Die Du Pont Familie gehörte bereits vor über 100 Jahren zu den reichsten Familien der USA.↗ Mitte des 20. Jahrhunderts war sie vermutlich die reichste Familie des Landes neben Rockefeller, Mellon und Ford.↗ Auf der Liste der reichsten Amerikaner von 1985 waren etwa 30 Erben der Du Pont Familie und sie galt damit als die reichste Familie.↗ Ihr heutiges Vermögen wird auf 18 Milliarden US-Dollar geschätzt.↗
Das Vermögen stammt aus dem Chemieunternehmen DuPont, das in den letzten 100 Jahren meist der grösste Chemiekonzern der Welt war. Inzwischen ist der Konzern unabhängig von der Familie, zumindest nach offiziellen Angaben.
Derzeit ist Eleuthère du Pont im Vorstand des DuPont-Konzerns. Er war Präsident und CFO des Einzelhändlers Wawa.1 Dadurch wird er die Milliardärsfamilie Wood kennengelernt haben, die Wawa kontrolliert. Eleuthère du Pont sitzt momentan im Vorstand des Logistikunternehmens Burris Logistics2 sowie im Vorstand der WSFS Bank3.↗ WSFS ist eine Bank im US-Bundesstaat Delaware. Delaware ist eine der grössten Steueroasen der Welt. Die Du Pont Familie gehört schon seit über 150 Jahren zur Elite von Delaware.
- Wawa machte 2024 einen Umsatz von 18,8 Milliarden US-Dollar.
- Burris Logistics machte 2023 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen gehört der Gründerfamilie.
- Die WSFS Bank verwaltete 2024 ein Vermögen von 87,2 Milliarden Dollar. Mit dem Gründungsjahr 1832 gehört sie zu den ältesten Banken der USA.
2017 fusionierte der DuPont-Konzern mit Dow Chemical, der ebenfalls einer der grössten Chemiekonzerne der USA war. In den eineinhalb Jahren nach der Fusion teilte sich der neue Konzern in drei kleinere Konzerne auf, die unabhängig voneinander sind: Corteva, Dow und DuPont. Da Teile von DuPont in Corteva und Dow integriert wurden, ist der Konzern nicht mehr so gross wie vor der Fusion. Inzwischen ist Dow der grösste Chemiekonzern der USA.
Dow war 1897 von Herbert Dow gegründet worden. Der Unternehmer war Freimaurer und zu seiner Beerdigung kamen 150 Freimaurer.↗
Durch eine weitere Ausgliederung des DuPont-Konzerns entstand 2015 Chemours, ein weiteres Chemieunternehmen.
Die Umsätze dieser vier Chemiekonzerne im Jahr 2023 in US-Dollar:
DuPont – 12,8 Milliarden
Dow – 53,5 Milliarden
Corteva – 17,7 Milliarden
Chemours – 6 Milliarden
Die Gründer der Dynastie
Der Franzose Pierre Samuel du Pont de Nemours (1739–1817) war der Begründer der Dynastie. Sein Vater, ein Uhrmacher, war Hugenotte. Pierres Mutter stammte aus einer verarmten Adelsfamilie. Pierre stand im Dienste des französischen Königs Ludwig XVI. (Freimaurer) und wurde geadelt. Nach der Gründung der USA half Pierre bei den Verhandlungen zum Vertrag von Paris von 1783, der zur Anerkennung der USA als unabhängiges Land führte. Pierre lernte dabei Benjamin Franklin (Freimaurer) und Thomas Jefferson kennen, die zu den Gründervätern der USA gehörten und Botschafter in Frankreich waren. Die beiden schätzten Pierre und bezeichneten ihn als den „fähigsten Mann in Frankreich“. Als ein paar Jahre später die Französische Revolution begann, war Pierre Mitglied der „Assemblée nationale constituante“, die in der Frühphase der Revolution gebildet wurde und die erste Verfassung Frankreichs entwarf. Viele Mitglieder der Versammlung kamen aus dem Adel und dem Klerus. Sie waren gemässigte Revolutionäre, die Frankreich zu einer konstitutionellen Monarchie machen wollten. Jedoch konnten sich die radikalen Revolutionäre durchsetzen, was zur Hinrichtung von König Ludwig XVI. führte. Da Pierre auf der Seite des Königs stand, wurde er verhaftet, später aber wieder freigelassen. Er war mit dem Grafen von Mirabeau (Freimaurer) befreundet, der eine führende Rolle bei der Revolution übernahm. Im Jahr 1799, das Jahr der Machtübernahme Napoleon Bonapartes (hatte viele Freimaurer in der Verwandtschaft), ging Pierre mit seiner Familie in die USA. Dort hatte er wieder Kontakt zu Thomas Jefferson, der 1801 Präsident der USA wurde. Auch Jeffersons Nachfolger James Madison korrespondierte mit Pierre und seinen Söhnen. Pierre kehrte nach Frankreich zurück und trat der Führung der Pariser Handelskammer bei. 1814 unterstützte er die Wiederherstellung der Bourbonen-Monarchie, bei der Ludwig XVIII. (Freimaurer) den Thron bestieg. Dieser war der Bruder des hingerichteten Königs Ludwig XVI. Pierre reiste 1815 wieder in die USA, wo er bis zu seinem Tod lebte.↗ ↗ ↗ ↗ ↗ Seine Nachkommen lebten seither in den USA.
