Ergänzungen vom 4. Juli 2025
Bevölkerungskontrolle und Eugenik
Thomas Robert Malthus (1766–1834), der grosse Vordenker der Bevölkerungskontrolle, verurteilte Heilmittel gegen Krankheiten, da das Heilen von tödlichen Krankheiten das Bevölkerungswachstum erhöht. Malthus wünschte sich die Pest zurück. Er schlug vor, die Strassen in den Städten enger zu machen und in Häusern mehr Menschen auf einmal unterzubringen, um die Verbreitung von Krankheiten zu begünstigen.↗
Von 2009 bis 2017 war John Holdren der wissenschaftliche Berater von Präsident Obama. Holdren befasst sich schon seit Jahrzehnten mit der Überbevölkerung. In den 70er-Jahren schlug er vor, dass man alleinstehende Schwangere einer Zwangsabtreibung unterziehen soll und dass man Chemikalien ins Trinkwasser mischen könnte, die Menschen unfruchtbar machen. Inzwischen distanziert er sich von diesen Ideen. Er arbeitete mit Paul R. Ehrlich zusammen. Dieser ist vor allem für sein Buch Die Bevölkerungsbombe bekannt. Paul Ehrlich war oder ist noch immer der Meinung, dass es Strafen und Anreize braucht, um die Bevölkerung dazu zu bringen, weniger Kinder in die Welt zu setzen. Als Beispiel nannte er hohe Steuern auf Produkte wie Windeln, Kinderbetten und Spielzeuge oder dass man Preise an Männer verleiht, die sich sterilisieren lassen, oder Lotterien, an denen nur Kinderlose teilnehmen können.↗ ↗ ↗
Wie in meinem Blog mehrfach erwähnt wurde, gab es 2009 ein Treffen in New York, bei dem die Milliardäre David Rockefeller Jr., Bill Gates, Warren Buffett, George Soros, Michael Bloomberg und Ted Turner zusammenkamen, um zu diskutieren, wie sie etwas gegen die Überbevölkerung unternehmen können. Ich habe erst übersehen, dass das Treffen in einer Residenz des britischen Genetikers und Nobelpreisträgers Paul Nurse stattfand. Er war damals Präsident der Rockefeller University.↗ ↗ Paul Nurse war von 2010 bis 2015 Präsident der Royal Society und war damit das Oberhaupt der wissenschaftlichen Elite Grossbritanniens. Er wurde zum Ritter geschlagen.↗ Er ist seit fast vierzig Jahren Mitglied der Labour-Partei. Zudem ist er Schirmherr der Scientists for Labour, einer Gruppe von Wissenschaftlern, die Anhänger der Labour-Partei sind.↗
Wie in meinem Blog erwähnt wurde, ist der Population Council aus den USA eine wichtige internationale Organisation für Bevölkerungskontrolle, alleine schon, weil er seit seiner Gründung mit der einflussreichen Rockefeller Familie verbunden ist. Sechs der zehn Gründungsmitglieder des Population Council waren Eugeniker. Wie ich in einem Beitrag erläutert habe, war die Bewegung für Bevölkerungskontrolle von Anfang an mit der Bewegung für Eugenik verbunden. Es gibt auch seriöse Literatur und Medienartikel zu diesen Verbindungen. Ich habe zudem einen Kronzeugen für diese Verbindung gefunden, nämlich den Eugeniker Henry Pratt Fairchild (1880–1956). Er sagte, die Eugenik und die Geburtenkontrolle seien „zwei grosse Bewegungen“, die „sich so nahe gekommen sind, dass sie fast nicht zu unterscheiden sind“. Fairchild war als Präsident der American Eugenics Society einer der führenden Eugeniker der USA.↗ ↗ Zudem war er massgeblich an der Gründung der „Planned Parenthood Federation of America“ beteiligt und gehörte zu ihrer Führung.↗ ↗ Sie ist bis heute die wohl wichtigste Organisation für Geburtenkontrolle in den USA.
