg.

Übrigens: Herzog Charles de Bourbon-Montpensier (1490-1527), der aus einem weiteren Familienzweig der Bourbonen kam, war Grosskommandant des „Order of the Fleur de Lys“ (Quelle). Der Orden besteht seit 1439 und soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. Der Fleur de Lys-Orden war mit den frühen Freimaurern verbunden. Der Orden wird seit seiner Gründung von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Goldschmidt Familie

Die deutsch-jüdische Goldschmidt Familie war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Bankiersfamilien Deutschlands. Heute gehört ein Familienzweig zur britischen und französischen Elite.

Moshe Goldschmied (circa 1450-1531) zog von Nürnberg nach Frankfurt in die Judengasse. Alle hier genannten Goldschmidts stammen von ihm ab.

Josef Goldschmidt zum Goldenen Schwan (starb 1572) war der bedeutendste jüdische Geschäftsmann im Deutschland des 16. Jahrhunderts. Er war mit der Fugger Familie verbunden. Die Fuggers waren zu der Zeit die mächtigsten und reichsten Bankiers Europas. (Quelle: 1 und 2) Josef Goldschmidts Neffe gehörte zu der reichsten Bewohnern der Frankfurter Judengasse. (Quelle)

Im 17. Jahrhundert bildete sich der Familienzweig Goldschmied-Hameln. Sie führten die angesehenste Juwelenhandlung der Frankfurter Judengasse. Sie hatten Kontakt zu Samuel Oppenheimer, der damals einer der wichtigsten jüdischen Hofbankiers war. Salomon Daniel Goldschmied-Hameln (1762-1813) heiratete eine Schwester des Frankfurter Bankiers Mayer Amschel Rothschild, welcher der Begründer der Rothschild-Bankendynastie war. (Quelle: 1 und 2)

Der Hofbankier Benedikt Goldschmidt (1575-1642) stand wie seine Nachkommen im Dienste der deutschen Hochadelsfamilie Hessen. Die Goldschmidt Familie blieb die einflussreichste unter Hessens Hofbankiers bis zum Aufstieg der Frankfurter Rothschild. Der Nachkomme Hesse Goldschmidt (1689-1733) war als Unternehmer im Handel und der Herstellung von Farben aktiv. Er heiratete in die deutsch-jüdische Oppenheim Familie, die später im 19. Jahrhundert zu einer der wichtigsten Bankiersfamilien in Deutschland wurde.

Im 17. Jahrhundert bildete sich der Familienzweig Goldschmidt-Kassel. Der Zweig gehörte zu den angesehensten Familien der Frankfurter Judengasse. Zu diesem Familienzweig gehörte Benedikt Hayum Goldschmidt (1798-1873). Er war 1821 der Gründer von B.H. Goldschmidt, eine der führenden deutschen Banken des 19. Jahrhunderts, die bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestand. Benedikt heiratete in die Kann Familie. (Quelle) Diese galt zwei Jahrhunderte (von etwa 1550 bis 1750) als die reichste und mächtigste Familie unter Frankfurts Juden. (Quelle)

Die Goldschmidts und ihre Bank B.H. Goldschmidt waren 1870 an der Gründung der Commerzbank beteiligt. Sie ist bis heute eine der grössten deutschen Banken. Zu den Mitgründern der Commerzbank gehörten auch die Bankiersfamilien Warburg, Donner und Mendelssohn. (Quelle)

Benedikt Hayum Goldschmidt war geschäftlichen eng mit der jüdischen Bankiersfamilie Bischoffsheim verbunden, in die seine beiden Schwestern und einer seiner Söhne heirateten. Mitte des 19. Jahrhunderts gründeten die beiden Familien in Paris die Bank „Bischoffsheim, Goldschmidt et Cie“. Diese gründete 1863 auf Initiative von Louis-Raphaël Bischoffsheim die „Nederlandsche Credit en Deposito Bank“ (NCDB), eine niederländische Bank.

Anmerkung: Zu den Mitgründern der NCDB gehörten auch die adlig-jüdischen Bankiers Meyer-Joseph Cahen d’Anvers und Maurice de Hirsch sowie die christlichen Bankiers Édouard Hentsch und Alphonse Pinard. Zu den Gründungsaktionären der NCDB gehörten die Banken von Bischoffsheim, Goldschmidt, Pinard, Hentsch und die Bank der jüdisch-adligen Königswärter Familie. Der niederländisch-jüdische Freimaurer Abraham Carel Wertheim war in der Führung der NCDB. (Quelle)

1872 fusionierte die NCDB mit der Banque de Paris, die von den jüdischen Bankiersfamilien Stern, Bamberger und Fould kontrolliert wurde. Durch die Fusion entstand die Paribas Bank, die sich zu einer der grössten französischen Banken entwickelte. Im Jahr 2000 fusionierte sie mit der französischen Bank BNP zur heutigen BNP Paribas. 2020 war die BNP Paribas die grösste französische Bank und die neuntgrösste der Welt.

Benedikts Sohn Salomon Goldschmidt (1821-1888) heiratete Melanie Biedermann, eine Enkelin von Michael Lazar Biedermann. Der jüdische Bankier Biedermann war Hofjuwelier der österreichischen Königsfamilie. Er war einer der Gründer und ersten Aktionäre der Österreichischen Nationalbank (österreichische Zentralbank) (Quelle). Biedermann hatte auch zwei Enkelinnen, die in die bereits erwähnten Familien Stern und Bischoffsheim heirateten.

Benedikts Sohn Maximilian (1843-1940) galt zeitweise als der reichste Deutsche und wurde vom deutschen Kaiser zum Freiherrn geadelt. Maximilian heiratete in die Rothschild Familie. So entstand der Familienzweig Goldschmidt-Rothschild. Sein Sohn Rudolph von Goldschmidt-Rothschild (1881-1962) heiratete in erster Ehe in die belgisch-jüdische Bankiersfamilie Lambert. Seine Frau kam mütterlicherseits ebenfalls aus der Rothschild Familie. Rudolph heiratete in zweiter Ehe in die Familie Friedlaender-Fuld, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Familien Deutschlands gehörte. Rudolphs Schwiegervater war der zum Christentum konvertierte Jude Fritz von Friedlaender-Fuld. Fritz war ein erfolgreicher Kohleunternehmer und wurde in den preussischen Adel aufgenommen. Er war in Aufsichtsräten von grossen deutschen Unternehmen, wie der Deutschen Bank und der AEG. Er gründete selbst zwei grössere Unternehmen. Eines davon war die „Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG“, ein Vorläufer der Pharmasparte des heutigen deutschen Grosskonzerns Bayer.

Maximilians Sohn Erich von Goldschmidt-Rothschild (1894-1987) heiratete in die österreichisch-deutsche Adelsfamilie Henckel von Donnersmarck, die früher im Bergbau aktiv war. Die Adelsfamilie war 1913 die drittreichste Familie Deutschlands, während die Familie Goldschmidt-Rothschild die zweitreichste war (Quelle).

Maximilians Schwester Henriette Goldschmidt (1829-1904) heiratete Eduard Wiener. Der österreichische Jude konvertierte zum Christentum und wurde in den österreichischen Ritterstand erhoben. Er war Präsident der Creditanstalt, eine der grössten österreichischen Banken. Die Creditanstalt wurde von der Rothschild Familie mitgegründet. Die Bank ist eine der beiden wichtigen Vorläufer der heutigen Unicredit Bank Austria, die noch immer eine der grössten Banken Österreichs ist. Seit 2005 befindet sie sich im Besitz der italienischen Grossbank Unicredit.

Maximilians Bruder Adolphe Goldschmidt (1838-1918) emigrierte nach Grossbritannien. Adolphes Sohn Frank (1878-1967) änderte sein Familiennamen zu Goldsmith und ging in die britische Politik. Danach zog er nach Frankreich, wo er als Hotelunternehmer aktiv wurde.

Franks Sohn war der Investor und Milliardär James Goldsmith (1933-1997). James besass ein Zeit lang L’Express, eine der wichtigsten Wochenzeitungen Frankreichs. James Goldsmith besass eine Zeit lang die Hälfte der Anteile am US-amerikanischen Bergbaukonzern Newmont Mining (Quelle). Newmont Mining war 2020 der grösste Goldproduzent der Welt. James Goldsmith verkaufte einen 13,5-prozentigen Anteil des Goldkonzerns an den berühmten Investor George Soros (Quelle).

James Goldsmith heiratete in erster Ehe María Patiño y Borbón. Marias Grossvater war der bolivianische Unternehmer Simón Iturri Patiño, der den Handel mit Zinn und seiner Förderung in Bolivien kontrollierte. Er gehörte zu den reichsten Männern der Welt. Marias Mutter war eine spanische Adlige aus dem Hause Bourbon. James Goldsmith hatte auch eine romantische Beziehung mit einer französischen Adligen, deren Grossmutter aus dem Haus Orléans kam. Bourbon und Orléans sind bedeutende Hochadelsgeschlechter. James Goldsmith heiratete in dritter Ehe die Tochter eines Markgrafen aus der britischen Adelsfamilie Vane-Tempest-Stewart. Seine Tochter Jemima war mit der britischen Prinzessin Diana befreundet und war mit Imran Khan verheiratet, dem derzeitigen Premierminister Pakistans. James Söhne (Ben und Zac) heirateten in die Rothschild Familie. Der Sohn Ben (*1980) ist ein Spender und Förderer der Grünen Partei von England und Wales. Sein Bruder Zac Goldsmith (*1975) ist britischer Politiker und wurde zum Baron geadelt. Zacs Vermögen wurde 2012 auf 300 Millionen Pfund geschätzt (etwa 400 Millionen US-Dollar) (Quelle). Er ist derzeit im Kabinett des britischen Premierministers Boris Johnson. Er befürwortet den Brexit seit 2013 (Quelle). Sein Vater James Goldsmith gründete 1994 die nicht mehr existierende britische Referendumspartei, eine EU-skeptische Partei. James vertrat die nicht mehr existierende französische EU-skeptische Partei „Mouvement pour la France“ im Europäischen Parlament.

James Goldsmith kannte den britischen Baron Jacob Rothschild und den Australier Kerry Packer (Foto). Sie waren Freunde und hatten geschäftlichen Kontakt zueinander (Quelle). Kerry Packer war damals der mächtigste und reichste Medienunternehmer Australiens.

James Goldsmith war Direktor von Hollinger. Das kanadische Medienunternehmen, das 2007 Konkurs ging, war zeitweise einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Das Unternehmen wurde von Conrad Black gegründet und kontrolliert. Der Kanadier wurde von der britischen Königsfamilie zum Baron geadelt. Zur Führung von Hollinger gehörten Mitglieder der britischen Elite, darunter Baron Jacob Rothschild und Baron Peter Carington. (Quelle)

James Goldsmith war ein Freund und Geschäftspartner von Selim Zilkha (Quelle). Dieser gründete das britische Einzelhandelsunternehmen Mothercare und kommt aus der irakisch-jüdischen Bankiersfamilie Zilkha.

James Nichte Clio Goldsmith (*1957) heiratete den Unternehmer Carlo Alessandro Puri Negri, ein naher Verwandter der italienischen Unternehmerfamilie Pirelli. Clio Goldsmith heiratete in zweiter Ehe den Briten Mark Shand. Marks Schwester Camilla ist die Ehefrau des britischen Prinzen Charles. (Quelle) Clios Tochter Ayesha Shand ist mit Mélusine Ruspoli aus der päpstlichen Adelsfamilie Ruspoli befreundet. (Quelle)

Mitglieder der Goldsmith Familie waren 2012 bei einer Veranstaltung von Sotheby’s. Zu den Gästen gehörten britische Adlige und Mitglieder der Familien Rothschild, Spencer-Churchill, Aga Khan und Hambro sowie die Ehefrau des britischen Milliardärs Anthony Bamford. Graf Leopold von Bismarck und Chantal von Hannover aus dem deutschen Hochadel waren auch da. (Quelle)

Die Goldschmidt Familie heiratete in den letzten 150 Jahren in die Familien Warburg, Stern, Oppenheim und Günzburg, die zu den wichtigsten jüdischen Familiendynastien gehören.

Nicole Marie Goldschmidt (1899-1993) war die Grossmutter mütterlicherseits des Milliardärs Vincent Bolloré (Quelle: 1 und 2). Die französische Bolloré Familie kontrolliert eines der grössten Familienunternehmen Frankreichs und war in den letzten Jahren mit Vivendi verbunden, dem grössten Medienkonzern Frankreichs.

Julie Goldschmidt (1800-1859) heiratete in die deutsch-jüdische Bankiersfamilie Ladenburg. Die Ladenburgs waren 1876 Mitgründer der US-amerikanischen Investmentbank Ladenburg Thalmann, die noch heute besteht. Die Ladenburg Familie gründete 1865 zusammen mit Friedrich Engelhorn das deutsche Chemieunternehmen BASF. Heute ist die BASF der grösste Chemiekonzern der Welt.

Der deutsche Victor Mordechai Goldschmidt (1853-1933) war Freimaurer in der Loge „Ruprecht zu den fünf Rosen“. Zacharias Oppenheimer war ebenfalls Mitglied in dieser Loge.

Die Goldschmidt/Goldsmith Familie sollte nicht mit der britischen-jüdischen Goldsmid Familie verwechselt werden.

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Hearst Familie

Die Hearst Familie gehört schon seit 100 Jahren zu den mächtigsten Medienunternehmern der USA. Sie kontrollieren den Medienkonzern Hearst Communications. Der Konzern besitzt derzeit 24 Tageszeitungen und 52 Wochenzeitungen (Stand: 20.12.2021) (Quelle). 2020 besass der Konzern mehr als 300 Magazine (Quelle). Der Konzern besitzt über 30 Fernsehsender und mehrere Radiosender (Quelle). Hearst Communications besitzt die Hälfte des Rundfunkunternehmens A&E-Networks, dem mehrere Fernsehsender gehören. Die andere Hälfte gehört dem Disney-Konzern.

Das Vermögen der Hearst Familie wird auf 21 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Bereits in den 80er-Jahren war sie eine der reichsten Familien des Landes (Quelle).

Die Familie besitzt seit 2018 Fitch Ratings, eine der drei grössten Rating-Agenturen der Welt. Rating-Agenturen nehmen eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft ein. Hier eine kritische Doku zu den grossen Rating-Agenturen.

George Hearst (1820-1891) war als Bergbauunternehmer aktiv. Er ging in die Politik und wurde Senator. Sein Sohn William Randolph Hearst (1863-1951) wurde zum einflussreichsten Zeitungsverleger der USA. Seine Nachkommen führen das Medienimperium bis heute. Hearst Communications befindet sich vollständig in Familienbesitz.

Die Frau von William Randolph Hearst war Polospielerin und gehörte zu einem Polo-Club, in dem viele Akteure der damaligen US-Elite vertreten waren, darunter Cornelius Vanderbilt, Vincent Astor, John Mortimer Schiff, Robert Lehman, William Averell Harriman, Harry Guggenheim, Walter Chrysler und John Hay Whitney (Quelle: Seite 134).

William Randolph Hearst und sein gleichnamiger Sohn gehörten zum Bohemian Club (Quelle: 1 und 2). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

William Randolph Hearst verkehrte im Union Club in New York, einer der elitärsten Clubs der USA (Quelle). Der Club besteht seit 1836 und ist damit der älteste private Eliteclub von New York. Zu den Mitgliedern gehörten unter anderem RockefellerMorgan, Astor, Vanderbilt und Hamilton.

William Randolph Hearst und sein gleichnamiger Sohn waren Mitglieder der Sons of the American Revolution (Quelle: 1, 2, 3, 4). Die US-amerikanische Elitegesellschaft besteht seit 1889. 16 US-Präsidenten und weitere hochrangige US-Politiker waren Mitglied. Seit 2010 gibt es einen spanischen Zweig der Gesellschaft, der von der spanischen Königsfamilie geführt wird.

Veronica Hearst, die in die Hearst Familie heiratete, kennt und kannte viele einflussreiche Persönlichkeiten, darunter:

  • Die US-amerikanischen Milliardäre David Rockefeller und Michael Bloomberg (Foto).
  • Die britische Prinzessin Diana (Quelle).
  • Die US-amerikanischen Milliardärsbrüder Ronald und Leonard Lauder (Fotos: 1 und 2). Ronald Lauder ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
  • Die Französin Philippine de Rothschild (Fotos: 1 und 2).
  • Die französische Multimilliardärsfamilie Arnault (Fotos: 1, 2, 3)
  • Bernadette Chirac, die Ehefrau des früheren französischen Präsidenten Jacques Chirac (Fotos: 1 und 2).
  • Claude Pompidou, die Ehefrau des früheren französischen Präsidenten Georges Pompidou (Foto).
  • Der spanische Adlige Jaime de Marichalar, der in die spanische Königsfamilie heiratete (Foto).
  • Patty Cisneros aus der venezolanischen Milliardärsfamilie Cisneros (Foto).
  • Die US-amerikanische Milliardärin Mimi Haas (Foto).
  • Blaine Trump (Foto). Sie war mit Robert Trump verheiratet, dem Bruder des Expräsidenten Donald Trump.
  • Die Kanadierin Marie-Josée Kravis. (Fotos: 1 und 2) Sie leitet das Bilderbergtreffen und heiratete den US-amerikanischen Milliardär Henry Kravis.
  • Daisy Soros (Foto). Sie heiratete den Bruder des US-amerikanischen Milliardärs George Soros.

Veronica Hearst und ihr Ehemann Randolph Apperson Hearst (1915-2000) waren auf einer Hochzeit in London, bei der die griechische Unternehmerfamilie Livanos in die griechische Unternehmerfamilie Vardinogiannis heiratete. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien Rothschild, Hannover, Aga Khan, Spencer-Churchill, Safra, HambroRussell, Niarchos, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von GriechenlandJordanien und Serbien. (Quelle)

Amanda Hearst (*1984) kennt Nicky Rothschild (Foto). Nicky heiratete in die Rothschild Familie. Sie ist die Schwester von Paris Hilton. Die Schwestern kommen aus der US-amerikanischen Multimillionärsfamilie Hilton, welche die gleichnamige Hotelkette gründete. 

David Whitmire Hearst (1915-1986) heiratete die Tochter des US-Politikers Hamilton Fish III. Die Fish Familie brachte mehrere bedeutende US-Politiker hervor und ist über Heiraten mit den Familien Vanderbilt, Livingston und Kean verbunden.

Die Exfrau von Austin Hearst (*1952) ist mit dem Milliardär Stephen Schwarzman verheiratet (Quelle). Schwarzman ist Mitgründer, Vorsitzender und CEO der Blackstone Group. Die Blackstone Group ist derzeit das grösste Private-Equity-Unternehmen der Welt. Schwarzman ist Mitglied bei Skull and Bones (Quelle).

Anne Hearst besuchte 2005 die Geburtstagsfeier von John Loeb Jr., der mütterlicherseits aus der Bankiersfamilie Lehman kommt. Die Feier fand im Blenheim Palace statt, eines der grössten Schlösser Englands. Das Schloss gehört der Herzogsfamilie Spencer-Churchill. Zu den Gästen der Feier zählten mehrere ehemalige US-Botschafter, britische Adlige, Christopher „Kip“ Forbes, Michel David-Weill, Paul Soros (Bruder von George Soros), Ezra Zilkha, Beth Rudin DeWoody und Denise Eisenberg Rich (war mit dem Glencore-Gründer Marc Rich verheiratet). (Quelle)

Patty Hearst

Patty Hearst wurde 1974 als 19-Jährige von der linken Terrororganisation „Symbionese Liberation Army“ (SLA) entführt. Nach einem Monat in Gefangenschaft schloss sie sich der Terrororganisation an. Sie beteiligte sie sich an einem Banküberfall und half dabei, Sprengstoff für die Gruppe herzustellen. Sie lebte mehr als ein Jahr lang mit der Gruppe im Untergrund, bis sie schliesslich verhaftet wurde.

Donald DeFreeze war der Hauptgründer und Anführer der SLA. Schon bevor er die SLA gründete, war er polizeibekannt und wurde als gefährlich eingestuft. Zwischen 1967 und 1969 war DeFreeze auf Bewährung. In dieser Zeit soll er als Informant mit der Polizei zusammengearbeitet haben. In dieser Zeit folgten auch eine Verhaftung wegen Waffenbesitzes, eine Anklage wegen einer Entführung, Diebstahl eines Motorrads und ein Banküberfall. Darauf folgten keine juristischen Konsequenzen, was ebenfalls dafür spricht, dass DeFreeze zu der Zeit bereits Polizei- oder Geheimdienstinformant war. Ein zuständiger Polizist, der einen Fall von DeFreeze behandelte, wurde zu einem wichtigen Geheimdienstoffizier, der für die Informationsbeschaffung über schwarze militante Gruppen (DeFreeze war schwarz) zuständig war. Ende 1969 wurde DeFreeze in einem Feuergefecht mit der Polizei verwundet und kam ins Gefängnis. Dort gründete er eine eigene Häftlingsgruppe namens Unisight, aus der sich später dann die Terrorzelle SLA entwickelte. (Quelle)

DeFreeze konnte schliesslich unter ungeklärten Umständen aus dem Gefängnis fliehen. Er wollte Feuerwaffen, Sprengstoff und ähnliche Gegenstände an Linksradikale, die er nach seiner Gefängnisflucht traf, verkaufen und sie zu Anschlägen motivieren. Dies deutet darauf hin, dass er ein Agent Provocateur war (vergleichbar mit dem Fall Peter Urbach in Deutschland). Wie DeFreeze an die Waffen kam, ist ungeklärt. In seinem Umfeld bildete sich die Terrorgruppe SLA.

Der Lehrer Colston Westbrook, der im Gefängnis arbeitete, betreute Mitglieder der Unisight, darunter auch DeFreeze. Später setzte die SLA Westbrook auf ihre Todesliste und behauptete, er sei ein CIA-Agent sowie FBI-Informant und habe als „Folterer“ für die CIA im Vietnam gearbeitet. (Quelle) Westbrook hatte tatsächlich der koreanischen Armee gedient und hatte fünf Jahre im Vietnam für eine private Firma gearbeitet. Laut einer in Washington ansässigen Forschergruppe bestehend aus ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern, die inzwischen eine kritische Haltung gegenüber Geheimdiensten einnehmen, wurde diese private Firma von der CIA als Rekrutierungspool und Deckmantel für ihr Phoenix-Programm verwendet, zu dem auch brutale Mordteams im Vietnam gehörten. (Quelle)

Am 17. Mai 1974 veröffentlichte die New York Times einen Artikel, in dem auf die Ungereimtheiten in der SLA Geschichte aufmerksam gemacht wurde. Wenige Stunden später starben sechs SLA Gründungsmitglieder bei einer Belagerung durch die Polizei, darunter auch DeFreeze.

Die Polizei konnte dank eines anonymen Anrufers das Versteck der Gruppe ausfindig machen. Bei der Belagerung des Unterschlupfs durch die Polizei geriet das Gebäude unerwarteterweise in Brand (wie bei der Waco-Belagerung). Zwei Mitglieder wurden von der Polizei erschossen, als sie das brennende Gebäude verlassen wollten (wie bei der Waco Belagerung). Nach Angaben der Polizei waren beide Frauen bewaffnet und eröffneten das Feuer. Die Polizei erwiderte das Feuer und eine der Frauen (Nancy Ling Perry) starb durch zwei Kugeln in den Oberkörper, während die andere (Camilla Hall) durch einen Kopfschuss in die Stirn starb. Es wurde kein Polizist verletzt oder getötet. Die Eltern von Camilla Hall beauftragten später eigene Ermittler, die zum Schluss kamen, dass zumindest Nancy Ling Perry nicht das Feuer eröffnet hatte und aus dem Gebäude gekommen war, um sich zu ergeben. Da die restlichen vier Mitglieder im brennenden Gebäude sicherlich mitbekommen hatten, dass sie so gut wie tot sind, wenn sie das Gebäude verlassen, zogen sie es vor auszuharren. Sie starben an Rauchvergiftung, Verbrennungen und mehreren Schusswunden, darunter auch DeFreeze. (Quelle)

Die Sechs waren die einzigen SLA Mitglieder, die starben. Der Rest musste ins Gefängnis. Inzwischen sind alle wieder frei, bis auf Joe Remiro, der zur lebenslangen Haft verurteilt wurde. Remiro wurde nach seiner Verhaftung in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht, obwohl in den USA Verdächtige bis zum Beweis ihrer Schuld nicht in solchen untergebracht werden dürfen. Remiro versuchte eine öffentliche Erklärung abzugeben, in der er sich über Isolation sowie Belästigung, Einschüchterung und Gewalt durch Wärter beschwerte. Er behauptete, dass dies unter der Leitung des FBI stattfand. Sein Schreiben wurde von der Gefängnisbehörde beschlagnahmt, fand aber ungewollt einen Weg in die Medien. Remiro wurde für den Mord an Marcus Foster verurteilt, obwohl eigentlich alles darauf hindeutet, dass zwei andere SLA Mitglieder, Nancy Ling Perry und DeFreeze, die Mörder waren. (Quelle) Wie bereits erwähnt wurde, starben Perry und DeFreeze bei der Polizeibelagerung und konnten nie zum Foster Mord vernommen werden.

Patty Hearst wurde wie gesagt von der SLA entführt. Nach zwei Monaten in Gefangenschaft schloss sie sich der Terrororganisation an. Sie beteiligte sich an einem Banküberfall und half dabei, Sprengstoff für die Gruppe herzustellen. Sie lebte mehr als ein Jahr lang mit der Gruppe im Untergrund, bis sie schliesslich verhaftet wurde.

Es gibt Indizien, die darauf hindeuten, dass Patty unter einer starken Gehirnwäsche stand. Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme war ihr Gewicht auf 40 kg gefallen und eine Psychologin beschrieb sie als „einen Zombie mit niedrigem IQ und geringem Affekt“. Nach ihrer Verhaftung wurde bei ihr einen IQ von 112 gemessen, während er vor ihrer Entführung bei 130 gewesen war. Es gab grosse Erinnerungslücken in Bezug auf ihr Leben vor der Entführung (sehr starkes Indiz für Gehirnwäsche). Die Entführer haben ihr Medikamente verabreicht, leider weiss man nicht was für welche. Der Psychiater Louis Jolyon West, der sich im Auftrag der CIA mit Gehirnwäsche befasst hatte, wurde vom Gericht als Experte für Gehirnwäsche ernannt. Seiner Einschätzung nach stand Patty Hearst unter einer Gehirnwäsche und er forderte ihre Freilassung. (Quelle)

Vor Gericht machte Patty einen schlechten Eindruck und wirkte träge. In einem Bericht der Associated Press wurde dieser Zustand Medikamenten zugeschrieben, die ihr von Gefängnisärzten verabreicht wurden. Beginnt eine Persönlichkeit zu dissoziieren, kann man mit Barbituraten oder einzelnen Benzos diesen Zustand aufrechterhalten. Der Versuchsperson wird täglich eine nicht einschläfernde Dosis Barbiturate verabreicht. Ziel dabei ist es, die Versuchsperson pausenlos in einem dissoziativen Zustand zu halten. Auch mehrere Sekten verabreichten ihren Jüngern regelmässig Barbiturate oder Benzodiazepine über das Essen und Trinken, ohne dass diese davon wussten. Damit die Versuchsperson überhaupt erst beginnt zu dissoziieren, wird sie unter kompletten Reizentzug gestellt (z. B. eine längere Unterbringung in einer Zelle ohne Licht, Geräusche und menschlichen Kontakt) und muss permanenter Folter und Demütigung ausgesetzt sein. Da die Persönlichkeit der Versuchsperson unter extremen Belastung steht, beginnt sie früher oder später zu dissoziieren, was eine Abwehrreaktion der Psyche ist, um mit der extremen Belastung klarzukommen. Einer der best dokumentierten Fälle zum Thema Gehirnwäsche ist das Pitesti Experiment. Die Beiträge dazu sind zwar nicht angenehm zu lesen, sind aber wichtig um Mind Control besser zu verstehen. Im Internet kursieren zum Thema Mind Control Unmengen an (teils absurden) Desinformationen. Dadurch wird das Thema von vielen nicht ernst genommen.

Weitere Methoden eine Dissoziation zu fördern sind:

  • Hypnosetechniken und medikamenteninduziertes Koma (MK-Ultra)
  • Elektroschocks (MK-Ultra, Colonia Dignidad)
  • Die Versuchsperson wird extremen Temperaturen und Geräuschen ausgesetzt (Guantanamo Bay und weitere Gefangenenlager der CIA).
  • Schlafentzug. Eine Versuchsperson wird über mehrere Tage immer mit einem Stromschlag oder mit Faustschlägen aufgeweckt, sobald sie eingeschlafen ist, wodurch der Schlaf verunmöglicht wird oder der Körper aus Angst sich gar weigert einzuschlafen. Bei mehreren Sekten wurden Mitglieder von den Führern zu Schlafentzug gedrängt. (Pitesti Experiment, Colonia Dignidad, Jonestown, Guantanamo Bay und weitere Gefangenenlager der CIA)
  • Der Versuchsperson wird täglich mehr als zwölf Stunden harte körperliche und monotone Arbeit aufgezwungen (Konzentrationslager, Jonestown, Colonia Dignidad).
  • Die Versuchsperson muss täglich mehrere Stunden beten oder singen (der Klassiker bei Mind Control-Sekten).
  • Die Person muss sich dieselben Tonaufnahmen über mehrere Tage oder Wochen durchgehend anhören (Jonestown, MK-Ultra Projekt).
  • Der Versuchsperson wird jede Möglichkeit auf Hygiene genommen.
  • Die Versuchsperson wird zu etwas gezwungen, was ihrer Moral widerspricht. Zum Beispiel fromme Gläubige zu satanischen Ritualen zwingen (Pitesti Experiment, Guantanamo), eine heterosexuelle oder homophobe Person zu homosexuellen Handlungen zwingen (Jonestown, Abu Ghuraib), eine Mutter dazu zwingen ihr Säugling zu quälen (Branch Davidians in Waco).
  • Die Versuchsperson wird dazu gezwungen falsche Biographien über sich selbst zu schreiben, bis sie irgendwann glaubt, dass sich ihr Leben wie in der falschen Biographie beschrieben abgespielt hatte (Pitesti Experiment).
  • Wie bereits erwähnt, das regelmässige Verabreichen von Barbituraten oder teilweise auch Benzodiazepine (Jonestown, Colonia Dignidad, MK-Ultra).

Sobald der Punkt erreicht ist, an dem sich die Persönlichkeit der Versuchsperson aufgelöst hat, also komplett dissoziiert, ist sie in einem apathischen, zombieartigen Zustand. Die CIA und der rumänische Geheimdienst sowie vermutlich noch weitere Geheimdienste hatten daran gearbeitet, diesen Zustand bei Versuchspersonen zu nutzen, um ihnen eine neue Persönlichkeit oder neue Überzeugungen einzupflanzen. Ist ihr Verstand erstmal leer, soll er mit neuen Informationen gefüllt werden. Der CIA-Psychiater Donald Ewen Cameron hatte die Theorie, dass man einen Geist, um ihn formbar zu machen, in einen kindlichen Zustand zerlegen muss. (Quelle) Bei Kindern soll eine Gehirnwäsche schneller und einfacher funktionieren. Vermutlich wollte deshalb die CIA unbedingt Kleinkinder bei ihren Experimenten einsetzen. Auch im Fall von Jonestown, Colonia Dignidad und den Branch Davidians in Waco gibt es sehr starke Hinweise auf Gehirnwäsche-Experimente an Kindern (die offizielle Geschichtsschreibung verneint dies).

Nach dieser Erläuterung wollen wir sehen, ob im Fall von Patty Gehirnwäsche-Techniken zum Einsatz kamen.

  • Nach Pattys späterem Zeugnis wurde sie eine Woche lang mit verbundenen Augen und gefesselten Händen in einem Schrank festgehalten. Sie wurde zum Essen mit verbundenen Augen freigelassen. Sie war wochenlang im Schrank eingesperrt und stand so die meiste Zeit unter Reizentzug.
  • Während dieser Zeit drohte ihr ein Entführer wiederholt mit dem Tod.
  • Man kann davon ausgehen, dass sie in der Zeit im Schrank keine oder nur minimale Möglichkeit auf Hygiene hatte.
  • Nach einer Weile erhielt sie eine Taschenlampe zum Lesen und Erlernen des politischen Traktats der SLA. Sie durfte mit verbundenen Augen an politischen Diskussionen der Gruppe teilnehmen. Das bedeutet, die politische Überzeugung der SLA waren die einzigen äussere Reize, die sie in dieser Zeit wahrnahm.
  • Nachdem sie sich bereit erklärte, der SLA beizutreten, erhielt sie täglich eine Form von „Unterricht“. Wenn sie zu dem Zeitpunkt dissoziierte und unter Medikamenten stand, war der tägliche Unterricht vielleicht das Einpflanzen einer neuen Persönlichkeit (oder zumindest neuen Überzeugungen).
  • Sie hatte einen neuen Namen angenommen (Tania).
  • Nach Angaben von Patty wurde sie von zwei Entführern vergewaltigt und geschlagen.
  • Nach Angaben des Anwalts wurden ihr von den Entführern Medikamente verabreicht.

