Baring Familie

Die deutsch-britische Baring Familie gehörte von Ende des 18. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichsten und mächtigsten Bankiers der Welt. Sie wurde in den britischen Adel aufgenommen.

Der britische Familienzweig

Der britische Zweig entstand durch den in Deutschland geborenen Johann Baring (1697–1748). Er zog 1717 nach England. Dort wurde er in der Woll- und Textilbranche aktiv, wodurch er zu Wohlstand kam.

Die Söhne von Johann Baring gründeten 1762 die Barings Bank, die sich zu einer der grössten Banken der Welt entwickelte. Da Grossbritannien damals die führende Kolonialmacht war, konnte die Bank ihr Geschäft weltweit ausweiten. Der französische Herzog Richelieu soll im Jahr 1817 gesagt haben, es gäbe sechs Grossmächte in Europa: „England, Frankreich, Preussen, Österreich, Russland und Barings Brothers.“ In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts galt Barings als die britische Bank mit den besten Kontakten nach Nordamerika und finanzierte die USA und Kanada über Staatsanleihen mit. (Quelle: 1, 2) Ab den 1850er-Jahren war die Baring Familie der wohl wichtigste britische Finanzdienstleister des Russischen Kaiserreiches. Sie versorgte das Kaiserreich im Ersten Weltkrieg mit Krediten. Die Beziehungen endeten, als 1917 die russische Kaiserfamilie gestürzt wurde. (Quelle)

Bis Ende des 19. Jahrhunderts gehörte Barings zu den grössten Banken der Welt. London war noch bis ins 20. Jahrhundert der weltweit führende Finanzplatz und gilt heute noch als der wichtigste neben New York. Mehrere Mitglieder der Baring Familie waren in der Führung der britischen Zentralbank. In den 1980er-Jahren galt Barings als der Bankier der britischen Queen. Die Baring Familie kontrollierte die Barings Bank bis 1995, als die Bank zusammenbrach. (Quelle: 1, 2) Nach dem Zusammenbruch wurde sie von der niederländischen Grossbank ING erworben. Diese verkaufte die Vermögensverwaltungssparte von Barings an den US-amerikanischen Versicherungskonzern MassMutual. Diese Tochterfirma trägt noch immer den Namen Barings und verwaltet über 300 Milliarden US-Dollar. Sie ist aber, soviel bekannt ist, unabhängig von der Baring Familie. Aus Tochterfirmen der Barings Bank gingen zudem drei erfolgreiche Private Equity-Unternehmen hervor:

  • Baring Vostok Capital Partners: Eines der führenden Private Equity-Unternehmen in Russland.
  • Baring Private Equity Partners India: Eines der führenden Private Equity-Unternehmen in Indien.
  • Baring Private Equity Asia (BPEA): Eines der führenden Private Equity-Unternehmen in der Region Asien-Pazifik. Seit 2022 wird das Unternehmen von der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg kontrolliert.

Francis Baring (1740–1810), der Hauptgründer der Barings Bank, war Direktor und Vorsitzender der East India Company. Die britische Handelskompanie bestand vom Jahr 1600 bis 1874. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stand Indien unter der Kontrolle der East India Company, die zu dem Zeitpunkt das mächtigste Unternehmen der Welt war. Francis Baring erhielt für seine Tätigkeit als Chef der Kompanie den britischen Adelstitel eines Baronets. Er war auch Politiker und Direktor der Royal Exchange Assurance, die damals das führende Versicherungsunternehmen in London war. Francis Baring heiratete eine Cousine von Thomas Herring. Dieser war Erzbischof von Canterbury und somit der höchste Bischof der Church of England. (Quelle) Sein erstes Geld machte Francis Baring im Alter von 16 Jahren mit Sklavenhandel. (Quelle) Sein Sohn George Baring (1781–1854) gründete eine Firma, die später zu Dent & Co wurde. Dent & Co war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eines der reichsten britischen Handelshäuser in der britischen Kolonie Hongkong und war zudem ein grosser Opiumhändler. (Quelle)

Die Baring Familie erhielt im 19. und 20. Jahrhundert weitere britische Adelstitel und trägt sie bis heute. Die Familie brachte viele Bankiers und Politiker hervor. Hier sind die wichtigsten aufgelistet:

Edward Baring (1828–1897), der 1. Baron Revelstoke: Er war 12 Jahre lang Direktor der Bank of England (britische Zentralbank) und 5 Jahre lang Vorsitzender der britischen Grossbank Lloyds. Er war ein Ur-Ur-Grossvater von Prinzessin Diana.

John Baring (1863–1929), der 2. Baron Revelstoke: Er war 31 Jahre lang Direktor der Bank of England und wurde in den Privy Council aufgenommen, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist.

John Baring (1928–2020), der 7. Baron Ashburton: Er war 8 Jahre lang Direktor der Bank of England. Er war 10 Jahre lang Direktor und später noch 3 Jahre Vorsitzender des britischen Ölkonzerns BP. Somit führte er eines der mächtigsten Unternehmen der Welt. BP ist schon seit über 100 Jahren einer der weltweit grössten Ölkonzerne. Inzwischen ist BP auch einer der grössten Produzenten von Erdgas. 2020 war BP nach Umsatz das achtgrösste Unternehmen der Welt. John Baring besuchte das Bilderberg-Treffen (Quelle). Seine zweite Frau kam aus der Herzogsfamilie Spencer-Churchill und war mit dem britischen Premierminister Winston Churchill verwandt.

Thomas Baring (1826–1904), der 1. Graf von Northbrook: Er war Vizekönig von Indien (damals eine britische Kolonie) und Mitglied des Privy Council.

Evelyn Baring (1841–1917), der 1. Graf von Cromer: Er war ebenfalls Mitglied des Privy Council. Als britischer Generalkontrolleur und Generalkonsul von Ägypten verwaltete er Ägypten im Interesse der britischen Kolonialelite. Er glaubte, dass die Weissen den Ägyptern in jeder Hinsicht überlegen seien. Womöglich war er Freimaurer (wird weiter unter erläutert).

Evelyn Baring (1903–1973), der 1. Baron Howick von Glendale: Er war Gouverneur der britischen Kolonien Südrhodesien und Kenia sowie Hochkommissar für das südliche Afrika. Seine Amtszeit als Gouverneur von Kenia dauerte von 1952 bis 1959. In diesen Jahren gab es Kenia einen Aufstand gegen die britische Kolonialherrschaft, bekannt als der Mau-Mau-Aufstand. Evelyn Baring spielte eine wesentliche Rolle bei der brutalen Niederschlagung des Aufstands und den Bemühungen der Regierung, die gewaltsamen Realitäten der Kolonialherrschaft vor der britischen Öffentlichkeit zu verstecken. Während des Aufstandes sperrten die Briten grosse Teile der Bevölkerung Kenias in Konzentrationslagern ein, wo schliesslich zehntausende Menschen starben. Evelyn Barings Frau war die Tochter eines Grafen aus der englischen Adelsfamilie Grey.