Frank Notestein, der den Population Council leitete, gehörte zur American Eugenics Society, was also ebenfalls Eugeniker. Er war Mitglied der Century Association (ein elitärer Club in New York) sowie Mitglied des Council on Foreign Relations (eine der einflussreichsten Denkfabriken).↗ Ausserdem war er der erste Chef der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen (UN).↗ ↗
Der Gründer des Population Council, John D. Rockefeller III., finanzierte auch die Conservation Foundation, eine Umweltschutzorganisation. Zu ihren Mitgliedern zählte Julian Huxley. Dieser war einer der führenden Eugeniker Grossbritanniens und ein wichtiger Förderer der Bevölkerungskontrolle. Julian Huxley und die Conservation Foundation beteiligten sich an der Gründung des WWF, der wichtigsten internationalen Organisation für Naturschutz. Gründer und erster Chef der Conservation Foundation war Henry Fairfield Osborn Jr., ein weiterer Befürworter der Bevölkerungskontrolle.↗ ↗ Sein gleichnamiger Vater hatte die American Eugenics Society mitgegründet und war der Onkel von Frederick Osborn, der ebenfalls ein führendes Mitglied der American Eugenics Society war. Frederick Osborn gehörte zudem zu den Gründern des Population Council. Die Osborn Familie war mit Familien der US-amerikanischen Elite verschwägert. (Mehr dazu)
Sonstiges
Im Juni 2025 hatten Alex Soros (Sohn von George Soros) und Huma Abedin (Vertraute von Hillary Clinton) ihre Hochzeit. Zu den Gästen der Hochzeit gehörten führende Politiker der Demokratischen Partei, darunter Bill und Hillary Clinton sowie Kamala Harris. Die Soros Familie unterstützt die Demokratische Partei. Weitere bemerkenswerte Gäste der Hochzeit waren der albanische Ministerpräsident Edi Rama*, der Milliardär Barry Diller und seine Frau Diane von Fürstenberg (heiratete in erster Ehe in den deutschen Adel), Daniel Sachs (ist mit der schwedischen Bankiersfamilie Wallenberg verschwägert) sowie James und Nicky Rothschild. Alex Soros und Huma Abedin hatten sich im Oktober 2023 auf einer Geburtstagsfeier von Nicky Rothschild kennengelernt.↗ ↗ ↗ ↗ Nicky heiratete in den britischen Familienzweig der Rothschilds und ist die Schwester von Paris Hilton. Der Bruder Barron Hilton heiratete in den deutschen Adel. Die Hilton Familie hatte die gleichnamige Hotelkette gegründet.↗
* Mehrere derzeitige und ehemalige Regierungschefs in Osteuropa sehen George Soros sehr kritisch, aber der Sozialist Edi Rama hat hingegen ein freundschaftliches Verhältnis zu Soros.
Im Juni 2025 fand in den Niederlanden ein Nato-Gipfel statt. US-Präsident Donald Trump hatte bei seinem Besuch die grosse Ehre, im Palast der niederländischen Königsfamilie zu übernachten. Er konnte mit der Königsfamilie frühstücken. Trump schwärmte auf seiner Plattform Truth Social von der Königsfamilie und schrieb: „Der König und die Königin sind wunderschöne und spektakuläre Menschen. Unser Frühstückstreffen war grossartig!“ ↗ ↗ Der derzeitige NATO-Chef Mark Rutte war langjähriger Ministerpräsident der Niederlande und kennt die Königsfamilie.