Beim folgenden Gerichtsverfahren gegen Patty wirkte der zuständige Richter klar voreingenommen und wollte nichts davon wissen, dass die Angeklagte unter Einfluss der Gruppe stand. Er war überzeugt, dass sie aus freiem Willen und ideologischen Gründen Untergrund-Terroristin wurde. Als Hauptargument nahm er Pattys schriftliche Erklärung, die sie nach dem Banküberfall verfasste und sich darin zur SLA bekannte. Er liess keine Expertenaussagen zu, die sagten, dass die stilistische Analyse darauf hinwies, dass die Aussagen und Schriften nicht vollständig von Patty verfasst worden waren. (Quelle) Patty wurde aus Sicherheitsgründen in Einzelhaft gehalten (Reizentzug). Sie erlitt im Gefängnis einen Lungenkollaps (der Beginn einer Reihe von gesundheitlichen Problemen) und wurde einer Notoperation unterzogen. Dies hinderte sie daran, gegen andere SLA-Terroristen auszusagen, die zu der Zeit vor Gericht standen. (Quelle) Richter und Staatsanwaltschaft versuchten ganz klar die labile Patty einzuschüchtern. Zudem glaubte ihr das Gericht nicht, dass sie vergewaltigt wurde, sondern glaubte, dass sie eine romantische Beziehung mit den Entführern hatte. Das Gericht wollte also unbedingt den Eindruck erwecken, dass Patty nach einer Woche Gefangenschaft bis zur Verhaftung freiwillig Mitglied der SLA war. Erst wurde ihr die höchstmögliche Haftstrafe von 35 Jahren auferlegt. Da der Richter aber unerwartet verstarb, bekam sie einen neuen Richter, der sie zu 7 Jahren Haft verurteilte. Präsident Jimmy Carter liess sie schliesslich auf Bewährung raus. Sie erlangte die vollen Bürgerrechte zurück, als Präsident Bill Clinton ihr am 20. Januar 2001, seinem letzten Tag im Amt, eine Begnadigung gewährte.

Eines der wohl interessantesten Details der Geschichte ist die Verbindung zu Leo Ryan und dem angeblichen Massenselbstmord in Jonestown. Der US-Politiker glaubte, dass Patty Hearst unter Gehirnwäsche stand und setzte sich für ihre Begnadigung ein. Zugleich war er sehr misstrauisch, was die Sekte in Jonestown betraf. Vermutlich war er auf denselben Gedanken gekommen wie viele Verschwörungstheoretiker: dass Geheimdienste selbst Sekten gründen oder Sekten mit Agenten infiltrieren, mit dem Ziel an den Jüngern mit Gehirnwäsche zu experimentieren. Leo Ryan besuchte Jonestown persönlich, was mit seiner Erschiessung und dem Massen(selbst)mord der Sektenanhänger endete.

Zum Schluss noch ein Zitat ein von John Wayne:

Es scheint mir ziemlich seltsam, dass das amerikanische Volk sofort akzeptiert hat, dass ein Mann 900 Menschen einer Gehirnwäsche unterziehen kann und sie zum Massenselbstmord bringt, aber nicht glauben will, dass eine skrupellose Gruppe, wie die Symbionese Liberation Army, einer jungen Frau durch Folter, Erniedrigung und Inhaftierung einer Gehirnwäsche unterziehen könnte.

Ein aktueller Fall von Gehirnwäsche wäre übrigens die amerikanische Selbsthilfegruppe NXIVM, deren innerer Kreis aus einem Gehirnwäschekult besteht. In diesen Fall waren auch Clare und Sara Bronfman aus der Milliardärsfamilie Bronfman involviert. Zur Führung der Selbsthilfegruppe gehörte Nancy Salzman. Die ehemalige Krankenschwester war ausgebildete Hypnotiseurin und interessierte sich für Neuro-Linguistisches Programmieren. Sie erstellte Verhaltensprogramme für Frauen aus der Selbsthilfegruppe. Ehemalige Mitglieder haben Gedächtnislücken. (Quelle) Zwei Frauen wurden zwei Jahre lang eingesperrt. Es kam zur psychischer, physischer und sexueller Gewalt in der Gruppe. Ein Mitglied bewahrte auf Anweisung des Kultführers ihr toter Welpe in ihrer Tiefkühltruhe auf und musste ihn täglich ansehen. Die Gehirnwäsche war professionell und erfolgreich. Mitglieder, die unter Gehirnwäsche standen, glaubten sie seien „wiedergeborene Nazis“ oder „für den 11. September verantwortlich“ und seien daher schlechte Menschen. (Quelle)

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Murdoch Familie

Die Murdoch Familie gehört zu den mächtigsten und reichsten Medienunternehmern der Welt. Im Jahr 2022 wurde ihr Vermögen auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Familie stammt von schottischen Presbyterianern ab, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach Australien in die britische Kolonie Victoria ausgewandert waren. Der Australier Rupert Murdoch (*1931) studierte an einem College der elitären Oxford Universität in England. Er stieg zu einem der mächtigsten Medienbesitzer der Welt auf und wurde in den USA ansässig. Mitglieder der Murdoch Familie leben auch in Grossbritannien und Australien.

Die Murdoch Familie hält knapp 40 Prozent der Stimmrechte an der Fox Corporation, die mehrere US-amerikanische Fernsehsender besitzt, darunter Fox News, einer der meistgesehenen Sender der USA. Die Murdoch Familie besitzt auch 39 Prozent der Stimmrechte an der News Corp. (Stand: 2023) Die News Corp ist ein mächtiger Medienkonzern, der Leitmedien in den USA, Grossbritannien und Australien kontrolliert:

  • News Corp besitzt den US-amerikanischen Verlag Dow Jones, der unter anderem das Wall Street Journal herausgibt, eine der auflagenstärksten Zeitungen der USA.
  • News Corp besitzt die New York Post, ebenfalls eine der grössten Zeitungen der USA.
  • Die Tochterfirma News UK besitzt Zeitungen und Radiosender in Grossbritannien, darunter The TimesThe Sunday Times und The Sun, drei der wichtigsten britischen Zeitungen.
  • Die Tochterfirma News Corp Australia besitzt über 100 Zeitungen in Australien, darunter etwa die Hälfte der grossen Zeitungen des Landes. Eine Studie aus dem Jahr 2016 ergab, dass Rupert Murdoch 57 Prozent des australischen Zeitungsmarktes nach Auflage kontrollierte (Quelle).
  • News Corp besitzt das US-amerikanische Unternehmen HarperCollins, einer der grössten Buchverlage der Welt.

Bis 2019 besass die Murdoch Familie 20th Century Studios, eines der grössten Filmunternehmen der Welt, das inzwischen zum Medienkonzern Walt Disney gehört. Die Murdoch Familie kontrollierte bis 2018 Sky Limited, den grössten europäischen Anbieter für Pay-TV. Seither gehört Sky zum US-amerikanischen Medienkonzern Comcast, der von der Milliardärsfamilie Roberts kontrolliert wird. Rupert Murdoch kennt den Comcast-Chef Brian Roberts (Foto).

Der italienische Wirtschaftsboss John Elkann aus der Milliardärsfamilie Agnelli war im Vorstand der News Corp und wird dadurch die Murdoch Familie kennengelernt haben. (Quelle) Über den Vorstand von 21st Century Fox lernten sie Delphine Arnault aus der französischen Milliardärsfamilie Arnault kennen. (Quelle)

Rupert Murdoch

Der in Australien geborene Rupert Murdoch (*1931) hat das Medienimperium aufgebaut und gründete die News Corp. Sein Vater Keith Murdoch (1885–1952) war Zeitungsbesitzer in Australien gewesen und hatte die Australian Associated Press gegründet, eine Nachrichtenagentur. Keith Murdoch wurde zum Ritter ernannt (Australien hat bis heute den britischen Monarchen als Staatsoberhaupt). Ruperts Mutter Elisabeth Murdoch (1909–2012), die älter als 100 Jahre wurde, engagierte sich als Philanthropin in Australien und erhielt dafür ebenfalls einen britischen Ritterorden.

Die Murdochs kennen die britische Königsfamilie. (Fotos: 1, 2, 3)

Rupert Murdoch steht dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair (ein Schotte) nahe. Blair war Taufpate von Murdochs Tochter Grace. (Quelle)

Rupert Murdoch kennt Tony Abbott, der im November 2023 in den Vorstand der Fox Corporation aufgenommen wurde. Tony Abbott war Premierminister von Australien. (Quelle)

Rupert Murdoch kennt über den Vorstand der News Corp José María Aznar, der von 1996 bis 2004 Ministerpräsident von Spanien war.

Rupert Murdoch kannte den verstorbenen Baron Jacob Rothschild und suchte Rat bei ihm. Jacob kam aus der berühmten Rothschild Familie und war einer der mächtigsten britischen Finanziers. (Quelle) Er war auf Murdochs vierter Hochzeit, die im Spencer House in London stattfand. (Quelle) Das Haus gehört der britischen Adelsfamilie Spencer, die es an Jacob Rothschild vermietete. 2023 veranstaltete Jacob ein Mittagessen zum 100. Geburtstag von Henry Kissinger, der als einer der mächtigsten Männer der USA galt. Rupert Murdoch war beim Mittagessen dabei. Zu den Gästen gehörten auch die ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair und John Major sowie die US-amerikanischen Milliardäre Stephen Schwarzman und Michael Bloomberg. (Quelle)

Rupert Murdoch kannte die verstorbenen Milliardäre Sumner Redstone und Samuel Irving Newhouse Jr. (Fotos: 1, 2) Deren Familien gehören zu den mächtigsten Medienunternehmern der USA. Rupert Murdoch lernte den italienischen Milliardär und Medienunternehmer Silvio Berlusconi kennen, der zudem auch Ministerpräsident von Italien war. (Foto)

Rupert Murdoch erhielt vom Papst den Gregoriusorden, die vierthöchste Auszeichnung des Vatikans. Der Orden wird denjenigen verliehen, welche die Interessen der Kirche und des Heiligen Stuhls gefördert haben. (Quelle)

Rupert Murdoch besuchte im Alter von 27 Jahren eine Freimaurergrossloge in Australien und wollte den Freimaurern beitreten. (Quelle)

Rupert Murdoch lud 2018 den saudischen Kronprinzen Mohammad bin Salman Al Saud zu einem persönlichen Essen auf seinem Anwesen ein. Der Prinz traf sich auf seiner Reise durch die USA auch mit den Milliardären Bill Gates, Jeff Bezos und Tim Cook. (Quelle)

Rupert Murdoch war im Vorstand des Cato Institut. (Quelle) Das Cato Institut gilt als eine der wichtigsten libertären Denkfabriken der USA. Der Multimilliardär Charles Koch war einer der Gründer des Cato Institut.

Rupert Murdoch ist derzeit im Aufsichtsgremium der Hoover Institution, eine der einflussreichsten konservativen Denkfabriken. Zum Aufsichtsgremium gehören mehrere Milliardäre. Mehr dazu im Beitrag zur Johnson Familie.

Rupert Murdoch besuchte den Bohemian Club. (Quelle: 1, 2) Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Rupert Murdoch nahm mehrfach am Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) teil.

Rupert Murdoch kennt den Milliardär Leonard Lauder. (Foto) Er kannte Brooke Astor, die in die einflussreiche Astor Familie heiratete. (Foto)

Die Kinder von Rupert Murdoch

Rupert Murdoch und mehrere seiner Medien (z. B. Fox News) unterstützen die Republikanische Partei der USA. Sein Sohn James Murdoch (*1972) ist aber finanzieller Unterstützer der Demokratischen Partei. (Quelle)

James Murdoch besetzte führende Positionen beim Medienkonzern der Familie. Er war im Vorstand von GlaxoSmithKline. Das britische Unternehmen ist einer der grössten Pharmakonzerne der Welt. Seit 2017 ist James Murdoch im Vorstand des weltweit führenden Elektroautokonzerns Tesla. Dadurch kennt er den Multimilliardär Elon Musk. James Murdoch ist Mitglied des Council on Foreign Relations (Stand: 2023). Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der mächtigsten der Welt.

James Murdoch ist im Kuratorium der Dia Art Foundation, eine Kunststiftung in New York. Zum Kuratorium gehören auch SeoHyun Lee aus der südkoreanischen Milliardärsfamilie Lee und Isha Ambani aus der indischen Milliardärsfamilie Ambani. Vorsitzende des Kuratoriums ist Nathalie de Gunzburg. (Stand: 2023) Nathalies Ehemann kommt aus den Familien Günzburg und Bronfman.

James Murdoch war auf einer Hochzeit der Ambani Familie. Weitere Gäste der Hochzeit waren Hillary Clinton, John Kerry, Lakshmi Mittal, Arianna Huffington und Beyoncé. (Quelle: 1, 2)

James Murdoch und der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt (Milliardär) investierten in das 2019 gegründete Unternehmen Rebellion Defense und traten seinem Vorstand bei. Rebellion Defense entwickelte KI-Tools für das Pentagon, das US-Militär und das britische Verteidigungsministerium. Ein Mitbegründer und CEO des Unternehmens war zuvor Gründungsdirektor des Defense Digital Service des Pentagons. Der verstorbene Verteidigungsminister Ash Carter beriet das Unternehmen. (Quelle: 1, 2)

Lachlan Murdoch (*1971) besetzt Schlüsselpositionen im Medienimperium der Familie.

Elisabeth Murdoch (*1968) heiratete in erster Ehe Elkin Kwesi Pianim, der für die Rothschild Bank arbeitete. (Quelle) In zweiter Ehe heiratete sie den PR-Manager Matthew Freud. Dieser kommt aus der britischen Freud Familie und der berühmte Sigmund Freud war sein Urgrossvater. Er ist mit britischen Politikern wie David Cameron und George Osborne befreundet. Matthews erste Ehefrau heiratete nach der Scheidung den Bruder von Prinzessin Diana aus der Adelsfamilie Spencer. (Quelle) Matthews Vater Clement Freud war möglicherweise Teil eines einflussreichen Pädophilenrings (mehr dazu).

Elisabeth Murdoch und Matthew Freud kennen die Herzogsfamilie Spencer-Churchill. (Quelle) Der berühmte britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie. 2022 erhielt Elisabeth Murdoch einen Orden vom britischen Königshaus. (Quelle)

Elisabeth Murdoch heiratete in dritter Ehe den Engländer Keith Tyson.

Elisabeth Murdoch ist eine enge Freundin von Emily Oppenheimer. Emily kommt aus der Milliardärsfamilie Oppenheimer, die mit den Bergbaukonzernen De Beers und Anglo American verbunden ist. (Quelle: 1, 2)

Prudence Murdoch (*1958) heiratete in erster Ehe den britischen Hedgefonds-Manager Crispin Odey. Dieser heiratete später in die Pease Familie, eine bedeutende britische Bankiersfamilie. Crispin Odey arbeitete für die britische Barings Bank. Er gründete seine Investmentfirma Odey AM mit Unterstützung des berühmten Investors George Soros. (Quelle: 1, 2)

Matt Handbury, ein Neffe von Rupert Murdoch, heiratete Fiona Campbell, die nun mit dem britischen Grafen William Legge verheiratet ist. (Quelle) William Legge gehörte bis 2018 zur Parteiführung der UK Independence Party, die sich für den Brexit starkmachte. Einige von Murdochs Medien in Grossbritannien unterstützten über ihre Berichterstattung den Brexit.

Pruedence Murdoch heiratete den Schotten Alasdair MacLeod. (Quelle) Dem Namen nach könnte er aus dem schottischen MacLeod Clan kommen. Die Murdochs haben wie bereits erwähnt schottische Wurzeln. Rupert Murdoch führte über 30 Jahre lang eine Ehe mit der Schottin Anna Maria Torv.

Rupert Murdochs vierte Ehefrau war Jerry Hall, die mehrere Kinder mit dem berühmten Musiker Mick Jagger hat.

Ruperts dritte Ehefrau war die in China geborene Wendi Deng. Sie kennt Lynn Forester de Rothschild, die in die Rothschild Familie heiratete. (Foto) Rupert und Wendi waren oder sind noch immer mit den Multimilliardären Larry Page und Sergey Brin befreundet. Die beiden sind die Gründer von Google. (Quelle: 1, 2)

Im März 2024 wurde bekannt, dass Rupert Murdoch nun mit der russischen Molekularbiologin Elena Zhukova verlobt ist. Sie ist die Exfrau von Alexander Schukow (Zhukov), ein reicher russischer Geschäftsmann, der in London lebt. Die Tochter von Elena und Alexander ist Darja Schukowa (Dasha Zhukova), die mit dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch verheiratet war. (Quelle) Dasha Zhukova ist inzwischen mit einem Mitglied der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos verheiratet. Ihr Vater Alexander Schukow hatte Kontakt zu Mafiabanden aus der Ukraine, darunter zum internationalen Waffenhändler Leonid Minin. Im Jahr 2001 sass Alexander Schukow in Italien für sechs Monate im Gefängnis, weil er beschuldigt wurde, sich an Waffenschmuggel in Osteuropa beteiligt zu haben. Er wurde freigesprochen. In einem Bericht des italienischen Parlaments aus dem Jahr 2005 wurde Alexander Schukow als ein „wichtiges Mitglied“ der Solntsevskaya-Bande (Solnzewo-Bruderschaft) genannt. Solntsevskaya gilt als die mächtigste Gruppe der russischen Mafia. (Quelle)

Rupert, James, Lachlan und Wendi Murdoch besuchten die Sun Valley Konferenz, eine jährlich stattfindende Medienkonferenz. (Quelle: 1, 2) Zu den Teilnehmern gehören führende US-amerikanische Milliardäre und Manager, die sich vor allem auf den Bereich digitale Medien und Internet konzentrieren. Mehr dazu im Beitrag zur Sun Valley Konferenz.

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Thomson und Reuter Familie

Die Thomson Familie gilt als die reichste Familie Kanadas. Sie besitzt einen britischen Adelstitel. Die Familie kontrolliert Reuters, eine der grössten und wichtigsten Nachrichtenagenturen der Welt. Die Agentur versorgt Journalisten und Medien mit den neusten Nachrichten, die von 2500 Reuters-Journalisten auf der ganzen Welt zusammengetragen werden. Diese Journalisten schreiben meist nicht selbst für Zeitungen, sondern liefern lediglich die Nachrichten an die Reuters-Agentur, die dann von dort an die Medien weitergeleitet werden. Da jeden Tag Hunderte bis Tausende neue Nachrichten die Agentur erreichen, werden dort die wichtigsten News herausgesucht und den Medien bereitgestellt, damit diese nicht täglich alle neuen Meldungen durcharbeiten müssen. Dadurch stammt ein Grossteil der weltweiten Nachrichten von grossen Agenturen wie Reuters.

Reuter Familie

Der Deutsche Paul Reuter (1816–1899) gründete 1851 in London die Reuters-Agentur. Er wurde 1871 vom deutschen Herzog und Freimaurer Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha zum Freiherrn geadelt. Herzog Ernst war ein Schwager der britischen Queen Victoria. 1857 erhielt Paul Reuter die britische Staatsbürgerschaft. Queen Victoria gab ihm die Erlaubnis, seinen deutschen Freiherrentitel in Grossbritannien als erblichen Titel eines Barons zu verwenden. Paul Reuter wurde in eine jüdische Familie geboren und konvertierte zum protestantischen Christentum. Er heiratete in die deutsche Bankiersfamilie Magnus. Sie waren ebenfalls Juden, die zum Protestantismus konvertierten. Die Magnus Familie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in den deutschen Adel aufgenommen. Paul Reuters Schwager Victor Karl von Magnus gehörte zu den Gründern der Deutschen Bank, die bis heute die grösste Bank Deutschlands ist.

Bevor Paul Reuter die Agentur gründete, hatte er für den französisch-jüdischen Publizisten Charles-Louis Havas gearbeitet. Dieser gründete 1835 den Vorläufer der heutigen Agence France-Presse, die somit die älteste Presseagentur der Welt ist und die erste internationale Nachrichtenagentur war. Sie gehört heute wie Reuters zu den weltweit grössten Nachrichtenagenturen. Auch der deutsch-jüdische Journalist Bernhard Wolff arbeitete für Charles-Louis Havas. Wolff gründete die erste deutsche Nachrichtenagentur.

Paul Reuter hatte Kontakt zur Rothschild Familie, die Kunde seiner Agentur war und über seine Telegrafen verschlüsselte Nachrichten versendete und empfing. So konnten sich die Rothschilds mit ihren Agenten aus verschiedenen Ländern austauschen.

Die Reuters-Agentur wurde ein unverzichtbarer Teil im Kommunikationsnetz des britischen Empire.

Paul Reuter war Mitgründer der Imperial Bank of Persia. Sie war die erste Grossbank im Iran, wo bis dahin aufgrund der Religion Kredite vergeben mit Zinsen verboten war und es somit noch keine Finanzindustrie gab. Die Imperial Bank of Persia kontrollierte von ihrer Gründung 1889 bis 1930 die iranische Finanzindustrie und fungierte als Zentralbank. Ihr Hauptsitz lag in Grossbritannien. 1952 gab die Bank den iranischen Markt auf und wurde 1959 Teil der britischen Grossbank HSBC. Die Imperial Bank of Persia wurde (zumindest anfangs) von den Familien Sassoon und Keswick kontrolliert. Sassoon und Keswick waren Teil der britischen Kolonialelite.

Pauls Tochter Clementine de Reuter heiratete in erster Ehe einen schwedischen Grafen. Ihr zweiter Ehemann war der Brite Sir Herbert Chermside, der Gouverneur des australischen Bundesstaates Queensland war. Er vertrat somit die britische Monarchie im Bundesstaat Queensland. Der Monarch ist bis heute das Staatsoberhaupt von Australien.

Pauls Sohn Baron Herbert de Reuter (1852–1915) gehörte zur Führung der Reuters-Agentur. Er heiratete eine Tochter des britischen Politikers Robert Campbell, der in Australien geboren wurde. Er kam aus einem Familienzweig des schottischen Campbell Clans. Zu diesem Zweig gehörten Politiker und Geschäftsleute in Australien und Neuseeland.

Herberts Tochter Olga de Reuter heiratete in die Adelsfamilie Douglas von Tilquhillie. Diese ist ein Zweig des schottischen Douglas Clans. Olgas Mann war mütterlicherseits ein Urenkel des Clan-Chefs des Forbes Clans.

Zum Zeitpunkt von Herberts Tod war der schottische Politiker Mark F. Napier1 Vorsitzender der Reuters-Agentur. Zum damaligen Vorstand gehörte auch der Schotte John Buchan2, der spätere Generalgouverneur von Kanada. Der schottische Adlige Lord Glenconner sorgte dafür, dass die Reuters-Agentur einen grossen Kredit von der schottischen Union Bank erhielt. Lord Glenconner war Vorsitzender der Bank.(Seite 157, 159)

1.  Nach Angaben von Wikipedia war Mark Napier Freimaurer. Sein Vater war der zehnte Lord Napier, also der Clan-Chef des schottischen Napier Clans.

2. John Buchan arbeitete für das Intelligence Corps, den militärischen Geheimdienst. Im Ersten Weltkrieg leistete er Propagandaarbeit und bekam einen hohen Posten im Informationsministerium, das für Propaganda zuständig war.

Nach dem Tod von Herbert de Reuter war seine Familie kein bedeutender Anteilseigner der Reuters-Agentur mehr. Ab da wurde das Unternehmen von anderen Briten kontrolliert. Mit Baronin Marguerite de Reuter (1912–2009) verstarb das letzte Mitglied der Reuter Familie. 2008 wurde die Reuters-Agentur von der Thomson Corporation gekauft. Das kanadische Unternehmen gehörte der Thomson Familie und war einer der grössten Informationsanbieter der Welt. Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen entstand die heutige Thomson Reuters Corporation. Seither steht die Reuters-Agentur unter der Kontrolle der Thomson Familie.

Thomson Familie

Die Thomson Familie gilt als die reichste Familie Kanadas. Ihr Vermögen wird auf 87 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Holding der Familie ist die Woodbridge Company. 2024 hielt die Holding mehr als 65 Prozent der Anteile an Thomson Reuters.

Die Woodbridge Company besitzt seit 2015 die Zeitung The Globe and Mail. Die Thomson Familie war bereits seit 1980 an der Zeitung beteiligt. Die Zeitung wird bis heute von der Familie kontrolliert. The Globe and Mail ist eine der wichtigsten Zeitungen Kanadas. Die Thomson Familie war von 2005 bis 2010 grösster Anteilseigner von CTVglobemedia mit einem Anteil von 40 Prozent. CTVglobemedia war einer der wichtigsten Medienkonzerne Kanadas und besass unter anderem CTV, einen der meistgesehenen Fernsehsender des Landes.

Der Kanadier Roy Thomson (1894–1976) war der Begründer der Unternehmerfamilie. 1931 gründete er seinen ersten Radiosender und 1934 erwarb er seine erste Zeitung. Zu dieser Zeit war er Mitglied einer kanadischen Freimaurerloge. In den 50er-Jahren emigrierte er nach Grossbritannien, wo er sich vor allem in der schottischen Hauptstadt Edinburgh aufhielt und Kontakt zu reichen Schotten hatte. Seine Mutter war Engländerin. Seine Vorfahren waren Schotten, die im 18. Jahrhundert nach Kanada emigriert waren. Seine kanadische Frau war ebenfalls schottischer Abstammung. Roy Thomson besass Medien in Schottland. Er baute ein Medienimperium auf, das 148 Zeitungen und 138 Zeitschriften sowie Radio-, Fernseh- und Verlagsunternehmen umfasste. Er besass Medien in Afrika und Asien sowie etwa 50 Zeitungen in den USA. Er sagte: „Ich bin im Geschäft, um Geld zu verdienen, und ich kaufe mehr Zeitungen, um mehr Geld zu verdienen, um mehr Zeitungen zu kaufen.“ 1964 erhielt er von der britischen Queen den erblichen Titel eines Barons. Er kaufte 1967 The Times, eine der wichtigsten britischen Zeitungen. Zuvor befand sich die Zeitung im Besitz der Astor Familie, einer reichen Familie aus den USA, die in den britischen Adel aufgenommen wurde. 1981 verkaufte die Thomson Familie die Times an Rupert Murdoch, der die Zeitung bis heute kontrolliert. Rupert Murdoch, ein schottischstämmiger US-Amerikaner, ist heute der wohl mächtigste Medienunternehmer der Welt. Er hat sehr enge Verbindungen zur britischen Elite.

Roy Thomson investierte in die Erdölindustrie. Sein Freund J. Paul Getty überredete ihn zu einer Investition in Nordseeöl. Getty, ein Ölmagnat, galt eine Zeit lang als der reichste Mann der USA. Genau wie Thomson emigrierte er nach Grossbritannien und verkehrte mit der dortigen Elite.

Roy Thomson war Mitglied der Pilgrims Society. (Wird in der Quelle Lord Thomson of Fleet genannt)Das diskrete Elitennetzwerk fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Zur Gesellschaft gehören Leute aus den Eliten Grossbritanniens und der USA. Der britische Monarch stellt den Patron der Pilgrims Society.

Roy Thomson war ein Kunde des deutsch-britischen Bankiers Siegmund Warburg.

Roys Sohn Baron Kenneth Thomson (1923–2006) führte das Medienunternehmen weiter und gründete 1989 daraus die Thomson Corporation. Wie bereits erwähnt wurde, fusionierte diese 2008 mit Reuters zum heutigen Thomson Reuters-Konzern.

Kenneth Thomson galt in seinem letzten Lebensjahr als der neuntreichste der Welt. Er war wie sein Vater Mitglied der Pilgrims Society.

Kenneths Sohn Baron David Thomson (*1957) ist derzeit Vorsitzender von Thomson Reuters. Er studierte an der britischen Eliteuniversität Cambridge. Er arbeitete zehn Jahre für die Hudson’s Bay Company, die früher von der Thomson Familie kontrolliert wurde. 1979 hatte die Familie 75 Prozent des Unternehmens erworben. Sie verkaufte 1997 ihre letzten verbliebenen Anteile. Die Hudson’s Bay Company ist im Einzelhandel aktiv. Mit dem Gründungsjahr 1670 ist sie das älteste kanadische Grossunternehmen. Sie erhielt bei ihrer Gründung eine Royal Charter der britischen Königsfamilie. Das Unternehmen hatte bis ins späte 20. Jahrhundert sehr enge Verbindungen zur britischen Elite. Übrigens ist der britische Monarch bis heute das Staatsoberhaupt von Kanada.

David Thomsons Ehefrau Laurie Ludwick war zuvor mit Eric Stevenson verheiratet, der aus der kanadischen Milliardärsfamilie Molson kommt. Die Molson Familie ist schon seit 200 Jahren Teil der kanadischen Elite.

Die Thomson Familie hatte viele Jahre engen Kontakt zu John Tory, der Präsident ihrer Familienholding und stellvertretender Vorsitzender ihres Unternehmens war. John Torys gleichnamiger Sohn war von 2014 bis 2023 Bürgermeister der kanadischen Grossstadt Toronto.

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Schröder Familie

Die deutsch-britische Schröder Familie gehört bereits seit dem 19. Jahrhundert zu den reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt. Sie gründeten im Jahr 1818 in London die Bank „J. Henry Schröder & Co.“, die sich schnell zu einer der führenden Banken Grossbritannien entwickelte. London war bis ins 20. Jahrhundert der weltweit führende Finanzplatz und gilt heute noch als der wichtigste neben New York. Aus der Bank J. Henry Schröder & Co. entwickelte sich der heutige Finanzkonzern Schroders. Im Jahr 2000 trennte sich Schroders von seiner Investmentbanking-Sparte und konzentriert sich seither auf die Vermögensverwaltung. Schroders ist einer der grössten britischen Vermögensverwalter und verwaltete Ende 2022 ein Vermögen im Wert von 737 Milliarden Pfund, also fast eine Billion US-Dollar. Der Konzern ist weltweit aktiv. Die Schröder Familie ist immer noch Hauptaktionär von Schroders. Im Jahr 2007 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Darauf belegte Schroders Platz 25 und lag somit höher im Ranking als die meisten Grossbanken der Welt.

Schröder Familie im 19. Jahrhundert

Johann Heinrich Schröder (1784–1883) war der Gründer der Bankendynastie. Sein Vater war Kaufmann und Bürgermeister der deutschen Stadt Hamburg. Die Schröder Familie war über Heiraten mit mehreren Bürgermeistern und Senatoren von Hamburg verwandt. Im Jahr 1804 zog Johann nach London und gründete dort 1818 eine eigene Bank. Später lebte er wieder in Deutschland. 1868 wurde er in den preussischen Adel aufgenommen und erhielt den Titel eines Freiherrn. Sein Bruder Christian Matthias Schröder (1778–1860), ein Kaufmann und Senator von Hamburg, gründete zusammen mit anderen deutschen Geschäftsleuten den „Colonisations-Verein von 1849“, mit dem Ziel eine deutsche Kolonie (das heutige Joinville) in Brasilien zu finanzieren und organisieren. Die Geschäftsleute konnten dem portugiesischen Hochadel Land in Brasilien abkaufen.

Anmerkung: Seit Beginn des 19. Jahrhunderts hatte sich in Hamburg eine Community aus britischen Geschäftsleuten gebildet. Mehrere führende Politiker und Geschäftsleute aus Hamburg heirateten in Familien von britischen Einwanderern. Eine wichtige Rolle nahm dabei John Parish ein. Der Schotte emigrierte 1756 nach Hamburg und wurde dort als Kaufmann tätig. Er förderte erst den Handel zwischen Hamburg und England. Nach der Gründung der USA trieb er Handel mit dem neuen Staat. Der erste US-Präsident George Washington ernannte John Parish zum ersten Generalkonsul der USA in Hamburg. John Parish war einer der reichsten Männer in Hamburg. (Quelle: 1, 2, 3) Seine Kontakte nach England und Nordamerika wird der Hamburger Elite neue Möglichkeiten eröffneten haben, zu diesen Ländern Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Zudem war seit dem Jahr 1714 eine deutsche Adelsfamilie (Haus Hannover) auf dem britischen Thron, die zugleich den Thron von Hannover in Deutschland besetzte. Dies verbesserte sicherlich die geschäftlichen Beziehungen der deutschen Geschäftsleute zur Kolonialweltmacht Grossbritannien. Im 19. Jahrhundert zogen viele deutsche Bankiersfamilien nach Grossbritannien und in die USA, wo sie sehr schnell die dortige Finanzindustrie dominierten.

Der Bankengründer Johann Heinrich Schröder heiratete Henriette von Schwartz. Ihr Grossvater war der Geschäftsmann Johann Friedrich von Schwartz (1733–1807). Dieser trat dem berühmten Illuminatenorden bei (Quelle).

Johann Heinrich Schröder hatte mehr als zehn Kinder. Seine Tochter Olga (1838–1922) heiratete in die deutsche Adelsfamilie Abercron, die ursprünglich aus Schottland stammt. Johanns Tochter Emilie Schröder (1819–1909) heiratete in die Hamburger Bankiersfamilie Donner, die bis heute aktiv ist. Johanns Tochter Harriet Schröder (1836–1899) heiratete Adolph Godeffroy, der Mitgründer der HAPAG war. Die HAPAG war zeitweise das grösste deutsche Schifffahrtsunternehmen. Aus ihr entwickelte sich der heutige Logistik- und Transportkonzern Hapag-Lloyd, der noch immer zu den grössten Schifffahrtsunternehmen der Welt gehört. Die Godeffroys waren eine Familie von Hugenotten, die nach Hamburg emigriert waren. Sie heirateten in die Familie des oben erwähnten schottischen Einwanderers John Parish.

John Henry Schröder (1825–1910) war der Sohn des Bankengründers Johann Heinrich Schröder. Er leitete die britische Bank seines Vaters weiter. 1892 wurde er von Queen Victoria zum Baronet geadelt, aufgrund seiner Dienste zugunsten des königlichen Haushaltes. Gleichzeitig erlaubte sie ihm, den preussischen Adelstitel seines Vaters weiterzuführen.

Baron Bruno Schröder (1867–1940) lebte in England und Deutschland. Dabei diente er als Bindeglied zwischen der britischen und der deutschen Finanzelite. Er heiratete in die Deichmann Familie, eine Bankiersfamilie aus Deutschland. Ihr Bankhaus Deichmann & Co. gehörte 1870 zu den Gründerbanken der Deutschen Bank, die bis heute die führende deutsche Grossbank ist.

Kurt von Schröder und das Naziregime

Der Bankier Kurt Freiherr von Schröder (1889–1966) aus Hamburg war ein Urenkel des Bankengründers Johann Heinrich Schröder.

Im Jahr 1932 gehörte Kurt von Schröder zu den Unterzeichnern der Industrielleneingabe, ein an den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg gerichteter Brief, der von 20 führenden Vertretern der deutschen Industrie und Finanzwirtschaft unterzeichnet war. Darin forderten sie den Reichspräsidenten auf, Adolf Hitler zum Reichskanzler zu ernennen.

