Seit einigen Jahren sehen Verschwörungstheoretiker auf der ganzen Welt den Milliardär und Investor George Soros als einen der ganz grossen Verschwörer an. Für viele ist er ein wichtiges Feindbild. Da Soros jüdischer Abstammung ist, sprechen Theorien über ihn vor allem Leute an, die an eine jüdische Weltverschwörung glauben. In Europa glauben immer mehr Leute, dass Soros den Plan verfolgt, Europa mutwillig mit afrikanischen und arabischen Flüchtlingen zu überfluten, mit dem Ziel, Europas Kulturen und Völker auszulöschen. Diese Theorie fand schnell Anschluss in rechtsextremen Kreisen, aber inzwischen hat sie sich auch in den Köpfen von Personen festgesetzt, die eigentlich nicht rechtsextrem oder antisemitisch eingestellt sind, aber halt alles glauben, was sie im Internet lesen und hören.
Ironischerweise ist die Verbreitung dieser Theorie massgeblich auf die Politikberater Arthur Finkelstein und George Birnbaum zurückzuführen, zwei Juden aus den USA. Die populärste antisemitische Verschwörungstheorie der letzten Jahre wurde also von amerikanisch-jüdischen PR-Beratern mitentworfen, was die Anhänger der Theorie wohl in den wenigsten Fällen wissen werden. Finkelstein und Birnbaum berieten den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der die Theorie schliesslich über seinen Propagandaapparat verbreitete. Orbán hat Soros in Ungarn über eine grosse Kampagne zum absoluten Feindbild gemacht. Mit seiner Kritik an Soros hat Orbán Sympathien bei vielen Verschwörungstheoretikern gewonnen. Orbán ist ein ziemlich undankbarer Mensch, denn ursprünglich war Soros der vermutlich wichtigste ausländische Förderer von Orbán gewesen und hatte dessen Einstieg in die Politik massgeblich unterstützt. (Quelle: 1 und 2) Orbán ist allem Anschein nach kein Antisemit. Er unterhält engen Kontakt zur jüdischen Gemeinde Ungarns und geniesst das Wohlwollen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.
George Soros
George Soros wurde in Ungarn geboren. Als junger Mann zog er nach England, wo er an der London School of Economics studierte, eine der elitärsten Universitäten der Welt. Später emigrierte er in die USA. Dort machte er Milliarden mit Finanzspekulationen.
George Soros war bereits vor Orbáns Anti-Soros-Kampagne Teil von Verschwörungstheorien, aber erst seit der Kampagne und der Flüchtlingskrise gibt es diesen grossen Hype um Soros. Das erste Mal negativ aufgefallen war er, als er vor 30 Jahren gegen das britische Pfund gewettet hatte und dadurch über eine Milliarde US-Dollar machte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion förderte Soros über Stiftungen demokratische Bewegungen in den ehemaligen Sowjetstaaten. Er prahlte damit, dass das ehemalige Sowjetimperium nun ein „Soros-Imperium“ sei. Soros gestand, dass er ein Hang zum Grössenwahn hat. Er schrieb: „Ich bildete mir ein, eine Art Gott zu sein. Um die Wahrheit zu sagen, trug ich von Kindheit an einige ziemlich starke messianische Fantasien mit mir herum, die ich glaubte, kontrollieren zu müssen, da sie mich sonst in Schwierigkeiten bringen könnten.“ Als Soros von einer Zeitung gebeten wurde, diese Passage zu erläutern, sagte er: „Es ist eine Art Krankheit, wenn man sich für eine Art Gott hält, den Schöpfer von allem, aber ich fühle mich jetzt wohl dabei, seit ich angefangen habe, es auszuleben.“ Im britischen Fernsehen erzählte er: „Neben meinen Fantasien, Gott zu sein, habe ich auch sehr starke Fantasien, verrückt zu sein. Mein Grossvater war in der Tat paranoid. In meiner Familie gibt es eine Menge Verrücktheiten. Bis jetzt bin ich davon verschont geblieben.“ Soros sagte einst: „Ich bin irgendwie verrückt und möchte etwas bewirken“. Zwar gilt Soros als einer der grössten Philanthropen der Welt, aber er meinte: „Wissen Sie, in meiner persönlichen Eigenschaft bin ich eigentlich kein selbstloser philanthropischer Mensch. Ich bin sehr egozentrisch.“ (Quelle)
Weitere Informationen über Soros gibt es im Beitrag zur Soros Familie.
Viktor Orbán
In den 80er-Jahren förderte George Soros über Stiftungen demokratische Bewegungen in Ungarn. Er unterstützte mit grosszügigen Summen den jungen Viktor Orbán und seine Partei Fidesz, die Orbán 1988 mitgegründet hatte. Soros finanzierte Sprachkurse und Parteibüros der Fidesz. Er half der Partei eine eigene Zeitung herauszugeben. Über Stipendien ermöglichte er zahlreichen Fidesz-Mitgliedern ein Studium im Westen. (Quelle) Viktor Orbán war ein Freund der Soros-Stiftung. Soros finanzierte 1989 ein Stipendium für Orbán an der Oxford Universität in England. (Quelle: 1 und 2) Oxford ist eine der mächtigsten und bestvernetzten Universitäten der Welt.
1989 wurde in Ungarn die Demokratie eingeführt. Zu dieser Zeit begannen Nationalisten Soros zu kritisieren, weil dieser liberale Kräfte in Ungarn förderte. Die Fidesz-Partei von Viktor Orbán verteidigte Soros darauf. Soros finanzierte 1991 die Gründung der Central European University, die sich zur angesehensten Hochschule Ungarns entwickelte. Orbán unterstützte die Gründung begeistert. Vor einigen Jahren hat Orbán die Universität aus dem Land vertrieben, weil er jetzt ein grosser Gegner von Soros ist. (Quelle)
1998 wurde Viktor Orbán zum ersten Mal zum Ministerpräsidenten von Ungarn gewählt. Unter seiner Führung trat Ungarn in die NATO ein. Seine Amtszeit dauerte bis 2002. Danach war er in der Opposition, bis er 2010 wieder zum Regierungschef gewählt wurde. Er ist bis heute Ministerpräsident. Seit seiner zweiten Amtszeit hat er sich von seiner ehemals liberalen Politik verabschiedet und möchte nun einen autoritären Staat errichten, was bisher ziemlich gut für ihn läuft.
Im Sommer 2013 begann Viktor Orbán seine Kampagne gegen George Soros. Als es 2015 zur Flüchtlingskrise kam, veranlasste Orbán eine grosse und kostspielige Plakatkampagne, die Soros als Drahtzieher der Flüchtlingskrise darstellte. (Quelle) Auch in Reden förderte Viktor Orbán die Soros-Verschwörungstheorie.
Arthur Finkelstein und George Birnbaum
Seit 2008 liess sich Viktor Orbán von den amerikanisch-jüdischen Politikberatern Arthur Finkelstein und George Birnbaum beraten. Die beiden entwarfen schliesslich das Feindbild George Soros. Finkelstein, der 2017 verstorben ist, war ein sehr einflussreicher PR-Berater und Meinungsforscher der Republikanischen Partei. Er beriet die US-Präsidenten Richard Nixon, George W. Bush und Ronald Reagan. Mitte der 90er-Jahre leistete Finkelstein grosse Hilfe bei der Wahl von Benjamin Netanjahu zum israelischen Ministerpräsidenten. (Quelle: 1 und 2)
Arthur Finkelstein hatte sich schon seit Jahrzehnten mit der Spaltung der Gesellschaft befasst. Er suchte sich stets die Themen heraus, die die grösste politische Spaltung hervorrufen. Finkelstein verfolgte die Taktik, die Wählerschaft so weit wie möglich zu polarisieren und beide Seiten gegeneinander aufzuhetzen. Er entwarf eine Taktik, die er „ablehnendes Wählen“ nannte. Dabei muss man den Feind so sehr dämonisieren, dass selbst Nichtwähler rausgehen und wählen wollen, nur um den Feind abzulehnen. Finkelstein riet seinen Klienten, nicht über sich selbst zu sprechen, sondern ihren Wahlkampf stattdessen auf die Vernichtung ihrer Gegner zu konzentrieren. In den 90er-Jahren haben von ihm beratene Fernsehkampagnen in den USA den Begriff „liberal“ in ein Schimpfwort verwandelt (in den USA steht „liberal“ für linksorientierte Überzeugungen). Finkelstein schätzte Donald Trump. Seine Freunde berieten Trump bei seinem Wahlkampf. (Quelle) Donald Trump hat öffentlich Anspielungen auf George Soros gemacht und versucht so von der populären Soros-Verschwörungstheorie zu profitieren. In der westlichen Welt gibt es viele Verschwörungstheoretiker, die mit Donald Trump sympathisieren. Der Milliardär ist für manche eine Art Erlöser, der die USA vom „Deep State“ befreien wird. Viele seiner Anhänger glauben an eine jüdische Weltverschwörung. Das erscheint natürlich sehr paradox, da zu Trumps Freunden und Unterstützern mehr als ein Dutzend jüdische Milliardäre gehören und sein jüdischer Schwiegersohn Jared Kushner kennt noch viele weitere einflussreiche Juden.