Einer seiner Söhne, Éleuthère Irénée du Pont (1771–1834), gehörte in den 1820er-Jahren zur Führung der „Second Bank of the United States“.↗ ↗ Diese war die damalige Zentralbank der USA. Éleuthère gründete im Jahr 1802 eine Schiesspulverfirma. Der Schweizer Geschäftsmann Jacques Bidermann, ein Anhänger der Französischen Revolution, war in der Anfangszeit Hauptinvestor des Unternehmens und sein Sohn heiratete in die Du Pont Familie. Bidermanns Frau gehörte zur Schweizer Bankiersfamilie Odier.↗ ↗
Éleuthères Bruder, Victor Marie du Pont (1767–1827), war in der Führung der Zentralbank in Philadelphia und leitete die Wollfabriken seines Bruders. Victor war ein Adjutant des Markgrafen von Lafayette.↗ Der reiche Adlige aus Frankreich unterstützte die Französische Revolution, aber war dem König wohlgesonnen. Lafayette spielte eine entscheidende Rolle bei der Amerikanischen Revolution. Er war in Frankreich und in den USA als Freimaurer aktiv. Er erreichte den 33. Freimaurergrad, wurde Royal Arch-Freimaurer, gehörte zu einem hohen Freimaurerrat in New York und trat den amerikanischen Templern bei. Er hatte ein gutes Verhältnis zu den Gründervätern der USA, auch zum ersten US-Präsidenten George Washington.↗ ↗ Washington war Freimaurer, so wie viele weitere US-Präsidenten.↗ ↗ Victor Marie du Pont, der wie gesagt Lafayette kannte, trat mehreren Freimaurerlogen bei und gründete selbst eine Loge mit. Er war Gründungsmitglied einer Loge, die nach Lafayette benannt ist. Zudem war Victor Schatzmeister der Grossloge von Delaware.↗ ↗ ↗ Er wurde hoher Politiker im US-Bundesstaat Delaware. In den letzten 200 Jahren waren mehrere Mitglieder der Du Pont Familie Politiker in Delaware.
Es gibt eine Freimaurerloge in Washington mit dem Namen Lafayette-Dupont. Sie ist nach Lafayette und nach Samuel Francis Du Pont (1803–1865) benannt.↗ Samuel, ein Konteradmiral der US-Marine, war der Sohn des Freimaurers Victor Marie du Pont.
Lafayette nahm an der Hochzeit von Charles du Pont (1797–1869) teil. Charles war ebenfalls ein Sohn von Victor und sass im Senat von Delaware. Sein Schwiegervater Nicholas Van Dyke war Generalstaatsanwalt von Delaware und vertrat den Bundesstaat im Senat. Nicholas’ gleichnamiger Vater war Gouverneur von Delaware. Vater und Sohn gehörten den Freimaurern an.↗ ↗ ↗ ↗
Alfred Victor du Pont (1833–1893) war 1850 Mitgründer von Phi Kappa Sigma, einer elitären Studentenverbindung, wie es mehrere in den USA gibt (Skull and Bones usw). Der Hauptgründer von Phi Kappa Sigma war Samuel Mitchell, ein Freimaurer.↗ ↗ Eine ganze Reihe an Mitgliedern der Du Pont Familie gehörte zu Phi Kappa Sigma.↗ ↗
Es gibt eine seit 1918 bestehende Freimaurerloge mit dem Namen DuPont. Sie ist nach dem DuPont-Konzern benannt. Lloyd Jefferson, der Grossmeister der Freimaurer im Bundesstaat Virginia war, und James Byrnes, ein ehemaliger Grossmeister der Freimaurer im Bundesstaat Wisconsin, waren Mitglied der DuPont-Loge. Lloyd Jefferson arbeitete als Banker. Er gehörte vielen Logen und Freimaurerorden an. Er war Shriner, Rosenkreuzer, Royal Arch-Freimaurer sowie Mitglied des Royal Order of Scotland.↗ ↗ Letzterer ist ein Freimaurerorden in Schottland, der von schottischen Adelsfamilien angeführt wird, die schon seit Jahrhunderten mit der Freimaurerei verbunden sind.
