Ergänzungen 8

Ergänzungen vom 26. März 2026.

Afrikanischer Adel

Der Afrikaner Kofi Annan, der in den USA studiert hatte, war von 1997 bis 2006 Chef der Vereinten Nationen. Er stammte aus der Aristokratie des afrikanischen Landes Ghana. Sein Vater und weitere Verwandte waren Oberhäuptlinge des Volkes der Fante. Osei Tutu II.*, der König des Asante-Volkes, verlieh Kofi Annan im Jahr 2012 den Titel Busumuru, gewissermassen ein Adelstitel. Zu Annans Beerdigung 2018 kamen ghanaische Aristokraten, Staats- und Regierungschefs sowie Mitglieder königlicher Familien, darunter zwei niederländische Prinzessinnen, die mit Annan befreundet waren.

* König Osei Tutu II. ist Grosspatron der Freimaurer-Grossloge von Ghana. Im Gegensatz zu anderen Königen steht er stolz zu seiner Mitgliedschaft im Freimaurerbund und verheimlicht es nicht. Er ist seit über 25 Jahren Mitglied. Da Ghana eine britische Kolonie war und bis heute zum Commonwealth gehört, ist die dortige Freimaurerei seit Anbeginn mit den britischen Freimaurern verbunden. Osei Tutu II. wurde 2024 auch zum Grosspatron der Grossloge von Liberia ernannt. Nach Angaben von Wikipedia waren mehrere Könige in Ghana Freimaurer. John Kufuor, der Präsident von Ghana und Vorsitzender der Afrikanischen Union war, ist seit über 50 Jahren Mitglied der Freimaurer. Er bekennt sich im Gegensatz zu anderen Staatsoberhäuptern öffentlich zu seiner Mitgliedschaft. Kufuor und Osei Tutu II. besuchten 2017 gemeinsam ein Freimaurertreffen in England. Einige Monate zuvor war Kufuor zum Senior Grand Warden der Grossloge von England ernannt worden. Er hatte an der britischen Eliteuniversität Oxford studiert. Er kommt aus einer ghanaischen Königsfamilie. Noch weitere hohe Politiker in Ghana waren Freimaurer, darunter Albert Kan-Dapaah, der mehrere Ministerposten in der Regierung von Kufuor besetzte. Kan-Dapaah nahm 2024 an einem afrikanischen Freimaurertreffen teil, das von König Osei Tutu II. einberufen wurde und an dem weitere westafrikanische Aristokraten teilnahmen. Kan-Dapaah war oder ist noch immer stellvertretender Grossmeister der Freimaurer in Ghana.

Übrigens war Nana Akufo-Addo, der von 2017 bis Anfang 2025 amtierende Präsident von Ghana, mütterlicherseits ein Enkel von König Ofori Atta I. Der Vater von Akufo-Addo war ebenfalls Präsident gewesen. Der Vater hatte die britische Eliteuniversität Oxford besucht und war der britischen Anwaltskammer Middle Temple beigetreten.

Der UN-Chef Kofi Annan war ein enger Freund des berühmten südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela. Wie im Beitrag zur Ramaphosa-Familie erläutert wurde, war Mandela Freimaurer und seine Familie gehört zum afrikanischen Hochadel. Annan und Mandela erhielten beide den Friedensnobelpreis.

In einigen afrikanischen Ländern findet man in den Eliten viele Leute, die aus der Aristokratie stammen. Den schwarzafrikanischen Adel habe ich bisher in meinem Blog vernachlässigt, weil er im Gegensatz zu Elitengruppen aus anderen Teilen der Welt über wenig internationalen Einfluss verfügt. Es gibt reichlich Verbindungen zur Freimaurerei.

Kofi Annan heiratete in erster Ehe eine Tochter von Adeyemo Alakija. Dieser war eines der Oberhäupter der Aristokratie in Nigeria. Er hatte an der britischen Eliteuniversität Oxford studiert. Als hochrangiger Freimaurer vertrat er die britische Freimaurerei in Nigeria. Nigeria war bis 1960 eine britische Kolonie und zählt bis heute zu den Commonwealth-Staaten. So wie weitere Mitglieder der nigerianischen Elite setzte sich auch Adeyemo Alakija dafür ein, dass Nigeria auf friedlichem Weg* seine Unabhängigkeit von Grossbritannien erlangte. Er war 1914 Mitgründer und erster Chef der Reformed Ogboni Fraternity (ROF), einer afrikanischen Bruderschaft, die sehr stark von der Freimaurerei inspiriert ist. Zu den Mitgliedern der ROF zählten nigerianische Aristokraten und hochrangige Politiker, darunter Nnamdi Azikiwe, der nach der Unabhängigkeit Nigerias der erste Präsident des Landes wurde. Auch der britische König Georg VI. wurde 1948 Mitglied der ROF. Der König gehörte zur britischen Freimaurerelite und war zudem Templer. Neben Nnamdi Azikiwe waren weitere Gründerväter des unabhängigen Nigeria Freimaurer (die wichtigsten kamen aus dem nigerianischen Adel). Eine ganze Reihe an hochrangigen Aristokraten Nigerias trat den Freimaurern bei. Nnamdi Azikiwe hatte in den USA studiert. Einen Monat nachdem Nigeria die Unabhängigkeit erreicht hatte, wurde er von Queen Elizabeth II. in den Privy Council (britischer Kronrat) berufen.