Rowland Baring (1877–1953), der 2. Graf von Cromer: Er gehörte zum Privy Council. Er war „Lord Chamberlain of the Household“ und somit ranghöchster Beamte des königlichen Haushaltes.

Rowland Baring (1918–1991), der 3. Graf von Cromer: Er war 5 Jahre lang Gouverneur der Bank of England und leitete damit die britische Zentralbank. Zudem war er Direktor eines halben Dutzends grosser Unternehmen und arbeitete für einflussreiche Finanzorganisationen, wie die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds. Rowland Baring vertrat Grossbritannien als Botschafter in den USA. Er gehörte zum Exekutivkomitee der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk. Die Gesellschaft fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen und wird von der britischen Königsfamilie geführt. Rowland Baring war ein Patensohn des britischen Königs George V. und wurde in den Privy Council aufgenommen. Er war Gouverneur des Atlantic Institute, eine Denkfabrik der NATO. Seine Ehefrau kam aus der Harmsworth Familie, die schon seit über 100 Jahren die mächtigsten britischen Zeitungsverleger sind.

Alexander Baring (1898–1991), der 6. Baron Ashburton: Er arbeitete für die britische Grossbank HSBC, eine der grössten Banken der Welt. Nach der Liste von Kevin Dowling war Alexander Baring Mitglied der Stiftung „The 1001: A Nature Trust“. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Alexander Barings Frau kam väterlicherseits aus der britischen Adelsfamilie Harcourt und mütterlicherseits war sie eine Urenkelin von Junius Spencer Morgan, der die Bankendynastie der Morgan Familie begründet hatte (Quelle).

Julian Baring (starb 2000): Er war ein bekannter Goldfondsmanager und galt in London als „Gold-Guru“. Er arbeitete für den Bergbaukonzern Anglo American. Dabei wurde er ein Freund der Oppenheimer Familie, die den Konzern kontrollierte. (Quelle) In seinem Namen wurde eine Stiftung gegründet, die Stipendien für talentierte, aber finanziell benachteiligte afrikanische Studenten vergibt, damit diese ihr Studium fortsetzen und eine Karriere in der Bergbauindustrie einschlagen können. Zu den Treuhändern der Stiftung gehört Evy Hambro, ein Verwandter der britischen Bankiersfamilie Hambro.

Hugo Baring: Er arbeitete für JP Morgan und Morgan Stanley, zwei der grössten Banken der USA. (Quelle)

Justin Frank Alexander Baring (*1971): Der Fondsmanager ist Mitglied der Gilde der Goldschmiede (Worshipful Company of Goldsmiths). (Quelle) Diese wurde 1327 gegründet und gehört zu den sogenannten Livery Companies. Diese Händlergilden entstanden im 14. Jahrhundert und existieren bis heute. Sie sind traditionell mit dem britischen Adel und der City of London verbunden (Londoner Bankenviertel). Justin Baring ist auch ein Nachkomme der alten Bankiersfamilie Smith.

Seit dem frühen 19. Jahrhundert unterhielt die Baring Familie enge Beziehungen zur deutschen Bankiersfamilie Berenberg-Gossler. (Quelle: Seite 108) Diese ist bis heute aktiv und ist Gesellschafter der Berenberg Bank, die älteste Familienbank der Welt.

Auch die alte Bankiersfamilie Hope war ein Geschäftspartner der Barings. Thomas Baring (1799–1873) arbeitete für das Handelshaus der Hope Familie und wurde Partner des Unternehmens. (Quelle) Das Unternehmen war im 18. Jahrhundert das reichste Handelshaus Europas gewesen und dominierte die Finanzgeschäfte.

Nach bekannten Informationen war kein Baring Freimaurer. Es gibt jedoch eine Freimaurerloge in Cromer, einer kleinen Küstenstadt in England, die den Namen Baring Lodge trägt. Die Loge wurde 1896 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt war Evelyn Baring bereits vier Jahre Baron der Ortschaft Cromer. Drei Jahre nach der Logengründung wurde er zum Vizegrafen von Cromer und nach weiteren zwei Jahren zum Grafen von Cromer ernannt. Auch auf der Homepage der Loge stand, dass sich ihr Name von der Baring Familie ableitet. Auf dem Banner der Baring Lodge ist das Familienwappen des Grafen von Cromer. Inzwischen kann man leider nicht mehr ohne Passwort auf die Logeninfos zugreifen und die PDF wurde anscheinend gelöscht. Da Google aber paar Tage braucht, bis der Text einer Website nicht mehr über die Google-Suche auffindbar ist, konnte ich einen Screenshot machen:

Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass Graf Evelyn Baring (1841–1917) Freimaurer war.

Weitere bemerkenswerte Heiraten

Guy Baring (1873–1916) heiratete in die alte Bankiersfamilie Smith. Sein Schwiegervater Hugh Colin Smith war Gouverneur der britischen Zentralbank. Die Smith Familie kontrollierte von Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1918 die Smiths Bank. Dann wurde die Bank von der National Provincial Bank erworben. Everard Baring (1865–1932) war in den folgenden Jahren Direktor der National Provincial Bank. Aus ihr entwickelte sich die heutige National Westminster Bank, eine der grössten britischen Banken.

Baron Alexander Baring (1774–1848) und sein Bruder Henry Baring (1776–1848) heirateten Töchter des US-amerikanischen Politikers William Bingham, der wiederum ein Schwiegersohn von Thomas Willing war. William Bingham und Thomas Willing galten eine Zeit lang als die reichsten Amerikaner (Quelle). Die beiden Männer hatten die Gründung der USA miterlebt, bei der sich die britischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas die Unabhängigkeit von Grossbritannien erkämpft hatten. Nach der Gründung der USA wurde Thomas Willing Präsident der „Bank of North America“ und der „First Bank of the United States“, die in der Gründungszeit der USA als Zentralbanken fungierten.

Baron Cecil Baring (1864–1934) heiratete in die US-amerikanische Lorillard Familie, die im 19. Jahrhundert die führenden Tabakunternehmer der USA waren. Sie hatten 1760 das Tabakunternehmen Lorillard Tobacco Company gegründet. Cecils Tochter Calypso Baring (1905–1974) heiratete den britischen Geheimdienstoffizier Guy Liddell.