Das ehemalige Wirtschaftsimperium der Familie
Das Familienunternehmen der Du Ponts war im 19. Jahrhundert der grösste Pulverfabrikant der USA. Im Jahr 1889 kontrollierte das Unternehmen 95 Prozent der amerikanischen Schiesspulverproduktion und 90 Prozent der Sprengstoffherstellung. Das Unternehmen entwickelte sich später zum heutigen Chemiekonzern DuPont. Von den 1890er- bis in die 1950er-Jahre stand die Du Pont Familie 43-mal vor Gericht wegen unzulässiger Monopolisierung, also wegen Verstosses gegen den „Sherman Antitrust Act“. Das Gesetz wurde 1890 eingeführt und soll verhindern, dass sich Wirtschaftsmonopole bilden. In 28 Verfahren siegte die Du Pont Familie.↗
Pierre du Pont (1870–1954) leitete neben dem DuPont-Konzern auch mehrere Jahre den Automobilkonzern General Motors. Seit 1919 war die Du Pont Familie der grösste Aktionär von General Motors. In den folgenden Jahren entwickelte sich General Motors zum grössten Automobilkonzern der USA.↗ Der Konzern war 1929 nach Umsatz das zweitgrösste Unternehmen der USA.↗ Im Jahr 1955 war er das mit grossem Abstand umsatzstärkste Unternehmen des Landes.↗ Die Du Pont Familie war noch bis 1957 der grösste Aktionär mit einem Anteil von über 20 Prozent. General Motors zählte zu den wichtigsten Kunden des DuPont-Konzerns. 1957 kam ein Gericht zum Entschluss, dass die Ausbreitung des Einflusses der Familie auf die Fahrzeugindustrie unzulässig sei und die Familie musste ihre Anteile an General Motors verkaufen.↗ ↗ General Motors gehört bis heute zu den umsatzstärksten Unternehmen der USA.
Der DuPont-Konzern unterhielt in den 30er-Jahren geschäftliche Beziehungen zum deutschen Naziregime, auch nach Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939. Selbst als Deutschland den USA Ende 1941 den Krieg erklärte, wurden die Beziehungen aufrechterhalten. Die Beziehungen endeten erst im September 1943, als Deutschland die Vermögenswerte von DuPont beschlagnahmte. Irénée du Pont, der Präsident des Konzerns war, soll mit Hitler sympathisiert haben. Der DuPont-Konzern hielt Anteile an zwei Unternehmen, die das Gas Zyklon B herstellten, das in den Gaskammern der Nazis verwendet wurde.↗ ↗ General Motors, damals unter der Kontrolle der Du Pont Familie, war in den 30er-Jahren am Aufbau der deutschen Rüstungsindustrie beteiligt. General Motors besass zu jener Zeit den deutschen Fahrzeughersteller Opel. Bis 1941 waren Amerikaner von General Motors in der Führung von Opel, aber schliesslich übernahmen die Nazis die Kontrolle über Opel.↗ ↗ ↗
Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete der DuPont-Konzern für das Manhattan-Projekt, bei dem das US-Militär die ersten Atombomben baute.↗ ↗ ↗
Von 1981 bis 1998 war Conoco, einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der USA, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des DuPont-Konzerns.↗
Ein Mitglied der Du Pont Familie kaufte 1915 von J. P. Morgan das Versicherungsunternehmen Equitable Life Assurance und kontrollierte es bis 1925.↗ ↗ Auch in den darauffolgenden Jahren stand das Unternehmen unter dem Einfluss der Du Pont Familie.↗ Aus dem Unternehmen entwickelte sich die heutige Equitable Holdings. Der Finanzkonzern verwaltete und betreute 2024 ein Vermögen im Wert von einer Billion US-Dollar, ein grosser Teil davon über die Tochterfirma AllianceBernstein.↗