Am 4. Januar 1933 arrangierte Kurt von Schröder ein Treffen zwischen Adolf Hitler und dem adligen Politiker Franz von Papen, bei dem Schröder auch dabei war. Bei einem mehrstündigen Gespräch zu dritt in Schröders Haus einigte man sich auf eine Reichskanzlerschaft Hitlers. Somit kann man das Treffen als die Geburtsstunde des Dritten Reiches betrachten. Am Ende des selben Monats kam es zur „Machtergreifung“ Hitlers. (Quelle)

Ein Tag nach der Machtübernahme der Nazis trat Kurt von Schröder in die NSDAP ein. Er wurde Wirtschaftsberater der NSDAP und SS-Brigadeführer. Von 1933 bis 1945, also während der Zeit des Naziregimes, war er in über 30 Aufsichtsräten von deutschen Unternehmen. (Quelle)

Kurt von Schröder gehörte zum Keppler-Kreis, eine Gruppe von deutschen Industriellen und Bankern, mit dem Ziel, Einfluss auf die Wirtschaftspolitik der Naziregierung zu nehmen.

Kurt von Schröder war Mitglied des Generalrats der Wirtschaft, ein kurzlebiges Gremium, das nur einmal tagte (am 20. September 1933). Es bestand aus deutschen Wirtschaftsführern, die die NSDAP-Führung und Hitler bei ihren Zukunftsplänen berieten. Zu den Teilnehmern gehörten auch Siemens, Krupp, Thyssen, Bosch und Finck.

Kurt von Schröder war Mitglied der Deutsch-Englischen Gesellschaft. Die deutsche Organisation diente zur deutsch-britischen Verständigung und bestand von 1935 bis 1939. In der Gesellschaft waren deutsche Adlige und die deutsche Wirtschaftselite sowie hochrangige NSDAP-Mitglieder vertreten. Der Nazi Joseph Goebbels war Ehrenmitglied. Ehrenvorsitzender und Präsident der Gesellschaft war Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha, der ebenfalls zu den wichtigsten Förderern der Nazis und Hitler gehört hatte. Der deutsche Herzog war ein Enkel der britischen Königin Victoria. Sein Vater, der britische Prinz Leopold, war hoher Freimaurer. Leopold besetzte den Posten des Provinzial-Grossmeister von Oxfordshire und war auch Senior Grand Warden der Freimaurergrossloge von England (Quelle: 1 und 2). Die Schwesterorganisation der Deutsch-Englischen Gesellschaft war die Anglo-German Fellowship, die von der britischen Elite geführt wurde und ebenfalls der deutsch-britischen Verständigung diente. Wie bereits erwähnt, hatte die Schröder Familie schon früher deutsch-britische Beziehungen gefördert. Auch in der Zeit des Naziregimes war ein Teil der Familie in Grossbritannien und der andere Teil in Deutschland sesshaft.

Kurt von Schröder finanzierte die Arbeitsstelle Schacht, die ein Wirtschaftsprogramm für die NSDAP entwarf. Die Arbeitsstelle Schacht wurde 1932 vom deutschen Banker und Freimaurer Hjalmar Schacht gegründet. Hjalmar Schacht war ein wichtiger Förderer Hitlers und leitete die Zentralbank im Naziregime. Er war ein Freund des britischen Zentralbankenchefs Montagu Norman. Die drei Bankiers Schröder, Hjalmar Schacht und Montagu Norman waren in den 30er-Jahren im Verwaltungsrat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die am Goldraub der Nazis beteiligt war. Die BIZ ist bis heute eine der einflussreichsten Instanzen der Finanzelite und gilt als Zentralbank aller Zentralbanken. Sie hat ihren Hauptsitz in der Schweiz.

Übrigens: Hjalmar Schacht war mit dem Amerikaner John Foster Dulles befreundet, der in den 50er-Jahren Aussenminister der USA war. Sein Bruder Allen Welsh Dulles arbeitete während des Zweiten Weltkrieges für den US-Geheimdienst OSS und leitete in den 50er-Jahren die CIA. Allen Welsh Dulles arbeitete für die „J Henry Schroder Banking Corporation“, eine Bank der Schröder Familie in New York. (Quelle) Die Dulles-Brüder standen der Rockefeller Familie nahe. (Quelle: 1 und 2) Die Rockefellers gelten als eine der mächtigsten Familien der US-amerikanischen Elite. Avery Rockefeller war ein wichtiger Vertreter der britischen Schröder-Bank in den USA. Er gründete 1936 zusammen mit dem britischen Zweig der Schröder Familie die New Yorker Investmentbank „Schroder, Rockefeller & Company“. (Quelle: 1 und 2)

Kurt von Schröder war zur Zeit des Naziregimes Senator der „Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften“. Nach 1933 begann die wissenschaftliche Gesellschaft zu korrumpieren, orientierte sich immer mehr auf Rüstungsforschung und war letztendlich an den Menschenversuchen in den Konzentrationslagern beteiligt.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde Schröder verhaftet. Er war bis 1948 in Haft und erhielt eine Geldstrafe, aufgrund seiner Verbindungen zum Naziregime.

Kurt von Schröder heiratete im Jahr 1913 Ottilie Schnitzler. Sie kam väterlicherseits aus der Bankiersfamilie Schnitzler und mütterlicherseits aus der Bankiersfamilie Stein. Die Stein Familie gründete und führte das Bankhaus J. H. Stein. 1921 wurde Kurt von Schröder Teilhaber der Bank. Zur Zeit des Naziregimes gehörte Schröder über die Bank zu den wichtigsten Geldgebern des führenden Nazis Heinrich Himmler. In dieser Zeit war die Bank mit dem Flick-Konzern verbunden. (Quelle) Dieser beschäftigte während des Zweiten Weltkrieges im grossen Stil Zwangsarbeiter. Die Anzahl der Zwangsarbeiter wird auf bis hunderttausend geschätzt, wovon mehr als zehntausend infolge der Zwangsarbeit starben. (Quelle) Der Konzernchef Friedrich Flick musste nach dem Krieg zwei Jahre ins Gefängnis, aber nach seiner Entlassung stieg seine Familie schnell wieder zu den reichsten und mächtigsten deutschen Familien auf. Auch heute noch gehören sie zu den reichsten Deutschen/Österreichern mit einem Vermögen von 7,35 Milliarden Euro (Quelle). Georg von Schnitzler arbeitete ebenfalls für die Stein Bank und war mit Schröders Frau verwandt. Er gehörte zu den Teilnehmern des Geheimtreffens vom 20. Februar 1933. Bei dem Treffen spendeten führende deutsche Industrielle 3 Millionen Reichsmark an die NSDAP. Übrigens gehörte die Schnitzler Familie nach dem Zweiten Weltkrieg zur Elite der sozialistischen DDR (Ostdeutschland).

Schröders Mutter heiratete in zweiter Ehe Carl Heinrich Johann von Merck. Dieser war Teilhaber von „H. J. Merck & Co.“, eine führende Bank aus Hamburg. Erwin Merck, ein Teilhaber der Bank, war wie Schröder ein Unterzeichner der bereits erwähnten Industrielleneingabe. Der Aufstieg der Merck Familie zu einer der einflussreichsten deutschen Familien begann, genau wie bei den Schröders, Anfang des 19. Jahrhunderts in Hamburg. Zu der Zeit trat Heinrich Johann Merck den deutschen Freimaurern bei und knüpfte Kontakte zu den Freimaurern aus England (Quelle).

Schröder Familie in den letzten 70 Jahren

Der Bankier Baron Bruno Schroder (1933–2019) gehörte zur Führung des britischen Finanzkonzerns Schroders. Er lebte auf einer Insel in Schottland, wo er auch aufgewachsen war. (Quelle) Seine Schwester besucht oft Verwandte in Hamburg. Bruno selbst kam meistens nur zu Familienangelegenheiten wie Hochzeiten und Beerdigungen nach Deutschland. (Quelle)

2018 wurde Brunos Vermögen auf 6,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Er war Hauptaufseher der Gilde der Goldschmiede. Dies stand auf der Website der Gilde, wurde inzwischen aber wieder entfernt. Da Google aber paar Tage braucht, bis der Text einer Website nicht mehr über die Google-Suche auffindbar ist, konnte ich einen Screenshot machen:

Die Gilde der Goldschmiede (Worshipful Company of Goldsmiths) wurde 1327 gegründet und gehört zu den sogenannten Livery Companies. Diese Händlergilden entstanden im 14. Jahrhundert und bestehen bis heute. Sie sind traditionell mit dem britischen Adel und der City of London verbunden (Londoner Bankenviertel).

Bruno Schroder war Mitglied der Pilgrims Society. (Quelle: 1 und 2) Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt. Nach der Liste von Kevin Dowling war Bruno Schroder Mitglied des 1001 Trusts. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Bruno Schroder war Treuhänder der Winston Churchill Foundation. Dadurch wird er den britischen Prinzen Philip (Mann der Queen) gekannt haben sowie Randolph L.S. Churchill und John Loeb Jr. (kommt mütterlicherseits aus der Lehman Familie) (Quelle).

Brunos Tochter Leonie Schroder (*1974) ist Milliardärin. 2023 wurde ihr Vermögen auf 4,7 Milliarden Pfund geschätzt. (Quelle) Also etwa 6 Milliarden US-Dollar. Seit 2019 ist sie im Vorstand des Schroders-Konzerns.

Brunos Mutter war die Tochter eines britischen Baronets. Brunos Schwester Charmaine Schroder heiratete Georg von Mallinckrodt aus der deutschen Adelsfamilie Mallinckrodt. Ihre gemeinsame Tochter Claire heiratete in die britische Adelsfamilie Howard. (Quelle: 1 und 2) Claire ist seit 2020 im Vorstand von Schroders. Sie begann ihre Karriere bei der britischen Bank Kleinwort Benson.

Brunos Schwager Georg von Mallinckrodt war Vorsitzender des Schroders-Konzerns und setzte sich für die Verbesserung der deutsch-britischen Beziehungen ein. Er war Gründungsmitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF) und gehörte zu dessen Führung. (Quelle: 1 und 2)

Die Schröder Familie und die Führungskräfte des Schroders-Konzerns haben nach wie vor Kontakt zum britischen Königshaus. (Quelle: 1 und 2) Die Schröder Familie verwaltete das Vermögen von Queen Elizabeth, zumindest bis zum Jahr 2004. (Quelle)

Seit 1967 hat Schroders eine Bank in der Schweiz (eine der gefragtesten Steueroasen der Welt), die sich auf vermögende Kunden konzentriert und im Dezember 2022 über 40 Milliarden US-Dollar verwaltete.

Schroders gründete 1985 das Finanzunternehmen Permira und besass es bis zum Jahr 2001. Permira gehört zu den grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.

Der britische Zweig der Schröder Familie ist an der Economist Group beteiligt. Das Medienunternehmen besitzt die britische Zeitung The Economist. Zu den Anteilseignern der Economist Group gehören auch die Familien Rothschild, Agnelli und Cadbury.

Der deutsche Zweig der Schröder Familie gehörte bis in die 1990er-Jahre zu den wichtigsten Privatbankiers in Deutschland. Ihr Bankhaus „Schröder Gebrüder & Co.“ war von 1846 bis 1969 in Betrieb und fusionierte dann mit zwei anderen Banken zu „Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co.“. Sie wurde die drittgrösste unabhängige Bank Deutschlands. Die Schröder Familie war weiterhin an der Bank beteiligt. 1997 wurde sie von der Schweizer Grossbank UBS gekauft.

1956 war die deutsche Bank der Schröder Familie Mitgründer der DWS Group, die derzeit der zweitgrösste deutsche Vermögensverwalter ist. Zu den Mitgründern gehörten auch die Deutsche Bank, Oppenheim, Metzler, Donner, Delbrück und Thyssen. Die DWS Group verwaltet 859 Milliarden Euro, also etwa eine Billion US-Dollar (Stand: 30.6.2023).

Bemerkenswerte Mitarbeiter des britischen Schroders-Konzerns sind oder waren:

  • Geoffrey Bell: Der Brite war Gründer und Mitglied der Group of Thirty, eine einflussreiche Interessensvereinigung der Zentralbanken, die von der Rockefeller Foundation gestiftet wurde.
  • Baron Gordon Richardson: Der Brite war Vorsitzender von Schroders, Chef der Bank of England (britische Zentralbank), Ehrenvorsitzender der Group of Thirty und Führungsmitglied der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Er wurde in den Privy Council aufgenommen (Geheimrat der Königsfamilie). Er besetzte eine hohe Position bei der US-amerikanischen Grossbank Morgan Stanley.
  • Sir James Wolfensohn: Der in Australien geborene US-Amerikaner war stellvertretender Vorsitzender von Schroders. Er war Präsident der Weltbank und Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen sowie Mitglied der Pilgrims Society und des Bohemian Club. James Wolfensohn gehörte zum Council on Foreign Relations und weiteren Denkfabriken. Er sass im Kuratorium der Rockefeller Foundation und der Brookings Institution (eine der einflussreichsten Denkfabriken der Welt). Er war mit dem religiösen Führer Karim Aga Khan IV. befreundet und sein Vater hatte für die Rothschild Bank gearbeitet.
  • Frank Cyril Tiarks: Der Brite war Partner von Schroders. Er gehörte zur Führung der Bank of England und sass im Vorstand der Anglo-Persian Oil Company (heutiger Ölkonzern BP). Frank Cyril Tiarks heiratete eine Deutsche und war Mitglied der Anglo-German Fellowship, ein britisch-deutsches Elitennetzwerk, das in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg aktiv war. Franks Nachkommen heirateten in den britischen Adel.
  • Sir Winfried Bischoff: Der in Deutschland geborene Brite war Vorsitzender von Schroders. Des Weiteren war auch Vorsitzender der Citigroup und der Lloyds Group (zwei der weltweit grössten Banken). Er arbeitete für die Chase Manhattan Bank der Rockefeller Familie und sass in Vorständen mehrerer Grosskonzerne.
  • Sir Alexander Abel Smith: Er war Partner von Schroders. Er kam aus der Bankiersfamilie Smith, eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite.
  • Baron Rupert Carington: Er kommt ebenfalls aus einem Zweig der Bankiersfamilie Smith. Sein Vater Peter Carington leitete die NATO und das Bilderberg-Treffen und die Pilgrims Society.
  • Graf David Drummond: Er war Partner von Schroders, Mitglied des Privy Council und Clan-Chef des schottischen Drummond Clans.
  • Graf David Ogilvy: Er war Vorsitzender von Schroders. Er war Mitglied des Privy Council sowie höchster Beamte des königlichen Haushaltes und war auch persönlich mit den britischen Royals verbunden. Er war der Clan-Chef des schottischen Ogilvy Clans.
  • Andrew Knight: Der Brite war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen und Mitglied des Bohemian Club. Er arbeitete für ein Finanzunternehmen von Baron Jacob Rothschild, schrieb als Journalist für grosse Zeitungen und war im Vorstand der News Corporation (einer der mächtigsten Medienkonzerne der Welt) sowie im Vorstand von Reuters (eine der grössten Nachrichtenagenturen der Welt). Er ist Ehrengovernor der Ditchley Foundation, eine angloamerikanische Denkfabrik.
  • Randolph Leonard Spencer-Churchill: Ein Urenkel des britischen Premierministers Winston Churchill.
  • Sir Sebastian Wood: Er war britischer Botschafter in China und Deutschland. Nun ist er Vorsitzender der chinesischen Abteilung von Schroders.

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Oppenheim Familie

Der deutsch-jüdische Bankier Salomon Oppenheim (1772-1828) gründete 1789 die Bank „Sal. Oppenheim“. Seine Söhne führten die Bank weiter. Der Sohn Simon Oppenheim (1803-1880) wurde 1867 vom österreichischen Kaiser zum Freiherrn geadelt. Seine Nachkommen konvertierten zum Christentum und mehrere heirateten in deutsche Uradelsfamilien. Simons Bruder Abraham Oppenheim (1804-1878) wurde 1868 vom preussischen König geadelt und war somit der erste Jude, der in den preussischen Adel aufgenommen wurde. Abraham Oppenheim heiratete Charlotte Beyfus. Ihr Grossvater mütterlicherseits war Mayer Amschel Rothschild, der Begründer der Rothschild-Bankendynastie.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte die Oppenheim Familie zu den reichsten Deutschen (Quelle).

Bis zum Verkauf 2009 durch die Familie an die Deutsche Bank war Sal. Oppenheim die grösste unabhängige Bank Europas. In den 1980er Jahren gehörte die Bankiersfamilie Oppenheim zu den reichsten Deutschen (Quelle). Im Jahr 2002 wurde das Vermögen auf 1,7 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Da sie 2009 die Bank für mehr als eine Milliarde verkauften, werden sie noch bis vor zehn Jahren Milliardäre gewesen sein. In den Jahren vor dem Verkauf führte Josef Esch die Bank. Er ist ein Bekannter der Oppenheims und hat Kontakte zu zahlreichen wohlhabenden Familien, darunter die Milliardärsfamilien Haniel und Oetker (Quelle).

1956 gehörte die Bank der Oppenheim Familie zu den Gründern der DWS Group, die derzeit der zweitgrösste deutsche Vermögensverwalter ist. Zu den Mitgründern gehörten auch die Deutsche Bank, Schröder, Metzler, Donner, Delbrück und Thyssen. (Quelle) Die DWS Group verwaltet 859 Milliarden Euro, also etwa eine Billion US-Dollar (Stand: 30.6.2021).

1889 war die Bank der Oppenheim Familie Mitgründer der Deutsch-Asiatischen Bank, eine deutsche Bank, die in China aktiv war. Sie wurde von 13 deutschen Banken gegründet. Darunter waren auch die Banken der deutsch-jüdischen Familien Rothschild, Stern, Mendelssohn und Bleichröder. 1987 wurde die Deutsch-Asiatische Bank Teil der Deutschen Bank, die heute die grösste Bank Deutschlands ist. (Quelle)

1839 gründeten die Oppenheims gemeinsam mit der Rothschild Familie die Colonia-Versicherung (Quelle). In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sie sich zu einem der grössten Versicherungsunternehmen Deutschlands. Die Oppenheim Familie kontrollierte das Unternehmen bis 1989. Inzwischen gehört es zum führenden französischen Versicherungskonzerns AXA (wurde von der Bankiersfamilie Hottinger mitgegründet).

Alfred von Oppenheim (1934-2005) war Präsident der „Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer“. Er war zudem Präsident der 1955 gegründeten „Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik“, eine der einflussreichsten Denkfabriken Deutschlands. (Quelle) Derzeit ist sein Sohn Christopher von Oppenheim (*1965) im Präsidium der Denkfabrik (Stand: 20.10.2021). Christopher machte seine Ausbildung bei der deutschen Warburg Bank. Er arbeitete für die US-amerikanische Citigroup, eine der grössten Banken der Welt. (Quelle)

Emmy von Oppenheim (1869-1957) heiratete in den deutschen Zweig der italienischen Uradelsfamilie Arco. Ihr Sohn war Anton Graf von Arco auf Valley. Er ermordete 1919 den jüdischen Politiker Kurt Eisner. Eisner war der erste Ministerpräsident von Bayern. Er war ein antimonarchistischer Revolutionär. Man vermutet, dass Graf Arco ihn im Auftrag von adligen monarchistischen Militärs ermordete.

Waldemar von Oppenheim (1894-1952) heiratete in die deutsch-jüdische Goldschmidt Familie. Nach der Liste von Kevin Dowling war seine Frau Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF.

Ilona von Ullmann (1953-2018) kam mütterlicherseits aus der Oppenheim Familie. Sie heiratete Graf Matthias von Krockow, der aus einer Uradelsfamilie kommt und Gesellschafter der Bank der Oppenheim Familie wurde. Er arbeitete für die US-amerikanischen Grossbanken Citibank und Chase Manhattan (Rockefeller Familie). Zudem war er im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp, RWE und Fiat Deutschland.

Die Bankiersfamilie Oppenheim sind Nachkommen der Oppenheimer Familie aus Frankfurt. Die Familie lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Im 16. Jahrhundert wurde die Familie in Frankfurt sesshaft, wo sie als Seiden- und Textilhändler aktiv war. Sie gehörte zu den höchst besteuerten Juden in Frankfurt und war demnach bereits damals sehr wohlhabend. Die Familie brachte auch Hofbankiers hervor, wie Joseph Süß Oppenheimer (1698-1738) und Samuel Oppenheimer (1630-1703). Letzterer hatte ein freundschaftliches Verhältnis zum österreichischen Feldherrn Prinz Eugen (Haus Savoyen) und spielte als dessen Geldgeber eine wichtige Rolle in der Finanzierung der Türkenkriege. (Quelle) Er stand in engem geschäftlichen Kontakt mit der Goldschmidt Familie aus Frankfurt. (Quelle)

Die Oppenheimer aus Frankfurt waren über Heiraten mit der Kann Familie verbunden. Die Kann Familie galt über zwei Jahrhunderte (von etwa 1550 bis 1750) als die reichste und mächtigste Familie unter Frankfurts Juden (Quelle). Die Kann Familie ging aus der Familie Haas hervor. Die Familie Haas ist vielleicht die wichtigste Familie in der 350-jährigen Geschichte der Frankfurter Judengasse, da sie über Heiraten mit so gut wie allen wichtigen jüdischen Frankfurter Geschäftsleuten verbunden war. (Quelle) Die Oppenheimer heirateten in die Haas Familie. Die beiden Familien wurden im 16. Jahrhundert in Frankfurt sesshaft. Davor lebten sie in der deutschen Stadt Worms. Es könnte also gut sein, dass sie sich schon früher gekannt hatten.

Die Oppenheimer aus Frankfurt waren mit Samson Wertheimer (1658-1724) verschwägert, der einer der bedeutendsten jüdischen Hofbankiers seiner Zeit war und den Hofbankier Samuel Oppenheimer (1630-1703) kannte. Die Oppenheimer und die Wertheimer waren familiär mit der Schiff Familie aus Frankfurt verbunden, die mehrere Rabbiner hervorbrachte. Der Frankfurter Jakob Heinrich Schiff (1847-1920) kam ebenfalls aus dieser Familie. Er emigrierte in die USA und wurde dort zu einem der mächtigsten Bankiers.

Ein Familienzweig, der nach Belgien emigrierte, gründete dort 1871 mit anderen Bankiers die Banque de Bruxelles. Die Banque de Bruxelles war 1972 die zweitgrösste belgische Bank. Sie fusionierte 1975 mit der Bank der belgischen Bankiersfamilie Lambert (Verwandte und Bekannte der Rothschilds). Durch die Fusion entstand die BBL, die seit 1998 zur niederländischen ING Group gehört, eine der grössten europäischen Banken. Adolphe Oppenheim (1793-1870) arbeitete für die belgische Zentralbank. Sein Bruder Joseph Oppenheim (1810-1884) hatte Kontakt zu den jüdischen Bankiersfamilien Bischoffsheim und Erlanger.

Der Mediziner und Hofrat Zacharias Oppenheimer (1830-1904) war Freimaurer. Er hatte dieselben Vorfahren wie die anderen genannten Oppenheimer. Es gab und gibt zudem viele bedeutende jüdische Persönlichkeiten, die den Namen Oppenheim oder Oppenheimer tragen. Bei denen ist aber unklar, ob sie von den Oppenheimer aus Frankfurt abstammen. Beispielsweise die Milliardärsfamilie Oppenheimer aus Südafrika oder der US-amerikanische Physiker Robert Oppenheimer, der massgeblich an der Entwicklung der ersten Atombombe beteiligt war.

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Koch und Marshall Familie

Die Familien Koch und Marshall aus den USA kontrollieren den Grosskonzern Koch Industries. Das Unternehmen ist vielen Bereichen tätig: Erdöl, Erdgas, Chemie, Energie, Asphalt, Kunstdünger, Lebensmittel, Kunststoff und vieles mehr. Derzeit ist Koch Industries nach Umsatz das fünftgrösste Familienunternehmen der USA. Es ist das zweitgrösste sich in Privatbesitz befindende Unternehmen der USA.

Die Koch Familie gehört mit einem geschätzten Vermögen von 148,5 Milliarden US-Dollar zu den reichsten der Welt. (Quelle) Bereits in den 80er-Jahren war sie eine der reichsten Familien des Landes. (Quelle) Das Vermögen der Marshall Familie wird auf 18,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)

Der Ölunternehmer Fred Koch (1900-1967) reiste 1928 in die Sowjetunion, um Stalin dabei zu helfen, Ölraffinerien zu errichten. Zusammen mit William Rhodes Davis half er Hitler beim Bau der drittgrössten Erdölraffinerie in Nazideutschland. (Quelle) Mit dem dadurch erlangten Vermögen gründete er in den USA ein eigenes Ölunternehmen. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen von seinen beiden Söhnen Charles Koch (*1935) und David Koch (1940-2019) weitergeführt, die daraus den heutigen Grosskonzern Koch Industries aufbauten.

In den 60erjahren beteiligte sich der Ölunternehmer James Howard Marshall (1905-1995) an Koch Industries. Die Marshall Familie hält seither auch Anteile am Konzern. James Howard Marshall war Rechtsanwalt beim Ölkonzern Standard Oil of California, der aus dem Ölimperium der Rockefeller Familie hervorging. James Howard Marshall war als Quäker aufgewachsen und besuchte eine Quäkerschule.

Everett Pierce Marshall (1939-2006) arbeitete für die Brokerfirma „Loeb, Rhoades & Co.“ (Quelle). Die Gründerfamilie der Firma heiratete in die Bankiersfamilie Lehman.

Gerüchten zufolge sind die Koch-Brüder Stammgäste des Bohemian Club (Quelle). Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Die Koch-Brüder sind/waren Geldgeber diverser Denkfabriken. Es gibt einen ganzen englischen Wikipedia Artikel zu ihren politischen Aktivitäten.

Charles Koch gehörte zu den Gründern des Cato Institute, einer libertären Denkfabrik. Charles Koch ist Mitglied der Mont Pèlerin Society. Die Gesellschaft wurde 1947 gegründet und ist seither ein zentraler Knotenpunkt neoliberaler Netzwerke. Sie wurde von Ökonomen gegründet. Der erste Nichtökonom, der beitrat, war Otto von Habsburg aus der ehemaligen Königsfamilie Österreichs (Quelle). Der Hauptgründer der Mont Pèlerin Society war Friedrich August von Hayek, der aus einer österreichischen Adelsfamilie kam. Der Aufbau des Netzwerkes wurde unter anderem von der Rockefeller Foundation finanziert (Quelle: Seite 32).

Der Vater der Brüder, Fred Koch, war 1958 eines der Gründungsmitglieder der John Birch Society. Diese rechtskonservative Organisation verbreitet seit Anbeginn Verschwörungstheorien und hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Szene der Verschwörungstheoretiker in den USA. Dennoch gibt es Verschwörungstheoretiker, die der Meinung sind, dass die John Birch Society von Geheimdiensten und der Elite gesteuert werden. Einzelne ehemalige Mitglieder der Gesellschaft kann man ganz klar der US-Elite zuordnen:

  • Der Erdölunternehmer H. L. Hunt (1889-1974), der zeitweise als der reichste Mann der Welt galt, unterstützte die Gesellschaft (Quelle). Sein Sohn Nelson Bunker Hunt (1926-2014) war langjähriges Mitglied der Führung der Gesellschaft (Quelle). Die Hunt Familie gehört mit einem Vermögen von 15 Milliarden US-Dollar immer noch zu den reichsten Erdölunternehmern.
  • Archibald Roosevelt (1894-1979) war ein Unterstützer der John Birch Society (Quelle). Er war ein hochrangiger Militär. Er kam aus der Roosevelt Familie, eine der wichtigsten Familien der US-Elite. Die Roosevelts und ihre Verwandtschaft brachten viele Geheimdienstler hervor.
  • Spruille Braden (1894-1978) gehörte zur Führung der John Birch Society (Quelle). Der Diplomat, Unternehmer und Lobbyist war zusammen mit der CIA in den Staatsstreich 1954 in Guatemala involviert. Er war geschäftlich mit William Averell Harriman und mit Standard Oil (Ölkonzern der Rockefellers) verbunden. Er war Mitglied des Council on Foreign Relations, eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt. Er war Präsident des Metropolitan Clubs, einer der elitärsten Clubs in New York. Der Club wurde 1891 von hohen Tieren der US-Elite gegründet, darunter Morgan, Roosevelt, Vanderbilt und Lorillard.

David Koch war mit Winston Churchill Jr. befreundet. (Quelle) Dieser kam aus der Spencer-Churchill Familie, einer der einflussreichsten Familien des britischen Adels. Der berühmte Premierminister Winston Churchill gehörte zu dieser Familie. David Koch nahm 2011 in England an einem Treffen im Blenheim Palace teil. Der Blenheim Palace ist eines der grössten Schlösser in England und gehört der Spencer-Churchill Familie. Bei dem Treffen im Blenheim Palace, an dem Koch teilnahm, war der indische Milliardär Lakshmi Mittal anwesend. Gäste aus den USA waren unter anderem der Milliardär Daniel Ziff, die Frau des Multimilliardärs Stephen Schwarzman, Donald Trumps Schwägerin Blaine und der Multimillionär Wilbur Ross. (Quelle) Wilbur Ross, ein enger Freund von David Koch, war in Donald Trumps erster Amtszeit Handelsminister. David Koch war zwar kein Fan von Trump, aber mehrere Leute, die mit Koch verbunden waren oder von ihm unterstützt wurden, besetzten Ministerposten in Trumps erster Amtszeit und auch sein Vizepräsident Mike Pence gehörte zu Kochs Netzwerk. Ausserdem kannte Koch mehrere Leute aus Trumps persönlichem Umfeld. (Mehr dazu)

David Koch war Treuhänder des Metropolitan Museum of Art in New York, das grösste Kunstmuseum der USA (Quelle). Zu den Treuhändern gehören Mitglieder der Milliardärsfamilien Ambani (Indien), Koç (Türkei), David-Weill (Frankreich), Al Sabah (Kuwait) und Santo Domingo (Kolumbien) sowie Mitglieder der amerikanisch-jüdischen Familien LauderSchiffPritzker, Greenberg, Tisch und Rudin. (Stand: Juli 2021) Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

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Barclay Clan und Berkeley Familie

Der schottische Clan Barclay stammt sehr wahrscheinlich von der englischen Adelsfamilie Berkeley ab, auch wenn keinen Beweis für eine Abstammung gibt. Ich habe trotzdem beide Familien in einen Beitrag genommen. Die Familienüberlieferung der Barclays besagt ebenfalls, dass sie von einem Berkeley abstammen. Die beiden Familien bestehen schon seit 900 Jahren.

Die Quäkerfamilie Barclay

Ein Familienzweig des Barclay Clans war im 18. und 19. Jahrhundert eine bedeutende Bankiersfamilie. Sie gründeten und führten die Barclays Bank, einer der ältesten und mächtigsten Banken der Welt. Sie gehört schon seit Ende des 19. Jahrhunderts zu den weltweit grössten Banken. 2020 belegte sie Platz 18 auf der Liste der grössten Banken der Welt. 2010 belegte sie noch Platz 10 und 1970 war sie sogar auf Platz 4 (Quelle). Im Jahr 2011 erstellten Wissenschaftler der ETH Zürich eine Liste der mächtigsten Unternehmen, die den Kern der Weltwirtschaft bilden. Die Barclays Bank belegte Platz 1 auf der Liste (Quelle).

Der Schriftsteller Robert Barclay (1648-1690) war eine der wichtigsten Persönlichkeiten des frühen Quäkertums (ein alternatives Christentum) und trug zu dessen Verbreitung bei. Anfangs wurde das Quäkertum verboten. Robert Barclay musste mindestens zweimal ins Gefängnis wegen seiner Schriften und Missionierungsversuchen. Irgendwie schaffte er es jedoch einen Draht zum Herzog James/Jakob II. herzustellen. Der Herzog kam aus der schottischen Königsfamilie Stuart (stammen aus dem schottischen Stewart Clan) und war ab 1685 König von England, Schottland und Irland. Dadurch verbesserte sich der gesellschaftliche Stand der Quäker in Britannien. Robert Barclay erwarb zusammen mit anderen Quäkern die englische Kolonie East Jersey in Nordamerika. Er war in den 1680er Jahren Gouverneur der Kolonie (er hatte diese aber nie besucht). Sein Bruder John Barclay zog in die Kolonie, wo er mehrere Regierungspositionen innehatte. Interessanterweise wurde die Kolonie zuvor von Baron John Berkeley aus der englischen Adelsfamilie Berkeley kontrolliert, der eng mit Jakob II. verbunden war. Robert Barclays Mutter kam aus dem schottischen Gordon Clan. Seine Tante heiratete den Clan-Chef des schottischen Cameron Clans. (Quelle: 1 und 2)

1688 wurde Jakob II. (der letzte katholische König von Britannien) bei der „Glorreichen Revolution“ von britischen Aufständischen und der niederländischen Armee abgesetzt. Daraufhin bestieg der niederländische, protestantische Wilhelm III. von Oranien-Nassau den Thron. Der neue König und das englische Parlament verabschiedeten im selben Jahr den Toleration Act, der Religionsfreiheit für Quäker und andere christliche Gemeinschaften garantierte (dafür waren ab da Katholiken Diskriminierungen ausgesetzt).

Roberts Sohn David Barclay von Cheapside (1682-1769) stieg ins Bankgeschäft ein. Er heiratete in die Quäkerfamilie Freame. (Quelle) Die Freame Familie führte eine eigene Bank, die sie 1690 gegründet hatte. Aus ihr entwickelte sich die heutige Barclays Bank. Somit ist sie eine der ältesten noch bestehenden Banken der Welt. Sie trug ab 1736 den Namen Barclays. Die Barclay Familie heiratete in diesem Zeitraum in die Quäkerfamilie Bevan, die ab da ebenfalls mit der Barclays Bank verbunden war. Der Sohn aus dieser Ehe heiratete in die Quäkerfamilie Wakefield. (Quelle: 1 und 2) Die Wakefield Familie spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung der britischen Kolonien Südaustralien und Neuseeland. Davids gleichnamiger Sohn heiratete eine Tochter des Quäkers Sampson Lloyd (Quelle). Dieser war ein Mitgründer der Lloyds Bank, die heute ebenfalls eine der grössten britischen Banken ist.