In meinem letzten Beitrag habe ich geschrieben, dass Donald Trump auch Sympathien für das britische Königshaus hat. Er mag anscheinend auch die arabischen Königsfamilien. Als er im Mai die Golfstaaten besuchte, überschüttete er die Königsfamilien mit Lob. Die beiden Herrscher von Katar bezeichnete er als „grosse, gut aussehende Männer, die zufällig sehr intelligent sind“. Über den Herrscher von Abu Dhabi sagte Trump, dass er ein „prächtiger Mann“ und ein „wahrhaft grosser Kämpfer“ sei.↗ Den saudischen Kronprinzen bezeichnete er als „unglaublichen Mann“ und als „grossartigen Kerl“. Trump sagte: „Ich mag ihn sehr. Ich mag ihn zu sehr.“ ↗ Politiker hingegen werden nur selten von Trump gelobt. Offenbar ist Trump dem Zauber der Königsfamilien verfallen. Übrigens könnte ich mir vorstellen, dass Trump bei seinem Besuch in den Golfstaaten die dortigen Herrscher gefragt hat, ob sie einen Krieg gegen den Iran gutheissen würden (der Krieg begann einen Monat danach). Viele der arabischen Königshäuser sind dem Iran feindlich gesinnt. Die Königsfamilie von Bahrain behauptete, dass der Iran 2011 einen Aufstand gegen das Königshaus angezettelt hatte. Im Jahr 2022 attackierten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen Abu Dhabi mit bewaffneten Drohnen, was grossen Unmut bei der dortigen Königsfamilie auslöste. Die Huthi griffen mehrfach Ziele in Saudi-Arabien an. Seit 2015 führt Saudi-Arabien im Jemen einen Krieg gegen die Huthi, der als ein Stellvertreterkrieg mit dem Iran gilt. Das klerikale Regime im Iran kam 1979 an die Macht, als die Revolutionäre die iranische Königsfamilie stürzten. Der Gründer des Regimes, Ruhollah Chomeini, rief die Araber dazu auf, die saudische Königsfamilie zu stürzen, da diese mit dem Westen kollaboriert und angeblich den Islam verraten hat.
Der umstrittene Fernsehmoderator Mehmet Oz, auch bekannt als Dr. Oz, wurde im April 2025 Leiter der Centers for Medicare & Medicaid Services, einer Behörde des US-Gesundheitsministeriums. Er war bereits in Trumps erster Amtszeit Co-Vorsitzender eines Rates des Gesundheitsministeriums. Er soll ein Vermögen von bis zu 300 Millionen US-Dollar besitzen.↗ Er hat verwandtschaftliche Beziehungen zur einflussreichen Milliardärsfamilie Du Pont. Die Familie unterstützte seine Kandidatur für den Senat finanziell.↗ Seine Frau Lisa kommt mütterlicherseits aus der Milliardärsfamilie Asplundh, die ebenfalls seinen Senatswahlkampf mitfinanzierte.↗ Oz unterstützt die Make America Healthy Again-Bewegung, die von Robert F. Kennedy Jr. angeführt wird.↗ ↗ Kennedy ist ebenfalls mit Familien der US-amerikanischen Elite vernetzt und kommt selber aus einer Dynastie. Mehmet Oz wurde zum Global Leader of Tomorrow des Weltwirtschaftsforums (WEF) ernannt.↗ Er ist Agenda Contributor des WEF.
Im Februar 2025 wurde die Schweizer Privatbank Edmond de Rothschild Mehrheitsaktionär des britischen Finanzunternehmens Hottinger & Co. Beide Unternehmen wurden von Bankiersfamilien gegründet, die bereits im frühen 19. Jahrhundert zur Finanzelite gehörten. Hottinger & Co betreut reiche Familien in über 16 Ländern.↗ ↗
Der Herzog von Kent (Oberhaupt der Freimaurer in England) aus der britischen Königsfamilie ist seit 1976 königlicher Schirmherr der British Computer Society (BCS). Die BCS ist der wichtigste britische Berufsverband der IT-Branche. Sie wurde 1957 gegründet. 1984 erhielt sie eine königliche Charta vom Privy Council (Geheimrat des britischen Monarchen).↗ Der Herzog von Kent war von 1982 bis 1983 Präsident der BCS. Auch der einflussreiche Hochadlige Louis Mountbatten war Präsident der BCS. Der erste Präsident war Maurice Wilkes.↗ Er erfand 1949 den EDSAC, einen der ersten Computer.