Der Jude David Cornstein, der Donald Trumps Botschafter in Ungarn war und dabei Viktor Orbán traf, hatte Verbindungen zu Arthur Finkelstein. George Birnbaum sagte, Orbán habe Finkelstein „enorm“ vertraut. Ein Meinungsforscher von Orbáns Partei sagte, „Niemand war für Orbáns Politik wichtiger als Finkelstein. Und Finkelstein hatte nie einen besseren Schüler.“ (Quelle)
Arthur Finkelstein sah sich selbst als „ein reicher Jude“. Der US-Politiker Al D’Amato sagte, dass Finkelstein verantwortlich dafür war, mehr Menschen in den US-Senat zu wählen als jeder andere politische Berater. Im Jahr 1991 sagte Finkelstein: „Seit 20 Jahren werde ich dafür kritisiert, dass ich ideologisch überzogene Kampagnen durchführe. Ich bekenne mich schuldig. Ich werde weiterhin ideologisch geprägte Kampagnen führen, solange es mehr Konservative als Liberale gibt und nicht mehr Demokraten als Republikaner.“ (Quelle)
Finkelstein war sich anscheinend schon vor Jahrzehnten bewusst, dass man Antisemitismus zu PR-Zwecken verwenden kann. Als er in den 80er-Jahren für einen republikanischen Kandidaten arbeitete, liess er Wähler befragen, um herauszufinden, was sie davon hielten, dass der Gegenkandidat von der Demokratischen Partei Jude ist. Finkelstein trug dazu bei, dass radikale republikanische Schwulenhasser gewählt wurden. Er war jedoch schwul und heiratete einen Mann. Finkelsteins Kollege George Birnbaum, der wie gesagt ebenfalls Viktor Orbán bei seiner Anti-Soros-Kampagne beriet, war Stabschef des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dabei organisierte er Netanjahus Auftritte, vertrat ihn vor der Presse und passte manchmal sogar auf seine Kinder auf. Ab den 2000er-Jahren wurden Arthur Finkelstein und George Birnbaum in Osteuropa aktiv. Nicht nur in Ungarn, denn sie berieten auch erfolgreiche Wahlkämpfe in Rumänien und Bulgarien. Netanjahu, der mit Viktor Orbán sympathisiert und ebenfalls ein Rechtspopulist ist, sorgte dafür, dass Orbán die beiden Politikberater kennenlernen konnte. Finkelstein und Birnbaum entwarfen schliesslich die Anti-Soros-Kampagne. Birnbaum erzählte später: „Soros war ein perfekter Feind. Es war so offensichtlich. Es war das einfachste aller Produkte, man musste es nur verpacken und vermarkten.“ Über das Internet verbreitete sich die Soros-Verschwörungstheorie weit über Ungarn hinaus. Birnbaum sagte, dass das Feindbild Soros heute der gemeinsame Nenner der nationalistischen Bewegung weltweit sei. Birnbaum bestreitet den Vorwurf, Anti-Soros-Kampagnen ausserhalb Ungarns durchgeführt zu haben. Er behauptet zudem, er habe nicht damit gerechnet, dass die Kampagne antisemitische Verschwörungstheorien befeuert. Er behauptet sogar, dass er damals nicht gewusst hatte, dass Soros Jude ist, was ich Birnbaum aber nicht glaube. Als er für Orbán zu arbeiten begonnen hatte, erkundigte er sich bei informierten Kreisen in Israel, was Orbán über Juden denkt. Man sagte ihm, Orbán sei kein Antisemit und habe gegen den Antisemitismus gekämpft. Birnbaum bereut die Anti-Soros-Kampagne nicht. Aus Sicht der PR hat er ja auch wirklich gute Arbeit geleistet. Birnbaum sagte: „Antisemitismus ist etwas Ewiges, Unauslöschliches. Unsere Kampagne hat niemanden antisemitisch gemacht, der es vorher nicht war. Vielleicht haben wir nur ein neues Ziel gezeichnet, nicht mehr. Ich würde es wieder tun.“ (Quelle)
Finkelstein und Birnbaum berieten nicht nur rechte Politiker. In Österreich berieten sie die sozialdemokratische Partei SPÖ zusammen mit dem israelischen Politikberater Tal Silberstein. (Quelle) Dieser kam in Österreich durch die Silberstein-Affäre zu Bekanntheit.
Obwohl Viktor Orbán kein Antisemit sein soll, äusserte er in den letzten Jahren Aussagen, die eindeutig Antisemiten ansprechen sollen. 2018 sagte er in einer Rede: „Wir kämpfen gegen einen Feind, der anders ist als wir. Nicht offen, sondern versteckt, nicht geradlinig, sondern schlau, nicht ehrenhaft, sondern unehrenhaft, nicht national, sondern international, der nicht an Arbeit glaubt, sondern mit Geld spekuliert, der kein eigenes Heimatland hat, aber so tut, als ob er die ganze Welt besitzt.“ (Quelle) Die zweite Hälfte dieser Aussage bezieht sich offensichtlich auf internationale jüdische Geschäftsleute.
Neben George Soros wird vor allem der jüdischen Bankiersfamilie Rothschild nachgesagt, an der Spitze der jüdischen Weltverschwörung zu stehen. Die Familie ist bereits seit 200 Jahren Teil von Verschwörungstheorien. Peter Szijjarto, der als ungarischer Aussenminister im Kabinett von Orbán ist, traf im Jahr 2021 die Führung des Pariser Bankhauses Rothschild. Szijjarto schrieb darauf in einem Post: „Die Familie Rothschild (…) stellt eine der reichsten und einflussreichsten Bankiersdynastien der Welt dar. (…) Ihr Unternehmen ist auch in Mitteleuropa stark präsent, auch wir arbeiten gerne mit ihm zusammen.“ Szijjarto erntete deswegen einen Shitstorm, denn viele Anhänger von Orbán waren entsetzt und empört, dass seine Regierung Kontakt zu den Rothschilds unterhält. (Quelle)
Benjamin Netanjahu
Als Viktor Orbán seine Anti-Soros-Plakatkampagne durchführte, hatte der israelische Botschafter in Ungarn zunächst die Kampagne verurteilt und sagte, sie sähe „Hass und Angst“. Jedoch sorgte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dafür, dass sein Freund Orbán nicht weiter von der israelischen Regierung kritisiert wurde. Stattdessen veröffentlichte das israelische Aussenministerium eine eigene kritische Stellungnahme zu George Soros. Das Ministerium beklagte, dass Soros „kontinuierlich die demokratisch gewählte Regierung Israels untergräbt, indem er Organisationen finanziert, die den jüdischen Staat diffamieren und versuchen, ihm das Recht auf Selbstverteidigung zu verweigern“. (Quelle: 1 und 2) Soros finanziert Organisationen, die Kritik an Israels Umgang mit den Palästinensern in einzelnen Gebieten üben und sich für die Rechte der Palästinenser einsetzen. Gehackte E-Mails von 2016 zeigen, dass sich die Open Society Foundations (Soros-Stiftung) zum Ziel gesetzt hat, „Israels rassistische und antidemokratische Politik“ in internationalen Foren herauszufordern, unter anderem indem sie Israels Ruf als Demokratie infrage stellt. (Quelle) Mich würde es nicht überraschen, wenn diese E-Mails von Hackern des israelischen Geheimdienstes gehackt wurden.
George Soros bezeichnet sich als Atheist und hat nichts mit der jüdischen Religion am Hut. Wie anfangs bereits erwähnt wurde, sieht sich Soros selbst als Gott. Er sagte, „Ich bin kein Zionist und auch kein praktizierender Jude“. Er meinte, dass Juden den Antisemitismus überwinden können, indem sie ihre „Stammeszugehörigkeit aufgeben“. Soros sagte, „Ich verweigere Juden nicht das Recht auf eine nationale Existenz, aber ich möchte kein Teil davon sein“. Er kritisierte die Versuche der Israel-Lobby, Kritik an Israel zu unterdrücken. Bei einer Rede im Jahr 2002 sagte er, dass Opfer von Gewalt und Missbrauch oft selbst zu Tätern werden, und deutete an, dass dies auch auf Israelis zutreffen könnte, angesichts des israelisch-palästinensischen Konflikts. Darauf wurde er von jüdischen Gästen ausgebuht. (Quelle: 1, 2, 3, 4) 2007 schrieb er, dass das Verhalten der Israel-Lobbyorganisation AIPAC dem Glauben an eine „allmächtige zionistische Verschwörung“ „eine gewisse Glaubwürdigkeit“ verlieh. (Quelle)
George Soros hat sich durch diese Dinge bei Benjamin Netanjahu und dessen Freunden unbeliebt gemacht, da diese eine ganz andere Politik für Israel wollen und eine andere Vorstellung von jüdischer Identität haben. Netanjahu hat Soros öffentlich angefeindet und versucht das Feindbild Soros bei den Rechten in Israel zu etablieren. Womöglich wird es im konservativen Flügel der jüdischen Eliten Leute geben, die Soros als einen abtrünnigen Juden ansehen, der Israel und das jüdische Volk verraten hat. Vielleicht hat dies dazu beigetragen, dass die Organisationen der Israel-Lobby kaum Kritik am Aufkommen der antisemitischen Soros-Verschwörungstheorie äusserten, da Soros bei der Israel-Lobby einen schlechten Ruf hat.
George Soros hätte Israel gerne nach dem Bild von Jitzchak Rabin und unterstützt eine Zwei-Staaten-Lösung. (Quelle) Jitzchak Rabin war Freimaurer. (Quelle) Er gehörte zu einem einflussreichen Netzwerk von Freimaurern, das aus Christen, Juden und Muslimen bestand. Im Gegensatz zu Netanjahu setzte sich dieser Kreis sehr dafür ein, dass die Juden und Muslime friedlich zusammenleben können. Jitzchak Rabin wurde 1995 von einem rechtsextremen Israeli ermordet.