* Auch Ghana, wo die Freimaurer wie gesagt ebenfalls über beachtlichen Einfluss verfügen, hatte sich auf friedlichem Weg unabhängig vom Britischen Empire gemacht. Auch hier waren Freimaurer am Erreichen der Unabhängigkeit beteiligt. Neben Ägypten und dem Sudan war Ghana das erste afrikanische Land, das sich von Grossbritannien unabhängig machte. Kwame Nkrumah, der massgeblich an der erlangten Unabhängigkeit 1957 beteiligt war und zum ersten Regierungschef von Ghana wurde, gehörte den Freimaurern an. Erst regierte er demokratisch, mit der Zeit dann aber immer autoritärer. Er war einer der wichtigsten Vertreter der panafrikanischen Bewegung. Er hatte in den USA studiert, wo er der Prince Hall-Freimaurerei beitrat. Diese ist die afroamerikanische Freimaurerei. Sie nahm auch bedeutende Afrikaner auf, darunter Nelson Mandela, ebenfalls eine panafrikanische Ikone.

In Subsahara-Afrika gab und gibt es noch viele weitere Staatsoberhäupter, die der Freimaurerei angehörten. Ich werde nächstens einen Beitrag dazu veröffentlichen.

Eine besonders einflussreiche nigerianische Adlige ist Ngozi Okonjo-Iweala. Sie ist die Schwester eines Königs (was kaum jemand weiss). Okonjo-Iweala hatte Ministerposten in der nigerianischen Regierung inne. Seit 2021 ist sie Chefin der Welthandelsorganisation. Sie gehörte zur Führung der Weltbank und zu einem Ausschuss des Internationalen Währungsfonds. Sie war Vorsitzende der Gavi-Impfallianz. Derzeit sitzt sie im Führungsgremium des Weltwirtschaftsforums (WEF). Sie gehörte für zehn Jahre zum Kuratorium der Rockefeller Foundation. Sie hat Verbindungen zu Universitäten, einflussreichen Denkfabriken und internationalen Organisationen. Ausserdem besetzte sie Vorstandsposten bei Twitter und der britischen Grossbank Standard Chartered. Sie beriet die einflussreiche US-Bank Lazard. Mehrere Medien zählen sie zu den mächtigsten Frauen der Welt.

Britischer Adel

Im September 2025 besuchte US-Präsident Donald Trump Grossbritannien. Er traf dort den Premierminister Keir Starmer und hatte ein Staatsbankett bei König Charles. Zu den 160 Gästen des Banketts zählten unter anderem die CEOs von Microsoft, OpenAI und Nvidia sowie der Finanzführer Stephen Schwarzman. Trump sagte in seiner Rede, dass sich die USA und Grossbritannien hervorragend ergänzen.

Peter Carington (1919–2018), 6. Baron Carrington, war einer der führenden Köpfe der wirtschaftlichen und politischen Elite Grossbritanniens. Er leitete die NATO, die Bilderbergtreffen und die Pilgrims Society. Ich habe übersehen, dass er zum Verwandtenkreis des Königshauses gehörte. Seine Tochter Virginia heiratete Henry Edward Cubitt, den 4. Baron Ashcombe. Dessen Schwester Rosalind ist die Mutter der heutigen Königin Camilla. Virginia Carington arbeitete im Haushalt des Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall, dem heutigen Königspaar. Virginia und Königin Camilla hatten in jungen Jahren eine Zeit lang eine Wohnung geteilt.

David Mountbatten (1919–1970), der 3. Markgraf von Milford Haven, war Trauzeuge bei der Hochzeit von Philip Mountbatten mit Queen Elizabeth. David Mountbatten heiratete in zweiter Ehe die Tochter des britischen Offiziers Francis Bryce. Dessen Onkel Manuel Candamo war Präsident von Peru. Laut einer peruanischen Freimaurerseite war im 19. und frühen 20. Jahrhundert die grosse Mehrheit aller Präsidenten des Landes Freimaurer, darunter auch Manuel Candamo.

David Mountbatten heiratete in erster Ehe Romaine Dahlgren Pierce (1923–1975), eine US-Amerikanerin. Ihr Urgrossvater John Dahlgren war ein Offizier der US-Marine und hatte einen Sohn, der in die Drexel-Familie heiratete, eine der frühen Bankiersfamilien der US-Finanzelite. Romaine Dahlgren Pierce heiratete in dritter Ehe den Geschäftsmann James Orthwein. Dieser kam mütterlicherseits aus der Busch-Familie, der Gründerfamilie des Bierkonzerns Anheuser-Busch. Die Familie Busch gilt bis heute als eine der reichsten Familien der USA.

Emily Stewart (1789–1865), die Tochter des 1. Markgrafen von Londonderry, heiratete Henry Hardinge. Dieser war Generalgouverneur der britischen Kolonie Indien und wurde zum Vizegrafen geadelt.

Russischer Adel

In meinem Blog habe ich über die Grossfürstin Maria Romanowa geschrieben, ein wichtiges Mitglied der russischen Kaiserfamilie. Sie wird von manchen als die rechtmässige Thronfolgerin angesehen. Nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 bat sie ihre Verwandten aus dem Hochadel, ihren Einfluss zu nutzen, um eine Eskalation zwischen Russland und dem Westen zu verhindern. Maria sagte kurz darauf in einem Interview, dass ihrer Meinung nach „eine Rückkehr der Krim in das Hoheitsgebiet Russlands gesetzmässig und unumgänglich ist“. Vor der Annexion hatte das ukrainische Parlament den geflüchteten Staatschef Wiktor Janukowitsch abgesetzt, was Maria als „Staatsstreich“ bezeichnete. Auf russischer Seite sah man das ähnlich und fühlte sich bestärkt, die Krim zu annektieren, wobei ich aber davon ausgehe, dass ein Plan zur Annexion bereits vor dem angeblichen Staatsstreich erwogen wurde.