Thomas Coleman du Pont (1863–1930) war Präsident des DuPont-Konzerns und Senator für den Bundesstaat Delaware. Er gründete 1903 ein Unternehmen zur Verwaltung des Familienvermögens, aus dem sich der heutige Wilmington Trust entwickelte. Der Wilmington Trust dient vermögenden Personen und Familien als Treuhänder. 2010 wurde berichtet, dass die Du Pont Familie immer noch am Unternehmen beteiligt ist.↗ Ein Mitglied der Familie hatte 2017 einen Rechtsstreit mit dem Wilmington Trust und war oder ist noch immer Investmentberater des Unternehmens.↗ ↗ 2024 verwaltete der Wilmington Trust ein Vermögen von 79,4 Milliarden US-Dollar.↗
1929 brachte die Du Pont Familie die Florida National Bank unter ihre Kontrolle. Die Bank stand bis in die 70er-Jahre unter dem Einfluss der Familie. Sie war eine der führenden Banken im Bundesstaat Florida.↗ In den 30er-Jahren besass die Du Pont Familie auch die National Bank of Detroit.↗
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erwarb die Du Pont Familie mehrere Zeitungen im Bundesstaat Delaware. Schliesslich kontrollierte die Familie mehrere der grossen Zeitungen in Delaware. Bis 1978 hatte sie die Zeitungen verkauft.↗ ↗ ↗
Der DuPont-Konzern besass von 1933 bis 1993 die Remington Arms Company, die einer der führenden Hersteller von Handfeuerwaffen in den USA war.↗ ↗
Richard du Pont (1911–1943) gründete 1939 den Vorläufer der grossen Fluggesellschaft US Airways.↗ Seit 2013 gehört sie zur American Airlines Group, einer der grössten Fluggesellschaften der Welt.
Felix du Pont Jr. und Laurance Rockefeller brachten nach dem Zweiten Weltkrieg den Helikopterhersteller Piasecki Helicopter unter ihre Kontrolle.↗
1935 gründete die Du Pont Familie den „Alfred I. duPont Testamentary Trust“, eine Stiftung. 2016 verwaltete sie ein Vermögen von fünf Milliarden US-Dollar.↗ Bis 1997 war noch Alfred duPont Dent im Kuratorium der Stiftung.↗
Bemerkenswerte Familienmitglieder
der letzten 100 Jahren
Pete du Pont (1935–2021) war Gouverneur von Delaware und Mitglied der Republikanischen Partei. Er arbeitete für den DuPont-Konzern. Er war Vorsitzender des Hudson Institute, einer einflussreichen konservativen Denkfabrik.↗ Sein Sohn Ben (*1964) arbeitete ebenfalls für den DuPont-Konzern. Ben ist Mitgründer und Vorstandsmitglied des Beratungsunternehmens Yet2.com. Von 2007 bis 2021 war Ben im Vorstand von MSCI, ein wichtiger Finanzdatenanbieter.↗ ↗
Clayton Buck (1890–1965) heiratete in die Du Pont Familie. Er war Gouverneur von Delaware und gehörte zur Republikanischen Partei.
Alexis I. du Pont Bayard (1918–1985), der mütterlicherseits aus der Du Pont Familie kam, war Vizegouverneur von Delaware. Er gehörte zur Demokratischen Partei.
Charles „Charlie“ Copeland (*1963), ein Mitglied der Du Pont Familie, war vor ein paar Jahren Vorsitzender der Republikanischen Partei in Delaware.↗ ↗
Pierre S. du Pont (1870–1954) und Henry A. du Pont (1838–1926) waren Mitglied der Society of the Cincinnati.(Seite 352) Die Elitengesellschaft besteht seit 1783 und wurde von führenden Köpfen der Amerikanischen Revolution gegründet. Mehr als zehn US-Präsidenten sowie weitere hochrangige US-Politiker waren Mitglied.↗
Der Senator Thomas Coleman du Pont (1863–1930) und Lammot du Pont Copeland (1905–1983) waren Mitglied der Pilgrims Society.↗ ↗ Das diskrete Elitennetzwerk fördert seit über 100 Jahren britisch-amerikanische Beziehungen. Zur Gesellschaft gehören Leute aus den Eliten der USA und Grossbritanniens. Der britische Monarch stellt den Patron der Pilgrims Society.