Übrigens wurde Benjamin Netanjahu immer wieder beschuldigt, die Aufstachelung gefördert zu haben, die zu Jitzchak Rabins Ermordung führte. (Quelle)
Wie oben bereits erwähnt wurde, hatte sich Netanjahu von Arthur Finkelstein und George Birnbaum beraten lassen, noch bevor die beiden die Anti-Soros-Kampagne für Viktor Orbán entwarfen. George Birnbaum ist gläubiger Jude und Mitglied vieler pro-israelischer Wohltätigkeitsorganisationen. (Quelle) Er unterhält enge Verbindungen zu israelischen Geheimdienstmitarbeitern. (Quelle) Neben Birnbaum beteiligte sich auch Black Cube, ein privater israelischer Geheimdienst, an der Anti-Soros-Kampagne in Ungarn. (Quelle: 1 und 2) Birnbaum hatte Kontakt zur Psy-Group. Diese war ein weiterer privater Geheimdienst aus Israel. (Quelle: 1 und 2)
2015 war George Birnbaum Mitverfasser eines Artikels in der Jerusalem Post, in dem der Rockefeller Brothers Fund, eine Stiftung aus den USA, kritisiert wird, weil er eine grosse Summe an die israelkritische jüdische Organisation „Jewish Voice for Peace“ gespendet hat. Jewish Voice for Peace unterstützt die BDS-Kampagne, die zum Boykott von Israel aufruft. (Quelle) Der Vorstand des Rockefeller Brothers Fund besteht zur Hälfte aus Mitgliedern der sehr einflussreichen Milliardärsfamilie Rockefeller. (Quelle)
Netanjahu verteidigte Viktor Orbán vor dem Vorwurf, er würde Antisemitismus fördern. Netanjahu bezeichnete Orbán als „wahrer Freund Israels“. (Quelle) Die NZZ schrieb: „Netanjahu mag die autoritären Herrscher Osteuropas. Dass sich Viktor Orbán bei Bedarf auch antisemitische Gefühle zunutze macht, stört ihn nicht weiter. Der Kult des Identitären ist ihm wichtiger.“ (Quelle) Netanjahu lobte rechtsextreme Regierungen in Europa für die Bekämpfung der Linken und der islamischen Einwanderung, da seiner Meinung nach die grösste Gefahr für die Juden von Linksextremen und dem radikalen Islam kommt. (Quelle) Netanjahu wird sich aber bewusst sein, dass es auch bei den rechtsextremen Parteien Europas viele Antisemiten gibt.
Netanjahu würde gerne verhindern, dass linke NGOs in Israel (manche davon werden von Soros unterstützt) Spenden aus dem Ausland erhalten. Dabei wird Viktor Orbán das Vorbild sein, der die Möglichkeiten von linken und liberalen NGOs in Ungarn stark eingeschränkt hat. (Quelle) Ein Abgeordneter von Netanjahus Likud-Partei arbeitete sogar an einem Gesetzesentwurf, den er „Soros-Gesetz“ nannte und ausländische Spenden für linke Organisationen blockieren sollte. (Quelle)
Netanjahu ist seit langem mit der Familie von Jared Kushner befreundet, dem jüdischen Schwiegersohn von Donald Trump. (Quelle)
Netanjahus Sohn Yair postete 2017 ein Meme, dass Soros als den Herrscher der Welt darstellt, zusammen mit Freimaurern und Reptiloiden (ausserirdische Echsenmenschen). (Quelle) Ich hab meine Zweifel, ob Yair wirklich an diese Verschwörungstheorien glaubt. Er twitterte 2019, „Soros ist der antiisraelische und antijüdische Weltakteur Nummer 1.“, der versucht, „Israel von innen zu zerstören“. (Quelle) Yair schrieb 2020 auf Twitter: „Die EU ist ein Feind Israels (weil sie Kritik an Israel gewagt hatte) und ein Feind aller christlichen Länder Europas! Die Schengen-Zone ist tot, und bald wird es auch ihre böse globalistische Organisation sein, und Europa wird wieder frei, demokratisch und christlich sein!“ (Quelle) Wenn er das wirklich ernst meint, wird er sich darüber freuen, dass Rechtspopulisten wie Viktor Orbán die EU von innen heraus zersetzen. Yair hat Kontakt zu den rechten Netzwerken um Orbán in Ungarn. (Quelle) Yairs Vater Benjamin Netanjahu redet davon, dass sich der „Deep State“, die „Globalisten“ und die „linken Medien“ gegen ihn und Israel verschworen haben. Netanjahu erhält mediale Unterstützung vom israelischen Fernsehsender Channel 14 und der Zeitung Israel Hayom. (Quelle: 1 und 2) Channel 14 (früher Channel 20) wird vom Milliardär Yitzchak Mirilashvili kontrolliert, ein in Russland geborener Israeli. Mirilashvili gründete 2006 zusammen mit seinem russischen Freund Pawel Durow (Pavel Durov) das populäre soziale Netzwerk vk.com aus Russland. Pawel Durow, der inzwischen Milliardär ist, gründete 2013 Telegram, ein Messenger, der von sehr vielen Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen (darunter viele Antisemiten) benutzt wird. Pawel Durow gehört zu den Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums (WEF).
Yitzchak Mirilashvili ist ein Unterstützer von Chabad-Lubawitsch, eine Strömung innerhalb des Judentums. (Quelle) Kritiker werfen Chabad-Lubawitsch vor, eine fundamentalistische, messianische Sekte zu sein. (Quelle) Slomó Köves, ein führender Chabad-Rabbi in Ungarn, ist ein Unterstützer von Viktor Orbán. Er sagte: „Die positive Berichterstattung über Israel in den rechten ungarischen Medien war vor zehn Jahren unvorstellbar.“ (Quelle) Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ist eng mit Chabad-Lubawitsch verbunden. Die Kushner Familie hat Hunderttausende US-Dollar an Chabad-Institutionen in den USA und Israel gespendet. (Quelle) Soros hingegen wird als Atheist nicht viel mit Chabad-Lubawitsch anfangen können und vermutlich wird er das Ganze ziemlich dämlich finden.
Die Pro-Netanjahu-Zeitung Israel Hayom wird von Miriam Adelson kontrolliert. Die israelische Milliardärin gilt derzeit als die reichste jüdische Frau der Welt. Sie ist die Witwe des US-Amerikaners Sheldon Adelson (starb 2021), der Israel Hayom gegründet hatte.
Sheldon Adelson
Im Jahr 2007 galt Sheldon Adelson als der sechstreichste Mensch der Welt und als der reichste Jude. Er sagte zu US-Präsident Bush, „Wissen Sie, ich bin der reichste Jude der Welt“. Im Gegensatz zu Soros war Sheldon ein grosser Gegner der Zwei-Staaten-Lösung. Sheldon war einer der wichtigsten Förderer des rechten Flügels in Israel und einer der wichtigsten Spender der Republikanischen Partei in den USA sowie auch ein wichtiger Spender der Israel-Lobby. (Quelle)
Sheldon Adelson und seine Frau Miriam waren 2016 die grössten Spender von Donald Trumps Wahlkampf. Trump versprach Sheldon, dass er die US-Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegen werde, was er als Präsident dann auch getan hat. Sheldon war ein enger Freund und Unterstützer von Benjamin Netanjahu. (Quelle: 1 und 2) In den letzten Jahren soll sich das Verhältnis zwischen den Familien Adelson und Netanjahu verschlechtert haben.
Sheldon Adelson kannte Arthur Finkelstein und sie unterstützten gemeinsam die Republikanische Partei in den USA. (Quelle) Der verstorbene Arthur Finkelstein entwarf wie gesagt die Anti-Soros-Kampagne.
Sheldon Adelson pflegte eine lange herzliche Beziehung zu Rabbi Yehuda Krinsky, einer der einflussreichsten Männer innerhalb von Chabad-Lubawitsch. (Quelle) Sheldon und Miriam baten vor ihrer Hochzeit den Chabad-Führer Menachem Schneerson um seinen Segen, den sie auch bekamen. (Quelle)
Sheldon Adelson spendete grosse Beträge an die „Zionist Organization of America“ unter der Leitung von Morton Klein. Morton Klein ist ein Fan von den Rechten in Israel und sieht die Muslime als Feindbild an. Er bezeichnete die Organisation Black Lives Matter als „eine judenhassende, Weisse hassende, Israel hassende, konservative Schwarze hassende, Gewalt fördernde, gefährliche, von Soros finanzierte extremistische Gruppe von Hassern“. Er verbreitete die Verschwörungstheorie, dass Geroge Soros die grossen Proteste von Black Lives Matter orchestriert hat. Morton Klein behauptete, dass Soros als Junge den Nazis beim Holocaust geholfen hatte, indem er für sie Jude identifiziert hatte. Morton Klein darf sich diese Aussagen nur erlauben, weil er selbst Jude ist. Er bezeichnete US-Präsident Barack Obama als „Israelhasser“ und „terroristischen Iran-Liebhaber“. (Quelle: 1 und 2) Übrigens war das Verhältnis zwischen Obama und Benjamin Netanjahu von Anfang an angespannt. (Quelle) George Soros war einer der wichtigsten finanziellen Unterstützer von Obama. (Quelle) Morton Kleins Cousins sind Rabbis von Chabad-Lubawitsch. (Quelle) In den 90er-Jahren freundete sich Morton Klein mit dem amerikanisch-jüdischen PR-Manager Ronn Torossian an und sie sind Gesinnungsgenossen. (Quelle) Ronn Torossian kennt George Birnbaum, denn sie verfassten zusammen in Medien Beiträge, in denen sie sich über die Israelkritiker aufregen. (Quelle) George Birnbaum hat wie gesagt die Anti-Soros-Kampagne mitentworfen. Morton Klein verlieh Donald Trump im Namen der Zionist Organization of America eine Medaille und sagte, Trump sei der „beste Freund, den Israel jemals im Weissen Haus hatte“. Zudem verlieh Morton Klein auch Sheldon Adelson eine Medaille. Ein Journalist stellte Morton Klein die kritische Frage: „Ist es möglich, dass rechtsgerichtete Persönlichkeiten in Amerika, die bestimmte Agenden von der rechten Regierung in Israel vorantreiben, Allianzen mit Leuten in den Vereinigten Staaten eingehen, die für amerikanische Juden gefährlich wären?“ (Quelle) Die Frage war eine Anspielung darauf, dass sich Trump mit den Antisemiten Kanye West und Nick Fuentes zu einem Dinner getroffen hatte. Kanye West hat psychische Probleme. Nick Fuentes hingegen ist klar im Kopf und ist Aktivist im Kampf gegen die jüdischen Eliten. Ich geh davon aus, dass er Kanye West angestachelt hat und von seiner grossen Reichweite profitieren möchte. Kanye West verbreitet erst seit dem letzten Jahr Antisemitismus, aber er meinte schon vor zehn Jahren, dass Juden einen unfairen Vorteil gegenüber Schwarzen hätten. Obwohl die Juden nur zwei Prozent der US-Bevölkerung ausmachen, sind etwa ein Viertel der Milliardäre der USA jüdischstämmig und laut einer Umfrage von 2008 geniessen 70 Prozent der amerikanischen Juden einen „hohen Lebensstandard“ (Quelle). In den USA gibt es über 100 jüdische Milliardäre. (Quelle) Die Schwarzen machen 13 Prozent der US-Bevölkerung aus, aber haben weniger als 20 Milliardäre. Kanye West war bis vor kurzem einer davon. Jeder fünfte Schwarze in den USA lebt unter der Armutsgrenze. Daher basiert der Antisemitismus der Afroamerikaner meist auf Neid. Bei den weissen rechtsextremen Antisemiten der USA spielt Neid hingegen weniger eine Rolle. Die sehen sich als Patrioten, die ihr Land vom jüdischen Einfluss befreien müssen, was aus meiner Sicht weit gefährlicher ist als der Sozialneid von Afroamerikanern.