Wenige Tage nach der Annexion der Krim wurde Natalja Poklonskaja (eine Monarchistin) zur Generalstaatsanwältin der Krim und Oleg Belawentsew zu Putins Vertreter auf der Krim ernannt. Im Juli 2014, vier Monate nach der Annexion, erhielten die beiden einen Orden von der Grossfürstin Maria. Ein weiteres Indiz, das dafür spricht, dass Maria die Annexion gar nicht so schlimm fand. Wie ich bereits geschrieben habe, ist Sergei Aksjonow, der seit der Annexion über die Krim regiert, ein Monarchist.

Wie in meinem Blog erwähnt wurde, kommt der erfolgreiche russische Filmemacher Nikita Michalkow aus einer Adelsfamilie. Der Filmemacher Karen Schachnasarow, der ebenfalls zur Elite des russischen Kinos gehört, stammt sogar aus einer Fürstenfamilie. Sein Grossvater hatte aufgrund der adelsfeindlichen Haltung der Sowjetunion seinen adligen Namen geändert. Schachnasarow und Michalkow befürworteten beide die Annexion der Krim 2014 und den Überfall auf die Ukraine 2022. Übrigens war Michalkow derjenige, der anregte, die Gebeine des Generals Anton Denikin und des Philosophen Iwan Iljin nach Russland zu bringen und dort zu bestatten. Wie ich bereits geschrieben habe, begleitete der russische Fürst Alexander Trubezkoi den Transport der sterblichen Überreste nach Russland und nahm an der Begräbniszeremonie teil.

In meinem Blog habe ich mehrfach über den monarchistischen Geschäftsmann Konstantin Malofejew geschrieben, der viele russische Adlige kennenlernte und diese offenbar respektiert. Im September 2024 heiratete er Marija Lwowa-Belowa. Diese ist seit 2021 Russlands Kinderrechtsbeauftragte. In dieser Funktion ist sie mitverantwortlich für die Verschleppung von Kindern1 aus der Ukraine nach Russland. Der Internationale Strafgerichtshof erliess deswegen einen Haftbefehl gegen Lwowa-Belowa. Sie hat selbst einen Jungen aus der Ukraine adoptiert2. Sie ist wie Malofejew eine Anhängerin der Russisch-Orthodoxen Kirche. Ihr Exmann ist ein orthodoxer Priester. Sie kennt den berüchtigten Philosophen Alexander Dugin. Dieser ist eng mit Malofejew verbunden. Alle drei setzen sich stark für traditionelle Familienwerte ein und wollen diese der gesamten russischen Gesellschaft aufzwingen.

  1. Mitte 2023 sagte ein Abgeordneter des Föderationsrates (Oberhaus des russischen Parlaments), dass rund 700 000 Kinder nach Russland gebracht wurden. Die USA schätzten im Jahr 2022 die Zahl der deportierten Kinder auf 260 000.
  2. Der Sohn, den Lwowa-Belowa aus der Ukraine adoptiert hat, ist nun ein Fan von Alexander Dugin.

Kirill Dmitrijew

Wie in meinem Beitrag zur SCL Group im August 2025 erwähnt wurde, hatte sich der russische Banker Kirill Dmitrijew 2017 mit Leuten aus Donald Trumps Netzwerk getroffen. Inzwischen ist bekannt geworden, dass er in den vergangenen Monaten eine entscheidende Rolle in den Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine gespielt hat. Die NZZ bezeichnet ihn als „Putins Verbindungsmann zu Trump“. Dmitrijew sagte selbst, er könne die USA und Russland zusammenbringen. Er hatte früher in den USA gelebt, wo er die Eliteuniversitäten Stanford und Harvard absolvierte. Er arbeitete für Goldman Sachs, eine der mächtigsten Banken der USA. Zudem arbeitete er auch bei McKinsey & Company. Der US-amerikanische Konzern ist führend in der Unternehmensberatung. Seit dem Jahr 2000 lebt Dmitrijew wieder in Russland. Heute gehört er zur russischen Wirtschaftselite. Er ist ein Befürworter der Politik Putins und seine Frau kennt eine von Putins Töchtern. Dmitrijew zeigt auch Sympathien für Donald Trump. Von 2007 bis 2011 leitete Dmitrijew einen Fonds des ukrainischen Oligarchen Viktor Pintschuk. Dmitrijew wurde in der Ukraine geboren. Auf seinem X-Profil, wo er auf Englisch postet, hetzt er gegen die globalistischen Eliten im Westen und verbreitet auch Verschwörungstheorien.

Kevin Warsh

Donald Trump hat im Januar 2026 Kevin Warsh für das Amt des Chefs der US-Zentralbank FED nominiert. Warsh gehörte bereits von 2006 bis 2011 zum Führungsgremium der FED. Zuvor hatte er eine hohe Position bei Morgan Stanley besetzt, einer der grössten Investmentbanken der USA. Warsh diente dem US-Präsidenten George W. Bush als Sonderberater für Wirtschafts- und Finanzpolitik. Bush nominierte ihn dann für einen Sitz in der FED-Führung. Warsh ist mit der Milliardärin Jane Lauder verheiratet. Sie ist die Tochter des Milliardärs Ronald Lauder, der schon seit vielen Jahren ein gutes Verhältnis zu Donald Trump hat. Die Lauders gelten als eine der reichsten jüdischen Familien der Welt. Ronald Lauder ist seit 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Laut jüdischen Nachrichtenseiten ist auch Warsh jüdisch. Dass er voraussichtlich Chef der FED wird, lässt viele Verschwörungstheoretiker in ihrer Annahme bestärken, dass die FED unter dem Einfluss von mächtigen Juden steht.