Lammot du Pont Copeland (1905–1983), der den DuPont-Konzern leitete, zählte zu den reichsten Männern der USA.↗ ↗ Er engagierte sich zusammen mit William Henry Draper in der Bewegung für Bevölkerungskontrolle.↗ Nach Angaben von Wikipedia gründete er zusammen mit Draper die internationale Organisation Population Action International, die sich unter anderem der Bevölkerungskontrolle widmet. Lammot du Pont Copeland sass im Aufsichtsgremium der elitären Harvard-Universität und war Vice President der Planned Parenthood Federation. Diese ist bis heute eine der wichtigsten Organisationen der Lobby für Bevölkerungskontrolle. Auch Pierre du Pont III. und Katharine du Pont waren Vorstandsmitglied der Planned Parenthood Federation. Alice du Pont (1912–2002), die Ehefrau des Investmentbankers James Paul Mills, gehörte ebenfalls zum Vorstand der Organisation.↗ ↗ ↗
Robert H. Richards IV. (*1966) ist ein Urenkel von Irénée du Pont und gehört zu den Erben des Familienvermögens. Er wurde 2009 wegen Vergewaltigung seiner dreijährigen Tochter verurteilt. Jedoch musste er seine achtjährige Haftstrafe niemals antreten, denn der Richter war der Meinung, dass es dem „Angeklagten im Gefängnis nicht gut gehen würde“ und daher wurde die Haftstrafe ausgesetzt. Robert sollte sich auf Anweisung des Richters stationär behandeln lassen. 2014 wurde berichtet, dass er dies nie getan hat.↗ ↗ ↗ Man könnte vermuten, dass Robert nur nicht bestraft wurde, weil er aus einer sehr einflussreichen Familie kam.
John du Pont (1938–2010) erschoss 1996 einen langjährigen Freund. Er wurde wegen Mordes verurteilt. Er soll den Mord begangen haben, weil er paranoid und schizophren war. Er glaubte, dass jemand nach seinem Leben trachtet. 2010 starb er im Gefängnis.↗
Christopher Moseley, der in die Du Pont Familie heiratete, ordnete die Ermordung einer ehemaligen Prostituierten an. Als die Polizei ihm auf die Schliche kam, gestand er den Auftragsmord und wurde im Jahr 2000 zu 16 Jahren Haft verurteilt.↗ ↗ ↗
Wie bereits erwähnt wurde, soll Irénée du Pont (1876–1963) mit Adolf Hitler sympathisiert haben. Irénée du Pont beteiligte sich 1933 angeblich an einer Verschwörung gegen die Demokratie der USA. Smedley Butler, ein angesehener Generalmajor der Marine, behauptete 1933, dass reiche Geschäftsmänner einen Staatsstreich planen, um in den USA eine faschistische Diktatur zu errichten. Die Medien machten sich über die Anschuldigungen lustig, aber ein Abschlussbericht eines Sonderausschusses des Kongresses bestätigte einige von Butlers Aussagen. Zu den angeblichen Drahtziehern und Unterstützern der Putschpläne gehörten neben Irénée du Pont auch J. P. Morgan Jr. und Thomas Lamont von der Grossbank JP Morgan sowie Prescott Bush, der Vater von US-Präsident George H. W. Bush. Smedley Butler behauptete, dass man ihn angefragt hatte, einen Staatsstreich in den USA zu organisieren. Beim Militär hatte er zuvor für die USA an mehreren Staatsstreichen im Ausland mitgewirkt und hatte dabei die imperialistischen Interessen der Wall Street und der US-Grosskonzerne vertreten. Er beschrieb sich selbst als „Schläger für den Kapitalismus“ und sagte, er habe Nicaragua „gereinigt“ im Auftrag von Brown Brothers, einer der ältesten Banken der USA.↗ ↗ ↗ ↗
Gerret Copeland ist ein Mitglied der Du Pont Familie. Seine Frau Tatiana erhielt einen Orden von der russischen Kaiserfamilie sowie einen Orden vom schwedischen König. Sie traf US-Präsident Joe Biden.↗ ↗ Joe Biden hatte Verbindungen zur Du Pont Familie.↗ Tatiana war oder ist noch immer im Beratungsgremium der Tolstoy Foundation.↗ Diese Stiftung in New York ist seit ihrer Gründung mit russischen Adligen verbunden (mehr dazu).