Die Frau von Baron Rupert Baring (1911–1994) kam väterlicherseits aus dem britischen Adel und ihre Mutter Florence Breckinridge kam aus der US-amerikanischen Politikerfamilie Breckinridge. Florences Grossvater John Cabell Breckinridge war Vizepräsident der USA. Florence war mütterlicherseits eine Enkelin von Lloyd Tevis, der von 1872 bis 1892 Präsident der US-amerikanischen Grossbank Wells Fargo war. Heute ist Wells Fargo eine der grössten Banken der Welt.

Thomas Baring (*1927) heiratete Sarah Norton, die zuvor mit dem Vizegrafen William Astor verheiratet war. Die Astor Familie war im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien der Welt und eine der führenden Familien der US-amerikanischen Elite. Im 20. Jahrhundert wurde sie in den britischen Adel aufgenommen. Sarah Norton hatte Prinz Philip (Ehemann der Queen) mit seiner ersten Freundin Osla Benning verkuppelt.

Graf Rowland Baring (1877–1953) war der Schwiegersohn von Graf Gilbert Elliot-Murray-Kynynmound aus dem schottischen Elliot Clan. Graf Gilbert war Gouverneur der britischen Kolonien Indien und Kanada. Rowland Barings Schwägerin heiratete in die Astor Familie. Eine weitere Schwägerin heiratete in die Familie Montagu-Douglas-Scott. Diese stammt von den schottischen Clans Douglas und Scott sowie von der englischen Adelsfamilie Montagu ab. Baron Bingham Baring (1799–1864) heiratete in die Montagu Familie sowie in die Familie Stewart-MacKenzie, die aus den schottischen Clans Stewart und MacKenzie hervorging. Die Barings heirateten noch in viele weitere britische Adelsfamilien.

Alexander Baring (*1964) heiratete in den schottischen Fraser Clan. (Quelle)

Der deutsche Familienzweig

Die britischen Barings sind wie gesagt ein Familienzweig der deutschen Grossfamilie Baring. Der Niederländer Franz Baring (1522–1589) emigrierte nach Deutschland und war der Stammvater der Familie. Vom 17. bis 19. Jahrhundert standen mehrere der deutschen Barings im Dienste des Hauses Hannover. (Quelle) Die Hochadelsfamilie Hannover war von 1714 bis 1901 die Königsfamilie von Grossbritannien. Drei Jahre nachdem die deutsche Adelsfamilie den britischen Thron bestiegen hatte, zog Johann Baring nach England und gründete den britischen Zweig der Baring Familie. Im 18. und 19. Jahrhundert zogen viele deutsche Bankiers nach England. Ich halte es für möglich, dass die Bankiersfamilien die Gelegenheit nutzen wollten, dass eine deutsche Adelsfamilie (die sie ja bereits kannten) den britischen Thron besetzte, wodurch die Bankiers sich ein besseres geschäftliches Verhältnis zur Kolonialmacht Grossbritannien erhofften.

Der deutsche Zweig der Baring Familie war nicht im Finanzwesen aktiv. Viele waren aber in der deutschen Justiz tätig. Der bemerkenswerteste deutsche Baring des letzten Jahrhunderts war Arnulf Baring (1932–2019). Er wurde regelmässig von der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung zu Vorträgen eingeladen (Quelle). Die Friedrich-Naumann-Stiftung steht der deutschen Partei FDP nahe. Die Konrad-Adenauer-Stiftung steht der deutschen Partei CDU nahe und gilt als eine einflussreiche Denkfabrik. Arnulf Baring war fast 20 Jahre lang Botschafter und Berater der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM), eine einflussreiche Denkfabrik in Deutschland. Baring war seit der Gründung der INSM im Jahr 2000 für diese tätig. (Quelle) Er war im Beirat der Atlantischen Initiative, eine deutsche Denkfabrik, die deutsch-amerikanische Beziehungen fördert. (Quelle) Die Atlantische Initiative wurde von den Stiftungen der deutschen Milliardärsfamilien Quandt und Haniel gefördert. (Quelle) 2009 hielt Arnulf Baring eine Festtagsrede beim deutschen Atomforum, ein Verband der Atomlobby. (Quelle)

Johann Friedrich Baring (1747–1808) aus Hannover war Mitglied des Illuminatenordens. (Quelle: 1, 2) Der Orden entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Bayern und war als Geheimbund aktiv. Daraufhin verbot der bayrische Hochadel den Orden. Seither soll der Orden nicht mehr existieren. Im Illuminatenorden waren mehrere hohe Uradelsfamilien vertreten, wie die Wettiner, Welfen und Reginare. Mehrere Illuminaten waren persönlich und familiär mit dem dänischen Königshaus und der preussischen Königsfamilie verbunden.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Haus Sachsen-Coburg und Gotha (Wettiner)

Das Haus Sachsen-Coburg-Gotha bildete sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts und war eine Familie von Herzögen. Sie stammten aus der deutschen Hochadelsfamilie Wettin. Die Dynastie der Wettiner besteht seit über 1000 Jahren. Durch Hochzeiten oder Wahlen wurden mehrere Familienangehörige zu Königen. Die Familie Sachsen-Coburg-Gotha besetzt heute noch den Thron von Grossbritannien und Belgien. Früher waren sie auch eine Zeit lang die Königsfamilie von Portugal und Bulgarien. Die ehemalige Königsfamilie der deutschen Provinz Sachsen stammt ebenfalls aus der Uradelsdynastie der Wettiner. Die Wettiner heirateten in den letzten 1000 Jahren in viele Hochadelsfamilien. Daher waren und sind sie mit vielen Königen verwandt.

Alle der heute noch amtierenden europäischen Königsfamilien sind inzwischen miteinander verwandt. (Quelle)

Albert von Sachsen-Coburg-Gotha (1819-1861) wurde in einem deutschen Herzogtum geboren, das von seinem Vater beherrscht wurde. Sein Onkel Leopold, zu dem er ein enges Verhältnis hatte, wurde der erste König von Belgien. Albert heiratete 1840 Queen Victoria (aus dem Haus Hannover), die damalige Königin von Grossbritannien. So entstand der britische Zweig der Familie Sachsen-Coburg-Gotha, der seither den britischen Thron besetzt. Queen Victorias Mutter kam aus dem Haus Sachsen-Coburg-Saalfeld, das ebenfalls zur Uradelsdynastie der Wettiner gehört.