Obwohl Viktor Orbán mit seiner Anti-Soros-Kampagne Antisemitismus befördert hat, gibt es erstaunlich wenig Kritik von Organisationen der jüdischen Lobby. Eigentlich sollte man meinen, dass wenn ein politischer Führer gegen einen jüdischen Milliardär hetzt, bei der jüdischen Lobby sofort alle Alarmglocken läuten. Der Jüdische Weltkongress (WJC) scheint sich aber nicht gross an der Kampagne gestört zu haben. Der WJC wird seit 2007 vom US-amerikanischen Milliardär Ronald Lauder geleitet, der sich mit Orbán getroffen hat. Die Lauder Familie gilt als eine der reichsten jüdischen Familien der Welt.
Ronald Lauder
Ronald Lauder war ein Unterstützer von Netanjahu, aber in den letzten Jahren soll sich das Verhältnis der beiden stark abgekühlt haben. (Quelle) Womöglich hat Netanjahu beim WJC ein gutes Wort für Orbán eingelegt.
Ronald Lauder liess sich von Arthur Finkelstein beraten und sie waren freundschaftlich verbunden. (Quelle: 1 und 2) Finkelstein entwarf später wie gesagt die Anti-Soros-Kampagne. Lauder war derjenige gewesen, der Netanjahu empfahl, Arthur Finkelstein als Berater einzustellen. (Quelle) Netanjahu hatte als Politiker schon immer einen Hang zum Rechtspopulismus, aber in den letzten Jahren hat er es auf die Spitze getrieben und beschimpft inzwischen auch rechte Kritiker als „Linke“. 2017 schrieb ein linker israelischer Journalist: „Netanjahus Sprachgebrauch, mit dem er Spaltung und Zwietracht sät – im Gegensatz zur Einheit, die ein nationaler Führer fördern sollte, ist eine Lektion, die er vor vielen Jahren von Arthur Finkelstein gelernt hat, dem amerikanischen Juden, dessen bösartiger Einfluss den politischen Dialog in Israel immer noch vergiftet und die Richtung vorgibt, in die sich das Land in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt hat.“ (Quelle) Finkelstein sagte 2011 in einer Rede: „Ich wollte die Welt verändern. Das habe ich getan. Ich habe sie noch schlechter gemacht.“ (Quelle)
Ronald Lauder kennt Donald Trump schon seit fast 50 Jahren. Trump sagte bei einer Rede vor dem Jüdischen Weltkongress: „Er war wirklich ein guter Freund von mir, er hat sogar schon früh vorausgesagt, dass ich die Präsidentschaft gewinnen würde“. (Quelle) Ronald Lauder unterstützte den Wahlkampf von Donald Trump finanziell. Seine Frau und weitere Verwandte spendeten aber für den Wahlkampf von Joe Biden. (Quelle) Die Times of Israel veröffentlichte einen Artikel über Lauders und Adelsons Einfluss auf die israelische Politik und die Israelpolitik der USA. Einer der derzeitigen Top-Kommentare in der Kommentarspalte lautet: „Keiner dieser Milliardäre repräsentiert das jüdische Volk in oder ausserhalb Israels. Sie wurden nicht gewählt, um für irgendjemanden zu sprechen, geschweige denn für mich und meine Familie. Geld ist das, was ihnen Einfluss und politischen Zugang verschafft.“
Eine bekannte internationale Organisation im Kampf gegen Antisemitismus ist das Simon Wiesenthal Center (SWC). Die Organisation brandmarkt jeden Kritiker der israelischen Politik als Antisemiten und dabei werden auch jüdische Israelkritiker nicht verschont. Das SWC reagierte hingegen erstaunlich gelassen auf die Anti-Soros-Kampagne von Orbán.
Rabbi Marvin Hier, der Gründer und CEO von SWC, nahm Donald Trump öffentlich in Schutz vor seinen Kritikern. Marvin Hier ist seit vielen Jahren mit den Eltern von Trumps jüdischem Schwiegersohn Jared Kushner befreundet. (Quelle) Das SWC gilt als politisch rechts stehend. Marvin Hier kennt Sheldon und Miriam Adelson (wie gesagt Unterstützer von Trump) und auch Netanjahu.
Kevin McCarthy
Der hochrangige Republikaner Kevin McCarthy spielt mit Verschwörungstheorien, aus rein taktischen Gründen. 2018 schrieb er in einem Tweet: „Wir können nicht zulassen, dass Soros, Steyer und Bloomberg diese Wahl KAUFEN! Gehen Sie raus und wählen Sie am 6. November die Republikaner. #MAGA.“ (Quelle) Die jüdischen Milliardäre George Soros, Tom Steyer und Michael Bloomberg sind finanzielle Unterstützer der Demokratischen Partei. Da die USA ein Zwei-Parteien-Staat ist, ist die Demokratische Partei der einzige Konkurrent der Republikanischen Partei. Allem Anschein nach wollte Kevin McCarthy mit seinem Tweet bei gewissen Leuten den Eindruck vermitteln, dass die Demokratische Partei ein Handlanger der jüdischen Hochfinanz sei. Wegen des Tweets wurde ihm vorgeworfen, Antisemit zu sein (er ist selbst kein Jude). Kevin McCarthy förderte ursprünglich die Verschwörungstheorie, dass Trump der eigentliche Sieger der Wahl von 2020 sei. Nachdem es darauf zum Sturm auf das Kapitol kam, bekam McCarthy anscheinend ein schlechtes Gewissen und distanzierte sich vor der Theorie der gestohlenen Wahl.
Kevin McCarthy ist schon seit Jahren ein wichtiger Verbündeter von Donald Trump. (Quelle) Nachdem Sheldon Adelson verstorben war, veröffentlichte McCarthy eine Erklärung, in der er Adelson lobte und sagte, „Es war mir eine Ehre, Sheldon einen Freund nennen zu dürfen. Ich werde immer gerne auf unsere gemeinsame Zeit zurückblicken und in Zukunft über seine Weisheit nachdenken.“ (Quelle) McCarthy ist mit Sheldons Witwe Miriam Adelson vernetzt. (Quelle) Aufgrund der umstrittenen Justizreform von Benjamin Netanjahu weigerte sich US-Präsident Joe Biden Netanjahu im Weissen Haus zu empfangen. Darauf sagte McCarthy, wenn sich Biden weiterhin weigert, werde er Netanjahu zu einem Treffen mit dem Kongress einladen. (Quelle)
Rudy Giuliani
Der Republikaner Rudy Giuliani, der Bürgermeister von New York und der persönliche Anwalt von Donald Trump war, hat Soros mehrfach angefeindet. Er bezeichnete ihn als „Antichristen“ und sagte, Soros sei „kaum ein Jude“ und sei „der letzte Mensch auf der Welt, der behaupten kann, Opfer zu sein, weil er Jude ist“. Giuliani ist kein Jude. Die bekannte Holocaust-Forscherin Deborah Lipstadt vermutet, dass Giuliani kein Antisemit ist und mit dem Soros-Thema nur Stimmung machen will. Rudy Giuliani behauptete, Soros wolle die Trump-Regierung zerstören wegen seines „kranken Hintergrunds“ und sei Teil einer weitreichenden Verschwörung gewesen, die US-Präsidentschaftswahl 2020 zugunsten des gewählten Präsidenten Joe Biden zu manipulieren. (Quelle) Rudy Giuliani ist ein prominenter Förderer der Verschwörungstheorie, dass die Wahl von 2020 „gestohlen“ wurde und Trump eigentlich gewonnen hat.