Warsh ist zurzeit Mitglied der Group of Thirty. Zu dieser Gruppe gehören Zentralbanker und Finanzführer aus verschiedensten Ländern. Sie wurde 1978 auf Initiative der Rockefeller Foundation gegründet.

Warsh sass im Führungsgremium der Bilderberg-Treffen.

Warsh ist seit 2012 im Vorstand des führenden Versandkonzerns UPS. Seit 2011 ist er Berater und Partner des Family Office des amerikanisch-jüdischen Milliardärs Stanley Druckenmiller. Des Weiteren sitzt Warsh seit 2019 im Vorstand von Coupang. Coupang ist einer der umsatzstärksten Onlinehandelskonzerne der Welt. Obwohl das Unternehmen seinen Sitz in den USA hat, konzentriert es sich auf Südkorea, wo es der grösste Onlinehändler des Landes ist.

Timothy Mellon und Newsmax

Wie im Beitrag zur Mellon-Familie erwähnt wurde, war der Erbe Timothy Mellon 2024 einer der wichtigsten finanziellen und ideellen Unterstützer von Donald Trump. Während des Regierung-Shutdowns 2025 spendete Timothy Mellon anonym 130 Millionen zur Bezahlung von US-Soldaten. Trump wollte nicht verraten, dass die Spende von Mellon kam. Trump sagte, der Spender, der „ein grossartiger amerikanischer Staatsbürger“ sei, wolle keine Öffentlichkeit und ziehe es vor, dass sein Name nicht erwähnt wird.

Wie im Beitrag zur Mellon-Familie erwähnt wurde, hat Newsmax, einer der wichtigsten rechten Sender in den USA, interessante Verbindungen zu Geheimdiensten und zu einflussreichen Personen. Ich habe übersehen, dass 2019 und 2020 ein Mitglied der katarischen Königsfamilie rund 50 Millionen US-Dollar in das Medienunternehmen investierte. Mitarbeiter von Newsmax sagten, dass sie vor und nach der Investition von Redakteuren angewiesen wurden, kritische Berichterstattung über Katar abzuschwächen. Die Investition hätte sich demnach für Katar gelohnt. Das Mitglied der Königsfamilie übertrug seine Anteile an eine Gesellschaft mit Sitz auf den Kaimaninseln. Die Kaimaninseln sind einer der weltweit wichtigsten Offshore-Finanzplätze. Der arabische Medienkonzern Al Jazeera, der von Katar kontrolliert wird, wollte 2021 einen rechten Sender in den USA gründen, aber das Projekt wurde dann verworfen.

Der Anwalt Christopher Cox half Newsmax, Gelder zu sammeln. Er schrieb einen Meinungsartikel bei Newsmax, in dem er er Katars Zusammenarbeit mit den USA im Kampf gegen den Terrorismus lobte. Katar finanzierte jedoch mehrere Terrorgruppen. Christopher Cox ist ein Enkel des US-Präsidenten Richard Nixon und ist auch mit der Familie des Präsidenten Dwight Eisenhower verwandt. Seine Exfrau ist die Tochter des US-amerikanischen Milliardärs John Catsimatidis.

Clan Fraser

Der Beitrag zum schottischen Clan Fraser wurde überarbeitet. Hier habe ich die Ergänzungen aufgeführt.

Im 13. Jahrhundert bildete sich das erste Parlament Schottlands. Damit gehörte es zu den weltweit ersten Parlamenten im Mittelalter.

Wie ich geschrieben habe, war der Clan-Chef Alexander Fraser (1851–1933) der oberste Freimaurer und Templer Schottlands. Er hatte seit seiner Kindheit den Spitznamen Satan. Für viele Jahre trug er ein kleines Bild in seinem Hut, auf dem Satan abgebildet war. Dies wird nichts zu bedeuten haben, aber ich erwähne es, weil ich weiss, dass einige Verschwörungstheoretiker solche Dinge interessant finden. Viele Gegner der Freimaurerei versuchen schon seit über hundert Jahren den Bund mit Satanismus und Teufelsanbetung in Verbindung zu bringen. Alexander Fraser war Leutnant der Royal Company of Archers. Diese ist die königliche Garde Schottlands. Die Garde wird seit ihrer Gründung 1676 von Adligen aus schottischen Clans angeführt. Viele davon waren Clan-Chefs. Zu den Oberhäuptern der Garde zählten unter anderem der 4. Herzog von Buccleuch, der 9. Graf von Dalhousie und der 12. Graf von Stair. Die drei waren Grossmeister der Freimaurer in Schottland.

Ein Lord Saltoun (der Clan-Chef), der Grosskanzler des Obersten Freimaurerrates von Schottland war, gehörte zu den Ehrenmitgliedern des Obersten Rates von Kanada. Aus der Quelle geht nicht hervor, um welchen Clan-Chef der Frasers es sich handelt. Auch ein Graf von Elgin (Chef des Bruce-Clans) sowie ein Graf von Stair (Chef des Dalrymple-Clans) waren Ehrenmitglieder des Obersten Rates von Kanada. Die beiden Grafen gehörten zum Obersten Rat von Schottland. Der Graf von Stair war der Grosskommandant (Vorsitzender) des Rates. Es gibt traditionell eine Verbindung zwischen der kanadischen und der britischen Freimaurerei. Kanada ist als ehemalige Kolonie und als Mitglied des Commonwealth auch politisch mit Grossbritannien verbunden.