J. Edgar Hoover (Freimaurer im 33. Grad) war der erste Chef des FBI und leitete die Behörde für fast vierzig Jahre. Er erhielt den britischen Rittertitel. 2025 wurde bekannt, dass es vor allem der britische Geheimdienst gewesen war, der Hoover zum Ritter machen wollte.↗
Susanna Agnelli (1922–2009), eine Aussenministerin von Italien, war Präsidentin der italienischen Abteilung des WWF.↗ Sie heiratete Urbano Rattazzi, einen italienischen Grafen. Sein gleichnamiger Vorfahre war im 19. Jahrhundert einer der ersten Ministerpräsidenten des Königreichs Italien gewesen.↗
Klaus Schwab war kürzlich gezwungen, vom Vorsitz des WEF zurückzutreten. Er hat mein aufrichtiges Beileid, da er sein Lebenswerk nach mehr als fünfzig Jahren aufgeben musste. Das wäre, wie wenn ich meinen Blog aufgeben müsste. Ich vermute, dass jemand eine Kampagne gegen Schwab führte. Er glaubt auch an eine Schmutzkampagne.↗ Viele der Vorwürfe gegen Schwab entsprechen anscheinend nicht der Wahrheit und selbst wenn, sind es ja keine schwerwiegenden Verfehlungen. Ein ehemaliges Führungsmitglied des WEF sagte: „Es gibt sehr viele wütende Menschen, die seinen Ruf zerstören wollen.“ ↗ Wer die Drahtzieher der Kampagne sind, weiss ich auch nicht, aber wenn ich raten müsste, würde ich auf Leute von der Achse der „Souveränisten“ tippen, die von Politikern wie Trump, Netanjahu, Putin, Milei und Orbán verkörpert werden. Diese Achse ist gegen die „Globalisten“, die vor allem von der UN und dem WEF verkörpert werden.
Schwab hat aber immer noch Verbündete in der WEF-Führung, die zu ihm halten, nämlich die Schweizer André Hoffmann und Philipp Hildebrand. Auch der Schweizer Josef Ackermann, ein ehemaliges Mitglied der WEF-Führung, solidarisierte sich mit Schwab.↗
Peter Brabeck-Letmathe
Klaus Schwab wurde nach seinem Rücktritt durch den Österreicher Peter Brabeck ersetzt, der nun vorübergehend das WEF leitet. Brabeck war Chef von Nestlé. Das Schweizer Unternehmen ist der grösste Lebensmittelkonzern der Welt. Brabeck war im Vorstand des französischen Kosmetikkonzerns L’Oréal, der schon seit vielen Jahren Verbindungen zu Nestlé hat. Brabeck gehörte zum Vorstand der Grossbank Credit Suisse und des Pharmakonzerns Roche, zwei der wichtigsten Schweizer Unternehmen. Des Weiteren sass Brabeck im Vorstand von ExxonMobil, welcher der grösste Erdölkonzern der USA ist. Ein weiterer Vorstandsposten hatte er bei Salt Mobile.↗ Nach Markanteil ist Salt Mobile das drittgrösste Mobilfunkunternehmen der Schweiz. Es befindet sich im Besitz des französischen Milliardärs Xavier Niel. Er ist der Lebenspartner von Delphine Arnault. Deren Vater Bernard gilt als der reichste Franzose.
Das Vermögen von Brabeck wird auf 325 Millionen Schweizer Franken geschätzt.↗ Also mehr als 300 Millionen US-Dollar. Er ist ein Nachkomme der deutschen Adelsfamilie Brabeck.↗ ↗
Brabeck besuchte das Bilderberg-Treffen.↗ ↗ Er war Mitglied des European Roundtable of Industrialists (ERT).↗ Über den ERT hatte er Kontakt zu vielen Konzernchefs in Europa. Er übernahm eine führende Rolle bei den Rive-Reine-Konferenzen. Dies sind diskrete Treffen der Schweizer Elite. Die Treffen werden vom Nestlé-Konzern veranstaltet.↗
Kürzlich wurde der Schweizer Banker Philipp Hildebrand in das Führungsgremium des WEF berufen. Hildebrand ist stellvertretender Vorsitzender des führenden Finanzkonzerns BlackRock. Der BlackRock-Chef Larry Fink gehört ebenfalls zum Stiftungsrat des WEF. (Mehr zu Hildebrand)
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