Übrigens: Ein weiterer bekannter Förderer der Theorie der gestohlenen Wahl ist Michael Flynn, ein ehemaliger Generalleutnant der US-Armee. Er war kurzzeitig Trumps nationaler Sicherheitsberater, aber musste zurücktreten, weil er seine Kontakte zu russischen Stellen verschwiegen hatte. Nach der Präsidentschaftswahl 2020 rief er Trump dazu auf, das Kriegsrecht zu verhängen, um Joe Bidens Amtsantritt zu verhindern. Flynn verbreitet noch weitere Verschwörungstheorien und nennt Soros als einen der Verschwörer. Unter Obama war Flynn der ranghöchste Militärgeheimdienstoffizier der USA gewesen, aber soviel ich weiss, verbreitete er zu dieser Zeit noch keine Verschwörungstheorien. (Quelle) Er ist ein prominenter Förderer der QAnon-Theorie. Manche QAnon-Anhänger hielten ihn sogar für „Q“. Flynn glaubt selbst vermutlich nicht an diese Theorien. In einem geleakten Telefonat bezeichnete er QAnon als „völligen Unsinn“ und sagte: „Ich glaube, es ist eine Desinformationskampagne, die von der CIA ins Leben gerufen wurde.“ (Quelle: 1 und 2)
Rudy Giuliani traf 2019 Rabbi Moshe Azman und rauchte mit ihm Zigarre. Azman ist der oberste Rabbi von Chabad-Lubawitsch in der Ukraine. Nachdem es Anfang 2021 zum Sturm auf das Kapitol kam, solidarisierte sich Azman mit den Demonstranten und sagte, es hätte einen grossen Wahlbetrug in den USA gegeben. (Quelle)
Rudy Giuliani traf sich mit Sheldon Adelson und Arthur Finkelstein (Urheber der Soros-Verschwörungstheorie). (Quelle) Giuliani küsste Sheldons Frau Miriam Adelson zur Begrüssung die Hand. (Quelle: 1 und 2) Giuliani traf im Jahr 2015 Benjamin Netanjahu. (Quelle)
Rudy Giuliani sagte, Soros sei „ein Feind Israels“. Giuliani behauptete, dass Soros Botschafter und FBI-Agenten in der Ukraine kontrolliert hatte. Giuliani und Donald Trump sorgten dafür, dass Marie Yovanovitch im Jahr 2019 ihren Posten als US-Botschafterin für die Ukraine verlor. Giuliani behauptete, dass Marie Yovanovitch von Soros unterstützt wurde. (Quelle) Der Lobbyist Bob Livingston, der Kontakte in die Ukraine hat, unterstützte ebenfalls die Absetzung von Yovanovitch. Catherine Croft, Sonderberaterin für die Ukraine, sagte, sie habe mehrere Anrufe von Livingston erhalten. In den Telefonaten habe Livingston die Botschafterin Yovanovitch als „Obama-Überbleibsel“ und mit George Soros verbunden bezeichnet. Bob Livingston lernte die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko kennen. (Quelle: 1 und 2) Tymoschenko liess sich von George Birnbaum beraten. (Quelle) George Birnbaum entwarf zusammen mit Arthur Finkelstein die Anti-Soros-Kampagne. Birnbaum ist mit einer Ukrainerin verheiratet. Das Paar besucht die Ukraine häufig und sind enge Freunde des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko, der auch ein berühmter Boxer ist. (Quelle) Übrigens hatte Klitschko eine jüdische Grossmutter und sagte, er sei stolz, jüdisches Blut zu haben. (Quelle) Bob Livingston kommt aus einer sehr einflussreichen (nicht jüdischen) Familie, die zu den Gründervätern der USA gehörte und bereits vor der Gründung Teil der Elite des Landes war.
Rudy Giuliani ist der Enkel von italienischen Einwanderern. Sein Vater musste wegen bewaffneten Raubüberfalls ins Gefängnis. Laut einem Buch waren sein Onkel und mehrere Cousins Mitglied der italienischen Mafia in den USA. Als Giuliani danach gefragt wurde, bestritt er die Behauptungen des Buches nicht, wollte sie aber auch nicht bestätigen. (Quelle: 1 und 2)
Rudy Giuliani traf 2001 die Geschäftsleute Elon Musk und Michael Moritz (Jude), die inzwischen Milliardäre sind. Moritz sagte über das Treffen, dass ihm Giuliani und seine Freunde wie Mafiosi rüberkamen („Es war, als würde man in eine Mob-Szene geraten“). Giuliani und seine Freunde wollten 10 Prozent der Anteile von PayPal ergaunern, was für Elon Musk aber nicht infrage kam. (Quelle) Elon Musk, der über eine sehr grosse Reichweite verfügt, hat in den letzten Monaten George Soros öffentlich angefeindet. Vor kurzem hat er der Stiftung von Soros vorgeworfen, die westliche Zivilisation zerstören zu wollen (also die übliche Leier). Zur gleichen Zeit bereitete Musk ein Treffen mit Benjamin Netanjahu vor. Musk hat jüdische Freunde und Verbündete. (Quelle) Inzwischen hat Elon Musk einen guten Ruf bei vielen Verschwörungstheoretikern, die glauben, dass Musk gegen die Weltelite rebellieren möchte. Mittlerweile könnte wohl jeder Milliardär und Politiker mit Kritik an Soros Sympathien bei Verschwörungstheoretikern gewinnen, auch dann, wenn sie selbst zu verschworenen Eliten gehören.
Alan Dershowitz
Ein Rechtsberater von Rudy Giuliani ist Alan Dershowitz. Der amerikanisch-jüdische Jurist war der Anwalt von Donald Trump. (Quelle) Alan Dershowitz schrieb im Juni 2023 einen Artikel in der Jerusalem Post. Darin verteidigte er Elon Musk vor dem Vorwurf des Antisemitismus, lästert über Soros ab und sagt, Juden sollten Soros nicht verteidigen. Die Highlights aus dem Artikel wären: „Warum verteidigen so viele prominente Juden George Soros – einen virulenten Antizionisten, der dem jüdischen Volk gegenüber nie freundlich gesinnt war?“ (…) „Niemand hat mehr dazu beigetragen, Israels Ansehen in der Welt und insbesondere unter den sogenannten Progressiven zu schädigen, als George Soros. Ohne seine Unterstützung hätten die beiden grossen Organisationen, die am meisten dazu beigetragen haben, das linke Paradigma gegen Israel zu verändern, nicht den schädlichen Einfluss, den sie derzeit haben“. (…) „Daran ist ALLES Soros schuld und Soros wird zu Recht dafür verurteilt, dass er dieses Paradigma gegen Israel verlagert.“ (…) „Es ist wahr, dass einige rechte Antisemiten sich auf Soros konzentriert haben, als sie antisemitische Verschwörungstheorien verbreiteten, wonach „die Juden“ die Welt kontrollieren. So wie Antisemiten der Vergangenheit „die Rothschilds“ für viele Übel der Welt verantwortlich machten, so geben auch einige zeitgenössische Fanatiker Soros die Schuld. Der Unterschied besteht darin, dass die Rothschilds starke Unterstützer der jüdischen Gemeinschaft und des Zionismus waren. Soros ist nicht nur kein Unterstützer, er ist auch ein Gegner. Er ist nur elterlich „jüdisch“ und rühmt sich damit, dass seine Mutter Antisemitin gewesen sei.“ (Quelle) Allmählich bekomm ich fast ein wenig Mitleid mit Soros, weil er von anderen Eliten gemobbt wird.
Alan Dershowitz beriet nicht nur Trump und Giuliani, sondern auch den bereits erwähnten Milliardär Sheldon Adelson. Dershowitz ist derzeit im Vorstand von Watergen, ein israelisches Unternehmen. Er wird dadurch den georgisch-russisch-israelischen Geschäftsmann Mikhael Mirilashvili kennen, der das Unternehmen kontrolliert und ein langjähriger Freund von Adelson war. (Quelle) Mirilashvili ist Milliardär. (Quelle) Er ist ein enger Freund von Benjamin Netanjahu und ist der Vater des bereits erwähnten Unternehmers Yitzhak Mirilashvili. (Quelle)
Als Sheldon Adelson in Kritik geriet, verteidigte Dershowitz ihn in einem Artikel der Jerusalem Post. (Quelle)
Alan Dershowitz nahm auch Netanjahu von Kritikern in Schutz und sagt, dass er mit ihm befreundet ist. (Quelle)
Alan Dershowitz vertrat den Chabad-Geschäftsmann Sholom Rubashkin vor Gericht und wurde dafür von Chabad-Lubawitsch geehrt. (Quelle)
Alan Dershowitz war der Anwalt des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, als dieser 2005 mit der Justiz in Konflikt kam. Dershowitz handelte den Deal aus, der dazu führte, dass Epstein keine hohe Strafe erhielt. Dershowitz hatte Epstein bereits 1996 kennengelernt. Im selben Jahr waren sie auf einer Party auf dem Anwesen des jüdischen Milliardärs Leslie Wexner, der als Hauptquelle von Epsteins Reichtum gilt. Dershowitz sagte, „Ich war Jeffrey Epsteins intellektuelles Geschenk an Leslie Wexner“. Dershowitz sprach sich auf Twitter dafür aus, das Schutzalter auf 16 Jahre zu senken. Das Epstein-Opfer Virginia Giuffre sagte, dass sie sechsmal Sex mit Dershowitz haben musste. (Quelle: 1 und 2) 2022 zog Virginia Giuffre ihre Anklage gegen Dershowitz zurück.
Alan Dershowitz ist Autor bei Breitbart. (Quelle) Breitbart ist eine erfolgreiche rechtspopulistische Nachrichtenwebseite in den USA, die Werbung für Donald Trump und die Republikaner macht. Breitbart verbreitete immer wieder Verschwörungstheorien oder förderte diese indirekt über seine Berichterstattung. Die Seite veröffentlicht jeden Monat mehrere nicht wohlwollende Artikel über Soros (Quelle). Der bereits erwähnte Morton Klein ist auch Autor bei Breitbart. (Quelle) Breitbart wurde von Steve Bannon geleitet, der Chefstratege von Donald Trump war. Bannon ist inzwischen als rechter Netzwerker international aktiv. 2018 kündete er an, Viktor Orbán im Wahlkampf beraten zu wollen. (Quelle) Benjamin Netanjahu stellte 2021 den ehemaligen Breitbart-Journalisten Aaron Klein (Jude) als Wahlkampfchef ein. Dieser schrieb zwei Bücher, die sich darauf konzentrieren, US-Präsident Barack Obama anzugreifen. In einem Buch unterstellt er Obama eine Nähe zum Kommunismus. (Quelle) Breitbart wurde 2007 von den amerikanischen Juden Andrew Breitbart und Larry Solov gegründet. Obwohl es eine US-amerikanische Seite ist, wurde ihre Gründung in Israel beschlossen und die Gründer trafen den Ministerpräsidenten Netanjahu. Larry Solov sagte über die Gründung: „Wir hatten die Anti-Israel-Voreingenommenheit der Mainstream-Medien und von J-Street satt.“ (Quelle) Soros ist ein Spender von J-Street, woraus man schlussfolgern könnte, dass die Breitbart-Gründer Soros nicht mögen.
Alan Dershowitz war vor paar Monaten bei Infowars von Alex Jones zugeschaltet, wo er Trump-Propaganda verbreitete. (Quelle) Alex Jones ist der erfolgreichste Verschwörungstheoretiker der USA und hat eine sehr grosse Reichweite. In den letzten Jahren hat er viel Werbung für Donald Trump gemacht. Alex Jones verbreitet Verschwörungstheorien über George Soros. Einmal sagte Jones, dass Soros das Oberhaupt der jüdischen Mafia sei. Die jüdische Mafia ist eine der mächtigsten Mafiagruppen der Welt. Über das Internet fand ich keine seriösen Informationen, die Soros mit der Mafia in Verbindung bringen. Bei seinen Gegnern hingegen gibt es tatsächlich reichlich Mafiaverbindungen.