Von Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des 2. Weltkrieges war Grossbritannien die herrschende Weltmacht und wurde dann durch die (eng verbündeten) USA abgelöst. 1945 umfasste das britische Empire immer noch ein Viertel der Erdoberfläche. (Quelle)

Der britische Monarch ist nicht nur das Staatsoberhaupt von Grossbritannien, sondern auch von vierzehn weiteren Ländern. Diese Länder werden als Commonwealth Realms bezeichnet. Zu ihnen zählen Kanada, Australien, Neuseeland und Papua-Neuguinea sowie ein paar Kleinstaaten. (Quelle) Sie gehören zum britischen Commonwealth, der aus 56 Staaten besteht. Diese Staaten haben enge Verbindungen zu Grossbritannien. Die meisten davon waren früher britische Kolonien. Die wichtigsten Commonwealth-Staaten in Asien sind Indien, Pakistan, Singapur, Malaysia und Bangladesch. Auf dem afrikanischen Kontinent sind Südafrika und Nigeria die wichtigsten Commonwealth-Staaten. (Quelle)

Der britische Zweig

Der gemeinsame Sohn von Albert und Queen Victoria war Eduard VII. (1841-1910). Er wurde nach dem Tod seiner Mutter 1901 zum König von Grossbritannien sowie Kaiser von Indien. Eduard war mit fast allen europäischen Königsfamilien verwandt und galt als „Onkel Europas“. Er heiratete in die dänische Königsfamilie. 1868 wurde Eduard durch den schwedischen König Karl XV. in die Freimaurerei aufgenommen (Quelle). Von 1874 bis 1901 war Eduard Grossmeister der Freimaurer-Grossloge von England. Sie ist die regierende Freimaurerloge für die Mehrheit der Freimaurer in England. Sie ist zudem eine Art Dachverband der internationalen Freimaurerei und kann mitbestimmen, welche Logen offiziell als Freimaurerlogen anerkannt werden. Fünf der zehn Grossmeister der Grossloge kamen aus der britischen Königsfamilie, die anderen fünf waren britische Adlige. Nachdem Eduard König wurde, legte er das Amt als Grossmeister nieder und sein Bruder Prinz Arthur (1850-1942) war dann bis 1939 Grossmeister. (Quelle) Prinz Arthur war von 1878 bis 1942 Grossmeister der irischen Tempelritter und führte somit über 60 Jahre lang den Templerorden von Irland. (Quelle) König Eduard VII. war Grossmeister des Templerordens in England und Wales sowie auch Grossmeister der Mark Master Masons von England und Wales. (Quelle)

Aufgrund der antideutschen Stimmung in Grossbritannien während des Ersten Weltkrieges benannte König Georg V. (1865-1936) den Familiennamen in Windsor um, den die Familie bis heute trägt. Sein Sohn Prinz George (1902-1942) war von 1939 bis 1942 Grossmeister der Grossloge von England. Der heutige Grossmeister der Loge ist Prinz Edward, der Herzog von Kent. (Quelle) Er ist ein Cousin von Queen Elizabeth II. und sollte nicht mit dem jüngeren Prinz Edward verwechselt werden. Er ist derzeit Grossmeister des „Supreme Grand Royal Arch Chapter of England“. Dies ist das Leitungsgremium der Royal Arch Mason in England. (Quelle) Absolviert man die vier Grade dieses Freimaurerbundes, hat man Anspruch auf eine Mitgliedschaft im Templerorden und weiteren Freimaurerorden.

Edward von Kent ist zudem Präsident des Royal United Services Institute, das seit 1831 besteht und als die älteste Denkfabrik gilt. Jeder britische König seit Wilhelm IV. (Freimaurer) war Schirmherr des Instituts.

Prinz Michael von Kent ist derzeit Grossmeister der Grossloge der Provinz Middlesex. (Quelle) Er ist seit 1982 Grossmeister der Mark Master Masons, ein Freimaurerorden. Die Grossmeister des Ordens im Zeitraum 1886 bis 1943 kamen ebenfalls aus der britischen Königsfamilie. (Quelle) Es waren noch mehr als zehn weitere Mitglieder des britischen Königshauses Freimaurer. (Quelle)

König Georg VI. war ebenfalls Freimaurer. (Quelle) Er war der Vater der heutigen Queen, die somit die Tochter eines Freimaurers ist. Auch ihr Onkel, der kurzzeitige König Eduard VIII., gehörte den Freimaurern an. (Quelle)

Prinz Philip, der Ehemann der Queen, ist bereits seit 67 Jahren Mitglied bei den Freimaurern. (Quelle) Er wurde in die griechische Königsfamilie geboren.

Prinz Philip und sein Sohn Prinz Charles nahmen am Bilderberg-Treffen teil. (Quelle: 1 und 2)

Die britischen Royals gehören als Mitgründer zur Stiftung The 1001: A Nature Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Prinz Philip war von 1981 bis 1996 Präsident des WWF und ist heute Ehrenpräsident. Nach der Gründung des WWF im Jahr 1961 wurde er Präsident der britischen Abteilung der Organisation. Er war bis 1982 Präsident des WWF in Grossbritannien. (Quelle: 1 und 2) Der WWF hat enge Verbindungen zu Königshäusern (mehr dazu).

Prinz Philip hält die Übervölkerung für ein grosses Problem. In einem Interview wurde er gefragt, was die grösste Bedrohung für die Umwelt sei. Er antwortete:

Das Bevölkerungswachstum ist wahrscheinlich die größte langfristige Bedrohung für das Überleben. Wir stehen vor einer großen Katastrophe, wenn es nicht eingedämmt wird – nicht nur für die Natur, sondern auch für die Menschen. Je mehr Menschen es gibt, desto mehr Ressourcen werden sie verbrauchen, desto mehr Umweltverschmutzung werden sie verursachen, desto mehr Kämpfe werden sie austragen. Wir haben keine andere Wahl. Wenn es nicht freiwillig gesteuert wird, wird es unfreiwillig durch eine Zunahme von Krankheiten, Hunger und Krieg gesteuert werden.

(Quelle)

Das Interview ist von 1981. Damals gab es etwa 4,5 Milliarden Menschen. Heute sind es etwa 7,8 Milliarden Menschen. Prinz Philip wird nicht erfreut sein über diese Entwicklung. Im Jahr 1900 gab es etwa erst 1,6 Milliarden Menschen. Hinzu kommt, dass sich in Zukunft viele Schwellen- und Entwicklungsländer zu Industriestaaten entwickeln werden. Das heisst, die dortigen Industrien und Konsumenten werden noch mehr Ressourcen benötigen und noch mehr Umweltverschmutzung verursachen als heute. Da ist es verständlich, dass der Prinz sich Sorgen macht. Er ist natürlich nicht der Einzige, der das Problem erkannt hat. Auch Mitglieder aus bekannten US-amerikanischen Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Mellon, Ford und Du Pont setzten sich für Bevölkerungskontrolle ein.

