Lamont Clan

Der schottische Clan bildete sich im 13. Jahrhundert. Der Legende nach soll der Clan von einem irischen Prinzen der Ó Néill-Dynastie abstammen, die sich im 10. Jahrhundert bildete. Die schottischen Clans Maclachlan, MacNeil und Sweeney sollen die selben Vorfahren haben wie der Lamont Clan. Die Ó Néill-Dynastie soll vom irischem König Niall Noígíallach, der neun Geiseln abstammen, der vermutlich im 4. oder 5. Jahrhundert lebte und regierte. Dieser könnte vom irischen König Feradach Finnfechtnach abstammen, der vermutlich im 1. Jahrhundert lebte. Feradach stammte der Legende nach aus einer alten irischen Königsfamilie, die seit dem 2. Jahrtausend vor Christus über Irland geherrscht haben soll und mit den Druiden verbunden war.

Anmerkung: Der mythologische Stammvater der alten irischen Könige und Vorfahre von Feradach war Breogán. Zu dessen mythologischen Vorfahren gehörte Goídel Glas, der mütterlicherseits aus einer ägyptischen Pharaonenfamilie kam. Der Legende nach soll seine Mutter Scota den Stein von Scone von Ägypten auf die britische Insel gebracht haben. Der Stein war spätestens ab dem 9. Jahrhundert Teil des schottischen Königsrituals und wurde auch 1953 bei der Krönung der heutigen Queen Elisabeth II. verwendet. Der Stein ist eng mit der Geschichte und Tradition der Freimaurer verbunden. Goídel Glases Grossvater Fénius Farsaid soll das hebräische, griechische und lateinische Alphabet sowie das Ogham-Alphabet erfunden haben. Er soll an der Errichtung von Nimrods Turm zu Babel beteiligt gewesen sein. Unter Verschwörungstheoretikern munkelt man, dass die heutigen Druiden (zu denen auch der britische Premierminister Winston Churchill gehörte sowie die derzeitige Queen) bis heute alte Geschichten mündlich überliefern und diese nicht schriftlich niederlegen wollen, da solche Dokumente die Geheimhaltung in Zukunft gefährden könnten. Die Druiden werden mit dem Stonehenge und weiteren Megalithen in Verbindung gebracht, die sich auf der britischen Insel und der Bretagne befinden (das ehemalige Territorium der Druidenelite). Manche Megalithen sind älter als die Pyramiden. Alte irische Könige benutzten der Legenden nach schon vor den schottischen Königen einen Krönungsstein (wird Lia Fail genannt). Dieser ist womöglich identisch mit dem Stein von Scone. Anderen Legenden nach war der irische Krönungsstein ein Menhir, der noch heute auf dem Tara-Hügel in Irland steht. Auf dem heiligen Hügel befinden sich zahlreiche alte Monumente. Der mögliche ehemalige Krönungsstein auf dem Tara-Hügel soll Legenden zufolge aus Skandinavien stammen. Die schwedischen (skandinavischen) Könige benutzten noch bis zum 15. Jahrhundert heilige Steine bei Königsritualen (Steine von Mora).

Mehrere Lamonts waren in der schottischen Politik. Dieser Beitrag konzentriert sich aber auf die Verbindungen des Clans zur Wirtschafts- und Finanzelite

Baron Norman Lamont

Der schottische Baron Norman Lamont (*1942) gehört zu den wichtigsten Strippenzieher des konservativen Flügels der britischen Politik. Zu Beginn der 90er Jahre war er Schatzkanzler und somit hochrangiger Politiker in Grossbritannien. Er war Mitglied des Privy Council, welcher der Geheimrat der britischen Königsfamilie ist. Vor seinem Beitritt ins britische Parlament arbeitete Norman Lamont für die Rothschild Bank.