Simon Fraser (1726–1782), der 19. Clan-Chef des Fraser von Lovat-Clans, diente in der britischen Armee. Er war Provinzial-Grossmeister von Quebec. Somit leitete er die Freimaurerei in der kanadischen Provinz Quebec. Simons gleichnamiger Vater (starb 1747) war der vorherige Clan-Chef und der 11. Lord Lovat. Der Vater war ein konspirativer Charakter, der in Konflikten mehrfach die Seiten wechselte. Um sich die Erbschaft zu sichern, liess er die Witwe des 9. Lord Lovat entführen und zwang sie zur Heirat und vergewaltigte sie. Die Witwe kam aus dem mächtigen Murray-Clan, worauf eine Fehde zwischen Simon und den Murrays entbrannte. Simon wurde im Jahr 1698 wegen seiner Taten von einem Gericht zum Tode verurteilt. Dank des einflussreichen Grafen von Argyll (Clan-Chef des Campbell-Clans) wurde Simon vom britischen König Wilhelm III. begnadigt. Als Simon 1701 erneut wegen der Entführung angeklagt wurde, floh er nach Frankreich. Dort setzte er sich mit der im Exil lebenden Stuart-Familie in Verbindung, die vor König Wilhelm III. (aus dem Haus Nassau) die Könige von Grossbritannien stellte. Die Stuarts, eine schottische Familie, beanspruchten weiterhin den britischen Thron. Die Anhänger der Stuarts wurden Jakobiten genannt. Die Jakobiten wollten die Stuarts zurück auf den Thron bringen. Im schottischen Adel gab es viele, die verdeckte Jakobiten waren und im Geheimen Kontakt zu den Agenten der Stuarts unterhielten. Simon Fraser bot den Jakobiten seine Dienste an. Vom Exil aus plante er einen militärischen Aufstand der jakobitischen Clans. 1703 kehrte er nach Schottland zurück. Jedoch verriet er die Jakobiten und informierte den Herzog von Queensberry, den Leiter der schottischen Regierung, über die Pläne der Jakobiten. Als Simon nach Frankreich zurückkehrte, wurde er für zehn Jahre gefangen gehalten, weil die Jakobiten von seinem Verrat erfahren hatten. Dann flüchtete er aus Frankreich und kehrte 1715 erneut nach Schottland zurück. Er trat in die Dienste der dortigen Regierung, arbeitete also nun für die Gegner der Jakobiten. Spätestens zwei Jahrzehnte danach unterstützte er wieder die Jakobiten und hinterging somit den britischen König Georg II. (aus dem Haus Hannover). Er befürwortete den Jakobitenaufstand 1745. Da der Aufstand scheiterte, wurde er zum Tode verurteilt. Er war der letzte, der in England durch Enthauptung hingerichtet wurde. Weil er die Jakobiten unterstützt hatte, erhielt er 1740 von James Stuart den Titel eines Herzogs, was im Geheimen stattfand. James Stuart, der im Exil lebte, wurde von den Jakobiten als der rechtmässige König Grossbritanniens angesehen. Stuarts Sohn beanspruchte ebenfalls den britischen Thron. Der Sohn galt in Freimaurerkreisen auf dem europäischen Festland als eines der geheimen Oberhäupter der Freimaurerei und als Grossmeister des freimaurerischen Templerordens.

Alexander Fraser (starb 1936) emigrierte von Schottland nach Kanada. Dort war er ein Adjutant des Vizegouverneurs der Provinz Ontario. Alexander Fraser gehörte den Freimaurern an und war Offizier einer Grossloge. Zudem beteiligte er sich am Bau eines Jesuitenheiligtums in der kanadischen Ortschaft Midland. Er engagierte sich bei Organisationen von schottischen Einwanderern, darunter bei der kanadischen Clan Fraser Society, die er mitgegründet hatte, und bei der Saint Andrew’s Society, deren Präsident er war. Leute aus der schottischen Diaspora haben in vielen Ländern Saint Andrew’s Societies gegründet. Sie dienen unter anderem dazu, das schottische Erbe der Diaspora zu bewahren. Es lassen sich Verbindungen zur Freimaurerei feststellen, aber es ist unklar, wie eng diese Verbindungen sind.

Alexander Fraser war Gründungsmitglied des Empire Club. Von 1927 bis 1928 war er Präsident des Clubs. Der Club besteht bis heute. Zu seinen Gästen gehören Personen aus der Politik- und Wirtschaftselite Kanadas. Bemerkenswerte ausländische Gäste waren der britische Prinz und spätere König Edward VIII. (Freimaurer), der britische Premierminister Winston Churchill (Freimaurer), die britische Premierministerin Margaret Thatcher, der US-Präsident Ronald Reagan (war kein Freimaurer, aber hatte eine Ehrenmitgliedschaft im Freimaurerbund), der russische Präsident Wladimir Putin, der Milliardär Bill Gates, der Dalai Lama sowie die indische Premierministerin Indira Gandhi. Der Empire Club wurde 1903 gegründet, als Reaktion auf die antibritische Stimmung, die sich damals in Kanada breitmachte. Der Club wollte, dass Kanadas enge Verbindung zum britischen Empire bestehen bleibt. Kanada hat bis heute den britischen Monarchen als Staatsoberhaupt und zählt zu den Commonwealth-Staaten.