Übrigens: Die US-Milliardäre David Rockefeller Jr., Bill Gates, George Soros, Warren Buffett, Michael Bloomberg und Ted Turner kamen 2009 zu einem Treffen zusammen. Dabei diskutierten sie unter anderem darüber, wie sie ihr Vermögen verwenden könnten, um das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen. (Quelle: 1 und 2)

1988 meinte Prinz Philip: „Für den Fall, dass ich wiedergeboren werde, möchte ich als tödliches Virus zurückkehren, um etwas zur Lösung der Überbevölkerung beizutragen.“ (Quelle)

Prinz Philip besuchte den Bohemian Club. (Quelle) Der US-amerikanische Eliteclub besteht seit 1872 und ist Teil von Verschwörungstheorien.

Die britische Königsfamilie gehört zur Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk. Die Gesellschaft besteht seit 1902 und fördert britisch-amerikanische Beziehungen. Durch die Gesellschaft kennen sie viele Akteure der US-amerikanischen Elite. Prinz Arthur war Präsident der Gesellschaft und Queen Elisabeth II. ist die Patronin der Pilgrims Society.

„Die Pilger Großbritanniens und seine Schwestergesellschaft, die Pilger der Vereinigten Staaten, sind die beiden ältesten und angesehensten angloamerikanischen Organisationen auf beiden Seiten des Atlantiks. Über mehr als ein Jahrhundert haben die Pilger eine sehr wichtige Rolle bei der Festigung der guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern gespielt und waren einer der Hauptverwalter der sogenannten besonderen Beziehung.“ Steht so auf der Website der Pilger.

London war noch bis ins 20. Jahrhundert der weltweit führende Finanzplatz und gilt heute noch als der wichtigste neben New York. Das britische Königshaus unterhält traditionell Kontakte zu den führenden Bankiersfamilien Londons. Dazu gehörten in den letzten 100 Jahren die Familien Rothschild, Smith, Baring, Schröder, Barclay, Keswick, Pease, Norman, Hambro und Drummond.

Die britische Königsfamilie hat Kontakt zu allen noch amtierenden Königsfamilien der Welt. (Quelle) Über Google findet man viele Fotos von Treffen mit Königsfamilien.

Prinz Charles kennt viele indische Milliardäre, darunter TataMittal, Ambani, Poonawalla, Hinduja, Godrej, Mahindra, Bajaj und Vandrevala.  (Quellen: 1, 2, 34567) Indien war bis 1947 eine britische Kolonie und gehört heute noch zu den Commonwealth-Staaten, die politisch eng mit Grossbritannien verbunden sind. Prinz Charles war mit dem verstorbenen Peter Munk befreundet. (Quelle) Der kanadische Geschäftsmann gründete den Bergbaukonzern Barrick Gold, der zu den grössten Goldproduzenten der Welt gehört. Mitglieder der britischen Königsfamilie kennen noch viele weitere Wirtschaftsführer aus verschiedensten Ländern.

Nach Beginn der Covid-Pandemie starteten Klaus Schwab und sein Weltwirtschaftsforum (WEF) die Agenda des Great Reset. Viele Verschwörungstheoretiker glauben, dass der Great Reset eine globale Verschwörung ist. Was sich mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass Schwab die Welt umgestalten möchte, aber ich bin mir nicht sicher, ob das ganze wirklich zu einem diabolischen Plan gehört. Viele wissen nicht, dass Prinz Charles massgeblich am Great Reset beteiligt ist. Der Great Reset wurde im Mai 2020 von Charles ausgerufen. Er meinte über die Pandemie: „Es bietet sich eine goldene Gelegenheit, aus dieser Krise etwas Gutes zu ziehen.“ Er hatte bereits im Januar 2020 beim WEF die „Sustainable Markets Initiative“ vorgestellt, eine Agenda, mit der er eine nachhaltige Zukunft aufbauen möchte. Ein Sprecher der Initiative sagte: „Der Prinz glaubt, dass sich den Ländern und Unternehmen auf der ganzen Welt nach dieser Krise ein einmaliges, aber auch enges Zeitfenster bietet, um die Nachhaltigkeitsagenda auf eine Weise zu beschleunigen, bei der die Menschen und der Planet an erster Stelle stehen.“ (Quelle: 1234)

Das Vermögen der britischen Königsfamilie mit Besitztümern eingerechnet wurde 2017 auf 33 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle) Sie verwalten 46 Milliarden. (Quelle) Im Jahr 1990 wurde Queen Elizabeth als eine der reichsten Personen der Welt eingestuft. (Quelle) Danach stand die Königsfamilie nicht mehr auf den Milliardärslisten, obwohl man eigentlich weiss, dass sie zu den Superreichen gehört.

Die britischen Geheimdienste stehen seit ihrer Gründung unter starkem Einfluss der Königsfamilie. Die ersten Geheimdienste in Grossbritannien waren private Geheimdienste, die von der Königsfamilie gegründet und kontrolliert wurden. Erst nach Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die staatlichen Geheimdienste in Grossbritannien gegründet, welche die privaten Geheimdienste der Königsfamilie ablösten. Die englische Königin Elisabeth I. (1533-1603) aus dem Haus Tudor gründete ein Netzwerk von Agenten, das als der erste moderne Geheimdienst der Welt gilt. Königin Elisabeth I. war Protestantin und ein Erzfeind des Vatikans. Sie schuf ihren Geheimdienst, um sich gegen päpstliche Attentäter zu schützen. (Quelle: 1, 2, 3)

Queen Elisabeth ist das Oberhaupt der Church of England. Das britische Königshaus ist traditionell mit der Führung der anglikanischen Kirchen verbunden. Die Anglikanische Gemeinschaft ist die drittgrösste Kirche weltweit. (Quelle)

Der britische Zweig der Familie Sachsen-Coburg-Gotha heiratete mehrfach in die Königsgeschlechter Glücksburg, Hohenzollern und Romanow. Sie heirateten in schottische Clans, die zur britischen Aristokratie gehören. Queen Elisabeth II. kommt mütterlicherseits aus dem Lyon Clan und ihr Grossvater war der Clan-Chef des Lyon Clans. Prinzessin Louise (1848-1939) heiratete den Clan-Chef des Campbell Clans. Prinzessin Alexandra (*1936) heiratete einen Sohn des Clan-Chefs des Ogilvy Clans. (Quelle)

Der deutsche Zweig

Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha (1884-1954) war bis 1918 der letzte regierende Herzog des deutschen Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Aus meiner Sicht spielte er eine wichtige Rolle beim Aufstieg des deutschen Faschismus.