Joseph Gurney Barclay (1816-1898) leitete die Barclays Bank. Seine Mutter kam aus der Quäkerfamilie Gurney. Die Gurney Familie gründete 1770 die Gurneys Bank, die 1896 mit der Barclay Bank fusionierte. Joseph war der letzte Barclay, der eine leitende Position bei der Bank einnahm (soviel ich weiss). Jedoch waren ab da mehrere Personen in der Führung der Bank, die aus Familien kamen, die im 19. Jahrhundert mit den Barclays verbunden waren. So waren in den letzten 70 Jahren Mitglieder der Quäkerfamilien Pease, Tuke und Bevan in leitenden Positionen der Bank sowie auch die Buxton Familie (heiratete in die Barclay Familie).

George Head Barclay (1862-1921) war britischer Diplomat. Er erhielt drei Orden vom britischen Königshaus. Seine Mutter kam aus der Gurney Familie. Seine Schwester heiratete in den schottischen Carnegie Clan. Seine Frau war eine Tochter des US-amerikanischen Bankiers Henry Grafton Chapman, der Präsident der New Yorker Börse war. Chapman arbeitete für die britische Barings Bank. Die Frau von George Head Barclay kam mütterlicherseits aus der Jay Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte. (Quelle)

William Barclay Peat (1852-1936) kam mütterlicherseits aus der Quäkerfamilie Barclay. Er gründete den Vorläufer der KPMG, die heute eine der vier wichtigsten Wirtschaftsprüfer der Welt ist. (Quelle)

Roderick Barclay (1909-1996) war britischer Diplomat und bekam zwei Orden vom britischen Königshaus.

Mehrere Mitglieder der Quäkerfamilie Barclay heirateten in die britische Industriellenfamilie Fox, die ebenfalls Quäker waren.

Lucy Barclay (1757-1817) heiratete den Quäker Samuel Galton, der zu den frühen Industriellen gehörte. Ein Enkel des Ehepaares war der britische Universalgelehrte Francis Galton (1822-1911). Dieser war Freimaurer. Er war der Begründer der Eugenik. (Mehr dazu)

Weitere Familienzweige des Barclays Clans

David und Frederick Barclay (*1934) sind Zwillinge und britische Milliardäre. Ihr Vermögen wurde auf 9,6 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie sind im Einzelhandel sowie Immobiliengeschäft tätig und kontrollieren mehrere britische Zeitungen. Sie wurden beide von der Queen zu Rittern geschlagen. Ihre Eltern kamen aus Schottland. Sie haben sich zwar öffentlich nie zum Clan bekannt, aber sie besitzen ein Schloss über dessen Eingangstür das Motto und Wappen des Barclay Clans eingraviert ist (Quelle).

Baron Colville Barclay (1829-1896) war britischer Kolonialverwalter in Sri Lanka. Sein Familienzweig war Ende des 17. Jahrhunderts in den Adel aufgenommen worden und besitzt seither den Titel eines Barons. Sein gleichnamiger Sohn Colville Barclay (1869-1929) war britischer Diplomat. Er wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Er erhielt vier Orden vom Königshaus.

Malcolm Barclay-Harvey (1890-1969) war Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von Schottland (Quelle). Die schottische Grossloge besteht seit 1736. Fast alle oder sogar alle Grossmeister der Loge kamen aus schottischen Clans und viele waren Clan-Chefs (Quelle). Die Freimaurerei entstand vermutlich in Schottland. Malcolm war von 1939 bis 1944 Gouverneur von Südaustralien. Der Gouverneur ist der Stellvertreter der britischen Königsfamilie in Südaustralien. Australien war bis 1901 eine britische Kolonie und gehört heute zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Die britische Königsfamilie stellt heute noch das Staatsoberhaupt von Australien. In seiner Zeit als Gouverneur war Malcolm auch Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von Südaustralien (Quelle). Er erhielt einen Orden vom britischen Königshaus. Malcolm war zudem Grossmeister des schottischen Templerordens. Mehrere Grossmeister des Templerordens in Schottland waren gleichzeitig die Oberhäupter von schottischen Clans. (Quelle) Hierbei handelt es sich um den freimaurerischen Templerorden. Es gibt noch weitere Orden, die sich als Templer bezeichnen, aber die Templer in der britischen Freimaurerei sind aus meiner Sicht der interessanteste Templerorden in der heutigen Zeit. Über diesen Orden ist nur wenig bekannt und es ist unklar, ob eine Verbindung zum Templerorden aus dem 12. Jahrhundert besteht. Der Templerorden von damals war unter anderem in Schottland aktiv. (Quelle) Er gilt als möglicher Vorläufer der Freimaurerei.

Anmerkung: Der heutige Templerorden nimmt nur christliche Master Masons und Royal Arch Masons auf (Quelle). Das bedeutet, dass man den 4. Grad im York-Ritus und den 3. Grad im schottischen Ritus erreicht haben muss. Wer diese Grade erreicht, kann dem Templerorden beitreten. Wenn man noch Mark Master Mason wird, hat man Anspruch auf eine Mitgliedschaft im „Order of Royal and Select Masters“ (Orden der königlichen und auserwählten Meister), auch bekannt als kryptische Freimaurer. Die Mitgliedschaft bei den britischen Tempelrittern ermöglicht einem Beitritte in noch weitere Orden. Die obersten beiden Orden in der Hierarchie sind die „Knights Beneficent of the Holy City“ und der „Order of Holy Wisdom“ (Quelle). Hier sollte noch erwähnt werden, dass der Grossteil der Freimaurer keine Hochgrad-Maurer sind. Genaue Zahlen gibt es z. B. in der Schweiz. Von den schweizerischen Freimaurern, die den schottischen Ritus praktizieren, befinden sich derzeit 3500 Mitglieder auf dem 1. bis 3. Grad, während derzeit nur 900 Mitglieder den 4. Grad erreichten (Quelle). In der Schweiz darf der Kreis aus Freimaurern, die den 33. Grad (der höchste Grad) erreichen, aus maximal 99 Personen bestehen. Der Oberste Rat der schweizerischen Freimaurer darf aus maximal 33 Personen bestehen (Quelle).

Malcolm Barclay-Harvey heiratete die Tochter eines britischen Grafen aus der englischen Adelsfamilie Bertie. Andrew Bertie, der Sohn eines Grafen, war von 1988 bis 2008 Grossmeister des Malteserordens, ein alter Vatikanorden (Quelle). Der Malteserorden wurde wie der Templerorden vor 900 Jahren im Kreuzfahrerstaat Jerusalem gegründet. Andrew Bertie kam mütterlicherseits aus der Adelsfamilie Crichton-Stuart.

Michael Andreas Barclay de Tolly (1761-1818) wurde im baltischen Raum geboren. Er war Kriegsminister des russischen Kaiserreiches im Krieg gegen Napoleon und wurde zum Fürsten geadelt. Er war auch russischer Generalgouverneur von Finnland. Zweige der schottischen Clans Bruce und Armstrong wurden zu dieser Zeit ebenfalls in den russischen Adel aufgenommen (Quelle). Patrick Gordon (1635-1699), aus dem Gordon Clan, fand ebenfalls Anschluss an die russische Elite. James Francis Edward Keith, der Sohn eines britischen Grafen aus dem Keith Clan, wurde 1740 der zweite Grossmeister der russischen Freimaurer. Er war ein Cousin des schottischen Grafen John Keith (circa 1699-1758). Dieser war Grossmeister der englischen und schottischen Freimaurer. (Quelle)

Der derzeitige Clan-Chef des Barclay Clans, Peter Charles Barclay (*1938), ist Mitglied in der Gilde der Zimmerleute (Worshipful Company of Carpenters) (Quelle). Die Gilde besteht seit 1477 und gehört zu den sogenannten Livery Companies. Diese Händlergilden entstanden im 14. Jahrhundert und existieren bis heute. Sie sind traditionell mit dem britischen Adel und der City of London verbunden (Londoner Bankenviertel).

Der US-amerikanische Familienzweig

Der US-amerikanische Kaufmann Andrew Barclay (1719-1775) stammte vermutlich aus dem Barclay Clan (Quelle). Sein Vater war aus Schottland eingewandert. Andrew war Mitgründer und Präsident der Saint Andrew’s Society of the State of New York. Diese wurde 1756 gegründet und besteht bis heute. Von 1975 bis 1977 war ein Gordon Barclay Präsident der Gesellschaft. Saint Andrew’s Societies gibt es in vielen ehemaligen britischen Kolonien (USA, Kanada, Australien und weitere) und werden von schottischen Clans geführt. Sie dienen unter anderem dazu, Kontakte zwischen den schottischen Kolonialfamilien zu fördern.

Andrew Barclay heiratete in die Roosevelt Familie, die eine der wichtigsten Kolonialfamilien Nordamerikas war. (Quelle) Im 20. Jahrhundert stellte die Roosevelt Familie zwei US-Präsidenten und sie gehört bis heute zur US-Elite.

Andrew Barclays Tochter Ann heiratete einen Bruder von Richard Bache. Richard heiratete eine Tochter von Benjamin Franklin, der einer der wichtigsten Gründerväter der USA war. (Quelle) Benjamin Franklin war Freimaurer (Quelle).

Andrews Neffe war Thomas Henry Barclay (1753-1830). Er heiratete in die Kolonialfamilie DeLancey. Thomas Tochter Eliza heiratete in die Kolonialfamilie Livingston, die zu den Gründervätern der USA gehörte und vom schottischen Livingstone Clan abstammt. Elizas Schwester Susannah Barclay heiratete in die Kolonialfamilie Stuyvesant. (Quelle) Livingston, Stuyvesant und Schuyler gehörten zu Kolonialzeiten zu den mächtigsten Familien der heutigen USA. Thomas war ein Urgrossvater von William Barclay Parsons (1859-1932). Dieser gründete 1885 Parsons Brinckerhoff, eines der führenden Ingenieurunternehmen der USA. Seit 2014 gehört es zum kanadischen Ingenieurkonzern WSP Global.

James Lent Barclay (1848-1925), ein Enkel von Thomas, verkehrte mit den Familien AstorVanderbiltLivingston und Van Rensselaer sowie mit weiteren Familien der US-Elite (Quelle). James Enkelin Allardyce heiratete 1931 in die schweizerisch-französische Bankiersfamilie Hottinguer (Quelle).

Berkeley Familie

Der Barclay Clan soll wie gesagt von der englischen Adelsfamilie Berkeley abstammen. Die Berkeleys besitzen seit dem 12. Jahrhundert den Titel eines Barons. Sie sind bis heute in der britischen Politik aktiv. Derzeit sind sie mit Baron Anthony Gueterbock (kommt mütterlicherseits aus der Berkeley Familie) in der Politik vertreten.

Baron John Berkeley (1602-1678) war der Gründer der britischen Kolonie New Jersey in Nordamerika. Er sorgte für Religionsfreiheit in der Provinz, was unter anderem Siedler anzog, die zu religiösen Minderheiten gehörten. Nach seinem Tod wurde die Hälfte der Kolonie an eine Gruppe Quäker verkauft. Darunter war auch Robert Barclay (1648-1690), der zum Gouverneur der Kolonie ernannt wurde. John Berkeley heiratete die Tochter des wohlhabenden Kaufmanns Andrew Riccard. Dieser gehörte zur Führung der East India Company, der Levant Company und der Turkey Company, drei wichtige britische Handelskompanien der damaligen Zeit. John Berkeleys Bruder William Berkeley (1605-1677) war Gouverneur der Kolonie Virginia. Dieser war im Gegensatz zu seinem Bruder intolerant gegenüber christlichen Minderheiten und verachtete Quäker und Puritaner. Ein von ihm erlassenes Gesetz bestrafte deren Prediger in der Kolonie.

Graf George Berkeley (1628-1698) arbeitete für die Royal African Company. Die englische Handelskompanie war der führende Sklavenhändler der damaligen Zeit. George Berkeley war langjähriger Gouverneur der Levant Company. Die englische Handelskompanie war für den Handel zwischen England und dem Osmanischem Reich zuständig. George Berkeley wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

Baron Norborne Berkeley (1717-1770) war Kolonialgouverneur von Virginia.

Die Berkeley Familie heiratete in viele englische Adelsfamilien und schottische Clans. Frances Berkeley (1703-1759), die Tochter eines Berkeley-Barons, war die Mutter von Baron William Byron (1722-1798) (Quelle). Dieser war Grossmeister der englischen Freimaurer (Quelle).

Elenor Berkeley, die Tochter eines Vizegrafen, heiratete Hugh Montgomery, der 2. Graf von Mount Alexander (1651-1717). Dieser kam aus dem schottischen Montgomery Clan und war Grosskommandant des „Order of the Fleur de Lys“ (Quelle). Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden)

Baron Maurice Berkeley (1788-1867), Graf James Berkeley (1679-1736) und George Berkeley (1754-1818) heirateten in die Herzogsfamilie Lennox von Richmond, eine Bastardlinie der schottischen Königsfamilie aus dem Stewart Clan. Die Herzogsfamilie von Richmond brachte hochrangige Freimaurer hervor. Mary Berkeley (1795-1873) heiratete einen Herzog aus der FitzRoy Familie, ebenfalls eine Bastardlinie der schottischen Königsfamilie Stewart. Marys Sohn heiratete in die Baring Familie, eine der mächtigsten britischen Bankiersfamilien.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Sassoon Familie

Die Sassoon Familie war im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Familien im ostasiatischen Handel. Sie war bis in die 1930er Jahre eine der reichsten Familien der Welt. (Quelle)

David Sassoon (1792-1864) war der Gründer eines Handelsimperiums, das sich über den asiatischen Kontinent erstreckte. Er kam aus einer irakisch-jüdischen Familie, die in Bagdad lebte. Sein Vater war Schatzmeister von Bagdad. David Sassoon zog nach Bombay in Indien. Dort gründete er 1832 das Handelsunternehmen „David Sassoon & Co.“, das bis ins frühe 20. Jahrhundert hauptsächlich in Indien, China und Japan tätig war. Hierbei kam es ziemlich sicher zu Kontakt mit britischen Händlern und Kolonialisten. David Sassoon wurde 1853 britischer Staatsbürger. Wenige Jahre später begann „David Sassoon & Co.“ den Opiumhandel in Ostasien zu dominieren. Mehrere seiner Söhne zogen nach England.

Der Sohn Abdullah David Sassoon (1818-1896), der später die Leitung von „David Sassoon & Co.“ übernahm, sollte den Kontakt der Familie zur britischen Elite weiter vertiefen. Er benannte sich in Albert um und übernahm verstärkt britische Sitten und Gebräuche. Die britische Königsfamilie verlieh im zwei Orden. Der Schah von Persien verlieh ihm einen Orden für seine Dienste im persischen Handel. Er zog nach England, wo er 1890 zum Baron geadelt wurde.

Sein Sohn Edward Sassoon (1856-1912) erbte den Adelstitel, ging in die britische Politik und heiratete zudem in die Rothschild Familie. (Quelle)

Arthur Sassoon (1840-1912) war ein persönlicher Freund des britischen Königs Edward VII. (Quelle) König Edward war oft zu Besuch bei den Sassoons. (Quelle) Edward war übrigens hochrangiger Freimaurer. (Quelle) Arthur Sassoon gehörte zum ersten Vorstand der 1865 gegründeten HSBC. (Quelle) Die britische Bank wurde 1865 in Hongkong von schottischen Bankiers gegründet. Die Bank finanzierte den britisch-ostasiatischen Handel. In ihrer Anfangszeit spielte sie eine wichtige Rolle in der Finanzierung des Opiumhandels und profitierte davon. (Quelle: 1, 2)

Frederick Sassoon (1853-1917) und Solomon Sassoon (1841-1894) waren Vorsitzende der HSBC. Edward Shellim (1869-1928), der mütterlicherseits aus der Sassoon Familie kam, war ebenfalls Vorsitzender der HSBC. (Quelle) Die HSBC war in ihrer Anfangszeit auch mit den Familien Keswick, Forbes, Berenberg-Gossler und Donner verbunden.

Anmerkung zur HSBC: Die HSBC gehört seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den weltweit grössten Banken. Im Jahr 2023 war sie die achtgrösste Bank. (Quelle) Sie besass Ende 2023 ein Vermögen im Wert von drei Billionen US-Dollar. (Quelle) Im Juni 2024 überstiegen die gesamten verwahrten Vermögenswerte neun Billionen US-Dollar. (Quelle) Sie ist zwar eine britische Bank, konzentriert sich aber auf das Ausland und ist auf allen Kontinenten führend. Global gesehen ist sie derzeit die vielleicht mächtigste Bank der Welt. Die HSBC war bis in die 1920er-Jahre die führende ausländische Bank in China und die führende Bank in Asien. Nach der Machtübernahme der Kommunisten in China im Jahr 1949, die zur Gründung der Volksrepublik China führte, gab die HSBC ihre Geschäfte in China auf, mit Ausnahme der Niederlassung in Shanghai. Ab Ende der 70er-Jahre begann sich China wieder für ausländische Investitionen zu öffnen. 1984 erhielt die HSBC als erste ausländische Bank seit 1949 eine Banklizenz in China. (Quelle: 1, 2) Heute ist die HSBC der grösste ausländische Kreditgeber in China und arbeitet mit mehr als 1200 Unternehmen aus China zusammen (Stand: 2021). (Quelle) Die HSBC besitzt 19 Prozent der Bank of Communications (Stand: 2024). (Quelle) Diese ist eine der grössten chinesischen Banken und eine der grössten der Welt. In den letzten 25 Jahren wurde der HSBC mehrfach vorgeworfen, dass sie finanzielle Dienstleistungen für Terroristen und die organisierte Kriminalität, darunter Drogenkartelle, erbringt und ihnen bei der Geldwäsche half. Sie hatte auch unerlaubterweise einflussreiche Kunden aus sanktionierten Ländern. (Quelle: 1234) In manchen Fällen wurde sie deswegen zu Geldstrafen verurteilt. Die Triaden (chinesische Mafia) kontrollieren seit der Illegalisierung einen grossen Teil des Opium- und Heroinhandels in Asien und ihre Führung gehört zu den mächtigsten Geschäftsleuten der globalen Schattenwirtschaft. Man geht davon aus, dass ein grosser Teil der Vermögensverwaltung und Geldwäsche der Triaden im Hongkonger Finanzwesen stattfindet. Die HSBC ist bis heute die grösste Bank Hongkongs. Zudem machte die HSBC Geschäfte mit Personen, welche die al-Qaida finanzieren oder ihr nahe stehen, darunter Mitglieder des saudischen Königshauses (Quelle: 1, 2). Die al-Qaida und die Taliban waren oder sind noch immer der grösste Opiumproduzent der Welt. (Quelle: 1, 2) Die HSBC ist Partner des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Die Sassoon Familie gehörte zusammen mit den Familien Schröder, Keswick und Reuter zu einer Clique, welche die „Imperial Bank of Persia“ kontrollierte (Quelle: 1, 2, 3). Sie war die erste wichtige Bank im Iran/Persien, wo bis dahin aufgrund der Religion Kredite vergeben mit Zinsen verboten war und es somit noch keine Finanzindustrie gab. Die Imperial Bank of Persia kontrollierte seit ihrer Gründung 1889 bis 1930 die iranische Finanzindustrie, die von der Bank aufgebaut wurde. 1952 gab die Bank den iranischen Markt auf und wurde 1959 Teil der HSBC.

Baron James Sassoon (*1955) ist in der britischen Politik. Er arbeitete für den führenden Wirtschaftsprüfer KPMG und war Direktor der britischen Investmentbank SG Warburg. Er war Direktor von Jardine Matheson, ein Grosskonzern aus Hongkong. Jardine Matheson war im 19. Jahrhundert das grösste ausländische Handelsunternehmen in Ostasien und einer der grössten Opiumhändler der Welt. Der Konzern wird von der schottischen Milliardärsfamilie Keswick kontrolliert, die schon im 19. Jahrhundert Kontakt zur Sassoon Familie hatte.

Baron James Sassoon und Adam Keswick sind derzeit in der HK Association vertreten. Zur Vereinigung gehört auch die britische Milliardärsfamilie Swire, die schon seit über 150 Jahren in der ostasiatischen Wirtschaft aktiv ist. Zur HK Association gehören Führungskräfte der britischen Grossbanken HSBC und Standard Chartered, die sich traditionell auf Ostasien konzentrieren. (Stand: August 2020) (Quelle) Der Vorläufer der HK Association war die China Association, die Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Zur China Association gehörten schon damals die Familien Keswick und Swire sowie die britische Bank HSBC.

Baron James Sassoon ist derzeit Vorsitzender des „China-Britain Business Council“, die führende britische Organisation zur Förderung von Handel und Investitionen zwischen Grossbritannien und China. Er arbeitete auch im britischen Finanzministerium. Er war Präsident der Financial Action Task Force (FATF). Die internationale Organisation hat sich der Bekämpfung von Geldwäsche verschrieben, darunter auch der Bekämpfung von Geldwäsche im Drogen/Opiumhandel. Hier ein Artikel für jene, die sich für die Rolle der Grossbanken im internationalen Drogenhandel interessieren.

Der jüdische Bankier Sassoon Jacob Hai David (1849-1926) heiratete in die Sassoon Familie. Er lebte in Bombay und hatte irakische Wurzeln, genau wie die Sassoons. Er wurde ebenfalls zum Baron geadelt. Er besass Textilfabriken und war Vorsitzender und Mitgründer der Bank of India. Diese gehört heute zu den grössten Banken Indiens. Zu den Mitgründern der Bank gehörten auch die indisch-parsischen Geschäftsmänner Ratanjee Dadabhoy Tata und Cowasjee Jehangir. (Quelle) Ratanjee kam aus der Tata Familie, die bis heute die mächtigste indische Unternehmerfamilie ist. Cowasjee kam aus Jehangir Familie, die seit über 100 Jahren zum britischen Adel gehört.

Philip Sassoon (1888-1939), der mütterlicherseits aus der Rothschild Familie kam, war ein enger Freund von Winston Churchill, der später Premierminister von Grossbritannien wurde. (Quelle)

Rachel Sassoon (1858-1927) heiratete den Briten Frederick Arthur Beer. Dessen Vater Julius Beer war im Besitz der britischen Zeitung The Observer. Rachel wurde Chefredakteurin von The Observer und The Sunday Times. Julius Beer wurde in eine jüdische Familie in der deutschen Stadt Frankfurt geboren und emigrierte nach Grossbritannien. Die Beer Familie war ein Familienzweig der Kann Familie. Diese galt über zwei Jahrhunderte (von etwa 1550 bis 1750) als die reichste und mächtigste Familie unter Frankfurts Juden (Quelle). Die Kann Familie ging aus der Familie Haas hervor. Die Familie Haas ist vielleicht die wichtigste Familie in der 350-jährigen Geschichte der Frankfurter Judengasse, da sie über Heiraten mit so gut wie allen wichtigen jüdischen Frankfurter Geschäftsleuten verbunden war. (Quelle)

Judith Louise Sassoon (1873-1964) heiratete den Briten Cavendish Boyle. Dieser war Kolonialgouverneur der britischen Kolonien Neufundland, Mauritius und Britisch-Guyana. Er kam aus dem schottischen Boyle Clan.

Sybil Sassoon (1894-1989), die mütterlicherseits aus der Rothschild Familie kam, heiratete einen Markgrafen aus der englischen Adelsfamilie Cholmondeley. Durch diese Ehe hat der heutige Markgraf David Cholmondeley Blut der Familien Sassoon und Rothschild in sich.

Joseph Sassoon (1855-1918) heiratete in die jüdische Günzburg Familie, eine bedeutende Bankiersfamilie des 19. Jahrhunderts, die eine wichtige Rolle bei der Gründung der russischen Finanzindustrie spielte. Die Günzburg Familie ist über Heiraten mit den jüdischen Familien Goldschmidt, Warburg, Stern, David-Weill, Rothschild, Lambert, Bronfman, Fould und Hirsch verwandt oder verschwägert.

Siegfried Sassoon (1886-1967) war homo- oder bisexuell. Er hatte ein romantisches Verhältnis mit dem deutschen hochadligen Philipp von Hessen. Philipp wurde später ein Vertrauter der führenden Nazis Adolf Hitler und Herman Göring. (Quelle)

Die Brüder David (*1941) und Simon Reuben (*1944) gehören zu den reichsten Briten. 2021 wurde ihr Vermögen 21,5 Milliarden Pfund geschätzt (etwa 29 Milliarden US-Dollar). Sie sind womöglich mit den Sassoons verwandt. Ihr Vater hatte den Mittelnamen Sassoon, was auf eine Verwandtschaft hindeuten kann. Die Sassoons hatten schon vor 200 Jahren die Zweitnamen Reuben und Ruben verwendet. Sassoon David Sassoon (1832-1867) heiratete zudem eine Frau mit dem Nachnamen Reuben. Die Familie der Reuben Brüder kommt aus Britisch-Indien und hat irakisch-jüdische Wurzeln, genau wie die Sassoons. Die Brüder wurden in die jüdische Gemeinde in Byculla geboren, wo früher auch die Sassoons lebten. Die Reuben Brüder machten ihr Vermögen mit Immobilien, Investitionen und Bergbau. Sie waren die Gründer der nicht mehr existenten Trans-World Group, die während der Privatisierung Russlands Teile des russischen Aluminiums unter ihre Kontrolle bringen konnte und dadurch zum drittgrössten Aluminiumproduzent der Welt wurde. 2000 verkauften das Unternehmen sein Aluminiumgeschäft an den russisch-jüdischen Oligarchen Roman Abramovich, der es mit dem Unternehmen des russisch-jüdischen Oligarchen Oleg Deripaska zu Rusal fusionierte. Rusal ist eines der grössten nicht staatlichen Unternehmen in Russland und war 2020 der drittgrösste Aluminiumproduzent der Welt. Deripaska ist übrigens mit Nathaniel Rothschild befreundet (Quelle). Abramovich kennt ebenfalls Nathaniel Rothschild. (Quelle)

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Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Nassau

Nassau ist ein ursprünglich deutsches Hochadelsgeschlecht, dessen Anfänge bis ins 11. Jahrhundert reichen und somit zum Uradel gehört. Adolf von Nassau, der im 13. Jahrhundert lebte, war römisch-deutscher König und somit einer der mächtigsten Herrscher seiner Zeit. Heute besetzt die Familie den Thron der Niederlande und Luxemburg.

Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1533-1584) war ein Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien, der mit seinen Verbündeten ihre Unabhängigkeit erklärten. Somit kann Wilhelm als der Gründer der Republik der Vereinten Niederlande betrachtet werden. Von da an besetzte das Adelsgeschlecht Nassau mit einigen Unterbrechungen den niederländischen Thron bis heute.

Niederländische Königsfamilie und die Freimaurerei

Die niederländische Königsfamilie hat viel dazu beigetragen, die Freimaurerei in den Niederlanden zu etablieren, die dort anfangs teilweise heftiger Gegenwehr ausgesetzt war. Bereits Wilhelm III. von Oranien-Nassau (1650-1702) soll 1690 bei den Freimaurern in London aufgenommen worden sein (Quelle). Es ist ohnehin sehr wahrscheinlich, dass er mit Freimaurern in Kontakt kam, da er von 1689 bis 1702 auch König von England, Schottland und Irland war. In den drei Ländern hatte sich zu der Zeit gerade die Freimaurerei im Adel etabliert. Der vorherige König der drei Länder war Jakob/James II. aus dem Haus Stuart. Dieser wurde 1689 bei der „Glorreichen Revolution“ von britischen Aufständischen und der niederländischen Armee abgesetzt und Wilhelm III. bestieg den Thron. Jakob II. war der letzte katholische König in Britannien. Durch seine Absetzung schwand der Einfluss des katholischen Adels und des Vatikans in Grossbritannien. Dafür erstarkte der Einfluss des protestantischen Freimaurer-Adels. Die schottischen Freimaurer stehen traditionell der presbyterianischen Kirche nahe (und führten auch die Church of Scotland), während viele der englischen Freimaurer der Church of England angehören. Auch Wilhelm III. sah sich als Anführer der protestantischen Mächte Europas. Er wollte die Macht des Klerus einschränken und war gegen absolutistische Monarchien (der Vorgänger König Jakob II. wollte eine absolutistische). Er teilte somit die gleichen Ziele wie die britischen Freimaurer. Er heiratete eine protestantische Prinzessin aus dem Haus Stuart. Als Wilhelm III. König von Britannien war, führte die Regierung den Act of Settlement ein. Das Gesetz schloss Katholiken von der britischen Thronfolge aus und Thronfolger durften ab da keine Katholiken mehr heiraten. 2015 wurde das Gesetz geändert.

Das britische Königshaus war übrigens eine der wichtigsten Freimaurerfamilien der letzten 200 Jahren. (Quelle)

Als Wilhelm III. König von England wurde, gründete er die Bank of England. Sie ist bis heute die britische Zentralbank. Sein Nachfolger Wilhelm IV. (1711-1751) war nur noch König der Niederlande. Er war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Unter ihm konnten sich die Freimaurer dann endgültig im niederländischen Adel etablieren und es durften auch ausländische Freimaurerlogen gegründet werden. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden in den Niederlanden 70 Logen und 20 weitere in den niederländischen Kolonien (Quelle).

Prinz Friedrich von Oranien-Nassau (1797-1881) wurde 1816 in die Berliner Freimaurerloge „Zu den drei Weltkugeln“ aufgenommen (die älteste Grossloge Deutschlands). Er war danach 60 Jahre lang Grossmeister der niederländischen Grossloge. (Quelle) Sein Nachfolger als Grossmeister war Prinz Alexander von Oranien-Nassau (1851-1884) (Quelle). Der niederländische König Wilhelm II. (1792-1849) war Hochgrad-Freimaurer (Quelle).

Die heutige niederländische Königsfamilie

2019 wurde das Familienvermögen auf 12 Milliarden Euro (etwa 14 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle). Die Familie war noch bis 2009 Hauptaktionär von Shell mit einem Anteil von 25 Prozent (Quelle). Shell ist ein britisch-niederländischer Öl- und Gaskonzern. Er ist schon seit 100 Jahren einer der weltweit führenden Ölkonzerne. Shell war 2019 nach Umsatz das drittgrösste Unternehmen der Welt. Einer der beiden Vorgänger von Shell wurde vom niederländischen Königshaus mitgegründet. Der andere Vorgänger wurde von der Samuel Familie gegründet und geführt, die in den britischen Adel aufgenommen wurde. Die Königsfamilie sind Bekannte der niederländischen Adelsfamilie Loudon, die ebenfalls mit Shell verbunden ist.

Bis 2010 war die Königsfamilie Hauptaktionär der niederländischen Fluggesellschaft KLM (Quelle).

Die Niederlande gehören heute zu den fünf grössten Exportländern der Welt. Das ist besonders bemerkenswert, da das Land trotz seiner geringen Grösse und Bevölkerung auf Augenhöhe mit der Exportmacht Japan liegt und gar Frankreich und Grossbritannien übertrifft (Quelle: 1 und 2). Die Niederlande entwickelten sich in den letzten zehn Jahren immer mehr zu einer Steueroase (Quelle). 2020 belegten sie Platz 8 auf dem Schattenfinanzindex.

In den letzten 50 Jahren traf die niederländische Königsfamilie viele Staatschefs und fast alle oder sogar alle Königsfamilien dieser Welt (man findet viele Fotos über Google). Sie sind mit allen noch amtierenden europäischen Königsfamilien verwandt (Quelle).

Das niederländische Königshaus ist bei den Bilderberg-Treffen präsent (Quelle). Der derzeitige König besuchte das Treffen 2016, 2017 und 2019 (Quelle).

Der deutsche Adlige Bernhard zur Lippe-Biesterfeld (1911-2004) heiratete in die Königsfamilie. Er gilt als der Hauptgründer der Bilderberg-Treffen und war deren erster Vorsitzender (Quelle). Er war bei allen Treffen von 1954 bis 1975 anwesend. Seine Tochter Beatrix, die von 1980 bis 2013 Königin der Niederlande war, besuchte das Treffen mehrfach (Quelle: 1 und 2). Bernhard gründete das Bilderberg-Treffen gemeinsam mit dem Niederländer Max Kohnstamm. Max war der Patenonkel des niederländischen Prinzen Constantijn. (Quelle)

Prinz Bernhard war in den Lockheed-Skandal verwickelt, bei dem Politiker vom US-Rüstungskonzern Lockheed Martin bestochen wurden. Lockheed Martin ist derzeit der grösste Rüstungskonzern der Welt. In den 1930er Jahren war Bernhard Mitglied der NSDAP, der SA und der Reiter-SS. (Quelle) Er kommt zudem aus dem Hochadelsgeschlecht Lippe, von dem mehrere Angehörige NSDAP-Mitglieder waren. Bernhard war Mitglied des Johanniterordens (ein protestantischer Ritterorden), der von der preussischen Königsfamilie geführt wird, die ebenfalls mit der NSDAP verbunden war. Bernhard schlug seine Tochter Beatrix, die spätere Königin, zur Ritterin des Ordens (Foto).

Prinz Bernhard war einer der Hauptgründer des WWF und war dessen erster Präsident. Er und seine Frau finanzierten über den WWF das „Projekt Schloss“, das britische Söldner anwarb, die Wilderer in den Naturreservaten bekämpfen sollten. Die Söldner (Agenten) infiltrierten Organisationen, die vom illegalen Handel mit Elfenbein profitierten. Der irische Reporter Kevin Dowling behauptete, dass Mitglieder der südafrikanischen Spionageabwehreinheit Koevoet, die unter dem Projekt Schloss trainiert wurden, für das Boipatong-Massaker 1992 verantwortlich seien. Der südafrikanische Präsident Mandela rief 1995 die Kumleben-Kommission ins Leben, die neben anderen Fragen auch die Rolle des WWF in der Zeit der Apartheid in Südafrika ermitteln sollte. Im Untersuchungsbericht wurde angedeutet, dass die Söldner des Projekt Schloss Anschläge auf ANC-Mitglieder (führende Anti-Apartheid Bewegung) geplant hatten. Dazu hatten sie sogar militärische Trainingscamps in den Naturschutzreservaten des WWF eingerichtet. (Quelle) Südafrika wird (aus meiner Sicht) vom britischen Adel kontrolliert, der bestens mit dem niederländischen Adel vernetzt ist. Bevor Südafrika 1806 vollständig von den Briten besetzt wurde, gehörte ein Teil den Niederländern. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Teile des britischen und niederländischen Hochadels ein Interesse daran haben, die Herrschaft der weissen Minderheit in Südafrika zu erhalten und dass sie daher die Anti-Apartheid Bewegung (diskret) bekämpft hatten. Übrigens sind die niederländischen Freimaurer noch immer in Südafrika aktiv. Die Freimaurerei wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von niederländischen Kolonialisten nach Südafrika gebracht. Das Kap-Parlament in Südafrika tagte von 1854 bis 1884 in der Speisehalle einer Freimaurerloge. Diese Loge bestand seit dem Jahr 1772 und nannte sich „Lodge de Goede Hoop“ (Good Hope Lodge). (Quelle)

Die ehemalige Königin Beatrix (*1938) ist Ehrenmitglied des Club of Rome (Quelle). Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Der Club setzt sich für Bevölkerungskontrolle ein und sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und die Umwelt an (Quelle: 1, 2, 3).