Mafiaverbindungen der Soros-Gegner
Alan Dershowitz gehörte zum Anwaltsteam des kanadischen Mafiabosses Vito Rizzuto. (Quelle: 1 und 2) Der italienische Einwanderer aus Sizilien galt als das Oberhaupt des kanadischen Zweiges der sizilianischen Mafia. Wie bereits erwähnt, wurde der Soros-Kritiker Rudy Giuliani angeblich in eine Mafiafamilie geboren. Rudy Giulianis Grosseltern waren Einwanderer aus Sizilien. Die amerikanischen Ableger der italienischen Mafia gingen schon früh Allianzen mit der amerikanisch-jüdischen Mafia ein.
Der superreiche Jude Sheldon Adelson, der mehrfach in diesem Beitrag erwähnt wurde, stand im Verdacht, mit chinesischen Mafiagruppen in Verbindung zu stehen. Adelson gründete und besass Las Vegas Sands, eines der grössten Kasinounternehmen der Welt. Las Vegas Sands konzentrierte sich ursprünglich auf die Stadt Las Vegas, aber ist heute vor allem in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau aktiv. Las Vegas und Macau haben zwei der grössten Glücksspielindustrien der Welt. Die Kasinos von Las Vegas waren lange Zeit bekannt dafür, dass sie von der italienischen und der jüdischen Mafia aus den USA zur Geldwäsche genutzt wird. Macau hingegen wird von chinesischen Mafiagruppen, wie den Triaden, dominiert.
Der ehemalige CEO von Las Vegas Sand, Steven Jacobs, klagte gegen seine Entlassung durch Sheldon Adelson. Jacobs sagt, dass er die Kontakte zu Vertretern der organisierten Kriminalität abbrechen wollte, was Adelson aber nicht gepasst haben soll. Adelson entliess darauf Jacobs. Jacobs sagt, Las Vegas Sands habe Bestechungsgelder gezahlt, um die Behörden von Macau und die Regierung in Peking zu beeinflussen. 2015 musste Adelson daher vor einem Gericht in Las Vegas aussagen. Es gab Morddrohungen gegen Angestellte von Las Vegas Sand. (Quelle: 1 und 2) 2011 gab Las Vegas Sand in einer Zivilklage zu, dass sie Geschäfte mit dem Glücksspielunternehmer Cheung Chi-tai gemacht hatten, ein Triaden-Boss. Laut Steven Jacobs wusste Adelson über die kriminellen Verbindungen Bescheid, was ihn aber nicht davon abhielt, mit dem Chinesen Geschäfte zu machen. Jacobs behauptet, dass Las Vegas Sand Nachforschungen anstellte, um belastendes Material über Regierungsbeamte in Macau zu sammeln, das sie gegen sie verwenden könnten. (Quelle) 2013 zahlte Las Vegas Sand eine Geldstrafe von 47 Millionen US-Dollar, um einer Strafanzeige im Rahmen einer Geldwäscheermittlung zu entgehen. Ein chinesischer Mafioso hatte sein Geld in Adelsons Kasinos gewaschen. Der Chinese wurde beschuldigt, Chemikalien aus China nach Mexiko importiert zu haben, um dort Methamphetamin herzustellen. (Quelle) John Smith, ein Journalist aus Las Vegas, der Auszeichnungen erhielt, behauptete in einem Buch, dass Adelson mit der italienischen Mafia in Boston zu tun hatte. (Quelle) Adelson sah ohnehin wie ein Mafiaboss aus und hätte den Schurken in einem James Bond-Film spielen können.
Sheldon Adelson war ein enger Freund von Steve Wynn. (Quelle) Steve Wynn ist ebenfalls jüdischer Milliardär und besass Kasinos in Las Vegas und Macau. Wynn und seine Kasinos hatten Verbindungen zur italienischen Mafia und zur amerikanisch-jüdischen Mafia. Wynn ging mit dem Mafioso Tony Castelbuono Skifahren. Castelbuono wusch Geld aus dem Heroinhandel in den Kasinos. Nach einem Bericht von Scotland Yard (Londoner Polizei) aus den 80er-Jahren hatte Wynn Verbindungen zur einflussreichen Genovese-Mafiafamilie, die die Cosa Nostra in den USA vertritt. Bereits Wynns Vater wurde nachgesagt, Teil der Mafia zu sein. (Quelle)
Steve Wynn war ursprünglich ein Rivale von Donald Trump, aber sie sind schliesslich Freunde geworden. Wynn war auf der Hochzeit von Trump und Trump war auf der Hochzeit von Wynn. (Quelle) Wynn war bis 2018 Finanzvorsitzender des Nationalkomitees der Republikanischen Partei (RNC). (Quelle) Er unterhält Kontakt zu Benjamin Netanjahu. (Quelle)
Steve Wynn betrieb in der Trump-Regierung Lobbyarbeit für die chinesische Regierung und soll sich mit Agenten des chinesischen Geheimdienstes ausgetauscht haben. Das US-Justizministerium forderte ihn daher auf, sich als ausländischen Agenten registrieren zu lassen. (Quelle: 1 und 2) Übrigens war der bekannte Verschwörungstheoretiker Lin Wood ein langjähriger Anwalt von Wynn, aber inzwischen haben sich die beiden zerstritten. Lin Wood, ein grosser Trump-Fan, verbreitete die Theorie der gestohlenen Wahl sowie auch die QAnon-Theorie. (Quelle: 1 und 2) Steve Wynn spendete 770000 US-Dollar an ein grosses Spendenkomitee der Republikaner unter der Leitung des bereits erwähnten Politikers Kevin McCarthy. (Quelle) Nachdem Steve Wynn sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen wurde, nahm ihn der bereits erwähnte Alan Dershowitz beim Sender Fox News in Schutz. (Quelle)
Sheldon Adelson und seine Frau Miriam trafen den chinesischen Milliardär Stanley Ho. (Quelle) Der 2020 verstorbene Stanley Ho war lange Zeit der wichtigste Unternehmer der Glücksspielindustrie in Macau. Er und seine Kasinos galten als mit den Triaden verbunden. (Quelle: 1 und 2) Stanley Ho hatte neben chinesischen auch niederländisch-jüdische Vorfahren.
Der Konzern der Familie von Stanley Ho führte ein Join Venture mit dem australischen Glücksspielkonzern Crown Resorts, der damals noch von der australischen Millliardärsfamilie Packer kontrolliert wurde. Internationale kriminelle Organisationen wuschen hunderte von Millionen US-Dollar über die Kasinos von Crown Resorts. Das Unternehmen hatte enge Verbindungen zur chinesischen Mafia. Das Netzwerk reicht bis zur Familie des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Ming Chai, der Cousin des Präsidenten, wurde von der australischen Polizei dabei erwischt, wie er mit einem chinesischen Mafioso verkehrte. Mehr dazu im Beitrag zur Packer Familie. Mysteriöserweise haben die chinakritischen Leitmedien aus dem Westen nicht über die Verbindungen des Präsidentencousin zu Kriminellen berichtet.
Der australische Milliardär James Packer war Hauptaktionär von Crown Resorts. Er ist kein Jude, aber ist ein grosser Fan von Israels Elite. Angeblich hatte er dem ehemaligen israelischen Präsidenten Shimon Peres die Füsse geküsst. James Packer wurde ein enger Freund der Familie Netanjahu und überhäufte sie mit teuren Geschenken (es gibt den Vorwurf der Bestechung). Er leidet an einer bipolaren Störung. (Quelle) Sein Freund Benjamin Netanjahu kommt mir hingegen wie ein narzisstischer Psycho vor. Eine Studie, die von professionellen Psychologen und Psychiatern durchgeführt wurde, kommt zu dem Schluss, dass Netanjahu „eine narzisstische Persönlichkeit mit paranoiden und autoritären Tendenzen“ hat. (Quelle) Seine Frau Sara Netanjahu soll noch schlimmer sein. Als das bereits erwähnte Ehepaar Sheldon und Miriam Adelson von der Polizei über die Korruption der Netanjahu Familie befragt wurde, sagte Sheldon der Polizei, dass Sara Netanjahu „absolut verrückt“ sei. Miriam sagte den Ermittlern: „Bibi (Benjamin) ist klug. Sie (Sara) ist einfach nicht gesund. Als Arzt habe ich Mitgefühl für ungesunde Menschen. Ich behandle Süchtige. Sie ist nicht gesund.“ (Quelle) Ein israelisches Gericht kam zu dem Schluss, dass Sara ihre Angestellten mit übertriebenen Forderungen, Beleidigungen, Demütigungen und Wutausbrüchen terrorisiert hatte. (Quelle)
James Packer freundete sich auch mit Yossi Cohen an, der von 2016 bis 2021 Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad war. (Quelle: 1 und 2) Yossi Cohen wuchs in einer religiösen zionistischen Familie in Jerusalem auf. Zu seinem Netzwerk gehört der bereits erwähnte Milliardär Mikhael Mirilashvili. (Quelle) Mikhael Mirilashvili, der in Russland und Israel lebt, ist wie gesagt mit Benjamin Netanjahu befreundet und auch Sheldon Adelson war ein Freund. Mikhael ist der Vater des VK-Mitgründers Yitzchak Mirilashvili. Vater und Sohn sind Unterstützer von Chabad-Lubawitsch.
Mikhael Mirilashvili ist im Führungsgremiums des Jüdischen Weltkongresses. Zum Führungsgremium gehören derzeit auch David de Rothschild, Ronald Lauder und Chella Safra. Mirilashvili ist zurzeit auch Präsident des Euro-Asiatischen Jüdischen Kongresses. Er war oder ist noch immer Vizepräsident des Russisch Jüdischen Kongresses.
