Das Royal United Services Institute

Die älteste Denkfabrik der Welt ist das Royal United Services Institute (RUSI) in England, das seit 1831 besteht. Es bezeichnet sich als Grossbritanniens führende Denkfabrik für Verteidigung und Sicherheit. Auf seiner Webseite steht: „Unsere Mission ist es, die öffentliche Debatte zu informieren, zu beeinflussen und zu verbessern, um zu helfen, eine sicherere und stabilere Welt zu schaffen.“

Zum Führungsgremium des RUSI gehören derzeit folgende Männer:

  • Der britische König ist der Schirmherr des RUSI. Jeder britische König seit Wilhelm IV. (1765–1837) war Schirmherr des RUSI. Mehrere Könige waren Freimaurer, darunter auch Wilhelm IV.
  • Der Herzog von Kent ist der Präsident des RUSI. Er gehört zur britischen Königsfamilie. Er ist schon seit fast sechzig Jahren Grossmeister der Freimaurer in England.
  • David Lidington, ein Politiker der Konservativen Partei, ist Vorsitzender des RUSI. Er war unter anderem Lordkanzler und Vorsitzender des Privy Council (Geheimrat des Monarchen), hatte also zwei der höchsten und angesehensten Ämter in der Regierung inne. Zudem war er Justizminister sowie Minister für europäische Angelegenheiten. Er vertrat das Königreich bei der NATO und dem UN-Sicherheitsrat. Als Donald Trump sich 2019 mit der Königsfamilie traf, war David Lidington anwesend. Lidington wurde 2017 Mitglied der Pilgrims Society. Diese diskrete Gesellschaft dient dem Austausch der Eliten Grossbritanniens und der USA. Lidington arbeitete für die Rohstoffkonzerne BP und Rio Tinto, zwei der wichtigsten Unternehmen des britischen Empire. Lidington besuchte mindestens ein Treffen von Le Cercle. Le Cercle veranstaltet internationale Konferenzen für einflussreiche Konservative. Die Gruppe hat Verbindungen zu Geheimdiensten mehrerer Länder.
  • Der geadelte Politiker Peter Forbes Ricketts ist stellvertretender Vorsitzender des RUSI. Er war Nationaler Sicherheitsberater, Botschafter in Frankreich und Ständiger Vertreter bei der NATO. Er beteiligte sich an der Politik der britischen Interventionen auf dem Balkan, im Irak, in Afghanistan und in Libyen. Zudem sass er im Vorstand des französischen Energiekonzerns Engie.
  • Der US-Amerikaner David Petraeus ist Senior Vice-President des RUSI. Der pensionierte General war Chef der CIA und diente über 37 Jahre beim US-Militär. Er war Kommandeur im Irak und in Afghanistan. Er ist Mitglied bei mehreren Denkfabriken, darunter der Trilateralen Kommission, Council on Foreign Relations, Atlantic Council und der Aspen Strategy Group. David Petraeus ist Partner des Finanzkonzerns KKR und Vorsitzender des KKR Global Institute. Ausserdem gehört er zum Vorstand des Cybersicherheits-Unternehmens Optiv. Er engagiert sich schon länger in amerikanisch-britischen Beziehungen. 2008 war er Ehrengast bei einem Mittagessen der Pilgrims Society in London. Er hielt 2024 in den USA eine Rede bei der Pilgrims Society. Die Pilgrims Society in den USA verlieh ihm 2010 eine Auszeichnung. Er besuchte mehrfach das Bilderberg-Treffen.
  • Der geadelte Politiker William Hague ist Senior Vice-President und ehemaliger Vorsitzender des RUSI. Er war Aussenminister und Vorsitzender der Konservativen Partei. Anfang 2025 wurde er Kanzler der Eliteuniversität Oxford. Er war Vorsitzender der Royal Foundation, einer Stiftung der Königsfamilie. In der Privatwirtschaft ist er unter anderem Berater der Citigroup (eine der grössten Banken der USA) und Vorstandsmitglied der Intercontinental Exchange (betreibt die NYSE, die grösste Börse der Welt). Momentan ist William Hague Vorsitzender des internationalen Beirats des Beratungsunternehmens Hakluyt. Auch die Milliardärin Valerie Mars ist im Beirat. Das 1995 gegründete Unternehmen hatte in seiner Anfangszeit enge Verbindungen zu Mitarbeitern des britischen Geheimdienstes MI6. Ob diese Verbindungen immer noch bestehen, ist unklar. William Hague besuchte mindestens ein Treffen von Le Cercle. 2008 war er Ehrengast bei einem Abendessen der Pilgrims Society in London.
  • Charles Wellesley, der 9. Herzog von Wellington, ist ebenfalls Senior Vice-President des RUSI. Er gehört zur Konservativen Partei und war Mitglied des EU-Parlaments. Seine Tochter Charlotte heiratete den kolumbianischen Milliardär Alejandro Santo Domingo. Charles Wellesley besetzte Vorstandsposten bei vielen Unternehmen, darunter bei AXA UK, RIT Capital (wurde von Jacob Rothschild gegründet), Sanofi, Financière Richemont (wird von der südafrikanischen Milliardärsfamilie Rupert kontrolliert), Pernod Ricard (steht unter dem Einfluss der französischen Milliardärsfamilie Ricard), Transatlantic Holdings, Guinness Mahon und Rothmans International. Sein Vorfahre Arthur Wellesley, der 1. Herzog von Wellington, hatte das RUSI 1831 gegründet. Arthur Wellesley war Premierminister und Oberbefehlshaber der britischen Armee. Bekannt ist er vor allem für seinen Sieg über Napoleon in der Schlacht bei Waterloo. Er war den Freimaurern beigetreten.

2022 und 2023 gehörten zu den Spendern des RUSI unter anderem:

  • Die Bill Gates-Stiftung, die Open Society Foundation von George Soros, die Brenthurst Foundation der Milliardärsfamilie Oppenheimer, die Pew Charitable Trusts der Pew Familie, Schmidt Futures (wurde vom ehemaligen Google-Chef und Milliardär Eric Schmidt gegründet) und die European Climate Foundation. Spender aus Deutschland waren die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung.
  • Die Aussenministerien von Grossbritannien, USA, Kanada, Katar, Saudi-Arabien, Japan, Taiwan und Norwegen. Des Weiteren auch Botschaften von Ländern aus der ganzen Welt.
  • Die Europäische Kommission, die NATO, das britische und französische Verteidigungsministerium sowie die britische Armee und Marine.
  • Die grössten britischen Rüstungskonzerne BAE Systems, Babcock und Rolls-Royce, der führende europäische Rüstungskonzern Airbus, der grösste italienische Rüstungskonzern Leonardo, der grösste französische Rüstungskonzern Thales sowie die führenden US-amerikanischen Rüstungskonzerne Lockheed Martin, Northrop Grumman, Boeing und Raytheon. Rüstungskonzerne spenden an viele Denkfabriken.

Zu den Spendern zählten auch die Stiftung der kanadisch-britischen Milliardärsfamilie Weston sowie die Rothschild Foundation und der britische Milliardär Michael Spencer. Spencers Frau war in erster Ehe mit einem Markgrafen aus der Mountbatten Familie verheiratet.

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