Friso von Oranien-Nassau (1968-2013) arbeitete bei Goldman Sachs in London, wo er zum Vizepräsidenten aufstieg. Goldman Sachs ist eine der weltweit grössten Investmentbanken. Er war CFO des britischen Nuklearunternehmens Urenco, das der weltweit führende Dienstleister für Urananreicherung ist. Er war Geschäftsführer des Finanzunternehmens Wolfensohn & Company in London. (Quelle) Dadurch kannte er vermutlich James Wolfensohn, der das Unternehmen gegründet hatte. Der australisch-amerikanische Ökonom war von 1995 bis 2005 Präsident der Weltbank. Prinz Friso arbeitete für McKinsey & Company, das weltweit führende Beratungsunternehmen (Quelle).

Frisos Frau Mabel besetzte hohe Positionen bei der Open Society Foundations, der Stiftung von George Soros. Soros nahm an ihrer königlichen Hochzeit teil. Mabel gründete mit Unterstützung der Soros-Stiftung den „European Council on Foreign Relations“, eine Denkfabrik, die sich auf die europäische Aussenpolitik konzentriert. Mabel war Vorsitzende dieser Denkfabrik. Ausserdem ist sie ein Young Global Leader des Weltwirtschaftsforums (WEF). Sie war im Vorstand der Stiftung von Sigrid Rausing aus der schwedischen Milliardärsfamilie Rausing. (Quelle: 1 und 2) Mabel hatte in ihrer Zeit als Studentin angeblich eine romantische Beziehung mit dem niederländischen Mafiaboss Klaas Bruinsma. (Quelle) Mabel war der erste CEO von The Elders (auf Deutsch „Die Ältesten“). Diese Organisation bezeichnet sich als „eine unabhängige Gruppe globaler Führungspersönlichkeiten, die sich für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte und einen nachhaltigen Planeten einsetzen“. Sie sehen sich als einen Rat von Weisen, der die Welt zu einem besseren Ort machen möchte. Zur Gruppe gehören ehemalige Staatsoberhäupter sowie Personen, die hohe Posten bei den Vereinten Nationen (UN) besetzten. Der ehemalige UN-Chef Ban Ki-moon ist Mitglied der Elders und der ehemalige UN-Chef Kofi Annan war Vorsitzender der Gruppe. Zeid Al Hussein aus dem jordanischen Königshaus ist einer der Elders. Er war Hoher Kommissar der UN für Menschenrechte. Die Elders wurden vom berühmten südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela gegründet. (Quelle) Mandela war Freimaurer. (Quelle: 123) Ich halte es für möglich, dass Mandela als Gründer freimaurerische Ideale in die Elders einfliessen liess. Der britische Milliardär Richard Branson half bei der Gründung der Elders und sitzt momentan im Beirat der Gruppe, zu dem auch der kanadische Milliardär Jeff Skoll gehört. (Quelle

Constantijn von Oranien-Nassau (*1969) arbeitete für die RAND Corporation. Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt. Sie berät unter anderem das US-Militär und konzentriert sich traditionell auf den strategisch-militärischen Bereich. Sie wurde von der Ford Foundation gegründet. Prinz Constantijn gründete das Brüsseler Büro der Rand Corporation und leitete es zwei Jahre lang. Er arbeitete für Booz Allen & Hamilton in London. (Quelle) Das Beratungsunternehmen ist fest mit den US-amerikanischen Geheimdiensten verbunden. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende John Michael McConnell war Direktor der US-Geheimdienste. Mehr als 1000 ehemalige Geheimdienstoffiziere und mehr als 10 000 Geheimdienstmitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Das Unternehmen nimmt auch staatliche Aufträge an (vermutlich Aufträge von Geheimdiensten) und seine Einnahmen liegen bei 6,7 Milliarden US-Dollar. Das Bloomberg Magazin nannte es „die profitabelste Spionageorganisation der Welt“. (Quelle) Prinz Constantijn arbeitete mit der EU-Kommissarin Neelie Kroes zusammen, die mehrfach das Bilderberg-Treffen besuchte. Er beriet die Europäische Kommission. Er heiratete die Tochter von Laurens Brinkhorst, der ein bedeutender niederländischer Politiker war.

Jaime Bourbon-Parma (*1972) ist der Sohn der niederländischen Prinzessin Irene. Er war Botschafter beim Heiligen Stuhl (Vatikan Führungsebene) und für das niederländische Aussenministerium tätig. Er arbeitete mit der niederländischen EU-Kommissarin Neelie Kroes zusammen, die mehrfach das Bilderberg-Treffen besuchte. Jaime arbeitet bei der UNHCR, der Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen. Er ist zusammen mit Klaus Schwab im Vorstand des Young Global Leader-Forums (Stand: 2024). Das Forum der Young Global Leader ist ein Programm des Weltwirtschaftsforums, das Nachwuchs für die Wirtschafts- und Politelite rekrutiert.

Bemerkenswerte Heiraten der niederländischen Königsfamilie

Maria Carolina Bourbon-Parma (*1974) gehört zur niederländischen Königsfamilie. Sie heiratete den Unternehmer Albert Brenninkmeijer. Die niederländische Unternehmerfamilie Brenninkmeijer gründete und kontrolliert das Bekleidungsunternehmen C&A. Mit einem Vermögen von über 20 Milliarden US-Dollar gehört sie zu den reichsten Familien Europas. Mitglieder der Familie sind im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem vertreten (ein Vatikanorden).

Der derzeitige König heiratete die Argentinierin Máxima. Ihr Vater Jorge Zorreguieta war Landwirtschaftsminister in der Regierung des argentinischen Diktators Jorge Rafael Videla. Sie arbeitete für die Banken HSBC, Kleinwort Benson und Deutsche Bank.

Die niederländische Königsfamilie heiratete in den letzten 200 Jahren in die Hochadelsgeschlechter Bernadotte, Hohenzollern, Bourbon-Parma, Romanow, Sachsen-Weimar-Eisenach, Lippe-Biesterfeld, Mecklenburg und Württemberg. (Quelle)

Handelskompanien und Zentralbank der Niederlande

Im 17. Jahrhundert waren die Niederlande durch die Kolonialisierung zu einer Weltmacht aufgestiegen, die grosse Handelskompanien kontrollierte und das Finanzzentrum der Welt war (Goldenes Zeitalter). Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden in Amsterdam die ersten Aktiengesellschaften und die erste Zentralbank gegründet (die Amsterdamer Wechselbank).

Die „Niederländische Ostindien-Kompanie“ wurde 1602 gegründet und bestand bis 1798. Sie war zeitweise das grösste Handelsunternehmen der Welt. Sie erhielt vom niederländischen Staat Handelsmonopole sowie Hoheitsrechte in Landerwerb, Kriegsführung und Festungsbau und konnte so die privatwirtschaftliche Konkurrenz mühelos übertreffen. Man kann also davon ausgehen, dass die Händler im Dienste des niederländischen Hochadels standen oder zumindest eng mit diesem zusammenarbeiteten. Das Unternehmen war eng mit der Bank Hope & Co. verbunden, die von der schottischen Quäkerfamilie Hope gegründet und geführt wurde. Die Handelskompanie gilt als das wertvollste Unternehmen aller Zeiten und ihr heutiger Wert wird auf bis 8,2 Billionen Dollar geschätzt (Quelle). Damit ist die Kompanie so viel Wert gewesen, wie heute 20 moderne Grosskonzerne zusammengezählt. Sie war zudem die erste Aktiengesellschaft der Welt, bei der jeder Bürger Anteile erwerben konnte.

In den Niederlanden wurde 1609 die Amsterdamer Wechselbank gegründet, welche die erste Zentralbank der Welt war. Die Bank arbeitete eng mit der Niederländischen Ostindien-Kompanie zusammen. 1794 wurde bekannt, dass die Bank die Handelskompanie mit illegalen Blankokrediten versorgte. Der Skandal war der Anfang vom Ende der Bank und sie wurde 1820 aufgelöst.

1814 gründete König Wilhelm I. (1772-1843) die Nederlandsche Bank, welche die Amsterdamer Wechselbank ersetzte und bis heute das Währungsmonopol der Niederlande besitzt (viele der heutigen europäischen Zentralbanken wurden vom Hochadel gegründet). 1824 gründete König Wilhelm die „Niederländische Handelsgesellschaft“. Diese war ein Vorläufer der heutigen Grossbank ABN AMRO. Sie ist derzeit die drittgrösste niederländische Bank. König Wilhelm gründete auch die „Societe Generale de Belgique“, die zum mächtigsten belgischen Unternehmen aufstieg. Sie war ein Vorläufer des heutigen französischen Energiekonzerns Engie, der zu den grössten europäischen Öl- und Gaskonzernen gehört.

Luxemburgische Königsfamilie

Das heutige Luxemburg gehörte lange Zeit zu den Niederlanden. Im Jahr 1815 wurde das heutige Grossherzogtum Luxemburg gegründet und wurde von der niederländischen Königsfamilie regiert. Sie herrschte bis 1890 über das Land. Dann bestieg die deutsche Adelsfamilie Nassau-Weilburg den Thron von Luxemburg. Sie stammt wie die niederländische Königsfamilie aus dem Uradelsgeschlecht Nassau.

Mitglieder der luxemburgischen Herrscherfamilie trafen in den letzten 50 Jahren viele Staatschefs und viele Königsfamilien dieser Welt (man findet viele Fotos über Google).

Prinz Guillaume (*1963) ist im Vorstand des weltweit grössten Stahlkonzerns ArcelorMittal, der seinen Sitz in Luxemburg hat. Er wird daher die indische Milliardärsfamilie Mittal kennen, die den Stahlkonzern kontrolliert. Prinz Guillaume ist im Vorstand der „Banque Générale du Luxembourg“ (BGL BNP Paribas). Sie ist eine der grössten luxemburgischen Banken. Sie wurde 1919 von der „Societe Generale de Belgique“ gegründet, die wiederum vom niederländischen Hochadel gegründet wurde. Prinz Guillaume arbeitete für die Industrial Bank of Japan (heutige Mizuho Financial Group), eine der grössten Banken der Welt. Er war bei kleineren luxemburgischen Finanzunternehmen, die auch in der Vermögensverwaltung tätig sind. (Quelle) Luxemburg ist übrigens eine der grössten Steueroasen der Welt und belegte 2020 Platz 6 auf dem Schattenfinanzindex. In den letzten Jahren wurde Luxemburg mehrfach als das reichste Land der Welt eingestuft.

Prinz Jean von Luxemburg (*1957) war ebenfalls im Finanzsektor tätig. Er war Berater beim französischen Energiekonzern Engie (GDF Suez). Ein wichtiger Vorläufer von Engie war die „Societe Generale de Belgique“, die vom niederländischen Hochadel gegründet wurde. Prinz Jean war im Exekutivausschuss von Degremont. Das französische Unternehmen konzentriert sich auf die Trinkwasserversorgung. Prinz Jean arbeitete für das bereits erwähnte Beratungsunternehmen Booz Allen & Hamilton, das fest mit den US-Geheimdiensten verbunden ist. (Quelle) Jean besuchte die Militärakademie „Royal Military Academy Sandhurst“ in England. Sie ist die wohl elitärste Militärakademie der Welt. Neben vielen britischen Adligen waren fast alle noch amtierenden Königsfamilien der Welt an der Akademie vertreten. Hier eine nicht vollständige Liste der bemerkenswerten Absolventen. Vermutlich erlernen sie dort Kenntnisse über Kriegsführung sowie Verwaltung und Kontrolle von Militär und Geheimdiensten.

Es gibt die Verschwörungstheorie, dass Prinz Jean und Prinz Guillaume in die Bombenlegeraffäre in Luxemburg verwickelt waren. Sie mussten deswegen vor Gericht als Zeugen aussagen (Quelle).

Grossherzog/König Henri von Nassau (*1955) war ebenfalls an der Royal Military Academy Sandhurst. Sein Vermögen wird auf 4 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle). Der Malteserorden, ein alter Vatikanorden, ernannte ihn zum Ehrenritter. Henri traf Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto, der Grossmeister des Malteserordens. (Quelle)

Bemerkenswerte Heiraten der luxemburgischen Königsfamilie

Die luxemburgische Herrscherfamilie heiratete in folgende Königsgeschlechter: Sachsen-Coburg und Gotha, Habsburg, Braganza, Wittelsbach, Sachsen, Bourbon-Parma und Liechtenstein. (Quelle: 1 und 2) Sie heirateten auch in die beiden deutschen Hochadelsgeschlechter Baden und Thurn-Taxis. Die luxemburgische Herrscherfamilie stammt wie gesagt aus dem Hause Nassau-Weilburg. Der deutsche Zweig der Familie Nassau-Weilburg heiratete in die Königsgeschlechter Habsburg, Bernadotte, Württemberg und in die niederländische Königsfamilie, die ebenfalls zur Uradelsdynastie Nassau gehört. (Quelle)

Prinzessin Alix (1929-2019) heiratete in die belgische Adelsfamilie Ligne. Zwei ihrer Kinder heirateten in die nicht amtierende Kaiserfamilie Brasiliens. Ihre Tochter Sophie war die Schwiegertochter von Marie-Hélène de Rothschild.

Grossherzog Henris Tante Marie Adélaïde (1924-2007) heiratete Carl Josef Henckel von Donnersmarck. Die deutsch-österreichische Adelsfamilie war früher im Bergbau aktiv. Sie war 1913 die drittreichste Familie Deutschlands (Quelle).

Marie Adélaïdes Bruder Charles (1927-1977) heiratete die Tochter des US-Amerikaners Clarence Douglas Dillon. Dillon war US-Finanzminister und Botschafter in Frankreich. Er kannte die berühmte Rockefeller Familie. Sein gleichnamiger Vater war einer der reichsten Amerikaner und gründete die Investmentbank Dillon, Read & Co. Vater und Sohn waren Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk, das von der britischen Königsfamilie geführt wird. Dillon Junior war Vorsitzender der Brookings Institution und stellvertretender Vorsitzender des Council on Foreign Relations. Beide gehören zu den mächtigsten Think Tanks der Welt.

Prinz Felix von Luxemburg (*1984) heiratete die Tochter des deutschen Unternehmers Hartmut Lademacher. Dieser war Manager beim US-amerikanischen IT-Konzern IBM. Zusammen mit anderen IBM-Managern gründete er 1990 das deutsche Softwareunternehmen LHS, das heute im Besitz von Ericsson ist. Lademachers Vermögen wurde 2013 auf 600 Millionen Euro geschätzt.

Deutsche Freimaurer aus dem Haus Nassau

Der Fürst Karl Wilhelm von Nassau-Usingen (1735-1803) war kein Mitglied der Königsfamilien, entstammt aber auch dem Adelsgeschlecht Nassau. Er gründete und führte eine Freimaurerloge in Wiesbaden (Quelle: 1 und 2).

Der Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1745-1794) gründete vier Freimaurerlogen in Saarbrücken und später dann eine Grossloge als Dachverband (Quelle).

Der Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen (1738-1816) war ebenfalls Freimaurer (Quelle).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

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Mellon Familie

Die Mellon Familie gehört schon seit hundert Jahren zu den reichsten Familien der USA. Mitte des 20. Jahrhunderts war sie vermutlich die reichste amerikanische Familie neben den Rockefellers. In den 70er-Jahren galt sie als die reichste Familie des Landes. Das Forbes-Magazin schätzt das heutige Familienvermögen auf 14 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2024 schätzte ein naher Verwandter der Familie ihr Vermögen auf 25 Milliarden. Er sagte, dass Familien wie die Mellons nicht wollen, dass die Öffentlichkeit weiss, wie viel Vermögen sie haben.

Einige Mitglieder der Mellon Familie hatten Verbindungen zu den amerikanischen Geheimdiensten, was weiter unten erläutert wird. Die Familie pflegt schon seit hundert Jahren gute Kontakte zum britischen Adel.

Thomas Mellon (1813–1908) war der Gründer der Dynastie. Er war ein schottisch-irischer Presbyterianer aus Nordirland, der in die USA emigrierte.

Das ehemalige Wirtschaftsimperium der Familie

Thomas Mellon gründete 1869 die Mellon Bank. Die Bank zog schnell reiche Einleger wie Andrew Carnegie und Henry Frick an. Im 20. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einer der grössten Banken der USA und wurde weiterhin von der Mellon Familie kontrolliert. 1978 besass die Familie immer noch 90 Prozent der Anteile an der Bank. Die Familie trennte sich in den folgenden Jahrzehnten von der Bank. 2007 fusionierte die Mellon Bank mit der Bank of New York. Durch die Fusion entstand die heutige „Bank of New York Mellon“ (BNY Mellon). Mit dem Gründungsjahr 1784 war die Bank of New York die älteste Bank der USA. Sie wurde von Alexander Hamilton gegründet, der einer der Gründervater der USA und der Gründer der ersten US-Zentralbank war.

Die BNY Mellon ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und ist die grösste Depotbank. Ende 2021 verwaltete sie ein Vermögen von 2,4 Billionen US-Dollar und verwahrte 46,7 Billionen US-Dollar.(Seite 16) Nach offiziellen Angaben besitzt die Mellon Familie heute keine grossen Anteile an der Bank mehr. 2014 sagte ein Mitglied der Familie, dass die Bank aber immer noch Familienmitglieder als Kunden hat.

Die Mellon Familie gründete im Jahr 1907 das Erdölunternehmen Gulf Oil.(Seite 183) Es entwickelte sich innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einem der grössten Ölkonzerne der Welt und war eines der grössten Unternehmen der USA. Gulf Oil fusionierte 1985 mit einem Ölkonzern, der aus dem Ölimperium der Rockefeller Familie hervorgegangen war. In den dreissig Jahren vor der Fusion war Gulf Oil eines der grössten Unternehmen der USA. Die Mellon Familie hielt bis zur Fusion Anteile an Gulf Oil. 1978 hatte die Familie noch 18 Prozent der Anteile besessen. Durch die Fusion entstand die heutige Chevron Corporation, einer der weltweit grössten Produzenten von Erdöl und Erdgas. Chevron gehörte 2024 nach Umsatz zu den zwanzig grössten Unternehmen der USA.

Ende des 19. Jahrhunderts finanzierte die Mellon Familie den Aufbau des Aluminiumkonzerns Alcoa mit. Seit dem frühen 20. Jahrhundert wurde das Unternehmen von den Mellons kontrolliert. Zu dieser Zeit hatte Alcoa ein Monopol auf nordamerikanisches Aluminium. Die Familie war noch bis in die 70er-Jahre Grossaktionär von Alcoa mit einem Anteil von 21 Prozent. Alcoa gehört bis heute zu den grössten Aluminiumproduzenten der Welt. Der Konzern ist auch im Bauxitbergbau aktiv und ist einer der grössten Bauxitproduzenten. Bauxit wird zur Herstellung von Aluminium benötigt.

Die Mellon Familie war seit 1946 Grossaktionär der First Boston Corporation, die zu dem Zeitpunkt die grösste Investmentbank der USA war. 1978 besass die Familie 20 Prozent der Anteile an der Bank. First Boston wurde 1988 von der Schweizer Grossbank Credit Suisse übernommen.

Die Mellon Familie war seit 1914 grösster Aktionär des Chemiekonzerns Koppers. Sie hielt 1978 immer noch 20 Prozent der Anteile am Unternehmen.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts investierten die Mellons auch viel in die Stahl-, Kohle-, Glas-, Eisenbahn-, Schiffbau- und Automobilindustrie.

Die Mellons besassen ein Versicherungsunternehmen, das 1945 mit der General Reinsurance Corporation fusionierte. Dadurch entstand das grösste Rückversicherungsunternehmen der USA. Die Mellons waren weiterhin am Unternehmen beteiligt. Es ist bis heute einer der führenden Rückversicherer der USA und wird seit 1998 vom Milliardär Warren Buffett kontrolliert.

Die Mellon Familie finanzierte 1987 die Gründung der Carlyle Group mit und war anfangs Miteigentümer. Die Carlyle Group ist schon seit über zwanzig Jahren eines der grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt. Ende 2023 verwaltete es 426 Milliarden US-Dollar.

Die Mellon Familie gründete 1968 zusammen mit den Familien Rockefeller, Warburg und Harriman das Private-Equity-Unternehmen AEA Investors.

1933 wurde die erfolgreiche Zeitung Newsweek gegründet. In der Anfangszeit wurde sie von wenigen einflussreichen Geldgebern finanziert, darunter Paul Mellon, Vincent Astor und John Hay Whitney. Newsweek gehört heute zu den meistbesuchten Online-Zeitungen in den USA.

Die Mellon Familie gründete 1969 die „Andrew W. Mellon Foundation“, eine der wichtigsten und reichsten Elitestiftungen der USA. 2023 besass die Stiftung ein Vermögen von 7,9 Milliarden US-Dollar. Sie war bereits nach ihrer Gründung eine der grössten Stiftungen. Sie spendet an zahlreiche Denkfabriken.

Die Mellon Familie gründete 1947 die „Richard King Mellon Foundation“, die 2021 ein Vermögen von 3,4 Milliarden US-Dollar besass. Es sind bis heute Mitglieder der Familie im Kuratorium der Stiftung.

Bemerkenswerte Familienmitglieder

im 20. Jahrhundert

Andrew Mellon (1855–1937) galt als einer der mächtigsten Bankiers seiner Zeit. Von 1921 bis 1932 war er Finanzminister der USA. Anschliessend vertrat er die USA ein Jahr lang als Botschafter in Grossbritannien. Er war ein anglophiler Amerikaner. Er heiratete eine Engländerin und zu seinen Freunden zählten Mitglieder der britischen Königsfamilie.(Seite 455) Er war Mitglied der Pilgrims Society. Das diskrete Elitennetzwerk fördert seit über hundert Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Zur Gesellschaft gehören Leute aus den Eliten der USA und Grossbritanniens. Der britische Monarch stellt den Patron der Pilgrims Society.

Andrew Mellon war Freimaurer. Sein Bruder Richard Mellon (1858–1933) trat ebenfalls den Freimaurern bei. Die beiden Brüder erreichten den Rang eines Royal Arch Mason. Die Brüder waren zwei der reichsten Amerikaner.

Der Philanthrop Paul Mellon (1907–1999) spendete im Laufe seines Lebens fast eine Milliarde US-Dollar, die heute mehr als eine Milliarde ausmachen würde. Er wurde zum Ritter des Ordens des Britischen Empire (KBE) ernannt und erhielt auch den Orden von Oranien-Nassau, einen Ritterorden des niederländischen Königshauses. Paul Mellon diente beim OSS (Vorläufer der CIA), wo er den Rang eines Majors erreichte. Er war wie sein Vater Andrew Mitglied der Pilgrims Society. Nach der Liste von Kevin Dowling war ein Amerikaner mit dem Namen Paul Mellon Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung unterstützt den WWF. Auch eine Constance Mellon steht auf der Liste. Es handelt sich womöglich um Constance Mellon (1941–1983).

Constance Mellon (1941–1983) heiratete John Carter Brown, der Sohn eines Multimillionärs. Er kam aus der Brown Familie, die seit über 200 Jahren zur Elite der USA gehört und die Brown University mitgegründet hatte. John Carter Brown heiratete in zweiter Ehe Pamela Braga, die Tochter eines kubanischen Unternehmers. Pamela hatte in erster Ehe in die Drexel Familie geheiratet, die im 19. Jahrhundert eine der führenden Bankiersfamilien in den USA war.

Ailsa Mellon (1901–1969) galt als die reichste Frau der USA. Sie wurde von einflussreichen Männern umworben. Einer davon war der italienische Adlige Gelasio Caetani, der aus dem päpstlichen Adel kam und Italiens Botschafter in den USA war. Ailsa Mellon stand kurz davor, den adligen Otto von Bismarck zu heiraten, einen Enkel des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck. Sie hatte sich dann aber doch umentschieden und heiratete schliesslich David Bruce. Der damalige US-Präsident Calvin Coolidge war auf ihrer Hochzeit. David Bruce war ein amerikanischer Politiker, Diplomat, Geheimdienstoffizier und Geschäftsmann. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte Bruce zur Führung des OSS (Vorläufer der CIA) und kommandierte den Geheimdienst in Europa im Kampf gegen die Nazis. In den dreissig Jahren nach dem Krieg war Bruce einer der wichtigsten Diplomaten der USA. Er war Botschafter in Grossbritannien, Frankreich, Westdeutschland sowie US-Botschafter bei der NATO und Chefdiplomat in China. Er betätigte sich auch in der Wirtschaft und hatte Vorstandsmandate bei etwa 25 Unternehmen inne, darunter bei Alcoa, dem Aluminiumkonzern der Mellon Familie. Bruce arbeitete bei der Bank seines einflussreichen Freundes W. Averell Harriman. Bruce heiratete in zweiter Ehe Evangeline Bell, die er beim OSS kennenlernte, wo sie für die Fälschung von Pässen und Papieren für Spione zuständig war. Evangeline war eine prominente Gastgeberin der Washingtoner Elite. Ihre Freundin Katharine Graham galt ebenfalls als eine der einflussreichsten Frauen Washingtons. Eine Bekannte aus Frankreich war Marie-Laure de Noailles, die in die französische Adelsfamilie Noailles heiratete und aus der Bankiersfamilie Bischoffsheim kam. Evangeline kannte den mächtigen Netzwerker Henry Kissinger sowie Mitglieder der Rockefeller Familie. Evangeline wurde in England geboren. Ihre Mutter Bertha war Engländerin und hatte Diplomaten in der Verwandtschaft, die Grossbritannien als Botschafter in mehreren Ländern vertraten. Berthas Schwester Dorothy war die Schwiegertochter des Grafen John Ramsay. Der Graf war der Clan-Chef des schottischen Ramsay Clans und sein Sohn Alexander heiratete in die britische Königsfamilie. Zufälligerweise stammte David Bruce aus dem schottischen Bruce Clan. Er vertiefte seine Beziehung zur britischen Elite, in dem er Treffen der Pilgrims Society besuchte. Er wurde Vice President der Pilgrims Society.

David Bruce gehörte im Zweiten Weltkrieg wie gesagt zur Führung des OSS. Nach dem Krieg entstand aus dem OSS die CIA, die bis heute der Auslandsgeheimdienst der USA ist. In der Nachkriegszeit hatten einige Mitglieder der Mellon Familie enge Verbindungen zur CIA. Stiftungen der Mellons wurden von der CIA wiederholt als Kanäle für Gelder der CIA genutzt. Als Richard Helms von 1966 bis 1973 die CIA leitete, war er öfters bei den Mellons zu Gast.(Seite 190)

Audrey Mellon Bruce (1934–1967) heiratete Stephen Currier. Stephens Stiefvater Edward Warburg kam aus den jüdischen Bankiersfamilien Warburg und Schiff. Stephens Tante mütterlicherseits heiratete in die jüdische Bankiersfamilie Erlanger. Stephens Halbschwester Daphne Warburg heiratete in den adligen Familienzweig der Astor Familie.

William Larimer Mellon Jr. (1910–1989) arbeitete während des Zweiten Weltkriegs für den Geheimdienst OSS. Er wurde auf Missionen nach Portugal, Spanien und in die Schweiz geschickt.

Helen Mellon (1914–2007) heiratete Adolph Schmidt. Dieser vertrat die USA als Botschafter in Kanada. Während des Zweiten Weltkrieges war er Offizier beim Geheimdienst. Er wurde zu Treffen von Le Cercle eingeladen. Das geheime Elitennetzwerk ist mit Geheimdiensten aus verschiedensten Ländern verbunden.

William „Bill“ Mellon Hitchcock, ein Erbe der Mellon Familie mit einem Millionenvermögen, betrieb in den 70er-Jahren zusammen mit paar Kumpels illegal Grosshandel mit LSD. Sie produzierten Millionen Dosen von LSD. Damals bezeichnete ein Artikel der New York Times Hitchcock als den grössten LSD-Hersteller der Welt.

Der Politiker Almer „Mike“ Monroney (1902–1980) heiratete in die Mellon Familie. Er gehörte zur Demokratischen Partei und vertrat den Bundesstaat Oklahoma dreissig Jahre im Kongress, erst im Repräsentantenhaus und dann im Senat. Er war Präsident der Rotarier in der Stadt Oklahoma. Zudem war er Mitglied der dortigen Freimaurer. Sein gleichnamiger Vater war Grossmeister der Freimaurer im Bundesstaat Oklahoma.

Richard King Mellon (1899–1970), der Präsident der Mellon Bank war, heiratete Constance Prosser, eine Tochter des Bankers Seward Prosser. Dieser war Präsident mehrerer Banken und Vorstandsmitglied bei grossen Unternehmen, unter anderem bei der Astor Trust Company und bei General Electric (war damals eines der grössten Unternehmen der USA). Constance Prosser heiratete nach Mellons Tod Peter Burrell. Er war der Sohn eines Baronets aus dem englischen Adel. Peters Schwester heiratete in die Grafenfamilie North. Sein Bruder, der 8. Baronet, heiratete eine Tochter des Barons Thomas Denman, der Generalgouverneur von Australien war und in die Pearson Familie (Gründer des Pearson-Verlags) heiratete. Peter war der Urenkel von Walter Wyndham Burrell, 5. Baronet. Walter war Grossmeister der Freimaurer in der Grafschaft Sussex.

Bemerkenswerte Familienmitglieder in

den letzten Jahrzehnten

Christopher Mellon (*1957) ist Private-Equity-Investor. Er war beim Verteidigungsminister Assistent für Geheimdienste. Er leitete zusammen mit John Rockefeller IV. den Geheimdienstausschuss des Senats.

Der Milliardär Richard Mellon Scaife (1932–2014) kam mütterlicherseits aus der Mellon Familie. Er kontrollierte die Pittsburgh Tribune-Review, eine der grössten Zeitungen im Bundesstaat Pennsylvania. Zum Zeitpunkt seines Todes besass sein Verlag dreissig kleinere Zeitungen. Über seine Stiftungen war er einer der wichtigsten Spender von konservativen und libertären Netzwerken in den USA. Er war Grosspender der Präsidenten Richard Nixon und Ronald Reagan. In den 80er- und 90er-Jahren trug er mit seinen Finanzierungen dazu bei, die amerikanische Rechte neu zu definieren. Er gab Hunderte Millionen US-Dollar aus, um die politische Linke in den USA zu bekämpfen. Ausserdem war er die treibende Kraft bei einer Medienkampagne, die sich gegen Präsident Bill Clinton richtete und ihm Drogenschmuggel und Mord vorwarf (bekannt als Arkansas-Projekt). Richard Mellon Scaife finanzierte eine Stiftung, welche die Klage von Paula Jones gegen Bill Clinton wegen sexueller Belästigung übernahm. Die Klage führte schliesslich zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton. Einige Jahre später hatte Scaife jedoch einen Sinneswandel und baute ein freundliches Verhältnis zu den Clintons auf. Er spendete darauf 100 000 US-Dollar an die Clinton Global Initiative. Er war im Vorstand der Hoover Institution, einer einflussreichen konservativen Denkfabrik, die eine wirtschaftsliberale Politik möchte. Scaife gehörte fast dreissig Jahre zur Führung der Heritage Foundation und war ihr stellvertretender Vorsitzender. Die Heritage Foundation gilt als eine der einflussreichsten konservativen Denkfabriken. Sie macht sich für die freie Marktwirtschaft stark und will den Staat auf ein Minimum begrenzen. Scaife kannte über die Führung der Heritage Foundation den Multimillionär Steve Forbes. Die Heritage Foundation wurde 1973 gegründet. In ihrer Anfangszeit war eine Stiftung von Scaife ihr grösster finanzieller Unterstützer.(Seite 93)

Richard Mellon Scaife spendete auch grosszügig an die Hoover Institution sowie an das Cato Institute und an das American Enterprise Institute, ebenfalls bedeutende konservative Denkfabriken. Scaife unterstützte Hunderte von wirtschaftsliberalen Organisationen finanziell. Er spendete auch an Universitätsprogramme und Fakultäten, wodurch er konservative Intellektuelle und Forschungen finanzierte. Des Weiteren war er Grossspender der Federalist Society. Diese einflussreiche Juristenvereinigung besteht aus konservativen und libertären Juristen. Derzeit gehören mehrere Richter des Obersten Gerichtshofs der USA zur Federalist Society.

Laut einer Studie der Drexel University aus dem Jahr 2013 sind die Stiftungen von Scaife einer der grössten Spender von Denkfabriken, die den menschengemachten Klimawandel leugnen. Seine Stiftungen spendeten an das Atlas Network (Atlas Economic Research Institute). Das Atlas Network hilft bei der Vernetzung von libertären Gruppen und Denkfabriken aus der ganzen Welt. Viele der Denkfabriken, die von Scaife unterstützt wurden, erhielten auch Gelder von der Milliardärsfamilie Koch.