Von 1996 bis 2008 war er Vorsitzender von Le Cercle, eine hoch elitäre und äusserst diskrete Gesellschaft. Le Cercle wurde 1952 vom französischen Geheimdienst gegründet in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Geheimdiensten. Der französische Politiker Antoine Pinay gilt als der Hauptgründer. Pinay besuchte mehrfach die nicht amtierende französische Königsfamilie Orléans (Quelle: 1 und 2), die dem Vatikan nahe steht. Mehrere Mitglieder und Mitgründer von Le Cercle gehörten Vatikanorden an und gehörten zu dem Teil der europäischen Elite, der traditionell mit dem Vatikan verbunden ist. Aus Deutschland war Bundeskanzler Konrad Adenauer an der Gründung vertreten, der mit Kollegen die deutsche Partei CDU gründete, welche die vom Vatikan gesteuerte Zentrumspartei ersetzen sollte. 1963 erhielt Adenauer vom Papst den Christusorden (Quelle), den höchsten Verdienstorden den der Papst verleihen kann. Auch der deutsche Politiker Franz Josef Strauss gehörte zu Le Cercle. Strauss führte lange Zeit die deutsche Partei CSU, die meiner Meinung nach unter dem Einfluss des Vatikans steht. Strauss war ein Freund der deutschen Adelsfamilie Thurn und Taxis (Quelle), die zur Vatikanelite gehört und zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der reichsten Familien Deutschlands war (Quelle). Heute sind sie Milliardäre. Da die Gesellschaft höchst intransparent ist, kann man über ihre Aktivitäten nur spekulieren. Was sicher ist, sind die Verbindungen zu vielen Geheimdiensten. Die Gesellschaft hatte in den 1970er und 1980er Verbindungen zum Kampf gegen den Kommunismus, während sie sich heute auf den Kampf gegen den Terrorismus fokussiert. Sie unterstützte die Apartheid in Südafrika.

Norman Lamont war Direktor der Balli Group. Zu seiner Zeit als Direktor war ein Tochterunternehmen (Balli Aviation) an illegalem Handel mit dem Iran beteiligt (Quelle). Er war britischer Handelsbotschafter für den Iran.

Er war seit 2008 im Aufsichtsrat des Technologieunternehmens Phorm. Dem Unternehmen wurde von mehreren Institutionen vorgeworfen, dass es illegal Daten von Verbrauchern sammelt (Quelle). 2009 leitete die EU ein Verfahren gegen Phorm ein, das aber 2012 eingestellt wurde (Quelle). 2016 wurde das Unternehmen aufgelöst.

Norman Lamont ist oder war Präsident der „International Association of Money Transfer Networks“. Sie ist nach eigenen Angaben die führende internationale Handelsorganisation der Geldtransferbranche. Sie arbeitet unter anderem mit der Weltbank zusammen.

1971 und 1972 war Norman Lamont Vorsitzender der Bow Group, einer der wichtigsten britisch-konservativen Think Tanks. Er ist Mitglied und Unterstützer der Bruges Group. Sie ist der führende EU-skeptische Think Tank Grossbritanniens. Norman Lamont unterstützt den Brexit aktiv und war vermutlich der erste einflussreiche Politiker, der öffentlich dazu riet die EU zu verlassen. Bereits 1994 meinte er: „Eines Tages könnte es bedeuten, den Austritt in Erwägung zu ziehen. Kürzlich wurde gesagt, dass die Option eines Austritts aus der Gemeinschaft undenkbar sei. Ich halte diese Haltung für ziemlich vereinfachend“ (Quelle). Die Goldschmidt Familie (Freunde und Verwandte der Familie Rothschild) war ebenfalls bereits in den 90er Jahren am Aufbau von EU-skeptischen Netzwerken beteiligt.

Anmerkung: Der Brexit wurde aus meiner Sicht von Anfang an von der britischen Elite geplant und gefördert. Die öffentliche Brexit-Debatte dient lediglich dazu, das britische Volk zu spalten und um von anderen Dingen abzulenken. Damit das Volk und die darin vorhandenen Verschwörungstheoretiker dies nicht durchschauten, tat man so, als sei der Brexit Teil eines Kampfes gegen die britische und europäische Elite. Die grossen Medienkonzerne spielten beim Theater mit und hetzten in ihrer Berichterstattung gegen den Brexit, was dazu führte, dass diejenigen, die den Leitmedien misstrauen, den Brexit befürworteten. Der Anteil der Verschwörungstheoretiker im britischen Volk wird auf 60% geschätzt und 77% misstrauen den Leitmedien. Sie sind somit inzwischen die wichtigste Wählergruppe. In den USA sind es etwa 64%. (Quelle) In Deutschland sind es nur 30% (Quelle). Hier muss man folgendes bedenken: Wenn es eine globale Elite gibt, die es schafft Politik, Medien und wichtige Institutionen aller Art zu kontrollieren, dann wird es für sie einfach sein die Bewegung der Verschwörungstheoretiker zu kontrollieren und für ihre eigene Zwecke zu instrumentalisieren. Ich geh davon aus, dass viele Verschwörungstheoretiker-Internetseiten von privaten oder staatlichen Geheimdiensten betrieben werden (sie wären ja dumm, wenn sie es nicht täten). Donald Trump wurde unter anderem Präsident, weil die grossen Medienkonzerne gegen ihn hetzten (umgekehrte Psychologie).