Mitglieder der Du Pont Familie waren auf dem Internat Le Rosey in der Schweiz. Es ist eines der elitärsten Internate der Welt. Viele Königsfamilien schickten ihre Kinder dorthin. Kinder aus Milliardärsfamilien wie Rockefeller, Rothschild, Botin, Aga Khan, Niarchos, Molson, Thyssen, Khashoggi und Kadoorie waren auf dem Internat. Auch der CIA-Chef Richard Helms war dort. Im Zeitraum 1984 hatten die Jugendlichen die langjährige Schülertradition, das Reinigungspersonal des Internats als „die Sklaven“ zu bezeichnen, während die Einwohner des Städtchens, in dem sich das Internat befindet, als „die Bauern“ bezeichnet wurden.↗ ↗ Das zeigt, dass sich bei Mitgliedern hochelitärer Familien bereits im Kindes- und Jugendalter ein Herrscherbewusstsein entwickeln kann.
Erwähnenswerte Heiraten
Ethel du Pont (1916–1965) war von 1937 bis 1949 mit dem Politiker Franklin Roosevelt Jr. verheiratet. Franklins dritte Ehefrau kam aus den jüdischen Bankiersfamilien Warburg und Schiff und war zuvor mit dem jüdischen Geschäftsmann Robert Sarnoff verheiratet. Franklin war ein Sohn von US-Präsident Franklin D. Roosevelt.↗ ↗ Vater und Sohn gehörten den Freimaurern an. Fast ein Drittel aller US-Präsidenten war Freimaurer.↗ ↗ ↗ Die Roosevelt Familie gehörte schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes.
Elizabeth Bradford du Pont (1880–1975) heiratete Thomas Bayard. Dieser war Mitglied der Geheimgesellschaft Skull and Bones. Er kam aus der Bayard Familie, die schon vor der Gründung der USA zur Elite des Landes gehörte. Thomas Bayard war Senator für Delaware und sein Sohn Alexis Vizegouverneur von Delaware. Sein gleichnamiger Vater vertrat Delaware ebenfalls im Senat und war zudem Aussenminister und US-Botschafter in Grossbritannien.↗ ↗ ↗
Bayard Sharp (1913–2002) war ein Nachkomme und Erbe der Du Pont Familie. Sein Schwiegersohn William S. Farish ist ein enger Freund des US-Präsidenten George W. Bush (Mitglied von Skull and Bones). Auch Bayard Sharp kannte die Bush Familie. William S. Farish diente Präsident Bush von 2001 bis 2004 als Botschafter in Grossbritannien. William wurde auf seiner Farm mehrmals von der britischen Queen Elizabeth besucht. Williams Tante Martha Farish heiratete Edward Harriman Gerry, der mütterlicherseits aus der Harriman Familie kam. Väterlicherseits kam er aus den Familien Livingston und Gerry, die zu den Gründervätern der USA gehörten. Williams gleichnamiger Grossvater war in den 30er-Jahren Präsident von Standard Oil of New Jersey und hatte dabei geschäftlichen Kontakt nach Nazideutschland. Standard Oil war dazumal der grösste Erdölkonzern der Welt und wurde von der berühmten Rockefeller Familie kontrolliert. Williams anderer Grossvater war Robert E. Wood, ebenfalls ein einflussreicher Geschäftsmann.↗ ↗ ↗
Louise du Pont (1877–1958) heiratete in die Crowninshield Familie. Diese hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts Anschluss an die Elite der USA gefunden und brachte Politiker, Militärs und Geschäftsleute hervor. Die Crowninshield Familie heiratete in die Adams Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte und zwei US-Präsidenten stellte.
Louisa du Pont Copeland heiratete 1959 in die Biddle Familie, eine der ältesten und bedeutendsten Familien Philadelphias.↗ ↗ Die Biddle Familie heiratete auch in die einflussreichen Familien Drexel und Duke.
Alice du Pont (1912–2002) heiratete den Investmentbanker James Paul Mills, der mütterlicherseits aus der Bankiersfamilie Drexel kam.↗ Ihre Tochter heiratete in zweiter Ehe in den britischen Adel und in dritter Ehe William Abel-Smith, einen Nachkommen des Politikers Abel Smith (1788–1859), also ein Nachkomme der Bankiersfamilie Smith.↗ Diese ist eine der ältesten und wichtigsten Familien der Finanzelite Grossbritanniens.