Elizabeth Fraser (1921–1968) war eine Enkelin des 13. Lord Lovat. Sie heiratete einen Sohn des 3. Grafen von Stradbroke. Der Graf war Adjutant mehrerer britischer Monarchen. Königin Alexandra war Taufpatin seines ältesten Sohnes. Der Graf von Stradbroke war von 1921 bis 1926 Gouverneur des australischen Bundesstaates Victoria. Victoria hat bis heute einen Gouverneur, der dort den britischen Monarchen (Australiens Staatsoberhaupt) vertritt. In seiner Zeit als Gouverneur war der Graf von Stradbroke Grossmeister einer Freimaurerloge in Victoria. Zeitgleich war er Grossmeister der Freimaurer im gesamten Bundesstaat. Mindestens sechs Gouverneure von Victoria waren Grossmeister der dortigen Freimaurer. Ausserdem gehörten viele Oberbürgermeister von Melbourne (Hauptstadt von Victoria) den Freimaurern an. Im 20. Jahrhundert waren mindestens zehn Premierminister von Australien Freimaurer. Auch viele Gouverneure und Premierminister von australischen Bundesstaaten traten den Freimaurern bei. Man kann davon ausgehen, dass Australien eines der Länder war, in dem der politische Einfluss der Freimaurer besonders gross war. Wie gross ihr Einfluss im heutigen Australien ist, lässt sich nicht einschätzen. Australien gehört zu den Commonwealth-Staaten.

Hugh Fraser (1918–1984), ein Sohn des 14. Lord Lovat, war ein beliebtes Mitglied der Konservativen Partei. Seine Frau Antonia war die Tochter eines britischen Grafen, der zu den führenden Politikern der Labour-Partei zählte. Antonia heiratete in zweiter Ehe den Literaturnobelpreisträger Harold Pinter. Hugh und Antonia haben sechs Kinder. Diese wären:

  • Flora Fraser (*1958): Ihr Schwiegervater aus erster Ehe war John Powell-Jones, der als Diplomat viele Länder besuchte. Er diente als britischer Botschafter in Kambodscha, Senegal und der Schweiz. Er erhielt einen Orden des britischen Königshauses. Flora Fraser heiratete in zweiter Ehe den Investmentbanker Peter Soros. Dieser ist der Sohn von Paul Soros. Pauls Unternehmen heisst Soros Associates und seine Frau heisst Daisy. Somit handelt es sich bei Paul um den verstorbenen Bruder des berühmt-berüchtigten Milliardärs George Soros. Simon und Thomas Soros sind die Söhne von Flora Fraser.
  • Orlando Fraser (*1967): Der Rechtsanwalt wurde 2014 zum Kronanwalt ernannt und erhielt 2025 den Orden des Britischen Empire. Er heiratete im Jahr 2006 Clementine Hambro. Die Hambros waren eine der mächtigsten britischen Bankiersfamilien des 20. Jahrhunderts. Sie sind mit weiteren schottischen Clans verschwägert. Zur Hochzeit von Orlando und Clementine kamen der spätere Premierminister David Cameron und britische Adlige, darunter die Herzöge von Marlborough, Roxburghe und Devonshire. Clementine war im Alter von fünf Jahren Brautjungfer bei der Hochzeit von Prinz Charles und Diana gewesen. Clementine ist eine Urenkelin des britischen Premierministers Winston Churchill. Ausserdem heiratete Clementines Mutter in zweiter Ehe den 3. Grafen aus der Peel-Familie, die vom Premierminister Robert Peel abstammt. Dessen gleichnamiger Vater gehörte Ende des 18. Jahrhunderts zu den zehn reichsten Männern Grossbritanniens.
  • Rebecca Fraser (*1957): Sie heiratete den bekannten Rechtsanwalt Edward Fitzgerald. Dieser wurde zum Kronanwalt (KC) ernannt und erhielt den Orden des Britischen Empire (CBE). Er vertrat als Anwalt Julian Assange und konnte eine Auslieferung Assanges in die USA verhindern. Fitzgerald ist Gründungsvorsitzender von Doughty Street Chambers, einer britischen Anwaltskanzlei.
  • Benjamin Fraser (*1961): Sein Schwiegervater kam aus einer englischen Baronsfamilie und seine Schwiegermutter Elizabeth kommt mütterlicherseits aus der Herzogsfamilie Montagu-Douglas-Scott, die den Clan-Chef des schottischen Scott-Clans stellt. Elizabeth stammt väterlicherseits aus der Familie Scrymgeour-Wedderburn, die aus zwei schottischen Clans hervorging.
  • Natasha Fraser (*1963): Sie hat eine Menge Freunde in der New Yorker High Society. Eine Dinnerparty in New York, bei der man die Veröffentlichung eines ihrer Bücher feierte, wurde von der Modedesignerin Diane von Fürstenberg veranstaltet. Diane von Fürstenberg heiratete erst in eine deutsche Fürstenfamilie und später den US-amerikanischen Milliardär Barry Diller. Natasha Fraser wurde von Alain Elkann interviewt. Elkann heiratete in die Agnelli-Familie, die einflussreichste Unternehmerfamilie Italiens.
  • Damian Fraser (*1964): Nach Angaben von thepeerage.com war sein Schwiegervater Eigentümer des General-Motors-Franchise für Mexiko. Der Autokonzern General Motors ist schon seit über 100 Jahren eines der umsatzstärksten Unternehmen der USA.