Der Vater von Scaife war im Zweiten Weltkrieg Offizier beim Geheimdienst OSS gewesen, dem Vorläufer der CIA. Scaife kontrollierte von 1973 bis 1975 die Londoner Nachrichtenagentur Forum World Features, die Artikel für Dutzende Zeitungen auf der ganzen Welt bereitstellte. Forum World Features war in Wirklichkeit eine Propagandaeinheit, die 1966 mit Hilfe von CIA-Agenten gegründet wurde. Sie versuchte, proamerikanische und antikommunistische Berichte in den britischen und internationalen Medien zu platzieren. Als dies 1975 aufflog, wurde die Nachrichtenagentur geschlossen. Forum World Features stand unter dem Einfluss von John Hay Whitney. Dieser kam aus einer sehr einflussreichen Familie der US-amerikanischen Elite. Zu Führung der Nachrichtenagentur gehörte Brian Crozier, der sagte, er sei von der CIA an Scaife vermittelt worden. Brian Crozier war ein britischer Journalist. Er arbeitete für eine verdeckte antikommunistische Propagandaeinheit des britischen Aussenministeriums. Er war für die führende internationale Nachrichtenagentur Reuters tätig. Er hatte Kontakte zu den Geheimdiensten von Grossbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Marokko, Iran, Argentinien, Chile und Taiwan. Crozier gründete 1977 einen eigenen Geheimdienst mit dem Namen The 61. Dieser private Geheimdienst arbeitete mit der CIA und den britischen Geheimdiensten zusammen. The 61 war in Südamerika und im Iran aktiv und leitete Informationen an den Vatikan weiter. Brian Crozier gehörte zur Führung von Le Cercle. Dieses internationale, konservative Elitennetzwerk steht mit Geheimdiensten aus verschiedensten Ländern in Kontakt. Edwin Feulner, der Gründer der bereits erwähnten Heritage Foundation, war oder ist noch immer Stammgast bei Le Cercle. Edwin Feulner ist bis heute in der Führung der Heritage Foundation. Er hatte über ihr Führungsgremium regelmässig Kontakt zu Richard Mellon Scaife. Wie bereits erwähnt wurde, war der Botschafter Adolph Schmidt, der in die Mellon Familie heiratete, bei Le Cercle zu Gast.

Richard Mellon Scaife freundete sich als junger Mann mit dem berüchtigten FBI-Chef J. Edgar Hoover an. Wie bereits erläutert wurde, hatten mehrere Mitglieder der Mellon Familie enge Verbindungen zu den US-Geheimdiensten.

Richard Mellon Scaife war der Bruder von Cordelia Scaife May (1928–2005). Sie finanzierte die Gründung von drei der grössten einwanderungskritischen Organisationen der USA. Personen aus diesem Netzwerk sind mit Donald Trump verbunden. Cordelia forderte, dass die USA ihre Grenze zu Mexiko abriegeln müssen. Sie setzte sich leidenschaftlich für Bevölkerungskontrolle ein. Sie kannte John Rockefeller III. und trat dem Vorstand des von ihm gegründeten Population Council bei, der sich bis heute auf der ganzen Welt für Bevölkerungskontrolle starkmacht. Cordelia war auch im Vorstand der International Planned Parenthood Federation (IPPF), ebenfalls eine internationale Organisation für Bevölkerungskontrolle. Mit der Zeit radikalisierte sich Cordelia und befürwortete Zwangssterilisationen, um die Geburtenraten in Entwicklungsländern zu begrenzen. Familienplanung und Hungerhilfe sah sie hingegen als Geldverschwendung an. Die Senkung der Kindersterblichkeitsrate verglich sie mit Tierärzten, die das Leben von „nutzlosen Rindern“ verlängern. Cordelia fand es schade, dass selbst Kriege nicht mehr dabei helfen, das Bevölkerungswachstum zu verhindern. Sie heiratete in zweiter Ehe den Staatsanwalt Robert Duggan. Gegen Duggan wurde ermittelt, weil er im Verdacht stand, korrupt zu sein und Steuern zu hinterziehen. Duggan wurde darauf erschossen aufgefunden. Er beging angeblich Selbstmord. Cordelia glaubte, dass ihr Bruder, Richard Mellon Scaife, etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun hatte. Sie brach deswegen den Kontakt zu ihrem Bruder ab.

Timothy Mellon (*1942) ist Vorsitzender und Eigentümer eines Transportunternehmens. Er war 21 Jahre lang im Kuratorium der einflussreichen „Andrew W. Mellon Foundation“. Er ist ein grosser Gegner der Wokeness und des Wohlfahrtstaates. Dies motivierte ihn, Donald Trump zu unterstützen. Timothy Mellon war im Jahr 2020 einer der grössten Spender von Trumps Wahlkampf. Im Wahlkampf 2024 war er Trumps grösster Spender und spendete 125 Millionen US-Dollar an „Make America Great Again“ (MAGA Inc.), ein Super-PAC, der Trump unterstützt. Zudem ist Timothy Mellon auch der grösste Spender von Robert F. Kennedy, den er mit 25 Millionen unterstützte. Timothy Mellon unterstützt also sehr grosszügig zwei Politiker, die für viele Verschwörungstheoretiker Hoffnungsträger sind. Insgesamt hat Timothy Mellon 172 Millionen Dollar in den Wahlkampf 2024 gesteckt und war damit der grösste Spender der Wahl. Ausserdem half er 2021 dem texanischen Gouverneur Greg Abbott mit 53 Millionen Dollar bei der Finanzierung des Baus einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko. Fast das gesamte Geld des texanischen Grenzmauerfonds kam von Timothy Mellon. Wie oben erwähnt wurde, hatte seine Verwandte Cordelia schon vor Langem gefordert, dass die USA ihre Grenze zu Mexiko abriegeln müssen. Trump hat in seiner ersten Amtszeit den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko eingeleitet.

Die bereits erwähnte Heritage Foundation hat das Project 2025 entworfen, eine konservative Agenda. Die Heritage Foundation hofft, dass Donald Trump nach seinem Amtsantritt 2025 die Agenda umsetzen wird. Bei der Demokratischen Partei und in der politischen Linke ist man wegen Project 2025 beunruhigt. Richard Mellon Scaife war wie gesagt massgeblich am Aufbau der Heritage Foundation beteiligt.

Es wird geschätzt, dass Timothy Mellon eine Milliarde US-Dollar besitzt. Demnach hätte er mehr als fünfzehn Prozent seines Vermögens in den Wahlkampf gesteckt. Einer seiner Verwandten erzählte, dass Timothy jedoch um einiges reicher ist und seine Spenden „Kleingeld“ für ihn seien.

Timothy Mellon heiratete die Exfrau von Charles „Chas“ Freeman. Dieser war ein Klassenkamerad von Timothy an der Yale-Universität und Trauzeuge bei seiner ersten Hochzeit. Freeman besetzte einen hohen Posten im Verteidigungsministerium. Er war US-Botschafter in Saudi-Arabien und vertrat die USA als Diplomat in weiteren Ländern, unter anderem in China. Er war vier Jahre lang im Vorstand der „China National Offshore Oil Corporation“. Der Staatskonzern ist eines der grössten chinesischen Erdölunternehmen. Freeman leitete den Middle East Policy Council, eine Organisation, die sich mit den US-Interessen im Nahen Osten beschäftigt. Die Obama-Regierung wollte Freeman zum Chef des Nationalen Geheimdienstrats (NIC) machen, aber Freeman zog die Kandidatur zurück und behauptete, die Israel-Lobby habe verhindern wollen, dass er den Posten bekommt. Personen der Israel-Lobby warfen ihm vor, zu nah an der saudischen und chinesischen Regierung zu stehen. Ein jüdischer Journalist bezeichnete ihn als Schosshund der Saudis.

1998 wurde die Nachrichtenseite Newsmax gegründet. Sie ist inzwischen eine der wichtigsten rechtskonservativen Webseiten in den USA. Sie gründete 2014 den Fernsehsender Newsmax TV. Er ist neben Fox News einer der meistgesehenen rechtskonservativen Sender der USA. Er bezeichnet sich als der am schnellst wachsende Kabelnachrichtensender des Landes. Newsmax unterstützt über seine Berichterstattung Donald Trump und die Republikaner. Newsmax verbreitete Fehlinformationen und förderte unter anderem die Verschwörungstheorie, dass die Präsidentschaftswahl 2020 manipuliert wurde und Trump eigentlich gewonnen hätte. Der oben erwähnte Richard Mellon Scaife war Mehrheitseigentümer von Newsmax. Newsmax wurde von Christopher Ruddy gegründet, der zuvor für eine Zeitung von Scaife gearbeitet hatte. Newsmax wird bis heute von Christopher Ruddy geleitet. Er gilt als ein Vertrauter von Donald Trump.

Newsmax hatte Verbindungen zu weiteren einflussreichen Personen:

  • William Rees-Mogg: Der 2012 verstorbene Brite war Gründungsmitglied von Newsmax. Von 2000 bis 2005 hatte er den Vorsitz von Newsmax inne. Danach wurde er Vorsitzender des internationalen Beirats des Unternehmens. Bevor er zu Newsmax kam, übernahm er eine führende Rolle bei britischen „Mainstream-Medien“. Er war Herausgeber der britischen Zeitung Times sowie stellvertretender Vorsitzender des britischen Senders BBC. 1988 erhielt er den Adelstitel eines Barons und wurde Mitglied des House of Lords. Seine Kinder Jacob und Annunziata sind ebenfalls in der britischen Politik und waren wichtige Unterstützer des Brexit.
  • Nigel Evans: Der britische Politiker der Konservativen Partei war im Beirat von Newsmax. Er unterstützte den Brexit. Sieben Männer warfen ihm sexuelle Übergriffe vor. Einer davon behauptete, er sei von Evans vergewaltigt worden. Evans wurde vor Gericht freigesprochen.
  • Jeff Cunningham: Er trat 2001 dem Beirat von Newsmax bei. Zuvor war er Herausgeber von Forbes, einem Mainstream-Magazin. Wie bereits erwähnt wurde, hatte Steve Forbes, der Chef des Magazins, viel mit Richard Mellon Scaife zu tun.
  • Arnaud De Borchgrave: Der 2015 verstorbene belgische Adlige gehörte zum ersten Vorstand von Newsmax und war auch danach im Unternehmen aktiv. Zur gleichen Zeit besetzte er hohe Positionen bei Mainstream-Medien, für die er schon lange gearbeitet hatte. Er war unter anderem Redakteur bei Newsweek und Leiter der Nachrichtenagentur United Press International (UPI). Zudem war er Chefredakteur der umstrittenen Washington Times. Er war leitender Berater des „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS), einer einflussreichen Denkfabrik. Während seiner langen Karriere freundete er sich mit einflussreichen Personen an, darunter mit Königen, Präsidenten und Generälen. Sein Vater war ein belgischer Graf, der im Zweiten Weltkrieg als Chef des militärischen Geheimdienstes der belgischen Exilregierung in Grossbritannien diente. Arnauds Mutter war die Tochter eines britischen Generals aus der Townshend Familie. Ein Zweig der Familie stellt seit dem 18. Jahrhundert einen Markgrafen.
  • Thomas Moorer: Der 2004 verstorbene Admiral war einer der obersten Militärs der USA. Er sass mehrere Jahre im Vorstand von Newsmax. Er gehörte wie sein Kollege Arnaud De Borchgrave zur CSIS-Denkfabrik. Moorer spielte eine wichtige Rolle beim Vietnamkrieg. Er besetzte Vorstandsposten bei Texaco (war einer der grössten Erdölkonzerne der Welt) und bei CACI International (hat Verbindungen zu Geheimdiensten und führte Verhöre im Foltergefängnis Abu Ghraib durch). Ausserdem war Moorer massgeblich an einer Operation beteiligt, bei der Leute aus dem Pentagon den US-Präsidenten Richard Nixon ausspionierten. Moorer war Mitglied der Sons of the American Revolution (SAR). Diese Gesellschaft ist seit ihrer Gründung 1889 mit den US-Streitkräften verbunden und viele hohe Politiker in den USA, darunter Präsidenten, zählten zu ihren Mitgliedern.
  • Alexander Haig: Der General gehörte von 2001 bis zu seinem Tod 2010 zum Beirat von Newsmax. Er war mit dem Newsmax-Chef Christopher Ruddy befreundet. Alexander Haig war wie Moorer einer der obersten Militärs der USA. Für ein paar Jahre befehligte Haig die NATO-Streitkräfte in Europa und ein Jahr lang diente er als Aussenminister. Er war ein Assistent des äusserst einflussreichen Henry Kissinger. Haigs Bruder Frank war ein Jesuit, der Präsident von zwei Jesuiten-Colleges war. Alexander Haig gründete eine eigene Beratungsfirma, die Unternehmen auf der ganzen Welt beriet, unter anderem in sicherheitspolitischen Fragen. Haig besetzte Vorstandsposten bei United Technologies (war einer der grössten Rüstungskonzerne), bei Metro-Goldwyn-Mayer (ein führendes Filmunternehmen), bei MGM (betreibt unter anderem Casinos) und bei Indevus Pharmaceuticals (ein kleineres Pharmaunternehmen). Haig war Vorsitzender von DOR BioPharma, ebenfalls ein kleines Pharmaunternehmen. Es entwickelt Impfstoffe zur Bekämpfung von Bioterrorismus-Erregern. Dadurch hat es vielleicht Verbindungen zu den Geheimdiensten. Haig gehörte zum ersten Vorstand des Onlinedienstleisters America Online (AOL) zusammen mit Steve Case. Steve Case ist inzwischen Milliardär. Im Jahr 2000 war AOL der grösste Internetanbieter der Welt. Inzwischen gehört AOL aber nicht mehr zur ersten Liga der Internetkonzerne. Haig war ausserdem Mitglied des Malteserordens. Dieser katholische Ritterorden ist älter als 900 Jahre. 2007 erhielt Haig eine Auszeichnung der einflussreichen Pilgrims Society.
  • Richard Grenell: Er war oder ist noch immer im Beirat von Newsmax. Er hat ein gutes Verhältnis zu Donald Trump. Von 2018 bis 2020 war er Trumps Botschafter in Deutschland. Er war 2020 für drei Monate Trumps Koordinator der Geheimdienste. Grenell arbeitete für Fox News, den wichtigsten rechten Sender in den USA, aber er schrieb auch für seriöse Leitmedien. Er betätigte sich als PR-Berater. Dabei hatte er Kunden in China, Kasachstan, Iran, Somalia, der Demokratischen Republik Kongo und weiteren Ländern. Zu seinen Kunden zählten auch berühmte Schauspieler aus Hollywood. Grenell war oder ist noch immer im Beirat der Langley Intelligence Group. Zu dieser Beratungsgruppe gehören hochrangige Mitarbeiter der US-Geheimdienste. Auf der Webseite der Gruppe sind viele Artikel von Newsmax verlinkt.
  • Yonghao Pu: Er gehörte dem Beirat von Newsmax an. Er arbeitete für den japanischen Finanzkonzern Nomura und war Chefökonom der Bank of China. Diese ist inzwischen eine der grössten Banken der Welt.
  • Die Tochter des CIA-Chefs William Casey finanzierte die Gründung von Newsmax mit.

Einige Verschwörungstheoretiker glauben, dass Newsmax ein Projekt der CIA ist. Wie bereits erwähnt, hatte Richard Mellon Scaife, Jahre bevor er Anteilseigner von Newsmax wurde, eine Nachrichtenagentur gekauft, die eine Frontorganisation der CIA war und die Aufgabe hatte, die öffentliche Meinung über die Medien zu beeinflussen. Ich vermute, dass mehrere alternative Medien in den USA von Geheimdiensten gesteuert werden. Die erfolgreiche rechtspopulistische Nachrichtenseite Breitbart, die Fehlinformationen und Trump-Propaganda verbreitete, steht seit ihrer Gründung unter dem Einfluss eines israelischen Netzwerks (mehr dazu). Breitbart wurde von der Mercer Familie (Multimillionäre) finanziert. Rebekah Mercer ist momentan im Führungsgremium der bereits erwähnten Heritage Foundation.

1993 beging Vince Foster, der damalige Rechtsberater von US-Präsident Bill Clinton, Suizid. Der spätere Chef von Newsmax, Christopher Ruddy, verbreitete die Verschwörungstheorie, dass es kein Selbstmord war und die Clintons womöglich etwas mit seinem Tod zu tun hatten. Ruddy schrieb ein Buch darüber. Auch sein Chef Richard Mellon Scaife deutete in einem Interview an, dass Bill Clinton möglicherweise mit dem Tod von Vince Foster und weiteren Regierungsbeamten in Verbindung stehe. Hillary Clinton sagte damals, die ganzen Vorwürfe gegen ihren Mann seien Teil einer „grossen rechten Verschwörung“. Ruddy und Richard Mellon Scaife versöhnten sich aber später mit den Clintons. Die Clinton Familie ist in der heutigen Trump-Propaganda immer noch ein wichtigstes Feindbild. Viele Verschwörungstheoretiker mit Sympathien für Trump glauben, dass die Clintons und ihre Verbündeten ganz üble Verbrecher sind und Trump derjenige sei, der diesen Verbrechern das Handwerk legen wird.

Richard Mellon Scaife unterstützte mit 330 000 US-Dollar eine Organisation von Joseph „Joe“ Farah. Dieser arbeitete für eine Zeitung von Scaife und verbreitete ebenfalls Theorien zum Tod von Vince Foster. 1997 gründete Farah WorldNetDaily, eine populistische Nachrichtenseite, die gezielt rechte Verschwörungstheoretiker anspricht. Farah ist bis heute Chef der Seite. Seine Tochter Alyssa war 2020 im Stab von Donald Trump. Farah und WorldNetDaily konzentrieren sich auf Verschwörungstheorien, die die Demokratische Partei schlecht dastehen lassen und damit den Republikanern und Trump in die Hände spielen. Farah und seine Seite verbreiteten die Behauptung, dass Barack Obama nicht in den USA geboren sei und daher nicht Präsident hätte werden dürfen (bekannt als Birther-Verschwörungstheorie). Donald Trump hatte die Theorie bereits 2011 verbreitet. 2012 gab er WorldNetDaily als Quelle für diese Theorie an. Trump nutzt Verschwörungstheorien schamlos aus, um seine Konkurrenten und Gegner schlecht zu machen.

Matthew Mellon (1964–2018) war Vorsitzender des Finanzausschusses des New Yorker Ablegers der Republikanischen Partei. Mit Kryptowährungen machte er aus zwei Millionen US-Dollar eine Milliarde. Er hatte ein Abendessen mit Donald Trump und riet ihm, Blockchain-freundlich zu werden, da er so Fans von Kryptowährungen als Wähler gewinnen könnte. Trump hat sich den Rat vielleicht zu Herzen genommen, da er inzwischen auf den Krypto-Hype aufgesprungen ist. Matthew Mellon war ein Nachkomme des Bankiers Anthony Joseph Drexel. Die Drexel Familie war im 19. Jahrhundert eine der mächtigsten Bankiersfamilien der USA. Matthew Mellon war ein enger Freund von Lady Victoria Hervey. Sie ist die Tochter eines britischen Markgrafen. Matthew heiratete die britische Modeunternehmerin Tamara Mellon. 2010 erhielt Tamara einen Orden von Queen Elizabeth. Tamara kennt den britischen Geschäftsmann Nat Rothschild. Matthew Mellon hatte ein romantisches Verhältnis mit Kick Kennedy, der Tochter von Robert F. Kennedy Jr. Dessen grösster Spender ist wie gesagt Timothy Mellon.

Einige Mitglieder der Mellon Familie sind aber Anhänger der Demokratischen Partei und stehen Trump kritisch gegenüber. In den USA ist nicht nur das einfache Volk gespalten wegen Trump, denn auch in der Klasse der Superreichen ist man sich uneinig, ob Trump ein zumutbarer Präsident ist.

James „Jim“ Mellon Walton (1930–2022) kam mütterlicherseits aus der Mellon Familie. Er war im Vorstand des Ölkonzerns Gulf Oil, der wie gesagt von der Mellon Familie gegründet wurde. Jim gehörte zum Kuratorium der Carnegie Mellon University. Einer der beiden Vorläufer der Forschungsuniversität wurde 1913 von der Mellon Familie gegründet. Jim war stellvertretender Vorsitzender der Heinz Endowments, ein Zusammenschluss von Stiftungen der Heinz Familie (Gründerfamilie des Lebensmittelkonzerns Heinz). Jim engagierte sich bei der örtlichen Episkopalkirche. Die Episkopalkirche der USA gehört zur anglikanischen Gemeinschaft. Im Jahr 1966 wurde Jim als Oberaufseher der St. Paul’s Church in Rom gebeten, bei der ersten Begegnung zwischen dem Papst und dem Erzbischof von Canterbury (Oberhaupt der Church of England und der anglikanischen Gemeinschaft) in der Sixtinischen Kapelle dabei zu sein. Jims Schwester Mary Walton (1924–2022) verkehrte mit führenden Politikern und Geschäftsleuten. Ihr Ehemann Walter Curley diente als US-Botschafter in Irland und Frankreich. Walter war Partner des Finanzunternehmens JH Whitney & Company, das von einem Mitglied der einflussreichen Whitney Familie gegründet wurde. Mary lebte fast hundert Jahre und der Bruder Jim wurde auch älter als neunzig. Ihre Mutter aus der Mellon Familie wurde 107 Jahre alt. Weitere Personen aus dem Establishment der USA, die älter als hundert Jahre wurden, wären unter anderem James Stillman Rockefeller und sein Verwandter David Rockefeller sowie Davids Freund Henry Kissinger und auch George Shultz, der sich jahrzehntelang praktisch jeden Sonntag mit Kissinger traf. Die Macht scheint sie jung zu halten.

Rachel „Bunny“ Lambert (1910–2014), die 103 Jahre alt wurde, heiratete in die Mellon Familie. Sie war die Patin eines Barons aus dem schottischen Hope Clan. Bunny wurde mehrfach von der britischen Queen Elizabeth und weiteren Mitgliedern der Königsfamilie besucht. Bunny hatte ein Vermögen von über 400 Millionen US-Dollar. Über viele Jahre hinweg war sie eine der engsten Freundinnen von Jacqueline Kennedy Onassis. Diese war die Ehefrau des US-Präsidenten John F. Kennedy. Bei Bunnys Geburtstag 2010 war unter anderem Caroline Kennedy zu Gast, die Tochter von John und Jacqueline Kennedy. Bunnys Enkel Thomas Lloyd heiratete Rickie Niceta. Niceta arbeitete in Trumps erster Amtszeit im Weissen Haus. Bunnys Vater Gerard Lambert war Präsident der Gillette Company, die der Weltmarktführer für Rasierzubehör ist (und vom Freimaurer King Gillette gegründet wurde). Gerards Vater gründete das Pharmaunternehmen Warner-Lambert Pharmaceutical, das von Gerard weitergeführt wurde. Es war eines der grössten Pharmaunternehmen der USA. Im Jahr 2000 wurde es von Pfizer übernommen. Bunnys erster Ehemann war Stacy Lloyd Jr., der gemeinsam mit ihrem zweiten Mann Paul Mellon im Zweiten Weltkrieg beim OSS-Geheimdienst arbeitete unter der Führung von Pauls Schwager David Bruce. Lloyd und Paul Mellon teilten sich zu dieser Zeit eine Wohnung in London. Sie wurden gute Freunde. Bunny und Lloyd waren die Eltern von Eliza, die in die irische Grafenfamilie Moore heiratete. Elizas Bruder, Stacy Lloyd III., arbeitete für die US Information Agency, eine Regierungsbehörde, die unter anderem für proamerikanische Propaganda im Ausland zuständig war. Stacy Lloyd III. heiratete Anne Emmet Pepper. Sie kam aus der Emmet Familie, die seit dem frühen 19. Jahrhundert zur Elite der USA gehört. Annes Grossvater Grenville Temple Emmet war ein Anwaltspartner des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (Freimaurer) und diente ihm als Botschafter in Österreich und den Niederlanden. Annes Urgrossvater Levi Morton war Vizepräsident der USA und Gouverneur von New York. Ihre Mutter Anne Livingston Eustis war eine Nachkommin der Livingston Familie, die seit über 300 Jahren zur Elite der USA gehört.

Der Politiker John Warner (1927–2021) heiratete in die Mellon Familie. Er vertrat den Bundesstaat Virginia dreissig Jahre lang im Senat. Er war Marineminister und Vorsitzender des Senatsausschusses für Streitkräfte. Die New York Times bezeichnete ihn als „eine führende Stimme der Republikaner in der Militärpolitik“. Er war ein überzeugter Anglophiler und besuchte regelmässig Grossbritannien. Er half bei der britisch-amerikanischen Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen. Für seine Verdienste wurde er 2009 von der Queen zum Ritter geschlagen. Bei seiner dritten Hochzeit trug er den karierten Kilt seiner Vorfahren. Demnach war ihm seine schottische Abstammung wichtig. Sein Vorfahre Alexander Stuart leitete den Bau des Balmoral Castle, ein Schloss in Schottland, das der Königsfamilie gehört.

Catharine Leigh Mellon arbeitete für die einflussreiche britische Schroders Bank, wo sie sich als Fondsmanagerin auf Investitionen in Irland konzentrierte. Sie heiratete den Amerikaner John Murray Cathey, der als Finanzberater in London tätig war.

Cassandra King Mellon (*1940) heiratete einen Mann mit dem Namen Edwin Van Rensselaer Milbury. Dieser könnte dem Namen nach aus der Van Rensselaer Familie stammen, die schon seit dem 17. Jahrhundert zur Elite des Landes gehörte, also bereits vor der Gründung der USA.

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Morgan Familie

Die Morgans waren lange Zeit die mächtigste Bankiersfamilie der USA (etwa von 1870 bis 1980).

Junius Spencer Morgan (1813–1890) gründete 1864 die Bank „JS Morgan & Co.“. Aus dieser entwickelte sich die heutige „JPMorgan Chase“, die derzeit die grösste US-amerikanische Bank ist. Zu den wichtigen Vorläufern der heutigen JPMorgan Chase gehörten auch die Chase Manhattan Bank (Rockefeller Familie) und die Chemical Bank (Roosevelt Familie).

1935 gründete Henry Sturgis Morgan (1900–1982) die führende Investmentbank Morgan Stanley. Er war bis zu seinem Tod mit der Bank verbunden. (Quelle) Er gründete die Bank gemeinsam mit Harold Stanley, der Mitglied bei Skull and Bones war. (Quelle) Somit führten die Morgans früher zwei der mächtigsten Banken der Welt. Heute sind die beiden Banken unabhängig von der Familie (zumindest nach offiziellen Angaben).

JPMorgan Chase und Morgan Stanley sind zwei der weltweit grössten Investmentbanken und Vermögensverwalter. Im Jahr 2020 verwaltete JPMorgan Chase ein Vermögen von 2,7 Billionen US-Dollar. Morgan Stanley verwaltete im März 2021 ein Vermögen von 1,4 Billionen.

Die Morgan Bank gründete 1968 in Belgien den Finanzdienstleister Euroclear, der inzwischen ein eigenständiges Unternehmen ist. Bei Euroclear wurde 2019 ein Vermögen von über 30 Billionen US-Dollar verwahrt (Quelle). Euroclear kann aber nicht frei über das Vermögen verfügen.

Der Bankier JP Morgan (1837–1913) war Mitgründer des Mischkonzerns General Electric und seine Bank finanzierte den Aufbau des Unternehmens. General Electric gehört schon seit 100 Jahren zu den grössten Unternehmen der USA. Der Konzern ist in der Rüstungsindustrie tätig und die Tochterfirma GE HealthCare ist eines der grössten Pharmaunternehmen der USA. In den 1930er-Jahren unterhielt General Electric engen geschäftlichen Kontakt zu Nazi-Deutschland (Quelle). Henry Sturgis Morgan (1900–1982) war von 1935 bis 1941 im Vorstand von General Electric. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er erneut dem Vorstand bei. (Quelle)

JP Morgan gründete den Stahlkonzern U.S. Steel. Dieser war damals der weltweit grösste Stahlkonzern und zeitweise das grösste Unternehmen der Welt. Er ist derzeit der zweitgrösste Stahlproduzent der USA. JP Morgan Junior (1867–1943) sass im Vorstand von U.S. Steel.

JP Morgan war noch mit weiteren Grossunternehmen der damaligen Zeit verbunden und kontrollierte viele Eisenbahnunternehmen (Mehr dazu auf Wiki). Er war auch der Besitzer der untergegangenen Titanic.

Der deutsch-südafrikanische Geschäftsmann Ernest Oppenheimer gründete 1917 mit finanzieller Unterstützung der Bank der Morgan Familie das Bergbauunternehmen Anglo American. (Quelle: 1 und 2) Anglo American ist einer der grössten Bergbaukonzerne der Welt.

JP Morgan galt als einer der reichsten Männer der USA. (Quelle: 1 und 2) Sein Sohn JP Morgan Junior gehörte 1918 ebenfalls zu den reichsten Amerikanern. (Quelle)

JP Morgan traf Henri de Rothschild aus der berühmten Rothschild Familie. (Quelle)

Henry Sturgis Morgan und JP Morgan Junior waren im Vorstand des Versicherungsunternehmens Aetna. Das Unternehmen wurde von ihrem Vorfahren Joseph Morgan (1780–1847) gegründet. (Quelle) Heute ist es eines der grössten Krankenversicherungs-Unternehmen der USA.

Die Morgan Familie verkehrte im Jekyll Island Club. JP Morgan Junior war Präsident des Clubs. Der nicht mehr existierende Club bestand aus Millionären wie Rockefeller, Vanderbilt und Gould. 1910 fand ein geheimes Treffen im Club statt, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde. JP Morgan Junior war von 1914 bis 1919 im Beirat der New Yorker Abteilung der FED.

Die Morgans und ihre Bank waren 1930 Mitgründer der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die ihren Sitz in der Schweiz hat. Die BIZ gilt als Zentralbank aller Zentralbanken und ist dementsprechend auch sehr mächtig. Im Zeitraum 1930 bis 1945 waren in der Führung der BIZ mehrere Deutsche mit besten Verbindungen zu Hitler und der Nazielite, darunter die Bankiers Kurt von Schröder und Hjalmar Schacht. Die BIZ war am Goldraub der Nazis beteiligt.

Die Bank der Morgan Familie war 1921 Mitgründer des Council on Foreign Relations (CFR). Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt. Derzeit gehören die Banken JP Morgan Chase und Morgan Stanley noch immer zu den wichtigsten Förderern des CFR (Quelle).

Die Morgan Familie gehörte oder gehört noch immer zum Bohemian Club. (Quelle) Der Club besteht seit 1872 und ist Gegenstand von Verschwörungstheorien.

Die Morgan Familie verkehrte in elitären New Yorker Clubs, wie der Knickerbocker Club, der Union Club, der Union League Club und der New York Yacht Club. Dadurch werden sie viele Familien der New Yorker Elite gekannt haben. JP Morgan war 1891 Mitgründer des Metropolitan Club in New York und wurde dessen erster Präsident. Zu den Mitgründern gehörten auch Mitglieder der Familien Roosevelt, Vanderbilt und Lorillard.

Die Morgan Familie gehörte oder gehört noch immer zur Pilgrims Society. Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Die Pilgrims Society wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Als die Morgans im Finanzwesen aktiv wurden, unterhielten sie von Anfang an engen Kontakt nach Grossbritannien. Ihre Bank war ursprünglich eine Londoner Bank. Sie wurde 1851 von George Peabody in London als „George Peabody & Co.“ gegründet. Der US-amerikanische Bankier Peabody war in London sesshaft geworden. London war damals noch das Finanzzentrum der Welt. Peabody wurde zum führenden Bankier für britisch-amerikanische Geschäfte und war sehr angesehen im Londoner Bankenviertel. 1854 trat Junius Spencer Morgan der Bank bei. 1864 ging Peabody in den Ruhestand und Morgan übernahm die Bank, die er dann in „JS Morgan & Co.“ umbenannte. Daraufhin wurde die US-amerikanische Bankiersfamilie Drexel der wichtigste Partner von Morgan. Sie führten die Bank bis 1895 gemeinsam. Die Drexel Familie heiratete dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den britischen Adel.

Nach Beginn des 20. Jahrhunderts war der Brite Edward Grenfell ein enger Geschäftspartner der Morgans. Zusammen gründeten sie in London „Morgan Grenfell“, die zu einer der führenden britischen Investmentbanken aufstieg. In den 90er-Jahren wurde sie von der Deutschen Bank übernommen. Edward Grenfell war 35 Jahre lang in der Führung der Bank of England (britische Zentralbank) und wurde zum Baron geadelt. Sein Vater Henry Grenfell war Gouverneur (Chef) der Bank of England. Die Grenfell Familie brachte Politiker, Militärs und Geschäftsleute hervor. Die Familie heiratete in den britischen Adel. Zur Führung der Bank Morgan Grenfell gehörte die Bankiersfamilie Smith, eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite.

John Pierpont „Jack“ Morgan Jr. (1867–1943) wurde von der Gilde der Goldschmiede geehrt. (Quelle) Die Gilde der Goldschmiede (Worshipful Company of Goldsmiths) wurde 1327 gegründet und gehört zu den sogenannten Livery Companies. Diese Händlergilden aus der City of London (Londoner Bankenviertel) entstanden im 14. Jahrhundert und bestehen bis heute.

John Adams Morgan (*1930) gründete 1982 ein eigenes kleines Finanzunternehmen. 2002 schloss sich Morgan mit Fred Joseph zusammen und sein Unternehmen wurde in „Morgan Joseph“ umbenannt. Heute firmiert das Unternehmen unter dem Namen „Morgan Joseph TriArtisan Group“. Fred Joseph war CEO von Drexel Burnham Lambert, die eine der weltweit grössten Investmentbanken war.

Erwähnenswerte Heiraten

Die Morgans sind über Heiraten mit einflussreichen Kolonialfamilien verbunden, also mit jenen Familien, die schon vor der Gründung der USA zur Elite der 13 Kolonien gehörten.

Henry Sturgis Morgan (1900–1982), der Gründer der Investmentbank Morgan Stanley, heiratete in die Kolonialfamilie Adams. Die Adams Familie gehörte zu den Gründervätern der USA und brachte zwei US-Präsidenten hervor (John Adams und John Quincy Adams). (Quelle: 1 und 2) Aus dieser Ehe ging der Sohn Henry Sturgis Morgan Jr. (1924–2011) hervor, ein Konteradmiral. Er heiratete eine Schwester des bekannten Senators John McCain. (Quelle: 1 und 2) McCain war Kandidat der Republikaner für die Präsidentschaftswahl 2008, bei der er Barack Obama unterlag.