Richard du Pont hatte eine Ehefrau, die später Henry Clay Frick II. heiratete, einen Enkel des Industriellen Henry Clay Frick.↗ ↗ Henry Clay Frick galt 1918 als der zweitreichste Amerikaner.↗ Er war Mitglied einer Freimaurerloge, die nach König Salomo benannt ist.↗ Sein Enkel Henry Clay Frick II. war von 1970 bis 1991 im Vorstand des Fiduciary Trust.↗ Der Vermögensverwalter gehört seit 2001 zum Finanzkonzern Franklin Templeton. Richard du Ponts namensgleicher Sohn heiratete 1997 eine Tochter von Arthur Martinez, der damals den Einzelhandelskonzern Sears leitete.↗ Arthur Martinez war auch Vorsitzender von Abercrombie & Fitch sowie stellvertretender Vorsitzender von Saks Fifth Avenue, ebenfalls zwei grosse Einzelhändler. Martinez war Vorsitzender der niederländischen Grossbank ABN Amro und Vorsitzender bei der Abteilung der Zentralbank FED in Chicago. Des Weiteren besetzte Martinez Vorstandsposten bei Pepsi (Getränkekonzern), Amoco (war einer der grössten Erdölkonzerne), AIG (Versicherungskonzern), IAC (Internet- und Medienunternehmen) und bei International Flavors & Fragrances (einer der grössten Aromen- und Duftstoffkonzerne).↗ ↗
Katharine du Pont Sanger heiratete 1989 Lewis Polk Rutherfurd, der als Finanzier in Hongkong aktiv war. Seine Familie gehörte bereits im 18. Jahrhundert zur New Yorker Elite und stammt aus dem schottischen Rutherford Clan. Lewis ist mütterlicherseits ein Enkel von Frank Polk, der Gründungspartner von Davis Polk war, einer führenden Anwaltskanzlei in New York. Lewis heiratete in erster Ehe Janet Auchincloss. Janets Vater Hugh war ein Enkel von Oliver Burr Jennings, der mit der Rockefeller Familie verschwägert und an ihrem Ölkonzern beteiligt war. Janets Schwester Nina heiratete Michael Straight, der für den sowjetischen Geheimdienst KGB spionierte und aus der einflussreichen Whitney Familie kam. Janet war die Halbschwester von Jacqueline Kennedy, der Ehefrau von US-Präsident John F. Kennedy. Jacqueline heiratete danach den Griechen Aristotle Onassis, der als einer der reichsten Männer der Welt galt. Jacquelines Schwester Caroline heiratete in zweiter Ehe in die polnische Fürstenfamilie Radziwill. Carolines erster Ehemann war der US-amerikanische Diplomat Michael Canfield, ein angeblicher Sohn des britischen Prinzen George von Kent.↗ ↗ ↗ ↗ Übrigens war Prinz George Grossmeister der Freimaurer in England.↗ Michael Canfield heiratete in zweiter Ehe eine Enkelin des Clan-Chefs des schottischen Charteris Clan. Die Enkelin heiratete danach einen Herzog aus der englischen Adelsfamilie Spencer-Churchill.↗
Die Du Pont Familie hat verwandtschaftliche Beziehungen zum umstrittenen Fernsehmoderator Mehmet Oz, der auch als Dr. Oz bekannt ist. Die Du Ponts unterstützten seine Kandidatur für den Senat finanziell.↗ Die Frau von Mehmet Oz kommt mütterlicherseits aus der Milliardärsfamilie Asplundh, die ebenfalls seinen Senatswahlkampf mitfinanzierte.↗ Mehmet Oz wurde im April 2025 Leiter der Centers for Medicare & Medicaid Services, einer Behörde des US-Gesundheitsministeriums. Er war bereits in Donald Trumps erster Amtszeit Co-Vorsitzender eines Rates des Gesundheitsministeriums. Er soll ein Vermögen von bis zu 300 Millionen US-Dollar besitzen.↗ Oz unterstützt die Make America Healthy Again-Bewegung, die von Robert F. Kennedy Jr. angeführt wird.↗ ↗ Kennedy ist ebenfalls mit Familien der US-amerikanischen Elite vernetzt und kommt selber aus einer Dynastie. Mehmet Oz wurde zum Global Leader of Tomorrow des Weltwirtschaftsforums (WEF) ernannt.↗ Er ist Agenda Contributor des WEF.
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