Jeremy Phipps (1942–2021) war mütterlicherseits ein Enkel des 14. Lord Lovat. Phipps diente bei der britischen Armee, wo er den Rang eines Generalmajors erreichte. Er war in Deutschland, dem Nahen Osten und Singapur stationiert. Er wurde Offizier beim SAS, einer Spezialeinheit der britischen Armee. Phipps war einer der beiden SAS-Operationsoffiziere, die massgeblich an der Koordinierung der Operation Nimrod beteiligt waren, bei der der SAS im Jahr 1980 Geiseln aus der iranischen Botschaft in London befreite. Der SAS ist weltweit aktiv. Viele seiner Operationen stehen unter Geheimhaltung. Der SAS wurde 1941 vom schottischen Offizier Sir Archibald David Stirling gegründet. Dieser kam väterlicherseits aus dem Stirling-Clan und mütterlicherseits aus dem Fraser von Lovat-Clan.

Jeremy Phipps wurde 1989 Direktor (Chef) der britischen Spezialeinheiten, zu denen der SAS gehört.

Jeremy Phipps’ Grossvater war Sir Eric Phipps, ein Diplomat. Eric Phipps fungierte von 1933 bis 1937 als britischer Botschafter in Nazideutschland. Danach war er bis 1939 Botschafter in Frankreich. Jeremys Stiefvater Fitzroy Maclean war Abgeordneter im Unterhaus und wurde zum Baronet geadelt. Er stammte aus dem schottischen Maclean-Clan. Nachdem der SAS gegründet worden war, trat Fitzroy Maclean der Spezialeinheit bei, bei der er zusammen mit David Stirling in Nordafrika aktiv war. Dieser hatte wie gesagt den SAS gegründet und gehörte über seine Mutter zum Fraser von Lovat-Clan. Im Zweiten Weltkrieg leitete Maclean im Auftrag des Premierministers Winston Churchill die sogenannte Maclean-Mission, eine Mission in Jugoslawien, durchgeführt vom britischen Geheimdienst SOE.

Nachdem Jeremy Phipps 1997 das Militär verlassen hatte, arbeitete er für Sicherheitsfirmen, darunter Control Risks, Aegis und Saladin. Dies sind britische Unternehmen, die weltweit aktiv sind. Die letzteren beiden stellen auch bewaffnete Sicherheitsdienste zur Verfügung. Aegis beschäftigt Söldner und war ein Militärdienstleister im Irak und in Afghanistan. Das Unternehmen wurde 2002 von Timothy Spicer gegründet, einem ehemaligen Offizier der britischen Armee. Spicer galt als „König der Söldner“. Im Zeitraum 2006 war er für 20 000 private Soldaten im Irak zuständig. Er befehligte damit faktisch die zweitgrösste Militäreinheit im Irak. Das war fast dreimal so viel, wie das britische Militär vor Ort hatte. Aegis hatte damals einen Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium im Wert von fast 300 Millionen US-Dollar. Timothy Spicer hatte in den 90er-Jahren Sandline International gegründet, ein privates Militärunternehmen, das bis 2004 bestand. Es löste Skandale aus, als es sich an Konflikten in Sierra Leone und Papua-Neuguinea beteiligte. Die beiden Staaten sowie auch der Irak gehörten früher zum Britischen Empire. Sierra Leone und Papua-Neuguinea zählen bis heute zu den Commonwealth-Staaten.

Annabel Thérèse „Tessa“ Fraser (1942–2022) war eine Tochter des 15. Lord Lovat. Tessa war politische Beraterin des britischen Schatzkanzlers Kenneth Clarke (sass im Führungsgremium der Bilderberg-Treffen). Tessa gehörte zum Vorstand des Centre for Policy Studies, einer der wichtigsten marktwirtschaftlichen Denkfabriken Grossbritanniens. Zum Vorstand der Denkfabrik gehören bis heute einflussreiche Personen. Tessa war auch Vorstandsmitglied des britischen Medienkonzerns Daily Mail and General Trust. Sie war ausserdem Kanzlerin der Buckingham-Universität. Sie heiratete in erster Ehe den 14. Lord Reay, den Clan-Chef des schottischen MacKay-Clans, der Mitglied des Europäischen Parlaments war. In zweiter Ehe vermählte sich Tessa mit Henry Keswick aus der schottischen Milliardärsfamilie Keswick.

Wilhelmine Forester (starb 1943) kam mütterlicherseits aus dem Fraser-Clan. Sie war eine Urenkelin des 16. Lord Saltoun. Forester heiratete in die einflussreiche Guinness-Familie. Ihr Mann war der Enkel des Gründers von Guinness Mahon, einer irischen Bank.

Simon Fraser (*1977) ist der 16. Lord Lovat und heutige Clan-Chef. Er machte eine Karriere im Finanzwesen und heiratete die Tochter von Baron Peter Palumbo. Dieser ist ein reicher Immobilienentwickler, der im House of Lords sass. Er war mit dem ehemaligen Prinzen von Wales, dem heutigen König Charles, sowie auch mit dessen Frau, Prinzessin Diana, befreundet. Ausserdem ist Palumbo ein Taufpate von Prinzessin Beatrice.