Die Verbindungen zur russischen Mafia und Wladimir Putin
Mikhael Mirilashvili sagte: „Mir ist aufgefallen, dass die Reichen immer als böse Menschen ohne Moral dargestellt werden. Das stört mich. Und es ist nicht richtig. Juden umarmen reiche Menschen und sehen sie nie als schlechte Menschen. Wir kümmern uns um die weniger Glücklichen.“ Die Mirilashvili Familie spendete jedes Jahr Hunderttausende US-Dollar an Organisationen des korrupten Politikers Aryeh Deri, der mehrere Ministerposten in der israelischen Politik besetzte. Mikhael und Yitzhak Mirilashvili wurden deswegen von der Polizei befragt. In den 2000er-Jahren sass Mikhael Mirilashvili in Russland im Gefängnis. Sein Vater war von mutmasslichen Mitgliedern der russischen Mafia entführt und dann wieder freigelassen worden. Darauf soll Mikhael Mirilashvili die Ermordung der Entführer veranlasst haben, weshalb er ins Gefängnis musste. Er besitzt in Russland Casinos und andere Glücksspielstätten. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Russland ist ein Mafiastaat. Vor kurzem sagte Mirilashvili, er habe seine Unternehmen in Russland verkauft.
Mikhael Mirilashvili war in der russischen Stadt Sankt Petersburg angeblich bereits in den 90er-Jahren mit dem heutigen Präsidenten Wladimir Putin verbunden. (Quelle) Putin war damals als hochrangiger Beamter in Sankt Petersburg unter anderem für den Glücksspielsektor zuständig. Übrigens kommt auch der russisch-jüdische Milliardär Arkadi Rotenberg aus Sankt Petersburg. Er ist schon seit seiner Jugend mit Putin befreundet.
Mikhael Mirilashvili besass Restaurants in Sankt Petersburg, in denen in den 90er-Jahren der Koch Jewgeni Prigoschin (Yevgeny Prigozhin) arbeitete. Prigoschin, der vor kurzem bei einem Flugzeugabsturz verstarb, galt als der Koch von Präsident Putin. Prigoschin war der Anführer der Gruppe Wagner, eine Privatarmee im Dienste des russischen Staates. (Quelle) Mirilashvili gab zu, dass er in den 90er-Jahren Kontakt zu Prigoschin hatte. Er stritt aber die Behauptung ab, dass er in den letzten Jahren mit Prigoschin Geschäfte im Immobilienbereich getätigt haben soll. (Quelle) Übrigens waren Prigoschins Vater und Stiefvater Juden. (Quelle) In den 90er-Jahren war Prigoschin im Glücksspielgeschäft aktiv. Geschäftspartner von Prigoschin sollen zur gleichen Zeit mit Mikhael Mirilashvili ein Kasino in Sankt Petersburg gegründet haben. Mirilashvili wurde vorgeworfen, Oberhaupt einer kriminellen Organisation gewesen zu sein. Er hatte angeblich Verbindungen zum russischen Mafiaboss Wjatscheslaw Iwankow (Vyacheslav Ivankov). (Quelle) Iwankow wurde 2009 von einem Scharfschützen ermordet. Er stand mit Semjon Mogilewitsch (Semion Mogilevich) in Kontakt. (Quelle) Semjon, ein jüdischer Mafioso, gilt als einer der mächtigsten Bosse der russischen Mafia und machte ein Milliardenvermögen mit kriminellen Geschäften. Er lebte auch in Israel. (Quelle) Übrigens entwickelt sich Israel immer mehr zu einem Mafiastaat. (Quelle) Im Zeitraum 2004 wurde geschätzt, dass israelische Kriminelle 75 Prozent des Marktes für Ecstasy in den USA kontrollieren. (Quelle) Laut einem Bericht des FBI gehörte Semyon (Sam) Kislin, ein in der USA lebender Ukrainer, zur Bande von Wjatscheslaw Iwankow. Kislin wurde verdächtigt, mit russischen Gangstern in Brooklyn verbunden zu sein. Er spendete für den Wahlkampf des bereits erwähnten US-Politikers Rudy Giuliani. (Quelle) Rudy Giuliani wurde wie gesagt angeblich in eine Mafiafamilie geboren und war der Anwalt von Donald Trump. Von 1994 bis 2001 gehörte Sam Kislin zu den wirtschaftlichen Beratern von Giuliani, als dieser Bürgermeister von New York war. Sam Kislin ist Jude und engagierte sich bei jüdischen Organisationen. Er gründete einen internationalen Rohstoffhändler und besitzt Immobilien in der Ukraine und Russland. Er hatte in Moskau studiert. (Quelle) Die russische Onlinezeitung The Insider, die der russischen Regierung kritisch gegenübersteht, schreibt, dass Sam Kislin 2019 das Treffen zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (Jude) in den USA mitorganisierte und anwesend war. (Quelle)
Mikhael Mirilashvili ist wie gesagt der Vater des Milliardärs Yitzchak Mirilashvili. Yitzchak gründete das russische Datenunternehmen Selectel, das eine Genehmigung vom russischen Geheimdienst erhielt und vor der russischen Invasion in der Ukraine versuchte, in den ukrainischen Markt einzudringen. (Quelle)
Mikhael Mirilashvili hat über sein Unternehmen Watergen indirekte Verbindungen zu Donald Trump. Wie weiter oben bereits erwähnt wurde, war Mirilashvili über Watergen mit Sheldon Adelson verbunden sowie mit Trumps ehemaligem Anwalt Alan Dershowitz, der zurzeit im Vorstand sitzt. (Quelle) Edward Russo, der die Geschäfte von Watergen in den USA leitete, beriet Donald Trump und schrieb ein Buch über ihn.
Der Putin-Koch und Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin wurde beschuldigt, dass er die US-Präsidentschaftswahlen 2016 mit einer „Trollfarm“ zugunsten von Donald Trump beeinflusst hat. Prigoschin gestand dies in den sozialen Medien, wo er schrieb: „Wir haben uns eingemischt, wir mischen uns ein und wir werden uns weiterhin einmischen. Sorgfältig, genau, chirurgisch und auf unsere eigene Weise, da wir wissen, wie es geht.“ (Quelle)
Jewgeni Prigoschin hatte Putin bereits in den 90er-Jahren kennengelernt. (Quelle)
In den 80er-Jahren sass Prigoschin im Gefängnis wegen Diebstahl, Raub, Erpressung und Beteiligung Minderjähriger an der Prostitution. (Quelle: 1 und 2) Einer russischen Exilzeitung zufolge besass Prigoschin in den letzten Jahren ein Harem aus jungen Frauen und hatte regelmässig Sex mit Jungfrauen. Angeblich glaubte er, dass ungeschützter Sex mit Jungfrauen seine Jugend verlängert. (Quelle) Womöglich hat Prigoschin die russischen Führer nicht nur mit gutem Essen, sondern auch mit jungen Frauen oder Minderjährigen versorgt. Übrigens hat seine Söldnergruppe Wagner in Afrika Kinder entführt und beteiligte sich womöglich an den Kindesentführungen in der Ukraine.
Mikhael Mirilashvili kennt den kasachisch-israelischen Milliardär Alexander Maschkewitsch (Mashkevitch). (Foto) Die beiden sind über den Euro-Asiatischen Jüdischen Kongress verbunden. Im Jahr 2002 wurde geschätzt, dass etwa ein Viertel der Wirtschaft Kasachstans (ein ehemaliger Sowjetstaat) unter dem Einfluss von Maschkewitsch steht. (Quelle) Maschkewitsch wurde verdächtigt, im Jahr 2010 eine Sexparty auf einer von der türkischen Polizei beschlagnahmten Luxusyacht organisiert zu haben. Zehn Verdächtige, darunter zwei türkische Milliardäre, wurden auf der Yacht verhaftet. Die Polizei führte Ermittlungen gegen Menschenhändler. Auf der Yacht waren mehrere junge Frauen, darunter auch Minderjährige. Sie wurden über Modelagenturen aus Russland und der Ukraine in die Türkei gebracht. Der Eigentümer der Yacht war der türkische Milliardär Kahraman Sadıkoğlu, der aber nicht an Bord war. (Quelle) Einer der Verhafteten bei der Razzia war der in Kasachstan geborene Türke Tevfik Arif. Er ist kein Jude, hat aber Verbindungen zu Chabad-Lubawitsch in den USA sowie auch Verbindungen zu Donald Trump. Tevfik Arif war 2001 Gründer der Bayrock Group, ein Immobilienunternehmen in den USA. Er gründete das Unternehmen zusammen mit Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion. In den 2000er-Jahren hatte Donald Trump engen Kontakt zur Bayrock Group. Mehrere Bayrock-Mitarbeiter waren Unterstützer von Chabad-Lubawitsch, darunter der russisch-jüdische Einwanderer Felix Sater, der für Trumps Immobilienkonzern zu arbeiten begann. (Quelle) Später kam heraus, dass Felix Sater tiefgehende Kontakte zu kriminellen Strukturen rund um die Welt hatte.
Felix Sater war in den 70er-Jahren als Kind in die USA gekommen. Als junger Mann begann er an der Wall Street zu arbeiten, unter anderem als Broker bei Lehman Brothers. Er musste zu Beginn der 90er-Jahre wegen schwerer Körperverletzung ins Gefängnis. Als er rauskam knüpfte er Kontakte in Russland. Ab Ende der 90er-Jahre begann er heimlich für amerikanische Geheimdienste zu arbeiten. Er baute ein Netzwerk ausländischer Kontakte auf, zu dem hochrangige Geheimdienstler, Militäragenten und militärische Forschungseinrichtungen gehörten. Zu seinem Netzwerk zählten ein ehemaliger General des russischen Militärgeheimdienstes, Mafiabosse in den USA, afghanische Warlords und ukrainische Oligarchen. Der ehemalige Bundesanwalt Todd Kaminsky sagte über Felix Sater: „Er war ausserordentlich wertvoll. Er verfügte über Kenntnisse in so vielen verschiedenen Bereichen, von Finanzbetrug über Terrorismus bis hin zu Strassenkriminalität.“ Felix Sater beschaffte für die US-Behörden Informationen über die Finanzstrukturen von Al-Qaida, Cosa Nostra, russische Mafia, Nordkoreas Atomprogramm und korrupten Politikern aus Kasachstan. Er hatte engen Kontakt zu Trumps ehemaligen Anwalt Michael Cohen (Jude) und es wurde behauptet, dass Sater und Cohen Jugendfreunde sind. (Quelle: 1, 2, 3, 4) Im Jahr 2017 versuchten Sater und Cohen ein pro-russisches Friedensabkommen für die Ukraine zu bewirken. Der US-General Michael Flynn soll das Vorhaben unterstützt haben. (Quelle) Flynn wurde weiter oben bereits erwähnt. Er war kurzzeitig Trumps nationaler Sicherheitsberater, aber musste zurücktreten, weil er seine Kontakte zu russischen Stellen verschwiegen hatte. Er ist ein Förderer der QAnon-Verschwörungstheorie, obwohl er anscheinend selbst nicht daran glaubt.