Er war ein Enkel von Queen Victoria und somit selbst britischer Prinz. Sein Vater, Prinz Leopold, war Freimaurer und Provinzial-Grossmeister von Oxfordshire sowie Senior Grand Warden der englischen Grossloge. (Quelle)

Nach offiziellen Angaben hatte Carl Eduard 1917 den Kontakt zur britischen Königsfamilie abgebrochen, da er sich im 1. Weltkrieg auf die Seite von Deutschland stellte. Sein britischer Adelstitel wurde daraufhin aberkannt. Ab 1919 suchte der ehemalige Herzog Anschluss an national-konservative und völkische Kreise. Ende 1919 lernte er Hermann Ehrhardt kennen, den er sowohl ideell als auch materiell unterstützte. Ehrhardt war einer der wichtigsten Putschisten und Freikorpsführer (ein Anführer paramilitärischer Einheiten) in der Weimarer Republik. Er war Führer der nach ihm benannten Marine-Brigade Ehrhardt. Die paramilitärische Einheit war an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik und am Kapp-Putsch beteiligt. Nach dem misslungenen Kapp-Putsch 1920 durfte sich der mit Haftbefehl gesuchte Ehrhardt in Carl Eduards Schloss verstecken. Ehrhardt gründete danach den Geheimbund Organisation Consul. Diese verübte politische Morde mit dem Ziel, das demokratische System der jungen Republik zu destabilisieren und eine Militärdiktatur zu errichten. 1920 wurde Carl Eduard Bezirksführer der Marine-Brigade Ehrhardt und der Organisation Consul. Die gleichen Stellungen übernahm er 1923 bei der paramilitärischen Nachfolgeorganisation Bund Wiking. 1926 folgte die Mitgliedschaft im Stahlhelmbund, den er auch finanziell unterstützte. (Quelle)

1931 nahm Carl Eduard am Treffen der Harzburger Front teil, ein Bündnis antidemokratischer Nationalisten und Rechtsextremisten. Wenige Wochen nach dem Treffen gründeten Carl Eduard zusammen mit Waldemar Pabst die Gesellschaft zum Studium des Faschismus. Diese Organisation hatte sich das Ziel gesetzt, die Erfahrungen des italienischen Faschismus auf Deutschland zu übertragen und eine Einheit der politischen Rechten zu organisieren. Zu den Mitgliedern gehörten wichtige Akteure der damaligen deutschen Elite (wie z. B. Fritz Thyssen und Günther Quandt). Der Mitgründer Waldemar Pabst war ein deutscher Offizier, der 1919 die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht veranlasst hatte. Er hatte Kontakte zur Rüstungsindustrie und stieg später selbst ins Rüstungsgeschäft ein. Er zog 1943 in die Schweiz, angeblich weil er Angst von der Gestapo hatte. Dort wickelte er Geschäfte im Auftrag des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall ab. Er trieb Wirtschaftsspionage für den deutschen Geheimdienst, stand aber gleichzeitig mit dem amerikanischen Geheimdienst OSS in Kontakt. (Quelle)

Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha lernte Adolf Hitler 1922 kennen. In den folgenden Jahrzehnten traf er ihn noch mindestens 21 Mal. Nach den ersten Wahlerfolgen der NSDAP in Coburg im Jahr 1929 unterstützte er die Partei offen. 1932 wurde Carl Eduard Präsident des Berliner Nationalklubs von 1919, der ebenfalls die faschistische Machtübernahme unterstützte. Nach der Machtübernahme trat Carl Eduard in die NSDAP ein und begann die SS finanziell zu unterstützen. Zwischen 1933 und 1945 war er unter anderem Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Obergruppenführer der SA sowie des NSFK (Paramilitär, das Hermann Göring unterstand). 1933 wurde er Senator der „Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften“. (Quelle) Nach 1933 begann die wissenschaftliche Gesellschaft zu korrumpieren, orientierte sich immer mehr auf Rüstungsforschung und war letztendlich an den Menschenversuchen in den Konzentrationslagern beteiligt. (Quelle)

Carl Eduard war Ehrenvorsitzender und Präsident der Deutsch-Englischen Gesellschaft. Die deutsche Organisation diente zur deutsch-britischen Verständigung in der Zeit des Nationalsozialismus und existierte von 1935 bis 1939. Sie bestand aus NSDAP-Politikern, Industriellen und Bankiers. Sie war die deutsche Schwesterorganisation der britischen Anglo-German Fellowship. Die Anglo-German Fellowship bestand hauptsächlich aus britischen Industriellen und Bankiers, von denen einige die britische Königsfamilie kannten. Die britische Organisation sorgte für prodeutsche Propaganda in Grossbritannien. Zu den Gästen der abgehaltenen Treffen der Gesellschaft gehörten adlige NSDAP-Mitglieder aus Deutschland, darunter auch Carl Eduard.

Carl Eduard war in diversen Aufsichtsräten tätig, unter anderem bei Rheinmetall (Rüstungskonzern), Deutscher Ring (Versicherungskonzern) und Deutsche Bank.

Carl Eduard vertrat Nazideutschland gegenüber dem Ausland und nahm so auch diplomatische Aufgaben wahr, auch wenn er offiziell kein Diplomat war. Von 1933 bis 1944 unternahm er 39 Auslandsreisen und zwei Weltreisen. Seine erste Weltreise dauerte vier Monate. In Japan wurde er vom Kaiserpaar empfangen. 1940 unternahm Carl Eduard eine weitere Weltreise, wenige Monate nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges. Auf der Reise traf er wieder den japanischen Kaiser sowie US-Präsident Franklin D. Roosevelt und Wjatscheslaw Molotow (einer der engsten Vertrauten Josef Stalins).

1936 vertrat Carl Eduard Deutschland bei der Trauerfeier des verstorbenen britischen Königs George V. Wie bereits erwähnt wurde, hatte Carl Eduard 1917 einen Bruch mit der britischen Königsfamilie (zumindest nach der offiziellen Geschichtsschreibung). Vom kurzzeitigen König Edward VIII. ist bekannt, dass er mit den Nazis sympathisierte. Es gibt zudem ein echtes Video, in dem er mit seinen zwei Nichten (darunter die heutige Queen Elisabeth II.) den Hitlergruss macht (Quelle).

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde Carl Eduard von der US-Armee eineinhalb Jahre lang inhaftiert. Anfangs wurde er noch wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. 1950 wurde er jedoch vom Gericht nur als Mitläufer und Minderbelasteter eingestuft und zu einer Busse von 5000 DM verurteilt.

Noch acht weitere Familienmitglieder des deutschen Zweiges des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha traten in die NSDAP ein. (Quelle)

Carl Eduard war ein Cousin des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. aus dem Haus Hohenzollern. Dieser war ebenfalls mit der NSDAP verbunden.

Carl Eduard heiratete 1905 in den deutschen Zweig der Hochadelsfamilie Glücksburg. Eine seiner Töchter heiratete 1932 in die schwedische Königsfamilie. Ihr Sohn Carl XVI. Gustaf ist seit 1973 König von Schweden.

Das heutige Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha ist der Deutsche Andreas von Sachsen-Coburg-Gotha (*1943). Er ist der Taufpate der schwedischen Prinzessin Madeleine. Andreas war in den USA aufgewachsen.

Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha (1818-1893) war Grossmeister der deutschen Freimaurerloge „Ernst zum Compass“. (Quelle) Er war ein Schwager von Queen Victoria.

Illuminaten

Die Familie Sachsen-Coburg-Gotha stammt wie gesagt vom Haus Wettin ab. Zur Uradelsdynastie der Wettiner gehören auch die deutschen Adelsfamilien Sachsen-Altenburg, Sachsen-Meiningen und Sachsen-Weimar-Eisenach. Auch sie heirateten mehrfach in Königsfamilien. Auch hier gab es mehrere Freimaurer, vor allem in der Familie Sachsen-Altenburg (Quelle: 1, 2, 3). Zudem brachten sie mindestens vier Illuminaten hervor:

  • Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1745-1804) war einer der ersten Landesgrossmeister der Grossen Landesloge und somit einer der ersten Grossmeister der deutschen Freimaurer. Er war Mitglied des Illuminatenordens. Er gewährte dem verfolgten Adam Weishaupt Asyl. Adam war der Gründer des Illuminatenordens. (Quelle: 1, 2, 3)
  • Grossherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828) war Freimaurer und Illuminat. (Quelle: 1, 2, 3) Sein Sohn Karl Bernhard war Freimaurer. (Quelle: 1 und 2) Karl Bernhard lernte auf seiner Reise in den USA Mitglieder der Familien Van Rensselaer und Livingston kennen. (Seite: 177, 210) Diese waren damals zwei der mächtigsten Familien der USA und hatten viele Freimaurer in der Familie.
  • Carls Bruder Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach (1758-1793) war ebenfalls Illuminat. (Quelle) Die beiden Brüder kamen mütterlicherseits aus der Uradelsdynastie der Welfen und mehrere ihrer Onkel waren Freimaurer.
  • August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1747-1806) war Freimaurer und Illuminat. (Quelle: 1 und 2)

Der Illuminatenorden entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Bayern und war als Geheimbund aktiv. Daraufhin verbot der bayrische Hochadel den Orden. Seither soll der Orden nicht mehr existieren. Trotzdem ist die Theorie einer Weltverschwörung von Illuminaten sehr verbreitet in der Community der Verschwörungstheoretiker. Ich selbst halte gar nichts von der Theorie, da es keinen einzigen Fakt gibt, der auf eine heutige Existenz von Illuminaten hindeutet (auch nicht die Eule auf der Dollarnote, die übrigens auch in Form einer Statue im Bohemian Grove steht, wo sich die US-Elite privat trifft und seltsame Zeremonien abhält). Bei den Freimaurern hingegen kann man mit Sicherheit sagen, dass sie zumindest in der Vergangenheit durch ihr Wirken das politische Weltgeschehen mitbestimmt haben. Im Illuminatenorden waren mehrere Uradelsdynastien vertreten, neben Wettiner auch Welfen und Reginare. Mehrere Illuminaten waren persönlich und familiär mit dem dänischen Königshaus und der preussischen Königsfamilie verbunden.

Templerorden

Mehrere Grafen aus dem Haus Wettin traten im 13. Jahrhundert dem Templerorden bei. (Quelle) Der Orden gilt als möglicher Vorgänger des Freimaurerordens.

Wie anfangs bereits erwähnt wurde, war der britische Prinz Arthur von Connaught (1850-1942) über 60 Jahre lang Grossmeister des heutigen freimaurerischen Templerordens in Irland. (Quelle) Der britische König Eduard VII. (1841-1910) war Grossmeister des heutigen Templerordens in England. (Quelle)

Sächsische Königsfamilie

Aus dem Haus Wettin ging auch die Linie der Albertiner hervor, die noch bis 1918 die Königsfamilie von Sachsen stellte. Die Wettiner/Albertiner herrschten seit 1423 über die deutsche Provinz Sachsen. (Quelle) August II. und sein Sohn August III. herrschten zudem in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auch über Polen und Litauen. Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen, der Sohn von August III., war Freimaurer. (Quelle) August II. war der Vater von Graf Friedrich August Rutowski. Dieser gründete 1738 die erste Freimaurerloge in Sachsen. Im selben Jahr gründete er auch eine der ersten Logen in Polen. Vermutlich beteiligte er sich auch an der Einführung der Freimaurerei in Böhmen, dem heutigen Tschechien. (Quelle: 1 und 2)

Dieser Familienzweig heiratete in den letzten 500 Jahren in zahlreiche Königsgeschlechter: Bourbon, Habsburg, Savoyen, Hohenzollern, Oldenburg, Wittelsbach und noch weitere. (Quelle)

Belgische Königsfamilie

1830 machte sich Belgien von den Niederlanden unabhängig und 1831 wurde Leopold von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1790-1865) zum König von Belgien gewählt. Seine Familie besetzt bis heute den belgischen Thron. Leopold war Freimaurer. 1833 wurde die belgische Freimaurer-Grossloge gegründet und Leopold wurde Protektor der belgischen Freimaurer. (Quelle) Die belgischen Freimaurer unterstanden somit seinem königlichen Schutz.

König Albert I. (1875-1934) war Ehrenmitglied der Society of the Cincinnati. (Quelle: 1 und 2) Die Society of the Cincinnati besteht seit 1783 und ist eine der elitärsten Gesellschaften der USA. Mehr als 15 US-Präsidenten waren Mitglied sowie Mitglieder der Familien Vanderbilt, Du Pont, Rockefeller, Livingston und Van Rensselaer.

König Leopold III. (1901-1983) war Grosskommandant des „Order of the Fleur de Lys“. (Quelle) Er führte somit einen der interessantesten Orden der Welt, in dem hochrangige alte Freimaurerfamilien zusammenkommen. Der Fleur de Lys-Orden wird seit seiner Gründung 1439 von schottischen Clans und Hochadligen geführt. Er soll ein Nachfolger des mittelalterlichen Templerordens sein, der vom 12. bis 14. Jahrhundert aktiv war. (Mehr dazu im Beitrag zum Fleur de Lys-Orden)

Der derzeitige König Philippe (*1960) besuchte mindestens zweimal das Bilderberg-Treffen. (Quelle: 1 und 2) Er ist Grosskreuz-Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem sowie Ehren-Ritter des Malteserordens (zwei vatikanverbundene Orden). König Philippe war oder ist noch immer Mitglied des Club of Rome. (Quelle) Der Club of Rome ist eine internationale Denkfabrik, die sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Der Club setzt sich für Bevölkerungskontrolle ein und sieht die Überbevölkerung als eine grosse Bedrohung für die Menschheit und die Umwelt an. (Quelle: 1, 2, 3)

Prinz Laurent (*1963) gehört zur königlichen Deputation des Konstantinordens. Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet. Zur königlichen Deputation gehören derzeit unter anderem Prinz Napoleon von Frankreich, Erzherzog Martino von Habsburg-Este, Mitglieder der nicht amtierenden Königsfamilie von Sizilien sowie Francesco Ruspoli und Piero Colonna di Paliano aus dem päpstlichen Adel. (Quelle)

Die belgische Königin Mathilde (*1973) kennt den belgischen Adligen Guillaume de Spoelberch. (Foto) Die Milliardärsfamilie Spoelberch ist mit dem Bierkonzern Anheuser-Busch InBev verbunden. Er ist der grösste Bierkonzern der Welt und ist nach Umsatz das grösste belgische Unternehmen.