Peter Fraser (1945–2013), ein führender Politiker und Jurist, stammte aus dem Fraser von Lovat-Clan. Er wurde in Sambia geboren. Das afrikanische Land war damals eine britische Kolonie. Peters Vater war dort als Pfarrer und Missionar der Church of Scotland (Schottlands Nationalkirche) tätig. Peters Karriere in der Politik, Justiz und Wirtschaft umfasste Folgendes:

  • Er war Lord Advocate, also oberster Staatsanwalt Schottlands. In dieser Funktion leitete er die Untersuchung zum Lockerbie-Bombenanschlag, der grössten strafrechtlichen Untersuchung in der Geschichte des Landes. Nach offiziellen Angaben steckten Mitarbeiter des libyschen Geheimdienstes hinter dem Anschlag, was von manchen aber angezweifelt wird.
  • Er wurde zum Baron geadelt, zum Kronanwalt ernannt und in den Privy Council (Geheimrat des britischen Monarchen) berufen.
  • Er vertrat Grossbritannien beim Europäischen Gerichtshof und beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
  • In der Politik wirkte er als Mitglied der Konservativen Partei unter anderem als Abgeordneter im Unterhaus und Oberhaus, als Staatsminister für Schottland sowie als Staatsminister für Handel und Industrie.
  • Er war im Vorstand der britischen Tochterfirma von Total. Total ist eines der grössten französischen Unternehmen und einer der grössten Öl- und Gaskonzerne der Welt. Peter Fraser besetzte auch Vorstandsposten bei kleineren Energieunternehmen. Da er eine der höchsten Positionen im Energieministerium besetzt hatte, war er dort ziemlich sicher für Exporte und Auslandsinvestitionen im Öl- und Gasgeschäft zuständig gewesen.
  • Er war im Vorstand der London Metal Exchange, die nach eigenen Angaben das weltweite Zentrum für den Handel mit Industriemetallen ist.
  • Er war Vorsitzender der Anglo-Azerbaijani Society und der British-Kazakh Society. Diese Gesellschaften fördern Grossbritanniens Beziehungen zu Aserbaidschan und Kasachstan. Peter Fraser hatte über seine Vorstandsmandate Geschäftsinteressen in den beiden Ländern.

Der in Kanada geborene Simon Fraser (1832–1919) stammte aus dem Fraser von Lovat-Clan. Sein Vater war ein schottischer Einwanderer. Kanada war damals eine britische Kolonie. Simon Fraser emigrierte 1853 infolge des Goldrausches nach Australien, dazumal ebenfalls eine britische Kolonie. Dort wurde er ein erfolgreicher Geschäftsmann und hatte Kontakt zu anderen schottischen Einwanderern. Er wurde in das Parlament der Kolonie Victoria gewählt. Er vertrat Victoria auf der Kolonialkonferenz von 1894, die in Ottawa, Kanada, stattfand. Bei der Konferenz diskutierte man über die Entwicklung eines elektrischen Telegrafennetzes, das grosse Teile des Britischen Empire verbindet und später als All Red Line bekannt wurde. Simon Fraser traf den schottischen Adligen John Hamilton-Gordon. Dieser vertrat die britische Monarchie als Generalgouverneur in Kanada. Er stammte aus schottischen Clans. 1901 machte sich Australien unabhängig von Grossbritannien. Von da an sass Simon Fraser für den Bundesstaat Victoria bis 1913 im australischen Senat. Er wurde 1918 vom britischen Hochadel zum Ritter ernannt. Ausserdem war er Grossmeister einer australischen Grossloge des Oranier-Ordens. Dieser freimaurerähnliche Orden wurde 1795 in Irland von Freimaurern gegründet, aber viele Freimaurer lehnen den Orden ab. Simon Fraser setzte sich im Parlament für die Anliegen des Ordens ein. Er und seine Familie machten mindestens einmal Urlaub in Schottland. Sein Enkel Malcolm Fraser (1930–2015) wurde Premierminister Australiens.

Malcolm Fraser hatte das Amt des Premierministers von 1975 bis 1983 inne. In dieser Zeit führte er auch die Liberale Partei an. Zuvor war er Bildungs- und Verteidigungsminister. Er war auf dem Magdalen College der britischen Eliteuniversität Oxford gewesen. Dort hatte er Freunde, die später in die britische Elite aufstiegen. Er lernte dort auch John Turner kennen, den späteren Premierminister Kanadas. Die beiden standen später während ihrer politischen Laufbahn weiterhin in Kontakt. Malcolm Fraser wurde 1976, als er Premierminister war, Mitglied des Privy Council (Geheimrat des britischen Monarchen). 1980 erhielt er eine Goldmedaille von B’nai B’rith. Diese jüdische Organisation hat Ähnlichkeiten mit der Freimaurerei. B’nai B’rith wurde 1843 in New York von jüdischen Freimaurern gegründet.

Die Internetseite Scots Connection führt in ihrem Eintrag zum Fraser-Clan den neuseeländischen Premierminister Peter Fraser (1884–1950) auf. Auch die Webseite Scotclans schrieb, dass er aus dem Clan stammt. Er war in Schottland geboren. Seine Mutter hatte den Familiennamen McLeod und seine Frau, die in Schottland aufwuchs, den Familiennamen Munro. Beides sind Namen schottischer Clans. Peter Fraser beteiligte sich 1916 an der Gründung der Arbeiterpartei Neuseelands. In den 40er-Jahren führte er die Partei an und war gleichzeitig Premierminister. In dieser Zeit wurde er in den Privy Council aufgenommen und erhielt einen Orden des Königshauses. 1934 gründete er eine Fabian Society, eine sozialistische Gesellschaft. Die britische Fabian Society, die seit 1884 besteht, spielte eine sehr wichtige Rolle bei der Begründung des britischen Sozialismus (mehr dazu).

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

Klicke hier, wenn du mich unterstützen möchtest.