Felix Sater sagte bei einer Anhörung vor den US-Abgeordneten aus, dass er „vor und nach den Anschlägen vom 11. September entscheidende Geheimdienstinformationen“ über Osama bin Laden und Al-Qaida bereitgestellt habe. Sater behauptete, er habe vor den Anschlägen fünf der persönlichen Satellitentelefonnummern von Osama bin Laden erhalten. Die Geheimdienste wollten seine Aussagen nicht bestätigen, aber ein Bundesrichter bestätigte sie. (Quelle: 1 und 2) Sater prahlte: „Tagsüber habe ich Trump Towers gebaut und nachts Jagd auf Bin Laden gemacht“. (Quelle)
Im Jahr 2014 wurde Felix Sater vom Chabad-Haus in Port Washington zum „Mann des Jahres“ ernannt. Anscheinend vertraut Felix Sater dem Chabad-Rabbi Shalom Paltiel, denn er erzählte ihm von seinen geheimen Missionen im Auftrag der US-Geheimdienste. Shalom Paltiel steht dem Chabad-Rabbi Berel Lazar nahe und bezeichnete ihn als „meinen lieben Freund und Mentor“. Berel Lazar ist Russlands oberster Rabbi und wird „Putins Rabbi“ genannt. (Quelle) Chabad-Lubawitsch ist die dominierende jüdische Gruppe in Russland und der Ukraine. (Quelle) Berel Lazar sagte, dass 90 Prozent der in Russland tätigen Rabbis zu Chabad-Lubawitsch gehören. (Quelle)
Felix Sater begleitete Trumps Kinder bei einem Besuch in Moskau. Laut Zeugenaussagen hatte er regelmässig Treffen und Telefonate mit Trump. Sater sagte selbst, dass er Trump oft traf und beschrieb das Verhältnis als „freundschaftlich“. (Quelle: 1 und 2) Er besass eine Visitenkarte, die ihn als leitenden Berater von Trump auswies. (Quelle) Beim US-Wahlkampf 2016 schrieb er in einer E-Mail: „Unser Junge kann Präsident der USA werden, wir können es schaffen.“ Mit „unser Junge“ ist Trump gemeint. In der E-Mail steht: „Ich werde Putin in dieses Programm aufnehmen und wir werden dafür sorgen, dass Donald (Trump) gewählt wird. (…) Ich werde Putins gesamtes Team dazu bringen, sich daran zu beteiligen, und ich werde diesen Prozess leiten.“ (Quelle)
2020 wurde Felix Sater wegen Geldwäsche angeklagt. Er soll schmutziges Geld aus Kasachstan (ein Mafiastaat) durch Trump-Immobilien geschleust haben. (Quelle)
Felix Sater ist mit dem amerikanisch-jüdischen PR-Manager Ronn Torossian befreundet. (Quelle) Torossian arbeitete für Sater. (Quelle) Torossian kennt George Birnbaum, denn sie verfassten zusammen in Medien Beiträge, in denen sie sich über die Israelkritiker aufregen. (Quelle) George Birnbaum hat wie gesagt die Anti-Soros-Kampagne mitentworfen. Torossian bezeichnete in einem Meinungsblog der Times of Israel George Soros als den „gefährlichsten Milliardär der Welt“. (Quelle) Torossian wurde wie Birnbaum bekannt dafür, auf aggressive PR-Taktiken zu setzen. Zu seinen Kunden gehörten rechte israelische Politiker, evangelikale Prediger und schwarze Rapper aus den USA, die türkische Regierung, eine Stiftung von Donald Trumps Familie und Maira Nasarbajewa, eine Schwägerin des ehemaligen Präsidenten von Kasachstan. Kunden aus der Ukraine waren der Milliardär Rinat Achmetow und Vitali Klitschko, der heutige Bürgermeister von Kiew. Wie bereits erwähnt wurde, ist Vitali Klitschko mit George Birnbaum befreundet. 2008 arrangierte Torossian ein Treffen zwischen Vitali Klitschko und dem bereits erwähnten US-Politiker Rudy Giuliani. Torossians Firma arbeitete für den bereits erwähnten Chabad-Geschäftsmann Sholom Rubashkin, der Alan Dershowitz als Anwalt hatte. Dershowitz und Torossian kennen sich, aber mögen sich nicht. Torossian freundete sich in den 90er-Jahren mit dem bereits erwähnten Morton Klein an. Ein weiterer Freund ist der bereits erwähnte Anwalt Michael Cohen, der viel Kontakt zu Felix Sater und Donald Trump hat. Die kennen sich wirklich alle. Torossian ist auch mit dem Italiener Paolo Zampolli befreundet. Dieser war der Heiratsvermittler von Donald und Melania Trump. Torossian wurde vorgeworfen, den hochrangigen marokkanischen Rabbi Yoshiyahu Yosef Pinto erpresst zu haben, indem er ihm drohte, Pintos Finanzkriminalität an die Medien zu verraten. (Quelle) Torossian sagte über Jared Kushner und Ivanka Trump: „Jared und Ivanka gehören zu uns traditionellen Juden, denen Israel sehr am Herzen liegt“. (Quelle)
Felix Sater gehörte wie gesagt zur Führung des äusserst dubiosen Immobilienunternehmens Bayrock-Sapir. Laut zwei ehemaligen Führungskräften von Bayrock ist das Unternehmen für Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Erpressung, Bestechung und Betrug verantwortlich. Grosser Anteilseigner von Bayrock-Sapir war der verstorbene georgisch-jüdische Einwanderer Tamir Sapir, ein Spender von Chabad-Lubawitsch. Er war 1976 nach New York emigriert, wo er ein Elektronikgeschäft eröffnete, das hauptsächlich Agenten des sowjetischen Geheimdienstes KGB belieferte. Er gründete das Geschäft zusammen mit dem ukrainischen Einwanderer Semyon (Sam) Kislin. (Quelle: 1, 2, 3) Kislin wurde oben bereits erwähnt. Er gehörte oder gehört noch immer der organisierten Kriminalität an.
Das Vermögen von Tamir Sapir wurde im Jahr 2010 auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. (Quelle)
Donald Trump nannte Tamir Sapir „einen grossartigen Freund“. Im Jahr 2007 war Trump Gastgeber der Hochzeit von Sapirs Tochter, die Rotem Rosen heiratete, der geschäftlich sehr viel mit dem israelischen Milliardär Lew Lewiew (Lev Leviev) zu tun hatte. Zu dieser Zeit war Lew Lewiew der weltweit grösste Spender von Chabad-Lubawitsch. Lewiew traf sich mit Trump und begleitete Tamir Sapir nach Deutschland, um Chabad-Institutionen in Berlin zu besichtigen. (Quelle: 1 und 2)
Lew Lewiew war oder ist noch immer mit Wladimir Putin befreundet. (Quelle) 2007 kam Lewiew bei einem Treffen in New York mit dem Chabad-Rabbi Joshua Metzger und dem britischen Geschäftsmann Nat Rothschild zusammen. (Quelle) Lewiew ist eng mit dem russisch-jüdischen Milliardär Roman Abramowitsch (Abramovich) verbunden, der ebenfalls Nat Rothschild kennt und einer der weltweit grössten Förderer von Chabad-Lubawitsch war. Lewiew und Abramowitsch sorgten im Jahr 2000 dafür, dass der Chabad-Rabbi Berel Lazar zum Oberrabi von Russland wurde, was Putin unterstützt hatte. Roman Abramowitsch war mit Dasha Zhukova verheiratet, die schon zur Zeit ihrer Ehe mit Ivanka Trump und Jared Kushner befreundet ist. Zu ihrem Freundeskreis gehört Wendi Deng. Diese hatte Gerüchten zufolge ein romantisches Verhältnis mit Putin. Sie ist die Exfrau des US-amerikanischen Milliardärs Rupert Murdoch (kein Jude), einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt. (Quelle) Wendi Deng war in China geboren und aufgewachsen. 2017 warnten US-Spionageabwehrbeamte Jared Kushner davor, dass Wendi Deng die US-amerikanische Elite im Interesse der chinesischen Regierung beeinflussen könnte. (Quelle: 1 und 2) Dasha Zhukova ist nun mit einem Mitglied der griechischen Milliardärsfamilie Niarchos (keine Juden) verheiratet. Ihre Mutter hat sich im März 2024 mit dem Milliardär Rupert Murdoch verlobt. (Quelle) Ihr Vater Alexander Schukow (Zhukov) hatte Kontakt zu Mafiabanden aus der Ukraine, darunter zum internationalen Waffenhändler Leonid Minin. Im Jahr 2001 sass Alexander Schukow in Italien für sechs Monate im Gefängnis, weil er beschuldigt wurde, sich an Waffenschmuggel in Osteuropa beteiligt zu haben. Er wurde freigesprochen. In einem Bericht des italienischen Parlaments aus dem Jahr 2005 wurde Alexander Schukow als ein „wichtiges Mitglied“ der Solntsevskaya-Bande (Solnzewo-Bruderschaft) genannt. Solntsevskaya gilt als die mächtigste Gruppe der russischen Mafia. (Quelle)
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