Zwei Kinder von Mary Lyman Morgan (1844–1919) heirateten in den britischen Adel. Ihre Tochter Mary (1874–1961) heiratete einen Vizegrafen aus der Hartcourt Familie. Die Nachkommen aus dieser Ehe heirateten unter anderem in die Adelsfamilien Baring, Grosvenor und Elliot-Murray-Kynynmound. Mary Lyman Morgans Sohn Walter (1872–1929) heiratete in die Adelsfamilie Cavendish-Bentinck. (Quelle) Walters Frau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Livingston. (Quelle) Die Livingstons gehörten zu den Gründervätern der USA und stammten ursprünglich aus dem schottischen Adel.

Louisa Pierpont Morgan (1866–1946), eine Tochter von JP Morgan, heiratete Herbert Livingston Satterlee. Durch seine Grossmutter väterlicherseits war Herbert ebenfalls ein Nachkomme der Kolonialfamilie Livingston. Er war stellvertretender Marineminister der USA und Präsident des Union League Club, ein elitärer New Yorker Club. (Quelle)

Juliet Pierpont Morgan (1870–1952), eine Tochter von JP Morgan, heiratete William Pierson Hamilton. Dieser war ein Ururenkel von Alexander Hamilton, der einer der wichtigsten Gründerväter der USA war. (Quelle) Alexander Hamilton gründete die erste Zentralbank der USA und gilt allgemein als der Begründer des nationalen Finanzsystems der USA. Er stammte aus dem schottischen Hamilton Clan, eine der mächtigsten britischen Adelsfamilien. Durch die Heirat von Juliet und William entstand der Familienzweig Morgan Hamilton.

Helen Morgan Hamilton (1896–1985) heiratete in zweiter Ehe Warren Randolph Burgess, der US-Botschafter bei der NATO war. Er arbeitete für die US-Zentralbank FED und gehörte zur Führung der Citibank, eine der grössten US-Banken. Er war Präsident der „American Bankers Association“, eine der einflussreichsten Finanz-Lobbyorganisationen der USA. (Quelle)

Pierpont Morgan Hamilton (1898–1982) war Offizier des US-Militärs. Seine Frau Marie war eine Tochter des Bankiers Clinton Ledyard Blair und eine Urenkelin des Eisenbahnindustriellen John Insley Blair, der zu den reichsten Amerikanern des 19. Jahrhunderts gehörte. (Quelle)

Die Ehefrau von Jasper Morgan (1900–1964) hatte zuvor eine Ehe mit Cornelius Vanderbilt IV. geführt. (Quelle) Die Vanderbilt Familie war eine der reichsten Familien des 19. Jahrhunderts. Sie stammen aus einer niederländischen Kolonialfamilie.

JP Morgan Junior (1867–1943) war ein Onkel von Harry Crosby. Zu Harrys Vorfahren gehörten die niederländischen Kolonialfamilien Van Rensselaer und Schuyler. (Quelle)

Die Morgans sind selbst Nachkommen von alten Kolonialfamilien. Über JP Morgans Mutter Juliet Pierpont (1816–1884) sind sie Nachfahren von Thomas Hooker (1586–1647). Hooker war ein puritanischer Kolonialführer, der die englische Kolonie Connecticut in Nordamerika gründete. Zu Hookers Nachfahren gehörten unter anderem der Vizepräsident Aaron Burr, der US-Präsident William Howard Taft (Mitglied bei Skull and Bones) und William Huntington Russell (der Gründer von Skull and Bones). (Quelle)

Frances Tracy Morgan (1897–1989) war die Grossmutter des Architekten Peter Pennoyer (*1957). Peters Urgrossvater Hendon Chubb war Gründungspartner des Versicherungskonzerns Chubb. Peters Frau kommt aus der Ridder Familie, die im 20. Jahrhundert einflussreiche Zeitungsverleger waren. Sie gründeten das Zeitungsunternehmen Knight Ridder. (Quelle: 1 und 2) Peters Schwester heiratete John Auchincloss, der mütterlicherseits ein Nachkomme der Vanderbilt Familie ist. Johns Vater Louis Auchincloss schrieb Bücher, in denen es um die alten Familien der US-amerikanischen Elite geht. (Quelle)

Die Morgan Familie war über zwei Heiraten mit der Osborn Familie verschwägert. Frederick Osborn und sein Onkel Henry Fairfield Osborn waren führende Eugeniker der USA. 1953 gründete Frederick Osborn zusammen mit John D. Rockefeller III. den Population Council, eine Organisation, die sich bis heute auf der ganzen Welt für die Bevölkerungskontrolle einsetzt. Die Osborn Familie war mit den einflussreichen Familien Vanderbilt, Dodge, Havemeyer und Pulitzer verschwägert. (Mehr dazu)

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Rockefeller Familie

Erdöl

Der US-Amerikaner John Rockefeller (1839–1937) gründete 1870 das Unternehmen Standard Oil, das sich in den folgenden Jahrzehnten zum grössten Ölkonzern der Welt entwickelte. John Rockefeller gilt als einer der reichsten Menschen aller Zeiten. Das von ihm erlangte Vermögen hätte auf heutige Verhältnisse hochgerechnet einen geschätzten Wert von 340 Milliarden US-Dollar (Quelle). Das heutige Vermögen der Rockefeller Familie wurde im Jahr 2024 auf 10,3 Milliarden US-Dollar geschätzt (Quelle).

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnete die US-Regierung ein Verfahren gegen Standard Oil wegen des Verstosses gegen den Sherman Antitrust Act. Das Gesetz soll verhindern, dass sich Wirtschaftsmonopole bilden. 1911 wurde Standard Oil daher in 34 kleinere Unternehmen aufgeteilt. Eines davon war Standard Oil of New Jersey, das weiterhin von der Rockefeller Familie kontrolliert wurde. Die anderen 33 Unternehmen waren ab da unabhängig von der Rockefeller Familie (zumindest nach offiziellen Angaben). Standard Oil of New Jersey wurde schnell wieder ein führender Ölkonzern und war bereits 1929 wieder das grösste Unternehmen der USA (Quelle). Somit hatte die Zerschlagung von Standard Oil der Rockefeller Familie nicht allzu stark geschadet.

Standard Oil of New Jersey (Esso) unterhielt in den 1930er- bis Anfang der 1940er-Jahre enge geschäftliche Beziehungen zum deutschen Naziregime. Auch nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 blieb der Kontakt noch für einige Monate bestehen. (Quelle: 1, 2, 3) Standard Oil of New Jersey war mit dem deutschen Chemiekonzern I.G. Farben verbunden und half diesem in den Jahren vor dem Krieg bei der Herstellung von Flugzeugbenzin, gegen den Willen der US-Regierung. (Quelle)

Aus Standard Oil of New Jersey entwickelte sich der heutige Ölkonzern Exxon, der inzwischen auch einer der weltweit grössten Produzenten von Erdgas ist. Exxon war in den letzten Jahren der mit Abstand grösste Öl- und Gaskonzern der USA. Die Tochterfirma Exxon Chemical gehört zu den zehn grössten Chemieunternehmen der Welt. Exxon ist einer der weltweit grössten Plastikproduzenten. 2020 war Exxon nach Umsatz das drittgrösste Unternehmen der USA. Die Rockefeller Familie hielt noch bis 2016 eine kleinere Beteiligung an Exxon.

In den 1890er-Jahren übernahm Standard Oil bzw. die Rockefellers die Kontrolle über den führenden kanadischen Ölkonzern Imperial Oil. Dieser gehörte heute noch zu den grössten Ölkonzernen Kanadas und befindet sich mehrheitlich in Besitz von Exxon. Kanada ist das Land mit den drittgrössten bekannten Ölreserven der Welt. Imperial Oil gründete 1949 Enbridge, einer der weltweit führenden Pipelinekonzerne.

Der ursprüngliche Ölkonzern Standard Oil wurde 1911 wie gesagt in 34 Unternehmen aufgeteilt. Viele davon wurden später an europäische Ölkonzerne verkauft. Zwei der 34 Unternehmen waren Standard Oil of California und die Ohio Oil Company. Aus ihnen entwickelten sich die heutigen US-amerikanischen Ölkonzerne Chevron und Marathon Petroleum. Die beiden gehören heute zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt.

Finanzwesen

David Rockefeller (1915–2017) übernahm ab 1960 die Führung der Chase Manhattan Bank. 1970 war sie die drittgrösste Bank der Welt. Sie entstand 1955 aus einer Fusion von zwei Grossbanken. Eine der beiden Vorläuferbanken war die Chase National Bank, die seit den 1930er-Jahren unter dem Einfluss der Rockefeller Familie stand. Die andere Vorläuferbank war die Manhattan Company, die 1799 gegründet wurde und damit eine der ältesten Banken der USA war. Zum Gründerkreis der Manhattan Company gehörten die Freimaurer John Jacob Astor und Stephen Van Rensselaer, zwei der reichsten Amerikaner.

Im Jahr 2000 fusionierte die Chase Manhattan Bank mit der Grossbank J.P. Morgan, die früher von der Morgan Familie kontrolliert wurde. Durch die Fusion entstand die heutige JPMorgan Chase. Sie ist zurzeit die grösste US-amerikanische Bank. Die Familien Rockefeller und Morgan hatten schon spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts Kontakt zueinander. David Rockefeller war noch bis 2005 im internationalen Beirat von JPMorgan Chase.

Politik

Die Rockefeller Familie ist auch in der Politik präsent.

Nelson Rockefeller (1908–1979) war Politiker der Republikanischen Partei, Gouverneur von New York und Vizepräsident der USA.

Jay Rockefeller (*1937) ist Politiker der Demokratischen Partei. Von 1977 bis 1985 war er Gouverneur von West Virginia und anschliessend vertrat er den Bundesstaat bis 2015 im Senat.

Winthrop Rockefeller (1912–1973) diente als Gouverneur von Arkansas und sein gleichnamiger Sohn (1948–2006) als Vizegouverneur. Die beiden waren Politiker der Republikanischen Partei.

Denkfabriken und elitäre Clubs

1973 gründete David Rockefeller (1915–2017) die Trilaterale Kommission. Diese einflussreiche Denkfabrik dient dem Austausch der Eliten von Nordamerika, Europa und Japan. David war noch bis 2016 Ehrenvorsitzender der Denkfabrik. In der Trilateralen Kommission kommen viele Wirtschaftsführer und Politiker zusammen. Mitglieder folgender Familien waren oder sind in der Trilateralen Kommission vertreten: Agnelli (Italien), Wallenberg (Schweden), Weill (Frankreich), Desmarais (Kanada), MacMillan und Bechtel (USA), Rocca (Argentinien), March und Polanco (Spanien), Lambsdorff (Deutschland) sowie die jordanische Königsfamilie. Zu den Mitgründern der Trilateralen Kommission gehörte der Italiener Guido Colonna di Paliano, der aus dem päpstlichen Adel kam. Ein weiterer Mitgründer war der Niederländer Max Kohnstamm, ein Freund der niederländischen Königsfamilie. Kohnstamm gründete gemeinsam mit dem niederländischen Prinzen Bernhard zur Lippe-Biesterfeld das berühmte Bilderberg-Treffen.

David Rockefeller war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen. (Quelle) Es gibt mehrere Quellen, die besagen, dass David Rockefeller Mitgründer der Bildberg-Treffen war. (Quelle: 1, 2)

David Rockefeller war Mitglied bei Le Cercle. Das internationale geheime Elitennetzwerk besteht seit 1953 und ist fest mit den Geheimdiensten verbunden. David Rockefeller war der zentrale Ansprechpartner des Cercle in den USA. (Quelle: 1, 2)

Die Rockefeller Familie ist mit dem Council on Foreign Relations (CFR) verbunden, der als eine der mächtigsten Denkfabriken der Welt gilt. Mehrere Rockefeller waren Mitglied des CFR. Derzeit sind sieben Familienmitglieder im CFR vertreten (Quelle). Zurzeit gehören die Ölkonzerne Exxon und Chevron sowie die Grossbank JPMorgan Chase zu den wichtigsten Förderern des CFR (Quelle). Die drei Unternehmen waren früher wie gesagt mit den Rockefellers verbunden. David Rockefeller übernahm eine führende Rolle im CFR:

  • Von 1949 bis 1985 war er Direktor des CFR.
  • Von 1950 bis 1970 war er Vizepräsident des CFR.
  • Von 1970 bis 1985 war er Vorsitzender des CFR.
  • Von 1985 bis 2017 war er Ehrenvorsitzender des CFR.

(Quelle)

David Rockefeller war im Vorstand des Carnegie Endowment for International Peace (CEIP). (Quelle) Das CEIP ist mit dem Gründungsjahr 1910 die älteste Eliten-Denkfabrik der USA.

David Rockefeller gründete 1979 die Partnership for New York City. Diese besteht aus der Wirtschaftselite von New York und die führenden Manager der Wall Street gehören ihr an.

Die Rockefeller Foundation (die Familienstiftung der Rockefellers) war massgeblich an der Gründung der Group of Thirty und der Mont Pèlerin Society beteiligt. Die Group of Thirty ist eine einflussreiche Interessensvereinigung der Zentralbanken. Die Mont Pèlerin Society spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung des Neoliberalismus. Sie ist heute noch ein wichtigstes Netzwerk zur Verbreitung und Erhaltung des Neoliberalismus.

Die Rockefeller Familie verkehrte in elitären New Yorker Clubs, darunter im Knickerbocker Club, Union Club, Union League Club und im New York Yacht Club.

Jay Rockefeller (*1937) war Präsident des Alfalfa Club in Washington. (Quelle) Dieser ist einer der elitärsten Clubs in Washington.

Die Rockefeller Familie verkehrte im Jekyll Island Club. Der nicht mehr existierende Club bestand aus Millionären wie Morgan, Vanderbilt und Gould. 1910 fand ein geheimes Treffen im Club statt, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde.

Die Rockefeller Familie gehörte oder gehört noch immer zur Pilgrims Society. Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Der britische Monarch ist der Schirmherr der Gesellschaft.

John „Jay“ Rockefeller IV., der Gouverneur von West Virginia war, erhielt 2008 eine Auszeichnung der Pilgrims Society. (Quelle)

Die Rockefeller Familie gehörte oder gehört noch immer zu den Sons of the American Revolution. Die seit 1889 bestehende Gesellschaft hat 17 US-Präsidenten und weitere hochrangige US-Politiker aufgenommen. (Quelle: 1, 2) Seit 2010 gibt es einen spanischen Zweig der Gesellschaft, der von der spanischen Königsfamilie geführt wird.

John D. Rockefeller Jr. (1874–1960) war Mitglied der Society of the Cincinnati. (Quelle) Die Elitegesellschaft besteht seit 1783 und wurde von führenden Köpfen der Amerikanischen Revolution gegründet. Sie ist eng mit den Sons of the American Revolution verbunden.

Percy Avery Rockefeller (1878–1934) und John Rockefeller Prentice (1902–1972) waren Mitglied bei Skull and Bones. (Quelle: 1, 2, 3) Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die Elite der USA. Sie ist Gegenstand diverser Verschwörungstheorien. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Sie haben eigene Rituale. Als Aufnahmeritual wird Blut aus einem Schädel getrunken. (Quelle: 1, 23)

Die Rockefeller Familie gehörte oder gehört noch immer zum Bohemian Club, der 1872 gegründet wurde. (Quelle) Hier wird zwar kein Blut getrunken, aber es finden dafür andere seltsame Rituale statt.

Avery Rockefeller Jr. war eines der Oberhäupter von Kappa Beta Phi (nicht zu verwechseln mit Phi Beta Kappa). (Quelle) Dies ist eine elitäre Geheimgesellschaft, bestehend aus Geschäftsleuten von der Wall Street. Wie bei anderen Geheimgesellschaften in den USA gibt es auch bei Kappa Beta Phi Bräuche, die für Aussenstehende seltsam erscheinen. Neulinge mussten sich als Dragqueens verkleiden. Kappa Beta Phi legt viel Wert auf Geheimhaltung. 2012 gelang es einem Journalisten, sich bei einem Treffen der Gruppe einzuschleichen, aber er wurde nach einer Weile entdeckt und rausgeworfen. Das dort Erlebte führte ihn zur Annahme, dass „die oberen Ränge der Finanzwelt aus Menschen bestehen, die sich komplett von der Realität getrennt haben“. (Quelle) Zu den Mitgliedern von Kappa Beta Phi zählen Laurance Fink (Chef von BlackRock) und Michael Bloomberg sowie ein paar andere Milliardäre. Weitere bemerkenswerte Mitglieder sind Robert Rubin, der ehemalige Vorsitzende des CFR, und James Wolfensohn, der ehemalige Präsident der Weltbank. (Quelle)

John D. Rockefeller III. (1906–1978) gründete 1952 den Population Council, der sich bis heute weltweit für Bevölkerungskontrolle einsetzt. John kannte Cordelia Mellon Scaife, die eine der radikalsten Befürworter der Bevölkerungskontrolle war. Zurzeit ist Indré Rockefeller im Kuratorium des Population Council.

Mit finanzieller Unterstützung der Rockefeller Foundation wurde die erste Weltbevölkerungskonferenz organisiert, die 1927 in Genf, Schweiz, stattfand. Es war eine internationale Konferenz, bei der über die Bevölkerungskontrolle diskutiert wurde. (Quelle)

Die Rockefeller Foundation hatte auch in den letzten Jahrzehnten Verbindungen zur Lobby für Bevölkerungskontrolle. (Mehr dazu)

Die Rockefeller Familie gehörte oder gehört noch immer zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Godfrey Rockefeller (1924–2010) war Mitgründer und langjähriges Vorstandsmitglied des WWF.

Nach der Gründung der Vereinten Nationen (UN) im Jahr 1945 kaufte John Rockefeller Jr. ein Grundstück in New York und schenkte es der UN, wo diese ihr Hauptquartier errichtete. (Quelle: 12)

Derzeit sind zwei Mitglieder der Rockefeller Familie im Kuratorium des Museum of Modern Art (MoMa) in New York, eines der wichtigsten Kunstmuseen der USA. Das Kunstmuseum wurde 1929 von Abby Aldrich Rockefeller mitgegründet. Zum Kuratorium des Museums gehören viele US-amerikanische Milliardäre und Mitglieder aus Milliardärsfamilien. Zum Kuratorium gehören auch Ausländer, darunter Mitglieder der Familien Wittelsbach (Deutschland), Oeri (Schweiz), Elkann-Agnelli (Italien), Niarchos (Griechenland), Bronfman (Kanada), Cheng (Hongkong), Arison (Israel) und Cisneros (Venezuela). Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Treuhändern der US-Kunstmuseen.

Bemerkenswerte Heiraten

William Goodsell Rockefeller (1870–1922) und sein Bruder Percy Avery Rockefeller (1878–1934) heirateten die Töchter des Bankiers James Stillman. Dieser führte fast 30 Jahre lang die National City Bank, die damals eine der grössten Banken der USA war. Auch sein Sohn wurde später Präsident der Bank. Heute trägt die Bank den Namen Citigroup und ist eine der grössten Banken der Welt. Durch die Heiraten entstand der Familienzweig Stillman Rockefeller. Der Sohn James Stillman Rockefeller (1902–2004) leitete die Bank von 1952 bis 1967. Somit stand die heutige Citigroup noch bis Ende der 60er-Jahre unter dem Einfluss der Familien Rockefeller und Stillman. James Stillman Rockefeller heiratete eine Grossnichte von Andrew Carnegie, der eine Zeit lang als der reichste Mensch der Welt galt.

John D. Rockefeller Jr. (1874–1960) heiratete in die Aldrich Familie. Sein Schwiegervater Nelson Aldrich war ein hochrangiger Freimaurer und war massgeblich an der Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED beteiligt. Die Aldrichs sind Nachkommen der Pilgerväter und haben angeblich Blut der Winthrop Familie in sich. Die Winthrops und ihre Nachkommen gehören seit über 350 Jahren zur Elite der USA.

Ethel Geraldine Rockefeller (1882–1973) heiratete in die Dodge Familie. Die Dodge Familie gründete 1834 das Handelsunternehmen Phelps Dodge, das paar Jahrzehnte später in der Bergbauindustrie aktiv wurde. Es entwickelte sich zu einem führenden Kupferproduzenten. Seit 2007 gehört Phelps Dodge zum US-amerikanischen Bergbaukonzern Freeport-McMoRan, der 2018 der weltweit grösste Kupferproduzent war.

Edith Rockefeller (1872–1932) heiratete Harold Fowler McCormick. Die McCormick Familie gehörte im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Familien der USA.

Alida Rockefeller (*1948) heiratete Mark Dayton, der von 2011 bis 2019 Gouverneur des US-Bundesstaates Minnesota war. Er kommt aus der Dayton Familie, die während des 20. Jahrhunderts als Unternehmer im Einzelhandel aktiv war. Aus ihrem Unternehmen entwickelte sich die heutige Target Corporation, einer der grössten Einzelhändler der USA. Das Vermögen der Dayton Familie wurde 2015 auf 1,6 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Rodman Rockefeller (1932–2000) heiratete Alexandra von Metzler. (Quelle) Sie ist eine entfernte Verwandte der Metzler Familie, eine der führenden Bankiersfamilien Deutschlands. (Quelle)

Jay Rockefeller (*1937) heiratete Sharon Lee Percy. Sie war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle). 2019 wurde ihr von Präsident Donald Trump die National Medal of Arts verliehen.

Isabel Rockefeller (1902–1980) heiratete Frederic W. Lincoln Jr., dessen Vater ein entfernter Cousin von US-Präsident Abraham Lincoln war. William Avery Rockefeller III. (1896–1973) heiratete die Schwester von Frederic W. Lincoln Jr.

Mehrere Rockefellers haben US-Politiker geheiratet.

Erwähnenswerte Freundschaften und Bekannte

David Rockefeller (1915–2017) hatte seit seiner Zeit am College ein gutes Verhältnis zu John Foster Dulles und dessen Familie. (Quelle: Seite 149) John Foster Dulles, ein Treuhänder der Rockefeller Foundation, war Aussenminister der USA. (Quelle) Sein Bruder Allen Dulles war von 1953 bis 1961 Chef der CIA und in dieser Zeit mitverantwortlich für das berüchtigte MKUltra-Projekt.

David Rockefeller freundete sich in jungen Jahren mit dem späteren US-Präsidenten John F. Kennedy an und datete dessen Schwester Kathleen. (Quelle: 1, 2) Übrigens heiratete Kathleen in die Cavendish Familie, eine der reichsten und mächtigsten Familien des englischen Adels.

David Rockefeller war mit Hassan II. befreundet, der von 1961 bis 1999 König von Marokko war. (Quelle)

David Rockefeller war ein enger Freund von John Hugo Loudon. (Quelle) Die niederländische Adelsfamilie Loudon ist mit dem führenden Öl- und Gaskonzern Shell verbunden.

David Rockefeller war mit Giovanni/Gianni Agnelli befreundet. (Quelle) Die Agnelli Familie ist die vermutlich mächtigste Familie der italienischen Wirtschaftselite. David Rockefeller und Giovanni Agnelli luden Walther Moreira Salles zu einem Abendessen in Giovannis New Yorker Wohnung ein. Der Brasilianer Walther Moreira Salles war ein langjähriger Freund von David Rockefeller und sie schätzten sich sehr. (Quelle) Die Moreira Salles Familie kontrolliert die grösste südamerikanische Bank und den Grossteil der weltweiten Niobproduktion. Rockefeller und Agnelli trafen auch den Inder JRD Tata (Quelle). Die Tata Familie ist die mächtigste Familie der indischen Wirtschaftselite.

David Rockefeller war über 50 Jahre lang ein enger Freund und Geschäftspartner des griechischen Unternehmers Stavros Niarchos, der einer der reichsten Männer der Welt war. (Quelle)

David Rockefeller war mit dem Mexikaner Emilio Azcárraga Milmo (El Tigre) befreundet. (Quelle) Emilios Familie kontrolliert den grössten lateinamerikanischen Medienkonzern.

David Rockefeller traf mehrfach den Chinesen Rong Yiren. (Quelle: 1, 2) Rong Yiren war Vizepräsident von China und galt im Jahr 2000 als der reichste Mann in China. Er kam aus der Rong Familie, die seit über 120 Jahren zu den mächtigsten Geschäftsleuten in China gehört.

David Rockefeller pflegte über Jahrzehnte ein freundschaftliches Verhältnis zu Dhanin Chearavanont. (Quelle) Dhanin gilt als der reichste und mächtigste Unternehmer Thailands.

David Rockefeller hatte Kontakt zu vielen Personen aus der amerikanisch-jüdischen Elite (nicht abwertend gemeint). Er veranstaltete 2016 ein Mittagessen zu Ehren des jüdischen Unternehmers Larry Fink. Larry Fink ist Gründer, Vorsitzender und CEO von BlackRock, einer der mächtigsten Finanzkonzerne der Welt. BlackRock ist der grösste Vermögensverwalter der Welt und verwaltet über neun Billionen US-Dollar. Beim Mittagsessen mit Rockefeller und Fink waren auch folgende Personen anwesend:

  • Henry Kravis: Der jüdische Milliardär ist Gründer und Vorsitzender von KKR, ein gut vernetzter Finanzkonzern. Henry Kravis besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen (Quelle).
  • Marie-Josée Kravis: Sie ist die Frau von Henry Kravis. Die Kanadierin ist die derzeitige Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen (Quelle).
  • Ronald Lauder: Der jüdische Milliardär ist derzeit Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Die Lauder Familie kontrolliert den Kosmetikkonzern Estée Lauder und gilt als eine der reichsten Familien der USA.
  • Leon Black: Der jüdische Milliardär ist Gründer, Vorsitzender und CEO von Apollo Global Management, eines der grössten Private Equity-Unternehmen der Welt.
  • Jerry Speyer: Der jüdische Milliardär ist ein erfolgreicher Immobilienunternehmer. Er nahm 2012 am Bilderberg-Treffen teil (Quelle). Er besitzt derzeit zusammen mit der jüdischen Milliardärsfamilie Crown das Rockefeller Center, ein von den Rockefellers mitgegründeter New Yorker Gebäudekomplex.
  • Gustavo Cisneros: Er ist einer der reichsten Venezolaner.

(Quelle)

David Rockefeller unterhielt mehr als 50 Jahre Kontakt zum britischen Baron Jacob Rothschild. (Quelle)

David Rockefeller hielt eine Lobrede auf der Beerdigung von Baron Leon Lambert. (Quelle) Die Lambert Familie war die wichtigste belgische Bankiersfamilie des 20. Jahrhunderts. Sie sind Verwandte und Bekannte der Rothschilds.

David Rockefeller kannte George Soros (berühmter Finanzinvestor), Ted Turner (gründete den Fernsehsender CNN), Brooke Astor, William Gates Sr. (der Vater von Bill Gates) und Leonore Annenberg (Ehefrau des Medienunternehmers Walter Annenberg). (Foto)

David Rockefeller hatte viel Kontakt zu David Packard, Mitgründer des Technologiekonzerns Hewlett-Packard.

Weitere bemerkenswerte Personen, die David Rockefeller trafen, wären:

David Rockefeller schrieb in seinen Memoiren bezüglich der Verschwörungstheorien zur Rockefeller Familie: „Einige glauben sogar, dass wir Teil einer geheimen Kabale sind, die gegen die Interessen der Vereinigten Staaten arbeitet, und bezeichnen meine Familie und mich als ‚Internationalisten‘, die sich mit anderen auf der ganzen Welt verschwören, um eine stärker integrierte globale politische und wirtschaftliche Struktur aufzubauen – eine Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das der Vorwurf ist, bekenne ich mich schuldig und ich bin stolz darauf.“ (Quelle)

David Rockefellers gleichnamiger Sohn nahm 2009 mit weiteren Milliardären an einem geheimen Treffen in New York teil. Beim Treffen diskutierten sie unter anderem darüber, wie sie ihr Vermögen verwenden könnten, um das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen. Das Treffen fand auf Initiative von Rockefeller, Bill Gates und Warren Buffett statt. Die Milliardäre George Soros, Ted Turner und Michael Bloomberg waren ebenfalls anwesend. (Quelle: 1, 2)

David Rockefeller Junior war mit dem australisch-amerikanischen Ökonomen James Wolfensohn befreundet. (Quelle) Wolfensohn war von 1995 bis 2005 Präsident der Weltbank. Er war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen sowie Mitglied des Bohemian Club und der Pilgrims Society.

John D. Rockefeller Jr. (1874–1960) war mit Edsel Ford befreundet. (Quelle) Die Ford Familie gehörte damals wie die Rockefellers zu den reichsten Familien der Welt.

John D. Rockefeller III. (1906–1978) engagierte sich sehr für amerikanisch-asiatische Beziehungen. Er traf sich mit dem langjährigen thailändischen König Bhumibol Adulyadej. (Foto) Er traf den japanischen Kaiser Hirohito und seinen Nachfolger Kaiser Akihito. (Fotos: 1, 2)

Albert II., der derzeitige Fürst von Monaco, verlieh Peggy Rockefeller (*1947) den Prince’s Prize (Prinzenpreis). (Quelle)

Die Rockefellers waren Freunde von Katharine Graham, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Washington Post kontrollierte, eine der wichtigsten Zeitungen der USA. (Quelle) Ihr Vater Eugene Meyer war der erste Präsident der Weltbank gewesen sowie auch Gouverneur der US-Zentralbank FED.

Avery Rockefeller (1903–1986) war ein wichtiger Vertreter der britischen Bankiersfamilie Schröder in den USA. Er gründete 1936 zusammen mit der Schröder Familie die nicht mehr existente New Yorker Investmentbank „Schroder, Rockefeller & Company“. (Quelle: 12) Die Schröder Familie gehört bereits seit dem 19. Jahrhundert zu den reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien der Welt.

Weiteres

David Rockefeller (1915–2017) war massgeblich am Bau des World Trade Centers beteiligt. Die beiden Twin Towers, die bei 9/11 einstürzten, trugen die Spitznamen David und Nelson. Sie erhielten die Namen zu Ehren von David und Nelson Rockefeller. (Quelle)

Die Rockefellers standen im Verdacht, das Ludlow-Massaker im Jahre 1914 angezettelt zu haben.

Laurance Rockefeller (1910–2004) war der frühe Investor von Fairchild Semiconductor. (Quelle) Es war das erste Halbleiterunternehmen und eines der ersten Silicon Valley-Unternehmen.

Die Rockefeller Foundation finanzierte 1956 den Dartmouth-Workshop, eine Konferenz von Wissenschaftlern. Das Treffen gilt als die Geburtsstunde der künstlichen Intelligenz als Forschungsgebiet. (Quelle: 1, 2, 3)

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Rothschild Familie

Die Rothschilds galten als die reichste Familie des 19. Jahrhunderts.

Rothschild im 19. Jahrhundert

Der deutsch-jüdische Bankier Mayer Amschel Rothschild (1744–1812) war der Gründer der Bankendynastie. Er schickte je einen seiner Söhne nach England, Frankreich, Österreich und Neapel, die dort je eine Bank gründeten. Der Sohn Nathan Mayer Rothschild (1777–1836) zog 1798 nach London und gründete ein Geschäft für Textilhandel und Finanzen. Im Jahr 1802 wurde Nathan bei den englischen Freimaurern aufgenommen (Quelle: 1, 2, 3). Er gründete 1811 die Bank „NM Rothschild & Sons“, die sich zur weltweit grössten Bank entwickelte. Da Grossbritannien damals die führende Kolonialmacht war, konnte die Bank ihr Geschäft weltweit ausweiten. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war sie eine der grössten Banken der Welt.

James de Rothschild (1792–1868), der Gründer des französischen Familienzweigs, trat den Freimaurern in Frankreich bei. Er erreichte den 33. Grad (der höchste Grad) des schottischen Freimaurerritus. (Quelle) Er und zwei seiner Brüder wurden in den „Supreme Conseil de France“ aufgenommen, welcher der Oberste Rat der französischen Freimaurer ist. (Quelle) Die Obersten Freimaurerräte nehmen für gewöhnlich nur Freimaurer auf, die den 33. Grad erreicht haben. Anselm Salomon von Rothschild (1803–1874) gehörte ebenfalls zum Obersten Rat in Frankreich. Ferdinand de Rothschild (1839–1898) war Mitgründer der nach ihm benannten Freimaurerloge „Ferdinand Rothschild Lodge“ in England. (Quelle)

Der Brite Anthony de Rothschild (1810–1876) erhielt 1847 von der britischen Queen den Adelstitel eines Baronets. Mitglieder der Rothschild Familie waren zuvor bereits vom österreichischen Kaiser zu Freiherrn geadelt worden. 1885 erhielt der Brite Nathan Rothschild (1840–1915) vom britischen Hochadel den erblichen Titel eines Barons, den seine Familie bis heute besitzt.

Baron Nathan Rothschild wurde 1902 in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. (Quelle)

Mayer Carl von Rothschild (1820–1886) war 1854 Mitgründer der Frankfurter Bank, die als eine private Zentralbank für Frankfurts Bankiers fungierte.

Alphonse de Rothschild (1827–1905) war von 1855 bis 1905 in der Führung der französischen Zentralbank. (Quelle)

Alfred de Rothschild (1842–1918) war der erste Jude, der in die Führung der Bank of England (britische Zentralbank) aufgenommen wurde. (Quelle) Die Bank of England galt bis ins 20. Jahrhundert als die mächtigste Zentralbank der Welt.

Die Rothschilds gründeten 1855 gemeinsam mit österreichisch-böhmischen Adligen die Creditanstalt, die sich zu einer der grössten Banken Österreichs entwickelte. Sie ist eine der beiden wichtigen Vorläufer der heutigen Unicredit Bank Austria, die noch immer eine der grössten österreichischen Banken ist. Seit 2005 befindet sie sich im Besitz der italienischen Grossbank Unicredit. (Quelle)

Die Rothschilds waren 1864 Mitgründer der Société Générale, die sich schnell zu einer der grössten französischen Banken entwickelte. (Quelle: 1, 2) Dies stand früher auch auf der Website der Bank. Zu den Gründern der Bank gehörten auch Mitglieder der Familien Bischoffsheim, Hentsch und Schneider (Quelle: 1, 2, 3). Die Société Générale war 2020 die drittgrösste französische Bank und gehört zu den zwanzig grössten Banken der Welt. Die Rothschild Bank war in den letzten 10 Jahren mit der Société Générale verbunden und die beiden haben einen Liquiditätsvertrag (Quelle: 1, 2).