Königin Mathilde kommt mütterlicherseits aus der polnischen Adelsfamilie Komorowski. Mathilde ist eine entfernte Cousine von Bronisław Komorowski, der von 2010 bis 2015 Präsident von Polen war. Der Königspalast wollte sich nicht dazu äussern, ob Mathilde Kontakt zum polnischen Politiker hat, da dies „ihre Privatsache“ sei. (Quelle: 1 und 2) Mathilde kommt väterlicherseits aus der belgischen Grafenfamilie d’Udekem. Ihre Schwestern heirateten in die italienische Adelsfamilie Pallavicini und in die belgische Unternehmerfamilie Janssen, die geadelt wurde. (Quelle: 1, 2, 3) Die Janssen Familie kontrolliert den Chemiekonzern Solvay und gehört zu den reichsten Belgiern. In Belgien sind acht der zehn reichsten Familien adlig. (Quelle)

Das Vermögen der belgischen Königsfamilie beträgt nach offiziellen Angaben mehrere Millionen Euro. Ein Finanzjournalist schätzt das Vermögen jedoch auf mindestens eine Milliarde Euro, was der Königshof aber dementierte. (Quelle)

Der belgische Zweig des Hauses Sachsen-Coburg-Gotha heiratete in die Königsgeschlechter Nassau, Savoyen, Habsburg, Bonaparte, Orléans, Hohenzollern und Wittelsbach. (Quelle)

Portugiesische Königsfamilie

Durch eine Heirat in die portugiesische Königsfamilie besetzte das Haus Sachsen-Coburg-Gotha den portugiesischen Thron von 1837 bis 1910. In dieser Zeit herrschten sie auch über die portugiesischen Kolonien. 1910 wurde die portugiesische Monarchie durch eine Revolution abgeschafft.

Dieser Familienzweig heiratete in die Königsgeschlechter Savoyen, Hohenzollern und Orléans. (Quelle)

Bulgarische Königsfamilie

Von 1887 bis 1946 besetze das Haus Sachsen-Coburg-Gotha den Thron von Bulgarien und konnte so seinen Einfluss auf Osteuropa ausweiten. Der letzte Zar des Landes war der damals minderjährige Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha (*1937). Nachdem das Land von den Sowjets eingenommen worden war und eine Volksabstimmung die Abschaffung der Monarchie gefordert hatte, ging die Familie nach Ägypten ins Exil. Dort war auch der italienische König Viktor Emanuel III. aus dem Haus Savoyen im Exil. Er war Simeons Grossvater mütterlicherseits. Viktor war von 1900 bis 1946 König von Italien. Er unterstützte zuerst den faschistischen Diktator Mussolini. Nach Beginn der Invasion der Alliierten in Italien wandte er sich jedoch von Mussolini ab und wirkte aktiv an dessen Sturz mit. Die US-Besatzungsbehörden lösten 1946 die italienische Monarchie auf und die Familie zog nach Ägypten.

Simeon und seine Mutter gingen 1951 auf Einladung des faschistischen Diktators Franco nach Spanien, wo ihnen ein Haus mit spanischen Dienstboten zur Verfügung gestellt und der Diplomatenstatus sowie volle königliche Privilegien gewährt wurden. Franco wurde vom spanischen Hochadel geduldet. 1969 setzte Franco gesetzlich fest, dass nach seinem Tod Juan Carlos (Haus Bourbon) als König das Amt des Staatsoberhaupts einnehmen sollte. Der Verfassung nach sollte dies eine Königsdiktatur werden (Quelle). Nach Francos Tod wurde Juan Carlos König von Spanien. Francos Enkelin heiratete 1972 Alfons Jaime Bourbon, der zur spanischen Königsfamilie gehörte.

1996 kehrte Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha, nun unter dem bürgerlichen Namen Sakskoburggotski, erstmals nach fast 50-jährigem Exil in das seit 1990 demokratische Bulgarien zurück. 2001 gründete er eine Partei, die zur Parlamentswahl antrat. Seine gerade knapp zehn Wochen existierende Partei gewann die Wahl und Simeon wurde zum Ministerpräsidenten gewählt. Er ist bisher der einzige abgesetzte europäische Monarch der Geschichte, der in einer demokratischen Wahl die politische Macht wiedererlangte.

Simeon und seine Frau nahmen 2013 neben weiteren Königshäusern an einer Feier teil, bei der das 900jährige Bestehen des Malteserordens (Vatikanorden) gefeiert wurde. Anwesend waren der Papst, zehn Kardinäle, italienische Politiker und Matthew Festing, der damalige Grossmeister des Malteserordens. (Quelle) Simeon traf auch den vorherigen Grossmeister Andrew Bertie. (Quelle) Andrew Bertie kam mütterlicherseits aus der britischen Adelsfamilie Crichton-Stuart. Simeon traf auch den Grossmeister Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto. (Quelle)

Simeons Frau und sein Sohn Kubrat wurden 2010 in den Malteserorden aufgenommen. (Quelle)

Simeon ist Mitglied des Konstantinordens. (Quelle) Der vatikanverbundene Orden wurde der Legende nach im Jahr 313 vom römischen Kaiser Konstantin I. gegründet.

Simeon war eng mit dem verstorbenen Dimitri Romanow (1926-2016) befreundet, der aus der russischen Zarenfamilie kam. Ihre Grossmütter waren Schwestern. (Quelle)

Simeons Sohn Kiril von Sachsen-Coburg-Gotha (*1964) hat Kontakte zur politischen Elite Bulgariens. Er arbeitete für die US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers. (Quelle)

Ein weiterer Sohn von Simeon ist Konstantin-Assen (*1967). Er leitete die spanische Abteilung der britischen Barclays Bank, eine der ältesten Grossbanken der Welt. (Quelle) Er war Direktor der spanischen Abteilung der Rothschild Bank. (Quelle)

Die bulgarische Königsfamilie heiratete in die Königsgeschlechter Savoyen und Bourbon-Parma (stehen beide dem Vatikan nahe).

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