Die Lamonts in den USA

Thomas William Lamont Jr. (1870-1948) und seine Nachkommen wurden zu einer einflussreichen Familie der US-Elite. Die Lamont Familie ist, soviel bekannt ist, nicht mit dem schottischen Lamont Clan verwandt. Verwandte und Ehepartner der Lamonts hatten folgende Familiennamen: Cunningham, Fergusson und Burnett. Die sind Familiennamen schottischer Clans. Austin Lamont (1905-1969) heiratete zudem Nancy Sullivan, eine Nachkommin von James Sullivan (1744-1808), der Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts war. Sein Vater war ein irischer Einwanderer, der als ein Nachkomme des irischen O’Sullivan Clans gilt. Der irische Clan heiratete in mehrere schottische Clans, darunter auch in den Sweeney Clan, der die selben Vorfahren wie der Lamont Clan hat. Zu den Vorfahren gehörten auch Adlige aus der irischen FitzGerald-Dynastie.

Thomas William Lamont Jr. wurde Partner bei J.P. Morgan & Co., die damals eine der wichtigsten Banken der USA war. Sie ist ein Vorgänger der heutigen JPMorgan Chase, die zurzeit die grösste Bank der westlichen Welt ist. 1943 wurde Thomas Vorsitzender der Bank. Über die Bank kannte er die Morgan Familie, die noch bis 1943 den Vorsitzenden der Bank gestellt hatte. Thomas war ein Unterstützer des italienischen Diktators Benito Mussolini und verlieh ihm 1926 über die Bank einen Kredit von 100 Millionen US-Dollar (heutiger Wert circa 1,8 Milliarden Dollar) (Quelle).

Thomas war vier Jahre im Besitz der US-Tageszeitung New York Post. Sein Bruder Hammond Lamont (1864-1909) war Chefredakteur der Zeitung. Die Zeitung wurde 1801 vom US-Gründervater Alexander Hamilton (der aus einem schottischen Clan stammte) gegründet und gilt damit als die älteste Tageszeitung der USA. 2019 war sie die viertgrösste Zeitung der USA. Die Zeitung gehört derzeit der Murdoch Familie.

Thomas war Mitglied der Pilgrims Society, ein angloamerikanisches Elitennetzwerk, das von der britischen Königsfamilie geführt wird. Thomas war Vorsitzender des Exekutivkomitees der Gesellschaft. Über die Gesellschaft kannte er mehrere Vertreter schottischer Clans. Thomas war Mitglied des Jekyll Island Clubs. Der nicht mehr existierende Club war einer der elitärsten der USA und spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED. Zum Club gehörten auch Familien wie Rockefeller, Morgan und Vanderbilt. Thomas war 1919 als Vertreter des US-Finanzministeriums an der Pariser Friedenskonferenz. Er war an der Umsetzung des Dawes-Plan und des Young-Plan in den 1920er Jahren beteiligt.

Thomas Sohn Thomas Stilwell Lamont (1899-1967) war Mitglied der Pilgrims Society und Vizevorsitzender des Morgan Guaranty Trust.

Der Politiker und Geschäftsmann Ned Lamont (*1954), ein Urenkel von Thomas William Lamont Jr., war ebenfalls Mitglied der Pilgrims Society. Er wurde 2019 Gouverneur von Connecticut. Seine Frau Ann Huntress Lamont ist Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin von „Oak Investment Partners“, einer Private Equity Firma. Die New York Times beschrieb sie als eine der erfolgreichsten Frauen, die es je im Bereich Venture-Capital (Wagniskapital) gab.

Der US-Amerikaner Daniel Scott Lamont (1851-1905) war Kriegsminister der USA und Direktor zahlreicher Banken und Unternehmen. Er stammte definitiv vom schottischen Lamont Clan ab (Quelle). Seine Mutter trug zudem den Familiennamen Scott und seine Tochter heiratete einen Mann mit Familiennamen Boyd. Scott und Boyd sind die Namen schottischer Clans. Sein Grossvater war aus Schottland eingewandert.

Zur Liste der mächtigsten Familien der Welt

Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.

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