Die Rothschilds waren 1880 Mitgründer des französischen Bergbauunternehmens Eramet und kontrollierten es ab 1890 vollständig. In den 1960er-Jahren wurden die Bergbauminen der Rothschild Familie in Eramet integriert. (Quelle: auf Seite 12). Eramet ist heute einer der weltweit grössten Produzenten von Nickel. Aus der Bergbaugruppe der Rothschilds entstand auch das französische Bergbauunternehmen Imerys. Bis 2005 war noch Édouard de Rothschild im Vorstand von Imerys vertreten (Quelle). Derzeit wird Imerys von den Familien Desmarais und Frère kontrolliert, die beide die Rothschilds kennen. Der verstorbene Albert Frère kannte mehrere Mitglieder der Rothschild Familie (Fotos: 1, 2, 3, 4).

Die Rothschilds finanzierten 1888 die Gründung des britischen Bergbaukonzerns De Beers mit. (Quelle: 1, 2) De Beers ist schon seit über 100 Jahren der weltweit grösste Produzent von Diamanten. Seit den 1920er-Jahren wurde De Beers von der südafrikanischen Oppenheimer Familie kontrolliert, die bis heute mit dem Unternehmen verbunden ist. Jonathan Oppenheimer, der zur Konzernführung gehörte, arbeitete für die Rothschild Bank (Quelle). David René de Rothschild (*1942) war im Vorstand von De Beers. (Quelle) Sir Evelyn de Rothschild (1931–2022) war über 16 Jahre Direktor von De Beers. (Quelle)

Die Rothschilds hatten geschäftlichen Kontakt zum britisch-jüdischen Geschäftsmann Marcus Samuel, der das Erdölunternehmen Shell gründete. (Quelle) Die Rothschilds hatten ihm bei der Gründung des Unternehmens geholfen. (Quelle) Baron Victor Rothschild (1910–1990) arbeitete 20 Jahre lang als leitender Angestellter bei Shell. (Quelle) Shell ist schon seit über 100 Jahren einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. In den letzten Jahren war Shell nach Umsatz eines der grössten Unternehmen der Welt.

Rothschild im 20. Jahrhundert

Die Rothschilds waren seit Ende des 19. Jahrhunderts mit dem britischen Bergbaukonzern Rio Tinto verbunden. 1929 besassen sie ein Drittel der Anteile am Unternehmen (Quelle: Seite 202). Rio Tinto gehört schon seit über 100 Jahren zu den weltweit grössten Bergbaukonzernen. Zurzeit ist Rio Tinto einer der grössten Produzenten von Eisenerz, Aluminium, Bauxit, Kupfer, Kohle, Uran, Diamanten und Titanium. Heute sind die Rothschilds nicht mehr Hauptaktionär von Rio Tinto, aber im Vorstand sind und waren mehrere Banker der Rothschild Bank (darunter der derzeitige Vorsitzende Simon Thompson). Im Zeitraum 2012 besassen die Rothschilds kleinere Anteile an Rio Tinto (Quelle). Rio Tinto wurde 1873 von Hugh Matheson gegründet.

Édouard de Rothschild (1868–1949) war von 1906 bis 1936 in der Führung der französischen Zentralbank. (Quelle)

Louis Nathaniel von Rothschild (1882–1955) war in der Führung der Österreichischen Nationalbank (die österreichische Zentralbank). (Quelle)

Baron Edmond Adolphe de Rothschild (1926–1997) war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen. (Quelle)

Baron Walter Rothschild (1868–1937) wurde die Balfour-Erklärung übergeben. Die Balfour-Erklärung war eine öffentliche Erklärung der britischen Regierung aus dem Jahr 1917, in der die Unterstützung für die Errichtung einer „nationalen Heimat für das jüdische Volk in Palästina“ angekündigt wurde. Palästina stand vor der Gründung Israels unter der Kontrolle der britischen Kolonialelite.

Walter Rothschild gehörte von 1901 bis 1929 zum ersten Führungsgremium der London School of Economics. Diese ist eine der elitärsten Universitäten der Welt. Walter Rothschild war zur selben Zeit im Führungsgremium wie Edward Pease (Mitgründer der Fabian Society) und der Adlige Bertrand Russell. (Quelle)

Durch den Zusammenschluss der britischen und der französischen Rothschild Bank entstand die heutige Rothschild & Co. Sie ist eine mittelgrosse Bank. 2020 lag der Umsatz der Bank bei über 2 Milliarden US-Dollar und sie verwaltet über 90 Milliarden US-Dollar.

In den 1960er-Jahren gründeten die Rothschilds zwei Banken in der Schweiz (die gefragteste Steueroase der Welt), die sich auf Vermögensverwaltung konzentrieren. Die „Rothschild Bank AG“ in Zürich und die „Banque Privée Edmond de Rothschild“ in Genf.

Die Rothschilds gehörten oder gehören noch immer zur Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Die Rothschilds gehörten oder gehören noch immer zur Pilgrims Society. Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Sie wird von der britischen Königsfamilie geführt.

Die heutigen Rothschilds

Von den heutigen Rothschilds ist der Brite Nathaniel „Nat“ Rothschild (*1971) der Interessanteste. Nat arbeitete für die Lazard Bank (Quelle). Sein Vermögen wurde 2012 auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt. (Quelle) Er war im internationalen Beratergremium der Brookings Institution. (Quelle) Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt.

In den 2000er-Jahren war Nat Rothschild Co-Vorsitzender von Atticus Capital, ein Hedgefonds aus den USA. Zu dieser Zeit war Atticus Capital Hauptaktionär der Deutschen Börse AG.

Nat Rothschild war Anfang der 2010er-Jahre Grossaktionär und Vorstandsmitglied eines der grössten Kohlekonzerne Indonesiens. (Quelle) Das Land gehört zu den grössten Kohleproduzenten der Welt.

Nat Rothschild heiratete in erster Ehe Annabelle Neilson, die eine gute Freundin des Models Kate Moss war. Annabelle hatte auch ein romantisches Verhältnis mit dem britischen Adligen Edward Spencer-Churchill. (Quelle)

Nat Rothschild ist gut vernetzt:

  • Nat ist mit dem russisch-jüdischen Milliardär Oleg Deripaska befreundet. (Quelle) Deripaska gründete und kontrolliert Rusal, einer der weltweit grössten Aluminiumproduzenten und eines der grössten russischen Unternehmen. Die Rothschild Bank erbrachte Dienstleistungen für Deripaska (Quelle).
  • Nat kennt den britisch-jüdischen Politiker Peter Mandelson. Dieser wurde zum Baron geadelt und war von 2009 bis 2010 Präsident des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Peter Mandelson, Nat Rothschild und der Russe Oleg Deripaska waren zusammen in einer sibirischen Sauna. Auf ihrer Reise wurden sie vom kanadisch-jüdischen Geschäftsmann Peter Munk begleitet. (Quelle) Munk gründete den kanadischen Bergbaukonzern Barrick Gold, einer der grössten Goldproduzenten der Welt. Nat Rothschild war im Vorstand von Barrick Gold (Quelle).
  • Nat kennt den israelischen Milliardär Lev Leviev. (Foto) Leviev ist mit der russischen Diamantindustrie verbunden und hat ein gutes Verhältnis zu Präsident Wladimir Putin.
  • Nat beriet den russisch-jüdischen Milliardär Roman Abramovich in Finanzangelegenheiten. (Quelle)
  • Nat kennt Saif Gaddafi, der Sohn des ehemaligen libyschen Diktators Muammar Gaddafi. (Quelle)
  • Nat hatte ein romantisches Verhältnis mit Prinzessin Florence von Preussen. (Quelle) Sie kommt aus dem britischen Zweig der deutschen Kaiserfamilie Hohenzollern.
  • Nat kennt die britische Modeunternehmerin Tamara Mellon. (Foto) Tamara heiratete in die Mellon Familie, die schon seit über 100 Jahren zu den reichsten und mächtigsten Familien der USA gehört.
  • Nat ist mit dem südafrikanisch-jüdischen Milliardär Ivan Glasenberg befreundet. (Quelle) Dieser ist derzeit CEO von Glencore (der zweitgrösste Rohstoffhändler der Welt).
  • Nat kennt den britischen Geschäftsmann Tony Hayward, der zur Führung der Rohstoffkonzerne BP und Glencore gehörte. (Quelle)
  • Nat ist mit der kasachischen Geschäftsfrau Goga Ashkenazi befreundet. (Quelle) Goga führte eine romantische Beziehung mit Timur Kulibayev und hat zwei Kinder mit ihm. Der Milliardär Timur ist einer der reichsten Männer in Kasachstan. Er ist mit der Tochter des langjährigen kasachischen Präsidenten Nursultan Nazarbayev verheiratet. Präsident Nursultan traf Mitglieder der Rothschild Familie (Quelle: 1, 2). Die Rothschild Bank berät die Zentralbank von Kasachstan. (Quelle

Weitere bemerkenswerte Rothschilds wären:

Baron Jacob Rothschild (19362024): Sein Vermögen wurde 2017 auf über 900 Millionen US-Dollar geschätzt. (Quelle) Er war im internationalen Beirat der Blackstone Group. (Quelle) Der US-amerikanische Finanzkonzern ist derzeit das grösste Private Equity-Unternehmen der Welt. Im Zeitraum 2012 waren die Rothschilds an der Blackstone Group beteiligt (Quelle). Nachdem 2003 der russisch-jüdische Milliardär Mikhail Khodorkovsky ins Gefängnis musste, übernahm Jacob Rothschild höchstpersönlich dessen Stimmrechte am Ölkonzern Yukos und fungierte als Treuhänder. (Quelle) Yukos war damals einer der grössten Ölkonzerne Russlands. Jacob Rothschild war Direktor von Hollinger. Das kanadische Unternehmen, das 2007 Konkurs ging, war einer der grössten Medienkonzerne der Welt. Hollinger wurde von Conrad Black gegründet und kontrolliert. Der Kanadier erhielt von der britischen Königsfamilie den Titel eines Barons. Zur Führung von Hollinger gehörten Mitglieder der britischen Elite, darunter Baron Peter Carington und Sir James Goldsmith. (Quelle) Jacob Rothschild beriet Queen Elizabeth II. in Finanzfragen und war Mitglied des Rates im Herzogtum Cornwall für den damaligen Prinzen und heutigen König Charles. In seinem Anwesen empfing er die US-Präsidenten Ronald Reagan und Bill Clinton. (Quelle) Mächtige Leute, wie der führende Medienmogul Rupert Murdoch, wandten sich an Jacob Rothschild, um ihn um Rat zu fragen. (Quelle) Jacob war stellvertretender Vorsitzender des britischen Medienunternehmens Sky, das damals von Murdoch kontrolliert wurde. (Quelle) 2023 veranstaltete Jacob ein Mittagessen zum 100. Geburtstag des einflussreichen amerikanisch-jüdischen Politikers Henry Kissinger. Rupert Murdoch war beim Mittagessen dabei. Zu den Gästen gehörten auch die ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair und John Major sowie die Milliardäre Stephen Schwarzman und Michael Bloomberg (zwei der reichsten Juden der USA). Jacob war ein langjähriger Freund des amerikanisch-jüdischen Milliardärs Howard Marks und kannte Nancy Astor, die in die britisch-amerikanische Astor Familie heiratete. Jacob gründete die J Rothschild Assurance Group, aus der sich der britische Vermögensverwalter St. James’s Place entwickelte. Jacobs Vater war während des Zweiten Weltkrieges Offizier beim britischen Geheimdienst gewesen. (Quelle) Jacob war im Kuratorium einer Stiftung der jüdischen Bankiersfamilie Safra. (Quelle)

Sir Evelyn de Rothschild (1931–2022): Er diente der Queen ebenfalls als Finanzberater und wurde von ihr zum Ritter geschlagen. Auf Einladung von Präsident Bill Clinton verbrachten Evelyn und seine Frau einen Teil ihrer Flitterwochen im Weissen Haus. Evelyn war über 16 Jahre Direktor des Diamantkonzerns De Beers und über 22 Jahre Direktor einer britischen Tochterfirma des IT-Konzerns IBM sowie über 16 Jahre Vorsitzender der Wochenzeitung The Economist. (Quelle: 1, 2) Seine Frau Lynn Forester de Rothschild hält Anteile an The Economist zusammen mit der italienischen Milliardärsfamilie Agnelli. (Quelle) Im Jahr 2022 wurde das Vermögen von Evelyn und Lynn auf 713 Millionen Pfund geschätzt, also etwa 900 Millionen US-Dollar. (Quelle) Lynn ist derzeit Mitglied des Council on Foreign Relations. (Quelle) Die US-amerikanische Denkfabrik gilt als eine der einflussreichsten der Welt. Lynn ist zurzeit im Vorstand des Kosmetikkonzerns Estée Lauder.

David René de Rothschild (*1942): Er ist Ehrenvorsitzender der Rothschild Bank und Vorsitzender des Jüdischen Weltkongresses. Er heiratete in den päpstlichen Adel. Ich würde ihn zu den hundert einflussreichsten Menschen der Welt zählen. Er sagte in einem Interview: „Ich glaube, dass niemand natürlicherweise zu einer Elite gehört. Seine Stellung muss sich jeder erst verdienen. Es gibt heute Söhne von berühmten Familien, die führen sich auf wie die Gauner. Sie wird niemand zur Elite zählen. Zur Elite gehören nur diejenigen, die sich würdig erweisen.“ (Video: bei 10:15–10:40)

Édouard de Rothschild (*1957): Er brachte 2005 die französische Zeitung Libération unter seine Kontrolle und platzierte seine Leute in der Führung der Zeitung. Ab da kam es zu sozialen Konflikten bei der Zeitung. Mehrere Journalisten verliessen die Zeitung freiwillig. (Quelle) Édouard de Rothschild hatte Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. (Quelle) Ariane de Rothschild hatte zwischen 2013 und 2019 mehr als ein Dutzend Treffen mit Epstein. (Quelle: 1, 2) Lynn Forester de Rothschild hatte Epstein mit dem Anwalt Alan Dershowitz bekannt gemacht, der den Deal aushandelte, der dazu führte, dass Epstein keine hohe Strafe erhielt. (Quelle) Dies muss natürlich nicht zwingend bedeuten, dass die Rothschilds in Epsteins kriminelle Aktivitäten involviert waren und es gilt die Unschuldsvermutung.

Emma Rothschild (*1948): Sie war von 1998 bis 2015 im Vorstand der United Nations Foundation. Diese Stiftung unterstützt die Vereinten Nationen (UN). Zum Vorstand gehören unter anderem die jordanische Königin, der Brite Mark Malloch Brown (Präsident der Stiftung von George Soros) und der US-amerikanische Milliardär Ted Turner (Gründer von CNN). Letzterer spielte 1998 eine wichtige Rolle bei der Gründung der Stiftung. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Stiftung sind Kofi Annan und Maurice Strong, die gemeinsam die UN leiteten. (Quelle)

James Rothschild (*1985): Er beteiligt sich an der Neuen Seidenstrasse, ein wichtiges Projekt der Chinesen. Er sitzt im Vorstand des International Financial Forum (IFF). (Quelle) Das IFF ist eines der wichtigsten Globalisten-Foren in China. Es wurde 2003 gegründet und hat sich nach eigenen Angaben das Ziel gesetzt, China mit den globalen Eliten zu vernetzen. Das Forum ist mit mehr als 50 Ländern und mehr als 200 Finanzführern vernetzt. Zu den Partnern des IFF gehören unter anderem die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und weitere Organisationen der UN sowie die Group of Thirty und die Grossbank Goldman Sachs. (Quelle: 1, 2)

Schätzungen zufolge gehört der französische Zweig der Rothschilds immer noch zu den reichsten Familien Frankreichs. 2023 wurde das Vermögen von Ariane de Rothschild auf 4,9 Milliarden Euro geschätzt. (Quelle) Das Vermögen von David und Edouard de Rothschild wurde im selben Jahr auf 725 Millionen Euro geschätzt. (Quelle)

Heiraten

Mayer Amschel Rothschild, der Gründer der Rothschild-Bankendynastie, lebte in der Frankfurter Judengasse. Eine seiner Schwestern heiratete in die Goldschmidt Familie, die schon vor den Rothschilds eine der reichsten und angesehensten Familien der Frankfurter Judengasse war (Quelle: 1, 2). Die Rothschilds heirateten in den letzten 20 Jahren zweimal in die Goldschmidt Familie. 1878 gab es ebenfalls eine Heirat zwischen den beiden Familien. Sie sind somit seit über 200 Jahren miteinander verbunden.

Mayer Amschel Rothschild hatte eine Enkelin, Charlotte Beyfus, die in die Oppenheim Familie heiratete. (Quelle: 1, 2) Mayers Sohn Salomon Rothschild heiratete in die Stern Familie. (Quelle: 1, 2)

Die Familien Goldschmidt, Oppenheim und Stern gehörten schon in den 200 Jahren vor dem Aufstieg der Rothschilds zu den reichsten Familien der Frankfurter Judengasse. Im 19. Jahrhundert gehörten sie zu den wichtigsten Bankiersfamilien Deutschlands. Goldschmidt und Stern sind heute, wie die Rothschilds, Teil der britischen und französischen Elite.

Weitere bemerkenswerte jüdische Unternehmerfamilien, die in die Rothschild Familie heirateten, wären:

  • Sassoon Familie: Sie war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine der mächtigsten Familien im ostasiatischen Handel und einer der grössten Opiumhändler. Bis in die 1930er-Jahre war sie eine der reichsten Familien der Welt. Sie gehört bis heute zur britischen Elite.
  • Lambert Familie: Sie war die wichtigste belgische Bankiersfamilie des 20. Jahrhunderts.
  • Bischoffsheim Familie: Sie war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Bankiersfamilien Frankreichs.
  • Fould Familie: Sie war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Bankiersfamilien Frankreichs.
  • Ephrussi Familie: Sie war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Unternehmerfamilien Russlands.
  • Montefiore Familie: Sie war im 19. Jahrhundert eine der führenden Familien der britisch-jüdischen Elite.

Die Rothschilds heirateten in mehrere Adelsfamilien. David René de Rothschild (*1942) heiratete Olimpia Aldobrandini aus der italienischen Adelsfamilie Aldobrandini (Quelle: 1, 2, 3). Die Aldobrandinis stellten einen Papst und gehören zum päpstlichen Adel. Éric de Rothschild (*1940) heiratete eine Frau mit dem Namen Maria-Beatrice Caracciolo di Forino, die vermutlich aus der italienischen Uradelsfamilie Caracciolo kommt.

Baron Jacob Rothschild (1936–2024) war viele Jahre mit der verstorbenen Serena Dunn verheiratet. Sie kam mütterlicherseits aus der Grafenfamilie St. Clair-Erskine, die aus den schottischen Clans Sinclair und Erskine hervorging. Die beiden Adelsfamilien brachten hochrangige Freimaurer hervor. Die Grafenfamilie St. Clair-Erskine besitzt die sagenumwobene Rosslyn-Kapelle, die im verfilmten Buch The Da Vinci Code vorkommt.

Hannah Rothschild (1851–1890) heiratete Graf Archibald Primrose. Dieser war britischer Premierminister und Clan-Chef des schottischen Primrose Clans.

Hannah Rothschild (1815–1864) heiratete den britischen Politiker Henry FitzRoy, der väterlicherseits aus der Fitzroy Familie (stellt die Herzöge von Grafton) und mütterlicherseits aus der Seymour Familie (stellt die Herzöge von Somerset) kam. Die Tochter von Hannah und Henry heiratete in den schottischen Lindsay Clan. (Quelle: 1, 2)

Katherine Rothschild (*1949) heiratete den britischen Geschäftsmann Marcus Agius. Dieser war in der Führung von Barclays und Lazard, zwei der mächtigsten Banken der Welt. Er war im Vorstand der BBC. Der britische Fernsehsender ist einer der wichtigsten der Welt. Agius war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle). Von 2010 bis 2012 war er Vorsitzender der British Bankers Association, eine Lobbyorganisation der britischen Banken. Katherine Rothschild und Marcus Agius haben eine Tochter, die Samuel Smith-Bosanquet heiratete, ein Nachkomme der Bankiersfamilie Smith. Die Smith Familie ist eine der wichtigsten und ältesten Familien der britischen Finanzelite.

James Rothschild (*1985) ist mit Nicky Hilton verheiratet. Sie ist die Schwester von Paris Hilton. Die Schwestern kommen aus der US-amerikanischen Multimillionärsfamilie Hilton, welche die gleichnamige Hotelkette gegründet hatte. Nicky hat Freunde aus Milliardärsfamilien, darunter Soros, Getty, Mittal und Hearst. (Quelle: 1, 2, 3, 4)

Amschel Rothschild (1955–1996) heiratete in die Guinness Familie, eine der einflussreichsten irischen Familien.

Weitere Freunde und Bekannte der Rothschilds

Die Rothschilds sind nach eigenen Angaben seit vielen Jahren mit der schottischen Milliardärsfamilie Keswick befreundet. (Quelle) Die Keswick Familie kontrolliert den Hongkonger Grosskonzern Jardine Matheson, der im 19. Jahrhundert eines der grössten Unternehmen Asiens war und zu den grössten Opiumhändlern der Welt gehörte. Die Rothschilds sind seit 1838 geschäftlich mit dem Unternehmen verbunden (Quelle). Jardine Matheson ist an der Rothschild Bank beteiligt. 2018 trat Adam Keswick dem Aufsichtsrat der Rothschild Bank bei (Quelle).

Baron Jacob Rothschild (1936–2024) unterhielt mehr als fünf Jahrzehnte persönliche Beziehungen zu David Rockefeller, der einer der mächtigsten Akteure der US-amerikanischen Elite war. (Quelle) 2009 veranstaltete die Royal Oak Foundation ein Treffen, bei dem Jacob Rothschild geehrt wurde, der auch anwesend war. Zum Treffen kamen folgende Personen:

  • Der amerikanisch-jüdische Milliardär Henry Kravis. Er ist Gründer und Vorsitzender des Finanzkonzerns KKR. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Bilderberg-Treffen (Quelle).
  • Die Kanadierin Marie-Josée Kravis. Sie ist die Frau von Henry Kravis. Derzeit ist sie Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen und leitet somit das Elitentreffen (Quelle).
  • Die Jordanierin Firyal Irshaid. Sie heiratete in das jordanische Königshaus.
  • Lady Henrietta Spencer-Churchill. Sie ist die Tochter eines britischen Herzogs. Der berühmte britische Premierminister Winston Churchill kam aus dieser Familie.
  • Der kanadische Milliardär Galen Weston.
  • Der US-amerikanische Milliardär Sid Bass.
  • Die US-Amerikanerin Annette de la Renta. Sie ist die Tochter des deutsch-niederländisch-jüdischen Bankiers Fritz Mannheimer.

(Quelle)

Weitere bemerkenswerte Personen, die mindestens ein Familienmitglied der Rothschilds kennen oder trafen, wären:

  • Christine Lagarde: Sie ist derzeit Präsidentin der Europäischen Zentralbank. (Fotos: 1, 2, 3)
  • Warren Buffett: Der Multimilliardär gilt als der erfolgreichste Finanzinvestor aller Zeiten. (Foto)
  • Peter Soros: Er ist ein Neffe des berühmten Finanzinvestors George Soros. (Foto)
  • Bernard Arnault: Der Franzose gilt als einer der reichsten Männer der Welt. (Fotos: 1, 2, 3)
  • Liliane Bettencourt: Die Französin galt zu Lebzeiten als die reichste Frau der Welt. (Fotos: 1, 2)
  • Lily Safra: Sie war mit einem der reichsten Bankiers der Welt verheiratet. (Fotos: 123)
  • Wendi Deng Murdoch: Sie war mit einem der mächtigsten Medienunternehmer der Welt verheiratet. (Foto)
  • Kerry Packer: Der Milliardär war der mächtigste Medienunternehmer Australiens. (Quelle: 1, 2)
  • Ronald und Leonard Lauder: Die beiden Brüder gehören zu den reichsten Amerikanern. Ronald ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses. (Fotos: 123)
  • Der spanische König Juan Carlos. (Foto)
  • Die jordanische Königin Rania. (Foto)
  • Mitglieder der Herrscherfamilie von Katar. (Quelle: 1, 2)
  • Mitglieder der Herrscherfamilie von Dubai. (Quelle: 1, 2)
  • Albert II.: Er ist der derzeitige Fürst von Monaco. (Foto)
  • Karim Aga Khan IV: Der Milliardär ist das derzeitige religiöse Oberhaupt der Nizariten. (Foto)
  • André Azoulay: Er ist ein Berater des marokkanischen Königs. (Foto)
  • Woody Johnson: Der US-amerikanische Milliardär kommt aus der Gründerfamilie des führenden Pharmakonzerns Johnson & Johnson. (Foto)
  • Friedrich von Metzler: Er kommt aus einer alten deutschen Bankiersfamilie. (Foto)
  • Die Desmarais Familie: Eine der reichsten und mächtigsten Familien Kanadas. (Quelle)
  • Laurent Dassault: Er ist einer der reichsten Franzosen. (Foto)
  • Yannick Bolloré: Er kommt aus einer der reichsten Familien Frankreichs. (Foto)
  • Die Aliyev Familie: Die Präsidentenfamilie von Aserbaidschan. (Quelle: 1, 2).
  • Güler Sabanci: Sie kommt aus einer der reichsten und mächtigsten Familien der Türkei. (Quelle)

Alice Rothschild (*1983) war 2012 auf einer Veranstaltung von Sotheby’s. Zu den Gästen gehörten britische Adlige und Mitglieder der Familien Goldsmith, Aga Khan, Spencer-Churchill und Hambro sowie die Ehefrau des britischen Milliardärs Anthony Bamford. Graf Leopold von Bismarck und Chantal von Hannover aus dem deutschen Hochadel waren auch da. (Quelle)

Mitglieder der Rothschild Familie waren 1994 bei einem Hochzeitsdinner in London, das nach einer Hochzeit der griechischen Unternehmerfamilien Livanos und Vardinogiannis stattfand. Unter den Gästen der Hochzeit und des darauffolgenden Dinners waren Mitglieder der Familien HannoverAga Khan, Spencer-Churchill, Niarchos, Safra, HearstHambroRussell, Flick, Radziwiłł, Fürstenberg, Brandolini d’Adda und Zilkha sowie Mitglieder der Königsfamilien von GriechenlandJordanien und Serbien. (Quelle)

Personal der Rothschildbank

Viele bemerkenswerte Persönlichkeiten haben bei den Rothschild-Banken gearbeitet. Die wichtigsten wären:

  • Emmanuel Macron: Er ist derzeit Präsident von Frankreich.
  • Georges Pompidou: Er war von 1969 bis 1974 Präsident von Frankreich.
  • Gerhard Schröder: Er war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler von Deutschland. Von 2017 bis 2022 war er Aufsichtsratsvorsitzender des russischen Ölkonzerns Rosneft, einer der grössten Ölkonzerne der Welt. Schröder gehörte zur Führung von TNK-BP (russisches Öl, das von Briten kontrolliert wurde). TNK-BP ist heute Teil von Rosneft. Schröder ist mit Wladimir Putin befreundet.
  • Wilbur Ross: Er war in Donald Trumps erster Amtszeit Handelsminister. In seiner Funktion als Rothschild-Banker hatte er in den 90er-Jahren Donald Trump vor einer Privatinsolvenz gerettet. Er kennt viele Leute aus Trumps Umfeld. Sein Netzwerk umfasst auch britische Adlige. Er war das Oberhaupt einer elitären Geheimgesellschaft, bestehend aus Geschäftsleuten von der Wall Street. (Mehr zu Wilbur Ross)
  • Max, Eric und Siegmund Warburg: Sie kamen aus der deutschen Bankiersfamilie Warburg und hatten eine Ausbildung bei der britischen Rothschild Bank gemacht.
  • Jay Hambro: Er kommt aus der britischen Hambro Familie, die im 20. Jahrhundert eine der mächtigsten Bankiersfamilien Europas war. Jay Hambro ist CEO von Aricom (Eisenerzminen) und CIO von Petropavlovsk (Goldminen), die beide Bodenschätze in Russland fördern, aber von Briten kontrolliert werden. Jay Hambro ist Mitglied in der Gilde der Goldschmiede (Worshipful Company of Goldsmiths), die seit dem 14. Jahrhundert besteht.
  • Jonathan Oppenheimer: Der Südafrikaner besetzte wie sein Vater, Grossvater und Urgrossvater leitende Positionen beim grössten Diamantkonzern De Beers und beim grössten Platinproduzent Anglo American. Seine Familie besitzt ein Milliardenvermögen.
  • Laurent Dassault: Die Dassault Familie gehört zu den reichsten Franzosen und zu den grössten Waffenhändlern Europas. Die Familie kontrolliert eine der grössten französischen Zeitungen. Laurent Dassault ist zusammen mit den Rothschilds in der Weinproduktion tätig.
  • Robert Peugeot: Er kommt aus der französischen Milliardärsfamilie, die den Autohersteller Peugeot gegründet hatte.
  • François Hottinger: Er kommt aus einer bedeutenden Schweizer Bankiersfamilie, die schon im 19. Jahrhundert mit den Rothschilds zusammenarbeitete.
  • Vincent Bolloré: Der Franzose kontrolliert derzeit zusammen mit seinem Sohn den grössten französischen Medienkonzern Vivendi. Die Bolloré Familie gehört zu den reichsten Franzosen und kontrolliert den Mischkonzern Bolloré.
  • Konstantin-Assen von Sachsen-Coburg-Gotha: Er ist ein Sohn des ehemaligen Ministerpräsidenten von Bulgarien. Seine Familie war früher die Königsfamilie von Bulgarien.
  • Charles-Louis d’Orléans: Er kommt aus der Hochadelsfamilie Orléans, eine der drei nicht amtierenden Königsfamilien Frankreichs.
  • Christopher O’Neill: Der britisch-amerikanische Banker heiratete in die schwedische Königsfamilie.
  • Loyola de Palacio: Die spanische Adlige war EU-Kommissarin und Vizepräsidentin der EU-Kommission. Ein Mitglied der russischen Kaiserfamilie diente ihr dort als Assistent. Palacio war im Vorstand der französischen Grossbank BNP Paribas.
  • Lionel Zinsou: Er war von 2015 bis 2016 Premierminister des westafrikanischen Staates Benin.
  • Hans Heinrich Coninx: Der Schweizer kontrolliert mit seiner Familie den grössten Medienkonzern der Schweiz.
  • Nicolas Bazire: Der Franzose ist langjähriges Vorstandsmitglied des französischen Grosskonzerns LVMH und kennt daher die Arnault Familie, eine der reichsten Familien der Welt. Nicolas Bazire war 2008 Trauzeuge bei der dritten Heirat des französischen Präsidenten Sarkozy. Er besuchte das Bilderberg-Treffen.
  • André Lévy-Lang: Der Franzose war stellvertretender Vorsitzender der Rothschild Bank. Er leitete die französische Grossbank Paribas.
  • Michel de Carvalho: Der Brite ist Direktor des Bierkonzerns Heineken und heiratete in die niederländische Milliardärsfamilie Heineken.
  • Goh Keng Swee: Er war stellvertretender Premierminister von Singapur und leitete die Zentralbank von Singapur. Dadurch kannte er die Lee Familie, die vermutlich mächtigste Familie Singapurs.
  • Hyman Wolfensohn: Sein Sohn James Wolfensohn war von 1995 bis 2005 Präsident der Weltbank. James war im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen sowie Mitglied des Bohemian Club und der Pilgrim Society.
  • Andreas Raymond Dombret: Der Deutsche war 8 Jahre lang im Vorstand der deutschen Zentralbank. Er ist im Vorstand der Atlantik-Brücke, die wohl mächtigste deutsche Denkfabrik.
  • Franco Bernabè: Der Italiener war CEO von Telecom Italia und Eni, zwei der grössten italienischen Unternehmen. Eni gehört zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt. Bernabè war Direktor von PetroChina, eine Tochterfirma des chinesischen Ölkonzerns CNPC. 2021 war CNPC nach Umsatz das viertgrösste Unternehmen der Welt. Bernabè vertrat Italien im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Treffen.
  • Alfonso Cortina: Der Spanier war Vorsitzender, Präsident und CEO des spanischen Ölkonzerns Repsol, einer der grössten europäischen Ölkonzerne. Alfonso Cortina führte Repsol 8 Jahre lang.
  • Jeremy Weir: Der Australier ist derzeit CEO von Trafigura, einer der grössten Rohstoffhändler der Welt.
  • Norman Lamont: Der britische Politiker war Vorsitzender von Le Cercle, ein geheimes Elitennetzwerk, das fest mit den Geheimdiensten verbunden ist.
  • Andrew Knight: Der Brite arbeitete für die Schroders Bank und schrieb als Journalist für grosse Zeitungen. Er war Direktor der News Corporation (einer der mächtigsten Medienkonzerne der Welt) sowie Direktor von Reuters (wichtigste Nachrichtenagentur der Welt). Zudem war Andrew Knight Mitglied des Bohemian Club (ein elitärer Club in den USA) und Governor der Ditchley Foundation (eine einflussreiche angloamerikanische Denkfabrik).
  • Dominic Barton: Der Kanadier war 9 Jahre lang weltweiter Geschäftsführer von McKinsey & Company, die einflussreichste Firma im Bereich Unternehmensberatung. Dominic Barton war im Beirat der China Development Bank, die grösste Entwicklungsbank der Welt. Seit September 2019 ist er kanadischer Botschafter in China. Er besuchte das Bilderberg-Treffen.
  • Alfred Kollek: Der Österreicher war der Vater von Teddy Kollek, der von 1965 bis 1993 Bürgermeister von Jerusalem war. Teddy fungierte nach der Gründung Israels als Verbindungsmann zwischen Israel und der CIA. Er pflegte auch Kontakte zum britischen Geheimdienst.

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